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t t a l b O R T RE

RETRO KIOSK

1/2019

unbezahlbar

ISSN 2627-0927 retrokiosk.net


im Autohaus

Damals

retro-things

Blumentelefon

hasselbladinski

Geschwister

new old stucK

Pisten-oldies

Impressum: Herausgeber/Redaktion/V.i.S.d.P: Roman Steiner, Stötthamerstr. 12, 83339 Chieming. E-Mail: kontakt@retrokiosk.net, Fax: +49 3222 3945980, impressum.retrokiosk.net. Druck: SPEEDY`S Kopie + Druck Helminger GmbH, St-Georg-Str. 1, 83278 Traunstein. Das Retroblatt ist ein nicht-kommerzielles Projekt. Genannte Marken gehören den jeweiligen Eigentümern. Alle Rechte vorbehalten. Techn. Angaben beruhen auf Informationen der Hersteller und sind ohne Gewähr. ISSN 2627-0927.


Gebrauchtwagen Ende der 50er Ja hre: Neben Opel Kapitän finde n sich auch mehre re DKWs und ein Renault D auphine auf dem Hof.

-Jahren: iferei in den 30er le ch S ilnt Ve e in E e Reparaturtiefe oß gr ne ei d un t ei Handarb kstätten. lltag der Autower A n de en m im st be Bilder: © Archiv Autohaus Staiger GmbH

Abschleppen sein erzeit: Ein Opel B litz als Abschleppdien st, 1950er Jahre.

Nachkriegsdeuts chland: Das Auto gilt als Symbol des Woh lstands, große Aut oh äuser entstehen.

Blick in eine Werkstatt-

Halle, 50er Jahre.

Im AUTOHAUS Damals


Blumentelefon Das Fetap 611 ist das klassische Retrotelefon. Wer mit dem Wählscheibenapparat nicht mehr telefonieren mÜchte, kann sich mit ein paar Handgriffen ein schmuckes Blumentelefon bauen. Von Roman Steiner.


„Schatz, die Blumen haben angerufen!“, dieser Satz passt nach erfolgtem Umbau des Fetap 611 zum Blumentelefon perfekt. Das 611 ist wegen seiner Form das klassische Retrotelefon, aufgrund der großen Stückzahlen findet man leicht ein defektes Gerät zum Umbau als schickes Dekogefäß. Als erstes werden die vier Schrauben am Boden gelöst. Anschließend lässt sich das Chassis mit Hörer abnehmen und die alte Technik ausbauen. Die Wählscheibe sollte als Ganzes ausgebaut werden, da sich in ihr eine gespannte Feder befindet. Die Teile sind modular angeschraubt bzw. mit Steckern verbunden, alles lässt sich sehr leicht ausbauen. Gehäuseboden und Aufbau sollte man mit Spülmittel und warmem Wasser reinigen. Beim Hörer kann man die Muscheln aufdrehen und Hörkapsel sowie Mikrofon vor dem Reinigen entfernen. Abschließend kann der Hörer mit seinem Kabel wieder im Gehäuse befestigt werden, der Boden auf den Aufbau geschraubt werden. Anstelle der Wählscheibe wird jetzt eine Pflanze eingesetzt. Vier Schrauben am Gehäuseboden lösen.

Gehäuse reinigen.

Technik entfernen.

Gereinigtes Gehäuse.


Bild: © www.etsy.com/de/GermanZeitgeist

Dieser kleine Kugelfisch oder wahlweise auch Sputnik ist ein Zigarettenspender. In den 1950er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gehörte das Rauchen noch zum Alltag, auch bei entsprechenden Einladungen oder bei Partys. Unweit des Käseigels konnte man sich bei dem kleinen Ständer bedienen, Streichhölzer waren im Maul, die Reibefläche direkt darunter.

Bild: © www.etsy.com/de/Iboyart

retro-things

Das Panasonic R72 erschien in den Farbtönen rot, blau, gelb und orange. Ein Scharnier in der Mitte sorgt dafür, dass beide Teile des Radios sich verdrehen lassen. Ursprünglich war diese Konstruktion dafür gedacht, das Radio am Handgelenk zu tragen. In Japan wurde das formschöne Radio in den 70er Jahren auch für Philips produziert.


