Die Gratis-Zeitung für das Nibelungenland
Samstag, 29. April 2023, 17. Woche, 39. Jahrgang, Auflage 59.360
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INITIATIVE KILMASCHUTZ MITTELHAHNTAL: Unterschriftensammlung gegen das geplante Gewerbegebiet Mittelhahntal gestartet Ute Kappes Alzeyer Straße 60 67549 Worms
„Herausragende Bedeutung für Frischluftversorgung“
Änderung zurücknehmen Der Einwohnerantrag fordert, dass die Stadt Worms den Beschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes wieder zurücknimmt. „Unsere Gespräche
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Durch eine Unterschriftenaktion soll das geplante Gewerbegebiet Mittelhahntal verhindert werden.
zeigen: Viele Bürgerinnen und Bürger wissen nicht, was hier geplant ist. Wir wollen auf das Thema aufmerksam machen, möglichst viele Unterschriften sammeln und daraus ein Wahlkampfthema machen. Dann können die Bürgerinnen und Bürger die Parteien daran messen, was sie zum Schutz der Umwelt und des Klimas beitra-
gen“, erläutert Michael Leukam, Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe und einer der Sprecher der Initiative. Unterschriftenlisten gibt es auf der Webseite (www.klimaschutz-mittelhahntal .de) und liegen in Worms in folgenden Geschäften aus: Imprint (Alzeyer Straße 65d), Optik Stahr (Stephansgasse 22) und Apotheke am Wasserturm (Alzeyer Stra-
STADTRAT: Wormser AfD-Fraktion beantragt „Keine Deals mit Klimaklebern“ Rat zu überbordender Debatte verleitet
Archivfoto: Robert Lehr
ße 60). Die Initiative erwartet eine ähnlich starke Bürgerbewegung wie beim ehemals geplanten Gewerbegebiet Hoher Stein. Damals habe der starke Bürgerprotest die Politik zum Einlenken gezwungen – das Gewerbegebiet wurde nicht gebaut. Das Mittelhahntal habe eine herausragende Bedeutung für die Frischluftversorgung der In-
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Die Stadt Worms möchte laut einer Pressemitteilung der „Initiative Kilmaschutz Mittelhahntal“ vom Freitag im Mittelhahntal ein bis zu 40 Hektar (400.000 m²) großes Gewerbegebiet in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt errichten. Dies möchte die „Initiative Klimaschutz Mittelhahntal“ verhindern. Das Gebiet liegt zwischen Kirschgartenweg, Renolit, B47 und Kolpingstraße (Autobahnzubringer) im Südwesten der Wormser Innenstadt. Flyer, Transparente, Aufkleber, Plakate und eine Webseite seien bereits erstellt worden und erste Führungen über das Gelände veranstaltet. Jetzt geht die Aktion laut der Initiative in die nächste Runde. Eine Unterschriftenaktion für einen Einwohnerantrag startete am 25. April.
(neben Aral-Tankstelle)
nenstadt. Dieses sei sowohl im Landschaftsplan als auch im Klimakonzept Innenentwicklung der Stadt dokumentiert. Im Klimakonzept sei das Gebiet als wichtiges Kaltluftentstehungsgebiet und als wichtige Frischluftschneise ausgewiesen, die von Bebauung freizuhalten ist. Bitte lesen Sie weiter auf Seite 2
SCHÜLERBEFÖRDERUNG: Wormser Ratsmehrheit folgt SPD-Antrag / Dezernent begrüßt Ratsbeschluss
„Stadt lässt sich nicht nötigen“ Deutschlandticket soll Maxx-Ticket ablösen
Der Wormser AfD-Fraktionsvorsitzende hat keinerlei Verständnis für die Reaktion von Städten wie zum Beispiel Hannover, Tübingen und Marburg, die sich ihm zufolge haben erpressen lassen. „Diese Städte haben öffentlich die Forderun-
Aktionen der „Letzten Generation“ erfordern unter Autofahrern Geduld. Foto: Jakob Schäfer/www.letztegeneration.de
gen der Klimakleber unterstützt und als Gegenleistung zugesichert bekommen, von Aktionen verschont zu bleiben“, so Sauerborn. „Generell sollten sich in einem Rechtss-
taat gewählte Volksvertreter und Verwaltungen nicht erpressen lassen“, begründete er den Antrag seiner Fraktion.
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Stellvertretend für den entschuldigten Bildungsdezernenten Waldemar Herder erklärte Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst, dass der Schulträger – also die Stadt Worms – die Schülerbeförderung gewährleisten und hierbei auf das wirtschaftlichste Angebot zurückgreifen müsse. „Frankenthal und Speyer haben sich bereits per Ratsbeschluss für das Deutschlandticket ausgesprochen“, ordnete Horst den Antrag ein.
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richtig. „Der VRN hat sich schon auf den Weg gemacht, das Thema umzusetzen. Das Verfahren ist allerdings sehr kompliziert“, berichtete Schreiber über das mit heißer Nadel gestrickte Deutschlandticket. Bevor in die Umsetzung gegangen werde, bat Schreiber, das Gespräch mit VRN und Land bezüglich etwaiger Fallstricke zu suchen.
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Worms soll „Haltung zeigen“
Von Florian Helfert › Mit einem SPD-Antrag im Stadtrat ist die Verwaltung am Mittwoch beauftragt worden, das Deutschlandticket für alle Schüler mit Anspruch auf Übernahme von Schülerfahrkosten ab dem kommenden Schuljahr zu beschaffen. Vorausgesetzt, der Wechsel vom bisherigen Maxx-Ticket auf das günstigere Deutschlandticket ist „förderunschädlich“ – sprich: sich das Land RheinlandPfalz genauso wie beim MaxxTicket weiterhin anteilig an den Kosten der Stadt Worms für die Schülerbeförderung beteiligt. „Andere Städte haben sich auch schon mit dem Deutschlandticket und der Ablösung des Maxx-Tickets für die Schülerbeförderung beschäftigt“, erläuterte SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Beyer. Als Vorteile hob er geringere Kosten sowie die Möglichkeit für betroffene Schüler, das neue Ticket bundesweit nutzen zu können. Die Idee und das Ziel wertete Marco Schreiber für die CDU im Stadtrat als gut und vollkommen
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Von Florian Helfert › „Immer mehr Verärgerung in der Bevölkerung verursachen sogenannte Klimaaktivisten der ‚Letzten Generation‘. Sie kleben sich auf der Straße fest, um möglichst große Verkehrsbehinderungen zu erzeugen“, heißt es in einer von der AfDFraktion im Wormser Stadtrat beantragten Resolution „Keine Deals mit Klimaklebern“. Anlass des von Ludger Sauerborn vorgebrachten Vorstoßes war ein Infoabend der „Letzten Generation“ Ende März in der Lutherstadt. Die AfD vermutet, dass auch Worms ins Visier der „Klimakleber“ genommen werden könnte.
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