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Titelthema

NATO – Bündnis ohne Kraft

Juli/August 2017

127. Jahrgang – Nr. 4


INHALT

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Leitartikel

Donald Trump nannte die Nato „obsolet“, und tatsächlich stellt sich die Frage: Wozu braucht es den Verteidigungspakt überhaupt noch? Aufgaben gäbe es viele. Aber es fehlt am Willen, sich ihnen zu stellen. Lesen Sie das Titelthema von Brigadegeneral a.D. Erich Vad. Das Foto zeigt ihn (r) während eines Besuches von Bundeskanzlerin Angela Merkel (Bildmitte) in Foto: privat Afghanistan.

Richard Drexl: „Hamburger Nächte sind lang

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Aus dem Präsidium Neues aus dem Präsidium

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Nachruf Jürgen Reichardt zum Tod von Alt-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl

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Termine

Außenansicht Kent Logsdon, Geschäftsträger ad interim der US-Botschaft, Berlin: „Verbündete halten zusammen – Die Vereinigten Staaten bekennen sich klar zur NATO“

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Bündnis ohne Kraft

Verbündete halten zusammen

Titelthema Erich Vad: „Bündnis ohne Kraft“

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Nachrichten aus der Bundeswehr

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Aus bayerischen Standorten (Bad Reichenhall, München, Roth, Mittenwald, Erding, Neubiberg)

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Aus den Bezirken (inkl. Selbständige Kameradschaften, Sportschützen)

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Industrie

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Allgemeines Klaus D. Treude: Diskussionsveranstaltungen mit BSB-Präsident R. Drexl: „Für eine allgemeine Dienstpflicht spricht Vieles“ – Parlamentarischer Abend FW-Landtagsfraktion 72

Mit einem klaren Bekenntnis der Vereinigten Staaten von Amerika zur Nato wendet sich der Geschäftsträger ad interim der US-Botschaft in Berlin, Kent Logsdon, in seiner Außenansicht an die tK-Leser. – Foto: NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg zeigt den Staats- und Regierungschefs beim Rundgang durch das neue Hauptquartier der Allianz anl. des Gipfeltreffens im Mai 2017 eine Darstellung des Nordatlantikvertrags. Foto: Nato

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Hamburger Nächte sind lang

„Bundeswehr – auf dem rechten Weg?“ – Podiumsdiskussion an der Evangelischen Akademie Tutzing 75

Werner Eckhardt: „Krieg 1944/45“

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Kriegerdenkmäler (Thyrnau)

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Leserbriefe Buchbesprechungen

Titelfoto: Am 25. Mai 2017 wurde das neue Nato-Hauptquartier in Brüssel in einer feierlichen Zeremonie offiziell übergeben. Foto: NATO

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treue Kameraden 4/2017

Die Chaos-Tage von Hamburg anlässlich des G20-Gipfels sind noch frisch in Erinnerung. BSB-Präsident Richrad Drexl plädiert in seinem Leitartikel für das Gewaltmonopol des Staates. Das Foto entstand bei einer früheren Veranstaltung. Foto: Antifa Demonstration © Bastian Ott / Fotolia


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Zu dieser Ausgabe

Präsident unterwegs

Sehr geehrte Kameradinnen und Kameraden, sehr geehrte Leserinnen und Leser! Foto: Kai Mörk

Als Gesprächspartner sehr gefragt ist BSB-Präsident Richard Drexl. Der Oberst a.D. war im vergangenen Monat zu Podiumsdiskussionen der Evangelischen Akademie Tutzing und eines Parlamentarischen Abends der Freie Wähler-Fraktion des Bayerischen Landtages. Themen waren – auch – Führung und Tradition in der Bundeswehr. Auch, aber nicht nur! Foto: Klaus D. Treude

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Ein deutscher Patriot und Staatsmann

Am 16. Juni 2017 verstarb Alt-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl. BSBEhrenpräsident Generalmajor a.D. Jürgen Reichardt kannte den großen Europäer aus seiner Verwendung als Sprecher des damaligen Verteidigungsministers Manfred Wörner. Lesen Sie seinen Nachruf auf den Kanzler der Einheit.

Sie halten die tK-„Sommerausgabe“ in Händen. Schwerpunktthema ist diesmal die Zukunft NATO. Brigadegeneral a.D. Erich Vad widmet sich im Titelthema ausführlich dem „Bündnis ohne Kraft“ und Kent Logsdon, Geschäftsträger ad interim der US-Botschaft in Berlin, versichert in seiner Außenansicht „Verbündete halten zusammen“, dass sich sein Land klar zur NATO bekennt. „Mit Dr. Helmut Kohl ist ein deutscher Patriot und Staatsmann von uns gegangen“, schreibt BSB-Ehrenpräsident Jürgen Reichardt in seinem Nachruf auf den ehemaligen Bundeskanzler. Der Generalmajor a.D. kannte den Verstorbenen persönlich. BSB-Präsident Richard Drexl ist ein gefragter Mann. In zwei interessanten, hochkarätig besetzten Diskussionsrunden bei der FW-Fraktion im Bayerischen Landtag und an der Evangelischen Akademie Tutzing bezog der Oberst a.D. klar Position zu Fragen zur aktuellen Lage und Entwicklung der Bundeswehr. Lesen Sie die Beiträge ab Seite 72. Vor exakt fünf Jahren habe ich meine Tätigkeit als verantwortlicher Redakteur von treue Kameraden aufgenommen. Ich nutze diesen Anlass gern, mich bei all jenen zu bedanken, die dieses Magazin durch ihre Beiträge erst möglich machen, bei denen, die die Zeitschrift „bauen“ und drucken, bei der BSB-Führung, die mir ihr Vertrauen schenkte und natürlich bei Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser, die das aufmerksam lesen, was wir für Sie im Zweimonatsrhythmus zusammenstellen! Mit freundlichen Grüßen

Klaus D. Treude Oberstleutnant a.D.

Foto: privat

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Willkommen bei der Truppe!

Über 275.000 Besucher schauten beim diesjährigen „Tag der Bundeswehr“ an 16 Standorten überall in Deutschland bei der Truppe herein. Publikumsmagnet war klar der Standort Penzing (Foto). Dort hatte man die Veranstaltung mit einem Flugtag zum 60-jährigen Bestehen des Lufttransportgeschwaders 61 verbunden. Angehörige des BSB waren bei diversen Veranstaltungen dabei. Auch aktiv, wie die Bezirksverbände Niederbayern und Mittelfranken in Stralsund bzw. Greding. Foto: ©Bundeswehr/Ralf Hochrein

IMPRESSUM „Treue Kameraden“ ist die offizielle Zeitschrift des Bayerischen Soldatenbundes 1874 e.V. Sie erscheint zweimonatlich und wird allen Vereinen im Rahmen der Mitgliedschaft geliefert. Die Zeitschrift kann auch im Abonnement bezogen werden. Inhaber u. Verleger: Bayerischer Soldatenbund 1874 e.V., Fürst-Wrede-Kaserne, Ingolstädter Str. 240/15, 80939 München, Tel.: (089)18999962, Fax (089) 18999963, Internet: kontakt@bsb-1874.de Bankverbindung: Stadtparkasse München, IBAN: DE41 7015 0000 0053 1299 20, BIC: SSKMDEMM Verantwortlicher Redakteur, einschließlich Anzeigen: Klaus D. Treude. Redaktionsanschrift: Bayerischer Soldatenbund 1874 e.V., Fürst-Wrede-Kaserne, Ingolstädter Str. 240/15, 80939 München, Tel. 08241/6242, Telefax 08241/4093710, E-Mail: Treue.Kameraden.Redaktion@gmx.de BSB-Sozialwerk: München – Spendenkonto: Hypo-Vereinsbank, IBAN: DE47 7002 0270 0090 1509 01, BIC: HYVEDEMMXXX BSB-Versicherungsreferent: Stefan Schmid, Am Tradl 29, 92545 Niedermurach; Tel. 09671/8269473, Telefax 0941/46392812; Email: versicherung.schmid@gmail.com Satz und Druck: Schneider-Druck GmbH, Erlbacher Str. 102, 91541 Rothenburg o.d.T., Telefon 09861/400-135, Fax 09861/400-139 Bezugspreis: 3,60 € + Versandkosten Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion. Einsender von Manuskripten, Briefen u.a. erklären sich mit redaktioneller Bearbeitung einverstanden. Texte mit Autorenvermerk geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Haftung für unverlangte Einsendungen. Titel Raute: Tim Reckmann/pixelio.de, www.pixelio.de

treue Kameraden 4/2017

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Leitartikel

Hamburger Nächte sind lang Ein Plädoyer für das Gewaltmonopol des Staates Foto: privat

Extremisten aus halb Europa tun sich zusammen und ‚demonstrieren‘ mit bürgerkriegsähnlicher Gewalt gegen den G 20-Gipfel in Hamburg. Autonome Chaoten mischen sich unter Demonstranten und inszenieren ein Schauspiel zügelloser Brutalität. Dass bei dieser ‚Gelegenheit‘ in mehreren Stadtteilen Autos in Flammen aufgehen, Geschäfte geplündert und Beamte angegriffen werden, passt schon fast ins Bild. Die Gewaltbereitschaft radikaler Gruppen wächst. Politisch motivierte Gewalt ist den extremen Auslegern auf beiden Seiten des Spektrums eine Alternative. Steine, Fäuste und Molotowcocktails werden eingesetzt, wenn es gegen den politischen Gegner oder auch die Polizei geht. Links- und Rechtsextremisten sind zunehmend bereit, Verletzte oder gar Tote als Kollateralschäden des politischen Kampfes in Kauf zu nehmen. Dass auch fanatische Islamisten nicht vor Mord und Totschlag zurückschrecken, ist inzwischen allseits bekannt. Deren Blutspur zieht sich auch durch westliche Gesellschaften, die schlimmen Beispiele sind hinreichend bekannt. Zum Glück und dank der Arbeit unserer Sicherheitsorgane sind wir allerdings weit entfernt von Zuständen wie im Irak oder in Afghanistan, deren Bevölkerungen seit Jahren unter verheerenden Anschlägen zu leiden haben.

„46% der Deutschen plädieren für die Abschaffung des staatlichen Gewaltmonopols!“ Auch im normalen Alltag testet nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei ein Teil der Bürger immer öfter die Grenzen des Staates aus. Beleidigungen und Nötigungen kann jeder Autofahrer täglich auf der Straße erleben. Angriffe auf Polizeibeamte sind keine Seltenheit mehr, Rotes Kreuz, Feuerwehr und andere Hilfskräfte werden bespuckt und geschlagen. Ein um sich greifender Respekts- und Autoritätsverlust, eine Verwahrlosung des zivilen Umgangs mündet oft genug in einer Spirale der Gewalt. Selbst harmlose Geburtstagsfeiern oder Volksfeste laufen immer wieder aus

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treue Kameraden 4/2017

dem Ruder. Fatale Beispiele für die oft beklagte Verrohung der Umgangsformen in unserer Gesellschaft. In Anbetracht dieser Ausgangslage sollte man nun annehmen können, dass die weit überwiegende Mehrheit unserer Mitbürger heilfroh ist, dass unsere Einsatzkräfte der Lage immer wieder Herr werden. Eine Untersuchung an der Freien Universität Berlin kommt aber zu einem gegenteiligen Ergebnis: nur etwas mehr als die Hälfte der Deutschen tritt für die Beibehaltung des staatlichen Gewaltmonopols ein. 46 Prozent plädieren für dessen Abschaffung! Wie ist dieser dramatische Befund zu erklären? Man könnte sich ja der Hoffnung hingeben, dass eine repräsentative Umfrage mal wieder daneben liegt wie beispielsweise bei der Prognose von Wahlergebnissen. Möglicherweise war für den Normalbürger die Frage schon schwer zu verstehen. Schließlich sind ‚Gewalt‘ und ‚Monopol‘ negativ besetzte Begriffe. Oder bestimmen inzwischen die Anhänger friedlicher Konfliktlösungsmechanismen das Bild? In einem aktuellen Artikel der Frankfurter Rundschau nach dem G 20Chaos wird die Polizei als Risiko für die Demokratie abgehandelt! Ursache und Wirkung zu verkehren ist eine beliebte Methode, der Gegenseite die Schuld in die Schuhe zu schieben. Die offenkundige Voreingenommenheit linker Kreise gegenüber der im Staat verkörperten Gewalt spielt ihre zerstörerische Rolle. Motto: wird die Bundeswehr abgeschafft, kann kein Krieg mehr entstehen! Dass Polizei und Streitkräfte in unserem Land nur mehr reaktiv Gewalt ausüben, wird ausgeblendet. Oder soll etwa in einem der bestentwickelten Länder der Erde jeder Einzelne die Durchsetzung des (vermeintlich) eigenen Rechts in die eigenen Hände nehmen dürfen? Akzeptieren Teile unserer Bevölkerung die Rechtlosigkeit als Rezept für das Zusammenleben? Desorientiert die Kompliziertheit der Gegenwart diese Menschen so, dass der Weg zurück ins Mittelalter als erstrebenswerte Lösung erscheint? Fragen für Soziologen, die an dieser Stelle nur angerissen werden können. Ein Blick auf die Grundlagen unserer Staatsorganisation scheint hilfreich. Nach der Allgemeinen Staatslehre verfügt allein der Staat über die Legitimation, physische Gewalt auszuüben. Das Funktionieren des Rechtsstaates ist davon abhän-


Leitartikel gig, dass das Gewaltmonopol beim Staat und seinen Organen liegt. Frieden und Ordnung sind grundlegende Obliegenheiten, die ein souveränes Staatswesen zu garantieren hat. Der Soziologe Max Weber hat zu Beginn des letzten Jahrhunderts den Begriff Gewaltmonopol des Staates eingeführt. Es beruht auf dem Verzicht der Staatsbürger, ihre vermeintlichen Rechte und Ansprüche individuell mit eigener Gewalt durchzusetzen. Im Gegenzug übertragen sie den Justiz- und Exekutivbehörden, also den Gerichten, der Polizei und der Verwaltung das Recht zur Ausübung von Gewalt, um ihre Rechte (die im Einzelfall zu prüfen sind) auszuüben. Das ist denn auch der entscheidende Unterschied: staatliche Instanzen haben sich stets an den gesetzlichen Rahmen zu halten. Nur in Ausnahmefällen darf der Bürger selbst Gewalt anwenden, zum Beispiel in Notwehr oder wenn ihm staatliche Hilfe zur Abwendung von Gefahr für Leib, Seele, Freiheit, Ehre, Eigentum gegenwärtig nicht zur Verfügung steht (Notstand). Der Bürger ist so vor Übergriffen zu schützen, der gewaltsame Rechtsmissbrauch einzelner Personen oder Gruppen ist zu verhindern. Ein zivilisatorischer Fortschritt erster Güte, um dem Einzelnen ein angstfreies Leben zu ermöglichen. Auf diese Art und Weise wurden mittelalterliche Formen des Rechts ersetzt, in denen noch Fehden und Blutrache als Mittel zur Durchsetzung eigener Rechte oder Interessen benutzt wurden. Streit führte zu Kämpfen, die nach Rache verlangten, aber wiederum eine neue Beleidigung darstellten. Der Fürst, später der Staat trat als Unterbrecher dieses negativen Kreislaufes auf und erwarb sich damit im Idealfall ein positives Ansehen. Der demokratische Staat darf dieses Monopol zur Ausübung von Gewalt nur zu Zwecken ausüben, die vom Volk erwünscht bzw. gebilligt sind. Selbst das frühere „Gewohnheitsrecht“ der Eltern auf Anwendung von Gewalt zur Erziehung der Kinder wurde abgeschafft. Die Polizei im Inneren und die Bundeswehr zur Abwehr von äußeren Gefahren sind mithin die gesetzlich legitimierten Institutionen zur Ausübung sanktionierter Gewalt.

„Das staatliche Gewaltmonopol ist ein zivilisatorischer Fortschritt erster Güte, um dem Einzelnen ein angstfreies Leben zu ermöglichen.“ Polizei und Staat haben sich in den letzten Jahren immer mehr zurückgenommen. Wenn die Polizei bei Regelverstößen tatsächlich durchgreift, wird sie kaum verteidigt. Medien und Menschenrechtler reagieren äußerst empfindlich auf als hart empfundene Staatsgewalt, was dazu führt, dass Staatsorgane eher zurückhaltend agieren. Linke wie rechte Extremisten geben sich demgegenüber alle Mühe, rechtsfreie Räume in unseren Städten zu errichten und zu verteidigen. Linksextreme besetzen Häuser oder Kulturzentren und behaupten Kapitalismus freie Zonen. Rechte Spinner erklären sich für unabhängig von staatlicher Ge-

walt, Reichsbürger verweigern die Zahlung von Steuern und begehren gegen staatliche Institutionen auf. Es muss nicht verwundern, wenn auch im Zuwanderermilieu die staatliche Autorität erodiert. In Städten wie Duisburg und Berlin schaffen sich arabische Großfamilien Freiräume, Polizeistreifen bleiben draußen. Dabei kann jeder bereits in der Schule lernen, dass der politische Extremismus des 20. Jahrhunderts Deutschland und Europa in die Katastrophe geführt hat. Im Gegensatz dazu ist die friedliche und demokratische Entwicklung unseres Landes seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges eine Erfolgsgeschichte. Sie beruht auch darauf, dass staatliche Autoritäten anerkannt waren und ihre gesetzlichen Aufgaben verrichteten. Wobei auch Polizisten Menschen sind, die im Einzelfall Befugnisse überschreiten. Es besteht in unserem geordneten Staatswesen aber kein Anlass, staatlichen Stellen dem Grunde nach zu misstrauen und die Rechtmäßigkeit ihres Handelns per se in Zweifel zu ziehen. Dass das staatliche Gewaltmonopol auch in demokratischen Gesellschaften unterschiedlich gehandhabt wird, belegt ein Blick in die USA. Die dort vielerorts legalisierte Bewaffnung von Privatpersonen überschreitet alle mitteleuropäischen Maßstäbe. Mehr als 30.000 Personen kommen jährlich durch Schusswaffen ums Leben; sie sind ein deutliches Zeichen dafür, dass die Menschen dort ihr Recht in die eigene Hand nehmen und nicht auf den Staat warten. Was tun? Das Gewaltmonopol ist und bleibt die grundlegende Voraussetzung für einen demokratisch-freien Rechtsstaat. Polizei und Justiz dürfen nicht vor privater Gewalt zurückschrecken, egal von welcher Seite sie ausgeübt wird. Im Gegenteil sind sie gefordert, mit null Toleranz dagegen vorzugehen. Staatliche Autoritäten, die sich ihrer Sache nicht sicher sind und zögerlich eingreifen, öffnen der Gegengewalt Tor und Tür. Auch ist der Verwahrlosung im zivilen Umgang entgegenzutreten. Jeder Bürger ist aufgefordert, seinen Teil dazu beizutragen durch ein zwischenmenschliches Verhalten, wie man es selbst gerne hätte. Der Sicherheitsapparat ist wieder massiv zu stärken, die Einsparungen bei Polizei und Bundeswehr müssen der Vergangenheit angehören. Staatliche Gewalt muss sichtbar sein, sonst wird sie nicht wahrgenommen. Dazu gehört auch eine Justiz, die zügig ihre Urteile fällt, sonst geht das Unrechtsgefühl der Täter verloren. Wir im BSB treten jedenfalls In Treue fest! dafür ein, dass unser Staat handlungsfähig bleibt und seinen Aufgaben zum Schutze seiner Bürger nachkommen kann – nach innen wie auch nach außen. Auch damit Hamburger Nächte friedlich bleiben.

Richard Drexl Oberst a.D. treue Kameraden 4/2017

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Niederbayern KV Passau

BSB-Botschafter aus Niederbayern in Stralsund Kreisverband Passau informierte beim „Tag der Bundeswehr“ Stralsund – Angehörige des BSB-Kreisverbands (KV) Passau nahmen aktiv am diesjährigen „Tag der Bundeswehr“ in Stralsund mit 12.000 Besuchern teil. Dass die Niederbayern an die Ostseeküste reisen ist vielleicht ungewöhnlich, aber nicht neu. Denn seit Jahrzehnten unterhält der KV Passau unter Leitung des BSB- Ehrenbezirksvorsitzenden Hermann Diermeier eine enge Freundschaft mit der größten Ausbildungseinrichtung der Deutschen Marine. Im August 2014 wurde eine offizielle Patenschaft mit der Stadt Vilshofen an der Donau besiegelt und seit Jahren informieren Reservisten aus Niederbayern beim „Tag der offenen Tür“ der MTS über den BSB und den Landkreis Passau. Geführt wurde die Delegation von Diermeier und BSB-Vizepräsident Hauptmann d. R. Wolfgang Niebling. Reservisten der Krieger- und Reservistenkameradschaft Vilshofen betrieben ganztägig den BSB-Informationsstand auf der Hafeninsel von Stralsund. Neben dem Interesse vieler ziviler Besucher weckten sie mit dem bayerischen Wappen auch das von Generalleutnant Markus Kneip, dem stellvertretenden Generalinspekteur, der sich von Diermeier ganz genau erklären ließ, was den BSB und die MTS verbindet. Als Beauftragter für Reservisten-Angelegenheiten hatte der General viele Fragen zu diesem Thema. Auch der Kommandeur der MTS, Käpitän zur See Michael Möding, begrüßte die Kameraden aus Niederbayern

an ihrem Info-Stand. Er überreichte Hermann Diermeier den „Commanders Coin“, eine Auszeichnung, die nur selten vergeben wird. In einem Brief an BSB-Präsident Richard Drexl schrieb Möding, die BSB-Präsentation sei ein „Highlight der Veranstaltung“ gewesen. Dem Dank und der Anerkennung schloss sich der Präsident gern an: „Bravo – gut gemacht!“ Für die gesamte Delegation des BSB war der „Tag der Bundeswehr“ mit dem Überflug des Airbus A 400M und einer Vorführung zur Seenotrettung mit Schiffen und Hubschraubern (s. S. 18), aber auch vielen Stationen mit Fahrzeugen und Geschützen, ein interessanter Tag. Text/Foto: Stefan Schwarzmeier

Generalleutnant Markus Kneip (hinten) ließ sich vom BSB-Ehrenbezirksvorsitzenden Hermann Diermeier „in die Lage“ einweisen.

Bitte daran denken: Anträge auf Ehrungen/Auszeichnungen müssen mindestens 4 Wochen vor der Verleihung bei der Landesgeschäftsstelle vorliegen!

V. l.: Kapitänleutnant Dominik Flucke, Kapitän z.S. Michael Möding, Hptm d. R. Wolfgang Niebling und Hermann Diermeier.

Bitte senden Sie Ihre Beiträge* an den Pressebeauftragten des für Ihren Verein/Kreisverband zuständigen BSB-Bezirks: Niederbayern: Siegfried Wolf, Email: s.wolf-bsb-niederbayern@t-online.de; Oberbayern: Margit Scholle, Email: dieter.scholle@online.de; Unterfranken: Franz Sennefelder, Email: franz.sennefelder@t-online.de; Mittelfranken: Peter Brandl, Email: brandl50@gmx.de; Oberfranken: Dr. Klaus-Dieter Nitzsche, Email: klaus-dieter.nitzsche@web.de; Oberpfalz: Alfons Kollmer, Email: Alfons.Kollmer@t-online.de; Schwaben: Manfred Thorwarth, Email: mgthorwarth@web.de Sportschützen: Sonja Dendorfer, Email: dendorfersonja@gmail.com * gem. „Redaktionelle Hinweise” unter http:// www.bsb-1874.bayern/Verbandsmagazin-und-Presse/Verbandsmagazin/Redaktionelle-Hinweise-tK/

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Niederbayern KV Passau-Pfarrkirchen

Friedensmaiandacht in Kellberg Kellberg – Die jährlich stattfindende Friedensmaiandacht des BSB-Kreisverbandes (KV) Passau-Pfarrkirchen richtete heuer der Krieger- und Soldatenverein (KSV) Kellberg aus. Maria in einer Maiandacht um Frieden zu bitten, dies hat beim Bayerischen Soldatenbund bereits eine lange Tradition. 20 Fahnenabordnungen aus dem Kreisverband waren der Einladung der Kellberger Vereinskollegen gefolgt. Unter der musikalischen Begleitung der Kellberger „Bleh Haffa“ unter der Leitung von Leo Schauer marschierten die Vereine durch den Ort zur Pfarrkirche St. Blasius, wo der Geistliche Rat i.R. Alois Anetseder auf das segensreiche Wirken der Mutter Gottes verwies. „Da sie die Mutter des Herrn ist, ist sie zugleich die Mutter der Kirche“, stellte der Pfarrer dazu fest und daher sei es auch folgerichtig, in allen Nöten um ihre Fürsprache und Hilfe zu bitten. In einer kurzen historischen Rückblende stellte der Pfarrer fest, dass der Frieden bei weitem kein Selbstläufer sei. Mit Ausnahme der vergangenen 70 Jahre sei Europa immer wieder mit Kriegshandlungen überzogen worden. Deswegen werde es immer bedeutsamer selbstbewusst für den Frieden einzutreten. Auch Bürgermeister Ale-

Fahnenabordnungen und Ortsvereine in der Kellberger Pfarrkirche. xander Sagberger, KSV-Vorsitzender Fritz Andorfer sowie der BSB-Bezirksvorsitzende Manfred Langer verwiesen in ihren Grußworten auf die Bedeutung der Mutter Gottes als Fürsprecherin für den Frieden. Bürgermeister Sagberger dankte zudem allen Anwesenden, Mitwirkenden und Organisatoren für die Aufrechterhaltung der

langen Tradition der Friedensmaiandachten. Im geselligen Rahmen und freundschaftlicher Kameradschaft innerhalb der Vereine und Abordnungen klang die Veranstaltung im Kellberger Kurgästehaus gemütlich aus. Text: Franz Stangl/Foto: Rudi Haselböck

KSK Haus im Wald

Zwei Tage in Südtirol Südtirol – Unter der Leitung des Vorsitzenden Günther Fürst von der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Haus im Wald führte der diesjährige Vereinsausflug im Juni nach Südtirol. Bei einem Zwischenstopp an der Festung Franzensfeste erfuhren die Reisenden viel über die Geschichte des Bauwerks. Sie wurde von 1833 bis 1838 unter Kaiser Ferdinand I. erbaut und nach Kaiser Franz I. von Österreich, dem Monarchen der Planungsphase, benannt. Die Festung sollte die wichtige Verkehrsbindung durch das obere Wipptal über den Brenner nach Norden sichern. Anderntags nahm die Reisegruppe an einer geführten Apfelwanderung teil und erfuhr viel über den Apfelanbau, die Sortenvielfalt sowie Lagerung und Verarbeitung des Apfels. Jeder zehnte geerntete Apfel stammt aus Südtirol. Die Wanderung schloss mit einer Apfelverkostung. Text: Karl Haidn/Foto: Günther Fürst

