RePHlex Ausgabe 43

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Studierendenzeitung der PH Zürich Nr. 43, 28. Februar 2022

Was hets mit «foif» und «füüf» uf sich 7 Noii Schwizer Hymne 8 «Wettsch äi Burger?» - «Nei, ohni Ei» 12


Impressum

Ausgabe: RePHlex Nr. 43, 28. Februar 2022, Auflage: 800 Stück. Herausgeber: VS PH Zürich, Versammlung der Studierenden der PHZH; Lagerstrasse 2, Büro LAC-E073 8090 Zürich; vs@phzh.ch; www.facebook.com/vsphzh Redaktion: RePHlex, Zeitung des VS PH Zürich, Lagerstrasse 2, Büro: LAC-E073, 8090 Zürich; rephlex@phzh.ch Redaktionsleitung: Marcel Freuler Redaktion: Chiara Profeta, Valentina Botic, Gioia Rodriguez, Marcel Freuler, Vera Kobler, Endrit Sula, Lea Imhof, Julia Gut, Sarah Lyons, Robin Reber, Sabrina Fehr Titelbild: Chiara Profeta Layout & Gestaltung: Vera Kobler Inserieren: public-relations@vs.phzh.ch – Einsendeschluss Ausgabe 44: 04.05.2022 2


DIALEKT 6

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Impressum

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Editorial

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Comic Teil 1

Was hets mit «foif» und «füüf» uf sich S eelendi Thema um üseri Ussproch.

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Rätsel

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Portraitiert

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Comic Teil 2

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Pinnwand

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#phlife

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Dr. PHlex

Gömmer Mc? E Story über s Wandere und was nocher chunnt.

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«Da in der Schweiz gibt es Ricolaaa!» Noiinterpretatione vo de Schwizer Hymne, gschribe vo 6. Klässler:inne.

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Ländler im Alltag vs. Deheim Über die eigeartige Dialekt ufem Land, und was passiert, wenn die Dialekt id Städt chömmed.

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«Wettsch ei Burger?» - «Nei, ohni Ei» Missverständnis um Missverständnis.

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F***ing German Usländer und Schwizerdütsch.

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Exgüsi, dass mir au ab und zua d Dialekt bim schriibe misched.

Schweizer Künstler*innen E Homage a vier Mensche, wo üs mit ihrere Kunst beidruckend.

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«Gits gueti Büecher uf schwizerdütsch?» Ihr findets use bi «Literatur zum Thema».

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Mir sueched dich! Dini Chance, endlich berüemt z werde!

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Kolumne Ich und die Gesellschaft.

Die Zahl

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Es isch en regelrechte Kampf wie die Zahl usgsproche wird! Debi gids doch nur ai richitigi Antwort, oder? 3



Schwiizerdütsch Mir chömmed zunere Premiere: Die 43. Usgaab vode RePHlex erschiint uf Schwizerdütsch! Mir schriibed alli i oisem eigene Dialekt – mängisch mit meh und amigs mit weniger phonetische Iiflüss :D. Du hesch doch bestimmt au scho mal öpper höch gnoh, wenn er oder sie e Zahl andersch gseit het als du. De einte passierts ja mängisch sogar, dass sie «foif» und «füüf» oder «föif» und «fünf» säged. Im Artikel über d Zahl 5 gahts genau um das Thema.

Fotti Projekt «Wappechaos» vomene 6. Klass irgendwo i de Schwiz

Ihr hend sicher au schomal gmerkt, dass es Lüüt git wo viellicht im Chindsgialter vode Stadt ines Dorf zoge sind und die diheime mit de Eltere ganz andersch reded als mit de Kollege ide Schuel. Ob sichs «nöd» oder s «ned» bi oisere Kollegin duregsetzt het, erfahrsch im Artikel «Ländler im Alltag vs. Deheim». «Uusgänds hoorner»: Wenn du das schomal ghört oder sogar gseit hesch, denn wirsch du oises Rätsel mit spezielle Mundart-Uusdrück bestimmt mit Bravour chönne meischtere. Dänn het sich e 6. Klass mit oisere Nationalhymne beschäftigt und en neue Teggscht zämme dichtet - und du erfahrsch i oisere neuschte Usgaab no vieles meh. Mir wünsched dir en guete Start is neu Semester und ganz viel Spass bim Lese! Mir hoffed natürlich, dass du alles richtig entziffere chasch. Liebi Grüess Marcel Freuler 5


Gömmer Mc? Text vo mir Illustration vo ihre

Hoi zemme, ich bis. Ich weiss gar nöd, warum ich da überhaupt schriibe. So Sache machi eig nöd, aber ich ha sBedürfnis das etz zmache. Ich fang eifach mal a. Ich bi zwar geborene Zürcher, han aber nonie gwandert. Darum hani mini siebe Sache packt, und bin nach Graubünde gange, und ha mega schöni Sache gseh. Zum eine gits da die Waldhütte woni gseh ha. Sie isch sehr chli gsi, aber zmittzt i de Berge im Nirgendwo. Bini halt am Wanderweg wiiterglaufe. Manchmal hani mer scho denkt, wieso tueni mir das überhaupt ah. Ich ha denn wieder e Hütte gseh, dasmal ischs aber es Reschti gsi. S Reschti het no easy guet usgseh, so voll wie Schwiizer. Und so isch aber au s Menü gsi. Bratwurst mit Pommes Frittes, Zwiebelsauce und Karotte als Biilag. Natürlich. Danke für de. «Bratwurst mit Pommes Frittes, Zwiebelsauce und Karotte» So Hunger wieni gha ha, hani mir halt die Bratwurst gönnt. Obwohl das glanget het, hani mega Lust uf es Dessert gha. Het zwar nur Kirsche geh, aber die hani defür mega gern. «Kirsche hani mega gern» So gnueg gesse. Eigentlich hani voll kei Lust, zrugg zgah. Nomal drüü Stunde zrugglaufe, ich ha fast afange weine! Bim Zruggweg hani e Abchürzig entdeckt. 15 Minute zrugg, nöd meh. Ciao! Ich bi so stolz gsi, hani gwanderet. Ich hett au eifach chöne Bahnhof gah und öppis mache. Aber nei, ich bi glaufe, han Karotte gesse, mir Kirsche gönnt, manchmal hani fast gweint, das isch aber nöd so schlimm. Ich glaub aber, das langet für das Jahr. So, gnueg glese. Hesch sicher Hunger becho, gömmer Mc? S isch mega nöch. Müend nur de Tram neh. Lütsch mich eifach ah. Let’s go! (Excuse my bad English, bis no am lerne). 6


Was hets mit «foif» und «füüf» uf sich

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Text Robin Reber

Ich bin Zuger und bin drum au in Zug as Gymi gange. Während em Gymi hend mich mini Kollege plötzlich mal druf ufmerksam gmacht, dass ich en Zahl falsch sege. – Mir sind überhaupt erst uf das cho, well ich guet gsi bin in Mahti und ich ihne amigs erchlärt han, was mer mache mues. – Und ich bin zerst mal zimli perplex gsi. Was hend sie demit gmeint, dass ich en Zahl falsch sege? Es ish um Zahl 5 gange. Uf Hochdütsch ish es eifach «fünf» und für mich ish es auch immer klar gsi, dass die Zahl uf Schwiizerdütsch «foif» heisst. Mini Kollege hend mir denn aber gseit, dass das falsch oder zumindest komisch isch. Die Zahl heisst nämlich «füüf». Und was speziell gsi isch, dass sich würkli alli andere einig gsi sind, dass es «füüf» heisst. Ich bin de einzig gsi wo «foif» gseit het und ich han au «foifefüzig» gseit für 55. Das hend denn die andere no komischer gfunde.

