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Heimat &Genuss Herbst/Winter 2018/2019 · Ihr Freiexemplar zum Mitnehmen

www.ringhotels.de

DAS MAGAZIN FÜR GÄSTE UND FREUNDE DER RINGHOTELS

Deutschlands Weinregionen entdecken


Please drink responsibly. www.massvoll-geniessen.de


REISE

I N H A LT 2 / 2 0 1 8 / 1 9

REISE Die siebte Etappe unserer DeutschlandReise führt von Wernigerode über Bad Kösen nach Eisenach.

Deutschlandreise – vom Harz bis zur Wartburg

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Mehr HeimatGenuss mit dem neuen RinghotelsCard Trio

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Neues Ringhotel in Hagen am Teutoburger Wald

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KULINARIK

Ihre Astrohotels: Skorpion und Wassermann Ich war noch nie in... Lingen Renovierungen in den Ringhotels

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ERLEBNIS Events & Termine Zu Gast im Schloss

ERLEBNIS

Leitungs-, Tafel- oder doch lieber Mineralwasser? Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt.

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Musicals – von der Theaterrevue zur opulenten Show Jubiläen in den Ringhotels

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Deutsche Weinregionen mit den Ringhotels entdecken

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Bertolt Brecht: Provokateur, Pazifist, Theater-Reformer Auf den Spuren des Weltkulturerbes in Deutschland

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KULINARIK Musicals wie „Aladin“ verbinden Musik und Gesang mit Schauspiel, Tanz und Akrobatik. Wir stellen Ihnen Bühnen und Stücke vor.

Wasser – Quelle von Leben und Genuss

MENSCHEN Generationenwechsel: Die Nöllys in Herrenberg Entspannte Oldtimer-Touren

ERLEBNIS

WELLNESS

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Beirat der Kooperation: Die Ringhotels liegen uns am Herzen

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WELLNESS Sieben Wellness-Tipps für die kalte Jahreszeit

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RUBRIKEN Karte: Die Ringhotels auf einen Blick Editorial Impressum

Wellness ist in den Ringhotels besonders wohltuend – wir verraten Ihnen weitere Tipps für die kalte Jahreszeit.

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Entdecken Sie mit uns die deutschen Weinbaugebiete Mittelrhein, Ahr und Mosel sowie den Rheingau.

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Editorial 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50

Ahrensburg Alf/Mosel Aschersleben Asperg/ Ludwigsburg Augsburg Aurich Bad Bellingen Bad Bevensen Bad Kösen Bad Mergentheim Bad Neuenahr Bad Säckingen Bad Wilsnack Beilngries Berlin BonnBad Godesberg Bremen Bremen-Farge Brunsbüttel Celle Coburg Dortmund Dresden Eisenach Essen FlensburgHarrislee Friedrichshafen Friedrichstadt Gößweinstein Grasellenbach Güstrow Gütersloh GutachBleibach Hagen a.T.W. NEU HamburgSchenefeld Hanstedt Heidenheim/ Steinheim Heiligenhaus Herdecke Herrenberg Höxter Hohwacht (Ostsee) HornBad Meinberg Horumersiel Joachimsthal Kiel Kühlungsborn Lautenbach Limburg/ Hadamar Lingen

51 Lohmen 52 Lübeck 53 LübeckOberbüssau 54 Lünen 55 Lutherstadt Wittenberg 56 Meerbusch 57 Montabaur/ Oberahr 58 Mülheim an der Ruhr 59 Münster 60 Neualbenreuth 61 Neustadt/Orla 62 Nürnberg 63 NürnbergZirndorf 64 Oberstdorf 65 Ochsenhausen 66 Rauenberg 67 Ravensburg 68 Remagen/ Bonn 69 Rheinfelden (Baden) 70 Rieste 71 Rinteln 72 RostockWarnemünde 73 Rottweil 74 Rüdesheim 75 Saarlouis 76 Saarlouis 77 Saarlouis 78 Schleswig 79 Schmitten/ Taunus 80 Schwäbisch Hall 81 SteinheimSandebeck 82 Sternberg 83 Stockach 84 Tangermünde 85 TecklenburgBrochterbeck 86 Unna 87 Unterreichenbach 88 Waldeck 89 Walsrode 90 Waren (Müritz) 91 Warendorf 92 Wernigerode 93 Willingen 94 Witten 95 Wittmund 96 Wörlitz 97 Würzburg 98 Zeven

Liebe Gäste und Freunde der Ringhotels, Sie haben sich vermutlich gewundert, warum wir Sie in den vergangenen Wochen immer wieder um neue Unterschriften für diese und jene Einwilligung in die Speicherung Ihrer persönlichen Daten gebeten haben. Hintergrund ist die seit Ende Mai 2018 geltende europaweite Datenschutzrichtlinie. Sie ist nirgends enger gefasst als in Deutschland und hat uns vor nicht vorhersehbare Herausforderungen gestellt. Denn ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung dürfen wir nicht mehr speichern, ob Sie gerne ein zweites Kopfkissen haben möchten oder beim Frühstück bestimmte Lebensmittel nicht vertragen. Die Einwilligung, die Sie mit dem RinghotelsCard-Antrag erteilt haben, deckt hier nicht alles ab. Deshalb bitten wir Sie häufig nochmals um eine Einwilligung zur Speicherung und Verwendung Ihrer Daten, um auf der sicheren Seite zu sein. Dafür bitten wir Sie um Verständnis und danken Ihnen, dass Sie uns dennoch die Treue halten. Apropos RinghotelsCard-Programm: Wir haben unser Programm gründlich überarbeitet und möchten uns an dieser Stelle für die vielen wertvollen Anregungen unserer RubinCard-Gäste bedanken. Mehr zu unserem neuen RinghotelsCard Trio – neben der bisherigen RinghotelsCard gibt es ab 2019 auch die RinghotelsCards in Silber und in Gold – erfahren Sie auf Seite 17. Neu ist auch, dass die Gast-im-Schloss Hotels als Tochtermarke der Ringhotels zumindest digital wieder als Einzelmarke geführt werden und über eine neue Website erreichbar sind: www.gast-im-schloss.de. Zwei neue Schlösser in Dresden und in Kotelow warten ebenso wie zwölf weitere historische Anwesen darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Sie können natürlich auch wie gewohnt die ChampagnerTräume buchen und wertvolle Treueringe sammeln. Viel Spaß beim Entdecken wünscht Ihnen Ihre

Susanne Weiss

Wir halten Sie informiert – mit unserem Newsletter! Alle News zu den Ringhotels, zu exklusiven Angeboten und zu Ihrem aktuellen Ringestand erhalten Sie im Ringhotels Newsletter. Gleich unter www.ringhotels.de/newsletter anmelden.

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EvEnts & tErminE

AUSSTELLUNG 20. Oktober 2018 bis 24. Februar 2019

Ihre Ringhotels in der Nähe

Hans Christian Andersen

Ringhotel Munte am Stadtwald in Bremen Mit Märchen wie „Des Kaisers neue www.ringhotels.de/bremenmunte Kleider“, „Die Prinzessin auf der Erbse“ Ringhotel Fährhaus Farge in Bremen-Farge oder „Die kleine Meerjungfrau“ erlangte www.ringhotels.de/bremenfarge Hans Christian Andersen (1805–1875) Ringhotel Paulsen in Zeven bereits zu Lebzeiten größte Berühmt- www.ringhotels.de/zeven heit. Nahezu unbekannt dagegen sind die feinsinnigen und überraschend modern anmutenden Arbeiten auf Papier, die der prominente dänische Dichter zu Lebzeiten ausschließlich an Freunde verschenkte, aber nicht öffentlich preisgab. Sie reichen von radikal abstrahierten Italienlandschaften über grotesk anmutenden Schattenrissen bis hin zu experimentierfreudigen Klecksographien, wie sie das 19. Jahrhundert bis dahin kaum kannte. Mit der ebenso zauberhaften wie bizarren Papierwelt von Hans Christian Andersen präsentiert die Kunsthalle Bremen einen überraschend „anderen Andersen“, der selbst Künstler wie Andy Warhol inspirierte. Weitere Informationen unter www.kunsthalle-bremen.de.

WINTER-VARIETÉ 29. November 2018 bis 13. Januar 2019

ROCKSPEKTAKEL

Poesie und Spektakel

Faust – Die Rockoper auf dem Brocken

Das fahrende Volk steht seit jeher für die Sehnsucht der Menschen nach Freiheit und Abenteuer. Akrobaten, Straßenmusiker, Gaukler – sie alle repräsentieren bis heute eine Welt, in der das Außergewöhnliche, das Wilde, das Andere eine Qualität und kein Makel ist. Dieses wilde Lebensgefühl inspiriert auch die Show „la luna“, die – passend zum fahrenden Volk – im und auf dem Gelände des Autohauses Markötter in Gütersloh präsentiert wird. Die Künstler des Varieté-Spektakels verkörpern Poesie, Romantik und Leidenschaft. Jeder auf einzigartige Weise. Die artistischen Disziplinen in der Luft und am Boden werden vom la luna-Ensemble so innovativ und spektakulär interpretiert, dass dem Publikum immer wieder der Atem stockt. Und über alldem schwebt der mystische Mond – la luna … Mehr unter www.variete.de/spielorte/wintervarietes.

Deutschlands höchstgelegenes Bühnenhaus (1.146 Meter), der Goethesaal auf dem Brocken, ist der passende Ort für eine besondere Inszenierung von Goethes Klassiker „Faust“. Das Spektakel beginnt mit einer nostalgischen Zugfahrt im Mephisto-Express auf den Brocken, setzt sich mit einem teuflischen Mephisto-Mahl beim Brockenwirt fort und erlebt mit der Rockoper ihren Höhepunkt. Klassische Theaterkunst trifft moderne Rock-Pop-Musik, die live gespielt wird, und original Texte aus Goethes „Faust“ runden das eindrucksvolle Erlebnis ab. Im Mittelpunkt stehen dabei natürlich der teuflische Pakt von Mephisto und Faust um dessen Seele und die Suche nach dem Sinn des Lebens sowie die tragische Liebesgeschichte von Faust und Gretchen. Mehr unter www.hsb-wr.de.

Ihre Ringhotels in der Nähe Ringhotel Appelbaum in Gütersloh www.ringhotels.de/guetersloh Ringhotel Mersch in Warendorf www.ringhotels.de/warendorf Ringhotel Waldhotel Bärenstein in Horn-Bad Meinberg www.ringhotels.de/horn-badmeinberg Ringhotel Germanenhof in Steinheim-Sandebeck www.ringhotels.de/steinheimsandebeck Ringhotel Landhaus Eggert in Münster www.ringhotels.de/muenster

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26. Oktober bis 25. November 2018

Ihre Ringhotels in der Nähe Ringhotel Weißer Hirsch in Wernigerode www.ringhotels.de/wernigerode Ringhotel Villa Westerberge in Aschersleben www.ringhotels.de/aschersleben


EvEnts & tErminE

MITMACH-AUSSTELLUNG 16. September 2018 bis 31. März 2019

Tüftelgenies in der DASA

Spielerisch wecken „Die Tüftelgenies“ mithilfe von rund 30 sogenannten Hands Ons zum Ausprobieren die Neugier an naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, lüften das Geheimnis von Alltagsgegenständen und erzählen spannende Geschichten über die Leute hinter den Erfindungen. Die Kinder entdecken dabei aber vor allem, wie viel Ideen und Kreativität in ihnen selber stecken. Mehr Informationen unter www.dasa-dortmund.de.

Fahrrad oder Faustkeil, Telefon oder Papier: Was steckt hinter den wichtigen Errungenschaften der Menschheit? Die können Familien Ihre Ringhotels in der Nähe mit Kindern ab acht Jahren in der Mitmach-Ausstellung „Die Tüftel- Ringhotel Drees in Dortmund genies“ in der DASA Arbeitswelt www.ringhotels.de/dortmund Ausstellung in Dortmund erfah- Ringhotel Parkhotel Witten in Witten ren. Sie stellt Erfindungen, Tüfte- www.ringhotels.de/witten leien und Geistesblitze in den Mit- Ringhotel Zweibrücker Hof in Herdecke telpunkt. Welche Auswirkungen www.ringhotels.de/herdecke bahnbrechende Neuerungen hat- Ringhotel Am Stadtpark in Lünen ten, thematisiert die Schau www.ringhotels.de/luenen ebenso wie sie dazu anleitet, Ringhotel Katharinen Hof in Unna selbst einfallsreich zu werden. www.ringhotels.de/unna

Bestsellerlisten bis zum Boulevard. Literarisches Frühstück auf einer Rheinfähre, dann zur Krimilesung ins Polizeipräsidium und schließlich zur festlichen Hörbuchpreisverleihung ins WDR-Funkhaus – so könnte ein gelungener Tagesausflug nach Köln zur lit.Cologne aussehen. Weitere Informationen finden Sie unter www.lit-cologne.de.

Prominente Gäste Moderatoren, Schauspieler und andere bekannte Personen wissen die Gastlichkeit der Ringhotels zu schätzen. Die U21-Mannschaft des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart war im Sommer 2018 für ein einwöchiges Trainingslager zu Gast im Ringhotel Sonnenhof in Lautenbach. Mit dabei waren ExNationalmannschaftsspieler und TV-Experte Thomas Hitzelsperger (li.) und VfB U21-Trainer Mark Kienle. Das Ringhotel Zum Kreuz in Steinheim konnte den Sänger Sascha Vollmer, auch bekannt unter seinem Künstlernamen Hoss Boss, von der CountryRock-Band The BossHoss als Gast begrüßen. Im Bild ist er mit Gastgeberin Melanie Maier sowie der kleinen Marisa und Anton zu sehen.

Ihre Ringhotels in der Nähe

Susanne Ostler, Inhaberin des Ringhotels Celler Tor, freute sich über den Besuch des bekannten Gesangsund ModeratorenPaars Marianne und Michael. Die beiden waren anlässlich eines Konzertauftritts zu Besuch in der Stadt.

Ringhotel Rheinhotel Dreesen in Bonn-Bad Godesberg www.ringhotels.de/bonndreesen Ringhotel Haus Oberwinter in Remagen/Bonn www.ringhotels.de/remagen Ringhotel Rheinhotel Vier Jahreszeiten in Meerbusch www.ringhotels.de/meerbusch Ringhotel Haus Waldhotel Heiligenhaus in Heiligenhaus www.ringhotels.de/heiligenhaus

Andreas Steinfatt, Geschäftsführer der Paulaner Brauerei, ehrt seit 2012 jedes Jahr besonders engagierte Wirte mit dem Stern der Gastlichkeit. Auch in diesem Jahr durften sich die Seniorchefs Maria und Eduard Liebscher vom Ringhotel Die Gams in Beilngries bei der feierlichen Preisverleihung in Schuhbecks Teatro in München über diese Auszeichnung freuen.

LITERATURFESTIVAL 19. bis 30. März 2019

lit.Cologne Bei Europas größtem Literaturfestival trifft sich in der Domstadt jedes Jahr im Frühling das Who is Who der zeitgenössischen Literatur. Literaturfans begegnen hier Nobelpreisträgern ebenso wie Sachbuch-Stars oder Krimiautoren. Die lit.Cologne bewegt sich ohne Berührungsängste von der Hochkultur über die

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Zu Gast im Schloss reise Deutschland ist ein Land der Schlösser und Burgen. Viele herrschaftliche Anwesen und historische Gebäude, die einst dem Adel vorbehalten waren, haben heute ihre Türen für Gäste geöffnet. Unsere Gast im Schloss Hotels sind außergewöhnliche Urlaubsziele – sie verbinden eine Reise in die reiche kulturelle Vergangenheit mit zeitgemäßem Komfort. 햳

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ine Besonderheit unter den Ringhotels sind die „Gast im Schloss“ Hotels. Diese besondere Kennzeichnung erhalten nur Hotels, die ein historisches Ambiente und Originalität aus dem 19. Jahrhundert oder älter bieten und nicht über mehr als 20 Zimmer verfügen. Moderne Anbauten müssen sich dabei dem historischen Gesamtbild unterordnen. Eine individuelle und stilvolle Einrichtung und Ausstattung ist ebenso verpflichtend wie die hohe Qualität der Küche und des Service. Die regionale Küche auf höchstem Niveau zu präsentieren ist allen unseren Hoteliers und ihren Köchinnen und Köchen eine Herzensangelegenheit. Einige der „Gast im Schloss“ Hotelrestaurants verfügen über Auszeichnungen in mindestens zwei Gastronomieführern. Weitere Informationen zu den historischen Häusern finden Sie online unter www.gast-im-schloss.de


NEU 햸

1 Bad Kösen – Ringhotel Mutiger Ritter 2 Asperg/Ludwigsburg – Ringhotel Adler 3 Aschersleben – Ringhotel Villa Westerberge 4 Münster – Ringhotel Landhaus Eggert 5 Coburg/Ahorn – Schloss Hohenstein 6 Dresden – Schloss Eckberg 7 Eisenach – Ringhotel Lutherhotel Eisenacher Hof

8 Lutherstadt Wittenberg – Ringhotel Schwarzer Baer garni

N EU

9 Kotelow – Jagdschloss Kotelow 10 Rheinfelden (Baden) – Ringhotel Schlosshotel Beuggen 11 Bad Säckingen – Ringhotel Goldener Knopf 12 Ringhotel Schloss Tangermünde 13 Saarlouis – Ringhotel Altes Pfarrhaus

garni

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Die Ruine der Burg Regenstein zwischen Wernigerode und Aschersleben bietet einen tollen Ausblick auf den Harz.

Deutschlandreise – vom Harz bis zur Wartburg reise

Nietzsche-Denkmal in Naumburg.

„Willst Du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!“ – dichtete einst Johann Wolfgang von Goethe in seinem Vierzeiler „Erinnerung“. Erinnern wollen wir Sie mit unserer Serie „Deutschlandreise“ daran, wie viel es zwischen Nord- und Ostsee sowie den Alpen zu entdecken gibt. Die siebte Etappe führt von Wernigerode über Aschersleben und Neustadt/Orla bis nach Eisenach.

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eutschland wird 2019 auf die Ereignisse vor 30 Jahren zurückblicken, die den Weg zu seiner politischen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 frei machten. Ohne die friedlichen Demonstrationen und die durch sie herbei geführte Öffnung der Mauer am 9. November 1989 hätte die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Gründung zweier deutscher Staaten bestehende Teilung nicht überwunden werden können. Ne-

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ben allen Gemeinsamkeiten, die die Deutschen zwischen Nord und Süd sowie Ost und West teilen, haben sich auch die Menschen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und den anderen östlichen Bundesländern ihre regionalen Eigenheiten und Spezialitäten bewahrt. Und natürlich hat auch die 40-jährige Zeit der DDR ihre Spuren hinterlassen. Mit unserer Serie „Deutschlandreise“ in Heimat & Genuss laden wir Sie ein, Ihre Heimat mit neuen Augen zu sehen und re-


Das Wernigeröder Schloss – jeden Sommer Schauplatz der gleichnamigen Festspiele – thront eindrucksvoll über der Stadt.

reise

Das „Kriminalpanoptikum“ im ehemaligen Gefängnis von Aschersleben.

gen Sie an, durch eigene Reisen Neues zu entdecken. Denn zum Glück ist das nächste Ringhotel mit seiner meist schon lange in der Region verwurzelten Gastgeberfamilie nicht weit. Also worauf warten Sie noch?

