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Die Welt der Effektiven Mikroorganismen | Juni 2020

Nr. 35 |

CHANCE

Vielfältig

Natur im Garten macht Freude, ist ökologisch wertvoll und beginnt Schritt für Schritt schon vor der eigenen Haustür. Mit leicht machbaren Maßnahmen muss man nicht gleich alles auf einmal umkrempeln. Das gilt auch für die kommunale Grünraumpflege und den Erwerbsgartenbau. Zunehmend geschätzt wird Natur im Garten da wie dort. Seite 6

Naturnah

Immer mehr Gemeinden und Städte engagieren sich für die naturnahe Grünraumpflege und sind damit Vorbild. So auch Luzern, die erste zertifizierte „Grünstadt Schweiz“. Die städtische Gärtnerei pflegt die Parks, Spielplätze und Blumenarrangements mit natürlichen Maßnahmen. Die Bevölkerung schätzt das sehr. Seite 20

Regional

Am Ballerhof in Altenberg bei Linz gibt es täglich frische Milchprodukte. Butter, Milch, Käse und Joghurt direkt ab Hof zu kaufen, ist bei den Menschen immer beliebter. Die Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln steigt und für bäuerliche Familienbetriebe ist die Direktvermarktung ein starkes Standbein. Seite 24


MULTIKRAFT INTERN

Natur im Garten

Multikraft ist Premium-Partner

Schön, wenn sich zwei finden, die auf gleicher Wellenlänge sind. Dann ist der gemeinsame Weg naheliegend. Wir freuen uns, dass Multikraft seit 2020 der allererste Premium-Partner von „Natur im Garten“ ist. Gärtnern mit der Natur Die Bewegung „Natur im Garten“ wurde bereits 1999 vom damaligen niederösterreichischen Umweltlandesrat Wolfgang Sobotka ins Leben gerufen. Die Vielfalt im Garten steht im Mittelpunkt. Zur Grundidee gehören die Kernkriterien: Gärtnern ohne Pestizide, ohne chemischsynthetische Dünger und ohne Torf, sowie die Gestaltung mit heimischen und ökologisch wertvollen Pflanzen. Mittlerweile sind mehr als 16.000 naturnahe Gärten Teil der Idee. Ihnen wurde die Plakette „Natur im Garten“ verliehen. Der Großteil der niederösterreichischen Gemeinden arbeiten mit biologischem Pflanzenschutz nach den vorgegebenen Kriterien. Mittlerweile ist eine Gartenbewegung für naturnahes und ökologisches Gärtnern entstanden, die sich auf weitere Bundesländer ausgedehnt hat. Bis Ende 2020 werden alle Bundesländer Österreichs mit dabei sein und auch in Deutschland ist „Natur im Garten“ bereits vertreten.

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„Natur im Garten“ bietet

. ein großes Netzwerk, das Bewusstsein für naturnahes Gärtnern vermittelt . mit dem „Natur im Garten“-Telefon eine Anlaufstelle für Gartenfragen . Vorträge, Workshops und ein umfangreiches Bildungsangebot u. v. m. Premium-Partner Multikraft steht für naturnahes und ökologisches Gärtnern. Folgende Produkte sind mit dem Gütesiegel „Natur im Garten“ ausgezeichnet und unter www.naturimgarten.at gelistet: . EM Aktiv . MK 5 . Terrafert Blatt . Terrafert Boden . Brennnessel Extrakt Konzentrat . Schachtelhalm Extrakt Konzentrat . EM Keramikpulver . Bokashi getrocknet . ZeoBas . Bio-Schwarzerde für Hochbeet und Gemüse


VORWORT

Äußere Krisen bedeuten die große Chance, sich zu besinnen. – VIKTOR EMIL FRANKL –

Fotos: Multikraft, Werner Dedl, Cover: oxygen/Moment/Getty Images

Manchmal wünschen wir uns Veränderung und manchmal fordern uns Krisen auf, neue Chancen zu ergreifen. Neues erscheint zuerst einmal unvertraut, beängstigend. Damit Veränderung gut gelingt, ist es am besten, wenn wir sie schonend mit Herz und Hirn angehen. Umstellung verlangt Geduld und Augenmaß, auch Vertrauen und Gelassenheit. Im Kleinen bei eigenen Gewohnheiten genauso wie im Großen, zum Beispiel bei der Umstellung auf naturnahe Bewirtschaftung. Multikraft ist seit 2020 Premium-Partner von „Natur im Garten“ und es ist erfreulich zu sehen, wie viele Hausgärten bereits naturnah arbeiten. Naturnahes Gärtnern vor der eigenen Haustür nimmt genauso zu wie im städtischen Grünraummanagement und im Erwerbsgartenbau. Ab Seite 6 berichten die Initiative „Natur im Garten“, die Stadtgärtnerei Lienz in Tirol und Gartenbauberater Klaus Bongartz aus Deutschland über die schrittweise Umstellung und vielen Vorteile naturnahen Gärtnerns. Im Gespräch ab Seite 10 erzählt Klaus Bongartz darüber hinaus über Chancen naturnaher Produktion im Erwerbsgartenbau. Der Augsburger Gartenbaubetrieb Koch-Hagenbusch (Seite 18–19) berichtet vom fulminanten Lauf der Gemüsekiste und die Stadtgärtnerei Luzern in der Schweiz (Seite 20–21) von einer Silbermedaille für naturnahe Erholungsräume. Welch riesige Lernchance ein Schulgarten für Kinder bietet, sehen wir wunderschön im oberösterreichischen Gallspach (Seite 12–13). Neue Formen der Landwirtschaft und des Gartenbaus bieten ganz viele Chancen und Vorteile. Es liegt auf der Hand, dass naturnahe Bewirtschaftung mit dem heutigen Wissen und mit modernen

Methoden ein wichtiger Beitrag für die Verbesserung von Böden und Klima ist. Sie trägt zu höherer Qualität von Feldfrüchten und Fleisch bei. Schließlich schauen wir damit auf die Gesundheit und Zufriedenheit des Menschen. Von Kundinnen und Kunden wird eine solche Neuausrichtung vermehrt geschätzt. Das sieht auch Markus Kaiser, der sich für die Biozertifizierung seines Ackerbaubetriebes in Stockerau entschieden hat (Seite 22–23). Landwirtschaftliche Familienbetriebe erhalten als Produzenten regionaler Lebensmittel wieder mehr gesellschaftliche Anerkennung. Wert und Wertschätzung regionaler bäuerlicher Produkte nehmen zu, wie der Ballerhof in Oberöterreich und seine immer populärer werdende Direktvermarktung zeigen (Seite 24–25). Ökologische Bewirtschaftung ist ein wesentlicher Beitrag zu den immer dringlicher werdenden Maßnahmen des Klima- und Bodenschutzes. Sei es Corona oder Klima – Krisen als Chance zu sehen, öffnet den Blick für Potenziale. Vielleicht ist es also gar nicht so gut, dass alles wieder so wird wie vorher. Wir haben jetzt die Chance, verschiedene Aspekte zu überprüfen und neu auszurichten, um große Herausforderungen zu meistern. In Investitionen für nachhaltige Lösungen finden sich bedeutende Chancen für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und regionaler Wertschöpfung. Klima- und Bodenschutz als Potenzial und nicht als zusätzliche Belastung gedacht, kann bislang ungeahnte wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnen. Die Umstellung auf naturnahe Arbeitsweisen zeigt das schon in vielen Bereichen. Viel Freude beim Lesen und bleiben Sie gesund!

Ulrike Hader, Herausgeberin

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Nr. 35

CHANCE 02__ MULTIKRAFT INTERN // Natur im Garten 03__ VORWORT // Ulrike Hader: „Manchmal wünschen wir uns

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Klaus Bongartz im Gespräch „Florierende Chancen“

Natur im Garten Mehr Natur in Gärten, Grünräumen und im Profigartenbau

20__ZIERPFLANZENBAU // Vorreiterrolle – Nachhaltiges Stadtgrün in Luzern

Veränderung und manchmal fordern uns Krisen auf, neue Chancen zu ergreifen.“

22__ACKERBAU // Chancen für die Zukunft – Umstellung auf biologisch zertifizierte Landwirtschaft

05__ EM-GEMEINSCHAFT // Chance – Raum zum Gestalten

24__TIERHALTUNG // Starkes Standbein – Direktvermarktung

06__ COVERSTORY CHANCE // Natur im Garten – Mehr

Natur in Gärten, kommunalen Grünräumen und im Profigartenbau

10__ IM GESPRÄCH // Florierende Chancen

von Milch, Butter, Käse, Joghurt

26__WOHLBEFINDEN BIOEMSAN // Eine Portion Wohlbefinden für jeden Tag

Im Gespräch mit Klaus Bongartz

28__MANJU // Manju im Einsatz für die Darmgesundheit

12__ HAUS & GARTEN // Zukunft gestalten – Lernchance Schulgarten

29__MEHR WISSEN // Literaturempfehlungen //

14__ PFLANZENWELT // Anne Lorch und Susanne Schütz Viele kleine Chancen machen große

30__KLEINE HELFER // Gesunde Nascherei

16__ MONDKALENDER // Tipps und Tricks für den Sommer

Effektive Mikroorganismen // Rezept zum Nachkochen

2020

18__GARTENBAU // Gemüsekiste in 1A-Qualität – Online-

Altes Wissen – Neues Wissen: Hecken, Sträucher und Mischkultur

32__TIPPS & TRICKS // Fragen und Antworten rund um 34__INFOS & TERMINE // Veranstaltungen

Bestellung – der große Renner

Impressum

HERAUSGEBER: Mag. Ulrike Hader, MEDIENINHABER: Multikraft Produktions- und HandelsgmbH, Sulzbach 17, 4632 Pichl/Wels, Austria, Tel. +43 7247 50 250-100, info@multikraft.at, www.multikraft.com, KONTAKT & CHEFREDAKTION: Christina Waldenberger, BA REDAKTEURIN: Mag. Katja Haller, LAYOUT: Anita Födinger-Meindl, Anna Achleitner, AUTOREN DIESER AUSGABE: Anne Lorch, Prof. Dr. Monika Krüger, Prof. Dr. Manfred Hoffmann, LEKTORAT: Mag. Ewald Schreiber, DRUCK: gugler print*, VERLAGSORT: Melk a. d. Donau

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Gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Österreichischen Umweltzeichens, UWZ-Nr. 609: www.gugler.at

Gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Ö Umweltzeichens. gugler*print, Melk, UWZ-Nr. 609, w


EM-GEMEINSCHAFT

Chance – Raum zum Gestalten

Fotos: Multikraft, EM-Gemeinschaft, Shutterstock, Ballerhof (Eric Wögerbauer), Die Kräuterdrogerie, Koch-Hagenbusch, Stadtgärtnerei Lienz, Klaus Bongartz

Zwei Monate stand das Leben in Venedig still. Eine Chance für die Natur: Der Meeresboden und sogar Fische sind wieder zu sehen.

Als wir uns am 7. März zu unserer Jahreshauptversammlung getroffen haben, wussten wir noch nicht, dass eine Woche später unser Treffen nicht mehr zustande kommen würde. Ich möchte dem großen Zeitgeschehen danken, dass wir diese Chance bekommen haben. Es war ein Treffen besonderer Art und wir haben es alle sehr genossen. Es war fast familiär, entspannt, eine Teilnehmerin sagte: „irgendwie leicht“. Einige Kinder waren mit dabei, sie haben das Geschehen nicht gestört, sondern bereichert. Es mag sein, dass fachlich nicht sehr viele neue Informationen kamen. Aber ehrlich – es war auch nicht das vordergründige Ziel. Stattdessen wollten wir zeigen, dass man nicht mehr wissen muss, als man jetzt schon weiß, worauf es ankommt, ist, dass man es macht. Durch Reden allein funktioniert nichts. Wir müssen es machen. Und was passiert, wenn wir es machen, zeigten die Erfahrungsberichte.

Es war so was wie ein Ernte-Tag. Danke dafür! Es wird eine Zeit vergehen, bis diese Zeilen gedruckt zu den Lesern kommen. Heute heißt es: „Das Leben in Österreich ist auf ein Minimum runtergefahren.“ Es ist egal, welcher Grund stark genug war, um uns hierzu zu bewegen. Eigentlich hätten wir Gründe genug gehabt: Umweltschutz, Lebensqualität, Rücksicht aufeinander … Eigentlich. Irgendwann fahren wir das Leben wieder „hoch“. Ich wünsche uns, dass wir auf die Dinge vergessen, die uns ohnehin nicht so wichtig waren. Dass wir das Leben bekommen, von dem wir reden. Dass wir es nun machen. Es ist die Chance, der Raum zum Gestalten wäre nun da. Heute Abend in den TV-Nachrichten haben sie das Meereswasser von Venedig gezeigt. Es ist momentan ganz klar, man sah den Meeresboden und sogar Fische. Es ist die Chance! Tatiana Armbruster, Obfrau EM-Gemeinschaft, am 18.3.2020

Eindrücke von der Jahreshauptversammlung der EM-Gemeinschaft am 7. März 2020

Werden Sie Mitglied der EM-Gemeinschaft Österreich! Informieren Sie sich auf der Webseit www.em-gemeinschaft.at und bestellen Sie das EM-Jahrbuch! Suchen Sie auf dem Online-Marktplatz nach Produkten und Dienstleistungen der EM-Anwender. Wir freuen uns auf Sie!

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COVERSTORY CHANCE

NATUR IM GARTEN Mehr Natur in Gärten, kommunalen Grünräumen und im Profigartenbau

All die schönen Blumen, Sträucher und Bäume. Wunderbar duftende Kräuter, farbenfrohes Obst und Gemüse. Ein Stück Natur in der Nähe tut einfach gut. Glücklich schätzen wir uns mit Balkon oder Garten zum Werkeln, Ernten und Genießen oder Parks zum Verweilen, Joggen und Flanieren. Pflegen wir unsere Grünräume naturnah, tun sich viele Chancen auf – in Hobbygärten genauso wie in der städtischen Grünraumpflege und im Profigartenbau. Durch einfache Maßnahmen hat jeder Garten die Chance, zu einem wertvollen Stück Natur zu werden. Dabei muss man nicht von heute auf morgen gleich alles auf einmal umkrempeln. Konsequente Maßnahmen, die nach und nach ausgedehnt werden, ebnen Schritt für Schritt den Weg der Umstellung. Das ist eine probate Haltung, um die Veränderungen gut zu meistern.