Bilder Kiev 88: © www.ebay.de/usr/salefromdollar

Hasselbladinski Mittelformatkameras von Hasselblad sind hochwertige Präzisionsgeräte für anspruchsvolle Fotografen, was sich auch am Preis zeigt. In den 1970er Jahren begann man in der Sowjetunion eine Hasselblad-Kamera komplett nachzubauen. Ergebnis dieser Anstrengungen ist die Kiev 88. Von Roman Steiner.


Bild Anleitung: © Martin Lommatzsch

Die Kiev 88 ist eine Mittelformatkamera, gebaut in den 70er Jahren bis nach der Jahrtausendwende in den Arsenal-Werken Kiev in der UDSSR, heute Ukraine. Scherzhaft wird die Kamera auch als „Hasselbladinski“ bezeichnet, ist sie doch eine nahezu identische Kopie der schwedischen Hasselblad 1600F. Unerfahren waren die sojwetischen Ingenieure im Kopieren sicherlich nicht, baute man doch als „Zorki“ auch die Leica II nach, hier akzeptierte die Sowjetunion damals die westlichen Patente offiziell nicht.

Jahrhundert eine treue Nutzergemeinde. Kameras wie die Rolleicord und -flex waren viele Jahre Verkaufsschlager. Die zweiäugigen Mittelformatkameras hatten allerdings die Nachteile, das sich weder Objektive, Sucher oder die Filme einfach wechseln ließen. Entsprechend neu und populär war das Prinzip der einäugigen Mittelformatkamera.

Wer heute eine Kiev 88 sucht, muss doppelt aufpassen. Zum einen wegen der Qualitätsschwankungen bei der Produktion der Kameras, zum anderen aber auch wegen der Benutzung durch den Vorbesitzer. Die Arsenalwerke waren seinerzeit ein bedeu- Denn bei Unachtsamkeit in der Bedienung lässt sich tender Hersteller für das Militär und die Raumfahrt, bei der 88 einiges zerstören: So muss zum Beispiel zivile Produkte spielten eine untergeordnete Rol- beim Verstellen der Belichtungszeit zwingend imle. Darunter litt die Qualität der Kameraproduktion mer der Verschluss gespannt sein, andernfalls enorm. Falsche Spaltmaße, der Verschluss störan- droht das Ende der Mechanik. Bei als ungetestet fällig, die Qualität der Objekte stark schwankend. angebotenen Kameras sollte man also vorsichtig Zudem sorgt der Metall-Verschlussvorhang für ein sein. Auf der anderen Seite scheint gerade die Unäußerst „kerniges“ Geräusch beim Auslösen. vollkommenheit der Kamera in Kombination mit dem niedrigen Preis und der guten Verfügbarkeit die Und dennoch fand die sowjetische Planerfüllungs- Fangemeinde zu befruchten: Zahlreiche Foren und qualität Ihre Abnehmer: War und ist die Kamera Seiten im Internet geben Tipps bei der Fehlersuche doch eine der preisgünstigsten Einstiege in das Mit- und deren Behebung sowie bei einigen Eigenheiten. telformat. Bei den seinerzeit großen deutschen Versandhäusern konnten russische Kameras, meist Auch bieten Dienstleister entsprechende Umbauten unter einem anderen Namen, preisgünstig gekauft der Kamera an. So etwa den Umbau älterer Kievs werden. Und die Grundfunktionalität Ihres Vorbildes von Schraub-Bajonett zu Pentacon Six-Bajonett, Hasselblad bietet auch die Kiev: Objektive lassen um die Objektive von Zeiss, damals DDR, verwenden sich tauschen, Film-Rückteile wechseln, ebenso die zu können. Diese zeichnen sich durch eine höherSucher. Das Mittelformat erfreute im vergangenen wertige Verarbeitung aus.


Bilder ARAX: www.araxfoto.com

Arax CM (überholte Kiev 88) Film: Rollfilm, Typ 120 Verschlusszeiten: 1/1000 bis 1/2, „B“ Bildformat: 6 x 6 oder 6 x 4,5 (nach gewähltem Rückteil) Bajonett: Fassung für Pentacon-Six (DDR) Preis: ab 341 $

