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139 Jahre

ZEITSCHRIFT DES BAYERISCHEN SOLDATENBUNDES 1874 E.V. 123. Jahrgang – Nr. 3 – Mai/Juni 2013

Titelthema: Sturmgewehr 44 und Kalaschnikow AK 47


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Präsidium

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Allgemeines Nachrichten aus der Bundeswehr

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Titelthema Sturmgewehr 44 und Kalaschnikow AK 47

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Aus bayerischen Standorten Erste bayerische RSU-Kompanien in Franken aufgestellt 16 Staatskanzleichef Kreuzer: „Bundeswehr ist Garant für Frieden, Freiheit und Sicherheit“

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Oberpfalz bleibt starke Bundeswehrregion

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Sanitätsdienst: Innovativ, leistungsstark, überzeugend

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Kampfhubschrauberregiment 26 Tag der offenen Tür

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BSB verabschiedete den letzten Kommandeur des Luftwaffenausbildungsregiments 19

Aus den Bezirken

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EDITORIAL Sehr geehrte Kameradinnen und Kameraden, sehr geehrte Leserinnen und Leser! Der Präsident des Bayerischen Soldatenbunds 1874 e.V., Generalmajor a. D. Jürgen Reichardt, feiert am 16. Juni 2013 seinen 75. Geburtstag. Auch wenn er selbst nicht viel Aufhebens um dieses Ereignis macht, gratuliert ihm „Treue Kameraden“ mit einem ausführlichen Beitrag in der Heftmitte. Mein Vorgänger berichtete bereits in Heft 3/2008 sehr detailliert über die ersten sieben Lebensjahrzehnte Jürgen Reichardts. Um eine Wiederholung zu vermeiden, habe ich das Thema daher diesmal von einer anderen Seite angefasst und Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Politik, Militär, dem BSB und befreundeten Verbänden gebeten, unseren Präsidenten möglichst kurz zu charakterisieren und Wünsche für seinen weiteren Lebensweg zu nennen. Die Resonanz war großartig! Ich danke allen, die sich geäußert haben, sehr herzlich! Eine echte ‚Räuberpistole‘ berichten Generalleutnant a. D. Wolfgang Odenthal und sein Sohn, Oberstleutnant Frank Odenthal, wenn sie sich im Titelthema mit dem Sturmgewehr 44 und der Kalaschnikow AK 47 befassen. Dass die Soldaten der Bundeswehr ihren Dienst im Einsatz unter „großen, großen Risiken“ leisten, bestätigte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel im Mai bei einem Besuch in Kunduz/Afghanistan. Kurz zuvor war ein 32-jähriger KSK-Soldat durch Taliban getötet worden, der erste Bundeswehrsoldat seit fast zwei Jahren. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen. Mit Blick auf die bevorstehenden zahlreichen Veranstaltungen unserer Vereine und Kameradschaften hoffe ich, dass wir doch noch einen Sommer bekommen, der diesen Namen verdient! Ich freue mich auf jeden Fall auf viele Berichte mit „sonnigen“ Fotos zum Abdruck in „Treue Kameraden“! Auch die vorliegende Ausgabe des Verbandsmagazins erscheint in ansehnlicher Seitenzahl. Vielen Dank all denen, die so fleißig zugearbeitet haben! Ich wünsche Ihnen eine interessante, kurzweilige Lektüre! Sie wissen ja, neben Titelbild, Seite 2 und Leitartikel finden Sie auch die Seiten „Aus den Bezirken“ im Internet. Sie können die Seiten übrigens auch herunterladen.

J. Reichardt zum 75. Geburtstag 31 Mit freundlichen, kameradschaftlichen Grüßen!

Buchbesprechungen

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Leserbriefe

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Vermischtes

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Titelbild: Soldaten des Wachbataillons während des zentralen Appells der Streitkräftebasis am 29. 01. 2013 in Bonn. Im Wachbataillon findet der Foto: © Bundeswehr/Alexander Linden Karabiner 98k noch Verwendung im protokollarischen Dienst. Lesen Sie dazu auch unser Titelthema.

IMPRESSUM

BSB-Sozialwerk: München

»Treue Kameraden« ist die offizielle Zeitschrift des Bayerischen Soldatenbundes 1874 e.V. Sie erscheint zweimonatlich und wird allen Vereinen im Rahmen der Mitgliedschaft geliefert.

Satz und Druck: Schneider-Druck GmbH, Erlbacher Straße 102 91541 Rothenburg o.d.T., Telefon 09861/400-152, Fax 09861/400-154

Inhaber u. Verleger: Bayerischer Soldatenbund 1874 e.V., Ernst-vonBergmann-Kaserne, Neuherbergstraße 11, Geb 1 O, 80937 München, Telefon (089)18999962, Telefax (089) 18999963, Internet: www.bsb-1874.de Bankverbindung: Sparkasse München, Kto.-Nr. 53-129920, BLZ 70150000

Bezugspreis: 2,60 €

Verantwortlicher Redakteur, einschließlich Anzeigen: Klaus D. Treude, Pirmin-Klaunzler-Str. 12, 86854 Amberg/Unterallgäu Telefon 08241/6242, NEU! Telefax 08241/4093710 E-Mail: kdt@klausdtreude.info

Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion. Einsender von Manuskripten, Briefen u.a. erklären sich mit redaktioneller Bearbeitung einverstanden. Texte mit Autorenvermerk geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Haftung für unverlangte Einsendungen.

Redaktionsschluss für die Ausgabe 4/2013 (Juli/August) ist der 28. Juni 2013 2

Treue Kameraden 3/2013

Foto: Kai Mörk

Leitartikel


Leitartikel

Lied aus! Kürzlich konnte eines der am weitesten verbreiteten deutschsprachigen Liederbücher ein Jubiläum feiern: Die »Mundorgel«, erschienen erstmals 1953, seitdem in mehr als 14 Millionen Exemplaren gedruckt. Ungezählten jungen und alten Sängern war sie eine Fundgrube für Fahrten-, Volks- und Wanderlieder, ebenso für geistliche Lieder. In zahllosen Andachten, an Lagerfeuern, auf Wanderungen half das unscheinbare Büchlein mit Texten aus, wenn gemeinsam gesungen wurde. Das ist lange her. Unser Liederbuch des BSB hat gewiß dazu beigetragen, daß gemeinsamer Gesang nicht überall gleichermaßen in Vergessenheit gerät. Wir drücken damit unsere Freude aus, beisammen zu sein, und wecken Erinnerungen. Tausendfach, und auch immerhin schon über zehn Jahre. Eine große Tageszeitung beschrieb vor einiger Zeit in einem sehr verdienstvollen Beitrag den Niedergang des gemeinsamen Singens und dessen kulturellen Folgen. Sodann wurde an erwiesene Gewinne des gemeinsamen Singens erinnert: Singen macht – nach alter Erfahrung und neueren Studien – nicht nur klug, weil Musizieren das ganze Gehirn beansprucht, macht nicht nur warm, weil es den ganzen Körper fordert – singen ist gesund, macht schlank, hieß es da, glücklich, froh, schult das Gehör, geht bei jedem Wetter und kostet nichts. Eine Botschaft, die sehr zu begrüßen ist. Auch der gemeinsame Kirchengesang will ja diese Wirkungen vermitteln und nutzen. Doch bei der Beschreibung der Ursachen für den bedauerlichen Rückgang der Sangesfreude hieß es: „Auch der rattenfängerische Mißbrauch des Gemeinschaftssingens im Nationalsozialismus und die Vergiftung alter deutscher Lieder durch die Jugendmusikbewegung hatten dafür gesorgt, daß die jahrhundertelang praktizierte Kulturtechnik des Mehrstimmig-Singens in Gemeinschaft nach dem Zweiten Weltkrieg verloren ging“. Wie kann da ein Liederbuch ab 1953 millionenfach verbreitet werden? Eine offensichtlich reflexhafte Spekulation, wie sie heute für alles Mögliche bemüht wird. Nichts ist einfacher, als jede unerfreuliche Entwicklung einfach im unerschöpflichen Container „NSZeit“ zu entsorgen. Wissen solche Autoren nicht, daß sie mit derartigen, so wohlfeilen wie unnötigen Ableitungen dem letztlich doch konfusen Nationalsozialismus nachträglich eine Wirkungsmacht zuweisen, weit über seine Zeit hinaus, die Unkundige erst neugierig machen könnte? Ist ihnen bewußt, daß sie mit solchen Klischees dazu beitragen, Vorstellungen von den vermeintlich allmächtigen Fähigkeiten der NS-Gewaltherrschaft ständig zu beleben und zu überhöhen? Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, daß nach dem vorläufigen Untergang des realisierten Sozi-

alismus nicht auch noch der Nationalsozialismus verschwinden darf, weil man sonst gar nichts mehr hat, was man mit Inbrunst bekämpfen kann. Wie war es also mit dem Gesang? Nach 1945 wurde dort, wo die Verhältnisse danach waren, genauso gesungen wie vor 1933, und weitgehend auch so wie dazwischen. Das zeigt schon ein Blick in alte Liederbücher. Sie erlaubten auch nach 1933 genügend Auswahl, und man besaß ja die älteren auch noch. Niemand konnte Mütter, Lehrer oder Gruppenleiter hindern, die Volkslieder zu überliefern und zu singen, die sie einst, vor 33, gelernt hatten. Die Wirkung und Beliebtheit verordneter Lieder oder ideologisch geprägter Texte wird im Regelfall erheblich überschätzt. Man kennt sie ja heute nur aus Propagandasendungen oder -Schriften, läßt sich also auch nachträglich noch von der Propaganda beeinflussen. Der Volksmund sang anders. Gerne gesungen wurde zu allen Zeiten nur, was gefällt, und das liegt in erster Linie an der Melodie. Deshalb haben ja sowohl Kommunisten als auch Nationalsozialisten beliebte Lieder mit neuen Texten versehen. Wenn ein Liederbuch aus dem Dritten Reich vorne zwei oder drei NSDAP-Lieder enthält, dann zeigt das nicht, daß sie gerne gesungen wurden, sondern weist auf verpflichtende Auflagen hin. Weiter hinten konnte man durchaus auch „Die Gedanken sind frei“, Lützows Jagd oder andere Freiheitslieder finden – und sie singen. Nach dem Kriege wurde in den Schulen viel gemeinsam gesungen, vielfach täglich, jedenfalls im Musikunterricht: „Geh aus mein Herz und suche Freud“, etwa, oder „Im schönsten Wiesengrunde“. Ebenso in den Kirchen. Gesungen haben die Pfadfinder, die kirchlichen Jugendgruppen, die Turnerjugend, die Landsmannschaften, und bei Feierlichkeiten stimmte man noch weit bis in die sechziger Jahre irgendwann Volkslieder an, die jeder gelernt hatte und konnte. In der Bundeswehr wurde von Anfang an gesungen, bis in die siebziger Jahre. Wer sich daran erinnert, weiß, daß bei den Vorschlägen des jeweils nächsten Liedes stets die Melodie den Ausschlag gab. Der Wandel, genauer die Abwendung geschah erst in den reformeifrigen siebziger Jahren. Erst von da an galt „Volkslied“ als etwas Verächtliches, Überholtes. Wenn überhaupt, sang man Lieder in fremder Sprache. Was hat – neben der Entwicklung der Musik-Konserven – zum Niedergang des gemeinsamen Singens seit jenen Siebzigern beigetragen? Allzu viele jüngere Lehrer ließen nicht mehr singen, weil sie das für reaktionär oder kleinbürgerlich hielten. Andere glaubten, den Schülern nicht zumuten zu können, Texte zu lernen und Singen zu üben. In den Kirchen, namentlich in der evangelischen, wandte man sich von den wunderschönen alten Liedern,

die jeder kannte, ab und versuchte Neuschöpfungen einzuführen mit vermeintlich zeitgemäßen Texten – oft genug absichtlich von kindlicher Einfalt. Mit der Folge, daß die Gemeinde gemeinsame Lieder nicht mehr kannte und nicht sang, weil sie niemand in der Jugend gelernt hatte, und weil fast jeder Pfarrer andere unbekannte Lieder einführen wollte. Oft genug sollte stattdessen exotisch-primitiver, aber lauter „Rhythmus“ (meistens nur Takt) den fehlenden Gemeinschaftsgesang auf „zeitgemäße“ weltoffene Art ersetzen. In jener Zeit, den siebziger Jahren, begann man außerdem (Leute, die selbst nie Volkslieder sangen), mit verbissenem Eifer Lieder vor allem auf ihre Texte hin zu analysieren, politisch zu verdächtigen und zu indizieren. Irgendjemand fand an irgendeinem Lied immer etwas angeblich politisch Anstößiges oder konstruierte insgeheime Zusammenhänge zu NS-Mythen oder deren vermeintlichen Wegbereitern. „Hohe Tannen“, Schlesierlied oder „Steige hoch, du roter Adler“ galten als z. B. entspannungsfeindlich. Wo noch Chöre oder Sänger Volkslieder auf Schallplatten oder Kassetten sangen, wurden die Texte „modernisiert“, meist unsäglich kitschig. Wehmütige Melodien wurden verfremdet. Man genierte sich der lieblichen Weisen, spottete der andächtigen alten Sprache oder fürchtete allgegenwärtige Gesinnungswächter. Schließlich trugen die öffentlich-rechtlichen Sender maßgeblich zum Niedergang bei. Volksliedmelodien verschwanden fast völlig aus Unterhaltungsprogrammen, die dafür typischen Instrumente, Laute, Akkordeon, Gitarre ebenfalls, Chormusik und Kinderchöre sucht man längst vergeblich, und im gesendeten Schlager verschwand die deutsche Sprache. Bemühten sich in den Fünfzigern noch namhafte Sänger aus aller Welt, Schlager in deutscher Sprache zu singen – selbst Elvis Presley sang „Muß i denn ...“ –, schallt einem heute von Flensburg bis Lindau und Köln bis Berlin nur ein Einheitsbrei in englischer Primitivsprache mit auswechselbaren Tonfolgen – Melodien kann man das selten nennen – aus deutschen Sendern entgegen. Wo sollen Kinder die Anregungen zum Singen empfangen? Wenn heute eine Schulklasse im Ausland einmal ein Lied singen soll, wird man sich bestenfalls noch auf englischen Singsang unteren Niveaus einigen können. Das hat weder mit 1933 noch mit 1945 zu tun, sondern ist zweifelhaftes erzieherisches Verdienst unserer Tage.

Jürgen Reichardt Treue Kameraden 3/2013

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Niederbayern SKRV Dorfbach

KV Deggendorf-Straubing

Hohe Ehren für Franz Geislberger Dorfbach – Die Verleihung des Großen Verdienstkreuzes in Gold des BSB an Franz Geislberger durch den BSB-Kreisvorsitzenden Alfons Fisch war unbestritten der Höhepunkt der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Soldaten-, Krieger- und Reservistenvereins (SKRV) Dorfbach. Damit wurde der langjährige Schriftführer für seine rege Mitarbeit im Vereinsleben auch nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand ausgezeichnet. Besondere Erwähnung verdient sein Engagement zur Pflege des Kriegerdenkmals. Einstimmig beschloss die Versammlung auch seine Ernennung zum Ehrenmitglied. Zu Beginn der Veranstaltung hatte man der verstorbenen Mitglieder Franz Hölzl und Franz Krautloher gedacht. An der Jahreshauptversammlung Anfang des Jahres im Gasthaus Gruber begrüßte 1. Vorstand Josef Steinleitner Fahnenmutter Hilde Kaspar, Bürgermeister Hans Halser, die Markträte Johann Wellner, Heinrich Stocker, die Vorstände der örtlichen Vereine und alle anwesenden Mitglieder.

Pfarrer Graf hob in seinem Grußwort die Pflege des Kriegerdenkmals hervor und lud zu den anstehenden kirchlichen Veranstaltungen ein. Man solle dankbar für den Frieden sein, den wir erleben dürfen und auf seine Mitmenschen, auf die man nicht neidisch sein solle. Bürgermeister Hans Halser bedankte sich beim SKRV-Vorstand für die geleistete Arbeit. Er sprach das aktive Vereinsleben an, das Dorfbach auszeichnet und weswegen er gerne nach dort käme. Kreisvorsitzender Fisch übermittelte die Grüße seines Vorstandes und warb für die Veranstaltungen des BSB, z.B. das Bezirksreservistenseminar in Freyung, die Friedensmaiandacht, sowie die Infofahrt nach Stralsund. Er erinnerte daran, dass die Zukunft der Reservistenvereine auf Grund der Verkleinerung der Bundeswehr und der weggefallenen Wehrpflicht nicht auf dem besten Weg sei. Für ihn ist die Kameradschaft in den Vereinen sehr wichtig. Er bedankte sich für die treue Mitgliedschaft und die Arbeit des Vorstandes. Text/Foto: SKRV Dorfbach

V. l.: Franz Geislberger, 1. Vorstand Josef Steinleitner, Fahnenmutter Hilde Kaspar, Alfons Fisch, Bürgermeister Hans Halser.

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Treue Kameraden 3/2013

Kreisversammlung im würdigen Rahmen

Karl Kahles (2. v. l.) wurde vom stellvertretenden Landrat Josef Färber (2. v. r.), Bürgermeister Eugen Gegenfurtner (l.) und Kreisvorsitzenden Manfred Langer (r.) mit der zweithöchsten Auszeichnung des BSB, dem Großkreuz, geehrt. Edenstetten – Als große Ehre bezeichnete es Bürgermeister Eugen Gegenfurtner, dass der Kreisverband des Bayerischen Soldatenbundes 1874 e.V. seine Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung in die Gemeinde Bernried eingeladen hatte. Im Saal des Gasthauses Hetz boten die rund 80 anwesenden, einheitlich uniformierten Kameraden aus 18 Vereinen ein stattliches Bild. Darüber hinaus bildeten zahlreiche Ehrengäste und der feierliche Einmarsch und Auszug der Fahnenträger mit den Vereinsfahnen des ausrichtenden Ortsvereines, begleitet von der Weibinger Dorfmusi, einen würdigen Rahmen. Eine außergewöhnliche Ehrung erfuhr der langjährige, stellvertretende Kreisvorsitzende Karl Kahles, dem die zweithöchste Auszeichnung des BSB, das Großkreuz, verliehen wurde. Guter Start im neuen Amt Seinen ersten großen Auftritt hatte der erst einen Tag zuvor ins Amt gewählte erste Vorsitzende des Krieger-und Reservistenvereins (KRV) Edenstetten, Florian Pinzl, den er souverän meisterte. Seinen Willkommensgruß verband er mit der Wertschätzung, diese große Veranstaltung des BSB, dem man erst seit zwei Jahren angehöre, ausrichten zu dürfen. Anschließend stellte er in einem detaillierten Streifzug die 137-jährige Geschichte des Kriegervereins vor. Mit der Begrüßung der Ehrengäste und der Vorstellung der Tagesordnungspunkte eröffnete Bezirks-und Kreisvorsitzender Manfred Langer die Versammlung.

Grußworte und Ansprachen sprachen der stellvertretende Landrat Josef Färber, Bürgermeister Eugen Gegenfurtner, der Bezirksvorsitzende des Verbandes der Reservisten der Bundeswehr (VdRBw) Josef Schmid, der neue Vorsitzende der Kreisgruppe DEG-SR-BOG Wilhelm Melcher, die Bezirks-Organisationsleiterin VdRBw Christiane Loferer, der Kreisvorsitzende DEG der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung Heinz Obtmeier, der Bezirks-Geschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Walter Stiersdorfer sowie Kreisreservistensprecher und Landesgeschäftsführer VdRBw Josef König. Das besonders feierliche Ehrengedenken widmeten die Kameraden den Gefallenen der Weltkriege, der aktuellen Kriege, dem Vorstand des KRV Edenstetten, Wolfgang Weikl und allen verstorbenen Vereinsmitgliedern. Ein randvoll gefüllter Terminkalender konnte dem Tätigkeitsbericht des Kreisvorsitzenden entnommen werden. Unter den ca. 40 besuchten Veranstaltungen waren überwiegend Jahreshauptversammlungen, Gedenkfeiern, Bezirks-und Kreisversammlungen, Vorstandssitzungen, Sicherheitspolitische Vorträge und Infoabende. Politiker unterstreichen Bedeutung des BSB Eine hohe Wertigkeit bescheinigte der stellvertretende Landrat Färber den Aufgaben, die der Soldatenbund zu verantworten habe. Die dazu gehörenden Eigenschaften Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft


Niederbayern und Kameradschaft würden zu den wichtigsten gehören, die wir haben. Ein großer Dank gebühre den Soldaten, die ihren Dienst für die Bundeswehr leisten und damit ein gutes Beispiel unserer Gesellschaft abgeben. Ein besonderes, persönliches Anliegen sei für ihn die Pflege der Soldatengräber. Bürgermeister Gegenfurtner erachtete den Beitritt des KRV Edenstetten zum BSB, dem er auch als Mitglied angehört, als guten Schritt. Die Mitgliederzahl in vielen Kriegervereinen gehe deutlich zurück, wegen der lobenswerten Wahrnehmung als Mitglied dieses Verbandes könne man nur zu einem Beitritt ermuntern. Als sehr positiv stellte er die große Beteiligung der örtlichen Kriegervereine am gesellschaftlichen Leben der Gemeinde, die er den Gästen kurz vorstellte, heraus. Kriegsgräberfürsorge Von bewegenden Szenen an Soldatengräbern, die er in den letzten Jahren miterleben musste und dabei so manchen Freund verloren hatte, berichtete Walter Stiersdorfer. „Wir haben versagt, es gibt auch heute noch immer

wieder neue Kriegsgräber”, so Stiersdorfer. Im Rahmen von bilateralen Vereinbarungen erfülle der Volksbund seine Aufgaben in Europa und Nordafrika. In seiner Obhut befinden sich heute 832 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten mit etwa 2,5 Millionen Kriegstoten. Von mehreren tausend ehrenamtlichen und 566 hauptamtlichen Mitarbeiter/innen würden die vielfältigen Aufgaben der Organisation erfüllt. Mit der Anlage und Erhaltung der Friedhöfe bewahre der Volksbund das Gedenken an die Toten. Er betreue Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, berate öffentliche und private Stellen und fördere die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten. Der Volkstrauertag, der jedes Jahr im November vom Volksbund bundesweit ausgerichtet und unter großer Anteilnahme begangen wird, sei ein Tag des Gedenkens und eine Mahnung zum Frieden. Wachsende Bedeutung der Reservisten VdRBw-Bezirks-Organisationsleiterin Loferer informierte über die Neuausrichtung und die damit

Rund 80 Mitglieder aus 18 Vereinen und eine ganze Reihe von Ehrengästen begrüßte Bezirks-und Kreisvorsitzender Manfred Langer zur Jahreshauptversammlung des BSB Kreisverbandes DeggendorfStraubing im Saal des Gasthauses Hetz. verbundenen Änderungen bei der Bundeswehr. Künftig sollen verstärkt Reservisten Aufgaben übernehmen, um Feuerwehren und THW, z. B. bei Hochwasser und größeren Hilfsmaßnahmen zu unterstützen. Pfarrer Godehardt Wallner sorgte für den würdevollen Abschluss der Jahreshauptversamm-

lung. Nach einem Vergelts Gott für den Dienst zur Sicherung des Friedens, erinnerte er an den plötzlich verstorbenen Vorstand des KRV Edenstetten, Wolfgang Weikl, lud für ihn zum gemeinsamen Gebet ein und ließ zum Ausmarsch der Fahnen mit Musik die Bayern-Hymne anstimmen. Text/Fotos: Anneliese Peschl

KRK Ortenburg

Rolf Petermichl erneut als Vorsitzender bestätigt Jahreshauptversammlung mit Rückblick und Neuwahlen Ortenburg – Bei der Jahreshauptversammlung der Kriegerund Reservistenkameradschaft (KRK) Ortenburg standen der Jahresrückblick und die Neuwahlen im Mittelpunkt. Vorsitzender Rolf Petermichl begrüßte neben zahlreichen Mitgliedern als Ehrengäste erstmals Bürgermeister Hans Halser und vom BSB den Kreis-Reservistensprecher Rudolf Kaiser. Er ging in seinem Bericht vor allem auf die Repräsentation des Vereins bei Veranstaltungen ein. Trauer um verstorbene Kameraden Anschließend gedachte man den gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege, den Soldaten der Bundeswehr und den verstorbenen Mitgliedern. Die KRK Ortenburg hatte im vergangenen Jahr den Tod von drei Kameraden zu beklagen. Darunter befanden sich mit Altbürgermeister Friedrich Gebeßler und Alois Reithofer zwei bedeutende Mitglieder. Besonders schmerzlich war vor Weihnachten der Tod des langjährigen 2. Vorsitzenden und Kanoniers Alois Reithofer, der nach

kurzer schwerer Krankheit im 66. Lebensjahr verstarb. Reithofer prägte den Verein nachhaltig über 37 Jahre lang in den verschiedensten Funktionen. Zahlreiche Aktivitäten Schriftführer Walter Wagner berichtete ausführlich von den zahlreichen Aktivitäten des vergangenen Jahres. Er ging besonders auf die Werksbesichtigung bei der Panzerschmiede Krauss-Maffei Wegmann in München, den Tag der offenen Tür beim Auflärungsbataillon 8 in Freyung und den Ausflug zur Marinetechnikschule in Parow an der Ostsee ein. Der Reservistenreport enthielt mehrere dienstliche Veranstaltungen für Reservisten mit Teilnahme an Schulungs- und Wertungsschießen in den Kreisgruppen Passau und Bayerwald. Zum Abschluss betonte der Schriftführer, dass die Kameradschaftspflege nach wie vor einen hohen Stellenwert bei der KRK habe. So seien der Besuch der älteren Mitglieder und die Geburtstagsgratulationen Selbstverständlichkeiten für den Verein.

Der neue Vorstand der KRK Ortenburg. Solide Finanzlage Dem Kassenbericht von Rudolf Hartl war zu entnehmen, dass der Verein über eine solide Vermögenslage verfügt. Reinhold Hoenicka als Sprecher der Kassenprüfer bestätigte eine ordnungsmäßige Kassenführung, so dass die Entlastung des Kassiers reine Formsache war. Einstimmige Entlastung wurde auch der gesamten Vorstandschaft erteilt.

Wichtiger Beitrag zum Gemeindeleben Erster Bürgermeister Hans Halser wies in seinem Grußwort auf die Bedeutung der KRK Ortenburg als ältestem Verein hin. Dabei bedankte er sich für die Organisation und Durchführung der zentralen Gedenkfeier anlässlich des Volkstrauertags. Durch die würdige Veranstaltung zum Gedenken an die gefallenen KriegsTreue Kameraden 3/2013

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Niederbayern teilnehmer und auch der Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz habe der Verein einen hohen Stellenwert innerhalb der Gemeinde. Kreisreservistensprecher Rudolf Kaiser überbrachte die Grußworte vom Bayerischen Soldatenbund und gab verschiedene Termine des Kreisverbandes bekannt. Er zeigte sich erfreut über die regen Aktivitäten der KRK und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Kaiser ging noch auf das bevorstehende Bezirks-Reservistenseminar in Freyung ein und lud zur Friedensmaiandacht in Kirchberg ein. Neue Gesichter in der Vereinsführung Die Neuwahlen führten zu einigen Veränderungen in der Vereinsführung. Für den verstorbenen Alois Reithofer wurde Stefan Kaintor als stellvertretender Vorsitzender neu in die Vorstandschaft berufen. Als Fahnenjunker konnte Gerhard Urmann gewonnen werden. Als Reservistensprecher und stellvertretender Fahnenjunker fungiert Martin Lo-

herstorfer. Neu zu den Beisitzern wurden Erich Dobler jun. und Thomas Radlinger gewählt. Ohne Gegenstimme wurden der 1. Vorsitzende Rolf Petermichl, Schriftführer Walter Wagner und Kassier Rudolf Hartl wieder bestätigt. Ebenso die Beisitzer Klaus Lettau, Reinhart Kleine, Bernhard Dobler, sowie Werner und Günther Nöbauer. Auch bei den Kassenprüfern blieb mit Reinhold Hoenicka und Erich Dobler sen. alles beim Alten. Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung war der Bildervortrag über Ereignisse im vergangenen Jahr, die Rolf Petermichl treffend kommentierte. Am Ende der Versammlung ging Petermichl auf einige wichtige bevorstehende Termine ein. Mit einer Tagesfahrt am 29. Juni zur „AirPower13“ in Zeltweg/Österreich bietet der Verein seinen Mitgliedern und Gästen ein besonderes Ausflugsziel an. Anmeldungen zur Europas Größter Luftfahrtschau sind ab sofort unter Tel. 08542/3257 möglich. Bericht: R. Petermichl Foto: B. Dobler

Ehrenmitglied Fritz Hasenöder feierte 85. Geburtstag Ortenburg – Die Krieger- und Reservistenkameradschaft (KRK) Ortenburg gratulierte ihrem Ehrenmitglied Fritz Hasenöder zum 85. Geburtstag. Eine Abordnung überbrachte die besten Glückwünsche des Vereins und ein kleines Geschenk. Als 17-jähriger wurde Hasenöder Mitte 1944 zum Reichsarbeitsdienst einberufen. Von Oktober 1944 bis zur Kapitulation

diente der Jubilar in der SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division „Prinz Eugen“. Anschließend folgte ein halbes Jahr englische Kriegsgefangenschaft. Für seine Treue zur Kameradschaft erhielt er Ehrungen zur 10und 25-jährigen Mitgliedschaft. An seinem 80. Geburtstag wurde Fritz Hasenöder zum Ehrenmitglied ernannt. Text/Foto: Petermichl

V. l.: Adolf Petermichl, 1. Vorsitzender Rolf Petermichl, Reinhart Kleine, Jubilar Fritz Hasenöder, 2.Vorsitzender Stefan Kaintor und Ehrenvorstand Klaus Lettau

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Treue Kameraden 3/2013

KSV Hunding

Jahreshauptversammlung war gut besucht

Offizielle und Geehrte vor dem Kriegerdenkmal Hunding – Die Jahreshauptversammlung des Krieger- und Soldatenvereins (KSV) Hunding begann mit einer Schweigeminute für die seit der letzten Versammlung verstorbenen Mitglieder Adolf Augustin, Englbert Ehrnböck und Heinrich Geiß sowie die Soldaten, die ihr Leben bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr verloren haben. Reges Vereinsleben Vorsitzender Ludwig Atzinger freute sich bei der Begrüßung über den guten Besuch der Versammlung, insbesondere über die Teilnahme von Bürgermeister Ferdinand Brandl, des Ehrenvorsitzenden Adolf Weber sowie mehrerer Gemeinderäte. In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte der Vereinschef an die Teilnahme an den Jahrtagen in Lalling, Roggersing und Schöfweg, an die Teilnahme mit drei Mannschaften beim BSB-Preiskegeln in Deggendorf, an kirchlichen Festen und Veranstaltungen der Ortvereine und an der Verabschiedung von Dekan Alfons Eiber. Sieben Mitgliedern konnte zu runden Geburtstagen gratuliert werden. An eigenen Veranstaltungen nannte Ludwig Atzinger den traditionellen Jahrtag, das Preiswatten, die Christbaumversteigerung sowie die Durchführung des Starkbierfestes. Während das Preiswatten und die Christbaumversteigerung zufriedenstellend verliefen, erwies sich das Stark-

bierfest als Pleite. Unter den 65 Gästen waren lediglich 17 Vereinsmitglieder. Da der gebuchte Zauberer nicht erschien und die Preise für die Tombola gesponsert wurden, blieb für den Verein trotzdem noch ein kleiner Überschuss. Dank für Engagement Der heurige Jahrtag findet am 22. September statt. Auch ein Ausflug ist wieder geplant. Der Mitgliederstand von 117 hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verändert. Gedankt wurde den fleißigen Haussammlern und dem Schussmeister. Der Kassenbericht von Hans Senninger fand die Zustimmung der Mitglieder. Die Kassenprüfer Michael Eginger und Ferdinand Brandl lobten den Schatzmeister für seinen Einsatz. Die Entlastung der Vorstandschaft war eine Formalie. Bürgermeister Ferdinand Brandl dankte den Mitgliedern für die Vereinstreue, der Vorstandschaft für ihr Engagement, die jährliche Abhaltung des Jahrtages und die ganzjährige Pflege des Kriegerdenkmals. Text/Fotos: Andreas Schröck

Für langjährige Vereinstreue wurden geehrt: Michael Eginger sen., Hans Heining und Reinhold Süß (30 Jahre); Michael Eginger jun. (20); Tobias Hartl (10).


