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Die Welt der Effektiven Mikroorganismen | Jänner 2020

Nr. 34 |

ACHTSAMKEIT

Zuversichtlich

Zeiten des Umbruchs verunsichern, doch davon darf man sich nicht einschüchtern lassen. Klimaschutz und positive Veränderungen können gut gelingen und zu mehr Lebensqualität verhelfen. Davon erzählt die Klimaforscherin und emeritierte Professorin der Universität für Bodenkultur Wien Dr. Helga Kromp-Kolb. Seite 8

Ersprießlich

Das Mikrobiom setzt sich aus einer Vielzahl an Mikroorganismen zusammen. Pflanzen bilden in Symbiose mit der sie umgebenden Mikrobiologie zum Beispiel ein starkes Immunsystem. Durch Einsatz von Biostimulanzien wie der EM-Technologie können Pflanzen biologische Netzwerke besser nutzen und gesund gedeihen. Seite 10

Erstaunlich

Was in den 1960er-Jahren als kleiner Hofladen begann, ist heute ein beeindruckender Betrieb. Der Biohof Bursch in Deutschland setzt seit Anfang an auf achtsame Bewirtschaftung und beste Demeter-Qualität von Obst und Gemüse. Das Multikraft-System ist ebenso fixer wie erfolgreicher Bestandteil im Anbau. Seite 18


MULTIKRAFT INTERN

Multikraft ist klimaneutral „Wir haben unsere CO2-Bilanz mit der entsprechenden Anzahl an Zertifikaten ausgeglichen. Damit haben wir unser Unternehmen und unsere Produkte klimaneutral gestellt.“ Geschäftsführer Lukas Hader

Gehen wir zum Beispiel einen Tag lang achtsam und bewusst durch unseren Alltag. Wann und wo können wir klimafreundlich handeln? Welche Möglichkeiten zur Veränderung fallen uns auf? Welcher Schritt geht ganz leicht, ja sogar sofort? Jede Kleinigkeit macht etwas aus. Bei manchen Änderungen braucht es vielleicht einen etwas längeren Atem. Wir als Unternehmen haben uns den Ressourcenverbrauch ganz genau angeschaut. In allen Bereichen sind CO2-Emissionen eingespart worden, die Energieversorgung am Firmenstandort selbst erfolgt klimaneutral. So effizient und ökologisch wir schon seit vielen Jahren handeln, wir emittieren trotzdem CO2. Durch unser Verkehrsaufkommen und durch Transporte oder Zukäufe externer Lieferanten. Diese unvermeidbaren CO2-Emissionen gleichen wir mit Klimaschutzzertifikaten aus. Damit unterstützen wir ein VCS-zertifiziertes Projekt zur Waldaufforstung in Uruguay und ein UN-Wasserkraftprojekt in Mali und im Senegal. 2

Multikraft ist das erste Unternehmen in unserer Branche, das seine Emissionen nach dem Kyoto-Protokoll freiwillig kompensiert und klimaneutrale EMProdukte anbietet. Neugierig geworden? Mehr Infos dazu gibt es in der Coverstory ab Seite 6.

Multikraft-Produkte sind ab 2020 klimaneutral und tragen das „CO2-neutral“-Logo


VORWORT

Die beste Weise, sich um die Zukunft zu kümmern, besteht darin, sich sorgsam der Gegenwart zuzuwenden. – THICH NHAT HANH (BUDDHISTISCHER MÖNCH) –

Achtsam in der Gegenwart zu sein sollte für uns alle selbstverständlicher werden. Dazu gehören die vielen Dinge des Alltags. Wir können auf möglichst saisonale Lebensmittel achten, Verpackung reduzieren oder Reisedestinationen ressourcenschonend planen. Es braucht nicht nur individuelle Veränderungen, sondern wohldurchdachte Lösungen in allen gesellschaftlichen Bereichen wie Raumplanung, Energiegewinnung, Verkehr oder Landwirtschaft. Darauf weist Klimaforscherin Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb im Gespräch ab Seite 8 hin.

Fotos: Multikraft, Shutterstock, Werner Dedl, Cover: Getty Images

Seit Oktober 2019 ist Multikraft als klimaneutrales Unternehmen zertifiziert. Sich seine täglichen Aktivitäten bewusst zu machen und diese zu optimieren ist ein sehr wichtiger ökonomischer wie auch ökologischer Aspekt in jedem Unternehmen und sollte mit besonderer Achtsamkeit durchgeführt werden. Erfahren Sie dazu mehr ab Seite 6. Multikraft steht dafür, Kreisläufe der Natur zu berücksichtigen und sorgsam mit den Böden umzugehen. Ein gesunder, schonend bewirtschafteter Boden ist eine absolute Grundvoraussetzung für gute und nachhaltige Erträge, ebenso die vorausschauende Pflanzenstärkung ohne chemische Mittel. Dies zeigen Betriebe in Deutschland (Seite 18), aus dem Burgenland (Seite 22) und aus Wien (Seite 20) sehr schön. Zur Achtsamkeit gehört auch eine artgerechte, ressourcenschonende und auf das Tierwohl und damit auf bessere Qualität ausgerichtete Nutztierhaltung. Die Umsetzung in die Praxis gelingt einem Ziegenhaltungsbetrieb in Oberösterreich, der auf Seite 24 vorgestellt wird. Aus meiner Sicht ist es auf jeden Fall möglich und notwendig, dass landwirtschaftliche Betriebe umwelt- und klimafreundlich handeln und zugleich wirtschaftlich bestehen können. Allerdings ist es nötig, dass wir nachhaltige Landwirtschaftsformen mit unseren Einkäufen unterstützen und uns bewusst machen, wie wichtig eine regionale Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln ist.

Vorbeugend zu denken und zu wirtschaften erfordert zu Beginn vielleicht etwas mehr Achtsamkeit, Anstrengung und zeitlichen Einsatz. Dies gilt auch für die Arbeit mit Effektiven Mikroorganismen. Hat man diese über einen gewissen Zeitraum regelmäßig eingesetzt, wird die Arbeit leichter. Böden und Pflanzen entwickeln sich gesund. Welche Rolle das Phytobiom – die bakterielle Besiedelung von Pflanzen – dabei spielt, erfahren wir vom Ökologen Mag. Robert Rotter auf Seite 10. Dieses grundlegende Prinzip gilt auch für den Einsatz probiotischer Reiniger, die im Alltag einen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz darstellen, wie Biologin Dr. Erika Rokita ab Seite 12 berichtet. Ganz naheliegend ist natürlich auch, dass wir mit uns selbst, mit unserer Gesundheit bewusst umgehen und auch in diesem Bereich auf natürliche, qualitativ hochwertige Inhaltsstoffe achten. Mit achtsamer Hautpflege können wir unserer Haut regelmäßig vorbeugend Gutes tun (Seite 26). „Die beste Weise, sich um die Zukunft zu kümmern, besteht darin, sich sorgsam der Gegenwart zuzuwenden“, sagte der buddhistische Mönch Thich Nhat Hanh. Dies erscheint mir in allen Lebensbereichen möglich und sinnvoll. Viel Freude beim Lesen!

Ulrike Hader, Herausgeberin

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COVERSTORY ACHTSAMKEIT

LOGISCHER SCHRITT MULTIKRAFT IST KLIMANEUTRAL

Welche Welt wollen wir Kindern überlassen? Machen wir weiter wie bisher oder setzen wir achtsam neue Schritte? Fortschrittlich, zukunftsweisend und partnerschaftlich geht Multikraft voran und leistet als klimaneutrales Unternehmen einen Beitrag für die Welt von morgen. Treibhausgase verteilen sich gleichmäßig in der Atmosphäre und weltweit ist klar, dass menschengemachte Emissionen verringert werden müssen. Das kostet laut Berechnungen des Weltklimarates nur 0,6 % der jährlichen Wertschöpfung. Die Beseitigung von Schäden durch zu hohe Emissionen kostet ein Vielfaches. 6

Was Glaziologen, Forstwissenschaftler, Meeresbiologen und Klimaforscher schon lange beobachten, spüren wir vermehrt. Bis Ende des Jahrhunderts wird sich die Erde um durchschnittlich 4 Grad Celsius erwärmen. Wenn wir nichts tun. Zu den Folgen gehören Hitzewellen und Stürme, schmelzende Gletscher, steigende Meeresspiegel, Überschwemmungen. Die Erwärmung muss auf 2 Grad Celsius beschränkt werden. Besser auf 1,5 Grad. Klingt wenig, macht aber einen großen Unterschied. Lösungen gibt es. Staaten, Städte und Gemeinden sind für Lösungen gefordert. Zusätzlich braucht es erhebliches Engagement von Bürgern ebenso wie von Unternehmen.


COVERSTORY ACHTSAMKEIT

GERINGER FUSSABDRUCK

„Wir achten von Anfang an darauf, den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten“, betont Lukas Hader, Geschäftsführer von Multikraft. Seit mehr als acht Jahren ist das Unternehmen bereits Klimabündnisbetrieb. In allen Bereichen des Unternehmens wurden CO2-Emissionen eingespart. Die Energieversorgung erfolgt klimaneutral. Der Familienbetrieb deckt den Energiebedarf für die Produktion und für den Bürobetrieb durch nachwachsende Rohstoffe und eine 60 m² große Solaranlage. Die Hackschnitzel kommen aus der Region, Strom wird aus Ökoenergie bezogen, Drucksorten und Broschüren sind klimapositiv gedruckt. In der Produktion und im Neubau des Bürogebäudes wurde anstatt einer Klimaanlage ein Wärmetauscher installiert. Auf diese Weise wird Restwärme aus den Produktionsvorgängen wiederverwendet.

Fotos: Shutterstock

CO2-BILANZ UND KLIMASCHUTZPROJEKTE

Es folgt der nächste logische Schritt. Seit Oktober 2019 ist Multikraft als klimaneutrales Unternehmen zertifiziert. Was heißt das? Nun,in einem Betrieb lassen sich Emissionen nicht zur Gänze vermeiden. „In der Nähe unseres Firmenstandortes gibt es keine Bahn- und Busstation. Deswegen sind Mitarbeiter auf das Auto angewiesen. Wir arbeiten mit Partnern und Händlern weltweit zusammen und wissen, dass Flugverkehr sehr viel CO2 emittiert. Wir kaufen ein und sind somit auch Mitverursacher bei Lieferverkehr, Plastik- und Kartonagenproduktion. Wir wollen diese Bereiche kompensieren, solange wir keine tauglichen Alternativen gefunden haben“, erläutert Lukas Hader. Mit Unterstützung der Fokus Zukunft GmbH und auf Basis anerkannter Berechnungsmodelle wurden sämtliche Emissionen ermittelt, die bei Multikraft durch Dienstfahrten, Transporte externer Zulieferer oder durch die Vorkette eingekaufter Waren anfallen. Der CO2-Fußabdruck beträgt demnach jährlich rund 3.995 Tonnen CO2-äquivalente Schadstoffe. Basierend auf der CO2-Bilanz, errechnet sich der Betrag für die freiwillige Investition in zertifizierte Klimaschutzprojekte. „Für mich ist es logisch, mit konsequenten Lösungen weiterzugehen. Es geht nicht darum, bloß ein Feigenblatt vorzuweisen. Es ist alles zu berücksichtigen, was wir als Firma in irgendeiner Weise an Emissionen verursachen“, so CEO Lukas Hader, der sich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Ein moderner Ablasshandel zur Gewissensberuhigung, wie manche Kritiker meinen? Lukas Hader: „Ich sehe es als grundsolide Sache, dass wir mit zertifizierten Klimaschutzprojekten weltweit etwas zum Klimaschutz beitragen und CO2-neutral sind.

