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www.pannorama.eu

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Mit Einblicken in das pannonische Lebensgefühl

Wert: 5,50 Euro • Zugestellt durch post.at-Gruppe

■ Filmland Burgenland ■ Silvestereinladung ■ Gesundbaden ■ Winterwellness ■ Schneeschuhwandern

Winterzauber kultur | kulinarik | leben | reise

| regionen | sport


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KULTUR

KULINARIK

LEBEN

Interview KS Dagmar Schellenberger Seite 4

Dinner mit Freunden Kochen zu Silvester Seite 14

Katzenjammer Hilfe gegen den Neujahrskater Seite 18

Lichtspiele Kino einst und jetzt Seite 8

Haus am Kellerplatz Leithaberg Gebietsvinothek Seite 15

Die Pudlfrau Tradition im Südburgenland Seite 10

Sozial nachhaltig Reparieren und recyceln Seite 20 Intelligenter Flitzer Ford B-Max Seite 22

Sterntalerhof Es ist so einfach etwas Gutes zu tun Seite 17

IMPRESSUM Medieninhaber/Herausgeber: MEMA Medien Marketing GmbH, Reitschulgasse 5, 8010 Graz info@mema.at Eigentümer/Geschäftsleitung: Bruno Rabl Chefredaktion: Mag. Brigitte Krizsanits (MEMA) Produktion/Grafik Claudia Zamanian (MEMA)

Freie Mitarbeiter dieser Ausgabe: Brigitte Dürmaier, Rita Elek, Paul Fischer, Karl Kaltenegger, Natascha Marakovits, Ursula Mungitsch, Georg Paul, Miriam Wiegele Lektorat: Monika Haring Coverfoto: Fotolia / BeTa-Artworks Anzeigenverkauf: MEMA Medien Marketing GmbH

Anschrift Verlag und Redaktion: Robert Graf-Platz 1/216, 7000 Eisenstadt Tel. +43 2682/69564-03, Fax +43 2682/69564-05, red@pannorama.eu, www.pannorama.eu Herstellung: a•PRINT GmbH, Industriering 7, 9020 Klagenfurt Vertrieb: Österreichischer Lesezirkel Mediadaten: www.lesezirkel-oesterreich.at

Die alleinige Verwendung der männlichen und weiblichen Wortformen in diesem Magazin bedeutet keine Diskriminierung des anderen Geschlechtes, sondern ist geschlechtsneutral und dient dem besseren Lesefluss. Für Seiten mit der Rubrizierung „Präsentation“ wurde ein Druckkostenbeitrag verrechnet. Es handelt sich daher lt. Mediengesetz §26 um eine entgeltliche Einschaltung. Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht der Meinung des Verlages oder des Herausgebers entsprechen. PANNOrama ist ein eingetragenes Markenzeichen. Gedruckt in Österreich.

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Fotos: sterntalerhof / Filmarchiv Austria / flickr, stijn / Burgenland Tourismus, Popp & Hackner / pixelio, Susan24 / Archiv

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26 REISE

SPORT

Gesundbaden Heilkräftiges Thermalwasser Seite 26

Lautlos durch den Schnee Trendsport Schneeschuhwandern Seite 34

Bezaubernde kleine Schwester Gozo Seite 30 Wintersport und Wellness Entspannen im Alpendorf Seite 32

Frohes Fest

Brigitte Krizsanits Chefredakteurin

EDITORIAL Wenn mich jemand fragt, welche Jahreszeit meine liebste ist, dann antworte ich: „Die, die wir gerade haben“ – weil Jammern ohnehin nichts nützt. Zwar blicke ich während der Fertigstellung unserer neuen Ausgabe in eine graue Nebelsuppe, aber trotzdem stellt sich dabei ein wohliges Gefühl ein: der Gedanke an die Vorweihnachtszeit, an den Jahreswechsel und die Vorfreude auf den geplanten Skiurlaub. Man kann dem Winter also durchaus Positives abgewinnen – es sei denn, man verbringt ihn am richtigen Ort. Mit einer Lektüre zurückgezogen auf der Couch, im Kino bei einem spannenden Film, mit Freunden bei einem gemütlichen Abendessen, in der verschneiten Winterlandschaft – auf zwei Bretteln oder auf Schneeschuhen – oder im wohlig warmen Wasser in einer der herrlichen Thermen. All das finden Sie auch in unserer aktuellen PANNOrama-Ausgabe. Also schlage ich Ihnen vor, Sie starten einfach mit dem ersten Punkt der obigen Aufzählung. Auf alles Weitere bekommen Sie während des Schmökerns in unserem Magazin Lust! PANNOrama wünscht all seinen Lesern eine schöne Vorweihnachtszeit, einen gemütlichen Jahreswechsel und ein erfolgreiches Jahr 2013! Ihre

Wir machen das Magazin.

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PANNOrama

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Interview

Weiblicher Führungswechsel Mit September hat Dagmar Schellenberger die Intendanz in Mörbisch übernommen. PANNOrama sprach mit ihr über ihr Leben als Sängerin, ihre Beziehung zum Burgenland und über den Zauber, den die Seebühne Mörbisch auf die Künstler ausübt. Von Brigitte Krizsanits

Sie kennen ja die Seebühne und das Burgenland noch von früheren Auftritten. Was ist Ihnen von damals in Erinnerung geblieben? Ein ganz spezielles Gefühl, wo ich mir auch schwer tue, das Leuten, die weder den Neusiedler See oder die Seefestspiele Mörbisch noch die Gegend hier kennen, zu beschreiben. Die Segelboote draußen, wenn die Sonne untergeht,

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wenn die „Gölsen“ (Gelsen) mit uns spielen und das Publikum mit den Sitzkissen und dem Regenschutz da ankommt und durchhält, wenn es mal tröpfelt. Und so eine familiäre Atmosphäre, auch hinter der Bühne oder hier im Büro, das findet man nicht immer. Es ist einfach etwas ganz Spezielles und alle, die da waren, haben das gespürt. Es muss hier also wo ein Geheimnis drinnen sein. Sie wechseln jetzt quasi von der Bühne ins Management. Ist diese Managementtätigkeit für Sie neu? Mein Beruf war mein Management. Ich bin seit 30 Jahren in dem Beruf und musste meine künstlerische Tätigkeit als Einzelunternehmerin, manchmal auch unter Ausschaltung der Emotionen, die dahinter stecken, führen. Ich bin seit zehn Jahren auch an die Uni gebunden und betreue als Professorin einen großen Kreis an Studenten, das prägt einen dann schon sehr, dass man große Veranstaltungen

Fotos: Seefestspiele Mörbisch

PANNOrama: Von Berlin nach Mörbisch. Verstehen Sie die Mörbischer schon? Dagmar Schellenberger: Ich habe von meinem Team hier gleich letztes Jahr eine Fibel geschenkt bekommen „Burgenländisch für Anfänger“ und selbst die hartgesottenen Burgenländer, die ich bei manchen Wörtern zu Rate gezogen habe, wussten auch nicht immer eine Antwort darauf. Aber ich merke es auch hier im Büro. Vor einiger Zeit wurde noch Rücksicht auf mich genommen und in gepflegtem Hochdeutsch gesprochen, aber mittlerweile bin ich schon voll drin.


organisiert. Da gehört ein Stück Talent dazu. Das, was ich übernommen habe, die Intendanz und die künstlerische Leitung, da stehe ich voll in der Materie, das ist mein Zuhause. Man kennt Sie als Künstlerin, Sie waren aber auch Sportlerin. Ich bin ja auf Skiern aufgewachsen. Ich komme aus dem Bergland, kann sehr gut Ski fahren. Und ja, ich habe einmal Leistungssport gemacht, Siebenkampf. Meine Eltern waren nicht wohlhabend, aber sie haben mich halt mitgeschleppt, wenn wo eine Ausstellung war und haben mir die Möglichkeit gegeben, auch den Blick zu öffnen. Dann auch über den Sport, ich finde es wichtig, dass man Kinder auch frühzeitig an Regeln, Disziplin gewöhnt. Glauben Sie, dass das auch durch den Sport gekommen ist, Ziele zu erreichen? Auch, auch. Ein Stück weit steckt es natürlich in den Menschen, ein bissl so ein Perfektionismus, solange er in gesunden Bahnen bleibt, finde ich das schon gar nicht mal so schlecht. Ich wurde auch ziemlich streng erzogen. Es mussten möglichst Einser sein in der Schule. Ich hab das dann als Geniestreich hinbekommen. Und der Leistungssport, dieses harte Trainieren, hat mir in meinem tatsächlichen Beruf sehr geholfen. Sie sind in Ostdeutschland aufgewachsen, ein Stück ostdeutsche Geschichte wurde auch hier, ganz nahe bei Mörbisch geschrieben, wo 1989 hunderte DDR-Bürger den Weg in die Freiheit fanden. Als ich 2004 das erste Mal hier war und mich in der Region befand, wo ich wusste, dass viele den Weg mit der Flucht über Ungarn durch die Wälder in die Freiheit gesucht haben, war das für mich schon etwas ganz Spezielles. Ich habe mir in Eisenstadt als erstes ein Fahrrad gekauft und wenn ich Zeit hatte, bin ich mit dem Fahrrad diese ganze geschichtsträchtige Erde abgeradelt. Und das hat dabei sicher auch den einen oder anderen emotionalen Gedanken in mir hervorgerufen, da hat sich ein Kreis geschlossen. Als Sängerin waren Sie viel unterwegs. Sind Sie froh, nicht mehr so viel reisen zu müssen? Ich war 15 Jahre lang zehn Monate im Jahr unterwegs. Es war ein sehr entbehrungsreiches Leben, obwohl man natürlich auch viel von der Welt sieht. Aber es ist doch ein sehr einsames Leben und auch wieder ein von großer Disziplin geprägtes Leben. Meiner Tochter musste ich oft sagen: Du, die Mama hat keine Zeit. Auch Freundschaften leiden darunter, Beziehungen jeder Art leiden darunter. Aber trotzdem, wenn ich nochmal die Wahl hätte, ich würd`s wieder machen.

Im Hinblick auf nächstes Jahr, auf die Premiere, das wird ganz eine neue Art von Lampenfieber für Sie. Es ist insofern lustig: Jeder kennt mich ja, die Kollegen, mit denen ich selber auf der Bühne stand, die kennen mich ja alle, auch die Dirigenten, Choreographen, und die wissen, so schnell kann ich der kein X für ein U vormachen. Und ich werde mich da sicher auch sehr bremsen müssen, um nicht überall meinen Senf dazu zu geben. Aber ich werde da schon gucken, dass die Qualität auf einen ganz hohen Level kommt, in jedem Bereich. Welche Neuerung wird es auf der Seebühne Mörbisch geben? Eine ganze Menge. Es wurde seitens des Orchesters gewünscht, dass der Orchestergraben unten auf der Bühne wegfällt. Der wird in einem neu gebauten Studio, einem Orchestersaal, gemeinsam mit dem Chor dann angesiedelt sein. Es wird auf der Bühne große Effekte geben, was für’s Aug, wo das Publikum erstaunt wird. Die Leute sollen das Ambiente erleben und in den verbesserten Bedingungen ein Festivalerlebnis haben. Das wird im Eingangsbereich sehr zu erleben sein, was wir da planen, beim Gastrokonzept oder dass man bei Bedarf, sollte es einmal regnen, die Leute überdacht auf dem Gelände halten kann. Im Zuge dieses Umbaus wird es auch eine zweite Spielstätte geben, die für Sonderveranstaltungen im kleinen Rahmen genutzt wird. Und es gibt so viele wunderbare Stücke, die wir spielen können, wo wir den See, die Natur, den Schilfgürtel mit einbauen können. Der Neusiedler See ist ja die eigentliche Attraktion der Seefestspiele. Dass man die Weite und das Ambiente da wieder mehr mit hinein nimmt. Das ist mein Ziel. Wie sehen Ihre privaten kurzfristigen Pläne jetzt im Winter aus? Werden Sie Ski fahren gehen? Ich werde jetzt im Dezember zum zweiten Mal Oma, also zwischen Weihnachten und Neujahr kommt der zweite Bub und da möchte ich meiner Tochter, die in Berlin lebt, beistehen. Ich werde hier um Weihnachten bei Licht ins Dunkel beim ORF beteiligt sein, ich wurde gebeten, zwei große Konzerte zu singen. Pff, ich hab noch ein paar andere Konzertchen nebenher. Familie und Planung der Saison 14/15/16 – mit allem, was da drum und dran hängt – und ich merke auch, dass der Job des Intendanten sehr, sehr viel harte Arbeit ist – aber auch eine sehr schöne.

ZUR PERSON Kammersängerin Dagmar Schellenberger wurde 1958 in Oschatz, Sachsen geboren. Sie hat eine Tochter und ein Enkelkind, das zweite kommt Ende Dezember zur Welt, und lebt in einer Lebensgemeinschaft. Nach ihrer Ausbildung an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden gastierte sie an vielen Theatern in Deutschland, später auf internationalen Bühnen etwa in Wien, Amsterdam, Paris, Mailand, New York, Buenos Aires. Mit September 2012 hat sie die Intendanz der Seefestspiele Mörbisch übernommen. In ihrer Freizeit arbeitet sie gerne im Garten, geht segeln oder schwimmen und liebt Reisen.

Dann wünschen wir Ihnen viel Erfolg für die kommenden Saisonen. Danke für das Gespräch.

