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Nr. 34, 11. Oktober 2014

Ihre Bürgerzeitung

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Mit hoher Intensität

PARTNERSCHAFT

Miriam Cahn gibt mit „Bestandesaufnahme“ einen kleinen Überblick über ihr Werk

Eine Offenburger Delegation hat die polnische Partnerstadt Olsztyn besucht. Dort erhielt sie Einblicke in eine rasante Stadtentwicklung. ❚ Seite 5 FAHRRADKLIMA

Bürgermeister Oliver Martini ruft die Radler und Radlerinnen in Offenburg auf, sich am aktuellen FahrradklimaTest des ADFC zu beteiligen. ❚ Seite 4 OBSTBÄUME

Aufbau. Wie kommen die Skizzen in eine ansprechende Reihenfolge? Miriam Cahn bei der Arbeit.

Preisträgerin des Oberrheinischen Kunstpreises Offenburg ist Miriam Cahn. Der Preis, der zum zweiten Mal vergeben worden ist, geht an eine Künstlerin, deren Schaffen zur ihr gehört wie das Atmen. Es ist ihr von Kindesbeinen an eine pure Selbstverständlichkeit. Der Festakt zur Verleihung des Kunstpreises findet am Sonntag in der Reithalle statt. Die Ausstellung kann in der Städtischen Galerie auf dem Kulturforum besichtigt werden. „Bestandesaufnahme“ zeigt die Bandbreite von Miriam Cahns Arbeiten – Fotos, Bilder in Öl gemalt, Zeichnungen, Werkzeuge/Skulpturen, Blätter voll gebundenem Staub. Adam Szymczyk bringt in seinen Betrachtungen, abgedruckt im Katalog zur Ausstellung (Titel: „zeichnen drawing dessiner“), Cahns Engagement in ihrer Kunst auf den Punkt: Ihr Werk sei ein „Angehen

gegen das Unsagbare und gegen das Vergessen“. Bei einer Begegnung während des Aufbaus sagt sie denn auch: „Erinnerung ist alles.“ Die Grafikfachklasse Gewerbeschule Basel hat sie in einer politisch aufgeladenen Zeit besucht, von 1968 bis 1973, als die Jugend weltweit gegen verkrustete Strukturen, Gewalt und Ausbeutung,

Konzentration gegen das Vergessen insbesondere der Nazi-Gräuel auf die Straße ging. In diesen Jahren forderten auch engagierte Frauen eine echte gleichberechtigte Teilhabe. An der Schule hat sie sich Techniken künstlerischen Schaffens angeeignet, um sie dann wieder ruhen zu lassen. Ihre Art zu arbeiten beschreibt sie so: „Das ist kein Rumgemale. Ich konzentriere mich und dann entstehen die Sachen in kur-

Foto: Bode

zer Zeit.“ Ihren Schwarz-WeißSkizzen von früher stehen neuere Werke mit starken, leuchtenden Farben gegenüber. Szymczyk beschreibt die Arbeitsweise Cahns als ein „unbewusstes Erinnern, assoziatives Lesen, intuitives Ordnen“. Es ist auf jeden Fall einzigartig. Der Betrachter wird von der Emotionalität der Gesichter, insbesondere der Farben in Bann geschlagen. Personen wirken mitunter wie alptraumhafte Figuren aus einem Science Fiction-Streifen. Es gibt auch eine Nähe zur modernen „Graphic Novel“, wenn es darum geht, Situationen festzuhalten. Allerdings versucht sie, „das Undarstellbare darzustellen: Angst, Liebe, Begehren, Schmerz, Tod und Verlust“, so Szymczyk. Womit tut sie das? Mit dem, was sie im Katalog als ihre „Denkwerkzeuge“ bezeichnet: den Händen. Offenburg sieht das Werk einer Vollblutkünstlerin.

Die Stadt Offenburg fördert das Anpflanzen von hochstämmigen Obstbäumen. Mit Unterstützung verschiedener Organisationen gibt es wieder eine Sammelbestellung. ❚ Seite 11

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2 11.10.2014 HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

In dieser Woche gratuliert Oberbürgermeisterin Edith Schreiner folgenden Jubilaren: Ursula Rothe (11. Oktober) feiert mit 90 Jahren einen runden Geburtstag. Auf 91 Lebensjahre können Margarete Lang (13. Oktober), Klara Reichenbach, Frieda Fuchs (beide 14. Oktober) und Lothar Schmidt (17. Oktober) zurückblicken. Klara Karch (11. Oktober) und Elisabeth Grube (13. Oktober) begehen das 93. Wiegenfest. Vor 94 Jahren erblickten Karl Rößler (12. Oktober) und Josef Hofmann (14. Oktober) das Licht der Welt. Georg Reiter (13. Oktober) wird stolze 96 Jahre alt. Alles Gute zum Geburtstag!

Kommunales Kino Im Rahmen der Interkulturellen Wochen zeigt das Kommunale Kino (Koki) in den Räumen des Kik, Weingartenstraße 34c, am Mittwoch, 22. Oktober, um 20 Uhr den Dokumentarfilm „Töchter des Aufbruchs – Lebenswege von Migrantinnen“. Eintritt: fünf Euro. Die Filmemacherin Uli Bez hat mit drei Gruppen gesprochen: den „Gastarbeiterinnen“ der 60er Jahre, politischen Flüchtlingen beispielsweise aus dem Irak oder dem Libanon und mit jungen Frauen, die aus den großmütterlichen und mütterlichen Wurzeln ihre kreative Kraft schöpfen. Die Frauen erzählen vom Aufbruch, vom Brücken bauen und vom Ankommen. SONNTAGS- UND NACHTDIENST DER APOTHEKEN 11.10. 12.10. 13.10. 14.10. 15.10. 16.10. 17.10. 18.10. 19.10.

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Schlaue Frauen „Erfolg in Sicht“ mit dem Netzwerk „Frau und Beruf“ Das Netzwerk „Frau und Beruf“ hat sich 2013 neu aufgestellt, um die Rahmenbedingungen für Frauen im Beruf zu verbessern, Qualifizierungs- und (Wieder-) Einstiegschancen zu erhöhen und die Sichtbarkeit von beruflichem und unternehmerischem Wirken von Frauen in der Ortenau zu steigern. Schwerpunkt in diesem Jahr war „Durchstarten durch Fortbildung“, wie die städtische Gleichstellungsbeauftragte Regina Geppert und Coach Ute Noack im OFFENBLATTInterview berichten. Frau Geppert, das wichtigste Projekt des Netzwerks ist 2014 „F³ – Frau, Familie, Fortbildung“. Worum geht es dabei? Regina Geppert: F³ ist ein dreiteiliges Projekt, gefördert mit Landesmitteln. Gestartet ist es im Mai mit einer Messe für Auf- und Wiedereinsteigerinnen im und in das Berufsleben. Weiter ging es mit einem Coaching-Programm für 36 Frauen. Am Donnerstag blicken wir schließlich auf die Erfolge des Trainings zurück und schauen außerdem darauf, wie frau die hierarchischen Strukturen in der Geschäftswelt durchdringen kann. Regina Geppert: „Frau kann die hierarchischen Strukturen durchdringen.“ Foto: Butz

Und wie ist das möglich? Geppert: Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Wir haben für Donnerstagabend Bärbel und Sebastian Rockstroh eingeladen. Das Autorenehepaar des Buchs „Erfolg in Sicht: Selbstcoaching Frau und Karriere“ spricht in seinem Vortrag über die ungeschriebenen Regeln aus der männlich geprägten Arbeitswelt. In ihrer langjährigen Beratertätigkeit haben sie die Unkenntnis dieser „Männer-Regeln“ als eine wesentliche Ursache für das Scheitern an der sogenannten gläsernen Decke identifiziert.

Frau Noack, um Erfolg, Frau und Karriere ging es auch in Ihrem Coaching der 36 Frauen. Ute Noack: Das kann man so sagen. Im Coaching ging es darum, die eigenen Ressourcen zu indentifizieren und zu erkennen, dass diese Erfahrungen auch berufliche Werte sind. Wie wichtig Schlüsselqualifikationen über Zeugnisse hinaus sind. Und natürlich ging es auch um Selbstmarketing und das Formulieren von Zielperspektiven. Ute Noack: „Im Coaching ging es nicht um schnellen Erfolg.“

SITZUNGSPLAN 13.10. Gemeinderat 17 Uhr, Salmen, Lange Straße 52 Die Unterlagen liegen einige Tage vorher im Bürgerbüro, Fischmarkt 2, sowie im Bürgerbüro Bauen, Wilhelmstraße 12, zur Mitnahme aus. Download unter www.offenburg.de/ ratsinformation. Tagesordnung auf Seite 13.

Kindertheater Das SFZ Oststadt lädt am Sonntag, 12. Oktober, 14 Uhr, zum Kindertheaternachmittag in die Grimmelshausenstraße 30 ein. Die deutschrussische Kindertheatergruppe der Oststadt spielt die Bremer Stadtmusikanten in deutscher und russischer Sprache. Der Eintritt ist frei.

Foto: Rothe

Aber war den Teilnehmerinnen vor dem Coaching nicht bewusst, was ihre Ziele sind? Noack: Viele der Frauen waren seit mehreren Jahren aus dem Beruf. Sie mussten sich die aktuellen Möglichkeiten erst einmal selbst verdeutlichen. Und für die Frauen im Beruf stellte sich die Frage nach einer etwaigen Veränderung – auch nach der Richtung, in die diese gehen soll. Was war das wichtigste Element des Coachings? Noack: Das war die konsequente und regelmäßige Beschäftigung der Teilnehmerinnen mit dem Thema. Es ging eben nicht um den schnellen Erfolg, sondern eine dauerhafte und hartnäckige Auseinandersetzung mit sich selbst. Gibt es bei den Frauen schon erste positive Entwicklungen? Noack: Von den 36 Teilnehmerinnen haben nun fünf eine neue Arbeitsstelle. Etwa 15 Frauen befinden sich in einer Qualifizierung oder planen, eine zu besuchen. „Frau und Beruf – Das Netzwerk in der Ortenau“ lädt am Donnerstag, 16. Oktober, um 18 Uhr zu der Vortrags- und Netzwerkveranstaltung „Erfolg in Sicht “ in die Gewerbe Akademie in Offenburg, Wasserstraße 19. Der Eintritt ist frei.