„Natur im Garten“ als Chance

Es beginnt schon vor der eigenen Haustür mit kleinen, leicht machbaren Schritten. So empfiehlt es „Natur im Garten“, die vom Land Niederösterreich getragene Bewegung zur Ökologisierung von Gärten und Grünräumen. Schon an die 16.000 Gärten sind entsprechend den Empfehlungen von „Natur im Garten“ naturnah und das Interesse an der Umstellung wächst weiter. „Allen HobbygärtnerInnen sei folgender Rat ans Herz gelegt: Wichtig ist, die Kernkriterien von ,Natur im Garten‘ einzuhalten – kein Torf, keine synthetischen Pflanzenschutzund Düngemittel. Sukzessive können dann wichtige Naturgartenelemente wie Blühstaudenbeete, Blühhecken, der ein oder andere

Obstbaum oder eine Blumenwieseninsel ergänzt werden.“ Naturnahe Gartengestaltung kann leicht umgesetzt werden und es macht Sinn, auf pflegeleichte, kostensparende Alternativen umzusteigen. „Monotone Rasenflächen, immergrüne Koniferen prägen vielfach das Erscheinungsbild und bieten Insekten keine wirkliche Lebensgrundlage. Heimische Wildstrauchhecken sind vielfältige Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere. Blumenwiesen und Kräuterrasen sind optisch ansprechend, ökologisch äußerst wertvoll und benötigen nicht viel Zuwendung.“

Zauberwort Pflanzenstärkung

„Blütenreichtum das ganze Jahr über lockt bunte Insekten an. Das ist in der heutigen Zeit der tagtäglichen Bodenversiegelung enorm wichtig.“

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Bei der Arbeit in natürlichen Kreisläufen ist auch ein wenig Geduld gefragt, denn gut Ding braucht Weile. „Kompost ist die Grundlage des Naturgartens. Er versorgt Pflanzen mit allen wichtigen Nährstoffen und belebt den Boden mit Mikroorganismen. Symbiontische Mikroorganismen stärken auch das Immunsystem der Pflanzen. Vorbeugung mit pflanzenstärkenden Mitteln heißt das Zauberwort. Gestärkte Pflanzen können mit Schädlingen und Krankheiten leichter zurechtkommen. Spritzungen mit umweltbedenklichen Pestiziden sind dann nicht notwendig.“ Weiters ist der Garten ein guter Lehrmeister für Gelassenheit. Das weiß man auch bei „Natur im Garten“: „Mitanzusehen, wie die geliebten Pflänzchen von Blattläusen befallen werden, und nicht gleich zu Insektiziden zu greifen, muss erst gelernt werden. NaturgärtnerInnen bleiben in solchen Situationen gelassen, denn sie wissen, dass zeitverzögert nützliche Insekten auf den Plan treten. Außerdem: Wer möchte schon bedenkliche Rückstände im Garten oder im Gemüsebeet haben?“


COVERSTORY CHANCE

Wilde Blütenpracht in den Lienzer Stadtgärten

Naturnahe Stadtgärtnerei

Fotos: Stadtgärtnerei Lienz

Ja, auch Mitarbeiter der Stadtgärtnerei Lienz in Tirol wollten Pestizide reduzieren und so ist Lienz eine der ersten Städte Österreichs, die sich für die ökologische Grünraumpflege entschieden hat. Bald schon wurde über das Tiroler Bildungsforum die Plakette „Natur im Garten“ zuerkannt. Abteilungsleiter des Forst- und Gartenamtes der Stadt Lienz Ing. Martin König: „Wir sind gut unterwegs. Unsere Mitarbeiter haben sich zum Beispiel sehr für Blumenwiesen engagiert und das fand in der Bevölkerung großes Echo. Städte und Gemeinden haben somit eine Vorbildwirkung und außerdem ein gutes Image. Unser Engagement wird von den Menschen immer mehr geschätzt, das merken wir auch bei unserer Rosenausstellung.

Naturnahe Bewirtschaftung wird in der Stadtgärtnerei Lienz seit Jahren gelebt.

Wir informieren gerne über die Pflanzenpflege und das Multikraft-System passt zur naturnahen Arbeitsweise hervorragend dazu.“ Für die Stadt ist die 2006 getaufte Lienz Rose etwas Besonderes. Die Bodendeckerrose wird von den Leuten sehr gut angenommen. Allerdings bereitete sie eine Zeitlang Sorgen, wie Stadtgärtner Josef Oberlojer erzählt: „Mitte des Jahres waren die Rosenstöcke in der Rosen- und Messinggasse bereits schneeweiß. Heute haben wir den Mehltau dank des regelmäßigen Einsatzes des Multikraft-Systems zu hundert Prozent in Griff.“ Einmal pro Woche besprüht eine Kollegin um fünf Uhr früh all die Rosen auf ihren Standorten und somit ist der Mehltau aus dem Stadtbild verbannt.

Die Lienz Rose® erblüht in den Stadtgärten in voller Pracht.

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COVERSTORY CHANCE

Stärkung aller Blumen, Bäume, Stauden

Rund 18 Hektar Garten- und Parkanlagen, Spielplätze und Kindergärten betreut die Stadtgärtnerei Lienz. Dazu gehören 127 Standorte für Staudenbeete und 68 Standorte für Sommerbeete. Die Auspflanzung für den Sommer umfasst üblicherweise 20.000 Blumen. In der Pflege kommt seit dem Frühjahr 2015 das Multikraft-System zum Einsatz. In rollenden Wassertanks bekommen die Pflanzen einmal pro Woche ihr zusätzliches Lebenselixier. Die Wassertanks enthalten 1.500 Liter Wasser gemischt mit 1,5 Liter EM Aktiv und 0,75 Liter Terrafert Boden. Alle Blumentröge und Beete werden mit dieser Mischung versorgt. Wöchentlich werden dabei zehn bis zwölf dieser Tanks geleert. „In den Genuss kommen auch alle neu gepflanzten Bäume. Sie werden ein Jahr lang mitgegossen“, erzählt Josef Oberlojer, der die treibende Kraft hinter der Umstellung auf naturnahe Bewirtschaftung in der Stadtgärtnerei Lienz ist. Die kleinen Jungpflanzen unter Glas werden ebenso mit der Mixtur versorgt wie die großen Palmen in der Stadt. „Entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Die Pflanzen werden gestärkt, sind widerstandsfähig und haben ein besseres Wurzelwachstum. Seit 2016 verzichten wir völlig auf chemisch-synthetischen Pflanzenschutz, weil wir ihn nicht mehr brauchen und wollen.“ Die einzige Düngerzugabe erfolgt über das stadteigene Kompostwerk mit Grünschnittkompost.

„Wir haben sehr gute, nährstoffreiche Komposterde mit vielen Regenwürmern und schaffen ein ganzes Jahr ohne zusätzliche Düngung. Das kann nur ein gutes Zeichen sein. Die Menschen in der Stadt schätzen es sehr, dass wir naturnah arbeiten. Die Zeit ist seit einigen Jahren reif dafür.“ Josef Oberlojer „Für den Weg in die Umstellung von konventioneller auf naturnahe Wirtschaftsweise braucht es Zeit, bis sich alles einspielt. Gut ist eine treibende Kraft im Team wie Josef Oberlojer. Die Mitarbeiter stehen heute alle voll dahinter“, erzählt Martin König. Wichtig ist für ihn auch, dass die Gemeinde mit den Budgetmitteln dahintersteht. „Vom Budget her sparen wir die ganze Palette an synthetischen Pflanzenschutz und Düngern ein. Mit der regelmäßigen Pflanzenstärkung fahren wir langfristig günstiger.“ 8

Umstellung im Erwerbsgartenbau

Naturnahe Arbeit ist zeitgemäß und gefragt. Das merkt auch Klaus Bongartz als selbstständiger Gartenbauberater für ökologische Produktion. Immer mehr Gartenbaubetriebe interessieren sich dafür, Pestizide zu reduzieren. Sein Leitspruch: „Was kann ich der Pflanze Gutes tun.“ Entsprechendes Klima, gute Umgebung und kontinuierliche Pflanzenstärkung sind Maßnahmen, die gesetzt werden. Klaus Bongartz hatte viele Jahrzehnte lang seinen eigenen Betrieb und stellte bereits vor über 20 Jahren auf natürliche Bewirtschaftung seiner Blumen um. Nach seiner aktiven Zeit als Gärtnermeister teilt er sein Wissen jetzt als ökologischer Gartenbauberater in Teilen Europas, z. B. Dänemark, Portugal und Österreich. Die meiste Zeit ist er aber in ganz Deutschland unterwegs. Er empfiehlt: „Man muss wissen, dass die Umstellung eine gewisse Zeit braucht. Am besten behält man das eigene Betriebskonzept bei und geht in kleinen Schritten vor, ohne zu viel auf einmal zu machen. Wir fangen mit Maßnahmen zur Pflanzenstärkung an und lassen nach und nach synthetische Pflanzenschutzmittel weg.


COVERSTORY CHANCE

Bunte Blumenpracht im Kaiser-Franz-Josef-Park in der Marktgemeinde Laxenburg, Schaugarten der „Natur im Garten“-Bewegung

Fotos: Marktgemeinde Laxenburg

Wir beginnen immer mehr mit organischer Düngung und fahren die mineralische Düngung zurück. So schafft man einen guten Übergang.“ Wie bei „Natur im Garten“ und in der Stadtgärtnerei Lienz legt auch Gartenbauberater Klaus Bongartz für die naturnahe Arbeit großes Augenmerk auf die Qualität von Kompost und Erde. „Es ist wichtig, dass das Substrat weniger Torf enthält und guter Kompost beigemischt ist. Mit BB Boden, Terrafert Boden und EM Keramikpulver kann man den Boden zusätzlich beleben.“ Dank Pflanzenstärkung, Kompost und organischen Düngern wachsen Pflanzen gesund und kompakt, die Humusbildung wird nachhaltig in Gang gehalten.

Einsparung von Pestiziden

Naturnahe Bewirtschaftung birgt im Hobbygarten, in der kommunalen Grünraumpflege und im Profigartenbau viele Chancen. Im Zierpflanzenbau wird das Interesse an naturnaher Arbeit zusehends größer, wie Klaus Bongartz durch seine Praxiserfahrung bestätigt. Die Vorteile liegen auf der Hand. „Man muss nicht mehr überlegen, welche Mittel noch zugelassen sind. Man muss keine Begehungsverbote in den Glashäusern bedenken.“

Anfangs steht in Gartenbaubetrieben hauptsächlich die Reduktion von Pestiziden im Vordergrund. „Die meisten Betriebe, die ich berate, beginnen nach einer Weile zu überlegen: Bleibe ich bei 80 % Einsparung von Pestiziden stehen oder gehe ich die letzten Meter auch noch und lasse den Betrieb biozertifizieren. Wenn es sich durch bessere Qualität und Mehrpreis lohnt, dann ist dieser Schritt zu Bio logisch“, so Klaus Bongartz.

Lebensraum für die Zukunft

Ob Profigartenbau, Stadtgärten oder Garten zu Hause – wer naturnahe arbeitet, weiß, dass keine gesundheitsschädlichen Rückstände zu finden sind. Weder auf der Ernte von Obst und Gemüse noch auf Zierpflanzen oder auf den Blumen in der Vase am Esstisch. In vielerlei Hinsicht bilden Naturgärten eine Kostenersparnis. Heimische Pflanzen erfordern weniger Pflegeaufwand. Blumenwiesen oder Kräuterrasen sparen Wasser, Arbeitszeit und Kosten. Nicht zuletzt sind Naturgärten eine Investition für uns selbst und in die Zukunft unserer Kinder. Sie bieten gesunde Ernährung und Nähe zu den Kreisläufen der Natur. Mit Naturgärten fördern wir die Vielfalt von Lebensräumen. 9


IM GESPRÄCH

Florierende Chancen Im Gespräch mit Klaus Bongartz Mit seiner Bioland Gärtnerei gehörte Klaus Bongartz zu den anerkanntesten Staudengärtnern des Niederrheins in Deutschland. Der in Nettetal lebende Gärtnermeister hatte ein umfangreiches Sortiment an biozertifizierten Zierpflanzen und Stauden aufgebaut. 2014 hat er den Betrieb geschlossen und ist seither selbstständiger Gartenbauberater für ökologische Produktion. Mit seinem umfangreichen Praxiswissen steht er Erwerbsbetrieben in ganz Europa bei der Umstellung auf naturnahe Kultivierung zur Seite. Herr Bongartz, Ihr Großvater war Schulrektor und hat Edelobst kultiviert. Aus dem Hobby wurde eine Gärtnerei, die Ihr Vater und Ihre Tante übernommen und die Sie ab 1976 weiterentwickelt haben. Schon in den 1970er-Jahren haben Sie begonnen, naturnah zu arbeiten, auch bei Schnittblumen. Wie kam es dazu? Angefangen habe ich damit, zerkleinerte Knoblauchzehen in alten Strümpfen an einem Draht zu den Pflanzen ins Gießwasser gehängt. Ich habe gesehen, dass die Pflanzen weniger Schädlinge hatten, und so habe ich mit naturnahen Methoden Schritt für Schritt weitergearbeitet. Meine Pflanzen waren gesünder, auch weil ich Komposterde verwendet habe, in der viele Mikroorganismen für gute Böden sorgen. Ich brauchte mir keine Gedanken zu machen, ob ich mit künstlichen Mitteln spritzen muss, und konnte die Pflanzen unbedenklich ausliefern. Meine Mitarbeiter und ich haben im Tun gelernt, sodass wir die letzten vier Jahre auch als Bioland Betrieb zertifiziert waren. 2014 haben Sie Ihren Gartenbaubetrieb geschlossen und Sie wurden selbstständiger Berater. Warum haben Sie diesen Schritt gesetzt? Mich hat die Gärtnerei voll und ganz ausgefüllt, aber es konnte kein Nachfolger für den Betrieb gefunden werden. 2012, 2013 waren für den Betrieb katastrophale Wirtschaftsjahre, durch Spätfröste ist ein Teil der Pflanzen erfroren. Es war keine leichte Entscheidung und heute bin ich mit gleicher Leidenschaft Berater, wie ich vorher Betriebsinhaber war. Als positiv denkender Mensch sehe ich es so, dass Scheitern zum Leben gehört und wir die Chance haben, aus allen Situationen etwas zu lernen. 10

Sie beraten Betriebe aus dem Profigartenbau bei der Umstellung auf naturnahe Produktion. Würden Sie sagen, das Interesse an natur– nahen Maßnahmen steigt? Das Umdenken nimmt zu. Bis zur Corona-Krise dachte ich, dass dieser Trend nicht aufzuhalten ist. In den letzten Wochen habe ich sehr viele Telefonate geführt und es zeigt sich, dass nach einer Schockstarre nun der Verkauf wieder sehr gut läuft und die meisten Betriebe ihre Verluste ausgleichen konnten. Ich glaube, dass der Trend zu Regionalität, zu gesunden Lebensmitteln und naturnaher Kultivierung noch mehr boomen wird.


