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DEUTSCHLAND

ABSEITS DES ALLTÄGLICHEN

THE BOSSHOSS TESTEN

FORD MUSTANG GT Die Berliner Cowboys

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Abenteuer-Reisen in die Tiefen der Dunkelheit

reiten das 418-PS-Pony

GIRLS, GIRLS,

GIRLS! Wo Paris seine

heißeste Party feiert

€ 2,50 OKTOBER 2015

KEANU REEVES

MOTORHEAD Der Hollywood-Star baut das Motorrad der Zukunft


Jeep mit ®

ABENTEUER FANGEN DA AN,

01. SEPTEMBER – 31. OKTOBER

Der Jeep® Renegade. Ein Auto, ein Statement. Der Jeep® Renegade. Der mehrfach ausgezeichnete SUV ist auch mit 9-StufenAutomatikgetriebe, Jeep® Active Drive Allradsystem und dem CommandView® Panorama-Glasschiebedach erhältlich. Er ist zu allem bereit. Und Sie? Entdecken Sie die Jeep® Adventure Days Angebote vom 01. September bis 31. Oktober 2015 bei Ihrem teilnehmenden Jeep® Partner. 1

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AUTO BILD ALLRAD Heft 6/15 vom 08.05.2015: Importsieger Kategorie Geländewagen und SUV bis 30.000 €. OFF ROAD Heft 8/15 vom 14.07.2015: Platz 1 Kategorie Subkompakt-SUV, Platz 2 Kategorie Newcomer.


WO STRASSEN AUFHÖREN

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20 Years of the Custom Ben ferguson on the Custom. Camber. often imitated, never outdone.

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DIE WELT VON RED BULL

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SO KLINGT EIN HIT

Die Cover-Experten The BossHoss im hochgedrehten Infight mit zwei Generationen Ford Mustang.

Keanu Reeves hat zwei Hauptberufe. Der zweite, vermuten wir mal, ist bekannt. In diesem Heft haben wir mit ihm daher über den ersten gesprochen. Ab Seite 56. In dem Interview geht es vordergründig um ein Motorrad, das Reeves prägend mitentwickelt hat, das 78.000 US-Dollar kostet und dennoch in der Fachpresse als Preis-Leistungs-Geheimtipp gehandelt wird. In Wahrheit geht es im Interview um Begeisterung, Leidenschaft, Unvernunft. Und was man damit bewegen kann. „Dieses Bike wollte auf der Welt sein. Es macht mich unfassbar glücklich, darauf zu sitzen.“ Viel Vergnügen mit diesem Heft! Die Redaktion 8



„Dieses Bike ist mit keinem anderen vergleichbar.“ KEANU REEVES, SEITE 56

THE RED BULLETIN

PETER YANG (COVER), CHRISTOPH VOY, KEFFER, DEAN TREML/RED BULL CONTENT POOL, KRYSTLE WRIGHT, GARY BRAY/UNICOM

WILLKOMMEN!


OKTOBER 2015

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AUF EINEN BLICK

PARTY À LA PARIS

Mehr als 5000 Leute, das Grand Palais, eine Nacht im Sommer: Yard Party!

GALLERY 14  AUGENBLICKE des Monats

BULLEVARD

75 50

21  ABENTEUER Höhen und Tiefen, Lichtund Schattenseiten des Lebens.

FEATURES 28 The BossHoss

und der neue Ford Mustang GT im Soundcheck mit dem 68er-Shelby.

36 Krystle Wright RRRRRRROOOT

Der 3,9-Liter-Biturbo-V8 des neuen Ferrari 488 GTB sorgt für Bestzeiten in Maranello und strahlende Augen bei uns.

Die atemberaubenden Storys hinter den Bildern der Extrem-Fotografin.

DER SUPER-TRIATHLET

Sebastian Kienle sagt: „Glücksgefühle muss man sich verdienen.“ (Und: „Spaß an der Anstrengung kann man lernen.“)

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50 Heroes des Monats

Sebastian Kienle, Dan Auerbach, Emmy Rossum, QBert

56 Keanu Reeves

und sein 78.000-Dollar-Bike.

64 Yard Party

So feiert sich Paris eine Nacht lang.

ACTION! 71  WAS, WANN, WO, WOHIN Tipps für Reise, Abenteuer, Style, Musik, Kino, Games, Uhren und Events.

36 GEFÄHRLICH SCHÖN

Extrem-Fotografin Krystle Wright wird für ihre Bilder zur Paragleiterin, BASEJumperin, Antarktis-Forscherin. THE RED BULLETIN

WASSERWAHNSINN

Das Harmloseste, was man über ZapcatFahren sagen kann: Es geht um einen Sport, den du im Liegen betreibst.

83 ACTIVE STYLE GUIDE 96 IMPRESSUM 98 MAGIC MOMENT

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THE RED BULLETIN BACKSTAGE OKTOBER 2015

CONTRIBUTORS MIT AN BORD

CHRISTOPH VOY

Bike-Fan Reeves beim Red Bulletin-Shooting in L. A.

Das Custombike des Filmgiganten Mit der Trenchcoat-tragenden Erlöserfigur Neo aus der Blockbuster-Trilogie „The Matrix“ schuf Keanu Reeves eine Ikone der modernen Popkultur. In Summe spielten die Filme des heute 51-Jährigen weltweit über zwei Milliarden Dollar ein. Beim Shooting in Los Angeles präsentierte Reeves dem Red Bulletin sein neues Projekt: die Arch KRGT 1, ein Custombike um 78.000 Dollar, das er selbst mitentworfen hat. Reeves fuhr seine Maschine für uns Probe. Das ­Donnern hörten wir noch kilometerweit. Seite 56.

MAKING OF DAS SHOOTING DES MONATS

Die Bilder des Berliner Fotografen erscheinen in der „Cosmopolitan“ und „Neuen Zürcher Zeitung“. Für uns begleitete er die Country-Rocker The BossHoss bei ihrer MustangTestfahrt in Berlin. Seite 28.

RED BULLETIN WELTWEIT KEFFER

Berühmt wurde der Pariser NightlifeFotograf mit seinen elegischen Schwarzweißporträts. Wir schickten ihn bei 40 Grad Hitze auf die „Yard Party“ im historischen Grand Palais seiner Heimatstadt. Seite 64.

The Red Bulletin erscheint ­in elf Ländern. Im Bild das Cover unserer Mexiko-Ausgabe mit der Story über die Formel-1-­ Rückkehr nach Mexiko-Stadt. Alle Ausgaben zum Download: www.redbulletin.com/howtoget

Berg-Shooting in 4000 Metern Höhe? Alltag für Fotografin Krystle Wright

„Routine ist dein ärgster Gegner.“ KRYSTLE WRIGHT BASE-Jumps, Antarktis-Expeditionen, nächtliches Paragleiten in Kolumbien: Wenn Action-Fotografin Krystle Wright, 28, zu ihren Jobs ausrückt, wird die Australierin zur Extremsportlerin. Uns erzählt sie die Storys hinter ihren besten Shots. Seite 36.

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THE RED BULLETIN


THE RED BULLETIN: WEB-HIGHLIGHTS

The BossHoss im Rennfieber Deutschlands Country-Rocker nehmen sich einen 1968er-FordMustang und das GT-Modell von 2015 zur Brust. Das Video zum Testrennen im Herzen Berlins. redbulletin.com/bosshoss

EXKLUSIV AUF

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HELIKOPTERWAHNSINN

INSTAGRAM FÜR PROFIS

Heli-Pilot Felix Baumgartner jagt ein 1000 PS starkes Drift-Auto über ein Flugfeld in Polen. Wir haben das Interview und den Clip zum Flug-Stunt des Jahres.

Die australische Action-Foto­ grafin Krystle Wright verwandelt Abenteuer in Kunst. Für uns ­analysiert sie die Feeds dreier ­Fotokünstler, die sie inspirieren.

redbulletin.com/helidrifting

redbulletin.com/krystlewright

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THE RED BULLETIN

CHRISTOPH VOY, KIN MARCIN/RED BULL CONTENT POOL, KRYSTLE WRIGHT

Alle Storys sofort lesen:


Explore At anonoptics.com

BODE MERRILL Magna-Tech™ Quick Lens Change Technology MFI (Magnetic Facemask Integration) Spare Low-Light Lens


DREHMOMENT Bei der Formula Drift messen sich die 39 weltbesten Profis auf Rennstrecken in China, Nordamerika und Japan. Publikumsliebling ist Neuseelands „Mad“ Mike Whiddett, der seinen Spitznamen einer früheren Karriere als furchtloser Motocrosser verdankt. Mittlerweile werkt Mad Mike, nicht weniger furchtlos, im Mazda Radbul – mit Rauchfahne und 1032 PS. Drift-News: www.madmike.co.nz Bild: Larry Chen

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LARRY CHEN/RED BULL CONTENT POOL

O R L AN D O, FLO R I DA , U SA


SERMAMAGNY, FRANKREICH

ROCK ’N’ ROLL Unter dem Künstlernamen Diplo schaffte es der Amerikaner Wesley Pentz unter die globalen Top-Verdiener im DJ-Business (Jahresgage 2014: zehn Millionen Dollar). Mit seinem AllstarProjekt Major Lazer rockt er Dancehall-Crowds von Kingston bis Mumbai. Höhepunkt seiner bunten Live-Shows: der Ausflug ins Publikum in der Riesen-Plastikkugel beim diesjährigen ­Eurockéennes-Festival in Ostfrankreich. Tourdaten: www.majorlazer.com Bild: Vincent Arbelet



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A ZO R E N , P O RTU G AL

FREIER FALL

DEAN TREML/RED BULL CONTENT POOL

Die Amerikanerin Tara Hyer-Tira wuchs mit fünf älteren Brüdern auf. Alle fünf waren Turmspringer. Kein Wunder, dass die Sieben­ undzwanzigjährige (im Bild beim Absprung aus 20 Metern Höhe) mittlerweile zu den Top‑­ Athletinnen der Red Bull Cliff Diving World ­Series zählt. Was sie an dem Sport fasziniert? „Der Respekt vor der Höhe, gefolgt vom Rausch nach der Landung.“ Finale der Red Bull Cliff Diving World Series: 26. 9. in Bilbao. Livestream: www.redbull.tv Bild: Dean Treml



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are registered trademarks of and used under licence from Boxfresh Global Limited.

Oliver Shaw, Catalogue Design Studio

and

It’s Not About The Shoes It’s About The Life You Lead In Them


2015 ist das Jahr des Lichts: Wir führen dich zu den hellsten und dunkelsten Orten der Welt.

BULLEVARD SO TIEF SANK NOCH KEINER

SUNSET BOX/ALLPIX/LAIF

James Cameron erreichte seinen Höhepunkt erst, als er ganz unten war: im Marianengraben. Spektakel-Regisseur James Cameron hat eine komplizierte Beziehung zum Meer. In „Titanic“ versenkte er ein Schiff, in „Expedition Bismarck“ ging er einem anderen auf den Grund, in „The Abyss“ traf er am Meeresboden Aliens. Nur eine extreme Therapiesitzung konnte da helfen: im U‑Boot in den Marianengraben abzutauchen – an den tiefsten und dunkelsten Punkt des Meeres. Als dritter Mensch in der Geschichte. Als erster ganz allein. Cameron dokumentierte die nasse Wüste 10.900 Meter unter dem Meeresspiegel, über die wir weniger wissen als über den Mars. Wahnsinnig viel bekam er in den drei Stunden aber nicht zu sehen – das U-Boot hatte mächtig Sand aufgewirbelt. Ein Schicksal, das manche seiner Filme auch kennen – wenn die Technik der Handlung die Schau stiehlt. Diesmal war mehr Tiefgang aber definitiv nicht möglich.

Finstere Zeiten. James Cameron weiß, was einen Mann mit Tiefgang ausmacht: eine wasserdichte Uhr.

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BULLEVARD

REISE INS BLAUE

Die Sonnenstrahlen reichen bis 200 Meter hinab. Dann wird’s finster. Fünf Tauch-Tipps für alle, die ihr High in der Tiefe suchen.

930 m ü. M. Weißensee, Österreich 1

Kalt: Tauchen in Kärntens höchstgelegenem Bergsee.

+ − 0  m Toyama, Japan

2

Blaulicht-Alarm: Winzige Leuchtkalmare färben die Küste im Frühjahr neonblau.

– 2  m Ostgrönland

3

Eisberge von unten: Im eiskalten Wasser wärmt dich nur die Mitternachtssonne.

– 10  m Thingvellir, Island

100 m

4

Nicht zusammenrücken, bitte: Tauch in die Konti­ nentalspalte zwischen ­Amerika und Europa!

200 m 3

4 1

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UnterwasserTipps – unter uns gesagt

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– 3800  m

Tiefes High. Ab hier setzt der berüchtigte Tiefenrausch ein: Euphorie, Angst, Halluzinationen.

Die Unsinkbare. Schon über 103  Jahr­e ruht das Wrack der „Titanic“ südöstlich vor Neufundland.



– 11.034  m Ganz unten. Den Marianengraben im Pazifik erreichst du nur, wenn du James Cameron heißt.

– 300  m Malta

5

Werde U-Boot-Pilot! In vier Tagen wasserdicht bis max. 300 Meter. Preis: 8000 Euro.

THE RED BULLETIN

CORBIS

– 30  m


BULLEVARD

Keira Knightley blieb im Drama „Everest“ glück­ licherweise zu Hause. Wir auch.

DER SONNE SO NAH

TRUNK ARCHIVE

Der Lichtblick auf der ­Leinwand: Keira Knightley. Wir sind uns sicher: Die bezaubernde Engländerin brächte sogar Gletscher zum Schmelzen. Vielleicht musste sie deshalb im Abenteuerfilm „Everest“ daheim bleiben, während Film-Ehemann Jason Clarke mit Jake Gyllenhaal den höchsten Berg der Erde bestieg. Natürlich hätten wir ­Keira lieber mit den Männern marschieren gesehen. Doch nicht einmal Hollywood hätte sie bei minus 40 Grad so eingekleidet, wie sie uns am besten gefällt. Daher verpassen wir dem Film ­unser eigenes Happy End: Keira empfängt uns offenherzig unterm Gipfelkreuz. Wir schmelzen. Nun leider auch der Everest.

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BULLEVARD

1 465 3

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2

Sieben Pforten zum Mittelpunkt der Erde

INNERE WELTEN

Die schönsten Höhlen sind nicht immer die längsten. Wir sagen dir, wie weit du in den Berg musst, um zum Wesentlichen vorzudringen. 20 m Höhlen von Lascaux Frankreich

1

Unsichtbar: Nach nur 20 Metern siehst du die berühmten Steinzeitrinder an der Wand – nicht. Die Höhle ist seit den 1960ern gesperrt.

30 m Waitomo Glowworm Cave Neuseeland

2

Etwas für den Familienausflug: Schon 30 Meter nach dem Eingang fährst du durch die Grotte der leuchtenden Würmchen.

120 m Lechuguilla Cave New Mexico, USA

3

Mit 222 Kilometern eines der längsten Höhlensysteme der Welt. Bis zum Jahr 1986 kannte man nur die ersten 120 Meter.