POSITIVE IMPULSE VOR ORT

Für 2020–2022 hat Multikraft mit insgesamt 12.000 Klimaschutzzertifikaten die Treibhausgasemissionen des Unternehmens ausgeglichen. Mit diesen Zertifikaten werden ein Waldaufforstungsprojekt in Uruguay sowie unter der Hoheit der Vereinten Nationen ein Wasserkraftprojekt in Mali und im Senegal unterstützt. „Die Projekte sind zum Beispiel von der UNO zertifiziert und sind in den jeweiligen Regionen wichtige Impulsgeber für Umweltschutz und neue Technologien. Statt billige Kohlekraftwerke werden mit Hilfe der Klimaschutzzertifikate zukunftsweisende Projekte aufgebaut“, erzählt Lukas Hader. In Schwellen- und Entwicklungsländern ist das Potential an Einsparungen von Treibhausgasen sehr hoch. Für ihr Engagement erhalten die Klimaschutzprojekte in Form von Zertifikaten Emissionsgutschriften. Die Höhe bemisst sich z. B. durch den Vergleich mit den Emissionen, die durch den Bau eines Kohlekraftwerkes entstanden wären. Die Projekte fördern also den Transfer sauberer Technologien, fördern nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und tragen zur Verbesserung der sozialen Situation vor Ort bei. Fazit von Lukas Hader: „Wir als Betrieb können Bewusstsein bilden und klimafreundlich handeln. Unsere Belegschaft hat das Gefühl: Wir machen etwas Sinnvolles. Genauso gut kommt es bei unseren Kunden an, dass wir uns freiwillig und aktiv für das Klima einsetzen.“

UN-CER WASSERKRAFTPROJEKT SENEGAL

Mali, Mauretanien und Senegal werden mit sauberer Energie versorgt. Fossile Energieträger sind ersetzt worden. Die Luftqualität in der Umgebung verbessert sich und das wirkt sich wiederum positiv auf die Gesundheit der Bevölkerung aus. (CER= Certified Emission Reduction)

VCS-ZERTIFIZIERTE FORSTWIRTSCHAFT URUGUAY

Insgesamt 21.000 ha Land werden mit Bäumen bepflanzt statt mit Fleischrindern besiedelt. Die Forstplantagen dienen zur Gewinnung hochwertiger, langlebiger Holzprodukte und zur Speicherung großer Mengen Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Die Wälder bestehen hauptsächlich aus Eucalyptus-grandis-Plantagen. Sie werden mit Schnitt- und Ausdünnungsarbeiten gepflegt, damit sie danach zum Sägen und Furnieren verwendet werden können. Gewirtschaftet wird unter Einhaltung des FSC-Standards (Forest Stewardchip Council) für nachhaltige Forstwirtschaft. (VCS = Verified Carbon Standard) 7


IM GESPRÄCH

Lebensqualität und Zuversicht

Im Gespräch mit Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb

Zeiten des Umbruchs verunsichern. Gleichzeitig haben wir die Chance, mehr Lebensqualität zu finden. Wie Klimaschutz und positive Veränderungen gelingen können, erzählt die Klimaforscherin und emeritierte Professorin der Universität für Bodenkultur Wien Dr. Helga Kromp-Kolb im Gespräch. Zum Klimaschutz braucht es individuelle Entscheidungen im Alltag und politisch-regulatorische Entscheidungen. Wie kann der Weg zu einer nahezu emissionsfreien Wirtschaft und Gesellschaft bis 2050 im Einklang mit den Pariser Klimazielen gelingen? Das Wichtigste ist, rasch anzufangen. Zu den wirksamsten Instrumenten zählt eine sozial-ökologische Steuerreform. Sofern sie so gestaltet ist, dass daraus resultierende Lasten und Vorteile fair verteilt sind, findet sie auch Akzeptanz. Andere Steuern können wegfallen oder gesenkt werden. Ähnliches gilt für das Einstellen von Subventionen für fossile Energie. Auch Tempolimits sind – entgegen anderslautenden Behauptungen – sehr wirksam. Das alles könnte rasch eingeführt und schnell wirksam werden. Sie gehören zum Forschungsnetzwerk Climate Change Center Austria (CCCA) und haben einen Klimaplan vorgelegt. Welche Maßnahmen sind darin enthalten? Wir haben neun Bereiche identifiziert, die entscheidend für den Erfolg sind: klimagerechte Steuerreform, hocheffiziente Energiedienstleistungen, Umbau zur Kreislaufwirtschaft, klimazielfördernde Digitalisierung, klimaschutzorientierte Raumplanung, adäquater Ausbau erneuerbarer Energien, naturverträgliche Kohlenstoffspeicherung, wegweisende Pariser Klimazielorientierung sowie Bildung und Forschung. Zu all diesen Bereichen gibt es viele verschiedene Maßnahmen – die Liste dessen, was anderswo schon gemacht wird oder vorgeschlagen wurde, ist sehr lang. Durch die Auswahl kann man also durchaus Politik gestalten. 8


IM GESPRÄCH

Klimaneutrale Varianten müssen die logische erste Wahl werden und betreffen alle volkswirtschaftlichen Sektoren. Wie können Maßnahmen fair umgesetzt werden? Klimafreundliches Handeln muss für den Einzelnen und für die Wirtschaft billiger und einfacher sein als klimaschädliches. Dies durch geeignete Rahmenbedingungen zu erreichen ist die Verantwortung der Politik. Natürlich werden manche von den Veränderungen profitieren und andere nicht, manche auch zunächst Schaden erleiden. Dafür müssen flankierende Maßnahmen vorgesehen werden. Das ist die Kunst der politischen Gestaltung. Bei allen ist Bereitschaft zur Änderung erforderlich. Dass es gute Lösungen gibt, zeigen viele konkrete Beispiele – Länder, die die sozial-ökologische Steuerreform schon längst umgesetzt haben, wie etwa Schweden.

Fotos: Wolfgang Gaggl, Shutterstock

Viele Menschen sind angesichts des Klimawandels und erforderlicher Maßnahmen verunsichert. Was sagen Sie diesen Menschen? Zeiten des Umbruchs sind immer von Unsicherheit begleitet: Die Menschheit steht vor Herausforderungen, die alle bisherigen übersteigen. Zugleich haben wir Systeme aufgebaut, die an Komplexität kaum zu überbieten sind. Wir haben mehr Möglichkeiten, uns zu informieren, als je zuvor. Am besten ist, sich von der verwirrenden Vielfalt nicht einschüchtern zu lassen: Die Lebensqualität, nicht den Lebensstandard maximieren. Dann passt die Richtung! Ihre Vision 2050 beinhaltet Maßnahmen entlang der Klima- und Biodiversitätsziele. Ihre Vision beinhaltet auch mehr Lebensqualität, Zuversicht und Lebensfreude. Wie geht das gut zusammen? Erfreulicherweise hängt Lebensqualität nicht von materiellen Gütern ab – sieht man von Menschen in Armut ab. In der Familie und im Freundeskreis eingebettet sein, über eigene Zeit bestimmen, intakte Natur, Kultur und Bildung genießen – das alles erfordert wenig Ressourcen. Intrinsische Werte wie Kooperation, Empathie, Selbstwertgefühl machen nachweislich glücklicher als extrinsische wie Konkurrenz, Prestige, Macht und Geld. Wir haben durch die erforderlichen Veränderungen viel zu gewinnen. Deswegen meine ich, dass wir zwar allen Grund haben, den Klimawandel zu fürchten, aber keinen, Klimaschutz zu fürchten, wenn wir es rasch und geschickt angehen.

Gehen wir davon aus, dass 2050 die Klimaziele erreicht sind. Was hat sich im Leben der Menschen verändert? Es ist trotz allem deutlich heißer und extreme Wetterlagen treten häufiger auf, denn +1,5 °C gehen nicht spurlos an uns vorüber. Zugleich leben wir gesünder und entspannter. Zu Fuß gehen, Rad fahren und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel haben die Städte und Siedlungen sauberer, leiser und sicherer gemacht und uns selbst fitter. Wir sparen Zeit, weil wir Kinder nicht mehr zur Schule und zu Freizeitaktivitäten chauffieren müssen. Wir lernen unsere Mitmenschen kennen, weil wir ihnen unterwegs begegnen und mit ihnen reden. Wir sparen Geld, weil wir kein Auto mehr besitzen – die E-Fahrzeuge stellt die Gemeinde gegen geringes Entgelt zur Verfügung. Sie kann das, weil das Geld, das wir für Energie ausgeben, im Ort bleibt, nicht den Ölscheichs zugutekommt. Wir essen mehr lokales, saisonales und biologisches Gemüse und Obst, weniger Fleisch und Milchprodukte. Wir nehmen keine Pestizidrückstände, unerwünschte Hormone oder Antibiotika mehr mit der Nahrung auf. Die Werkzeuge und die Kleidung, die wir kaufen, sind haltbar und können repariert werden. Unsere Jobs sind attraktiver, weil wir auf die Produkte, die wir herstellen, wieder stolz sind. Wir können uns Qualität leisten, weil wir weniger brauchen. Wir haben gelernt zu nutzen statt zu besitzen. Öffentliche „Bibliotheken“ für Werkzeuge, Tauschgeschäfte und Leihläden helfen Geld und Ressourcen sparen. Ich könnte noch lange fortsetzen, beschreiben, wie Bildung, Politik und Demokratie sich verändert haben – aber nicht um meine Visionen geht es, sondern darum, dass wir gemeinsame Visionen finden und umsetzen. Es sind alle aufgefordert, von einer besseren Gesellschaft im ökologischen Rahmen des Planeten zu träumen und an der Realisierung ihres Traumes mitzuwirken. 9


WISSENSCHAFT

Pflanzliche Abwehr

Kommunikation und Netzwerke für gesundes Wachstum It’s a jungle out there. Dieses Sprichwort beschreibt eine gefährliche – ja bedrohliche – Umwelt, in der das Überleben nicht einfach ist. So nutzen Pflanzen sowohl die Physik, die Chemie als auch die Mikrobiologie, um sich ideal an ihren Standort anzupassen, aber auch, um sich vor Fraßfeinden und Krankheitserregern zu schützen. Sie bilden Dornen und Stacheln, Behaarung oder gezackte Blätter, um Pflanzenfresser oder Insekten abzuhalten. Abschlussgewebe wie Rinde oder Epidermis der Blätter stellen eine für Mikroorganismen schwer überwindbare Barriere dar. Der wachsartige Überzug von Blättern und Stämmen der Pflanze (Cuticula) wirkt wasserabweisend und verhindert so die Ansiedelung von Pflanzenpathogenen.

Mag. Robert Rotter Ökologe, Biobauer und Teichspezialist 10

Andere Pflanzen bilden biochemische Substanzen, die nesseln, bitter schmecken oder giftig sind. Diese Strategien werden als präformierte Abwehr bezeichnet und schützen die Pflanzen vor Fraß und vor Wunden, die bevorzugte Eintrittsorte für Infektionen sind. Ist ein Krankheitserreger eingedrungen, so kommt es zur induzierten Abwehr. Zellwände werden zum Schutz verstärkt oder bereits befallene Zellen durch programmierten Zelltod (Apoptose) abgeschottet, um eine Ausbreitung der Infektion in der gesamten Pflanze zu verhindern. Es können auch biochemische Stoffe gebildet werden, die die Entwicklung und Weiterverbreitung von Krankheitserregern stören oder diese sogar vergiften. Im Ökosystem Boden bilden Pflanzen, Bodentiere, Bakterien und Pilze ein Netzwerk, in dem rege mit Ressourcen wie Nährstoffen, Wasser und Lebensraum gehandelt wird.


WISSENSCHAFT

Mikrobiologie zur Pflanzenstärkung

Mit der Erforschung des Phytobioms – der Gesamtheit aller sich auf, in und um eine Pflanze lebenden Mikroorganismen – gewinnen wir neue Informationen über ein komplexes, unsichtbares Netzwerk, das die Grundlage für gesundes Wachstum und Entwicklung von Pflanzen bildet. Neben dem Erkenntnisgewinn ist das vornehmliche Ziel dieser Forschung, durch Veränderung des Phytobioms Wachstum und Gesundheit von Nutzpflanzen zu fördern. So können über die Mikrobiologie pflanzeneigene Schutzmechanismen aktiviert, kann Wurzelwachstum angeregt, können Nährstoffe mobilisiert und z.B. die Trockenresistenz gefördert werden. Effekte, die auch bei der Anwendung der EM-Technologie beobachtet werden können.

Das Kernmikrobiom des Samens

Andere Bakterien und Pilze des Kernmikrobioms wandern in die Pflanze ein und führen so zu einer Erstimmunisierung und Aktivierung pflanzeneigener Schutzmechanismen. Vergleichbar mit einer Immunreaktion bei Menschen oder Tieren, kann die Pflanze nun wesentlich rascher und effektiver auf Pathogene reagieren und sich davor schützen. Pflanzen sind nicht in der Lage, Antikörper zu bilden, sie können jedoch verschiedene Abwehrmechanismen entwickeln, indem biochemische Stoffe gebildet werden, die toxisch oder wachstumshemmend auf Krankheitserreger wirken. Man unterscheidet zwei Arten dieser „Präimmunisierung“: Bei der systemisch erworbenen Resistenz (SAR) wird die Immunantwort durch Kontakt mit Krankheitserregern ausgelöst. Während bei der induzierten systemischen Resistenz (ISR) eine Immunreaktion durch nicht pathogene Mikroorganismen wie z. B. Rhizobien erfolgt. Rhizobien oder Knöllchenbakterien sind Bodenbakterien, die in Symbiose mit Leguminosen (Hülsenfrüchtler wie Klee, Erbsen, Soja) leben. Durch Wurzelausscheidungen werden die im Boden beweglichen Rhizobien von der Wirtspflanze chemotaktisch angelockt. Erst nachdem sie von der Pflanze als passend erkannt wurden, beginnen sich die Knöllchenbakterien an die Wurzelhaare anzuheften und in die Wurzelhaarzellen einzudringen. Durch diese Infektion werden in weiterer Folge die namensgebenden Wurzelknöllchen gebildet, in denen sich die Bakterien, von der Pflanze geschützt, entwickeln können. Elementarer Luftstickstoff wird nun von den Rhizobien gebunden und in pflanzenverfügbaren Stickstoff umgewandelt. Gleichzeitig führt die Infektion mit Knöllchenbakterien auch zu einer Immunantwort, die die Pflanze vor pathogenen Mikroorganismen schützt.