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mine Kollege. Mir sind alli Zuger gsi, aso mir hend nie imene andere Kanton gwohnt, aber sie alli hend entweder Eltere gha wo scho immer in Zug gwohnt hend oder hochdütsch mit ihne gredet hend. Und das ish sicher de entscheidendi Unterschied gsi. Alli andere hend immer nume «füüf» ghört, wenn sie Zahl 5 uf schwiizerdütsch ghört hend, während ich dehei amigs «foif» ghört han, well beidi mini Eltere wo Züridütsch redet es immer so gseit hend.

Die Schlussfolgerig ish natürli ned 100 % genau. Am beste zeigt sich das drah, dass mini Gschwüsterti mengisch zwüsched «foif» und «füüf» wechsled. Es het also genau so guet chönne si, dass ich au «füüf» sege, aber bi mir het sich i dem Fall s’Züridütsch duregsetzt. D’Tatsache, dass «foif» Züridütsh ish, ish übrigens zimlich unumstritte es het vor öppe 10 Jahr en Artikel drüber geh ide NZZ*. – Was Das Ganze het mich als junge Teenager na- sicher au no erwähnt werde mues, isch dass türli chli verunsichert, aber ich hans den es natürli ned nume «füüf» und «foif» git. Ich auch wiedermal vergesse und ich ha au ha au shon «fünf» (Basel) und «fiif» (Obwalde) nüt a minere Usprach geändert. Jez han ghört. «Foif» und «füüf» wird eifach am meiste ich aber für die Usgab vo de RePHlex diskutiert, well halt alli Kantön um Züri ume mich entschiede dem nomal uf de Grund «füüf» seged. Und mit dem chömmed mer no z’gha und ich han au en spannendi Ent- zum Letsche wo ich da erwähne wot. Wie gseit ich bi öppe 13i, 14i gsi, wo mich mini Kollege deckig gmacht. Zum so Umständ wo Dialekt chönne un- versuecht hend z‘korrigiere. Es paar Jahr spötersueche, muss mer s’Umfeld und d’Um- ter han ich erst erfahre, dass es in Zug mengish welt vomene Mensch analysiere. Aso han ich unerwünscht isch Züridütsch z’rede. Natürli ish das gmacht bi mir. Wie erwähnt bin ich Zu- es ned so shlimm und ich wür das Ganze fründger oder besser gseit, bis ich 26gi gsi bin liche und lustige Kantönligeist nenne, aber ich han ich in Zug gwohnt. - Aso ned ganz, han vonere Kollegin würkli mal ghört, dass ihri s’erste halbe Jahr han ich im Kanton Eltere mal gmeint hend, dass sie chli en ZürisAargau gwohnt. Aber s’erste halbe Jahr hnorre het. Mini Kollege und ich hend mit 13i, het no kein Ifluss druf welle Dialekt, 14i nonig gwüsst, was en Zürischnorre isch. dass mer entwicklet.- Mini Eltere Aber sie hend sicher alli denkt, dass ich Zahl sind aber weder Aargauer no Zu- 5 falsch ussprich und sie alli sprecheds richtig ger, sie sind beidi Zürcher. us. Und wenn es eus bewusst gsi wär, denn het Beidi sind vo chli uf in ich mir sicher es paar mal müesse alose: «Ja die Züri ufgwachse. Und Zürcher wieder, die wüssed ned wie rede». Ich das isch en gros- han mich aber nie beirre lah in mine 26 Jahr se Unterschied gsi in Zug und ich sege au hüt no «foif» und ned zwüshed mir und «füüf».

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*Speck oder Späck, foif oder füüf? Jetzt wird die Zürischnure vermessen. NNZ 13.09.2009

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«Da in der Schweiz gibt es Ricolaaa!» I minere 6. Klass hemer in NMG sThema «unsere Schweiz» gha. Das het wunderbar zu dere Usgab vo de RePhlex passt! D Schüelerinne und Schüler hend scho vieles glernt über Kantön, Seee, Flüss, Berge, Sproche etc. Mängisch gits bi all dene Informationen amigs es Durenand: «De längsti See isch de Rhii!» het ein Schüeler gschriebe. Ok, da müemer nomol über dBüecher … Tegscht Lea Imhof Illustration Vera Kobler

Näbscht anderne Schwizer Lieder wie s «Zündhölzli» oder «079» hemer au d dSchwiizer Hymne gnäuer agluegt. Do het ein Schüeler gfrögt: «Sie, wieso isch das so religiös?» Klar, früehner het dReligion e grösseri Rolle gspillt, als das wo sie hüt duet. Aber d Hymne wird ja au hüt no bi allne grössere, zum Teil internationale, Verastaltige abgspillt und gsunge, die sött doch echli öp tu deit sii, nöd? D Klass chunt also de Uftrag über dSchwizer Hymne neu zschriebe. Gar nöd so eifach, weme d Melodie nöd emol guet kennt. Mini Schülerinne und Schüeler chömed us allne Egge vo de Welt, dadur sind villi mit de Schwiizer Gschicht und Traditione nöd so stark verbunde wie mit ihrem «andere» Heimatland. Nichtsdestotroz mached sich d Kind freudig an Uftrag und bi de einte Gruppe chani sogar mit eim Ohr zuelose. Zerst wird brainstormed: «Was isch denn alles so typisch Schwiiz?» «Ja also Ricola, Schoggi, Uhre, 28 Kantön, all die Berge.» Und denn fönds mitm dichtende Singe ah:

Im Krieg sind wir ohne Zorn, denn wir haben das Matterhorn! Wir spielen Tschau-Sepp mit keinem Depp.

En anderi Gruppe konzentriert sich ehner uf dBeschaffeheit vo üsm Land: Die Bundeshauptstadt von der Schweiz ist Bern. Bern haben wir alle gern wie den Stern.

Wieder anderi hend eso agfange:

Da in der Schweiz gibt es Ricola, auch Käse, Schoko und Uhren, ja!

Auf der Heide, ein kleines Land. Voll mit Chäs und feinem Rahm.

Ich muen mir es Lache verkneife, das isch so cool wie die a die Sach anegönd. Eifach mal druflos und scho hets klappet.