Wernigerode – zu Füßen des Brocken Die „bunte Stadt am Harz“, wie Wernigerode mit Bezug auf ein Zitat des Natur- und Heimatdichters Hermann Löns genannt wird, liegt an der Nordostflanke des Harzes und ist Ausgangspunkt der Reise durch Sachsen-Anhalt und Thüringen. Mitten in der von Fachwerkhäusern geprägten Stadt liegt das Ringhotel Weißer Hirsch – das Haus mit der liebevoll restaurierten Fassade ist das älteste erhaltene Hotel Sachsen-Anhalts. Der Name seines Restaurants Vis-à-vis (dt. gegenüber) bezieht sich auf den prachtvollen Blick auf das berühmte Rathaus auf der anderen Seite des historischen Marktplatzes. Neben den Gassen der Altstadt lohnt sich auch der Weg hinauf zum Wernigeröder Schloss. Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt mit der Harzquerbahn von Wernigerode nach Drei Annen Hohne und von dort mit der 19 Kilometer langen Brockenbahn über Schierke bis hinauf zu dem auf 1.125 Metern Höhe gelegenen Bahnhof am Gipfel des Brocken, des mit 1.141 Metern höchsten Berges im Harz. Auf ihrem rund 50 Minuten dauernden Weg, auf dem die einen Meter breite Schmalspurbahn fast 600 Höhenmeter überwindet, umrundet sie den Berg in einer Spirale, ehe sie den Bahnhof erreicht – und bietet den Reisenden dabei zu jeder Jahreszeit ein überwältigendes Panorama des Natio-

nalparks Hochharz. Übrigens: Zwischen 1961 und 1989 war die im Jahr 1898 eröffnete Brockenbahn aufgrund ihrer Nähe zur innerdeutschen Grenze für den Verkehr gesperrt, weshalb die Landschaft viel von ihrer Ursprünglichkeit behielt. Zwei Jahre nach dem Fall der Mauer und einer gründlichen Sanierung konnte sie im September 1991 mit zwei dampfbetriebenen Zügen wieder in Betrieb genommen werden.

Am nördlichen Rand des Harz entlang Von Wernigerode führt die Bundesstraße 6 in östlicher Richtung in gut 50 Kilometern nach Aschersleben. Auf dem Weg dorthin gibt es eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, die einen Zwischenstopp lohnen. So befindet sich nahe dem nur wenige Kilometer von Wernigerode entfernten Blankenburg die Ruine der Burg Regenstein. Von der schwer einnehmbaren Burganlage aus dem Hochmittelalter und den sie umgebenden Überresten der neuzeitlichen Festung ist zwar nicht mehr viel zu sehen, aber der Blick über den nördlichen Teil des Harzes lohnt den Abstecher allemal. Nur ein paar Kilometer weiter östlich sollte man unbedingt Quedlinburg besichtigen, dessen Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Mit seinen rund 1.300 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten und einer Reihe von Jugendstilbauten ist Quedlinburg eines der größten Flächendenkmäler Deutschlands. Kurz vor dem Ende der ehemaligen DDR verhinderte der Widerstand der Quedlinburger Bürger großräumig geplante Abrisse im Nordteil der Altstadt. Nach der Wende wurden mithilfe von Förderprogrammen zunehmend Fachwerkhäuser repariert und modernisiert. Als architektonisches Meisterwerk der Romanik gilt die Stiftskirche St. Servatii, die mit ihrem wertvollen Domschatz ein sichtbares Zeugnis der sächsisch-ottonischen Dynastie ist.

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reise

Die Burg von Querfurt liegt malerisch über der Stadt und lohnt einen Abstecher.

Aschersleben – Fachwerkstadt und Tor zum Harz Von Quedlinburg fährt man rund 30 Kilometer weiter nach Aschersleben, wo das Ringhotel Villa Westerberge in einem weitläufigen Park am Rande der Stadt liegt. Neben einem Wellness- und Fitnesscenter Ihre Ringhotels in der Nähe lässt vor allem die Küche mit Fisch und Wild aus den Bächen Ascherleben und Wäldern des Harzes die Ringhotel Villa Westerberge Herzen der Gäste höher schlaTel.: +49 3473 945252 gen. Aschersleben ist nicht nur E-Mail: aschersleben@ringhotels.de www.ringhotels.de/aschersleben die älteste urkundlich erwähnte Stadt in Sachsen-AnBad Kösen halt, sondern besitzt auch eine Ringhotel Mutiger Ritter sehr gut erhaltene StadtbefesTel.: +49 34463 6370 tigungsanlage und eine weitE-Mail: badkoesen@ringhotels.de www.ringhotels.de/badkoesen gehend intakte Innenstadt aus dem Mittelalter. Eisenach Kunstliebhaber dürfen sich Ringhotel Lutherhotel Eisenacher Hof auf die Ausstellungsräume der Tel.: +49 3691 29390 2012 eröffneten Grafikstiftung E-Mail: eisenach@ringhotels.de www.ringhotels.de/eisenach Neo Rauch freuen, die auf einer Schenkung des Künstlers an Neustadt/Orla seine Heimatstadt basiert. Wer Ringhotel Schlossberg Spaß an Krimis hat, dem sei der Tel.: +49 36481 660 Besuch des „KriminalpanoptiE-Mail: neustadt@ringhotels.de www.ringhotels.de/neustadt kums“ empfohlen. Es befindet sich im ehemaligen StadtgeWernigerode fängnis am Gerichtsgebäude Ringhotel Weißer Hirsch und zeigt die Geschichte der Tel.: +49 3943 267110 Kriminalpolizei – neben GauE-Mail: wernigerode@ringhotels.de www.ringhotels.de/wernigerode nergeschichten und kuriosen Kriminalfällen sind Tatwerk-

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zeuge sowie Uniformen und Ausrüstungsgegenstände der nationalen und internationalen Polizei zu sehen.

Vom Harz zur Saale Von Aschersleben führt die nächste Etappe in südlicher Richtung auf der B180 in das rund 100 Kilometer entfernte Naumburg und dann auf der B87 nach Bad Kösen. Auch an dieser Route liegt eine Reihe von sehenswerten Orten, darunter die Lutherstadt Eisleben mit dem Geburts- und Sterbehaus des Reformators sowie Querfurt mit seiner gut erhaltenen Altstadt und einer der größten mittelalterlichen Burgen Deutschlands. Bei Freyung überquert man die Unstrut, die bei Naumburg in die Saale fließt – die beiden Flüsse sind Namenspatron des Weinanbaugebietes Saale-Unstrut. Bad Kösen ist neben seiner tausendjährigen Tradition als Weinort auch für die dort angesiedelte Spielzeugmanufaktur bekannt. Das denkmalgeschützte Ringhotel Mutiger Ritter liegt mitten im Zentrum in ruhiger Lage und beherbergt die „Kösener Spielzeug Erlebniswelt“. In der gläsernen Manufaktur können Besucher die Entstehung der Plüschtiere hautnah erleben. Auch der neue Werksverkauf sowie das Kösener Spielzeug Museum sind hier untergebracht. Gleich neben dem Ringhotel befinden sich die historischen Kuranlagen mit Gradierwerk, Wasserrad und Salinentechnik. Beliebte Ausflugsziele sind vor allem die zahlreichen Burgen und Schlösser der Region sowie der Naumburger Dom St. Peter und Paul, der seit 2018 zum UNESCO-Welterbe zählt. Von der Saale zur Orla Von Bad Kösen geht es weiter in südlicher Richtung über Dornburg-Camburg und Jena in das rund 60 Kilometer entfernte Neustadt an der Orla. Auf dem Weg dorthin sollte


reise

Die Wartburg bei Eisenach – Zufluchtsort für Martin Luther und eindrucksvolle Wehranlage über der Stadt.

Blick in den Festsaal des Schlosses Friedenstein in Gotha.

Das Gradierwerk, eine Anlage zur Salzgewinnung, im Kurpark von Bad Kösen.

man sich unbedingt die drei Dornburger Schlösser ansehen, die eindrucksvoll am Rand eines Felsenplateaus über der Saale liegen. Schon Wolfgang von Goethe wusste in seiner Zeit als herzoglicher Minister das Rokoko-Schloss zu schätzen, später weilte er einige Monate im Renaissance-Schloss. Etwas weiter flussaufwärts liegt Jena, das bis heute für seine Glas- und Optikindustrie bekannt ist. Dementsprechend zeigt das Deutsche Optische Museum – das Einzige seiner Art in Deutschland – optische Instrumente aus fünf Jahrhunderten, darunter von Ernst Abbe und Carl Zeiss. Rund 30 Kilometer südlich von Jena ist das Ringhotel SchlossbergTeil eines Ensembles denkmalgeschützter Häuser in Neustadt an der Orla. Sehenswert sind hier neben dem spätgotischen Rathaus auch die in einem Durchgang vom Markt zum Kirchplatz erhalten gebliebenen neun Fleischbänke. Sie stammen aus dem Jahr 1475 und sind in Europa einmalig: Die Fleischer durften nur dort und unter Aufsicht eines vom Rat beauftragten Fleischaufsehers ihr Fleisch verkaufen. So konnte die Stadt die Preise und die Hygiene besser kontrollieren.

Quer durch Thüringen nach Eisenach Von Neustadt an der Orla fährt man rund 130 Kilometer in meist westlicher Richtung nach Eisenach. Auf dem Weg dorthin erreicht man bei Orlamünde wieder die Saale und folgt

ihr bis nach Rudolstadt. Hier lohnt sich vor allem ein Besuch des über der Stadt thronenden Schlosses Heidecksburg, einem der prachtvollsten Barockschlösser Thüringens, das heute unter anderem das Landesmuseum beherbergt. Über Arnstadt erreicht man Gotha, wo sich ein Abstecher zum Schloss Friedenstein lohnt: die frühbarocke Schlossanlage ist der größte Schlossbau Deutschlands aus dem 17. Jahrhundert und beherbergt heute Museen und Kunstsammlungen. Von Gotha sind es 30 Kilometer zum Ringhotel Lutherhotel Eisenacher Hof nahe der Grenze zu Hessen. Dank seiner zentralen Lage bietet sich das Ringhotel sowohl als Ausgangspunkt für den Aufstieg zur Wartburg als auch den Besuch der Altstadt an. Die Wartburg erlangte als Zufluchtsort Martin Luthers Berühmtheit – das von ihm bewohnte Kavaliersgefängnis, die Lutherstube, kann auch heute noch besichtigt werden. In der historischen Altstadt sind vor allem das Bachhaus, die Georgenkirche und das Lutherhaus sehenswert, in der Umgebung lädt der Thüringer Wald zu ausgedehnten Wanderungen ein. Christoph Neuschäffer Vorschau Die Deutschlandreise wird in der nächsten Ausgabe von Heimat & Genuss fortgesetzt. Dann geht es einmal quer durch das Ruhrgebiet von Mülheim an der Ruhr bis nach Unna.

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Barbara und Roland Nölly (vorne sitzend) übergeben Schritt für Schritt an drei Kinder (v.l.n.r.): Arnold mit seiner Frau Sabrina und Sohn Jakob , Gerhard und Margrit.

Drei sind keiner zuviel Menschen Ringhotels – the next Generation: In vielen unserer Mitgliedshäuser schickt sich der Nachwuchs an das Ruder zu übernehmen. Teilweise hat er es schon. Wir möchten Ihnen die jungen Ringhoteliers vorstellen – zeigen, wer sie sind, was sie verändern möchten, was sie bewegt. Folge 9: Margrit, Arnold und Gerhard Nölly vom Ringhotel Hasen in Herrenberg bei Stuttgart. Gerhard beim Anrichten einer seiner neuen Kreationen.

E

in junges Häschen im Sprung begriffen. Es zieht die Blicke auf sich – sei es auf dem Geschirr, der Homepage oder auf Flyern. Es hoppelt überall und zeigt: Im Hasen tut sich etwas. Barbara und Roland Nölly, seit 33 Jahren Chefs des Ringhotels, geben die Leitung an die nächste Generation ab. Die finale Übergabe ist für Anfang nächsten Jahres geplant. Immerhin: Mit Margrit (32), Arnold (31) und Gerhard (31) haben sich gleich drei ihrer vier Kinder dazu entschieden, gemeinsam den Betrieb zu übernehmen. „Das hat sich an-

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fangs nicht so abgezeichnet“, sagt Margrit. „Gerhard wollte Förster werden, Arnold hatte Sport im Sinn und ich etwas mit Erdkunde.“ Als dann aber klar war, dass alle in der Gastronomie steckenbleiben, „haben unsere Eltern uns gefragt, ob wir nicht heimkommen wollen“. Noch halten Barbara und Roland Nölly ihren Kindern den Rücken frei – doch die Übergänge sind bereits fließend. Im Sommer erst haben die Geschwister das 85-Plätze-Restaurant – das Herzstück des Hotels – renoviert, dabei zur Überbrückung drei Wochen lang ein Pop-up-Zelt auf der


Menschen

Die traditionelle Gastlichkeit wollen die drei Geschwister Nölly mit neuer Geselligkeit vollenden. Dazu weht in der Küche ein frischer Wind.

Der Weinkeller mit nunmehr 130 verschiedenen Weinen ist die Domäne von Arnold, der damit die Kreationen von Gerhard ideal begleitet.

Terrasse installiert. Ein Novum in der Hasen-Geschichte. Im Küchenzelt kochten Gerhard und sein Team „live“ vor den Gästen. Das Motto: „Von der Wurzel zur Blüte“.

gern seine Schätze. Darunter auch Bacchus Edition Hasen und Rotling aus dem eigenen Weinberg, den er seit zwei Jahren in der Gemeinde Breitenholz bewirtschaftet. Dort versucht er so naturnah wie möglich biologische Weine anzubauen, denn Nachhaltigkeit ist ihm wichtig. „Ich habe kreative Brüder, für die es eine Herausforderung ist, Neues auszuprobieren und den Gästen näher zu bringen. Die Rezeption dagegen macht mir am meisten Spaß“, sagt Margrit, die sich zudem ums Housekeeping und das Marketing kümmert. Die 32-Jährige hat an der Hotelfachschule Lausanne studiert, hat anschließend in verschiedenen Hotels in der Schweiz und Deutschland gearbeitet und ist lange durch Südamerika gereist.

Mehr Kreativität in der Küche und bei der Weinauswahl Es steht zugleich für die Unternehmensphilosophie der Geschwister. Die Akzente, die sie damit setzen, werden im umgestalteten Restaurant deutlich. Es gibt keine Tischdecken mehr, Lampen und Stühle sind neu, die Holzvertäfelung ist jedoch geblieben. „Neue Geselligkeit soll auf das Fundament traditioneller Gastlichkeit treffen“, so haben sie es sich auf die Fahnen geschrieben. „Wir möchten, dass die Leute sich Zeit nehmen fürs Essen“, sagt Arnold. „Sie sollen reinkommen, abschalten und genießen – das ist unser Anspruch.“ Außer der Standardkarte gibt es eine Monatskarte, „auf der sich Gerhard austoben kann“. Denn der 31-Jährige kommt aus der Sternegastronomie, hat bereits im Waldhotel Fletschhorn in Saas-Fee und in der Speisemeisterei in Stuttgart gekocht. Die Rückkehr in die Hasen-Küche sei anfangs ein „Kulturschock“ gewesen, sagt er. Doch mit der Monatskarte und Gourmet-Events hat er einen Weg gefunden, auf Hasen-Niveau weiterhin kreativ bleiben zu können. Denn: „Um Schnitzel und Rostbraten zuzubereiten, wäre ich nicht heimgekommen.“ Für die passende Getränkeempfehlung zur Gerhards Kreationen sorgt Bruder Arnold. Nach der Ausbildung als Bachelor of Arts in Hotelmanagement im Ringhotel Krone in Schnetzenhausen arbeitete er im Waldhotel Davos und in Berlins Krone Lamm in Zavelstein, bereiste per „Work and Travel“ Australien und Neuseeland. Wein ist Arnolds Element, den Abschluss als Sommelier machte er mit Bestnote. Die Weinkarte des Hasen hat er von 45 auf 130 Positionen aufgestockt – im Weinkeller la-

Mit Coaching zur gemeinsamen Philosophie Dass im Hasen jeder seinen eigenen Bereich gefunden hat, sei praktisch, dennoch haben sie einen Coach angeheuert. „Das war eine der besten Entscheidungen, die wir getroffen haben“, sagen die Geschwister. Denn ursprünglich dachten alle, die gleichen Vorstellungen von der Zukunft des Betriebs zu haben, doch ein Workshop brachte auch Differenzen zutage. Gerhard sei mehr der Künstler, durchaus mit Dickkopf, Arnold der Temperamentvolle, dabei sehr fokussiert und versiert mit Zahlen, Finanzen und Controlling. Und Margrit beschreiben die Brüder als „gute Seele“, die beide immer wieder wohlwollend zügle. Dank des Coachs haben sie eine gemeinsame Unternehmensphilosophie und einen 10-Jahres-Plan entwickelt. Auch finden seither wöchentliche Familienmeetings statt, „bei denen es auch mal hitzig zugehen kann“, verrät Margrit. Ihrer Philosophie zufolge, wollen die Drei Gastlichkeit leben, Erlebnisse schaffen und bei ihren Mitarbeitern und Gästen das Feuer entfachen, bewusst zu genießen, zu

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Menschen

Die Muster-Suite besticht durch helles Design und naturnahe Materialien.

leben und zu handeln. Das betrifft nicht nur das Kulinarische, sondern auch das Übernachten. Als nächstes planen die Nöllys die Zimmer zu renovieren. Wo es dabei hingeht, zeigt eine Muster-Suite, die bereits gebucht werden kann.

Das Design ist heller und freundlicher, die Farben und Materialien naturnah, die Holzmöbel sind teils maßgefertigt. Es gibt eine gemütliche Sitzecke, florale Zeichnungen an der Wand und Fotografien von Gerhard und seiner Freundin, die die Region zeigen. Die Basis für die Zukunft des Gasthof Hasen ist gelegt, das Vertrauen der Eltern ist dabei groß. Ihrerseits haben Herrenberg sie auch bereits den nächsRinghotel Gasthof Hasen ten Schritt hin zur Übergabe Tel.: +49 7032 2040 getan, sind aus ihrer WohE-Mail: herrenberg@ringhotels.de nung im Hotel ausgezogen. www.ringhotels.de/herrenberg Alma Stahr

Kontakt

Wir fragen – die Geschwister Nölly antwor ten Um unsere Ringhoteliers noch persönlicher vorzustellen, haben wir Ihnen einfach ein paar Fragen gestellt. Margrit, Arnold und Gerhard Nölly gaben ihre Antworten spontan – manchmal sogar einhellig. Arnold: (lacht) … mit der Queen von England, einen richtig tollen Bordeaux – ganz britisch-royal quasi.