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Niederbayern DSKB Kreuzberg

Karl Schlauderer wurde Ehrenvorsitzender „seines“ Vereins Kreuzberg – Er war das „Gesicht“ seines Soldaten- und Kriegerbundes, mittlerweile über 30 Jahre als Vorstand und vorher schon zehn Jahre lang Reservistenführer der Jungmitglieder im DSKB Kreuzberg. Vierzig Jahre war Karl Schlauderer Ansprechpartner im Verband, Motor, Gestalter und Mitgestalter des dörflichen Lebens, Zeuge von vielen Feierlichkeiten und Festen, getragen vom Vertrauen der Mitglieder in vielen Generalversammlungen. Aus gesundheitlichen Gründen trat er im vergangenen November nicht mehr zur Wiederwahl an, übergab ein „bestelltes Haus“ an seinen Nachfolger Ludwig Philipp. Nun ehrten ihn seine Kameraden und die Fahnenmutter Rosemarie Kainz, sowie viele Gäste, Wegbegleiter und Freunde. In sehr persönlichen Worten hob Ludwig Philipp einige herausragende „Wegmarken“ des Vereinsgeschehens aus Schlauderers Amtszeit hervor: Das 100-jährige Gründungsfest 1979 mit der Patenschaft zum Österreichischen Kameradschaftsbund Schardenberg, deren Pflege dem Vorstand sehr am Herzen lag, die guten persönlichen Kontakte zum Bundeswehrbataillon Freyung, die durch die intensiven Kontakte zur Patenkompanie 1983 begründet wurden, die Patenschaft mit der SKK Freyung, die mit Hans Fuchs im November 1991 gegründet wurde, die Amtseinführung von Fahnenmutter Rosemarie Kainz im Jahre 1990, die Fahnenweihe der neuen Vereinsfahne, das 125-jährige Gründungsfest, unzählige Teilnahmen an auswärtigen Festen und Veranstaltungen, Teilnahmen an kirchlichen Feiern, Lindenfesten, Jubiläen und Veranstaltungen in der Dorfgemeinschaft und im eigenen Verein. „Dein Einsatz war immer gefragt, du hast uns immer um dich geschart, bist Kamerad geblieben, warst uns ein ehrlicher und zu-

V. l.: DSKB-Vorsitzender Ludwig Philipp, Ehrenvorsitzender Karl Schlauderer und der neue Kommandant Franz Bauer.

verlässiger Wegbegleiter. Wir zählen auch in Zukunft auf dich als ‚Ehrenvorsitzender‘ und wünschen dir von Herzen gute Gesundheit mit viel Freude über jede Stunde deines erfüllten Lebens, die du bei uns sein kannst“, so Philipp. Langanhaltender Applaus der Versammlung folgte der Übergabe der Ehrenurkunde, die von BSB-Präsident Oberst a. D. Richard Drexel, unterzeichnet war. Persönlich sehr bewegt bedankte sich Karl Schlauderer bei der Fahnenmutter, seinem Nachfolger und den vielen Mitgliedern der jeweiligen Vorstände für die Zusammenarbeit, das Wohlwollen, die Kameradschaft und manche Freundschaft, die entstanden sei. Er erinnerte an Ereignisse und Feste, die seine Zeit geprägt hätten und ge-

dachte auch der 68 Kameraden und Fahnenmutter Anna Gibis, die er und der DSKB in dieser Zeit auf ihrem letzten Weg begleiten haben. Auch der Humor, ein Markenzeichen Schlauderers, kam in seinem Dank nicht zu kurz, als er meinte: „Vergesst mich nicht, wenn ihr wieder mal zum Faschingsball nach Schardenberg fahrt!“ Begleitet vom „Kreuzberger Trio“ sang die Versammlung auf Wunsch des Geehrten das „Kreta-Lied“, bekannt als das „Fallschirmjägerlied“. So manche Anekdote aus der langen Zeit der Vereinszugehörigkeit des Ehrenvorsitzenden wussten sich Besucher, Gäste und Freunde noch zu erzählen, denn dafür sorgte Karl Schlauder immer, Witze gingen ihm nie aus. Text/Foto: Matzke

KSV Zenting

Geburtstage gefeiert Zenting – Ihren 75. Geburtstag feierten Anfang Mai Karl Bauer und Bernhard Brunner (sitzend v.l.) vom Krieger- und Soldatenverein (KSV) Zenting. Eine kleine Delegation des KSV-Vorstands mit dem Vorsitzenden Karl Penzenstadler (stehend, Mitte) überbrachte Glückwünsche. Text: Josef Vollath/Foto: Rohofski

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Niederbayern SKB Kumreut

Auf das Vereinsjahr zurückgeblickt Kumreut – Immer am letzten Samstag im April begeht der Soldaten- und Kriegerbund (SKB) Kumreut seine Jahreshauptversammlung. Für langjährige Mitgliedschaft im Verein wurden mehrere Mitglieder geehrt. Mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Josef, den Pfarrer Markus Krell zelebrierte, und den die Blaskapelle Fürsteneck musikalisch umrahmte, begann die Veranstaltung. Zum Gedenken an die gefallenen, verstorbenen und vermissten Kameraden des Vereins, aber auch der Bundeswehr, die ihr Leben in den Kriegseinsätzen verloren haben, legte 2. Bürgermeister Josef Scholler zusammen mit Ehrenkommandant Erich Jägernitz im Anschluss an den Gottesdienst einen Kranz beim Kriegerdenkmal nieder. Danach zogen die Kumreuter Reservisten, angeführt von der Blaskapelle Fürsteneck, in das Vereinslokal Gibis, wo SKB-Vorsitzender Johann Drexler die Ehrengäste begrüßte. Zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Josef Blaschko und Reinhard Königseder erhoben sich die Anwesenden zu einer Schweigeminute. „Der Soldaten- und Kriegerbund hat an zahlreichen Veranstaltungen der Marktgemeinde, der örtlichen Vereine oder auch bei kirchlichen Anlässen sowie auf BSBEbene teilgenommen“, so der Vorsitzende. „Auch bei der Verabschiedung des ehemaligen ‚Spießes‘ Xaver Ned hatten wir die Ehre, dabei sein zu dürfen und waren mit einer Abordnung in der Kaserne in Freyung vertreten. Es ist schon etwas Besonderes,

dass wir noch Mitglieder haben, die am letzten Weltkrieg teilnahmen und so konnten wir zum 102. Geburtstag Max Bloch, zum 98. Geburtstag Karl Werbick und zum 90. Geburtstag Otto Pöschl sen. gratulieren!“ Besonderen Dank zollte Drexler der Marktgemeinde Röhrnbach für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit und seinen Vorstandsmitgliedern für die tatkräftige Unterstützung in allen Belangen. „Sehr herzlich ‚Vergelts Gott‘ auch an Hans und Erna Stadlbauer, Gustav Königseder und Franz Holler für die Pflege des Kriegerdenkmals, sowie den Böllerschützen Gustav Königseder, Marco Bloch und Max Bableck und den Fahnenträgern Ludwig Simet, Ludwig Lenz und Sebastian Drexler“, so Drexler abschließend. Ehrenkommandant Erich Jägernitz gab einen Überblick über die letztjährigen Veranstaltungen und informierte, dass der Verein aktuell 96 Mitglieder hat. Kassier Ernst Groß hatte die Kasse einwandfrei geführt und der gesamte Vorstand konnte entlastet werden. Bürgermeister Scholler bedankte sich im Namen der Marktgemeinde für die problemlose Zusammenarbeit und das gute Verhältnis zum Patenverein SKV Röhrnbach sowie zur Patenkompanie. Er dankte für die würdige Gestaltung des Volkstrauertages und die Pflege des Kriegerdenkmals. BSB-Kreisvorsitzender Franz Rothkopf informierte über das aktuelle Geschehen im Landesverband und lud zu den verschiedenen Veranstaltungen des Kreisverbandes ein. Text/ Foto: Elisabeth Lorenz

V. l.: Franz-Xaver Ned, Oberleutnant Alexander Klas, BSB-Kreisvorsitzender Franz Rothkopf, Max Bloch, Walter Stefan, Josef Frank, SKB-Vorsitzender Johann Drexler und 2. Bürgermeister Josef Scholler.

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treue Kameraden 4/2017

Weltkriegsteilnehmer Otto Pöschl sen.

i Für besondere Verdienste bzw. langjährige Vereinstreue wurden geehrt: Max Bloch, Max Brandl, Otto Wolter, Josef Frank und Franz-Xaver Ned (BSB-Ehrenkreuz in Bronze). – Walter Stefan, Josef Drexler und Johann Molz (40 Jahre); Roland Pfleger (25).

Übrigens, treue Kameraden gibt es auch im Abonnement: 6 Ausgaben pro Jahr für insgesamt 21 Euro druckfrisch zu Ihnen nach Hause! Bestellungen bitte an Bayerischer Soldatenbund 1874 e.V., Landesgeschäftsstelle, Fürst-Wrede-Kaserne, Ingolstädter Str. 240/15, 80939 München.


Niederbayern KRK Ortenburg

Klein aber fein: KRK Ortenburg feierte 175-jähriges Bestehen Ortenburg – Nach monatelangen Vorbereitungen und vielen Ausschuss-Sitzungen feierte die Krieger- und Reservistenkameradschaft (KRK) Ortenburg am 3. Juni 2017 im kleinen Rahmen ihr 175-jähriges Gründungsfest. Weihung der fünften Vereinsfahne Die Krieger- und Soldatenvereine aus Söldenau, Dorfbach, Unteriglbach und Neustift nahmen zunächst vor der evangelischen Kirche zum Festgottesdienst mit Weihe der neuen Fahne Aufstellung. Diesen gestalteten die Pfarrer beider Konfessionen in ökumenischer Form. Die Pfarrer Anton Spreitzer und Johannes Hofer nahmen die Festteilnehmer am Eingangsportal der Kirche in Empfang. Höhepunkt war die Weihe der neu angeschafften fünften Vereinsfahne, die vor dem Altarraum platziert war. Nach der Weihe übernahm Fahnenjunker Gerhard Urmann jun. die Fahne und Fahnenmutter Gerti Müller brachte das von ihr gestiftete und mit einem Spruch versehene Fahnenband an. Lange Vereinsgeschichte Nach dem Gottesdienst marschierten die Vereine und Festteilnehmer mit Musikbegleitung zum Kriegerdenkmal. KRK-Vorsitzender Rolf Petermichl begrüßte die Teilnehmer und Gäste und ging auf die Gründung, Geschichte und die Entwicklung des Vereins ein. Die erste Fahne trage die Jahreszahl 1842, ältere Unterlagen datierten

aus dem Jahr 1847. Im Jahre 1874 sei eine zweite Fahne beschafft worden. Der Verein habe infolge des deutsch-französischen Krieges 1870/71 einen erheblichen Aufschwung genommen. Eine dritte Fahne sei anlässlich des 65-jährigen Jubiläums im Jahre 1907 angeschafft worden. Das mit gewissen Lücken seit dem Jahre 1924 geführte Protokollbuch weise ein reges Vereinsleben mit einer Vielzahl von Aktivitäten nach. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges hätten alle Veteranen- und Kriegervereine durch das allgemeine Vereinsverbot der Siegermächte eine Zwangspause in ihrer Arbeit einlegen müssen. Erst im Jahr 1957 sei der Verein wiederbelebt worden. Durch die erste ordentliche Mitgliederversammlung wurden Eduard Veit sen. und Karl Hennhöfer sen. zu Vorsitzenden bestellt, der Vorstand wurde beauftragt den Verein weiter auszubauen und seinen unpolitischen und konfessionell neutralen Charakter nach demokratischen Grundsätzen zu wahren. Im Juni 1961 habe man mit 25 Vereinen das 120-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe abgehalten. Im Juli 1991 feierte der Verein mit 68 angemeldeten Gastvereinen sein 150-jähriges Bestehen. Die sich im schlechten Zustand befindliche erste Fahne von 1842 sei 1994 aufwändig instand gesetzt worden. In zahlreichen Arbeitsstunden habe man 1996 das Kriegerdenkmal renoviert und neu gestaltet.

1997: Neugliederung und Umbenennung Im Jahre 1976 wurde für die ausgeschiedenen Bundeswehrsoldaten eine Reservistenkameradschaft innerhalb des Vereins gegründet. Leider hatte sich diese Untergruppierung im Laufe der Jahre verselbständigt. Viele auswärtige Neumitglieder hätten keinen Bezug und kein Interesse am Vereinsleben und repräsentativen Anlässen wie Beerdigungen oder Gedenken an die Gefallenen des Krieger- und Soldatenvereins gezeigt. Mehrere Versuche einer konstruktiven Zusammenarbeit seien erfolglos geblieben. In der Generalversammlung am 9. März 1997 hätten deshalb die anwesenden Mitglieder einstimmig über die Neugliederung und Umbenennung des Vereins in „Krieger- und Reservistenkameradschaft Ortenburg“ votiert.

i Für herausragende Verdienste wurden ausgezeichnet: Rudolf Hartl, Werner Nöbauer und Klaus D. Lettau (Große Verdienstkreuz in Gold); Reinhard Kleine (Verdienstkreuz I. Klasse); Walter Wagner (Verdienstkreuz II. Klasse); : Bernhard Dobler, Erich Dobler jun., Günther Nöbauer, Erwin Feyerabend, und Hermann Krempl (Ehrenkreuz).

Gruppenfoto mit Fahne Nr. 4 (seit 1961). treue Kameraden 4/2017

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Niederbayern

Vorder- und Rückseite der neuen Fahne mit Fahnenmutter Gerti Müllert. Auf der roten Seite zieren die Wappen der KRK Ortenburg, des Bayerischen Soldatenbunds und der Panzerbrigade 12 die neue Fahne. Das Wappen der Brigade mit dem Aufklärungsbataillon 8 in Freyung und dem Panzergrenadierbataillon 112 aus Regen soll die regionale Verbundenheit zur Bundeswehr darstellen. In der Brigade sind die verbliebenen Heimatbataillone eingegliedert, wo viele Väter und Söhne der KRK-Mitglieder dienten und noch heute dienen. Die blaue Traditionsseite zeigt als zentrales Element das Wappen des Freistaates Bayern. Das schlichte Eiserne Kreuz als Kriegsverdienstorden, welcher seit 1813 bis 1945 ohne Standesunterschied und Dienstgrad vergeben wurde, sowie den Stahlhelm M35. Den Seitenrand verziert Eichenlaub, als Symbol der Standhaftigkeit und Unsterblichkeit. 2016 beschloss der KRK-Vorstand die Beschaffung der fünften Vereinsfahne und die Durchführung des 175-jährigen Vereinsjubiläums im kleinen Rahmen. Da das Seidenmaterial der vierten Fahne brüchig und irreparabel gewesen sei, habe man den Auftrag zur Erstellung einer neuen Fahne an die Fahnenstickerei Lydia Aigner erteilt. Diese habe ein wunderschönes Werk erstellt. Lob von Verband und Gemeinde Der Stellvertretende Bezirksvorsitzende des BSB, Alois Hausruckinger und Bürgermeister Stefan Lang, gratulierten dem Verein zum Jubiläum und für die Übernahme

der Verpflichtung, den gefallenen Soldaten der Weltkriege und den Bundeswehrsoldaten zu gedenken. Höhepunkt sei die jährliche Feier des Volkstrauertages mit Gottesdienst, Fackelzug und Gedenkfeier am Kriegerdenkmal. Lang wies auf die Bedeutung der KRK Ortenburg in der Gemeinde hin. Die KRK begehe mit dem jährlichen Volkstrauertag eine würdige Veranstaltung zum Gedenken an die gefallenen Kriegsteilnehmer und der Bundeswehrsoldaten. Er lobte die Aktivitäten der KRK und wünschte ihr, dass sie sich auch weiterhin so gut in der Gemeinde repräsentiere, die Gefallenen würdige und die Kameradschaft pflege.

Die Kranzniederlegung zur Ehrung der gefallenen Kriegsteilnehmer und Bundeswehrsoldaten sowie der verstorbenen Mitglieder begleiteten die Wolfachtaler Musikanten mit dem „Lied vom guten Kameraden“ und dem „Lied der Bayern“, begleitet von Salutschüssen. Mit einem Kameradschaftsabend im Gasthaus „Zum Koch“ in Vorderhainberg, musikalisch gestaltet von den Wolfachtaler Musikanten, klang der Festtag aus. Hierbei zeichnete Petermichl gemeinsam mit Hausruckinger und Bürgermeister Lang zehn Mitglieder für herausragende Leistungen aus. Text: Wagner/Petermichl Fotos: Christina Assert

KSKV Schaching

KSKV Schaching nun beim BSB Schaching – Zum Gedenken an die gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege hielt der Krieger-, Soldaten- und Kameradschaftsverein (KSKV) Schaching kürzlich seinen Jahrtag ab. Schirmherrin war Stadträtin Renate Wasmeier, die am Kriegerdenkmal an die Folgen der Kriege vergangener Zeiten erinnerte, aber auch den Terror in der Welt von heute ansprach. Manfred Langer, der Bezirksvorsitzende des Bayerischen Soldatenbundes 1874 e.V. (BSB), übergab dem Verein die Beitrittsurkunde zum BSB. Vom Vereinslokal „Alt Schaching“ zogen die Krieger- und Soldatenvereine aus Mietraching, Deggenau, Fischerdorf, dem Bayerischen Soldatenbund und dem Tech-

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treue Kameraden 4/2017

nischen Hilfswerk zum Festgottesdienst in die Schachinger Kirche. Stadtpfarrer Wolfgang Riedl zelebrierte die Messe. Angeführt von der „Deggendorfer Stadtblosn“ ging es dann zur Kriegergedenkstatte, an der Angehörige der Reservistenkameradschaft Deggendorf die Ehrenwache hielten. Schussmeister Karl Thuy unterstützte mit einer 111 Jahre alten Schallkanone das Gedenken. Das seltene Stück wurde lange Zeit im Museum am Graflinger Bahnhof aufbewahrt und stand verwaist da. Thuy richtete das gute Stück in viel Kleinarbeit wieder her und führte den amtlichen Beschuss durch. Früher wurde die Kanone akustisch zur Gefahrenabwehr eingesetzt.

Karl Thuy mit der von ihm restaurierten Schallkanone.


Niederbayern

i Für langjährige Vereinstreue wurden ausgezeichnet: Anton Fink und Günter Streule (50 Jahre); Alfons Steinbauer (45); Paul Lernbecher (40); Josef Kainz (35); Ilse Sieqrün (30); Josefa Maier und Wilhelm Haberl (25); Wolfgang Riedl und Heinrich Meier (20); Johann Graßl und Roland Sieqrün (15).

KSKV-Vorsitzender Roland Siegrün rief dazu auf, auch in Zukunft das Andenken an die Kriegsopfer der Gemeinde zu wahren und sich für ein friedliches Miteinander und die Demokratie einzusetzen. Schirmherrin Renate Wasmeier sprach von einem wichtigen Tag des Gedenkens und der Erinnerung. Sie bezeichnete den KSKV Schaching als einen der traditionsreichsten Vereine in der Stadt. Zu den wichtigsten Aufgaben gehöre das Totengedenken, das Gedenken an die Gefallenen, die

Geehrte und Ehrengäste. Opfer der Weltkriege sowie die gefallenen Kameraden der Bundeswehr. Wasmeier: „Denn damit wird an die Sinnlosigkeit, an Elend und Not der Kriege erinnert. In Deutschland dürfen wir seit vielen Jahr-

zehnten in Frieden leben und das wurde fast zur Selbstverständlichkeit.“ Leider, so die Satdträtin, seien Krieg und Terror wieder näher gerückt. Text: KSKV Schaching/Foto: privat

KSKV-Vorsitzender Roland Siegrün spricht am Kriegerdenkmal.

Redaktionsschluss für treue Kameraden 5/2017 ist der 4. September 2017. treue Kameraden 4/2017

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Niederbayern SKV Waldkirchen

Mahnende Worte bei der Friedensmaiandacht Waldkirchen – Bereits zum 25. Mal fand die Friedensmaiandacht in Waldkirchen statt, 1992 wurde sie vom heutigen Ehrenvorsitzenden des Soldaten- und Kriegervereins (SKV) Waldkirchen, Johann Madl, ins Leben gerufen. Nachdem das Wetter in den vergangenen beiden Jahren nicht mitspielte und die Gedenkfeier in den „BayerwaldDom“ Peter und Paul verlegt werden musste, war es den Reservisten- und Kriegervereinen in diesem Jahr wohlgesonnen. Die Andacht konnte endlich wieder vor der Ölbergkapelle stattfinden. Die Kapelle zeigt und das ist so gewollt – immer noch Schäden am Mauerwerk auf, die vom Tieffliegerbeschuss gegen Kriegsende 1945 herrühren. Waldkirchens Bevölkerung und seine Reservisten und Kriegsteilnehmer haben besondere Ehrfurcht vor dieser kleinen Kapelle, die im Schatten des mächtigen Bayerwald-Doms großes Ansehen genießt, liegen doch hier die Erinnerungen aus beiden Weltkriegen in Form von Fotos und Listen der gefallenen und vermissten Soldaten und Einwohner Waldkirchens für jedermann zugänglich aus. 65 Reservisten aus fünf Vereinen des Landkreises Freyung/Grafenau (SRK Böhmzwiesel, SKK Hintereben, SKV Neureichenau, SKV Karlsbach und als Gastgeber der SKV Waldkirchen) nahmen an der diesjährigen Friedensmaiandacht teil, etwa 25 Besucher aus der Umgebung stießen hinzu. Angeführt von der Blaskapelle aus Karls-

bach unter der Leitung von Dirigent Georg Oberneder zogen die Reservistenvereine mit ihren uniformierten Kameraden den Marktplatz hoch und marschierten im Gleichschritt zur Ölbergkapelle hinauf. „Der Einsatz der Bundeswehr im Ausland“, so der Vorsitzende des SKV Waldkirchen, Franz Barth, „sowie die Zusammenarbeit mit den Soldaten und Kriegervereinen dienen dem Erhalt des Weltfriedens und der Völkerverständigung.“ Stadtpfarrer Bruno Pöppl meinte, dass der Wunsch nach Frieden die Sehnsucht aller Menschen sei. „Wahrer Frieden beginnt als erstes immer

Der Vorsitzende des SKV Waldkirchen, Franz Barth (am Rednerpult) und Stadtpfarrer Bruno Pöppl (dahinter) gestalteten die Andacht.

Aufmarsch der Vereine mit der Blaskapelle Karlsbach.

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in unserem eigenen Inneren. Der Herr sagte einmal ‚Friede sei mit Euch‘. Doch es ist schon lange her, die Welt hat sich geändert. Wichtig ist es in unserer Zeit auch den Politikern, Diplomaten und Soldaten, die sich für den Frieden einsetzen, zu vertrauen.“ Richard Weiß trug den Bittgesang in bayrischer Mundart vor und die Lieder, die von der Blaskapelle Karlsbach gespielt wurden, waren ganz auf den „Wonnemonat Mai“ zugeschnitten. Nach dem Segen des Stadtpfarrers ging es im Gleichschritt und mit Musik ins Vereinslokal am Marktplatz. Text/Fotos: Siegfried Wolf


Oberpfalz BV Oberpfalz

Sich öffnen, aber wie? Soldatenbund sucht auf Bezirksversammlung nach Wegen für die Zukunft Wörth a.d. Donau (29. 04.17) – Mitgliederschwund und Überalterung betreffen nicht nur Krieger- und Reservistenvereine. Aber gerade hier wird der gesellschaftliche Wandel besonders sichtbar; das gemeinsam Erlebte und die Kameradschaft sind für Individualisten, die nach dem Leistungsgedanken beschult wurden, offenbar keine attraktiven Inhalte. Manche nennen das Fortschritt und halten Soldaten grundsätzlich für Militaristen und Nationalisten, welche getrost aussterben dürften. Dass es aber nicht so einfach ist, dass das Erinnern an die Unmenschlichkeit des massenhaften Mordens notwendig ist, um es künftig zu verhindern, das wurde auf der Bezirksversammlung des Soldatenbundes deutlich. „Friedensbewegung“ zu sein, nannte Oberst a. D. Richard Drexl, Präsident des Bayerischen Soldatenbundes 1874 e.V., in seinem Grußwort die Hauptaufgabe der Veteranenverbände nicht nur in Bayern, sondern in ganz Europa. Man pflege gute Kontakte unter anderem nach Frankreich oder Tschechien und versuche, die ehemaligen Feinde zusammenzubringen, so lange sie noch lebten. Dennoch litten Soldatenbünde unter dem Imageproblem, als Sammelbecken von Kriegstreibern zu fungieren. Das aber sei unlogisch, denn „es sind schließlich die Soldaten selbst, die als erste den Kopf hinhalten müssen.“

Das Gedächtnis nicht mit ins Grab nehmen Diese Erkenntnis dürften die Gedienten aber nicht für sich selbst behalten; das Gedenken an die toten Kameraden mache insgesamt keinen Sinn, „wenn wir als ‚Über65jährige‘ nur noch unter uns sind.“ Deshalb sollten sich die Verbände – auch angesichts der ausgesetzten Wehrpflicht – für Nichtgediente und Frauen öffnen. „Sie passen zu uns, sie gehören zu uns! Wir müssen unseren Satzungen das Grundgesetz zugrunde legen.“ Kinder und Enkel von Soldaten, Sportschützen oder Hobby-Historiker könnten die Verbände verjüngen und die ganze Gesellschaft würde vom Erfahrungsschatz der Erinnerungsgeneration profitieren. Die Aufarbeitung der Geschichte trage schließlich seit Jahrzehnten zu Frieden und Stabilität bei und „wer, wenn nicht Sie, könnte etwas dazu sagen?“ appellierte die stellvertretende Landrätin Maria Scharfenberg an die Anwesenden. Heimatliebe ist durchaus modern Der Oberpfälzer Bezirksgeschäftsführer des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Markus Nägel, stellte in diesem Zusammenhang das Ziel vor, bis zum 100. Gründungstag im Jahr 2019 „alle Krieger-

denkmäler in der Oberpfalz, alle Namen darauf und alle zugehörigen Gräber“ zu erfassen und als Datenbank für das Internet aufzubereiten. Der Volksbund, der unter anderem vier eigene Jugendbildungszentren betreibt, will damit Vorsorge leisten weil die „Erinnerungsgeneration“ aussterbe und Kriegerdenkmäler aus den Ortskernen verdrängt, wenn nicht gar aufgelöst werden. Bezirksrat Thomas Gabler gab unumwunden zu, „dass mir diese verrückte Welt Angst macht. Nicht erst seit Donald Trump.“ Der politische Wandel im Äußeren sei aber auch ein Grund dafür, dass Menschen im Inneren nach Stabilität und Sicherheit suchten. „Rückbesinnung auf Tradition und Brauchtum“ seien bei der Jugend groß in Mode, es gebe sogar den Twitter-Hashtag „#Heimatliebe“, unter dem weltoffene junge Leute kommunizieren. Hier sehe er Anknüpfungspunkte: „Kriegervereine sind Traditionsvereine.“ Dass es trotz allem nicht einfach sein wird, neue Ideen und Wege zu finden, wusste auch der Wörther Bürgermeister Toni Rothfischer. Viele Verbände hätten ähnliche Probleme: „Es fehlt der Nachwuchs. Ihr braucht Lösungen, die euch interessant machen für die Menschen draußen.“ Auch er fand es dabei am wichtigsten, „sich nicht in die Kriegstreiberecke stellen zu lassen“

Totengedenken bei der BSB-Bezirksversammlung Oberpfalz in Wörth. treue Kameraden 4/2017

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Oberpfalz

Die Ehrenformation für die militärischen und zivilen Kriegsopfer aller Nationen war vor Beginn der Versammlung am Wörther Kriegerdenkmal angetreten. und wünschte der vom Bezirksvorsitzenden Horst Embacher geleiteten Versammlung von knapp 100 Teilnehmern fruchtbare Diskussionen. Vereinsfusionen: „Da ist vieles möglich“ Embacher nahm die Anregungen der Ehrengäste dankbar auf und regte insbesondere an, Förderer und Frauen nicht einfach als neue Mitglieder abzulehnen. „Alle sind gefordert, Mitglieder zu werben“, damit die Vereinsarbeit weitergeführt werden könne. Denn der Altersdurchschnitt steige

SKK Mähring

Fastentrunk für gute Zwecke Mähring – Je 500 Euro spendete die Soldaten-, Reservisten- und Kriegerkameradschaft (SRK) Mähring kürzlich für die Jugendförderung Blasmusik, Jugendheim und das örtliche „Gelebte Museum“. Die Spenden hatte die Kameradschaft mit ihrem Vorsitzenden Reinhard Beer beim – inzwischen elften – Fastentrunk eingenomText: Gisela Wildner/tK/Foto: Gisela Wildner men.