Hans no lustig gfunde, wie vill Chind «Chäs» mit de Schwiiz in Verbindig bringed. Ich mach drum e chlini Umfrag i de Klass: «Wer von euch isst denn überhaupt gerne Käse?» Es strecked nume öpe 5 Kind uf – Banause! Trotzdem sinds vor allem uf die Tatsach fixiert. Nach getaner Arbeit hend Schüeler:inne mitenand no dörfe es «Ciao Sepp» mit de Schwiizer Jasskarte spiele. Das hani würkli mega cool gfunde. Sie hends zwar in «Ciao Seppi» umtauft, aber hey, mir wennd ja schliesslich mit de Ziit gah. :)

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Die Sch Die Weidweiz ist ach so Weisses e sie glänzt so schön unser K Kreuz auf der schön Schweizreuz für unser Lroten Flagge glä nzt doch in erdeutsch gibt and. v e e s r s in chieden unserer ja alle v en Sprache Weisseserstehen es ja aDialekten u K c r h e . uz unser K reuz für auf der roten Fla unser La g nd, die Sge, chweiz. ern st B s i . e e h werg chweiz tern Z e l S S vie er en ben tstadt d , wie d rk a h tte ergeeshaup lle gern Uhrwed Racle B e Di Bund wir a f dem e un Die n haben wir au t Fondu kte tte acle R Ber trinkeniz mach le Aspe m Bier Schwe net vie espekt k auf de Die lette öffiz hat R n Spec Rac Schwe uch de Die r mag a Da in der Schweiz Abe auch Käse, Schokogit es Ricola, Im Krieg sind wir lade und Uhren, ja! denn wir haben daohne zorn, Toblerone geben s Matterhorn dabei handeln wirwir Wert, Wir zweifeln an ke ohne Schwert Doch wir haben keinem Berg, Wir spielen Tschau inen Gartenzwerg mit keinem Depp -Sepp Seit dem 1. A Schweiz, oh ugust gibt es dich, Weisses Kre Schweiz wir lieben dich . zwar nicht b uz auf rotem Grund, e s hinterlässt b onders bunt, Bist zwar kleei uns aber keine Wund. Alpen, Flüss in, trotzdem fein. im Sonnensce bringst du hier Käse, Schok hein. gibt es auch olade gelten hier als Tra d in verschied enen Formeniton, .

Land. ein kleines hm. , e id e H r e Ra Auf d und feinem Voll Chäss ir meine Hand. bünden, Ich gebe dvon Genf nach Grau . Kantonen sie alle zu besuchen bring uns, he, viele Mühe, e. Grosse Kü gezüchtet seit früh sie werden Leute der Reiz, Gefüllt mit ie schöne Schweiz. lang lebe d

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Ländler im Alltag vs. Deheim Tegscht Gioia Rodriguez Illuschtrazion Vera Kobler

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ch bimer sicher, dass das ned nur mer ufgfalle isch, aber en Beobachtig woni immer wider gmacht han isch folgendi: Ländler reded dehei ganz anders als im Alltag. Lüt wo ufem Land, oder imne ländliche Kanton wohned wüssed, dass det d Dialäkt rächt usprägt und eige sind (öb mer das ez schön findt oder ned, das mus jede sälber wüsse). Als Tochter vo zwoi Städtler ufem Land ufzwachse hed das no viel meh hervorghebt. Nöd nur hend ide Schuel d Wörter ganz anders tönt, es hed au plötzlich neui gäh. Ich mein was machsch do als Chindergärtnerin? Seisch natürlich au plötzlich: «Mami det isch hääl!» statt «Mami det ischs iisig!!». Aber das findt denn s Mami nömm lässig, will du dich ja nöd muesch ahpasse und sicher ned so söllsch afo rede wie d Dörfler, schliesslich chunnsch us de Stadt und die isch halt besser. Wemmer denn älter wird und sini Stadt-Wurzle scho z oft hed müsse verteidige nimmt mer eventuell die paar «Land-Wörter» wider use und dänkt sich: «Ich rede ide Schuel genau glich wie deheim». Ide Stadt, en riise «meltingpot» vo allem und allne, wärded natürlich schnell Kompromiss und Ahpassige fürd Sproch gfunde und ihgfüehrt. Es tönt darum (mine Ohre noh) ide Stadt immer bizli abgrundeter und defür aber weniger originell als ufem Land. Landkantön sind det grad no krasser, vo Dorf zu Dorf unterscheidet sich d Nuance und die eigene Wörter, wenns ide Stadt und de (ländliche) Agglo ame ned sooo en riise Unterschied macht. Aber selbst wemmer ih somne chliine Dorf id Schuel gohd, heds scho gnueg Unterschiid bide Schüeler:inne, dass sich en chlini eigeti Sproch bildet. Bi üs hed sich das zeigt, wenn d Mitschüeler:inne statt «appä» denn afo «abe» säge hend. Als Chind natürlich uuh lässig, will mer sich de so dänkt: «hehehe endlich redets richtig!» was au immer das heisse söll.Wemmer de langsam us de Primar

isch und sini Kolleginne isch go bsueche, passiert denn aber öppis lustigs bi ihne dehei: usem «abe» isch plötzlich wider s «appä» worde und zwar so, als öbs nie öppis anders gsi wär. Natürlich ned überraschend, ihri Eltere wärded ihne nämlich genau s Gliche gseit ha wie mier mini und zwar: «deheime redt mer richtig!!» Dazumals hani dä Unterschied mega lustig gfunde und denn spöter irgendwenn vergässe. Mittlerwiile simmer alli (die Meiste) vo dehei wäg, in Uni-Städt zoge und hend eusi Sproch nomol gwächslet und neu ahpasst. Us dem Grund hani umso meh müesse für mich schmunzle, womer eus denn widermol im Dorf troffe hend und det dehei sind go ässe und de Switch immerno genau glich funktioniert hed. Und ich, wo vo mer sälber dänkt hed «Ich red dehei genau glich wie im Alltag» han plötzlich mit Friendly-Family-Mobbing müesse rächne weni usversehe «nöd» anstatt «ned» gseit ha. To be honest hani mich immer noni entschiede weles vo beide ich denn würklich wett säge und weni do am unterrichte bin, bürgered sich s «ö» so fest ich, dasi s Andere im Alltag fast nömm säge, aber wenn de s Mami ahlüted, ertappi mich denn ganz plötzlich wider bim Alte. Zum zumne Schluss cho, wo so chli nach «du bisch nöd speziell, du bisch genau glich wie die andere» tönt: Es isch spannend und au mega lustig, wasmer alles cha beobachte wemmer sich druf achtet wie d Lüüt um eim ume reded. Und so gern mer vo sich vielleicht wett dänke «… ääh sone Seich würdi nie säge» lauft mer denn glich ume und antworted uf Froge mit «ja eh, fix!» will mer schlussändlich äbe doch ned alles chönd stüüre und das isch doch au guet so. Aber au schön z gse wie ah vielne Orte s Dehei und d Erziehigspersone nie am Ihfluss verlüred und mer so schnell ih die alte Muster zrugg gheie chan.