War es Euer Traum, das Hotel Eurer Eltern zu übernehmen? Gerhard: Nein. Arnold: ... es war kein Albtraum, aber es war in weiter Ferne. Was ist das Erfolgsrezept für Euren Familienbetrieb? Arnold: Die Familie. Was esst Ihr am liebsten? Arnold: Züricher Kalbsgeschnetzeltes mit Rösti. Margrit: Pfannkuchen. Gerhard: Viel zu viele Sachen …

Was war Euer schönstes Urlaubserlebnis? Arnold: Die Familienurlaube in der Schweiz waren immer genial – top Essen und viel Zeit, um die Akkus wieder aufzuladen. An welchem Ort würdet Ihr gern leben? Gerhard: In einem Tal in den Schweizer Bergen, ein bisschen abseits. Arnold: … da schließe ich mich an. Und natürlich dort, wo die Familie ist. Magrit: Definitiv auch in der Natur, eher ruhig. Was würdet Ihr gern besser können? Gerhard: Unsere neue Gastgeber-Philosophie den Gästen zu vermitteln. Margrit: Besser kochen. Arnold: Namen merken.

Mit was würdet Ihr uns überraschen, wenn wir Euch besuchen? Arnold: Ich würde Euch erst einmal in unseren Weinkeller „verfrachten“, Gerhard würde dann ein kleines Überraschungsmenü kochen. Und Margrit hätte sicherlich noch einen Geheimtipp für einen Ausflug parat.

Auf was könntet Ihr niemals verzichten? Gerhard: Auf meinen Induktionsherd. Arnold: Auf meinen Weinkeller und den Weinberg. Margrit: Schokolade.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdet Ihr gern mal einen Trinken gehen?

Was würdet Ihr ändern, wenn Ihr die Macht dazu hättet?

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Arnold: Wir würden gern eine klimafreundlichere und nachhaltigere Welt generieren, in der mehr Nachsehen für die gegensätzlichen Menschengruppierungen besteht. Was haltet Ihr für das größte Problem unserer Zeit? Margrit: Unzuverlässigkeit und Schnelllebigkeit. Gerhard: Ständiger Konkurrenzkampf. Arnold: Dass die Menschheit verlernt hat, mit dem zufrieden zu sein, was sie hat. Wie entspannt Ihr? Gerhard: Beim Motorrad fahren. Magrit: Beim Salsa tanzen. Arnold: Im Weinberg, in der Natur und mit der Familie. Euer Lieblingsfilm? Gerhard: Ratatouille, auch wenn mich meine Geschwister jetzt auslachen. Arnold: Der Wein und der Wind. Margrit: Monsieur Claude und seine Töchter. Euer ganz persönlicher Heimatgenuss-Ort? Arnold: Unser Weinberg in der Breitenholzer Hinterhalde mit Blick auf die schwäbische Toskana. Hier wollen wir künftig Weinproben und Seminare veranstalten.


Mehr HeimatGenuss mit dem neuen RinghotelsCard Trio. REISE Die Stammgäste der Ringhotels können sich schon jetzt auf 2019 freuen: Dann startet unser neues RinghotelsCard-Programm mit drei verschiedenen Treuekarten und zahlreichen Vorteilen.

Die RinghotelsCardInhaber sind die treusten Gäste der Ringhotels und liegen uns daher besonders am Herzen. Neben der bisherigen RinghotelsCard gibt es ab 2019 auch die RinghotelsCards in Silber und in Gold. Mit jeder unserer Treuekarten warten ab dem neuen Jahr noch mehr Vorteile auf Sie – bei ebenso viel HeimatGenuss wie zuvor. Welche der drei RinghotelsCards Sie ab 2019 in den Händen halten, ermitteln wir anhand Ihres persönlichen Ringhotels Umsatzes, also den Statusringen. Dabei wirkt sich jeder Ring, den Sie bis Ende 2018 sammeln, positiv auf Ihren Card-Status 2019 aus! Bereits nach der Registrierung sammeln Sie Ringe. Die RinghotelsCard Silber erhalten Sie ab 800 Statusringen und die RinghotelsCard Gold ab 1.200 Statusringen. Übrigens: Ihre Prämienringe wirken sich nicht auf Ihren Card-Status aus, das heißt Sie können Ihre Ringe weiterhin nach Herzenslust noch in diesem Jahr in Sach- oder Hotelprämien eintauschen.

Ringe sammeln im Schlaf Die wertvollen Ringe können Sie deutschlandweit von den Alpen bis an Nord- und Ostsee in allen Ringhotels mit jeder Übernachtung sammeln – und auch in den schwedischen Petit Hotels. In unseren teils jahrhundertealten Traditionshäusern der Marke „Gast im Schloss“ wird das sammeln der Ringe sogar zum fürstlichen Vergnügen. Der schnellste Weg zu unseren Schlosshotels: www.gast-im-schloss.de.

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Kombiniert mit einer Übernachtung trägt auch jeder Verzehr in einem Ringhotel weitere Ringe zu Ihrem Treuekonto bei. Besonders zu empfehlen sind unsere regionaltypischen HeimatGenuss Menüs. Auch Gruppenreisen und Familienfeiern machen mit dem neuen RinghotelsCard Programm noch mehr Freude, denn je nach Status gibt es extra Prämienringe auf bis zu 9.000 Euro Fremdumsatz, das bedeutet nicht persönlich getätigten Umsatz. Weitere Details zu den Teilnahmebedingungen für das neue RinghotelsCard-Programm, beispielsweise zu Ewerb, Gültigkeit und Verfall von Ringen, finden Sie online unter www.ringhotels.de/ ringhotelscard.

Ringhotels-Broschüren Sie können unsere Broschüren zu verschiedenen Reisethemen kostenfrei im Internet unter www.ringhotels.de/prospektbestellung oder telefonisch unter Tel. +49 (0) 89 4587 0330 anfordern. RinghotelsCard-Antrag !bm]_o|;Ѵv-u7rrѴb1-ঞom 30% Bis zu ħ !#! 30% Up to nt discou

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Das Musical „Aladin“ entführt das Publikum in die prächtige Welt der Geschichten aus 10001 Nacht.

Musicals – von der Theaterrevue zur opulenten Show erlebnis Seit mehr als 100 Jahren bereichern Musicals das Kulturleben. Mit Gesang, Musik, Schauspiel, Tanz und Akrobatik erzählen sie spannende und berührende Geschichten. Einige von ihnen gelten heute als Klassiker, die immer wieder aufgeführt werden. Für unsere Gäste erfreulich: Wichtige Bühnen wie Hamburg, Berlin, Stuttgart oder Oberhausen liegen ganz in der Nähe von den Ringhotels.

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enn der Alltag schon immer stressiger wird, dann sollte die Freizeit umso mehr Entspannung bieten. Kaum eine Kunstform ist dafür besser geeignet als das Musical: Es entführt ins Reich der Fantasie, in andere Kulturen und hält manchmal auch der Gesellschaft einen Spiegel vor. Aber immer trägt am Ende das Gute den Sieg davon. Schon allein der Reichtum an verschiedenartigen Live-Darbietungen, die zu einem Musical gehören, sorgt dafür, dass viele Menschen

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sich von dieser Form der Bühnenkunst angesprochen fühlen: Schauspiel, Tanz, Gesang und Musik verbinden sich miteinander – mit dem Ziel, eine Geschichte, ein Thema eindrucksvoll und berührend zu erzählen. Einer der wichtigsten Musical-Komponisten überhaupt ist der Brite Andrew Lloyd Webber. Zu seinen Erfolgswerken gehören „Cats“ und „Phantom of the Opera“. Webbers farbenprächtige Rollschuh-Show „Starlight Express“ zieht schon seit Jahren Zuschauer verschiedener Altersgruppen


erlebnis

Hamburg – hier das Stage-Theater an der Elbe mit dem Erfolgsmusical „König der Löwen“ – ist ein Anziehungspunkt vieler Musical-Fans in Deutschland.

in ihren Bann. Denn es liegt im Trend, Musicals als bombastische Bühnenshows zu präsentieren. Zu diesen Shows gehören opulente Bühnendekorationen, aufwändige Choreographien und Akrobatik. Wo fahren Musical-Fans bevorzugt hin? Als MusicalStadt Nummer eins gilt die Hansestadt Hamburg, wo man zwischen mehreren großen und kleineren Bühnen wählen kann. Fast schon ein Muss während eines Hamburg-Trips ist ein Besuch des Musicals „König der Löwen“: Die Zuschauer können in die bunte Tierwelt Afrikas eintauchen und sich von Masken- und Schattenspielen verzaubern lassen. Auch in Berlin, München und Stuttgart gibt es mehrere Musical-Theater. Zudem ist auch in Bochum, Oberhausen und Dresden in diesem Bereich einiges geboten.

Top-Hits auf neue Art inszeniert Das Musical eröffnet auch die Möglichkeit, Songs von Pop-Stars auf neue Art zu erleben. Zum Beispiel in „Mamma Mia!“, einem der erfolgreichsten Musicals weltweit, das 1999 in London uraufgeführt wurde. Es verbindet mehr als 20 Superhits von ABBA wie „Take a chance on me“, „Dancing Queen“ oder „Mamma Mia“ mit der turbulenten Geschichte rund um die Powerfrau Donna, ihre drei Liebhaber und ihre Tochter Sophie. Zwar trennten sich die vier Mitglieder der schwedischen Gruppe ABBA bereits 1982, doch haben sie in diesem Frühjahr wieder zusammengefunden, um zwei neue Songs aufzunehmen. „Mamma Mia!“ – wer hätte das gedacht. Das Musical jedenfalls ist derzeit in Deutschland auf Tour: Termine für dieses und

nächstes Jahr sind unter anderem: 10. Oktober bis 18. November 2018, Musical Dome Köln; 19. Dezember 2018 bis 12. Januar 2019, Alte Oper Frankfurt; 26. April bis 2. Mai 2019, Festspielhaus Baden-Baden.

New York: Schmelztiegel der Musikstile im Musical Doch wie ist das Musical überhaupt entstanden? Seine Vorläufer waren das Singspiel des 18. Jahrhunderts und die „Opera buffa“ – die „komische Oper“. So weisen zum Beispiel Wolfgang Amadeus Mozarts „Don Giovanni“ und „Die Hochzeit des Figaro“ komödiantische Elemente auf, die mit dem Musical verwandt sind. Geburtsstätte des modernen Musicals ist das New York des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts – die Stadt war damals ein Schmelztiegel für

Vorbereitungen in Stuttgart für das aufwändige Bühnenbild des „Glöckners von Notre-Dame“.

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Ein Dauerbrenner unter den Musicals ist die schaurigschöne Liebesgeschichte in „Tanz der Vampire“.

Ein wahrhaft königliches Vergnügen ist das Musical „König der Löwen“, das die Geschichte des kleinen Löwens Simba erzählt, der sich nach dem Tod seines Vaters behaupten muss.

Menschen aus aller Welt, die verschiedene Musikstile mitbrachten. So finden sich in den frühen Musicals Elemente des Jazz und Swing ebenso wie Blues-, Country- und Folklore-Elemente. Hinzu kamen Versatzstücke aus europäischen Varieté-Theatern. Allmählich setzte sich die neue Kunstform durch und verdrängte die Operette vom Broadway. Von dort fand das Musical den Weg nach Europa, zunächst nach London, von dort aus auch nach Deutschland.

ist. Die Liebe und ungewöhnliche Freundschaften haben seit jeher darin einen festen Platz. In der „West Side Story“ agiert das rebellische Liebespaar Tony und Maria. Und im „Glöckner von Notre Dame“ beschützen zwei Außenseiter einander: Der bucklige Quasimodo gewährt der Zigeunerin Esmeralda in seinem Kirchturm Asyl. Oder „Tanz der Vampire“: Die beliebte Blutsauger-Parodie ist zugleich eine schaurig-schöne Liebesgeschichte.

Liebe in allen Varianten Als erstes Musical moderner Machart gilt „Show Boat“, das 1927 am Broadway Premiere hatte: Das Stück besitzt eine durchgehende Handlung. Die zuvor präsentierten Darbietungen waren eher Musikrevuen. „Show Boat“ spielt auf einem der beliebten Unterhaltungsdampfer, wie sie Ende des 19. Jahrhunderts in den USA die Flüsse befuhren. Das Musical spiegelt auch die Themen jener Zeit wider – es geht um Rassendiskriminierung, Trunk- und Spielsucht und die Scheinwelt des Showgeschäfts. Das sind ernste Themen – die Geschichte klingt aber mit einem Happy End aus. Wegen ihres typischen Grundtons der Heiterkeit und ihres Happy Ends werden Musicals oft in die Schublade der „seichten Unterhaltung“ gesteckt. Zu Unrecht. Gewiss will das Musical die Zuschauer glücklich machen, aber es will sie auch zum Nachdenken darüber bringen, wie die Welt besser werden kann. So stellte das 1967 erstmals aufgeführte Musical „Hair“ nicht nur gesellschaftliche Konventionen infrage, sondern übte auch Kritik am Vietnamkrieg. Ein anderes Beispiel: In Leonard Bernsteins berühmtem Musical „Westside Story“, das 1957 uraufgeführt wurde, geht es um zwei rivalisierende Jugendbanden. Erst am Ende begreifen sie, dass es nichts bringt, wenn wegen ihrer Konflikte Menschen sterben. Historische oder aktuelle Begebenheiten, Sagen, Legenden, Dramen, Utopien oder pure Fantasiegeschichten liefern den Stoff, aus dem die Handlung des Musicals gewebt

Inspirationen aus der Filmwelt Prägend für die Entwicklung des Musicals waren übrigens die technischen Neuerungen im Film. Im Jahr 1927 kam mit „The Jazz Singer“ das erste Bühnenstück als Tonfilmversion ins Kino. In den Dreißigerjahren wurden die tanzenden Schauspieler Fred Astaire und Ginger Rogers mit ihren Musicalfilmen weltberühmt. Bis heute bezieht das Musical Inspirationen aus der Filmwelt und umgekehrt. Das gilt etwa für den Zeichentrickfilm „Aladdin“ der Walt-Disney-Studios, der anschließend als Bühnenversion erfolgreich wurde. Das Musical entführt die Besucher in die magische Welt des Orients. Und wer kennt sie nicht, die „Rocky Horror Show“? Sex, Rock’n Roll, Travestie, Anarchie – seit Jahrzehnten begeistert die Geschichte eines biederen Liebespaars, das auf schicksalhafte Weise Teil einer skurrilen Festgesellschaft wird, das Publikum. Richard O’Brians Musical wurde 1973 als in London aufgeführt und kam zwei Jahre später ins Kino. Sowohl das Musical als auch der Film sind zu interaktiven Ereignissen geworden, in denen die Zuschauer mitspielen: Viele tragen während der „Rocky Horror Show“ Kostüme und singen mit. Passend zur jeweiligen Szene wirft man Konfetti und Reis oder spritzt mit Wasserpistolen. Das gefällt nicht allen. Womöglich ist es schöner, sich einfach zurückzulehnen und sich in eine andere, fantastische Welt entführen zu lassen. Ein passendes Programm wird sich für jeden finden, denn noch nie zuvor war die Auswahl an Musicals so groß wie heute. Katharina Rahm

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Für den jungen Simba ist es ein langer Weg, bis er sich mithilfe seiner Freunde gegen den bösen Onkel durchsetzt.

Gewinnen Sie Musical Tickets! Gewinnen Sie zwei Karten für ein Musical Ihrer Wahl der Stage Entertainment GmbH! Der Ringhotels e.V. verlost gemeinsam mit der Stage Entertainment GmbH einen Gutschein für zwei Karten für ein Musical aus dem aktuellen Programm der Stage Entertainment GmbH. Was Sie dafür tun müssen? Besuchen Sie uns auf www.ringhotels.de/musical-tickets und beantworten Sie die Gewinnspiel-Frage:

Wie heißt Leonard Bernsteins berühmtes Musical der 1950er-Jahre um zwei rivalisierende Jugendbanden in New York? Dort finden Sie auch die genauen Teilnahmebedingungen. Einsendeschluss ist der 31. März 2019.

Highlight im Hamburger Theater Neue Flora: Ab April 2019 gastiert dort der Cirque de Soleil mit der Show „Paramour“.

Tipps & Termine Musical mit Artistik und dem Glamour Hollywoods vereint die Show „Paramour“ des weltweit berühmten Cirque du Soleil aus Kanada. Sie kommt nun vom Broadway nach Europa: Im Hamburger Theater Neue Flora ist die Show ab 9. April 2019 und in den Folgemonaten zu sehen. Seine Deutschland-Premiere feiert Jim Steinmans „Bat out of hell“ diesen November in Oberhausen – ein Musical mit den bekannten Welthits des Rocksängers Meat Loaf: Die Geschichte spielt im Jahr 2030 und kreist um den Rebell Strat und seine Geliebte, die Königstocher Raven. Ab 10. November 2018 sowie im Dezember und in den ersten Monaten des Jahres 2019 präsentiert das Stage Metronom Theater in Oberhausen das neue Musical.

Steht im Mittelpunkt von „Bat out of hell“: der Rebell Strat.

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Der älteste Teil des Ringhotels Wittelsbacher Höh in Würzburg geht auf das Jahr 1893 zurück.

Jubiläen in den Ringhotels erlebnis In den rund 100 individuellen Ringhotels, von denen einige seit mehreren Generationen von ein und derselben Hoteliersfamilie geführt werden, gibt es immer wieder ein rundes Jubiläum zu feiern. Wir stellen Ihnen einige Jubilare vor.

Konnte das 125-jährige Jubiläum ihres Hauses feiern: Sieglinde Mohr, Inhaberin des Ringhotels Wittelsbacher Höh.

E

in solches Jubiläum kann man wahrlich nur selten erleben: Das Ringhotel Wittelsbacher Höh in Würzburg hat am 1. Juli sein 125-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Gastgeberin Sieglinde Mohr und ihr engagiertes Team boten den zahlreichen Gästen ein unterhaltsames Programm, das von vielen Erinnerungen, Begegnungen und Geschichten des über den Dächern der Residenzstadt thronenden Hauses geprägt war. Köstlichkeiten aus Küche und Keller rundeten diesen feierlichen Tag kulinarisch ab. „Wir hatten immer das Glück auf unserer Seite sowie eine schützende Hand über uns“, schrieb Sieglinde Mohr auf die Einladung für ihre Stammgäste. Um dieses Glück zu teilen, wurde am Tag der offenen Tür für das Kinder-Hospiz der Malteser in Würzburg gesammelt.

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Die Geschichte des Hauses begann bereits 1880, als der Gastwirt Konrad Hart auf einem dem Hexenbruchgelände vorgelagerten Grundstück eine Ausflugs-Gaststätte eröffnete. Passend zum 700-jährigen Regentenjubiläum des einstigen bayerischen Königshauses Wittelsbach, das 1880 begangen wurde, nannte er das Lokal „Wittelsbacher Höh“. 1893 entstand an dieser Stelle das markante und in seiner Form einzigartige Gebäude. Nach einer wechselvollen Geschichte kam das Lokal 1969 in die Hände von Sieglinde und Franz Mohr, der das Jubiläum aufgrund seines Todes im Februar 2018 leider nicht mehr selbst erleben durfte. Beide haben aus dem Haus das heute bestehende 3-Sterne-Superior Ringhotel Wittelsbacher Höh mit 72 Zimmern, 140 Betten, einem stilvollen Restaurant mit herrlicher Gartenterrasse und Banketträumen für 120 Personen geschaffen.


erlebnis

50 Jahre Ringhotel Hohenlohe in Schwäbisch Hall Im April 2018 blickte das Ringhotel Hohenlohe in Schwäbisch Hall auf 50 erfolgreiche Jahre zurück, in dem das von Familie Dürr geführte Haus zu einem führenden VierSterne-Hotel ausgebaut wurde. Ein Blick in das Gästebuch des Hotels zeigt, dass dort schon einige Tage vor der Einweihungsfeier mit dem späteren Bundespräsidenten Walter Scheel der erste prominente Gast logierte. Berühmte Gäste aus Politik und Showgeschäft blieben eine ebenso treue Konstante des Ringhotels Hohenlohe wie dessen stetiger Ausbau. Dazu gehörten 1980 die Verdoppelung der Bettenkapazität und zwei Jahre später die Eröffnung des Solebads als Teil des Hotelkomplexes. Das vorerst letzte größere Bauprojekt konnte 2015 abgeschlossen werden. Gründer Theo Dürr ging anfangs ungewöhnliche Wege, um mit dem Haller Ratskeller konkurrieren zu können. Geröstete Ameisen und eingelegte Heuschrecken eines Stuttgarter Feinkosthändlers blieben aber nur ein kurzes Intermezzo. Dafür setzten die Dürrs

Idylle vor den Toren Lübecks: das Ringhotel Friederikenhof in Oberbüssau.