IM GESPRÄCH

Fotos: Klaus Bongartz, z. V. g.

Wie viele Gartenbaubetriebe in Deutschland und anderen Ländern beraten Sie? Ich bin in circa 100–120 Betrieben pro Jahr mit unterschiedlichen Besuchsintervallen unterwegs. Dabei habe ich schon einige Betriebe begleiten dürfen, die von konventionell auf biozertifiziert umgestellt haben. Der Wunsch, die Produktion umzustellen, kommt von den Betrieben selbst und hat verschiedene Gründe. Oft steckt die Frage dahinter, wie ich als Gärtner die Kultur im Griff haben kann, wenn immer weniger chemische Mittel zugelassen werden. Warum lassen wir uns nicht andere Dinge einfallen? So kommt ein Umdenken in Gang. Wir müssen wieder mehr mit der Natur arbeiten und die Pflanzen im wahrsten Sinne des Wortes begreifen, sie beobachten und schauen, was wir ihnen Gutes tun können. Durch verschiedenste Möglichkeiten wie Kompost, Stärkungsmittel und Mikroorganismen können wir im Produktionsbetrieb naturnahe Verhältnisse schaffen. Die Pflanze holt sich das Notwendige für ihr Wachstum heraus. Welche Chancen bietet das Multikraft-System für die Umstellungsphase und darüber hinaus? In fast allen konventionellen Betrieben beginnen wir mit BB Boden. Wir sprühen das komplette Glashaus mit 10 % BB Boden aus und erreichen damit gleich ein viel besseres Milieu. Die Pflanzen sind vitaler. Je länger wir Chemikalien weglassen, umso besser funktioniert das Mikrobiom. Damit ich einen zufriedenen Gärtner habe, muss ich mich auf die Bedingungen des Betriebes einstellen. Ich schaue gut darauf, mit welchen Dosierungen man bei den Kulturen sehr gute Erfolge hat. In der Beratung ist mir die Abstimmung zwischen den Bedürfnissen der Pflanzen und den Kosten der Anwendungen wichtig, damit wir für den jeweiligen Betrieb das Optimum erreichen. Welche Chancen sehen Sie zukünftig für die naturnahe Produktion im Gartenbau und speziell im Zierpflanzenbau? Der Bedarf nach Regionalität und Bio ist groß. Ich glaube, dass es in Zukunft nur noch so geht, dass wir naturnahe arbeiten. Bis vor drei, vier

Generationen war Bio ja konventionell, weil es noch keine Kunstdünger und Chemieprodukte gab.Langfristig sehe ich den Weg,dass die Betriebe 70–80 % an Chemie einsparen und diese nur noch bei Bedarf sinnvoll einsetzen. Oft wird Chemie nur zur Beruhigung des eigenen Kopfes eingesetzt, nicht weil es ein Problem gibt oder die Pflanze es braucht. Den Kopf kann ich auch mit regelmäßiger, vorbeugender Pflanzenstärkung beruhigen. Naturnah zu kultivieren hat viele Vorteile, z. B. kommen Betriebe nicht mehr mit synthetischen Chemikalien in Kontakt, die Umwelt bleibt geschützt und Endverbraucher holen sich unbelastete Pflanzen in den Garten, auf den Balkon oder in die Wohnung. In Zukunft definiert sich vor allem die junge Generation darüber, wie sie den CO2-Fußabdruck minimieren und ausgleichen kann. Bio ist eine Lebenseinstellung, man geht achtsam mit Ressourcen, Pflanzen, Tieren und Menschen um. Diese Einstellung nimmt in der jungen Generation zu und umso mehr werden auch Zierpflanzen geschätzt, die naturnah wachsen. In dieser Generation sehe ich für den Gartenbau eine große Chance. In zehn Jahren denken wir wohl nicht mehr groß darüber nach, ob wir Chemie noch verwenden wollen. Schon heute setzen Betriebe ganz selbstverständlich Nützlinge und Mikroorganismen ein. Vor dreißig Jahren war das undenkbar und ich habe damals schon bewiesen, dass man damit Qualität produziert. Bereits in den 1970er-Jahren haben Sie selbst Ihren Betrieb und die Bewirtschaftung Ihrer Blumen umgestellt. Welche Erfahrung haben Sie daraus für Ihre Tätigkeit heute mitgenommen? Meine Beratung ist ein Gesamtkonzept für die jeweiligen Betriebe und ihre Kulturen. Das fängt mit der Erde an und reicht bis zur Pflanzenstärkung sowie Düngung. Wenn möglich, setzen wir Blühstreifen ein und schaffen damit Räume, wo Nützlinge sich vermehren und dann ganz von selbst im Betrieb mitarbeiten. Für Gärtner macht die vorausschauende, naturnahe Arbeitsweise wieder mehr Spaß. Man arbeitet mit der Natur und wird viel gelassener.

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HAUS UND GARTEN

Zukunft gestalten Lernchance Schulgarten

Was einmal der Maibaum der Gemeinde Gallspach war, ist jetzt eine bei den Schulkindern sehr beliebte Balancierstange. Eltern haben gemeinsam eine Rutsche gebaut und einen Komposthaufen angelegt. Es gibt Hochbeete für Gemüse und Kräuter, Beerenwildhecken wurden gepflanzt, eine Wildblumenwiese ist am Wachsen. Was nach der Sanierung der Volksschule Gallspach fest planierte Erde war, entwickelt sich zusehends zu einer grünen Oase voller Abenteuer für die Kinder. Im Schulgarten steckt jede Menge Wissen. Hier gibt es viel zu forschen und zu entdecken. Kinder lernen leicht und mühelos, wenn sie von einer Sache begeistert sind und selbst Dinge ausprobieren können. Ein Schulgarten bietet dazu viele Lernchancen. Das zeigt die Volksschule Gallspach in Oberösterreich.

Bewegte Pausen

Aus ganzem Herzen betreut Charlotte Brandstetter mit einem Team der Volksschule das ambitionierte Projekt. Die Religionslehrerin ist selbst Tochter einer Floristin. „Mit dem Schulgarten ist mir wichtig, dass Kinder, Eltern und Lehrer gemeinsam etwas Schönes entwickeln. Seitens der Gemeinde als Schulerhalter ist das Wohlwollen vorhanden. Die Kinder haben jedenfalls großen Spaß im Garten.“ Der Garten wird so angelegt, dass er für die Kinder ein natürlicher Spiel- und Bewegungsort ist. Sie spielen im Bachbett, klettern auf der Balancierstange oder auf Findlingssteinen und kochen mit gepflückten Blumen in der Sandkiste. Charlotte Brandstetter: „Wir sind eine zertifizierte gesunde Schule. Die bewegten Pausen im Garten fördern die Gesundheit und Lernfähigkeit der Kinder. Tablets und Smartphones sind heutzutage schon bei den Kleinsten sehr verbreitet. Mit dem Schulgarten wird in den Kindern die Freude an der Bewegung geweckt und gefördert.“

Gesunde Jause

Jede Klasse ist für einen Bereich der Erhaltung und Pflege des Gartens zuständig und lernt, dafür Verantwortung zu übernehmen. Die Schülerinnen und Schüler säen, pflanzen, jäten, gießen, ernten, kompostieren. In einer Klasse gibt es auch einen Bokashi-Eimer, mit dem aus Obstund Gemüseresten wertvoller Dünger für den Garten hergestellt wird. Im Sachunterricht und draußen im Garten lernen die Kinder die Kreisläufe der Natur kennen und verstehen. Sie bekommen direkt mit, 12


HAUS UND GARTEN

wie Kräuter und Radieschen, Tomaten und Kartoffeln wachsen. Mit selbst geernteten Radieschen und Schnittlauch werden Topfenbrote verspeist und die Kinder sehen gleichzeitig, woher ihre Lebensmittel kommen und wie sie entstehen. Zur gesunden Jause gibt es bald schon frisches Obst aus dem eigenen Schulgarten. Die Kinder ernten auch Hollunder, Pfefferminze und Zitronenmelisse und können daraus selber Säfte machen. So ein selbst gemachtes Picknick im Garten schmeckt doch gleich viel besser. „Mit den frisch geernteten Lebensmitteln schulen die Kinder auch ihr Geschmacksempfinden“, so die Erfahrung der Lehrkräfte.

Jahreskreis im Garten

Achtsam mit der Natur

Für Kinder ist es heute nicht mehr selbstverständlich zu wissen, dass ihr Obst und Gemüse ursprünglich nicht aus der Plastikverpackung kommt. Der Schulgarten bietet die Chance, sich der Erzeugung von Lebensmitteln bewusster zu sein. Manche Kinder werden durch die Erfahrungen im Schulgarten auch daheim aktiv und säen Kräuter in der Wohnung oder am Balkon. „Die Kinder lernen, dass jede Jahreszeit ihre Früchte hat, welche Produkte bei uns in der Region wachsen und welche Produkte von ganz weit her kommen. Die Kinder bekommen ein Gespür dafür, dass gesundes Obst und Gemüse seinen Preis hat, weil die Gartenarbeit eine wertvolle Arbeit ist“, erzählt Charlotte Brandstetter, die den achtsamen Umgang mit der Natur auch in den Religionsunterricht einfließen lässt. „Wir leben in einem so fruchtbaren Land, das so vielfältige Lebensmittel hervorbringt. Die Dankbarkeit dafür steht beim Erntedankfest im Mittelpunkt.“

Fotos: paulaphoto/Shutterstock.com, Charlotte Brandstetter

Für die Ferien ist geplant, dass Patenfamilien aus dem Ort Gallspach wochenweise Gieß- und Erntearbeiten übernehmen. Zu Schulbeginn im Herbst übernehmen wieder die Kinder die Ernte und die Pflege des Gartens. Sie lernen, Obst und Gemüse haltbar zu machen, sind mit ihren Laubrechen unterwegs und schneiden Sträucher zurück. Mit den geschnittenen Zweigen der Sträucher werden Tunnel angelegt, dazwischen wird Laub eingestreut. So entsteht eine natürliche Hecke – ein toller Lebensraum für Vögel, Insekten und Igel sowie anschaulicher Sachunterricht über heimische Tiere. Während der Winterruhe im Garten bauen die Kinder im Werkunterricht hübsche Futterhäuschen für die Vögel. Weiden, die am Hang gesetzt sind, eignen sich zum Basteln. Die Kinder flechten daraus Zäune für das Kräuterbeet oder Rankhilfen für die Tomatenpflanzen. Wenn der Frühling wieder kommt, ist es spannend zu beobachten, was aus den eingelegten Blumenzwiebeln nach der Reihe alles wächst. So werden den jungen Gärtnern auch Zeitabläufe bewusst. Das ganze Jahr hindurch lernen die Kinder den Kreislauf des Pflanzenwachstums kennen und mit dem Garten zu arbeiten.

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PFLANZENWELT

Rasch wachsende einjährige Sommerblumen zwischen Gemüse säen, das eine lange Kultur bis zur Ernte hat. Besonders dekorativ sind zweijährige Artischocken.

Viele kleine Chancen machen große Sich als Mitarbeitende am Umbau einer Zeitenwende zu engagieren ist eine Herausforderung, die beglückt. Sie macht uns stark für eine Zukunft durch bewussteren Umgang mit und für die Natur. Als Effektive Mikroorganismen (EM) am Ende des 2. Jahrtausends von Japan her in Europa publik wurden, haben ein paar aufmerksame Menschen die Chance gespürt, dass diese ominösen Mikroorganismen eine tolle Sache für Landwirtschaft und Hausgarten sein könnten. Ohne zu wissen, ob es denn stimmt, was diese unsichtbaren Winzlinge alles bewirken sollen. Das war vor 20 Jahren eine Pioniertat einiger mutiger Visionäre. Sie wurden vielfach von Beobachtern verlacht oder verunglimpft. Unerschütterlich im Glauben an ein Umlenken der bisherigen Agronomie in eine naturfreundlichere Richtung haben diese „verrückten“ Leute am Projekt EM weitergearbeitet. Zu dieser Zeit ahnte kein Mensch, wie vielseitig die kleinen Helfer inzwischen auf allen Ebenen unseres Alltags mit großer Effizienz eingesetzt werden. Es entstand durch ideenreiche Anwender ein Pool an Erfahrungen und gleichsam eine Bewegung, in der immer mehr Menschen zu dieser „Technologie“ fanden. Das löste weithin Begeisterung und große Anerkennung aus. Gleichzeitig wurden die Rufe nach Änderungen aus Sorge um unseren gebeutelten Planeten lauter und führten zu gewaltigen Demonstrationen zu vielerlei schief hängenden Alltagsproblemen. Die Zeit reifte für EM.

Verordnungen abwarten oder jetzt handeln?

Obwohl alle wissen, dass der Ressourcenverbrauch auf unserer Erde beängstigend ist, der Konsumwahn die Wirtschaft unterdessen weiter ankurbelt und die lebensnotwendigen grünen Lungen der Erde rasant vernichtet werden, tun wir so, als ob der Klimawandel ein Problem der Zukunft sei, irgendwann – in ein paar Jahren (?). Die Absenkung des CO2-Ausstoßes ist nur eine der wichtigen Maßnahmen unter vielen anderen potenziellen Klimakillern. 14

von Susanne Schütz und Anne Lorch

Es werden vor allem Handlungen vermieden, die unsere persönliche Lebensweise einschränken könnten. Statt staatlich diktierter Verordnungen fernab vom Zivilisten sensibilisieren uns diese beeindruckenden Bilder aus der nahen Vergangenheit: Coronaviren legten zuerst Chinas Städte lahm. Das Erlahmen des Autoverkehrs, Betriebsstilllegungen und menschenleeren Straßen führten innerhalb von drei Wochen dazu, dass vom Flugzeug aus plötzlich die Städte zu sehen waren, sich ein blauer Himmel über diese Gegend spannte und der allgegenwärtige dicke Smog einfach verflog, die Welt dort aufatmete.