0 m

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500 m Gouffre Berger Frankreich

4

Kletterparadies in den Alpen: Nach 500 Metern schräg abwärts kommst du zur unheimlichen Tropfsteinformation „Die Dreizehn“.

500 m

1 km Eisriesenwelt Österreich

5

Elsas Palast: Der erste Kilometer nach dem Eingang ist total vereist. Und zugänglich. Dann darfst du nicht mehr weiter.

1 000 m

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BULLEVARD

HIGHLIGHTS FÜR DIE HOSENTASCHE

Der Sitz der Geister. Die Höhle Madschlis al‑Dschinn im Oman ist 120 Meter hoch. Und ein wahrlich göttlicher Ort.

Ausleuchten, auf­ nehme­n, aufbleiben: drei Licht-Maschinen

SEALIFE MICRO HD So geht Unterwasserfilmen heute: dauerisolierte Kamera mit 13 Megapixel und Full HD. Wo bleibt jetzt die verdammte Blauwalfamilie? www.sealife-cameras.com

FOGO Eine Wunderlampe, die alle Wünsche erfüllt: Walkie-Talkie, Kompass, Nachrichten- und GPS-Empfänger. Und leuchten kann sie auch. Mit 1000 Lumen. www.fogo.io

ENTRAIN Die App gegen Jetlag. Sie hilft dir durch die ersten Urlaubs­ tage. Sagt dir, wann du in die Sonne gehen sollst und wann du ins Bett. Willst du das? entrain.math.lsa.umich.edu

1943 von polnische­n Zwangs­ arbeitern in den Berg gegraben, die den Nazis zum Trotz nicht starben, sondern immer stärker wurden. Dank der radioaktiven Heilkräfte des Berges.

1 500 m

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2 000 m

6 km Son-Doong-Höhle Vietnam

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Der Dschungel im Berg: Nach sechs Kilometern stößt du auf eine 60 Meter hohe Wand. Sie wurde erst einmal von Bergsteigern über‑ wunden.

3 000 m

DIETMAR KAINRATH

6

NATIONAL GEOGRAPHIC CREATIVE

1,9 km Gasteiner Heilstollen Österreich

DIALOG DER DOSEN

DUNKELHEIT IST ETWAS SCHÖNES.

JA, ABER LEIDER SIEHT MAN SIE SO SCHLECHT.

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BULLEVARD

DIE NACHT HAT 24 STUNDEN

Loving Las Vegas: Wem gehen hier zuerst die Lichter aus? 01:10 Im XS Nightclub

22:29 Auf in eines

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21:39 Pflichtprogramm

20:00 Essen im Strato-

05:00 Hochzeitsreise

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nach Venedig. Liegt ja gleich ums Eck.

03

05:04 Hochzeitsnacht.

04

00:03 Wir inhalieren die

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verruchte Aura des Glücksspiels und pulsieren mit den Leuchtreklamen. Auf ins ­ewige Nachtleben!

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Cirque du Soleil gehört dazu wie ein Handschlag mit dem einarmigen Banditen. Preis? Egal.

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16:17 Ein Besuch im

in der Liebe. Doch sie sagt, ohne Trauschein läuft nichts. Ab im Taxi zur Drive-in-Kapelle.

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sphere Tower mit bester Aussicht. Die echten Sterne siehst du aber nur im Grand Canyon.

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in der Dämmerung: Die tanzende­n Bellagio Fountains fabrizieren ­Feuerwerke aus Wasser.

04:33 Du hast Glück

werden wir das, was wir eh nicht gewonnen haben, auch noch los. Hallo, Sweetie, wie heißt du?

der 76 Casinos. Der Eintritt kostet nichts. Blechen wirst du trotzdem!

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16 09

15 13

14:02 Im Arts District

lernen wir: Kunst kommt hier vom Allesverkaufen-Können.

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14 12

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12:07 Das Neon-­

Museum erhebt aus­ rangierte Reklametafeln zu Pop-Art-Werken. Die Stromrechnung wüssten wir gern.

08:05

Und ich bereue es schon jetzt. „Welcome to Fabulous Las Vegas“ warnt uns das Ortsschild ein letzte­s Mal.

09:10

Der Hunger treibt uns ins Harrah’s zum All-You-Can-Eat-Frühstück. Der Schokobrunnen sprudelt vor Freude.

10:56 Auf geht’s down-

town ins „alte“ Las Vegas, wo in den 1940ern die ersten Hotel-Casinos eröffneten.

01:10 09:10

21:39

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GETTY IMAGES

Glückslichter. Las Vegas leuchtet so hell, dass man es vom Jupiter aus sieht. Angeblich.

THE RED BULLETIN


BULLEVARD

DARK TOURISM Fünf Last-Minute-Trips, die es wirklich gibt.

NORDKOREA Digital-Detox-Kur. Unterhalte dich mal wieder mit deinem Partner. Aber nicht über Politik!

AFGHANISTAN Für den echten Terrouristen! Flaniere mit Helm und kugel­ sicherer Weste durch Kabul.

TSCHERNOBYL Tagesausflug zum Reaktor. Für kernige Typen auf der Suche nach den letzten Strahlen.

LONDON Jack-the-Ripper-Tour. Sight­ seeing im ehemaligen Jagdrevier des Londoner Serienkillers.

SOMALIA Segeln zwischen Piratenbooten? Okay, wir geben es zu, das gibt es nicht. Noch nicht.

KAINRATH

DER HIMMEL MUSS WARTEN

Grinsender Glückspilz. Wo bleibt der Weltraum-Trip für alle?

NASA

DIETMAR KAINRATH

Im Jahr des Lichts trennen uns noch Lichtjahre vom All-inclusive-Urlaub im Weltraum. Seit Captain Kirk erstmals „unendliche Weiten“ ins Logbuch quatschte, wollen wir die Sterne bereisen. Seit Dennis Tito im Jahr 2001 als erster Tourist ins All flog, wissen wir: Diese Reise wird teuer. Unternehmen wie Virgin Galactic oder Space Adventures investierten bereits Milliarden, um den Traum zu erfüllen. Für schlappe 250.000 Dollar kannst du mit Virgin die Erde aus dem Orbit betrachten. Theoretisch. Denn leider stürzte deren „Spaceship 2“ letztes Jahr wie ein Stein vom Himmel. Und mit ihm auch die Hoffnung auf baldige Space-Reisen für

THE RED BULLETIN

alle. Wir müssen uns also noch gedulden, bis wir den ersten Sonnenpartikelschirm im Orbit aufspannen oder per Anhalter durch die Galaxi­s trampen. Bis dahin holen wir uns eben die Sterne vom Himmel: am besten dort, wo es kilometerweit stockdunkel ist. Auf dem Ayers Rock in Australien. Oder in der chilenischen Atacama-Wüste. Nirgendwo auf der Erde sieht man so viele Sterne wie dort. Ansonsten: Der „Star Wars“-Hype geht im Dezember in die nächste Runde. Dann wissen wir wieder, warum das beste Raumschiff doch die eigene Couch ist.

Sehen und gesehen werden

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COVERVERSION

The BossHoss-Masterminds Alec Völkel und Sascha Vollmer erklären uns, wie man Qualität erkennt. Anschauungsbeispiele: zwei Ford Mustangs. Text: Werner Jessner  Fotos: Christoph Voy 28


Ikonen der Automobil足 geschichte: Der aktuelle Ford Mustang trifft seinen Kollegen vom exzellenten 1968er-Jahrgang.


Sascha „Hoss Power“ Vollmer und Alec „Boss Burns“ Völkel: zwei Ber­liner auf US-Trip. Glaubwürdiger würden es Amis auch nicht hinbekommen.

„DIE 1950ER UND 1960ER WAREN FÜR UNS EINFACH DIE GEILSTE ZEIT – SOWOHL IN DER MUSIK ALS AUCH IM AUTO-DESIGN.“


G Reminiszenz an die illegalen Straßenrennen Amerikas – ein Phänomen, das in der Popkultur immer wieder auftaucht: Boss Burns, 2015er-Mustang.



ibt es etwas, das gute Autos und gute Musik gemein haben? Alec „Boss Burns“ Völkel und Sascha „Hoss ­Power“ Vollmer uni­ sono: „Klar! Qualität nutzt sich nicht ab. Ein Auto muss lange Zeit fahren, ohne zu klap­ pern. Einen guten Song musst du immer und immer wieder hören können, ohne dass er dir langweilig wird.“ Der Rest ist eine Frage des Geschmacks, findet Sascha: „In der Musik wie bei Autos gibt es Vorlieben. Der eine steht eben mehr auf Škoda, der andere auf Volvo. Der eine mag Hip-Hop, der andere Volksmusik. Bei uns sind es halt Ami-Karren und Country-Rock.“ Das sieht man den beiden Berlinern auch an: ­Tattoos, schwere Ringe, Kutten, Hillbilly-Frisuren. Das ist zwar einerseits auch ein bisschen Pose, eine Art Dienstkleidung, andererseits entspringt sie doch tief in ihrem Innersten. Alec: „Wenn du wirklich gut sein willst, musst du authentisch sein. Das Publikum spürt sofort, wenn etwas nur aufgesetzt ist. Wie Tiefer­ legung und Spoiler, aber bloß 50 PS.“ Im Fall der beiden Anfangsvierziger besteht diese Gefahr nicht, fahren sie doch selbst altes US-Metall: Alec hat sich nach Anfängen mit einem Ford Taunus einen Mustang gecheckt, Sascha fährt einen späten Plymouth Road Runner und einen Chevy-Pickup. „Die 1950er und 1960er sind für uns einfach die geilste Zeit. Sowohl in der Musik als auch im Auto-Design. Damals sind echte Ikonen entstanden. Lieder, die seit Generationen funktionieren. Und Autos, deren Form die Zeiten überdauert hat. Der Porsche 911 zum Bei­ spiel oder natürlich der Mustang.“ Der Ford Mustang ist ein uramerikanisches Auto, ein Bubentraum seit mehr als einem halben Jahr­ hundert. Zum Shooting haben wir gleich zwei ganz außergewöhnliche Exemplare des Pony-Cars mit­ gebracht, noch dazu beide in der besonders show­ starken Cabrio-Variante: einerseits den brandneuen Mustang GT der sechsten Generation mit fünf Litern Hubraum, 418 PS, manuellem Sechsganggetriebe und allen Segnungen moderner Ausstattung von Launch Control für den perfekten Ampelstart bis zur Sitzkühlung, falls dem Fahrer sein eigener Fahrstil 31


zu heiß wird. Und auf der anderen Seite den Traum aller Alt-Mustang-Fans, einen 1968er Shelby GT 500KR mit 350 PS, Dreigang-Automatik und Bremskraftverstärker als nennenswertem Extra. Der Vor­ besitzer fuhr den Wagen dreißig Jahre lang, seine Witwe ließ ihn dann aus Chicago nach Deutschland ziehen, wo er akribisch restauriert wurde. Marktwert: 250.000 Euro, rund das Fünffache seiner aktuellen Coverversion. Der Ford Mustang war immer ein verhältnis­ mäßig leistbares Auto, das trotzdem geil ist. Für BossHoss eine Tugend. Alec: „Ich glaube zwar nicht, dass es per se uncoole Autos gibt, aber es gibt definitiv ­uncoole Fahrer-Auto-Kombinationen. Einige wenige schaffen es, selbst in einem Opel Corsa nicht peinlich zu wirken. Aber das ist die Ausnahme. Die meisten Typen hingegen, die einen Ferrari fahren, glauben wahnsinnig cool zu sein und ahnen nicht, wie uncool sie rüberkommen.“ Und Sascha, Biker mit Herz und Seele, hat sogar ein noch extremeres Beispiel: „Boss Hoss, das amerikanische Motorrad mit V8-Motor. In Texas bin ich einmal auf so einem Gerät gesessen. Too much! Qualität heißt auch, dass das Zeug im Alltag einen Sinn haben muss.“ Alec: „Ein Mustang ist ein ehrliches, cooles Auto, das hat sich über all die Generationen nicht geändert. Für seine Fahrleistungen günstig, geile Optik, geiler Sound. Einfach eine Karre mit vielen Qualitäten.“ Ist das nicht eine sehr konservative Weltsicht? Die beiden bejahen: „Ja, vielleicht sind wir konser­ vativ, aber minus Tischdecke und Einbauschrank. Ist es konservativ, wenn man von seinen Oldtimern erwartet, dass sie funktionieren und man mit ihnen raus aus Berlin und die 250 Kilometer rauf an die Ost­ see fahren kann? So deutsches Qualitätsdenken ist schon in uns drin. Das ist auch der Grund, warum wir nicht selbst schrauben. Wir sind da völlig untalentiert und würden nicht weit kommen.“

BOSS BURNS: „DER MUSTANG IST EIN EHRLICHES, COOLES AUTO. DAS HAT SICH ÜBER ALL DIE GENERATIONEN NICHT GEÄNDERT.“

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Duell am Todesstreifen: Auf dem Brachland, wo sich The BossHoss 足heute die Mustangs zur Brust nehmen, war bis 1989 die Grenze zwischen der DDR und der BRD. Mustangs im 足Osten? Damals unvorstellbar.


BOSS BURNS: „DIE GARANTIE FÜR EIN SCHLECHTES COVER IST, WENN DU AM ORIGINAL KLEBST.“

Der aktuelle Mustang ist der erste überhaupt, der o∞ziell in Europa importiert wird. Wer die Macht des V8 scheut: Es gibt ihn auch mit einem 314 PS starken Vierzylindermotor.


Covern jetzt auch Hip-Hop: Das neue Doppelalbum von The BossHoss kommt im Herbst.

