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RePHlex

Zeitung der Versammlung der Studierenden der PHZH NO 6, 2012, 10. Dezember 2012

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EDITORIAL Wie aufmerksame TitelblattleserInnen bestimmt schon bemerkt haben, geht es in dieser Ausgabe um die „weisse Pracht“. Der Winteranfang ist da und das Semesterende naht, ob man das negativ oder positiv sieht. Winterfeinden graut davor, frierend bleich zu werden, während die Winterfreunde sowieso schon bleich sind. Denn sie haben die letzten Novemberwochen in verschlossenen Räumen verbracht, Snowboardvideos geschaut und auf die Eröffnung ihres Skigebietes gewartet. Wer wegen vorwinterlicher Depristimmung oder ungebremster Vorfreude vergessen hat, Leistungsnachweise zu schreiben, den beschleicht nun das Gefühl, unter der Lawine begraben zu werden. Lawinenprävention betreibt die Schule Davos. Mehr dazu erfährt ihr im Artikel „Wenn die Lawine zum Schulalltag wird“. Doch der Vergleich zeigt, dass uns die Masse schriftlicher Arbeiten zwar manchmal zu überrollen droht, aber glücklicherweise nicht alle Lawinen lebensgefährlich sind. Zu der weniger gefährlichen Sorte gehört auch die Papierlawine. Viele von uns haben in früheren Semestern mit massenweise ausgehändigten Kopien gekämpft. Ob sich die Papierlawinengefahrenstufe nun tatsächlich im grünen Bereich befindet, erfährt ihr in einem Artikel der Umweltkommission. Beim Geschenkpapier möchten wir trotzdem nicht sparen und fordern hiermit alle Vorweihnachtsstimmungsliebhaber auf, die letzte Seite aufzuschlagen. Bald gibt’s Geschenke! Mehr wollen wir gar nicht verraten, lehnt euch entspannt zurück und blättert weiter um Kritisches, Praktisches, Kulturistisches und Persönliches zu erfahren.

schulisch

INHALTSVERZEICHNIS Apple sponsert die PHZH

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Kampf der Papierlawine

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Wenn die Lawine zum Schulalltag wird

10-12

Astonishing Laura

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Chocolat

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ReTo‘s letztes Geschäft

8-9

Rätsel

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Wichteln an der PH

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Tanz in Schulen immer beliebter

13-14

persönlich kulturistisch praktisch pausisch

PHädagogisch

Und nicht vergessen: Habt ihr etwas mitzuteilen oder wollt ihr bei der Studizeitung mitmischen, dann meldet euch! Eure RePHlexredaktion email: info@rephlex.ch

IMPRESSUM Ausgabe: RePHlex NO 6, 2012 10. Dezember 2012 | Herausgeber: VSPHZH, Versammlung der Studierenden an der PHZH, Lagerstrasse 2, Büro LACE073 8090 Zürich, Mail: vs@stud.phzh.ch, Link: www.vsphzh.ch | Redaktion: RePHlex, Zeitung des VSPHZH, Lagerstrasse 2, Büro: LAC-E073, 8090 Zürich, Mail: redaktion@rephlex.ch, Link: www. rephlex.ch | Redaktionsleitung: Julia Rietze, Manuel Wirth | Redaktion: Judith Leumann, Tobias Hiller, Remo Storchenegger, Rebekka Bischof, Hüseyin Ucmak | Freie Mitarbeit: Claude Curty, Denis Maurer, Vera Honegger | Layout & Gestaltung: Tobias Hiller, Rebekka Bischof

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Anzeigen: Manuel Wirth; info@rephlex.ch – Anzeigenschluss März 2013, 31. Januar 2013


APPLE SPONSERT DIE PHZH! WLAN und VPN, beides läuft rund auf den mobilen Apple Geräten an der PH! Sogar eine hauseigene App kann heruntergeladen werden. Wird jedoch auf andere Tablets und Smartphones gesetzt, welche deutlich preiswerter zu bekommen sind, sieht die Unterstützung ganz anders aus. Zwar gibt es nun auch für Android die PHZH-App, möchte man aber WLAN oder den VPN-Client konfigurieren lassen, funktioniert dies nicht automatisch! Ins WLAN der PH kommt man in der Regel nach einigen Versuchen. Der VPN für Android wird aber überhaupt nicht unterstützt. Er ist jedoch zwingend nötig, um sich an der Uni mit dem WLAN zu verbinden. Am Helpdesk der PHZH erhält man keinen Support: Android sei wenig nachgefragt

und daher gäbe es auch keine Hilfe. Nicht einmal die Zugangsdaten für die VPN-Verbindung sind zu bekommen. Lediglich vertröstet wird man, dass bei grösserer Nachfrage wohl auch etwas für Android angeboten werde. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Nachfrage ohne Support seitens der PH wächst. Wer kauft sich schon ein Gerät, welches sich im Studienalltag nur bedingt nutzen lässt! Dass die Informatikdienste nicht jedes Gerät unterstützen können ist verständlich. Minimal müssten aber die Zugangsdaten verfügbar sein, damit Studierende überhaupt die Möglichkeit haben, sich die Geräte selber einzurichten. Neben dem nicht unterstützten Android, wird auch Linux als freies Betriebssystem nicht un-

Text Tobias Hiller

terstützt. Diese Haltung seitens PH ist zu überdenken! Ansonsten bleibt den Studierenden nichts anderes übrig, als in den teuren weissen Apfel zu beissen, was früher oder später zu einer „Verappelung“ der Schule führen wird.

KAMPF DER PAPIERLAWINE

Text Denis Maurer

Elektronisch oder ausgedruckt?

Nach der Einführung der Laptoppflicht drängt sich die Frage auf, ob ausgedruckte Dossiers überhaupt noch gebraucht werden. Rund die Hälfte der Befragten wünscht sich fortan möglichst alle Dokumente elektronisch zu erhalten, die andere Hälfte ist mit der bisherigen Mischung elektronischer und ausgedruckter Dokumente zufrieden. Aus den Kommentaren der Befragten geht hervor, dass man einzelne wichtige Dokumente, welche man wirklich bearbeitet, gerne auf Papier erhält. Sämtliche freiwillige Lektüren und Vertiefungstexte, Materialien von Mitstudierenden, Reglemente und allgemeine Informationen wünscht man sich aber in digitaler Form. Das Ausdrucken den Studierenden zu überlassen ist nicht Sinn und Zweck der Sparmassnahmen. Kleinere Druckgeräte sind oft weniger effizient und die zusätzliche finanzielle Belastung unsererseits ist schlicht inakzeptabel.