Beidseitiger Vorteil

Diese gut erforschte Symbiose ist ein schönes Beispiel dafür, wie Pflanzen mit ihrer Umgebung und der darin befindlichen Mikrobiologie kommunizieren und sich zum beidseitigen Vorteil vernetzen. Durch den Einsatz von Biostimulanzien, zu denen auch die EM-Technologie zählt, können Pflanzen sich besser an ihre Umgebung anpassen, biologische Netzwerke nutzen und natürliche Abwehrmechanismen aktivieren. So können aus eigener Kraft gesunde Pflanzen wachsen.

Fotos: Multikraft, Shutterstock

Bereits auf dem Samen befindet sich eine mikrobiologische Grundausstattung, das Kernmikrobiom. Jede Pflanzenart lebt mit einer artspezifischen Zusammensetzung dieses Mikrobioms. Die mikrobiologische Gesellschaft des Kernmikrobioms setzt sich aus einer Vielzahl von Bakterien und Pilzen zusammen, die aus Mutualisten (beidseitiger Vorteil für Wirt und Siedler), aber auch aus Pathogenen besteht. Bereits die keimende Pflanze wird über das sich auf dem Samen befindliche Mikrobiom besiedelt, die sich dann auf Wurzeln, Stamm und Blätter der Pflanze weiter ausbreiten. Gerade die Mikrobiologie in der Rhizosphäre (der die Wurzel umgebende Boden) mobilisiert nicht nur schwer pflanzenverfügbare Nährstoffe wie Phosphor oder Stickstoff, sondern sorgt auch für eine Balance dieser Nährstoffe. Sie schafft auch Umgebungsbedingungen, in denen die Entwicklung von Pflanzenpathogenen gehemmt wird (Biocontol). Im Gegenzug dafür sondert die Pflanze Nährstoffe in Form von Wurzelausscheidungen (Exsudate) ab, die diese Mikrobiologie ernähren und ihre Entwicklung fördern.

Pflanzliches Immunsystem

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HAUS UND GARTEN

Gute Neuigkeiten für den umweltfreundlichen Haushalt

Mit dem eMC® Geschirrspülmittel, eMC® Waschkonzentrat und der eMC® Sauerstoffbleiche hat Multikraft neue ökologische Produkte entwickelt. Mag. Dr. Erika Rokita hat sie getestet und ist überzeugt: Für einen achtsamen Umgang mit der Natur braucht es auch umweltfreundliche Reiniger und Waschmittel. Mit Achtsamkeit können wir unser Verhalten ändern und auch feststellen, wie wir im Haushalt klima- und umweltfreundlich arbeiten können. Warum sind ökologische Reiniger und Waschmittel vorzuziehen? Wir belasten damit weder Natur und Umwelt noch unsere persönliche Gesundheit! Jeder Einzelne von uns kann einen immens wertvollen Beitrag leisten. Die Frage ist: Gehen wir sorglos mit der Umwelt um oder ist es uns ein Anliegen, die Natur mit unserem eigenen Tun und Handeln im täglichen Leben zu entlasten? Ich denke, es ist höchste Zeit, sich darüber Gedanken zu machen und die nötigen Schritte zu setzen! Es gibt mittlerweile gute Alternativen zu herkömmlichen aggressiven Reinigungsmitteln, und mit dem richtigen Wissen über die relevanten Hygienemaßnahmen in einem Haushalt wird man bald merken, dass „weniger sehr oft mehr ist“ und dass klassische Desinfektionsmittel ohnehin bis auf Notfälle (z. B. bei ansteckenden Krankheiten etc.) oder starke Chemie für die normale Reinigung in den eigenen vier Wänden gar nicht benötigt werden. Im Sinne der Klimafreundlichkeit sind Produkte, die vor Ort, d. h. im eigenen Land produziert werden, natürlich vorzuziehen!

Mag. Dr. Erika Rokita Biologin, Kräuterpädagogin, Kinesiologin und Jin-Shin-Jyutsu-Praktikerin 12

In sämtlichen eMC® Reinigern von Multikraft sind Effektive Mikroorganismen enthalten. Sie beinhalten Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien. Was bedeutet probiotische Reinigung? Die Reinigung erfolgt mit Hilfe von probiotischen (= gesundheitsfördernden) Mikroorganismen. Mikroorganismen sind nicht nur im Boden, im Wasser, in der Luft oder in Organismen zu finden, sondern besiedeln auch die Oberflächen in unserem unmittelbaren Lebensumfeld. Deshalb besitzt auch unsere Haushaltsumgebung – sprich unser Haushalt – ein Mikrobiom. Mittels probiotischer Reinigung sind wir in der Lage, einerseits durch ihre abbauende fermentative Tätigkeit dem Schmutz den Garaus zu machen. Andrerseits werden sämtliche Oberflächen mit einer regenerativen aufbauenden Mikrobiologie besetzt. Auf diese Weise wird krank machenden pathogenen Keimen der Lebensraum und damit die Lebensgrundlage entzogen. So etwas nennt man im Fachjargon „Kolonisationsresistenz“. Dadurch entsteht neben dem Reinigungseffekt auch ein gesundes Mikroklima und ein sehr angenehmes Raumklima, das ungesunden Keimen keine Überlebenschance bietet und auch deutlich weniger nachfolgende Staubbildung zur Folge hat. Durch diese Art der Reinigung können wir „böse“ Bakterien loswerden und „gute“ Mikroorganismen in unserem Wohnbereich unterstützen. Die oft vorherrschende Meinung „nur steril ist sauber“ ist zumindest in der eigenen Wohnung längst obsolet und auch durch wissenschaftliche Studien mehrmals widerlegt worden.


HAUS UND GARTEN

Wie steht es um die Reinigungskraft bei probiotischen Reinigern? Die darin enthaltenen Effektiven Mikroorganismen sorgen – gemeinsam mit der Spaltkraft der ätherischen Öle – für eine porentiefe Sauberkeit und großartige Schmutzlösekraft. Durch ihre Fähigkeit, organische Verschmutzungen gründlich und effizient abzubauen, werden sämtliche Oberflächen schonend sauber, glänzend und bleiben aufgrund der nachhaltig wirkenden Tätigkeit der Mikroorganismen länger frei von Staub und Schmutz. Hartnäckiger Schmutz und starke Verkrustungen lösen sich, wenn man die Reinigerlösung länger einwirken lässt oder die Konzentration der Lösung etwas erhöht. Die probiotischen eMC® Reiniger sind mit ihren vielen anderen Vorteilen (z. B. keine verstopften Abflüsse mehr, Putzwasser gleich Gießwasser, weniger bis keine Hausstaubmilben, hautschonend, Abwasser wird geklärt, keine schlechten Gerüche etc.) eine großartige natürliche Alternative zu chemischen Putzmitteln. Welche Vorteile haben die drei neuen eMC® Produkte? Die neuen Produkte bereichern unser Wasch- und Putzsortiment ungemein! eMC® Geschirrspülmittel Konzentrat Das neue ökologische eMC® Geschirrspülmittel wurde speziell für die Handwäsche entwickelt. Es reinigt das Geschirr effizient, sorgt bei Gläsern für einen streifenfreien Glanz und ist zu unserer Haut sehr schonend (für Allergiker und sensible Menschen geeignet). Aufgrund des milden und frischen Duftes kann es auch bestens als Handseife verwendet werden. Weiters eignet es sich fantastisch für den Geschirrspüler, wo es gemeinsam mit der eMC® Sauerstoffbleiche sehr gute Spülergebnisse liefert.

Fotos: Multikraft

eMC® Waschkonzentrat Es freut mich besonders, dass wir jetzt beim Wäschewaschen mit 60° oder 90° ganz auf chemische Waschmittel verzichten können. Das ökologische eMC® Waschkonzentrat enthält weder optische Aufheller noch irgendwelche synthetischen Duftstoffe. Die großartige Waschkraft beruht ausschließlich auf der Kombination von milden Waschrohstoffen mit naturreinen ätherischen Ölen und Effektiven Mikroorganismen. Dadurch ist dieses Produkt auch für Allergiker und Babys bestens geeignet. eMC® Sauerstoffbleiche Sollte weiße Wäsche vergilben, vergrauen oder Buntwäsche ihre Farbkraft verlieren, empfehlen wir als Zusatz zum eMC® Waschkonzentrat die eMC® Sauerstoffbleiche. Diese ist in der Lage, organische Flecken, zum Beispiel von Tee, Obst, Kernöl, Gras oder Rotwein, schonend zu entfernen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Sie kann auch als Maschinen- oder Abflussreiniger dienen.

von Prof. Dr. Manfred Hoffmann

Achtsamkeit: Neue Heilsbotschaft oder altes Erfahrungswissen? Ein Missionar reitet mit einem Beduinen eine lange Zeit durch die endlose Wüste. Plötzlich hält der Beduine auf freier Strecke sein Kamel an und steigt ab. Verdutzt fragt ihn der Missionar: „Was ist passiert?“ „Nichts“, antwortet der Beduine. „Ich muss nur warten, bis meine Seele nachgekommen ist!“ Vielleicht ist das der große Unterschied zwischen uns „modernen“ Menschen und denen aus Naturvölkern: Während sie noch stehen, gehen wir im Stehen schon geistig. Und wenn sie gehen, laufen wir schon! Diese Zerrissenheit führt langfristig sicherlich zu einem Mangelempfinden, einer Sehnsucht nach Einheit von Körper, Geist und Seele, einem jeweils bewussteren Leben im Hier und Jetzt, nach einer Bewusstseinsveränderung. Ist es da ein Wunder, wenn Achtsamkeit heute zum Schlagwort geworden ist, Achtsamkeitstraining zum Kassenschlager, Kurse angeboten werden, die teilweise von der Krankenkasse bezahlt werden, weil sie vom erfolgreichen Umgang mit Stress, Schmerzen und Angst bis zur Linderung von Depressionen führen können? Was bewirken diese Kurse? Sie versuchen, ein bewusstes urteilsfreies Wahrnehmen und Erleben der Gegenwart mit allen Sinnen zu erreichen. Ist dieses Bemühen, das ursprünglich aus dem Buddhismus stammt, neu? Nicht ganz! Denn eine echte jesuanische Grundhaltung, im täglichen Leben praktiziert, würde manchen Achtsamkeitskurs ersetzen! Wenn jeder Tag in innerer Geborgenheit und Zuversicht angenommen, ohne überhöhte Ziele in Gelassenheit verlebt und in Dankbarkeit abgeschlossen würde, wäre jeder Tag jeweils als konsequente Achtsamkeitsübung erfahrbar. Es gibt eben mehrere Wege, zu sich zu finden, aber nur die eine Wahrheit: „Es gibt nichts Gutes, es sei denn, man tut es!“

Kolumne von Prof. Dr. Manfred Hoffmann – em. Professor der Fakultät Landwirtschaft, Ernährung und Versorgungsmanagement der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Weihenstephan (D).

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PFLANZENWELT

Die Biodiversität fördern und attraktive Gemüse (mit langer Kulturzeit) mit bunten Sommerblumen mixen. Selber ausgesät, wachsen die herrlichen Blüten fast von selbst und sind ein wunderbarer Gewinn für unsere Umwelt.

Das Potenzial unserer Hausgärten Die Fläche der privaten Gärten in Deutschland ist größer als alle öffentlichen Grünflächen. Das birgt eine große Chance in sich, mit persönlichem und achtsamem Einsatz dem Artensterben von Kleinlebewesen entgegenzuwirken und die Biodiversität zu erhöhen. Effektive Mikroorganismen sind mit ihren Leben aufbauenden Kräften dabei eine großartige Unterstützung. Im vorigen Multikosmos mit dem Herbstthema Reife schließt Prof. Monika Krüger ihre Kolumne mit dem Satz: „Die Achtsamkeit, die allem, was lebt, entgegengebracht wird, ist ein Ausdruck von Reife.“ Allgemein betrachtet bedeutet es, dass wir uns auf eine Sache konzentrieren und sie durchführen und gleichzeitig das Drumherum beachten. Das klingt anspruchsvoll, ist aber durchaus machbar. Wir sind es z. B. gewohnt, Kinder in ihren ersten Lebensjahren laufend darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich achtsam im Verkehr bewegen und dabei stets ihr Umfeld im Auge behalten sollen. Im Umgang mit anderen Menschen tut Achtsamkeit gepaart mit Freundlichkeiten unendlich gut. Es zeigt Respekt und Wertschätzung. Ein weiterer Aspekt ist, dass beim vielfältigen Miteinander und Füreinander auf unserer Erde alles in Resonanz geht, auch das, was man denkt, ausspricht oder tut. So könnte das Leitthema dieses Heftes unendlich weitergesponnen werden und uns damit bewusst machen, was es bewirken könnte.