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«Wettsch äi Burger?» «Nei, ohni Ei» Fümich isches absolut normal, dass ich Schwiizerdütsch schriibe: ob uf Poschtcharte, Chat-Nachrichte oder sälte imene E-Mail. Das isch chli e Generationefrag und natürlich muss mer mängisch au zwüsched de Arbetswelt und Freiziit unterscheide. Im Büro empfiehlts sich gar nöd mit jedem Schwiizerdüütsch z schriibe. Wänn ich am PC oder mit ältere Lüüt schriib, dänn machi d Nome immer gross – au bi dem Experimänt machi d Nome gross, will en publizierte Teggscht, wo alles chlii gschriibe isch, fändi irgendwie komisch. Text Marcel Freuler Illustration Chiara Profeta

Jede, wo Schwiizerdütsch schriibt, het chli sini eiget Strategie bim schriibe. Die einte orientieret sich chli meh ade dütsche Grammatik und die andere chli meh ade Phonologie. Was mir weder bim Rede no bim Schriibe vo oisere Mundart gschafft händ, hät d Niederländerinne und Niederländer scho vor über 300 Jahr beschäftigt - ich meine en offizielli Reglig vode Rechtschriibig.

ES PAAR BISPIEL: Baselbieterisch: «Wettsch äi Burger?» Züridütsch: «?? Nei, – ohni Ei.» Baselbieterisch: «Chasch d Brotpfannä fürä näh?» Züridütsch: «Was du wettsch es Brot ide Pfanne

mache?» - isch auscho ähndlich mit Brotwurscht Die erschti offizielli Rechtschriibregle vo Holland isch passiert … dänn aber erscht 1804 iigfüehrt worde. Speziell isch, dass die Schriftsprach e Mischform us verschiedene Dialekt Züridütsch: «Chasch mal de Bölle rüere?» isch (flämisch, brabantinisch, holländisch). E einheitlichi Baselbieterisch: «Hä? Ich ha käi Chellä.» Ussprachreglig wie zum Bispiel im Bühnedütsch gits nöd. Schwiizerdütsch: Bisch zwäg? E Schwiizerdütschi Schriftsprach oder sogar Hochsprach z En dütsche Kolleg verstaht: «Bisch en Zwärg?» und entwerfe, wer fascht wie d Quadratur vomene Chreis und seit das dänn au zur Begrüessig a andere Lüüt :D bis s isch drum fascht nöd vorstellbar. Nur scho mini Fründin Missverständnis dänn irgendwenn mal uscho isch. vom Baselbiet und ich vo Züri würed ois nie einige chönne. Baselbieterisch: «Was wäimer im Chino go luege?» Züridütsch: «Was wettsch du z China go luege?» Zwei Thurgauer reded im Coop mitenand und säged

immer: «Bioo.., Bioo.» Nacheme Ziitli merksch, dass die eigetlich Bier meined ;-).

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Comic Teil 1

von Luca Bocale (13 Jahre) 6. Klasse


F***ing German Wo er damals die jung Frau in Florida am Strand kenneglernt het, het min Vater ihre zwar glaubt, dass sie d’Prinzessin vo ihrem Herkunftsland seg, aber dass er mit ihre au deht hii zügle wür, isch ihm glaub ehner unwahrschinlich vorcho. Wies denn so passiert, het er sich aber verliebt. Sie hend vill zeme erläbt a dem Strand in Florida: vill gfäschtet, es Chind becho und was mer sust no so macht wenn mer früsch verliebt isch. Nachere gwüsse Zit yolo-lifestyle am Strand het die jung Frau denn aber scho langsam agfange ihres Dehei z’vermisse und sie het welle hei. Min Vater het sini Frau und sis Chind natürlich nöd chöne elei lah und isch so also is Land mit eine vode absurdischte Sprache uf de Welt züglet: d’Schwiiz. Wahrschinlich het er d’Sprach scho paarmal ghört, zum Bispil wo sini Frau (die isch übrigens mis Mami) mit ihrem Mami telefoniert het oder so. Dass er die komisch Sprach mit de ville «ch»s villicht denn au lerne müsst, isch ihm glaubs nöd in Sinn cho. Das het er denn leider uf die herti Tuur müsse lerne. Text Sarah Lyons Illustration Sabrina Fehr

Für mich persönlich isches nie es Thema gsi, ob Dütsch oder Schwiizerdütsch eh schwierigi Sprach isch. Au dasses komisch chönt töne, isch mer irgendwie nie wüki ufgfalle, bis mini Cousine in Amerika mich und mini Schwöster so komisch nah g’äfft hend (so chli à la «chschlischachlaschchch»). Dass min Vater biz glitte het, hani aber scho gmerkt, ich han eifach nöd gmerkt, dasses öppis mit de Sprach z’tue gha het. Wie isches also für en Immigrant, ines fremds Land mitere fremde Sprach, wo dezue no so schwierig isch, z’cho? Ich glaub s’Wort, wo die Frag am eifachste beantwortet, wär «frustrierend». Ich weiss nöd, wies für anderi isch, aber für min Vater isches definitv so gsi. Erstens Mal isch mit dem Umzug sis komplette soziale Umfeld verlore gange und wo lernt mer d’Umgangssprach besser, als unter Kollege? Leider het er da kei gha, drum sind ihm zum Dütschlerne also no s’familiäre Umfeld, d’Dütschschuel und s’Arbetsumfeld übrigbliebe. Mis Mami het mit eus natürlich Schwizerdütsch gredet, 14