Amtsblatt der Stadt Offenburg

Impressum Herausgeberin: Stadt Offenburg Verantwortlich: Wolfgang Reinbold Redaktion: Natalie Butz, Telefon 07 81/82 25 72 Wolfgang Reinbold, Telefon 07 81/82 22 00 Sandra Schoch, Telefon 07 81/82 23 33 Anja Walz, Telefon 07 81/82 26 66 offenblatt@offenburg.de Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Hauptstraße 90, 77652 Offenburg Veranstaltungskalender und Austräger-Reklamation: Telefon 07 81/82 23 33, Telefax 07 81/82 75 82 sandra.schoch@offenburg.de Verantwortlich für Anzeigen: Kresse & Discher GmbH Marlener Straße 2, 77656 Offenburg Anzeigenverkauf: Barbara Wagner Telefon 07 81/95 50 45 Telefax 07 81/95 50 545 anzeigen.offenblatt@kresse-discher.de Herstellung: Kresse & Discher GmbH Marlener Straße 2, 77656 Offenburg Druck: Druckzentrum Südwest GmbH Auf Herdenen 44 78052 VS-Villingen Vertrieb: PSV Presseservice- & Vertrieb-GmbH Im Oberwald 27a, 79359 Riegel a.K. Telefon 076 42/91 08 -0 Telefax 076 42/91 08 40 inforiegel@psv-gmbh.de Redaktionsschluss: Montag, 17 Uhr Erscheinungsweise: wöchentlich, jeweils samstags kostenlose Verteilung in alle Haushalte Anzeigenschluss: jeweils Di., 17 Uhr Auflage: 29 674

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Politisches Meinungsforum Anfang vom Ende

Kein Abriss der Kirche!

Eine Vision für Offenburg

Wenn es so kommt, wie es die Verwaltung vorschlägt, wird die Fessenbacher Straße mit einer Tempobegrenzung von 30 km/h bedacht werden. Somit wird die erste Hauptverkehrsachse und einzige direkte Erschließungsstraße von Fessenbach den Wohngebieten gleichgesetzt.

Eigentlich gehören Themen wie Kirche und Religion nicht in die politische Fraktionsspalte im Offenblatt. Dennoch: Der drohende Abriss der St.-Martin-Kirche prägte in den letzten Wochen die öffentliche Diskussion derart, dass ein Großteil der Offenburger den Menschen aus der „Eisernen Hand“ und der „Stegermatt“ die Daumen drückten, ihre Kirche vor dem Abriss bewahren zu können. Auch die Stadt Offenburg sollte hoch zufrieden sein, dass es im Moment nicht so weit kommt. Gäbe man bei Google „Kirchenabriss“ ein, stünde Offenburg an erster Stelle. Auf solch ein Ranking können wir verzichten. Vielleicht heißt es ja künftig: „Schaut mal, wie das die Offenburger gemacht haben!“ Als positives Beispiel für die Zukunft. Danken muss man den Menschen, die der Arbeitsgruppe St. Martin das Vertrauen ausgesprochen haben. Ihnen zu sagen, „probiert es für ein Jahr und zeigt dann die Ergebnisse“, war die richtige Entscheidung.

Freiburg ist es. Karlsruhe ist es auch. Auch Heidelberg. Auch Bonn, Berlin-Mitte und Hamburg sind es. FairtradeStädte sind sie. 291 gibt es davon in Deutschland. Über 1500 Fairtrade-Städte gibt es weltweit. In Irland, Dänemark, Frankreich, Italien, Japan, Ghana, Costa Rica, Brasilien, Neuseeland, den USA …und, und, und.

… unserer historischen Innenstadt steht vor einer Neugestaltung. Es geht um erste Eckpunkte für das Gebiet zwi-

Norbert Großklaus: „Offenburg als 300. Fairtrade-Stadt in Deutschland.“

schen Steinstraße, GustavRée-Anlage, Hauptstraße und Bahn. Die Verkehrsführung in der Lange Straße scheint noch das geringste Problem. Die Einbahn-Lösung in NordSüd-Richtung könnte bei ausreichend breiter Fahrbahn und Fußgänger-freundlicher Geschwindigkeit die Aufenthaltsqualität in der nördlichen Lange Straße steigern. Schwierig werden aber die Folgeprobleme: Wie fließt der Verkehr aus der Innenstadt in Richtung Westen, wenn die Wasserstraße als Abfluss von der Hauptstraße nicht mehr zur Verfügung steht? Eine West-Abfahrt über Straßburger- oder Rheinstraße ist untauglich, weil sie am Nadelöhr „Fußgänger am Bahnhof“ scheitert. Schon der heutige Pkw-Verkehr wird dort in den Stoßzeiten nicht verkraftet. Wie wird der ruhende Verkehr so geregelt, dass Anwohner und Besucher ihre wichtigsten Probleme nutzerfreundlich gelöst wissen? Oberirdische Parkplätze sind für alle Betroffenen außerordentlich wichtig. Sie dürfen nicht verringert werden. Eine sinnvolle Teilung der Nutzung zwischen Anwohnern und Besuchern wird sich dann finden lassen. Angi Morstadt

Albert Glatt: „Eine zusätzliche Begrenzung ist unsinnig.“

Das ist der Anfang vom Ende der unserer Meinung nach richtigen Differenzierung von Wohngebieten mit Tempo 30 und Hauptverkehrsachsen mit Tempo 50. Eine Stadt der Größe Offenburgs braucht alleine wegen der längeren Wege und zum Schutz der Wohngebiete diese Differenzierung. Ein einheitlicher Geschwindigkeitsteppich hilft keinem. Folge sind versuchte Abkürzungen durch Wohngebiete mit erhöhten Geschwindigkeiten. Die Umgestaltung der Fessenbacher Straße, wie sie von der Verwaltung vorgeschlagen ist, mit • drei Mittelinseln zur sicheren Überquerung für Fußgänger, • verengtem Fahrbahnquerschnitt, • Radschutzstreifen auf der Fahrbahn, führt automatisch zu einer geringeren Geschwindigkeit der Autofahrer auf dieser Straße. Eine zusätzliche Begrenzung auf dieser wichtigen Hauptverkehrsachse und Erschließungsstraße ist unsinnig und in den Auswirkungen höchst zweifelhaft. Albert Glatt

Heinz Hättig: „Auf solch ein Ranking können wir verzichten.“

Die Arbeitsgruppe muss jetzt ans Werk gehen, und es wartet keine leichte Aufgabe auf sie. Dennoch glauben wir an diese Menschen und es wird spannend sein, was dabei herauskommt. Sicher wird sein, dass es beiden Stadtteilen sowie der Stadt Offenburg sozial und religiös gut tun wird, dass die Kirche stehen bleibt. Heinz Hättig

Und was ist mit Offenburg? Offenburg ist keine FairtradeStadt. Noch nicht. Wäre aber eine Vision für unsere „offene Stadt“, solch eine Fairer-Handel-Stadt zu sein. Offenburg als eine Stadt, die fairen Handel ganz gezielt fördert; die damit Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiter im Süden unseres Globus‘ unterstürtzt; die damit Armut mitbekämpft; die damit auch gegen Kinderarbeit vorgeht. Offenburg als eine Stadt, die, wo es nur geht, fair gehandelte Produkte nutzt; als eine Stadt, die umweltschonende Anbaumethoden unterstützt – denn so geht man fair mit der Natur um. Offenburg als Fairtrade-Stadt – das wär doch wirklich was! Welch eine schöne Vorstellung: Der neue Gemeinderat beschließt dies – über alle Fraktionen hinweg. Man lässt Parteiengeplänkel einfach mal sein. Man setzt sich gemeinsam ein für diese Vision: Offenburg wird die 300. Fairtrade-Stadt in Deutschland. Wäre echt cool! Norbert Großklaus

Der Ostflügel… Unbequem …

Angi Morstadt: „Schwierig werden die Folgeprobleme.“

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… für die Obrigkeit sind Bürger dann etwa, wenn sie sich einmischen, unabhängig denken. Oder auch, wenn sie gegen den gewünschten Mainstream schwimmen. So jemand war zweifellos Anneliese Postels, eine Innenstädtlerin mit Schmackes. Und diesen kraftvollen Elan hat sie sich bis zuletzt erhalten. Für sich und unsere Altstadt. Back to the roots – nach diesem Motto zog sie unlängst bewusst aus den Außenbezirken in die Hauptstraße zurück. Sie war eine tragende Säule unserer kommunalpolitischen Arbeit, für die Bürgergemeinschaft und die City Partner. Trotz ihrer Ehrenämter war sie noch lanSilvano Zampolli: „Sie war eine Säule unserer kommunalpolitischen Arbeit.“

ge nicht „amtsmüde“, als sie 2013 die BGO (Bürger gestalten Offenburg) mitbegründete, um unter anderem gegen den freigegebenen Abriss der historischen Stadthalle Unterschriften zu sammeln. Mit über 80, ungewöhnlich unbefangen im Umgang mit neuen Medien, wusste sie um die Wucht des Online-Handels und um die zerstörerische Kraft des Centerneubaus. Bei keiner öffentlichen Veranstaltung waren ihre aktiven Beiträge wegzudenken. Bis zuletzt mahnte sie den Erhalt und Ausbau der beruflichen Schulen an. Unbequem, aber unverzichtbar sind Menschen wie sie. Ihr Tod ist für uns sehr schmerzlich, hre stete Zukunftsorientiertheit wird uns aber ein Ansporn sein. Silvano Zampolli


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Fürs Fahrradklima Jetzt mitmachen beim ADFC-Fahrradklima-Test 2014

SNOOKERCLUB OFFENBURG

Open Doors. Im Vereinsheim der DJK Offenburg, Zähringer Straße 40, präsentiert sich am Wochenende 18./19. Oktober, jeweils ab 11 Uhr, der Offenburger Snookerclub um Florian Werres, ehemaliger Deutscher Meister U 21, und Peter Wagner, dreimaliger Deutscher Meister in den 90er-Jahren. Inzwischen kann im Club an vier Tischen in über 200 m2 frisch renovierten, klimatisierten Räumen trainiert werden. Hier spielen aktuell 20 Mitglieder unter fachkundiger Anleitung. Der britische Billardguru Simon Barker aus Sheffield, der schon Tische für Snookerprofis wie Ronnie O’Sullivan fertigte, lieferte kürzlich zwei nagelneue Turniertische: 1,5 Tonnen schwer und 3,66 x 1,83 Meter groß. Foto: Club

Entspannt zur Arbeit und gleichzeitig sparen!