20 Jahre Lübeck-Oberbüssau Vor zwei Jahrzehnten eröffneten Heide und Karsten Meyer im südlich der Lübecker Altstadt gelegenen Stadtteil Oberbüssau das Ringhotel Friederikenhof. Drei Jahre zuvor hatten sie den vom Verfall bedrohten Gutshof mit Ställen und Scheunen übernommen und sich an eine Herkulesaufgabe gemacht: Mit sehr viel Engagement schufen sie zunächst im Hauptgebäude ein Hotel mit 14 Zimmern und einem Tagungsraum. Dabei kümmerte sich Heide um Deko und Gestaltung der Zimmer und Karsten packte an vielen Stellen selbst an. Im Laufe der Zeit kamen weitere Gebäude im gleichen Stil hinzu. Und so versprüht das direkt am Elbe-LübeckKanal gelegene Anwesen noch immer den Charme eines ruhigen alten Gutshofs, obwohl es nur zehn Autominuten von der historischen Altstadt Lübecks entfernt liegt. Heute bietet das Ringhotel Friederikenhof 30 Zimmer sowie sechs Tagungs- und drei Veranstaltungsräume für Feste aller Art.

20 Jahre Joachimsthal Seit 50 Jahren betreibt Familie Dürr das Ringhotel Hohenlohe in Schwäbisch Hall – geführt vom Gründer Theo Dürr (mi.) und seit 2013 von seinem Sohn und Nachfolger Volker (4.v.l.).

frühzeitig auf die Zusammenarbeit mit Bauern aus der Region. 1983 servierten sie in ihrem Restaurant als Erstes Gerichte vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein, das heute sprichwörtlich in aller Munde ist. Innovativ war 1968 auch die rund um die Uhr besetzte Rezeption, die so manchen „liegen gebliebenen“ Reisenden oder Nachtschwärmer zu später Stunde zu einem Bett verhalf. Vor fünf Jahren übernahm Volker Dürr, der Sohn des Hauses, die Geschäfte des Ringhotels. Ein Haus, in dem sich die Welt trifft: Jedes Jahr buchen Menschen aus mehr als 70 Ländern zwischen 35.000 bis 40.000 Übernachtungen.

Das aus einem modernen Seminarhaus bestehende Ringhotel Schorfheide | Tagungszentrum der Wirtschaft in Joachimsthal feierte Anfang Oktober sein 20-jähriges Bestehen. Am 3. Oktober 1998 wurde der Neubau auf dem Areal Hubertusstock als Bildungszentrum eröffnet. Geblieben ist das Staunen der Gäste, wenn sie das erste Mal in das Haus kommen. Die großzügigen Fensterfronten, die überall das Licht und die Natur herein lassen, sowie die großzügigen Flure und Räumlichkeiten begeistern immer wieder. Auch, dass im Ringhotel Schorfheide viel mit natürlichen Materialien gearbeitet wurde, gefällt vielen Gästen. Die Entscheidung, auf ein zeitloses, fast schon nordisches Design zu setzen, hat sich auf jeden Fall als richtig erwiesen. Aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums hat Ringhotelier Bernd Kanzow einen Fotowettbewerb veranstaltet. Die

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erlebnis

Gastgeber im gerade erweiterten Ringhotel Sonnenhof in Lautenbach: Doreen Fahrner mit ihrem Mann Erich (mi.) und dessen Bruder Heiko Fahrner.

Zimmer mit Aussicht in die herrliche Natur nördlich von Berlin: das Ringhotel Schorfheide in Joachimsthal wurde vor 20 Jahren eröffnet.

Gäste konnten bis Ende August 2018 ihre schönsten Fotos auf der Website hochladen. Bis Ende September konnten dann alle Besucher der Seite über die Fotos abstimmen. Der Gewinner wurde am 4. Oktober bekannt gegeben und freute sich über einen Gutschein inklusive Übernachtung für vier Personen zu dem beliebten Kriminalmenü am 7. Dezember.

Sauna, ein Schwimmbad, ein Außen-Whirlpool, ein Kneippbad, ein Fitnessraum und verschiedene Ruheräume. Zudem gibt es eine Beautyfarm und zahlreiche Massageangebote. Ein besonderes Highlight ist auch die wunderschöne Dachterrasse hoch über dem Renchtal mit Blick über den Schwarzwald. Mit Fertigstellung des Anbaus hat auch das Sonnenstüble wieder eröffnet, das den Gästen gemeinsam mit dem Restaurant Sonne feinste badische Küche und einen hervorragend sortierten Weinkeller bietet.

10 Jahre Ringhotel Sonnenhof Das Ringhotel Sonnenhof in Lautenbach im Schwarzwald hat im Jahr seines 10-jährigen Bestehens gleich doppelten Grund zur Freude, denn neben dem Jubiläum kann die Gastgeberfamilie Fahrner und Bimmerle auch die Eröffnung seines aufwändigen, 2.300 Quadratmeter großen Anbaus feiern. 96 Betten, ein neuer Frühstücks- und Lobbybereich, 1.200 Quadratmeter SonnenSPA und eine großzügige Dachterrasse mit Liegefläche – so präsentiert sich das Ringhotel Sonnenhof nach Abschluss der dritten Bauphase seit Juni 2018 in neuem Glanz. Besonders das neue, hochmoderne SonnenSPA ist ein Paradies für Erholungssuchende: Zur Auswahl stehen eine Salzgrotte, eine Innen- und Panorama-

Ein Traum für Wellness-Liebhaber: Der Erholungsraum des SonnenSPA. Der Wellnessbereich befindet sich im Anbau des Ringhotels Sonnenhof.

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Privathotels weltweit – unter einem Dach Die Vorzüge der Ringhotels – eine familiäre Atmosphäre, kulinarische Genüsse mit regionalen Produkten und Gastgeber, die sich Zeit für ihre Gäste nehmen – können Sie in ganz ähnlicher Weise nun auch in den privat geführten Hotels der „Global Alliance of Private Hotels“ genießen, einem Zusammenschluss des Ringhotels e.V. mit fünf Kooperationspartnern. Dabei sind die Liebe zum Detail in der Servicequalität sowie eine ausgezeichnete Küche mit Zubereitung aus frischen Produkten der Region eine Gemeinsamkeit aller Kooperationsmitglieder. Dazu gehören die Small Danish Hotels, die Naturidyll Hotels in Österreich, die Petit Hotels in Schweden, die Hotels de Charme et de Caractère in 60 Ländern der Erde sowie die Best Loved Hotels in Großbritannien. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.ringhotels.de/privathotels-weltweit.


REISE

Landhotel mit Tradition Das Ringhotel Landhotel Buller in Hagen am Teutoburger Wald, nur zehn Kilometer südöstlich von Osnabrück, wird bereits in vierter Generation geführt.

Das Ringhotel Landhotel Buller liegt auf einer Kuppe des Teutoburger Waldes und bietet einen zauberhaften Blick in die malerische Natur. In Hagen finden Erholungssuchende und Naturliebhaber einen Ort der Ruhe und Entspannung, Familien einen wunderbaren Ort für Feste aller Art und Tagungsgäste einen Platz für professionelle Inspiration und kollegialen Austausch. Insgesamt stehen den Gästen 42 großzügig und komfortabel ausgestattete Zimmer zur Verfügung. Die waldreiche Umgebung ist ein Eldorado für Wanderer, die auf ihren Touren Denkmäler und Orchideenwiesen entdecken können. Durch das Schonklima der Hagener Talmunde ist Hagen ein staatlich anerkannter Erholungsort und damit ideal, um dem Alltagsstress zu entkommen. Für ruhige Momente und Entspannung bietet der hoteleigene Wellnessbereich viele Möglichkeiten. Feinschmecker wer-

Familie Buller heißt Sie im Teutoburger Wald willkommen.

den die regionalen Gerichte und ausgewählten Spezialitäten zu allen Jahreszeiten begeistern. Die vielfältige Karte des im Landhausstil gehaltenen Restaurants hält sowohl für Fisch- und Fleischliebhaber, als auch für Veganer und Vegetarier eine feine Auswahl an Gerichten bereit.

Ringhotel Landhotel Buller Tel.: +49 5401 8840 E-Mail: hagen-atw@ringhotels.de www.ringhotels.de/hagen-atw


Mineralwasser erhält seine spezifische Zusammensetzung aus den Gesteinsschichten, durch die das Wasser sickert, ehe es aus unterirdischen Vorkommen gewonnen wird.

Wasser – Quelle von Leben und Genuss kulinarik Der eine bevorzugt Mineralwasser, ein anderer Tafelwasser und ein Dritter Leitungswasser – das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Welches Wasser zu einem passt und wie man zugleich die Umwelt schützen kann erfahren Sie auf den nächsten Seiten.

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asser ist der älteste und beliebteste Durstlöscher der Welt. Und im Gegensatz zu Fruchtsäften und Limonaden enthält es keinen Zucker und dient schon allein deshalb der Gesundheit. Kein Wunder, dass die Deutschen immer mehr davon konsumieren: 144 Liter Mineral- und Heilwasser trank jeder Bundesbürger im Jahr 2017 im Durchschnitt. Vor 50 Jahren waren es nur zwölf Liter. Verbraucher haben allerdings die Qual der Wahl – mehr als 500 Sorten Mineralwasser werden hierzulande angeboten. Auch in den Ringhotels haben Sie meist die Auswahl aus mehreren Mine-

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ralwassersorten. Manche wählen eine bestimmte Sorte Mineralwasser, weil der Arzt sie ihnen empfohlen hat – ein hoher Mineralstoffgehalt ist grundsätzlich ein Qualitätsmerkmal für Wasser in der Küche und am Esstisch. Andere kaufen eine Sorte, weil sie damit Kindheitserinnerungen verbinden oder weil dessen Geschmack ihren persönlichen Vorlieben entspricht. Fachkundige kennen die verschiedenen Wassergattungen: Wasser, das als „Natürliches Mineralwasser“ bezeichnet wird, muss aus einem unterirdischen, vor Verunreinigungen gut geschützten Wasservorkommen stammen, sprich aus einer der circa 820 staatlich anerkannten Quellen Deutschlands. Und es muss direkt am Quellort abgefüllt werden. Kohlensäure ist der einzige Zusatzstoff, der erlaubt ist. Das Anerkennungsverfahren umfasst mehr als 200 geologische, chemische und mikrobiologischen Untersuchungen.


kulinarik

Mineral- und Leitungswasser wird laufend im Labor auf seine Qualität überprüft. Wasser ist der gesündeste Durstlöscher nach einer sportlichen Betätigung.

Die Bezeichnung „Heilwasser“ setzt voraus, dass die gesundheitsfördernde Wirkung der im Wasser enthaltenen Mineralstoffe wissenschaftlich nachgewiesen wurde. „Quellwasser“ muss wie „Natürliches Mineralwasser“ direkt an der Quelle abgefüllt werden und die für Trinkwasser gültigen Rechtsvorschriften erfüllen; eine amtliche Anerkennung ist im Gegensatz zum „Natürlichen Mineralwasser“ nicht notwendig. Tafelwasser darf ein Mix aus verschiedenen Wasserarten und anderen Zutaten sein – es ist kein Naturprodukt. So dürfen Trinkwasser zum Beispiel Natursole und Meerwasser beigemengt werden; auch die Zugabe von Mineralstoffen und Kohlensäure ist erlaubt.

Strenge Prüfkriterien für deutsches Leitungswasser Doch wie definiert man überhaupt Trinkwasser? Der Begriff bezeichnet das deutsche Leitungswasser. Im Frühsommer diesen Jahres bescheinigte das Umweltbundesamt dem Wasser aus dem Hahn Spitzenqualität. Die circa 6.000 Versorger in Deutschland, meist Stadtwerke in kommunaler Hand, kontrollieren die Qualität des Leitungswassers quasi permanent – mancherorts sogar mehrmals täglich. Es muss den strengen Anforderungen der Trinkwasserverordnung des Bundesmi-

nisteriums für Gesundheit genügen. Sie setzt unter anderem die Grenzwerte für bestimmte Stoffe im Trinkwasser fest, zu denen Schadstoffe wie Pestizide und Schwermetalle wie Eisen gehören. Für Farbe und Geschmack des Wassers, das aus dem Hahn kommt, gibt es ebenfalls Vorschriften. Als Qualitätskontrolleure sind auch Helfer aus dem Tierreich im Einsatz: Bachflohkrebse und Saiblinge gelten als sehr sensible Wasserprüfer. Verhalten sie sich im Wasser seltsam, untersuchen es die Mitarbeiter der Wasserwerke in Hinblick auf Bakterien oder andere Verunreinigungen. Neueste Messungen des Umweltbundesamts zeigen, dass die gültigen Grenzwerte von Nitrat nur sehr selten überschritten werden. Das heißt, fast überall in Deutschland kann der Verbraucher das Wasser aus der Leitung bedenkenlos genießen. Zumal die Wasserversorger der Qua-

Das Angebot an Wasser ist so vielfältig wie die Flaschenformen, in denen es abgefüllt wird.

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und Supermärkten. 17 Marken wurden mit „gut“ bewertet. 13 von ihnen stammen aus Supermärkten und kosten im Durchschnitt circa 13 Cent pro Liter. „Wie gut ist unser Wasser?“ – für dieses Thema einer Folge seiner Serie „Lebensmittel-Check“ für die ARD/Das Erste hat sich der bekannte Fernseh-Koch Tim Mälzer vor zwei Jahren deutschlandweit auf Spurensuche begeben. Dabei stellte er fest, dass ein und dasselbe Mineralwasser ein paar Euro mehr kosten kann, wenn es in einer schön designten Flasche steckt.

Wer etwas für die Umwelt tun möchte, sollte Wasser aus regionalen Quellen trinken, das nach der Abfüllung nicht weit transportiert werden muss.

lität mit einigen Tricks auf die Sprünge helfen dürfen: So darf Grundwasser mit Wasser aus Seen oder Flüssen gemischt werden. Außerdem gibt es technische Verfahren zur Aufbereitung des Wassers. Mit einem durchschnittlichen Preis von 0,2 Cent pro Liter ist Leitungswasser in dieser Kategorie auf jeden Fall unschlagbar.

„Teurer“ heißt nicht unbedingt „besser“ Magnesium, Calcium, Kalium oder Natrium – solche hochwertigen Mineralstoffe enthält Leitungswasser oft in höherer Konzentration als Mineralwasser. Und die Trinkwasserverordnung ist in puncto Grenzwerte teils schärfer als die Mineralwasserverordnung. Warum viele Menschen trotzdem lieber zu Mineralwasser greifen, liegt auch an Werbung und Marketing: Öffentliche Betriebe dürfen nicht für sich werben, private Wasserunternehmen hingegen schon. Ein besonderer Aspekt beim Mineralwasser ist die große Preisspanne von 19 Cent bis hin zu fünf Euro die Flasche oder sogar mehr. Doch heißt „teurer“ nicht unbedingt „besser“. Das zeigte der diesjährige Mineralwasser-Test von „Stiftung Warentest“. Die Experten holten sich 30 häufig verkaufte Marken ins Haus, darunter elf von traditionellen Mineralbrunnen-Betrieben und 19 Marken von Discountern

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Regionale Brunnen verbinden Genuss und Umweltschutz Tim Mälzer stellte zudem fest, dass der Einzelne einiges für den Umweltschutz tun kann. Man muss nicht unbedingt ein Wasser trinken, das über eine Strecke von mehreren Hundert Kilometern aus Italien oder Frankreich angeliefert wird, denn oftmals gibt es ein gleichwertiges wenn nicht gar besseres Wasser aus der Region. Das Portal des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen bietet einen „Brunnenfinder“: Wer seine Postleitzahl eingibt, findet heraus, wo gutes Wasser in seiner Umgebung sprudelt. Außerdem ist es gesünder und umweltfreundliMineralwasser ist die Grundlage vieler cher, Glas- statt Plasköstlicher Drinks, wie der Erdbeerschnute. tikflaschen zu kaufen: Das Wasser aus sogenannten PET-Flaschen kann den Geruch und Geschmack anderer im Kühlschrank gelagerter Lebensmittel annehmen. Glasflaschen schirmen das Wasser hingegen zu 100 Prozent vor Fremdeinwirkungen ab. Deshalb werden auch in der Gastronomie und natürlich in den Ringhotels Glasflaschen verwendet. Ein weiterer Umweltvorteil: Als Mehrwegflaschen oder Poolflaschen, die von mehreren Unternehmen genutzt werden, lassen sie sich immer wieder neu befüllen.


kulinarik

Und was kommt am häufigsten in die Flasche? Die beliebtesten Mineralwässer sind mit einem Marktanteil von zusammen 80,8 Prozent nach wie vor der klassische Sprudel und das Mineralwasser mit geringem Kohlensäure-Gehalt. Die Mineralwässer ohne Kohlensäure holen in der Gunst jedoch auf und kommen inzwischen auf einen Anteil von 16,9 Prozent am Mineral- und Heilwasser-Markt. Immer öfter greifen die Verbraucher auch zu Erfrischungsgetränken auf Mineralwasserbasis. Etwa jede vierte von den Brunnen abgesetzte Flasche ist mittlerweile ein Mineralwassermischgetränk wie etwa Apfelschorle oder Mineralwasser mit Aroma.

Wussten Sie schon, dass es neben den Sommeliers, den Experten für Wein sowie die passenden Weine zur Begleitung der verschiedenen kulinarischen Genüsse, mittlerweile auch Wassersommeliers gibt? Wer mehr über Wasser lernen möchte und neue Geschmackserlebnisse sucht, kann an entsprechenden Seminaren von Wassersommeliers teilnehmen. Dabei lernen Feinschmecker, welches Mineraloder Leitungswasser am besten zu einem bestimmten Gericht passt. Sowohl die Wein-Sommeliers als auch die AquaExperten helfen letztlich dabei, dass man ein gutes Essen und die dazu passenden Getränke noch mehr genießen kann. Katharina Rahm

Die Ringhotels setzen sich aktiv für den Schutz von Bienen ein: Mit der Bee Option können die Gäste der Ringhotels bei einem mehrtägigen Hotelaufenthalt auf Roomkeeping zugunsten der Bienen verzichten. Ab sofort kann jeder Gast, der bei den Ringhotels bucht, die Bee Option dazu buchen. Das heißt, Sie verzichten während Ihres Aufenthalts auf die Zimmerreinigung*.