Mustang GT 5-Liter-V8-Motor, 418 PS

Spitze

250 km/h 0 auf 100 km/h

4,8 sec Shelby GT 500KR 1968, 350 PS

Spitze

210 km/h 0 auf 100 km/h

6,3 sec

Denn so chic Selbermachen auch gerade sein mag, am Ende geht es immer um Mobilität, um Freiheit. „Einfach fahren, verstehste?“ Auch wild? Alecs automobile „Entjungferung“ erfolgte in einem Wartburg, der dem Vater seiner damaligen Freundin gehörte: „Nach zwei Wochen hatte ich der Karre den Außenspiegel abgefahren. Daraufhin wurde er mir wieder entzogen.“ Inzwischen haben beide Jungs aber längst gelernt, mit schwerem Gerät umzugehen. Schnell­ fahren ist nicht so ihr Ding. Adrenalin holen sie sich auf der Bühne. Bloß wer darf heute welchen Mustang fahren? Konsens kann es keinen geben, weil es eben Konsens über das Wunschauto gibt: Sowohl Sascha als auch Alec würden die Nacht gern im 68er verbringen. Ein Münzwurf entscheidet zu Gunsten von Sascha. Doch schon nach wenigen Minuten wirkt Alec im aktuellen Mustang GT Convertible alles andere als traurig, ja ­enthusiastisch gar: Statt in einem kleinen Bucket Seat hockt er in einem orthopädisch perfekten Schalensitz und aus der Hi-Fi-Anlage kommen satte Bässe, während Sascha am Mittelwellenradio fummelt, ohne ihm viel mehr als Rauschen zu entlocken. Doch um all das geht es nur periphär. Entscheidend ist der Motor. „Hammer, wie das abgeht“, befindet Alec, „einfach nur Hammer“, und lässt den Mustang schon wieder fliegen. Um den Hammer in Zahlen zu gießen: Spitze 250 km/h, 0 auf 100 km/h in 4,8 Sekunden. Da kommt Sascha im 68er-Shelby nur gefühlt mit, wenngleich sich seine Erlebniswelt ungleich dramatischer aufbaut: Der Oldie ist unpräziser, braucht mehr Kraft und Vorausschau, hat eher zu viel als zu wenig Leistung. Die Seele bringen beide zum Schwingen, Original und Coverversion, und genau so soll das ja

Shelby GT: Ronny Weiss (www.musclecarforyou.com) Styling: Soo-Hi Song/Shotview StylingAssistenz: Anna Phebey Hair & Make-up: Ischrak Nitschke/Blossom Management Model: Caro Cult/Deebeephunky Fashion Credits: Bustier – American Apparel, Blouson – American Apparel THE RED BULLETIN

auch sein. The BossHoss sind immerhin berühmt für ihre Coverversionen. Das wird auch beim nächsten Doppelalbum so sein, das im Herbst erscheint: eine Seite mit neuem Material, die andere mit Neuinterpretationen von teils höchst unwahrscheinlichen Songs, die in den Country-lastigen BossHoss-Sound eingepasst werden. Was unterscheidet also eine gute von einer schlechten Coverversion? Alec: „Die Garantie für ein schlechtes Cover ist, wenn du am Original klebst, wenn du bloß nachsingst und -spielst. Das gilt natürlich nicht nur für unsere eigene Arbeit, sondern auch für die ­anderer Interpreten, etwa bei ‚Voice of Germany‘, wo wir früher in der Jury saßen. Qualität ist, wenn du dem Song neue Facetten entlockst, die vorher noch nicht da waren. Dazu musst du bis an die Basis gehen, darfst dich nicht scheuen, Neues zu probieren und durchaus radikal die Flex und das Schweißgerät anzusetzen. Wenn die Basis des Songs stark genug ist, gewinnt er dadurch.“ Das Œuvre von The BossHoss ist der beste Beweis für die Richtigkeit dieser Theorie: „Like Ice in the Sunshine“ oder „Ça plane pour moi“ wurden durch die Berliner Abbruch- und Umbauarbeiten endlich wieder interessant für das abgestumpfte Ohr, und am kommenden Album gelangen sogar Hip-HopNummern in die Werkstatt der Berliner. „Das ist dann aber schon mehr als nur ein Facelift“, grinst Sascha. „Solche Songs baust du quasi komplett neu. Ziehst eine Song-Struktur in dreiseitige Lyrics ein, es braucht Bridges und alles. Aber spannend!“ Die Analogie zum Mustang liegt auf der Hand: Der neue ist dem alten in vielen Details fremd geworden, und doch erkennt jeder das 2015er-Modell, das erstmals in seiner Geschichte offiziell nach Europa kommen darf, auf den ersten Blick als Mustang. Und der Weg in die andere Richtung? Sind die USA ein Sehnsuchtsort für The BossHoss? Mobilität, der Ruf der Straße, Roadsongs, die sich The BossHoss mit ihrer Musik zu eigen machen, sind ja ein zutiefst amerikanisches Phänomen. „Ist schon ganz cool drüben“, sagt Sascha. „Texas ist ganz anders, als die Klischeebilder suggerieren. Austin ist spannender als Los Angeles.“ „Wobei L. A. schon auch nicht unspannend ist“, fällt Alec ein. „Aber im Grunde sind wir doch am liebsten in Berlin.“ – „Und im Winter in Spanien.“ Das Beste aus beiden Welten, möchte man sagen, und für die Tage, an denen in Berlin zu viele Klein­ wagen rumstehen, nehmen sie einfach den Mustang raus, setzen die Sonnenbrillen auf und cruisen damit an einen Badesee. „Das ist eine Qualität, die der ­klassische Westen nicht hat“, grinsen sie. Und wieder einmal zeigt sich: Die Coverversion kann so gut sein wie das Original. Manchmal sogar besser. thebosshoss.com

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„Ende 2011 fragte mich ein Freund, ob ich zwei Monate lang auf einem Schiff die Antark tis befahren will, um Reise-Fotografen zu zeigen, wie man unter extremen Bedingungen arbeitet. Klar sagte ich zu. Ich montierte meine Kamera auf eine Teleskopstange, um vom Boot aus unter Wasser fotografieren zu ­k önnen, wie hier das Kajak der ­K anadierin Valerie Lubrick.“

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LEMAIRE-KANAL, ANTARKTIS 7. FEBRUAR 2012

Gefährlich schön BASE-Jumps, Eisstürme, Gebirgsflüge in Pakistan: Die Fotografin Krystle Wright wird für ihren Job zur Extremsportlerin und macht aus Abenteuer Kunst. Uns erklärt sie ihre stärksten Bilder. TEXT: ANDREAS ROTTENSCHL AGER  FOTOS: KRYSTLE WRIGHT


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BAFFIN ISLAND, KANADA 17. APRIL 2010

„Baffin Island ist ein Paradies für BASE-Jumper: Die Kliffs sind über 1500 Meter hoch, es gibt flache Landezonen und weit und breit ­k eine Polizei. Die Nachteile sind Blizzards und Temperaturen von weit unter minus 20 Grad – wie hier beim Aufbau unseres Basislagers am ersten Tag der Expedition.“


MOAB, USA 19. MÄRZ 2013

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„In Moab, Utah, triffst du einige der besten BASE-Jumper der Welt. Für ein Fotoprojek t tauchte ich vier Jahre lang in ihre Szene ein. Hier stürzt sich der Amerikaner Matt Fleischman vom Looking Glass Arch, einem ikonischen Sandsteinbogen. Der Absprungpunkt liegt nur 39 Meter über dem Boden.“


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HUNZATAL, PAKISTAN 25. MAI 2011

„Ich reise oft in Länder, die man laut Medienberichten meiden sollte. In Pakistan flog ich mit einer Para­ gleiter-Expedition in den Kara­ korum. Wir stiegen auf 7000 Meter, und ich holte mir Frostbeulen an den Händen. Nach der Landung emp­ fingen uns diese Kinder. Die Leute in Pakistan waren supernett.“


VICTORIA, AUSTRALIEN

31. AUGUST 2011

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„Der Finne Nalle Hukkataival gehört zu den besten Boulderern der Welt. Hier versucht er sich als Felsenkletterer am ,Groove Train‘, einer der härtesten Routen Australiens. Mir ist es wichtig, den Athleten aus größtmöglicher Nähe zu folgen. Deshalb kletterte ich selbst auf einen Boulder und drückte ab.“


EAGLE ISLAND, AUSTRALIEN 27. JULI 2011


„Für dieses Foto ließ ich mich auf den neun Meter hohen Mast eines Katamarans ziehen, der durch das Great Barrier Reef kreuzte. Natürlich schaukelte der Mast wie verrückt, und ich konnte mich nirgends festhalten. Dafür gelang mir dieses Bild des Kitesurfers Brett Wright und seines perfekten Turns im Wasser.“



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„KAUFEN SIE SICH EIN ZELT, ENTFLIEHEN SIE DEM ALLTAG.“ the red bulletin: Frau Wright, Sie verdienen sich Ihr Geld als Abenteuer-Fotografin. Wann hatten Sie das letzte Mal während Ihrer ­Arbeit Angst? krystle wright: Im Mai ­dieses Jahres. Wir wollten den University Peak besteigen, ­einen über 4100 Meter hohen ­Gipfel im Südosten Alaskas. Dort gibt es eine Ski-Abfahrt, die nur selten befahren wer­ den kann. Als wir am Berg an­ kamen, donnerte eine Lawine quer durch unsere geplante Route, gefolgt von sechs wei­ teren. Und mir wurde w ­ ieder einmal klar, dass es Momente gibt, in denen du keine ­Überlebenschance hättest. Sie sind solchen Risiken ständig ausgesetzt. Wie ­minimieren Sie Gefahr? Indem ich diese drei Regeln ­befolge: Plane sorgfältig, hol dir erfahrene Leute ins Team und brich Projekte ab, wenn es zu gefährlich wird. So haben wir es auch an jenem Tag in ­Alaska gemacht. Aber auch diese Techniken klappen nicht immer: 2011 mussten Sie in Pakistan ­gerettet werden, nachdem Ihr Paragleitschirm gegen einen Felsen gekracht war. Wir waren in den RakaposhiBergen im Karakorum unter­ wegs. Ich hing als Co-Pilotin an einem Tandemschirm. Eine Windbö blies uns von der Startbahn. Ich sah den Felsen noch auf mich zukommen. Dann: ein Knall. Blackout. Erst Minuten später kam ich wieder zu mir. Mein Gesicht blutete. Wie schafften Sie es vom ­Gebirge ins Krankenhaus? Tom de Dorlodot, der Para­ gleiter, landete im Dorf und organisierte die Rettungskette. Ein Team holte mich vom Berg. Dann ging es mit dem Jeep weiter, bis uns ein Fluss den 48



Weg versperrte. Die Helfer mussten mich über eine ­Hängebrücke schleppen. Dort warteten wir auf den nächs­ ten Jeep. Das Krankenhaus ­erreichten wir acht Stunden später. Mir kam Regel zwei zugute: die Profis im Team. Wie verkraften Sie solche Rückschläge? Man muss sofort wieder ar­ beiten. Als ich nach Sydney zurückkam, fotografierte ich bei einem Australian-FootballMatch. Mein damaliger Freund schleppte mein Equipment. Als die Spieler aufs Feld rannten, starrten sie ihn an wie einen Schwerverbrecher. Mit meinem zerschundenen Gesicht und dem Gipsfuß sah aus wie ein Opfer häuslicher Gewalt. Was lernt man über sich, wenn man sich ständig ­Risiken aussetzt? Deine Schwächen werden gnadenlos aufgedeckt. Ich habe zum Beispiel Geduld beim Fotografieren. Aber gar keine G ­ eduld, wenn ich wieder gesund w ­ erden soll. Das habe ich g ­ eändert. Haben Sie einen Tipp, wie man sich einen Adrenalinkick holt, ohne seine Gesundheit zu riskieren? Gehen Sie campen. Das klingt nicht so extrem. Aber jeder kann es machen. Packen Sie ein Zelt ein und entfliehen Sie dem Alltag. Sie wären überrascht, was man als Selbstversorger alles lernt. twitter.com/krystlewright


MEDELLÍN, KOLUMBIEN 4. FEBRUAR 2015

„Der spanische Paragleiter Horacio Llorens schwebt bei Vollmond über dem Straßengitter Medellíns. Weil Paragleiter in Kolumbien niemand kontrolliert, kannst du dort auch nachts fliegen. Einzige Voraus­ setzung: ein Guide, der dich beim Landeanflug an den Strom­ leitungen vorbeilotst.“


HEROES

„DENK DIR DAS UNMÖGLICHE MÖGLICH“ SEBASTIAN KIENLE Endorphine gegen Schweine-

hunde: Der Ironman-Weltmeister weiß, wie du jede Ausrede killst.

the red bulletin: Herr Kienle, tut Ihnen gerade etwas weh? sebastian kienle: Klar! Jetzt gerade zwickt der ­Rücken. Und sobald ich aufstehe, wird sich die Achillessehne melden. Wieso ist das klar? Bei Triathlon-Training auf Weltklasse-Level sind Schmerzen normal. Aber das hat auch sein Gutes: Du lernst irgendwann, Wehwehchen von echten Verletzungen zu unterscheiden. Du verstehst, 50



was dein Körper dir sagen will. Das ist ein Privileg. Was sagt Ihnen Ihr Körper bei 25 Stunden Training pro Woche? 25 sind es nur in lockeren Trainingsphasen. Nächste Woche sind’s schon wieder 35. Okay, 35. Wie fühlt man sich da am Montagmorgen? Kann man sich so eine ­Arbeitswoche schönreden? Das ist nicht nötig. Denn es macht mir Spaß. Sie müssen wissen: Bewegung macht uns Menschen glücklich. Sie ist ein Urinstinkt aus der Zeit, als wir noch Mammuts gejagt

Ein deppensicherer Motivationstipp für Hobbysportler? Nimm dir vor: „Morgen laufe ich zehn Minuten.“ Ach ja? So schnürst du dir viel leichter die Schuhe, als wenn du dir 90 Minuten vorgenommen hast. Meistens läufst du dann ­ohnehin länger, weil nach zehn Minuten die Glücks-­ Endorphine den Schweinehund längst vertrieben haben. Noch ein Tipp? Verabrede dich mit einem Freund zum Training. Du wirst sehen, es ist viel schwerer, den anderen hängenzulassen als sich selbst. Sie schwören beim Training auf Rock. Die Lieblingsbands auf Ihrer Playlist?

„WAS MIR BEIM RENNEN DURCH DEN KOPF GEHT? IM BESTEN FALL GAR NICHTS. DENN DENKEN VERBRAUCHT SAUERSTOFF.“ haben. Und dieser Instinkt ist noch in uns. Nur haben wir wegen der Autos und Aufzüge verlernt, uns zu bewegen, uns anzustrengen. Und das macht krank und unzufrieden. Sie gehen also grinsend zum Training, laufen und schwimmen grinsend fünf Stunden lang und fahren grinsend heim? Glaub ich Ihnen nicht. Glücksgefühle muss man sich verdienen. Klar ist jede Trainingseinheit harte Arbeit.

verrückt. Und: Wenn etwas unmöglich scheint, red dir mal ein, es ist möglich. Dann teile es in mögliche Teilstücke – und klappere eines nach dem anderen ab. Nur so geht es. Funktioniert übrigens auch im Alltag bei schweren Aufgaben ganz gut. Was geht Ihnen bei einem Rennen durch den Kopf? Im besten Fall gar nichts. Denken verbraucht Sauerstoff. Und den brauchen die Muskeln.