„Macht in Ihrer Stadt das Radfahren Spaß?“, „Werden im Winter die Radwege geräumt?“, „Gibt es häufig Konflikte mit Fußgängern oder Autofahrern?“ – Diese und andere Fragen stellt der ADFC jetzt im Fahrradklima-Test 2014. Ab sofort können Radfahrerinnen und Radfahrer in ganz Deutschland auf der Internetseite www.fahrradklima-test.de mitmachen und so Impulse für bessere Radfahrbedingungen in ihrer Heimatstadt geben. Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesverkehrsministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, unterstützt die Aktion. „Wir wissen, dass die Menschen dort gerne und viel Rad fahren, wo es sich komfortabel und sicher anfühlt“, sagt Reiche. „Der Fahrradklima-Test des ADFC kann den Kommunen und uns hierfür wichtige Hinweise geben. Mein persönlicher Appell an alle Radlerinnen und Radler ist deshalb: Machen Sie mit – Ihre alltäglichen Erfahrungen im Straßenverkehr werden gebraucht!“

Mitsprache

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Diesen Aufruf unterstützt auch Offenburgs Baubürgermeister Oliver Martini. „Unsere beiden Foren zum Radverkehr im Juli und September haben gezeigt, wie wichtig den Offenburgerinnen und Offenburgern das Thema Radfahren ist. Mit dem Fahrradklima-Test des ADFC haben sie ebenfalls eine gute Gelegenheit, von ihrem Mitspracherecht Gebrauch zu machen.“ Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP). Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und wird in diesem Jahr zum sechsten Mal durchgeführt. Beim letzten Test im Jahr 2012 nahmen mehr als 80 000 Menschen teil. 332 Städte wurden bewertet. Offenburg belegte damals den sehr beachtlichen Platz 9.

Innerhalb von Baden-Württemberg lag Offenburg sogar auf Platz 2, nur Lörrach erzielte bessere Noten. Mitmachen bei dem Test können alle, die gelegentlich oder regelmäßig mit dem Fahrrad fahren. Martini: „Sei es auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder an die Uni, mit dem Kind auf dem Weg zur Kita, zum Einkaufen, zum Kaffeeklatsch, zum Sport oder bei der Wochenendtour.“ Den Fragebogen kann man auf www.fahrradklima-test. de online ausfüllen oder ausdrucken. „Der Zeitaufwand beträgt gerade einmal fünf bis zehn Minuten“, sagt der Baubürgermeister. „Ich habe ihn natürlich auch schon ausgefüllt. Und ich bin ganz ehrlich: Auch ich habe an der einen oder anderen Stelle Verbesserungsbedarf gemeldet.“ Die Umfrage läuft noch bis 30. November 2014. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2015 in Berlin und weiteren Städten der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit laut eigenen Angaben mehr als 145 000 Mitgliedern die größte Interessensvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Zubehör und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Radfahren ist in Offenburg beliebt. Foto: Stadt


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Olsztyn auf dem Weg in die Moderne Offenburger Delegation besucht polnische Partnerstadt / Eröffnung des Akademischen Jahres / Investitionen Wer wissen möchte, wie unverzichtbar die Europäische Union ist, wenn es darum geht, in Europa allmählich die Lebensverhältnisse anzugleichen, sollte ein paar Tage in Olsztyn verbringen. Olsztyn/Allenstein ist Offenburgs polnische Partnerstadt und Hauptstadt der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Eine 40-köpfige Delegation – darunter Mitglieder des Offenburger Gemeinderats und der Stadtverwaltung, an ihrer Spitze OB Edith Schreiner, Angehörige der Hochschule Offenburg, unter ih-

Würdigung nen Rektor Winfried Lieber, die Schulleiter der Offenburger Gymnasien sowie die für den Schüleraustausch verantwortlichen Lehrkräfte, der Vorstand der Mariaund-Georg-Dietrich-Stiftung sowie Mitglieder des Partnerschaftsvereins „Die Brücke“ – hat vergangene Woche die Universitätsstadt besucht. Sie alle waren überrascht: von einer fast stürmisch zu nennenden Stadtentwicklung, davon, wie ein Akademisches Jahr mit viel Würde und noch mehr Tradition eröffnet wurde, auch von einer Landschaft, die mit ihrer vielsprachigen Vergangenheit voller polnischer, deutscher, russischer und litauischer Einflüsse durchaus das Potenzial dazu hätte, eine europäische Kulturlandschaft zu bilden. Vielfältig gewürdigt wurde Georg Dietrich. Der im vergangenen Jahr verstorbene Bühler Unternehmer hat in Olsztyn und in Offenburg ein dickes Fundament für die deutsch-polnische Zusammenarbeit gelegt, auf dem jetzt aufgebaut werden kann. Eine große Fotoausstellung in der Aula der geisteswissenschaftlichen Fakultät legte davon Zeugnis ab. Oberbürgermeisterin Edith Schreiner und ihr Amtskollege Stadtpräsident Piotr Grzymowicz, auch der Präsident der Universität Ermland-Masuren Ryszard Gorecki und Winfried Lieber hoben die vielen Verdienste Georg Dietrichs hervor.

Am Ukielsee. Offenburger Delegation besichtigt das Naherholungsgebiet am Olsztyner Stadtrand.

Eine besondere Ehre wurde dem Offenburger Hochschul-Rektor zuteil. Lieber erhielt bei der feierlichen Eröffnungs-Zeremonie des Akademischen Jahres die Ehrendoktorwürde der Universität verliehen. Seinen Festvortrag widmete er dem deutschen Hochschulsystem. In der Auszeichnung seiner Person sah er einen „weiteren Baustein in der Zusammenarbeit zwischen Offenburg und Olsztyn. Ich habe diesen Ehrendoktor stellvertretend für all diejenigen angenommen, die sich auf unterschiedlichen Ebenen für diese Städtepartnerschaft einsetzen.“ Die Uni in Olsztyn beherbergt auf ihrem weiträumigen Campus 37000 Studierende. Insgesamt hat Olsztyn derzeit zirka 170000 Einwohner. Stadtpräsident Grzymowicz empfing die Offenburger Delegation im Rathaus, während parallel Lehrkräfte und Schulleiter Kontakte in den Partnerschulen vertieften oder neue knüpften. Auch das Oken-Gymnasium wird künftig neben dem Schiller, dem Kloster, dem Grimmels und der Haselwanderschule einen Austausch mit Olsztyn organisieren. Während Elvira Bleher im Rathaus den

Empfang als „große freundschaftliche Geste“ würdigte, sagte Grzymowicz: „Nur Menschen wie Georg Dietrich können dazu beitragen, dass Europa zusammenwächst.“ Offenburgs OB Edith Schreiner gab sich zuversichtlich: „Dank der Dietrich-Stiftung und des Engagements von Elvira Bleher bin ich sicher, dass wir die engen Beziehungen zwischen Olsztyn und Offenburg weiter ausbauen werden.“

Moderne Stadt Grzymowicz präsentierte den staunenden Offenburgern eine moderne Stadt, eingebettet in viel Natur. Das Stadtgebiet besteht zu 10 Prozent aus Seen und Fluss, zu 21 Prozent aus Wald. Und da Ermland-Masuren zu den fünf ärmsten polnischen Woiwodschaften gehört, fließen EU-Zuschüsse in eine Reihe großer Projekte: Erhöhung des Freizeitwerts im Stadtpark samt Flussrenaturierung; Sportund Schwimmpark, geeignet auch für internationale Wettbewerbe; Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit dank des Technologieparks „Olsztyn Science and Technology

Foto: Reinbold

Laboratory“; Zugang zum UkielSee mit Sandstrand und Uferpromenade samt Sport- und Freizeitanlagen. Darüber hinaus hat eine polnische Schuhkette eben das Einkaufszentrum „Galeria Warminska“ mit zirka 40.000 Quadratmetern Verkaufsfläche und 170 Geschäften eröffnet. Fazit: Olsztyn nimmt seine Funktion als Zentrum der Woiwodschaft Ermland-Masuren äußerst ernst. Möglich wird die rasante Stadtentwicklung durch die EU-Mittel – das Europa-Logo ist auf allen Projekt- und Bauschildern präsent. Dank der Dietrich-Stiftung und der Städtepartnerschaft zwischen Offenburg und Olsztyn ist es jedes Jahr rund 100 Jugendlichen möglich, Einblicke in die faszinierende Entwicklung Olsztyns zu erhalten. Dass regelmäßige, auch offizielle Reisen in die Partnerstädte wichtig und richtig sind, brachte Klaus Thomas Teufel, Vorsitzender der Brücke, auf den Punkt: „Nichts ersetzt den persönlichen Kontakt. Die Menschen in Europa müssen sich kennenlernen. Nur so kann das gemeinsame Europa weiter vorangetrieben werden.“