Was bedeutet das für Bienen, Schmetterlinge & Co.? Zusätzlich zu den eingesparten Reinigungsmitteln, Wasser und anderen Dingen legt das „Netzwerk Blühende Landschaft“ pro Tag eine 15 Quadratmeter große insektenfreundliche Blühfläche an. Blühflächen dienen Bienen und anderen Insekten als Nahrungs-, Rückzugs- und Bruthabitate. Außerdem sind sie Quellflächen von Nützlingen zur biologischen Schädlingsbekämpfung wie Schlupfwespen und Marienkäfer. Vor allem mehrjährige Blühflächen sorgen für Humusaufbau und vermindern Bodenerosion. Mit der Schaffung von zusätzlichen Blühflächen durch das Netzwerk Blühende Landschaften leisten die Ringhotels einen Beitrag zum Schutz der Bienen und ihrem wichtigsten Produkt, dem Honig. Zudem kooperieren die Ringhotels mit dem Mellifera e.V. und bieten seine BeeGood-Bienenpatenschaften über den Ringhotel-Shop an. Übrigens: Dass die Ringhotels ein ganz besonderes Verhältnis zu den Bienen haben, hat einen einfachen Grund: Paul, unser vor zwei Jahren per Gästeabstimmung gewähltes Maskottchen, ist eine Biene. Hinzu kommt, dass immer mehr Ringhotels mit benachbarten Imkern zusammenarbeiten und Bienenvölker in ihren Gärten und manchmal sogar auf den Dächern ihrer Häuser ansiedeln. So können die Gäste Bienen aus nächster Nähe beobachten. Der vor Ort gewonnene Honig erfreut sich bei den Gästen der Ringhotels großer Beliebtheit – sowohl zum Frühstück als auch als Mitbringsel. Unsere Angebote finden Sie unter www.ringhotels.de/shop.

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* Gültig bei Aufenthalten ab 2 Nächten. Am vierten Tag wird immer eine Zimmerreinigung durchgeführt. Jeder vierte Tag sowie An- und Abreisetag sind von der Aktion ausgeschlossen.

Bee Option in den Ringhotels


Sieben Wellness-Tipps für die kalte Jahreszeit wellness Mit den Ringhotels kommen Sie gut durch Herbst und Winter – die Wellness-Bereiche bieten mit Saunen, Dampfbädern und Ruheräumen sowie Massagen und Pflegeanwendungen alles, was man zum entspannen braucht. Wir haben darüber hinaus den einen oder anderen Wellness-Tipp für zuhause. Neu eingerichtet: der Wellnessbereich im Ringhotel Am Stadtpark in Lünen.

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enn es Herbst wird, geht es den Menschen wie der Natur: Je seltener sich die Sonne zeigt, desto weniger Antrieb verspürt man. Doch es gibt ein paar einfache Tricks, um den Kreislauf auch in der lichtärmeren Zeit in Gang zu bringen. Morgendliche Kalt-Warm-Wechselduschen, bei denen man dreimal hintereinander das Wasser von Warm zu Kalt wechselt, fördern die Durchblutung und stärken das Immunsystem. Der erste und beste Tipp ist sicher eine Auszeit in einem der rund 100 Ringhotels. Dort steht Ihnen neben dem Wellnessbereich meist auch ein Fitnessraum mit diversen Trainingsgeräten zur Verfügung. Schon eine gute Viertelstunde am Tag hilft Ihnen, besser durch den Winter zu kommen.

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Mildes Massageöl mit Zimt Massagen aller Art gehören gerade im Winter zu den beliebtesten Wellness-Anwendungen, denn Hautkontakt hat eine äußerst wohltuende Wirkung auf Körper, Geist und Seele. Neben den klassischen Massagen werden in den Ringhotels oft auch asiatische Formen wie etwa AyurvedaMassagen angeboten. Diese sanften Berührungen setzen Endorphine, sogenannte Glückshormone im Körper frei, die uns in einen meditativen Zustand versetzen können. Wer sich also zur kalten Jahreszeit etwas aufwärmen und gleichzeitig die Durchblutung anregen möchte, dem sei eine Massage mit Zimtöl empfohlen. Das Öl aus den Blättern des Zimtbaumes ist besonders mild und schnell


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selbst zubereitet: Einfach 50 ml reines kaltgepresstes Mandel- oder Jojobaöl mit sieben Tropfen reinem ätherischen Zimtblätteröl mischen. Die Mischung aus Massage und Zimtöl wirkt besonders entspannend.

Heiße Steine gegen den Winter-Blues Die Hot Stone Massage ist gerade im Winter eine beliebte Wellness-Anwendung in den Ringhotels. Dabei werden in heißem Wasser auf etwa 60 Grad aufgeheizte Steine auf den Körper gelegt. Die glatten, glänzenden Basaltsteine besitzen die Fähigkeit, Wärme lange zu speichern und die von ihnen erzeugte Wärme beschleunigt die Blutzirkulation, sodass die Zellen und das Gewebe vermehrt mit Sauerstoff versorgt werden. Dann wird ein Stein nach dem anderen massierend, das heißt mit kreisenden und streichenden Bewegungen, weggenommen. Dadurch stellt sich ein Gefühl wohliger Wärme und tiefer Entspannung ein. Für eine Anwendung zuhause können Sie bei einem Winterspaziergang nach einigen größeren rundlichen Kieselsteinen Ausschau halten. Am besten eignen sich flache Steine mit weichen Konturen. Erwärmen Sie die Steine im heißen Wasserbad und legen Sie sich entspannt auf den Rücken. Nun können Sie die erwärmten Steine nach und nach auf Ihren Bauch legen und sich danach im Uhrzeigersinn sanft selbst mit den warmen Steinen massieren. Winterlicher Wohlfühl-Drink Wenn die Sonne sich nur selten und viel zu kurz blicken lässt, dann helfen ein paar einfache Zutaten, um den GuteLaune-Pegel trotzdem steigen zu lassen. Unser winterlicher Wohlfühl-Drink enthält besonders viel des Botenstoffs Serotonin, mit dem wir uns besser fühlen. Für ein Glas benötigen Sie eine reife Banane, je drei kleingehackte Mandeln und Paranüsse, 150 ml gekühlten Kefir sowie einen Teelöffel geraspelte Bitterschokolade und etwas Zimt. Schälen und pürieren Sie die Banane und geben Sie dann den Kefir, die Nüsse, die Bitterschokolade und eine kräftige Prise Zimt hinzu. Vermischen Sie alles in einem großen Glas. Der Zimt wirkt Der winterliche Wohlfühl-Drink stimulierend und vertreibt schmeckt und sorgt für gute die winterliche Müdigkeit. Stimmung.

Für eine Hot Stone Massage weren bevorzugt flache runde Basaltsteine verwendet.

Fußmassage vor dem Einschlafen Unsere Füße bestehen aus über einem Dutzend verschiedener Muskeln. Bei hoher Belastung verspannen sie, weshalb eine Fußmassage – besonders in der kalten Winterzeit und vor dem Einschlafen – als Wohltat empfunden wird. Für die Massage legt man sich entspannt und mit hoch gelagerten Füßen hin. Ein wenig erwärmtes Sesamöl fördert die Entspannung und erleichtert die Massage. Die Füße werden dabei mit den Daumenkuppen gestreichelt und geknetet: Zu Beginn wird die Fußoberseite behandelt, erst danach kommt die stärker belastete Fußunterseite an die Reihe. Für einen entspannenden Effekt wird die Fußmassage von den Ballen zu den Zehenspitzen hin durchgeführt. Zu einer anderen Tageszeit und für eine anregende Wirkung erfolgt die Massage dagegen von den Zehenspitzen zu den Ballen hin. In beiden Fällen wird die Massage mit kreisenden Bewegungen und langsam steigender Intensität durchgeführt. Im Anschluss an die entspannende Massage empfiehlt es sich, ein Paar gemütliche Socken anzuziehen und entspannt einzuschlafen. Vitaminreiche Wintermaske So gemütlich ein kalter Wintertag im Wellnessbereich eines Ringhotels verbracht werden kann, die kalte Jahreszeit ist für die Haut eine Belastung. Denn gerade das Gesicht ist aufgrund der viel trockeneren kalten Luft von Austrocknung betroffen. Eine Wintermaske mit vielen Vitaminen und natürlichen Pflanzenwirkstoffen hilft Ihrer Gesichtshaut, gut über den Winter zu kommen. Für unsere Wintermaske vermischen Sie das Fruchtfleisch einer Avocado und einer Banane zu einem Brei, rühren drei Teelöffel Heilerde, ein Eigelb und zwei Teelöffel Karottensaft unter. Tragen Sie die Mischung auf die mit war-

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Eine Massage mit Zimtöl wirkt stimulierend.

mem Wasser gereinigte Gesichtshaut und lassen Sie die Maske circa zehn Minuten einwirken. Danach das Gesicht gründlich mit warmem Wasser reinigen. Denn Wellnesseffekt können Sie durch das Auftragen einer pflegenden Gesichtscreme verstärken.

Kräuter-Dampfbad für Gesicht und Atemwege Neben den wunderbaren Dampfbädern mit verschiedensten Kräuterölen, die Sie in zahlreichen Ringhotels genießen können, gibt es auch eine kleine Lösung für die Extraportion Entspannung daheim. Für unser Mini-KräuterDampfbad müssen sie nicht das gesamte Badezimmer in Wasserdampf hüllen. Konzentrieren Sie sich einfach auf Ihr Gesicht und verwöhnen Sie Ihre Haut und die Atemwege: Dazu reichen eine Tasse mit getrockneten Kräutern

wie Kamille, Pfefferminze, Huflattich oder Thymian, die Sie in einer großen Schüssel mit zwei Litern kochendem Wasser überbrühen. Wie beim Inhalieren mit Salz halten Sie – sobald die Temperatur ein für Sie angenehmes Niveau erreicht hat – Ihr Gesicht mit ausreichend Abstand über die heiße Schüssel und bedecken Ihren Kopf mit einem Handtuch, damit der Dampf nicht entweichen kann. Der Dampf öffnet die Poren der Haut und sorgt für eine bessere Durchblutung. Je tiefer Sie dabei ein- und ausatmen, desto mehr wirkt der Dampf auch auf Ihre Atemwege. Das Gesicht nach einigen Minuten mit warmem Wasser abwaschen und abtrocknen. Diese äußere Anwendung sorgt auch für inneres Wohlbefinden und wirkt – genau wie die Fußmassage – besonders gut vor dem Einschlafen. Christoph Neuschäffer

IMPRESSUM

Anzeigen: Ringhotels e.V., Tel.: +49 89 45870320

Herausgeber: Ringhotels e.V., Balanstraße 55, 81541 München, Tel.: +49 89 4587030, Fax: -31, E-Mail: info@ringhotels.de, www.ringhotels.de

Druck: impress media GmbH, Heinz-Nixdorf-Str. 21, 41179 Mönchengladbach

Koordination/Redaktion: Veronika Rossmann (V.i.S.d.P.), Ringhotels e.V., E-Mail: veronika.rossmann@ringhotels.de Magazinbetreuung: n.k mediaconcept GbR, Obere Lagerstraße 38 b, 82178 Puchheim, Tel.: +49 89 80908333 Geschäftsführer: Klaus Dieter Krön, C. Neuschäffer Redaktion: Christoph Neuschäffer Layout: Klaus Dieter Krön Mitarbeiter dieser Ausgabe: Anna Cavelius, Katharina Rahm, Simone Schmidt, Alma Stahr Bildredaktion: Klaus Dieter Krön, C. Neuschäffer

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Bildnachweise: Titel: instamatics/gettyimages; 3 Jurec Germany, Timur Gulitashvili/gettyimages, Stage Entertainment, Monkey Business Images Ltd/gettyimages, instamatics/gettyimages; 5 Ringhotels e.V.; 6-7 Konigliche Bibliothek Kopenhagen, Odense City Museums, GOP GmbH & Co. KG, Archiv Harzer Schmalspurbahnen, DASA Arbeitswelt Ausstellung, Thomas Wolf/ www.foto-tw.de (CC BY-SA 3.0 DE), RH Sonnenhof, RH Zum Kreuz, RH Celler Tor, RH Die Gams, 8-9 RH Mutiger Ritter, RH Adler, RH Villa Westerberge, RH Landhaus Eggert, RH Schloss Hohenstein, Schloss Eckberg, RH Lutherhotel Eisenacher Hof, RH Schwarzer Baer garni, RH Jagdschloss Kotelow, RH Schlosshotel Beuggen, RH Goldener Knopf, RH Schloss Tangermünde, RH Altes Pfarrhaus garni; 10-13 Jurec Germany, Fewskulchor, Klugschnacker, Deirun, Franzfoto, Moritz Grenke, Stefan C. Hoja, CTHOE; 14-16 RH Gasthof Hasen (4), b_sides_photography (3); 17: gilaxia/ gettyimages; 18-21: Stage Entertainment (3); Joshua Blake/gettyimages, Stage Entertainment/Jan Potente, evenpress/stage,

Deen van Meer, specular, Joan Marcus; 22-24 RH Wittelsbacher Höh, Lothar Hausstein, Jan Hillnhütter, RH Friederikenhof, RH Schorfheide | Tagungszentrum der Wirtschaft, RH Sonnenhof, Tony Tintinger; 25 RH Landhotel Buller; 26-29 Timur Gulitash-vili/gettyimages, urfinguss/gettyimages, Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM) (5), Mellifera e.V., Ringhotels e.V.; 30-32 BraunS/ gettyimages, RH Lünen, VeselovaElena/gettyimages, Monkey Business Images Ltd/ gettyimages, macniak, Adam Korzeniewski; 33 RenaMarie/gettyimages, RH Köhlers Forsthaus; 34-37 instamatics/gettyimages, diamant24/gettyimages, King_ wiki, DalGobboM, RH Giffels Goldener Anker, Kai Pilger, Ringhotels e.V., Karl Bauer; 38-39 Markus Marb/ Adobe Stock, RH Kocks am Mühlenberg garni, RH Mohren, RH Roggenland, RH Rheinhotel Dreesen, RH Posthotel Usseln, RH Schwarzer Baer garni; 40-42 Ringhotels e.V. (11),Andi Schmid, Arne List, Rothenburg Tourismus Service, fisfra/gettyimages, Lcl; 43 Stadt Lingen (Ems), RH Looken Inn (2); 44-45 Regio Augsburg Tourismus GmbH/Thomas Linkel, Regio Augsburg Tourismus GmbH/Norbert Liesz (2); 46-49 JoachimKohlerBremen, Berthold Werner, Ajepbah, Felix Mittermeier, Lothar Spurzem, Bayerische Schlösserverwaltung, CEphoto_ Uwe Aranas; 50-51 Okea/thinstock, Ringhotels e.V.


Entspannte Oldtimer-Touren MENSCHEN

Frauke und Frank Köhler mit ihrem Fiat Abarth 595 SS.

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Wie könnte man die vielfältigen Regionen Deutschlands genussvoller kennen lernen, als mit einem älteren Auto, bei dem nicht das schnelle ankommen, sondern das stilvolle unterwegs sein zählen. Die Ringhoteliers kennen die richtigen Routen dafür.

ldtimer sind liebevolle Erinnerungen an eine andere Zeit – manchmal sogar liebgewonnene Kindheitserinnerungen, als die Welt noch weniger digital, vernetzt und hektisch war. „Oldtimer liegen voll im Trend, das sieht man schon daran, dass sich die Zahl der Fahrzeuge mit H-Kennzeichen in den letzten drei Jahren auf rund eine Million Fahrzeuge verdreifacht hat“, sagt Ringhotelier Frank Köhler vom Ringhotel Köhlers Forsthaus in Aurich. Für die rasante Geschwindigkeit auf heutigen Autobahnen sind diese Fahrzeuge nicht geschaffen, sondern für gemütliche Fahrten übers Land. Das gilt auch für den 1970 gebauten Fiat Abarth 595 SS (Super Sport) von Frank Köhler. „Mit diesem Modell, das über knapp 32 PS verfügt, wurden zwischen 1965 und 1969 Rennen gefahren und Europameistertitel gewonnen. Auch bei Bergrennen waren der Fiat 500 oder Mini Cooper aufgrund der höheren Geschwindigkeit in den Kurven im Vorteil gegenüber größeren Modellen“, berichtet er aus der Vergangenheit seines Oldtimers. Für ihn sind Oldtimer ideal, um die ostfriesische Freiheit zu erkunden. Dazu bietet er seinen Gästen individuelle Touren an: Dabei können sie – ausgestattet mit einem Route-Book – zwischen verschiedenen

Touren und Sehenswürdigkeiten wählen und sich vom Navigationsgerät zu den Höhepunkten der ostfriesischen Geschichte und Kultur lotsen lassen. Dazu zählen die Osterburg in Groothusen oder die Rysumer Kirche mit der ältesten noch bespielbaren Orgel aus dem Jahr 1457. Doch auch in anderen Regionen Deutschlands können Oldtimer-Besitzer viel entdecken. Wollten Sie schon immer mit ihrem Oldtimer über den Nürburgring fahren? Vom Ringhotel Bömers Mosellandhotel in Alf/Mosel ist die Rennstrecke ebenso gut zu erreichen wie vom Ringhotels Giffels Goldener Anker in Bad Neuenahr: Dort finden regelmäßig Oldtimer-Veranstaltungen wie die Nürburgring Classic oder Adenau Classic statt. Im schönen Hochtaunus freut sich Ringhotelier Anton Ochs, den Gästen im Ringhotel Kurhaus Ochs Routenvorschläge und Besichtigungstipps für die Höhepunkte der Region mit auf dem Weg zu geben. Das Taubertal ist ebenfalls ein ideales Terrain für ausgedehnte Oldtimertouren. Vom Ringhotel Bundschu in Bad Mergentheim können Ziele wie Rothenburg ob der Tauber oder die Residenzstadt Würzburg erreicht werden. Noch mehr Tipps für spannende Touren mit dem Oldtimer finden Sie unter www.ringhotels.de/reisethemen/oldtimer.

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Berühmter Weinort im Rheingau: Blick über Rüdesheim und seine Weinberge sowie den Rhein.

Deutsche Weinregionen mit den Ringhotels entdecken erlebnis Zwischen Rhein und Elbe liegen nicht weniger als 13 klassifizierte Weinanbaugebiete. Mit den Ringhotels können Sie auf spannende Entdeckungsreisen zu deutschen Winzern und ihren Weinen gehen, denn viele Ringhotels sind von Weinbergen umgeben oder liegen ganz in der Nähe davon. Im ersten Teil stellen wir Ihnen die Weinanbaugebiete Mittelrhein, Ahr, Mosel und Rheingau vor.