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treue Kameraden 4/2017

Bürgermeister Anton Rothfischer (links) erhielt von BSB-Präsident Richard Drexl (rechts) und Bezirksvorsitzendem Horst Embacher ein Ehrenabzeichen.

und daraus folgten Verhaltensänderungen, wie etwa der unregelmäßige Besuch von Veranstaltungen. Die Mitglieder sollten daher bei örtlichen Festen oder BundeswehrInformationsveranstaltungen Präsenz zeigen und Kontakte zu möglichen Neumitgliedern knüpfen. Auch die Zusammenlegung mit anderen Vereinen der Traditionsund Brauchtumspflege sei keinesfalls ein Tabu, sofern die Vereinszwecke einander nicht im Wege stünden: „Da ist vieles möglich.“ Zumindest in Wörth besteht hierfür kein unmittelbarer Bedarf, wie der örtliche KRK-

Vorsitzende Michel Wiener nahelegte. Zwar lebten auch hier nur noch drei Weltkriegsveteranen, aber mit insgesamt 86 Mitgliedern sei man nicht schlecht aufgestellt. Das mag zum Teil daran liegen, dass bereits 1989 der Veteranenverein mit den Bundeswehr-Reservisten fusionierte. Ganz wesentlichen Anteil habe aber auch „die Unterstützung der örtlichen Presse, die uns die Arbeit erleichtert.“ Hierfür bedankte sich Wiener ausdrücklich. Text/Fotos: Franz Nopper (mit freundlicher Genehmigung der Donau-Post Wörth)


Oberpfalz SRK Haunritz-Högen

Rückblick auf 125 Jahre Vereinsgeschichte Haunritz/Högen – 125 Jahre Vereinsgeschichte sind eine lange Zeit. Die Soldatenvereine waren gegen Ende des 19. Jahrhunderts mehr eine Selbsthilfegruppe für Veteranen und Witwen als nur eine gesellige Gemeinschaft. Jetzt kämpfen sie mit Mitgliederschwund, aber die wichtige Aufgabe – die Mahnung zum Erhalt des Friedens – darf nicht vergessen werden. Unter diesem Motto stand auch die Jubiläumsfeier der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Haunritz-Högen. Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen Vor der Fahne im Saal des Gasthofs „Zum Alten Fritz“ hieß Vorsitzender Gerhard Windisch seine Mitglieder und Gäste willkommen. Der Männerchor Haunritz ergänzte dies mit dem Haunritz- und einem Freundschaftslied. In einer Kurzchronik streifte der Vorsitzende die Vereinsgeschichte von der Gründung über die Kriegsjahre bis zur Gegenwart. Derzeit ist sie geprägt von sinkendem Interesse der Öffentlichkeit und Mitgliederschwund. Daher arbeitet die SRK Haunritz-Högen bei Veranstaltungen seit einigen Jahren mit dem Nachbarverein SKK Weigendorf zusammen. Denn der Zweck der Friedensarbeit besteht nach wie vor bei den vielen kriegerischen Konflikten, auch am Rande Europas. Der Kontinent hat vor vielen Jahrzehnten mit dem Begraben des Kriegsbeils

zwischen Frankreich und Deutschland viel zum Frieden beigetragen. Doch jetzt müsse man sich stark um den Frieden bemühen. Die Soldatenvereine bleiben Mahner für die Erhaltung unserer Werte. Weigendorfs Bürgermeister Reiner Pickel sprach die guten Wünsche der Gemeinde zum 125-jährigen Jubiläum aus. Generationen haben ehrenamtliche Arbeit geleistet, doch jetzt komme man an die jüngere Generation kaum mehr heran, so der Bürgermeister. Sie lebt in der seit 70 Jahren währenden Friedenszeit. Trotzdem müsse man immer daran arbeiten, an der Basis für Demokratie und Recht einzustehen. Für die Geistlichkeit ging der katholische Diakon Markus Weinländer kurz auf die jetzige Bundeswehr ein. Braucht man noch das Berufssoldatentum? Es gibt doch mehrere Wege zur Erhaltung des Friedens. Doch die Welt braucht zur Verteidigung ihrer Werte sowohl Soldaten als auch die richtige Einstellung der Bürger. Jesus mahnt, bei Konflikten miteinander zu reden. Das gemeinsam gebetete „Vater unser“ bietet dazu eine Grundlage. Der Bezirks- und Kreisvorsitzende des Bayerischen Soldatenbundes (BSB) Horst Embacher fragte: „Warum ist in der Bevölkerung oft die Stimmung gegenüber der Bundeswehr so schlecht?“ Man brauche die Soldaten nicht mehr, heiße es. „Doch sie sind notwendiger, als man denkt. Denn der Frieden kommt nicht von selbst. Daher

haben auch die Soldatenvereine ihre Berechtigung, weil sie sich für Erhaltung der Grundwerte einsetzen.“ Die SRK trage auch mit der Kriegsgräbersammlung für die Erinnerung und Mahnung bei. Landrat Richard Reisinger nahm den Faden zur Kriegsgräberfürsorge auf, wo er als 2. Bundesvorsitzender maßgeblich beteiligt ist. Die würdige Bestattung von etwa 33.000 Kriegstoten steht noch aus, man ist in vielen Ländern tätig. Das Motto „Versöhnung über den Gräbern“ hat immer noch Bedeutung. Der Festabend wurde auch für die Ehrung langjähriger verdienter Kameraden genutzt. So erhielten die Treuenadel und das Ehrenkreuz für 40 Jahre Mitgliedschaft Albert Grötsch, Georg Schmid, Willi Schötz und Georg Luber, Adolf Berschneider gar für 50 Jahre. In gleicher Weise wurden Georg Übler und Siegfried Sörgel für besondere Verdienste geehrt. Mühselige Nachwuchssuche Zum Ausklang berichtete der 2. Vorsitzende Benjamin Keuchel von der mühseligen Suche nach jungen Kameraden für den Verein. Man müsse zusammenhalten, weil es den Frieden nicht umsonst gibt. Mit seinem Appell zum Mitmachen will er erreichen, dass die Vereinsarbeit weitergeht. Zum zweiten Tag des Jubiläums gehörte ein Gedenkgottesdienst in der Johanneskirche Högen. Er wurde vom MGV Högen

Ehrung vor der Totentafel durch Gerhard Windisch. treue Kameraden 4/2017

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Oberpfalz

unter Gerhart Neubauer musikalisch umrahmt. Pfarrer Markus Vedder ging tiefer in das sinnlose Sterben bei Kriegen ein: „Wenn dies auch schon lange her ist, gilt immer noch ‚Leiden verjährt niemals‘! Das innere Empfinden darf nicht gleichgültig werden.“ Man müsse sich Tendenzen entgegenstellen, die engstirnig am Frieden rütteln. Jeder kann auf seine Weise, in kleinen Schritten, den Frieden unterstützen. Nach dem Schlusslied wurde die Totentafel in den Kirchhof getragen, wo sie vor zwei einfachen Kreuzen aus Birkenholz an die Gefallenen der beiden Weltkriege erinnerte. Die Gedenkrede des Vorsitzenden Gerhard Windisch wurde von Trauerweisen des Posaunenchors Hartmannshof unter Katharina Polster und des Männerchors umrahmt. Beim „Lied vom guten Kameraden“ senkte sich die Fahne aus Ehrfurcht vor den Text/Fotos: Franz Müller Opfern.

Ehrung langjähriger Mitglieder, von links: SRK-Vorsitzender Gerhard Windisch, Bürgermeister Reiner Pickel, Siegfried Sörgel, Georg Übler, Albert Grötsch, Adolf Berschneider, BSB-Bezirksvorsitzender Horst Embacher, Landrat Richard Reisinger.

SuKK Cham

Ehrenvorsitzender Karlheinz Frank feierte 75. Geburtstag Cham – Karlheinz Frank, Ehrenvorsitzender der Soldaten- und Kriegerkameradschaft (SuKK) Cham, feierte am 9. Juni 2017 seinen 75. Geburtstag. Mit dabei eine Abordnung der Kameradschaft mit ihrem Vorsitzenden Peter Kausche. Der Sportschießleiter der BSB-Schießgruppe Cham,

Heinz-Herbert Schild und der langjährige Vereinskamerad Heinrich Mühlbauer gratulierten mit einem Geschenkkorb. Über den Bundeswehrstandort Tauberbischofsheim kam der 1942 in Pirmasens geborene Karlheinz Frank 1962 nach Cham. Bis 1974 verbrachte er, als Feldjäger einge-

V. l.: SuKK-Vorsitzender Peter Kausche, Jubilar Karlheinz Frank, Sportschießleiter HeinzHerbert Schild und Heinrich Mühlbauer.

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treue Kameraden 4/2017

setzt, seine Militärzeit in Amberg, Regensburg und Cham. Als Oberfeldwebel schied er aus und schloss die Bundeswehrfachschule in Amberg mit der mittleren Reife. 1974 trat er in die Finanzverwaltung ein und wurde an der Finanzschule in Herrsching zum Dipl. Finanzwirt (FH) ausgebildet. Überwiegend beim Finanzamt in Cham eingesetzt, ging er 2004 in Pension. 1967 heiratete er seine Gattin Annemarie. Aus der Ehe gingen zwei Söhne, Claus und Horst, hervor. Enkel Peter ist der ganze Stolz des Opas. Frank trat am 1. Januar 1979 der SuKK Cham bei, war bis 1994 deren Schriftführer und seit 1994 ihr Vorsitzender. Seit 1995 ist er in der BSB-Schießgruppe Cham als sehr guter Sportschütze aktiv und nahm seither an den BSB-Landes- und Bundesvergleichsschießen teil. Am 17. September 2011, beim Bundesvergleichsschießen in Traunfeld, wurde Mit einem 10,3 Teiler wurde er Bundesschützenkönig mit dem Luftgewehr. 2015 trat Frank aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. Ihm folgte Peter Kausche als neuer Vorsitzender der SuKK Cham nach. Bei der SuKK-Jahreshauptversammlung im vergangenen Jahr wurde Karlheinz Frank als Anerkennung für sein Engagement in der Kameradschaft zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Text/Foto: Heinz-Herbert Schild


Oberpfalz RK Freihung

Abschied von Lieutenant Colonel Meert vom US-Partnerschaftsverband Grafenwöhr/Freihung – Die Marktgemeinde Freihung und die Reservistenkameradschaft (RK) Freihung haben sich gebührend vom scheidenden Bataillonskommandeur ihres Partnerschaftsverbandes, des 18th Combat Sustainment Support Battalion, Lieutenant Colonel (LtCol) Robb A. Meert und dessen Familie verabschiedet. Die Gelegenheit dazu bot sich beim Bataillonsappell des in US-Militärkreisen als „War-Hammer“ bezeichneten Verbands in Grafenwöhr. Vor der offiziellen Kommandoübergabe durch die neue Brigadekommandeurin, Colonel Michelle K. Donahue, von der übergeordneten 16. Sustainment Brigade (SB) aus Baumholder, dankte Bürgermeister Norbert Bücherl mit den zahlreich angetretenen Kameraden der RK und großartiger Unterstützung von Reservisten aus der Kreisgruppe Oberpfalz-Mitte, vor zahlreichen deutschen wie amerikanischen Ehrengästen, dem scheidenden Kommandeur mit seiner Familie für die freundschaftliche, vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Gelebte Partnerschaft mit vielen Höhepunkten In seinen Abschiedsworten blickte der Rathauschef auf die vergangenen zwei Jahre des gemeinsamen Wirkens zum Wohle der Partnerschaft zurück. Diese besteht offiziell seit 2007. Zahlreiche gemeinsame Vorhaben und Aktivitäten, insbesondere mit der RK Freihung, hätten die Zusammenarbeit der Kommune mit dem USVerband geprägt. Als Höhepunkte nannte Bücherl das deutsch-amerikanische Freundschaftsfest anlässlich „10 Jahre Partnerschaft“ mit Festempfang, Festzug und bayerischen Abend im Festzelt in Freihung. Militärischer Höhepunkt war die zweitägige Schießausbildung im Sommer des letzten Jahres auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr. 55 US-Soldaten erhielten dabei Schützenschnüre der Bundeswehr in Gold, Silber und Bronze, 126 Schießabzeichen der US-Armee erwarben die teilnehmenden Reservisten. Die Teilnahme am Bockbierfest, Weihnachtsmarkt oder Jah-

resabschlussfeier bildeten den gesellschaftlichen Bereich der Partnerschaft. Bücherl überreichte dem scheidenden Kommandeur zur Erinnerung und zum Dank für die gelebte Partnerschaft den gemeindlichen Bierkrug mit eingeschliffenem Marktwappen. LtCol Meert wird in die Vereinigten Staaten zurückversetzt und seinen weiteren Dienst im Pentagon/ Washington D.C., verrichten. Für die in Zugstärke angetretenen Reservisten übergab Stabsfeldwebel d.R. Gerhard Lindthaler das handgefertigte Erinnerungsbrett der RK Freihung und dankte ebenfalls für die zahlreich gemeinsam durchgeführten militärischen Aus- und Weiterbildungen. Großes Engagement für die Kriegsgräberfürsorge Für den Bayerischen Soldatenbund 1874 e.V. verlieh Bezirksvorsitzender Horst Embacher dem scheidenden Kommandeur das Ehrenkreuz samt Urkunde. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Bezirksverband Oberpfalz, dankte dem Kommandeur

Freihungs Bürgermeister Norbert Bücherl (vorn, 3. v. r. mit Foto) verabschiedete LtCol Robb Meert (links daneben) und Familie. Foto: Andreas Kreuzer, US-Army, Public Affairs

treue Kameraden 4/2017

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Oberpfalz für dessen persönliche Unterstützung und Förderung der Kriegsgräberfürsorge für den Erhalt deutscher Soldatengräber. Bezirksgeschäftsführer Markus Nägel betonte, dass die Soldatinnen und Soldaten vom Freihunger Partnerschaftsverband seit nunmehr neun Jahre sich jährlichen an den Sammlungen des Volksbundes mit großem Erfolg beteiligen. Im letzten Jahr sammelte das Bataillon die Rekordsumme von über 4.600 Euro und wurde dafür erst kürzlich

im Bayerischen Sozialministerium durch den Volksbund besonders geehrt (s. tK 3/2017, S. 92ff). Diese hohe Auszeichnung ist bereits die fünfte Ehrung für den USVerband, der sich seit nunmehr zehn Jahren seit der Gründung der Partnerschaft mit dem Markt Freihung, jährlich mit großem Erfolg an der Sammlung für deutsche Soldatengräber beteiligt. Soweit ihm bekannt sei, so Nägel, sei das Bataillon der einzige US-Verband, der sich

deutschlandweit an dieser Sammlung beteiligt. Zum Dank und Anerkennung überreichte er dem US-Stabsoffizier die Verdienstnadel in Bronze. Der Bezirksvorsitzende des Verbandes der Reservisten der Bundeswehr, Stabsfeldwebel a.D. HansDieter Böckl, überreichte zum Dank für die gute Zusammenarbeit den Ehrenkrug des Bezirksverbandes Oberpfalz. Text: Norbert Bücherl

Jura-KV Parsberg

Dank für Heimkehr und Frieden 29. Friedenswallfahrt des Kreisverbandes zur Wallfahrtskirche Maria-Hilf Hemau – Für den Beistand der Heiligen, besonders der Gottesmutter, dankten am dritten Sonntag im Juni wieder die Mitglieder der Soldaten-, Krieger- und Reservistenkameradschaften im Jura-Kreisverband (KV) Parsberg. Dies drücken sie seit dem Jahr 1959 alle zwei Jahre in ihrer Friedenswallfahrt zur Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Beratzhausen aus. Beim Gottesdienst erinnerte Dekan Georg Dunst an die Bezüge der Heiligen Anna Schäffer zum Ersten Weltkrieg. Einige Vereine, darunter der Kriegerverein Hemau und die SRK Hohenschambach, waren sogar von ihrem Heimatort bzw. die letzte Etappe zu Fuß zum Treffpunkt bei der Beratzhausener Pfarrkirche gepilgert.

Dort war Verschnaufpause, bis alle Teilnehmer eingetroffen waren. Kreisvorsitzender Richard Preis hieß dann Teilnehmer und Ehrengäste zur inzwischen 29. Wallfahrt des Kreisverbandes willkommen. Als zentrale Inhalte der Wallfahrt nannte Preis die Danksagung an Gott für das Überleben im und die Heimkehr vom Krieg sowie für den „Frieden in Europa, in der Welt und im Herzen. Friede und Freiheit in Mitteleuropa – das ist die größte Errungenschaft. Aber wir nehmen das wie selbstverständlich zur Kenntnis.“ An die im Juli stattfindende Feier zum 275-jährigen Jubiläum der Maria-Hilf-Kirche wies Bürgermeister Konrad Meier in seinem Grußwort hin. Er freute sich, „dass

weiterhin so viele Kameradschaften kommen“ und betonte den Dank für den Frieden, der mit der Wallfahrt ausgesprochen wird. „Wir dürfen froh sein, dass es in unserem Bereich Europas so ruhig ist“, erinnerte Meier an Länder Europas, in denen Krieg herrscht. Beim Totengedenken wies Richard Preis neben den gefallenen Soldaten auch auf die Vermissten sowie auf die in Einsätzen getöteten Bundeswehrsoldaten und die Terroropfer hin. „Wir beten auch für Frieden und Versöhnung“, nannte er ein weiteres Anliegen. Das „Lied vom guten Kameraden“ intonierte Herbert Ehrl, begleitet von drei Böllerschüssen der SRK Oberpfraundorf, die mit den Beratzhausener Ka-

Ansprachen und Totenehrung beim Beratzhausener Kriegerdenkmal vor der Pfarrkirche. Am Rednerpult Jura-Kreisvorsitzender Richard Preis, rechts mit Kerze sein Stellvertreter Wolfgang Fröhler und Bürgermeister Konrad Meier.

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Oberpfalz

Der Kriegerverein Hemau wallfahrtet vom Hemauer Kriegerkreuz nach Beratzhausen. meraden und dem Jura-KV Parsberg die Wallfahrt organisierten. Mitglieder der SRK Oberpfraundorf trugen hinter den Ministranten und Dekan Dunst sowie Wolfgang Fröhler, dem Träger der gestifteten Wallfahrtskerze, die Figur der Mutter Gottes mit dem Jesuskind von der Pfarrkirche zur Wallfahrtskirche. Dort segnete zu Beginn des Gottesdienstes Dekan Dunst die Wallfahrtskerze und zündete sie an, so dass sie vor dem Volksaltar während der gesamten Messfeier brannte. In seiner Predigt schilderte Pfarrer Dunst die Bezüge der Heiligen Anna Schäffer zum

Reservisten der SRK Oberpfraundorf trugen die Marien-Statue vom Marktplatz zur Maria-Hilf-Kirche hoch.

Ersten Weltkrieg, vor allem einen Traum bzw. die Vision eines Schlachtfeldes in Rumänien. Darin habe sie – auch durch ihr Gebet - eine Vielzahl an Kugeln von den Soldaten abgewehrt, so Dekan Dunst. „Kraft wächst auch durch das Gebet“, gab der Geistliche zu bedenken. Die Aufgabe aller Heiligen, auch der Gottesmutter Maria, sei es, bei ihrer Anrufung für die Menschen einzustehen. „Deswegen sind die Soldaten-, Reservisten- und Kriegervereine auch heuer wieder auf den Maria-Hilf-Berg gepilgert und haben diese Wallfahrt zum Dank und für den Frieden unternommen“,

schloss der Dekan seine Ansprache. Er wies aber auch auf den heute vielfach gefährdeten Frieden hin und appellierte dazu, öfter zu Maria, der „Königin des Friedens“, zu beten. Die Lesung und Fürbitten trug der Ehrenvorsitzende des Kreisverbandes, Lothar Eisenreich vor, die musikalische Umrahmung oblag dem Männergesangverein „Liederkranz“ Beratzhausen unter der Leitung von Peter Beilner. Und mit Alois Schwendner (91) nahm sogar noch ein Soldat des Zweiten Weltkriegs am Gottesdienst teil. Text: Markus Bauer/Foto: Alfons Kollmer

Bitte senden Sie Ihre Beiträge* an den Pressebeauftragten des für Ihren Verein/Kreisverband zuständigen BSB-Bezirks: Niederbayern: Siegfried Wolf, Email: s.wolf-bsb-niederbayern@t-online.de; Oberbayern: Margit Scholle, Email: dieter.scholle@online.de; Unterfranken: Franz Sennefelder, Email: franz.sennefelder@t-online.de; Mittelfranken: Peter Brandl, Email: brandl50@gmx.de; Oberfranken: Dr. Klaus-Dieter Nitzsche, Email: klaus-dieter.nitzsche@web.de; Oberpfalz: Alfons Kollmer, Email: Alfons.Kollmer@t-online.de; Schwaben: Manfred Thorwarth, Email: mgthorwarth@web.de Sportschützen: Sonja Dendorfer, Email: dendorfersonja@gmail.com * gem. „Redaktionelle Hinweise” unter http:// www.bsb-1874.bayern/Verbandsmagazin-und-Presse/Verbandsmagazin/Redaktionelle-Hinweise-tK/

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Oberpfalz KSRK Kareth

Böllerkanone in Eigenleistung restauriert Kareth – Die Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft (KSRK) Kareth hat ihre fast 60 Jahre alte Böllerkanone restauriert. Eine Helfergemeinschaft aus Vereinsmitgliedern hatte sich zusammengetan, um die im Laufe der Jahrzehnte doch schon sehr ramponierte Kanone aus dem Jahr 1959 wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Bei einem Reservistenstammtisch wurde die Idee geboren, unter der Leitung des Kassiers Florian Rückauf die Restaurierung in Eigenleistung in Angriff zu nehmen, nachdem seit der Inbetriebnahme der Böllerkanone vor knapp 60 Jahren noch nie etwas daran ausgebessert wurde. In 40 Arbeitsstunden haben der Vorsitzende Franz Wimmer, Peter Karl, Florian Rückauf, Alexander Held, Sepp Hofbauer, Heinz Salbeck und Schmiedemeister Karl Baumer aus Lorenzen die Kanone fast wieder in einen Neuzustand versetzt. Sie wurde in Eigenregie total zerlegt, vom Flugrost befreit, die Speichenräder abgeschliffen, von Hand lackiert und neu gestrichen. Materialkosten zur Restaurierung der Kanone wurden aus der Vereinskasse beglichen. An Fronleichnam bestand die restaurierte Kanone ihre Bewährungsprobe mit 18 Böllerschüssen einwandfrei und ohne Fehlzündung. KSRK-Vorsitzender Wimmer lobte die gute Teamleistung seiner Mitglieder. mit der neuwertigen Kanone sei die KSRK Kareth für die Zukunft gerüstet und könne ei-

Stolz präsentieren die Mitglieder der KSRK Kareth die neu restaurierte Kanone (v.l.): Florian Rückauf, Peter Karl, Alexander Held, Sepp Hofbauer, Heinz Salbeck und der Vorsitzende Franz Wimmer. ne alte Tradition im Gedenken an die gefallenen Soldaten in den Weltkriegen und dem Bemühen um den Frieden mit der Symbolkraft einer Böllerkanone fortsetzen. „Eine Kanone soll nur noch zu kirchlichen und gesellschaftlichen Festen oder bei Beerdigungen von verstorbenen Kameraden

schießen, aber nie mehr zu Kriegszwecken“, gab Wimmer seiner Hoffnung Ausdruck. Er betonte, dass die KSRK Kareth im Gegensatz zu vielen anderen Krieger- und Soldatenvereinen mit fünf ausgebildeten Kanonieren keine Probleme mit dem Nachwuchs habe. Text/Foto: Josef Dummer