Niederbayern KRV Edenstetten

Nachfolger für Wolfgang Weikl gefunden Bisheriger Vize Florian Pinzl übernimmt Vereinsvorsitz Edenstetten – Die große Lücke, die der im Oktober des vergangenen Jahres verstorbene Vorsitzende des Krieger- und Reservistenvereins (KRV) Edenstetten, Wolfgang Weikl, beim Verein hinterlassen hat, ist geschlossen. Bei der Jahreshauptversammlung Anfang März im Gasthaus Hetz wurde der bisherige zweite Vorsitzende Florian Pinzl einstimmig an die Spitze des 84 Mitglieder starken Vereins gewählt. Ebenfalls einstimmige Ergebnisse erhielten der neue zweite Vorsitzende Johann Billmaier und der an dessen Stelle als Kassenprüfer tretende Josef Schiefeneder. Mehrere Vereinsmitglieder wurden für ihre langjährige Vereinstreue ausgezeichnet (s. Info-Kasten). Pinzl, für dessen sicheres Auftreten und Geschick in der Vereinsführung es in den vergangenen schwierigen Monaten bereits sehr viel Anerkennung gab, erinnerte im Rückblick an die zahlreichen Termine im Vereinskalender. Man könne optimistisch in die Zukunft blicken angesichts einer deutlich angewachsenen Mitgliederzahl, darunter einer ganzen Reihe junger Kameraden. Damit

liege man unter allen Kriegervereinen des Landkreises ziemlich weit vorne. Zu verdanken habe man diese Entwicklung vor allem Wolfgang Weikl, so Pinzl, der es stets schaffte, junge Menschen für den Eintritt und die Zugehörigkeit

Für langjährige Vereinszugehörigkeit wurden geehrt: Josef Stündler (60 Jahre); Xaver Billmaier (40); Rudolf Prebeck (35); Anton Hetz, Karl-Heinz Gegenfurtner, Günther Stieglmeier (30); Ludwig Muckentaler, Norbert Böhm, Johann Billmaier, Josef Karl, Jochen Lubenow, und Rainer Schmid (25); Fridolin Kraus (15); Christian Bauer, Heinz Schiefeneder (10). zum Verein zu begeistern. Insbesondere habe sich sein Einsatz für die Entscheidung dem Bayeri-

schen Soldatenbund beizutreten als guter und richtiger Schritt erwiesen. Text: anp

Glückwünsche von Bürgermeister Eugen Gegenfurtner (l.) gab es für die neu gewählten Vorstandsmitglieder Florian Pinzl (r.), Josef Schiefeneder (2.v.r) und Johann Billmaier (3. v. r.) sowie für die geehrten langjährigen Kameraden (ab 2. v. l.) Karl-Heinz Gegenfurtner, Jochen Lubenow, Christian Bauer, Günther Stieglmeier, Josef Karl, Fridolin Kraus, Anton Hetz und Rainer Schmid (4.v.r.). Auch der 3. Vorsitzende, Stefan Schwarzmüller (5.v.r.), gratulierte.

SKV Saldenburg

Dem SKV Saldenburg treu verbunden Saldenburg/Hundsruck – „Ich bin erstaunt über eure Aktivitäten“, würdigte der Erste Bürgermeister der Gemeinde Saldenburg, Max König, das „gewaltige Engagement“ des Soldaten- und Kriegervereins (SKV) Saldenburg bei dessen Jahresversammlung im Gasthaus „Bergstub’n Maurer“ in Hundsruck, bei der die Würdigung und Auszeichnung der kameradschaftlichen Treue zum Verein durch den Vorsitzenden Josef Liebl und Fahnenmutter Edeltraud Braml im Mittelpunkt standen. Die Treuenadel für 10 Jahre erhielten Stefan Altmann und Stefan Hundsrucker, für 25 Jahre Harald Neumann und für 40 Jahre Wilhelm Brückl, Max Wagner und Alois Wirket. Erstaunlich aktives Vereinsleben Trotz abnehmender Mitgliederzahlen haben die Saldenburger Kameraden noch das „Glück“ eines aktiven Vereinslebens, wie die Berichte von Vorstand und Reser-

vistensprecher verdeutlichten – und selbst Bürgermeister Max König erstaunen ließen. Der Bürgermeister sprach dem Verein, insbesondere Edeltraud Braml, seinen Dank für die Pflege des Kriegerdenkmals aus, das neben der Kirche und dem Rathaus stets einen schönen und würdigen Anblick biete. Zum Gedenken an die verstorbenen Kameraden, insbesondere der im letzten Vereinsjahr verstorbenen Karl Berndl und Josef Geißinger, besuchten die Vereinsmitglieder zunächst einen Gedenkgottesdienst in der Filialkirche „Zur Hl. Familie“ in Saldenburg und erhoben sich zu Beginn der Versammlung zu einer Gedenkminute. Dem Verein halten 71 Mitglieder die Treue, darunter nur noch fünf Krieger und 62 Reservisten, wie Vorstand Josef Liebl feststellte. Einzeln führte er in seinem Rückblick die Veranstaltungen auf, bei denen der Verein vertreten war. Neben überörtlichen Treffen des Bayerischen Solda-

„In Treue fest“ stehen zahlreiche langjährige Mitglieder zum SKV Saldenburg, denen Fahnenmutter Edeltraud Braml (3. v. r.), Bürgermeister Max König (4. v. r.) und Vorstand Josef Liebl (rechts) die Treuenadel verliehen. V. l.: Alois Wirket, Max Wagner sowie Hauptmann und Reservistensprecher Stefan Hundsrucker. tenbundes hob er dabei vor allem die in der Gemeinde im Kalenderjahr 2012 herausragenden Feste zum 50-jährigen Kirchenjubiläum der Saldenburger Filialkirche, zur Primiz von Fabian Feuchtinger aus Haufang, das „Reser-

visten Radln“ nach Niederalteich, Fronleichnam und den Volkstrauertag sowie die eigene Weihnachtsfeier und die Gratulationen zu runden Geburtstagen hervor. Kassier Alois Weber dankte nach seinem Kassenbericht allen, Treue Kameraden 3/2013

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Niederbayern die sich Tag für Tag, das ganze Jahr hindurch um die Belange des Vereins kümmern, gleichzeitig auch allen Spendern für ihre finanzielle Unterstützung. Die Kassenprüfer Ernst Braml und Barthl Krenn bescheinigten ihm im Anschluss eine ordnungsgemäße Kassenführung, worauf die Entlastung durch die Kameraden einstimmig erteilt wurde. Der Beitragserhöhung von 16 auf 20 Euro jährlich wurde ebenfalls zugestimmt. Ausgezeichnet bei „Regiowiki“ Reservistensprecher Stefan Hundsrucker ging in seinem Tätigkeitsbericht auf das Veranstaltungsangebot ein, das angesichts zahlreicher sonstiger örtlicher Veranstaltungen, aber gerade auch wegen des fehlenden Nachwuchses immer schwieriger zu realisieren sei. Trotzdem habe man versucht, den Reservisten etwas zu bieten. So sei der „Reservisten-Blitz“ als vereinsinterne Zeitung eingeführt worden. Die Kameraden sind so immer auf dem neuesten Stand und erhalten in regelmäßigen Abständen aktuelle Informationen aus der Bundeswehr sowie Termine aus dem Vereinsleben. Hundsrucker dankte hierbei seinem Kameraden Alexander Kremp, der sich von Beginn an bereit erklärt hatte, den „Blitz“ unter die Kameraden zu bringen. In leicht modifizierter Form sei auch heuer wieder das „ReservistenRadln“ geplant, an dem sich auch andere Vereine beteiligten

könnten. Sportliche Herausforderung, Kultur und Kameradschaft stünden dabei im Zentrum der Radtour, an die sich auch eine kleine Grillfeier – ebenso geeignet für die Nicht-Radler des Vereins – anschließen soll. Des Weiteren werden auf Kreisebene verschiedene Schießübungen, Wettkämpfe und Wanderungen angeboten. Abschließend verwies Hundsrucker noch auf den Interneteintrag des SKV Saldenburg bei „Regiowiki“, der alle wichtigen Details zur Vereinsgeschichte liefere und im vergangenen Jahr mit dem Prädikat „Ausgezeichneter Artikel“ prämiert wurde. Nach ausführlicher Diskussion unter den Kameraden entschied man sich dafür, 2013 auf einen größeren Ausflug zu verzichten. Für 2014 solle dann ein Zwei-Tages-Ausflug ins Auge gefasst werden, wofür die Mitglieder noch Vorschläge unterbreiten können. Ihre schon vorab erhaltenen Glückwünsche zum 30-jährigen „Fahnenmutterjubiläum“ wehrte Fahnenmutter Edeltraud Braml auch sogleich ab: „Es is na ned soweit!“, verwies sie auf das eigentliche Jubiläumsdatum im Juni, das der Verein mit einem Fest gebührend begehen wird. Vorsitzender Josef Liebl dankte abschließend allen Helferinnen und Helfern sowie der Vorstandschaft, dem Fahnenjunker und dem Böllerschützen und schloss die harmonische Versammlung mit dem Verbandsgruß: „In Treue fest!“ Text: - sth Foto: Thurnreiter

KSV Eglsee

Langfristig Sorge um Nachwuchs der Krieger- und Soldatenvereine Eglsee – Fast vollzählig erschienen die Mitglieder des Krieger- und Soldatenvereins (KSV) Eglsee zur diesjährigen Jahreshauptversammlung im „Pfaffenbauer Gewölbe“. Kreisvorsitzender Alfons Fisch meinte, dass sich durch den Wegfall der allgemeinen Wehrpflicht die Mitgliedersituation in den Krieger- und Soldatenvereinen verschlechtern werde. Bürgermeister und Ehrenmitglied des Krieger- und Soldatenvereins Eglsee Erich Hallhuber merkte an, dass durch den guten Mitgliederstand beim KSV Eglsee der Fortbestand noch 20 bis 30 Jahre gesichert sei. Die Jahreshauptversammlung wurde auch zum Anlass genommen, um Dank zu sagen.

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Treue Kameraden 3/2013

Ein besonderer Dank gebührte dabei Berta Sanladerer, die seit vielen Jahren das Kriegerdenkmal an der Seitzn-Kapelle pflegt. Außer Fisch, Hallhuber und Sanladerer konnte KSV-Vorsitzender auch den Vorstand des Patenvereins Sulzbach/Inn-Eholfing und stellvertretenden Kreisvorsitzenden Manfred Röhrner, den Feuerwehrkommandanten Johann Steinleitner sowie Ehrenkommandanten Johann Wagner willkommen heißen. Anschließend gedachte die Versammlung der verstorbenen und gefallenen Kameraden. Rück- und Ausblick In seinem Tätigkeitsbericht konnte Vorstand Peter Spindler

Anlässlich der Jahreshauptversammlung des KSV Eglsee erhielt Berta Sanladerer (Mitte) viel Dank für viele Jahre Pflege des Kriegerdenkmals an der Seitzn-Kapelle von den Vorsitzenden Peter Spindler (3. v. l.) und Johann Resch (links), Bürgermeister Erich Hallhuber (2. v. l.), dem Kreisvorsitzenden Alfons Fisch(3. v. r.) und seinem Stellvertreter Manfred Röhrner (re) sowie Kassier Robert Fischer (2. v. r.). auf das abgelaufene Vereinsjahr radschaft dann aufgestellt sein zurückblicken. Dabei sprach er werde. Das Marktgemeindeoberdie Maiandacht an, die immer gehaupt hielt Rückschau und ermeinsam mit der Feuerwehr Eglinnerte an die Zeit vor 24 Jahren, see an der Seitzn-Kapelle abgeals er die ersten Kontakte zum halten wird. Darüber hinaus beteiKSV Eglsee mit dem damaligen ligte man sich mit FahnenabordVorstand Johann Schindl hatte. nungen bei kirchlichen FeierlichDank für langjährige Pflege keiten wie der Fronleichnamsprodes Kriegerdenkmals zession und an der GefallenenehDie Jahreshauptversammlung rung am Volkstrauertag. Kassier wurde aber auch zum Anlass geRobert Fischer legte danach die nommen, um Dank zu sagen. Seit Einnahmen- und AusgabenrechJahrzehnten wird das Kriegernung vor. Die Kasse wurde zuvor denkmal an der Seitzn-Kapelle von Alois Lindinger und Josef von der Familie Sanladerer geSanladerer geprüft und deren Ordpflegt. War es früher Fahnenmutnungsmäßigkeit bestätigt. ter Rosa Sanladerer, die sich um Kreisvorsitzender Fisch lobte das Kriegerdenkmal kümmerte, in seinem Grußwort ebenfalls die so ist es seit nunmehr vielen Jahhohe Präsenz der Mitglieder des ren Berta Sanladerer, die das Krieger- und Soldatenvereins Kriegerdenkmal in Ehren hält. Eglsee bei Versammlungen und Die Vorstände Peter Spindler und Veranstaltungen. Gleichzeitig Johann Resch bedankten sich daaber machte er sich Sorgen über für mit einem Blumengesteck die Zukunft der Krieger- und Solsehr herzlich. Dem Dank schlosdatenvereine. Der Wegfall der allsen sich Bürgermeister Erich gemeinen Wehrpflicht werde sich Hallhuber, Kreisvorsitzender Alentsprechend negativ auf die Mitfons Fisch und der stellvertretengliederentwicklung auswirken. Er de Kreisvorsitzende Manfred gab einen Überblick über die moRöhrner an. Spindler bedankte mentane Lage der Bundewehr als sich abschließend bei allen, die im Freiwilligenarmee. Auf die Frage Verein das ganze Jahr über mitgeob bei Beerdigungen von Reserarbeitet und mitgeholfen haben. visten Salut geschossen werden Text/Foto: Markus Lindmeier darf, antwortete er, dass sich jeder Kamerad die Ehre auf einen Salut verdient Lesen Sie habe. Bei der großen "Treue Kameraden" Zahl an anwesenden auch online mit Mitgliedern meinte Bürgermeister Hall• Titelseite huber, dass der Fort• Inhaltsverzeichnis bestand des KSV Eglsee noch für 20 • Leitartikel bis 30 Jahre gesichert und „Aus den Bezirken“! sei. Allerdings hinterfragte auch er, wie eiwww.bsb-1874.de! ne Reservistenkame-


Niederbayern KSV Kellberg:

Fritz Andorfer und Thomas Böhmisch als Führungsteam bestätigt

Kellberg – Fritz Andorfer als 1. Vorsitzender und Thomas Böhmisch als sein Stellvertreter stehen weiterhin an der Spitze des Krieger- und Soldatenvereins (KSV) Kellberg. Sie wurden bei der Jahreshauptversammlung im Kellberger Kurgästehaus nach einem gemeinsamen Gottesdienst und einer Gedenkminute am Kriegerdenkmal von allen Mitgliedern einhellig in diesen Ämtern bestätigt. Problemlos wurden auch die weiteren Vorstandsposten besetzt (s. Info-Kasten). Neben den Wahlen stand auch die Ehrung von Vereinsmitgliedern im Mittelpunkt der Versammlung, die vom Kellberger „Bleh-Haffa“ unter der Leitung von Herbert Schauer musikalisch umrahmt wurde (s. Info-Kasten). Inner- und außerhalb der Gemeinde präsent In seinem Rückblick für den derzeit 121 Mitglieder starken Verein mit den fünf Veteranen Heinrich Fisch, Ludwig Hofmann, Otto Ritzer, Alois Rothammer und Georg Eichberger sen., den 102 Reservisten und den 13 fördernden Mitgliedern freute sich Fritz Andorfer über die neuen Mitglieder Jürgen Donaubauer, Klaus Jell und Martin Fenzl. Außerdem erinnerte er noch an eine ganze Reihe von Vereinsaktivitäten wie zum Beispiel an die Teilnahmen beim Tag der offenen Tür in der Freyunger Kaserne oder bei der BSBFriedensmaiandacht in Prag, er erinnerte an den Kameradschaftsabend „Romantik am Lagerfeuer“ bei Fahnenmutter Renate Ortner, an die Kriegsgräbersammlung, an den Volkstrauertag, an die Instandhaltungsarbeiten beim Kriegerdenkmal sowie an einige weitere Teilnahmen bei kirchlichen und weltlichen Festen innerhalb und außerhalb der Gemeinde. Sehr aktiv waren auch die Reservisten des Vereins im vergangenen Jahr, das belegte Hauptmann Josef Reif unter anderem mit einem Reservistenseminar in Freyung, mit einem 2. Platz bei einem Asphaltturnier in Grubweg, mit einem Luftgewehrschießen in Grubweg mit stolzen vier Mannschaften und mit einem Schul- und Wertungsschießen in Freyung. Kassier Herbert Krumböck konnte in seinem Kassenbericht ein solides finanzielles Polster belegen, dafür bekam er von Franz Stockbauer, der mit Ernst Schinagl seine Kasse geprüft hatte, großes Lob. In seinem Grußwort

äußerte sich Bürgermeister Eduard Moser beeindruckt über die Harmonie und den Zusammenhalt im Verein aber auch über die Pflege des Kriegerdenkmals und über das ehrende Gedenken der Gefallenen und Vermissten. Diesen Worten schloss sich in seinem Grußwort auch Geistl. Rat Herbert Oberneder an. BSB-Kreisvorsitzender Fisch erläuterte kurz das Sozialwerk des Bayerischen Soldatenbundes zur persönlichen Unterstützung bedürftiger und in Not geratener Kameraden und ihrer Angehöriger sowie zur Erhaltung und Pflege von Denkmälern für die Gefallenen und rief gleichzeitig dazu auf, diese sozialen Leistungen auf Antrag auch zu nutzen. In einem weiteren Grußwort freute sich Vorsitzender Max Meindl von der SRK Thyrnau über die harmonische Zusammenarbeit beider Vereine. Mit dem gemeinsam gesungenen Bayernlied und der Deutschlandhymne wurde diese Versammlung schließlich tradiText: fst tionsgemäß beendet. Foto: Franz Stangl

Fattendorf – Groß war die Zahl derer, die Alois Rothammer (Bildmitte) aus Fattendorf bei Kellberg zu seinem 85. Geburtstag gratulierten. Schließlich hatte sich der Jubilar über Jahrzehnte hinweg uneigennützig und ehrenamtlich in der Pfarrei und in Vereinen in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. Ausdrücklich hatte er zu seiner Geburtstagsfeier auf Geburtstagsgeschenke verzichtet, dafür bekam er als Dank und Anerkennung für seine hohen Verdienste Geldgeschenke. Er stockte die Summe auf 540 Euro auf und spendete sie zu gleichen Teilen an die Kriegsgräberfürsorge sowie Straßenkinder im peruanischen Arequipa. Die Spenden nahmen der Vorsitzende des KSV Kellberg, Fritz Andorfer (r.) und Pastoralreferent Carmelo Ramirez (l.) entgegen. Als überlebendem Kriegsteilnehmer sowie langjährigem Mitglied im Pfarrgemeinderat und in der Kirchenverwaltung, so Rothammer, seien ihm beide Unterstützungen ganz be(– fst/Foto: Franz Stangl). sondere Anliegen.

Vorstand des KSV Kellberg: Fritz Andorfer (1. Vorsitzender), Thomas Böhmisch (Stellvertretender Vorsitzender), Herbert Krumböck (Kassier), Rudolf Haselböck (Schriftführer), Josef Reif und Josef Grübl (1. und 2. Hauptmann), Georg Böhmisch (Reservistensprecher), Matthias Bieringer, Ernst Brem, Werner Kirchner, Alexander Reischl, Jürgen Schwarzbauer und Reinhold Sterl (Beisitzer), Ernst Schinagl und Franz Stockbauer (Kassenprüfer) Für besondere Verdienste wurden geehrt: Franz Stockbauer und Ernst Schinagl, langjährige Kassenprüfer (BSB-Verdienstkreuz I. Klasse), Willi Lippl und Josef Grübl (Goldene Verdienstspange des Landesverbandes Bayern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge) Für langjährige Vereinstreue wurden ausgezeichnet: Wilhelm Lippl, Erich Schätzl und Reinhold Sterl für (Treuenadel 35 Jahre); Norbert Andorfer, Martin Böhmisch, Gerald Grubmüller, Josef Moos, Adolf Schiermeier und Georg Schwarz sen. (30); Alois Fisch und Wilfried Schiermeier (25); Siegfried Falkner, Manfred Fellinger, Fritz Meindl und Roland Sonndorfer (20); Matthias Bieringer, Georg Böhmisch, Thomas Böhmisch, Ernst Brem, Alexander Sagberger und Franz Stangl (15); Andreas Hierl, Bürgermeister Eduard Moser und Jürgen Schwarzbauer (10); Monika Falkner, Sabrina Falkner, Gabi Grübl, Herbert Krumböck, Maria Lippl und Martina Reif (5)

Fahnenmutter Renate Ortner (sitzend 4. v. l.), Bürgermeister Eduard Moser (stehend li), BSB-Kreisvorsitzender Alfons Fisch (3. v. l.) und Geistl. Rat Herbert Oberneder (5. v. l.) sowie Vorstand Fritz Andorfer und 2. Vorstand Thomas Böhmisch (stehend v. r.) mit der neu gewählten Vorstandschaft und den vielen Geehrten. Treue Kameraden 3/2013

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Niederbayern KSV Seestetten

Karl Greiler wurde Ehrenvorsitzender

auch eine engagierte Mannschaft um Fahnenmutter Agi Krautloher war, die ihm zur Seite gestanden hat. Nun habe er die Geschicke in jüngere Hände gegeben und sehe, dass diese ihre Sache gut machen. Trotzdem werde er – wenn nötig – immer helfend zur Seite stehen und aktives Mitglied bleiben. Alfons Fisch lobte die stets konstruktive und verlässliche Zusammenarbeit mit dem Kreisverband, für die Karl Greiler stand. Er habe den Verein auch in den schwieriger werdenden Zeiten stets souverän geführt und beste Nachwuchsarbeit geleistet. Den

Dank der Stadt überbrachte Bürgermeister Georg Krenn, der die Leistung Greilers in einem Grußwort würdigte. Er kenne die vielfältigen Aufgaben und Probleme, die mit diesem Amt verbunden sind aus eigener Erfahrung und könne sie deshalb umso höher einschätzen. Die Gestaltung des Volkstrauertages und die Teilnahme an den Festen des Ortes und der Kirche sind auch ein Stück gelebte Dorfgemeinschaft, die Karl Greiler stets gefördert hat. Mit dem Ehrenkrug der Stadt setzte Krenn dann auch ein äußeres Zeichen des Dankes. Text/Foto: ho.

SKV Oberdiendorf KSV-Vorsitzender Franz Schwarzmüller (2. v. r.) verliest den Text der Ehrenurkunde, mit der Karl Greiler (2. v. l.) zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Links BSB-Chef Alfons Fisch, rechts Bürgermeister Georg Krenn. Sandbach – Im Rahmen eines Kameradschaftsabends würdigte der Krieger- und Soldatenverein (KSV) Seestetten die großen Verdienste seines langjährigen ersten Vorsitzenden Karl Greiler mit der Verleihung der Ehrenvorstandschaft. Greilers Nachfolger im Amt, Franz Schwarzmüller, hatte diese Ehrung im Vorstand vorgeschlagen, die einstimmig angenommen wurde.

etablierte Karl Greiner das jährliche Sonnwendfeuer, das die Dorfgemeinschaft bis auf den heutigen Tag feiert und das er selbst seither stets vorbereitet und mit Strom auf eigene Kosten versorgt. Unvergessliche Feste wie etwa die 150-Jahr-Feier des Vereins, als eine Waffenschau mit einem Kampfpanzer Leopard für großes Aufsehen sorgte, tragen seine Handschrift.

Einstimmiges Votum

Eine Menge bewirkt

So konnte Schwarzmüller in Anwesenheit von BSB-Kreisvorsitzendem Alfons Fisch und Bürgermeister Georg Krenn in seiner Laudatio die Verdienste des früheren Vorsitzenden herausstellen. Karl Greiler stehe in einer Linie mit verdienten Vorsitzenden wie Ferdinand Ginglseder und habe 20 Jahre die Geschicke des Vereins als Vorsitzender geleitet. Zuvor war Greiler 1. Hauptmann und Vorsitzender der Reservistenabteilung. Hohes Pflichtbewusstsein und unermüdliches Engagement ließen ihn zum idealen Repräsentanten des Vereins werden. Er machte den Verein über den Ort hinaus bekannt und mehrte dessen Ansehen. Besonderes Anliegen war ihm neben der Pflege des Gedenkens an die Schrecken der Kriege das kameradschaftliche Miteinander, das er in seiner freundlich-humorvollen Art in idealer Weise zu fördern imstande war. Auch im militärsportlichen Bereich brachte Greiler seine Kameraden auf Vordermann, ging selbst als sportlich ambitionierter Chef mit gutem Beispiel voran. Auf eigenem Grund und Boden

Weitere Highlights der Ära Greiler war die Sanierung der beiden Kriegerdenkmäler, wobei das in Seestetten sogar im Besitz des Vereins ist. Die jährlichen Ausflüge entwickelten sich unter ihm zu den beliebten und stets ausgebuchten Mehrtagesfahrten, auf denen stets auch das Gedenken an die Gefallenen zum Tragen kommt, indem man auf allen Fahrten Soldatenfriedhöfe besucht. Karl Greiler hat dies alles stets neben seiner hohen beruflichen Belastung als selbständiger Unternehmer geschafft und nicht zuletzt deshalb stehe ihm, so der Vorstand, diese Ehrung auch zu. Zusammen mit BSB-Kreischef Alfons Fisch und Bürgermeister Georg Krenn überreichte Schwarzmüller die Ehrenurkunde und an die Partnerin des neuen Ehrenvorsitzenden Kathrin einen Blumenstrauß, nicht zuletzt als Dank für ihren Verzicht auf ihren Karl wegen der vielen Aktivitäten für den Verein.

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Rückblick auf ein ereignisreiches Vereinsjahr Oberdiendorf – Zur Jahreshauptversammlung des Soldatenund Kriegervereins (SKV) Oberdiendorf konnte 1.Vorsitzender Martin Eindl Anfang des Jahres zahlreiche Mitglieder und Ehrengäste im Gasthaus Ritzer begrüßen. Namentlich begrüßte er Fahnenmutter Edeltraud Maderer, Ehrenmitglied Willi Süß sen., den BSB-Kreisvorsitzenden Alfons Fisch sowie die Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Oberdiendorf, Christian Schauer und Willi Süß jun. Ein besonderer Willkommensgruß ging an die Abordnung des Patenvereins SRK Thyrnau: Sowohl 1. Vorstand Max Meindl, der die tiefe Verbundenheit mit dem SKV Oberdiendorf hervorhob, als auch Schriftführer Max Schwarz und Kassier Wilfried Nömer waren nach Oberdiendorf gekommen. Gute Mitgliederzahlen Schriftführer Claus Fischer listete noch einmal sämtliche Aktivitäten des SKV Oberdiendorf in 2012 auf. Der Verein zählt stolze 143 Mitglieder. Es gab drei Neuzugänge (Ralf Lieglein, Thomas

Waldbauer und Michael Meisinger), leider verstarb Johann Ritzer. Ihm wurde mit einer Schweigeminute gedacht. Reservistensprecher Achim Lempa lobte die rege Teilnahme am Luftgewehrvergleichsschießen in Böhmzwiesel. Wie nahezu jedes Jahr trat der SKV Oberdiendorf auch 2012 mit der staatlichen Anzahl von zwölf Schützen an und belegte einen guten 4. Platz. Als Erfolg konnte ebenso das Schafkopftunier 2012 bezeichnet werden: Es waren 29 Tische besetzt. Die monatlichen Vereinsstammtische erfreuen sich großer Beliebtheit. Achim Lempa dankte den Mitgliedern für ihr reges Interesse. Einen besonderen Stammtisch bescherte Heinz Scherz den Mitgliedern des SKV mit einem Bildvortrag. Er hatte anlässlich der 60-Jahr-Feier des SKV zahlreiche Bilder zusammengestellt, die das Vereinsleben dokumentieren. Für die Mühen dankte Achim Lempa dem Hobbyfotografen Heinz Scherz ausdrücklich. Im Anschluss stellte Kassier Michael Falkner die Kassenlage

Dank an Mitstreiter Sichtlich bewegt dankte Greiler für die ehrenvolle Auszeichnung und verwies darauf, dass es stets

Von links: Willi Süß jun., Stefan Schiermeier, Edeltraud Maderer, Stefan Hellauer, Alfons Fisch, Martin Eindl.