Schwarzweiss oder farbig? Doppelseitig oder gar verkleinert?

Zur Frage bezüglich Farbkopie beteuerten 90% der Befragten mit Schwarzweiss-Kopien zufrieden zu sein, wenn sie auf diese Weise immer noch gut lesbar sind. Ebenfalls eine klare Mehrheit möchte doppelseitige Handouts erhalten. Gut die Hälfte ist auch mit verkleinerten Kopien zufrieden (z. B. zwei Seiten auf eine kopiert/ mehrere Folien auf einem Blatt). Fast die Hälfte der befragten Studierenden erhalten 25 Seiten doppelt. Hier ist eine bessere Koordination seitens der Dozierenden gefragt. Dies bedeutet aber nicht, dass wir Studierenden keinen Einfluss darauf haben. Es ist an uns, die Dozierenden auf solche Fehler aufmerksam zu machen und unsere Wünsche anzubringen. Viele Dozierende sind offen für Anregungen, zumal ein einmaliger Upload auf Ilias für sie bequemer ist als das ständige Kopieren. Ermutigt eure Seminarleitenden das doppelseitige Drucken zu erlernen und verwendet (dennoch) einseitig bedrucktes Papier für eure Notizen. Die Umweltgruppe

Sollen Handouts farbig sein?

Ja

9 %

Nein

91 %

Wie hättest du deine Handouts gerne?

6 % 35 %

einseitig

verkleinert 59 %

doppelseitig

Umweltgruppe

Die Umweltgruppe hat sich die Förderung des Umweltbewusstseins zukünftiger Lehrpersonen zum Ziel gesetzt. Seit der Neugründung im Herbst 2012 wird die Gruppe von fünf engagierten Studis geleitet. In Zusammenarbeit mit der UKO (Umweltkommission der PHZH) realisiert die Umweltgruppe Informationsanlässe, Projekttage und ist gleichzeitig Anlaufstelle für fachliche Fragen. Bitte bei Fragen, Anmeldungen und Anliegen aller Art an Natalia Gut: nataliagut@stud.phzh.ch

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Die Umweltgruppe der Studierenden startete diesen Frühling in Zusammenarbeit mit der Umweltkommission eine Online-Umfrage zum Thema Papiersparen an der PH Zürich. Freiwillig gespart wird wohl nur da, wo es nicht schmerzt. An welchen Ecken sind wir bereit zu sparen? Über 300 Studierende gaben ihre Meinung zum Umgang mit Papier im Studium ab.


persönlich Laura Loder-Büchel unterrichtet seit mehreren Jahren an der PHZH. Studierende, die ihren Unterricht besucht haben, kennen Sie als eine sehr kompetente Dozentin und gleichzeitig als eine lebhafte Persönlichkeit. In diesem Interview erfahren wir mehr über Sie. Text Hüseyin Ucmak

ASTONISHING LAURA Which subjects do you lecture at the PH? I was originally hired to work at the Pestalozzianum (11 years ago) in introducing English and since then, I have taught many courses related to English language teaching in pre-service and inservice courses as well as other, more general courses such as: Assessment for Learning; Lernfeld 2 – Strategies in Science and Social Studies and English; FE – Research and Development about creating listening tests and about teaching pronunciation based on international ‘standards’. How many years have you been living in Switzerland? I have lived in Rafz for 11 years but prior to that I lived in Fribourg and Montreux for about 4 years. What was your motivation for moving to Switzerland? Twoo Luff (that’s a quote from the Princess Bride) – seriously though, my husband and I lived in Arizona together and there I did my graduate work. Once I finished, we had a competition: Who would get the next job first. Patrick won and got a job in Zurich, so we decided to move to the countryside where we have stayed, despite the fact that I hated it for the first 3 years. Now I wouldn’t change a thing. I originally came to Fribourg in 1994 because it was the only university (Fribourg) that our university (La Salle in Philadelphia) had an exchange year with where I could use my scholarship. To keep it, I had to do 10 hours a week of community service, so I worked at the local Fribourg Red Cross. What do you miss mostly about the USA? Mommy, Daddy, Sister, Grandpa, Aunts, Uncles, Cousins – family reunions. Other than that shopping at midnight is a wonderful thing. I also miss color – Switzerland, or at least Zurich (and especially Rafz) – is so very white. I miss living somewhere where the flavors are not just noticed linguistically. I also miss what many people call the American superficiality – why do I have to have known you for 10 years in order to tell you about my salary, my health issues and my dreams in life?

What do you like most and don’t like in Switzerland? Many people wouldn’t believe it, but I like the structure of the Swiss. I like the fact that we don’t have a car and don’t need a car. I like the fact that everything is so clean and that people are so in touch with nature. I like the fact that you have to make an appointment to do anything, even drink coffee with a friend or neighbor. I like the fact that one day a week is really for down-time and that shops and businesses generally aren’t open. I like the fact that you can have a picnic with a bottle of wine. What sometimes bothers me about the Swiss is that they are so complacent. Even if Americans aren’t enthused about something, they pretend to be. I miss with American gung-ho’ness’ and just plain-old getting excited about anything. I think that the Swiss complain more than the Americans (is this the Swiss side of me talking?) even though life is generally better here and most people know it. Apparently, you have experienced different schools in the USA. What kind of schools and what did you do there? As a teen, I worked at summer camps for special needs kids. As an adult, I worked for a Head Start, a special program for kids identified as perhaps having difficulties in school; at Martin Luther King High School in inner-city Philadelphia for 2 years as a tutor; in Montreux in a boarding school; I did a lot of workshops on the Navajo reservation on a Bill and Melinda Gates sponsored project on introducing technology in schools and at the Fribourg Red Cross Integration Project (Poisson Rouge) with immigrant children. Plus I taught English to many different age groups. What are differences in school systems in the USA and Switzerland? Teachers have one class per year and kids move much more often, so there are constantly new kids. In the States, there is more poverty and a lot of transient families. There’s a lot more technology at schools and a lot more community spirit. Every school has a big library and the school librarian is a common job, so we have lots of lessons at the school library. Lunch is twenty minutes – half an hour (gobble and run). There is more testing generally, more local and national tests and large focus on tests. Unfortunately,

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there are very little arts and crafts and tactile things, very poor trade training and vocational education is limited. Everyone from the local community is in the same school and together until the age of 18, which is a good thing. I am sure that secondary education is better here and the whole “learning a trade” thing is good.