KV Kemnath

Über Stock und Stein Immenreuther Crosslaufmeisterschaft im Kreisverband Kemnath Immenreuth – Start bei Sonnenschein, Siegerehrung bei Regen. Die 16 Starter bei der Crosslaufmeisterschaft 2017 wurden nur vom Schweiß nass. Ausrichter des Wettbewerbs war die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Immenreuth. Bei der offenen sportlichen Veranstaltung wurden sowohl die Immenreuther Vereins- als auch die Kreismeister des BSB-Kreisverbandes (KV) Kemnath ermittelt. Zudem wurden die drei besten Mannschaften geehrt. Zur Kreismeisterschaft des Bayerischen Soldatenbundes konnte leider nur die Mehlmeisler Kameradschaft begrüßt werden. Zweimal war der Rundkurs vom Ahornberger Feuerwehrgerätehaus zur Hölzlmühle und der Schadersbergerleite läuferisch zu bewältigen. Zwei Schießeinlagen mit dem Luftgewehr im Stehen und Liegen unterbrachen ihn. Jeder Fehlschuss belastete dabei die Gesamtlaufzeit mit 30 Straf-

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sekunden. Bei der Siegerehrung hieß Vereinsvorsitzender Martin Schmid neben den Akteuren Bürgermeister Heinz Lorenz und den Kreisvorsitzendern Thomas Semba willkommen. Sein Dank galt nicht nur den Läufern, sondern ebenso den Streckenposten, den Schießaufsichten und der lokalen Feuerwehr für deren Servicedienst. Schmid sprach seine Genugtuung über die gute Beteiligung nach einem ausgefallenen Jahr aus. Kreisvorsitzender Thomas Semba sah in dem Regen Freudentränen und dem Gewittergrollen im Hintergrund akustischen Applaus. Er lud gleichzeitig zur Crosslaufmeisterschaft im September nach Kirchenlaibach ein. Bei der Vereinsmeisterschaft wurden ausgezeichnet: 1. Stefan Gewinner (Gesamtzeit 25:10 Minuten/1 Fehlschuss), 2. Michael Rippl (26:16/2), 3. Dr. Matthias

Martin Schmid


Oberpfalz Herrmann (26:36/2). Bei der Kreismeisterschaft siegten: 1. Alexander Danzer, Mehlmeisel (24:03/5), 2. Benedikt Bauer, Mehlmeisel (24:23/1), 3. Stefan Gewinner, Immenreuth (25:10/1). In der Mannschaftswertung durften sich die Mehlmeisler über ein Fässchen Bier und eine Brotzeit freuen. Die Gesamtzeit für Alexander Danzer, Gerald und Benedikt Bauer betrug 1:13:44. Auf Platz 2 folgten die Saunafreunde Daniel Stich, Johannes Schinner und Fabian Wiche (1:17:41), sie durften einen Brotzeitkorb entgegennehmen. Ein Fässchen Bier gab es für die drittplatzierte Mannschaft von Immenreuth 1 (1:19:58). Ihr gehörten Stefan Gewinner, Dr. Matthias Herrmann und Michael Zimmerer an. Den meisten Applaus unter den Läufern erntete Roland Schäffler für seinen uneingeschränkten kameradschaftlichen und olympischen Geist. Im Bewusstsein nicht nach einer Medaille greifen zu können, ging er an den Start und belegte für alle anderen dankbar den letzten Platz. Text/Foto: Bernhard Kreuzer

Roland Schäffler

Michael Rippl

Erfreulich: Steigende Mitgliederzahlen im Kreisverband Kemnath Kreisversammlung Immenreuth – Der Kreisverband (KV) Kemnath trotzt dem landesweiten Mitgliederschwund. Bereits von 2014 auf 2016 legte er von 1.032 auf 1.058 Mitglieder zu. Nicht ohne Stolz konnte Kreisvorsitzender Thomas Semba in der Kreisversammlung nun von einem weiteren Plus an Mitgliedern berichten. Trotz zahlreicher Todesfälle zählt der KV aktuell 1.067 Mitglieder. Zu den „Überfliegerkameradschaften“ zählte Semba die Ortsverbände Ramlesreuth (plus 10) und Brand (plus 4). Er schrieb die positive Entwicklung den vielfältigen Angeboten der Kameradschaften und deren Verbundenheit untereinander zu. Gastgeber der Kreisversammlung, an der Abordnungen aller 16 Ortsverbände teilnahmen, war die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Immenreuth um ihren Vorsitzenden Martin Schmid. Nach dem Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege, von Not, Vertreibung und Gewaltherrschaft sowie an die in den Auslandseinsätzen gefallenen Soldaten der Bundeswehr ließen Semba und sein Stellvertreter Sebastian Herchenbach im SV-Sportheim 44 Veranstaltungen und Termine Revue passieren. Als einen Höhepunkt bezeichnete er den Besuch von BSB-Präsident Richard Drexl bei der Jahreshauptversammlung der KSK Immenreuth. Eine weitere herausragende Veranstaltung, die vom Kreisvorsitzenden ab-

solviert wurde, war eine gemeinsame Sanitätsausbildung mit US-Streitkräften in Grafenwöhr. Als weitere dienstliche Veranstaltungen besuchte Semba das zweite Schul- und Wertungsschießen („Gockerl Schaißn!“) sowie die Aus- und Weiterbildung für Leitungs-, Sicherheits- und Funktionspersonal beim Schießen in Weiden i.d.Opf. Weiterhin standen für Semba, der auch stellvertretender Bezirksvorsitzender für den Bezirksverband Oberpfalz ist, der Be-

such von zahlreichen Veranstaltungen auf allen Ebenen der BSB-Hierarchie auf dem Programm. Kreisverband setzt auf elektronische Kommunikation Sebastian Herchenbach berichtete davon, dass das Homepageprojekt im abgelaufenen Jahr mit Hochdruck vorangetrieben worden sei. Ein eigens für den Kreisverband eingerichteter E-Mail-Verteiler ermögliche künftig die schnelle Informations-

Kreisvorsitzender Thomas Semba vor dem Black Hawk-Hubschrauber bei der gemeinsaFoto: Thomas Semba men Übung mit US-Streitkräften. treue Kameraden 4/2017

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Oberpfalz weitergabe. Von einem kleinen Plus sprach Kreiskassier Alois Melzner. Zu seinen Ausführungen hatten die Revisoren Alois Schönfelder und Eberhard Besold keine Einwände. Schriftführer Marcus Köppel stellte die neue elektronische BSB-Vereins-, Sportund Böllerschützenverwaltung „David 21“ vor. So müssten die Böllerschützen im Landes- und Bundesprogramm geführt werden. Vereinsvorständen würde das Programm angeboten. Es erleichtere die Mit-

gliederverwaltung (Aufnahme, Statistik, Ehrungen). Die Beantragung und Genehmigung von Schießberechtigungen erfolge künftig in rein elektronischer Form. Ehrengast des Abends war Bezirksvorsitzender Horst Embacher, der sich in seinem Grußwort begeistert über die Arbeit im Kreisverband zeigte: „Macht bitte weiter so, denn nur im Miteinander können wir unsere wichtige Botschaft weitertragen und gemeinsam mehr erreichen.“ Zusammen mit Semba und Bürgermeister Heinz

Bitte daran denken: Anträge auf Ehrungen/Auszeichnungen müssen mindestens 4 Wochen vor der Verleihung bei der Landesgeschäftsstelle vorliegen!

Lorenz nahm er im Anschluss die Ehrung der besten Schützen und Mannschaften im Kreisverband vor (s. S. 65). Text: Thomas Semba

SuKK Kleinwinklarn

Denkmal errichtet und Kapelle renoviert Kleinwinklarn – Um den gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege ein ehrendes und mahnendes Denkmal zu setzen, errichtete die Soldaten- und Kriegerkameradschaft (SuKK) Kleinwinklarn mit vielen Helfern einen Gedenkstein im Ort. Anlässlich des Patroziniums-Festes wurden kürzlich die Renovierung der „Herz-JesuKapelle“ und die Segnung des Gedenksteins mit den örtlichen Vereinen und der Bevölkerung gefeiert. Die Musik das „Seebarner Gwiach hot ana“ umrahmte Kirchenzug, den Gottesdienst und sorgte anschließend für zünftige musikalische Unterhaltung. Mit einem feierlichen Kirchenzug zogen die Vereinsabordnungen vom Gasthaus „Jägerhof“ zur neu renovierten „Herz-Jesu-Kapelle“. Dort feierte Stadtpfarrer Stefan Wagner mit der Dorfbevölkerung eine heilige Messe. Anschließend begrüßte der

SuKK-Vorsitzende Jürgen Demleitner die Gäste und Vereine. Vor etwa einem Jahr machte Sonja Graßmann den Vorschlag, die Kapelle „Herz-Jesu“ zu renovieren und die Idee der Errichtung eines Kriegerdenkmals entstand. Dieses Vorhaben war aber nur mit Unterstützung aller Ortsvereine umsetzbar, so Demleitner. Alle erklärten sich bereit, sicherten ihre Unterstützung für die Baumaßnahme und zum anschließenden Patroziniums-Fest zu. Nach Gesprächen mit der Stadt und der Pfarrei Neunburg wurden finanzielle Hilfen zugesichert. Ferner erklärten sich alle örtlichen Firmen bereit, anstehende Arbeiten mit zu übernehmen. Alle Firmen arbeiteten mit ihren Mitarbeitern kostenlos und stellten sämtliche Maschinen, Gerätschaften und weitere Bauutensilien kostenlos zur Verfügung. So mussten nur die eingesetzten Baumaterialien bezahlt werden. Hierfür

Vorsitzender Jürgen Demleitner fand passende Worte anlässlich der Segnung des Gedenksteins.

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sprach der Vorsitzende seinen besonderen Dank aus. Vor der Segnung des Gedenksteins fragte sich Jürgen Demleitner, für was gibt es die Kameradschaften? Vereinsleben und Feste sind ein Bestandteil des Daseins. Wichtig ist es, Vergangenes, für uns unvorstellbares, grausames und unmenschliches Geschehen in Erinnerung zu bewahren, die Opfer zu ehren und ihrer zu gedenken. Etwas so Schreckliches wie die beiden Weltkriege dürfe auf keinen Fall mehr geschehen, so Demleitner. Kameradschaften agieren meist im Stillen und Verborgenen, ohne dabei großes Aufsehen zu erregen, so wie man sich eine Trauer um einen Kameraden, Freund oder Angehörigen vorstellt. Die Kameradschaften helfen ehemaligen Kriegsteilnehmern, die keine Angehörigen mehr haben und sich nicht mehr selber versorgen können, finanziell. Sie sammeln Geld zur Erstellung neuer Gräber und kümmern sich um deren Pflege, errichten Gedenkstätten und Gedenksteine für alle gefallenen und vermissten Soldaten. Die Segnung des Gedenksteins nahmen die Kameraden zum Anlass für einen kurzen Augenblick inne zu halten und nachzudenken über das Geschehene. „Denn“, so der Vorsitzende, „Gedenken ohne Gedanken ist ohne Wert.“ Anschließend wurde namentlich der gefallenen und vermissten Kameraden gedacht. Dabei wurde den Anwesenden bewusst, wie viele junge Männer im Alter von 19 bis 44 Jahren ihren Familien entrissen wurden. In ihren Grußworten bedankten sich Bürgermeister Martin Birner und Kreisvorsitzender Ulrich Knoch bei der Kameradschaft und den Vereinen für ihr Engagement in der Dorfgemeinschaft. Mit einer Kranzniederlegung, dem „Lied vom guten Kameraden“ und Böllerschüssen gedachte man der ehemaligen Kameraden. Text: Ludwig Dirscherl/Foto: Tanja Kraus


Oberpfalz SRK Heng-Köstlbach

90 Jahre, geistig frisch und seit 60 Jahren treuer Vereinskamerad Postbauer-Heng – 90 Jahre alt, das möchte man kaum glauben, wenn man den alten Herrn so sieht und sprechen hört. Man merkt, 90 Jahre, und in deren Verlauf auch der 2. Weltkrieg, haben ihn mit einem reichen Erfahrungsschatz hinsichtlich Wissen, Kritikfähigkeit, Humor und Geselligkeit ausgestattet. Der Herr, von dem hier die Rede ist, ist Josef Kratzer aus Postbauer-Heng. Bei der Jahreshauptversammlung 2017 wurde der Jubilar für seine 60-jährige Mitgliedschaft bei der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Heng-Köstlbach geehrt. Bereits im Dezember 2016 fand seine große Geburtstagsfeier statt, bei der viele Gratulanten von der SRK, aber auch von den übrigen Vereinen, Verbänden und der Politik erschienen. Ende Dezember 1926 geboren, wurde Josef Kratzer, knapp 17 Jahre alt, 1943 zum Militär eingezogen, und geriet 1945 an der Ostfront in russische Gefangenschaft, von der er erst an Weihnachten 1949 zurückkehrte. In zehn Vereinen ist Josef Kratzer aktiv, in besonderer Weise aber bei der SuKK Heng-Köstlbach. Hier war er 1956 Gründungsmitglied, als der Verein als Kriegerverein wieder neu aufgestellt wurde. Seither war Josef Kratzer in der Vorstandschaft zeitweise auch als zweiter und ab 1986 als erster Vorsitzender tätig. Unter seiner Führung und auf sein Betreiben hin wurde 1995 im Gemeindezentrum ein neues Denkmal zur Erinnerung an die Opfer beider Weltkriege und als Mahnung zum Frie-

Seit 60 Jahren bei der SRK: Josef Kratzer (2.v.r.), eingerahmt von (v.l.) Bürgermeister Horst Kratzer, dem SRK-Vorsitzenden Roland Hartmann und dem 2. Vorsitzenden Alois Kerschensteiner.

den und zur Versöhnung errichtet. Josef Kratzer erkannte bereits Ende der 90er Jahre, dass der Kriegerverein nur dann fortbestehen könne, wenn die junge Generation in den Verein eingebunden wird und das Zepter übernimmt. So betrieb er im Jahre 2000 die Zusammenlegung der Reservistenkameradschaft mit dem Kriegerverein. 2003 dankte er als Vorstand eines Vereins mit geordneten Verhältnissen ab und übergab das Ruder der jüngeren Generation.

Die Kameraden ernannten ihn zum Ehrenvorsitzenden des Vereins. Sein Rat ist immer noch gefragt. Auf seine Initiative hin wurde 2009 am Ortsrand von Heng ein neues Heimkehrerkreuz errichtet, das man im Rahmen einer 90-Jahrfeier im Juli 2010 einweihte. Auch im Kreisverband Neumarkt war Josef Kratzer jahrzehntelang in der Vorstandschaft aktiv. Text/Fotos: Klaus Rehberger/ Resi Heilmann

SRK Thanstein

Gelungenes Sommerfest Thanstein – Gelungen war auch das diesjährige Sommerfest der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Thanstein. Nach dem Sonntagsgottesdienst eröffnete die „Winnetou Combo“ das Tagesfest ihr zweites Sommerfest beim Vereinsheim in der Dorfmitte. SRK-Vorsitzender Ulrich Knoch begrüßte die örtlichen Vereine und Vertreter der Kameradschaften aus dem Kreisverband. Beim gemeinsamen Mittagessen gab es Grillsachen und durchgehend frisches Rhanerbier. Knoch bedankte sich besonders bei den Helfern, Kuchenspendern und vor allem bei der „Supermusik“, die das Fest musikalisch umrahmte. Text/Foto: Ludwig Dirscherl

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Oberpfalz 90. Geburtstag gefeiert Thanstein – Kürzlich konnte das langjährige Mitglied der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Thanstein, Johann Elsner, im Kreise seiner Familie und Freunde seinen 90. Geburtstag feiern. Zu diesem besonderen Jubeltag überbrachte auch eine Abordnung SRK die besten Glückwünsche und überreichte dem Jubilar einen Geschenkkorb. Das Foto zeigt den Jubilar mit seiner Ehefrau im Kreise der Gratulanten. Johann Elsner wurde am 13. Mai 1927 in Seebarn/Hammer geboren und verbrachte seine Kindheit mit seinen neun Geschwistern auf dem elterlichen Hof und der Mühle der Eheleute Alois und Rosina Elsner. Nach der Schulzeit an der Feiertagsschule wurde er 1945 zum Militär einzogen und war in Prag/Tschechische Republik und in Polen eingesetzt. Nach Rückkehr aus dem zweiten Weltkrieg erlernte er den Beruf des Müllers, in dem er 1958 die Meisterprüfung mit Erfolg ablegte. Anschließend übernahm er die elterliche Mühle. Ende der

60er Jahre musste er aufgrund des Baus der Eixendorfer Talsperre seine Heimat verlassen und sich in Thannmühle eine neue

suchen. Mit seiner Ehefrau Maria hat Elsner vier Kinder und mittlerweile fünf EnkelkinText/Foto: Ludwig Dirscherl der.

KSRK Mantel

Leistung und Treue wird belohnt Mantel – Überaus zufrieden äußerte sich Vorsitzender Reinhold Deglmann bei der Jahreshauptversammlung im März 2017 über das harmonische Miteinander der Krieger und Soldaten mit der integrierten Reservistenkameradschaft in der Marktgemeinde Mantel. Besonders hob er die Aktivitäten der Mitglieder und das produktive und harmonische Miteinander hervor. Sehr aktiv zeigte sich die Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft (KSRK) Mantel beim Volkstrauertag, hier galt ein Dank der VfB-Jugend für ihren Einsatz mit zwölf Mann als Fackelträger. Die Teilnahme an Fronleichnam, Soldatenwallfahrt nach St. Quirin, Teilnahme am Marsch der Verbundenheit und am Wintermarsch in Kohlberg, um nur einiges zu nennen, sowie die jährliche Kriegsgräbersammlung ist nur ein kleiner Teil der Tätigkeiten und für jeden ein absolutes „Muss“. Dass Leistung und Treue sich lohnt, wurde durch Ehrenkreisvorsitzenden Alfons Betzl, Kreisvorsitzenden Heinrich Scheidler, den Rathauschef Stephan Oetzinger und den Vorsitzenden demonstriert. Deglmann begann unter Mithilfe der Vorgenannten die Ehrungen mit einem „Paukenschlag“. Für seinen Fleiß und Einsatz als Kassenwart sowie seine langjährigen Verdienste

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um den Verein zeichnete er Erhard Neubauer mit dem großen Verdienstkreuz in Gold aus, Johann Prölß wurde für 60 Jahre Mitgliedschaft im Verein geehrt (weitere Ehrungen: Info). Bürgermeister Oetzinger rühmte die KSRK als zweitältesten und rührigen Verein und dankte für das vielseitige Engagement in der Marktgemeinde. Ehren-Kreisvorsitzender Betzl sah in der Kameradschaft mit ihren 145 Mitgliedern ein großes Rad im Räderwerk des BSB-Kreises. An das kurze Grußwort ließ er einen kurzweiligen Vortrag aus der Geschichte der KSRK Mantel von ihrer Entstehung (1879) bis zur Gegenwart Revue passieren. Der Kreis-Organisations-Leiter des Reservistenverbandes (VdRBw), Günter Bogner dankte Deglmann und seinen Mannen für den Einsatz bei der Organisation des „Marsches der Verbundenheit“. Deglmann bezeichnete die KSRK Mantel als Traditionsverein erster Güte und stellte fest. „Wir betreiben Friedensarbeit. Nur der Altersdurchschnitt bereitet mir Kopfzerbrechen“, betonte er. Deshalb erging an alle Anwesenden die Aufforderung, junge Kameradinnen und Kameraden, auch Ungediente, anzusprechen und sie über das Tätigkeitsfeld der KSRK aufzuklären. Es wäre

ein großartiger Erfolg, junge Mitglieder zu gewinnen, die sich an der Frage orientieren: „Was kann ich für die Gemeinschaft tun“ und nicht an der Frage „Was tut die Gemeinschaft für mich“? Text: Reinhold Deglmann

i Für ihre Verdienste um die KSRK Mantel bzw. langjährige Vereinstreue wurden ausgezeichnet: Erhard Neubauer (Großes Verdienstkreuz); Norbert Herrmann und Manfred Mrugalla (Verdienstkreuz 2. Klasse); Johann Gurdan, Hans Kneisl und Bürgermeister Stephan Oetzinger (Ehrenkreuz in Bronze). Johann Prölß (60 Jahre); Martin Dietrich (55); Willi Forster (45); Hans Fenzl, Gerhard Graf, Manfred Mrugalla und Heinz Prölß (40); Erwin Braun, Paul Fuhrmann, Karl Krauß, Artur Mittelmeier und Erwin Neubauer (25).


Oberpfalz KSK Schwarzenbach

Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen und Ehrung Schwarzenbach – 20 Mitglieder erschienen unlängst zur Jahreshauptversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Schwarzenbach unter Leitung ihres Vorsitzenden Anton Braun im SC-Sportheim. Bei den Vorstandswahlen wurde Braun – wie sein Vertreter Gerhard Przetak – einstimmig im Amt bestätigt. Hermann Henning erhielt die Ehrenspange des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Weißgold. Nach dem Totengedenken ließ Braun das vergangene, aktive Vereinsjahr Revue passieren. Die Kameraden nahmen an Festen anderer Vereine teil, organisierten das alljährliche Gartenfest sowie einen Tagesausflug nach Zwickau mit Besuchen des Automobilmuseums August Horch und des Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth. Brauns besonderer Dank galt allen Spendern und Sammlern für die Unterstützung der Arbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Der stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes Neustadt a.d.Waldnaab, Alfons Betzl, überreichte dem Ehrenmitglied Hermann Henning die Ehrenspange in Weißgold und dankte ihm für seine langjährige Bereitschaft bei den örtlichen Sammlungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Auch Braun und Bürgermeister Thorsten Hallmann dankten Henning und für sein Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz. Text: Anton Braun und Sabine Hilpert Foto: Sabine Hilpert und Uli Hösl

Bürgermeister Thorsten Hallmann, Alfons Betzl, Hermann Henning, Anton Braun

i Der neue Vorstand der KSK Schwarzenbach: Anton Braun (1. Vorsitzender); Gerhard Przetak (Stellvertretender Vorsitzender); Patrick Gebhard (Kassier); Sabine Hilpert (Schriftführerin); Karl Götz, Regina Götz, Reiner Götz, Uwe Salfer und Simon Heining (Beisitzer); Hans Melzner und Uli Hösl (Kassenrevisoren).

7er Weiden

Mutter- und Vatertag wieder gemeinsam gefeiert Weiden – Um beiden Rollen gerecht zu werden, feierte der 7er- und Kameradschaftsbund Weiden Mutter- und Vatertag wieder als gemeinsames Fest. Edelgard Dornheim wurde an diesem Tag für 40-jährige Zugehörigkeit im BSB geehrt. Für die Kameradinnen und Kameraden, die noch gut zu Fuß sind, organisierte der Vorsitzender Manfred Hofmann einen zweistündigen Rundwanderweg im Weidener Osten. Er erklärte anschaulich und humorvoll die verschiedenen Stationen und Bauwerke. Auf halber Strecke konnten sich die Teilnehmer bei „Versorgungsfee“ Dagmar Schletz stärken. Im Vereinsheim Almhütte wurden die Wanderer am Ende der Wanderung von zahlreichen Kameradinnen und Kameraden mit Kaffee und selbstgebackenem leckeren Kuchen empText: Peter Ertl/Fotos: Helmut Schwägerl, Peter Ertl fangen.

Die Mutter- und Vatertagswanderer mit dem Kameradschaftsvorsitzenden Manfred Hofmann (sitzend, links).

Edelgard Dornheim (r.) wurde von Manfred Hofmann für vier Jahrzehnte Treue zum BSB geehrt. treue Kameraden 4/2017

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Oberpfalz Besuch auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr Weiden – Auf Einladung von Heinrich Scheidler, Kreisvorsitzender des BSB-Kreisverbandes Neustadt, unternahm der 7erund Kameradschaftsbund Weiden mit dem BSB-Kreisverband Neustadt eine Besichtigung der „Grafenwöhr Training Area“ (Truppenübungsplatz Grafenwöhr). Die Anlage gehört mit ihren fast 226 Quadratkilometern zu den größten Übungsplätzen in Europa. Die Besuchertruppe wurde vom

Kommandeur des Artilleriebataillons 131, Oberstleutnant Christian Kiesel, begrüßt. Die Rundfahrt, die vom stellvertretenden Kommandanten Hans-Jürgen Gmeiner geleitet wurde, führte zu den verschiedenen Camps im Lager und zu den zahlreichen Schießbahnen. Dabei gab Gmeiner viel fundiertes Insiderwissen an die Gruppe weiter. Beim Schießen der Panzerhaubitze 2000 (PzH 2000) konnte man den „direkten

Schuss“ verfolgen und auch den Raketenwerfer MARS II in Aktion sehen. Nach einer gemütlichen Mittagspause im Biergarten auf der „Ranch 100“ in Kürmreuth, ging es weiter zur alten Kirche der Ortschaft Hopfenohe. Beim Bleidorn-Turm, wo sich bereits Elvis Presley verewigte (kleines Foto), konnte man das komplette Zielgebiet, die so genannte „Impact Area“ überblicken. Text/Foto: Peter Ertl

Die Besuchergruppe mit dem stellvertretenden Kommandanten Hans-Jürgen Gemeiner (3. v. l.).

Hinweis Am 29./30.09.2017 findet das 17. BSB-Reservisteninformationsseminar (Landesreservistenseminar) an der Pionierschule in Ingolstadt statt. Schwerpunktthema: „Tradtionspflege in der Bundeswehr“. Anmeldung bis 19.09.2017 an. Details: s. S. 71

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Oberfranken VSK Issigau

13 Frauen in der Kameradschaft Issigau – 59 Mitglieder zählt die Veteranen- und Soldatenkameradschaft (VSK) Issigau aktuell. 13 davon sind Frauen. Bei vier Neuaufnahmen, so der Vorsitzende Udo Köhler kürzlich bei der Jahreshauptversammlung, konnten auch wieder zwei Jugendliche für die Schützengruppe gewonnen werden. Das gute Nachwuchsergebnis begründete Köhler mit der Schießgruppe und ihrer eigenen Schießhalle. Moritz Wich wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Unter den 15 Vereins-Terminen des letzten Jahres hob Köhler den Besuch der Luftwaffe in Neuburg an der Donau hervor, die dort ihr 60-jähriges Bestehen feierte. Ein unvergessenes Erlebnis, so Köhler, dank der erstklassigen Organisation der Truppe. Köhler erinnerte auch an den Wiesenfestumzug mit der RK Naila in BundeswehrUniform und den Volkstrauertag, an dem fast alle Reservisten der Kameradschaft teilnahmen. Beim Kreisvergleichsschießen kamen vier Schützen auf Platz 1. In der Altersklasse Damen siegte Tamara Böhm, in der Veteranenklasse Alt Gisela Böhm und in der Seniorenklasse Michael Preston. Auch beim Schießen auf die Ehrenscheibe sicherte sich Tamara Böhm den 1. Platz.