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Kinder gut betreut

MOIN, MOIN

Frischer Fisch. Am Donnerstag hat Oberbürgermeisterin Edith Schreiner den Hamburger Fischmarkt auf dem Marktplatz eröffnet. Schreiner: „Nicht nur für die Offenburger ist der Markt ein fester Termin im Kalender, auch die Nachbarn aus dem Elsass lassen sich das nicht entgehen“. Die Händler sind bereits zum sechsten Mal in Offenburg zu Besuch. Geboten wird an elf Tagen allerlei Kulinarisches – vom Hering über Lachs bis zum Backfisch. Auch die Marktschreier, die Wurst, Käse oder Obst lautstark bewerben, dürfen natürlich nicht fehlen. Wie bereits in den vergangenen Jahren unterstützen die Gäste aus dem hohen Norden auch 2014 einen guten Zweck: Dieses Jahr wird die Offenburger Jugendfeuerwehr gefördert. Feuerwehrkommandant Peter Schwinn: „Wir verwenden die Spenden unter anderem zur Anschaffung von Chemie-Experimentierkästen.“ Am Donnerstag, 16. Oktober, um 16.45 Uhr, zeigen diese mit einem Löschangriff auf dem Fischmarkt ihr Können. Den Abschluss bildet der Verkaufsoffene Sonntag am 19. Oktober von 13 bis 18 Uhr. Der Hamburger Fischmarkt ist täglich von 10 bis 21 Uhr, sonntags ab 11 Uhr geöffnet. Foto: Schoch

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In der Sitzung am 8. Oktober hat der Schul- und Sportausschuss Kenntnis vom Werkstattbericht „Bildung und Betreuung von Grundschulkindern in Offenburg“ genommen. Die Angebote dieser Zielgruppe sind inhaltlich ähnlich formuliert und die Kinder stehen bei der Arbeit der pädagogischen Fachkräfte im Vordergrund. Sie unterscheiden sich grundsätzlich in der Form der Systeme: Die Halbtagsschule mit Verlässlicher Grundschule und Hort ist aneinandergereiht aufgebaut, die Ganztagsgrundschule arbeitet dagegen ganzheitlich und verknüpft sowie organisiert den Alltag gemeinschaftlich mit den Angeboten der außerschulischen Kooperationspartner. Die Kooperation von Schule sowie Kinder- und Jugendarbeit hat in den Auswertungen zu einer wertvollen Ergänzung der pädagogischen Arbeit geführt. Fragen ergeben sich durch die Einführung des neuen Ganztagsgrundschulgesetzes der Landesregierung. Es regelt die Strukturen für die Ganztagsgrundschulen neu, ermöglicht Kooperationen mit der Kinder- und Jugendarbeit aber weiterhin. Auch in Offenburg stellt sich die Frage, was die weitere Entwicklung an Veränderungen mit sich bringt. Der Bericht bietet dafür eine Grundlage. Einstimmig empfahl das Gremium dem Gemeinderat weiter, die Konrad-Adenauer-, Astrid-Lindgren- sowie Lorenz-Oken- sowie die Eichendorff-Schule ab dem Schuljahr 2015/16 als gesetzliche Ganztagsgrundschule weiterzuführen. Es gibt zwei Formen der Ganztagsgrundschulen: die verbindliche, bei der alle Schüler am Ganztagsbetrieb teilnehmen

und die Wahlform, bei der Eltern und Schüler entscheiden können, ob sie mitmachen oder nicht. Die Stadt Offenburg hat derzeit 14 Grundschulen in eigener Trägerschaft. Von diesen werden die Konrad-Adenauer-, Astrid-Lindgren- und Lorenz-Oken-Schule bereits als verbindliche Ganztagsgrundschulen geführt. Seit Beginn des Schuljahres 2014/15 gibt es auch an der Eichendorff-Schule zwei erste Klassen im Ganztagsbetrieb. An dieser Schule soll der Halbtags- und Ganztagsbetrieb bis auf weiteres so weit wie möglich nach der individuellen Bedarfssituation angeboten werden. Die vier Schulen erhalten bisher zusätzliche Lehrerstunden durch das Land, weil sie offiziell im Rahmen

Familienbrunch

Spielgruppe

Das Stadtteil- und Familienzentrum Oststadt, Grimmelshausenstraße 30, lädt am Sonntag, 19. Oktober, von 9 bis 13 Uhr zum Brunch für alle Altersgruppen ein. Die Pfadfinder vom Stamm Albert-Schweitzer halten ein reichhaltiges Buffet bereit. Spielmöglichkeiten und Krabbelecke für die Kleinsten werden angeboten.

Das Stadtteil- und Familienzentrum Albersbösch, Altenburger Allee 8, organisiert am Mittwoch, 15. Oktober, von 9.15 bis 10.45 Uhr die Spielgruppe „Sing und red’ mit mir“. Sie richtet sich an Eltern mit Kleinkindern vom ersten bis zum dritten Lebensjahr. Eine Anmeldung zum kostenlosen Angebot ist nicht erforderlich.

Im Fokus: Bildung und Betreuung von Grundschulkindern in Offenburg. Foto: Stadt

von Schulversuchen als Ganztagsschulen mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung anerkannt worden sind. Mit der jüngsten Gesetzesänderung verbessert sich die Förderung durch das Land in Verbindung mit der weiterhin geplanten Förderung durch die Stadt um jährlich rund 30 000 Euro.


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Treibende Kraft Heute im Porträt: Ortsvorsteher Trudpert Hurst In loser Reihenfolge stellt das OFFENBLATT die neuen Ortsvorsteher/innen vor, die bei der diesjährigen Gemeinderatswahl am 25. Mai gewonnen haben. Heute im Porträt: Trudpert Hurst, neuer Ortsvorsteher von Rammersweier. Trudpert Hurst kann nicht nichts tun. Eine gute Voraussetzung für einen Ortsvorsteher. Zumal die meisten seiner Lieblingsaktivitäten ja sowieso mit Rammersweier zu tun haben. Wie sieht er sich in der Ortsvorsteherrolle? „Als treibende Kraft“, sagt er. „Denn die wichtigen Aufgaben in Rammersweier stellen sich meist von alleine.“ Themen, die ihn beschäftigen? „Unser Ort soll seinen dörflichen Charakter bewahren, eigenständig bleiben und sich trotzdem kontinuierlich mit Offenburg gemeinsam weiter entwickeln.“ Das Thema Wohnraum geht ihm durch den Kopf. Er hofft, dass bald mehr junge Familien in Rammersweier ihr Zuhause finden, genau wie die Hursts. Nach dem Abschluss an der Erich-Kästner-Realschule absolvierte Hurst sein Abitur am Ernährungswissenschaftlichen Gymnasium in Offenburg. „Nach der Schule habe ich eine Winzerlehre gemacht, beim ökologischen Weingut der Stadt Lahr und dann auf Schloss Ortenberg.“ Naheliegend für den Naturliebhaber, der im kleinen Obst- und Weinanbaubetrieb der Eltern seit jeher mitgearbeitet hatte und auch in der Familien-Brennerei bis heute Hand anlegt. Warum dann das Studium an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg folgte? Weil das Schicksal ihm einen bösen Streich spielte. „Meine Hausstauballergie schränkte die Sensorik zu stark ein, um den Winzerberuf weiter auszuüben.“ Nach dem Referendariat in Ichenheim arbeitete er fünf Jahre in Horb am Neckar, wo er seine „Moni“ kennenlernte. Monika kam 2004 mit ihm und Sack und Pack nach Rammersweier. Heute ist die Lehrerin engagiert in Vereinen und im Schulwesen, bis Mai war sie Ortschaftsrätin. Die Familie ist

Mit Leib und Seele Ortsvorsteher in Rammersweier: Trudpert Hurst. Foto: Noll

gerne aktiv, sei es beruflich oder privat. Denn Rammersweier ist ihr Lebenszentrum und das wollen sie mitgestalten. Mit der Rammersweirer Historie kennt er sich aus. Der Titel seiner Zulassungsarbeit fürs erste Staatsexamen lautet: „Rammersweier, der Ort, in dem wir leben.“ Die Entwicklung des Ortes fest im Blick, betreut er ehrenamtlich seit über zehn Jahren die Webseiten der Ortsverwaltung, der Winzergenossenschaft und des Tischtennisvereins.

Hobby-Ornithologe Als leidenschaftlichen Hobbyfotografen sieht man Hurst hier und da, auch mal mit seiner geliebten Nikon 995 E durch die Natur streifen, um Blumen und Tiere zu fotografieren. Denn: Rammersweier hat viele Gesichter. Sein zweites Hobby sind die Vögel: Er besitzt zehn Hühner, zwei Gänse, fünf indische Laufenten und zwei Wachteln. In der Weinstraße krächzt also keine Krähe mehr, es kräht der Hurst’sche Hahn. „Um 4 Uhr!“, seufzt Hurst. Deswegen bleiben die Fenster auch noch drei Stunden geschlossen. Dann beginnt der Tag für das Lehrerehepaar Monika und Trudpert Hurst sowie für die Kinder Klara (6), Julius (8) und Johanna (9).