What is a good student and what kind of students annoy you? Let’s start with the annoying ones (they’re more fun): they look at you like they really couldn’t care and then give you the attitude that why should they be asked to think about something when it’s my job to tell them. The ones who look annoyed at you if you disrupt them from doing something else in class, like reading an article from another course or checking their diaries or reading 20 Minutes. Come on – take charge of your learning! And if you are bored, make a list of fun vocabulary words you hear, expand upon an idea, do something to make your neurons connect. I get annoyed at the ones that pretend that everything else is so very much more important than your lesson (let’s see: I have to pick up a friend at the airport; my horse needs walking; my god-daughter has a birthday party; my next train would be in 15 minutes, so I have to leave 8 minutes early to catch the earlier one).

Now that I’ve ranted on that one, the ones I really appreciate are the ones who sit up, interrupt when I say something with a counter-point, glare at others who are whispering off-topic, and who are genuinely interested and actively link what they hear to an experience they’ve had. I like it when someone pops in unexpectedly with a story of their own teaching/learning experience that’s related. I also appreciate the students who pay attention the first day of class, spend an hour getting familiar with the course resources and ask the next week about anything that wasn’t clear. There are others who go through the semester and then say “Oh, we had to read something??” I don’t know if these are necessarily the better students but at least they come to class with the attitude of “I have something to learn here even if it is from your bad example” and not the attitude of “Why don’t you please tell me what I already know.” Which anecdotes have you experienced during learning German? Once, I was at the butcher and I didn’t know how to call “Truthahn.” I said: “Diese grosse Vogel..”, and started to go “gobble, gobble” and flap my arms like wings in the shop. I needed a garbage bag, but here you call these Kehrichtsäcke. I knew Abfallsäcke, but not Kehrichtsack. So, I asked for “Apfelsäcke.”

I’m restarting my blog: http://edacross.blogspot.ch/

I assigned for Swiss family competition: Vater des Jahres and I wrote about my husband: “Patrick geht mit den Kindern Kaulquappen suchen im Teig.” What do you think about the re-election of Barack Hussein Obama? Awesome!!! I was very, very happy and I am glad that my Michelle Obama bag can remain in my EN P100 and EN P200 modules. I think this time around he’ll really get to implement all that he has initiated and perhaps the House won’t block his decisions/suggestions as much. Plus, during the same election, Marylanders voted on gay marriage as well as on whether children of illegal immigrants could attend university and receive funding – both went through, so there I see a new, more open USA!! Maybe it’s time to move back…..? You organize film events for the students at the PH. Which films about education do you recommend mostly? These are all school films: The First Year (http://www.pbs.org/firstyear/) – I think Ms. Gallagher will show this one to her Mentoring group; Waiting for Superman (http://www. waitingforsuperman.com/action/); and La journée da la Jupe (http://www.imdb.com/ title/tt1286809/).

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How do you define a good teacher? That’s a hard one! I suppose it would be slightly different if you think about public school teachers and university instructors though there are certainly some overlaps. I imagine that some things I am doing wrong might make a good teacher – for example if it is true that the first 8 minutes of a 45 minute lesson is what people remember, then a good teacher needs to start with a bang. That said, a good teacher, generally, is not afraid to take risks. A good teacher is one who would never say “I know how it works” but rather “It once worked like this for me, but this time I think I need to try it like this”. A good teacher always has a good mix of things s/he knows to work with some sort of experiment to try out something new. A good teacher is strict but yet friendly and has some personal connection to her class. And my conflict is the fact that a good teacher can follow the progress of the individual learners and know where to push and where to let off – somehow I find it impossible here to do this with the students. There are students I have for several modules, but with the 150 students I have per semester, this is an impossible task.


kulturistisch

ICH DU

D

Filmmusik live erleben! Konzert des Instrumentalensemble am Mittwoch, 19. Dezember 2012, 12:30 Uhr im LAC C012

Text Judith Leumann

Kein anderes Lebensmittel ist mit so vielen Vorurteilen behaftet wie die Schokolade. Expertendiskussionen hin oder her, wir sind uns einig: Schokolade hat aphrodisierende Wirkung! Dieser Auffassung sind auch Vianne Rocher und ihre Tochter, als sie um 1959 in einem verschlafenen Städtchen in Frankreich mitten in der Fastenzeit eine Chocolaterie eröffnen. Der verführerischen Wirkung können sich die Dorfbewohner trotz des intriganten Sittenwächters und Bürgermeisters Comte de Reynaud nicht entziehen und kehren der Moral den Rücken. Auch Comte de Reynaud wird eines Tages vom Geschmack überwältigt, welcher seine lang unterdrückten Leidenschaften und Bedürfnisse weckt. Die Rede ist von „Chocolat“, ein britisch-USamerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2000, welcher für zahlreiche Auszeichnungen nominiert wurde. Dies nicht zuletzt wegen seiner Starbesetzung (Johnny Depp und Juliette Binoche), den exzellenten Bildern und Szenenschnitten sowie der Filmmusik, welche Rachel Portmann komponierte. Die stimmige Musik regt das Hinterteil zum Wippen an und phasenweise erreicht sie fast sphärische Ebenen. Wem das Wasser im Mund zusammengelaufen ist, der hat die Möglichkeit „Chocolat“ live mitzuerleben: Am Instrumentalensemble-Konzert am 19.Dezember um 12.30 Uhr in der Pädagogischen Hochschule Zürich. Der musikalische Genuss wird mit kreativen Texten untermalt. PS: Der Film kann in der Bibliothek ausgeliehen werden.

Was ist das Instrumentalensemble und wer steckt dahinter? Das Instrumentalensemble ist ein Ergänzungsmodul für Studierende und Mitarbeitende der Pädagogischen Hochschule Zürich. Im aktuellen Semester besteht es aus zehn Musikbegeisterten und der Dirigentin Heidi Sigfalk, welche sich den zart-bitteren Chocolat-Soundtrack zu Gemüte führen. Bereits vergangenes Semester beschäftigte sich das Instrumentalensemble mit Filmmusik und beteiligte sich am Filmnachtevent mit Stücken aus Harry Potter. Zuvor spielte es keltische, skandinavische sowie schottische Musik, aber auch Purcell, appenzellische Volksmusik und Tangoklänge waren mit von der Partie. Im Wesentlichen gehe es aber um das gemeinsame Musizieren, so Heidi Sigfalk. Das Instrumentalensemble möchte die positive Stimmung in der Institution fördern. Es sei eine wertschätzende Kultur, in der Student, Mitarbeiter und Dozent nebeneinander sitzen und gemeinsam musizieren. Man lerne sich so erst kennen und schätzen und sehe die Pädagogische Hochschule aus einem anderen Blickwinkel, ergänzt Heidi Sigfalk. Zusätzlich fördert sie die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren wie zum Beispiel dem Chor, dem Schreibzentrum oder dem ­Tanzergänzungsmodul.In einem Gespräch erfuhr ich weitere Vorstellungen und Ideen der Künstlerin.