Mischkulturen mit Blumen bereichern

Wenn wir in unserem Eldorado rund ums Haus mit „Tunnelblick“ bei der Beetvorbereitung Tabula rasa machen, kann vieles noch in Winterruhe Steckende übersehen werden und auf dem Kompost landen, was sich im Boden für die Frühlingssaison vorbereitete und den Frost überstanden hat. Hier ist nicht die Rede von unliebsamen Beikräutern, sondern von Gemüsen und Kräutern, die im zeitigen Frühjahr unter den vergilbten Blättern aus ihrem Pflanzenherz heraus z. B. mit neuem Austrieb erstes zartes Grün liefern. Das ist möglich, weil der Boden mit EM-Behandlung wärmer bleibt und das Pflanzenherz von kälteempfindlichen Salaten nicht verfaulte. 14

von Susanne Schütz und Anne Lorch

Die Bundesgartenschau in Heilbronn (Deutschland) machte auf den Insektenschwund aufmerksam. In mehreren Bereichen wurden Gemüsebeete lustig mit Blumen gemixt, um Blüten bestäubende Insekten anzulocken und den „Sinkflug“ der Bienenpopulation etwas aufzufangen. Hier geht es nicht mehr darum, aus dem Nutzgarten das Optimum an Essware zu erzielen, sondern den Blickwinkel zu erweitern und auch daran zu erinnern, wie der zunehmend unterbrochene Nahrungskreislauf in der Natur auf vielen Ebenen wieder aufgerichtet werden könnte, möglichst mit dem Fokus auf einen ganzheitlichen Ansatz. EM-Anwender versorgen mit viel Kreativität ihren Garten, indem sie ihn mit aufmerksamer Beobachtung bewirtschaften. Sie ernten gehaltvolles, gesundes Gemüse, das sie schonend zubereiten oder als Rohkost genießen.

Die Kraft der kleinen Gärten

Nun ist eine weitere Kreativität gefragt, die den „angegriffenen“ Naturoasen Kleinlebewesen, Insekten und Vögeln mehr Platz anbietet. Denn: In Deutschland ist die Fläche aller Privatgärten größer als die Gesamtfläche des öffentlichen Grüns. Hausgärten bergen somit ein riesiges Potenzial in sich. Ein jeder Gartenfreund ist aufgefordert, zum Paradigmenwechsel für eine heilsame Umwelt seinen Beitrag zu leisten. Der Gartenbesitzer kann – losgelöst vom Antrieb auf ein Erntemaximum – mit achtsam erweitertem Blick eine große Hilfe sein, damit viele kleine Paradiese nicht nur für den stolzen Besitzer, sondern auch für eine große Anzahl verdrängter Tierarten wieder attraktiv werden.


PFLANZENWELT

Aus Susannes

Erfahrungsschatz Viele Jahre war oberstes Ziel, gesundes Gemüse ohne Chemie zu kultivieren. EM sind dabei eine unentbehrliche Hilfe geworden. Susanne lernte dabei die Mechanismen der Natur kennen, die immer wieder ein ausgeglichenes Ambiente aufbauen, und fördert diese Prozesse. 01 – Salat- und Gemüsesamen wurden bereits vor der Aussaat mit EM-Keramik ummantelt. Nach dem Pikieren in bokashireicher Erde entwickelten sie sich zu strammen Setzlingen mit starken Immunkräften gegenüber Schaderregern oder Krankheiten. 02 – Begegnung einer Wegschnecke mit dem Tigerschnegel. Die immense Schneckenplage ist – trotz Wiesenflächen rundum – so geschrumpft, dass die nächtlichen Ablesegänge nach zwei Jahren konsequenter EM-Anwendungen unnötig wurden. Schnecken blieben fern, weil sie kaum noch Faulendes antreffen. Der Schnegel frisst auch gern die Eier der Wegschnecken.

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03 – Hohle Pflanzenstängel erst im Frühling entfernen, nachdem die überwinternden Insekten ausgeflogen sind. Gehölzhaufen liegen lassen, bis Igel und Ringelnatter aktiv sind. In vermodernden Obststammabschnitten Wohnplätze für Kleinlebewesen anbieten. 04 – EM-Blütenspritzungen im Frühling stabilisieren die Blüte, sorgen für gesunde Fruchtansätze, verhindern Feuerbrand- oder Gitterrostbefall. Dieses Aprikosenspalier verspricht reiche Ernte ohne Zweigspitzendürre (Monilia). 05 – Hühnerdarm (Vogelmiere) wächst auf gut genährtem Boden. Das zarte Wintergrün nicht als lästiges Beikraut ausmerzen, sondern im Frühling die nussig schmeckende Salatbeigabe als erste Ernte genießen. Es enthält Kalzium, Vitamin C und vor allem Eisen. Es zieht sich mitsamt den Samen im Sommer von selbst zurück – bis zum nächsten Winter.

3 01 Mit EM und Bokashi-Erde gestärkt, warten die Jungpflanzen auf ihren Platz im Garten und sind für Krankheitserreger und Fraßfeinde uninteressant. 02 Der nützliche und geschützte Tigerschnegel hält die Wegschnecke im Zaum, weil er auch Eier der Wegschnecken vertilgt.

Fotos: Anne Lorch

03 Im Gehölzschnitthaufen hat sich der Igel mit viel Laub ein warmes Winterschlafnest gebaut.

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04 Herrliche Obstbaumblüten warten auf die Bestäubung. EM-Spritzungen beugen Krankheiten vor und sichern eine gute Ernte. 05 Hühnerdarm (Vogelmiere) bereits im Winter als vitalisierende Grünkost vor den ersten Salaten ernten.

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MULTIKRAFT MONDKALENDER

Mondkalender Frühjahr 2020 Jänner

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Pflanzen gießen, Holz schlagen

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Pflanzen gießen, Holz schlagen

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Holz schlagen, lagern, einkochen, umtopfen

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Holz schlagen, lagern, einkochen, umtopfen und umsetzen Holz schlagen, umtopfen und umsetzen

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Holz schlagen, umtopfen und umsetzen

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Umtopfen und umsetzen

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Umtopfen und umsetzen

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Umtopfen und umsetzen

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Pflanzen gießen, umtopfen und umsetzen

Pflanzen gießen, umtopfen und umsetzen

Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, Obstbaumschnitt Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, Obstbaumschnitt

Umtopfen und umsetzen, Bäume und Sträucher pflanzen Umtopfen und umsetzen, Bäume und Sträucher pflanzen

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Pflanzen gießen

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Pflanzen gießen, Baumspitzen schneiden

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Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, Obstbaumschnitt Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, Obstbaumschnitt

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Jäten und Unkrautregulierung

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Pflanzen gießen, umtopfen und umsetzen Pflanzen gießen, umtopfen und umsetzen Umtopfen und umsetzen

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Umtopfen und umsetzen

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Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, Obstbaumschnitt, düngen

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Pflanzen gießen

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Umtopfen und umsetzen, Bäume und Sträucher pflanzen

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Pflanzen gießen

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Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, umtopfen und umsetzen

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Umtopfen und umsetzen, Bäume und Sträucher pflanzen

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Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, umtopfen und umsetzen Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, umtopfen und umsetzen Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, umtopfen und umsetzen Umtopfen und umsetzen

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Pflanzen gießen, Baumspitzen schneiden Pflanzen gießen, Baumspitzen schneiden

Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, Obstbaumschnitt Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, Obstbaumschnitt

März

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Jäten und Unkrautregulierung

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Pflanzen gießen

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Pflanzen gießen

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Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, umtopfen und umsetzen

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Umtopfen und umsetzen

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Umtopfen und umsetzen

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Umtopfen und umsetzen, Bäume und Sträucher pflanzen

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Umtopfen und umsetzen, Bäume und Sträucher pflanzen, düngen

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Pflanzen gießen

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Pflanzen gießen, Baumspitzen schneiden

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Pflanzen gießen

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Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, umtopfen und umsetzen

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Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, umtopfen und umsetzen

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Umtopfen und umsetzen

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Pflanzen gießen

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Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, Obstbaumschnitt

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Pflanzen gießen, umtopfen und umsetzen

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Umtopfen und umsetzen

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MULTIKRAFT MONDKALENDER

Tipps & Tricks für das Frühjahr April

Pflanzen gießen, umtopfen und umsetzen

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Ernten, lagern, einkochen, umtopfen und umsetzen

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Umtopfen und umsetzen

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Pflanzen gießen

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Pflanzen gießen

Umtopfen und umsetzen, Bäume und Sträucher pflanzen

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Pflanzen gießen, Baumspitzen schneiden

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Pflanzen gießen, umtopfen und umsetzen

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Umtopfen und umsetzen, Bäume und Sträucher pflanzen

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Umtopfen und umsetzen

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Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, Obstbaumschnitt Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, Obstbaumschnitt

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Umtopfen und umsetzen

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Pflanzen gießen, Düngen

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Umtopfen und umsetzen

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Pflanzen gießen

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Umtopfen und umsetzen

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Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, Obstbaumschnitt

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Jäten und Unkrautregulierung

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Jäten und Unkrautregulierung

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Ernten, lagern, einkochen, umtopfen und umsetzen Ernten, lagern, einkochen, umtopfen und umsetzen Umtopfen und umsetzen, Bäume und Sträucher pflanzen

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Umtopfen und umsetzen, Bäume und Sträucher pflanzen

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Umtopfen und umsetzen

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Pflanzen gießen

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Pflanzen gießen, düngen Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, Obstbaumschnitt

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Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, Obstbaumschnitt Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, Obstbaumschnitt Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, Obstbaumschnitt

Legende Mondkalender

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Jäten und Unkrautregulierung

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Pflanzen gießen, Baumspitzen schneiden

Pflanzen gießen, umtopfen und umsetzen Ernten, lagern, einkochen, umtopfen und umsetzen Ernten, lagern, einkochen, umtopfen und umsetzen

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Umtopfen und umsetzen, Bäume und Sträucher pflanzen

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Umtopfen und umsetzen, Bäume und Sträucher pflanzen

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Pflanzen gießen

EM-Ansetztag

Blütentag

Fruchttag

Blatttag

Wurzeltag

Vollmond

Neumond

abnehmender Halbmond

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Pflanzen gießen, umtopfen und umsetzen

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Rasenpflege mit EM Die Behandlung des Rasens mit einer Gießlösung aus Wasser, EM-Aktiv, Terrafert Boden und etwas EM-Keramikpulver fördert das Wurzelwachstum, regt das Bodenleben an und erhöht so die Pflanzenverfügbarkeit des Düngers. So gestärkte Gräser zeigen bereits nach kurzer Zeit ein kräftiges und gesundes Wachstum. Wird in kurzen Abständen gemäht und gemulcht, so führt das Besprühen des Rasens mit EM Aktiv und Terrafert Blatt zu einem schnelleren und besseren Abbau des Mulches und stärkt die Gräser. So kann auf einfache und natürliche Weise das Bodenleben und ein gesundes, kräftiges Wachstum Ihres Rasens gefördert werden.

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Jäten und Unkrautregulierung

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Pflanzen gießen, umtopfen und umsetzen

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Pflanzen gießen, umtopfen und umsetzen

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Pflanzen gießen, umtopfen und umsetzen

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Ernten, einkaufen, lagern, einkochen, Obstbaumschnitt

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Darüber kommt eine ca. 10–20 cm dicke Auflage von vererdetem Bokashi oder Kompost. Der Boden im Beet erwärmt sich durch die Tätigkeit der Mikroorganismen („Fußbodenheizungseffekt“) in den darauffolgenden Tagen relativ rasch, sodass robuste Salate wie z. B. Vogerl- und Asiasalate gleich angesetzt und die mit EM Keramikpulver gebeizten Samen von Radieschen, frühen Karotten oder Kresse ausgesät werden können. Die Bodentemperatur sollte aber mindestens 2–5 Grad haben – bei 8–14 Grad wächst der Salat am besten.

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Fotos: Shutterstock

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Das Frühbeet ist wieder in Mode Ein Mist- oder Frühbeet ermöglicht einen früheren Start in die Gartensaison und ist einfach vorbereitet: Wichtig ist eine (40–60 cm) dicke Schicht aus Pferdemist, der mit einer Lösung aus 1 L EM Aktiv und 100 ml Terrafert Boden und 1 kg Zeobas Urgesteinsmehl behandelt wird.