Zweite Kreisputzete – Mitmachen! Am Samstag, 18. Oktober, ruft der Ortenaukreis zur zweiten groß angelegten Reinigungsaktion öffentlicher Flächen auf. Die Stadt Offenburg beteiligt sich mit der Aktion „Bleib sauber, Offenburg“ an dem Aktionstag. Anmeldungen sind noch möglich. Schon jetzt freuen sich die Organisatoren in Offenburg über rund 500 Anmeldungen. Interessierte, ob jung oder alt, Einzelperson oder Gruppe, haben aber noch immer die Möglichkeit, bei der Aktion mitzumachen. Die Teilnahme wird sogar belohnt: Jede freiwillige Reinigungskraft, die am Samstag mit anpackt, erhält vom Landratsamt zum Start der Kampagne eine Warnweste und ein paar Handschuhe. Außerdem gibt es anschließend einen Vesperzuschuss in Höhe von vier Euro. Die Stadt Offenburg legt zusätzlich noch einen Gutschein für einen kostenlosen Besuch im Gifiz-Strandbad oben drauf.

Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hat Landrat Frank Scherer übernommen. Mit der Aktion soll der Fokus auf sogenannte wilde Müllablagerungen und das achtlose Wegwerfen von Unrat gerichtet werden. Leere Plastikflaschen, gebrauchte Baustoffe, Grünabfälle, Sperrgut oder sonstige Schadstoffe – immer häufiger wird Müll illegal abgestellt. Die Entsorgung der eingesammelten Abfälle übernehmen die Technischen Betriebe Offenburg. Container oder Mulden können im Vorfeld am jeweiligen Einsatzort bereitgestellt werden. Der Ortenaukreis ist mit seinem Eigenbetrieb Abfallwirtschaft, dem Straßenbauamt sowie dem Amt für Waldwirtschaft dabei. Anmeldungen zur Offenburger Aktion nimmt Claus Baudendistel unter der Rufnummer 07 81/8226 24 oder per E-Mail an claus.baudendistel@offenburg.de entgegen.

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8 11.10.2014

Selbstgemacht Die Junge VHS präsentiert ihr eigenes Programmheft

Programmiererinnen. Die Mitglieder der Projektgruppe „Wir machen Junge VHS!“ Melina Gmeiner, Louisa Flach, Annabelle Fuchs (v.l.) sowie Janina Stunder, bei der VHS unter anderem verantwortlich für den Bereich Junge VHS. Foto: Köhler

Zum zweiten Mal hat die Volkshochschule Offenburg in diesem Herbst ein eigenes Kurs-Programmheft speziell für Jugendliche herausgegeben. Anders als beim großen Bruder haben die potenziellen Kursbesucher die kleine Broschüre selbst gestaltet. „Die Jugendlichen haben sich ausdrücklich eine gedruckte Version, getackert und ganz altmodisch auf Papier, gewünscht“, sagt Janina Stunder, bei der VHS unter anderem verantwortlich für den Bereich Junge VHS. Fünf Mädchen sind seit dem Herbst des vergangenen Jahres bei dem Projekt dabei. Neben der Entscheidung, in welcher Form das Programm erscheinen soll, haben die Mädchen auch das Layout entworfen und mitgestaltet. Und natürlich die Inhalte des Programms. Ganz offensichtlich haben sie den Nerv ihrer Altersgenossen getroffen: Haben im Frühjahr 2013 noch 230 Jugendliche die Kurse der Jungen VHS besucht, waren es im Frühjahr 2014, mit dem ersten eigenen Programmheft schon 750. „Dass es so gut ankommt, damit haben wir nicht gerechnet“, freut sich Stunder. Ein Höhepunkt in diesem Semester ist für sie der Kurs „HipHop ist weitaus mehr als nur Tanz oder Musik“ mit Claudio Esposito (Start: 18. Oktober). Der Offenburger Produzent, Musiker und Break-Dancer gibt den Jugendlichen in dem vierteiligen Kurs einen Einblick in die vier

Grundelemente der Hip-Hop Kultur. Neu sind in diesem Semester die kostenlosen Besuche bei den Technischen Betrieben Offenburg (15. Oktober) und im Ortenau Klinikum (27. Oktober) für die „Azubis von morgen“. Stunder: „Das ist eine gute Möglichkeit für die jungen Leute, ersten Kontakt zu einem möglichen Ausbildungsbetrieb aufzunehmen.“ Neben Sprach-Trainings und Prüfungs-Vorbereitungskursen gibt es außerdem Kurse für selbstbewusstes Auftreten, Selbstverteidigungs-, Kreativ- und Kochkurse sowie die klassischen Bewegungskurse von Zumba bis Yoga.

Mitgestalten Jugendliche, die sich gern an dem Projekt beteiligen und das Programmheft für das Frühjahr 2015 mitgestalten möchten, können jederzeit einsteigen. „Gerade über ein paar Jungs würden wir uns freuen“, ruft Stunder auf. Interessierte, ob Jungen oder Mädchen, können sich bei ihr entwedertelefonischunterderRufummer 07 81/93 64-219 oder per E-Mail an janina.stunder@vhs-offenburg.de melden. „Der Zeitaufwand ist gar nicht hoch. Wir treffen uns nur zweimal im Semester. Aber am Ende halten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann wirklich ihr eigenes Heft in den Händen.“ Weitere Infos zu Kursen und Anmeldungen unter www.vhs-offenburg.de

Bebauungspläne unter der Lupe Mehrheitlich (vier Gegenstimmen) hat der Planungsausschuss dem Gemeinderat am 29. September empfohlen, den Satzungsbeschluss zur 9. Änderung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Elgersweier“ zu fassen. „Die Änderung soll die Erweiterung des bisherigen Firmengeländes Hansgrohe ermöglichen“, brachte es Baubürgermeister Oliver Martini nochmals auf den Punkt. „Die Ortschaftsräte Elgersweier und Zunsweier haben einhellig dem erweiterten Grünkonzept zugestimmt“,

informierte Stadtplaner Leon Feuerlein. Weiter empfahl der Ausschuss dem Gemeinderat einstimmig, den Entwurf der sechsten Änderung des Bebauungsplans Nummer drei „Gewerbegebiet Waltersweier“ in Waltersweier mit örtlichen Bauvorschriften zu billigen und öffentlich auszulegen. Ebenfalls einstimmig erging die Empfehlung, den Bebauungsplan Nummer 145 „Rammersweierstraße/Prinz-Eugen-Straße“ mit örtlichen Bauvorschriften als Satzung zu beschließen.

Neuer Ratgeber

Klima-Kampagne

Ab sofort gibt es eine neue Auflage des Friedhofswegweisers „Diesseits und Jenseits“. Darin, kompakt zusammengefasst, alle wichtigen Fakten und weiterführenden Informationen rund um die 13 Offenburger Friedhöfe. Der Mammut Verlag aus Leipzig hat das Handbuch in Zusammenarbeit mit der Friedhofsverwaltung bei den Technischen Betrieben Offenburg (TBO) überarbeitet. Der Leitfaden für den Sterbefall liegt im Bürgerbüro am Fischmarkt, im Seniorenbüro, bei den Kirchengemeinden und bei der Friedhofsverwaltung zur kostenlosen Mitnahme aus.

Unter dem Motto „Klimafit im Quartier“ startet die erste Quartierskampagne der Stadt Offenburg zur Energieeinsparung in Wohngebäuden. Energieberater der Ortenauer Energieagentur führen in Hildboltsweier und im südlichen Albersbösch (südlich der Schutterwälder Straße) kostenfrei Gebäude-Checks durch. Die Auftaktveranstaltung findet am Samstag, 18. Oktober, 14 Uhr, im Jergerheim, Hildboltsweier, statt. Fragen beantwortet Klimaschutzmanagerin Bernadette Kurte unter der Telefonnummer 07 81/82-24 44 und per E-Mail (bernadette.kurte@offenburg.de).

Wie radelt es sich in Offenburg? Nach einer ersten Untersuchung vor fünf Jahren führt die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) im Auftrag des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur des Landes nun erneut eine Befragung in insgesamt drei Landkreisen und zwölf Städten Baden-Württembergs durch, um die aktuelle Situation für Radfahrerinnen und Radfahrer zu untersuchen. Offenburg ist eine der ausgewählten Städte. Die städtische Abteilung Verkehrsplanung bittet die Bewohnerinnen und Bewohner, Auskunft zu geben, wie sie die aktuelle Situation des Radverkehrs in Offenburg bewerten, wo aus ihrer Sicht Handlungsbedarf besteht und welche Hemmnisse einer Fahrradnutzung entgegenstehen. Das

Markt- und Meinungsforschungsinstitut SMR führt die Befragung telefonisch durch. Sie beginnt voraussichtlich Mitte Oktober. „Im Interesse weiterer gezielter Verbesserungen für den Radverkehr in unserer Stadt bitten wir die zufällig ausgewählten Personen, die Untersuchung durch ihre Teilnahme an der Befragung zu unterstützen“, sagt Amrei Bär, bei der Stadt Offenburg für den Radverkehr zuständig. Jedes der Telefonate dauert etwa zehn Minuten. Hintergrund der Aktion des Verkehrsministeriums ist die Frage, ob die Maßnahmen, die seit der ersten Befragung vor fünf Jahren umgesetzt worden sind, um Baden-Württemberg zum Fahrradland Nummer 1 zu machen, bereits Wirkung zeigen.


11.10.2014 9 KURZ NOTIERT

Kriegstrauma

Das Seniorenbüro, die AlzheimerInitiative und das Stadtarchiv laden zum Vortrag „Kriegstrauma und Demenz“ ein. Sabine Bode, Journalistin und Buchautorin, beschäftig sich mit der Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen Kriegstrauma und Demenz gibt: am Mittwoch, 15. Oktober, 19.30 Uhr, im Saal des Museums im Ritterhaus, Ritterstraße 10. Der Eintritt ist frei.