Niederbayern des Vereins dar. Die Kassenprüfer attestierten ihm eine einwandfreie Kassenprüfung, so dass er einstimmig entlastet wurde. Jubiläum stand im Vordergrund Vereinsvorstand Martin Eindl hob in seinem Rückblick auf das Jahr 2012 einige Ereignisse besonders hervor: Zum einen freute er sich über den gelungenen Vereinsausflug ins Militärmuseum nach Stammheim. Ein besonderer Dank gilt hierbei dem Organisator Franz Hoffmann, der den Ausflug perfekt vorbereitete und durchführte. Zum anderen stand 2012 natürlich die Feier des 60. Gründungsjubiläums im Fokus. Man hatte sich bewusst für eine Feier im kleinen Rahmen entschieden. In einem von Pfarrer Josef Tiefenböck feierlich zelebrierten Gottesdienst wurden zwei Fah-

nenbänder geweiht, die dankenswerterweise Fahnenmutter Edeltraud Maderer und der Patenverein SRK Thyrnau gestiftet hatten. Das Jubiläum mitgefeiert hatten die Ortsvereine sowie der SRK Thyrnau im Gasthaus Ritzer in Oberdiendorf. An dieser Stelle würdigte Martin Eindl die enorme Unterstützung des Vereins durch die Vereinswirtsleute Helene und Georg Ritzer. Nach der Berichterstattung wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet. Zum Abschluss standen mehrere Ehrungen auf dem Programm. Für 25 Jahre Treue zum Verein wurden Georg Ritzer jun. und Arnold Unfried geehrt. Auf eine 40-jährige Mitgliedschaft können Walter Hellauer, Josef Oberneder, Albert Sonnleitner, Willi Süß jun. und Stefan Schiermeier zurückblicken. Text/Foto: SKV Oberdiendorf

Für langjährige Vereinszugehörigkeit wurden ausgezeichnet: Johann Moritz (60 Jahre); Reinhold Grösser, Norbert Kreipl und Hans Trauner (50); Alois Dacherl, Walter Hanus, Roman Hofbauer, Pfarrer i.R. Josef Liebl und Georg Wimmer (40); Peter Menzel und Alois Kriegl (25). Fahnenmutter Paula Kreis wurde bereits beim Kameradschaftsabend im Dezember 2012 das Verdienstkreuz in Gold mit Rubin verliehen. hen teilnehmen. Der SKV zähle derzeit 101 Mitglieder, darunter drei Gründungsmitglieder, die den Verein 1951 wieder aus der Taufe hoben und elf Kriegsteilnehmer. Doch es fehle vor allem der Nachwuchs. Diesen zu gewinnen, werde auch künftig schwer sein. Bürgermeister Josef Schätzl und Siegfried Maier vom BSBKreisverband würdigten das Engagement des SKV Ruderting und seiner Vorstandschaft um Walter von der Sitt sowie ihre Ver-

dienste für die Kameradschaft. Der SKV bereichere das Vereinsleben in der Gemeinde, sagte Schätzl. Lobende Worte gab es auch von Fahnenmutter Paula Kreipl. Der Jahreshauptversammlung war ein Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder und ein traditionelles Rehragout-Essen vorausgegangen, das die Rudertinger Jägerschaft und Bürgermeister Josef Schätzl spendeten. Text: - ,tw Foto: Siebert

SKV Sulzbach/Inn-Eholfing

Dank für tatkräftige Unterstützung SKV Ruderting

Walter von der Sitt im Amt des 1. Vorsitzenden bestätigt Jahreshauptversammlung ehrt Johann Moritz für 60 Jahre Treue, Reinhold Grösser und Norbert Kreipl gehören dem Verein seit 50 Jahren an Ruderting – Die JahreshauptWalter von der Sitt, Bürgermeisversammlung des Soldaten- und ter Josef Schätzl und Siegfried Kriegervereins (SKV) Ruderting, Maier vom Kreisverband des die kürzlich im Gasthof „Zur BSB (s. Info-Kasten). Eine bePost“ stattfand, bestätigte Walter sondere Ehre wurde Johann Movon der Sitt einstimmig als ersten ritz für seine seit 60 Jahren wähVorstand (Vorstand: s. Foto). Im rende Treue zuteil. Von der Sitt würdigte in seinen Mittelpunkt der JahresversammAusführungen den Einsatz all jelung stand die Ehrung verdienter ner, die aktiv am Vereinsgeschelangjähriger Mitglieder durch

SKV Ruderting Vorstand: Bürgermeister Josef Schätzl (l.) und stellvertretender BSB-Kreisvorsitzender Siegfried Maier (re) gratulierten den Wiedergewählten und Gewählten: Zweiter Vorstand Rudolf Erner (v. l.), Schriftführer Peter Menzel, Schatzmeister Günter Grunow, Ehrenhauptmann Hans Zimmermann, Fahnenjunker Günter Kremsreiter, Hauptmann Walter Kriegl, erster Vorstand Walter von der Sitt, Ehrenvorstand Karl Plöckinger, stellvertretender Fahnenjunker Alfred Jäger, Fahnenmutter Paula Kreipl, Kassenprüfer Johann Moritz und stellvertretender Fahnenjunker Roman Hofbauer.

Sulzbach/Inn – Die Zahl der Kriegsteilnehmer werde immer weniger und so wachse der Reservistenarbeit immer mehr Bedeutung zu, sagte 3. Bürgermeister Josef Hopper bei der Generalversammlung des Soldatenund Kriegervereins (SKV) Sulzbach/Inn-Eholfing. Der Verein genieße in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert. Er dankte den vielen Helferinnen und Helfern, voran den Vorständen Manfred Röhrner und Dieter Weber, die das ganze Jahr über für den Verein tätig waren und sind und so einen bedeutenden Beitrag für eine erfolgreiche Vereinsarbeit leisten. Sie engagieren sich damit gleichzeitig für den Ortsteil. Vorstand Manfred Röhrner bedankte sich seinerseits bei Allen, die sich das ganze Jahr über für den SKV engagieren, sich in die Vereinsarbeit einbringen und so die Vereinsführung tatkräftig unterstützen. Besondere Dankesworte richtete er an Ruth Spörl, die sich um das Kriegerdenkmal am Bahnberg kümmert und an Hedi Gahbauer die das Kriegerdenkmal an der Kirche pflegt. Beide Damen spendeten auch dankenswerterweise den Christbaum samt Schmuck für die Christbaumversteigerung. Zur Generalversammlung des Soldaten- und Kriegervereins Sulzbach/Inn-Eholfing konnte Vorstand Manfred Röhrner neben den zahlreich anwesenden Kameraden besonders Ehrenvorstand Erwin Fischer, Ruth Spörl, Hedi Gahbauer, die Vorsitzenden des

Patenvereins Eglsee, Peter Spindler und Johann Resch, sowie den 3. Bürgermeister Josef Hopper und die Markträte Anton Huber und Markus Lindmeier willkommen heißen. Er übermittelte auch die Grüße des BSB-Kreisvorsitzenden Alfons Fisch. Die anschließende Gedenkminute galt allen verstorbenen und gefallenen Kameraden, wobei in besonderer Weise an Ehrenmitglied Altbürgermeister Stefan Lindinger erinnert wurde. Aktiver Verein In seiner Rückschau auf das abgelaufene Vereinsjahr erinnerte Schriftführer Thorsten Eineder an diverse Aktivitäten. Der SKV nahm an mehreren Feierlichkeiten anderer Vereine, am Volkstrauertag, an der BSB-Kreisversammlung, an der Friedensmaiandacht in Prag bei Hutthurm, beim Empfang von Pfarrer Josef Tiefenböck sowie an Christbaumversteigerungen anderen Ortsvereine teil. Darüber hinaus beteiligte man sich mit einer Fahnenabordnung an kirchlichen Feierlichkeiten wie der Fronleichnamsprozession. Im Anschluss an die Totenehrung am Volkstrauertag fand die Jahresversammlung mit Neuwahlen statt. Die Einnahmen- und Ausgabenrechnung legte Kassier Ernst Thurner vor. Die Kasse wurde zuvor von Heinrich Schwarzhuber geprüft und deren Ordnungsmäßigkeit bestätigt. Neben den beiden eingangs erwähnten Damen dankte Röhrner Treue Kameraden 3/2013

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Niederbayern auch Ehrenvorstand Erwin Fischer, Marianne Röhrner, Dieter Weber, Helmut Zierer, Johannes Vogl, Ernst Thurner, Hans Schnellhammer, Dieter Steutner und Markus Kapelsberger für die Unterstützung des Vereins. Auch der Marktgemeinde Ruhstorf mit Bürgermeister Erich Hallhuber, der immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen habe, gelte ein besonderes Dankeschön. Er erinnerte daran, dass 2011 das Kriegerdenkmal an der Kirche renoviert wurde. Für die Restaurierung der Gedenktafel wurde ein Zuschuss vom BSB-Sozialwerk gewährt. Wegen der finanziellen Unterstützung dieser Maßnahme durch die Marktgemeinde Ruhstorf wurde bereits ein Gespräch geführt, so Röhrner. Manfred Röhrner bat um rege Beteiligung an den bevorstehenden Terminen. Der Volkstrauertag ist in der Pfarrei Sulzbach am 16. November. Christbaumversteigerungen finden statt am 29. 11. 13 (Schützengesellschaft Eholfing),

30. 11. 13 (Krieger- und Soldatenverein Eglsee), 07. 12. 13 (Feuerwehr Sulzbach) und 14. 12. 13 (SKV Sulzbach/Inn-Eholfing). Dank an SKV für Engagement in der Gemeinde Die Grüße und den Dank der Marktgemeinde Ruhstorf überbrachte der 3. Bürgermeister Josef Hopper. Die Zahl der Kriegsteilnehmer werde immer weniger und so wachse der Reservistenarbeit immer mehr Bedeutung zu, sagte er. Der Verein genieße in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert. Dabei dankte Hopper den vielen Helfern, voran den Vorständen Manfred Röhrner und Dieter Weber, die das ganze Jahr über für den SKV Sulzbach/InnEholfing tätig waren und sind und so eine Beitrag für die erfolgreiche Vereinsarbeit leisten und sich gleichzeitig für diesen Ortsteil engagieren. Der Vereinsführung sicherte er die Unterstützung der Marktgemeinde Ruhstorf zu, wobei er hier

SKV Neureichenau

SKV in Gemeinde und Pfarrei aktiv Neureichenau – Der Soldatenund Kriegerverein (SKV) Neureichenau hat kürzlich bei seiner Jahresversammlung das Jahresprogramm der Vorstandschaft bestätigt.

Am 14./15. September nimmt der Verein an der 150-Jahr-Feier des KSV Waldkirchen teil. Der Jahresausflug des Vereins führt am Wochenende 21./22. September in das fränkische Seenland. Dafür gibt es eine extra Einladung mit genauem Programm. Am Wochenende darauf richtet der Verein die Wanderung des BSB-Kreisverbandes mit Thomas Zipp am Grenzkamm des Dreisessel aus.

Die Generalversammlung beim SKV Sulzbach/Inn-Eholfing war Anlass, sich bei den vielen Helferinnen und Helfern zu bedanken, die den Verein das ganze Jahr über unterstützen. V.l.: Hedi Gahbauer, 2. Vorstand Dieter Weber, Ruth Spörl, Kassier Ernst Thurner, 3. Bürgermeister Josef Hopper, Ehrenvorstand Erwin Fischer, Vorstand Manfred Röhrner, Reservistensprecher Jochen Weber und Schriftführer Thorsten Eineder. auch den Antrag auf Zuschuss für die Restaurierung der Gedenktafel ansprach. „Wir wissen, was wir an unseren Vereinen haben

Für langjährige Mitgliedschaft im SKV wurden ausgezeichnet: Max Sitter (50 Jahre); Franz Artinger, Ludwig Süß (40) sowie Reinhold Eggerstorfer, Rudolf Pöschl und Max Schanzer (25).

Kirchlicherseits beteiligte sich der Verein am Palmsonntagseinzug, am Fronleichnamsfest und beim Erntedankfest Anfang Oktober. Die Gedenkfeier zum Volkstrauertag wird am 17./(16). Durchgeplant November sein. Das kameradBereits im Mai war ein Tagesschaftliche Beisammensein im ausflug mit dem Zug ins tschechiVereinslokal Resch mit Lichtbilsche Krumau geplant. Offen war dervortrag von Alfons Hellauer noch die Beteiligung an einer Frieist infrage gestellt. densmaiandacht des BKV oder der Vorstand Franz Raab berichteSternwallfahrt in Altötting. te über ein recht aktives Vereinsleben im vergangenen Jahr. Der SKV beteiligte sich mit großen Abordnungen an der Beerdigung des Altpfarrers Rudolf Braun, an der Verabschiedung von Msgr. Klaus Hoheisel und an der Einführung von Pfarrer Christian Thiel. Ferner an kirchlichen Festen sowie an Veranstaltungen des Verbandes und befreundeter Kameradschaften. Selber führte der Verein zwei Kameradschaftsabende durch, unternahm einen interessanten Tagesausflug mit der Waldbahn V. l.: Hubert Schanzer, Gerhard Hable, Max Sitter, Franz Artinger, Ludwig Süß zum Haus der Wildnis (vorne), Reinhold Eggerstorfer (verdeckt), Fahnenmutter Helga Ascher (vor- und seinen Jahresausflug ne), dahinter verdeckt Franz Rothkopf, Franz Raab, Bürgermeister Walter in die Wachau. Der Verein Bermann. ließ außerdem im Kloster

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und wir sind stolz auf unsere Vereine“, sagte Hopper abschließend. Text/Foto: Markus Lindmeier

Thyrnau seine Fahne und das Trauerband restaurieren und veranlasste, dass die Gemeinde am Kriegerdenkmal zwei Linden fällte. Franz Raab bedankte sich für die Unterstützung der Gemeinde und die Zuschüsse, auch von Bank und Sparkasse. Reservisten „spezial“ Die Reservistenkameradschaft hat ein eigenes umfangreiches Programm, das bei den Monatsstammtischen besprochen wird. Nach den Worten ihres Sprechers Uwe Manowski zählt sie 37 Mitglieder. Sie beteiligte sich u.a. am Jäger-Gold-Pokal in Regen und an Veranstaltungen in der Gemeinde. Wie seit Jahren üblich, hat sie beim Dreiländermarsch Kontrollstationen übernommen und zu Allerheiligen drei Mann für die Kriegsgräbersammlung gestellt. Franz Rothkopf, Kreisvorsitzender des BSB, ging in seinem Kurzreferat auf die Aktivitäten des BSB Kreisverbandes und die Planungen der Bundeswehr über die Aufstellung‚ Regionaler Sicherungs- und Unterstützungskräfte ein, die größtenteils aus Reservisten bestehen werden. Text/Foto: Ludwig Süß


Niederbayern SRK Thyrnau

Josef Gabriel zum Ehrenmitglied ernannt Thyrnau – 90 Jahre Kriegerdenkmal in Thyrnau, seine Erweiterung vor 60 Jahren um zwei Granitblöcke mit den Namen der Gefallenen und Vermissten sowie 50 Jahre seit der Umsetzung dieses Mahnmals von der Friedhofsmauer auf den Vorplatz der Pfarrkirche: Diese drei runden Jubiläen konnte die Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Thyrnau im vergangenen Jahr groß feiern. Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Grinninger nach einem gemeinsamen Gottesdienst waren diese Feierlichkeiten dann auch zentrales Thema der Versammlung. Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung des derzeit 169 Mitglieder starken Vereins (125 Reservisten, neun Veteranen und 35 fördernde Mitglieder mit 15 Frauen) diverse Ehrungen (s. Info-Kasten), wobei Josef Gabriel für seine 25-jährige Arbeit als umsichtiger Kassenverwalter und Schriftführer in Personalunion einhellig zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Vorstand Max Meindl hatte dabei großes Lob für alle helfenden Hände der männlichen und weiblichen Helfer, die zum großartigen Gelingen dieses Festes beigetragen haben. Besonders lobte er – wie auch Bürgermeister Eduard Moser – Schriftführer Max Schwarz, der über dieses Fest einen dicken Bildband anfertigte, in

dem die gesamte Geschichte des Mahnmals in vielen Bildern und Texten verewigt ist. Dieses großartige Dokument, wandte sich Max Schwarz an den Bürgermeister, werde er zur sicheren Aufbewahrung dem gemeindlichen Archiv übergeben. In seinem Rückblick streifte Max Schwarz aber auch noch viele weitere Aktivitäten des rührigen Vereins. Dabei erinnerte er unter anderem an die Beteiligung beim Thyrnauer Faschingszug mit einem viel beachteten Handwagerl zum Thema „Seniorenheim Thyrnau“, an den Jahresausflug zusammen mit dem Thyrnauer Gartenbauverein nach Laaber und Kloster Weltenburg, an das schon traditionelle Grillfest, an den Volkstrauertag, an eine Christbaumversteigerung sowie an die Teilnahmen bei kirchlichen und weltlichen Festen innerhalb und außerhalb der Gemeinde Thyrnau. Reservisten „gut in Schuss“ Ganz besonders aktiv, so konnte 2. Vorstand Roland Zeindl für den beruflich verhinderten Reservistenführer Christoph Fenzl berichten, waren im vergangenen Jahr die Reservisten. Dabei erinnerte er an die Teilnahmen bei insgesamt acht Veranstaltungen wie zum Beispiel einem Luftgewehrver-

Redaktioneller Hinweis Beiträge an die Redaktion sollten enthalten: 쎲 Name des Vereins (ausgeschrieben und Abkürzung) 쎲 Zuständiger Bezirk 쎲 Vor- und Nachname des Autors 쎲 Vor- und Nachname des Fotografen 쎲 Aussagekräftige Bildunterschriften zu allen Fotos

Josef Gabriel (Ehrenmitglied); Erich Wolfschläger (BSB-Verdienstkreuz in Gold), Michael Stadler (BSB-Verdienstkreuz am Bande) sowie Christoph Fenzl (BSB-Verdienstkreuz II. Klasse). Für langjährige Vereinstreue wurden ausgezeichnet: Josef Bauer, Johann Fisch, Josef Hartl, Klaus Tscharntke und Erich Wolfschläger (40Jahre); Georg Reitberger, Walter Kandlbinder jun., und Franz Wintersberger (25); Roland Reitberger, Alois Ritzer, Alfred Schmid und Bernhard Reitberger (10). gleichskampf in Böhmzwiesel mit Max Schätzl als bestem Schützen, einem Tag der offenen Tür mit Schul- und Wertungsschießen in Freyung, einem Luftgewehrvergleichskampf in Grubweg mit Marlies Schauer als bester Schützin. Zeindl erinnerte an den 6. Platz beim General-Greipl-Schießen in Freyung, an die Teilnahme beim Pfarrer-Wenger-Gedächtnisschießen

Fahnenmutter Monika Grinninger (vorne 3. v.r.) sowie 2. Bürgermeister Hans Koller (stehend rechts), Geistl. Rat Herbert Oberneder, Kreisvorsitzender Alfons Fisch, Vorstand Max Meindl und 2. Vorstand Roland Zeindl gratulierten den Geehrten Bernhard Reitberger, Georg Reitberger und Michael Stadler sowie Hans Fisch (vorne von links), Klaus Tscharndtke, Josef Gabriel, Rupert Schauer und Erich Wolfschläger.

in Kropfmühl und an die Teilnahme beim Bürgerturnier des ESV Kellberg, bei dem die SRK Thyrnau den stolzen 1. Preis mit nach Hause nehmen konnte. Bei all diesen Schießen war genau Buch geführt worden, deshalb konnte Roland Zeindl auch noch die besten Schützen ehren: Mit dem Luftgewehr waren dies Christoph Fenzl vor Wilfried Nömer und Max Meindl, beste Schützin wurde Marlies Schauer und als bester MG-Schütze wurde noch Norbert Schiermeier geehrt. In seinem Kassenbericht konnte Wilfried Nömer ein gesundes finanzielles Polster belegen, von Stefan Kaponyas, der zusammen mit Horst Kandlbinder seine Kasse geprüft hatte, bekam er für seine ordentliche Kassenführung höchstes Lob. Geistl. Rat Herbert Oberneder lobte die Kameradschaft innerhalb der SRK und bedankte sich für die Pflege des Kriegerdenkmals, BSB-Kreisvorsitzender Alfons Fisch nahm kurz Stellung zur Situation bei der Bundeswehr, die nach seinen Feststellungen bereits massive Auswirkungen auf den Nachwuchs für die Soldaten- und Kriegervereine hätte. 2. Vorstand Achim Lempa vom Patenverein SKV Oberdiendorf bedankte sich für die freundschaftliche Verbundenheit beider Vereine. Text/Foto: Franz Stangl Treue Kameraden 3/2013

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Oberpfalz Jura-Kreisverband Parsberg

Zur Kriegsgräber- und Denkmalpflege nach Frankreich Bericht von der Frühjahrsversammlung Hochdorf – Bei der Frühjahrsversammlung des Jura-Kreisverbandes Parsberg im Bayerischen Soldatenbund standen im Gemeindehaus in Hochdorf die Rechenschaftsberichte der Kreisvorstandschaft auf der Tagesordnung. Informationen zum Kriegsgräberpflegeeinsatz, Nachbetrachtung zur Landesversammlung, Ergebnis der Kriegsgräbersammlung, Siegerehrung der Kreismeisterschaft und Ehrung verdienter Kameraden waren weitere Punkte. Als gastgebender Vorsitzender der SKK Hochdorf begrüßte Johann Bleicher die Jura-Kreisvorstandschaft sowie die Vertreter der 19 Ortskameradschaften. Einen besonderen Gruß richtete Kreisvorsitzender Richard Preis an den Landesreservistenbeauftragten und Vorsitzenden des Kreisverbandes Neumarkt, Oberstleutnant d. R. Christian Emmerling. Namentlich erinnerte Kreisgeschäftsführer Georg Münchsmeier bei der Totenehrung an die seit der letzten Frühjahrsversammlung verstorbenen Kameraden, denen ehrenvoll mit dem „Lied vom guten Kameraden“ gedacht wurde. Berichte der Kreisvorstandschaft Krieger- und Reservistenkameradschaften sind Traditionsvereine, die neu und modern aufgestellt sind, begann der Kreisvorsitzende seinen Jahresbericht. Die primären Aufgaben der Kriegervereine seien Mahnen zum Frieden und Erinnern, Bewahren und Erhalten von Denkmälern, Helfen und Unterstützen, Kameradschaft pflegen und Begleiten in Ehren. Zu den sekundären Aufgaben zählen das Böllern und Schießen, Kameradschaftsabende, Monatsversammlungen und Christbaumversteigerungen. Bei den Generalversammlungen der Ortskameradschaften wurden Rudolf Kock (SKK Wischenhofen), Josef Staudigl (SKK Neukirchen/Eichlberg), Markus Eichenseher (SRK Hohenschambach) und Bernhard Götz (SRK Oberpfraundorf) zu neuen Vorsitzenden gewählt. Für die Kriegsgräberpflege wurden in der Oberpfalz 285.682 Euro gesammelt. Ganz im Zeichen des abgelaufenen Verbandsjahres stand die

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Treue Kameraden 3/2013

ge. Unterkunft und Verpflegung wird von französischen Kasernen übernommen.

V. l.: Richard Preis, Christian Emmerling, Alfons Kollmer, Franz Vögerl und Georg Münchsmeier. Landesversammlung des Bayerischen Soldatenbundes in der Tangrintelhalle mit Empfang im Rathaus und Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Hemau. Mit der Vorbereitung waren besonders die Kameradschaften aus Hemau, Hohenschambach, Parsberg, Beratzhausen und Neukirchen/Eichlberg gefordert. Mehrmals wurde unter dem Kommando des Böllerbeauftragten Franz Zott das Salutschießen geprobt. Weiter berichtete Preis vom Besuch des 90-jährigen Jubiläums der SKK Wischenhofen, einer Waffensachkundeausbildung, der Kreismeisterschaft, dem Böllerschießen zu Ehren der heiligen Barbara und vom Empfang des Volksbundes in Nabburg. Vorausschauend kündigte der Kreisvorsitzende den zwölftägigen Kriegsgräberpflegeeinsatz in Metz/Frankreich an, erinnerte an die am 9. Juni im zweijährigen Rhythmus stattfindende Soldatenwallfahrt in Beratzhausen und gab bekannt, dass ein neues Handbuch des BSB für Vereinsarbeiten erscheine. Bei der nächsten Herbstversammlung in Hamberg stünden die turnusmäßig alle drei Jahre abgehaltenen Neuwahlen an. Dabei werden der erste und zweite Kreisvorsitzende sowie der Kreisgeschäftsführer nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Von einem guten Polster in der Verbandskasse berichtete Kreiskassier Alois Schmidt. Die Kameradschaften forderte er auf, die Beiträge für 2013 zu entrichten. Die Böllermarken werden zugesandt. Kassenprüfer Wolfgang Fröhler bestätigte ein ordentlich

geführtes Kassenbuch. Kreisgeschäftsführer Georg Münchsmeier erinnert an die Mitgliederlisten, die jährlich beim Kreisverband abzugeben sind. Freiwillige Reservistenarbeit Über RK-Angelegenheiten berichtete Kreisreservistenbetreuer Wolfgang Burger und kündigte dabei eine umfassende Strukturreform des Reservistenverbandes an, um fit für die Zukunft zu sein. Auch in einer modernen Bundeswehr gebe es ausreichend Aufgaben für Soldaten der Reserve, vor allem im Heimat- und Katastrophenschutz. Weiter gab er die Jahresplanung der freiwilligen Reservistenarbeit bekannt, die Wettkämpfe in Weiden und Pyrbaum sowie in Hemau, Berching und Oberweiling beinhaltet. Jedes Jahr werde vom Kreisverband ein Böllerlehrgang angeboten, ebenso eine Böller- und Beschussprüfung. Bei der Siegerehrung der zweiten Jura-Kreismeisterschaft im KK-Schießen belegte die SKRK Parsberg die vorderen Plätze, gefolgt von Hohenfels, Hemau und See. Über die geplante Kriegsgräber- und Denkmalpflege vom 8. bis 19. April im Raum Metz in Frankreich informierte Einsatzleiter Oberstleutnant Christian Emmerling. Dabei werden vor allem die Kriegerdenkmäler und Monumente der gefallenen Soldaten des deutsch-französischen Feldzuges von 1870/71 restauriert und gepflegt. Unterstützt wird die Aktion vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und durch zwei Bundeswehr-Fahrzeu-

Auszeichnungen für Verdienste In Anerkennung der hervorragenden Verdienste wurde dem 1. Vorsitzenden der SKK Hemau, Alfons Kollmer, das Große Verdienstkreuz in Gold des BSB verliehen. Mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse in Gold wurde der 2. Vorsitzende und Kreisstandartenträger Franz Vögerl ausgezeichnet. „In Treue fest“ sowie mit der Bayern- und Nationalhymne beendeten die Ortskameradschaften aus Beratzhausen, Deuerling, Duggendorf, Frauenberg, Hamberg, Hemau, Hochdorf, Hohenfels, Hohenschambach, Hörmannsdorf, Laaber, Neukirchen-Eichlberg, Oberpfraundorf, Oberweiling, Parsberg, See, Thumhausen, Willenhofen und Wischenhofen die Kreisversammlung 2013. Text/Foto: Alfons Kollmer

Zur Kriegsgräberpflege in Frankreich Metz (FRA) – Im Auftrag vom Landesgeschäftsführer Bayern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Volksbund) Gerd Krause und Jugendreferent Kai-Uwe Janouscheck und unterstützt vom Volksbund, Landesverband Bayern, pflegten kürzlich zehn Kameraden des Jura-Kreisverbandes Parsberg Gräber, Denkmäler und Anlagen bei Metz in Frankreich. Für Unter-

Das Tor eines Soldatenfriedhofs in Frankreich.


Oberpfalz tenkameradschaft (KSK) Kastl an deren langjährigen Vorstand Georg Bocka. Bocka hatte bei der diesjährigen Vorstandswahl nach zehn Jahren als 2. Vorsitzender und 27 Jahren als 1. Vorsitzender nicht mehr kandidiert. Die Ehrung nahm er sichtlich gerührt entgegen. Treue zur Oberpfalz

Angehörige des Jura-Kreisverbandes Parsberg mit ihrem Kreisvorsitzenden Richard Preis (4. v. l.) und Soldaten vom Standort Roth leisteten Anfang April Kriegsgräbereinsatz in Frankreich. Geführt wurde die Gruppe von Oberstleutnant d.R. Christian Emmerling (l.). kunft und Verpflegung während des Einsatzes sorgte das französische Militär, das die deutschen Kameraden auch zu einer Weinprobe einlud. Beim zehntägigen Arbeitseinsatz wurden insgesamt 30 Kriegerdenkmäler und ein mit 60 gefallenen deutschen Soldaten belegter Friedhof des deutsch-französischen Feldzuges 1870/71 wieder instandgesetzt. Die vordringlichen Arbeiten waren dabei das Verlegen von Platten, Schweißen und Streichen von Zauneinfassungen, Monumente vom Moos entfernen und reinigen sowie Hecken schneiden und Rasen mähen. Nach getaner Arbeit wurden Blumen und ein Gesteck

niedergelegt, das Denkmal mit der BSB- und Deutschlandfahne geschmückt und mit dem „Lied vom guten Kameraden“ der Gefallenen gedacht. Am arbeitsfreien Wochenende besuchte die Gruppe die Kathedrale von Metz, das Beinhaus „Oussuaire“ und das Museum „Memorial de Verdun“. Auch das Schlachtfeld des 1. Weltkrieges, der „Bogen von Saint-Mihiel“ war Ziel der deutschen Arbeitsgruppe, die dort feststellte, dass die Schützengräben und Unterstände der damaligen Soldaten teilweise nur 20 Meter voneinander entfernt waren. Text: Alfons Kollmer Fotos: Christian Emmerling

Eröffnet wurde die Versammlung durch den Vorsitzenden der ausrichtenden Ortskameradschaft KSK Wirbenz, Oberstleutnant a.D. Gernot Hammon – zugleich Kreisreservistensprecher des Kreisverbandes – mit einer Anekdote über die Gebietsreform. So sei er in Wirbenz ohne auch nur einen Fuß aus dem Haus zu setzen über Nacht vom Oberpfälzer zum Oberfranken geworden. Die Bindung an den Kreisverband Kemnath sei jedoch zu seiner großen Freude erhalten geblieben. Guten Start hingelegt Nach der Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden wurde neben den Opfern der Weltkriege, von Flucht und Vertreibung, sowie den gefallenen Kameraden der Bundeswehr auch der verstorbenen Kameraden des Kreisverbandes gedacht. Unter diesen war im vergangen Jahr auch der langjäh-

rige stellvertretende Kreisvorsitzende Ludwig Wegmann. Die Rede anlässlich dieser Trauerfeier war gleichzeitig auch die erste Bewährungsprobe des auf der letzten Kreisversammlung neu gewählten Kreisvorsitzenden. Jedoch wurden diese, sowie zahlreiche andere Veranstaltungen von Thomas Semba gerne und gut absolviert. Dieses Zeugnis stellte ihm auch sein Vorgänger, der jetzige Ehrenkreisvorsitzende Hans Bäte, aus. Die lange Aufzählung der besuchten Veranstaltungen – nämlich 31, teilweise sogar mehrere am selben Tag – zeigte deutlich, wie aktiv die Kameradschaften des Kreisverbandes sind. Auch konnte der Kreisvorsitzende zusammen mit seinem Stellvertreter Sebastian Herchenbach von der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Neusorg die Sieger der diesjährigen Kreismeisterschaft im KK-Pistolen-Schießen, im KK-GewehrDreistellungskampf, sowie im Wettkampf um den Wanderpokal des Hans-Stahl-Schießens ehren. Mit seinem Dank an die Ortskameradschaften und der Hoffnung, die gute Arbeit auch in den kommenden Jahren fortzusetzen, beendete Semba die Versammlung. Text und Bild: Marcus Köppel

KRV Altenthann

KV Kemnath

Neu gewählter Kreisvorsitzender überzeugt Kreisversammlung Wirbenz – Ein Höhepunkt der ersten Kreisversammlung des vor einem Jahr neu gewählten Kreisvorsitzenden des Kreisverbandes

Kemnath, Thomas Semba, war die Überreichung der Ernennungsurkunde zum Ehrenvorsitzenden der Krieger- und Solda-

V. l.: Der 2. Vorsitzende der KSK Kastl Jürgen Schreyer, der stellvertretende Kreisvorsitzende Sebastian Herchenbach, Ehrenvorsitzender Georg Bocka, Oberstleutnant a.D. Gernot Hammon, Kreisvorsitzender Thomas Semba.