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LANDWIRTSCHAFT GARTENBAU

Ein halbes Jahrhundert

Frisch, saisonal und regional – das schmeckt man.

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Angefangen hat alles in den 1960er–Jahren, als Heinrich Bursch Kartoffeln pflanzte und ohne chemische Mittel gedeihen ließ. Das war damals keine einfache Zeit für den Familienbetrieb aus BornheimWaldorf in Deutschland. Bereits 1968 wurde der erste Hofladen gegründet. Über die Jahre wurden althergebrachtes Wissen und alternative Anbaumethoden weiterentwickelt. Heute werden Bio-Obst und Bio-Gemüse in bester Demeter-Qualität erzeugt. Seit rund vier Jahren ist das Multikraft-System ein ebenso fixer wie erfolgreicher Bestandteil im Gemüsebau.

Achtsamkeit im Anbau

Der Familienbetrieb liegt in der Köln-Bonn-Bucht und wird in vierter Generation von den Geschwistern Heinz und Renate Bursch geführt. Auf einer Fläche von rund 44 Hektar Freiland und 7.000 m² Folientunnel werden über sechzig Sorten Obst und Gemüse produziert. Zum variantenreichen Sortiment gehören frischer Bornheimer Spargel, Erdbeeren, Tomaten, Gurken, verschiedenste Kohlsorten, Kräuter, Salate und vieles mehr.

Da passt das Multikraft-System bestens dazu. „Es fügt sich sehr schön in die Bewirtschaftung des Betriebes ein“, berichtet Orhan Güven, der seit über 20 Jahren am Bio-Hof Bursch arbeitet und seit 2008 den kompletten landwirtschaftlichen Bereich leitet. „Wir sehen sehr schöne Erfolge. Die Pflanzen bleiben stabil und gesund. Nach vier Jahren der regelmäßigen Anwendung stellen wir fest, dass sich die Erträge steigern.“

Anbau und Verarbeitung erfolgen nach Demeter-Richtlinien. Der biologisch-dynamische Landbau beinhaltet wie bei Biobetrieben auch die stetige Verbesserung des Bodens und die konsequente Pflanzenstärkung. Eine besondere Rolle spielt darüber hinaus die Präparatepraxis mit Mineralien, Heilkräutern und Dung. Das Prinzip dabei: die Pflanzen zu stärken, die Fruchtbarkeit der Böden zu erhöhen und insgesamt Lebensmittel von hoher Qualität zu erzeugen.

Stabile Pflanzen, höhere Erträge


LANDWIRTSCHAFT GEMÜSEBAU

Seit drei Jahren begleitet Multikraft-Experte Günther Soukup den Betrieb, der die EM-Technologie zum Beispiel bei Gurken, Tomaten, Paprika und Salaten anwendet. Orhan Güven: „Wir ernten rund 600.000 Stück Feldsalate pro Jahr. Die Ernte Mitte Januar 2019 war super. Die Salate waren stabil, es waren kaum gelbe Blätter zu sehen. Das Multikraft-System bringt sehr viel und funktioniert im Gewächshaus perfekt. Mehltau und andere Pilzerkrankungen treten dadurch kaum auf. Mein Ziel ist es, 2020 noch mehr Blattbehandlungen im Freiland durchzuführen.“

Starke Jungpflanzen

Sämtliche Jungpflanzen werden mit einem EM-Cocktail aus BB Boden, Terrafert Boden und EM Keramikpulver angegossen. Das fördert die Wurzelbildung und stärkt die Jungpflanzen von Beginn an. Danach erfolgt die regelmäßige Blattbehandlung mit den Komponenten BB Blatt und Terrafert Blatt. Die Salate wie auch die Gemüsepflanzen wachsen völlig ohne Chemie, kräftig und gesund heran. Aufgrund ihrer hohen Qualität und ihres intensiven Geschmacks sind sie sehr beliebt. „Wir bekommen keine Reklamationen aus dem Hofladen oder von den Märkten. Im Gegenteil!“, freut sich Orhan Güven, der aufgrund der bisherigen positiven Erfahrungen mit dem Multikraft-System nun weitere Schritte setzt.

Wilfried Hennes, Gemüsebauberater der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfahlen und Orhan Güven, landwirtschaftlicher Leiter am Biohof Bursch

Rottelenkung

Nach dem Abernten von Kohlgemüse wird BB Boden zur Rottelenkung in den Boden eingearbeitet: „Wir haben das 2019 zum ersten Mal gemacht, indem wir nach der Ernte das verbleibende Kohllaub mit BB Boden besprüht und in den Boden eingearbeitet haben. Die Einarbeitung der Effektiven Mikroorganismen ist gut für den Boden. Der Arbeitsaufwand lohnt sich, denn mit jeder Anwendung bringe ich immer mehr Humus in den Boden ein und sorge für gute Bodenfruchtbarkeit.“ So wie in den betrieblichen Anfängen in den 1960erJahren werden seither Anbaumethoden stetig weiterentwickelt.

Fotos: Multikraft, Biohof Bursch

Gefragte Direktvermarktung

Geschäftsführer Heinz Bursch freut sich über die erfolgreiche Kartoffelernte.

So schließt sich der Kreis. Was vor einem halben Jahrhundert mit dem Anbau von Kartoffeln ohne Chemie begann und von vielen Seiten belächelt wurde, ist heute ein Betrieb, der für hohe Qualität und achtsame Bewirtschaftung steht. 1968 kam die Direktvermarktung der selbst erzeugten Lebensmittel am Biohof Bursch ins Rollen. In den 1970er-Jahren gewann Familie Bursch mit den ersten Bioläden zu den privaten auch professionelle Kunden. Mitte der 1980er-Jahre vergrößerte sich der Biohof. Schon damals war der anfängliche Spott einem Erstaunen darüber gewichen, dass die für Mensch und Umwelt achtsame Bewirtschaftung so gut funktioniert. Heute werden die Bioprodukte auf siebzehn eigenen Marktständen in den Regionen Bonn, Köln, Leverkusen und Bergisch-Gladbach vertrieben. Viele private Kunden aus der näheren Umgebung kaufen hier ebenso ein wie gewerbliche Kunden, seien es Kindergärten und Schulen, Einzelhändler und Gastronomen. Was als kleiner Hofladen begann, ist heute ein beeindruckender Laden auf einer Fläche von 600 m² mit den eigenen Bio-Produkten und einem umfangreichen Naturkostsortiment im Angebot. Im gern besuchten Bistro gibt es Mittagsmenüs. Ein gemütliches Café lädt mit selbst gemachten Torten und Kuchen zum Verweilen ein. „Wir kaufen beim Bursch“, heißt es in der Umgebung. Frisch, saisonal und regional – das schmeckt man. 19


GARTENBAU ZIERPFLANZEN

Achtsam im Gesamten Botrytisfrei ohne Chemie

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Botrytis cinerea gehört zu den häufigsten pflanzenschädigenden Pilzen. Vor allem auch in Gewächshäusern kann die Pilzerkrankung großen Schaden anrichten. Wie man ohne den lästigen Pilz und völlig chemiefrei gesunde Kräuter, Gemüse- und Zierpflanzen produziert, zeigt der Gartenbaubetrieb Woisetschläger in Wien. Richtige Klimaführung in den Gewächshäusern kombiniert mit dem konsequenten Einsatz des Multikraft-Systems lässt qualitativ hochwertige Pflanzen gedeihen.

Das Substrat passt

Der in fünfter Generation geführte Wiener Familienbetrieb produziert ein Allround-Sortiment an Kräutern, Gemüse-, Beet- und Balkonpflanzen. Familie Woisetschläger und zwanzig Mitarbeiter werken in den Gewächs- und Folienhäusern, deren Produktionsfläche für die Topfkulturen rund 23.000 m² umfasst. Während des gesamten Produktionsprozesses kommt das Multikraft-System zur Anwendung. Gleich zu Beginn erfolgt die Reinigung der Gewächshäuser mit MultikraftProdukten, die Jungpflanzen erhalten einen pflanzenstärkenden EMCocktail, sämtliche Kulturen werden in Multikraft Produktionserde getopft und in Folge wöchentlich konsequent über verschiedene Bewässerungssysteme weiter mit den EM-Komponenten behandelt.

Minimierter Befallsdruck

Qualitativ hochwertiges Substrat bildet für Elisabeth Woisetschläger eine wichtige Basis. Deshalb schwört sie auf die Multikraft Produktionserde, die gleichmäßig abtrocknet und eine sehr gute Wasseraufnahmefähigkeit hat. „Wenn das Substrat passt, ist das für die Produktion schon die halbe Miete. Hier sollte man nicht am falschen Platz sparen. Gutes Substrat ist als Basis ein Fixbestandteil der Produktion und erleichtert auch die weiteren Anwendungen.“ Für die pflanzenstärkenden Maßnahmen werden die Multikraft-Produkte – wie z. B. BB Blatt, Terrafert Blatt und MK 5 – für jede Kultur spezifisch abgestimmt. „Für Zierpflanzen stellen wir entsprechend andere Cocktails zusammen als für Gemüsepflanzen. Die Zusammensetzung der Multikraft-Komponenten ist auch abhängig von den Witterungs- und Lichtbedingungen und ist im Winter anders als im Sommer“, erklärt Elisabeth Woisetschläger und sie betont: „Das Wichtigste ist die konsequente Anwendung des Multikraft-Systems und dass im Gewächshaus die klimatischen Bedingungen passen. Diese Gesamtkonstellation mit gesunder Mikrobiologie stärkt die Pflanzen. Sei es Krankheits- oder Schädlingsdruck, es kommt gleich von Haus aus zu keinen größeren Problemen.“


GARTENBAU ZIERPFLANZEN

Botrytisfrei ohne Chemie

Fotos: Multikraft

Gerade in Gewächshäusern breitet sich Botrytis bei entsprechenden mikrobiellen Bedingungen stark aus. Im Gartenbaubetrieb Woisetschläger kann der lästige Pilz den Pflanzen nichts mehr anhaben. Ganz ohne Chemie schafft es die engagierte Gärtnerin auch bei schwieriger Witterung, ihre Pflanzen botrytisfrei zu produzieren: „Es ist wichtig, gute Klimabedingungen zu schaffen, in den Gewächshäusern bei Bedarf zu schattieren, regelmäßig zu lüften und zu entfeuchten. Zusammen mit dem Multikraft-System schaffen wir eine optimale Gesamtkonstellation.“ Die richtige Klimaführung koppelt Elisabeth Woisetschläger mit der konsequenten Anwendung des Multikraft-Systems und sorgt so dafür, dass Botrytis keine Chance hat. Schädlinge tauchen auch kaum welche auf. „Die konsequente Anwendung der EM-Kompontenten ist das A und O. Sporadische Anwendungen machen keinen Sinn und vergeuden Geld. Das Beste am Multikraft-System ist, dass es im Betrieb jeder völlig bedenkenlos ohne jegliche Schutzkleidung ausbringen kann. Das ist mir ganz wichtig, weil es für uns vieles vereinfacht.“ Obendrein regt sich neues Leben im Gewächshaus. Bienen und Schmetterlinge schwirren wieder herum, denn das Multikraft-System sorgt für ein ganz natürliches Milieu, in dem sich Nützlinge wohlfühlen. „Ja, durch die gesunde Mikrobiologie kommen Nützlinge zurück ins Gewächshaus. Man merkt einfach, dass sie gerne da sind.“

Auf den Etiketten ist sichtbar, welche Produkte von Multikraft eingesetzt wurden.

