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DIE GRATISZEITUNG FÜR DAS RIED

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Samstag, 6. April 2024 · KW 14 · 48. Jahrgang

SPARGEL: Offizieller Startschuss für die neue Saison ist erfolgt! / Herausforderungen wachsen / Qualität macht den Unterschied

Erntefrisch vom Acker auf den Teller – und lecker! LAMPERTHEIM – Er war zwar schon bei vielen erntefrisch in aller Munde, aber der offizielle Startschuss für die neue Spargelsaison mit dem „besten Spargel der Welt“, erfolgte am späten Dienstagvormittag bei Gemüsebau Schmidt im Beisein zahlreicher Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie Majestäten, die dem Auftakt Glanz verliehen. Das weiße Gold zählt zu den beliebtesten regionalen Produkten und konnte in diesem Jahr auf-

Unter der Regie von Spargelbauer Schmidt legten die anwesenden Majestäten und politischen Mandatsträger bei der offiziellen Saisoneröffnung gekonnt Hand an. Fotos: Steffen Heumann

bewerbssituation durch Importe aus dem Ausland, hätte sich hierzulande bereits die Anbauflächen für das Edelgemüse reduziert. Folglich müsse der Verbraucher für lokale Erzeugnisse mit höheren Preisen kalkulieren. Aktuell liegt der Kilopreis für Spargel erster Sorte bei rund 18 Euro. Spargelbauer Schmidt verrät, dass sich der Kunde trotz geringerer Erntemenge auf erstklassige Qualität und besten Geschmack

GEBURTSTAGSGALA: Bewegende Zeitreise beim KKM-Jubiläum am Ostermontag im Bürgerhaus mit gemeinsamer Feier

„Wir sind 100 Jahre alt!“ BÜRSTADT – Zur Geburtstagsfeier in Erinnerung an den ersten Auftritt des neu gegründeten Orchesters am Ostermontag des Jahres 1924 durch Kaplan Edmund Mickler hatte der Katholische Kirchenmusikverein (KKM) am 1. April in das Bürgerhaus in Bürstadt eingeladen. Musikalisch leitete Marcel Kilian den Festtag ein. In Anlehnung an den Heesters-Klassiker „Ich werde 100 Jahre alt“ unter musikalischer Begleitung von Tobias Molitor, wurden die Festgäste auf die Zeitreise von der Vergangenheit bis in die Gegenwart eingestimmt. „Auf Einhundert Jahre Musik, Freundschaft und unvergessliche Momente“, wie Vorsitzender Guido Pabst in seiner Laudatio unterstrich. Man dürfe Stolz sein auf das

Erreichte und könne mit Freude in die Zukunft blicken, so Guido Pabst. Für die kommenden Jahre warb er bei den Zuhörern um dieselbe Entschlossenheit, denselben Mut und dieselbe Leidenschaft, wie sie den Verein immer geprägt hätten.

Familien- mit dem Vereinsleben verwoben Neben der Freude über das Jubiläum und den positiven Geist seit Gründung nahm der Vorsitzende aber auch Bezug auf die Herausforderungen, denen der Verein gegenüberstehe. „Nachwuchssorgen sind Realität, die Bindung an den Verein ist immer schwieriger“, erklärte Pabst. Er sei jedoch zuversichtlich,

dass man gemeinsam diese Phase bewältigen werde. Die rund 300 Gäste, darunter eine Vielzahl der Musiker, stellten bei der Geburtstagsgala unter Beweis, wie stark das Familien- mit dem Vereinsleben verwoben ist. Eine enge Verbundenheit und Wertschätzung für den Verein, wie sie auch der Erste Vorsitzende würdigte. „Der Verein ist ein Ort für Zusammenhalt“, erklärte Guido Pabst weiter. Und der KKM werde sich weiterentwickeln und seinen Beitrag zur Gemeinschaft und Kultur der Stadt leisten. Zitat: „Die Katholische Kirchenmusik hat sich zum wichtigen Träger des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens im unserer Stadt entwickelt“ (Bürgermeisterin Barbara Schader) Steffen Heumann

Marcel Kilian stimmte die Gäste musikalisch auf die Geburtstagsgala ein und moderierte die Zeitreise durch die Geschichte des Katholischen Kirchmusikvereines. Foto: Steffen Heumann

freuen darf. In und um Lampertheim sei man für die nächste Generation gut aufgestellt, lobte Willi Billau das Engagement und den Mut der Spargelbauern vor Ort, die sich auch in den nächsten Jahrzehnten mit ganzer Kraft dem intensiven Anbau des Kulturgemüses widmen. Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf pflichtete Billaus Ausführungen bei und verweis auf schwierige Rahmenbedingungen der