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Kultur, Kongress und Kommunikation

Kultureller Leuchtturm Die moderne Architektur, die Ausstattung und die Akustik machen das neue Kultur- und Kongresszentrum Eisenstadt zu einem zeitgemäßen und professionellen Veranstaltungszentrum.

Sanierung und Erweiterung

Schlichte Architektur, die beeindruckt. Das neue Kultur- und Kongresszentrum stellt eine Erweiterung des Veranstaltungsangebotes dar.

Der Vorgängerbau war Anfang der 80er Jahre am derzeitigen Standort errichtet worden. Aufgrund der gewachsenen An- und Herausforderungen wurde das mittlerweile einer Generalsanierung bedürftige Gebäude zu einem modernen Veranstaltungs- und Kongresszentrum ausgebaut. In einem international ausgeschriebenen Wettbewerb erhielt das Projekt von „Pichler & Traupmann Architekten“ den Zuschlag. Mit dem Ausbau bzw. der Erweiterung verbunden war die Errichtung eines Neubauteiles, der unmittelbar an das bestehende

Objekt angrenzt. Die Verknüpfung von Alt und Neu war ein wesentliches Kriterium.

Gelungenes Konzept

„Die beiden Bauteile wurden derart miteinander verbunden, dass sie als eine zusammenhängende, funktionale und auch gestalterische Einheit in Erscheinung treten. Eine neue Fassade drückt diese Einheit in optisch deutlich lesbarer Art aus. Das Gebäude soll Ausdruck eines kulturellen Gesamtverständnisses sein, in dem sich die verschiedenen Kategorien von Kunst und Kultur und auch Repräsentation etablieren und verwirklichen können“, so Kulturlandesrat Helmut Bieler.

Raum für Kongresse, Tagungen, Symposien

Mit einer Kapazität von bis zu 2.000 Personen beziehungsweise 1.100 Plätzen bilden zwei großzügige Säle unter einem Dach den optimalen Rahmen für alle Veranstaltungen. Ein weit angelegtes Foyer für den Empfang und eine Terrasse im Obergeschoss sowie Business- und Medienräume stehen zusätzlich zur Verfügung. Kongresse, Tagungen, Symposien, Produktpräsentationen, Kundenevents und Festveranstaltungen finden so ein modernes Ambiente, ausgestattet mit einmaligem Flair und bestem technischen Equipment. Die hier zusammengeführten Verwaltungsgruppen der landeseigenen Kulturbetriebe machen in Einheit mit den Veranstaltungsbereichen das Ganze zu einem kulturpolitischen Hotspot. Programmatisch werden neben dem gewohnten vielfältigen Theaterprogramm und dem Zyklus „Best of Cabaret“ ab der kommenden Saison 2012/13 zusätzlich drei völlig neue Konzertzyklen angeboten, wo im Rahmen von „Klassik“, „World Music & Jazz“ und „Chanson“ internationale Stars im neuen Kulturzentrum Eisenstadt zu Gast sind. bgld-kulturzentren.at/eisenstadt

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Präsentation, Fotos: Krizsanits

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und eineinhalb Jahre nach dem Spatenstich wurde am 8. November 2012 das neue Kultur- und Kongresszentrum in Eisenstadt feierlich eröffnet. Es soll ein Zentrum sein, in dem kulturelle Werte, Toleranz und Offenheit für das Neue ihren Platz finden.


kultur Geheimnisvolle Schätze B Fotos: Manfred Horvath

Im Leithagebirge liegt so mancher Schatz verborgen – wird in Sagen erzählt. Von Rita Elek

rigitte Krizsanits und Manfred Horvath haben sich auf den Weg gemacht, um diese Schätze zu suchen. Gefunden haben sie nicht etwa Geld oder Gold, sondern landschaftliche und kulturelle Juwele. Rund zwei Jahre waren sie im und um das Leithagebirge unterwegs, sind dabei spirituellen Wegen gefolgt, in Höhlen gekrochen, auf Aussichtspunkte gestiegen. Der Bildband „Das Leithagebirge. Grenze und Verbindung“ zeigt nun erstmals den Höhenzug, der vor Millionen von Jahren die geologische Verbindung zwischen Alpen und Karpaten bildete, als Gesamtes. Auf

232 Seiten präsentieren die Journalistin und der Fotograf in eindrucksvollen Bildern und informativen Texten das Ergebnis und geben dabei überraschende Einblicke in Natur, Kulinarik, Kunst und Geschichte jenes Gebirges, das über Jahrhunderte die Grenze zwischen Ungarn und Österreich war. Das Leithagebirge. Grenze und Verbindung Von Manfred Horvath und Brigitte Krizsanits 232 Seiten, 31 x 24,5 cm Bibliothek der Provinz 2012 ISBN: 978-3-99028-172-7 erhältlich unter www.manfredhorvath.at sowie im Buchhandel, 34 €

Schnittpunkt Burgenland

Foto: ZVG

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nde November eröffnete die Landesgalerie in neuem Rahmen im Kultur- und Kongresszentrum Eisenstadt. Die erste Ausstellung zeigt mit „Schnittpunkt Burgenland. Wege der Kunst ins 21. Jahrhundert“ die Entwicklung der Kunst in Österreichs jüngstem Bundesland von 1921 und mündet 2013 in die erste permanente Schausammlung zur Kunst im Burgenland. Sie widmet sich den Anfängen der Kunst in dem neuen, eigenständigen Bundesland, zeichnet ein Bild der Kunstszene in der Zwischenkriegszeit,

die Uniformierung und Instrumentalisierung der Bildenden Kunst während der Naziherrschaft und spannt schließlich den Bogen zum Wiederaufbau des Kunstlebens im Land bis hin zur Öffnung gegenüber allen neuen Strömungen und einer modernen und innovativen zeitgenössischen Kunstszene in beeindruckenden Werken von über 70 Künstlern. Landesgalerie Burgenland www.landesgalerie-burgenland.at

Sonderausstellung 30. November – 22. Dezember 2012 und 8. Jänner – 31. März 2013 Dauerausstellung 11. April – 20. Dezember 2013

„Alles Familie“ im Kindermuseum

Foto: Krizsanits

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as bedeutet eigentlich Familie? Wer ist Familie? Welchen Mustern folgt sie und wer nimmt welche Rolle ein? Diesen und vielen weiteren Fragen geht das Zoom Kindermuseum in seiner aktuellen Ausstellung „Alles Familie“ für Kinder von sechs bis zwölf Jahren nach. Künstlerische Installationen, Spielmodule zum Anfassen und „Wohnräume“ echter Beispielfamilien in unterschiedlichen Konstellationen und Lebenslagen zeichnen ein Bild davon, wie vielschichtig der Begriff „Familie“ ist.

Es wird gekocht, gestritten, gearbeitet, geheiratet – und letztendlich erfahren die Kinder, wie wichtig Familie als Ort der Zugehörigkeit und des Zuhauses ist. Alles Familie Bis 10. Februar 2013, Voranmeldung empfohlen Zoom Kindermuseum Museumsquartier, 1070 Wien Tel.. + 43 (0) 1 / 5247908 www.kindermuseum.at

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Kino einst und jetzt In den 1950er Jahren blühte die Filmkultur. Nachholbedarf nach dem schrecklichen Krieg war angesagt und beinahe jede größere Gemeinde hatte ein eigenes Kino. Von Ursula Mungitsch

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as Jahr 1958 verzeichnete 87 Kinos im Burgenland, der Höhepunkt war 1961 mit 97 Lichtspieltheatern erreicht. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen und viele Cineasten trauern dieser Zeit nach. Dabei hat es doch so vielversprechend angefangen, hier bei uns.

Große Namen

INFORMATIONEN 6. Dezember 2012 ORF Funksalon, 19.30 Uhr mit Ausstellung Filmland Burgenland im ORF Funkhaus Eisenstadt www.burgenland.at/ filmland-burgenland aktuelle Kinoprogramme z.B.: www.dieselkino.at altes Kino mit alten Filmen www.dorfmuseum.at

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Die Filmindustrie hat sehr viel mit unserem Nachbarland Ungarn zu tun: Adolph Zukor, 1873 in Nordungarn geboren, wanderte nach Amerika aus, gründete „Paramount“ und gilt als der „Erschaffer Hollywoods“. So ist es nicht verwunderlich, dass westungarische/burgenländische Schauspieler diesem Genre sehr zugetan waren. Ludwig Stössel, ein jüdischer Schauspieler aus Lockenhaus (1883 – 1973), trat bei den Salzburger Festspielen unter Max Reinhardt im Jedermann als Teufel auf und spielte in Fritz Langs Das Testament des Dr. Mabuse. 1939 ging er nach Hollywood und wurde berühmt durch seinen Auftritt in Casablanca. Darin verkörpert er Mr. Leuchtag, einen nicht gut Englisch sprechenden deutschen Flüchtling. Mr. Leuchtag fragt seine Frau: „Liebchen – sweetnessheart, what watch?“ Sie antwortet: „Ten watch.“ Er erstaunt: „Such much?“ (www.youtube. com: Casablanca what watch). Regisseur dieses

hervorragenden Films war der in Budapest geborene Michael Curtiz (Mihály Kertész). Nach vielen weiteren Rollen sah man Ludwig Stössel 1960 in dem Elvis-Presley-Film Café Europa zum letzten Mal im Kino. Als großer Star gilt auch die 1938 geborene Eisenstädterin Maria Perschy. Sie besuchte gemeinsam mit Senta Berger und Marisa Mell das Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Mit dem Film Nasser Asphalt wurde sie Teenagerstar und bald rief Hollywood. Dort spielte sie in John Hustons Freud und Howard Hawks Ein Goldfisch an der Leine. Sie starb – zurückblickend auf ein erfolgreiches Filmschaffen – 2004 in Wien. Zahlreiche Auszeichnungen und internationale Beachtung erlangte in den letzten Jahren der St. Margarethener Michael Fuith mit dem Film Michael über einen Kinderschänder. Als Absolvent der Schauspielschule Pygmalion spielte er zuerst in Kurzfilmen, dann in den Spielfilmen Kotsch, Freigesprochen, Rimini und Kleine Fische und sehr erfolgreich als Hauptdarsteller in Das große Glück sozusagen und Rammbock.

Große Regie

Die Wurzeln des überregional anerkannten Regisseurs Wolfgang Murnberger sind in Wiesen zu finden. Er drehte u. a. die Wolf HaasAdaptionen Komm, süßer Tod, Silentium und

Dieselkino Oberwart und alter Kassenraum Lichtspieltheater / Dorfmuseum Mönchhof © Gabriel Pammer

Lichtspiele


Durch die weitere Entwicklung des Familienfernsehens mussten viele Kinobetreiber zusperren. Man blieb zu Hause vor dem „Patschenkino“. 1983 zählte man 29 Kinos, um die Jahrtausendwende waren noch acht Lichtspieltheater in Betrieb, derzeit gibt es sechs Kinos im ganzen Land! Die Kinokultur hat sich stark

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Bilder: 1 – Ludwig Stössel aus Lockenhaus, Filmstar u. a. in Casablanca © Filmarchiv Austria 2 – Romy Schneider und Karlheinz Böhm in Sissi – die junge Kaiserin 1957 © Filmarchiv Austria 3 – Yul Brynner und Deborah Kerr in Die Reise 1959 © Filmarchiv Austria 4 – Maria Perschy und Rock Hudson in Ein Goldfisch an der Leine 1964 © Filmarchiv Austria 5 – Maria Perschy und Claus Biederstaedt / Gala zum Film Nasser Asphalt 1958: aus der Sammlung des Österreichischen Filmmuseums/Nachlass Perschy © Werbeberatung Wolf Uecker GmbH. Abt. PublicRelations, Hamburg 6 – Helmut Qualtinger in Das falsche Gewicht 1971 © Filmarchiv Austria 7 – Die Angst des Tormanns beim Elfmeter – Regie Wim Wenders 1971 © Filmarchiv Austria 8 – Totstellen – Regie Axel Corti 1975 © Filmarchiv Austria 9 – Die Brücke von Andau – Regie Franz Antel 2000 © Gabriel Pammer 10 – Michael Fuith in Rammbock – Regie Marvin Kren 2010 © POOOL Filmverleih

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Große Kinodimensionen

Das bedeutete zwar das „Aus“ für die kleinen Dorfkinos, doch gerade die Filmwelt lebt von einem visionären und zumeist positiven Zukunftsdenken, der Trend geht in Richtung Illusionen und Abenteuerwelten! Abenteuer, die hoffentlich nicht mit dem Verlassen des Kinosaales aufhören, sondern in den Köpfen weiter bestehen. Genau so wie die Filmhelden der vergangenen Zeiten, die in vielen von uns unsterblich geworden sind!