Werksseitig wurde der Bajonett-Wechsel übrigens ab 1999 von Arsenal umgesetzt, Modelle mit Pentacon Six-Bajonett sind als „88 CM“ benannt. Kompatibel ist die Kiev zur Hasselblad im Übrigen nur beim Sucher. Die Firma Arax in der Ukraine bietet neben Reparaturen aller Arsenal Mittelformatkameras auch komplett überarbeitete Kameras unter eigenen Label an. Techniker zerlegen die Kameras und bauen eine neue Mechanik ein. So erhält die AraxKamera eine Spiegel-Vorauslösung und einen überarbeiteten Verschluss, der leiser ist und ohne gerade bei Makroaufnahmen störende Vibrationen arbeitet. Neu verbaute Metallteile versprechen eine bessere Nutzungssicherheit, zu Sowjetzeiten wurden viele Teile zunehmend aus kostengünstigerem Material produziert. So hatte die Kiev-Vorgängerin Salyut noch ein Stahlgetriebe verbaut, während man später zu Messingteilen wechselte. Neben einer

Schnellspannkurbel und einer neuen Mattscheibe erhalten die Kameras zudem auch noch eine neue „Haut“, löste sich doch auch des öfteren die Kunstbelederung bei den Kievs. Die Arax-Kameras sind ein gutes Beispiel für die Leistungsmöglichkeiten der alten Kievs unter optimalen Bedingungen. Und auch der Preis nach Optimierung ist noch kleiner als der für eine gut erhaltene Hasselblad. Wer sich vor einer Kamera mit Charakter und deren Schwächen nicht schreckt und einen nach wie vor preiswerten Mittelformateinstieg in Kombination mit der Variabilität einer einäugigen Spiegelreflex sucht, der sollte sich die Kiev 88 oder eine Ihrer Vorgänger-Modelle näher ansehen. Wer dabei weniger Improvisationstalent bei sich vermutet oder eine geprüfte Kamera möchte, sollte sich eine überarbeitete Kamera wie die Arax ansehen.

Basis: Eine Kiev 88.

Die Mechanik wird überarbeitet...

Neue Bauteile...

Zusammenbau der „neuen“...

...Arax-Kamera


Geschwister Der Fiat 500 ist heute der Inbegriff einer nostalgischen Knutschkugel, eines süßen Gefährts mit lieblichem Blick. Das aber die Optik bei der Entwicklung des „Nuova 500“, wie der Nachkriegs-500 korrekt heißt, zweitrangig vor rationellen Entscheidungen war, wissen heute die wenigsten. Stahl und Blech waren in den 50er Jahren teuer. Bei Fiat in Turin saß man an der Entwicklung neuer Kleinwagen, die preiswert sein und so über einen großen Absatz die Massen, die sich zu jener Zeit kein Auto leisten konnten und mit Mofa und Motorrad unterwegs waren, mobilisieren sollten. So ist die Form des Nuova 500 das Ergebnis der Aufgabenstellung, möglichst wenig Blech zu verbrauchen. Das standardmäßig verbaute Dachfenster war aus demselben Grund vorhanden, sparte man doch auch hier Blech. Die erste Ausführung des Nuova 500 blieb, im Vergleich zum größeren Modell 600, bei den Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück. Zu spartanisch war das Angebot. Mit einem niedrigeren Preis und einem stärkeren Motor startete der „Cinquecento“ dann doch noch durch. 1958 kostete der kleine Italiener in Deutschland 2.990 Mark, allerdings ohne Heizung, die kostete extra. Nicht nur erschwinglich war der kleinste Wagen aus dem Fiat-Portfolio, auch sehr robust und leicht zu reparieren. Der luftgekühlte Zweizylinder-Reihenmotor war im Heck

verbaut und dadurch leicht zugängig. Die Elektronik beschränkte sich auf das Nötigste, das Armaturenbrett bestand aus wenigen Schaltern für Scheibenwischer oder Licht. In der Rückschau finden sich heute zahlreiche Fahrzeuge, die dem Konzept des Nuova 500 sehr ähnlich sind. Wer sich hier bei wem inspirieren ließ oder schlichtweg auf diesselbe technische Lösung setzte, lässt sich heute nicht mehr zu sagen. Fakt ist, das die Hersteller vor der gleichen Aufgabe standen, nämlich einen preiswerten, robusten Kleinwagen zu bauen. Im Ergebnis sind diese Kleinwagen aus der Zeit Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre zumeist mit einem luftgekühlten Zweizylinder-Motor im Heck ausgestattet. Die Leistung liegt bei rund 20 PS, Höchstgeschwindigkeit rund 90 km/h. Das ist möglich, weil die Autos mit rund 400-500 kg wesentlich leichter sind, als Ihre heutigen Nachfolger. Die Ausstattung ist einfach gehalten, zwei Türen, meist anfangs noch Selbstmördertüren mit Anschlag hinten, wenig Elektronik. Dafür ist der Preis klein und man hat ein Dach über dem Kopf. So sind der Fiat 500 und seine „Geschwister“ heute mehr als nur Oldtimer. Sie sind (Er-)Zeugnisse Ihrer Zeit, die Menschen mobilisiert haben und so selbst Mobilitäts- und Zeitgeschichte geschrieben haben. ST