Beilagenhinweis

POLIZEI INFORMIERT: Das Fahren unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln gehört zu den wesentlichen Unfallursachen / Sensibilisierung im Hinblick auf die Teilnahme am Straßenverkehr

Achtung bei Cannabiskonsum

Die Entkriminalisierung von Cannabis durch das neue Gesetz steht im Widerspruch zur unproblematischen Teilnahme am Straßenverkehr unter dem Einfluss von THC. Foto: Pixabay/Kinodel

SÜDHESSEN – Seit 1. April ist das neue Cannabisgesetz in Kraft getreten, welches Cannabis im Betäubungsmittelgesetz von der Liste der verbotenen Substanzen streicht und Anbau, Besitz sowie die Abgabe unter bestimmten Voraussetzungen legalisiert. Die Entkriminalisierung von Cannabis bedeutet jedoch nicht, dass damit die Teilnahme am Straßenverkehr unter dem Einfluss von THC unproblematisch wird. Die aktuellen rechtlichen Konsequenzen haben weiterhin Bestand. Cannabis stellt, ebenso wie Alkohol, ein Rauschmittel dar, welches die Sinne trübt und die Reaktionsfähigkeit beeinflusst. Für das Führen von Fahrzeugen ist durch die Grenzwertkommission und Rechtsprechung aktuell ein Grenzwert von 1,0 Nanogramm THC pro Milliliter Blutserum festgelegt. Wird dieser

Wert überschritten und im Körper nachgewiesen, was noch mehrere Tage nach Genuss möglich ist, drohen – selbst wenn die Fahrt nur als Ordnungswidrigkeit eingestuft wird – eine Geldbuße, ein Punkteeintrag sowie die Verhängung eines Fahrverbotes. Im Falle eines Verkehrsunfalls ist zudem eine zivilrechtliche Regressnahme zu erwarten.

Verkehrstauglichkeit nach dem Konsum von Cannabis schwer einzuschätzen Die polizeilichen Feststellungen bei folgenlosen Fahrten unter Einfluss von Betäubungsmitteln in der Vergangenheit zeigen, dass die Konsumentinnen und Konsumenten die Gefahren einer solchen Verkehrsteilnahme häufig nicht hinreichend im Blick haben. Fortsetzung auf Seite 2

GmbH

Klartext sprach Dr. Willi Billau im Rahmen der Spargelsaisoneröffnung. Der Vorsitzende des Regionalbauernverbandes verwies auf die zunehmenden Herausforderungen, denen sich die Spargelbauern stellen müssen.

grund der milden Witterung bereits sehr früh geerntet werden. Ganz nach dem Geschmack der Spargelliebhaber. Die Vorfreude auf stangenweißen Hochgenuss wird in dieser Saison allerdings getrübt. Die Betriebe hätten mit höheren Arbeits- und Betriebskosten zu kämpfen, erläuterte der Vorsitzende des Regionalbauernverbandes, Dr. Willi Billau. Als eine Reaktion auf die verschärfte Wett-

Landwirte, die sich täglich für eine große Vielfalt an Produkten ins Zeug legen, aber dem Klimawandel und den Flächendruck zu Gunsten regenerativer Energie Rechnung tragen müssten. „Gemeinsam sind wir stark“, argumentierte Bürgermeisterin Barbara Schader aus Bürstadt mit Blick auf die genannten Herausforderungen. Denen stelle man sich in der Region voller Überzeugung und aus Tradition. Letztlich sei es die Qualität, die den Ausschlag gebe, betonte Schader. Gottfried Störmer brachte es als Botschafter für das leckere Gemüse und als Bürgermeister seiner Stadt auf den Punkt: „Lampertheimer Spargel ist der beste Spargel der Welt!“ Woran das liegt, weiß der Experte: Bedingt durch die Auswahl der Böden habe dieser einen unverkennbaren und aromatischen Geschmack, so Direktvermarkter Karl-Heinz Schmidt. Der bietet sein königliches Gemüse vom 10. April bis zum 15. Juni, jeweils von Mittwoch bis Sonntag, wieder traditionell auch im Spargelverkaufshäuschen auf dem kleinen Schillerplatz an. Und noch ein Termin wirft seine Schatten voraus. Am 28. April laden Bürstadt und Lampertheim zur mittlerweile 10. Auflage der gemeinsamen Spargelwanderung ein. Steffen Heumann

www.juwelier-bisch.de


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