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Auch als Drehort hat man das Burgenland entdeckt. Die ungewöhnliche Weite, der grandiose Horizont und, nicht zu vergessen, das herrliche Licht und die Sonne an 300 Tagen im Jahr sind für einen Filmemacher unbezahlbare Attribute. Auch die intakte bäuerliche, osteuropäisch wirkende Struktur war lange gefragt. Das Leben selbst war schwer und so bevorzugte das Publikum die Leichtigkeit der Pusztaund Csardas-Idylle, Operettenfilme (z. B. Gräfin Mariza 1958) entstanden. Dauerbrenner bis heute sind die drei Sissi-Filme von Ernst Marischka, die 1955/56/57 im Seewinkel gedreht wurden. Die Landschaft um die Lange Lacke erlangte damit Weltruhm! Sogar großes Hollywoodkino wurde im Nordburgenland gedreht: Die Reise von Anatole Litvak. Deborah Kerr und Yul Brynner spielten ein Liebespaar in den Wirren der ungarischen Volkserhebung 1956. Mitte der 60er Jahre inszenierte Volker Schlöndorff im Schloss Deutschkreuz Der junge Törless, ein K&K Internatsdrama nach der Novelle von Robert Musil. 1971 brillierte Helmut Qualtinger in Joseph Roths Das falsche Gewicht unter der Regie von Bernhard Wicki. Die Geschichte über einen Eichmeister ist in Galizien angesiedelt, gedreht wurde sie im Nordburgenland. Im Südburgenland, in der Gegend um Neumarkt an der Raab, verfilmte Wim Wenders den Roman seines Freundes Peter Handke Die Angst des Tormanns beim Elfmeter. Auch der Film Totstellen, Regie Axel Corti, hat seinen Burgenlandbezug. Und nicht zu vergessen: Franz Antel hat in Der Bockerer III – Die Brücke von Andau der Hilfsbereitschaft der Burgenländer ein großartiges Denkmal gesetzt.

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Große Landschaft

verändert, große Filmpaläste mit vielen verschiedenen Sälen, die allen Ansprüchen genügen, sind entstanden. 3D-Filme versetzen den Zuschauer mitten hinein in das Geschehen und hinterlassen tiefe Eindrücke. Ein Computer unterstützt den Filmvorführer, der früher ja doch ab und zu „einen Filmriss“ hatte. Jetzt läuft alles fehlerlos. Die 3D-Projektoren schicken ihre Lichtstrahlen durch einen Polarisationsfilter, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Die Zuschauer sitzen in hoch übereinander gebauten Reihen, es gibt also nicht mehr die Dame mit Hut, die genau vor einem sitzt! Gutsortierte Buffets versorgen die heutigen Cineasten mit Eimern voll Popcorn und Riesenbechern voll Softdrinks. Man wählt aus ca. acht bis zehn Filmen und ein Kinoabend wird zu einem Event, der möglichst alles bieten muss. Unbestritten ein Gewinn für unsere Bequemlichkeit und für das Gefühl, Teil des Ganzen zu sein, also „alles Leinwand“!

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Der Knochenmann mit Josef Hader als Hauptfigur Simon Brenner. Peter Payer aus Tadten hat mit seinem Film Freigesprochen ein Stück große Literatur – Ödön von Horvaths Der jüngste Tag – verfilmt. Der Drehbuchautor, Regisseur und Dramaturg Reinhard Jud ist seit 2004 Kurator der Burgenländischen Filmtage, er kommt aus Jennersdorf. Vom Eisenstädter Peter Jaitz lief der Film Rimini im Kino. Die früh verstorbene Margareta Heinrich aus Deutschkreutz hinterließ mit ihrem letzten Film Totschweigen über das unauffindbare Massengrab in Rechnitz eine großartige Regiearbeit und ein Vermächtnis.

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Tradition im südlichen Burgenland

Ein schöner Brauch … Die dunkle Jahreszeit hat die Menschen mit ihrer Sehnsucht nach Licht und Freude schon immer zu besonderem Brauchtum angeregt, was ist davon geblieben? Von Ursula Mungitsch, Mag. Herbert Pesenhofer

Die Pudlfrau

Weitere Infos zu Tradition und Althergebrachtem: BurgenländischHianzische Gesellschaft Hauptstraße 25 7432 Oberschützen Tel. + 43 (0) 3353 / 6160 hianzen@hianzenverein.at www.hianzenverein.at

Diese, laut Lexikon „perchtenartige Schicksalsfrau – Pudlfrau, Pudelmutter, Luzl oder Luzlfrau“ genannt, bewegt sich im Spannungsfeld zwischen alten Religionen und dem Volksglauben. In meinem Heimatort Bernstein kommt sie – in Gestalt meiner brauchtumsbewahrenden Nachbarin – auch heute noch am Abend des 5. Jänners. Also am Tag vor den Heiligen Drei Königen, dem Epiphanie-Tag, dem Erscheinungstag im historischen Weihnachtsfestkalender. Die weiß gekleidete Pudlfrau kann als ein Engel, der die Erscheinung des Herrn ankündet, oder auch als Christkind selbst gesehen werden. Meine Pudlfrau bringt eine Handvoll Nüsse, Mandarinen und ein bisschen was Süßes. Ganz heimlich, man sieht sie meist nur davonhuschen, wenn man vorher durch ein Geräusch an der Tür aufmerksam wurde. Manchmal winkt sie noch kurz und schon ist sie wieder verschwunden – für ein ganzes Jahr!

Das Aufkindeln

Noch ein Brauch rund um Weihnachten ist mir (in Bernstein, in Welgersdorf und anderen südburgenländischen Orten üblich) in angenehmer Erinnerung: Das „Aufkindeln“ am Tag der Unschuldigen Kinder, dem 28. Dezember. Wir Kinder zogen von Haus zu Haus, um möglichst viele Erwachsene, vor allem ältere Personen, die schon auf uns warteten, mit einem „Ko(r)watsch“ aufzukindeln, aufzufrischen, d.h. es gab damit ein paar symbolische Schläge auf den verlängerten Rücken. Dazu sagten wir rhythmisch den Spruch: Frisch und rund, ganz Joahr g'sund. Gott sulls gebn, laong sullst lebn. Für diese Segenswünsche gab es Süßigkeiten und kleine Geldgeschenke. Diesen Segen wollen wir auch gerne allen Lesern des PANNOrama von Herzen wünschen. Und wenn Ihnen auch der eine oder andere schöne Brauch aus Kindertagen „abgeht“ – lassen Sie ihn doch einfach wieder aufleben. Viele der Jugendlichen heute sind gar nicht so abgeneigt, was Tradition und Brauchtum anbelangt. Oder hätten Sie gedacht, dass Lederhosen und Dirndl wieder so trendy werden?

Nora freut sich schon aufs „Aufkindeln“! Am Abend des 28. Dezembers haben die Kinder das Sagen – und nicht nur das Sprücheaufsagen!

Fotos: Mag. Herbert Pesenhofer, Archiv

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nd wieder hat „Halloween“ die Nation gespalten: Die einen sind verärgert über diesen „amerikanischen Brauch, wo nichts als Unfug gemacht wird“, die anderen – jüngeren – freuen sich über das Gruselige und die Freiheiten, die man sich an diesem Abend herausnimmt. Nun wissen inzwischen fast alle, dass das ein ursprünglich keltischer Brauch ist und wir am 31. Oktober auch immer schön geschnitzte Kürbisse beleuchtet ins Fenster stellten, für Zwiespalt sorgt er dennoch. Aber wie sieht es mit unseren heimischen Bräuchen aus? Gibt es da nur noch die „Perchten“ aus den Alpenländern, die in den pannonischen Raum kommen, um uns das Fürchten zu lehren? Oder haben wir auch eigene Rauhnachtsbräuche? Ich erinnere mich gerne an die „Pudlfrau“ – die soll doch bitte nicht in Vergessenheit geraten!


Jung geblieben

Ferry Ebert Es kann gegen telefonische Vorwarnung besichtigt werden: Ferry Eberts Enkelkindermuseum und seine Münzautomatenausstellung in Wien-Penzing. Von Paul Fischer

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inige hundert Besucher hatten am Tag der offenen Tür das Enkelkindermuseum in der Beckmanngasse 7 besucht, obwohl der Initiator dieses Museums Ferry Ebert, 78, nicht automatisch mit Enkelkindern assoziiert wird.

Früher Pionier

Er ist eher bekannt als Automatenaufsteller, lange Zeit geradezu als Pionier von Kondomautomaten, und war damit schon seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts äußerst erfolgreich, trieb seinen Kleinwagen bergauf, bergab von Wien bis Vorarlberg und stellte eigenhändig Automaten in den Waschräumen der Kinos, Cafés und Gasthäuser auf.

Fotos: Andreas Ebert, Gerhard Deutsch, ZVG

Neuer Lebenssinn

So um die 90er Jahre herum machte sich Ferry Ebert auf die Suche nach dem wahren Sinn des Lebens, auf welchen er wenig später durch die Geburt seiner Enkelkinder stieß. „Die Enkelkinder brachten mir so viel Freude ins Haus, dass ich das gar nicht sagen kann. Ihre Unverkrampftheit, Fröhlichkeit und vor allem ihre Neugierde eröffneten mir einen Kosmos an Gefühlen. Zum Teil in Form einer Rückerinnerung an meine eigene Kindheit, zum Teil aber mit ganz neuen Eindrücken und seelischen Zuständen. Und von da war der Schritt zum Enkelkindermuseum nicht mehr weit“, erzählt der solcherart vom Schicksal Beschenkte. „Da waren einerseits die vielen Dinge, welche die Enkel produzierten, Malereien, Fotos, Gedichte, Handfertigkeiten etc., andererseits noch viele andere Automaten, die ich seinerzeit auch aufgestellt hatte, z.B. die beliebten

PEZ-Automaten mit Mentholzuckerln und kleinen Bildchen, die mit herauskamen.“

Märchenhaftes und Spirituelles

Darunter war auch eine echte Ebert-Innovation, der „Märchenautomat“. Für einen Euro konnten die Kleinen beispielsweise auf dem Wiener Graben ein Kurzmärchen herausbekommen, geschrieben unter anderen von Alfred Komarek höchstpersönlich. Andererseits entpuppte sich der Pionierunternehmer im Verlauf seines abenteuerlichen, von Höhen und Tiefen gezeichneten Lebens im Zuge seiner Sinnsuche, die ihn durch eine Wanderung in der Sinai-Wüste zum Kloster am Fuße des Mosesberges, zu den Erleuchteten in Varanasi am Ganges und zu einer Begegnung mit dem Dalai Lama führte, auch als veritabler Schriftsteller – was sich in Form von ,Gedanken‘, und ,Briefen von Mensch zu Mensch‘ manifestierte.

Persönliche Sammlung

Durch die Zuwendung, die ihm im Verlauf der Jahre durch die Enkelkinder zuteil wurde, fasste Ferry Ebert den Entschluss, seine gesammelten Enkelkinderartefakte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit zwei Jahren sind das Enkelkindermuseum und die Münzautomaten-Ausstellung gegen telefonische Anmeldung zu besichtigen. Seit Oktober 2011 ist es auch ein exklusiver und liebenswerter Programmpunkt am „Tag der offenen Tür“ und Teil der diesbezüglichen ORF-Programmbroschüren. Dabei kann es schon sein, dass der junggebliebene alte Herr aus seinem reichen Lebensschatz Märchenhaftes erzählt.

FERRY EBERT Beckmanngasse 7 1140 Wien Tel. +43 (0) 0664 / 1300405 www.ferryebert.at

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Sensation

Die besten Kunstflugpiloten aus Europa faszinieren 2013 über Kapfenberg Eine Sensation kündigt sich für den Flugplatz Kapfenberg an: Von 6. bis 8. September 2013 feiert der Flugplatz Kapfenberg sein 50-jähriges Bestehen! Der Veranstalter Flugplatz Kapfenberg und das Organisationsteam der AIRCALLENGE 2013 Ing. Johann Sieber, Ing. Richard Wagner und Engelbert Straubinger bemühen sich, ein interessantes Programm zu bieten. Rahmenprogramm Es gibt am Freitag, 6. September 2013, eine Disco im Zelt und am Samstag, 7. September 2013, am Abend auf dem Flugplatz ein großes Zeltfest mit bekannten Stars aus Radio und Fernsehen. Und jetzt gehts los Am Freitag ist ab 16 Uhr das FlyInn mit Flugzeugen und Hubschraubern der

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Flying Bulls vom Hangar-7 und der etwa zwölf besten Kunstflugpiloten aus ganz Europa geplant, ebenso werden mehrere Hubschrauber im Rahmen des Luftfahrertages in Kapfenberg landen. Am Samstag beginnt um 10 Uhr der Luftfahrertag der FH Joanneum Graz und der Freestylcup, bei dem sich die besten Kunstflugpiloten aus Europa in einem k.o.-System messen werden. Die drei besten Piloten fliegen am Sonntag, 8. September, bei der Airshow 2013 das Kunstflugprogramm. Weiters gibt es bei der Airshow das Blanikteam von RedBull, Segelflugvorführungen, Rundflüge mit der Antonow, Modellflugvorführungen, Formationsfallschirmsprünge und spannende Hubschraubervorführungen zu sehen. Von Samstag bis Sonntag findet ein großes Display mit Raritäten und alten

Flugzeugen (Segelflieger, Motorflieger, Kunstflieger und Hubschrauber) statt. Die Flugzeuge und Hubschrauber können hautnah am Flugplatz Kapfenberg besichtigt werden.

Veranstalter der Challenge 2013 in Kapfenberg: Ing. Richard Wagner, Engelbert Straubinger, Ing. Johann Sieber (v.l.)

www.airchallenge2013.at


kulinarik Nicht abwarten, sondern Tee trinken Winterzeit ist Teetrinker-Zeit. Und für diese hat Darbo sich etwas Neues einfallen lassen.