(V. l.): Roland Haas, Michael Spörl, Vorsitzender Udo Köhler, Michael Preston, Mario Köhler, Udo Parbus, Bernd Zeeh, Moritz Wich und Kreisvorsitzender Michael Quecke.

Kreisvorsitzender Michael Quecke erinnerte nochmals an die Veranstaltungen und an die Erlaubnis für Reservisten Uniform zu tragen. „Voraussetzung sind vorbildliches Verhalten und eine korrekte Anzugsordnung“, so der Kreisvorsitzende. Text: Köhler/Foto: Hüttner

i Für besondere Leistungen wurden ausgezeichnet: Moritz Wich (Ehrenmitglied); Udo Parbus (Verdienstkreuz I. Klasse); Roland Haas, Mario Köhler ,Bernd Zeeh, Michael Spörl und Michael Preston (Verdienstkreuz II. Klasse).

SK Marxgrün

Kameradschaft gratuliert Ehrenmitglied Marxgrün – Hoch erfreut zeigte sich das Ehrenmitglied der Soldatenkameradschaft (SK) Marxgrün, Alfons Baderschneider (2.v.l.), über den Besuch einer Vereinsabordnung zu seinem 85. Geburtstag. Dem noch immer aktiven und im ganzen Ort als der „Boader“ bekannten Original, gratulierten Kreis – und Vereinsvorsitzender Michael Quecke, Kassier Herbert Raithel und Vorstandsmitglied Klaus Spindler (v. l.) ganz herzlich zu seinem Ehrentag. Text: Michael Quecke/Foto: privat

Bitte senden Sie Ihre Beiträge* an den Pressebeauftragten des für Ihren Verein/Kreisverband zuständigen BSB-Bezirks: Niederbayern: Siegfried Wolf, Email: s.wolf-bsb-niederbayern@t-online.de; Oberbayern: Margit Scholle, Email: dieter.scholle@online.de; Unterfranken: Franz Sennefelder, Email: franz.sennefelder@t-online.de; Mittelfranken: Peter Brandl, Email: brandl50@gmx.de; Oberfranken: Dr. Klaus-Dieter Nitzsche, Email: klaus-dieter.nitzsche@web.de; Oberpfalz: Alfons Kollmer, Email: Alfons.Kollmer@t-online.de; Schwaben: Manfred Thorwarth, Email: mgthorwarth@web.de Sportschützen: Sonja Dendorfer, Email: dendorfersonja@gmail.com * gem. „Redaktionelle Hinweise” unter http:// www.bsb-1874.bayern/Verbandsmagazin-und-Presse/Verbandsmagazin/Redaktionelle-Hinweise-tK/

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Mittelfranken BV Mittelfranken

Die BSB-Werbetrommel gerührt Informationsoffensive beim Munamuseums-Tag Marktbergel – Bereits zum zweiten Mal beeindruckte der BSB-Bezirksverband Mittelfranken die Besucher des Munamuseumstages in Marktbergel. Mit dem durch alle angeschlossenen Kreisverbände ermöglichten Info-Messestand und einer Mannschaft, bestehend aus Angehörigen der BSBKreisverbände Neustadt/Aisch und Erlangen-Höchstadt, schafften es die Kameraden, im direkten Gespräch und unter Einsatz des neu gestalteten BSB-Faltblatts sowie der aktuellen Ausgabe des Verbandsmagazins treue Kameraden sowie verschiedener BSB-Werbeartikel zahlreiche Besucher des Museumstages für den Verband zu interessieren und die „Marke BSB“ in deren Köpfen zu verankern. So erreichte die Standmannschaft auch viele junge Interessenten und konnte diese für den BSB mit all seinen Vorteilen und den damit verbundenen Möglichkeiten überzeugen. Einen Höhepunkt stellte der Besuch der Landtagsabgeordneten Andreas Schalk und Jürgen Ströbel dar. Mit der Messeaktion wollte der BSB-Bezirksverband Mittelfranken den Bayerischen Soldatenbund als größten Soldatenverband in Deutschland mit ca. 65.000 Mitgliedern in über 1.100 Mitgliedskameradschaften im Bundesgebiet in der Öffentlichkeit bekannter machen und auch über dessen Arbeit im Bereich des Schützenwesens, der Reservistenarbeit und der Arbeit für die Bayerische Militärtradition informieren. Im Internet ist der BSB mit einer inzwischen sehr stark besuchten Internetseite unter www.bsb-1874.de vertreten. Text: Ralf Olmesdahl

Ruhe vor dem Sturm: (v. l.) Hanno Dittrich, Dieter Beck und Bernd Finkenberger am InforFoto: Ralf Olmesdahl mationsstand.

Die Landtagsabgeordneten Andres Schalk und Jürgen Ströbel besuchten den von Bernd Foto: Bernd Finkenberger Finkenberger (l.) und Ralf Olmesdahl (r.) betreuten Stand.

i Die ehemalige Munitionsanstalt (Muna) liegt auf der Frankenhöhe bei Marktbergel. Seit dem Jahr 2001 nutzen Privatsammler Fritz Wittmann und sein ca. 110 Mitgliedern zählender Förderverein ein großes Areal der Anlage mit einer Fläche von ca. 3.600 Quadratmetern für eine umfangreiche militärgeschichtliche Dauerausstellung.

Panzer M 60.

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Ein Opel Kadett der Wehrmacht.

Jeep der Amerikanischen Militärpolizei mit Fotos: Ralf Olmesdahl Darstellern.


Mittelfranken

BSB beim „Tag der Bundeswehr“ in Greding Greding – Den diesjährigen „Tag der Bundeswehr“ in Greding nutzten Kameraden des BSB-Bezirksverbandes Mittelfranken dazu, ihrer Informationsoffensive über den Bayerischen Soldatenbund 1874 e.V. einen weiteren Einsatz hinzuzufügen. Foto: Bernd Finkenberger

SRK Bieswang

Vorbereitungen zum 14. Altmühltalmarsch laufen auf Hochtouren Bieswang – Einen Teilnehmerrekord erwarten die Bieswanger Reservisten beim diesjährigen Altmühltalmarsch am Samstag, 9. September 2017, so Jens Krüger, der 1. Vorsitzende der Soldaten- und Resrvistenkameradschaft (SRK) 1899 Bieswang. Dabei werden nicht nur Teilnehmer aus Süddeutschland, sondern auch aus dem Norden der Republik sowie Belgien, Österreich und der Schweiz erwartet. Der Marsch über 15, 20, 25 und 30 Kilometer führt durch die noch nahezu unberührte Natur der Berge und Täler rund um Bieswang und Pappenheim. Start ist um 9 Uhr am Schützenheim in der Nähe des Bieswanger Festplatzes. In der Teilnehmergebühr von 10 Euro ist ein original fränkisches Mittagessen enthalten, das nach Eintreffen der Marschteilnehmer im Festzelt der SRK bereitsteht! Weiterhin erhält jeder Teilnehmer eine Urkunde und die Erstplatzierten jeweils einen Pokal. Für die Gruppe mit den meisten Marschteilnehmern wird ein Wanderpokal ausgelobt! – Anmeldungen bis 11.08.2017 an jens_dieter_krueger@web.de. Infos: Tel. 09143/837438 oder 0172/ 3848924. Text: Jens Krüger

KSV Aisch

Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim gastiert in der Aischgrundhalle Adelsdorf – Das Heeresmusikkorps Veitshöchheim spielt am 26. Oktober 2017 ab 19:30 Uhr (Einlass: 18 Uhr) in der Adelsdorfer Aischgrundhalle. Veranstalter ist der Krieger- und Soldatenverein (KSV) Aisch. Karten zu 15 Euro im Vorverkauf und zu 18 Euro an der Abendkasse. Text: KSV Aisch

KV Feuchtwangen

Bayerischer Soldatenbund verlieh Großes Verdienstkreuz in Gold Heilbronn – Josef Christ, Vorsitzender des Krieger- und Soldatenvereins Rauenzell, erhielt anlässlich der Kreisversammlung des BSB-Kreisverbandes Feuchtwangen als Anerkennung für seinen jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz, zuletzt 27 Jahre als Vorsitzender, das Große Verdienstkreuz in Gold des Bayerischen Soldatenbundes 1874 e.V. ausgezeichnet. Mit dem „Lied vom guten Kameraden“, dem „Lied der Bayern“ und der Nationalhymne – gespielt von den Mosbacher Musikanten – wurde allen verstorbenen Kameraden sowie all Jener, die durch Krieg und Gewalt oder bei Bundeswehreinsätzen ihr Leben verloren haben, gedacht. Bürgermeister Patrick Ruh aus Feuchtwangen ging in seinem Grußwort auf die Veränderungen bei der Bundeswehr in den letzten Jahrzehnten ein. Durch Auslandseinsätze und das Heranwachsen einer neuen Generation in der Gesellschaft besitze die Bundeswehr eine breite gesellschaftliche Akzeptanz. Kritisch betrachtete er die bekannt gewordenen Mängel in der waffentechnischen Ausrüstung und in einigen Führungsebenen. Auf zahlreiche Aktivitäten im Vorjahr konnte der Kreisvorsitzende Josef Christ zurückblicken. Von der Kreisausschusssitzung über einen Neujahresempfang, der Bezirksversammlung, einem Wiedergründungsfest, Weihnachtsfeiern und Jahreshauptversamm-

V. l. Kreisvorsitzender Josef Christ, das geehrte Mitglied Josef Christ und der stellvertretende Kreisvorsitzende Karl-Heinz Effert.

lungen konnte er berichten. Ein gutes Sammelergebnis konnte der KV Feuchtwangen für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge erzielen. Marc Stümmler ist neuer Vorsitzender des Kriegerund Soldatenverein Rauenzell und Dieter Solbeck neuer Vorsitzender der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Ornbau. Text/Foto: Marga Dürr treue Kameraden 4/2017

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Mittelfranken KV Hersbruck/Lauf

Adolf Lederer zum Ehrenkreisvorsitzenden ernannt Bericht von der Kreisversammlung Vorra – Erstmals fand die Kreisversammlung des BSB-Kreisverbandes (KV) Hersbruck/Lauf unter Leitung des neuen Vorsitzenden Thomas Winter statt. An der Veranstaltung nahmen Vertreter von fast allen 13 angeschlossenen Vereinen teil. Winter ging auf die zahlreichen Ereignisse im Verbandsleben des vergangenen Jahres ein. Höhepunkt waren die Feierlichkeiten der Kameradinnen und Kameraden aus Vorra, die ihr 125. Gründungsjubiläum begingen. Winters Dank galt hier dem Vorsitzenden Gerd Seiz mit seiner gesamten Vorstandschaft. Besonders große Freude, so Winter, bereiteten ihm die Aktivitäten der Sportschützen im Kreisverband. Die zahlreiche Teilnahme der Kameradinnen und Kameraden am Kreisschießen sei herausragend. Besonders lobte er die neue Kreisschießwartin Anita Meußel mit ihrem Stellvertreter und stellvertretenden Landesschießwart Roland Bezold für die großartige Durchführung der Kreis-, Landes- und Bundesschießen. Winter dankte auch dem DSKB Speikern-Neukirchen unter Federführung von Roland Bezold für die Ausrichtung der Landesversammlung der Sportschützen im vergange-

nen November. Neue Schützinnen und Schützen, so der Kreisvorsitzende, seien in den Vereinen jederzeit sehr willkommen. Lob zollte Winter auch den vielen Sammlerinnen und Sammlern, Spenderinnen und Spendern für die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge. Über 7.000 Euro konnten an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge überwiesen werden. Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung des ehemaligen Kreisvorsitzenden Adolf Lederer zum Ehrenkreisvorsitzenden. Thomas Winter würdigte seinen Vorgänger für dessen großartige Arbeit in den vergangen 34 Jahren. Außerdem erhielt Lederer vom Bezirksgeschäftsführer des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Dirk Mewes, die Glocke von Rovereto überreicht, eine verkleinerte Kopie des Originals, welche im norditalienischen Rovereto, nur wenige Kilometer vom Gardasee, gegossen aus Geschützrohren aller am ersten Weltkrieg beteiligter Staaten ihren wirklich gigantischen Klang jeden Tag vom Berg über die Stadt erschallen lässt. Sie wird auch Friedensglocke genannt. Reinhold Heinrich, langjähriger Vorsitzender des Soldaten- und Reservistenver-

eins Velden zeichnete Winter mit dem Verdienstkreuz in Gold des Bayerischen Soldatenbundes aus. Ausführlich wurde das neue Mitgliederverwaltungsprogramm des Bayerischen Soldatenbundes vorgestellt und diskutiert. Text/Foto: NN

KSV Rauenzell

Ehrung durch die Stadt Josef Christ für drei Jahrzehnte Vorstandsarbeit geehrt Herrieden – Verdiente Bürgerinnen und Bürger sowie besonders erfolgreiche Sportler und Mannschaften werden alljährlich durch die Stadt Herrieden für ihr Engagement geehrt. In diesem Jahr wurde auch Josef Christ (Foto) vom Krieger- und Soldatenverein (KSV) Rauenzell bedacht. Josef Christ gehörte 33 Jahre lang dem Vorstand des Vereins an, davon allein 27 Jahre als 1. Vorsitzender, bevor er im Januar sein Amt zur Verfügung stellte. Für sein langjähriges Engagement wurde er am 24. April mit der goldenen Ehrenamtsplakette der Stadt Herrieden ausgezeichnet. Bürgermeister Alfons Brandl würdigte in seiner Laudatio das Wirken und Schaffen von Josef Christ in der Gemeinde. Text: Marc Stümmler/Foto: privat

V. l.: Thomas Winter (Kreisvorsitzender), Manuel Wenzl (stellvertretender Kreisvorsitzender), Adolf Lederer (Ehrenkreisvorsitzender), Dirk Mewes (Volksbund-Bezirksgeschäftsführer) und Reinhold Heinrich (Vorsitzender SRV Velden).

Bitte senden Sie Ihre Beiträge* an den Pressebeauftragten des für Ihren Verein/Kreisverband zuständigen BSB-Bezirks: Niederbayern: Siegfried Wolf, Email: s.wolf-bsb-niederbayern@t-online.de; Oberbayern: Margit Scholle, Email: dieter.scholle@online.de; Unterfranken: Franz Sennefelder, Email: franz.sennefelder@t-online.de; Mittelfranken: Peter Brandl, Email: brandl50@gmx.de; Oberfranken: Dr. Klaus-Dieter Nitzsche, Email: klaus-dieter.nitzsche@web.de; Oberpfalz: Alfons Kollmer, Email: Alfons.Kollmer@t-online.de; Schwaben: Manfred Thorwarth, Email: mgthorwarth@web.de Sportschützen: Sonja Dendorfer, Email: dendorfersonja@gmail.com * gem. „Redaktionelle Hinweise” unter http:// www.bsb-1874.bayern/Verbandsmagazin-und-Presse/Verbandsmagazin/Redaktionelle-Hinweise-tK/

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treue Kameraden 4/2017


Unterfranken

KSK Alsleben

90. Geburtstag und 70 Jahre Vereinstreue Alsleben – Seinen 90. Geburstag feierte kürzlich Arthur Bauer, Ehrenmitglied der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Alsleben im Kreise seiner Familie und Vereine. Nun ehrte ihn der Vereinsvorsitzende Edwin Kast mit der Treuenadel für 70 Jahre Vereinszugehörigkeit und der Ehrenurkunde für Kriegsteilnehmer. Arthur Bauer ist einer von vier noch lebenden Kriegsteilnehmern der Kameradschaft. Mit 17 Jahren wurde Arthur Bauer zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht eingezogen. Im Juli 1945 kehrte er aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft in das heimatliche Grabfeld zurück.Schon sehr früh entwickelte er ein großes Interesse am Dorfgeschehen. Als Initiator und Gründungsmitglied hob er vier Vereine mit aus der Taufe. Als der Kriegerverein ins Leben gerufen wurde, war der Jubilar mit dabei. Jahrzehntelang war er in verschiedenen Funktionen in der Vorstandschaft aktiv. Text: Manfred Schwarz/Foto: privat

V. l.: Jubilar Arthur Bauer (M) mit dem KSKVorsitzenden Edwin Kast und dessen Stellvertreter Manfred Schwarz.

KSV Kürnach

Waldreinigung mit Biwak Kürnach – Ende April fand die die alljährliche Waldreinigung des Kameraden- und Soldatenvereins Kürnach (KSV) mit Biwak statt. Erfreulich war die Teilnahme vieler Kinder und Jugendlicher, die so an die Belange des Umweltschutzes herangeführt werden können. Bereits freitags richteten die Reservisten des Vereins das Biwak im Kürnacher Wald ein. Küchen- und Aufenthaltszelte, sowie Zelte zur Übernachtung wurden aufgestellt. Bei Lagerfeuer mit Schälrippchen, Steaks und Bratwürsten wurde der erste Abend bei allgemeiner fröhlichen Stim-

mung verbracht. Eine besondere Bereicherung waren Gäste des Mikecz-Kalman-Husaren-Banderium aus Tököl/Ungarn. Am nächsten Morgen trafen sich etwa 50 Sammler und Landwirte zur traditionellen Wald- und Flurreinigung. Nach der Einteilung der Anwesenden in mehrere Gruppen begann die dreistündige Aktion. Obwohl sich seit Jahren ein Rückgang der Verunreinigung der Fluren bemerkbar macht, muss die Aktion auch weiterhin durchgeführt werden. Immerhin konnten mehrere Kubikmeter Müll gesammelt werden. Nach Abschluss der Sammlung trafen sich die

Teilnehmer am Biwakplatz zum gemeinsamen Mittagessen mit Eintopf und Bratwürsten. Die Sammelaktion wurde mit einem Kameradschaftsabend bei Lagerfeuer und erstklassiger Verpflegung von den Kameraden des KSV Kürnach beendet. Am Sonntag in der Früh wurde dann das Biwak abgebaut und der Lagerplatz nach dem gemeinschaftlichen Frühstück in seinen ursprünglichen Zustand versetzt. Die Aktion soll auch im nächsten Jahr wieder stattfinden, dann zum 30. Mal! Text: Rainer Schmitt/Foto: Matthias Demel

Drei Stunden lang säuberten sie Wald und Flur um ihren Heimatort. Gut gemacht! treue Kameraden 4/2017

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Unterfranken KV Würzburg/Main-Spessart

7. Internationales Verbändetreffen in der Steiermark

Die Standarte des Kreisverbandes Würzburg/Main-Spessart auf der Riegersburg.

Marsch zum Fallschirmjägerdenkmal. Feldbach (Österreich) – Am 7. Internationalen Verbändetreffen in Feldbach (Österreich) Mitte Mai nahmen auch Abordnungen des BSB aus Ober- und Unterfranken teil. Eigentlich waren es drei Veranstaltungen, die zusammen gelegt worden waren: Neben dem bereits erwähnten Verbändetreffen des BSB-Kreisverbandes (KV) Würzburg/Main-Spessart waren dies zudem das 7. Internationale Friedens-, Freundschafts-, Traditions- und Soldatentreffen des Freundeskreises Hoch- und Deutschmeister Baden (Mannheim) sowie das Internationale Soldaten- und Veteranentreffen der Kameradschaft Edelweiß/Steiermark. Ausgerich-

tet und organisiert wurde die Veranstaltung von Brigadier a. D. Josef Paul Puntigam. Das Motto der Veranstaltung war: „Die Entstehung des heutigen Europas aus Blut und Tränen.“ Eingeladen waren internationale wehrpolitisch relevante Soldaten- und Veteranenverbände, Organisationen die sich um den Kulturschutz bemühen sowie Hilfsorganisationen. Leider hatten etwa 120 Bundeswehrangehörige kurzfristig abgesagt. Mit einer Führung durch den Feldbacher Tabor (Kirchenburg) und anschließend durch den Stadtkern durch Brigadier a. D.

Peter Ockfen (M) wurde durch den Präsidenten des Freundeskreises Hoch- und Deutschmeister Baden Martin Wiegand (l) mit dem Großen Ehrenzeichen in Silber (Komtur) ausgezeichnet. Der Kreisvorsitzende Rainer vitéz Schmitt (r) zeichnete Brigadier a.D. J. Puntigam mit dem Großen Ehrenzeichen des Fränkischen Soldatenund Kameradenkreises aus. Vom Freundeskreis Hoch- und Deutschmeister erhielt Brigadier Puntigam das Ehrenkreuz 2. Klasse (Großoffizier) und Klaus Krüger das Ehrenkreuz 5. Klasse (Offizier).

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treue Kameraden 4/2017

Puntigam begann die Veranstaltung. Verschiedene Kirchen, Baudenkmäler und Denkmäler stellte er fachkundig und humorvoll vor. Am Abend ließ ein Teil der Teilnehmer den Abend in einem Feldbacher Gasthaus mit steierischen Schmankerln ausklingen. Die Hauptveranstaltung begann bereits um 8.30 Uhr mit einer Führung durch das Grenzland-Ehrenmal auf der Riegersburg. Hier sind in zwei Steinkreisen die Schicksale der Gemeinden des Umlandes aufgezeichnet, wobei das Leiden der Bevölkerung in seiner ganzen Bitterkeit und Härte verewigt wurde. Nach einer historischen und geo-

Franken in der Steiermark.


Unterfranken grafischen Würdigung des Raumes fand der erste Festakt des Tages statt. Neben den Teilnehmern des ÖKB, BSB und den österreichischen Blaulicht-Organisationen waren auch erstmals Veteranen des Jugoslawienkrieges aus Slowenien anwesend. Festredner waren verschiedene Personen des öffentlichen Lebens, unter anderen der Vater des Vulkanlandes (Touristische Bezeichnung der Südost-Steiermark), Sepp Ober. Er stellte die heutige wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage der Region dar und zeigte die Ereignisse der Vergangenheit in bewegender Form. Es folgten die Ansprachen und Gebete der Geistlichkeit und die Kranzniederlegung unter den Klängen des „Liedes vom guten Kameraden“, gefolgt von der steierischen und österreichischen Hymne. Herma Puntigam trug ein Gedicht zum Anlass der Veranstaltung vor.

Zwischenzeitlich waren auch die Kameraden des Mikecz-Kalman-Huszaren-Banderium aus Tököl und des 4. k.u.k. HessenHomburg-HusarenRegiments aus Dioseg/ Siebenbürgen eingetroffen. Nach dem Mittagessen marschierten die Abordnungen im Festzug zum Sepp-Moosbauer-Platz. Dort befindet sich das FallschirmjägerDenkmal, um das sich die Abordnungen gruppierten. Mit der Landes- und Bundeshymne wurde die von Brigadier Puntigam geleitete Feierstunde eröffnet. Nach der Begrüßung folgten Choräle und Gebete und Worte der Geistlichen sowie diverse Grußbotschaften. Nach dem Trompetensignal wurde unter den Klängen des „Liedes vom guten Kameraden“ ein Kranz niedergelegt und den Gefallenen der Kriege, besonders aber der Fallschirmjäger, die in den Kämpfen um Feldbach ihr Leben lassen mussten, gedacht. Mit dem Fallschirmjä-

ger- und dem Edelweißlied war der Festakt beendet und es erfolgte der Abmarsch nach Feldbach. Hier erfolgte unter dem Marsch „Oh du mein Österreich“ der Ausmarsch der Fahnen und die Veranstaltung wurde offiziell beendet. Der Kameradschaftsabend mit einigen Ehrungen beendete diesen Tag und bereits am nächsten Vormittag – bevor es zur Heimreise ging – fand eine Exkursion unter fachkundiger Führung von Brigadier a. D. Puntigam zur kriegsgeschichtlichen Würdigung des Raabtales zum Ende des Zweiten Weltkrieges statt. Schön wäre es, so Kreisvorsitzender Rainer Schmitt, wenn sich 2019 wieder eine Kameradschaft im unterfränkischen / fränkischen Raum finden würde, das 8. Internationale Verbändetreffen auszurichten. Text: Rainer Schmitt Fotos: KV Würzburg/Main-Spessart

Bitte daran denken: Anträge auf Ehrungen/Auszeichnungen müssen mindestens 4 Wochen vor der Verleihung bei der Landesgeschäftsstelle vorliegen!

SK Ostheim

Ausflug an den Main Fahrt ins geschichtsträchtige Stadt Lohr Lohr a. Main – Zu einem Ausflug nach Lohr am Main hatte der Vorsitzende der Soldatenkameradschaft (SK) Ostheim, Hans-Peter Amthor, Mitglieder und Angehörige eingeladen. Mit von der Partie waren auch Freunde der Patenkameradschaft Heufurt, zu der eine enge Verbindung besteht. Monika Sum hatte die Fahrt bestens vorbereitet. In Lohr angekommen führte Michael Czermin die Gruppe bei herrlichem Sonnenschein entlang der schmucken fränkischen Fachwerkhäuser durch die malerische Altstadt der geschichtsträchtigen Stadt. Beeindruckend waren vor allem der Schlossplatz mit dem Schloss, das Rathaus und die prunkvolle Sankt MichaelsKirche. Interessant war es auch zu hören, dass Schneewittchen vermutlich ihre Kindheit in Lohr verbrachte. Den eindeutig schönsten Blick auf das alte Fischerviertel konnten diejenigen genießen, die die 147 Stufen des Bayerturms erklommen hatten. Gestärkt durch ein Mittagessen mit guter fränkischer Küche im Gasthof Schönbrunnen, einem Brauereigasthof mitten in der Fußgängerzone, und einem Verdauungsspaziergang durch die Altstadt traf man sich an der Anlegestelle zu einer Schifffahrt mit dem Maintal-Bummler.

Vor dem Maintal-Bummler bringt sich die Reisegruppe in Position.

Die Rundfahrt dauerte etwa eineinhalb Stunden und führte von Lohr mainaufwärts nach Steinbach bis zur Schleuse. Dann ging es wieder mainabwärts bis nach Neustadt am Main und wieder zurück nach Lohr.