das heisst, mier Chind hends vo afang ah glernt. Aber wieso söt sie mit ihm e Sprach rede, woner gar nöd verstande het? Mit eus het er Englisch gredet, will er nüt anders kennt het und usserdem wöt mer eh meistens, wenn es Eltereteil eh Fremdsprach redet, dass die de Chind au grad mitgeh wird. Ide Familie isch s’Dütsch also für ihn sicher au z’churz cho, aber er het glich villes ufgschnappt, indem er eifach eus bim Rede zueglost het. D’Arbetswelt hets ihm au nöd grad eifach gmacht, will, obwohl er vill Erfahrig mitbracht het und eigentlich au talentiert gsi isch, idem woner gmacht het, het er Müeh gha, eh Stell zfinde. Überall het mer müsse Dütsch chöne und das isch halt ebe sone Sach gsi. Ihm isch also nüt anders übrigbliebe, als ine Dütschschuel gah zums lerne. Ide Dütschschuel isch er nöd schlecht vorwärts cho. Über d’Jahr hets Schriibe immer besser klappt, aber ein Haagge het das ganze denn glich no gha: Ide Schuel het er zwar Hochdütsch glernt, aber überall sust nume Schwiizerdütsch ghört. Was denn passiert isch? Er het es Riesedurenand gha und alles afange vermische. Er het also weder richtig Schwizerdütsch, no richtig Hochdütsch gredet.* Drum hemmer irgendwenn (uf sin Wunsch) agfange, dehei mit ihm Hochdütsch z’rede. Es isch so unnatürlich gsi, aber mier hends glich probiert. Irgendwie hets ghulfe, aber irgendwie isches au chli kontraproduktiv gsi, will s’Englisch vode ganze Familie dur das schlechter worde isch. Glohnt het sichs ufenart trotzdem, will sis Dütsch het für de Schwizerpass denn doch glanget und so schlecht isch euses Englisch au wieder nöd worde. S’Dütsch isch also immer besser gange und wenn er sich Müeh geh het, het er sogar d’Fäll richtig anebracht. Mittlerwil het er sich au getraut, mit de Lüt Dütsch z’rede. «Wieso nöd?», het er sich denkt «ich chans ja jetzt.» Er het de Lüt welle entgegecho und sich richtig integriere, ich mein schlussendlich ischer ja jetzt offiziell en Schwizer gsi und er hets welle richtig mache. Umso grösser isch de Frust denn gsi, wo d’Lüt, obwohl er ja jetzt endlich Dütsch het chöne, ihm uf Englisch gantwortet hend. «Where are you from?», hends gfrögt. «Ich komm aus dem USA, aber ich wohne seit x Jahr im Schwiz», het sini Antwort, hartnäckig uf Dütsch, gheisse.Vergeblich. «So cool! En Amerikaner! Perfekt, denn chani ja jetzt grad mis Englisch wieder uffrüsche!», hend sich d’Lüt wahrschinlich denkt und


ganz stur immer nume Englisch gredet. Villicht hends au eifach welle nett sii und ihm d’Kommunikation erliechtere. Also gell, ich rede da würklich nöd vome eimalige Ereignis: Die einzige Lüt wo mit ihm Dütsch gredet hend, sind die gsi, wo eifach kei Englisch hend chöne. Also, scho klar isch sis Dütsch wiit weg vo perfekt gsi und sobald er’s Muul ufgmacht het, het mer ghört, dass er Usländer isch, das isch au hüt no so. Aber wenn öpper nöd guet Dütsch redet, chans recht entmuetigend sie, wenn mer de Versuech vo dere Person eifach ignoriert. Ich han nämlich s’Gfühl, dass vill Mensche, wo nöd muetersprachlich Dütsch sind und’s spöter lerned, gar nöd merked, dass ihres Dütsch möglicherwiis (nöd bi allne natürlich) anderscht tönt. Das isch chli wie wenn es Chind lisplet, das aber erst merkt, wenns öper ihm seit. Wenn öper also probiert uf Dütsch zkommuniziere und mer denn uf eh anderi Sprach antwortet, will mer vermuetet, es seg für die Person en Erliechterig, isch das eifach en reminder im Sinn vo «dis Dütsch isch nöd so guet», au wenn mer de Person ja villicht nur het welle entgegecho. Für min Vater het sich s’Thema «perfekts Dütsch rede» erledigt. Er redet wiener redet und er het sich au dra gwöhnt, dass Lüt mit ihm wennd Englisch rede. Sini «r»’s seit er immerno wie uf Englisch, mit de ä’s, ö’s und ü’s het ers nöd im Griff, konjugiere chaner nöd so guet und

au d’Fäll het er wieder verlernt. Verstah tut mer ihn aber trotzdem, was ja eigentlich au d’Hauptsach isch im Alltag. Er chan sich das aber au nume leiste, will er kein Job meh het, wo spezielli Dütschkenntnis verlangt. Ide Schwiz hend aber längst nöd alli Immigrante das Glück und ich bin mer ziemlich sicher, dass er nöd de einzig Mensch isch, wo mit dene Problem z’kämpfe gha het oder immerno het. Schlussendlich isches au bi jedem Mensch anderscht: Gwüssi redet gern ihri Muetersprach, anderi schätzeds, wenn mer Hochdütsch mit ihne redet, will Schwizerdütsch eifach eis z’schwierig isch und wieder anderi wennd villicht, dass mer mit ihne redet wie mit allne andere. Ich glaub, wenn mer sonere Person würklich wöt entgege cho, frögt mer am beste eifach nah, was dere Person helfe wür. * Ich han grad welle es Bispil mache und han min Vater gfrögt, ob er «the most» uf Dütsch chan sege und sini Antwort isch gsi: «Meist. Die meist.» Und imene Satz: «ich sehe dir am meistens. Oder meistens sehe ik dik. I don’t know, why are you asking me about fucking German? I’m like the worst german-speaking person in whole Switzerland.» Wenn das sini Haltig zum Dütsch/ Schwizerdütsch nöd erklärt, denn weissi au nöd.

«So what the fuck is a cookiekastli?»

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Lust uf Farb? Was chunt der in Sinn, wenn adin Kanton denksch? Was stelsch der vor, wen der d Thurgäuer in Sinn chömed? Wemer ehrlich sind verbindemer mit allne Kantön öpis bestimmts. Lo dinere Fantasie freie Lauf. Mol jede Kanton mit sinere Mood–Farb us. Leg los: Nach welere Farb tönt für dich «bügle»? Idee und Illustration Chiara Profeta 17


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Schweizer Künstler*innen Text Chiara Profeta Kuration Vera Kobler

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Inspiration: Ausstellungsansicht Kunstmuseum Olten, 2021 37. Jahresausstellung der Solothurner Kunstschaffenden

Thomas Woodtli 5,6 - www.thomaswoodtli.ch

Uf d’Frag wieso er Künstler worde esch, antwortet de Thomas Woodtli «Weil: ich nicht Lehrer werden durfte.» I de Werk vom Thomas Woodtli vereine sich Zeichnige, d’Malerei, Fotografie med Drucktechnike und Airbrush zu diverse Collagene. Inspiration findet de Künstler uf sine Stadt- und Landspaziergäng als au uf Reisene. I vielne Arbeite verbindet er verschiedene Medie zu eim Kunstwerk, debi nutzt er au gern Fotografie, weli er uf sine Usflüg schüsst. «Für mich ist die Fotografie kein Medium der Aufzeichnung, sondern ein Instrument des Denkens, des Experimentierens und des neu Interpretierens.» & genau das wird i sine Arbeite spürbar. Gibt es einen idealen Betrachter*in für Deine Werke? «Ich denke nicht. Menschen, die sich gerne spiegeln in meinen Gläsern.»

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Luzia Klossner

1,7,11 - www.luzia-klossner.kleio.com

D Werk vor gebürtige Baselerin Luzia Klossner (*1996) bewege sich uf der Bruchkante zwische Kunst und Design. In ihre Werk hinterfragt Klossner die gesellschaftliche Konventione, die mit alltägliche Objekte in Verbindig stöi und spielt mit de Grenze ihrer Lesbarkeit. Für Klossner isch Kunst ahzfertige und z betrachte, en Methode um z Denke, z Refelektiere, ned nur itellektuell sondern au uf emotionaler und körperlicher Ebneni. Sie selbst schribt: «Ich setzte Zeichen, die den Betrachtenden das Gefühl geben, etwas zu erkennen. Durch die Verschiebung von Funktions- und Anwendungsmuster ergeben sich Objekte, die unterschiedliche Assoziationen ermöglichen und dadurch Sehgewohnheiten offen legen.»