Chancen ergreifen und aktiv werden

Solche Ereignisse bewirken eine Bewusstseinswende nachhaltiger als Verbote. Je näher am Konsumenten fantastische Zukunftsbilder aufgezeigt werden, etwa • autofreie Städte mit viel Grün und guter Luft, • dass die Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Land und in der Stadt ausgebaut und gratis sein könnte, • dass eine Lobby für biologisches Gärtnern zum Trendsetter wird, desto tiefgreifender etablieren sie sich als verlockende Möglichkeit in unseren Köpfen. Ein Umdenken für Mutter Erde im urbanen Raum wird auf kleinsten Parzellen möglich, wo Erdheilung auf biologisch geführten Pflanzeninseln stattfindet. Das stärkt das kollektive Bewusstsein für gesündere Naturabläufe. Als Gartenbetreuer haben wir mit EM ein zukunftsweisendes und praktisches Mittel zur Hand, Teilhaber dieser Trendwende zu werden, um die Chance für unsere Erde zu nutzen.


PFLANZENWELT

Aus Susannes

Erfahrungsschatz Die übliche Kompostaufbereitung ist im Garten ein wichtiges und grundlegendes Thema. Kleinlebewesen wie Kompostwürmer, Asseln usw. bereiten einen wunderbaren Humus vor. Weniger bewusst ist uns, dass diese Kompostwandler Gifte und Krankheitskeime unverdaut wieder ausscheiden. Das ist Aufgabe der Mikroorganismen. Das Besondere an EM ist, dass sie als Mixtur aus Leben aufbauenden Mikroorganismen für Zersetzungsprozess eine immense Unterstützung sind. Effektive Mikroorganismen helfen, Krankheitskeime zu verzehren und zu verdauen. Sie zerlegen in kürzester Zeit Verbindungen von Giften wieder in ihre Grundsubstanzen, welche keinerlei Schaden anrichten. 01 – Beim Kompost das ständige Wenden ersparen (wegen der Rotte über Sauerstoffeintrag für die Durchlüftung). Durch die heiß verlaufende Rottephase sterben wichtige Bodenmikroben ab. EMPraktiker gehen den Weg über die Fermentierung der Grünabfälle ohne Sauerstoffeintrag (Bokashierung). Alle wertvollen Substanzen aus den Grünabfällen bleiben erhalten, die sonst bei einer Verrottung unter Sauerstoff größtenteils verloren gingen. Es bilden sich keine umweltschädigenden Gase mehr, die die Umwelt belasten würden. Ein EM-Kompost ist im Sommer schon nach acht Wochen reif, weil das Bodenleben erhalten bleibt.

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02 – Die EM-gepflegte Kartoffel: mehrmals anhäufeln, damit sich am Stängel weitere Wurzeln bilden können und somit mehr Knollen geerntet werden. 03 – Ende Juni an die Aussaat in Schalen denken: Für späte Zichoriensalate wie Chicoree, Endivien, Zuckerhut, Chinakohl und alle Spätgemüse wie Winterkohlarten. Karotten und Winterrettich direkt in abgeerntete Reihen säen. 04 – Knoblauch: Er kann wie viele andere Gemüse fermentiert werden und verliert dabei seinen penetranten Geruch. Über die Fermentierung bleiben alle heilenden Substanzen erhalten und werden sogar noch aufgestockt. Die tolle Knolle lindert Herz-Kreislauf-Probleme und Konzentrationsschwäche und avancierte zum verjüngenden Alleskönner. 05 – EM-gepflegter Kohl ohne Schneckenfrass ist bei Susanne schon einige Jahre selbstverständlich, weil den Mollusken die anlockende Fäulnisinformation fehlt und der stramme, gesunde Kohl für sie uninteressant ist.

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01 - Während die Miete vorn mit Grünzeug schichtweise aufgesetzt wurde, ist im Sommer schon nach acht Wochen der Anfang der Miete (hinten) bereits vererdet und einsatzbereit.

Fotos: Anne Lorch

02 - Kartoffeln, mit großem Reihenabstand gesetzt, können höher zum Walm angehäuft werden. Solange die Stauden noch klein sind, Spinat oder Radieschen zwischen die Reihen säen.

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03 - Ende Juni in abgeerntete Salatreihen späte Karotten und Herbstsalate aussäen oder ab Juli vorgezogene Winterkohlarten und späten Lauch pflanzen. 04 - Knoblauch hat viele unterstützende Gesundkräfte. Wenn die Schlotten vergilben, wird er geerntet.

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05 - Kohl braucht ab Juli Nahrungsnachschub. Das Blattwerk zeigt keinerlei Fraßspuren von Schnecken.

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MULTIKRAFT MONDKALENDER

Mondkalender Sommer 2020 Juni

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Fotos: Shutterstock

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Mulchen mit EM Mulchen ist optimal, um sich viel Arbeit und Wasser zu sparen! Gerade Gemüsearten wie Tomaten lieben es, in einer dicken Mulchschicht eingebettet zu sein und zusätzlich mit EM Aktiv begossen und besprüht zu werden. Durch richtiges Mulchen fördern Sie das Bodenmilieu, führen der Pflanze wichtige Nährstoffe zu und ersparen sich lästiges Unkrautjäten. Am besten frisch geschnittenen Rasen ca. 3–5 cm dick zwischen den Pflanzen ausbringen und anschließend mit EM Aktiv und Terrafert Blatt die Pflanzen besprühen. Häufiges Gießen sollte vermieden werden, denn dadurch kann im Mulch Fäulnis entstehen, und das zieht wiederum Schnecken und Schädlinge an. Weiße Strahlenpilze im und am Mulch, die häufig mit weißem Schimmel verwechselt werden, entstehen aufgrund eines natürlichen Fermentationsprozesses und wirken sich positiv auf das Bodenmilieu aus. Nach rund drei Wochen ist der Mulch durch Nützlinge (Regenwürmer) verarbeitet und es kann wieder eine neue Mulchschicht ausgebracht werden. Während der ganzen Saison sollte das gesamte Beet darüber hinaus etwa ein Mal pro Woche mit EM Aktiv und Terrafert Blatt besprüht werden. Es grünt so grün – Rasenpflege mit EM Während der heißen Sommermonate ist es besonders wichtig, den Rasen nachhaltig vor Austrocknung bei Hitze, aber auch vor Pilzkrankheiten bei lang anhaltendem Regen zu schützen. Mit dem Einsatz von Effektiven Mikroorganismen (EM) und regelmäßigem Mulchen können Sie sich auch im Sommer an grünem Rasen erfreuen. Beim regelmäßigen Mulchen verbleibt das Schnittgut auf der Rasenfläche und wird bei jedem Mähvorgang mit EM Aktiv und Terrafert Boden besprüht. Dadurch wird der Mulch schneller abgebaut, der Rasen bekommt wieder die notwendigen Nährstoffe und das Bodenleben wird gestärkt. Die genaue Anwendungsempfehlung finden Sie unter www.multikraft.com.

Legende Mondkalender

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Schädlinge und Krankheiten im biologischen Garten vorbeugen Stärken Sie bereits zu Beginn der Gartensaison Böden und Pflanzen mit Effektiven Mikroorganismen. Denn ein gesunder Boden sowie widerstandsfähige Pflanzen werden mit Schädlingen und Krankheiten ganz leicht selbst fertig. Treten Schädlinge oder Pilzkrankheiten auf, verwenden Sie natürliche Präparate. Brennnessel Extrakt Konzentrat wird erfolgreich bei Schädlingen angewendet. Es stärkt die Abwehrkräfte der Pflanze auf natürliche Weise. Schachtelhalm Extrakt Konzentrat hat pilzregulierende Wirkung. Schachtelhalm enthält viel Kieselsäure, das stärkt die Pflanzenzellen und verhindert das Eindringen von Pilzkrankheiten. Es verhindert das Ausbreiten der Pilzsporen und die Pflanzen können wieder frische Triebe bilden. Anwendung: 20 ml EM Aktiv, 5 ml Terrafert Blatt, 5 ml Brennnessel Extrakt Konzentrat bzw. 5 ml Schachtelhalm Extrakt Konzentrat auf 1 L Wasser geben und die Pflanzen satt bis zum Tropfen einsprühen, am besten abends oder frühmorgens. Zur Stärkung sprühen Sie die Pflanzen einmal in der Woche ein, bei Schädlingsbefall oder Krankheiten täglich.

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Tipps & Tricks für den Garten

EM-Ansetztag

Blütentag

Fruchttag

Blatttag

Vollmond

Neumond

abnehmender Halbmond

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Wurzeltag

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PROFI GARTENBAU

Gemüsekiste in 1A-Qualität Online-Bestellung – der große Renner

Firmen und Privathaushalte, viele davon Stammkunden, bestellen online und bekommen ihre Gemüsekiste zugestellt. „Das läuft bei uns richtig gut“, freut sich Ulrich Koch-Hagenbusch über die Direktvermarktung des Gemüses. Im Gemüsebau kombiniert der Gartenbaubetrieb aus Inningen bei Augsburg Nützlinge, Klimasteuerung und seit 2019 das Multikraft-System. Der Familienbetrieb ist ein klassischer Mischbetrieb und kultiviert Gemüse unter Glas und im Freiland. Das Sortiment, das auf 7,5 Hektar Freiland und auf 2.500 m² unter Hochglas wächst, ist umfangreich: Gurken, Tomaten, Paprika und vieles mehr unter Glas; Karotten, Kartoffeln, Zucchini im Freiland. Auch Artischocken und Süßkartoffeln kommen in die beliebte Gemüsekiste. 75 % vermarktet der Betrieb direkt im Ladengeschäft, auf Wochenmärkten, über das Schulfruchtprogramm und seit 2017 über den florierenden Online-Shop. Der Rest geht an Hofläden, Kantinen und Gärtnerkollegen.

Nützlinge und Klimasteuerung

Bereits 2007 hat Ulrich Koch-Hagenbusch den von seinem Großvater gegründeten Familienbetrieb auf alternative Produktionsweisen umgestellt und begonnen, chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel zu reduzieren. „Ich bin gelernter Zierpflanzengärtner und im Ausbildungsbetrieb für Nützlinge zuständig gewesen. Ich fand es faszinierend, wie viel man mit Nützlingen im Gartenbau bewirken kann. Über die Nützlinge hinaus habe ich ganz viel Input zu richtiger Klimasteuerung bekommen“, 18

erzählt der Gärtnermeister. Von der Schule heimgekommen, hat er sofort mit seinen Eltern gesprochen. „Wir arbeiteten konventionell ohne großen Gewinn und für mich war klar, dass wir uns eine zukunftsfähige Nische schaffen müssen.“ Darin sah Ulrich Koch-Hagenbusch eine große Chance und setzt seither auf Nützlinge und richtige Klimasteuerung. Bereits 2007 schaffte er es, unter Glas komplett ohne chemischsynthetischen Pflanzenschutz zu produzieren. „Wir haben bei jeder Kultur entsprechend der Witterung spezielle Feuchtigkeits- und Temperaturstrategien und sparen an Heizung, wo es geht. Zusammen mit den Nützlingen und nun auch mit dem Multikraft-System schaffen wir optimale Gegebenheiten für das Wachstum der Pflanzen.“

Fulminanter Lauf

Bei Gurken und Tomaten unter Glas hat Ulrich Koch-Hagenbusch 2019 erstmals über Dosadron die Multikraft-Komponenten BB Boden und Terrafert Boden ausgebracht. Die Blattbehandlung erfolgte alle 10 Tage mit BB Blatt, Terrafert Blatt, MK 5, Schachtelhalm Extrakt Konsentrat und EM Keramikpulver. Bis zur Ernte blieb die Dosierung unverändert, da weder Schädlinge noch Mehltaubefall ein Thema waren. „Von diesem Probelauf waren wir geflasht. Die Früchte waren fest und hatten einen wunderbaren Geschmack. Die Tomaten konnten wir über 2–3 Wochen lagern. Von der Ertragsmenge, Qualität und Lagerfähigkeit bin ich begeistert“, erzählt Ulrich Koch-Hagenberg vom fulminanten Start und weiteren Erfolgen: „Wir hatten bei Gurken immer Echten Mehltau und die Rote Spinne. Seit ich die Temperatur regu-


PROFI GARTENBAU

lieren kann, haben wir keinen Schädlingsdruck durch die Rote Spinne. Den Mehltau haben wir gestoppt, indem wir BB Blatt und MK 5 ausgebracht haben.“ Schnell ist klar, dass die regelmäßige Anwendung zum Erfolg führt. Vor jedem Kulturwechsel werden die Glashäuser mit BB Boden ausgewaschen. „Ich habe in der Früh die Gurken und Tomaten in den Glashäusern besprüht. Schon nach etwa zwei Stunden können die Mitarbeiter unbedenklich die Kulturpflege machen, das ist schon toll. Allerdings ist der Zeitaufwand mit den Sprühungen nicht zu vernachlässigen, wenn man 1.500 m² selber sprüht.“ Ulrich Koch-Hagenbusch will deshalb Abläufe vereinfachen, die Multikraft-Komponenten bei der Überblattbehandlung mit einlaufen lassen und damit gleichzeitig auch die Blattunterseite behandeln.