Präsentation, Foto: ZVG

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er Darbo-Teesirup bedeutet: Kein Hantieren mit dem Teebeutel, kein Ziehenlassen, individuelle Dosierbarkeit, intensiver Teegenuss und kein Warten auf die ideale Trinktemperatur. Einfach mit Wasser aufgießen und fertig – und das bei vollem Geschmack. Verantwortlich dafür sind feinste Fruchtsaftkonzentrate, kombiniert mit TeeExtrakt sowie edle Kräuterauszüge, die die Grundlage dieses innovativen Heißgetränks ohne künstliche Aroma-, Farb- und Konservierungsstoffe bilden. Zudem ist der Teesirup sehr ergiebig, aus einer 220-ml-Flasche Darbo-

Teesirup erhält man ca. 20 Tassen – individuell dosierbar. Für Kräuter- und Fruchtliebhaber bietet Darbo den Teesirup in vielen verschiedenen Sorten. Das innovative Konzept wurde nun auch um zwei Sorten ergänzt, die ganz ohne zugesetzten Zucker auskommen und im gut sortierten Lebensmittelhandel erhältlich sind. Mit den beiden Sorten Winterfrüchte und Holler-MinzeApfel spricht Darbo Konsumenten an, die ihr Heißgetränk lieber weniger süß trinken. 100 ml Fertigtee enthalten 19 kcal, bei den beiden Varianten ohne Zuckerzusatz sind es 12 kcal. www.darbo.at

Wein im Buch

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rlesenes erlesen. Genuss schenken. Die zwölfteilige ORF-Serie „Eingeschenkt“ befasst sich mit Weinkultur, Weinbau, den Weinregionen und der typischen Kulinarik in Österreich. Begleitend dazu hat Diplom-Sommelière Isa Svec einen Bildband gestaltet, in dem die einzelnen Regionen in Wort und Bild beschrieben werden. Rezepte zum Nachkochen – etwa Forelle in Weißwein oder deftige Rollgerstlsuppe – und die passende Weinempfehlung werden darin ebenso vorgestellt wie jene

Menschen, die den Wein zu dem machen, was er ist. Die qualitativ hochwertige Publikation ist mit oder ohne DVDs zu der gleichnamigen ORF-Serie erhältlich – ein Genuss für Genießer, ein Erlebnis für die Sinne! Eingeschenkt – Weinland Österreich Isa Svec, Agrarverlag, 208 Seiten, gebunden ISBN 978-3-7402458-9 Preis: 39,99 Euro (Buch), 49,99 Euro (Buch+DVDs)

Deftige Krautsuppe – nicht nur für Silvester!

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und 200 Weihnachtskrautsuppenrezepte gibt es in der Slowakei, jede Region hat ihr eigenes Rezept, die Zutaten reichen von Pilzen oder Fleisch bis hin zu Milch. Das Rezept, das wir Ihnen ans Herz legen möchten, stammt hingegen aus Ungarn. Deftige Würstel und die obligatorische Prise Paprika machen es zu einer feinen Zwischenmahlzeit in einer langen Partynacht.

REZEPTTI

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Zubereitung: Speck im erhitzten Öl kurz anrösten, Zwiebel beigeben und glasig dünsten. Paprikapulver beigeben, mit einem Schuss Essigwasser ablöschen, Tomatenmark unterrühren und mit Suppe aufgießen. Kraut und Gewürze dazugeben und ca. 25 Minuten leicht wallend kochen lassen. Die letzten zehn Minuten die Würstel zugeben. Rahm (und Mehl) mit etwas heißer Suppe glattrühren und zügig in die Suppe mengen. Guten Appetit!

ISA SVEC

edition

DAS BUCH ZUR ORF-SERIE

Zutaten für 4 Personen ½ Kopf Weißkraut in feinen Streifen, 1 Zwiebel, 5 dag Speck 3 EL Öl, 1 l Suppe 2 dag Mehl, glatt (kann auch weggelassen werden) je 1 EL Tomatenmark, Paprikapulver edelsüß, Parikapulver scharf 1/8 l Sauerrahm Salz, Pfeffer, Kümmel ganz 2 gepresste Knoblauchzehen etwas Essigwasser Würstel, z. B. Debreziner

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Silvester

Dinner mit Freunden Am letzten Abend des Jahres, dem Silversterabend, lädt man gerne Gäste ein. Um sich den lieben Eingeladenen auch richtig widmen zu können, sollte man rechtzeitig mit den Vorbereitungen beginnen. Von Brigitte Dürmaier

Große Party oder gediegenes Fest?

Wie viele Gäste werden eingeladen, gibt es unter den Gästen etwa Vegetarier, Veganer oder Allergiker, die bestimmte Speisen nicht essen können oder wollen. Sind es nur Erwachsene oder auch Kinder und Teenager, die eingeladen werden. Danach sollte man seinen Menüplan richten. Silvester-Buffets, wo für jeden Gast etwas dabei sein sollte, das er wirklich mag, sind daher neben den sehr beliebten Fondues der Hit. Nun gilt es noch zu klären, ob man das Ganze mehr traditionell haben möchte oder kunterbunt gemischt.

Das darf nicht fehlen

Für Traditionalisten empfiehlt es sich auf jeden Fall, gewisse Altjahrestagsregeln zu beachten. Auf einen traditionellen Silvestertisch gehören etwas Fischiges, etwas Fleischiges, hauptsächlich vom Schwein, etwas Saures, etwas Süßes, ein Teller Linsen oder Bohnen und zuletzt noch etwas Scharfes.

Für die gesellige Runde

Ein traditionelles Silvesterbuffet könnte so aussehen: Kalter Platz: einige Aufstriche wie etwa Liptauer, Ei- und Kürbiskernaufstrich, dazu Salzgebäck. Das Fischige wird mit einem Thunfischsalat, Matjes mit Rahm und Apfelspalten und Zwiebeln, Rollmöpsen und Teufelsrollern gut abgedeckt. Das Fleischige ist je nach Gusto, Laune und Brieftasche sehr gut vorzubereiten: etwa ein knuspriger Schweinsbraten mit Erdäpfelknödeln und kaltem Krautsalat oder ein saftiger Rindsbraten mit Nudeln

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und einem Erdäpfelstrudel als Beilage. Natürlich kann man auch auf Gebackenes zugreifen. Hier sind saftige Backhenderl, am besten nur welche von ausgelösten und enthäuteten Hendelhaxen, der Renner. Dazu einen erstklassigen Erdäpfelsalat. Beim Süßen sind die Weihnachtskekse, die wohl noch überall vorhanden sind, sehr beliebt. Aber man kann sich auch zusätzlich Arbeit machen und ein gutes Mousse zubereiten, das schmeckt wirklich jedem. Was bei keinem Silvesterbuffet fehlen darf, ist die scharfe Mitternachtssuppe. Sie können zwischen einer Gulaschsuppe, einer serbischen Bohnensuppe oder einer slowakischen Krautsuppe wählen. Zu allen drei Suppen passen Weißbrot oder knackige Semmerl.

Das Silvester-Diner

Sollte es doch ein gesetztes, heißt, gedecktes Essen sein, wo man auch in der Regel weniger Leute einlädt, muss man sich unweigerlich auf Mehrarbeit einlassen. Hier ein Vorschlag für ein gelungenes Silvesteressen: Als Vorspeise ein Orangen-Feigen-Salat mit gebratenem Saiblings- oder Wolfsbarschfilet. Es folgt eine Selleriecreme- oder Petersiliencremesuppe. Als Hauptgericht kann man nun Schwein, Rind, Kalb oder Wild mit den entsprechenden Beilagen wählen. Etwa ein rosa gebratenes Schweinsfilet im Kräutermantel, eine auf den Punkt gebratene Beiried mit jungen Zwiebeln, Kohlsprossen und Spinatstrudel oder eine Hirschkeule, mit Maroniroulade, Erdäpfelkrapferl und Preiselbeeren. Die Nachspeise sollte man so vorbereiten, dass man diese nur noch anrichten muss. Ein Altwiener Kipfelkoch etwa, ein Scheiterhaufen oder ein Topfen-Birnenstrudel mit Vanillesauce. Aber auch bei einem gedeckten Essen gilt: Es muss eine Mitternachtssuppe geben und es sollte ein Teller Linsen oder Bohnen vorhanden sein, denn der bedeutet Glück und Gesundheit im Neuen Jahr.

Fotos: flickr/stijn, squareh, knorr, cleashannon.com

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u Silvester ist vieles – fast alles – erlaubt. Auch kulinarisch kann man seine Phantasie spielen lassen. Zur Vorbereitung für eine schöne private Silvesterfete gehört daher unbedingt eine generalstabsmäßige Planung, damit das Fest dann nicht im Chaos endet.


Haus am Kellerplatz

Leithaberg Gebietsvinothek „Sehr gelungen“ ist das Erste, was einem beim Besuch des „Haus am Kellerplatz“ in Purbach über die Lippen kommt.

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Orangen-Feigensalat

als Beilage zu Fisch oder Fleisch Zutaten: Frische Feigen, Orangenfilets frisch, nicht aus der Dose, etwas Zucker, Salz, Pfeffer, roter Balsamico-Essig, ein wenig Olivenöl, frischer Thymian, Triplesec. Frische Feigen, geviertelt, und von Schale und weißer Haut befreite Orangenfilets in eine Schüssel geben. Den ausgelaufenen Saft der Orangen dazu. Mit etwas Salz, sehr wenig Zucker und Pfeffer, ein paar Tropfen Öl, Balsamico und dem Triplesec mischen. Zum Schluss den frischen Thymian, gehackt, untermischen. Im Kühlschrank etwa ein bis zwei Stunden ziehen lassen. Schmeckt erfrischend, leicht und sehr elegant. Passt auch für Vegetarier und Veganer, wenn man das Fleisch oder den Fisch weglässt.

Die moderne Vinothek bietet Weine von 64 Winzern aus Purbach und aus der Herkunftsregion Leithaberg DAC an, einer Region, in der der Weinbau Tradition hat und der Wein seit langem schon genossen wird. Neu hingegen ist die Weinausgabe in modernen Enomatic Weinspendern. Von jedem in der Vinothek vertretenen Weinbauern wird ein Wein in diesem Weinspender angeboten. Durch die spezielle Technik sind die Weine stets wohltemperiert und länger frisch. In Purbach funktioniert das ganz einfach durch das Zuführen einer Karte, der Leithaberg-Card, auf die man davor ein Guthaben buchen hat lassen. So kann jeder verfügbare Wein portionsweise verkostet werden. Natürlich werden die Weine – es sind rund 350 – in der Vinothek auch flaschenweise verkauft, so wie andere Spezialitäten aus der Region auch, etwa Produkte der schmackhaften Leithaberger Edelkirsche und andere lokale Agrarprodukte. Haus am Kellerplatz Am Kellerplatz 1, 7083 Purbach am Neusiedler See Tel. + 43 (0) 2683 / 5920, www.purbach.at Öffnungszeiten: täglich von 9-19 Uhr

PANNOrama

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Fotos: ZVG

Rezept

as in der kleinen Stadt am Neusiedler See aus dem ehemaligen Feuerwehrhaus gemacht wurde, kann sich wirklich sehen lassen. Das multifunktionale Gebäude wurde als Drehscheibe des Naturparks und RamsarZentrums gestaltet und vereint darin alles, worauf die Region stolz ist: die Natur, das pannonische Lebensgefühl, den Wein und lokale Produkte und fungiert darüber hinaus auch als Tourismusinformation.


Präsentation, Foto: ZVG

Hans-Peter Rucker, Landesdirektor Erste Bank Burgenland

„Wir haben vor rund 200 Jahren das Sparbuch erfunden. Jetzt ist es Zeit, das Sparbuch ins 21. Jahrhundert zu heben. Deshalb haben wir als erste Bank die Smartphones aller Kunden zu Sparbüchern werden lassen. Mit der neuen Impulsspar-App kann jeder per Knopfdruck von unterwegs Geld auf sein Sparbuch legen. Man legt sich einfach ein Sparziel an und spart dann bei jeder sich bietenden Gelegenheit einen kleinen Betrag dafür. Die App kann man für Android und iPhone jederzeit downloaden, einfach nach ,Impulssparen‘ suchen.“ erklärt Hans-Peter Rucker, Landesdirektor Erste Bank Burgenland, die neue, innovative Möglichkeit des Sparens. Alle Infos zum Impulssparen: www.erstebank.at/impulssparen

Foto: Siebenaller

Innovatives Sparen Gerben lernen

Zweite Haut

Wer sein eigenes, rein biologisches Leder herstellen will, kann das in nur drei Tagen lernen. Ein Ausflug in ein Handwerk aus alter Zeit. Von Georg Paul

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erben wie die Indianer“, lautet das Motto des Gerbkurses in Mönchmeierhof im Burgenland. Die Teilnehmer sind aus den unterschiedlichsten Gründen da. Die „Ascomanni“ wollen für ihren Mittelalterverein Neues lernen, Wolfgang will seine Schwitzhütte mit Leder decken, Alex will Trommelfelle herstellen und Michaela findet, dass „man Häute nicht wegwerfen darf, sondern verwerten soll“. Kursleiter Vincent weiht sie in die Geheimnisse rund ums Entfleischen, Enthaaren und Gerben ein. Die Hirngerbung, die hier gelehrt wird, hat eine tausende Jahre alte Tradition und wurde bis ins 19. Jahrhundert praktiziert. George Washington soll noch solche Lederkleidung getragen haben.

In jeder Beziehung zählen die Menschen.