Bilder: © Subaru

Der Subaru 360 war das erste Großserienmodell des japanischen Herstellers. Der Kleinwagen mit Selbstmördertüren wurde von 1958 bis 1970 produziert, leistete anfangs 16 später 23 PS, letztere brachten den rund 444 kg leichten Wagen auf maximal 90 km/h. Ähnlich wie der 500 trug auch der 360 zur Mobilisierung der Massen in seinem Heimatland bei.

Bilder: © Mitsubishi

Der Mitsubishi 500 war der erste PKW von Mitsubishi, respektive deren VorgängerGesellschaften. Mit einem luftgekühlten, wie beim Fiat im Heck eingebauten, Motor leistete der kleine Wagen 20 PS. Der 500 wurde von 1960 bis 62 produziert. Das Auto entstand unter der Maßgabe, einen einfachen und günstigen Volkswagen zu bauen. Durch seinen erschwinglichen Preis wurde der 500 ein Erfolg.


Bilder: © avtoclassika.com

Der Saporoshez 965 kann seine Ähnlichkeit zu den FiatModellen 500/600 nicht leugnen. Der sowjetische Kleinwagen wurde in der heutigen Ukraine, in der Stadt Saporischschja gebaut, daher auch sein Name. Der luftgekühlte VierzylinderMotor war im Heck montiert und leistete 23 PS, Höchstgeschwindigkeit 80 km/h. Im Volksmund wurde der Sapo „Volksfiatowtisch“ genannt. „Fiatowitsch“ bedeutet „Sohn des Fiat“.

Bilder: © www.oldie-point.at

Der österreichische 500 heißt Steyr-Puch 500 und wurde auf die Bedürfnisse der Alpenrepublik ausgelegt: Mit einem eigenen Motor, der etwas mehr Leistung als der ursprüngliche hatte, zugleich bereits synchronisiert war. Damit waren Bergpässe etwas besser zu meistern. Der markante Dachvorsprung über dem Heckfenster sorgt für eine größere Kopffreiheit auf der Rückbank für Erwachsene.


Bild: © FCA Automobiles

Werbe welt Werbung für den Fiat 500 in der Luxus-Variante, Ende der 50er Jahre. Als „Luxus“ bekam man hier Chrom-Leisten und Kurbel-Fenster bei der Ausstattung zusätzlich.


Bild: © Wander AG

Seit 1904 gibt es bereits die Ovomaltine, ein InstantPulver zur Herstellung eines Malz-Getränks. Zunächst in der Werbung als stärkendes Mittel für Kranke herausgestellt, wurde bald darauf das Getränk als Kraft- spender für die ganze Familie be- worben, etwa für den Start in den Tag, wie das hier zu sehende Plakat von 1955 dem Leser suggerieren soll.


Bild: © Archiv Schwarbräu GmbH

Nicht nur die Motive, auch die Aussagen der Werbung verändern sich mit der Zeit. Dieses Werbemotiv aus der Nachkriegszeit preist die stärkenden Eigenschaften des beworbenen Bieres. Während heute vor allem der Genuss oder der geringe Kaloriengehalt hervorgehoben werden, wird in den 50er Jahren oftmals mit dem nährenden bzw. kraftgebenden Aspekt für ein Produkt geworben.


Bild: © Vivi Cola

Vivi Cola ist mit Unterbrechungen seit 1938 die Cola der Schweizer. Das Werbemotiv aus dem Jahr 1940 zeigt zum einen das handwerkliche Können des damaligen Zeichners, zum anderen aber auch die Ausrichtung der Vivi Kola als erfrischendes und belebendes Getränk. Sponsorings bei Radtouren geben der Limonade im Volksmund den Spitznamen „Rennfahrerbier“.