DU RIECHST SÜSSLICH. NEHME DICH IN DEN MUND UND DU ZERGEHST ANGENEHM OHNE IM MUNDRAUM ZU KLEBEN. SCHMECKST NACH KAKAO, ABER DENNOCH NICHT BITTER.

DER ABGANG IST ANHALTEND UND VERLANGT NACH MEHR…

Die eigentliche Passion Heidi Sigfalks ist aber das Unterrichten. Wie sieht denn nun aber guter Musikunterricht in ihren Augen aus? Je besser und flexibler man die Fachkompetenzen selber beherrscht, desto einfacher ist deren Weitergabe. Didaktisch betrachtet sollen zuerst die Bedürfnisse des Gegenübers erkannt werden. Bei Einzelunterricht sei dies natürlich wesentlich einfacher. Dennoch ist es auch im Klassenverband die Voraussetzung für guten, längerfristigen Unterricht. Im Wesentlichen soll Musikunterricht aber immer aktiv geschehen, das heisst die Schülerinnen und Schüler sollen möglichst oft die Chance zum gemeinsamen Musizieren bekommen. Diejenigen, welche ein Instrument zu Hause spielen, sollen dieses mitnehmen. Uns fehle der selbstverständliche kulturelle Boden für die Musik, meint Heidi Sigfalk und vergleicht unsere Kultur mit jener Irlands. Dort wüchsen die Kinder mit Musik auf und das gemeinsame Musizieren sei völlig natürlich.

Und wie gestaltet sie das Instrumentalensemble? Wie wählt sie die Stücke? Die Schwierigkeit beim Arrangieren der Stücke ist die Ungewissheit über die Kombination von Teilnehmern, Instrumenten und Können. Zum Glück hat sich ein harter Kern herausgebildet, so dass zumindest einige Teilnehmer schon vor Semesterbeginn bekannt sind.

Heidi kitzelt immer mit viel Musikalität, Fingerspitzengefühl und Enthusiasmus das Beste aus uns heraus! (MarkusVetterli) Zudem stellte sich heraus, dass sich Film- und Volksmusik besonders gut eignen, da diese viele Möglichkeiten für ungewöhnliche Instrumentenbesetzungen zulassen. Ein grosses Vergnügen sei auch das gemeinsame Ausprobieren der Klangfarben. Da Heidi Sigfalk die Arrangements zu Beginn sehr offen gestalten muss,

können die Teilnehmer mitreden und so entstehen die Stimmen teilweise erst beim Tun.

Heidi ist experimentierfreudig, probiert immer Neues mit uns aus und hat einen Sinn für musikalische Nuancen. Sie holt was aus uns raus. Trotzdem haben wir „Spielraum“. (Monique Honegger) Die Arbeit und insbesondere die Vorbereitung für das Instrumentalensemble seien sehr intensiv, aber beglückend: „Die Leute machen so gerne Musik, zwacken sich die Zeit irgendwo ab und gehen beglückt aus der Stunde. Das ist das, was ich will. Die Menschen, die mit mir musizieren, sollen beglückt, genährt und wohlig wieder in den Alltag gehen.“

Das Instrumentalensemble probt jeweils mittwochs, 12:30 - 14:00 Uhr. Wenn du kein absoluter Instrumentanfänger bist und dich dafür interessierst, schau einmal vorbei oder nehme mit Heidi Sigfalk Kontakt auf. heidrun.sigfalk@ phzh.ch PS: Zurzeit fehlen vor allem Instrumente im Bassbereich und Streicher.

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Heidi Sigfalk wohnt wo Fux und Has sich gute Nacht sagen. Sie geniesse das Erholungspotential der Stille. „Musikhören hat bei mir meistens mit der Arbeit zu tun, das ist aber kein Nachteil. Ich höre immer sehr intensiv hin, da hat nichts anderes mehr Platz. Der Bedarf ist dann abgedeckt und das ist sehr erfüllend.“, erklärt sie. Manchmal ergeben sich aber dennoch Gelegenheiten, in denen Musik eine hintergründige Rolle übernimmt: „Wenn ich mit meiner Tochter koche, dann hören wir Reggae, zum Glück mögen wird das beide.“ Und Heidi schmunzelt, weil sie mein Erstaunen im Gesicht ablesen kann.


praktisch

RETO’S LETZTES GESCHÄFT

Dies ist die letzte Ausgabe von RePHlex mit der Rubrik „Tipps & Tricks mit ReTo“ nach altem Muster. ReTo hat langsam aber sicher ausgelehrt und kann euch kaum noch etwas Nützliches beibringen.

Text ReTo

Fotos ReTo

ReTo hat euch an der TheraBierBar anfangs November um Hilfe gebeten. Sein Wettbewerb, zu zweit eine Idee für diese Ausgabe zu formulieren, fand leider nur spärlichen Anklang. Trotzdem musste er lange überlegen, welches der fünf Teams wohl gewinnen würde. Nun ist es an der Zeit, die Katze aus dem Sack zu lassen. Gewinner der zwei Kinogutscheine ist SeSam: Samuel Schäfer (H09) und Sebastian Uehle (H07) Ihre Idee „Tipps und Tricks zum Hintern putzen“ wird somit in dieser Ausgabe genauestens untersucht. Herzliche Gratulation! Wie reinigst du den Hintern? Diese Frage wird wohl nicht allzu oft diskutiert, traut man sich als erwachsene Person doch kaum das Wort „Gaggi“ auszusprechen. Dennoch hat es mich interessiert und dieses Tabu wird nun gebrochen! Schliesslich wollen wir ja alle zeitgemässe Lehrpersonen werden, welche ihre Techniken und Materialien stetig weiterentwickeln! Nach langem Recherchieren konnte ich mich auf zwei Schwerpunkte fokussieren: Die Technik und das Papier. Beide sind wichtige Bestandteile professionellen Hinternputzens. Weiter ist der Stuhlgang auch noch von der Nahrung abhängig. Daher findest du, wie immer auf meiner Seite, ein feines Rezept. Dieses Mal handelt es sich um einen Lawinenkuchen. Technik Dazu hab ich mich gleich auf die Schüssel gesetzt und anschliessend meine Technik beobachtet. Ich nehme als erstes zwei Blatt und falte sie in der Mitte. Durch wischen von vorn nach

hinten reinige ich ein erstes Mal. Ein kurzer Kontrollblick gibt mir Rückmeldung über das weitere Vorgehen. Bei feuchter Verunreinigung wiederhole ich diesen Ablauf, bei eher trockener verwende ich für den nächsten Reinigungsschritt aus ökologischen Gründen dasselbe Papier – erneut in der Mitte gefaltet – nochmals. Anschliessend wird mit nur noch einem, in der Mitte gefalteten Papier, geputzt bis der Kontrollblick sagt: „sauber“. Jetzt noch spülen, allenfalls Nachreinigen der WC-Schüssel und Hände waschen. Im Internet bin ich noch auf weitere Techniken gestossen: Ich reisse nach dem Geschäft einen etwa 50 cm langen Streifen Papier ab, klappe ein Blatt um, wische ab, klappe um, wische ab, usw. bis der Streifen zu Ende ist bzw. bis alles sauber ist.