Pennywise oder Donots vor der Belastung, Entspannendes wie U2 auf dem Heimweg. Im Oktober verteidigen Sie auf Hawaii Ihren IronmanWM-Titel. Ihre Prognose? Geb ich nicht ab. Aber eines ist ziemlich sicher. Bei der Leistungsdichte derzeit wird es ein selten spannender ­Ironman. Mit einer außer­ gewöhnlichen Siegerzeit. Arek Piatek www.sebastiankienle.de THE RED BULLETIN

DEAN TREML/RED BULL CONTENT POOL

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inen Marathon laufen – nach 3,8 Kilometer Schwimmen und 180,2 Kilometer Radfahren. Der deutsche Triathlet Sebastian Kienle kann das besser als jeder andere. 2014 gewann er den berühmtesten Triathlon überhaupt, die Ironman-WM in Kona, Hawaii – in 8:14:18 Stunden gegen 52 der allerbesten Triathleten, bei vierzig Grad Hitze. „Ich bin kein ­Extremsportler“, sagt Sebas­ tian Kienle. „Extreme sind Schwachsinn. Ich bin Genießer. Meine Stärken? Lockerheit. Und Spaß an der Anstrengung. Das kann jeder lernen.“

Aber das Gefühl hinterher, es geschafft zu haben, das macht süchtig: Du wirst wieder laufen wollen. Du wirst dich jedes Mal lebendiger fühlen. Ich bin für mein Leben gern süchtig. Angeblich wollten Sie schon als Kind Profi-Triathlet ­werden. Stimmt das? Mit zehn hab ich das als Berufs­ wunsch ins Schuljahrbuch geschrieben. Und aus meiner Klasse war ich der Einzige, der den Mut dazu hatte, seinen Traum zu leben. Das trauen sich viel zu wenige. Und sind deswegen unglücklich. Wie bewältigt man Aufgaben wie einen Ironman mental? Bloß nicht denken, was alles vor dir liegt. Sonst wirst du


Sebastian Kienle, 31, Genießer: „Ich bin für mein Leben gern süchtig.“


HEROES

„PFEIF AUF PERFEKTION!“ DAN AUERBACH hasst die Musikindustrie. Dennoch

wurde er mit den Black Keys zum Star. Warum, das verrät er hier. (Und wieso Suppe dabei hilft.)

the red bulletin: Das aktuelle Black-Keys-Album „Turn Blue“ stand im Vorjahr auf Nummer 1 der USCharts. Wie fühlt sich das an für jemanden, der von sich sagt, Erfolg sei ihm egal? dan auerbach (lacht): Es fühlt sich gut an. Aber ich bleibe dabei. Ich mache Musik nicht des Ruhmes wegen. Bei Preisverleihungen wie den Grammys fühle ich mich wie im falschen Film. Wenn es nach den Trend­ forschern ginge, dürfte Ihr dreckiger, bluesgetränkter 52



Sound gar nicht erfolgreich sein. Weil er so gar nicht dem Zeitgeist entspricht. Unsere Alben sind eine Re­ aktion darauf, was derzeit in der Musikindustrie passiert. Alles ist durchgestylt, kalku­ liert, schrecklich perfekt. ­Unser Erfolg zeigt, dass es noch Menschen gibt, die Musik von richtigen Musikern wollen. Von Musikern, die sich den Arsch abspielen und mit Herz und Seele bei der Sache sind. Rock ’n’ Roll und Perfektion passen nicht zusammen? Ich bin selbst kein Virtuose. Ich kann keine Noten lesen.

gedacht, sondern einfach im­ mer weitergemacht. Während Bands, die zeitgleich mit uns anfingen, schnell reich und berühmt waren, passierte das bei uns sehr schleppend. Wir waren sehr lange sehr pleite. Das war nicht immer leicht, aber lehrreich. Es lohnt sich, einen langem Atem zu haben. Wie halten Sie sich fit? Im Tour-Alltag ist richtige Ernährung das Wichtigste. Deshalb esse ich jeden Tag vietnamesische Pho-Nudel­ suppe. Während zum Beispiel chinesisches Essen einmal ­gekocht und dann immer wieder aufgewärmt wird, wird Pho immer frisch zubereitet. Das klingt sehr vernünftig für einen Rocker.

„WAS EINEN ECHTEN MUSIKER AUSMACHT, IST, DASS ER FÜR SEIN LEBEN KEINEN PLAN B HAT. ER ARBEITET UND ARBEITET.“ Mein Bandkollege Pat ist ein schlechter Drummer – aus technischer Sicht. Aber wir kompensieren das mit Hin­ gabe. Und darum geht es: Pfeif auf Perfektion! Du musst Spaß an dem haben, was du tust. Und voll dahinterstehen. Das ist wichtiger, als alles makellos hinzukriegen oder den Regeln der Industrie zu folgen. Denn genau deswegen klingt Musik heute oft so langweilig und austauschbar. Dem steuern wir bewusst entgegen.

Wären Sie heute ein junger Musiker, würden Sie an­ gesichts dieser Zukunfts­ aussichten aufgeben? Nein. Was einen echten ­Musiker ausmacht, ist, dass er keinen Plan B hat. Er arbeitet und arbeitet. Wir sind mit den Black Keys seit Anfang unserer Karriere entweder auf Tour oder im Studio. Etwas anderes kennen wir nicht. Wie halten Sie dieses Tempo seit 14 Jahren durch? Wir haben nie darüber nach­

Gesundes Essen ist die Grund­ lage für alles. Wenn du dich von Fastfood ernährst, geht es dir schlecht. Darunter ­leiden auch die Kreativität, der ­Antrieb – und auf Tour auch die Stimme. Das sollten sich auch Rock ’n’ Roller der soge­ nannten alten Schule hinter die Ohren schreiben: Du bist, was du isst. Marcel Anders „Yours, Dreamily“ ist das Debütalbum von Auerbachs Projekt The Arcs. THE RED BULLETIN

ALYSSE GAFKJEN

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it seinem BluesRock-Duo The Black Keys hat Dan Auerbach sieben Gram­ mys gewonnen und über zwei Millionen Plat­ ten verkauft. Keine schlechte Bilanz, wenn man bedenkt, dass er seit 14 Jahren konse­ quent die Gesetze des Business ignoriert: Der US-Musiker schreibt altmodische Songs, hasst mediale Aufmerksam­ keit, boykottiert Musik im ­Internet. Das Geheimnis seines Erfolgs? „Traue keinem, der dir rät, dich an Regeln zu ­halten“, sagt er.

Ein Aufruf zur Revolution? Genau. Mach’s so wie wir: Traue keinem, der dir rät, dich an Regeln zu halten. Diese Haltung zeigt sich auch in Ihrer Entscheidung, Ihre Alben nicht auf Diensten wie Spotify anzubieten. Obwohl Branchenexperten darin die Zukunft sehen. Das Problem bei StreamingPlattformen ist, dass damit vor allem die Mittelsmänner der Industrie Geld verdienen, nicht die Musiker selbst. Wenn dein Song auf Spotify 100.000 Mal angehört wird, kriegst du als Künstler dafür zwölf Euro. Das finde ich nicht okay. Strea­ ming-Dienste lassen die Leute glauben, Musik sei nichts ­weiter als ein Gratis-Gimmick.


Dan Auerbach, 36, Suppentiger: „Wir ­waren sehr lange sehr pleite. Das war lehrreich.“


Emmy Rossum, 28, Männerversteherin: „Sei die beste Ver­sion deiner selbst.“


HEROES

„EITELKEIT IST DEIN FEIND“ EMMY ROSSUM Die attraktivste Antiheldin des Fernsehens bezaubert nicht nur in der Serie „Shameless“. Sondern auch im Interview.

JOHN RUSSO/CORBIS OUTLINE, JAMES MAK/JOYSCO STUDIOS

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he red bulletin: Sie kennen mich. emmy rossum: Ach ja? Sie sagten in einem Interview: „Männer brauchen nur zwei Dinge zum Glücklichsein, Käsetoast und Sex.“ Das war doch ein Scherz. Oh. Aber ich darf Ihnen verraten: Sie liegen da nicht ganz falsch. Stimmt schon, Männer sind von ihrer biologischen ­Programmierung her ein­ facher gepolt. Normalerweise denken sie entweder an Essen oder an Sex. Wie ist das mit Frauen? Wenn ich jetzt mal zu einer lächerlichen Verallgemeine­ rung greifen darf: Frauen sind viel komplizierter. Vor allem emotionaler. Du musst zu uns das Richtige im ­richtigen Moment sagen. Brauchen wir wirklich nur Käsetoast oder nette Worte für ein erfülltes Leben? Klar. Ich versuche nach dem Motto „Carpe diem“ zu leben. Nütze den Tag, lebe bewusst in der Gegenwart. Denn wir wissen nicht, wie viel Zeit wir haben. Als ich „Das Glück an meiner Seite“ drehte, begeg­ nete ich vielen ALS-Patienten (die tödliche Nervenlähmung Amyotrophe Lateralsklerose; Anm.). So eine Erfahrung erdet dich. Wie äußert sich die ­Erdung bei Ihnen, konkret gefragt? Ich fürchte mich weniger vor Krankheit als früher. Und ich versuche mich emotional noch stärker für Menschen zu engagieren, die Probleme ­haben. Wenn ich jemand THE RED BULLETIN

sehe, der Hilfe braucht, bin ich die Erste, die aufsteht und Hilfe anbietet. Es ist das Einfachste, einen Bogen um Leute zu machen, die krank oder einfach nur anders sind. Aber es braucht nur einen kleinen Ruck, eine Unter­ haltung zu beginnen: „Was ist es, woran Sie leiden?“ Und dann sprechen wir darüber. Ihr Leben besteht ja nicht nur aus solchen Begegnungen. Was tun Sie, wenn gerade kein notleidender Mensch in Ihrer Nähe ist? Es geht um eine Grund­ einstellung im Leben, ver­ stehen Sie? Ein anderes Bei­ spiel: In der Serie „­ Shameless“ spiele ich eine Frau, die zum Mindestlohn arbeitet, um ihre fünf Geschwister durchzu­ bringen. Total unglamourös, aber durch sie habe ich ge­ lernt, Eitelkeit völlig aufzu­ geben. Denn Eitelkeit ist dein Feind. In der Sekunde, wo du überlegst, wie du aussiehst, ist dein Hirn für alles andere blockiert. Sie sagten einmal, Ihre jüdi­ sche Herkunft habe Ihre Sicht aufs Leben beeinflusst. Ich identifiziere mich mehr mit der Kultur als mit der ­Religion. Ich spreche nicht Hebräisch, ich esse nicht ­koscher. Aber darum geht es auch überhaupt nicht. Die ­jüdische Moralethik findet sich im Kern der meisten ­Religionen: Betrüge nicht. Sei gut zu deinem Nächsten. Arbeite hart. Wenn du ­jemanden siehst, der Hilfe braucht, hilf ihm. Sei die ­beste Version deiner selbst. Rüdiger Sturm twitter.com/emmyrossum

QBert, 45, Knopföffner: „Nur durch ­Austausch wirst du besser.“

„DU KRIEGST, WAS DU GIBST“ QBERT ist einer der besten Scratch-DJs der Welt. Sein Erfolgsgeheimnis? Er teilt seine Tricks. the red bulletin: Die DJ-Welt ist sehr wettkampforientiert, Sie selbst gewannen dreimal die DMC-Weltmeisterschaft. Wieso teilen Sie Ihre Tricks mit der Konkurrenz? qbert: Als Teenager las ich spirituelle Bücher, die Idee des Karma beeindruckte mich: „Du kriegst, was du gibst.“ Deshalb fing ich schon früh an, jungen DJs meine Kunst beizubringen. Das hat meine Kreativität enorm beflügelt. Haben Sie dafür eine Erklärung, natürlich abgesehen vom kosmischen Gleichgewicht? Durch das Vorführen deiner Tricks verbesserst du dich auto­ matisch selbst. Außerdem überdenkst du deine Technik, und das bringt dich wiederum auf neue Ideen. Nur durch Aus­ tausch kannst du besser werden. Und abgesehen von alldem: Es gibt nichts Erfüllenderes als das Lächeln eines Schülers, dem gerade der Knopf aufgegangen ist. Mit anderen zusammen­ zuarbeiten ist befriedigender, als sich mit ihnen zu messen. Mit seiner DJ-Crew Invisibl Skratch Piklz tritt QBert am 20. 9. beim DJ-Contest Red Bull Thre3style in Tokio auf. Live-Stream: redbullthre3style.com

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Text: ANN DONAHUE Fotos: PETER YANG

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EASY RIDER KEANU REEVES WOLLTE EIN CUSTOM-BIKE VON CUSTOM-BIKE-GURU GARD HOLLINGER. DOCH HOLLINGER WOLLTE MEHR: ER HATTE DIE IDEE ZU EINEM REVOLUTIONÄREN PROJEKT. ZEHN JAHRE SPÄTER FEIERN DIE BEIDEN DIE GEBURT EINER SCHÖNHEIT AUS KOHLEFASER UND STAHL.


D

u hörst Keanu Reeves, bevor du ihn siehst. Er kündigt sich durch ein raues Grollen an, das zwischen den Lagerhallen des Viertels näher rollt, und ­a llein der Sound ist schon ­b eeindruckend, nicht nur weil das ein sehr schöner Sound ist, für jemanden, der Motorradsounds mag, sondern auch weil es ein sehr lauter Sound ist, jedenfalls laut genug, um die Alarmanlagen der umstehenden Autos zu beunruhigen. Keanu Reeves, ganz in Schwarz, biegt dann in eine Lagerhalle ein und lenkt sein Motorrad durch die Lobby, am Empfang vorbei. Der Fairness halber sei erwähnt: Er darf das, die Lagerhalle gehört ihm nämlich. Dann nimmt er seinen Helm ab und sagt fröhlich: „Ciao!“

In der Werkstatt: Keanu Reeves und eine KRGT-1 vor der Auslieferung an einen Kunden. Bestellungen ­werden einzeln ­abgearbeitet. ­Stückpreis: 78.000 Dollar.



Das Motorrad, das Keanu Reeves fährt, ist eine KRGT-1 aus der Produktion der Arch Motorcycle Company. Es ist sein eigenes Bike – nicht im „Er hat es gekauft“-Sinn, sondern im „Er hat es gebaut“-Sinn. Denn er hat Arch gemeinsam mit dem Customizer-Urgestein Gard Hollinger gegründet. Seit kurzem bieten die beiden die KRGT-1 zum Kauf an. Promi-Marken sind ja so ein Ding. Ohne Namen nennen zu wollen, können wir uns wohl darauf einigen, dass kein Mangel an Produkten herrscht, die mehr kosten, als sie wert sind, nur weil irgendein Promi sein Gesicht dafür hergibt. In diesem Fall ist das aber völlig anders. Reeves ist ein Motorrad-Besessener, in der Dimension von: Jemand e­ rduldet die Banalitäten des Erwachsenseins, während er von den Dingen träumt, die ihm wirklich Freude bereiten. Arch ist der endgültige Ausdruck einer Faszination für Motorräder, die in Reeves’ Kindheit begann und in seinen Zwanzigern so richtig Fahrt aufnahm. „Mit 22 drehte ich in München am Bavariafilmplatz“, sagt er (für „Abenteuer im Spielzeugland“ mit Drew Barrymore, 1986; Anm.). „Da war ein junges Mädchen mit einer Kawasaki Enduro. Ich bat sie, mir zu zeigen, wie man mit dem Ding fährt. Dann kurvte ich dort auf dem Parkplatz herum, und als ich zurück in Los Angeles war, legte ich mir eine Enduro zu.“ Seither kann man Keanu Reeves’ ­Leben in einem Satz ­zusammenfassen: Wenn er nicht dreht, fährt er. Zum Beispiel gemeinsam mit Freunden auf ausgiebigeren Trips 59


„DIESES BIKE WOLLTE AUF DER WELT SEIN. ES MACHT MICH ­UNFASSBAR GLÜCKLICH, DARAUF ZU SITZEN.“


durch Big Sur in Kalifornien, durch Nordaustralien oder entlang der Route Napoléon in Frankreich. Dreht er außerhalb von Los Angeles ­einen Film, kauft er ein gebrauchtes ­Motorrad für die Wege des Alltags, vom Hotel zum Set und zurück. Sind die Dreharbeiten zu Ende, verkauft er es wieder. Zumindest ist das der Plan. („Ich habe auf diese Weise vier oder fünf Motorräder gesammelt. Na gut, vielleicht eher sechs oder sieben …“, sagt er. „Oder warte … wenn ich nachzähle, acht, neun …“) „Als ich ‚My Private Idaho‘ drehte, fragte ich den Regisseur Gus Van Sant: ‚Also, welches Motorrad werde ich fahren?‘“, erzählt Reeves dann weiter. „Und er kam mit einer kanariengelben ’71erNorton-Commando an. Der RequisitenTyp fragte: ‚Weißt du, wie …?‘, und ich nur so: ‚Ich habe so eine, Mann. Quasi Heimspiel für mich.‘“ Finanziell war die Gründung von Arch für Reeves kein besonderes Risiko – seine Filme spielten fast zwei Milliarden Dollar ein. Aber es gab dann doch die Gefahr, dass das Business zu sehr Business wird, man denke nur an Themen wie Skalierbarkeit der gefertigten Teile. Und dann gab es Zweifel: Was, wenn das Bike schön aussieht, aber scheiße zu fahren ist? Was, wenn es hammermäßig auf der Testfahrer Nr. 1: Das Feedback von Keanu Reeves floss unmittelbar in die ­Entwicklung der ­Maschine ein.