Oberlichtenwald – Seinen 90. Geburtstag feierte Joseph Zimmerer (Bildmitte), Mitglied des Krieger- und Reservistenvereins (KRV) Altenthann, Ende Februar. Zimmerer nahm noch am 2. Weltkrieg teil. Bei guter Gesundheit beging der Jubilar seinen Ehrentag im Vereinsheim der Freiwilligen Feuerwehr Lichtenwald. Der begeisterte Sudoku-Rätselfan, der auch die Tagespresse ausgiebig studiert, freute sich über den Besuch seiner Vereinskameraden (v. l. 2. Vorsitzender Harald Herrmann, Hauptkassier Franz Staufer), die es sich nicht nehmen ließen, ihrem langjährigen Mitglied die besten Glückwünsche zu überbringen und ihm noch einen schönen Lebensabend mit seiner Gattin zu wünschen. Text/Foto: KRV Altenthann Treue Kameraden 3/2013

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Oberpfalz SRK Sulzbach-Rosenberg

„Wir werden unsere Ziele auch weiter erfüllen!“ Bericht von der Jahreshauptversammlung Sulzbach-Rosenberg – Pflege der Kameradschaft, Mitgestaltung des Volkstrauertages, Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Erhalt des Soldatenfriedhofs nannte der 1. Vorsitzende, Franz Schneller als wichtigste Aufgaben für die Zukunft bei der Jahreshauptversammlung am 24. Februar 2013. Im Rahmen der Versammlung wurden mehrere Kameraden ausgezeichnet. Neben mehr als 50 Prozent der Mitglieder konnte der Vorsitzende dabei Bürgermeister Michael Göth, BSB-Bezirks- und Kreisvorsitzenden Horst Embacher, Kameraden, Jubilare und Gäste begrüßen. Beim Totengedenken dachte man der im abgelaufenen Vereinsjahr verstorbenen Kameraden Josef Radi, sowie der verstorbenen Mitglieder und Bundeswehrsoldaten. Bürgermeister Göth würdigte in seinem Grußwort das vielfältige und reichhaltige Jahresprogramm. Er bedankte sich besonders für die Übernahme der Pflege des Soldatenfriedhofs, der Kriegsgräbersammlung und die Mitausrichtung des Volkstrauertages, wünschte für die Zukunft viel Kraft für die vielen Aktivitäten. Franz Schneller zeigte in sei-

Für langjährige Vereinstreue wurden ausgezeichnet: Franz Ostermann und Walter Schlenk (30 Jahre); Gerd Geismann (25), Reinhold Dütsch, Leo Kurz, Werner Pecher und Thomas Mühldorfer (5). Für 5-maliges Sammeln für die Kriegsgräberfürsorge wurden Reinhold Dütsch und Leo Kurz mit der Verdienstspange in Bronze und Urkunde ausgezeichnet.

Einige Mitglieder wurden anlässlich der Jahreshauptversammlung der SRK Sulzbach-Rosenberg ausgezeichnet. nem Rechenschaftsbericht viele Aktivitäten des Vereinsjahres auf: Vorstandssitzungen, Kreisversammlungen, Teilnahme an der Landesversammlung in Hemau, an der Bezirksversammlung in Cham und die Tagesfahrt nach Lagerlechfeld zum Jagdbombergeschwader 32. Auf dem Programm standen Kranken- und Geburtstagsbesuche, Kameradschaftsnachmittage, Vergleichs- und Pokalschießen und die Adventfeier. Das gemütliche Beisammensein auf dem Annaberg gehörte ebenso zum Jahresprogramm. „Wir werden auch weiterhin die Ziele die wir uns gesetzt haben, erfüllen“, so der Vorsitzende, „zum

Beispiel die Pflege der Kameradschaft, die Pflege des Soldatenfriedhofs, Mitgestaltung des Volkstrauertages und die Kriegsgräbersammlung.“ Schneller sagte weiter: „Was wir allein in diesem und in den vergangenen Jahren erwirkt haben, war eure bereitwillige Mitarbeit. Nehmt deshalb meinen Dank und den der Vorstandschaft entgegen. Dieser Dank gilt nicht zuletzt auch den Kameraden, die – aus welchen Gründen auch immer – sich nicht mehr aktiv betätigen können oder wollen aber allein durch Ihre Mitgliedschaft helfen, die Aufgaben der Ortskameradschaft wahrzunehmen.“ 2.Vorsitzender Hans Aigner

verlas das Protokoll der letzten Jahresversammlung und dankte dem 1. Vorsitzenden für seine unermüdlichen Einsätze für die Ortskameradschaft und den BSB. Der Kassenbericht von Alfred Promm viel erfreulich aus und so konnte ihm Kassenprüfer Rudolf Mautzka eine saubere und ordentliche Kassenführung bescheinigen. Bezirks -und Kreisvorsitzender Horst Embacher dankte der SRK für die aktive und gute Arbeit. Embacher bedauerte, dass die Ehrendenkmäler in der Stadt immer wieder durch „feierwütige Jugendliche“ unehrenhaft geschändet und verunreinigt würden. Informationen zur Arbeit der SRK im Verband, deren Veränderungen und die Arbeit der Bundeswehr mit ihren neuen Aufgaben und Umstrukturierungen waren weitere Themen seiner Ausführungen. Text/Foto: SRK

SuKK Furth im Wald

Viel Lob vom Bürgermeister Furth im Wald – Gut besucht war die Jahresversammlung der Soldaten- und Kriegerkameradschaft (SuKK) Furth im Wald e.V. im Hotel Hohenbogen. Vorsitzender Karl Hartl konnte zu dieser Versammlung zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Sandro Bauer, zweitem Bürgermeister Michael Mühlbauer, Oberst der Reserve Franz Reimer, dem Kreisvorsitzenden Hans Raab vom Kreisverband Cham des Bayerischen Soldatenbundes, dem Vorsitzenden der Reservistenkameradschaft Furth im Wald, Willi Gruber, aber auch zwei Vertretern des Österreichischen Kameradschaftsbundes, Landesverband Vorarlberg, Armin Brunner und Reinhard Muhrer, der auch Mitglied der SuKK Furth im Wald ist.

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Treue Kameraden 3/2013

Reges Vereinsleben In seinem Jahresbericht betonte Hartl, dass auch im vergangenen Jahr die Kameradenbetreuung im Vordergrund stand. Zahlreichen Kameradinnen und Kameraden wurde zu runden Geburtstagen gratuliert. Sofern Kameraden längere Zeit krank waren und dies der Vorstandschaft bekannt war, wurden diese besucht. Die SuKK Furth im Wald beteiligte sich im Januar an der Sebastiani-Messe mit anschließender Prozession. Im Februar nahmen die Kameraden am Jahresempfang des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Cham teil. Vertreten war die Kameradschaft auch beim Jahresempfang der Stadt Furth, beim Preisschafkopfturnier der KuRK RänkamLixenried, bei der Kreisversammlung des BSB in Grafenkirchen, bei der Feier “50 Jahre Further

SuKK-Vorsitzender Karl Hartl (stehend) konnte zahlreiche Mitglieder zur Jahresversammlung begrüßen, so auch Bürgermeister Sandro Bauer (l.). Volksmusik” im Kolpinghaus, bei den Gründungsfesten der Kameradschaften KuSK Vilzing, KuRK Martinsneukirchen, SuKK Arnschwang und KuRK Geigant. Abgehalten wurden bei der Heimkehrerkapelle am Stieberg eine

Maiandacht sowie im September eine Andacht zu “Mariä Schmerzen”. Drei Kameraden beteiligten sich im September an der Landesversammlung des Bayerischen Soldatenbundes in Hemau. Kameraden der SuKK sammelten


Oberpfalz am 1. November am Further Friedhof für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Teilnahme am Volkstrauertag ist für die Mitglieder der SuKK Furth im Wald eine Selbstverständlichkeit. Mit einer Fahnenabordnung begleiteten vier Mitglieder das öffentliche Gelöbnis von Rekruten des Fernmeldebataillons 4 aus Cham und des Logistikbataillons 472 aus Roding auf dem Chamer Marktplatz. Mit einer Weihnachtsfeier im Dezember endete das ereignisreiche Vereinsjahr. Der Kameradschaftsvorsitzende wies zum Ende seiner Ausführungen darauf hin, dass jüngere Mitglieder sich bei Beerdigungen oder Festbesuchen stärker beteiligen möchten, da für die älteren Kameraden dies immer schwieriger werde. Nachdem am 21./22. September 2013 die Soldaten- und Kriegerkameradschaft Furth im Wald ihr 175-jähriges Bestehen feiert, bat er um besondere Beteiligung und Unterstützung bei diesem Fest (s. gesonderten Bericht). Schriftführerin Johanna Hartl verlas die Niederschrift der letzten Jahresversammlung, die von den Mitgliedern angenommen wurde. Vereinsschießwart Peter Hoffmann berichtete von den Aktivitäten der Schützengruppe. Im März beteiligten sich zwei Mannschaften am Kreisvergleichsschießen in Obernried. Hier konnte ein fünfter und ein neunter Platz erreicht werden. Außerdem beteiligten sich die Schützen im Dezember beim Jahresabschluss-Schießen der Reservisten. Vorsitzender Karl Hartl ging daraus als Sieger hervor. RK-Vorsitzender Willi Gruber berichtete in einer Kurzfassung über die zahlreichen militärischen und gesellschaftlichen Aktivitäten seiner Reservistenkameradschaft und bedankte sich bei der Vorstandschaft der SuKK für die hervorragende und beispielgebende Zusammenarbeit beider Kameradschaften. Einen detaillierten Kassenbericht legte Kassier Ludwig Bertl der Versammlung vor. Die Kassenrevisoren Johanna Hartl und Günther Bauer bescheinigten im eine absolut professionelle Kassenführung. Dem anschließenden Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft für das Geschäftsjahr 2012 wurde einstimmig stattgegeben. Aktivposten in Stadt und Kreisverband Bürgermeister Sandro Bauer dankte der SuKK für die geleiste-

te Arbeit, im Besonderen für die Gestaltung des Volkstrauertages und für die Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: „Die SuKK hält die Erinnerung an die Schrecken des Krieges wach und mahnt dadurch den Frieden zu erhalten. Eine derart lange Friedensphase wie wir sie in Deutschland erleben durften und dürfen ist keine Selbstverständlichkeit.“ Für das im September 2013 stattfindende Gründungsfest sicherte der Bürgermeister als Vertreter der Stadt Furth im Wald der SuKK die vollste Unterstützung zu. Hans Raab, Kreisvorsitzender des Bayerischen Soldatenbundes, Kreisverband Cham, dankte der SuKK für die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Kreisverband. Diese beteilige sich immer an den Veranstaltungen der Bundeswehr, zu denen der Kreisverband eingeladen ist. Dazu brauche er nur den ersten Vorsitzenden, Karl Hartl, anzurufen und die Further seien mit dabei. Raab wies noch auf das Problem hin, Nachwuchs für die Soldatenund Kriegerkameradschaften zu gewinnen. Der Ortsvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Heinz Singer, dankte den Kameraden für die jährliche Unterstützung bei der Haus- und Straßensammlung, sowie bei der Friedhofsammlung. Sein Dank galt auch der Further Bevölkerung, denn nur durch ihre Spendenbereitschaft ist es möglich, dass die erzielten Sammlungsergebnisse nicht nur im Bezirk Oberpfalz sondern auch auf Landes- und Bundesebene an der Spitze zu finden sind. Text/Foto: Willi Gruber SuKK Furth im Wald

Beim Patenbitten erfolgreich Furth im Wald – Die Soldaten- und Kriegerkameradschaft (SuKK) Furth im Wald mit ihren knapp 200 Mitgliedern kann heuer auf 175 Jahre Bestehen zurückblicken. Das Jubiläum wird am 21. und 22. September 2013 im ATT-Tagungszentrum gebührend gefeiert. Damit das Fest auch gelingen möge, waren die Verantwortlichen der SuKK – vor allem Festleiter Ludwig Bertl – seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Schirm- und Ehrenschirmherrn. Bei der Jahresversammlung, die jüngst stattfand, hatte die Suche nun ein En-

de. Mit Franz Reimer, Oberst d. R., Leiter des Bezirksverbindungskommandos Regensburg und Geschäftsführer der Flabeg GmbH in Furth, und Furths erstem Bürgermeister Sandro Bauer konnten zwei Garanten gefunden werden, die ihren Beitrag zum Gelingen des Gründungsfestes leisten werden. In Versform trug Ludwig Bertl zunächst bei Franz Reimer die Bitte vor, er möge als Schirmherr beim Jubiläumsfest fungieren. Der ließ sich nicht lange bitten und gab umgehend seine Zusage. Bertl bat anschließend, ebenfalls in Versform, Bürgermeister Sandro Bauer um die Übernahme des

Amtes als Ehrenschirmherr. Auch der Bürgermeister zögerte nicht lange und stellte sich gerne für das Amt zur Verfügung. Alsdann überreichte der Festleiter beiden den obligatorischen Schirm im weiß-blauen Rautenmuster. Die Ehefrauen Barbara Reimer und Tanja Bauer erhielten jeweils einen Blumenstrauß. Mit einem Glas Bier, eigenhändig vom Schirmherrn gezapft und einem leckeren Surbraten fand das erfolgreiche Schirm- und Ehrenschirmherrnbitten in geselliger Runde sein Ende. Für die musikalische Umrahmung sorgte Max Fischer alias Klamperer. Text/Foto: Willi Gruber

Die SuKK Furth im Wald fand mit Oberst d. R. Franz Reimer (2.v.l.) und Bürgermeister Sandro Bauer (2.v.r.) sowohl einen Schirmherrn als auch Ehrenschirmherrn für ihr 175-jähriges Gründungsfest. ÖKK Waldsassen

Karl Birner stellt alle in den Schatten Jahresberichte und Ehrung erfolgreicher Schützen Waldsassen – Neben dem Tätigkeitsbericht des 1. Vorsitzenden Bruno Salomon stand die Ehrungen erfolgreicher Schützen des Österreichischen Kriegerkorps (ÖKK) Waldsassen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung im Vereinslokal „Zieglers Gaststätte“. Nach einem Totengedenken der Verstorbenen gab Schriftführer Gerhard Bötzl durch das Verlesen des Protokolls einen ausführlichen Rückblick auf das Vereinsgeschehen und auf die Jahreshauptversammlung 2012. In seinem Rechenschaftsbericht konnte Salomon berichten, dass dem Korps nach zahlreichen Sterbefällen derzeit noch 33 Mitglieder, davon elf Uniformträger, angehören. Sieben Mitglieder gehören gleichzeitig auch der Kameradschaft Feldmarschall Radetzky in Wien an. Bei den zehn Monatsversammlungen wurden die Mitglieder über das Gesche-

hen rund um das ÖKK informiert. Bei sieben besonderen Geburtstagen und zwei Krankenbesuchen durften der Vorstand oder eine Abordnung die besten Glück- und Genesungswünsche übermitteln. Aushängeschild Schießsport Als einen wesentlichen Teil der Vereinsarbeit bezeichnete der Vorsitzende die Teilnahme an verschiedenen Schießveranstaltungen. „Die im Jahr 2002 gegründete Schießgruppe hat den Namen unseres Korps wieder weit über die Stadtgrenzen hinaus getragen. Es ist wichtig, durch besondere Leistung aus dem internen Vereinsleben an die Öffentlichkeit zu treten. Unsere Schießgruppe ist hier ein Aushängeschild des Korps und auch für die Stadt Waldsassen geworden“, so Salomon. Bedauernd stellte er dabei aber auch fest, dass der Schießsport immer wieder von den einzelnen Medien pauschal kriminalisiert werde und die Schießsporttreibenden als WafTreue Kameraden 3/2013

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Oberpfalz Landesreservistenschießen 2012

Landesschießen 2012

Großkaliber Freies Gewehr 100 Meter Mannschaft I Veteranenklasse Heinz Loch Bruno Salomon Karl Birner

(1/567) (1/194) (8/176) (1/197)

Mannschaft II Gerhard Bötzl Alfons Reithmeier Peter Neumüller

(2/440) (9/113) (9/173) (11/164)

Seniorenklasse

KK-Freies Gewehr 100 Meter Mannschaft I Seniorenklasse Gerhard Bötzl Bruno Salomon Karl Birner

(1/562) (2/179) (3/191) (1/192)

Mannschaft II Heinz Loch Alfons Reithmeier Peter Neumüller

(1/450) (1/137) (7/166) (8/72)

Veteranenklasse

Bruno Salomon Karl Birner Mannschaft

Veteranenklasse Alt-Veteranenklasse Seniorenklasse

10. Platz /217 Ringe (5/275) (3/269) (2/761)

Kleinkaliber-Gewehr 50 m stehend aufgelegt Osman Cankurt Altersklasse Bruno Salomon Veteranenklasse Karl Birner Alt-Veteranenklasse Mannschaft I Alters-Klasse Gerhard Bötzl Seniorenklasse Heinz Loch Versehrtenklasse II Alfons Reithmeier Veterananklasse Mannschaft II Seniorenklasse

(4/261) (4/258) (3/268) (1/787) (3/266) (2/247) (5/241) (2/754)

Luftgewehr stehend Auflage Gerhard Bötzl Seniorenklasse Bruno Salomon Veteranenklasse Karl Birner Alt-Veteranenklasse Mannschaft l Seniorenklasse Osman Cankurt Altersklasse Alfons Reithmeier Veteranenklasse Heinz Loch Versehrtenklasse II Mannschaft 2 Altersklasse

(6/238) (4/296) (6/284) (1/868) (7/286) (7/292) (2/279) (3/857)

Ordonnanz Gewehr 100 Meter Mannschaft I Veteranenklasse Heinz Loch Bruno Salomon Karl Birner

(1/511) (1/168) (2/167) (1/176)

Mannschaft II Peter Neumüller Alfons Reithmeier Gerhard Bötzl

(1/476) (1/179) (4/164) (6/133)

Sportpistole Großkaliber 1 S 25 Meter Mannschaft Seniorenklasse Gerhard Bötzl Bruno Salomon Karl Birner

Großkaliberpistole l S Grhard Bötzl Bruno Salomon Karl Birner Mannschaft

Seniorenklasse Veteranenklasse Alt-Veteranenklasse Senioren-Klasse

(4/223) (3/235) (2/251) (1/709)

(1/689) (4/173) (1/241) (1/255)

Sportrevolver Großkaliber 2 S 25 Meter Mannschaft Seniorenklasse Gerhard Bötzl Bruno Salomon Karl Birner

Großkaliberrevolver 2 Gerhard Bötzl Bruno Salomon Karl Birner Mannschaft

Seniorenklasse Veteranenklasse Alt-Veteranenklasse Senioren-Klasse

(10/179) (3/233) (1/264) (1/676)

(1/662) (3/148) (1/254) (1/260)

Dienstpistole GK1 D 25 Meter Karl Birner

(1/254)

Dienstrevolver GK2 0 25 Meter Karl Birner Karl

(1/245)

Seniorenklasse

Bundesschießen Gebrauchspistole 25 m Mannschaft Klasse II fennarren dargestellt und als öffentliches Sicherheitsrisiko gebrandmarkt werden. Mit Abordnungen habe sich das Korps an den verschiedenen Veranstaltungen im Stadtgebiet beteiligt. So erinnerte der Vorsitzende unter anderem an den Neujahrsempfang in der Klosteraula, den Neujahrsempfang der CSUKreisverbände in Weiden und den Chodauer Heimattag. Nicht zu vergessen das Kaffeekränzchen des Schützenvereins Hundsbach und der Vortrag für Vereinsvorstände über Unfallversicherung im Ehrenamt auf Einladung der SPD-Stadtratsfraktion. Die Jahreshauptversammlung mit Neu-

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Kleinkaliber-Gewehr 50 m Gerhard Bötzl Seniorenklasse

Treue Kameraden 3/2013

(2/679) wahl des Präsidiums des Bayerischen Soldatenbundes 1874 und die Versammlung des Kreisverbandes Tirschenreuth im BSB wurden vom Vorsitzenden wahrgenommen. An der Soldatenwallfahrt von Ilsenbach nach St. Quirin bei Neustadt durfte das Österreichische Kriegerkorps mit seinen feschen Uniformen und mit der Traditionsfahne die Prozession anführen. Falls man auch für dieses Jahr eingeladen wird, sicherte man die erneute Teilnahme zu. Im September erfolgte ein Besuch der 47. Radetzky-Feier am Heldenberg in Kleinwetzdorf/NÖ. „Mit unserer kaiser-

lichen Fahnen führten wir den Einzug der Vereine an. Bundesvorstand Hofrat a.D. Alexander Ritter begrüßte uns als die am weitesten angereiste Truppe“, so Salomon. Er durfte dort auch das Grußwort für alle teilnehmenden ausländischen Vereine sprechen. Bei der anschließenden Festveranstaltung in Großweikersdorf wurde Bruno Salomon eine besondere Ehrung zuteil. Als Gründungsmitglied und Uniformträger wurde ihm das Gründungskreuz der Radetzky-Husaren verliehen. Der Kassenbericht von Kassenwart Werner Eckstein zeigte, dass das Korps in finanzieller Hinsicht beruhigt in die Zukunft schauen könne, brachte doch das vergangene Jahr mit einem leichten Überschuss eine Erholung des Kassenbestandes. Kassenrevisor Alfons Reithmeier konnte dem Kassier eine einwandfreie und ordnungsgemäße Kassenführung bescheinigen dem zu Folge der gesamten Vorstandschaft die einstimmige Entlastung erteilt wurde. Schießwart Karl Birner berichtete von der Teilnahme an den Kreis-, Landes- und Bundesschie-

ßen des Bayerischen Soldatenbundes (BSB) sowie vom Landesreservistenschießen 2012 (Platzierungen: s. Info-Kasten). Die Ergebnisse belegen, dass die Schießgruppe des ÖKK mit zu den erfolgreichsten im BSBKreisverband und der Nordoberpfalz zählt. Auch bei weiteren Schießen waren die ÖKK-Schützen erfolgreich. So beim 24. Internationalen Vergleichsschießen der Unteroffiziersgesellschaft Niederösterreich in Langenlebarn und beim Vergleichsschießen der Vereine und Verbände in der Stadt Waldsassen. Dieser Wettkampf wurde vom Schützenverein Hundsbach ausgerichtet, das Korps belegte bei den passiven Schützen mit 360 Ringen den 7. Platz. Zwei Mannschaften hatten sich am Kaiserjägerschießen in Innsbruck beteiligt, bei dem unter 157 teilnehmenden Mannschaften die Plätze 17 und 49 mit dem Sturmgewehr 77 liegend freihändig belegt werden konnten. Osman Cankurt durfte mit dem 20. Platz auf der Ehrenscheibe einen wertvollen Pokal in Empfang nehmen.


Oberpfalz Mit der Luftpistole erreichte Karl Birner den 10. und Osman Cankurt den 11. Platz. Anerkennung für Engagement Kreisvorsitzender Ferdinand Lienerth überbrachte die Grüße des Kreisverbandes und lobte die verlässliche Teilnahme des Österreichischen Kriegerkorps an den zahlreichen Veranstaltungen sowohl in gesellschaftlicher als auch in schießsportlicher Hinsicht. Dem schloss sich auch Kreisschießwart Josef Peter an und lobte die herausragenden Schießleistungen bei den Landes- und Bundesschießen. Er stellte dabei heraus, dass die Schießgruppen der beiden Waldsassener Soldatenvereine, die des ÖKK und der Soldatenkameradschaft 1883, die einzigen im Kreisverband seien, die am Landes- und Bundesschießen teilnähmen. Bürgermeister Bernd Sommer bedankte sich für die geleistete Arbeit innerhalb des Vereins und

Ehrungen und Auszeichnungen für Schießleistungen standen auf dem Programm der ÖKK-Jahreshauptversammlung. 1. Reihe v. l.: Vorsitzender Bruno Salomon, Alfons Reithmeier, Karl Birner und Bürgermeister Bernd Sommer; 2. Reihe v. l.: Kreisvorsitzender Ferdinand Lienerth, Peter Neumüller, Feldkurator Pfarrer Sven Grillmeier, Heinz Loch; 3. Reihe v. l.: Werner Eckstein, Osman Cankurt, Kreisschießwart Josef Peter, Roland Schäfer, Hans Riedlinger und Gerhard Bötzl dem gesamten Korps für die Beteiligung an den öffentlichen Anlässen der Stadt Waldsassen. Besonders hob auch Sommer die

SRK Thanstein

Jahreshauptversammlung mit Ehrung der Sportschützen Vorbereitungen für 125-Jahr-Feier angelaufen Thanstein – Die Ehrung erfolgreicher Schützen, die Nachwahl von ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern und umfangreiche Tätigkeitsberichte prägten die Jahreshauptversammlung der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Thanstein im Wintergarten Café. Vom 23. bis 25. Mai 2014 wird die SRK ihr 125-jähriges Jubiläum mit einem

großen Fest in Thanstein feiern. Etwa ein Drittel der 103 Mitglieder zählenden Kameradschaft und mehrere Ehrengäste konnte Vorstand Ulrich Knoch zur Jahreshauptversammlung begrüßen. Aktive Reservisten und Schützen Reservistensprecher Erhard Ferstl erinnerte in seinem Jahresbericht an den Schlauchbootwettkampf auf dem Mühlweiher. Dabei dankte er der Patenkompanie,

Schießwart Ludwig Dirscherl (vorn links) ehrte Mitglieder der SRKSchießsportgruppe mit Schießleistungsnadeln des BSB. Kreisvorsitzender Hans-Werner Habel, Hauptmann André Harzendorf und Bürgermeister Harald Neußinger (hinten v. r.) gehörten zu den Gratulanten.

Leistungen und das Engagement der Schießgruppe hervor. Bruno Salomon überreichte ihm als Dank für seinen Einsatz zum

Wohle des Korps die Verdienstmedaille in Bronze. Auch Ferdinand Lienerth und Kreisschießwart Josef Peter erhielten die Auszeichnung. Ehrenurkunde und Ehrennadel konnte Bruno Salomon für eine 10-jährige Zugehörigkeit zum Korps sowie die Verdienstmedaille in Silber an Feldkurator Pfarrer Sven Grillmeier übereichen. Den Dienstaltersstreifen für 20 Jahre durfte sich Roland Schäfer an seine Uniform heften und Hans Riedlinger die gelbe Schleife des Reservistenverbandes „Tu was für dein Land“. Als Ausblick auf kommende Veranstaltungen gab Vorsitzender Bruno Salomon unter anderem den Termin für das Tiroler Kaiserjägerschießen am 25. Mai bekannt, an dem sich neben Teilnehmern aus ganz Europa voraussichtlich wieder zwei bis drei Mannschaften des ÖKK beteiligen werden. Text: Dieter Kannenberg Foto: ÖKK

Schießauszeichnungen: Werner Schwendner (Schießnadel in Gold); Karl-Heinz Trägler, Bernhard Fuchs (Silber); Manfred Legl, Alfred Deml, Peter Windschüttl, Günther Blaschke, Josef Reitinger, Christian Obermeier, Josef Ebneth (Bronze) Bernhard Schmidt, Helmut Schmid, Ulrich Knoch (Sportschützenabzeichen Bronze) Ludwig Dirscherl (Jahresanhänger Gold Großes Gewehr) die tatkräftig mit Personal und Material unterstützte. Der Tagesausflug zum Deutsch-Amerikanischen Volksfest nach Grafenwöhr mit Besichtigung des Truppenübungsplatzes und des Oberpfälzer Militärmuseums fand großen Zuspruch. Die SRK wirkte bei einem Handwaffenschießen der Patenkompanie auf der Standortschießanlage in Pfreimd mit. In seiner Vorschau erinnerte Ferstl

an die Aktivitäten, die 2013 geplant sind, so ein Tagesausflug nach Mödlareuth am 4. Oktober. Über die aktive Sportschützengruppe, die derzeit 21 Mitglieder zählt, informierte Schießwart Ludwig Dirscherl. Das 21. BSBKreisvergleichsschießen wurde heuer zum 15. Mal in Thanstein durchgeführt, es beteiligten sich 73 Starter. Erfolgreich nahm man mit drei Mannschaften am Bür-

Der Festausschuss der SRK mit Erhard Ferstl und Wolfgang Niebauer (vorne v. l.). Treue Kameraden 3/2013

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Oberpfalz gerschießen des Schützenvereins teil. Beim vierten Kameradschaftsschießen konnten 13 Schießnadeln des BSB erworben werden. Erfolgreiches erstes Amtsjahr Einen umfangreichen Rechenschaftsbericht legte Ulrich Knoch nach seinem ersten Amtsjahr als Vorsitzender ab. Drei Austritten aus der SRK stehen sechs Neuaufnahmen gegenüber. Als bewährte Einrichtung nannte er die monatlichen Vorstandssitzungen. Erstmals wurde ein Sommerfest mit großem Erfolg durchgeführt. Abordnungen beteiligten sich an Fußmärschen, an der Fronleichnamsprozession und an Veranstaltungen anderer Kameradschaften. Erstmals konnte die FußballDorfmeisterschaft durch das SRK-Team gewonnen werden. Mit Unterstützung der Patenkom-

panie wurden die Feierlichkeiten am Volkstrauertag absolviert. Mit der Feldweihnachtsfeier klang das Reservistenjahr aus und beim Starkbierfest wurde im März die Kameradschaft gepflegt. Gelebte Patenschaft Bürgermeister Harald Neußinger übermittelte Grußworte der Gemeinde und wünschte der SRK alles Gute in der Vorbereitung des 125-jährigen Jubiläums. Er lobte die aktive Vorstandschaft für die Organisation der gemeindlichen Veranstaltungen und übermittelte seinen Dank an den Kompaniechef der Patenkompanie für die gelebte Patenschaft. Hauptmann André Harzendorf wurde von Offizieren und Kompaniefeldwebel, Stabsfeldwebel Dietmar Wagner, begleitet. Er stellte sich in seinem Grußwort kurz vor und informierte über sei-

ne Einheit. Die 5./104 hat kürzlich wieder Rekruten ausgebildet und wird im Laufe des Jahres Offiziersnachwuchs ausbilden. Der militärische Auftrag wird sich demnächst ändern, die Umgliederung in eine aktive Kampfkompanie mit Großgerät soll bis Mitte Juni 2014 abgeschlossen sein. Teile der Einheit werden bis zur Umgliederung Führerlehrgänge absolvieren und ihren Dienst bei Auslandseinsätzen (KFOR und ISAF) leisten. Der Kompaniechef der Patenkompanie sicherte auch weiterhin seine Unterstützung, zum Beispiel bei der bevorstehenden Jubiläumsfeier zu. Kreisvorsitzender Hans-Werner Habel lobte das umfangreiche Veranstaltungsprogramm, das den SRK-Mitgliedern geboten wird. Er dankte dem Vorsitzenden und informierte über Neuigkeiten auf Landes-, Bezirks- und Kreis-

ebene. Man wird sich an Veranstaltungen der SKK Penting und SRK Seebarn beteiligen. Reibungslos verlief die Nachwahl des Schießwarts und eines Beisitzers, die Ämter übernahmen Anton Lößl und Thomas Mühlbauer. Zur Vorbereitung des 125-jährigen Jubiläums der SRK erfolgte die Gründung eines Festausschusses mit Festleiter Wolfgang Niebauer und Stellvertreter Erhard Ferstl an der Spitze. Fast alle anwesenden SRK- Mitglieder erklärten sich bereit, bei den Vorbereitungen und der Durchführung des Jubiläums mitzuhelfen. Der Erlös des Festes soll zur Renovierung der beiden Vereinsfahnen verwendet werden. Die Hauptversammlung endete mit dem gemeinsamen Singen der Bayern- und Deutschlandhymne. Text: Ludwig Dirscherl Fotos: privat

KV Neunburg v. Wald

Frühjahrsversammlung mit Neuwahlen und Ehrungen Neunburg/Oberlangenried – Die Frühjahrsversammlung des Kreisverbandes (KV) Neunburg im BSB fand im Gasthaus Roith in Oberlangenried statt. Der Kreisverband zählt derzeit fast tausend Mitglieder und wird auch weiterhin von Hans-Werner Habel geführt. Bürgermeister Martin Birner und Bezirksvorsitzender Horst Embacher ehrten Sammler im Auftrag des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Neue Wege bei der Nachwuchswerbung beschreiten Als „Gastgeber“ begrüßte der Vorstand der Soldaten- und Kriegerkameradschaft (SRK) Kleinwinklarn, Johann Deml, die

Kreisvorstandschaft, Ehrengäste und Vertreter von zwölf Kameradschaften. Anschließend eröffnete Kreisvorsitzender HansWerner Habel die Frühjahrsversammlung, die auch der Ehrenkreisvorsitzende Johann Gruber besuchte. Habel stellte die neugewählten Vorsitzenden Johann Deml (Kleinwinklarn) und Josef Lang (Erzhäuser) vor. Sein Dank galt den ehemaligen Vorsitzenden Josef Paschke und Amand Ehrlich für die langjährige Zusammenarbeit. Der aktuelle Mitgliederstand im Kreisverband beträgt 985, die stärksten Vereine sind Thanstein (103), Bodenwöhr (102) und Neukirchen-Balbini (88), so Habel. Er

Der BSB-Kreisvorstand mit dem Bezirksvorsitzenden Horst Embacher, Wolfgang Schießl (Schatzmeister), Josef Meindl (Schießwart), Lothar Pöllinger (Stellvertretender Reservistensprecher), Hans-Werner Habel (Kreisvorsitzender), Josef Paschke (Stellvertretender Kreisvorsitzender), Cornelia Rittmann (Schriftführerin), Herbert Promberger (Kassenprüfer) und Bürgermeister Martin Birner (v. links). Nicht im Bild: Kassenprüfer Johann Meier.