Frei von Pestiziden

Großen Schädlingsdruck im Frühjahr hat der Betrieb mit der richtigen Klimaführung, mit Nützlingen und dem Multikraft-System gut in den Griff bekommen, ganz ohne Einsatz von Pestiziden. „Das Multikraft-System unterstützt die Pflanzen, ihre Haut, die Cuticula, wächst fest. So können sich Pilzsporen schlechter ausbreiten und Schädlinge tun sich schwer mit der Angriffsfläche. Als Gärtner muss ich wissen, was ich tue, und dafür sorgen, dass die Pflanze sich zu 100 % gut entwickeln kann. So schaffen wir ertragreiche Ernten mit 1A-Qualität.“

Neuzugang in der Gemüsebox

Die nächsten Schritte stehen für Ulrich Koch-Hagenbusch fest. Heuer wird das gesamte Saatgut mit Keramikpulver gebeizt, um Keimfähigkeit und Wurzelwachstum zu steigern. Weiters wird die Anwendung des Multikraft-Systems von den Glashäusern hinaus zu den Freilandkulturen ausgedehnt. „Der Kartoffelkäfer macht uns immer wieder zu schaffen. Wir werden heuer die Multikraft-Komponenten vor allem mit MK 5 anwenden, damit wir die Kartoffeln auf jeden Fall chemiefrei erzeugen.“ Ja, und auch bei den Sonderkulturen wird alle zehn Tage die Pflanzenstärkung mit dem Multikraft-System durchgeführt. Neben Süßkartoffeln und Artischocken kultiviert Ulrich KochHagenbusch heuer erstmals Ingwer. Neuzugang in der Gemüsebox also, wie gut!

von Prof. Dr. Manfred Hoffmann

Chancen auch erkennen und nutzen

Das Wort „Chance“ ist im Alltag positiv besetzt: Es besagt, eine günstige Gelegenheit wahrzunehmen oder einfach nur den Glücksfall zu erleben. Wenigstens für den ersten Anschein ist das so. Der Besuch eines Jahrmarkts bietet sowohl dem Flaschensammler wie dem Taschendieb eine große Erfolgschance. Ob es sich für beide aber auch als Glücksfall herausstellt, zeigt die weitere Entwicklung. Beim einen kann der Tag mit einem guten Abendessen enden, beim anderen im Knast. Eine ähnliche Problematik stellt sich dem Sportler. Was nützt der Mannschaft ein optimales Ballzuspiel, wenn keine entsprechende Chancenverwertung beim einzelnen Spieler erfolgt? Ja wenn der Spieler die eigene Chance nicht einmal richtig erkannt hat! Vielleicht sieht er erst bei der anschließenden Spielanalyse, was richtig gewesen wäre. Aber befinden wir uns nicht alle täglich in diesem Spiel unseres Lebens in einer ähnlichen Situation? Wie sieht es mit der eigenen Chancenverwertung aus? Erkennen wir, dass ein Beinbruch mit einem längeren Krankenhausaufenthalt gerade die Chance unseres Lebens gewesen sein sollte, um zu bilanzieren, neue Ideen und Konzepte zu entwickeln, weil sonst im Getriebe des üblichen Berufsalltags einfach keine Zeit dafür erübrigt würde. Wie lange braucht es oft, bis erkannt wird, dass ausgerechnet der ungeliebte Mathelehrer der Glücksfall für ein späteres Berufsleben war? Er allein war die große Chance, die geboten wurde! Ist der Todesfall in der engeren Freundschaft und Bekanntschaft nicht auch die Chance, unser Verhältnis zu unserer nächsten Umgebung zu hinterfragen, intensivere Kontakte zu pflegen, Endlichkeiten zuzulassen? Es gibt sie also, die klar erkennbaren, eindeutigen und unzweifelhaft positiven Chancen im Leben, die es zu nutzen gilt. Meistens entpuppen sich die großen Chancen allerdings erst im Nachhinein als Glücks-

Fotos: Koch-Hagenbusch

fall. Manchmal waren diese dann sogar die besonders nachhaltigen und bedeutsamen Glücksfälle für ein erfülltes Leben!

Optimale Gegebenheiten mit Nützlingen und dem Multikraft-System

Kolumne von Prof. Dr. Manfred Hoffmann – em. Professor der Fakultät Landwirtschaft, Ernährung und Versorgungsmanagement der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Weihenstephan (D).

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GARTENBAU ZIERPFLANZEN

Vorreiterrolle Nachhaltiges Stadtgrün in Luzern Christoph Schoch, der seit dreißig Jahren in der Stadtgärtnerei Luzern tätig und Betriebsleiter der Zentralen Dienste ist, hat Anfang März 2020 ein Interview gegeben. Wenige Tage später müssen die Menschen zur Eindämmung des Coronavirus zu Hause bleiben. Dort, wo es allein noch möglich ist, tut ein simpler Spaziergang im Park gut. Vor dieser weltweiten Krise haben einige Gemeinden und Städte in verschiedensten Ländern bereits Initiativen für naturnahes Stadtgrün gestartet. So auch die Stadt Luzern, die sich mit dem Projekt „Grünstadt Schweiz“ für naturnahe Erholungsräume in der Stadt einsetzt.

„Es ist der Wunsch der Bevölkerung und Politik, dass wir nachhaltiges Grünmanagement betreiben. Wir wollen unsere Arbeit gut verantworten können“, sagt Christoph Schoch. Die Stadtgärtnerei Luzern kooperiert seit 2017 mit der „Grünstadt Schweiz“, einem Label für nachhaltiges Stadtgrün. „Grünstadt Schweiz“ vermittelt Know-how, unterstützt beim Zertifizierungsprozess und zeichnet Wohnorte aus, denen die naturnahe Pflege des Grünraums ein großes Anliegen ist. Luzern am Vierwaldstättersee ist die erste zertifizierte Stadt in der Schweiz.

Gesamtheitliche Arbeit

„Wir schauen gesamtheitlich auf unsere Arbeit und setzen entsprechende Maßnahmen. Dabei bevorzugen wir heimische Pflanzen, achten auf kurze Transportwege, auf eigene Kompostierung und umweltfreundliche Zierpflanzenproduktion.“ Die Weiterbildung und der gute Umgang mit dem Personal sind ebenso ein wichtiges Kriterium wie die Einbindung der Stadtbevölkerung. Wie das geht? „Wenn wir einen Kinderspielplatz neu anlegen, achten wir auf partizipative Prozesse. Das heißt, wir holen die Wünsche und Vorschläge von Kindern ein. Außerdem gestalten wir die Spielplätze viel naturnäher, sodass die Kinder mit Wasser und Erde spielen können.“

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GARTENBAU ZIERPFLANZEN

Stärkung der Zierpflanzen

Kompostierung und Substrat

Erfreuliche Erfolge

Naturnaher Gesamtmix

Naturnahe erfolgt auch die Zierpflanzenproduktion für die städtischen Parks und Blumenarrangements. Hierbei kommt seit rund zwei Jahren das Multikraft-System zum Einsatz, um die Pflanzen regelmäßig zu stärken. „Wir haben eine Grundrezeptur für die Blattstärkung, die wir konsequent einmal pro Woche anwenden. Je nach Jahreszeit, Krankheitsoder Schädlingsdruck passen wir diese Rezeptur entsprechend unserer eigenen Erfahrungen an. Zum Beispiel besprühen wir bestimmte Kulturen im Bedarfsfall zwei Mal pro Woche oder wir erhöhen den Anteil von MK 5 leicht.“ Das biologische Pflanzenhilfsmittel MK 5 stärkt die Blattoberfläche und wird präventiv gegen Schädlings- und Pilzbefall angewendet.

„Wichtig ist die regelmäßige Durchführung der Pflanzenstärkung. Wir erfreuen uns an den Erfolgen“, erzählt Christoph Schoch, dem seit der konsequenten Anwendung des Multikraft-Systems einige Veränderungen auffallen. „Die Durchwurzelung ist erstaunlich gut und gesund. Der Pflanzenaufbau ist kompakter. Wir setzen keinerlei Hemmstoffe ein, konnten den Einsatz von Fungiziden stark reduzieren und den Einsatz von Insektiziden über 80 % reduzieren. Wir setzen auf rein organische Düngung und arbeiten stark torfreduziert, viele Kulturen sind überhaupt torffrei. Das Multikraft-System ist hierbei eine ideale Ergänzung.“

Die organische Düngung erfolgt mit Hornspänen, Schafwollpellets, Rasendünger und eigenem Kompost. Für die Kompostierung wird Grüngut aus den öffentlichen Anlagen verwendet. Die Zersetzung erfolgt innerhalb von vier Monaten und der fertige Kompost wird zur eigenen Herstellung des Substrats verwendet. „Pro m³ Kompost fügen wir eine Mischung aus 100 Liter Wasser, 100 g EM Keramikpulver, 1 % Terrafert Boden, 1 % BB Boden und 0,3 % Wurmpower hinzu. Wir geben unseren Kompost ins Substrat und haben in der Erde einen Mix aus vielen Komponenten wie Holzund Kokosfasern, Reisspelzen und Tonmineral. “

Mit dem gesamten Mix an naturnahen Maßnahmen gedeihen rund 130.000 Stück Zierpflanzen auf 1.600 m² Hochglas. Die Glashäuser werden mit vier Klimazonen, Ebbe-Flut-Bewässerung, DoppelEnergie-Schirmen und einer Holzschnitzelheizung betrieben. Das Multikraft-System ist mittlerweile ein wichtiger Teil des Maßnahmenmixes. „Wir haben das Multikraft-System einfach einmal ausprobiert und sind in die Anwendungen schön hineingewachsen. Insbesondere bei der Bekämpfung von Echtem Mehltau sowie der Trauermückenlarven können wir dank Multikraft sehr erfolgreich kultivieren“, stellt Christoph Schoch zufrieden fest.

Fotos: Multikraft

Wertschätzung

So vieles an naturnaher, umweltschonender Arbeit ist in Luzern schon ganz selbstverständlich umgesetzt. Als erste von der „Grünstadt Schweiz“ zertifizierte Stadt hat Luzern die Silbermedaille erhalten. Eine Jury bewertet das gesamte Grün der Stadt und klopft das Grünraummanagement auf umweltfreundliche Maßnahmen ab. Die Bevölkerung schätzt die naturnahe Arbeit der Stadtgärtnerei. „Wir wollen die Zertifizierung erneuern und peilen mit weiteren naturnahen Maßnahmen für 2021 die Goldmedaille an“, sagte Christoph Schoch im Interview, bevor Ausgangsbeschränkungen und Betriebsschließungen erfolgten. Eine Goldmedaille für eine grüne Stadt und ihre naturnahen Erholungsräume. Gerade in Zeiten wie diesen ist das eine schöne, ja zuversichtliche Perspektive.

Christoph Schoch, Betriebsleiter Stadtgärtnerei Luzern

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LANDWIRTSCHAFT ACKERBAU

Chancen für die Zukunft Umstellung auf biologisch zertifizierte Landwirtschaft Die mehrjährige Umstellungsphase ist vorbei. 2019 fährt Markus Kaiser, Landwirt aus der Marktgemeinde Sierndorf in Niederösterreich, seine erste biologisch zertifizierte Ernte ein. Das Multikraft-System unterstützt den frisch gebackenen Biobauern dabei, Böden und Pflanzen zu stärken. Die Qualität von Kartoffeln und Zwiebeln passt bestens. Markus Kaiser vermarktet Kartoffeln und Zwiebeln direkt und in geschälter Form an Gastronomiebetriebe. Einen Großteil der Ware liefert er in Küchen von Hotels und Restaurants ins rund dreißig Kilometer entfernte Wien: „Wir haben immer schon auf hohe Qualität und Sortenreinheit geachtet. Für die Vermarktung geschälter Kartoffeln braucht man die richtigen Sorten. Unsere Hauptsorte ist die festkochende Campina. Diese Sorte ist für Köche einfach zu handhaben, weil sie sich nach dem Schälen nicht verfärbt. Die Sorte Bellmonda ist vorwiegend festkochend und wächst im biologischen Anbau sehr gut. Es entspricht der Nachfrage unserer Kunden, dass wir jetzt biozertifiziert sind.“

Chancenreicher Markt

Vor drei Jahren begann Markus Kaiser mit der Umstellungsphase für die Biozertifizierung. Der landwirtschaftliche Betrieb seiner Eltern ist gerade mittendrin und wird im Jahr 2021 die Zertifizierung erhalten. Gemeinsam bewirtschaften die Kaisers rund 80 Hektar. Die 22

Biobranche bringt einige Chancen mit sich und ist nach wie vor ein Wachstumsmarkt. Die regionalen Aussichten sind gut, die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse höher. Mögliche Risiken bei Ernte, Qualität und Lagerung federt Markus Kaiser von vornherein ab. Zur Vorbeugung von Krankheiten, Schädlingen oder Fäulnis setzt er auf das Multikraft-System, welches er am Feldtag 2018 im niederösterreichischen Spillern beim Biobetrieb Harmer KG kennengelernt hat.

Humusaufbau

Das Multikraft-System wendet Markus Kaiser nun regelmäßig beim Anbau von Kartoffeln und Zwiebeln zur Bodenbearbeitung und Pflanzenstärkung an. Bei der Vorbereitung der Felder, nachdem Getreide abgeerntet wurde, kommt BB Boden zum Einsatz. „Ich finde, es bringt viel, wenn man gut auf den Boden schaut“, sagt Markus Kaiser, der die Ausbildung zum Bodenpraktiker bei BioAustria absolviert hat. „Gleich beim ersten Stoppelsturz bringe ich 30 Liter BB Boden mit einer Aufwandmenge von rund 100 Liter Wasser pro Hektar aus. Ich habe mir am Grubber vorne bei den Zinken eine Düse montiert und sprühe so die Multikraft-Produkte direkt in den Boden.“ Dadurch werden die Ernterückstände schneller in wertvollen Humus umgewandelt, Fäulnisbildung im Boden wird verhindert. Eine weitere Bodenbearbeitung erfolgt im Herbst, wenn die Begrünung am Feld gehäckselt und mit der Kurzscheibenegge eingearbeitet wird. Das Besprühen der Zwischenfrüchte mit BB Boden fördert die Umwandlung organischer Substanzen und verhindert ebenfalls Fäulnisprozesse im Boden.


LANDWIRTSCHAFT ACKERBAU

Gesunde Pflanzen

Zur Pflanzenstärkung bringt Markus Kaiser regelmäßig eine Mischung aus BB Blatt, Terrafert Blatt, MK 5 und BB Multical auf den Feldern aus. Die EM-Mischung sprüht er bereits bei den Jungpflanzen und dann die ganze Wachstumsphase hindurch. Das stärkt die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Ausfälle können auf diese Weise reduziert werden. Zur Behandlung der Zwiebelpflanzen auf dem Feld fügt Markus Kaiser der EM-Mischung noch den Schachtelhalmextrakt von Multikraft hinzu. Die Pflanzen entwickeln robuste Blätter und sind weniger anfällig für Pilzkrankheiten. Mit dem Multikraft-System wird ein regeneratives Milieu hergestellt. Alles in allem steigert die regelmäßig und konsequent durchgeführte Blattbehandlung mit dem Multikraft-System die natürlichen Abwehrkräfte der Pflanzen. „Mit der biologischen Bewirtschaftung und der Anwendung des Multikraft-Systems muss man längerfristig denken. Die EM-Technologie tut den Böden und Pflanzen insgesamt gut, und ich wende das Multikraft-System an, um mir selber ein Bild davon zu machen“, sagt Markus Kaiser, der darin eine Chance sieht, für gesunde Böden und Pflanzen zu sorgen. Zugleich erzeugt er Feldfrüchte von hoher Qualität.