Straße liegt, aber wie ein Panzer aussieht? Oder: Was, wenn das Bike einfach nicht funktioniert und das ganze Projekt im Mülleimer landet? „Die Wahrheit ist, dass man bereit sein muss, Niederlagen einzustecken, um Erfolg zu haben“, sagt Gard Hollinger, ­Keanu Reeves’ Partner. „Erfolg hat man nur, wenn man ­bereit ist, weiterzumachen und weiterzumachen und weiterzumachen. Egal was passiert.“ Schlussendlich dauerte es fast zehn Jahre, bis es die KRGT-1 vom Konzept in den Verkauf geschafft hatte. Aber jetzt steht sie da. „Wenn ich damit rumfahre, rufen mir Leute zu: ‚Das ist das fantastischste Motorrad, das ich jemals gesehen habe!‘ So was macht Spaß“, sagt Reeves. „Hinter uns liegen zehn Jahre. Aber sie haben sich gelohnt. Heute weiß ich: Dieses Bike wollte auf der Welt sein. Es macht mich unfassbar glücklich, auf dieser Maschine zu sitzen.“

THE RED BULLETIN: Wie habt ihr beide euch kennengelernt? KEANU REEVES: Ich hatte eine 2005er Harley Dyna Wide Glide und wollte sie customizen lassen. Und zwar nach den Vorstellungen, die ich nach dem Blättern in Prospekten hatte … also Anfängerfehler Nummer 1. Dann folgte Anfängerfehler Nummer 2: Man hatte mir Gard gerade vorgestellt, da bat ich ihn um eine Sissybar (eine Sozius-Rückenlehne; Anm.), und er meinte nur: „So was mach ich nicht.“ Darauf ich: „Was machst du dann?“ Also führte er mich in seinem Geschäft herum. Vielleicht etwas widerwillig zu Beginn …? GARD HOLLINGER: Erzähl ruhig weiter. (Zur Interviewerin:) ­Keanu tut immer so, als hätte ich ihn damals verhört. REEVES: Hast du auch. Du warst nicht das, was man zugänglich nennen würde, Mann. Gard, du hattest damals schon 20 Jahre Erfahrung im Bauen von Custombikes. Was hat dich so fasziniert? HOLLINGER: Ich hatte früh beschlossen, die Sache auf meine Art zu tun, selbst wenn ich dabei verhungere. Ich habe zu vielen Jobs nein gesagt, Kunden abgesagt. Es war nicht mal persönlich gemeint. Aber klar, als Keanu dafür Verständnis zeigte, war es leichter … REEVES: Gard fragte mich, was ich mit dem Bike anstellen will. Ursprünglich wollte ich damit Touren fahren, ein Bike, das sich gut handeln lässt, mit V-Motor und Satteltaschen.

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HOLLINGER: Ich habe mir echt Mühe ge­ geben, hinzukriegen, was Keanu wollte. Aber wir kamen immer wieder an Punk­ te, wo Funktion und Form einfach nicht zusammenpassten. Er war dann immer groß darin zu sagen: „Nein, nicht die Form ändern! Wir ändern die Funktion ein bisschen.“ Wie lange ging das so hin und her? REEVES: 2007 begannen wir mit dem Bau des Prototyps. Als der fertig war, fuhren wir ihn beide und dachten, dass er ziem­ lich okay war. Er war wunderschön. Die Ergonomie, das Handling … ich bin nie zuvor ein Bike wie dieses gefahren. Klingt nach einem Lotto-Sechser von einem Bike, auch wenn man daran denkt, das Ding in Serie gehen zu lassen. HOLLINGER: Aber dann machte ich das, was ich immer mache. Ich sagte: „Lass uns einfach mal dieses eine Bike fertigbauen. Dann reden wir weiter.“ Die Serie hat so viele Einschränkungen. Allein die Frage, wo du die Scheinwerfer montierst … REEVES: Und wir wollten etwas Einzig­ artiges, nicht nur in der Ästhetik, sondern auch im Hinblick auf den Fahrspaß. Keanu, was war dein Feedback als Testfahrer Nr. 1? REEVES: Ich bin Testfahrer Nr. 2. Gard ist Testfahrer Nr. 1. HOLLINGER: Nein, nein. Um ehrlich zu sein, fährt er es sehr viel mehr. REEVES: Und um ehrlich zu sein, ist das die einzige Art, etwas Substanzielles beizu­ tragen. Ich bin kein Mechaniker, ich habe keine technische Erfahrung. Ich habe ein bisschen Zeit auf Motorrädern verbracht, kann also was darüber sagen, wie sich ein Bike anfühlt. Ich kann Feedback geben, ja, das schon. HOLLINGER: Keanu ist bescheiden. Er gab mir immer viel Feedback, und es war gutes Feedback. Das muss ich echt sagen. Und ich fahre schon mein ganzes Leben. Der Preis für die Maschine fällt mit 78.000 US-Dollar ziemlich happig aus, aber die Fachpresse lobt sie sehr. Was ist das für ein Gefühl? REEVES: Es ist mit ein Grund, es zu machen. Das Package, das hier zusammengestellt wurde, ist mit keinem anderen Motorrad vergleichbar. Du fährst eine weite Kurve in extremer Schräglage und fühlst dich wohl dabei – es gibt keine Maschine, die das so kann wie diese. Ihr habt gemeinsam über ein halbes

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Jahrhundert Fahrerfahrung. Was geht euch durch den Kopf, wenn ihr mal richtig ordentlich Gas gebt? REEVES: Was heißt richtig ordentlich? Sagen wir mal, über 200 km/h. REEVES: Ich bin gar nicht so oft schneller als 200 gefahren. Ein paar Mal, erinnere ich mich, auf meiner Suzuki GSX-R750 auf einem Highway im Staat New York. Ziemlich interessant. Todesangst oder Lebenslust? REEVES: Für mich geht das Hand in Hand. HOLLINGER: Wenn du richtig Angst kriegst, lässt du es bleiben. Außerdem: Schnell ist ein relativer Begriff. Bei manchen Verhältnissen können auch 70 km/h zu viel sein. REEVES: Oh ja, zum Beispiel in den Santa Monica Mountains, wenn du den Motor abdrehst und im Leerlauf den Hügel runterrast, ohne zu bremsen. Ist Motorradfahren für dich eine Auszeit vom verrückten Hollywood-A-Promi-Dasein? REEVES: Na ja, nein. Ich weiß nicht, ob ich so lebe …? Für mich gehört Biken zu einem normalen Tag. Wenn ich auf dem Bike sitze, ist das Zeit zum Nachdenken. Man kommt zur Ruhe, fährt, ist ganz bei sich selbst. HOLLINGER: Das ist etwas, das Keanu mir zurückgegeben hat. Das Fahren war für mich irgendwie zur Routine geworden. So in der Art wie bei einem Schuster, für den ein Paar Schuhe das Letzte ist, was er sehen will. Es war schön, das wieder zurückzubekommen – wenn ich jetzt nicht unbedingt mit dem Auto fahren muss, nehme ich das Bike. Was war eure allerbeste Motorrad-Ausfahrt? HOLLINGER: Die nächste. Immer die nächste. REEVES: In Bezug auf Arch war es, glaube ich, als wir bei der Formel 1 in Austin waren. Es war das erste Mal, dass Gard und ich auf den Bikes unterwegs waren. Ich fragte und ­fragte herum: „Wo können wir fahren?“ Irgendwer erwähnte Marble Falls (nordwestlich von Austin; Anm.), und so fanden wir uns auf diesen zweispurigen Straßen mit 160 km/h wie­ der. Ich lachte in meinen Helm hinein, weil alles so perfekt war. Es war großartig, in diesem Moment gemeinsam mit Gard zu fahren, nachdem wir so viele Jahre mit der Entwick­ lung des Bikes verbracht hatten. Es war die Geburt. Wir brachten das Bike raus in die Welt und taten das, worauf wir all die Zeit gehofft hatten: Wir machten eine gemeinsame Ausfahrt auf dieser fantastischen Maschine. www.archmotorcycle.com

Großes Bild: ­Keanu Reeves in Aktion. Unten: beim Gespräch mit seinem kongenialen Partner Gard Hollinger.


MC Travis Scott lässt es krachen. Der Jump in die Crowd folgt.

DIE

YARD PARTY, EINER DER GRÖSSTEN HIP-HOP-EVENTS WELTWEIT, VERWANDELT PARIS UND DAS GRAND PALAIS IN EINEN RAP-TEMPEL. EINE NACHT LANG.   TEXT: PH CAMY  FOTOS: KEFFER


DAS

GRAND PALAIS

IM AUSNAHMEZUSTAND

Vier Uhr morgens. In der VIP-Area der Yard Party verfallen einige G채ste in Trance. THE RED BULLETIN

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„DAS IST FRANKREICHS FETTESTE HIP-HOP-PARTY. EIN MEGA-PARTY-EVENT.“ 72.000 Quadratmeter, eröffnet im Jahre 1900. An diesem 26. Juni kommen 5000 Menschen, um den derzeit angesagtesten Sound zu hören (li.). Rechts die Jungs um Rapper Niska. Allesamt durchtrainiert. Körperlich präsent. Der US-Rapper Travis genießt das Bad in der Party-Crowd.


Viel nackte Haut … Die bunte Menge lässt auf der Yard Party die Hüften kreisen.

E

Virgil Abloh, Creative Director von Kanye West, startet ein improvisiertes DJ-Set.

s ist ein Uhr morgens, sie kommen zu Hunderten. Eine immense Schlange. Ihr Ziel? Der Eintritt ins Grand Palais: 72.000 Quadratmeter Fläche, ein Monster aus Stahl, Stein und Glas, eingeweiht zur Pariser Weltausstellung 1900. Keine Nostalgie im Stil der Belle Époque. Das Grand Palais ist modern. Hier geht sie los: die fetteste Party des Pariser Sommers. „Keffer an Yoan …“ Über das WalkieTalkie eines Security-Mannes nimmt unser Fotograf Keffer Kontakt mit Yoan Prat

THE RED BULLETIN

auf. Er und Tom Brunet sind die Gründer der Creative-Agentur Yard und verantwortlich für die Veranstaltung. Yoan taucht durch einen Seiteneingang mit den All-Access-Pässen auf. Er trägt Basketballschuhe, Air Force One in Weiß. Fast alle bei Yard sind mindestens eins neunzig groß. Sie haben sich auf dem Spielfeld kennengelernt. Der Abend wird sportlich, so auch der Dresscode. Was genau eigentlich ist Yard? „Die fetteste Hip-Hop-Party Frankreichs“, sagt Tom, der sich hinter den DJ-Pults zu uns gesellt hat. Hier jagt ein Act den anderen: Hologram Lo, Supa!, Girls Girls 67


Die Party hört auch backstage nicht auf. Fotograf Keffer nimmt uns mit hinter die Bühne.

„EINE KRASS VIELFÄLTIGE CROWD, MEGA ENERGIEGELADEN. BEREIT, ­A BZUGEHEN, WAS KLARZUMACHEN.“ Girls, Kyu Steed, Endrixx und Yannick Do. Der Vulkan brodelt – und bricht aus, als die Lightshow losgeht. Bereits 3500 Menschen haben sich versammelt. Eine monumentale doppelläufige Ehrentreppe führt zur VIP-Etage. Von dort aus hebt man den Blick zur Decke und schaut staunend auf ein Längsschiff, für das weit mehr Stahl verarbeitet wurde als für den Eiffelturm … fett! Der Raum ist gigantisch und das Soundsystem entsprechend ausgelegt. „Du bekommst hier vor allem modernen Hip-Hop, der durch Future Bass, afrikanische Musik und Dancehall beeinflusst ist“, erklärt uns Yoan. „Für moderne und aktive Städter. Eine krass vielfältige Jugend, die mega energiegeladen ist. Sie sind da, um abzugehen, was klar­ zumachen“, erklärt Tom. Vielfalt begegnet dir hier tatsächlich: Weiße, Schwarze, Asiaten, Araber, extrem gestylt oder ganz schlicht gekleidet, ­zurückhaltend oder extrovertiert, ein Glas Wasser oder aber Champagner in der Hand. Und junge Frauen, viele junge Frauen, die meisten atemberaubend. Gegen zwei Uhr morgens betritt ­Rapper Niska für seine Live-Performance die Bühne, und die Menge geht noch einmal voll ab. „Niska ist die Internet-Ent­ deckung 2015. Wir wollten unbedingt die Ersten sein, die ihn aufs Spielfeld bringen“, sagt Tom. Die Crowd kocht. Der, auf den jedoch die meisten der Gäste hier warten, ist US-Rapper Travis Scott. Das Gerücht kreist schon den ­ganzen Tag durch sämtliche sozialen Netzwerke: „Travis, heute Abend im Grand Palais!“ „Ich will das absolute Chaos!“, brüllt er in die Menge. Auf der Bühne bleibt er aber nur kurz. Ein Jump in die Menge, Sekunden später taucht er mit nacktem Oberkörper wieder auf. Wie besessen spritzt Scott Champagner über das Soundsystem. DJ Endrixx an den Reglern ertrinkt schier. Aus dem Nirgendwo taucht Virgil Abloh, New Yorker und Creative Director von Kanye West, auf und eilt zu Hilfe. Er schließt Travis an ein anderes System an. Es geht weiter. Scott lässt es krachen, bevor man ihn von der 68



Bühne „birgt“. Keep the vibes! Pablo Attal von der Yard-Crew brüllt ins Mikro: „Alle Afrikaner unter euch, gebt Gas!“ Mit seiner Musik aus Nigeria, Ghana, dem Kongo und von der Elfenbeinküste kommen Liebhaber subsaharischer Klänge bei DJ Yannick Do, der diesen Abend abschließt, auf ihre Kosten. „Afrikanische Musik im Grand Palais, das ist wie ein politisches oder historisches Zeichen“, sinniert Yannick. „Die Zukunft Frankreichs ist hier vor mir in Bewegung.“ Auch der Schauspieler Owen Wilson kommt

über die Ehrentreppe. Und Sonia Rolland, ehemalige Miss Frankreich. Und dann ist da noch Nekfeu, einer der bekanntesten Rapper Frankreichs, ganz entspannt auf dem Dancefloor. Smarte Typen, schicke Ladys … über 5000 Nachtschwärmer tanzen bis zum Morgengrauen. Die 1500 Arbeiter, die das Grand ­Palais vor knapp 120 Jahren errichteten, hätten sich wohl kaum vorstellen können, dass in ihrem Bauwerk einmal ein der­ artiger Wahnsinn stattfinden würde. oneyard.com

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„AFRIKANISCHE MUSIK IM GRAND PALAIS, DAS IST WIE EIN POLITISCHES ODER HISTORISCHES ZEICHEN.“

Party mit Stil. ­Besonders für Frauen. Respekt ist hier selbstverständlich.