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Als Knüllerin nehme ich zwei Blatt, wurschtel sie fix zwischen den Fingern zusammen und wische dann von vorne nach hinten (will ja keine Infektion) den Kotabrieb fort. Drei oder vier Mal wiederhole ich diesen Vorgang, ob es richtig sauber wurde sehe ich ja dann beim nächsten Toilettengang.

Wischen ist out, ich hab eine Spülung und danach wird getrocknet mit warmer Luft. Ein herzerwärmendes Gefühl kann ich euch ­sagen!

WC-Papier Nachdem ich von zuhause in meine WG gezogen bin, stellte sich für mich zum ersten Mal die Frage: Welches WC-Papier? Schwierig wird es, wenn das Papier auch noch ins ohnehin schon knappe Budget passen muss. Soll ich nun zu M-

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Wie geht es nun weiter mit ReTo? Möchtest DU ReTo am Leben erhalten? Oder würdest DU ihm gerne unter neuem Akronym (z.B. SeSam) frisches Leben einhauchen? Wenn DU gerne über ähnliche Themen recherchieren und schreiben möchtest, so wie es ReTo in den vergangenen drei Jahren getan hat, bist DU genau DeR/DiE Richtige! Melde dich per Mail bei: redaktion@rephlex.ch

Wie beim Text über die Lawinenprävention angekündigt, stelle ich euch hier ein Rezept für einen speziellen Kuchen vor! Dieser dient nicht nur dem Genuss, sondern zeigt euch beim Backen, wie eine Lawine entstehen kann. Dieses Modell ist auch für den Unterricht geeignet! Zutaten: • 4 Eier • 2 Tassen Zucker • 3 Tassen Mehl • 1 Tasse Öl • 1 Tasse Fanta • 1 Päckchen Backpulver • 1 Päckchen Vanillezucker • ein Küchenbrett • eine Schüssel • eine Backform • einen Mixer

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Lawine Um eine schöne Minilawine auszulösen, brauchst du zunächst nur den Zucker und das Mehl. Präpariere das Küchenbrett so, dass du eine Schicht Mehl drauf streust. Dann eine Schicht Zucker und dann wieder Mehl... Am Ende solltest du etwa 6 Schichten haben (Foto 1). Jetzt hebst du es vorsichtig an und hälst es über die Schüssel (Foto 2). Kippst du es jetzt immer mehr, löst sich deine Lawine (Foto 3). Kuchen Den Lawinenkegel in der Schüssel kannst du prima in einen tollen Kuchen weiterverarbeiten! Schütte einfach alle anderen oben aufgeführten Zutaten dazu und mixe das Ganze zu einem Teig. Den kannst du in die Backform geben und bei 180 °C etwa 30 Minuten backen.

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En Guatä wünscht ReTo PS: Etwas Puderzucker über den Kuchen bringt dir den Winter nach Hause respektive in dein Klassenzimmer.

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Fazit Was kann nun abschliessend gesagt werden? Auf jeden Fall ist die Technik vom verwendeten Papier abhängig. Sprecht das Thema in eurem Freundeskreis einmal an und tauscht euch über eure Techniken aus. Ich bin überzeugt, dass der eine oder andere noch Optimierungsmöglichkeiten hat und so auch bald das Ziel der PHUmweltkommission erreicht wird. Es sollen nämlich 20 Prozent weniger Papier verbraucht werden. Dieses Ziel verfehlte man 2011 mit den erreichten 8 Prozent jedoch erheblich!

RETO’S LAWINENKUCHEN

Budget oder doch eher zum 4-lagigen Papier mit 3D-Struktur greifen? Ich bin mir heute noch nicht ganz sicher was nun besser ist. Aus Komfortgründen entscheide ich mich meist für ein weiches, 3-lagiges Papier, welches oft mit unglaublichen Rabatten von über 40% im Angebot steht. Da möchte ich gleich noch auf einen kleinen Missstand am neuen Campus hinweisen: Wie kann es sein, dass für immense Summen Villeroy & Boch Lavabos und dicke Steinplatten eingebaut werden, nun aber das billigste und dünnste WC-Papier verwendet wird? Ich auf jeden Fall fühle mich gezwungen, jeweils die private Rolle Qualitätspapier mit mir herumzutragen.


schulisch

WENN DIE LAWINE ZUM SCHULALLTAG WIRD

Lawinenprävention als Thema in der

Wintertag in Davos:

Schule? Genau! Die SchülerInnen der Davoser Oberstufe werden jährlich mit diesem Thema konfrontiert. Mit Erfolg!

Text Tobias Hiller

Fotos Oberstufe Davos

Hintergrundbilder WSL-Inst

Peter wohnt in einem Seitental. Heute Morgen hat seine Familie einen Anruf bekommen: Die Zufahrtsstrasse ins Dorf bleibt wegen Lawinengefahr geschlossen. Peter schaut zum Fenster raus und sieht eine beachtliche Menge Neuschnee. Der Tag ist perfekt: Schnee, Sonnenschein und keine Schule!

itut für Schnee- und Lawin

Annika und ihr Snowboard gehören zusammen. Im Winter sind sie nur selten allein anzutreffen. Heute endet die Schule schon um 11 Uhr, am Nachmittag beginnt sie erst um halb 3! Der Neuschnee und das wunderbare Wetter sind nur zwei weitere Gründe, neben ihrer Leidenschaft und dem Saisonabo, um über Mittag die Pisten unsicher zu machen. Auf dem Berg sind unzählige Pisten perfekt präpariert, aber auch etliche unverfahrene Neuschneehänge locken!