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eutschland blickt dank der Römer, die hier bereits vor 2000 Jahren die ersten Rebstöcke pflanzten, auf eine lange Geschichte des Weinbaus zurück. Sie begann allerdings mit einem Kuriosum: Die römischen Soldaten brachten auf ihrem Siegeszug durch das heutige Frankreich und südwestliche Deutschland schon um die Zeitenwende einen erheblichen Bedarf an Rebensaft mit. Doch um ihren heimischen Weinbau zu schützen, wurde die Anpflanzung von Rebstöcken in den fremden Gebieten zunächst nur zaghaft gestattet. So sollte Trier nur als Zwischenlager für den Handel mit römischen Weinen in Richtung britische Inseln dienen. Schon bald wurde den Römern jedoch klar, dass der Weinbau entlang von Mosel und Rhein ertragreicher war als der lange und beschwerliche Transport von Amphoren aus dem Süden. Bereits im 4. Jahr-

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hundert waren auch die Hügel der Pfalz, der Bergstraße und sogar Frankens und Württembergs mit Rebstöcken bedeckt. Diese Tradition lebte später unter Karl dem Großen fort, der den Weinbau maßgeblich förderte. Im Mittelalter waren es vor allem Mönche, die diese Kunst pflegten. So stieg das Kloster Eberbach in der Nähe von Eltville im Rheingau im 13. Jahrhundert zu Europas größtem Weinbaubetrieb auf. Doch eine deutliche Verschlechterung des Klimas in Mitteleuropa im Spätmittelalter setzte auch dem Weinbau arg zu, ehe das Vordringen der Reblaus Ende des 19. Jahrhunderts die Rebstöcke weiter dezimierte. In der Zeit des Wirtschaftswunders in den 1950er-Jahren nahm auch der Weinbau in Deutschland wieder kräftig an Fahrt auf, allerdings setzten deutsche Winzer oft mehr auf Quantität als auf Qualität. Doch der Generationswechsel sorgt seit mehr


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Die Burg Katz thront auf der rechtsrheinischen Seite über St. Goarshausen.

als zwei Jahrzehnten in den 13 regionalen Anbaugebieten für neue Dynamik und sehr viel Die 13 deutschen Weinbauregionen liefern eine Fülle an erstklassigen Weiß- und Rotweinen. Qualität im deutschen Weinbau. Deshalb lohnt es sich heute mehr denn je, deutschen Wein neu zu entdeInsgesamt erstreckt sich das Weinanbaugebiet Mittelrhein cken und ihn in und mit den Ringhotels zu genießen. über eine Länge von rund 110 Kilometern von Bonn bis Bingen am Rhein entlang, wobei die Weingärten imposant auf Weltkulturerbe Mittelrhein Steilterrassen auf beiden Seiten des Rheins bis tief in die Seitentäler thronen. Wo sonst könnte eine Erkundung der deutschen Weinregionen beginnen als am Rhein und an der Mosel, wo die Geschichte des Weinbaus in Deutschland begann? Auf der Ahrtal – die Hochburg des deutschen Rotweins dem Ringhotel Rheinhotel Dreesen in Bonn-Bad Godesberg Das Ahrtal ist eines dieser großen Seitentäler des Rheins gegenüber liegenden rechten Rheinseite beginnt an den und stellt mit einer Rebfläche von 563 Hektar ein eigenes Hängen des Siebengebirges das Weinanbaugebiet MittelWeinanbaugebiet dar. Die Ahr entspringt in der Eifel und rhein. Es ist mit 467 Hektar Rebfläche eines der kleinsten führt durch Altenahr, Mayschoß, Dernau und Bad Neuenund gilt als Hochburg des Rieslings. Ringhotelier Olaf Dreeahr-Ahrweiler, ehe sie südlich von Bonn in den Rhein münsen empfiehlt seinen Gästen zum Beispiel den trockenen det. Die Weingärten befinden sich an den nach Süden Riesling Kabinett „Oberdollendorfer Laurentiusberg“ vom gerichteten Steilhängen am unteren und mittleren Teil des Weingut Blöser auf der anderen Seite des Rheins. tief eingeschnittenen Flusstales in einer Länge von etwa 25 Das Mittelrheintal, das dank zahlreicher Burgruinen zum Kilometern. Das Ahrtal ist als Weinanbaugebiet in DeutschUNESCO-Weltkulturerbe zählt, kann auch vom zwölf Kiloland einzigartig, weil nur dort mit mehr als 80 Prozent übermeter weiter südlich gelegenen Ringhotel Haus Oberwinter wiegend Rotwein angebaut wird. Die zumeist trockenen und samtig vollmundigen Rotweine aus Spätburgunder in Remagen/Bonn erkundet werden. Hier lassen die Ringsind rubinrot und gelten als besondere Spezialität. Blauer hoteliers Ingo Rettschlag und Michael Vierjahn im À-la-cartePortugieser und der Blaue Frühburgunder sind zwei weiRestaurant Am Unkelstein den „Leutesdorfer Gartenlay“ vom tere rote Rebsorten, die hier angebaut werden. Weingut Mohr servieren: Der halbtrockene Muskateller KaBad Neuenahr ist mit seinem Heilbad, dem Kurpark und binett hat das unverkennbare Aroma der Muskattraube und den heißen Quellen das Herz des Ahrtals und Ausgangsbesticht durch ein feines Bukett von Holunder.

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Das Ahrtal und seine Weinberge kann hervorragend zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden.

Eindrucksvoll thront die Reichsburg über den Weinbergen der kleinen Stadt Cochen an einer der vielen Schleifen der Mosel.

punkt für schöne Wanderungen durch die Weinberge. In der Vinothek des Ringhotels Giffels Goldener Anker werden natürlich bevorzugt kostbare Tropfen aus der Region ausgeschenkt. Die Ringhotelier Familie Giffels empfiehlt die Ahr-Spezialität Frühburgunder vom Weingut Burggarten.

Steile Weinberge entlang der Mosel Die Mosel ist mit einer Länge von 544 Kilometern der zweitgrößte Nebenfluss des Rheins. Sie fließt von den Vogesen an der Grenze Luxemburgs über Trier bis zum Deutschen Eck in Koblenz, wo sie in den Rhein mündet. Das gleichnamige Weinanbaugebiet gehört mit einer Rebfläche von 8.796 Hektar zu den fünf größten in Deutschland. Der Weinbau findet an den steilen, bis zu 200 Meter hoch ragenden Hängen ideale, aber für die Winzer auch sehr arbeitsintensive Bedingungen vor: der viele Sonnenschein wird von dem Schieferboden reflektiert und auch die Niederschläge sind ausgewogen. Nahe an der Mosel-Weinstraße liegt das Ringhotel Bömers Mosellandhotel inmitten des kleinen Weindorfs Alf. Von dort aus kann man die Mosel und ihre von Weingärten mit berühmten Einzellagen gesäumten Schleifen erkunden – das geht mit dem Fahrrad, dem Auto oder auch per Schiff. Für Weinverkostungen bieten sich die für ihre RieslingWeine bekannten Orte Bernkastel-Kues, Cochem, Kröv und Zell/Mosel an. Selbstverständlich legen auch die Ringhoteliers Sonja und Werner Gleißner ihren Gästen einen Riesling ans Herz – und zwar den „Alfer Hölle“ vom nahegelegenen Weingut Stein. Die Brüder Dr. Ulrich und Peter Stein lassen geradlinige, typische Moselweine mit geringem Alkohol und

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einer wunderbaren Frucht gedeihen, die im einzigen Ringhotel an der Mosel probiert werden können.

Vom Riesling dominiert – der Rheingau Doch zurück zum Rhein: Auf der zu Hessen gehörenden rechten Seite des Mittelrheintals liegt eines der berühmtesten Anbaugebiete Deutschlands: der mit über 78 Prozent von Riesling dominierte Rheingau. Er beginnt bei Lorch nördlich von Rüdesheim und erstreckt sich mit einer Rebfläche von rund 3.200 Hektar rund 50 Kilometer entlang des rechten Rheinufers bis zum Rheinknie bei Wiesbaden und dem nördlichen Mainufer nahe der Mainmündung. Das Ringhotel Central in Rüdesheim ist der ideale Standort, um auf der wunderschönen „Rheingauer RieslingRoute“ an Weinverkostungen teilzunehmen. Dabei zählen die Rieslinge vom Rüdesheimer Berg zu den besten Weißweinen der Welt, denn der breite Fluss bewirkt hier einen gleichmäßigen Temperaturverlauf und verstärkt wie ein Spiegel das Sonnenlicht auf den Südhanglagen. Außerdem fördert er durch im Herbst aufsteigende Nebel die Edelfäule und es gibt für den Weinbau ideale Verhältnisse mit milden Wintern und warmen Sommern. Kein Wunder also, dass Gastgeberin Sabine Stiebler den Riesling trocken „Rüdesheimer Berg Schlossberg“, Jahrgang 2016, vom Weingut Leitz in Rüdesheim empfiehlt, der als Großes Gewächs vom VDP klassifiziert ist. Christoph Neuschäffer In der nächsten Ausgabe von Heimat & Genuss stellen wir die Weinanbaugebiete Hessische Bergstraße, Baden und Württemberg vor.


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Wanderwege durchziehen die perfekt nach Süden ausgerichteten Weinberge des Rheingaus und bieten fantastische Ausblicke auf den Fluss.

Die Benediktinnerinnen der Abtei St. Hildegard in Eibingen bei Rüdesheim setzen im Weinbau eine lange klösterliche Tradition fort.

Deutsche Weinstile In Deutschland werden jährlich rund neun Millionen Hektoliter Wein gekeltert. Mit 58 Prozent entfiel 2016 der überwiegende Anteil der Ernte auf das Qualitätsweinsegment. Für die höherwertigen Prädikatsweine waren 38 Prozent geeignet. Prädikatsweine müssen ein bestimmtes Mindest-Mostgewicht aufweisen, eine Anreicherung mit Zucker zur Erhöhung des Alkoholgehaltes ist untersagt. Folgende Prädikate werden unterschieden: Kabinett: Wein, der je nach Rebsorte und Anbaugebiet einen bestimmten Reifegrad aufweist und meist trocken bis lieblich mit ausgeprägter Eigenart und charakteristischer Leichtigkeit ist. Spätlese: Wein, der aufgrund seiner späten Lese und des vollreifen Zustands der Trauben bei der Ernte alkoholund körperreicher als Kabinett ist. Für gewöhnlich zeichnet er sich durch eine größere Süße aus, doch viele hochklassige Spätlesen sind heute halbtrocken oder ganz trocken. Auslese: Für diesen Wein werden vollreife oder edelfaule Trauben verarbeitet, weshalb die Auslese süßer und meist auch alkoholreicher als die Spätlese ist. Oft mit aromatischen Anklängen an Honig, intensiv und langlebig. manchmal auch trocken und schwer. Beerenauslese: Hierfür werden nur edelfaule oder wenigstens überreife Trauben verarbeitet, was eine auf-

wändige Selektion der Trauben erfordert. Deshalb sind diese Weine teurer, aber auch sehr intensiv im Geschmack. Trockenbeerenauslese: Wird aus weitgehend rosinierten edelfaulen Beeren gekeltert und nur in besonders guten Jahren erzeugt, weshalb sie selten und teuer sind. Der Geschmack ist sehr intensiv süß und aromatisch, aber weniger alkoholreich. Sehr exquisiter und lange lagerfähiger Wein. Eiswein: Eine deutsche Spezialität von im Winter am Rebstock gefrorenen Trauben der Qualitätsstufe für Beerenoder Trockenbeerenauslese. Hochkonzentriert im Geschmack und intensiv süß.

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Reise

Ihre Astro-Ringhotels Skorpion (24. Oktober bis 22. November) Das Lebensprinzip des Skorpions lautet: alles oder nichts. Deshalb macht er alles was er anfängt mit Leidenschaft, Zähigkeit und Ehrgeiz. Diese Gaben helfen ihm auch, Krisen zu meistern. Ein Grundanliegen der unter Pluto Geborenen ist es, allen Dingen sowie dem Wesen und Motiven anderer auf den Grund zu gehen – restlos. Dabei findet er auf Anhieb die schwächste Stelle. Er selbst und seine komplizierte Natur hingegen sind undurchsichtig und beherrscht. Hochsensibel, hat diese starke Persönlichkeit viele innere Kämpfe zu beste-

hen. In einer Freundschaft ist der individualistische und unabhängige Skorpion treu und loyal, in der Liebe leidenschaftlich und eifersüchtig. Einen alten Bauernhof, ein geschützt gelegenes Einfamilienhaus inmitten eines schönen großen Gartens mit Baumbestand oder einen Leuchtturm am Meer könnte ein Skorpion, der gerne für sich ist, als Wunschdomizil schätzen. Er mag es edel und richtet sich bevorzugt im VintageStil ein. Seine Räume stattet er am liebsten mit rustikalen Möbeln, Naturmaterialien und Accessoires mit Geschichte aus, dazu liebt er Regale voller Bücher oder anderer Sammelobjekte und blickdichte Vorhänge, die Behaglichkeit schaffen. Sein Lieblingsraum: das Schlafzimmer mit dem extragroßen Bett.

Die zum Skorpion passenden Ringhotels  Mülheim an der Ruhr Ringhotel Kocks am Mühlenberg garni Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Mülheimer Drahtseilerei wartet heute als charmantes Ringhotel Kocks am Mühlenberg garni auf. Dank der zentralen Lage gegenüber der Schlossbrücke sind es nur wenige Schritte zur Stadthalle und dem Schloss Broich. Nach dem reichhaltigen Frühstück kann der Tag kommen – zum Beispiel um auf der „Route der Industriekultur“ das Ruhrgebiet zu erkunden. Tel.: +49 208 6561 2000 E-Mail: muelheim@ringhotels.de www.ringhotels.de/muelheim

 Waldeck Ringhotel Roggenland Das Ringhotel Roggenland liegt am 27 Kilometer langen Edersee, der von Wäldern und sanften Bergen umgeben ist. Ob Wandern, Radeln, Angeln, Kanufahren oder Schwimmen – die Freizeitmöglichkeiten für die Gäste sind vielfältig. Das familiär geführte Haus bietet sich zudem für Ausflüge in die Kunststadt Kassel und die Domstadt Fritzlar an. Tel.: +49 5623 9988 E-Mail: waldeck@ringhotels.de www.ringhotels.de/waldeck

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 Ochsenhausen Ringhotel Mohren Aus einer traditionellen Brauerei-Gaststätte heraus entstand der Familienbetrieb im oberschwäbischen Ochsenhausen. Deshalb ist die von mediterranen Einflüssen geprägte Küche bis heute das Herz des Hauses. Von hier aus lassen sich die oberschwäbische Barockstraße, die ehemalige Reichsabtei in Ochsenhausen oder einfach nur die Seen und Wälder der Region entdecken. Tel.: +49 7352 9260 E-Mail: ochsenhausen@ringhotels.de www.ringhotels.de/ochsenhausen


Reise Was die Zukunft für Sie bringt, wissen wir leider auch nicht, aber wir können Ihnen sagen, welches Ringhotel zu Ihrem Sternzeichen passt. Deshalb stellen wir Ihnen in Heimat & Genuss jeweils zwei Sternzeichen und dazu passende Ringhotels vor: In dieser Ausgabe die Sternzeichen Skorpion und Wassermann.

Wassermann (21. Januar bis 19. Februar) Der Wassermann ist modern und fortschrittlich, dabei tolerant und vorurteilsfrei und findet nichts interessanter als den Menschen. Ein Wassermann liebt nette Gesellschaft und spannende Diskussionen, auch wenn er bisweilen unnahbar und unpersönlich wirkt. Er kommt mit fast jedem Menschen gut aus. Dieser seine Unabhängigkeit liebende, originelle Individualist ist äußerst wissbegierig, analytisch begabt, intellektuell anspruchsvoll, mit einem Hang zur Genialität und fühlt sich von

Innovationen magisch angezogen. Wassermänner sind ihrer Zeit immer einen Schritt voraus und somit ideale TrendScouts. Mit ihrem hohen Arbeitstempo können sie einem gelegentlich den Atem rauben. Die Liebe eines Wassermanns hat oft einen dauerhaft freundschaftlichen Charakter, bei der die geistige Übereinstimmung zählt. Die Traumwohnung eines Wassermanns liegt in einer Großstadt und besteht aus einem Loft, einer Fabrikhalle in einem In-Viertel oder einer Dachterrassenwohnung, möglichst mit einer Glaskuppel, durch die man den Sternenhimmel betrachten kann. Die Räume sollten hell und luftig sein, mit modernen Möbeln aus Glas, Acryl oder Metall, die einen futuristischen Touch haben. Die Wohnfarben des Wassermanns sind Blau in allen Nuancen und Silber. Anna Cavelius

Die zum Wassermann passenden Ringhotels  Bonn-Bad Godesberg Ringhotel Rheinhotel Dreesen Im ruhigen Bonner Residenzviertel, direkt am Ufer und mit Panoramablick auf den Rhein und den Petersberg, liegt das Ringhotel Rheinhotel Dreesen. Passend zur wunderschönen Jugendstil-Fassade bietet das Haus stilvoll eingerichtete Zimmer, ein elegantes Restaurant sowie einen großen Biergarten mit schöner Aussicht auf den Naturpark Siebengebirge. Tel.: +49 228 82020 E-Mail: bonndreesen@ringhotels.de www.ringhotels.de/bonndreesen

 Willingen Ringhotel Posthotel Usseln Willingen, Heimat des Ringhotels Posthotel Usseln, liegt im östlichen Hochsauerland. Umgeben von herrlicher Natur lässt es sich herrlich entspannen – zum Beispiel im Hexenhaus der Schönheit oder der Wellness-Oase mit Blockhaussauna. Für kulinarische Genüsse sorgt die feine regionale Küche, die im Wintergarten-Restaurant Tilman sowie im Sommer auf der schönen Gartenterrasse serviert wird. Tel.: +49 5632 94950 E-Mail: willingen@ringhotels.de www.ringhotels.de/willingen

 Wittenberg Ringhotel Schwarzer Baer garni Das Stadthotel im Herzen der Lutherstadt verbindet modernes Design mit dem wunderbaren Ambiente eines historischen Hauses. Das reichhaltige Frühstück ist der ideale Start in einen Tag voller kultureller Entdeckungen auf den Spuren des großen Reformators. Dabei können alle wichtigen Sehenswürdigkeiten wie die berühmte Schlosskirche oder das Lutherhaus bequem zu Fuß erreicht werden. Tel.: +49 3491 4204344 E-Mail: wittenberg@ringhotels.de www.ringhotels.de/wittenberg

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Die Ringhotels liegen uns am Herzen Menschen Der Ringhotels e.V., zu dem mehr als 100 Ringhotels gehören, besteht neben dem Vorstand aus einem ehrenamtlichen Beirat, dem engagierte Ringhoteliers angehören. Ihr Engagement ist ein wesentlicher Grund für den Erfolg der Ringhotels. Hier berichten sie, was sie zur Mitarbeit im Beirat motiviert und welchen persönlichen HeimatGenuss Ort sie am liebsten aufsuchen.

Bernd Kanzow, Ringhotel Schorfheide in Joachimsthal und Präsident des Ringhotels e.V. Da ich bereits meine Ausbildung vor 36 Jahren in einem Ringhotel absolviert habe und seit 16 Jahren Direktor in einem Ringhotel bin, begleiten mich die Ringhotels schon fast mein halbes Berufsleben. Meine Motivation ist es, die Ringhotels auch in Zeiten der Digitalisierung im Vorstand weiter voran zu bringen. Die Kooperation muss ein sicherer Hafen für die Hoteliers sein. Als Präsident ist es mir wichtig, innerhalb der Kooperation weiterhin ein „Wir-Gefühl“ zu schaffen. Meine HeimatGenuss Orte sind die Stadt Flensburg, an der ich die Altstadt und den Hafen mit der Förde liebe, sowie das Ringhotel Köhlers Forsthaus. Von dort fahre ich an die Küste und auf die Insel Juist. Der Strand und die Ruhe der Insel geben mir immer neue Kraft.