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Treue Kameraden 3/2013

appellierte, Nachwuchswerbung zu betreiben, und den Mitgliedern ein abwechslungsreiches Programm zu bieten. Die Aufnahme von Ungedienten, von Frauen und die Gründung von Sportschützengruppen sind dabei erfolgreiche Wege. Hier sind keine Grenzen gesetzt, solange sie den Zwecken und Zielen des BSB dienen. Breites Veranstaltungsangebot Als Sozialwerkbetreuer für den Bezirk Oberpfalz informierte Habel von der Jahrestagung des BSB-Sozialwerkes. Anträge zu persönlicher Unterstützung und Anträge zur Denkmal- und Fahnenrestaurierung können bei ihm eingereicht werden. Bei der

letzten Kreisvorstandssitzung wurde ein Wahlvorschlag erarbeitet und die Ortskameradschaften gaben ihr Veranstaltungsangebot bekannt. Das Kreisvergleichsschießen wird jährlich im März durchgeführt. Die SRK Seebarn und SRK Thanstein wechseln sich im jährlichen Rhythmus mit dem „Spiel ohne Grenzen“ und dem „Schlauchbootwettkampf“ ab. Die SuKK Penting wird im Herbst ein Sommerstockturnier veranstalten. Ausflüge und Wanderungen wurden von Bodenwöhr und Thanstein angeboten. Die SuKK Neunburg begeht am 12. Oktober 2013 ihr 140-jähriges Jubiläum und die SRK Thanstein feiert

Für fünfjährige Sammeltätigkeit für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurden mit der Verdienstspange in Bronze (v.l.) Martin Feierabend, Cornelia Rittmann und Helmut Mehltretter ausgezeichnet. Bürgermeister Martin Birner und Kreisvorsitzender HansWerner Habel (hinten v. l.) gratulierten.


Oberpfalz vom 23.–25. Mai 2014 ihr 125jähriges Jubiläum. Ausführlich informierte Habel über die neue Struktur der Bundeswehr, die Heeresreform und die neuen Landeskommandos mit ihren Stäben. Eine DVD mit einem umfangreichen „Handbuch für die Vereinsarbeit“ zur Unterstützung der Vorstandsarbeit überreichte er an die Vorsitzenden. Die Verbandszeitschrift des BSB „Treue Kameraden“ informiert über das Reservistenleben im Bezirk und sollte mehr zur Berichterstattung von den Vereinen genützt werden, so Habel. Kreisschatzmeister Wolfgang Schießl berichtete von ge-

sicherten Finanzen in der Kreiskasse und wurde hierfür entlastet. Kreisschießwart Josef Meindl informierte von einem neuen Teilnehmerrekord beim 21. Kreisvergleichsschießen für Hobby- und Sportschützen in Thanstein. Insgesamt beteiligten sich 73 Mitglieder mit 18 Mannschaften. Gesellschaftliches Engagement Bezirksvorsitzender Horst Embacher betonte, dass die Kameradschaften für Frieden, Freiheit und Vaterland eintreten und erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit leisten. Die Soldaten der Bundeswehr verrichten einen guten

Dienst im In- und Ausland. Bürgermeister Martin Birner hob in seinem Grußwort den hohen Stellenwert der Reservisten- und Kriegervereine hervor. Er lobte das gesellschaftliche Engagement der Kameradschaften besonders am Volkstrauertag und bei Sammlungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Es gilt die Erinnerung wach zu halten und immer wieder eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen, um die Tradition zu wahren, so Birner. Für sein Engagement als Bürgermeister überreichte ihm Habel die Ehrennadel des BSB und Präsente. Bei den reibungslosen Neuwahlen bestätig-

ten 49 Stimmberechtigte den Kreisvorsitzenden Hans-Werner Habel, der seit 15 Jahren den Kreisverband führt, einstimmig für weitere drei Jahre im Amt. Bürgermeister Martin Birner und Bezirksvorsitzender Horst Embacher gratulierten der neuen Vorstandschaft (s. Foto) und ehrten im Auftrag des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge verdiente Mitglieder (s. Foto). Für fünfjährige Sammeltätigkeit wurden mit der Verdienstspange in Bronze Schriftführerin Cornelia Rittmann, Anton Bauer, Martin Feierabend und Helmut Mehltretter ausgezeichnet. Text/Fotos: Ludwig Dirscherl

KV Tirschenreuth

Mitgliederversammlung mit Neuwahlen und Ehrungen Bärnau – Ein umfangreiches Programm hatte der Kreisverband (KV) Tirschenreuth des Bayerischen Soldatenbundes (BSB) in seiner Jahreshauptversammlung abzuarbeiten. Neben den zügig durchgeführten Neuwahlen der Kreisvorstandschaft (s. Info-Kasten und Foto) standen auch Ehrungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (separater Artikel) bzw. Verbandsehrungen (s. Foto) auf dem Programm. So erhielt Kreisschießwart Josef Peter für seinen jahrelangen engagierten Einsatz immerhin ist er bereits seit 1996 unermüdlich als Kreisschießwart tätig – das Sportschützen-Verdienstabzeichen in Silber. Als Ausrichter fungierte heuer die Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Bärnau unter dem Vorsitz von Manfred Walter.

Seit Jahren stabiler Mitgliederstand Bis auf den allerletzten Platz war der Saal besetzt. Aus dem ganzen Landkreis waren die Mitglieder des BSB nach Bärnau angereist. Kreis-Vorsitzender Ferdinand Lienerth durfte sich freuen, Mitglieder aus allen 17 Ortskameradschaften waren der Einladung gefolgt. Auf immerhin 1.351 Mitglieder kann der Kreisverband verweisen. Zwar 25 Mitglieder weniger als im vergangenen Jahr, bleibt der Mitgliederstand seit Jahren doch stabil. Im Tätigkeitsbericht erinnerte Lienerth an die vielen abgearbeiteten Veranstaltungen und Termine. Neben der Teilnahme an Kreis- und Bezirksversammlungen reihten sich die Feste, teils mit Fahnensegnungen wie in Tirschenreuth und Neualbenreuth,

Neben Kreisschießwart Josef Peter, der das Verdienstabzeichen in Silber erhielt, wurde Steffen Braunert für 15 Jahre Mitgliedschaft in der SRK Bärnau geehrt. V.l.: Anton Hauptmann, Vorsitzender des BKV, Manfred Walter, Vorsitzender der SRK Bärnau, Steffen Braunert, Kreisschießwart Josef Peter, stellvertretender Landrat Franz Stahl, BSB-Bezirksvorsitzender Horst Embacher und BSB-Kreisvorsitzender Ferdinand Lienerth.

auf. Daneben gab es die Vergleichsschießen der Kameradschaften oder die Besuche der Generalversammlungen in den einzelnen Kameradschaften. Als Beispiel durfte der Januar 2013 gelten. Hier fielen vier Jahreshauptversammlungen auf einen Termin. „Da waren die Stellvertreter gefordert“, kommentierte Lienerth. Und auf diese ist immer Verlass. Erfreulicherweise, so Lienerth, seien alle Kameradschaften mit aktiven Vorsitzenden bestückt. Und, sämtliche Kameradschaften seien in ihren Gemeinden sehr aktiv. Dafür dankte er allen Verantwortlichen, die sich so engagiert in die Vereinsarbeit einbringen. Rührige Schützen Auf ebenfalls sehr viele Termine verwies Kreisschießwart Josef

Peter. Schießveranstaltungen auf Vereins-, Kreis-, Landes-, Bezirks- und Bundesebene zählte er auf. Besonders auffallend war dabei die fleißige Beteiligung des 1. Österreichischen Kriegerkorps Waldsassen und auch dessen Belegung der vordersten Plätze. Sowohl in der Mannschafts- als auch in der Einzelwertung platzierten sich die Schützen des 1. Österreichischen Kriegerkorps fast immer an vorderster Stelle. Beim letztjährigen Kreiskameradschaftsschießen, wieder in Wildenau durchgeführt, beteiligten sich immerhin 13 Kameradschaften. Erstmals dabei waren auch Gäste aus Schirnding vom Kreisverband Wunsiedel. Hier wird bereits ein Gegenbesuch geplant. Neben den Schießveranstaltungen besuchte Josef Peter auch die Versammlungen auf Kreis-, Landes-,

In der Kürze liegt die Würze. So auch bei den Neuwahlen zur Kreisvorstandschaft. Diese waren innerhalb kurzer Zeit durchgeführt und die Vorstandschaft gewählt. (v.l.): Gerhard Franke, Josef Böhm, Josef Ernstberger, Ferdinand Lienerth, Matthias Seidl, BSB-Bezirksvorsitzender Horst Embacher, Josef Meisl, Josef Peter, Franz Peter und stellvertretender Landrat Franz Stahl. Treue Kameraden 3/2013

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Oberpfalz Bezirks- oder Bundesebene. Einen Wermutstropfen hatte der Kreisschießwart allerdings auch zu vermelden. Die Soldatenkameradschaft Leonberg meldete ihre Schützentruppe bedauerlicherweise ab. Josef Peter vergaß auch nicht, nochmals auf die Mitgliedermeldungen der Sportschützen zu verweisen. Die Formulare müssten unbedingt vollständig ausgefüllt sein und vor allem fristgerecht abgegeben werden. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt war die Schließung der Nutzungsverträge bei Schießstätten. Aus versicherungsrechtlichen Gründen müssten die Verträge geschlossen werden. Informationen könnten bei ihm eingeholt werden.

Auch einige Termine gab Peter vorab bekannt. Bis zum 30. April 2013 sollte das Kreisvergleichsschießen durchgeführt sein. Das Landesschießen werde am 15./16. Juni 2013 in Traunfeld stattfinden, das Landesreservistenschießen am 5. Oktober 2013 und das Kreiskameradschaftsschießen am 6./7. September 2013. Wolfgang Nurtsch, BSB-Reservistenbetreuer informierte über die neuen Richtlinien der Bundeswehr und die verstärkte Einbindung der Reservisten. Aktive Reservisten könnten bis zum 65. Lebensjahr freiwillige Aufgaben für die Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräften (RSUKr) übernehmen. Voraussetzung dafür sei eine erneute Musterung. Text/Fotos: heb

treffen und bei der Grabpflege mithelfen. So bringe der Volksbund jährlich rund 9.000 Jugendliche aus ganz Europa zusammen und fördere damit aktiv die Friedensarbeit. Der Landkreis Tirschenreuth trete besonders durch eine geschlossene Teilnahme aller Gemeinden an den jährlichen

Sammlungen in den Vordergrund. Und dazu habe der Landkreis den höchsten Pro-Kopf-Anteil des Sammelergebnisses in der Oberpfalz, nämlich 0,36 Euro pro Einwohner. Nur durch besonders engagierte Sammler könne dieses Ergebnis erzielt werden. Im Anschluss ehrte er die fleißigen Sammler. Text/Fotos: heb

SRK Neukirchen, Holnstein und Umgebung

Kommandowechsel bei der Patenkompanie

Engagierte Sammler für die Kriegsgräberfürsorge geehrt Bärnau – Wie wichtig die Friedens- und Jugendarbeit auch in unserer modernen Zeit ist, zeigte Hans Stockmeier vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Bezirk Oberpfalz, auf. Mittlerweile könne der Volksbund auf 90 Jahre erfolgreicher Arbeit zurück blicken. Und doch würden immer noch Gräber gefallener Soldaten gefunden. Aktive Jugend- und Friedensarbeit Als wichtigste Tätigkeiten zählte er zur Arbeit in Osteuropa die Auffindung von über 500.000 deutschen Gefallenen, die in den

vergangenen 18 Jahren gefunden, identifiziert und bestattet worden seien. Nach Möglichkeit wurden die Angehörigen benachrichtigt. In Westeuropa sei diese Arbeit weitgehend abgeschlossen, doch müssten die Gräber erhalten und gepflegt werden. Ein sehr großer Aufwand, der ohne die Beteiligung von Jugendlichen, die hier gleichzeitig Kontakt zu gleichaltrigen Jugendlichen aus anderen Ländern bekommen würden und den gesammelten Geldern nicht möglich wäre. Immerhin würden sich jährlich über 2.000 junge Menschen in nationalen und internationalen Jugendlagern

V.l.: Stellv. RK-Leiter Werner Übelacker, scheidender Kompaniechef, 4./LogBtl 472 Hauptmann Christoph Burner, 1. Bürgermeister der Patengemeinde Neukirchen, Winfried Franz, neuer Kompaniechef 4./LogBtl 472, Hauptmann Thomas Herbst, BSB-Bezirksvorsitzender Horst Embacher, SRK-Vorsitzender Hermann Förster. Kümmersbruck – Vor dem angetretenen Logistikbataillon 472 (LogBtl 472) sowie einer Abordnung der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Neukirchen, Holnstein und Umgebung sowie zahlreichen Gästen aus der Patengemeinde Neukirchen und Familienangehörigen wurde in der Schweppermannkaserne der Übergabeappell der 4. Kompanie vollzogen. Militärisches Zeremoniell

Fleißige Sammler ehrte Hans Stockmeier vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Bezirk Oberpfalz. (v. l.) BSB-Kreisvorsitzender Ferdinand Lienerth, die Geehrten Josef Meisl, Peter Friedrich und Richard Schwägerl (alle KSK Wondreb; Verdienstspange in Gold), Hans Stockmeier, Johann Wölfl (SK Leonberg; Verdienstspange in Weißgold), stellvertretender Landrat Franz Stahl und Anton Hauptmann, Vorsitzender der Bay. Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV).

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Treue Kameraden 3/2013

In Formation waren die sieben Kompanien des LogBtl 472 und die Abordnung der Kameradschaft zum feierlichen Übergabeappell angetreten. Unter den zivilen Gästen befand sich der 1. Bürgermeister der Patengemeinde Neukirchen Winfried Franz, der Bezirksvorsitzende des Bayerischen Soldatenbundes (BSB) Horst Embacher, die Abordnung des Patenvereins der Schützengesellschaft 1912 Neukirchen, militärische Weggefährten und Familienangehörige des scheidenden und neuen Kompaniechefs. Unter den Klängen der Nationalhymne und des Liedes der Bayern sowie schwungvoller Marschmusik fand das militärische Übergabezeremoniell statt. Durch die symbolische Wimpelübergabe des Kompaniewimpels wurde der Kommandowechsel

von Hauptmann Christoph Burner an den neuen Kompaniechef Hauptmann Thomas Herbst für alle Anwesenden sichtbar vollzogen. Um die Kameradschaft verdient gemacht Seit vier Jahren und vier Monaten leistete Hauptmann Christoph Burner als Kompaniechef der 4. Kompanie des LogBtl 472 in der Schweppermannkaserne seinen Dienst. Sein Weg führt ihn jetzt in die weiterführende und anspruchsvolle Ausbildung zum amtlich anerkannten Sachverständigen. Der aus Dessau stammende neue Kompaniechef, Hauptmann Thomas Herbst, wechselt aus dem Standort Füssen in die Schweppermannkaserne, hat also mit der bayerischen Mentalität bereits Erfahrungen gesammelt. Der Bataillonskommandeur des LogBtl 472, Oberstleutnant Kai-Ingmar Häußermann, hob in seiner Ansprache hervor, dass man in der Oberpfalz der Bundeswehr noch offen und herzlich gegenüber tritt. Dies zeigt sich besonders in der Anwesenheit einer Abordnung der Reservisten, der Patengemeinde und der Schützen aus Neukirchen. Diese Kameraden und Würdenträger opfern ihre Freizeit, um an solchen für die


Oberpfalz Kompanie wichtigen Ereignissen als Zeichen der Verbundenheit zu ihrer Patenkompanie und der Bundeswehr teilnehmen zu können. Beim anschließenden Empfang in der 4. Kompanie wurden alle Gäste durch die Protagonisten des Tages, Christoph Burner und Thomas Herbst, begrüßt. Anschließend überreichten der 1. Bürgermeister der Patengemeinde Neukirchen, Winfried Franz, sowie die Schützengesellschaft 1912 Neukirchen dem scheidenden Chef Hauptmann Christoph Burner für die langjährige Verbundenheit und vorbildliche Zusammenarbeit mit der Patenge-

meinde und den Schützen einen Bildband und den Schützenkrug. Seitens der SRK überreichten ihm deren 1. Vorsitzender, Hermann Förster, und sein Stellvertreter, Werner Übelacker, das Vereinsschild der RK nebst Dankesurkunde für seine besonderen Verdienste um die RK Holnstein. Eine besondere Ehrung erhielt Burner aus Horst Embachers Händen von Horst Embacher für seine Verdienste um die RKHolnstein und SRK Neukirchen. Embacher verlieh dem scheidenden Kompaniechef das Verdienstkreuz 1. Klasse (Gold) des BSB. Text/Foto: Werner Gg. Übelacker

SuKK Waffenbrunn Sigmund Freiherr von Schacky auf Schönfeld war Gründungsmitglied

Waffenbrunn – Die Soldatenund Kriegerkameradschaft (SuKK) Waffenbrunn trauert um Ihr Ehrenmitglied Sigmund Freiherr von Schacky auf Schönfeld, der am 28. Dezember 2012 im Alter von 86 Jahren verstarb. Mit 17 Jahren wurde Baron von Schacky zum Militärdienst zu den Gebirgsjägern nach Mittenwald eingezogen, beim Kriegseinsatz verwundet und kam in ein Lazarett. Ende 1944 geriet er in französische Gefangenschaft, aus der er Ende 1945 fliehen konnte und auf Umwegen in seine Heimat gelang. Bereits 1956 trat der Baron der SuKK Waffenbrunn anlässlich deren Wiedergründung als Gründungsmitglied bei. Beim 100-jährigen Gründungsfest mit Fahnenweihe im Jahr 1973 übernahm Baron von Schacky die

Johann Raab bleibt Vorsitzender des BSB-Kreis Verbandes Cham

Heinrich Dendorfer (3. v. r.) wurde zum Ehrenmitglied des BSB-Kreisverbandes Cham ernannt.

Trauer um Ehrenmitglied

Sigmund Freiherr von Schacky auf Schönfeld †

KV Cham

Schirmherrschaft. Seine große Verbundenheit zur SuKK Waffenbrunn bezeugte er dadurch, dass er sich stets um das Wohlwollen des Vereins bemühte und bis vor wenigen Jahren regelmäßig persönlich an den Jahresversammlungen teilnahm. In den vergangenen Jahren gestattete er der Kameradschaft, das Sebastiamt in der Schlosskirche abhalten, was diesem Festtag immer einen besonderen Rahmen verlieh. Für seine stets großzügige Unterstützung wurde der Verstorbene im Jahre 1998 zum Ehrenmitglied der Kameradschaft ernannt. Seine Kameraden versichern, ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Text: Manfred Göttlinger Foto: privat

Kothmaißling – 25 Jahre ist Johann Raab schon Kreisvorsitzender des Kreisverbandes Cham im Bayerischen Soldatenbund (BSB). Die Kreisversammlung, die Ende April im Gasthaus Wagner in Kothmaißling zusammen kam, wählte ihn erneut in dieses Amt (neuer Vorstand: s. Info-Kasten). Eine große Ehre wurde Heinrich Dendorfer zuteil. Er wurde für seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Dendorfer war 25 Jahre im BSB-Kreisverband Cham tätig, seit 1991 als Stellvertretender Kreisvorsitzender und 1. Schriftführer. Raab erinnerte daran , dass er und seine beiden Stellvertreter bis zu diesem Tage an 38 Veranstaltungen teilnahmen, sei es bei Landes-, Kreis- oder Bezirksversammlungen, beim Antrittsbe-

such des neuen Kommandeurs des Fernmeldebataillons 4 in Cham, Oberstleutnant Carsten Holz, oder dem feierlichen Gelöbnis auf dem Chamer Marktplatz. Ziele des Kreisverbandes sei es, so Raab, „die Kameradschaft zu pflegen sowie das Ansehen und die Ehre der gefallenen Soldaten der Weltkriege und der Bundeswehr zu bewahren.“ Die Soldaten- und Kriegerkameradschaften seien ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens, man möge nur an die Volkstrauertage denken, erinnerte Johann Raab. Er betonte, dass Kriegerdenkmale oder Soldatenfriedhöfe Mahnmale für den Frieden sind. Die Vereine sollten daher die Sammlungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge aktiv unterstützen.

Der neue Vorstand des BSB-Kreisverbandes Cham mit dem Vorsitzenden Johann Raab (vordere Reihe, 4. v. r.). Treue Kameraden 3/2013

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Oberpfalz Stagnierende Mitgliederzahlen Raab zeigte sich besorgt, dass die Mitgliederzahlen stagnieren. Zurzeit zählt der BSB-Kreisverband Cham 1.975 Mitglieder. Die Aussetzung der Wehrpflicht 2011, so Raab weiter, verschärfe zwar das Problem, träfe aber alle Soldatenverbände. Für den Mitgliederschwund ist aber nicht allein die Reform der Bundeswehr ausschlaggebend, sondern auch das Angebot einer Vielzahl von Verbänden. Dieses Problem gilt es zu bewältigen. Am Ende seines Tätigkeitsberichtes bedankte sich Johann Raab bei der Kreisvorstandschaft für den guten Zusammenhalt und die Kameradschaft. In seinen Dank schloss er den Kreisvorsitzenden des Kreisverbandes Bad Kötzting, Arthur Biener, den Leiter des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, Helmut BabI, und den Kommandeur des Fernmeldebataillons 4, Oberstleutnant Carsten Holz, ein. Bezirksvorsitzender Horst Embacher dankte der Kreisvorstandschaft für die Arbeit der letzten Jahre: „Sie leisten Friedensarbeit für die Heimat und unser Land. Machen sie so weiter für unser Vaterland.“ Text/Fotos: Heinz-Herbert Schild

Cham – Heinrich Dendorfer (stehend, mit roter Krawatte), stellvertretender Vorsitzender des BSB-Kreisverbandes Cham und auch sonst sehr aktiv, feierte seinen 60. Geburtstag. Glückwünsche überbrachten Vertreter des Kreisverbandes, der SuKK Cham und Altenmarkt/Janahof, der Reichsburgschützen Sie(SuKK Cham) chen/Altenstadt und Haidbuchschützen Janahof. Cham – Die Soldaten- und Kriegerkameradschaft (SuKK) Cham trauert um Ludwig Hauser, der am 11. März 2013 verstarb und gedenkt seiner in Liebe und Dankbarkeit im Gebet. Der Verstorbene trat der Kameradschaft 1977 bei und wurde mehrfach ausgezeichnet. So mit dem BSB-Ehrenkreuz, dem BSB-Verdienstkreuz 2. Klasse in Silber sowie 1. Klasse in Gold. Für seine Treue zum Verein erhielt Ludwig Hauser die Treuenadeln für zehn und 25 Jahre Mitgliedschaft. (SuKK Cham)

Der neue Vorstand des BSBKreisverbandes Cham: Johann Raab (Kreisvorsitzender), Fritz Kerner und Egon Klein (Stellvertreter), Heinrich Wittmann (Schatzmeister), Manfred Göttlinger (Schriftführer), Rudi Böhringer (Kreisreservistensprecher), Manfred Klier u. Heinz-Herbert Schild (Schießwarte), Heinz-Herbert Schild (Standartenträger), Ludwig Berti und Roland Breu (Kassenprüfer), Ludwig Pusl und Karlheinz Frank (Beisitzer).

Oberfranken Bezirksversammlung Oberfranken

Rück- und Ausblick im Bezirk Obersdorf – Als gastgebender Kreisvorsitzender eröffnete Udo Rudel die Bezirksversammlung des Bayerischen Soldatenbundes (BSB) und stellte zunächst seinen Verein, die Soldatenkameradschaft (SK) Obersdorf vor. Anschließend begrüßte der Bezirksvorsitzende Dr. Klaus-Dieter Nitzsche den zweiten Bürgermeister der Gemeinde Hochstadt, Michael Stöcker, Oberst Erwin Reuß und den Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Robert Fischer. Bedeutung der Reservisten wächst Eingangs dankte Dr. Nitzsche der Vorstandschaft des Bezirksverbandes Oberfranken im BSB für die gute Zusammenarbeit. Besonders stellte der Bezirksvorsit-

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Treue Kameraden 3/2013

zende das hervorragend organisierte Jubiläumsfest im vergangenen Jahr in Bojendorf heraus und dankte Oberst Erwin Reuß für die eindrucksvolle Rede am Ehrenmal. Er berichtete in seinem Referat von seinen Aktivitäten und Terminen ab Herbst 2012. Insbesondere ging er auch auf die Reservistenarbeit ein. Beliebter Schießsport Leider gibt es, so Dr. Nitzsche, in Oberfranken keine Schießanlage für Reservisten mehr. Der Bezirksvorsitzende freute sich, dass

Kurz vor Andruck erreichte uns die Meldung, dass die neue Schießanlage Oschenberg am 11. Juli 2013, 14 Uhr, offiziell eröffnet wird.