Kammermusik

Die nächste Konzertmatinee der Reihe „Kammermusik an der Kinzig“ ist am Sonntag, 19. Oktober, 11.15 Uhr, im Ökumenischen Gemeindezentrum der Matthäusgemeinde Offenburg-Weier den spätromantischen Komponisten Richard Strauss und Alexander von Zemlinsky gewidmet. Es musizieren die junge französische Sopranistin Jeanne Seguin, begleitet von der Pianistin Anna Prystromska.

Handy-Nachhilfe

Am Dienstag, 28. Oktober, 14.30 Uhr, stehen Jugendliche im Seniorenbüro, Kornstraße 3, für Senioren und deren Fragen rund ums Handy zur Verfügung. Dieses gemeinsame Angebot des Seniorenbüros und des Christlichen Jugenddorfs Offenburg ist kostenlos.

Gastgeberverzeichnis

Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Neuauflage des Gastgeberverzeichnisses Offenburg 2015/16. Vermieter, die im touristischen Bereich in der Neuauflage inserieren möchten und noch nicht angeschrieben worden sind, können sich bis spätestens Donnerstag, 23. Oktober, bei der Abteilung Stadtmarketing, Tanja Keck, Telefon 0781/82-2217, oder E-Mail: tanja.keck@offenburg.de, melden. Das Verzeichnis soll im Dezember erscheinen.

Flohmarkt

Am Samstag, 18. Oktober, 14 bis 16 Uhr, veranstaltet der Elternbeirat der Kindertagesstätte Fessenbach in der Reblandhalle einen Flohmarkt „Rund ums Kind“. Tischreservierung sind unter Telefon 07 81/919 336 70 möglich.

SEITENPFADEN

Spatenstich. Das Neubaugebiet „Seitenpfaden“ südlich des Kulturforums wird entwickelt: OB Edith Schreiner, Baubürgermeister Oliver Martini und Stadtbauchef Robert Wacker sowie Vertreter der Architekten und der Erschließungsgemeinschaft haben sich vergangenen Mittwoch zum ersten Spatenstich versammelt. Seit 1953, so Schreiner, wird über dieses Gebiet gesprochen. Doch Baugebiete wie der Kreuzschlag, später dann die Konversionsprojekte auf den ehemaligen Ka-

sernenarealen haben die Planungen immer wieder ruhen lassen. 2010/11 entschied schließlich der Gemeinderat, dass der Seitenpfaden entwickelt wird und betraute die Stadtbau Offenburg mit der Trägerschaft. Es entsteht ein naturnahes Quartier, das ab Juni 2015 von Bauträgern, Baugruppen und privaten Bauherren bebaut wird: flächenschonend, energieoptimiert, mit einer hohen Bauqualität. Es gibt für alle Grundstücke Bauinteressierte. Foto: Reinbold

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10 11.10.2014

In der OFFENBLATT-Reihe was man tragen kann, also damit „Ich bin Klimaschützer/in“ nur kleinere Geräte. In den übernennt heute Günter Schulz, wiegenden Fällen legen die Initiator des Repair Cafés, sei- „Kunden“ selbst Hand an unter ne Gründe für umweltbewuss- Anleitung der „Profis“. „Wir setes Handeln. „Ich bin Klima- hen das Angebot auch als eine schützer, weil ich gegenüber Art von Nachbarschaftshilfe an, der Nachwelt Verantwortung bei der man beispielsweise eine übernehmen will.“ Bohrmaschine vor Ort ausleihen Die Themen Klimaschutz und kann“, erklärt der 68-Jährige. Energieeffizienz lagen dem gelernten Gärtner und Diplomagraringenieur schon immer am Herzen. Doch seit er sich im Ruhestand befindet, ist er auch aktiv in der Projektarbeit. Sein jüngstes Projekt: das Repair Café, ein Gemeinschaftsprojekt vom BUND Umweltzentrum Ortenau und der Stadt Offenburg. Entstanden sind die ersten Repair-Cafés 2009 in den Niederlanden, die Günter Schulz auch Reparieren statt wegwerfen. Inimit dem Konzept und dem tiator Günter Schulz lädt wieder ins Know-how versorgten. Repair Café ein. Foto: Walz Die nächsten Schritte waren dann die Raum- und Helfersuche. „Nachdem ich erfahren Ziel ist es, dass die Menschen hatte, dass das Stadtteil- und merken, dass nicht alles gleich Familienzentrum eine eigene weggeworfen werden muss. Werkstatt mit einem angrenzen- Schulz: „Ressourcen schonen den Café besitzt, habe ich mit lautet das Motto!“ Wenig nachFrau Schiedermair, der Leiterin, gefragt wurden bisher der TextilKontakt aufgenommen“, erin- bereich, z.B. Knöpfe annähen nert sich Schulz. Sie war sofort oder ein Loch in der Jacke ausvon der Idee begeistert. Bei der bessern. Auch alles, was keinen Helfersuche unterstützte die ört- Stecker hat wie kaputtes Liebliche Presse. Von Fachleuten bis lingsspielzeug oder eine kostbaBastlertypen, alt und jung, re Vase, deren Henkel abgebromännlich und weiblich gibt es chen ist, kann in Zukunft eine bunte Mischung. mitgebracht werden. Nach einem VorbereitungsDas nächste Repair Café findet treffen zur Erläuterung, wie es am Samstag, 18. Oktober, von ablaufen soll, fand am 20. Sep- 14 bis 17 Uhr im Stadtteil- und tember das erste Repair Café Familienzentrum Am Mühlbach, statt. Repariert werden kann nur, Vogesenstraße 14 a, statt.

Neuorganisation im Stadtwald Technischer Aussschuss: Restholz soll versteigert werden Der jährliche Schlagraumanfall (Restholz) im gesamten Stadtwald soll künftig versteigert werden. Die Mitglieder des Technischen Ausschusses haben dieser Neuorganisation in der Sitzung am 1. Oktober zugestimmt. Die Technischen Betriebe (TBO) planen mehrere Versteigerungstermine. Ziel der Änderung: die Versorgung mit Brennholz sicherzustellen und gleichzeitig den Wald zu schonen. Die Versorgung der örtlichen Bevölkerung mit Brennholz im Stadtwald besitzt laut TBO-Betriebsleiter Alex Müller „hohe Priorität“. Jährlich fällt mit mehr als 8500 Festmeter (rund 12 000 Ster) eine große Menge Brennholz an. Langes Brennholz bieten die TBO in ganzen Stämmen an, Sterholz liegt in Spaltstücken auf einen Meter Länge zur Abholung am Forstweg bereit. Schlagraum liegt als Restholz (Kronenteile) auf der Waldfläche und wird bislang vor Ort in Selbstwerbung verarbeitet. Während die Vergabe von langem Brennholz und Sterholz von den TBO als „relativ unproblematisch“ eingestuft wird, kommt es bei der Schlagraumvergabe immer wieder zu Reklamationen. Grund dafür sei das Vergabeverfahren, wonach die TBO jährlich bis zu 800 Einzelbestellungen entgegennehmen und abarbeiten. Aufgrund der besonderen Wünsche und witterungsbedingten Unwägbarkeiten komme es immer wieder zu zeitlichen Verzögerungen, was wiederum dazu führe, dass die Selbstwerber über einen längeren Zeitraum tätig sind. Zur Schonung des Bodens wird künftig mehr darauf geachtet, die Befahrung der Waldflächen deutlich einzuschränken. Es soll stärkere Kontrollen im Wald geben. Ein neuer Mitarbeiter der TBO soll sich speziell darum kümmern. Vorgesehen ist, eine bessere Struktur zu schaffen, indem die Hiebflächen klar eingeteilt und die Maschinenwege gekennzeichnet werden.

Der Erwerb von Schlagraum soll vor allem interessierten Offenburger Bürgern zugänglich gemacht werden. Vorgesehen ist, dass die Kunden selbst bestimmen können, welchen Schlagraum sie zu welchem Preis, in welchem Zeitraum und an welchem Ort erwerben möchten. Die Versteigerungstermine sollen zeitnah nach Hiebsende in der örtlichen Presse bekannt gegeben werden. Lagepläne werden den Kunden vorab zur Verfügung gestellt. Um eine räumliche Verteilung des Holzangebots zu gewährleisten, werden mindestens zehn Versteigerungstermine zwischen November und Februar angeboten. Die TBO wollen damit gewährleisten, dass jeder Ortsteil seinen Bürgern das Holz ortsnah anbieten kann. Das Thema wurde bereits in den Ortschaftsräten (zu den Ortsteilen gehört etwa die Hälfte der gesamten Waldfläche) diskutiert und stieß auf breite Zustimmung.

Naturfläche Laut Peter Zink, Bereichsleiter Wald bei den TBO, könne der Fall eintreten, dass bei der ersten Versteigerung mehr bezahlt werde. Der Anschlagspreis für die Versteigerung soll sich bei etwa 80 Prozent des zu erwartenden Preises bewegen. Eine Begrenzung des Schlagraums für den einzelnen Käufer komme dann in Frage, wenn Großkäufer unterwegs seien. Wer Holz kaufe, müsse sich laut Müller um einen Lagerplatz kümmern. Für Extremfälle stehe Fläche im ehemaligen Munitionslager zur Verfügung. Grundsätzlich aber gelte: Der Wald ist Naturfläche, die nicht belastet werden soll. Die Pläne, die erstmals im März dieses Jahres im Technischen Ausschuss vorgestellt worden waren, stießen im Gremium vergangene Woche bei allen vertretenen Fraktionen – bei einigen kritischen Nachfragen – auf Zustimmung.