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1 Luzia Klssner, Serie 2020 2 Shirana Shahbazi, monstera_2 3 Matthias Huber, Jahresausstellung, Kunstmuseum Solothurn, 2019 4 Matthias Huber, Jahresausstellung, Kunstmuseum Solothurn, 2019 5 Thomas Woodtli, Gefundenes, 2021 6 Thomas Woodtli, Gefundenes, 2021 7 Luzia Klossner, Landscape Model for Daily Use, 2021 8 Matthias Huber, Jahresausstellung, Kunstmuseum Solothurn, 2019 9 Shirana Shahbazi,Stillleben-11-2006, 2006 10 Shirana Shahbazi, Komposition-82-2013], 2013 11 Luzia Klossner, Ohne Titel, 2020

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Matthias Huber 3,4,8 - www.matthias-huber.ch

Bim Matthias Huber heisst grossflächige Malerei, dass sichs Medium ned i sinere Vielfältigkeit, sondern in sinere Einfachheit sed usreize. Und genau i dem Aspekt überzüge au sine Werk. Hubers oft bunte Arbeite werde oftmaus durch herkömlichi Gebrauchsgegeständ inspiriert. Huber sammlet gern und viel, und us dere Tätigkeit entstöi immer wieder hochinteressanti Werk. Malerei esch nach ihm en sehr langsame und mehrstufige Prozess, wo nem Archiv gar ned so unähnlich isch wie meh glaubt. So meint er «Der Fundus der Malerei kommt halt von Innen und jener der gefundenen Bilder ist in einer Schachtel.» Lösige ergeben sich oft erst nach ere lange Reifezit: «Manchmal finde ich Sachen nach Jahren wieder und sie haben sich verändert, plötzlich ergibt sich etwas.» Be Gemäld sig das nöd andersch. 8

Shirana Shahbazi 2,8,9 -www.shiranashahbazi.com

D Künstlerin macht sich mit ihrere Arbeit zwei elementari Eigenschaften zu eige: sowohl d Präzision i der Wiedergabe vo Wirklichkeit als au s Festhalte vom flüchtige Augenblick. Glichzitig verdütlicht sie, dass es sich bim Sehe um en hochgradig konstruierte Prozess handlet, der d Wirklichkeit nie abbildet, sondern vielmeh in Szene setzt. Der Blick ufs Lebe, d Natur und de Raum spiegle sich be de Shahbazi als immer scho kulturell und sozial prägti Erfahrig wider. Wie nah oder fern üs d Welt erschient, isch ned zletzt en Frage vom Bild, das mir eus von ihm mached.

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RÄTSEL

Worschindlich bisch scho i jedem Kontinent gsi, hesch so viel Sproche und Kulture kenneglernt. BRAVO! Aber wie guet kennsch du di mit üserne Dialekt us?

1. Was bedütet «Guggumerezolgge»? ✚ e Gurkenase ✚ Gummistifel ✚ e Limousine

8. Was isch mit «hebi» gmaint? ✚ Hefe ✚ en Scherz ✚ en gsunde Maa

2. Was isch mit «Handärpfele» gmaint? ✚ I da Nase bore ✚ Härdöpfel isammle ✚ Handorgle spile

9. Was bedütet «äschuppemool»? ✚ En unpflegte Mensch ✚ e dürftigi Molziit ✚ öfters

3. Was bedütet «Ganz trooschtli»? ✚ ganz betrunke ✚ ganz truurig ✚ ganz zfride

10. Was isch «borseschmutz»? ✚ Buuchfett ✚ Kliigeld ✚ es Schueputzmittel

4. Was isch mit «vier bis füüf äärfeli» gmaint? ✚ 4 - 5 Ärm voll ✚ e Ackerflächi vo 4-5 Are ✚ e klinni Tanzkapelle

11. Was isch mit «buw trääge»? ✚ mitemene blaue Aug devo cho ✚ Mischt träge ✚ öppert abaffe

5. Was het en Berner gmacht wenner «gsundiget» het? ✚ er isch schön azoge ✚ er isch wieder gsund ✚ er het Sex ka

12. Was sind «buärli»? ✚ Suppeperle ✚ Erbsli ✚ schrumpfligi Öpfel

6. Was heisst «es dimberet»? ✚ es het viel Lärm ✚ es wird Nacht ✚ eine verblödet grad 7. Was isch mit «müüsli» gmaint? ✚ e aifachi Arbeit ✚ e klinni Muus ✚ Salbeiblätter

13. Was? «mu tut eischtär äpus gügglu»? ✚ Mier zeind mit üserne Glogge umenand ✚ mer dued mit de Händ schaffe ✚ mer tuet ab und zue viel trinke 14. Was haisst «uusgänds hoorner»? ✚ endi Februar ✚ en riise Lärm ✚ e wildi Partynacht

Lösungen 1a, 2c, 3c, 4a, 5a, 6c, 7c, 8a, 9c, 10a, 11b, 12b, 13b, 14a Quelle: Tagesanzeiger/Quiz zur Mundart der Schweiz

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LITERATUR

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«Gits gueti Büecher uf Schwizerdütsch?» Das isch ehrlichgseit s erste gsi woni mich gfrogt han, womer das Thema usgwählt hend. Ich mein, ganz ehrlich ich han nonie eis gläse und woni umegstudiert ha, öbi de überhaupt eis kenne, isch mer keis in Sinn cho. Mental schrib ich Schwizerdütsch eher chindliche Gschichte zue; halt so Büechli für Chind zum ahluege, wos irgendwie no paar beschriibendi Sätzli hed. Also hani ned anders chönne als halt in Orell Füssli stiefle (oh no …) und mich mol go schlau mache, öbs überhaupt öppis ufem Märt hed momentan. (Hätti au id Bibi chönne? Jo. Hani welle drü Stund ih dene Regal umeirre und glich nüt finde? Nei.) Es isch ja auned so als öb ich fest die Schwizer Kunst-Szene verankeret wär und so irgend en Zuegang zu Schwizer Literatur hätt, also hani müesse die Professionelle go fröge. Anyway, long story short: ich han paar gfunde, aber aunöd viel. Es hed ih beide Stöck sone mini Abtrennig wo stohd «Mundart» und det sind gfühlti 1.5 Büecher dinn. Vo dene hani zwoi für Erwachsni und zwoi für Chind usgwählt. Ich lueg halt doch no gärn ah, was d Chinderabteilig für Büecher z offeriere hed, mängisch chammer so grad Idee füre Unterricht sammle. Text Gioia Rodriguez

