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Samstag, 22. Februar 2025 · KW 08 · 49. Jahrgang
NACHHALTIGE ENTWICKLUNG: Sozialministerin informiert über Planungen im Bereich „Frühkindliche Bildung“ / Erfolgsmodell Familienzentrum / Erster Stadtrat setzt auf Förderung und bessere Finanzausstattung
„Bund, Länder und Kommune – es geht nur Hand in Hand“ eine generelle Attraktivitätssteigerung von Erziehungsberufen und selbstredend eine bessere Finanzausstattung der Kommune durch Land und Bund. Bundestagskandidat Sven Wingerter verbreitete Hoffnung. Bis 2026 stünden zwei Milliarden Euro aus dem Kita-Gesetz der Bundesregierung bereit, um Kommunen und Träger effizienter zu unterstützen. „Wir investieren gerne in Köpfe und Bildung“, fügte Wingerter an.
Erfolgsmodell Familienzentrum
Erfahrungen an der Basis orientieren möchte. Maßnahmen, die auch Marius Schmidt befürwortet, da eine andere Konzeption sinnvoll sei, um den Tätigkeitsbereich in der Erziehung auch für Quereinsteiger zu öffnen. Der Erste Stadtrat setzt auf jede Unterstützung im Bereich Erziehung, um dem Personalbedarf und damit auch dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gerecht zu werden. Parallel hierzu hofft Schmidt auf die Planungssicherheit durch Fördermittel,
FRÜHJAHRSMARKT IN BÜRSTADT: Schon über 50 Anmeldungen für den 6. April bei Wirtschaftsförderer Tim Lux eingegangen / Vereine melden sich für das Rahmenprogramm
um das jährliche Defizit im Haushalt in Höhe von rund 9 Millionen Euro abzufedern. Denn im Grunde habe die Stadt ihre Hausaufgaben gemacht, so Schmidt, „und wirtschafte effizient“. Dass das Kita-Projekt „Oberlache“ gekippt worden sei, erachtet Schmidt als bedauerlich. Ebenso wie den Mangel an Kita-Plätzen für rund 35 Familien in Hofheim. Entlastung sieht der Erste Stadtrat in den Planungen für einen Ersatzneubau der Kita Mariä Verkündigung oder die
Schaffung von neuen Kita-Plätzen in Hüttenfeld. Perspektivisch sei auch das Vorhaben einer sogenannten „Bauernhof-Kita“ in Verbindung mit einem Seniorenwohnheim zu nennen. Um flexible Öffnungszeiten zu ermöglichen, stünden im Bereich der frühkindlichen Förderung 183 städtische Mitarbeiter zur Verfügung. Freie Stellen gäbe es zwar, aber unter 10, ergänzte Marius Schmidt. Impulsgeber, die in diesem Bereich für eine spürbare Entlastung sorgen können, sei zudem
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Von links: Erster Stadtrat Marius Schmidt, Leitung Familienzentrum Lampertheim Sabrina Mohr, Sozialministerin Heike Hofmann und Bundestagskandidat Sven Wingerter beim Erfahrungsaustausch in Lampertheim. Foto: Steffen Heumann
„Wir brauchen starke Familien“, unterstrich Heike Hofmann die Notwendigkeit, Einrichtungen wie das Familienzentrum Bensheim am Standort in Lampertheim durch finanzielle Zuwendungen wie konzeptionell zu unterstützen. Hofmann nutzte daher die Gelegenheit sich vor Ort über den Tätigkeitsbereich zu informieren. Ihre Bilanz: „Ein Erfolgsmodell“. Sabrina Mohr, Leiterin in der Dieselstraße, verwies auf die zahlreichen offenen Angebote. Ob Hebammensprechstunde, der Spiele- oder Alleinerziehenden-Treff bis zum „Freitagscafé“ oder dem „Drop In“, bei dem sich Eltern und Kinder bis drei Jahre unter pädagogischer Betreuung kennenlernen.