enforschung SLF

Etwa in dieser Art kann ein Wintertag in Davos aussehen! Die Einheimischen sind den Schnee gewohnt. Daher fällt die Schule auch selten und dann auch nur für einen Bruchteil der Schüler aufgrund von Schnee aus. An potentiellen Lawinenhängen werden Sprengladungen gezündet und die Sicherheit für den Verkehr sichergestellt. Wo lernen aber die Kinder und Jugendlichen einen entsprechenden Umgang mit dem Schnee? Die Davoser Schule hat sich dieses Thema zu Herzen genommen und be-

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treibt Lawinenprävention. Während den drei Jahren Oberstufe wird jedes Jahr ein anderer Aspekt mit den Schülerinnen und Schülern angeschaut. Hansruedi Steiner, Lehrer an der Oberstufe in Davos und selber geübter Berggänger und Wintersportler, hat vor 8 Jahren zusammen mit der Schulleitung und Lehrpersonen des ­Gymnasiums die Lawinenprävention ins Leben gerufen. Heute ist diese Prävention fester Unterrichtsinhalt aller Oberstufen- und Untergymiklassen. 1. Oberstufe In der ersten Oberstufe sind Lawinen im Umfang von fünf Lektionen ein Thema. Dabei werden die SchülerInnen mit den wichtigsten Grundlagen bekannt gemacht. Sie erfahren wie Lawinen entstehen, welche Typen es gibt, welche Informationen zur Beurteilung zur Verfügung stehen und welches Material abseits der Pisten mitgenommen werden muss. Höhepunkt in der ersten Oberstufe ist der Abschlusstag im Gelände. Dabei gehen alle ersten Klassen einen Tag ins Wintersportgebiet Pischa. Dort werden sie von zwei Pisten-Patrouilleuren empfangen. Jetzt können die Schülerinnen und Schüler das Erlernte anwenden. Mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) müssen sie einen eingegrabenen Rucksack orten, anschliessend mit einer Lawinensonde lokalisieren und zum Schluss möglichst schnell ausgraben. Dieses Szenario wird sehr geschätzt und führt zu einem spassigen Wettbewerb. Auch waren schon Patrouilleure mit einem Lawinenhund vor Ort, welche die professionelle Suche an einem vergrabenen Schüler demonstrierten.

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2. Oberstufe In der zweiten Klasse wird das in Davos ansässige WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) besucht. Zuvor erstellen in der Schule die Schülerinnen und Schüler in Gruppen ein themenspezifisches Plakat. Die Themen reichen von der Wetter- oder Schneeanalyse bis zum Erläutern der Lawinengefahrenstufen. Neben einer Führung durch das SLF, erstellen die Lawinenexperten zusammen mit den Schülerinnen und Schülern und deren gesammelten Informationen ein Lawinenbulletin.


GERING

allgemein günstige Verhältnisse. Extrem steile Hänge einzeln befahren!

MÄSSIG

Mehrheitlich günstige Verhältnisse. Alle über 35 Grad steilen Hänge vorsichtig und einzeln befahren!

3. Oberstufe Im letzten obligatorischen Schuljahr lernen die Jugendlichen während zwei Tagen das richtige Reagieren bei Schneesportunfällen, dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Samariterverein Davos und dem Rettungsdienst Jakobshorn. So werden sie mit einem Defibrillator vertraut gemacht und lernen erste Hilfe zu leisten. In den letzten Jahren war die Stimmung immer sehr ernsthaft und die Schülerinnen und Schüler waren sehr motiviert und interessiert bei der Sache.

ERHEBLICH

Teilweise ungünstige Verhältnisse. Erfahrung in der Lawinenbeurteilung ist erforderlich!

GROSS

Ungünstige Verhältnisse. Viel Erfahrung in der Lawinenbeurteilung erforderlich!

Fazit Was ist nun das Ziel dieser aufwändigen Prävention? Hansruedi Steiner meint, dass ein Bewusstsein für diese Gefahren geweckt werden soll und die Jugendlichen lernen Gefahren einzuschätzen. Ein Verbot für das Fahren abseits der markierten Pisten wäre sicherlich der falsche Weg. Denn Freeriden boomt, die Jugendlichen schauen entsprechende Videos und sehen, wie etliche andere sich neben den Pisten aufhalten. Eine flächendeckende Lawinenprävention in den Schweizer Schulen ist wenig sinnvoll, da immer mehr Kinder und Jugendliche gar keinen Wintersport mehr ausüben. Bei Unfällen angemessen zu reagieren, bietet für alle SchülerInnen ein aktuelles und interessantes ­ Thema. Weiter liefern Lawinen ein spannendes Geografiethemengebiet. Dazu backt euch übrigens ReTo noch den passenden Kuchen, bei dessen Zubereitung eine Lawine ausgelöst werden kann.

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Empfehlenswerte Quellen für die Schule: • rephlex.ch/lawinen1 Informationen zum Thema Lawinen in der Schule. • rephlex.ch/lawinen2 E-Leanring-Software zum Thema Lawinen • rephlex.ch/lawinen3 Materialien von SUVA zum Thema Schneesport und Lawinen.

FREERIDE-TIPPS

Das Lawinenbulletin vom SLF gibt die Lawinengefahr in verschieden Stufen an. Die Aktuelle Version ist immer auf www.slf.ch zu finden! Für dich als Schneesportler ist es sehr wichtig zu wissen, wie du dich verhalten solltest, wenn es eine bestimmte Stufe hat. Die Gefahrenstufen (siehe oben) gelten in allen Ländern der Alpen. Safer Six Dies ist immer zu befolgen, egal wie hoch die Lawinengefahr ist. 1. Orientierung über Wetter und Lawinensituation. 2. Laufende Neubeurteilung von Verhältnissen, Gelände und Mensch. 3. LVS auf Senden, Schaufel und Sonde dabei. 4. Frische Triebschneeansammlungen umgehen. 5. Schlüsselstellen und extreme Steilhänge einzeln befahren. 6. Tageszeitliche Erwärmung beachten.

Merksätze • Der 1. schöne Tag nach einem bedeutenden Schneefall ist besonders gefährlich. • Neuschnee + Wind = Lawinengefahr • Je steiler und schattiger desto gefährlicher. • Frische Lawinen und „Wumm“-Geräusche sind Zeichen für Lawinengefahr. • Schnelle und markante Erwärmung führt kurzfristig zu einem Anstieg der Lawinengefahr. • Damit Schneebrettlawinen entstehen können braucht es schwache Schichten in der Schneedecke.