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Volker Dürr, Ringhotel Hohenlohe in Schwäbisch-Hall, Vizepräsident des Ringhotels e.V. Die vergangenen vier Jahre durfte ich mich als Beirat bereits für die Ringhotels einbringen. Mit Bernd Kanzow möchte ich nun die positive Entwicklung der vergangen Jahre weiter vorantreiben. Dabei verstehe ich meine Arbeit auch als Bindeglied zwischen Geschäftsführung, Beirat und den Mitgliedern der Ringhotels. Vor allem freue ich mich sehr, die Zukunft weiter mitzugestalten und Lösungen für die Herausforderungen zu finden, denen wir uns als Kooperation und Hoteliers gegenübersehen. Mein persönlicher HeimatGenuss Ort befindet sich bei uns in den Ackeranlagen, einem kleinen Park, der entlang des Flusses Kocher liegt, sowie das dazugehörende Anlagencafé. Es ist der beste Ort für mich, um abzuschalten und zur Ruhe zu kommen.


Menschen

Florian Buchebner, Ringhotel Birke in Kiel Ich engagiere mich im Beirat der Ringhotels, weil ich die vielfältigsten Herausforderungen in der Privathotellerie gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen angehen und lösen möchte. Neue Erfahrungen zu sammeln und die eigenen im Kreis der Ringhoteliers auszutauschen – das ist es, was die Beiratstätigkeit so spannend macht. Mein persönlicher HeimatGenuss Ort liegt auf jeden Fall an der Kieler Förde und ich verbinde ihn mit meiner Familie. Das kann zu Wasser beim abendlichen Schwimmtraining im Meer, zu Lande auf einer schönen Radausfahrt mit Blick auf die Ostsee oder in der Luft über den Segelbooten und blühenden Rapsfeldern sein.

Ralf Bundschu, Ringhotel Bundschu in Bad Mergentheim Ich fühle mich ein wenig als die Stimme für den Süden. Durch den Beirat bin ich näher am Puls der Zeit und kann die Themen der Ringhotels mit eigenen Ideen bereichern. Durch den Austausch mit den Beiratskollegen finde ich Lösungen für die eigenen Aufgaben und erhalte Ideen, um die Leistung zu verbessern. Mein persönlicher HeimatGenuss Ort liegt auf den Höhen über dem lieblichen Taubertal, wo man die jahreszeitliche Entwicklung der Natur mit allen Sinnen wahrnehmen kann. Außerdem in der weitläufigen Anlage des Kur-, Schloss- und Stadtparks Bad Mergentheims – irgendwo zwischen hundertjährigen Riesenbäumen, plätschernden Bachläufen, fröhlich spielenden Familien und lustig schnatternden Enten.

Rainer Kerssen, Ringhotel Teutoburger Wald in TecklenburgBrochterbeck Der Markenkern „Echt HeimatGenuss“ ist für mich – genau wie für alle Ringhoteliers – ein Thema, dass wir viele Jahre selbstverständlich gelebt haben, ohne es unseren Gästen klar zu kommunizieren. Meine Arbeit mit den Ringhotels bringt Informationen aus erster Hand auch für meinen eigenen Betrieb. Ein „Geht nicht“ zu hinterfragen und Lösungen zu finden, macht mir ebenfalls Spaß. Meine Lieblingsfrage ist da eher „warum nicht?“ HeimatGenuss Orte habe ich hier einige. Da wäre der Münsterlandblick bei uns auf dem Kleeberg mit Fernsicht bis nach Münster. Ein Kleinod ist auch das Wildfreigehege Nöttler Berg in Saerbeck-Westladbergen, das von uns mit dem Fahrrad zu erreichen ist. Oder die avantgardistische St.-Ludwig-Kirche in Ibbenbüren.

Frauke Köhler, Ringhotel Köhlers Forsthaus in Aurich Meine Motivation zur Kandidatur für den Beirat war die, dass ich bisher immer auf der „anderen touristischen Seite“ gearbeitet und Gäste vermittelt habe – zunächst in die unterschiedlichsten Urlaubsziele während meiner Reisebürotätigkeit, danach in hiesige Ferienunterkünfte bei der Tourist-Information in Aurich. Dadurch denke ich, einige Impulse geben zu können, da ich den Tourismus und das Gästeverhalten von einer anderen Sichtwarte aus erlebt habe. Mein persönlicher HeimatGenuss Ort ist die Nordsee. Ich liebe das Wasser, lange Spaziergänge am Strand und ganz besonders Langeoog. Alleine die Schifffahrt und das Betreten der autofreien Insel sowie der Geruch nach Hagebutten wecken schon Urlaubsgefühle. Nichts ist hektisch – Ruhe pur…

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Frank Martens, Ringhotel Warnemünder Hof in Rostock-Warnemünde Ich bin von der Einzigartigkeit der individuellen Hotels in Deutschland und dem großen Engagement der einzelnen Ringhoteliers überzeugt. Deshalb möchte ich mit meiner Erfahrung aus vielen Jahren in der hochwertigen Kettenhotellerie und mit den Beiratskollegen sowie dem Servicebüro der Ringhotels dazu beitragen, die Kooperation kontinuierlich weiter nach vorne zu bringen. Mein persönlicher HeimatGenuss Ort ist der Küstenwald vor Warnemünde in Diedrichshagen. Er liegt an der Steilküste oberhalb des Strandes. Es ist herrlich, wenn man durch die Stämme der hohen Bäume die Morgensonne und die auslaufenden Schiffe auf der blauen Ostsee sieht.

Thomas Rathkolb, Ringhotel Der Waldkater in Rinteln Mich motiviert das Wissen, dass man im Beirat der Ringhotels gemeinsam etwas auf den Weg gebracht hat und dadurch die Dienstleistung maßgeblich mit bestimmen konnte. Die Entwicklung von HeimatGenuss hat sich über mehrere Jahre hingezogen und ich war in der glücklichen Lage, dies von Beginn an mit zu gestalten. Die Erfahrungen während dieser Entwicklung haben mich auch persönlich weiter gebracht. Für mich gibt es mehr als einen HeimatGenuss Ort. Neben dem Elternhaus sind das auch mein jetziges zu Hause und die Weinregion Nahe. Dort habe ich meine Frau kennengelernt und eine Zeit gelebt. Viele Orte im Weserbergland, etwa die Weser an einer bestimmten Stelle in der Abenddämmerung sowie die Themenwanderwege und die Geschichten dahinter.

Andreas Riepe, Ringhotel Am Stadtpark in Lünen Die Idee der Ringhotels ist einfach fantastisch: private, mittelständische Hotelbetriebe mit Unternehmerpersönlichkeiten, die mit viel Herzblut zusammen arbeiten und mit erstklassigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jeden Tag Gäste glücklich machen. Daran mitzuarbeiten und den Weg der Ringhotels ein wenig mitgestalten zu können, ist meine Motivation als Beirat für die Ringhotels Kooperation tätig zu sein. Mein HeimatGenuss Ort ist Lünen: Als Nahtstelle zwischen Ruhrgebiet und Münsterland bietet es die spannende Verbindung aus Industrie und Natur. Die ehemalige Kohlenpottstadt Dortmund mit ihren Relikten des Industriezeitalters liegt in Sichtweite, genau wie das Münsterland mit seiner wunderbar beschaulichen Landschaft und den herrlichen Wasserschlössern.

Christian Wieland, Ringhotel Weißer Hirsch in Wernigerode Im Beirat kann ich neue Projekte unterstützen und habe einen noch intensiveren Austausch mit den Ringhotel-Kollegen. So können wir Mitarbeiterschulungen erstellen, die auf privat geführte Hotels zugeschnitten sind oder uns mit den Gästewünschen von morgen befassen. Zudem möchte ich das RinghotelsServicebüro unterstützen und unsere Kooperation gemeinsam auf die nächsten Jahre vorbereiten. Mein HeimatGenuss Ort ist die Talsperre Zillierbach. Dazu geht es mit der Harzer Schmalspurbahn unter „Dampf“ in Richtung Brocken – meine Wanderung startet ab dem Bahnhof in Drei Annen Hohne. Er führt durch die Harzer Wälder bis hin zur Talsperre – auf dem Weg laden verschiedene Ausflugslokale zum Verweilen ein. Dort gibt es harztypische Speisen und Biere.

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Die alte Posthalterei ist ein typisches Fachwerkhaus in der Altstadt von Lingen.

Ich war noch nie in... Lingen REISE Deutschland bietet nicht nur eine Handvoll beliebter Metropolen wie Berlin, Hamburg oder München, sondern auch eine Vielzahl an kleinen Orten, die viel zu bieten haben. Mit den Ringhotels können Sie diese weniger bekannten, aber lohnenswerten Regionen und Städte entdecken.

L

ingen an der Ems liegt auf halbem Weg zwischen dem Ruhrgebiet und der Nordseeküste, nah an der niederländischen Grenze. Die Altstadt der größten Stadt des Emslands wird durch zahlreiche Giebelhäuser geprägt, das schönste davon ist das historische Rathaus am Marktplatz, das 1555 errichtet wurde. Sein gut hundert Jahre später angebrachter, markanter Treppengiebel macht es bis heute zum Wahrzeichen der Stadt. Dreimal täglich, um 12, 15 und 18 Uhr zieht sein Figurenund Glockenspiel die Besucher an. Dass die Stadt den Strukturwandel aktiv gestaltet, zeigt die Eröffnung des neuen Campus in den denkmalgeschützten Hallen I und II. Damit hat sich das Gebäude des ehemaligen EisenbahnAusbesserungswerks und größten Arbeitgebers der Stadt zu einer Talentschmiede für die zukünftigen Fachkräfte der Region gewandelt. In Lingen kommen unterschiedlichste Besucher auf ihre Kosten: Fans moderner Pop- und Rockmusik pilgern in die 5.000 Zuschauer fassende Emsland-Arena zu den Konzerten von Showgrößen wie Anastacia und BAP oder der deutschen Indie-Rock-Band Madsen, die alle im Herbst/Winter 2018 dort auftreten werden. Für einen Einkaufsbummel bieten sich die Fußgängerzonen der Lookenstraße und der Marienstraße sowie die dazwischen gelegene Einkaufspassage Lookentor mit ihren circa 50 Läden an. Auch in der

Das Ringhotel Looken Inn liegt ganz in der Nähe der Fußgängerzone von Lingen.

Die Zimmer sind modern, hell und freundlich eingerichtet.

Umgebung ist einiges geboten. Golfer können ihrer Leidenschaft auf dem herrlichen Golfplatz Emstal nachgehen, Radfahrer finden entlang der Ems und durch die Moorlandschaften ein sehr gut ausgebautes Radwegenetz vor. Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Erlebnispark mit Tropengarten und Schaugewächshaus der Großgärtnerei Emsflower in Emsbüren. Mit dem im September 2016 von Barbara und Wolfgang Hackmann eröffneten Ringhotel Looken Inn bietet sich den Besuchern der Stadt ein zentral gelegenes und modern eingerichtetes Haus mit 99 Gästezimmern in drei Kategorien für den Aufenthalt an. Für Familien stehen eigens Zimmer mit Verbindungstür bereit. Direkt im Haus befindet sich das Steakhaus Vaquero mit einem wechselnden saisonalen und regionalen Angebot. Wer nach einem Stadtbummel oder einer ausgedehnten Radtour Entspannung sucht, genießt im Ringhotel Looken Inn den WellIhr Ringhotel nessbereich mit finniin der Nähe scher Sauna und Sanarium. Zudem bietet das Lingen Ringhotel Looken Inn Haus einen Fitnessraum Tel.: +49 591 807300 sowie kosmetische AnE-Mail: lingen@ringhotels.de wendungen und Maswww.ringhotels.de/lingen sagen an.

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In Augsburg – im Bild der zentrale Rathausplatz mit Rathaus und Perlachturm mit St. Peter – begann die Schriftstellerkarriere von Bertolt Brecht.

Bertolt Brecht – Provokateur, Pazifist, Theater-Reformer erlebnis In Bertolt Brechts Geburtshaus in Augsburg kann man sich mit dem Leben und Werk des berühmten Lyrikers und Dramatikers vertraut machen. Hier begann er mit der Arbeit an seinem ersten Theaterstück „Baal“, das um einen gierigen Dichter kreist, und veröffentlichte als Sechzehnjähriger seine ersten Gedichte. Die Stadt würdigt ihren großen Sohn heute auf vielfältige Weise. Bertolt Brecht (1898-1956)

M

ehr als zwei Jahrzehnte verbrachte der 1898 in Augsburg geborene Bertolt Brecht in seiner Heimatstadt – eine Zeit, die prägend für sein weiteres Leben war. „Immer streune ich abends über den Plärrer und fahre mit der Schiffschaukel“, schrieb Brecht im Alter von 22 Jahren in sein Tagebuch. Er liebte das Volksfest Plärrer, das heute zweimal im Jahr, zu Ostern und im Spätsommer, stattfindet. Brecht kam in dem Anwesen „Auf dem Rain 7“ zur Welt – ein typisches Handwerkerhaus, dessen Kern aus dem 16. Jahrhundert stammt. Die Lechkanäle, die in unmittelbarer Nähe seines Geburtshauses fließen, wurden einst von Handwerkern genutzt – und diese

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kleinen Leute waren es auch, denen er sich nahe fühlte, weniger die wohlhabenden Bewohner der Oberstadt. Seit 1985 ist das Geburtshaus Brechts im Lechviertel ein Museum, in dem eine umfangreiche Dauerausstellung untergebracht ist. Zu ihr gehören zahlreiche Originale – Fotografien, Briefe und andere Schriftstücke, Erstausgaben von Brechts Werken sowie Arbeiten künstlerischer Weggefährten Brechts, etwa des Bühnenbildners Caspar Neher. Außerdem sind dort ein von Paul Hamann geschaffener Bronzekopf, Brechts Totenmaske und ein Abguss der Hände des Meisters zu sehen. In verschiedenen Dokumentarfilmen können sich die Besucher von Brechts Geburtshaus


erlebnis

Das Brechthaus in der Augsburger Altstadt ist die zentrale Anlaufstelle für alle, die sich mit dem Leben und Wirken des berühmten deutschen Dramatikers beschäftigen wollen. Dort finden auch regelmäßig Feste und Veranstaltungen rund um Kunst, Theater und Literatur statt.

mit dem Dichter und Denker vertraut machen. Gemeinsam mit anderen Kulturschaffenden gründete er den „Augsburger Freundeskreis“, dessen Mitglieder musizierten, provokante Texte schrieben und gern durch die Kneipen der Altstadt zogen. Allerdings verließ die Familie des Dichters das Haus noch im Jahr von Brechts Geburt, weil sie unter dem Lärm der dort untergebrachten Feilenhauerei litt. Familie Brecht zog zunächst ins „Haus bei den sieben Kindeln 1“ – einer von zahlreichen „Brechtorten“, zu denen man in der Fuggerstadt spazieren kann. Das dritte Elternhaus befindet sich in der Bert-BrechtStraße. Dort schrieb der Dramatiker „Trommeln in der Nacht“, in dem es um einen aus dem Ersten Weltkrieg heimgekehrten Soldaten geht. Mit der erfolgreichen Uraufführung des Stücks 1922 in München nahm seine Karriere Fahrt auf – es folgte eine Anstellung als Dramaturg an den Münchner Kammerspielen.

Durchbruch mit der „Dreigroschenoper“ 1924 zog Brecht nach Berlin. Dort entwickelte er zusammen mit dem Komponisten Kurt Weill eine neue Form des Musiktheaters: „Die Dreigroschenoper“. Eine beißende Satire auf die bürgerliche Gesellschaft der Weimarer Republik: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“, verkündet Mackie Messer in der „Dreigroschenoper“. Weills Ehefrau, die Sängerin und Schauspielerin Lotte Lenya, debütierte in der Rolle der Jenny. Sie charakterisierte Brecht wie folgt: „Gute Manieren, berechnende Höflichkeit, schüchterner Salonlöwe, der jedoch in Fahrt geraten konnte, wenn es um die Verbreitung seiner Theatertheorien ging. Liebte Gin mit Rum, amerikanische Filme, spielte bisweilen Balladen auf der Gitarre (stümperhaft) und sang für einen Amateur ganz passabel.“ Ein Raum der Ausstellung ist dem Exilanten Bertolt Brecht gewidmet. 1941 wanderte Brecht in die USA aus. In der amerikanischen Version seines Theaterstücks „Leben des Galilei“ hinterfragt der Pazifist die Verantwortung von Wissen-

schaftlern – Hintergrund ist die Zerstörung von Hiroshima und Nagasaki durch Atombomben. Dort wird der Stückeschreiber wegen seiner Regierungskritik angefeindet. Man betrachtet ihn zudem als Kommunisten, obwohl er nie Mitglied einer kommunistischen Partei war. Nach einem demütigenden Verhör verlässt der Kapitalismuskritiker 1947 die USA und lässt sich in Ostberlin nieder. Dort gründet Brecht mit seiner Frau Helene die von der DDR-Regierung geförderte Experimentierbühne „Berliner Ensemble“. In den Jahren seines Exils, sowohl in Europa als auch in den USA, war Brecht äußerst produktiv – insgesamt schrieb er circa 2.000 Gedichte, mehr als 50 Stücke, drei Romane sowie etliche Erzählungen und Schriften über Kunst, Literatur und Politik. In der Nachkriegszeit hatten die Stadtväter und viele Augsburger Probleme, sich zu Brecht zu bekennen, da man ihn als „Kommunisten“ ansah. Heute ist die Stadt stolz auf ihren 1956 in Ostberlin gestorbenen Sohn: Sie hat eine Bertolt-Brecht-Forschungsstelle eingerichtet, die über eine stattliche Sammlung von Materialien zu dem Dramatiker verfügt. Und sie vergibt alle zwei Jahre den Bertolt-BrechtPreis. Rund ums Brechthaus findet jedes Jahr das Straßenfest „Sommerliche Brechtmeile“ mit Musik und Führungen statt. Und beim Brechtfestival treten renommierte Künstler auf – es vereint Theater, Musik, Literatur und Diskurs. Das nächste Brechtfestival findet vom 22. Februar bis 3. März 2019 statt. Einen Themen-Schwerpunkt soll dann Brechts Lyrik bilden. Simone Schmidt Das Portal www.BrechthausAugsburg.de bietet einen Videoguide, der erste Eindrücke von der Ausstellung vermittelt. Im unmittelbar gegenüber liegenden „Brecht’s Bistro“ erinnern witzige Exponate an den Lyriker und Dramatiker.

Ihr Ringhotel in der Nähe Augsburg Ringhotel Alpenhof Tel.: +49 821 42 040 E-Mail: augsburg@ringhotels.de www.ringhotels.de/augsburg

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Abendstimmung in der alten Hansestadt Stralsund mit Blick auf die Seestraße und die Nikolaikirche.

Auf den Spuren des Weltkulturerbes in Deutschland

Der Bamberger Reiter.

erlebnis Deutschland ist ein Land voller Kulturdenkmäler. Das zeigt sich in den über 40 Stätten, die bereits zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden. Sie können auf verschiedenen Routen miteinander verknüpft werden, etwa bei einer Tour auf den Spuren der Hanse im Norden oder auf einer Reise zu den kulturellen Höhepunkten Nordbayerns.