V. l.: Gerhard Will (Stellvertretender Bezirksvorsitzender), Dr. KlausDieter Nitzsche (Bezirksvorsitzender), Willi Stegbauer (Bezirksgeschäftsführer) über den Schießsport viele junge Mitglieder den Weg zum BSB finden. Dr. Nitzsche berichtete von der Schießanlage am Oschenberg bei Bayreuth. Diese war sieben Jahre lang stillgelegt und wurde nun ein Jahr lang entbuscht und renoviert. Der neue Besitzer

wird nach Durchlauf des nötigen Genehmigungsverfahrens die Anlage im Mai 2013 offiziell eröffnen. Ein Gutachter hat die Anlage bereits abgenommen, nun steht noch die Prüfung und Genehmigung des Landratsamtes aus. Aus


Oberfranken dem gesamten Bundesgebiet wurden bereits Anfragen gestellt die Anlage zu nutzen. Auf 300 Meter-, 200 Meter- und Pistolenständen kann zu festen Zeiten geschossen werden. Nach und nach soll die Anlage mit elektronischen Anzeigen auf den modernsten Stand gebracht werden. Dr. Nitzsche berichtete auch von der guten Arbeit des neuen Landesschießwartes Hans Schreml. Es wurden neue Sportschützennummern eingeführt. Eventuell will man auch einen Sportschützenausweis für den BSB schaffen. Die nächste Landesversammlung des über 80.000 Mitglieder starken BSB wird, verbunden mit der Feier des 140-jährigen Bestehens, im September 2014 stattfinden. Die Kassenprüfer bescheinigten dem Geschäftsführer Willi Stegbauer, der auch die Kasse verwaltet, eine ordentliche Buchführung und beantragten die Entlastung, die auch bei einer Gegenstimme erteilt wurde. BSB trägt mehr als ein Drittel zum KriegsgräberfürsorgeSammelergebnis bei Der Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Oberfranken, Robert Fischer, berichtete über aktuelle Themen. Die großen Bautätigkeiten im Osten sollen bald eingestellt werden. Jährlich bettet der Volksbund etwa 40.000 Kriegstote um. Robert Fischer dankte allen Sammlern, die den Volksbund immer wieder unterstützen. Die Vereine des BSB haben mit 38,4 Prozent zum Gesamtergebnis in Oberfranken beigetragen. BSB-Sozialwerk konnte helfen Udo Rudel berichtete über die Leistungen und über den Aufbau des Sozialwerkes des BSB. Die Jahresversammlung des Sozialwerkes fand kürzlich statt. Aus Oberfranken wurden 23 Anträge auf Kameradenhilfe und zwei Anträge für die Renovierung von Fahnen gestellt. Alle Anträge wurden bewilligt. Rudel erinnerte daran, dass nur die aktuellen Anträge für Zuschüsse verwendet werden sollen. Die Renovierung von Fahnen wird mit zehn Prozent der Gesamtkosten bezuschusst. Bei der Renovierung von Ehrenmälern ist darauf zu achten, dass der Verein Eigentümer des Ehrenmals ist beziehungsweise die Rechnung auf den Verein ausge-

Die Versammlung in Obersdorf war gut besucht stellt ist. Rudel warb zudem für die Sterbegeldversicherung des BSB. Ein Teil der Überschüsse wird an das Sozialwerk ausgereicht und ist ein wichtiger Einnahmeposten. Rudel beantragte, das Landesreservistenschießen 2014 in der Schießanlage am Oschenberg abzuhalten und die Abteilung Sportschützenwesen des BSB in den Bayerischen Jugendring aufzunehmen. Vereine, die Jugendarbeit leisten könnten so vom Jugendring unterstützt werden. Aussprache Ehrenmitglied Franz Hoffmann wies auf das 50 jährige Bestehen des 10.300 Mitglieder starken Bezirksverbandes im Jahre 2013 hin. Er regte an, dass der Bezirksvorsitzende Dr. Nitzsche für eine staatliche Auszeichnung vorgeschlagen wird. Auf Anfrage erklärte Udo Rudel, dass die Soldatenwallfahrt nach Vierzehnheiligen durch die Bayerische Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) organisiert wird, weil die Kameradschaft Ebensfeld diese Aufgabe nicht mehr wahrnehmen kann und auch die BKV-Kameradschaft Oberleiterbach die Organisation an den BKV-Bezirksverband abgegeben hat. Der Bezirksvorsitzende bittet die Vereinsvertreter Berichte und Bilder von ihren Veranstaltungen an die Redaktion der Verbandszeitschrift „Treue Kameraden“ zu senden. Bezirkspressewart Marcus Sachs gab weitergehende Information über die Gestaltung von Berichten für die Zeitschrift. Das 90 jährige Gründungsfest verbunden mit dem Kreis- und Bezirkstreffen des BSB findet vom 27. 06.–01. 07. 2013 in Gos-

berg/Kreisverband Forchheim statt. Gerhard Will informierte über die geplante Eröffnung des

Militärmuseums Weidenberg am 15. Mai 2013. Text/Fotos: Marcus Sachs

SK Thurnau

Führung unverändert Thurnau – Keine Veränderungen im Vorstand der Soldatenkameradschaft (SK) Thurnau ergaben die Neuwahlen, die kürzlich im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung durchgeführt wurden. Der alte Vorstand wurde wiedergewählt (s. Info-Kasten). Gemeinsam mit dem BSBKreisvorsitzenden Oberst d.R. Dr. Klaus-Dieter Nitzsche zeichnete SK-Vorsitzender Heinrich Junghanns einige Kameraden für ihre Verdienste und langjährige Vereinstreue aus (s. Info-Kasten) und berichtete über zahlreiche Aktivitäten im vergangenen Vereinsjahr. Auch im neuen Jahr sind wieder ein Tagesausflug, Wanderungen und Pokalschießen geplant. Text: SK Thurnau

Vorstand der SK Thurnau Vorsitzender: Heinrich Junghanns Stellvertreter: Peter Dörnhöfer Schriftführer: Wolfgang Kern Kassier: Siegfried Wurdinger Beisitzer: Richard Ebert, Ralf Lepiarczyk, Berthold Schoberth und Bernd Weibbrecht Ehrungen Richard Ebert, Berthold Schoberth, Helmut Weber (Verdienstkreuz 2. Klasse), Dietmar Schulz, Bernd Sinnig, Heiner Waldmann (25 Jahre Mitgliedschaft); Günther Schmidt, Berthold Schobert, Helmut Wüst (10), Heinrich Junghanns (Veteranennadel)

V. l.: Kreisvorsitzender Oberst a. D. Dr. Klaus-Dieter Nitzsche, 1. Vorsitzender Heinrich Junghanns, Berthold Schoberth, Richard Ebert, Foto: Wolfgang Kern Helmut Weber, Dietmar Schulz, Helmut Wüst. Treue Kameraden 3/2013

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Oberfranken SK Waldau

Vorstand bei Hauptversammlung bestätigt – Auszeichnungen für 70-jährige Mitgliedschaft Waldau – Für 70-jährige Mitgliedschaft wurden Bernhard Bock und Hans Dörfler bei der Hauptversammlung der Waldauer Soldatenkameradschaft (SK) im Dorfwirtshaus Fuchs ausgezeichnet. „Beide sind noch Kriegsteilnehmer und eine Ehrung für 70 Jahre Mitgliedschaft ist selten und auch etwas sehr besonderes“, sagte der Kreisvorsitzende Dr. Klaus-Dieter Nitzsche,

der auch weitere Kameraden auszeichnete (s. Info-Kasten). Der Vorstand wurde nahezu unverändert für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt (s. Foto). In seinem ausführlichen Tätigkeitsbericht hob Vorsitzender Manfred Dörfler zwei Besuche bei den Bayreuther Reservisten, das Waldauer Dorffest, das gemeinsame Johannesfeuer und die Winterschießabende als be-

Die neu gewählte Vorstandschaft der Soldatenkameradschaft Waldau (v. l.): Schriftführer Ralf Pittroff, Beisitzer Erwin Zapf, 2. Vorsitzender Helmut Schoberth, Beisitzer Paul Metz (neu) und Gernot Sühler, Vorsitzender Manfred Dörfler, Kreisvorsitzender Dr. Klaus-Dieter Nitzsche, Bürgermeister Dieter Schaar und Kassier Thomas Nützel (neu).

sondere Highlights hervor. Über geordnete Finanzen berichtete Kassier Paul Metz. Revisor Walter Matthes bestätigte eine ordnungsgemäße Buchführung. Kreisvorsitzender Dr. Nitzsche referierte über die Auslandseinsätze der Bundeswehr und die Veränderungen durch die Abschaffung der Wehrpflicht. „Wegen der geringen Zahl

Für langjährige Vereinstreue wurden geehrt: Bernhard Bock, Hans Dörfler (70 Jahre); Walter Matthes (50); Werner Liebisch (10) Das Reservistenehrenkreuz erhielt Dieter Neumann.

Dienstleistender wird es für die Soldatenkameradschaften kaum noch Mitgliederzuwachs durch Reservisten geben“, äußerte er mit Bedauern. Text/Fotos: Edwin Hartmann

Die geehrten Mitglieder der Soldatenkameradschaft Waldau (v. l.): Vorsitzender Manfred Dörfler, Dieter Neumann (Reservistenehrenkreuz), Bernhard Bock (70 Jahre), Bürgermeister Dieter Schaar, Walter Matthes (50 Jahre), Kreisvorsitzender Klaus Nitzsche und Werner Liebisch (10 Jahre).

SK Weismain

Viel Lob für die Schießgruppe – Ehrenmitgliedschaft für Gerhard Gaul – Sportschützen-Verdienstabzeichen für Alexander Müller Weismain – Nach dem in sportlicher Hinsicht erfolgreichsten Abschnitt in der 130-jährigen Vereinsgeschichte erhielt die Schießgruppe der Soldatenkameradschaft (SK) Weismain während der Hauptversammlung jede Menge Lob von den Ehrengästen. Neben Rückblick und Vorschau standen eine Reihe von Ehrungen im Mittelpunkt des Treffens im Vereinslokal Obendorfer. „Wir sind stolz auf die Soldatenkameradschaft, deren Schießgruppe Weismain über die Landkreisgrenzen hinaus vertritt“, verkündete Stadtrat Hans Schott in seinem Grußwort und verwies darauf, dass die Stadt diese Wertschätzung bereits mit Auszeichnungen für die erfolgreichsten SK-Schützen unterstrichen hat. Ähnlich äußerte sich der Kreis-

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Treue Kameraden 3/2013

vorsitzende des Bayerischen Soldatenbundes, Udo Rudel aus Obersdorf. Er gratulierte zu den herausragenden Platzierungen der Mitglieder bei den Wettbewerben im Vorjahr, betonte dabei insbesondere das Abschneiden der Damenmannschaft und die Freundschaft zwischen Schützenund Soldatenvereinen, die sich allgemein positiv auf die Entwicklung der Kameradschaften auswirke. Wie es dazu kam, dass der Verein mit diesen Komplimenten überhäuft wurde, führte Schießwart Jörg Will in seinem Bericht aus. Auch er sprach von „hervorragenden Leistungen“ der zehnköpfigen Schießgruppe, erinnerte an das Kreisschießen in Schney als Grundstein für die Erfolge beim Landes- (24 Plätze auf dem

Podium, davon sechs Siege in Einzel und Mannschaft) und Bundesschießen (unter anderem eine „Bronze-Double“ der Damen- und Herrenmannschaft). Will mahnte aber auch eine bessere Einteilung der Helfer beim eigenen Kameradschaftsschießen an und gab bekannt, dass die Weismainer SK in diesem Jahr als Ausrichter des Kreisschießens in Schney fungiert. Auf die gesellschaftlichen Aktivitäten der Soldatenkameradschaft, die vom Besuch mehrerer auswärtiger Anlässe über die Teilnahme an allen kirchlichen Festen bis hin zu einer Reihe von traditionellen Veranstaltungen reichen, blickte Vorsitzender Alexander Müller zurück. Als positiv hob er die Beteiligung an der Sebastiansfeier hervor, als negativ

die an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag. Den Mitgliederstand bezifferte Müller auf 137 Personen, davon sind jeweils sieben Kriegsteilnehmer und Ehrenmitglieder. Mit dem Lied „Ich hatt’ einen Kameraden“ gedachten die Anwesenden den drei Verstorbenen des Vereins, Peter Müller, Georg Pregler und Heinrich Müller, ebenso wie gefallenen Bundeswehrsoldaten. Weiterhin bestellte Müller die Grüße von Mitglied und Hauptmann Michael Z. Der Weismainer befindet sich zurzeit im Auslandseinsatz im Afghanistan und hat in Aussicht gestellt, nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst im Rahmen eines Vortragsabends von seinen Erfahrungen zu berichten. Vor der Protokollverlesung


Oberfranken durch Stephanie Heinel und dem Kassenbericht von Michaela Zahlmann schloss der Vorsitzende seine Ausführungen mit Dankesworten an die Schießgruppe, bat aber um bessere Beteiligung bei den Siegerehrungen. Breiten Raum nahmen die Ehrungen ein (s. Info-Kasten), die in solche für langjährige Treue beziehungsweise besondere Verdienste sowie in Schießauszeichnungen unterteilt waren. Die Ehrenmitgliedschaft verlieh der Verein an Gerhard Gaul, der nicht nur bei vielen öffentlichen Auftritten der Soldatenkameradschaft tatkräftig mitwirkt, sondern auch für Gratulationen und Krankenbesuche zuständig ist. Für die Gründung des Soldatenchores Ende der 1950er Jahre wurde Anton Beßlein mit dem Verdienstkreuz zweiter Klasse bedacht. Laut Vorsitzenden Müller sei Daniel Keller ein gutes Beispiel dafür, wie man trotz fehlender Erfahrung im Wehrdienst soldatische und kameradschaftliche Werte vertreten könne, weshalb das engagierte Mitglied das Ehrenkreuz erhielt. Die Schießauszeichnungen (s. Info-Kasten) wurden mit der sel-

tenen Verleihung des BSB-Sportschützenverdienstabzeichens eingeleitet. Diese wurde Alexander Müller verliehen, der zehn Jahre als Schießwart im Verein tätig war und das Schießwesen auch nach seinem Wechsel an die Spitze der SK im Jahr 2010 maßgeblich förderte. Das Erreichen der Mindestringzahl sowohl beim Kreis-, als auch beim Landes- und Bundesschießen von sieben Schützen wurde mit dem Leistungsabzeichen des Kyffhäuserbundes honoriert. In der Terminvorschau für die kommenden Monate hob Alexander Müller die Josephifeier in Obersdorf (15. März), die Soldatenwallfahrt nach Vierzehnheiligen (5. Mai), die Schwedenprozession (15. August), das Pokalschießen (12./13. und 22. Oktober) und den Volkstrauertag (16. November) hervor. Außerdem nimmt die SK an Kommers (27. April) und Festzug (7. Juli) zum 270-jährigen Bestehen der Blasmusik sowie am Schützenfestumzug (4. August) teil und veranstaltet am 30. Juni ein Gartenfest in Niesten. Text/Fotos: Stefan Lutter

Langjährige und verdiente Mitglieder zeichneten Vorsitzender Alexander Müller (l) und zweiter Vorsitzender Stefan Zahlmann (r) während der Jahreshauptversammlung aus. Im Bild (v. l.) Daniel Keller, Erwin Keller, Helmut Höppel, Norbert Müller, Heinz Droschke, Erwin Motschenbacher, Ehrenmitglied Gerhard Gaul, Georg Krapp und Andreas Schwanz.

Ernennung zum Ehrenmitglied: Gerhard Gaul, Anton Beßlein (Verdienstkreuz 2. Klasse); Daniel Keller (Ehrenkreuz) Für langjährige Vereinstreue wurden ausgezeichnet: Hans Herbst (50 Jahre); Wolfgang Dauer, Heinz Droschke, Heinz Dück, Michael Dück, Otto Hildebrandt, Norbert Müller, Peter Schmidt, Erwin Motschenbacher, Erich Münchenbach, Walter Schwanz, Alfons Stadelmann und Karl-Heinz Zapf (goldene Ehrennadel für 40 Jahre); Helmut Höppel, Erwin Keller, Stefanie Würstlein, Frank Stadelmann und Stefan Stadelmann (silberne Nadel, 25 Jahre); Lorenz Dietz, Fritz Höppel, Georg Krapp, Andreas Schwanz und Peter Will (10 Jahre) Schießauszeichnungen: Alexander Müller (BSB-Sportschützenverdienstabzeichen); Sonja Bauer, Kathrin Graßmann, Tina Lauterbach, Hans Bunzelt, Thomas Henke, Jochen Lauterbach, Jörg Will (Leistungsabzeichen Kyffhäuserbund); Stefan Bleyer (BSB- Sportschützenabzeichen in Bronze); Hans Bunzelt (BSB-Sportschützenabzeichen in Silber); Michael Dauer (BSB-Sportschützenabzeichen in Bronze; Kyffhäuser: kleine Nadel 30 Schuss in Gold für Luftpistole); Roland Dauer (BSB-Sportschützenabzeichen in Gold; Kyffhäuser: Kleine Nadel 15 Schuss in Bronze für Kleinkaliber); Tina Lauterbach (BSB-Sportschützenabzeichen in Bronze); Jochen Lauterbach (BSB-Sportschützenabzeichen in Bronze); Alexander Müller (BSB-Sportschützenabzeichen in Gold; Kyffhäuser: Große Nadel 30 Schuss in Gold); Herbert Sachs (Kyffhäuser: Goldene Eichel); Leonhard Wenninger (BSB-Sportschützenabzeichen in Silber; Kyffhäuser: große Nadel 15 Schuss und 30 Schuss jeweils in Silber); Jörg Will (Kyffhäuser: Silbernes Gewehr); Klaus Zahlmann (Kyffhäuser: Goldene Eichel); Alexander Müller, Roland Dauer, Leonhard Wenninger und Thomas Henke (Kyffhäuser-Schützenschnur)

Stadtrat Hans Schott (stehend, l.) gratulierte den Empfängern von Schießauszeichnungen: (sitzend, v. l.) Leonhard Wenninger, Tina Lauterbach, Vorsitzender Alexander Müller, Jochen Lauterbach, VSW Jörg Will, (stehend, v. l.) Roland Dauer, Michael Dauer, Hans Bunzelt und Thomas Henke.

SuK Welkendorf-Treppendorf

Ausgezeichnet Welkendorf – Im Rahmen einer Feierstunde der Krieger- und Soldatenkameradschaft (SuK) Welkendorf-Treppendorf wurden vom Kreisvorsitzenden Dr. Klaus-Dieter Nitzsche und dem 3. Bürgermeister Christian Schramm verdiente Kameraden ausgezeichnet. So erhielt Vorsitzender Manfred Taschner die dritthöchste Auszeichnung des Bayerischen Soldatenbundes, das große Verdienstkreuz am Bande. Manfred Taschner ist seit 36 Jahren Vorsitzender der KSK Welkendorf und zudem Vorstandsmitglied des Kreisverbandes Bayreuth Land-Ebermannstadt. Die Ehrennadel in Silber (25 Jahre Vereinstreue) erhielt Roland Görl, das Verdienstkreuz 1. Klasse Otto Munsch. Otto Munsch gehört der SuK seit 1969 an und ist seit 15 Jahren deren 2. Vorsitzender. Das Verdienstkreuz 1. Klasse erhielten Werner Leykam (Schriftführer seit 1986) und Rudolf Dormann (Kassier seit 1989). Text/Foto: gel

Oberst d. R. Dr. Klaus-Dieter Nitzsche (2.v. l.) zeichnete verdiente Kameraden für besondere Verdienste und langjährige Vereinstreue aus. Treue Kameraden 3/2013

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Oberfranken SRK Volsbach u. Umgebung

SRK Wichsenstein

Granatenhaft 13. Graf Engelbert II. Pokalschießen

Mit zwei Mannschaften rückte die SRK Wichsenstein zum Pokalschießen in Köln an. Das Wappen im Vordergrund ist ein Geschenk der RS Solingen an das durchführende Luftwaffenamt. Köln – Die Granate scheint Bedingungen zum Erwerb der den Schützen der Soldaten- und Schützenschnur in Gold. Insgesamt gingen 36 Mannschaften aus Reservistenkameradschaft (SRK) zwölf Nationen an den Start. Die Wichsenstein am ehesten zu lieSRK Wichsenstein hatte gleich gen. Beim Graf Engelbert II. Pozwei Teams nach Köln entsandt (s. kalschießen, bereits zum 13. Male Foto), die sich im zweiten Drittel vom Luftwaffenamt ausgerichtet, platzieren konnten. Geschossen erkämpfte sich Alfons Müller den wurde mit G 36, MP 5, P 8, P 30 2. Platz und Winni Küttner das Text: TK und Granate. Granaten-Abzeichen in Gold. JaFoto: SRK Wichsenstein kob Batz erfüllte zum 13. Mal die SK Marxgrün

Monika Hohlmeier zu Bundeswehr und Sicherheitspolitik

V. l.: Erster Vorsitzender Michael Quecke, Europaabgeordnete Monika Hohlmeier, Schießwart Harald Geißler, Bernd Kraus (Lichtenfels). Marxgrün – Auf Einladung der Kreisgruppe Hochfranken des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr nahmen Vorstandsmitglieder der Soldatenkameradschaft (SK) Marxgrün 1890 an einem sicherheitspolitischen Seminar in Wartenfels teil. In einem hochinteressanten Referat referierte die oberfränkische Europaabgeordnete Monika Hohlmeier unter dem Titel „Brauchen wir eine europäi-

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Treue Kameraden 3/2013

sche Armee?“ über die Verbindung der inneren und äußeren Sicherheit. Eine der Kernaussagen war die Verbesserung der europäischen Zusammenarbeit. Diese funktioniere sehr gut im Bereich Transport und Logistik. Nach einem mit viel Detailwissen ausgestatteten Vortrag stellte sich die Abgeordnete den Fragen der interessierten Zuhörer. Text: Michael Quecke Foto: Fritz Kreil

Werner Neubauer (hinten, 2. v. l.), der Vereinswirt der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Volsbach und Umgebung, feierte seinen 70. Geburtstag. SRK-Vorsitzender Berthold Adelhardt (rechts daneben) mit Vereinsvorstand und Böllerschützen gratulierten dem Foto: privat Jubilar. SRK Neuensee

Ist das Sammeln für die Kriegsgräberfürsorge Aufgabe einer Soldatenkameradschaft? Diskussion bei Generalversammlung Neuensee – Gehört das Sammeln für die Kriegsgräberfürsorge zu den Aufgaben einer Soldatenkameradschaft oder nicht? Die Erörterung dieser Frage stand zwar nicht im Mittelpunkt der jüngsten Generalversammlung der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Neuensee, doch sie bewegte die Gemüter. Weitere Punkte der Tagesordnung waren Ehrungen und Vorstandswahlen, bei denen mehrere Positionen neu zu besetzen waren (s. Kästen). Insbesondere Georg Kremer vertrat als Mitglied und Gemeinderat die Auffassung, dass die Kriegsgräbersammlung mit zu den Aufgaben einer Soldatenkameradschaft gehört, genau wie das Schießen. Gleichzeitig bedauerte er es, dass die SRK Neuensee, der allmählich die Sammler ausgehen, diese Aufgabe nicht mehr wahrnehmen kann. Unterstützt wurde Georg Kremer vom stellvertretenden Kreisvorsitzenden Günther Hagel, der in die gleiche Kerbe hieb. Denn nachdem dieses Ehrenamt nicht mehr von der Bundewehr geleistet wird, nahm Hagel die Soldaten- und Reservistenkameradschaften in die Pflicht. Gute Schießergebnisse Ansonsten nahm die Generalversammlung den gewohnten Verlauf. Auf eine Vielzahl von Veran-

staltungen konnte der Vorsitzende Toni Zirkelbach hinweisen. Die wichtigsten waren das Osterschießen, die Ortsmeisterschaft, die Friedenswallfahrt, das Reservistentreffen im Schulhof das 2012 verbunden mit der Siegerehrung des Kameradschaftsschießen. Die Vereinsmeisterschaft wurde bei guter Beteiligung separat ausgetragen. Am Volkstrauertag nahm man mit Fahnenabordnung teil und bei der Jahresabschlussfeier galt es die Vereinsmeister zu ehren. Aktuell verfügt die SRK Neuensee über 110 Mitglieder sowie zwei Ehrenmitglieder. Am Leistungsschießen nahmen 19 Schützen teil, konnte Schießwart Christian Stadler berichten. Bei den Jungschützen wurde Sandra Gack mit als Siegerin ermittelt. In der Damenklasse siegte Marion Wörner, in der Damen Altersklasse ab 41 Jahren setzte sich Carola Gack auf Platz eins. Bei den Schützen sicherte sich Mario Kestel den ersten Platz vor Ludwig Gack, bei den Herren-Senioren holte sich Gerhard Hofmann vor Anton Zirkelbach den Sieg. Mit der Pistole dominierte Mark Sittig den Wettbewerb. Leistungsnadeln konnten drei Mitglieder erwerben. Im Einzelnen waren dies Marion Ender, sie errang das Sportschützenabzeichen in Silber, Anton Zirkelbach, er war in der Klasse Lan-


Oberfranken desmedaille in Gold erfolgreich und Mario Kestel, für ihn gab es das Landessportabzeichen in Silber. Der stellvertretende Bürgermeister Klaus Krügl lobte in seinem Grußwort, ebenso wie der Kreisvorsitzende Günther Hagel, die hervorragende Arbeit der SRK Neuensee, die ausgezeichnete Kameradschaft und die harmonische Zusammenarbeit. Text/Fotos: t.z.

Für langjährige Treue zum Verein wurden ausgezeichnet: Kim Förtsch, Alexander Hartmann, Christian Hofmann, Dominik Wiemann, Kevin Winterbauer, Robin Zapf und Tobias Zirkelbach (10 Jahre); Silvia Zirkelbach, Marion Ender und Carolin Wörner (5). Der neue SRK-Vorstand: Anton Zirkelbach (Vorsitzender), Christian Stadler (Stellvertreter), Manfred Kraus (Schriftführer), Silvia Zirkelbach (Stellvertretende Schriftführerin), Manfred Kraus (Kassier), Marion Wörner (Stellvertretender Kassier), Christian Stadtler (Schieß-wart), Ludwig Gack (Stellvertretender Schießwart), Mario Kestel (Fahnenobmann), Markus Sittig, Heidrun Sittig, Stefan Pfadenhauer, Johannes Hofmann (Bei-sitzer), Christine Rühr (Damensprecherin), Alexander Rühr, Gerhard Hofmann (Kassenprüfer), Christian Stadler, Stefan und Matthias Pfadenhauer, Mario Kestel, Johannes Hofmann, Roland Zapf und Markus Sittig (Fahnenbegleiter).

Die neu gewählte Vorstandschaft der SRK Neuensee.

Die Pokalgewinner des Leistungsschießens wurden im Rahmen der Generalver-sammlung der SRK Neuensee geehrt.

Mittelfranken SRK Markt Berolzheim

Ausgezeichneter Vorsitzender Weißenburg-Gunzenhausen – Im Rahmen einer Feierstunde im Landratsamt zeichnete Landrat Gerhard Wägemann besonders verdiente Persönlichkeiten mit dem „Ehrenzeichen des Bayeri-

schen Ministerpräsidenten für im Ehrenamt tätige Frauen und Männer“ aus. Zu diesen Frauen und Männern gehört nun auch Wilhelm Hertlein, der Vorsitzende der Soldaten- und Reservistenka-

meradschaft (SRK) Markt Berolzheim. Er hat sich um die 1990 fusionierte SRK verdient gemacht. Seither bekleidet er den Posten des 1. Vorsitzenden und macht als solcher auch mit ungewöhnlichen Aktionen von sich reden. So führt er seit 2009 gemeinsam mit seinen Kameraden die Flurentrümpelungsaktion „Ramadama“ durch und übernimmt damit eine gemeindliche Aufgabe.

Aufhorchen ließ Hertlein auch als eifriger Sammler für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Dank seiner Hilfe erzielte Markt Berolzheim bereits einmal den ersten Platz (gemessen an der Einwohnerzahl) in Sachen Spendenaufkommen für den guten Zweck. Text: Peter Brandl Foto: Leykamm (mit freundlicher Genehmigung des „Altmühl-Bote“)

Redaktionsschluss für die

Ausgabe 4/2013 ist der 28. 6. 2013 KSV Aisch

Nachruf auf Georg „Schorsch“ Schmitt

V. l.: Landrat Gerhard Wägemann, Wilhelm Hertlein, Karin Mannuß, Karl Hummel, Bürgermeister Fritz Hörner, Bürgermeister Roland Fitzner.

Aisch – Der Krieger- und Soldatenverein Aisch trauert um seinen langjährigen Vorstand und Ehrenvorstand Georg Schmitt. Er war nach Kriegsdienst und Gefangenschaft maßgeblich am Wiederaufbau des Vereins beteiligt und lenkte 41 Jahre lang als 1. Vorstand dessen Geschicke. Georg Schmitt war auch in den Reihen des BSB-Kreisverbandes eine anerkannte Größe ob seiner

Verdienste um das Soldatenwesen. Er wurde für seinen Einsatz unter anderem mit der Verdienstmedaille des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Auch als Ehrenvorstand galt sein Interesse bis zuletzt diesem, seinem Verein. Dankbar werden wir Georg „Schorsch“ Schmitt in unserer Erinnerung behalten. Für den KSV Aisch Ralf Olmesdahl – 1. Vorstand Treue Kameraden 3/2013

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Mittelfranken SRK Königshofen

Positive Bilanz Königshofen – Mit berechtigtem Stolz zog Reinhard Arnold in der Hauptversammlung nach Ablauf seines ersten Jahres als 1. Vorsitzender der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Königshofen eine durchwegs positive Bilanz. Mit der steigenden Mitgliederzahl, den vielen Aktivitäten für die Kameradschaft, dem guten Kontakt zur Patenkompanie in Ellwangen, dem vorbildlichen Einsatz für die Dorfgemeinschaft, der harmonischen Arbeit innerhalb der Vorstandschaft und einem wirklich herausragenden Sammelergebnis für die Kriegsgräberfürsorge untermauerte der Nachfolger von Hans Schäfer ein reges und erfolgreiches Vereinsgeschehen in seiner Abrechnung. Viele belobigende Worte, Respekt, Würdigung und Applaus wurden von der Versammlung den Geehrten zuteil (s. InfoKasten). Die Ehrungen nahmen Reinhard Arnold und der Kreisvorsitzende Josef Christ vor. Kompliment für vorbildliche Vereinsarbeit Großes Lob und Bewunderung für die Vereinsarbeit war auch den Worten der beiden Gastredner zu entnehmen. So dankte der zweite Bürgermeister Reinhold Götz mit anerkennenden Worten insbesondere für die Mitwirkung der Soldaten- und Reservistenkameradschaft an den Feierlichkeiten zum Volkstrauertag. In seine Dankesworte schloss er auch die tatkräftige Unterstützung bei allen örtlichen Festen und Aktivitäten mit ein. Mit vielen anerkennenden Worten verteilte auch der Kreisvorsitzende Josef Christ große Komplimente für die vorbildliche Vereinsarbeit. Besonders hob er das überragende Sammelergebnis

mit einer Steigerung um über 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr hervor. Außergewöhnlich beeindruckt war er vom Mitgliederzuwachs. Speziell war Christ von der Seltenheit begeistert, dass auch der Ortspfarrer Michael Weber seit letztem Jahr diesem rührigen Verein beigetreten ist. Auch der Protokollvortrag von Schriftführer Fritz Sauerbeck und der durchaus positive Kassenbericht von Schatzmeister Dieter Hasenest spiegelten ganz deutlich das geschäftige und betriebsame Vereinsleben wider. Da die Kassenführung vorab von den Kassenprüfern als einwandfrei bezeichnet worden war, entlastete die Versammlung die Vorstandschaft einstimmig. Selbst Schießwart Hans Reilein hatte viel Positives zu berichten. So nahmen beispielsweise zwei Teams der SRK am Bürgerschießen in Reichenau teil und errangen die Plätze vier und sechs. Den besten Schuss – einen der besten in Reichenau – gab dabei seine Frau, Mitglied Rosalinde Reilein, ab. Auch 2013 viele Aktivitäten geplant Die Vorschau auf das laufende Vereinsjahr durch den 1. Vorsitzenden war von ständiger Betriebsamkeit gekennzeichnet. Dem mittlerweile erfolgten Kameradschaftsabend Ende Februar in Birkach folgt nun das beliebte Knöchlesessen am 26. Mai. Auch beim Jubiläum des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins mit Kreisblumenfest ist die Kameradschaft vom 16.–18. August eingebunden. Der Wochenendausflug geht heuer am 14. und 15. September in die „Goldene Stadt“ nach Prag. Und im November

V. l.: Helmut König, Karl Meyer und Hans Häslein

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Treue Kameraden 3/2013

Verdienstspange in Bronze des Bundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge mit der Urkunde für jahrzehntelange Mithilfe beim Sammeln: Erwin Knade. Klaus Breiter (BSB-Ehrenkreuz); Hans Reilein (BSB-Verdienstkreuz erster Klasse). In Anerkennung seiner besonderen Verdienste um den Verein wurde Hans Braun zum Ehrenmitglied ernannt. Für langjährige Vereinstreue wurden ausgeszeichnet: Helmut König, Karl Meyer und Hans Häslein (40 Jahre); Matthias König (10).