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LAMPERTHEIM – Bei ihrem Besuch im Familienzentrum Lampertheim in Begleitung von Bundestagskandidat Sven Wingerter und dem Ersten Stadtrat Marius Schmidt hatte Sozialministerin Heike Hofmann (SPD) am Dienstag grundsätzlich positive Nachrichten aus der Landeshauptstadt zu verkünden. Förderprogramme mit denen das Land die Kommunen bislang im Bereich „Frühkindliche Bildung“ unterstützt hat, sollen fortgeführt werden. Darüber hinaus verwies Ministerin Hofmann auf anstehende Gespräche in Regierungsund Fachkreisen. Ziel sei es Anpassungen in der Gesetzgebung vorzunehmen, die sich an der Praxis orientieren und die Vergabe von Fördermitteln vereinfachen. „Bund, Länder und Kommune – es geht nur Hand in Hand“, betonte Heike Hofmann. Im Wesentlichen wird in 1.000 PivA-Kräfte für eine Praxisintegrierte vergütete Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin/ Erzieher investiert. 14 Millionen Euro fließen zudem in die Schaffung von 800 Plätzen für Kita-Assistenzen, die pädagogische Fachkräfte im Alltag unterstützen. Nicht zuletzt soll auch der „Fachkraft-Schlüssel“ in Erziehungseinrichtungen moderat angepasst werden, „aber nicht ohne die Qualität aus dem Blick zu verlieren“, so die Sozialministerin, die sich dabei an den
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FDP: Mehr Einsparungen und Einnahmen sollen Lampertheimer Haushalts-Defizit ausgleichen / Vereine sensibel behandeln
Haushaltsanträge der Liberalen „Hallo Frühling!“ mit Schockpotenzial
BÜRSTADT – Die Aussichten sind gut – bald ist Frühling und damit ist der Bürstädter Frühjahrsmarkt nicht mehr weit: Der Rummel mit Buden, Karussells und gastronomischen Angeboten auf dem Marktplatz lockt bereits ab Samstag, 5. April nachmittags zum vergnüglichen Aufenthalt. Der verkaufsoffene Sonntag am 6. April lädt ein zum Erlebniseinkauf mit vielen Aktionen und Attraktionen. Auf dem Marktplatz wird Sonnenbotschafterin Charlotte I. mit dem traditionellen Fassanstich den 28. Frühjahrsmarkt offiziell eröffnen, die Vereine und Gruppen werden auf dem Marktplatz ein unterhaltsames Rahmenprogramm bieten. Angemeldet haben sich bei Tim Lux bereits mehrere
Vereine für Vorführungen wie die Sackschdoahogger, der Bürstädter Fastnachtsclub, der Heimat- und Carnevalverein, der SKK 50, TV und TSG. Der Musikzug der Feuerwehr wird den musikalischen Schwung beisteuern. Da am Samstagabend in der TSG-Halle die „90er Party“ gefeiert wird, gibt es diesmal kein Abendprogramm auf dem Marktplatz. Bei der gut besuchten ersten Ausstellerversammlung am Dienstagabend im „Ratskeller“ stellte Tim Lux den aktuellen Stand der Planung vor, für einen genauen Ablaufplan ist es noch zu früh und die finale Standplanung erfolgt ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt. Fortsetzung auf Seite 2
machte. Am gestrigen Freitag wurde in der Stadtverordnetenversammlung im Stadthaus der Haushalt 2025 beraten und voraussichtlich beschlossen. Sofern auch die Vorschläge der FDP zur Diskussion standen, berichtet der TIP nach. Ein Fehlbetrag von 4,2 Millionen Euro steht im HaushaltsplanEntwurf und zur Debatte. Allerdings schließen die FDP-Vorschläge mit Einsparungen von 1,6 Millionen Euro die Lücke nicht vollständig, wie die beiden Freidemokraten betonten, ohne maßvolle Erhöhung der Grundsteuer B werde es nicht gehen. Die fehlenden 2,6 Millionen Euro könnten durch die Anhebung der Grundsteuer B von 580 auf 680 Punkte eingenommen werden. Das Dilemma fasste Dielmann in einigen Sätzen zusammen: Die nicht steuerbaren Ausgaben steigen wie durch die Erhöhung
Mehr sparen und mehr einnehmen ist die Devise der FDP in Lampertheim, um die städtische Finanzlage zu verbessern. Allerdings dürften die Anträge einiges an kontroversen Debatten auslösen. Foto: Pixabay.com
der Kreis- und Schulumlage, dazu kommen höhere Personalkosten durch Tariferhöhungen. Personalkosten machten mit 30 Millionen Euro bei 408 Stellen in der Verwaltung ein Drittel des Haushaltsvolumens aus, die 17 weiteren im Haushaltsplan will die FDP nicht mittragen. Freiwillige Leistungen an Vereine und Kosten für Spargelwanderung und Spargelfest stehen auf dem Prüfstand. Jedoch sollen Einsparungen und Einnahmen verkraftbar und zugleich wirksam sein, betonte Diehlmann. Den Fachbereichund Fachdienstleitern der Verwaltung dankten die beiden FDPPolitiker für ihre Bereitschaft das Zahlenwerk zu erklären. Die FDP stellt die folgenden Vorschläge bei der Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung und hofft auf Unterstützung durch die anderen Fraktionen: Begrenzt werden soll der Stellenaufbau, nicht aber bei den Kitas und den hauptamtlichen Feuerwehr-Gerätewarten. Frei werdende Stellen werden nicht wiederbesetzt. Durch Energieeinsparung in den Verwaltungsgebäuden sollen 300.000 Euro eingespart werden. Gedacht ist an den Austausch defekter Heizungsventile und die Schulung der Mitarbeiter. Sportlerehrung und Kulturpreis sollen in diesem Jahr ausgesetzt werden, die Verleihung des Alfred-Delp-Preises wird spätestens ab 2026 auf zweijährigen Turnus umgestellt. Fortsetzung auf Seite 2
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In der Nibelungenstraße gibt es beim Frühjahrsmarkt am 6. April viel zu entdecken. Archivfoto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Die FDPFraktion hat sich mit dem Haushaltsplan-Entwurf für das Jahr 2025 intensiv beschäftigt und sechs Anträge auf den Weg gebracht, die den städtischen Finanzen auf die Sprünge helfen sollen. Mehr sparen und mehr einnehmen ist die Devise, gleichwohl sieht sich die FDP-Fraktion als Bewahrer. Diese Haushaltsanträge und vier weitere Anträge sind öffentlich auf der Homepage der Stadt Lampertheim einsehbar. Beim Pressegespräch erläuterten der FDP-Fraktionsvorsitzende Gernot Diehlmann und Stellvertreter Thomas Bittner Beweggründe und Ziele ihrer Fraktion für die vorgeschlagenen Maßnahmen. Die Haushaltslage ist schwierig, Lampertheim muss sparen, wie auch Bürgermeister Gottfried Störmer bei seiner Haushaltseinbringung im Dezember deutlich