Supa! aus Kam­ bodscha ist einer der ikonischen DJs der Crowd, die sich heute Abend im Grand Palais versammelt hat.


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THE NEW FRAGRANCE

MARK WEBBER FOR PORSCHE DESIGN FRAGRANCES


See it. Get it. Do it.

AC T I O N ! TRAVEL

FESTHALTEN!

Leinen los für die irrste Bootsfahrt deines Lebens.

GARY BRAY/UNICOM

Vergiss Schnellboote. Um mit gut 65 Sachen über Ozeanwellen zu fliegen, musst du in ein Zapcat steigen. Und danach mit roher Muskelkraft ­irgendwie vermeiden, über Bord geschleudert zu werden. Zapcats ­boomen und sind kleine Motor-Katamarane, die für genau eine Sache ­gebaut wurden: Speed.



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TRAVEL

GEAR

WHEELS

CULTURE

EVENTS

HOW TO 71


ACTION

TRAVEL SCHOTTLAND

entdecken St. Andrews, Schottland Edinburgh Mit 65 km/h über die Wellen fetzen? Infos gibt es auf: blownaway.co.uk

GenerationenGolf Dort golfen, wo alles begann? Der „Old Course“ zieht Spieler seit dem 15. Jahrhundert in seinen Bann und ist der Grund, war­ um St. Andrews auch Heimat des Golfsports genannt wird. standrews.com

Eine Sportart, die im Liegen ­betrieben wird

Vollgas beim ­Zapcat-Grand-Prix in ­Fistral, England

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Königlicher Empfang

INSIDER-TIPP

„DU SOLLTEST FIT SEIN“, SAGT McKENZIE. „DEINE ARM- UND BEINMUSKULATUR HÄLT DICH IM BOOT, UND DU MUSST FLINK WIE EIN NINJA SEIN, UM BEIM LENKEN ZU HELFEN. ZUGLEICH MUSST DU DICH FESTHALTEN UND KLEIN MACHEN, UM ZU BESCHLEUNIGEN.“

kannst diesen Speed sogar in 90- und 180-Grad-Kurven halten.“ In manchen Kurven sind die Fahrer der dreifachen Erdbeschleunigung ausge­ setzt, fast wie in der Formel 1. Neulinge fliegen gleich mal ins kalte Wasser. „Es gibt einen Co-Piloten pro Fahrer, um es schneller und aufregender zu machen“, sagt McKenzie. „Im Boot sitzen und sich festhalten reicht nicht – wer sich traut, muss für die Balance arbeiten und helfen, das Boot um die Kurve zu kriegen. Mit nur einem Mann im Zapcat macht man fast einen Wheelie, wenn man richtig Gas gibt. Die zweite Person muss den vorderen Bootsteil belasten, damit das Zapcat nach vorne und nicht in die Höhe schießt.“ So viel Speed bei so wenig Gewicht ­bedeutet auch, dass es einen komplett zerlegen kann – siehe „Bad Day at the Zapcat Office!“ auf YouTube. Unfälle kommen aber selten vor, versichert McKenzie. „Klar, unsere Versicherung hat das auch gesehen“, lacht er. „Aber das sind Bilder von einem Rennen. Wir ver­ mitteln ein ähnliches Gefühl, aber wir bringen keinen um. Keine Angst – obwohl es voll zur ­Sache geht und du dich schon verdammt gut festhalten musst.“

Das Ma Bells, bekannt als „Prinz unter den Pubs“, lockt Studenten wie Einheimische und war auch Stammkneipe von Prince William und Kate Middleton während ihrer Uni-Tage. Wenn es für die beiden gut genug ist … hotelduvin.com

Windkraft X-Sailing ist Land­ segeln über die weiten Strände des WestSands-Küstenstreifens, einer Art Halbinsel nördlich St. Andrews’. Gleichmäßiger Wind lasst die agilen Drei­ räder schnell wie Zapcats werden. x-sail.com

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GARY BRAY/UNICOM (3), GETTY IMAGES

Keine Sitze, kein Steuerrad, keine Gurte. Nur ein aufblas­ bares Zweirumpfboot und ein 50‑PS-Motor. Die Piloten navigieren mit­ tels Pinnen-Steuerung und halten das Boot durch Gewichtsverlagerung auf Kurs – gegen Mutter Naturs gut gelaun­ ten Seegang. (Es ist der Seegang, der die nördlichen Gewässer auch zum perfek­ ten Spielplatz für das Zapcat macht.) Zapcat ist anstrengend und stressig, aber es ist vor allem: ein enormer Spaß. Wilde Sprünge über die Welle, bis zu zwei Meter hohe Flüge, besser kann man die Elemente Luft und Wasser nicht miteinander verbinden. „Das Wort ‚nerven­aufreibend‘ beschreibt es ganz gut“, sagt Guy McKenzie, Zapcat-Pilot und Mitgründer der im schottischen St. Andrews gelegenen Abenteuer-Fabrik Blown Away. „Ein einziger riesiger Adre­ nalinkick. Die 65 km/h des Zapcat sind auf dem Wasser richtig schnell. Und du


ES WERDE LICHT

ACTION

GEAR

Beim Skaten wandert Bewegungsenergie über die Kugellager zu den die LEDs in den SkateboardRollen.

Leucht-Ausrüstung, die so ­richtig Farbe ins Leben bringt.

Mello-LED-Skateboard Abgefahrenes Cruiser-Skateboard im RetroLook mit innovativen LEDs, die Tricks in ­neuem Licht erscheinen lassen. Erhältlich in den Farben Lime, Blueberry und Cherry oder ganz individuell.

Crystal-Licht

Glow-Kopfhörer

Kristall-designte Tisch-Leuchtkörper, die das Leben dank leitender LEDs und Magnetverbindungen in allen erdenklichen Formen und Farben erleuchten.  qisdesign.com

Kopfhörer mit Jedi-Ritter-Tauglichkeit: ­Premium-In-Ear-Stöpsel mit integrierter Laser-Diode, die das Kabel im Rhythmus der Musik farblich p ­ ulsieren lässt.  glowheadphones.com

Withings-Schlafsystem

Fretlight-Gitarre

Lumos-Helm

Matratzensensor und Smartphone ­analysieren deinen Schlafrhythmus, das innovative Licht-Klang-Wecksystem auf dem Nachttisch reagiert ent­ sprechend.  withings.com

Der schnellste Weg, ein Guitar Hero zu werden. Instrument an den Computer anschließen, die LEDs am Gitarrenhals führen durch Noten, A ­ kkorde und Riffs.  fretlight.com

Dieser Kickstarter-Erfolg könnte bald Leben retten. Der wiederaufladbare Helm zeigt an, wenn du bremst – und blinkt dank WirelessKnöpfen an der Lenkstange.  lumoshelmet.com

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ACTION

GEAR

WATCHES

von Gisbert L. Brunner

BESTZEIT

Hublot Big Bang Ferrari Titanium Carbon

Zu den unverkennbaren Scuderia-Kennzeichen auf der Big Bang Ferrari Titanium Carbon gehören das Cavallino rampante (das sich aufbäumende Pferdchen) links, der rote Sekundenund Minutenzeiger und das ­gelbe Datumsfenster – klassische Ferrari-Farben – rechts.

Wenn es um die Symbiose von coolen Uhren und schnellen Autos geht, schalten Hublot und Ferrari einen Gang rauf. Denn Hublots neuestes Design ist nicht nur von der Scuderia inspiriert, sondern entstand tatsächlich nicht unwesentlich in der Garage. Zur Feier der dreijährigen ­Zusammenarbeit besuchte das Hublot-Team nämlich Designer, Ingenieure und Techniker der Ferrari-Fabrik und studierte die verwendeten Materialien. Das Ergebnis? Eine Uhr, wie es sie noch nie gab. Der Schweizer Uhrenmacher zeigt mit dem sportlichen 45-mm-Gehäuse der Big Bang Ferrari seine Vorliebe für den „Fusion“-Stil und verwendet Materialien wie Kohlefaser (leichter als Aluminium, härter als Stahl), korrosionsfestes Titanium und, ähm, Kautschuk für ein komplett einzigartiges Erscheinungsbild. Ganz Ferrari, geht auch im Inneren die Post ab: Das automatische Unico-Chronographenwerk (in der Hublot-Manufaktur gebaut) besteht aus 330 von Hand montierten Bauteilen, und der ­integrierte Flyback-Chronograph hält einem Druck von bis zu zehn Bar stand. Auch in Sachen Geschwindigkeit klopft Ferrari an; die Auflage von 1000 Stück dürfte schneller weg sein als so mancher Schlitten der Scuderia.  hublot.com

SCHÖNE KURVEN  Die perfekten Zeitmesser für Liebhaber exklusiver Automobile

Chopard Superfast Chrono ­Porsche 919 Jacky Ickx Edition Chopard feiert den Siebziger des sechsfachen Le-Mans-Gewinners Jacky Ickx mit dieser auf 100 Exemplare limitierten Edition. 45-mm-Edelstahlgehäuse mit von Chopard gefertigtem Automatikaufzug, wasserdicht bis 10 bar.  chopard.com

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Oris Audi Sport GMT Die Audi Sport GMT ist eine Edelstahluhr im 44-mm-Gehäuse mit einem Zifferblatt, das an das Armaturenbrett eines Audi-Sport-Rennwagens erinnert. Beidseitig aufziehender Rotor, 24-StundenSkala und cockpitübersichtliche Funk­ tionsanzeige.  audi.com

Breitling Bentley GMT Light Body B04 Midnight Carbon Breitling und Bentley arbeiten seit 2002 zusammen, ihre neueste Kreation kommt mit carbonbeschichtetem Titanium­ gehäuse, automatischem Aufzug und ­einer Zeitzonen-Anzeige auf der Lünette. breitling.com

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ACTION

WHEELS MOTORMERCH Top-FashionAccessoires von den Pros

ZEICHEN DER ZEIT Ferrari dreht am Turbo und drückt die Emissionen.

MINI Gentleman In der MINI Capsule Collection finden sich Accessoires angesagter italienischer Designer. MINI Gentleman umfasst Hut, Sonnenbrille, Schuhe, Tasche, Duft und Shaving Kit. mini.com

Casa Maserati Maseratis neuer Shop mit Lounge Bar auf der Piazza San Fedele in Mailands berühmtem Modebezirk führt die volle Fashion-Palette: Marken wie Ermene­ gildo Zegna, La Martina, Bulgari und Dr. Vranjes. maserati.com

Es freut Supersportwagen-Fans und Posterverkäufer gleichermaßen, dass der Ferrari 488 – erst im März beim Auto-Salon in Genf vorgestellt – nun aus dem Showroom rollt. Das neue Modell ist sowohl Nachfolger des 458 als auch eine ganz eigenständige Maschine, der 3,9-Liter-Biturbo-V8 mit Direkteinspritzung kratzt gegenüber dem Vorgänger 100 PS mehr aus einem halben Liter Hubraum weniger. Klar, ein turbogeladener Ferrari ist kontrovers, aber selbst die Scuderia ist an die Realität gebunden – zumindest an jene europäischer Emissions-Vorgaben – und muss den CO²-Ausstoß verringern. Der 488 GTB hat also vielleicht nicht mehr ganz die emotionale Anziehungskraft eines Saugmotors

a­ lter Schule, der bis zur Unendlichkeit und noch weiter dreht. Aber er schafft es immer noch locker, vermögende Männer mittleren Alters in kichernde Schuljungen zu verwandeln, sobald sie das Pedal in den Boden drücken. Maranello wurde ein wenig in die neue Spar-Ära der Formel 1 gezwängt, aber es gibt ja auch Gutes am Übergang zum Turbomotor mit Direkt­ einspritzung. Man könnte sich in technischen Details wie Reaktionszeiten und Kraftübertragung verlieren, aber unterm Strich geht es doch nur darum, dass man es hier mit einem Ungetüm zu tun hat, das die Fiorano-Teststrecke sogar noch einen Hauch schneller bewältigt als das Topmodell der 458erReihe, der 458 Speciale.  ferrari.com

Ferrari 488 GTB: ­Supersportwagen mit 3,9-Liter-Biturbo-V8 (unten), der gerade mal drei Sekunden auf 100 km/h braucht

GO FOR GOLD Red Bull Racing Eyewear Die farbenfrohe „Young Line“-Kollektion besteht aus sechs Modellen mit je vier abwechslungs­ reichen Designs. Auch technisch geht was: Der Rahmen besteht aus TR90 – viel robuster als Plastik – und ist flexibel genug, unter Druck nachzugeben, doch nicht zu brechen. racing-eyewear.com

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Der GT-R feiert seinen Geburtstag mit Stil. Ein 45. Geburtstag wird üblicherweise in Saphir gefeiert, Nissan entschied sich bei der „45th Anniversary“-LimitedEdition des GT-R aber für Gold. Man produziert exakt hundert Special-Edition-Modelle mit dem goldenen Farbton „Silica Brass“ – übersetzt heißt das so viel wie „QuarzMessing“ – in Anlehnung an den 2001 vorgestellten Skyline R34 GT-R M-Spec. Neben dem auffälligen Farbton gibt es noch eine Plakette auf der Konsole im Innenraum, eine spezielle Seriennummer im Motorraum und natürlich alle Standard-Features des 2015er-GT-R. Wer selbst einen ­Allrad-3,8-Liter-Biturbo-V6 mit 550 PS nicht für speziell genug hält, dem sei also eine Testfahrt nachdrücklich ans Herz gelegt.  nissan.co.uk

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ACTION

CULTURE Matt Damon pflanzt Kartoffeln auf dem Mars.

AUFSEHEN­ ERREGEND Drei Tipps mit Unterhaltungs­ garantie.