11.10.2014 11

Förderung von Obsthochstämmen Die Stadt Offenburg fördert in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hohberg das Anpflanzen von hochstämmigen Obstbäumen. Mit Unterstützung der Bürgerinitiative Umweltschutz Offenburg, der BUND-Ortsgruppe Hohberg und dem Förderverein Ortenauer Streuobstanbau wird wieder eine Sammelbestellung organisiert. Haushalte erhalten maximal zehnBäume.EinHochstamm-Baum mit Holzpfahl und Schnur kostet 17 Euro. Bestellung unter www.offenburg.de/Obsthochstamm oder mit nebenstehender Karte. Einsendeschluss ist am 27. Oktober 2014, Ausgabe am 22. November von 8.30 bis 12 Uhr bei den Technischen Betrieben Offenburg, Kinzigstraße 3. Apfelsorten: Brettacher: wertvolle Wirtschaftssorte, auch als Tafelapfel geeignet; große, saftige Früchte, leicht gewürzt mit frischer Säure; volles Aroma nur bei guter Belichtung; starker Wuchs; keine nassen Böden; späte Blüte; nicht zur Befruchtung geeignet; Pflückreife: Mitte Oktober; Genussreife: Dezember bis April. Champagner Renette: robuste Most- und Tafelsorte, auch als Weißer Zwiebelapfel bezeichnet; sehr gut sortenrein für Brennerei geeignet; mittelgroße Früchte; lockere Krone, eher schwacher bis mittlerer Wuchs; auf nassen, kalten Böden krebsanfällig, deshalb warme, drainierte Böden bevorzu-

Bestellschein der Obsthochstamm-Förderaktion gen; Verwertungsreife: Januar bis Mai. Gravensteiner: schmackhafte Spätsommersorte; starker Wuchs; dem Verkahlen der Krone durch gezielten Schnitt vorbeugen; nährstoffreiche, gut durchlüftete Böden Voraussetzung; Tafelund Backapfel; leicht säuerlich mit würzigem Aroma; Genussreife Ende August bis Anfang Oktober. Pilot: schorfresistente Tafelsorte; mittelgroße rote Frucht, säuerliches Aroma, feste Schale die ein Eintrocknen verhindert; mittelgroße Bäume, anfangs stark wachsend, die Blüte ist spät; Pflückreife Anfang Oktober, Genussreife ab

Apfel, Birne oder Zwetschge? Verschiedene Sorten stehen zur Wahl. Foto: Schoch

Mitte November, in kühlen Lagern bis Ende Mai lagerbar. Rewena: gezüchtet in Dresden-Pillnitz; resistent gegen Schorf und Feuerbrand, kaum anfällig für Mehltau; Holz sehr frosthart; guter Essapfel, vor allem aber wertvoller Saftapfel; herbsäuerliches Aroma, saftig; Genussreife Dezember bis April. Rubinola: neuere, schorfresistente Tafelsorte; starker Wuchs, langes Fruchtholz erziehen; robust gegenüber Mehltau; gelborange Frucht mit roten Streifen; hoher Vitamin C Gehalt; feinzelliges, würziges Fruchtfleisch; angenehmer Geschmack; Genussreife September bis Dezember. Birnensorten: Bayerische Weinbirne: Alte Wirtschaftssorte, auch zum Einkochen und Dörren geeignet; große, flaschenförmige, saftige Frucht mit süßherbem Fruchtfleisch; robust, gilt als feuerbrandresistent; große, hochovale Bäume; Verwertungsreife Oktober bis November. Gräfin von Paris: fruchtbare Tafelbirne; saftig schmelzende Frucht mit leicht würziger Säure; mittelstarker Wuchs; auf Kronenerziehung achten; für gute Böden in warmen Lagen; Genussreife: Mitte November bis Ende Januar. Schweizer Wasserbirne: Alte Wirtschaftssorte; saftreiches, süßherbes Fruchtfleisch; hoher Zuckerge-

halt; große, langlebige und markante Bäume; robust gegenüber Feuerbrand; Verwertungsreife Ende September bis Mitte Oktober. Steinobst: Haroma: neuere Tafelzwetschge, auch für Brennerei geeignet; mittelgroße, aromatische Früchte, gut steinlösend, saftiges Fleisch; mittelstarker Wuchs; robust gegenüber Krankheiten; Reife Anfang bis Mitte September. Nach dem Ausfüllen die Bestellkarte ausschneiden und auf eine Postkarte kleben, Telefonnummer und Frankierung nicht vergessen! Jeder Besteller muss sich den Abholtermin vormerken und ist verpflichtet, die bestellte Ware ohne weitere Benachrichtigung zum genannten Zeitpunkt gegen Barzahlung abzuholen. Die Obstbauberatungsstelle des Landratsamts gibt an diesem Tag Auskunft über Baumschnitt, Grenzabstände, Sorten und Pflanzung. ANSPRECHPARTNER

Kontakt Weitere Informationen erteilt Hubert Wernet, Abteilung Grünflächen und Umweltschutz, Telefon 07 81/82-23 80. Eine telefonische Bestellung ist nicht möglich. www.offenburg.de/Obsthochstamm


12 11.10.2014 Amtlicher Teil

Öffentliche Bekanntmachungen und Ausschreibungen Online-Versteigerung von Fundgegenständen

Übermittlung personenbezogener Daten nach dem Meldegesetz Baden-Württemberg (MG) vom 23. Februar 1996/ Gesetz zur Änderung des Meldegesetz vom 7. März 2006

Gemäß §§ 979 ff BGB wird bekannt gemacht, dass in der Zeit von Donnerstag, 13.11.2014, ab 18 Uhr, bis Sonntag, 23.11.2014, 18 Uhr, eine Online-Versteigerung stattfindet. Versteigert werden Fahrräder, Uhren, Schmuck, Handys und Kameras, diverse Bekleidung und andere Gegenstände des täglichen Lebens. Für die Fundsachen werden Mindest- und Höchstangebote angegeben. Die Versteigerungsobjekte müssen selbst abgeholt und bar bezahlt werden. Abholtermine sind am Montag, 24.11.2014, und Dienstag, 25.11.2014, von 9 bis 17 Uhr. In sämtlichen Fällen haben die Finder auf ihren Anspruch zur Herausgabe der Fundgegenstände verzichtet. Eine Gewährleistung für den Wert des Gegenstandes wird nicht übernommen. In der Zeit von 16.10.2014, ab 19 Uhr, bis 13.11.2014, 18 Uhr, können die beim Fundbüro abgegebenen Fundsachen auf der Homepage der Stadt Offenburg (www.offenburg.de) auf Bildern gezeigt und beschrieben werden. Die Eigentümer der Fundsachen werden aufgefordert, ihre Rechte bis spätestens 30.10.2014 im Bürgerbüro, Fischmarkt 2, 77652 Offenburg, anzumelden und einen Eigentumsnachweis zu erbringen, z.B. Kaufbeleg. Nach Ablauf dieser Ausschlussfrist können keine Rechte mehr an diesen Fundgegenständen geltend gemacht werden. Offenburg, 8.10.2014 Stadt Offenburg Fachbereich Bürgerservice und Soziales Zentrales Bürgerbüro

Gleiserneuerung Güterbahnhof Die DB Netz AG weist darauf hin, dass von Sonntag, 12. Oktober, bis Montag, 31. Oktober, in Tag- und Nachtarbeit eine Gleiserneuerung zwischen Offenburg Güterbahnhof und Gleis Abzweig Windschläg durchgeführt wird.

1. Datenermittlung an öffentlich-rechtliche Religionsgesellschaften (§ 30 MG) Die Meldebehörde darf unter den in § 29 Absatz 1 Satz 1 genannten Voraussetzungen die in § 30 Absatz 1 MG aufgeführten Daten ihrer Mitglieder an die öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften übermitteln. § 29 a MG (Automatisierte Erteilung einfacher Behördenauskünfte) gilt entsprechend. Die Übermittlung umfasst auch die in § 30 Absatz 2 MG genannten Daten der Familienangehörigen (Ehegatten, minderjährige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder), die nicht derselben oder keiner öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaft angehören. Betroffene Familienangehörige können verlangen, dass ihre Daten nicht übermittelt werden. 2. Automatisierte Erteilung von Melderegisterauskünften (§ 32a MG) Melderegisterauskünfte nach § 32 Absatz 1 MG können auf automatisiert verarbeitbaren Datenträgern, durch Datenübertragung oder im Wege des automatisierten Abrufs über das Internet erteilt werden. Ein automatisierter Abruf über das Internet ist nicht zulässig, wenn dieser Art der Auskunftserteilung widersprochen wird. 3. Veröffentlichung und Weitergabe personenbezogener Daten an Presse und Rundfunk (§ 34 MG) Die Meldebehörde darf nach § 34 Absatz 2 MG Namen, Doktorgrad, Anschriften sowie Tag und Art des Jubiläums von Alters- und Ehejubilaren veröffentlichen und an Presse und Rundfunk zum Zwecke der Veröffentlichung übermitteln. Betroffene können verlangen, dass die Veröffentlichung ihrer Daten unterbleibt. Derartige Mitteilungen sind ebenfalls mündlich oder schriftlich an das Bürgerbüro (Fischmarkt 2, 77652 Offenburg) zu richten. Hinweise • Erklärungen zu Ziffer 1 und 2 können innerhalb eines Monats gerechnet vom Tage dieser Veröffentlichung, entweder schriftlich oder mündlich an das Bürgerbüro der Stadt Offenburg (Fischmarkt 2, 77652 Offenburg) gerichtet werden. Erklärungen nehmen auch die Ortsverwaltungen entgegen. Telefonische Erklärungen zur Datensperre reichen grundsätzlich nicht aus. • Sofern eine Auskunftssperre nach § 33 MG besteht, werden personenbezogene Daten grundsätzlich nicht veröffentlicht. • Wer bereits früher der Veröffentlichung oder Übermittlung seiner Daten widersprochen hat, kann auf eine Wiederholung verzichten; bereits gespeicherte Übermittlungssperren bleiben bestehen. Offenburg, 19. September 2014 Edith Schreiner, Oberbürgermeisterin der Stadt Offenburg

Einladung Die nächste Sitzung des Gemeinderates der Stadt Offenburg findet am Montag, 13. Oktober, um 17 Uhr im Salmen, Lange Straße 52, statt.