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„Die Hirngerbung ist eine Fettgerbung“, erzählt Vincent, „und die Indianer sagten, dass jedes Tier gerade genug Hirn hat, um seine Haut zu Leder zu machen.“ Die Teilnehmer schaben und kratzen, wringen und ziehen an den Häuten. Am dritten Tag wird es spannend. Das Räuchern der Häute ist der letzte Schritt und macht sie wasserbeständig. Vincent grinst: „Sonst wird beim nächsten Regen wieder Rohhaut draus – sowas wie der Kauknochen vom Hund.“ Die nächsten Gerbkurse sind für April bis Juni 2013 geplant. Infos: Alexander Siebenaller, Tel. + 43 (0) 664 / 5456696 www.siebenaller.at

02.11.12 13:03


Lesen und lernen

leben

Die Reihe „Leben lernen“ regt Kinder dazu an, ihr Umfeld wahrzunehmen und zu erleben.

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inderbücher müssen Kindern gefallen. Besser ist es dann noch, wenn auch Erwachsene etwas davon haben. In der neu erschienenen Reihe „Leben lernen“ erzählt der mehrfach ausgezeichnete burgenländische Kinderbuchautor Heinz Janisch Geschichten rund um Phantasie, um das Anders sein und um das Zusammen leben. Kindgerecht, spannend und nicht zuletzt lehrreich. In „Max und Merle auf großer Fahrt“, ein Buch für Kinder ab sechs Jahren, unternehmen zwei Kinder eine Schiffsreise im Wohnzimmer ihrer Großeltern und bestehen dabei so manches Abenteuer. „Mein Freund, der Rasenmäher“ erzählt in liebenswerter, unaufgeregter Weise von einem Mädchen, das mit seinem Vater, einem Fotografen, eine Woche in einem Behindertenheim verbringt und das nach anfänglicher Verwunderung schon bald viele neue Freunde findet.

Die Welt der Kinder, ihre Wahrnehmungen, ihr Empfinden erklärt der Gehirnforscher und Psychiater Manfred Spitzer in einem Nachwort, das nachdenklich macht und dazu anregt, den Kindern „den Reichtum der Welt, die Vielfalt und die Toleranz“ zu schenken.

Manfred Spitzer (Hrsg.), Heinz Janisch Text: Tom und der König der Tiere (für Vorschulkinder) Max und Merle auf großer Fahrt (für Erstleser) Mein Freund, der Rasenmäher (für Kinder ab 8 Jahren) Galila Verlag, Jeweils 14,95 Euro

Selbst Erdachtes, Gedichtetes und Erlebtes sind in den beiden von Steirern verfassten Adventbüchern zu lesen und auch für Nichtsteirer eine wunderbare Lektüre rund um die Weihnachtszeit.

„Das große steirische Adventbuch“ Teil 3 und 4, je € 25,– Verlag MEMA, info@mema.at Tel. +43 (0) 316 / 81 70 90-61

Advent, Advent …

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chnell werden die Tage kürzer, das Jahr neigt sich zu Ende – mit den frostigen Temperaturen kommt aber auch eine vor allem von den Kindern heiß ersehnte Zeit immer näher: die Zeit um Weihnachten und das Weihnachtsfest mit all seinen Überraschungen. Ob Alt oder Jung, Groß oder Klein, mit dem 24. Dezember, dem noch nach Wald duftenden Christbaum, süßen Keksen, unerwarteten Geschenken verbinden viele schöne Erinnerungen.

Zuversicht, Mut oder Vertrauen schenken

Foto: www.sterntalerhof.at

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ur Weihnachtszeit machen sich viele auf die Suche nach besonderen Geschenken. Es soll etwas Persönliches sein, soll Freude machen und vielleicht auch noch was Gutes tun. Dafür möchte PANNOrama Ihnen die Sterntalerhof-Geschenkboxen ans Herz legen. Ob Sekt, Kuchen, Kräutertee, Wein, Nudeln, Pesto oder einfach nur liebe Wünsche auf einer Grußkarte, das Geschenk kommt fix fertig im gelben Wellkarton verpackt, auf Wunsch wird auch ein individuelles Paket zusammen

gestellt. Mit dem Kauf der Produkte namhafter Produzenten unterstützen Sie das Kinderhospiz Sterntalerhof, das schwerkranke Kinder und deren Familienangehörige auf ihrem schweren Weg begleitet. Der Sterntalerhof wird seit 1999 als unabhängiger, gemeinnütziger Verein im Burgenland geführt und finanziert sich ausschließlich durch Spenden. www.sterntalerhof.at

PANNOrama

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Gesundheit

Lassen Sie den Kater schnurren W

eihnachten bedeutet für viele Menschen genussvoll schlemmen, die letzte Nacht des Jahres hingegen steht meist im Zusammenhang mit reichlichem Alkoholgenuss. Früher ging es in der Silvesternacht darum, mit Geknalle und Feuerwerk die bösen Geister zu vertreiben, heute hat man dagegen oft das Gefühl, dass die Menschen den Ärger und Stress des letzten Jahres in dieser Nacht hinunter schwemmen wollen. Die Folge: Ein böses Erwachen am Neujahrstag, wenn der Kater seine Krallen ausgefahren hat und im Kopf bohrt und rumort oder ein Katzenjammer für trübsinnige Stimmung sorgt.

Vorbeugen ist besser als Heilen

Tipps, wie man durchzechte Nächte ohne Schaden überstehen kann, gibt es unzählige. Sie beginnen mit Ratschlägen, was man zum Alkohol essen soll und enden damit, was man trinken soll. Hier eine kleine Auswahl: ■ Vor dem Feiern gut essen und zwar dürfen es ausnahmsweise fett- und eiweißreiche Speisen sein: Nudeln, Eiergerichte, Fisch, wie Thunfisch aber auch Fleischgerichte. Die Franzosen schwören übrigens in diesem Zusammenhang auf eine deftige Krautsuppe. Ein köstliches Rezept dafür finden Sie auf Seite 13.

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■ Auch während der Silvesternacht sollten immer wieder fettreiche Häppchen mit Käse, Fleisch oder Fisch verspeist werden. ■ Salziges Knabbergebäck oder Salzhering während der Feierlichkeit hilft, dem Salzverlust durch den Alkohol vorzubeugen. ■ Amerikanische Forscher stellten fest, dass die Aminosäure Cystein, die besonders reichlich in Eiern enthalten ist, vorbeugend gegen Kater wirken kann. Sie empfehlen aber, statt Eierspeise eine Tablette eines Hustenmittels mit dem Wirkstoff Acetylcystein (ACC, fragen Sie in Ihrer Apotheke nach) direkt nach Abschluss des Alkoholgenusses, also vor dem Einschlafen, einzunehmen. ■ Auch Vitaminpräparate und Basenpulver können vorbeugend eingenommen werden. Häufig wird der Rat gegeben, Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure wie Aspirin schon vorbeugend zu nehmen. Das sollte aber nicht schon vor dem Alkoholgenuss passieren! ■ Ob es nach einer durchzechten Nacht einen Kater gibt oder nicht, hängt nicht nur von der getrunkenen Menge ab, sondern vor allem davon, was man getrunken hat. Alkohol, das bedeutet chemisch Ethanol. Greifen Sie daher eher zu „durchsichtigem“ Alkohol: Wodka statt Scotch, Weißwein statt Rotwein und auch Weizenbier enthält Fuselalkohole. Liköre können übrigens wahre Katerbomben sein. ■ Während des Alkoholkonsums sollte viel natriumreiches, stilles Mineralwasser immer wieder zwischendurch getrunken werden. Kohlensäure- und zuckerhältige Getränke verstärken die Wirkung von Alkohol, Kaffee hilft nicht, ihn schneller abzubauen.

Fotos: wallmedia, czam, fotolia

Wo gefeiert wird, wird auch gerne getrunken. Wir verraten Ihnen, wie Sie den Katzenjammer am Morgen danach möglichst vermeiden können. Von Miriam Wiegele


Der Morgen danach – das Katerfrühstück

Das berühmte Katerfrühstück mit Rollmops und Salzgurke oder einer ordentlichen Bouillon hat durchaus Sinn. Dadurch kann nämlich der Salzverlust ausgeglichen werden und die Elektrolyte kommen wieder ins Gleichgewicht. Uralt ist der Ratschlag, möglichst viel Mineralwasser zu trinken. Elektrolyte bringen aber auch Gemüse- und Obstsäfte. Vermeiden Sie alles, was Ihren Magen belastet. Salate und leichte Gemüsegerichte mit etwas Toast wären empfehlenswert. Milch ist weniger günstig, Joghurt dagegen anzuraten. Besser als Kaffee ist Tee mit Honig, da der Fruchtzucker im Honig den Alkoholabbau im Körper fördert. Ein bewährtes Mittel aus der Homöopathie: Nux vomica D6, sofort nach dem Aufwachen fünf Globuli unter der Zunge zergehen lasen und eventuell nach einer Stunde wiederholen. Nux vomica hilft immer dort, wo etwas zuviel geworden ist: zuviel Alkohol, zuviel Rauchen, zuviel Essen, … Den Kater mit neuerlichem Alkoholgenuss zu bekämpfen, vermittelt kurzfristig ein – alkoholbedingtes – Wohlgefühl, das aber bald entweder in einem noch größeren Katzenjammer oder einem neuerlichen Rausch endet.

PANNOrama Rezepttipp für den Neujahrsmorgen Tom Yum (Thailändische Suppe) Fischbrühe (aus Fischabfällen) mit Zitronengras, Chilischoten, in Scheiben geschnittenen Limonen (oder Zitronen), Knoblauch und etwas frischem Ingwer köcheln lassen. Shrimps oder Garnelen in die Brühe geben, kurz mitziehen lassen und wenn möglich mit frischem Koriandergrün servieren. Wirkt fantastisch!

Tipp Ingwerknolle einfrieren und benötigte Menge bei Bedarf herrunterraspeln.

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Reparieren und recyceln

Verantwortung Der Burgenländische Müllverband (BMV) fördert auch die soziale Nachhaltigkeit.

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er BMV arbeitet derzeit intensiv am Aufbau von flächendeckenden Kooperationsmodellen zur Förderung von Re-Use und sozialer Produktion. Diese Projekte vernetzen Privatwirtschaft, öffentliche Einrichtungen und soziale Institutionen und fördern auf diese Weise die soziale Nachhaltigkeit im Burgenland. Der BMV wird sich in den kommenden Jahren schwerpunktmäßig mit dem nächsten großen Thema der Abfallwirtschaft beschäftigen: der Wiederverwendung von Sachgütern. Dieser Re-Use-Gedanke wird von der EU zwingend vorgegeben und daher die abfallwirtschaftlichen Aktivitäten in den nächsten Jahren massiv beeinflussen. Im Burgenland wird in diesem Zusammenhang vor allem der soziale Aspekt entsprechend berücksichtigt. Derzeit befinden sich bereits drei Projekte in der Umsetzungsphase:

Recycling4smile

Re-Use-Masterplan

Zur Umsetzung der EU-Richtlinie über die Wiederverwendung von Sachgütern wurde vom Burgenländischen Müllverband ein Arbeitskreis ins Leben gerufen. Die burgenländische Landesregierung sowie die Sozialeinrichtungen des Landes wurden zur Mitarbeit in diesem Arbeitskreis eingeladen. Ziel ist der Aufbau eines flächendeckenden Netzwerkes für die Reparatur und den Verkauf von Second-Hand Produkten im Burgenland. Der Arbeitskreis hat im Jahr 2011 seine Arbeit aufgenommen und soll bis Ende 2012 erste Ergebnisse liefern.

Sozial produziert

Aufgabe und Ziel der sozialen Produktion ist es, die Zusammenarbeit von Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern mit Sozialbetrieben zu vertiefen und zu erweitern. Dadurch sollen nachhaltige Produkte und Dienstleistungen in guter Qualität entstehen. Diese werden weiterentwickelt, um ihre Marktfähigkeit zu fördern, damit sie von einer breiten Öffentlichkeit genutzt werden. So sollen sie selber zum Impulsgeber für nachhaltiges, regionales Wirtschaften werden. www.bmv.at

Präsentation, Fotos: ZVG

INFORMATION Mülltelefon des Burgenländischen Müllverbands: 08000 / 806154 zum Nulltarif

Seit rund drei Jahren gibt es im Burgenland eine Kooperation zwischen dem BMV und „Rote Nasen Clowndoctors International“. Im Rahmen dieses Projektes werden leere Kartuschen und Tonerkassetten nicht entsorgt, sondern einer Wiederverwendung zugeführt. Für jede wiederverwendete Druckerpatrone, die wieder in den Verkauf gelangt, erhalten „Rote Nasen Clowndoctors International“ einen Euro. Bis

Ende 2011 wurden 5.000 Euro für die Roten Nasen „ersammelt“.

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LH-Stv. Hermann Schützenhöfer, Martin Ringbauer, WK-Präsident Josef Herk, Matthias Moosbrugger, Anita Mayer, Thomas Schäffer, René Dietrich und LH Franz Voves

EuroSkills

Medaillenregen Dreimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze lautet das Resume der steirischen Nachwuchsfachkräfte bei den Berufseuropameisterschaften in Belgien.

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ie dritte Auflage der „EuroSkills“ im belgischen Spa-Francorchamps endete mit einem Triumph in Rot-Weiß-Rot: 22 Medaillen konnten unsere Jungfachkräfte mit nach Hause nehmen. Das ist ein neuer Rekord und Platz eins im Medaillenspiegel. Aus diesem Grund lud der Präsident der WKO Steiermark, Josef Herk, gemeinsam mit Landeshauptmann Franz Voves und Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer am Tag der Lehre zu einem Empfang der siegreichen steirischen Teilnehmer. Zur Erinnerung: Die weiß-grüne Delegation konnte dreimal Gold (Malerin Anita Mayer, Maurer Matthias Moosbrugger, Koch Thomas Schäffer), zweimal Silber (René Dietrich und Thomas Schäffer im Teambewerb) und einmal Bronze (Fliesenleger Martin Ringbauer) erringen.