Neue Vermarktungschancen

Hinzu kommt, dass die Kulturen besser haltbar sind und sich somit der Verkaufszeitraum verlängert. Bei den ausgewachsenen Pflanzen ist kein Schwund festzustellen. Alles zusätzliche Vorteile! Und mit freiem Auge sind die intensiveren Blütenfarben sichtbar. „Unsere Beet-, Balkon- und Gemüsepflanzen sind allesamt vitaler. Wenn sich die Pflanzen wohlfühlen und gestärkt sind, treten weniger bis keine Schädlinge und Krankheiten auf. Das Wurzelbild ist schneller sichtbar, die Wurzeln sind schöner und stärker ausgeprägt. Wir stellen auch eine Blütenverfrühung fest und können so im Verkauf viel Zeit gutmachen.“ Für Endkunden sind naturnah produzierte Pflanzen sehr ansprechend. „Unsere Kunden erhalten eine super Qualität. Der Weg zur naturnahen Produktion weg von konventionellen Verfahren wird von den Leuten gewollt, und sie sind dafür auch bereit, einen fairen Preis zu bezahlen“, berichtet Elisabeth Woisetschläger, die Gemüsepflanzen für den Verkauf mit speziellen Etiketten versieht. „Auf unseren Etiketten steht nachweislich, mit welchen natürlichen Komponenten von Multikraft sie behandelt wurden. Vielleicht bringen wir unsere Kunden damit auf neue Ideen und sie verfolgen diesen naturnahen Weg in ihren Privatgärten weiter.“

Ein stark ausgeprägtes Wurzelbild dank der Anwendung des Multikraft-Systems

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LANDWIRTSCHAFT ACKERBAU

Raps ohne Spielverderber Präventive Behandlungen steigern Erntesicherheit Kleinstrukturierte Familienbetriebe können mit Weltmarktpreisen nicht mithalten. Innovative Ansätze sind gefragt, um das Bestehen landwirtschaftlicher Betriebe zu sichern. Biobauer Paul Weisz hat ein Nischenprodukt gesucht, um auf dem Markt Fuß zu fassen, wirtschaftlich zu arbeiten und „auch noch der nächsten Generation einen Betrieb zu hinterlassen“, wie er sagt. Im Bio-Landbau galt der Anbau von Raps lange Zeit als undenkbar. Eine zu anspruchsvolle Kultur. Außerdem macht der Rapsglanzkäfer Probleme. Präventive Maßnahmen sind deshalb maßgeblich für die Erntesicherheit. Am Hof von Familie Weisz bewährt sich das Multikraft-System bereits im ersten Jahr der Anwendung. Paul Weisz lebt mit seiner Familie im Burgenland und bewirtschaftet einen Bio-Hof in Frauenkirchen, ein paar Minuten vom Neusiedler See entfernt. In der Ferienwohnung können Gäste Urlaub am Bauernhof machen, den Paul Weisz und seine Frau Monika 2001 von den Eltern übernommen haben. Seit 2001 ist der Betrieb auch biozertifiziert. Angebaut werden Kürbisse für die Ölproduktion, Erdäpfel, Weizen, Mais und Raps. Der Anbau von Bioraps ist eine Nische für Profis. „Uns ist wichtig, dass wir den Hof vernünftig bewirtschaften können, ohne in die Massenproduktion gehen zu müssen. Wir wollen wirtschaftlich sein und trotzdem auch noch etwas vom Leben haben“, erzählt Paul Weisz, warum er sich für das Nischenprodukt Raps im Biolandbau entschieden hat. Das Nordburgenland eignet sich auch wetterbedingt sehr gut für den Anbau von Raps. Von August bis in den September hinein erfolgt die Aussaat von Winterraps. Das Saatgut hatte Paul Weisz mit BB Boden, ultrafeinem Urgesteinsmehl (ZeoBas ultrafein) und 22

EM Keramikpulver gebeizt – so auch bei Erdäpfeln und Kürbissen, um die Pflanzen schon von Anfang an zu stärken. Die Keimdauer wird damit verkürzt, die Keimfähigkeit erhöht und ein gleichmäßiger Aufgang der Saat gefördert. Mit der Feldspritze bringt Paul Weisz flächendeckend eine EM-Mischung aus BB Blatt und Terrafert Blatt auf die Pflanzen aus. „Zum Zeitpunkt der Rapsblüte habe ich der Mischung MK 5, ultrafeines Urgesteinsmehl (ZeoBas ultrafein), Brennnessel- und Schachtelhalm Extrakt hinzugefügt. Es geht darum, die Pflanzen mit natürlichen Mitteln vorbeugend zu stärken und speziell beim Raps schon im Vorhinein dem Rapsglanzkäfer das Schmackhafte so weit wie möglich zu verderben, sodass er gar keine Fresslust mehr hat.“

Spielverderber Rapsglanzkäfer

Der Rapsglanzkäfer ist ein gefürchteter Spielverderber. Im frühen Knospenstadium sind die Rapsblüten am anfälligsten und er richtet an den noch ungeöffneten Blütenknospen große Schäden an. Sobald sich die ersten Knospen zeigen, tritt er auf den Plan. Auf der Suche nach Pollen und Nektar frisst sich der schwarz glänzende Käfer in die Knospen hinein. Das bringt unregelmäßige Schotenstände mit sich und verlangsamt die Entwicklung der Pflanzen. Damit schädigt er die Pflanzen und mindert den Ertrag. Die gesamte Ernte kann durch die Käfer vernichtet werden. Wie ist es bei Paul Weisz im ersten Jahr der Anwendung des Multikraft-Systems auf dem Feld gelaufen? Der Biobauer freut sich: „Das Zusammenspiel mehrerer Präparate hat sehr gut funktioniert. Die Schäden am Raps sind minimal. Weder Krankheits- noch Schädlingsbefall haben uns zu schaffen gemacht.“


LANDWIRTSCHAFT ACKERBAU

Prävention funktioniert

Da die direkte Bekämpfung des Rapsglanzkäfers im Biolandbau zu schwierig ist, stehen für die Regulierung präventive Ansätze im Vordergrund, um die Erntesicherheit zu steigern. „Ich sehe die Präventivbehandlung als wesentliches Thema, am besten mit einem Mix aus unterschiedlichen Präparaten. Damit können wir die Pflanzen so stärken, dass es erst gar nicht zu Krankheits- oder Schädlingsbefall kommt“, bestätigt Paul Weisz.

Vorteile für konventionell und bio

Das Multikraft-System macht sich auch bei Erdäpfeln und Kürbissen bezahlt, wie Paul Weisz feststellt: „Bei den Kürbissen hatten wir einen nicht nennenswerten Krankheitsbefall, die Erdäpfel waren vom Ertrag her gut.“ Paul Weisz baut auch Weizen an und hat diesen nach der Keimbildung mit BB Blatt und BB Multical behandelt. „Es war visuell zu sehen, dass der Weizen vitaler ist und es ihm einfach besser geht.“ Paul Weisz schätzt die Arbeit mit dem Multikraft-System. „Wir können damit den Pflanzen helfen, widerstandsfähiger zu sein. Die Pflanzen sind auch merklich aktiver in der Photosynthese. Diese Vorteile sind für alle Landwirte – egal ob konventionell oder bio – relevant.“ Aufgrund seiner positiven Erfahrungen auf den Feldern ist Paul Weisz nun auch Multikraft-Partner für seine Region. „Wenn ich den Aufwand mit den EM-Behandlungen mache und damit in ein paar Jahren mein Betriebsergebnis um 10 % steigern kann, dann zahlt es sich auf alle Fälle aus. Uns unterstützt das Multikraft-System in einer vernünftigen Bewirtschaftung. Wir wollen unseren Betrieb wirtschaftlich führen, sodass wir nicht rund um die Uhr arbeiten müssen und gut davon leben können. Nischenprodukte und Präventivbehandlungen sind hier die zentralen Themen.“

von Prof. Dr. Monika Krüger

Achtsamkeit Achtsamkeit heißt wach sein und auch wach bleiben. Es ist eine Eigenschaft, die vorhanden ist oder auch trainiert werden kann. Damit nimmt man die Umwelt, seinen eigenen Körper, Gedanken, Vorstellungen etc. relativ entspannt wahr, um die Welt um sich herum zu verstehen und nicht von irgendwelchen Informationen, deren Wahrheitsgehalt man nicht überprüfen kann, abgelenkt zu werden. Wir befinden uns in einem Informationszeitalter. Bereits Kinder werden mit Computer und Handy frühzeitig konfrontiert. Es sind aber immer die anderen, die etwas machen. Der Zuschauer ist zum Zuschauen verdammt, selten zur eigenen Aktivität. Dadurch wird Passivität anerzogen, nicht das Ausprobieren und Selbermachen. Achtsamkeit ist auch wesentlich zum Verstehen von Sachverhalten, die gelesen, gehört oder auch gesehen werden. Am besten zieht sich der Konsument dieser Informationen in einen Raum zurück, in dem er das Gesagte, Gehörte oder Gesehene noch einmal entspannt reflektieren kann. Tut der Konsument das nicht, ist die Information verloren. Der beste Raum zur Reflexion ist die Natur. Das sind Wälder, Streuobstwiesen, Weiden, Blumengärten etc. Hier erlernt man nicht nur die Achtung vor dem Leben, sondern kann auch durch den Einfluss dieser pflanzlichen Lebewesen, die zum Teil schon mit Generationen von Menschen in Kontakt waren, sich selbst und die erhaltene Information einordnen. Wesentlich sind dabei auch die Entspannung sowie die Achtung und Akzeptanz anderer Meinungen und Vorstellungen, die nicht mit der eigenen konform gehen. Achtsamkeit hat auch mit dem Ringen um die Wahrheit zu tun. Eine Wahrheit, die zwangsläufig dazu führt, Menschen jeder Hautfarbe, jeder Religion, jeder Gesellschaftsordnung als Teil der Menschheitsfamilie zu akzeptieren und zu respektieren. Menschen sind Teil eines jeweiligen Ökosystems, das sein menschliches Dasein garantiert. Ohne Achtung und Acht-

Fotos: Shutterstock, Weisz

samkeit funktioniert diese Abhängigkeit nicht. Erst die Erkenntnis, dass das kleinste Lebewesen in dieser Welt das Leben der Großen garantiert, hat die Achtsamkeit integriert.

Paul Weisz prüft die Entwicklung der Zwiebel-Kultur. Auf seinen Feldern hat sich das Multikraft-System bewährt.

Kolumne von Prof. Dr. Monika Krüger – em. Professorin und Direktorin des Instituts für Bakteriologie und Mykologie, Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig (D)

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TIERHALTUNG FKE

Zeigt her eure Ziegen Milch, Käse, Joghurt – zweifelsohne alles bio

Ziegenmilch. Manche mögen sie überhaupt nicht. Manche lieben sie heiß. Jedenfalls gilt sie als sehr gesund und bekömmlich und ist zunehmend gefragt. Der Landwirt Alexander Aschl hat seinen Hof bereits 2008 auf die biologische Haltung von Ziegen spezialisiert. Mit Erfolg. In der Fütterung und Hygiene dient ihm dabei FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) als wertvolle Unterstützung. Nach Abschluss der Landwirtschaftsschule hat Alexander Aschl eine Zeit lang beim Profidienstleister Maschinenring gearbeitet und dadurch Bauernhöfe mit Ziegenhaltung kennengelernt. Er hat Bücher über die Haltung von Ziegen gelesen und schlussendlich die Ärmel aufgekrempelt. Mastschweine und Kühe gab er her. Er baute den alten Stall um und im November 2008 zogen Ziegen in das neue Gebäude ein. Seither betreibt Alexander Aschl im Vollerwerb zusammen mit seinen Eltern und seiner Freundin Elisabeth biologisch zertifizierte Ziegenhaltung. 24

Ziegenstarkes Oberösterreich

Biologisch erzeugte Lebensmittel sind im Trend und auch die Nachfrage nach Bio-Ziegenmilch, nach Frischkäse, Käsebällchen oder Joghurt aus Ziegenmilch steigt. Laut BioAustria, dem Verband der österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern kommen aktuell rund 60 % der in Österreich produzierten Ziegenmilch von Bio-Betrieben. Es ist also ein stetig wachsender Bereich in der biologischen Landwirtschaft. Ziegenstärkstes Bundesland ist derzeit Oberösterreich mit einem Bio-Anteil bei knapp 80 %. Dazu gehört auch der Familienbetrieb von Alexander Aschl aus Meggenhofen im oberösterreichischen Hausruckviertel. Zusammen mit den Kitzlein sind es rund 250 Tiere, die Familie Aschl nach Kriterien der biologischen Tierhaltung betreut. Der ursprüngliche Stall wurde dem Tierwohl der Ziegen entsprechend umgebaut. Ausreichend Platz und ständiger Zugang zum Auslauf auf die Weide sind unter anderem wesentliche Voraussetzungen für die artgerechte Haltung. Ein artgerechter Stall spielt für die Gesundheit der Ziegen eine ebenso große Rolle wie die Fütterung und Stallhygiene.


TIERHALTUNG FKE

Alexander und Elisabeth mit Emma und Matilda, Ferdinand und Maria betreiben den Bio-Ziegenhof mit 250 Ziegen in Meggenhofen im Vollerwerb.