TV „Heroes Reborn“ „Heroes“ ist nach fünfjähriger Pause mit einer 13-Episoden-Miniserie zurück, wiederbelebt vom Serienerfinder Tim Kring. „Heroes Reborn“ bringt neue Menschen mit außerordentlichen ­Fähigkeiten, alte Stars haben Gast­ auftritte. nbc.com/heroes-reborn

MATT VOM MARS

„Der Marsianer – Rettet Mark Watney“: Das Romandebüt des Amerikaners Andy Weir kommt ins Kino, inklusive Matt Damon. THE RED BULLETIN: „Der Marsianer“ hat eine tolle Reise hinter

sich – vom selbstverlegten eBook zum „New York Times“Bestseller und Hollywood-Film in gerade mal vier Jahren ... ANDY WEIR: Völlig unwirklich. Schwer zu beschreiben, was man da erlebt. Es ist, als ob man zusähe, wie sich das Leben eines anderen vor den eigenen Augen abspielt. In Ihrer Geschichte wird der Astronaut Mark Watney am Mars zurückgelassen und muss mit Hilfe der Wissenschaft überleben. Woher kam die Idee? Ich bin ein Weltraum-Nerd. Einmal begann ich zu spekulieren: Wie könnten wir mit heutiger Technik eine bemannte Marsmission zuwege bringen? Wie würde die Crew mit Problemen umgehen? Ich habe einen glücklosen Protagonisten erschaffen, der mit immer größeren Problemen konfrontiert wird. Mir war sehr wichtig, dass es wissenschaftlich nachvollziehbar ist – ich bin selbst ein peinlich genauer Leser, Ungereimtheiten machen mich verrückt. Was geht in einem vor, wenn man hört, dass Ridley Scott einen Film aus seinem Buch machen möchte? Da wird nicht nur ein Traum wahr, sondern gleich eine ganze Menge Träume. Ich liebe seine Art, Filme zu drehen. Die passt übrigens auch perfekt zum Mars, wegen der Landschaften. Was hat sich bei Ihnen mit dem Erfolg verändert? Ich wollte schon immer beruflich schreiben, aber finanziell war mir das zu unsicher. Ich bin Programmierer und schrieb „Der Marsianer“ als Hobby. Als ich genug Geld hatte, um davon leben zu können, hab ich meinen Job an den Nagel gehängt und mit dem nächsten Buch begonnen. Ich versuch das jetzt mal. „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“ läuft am 9. Oktober an. Mehr auf: redbulletin.com/AndyWeir

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MANN DER ZUKUNFT Für Regisseur Ridley Scott ist Sci-Fi kein Neuland. Hier seine größten Hits: „Alien“ (1979) Der Kampf gegen einen schleimigen Außerirdischen mit Metallzähnen machte Sigourney Weaver zur Sci-Fi-Ikone. Scott vermengte Horror und Sci-Fi in diesem ersten Meisterwerk. „Blade Runner“ (1982) Detektiv Harrison Ford jagt in diesem großartig dunklen FutureNoir Replikant Rutger Hauer. Die Buchvorlage stammt von Sci-Fi-Titan Philip K. Dick. „Prometheus“ (2012) Naomi Rapace steht in dieser Vorgeschichte der „Alien“-Saga ­unseren Ahnen gegenüber. Für Scotts lang erwartete Rückkehr ins Sci-FiGenre ist bereits ein Sequel geplant.

FILM „Crimson Peak“ Regisseur Guillermo del Toro („Pans Labyrinth“, „Pacific Rim“) kehrt im Gothic-Gewand zu seinen Horror-­ Wurzeln zurück. Mia Wasikowska spielt eine junge Braut, deren Gatte („Thor“Bösewicht Tom Hiddleston) ein dunkles Geheimnis verbirgt. legendary.com

GAME „Assassin’s Creed Syndicate“ Auch in der 9. Auflage des Action-­ Adventures wird geschlichen und gemeuchelt. Die Geschwister Jacob und Evie Frye kämpfen sich durchs vikto­ rianische London. Ab Oktober, PS4 und Xbox One.  assassinscreed.ubi.com

THE RED BULLETIN

TWENTIETH CENTURY FOX FILM, DAVID DETTMANN, NBC UNIVERSAL MEDIA

FILM


CULTURE LESEN ROCKT Punk-Mythen, Riot-GrrlStories und 50 Shades of Grace: neue Memoiren von wichtigen Frauen.

Chrissie Hynde: „Reckless“ Von der Verkäuferin in der Londoner Boutique SEX (der Geburtsstätte des Punk) zur Rock-­ Ikone mit den Pretenders: Hynde erzählt ihre Story auf 320 Seiten.

Carrie Brownstein: „Hunger Makes Me a ­Modern Girl“ Memoiren mit vierzig? Wer schon feministisches Vorbild, Rock-Idol (Sleater-Kinney) und TV-Star („Portlandia“) war, darf das.

NABIL ELDERKIN

Grace Jones: „I’ll Never Write My Memoirs“ 1981 sang Jones in „Art Groupie“, niemals ihre Memoiren schreiben zu wollen. Zum Glück hat sie dieses Versprechen gebrochen, Berichten zufolge mit pikanten Storys zu Warhol und Schwarzenegger.

THE RED BULLETIN

ACTION

THE PLAYLIST FOALS Wenn es eine junge Band gibt, die den Vergleich mit den Talking Heads verdient, dann sind es die Foals. So wie David Byrnes legendäre Kombo verbinden auch die fünf Briten gekonnt Grooves à la Leftfield mit Post-Punk, Disco-Funk, MathRock und erhebenden Pop-Melodien. Nach dem Erfolg des 2013er-Albums „Holy Fire“ (Platz zwei in Großbritannien, Platz eins in Australien) hat die Band den Nachfolger „What Went Down“ vorgestellt, der Sound wurde etwas härter und gitarrenlastiger. Der 29-jährige Frontmann Yannis Philippakis beschreibt fünf Songs, die sein Songwriting beeinflusst haben.  foals.co.uk

Majical Cloudz

Iggy Pop

„Bugs Don’t Buzz“

„The Passenger“

„Das erste Mal hörte ich den Song am Neujahrstag 2014. Es war, als hätte ich einen engen Freund in meinem Kopf, der mir über den Kater hilft. Das Lied ist karg, es dreht sich alles um den Gesang. Er gibt einem das Gefühl, bei einem rührenden Treffen der Anonymen Alkoholiker zu sein, bei dem jemand über seine innersten Ängste spricht. Ich werde dieses dunkle, tiefgründige Album immer lieben.“

„Ich hab den Song mit fünfzehn entdeckt. Ein Mädchen, auf das ich stand, machte mir ein Mix­ tape mit diesem Song. Meine ­Eltern haben nie Rock gehört, also merkte ich zum ersten Mal, dass Rockklassiker aus gutem Grund Klassiker sind. ‚The Passenger‘ ist so gut und zeitlos, weil es so ein einfacher Song ist – es gibt keine Tricks. Das ist genau das, wonach ich suche, wenn ich Musik schreibe.“

Darkside

B. B. & Group

„Golden Arrow“

„Old Alabama“

„Ich liebe dieses elektronische Duo. Sie treffen jede musikalische Entscheidung genau so, wie ich sie nie treffen würde. Nimm nur diesen Track: Es gibt so viele ­Momente, an denen ich erwarte, dass etwas abgeht, aber dann drehen sie es um und packen noch mehr in den Hintergrund. Überhaupt gibt es viel Raum in Darksides psychedelischem Kosmos. Es fühlt sich alles natürlich an, das gefällt mir.“

„Der Song ist vom Album ‚Prison Songs Volume One: Murderous Home‘, einer Kompilation von US-Aufnahmen aus den späten vierziger Jahren. Wie diese eingekerkerten Männer singen, ist berührend. Als ob ihre Seelen im Rhythmus der Spitzhacken durch den Song sprechen. Das ist eindringlich und erinnert daran, dass die kraftvollste Musik der Welt nur Beat und Stimme ist. Mehr braucht es nicht.“

DAS GADGET

Soundbrenner Pulse

Die erste Smartwatch für ­Musiker hilft dem Träger, im Takt zu bleiben. Das Metronom fürs Handgelenk vibriert geräuschlos, blinkt im gewählten Tempo und bietet auch einen Trainingsmodus, der korrigiert, wenn man mal aus dem Takt gerät. Die Geschwindigkeit kann man via iPhone-App einstellen, und sie lässt sich sogar mit dem Liveauftritt der eigenen Band synchronisieren. soundbrenner.com

Dean Blunt „War Report“ „Dieser unglaubliche Produzent verkörpert das moderne London wie niemand sonst, mit Stimme und Texten trifft er eine gebrochene Britishness. ‚War Report‘ von der kürzlich erschienenen EP ‚Babyfather“ ist ein sonderbar anziehender Song, der sich ­anfühlt, als hätte er ihn in einer halben Stunde im Hotelzimmer geschrieben, dünn, schlicht, menschlich. Gefällt nicht jedem, aber ich steh voll drauf.“

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ACTION

EVENTS

Baumann und Klingmann (BMW, hier in Spa) sind in Hockenheim Titelanwärter.

Europas bedeutendste GT3-Rennserie geht ins Finale. 25 Gran-Turismo-Boliden mit bis zu 650 PS haben in Hockenheim den Titel der „Liga der Supersportwagen“ im Visier. Jeweils zwei Piloten steuern ein Auto, zur Mitte der 60-minütigen Rennen gibt es einen Fahrerwechsel. Gute Aussichten auf den Titel haben die Mercedes-Benz-Piloten Sebastian Asch/Luca Ludwig, die in Saisonhälfte eins konstant unter den besten vier finishten. Mit GT3-Europameister Dominik Baumann und Teampartner Jens Klingmann gehen im BMW Z4 ihre größten Kontrahenten ins Rennen. Die Fans sind dank freiem Eintritt in Fahrerlager und Pit Walk ganz nah am Geschehen.  adac-gt-masters.de

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17. Oktober Red Bull 26 Zoll

12./13. September Lollapalooza

Burg Rheinfels, St. Goar

Flughafen Tempelhof, Berlin

Ein Rennen ohne Rennstrecke: Bei diesem Mix aus Mountainbike-Marathon und Orientier­ ungsrennen gibt es keine vorgegebene Route. Dafür aber 26 Zollstationen entlang des Rheins, die die 300 Starter per Karte und GPS finden müssen. Gefragt sind Taktik und – bei 150 Kilometern Distanz – ausdauernde Beine. I­ mposante Kulisse für Start und Ziel ist die Burg Rheinfels. Jetzt anmelden: redbull.com/26zoll

Erstmals in Europa! Das amerikanische Lollapalooza Festival, mitunter auch „A Woodstock for the Lost Generation“ genannt, bringt Space-Rocker Muse, Hip-Hop-Dadaisten Deichkind und Newcomer-DJ David K. nach Berlin. lollapaloozade.com Für seine Remixes gefeiert: David K.

ALEXANDER TRIENITZ, FORMZWEI/RED BULL CONTENT POOL, LE ANN MUELLER, 20TH CENTURY FOX, GARTH MILAN/RED BULL CONTENT POOL

2. – 4. Oktober ADAC GT Masters Finale am Hockenheimring


SAVE THE DATE

13. Oktober Rise Against Westfalenhalle, Dortmund

Gegen Mobbing, Tiermissbrauch und Waffengewalt: Rise Against verpacken politischen Protest in ­melodischen HardcorePunk. Mit ihrem sechsten Album „The Black Market“, in Deutschland auf Platz 1 der Charts, gehen die vier Jungs aus Chicago jetzt auf USA- und Europatour. Das größte Konzert hierzulande steigt in Dortmund vor 15.000 erwarteten Fans, davor werden Hannover (11. 10.) und Stuttgart (12. 10.) gerockt. riseagainst.com

Weitere Pflicht­ termine in den nächsten Wochen

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Oktober Motorrad­ wochenende

Drei Deutschland-Tourstopps: Rise Against

1. – 20.  September CityLeaks Festival

14. – 18.  Oktober Frankfurter Buchmesse

Köln

Messe Frankfurt

Wandmalereien, Installationen und Performances beleben den Kölner Stadtteil Mülheim. Mit­ machen? Erwünscht! Gesucht: Ideen, die Un-Orten und Leerständen im Viertel einen Sinn ­geben.  cityleaks-festival.com

Mit 250.000 Besuchern und 7000 Ausstellern die weltgrößte Buchmesse. Samstags und sonntags für Privatbesucher geöffnet. Tipp: Laufguru Mike Kleiß prä­ sentiert sein Buch „Das neue Laufen“.  buchmesse.de

Erdmann und Matysik (li.), deutsche Meister 2012 & 2014

10. –  13.  September Smart Beach Tour Finale in der Ahmann-Hager-Arena, Timmendorfer Strand Einmal im Jahr trifft sich Deutschlands Beachvolleyball-Elite an der Ostsee. Vor insgesamt 50.000 Zuschauern (freier Eintritt!) kämpfen die 16 besten Teams der Rangliste um die deutsche Meisterschaft. Auch die Titelverteidiger der Herren, Jonathan Erdmann und Kay Matysik, schlagen in der Ahmann-Hager-Arena auf. Ihnen winkt im Bestfall ihr bereits dritter Meistertitel.  smart-beach-tour.tv

THE RED BULLETIN

Beim Klassikertreffen am Samstag sind 250 historische Zwei­ räder zu bestaunen, am Sonntag fahren Deutschlands HarleyDavidson-Freunde vor. Außerdem gibt’s: HarleyTestfahren, Stunt-Show und Steilwand-Raserei. 3./4. Oktober, Sinsheim

25. September – 4. Oktober Windsurf World Cup Sylt Westerland, Sylt

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Oktober Dreiländer­ marathon Die 42,195 Kilometer vom deutschen Lindau über das Schweizer St. Margrethen bis ins Ziel im österreichischen Bregenz bringen die 7000 Starter neben geografische auch über ­körperliche Grenzen. ­Bodenseeblick inklusive. Start: Lindau, Bodensee

Die Nordseeinsel Sylt ist seit 1984 der Austragungsort des größten und bedeutendsten Windsurf­ events der Welt: Auch dieses Jahr werden nicht weniger als 200.000 Zuschauer am Brandenburger Strand – einst das Hoheitsgebiet von Surflegenden wie Robby Naish und Bjørn Dunkerbeck – die aktuellen Superstars im Kampf um Weltranglistenpunkte erleben. Darunter: der Deutsche Philip Köster (Bild), der Spanier Víctor Fernández López oder Alice Léa Justine Arutkin aus Frankreich. Rahmenprogramm: die legendäre Beachparty – täglich! worldcupsylt.de

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Oktober Schatten­ theaterfestival Größtes internationales Festival für Schattenspiel. 50 Aufführungen gehen in einer Woche über die Bühne, auch Klassiker wie „Alice im Wunderland“ werden in Licht und Schatten neu inszeniert. 9. – 15. Oktober, Schwäbisch Gmünd

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HOW TO

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SO ENTGEHST DU EINER HAI-­ATTACKE

Sei der Boss „Weiße Haie sind überraschend klein­ laut, wenn sie auf andere Raubtiere treffen. Wenn sie auf Robben Jagd ­machen, sind es die kleinen, schutz­ losen Robbenbabys, auf die sie los­ gehen. Bei Konfrontationen mit ihres­ gleichen schwimmen Haie Seite an Seite und vergleichen, wer am größten ist. Wenn du mit einem W ­ eißen Hai im Wasser bist, mach dich groß, zeig Haltung und Selbstvertrauen. Pass auf deinen Rücken auf, und die Haie wer­ den dich ignorieren.“