Präsentation, Foto: WK-Stmk

Stolz auf Jungfachkräfte

Landeshauptmann Franz Voves: „Wir brauchen erstklassige Manager und Unternehmer, aber vor allem Fachkräfte. Die steirischen Gewinner festigen unsere wirtschaftlichen Erfolge nicht nur, sie tragen sie auch in die Zukunft. Ich bin unglaublich stolz darauf, heute gratulieren zu dürfen. Nicht nur den Siegern, sondern auch den Unternehmern, die viel Zeit und auch Geld in die Ausbildung investieren.“ Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer: „Man wächst als Steirer, wenn

man hört, dass die steirischen Vertreter unter 450 Teilnehmern in 50 verschiedenen Berufen aus 23 Ländern insgesamt sechs Medaillen gewinnen konnten. Das ist eine Erfolgsbilanz, die beweist, dass die Saat der dualen Ausbildung aufgeht.“

„Ganz Europa beneidet uns“

WK-Präsident Josef Herk: „Im Länderranking ist die Steiermark bei den ,EuroSkills‘ auf Platz neun gelegen. Ein Endergebnis, das wir zweifellos der dualen Ausbildung zuschreiben, um die uns ganz Europa beneidet. Ich war in Belgien dabei und kann sagen, wir Steirer können nicht nur siegen, sondern auch feiern.“

22 Medaillen nach Österreich

Die 37 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 28 Einzel- und Teamberufen nehmen 14 Goldmedaillen, sechs Silbermedaillen, zwei Bronzemedaillen und zwei Diplome für besonders gute Leistungen mit nach Hause. Über 400 junge Fachkräfte aus ganz Europa waren bei den EuroSkills 2012 am Start. 2014 werden die nächsten EuroSkills in Lille in Frankreich ausgetragen. Im nächsten Jahr stehen die WorldSkills in Leipzig auf dem Programm.

www.skillsaustria.at

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Ford B-Max

Klein, praktisch und absolut citytauglich „Easy Entry“ – also einfacher Einstieg – heißt die große Neuerung beim Ford B-Max. Was das bedeutet, wissen all jene zu schätzen, die es gewohnt sind, sich in engen Parklücken aus dem Auto zu zwängen.

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wei konventionelle Türen vorne, zwei Schiebetüren hinten – so weit, so gut. Und nicht unbedingt neu. Die Neuheit des Ford B-Max liegt jedoch im Nichtvorhandensein der sogenannten B-Säule, also der Verstrebung zwischen Vorder- und Hintersitzen, wodurch sich der B-Max beim seitlichen Öffnen der Türen mit neuartigen 1,5 Metern Einstiegsbreite präsentiert. Keine Schwierigkeiten mehr beim Beladen, keine Schrammen am Nachbarauto, wenn dieses zu knapp parkt, kein mühevolles Hinkriechen beim Anschnallen

der Kinder auf dem Rücksitz. Zudem kann die Ladefläche durch flexibles Umklappen der Sitze eine Ebene bis zu 2,35 Metern erreichen. Auch das hat es bisher in diesem Segment noch nicht gegeben, denn der B-Max bringt es auf eine citytaugliche Länge von 4,03 Metern.

Sicher ist sicher

Realisiert werden konnte diese Neuerung durch eine entsprechende Verstärkung der Türen mit ultrahochfestem Boronstahl. Dies gewährleistet Crash-Sicherheit und Steifigkeit.

Ich bin Energie-Gewinnerin

Julia Falb aus Nickelsdorf. Eine von 286.000 Energie-GewinnerInnen.

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Zudem verfĂźgt der B-Max noch Ăźber weitere Sicherheitsfunktionen, etwa Ăźber eine FrĂźhwarnung bei Sinken des Reifendrucks oder ESP sowie Rundum-Airbags. Ein SicherheitsBremsassistent sorgt bei einer Notbremsung fĂźr einen kurzen Bremsweg und ein spezielles Diebstahl-Sicherungssystem macht es Dieben besonders schwer.

Foto: fordmedia.eu

Komfortabler FahrspaĂ&#x;

Unterwegs erweist sich der B-Max als zuverlässiger Partner, der auch in engen Kurven schÜn seine Spur hält. Auch fßr die Passagiere bietet er jede Menge Komfort. Natßrlich ist schon das Einsteigen wesentlich einfacher, zusätzlich ßberrascht wird man dann durch den Platz, der sich hinten auf erhÜhten Sitzen bietet.

Leistungsstark und effizient

Der Ford B-Max ist in zwei Diesel-Varianten mit 75 oder 95 PS und vier Benziner-Varianten zwischen 90 und 120 PS erhältlich. Zwei Modelle davon sind mit dem innovativen EcoBoost-Benzinmotor ausgestattet, der mit niedrigen Verbrauchswerten (4,9 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern) und etwa 20 Prozent weniger CO2-AusstoĂ&#x; punktet. Alle Varianten bis auf eine sind mit einer leichtgängigen FĂźnfgangschaltung ausgestattet, der 1,6-Duratex Bezinmotor ist mit Automatikgetriebe mit Doppelkupplung erhältlich. Zu haben ist der Ford B-Max Ambiente 1,4 Liter ab 16.800 Euro. www.ford.at

Der neue FORD B-MAX. Life is an open door.

ab â‚Ź 16.800,– 1) ab â‚Ź 111,– monatl. 2)         

      

www.ford.at

Kraftstoffverbr. ges. 4,0 – 6,4 l / 100 km, CO2-Emission 104 –149 g / km.

Symbolfoto I 1) Brutto-Listenpreis inkl. USt., NoVA und 4 Jahre Garantie. 2) Leasingrate Ford PowerLeasing inkl. USt. und NoVA, 30 % Anzahlung, Laufzeit 36 Monate mit Fixzinssatz 3,9 %, 10.000 km Fahrleistung p.a., zuzßgl. Bearbeitungsgebßhr und gesetzl. Vertragsgebßhr. Vorbehaltlich Zinsänderung der Ford Bank Austria und Bonitätsprßfung. 3) Easy Driver-Paket gßltig fßr Serie Trend und Serie Titanium. Nähere Informationen auf www.ford.at oder bei Ihrem Ford-Händler. Freibleibendes Angebot. *Beginnend mit Auslieferungsdatum, beschränkt auf 80.000 km.

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Budapest:

der heißeste Tipp für den Winter. 2 oder 3 Nächte buchen = eine extra Nacht gratis + kostenloser Eintritt in die historischen Spas*

*limitiertes Angebot

budapestwinter.com BUDAPEST SPAS

UNGARN


reise

Präsentation, Foto: Ungarisches Tourismusamt

Budapest im Winter N eben dem großen Kulturangebot lockt Budapest mit vielen tollen Vergünstigungen. So warten auf die Besucher noch bis 7. April 2013 eine Nacht gratis sowie weitere Überraschungen. 45 Drei-, Vier- und Fünfsterne-Hotels nehmen an der Aktion „Budapest Winter Invitation“ teil und gewähren bei Buchung von zwei oder drei Nächten eine Nacht gratis dazu. Im Rahmen des Angebots ist beispielsweise auch freier Eintritt in eines der historischen Thermalbäder von Budapest inkludiert. Bis 17. Februar noch kann der Aufenthalt auch mit einem besonderen Kulturgenuss verbunden werden: Das Museum

der Schönen Künste zeigt in einer umfangreichen Ausstellung das Gesamtwerk des französischen Malers Paul Cézanne, sein Verhältnis zur Vergangenheit und seine Annäherung an die Gegenwart mit etwa 80 bis 100 Werken, Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen. Adventstimmung macht sich auf dem Vörösmarty-Platz in der Budapester Innenstadt breit, wenn hier bis 24. Dezember ein Adventmarkt Köstliches und Handwerkliches anbietet. Auch andere Viertel zeigen sich in der Vorweihnachtszeit in besonderem Licht und machen Budapest zu einem Adventerlebnis für jede Altersgruppe.

Die ungarische Hauptstadt gilt als der heißeste Tipp für den Winter. INFORMATION Ungarisches Tourismusamt Opernring 1/R/707 1010 Wien Tel. + 43 (0) 1 / 5852012-10 www.ungarn-tourismus.at Hotelangebote: www.budapestwinter.com Cézanne-Ausstellung: www.szepmuveszeti.hu Adventmärkte: www.budapestinfo.hu

Busreise in das historische Ungarn

Foto: Ungarisches Tourismusamt

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er Wiener Akademikerbund veranstaltet von 9. bis 19. Mai 2013 (Christi Himmelfahrt bis Pfingstsonntag) eine elftägige Studienreise in jene Gebiete Ungarns, die 1919 bei den Verträgen von Trianon aus dem historischen Verband des Mutterlandes Ungarn herausgeschnitten wurden. Die Mitreisenden sind Pioniere des Mitteleuropa-Tourismus! Die Route geht rund um Ungarn herum: Südslowakei, Westukraine,

Auf Märchenspuren

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or 200 Jahren brachten Jacob und Wilhelm Grimm den ersten Band ihrer „Kinder- und Hausmärchen“ heraus, in dem sie 86 Volksmärchen, unter anderem den Froschkönig, Rapunzel oder Rotkäppchen, zusammengetragen hatten. Anlässlich dieses Jubiläums wurde kürzlich ein Reiseführer herausgegeben, der durch Hessen, die Heimat der Gebrüder Grimm, führt, und der die inspirierenden Orte zeigt, die sie wohl auch als Vorbild für ihre sprachlichen Darstellungen genommen haben.

Siebenbürgen, Vojvodina, Slawonien und – ja auch – ungarisch geprägte Teile des Burgenlandes.

Weitere Informationen und Preise erhalten Sie unverbindlich bei: Redakteur Paul Fischer Tel. +43 (0) 664 / 88548243 paul.fischer@chello.at

„MERIAN live! Märchenhaftes Hessen – Auf den Spuren der Brüder Grimm“, lädt auf neun verschiedenen Routen mit Grimm-Bezug zu einer Entdeckungsreise ins Märchenland Hessen ein und führt die Reisenden an imposanten Schlössern, Burgen sowie verwunschenen Landschaften vorbei, wo Märchen, Sagen und Legenden lebendig werden. Verlag Travel House Media GmbH Ausgabe 10/2012, ISBN 9783834212429 , € 13,40 [A]

Informationen und Bestellmöglichkeit: www.hessen-tourismus.de

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Präsentation, Foto: Südburgenland Tourismus/Laschober

Südburgenland

Die Stille des Winters enn die Tage kürzer werden und die Temperaturen nach unten klettern, ist eine gewisse Ruhe zu spüren, die uns den Alltag für eine gewisse Zeit vergessen lässt. Bei traditionellen Weihnachtsmärkten taucht man ein in eine besinnliche Zeit abseits von Kommerz und Kitsch.

DAS WOHLFUHLGESCHENK SCHENKEN SIE DIE FASZINIERENDE VIELFALT DES BURGENLANDES

Mit den Burgenland Gutscheinen in der attraktiven Box schenken Sie das gesamte faszinierende Angebot des Burgenlandes. Von Thermenvergnügen bis zu Wellnessurlauben, von sportlichen Abenteuern bis zu kulinarischen Erlebnissen in Haubenlokalen oder regional-typischen Gasthöfen, von kulturellen Highlights bis zu attraktiven Shopping-Angeboten – die Gutscheine sind bei über 200 Stellen im gesamten Burgenland einlösbar.

Die kalte Jahreszeit ist auch die Zeit der Entspannung. Genießen Sie daher einen Tag in der Stille des Winters bei einem Spaziergang durch die Winterlandschaft oder lassen Sie sich in einer der regionalen Thermen verwöhnen. Sind Sie noch auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk für Ihre Liebsten? Schenken Sie Burgenland Gutscheine und lernen Sie das Burgenland von einer neuen Seite kennen. Mit über 200 Einlösestellen im gesamten Burgenland schenken Sie Freude und ein vielfältiges Angebot für Ihren Wohlfühlurlaub. Südburgenland Tourismus Waldmüllergasse 2-4, 7400 Oberwart Tel. + 43 (0) 3352 / 31313-0, info@suedburgenland.info www.suedburgenland.info

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Sie können die Gutscheine online unter www.suedburgenland.info bestellen oder an folgenden Vertriebsstellen erwerben:

Foto: Südburgenland Tourismus/Croce&Wir®

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www.suedburgenland.info

spreitzer and friends

Lassen Sie sich von der Ruhe im Südburgenland verzaubern. Ob in einer der zahlreichen Thermen oder bei einem Spaziergang durch die Winterlandschaft.

s Südburgenland Tourismus: Waldmüllergasse 2-4, 7400 Oberwart s Gästeinformation Bad Tatzmannsdorf: Joseph Haydn Platz 3, 7431 Bad Tatzmannsdorf s Region Güssing-Stegersbach: Thermenstraße 12, 7551 Stegersbach | Hauptplatz 7, 7540 Güssing s Region Jennersdorf: Kirchenstraße 4, 8380 Jennersdorf Sowie in allen Filialen der Bank Burgenland


Gesund baden

Die Kraft des Thermalwassers Schon die Römer wussten vom positiven Nutzen der wohlig warmen Heilquellen. Von Natascha Marakovits

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enn es draußen kalt und grau ist, haben Thermalbäder Hochsaison. Neben der Entspannung für Körper und Geist steht die heilsame Wirkung des Thermalwassers an oberster Stelle eines Thermenurlaubes.