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Die zwoi Büecher hend honestly no spannend tönt und mer liest sich no schnell is Dialäkt vo de Autore ih. Vorallem… wer hätt dänkt dases en ganzi Reihe vo Krimis uf schwiizerdütsch gid? Weni das ned spezifisch wär go sueche hättis ganz sicher nie usegfunde. 1| Culturestress – Sarah Elena Müller 2| Der Ääschmen und die toot im gaarte – Viktor Schobinger

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Podcasts! Es wär mer nie in Sinn cho usserhalb vo dem Artikel spezifisch noch schwiizer Podcasts z sueche, obwohls rächt viel und mega tolli hed! Mer wüssed alli, es hed super schwiizer Musig, ned nur will mer natürlich immer die beste und coolste Lieder mit de Chind singed, sondern will mers äbe näbed Ed Sheeran und Glass Animals au würklich im Radio ghöred (für die wo auno Radio losed natürli) oder sälber die Tüüfe vom Algorithmus irgendwie gfunde hend. Zum Bispiel:

S nöchste Buech isch sicher scho bekannt und auscho es 4| Abraham – The Cotton Mafia älters, aber ich has würklich nonie uf Schiizerdütsch gse! 5| Baobab – Nativ S vierte chani au vo ganzem Härze empfähle will ned nur isches sooo süess, ich find es hed ganz genau die perfekt grössi zum de Chind chönne vorläse und nacher grad zei- Natürlich chamer au vo schwiizer Filme rede, wemmer ge und zu allem äne sind d Illustratione so schön gmacht! scho debi sind; nämlich chund de Pedro Lenz nöd nur bide Büecher und Literatur oft vor, er hed au dank em 3| I ha di weisch wie gärn – Sam McBartney, Lorenz Pauli Film «Dr Goalie bin ig» 6| en feste Platz im Film- und Liinwand-Diskurs. Um grad bimne Film blibe, wo Ufsehe 4| Ds chlyne brune Hüendeli – Brigitte Kunz erregt hed und zwar erst no chürzlich, döf mer «PlatzAlles in allem bini rächt überrascht gsi vo dere Exkur- spitz-Baby» 7| nöd vergässe z erwähne. Beidi Filme sind sion und ha gmerkt, es isch nie z spot sich chli besser definitiv sehenswärt; eine mitere mitriissende Story und achte was d Lüüt unmittelbar ih dim Umfäld für Kunst de zwoit beruhend uf ächte Begäbeheite. schaffed, aber au wie überraschend wenig das ih «üsere Sproch» kommerziell z finde isch.

Da Podcasts öppis sind, wo würklich kei Nachteil hend, bini uf Spotify auno go stöbere, und go luege wases so git, wo entweder lustig oder nützlich chönnt si. NatürMÜENDS DE NUR BÜECHER SI? lich hend jede ganz anderi Vorliebe was das ahgohd, aber Nei. Es macht Sinn, dass die Schwiz genauso, wie ah an- nach all dem wo ich ghört han findi, dass die zwoi sich dere Ort, d Lüüt dra interessiert sind, d Gfühl und Ih- würklich würded lohne drizlose. Entweder binere lange drück us ihrem Läbe uf ihri Sproch, Art und Wiis z'verar- Zugfahrt oder zum Bispiel bim Putze/Choche etc. beite und das offesichtlich nöd nur in literarischer Form. Am meiste überrascht hed mich d Musig vo «The Cotton 8| Muetersöhnli Mafia» wills teilwiis chli nach «Gregory Alan Isakov» 9| Unbeschwehrt Nachhaltig tönt; aber eifach mit schwizer Lyrics! Und natürlich d 23


Comic Teil 2

von Luca Bocale (13 Jahre) 6. Klasse


PORTRAITIERT

MIR SUECHED DICH! MACHSCH DU ES SPEZIELLS HOBBY, HESCH ÖPPIS BSUNDRIGS ERLÄBT ODER WETTSCH VIELLICHT PER PORTRAIT DINI GROSSI LIEBI FINDE? WER WEISS, VILICHT ERSCHIINSCH MIT DINNERE STORY BALD I DE REPHLEX UND WIRSCH BERÜEMT! MELD DICH BI OIS UNTER: rephlex@vs.phzh.ch LIEBI GRÜESS VODE REPHLEX-REDAKTION PS: DU DÖRSCH NATÜRLICH AU ÖPPERT AMELDE, WO DU SPANNEND FINSCH. :) 25


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KOLUMNE

Ich und d’Gsellschaft: Achtung, Fertig, Diskutier! Kommentier dich doch selber! Online, nid online, präsent, nid präsent. Vorlesig, Gruppearbet, möglichi Tools für d’Onlineseminar; Um die Theme ischs gange ade Podiumsdiskussion vom «Tag der Lehre 2022». Ich han det derfe mitdiskutiere und min Senf dezuegeh. Text und Illustration Valentina Botic

Diskussion- Achterbahn vodä Gfühl

Was hät Corona Guets bracht in Bezug uf euses Studium? Mini Antwort: Abschaffig vodä Präsenzpflicht! Voll druf losdiskutiert, stelli fest, dass mir alli e anderi Vorstellig vo Präsenz hend. Während für eus Präsenzpflicht sich uf d’Pflicht physisch vor eim z’stah bezieht, isch für Dozierendi au ä Onlinepräsenz ä Präsenzpflicht. Gemein die Frag: Jewiels wieviel sött im 1. Semester vor Ort si und wie viel online? Im 1. Semester! Eigentlich hät ich wie min Mitstudierendi 30 % PH und 70 % online gseit, aber denn falled mir all die Studis ih, mit welne ich im letschte Semester Kontakt gha han. «Ich han online gstartet, ich kenn mich null ufem Campus us» , «Ich kenn niemert us minem Jahrgang», «TBB was isch das?» Hm, oke simmer mal nid so, aber mit Betonig uf im 1. Semester segi 40 % PH / 60 % online. Wenni aber diä Rechnig vo dene 3 ECTS Pünkt gleich 90 Ah no einisch ghöre, dreh ich doch komplett am Rad. Rechnerisch isch das nie lös- oder machbar ohni z’sege, dass es zviel isch. Also isch das doch kei Rechtfertigung für alles. Nimm mir doch wenigstens die Pflicht vode Schultere, dassi da hocke. Dänn chani mini Nächt au no opfere zum dere Rechnig grecht werde. 28