Route 1: Auf den Spuren der Hanse Wer durch die Speicherstadt und das Kontorhausviertel von Hamburg läuft, glaubt förmlich den Duft von den hier früher gehandelten Tee- und Kaffeesorten sowie allerlei edlen Gewürzen in der Nase zu haben. Die Stadt aus Speichern und Kontoren wurde zwischen 1885 und 1927 auf Tausenden von Eichenpfählen in neugotischer Backsteinarchitektur errichtet und gehört seit 2015 zum Weltkulturerbe. Sie bildet mitten in der Elbmetropole eine kleine Welt für sich und kann sehr gut von dem 25 Kilometer vor den Toren der Stadt gelegenen Ringhotel Ahrensburg garni entdeckt werden.

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Lübeck – Hansestadt mit großer Tradition Von Ahrensburg sind es über die Autobahn A1 nur 45 Kilometer bis zum nächsten großartigen Welterbe: die Hansestadt Lübeck, deren komplette Altstadt geschützt ist. Dort stehen mit dem Ringhotel Jensen, das am Ufer der Obertrave am Rande des mittelalterlichen Stadtkerns der Hansestadt liegt, sowie dem Ringhotel Friederikenhof am südlichen Stadtrand in Lübeck-Oberbüssau gleich zwei Ringhotels zur Auswahl. Lübeck ist die herausragende Hansestadt im Ostseeraum und wurde 1143 gegründet. Bereits 1159 ließ Heinrich der Löwe die Altstadt in den bis heute fortwirkenden Grundlinien angelegen. Die früh ausge-


erlebnis

Die wunderbare Speicherstadt von Hamburg ist zusammen mit dem Kontorhausviertel seit 2015 Weltkulturerbe.

Die Häuser in der Krämerstraße im Herzen der Altstadt von Wismar mit ihren typischen Giebeln zeugen vom einstigen Wohlstand ihrer Bürger.

prägte wirtschaftliche und gesellschaftliche Differenzierung innerhalb des Stadtgefüges – im Westen die Kontorund Wohnhäuser der wohlhabenden Kaufleute, im Osten das Kleingewerbe und die Handwerker – ist noch heute erlebbar. Zu den schönsten Bauwerken gehören das Holstentor, das Rathaus, der Dom, die Marienkirche sowie die Salzspeicher am linken Traveufer. Wer Süßem nicht widerstehen kann, wird sich einen Besuch in der Hauptfiliale von Niederegger in der Altstadt nicht nehmen lassen.

Welterbe gehört. Stralsunds einmalige Insellage am Strelasund führte zu einem raschen Aufstieg als bedeutende Handelsstadt, wovon die aufwändig gestalteten Kaufmannshäuser und das historische Rathaus zeugen. Auf der Hafeninsel bietet das Ozeaneum eine faszinierende Unterwasserreise durch die Meere. Wer nach so viel Kultur noch ein paar Tage an der Ostsee entspannen möchte, dem sei das Ringhotel Strandblick im wunderbaren Ostseebad Kühlungsborn empfohlen.

Wie Perlen einer Kette – die Hansestädte an der Ostsee Vom Ufer der Trave führt der Weg über die A20 und B192 rund 100 Kilometer zu dem am Ufer eines Sees gelegenen Ringhotels Dreiwasser in Sternberg. Schon auf dem Weg dorthin passiert man Wismar, dessen zum UNESCO-Welterbe zählende historische Altstadt typisch für eine Hansestadt ist, die während der Blütezeit des Städtebundes im 14. Jahrhundert entstand. Das historische Hafenbecken Wismars bietet ein authentisches Bild der mächtigen Handelsstadt und der „Alte Schwede“, das älteste Bürgerhaus der Stadt, repräsentiert überzeugend Wohlstand und Gestaltungswille der stolzen Bewohner. Außerdem erinnert es an die schwedische Herrschaft, unter der Mecklenburg-Vorpommern im 17. und 18. Jahrhundert stand. Vom Sternberger See gelangt man in einer guten Stunde über Bützow nach Rostock-Warnemünde zum Ringhotel Warnemünder Hof. Von hier aus kann man die wundervolle Altstadt von Rostock besuchen, die langen Strände genießen oder einen Tagesausflug ins 90 Kilometer entfernte Stralsund machen, dessen Altstadt gemeinsam mit Wismar zum

Ihre Ringhotels zwischen Hamburg und Rostock Ahrensburg Ringhotel Ahrensburg garni

Sternberg Ringhotel Dreiwasser

Tel.: +49 4102 51560 E-Mail: ahrensburg@ringhotels.de www.ringhotels.de/ahrensburg

Tel.: +49 3847 4368081 E-Mail: sternberg@ringhotels.de www.ringhotels.de/sternberg

Lübeck Ringhotel Jensen

Rostock-Warnemünde Ringhotel Warnemünder Hof

Tel.: +49 451 702490 E-Mail: luebeckjensen@ringhotels.de www.ringhotels.de/luebeckjensen

Tel.: +49 381 54300 E-Mail: rostock@ringhotels.de www.ringhotels.de/rostock

Lübeck-Oberbüssau Ringhotel Friederikenhof

Kühlungsborn Ringhotel Strandblick

Tel.: +49 451 800880 E-Mail: luebeckfriederikenhof@ringhotels.de www.ringhotels.de/luebeckfriederikenhof

Tel.: +49 38293 633 E-Mail: kuehlungsborn@ringhotels.de www.ringhotels.de/kuehlungsborn

Heimat & Genuss | 47


erlebnis

Route 2: Kulturbauten im nördlichen Bayern Wo könnte eine Kulturreise durch das nördliche Bayern besser beginnen als in der Würzburger Residenz? Sie gilt als eines der einheitlichsten und außergewöhnlichsten Barockschlösser in Deutschland und eröffnet die Tour quasi mit einem Paukenschlag. Ihre große kulturelle Bedeutung zeigt sich schon an dem Umstand, dass sie 1981 als damals erst drittes Bauwerk in Deutschland in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurde. Die zwischen 1740 und 1780 ausgestattete und mit prachtvollen Gärten versehene Residenz ist das Werk zahlreicher bedeutender europäischer Künstler, darunter der Hofbaumeister Balthasar Neumann und der venezianische Maler Giovanni Battista Tiepolo. Das Ringhotel Wittelsbacher Höh in Würzburg ist nicht nur Ausgangspunkt für den Besuch der Residenz, sondern auch der weiteren Kulturreise durch das nördliche Bayern. Über die A3 und die Landstraße über Hirschaid geht es weiter zum Ringhotel Stempferhof in Gößweinstein. Es liegt ideal, um gleich zwei Welterbestätten zu besuchen: die Altstadt von Bamberg und das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth, die jeweils nur eine Dreiviertelstunde Fahrtzeit entfernt sind.

Ihre Ringhotels zwischen Bayreuth und Regensburg Beilngries Ringhotel Die Gams Tel.: +49 8461 6100 E-Mail: beilngries@ringhotels.de www.ringhotels.de/beilngries

Gößweinstein Ringhotel Stempferhof Tel.: +49 9242 74150 E-Mail: goessweinstein@ringhotels.de www.ringhotels.de/goessweinstein

Nürnberg Ringhotel Loew’s Merkur Tel.: +49 911 994330 E-Mail: nuernbergloew@ringhotels.de www.ringhotels.de/nuernbergloew

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Klein-Venedig werden die Häuser an der Regnitz in Bamberg genannt.

Nürnberg-Zirndorf Ringhotel Reubel Tel.: +49 911 96010 E-Mail: nuernbergreubel@ringhotels.de www.ringhotels.de/nuernbergreubel

Würzburg Ringhotel Wittelsbacher Höh Tel.: +49 931 453040 E-Mail: wuerzburg@ringhotels.de www.ringhotels.de/wuerzburg

Ein Höhepunkt barocker Prachtentfaltung: Die Fürstenloge im Markgräflichen Opernhaus von Bayreuth, einem ganz aus Holz gefertigtem Logentheater.

Bamberger Reiter und Bayreuther Opernhaus Die fränkische Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg verdankt ihren Aufstieg kurz nach der Jahrtausendwende maßgeblich dem deutschen König und späteren Kaiser Heinrich II., der die Stadt zu einem zweiten Rom ausbauen wollte. Der Dom St. Peter und St. Georg mit dem berühmten Bamberger Reiter beherrscht mit seinen vier Türmen noch heute die Bamberger Altstadt, die auf einer Insel zwischen zwei Armen der Regnitz liegt. Mitten darin liegt auch das Wahrzeichen der Stadt: das von der Regnitz umflossene Alte Rathaus. Das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth ist ein ganz aus Holz gefertigtes Logentheater mit bemalter Leinwand. Es wurde von 1746 bis 1750 vom damals europaweit führenden Theaterarchitekten Giuseppe Galli Bibiena im Auftrag des Markgrafenpaares Friedrich und Wilhelmine von Brandenburg-Kulmbach erbaut. Zu seiner Zeit konnte es sich in Größe und barocker Prachtfülle mit den Opernhäusern in


Panoramablick über die Donau auf die Altstadt von Regensburg mit ihrem beeindruckenden Dom und der Steinernen Brücke.

Der prächtige Kaisersaal in der Würzburger Residenz.

Wien, Dresden oder Paris messen. Noch heute wird es als lebendiger Aufführungsort des Musiktheaters genutzt und die Akustik ist in ihrem Ursprung noch wie vor 270 Jahren erlebbar.

Kein Welterbe, aber trotzdem herausragend: Nürnberg Von Gößweinstein geht es in einer Stunde auf der A9 nach Nürnberg, wo mit dem Ringhotel Loew’s Merkur ein zentral gelegenes Haus zur Erkundung der historischen Altstadt und der beeindruckenden Burg zur Verfügung steht. Ein weiteres, das Ringhotel Reubel, erwartet die Gäste in Nürnberg-Zirndorf, ganz in der Nähe des Playmobil Funparks. Nürnberg wurde zwar noch nicht mit dem Welterbestatus ausgezeichnet, aber die Altstadt mit den zahlreichen Kirchen, dem Schönen Brunnen, dem Albrecht-Dürer-Haus und dem Nassauer Haus reihen sich nahtlos ein in eine Reise voller kultureller Höhepunkte. Von Nürnberg gelangt man wieder auf der A9 in einer Dreiviertelstunde nach Beilngries und zum Ringhotel Die Gams. Auch von hier können zwei Welterbestätten besucht werden: Das unmittelbar vor der Haustür liegende Kipfenberg mit einem Teilstück des obergermanischrätischen Limes sowie die Altstadt von Regensburg.

Nur eine Stunde Fahrtzeit von Beilngries entfernt liegt Regensburg, dessen Geschichte ebenfalls mit den Römern begann, die am Zusammenfluss von Donau und Regen ein Kastell errichteten. Im Mittelalter wurde die Stadt für Jahrhunderte zu einem der politischen Versammlungsorte des Heiligen Römischen Reichs. Die Altstadt von Regensburg hat den Umfang bewahrt, den sie um 1320 angenommen hatte. In den bis heute erhaltenen prächtigen Handelshäusern spiegelt sich der Wohlstand der Patrizierfamilien, die auch gewaltige Kirchenbauten wie den Regensburger Dom stifteten. Er ist das einzige Beispiel französischer Kathedralgotik östlich des Rheins. Christoph Neuschäffer In der nächsten Ausgabe von Heimat & Genuss stellen wir zwei weitere spannende Routen zum Weltkulturerbe in Deutschland vor: Von Berlin über Dessau und Wittenberg nach Eisenach sowie vom oberen Mittelrheintal über die Schlösser in Brühl und Köln ins Ruhrgebiet mit der Zeche Zollverein.

Die UNESCO-Stätten in Deutschland

Limes: Auf den Spuren der Römer Der obergermanisch-rätische Limes erstreckt sich auf einer Länge von 550 Kilometern zwischen Rheinbrohl und Hienheim an der Donau nahe Regensburg. Er war weniger ein Verteidigungsbollwerk, sondern diente in erster Linie zur besseren Überwachung des Warenverkehrs, denn schon damals wurden auf Güter, die in das römische Reich importiert wurden, Zölle erhoben. Am nördlichen Ortsrand von Kipfenberg kann man heute einem Stück des Limes folgen und einen rekonstruierten Limesturm besichtigen.

Der Aachener Dom.

44 Welterbestätten liegen aktuell in Deutschland. Der Aachener Dom war 1978 die erste, der Naumburger Dom 2018 die bislang letzte Stätte, die auf der Welterbeliste der UNESCO verzeichnet ist. Sie stehen damit unter dem Schutz der Internationalen Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit. Die 1972 von der UNESCO verabschiedete Konvention ist das international bedeutendste Instrument, um Kultur- und Naturstätten, die einen außergewöhnlichen universellen Wert besitzen, zu erhalten. Denkmäler werden nur dann in die Liste des Welterbes aufgenommen, wenn sie die in der Konvention festgelegten Kriterien der „Einzigartigkeit“ und der „Authentizität“ (bei Kulturstätten) bzw. der „Integrität“ (bei Naturstätten) erfüllen. Eine Karte mit allen Welterbestätten in Deutschland finden Sie unter www.ringhotels.de/unescostandorte. Ringhotels in der Nähe von Welterbestätten sehen Sie auf unserer Deutschlandkarte, die unter www.ringhotels.de/prospektbestellung kostenlos angefordert werden kann.

Heimat & Genuss | 49


Wir haben für Sie renoviert! Reise Zahlreiche Ringhoteliers haben in den letzten Monaten in ihre Häuser investiert, um ihren Gästen noch mehr Service und Komfort bieten zu können. Das Ringhotel Die Gams in Beilngries hat sein komplettes Haupthaus renoviert. Im Rahmen der umfassenden Sanierung wurden 30 der insgesamt

Richtfest im Ringhotel Birke in Kiel (v.l.n.r.): Florian Buchebner sowie Louise, Rainer, Jasmine, Ludwig und Christian Birke.

Die neuen Zimmer im Ringhotel Die Gams in Beilngries sind sehr behaglich geworden.

60 Zimmer neu eingeteilt und mit neuen Böden und Bädern ausgestattet. Aktuell wird ein neues Seminarzentrum mit 14 Räumen für unterschiedliche Teilnehmerzahlen gebaut. Ein neues Spa-Haus soll Anfang 2019 ebenfalls für die Gäste geöffnet werden können. Das Ringhotel Birke in Kiel baut seit letztem Sommer einen neuen Hotelflügel. Ende Juni 2018 konnte das Richtfest gefeiert werden. Mit der Erweiterung wird die Küche des Restaurants Fischers Fritz vergrößert, der Empfangsbereich, die Bar und die Terrasse werden großzügiger gestaltet und es entstehen neue Sozialräume

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für die Mit-Gastgeber. Außerdem werden zwölf barrierefreie und barrierefreundliche Junior Suiten gestaltet. Im Ringhotel Katharinen Hof in Unna wurde mit der Fertigstellung der dritten Etage der letzte Renovierungsabschnitt abgeschlossen. Neben einem neuen Anstrich mit besonderem Akzent „Chrystal finish“ wurden farblich perfekt abgestimmte Gardinen und

passendes Mobiliar ausgesucht sowie ein auf die Farbwünsche des Hauses abgestimmter Teppich der Firma Anker verlegt. Die Bäder wurden einer sanften Renovierung unterzogen und wurden mit modernen Waschbecken und neuen Armaturen ausgestattet. Auch hier sorgen gelbe Glasablagen für einen frischen Akzent und Alisseo Badequipment für Komfort. Der Clou: In den Zimmern sorgen Bilder des Unnaer Künstlerpaares Frauke und Dietmar Nowodworksi (Arthaus:Nowodworski) mit Motiven aus Unna aus den 1950er-Jahren für ein besonderes Heimatgefühl. Im Ringhotel Loew’s Merkur in Nürnberg wurden in diesem Jahr wieder acht Zimmer modernisiert. Damit wurden in den vergangenen vier Jah-

Ringhotel Loew’s Merkur: Wohnen im Komfortzimmer mit der Nürnberger Burg im Blick.

Eines der neuen Komfort-Doppelzimmer im Ringhotel Katharinen Hof in Unna.

ren mehr als 50 Einzel- und Mehrbettzimmer in verschiedenen Kategorien einer optischen und innenarchitektonischen Auffrischung unterzogen.


Reise

Weitere Modernisierungen betrafen in den letzten drei Jahren den kompletten Neubau der Hotelküche, die Umgestaltung des hoteleigenen Restaurants „Pachelbel & Co.“ sowie die Eröffnung des neu geschaffenen Fitnessbereiches „Mercurialis-Gym“. Zum Herbst 2018 wird man zudem mit drei neu gestalteten Veranstaltungsräumen in zeitgemäßer Optik die Kompetenz als perfektes Tagungshotel weiter ausbauen können.

Komfort-Einzelzimmer umgebaut. Dabei wurden die Wohnräume entkernt, renoviert und modernisiert. Die Einrichtung wurde dem für das Ringhotel typischen Patchwork-Stil angepasst. Das Ringhotel Celler Tor hat seinen Tresen an der Rezeption einem kleinen Facelift unterzogen: Die Heidefarbe

Hell und freundlich: Standard-Doppelzimmer im Ringhotel Am Stadtpark in Lünen.

Von der neu gestalteten Sonnenterrasse auf der zweiten Etage des Ringhotels Bömers Mosellandhotel in Alf/Mosel genießen die Gäste jetzt den

Das Ringhotel Paulsen in Zeven bietet seinen Gästen acht umfangreich renovierte Zimmer – von den Wänden

Einladend: Die Sonnenterrasse im Ringhotel Bömers Mosellandhotel in Alf. Umfangreich renoviert und gemütlich: ein Einzelzimmer im Ringhotel Paulsen in Zeven.

über Teppiche, Gardinen, Plissees und Mobiliar bis zu den Fußböden im Bad und im Flur wurde alles erneuert. Die Bäder waren bereits im vergangenen Jahr erneuert worden. In Augsburg hat das Ringhotel Alpenhof seine „Engelsstuben“ genannten

Himmlisches Vergnügen: Eine der „Engelsstuben“ im Ringhotel Alpenhof in Augsburg.

Heidefarben bestimmen Saunalandschaft und Rezeption im Ringhotel Celler Tor.

Lila sorgt nun für einen warmen Empfang. In der Saunalandschaft wurden die Kabinen der 90°-Kachelofensauna sowie der 70°-Biosauna erneuert – auch hier sorgen jetzt regional-typische Heidefarben für neue Akzente. Zudem wurden zehn Zimmer renoviert und teils mit bodentiefen Duschen, neuen Bodenbelägen, Gardinen und Möbeln ausgestattet. Das Ringhotel Am Stadtpark in Lünen renoviert Zug um Zug seine StandardEinzel- und Doppelzimmer. Aktuell befinden sich weitere 22 Zimmer in Renovierung.

Blick über die Gärten bis hinüber ins Moseltal und der Burg Arras. Die Burg gilt als Tor zur Eifel und dem 25 Quadratkilometer großen Kondelwald. Das Ringhotel Munte am Stadtwald in Bremen wurde vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Anfang Juli 2018 hochgestuft und ist jetzt als 4-Sterne SuperiorHotel klassifiziert. Ringhotelier Detlef Pauls (re.) mit Thomas Schlüter und Claudia Schierloh vom Dehoga.

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Ringhotels Gästemagazin Heimat & Genuss  

Tolle Geschichten, schöne Reiseziele und vieles mehr.

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