Foto: Südburgenland Tourismus

Die Geschichte der Thermalbäder

Schon in der vorrömischen Zeit wurden Mineral- und Thermalquellen zu therapeutischen Zwecken genutzt. Auch im Burgenland geht die Geschichte des Thermalbades bis in die frühe Bronzezeit zurück. Bad Tatzmannsdorf ist das älteste Thermalbad des Burgenlandes. Archäologische Forschungen haben ergeben, dass die Quellen bereits in prähistorischer Zeit bekannt waren und auch von den Römern benutzt wurden. Im 19. Jahrhundert nutzten viele bekannte Persönlichkeiten wie Adalbert Stifter und Franz Grillparzer die heilsame Kraft der Thermalbäder und besuchten Bad Tatzmannsdorf. Probebohrungen in anderen Regionen ließen vor allem im Burgenland, in Niederösterreich und in der Steiermark zahlreiche Thermalbäder aus dem Boden sprießen. Während Kurorte wie Bad Tatzmannsdorf und Bad Sauerbrunn

Wert auf traditionelle Behandlungen legen, setzt die Therme Linsberg Asia in Bad Erlach auf asiatische Heiltraditionen.

Wasser ist nicht gleich Wasser

Als Thermalwasser wird Grundwasser bezeichnet, das mit mehr als 20 Grad Celsius aus der Quelle austritt. Ein weiterer wichtiger Unterschied zu normalem Wasser liegt in den Inhaltsstoffen wie Schwefel, Kohlensäure oder Radon, die beim Baden von der Haut aufgenommen werden. Durch die besonderen Reize dieses Wassers kommt es dann auf der Körperoberfläche zu chemischen und physikalischen Reaktionen. Damit sich die Heilkraft vollends entfalten kann, muss ein Thermalwasserbad mehrmals hintereinander angewendet werden. Das ist auch der Grund, warum ein Kuraufenthalt in einem Thermalbad in der Regel zwei bis drei Wochen in Anspruch nimmt.

Wirkung und Nebenwirkungen

Die therapeutische Wirksamkeit des Thermalwassers beruht vor allem auf der Hydrostase, also dem Druck im Wasser, der nach allen Sei–> Weiterlesen ten hin gleich ist.

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SPA

– 3 Säulen des Wohlbefindens Bei uns lernen Sie die Kunst des Wohlfühlens und einem langen Leben in Gesundheit kennen. Unser Ziel: Ihr ganzheitliches Wohlbefinden und Ihre langfristige Gesundheit. Zur Verwirklichung dieses Ziels haben wir unser Gesundheitsund Wellnesskonzept auf 3 tragende Säulen gestellt:

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SPA THERME HOTEL Linsberg Asia Thermenplatz 1/ A-2822 Bad Erlach therapie@linsbergasia.at +43 2627 48000 - 353 www.linsbergasia.at

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Foto: www.bad.tatzmannsdorf.at

Der hydrostatische Druck wirkt besonders positiv zur Verbesserung der Venenfunktion, zur Gewebeentwässerung sowie zur Aktivierung des Stoffwechsels und der Niere. Neben dem Druck spielt auch die Temperatur des Wassers eine große Rolle. Eine Wassertemperatur von 36 Grad Celsius löst beim Menschen embryonale Geborgenheitsreflexe aus. Wir fühlen uns wie ein Baby im Mutterleib. Das warme Wasser bewirkt dabei Muskelentspannung, Gelenksentlastung, Durchblutungszunahme und den Abbau von Stresshormonen. Daneben kann eine Reihe von Indikationen wie Arthrosen, Ödeme, rheumatische Erkrankungen, Bluthochdruck, Hauterkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden und psychosomatische Störungen positiv beeinflusst werden. Auch für gesunde Menschen bringt ein Thermenbesuch viele Vorteile mit sich. Das Thermalwasser belebt und aktiviert den Körper, stärkt das Immunsystem, strafft das Bindegewebe und wirkt entspannend und beruhigend. Doch Vorsicht: Thermalwasser tut nicht jedem gut. Wer mit Krampfadern oder Kreislaufproblemen zu kämpfen hat, sollte unbedingt darauf achten, nicht zu lange im Wasser zu bleiben. Das gilt auch für Kinder, weshalb Kinderbecken in Thermen auch oft mit normalem Wasser gefüllt sind.

Moor – die heilende Erde

Dunkelbraun, feucht und erdiger Geruch sind die Merkmale des Heilmoors. Was unappetitlich aussieht, hat jedoch ähnlich wie das Thermalwasser eine therapeutische Wirkung. Moor entsteht durch einen Umwandlungsprozess von Pflanzenresten. Die dabei entstehenden Huminsäuren geben der Erde ihre dunkle Farbe und verleihen ihr diese heilsame Wirkung. Daneben enthält Moor auch Gerbstoffe, Hormone, Stickstoff, Flavonoide, ätherische Öle, Enzyme, Mineralstoffe und Vitamine. Mit Thermalwasser angereichert, wird Moor in Form von Bädern oder Packungen zur Therapie einsetzt. Moorbäder werden je nach Badedauer und Temperatur als Halb-, Dreiviertel- oder Vollbäder eingesetzt. Wichtig dabei ist ein belastbares Herz-Kreislaufsystem, denn durch ein Moorbad steigt die Körpertemperatur, ähnlich wie beim Heilfieber. Anders ist die Moorpackung, die eine konstante und langsame Wärme an den Körper abgibt, ohne den Kreislauf zu belasten. Die Wirkung entfaltet sich dabei auf mehrfache Weise: Einerseits werden die Moorstoffe von der Haut aufgenommen, gelangen so in den Organismus und aktivieren die Selbstheilungskräfte. Zum Beispiel wirkt die Huminsäure im Magen-Darmtrakt entgiftend und der Torfstoff Schwefel kann Schmerzsignale von Nervenzellen zum Gehirn blockieren. Daher werden Moorpackungen besonders häufig bei Rücken-, Kopf- oder Gelenkschmerzen eingesetzt. Andererseits kurbelt die Wärme den Stoffwechsel und die Durchblutung an, löst Verspannungen, aktiviert das Immunsystem, senkt den Blutdruck und wirkt ausgleichend auf das vegetative Nervensystem. Ebenso wie beim Thermalwasser ist bei der Moortherapie wichtig, dass sie mindestens zwei bis dreimal wöchentlich über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen angewendet wird. Erst dann kann sich die heilende Kraft des Moors richtig enfalten.


Kuren in Ostmähren

Jungbrunnen ^

Bad Luhacovice ist bekannt und beliebt, besonders bei den tschechischen und slowakischen Nachbarn. Auch Österreicher kommen immer zahlreicher. Von Brigitte Dürmaier

Foto: Czech Tourism

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on Ostösterreich ist es in das malerische Tal mit den vielen gesunden und heilenden Wassern ein Katzensprung. Was absolut angenehm auffällt: Hier wird gekurt, ohne Mascherl, ohne „Chichi“.

im Haus, sodass der Kurgast trockenen Fußes zu seinen Behandlungen gelangt. Weiters erwähnenswert ist das Hotel Alexandria, das nach einer umfangreichen Renovierung dem Gast jeglichen Komfort bietet.

Bad Luhačovice ist ein sehr bekannter Kurort, in dem man die Leiden der Menschen noch ernst nimmt und dementsprechend behandelt. Das Geheimnis dieser gesunden und schönen Gegend sind die zahlreichen Mineralquellen. Im Jahr 1902, als der Kurtourismus in Blüte stand, wurde die Aktiengesellschaft Bad Luhačovice gegründet, der berühmte slowakische Architekt Dušan Jurkovič verwirklichte hier seine baulichen Ideen. Das Hotel Jurkovič, mit seinen Dependancen ist das beste Beispiel dafür. Es hat natürlich alle Kureinrichtungen

Die Kurbehandlungen in Bad Luhačovice beruhen auf natürlichen Heilmitteln in Kombination mit den modernsten Heil- und Rehabilitationsmethoden. Dabei werden die zahlreichen verschiedenen Mineralwässer zur Trinkkur, zu Inhalationen und für Mineralbäder genutzt. Mit ca. 60 verschiedenen Anwendungen werden Erkrankungen der Atemwege, Störungen des Bewegungsapparates, der Verdauungsorgane, Stoffwechselstörungen – insbesonders Diabetes –, Kreislaufleiden sowie auch onkolische Erkrankungen behandelt.

Tschechische Zentrale für Tourismus – CzechTourism Herrengasse 17 1010 Wien ÖSTERREICH Tel. + 43 (0) 1 / 53321933 austria.czechtourism.com

Ausgefallen

Schon mal ein Bierbad genommen? Ein Bad in dunklem Bier versorgt die Haut mit wertvollen Spurenelementen.

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Foto: ZVG

eben den Kurhäusern von Luhačovice samt dem Walachischen Museum in Rosenau bietet Ostmähren noch eine andere Überraschung: ein Bad in schäumendem Schwarzbier in der alten Brauerei von Rosenau. In mehreren Holz- oder Kupferwannen wird dem Gast ein 90-minütiges Bierbad in einer Bieressenz (vor der Vergärung) bereitet. Dazu wird dem Badenden echtes, dunkles Starkbier gereicht. Davor hatte man schon Gelegenheit, sich in einer Saunakammer aufzuwärmen und dabei eines der dunklen Biere zu kosten. Das Bierbad kann einzeln, aber auch zu zweit in der Wanne genossen werden. Danach fühlt sich die Haut samtig weich an und zehrt noch viele Tage von den in der mährischen Gerste freigelegten Spurenelementen. Ein erhöhter Anteil an Hopfen, viele Vitamine, mehr Hefe, und Fermentation ohne Alkohol machen das Geheimnis beim Bierbad aus – gut für die Haut und

Von Paul Fischer

gegen den Stress. Ein Durchgang mit Bierverkostung ist für 700 Kronen zu haben, das sind umgerechnet rund 25 Euro. Die Brauerei wurde 1712 gegründet, 1948 verstaatlicht und 2009 von Firmenchef Pucik gekauft und modernisiert. Heute bietet er neben dem Bierbad mit 37 Grad Wärme auch ein Tepidarium. Im angeschlossenen Restaurant wird neben Certbier Rothschild, Ritter Guttmann (10 Grad), Baron Popper (10 Grad), Cerokin (12 Grad) auch Honigbier serviert und im Juni ein Kirschbier. Sechs Zimmer stehen für Übernachtungen zur Verfügung, sie werden derzeit noch ausgebaut. Bald soll es auch Wasser vom Toten Meer in speziellen Wannen geben. www.roznovskepivnilazne.cz

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Gozo

Bezaubernde kleine Schwester

Wer nach Malta fliegt, zollt der Nachbarinsel Gozo meist nur einen Tagesausflug. Schade, denn die kleine Insel h채lt mehr bereit, als man an einem Tag erleben kann. Von Brigitte Krizsanits Zitatelle in Rabat/Victoria

Ramla Bay

Das blaue Fenster

St. Georges Basilica

Komfort im Farmhaus

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G채sschen in Victoria

Mobiler Gem체semarkt


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und 25 Minuten braucht die Fähre, um von Malta nach Gozo überzusetzen. Für die Gozitaner reine Routine, sie nehmen sie in der Früh, um zur Arbeit zu fahren und nach Feierabend, um zurück auf „die Insel“ zu kehren. Für uns ist diese Überfahrt da schon etwas aufregender. Das Schaukeln, die Kirche in der Ferne, die stetig näher kommt. Schließlich legt die Fähre an, Autos rollen aus ihrem Rumpf, Menschen bahnen sich den Weg durch den Hafen – willkomen auf der anderen Seite des Staates Malta! Die Uhren gehen langsamer, das spüren wir schon beim Aussteigen. Terrassenförmig angelegte Felder säumen den Weg, dazwischen Feigen-, Granatapfel- und Olivenbäume sowie Weinreben. Hier wachsen auch Tomaten und im Frühjahr Erdbeeren, sonnengereift und schmackhaft. Gozo gilt als der Bauerngarten Maltas – und darauf ist man hier auch stolz.

Alte Hauptstadt

In wenigen Minuten ist man in Victoria, der Hauptstadt Gozos. Überhaupt scheint hier kein Weg sehr weit zu sein: „Gozo ist die ZehnMinuten-Destination“, lacht Corinna Ziegler vom Fremdenverkehrsamt Malta, „die Insel ist nicht so groß und egal, wohin man möchte, man ist in zehn Minuten dort“. Und meist führt der Weg dann auch durch die Hauptstadt, das pulsierende Zentrum der Insel. Ob man auf dem Markt einen Kaffee genießt und dem bunten Treiben zusieht oder sich die Reste der Zitatelle ansieht – „Rabat“, die Altstadt, versprüht einen besonderen Flair. Jedes Haus trägt hier einen Namen: „Hotel Ritz“, „Ave Maria“, „Melbourne“, „Only Ours“, über einer Schusterwerkstätte hängt ein alter Stiefel, im Delikatessengeschäft in der Trig Ir-Repubblika (Republic Street) werden gozitanische Spezialitäten verkauft: Ziegenkäse, getrocknete Tomaten, eingelegte Oliven, Kapern und Artischocken, das, was man auch in den Restaurants gerne als Vorspeise serviert.