Steve Backshall ist von Meerestieren fasziniert. Beson‑ ders Haie haben es dem preisgekrönten TV‑Modera‑ tor von Tiersendungen angetan. Er unterstützt Shark Trust, eine Organisation zum Schutz der berüchtigten Meeresbewohner. Die Arbeit an Formaten wie „Deadly 60“ und „Swim‑ ming with Monsters“ haben Backshall ge‑ zeigt, wie wichtig Respekt vor Haien ist. Kommt es zu einer Begegnung in frei‑ er Natur, können seine Tipps über Leben und Tod entscheiden. „Diese großartigen Tiere werden dämoni‑ siert“, sagt er, „dabei kann man sie gar nicht für jede Attacke verantwortlich machen.“ sharktrust.org/en/no_limits

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Wähle dein Wasser weise

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„Es gibt weltweit nur einen Ort, wo es sicher ist, außerhalb eines ­Käfigs mit einem Weißen Hai zu schwimmen: Guadalupe in Mexiko, wo das Wasser so klar ist, dass der Hai sieht, dass man keine Beute ist. Dagegen zum Beispiel in den trüben Gewässern von Dyer Island in Südaf­ rika schwimmen zu gehen, wo Haie aus der Tiefe heraufschießen, um an der Oberfläche Robben zu er­ wischen, wäre … sagen wir: unklug.“

„Haie zeigen, ob sie schlecht gelaunt sind. Wenn der Rücken eines Hais ge­ wölbt ist, sein Maul weit offen steht, seine Kiemen sich blähen, die Brust­ finnen nach unten zeigen und seine ­Bewegungen scharf und eckig sind, ist er bereit für Action. Bleib im Käfig! Wenn der Hai sich mit geschlossenem Maul träge bewegt und seine Finnen wie Flügel ausbreitet, dann cruist er nur.“



Beobachte ihre Körpersprache

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Geh kein unnötiges Risiko ein „Es ist egal, wie viel Geld oder Zeit man dafür aufwendet, nach Guadalupe oder an irgendeinen anderen Tauch­spot zu gelangen. Wenn es zu dämmern be­ ginnt – also der Hai in den Beutemodus wechselt –, wenn die Sicht schlecht ist oder mehr Haie da sind als geplant oder i­rgendetwas nicht zu hundert Pro­ zent perfekt ist, spiel nicht den Helden: Brich den Tauchgang sofort ab.“

3

Hab keine Angst „Sei nicht ängstlich. Haie spüren Angst. Eine flache Atmung und ein beschleunigter Puls werden im Was­ ser über Vibrationen transportiert. Darum tief atmen und entspannen.“

MARK THOMAS

ACTION


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KOPF BIS FUSS Ob im urbanen Treiben oder in der rauen Natur – mit dieser Auswahl robuster, funktioneller und modischer Ausrüstung ist man immer und überall stil­ sicher unterwegs.

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Double-Micro-Shell-Helm Wildcat von Quiksilver  quiksilver.com

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KOPFSACHE Dieses Equipment für den Kopf schützt, ohne dabei den richtigen Style außer Acht zu lassen.

Wildcharge-Sonnenbrille von Adidas adidas.com

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Mütze aus Merinowolle, doppellagig, von Buff  buffwear.com

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Mit Vollgas und dem richtigen Sound Dieser Helm ist der ideale Kopfschutz für alle vier Jahreszeiten, einsetzbar fürs Snowboarden, Skifahren, aber auch Biken. Trotz ­äußerst geringen Gewichts (380 g) wurde nicht bei der Technik gespart. Praktisch: Dank magnetischer Brillenhalterung entfällt das nervige Gefummel beim Fixieren des Brillenbands am Hinterkopf. Das Beste: Mit dem Baseline Audio System sind Earpads erhältlich, die fast unsichtbar integrierbar sind. Stellt sich dann nur noch die Frage nach der passenden Playlist.

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Balaklava/Bandana Hunter von Dakine dakine.com



Audio-Helm K2 Stash k2skis.com

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Skibrille M3 Merrill Pro von Anon anonoptics.com

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Jacke Transition von s.Oliver soliver.eu

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True-Light-Daunenweste von McNeal, erhältlich bei Peek & Cloppenburg

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Die clevere Jacke, die sich wie ein Sweater trägt Napapijri hat den traditionellen Front-Zip auf die Seite verschoben. Damit lässt sich diese Jacke wie ein Sweater über den Kopf ziehen und bietet auch besseren Schutz vor den Elementen. Die Skidoo-Jacke besitzt außerdem einen diskreten Kordelzug, der immer für eine perfekte Passform sorgt. All das macht die Jacke zum idealen Begleiter, egal ob beim Flanieren durch die Stadt, bei rasanter Ski-Action auf der Piste oder beim Freeriden. Kilowatt-Jacke von The North Face thenorthface.com

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OBERKLASSE Diese Begleiter lassen einen bei Wind und Wetter garantiert nicht im Stich.

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Mit dieser Hose verlässt man die Komfortzone niemals

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Wird man mitten im Abenteuer mit schwierigen Bedingungen konfrontiert, sollte deine Hose dich keinesfalls im Regen stehen lassen. Die Außenschicht dieser Tourenhose ist wasserund winddicht. Innen sorgt eine Lage aus feinster Merinowolle für schweißfreien Tragekomfort. Dank der inte­ grierten Gamaschen und dreilagiger Isolation will man diese Hose im ­Winter gar nicht mehr ausziehen.

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SCHÖNE BEINE Ein Drink mit Freunden? Action am Berg? Workout? Immer die richtige Hose für den passenden Anlass.

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Die Stiefel, die in der Stadt und am Berg gute Figur machen Gar kein Zweifel, das sind robuste Stiefel. Das Obermaterial aus gewachstem Leder ist extrem strapazierfähig, und die GoreTex-Membran lässt garantiert kein Wasser von außen an den Fuß. Mit der stoß­ absorbierenden Vibram-Außensohle und der Unterstützung im Knöchelbereich ­findet man auch auf jedem noch so herausfordernden Terrain den nötigen Grip. Der italienische Hersteller Dolomite hat die Stiefel mit e­ inem schicken Design und schlichten ­Farben ausgestattet. Damit ist gewährleistet, dass dieser W ­ anderschuh auch im städtischen Umfeld definitiv kein modischer Fehltritt ist.

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Weltreise zum blättern Jetzt neu: Das Magazin für Menschen, die wieder öfter staunen wollen. Mit packenden Geschichten von den wichtigsten Schauplätzen der Gegenwart – brillant fotografiert und großzügig präsentiert.

Im ens Zeit chrift l hande o und als Ab h erhältlic aufbruch INs aLL 45 Jahre Mondlandung – eine amerikanische Heldensaga

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schWarZEN PharaONEN Als dunkelhäutige Nubier die Macht im Reich am Nil ergriffen

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DAS BEDROHTE PARADIES Drama im brasilianischen Regenwald NEUSEELANDS SCHRÄGE VÖGEL Kiwi, Kakapo & Co ALTERNATIVE ENERGIE Algen – der Treibstoff der Zukunft

SEX STATT GEWALT Das verblüffende Rezept der Bonobos zur Konfliktlösung ARCHÄOLOGIE Auf der Suche nach der vor Japan versunkenen Flotte des Kublai Khan GEISTERTEILCHEN Wie Neutrinos die Wissenschaft in Atem halten

GIFTIGES GOLD Wie eine Glücksritterstadt in den Anden den Titicacasee verseucht DIE PARSEN VON MUMBAI Warum Indiens heimliche Elite jetzt auszusterben droht DELFINFORSCHUNG Überraschende Erkenntnisse über die Meeressäuger

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Lebensraum Kommen Sie mit uns zu den schillerndsten Schauplätzen der Erde. Wo Mensch und Tier den Elementen trotzen. Wo das Überleben keine Selbstverständlichkeit ist. Sondern ein Sieg, der mit Kühnheit, Ausdauer und Erfahrung errungen wird.

Technik Schneller als je zuvor hat der technologische Fortschritt das Leben in den vergangenen 120 Jahren verändert. Doch wie geht das Abenteuer weiter? Terra Mater fragt nach bei Tüftlern und Denkern, präsentiert ihre Ideen und analysiert die Bedeutung ihres Tuns für unsere Zukunft.


Völkerkunde Keine andere Spezies hat so viele Lebensweisen entwickelt wie der Mensch. Wir begegnen Völkern in aller Welt auf Augenhöhe und hautnah, beschreiben ihre Traditionen und ihre Strategien, mit denen sie sich den Chancen und Heraus­ forderungen der neuen Zeit stellen.

Medizin Nichts ist uns so nah wie der eigene Körper. Doch wie funktioniert er wirklich? Was kann die Heilkunde zu einem angenehmen und gesunden Leben beitragen? Was wird sie morgen können? Wir beleuchten neugierig und mit kritischer Distanz die neuesten Entwicklungen der Wissenschaft.

Natur Es gibt sie noch: versteckte, entlegene Landstriche, auf denen die Natur sich ungestört entfalten darf. Wir entdecken diese Oasen der Exotik und nehmen Sie mit zu ansonsten kaum zugänglichen, verzauberten Ecken dieser Erde.

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Zwei Expeditionen, ein Vergleich: Wie 17 Jahre das Leben im Dschungel Westpapuas verändert haben KRIMINALFALL SEMMELWEIS Warum der „Retter der Mütter“ im Irrenhaus starb HELDEN VON HEUTE Wie zwei israelische Physiker palästinensischen Hirten helfen MISSION MARS Eignet sich der Rote Planet als Ersatz­Erde?

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Editorial Director Robert Sperl Chefredakteur Alexander Macheck Editor-at-large Boro Petric

THE RED BULLETIN Deutschland, ISSN 2079-4258 Länderredaktion Arek Piatek Lektorat Hans Fleißner Country Channel Management Christian Baur, Nina Kraus Anzeigenverkauf Martin Olesch martin.olesch@de.redbulletin.com Abo Abopreis: 25,90 EUR, 12 Ausgaben/Jahr, www.getredbulletin.com, abo@de.redbulletin.com

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Musthaves! 1

 ESPRESSO N LIMITED EDITION

Im Herbst 2015 launcht Nespresso die Limited Editions Tribute to Milano und Tribute to Palermo, zwei neue Ristrettos, die eine Ode an die Vielfalt und den Reichtum der italienischen Kaffeekultur darstellen, inspiriert von den zwei kontrast­ reichen Städten Mailand und Palermo. Nespresso stellt erneut seine außer­ gewöhnliche Kaffeeexpertise unter Beweis und bietet eine so hochqualitative wie einzigartige sensorische Kaffeeerfahrung. www.nespresso.com

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 URTON [AK] 2L CYCLIC B JACKET

Dank dem bombensicheren Gefühl, das die Burton [ak] 2L Cyclic Jacket verleiht, ist sie schnell zu einer bevorzugten Shell für Rider geworden. GORE-SEAM® voll versiegeltes 2-Lagen GORE-TEX® Material atmet selbst beim steilsten Anstieg noch und bietet volle Wasserfestigkeit. Funktio­ nalität und die [ak] Geländetauglichkeit stehen an oberster Stelle. www.burton.com 3

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POLICE MEPHISTO

Das brandneue POLICE Modell Mephisto, erhältlich in zwei Vintagefarben, besitzt ein Gehäuse aus rostfreiem Stahl sowie eine Ionen-Plattierung. Mit frechen TotenkopfDetails und einem starken POLICE Schrift­ zug sowie seinen kess integrierten Multi­ funktions-Details wie Wochentags- und Datumsanzeige ist die Mephisto ein toller Zeitbegleiter für mutige, starke Männer. www.timemode.com/police 4

E XCELLENCE IN REINSTER FORM

Die GONSO Rad-Trägerhose IRON mit dem neuen Sitzpolster Carbon 2.0 ist für alle, die beim Biken starten, um zu gewin­ nen. Das hochinnovative Dynamic Fitting Support-System (D.F.S.) sorgt für einen per­ fekten aerodynamischen Sitz. Der spezielle Silikonprint regt die Blutzirkulation an und unterstützt die Muskulatur, schneller warm zu werden und langsamer zu ermüden. www.gonso.de 5

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 OMPROMISSLOSE K FUNKTION

Die Jacke Zeta ist perfekt für aktive ­Männer, die keine Kompromisse in Sachen Funktion eingehen wollen. Zeta wurde aus Merino Mesh gefertigt, das durch seine außergewöhnliche Webstruktur beste ­Klimaeigenschaften mit sich bringt. Rück­ wärtige Reflektoren erhöhen die Sicht­ barkeit im Dunkeln. www.reda1865.com/rewoolution/de 6

MADRID BILLBOARD

Passiert das gerade wirklich? Oder ist es ein Traum? Mit seinem gerockerten symmetrischen Shape und W-Concave könnte dich das Billboard Dream glatt ins Land der Träume versetzen. Egal ob du mit Speed von oben nach unten oder mit Style von A nach B willst, dieses Board macht den Weg zum Ziel. Hohe Zeit, auf­ zuwachen und den Traum zu leben. www.warehouse-one.de/ madrid-skateboards


MAGIC MOMENT: MAKES YOU FLY

Helikopter-Pilot Felix Baumgartner verfolgt einen 1000 PS starken Toyota im Niedrigflug. Und vertraut auf Red Bull Stratos-gestählte Nerven.

DEBRZNO, POLEN, 15. Juni 2015 Hollywood-Stunt im pommerschen Debrzno? Kein Problem, sagten Felix Baumgartner und Drift-Ass Jakub Przygon´ski. Ersterer jagte das 1000-PS-Driftauto mit einem zwei Tonnen schweren Helikopter über eine verlassene ­Flugbahn – in Schlangenlinien, in Schräglage, gefährlich nah über dem Boden. Ergebnis: ein Drei-Minuten-Blockbuster. Video: www.redulletin.com/helidrifting

DIE NÄCHSTE AUSGABE DES RED BULLETIN ERSCHEINT AM 13. OKTOBER 2015. 98



THE RED BULLETIN

LUKASZ NAZDRACZEW/RED BULL CONTENT POOL

„Wenn’s gefährlich wird, bin ich ein Top-Performer.“


schneeweisse glücksgefühle

IM grössteN Skital der welt!

© Big Mountain Hochfügen


60 °C

UNTER NULL

Es ist ein Ort, der zwar erforscht und kartografiert, jedoch nie von Menschen bewohnt wurde. Hier, am kältesten und äußersten Ende der Welt, ist die TUDOR North Flag zu Hause. Dieses technisch wie ästhetisch hochwertige Instrument birgt in seinem Inneren das erste von TUDOR entwickelte und produzierte Uhrwerk und ist der wohl verlässlichste Begleiter des modernen Abenteurers. Ein Zeitmesser, der eine neue Ära in der Markengeschichte begründet. TUDOR NORTH FLAG Mechanisches TUDOR MT5621 Manufakturwerk mit Selbstaufzug, offiziell zertifiziertes Chronometer, amagnetische Siliziumfeder, ca. 70 Stunden Gangreser ve, Gehäuseboden aus Saphirglas, wasserdicht bis 100 m, Edelstahlgehäuse 40 mm. Besuchen Sie tudorwatch.com und entdecken Sie mehr.

The Red Bulletin Oktober 2015 - DE  
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