Bei einem süffigen Oberstreuer Blonden und einem leckerem Imbiss im Oberstreuer Brauhausbiergarten ließ man den Tag ausklingen. Text/Foto: Eva Wienröder

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Unterfranken SK Wiesenbronn

Hohe Ehrung für Alfred Wehrwein Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt Kitzingen – Alfred Wehrwein (r), ehemaliger Vorsitzender der Soldatenkameradschaft (SK) Wiesenbronn, prägte den Verein über 25 Jahre lang und sorgte dafür, dass dieser mustergültig in das Dorfgeschehen eingebunden wurde. Nun erhielt er aus den Händen der Kitzinger Landrätin Tamara Bischoff (l) das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt. Wehrwein habe, so heißt es in der Laudatio, der Kameradschaft einen gewissen Geist eingehaucht. Seine Art zu führen gab allen Mitgliedern das Gefühl einer ganz besonderen Zugehörigkeit, einer Verpflichtung zur Kameradschaft ohne jeglichen Zwang, eine Freude an der Gemeinsamkeit. Er schaffte es mit dem ihm eigenen Führungsstil bei fröhlichen aber auch traurigen oder nachdenklichen Veranstaltungen die Mitglieder zu motivieren mitzuhelfen, zu unterstützen wo es in der Kameradschaft geboten und erforderlich war. Bereits 1971 trat Wehrwein in die Kameradschaft ein und wurde 1991 deren 1. Vorsitzender. Er ist in der in der Bevölkerung äußerst beliebt. Er förderte und pflegte als Vorsitzender ein reges Vereinsleben in Wiesenbronn. Das kameradschaftliche

Miteinander war ihm stets sehr wichtig. Bereits 1992 öffnete sich der Verein auch für Mitglieder, die nicht gedient hatten und für Frauen, die seit 1998 Mitglied werden können. Sie sind heute fester Bestandteil der Mitgliederstruktur. Alfred Wehrwein trug Sorge für die jährlich wiederkehrenden Termine, die von ihm beispielhaft vorbereitet und

durchgeführt wurden. Bei den jährlichen Sammlungen für die Kriegsgräberfürsorge liegt Wiesenbronn seit Jahren immer mit an der Spitze von Unterfranken. Für Alfred Wehrwein war die Pflege des Ehrenmals für die Gefallenen der Weltkriege zusammen mit weiteren Helfern eine selbstverständliche und gerne wahrgenommene Aufgabe. Auch sind die Kranken- und Geburtstagsbesuche zu erwähnen, die die Zusammengehörigkeit und Verbundenheit der Kameradschaft dokumentierten. Alfred Wehrwein übte 13 Jahre das Ehrenamt des Bürgerkommandanten der Bürgerwehr aus, solange es seine Gesundheit zuließ. Als unermüdlicher Hobbyfotograf dokumentiert Alfred Wehrwein seit Jahren sämtliche Ereignisse im Vereins- und Dorfleben. Seine Bilder bereiten anlässlich von Ausstellungen und Bildervorträge immer wieder viel Freude. Alfred Wehrwein hat sich durch sein langjähriges ehrenamtliches Engagement hervorragende Verdienste zum Wohle der Allgemeinheit erworben und ist der Auszeichnung mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten sicher würdig. Text: Manto Graf zu Castell-Rüdenhausen Foto: LRA Kitzingen, Pressestelle

Bitte senden Sie Ihre Beiträge* an den Pressebeauftragten des für Ihren Verein/Kreisverband zuständigen BSB-Bezirks: Niederbayern: Siegfried Wolf, Email: s.wolf-bsb-niederbayern@t-online.de; Oberbayern: Margit Scholle, Email: dieter.scholle@online.de; Unterfranken: Franz Sennefelder, Email: franz.sennefelder@t-online.de; Mittelfranken: Peter Brandl, Email: brandl50@gmx.de; Oberfranken: Dr. Klaus-Dieter Nitzsche, Email: klaus-dieter.nitzsche@web.de; Oberpfalz: Alfons Kollmer, Email: Alfons.Kollmer@t-online.de; Schwaben: Manfred Thorwarth, Email: mgthorwarth@web.de Sportschützen: Sonja Dendorfer, Email: dendorfersonja@gmail.com * gem. „Redaktionelle Hinweise” unter http:// www.bsb-1874.bayern/Verbandsmagazin-und-Presse/Verbandsmagazin/Redaktionelle-Hinweise-tK/

Foto-Tipps O Fotos grundsätzlich als JPEG einsenden  mind 300 dpi  nur im Ausnahmefall als Papierabzug (dann 13x18 Hochglanz)  keine Zeitungsfotos

O Bildunterschrift (v. l. n. r. Vorname, Nachname, Funktion)

O weniger Gruppen-, mehr Aktionsfotos

O Fotograf (Vor- u. Zuname)

O Hintergrund beachten

O bei übersandten Fremdfotos (z.B. von einem ProfiFotografen) Abdruckgenehmigung einholen/Urheberrechte klären. Generell gilt, dass der BSB keine Honorare zahlen kann!

O gelegentlich die Aufnahmeposition wechseln O näher an das Hauptmotiv herangehen

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O auch mal Hochformat-Fotos schießen O Einwilligung der Fotografierten einholen (falls erforderlich; stets bei unter 18-Jährigen)


Oberbayern KVSV Landsberied

Langjährige Vorstandsmitglieder verabschiedet Landsberied – Zur Jahreshauptversammlung Ende März konnte der 1. Vorsitzende des Krieger-, Veteranen- und Soldatenvereins (KVSV) Landsberied Bruno Lorber 50 Mitglieder und einige Ehrengäste aus Politik und BSB begrüßen. Lorber wurde bei den Vorstandswahlen in seinem Amt bestätigt (Info). Nachdem sich die langjährigen Vorstands- und Ehrenmitglieder Toni Kirchmair (nach 48 Jahren, davon zwölf Jahre 1. Vorsitzender) und Rudi Hufnagel (36 Jahre) für die Neuwahlen nicht mehr zur Verfügung stellten, wurden sie mit allen Ehren für ihr Wirken ausgezeichnet. Toni Kirchmair erhielt bereits bei der diesjährigen Bezirksversammlung das Große Verdienstkreuz in Gold des BSB , Rudi Hufnagel und Franz Marx (Schriftführer seit 1996) erhielten aus der Hand des neuen Bezirksvorsitzenden Dieter Scholle das Große Verdienstkreuz am Bande des BSB. Der KVSV verabschiedete die beiden Ausscheider mit einem Glasfelsen, auf welchen ihre Leistungen für den Verein eingraviert wurden. Text: Bruno Lorber/Fotos: Josef Hillmeier

V. l.: 1. Vorsitzender Bruno Lorber und die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Rudi Hufnagel und Toni Kirchmair.

i Der neue Vorstand des KVSV Landsberied: Bruno Lorber (1. Vorsitzender); Josef Hillmeier (2. Vorsitzender); Franz Marx (Schriftführer); Norbert Müller (Kassierer); Andreas Sandmeir (Fahnenjunker); Medard Schöbl, Ludwig Dellinger, Helmut Huber und Jürgen Lindemiller (Beisitzer); Jürgen Lindemiller (Mitgliederverwaltung).

V. l.: 1. Vorsitzender Bruno Lorber, Ehrenmitglied Rudi Hufnagel, Schriftführer Franz Marx und BSB-Bezirksvorsitzender Dieter Scholle.

KSV Weichering

60 Jahre Mitglied Weichering – Eine besondere Ehre wurde dem Vorsitzenden des Krieger- und Soldatenvereins (KSV) Weichering, Johann Fürholzer, zuteil, indem er an der Spitze einer kleinen Delegation Otto Schmid die äußerst seltene Auszeichnung für 60 Jahre Zugehörigkeit zum Verein an übergeben durfte. Neben der goldenen BSB-Ehrennadel gab es eine Urkunde sowie ein kleines Präsent. Otto Schmid wurde 1927 in Weichering geboren und musste bereits als Jugendlicher eine militärische Ausbildung beim Volkssturm beginnen, die er 1944 beim Reichsarbeitsdienst im Forstenrieder Park in München fortsetzte. Im Januar 1945 wurde Schmid zur Wehrmacht in die Funkerkaserne nach München einberufen und erlebte dort wenig später schwere Luftangriffe der Alliierten. Im Februar 1945 wurde er nach Berchtesgaden zu Sicherungsaufgaben auf den Obersalzberg verlegt. Im Mai 1945 geriet er in amerikanische Gefangenschaft und wurde über mehrere Stationen im Juni des gleichen Jahres in Ulm aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Zu Fuß lief er in zwei Tagen von dort nach Hause. Otto Schmid war viele Jahre erster Bürgermeister und ist zudem Ehrenbürger der Gemeinde Weichering. Er ist der letzte noch lebende Weltkriegsteilnehmer sowie Wiedergründungs- und Ehrenmitglied des KSV Weichering. Im Vereinsleben des Ortes ist er nach wie vor sehr aktiv und darf 2017 seinen 90. Geburtstag feiern. Text: Christian Rechner/Foto: Johann Lautner

V. l.: KSV-VorsitzenderJohann Fürholzer, Otto Schmid, Johann Lautner und Christian Rechner.

Bitte daran denken: Anträge auf Ehrungen/Auszeichnungen müssen mindestens 4 Wochen vor der Verleihung bei der Landesgeschäftsstelle vorliegen! treue Kameraden 4/2017

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Oberbayern VSV Friedberg

Neuer Vorstand gewählt Friedberg – International ging es bei der Jahreshauptversammlung 2017 mit Neuwahlen (Info) des Veteranen- und Soldatenvereins (VSV) Friedberg zu. Außer dem BSB-Kreisvorsitzenden konnte Vorsitzender Michael Winkler auch einen Ehrengast aus Wien, das Mitglied Hannes Theissl, willkommen heißen. Einige VSV-Mitglieder wurden geehrt. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder, erfolgte der Jahresbericht 2016 mit insgesamt 30 Veranstaltungen, bei der die Fahnenabordnung zwölf Mal ausrückte. Hinzu kommen die routinemäßigen Donnerstagnachmittage im Vereinsheim. Michael Winkler dankte ausdrücklich allen Vorstandskameraden und den Funktionären für ihre geleistete Arbeit im Verein. Text: Michael Winkler Fotos: Hans Weiser

V. l.: Vorsitzender Michael Winkler , Hannes Theissl, Anton Mück, Dieter Bader und Bernhard Bienek.

i Der neue Vorstand des VSV Friedberg: Michael Winkler (1. Vorsitzender); Georg Kindler (2. Vorsitzender); Dieter Scholle und Dieter Bader (1. bzw. 2. Schriftführer); Johann Weiser und Gerhard Weiser (1. bzw. 2. Kassier); Karl Greppmair, Heinz Bucher, Stephan Huber und Maria Mayerle (Beisitzer); Johann Weiser, Dieter Bader, Emil Rietzler und Peter Kreisi (Böllerschützen); Karl Greppmair und Gerhard Weiser (Fahnenträger ). Für langjährige Vereinszugehörigkeit wurden geehrt: Helmut Teubert (50 Jahre); Anton Mück, Erhard Mück und Ewald Fischl (40); Dieter Bader, Ronald Strunz und Kurt Göbl (30); Albert Kogelmann, Gerhard Rabl und Elisabeth Rabl (25).

Der VSV-Vorstand mit (v. l.) Michael Winkler, Georg Kindler, Gerhard Weiser, Stephan Huber, Dieter Bader, Karl Greppmair, Heinz Bucher , Dieter Scholle, Johann Weiser. Es fehlt Beisitzerin Maria Mayerle.

Bitte senden Sie Ihre Beiträge* an den Pressebeauftragten des für Ihren Verein/Kreisverband zuständigen BSB-Bezirks: Niederbayern: Siegfried Wolf, Email: s.wolf-bsb-niederbayern@t-online.de; Oberbayern: Margit Scholle, Email: dieter.scholle@online.de; Unterfranken: Franz Sennefelder, Email: franz.sennefelder@t-online.de; Mittelfranken: Peter Brandl, Email: brandl50@gmx.de; Oberfranken: Dr. Klaus-Dieter Nitzsche, Email: klaus-dieter.nitzsche@web.de; Oberpfalz: Alfons Kollmer, Email: Alfons.Kollmer@t-online.de; Schwaben: Manfred Thorwarth, Email: mgthorwarth@web.de Sportschützen: Sonja Dendorfer, Email: dendorfersonja@gmail.com * gem. „Redaktionelle Hinweise” unter http:// www.bsb-1874.bayern/Verbandsmagazin-und-Presse/Verbandsmagazin/Redaktionelle-Hinweise-tK/

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Oberbayern KV Landsberg-Lech

Schon ein halbes Jahrhundert Fahnenträger Schondorf – Erfreulich hoch war die Betetilgung an der Jahreshauptversammlung des BSB-Kreisverbandes (KV) Landsberg a. Lech im Mai. Gertrud Prömper, 2. Vorsitzende des Ortsvereins, begrüßte die anwesenden Kameradinnen, Kameraden und Ehrengäste aus Politik und BSB und stellte die KSR Schondorf kurz von der Gründung bis zu den heutigen Aufgaben vor. Kreisvorsitzender Bernhard Bienek übernahm für den weiteren Ablauf der Versammlung. Fahnenjunker Gerhard Thurner, der seit 50 Jahren die Fahne des Ortsverbands Schondorf trägt, senkte diese zur Totenehrung, zwei Trompeter spielten das „Lied vom guten Kameraden“. Im Anschluss sprach BSB-Versicherungsreferent Stefan Schmid über das Versicherungswesen im BSB. Als neuer Kreisschießwart wurde Florian Schilcher, Vorsitzender der Rotter Reservisten, gewählt.

Obere Reihe (v. l.): Christian Sedlmeir, Bernhard Bienek; untere Reihe (v.l.): Dieter Scholle, Alexander Ganzenmüller, Solveig Sedlmeir, Christian Ganzenmüller, Christian Heyer, Florian Schilcher und Ehrenbezirksvorsitzender Heinz Leitner. Nach der Pause folgten die Ehrungen. Es folgten Ehrungen. Dabei wurden Alexander Ganzenmüller und Christian Ganzenmüller mit dem Ehrenkreuz des BSB und Solveig Sedlmeir mit dem Ehrenkreuz für

Frauen in Silber ausgezeichnet. Alle drei sind Mitglieder im Veteranenverein Landsberg-Lech. Text: Bernhard Bienek Foto: Gertrud Prömper

KV München

Wieder eine Frau im Kreisvorstand Neubiberg – Nachdem die Kassiererin Edith Huber vor rund acht Jahren aus gesundheitlichen Gründen aus dem Kreisvorstand ausscheiden musste, war dieser zu einer reinen Männerriege geworden. Mit Gisela Pfeifle von der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Unterhaching als Schriftführerin konnte nun diese „Unausgewogenheit“ im Sinne der Gleichstellung endlich ausgeglichen werden. Alle anderen Vorstandsmitglieder, darunter auch (zum vierten Mal!) der Vorsitzende Klaus Käfer, wurden bei den Neuwahlen anlässlich der Jahreshauptversammlung Anfang Mai in ihren Ämtern bestätigt (Info). Die zwölf vom Kreisverband betreuten Kameradschaften waren bei der Versammlung fast komplett durch Delegierte vertreten. Auch der neue Bezirksvorsitzende Oberbayern, Dieter Scholle, nahm an der Veranstaltung teil. Er dankte allen Gewählten für ihre Bereitschaft ein Ehrenamt zu übernehmen. In seiner Funktion als ebenfalls neu bestellter Geschäftsführer des BSB-Sozialwerks wies er auf die Fördermöglichkeiten dieser Einrichtung hin, die leider im Bezirk Oberbayern so gut wie nicht beansprucht würden. Ebenso bat er darum, das Sozialwerk bei Spendenaktionen zu berücksichtigen. Im Anschluss konnte er einige Kameraden für ihre Verdienste um den Bayerischen Soldatenbund auszeichnen. Text: Klaus Käfer/Fotos: Dieter Scholle

Der neue Kreisvorstand mit (v. l.) Thomas Kreuzer, Günter Damaske, Karl Grandl, Gisela Pfeifle, Klaus Käfer und Rolf Kramer

i Ausgezeichnet wurden (v. l.): Thomas Kreuzer (Reservistenverdienstkreuz Silber), Josef Giggenbach (Goßes Verdienstkreuz Gold), Karl Grandl (Goßes Verdienstkreuz Gold am Bande), Martin Haum (Ehrenkreuz), Günter Damaske (Reservistenverdienstkreuz Silber).

Der neue Vorstand des KV München: Klaus Käfer (1. Vorsitzender); Karl Grandl (Stellvertreter); Günter Damaske (Kassierer); Gisela Pfeifle (Schriftführerin); Rolf Kramer (Revisor); Thomas Kreuzer (Kreisschießwart). treue Kameraden 4/2017

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Oberbayern

VKV Laim

Hohe Ehrung für Werner Eckhardt München – Werner Eckhardt (Bildmitte), ältestes Mitglied des Veteranen- und Kriegervereins (VKV) Laim 1890/2010 e.V., erhielt kürzlich die Medaille „München leuchtet“. Oberbürgermeister Dieter Reiter (l) persönlich überreichte Eckahardt die höchste Auszeichnung der Landeshauptstadt anlässlich der Obermenzinger Festwochen. Damit werde Eckhardts Engagement für München in seiner langjährigen Schaffenskraft und künstlerischen Tätigkeit gewürdigt. BSB-Präsident Richard Drexl freut sich mit Werner Eckhardt über „die verdiente Ehrung eines seit Jahrzehnten dem Ehrenamt verpflichteten Bürgers, der nicht nur der Stadt München in herausragender Weise gedient hat. Gerade auch wir vom Bayerischen Soldatenbund durften an Ihrem künstlerischen Wirken und Ihrer gemeinnützigen Einstellung in vielfältiger Weise teilhaben.“ Lesen Sie ab S. 80 eine weitere Episode aus Werner Eckhardts Kriegserinnerungen. Text: Gerhard Krämer/tK/Foto: Gerhard Krämer

Auf ein Neues! Laim – Gerhard Krämer (2. v. l.), langjähriger Vorsitzender des Veteranen- und Kriegervereins (VKV) Laim 1890/2010 e.V., darf sich auf eine weitere Amtsperiode freuen. Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde er wie auch seine Stellvertreter Norbert Winkler und Clemens Tix, Kassenwart/Vereinsschießwart Thomas Kreuzer sowie Schriftführer Max Gänsler in ihren Funktionen bestätigt. Gerhard Haas, Rolf Kramer und Norbert Winkler (v. l.) ehrte Krämer für die aktive Unterstützung des Vereinslebens mit dem Ehrenkreuz des BSB. Text/Foto: Clemens Tix

Sommerempfang mit Zwischenbilanz München-Laim – CSU und SPD aus dem Münchner Rathaus hatten zum Sommerempfang für Vereine geladen. Unter den Gästen auch Mitglieder des Veteranen- und Kriegervereins (VKV) Laim 1890/2010 e.V. Bei einer Zwischenbilanz ging es nicht um die große Politik, sondern um die politische Arbeit für die liebenswerte Stadt. Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle (MdL), der Landtagsabgeordnete Otmar Bernhard sowie Stadträtin Alexandra Gaßmann als Hausherrin nahmen an der anschließenden Diskussion teil. Text: Gerhard Krämer/Foto: Rudolf Maywald

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Oberbayern Ein sehenswertes Militärmuseum München – Das Wehrgeschichtliche Museum in der Salzburger Schwarzenberg-Kaserne hatten sich der Veteranen- und Kriegerverein (VKV) Laim von 1890/2010 e.V. mit seinem Vorsitzenden Gerhard Krämer als Ziel seines Sommerausfluges gewählt. Neben Uniformen, Ausrüstungsgegenständen, Orden und Ehrenzeichen sind es vor allem Waffen aus den verschiedenen Epochen der 2000-jährigen Geschichte Österreichs und der im Land stationierten Armeen, die es dort zu bestaunen gibt. So konnte vom Gladius (Schwert) eines römischen Legionärs bis zur Panzerhaubitze des Österreichischen Bundesheeres die verschiedensten Ausrüstungen besichtigt werden. Herr Niedermann vom 1992 gegründeten Trägerverein „Wehrgeschichtliche Forschung – Salzburger Wehrgeschichtliches Museum“ zeigte der Gruppe auch Urkunden und Schlachtenpläne. Das sehenswerte Museum ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Text/Foto: Gerhard Krämer

Die Besucher im Fahrzeugpark des Museums.

In der Hauptstadt Berlin – Eine Stadtrundfahrt sowie Besuche der Ausstellung im Tränenpalast an der Friedrichstraße und der Bayerischen Landesvertretung standen am ersten Tag auf dem Programm der Berlinfahrt, zu der das Bundespresseamt auf Vermittlung der Bundestagsabgeordneten Julia Obermeier (CSU) Mitglieder des Veteranen- und Kriegervereins (VKV) Laim von 1890/2010 e.V. eingeladen hatte. Obermeier ist selbst Mitglied des VKV. Etwa 50 Personen waren der Einladung gefolgt. Anlässlich des Besuches einer Plenarsitzung des Bundestages berichtete die Abgeordnete, die Mitglied im Verteidigungsausschuss ist, anderntags von ihrer zeitraubenden Tätigkeit. Beim anschließenden Besuch des Verteidigungsministeriums erfuhr die Reisegruppe viel über die weltweiten Einsätze der Bundeswehr. Nach dem informativen Tag genossen die Laimer auf einem extra für sie gecharterten Spreeschiff in Begleitung „ihrer“ Abgeordneten eine Schifffahrt mit Abendessen auf der Spree. Vor der Rückreise am darauffolgenden Tag stand mit einem Besuch auf dem Gendarmenmarkt mit der Ausstellung im Deutschen Dom ein weiterer Kulturhöhepunkt an. Text: Gerhard Krämer/Foto: privat

Schifffahrt auf der Spree mit VKV-Vereinsmitglied Julia Obermeier (weiße Jacke). treue Kameraden 4/2017

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Schwaben KV Ries / RK Nordries

Besuch bei der silbernen Gams Tag der Bundeswehr in Penzing – 60 Jahre LTG 61 Penzing – Gleich zwei Anlässe nutzte das Lufttransportgeschwader 61 (LTG 61) am 10. Juni, um sich noch einmal vor der für Ende des Jahres geplanten Auflösung der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Penzinger verbanden ihr 60-jähriges Jubiläum mit dem „Tag der Bundeswehr“, der bundesweit an 16 Standorten durchgeführt wurde (s. S. 18). Für die Reservistenkameradschaft (RK) Nordries und den BSB-Kreisverband (KV) Ries hatte deren Vorsitzender Josef Ruhland einen Besuch für Mitglieder und Gäste organisiert.

Zu besichtigen gab es historische Transportflugzeuge (Douglas C-47 Dakota und Noratlas) sowie die altgedienten Transall C160 (mit Sonderlackierung „Silberne Gams 51+01“), aber auch moderne Luftfahrzeugen wie den Airbus A400M, Eurofighter und Tornado oder Hubschrauber (Sikorsky CH-53, Airbus Helicopters H 145M und Eurocopter EC 135). Piloten und Bordpersonal der geparkten Maschinen machten den interessierten Besuchern bzw. zivilen Hobbypiloten im Cockpit gern Platz.

Die atemberaubenden Flugshows der Piloten in ihren Eurofightern, Tornados, der Transall und Hubschraubern begeisterten die Teilnehmer ebenso wie das Zusammenspiel der verschiedenen Flugzeugtypen mit Fallschirmspringern während der Demonstration einer Bergungsaktion, das Absetzen von Lasten oder einer Luftbetankung. Außerdem luden Ausstellungen, InfoStände und Verpflegungsstationen zum Verweilen ein. Text/Foto: Manfred Thorwarth

Die Besucher aus dem Ries vor der fast schon „historischen“ Noratlas im Fliegerhorst Penzing.

Bitte daran denken: Anträge auf Ehrungen/Auszeichnungen müssen mindestens 4 Wochen vor der Verleihung bei der Landesgeschäftsstelle vorliegen!

Bitte senden Sie Ihre Beiträge* an den Pressebeauftragten des für Ihren Verein/Kreisverband zuständigen BSB-Bezirks: Niederbayern: Siegfried Wolf, Email: s.wolf-bsb-niederbayern@t-online.de; Oberbayern: Margit Scholle, Email: dieter.scholle@online.de; Unterfranken: Franz Sennefelder, Email: franz.sennefelder@t-online.de; Mittelfranken: Peter Brandl, Email: brandl50@gmx.de; Oberfranken: Dr. Klaus-Dieter Nitzsche, Email: klaus-dieter.nitzsche@web.de; Oberpfalz: Alfons Kollmer, Email: Alfons.Kollmer@t-online.de; Schwaben: Manfred Thorwarth, Email: mgthorwarth@web.de Sportschützen: Sonja Dendorfer, Email: dendorfersonja@gmail.com * gem. „Redaktionelle Hinweise” unter http:// www.bsb-1874.bayern/Verbandsmagazin-und-Presse/Verbandsmagazin/Redaktionelle-Hinweise-tK/

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Schwaben SRK Oettingen

Großstadt mit Kleinstadtflair Ausflug nach Regensburg Regensburg – 42 Mitglieder und Gäste der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Oettingen nahmen am diesjährigen Ausflug nach Regensburg teil. Während einer Stadtführung mit dem City Train konnten sie einen guten Einblick über die reiche Geschichte der Stadt gewinnen, die bereits während der Römerzeit ein bedeutender Mittelpunkt war. Viele der zahllosen Sehenswürdigkeiten wie die Steiner-

ne Brücke, die Patrizier-Hausburgen aus Stein mit den hohen Geschlechtertürmen, das Alte Rathaus und der Regensburger Dom St. Peter wurden während der Fahrt besucht und erläutert. Heute hat Regensburg rund 150.000 Einwohner und steht damit nach München, Nürnberg und Augsburg an vierter Stelle unter den Großstädten des Freistaates Bayern. Trotz ihrer Größe hat sich die Stadt mit

ihren reizvollen Gassen und Winkeln bis heute den Charme einer Kleinstadt bewahren können. Eine Fahrt auf der Donau gehörte selbstverständlich ebenfalls zum Besuchsprogramm. Auf der Rückfahrt kehrte die Gruppe noch beim Kamerad Konrad in Alesheim zu einem gemeinsamen Essen ein. Foto/Text: Werner Paa

Die Besucher aus Oettingen erkundeten die viertgrößte Stadt Bayerns Regensburg.