Futterzusatz Fermentierter Kräuterextrakt

Fotos: Multikraft

Im Sommer sind die Ziegen die meiste Zeit draußen auf der Weide und fressen frisches Grünfutter. Bei der Fütterung im Stall setzt Alexander Aschl regelmäßig FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) ein. „Auf dreitausend Kilogramm Kraftfutter gebe ich circa 30–40 Liter FKE (Fermentierter Kräuterextrakt). Jeden Tag bekommen die Tiere beim Melken im Melkstand diese Futtermischung.“ Zum einen wird die Fresslust der Tiere gesteigert, zum anderen unterstützt FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) das Darmmilieu und somit die Gesundheit. Neuerdings setzt der Biobauer FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) auch bei der Fütterung der Jungtiere ein. „Bei der Kitzaufzucht habe ich 2019 zum ersten Mal FKE (Fermentierter Kräuerextrakt) der Milch beigegeben und den Kleinen gefüttert. Zwanzig Liter Milch vermenge ich mit rund einem Liter FKE (Fermentierter Kräuterextrakt).“ Das Trockenfutter stellt Alexander Aschl je nach Bedürfnissen der Tiere selbst zusammen: „Ich mische im Mischwagen gehäckseltes Heu, FKE (Fermentierter Kräuterextrakt), Kraftfutter und Mineralien, je nachdem, was für die Kitze gerade gut ist. Ich sehe, dass die Gesundheit der Kleinen besser und stabiler ist. Krankheiten gibt es bei kleinen Kitzen immer, aber man kann sie mit der passenden Fütterung und Stallhygiene stark reduzieren. Der Krankheitsdruck ist insgesamt viel geringer. Mit FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) als Futterzusatz klappt das sehr gut.“

Reduzierte Keimbelastung

Als Hygienemaßnahme sprüht Alexander Aschl den Stall regelmäßig mit FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) ein. Das schafft ein angenehmes Stallklima und erspart Desinfektionsmittel. Mit Hilfe der regenerativen Mikroorganismen wird im Stall Fäulnis, Gestank oder auch Fliegenplagen vorgebeugt. „Ich gehe mit einer 5-Liter-Spritze durch die Stallungen und sprühe die Wände, die Einstreu und den Mist mit FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) ein. Wenn ich sehe, dass ein Tier Durchfall hat, sprühe ich den Stall öfter mit FKE (Fermentierter Kräuterextrakt), damit die Keimbelastung reduziert wird.“

Verlässliche Kundschaften

Bis zum Frühjahr 2020 baut Alexander Aschl die Direktvermarktung als starkes Standbein für den Bauernhof auf. Vor allem aufgrund der leicht verdaulichen Kaseine sind Ziegenmilchprodukte gut bekömmlich. Ziegenmilch, Ziegenjoghurt, abwechslungsreich gewürzte Käsebällchen oder kleine Käsetorten erfreuen sich als gesunde Lebensmittel aus der Bioproduktion zunehmender Beliebtheit. Also hat Alexander Aschl für die hofeigene Verarbeitung der Ziegenmilch die dafür nötigen Hygienekurse absolviert. Verschiedene Varianten an Topfenbällchen, Frischkäse und Joghurt gibt es selbst gemacht und direkt ab Hof zu kaufen. Alexander Aschl weiß, dass der Geschmack nach Ziege nicht unbedingt allen zusagt. Allerdings: „Die Nachfrage aus der Umgebung ist sehr gut. Die Leute, die auf Ziegenprodukte stehen, sind sehr gute, verlässliche Kundschaften.“ 25


WOHLBEFINDEN BIOEMSAN

Achtsame Hautpflege Sortiment für alle Sinne Wir freuen uns, wenn wir von draußen hinein ins Warme kommen. Der Wechsel von kalt und warm, die vielleicht trockene Heizungsluft kann unserer Haut zu schaffen machen. Drei Expertinnen öffnen ihre Schatzkisten mit passenden Pflegetipps und zeigen, wie wir in den Wintermonaten achtsam mit unserer Haut umgehen können. Christina Wolff-Staudigl betreibt in Wien ein seit über vierzig Jahren bestehendes Familienunternehmen. Das Reformhaus in der Wollzeile bietet gesunde Lebensmittel und Naturkosmetik vom Feinsten. Achtsamkeit spielt im Team, im Umgang miteinander, eine große Rolle und ist gegenüber den Kunden selbstverständlich. „Unser Sortiment richten wir nach den Bedürfnissen unserer Kunden und nach hohen Qualitätskriterien aus. Achtsamkeit spricht all unsere Sinne an und so sollen wertvolle Produkte auch ansprechend präsentiert sein. Zur Achtsamkeit gehört auch das Fachwissen unseres Teams. Wir gehen immer wieder aufs Neue auf die Bedürfnisse der Haut ein, die sich mit unterschiedlichen Lebenssituationen und Jahreszeiten ändern“, erzählt Christina Wolff-Staudigl, die das Konzept der Effektiven Mikroorganismen sehr schätzt. „Mit sämtlichen Mikroorganismen auf unserer Haut ist ein natürlicher Hautschutz gegeben. Wir wollen diesen natürlichen Hautschutz 26

noch mit zusätzlichen Effektiven Mikroorganismen unterstützen und bieten deshalb bioemsan Biokosmetik an. Die bioemsan Kosmetiklinie ist für irritierte Haut besonders gut geeignet, weil sich die Haut wieder viel schneller regenerieren kann. Die Cremen von bioemsan sind alle wunderbar.“ Oft ein großes Thema in Beratungsgesprächen sind trockene Kopfhaut und strapaziertes Haar. Christina Wolff-Staudigl empfiehlt deshalb gerne das bioemsan Avocado Shampoo. „Es mag überraschen, dass das Shampoo nicht so stark schäumt. Es sind eben keine künstlichen Schaumbildner enthalten. Dieses milde Shampoo reinigt hervorragend und reguliert die Kopfhaut bei Schuppenbildung sehr gut. Ich empfehle, das Shampoo in Kombination mit dem Lindenblüten Creme Conditioner von bioemsan zu verwenden.“ Ideal für gesunde Haarpflege und gestresste Kopfhaut!


WOHLBEFINDEN BIOEMSAN

Annemarie Sandler, die bis zu ihrer Pensionierung im Reformhaus Staudigl gearbeitet hat, gibt Tipps, wie sich die Haut in den Wintermonaten bis in den nahenden Frühling hinein gut regenerieren kann. Für eine gesunde Haut ist eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen bedeutsam. Ganz weit oben auf der Liste stehen also frisches Obst und Gemüse! Wer dann noch ausreichend Flüssigkeiten, am besten belebtes Wasser und Manju zu sich nimmt, sorgt auch für eine gute Hautpflege von innen. Nutzen Sie auch im Winter Sonnenschutzprodukte regelmäßig, vor allem wenn Sie in den Bergen unterwegs sind. Die Haut ist im Winter äußerst empfindlich und nicht an die Sonne gewöhnt. Im Frühjahr kann trotz Kälte die Sonnenstrahlung sehr stark werden. Nutzen Sie bioemsan Sonnenpflegeöl oder bioemsan Sommerpflege mit natürlichem Lichtschutzfaktor. Bevor der Frühling seine Fühler ausstreckt, holt bioemsan Expertin Katharina Krebs einige Tipps für die achtsame Hautpflege aus ihrer Schatzkiste und empfiehlt: Es ist auf jeden Fall wichtig, die richtige Pflege zu verwenden, bevor man in der kalten Jahreszeit hinausgeht. Unsere bioemsan Balsamcreme oder auch die neue Intensiv Pflegecreme eignet sich hervorragend als Kälteschutzcreme für jeden Hauttyp und für Baby- und Kinderhaut. Beim Skifahren kann man sich zwischendurch immer wieder mit dem Lippenbalsam helfen, indem man diesen auf Lippen, Augen und Wangen gibt. Im Winter sind natürlich auch die Hände sehr stark beansprucht. Hier empfehle ich, untertags die Pflege und in der Nacht eine Handmaske mit der Balsamcreme zu machen. Diese wirkt bei trockenen Händen Wunder. Im Winter ist ein Vollbad mit unseren Dusch- und Badesalzen Rose oder Lavendel ein ganz besonderes Erlebnis. Idealerweise peelt man vorab mit dem Öl-Salz-Gemisch den ganzen Körper ein und nimmt dann ein Vollbad, um sich richtig gut zu entspannen. Danach ist kein Eincremen mehr notwendig. Die Haut wird wunderbar zart und geschmeidig.

Weitere Tipps von Katharina Krebs Reichhaltige Tagespflege Gesicht

bioemsan Balsamcreme Ist die Haut aus dem Gleichgewicht, wird sie rau, schuppig, rissig und empfindlich. Vielfach juckt und spannt die Haut, sie neigt zu Rötungen und Entzündungen. Der wichtigste Schritt in der täglichen Pflege ist die Umstellung auf eine reichhaltigere, intensiv feuchtigkeitsspendende Pflege.

Trockenzone Hand

bioemsan Handcreme Kälte, Wind und Nässe strapazieren die Hände. Bei Kälte verengen sich die Gefäße unserer Finger und Hände. Fehlen schützende Lipide, trocknet die Haut schnell aus. Warme Handschuhe sind also angesagt. Zudem schützt die regelmäßige Pflege mit unserer bioemsan Handcreme die Haut. Eine reichhaltige Handmaske mit der bioemsan Balsamcreme hält die Haut schön geschmeidig.

Fotos: Multikraft, Staudigl, Shutterstock

Lippen nicht vergessen

bioemsan Lippenbalsam Während der kalten Jahreszeit plagt man sich oft mit trockenen, aufgesprungenen Lippen. Pflegender bioemsan Lippenbalsam sollte also immer mit dabei sein. 27


KLEINE HELFER

Aussaat in Eierschalen Tipps für kleine Gärtner

Die Natur ist faszinierend. Wie schön ist es, zuzusehen, wie aus einem winzigen Saatkorn ein kleines Pflänzchen wächst? Besonders spannend zu beobachten ist, wie die Pflanzen wachsen und gedeihen, die man zuvor selbst in die Erde gesät hat. Wenn du sie jeden Tag auf der Fensterbank hegst und pflegst, werden aus den Samen bald kleine Keimlinge sprießen. Wir zeigen dir, wie du Eierschalen als Aussaattöpfe nutzen kannst. Zuerst gilt es einige Eierschalen zu sammeln. Spüle sie mit Wasser aus und lass sie einige Tage trocknen. Nun lass dir von einem Erwachsenen helfen, ein kleines Loch in den Boden der Schale zu stechen. So kann das Wasser abfließen und es kommt zu keiner Staunässe. Stelle die Eierschalen dann in einen Eierkarton oder in verschiedene Eierbecher, damit sie nicht umfallen. Fülle in die Eierschalen torfreduzierte Schwarzerde für Blumen und Kräuter. Die Pflanzensamen sollten vor der Aussaat mit EM Keramikpulver gebeizt werden. Dazu gibst du die gewünschte Anzahl an Samen in ein leeres Gurkenglas mit einem Esslöffel EM Keramikpulver. Schraub den Deckel zu und schüttle alles kräftig durch, dann sind die Samen schon gebeizt und können ausgesät werden. Stecke die gebeizten Saatkörner in die Erde und gieße sie anschließend gut an. Am einfachsten befüllst du dazu eine Sprühflasche mit Wasser und gibst 1 Verschlusskappe EM Aktiv und 1/2 Verschlusskappe Terrafert Boden dazu. Sprühe die Saatkörner kräftig ein, die Erde sollte gut durchfeuchtet sein. Nun alle ein bis zwei Tage besprühen und die Erde immer schön feucht halten. Nach einigen Wochen kannst du die ersten Ergebnisse bewundern und die Keimlinge mit der Eierschale ins Beet oder in den Topf umpflanzen. Das in der Schale enthaltene Kalzium ist dabei noch guter Dünger für die Pflanzen.

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Teilnahmebedingungen: Teilnahmeschluss ist der 31. Mai 2020. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, ausgenommen Mitarbeiter und Angehörige der Firma Multikraft. Nach dem Ende der Teilnahmefrist erfolgt eine Ermittlung der Gewinner durch Ziehung. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Die Preise können nicht in bar abgelöst werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Teilnehmer ist mit der elektronischen Erfassung und Verarbeitung seiner Daten einverstanden, die ausschließlich für Betreuungszwecke der Firma Multikraft Produktions- und HandelsgmbH verwendet werden. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und selbstverständlich können Sie jederzeit einer weiteren Verwendung Ihrer Daten zu Werbe- und Marketingzwecken – auch soweit dies rechtlich ohne Ihre Einwilligung zulässig ist – durch eine einfach Mitteilung an Multikraft Produktions- und HandelsgmbH widersprechen.


Fotos: Multikraft

leicht gemacht

KLEINE HELFER

Garteln, Foto machen und gewinnen!

Schicke uns ein Foto von deinen Keimlingen in der Eierschale und gewinne diese Multikraft Produkte: Paket „Kleinraumgärtchen“, Sprühflasche Foxy Plus und Manju Schokoladen. Jede Einsendung gewinnt einen Anerkennungspreis. Einfach an info@multikosmos.at senden oder per Post an Multikraft, Sulzbach 17, 4632 Pichl/Wels.