Selbst nach dä Diskussion lies ich Kommentär und Frage usm SpeakUp vom Live-Publikum: Wenn entstaht bi eus Studis es Füür: vor Ort, im SOL oder idä Interaktion mit de Dozis und Peers? Logischerwies chan ih jedere gnannte Situation es Füür entstah, wenn defür brennsch ä gueti Lehrperson zwerde. Natürli gits aber au die Studierendi, wo nid fürs Studium brenned sondern für dä Bruef und eifach durs Studium gah wend, wel sie das Diplom ha wend zum das chöne mache, wofür sie Liiedeschaft empfindet. Das heisst aber nid, dassi Liiedeschaft fürd Theorie empfinde muss, ich muss sie eifach ha und nutze chöne. Die Studierendi sind denki nid schlechteri Studis, nur wel sie realistischer überlegged. Ou ja min Liebling: Was würed mir zwei Studierendi ufem Podium de Studis sege, wo vo 14 Verahstaltige im Fachunterricht im erste Semester 10 mal nid erschiene sind (Realitätsbispiel)? Weli Massnahme würd ich ergriffe? Seg mal sorry, sind mir Erwachseni anere Hochschuel oder simmer idä Sek oder Primar, woni Eigeverantwortig no lerne muss? Lömmer doch so Studis is Messer laufe: Sinds würki so schlau, das si ohni Input etc. sich das alles selber bibringe chönd und abliefered, denn isch es dem sis guete Recht so zstudiere, wenn das sini best Lernmethode isch, bitte. Wenns än Dubbel isch, rasslet er halt dur di erste Zwüscheprüefige, Pech gha, no so gern. Ich weiss mir händ än Lehrpersonemangel, das heisst aber nid, dass jedes Lebewese, wo da ufm Campus umelauft ä Lehrperson wärde söll. Mal ganz ungfiltert mitteilt: Wer mitäm Druck, mitäm Arbetsufwand und mitm Ziitmanagement nid klar chunt, sich selber nid orientiere und organisiere chan, derf sich gern anere Akademi-mi-mi immatrikuliere, aber bitte nid Lehrperson wärde. Wär erst im Studium uf diä Idee «Eigeverantwortig» chunt, isch nonid riief gnueg zum e miterziehendi Person im Läbä vonem Chind zsi. Statt z’kontrolliere, ob ich ahwesend bi, sött lieber kontrolliert werdä, WER Lehrperson wird.


Lernform, Tools etc.

Während dä Diskussione sind Frage ah eus Studierendi grichtet wordä, weli Tools mir bruched und wie mir eus effektiv Notize mached. Klar isch das «nice to know», denki mir, aber din Unterricht muss sich doch nid nach minärä Notizemacherei richtä. Vorallem red ich, di Jüngst ufm Podium, vo «old school» wäl ich no zu dene ghör, wo gern en Stift brucht, wel dä dKanalisierung vo minere Konzentration isch. Da schmunzlet sogar dä erfahreni Dozent mir gegenüber. Es git nid DIE eini Lernform, nid DAS einä Tool, wo bitte alli Dozierendi bruchä sötted. Bruched doch eifach sglichä Ziiel vom Unterricht, wo eus ahgehendi Lehrpersonä immer predigt wird: Gstaltet eifach en abwächsligsrichä sinnvolle Unterricht, denn chömmemer gern. «catch them being good» betriibä bi allnä Studis, wo präsent sind, und nid go Kompensationsufträg verteilä für die wo gfehlt händ. Wenni eis als Lehrperson glernt han, denn dass ich als guets Bispiel vorah gah söll. Liebi Studis ich weiss, ihr wend Struktur, aber kei Lehrperson unterrichtet wiä dä ander, wärdet mir nid, münd Dozierendi au nid. Struktur und Einheit in organi-

satorischä Sache chani nahvollziehä. Bispiel: 17.1. werdet alli Stundeplän veröffentlicht. Wieso nid irgendwo churz vor Semester es Datum wo alli Dozierendi ihri provisorische Semesterplän veröffentliched? So weiss ich worah ich drah bin bevor Semester ahfangt und schnall nid erst idä 3. Wuche was mich erwartet. Chan sogar allefalls Frage stelle, wenni welchi han.

Präsent sii, ja – Pflicht nei!

Ob ich mich ad Rektorä richtä oder ad Studis, so oder so chani beidnä sege: Strebet nid danach, es jedem Recht zmache. Es isch nid möglich. Mer chan sis beste geh beidersiets, aber das wärs denn au gsi. Chüele Chopf bewahre und das mache, was möglich isch. Und im Endeffekt, denkemer doch as Wohl vo eusne Chind wo mir underrichte möchtet – niemert will ä ufgschmisseni Lehrperson, wos absolut nid im Griff hät. Präsente Unterricht isch keis Problem für eus Studierendi. Vieli Studierendi chömed gern ad PH. Es isch das chline Wörtli «Pflicht» dehinder, wo stört. Wäl mir eus freiwillig meldet, das Studium zmache und dä Bruef usüebe möchtet. Wär nid parat isch sich Müeh zgeh für sini eigeti Wunschusbildig, hender ächt sGfühl dä isch dänn au parat sich um d’Usbildig vo andernä zkümmere? Drum seg ich: Fadegrad is chalte Wasser gheie lah, voll is Messer drih, duregheie und ab dä PH – selbstverschuldet. Sorry wer sich nid bewusst isch, dass wenn mal nid ufchrützisch, eifach meh ztue het und meh lese muss, dä isch fürs Studiere nid gmacht.Wers selber hibringt, findii cool. Aber d’Motivation für euses Studium sött bi eus allei ligge. D’Ufgab vom Dozierendi isch es nur dä Underricht möglichst intressant zgstalte. Mengi chönds, mengi nid, mengi hend eifach en Symphatiepunkt, egal mit welne Tools, weli Lernform etc. Chers wiä du wetsch, so oder so: Wetsch Lehrperson sii, musch was defür mache und defür söttsch du allei, wo sich defür entschiede hät, verantwortlich sii.

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Liebi Frau Dr. Phlex Ich hetti da e Frag zumene Gspräch wo ich letztens han derfe belausche im Bus. Zwei Jungs, so um die vierzäh, hend sich mit ihrne Yankees Chäppli und de überbewertete Bape Rucksäck es Wörterduell vo de andere Sorte glieferet. «Bro, gömmer hüt fix no is Gym?» «Save Pi, aber ich han no easy tensi Wädli.» «Yo, no worries, machemer eifach es basic booty workout, das wär nice.» «Easy, count me in.» Erstens bin ich gottesfroh gsi, dass ich e Maske agha han zum mis Schmunzle verberge, zweitens han ich mich gfrögt was die Läuch imene Fitnesscenter mached und drittens hani fast Google Translate füregholt, will mich die Anglizisme schier überrollt hend. Jetzt isch mini Frag: Wieviel Denglisch isch okay und ab wänn wird’s «cringe»? Liebs Grüessli Frau Deepl

Liebi Frau Deepl Safe han ich e Antwort uf Ihri Frag. Au mier isches actually scho waaay zu oft ufgfalle, dass anderi Lüt dezue tendieret, Fremdwörter i ihri Sätz izflechte. Was mich recht oft nervt isch, dass die Wörter zum Teil völlig random sind und überhaupt nöd in Kontext passed. Also dass literally jede dritti Satz es «lol» dehinder hät isch ja wohl nöd nötig. Ich approve d’Idee, dass mer ide Schuel dene Kids sött bibringe, wie mer actually richtig Dütsch redet und eusne Wurzle im Schwizerdütsch chli meh appreciation git. Cheers und xoxo Dr. Phlex

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