Ertragreiche Ernte

„Von der Qualität her war die Ernte 2019 sehr gut. Im Vergleich zu anderen Bauern hatten wir bei den Zwiebeln viel weniger Abfall. Wir kamen auf nur ca. 10 bis 15 % Fäulniszwiebeln.“ Mit der biologischen Bewirtschaftung und mit dem Multikraft-System ist Markus Kaiser also gleich von Anfang an richtig gut durchgestartet: „Ich bin sehr froh, dass wir diesen Schritt jetzt gemacht und unseren Betrieb umgestellt haben. In Zukunft sind viele Spritzmittel nicht mehr zugelassen. Man muss also umdenken und Neues ausprobieren. Vom Ertrag her ist die biologische Bewirtschaftung genauso gut wie die konventionelle Landwirtschaft“, ist Markus Kaiser überzeugt. Für seinen biozertifizierten Betrieb sieht er gute Chancen für die Zukunft. „Viele unserer Kunden fragen nach biologischen Produkten und man sieht, der Trend geht in diese Richtung. Wir haben uns darauf gut eingestellt.“

von Prof. Dr. Monika Krüger

Chance Chance wird als günstige Gelegenheit oder Aussicht definiert. Nimmt man die Artikel 1 und 26 der UNO-Charta von 1948 ernst, dann sind nach Artikel 1 „alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“ Nach Artikel 26 hat jeder Mensch ein Recht auf Bildung. Der Unterricht muss wenigstens in den Elementar- und Grundschulen unentgeltlich sein. Der Elementarunterricht ist obligatorisch. Fachlicher und beruflicher Unterricht soll allgemein zugänglich sein, die höheren Studien sollen allen nach Maßgabe ihrer Fähigkeiten und Leistungen in gleicher Weise offenstehen. Die Ausbildung soll die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und die Stärkung der Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten zum Ziele haben. Sie soll Verständnis, Duldsamkeit und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen fördern und die Tätigkeit der Vereinten Nationen zur Aufrechterhaltung des Friedens begünstigen. In erster Linie haben die Eltern das Recht, die Art der ihren Kindern zuteilwerdenden Bildung zu bestimmen. Soweit die Vorstellungen von 1948. In der Bundesrepublik Deutschland spielt erst in letzter Zeit der Gedanke der Bildung von Kindheit an eine Rolle. Menschen, die nicht die Gelegenheit einer umfassenden Bildung hatten, werden von der Gesellschaft unterstützt, ihre Kinder in Beziehung zu deren Möglichkeiten in Bildungseinrichtungen zu unterstützen. Das ist mit Sicherheit nicht aus reiner Menschenliebe passiert. Der Arbeitskräftemangel in Beziehung zu rückläufigen Geburtenzahlen dürfte einer der wesentlichen Gründe sein. Die erhoffte Qualifikation von Migranten aus den unterschiedlichsten Ländern, wo Krieg seit Jahren an der Tagesordnung ist, wird dieses Problem nicht lösen. Bildung muss bereits frühzeitig zur Verfügung gestellt werden und darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Menschen, die von der

Fotos: Markus Kaiser

Gesellschaft abgehängt werden wie zahlreiche HARZ-4-Bezieher, haben keine Chance mehr und geben diese Hoffnungslosigkeit an ihre Kinder weiter.

Markus Kaiser am Kartoffelfeld

Kolumne von Prof. Dr. Monika Krüger – em. Professorin und Direktorin des Instituts für Bakteriologie und Mykologie, Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig (D)

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TIERHALTUNG FKE

Starkes Standbein Direktvermarktung von Milch, Butter, Käse, Joghurt

Die Direktvermarktung bäuerlicher Produkte und regionaler Lebensmittel wird vielen Menschen immer wichtiger. Vor allem in Krisenzeiten ist sie ein starkes Standbein. Das sehen auch Edith und Eric Wögerbauer, die in Altenberg bei Linz den Ballerhof bewirtschaften. Die hofeigene Milchverarbeitung und Direktvermarktung hatte sich als Standbein für den Milchviehbetrieb bereits sehr gut entwickelt. „Wir arbeiten gerade auf Hochtouren und könnten Tag und Nacht Milch, Butter, Käse und Joghurt herstellen. Anderen Direktvermarktern in der Gegend geht es genauso“, erzählt Eric Wögerbauer im März 2020, während in Österreich wie in so vielen Ländern das öffentliche Leben stillsteht. Die Nachfrage bei Direktvermarktern ist extrem hoch. „Ich glaube, dass momentan ein Umdenken stattfindet und die Leute unsere regionalen Produkte mehr schätzen.“

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Milchprodukte ab Hof

Der gelernte Elektrotechniker war lange im Anlagenbau tätig und hat die Bauerstochter und landwirtschaftliche Meisterin Edith geheiratet. Er arbeitet mit frischem Blick auf die Landwirtschaft. „Probiere es aus“, unterstützen die Schwiegereltern den Junglandwirt in seinem Vorhaben, die Direktvermarktung auszubauen. Eric Wögerbauer hat 2016 einen Milchautomaten aufgestellt, später eine Buttermaschine angeschafft und begonnen, selbst Joghurt zu machen. Heute steht der Milchautomat in einer geräumigen Holzhütte direkt bei der Zufahrt zum Ballerhof. Kühlschränke sind gefüllt mit Butter, Topfen, Kräuter-, Chili- und Bockshornkleekäse, Milch, Schokomilch und vielerlei Sorten Joghurt. Rund um die Uhr ist offen. In diesem März zeigt sich ein neues Bild. Am Eingang der Hütte steht Desinfektionsmittel. Die Kunden werden darauf hingewiesen, nur einzeln hineinzugehen, gezielt Produkte aus dem Kühlschrank zu entnehmen und zu Hause die Hände zu waschen. Nachbarn und Leute aus der Umgebung kaufen hier ein und schätzen die frischen Milchprodukte sehr.


TIERHALTUNG FKE

Fahrender Käser

Für die Herstellung von Käse war immer ein mobiler Käser aus Rohrbach gekommen. „Nachdem der Käser in Pension gegangen ist, brauchten wir schnell einen Nachfolger“, erzählt Eric Wögerbauer und hat den Nachfolger in Schwager Tom gefunden. Tom kommt aus der Gastronomie, hat den Sprung in die Selbstständigkeit gemacht und ist seit gut einem halben Jahr fahrender Käser. Im alten Hofgewölbe hat er biozertifizierte Reiferäume eingerichtet, in denen aus der Milch vom Ballerhof zum Beispiel Rotschmierkäse heranreift, der dann von Eric direkt vermarktet wird. Die Transportwege von der Milch zum fertigen Käse zum Verkauf ab Hof sind kurz.

Tierwohl im Fokus

Den Ballerhof führen Edith und Eric Wögerbauer seit 2016, übernommen haben sie 2018. In der Zeit dazwischen haben sie den 25 Jahre alten Stall modernisiert, einen Kälberstall dazugebaut, einen Melkroboter angeschafft und intelligente Wege eingerichtet – alles im Sinne des Tierwohls, das dem Paar ein großes Anliegen ist. Die Kühe haben direkten Zugang auf die Weide. Nicht nur die Bauersleute und die Pferdeeinsteller haben einen genialen Ausblick auf das Mühlviertler Hügelland, auf Linz in der Talsenke und auf den markanten Gipfel des Traunsteins am Horizont. Im Sommer sind

Bessere Gülle, weniger Stress

„Pro Tier mischen wir 150 Gramm FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) im Futtermischwagen dazu. Die Tiere bekommen diese Mischung täglich in der Früh beim Einfüttern. Wir merken, dass sich die Gülle verändert. Zuvor haben wir die Gülle drei bis vier Mal im Jahr gespült. Jetzt ist dieser Vorgang nur noch ein Mal im Herbst nötig. Wir mischen die Gülle prinzipiell 1:1 mit Wasser. Seit der Anwendung von FKE fällt uns auf, dass die Gülle flüssiger und der Gestank reduziert ist“, berichtet Eric Wögerbauer. „Man merkt den Unterschied auch beim Ausbringen. Die Futteruntersuchung 2019 brachte sehr gute Ergebnisse. Obwohl der Sommer extrem heiß und trocken war, hatten die Pflanzen weniger Stress.“ Durch FKE werden Fäulnis und pathogene Keime unterdrückt. Den Pflanzen sind Nährstoffe somit besser verfügbar und dies führt zu besseren Erträgen.

Gute Entwicklung

Die durchschnittliche Zellzahl der Milch hat mit 85.000 einen sehr guten Wert. Die Zellzahl als Maßstab für die Eutergesundheit liegt bei gesunden Kühen unter 100.000 Zellen pro Milliliter Milch. „Wir merken, dass gerade jetzt regionale Lebensmittel sehr geschätzt werden“, sagt Eric Wögerbauer: „Was in einigen Monaten sein wird, wissen wir nicht. Hoffen wir das Beste.“

Die Kühe sind im Sommer rund um die Uhr an der frischen Luft.

Fotos: Ballerhof, Eric Wögerbauer

die Kühe rund um die Uhr an der frischen Luft. Zur Fellpflege gibt es zwei automatische Kratzbürsten im Stall, an denen sich die Kühe regelmäßig kratzen können. Darüber hinaus ist im Stall ein Platz für Heu ad libitum angelegt. Das heißt, die Kühe haben jederzeit Zugang zum Heu und können dort mit Blick auf ihre Kälber fressen.

Hund Hector

An den kauenden Kühen trottet Hund Hector vorbei. Der freundliche Kerl hatte immer wieder starke Augenentzündungen. Seit einer Weile bekommt er täglich eine Portion FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) in sein Hundefutter. Dadurch bildet sich ein Milieu, in dem regenerative Bakterien gegenüber Krankheitskeimen überwiegen. „Den Augen von Hector tut FKE sichtbar gut“, so Eric Wögerbauer, der seit rund einem Jahr mit FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) als Futtermittelzusatz bei den Kühen erste Erfahrungen sammelt.

Edith und Eric Wögerbauer, Altenberg bei Linz

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WOHLBEFINDEN BIOEMSAN

Eine Portion Wohlbefinden für jeden Tag Kleine Aufmerksamkeiten im Alltag helfen uns, Kraft zu schöpfen. Gerade auch in Zeiten, die uns sehr fordern. Mit jeder Portion Achtsamkeit, die wir uns und anderen schenken, eröffnet sich die Chance, zwischendurch ein Lächeln oder gar herzhaftes Lachen ins Gesicht zu zaubern. Ein Energieschub, der guttut. Tägliche Wohltaten können wir uns auch mit bioemsan Biokosmetik zukommen lassen und mit hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln, die uns von innen her stärken. „Hohe Qualität und möglichst biologische Produktion sind mir für unser Sortiment sehr wichtig. Außerdem wähle ich all jene Produkte aus, die ich selbst gerne verwende“, erzählt Anda Dinhopl, die im 8. Bezirk in Wien „Die Kräuterdrogerie“ leitet. In nettem Ambiente gibt es hier eine große Auswahl an biologischen Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln, Kräutern und Kosmetikprodukten. Während der Woche kann man hier mittags eine kleine Pause machen und sich mit frisch gekochten Imbissen verwöhnen. Die bioemsan Biokosmetik empfiehlt und verwendet Anda Dinhopl seit vielen Jahren mit großer Freude: „Mir gefällt vor allem, dass die bioemsan Biokosmetik sehr ausgewogen ist. Sie enthält nicht zu viele oder zu wenige ätherische Öle. Die bioemsan Produkte sind nicht überbeduftet und sehr gut verträglich. Sie verleihen ein überaus angenehmes Hautgefühl.“ 26

Das Besondere an den bioemsan Pflegeprodukten sind die darin enthaltenen probiotischen Mikroorganismen. „Die Effektiven Mikroorganismen verbessern das Hautmilieu spürbar, so wie sie das in anderen Bereichen auch machen, so z. B. das Mundmilieu. Deshalb schätzen wir in der Kräuterdrogerie auch die bioemsan Zahnpasten sehr“, so Anda Dinhopl. Liebling für den Sommer Ein sommerliches Lieblingsprodukt von Anda Dinhopl ist das bioemsan Sonnenpflegeöl Sanddorn-Olive. „Es eignet sich als Gesichtsund Körperöl. Das Schöne ist: Meine empfindliche, trockene Haut verträgt es sehr gut. Es macht eine angenehme Gesichtsfarbe und ist sehr pflegend. Im Sommer verwende ich es zudem als Haarpflegeöl. Die Haare bleiben damit schön geschmeidig.“


WOHLBEFINDEN MANJU

Tägliche Wohltat Neu im Sortiment von Multikraft sind die folgenden Nahrungsergänzungsmittel, die Gesundheit und Wohlbefinden auf natürliche Weise unterstützen.

neue Produk te!

Manju Kurkuma Goldgelb und gesund. Das ist Kurkuma. Auch bekannt als Gelbwurz oder gelber Ingwer. Herbst-Kurkuma aus erstklassiger Qualität wird mit Zuckerrohrmelasse und Reiskleie fermentiert und ohne die Zugabe von weiteren Inhaltsstoffen zu Tabletten gepresst. Manju Kurkuma Tabletten enthalten natürliche Mineralien, Spurenelemente und Ballaststoffe. Manju fermentierter Herbst-Kurkuma enthält 12 Mal so viel an natürlichem Curcumin wie Frühlingskurkuma. Durch die Fermentierung wird die Aufnahmefähigkeit der wertvollen Inhaltsstoffe im Körper erleichtert, der Anteil an Mineralstoffen sowie die antioxidativen Eigenschaften werden deutlich erhöht.

Unterstützt in folgenden Bereichen: • Immunsystem stärken • antioxidativer Schutz • Leberfunktion bei der Entgiftung • Zellerneuerung • Herz- und Kreislauf • Verdauungsanregung • Senkung des Cholesterinspiegels • Beweglichkeit der Gelenke • Vorbeugung von Migräne & Kopfschmerzen Am besten 3 x 5 Tabletten zu oder Tipp! nach den Mahlzeiten einnehmen.

Manju Coral Calcium neu mit Vit. K2, D3

Fotos: Carmen Trappenberg, george hanna matter/Shutterstock.com, TPR

• mit optimalem Calcium-Magnesium-Verhältnis Korallenpulver und Calcium sind die speziellen Zutaten dieses Nah• Korallenpulver angereichert mit Magnesium, rungsergänzungsmittels, zudem Magnesium, Vitamin K2 und D3. Vitamin K2 (aus natürlicher Fermentation) Das Meer birgt viele Schätze. Korallen sind zwar überall auf der Welt zu & Vitamin D3, um die Calcium-Aufnahme im finden, aber nur bei Okinawa sind sie so einzigartig in ihrer Qualität und Körper zu unterstützen Reinheit. Die Sango-Meereskoralle in Manju Coral Calcium ähnelt dem • kann bei der Entsäuerung des Körpers unterstützen Aufbau unserer Knochen und liegt im idealen Calcium-MagnesiumVerhältnis 2:1 vor. Am besten 3 x 3 Tabletten zu oder Manju Coral Calcium vereint alle für den Calciumstoffwechsel Tipp! nach den Mahlzeiten einnehmen. notwendigen Stoffe und verfügt darüber hinaus über natürliche Mineralstoffe und Spurenelemente, wie z. B. Eisen, Silizium, Chrom, Schwefel und Iod aus der Sango-Meereskoralle.