Bevor Sie einen Beitrag an den/die Pressebeauftragte(n) Ihres Bezirks senden, prüfen Sie bitte: O Vereinsname ausgeschrieben und abgekürzt? O Zu welchem BSB-Bezirk gehört Ihr Verein? O Vor- und Zuname des Autors und Fotografen? O Bildunterschriften für jedes Bild (Personen mit Vorname, Nachname, ggf. Funktion, von links nach rechts aufführen) O Bei Zeitungsartikeln: Hat die Redaktion der kostenfreien Veröffentlichung in treue Kameraden zugestimmt? O Bilder immer separat als JPEG versenden (nicht in den Artikel hineinkopieren). O Kontakt für Rückfragen (E-Mail, TelNr)

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Selbstständige Kameradschaften RK Wisserland

Kreidezeit noch längst nicht passé Ausgediente Schultafel aus dem Kopernikus-Gymnasium für die Wissener Reservisten Wissen – Schon seit Jahren erhält die Reservistenkameradschaft (RK) Wisserland medientechnische und materielle Unterstützung zu Ausbildungszwecken vom Wissener Kopernikus-Gymnasium. Ohne diese Unterstützung hätten viele Unterrichte an Attraktion verloren oder wären erst gar nicht durchführbar gewesen. Neueste Errungenschaft: Eine ausgediente mobile Schultafel. Diese musste „nur“ noch zum Reservistendomizil transportiert werden. Nicht ganz so einfach bei über 400 Kilogramm Gewicht! Ingolf Wagner hatte die zündende Idee: ein Lkw mit Krananlage muss her! Über gute Beziehungen organisierte er ein solches Gerät. Die Schultafel konnte problemlos und ohne zerlegt zu werden auf die Ladefläche verbracht und anschließend mühelos im Vereinsheim eingelagert werden. Schulleiter Georg Mombour, sein Stellvertreter Thoams Heck und Hausmeister Becker wissen die Tafel bei den Wissener Reservisten in guten Händen. Text: aw/Foto: Axel Wienand

Geschafft! Nun muss die Tafel noch richtig auf der Ladefläche des Lkws verzurrt werden. Das übernehmen Uli Schneider (l.) und Ingolf Wagner (r.) fachmännisch.

Axel Wienand bleibt Vorsitzender Umfangreiches Jahresprogramm verabschiedet – Jahresversammlung mit zahlreichen Auszeichnungen Wissen – Personelle Veränderungen brachte die jüngste Vorstandswahl der Reservistenkameradschaft (RK) Wisserland, die auch weiterhin von Oberstleutnant d.R. Axel Wienand geführt wird. Die Wahlen fanden im Rahmen der Jahreshauptversammlung statt, bei der Wienand auf ein ereignisreiches Jahr 2016 zurückblickte, das für die Wissener RK von vielfältigen, meist positiven Geschehnissen geprägt war. Die Mitglieder, so Wienand, hätten mit ihrem persönlichen Einsatz auch im zurückliegenden Jahreszeitraum wesentlich dazu beigetragen, dass die Reservistenarbeit innerhalb und außerhalb der Bundeswehr trotz schwieriger Rahmenbedingungen einen wichtigen Beitrag zur Akzeptanz des Auftrages der Streitkräfte leisten konnte. Die Vermittlung und Überprüfung von individuellen Grundfertigkeiten (IGF) und körperlicher Leistungsfähigkeit (KLF) sind auch für die Angehörigen der Reserve mittlerweile ministerielle Vorgaben. Die klar definierten Leistungen auf beiden Gebieten müssen in turnusmäßigen Abständen von einem bzw. zwei Jahren erfolgreich abgelegt werden. Die RK Wisserland mit ihren Ortsverbänden hätten, so Wienand, mit ihren Abendversammlungen, die mit zusätzlichen Tages- und Wochenendveranstaltungen gepaart wurden, die ministeriellen Vorgaben durchweg erfolgreich umgesetzt. Besonders positiv schlägt dabei zu Buche, dass die RK mit ihren qualifizierten militärischen Ausbildern gut aufgestellt ist. Solide Ausbildung ist bei den Wissenern garantiert. Sie wollen auch zukünftig ihre Abendversammlungen mit ausgewählten Ausbil-

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Der neue Vorstand der Reservistenkameradschaft „Wisserland“ mit den Revisoren und deren Vertretern. Versammlungsleiter Harald Voit (vordere Reihe 3.v. l.) verpflichtet die Alten und die Neuen per Handschlag.

i Ausgezeichnet wurden: Ingolf Wagner (RK-Ehrenmedaille in Silber); Björn Reiter (Jahresbestpreis der RK); Axel Wienand (Goldenes Sportabzeichen/24. Wiederholung); Armin Schneider (Goldenes Sportabzeichen/13.); Philipp Klevers und Björn Flug (Deutsches Sportabzeichen in Gold/10. bzw. 5. Prüfung); Axel Wienand (DLRG-Rettungsschwimmabzeichen Gold 4. Wiederholung). Der neue Vorstand der RK Wisserland: Axel Wienand (Vorsitzender); Klaus Schneider (1. Stellvertreter); Armin Schneider (2. Stellvertreter); Manfred Giebeler (Schriftführer); Gerd Kaminski (Kassenwart); Peter Piechnitzek und Wolfgang Ziolkowski (Kassenprüfer); Frank Schultheis und Bruno Stahl (Stellvertretende Kassenprüfer). dungsthemen und sicherheits- wie auch tagespolitischen Diskussionen auflockern und somit attraktiver gestalten. Knappe 60 Veranstaltungen haben die Kameraden der Reserve im Jahr 2016 er-

folgreich absolviert. Einige davon ließ er abschließend noch einmal Revue passieren. Ehrungen und sportliche Auszeichnungen rundeten auch diesmal die Jahresversammlung ab. Text: aw/Foto: privat


Sportschützen BSB-Sportschützenfunktionäre zurückgetreten! Service läuft weiter – Bundes- und Landesreservistenschießen 2017 finden statt – Kontaktdaten benötigt durch das BSB-Generalsekretariat bearbeitet. Für die Durchführung des Bundesschießens am 16. und 17. September 2017 und für das Landesreservistenschießen am 7. Oktober 2017 konnte der ehemalige Landesschießwart Josef Schreml gewonnen werden. Seine langjährige Erfahrung wird eine erfolgreiche Durchführung der Veranstaltungen ermöglichen. Die Ausschreibungen und Meldelisten werden in Kürze auf der Internetseite des BSB (www.bsb-1874.de) veröffentlicht. Für eine erfolgreiche Fortsetzung der Arbeit bittet das BSB-Generalsekretariat – mög-

lichst per Mail – ihm die Kontaktdaten der Kreis- und Vereinsschießwarte (Name, Anschrift, Telefon und E-Mail) zukommen zu lassen. Die Daten werden dringend benötigt, um die Benachrichtigungen zur Nachbzw. Neuwahl zustellen zu können. Außerdem wird um Vorschläge zur personellen Neubesetzung der Ämter im Schießwesen gebeten. Die Nach- bzw. Neuwahlen finden am 14.01.2018 statt (s. S. 68). Das Präsidium bedankt sich bei den zurückgetretenen Funktionären für die zum Teil langjährige gute Arbeit zum Wohle der Sportschützen und des BSB. Text: BSB-Generalsekretariat

Foto: Klaus D. Treude

Amberg – Am 15./16. Juli 2017 sind der Landesschießwart, sein erster und zweiter Stellvertreter und die Landesschriftführerin von ihren Ämtern zurückgetreten. BSB-Präsident Richard Drexl hat sich daraufhin am 19. Juli 2017 in Amberg mit den anwesenden Bezirksvorsitzenden mit folgendem Ergebnis beraten: Um die geregelte Weiterführung der Geschäfte sicherzustellen, werden alle die Sportschützen betreffenden Anfragen, Anträge für Auszeichnungen und Anträge für das Bestätigen von Bedürfnissen für den Waffenerwerb bis zur Nach- bzw. Neuwahl der erforderlichen Positionen

BV Oberpfalz

Auszeichnungen nach attraktivem Bezirksschießen Wörth – Bei der Bezirksversammlung des BSB-Bezirks Oberpfalz (S. 33) wurden die besten Teilnehmer am letzten Bezirksschießen ausgezeichnet. Bezirksschießwart Wolfgang Burger freute sich, dass es deutlich besser angenommen worden sei als noch im Jahr davor. Die vielen soldatischen Schießklassen, mit Lang- und Kurzwaffen, liegend und stehend, groß- oder kleinkalibrig, seien durchaus attraktiv und lockten auch junge Teilnehmer an. Allerdings mahnte der Schießwart zu mehr Sorgfalt bei der Anmeldung der Schützen und der Führung der Schießbücher. Ab 2018 werde der Schießbetrieb nach den Regularien von „David 21“ ablaufen, einem digitalen Verwaltungssystem, das auch aus versicherungstechnischen Gründen Sinn mache. Die nächste Bezirksmeisterschaft ist für März 2018 geplant. Text/Foto: Franz Nopper (Donau-Post Wörth)

Von links: BSB-Präsident Richard Drexl, Schießwart Wolfgang Burger, Bezirksvorsitzender Horst Embacher, der Parsberger Kreisschießwart Roland Scherbaum, Heinrich Dendorfer und Manfred Klier aus Waffenbrunn, Kreisrevisor Ferdinand Lienerth und Hans Riechlinger aus Waldsassen. treue Kameraden 4/2017

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Sportschützen Landesverband

Rekordverdächtige Teilnehmerzahl beim Landesschießen 2017 Traunfeld – Trotz eines leichten Rücklaufs von Meldungen wegen überschneidender anderer Veranstaltungen wurden 796 gemeldete Starts wahrgenommen. Zugleich verzeichneten die Organisatoren eine Steigerung bei der Teilnahme zur Absolvierung des Wettkampfes gegenüber dem letzten Jahr. Der Wettkampf ging schadensfrei über die Bühne. In der Ausschreibung wurde die neue Benennung der Klassen noch einmal hervorgehoben. Dies sind O Damen-, Herren-Veteranenklasse neu Da-Herren Sen I O Damen-, Herren-Alt-Veteranenklasse neu Da-Herren Sen II O Versehrtenklasse I neu Behinderte I O Versehrtenklasse II neu Behinderte II Die 17 Disziplinen und elf möglichen Waffenarten sind gleich geblieben: O Luftgewehr 10m, Luftpistole 10m, O Kleinkaliber 50m, KK engl. Match 50m, Sportpistole KK 25m einhändig O Sportpistole GK 25m einhändig, Freie Pistole 50m, Sportpistole GK1 S 25m, Sportrevolver GK2 S 25m, Dienstpistole GK 1 D 25m und Dienstrevolver GK 2 D 25m. Selbst Rollstuhlfahrer konnten durch die Möglichkeit der Versehrtenklassen (neu Behindert I, II) und vor allem auch mit der Unterstützung der Kameraden an diesem Schießen erfolgreich teilnehmen. Durchgeführt wurde das Landesschießen 2017 vom (damals noch) stellvertretenden Landesschießwart Roland Bezold mit der Unterstützung des 2. stellvertretenden Landesschießwarts Jürgen Heinz und einem starken Helfertrupp bei Starterkartenausgabe, Waffenkontrolle, Scheibenausgabe, Standzuweisung und Einteilung, Standaufsichten, Auswertung und Kontrolle der Scheiben wobei alle Bereiche mit vollkommener Zuverlässigkeit durchgeführt wurden. Nicht zu vergessen das Serviceteam, das für das leibliche Wohl gesorgt hatte. Text: Sonja Dendorfer Fotos: Jürgen Heinz, Sonja Dendorfer

i Landesschießen 2017: Die Bestergebnisse in den jeweiligen Disziplinen EM – Hermann Keym, RSK Bahra (609,9 Ringe); Mannschaft: SG Barbing (Anton Engelbrecht, Wolfgang Frommer und Alfred Metzger/1.798,2). Freie Pistole – Peter Hößl, KSK Immenreuth (212,0). – GK 1 D Stefan Gabriel, DSKB Speikern/Neunkirchen (262,0); Mannschaft: SKK Hohenfles (Elfriede Münchsmeier, Bernd Hermann und Travis O’Learey/698,0). GK 1 S – Lothar Wolfrum, SRK Großkonreuth (272,0); Mannschaft: SRK Brand (Ingo Pürner, Tobias Fuchs und Irmbert Schmidt/765,0). GK 2 D – Karl-Heinz Stellmach, I.Ö.K.K. Waldsassen (258,0); Mannschaft: I.Ö.K.K. Waldsassen (Karl-Heinz Stellmach, Hubert Bauer und Karl Birner sen./733,0. GK 2 S – Ingo Pürner, SRK Brand (281,0); Mannschaft: SRK Brand (Ingo Pürner, Tobias Fuchs und Irmbert Schmidt/821,0. KK-Standard – Alfred Metzger, SG Barbing (305,7); Mannschaft: SG Barbing (Anton Englbrecht, Wolfgang Frommer und Alfred Metzger/896,8. KK Auflage sitzend – Stefan Netsch, RAG Oberfranken- Ost (293,7); Mannschaft RAG Obergranken-Ost (Stefan Netsch, Robert Netsch und Walter Netsch/825,8). KK Auflage Wolfgang Frommer, SG Barbing (307,1); Mannschaft: SG Barbing (Anton Englbrecht, Wolfgang Frommer und Alfred Metzger/892,1). LG Standard – Jürgen Heinz, SG Thiergarten (309,6); Mannschaft: SG Barbing (Hartmut Wecke, Edgar Güntner und Waldemar Engel/900,3). Luftgewehr Auflage sitzend – Dietmar Kolb, KSK Frankenbrunn (316,3). Luftgewehr Auflage Standard – Birgit Endreß, SG Stammbach (316,4); Mannschaft: SRK Kirchensittenbach (Werner Hofmann, Michael Ochsenkühn sen. und Hans Wildner (927,7). – Luftpistole Standard – Lorenz Rittirsch, SKK Nennslingen (285,7); Mannschaft: SRK Reiterswiesen (Holger Frisch, Johannes Piekarski und Jürgen Sell/817,9). Luftpistole Auflage – Stefan Netsch, RAG Oberfranken- Ost (275,5). Luftpistole Auflage Peter Ertl, 7er Kam. Weiden (287,5); Mannschaft: 7er Kam. Weiden (Bernhard Czichon, Peter Ertl und Bernhard Kellner/818,1). SP GK – Roland Juranek, SKK Nennslingen (269,0); Mannschaft: SKK Nennslingen (Lorenz Rittirsch, Roland Juranek und Werner Rittirsch (779,0). SP KK – Irmbert Schmidt, SRK Brand (283,0); Mannschaft: SRK Brand (Ingo Pürner, Tobias Fuchs und Irmbert Schmidt/802,0). Die Leistungen der nachfolgenden Platzierten, wären bei der einen oder anderen Disziplin bei der vollen Ringzahlwertung gleich gewesen. Deshalb führte man die Auswertung wie gehabt mit der Zehntel-Wertung durch. Die kompletten Ergebnisse und Einzelplatzierungen sowie die erreichten Leistungen der Mannschaften, können über den Sportschützenbereich auf der Interseite des Bayerischen Soldatenbundes eingesehen und heruntergeladen werden.

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Sportschützen SK Kühlenfels-Waidach

Beim Landesschießen 2016 erfolgreich Kühlenfels-Waidach – Auch beim letztjährigen Landesschießen in Traunfeld war die Soldatenkameradschaft (SK) Kühlenfels-Waidach wieder ausgesprochen erfolgreich. In der Disziplin Sportpistole-KK stellte die SK abermals den Landesmeister in der Mannschaftswertung, in der Disziplin Sportpistole-GK belegte sie den zweiten Platz auf Landesebene. In der Einzelwertung konnten auch respektable Ergebnisse erzielt werden. Norbert Maier (l) sicherte sich gleich zwei Landesmeister-Titel (Veteranen-Wertung) und wurde Erster in den Disziplinen Luftpistole und KK-Sportpistole. Bei der GK-Sportpistole belegte er den dritten Platz auf Landesebene. Kilian Brendel (2.v.l.) und Wilhelm Arnold (r) belegten in der Disziplin GK-Sportpistole die Plätze 2 und 3 in der Einzelwertung-Altersklasse, in der Disziplin KK-Sportpistole wurden sie auf den 4. bzw. 5. Platz. (3.v.l.: SK-Vorsitzender Walter Potzler). Text: Kilian Brendel/Foto: Michael Arnold

Wichtiger Hinweis! Schießen von Übungen mit G3 und G27P aus dem Nah-/Nächstbereich auf A-Ständen vorerst untersagt!

KV Kemnath (Oberpfalz)

Abgesahnt! Immenreuther Schützen dominierten bei den Kreismeisterschaften Immenreuth – Anlässlich der Versammlung des BSB-Kreisverbandes (KV) Kemnath (S. 42) ehrten Kreivorsitzender Thomas Semba und Bürgermeister Heinz Lorenz die besten Schützen und Mannschaften im Kreisverband. In der Gesamtwertung Kleinkaliber Gewehr und Kleinkaliber Pistole war, wie

schon in den Vorjahren, die KSK Immenreuth I nicht zu schlagen und sicherte sich erneut den Wanderpokal. Mit 1.478 Ringen siegte sie vor der KSK Immenreuth II (1.382) und der SRK Neusorg mit 1.321 Ringen. In der Kleinkaliber Gewehr-Mannschaftswertung hatte die KSK Immenreuth I mit 700 Ringen die Nase vorn. Auf Platz zwei ran-

München – Nach derzeitiger Vorschriftenlage ist das Schießen von Übungen des neuen Schießausbildungskonzepts (neuSAK) auch mit dem Gewehr G27P zulässig. Dies bedeutet, dass auch die Übungen aus dem Bereich Nah/Nächstbereich geschossen werden dürften. Da die baulichen Absicherungen der A-Stände aber hierfür nicht ausgelegt sind, ist das Schießen mit den Gewehren G3 und G27P auf der Zielgeländefläche (Nah-/Nächstbereich) bis zur endgültigen Entscheidung durch das Kommando Territoriale Aufgaben untersagt. Quelle: Landeskommando BAYERN, SichhIng MunTSichh/SchSichh Foto: Torsten Reinhardt / LKdo BAYERN

BSB-Bezirksvorsitzender Horst Embacher, Heinz Lorenz (Bürgermeister Immenreuth), Peter Hößl, KSK-Vorsitzender Martin Schmid, Kreisvorsitzender Thomas Semba. treue Kameraden 4/2017

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Sportschützen

Die Sieger der Kreismeisterschaft mit Ehrengästen (v. l.): Manfred Fischer (KSK Immenreuth), Josef Legath (SRK Neusorg), Hans Stahl (KSK Immenreuth), Heinz Lorenz (Bürgermeister Immenreuth), Ludwig Melzner (KSK Immenreuth), Peter Hößl (KSK Immenreuth), Jürgen Schreyer (KSK Kastl), Kreisvorsitzender Thomas Semba, Bezirksvorsitzender Horst Embacher. gierte die KSK Kastl I (641) vor der KSK Immenreuth II (616). Die Kleinkaliber PistoleMannschaftswertung dominierten ebenfalls die Immenreuther. Hier blieb die KSK

Immenreuth I mit 778 Ringen Sieger vor der KSK Immenreuth II mit 766 Ringen und der KSK Waldeck mit 753 Ringen. In der Einzelwertung Kleinkaliber Ge-

wehr blieben die Immenreuther Schützen konkurrenzlos und machten die ersten drei Plätze unter sich aus. Als bester Schütze entpuppte sich Manfred Veigl von der KSK Immenreuth. Mit 245 Ringen sicherte er sich den Sieg vor seinen Immenreuther Vereinskollegen Hans Stahl (234) und Roland Schäffler (227). Nichts zu holen war für die Immenreuther hingegen bei der Einzelwertung Kleinkaliber Pistole. Mit neun Ringen Vorsprung gewann den Wettkampf Florian Schmidt aus Brand mit 276 Ringen vor Siegbert Roth von der SRK Neusorg (267) und den Waldecker Markus Schmidt (266). Thomas Sembas Dank galt der KSK Immenreuth und dem Schützenverein für die Organisation des Kreisschießens. Man müsse weit zurückgehen, so der Kreisvorsitzende, wo 35 Mannschaften und 105 Schützen dem Kreisschießen mit so vielen spannenden Entscheidungen zu einem solchen Erfolg verholfen haben. Viele Glückwünsche nahm auch Peter Hößl als Bundesmeister 2016 mit der Freien Pistole auf 50 Meter vom Bezirksvorsitzenden Horst Embacher, Immenreuths Bürgermeister Heinz Lorenz sowie KSK-Vorsitzendem Martin Schmid und Kreisvorsitzendem Semba entgegen. Text: Thomas Semba Fotos: Dr. Wolfgang Hübner

SK Mistelfeld (Oberfranken)

Schießen für jedermann Mistelfeld – Seit über einem Vierteljahrhundert richtet die Soldatenkameradschaft (SK) Mistelfeld jährlich ein öffentliches Jedermann-Schießen aus. Am Kirchweihsamstag fand im Festzelt der Gastwirtschaft Schuberth die Siegerehrung des diesjährigen Schießens mit Pokalen, Urkunden und Gutscheinen des Meranierbads Lichtenfels statt (Info). Vorsitzender Jürgen Panzer meinte, dass 125 Teilnehmer ja nicht alle auf dem ersten Platz landen können und vielmehr der olympische Gedanke „Dabei sein ist alles!“ zählen müsse. BSB-Kreisvorsitzender Günther Hagel stellte einmal mehr die Schießgruppe Mistelfeld mit ihrer Jugendarbeit als vorbildlich heraus. So könne der Fortbestand der Kameradschaft gesichert werden. Text/Foto: Jürgen Panzer

Die geehrten Jedermann-Schützen mit Schießwart Bernd Höppel (hinten links), dem Stellvertretenden Kreisvorsitzenden Günther Hagel und SK-Vorsitzenden Jürgen Panzer (1. bzw. 2.v.r.).

i Einzelergebnisse: Jugend: 1. Jannik Behr (191,9 Ringe), 2. Benedikt Wagner (190,5) und 3. Magdalena Zech (189,5). – Damen: 1. Steffi Hofmann (195,2), 2. Christine Brehm (194,1) und 3. Steffi Krappmann (191,6). – Schützen: 1. Stefan Gagel (202,6), 2. Jürgen Zeulner (201,3) und 3. Christian Ultsch (200,7). – Senioren: 1. Norbert Brand (197,8), 2. Jürgen Müller (195,5) sowie 3. Matthias Wagner und Albin Leicht (193). Mannschaftswertung: 1. Stammtisch „FV-Spezial-Team“ (781,7 Ringe), 2. RVC Concordia Klosterlangheim (775,9) und 3. Bayernbomber (774,7). Ehrenscheiben für den besten Tiefschuss: Jugend: Magdalena Zech; Damen: Maria Leicht; Schützen: Thomas Hage.

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Sportschützen SK Mistelfeld

Gute Jugendarbeit! Mistelfeld – Seit 1989 finden am Kirchweihsamstag die Vereinsmeisterschaften der Schießgruppe Mistelfeld statt. Kürzlich fand die Siegerehrung statt (Info). Wanderpokale erkämpften sich Jugend-Schütze Philipp Hiller, Sabine Höppel (Damen) und Hans Latocha (Herren) mit dem Luftgewehr und mit der Luftpistole Volker Kotschenreuther. Kirchweihscheibengewinner wurde Richard Mayer und den vom Ehrenmitglied gestifteten Winfried-Weinbeer-Pokal sicherte sich Anja Hofmann vor Richard Mayer und Sophia Panzer. Vorsitzender Jürgen Panzer erinnerte an die Gründung der Schießgruppe im Jahr 1988, die 850 Jahr-Feier von Mistelfeld im Jahr 1992, den Umzug der Schießanlage vom Blockhaus der Gastwirtschaft Schuberth in die Alte Schule Mistelfeld sowie die Festaktivitäten der Ortsvereine Mistelfeld in diesem Jahr zum 875 jährigem Bestehen von Mistelfeld. Er wies auf das 90-jährige Gründungsfest der Leuchsentaler Blasmusik in der Zeit vom 08.–11.09.2017 hin, da hier nicht nur der Gesang- und Musikverein sondern der gesamte Ort Mistelfeld über die Stadt und Landkreisgrenzen hinaus bekannt gemacht werden. Die Mistelfelder waren beim Landesschießen mit mindestens acht Einzelsiegern, fünfte ersten Plätzen in den Mannschaftswertungen sowie vielen zweiten und dritten Plätzen vertreten. „Im letzten Jahr war es ähnlich und ich hoffe, dass wir auch in diesem Jahr unsere Platzierungen bei der Bundesmeisterschaft (Deutsche Meisterschaft) wieder erringen können“, so der Vorsitzende Jürgen Panzer mit großen Stolz. Man dürfe sich aber auf den erreichten vorderen Plätzen nicht ausruhen, sondern müsse weiter trainieren, um sich zu verbessern. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Günther Hagel lobte die Vereinsführung mit Jürgen Panzer und Christian Köhnlein sowie Schießwart Bernd Höppel und dessen Vorgänger Johann Köhnlein. Hagel: „Auch eure Jugendarbeit ist vorbildlich. Man sieht, dass es euch gelingt mit Jugendlichen zu arbeiten und sie zu fördern. Alle Jahre gelingt es euch, die Klassen der Schüler und Jugend mit neuen Talenten aufzufüllen.“ Der 3. Bürgermeister Winfried Weinbeer gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass es gelänge, die jungen Schützen in die Vereinsarbeit und die Führung zu integrieren, sodass es die Soldatenkameradschaft (SK) Mistelfeld auch noch in einigen Jahrzehnten geben werde. Text: Jürgen Panzer

SK-Vorsitzender Jürgen Panzer (l), daneben Schießwart Bernd Höppel und rechts außen der 2. Vorsitzende Christian Köhnlein. Bildmitte: Kirchweihscheibengewinner Richard Mayer.

i Die besten Ergebnisse der Kreismeisterschaft: Schüler 1 Jungen 1. Elias Kremer (179,1 Ringe); 2. Louis Müller (178,7); 3. Luca Hiller (176,4). – Schüler II Mädchen 1. Sophia Panzer (188,5). – Schüler II Jungen 1. Christopher Zech (174,7). – Jungschützen Jungen 1. Lukas Höppel (172,1); 2. Niklas Höppel (166,3). – Damen 1. Yvonne Funk (172,9); 2. Isabell Matthias (145,7); – Schützen 1. Florian Rauch (197,5); 2. Christian Köhnlein (192,0); 3. Stephan Ernst (181,8). – Damen-Alt 1. Anja Hofmann (200,4); 2. Sabine Höppel (193,5); 3. Keradda Panzer (183,5). – Alt 1. Bernd Höppel (186,2); 2. Bernd Reitwießner (182,1); 3. Jürgen Panzer (173,2). – Damen-Senioren 1. Suphanee Reuß (185,2); 2. Sabine Reim (127,2). – Senioren 1. Robert Herbst (202,8); 2. Matthias Heft (186,4); 3. Helmut Hofmann (183,0). – Damen-Senioren I 1. Irene Köhler (197,4); 2. Rosmarie Köhnlein (197,2). – Senioren I 1. Hans Latocha (205,6). – Senioren II 1. Johann Köhnlein (200,3); 2. Richard Mayer (199,9); 3. Johann Kainer (187,2). – Behinderte I 1. Mario Luthardt (199,3). – Luftpistole Jugend 1. Lukas Höppel (157,3). – Luftpistole 1. Matthias Heft (193,0); 2. Volker Kotschenreuther (191,3); 3. Jürgen Panzer (185,9).