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Tagesordnung: Beratung: 1. Fragestunde 2. Finanzberichte 2014 - Bericht über die Haushaltsentwicklung 2014 3. Freiraumplanerischer Wettbewerb Ostflügel – Verkehrliche Rahmenbedingungen Aufruf: 4. Besetzung der Ausschüsse und Beiräte sowie Benennung der Mitglieder für die Aufsichtsräte, Stiftungen, Zweckverbände 5. Beteiligungsbericht 2013/2014 der Stadt Offenburg 6. Naherholungsgebiet Wolfsgrube 7. Sachstandsbericht zu laufenden Maßnahmen des Doppelhaushaltes (Sanierung der Sporthallen Rammersweier und Schillergymnasium, Sanierung der Villa Bauer und Neubau Feuerwehrgerätehaus Nord) 8. Vorweggenehmigung von Grundpfandrechten (Grundschulden, Hypotheken), Nießbrauchrechten und Wohnrechten im Sanierungsgebiet „Mühlbach“ nach § 144 Abs. 3 BauGB 9. Umstellung der vorhandenen Ganztagsgrundschulen auf die neue gesetzliche Grundlage 10. Äußere Erschließung Seitenpfaden 11. Bebauungsplan Nr.3 „Gewerbegebiet Elgersweier“ in Elgersweier 9. Änderung – Satzungsbeschluss 12. Bebauungsplan Nr. 3 „Gewerbegebiet Waltersweier“ in Waltersweier, 6. Änderung – Offenlagebeschluss 13. Bebauungsplan Nr. 145 „Rammersweierstraße / Prinz-Eugen-Straße“ – Satzungsbeschluss


11.10.2014 13 Amtlicher Teil

Öffentliche Bekanntmachungen und Ausschreibungen Öffentliche Bekanntmachung des Zweckverbands „Gewerbepark Raum Offenburg“ (GRO) 1. Änderung des Bebauungsplans „Gewerbepark Raum Offenburg – Teilgebiet Hohberg BA 1“ im beschleunigten Verfahren nach § 13a BauGB Inkrafttreten der 1. Änderung des Bebauungsplans nach § 10 Abs. 3 BauGB Die Verbandsversammlung des Zweckverbands „Gewerbepark Raum Offenburg“ (GRO) hat am 25.09.2014 in öffentlicher Sitzung gemäß § 10 BauGB die 1. Änderung des Bebauungsplans „Gewerbepark Raum Offenburg – Teilgebiet Hohberg BA 1“ als Satzung beschlossen. Dieser Beschluss wird hiermit gemäß § 10 Abs. 3 BauGB öffentlich bekanntgemacht. Die Bebauungsplanänderung umfasst folgenden räumlichen Geltungsbereich:

Stellenausschreibung Als Träger von 14 Kindertagesstätten sucht die Stadt Offenburg für den Fachbereich Bürgerservice und Soziales je nach Bedarf

staatlich anerkannte Erzieher/innen und pädagogische Fachkräfte für die städtischen Kindertageseinrichtungen bzw. Stadtteil- und Familienzentren. Diese bieten ein bedarfsgerechtes Angebot für Kinder von einem Jahr bis Ende der Grundschulzeit. Ihre wesentlichen Aufgaben sind: • Umsetzung des Orientierungsplans Baden-Württemberg • individuelle Betreuung und Förderung der Vorschulkinder auf der Grundlage des infans-Konzepts • selbständige Planung und Durchführung von Bildungsangeboten, orientiert an den Themen und dem Entwicklungsstand der Kinder • Gestaltung der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern • Unterstützung der Vernetzung von Kooperationen im Stadtteil/Ortsteil sowie mit anderen Institutionen Die Stellen erfordern bedarfsorientierten Arbeitseinsatz. Wir erwarten von Ihnen: • eine abgeschlossene Ausbildung als pädagogische Fachkraft • Kenntnisse und/oder Erfahrungen zum Orientierungsplan • Kenntnisse und/oder Erfahrungen mit dem Konzept infans sind von Vorteil • soziale Kompetenzen sowie selbständige strukturierte Arbeitsweise

Mit dieser Bekanntmachung tritt die 1.Änderung des Bebauungsplans „Gewerbepark Raum Offenburg – Teilgebiet Hohberg BA1“ gemäß § 10 Abs. 3 BauGB in Kraft. Jedermann kann die Bebauungsplanänderung einschließlich ihrer Begründung während der allgemeinen Dienststunden in der Geschäftsstelle des Zweckverbands „Gewerbepark Raum Offenburg“ (GRO) bei der Stadt Offenburg, Abteilung Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, Marktcenter, Zugang über das Rathaus, Hauptstraße 90, 77652 Offenburg, 2. Obergeschoss, Zimmer 332 einsehen und über den Inhalt Auskunft verlangen. Auf die Vorschriften des § 44 Abs. 3 Satz 1 und 2 BauGB über die Fälligkeit etwaiger Entschädigungsansprüche im Falle der in den §§ 39-42 BauGB bezeichneten Vermögensnachteile, deren Leistung schriftlich beim Entschädigungspflichtigen zu beantragen ist, und des § 44 Abs. 4 BauGB über das Erlöschen von Entschädigungsansprüchen, wenn der Antrag nicht innerhalb der Frist von drei Jahren gestellt ist, wird hingewiesen. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Verletzung der im § 214 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1-3 des BauGB bezeichneten Verfahrens- und Formvorschriften, eine unter Berücksichtigung des § 214 Abs. 2 BauGB beachtliche Verletzung der Vorschriften über das Verhältnis des Bebauungsplans und des Flächennutzungsplans oder aber nach § 214 Abs. 3 Satz 2 BauGB beachtlicher Mangel des Abwägungsvorgangs nur beachtlich werden, wenn sie innerhalb eines Jahres seit dieser Bekanntmachung schriftlich gegenüber der Gemeinde geltend gemacht worden sind. Der Sachverhalt, der die Verletzung von Rechtsvorschriften oder den Mangel des Abwägungsvorgangs begründen soll, ist darzulegen. Nach § 4 Abs. 4 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg (GemO) in der Fassung vom 24.07.2000 (GBI. S. 581, ber. S. 698), zuletzt geändert durch Gesetz vom 16.04.2013 (GBl. S. 55), gilt die Bebauungsplanänderung – sofern sie unter Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften der Gemeindeordnung oder von aufgrund der Gemeindeordnung ergangenen Bestimmungen zu Stande gekommen sind – ein Jahr nach der Bekanntmachung als von Anfang an gültig zu Stande gekommen. Dies gilt nicht, wenn 1. die Vorschriften über die Öffentlichkeit der Sitzung, die Genehmigung oder die Bekanntmachung der Satzung verletzt worden sind, 2. der Bürgermeister dem Beschluss nach § 43 Gemeindeordnung wegen GesetzwidrigkeitwidersprochenhatoderwenninnerhalbeinesJahresseitdieserBekanntmachung die Rechtsaufsichtsbehörde den Beschluss beanstandet hat oder die Verletzung der Verfahrens- oder Formvorschrift gegenüber der Gemeinde unter Bezeichnung des Sachverhalts, der die Verletzung begründen soll, schriftlich geltend gemacht worden ist. Offenburg, den 26. September 2014 Martin Holschuh Bürgermeister und Verbandsvorsitzender

Wir bieten Ihnen: • interessante, abwechslungsreiche und entwicklungsfähige Arbeitsfelder • fachliche Einarbeitung und Beratung sowie interne und externe Fortbildung • mehrere Beschäftigungen (mit Aussicht auf Dauerbeschäftigung) nach den Bestimmungen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD); die Stufenzuordnung erfolgt unter Berücksichtigung der bisherigen Berufserfahrung Die Stadt Offenburg setzt sich für die berufliche Gleichstellung ein und begrüßt ausdrücklich die Bewerbung qualifizierter Männer. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Sind Sie interessiert? Dann übersenden Sie bitte bis zum 31. Oktober 2014 Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen an die Stadt Offenburg, Fachbereich Zentrale Dienste/Abteilung Personalservice, Postfach 24 50, 77614 Offenburg. Bitte geben Sie Ihre pädagogischen Schwerpunkte an sowie in welchem Umfang (Voll- und Teilzeit möglich) und ab wann Sie bei uns tätig werden könnten. Weitere Informationen erteilt die Sachgebietsleiterin für Kindertageseinrichtungen, Barbara Klement, unter Telefon 07 81/82-25 88. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Informationen zur Stadt Offenburg: www.offenburg.de.

Was tun mit Herbstlaub? Einige Tipps Laub aus dem Hausgarten kann auf den Abfallanlagen des Ortenaukreises, die Grünabfälle annehmen, kostenlos abgegeben werden. Das gleiche gilt für die Grünabfallsammelstellen der Gemeinden sowie die acht Kompostierungsanlagen im Ortenaukreis, teilt der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landratsamts Ortenaukreis mit. Laub aus dem Hausgar-

ten kann aber auch bei der Anfang November beginnenden Grüngutsammlung zur Abfuhr bereitgestellt werden. Größere Mengen von Laub können darüber hinaus unter Bäumen und Sträuchern als Mulchschicht verteilt werden. Ein Reisighaufen mit viel Laub überdeckt ist praktizierter Naturschutz, denn einige nützliche Tiere können darin überwintern.


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Offenblatt 34 2014  
Offenblatt 34 2014  

Das OFFENBLATT ist das Amtsblatt der Stadt Offenburg. Seit mehr als 20 Jahren informiert die Stadtverwaltung die Bürgerschaft sachlich und t...

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