„Jedes einzelne Kind soll profitieren“

Mucksmäuschenstill ist es in der Turnhalle im Schulhaus Grünau. 19 Schülerinnen und Schüler einer dritten und vierten Klasse sitzen im Kreis am Boden und hören Jan und Michi zu. Die beiden Hip-Hop-Tänzer der Gruppe Dirty Hands erklären den Kindern, woher die HipHop-Kultur kommt. Dann geht es los: Jan und Michi zeigen verschiedene Tanzelemente, begleitet von cooler Musik. Damit beeindrucken sie die Kinder mächtig, ein vielfaches Wow, Ahh und Ohh ertönt in der Turnhalle. Andi Duffs Klasse ist zum heutigen Hip-Hop-Workshop ausnahmslos erschienen, obwohl es für die Drittklässler ein freier Nachmittag gewesen wäre. Andi Duff, seit sechs Jahren Lehrer im Schulhaus Grünau, führt jedes Jahr eine 3. und 4. Klasse. Die Hälfte seiner Schülerinnen und Schüler wechseln nach einem Jahr in eine andere Klasse, er selbst erhält dann eine neue halbe Klasse. Die Kinder seiner Klasse haben alle Migrationshintergrund und Andi Duff hat disziplinarisch ein sehr schwieriges Jahr hinter sich. Ein paar seiner Schüler seien sehr verhaltensauffällig und er habe nur mit Mühe einigermassen ruhig unterrichten können. Es war ihm klar, dass er dran bleiben wollte: „Wir müssen den Kindern Werkzeuge in die Hand geben, mit denen sie ihr Leben meistern können.“ Tatsache sei, dass immer mal negative Gefühle aufkämen, das sei

einfach menschlich, sinniert er, und er glaube nicht an das vielgelobte „seid nett miteinander“. Er glaube vielmehr daran, dass es besser sei, die negativen Gefühle nicht immer zu unterdrücken, sondern einen Umgang damit zu finden. Und das überzeugt ihn auch an der Hip-HopKultur: Dort haben vor allem Jugendliche einen Weg gesucht und auch gefunden, ihre negativen Gefühle so zu kanalisieren und auszuleben, dass daraus etwas Positives entsteht.

Freifach Tanz boomt

Sei es Hip-Hop, Breakdance, Salsa, klassischer Paartanz, oder auch der neuste Schrei, die sogenannten Flashmobs, für alle Stil- und Tanzrichtungen gibt es heute Kurse und Workshopangebote für Kinder jeden Alters. Das bestätigt auch Elfi Schäfer, Professorin für Tanz an der PH Zürich. „Früher war das ein Ding der Mädchen. Heute ist Tanz sexy, es gilt als männlich, gut tanzen zu können. Auch Jungs zeigen heute stolz, was sie tänzerisch drauf haben“, führt sie aus. Kinder und Jugendliche wollen heutzutage tanzen lernen – kein anderes Freifach erfreut sich über einen so hohen Zulauf wie der Tanz. Selbst in ihren Tanzmodulen an der PH stellt Elfi Schäfer fest, dass ihre Studierenden bereits über eine bemerkenswerte Vorbildung verfügen und auch sehr an Weiterbildung interessiert seien. Tanz ist nonverbal, nicht leistungsorientiert und es gibt keine Noten. Und doch erfordert

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Tanz ermöglicht Schülerinnen und Schülern, einmal so richtig gut zu sein – auch wenn sie das in anderen Fächern nicht immer schaffen. Sie erleben zusammen etwas, das ihnen Spass macht und einen guten Klassenzusammenhalt gibt. Auch Andi Duffs 3. und 4. Klasse macht da keine Ausnahme: Sie erlebten mit Jan und Michi von den Dirty Hands einen aussergewöhnlichen Nachmittag in einem Hip-Hop-Workshop. Text Vera Honegger (PHZH)

PHädagogisch

TANZ IN SCHULEN IMMER BELIEBTER


PHädagogisch er Disziplin und Konzentration. Tanz in der Schule fördert die Kreativität der Kinder und Jugendlichen, das Selbstvertrauen, die gegenseitige Achtung und das Gruppengefühl einer ganzen Klasse. Und nicht zuletzt: Tanz soll Spass machen. „Spass und Freude an der Bewegung, und dass jedes einzelne Kind etwas ganz persönliches aus dem Workshop mitnimmt“, lautet das klare Credo von Jan und Michi von den Dirty Hands. Das ist ihr oberstes Ziel, wenn sie einen Workshop in einer Schule durchführen.

Kinder sollen sich einbringen

In der Turnhalle sind die Kinder eifrig daran, die ersten Hip-Hop-Tanzschritte zu erlernen. Jan und Michi sind versierte Vermittler und haben einen sehr guten Draht zu den Kindern gefunden. Alle sind mit höchster Konzentration dabei – auch Andi Duff. Er hilft dem einen Schüler oder der anderen Schülerin, wenn sie irgendeinen Schritt oder eine Drehung einfach nicht verstehen. Kein Kind wird zurückgelassen, auch wenn es ein wenig länger braucht als seine Klassenkameraden. Immer wieder können die Kinder die eingeübten Schritte zu Musik tanzen, dann kommt richtig Freude auf. Die anderthalb Stunden vergehen im Flug – Zeit für die Abschlussrunde. Einmal mehr

stellen sich die Kinder im Kreis in der Turnhalle auf, die Musik ertönt laut, macht richtig Stimmung. Michi erklärt, dass die Kinder eines nach dem anderen in die Mitte des Kreises treten und dort zeigen, was sie gelernt haben oder einfach, was ihnen in den Sinn kommt. „Auslachen gibt es nicht, wir respektieren alles, was ihr vorzeigt„, erklärt Michi. Und sogleich geht das erste Kind in die Mitte und zeigt, was es gelernt hat im Workshop. Der nächste Bub rennt ohne zu zögern in den Kreis und legt los. Die Kinder stecken sich mit ihrer Begeisterung an, die Mädchen sind schon ganz ungeduldig und wol-

Tanzangebote für Schulen: - Dance Award Sportamt Zürich - www.ewzdanceaward.ch - Schule und Kultur - www.schuleundkultur.zh.ch - Vermittlung Tanz - mediation-danse.ch/ - Breakdance Workshops für Schule - www.dirtyhands.ch