Fotos: Krizsanits / The Heritage of Malta

Abenteuer über und unter Wasser

Zum Essen fahren wir natürlich ans Meer – es ist ja auch nicht weit! In der malerischen Bucht Xlendi ist im Restaurant Zafiro der Tisch schon gedeckt. Zum köstlichen Essen wird gozitanischer Weißwein und maltesisches Bier gereicht, das Tüpfchen auf dem I ist die herrliche Aussicht auf das Meer. Hier könnte man länger verweilen, den Kindern beim Baden zusehen, den Tauchern, die hier erste Tauchversuche machen. Wir lassen uns die Unterwasserwelt diesmal nur schildern, schließlich gibt

es auch über dem Meer tolle landschaftliche Einblicke. Steilwände und Steinformationen werden gerne von Kletterern bezwungen, aber auch das heben wir uns für das nächste Mal auf. Wir fahren stattdessen zum Blauen Fenster – maltesisch: Tieqa Żerqa. Die Urgewalt des Meeres hat diese Gesteinsformation geschaffen, der Blick darauf ist einzigartig, hier wurden auch schon Filme gedreht, unter anderem Wickie und die starken Männer.

Sage und Geschichte

Ein anderer starker Mann hat sich, so die Sage, auf der anderen Seite der Insel sieben lange Jahre aufgehalten. Oberhalb des herrlichen Sandstrandes Ramla Bay soll Calypso Odysseus in einer Höhle festgehalten haben. Die Höhle selbst können wir nicht besichtigen, dafür genießen wir den herrlichen Blick über die Bucht auf der einen und die Steilklippen auf der anderen Seite. Von diesem Ausflug in die griechische Mythologie geht die Reise weiter in die Steinzeit und sie dauert auf Gozo – wie könnte es anders sein – nur wenige Minuten. Ġgantija nennt sich die prächtige Kultstätte, die aus bis zu 50 Tonnen schweren Steinblöcken vor 5500 Jahren hier errichtet wurde, zu einer Zeit, als weder Stonehenge noch die Pyramiden in Ägypten erbaut waren. Bis zu sechs Meter hoch sind die Reste der beeindruckenden Anlage und wir tauchen ein und staunen, wie die Menschen so etwas ohne technische Hilfsmittel zuwege gebracht haben. Was hier genau geschah, darüber kann nur gemutmaßt werden, wahrscheinlich wurde an diesem Ort ein Fruchtbarkeitskult betrieben, wobei auch Tiere geopfert wurden. Viel gäbe es noch zu entdecken: etwa die 40 Kirchen, die vielen, schönen Wanderwege, die Salzpfannen bei Marsalforn, die Christusstatue, die jener in Rio nachempfunden ist, oder einen der herrlichen Strände …

Stilvoll Wohnen

Gut, dass sich die Abwechslung auch bei den Übernachtungsmöglichkeiten fortsetzt. Was auf Mallorca die Fincas sind, sind auf Gozo die Farm Houses. Revitalisierte Bauernhäuser oder neue Häuser, aus alten Steinen aufgebaut, bieten jeden Komfort, den man im Urlaub nicht missen möchte. Wer auf Luxus setzt, der findet im Hotel Kempinski San Lawrenz die richtige Bleibe – mit Wellness, Spa und allem was dazu gehört. Von hier ist es auch nicht weit zum Meer – oder ans andere Ende der Insel. Schließlich ist man in Gozo überall in nur zehn Minuten – und das macht die gemütliche Insel auf jeden Fall zu einer Destination für jene, die Abwechslung und Entspannung suchen.

INFORMATION Fremdenverkehrsamt Malta in Wien Tel. + 43 (0) 1 / 5853770 wien@urlaubmalta.com www.urlaubmalta.com www.visitmalta.com Übernachtung im Farmhaus: www.barongroup-malta.com Tel. + 356 / 21556600 Hotel Kempinski St. Lawrenz Tel. + 356 / 22110000 www.kepminski.com/gozo

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Wintersport und Wellness

Entspannen im Alpendorf Grenzenloses Skivergnügen, unberührte Landschaft, Wellness für Körper und Seele – das **** superior Alpina Wellness & Sporthotel im Alpendorf in St. Johann im Pongau ist idealer Ausgangangspunkt und Rückzugsort für alle, die das Besondere lieben.

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er erst einmal im Alpina Wellness & Sporthotel angekommen ist, kann sicher sein, dass ihn hier angenehme Tage erwarten. Freundlich und offen gestaltet sich der Empfang, traditionsbewusst und modern zeigt sich das Haus, von dem es nur ein Katzensprung auf die Piste ist. Familie Schwarz heißt ihre Gäste herzlich willkommen. Sie weiß, dass jeder unterschiedliche Bedürfnisse hat und darauf hat man sich hier auch perfekt eingestellt. Wellness und Erholung, Sport und Bewegung sowie Spaß und Spiel für die Kleinsten halten für jeden Gast besondere Urlaubsfreuden bereit.

Aktiv in den Tag Einbegettet in das idyllische Alpendorf in St. Johann liegt das Hotel auf schneesicheren 840 Metern.

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Ein Wintertag im Alpina Wellness und Sporthotel beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück: Bioecke und viele Extras wie ein Eierkoch, der das morgendliche Spiegel- oder Rührei nach Wunsch zubereitet, sowie regionale Schmankerl geben die Energie für einen aktiven Tag. Danach heißt es warm anziehen und raus in die Winterwelt. Skifahrer starten

direkt beim Hotel in die Sportwelt ski amadé – und kommen dort in den Genuss von rund 150 Pistenkilometern aller Schwierigkeitsgrade. Wer die Bretteln mal im Skikeller lassen möchte, dem bieten sich herrliche Möglichkeiten zum Winterwandern – vielleicht sogar mit Schneeschuhen in die unberührte Winterlandschaft?

Wellness auf 1.000 Quadratmetern

Nach einem aufregenden Tag im Freien freut man sich dann auf die Entspannung. Ruhe, Wärme und Behaglichkeit auf rund 1.000 Quadratmetern lassen den Körper im Wellnessbereich wieder Kraft tanken. Eine angenehme Kombination vereint asiatische Lebensphilosophie und alpenländische Kräfte der Natur im Asian beauty & spa. Tropisches Monsunbad nach erfrischenden Stunden im Schnee, ein Bad der Sinne zum Abschalten und Regeniereren, eine klassische oder Spezial-Massage zum Lockern der beanspruchten Muskeln und Sie fühlen sich wieder fit, um den Tag angenehm ausklingen zu lassen.


Nach einem ereignisreichen Tag entspannen Sie am Kamin oder im Wellnessbereich. Am Abend werden Sie mit einem köstlichen Genießermenü versorgt.

Präsentation, Fotos: Oczlon, ZVG

Kleine Gäste ganz groß

Während die Eltern entspannen und die Ruhe genießen, haben es die Kleinen gar nicht langweilig. Denn das Alpina Wellness & Sporthotel hat sich als Kinderhotel auch auf die kleinen Gäste eingestellt. Professionelle Betreuung in drei Altersgruppen bieten den Eltern die Möglichkeit, die Annehmlichkeiten des Hotels zu nützen und dabei ihre Kinder in besten Händen zu wissen. Für Kinder ab der vierten Lebenswoche bis drei Jahre steht ein neu eingerichteter Raum – das „Storchennest“ – mit allem, was Baby braucht, zur Verfügung. Dreibis Sechsjährige haben im Mini-Club Spaß und Action und Kinder ab sechs Jahren werden mit tollen Indoor- und Outdoor-Aktivitäten unterhalten. Abtauchen können sie dann noch im separaten Kinderpool – und weil sich auch die Kleinen Wellness und Erholung verdient haben, können sie in der Kid’s Wellness das Dampfbad genießen, ohne jemanden dabei zu stören. Noch mehr gefällig? Spätestens bei der Schokoladen-Massage finden die Kleinen Wellness richtig cool.

Kulinarische Genüsse

Sport, vielleicht noch ein Après-Ski-Getränk in der „Eule“ neben der Gondelstation, Entspannung und schließlich dann fein schlemmen – die frische Bergluft macht gehörig hungrig! Bei einem Fünf-Gang-Genießermenü lassen die Gäste den Tag im Panorama-Restaurant ausklingen. Abwechslung gibt es durch ein breitgefächertes Angebot aus der österreichischen und internationalen Vollwert- und Naturküche, bei wöchentlichen Themenbuffets, Grillabenden oder Schauküche. Italienische Köstlichkeiten werden in der Café-Bistro-Pizzeria serviert: Pizza, Pasta und knackige Salate. Abwechslungsreich zeigt sich auch der Weinkeller: Über 250 österreichische und internationale Weine finden sich in der Weinkarte und wer es ganz genau wissen möchte, der lässt sich vom Hausherrn bei der wöchentlich veranstalteten Weinverkostung die edlen Tropfen erklären. Leider geht der Urlaub irgendwann zu Ende. Was bleibt, ist ein letzter Blick auf den Gernkogel, auf das idyllische Alpendorf und der Wunsch, bald wieder kommen zu wollen.

Alpina Wellness & Sporthotel Familie Schwarz Alpendorf 8 5600 St. Johann im Pongau Tel. +43 (0) 6412 / 82820 www.alpina-alpendorf.at

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Trendsport

Winterwandern mit Schneeschuhen Fast lautlos durch Schnee und Eis: Immer mehr Wintersportler entdecken das Schneeschuhwandern für sich. Von Karl Kaltenegger

Originals, Klassiker und Moderns

Die Auswahl an Schneeschuhen ist groß. Am besten lässt man sich beim Kauf von einem Fachmann beraten.

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Die Auswahl an verschiedenen Schneeschuhen ist mittlerweile sehr groß, erzählt der Josef, unser Wanderführer. Da gäbe es die althergebrachten „Originals“ mit Holzrahmen und Lederbespannung. Des Weiteren die „Klassiker“ mit Aluminiumrahmen und Kunststoffbespannung. Heutzutage greifen Freizeitsportler gern zu den sogenannten „Moderns“. Diese sind aus Hartplastik gemacht, verfügen über gut fixierende Riemenbindungen und sind meist kleiner, und somit wendiger. Ausgerüstet sind manche Modelle auch mit Steighilfen, Verlängerungen, integrierten Harschkrallen und Spikes, die das Gehen auf harter Unterlage erleichtern. Gut brauchbare Modelle werden zum Ende hinten schmäler. Kleinere sind beweglicher, größere versinken weniger im Tiefschnee. Vorne nach oben gezogene Schneeschuhe erleichtern das Gehen und erhöhen die

Beweglichkeit im Tiefschnee. Harscheisen unter der Sohle geben Halt bei eisigen Verhältnissen. Frontzacken sind im gebirgigen Gelände vorzuziehen.

Wie beim Tanzen zählt die richtige Schritt-Technik

Auch hier sind die Schrittfolgen unterschiedlich und dem jeweiligen Gelände angepasst. Da wäre einmal das normale Gehen bei leichtem Gelände mit parallelen Schritten. Bei steilen Anstiegen praktiziert man am besten Entenschritte, bildet also ein V. Wird der Anstieg extrem steil, steigt man mit festen Tritten, also im 90 Grad Winkel, seitlich bergauf. Bei Überquerungen von Hängen kann es sinnvoll sein sich seine eigene Spur zu legen und in Serpentinen vorwärts zu stapfen. Beim Bergabgehen kann man den Gleitschritt anwenden. Mit großen Schritten lässt man sich dabei nach unten tragen. Bei zu hartem Schnee muss man allerdings kurze, prägnante Schritte setzen.

Zurück im Burgenland

Ich habe Schneeschuhe vor einem Jahr zum ersten Mal in Finnland auf einem der vielen zugefrorenen Seen ausprobiert und habe mir gedacht: All das kann man am Neusiedlersee genauso erleben. Die Natur, die sportliche Betätigung und den Einkehrschwung danach, wenn man die Schneeschuhe abschnallt. Bei einer deftigen Brettljause mit Schwarzbrot und einem herzhaften Zweigelt. Oder einem köstlichen Zander mit einem feinen Welschriesling!

Fotos: McKinley (bei Intersport)

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ir spazieren durch eine tiefverschneite Winterlandschaft. Das Knirschen des Schnees ist zu hören. Ein einsamer Vogel beginnt kurz zu rufen. Ein wenig Wind kommt auf, bewegt maßvoll die Zweige der Bäume und bewirkt, dass kleine Schneekaskaden herab fallen. Ansonsten hört man nur das regelmäßige Klappern der Schneeschuhe beim Auftreten auf den Schnee. Und unser rhythmisches Ein- und Ausatmen. Herrlich ist so eine Schneeschuh-Wanderung, absolut entspannend. Und man ist an keine Loipe gebunden.


Der

Bettelstudent von Carl Millöcker

11. JULI – 24. AUGUST 2013 KARTEN, INFOS & AGB +43 (0) 2682 / 66210 tickets@seefestspiele-moerbisch.at www.seefestspiele-moerbisch.at facebook.com/seefestspielemoerbisch

Intendanz KS Dagmar Schellenberger

Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Pannorama 4/2012  
Pannorama 4/2012  

PANNOrama ist DAS Hochglanzmagazin für den pannonischen Raum. Das Magazin präsentiert pannonisches Lebensgefühl und bietet Inhalte für Jugen...

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