Zunderschwamm Pure Vitalpilzpulver Der Zunderschwamm ist ein Baumpilz, der in weiten Teilen der Welt heimisch ist. In Europa wächst er überwiegend an Birken und Buchen. Für die Herstellung der Zunderschwamm-Naturprodukte werden ausschließlich Bio-Zunderschwämme aus nachhaltiger deutscher Forstwirtschaft verwendet. Die bedeutendste Wirkstoffgruppe im Zunderschwamm sind die Beta-Glucane. Das Vitalpilzpulver dient im Darm als Präbiotikum. Es unterstützt das Wachstum von günstigen Darmbakterien sowie die Schleimhautregeneration.

Unterstützt in folgenden Bereichen: • Wundheilung • blutungsstillend, entzündungshemmend • antibakteriell & antiviral • immunmodulierend • Asthma & Lungenerkrankungen • Blasenleiden, Regelbeschwerden • Magen- und Darmproblemen • für ein gutes Bauchgefühl Am besten täglich einen Teelöffel ZunderTipp! schwamm Pure in 100 ml Wasser gut einrühren und zwischen den Mahlzeiten einnehmen. 27


INTERVIEW MANJU

Manju im Einsatz für die Darmgesundheit Margarethe Baiger aus Asten bei St. Florian in Oberösterreich ist 72 Jahre alt und jetzt wieder richtig glücklich. Nach einer Darmkrebserkrankung, nach Behandlungen mit Chemotherapien und Bestrahlungen samt Seitenausgang und Darmrückoperation erleichtert ihr das Nahrungsergänzungsmittel Manju das Alltagsleben enorm. Frau Baiger hat eine schöne Erfolgsgeschichte zu erzählen. Frau Baiger, Sie sind heute guter Dinge und vor einem Jahr jedoch ganz woanders gestanden. Würden Sie bitte davon erzählen? Vor knapp einem Jahr habe ich die Diagnose Mastdarmkrebs erhalten. Das Karzinom konnte nicht operativ entfernt werden. Da schon meine Mutter und Schwester an Darmkrebs verstorben sind, war ich eine Risikopatientin. Ich wurde mit Chemotherapien und mit 36 Bestrahlungen behandelt. Außerdem musste ich einen Seitenausgang akzeptieren. Im November 2019 hatte ich die letzte große onkologische Untersuchung und daran anschließend im Dezember die Rückoperation des Darmes. Nach der Operation hatte ich ärgste Probleme mit flüssigem und sehr unregelmäßigem Stuhlgang über den ganzen Tag hinweg. Das beeinträchtigte mich tagtäglich und ich konnte nicht mehr ausgehen. Zu der Zeit haben Sie das Nahrungsergänzungsmittel Manju kennengelernt. Was hat sich dadurch verändert? Anita Lengyel, eine Freundin aus Asten, fragte mich, ob ich Manju probieren möchte. Sie informierte mich darüber, dass Effektive Mikroorganismen den Darm sehr gut unterstützen und für ein gesundes Darmmilieu sorgen. Daraufhin habe ich mir im Linzer Reformhaus „gesünder leben“ Manju gekauft. Dann kam die große Überraschung? Ja, tatsächlich. Ich habe eine Verschlusskappe mit 25 ml in der Früh vor dem Frühstück auf nüchternen Magen eingenommen und war völlig überrascht, als schon nach nur drei Tagen der Stuhlgang viel besser war. Während der Krebserkrankung habe ich das Wort Geduld sehr oft gehört und ich hatte mich darauf eingestellt, weiterhin sehr geduldig sein zu müssen. Umso perplexer war ich, wie schnell sich der Stuhl zum Besseren verändert hat. Wie geht es Ihnen heute und nehmen Sie Manju nach wie vor? Heute fühle ich mich pudelwohl. Ich nehme nach wie vor jeden Tag in der Früh 25 ml Manju und bin dabei, meinen Darm zu erziehen. Der Stuhlgang ist jetzt schon immer am Vormittag erledigt und ich habe nicht mehr den ganzen Tag damit zu tun.

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Welche Chancen bietet das Nahrungsergänzungsmittel Manju als Beitrag zu mehr Lebensqualität? Ich bin jetzt richtig glücklich und merke einfach, wie gut es mir tut. Auf den ersten Blick mag man meinen, dass es zwar viel kostet, aber Manju ist es auf alle Fälle wert. Ich erspare mir die vielen Einlagen, die ich sonst gebraucht hätte. Das gleicht sich finanziell also aus. Insgesamt hat sich meine Lebensqualität durch Manju verbessert. Von einem Tag auf den anderen ist mir dieser riesengroße Unterschied aufgefallen. Unglaublich, wie schnell sich der Stuhl verändert und normalisiert hat. Das ist für das tägliche Leben einfach viel wert.


MEHR WISSEN

Genießen statt Gießen Trockenheitstolerante Gärten gestalten Annette Lepple

Altes Wissen Neues Wissen

142 Seiten

Die wohl bekanntesten aller Hecken sind wohl jene von Dornröschen.

ISBN-10: 3818610444

Im 17. Jahrhundert wurde das Märchen erstmals niedergeschrieben.

Sie möchten Ihre wertvolle Zeit im Garten nicht mehr mit Gießen verbringen, sondern lieber im Liegestuhl den Grillen lauschen? In diesem Buch finden Sie Inspirationen für lebendige Pflanzungen mit Gräsern und Stauden, begrünte Mauern und moderne Gartengestaltungen. Die Gartendesignerin, Fotografin und Autorin Annette Lepple zeigt Beetkombinationen, die nicht bei der ersten Sommerhitze schlappmachen und welchen Sträuchern, Bäumen, Gräsern, Zwiebelblumen, Ein- und Zweijährigen die Trockenheit im Sommer kaum etwas anhaben kann. Wunderbare Ideen und viele Tipps!

Der Schlossturm der schlafenden Prinzessin ist seither von Brombeeren und Dornbüschen umrankt. Dornige Sträucher wie Weißdorn, Hundsrose und Hagebutte oder stark verwachsene Pflanzen wie Weiden oder Haseln dienten Gehöften, Feldern, Friedhöfen und Ortschaften als Umzäunung und Gehege – auch Hag genannt. Viele Ortsnamen deuten noch auf solch frühe Siedlungsformen hin, z. B. Den Haag in den Niederlanden oder Haag am Hausruck in Oberösterreich. Heute sind Sträucher und Hecken in Gärten ein attraktiver Sicht- und Windschutz. Alte heimische

Damit wir auch in Zukunft eine Zukunft haben Ernst Frischknecht – der Biopionier

Wildstrauchhecken sind in der Pflege weniger

Christine Loriol

hohen ökologischen Wert. Wildstrauchhecken

aufwendig als exotische Sträucher. Außerdem haben Dirndl, Schlehen, Wildrosen oder Pfaffenkapperl in Wildstrauchhecken einen

312 Seiten

sind für eine intakte Nützlingswelt wichtig. Als

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Lebensraum für Vögel, Insekten und kleine

Er ist Biopionier geworden, dabei hätte er seinen Bauernhof 1972 am liebsten heimlich umgestellt. So wurde er Fragender und Forscher, Biobauer und Politiker. Die Schweizer Journalistin und Autorin Christine Loriol verknüpft in ihrem Buch den Menschen Ernst Frischknecht, sein Wissen und seinen Weg mit dem aktuellen Zeitgeschehen. Die Klimabewegung verleiht dem Buch Aktualität und Dringlichkeit. Frischknecht traut den Generationen, die nach ihm kommen, etwas zu. Es geht um Verantwortung und Vertrauen, Zukunft und Zuversicht. Ernst Frischknecht hat dazu etwas zu sagen.

Bodentiere sind sie ein Beitrag zur Artenvielfalt. Vielen Nützlingen bieten sie Unterschlupf und Nahrung, so z. B. die Blüten, Beeren und Blätter von Holunder, Berberitze, Haselnuss oder Hartriegel. Anfangs braucht es vielleicht ein wenig Geduld, bis Nützlinge wie Vögel, Wildbienen, Schmetterlinge oder Hummeln angelockt werden und dann dauerhaft Schädlinge regulieren. Stachelige oder dornige Sträucher schützen die Nester von Vögeln. Unsere gefiederten Freunde stöbern z. B. nach Schädlingen wie Apfelwickler und Kirschfruchtfliegen. Marienkäfer kennen wir als Glückssymbol. Im Garten vertilgen die hübschen Glücksbringer mehrere Hundert Blattläuse, Spinnmilben und andere Schädlinge.

Biologische Transmutationen

Als Nützlingsquartier beziehen Marienkäfer gerne das Laub unter einer Hecke. In Mischkultur gepflanzt, sorgen Hecken für ein strukturreiches Landschaftsbild sowohl im Garten als auch in der Landwirtschaft. Mit heimischen Wildsträuchern wie Heckenrose, Liguster, Weißdorn, Kor-

Corentin Louis Kervran 352 Seiten

Fotos: z. V. g., Suwi19/Shutterstock.com

ISBN-10: 3906319415

nelkirsche, Faulbaum, Sanddorn oder Schneeball lassen sich bewirtschaftete Flächen umgeben. Breit angelegte Hecken sind für Ackerflächen ein idealer Windschutz. Sie verbessern das Mikroklima, verhindern die Bodenerosion, verringern die Verdunstung, stabilisieren die Boden-

Die Forschungsarbeiten des französischen Naturwissenschaftlers Kervran (1901–1983) beschäftigen sich mit dem Nachweis, dass in biologischen Systemen Eigenelementumwandlungen vor sich gehen. Bekanntes Beispiel: Hühner können ihre Eier mit Kalkschale legen, obwohl das Futter keinen Kalk enthält. Es mache Sinn, die Arbeiten von Kervran mit heutigen Methoden zu untersuchen, so der emeritierte Professor und Chemiker Helmut Gebelein, um daraus für die Landwirtschaft wichtige Erkenntnisse zu gewinnen. Erstaunlich und aufschlussreich!

feuchte und erhöhen das Nützlingsaufkommen. Mit Hecken entsteht ein biologisches Gleichgewicht, das im Garten wie auf Feldern die Schädlinge und Nützlinge reguliert. Die in Hecken lebenden Nützlinge vertilgen Schädlinge und vermindern den Befall landwirtschaftlicher Nutzflächen. All dies sind wichtige Faktoren für gute Erträge. Es sind also einige schöne Chancen, die sich auftun, wenn die Bedeutung von Hecken für Natur, Landschaft und Landwirtschaft heute wieder mehr ins Blickfeld rückt.

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KLEINE HELFER

Gesunde Nascherei Es ist faszinierend wie sich Milch und Bakterienkulturen im Joghurt wieder in frisches Naturjoghurt verwandeln. Joghurt entsteht durch die Arbeit von Milchsäurebakterien, die den Zucker in der Milch in Milchsäure umwandeln. So entsteht übrigens auch der leicht säuerliche Geschmack von Naturjoghurt. Aber eiskalt schmeckt selbstgemachter Joghurt noch besser. Mit ein paar frischen Früchten kannst du dir leckeres Eis ganz nach deinem Geschmack zaubern. Wir zeigen dir, wie deine Eis-Träume wahrwerden.

Du brauchst Bio-Milch, etwas Bio-Joghurt (Bakterienkultur) und einige Stunden Zeit. Eine Joghurtmaschine oder ein spezielles Küchenthermometer sind nicht notwendig denn im Backrohr klappt es genauso gut. Bitte einen Erwachsenen, dir bei der Herstellung von Joghurt zu helfen.

Rezept fü r

1 Liter pasteurisierte Bio Vollmilch (Fettgehalt nach Wunsch) 150 Gramm Naturjoghurt Schraubgläser Schneebesen, Rührschüssel, Backofen 40°C

Die Backofentemperatur auf 40 °C einstellen, knapp 40 °C bis max. 45 °C sind für die Vermehrung der Joghurtkulturen geeignet. Milch und Joghurt in einer Rührschüssel gut verrühren Milchgemisch auf die vorbereiteten, sauberen Gläser aufteilen. Für 10–12 Stunden in den Ofen stellen. Teilnahmebedingungen: Teilnahmeschluss ist der 30. September 2020. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, ausgenommen Mitarbeiter und Angehörige der Firma Multikraft. Nach dem Ende der Teilnahmefrist erfolgt eine Ermittlung der Gewinner durch Ziehung. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Die Preise können nicht in bar abgelöst werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Teilnehmer ist mit der elektronischen Erfassung und Verarbeitung seiner Daten einverstanden, die ausschließlich für Betreuungszwecke der Firma Multikraft Produktions- und HandelsgmbH verwendet werden. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und selbstverständlich können Sie jederzeit einer weiteren Verwendung Ihrer Daten zu Werbe- und Marketingzwecken – auch soweit dies rechtlich ohne Ihre Einwilligung zulässig ist – durch eine einfach Mitteilung an Multikraft Produktionsund HandelsgmbH widersprechen.

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KLEINE HELFER

150 g Beeren der Saison (Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren..) 3 EL selbstgemachtes Joghurt 2 EL Honig Alle Zutaten in einen Mixer geben und in eine beliebige Form befüllen, Holzstiehl oder Löffel hineinstecken und mindestens 5 Stunden gefrieren lassen.

Foto: Multikraft

Um das Eis aus dem Förmchen zu lösen, diese kurz unter warmes Wasser halten.

Schicke uns ein Foto von deinem selbstgemachten Fruchteis und gewinne diese Multikraft Produkte: Mini-Schoko und Mini-Schokolade Blaues Wunder, Manju Pastillen, Jausn-Wrap Bienenwachstuch Set, bioemsan Salzseife Rose, bioemsan Badesalz Rose. Rose Jede Einsendung gewinnt einen Anerkennungspreis. Einfach an info@multikosmos.at senden oder per Post an Multikraft, Sulzbach 17, 4632 Pichl/Wels.