V. l.: Hans Reilein, Klaus Breiter geht’s dann Schlag auf Schlag. Dem Martini-Gans-Essen im Vereinslokal am 09. 11. folgt die Gedenkfeier zum Volkstrauertag eine Woche später, während die Dorfweihnacht der Ortsvereine am 30. 11. das Vereinsjahr 2013 ausklingen lässt. Damit nicht genug. Reinhard Arnold hat mit seiner Vorstand-

schaft hinsichtlich der 135-JahrFeier des BSB bereits einen Termin fest im Auge. Die Vorbereitungen für ein Wohltätigkeitskonzert mit dem Heeresmusikkorps 12 im November 2014 in der Münsterkirche Königshofen laufen in vollem Gange. Text: Fritz Sauerbeck Fotos: Reinhard Dugas

SK Dietenhofen und Umgebung

Trauer um beliebten Vorsitzenden Dietenhofen – Überraschend für alle Kameraden verstarb der Kameradschaftsführer der Soldatenkameradschaft (SK) Dietenhofen und Umgebung, Willi Reichel (Foto), am 24. März 2013 im Alter von 61 Jahren. Willi Reichel trat 1981 in die Kameradschaft ein und war seit 1983 in verschiedenen Funktionen tatkräftig mit der SK verbunden. Im Jahr 1997 übernahm er den Posten des 1. Vorstands, den er bis zu seinem plötzlichen Tod innehatte. 1986 wurde Willi Reichel mit dem Ehrenkreuz ausgezeichnet, 1989 erhielt er das Verdienstkreuz 2. Klasse, 1994 das Verdienstkreuz 1. Klasse und 2007 das große Verdienstkreuz in Gold. Mit Willi Reichel verliert die Soldatenkameradschaft Dietenhofen einen sehr engagierten und treuen Kameraden. Mit großem Respekt und in Dankbarkeit begleiteten ihn Angehörige der SK

Willi Reichel † Dietenhofen und Fahnenabordnungen der Kameradschaften aus dem Kreisverband auf seinem letzten Weg. Text: Ute Würflein Bild: privat


Mittelfranken SK 1873 Treuchtlingen

KSK Gastenfelden-Kirnberg

Kameraden gratulierten Helene Krämer zum 90. Geburtstag Osterdorf – Das älteste Mitglied der Soldatenkameradschaft 1873 Treuchtlingen, Helene Krämer, konnte Ende März bei bester Gesundheit den 90. Geburtstag feiern. Einige Vorstandskameraden mit dem Vorsitzenden Dieter Neumann an der Spitze machten sich auf den Weg, um der Jubilarin zu gratulieren. Helene Krämer war vom 1. April 1941 bis zum Ende des II. Weltkrieges beim Reichsarbeits-

dienst (RAD) eingesetzt. Ihren Dienst mit bis zu 76 Wochenstunden leistete Sie in Österreich und Slowenien ab, Einsätze in Partisanengebieten gehörten mit zur Tagesordnung. Zum Ende ihrer Dienstzeit beim RAD bekleidete sie den Rang einer Maidenführerin (vergleichbar Feldmeister). Im Jahr 1988 entschloss Sie sich, der Soldatenkameradschaft 1873 Treuchtlingen beizutreten. Text: rb/Foto: Fröhner

Jubilarin Helene Krämer (Mi) mit (v.l.) Schriftführer Heinrich Neumeyer, 1. Vorstand Dieter Neumann und 2. Vorstand Dieter Fröhner.

Als der Friede schon so nahe war Besuch der Gedenkstätte Brettheim Buch am Wald-Gastenfelden – Interessierte Angehörige der beiden Krieger- und Soldatenkameradschaften besuchten jüngst die Gedenkstätte Brettheim kurz hinter der württembergischen Grenze. Dort wird dreier Männer gedacht, die Anfang April 1945 ihrem Gewissen mehr folgten als den unsinnigen Befehlen der verbrecherischen Führung. Ein unter die Haut gehender Dokumentarfilm einer Schüler-Filmgruppe aus Rothenburg mit Zeitzeugenschilderungen stand am Anfang des Besuches. Am 7. April 1945 standen die amerikanischen Truppen wenige Kilometer vor dem Dorf Brettheim. Bauern aus dem Dorf entwaffneten vier HJler, die mit vier Panzerfäusten und einem Karabiner den Ort verteidigen sollten. Auf Veranlassung des SS-Generals Simon wurden zwei Beteiligte zum Tod verurteilt, von denen einer rechtzeitig fliehen konnte. Als sich der Bürgermeister und der Ortsgruppenleiter weigerten, die Todesurteile zu unterschreiben, wurden auch sie zum Tod verurteilt und auf ausdrücklichen Befehl von Si-

mon an den Friedhoflinden des Dorfes aufgehängt. Auf Befehl des Generals verteidigten einige Soldaten beim Anrücken der amerikanischen Panzer das Dorf mit Gewehrfeuer. Durch Bomben und Artilleriefeuer wurde das Dorf nahezu vollständig zerstört und zwölf Menschen getötet. Beim Beschuss durch deutsche Soldaten am nächsten Tag starben nochmals sechs Bewohner. In den Museumsräumen konnten die bedrückenden Dokumente besichtigt werden, die belegen, dass in drei Prozessen die für die Todesurteile Verantwortlichen mit einer Ausnahme von jeglicher Schuld freigesprochen wurden. Eigentlich kein Wunder, wenn man weiß, dass der Vorsitzende Richter bereits 1927 in die Nazipartei eingetreten war. Ein Besuch auf dem Friedhof an den Gräbern der Opfer schloss den Besuch ab. In den Gesichtern der Teilnehmer spiegelten sich die Gefühle: Trauer um die Toten, Ehrfurcht vor ihrer Gesinnung und Wut über die Unfähigkeit der deutschen Justiz zu einem gerechten Text: Ernst Lippert Urteil.

KV Weißenburg

Auswirkungen der Bundeswehr-Strukturentscheidungen werden deutlich Suffersheim – Im Mittelpunkt der gut besuchten Kreisversammlung des Kreisverbandes Weißenburg im Gasthaus Albrecht stand neben verschiedenen Berichten die Ehrung verdienter Vorsitzender. Gerhard Liepold (Pappenheim), Peter Pickel (Pfraunfeld) und Dietmar Landshut (Stirn) wurde mit dem Verdienstkreuz II. Klasse ausgezeichnet. Der Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Dirk Mewes, verlieh Karl Scheiber für dessen 25-jährige Sammlertätigkeit die goldene Verdienstspange. Kreisvorsitzender Hans Bauernfeind ging in seinem Bericht auf die Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres ein und gab die aktuellen Mitgliederzahlen bekannt. Im Kreisverband sind 33 Kameradschaften mit 1.993 Mitgliedern organisiert. Es gibt zwei Schützengruppen sowie 129 Böllerschützen. Kameradschaften gewürdigt Landrats-Stellvertreter Robert Westphal hob in seinem Grußwort hervor, dass der Soldatenbund ehemaligen Soldaten eine

militärische Heimat biete. Dabei seien Freiheit und Toleranz genauso wichtig wie der ehrenamtliche Einsatz für die Pflege der Kriegsgräber. Oberbürgermeister Jürgen Schröppel dankte den Kameradschaften in seinem Bereich für ihr Engagement. Die Vereine seien ein wichtiger Faktor und ein Garant für gelebte Gemeinschaft. Treffsicher: Schützen im KV Schießwart Karl Rosenauer konnte zum wiederholten Mal einen positiven Bericht über die Erfolge seiner 50 aktiven Schützinnen und Schützen vorlegen. So errangen die Schützen aus Nennslingen und Bieswang beim Fernrundenwettkampf sechs erste, drei zweite und sieben dritte Plätze. Herausragende Leistungen gab es auch beim Landesschießen in Traunfeld. Elf Mal erreichten sie Platz 1 und sieben Mal Platz 2. Gekrönt wurde das Ergebnis beim Bundesschießen. Da konnte Simon Fellner bei den Schülern und mit der Mannschaft Bundessieger werden. Ebenfalls Bundessieger wurde Roland Juranek mit der Gebrauchspistole,

die Mannschaft wurde Zweiter. Bundeswehrumstrukturierung erschwert Verbandsarbeit Weniger erfreulich waren die Berichte der Reservistenbetreuer Norbert Diebl und Bernhard Rohs. Bedingt durch die Schließung der Heidenheimer Kaserne und die Verkleinerung der Möglichkeiten im Fliegerhorst Roth, gebe es kaum die Chance wohnungsnah aktiv zu werden. Es werden zwar Mittelpunktveranstaltungen angeboten, die aber oft weite Anfahrtswege erforderten. Kreisorganisationsleiter Max Geiger konnte sich dem nur anschließen. Auch er bedauerte, dass in Roth keine Ausbildung mehr durchgeführt werde. Durch die Auflösung des Luftwaffenausbildungsregimentes gebe es kaum eine Möglichkeit für eine Aus- und Weiterbildung der Funktioner. Der zweite Kreisvorsitzende Oskar Kaufmann bat die Kameradschaften, ihre Veranstaltungen im Internet zu veröffentlichen. Dabei wolle er hilfreich zur Seite stehen. Zum Abschluss informierte Hans Bauernfeind die Versammlung noch

über die vom Kreisverband organisierte Zwei-Tagesfahrt nach Niederbronn im Elsass. Dort werde auch ein Soldatenfriedhof besucht. Text: Gerhard Tomala KuRK Raitenbuch

Fast 100 Mitglieder Raitenbuch – Zur Mitgliederversammlung der Krieger- und Reservistenkameradschaft (KuRK) Raitenbuch konnte 1. Vorstand Franz Klemmeier nicht nur den 1. Bürgermeister der Gemeinde Raitenbuch, Josef Dengler, und die beiden Ehrenvorsitzenden Wendelin Haberkern und Eberhard Schmid als Ehrengäste begrüßen, sondern auch viele der aktuell 94 Kameradschaftsangehörigen. Bei der Totenehrung wurde auch der beiden Kameraden gedacht, die 2012 verstarben. Als Höhepunkte im Vereinsleben 2012 nannte Klemmeier ein Preisschafkopf-Turnier, die Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit dem respektablen Ergebnis von 1.177 Euro sowie die Teilnahme am Kameradschaftsnachmittag in NennslinText: Joseph König gen. Treue Kameraden 3/2013

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Mittelfranken SKK Streudorf

VSV 1872 Heidenheim

Aussetzung der Wehrpflicht hat negative Folgen

V. l.: Hans Binner, Manfred Kirchdörfer, Hermann Habermeyer, Günther Raab. Heidenheim – Kritisch äußerte sich jüngst der Vorsitzende des Veteranen- und Soldatenvereins (VSV) 1872 Heidenheim, Manfred Kirchdörfer, anlässlich der Jahreshauptversammlung seines Vereins zur Aussetzung der Wehrpflicht. Zu der Veranstaltung im Gasthaus „Alte Post“ konnte er das Ehrenmitglied Alfred Müller und den BSB-Kreisvorsitzenden Günther Raab begrüßen. Durch die Aussetzung der Wehrpflicht werde es in naher Zukunft deutlich weniger Reservisten geben, wodurch die Traditionsvereine vom Aussterben bedroht seien. Für das soziale Gefüge und den Reifeprozess der jungen Menschen sei die Aussetzung der Wehrpflicht eine falsche Entscheidung gewesen. Nicht nur die Bundeswehr, sondern auch die sozialen Einrichtungen für den Zivildienst seien für die jungen Menschen eine gute Schule für das Leben gewesen.

Im weiteren Verlauf der Versammlung verlas Schriftführer Hermann Habermeyer das Protokoll über die Zusammenkunft im vergangen Jahr. Kassier Hans Binner gab den aktuellen Kassenstand bekannt. Die beiden Revisoren Manfred Schwarzer und Jürgen Behr prüften die Kasse und bestätigten Binner eine gute, ordnungsgemäße Kassenführung und lobten die Arbeit des Schatzmeisters. Günther Raab ehrte im Auftrag des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge verdiente Kameraden. Ortsvorsitzender Manfred Kirchdörfer und Kassier Hans Binner wurden mit der silbernen Verdienstspange, Schriftführer Hermann Habermeyer mit der Verdienstspange in Bronze ausgezeichnet. In den letzten zehn Jahren sammelte des VSV 6.953,29 Euro, ein stolzes Ergebnis. Text: Peter Brandl Foto: H. Habermeyer

KRK Stirn

Umbruch in der Vereinsführung Stirn – Bei der Jahreshauptversammlung mit Neuwahl am 6. April bei der Krieger- und Reservistenkameradschaft (KRK) Stirn gab es einen Führungswechsel. Die bisherigen Inhaber der Posten des ersten und zweiten Vorsitzenden, die Schriftführerin, der Kassier und zwei Beisitzer kandidierten aus beruflichen, persönlichen und gesundheitlichen Gründen nicht mehr. BSB-Kreisvorsitzender Hans Bauernfeind hatte Auszeichnungen für verdiente und langjährige Mitglieder mitgebracht. Der 1. Vorsitzende Dietmar

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Treue Kameraden 3/2013

Landshut gab einen Überblick über die Veranstaltungen die der mit 135 Mitglieder stärkste Verein im Kreisverband selbst durchführte, bzw. besuchte. So wurden ein Preisschafkopf-Turnier, ein Seniorennachmittag, ein Kreisund Vorstandsschießen sowie eine Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräber durchgeführt. Man besuchte die Kreis-, Bezirks- und Landesversammlungen, das Dorffest, sowie weitere kameradschaftliche Veranstaltungen. Zum Volkstrauertag stellte die Kameradschaft eine Abordnung.

SKK wählte neuen Vorstand Streudorf – Schwerpunkt der Mitgliederversammlung der Soldaten- und Kriegerkameradschaft (SKK) Streudorf waren die Neuwahlen zum Vorstand (s. Info-Kasten). Zu der Veranstaltung konnte Ortsvorsitzender Günther Raab neben den anwesenden Kameraden auch den Stellvertretenden Bezirksvorsitzenden für Mittelfranken, Peter Groß, den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Peter Brandl und den 1. Vorsitzenden der Patenkameradschaft SRK Unterwurmbach, Heribert Wagner, begrüßen. Nach dem Totengedenken folgte der Jahresbericht des 1. Vorsitzenden in dem er das Vereinsjahr 2012 mit den erfolgreichen und wichtigsten Veranstaltungen Revue passieren ließ. Schriftführer Albert Reithmeier verlas das Vereinsprotokoll und den Abschlussbericht über das 135-jährige Jubiläum. Der Kassenbericht wurde vom langjährigen Kassier Manfred Reichenthaler verlesen und fand trotz der hohen Ausgaben für

Der neue SKK-Vorstand 1. Vorsitzender: Günther Raab Stellvertretender Vorsitzender: Carsten Schwarz (neu im Amt) Schriftführer: Albert Reithmeier Kassier: Manfred Reichenthaler Kassenrevisoren: Rudolf Reulein, Werner Loy Beisitzer: Armin Hahn, Eduard Sand, Josef Friedel, Jürgen Gehret, Dieter Fickel, Marcus Reithmeier Delegierte im BSB: Jürgen Gehret, Dieter Fickel das Jubiläum einen positiven Abschluss. Die beiden Kassenrevisoren Rudolf Reulein und Werner Loy bestätigten dem Kassier eine korrekte Belegführung und konnten somit die Entlastung der Vorstandschaft vornehmen. Peter Groß begrüßte in seiner „offenen“ Art und Weise die anwesenden Kameraden und gab Informationen zum Bezirk Mittelfranken und das Sozialwerk des BSB bekannt. Text: Peter Brandl

Von links: Albert Reithmeier, Carsten Schwarz, Manfred Reichthaler, Foto: privat Günther Raab. Pleinfelds zweiter Bürgermeister überbrachte die Grüße der Gemeinde und lobte die Aktivitäten der Kameradschaft. Der Ortsbeauftragte Max Kummerer hob die Bedeutung und die Präsenz des Vereins am Kriegerdenkmal hervor und äußerte sich positiv über den durchgeführten Seniorennachmittag. BSB-Kreisvorsitzender Hans Bauernfeind informierte darüber,

dass in seinem Bereich 12.780 Euro für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gesammelt worden seien. Er warb für die 2Tagesfahrt des Kreisverbandes, die nach Niederbronn im Elsass führt. Dabei wird auch ein Soldatenfriedhof besucht. Man bemühe sich, die nächste Landesversammlung in den Kreisverband zu holen. Mit der Bekanntgabe verschiedener weiterer Veranstal-

Für langjährige Vereinszugehörigkeit wurden ausgezeichnet: Hans Werner Zeth, Alfred Landshut (40 Jahre); Johann Krämer, Hartmut Gomich, Dieter Braimgart und Thomas Schiele (Ehrenkreuz); Erich Gottfried, Walter Bloß, Alfons Schiele (Verdienstkreuz II. Klasse). Hannelore Tomala erhielt das Verdienstkreuz II. Klasse posthum, da sie kurz zuvor verstarb.


Mittelfranken tungen beendete er sein Grußwort. Mit Spannung wurde die anstehende Wahl erwartet. Wahlvorstand Max Kummerer mit Protokollführer Dieter Braungart und Beisitzer Dietmar Birkel nahmen ihr Amt auf. Der 1. Vorstand Dietmar Landshut kandidierte aus beruflichen Gründen nicht mehr. Für ihn fand man Wolfgang Haydn als Nachfolger. Beim 2. Vorstand Alfred Landshut waren es gesundheitliche Probleme die ihn verzichten ließen. Nach Diskussionen war letztendlich Diet-

mar Landshut bereit das Amt zu übernehmen. Die nicht anwesende Schriftführerin Irmgard Endres gab schon im Vorfeld ihre Verzichtserklärung ab. Auch der bisherige Kassier Gerhard Tomala trat wegen dem Tod seiner Frau nicht mehr an. Beide Posten übernimmt nun Alfred Landshut. Es wurde ihm Hilfe zugesagt. Zwei Veränderungen gab es bei den Beisitzern. Neben Walter Bloß bekleiden nun Franz Schiele und Michael Schwarz dieses Amt. Keine Veränderungen gab es bei den restlichen Posten. Text/Foto: KRK Stirn

KRK Ober- u. Unterasbach, Frickenfelden u. Obenbrunn

Jahreshauptversammlung Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Kriegerund Reservistenkameradschaft Ober- und Unterasbach, Frickenfelden und Obenbrunn stand die Ehrung verdienter Kameraden im Vordergrund (s. Info-Kasten). Ortsvorsitzender Fritz Beißer konnte dazu den Kreisvorsitzenden des Bayerischen Soldatenbunds Kreisverband Gunzenhausen, Günther Raab, begrüßen. Raab betonte die vorzügliche Zusammenarbeit der Kameradschaften in seinem Betreuungsbereich. Der Kreisverband werde alles daransetzen, die Kameradschaft im Kreisverband aufrecht zu erhalten. Raabs besonderer Dank galt den Kameraden, die für die Erhaltung der Kriegsgräberstätten im Ausland sammelten. Schriftführer Karl-Heinz Kittsteiner ließ in seinem Bericht nochmals die Aktivitäten im vergangenen Jahr Revue passieren, unter anderem die Gestaltung der Gedenkfeier am Volkstrauertag. Der Verein weist derzeit einen Mitgliederstand von 25 Mitglie-

dern aus. Davon sind vier Ehrenmitglieder und drei Kriegsteilnehmer. Kassier Hans Mayer wies in seinem Bericht auf einen soliden Kassenbestand hin. Text: Peter Brandl Foto: Alfred Müller

Verdiente und langjährige Angehörige der KRK Stirn wurden bei der Jahreshauptversammlung ausgezeichnet.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Josef Reimann (60 Jahre); Roland Bund, Willi Herrmann, Fritz Huber, Rudolf Huber, Ernst Sieben-Tritt, Otto Wöllmer, Fritz Ortner sen. und Hans Ortner (40); Hermann Grillenberger, Norbert Krug, Fritz Müller und Fritz Beißer (25); Bernd Föttinger und Thomas Meyer (10). Mit dem Ehrenkreuz wurden ausgezeichnet: Fritz Huber, Rudolf Huber und Otto Wöllmer (Verdienstkreuz I. Klasse); Karl Hufnagel, Jochen Friedl, Thomas Meyer und Hermann Wagner (Verdienstkreuz II. Klasse)

Kreisvorsitzender Günther Raab (vorn links) und Ortsvorsitzender Fritz Beißer (vorn rechts) mit den geehrten Kameraden.

Redaktioneller Hinweis Beiträge an die Redaktion sollten enthalten:

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Name des Vereins (ausgeschrieben und Abkürzung) Zuständiger Bezirk Vor- und Nachname des Autors Vor- und Nachname des Fotografen Aussagekräftige Bildunterschriften zu allen Fotos Treue Kameraden 3/2013

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Unterfranken Kreisverband Würzburg/Main-Spessart

bekannten Alleinunterhalter „Micha“ umrahmt. Nach Abschluss der Weinprobe wurde noch kräftig das Tanzbein geschwungen – wer konnte. Der SKV Püssensheim ist ein sehr aktiver Kameradschaftsverein, der sich mit Aktivitäten wie jährlicher Weihnachtsfeier, Betreuen des Ehrenmals, Ausflügen und Kameradschaftsabenden so-

BSB-Großkreuz für vitéz Dr. Miklós Bercsényi Eger (Erlau)/Ungarn – Anlässlich seines 90. Geburtstages wurde vitéz Dr. Miklós Bercsényi (Foto) das 375. Großkreuz des Bayerischen Soldatenbundes 1874 e.V. (BSB) verliehen. Bercsényi ist Ehrenmitglied des Landesverbandes des BSB. Er war maßgebend beteiligt am Aufbau der Beziehungen des Bayerischen Soldatenbundes mit dem ungarischen Vitéz-Orden. Miklós Bercsényi, Generalkapitän des Vitéz-Ordens, hält seit den 90er Jahren Kontakte zum Kreisverband Würzburg/Main-Spessart und dem Kameraden- und Soldatenverein Kürnach. Aufgrund seiner Bemühungen konnte schließlich in Karbach 2011 der Partnerschaftsvertrag zwischen dem VitézOrden und dem BSB von den Präsidenten beider Verbände unterzeichnet Text: Rainer Schmitt werden.

SBK Hafenlohr

Leo Fischer bleibt SBK-Vorsitzender

Foto: privat

SKV Püssensheim

125-jähriges Bestehen gefeiert Püssensheim – Mitte März feierte der Soldaten- und Kameradschaftsverein (SKV) Püssensheim ein seltenes Jubiläum. Der Traditionsverein wurde 125 Jahre alt. Im neurenovierten Gemeindehaus konnte 1. Vorstand Manfred Kuhn den ersten Bürgermeister Norbert Eberth (Prosselsheim) sowie Pfarrer Rügamer begrüßen. Weiterhin waren die örtlichen Gemeinderäte Christian Bach und Norbert Brand, sowie die 1. Vorsitzenden der örtlichen Vereine anwesend. Wertvolle Erinnerungsstücke Über den Gründungstag, den 1. Oktober 1887, befindet sich noch eine Originalgründungsurkunde

im Besitz des Vereins. Die Weihe der ebenfalls noch vorhandenen Originalfahne war am 3. September 1893. Da der Jubiläumsstichtag in den Renovierungszeitraum des Püssensheimer Gemeindehauses fiel, mussten die Feierlichkeiten auf 2013 verschoben werden. Man hatte sich für die Feier für eine exklusive Weinprobe mit entsprechender Brotzeit entschieden. Die Weinprobe mit zehn Proben wurde vom Weingut Steinberger aus Wiesenbronn fachkundig durchgeführt. In seiner Ansprache ließ der Vorsitzende die wesentlichen Höhepunkte der Vereinsgeschichte Revue passieren. Musikalisch wurde die Veranstaltung von dem

V. l.: 2. Vorsitzender Eduard Haub, Schriftführer Werner Maierhöfer, Kassier Edmund Markert, Pfarrer Rügamer, 1. Vorsitzender Manfred Kuhn, 1. Bürgermeister Norbert Eberth.

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Treue Kameraden 3/2013

wie Sammeln für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auszeichnet. Weiterhin wird seit drei Jahren ein stimmungsvolles Oktoberfest gefeiert. Die Teilnehmer waren sich einig: Die sehr gut besuchte Veranstaltung war ein gelungener und würdiger Jubiläumsabend. Text: Manfred Kuhn Foto: Dieter Werner

Hafenlohr – Die Mitglieder der Soldaten-und Bürgerkameradschaft (SBK) Hafenlohr wählten bei der Jahresversammlung, die kürzlich im Gasthaus Schneider stattfand, Leo Fischer für die kommenden drei Jahre als Ersten Vorsitzenden wieder. Rainer Fischer wurde für Gerhard Gehret als Stellvertreter gewählt. Ludwig Hiemer dankte Leo Fischer für seine 20-jährige Tätigkeit als Vorsitzender und überreichte ihm ein kleines Geschenk. Leo Fischer wollte eigentlich nicht mehr antreten. Er erklärte sich aber bereit, das Amt noch einmal zu übernehmen, wenn ihm verschiedene Aufgaben von anderen Mitgliedern abgenommen würden. Bereits im Vorfeld hatten die Mitglieder verschiedene Optionen geprüft, darunter die Fusion mit einem anderen Verein. Dies wurde mehrheitlich abgelehnt. Alle weiteren Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt (s. Info-Kasten). Die Kameradschaft muss sich mit Blick auf die nächsten Wahlen um einen Nachfolger für Fischer bemühen.

Vorstand der SBK Hafenlohr: Leo Fischer (Vorsitzender), Rainer Fischer (Stellvertretender Vorsitzender), Karin Pfaff (Schriftführerin), Ludwig Hiemer (Kassier und Öffentlichkeitsarbeit), Roland Pfaff, Willi Grüdl, Alfred Kirsch, Fritz Wabra, Gerhard Gehret (Beisitzer) fand dagegen eine Informationsveranstaltung für die Bürger aus Hafenlohr und Windheim über Waldbau und Holznutzung. Die Mitglieder selbst organisierten einige Ausflüge und Wanderungen. Dank sagte Fischer allen Sammlern für die Kriegsgräberfürsorge und den Spendern in Hafenlohr und Windheim. Insgesamt kamen 1.061 Euro zusammen. Über einige zusätzliche Sammler würde sich die Vorstandschaft freuen. Spendabel Der Verein selbst überreichte der katholischen Kirchenstiftung einen Betrag von 1.000 Euro für die Innenrenovierung der örtlichen Kirche Sankt Jakobus. Durch die Spende entstand ein leichtes Defizit im abgelaufenen Geschäftsjahr, dennoch berichtete Ludwig Hiemer von einer guten Finanzlage des 64 Mitglieder zählenden VerText: Fritz Wabra eins. Foto: Steffen Schreck

Motorsägekurse immer beliebter Der alte neue Vorsitzende erwähnte in seinem Jahresbericht vor allem die vier ausgerichteten Motorsägekurse. Sie seien ausgebucht gewesen und hätten inzwischen überregionale Bedeutung. Am Ferienprogramm der Gemeinde beteiligte sich der Verein zum ersten Mal. Der Waldtag für Kinder von sechs bis zwölf Jahren mit Revierleiter Matthias Huckle und dem Imker Robert Dürr sei ein großer Erfolg gewesen. Eine Beteiligung in diesem Jahr wird es daher wieder geben. Weniger Zuspruch Leo Fischer (li), hier beim SBK-Jahrtag


Oberbayern Versammlung der Oberbayern

Viele Kameraden aus den Ortsvereinen erschienen uniformiert zur Bezirksversammlung.

Heinz Leitner (links) im Gespräch mit den Kassen-Revisoren. Landsberied – Vertreter der meisten Ortsvereine seines Bezirks Oberbayern konnte Vorsitzender Heinz Leitner zur Jahreshauptversammlung begrüßen. Die fand Mitte März in Landsberied statt. Leitner bedankte sich dafür, dass viele wunschgemäß in Vereinsuniform erschienen seien: „Auch so können wir unsere Gemeinschaft zum Ausdruck bringen.“ Besonders freute sich Leitner darüber, dass auch Bürgermeister Korbinian Hillmeier an der Veranstaltung teilnahm. Die feierliche Totenehrung übernahm Paul Anderer, umrahmt von der Bezirks-Standarte und der Fahne des KVSV Landsberied. Viel unterwegs für den Bezirk Auch der Vorsitzende der gastgebenden Kameradschaft, des Krieger-, Veteranen- und Soldatenvereins (KVSV) Landsberied, Bruno Lorber, begrüßte die Ver-

sammlungsteilnehmer. Als Bürgermeister Hillmeier in seinem Grußwort die Gelöbnisformel von 1911 zitierte, rief dies bei den Kameraden Staunen und Schmunzeln hervor. Der Schriftführer blickte anschließend kurz auf die Ereignisse des letzten Jahres zurück, die vom Vorsitzenden und seinen Vertretern besucht wurden. Dazu gehörte der Empfang des Bayerischen Ministerpräsidenten für Angehörige der Bundeswehr, die Friedenswahlfahrt in Maria Plain und die Kranzniederlegung in Gmund im Zusammenhang mit der Kriegsgräberfürsorge. Für die überall gezeigte Gastfreundschaft und kameradschaftliche Aufnahme bei den verschiedenen Advents-, Weihnachts- und Jahresabschlussfeiern, die allesamt in besinnlichem und fröhlichem Rahmen verliefen, bedankte sich die gesamte Vorstandschaft. Nach den Berichten des Kassen-

wartes Paul Anderer, des Schriftführers und der Kassen-Revisoren konnte der Vorstand entlastet werden. Stolz auf die Gemeinschaft Seiner Freude über das funktionierende Verbandsleben gab der Vorsitzende, Heinz Leitner, Ausdruck: „Wir sind stolz, dass es uns gelungen ist, unseren Bezirk als Gemeinschaft Oberbayern repräsentieren zu können. Ich danke meiner Vorstandschaft für die von ihr geleistete Arbeit recht herzlich. Im Laufe des Jahres haben ich und meine Stellvertreter wieder an zahlreichen Veranstaltungen teilgenommen, zu denen uns die einzelnen Vereine eingeladen haben. Es freut mich immer besonders, wenn ich da erleben darf, wie die Soldatenvereine im Gemeindeleben eingebunden sind und geschätzt werden. Auch an dem Umgang mit den einzelnen Mitgliedern sieht man immer wieder, dass die Kameraden mit vollem Engagement und aus tiefer Überzeugung ihre Arbeit verrichten und die anderen davon überzeugen, dass Kameradschaft und Gedenken von großer Wichtigkeit sind. Auch die einzelnen Kreisvorsitzenden waren stets bemüht,

bei den Feierlichkeiten ihrer Vereine dabei zu sein. Hier möchte ich noch Frau Bechthold, unserer Schießwartin, danken, die sich sehr bemüht die Schützen und Böllerer wieder in Bewegung zu bringen und gemeinschaftliche Veranstaltungen zu beschicken.“ Leitner hieß auch voller Freude die neuen Vereine im Bezirk willkommen, den Veteranen- und Kriegerverein Laim 1890/2010 e.V., das Internationale Reservisten Corps Murnau sowie den Soldaten- u. Kameradschaftsverein Landsberg a. Lech e.V. „Große Ereignisse“, so Leitner weiter, „werfen schon ihre Schatten bzw. Einladungen voraus. Da wird z.B. die Weihe der neuen Vereinsfahne des VKV Laim, das 140-jährige Gründungsfest des KRK Georgensgmünd und das 150. Gründungsfest des VSV Puchheim begangen. Sowohl unser Präsident, General Reichardt, als auch der gesamte Bezirksvorstand freuen sich über Einladungen der einzelnen Vereine.“ Mit einem vertonten Bildbericht über die sehr gelungene 150Jahrfeier des KSK Schondorf schloss die Veranstaltung. Text: Renate Leitner Fotos: KVSV Landsberied

VuSV Friedberg

Michael Winkler seit 25 Jahren an der Spitze der Friedberger Veteranen

Der oberbayerische BSB-Vorsitzende Heinz Leitner (links) im Gespräch mit Ludwig Gasteiger, Walter Grezzer und Georg Hefele.