- Workshops «Musig statt gwalt» für Kinder und Jugendliche (diverse Disziplinen) www.colors-zh.ch - Tanzworkshops der PHZH für die Schule für Lehrpersonen und Interessierte www.kurse.phzh.ch , weiterbildungskurse@phzh.ch - Tanzhaus Zürich - www.tanzhaus-zuerich.ch

len ihr Können zeigen. Manche stürmen gar in den Kreis oder durchqueren ihn mit Luftsprüngen und räderschlagend. Die Kinder jubeln bei jeder Performance, pfeifen, klatschen in die Hände und die Begeisterung überschlägt sich fast, als auch Jan und dann Michi nochmals eine Probe ihres Könnens zum Besten geben. In der Turnhalle brodelt es, als nur noch Andi Duff nicht vorgezeigt hat. Er kann gar nicht anders und unter riesigem Gejohle führt er einen akrobatischen Freeze vor. Die Kinder brechen in Jubel aus und können sich kaum mehr beruhigen. „So einen Schluss erleben wir ganz selten, dass sich alle Kinder so einbringen“, sagt Jan zum Schluss. Beide Tänzer sind beeindruckt von der Klasse, niemals hätten sie gedacht, dass Andi Duff disziplinarische Probleme mit ihr hat. Auch dieser schaut zufrieden aus: „Wir versuchen ja immer wieder, Impulse zu geben. Ein weiterer Sämling, den ich versucht habe zu setzen, in der Hoffnung, dass später vielleicht einmal die Saat aufgeht.“

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ES RÄTSELN DIE RÄTSEL...

zusammengestellt Judith Leumann

Adventsrätsel

Kerzenrätsel

1. In welchem Weihnachtslied wird das neugeborene Jesuskind als „holder Knabe im lockigen Haar“ beschrieben? a) Weisse Weihnacht b) Stille Nacht c) O Tannenbaum d) Oh du fröhliche

Herr Fideli bastelt jedes Jahr den gleichen Adventskranz. Das Einzige was sich ab und zu verändert, ist die Farbe der Kerzen. Er erinnert sich, dass er letztes Jahr rote Kerzen benutzte und entscheidet sich deshalb dafür, dass der Adventskranz dieses Jahr mit weissen Kerzen geschmückt sein soll. Er weiss, dass er im Keller noch 10 rote und 10 weisse Kerzen hat. Herr Fideli geht hinunter und ist gar nicht erfreut als er feststellt, dass die Glühbirne im Keller kaputt ist. Wie viele Kerzen muss er nun hoch nehmen, dass er sicher vier weisse Kerzen dabei hat?

4.In welcher Stadt wird jedes Jahr das weltweit grösste Abbild (flächenmässig) eines Weihnachtsbaums geschaffen? a) New York b) Assisi c) Rio de Janeiro d) Gubbio 5.Welche Frucht eignet sich hervorragend, um sie an kalten Wintertagen heiss und lecker gefüllt zu geniessen? a) Orange b) Apfel c) Quitte d) Birne 6.In welcher Stadt werden die Gebeine der Heiligen Drei Könige aufbewahrt? a) Mailand b) Rom c) Köln d) Zürich 7.Wer stellte im 17. Jahrhundert mathematische Berechnungen zu dem Stern an, der den Heiligen Drei Königen den Weg nach Bethlehem gewiesen haben soll? a) Johannes Kepler b) Leonardo da Vinci c) Galileo Galilei d) Nikolaus Kopernikus 8.Die „Königin der Gewürze“ ist in der Weihnachtsbäckerei unverzichtbar. Um welches Gewürz handelt es sich dabei? a) Safran b) Ingwer c) Vanille d) Zimt 9. Weshalb waren in früheren Jahrhunderten viele Gewürze nur in der Apotheke zu erhältlich? a) weil sie so teuer waren, b) weil nur die Apotheken über genaue Waagen verfügten c) weil sie in erster Linie als Heilmittel galten d) weil nur die Apotheker über entsprechende Handelsbeziehungen verfügten 10.Wann kam die erste elektrische Lichterkette für den Weihnachtsbaum auf den Markt? a) 1882 b) 1895 c) 1901 d) 1919 (Quelle: Verein Herausgeberschaft Adventskalender Zürich, Adventskalender 2012, ADVENTure, Alpina Druck GmbH Innsbruck)

Verdrehte Weihnachtswörter Der Esel hat aus Versehen die to-do-Liste vom Arbeitstisch des Nikolaus gerührt. Jetzt sind alle Buchstaben durcheinander geraten. Helfe ihm, sie zu ordnen! SSMUCKEIWHNAHTCHC -----------------------------EHLEHESERNMTBT -----------------------------ITSTNENRMZE -----------------------------WNACHTSGZLIIHEUE -----------------------------SCEEFOEHNCKNL -----------------------------SNEANEMCHN ------------------------------

Lösungen

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3. Auf dem Trafalgar Square in London wird alljährlich ein riesiger Weihnachtsbaum errichtet, den die Engländer aus einem anderen europäischen Land geschenkt bekommen. Woher stammt dieser Baum? a) Frankreich b) Norwegen c) Schweiz d) Schweden

Adventsrätsel: 1b/2b/3b/4d/5b/6c/7a/8c/9c/10b Kerzenrätsel: Herr Fideli muss 14 Kerzen hochnehmen. Im dümmsten Fall nimmt er nämlich 10 rote mit und die restlichen vier sind dann mit Sicherheit weiss! Verdrehte Weihnachtswörter: WEIHNACHTSSCHMUCK, BETHLEHEMSTERN, ZIMTSTERNEN, WEIHNACHTSGUEZLI, SCHNEEFLOCKEN, SCHNEEMANN

2. Weshalb sind Zimtsterne auch schon mal in die Schlagzeilen geraten? a) weil Zimt kaum noch erhältlich ist b) weil Zimt in hoher Konzentration gesundheitsschädigend ist c) weil Zimt in grösseren Mengen leicht berauschend wirkt d) weil bei der Zimtproduktion in Ostasien häufig Kinder eingesetzt weden


WICHTELN AN DER PH So funktionierts! 1. Melde dich bis zum 14. Dezember via QR- Code* oder über folgende Webadresse rephlex.ch/wichteln an und fülle das Webformular aus. 2. Du erhältst am 16. Dezember eine Mail mit dem Namen der dir zugeteilten Wichtelperson und besorgst ihr ein Geschenk. Wir empfehlen eine Preisklasse bis 15 CHF. 3. Am Donnerstag, 20.12, an der letzten Therabierbar in diesem Jahr, hat es einen Päcklistand. Dort gibst du dein Wichtelgeschenk zwischen 17.45 Uhr und 18.15 ab. 4. Gönn dir einen Glühwein. 5. Hol dein Päckli nach 18.15 Uhr beim Päcklistand ab und freue dich! Teilnahmeberechtigt sind Studierende und Mitarbeitende der PHZH, welche an der Therabierbar vom 20.Dezember 2012 anwesend sind.

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RePHlex No. 6 2012