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TIPPS & TRICKS

Tipps & Tricks Winte rgemüse im urbanen Raum? lkonWelches Winte rgemüse ist für das Ba kister l am besten geeignet? Was muss bea chtet we rden?

rscher Unser Tipp von Wintergemüsefo und Autor Wolfgang Palme ergemüse eignet, passt auch für Fast alles, was sich im Beet als Wint oder Fensterbrett ist alles zarte on den Balkon. Empfehlenswert für Balk ksalate. Pflüc oder i Cho Pak B. Blattgemüse, wie z. inausgesät, als Jungpflänzchen vere Pflücksalate werden Ende August ten können nach Weih zu tlich Pünk tzt. gese en zelt, dann in Balkonkistch derbar. sie gepflückt werden. Das geht wun ung zu achten, damit das Wasser isch Generell gilt, auf eine gute Erdm ler und Kistchen macht man sich idea gut absickern kann. Für die Töpfe mirmet Gou ne eige eine post Kom Weise aus Muttererde und gutem hselt. Egal ob in der Stadt oder auf schung, die man nicht jedes Jahr wec alb oorganismen die Helden und desh dem Land, im Boden sind die Mikr Bodenleben aktiv das it dam n, hsel wec dig stän t sollte man die Erde nich bleiben kann. t Richtung schaut mein Balkon? Lich Weiters ist zu beachten: In welche oder Süd sind alb desh tig und ist für Wintergemüse besonders wich . Ist es sehr windig? Starker Wind Südwestbalkone sehr gut geeignet alb braucht es einen Windschutz. kann die Pflanzen beschädigen, desh auf das Gemüse schneit. Im oder Wichtig ist, dass es nicht hinregnet zen in einer Loggia oder durch den städtischen Bereich sind die Pflan man kann ganz einfach WinterBalkon darüber gut geschützt und gemüse ernten.

zu Wie we rden Küchenabfälle am besten we rtvollem Dünger ver we rtet?

Kommt aus dem Japanischen und Bokashi ist hier das Zauberwort. . Es bezeichnet mit Effektiven bedeutet „graduelle Umwandlung“ aterial. Bokashieren ist eine Biom Mikroorganismen fermentiertes zu fälle in wertvollen Pflanzendünger einfache Methode, um Küchenab verer tseim shal -Hau ashi Bok der verwandeln. Statt Bio-Mistkübel wird i Fassungsvermögen ist ideal für zwe wendet. Der Organico 2.0 mit 9,6 L bis drei Personenhaushalte. So einfach geht‘s Erdäpfeln, . Zerkleinerte Küchenabfälle (Salatblätter, Schalen von er geben -Eim ashi den Bok Karotten etc.) Schicht für Schicht in EM Aktiv mit und n reue best . Jede Schicht mit Bokashi getrocknet besprühen . Eimer luftdicht abschließen Wichtig

, Presskolben gut zusammenpressen Das Füllgut mit dem mitgelieferten nach its Bere . statt r Luftabschluss denn die Fermentation findet unte ertemperatur entsteht ein hochZimm bei tion enta Ferm hen Woc i zwe earbeitet werden kann, im Garten wertiger Dünger der in die Erde eing ene Sickersaft wird beim Drehversowie bei Topfpflanzen. Der entstand n und dient als wertvoller Dünger lasse abge er schluss am Bokashi-Eim Gießen von Topfpflanzen sowie im (1:1000 mit Wasser verdünnen) zum r des Sickersaftes einige EM hälte ngbe Garten. Gibt man in den Auffa arkeit. Keramikpipes erhöht sich die Haltb

Wie we rden Küchenabfälle am besten ger uchlos gesammelt ohne Fr uchtfliegen anzulocken? Der elegante Behälter l zum Sammeln aller Bioabfälle vor Der BioProffa Bio-Abfalleimer ist idea elegante und umweltfreundliche Der r. Eime der Fermentation im Bokashi Haushalt gut. Im Deckel befindet sich Abfallbehälter macht sich in jedem der die Geruchsbildung verhindert ter ein austauschbarer Aktivkohle-Fil htfliegen fernhält. und dadurch Insekten wie z. B. Fruc

NEU

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Was muss bei der Aussaat bzw. et Pflanzung von Winte rgemüse bea cht we rden – spe ziell Salate (Feldsalat/ Voger lsalat/Nüsslisalat) und Wurz elgemüse?

Moussaka

TIPPS & TRICKS

mit Auberginen und Linsen

rscher Unser Tipp von Wintergemüsefo e Palm g fgan Wol r und Auto Wintergärtnerns ist der richtige ZeitDas allerwichtigste Geheimnis des nach Gemüseart und Sorte. Von punkt der Aussaat. Dieser richtet sich gen ist in dem Fall Abstand zu ckun enpa den Empfehlungen auf Sam nehmen. Vogerlsalat

es, seine Aussaat erfolgt ab Mitte Er ist der Klassiker des Wintergemüs n es zu warm ist (über 20 Grad August. Vogerlsalat keimt nicht, wen en in einer Saatschale aus und best am ihn Celsius). Deshalb sät man ens kühl, z. B. in den Keller oder stellt diese für die Phase des Keim wird, gehört die Saatschale ans tbar sich Schuppen. Sobald der Keim in Töpfchen pikiert und ab Mitte Licht. Die Pflänzchen werden dann Gewächshaus oder unter die ins en, September in den Frühbeetkast Hochbeethaube gesetzt. er um Schutz vor der Kälte im Wint Es geht dabei gar nicht so sehr leme Prob üsen allen salatigen Gem sondern um die Feuchtigkeit, die bei alb ist ein Dach über den Kopf Desh . kann iten bere ng lbildu mme mit Schi luftig, regen- und schneedie te, ksala Pflüc wichtig. Das gilt für alle ar kann man sie im Winter wunderb geschützt stehen müssen. Dann ernten. Trick für Vogerlsalat er en an, wo Sie Vogerlsalat im Wint Legen Sie ein wildes Eck im Gart die en, Sam sich n blühen an. Es bilde ernten. Ab März fängt er zart lila zu weil es im Sommer zu warm ist, um n, leibe verb dort und fallen ins Beet peratur gehen sie ganz von allein Tem r ende zu keimen. Später bei pass rlsalat-Keimlinge aussehen, damit auf. Nun muss man wissen, wie Voge ausreißt. t“ krau „Bei man sie nicht irrtümlich als

Fotos: Multikraft, Iryna Melnyk, Silarock /Shutterstock.com

Wurzelgemüse aus. Die schönen, großen Rüben Pastinaken sät man ab Anfang Juni fest. Bundkarotten sind etwas ganz sind im Winter am Beet extrem frost Grün verwenden kann. Sie werden Feines, das man sehr gut mit dem gesät. Anfang, Mitte August direkt ins Freie

Zutaten in Bio-Qualität

4 große Auberginen, 2 Zwiebeln, fein gehackt, 2 Knoblauchzehen, 800 g geschälte Tomaten, 2 TL Rohrzucker, 100 ml Olivenöl, 250 g Linsen aus der Dose (abgespült und abgetropft), Salz, frisch gemahlener Pfeffer, 800 ml Vollmilch, Geriebene Muskatnuss, 85 g Butter, 75 g Mehl, 150 g geriebener Käse (Parmesan, Mozzarella oder Gruyère), fein gehackte Kräuter zum verfeinern; Außerdem: 250 ml Wasser

Zubereitung

Die gehackten Zwiebeln mit dem Knoblauch, den geschälten Tomaten, dem Zucker und 2 EL Olivenöl in einem Topf aufkochen und 10 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze kochen lassen. Mit 250 ml Wasser aufgießen, Linsen dazugeben und nochmals kochen lassen bis eine relativ dicke Sauce entstanden ist. Mit Kräutern, Salz und Pfeffer abschmecken. Inzwischen die Auberginen in 1 cm dicke Scheiben schneiden. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Auberginen auf beiden Seiten goldbraun baten. Für die Béchamelsauce in einem Topf die Butter zerlassen, das Mehl einrühren und anschwitzen, ohne es zu bräunen. Vom Herd nehmen und langsam die warme Milch einrühren. Den Topf wieder auf den Herd stellen und die Mischung unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Mit geriebener Muskantnuss, Salz und Pfeffer abschmecken. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Auf den Boden der Auflaufform zunächst die Linsen-Tomatensauce verteilen. Es folgt eine Lage Auberginen, dann eine Schicht Béchamelsauce. Wiederholen, bis alle Zutaten verbraucht sind, dabei mit einer Schicht Linsen-Tomatensauce abschließen. Mit Käse Ihrer Wahl bestreuen und das Moussaka im vorgeheizten Ofen etwa 40 Minuten backen bis die Oberfläche schön gebräunt ist.

Guten Appetit! 33


INFOS & TERMINE

Erlebniswelt Multikraft

Jeder Monat steht bei uns unter einem besonderen Themenschwerpunkt. Unter Einhaltung der Hygienerichtlinien und Sicherheitsmaßnahmen möchten wir ab September wieder unsere beliebten EM Cafés, den EM Bio-Gartenbrunch sowie den EM Workshop abhalten. Auch alle weiteren Veranstaltungen sollen vorbehaltlich behördlicher Erlaubnis stattfinden. Dazu ersuchen wir unbedingt um Voranmeldung unter: www.multikraft.com/de/aktuelles-service/veranstaltungen-events

September 2020

Essen heilt

Oktober 2020

Herbstputz in Haus und Garten

EM Café Freitag, 4. September 2020, 14:30–17:00 Uhr

EM Café Freitag, 2. Oktober 2020, 14:30–17:00 Uhr

EM Bio-Gartenbrunch Mittwoch, 16. September 2020, 09:00–11:30 Uhr

EM Bio-Gartenbrunch Mittwoch, 14. Oktober 2020, 09:00–11:30 Uhr

EM Workshop Dienstag, 22. September 2020, 14:00–17:00 Uhr

EM Workshop Dienstag, 20. Oktober 2020, 14:00–17:00 Uhr

September 2020

Abendvortrag mit den Mondexperten Johanna Paungger und Thomas Poppe Donnerstag, 10. September 2020 19:00 Uhr | Multikraft Gartenpavillon Gärtnern in Harmonie mit dem Mondlauf 34


INFOS & TERMINE

Infos & Termine Webinare

Aus aktuellem Anlass haben wir unser Webinarprogramm erweitert. Mit unseren Webinaren können Sie auch bequem vom Sofa aus in die Welt der Effektiven Mikroorganismen eintauchen. Unsere Multikraft FachberaterInnen bieten Austausch zu verschiedenen Themenschwerpunkten: Garten, Teich, Reinigung und Wohlbefinden und vieles mehr. Auf unserer Website finden Sie das aktuelle Programm sowie die vergangenen Webinare zum Nachsehen. www.multikraft.com/de/aktuelles-service/webinare

Events

Fotos: Multikraft, Olena Yakobchuk, Aila Images, Maria Evseyeva, Natalia Lisovskaya, Alexandr Belous/Shutterstock.com

Besuchen Sie uns auch bei folgenden Messen: Sonntag, 15. November bis Montag, 16. November 2020 09:00–17:00 Uhr

Für Anwender, Einsteiger & Interessierte zum Erfahrungsaustausch

Aufgrund der aktuellen Situation müssen die EM-Stammtische bis zum Sommer leider abgesagt werden, bzw. finden diese teilweise online statt. Vorbehaltlich behördlicher Erlaubnis können die EM-Stammtische ab Herbst wieder stattfinden. Aktuelle Informationen dazu erhalten Sie direkt bei den Multikraft-Partnern oder auf unserer Website unter www.multikraft.com/de/aktuelles-service/veranstaltungen-events

WIEN Günter A. Gsöls

Jeden 1. Dienstag im Monat, Beginn: 18:00 Uhr Das Schutzhaus, Gartenfreunde Ottakring, Steinlegasse 15 (Navi-Adresse: Flötzersteig 6), 1160 Wien, +43 664 320 65 77 Jeden 3. Donnerstag im Monat, Beginn: 19:00 Uhr Heuriger „Alter Bach-Hengl“, Sandgasse 7–9, 1190 Wien

TRIBUSWINKEL Hildegard Baader

Erfahren Sie Neues über EM oder tauschen Sie Ihre Erfahrungen mit uns aus. Auf unserer Website finden Sie alle aktuellen Informationen zu Veranstaltungen, Stammtischen, Vorträgen, Messen und ob diese wie geplant stattfinden können: www.multikraft.com/de/aktuelles-service/veranstaltungen-events

Messe bio Österreich

EM-Stammtische

Agraria Wels

(Landwirtschaftsmesse) Mittwoch, 25. November bis Samstag, 28. November 2020

Jeden letzten Dienstag im Monat, Beginn: 19:00 Uhr Mühlbachwirt, Kirchenplatz 8, 2512 Tribuswinkel +43 2252 497 48, +43 676 722 77 76

EGGERSDORF | GRAZ Gartenparadies Peter Painer

Jeden Monat Gartenworkshops rund um die Pflege und Arbeit mit EM. Informationen zu den Terminen und Programmen unter www.painer.com, Badstraße 48, 8063 Eggersdorf, +43 3117 24 42

ROHR | KREMSTAL Gärtnerei Schützenhofer Jeden 3. Dienstag im Monat Kräuterstammtisch, Beginn: 19:00 Uhr, Linzerstraße 32, 4532 Rohr/Kremstal +43 7258 21 24 STRASSWALCHEN Johannes Lenzenweger Jeden 1. Mittwoch im Monat (von August bis Oktober), Beginn: 19:30 Uhr Lenzenweger, Voglhub 8, 5204 Straßwalchen, em.lenzenweger@gmx.at, +43 664 2825 895 ROTH Silvia Smetana

Jeden letzten Donnerstag im Monat, Beginn: 18:00 Uhr Haus der Schönheit, Hauptstraße 43, 91154 Roth evs.smetana@gmail.com, +49 9179 964 68 64

FINSTERWALDE Thomas Kühne Jeden 3. Donnerstag im Monat, Beginn: 19:00 Uhr An der Schraube 20, 03238 Finsterwalde, anfrage@naturgarten-planer.de, +49 3531 70 50 25 oder +49 3531 433 92 66 KÄMPFELBACH Sigrid Bellitto

multikosmos Ausgabe 36 Unser nächstes Thema:

Respekt

Stammtisch wird aktuell online abgehalten. Nähere Informationen unter www.bellitto.de Jeden letzten Mittwoch im Monat, Beginn: 19:30 Uhr Friedenstr. 44, 75236 Kämpfelbach, +49 7232 40 93 61 sigrid-bellitto@online.de 35


NATURREIS

KELP

GRÜNE PAPAYA

REISKLEIE

Tut natürlich gut! Manju ist ein hochwertiges Fermentationsgetränk. Dank der wertvollen natürlichen Inhaltsstoffe, die bei der einjährigen Fermentation aus biologischen Zutaten gebildet werden, trägt Manju zur Steigerung des Wohlbefindens bei. www.manju-drink.com

Profile for Multikraft

Multikosmos 35  

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