Friedberg – Zur Jahreshauptversammlung des Veteranen- und Soldatenvereins (VuSV) Friedberg am 18. März 2013 konnte Vorsitzender Michael Winkler eine stattliche Anzahl Mitglieder begrüßen. Im Verlaufe der Veranstaltung wurden viele Kameraden für ihre langjährige Treue zum Verein geehrt (s. Info-Kasten). In seinem 25. Rechenschaftsbericht blickte Winkler auf 35 durchgeführte Veranstaltungen

im Jahre 2012 zurück. Zu diesen Veranstaltungen kommen die jeweils donnerstags im Vereinsheim stattfindenden Vereinsnachmittage. Dies zeigt nicht nur das rege Interesse der Mitglieder am Vereinsleben, sondern auch das immense Engagement, mit dem sich der gesamte Vorstand einbringt. Winkler dankte darum ausdrükklich allen Vorstandskameraden und Funktionern für ihren ehrenamtlichen Einsatz im Interesse Treue Kameraden 3/2013

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Oberbayern des Vereins. Der Bericht der Revisoren bezeugte eine einwandfreie, korrekte Kassenführung. Der Vorstand wurde daraufhin einstimmig entlastet. Die sich anschließende Neuwahl des Vorstandes brachte keine aufregenden Neuigkeiten. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Somit geht der erste Vorsitzende Michael Winkler in seine 26. Amtsperiode. Zum Abschluss der Versammlung stellte Hans Weiser die diesjährige Vereinsfahrt vor, die am 8. Juni zum Brombachsee führt. Spaß, Information und Unterhaltung können schon jetzt garantiert werden. Text: Dieter Scholle Foto: Hans Weiser

Für langjährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Andreas Jost, Rudolf Maisburger, Gottfried Strauß, Leonhard Kerner (30 Jahre); Johann Knittl, Franz Gerhard Frank, Leonhard Schmaus, Franz Seidl, Anton Hanakam (25); Hubert Schadl, Herbert Ziegelmeier (15).

Der neue (alte) Vereinsvorstand (v.l.): Hans Weiser, Dieter Bader, Karl Setzensack, Michael Winkler, Dieter Scholle, Maria Mayerle, Gerhard Weiser, Stefan Huber, Georg Kindler und Karl Greppmair.

KKV Pietenfeld

Knien, Trinken, Nageln 100-jähriges Vereinsjubiläum – Patenbitten beim KSV Eitensheim Pietenfeld/Eitensheim – Die Mitglieder des Krieger- und Kameradenvereins (KKV) Pietenfeld baten wie bereits beim letzten großen Fest vor 25 Jahren den Krieger- und Soldatenverein (KSV) Eitensheim um die Übernahme der Patenschaft für das vom 24.–26. Mai 2013 stattfindende 100-jährige Vereinsjubiläum. Stattliches Aufgebot Mit einer großen Abordnung, bestehend aus den Mitgliedern des Festausschusses, zahlreichen Festmadln und Festbuam sowie dem 3. Bürgermeister der Gemeinde Adelschlag, Werner Schmelz, hatten sich die Pietenfelder nach Eitensheim aufgemacht, um ihr Anliegen vorzutragen. Angeführt von der Pietenfelder Dorfmusi unter der Leitung von Lucia Birzer machte sich die

Delegation zusammen mit den Mitgliedern des KSV Eitensheim und Bürgermeister Michael Stampfer zuerst auf den Weg zur Abholung des Schirmherrn, dem Bundestagsabgeordneten Dr. Reinhard Brandl. Begleitet von bayerischer Blasmusik marschierte der stattliche Zug dann durch den Ort in Richtung Feuerwehrhaus. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Rudi Wecker führte Werner Mogl durchs Programm. Eine Abordnung der Pietenfelder Krieger bestehend aus dem Festleiter Hans-Peter Kraus, dem Vorsitzenden Christian Schiegl, seinem Stellvertreter Michael Kraus jun. sowie Anna Domina als Vertreterin der Festdamen und Festbuam bat anschließend in Versform um die Übernahme der Patenschaft. D’Lumpen aus Pietenfeld, welche alle-

100 Nägel, für jedes Jahr einen, mussten die Pietenfelder Krieger und Kameraden mit Schirmherrn Dr. Reinhard Brandl (MdB), 3.v.l., in den Balken schlagen.

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samt auch Festmadl und Festbuam sind, begleiteten das Programm in gekonnt souveräner Weise musikalisch. Schwierige Aufgaben erfolgreich gemeistert Zunächst mussten die Pietenfelder das mitgebrachte Werbegeschenk auf 100 Liter Bier erhöhen, ehe man seitens der Eitensheimer zum Weitermachen bereit war. Nachdem dies geklärt war, kam man der alten Tradition entsprechend dem „Scheitlknien“ nach. Auch der Schirmherr musste dran glauben und mit den Pietenfeldern niederknien. Nach wiederholtem und lautstarkem Bitten aller mitgekommenen Pietenfelder erklärten sich die Eitensheimer zur Übernahme der Patenschaft bereit, jedoch erst nachdem die Abordnung kniend drei Aufgaben bewältigt hatte. So kamen die Bittsteller bei Ihrer ersten Aufgabe in den Genuss eines „Wüstenschnaps“ – einem Stam-

perl Semmelbrösel, welches diese „trinken“, besser gesagt hinunterwürgen mussten. Nach dieser sehr trockenen Angelegenheit wurde es bei der zweiten zu lösenden Aufgabe eindeutig feuchter. So mussten die knienden Pietenfelder und ihr Schirmherr mit einem extra angefertigten langen Brett, in welchem gefüllte Weizenstutzen steckten, Ihre Trinkfestigkeit beweisen. Zwei Eitensheimer Kameraden hoben dieses an den Seiten an, während die Bittsteller die Gläser gleichzeitig und synchron leeren mussten, was aufgrund der lauten Anfeuerungsrufe der Zuschauer und der musikalischen Begleitung der Lumpen kein Problem darstellte. Bei der dritten und letzten Aufgabe wurde ein Nagelbalken hereingetragen. Insgesamt 100 Nägel – einer für jedes Jahr des Vereinsbestehens – mussten in das Holz geschlagen werden. Hierbei wurden die Kräfte der Pietenfel-

Der Festzug zum Patenbitten führte zum Feuerwehrhaus in Eitensheim.


Oberbayern der nochmals voll gefordert. Doch auch diese Kraftprobe wurde gelöst, weshalb dem lange ersehnten und erlösendem „Ja“ vom Eitensheimer Nachbarverein nichts mehr im Wege stand. Der Vorsitzende Rudi Wecker erklärte vor allen Anwesenden im Namen des Krieger- und Soldatenvereins Eitensheim, die Patenschaft für das Jubiläum im Mai zu übernehmen. D’Lumpen beendeten den offiziellen Teil des Programms mit

einem letzten Stück, bevor es für alle Gäste die versprochene Brotzeit gab. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein klang das Patenbitten bei bester Stimmung und in Vorfreude auf das große Jubiläum im Mai aus. Nähere Informationen zum Festprogramm können auf der Homepage, unter www.kkv-pietenfeld.de eingesehen werden. Text/Fotos: Werner Mogl

VuSV Germering

Gleich zwei 95-jährige zu Ehrenmitgliedern ernannt Germering – Bereits im Januar fand die Hauptversammlung des Veteranen- und Soldatenvereins (VuSV) Germering im Germeringer Hotel Meier statt. Vereinsvorsitzender Wolfgang Brüning begrüßte die zahlreich erschienenen Vereinskameraden und die anwesenden Gäste aus den Nachbar-Vereinen. Nach der Toten-Ehrung für die Gefallenen der beiden Weltkriege, der Auslands-Einsätze der Bundeswehr sowie der verstorbenen Vereins-Kameraden sprach Stadtpfarrer Andreas Christian Jaster, der selbst auch Mitglied des Vereins ist, ein Gebet für die gefallenen und verstorbenen Kameraden. Zum Schluss wurde noch das Lied „Ich hatt‘ einen Kameraden" gespielt. Im Anschluss gab der Vorsitzende einen Rückblick über das vergangene Jahr. An Allerheiligen und am Volkstrauertag sammelten einige Kameraden – unter ihnen auch ein 95-jähriger Weltkriegsoffizier – an den Germeringer Friedhöfen für den Volksbund

Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Über 700 Euro kamen dabei zusammen. Schriftführer Engelbert Kainzinger berichtete über die Aktivitäten und Ereignisse des Vereins im letzten Jahr wie Vorstands-Sitzungen, die Weihnachtsfeier mit den Kameraden des Fürstenfeldbrucker Veteranenvereins, monatliche VereinsFrühschoppen und die Teilnahme am Volkstrauertag bei der Feier am Ehrenmal der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck. Nach dem Kassenbericht des Kassenwartes und der erfolgten Kassenprüfung des Revisors wurde der Vorstand entlastet. Es folgte nun durch den Vorsitzenden, Kamerad Brüning, die Ehrung von verdienten Mitgliedern. Die beiden 95-jährigen Mitglieder Berti Kainzinger, ehemaliger Oberleutnant im Kriege, Träger hoher Kriegsauszeichnungen und Fritz Lentschik wurden für die langjährigen Verdienste zu Ehrenmitgliedern ernannt. Sie erhielten Ehrenurkunden. Berti Kainzinger wurde für 75-jährige Mitgliedschaft beim BSB vom Präsidenten, Generalmajor a. D. Jürgen Reichardt, mit der Ehrennadel ausgezeichnet. Verdiente Kameraden durften sich über eine Flasche Rotwein als Geschenk freuen. Nach einer allgemeinen Aussprache wurde die Hauptversammlung beendet und die Bayern-Hymne und die Nationalhymne gespielt und gesungen. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein wurde über manches Erlebnis in der Vergangenheit gesprochen Text: V. l. Berti Kainzinger und Fritz Lentschik Engelbert Kainzinger wurden zu Ehrenmitgliedern des VuSV Foto: privat Germering ernannt.

VRK Pasing/München-West

Trauer um Hartmut Brömstrup München – Die VRK Pasing/München-West trauert um ihr Vereinsmitglied Hartmut Brömstrup, der am 12. Februar 2013 verstarb. Am 24. Mai 1955 in Norddeutschland geboren, hat er stets als Bayer gefühlt und sich für die Traditionen der Kameradschaft eingesetzt. Er war ein „echter“ Pasinger und durch mehrere Vereinsmitgliedschaften voll in den Stadtteil integriert. Nach langem Kampf mit den Behörden war es Brömstrup vor zwei Jahren endlich gelungen in Pension zu gehen, was aber keinesfalls Ruhestand für ihn bedeutete. Im Gegenteil, der verstorbene war ein Mensch der das sogenannte „Helfer-Syndrom“ in sich hatte. Er war stets bereit, jedem der sich an ihn wandte, zu jeder Tages- und Nachtzeit helfend zur Seite zu stehen. Obwohl er neben seiner Hausmeisterei auch privat sehr angespannt war und ständig zwischen seiner Heimatstadt Osnabrück und München pendeln musste, ließ er keine Bitte ungehört. Er konnte einfach nicht „Nein“ sagen. So war es fast zwangsläufig, dass Hartmut Brömstrup nach dem krankheitsbedingten Ausfall des 1.Vorsitzenden die Kameradschaft mit Leib und Seele leitete. Bereits 2002 hatte er zusammen mit sieben Gleichgesinnten den schon 1872 gegründeten Veteranen- und Kriegerverein Pasing neu belebt und wie selbstverständlich auch gleich das Ehrenamt als stellvertretender Vorsitzender übernommen. Ob es nun örtliche Veranstaltungen wie die 1250-Jahrfeier Pasings waren, an deren Vorberei-

Hartmut Brömstrup † tungen er sich beteiligte, Ausrükkungen zu befreundeten Verbänden, Vereinsausflüge, Schießveranstaltungen, die jährliche Sammlung für den Volksbund oder die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag, überall engagierte er sich mit ganzer Kraft und voller Überzeugung. Mit ihm verlor die Kameradschaft ihre größte Stütze. Im vergangenen Sommer hatte Brömstrup mit großem Enthusiasmus die Jubiläumsfeier des Vereins organisiert. Möglich wurde das nicht zuletzt durch die Unterstützung seiner Frau, die ihn bei seinen Unternehmungen immer voll und ganz unterstützte. Neben seinen Auszeichnungen die er für solch tatkräftigen Einsatz bereits früher bekommen hatte, wurde er zuletzt mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Bayerischen Soldatenbundes ausgezeichnet. Text: Klaus Käfer/Foto: privat

KRV Marzoll

Marzoller am „Reichsflughafen“ in Ainring Ainring – Das Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Ainring besuchten Mitglieder des Krieger- und Reservistenvereins (KRV) Marzoll unter Leitung ihres Vorsitzenden Peter Koch. Frederic Müller-Romminger richtete in den historischen Kellergewölben ein Museum über den Flughafen ein. Der Kustos selbst führte die Gäste durch sein Museum. 1933 wurde der Flugplatz zunächst als Sportflugplatz eröffnet und ein Jahr später in Reichsflughafen umbenannt. Nur ein paar Tage vor dem Ausbruch des Zwei-

ten Weltkrieges flog Reichsminister Joachim von Ribbentrop mit der Focke-Wulf FW 200 “Grenzmark“ von Ainring aus über Berlin nach Moskau zur Unterzeichnung des Nichtangriffspaktes. Ab Kriegsbeginn wurde der Flughafen Luftwaffen-Fliegerhorst mit diversen Kommandos. Die Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug e. V. übersiedelte 1940 nach Ainring. Die Forschungsergebnisse dieses ehemaligen „HighTech-Betriebes“ werden bis heute in der ganzen Welt genutzt. Am 4. Mai 1945 besetzte die US-Armee Treue Kameraden 3/2013

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Oberbayern den Flugplatz und verwendete ihn als Beutesammelplatz. Für Deutsche war der Zutritt verboten. Später bis zur Auflösung des Lagers 1948 wurden hier ehemalige Häftlinge von Konzentrationslagern einquartiert. Teile der ehemaligen Flugplatzanlage übernahm die Bayerische Grenzpolizei und nutzt sie bis heute als Fortbildungsinstitut. Ein Antrag auf Wiederzulassung als Segelflugplatz wurde 1956 endgültig abgelehnt. Nach der sehr interessanten Führung klang der Abend bei einer guten Brotzeit in der Kantine der Polizei aus. Text/Foto: Peter Koch

Die Besuchergruppe vor der Polizeischule in Ainring.

SKV Landsberg

Ein alter neuer Verein stellt sich vor

Personen auf dem Bild von links: 2. BSB-Vositzender Oberbayern, Bernhard Bienek, Heinrich Pflanz, Hans Kleiner, Christian Sedlmeir, Josef Giggenbach, Karl Baumann, und 1. BSB-Vorsitzender Oberbayern, Heinz Leitner. Nicht auf dem Bild: Herbert Ludwig Landsberg – 140 Jahre Soldaten- und Kameradschaftsverein Landsberg am Lech e.V.! Für die heutigen Mitglieder des 1873 gegründeten Vereins ein willkommener Anlass, im Rahmen eines Festabends nicht nur an die Höhen und Tiefen des Traditionsverbandes zu erinnern, sondern seine Bedeutung als Herausforderung von heute hervorzuheben. In der historischen Uniform des Königlich Bayerischen 4. ChevaulegerRegiments „König“, aufgestellt am 1. September 1744 von Churfürst Karl Theodor machte ein schneidiger Zahlmeister (Josef Giggenbach) der Versammlung seine Aufwartung. Zum Start fünf neue Mitglieder Bevor der Festakt mit der Aufnahme in den Bayerischen Soldatenbund begann, bestätigte die Versammlung die Vorstandschaft in ihrem Amt. In seiner Festansprache zur 140-Jahr-Feier bedauerte der alte und neue Vorsitzende

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Christian Sedlmeir das mangelnde Interesse vor allem der Jugend. Ein Negativtrend, der vor zwei Jahren beinahe zur Auflösung des Traditionsvereins geführt hätte. Das Aus habe erst abgewendet werden können, nachdem ein neuer Vorstand gefunden werden konnte sowie eine „Namens- und Satzungsänderung erfolgte“, so Sedlmeir. Gleichwohl konnte der Verein an diesem Abend fünf neue Mitglieder begrüßen, darunter vier (!) Frauen. Seither könne jeder Mitglied werden, der sich mit den Zielen identifiziere – auch Frauen. Nun sei neues Leben eingekehrt, fügte Sedlmeir mit Blick auf die gegenwärtige Situation hinzu. Nach seiner Rede trug er die Geschichte eines jungen Wehrmachtssoldaten aus dem Winter des Russlandfeldzugs 1941/42 im Winter vor. Für ihn, begründete Sedlmeier den Vortrag, sei diese Aufzeichnung ein Beleg dafür, dass es auch im Krieg noch Menschlichkeit gebe.

SKV Landsberg a. Lech e.V. In Kürze Der 1872 gegründete Soldaten- und Kameradschaftsverein (SKV) Landsberg am Lech e.V. trat dem BSB im Februar 2013 bei. Einen Generationskonflikt kennt der Verein nicht, das älteste Mitglied ist 88 Jahre alt, das jüngste 25. Der jeden zweiten Dienstag eines Monats stattfindende Stammtisch wird von den Mitgliedern jedes Alters begeistert angenommen. Der SKV wird geführt von Christian Sedlmeir, dessen Stellvertreter ist Karl Baumann. Weitere Vorstandsmitglieder sind Heinrich Pflanz (Schriftführer), Herbert Ludwig (Kassenwart), Hans Kleiner und Christian Heyer (Beisitzer) sowie Alfred Schubert und Uwe Webers (Kassenprüfer). Nach der Aufnahme des Landsberger Vereins in den BSB ließ Kamerad Alfred Schubert 140 Jahre Vereinsgeschichte Revue passieren. Für einen weiteren Höhepunkt des Festabends sorgten die beiden Spitzenvertreter des BSB, Heinz Leitner und Bernhard

Bienek: Sie zeichneten Christian Sedlmeir, Heinrich Pflanz, Herbert Ludwig, Hans Kleiner mit dem BSB-Ehrenkreuz und Karl Baumann mit dem BSB-Verdienstkreuz 1. Klasse (Gold) aus. Text: Christian Sedlmeier Fotos: Solveig Sedlmeir

VKV Laim

Stolze Schützen München – Beim Laimer Vereinsschießwettbewerb, der zum vierten Male von der Schützengesellschaft Zwölf Apostel München-Laim veranstaltet wurde, erreichte der Veteranen- und Kriegerverein (VKV) Laim 1890/2010 im Luftgewehrschießen eine hervorragende Platzierung. In der Einzelwertung errang Clemens Tix den 1. Platz. Die beiden Mannschaften mit je drei Schützen belegten den 2. und 4. Platz. Ein hervorragendes Ergebnis bei 36 Mannschaften und über 100 Einzelschützen! Text/Foto: VKV Laim

Clemens Tix, Rudolf Reitinger und Gerhard Krämer bei der Preisverleihung, die der erste Schützenmeister der Zwölf Apostel-Schützen, Thomas Kreuzer und der Bezirksrat und Schirmherr Hubert Dorn vornahmen.


Oberbayern KV München

Hohe Auszeichnung für Hermann Pütz München/Neubiberg – Im April fand die Jahreshauptversammlung des Kreisverbands München im Unteroffizierheim der Universität der Bundeswehr in Neubiberg statt. Neben zahlreichen Vertretern der Ortskameradschaften konnte der Kreisvorsitzende Klaus Käfer auch den Bezirksvorsitzenden Heinz Leitner und die Bezirksschießwartin Gisela Bechthold begrüßen. Eine besondere Ehrung erfuhr der zurückgetretene Kassier Hermann Pütz. Für seine fortgesetzten Verdienste verlieh ihm der Präsident des BSB das Großkreuz am Band des Bayerischen

Soldatenbunds. Käfer würdigte in diesem Zusammenhang die besonderen Verdienste des so Geehrten und gratulierte recht herzlich. Klaus Käfer hatte zu Beginn der Versammlung von der Kreisvorsitzenden-Tagung berichtet, die kurz zuvor in Kaufbeuren stattfand. Nach dem altersbedingten Rücktritt des langjährigen Kassiers Hermann Pütz und dem überraschenden Tod des Revisors Hartmut Brömstrup waren Nachwahlen nötig. Als neuer Kassier des Kreisverbandes konnte Günter Damaske gewonnen werden, Revisor wurde Maximilian Bauer

V. l.: Heinz Leitner, Adolf Ascher, Hermann Pütz, Klaus Käfer und Ersatzrevisor Hermann Pütz. Alle wurden einstimmig gewählt. Nach dem Vortrag der Aktivitäten der Kameradschaften konnte außer Hermann Pütz auch der Vor-

sitzende der Soldatenkameradschaft Pullach im Isartal, Adolf Ascher, geehrt werden. Er erhielt die Ehrennadel des BSB. Text: Klaus Käfer/Foto: Ascher

Schwaben SRK Oettingen

Rückblick auf drei ereignisreiche Jahre Oettingen – Zur Generalversammlung der Oettinger Soldaten und Reservisten (SRK) konnte der Vorsitzende Josef Ruhland in der „Goldenen Gans“ eine stattliche Anzahl von Mitgliedern sowie 1. Bürgermeister Matti Müller, den früheren Bezirksvorsitzenden Ernst Christian Kluge und den Kreisvorsitzenden Georg Ostermeyer begrüßen. Bei den Neuwahlen zum Vorstand wurden alle Ämter von der Versammlung per Akklamation einstimmig bestätigt. Für besondere Verdienste und langjährige Mitgliedschaft wurden zahlreiche Mitglieder geehrt (s. Info-Kasten). Zu Beginn wurde mit einer Schweigeminute an die erst kürzlich verstorbenen Mitglieder Erich Kuratko, Alois Miller, Wolfgang Lissmann und Günther Kollmar erinnert. Zahlreiche Aktivitäten Schriftführer Peter Einsele verlas im Anschluss das Protokoll des Jahres 2011 und Josef Ruhland gab einen Rückblick auf die Aktivitäten des Vereins in den letzten drei Jahren. Rund 80 Veranstaltungen, darunter das 90-jährige Bestehen des Erlbacher Vereins, die 140-Jahrfeier in Oettingen, die Fahrt nach Dresden, Bergtouren, Besichtigungen, die Errichtung einer Übersichtstafel auf dem Heuberger Flugplatz und die Anbringung einer neuen Tafel

am Kriegerdenkmal zeugen von einem regen Vereinsleben. Derzeit zählt der Verein 165 Mitglieder. Der Bericht der Reservistengruppe verdeutlichte die Schwierigkeiten, die nach der Auflösung des Bundeswehrstandortes in Donauwörth und nach dem Wegfall der Wehrpflicht entstanden sind. Für die Schützengruppe wünschte sich der Vorsitzende eine bessere Beteiligung an den Schießabenden. Kassenwart Robert Holzmann konnte in seinem detaillierten Bericht auf gute und geordnete finanzielle Verhältnisse der Vereinsfinanzen hinweisen. Die Kassenprüfer Franz Dantonello und Heinrich König bescheinigten ihm eine ein-

Für langjährige Mitgliedschaft bei den Oettinger Soldaten und Reservisten wurden geehrt: Josef Krippner (50 Jahre); Hans Härtle (40), Albert Beck, Otto Löffler, Günter Deeg, Helmut Hertle, Karl Hertle (Ehrenkreuz I. Klasse); Matthias Dressler, Robert Feiger (Ehrenkreuz II. Klasse); Peter Einsele, Robert Holzmann, Werner Paa (Ehrenkreuz) wandfreie und hervorragende Kassenführung und beantragten die dann einstimmig erfolgte Entlastung des Vorstandes. Lob vom Bürgermeister In seinem Grußwort bedankte sich Bürgermeister Matti Müller für die stete Bereitschaft des Vereins zur Teilnahme an städtischen Veranstaltungen wie der Gedenkfeier anlässlich des Fliegerangriffs, dem Osterbrunnenschmuck oder der Maibaumaufstellung. Ausdrücklich lobte er die vorbildliche Arbeit des Kassenwartes Robert Holzmann, der

Die neu gewählte erweiterte Vorstandschaft der Oettinger Soldaten und Reservisten.

aus beruflichen Gründen aus der Vorstandschaft ausschied. Weitere Grußworte sprachen der langjährige Bezirksvorsitzende Ernst Christian Kluge und Georg Ostermeyer. Für 2013 werden für die Mitglieder aber auch für Gäste wiederum zahlreiche Veranstaltungen wie eine Zweitagesfahrt zur Oettinger Brauerei nach Gotha und ein Besuch der Wartburg angeboten. Am 23. Juni soll auf dem ehemaligen Flugplatz in Heuberg erstmals ein Flugplatzfest mit einem umfangreichen Programm stattfinden. Weiterhin stehen eine Fahrt in das NS-Dokumentationszentrum nach Nürnberg, eine Radtour, eine Führung auf dem Flugplatz Heuberg, das Sommerfest, die Bergtour und die traditionelle Wanderung nach Fürnheim auf dem Programm. Abschließend bedankte sich Ruhland bei allen Mitgliedern für ihr Engagement für den Verein. Text/Foto: Werner Paa Treue Kameraden 3/2013

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Schwaben Auszeichnung Bernhald Nolte

RK Kaufbeuren

Jahresfeier der hl. Crescentia Kaufbeuren – Mit einer Fahnenabordnung nahm die Reservistenkameradschaft (RK) Kaufbeuren auch in diesem Jahr an der Jahresfeier der 2001 heiliggesprochenen Crescentia teil. Die Pfarrei St. Martin und das Crescentiakloster hatten das Crescentiafest und Hauptfest der Marianischen Bürgerkongregation veranstaltet. Der Augsburger Weihbischof Florian Wörner freute sich, dass er an den Feierlichkeiten teilnehmen durfte. An dem festlichen Gottesdienst nahmen auch Vertreter von Vereinen und Verbänden mit ihren Fahnen teil. Nach den Festlichkeiten bedankte sich die Schwester Oberin des Klosters bei den Fahnenabordnungen für ihr Erscheinen und betonte, dass auch die Reservisten und die Bundeswehr Präsenz zeigten. RK Kaufbeuren

Am Rande der BSB-Informationstagung im Fliegerhorst Kaufbeuren (19./20. April 2013) zeichnete der Vorsitzende der RK Kaufbeuren, Pit Bergmann (li), seinen Vereinskameraden Bernhard Nolte (re) mit Foto: Klaus D. Treude dem Ehrenzeichen des BSB aus. Der Kirchenzug mit Fahnenabordnungen in der Kaufbeurer Altstadt.

Auch Soldaten der Bundeswehr und eine Abordnung der RK Kaufbeuren zogen in die Kirche St. Martin ein. Vorstand SVV Fremdingen: 1. Vorsitzender: Hans Stimpfle, 2.Vorsitzender: Karl Schneider, Schriftführer: Uwe Benninger, Kassier: Alfred Falkenberg, Beisitzer: Josef Leberle, Gerhard Henske und Konrad Nagowski, Kassenprüfer: Rupert Benninger und Josef Faußner.

SVV Fremdingen

Beste Erinnerungen an BSB-Kreisgrillfest Auszeichnungen und Neuwahlen Fremdingen – Das zusammen mit der Feuerwehr organisierte Kreisgrillfest des BSB, welches von der Bevölkerung sehr gut angenommen wurde und der Kameradschaftsabend am Vorabend des Volkstrauertages mit dem IsraelVortrag von Joachim Braun waren Höhepunkte im Vereinsleben des Soldaten- und Veteranenvereins (SVV) 1884 Fremdingen. Das stellte Vorsitzender Hans Stimpfle bei seinem Rückblick anlässlich der SVV-Jahreshauptversammlung im Schützenhaus fest. Zuvor hatte man der Toten gedacht und Wolfgang Stempfle, der das Amt des Schriftführers 24 Jahre innehatte, trug das Protokoll der letztjährigen Versammlung vor während Alfred Falkenberg ein finanziell erfolgreiches Vereinsjahr vermeldete. Die Gestaltung des Volkstrauertages mit der Kranzniederlegung am Kriegerdenk-

mal, so Stimpfle, sei eine der dringlichsten Aufgaben des Vereins. Auf der Tagesordnung standen auch Ehrungen und Neuwahlen (s. Info-Kästen). In seinem Grußwort überbrachte Kreisvorsitzender Ostermeyer die Grüße des Bezirksvorsitzenden Christian Kluge und des Präsidenten des BSB, Generalmajor a. D. Jürgen Reichardt . Er nannte die Existenz von Vereinen im Allgemeinen für das dörfliche Leben von großer Bedeutung. Hier sorgten die Veteranenvereine für die Erinnerung an die Geschichte Vorstand Stimpfle bedankte sich bei allen für ihre Mitarbeit, bei der Vereinsbotin Jutta Falkenberg sowie insbesondere bei den Fahnenabordnungen für ihren Einsatz während des ganzen Jahres. Text: Wolfgang Stempfle Foto: SVV

Für besondere Verdienste wurden ausgezeichnet: Karl Stimpfle und Oswald Rauwolf (Ehrenkreuz in Bronze); Josef Leberle, Konrad Nagowski, Alfred Falkenberg und Wolfgang Stempfle (Verdienstkreuz 1. Klasse in Gold); Karl Schneider und Kurt Täubl (Großes Verdienstkreuz in Gold am Bande); Hans Stimpfle (Großes Verdienstkreuz in Gold)

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V. l.: Vorstand Hans Stimpfle, Konrad Nagowski, Josef Leberle, Alfred Falkenberg, Wolfgang Stempfle, Oswald Rauwolf, Karl Stimpfle, Kurt Täubl, Karl Schneider, Kreisvorsitzender Georg Ostermeyer.

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