Bild Puppe: © www.etsy.com/shop/TroysCollectibles

Bild Diana: © www.etsy.com/shop/ShutterLightOC

Bild Telefon: © www.etsy.com/shop/TaggedVintage

New old stock Manches wurde vergessen, anderes ließ sich wohl nicht mehr verkaufen: Wer heute in den einschlägigen Internetstores nach „New Old Stock“, also neuen alten Dingen, sucht, der findet eine Vielzahl von Produkten, die seit Jahrzehnten originalverpackt darauf warten, verwendet zu werden. Entsprechende „Unboxing“-Videos sind auf Youtube sehr beliebt. Noch einmal wie damals den als Kind so lange gewünschten Artikel auspacken. Eine bessere Zeitreise mit „Damals“-Gefühl gibt es wohl nicht. Wer sich nun diese Freude bereiten will, sollte Geduld haben. Denn originalverpackte Artikel sind rar, gerade bei heute wieder beliebten Produkten, wie etwa einem C64-Computer. Dies wirkt sich dann auch auf den Preis aus, hier sollte man mit einem höheren Betrag, als sonst auf den Gebrauchtmärkten für das gesuchte Objekt üblich, rechnen. Das machen sich auch nicht ganz so ehrliche Verkäu-

fer zuweilen zu Nutze. Als New Old Stock titulierte Ware sollte man sich deswegen genau ansehen und entsprechende Recherchen vor dem Kauf anstellen. So lässt sich bei vielen Produkten anhand der Seriennummer ein Herstellungsdatum oder -zeitraum nachvollziehen. Stimmt dies zum Beispiel mit einer beigelegten Quittung und deren Ausstelldatum überein, spricht das für die Originalität des Objektes. Dieser „Mehrwert“ verschwindet dann allerdings mit dem einmaligen Öffnen der noch neuen Verpackung zum Teil wieder. Auch sollte man sich bewusst sein, dass ein Gerät, das über Jahrzehnte verpackt auf seinen Einsatz gewartet hat, nicht mehr umbedingt funktionieren muss, wenn auch unberührt. Gummibänder können porös, Schmierstoffe fest geworden, Batterien ausgelaufen sein. Hier findet man im Netz oftmals How-To-Do-Videos und Anleitungen, um selbst Standschäden zu reparieren. ST


pisten-oldies In Tirol gibt es derzeit Oldtimer der besonderen Art zu bewundern: Alte Pistengeräte aus 5 Jahrzehnten sind noch bis Anfang 2019 in einer Sonderausstellung des TOP Mountain Crosspoint zu bewundern. Von Roman Steiner.


Geöffnet von 09:3018:30 Uhr, Eintritt pro Person: 10 Euro.

Bilder: © Top Mountain Crosspoint

Der TOP Mountain Crosspoint an der Mautstation der österreichischen Timmelsjoch Hochalpenstrasse auf ca. 2.200m beherbergt nicht nur die neue 10er Kabinenbahn Kirchenkar, die neue Mautstelle, sowie ein Restaurant, sondern auch das neue TOP Mountain Motorcycle Museum. Auf 3.000m² werden dort seit April 2016 über 270 klassische Motorräder unterschiedlicher Hersteller aus dem Bestand von Attila und Alban Scheiber und anderer Sammler präsentiert. In regelmäßigen Abständen gibt es auch themenverwandte Ausstellungen zu sehen. So wie etwa die Sonderausstellung Pistenraupen. In dieser lassen sich derzeit Vintage-Pistengeräte aus über 50 Jahren Skigeschichte bewundern. Oldtimer, die man sonst weder kennt, noch zu Gesicht bekommt. Vom zierlichen Schneemobil aus der Nachkriegszeit bis zur Schneeraupe der 80er Jahre, die den heutigen Fahrzeugabmessungen schon näher kommt. Interessant ist dabei, das die ausgestellten Gefährte nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch noch alle funktionieren. Ein Arbeitseinsatz ist aber nicht geplant: Die Ausstellung läuft noch bis Anfang 2019. www.crosspoint.tirol


Gemütliches Tuckern mit 1 PS: Eine Solex ist heute auf unseren Straßen eine Seltenheit. Dabei ist das Mofa ein charakterstarkes Fortbewegungsmittel. Wir haben mit Norbert Tauscher, SolexBesitzer und -Fahrer gesprochen.

Bild: © Nobert Tauscher

U A H C S R VO

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