Bitte an die BSB-Ortsvorsitzenden:

Elektronische Verwaltung „DAVID 21+“ aktualisieren! München – Die Nachfrage nach Zugängen zum BSB-Vereinsverwaltungsprogramm DAVID 21 steigt stetig an. Viele Kameradschaften nehmen die Möglichkeit der einfachen und von überall erreichbaren Verwaltung war. Die BSB-Landesgeschäftsstelle bittet nun die Vorsitzenden der Ortskameradschaften darum, ihre Funktionsträger zu hinterlegen. Hierzu gehen Sie im Menüpunkt „Mitgliederübersicht“ auf den untersten Punkt „Funktionen verwalten Vereinsebene“. Dort können Sie das betreffende Mitglied auswählen und ihm mit dem Bleistift unter Punkt neu eine Funktion zuweisen. Sinnvoll ist es, dort auch die Kontaktdaten des Funktionsträgers einzutragen, um auch von unterwegs darauf zurückgreifen zu können. Ein weiterer Schritt, um den Vereinsvorsitzenden die ehrenamtliche Arbeit zu erleichtern! Text: S. Bichlmeier (Landesgeschäftsstelle) treue Kameraden 4/2017

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Sportschützen

SK Mistelfeld (Oberfranken)

Mario Luthardt zum Schützenkönig ausgerufen Mistelfeld – Die Schießgruppe der Soldatenkameradschaft (SK) Mistelfeld hat ein neues Königshaus! Am Kirchweihsamstag hob die Gruppe Mario Luthardt (4.v.l.) als Schützenkönig sowie Johann Köhnlein sitzend, und Hans Latocha als seine Ritter mit großem Applaus in ihre neuen Ämter. Philipp Hiller (2.v.l.) wurde Jungschützenkönig, Elias Kremer und Lukas Höppel 1. bzw. 2. Ritter. Als Damenkönigin konnte Vorsitzender Jürgen Panzer seine Frau Keradda (3.v.l.) ausrufen. Suphanee Reuß und Anja Hofmann wurden Prinzessinnen. Schießwart Bernd Höppel, 3. Bürgermeister Winfried Weinbeer, der Stellvertretende Kreisvorsitzende Günther Hagel und SK-Vorsitzender Jürgen Panzer gratulierten den Mistelfelder Königshäusern. Text: Jürgen Panzer/tK/Foto: privat

Neueste Meldung:

Landesversammlung 2018 der Sportschützen im BSB Die Nach- bzw. Neuwahl des Landesschießwarts, seiner Stellvertreter und des Schriftführers, findet auf der Landesversammlung der Vereins-, Kreis-, und Bezirksschießwarte am Sonntag, 14. Januar 2018, in 96247 Schwürbitz bei Michelau in Oberfranken, Friedhofstrasse, statt. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor, bzw. setzen Sie Ihren Vereinsschießwart davon in Kenntnis. Die Ladung erfolgt im letzten Quartal 2017.

Wie melde ich Schießergebnisse? Gliedern Sie Schießergebnisse in Info-Kästen aus. Das macht Ihren Artikel besser lesbar. Beginnen Sie stets mit dem besten Ergebnis und nennen Sie die Personen immer mit Vorname – Nachname – ggf. Verein/Funktion – Ergebnis. Reduzieren Sie die Zahl der Genannten auf die ersten drei Plätze. Beispiel: 1. Willi Müller, SK Peißenberg (290 Ringe), 2. Gerhard Schmidt, SK Rott (288), 3. Paul Weber, SRK Landsberg (283).

Bitte senden Sie Ihre Beiträge* an den Pressebeauftragten des für Ihren Verein/Kreisverband zuständigen BSB-Bezirks: Niederbayern: Siegfried Wolf, Email: s.wolf-bsb-niederbayern@t-online.de; Oberbayern: Margit Scholle, Email: dieter.scholle@online.de; Unterfranken: Franz Sennefelder, Email: franz.sennefelder@t-online.de; Mittelfranken: Peter Brandl, Email: brandl50@gmx.de; Oberfranken: Dr. Klaus-Dieter Nitzsche, Email: klaus-dieter.nitzsche@web.de; Oberpfalz: Alfons Kollmer, Email: Alfons.Kollmer@t-online.de; Schwaben: Manfred Thorwarth, Email: mgthorwarth@web.de Sportschützen: Sonja Dendorfer, Email: dendorfersonja@gmail.com * gem. „Redaktionelle Hinweise” unter http:// www.bsb-1874.bayern/Verbandsmagazin-und-Presse/Verbandsmagazin/Redaktionelle-Hinweise-tK/

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treue Kameraden 4/2017


Reservisten

Die BVK und KVK – eine Erfolgsgeschichte Über zehn Jahre sind sie nun schon „alt“, die Bezirks- und Kreisverbindungskommandos (BVK/KVK) der Bundeswehr mit ihren Beauftragten der Bundeswehr für die zivilmilitärische Zusammenarbeit (BeaBwZMZ). Und sie haben sich, das haben Donau- und Elbhochwasser gezeigt, zu einem Erfolgskonzept der Reservisten entwickelt.

Der Wandel Viele ältere Kameraden werden sich noch an die territoriale Struktur mit VBK (Verteidigungsbezirkskommando) und VKK (Verteidigungskreiskommando) erinnern. Die Stellen waren hauptsächlich besetzt von Aktiven, unterstützt von Reservisten und auf der Ebene VBK ergänzt durch Heimatschutzbataillone und Ersatzbataillone. Der Wandel kam wenige Jahre nach dem Fall der Mauer und dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes. Die Bundeswehr, im Kalten Krieg für die Vorneverteidigung ausgebildet und aufgestellt, war nun plötzlich von Freunden „umzingelt“ und sollte in UNO-Mandaten in den Einsatz ins Ausland gehen. Die Umstrukturierung betraf auch die territoriale Wehrorganisation. Bereits in den 90er Jahren wurden fast alle VKKs aufgelöst, anfangs dieses Jahrhunderts waren auch die VBKs an der Reihe. Der Verfasser dieses Beitrags war damals Kommandeur im Ersatzbataillon 883 beim

VBK 65 in München. Anschließend war er von 2005 bis 2006 in der Implementierungsgruppe „Blauer Panther“, die – unter Leitung von Oberst d.R. Frank Thieser – die Einführung der neuen, ausschließlich auf Reservisten gestützten, Organisation mit BVKs und KVKs vorbereiten sollte. Entsprechend der zivilen Verwaltungsgliederung in Land, Bezirk, Landkreis/kreisfreie Stadt sollte auch eine Dreiergliederung in der Bundeswehr vorgenommen werden mit Landeskommando (LKdo), BVK und KVK. Schon bei der Kommandoübergabe des VBK 65 von Oberst Friedrich-Wilhelm Wefelmeier an Oberst Johann Stadler war klar, dass dieser der letzte VB-Kommandeur sein würde und er die Umgliederung zum LKdo Bayern vornehmen muss, um dann dessen erster Kommandeur zu werden. So wurden 2006, nicht ohne ein paar militärische und politische Querschläger, das LKdo Bayern, sieben BVK und 94 KVK in Bayern als Teile der Streitkräftebasis (SKB) aufgestellt. Thieser wurde erster Leiter BVK Oberbayern, der Autor sein Stellvertreter. Die meisten Teilnehmer aus dem „Blauen Panther“ wurden damals Leiter eines KVKs. Viele altgediente Reservisten, deren Heimatschutzbataillone mittlerweile aufgelöst worden waren, fanden hier eine neue Heimat – leider nicht alle. Auch über den Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) fanden manche Nichtbeorderte

Foto: privat

Von Oberst d.R. Johann Bauer

Oberst d.R. Johann Bauer ist Kommandeur des Regionalstabs TerrAufg OST (Bogen). den Weg in die Beorderung. Die weiteren ersten BVK-Leiter waren damals: Schwaben: Oberst d.R. Fried-Joachim Störmer (ausgeschieden) Niederbayern: Oberstleutnant d.R. Ulrich Mosch (kommissarisch); ab 1.4.2007 Oberstleutnant d.R. Johann Bauer (jetzt Kommandeur Regionalstab für Territoriale Aufgaben OST in Bogen) Oberpfalz: Oberst d.R. Franz Reimer (später Kommandeur Regionalstab für Territoriale Aufgaben OST in Bogen; ausgeschieden) Mittelfranken: Oberst d.R. Adolf Kohler (ausgeschieden) Oberfranken: Oberst d.R. Harald Jahreis Unterfranken: Oberst d.R. Konrad Schlier Weitere Kommandeure LKdo Bayern waren/sind: Oberst Alois Hösle Brigadegeneral Johann Berger Brigadegeneral Helmut Dotzler Bei allen Landratsämtern, Regierungen und entsprechenden Verwaltungen kreisfreier Städte wurden die KVKs positiv aufgenommen und rasch integriert. Allerdings reichte die Ausstattung vom eigenem Zimmer und Material bis hin zu manchen Garagen-Notlösungen.

Wie setzt sich ein BVK/KVK zusammen?

In regelmäßigen Übungen wie hier bei „Der Große Kreis Niederbayern 2011“ wird die Zusammenarbeit der BVK/KVK mit ihren zivilen Ansprechpartnern optimiert. Foto: Klaus D. Treude

Der Aufbau ist grundsätzlich derselbe. Neben einem Leiter gibt es je drei Dienstposten Stabsoffiziere, Offiziere und Feldwebeldienstgrade (bis Oberstabsfeldwebel). Dazu kommen ein Arzt und ein Santreue Kameraden 4/2017

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Reservisten Feldwebel. STAN1-mäßig ist der Leiter eines BVKs Oberst, der eines KVKs Oberstleutnant; der Arzt eines BVKs ist Oberstarzt, der eines KVKs Oberfeldarzt. Natürlich hat hier der AKüFi (Abkürzungsfimmel) der Bundeswehr auch manchmal zugeschlagen. Raten Sie mal, was ein BeaBwSanGesWes ZMZ(I) Reg NDB sein könnte? Lösung: Beauftragter der Bundeswehr für das Sanitäts- und Gesundheitswesen in der zivil-militärischen Zusammenarbeit im Inland bei der Regierung von Niederbayern. Der BVK hat keine Vorgesetztenfunktion gegenüber den KVKs seines Bezirks, sondern ist gleichberechtigter Partner. Kein Leiter hat Disziplinar- oder Beurteilungsbefugnis. Jedem Bezirk war zunächst ein Regionaler Planungs- und Unterstützungstrupp (RegPlUstgTrp) mit aktiven Soldaten zugeordnet. Bald zeigte sich jedoch, dass das LKdo Bayern – damals noch in manchen Teilen eins mit dem Wehrbereichskommando IV (WBK IV) – die Aufgaben in der damaligen Struktur nicht bewältigen konnte. So hätte der Kommandeur des Landeskommandos bei 103 BVKs/KVKs in Bayern und einem Besetzungsgrad von 70 Prozent 721 Soldaten beurteilen müssen! So wurden zunächst in einem Versuch und ab 2015 auch endgültig drei Regionalstäbe (OST [Oberpfalz und Niederbayern], SÜD [Oberbayern und Schwaben], NORD [Ober-, Mittel- Unterfranken]) mit aktivem Personal eingesetzt, um in einer Zwischenebene die Aufgabenlast besser verteilen zu können. Nach dem Motto „Reservisten führen Reservisten“ ist der Kommandeur ein Oberst d.R., sein Stellvertreter ein aktiver Oberstleutnant. Im Frühjahr 2017 hat der Kommandeur Kommando Territoriale Aufgaben (Kdo TA) in Berlin, Generalmajor Jürgen Knappe, angekündigt, dass künftig a) auch Unteroffiziere ohne Portepee Zugang zu den BVK/KVK bekommen b) die STAN flexibel wird, also der Leiter selbst, innerhalb bestimmter Rahmenvorgaben, die Stellenbesetzung mit Dienstgraden vornehmen kann. Der Wunsch vieler BVKs/KVKs, auch Mannschaftsdienstgrade zuzulassen, wurde nicht erfüllt.

Was macht nun ein BVK/KVK? Im Standardfall schwerpunktmäßig Ausbildung, im Rahmen des Kernauftrages zählen dazu die Beratung der zivilen Seite, die Organisation der eigenen InfoZelle, dabei die Lagekartenführung, das Melde- und das Anforderungswesen. Im Schwerpunkt liegt die fachliche Beratung über Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes der Bundeswehr. Dem zugrunde

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treue Kameraden 4/2017

In der ersten länderübergreifenden Stabsrahmenübung GETEX trainierte die Polizei im März 2017 gemeinsam mit der Bundeswehr in sechs Bundesländern die Zusammenarbeit bei einer fiktiven Terrorlage. Bei einem Pressetermin in Murnau wurde gezeigt, wie sich Foto: Klaus D. Treude Spezialfähigkeiten von Polizei und Bundeswehr ergänzen. liegt das Subsidiaritätsprinzip aus Artikel 35 des Grundgesetzes, das den Einsatz der Bundeswehr – vereinfacht gesagt – nur ermöglicht, wenn andere Hilfsmöglichkeiten (Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz, etc.) ausgeschöpft sind oder nur die Bundeswehr über entsprechende Fähigkeiten verfügt. So ist beispielsweise der manchmal geforderte Einsatz der Feldjäger zu Kontrollen nicht möglich, weil diese im Regelfall keine hoheitlichen Befugnisse haben. In eigenen Übungen (TERREX, REGEX etc.) wird das Wissen und Können überprüft. Ebenso beteiligen sich BVK und KVK an Übungen von Bund, Länder und Kommunen. Das sind die großen Übungen wie LÜKEX oder auch, speziell in Bezirken mit Atomkraftanlagen, die dort im dreijährigen Rhythmus stattfindenden Übungen der Aufsichtsbehörden. In den folgenden Jahren werden hier wohl auch verstärkt die im Weißbuch der Bundesregierung verankerten Übungen mit der Polizei im Rahmen etwa terroristischer Großbedrohungen stattfinden. Die in diesem Rahmen im März 2017 erstmalig durchgeführte Übung GETEX war ein wichtiger Schritt in diese Richtung und ein insgesamt guter Erfolg. In Bayern wird diese Übungs-Serie in 2018 fortgesetzt. Und dann natürlich der Katastropheneinsatz. Wir brauchen uns nur an die Elbeund Donauhochwasser der letzten Jahre zu erinnern, an Simbach am Inn oder an die Waldbrände in Kochel und am Thumsee. Hier wird die rechtzeitige und gezielte Beratung der zivilen Seite in der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) sowie

die exakte Anforderung an das Landeskommando ggf. mitentscheidend über Millionenschäden, die sich vielleicht verhindern lassen, ja sogar über das Leben für Mensch und Tier. Keinesfalls übernimmt dabei das BVK/KVK eine Führungsrolle über Truppenteile, die aufgrund der Anforderungen zugewiesen worden sind.

Wie geht es weiter? Auch bei BVK und KVK hinterlässt die Aussetzung der Wehrpflicht mittlerweile Spuren. In Bayern vielleicht weniger als in anderen Bundesländern. Aber es fehlt langfristig gesehen der Nachwuchs. In vielen aktiven Verbänden ist die territoriale Komponente der Bundeswehr nicht oder kaum bekannt. Zudem bremsen manchmal amtsseitige Vorgaben von Body-Mass-Index (BMI) bzw. körperlichen Fitness-Anforderungen die grundsätzliche Bereitschaft aus. Auch wäre ein Wechsel von nicht beorderter zu beorderter Reserve für manche Kameraden ein plausibler Weg der weiteren Förderung und Beförderung, der meiner Meinung nach viel zu wenig begangen wird. Sehen wir Sie vielleicht demnächst in einem BVK/KVK oder im RegSt TA? Rufen Sie an unter (089) 3168 – 6102 (S1 Reservisten), schreiben Sie an S1 LKdo Bayern, Fürst-Wrede-Kaserne, Ingolstädter Straße 240, 80939 München, oder mailen Sie an LKdoBYS1Reservistenangelegenheiten @bundeswehr.org. 1

STAN: Stärke- und Ausrüstungsnachweisung


Reservisten Landesreservistenseminar 2017 in Ingolstadt Schwerpunktthema Tradition – Anmeldeschluss: 19.09.2017 Der BSB lädt zum 17. Reservisteninformationsseminar (Landesreservistenseminar) am 29./30. September 2017 an der Pionierschule in Ingolstadt ein. Der BSB-Landesreservistenbeauftragte Oberstleutnant d.R. Christian Emmerling leitet das Seminar, BSB-Präsident Oberst a.D. Richard Drexl wird es begleiten. Das Seminar befasst sich im Schwerpunkt mit der Tradtionspflege in der Bundeswehr. Als Referenten konnten Oberstleutnant d.R. J. Schmidt („Traditionserlass – sind die drei Säulen noch aktuell?“), Oberst d.R. R. Thesen („Ein neuer Traditionserlass für die Bundeswehr“), Oberst a.D. Klaus Hammel („Die Traditionspflege in der Bundeswehr – eine Bewertung nach Anspruch und Wirklichkeit“) sowie BSB-Ehrenpräsident Generalmajor a.D. Jürgen Reichardt („Mythos Innere Führung“) gewonnen werden. Der Kommandeur der Pionierschule wird die Ausbildungseinrichtung vorstellen. Zudem stehen Informationen des Landesreservistenbeauftragten zur Reservistenarbeit sowie Berichte zur Sicherheitspolitischen Arbeit der Bezirke auf dem Programm. Kosten entstehen keine; BSB-Mitgliedern kann auf Antrag ein Fahrtkostenzuschuss gewährt werden. An dem Seminar können alle interessierten Reservisten teilnehmen; Teilnehmermeldungen werden unter dem Betreff „LdResSem“ bis 19.09.2017 an das BSB-Generalsekretariat (kontakt@bsb-1874.de) erbeten. Dort bzw. bei ch.emmerling@web.de erhalten Sie auch weiterführende Informationen zum Seminar. Bitte beachten Sie: Ohne bestätigte Teilnehmermeldung kein Zugang zum Seminar! Text: Ch. Emmerling/tK

Neue „Weisung für die Reservistenarbeit“ erlassen Berlin – Die „Weisung für die Reservistenarbeit in den Jahren 2017/2018“ ist da! Der Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr und Beauftragte für Reservistenangelegenheiten, Generalleutnant Markus Kneip, unterzeichnete das Papier am 30. Mai 2017. Die Weisung befasst sich u.a. mit den Arbeits- und Kommunikationsbeziehungen, der Weiterentwicklung der Reserve und im Schwerpunkt mit der Zielsetzung in den Jahren 2017/2018. Die Deutsche Reservistenmeisterschaft 2018 findet im Juni 2018 in Oldenburg statt. Die Weisung finden Sie unter www.reservisten.bundeswehr.de

Industrie

Airbus lieferte letzten H145M Hubschrauber termingerecht an die Luftwaffe aus

Donauwörth, 26. Juni 2017 – Airbus Helicopters hat den 15. und letzten leichten Mehrzweckhubschrauber vom Typ H145M LUH SOF (Foto) an die Bundeswehr übergeben. Die in Laupheim stationierten Helikopter werden für die Spezialkräfte der Bundeswehr in den Einsatz gehen. Die Bundeswehr hatte im Jahr 2013 als Erstkunde insgesamt 15 Maschinen des leistungsfähigen Modells bestellt und Ende 2015 die ersten Hubschrauber in Empfang genommen. Mit dieser letzten Auslieferung hat Airbus Helicopters das gesamte Programm

im vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmen umgesetzt. LUH SOF steht für „Light Utility Helicopter (LUH) Special Operations Forces (SOF)“, also „Leichter Unterstützungshubschrauber für Spezialkräfte“. Das Projekt, so Wolfgang Schoder, CEO von Airbus Helicopters Deutschland, sei ein hervorragendes Beispiel für die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Behörden und Industrie. Bei der H145M handelt es sich um die militärische Version des bewährten zweimotorigen Zivilhubschraubers H145, inzwi-

schen hat es die gesamte H145-Flotte auf über 50.000 Flugstunden gebracht. Mit einem maximalen Abfluggewicht von 3,7 Tonnen kann die agile H145M für ein breites Spektrum an Aufgaben in den Bereichen Transport, Versorgung, Überwachung, Luftrettung, bewaffnete Aufklärung und medizinische Evakuierung verwendet werden. Die H145M LUH SOF der Bundeswehr sind ausgestattet mit einem Abseilsystem zur Verbringung von Spezialkräften, einem Hochleistungskamerasystem zur Aufklärung sowie Vorrichtungen zur Feuerunterstützung im Einsatz und ermöglicht damit den Spezialkräften eine breite Vielfalt an neuen Einsatzmöglichkeiten. Darüber hinaus bietet der neue Hubschrauber mit einem ballistischen Schutz sowie einer elektronischen Selbstschutzanalage ein hohes Maß an Sicherheit im Einsatz. Der Hubschrauber wurde für Einsätze bei Tag und Nacht sowie unter widrigsten Umständen entwickelt. Ihre besonders niedrigen Geräuschemissionen machen die H145M zum leisesten Hubschrauber ihrer Klasse. 2015 hat Airbus Helicopters mit der Bundeswehr außerdem einen umfassenden, kooperativen Service Vertrag geschlossen, der die Unterstützung der Industrie bis mindestens ins Jahr 2021 regelt. Text: Airbus/Foto: © CD Keller treue Kameraden 4/2017

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Bayerischer Soldatenbund 1874 e.V.

Bayerischer Soldatenbund 1874 e.V., Fürst-Wrede-Kaserne, Ingolstädter Str. 240/15, 80939 München Postvertriebsstück, DPAG, Entgelt bezahlt

Internet: www.bsb-1874.de GENERALSEKRETARIAT: Post: Fürst-Wrede-Kaserne, Ingolstädter Str. 240/15, 80939 München Telefon (089) 18999962 Telefax (089) 18999963 E-Mail: kontakt@bsb-1874.de

Das Kriegerdenkmal in Thyrnau

Zum Bau der Befreiungshalle in Kelheim für das Innere des Bauwerks wurden 18 kolossale, 22 Fuß lange und fünf Fuß dicke Säulen aus Hauzenberger Granit in Auftrag gegeben. Diese Säulen mussten im Hauzenberger Granitbruch liegen bleiben, weil man sie wegen ihres Gewichts von jeweils 800 Zentnern nicht transportieren konnte. Eine von ihnen blieb in Lieblmühle liegen, weil der Transport über die dortige Brücke zu riskant erschien. Die weiteren fertigen Säulen blieben im Steinbruch und wurden in den dreißiger Jahren nach und nach zu Pflastersteinen verarbeitet. Die in Lieblmühle liegengebliebene Granitsäule wurde zum Thyrnauer Kriegerdenkmal. Steinmetz Alois Kapfer aus Niederkümmering hatte dazu 1922 den Auftrag erhalten. Ein ganzes Jahr arbeitete er daran, für den vereinbarten Lohn konnte er wegen der damals drastischen Geldentwertung nicht einmal mehr die Brotzeit bezahlen. Am 16. August 1922 wurde das Kriegerdenkmal an der Friedhofsmauer gegenüber der heutigen Bäckerei aufgestellt, am 17. September 1922 feierlich enthüllt. Am 16. September 1951 hatten sich Teilnehmer der beiden Weltkriege zusammengetan, um den Veteranen- und Kriegerverein Thyrnau ins Leben zu rufen. Zuvor hatten Kriegsheimkehrer auf Veranlassung des Thyrnauer Pfarramtes bereits eine Haussammlung durchgeführt, nach der eine Erweiterung des Thyrnauer Kriegerdenkmals um zwei Granitblöcke finanziert werden sollte. In diese Blöcke wurden die Namen der Gefallenen und Vermissten eingetragen. Am 23. September 1951 wurde das erweiterte Kriegerdenkmal eingeweiht. Am 5. März 1960 hielt Valentin Horner als neuer Pfarrer Einzug in Thyrnau. Er wurde zum Verfechter der Denkmal-Verlegung auf den benachbarten Lorettoplatz, suchte das amerikanische Truppenlager in Röhrnbach auf, um dort für die schwierige Umsetzung Hilfe zu erbitten. Über die Thyrnauer Hofmark ratterte bald darauf an einem Septembertag 1962 ein Abschlepppanzer, der die schweren Steine auf den Kirchenvorplatz umsetzte. Die Soldaten stellten das Kriegerdenkmal dort neu auf. Für diese Dienstleistung, so ist in der Pfarrchronik vermerkt, verlangten sie keine Entlohnung. Umso mehr aber hätten sie sich das Bier schmecken lassen, das ihnen der Pfarrer spendierte. Die alleinstehende Mittelsäule, die auf dem achteckigen Sockel aus der liegengebliebenen Säule für die Befreiungshalle in Kelheim ruht, Text/Foto: Max Schwarz ist mit 5,12 Meter die höchste im Landkreis Passau.

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treue Kameraden 4/2017

Treue Kameraden 04/2017  

Zeitschrift des Bayerischen Soldatenbundes 1874 e.V.

Treue Kameraden 04/2017  

Zeitschrift des Bayerischen Soldatenbundes 1874 e.V.

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