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INTERVIEW MANJU

Manju im Einsatz als Lebenselixier bis ins hohe Alter „Grüezi“, lässt eine fröhliche Stimme bei der Begrüßung am Telefon aufhorchen. Der Schweizerin Erna Weber ist es wahrlich nicht anzuhören, dass sie 2019 ihren achtzigsten Geburtstag feierte. Ihre Stimme klingt erstaunlich jugendlich und voller Elan. Erna Weber, die in der Nähe von Zürich lebt, erfreut sich sehr guter Gesundheit. Da und dort ein paar Zipperlein, ja, die gibt es schon. Und es gibt Manju, ihr Lebenselixier. Frau Weber, Sie haben das Nahrungsergänzungsmittel und Fermentationsgetränk Manju damals über die „EM-Gemeinschaft“ in der Schweiz kennengelernt, es vor mehr als fünfzehn Jahren das erste Mal ausprobiert und verwenden es seither regelmäßig jeden Tag. Warum ist Ihnen Manju so wichtig geworden? Ich lebe gesund und versuche, meinen Körper mit guten Mitteln fit zu halten. Kleine Zipperlein am Knie zum Beispiel versuche ich mit guten Salben aus der Klosterapotheke im Appenzellerland in den Griff zu bekommen. Manju kenne ich schon lange und habe es anfangs hauptsächlich als Unterstützung für meinen Magen genommen. Es ist gut, jeden Morgen zwei Verschlussdeckelchen voll einzunehmen. Seit ich den Manju-Spray entdeckt habe, ist das kleine Fläschchen mein ständiger Begleiter. In Ihrer Handtasche ist ein kleines Manju-Sprühfläschchen also immer mit dabei. Hat das einen speziellen Grund? Ja, das Manju-Sprühfläschchen ist sehr praktisch und passt wirklich in jede Handtasche. Der Grund ist der, dass ich Allergikerin bin und vor allem im Sommer entzündete Augen habe, sobald ich an die Sonne gehe. Ich spraye deshalb Manju direkt in die Augen, das bringt mir große Erleichterung. Zwei, drei Pumpstöße Manju genügen. Ich habe auch festgestellt, dass Manju für alle Arten von Irritationen auf der Haut sehr hilfreich ist. Es lindert Insektenstiche, Verbrennungen, kleinere Verletzungen und Wunden. Manju gehört seit vielen Jahren jeden Tag zu Ihrer Morgenroutine ganz selbstverständlich dazu. Wie verwenden Sie es dabei? Ich spraye mir jeden Tag am Morgen zwei, drei Pumpstöße Manju in die Augen und in den Mund. Das ist bei meiner Morgenwäsche täglich mit dabei. Manju wirkt innerlich und äußerlich wirklich wunderbar auf der Haut. Ich denke, es ist für die Schleimhäute einfach gut. Ich merke es auch an meinen Zähnen, mit denen ich selten einmal Schwierigkeiten habe.

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Was schätzen Sie an Manju ganz besonders? Es ist ein gutes Allzweckmittel auf ganz natürlicher Basis, es ist einfach in der Handhabe und bringt große Erleichterung. Ich schätze die EMProdukte überhaupt sehr. Seit meiner Teenager-Zeit plagt mich Schuppenflechte in den Kopfhaaren. Auch hier bringt Manju große Erleichterung. Manchmal gab es drei, vier Wochen, da spürte ich gar nichts mehr von der Schuppenflechte, gab aber trotzdem immer 2–3 Sprühstöße Manju auf meine Kopfhaut. Das hilft einfach sehr gut. Außerdem verwende ich das bioemsan Shampoo, zusammen mit Manju ist es wunderbar für meine Haare. Ich habe meine Haare noch nie gefärbt, meine natürliche Haarfarbe ist gut erhalten und graue Haare sind kaum sichtbar. Manju gibt mir insgesamt ein gutes Gefühl, es unterstützt mich einfach seit vielen Jahren.


MEHR WISSEN

Das Klimabuch Alles, was man wissen muss, in 50 Grafiken

Altes Wissen Neues Wissen

Esther Constalla

Winterroggen und Sonnenblumen, Körner- und

128 Seiten ISBN-10: 3962381244

Hitzewellen und Kälteeinbrüche, Überschwemmungen und Starkregen. Die Klimakrise kann niemand mehr ignorieren. Mit Unterstützung zahlreicher Wissenschaftler hat Esther Constalla die komplexen Zusammenhänge und wissenschaftlichen Daten zur globalen Erwärmung zu leicht verständlichen Infografiken verarbeitet. Gut durchdachte, scheinbar simple Bilder erklären das Klimageschehen. Die Autorin zeigt auch Lösungsansätze, um den Klimawandel zu begrenzen. Für alle, die nicht nur begreifen, sondern auch handeln wollen!

Futterraps, Ackerwicke, Klee und Luzernen. So heißen einige altbekannte Zwischenfrüchte, die als Pflanzenarten

in

Leguminosen,

Kreuzblütler, Süß- und Sommergräser eingeteilt sind. Die sonst vegetationslosen Zeiten werden von Landwirten zum Anbau von Zwischenfrüchten

genutzt

und

bringen den Betrieben pflanzenbauliche Vorteile, die gleichzeitig der Umwelt

Ernte mich im Winter Einfach immer frisches Gemüse

zugute kommen. Der Anbau von Zwischenfrüchten und Untersaaten wird heute zunehmend ein wichtiges Bewirtschaftungselement, das die Gesundheit der Böden und damit ihre Fruchtbarkeit fördert. Die Vorteile gehen über eine bloße Nitratsenke hinaus. Die Wasserhalte-

Wolfgang Palme

fähigkeit der Böden verbessert sich ebenso wie das Bodenleben und

176 Seiten

die bodenbiologische Aktivität. Wind- und Wassererosion werden ver-

ISBN: 978-3-7066-2661-3

ringert. Mittelfristig lohnt sich der Anbau von Zwischenfrüchten und Un-

Wolfgang Palme kennt seinen Garten wie kaum ein anderer, verbringt er darin doch auch im Winter viel Zeit. Was er dort mit einem Lächeln im Gesicht macht? Ernten. Und zwar: frisches Gemüse. In seinem Buch stellt Wolfgang Palme 30 Gemüsesorten für den Winter vor. Wann muss ich aussäen, wie pflege ich mein Beet, wie viel Frost vertragen meine Pflanzen? Der begeisterte Wintergärtner lässt uns daran teilhaben, wie wir das ganze Jahr über knackfrisches Gemüse griffbereit haben. Eine Entdeckungsreise durch den eigenen Wintergarten!

tersaaten, um Produktion und Erträge zu sichern und auch Produktionsmittel wie zum Beispiel Dünger oder Pestizide reduzieren zu können. Langfristig als fester Bestandteil der Fruchtfolge gesehen, wirken Zwischenfrüchte nicht nur ressourcen-, umwelt- und klimaschonend, sondern für Betriebe auch kostensenkend und sogar ertragssteigernd. Der regelmäßige und richtige Einsatz von Zwischenfrüchten in der Fruchtfolge mit den Hauptkulturen bedeutet zu Beginn sicherlich eine Investition in Wissen, Arbeit und entsprechendes Saatgut. Die Bodenbegrünung mit Zwischenfrüchten als Teil des Anbausystems liefert Betrieben heutzutage allerdings auch zahlreiche innovative Ansätze für eine integrierte Landwirtschaft. Mit einem Perspektivenwechsel, der auf

Das Pferd sagt es uns jeden Tag

natürliche Kreisläufe und das optimale Zusammenspiel von Böden, Pflanzen und Tierhaltung fokussiert, geht der Weg hin zu einer effizienten Landwirtschaft, die gleich hohe oder sogar höhere Erträge erzielt.

Fotos: Erna Weber, Shutterstock

Sobald Zwischenfrüchte nicht mehr nur zur Überbrückung zwischen Johannes Hamminger, Andrea Kerssenbrock

zwei Hauptkulturen dienen, sondern regelmäßig in vielfältigen Fruchtfol-

176 Seiten

gen eingesetzt werden, eröffnen sich über die ökologischen und acker-

ISBN-10: 3840410851

baulichen Vorteile hinaus auch neue ökonomische Verwertungsmög-

Stallmeister Hamminger nimmt uns mit in die wohl berühmteste Institution der klassischen Reitkunst. Er begleitet die Hengste der Spanischen Hofreitschule in eine moderne, sportliche Zeit, in der neben der richtigen Diät auch Physiotherapie und Chiropraktik eine große Rolle spielen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die Gesunderhaltung des Pferdes und dessen Wohlbefinden. Mit seinen Tipps und Erfahrungen will er unser Auge schulen und unsere Empathie verbessern. Auf jeden Fall eine gute Anregung, mit Pferden bewusster umzugehen!

lichkeiten. Die Biomasse der Zwischenfrüchte lässt sich ganz klassisch als Futter verwerten oder in expandierenden Zukunftsbranchen wie Biomasseenergie oder ökologische Baustoffe verkaufen. Einen sehr guten Überblick und eine Anleitung zur Bewirtschaftung gibt das Handbuch „Zwischenfrüchte in der Praxis“ von Frédéric Thomas und Matthieu Archambeaud (siehe Multikosmos Nr. 32). Es beantwortet häufig gestellte Fragen und gibt viele praktische Tipps zum Anbau der unterschiedlichen Pflanzenarten.

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INFOS & TERMINE

Erlebniswelt Multikraft

Jeder Monat steht bei uns unter einem besonderen Themenschwerpunkt. Neben dem beliebten EM Café bieten unsere EM-FachberaterInnen für Sie zusätzlich einen EM Bio-Gartenbrunch sowie einen EM Workshop zum jeweiligen Thema an. Nutzen Sie die folgenden Termine zum Austausch rund um Effektive Mikroorganismen. Wir bitten um Anmeldung auf www.multikraft.com, begrenzte Teilnehmerzahl.

Jänner 2020

Das Mikrobiom des Menschen

EM Café Freitag, 10. Jänner 2020, 14.30 – 17.00 Uhr

Mit Freude und EM in den Frühling starten EM Café Freitag, 6. März 2020, 14.30 – 17.00 Uhr

EM Bio-Gartenbrunch Mittwoch, 18. März 2020, 9.00 – 11.30 Uhr EM Workshop Dienstag, 24. März 2020, 14.00 – 17.00 Uhr

April 2020

Natürlich gärtnern ohne Gift EM Café Freitag, 3. April 2020, 14.30 – 17.00 Uhr

EM Bio-Gartenbrunch Mittwoch, 22. Jänner 2020, 9.00 – 11.30 Uhr

EM Bio-Gartenbrunch Mittwoch, 15. April 2020, 9.00 – 11.30 Uhr

EM Workshop Dienstag, 28. Jänner 2020, 14.00 – 17.00 Uhr

EM Workshop Dienstag, 21. April 2020, 14.00 – 17.00 Uhr

Februar 2020

Mai 2020

EM Café Freitag, 7. Februar 2020, 14.30 – 17.00 Uhr

EM Café Freitag, 8. Mai 2020, 14.30 – 17.00 Uhr

EM Bio-Gartenbrunch Mittwoch, 19. Februar 2020, 9.00 – 11.30 Uhr

EM Bio-Gartenbrunch Mittwoch, 20. Mai 2020, 9.00 – 11.30 Uhr

EM Workshop Dienstag, 25. Februar 2020, 14.00 – 17.00 Uhr

EM Workshop Dienstag, 26. Mai 2020, 14.00 – 17.00 Uhr

Bäume – unsere Lebensretter brauchen Pflege

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März 2020

Nie mehr Algen im Teich Wasserpflege mit EM


INFOS & TERMINE

Infos & Termine Webinare

Mit unseren Webinaren können Sie sich über die Vorteile von Effektiven Mikroorganismen bequem vom Sofa aus informieren. Unsere Multikraft FachberaterInnen bieten Austausch zu verschiedenen Themenschwerpunkten und Beratung für Einsteiger und Praktiker. 13. Jänner, 18.30 Uhr: „Das Mikrobiom des Menschen“ mit Mag. Dr. Erika Rokita 6. Februar, 18.30 Uhr: „Bäume – unsere Lebensretter“ mit Johannes Lenzenweger und Mag. Dr. Erika Rokita Anmeldung und weitere Informationen finden Sie unter www.multikraft.com/de/aktuelles-service/webinare/.

Events

Erfahren Sie Neues über EM oder tauschen Sie Ihre Erfahrungen mit uns aus. Informationen zu Veranstaltungen rund um Effektive Mikroorganismen – Stammtische, Vorträge, Messen und vieles mehr – finden Sie unter www.multikraft.com/de/aktuelles-service/veranstaltungen-events/ Besuchen Sie uns bei folgenden Veranstaltungen am Sumpflhof::

Pflanzenmarkt Fr., 17. April 2020

Ein Fest im Grünen Sa., 6. Juni 2020

EM-Stammtische

Für Anwender, Einsteiger & Interessierte zum Erfahrungsaustausch

WIEN Günter A. Gsöls

Jeden 1. Dienstag im Monat, Beginn: 18:00 Uhr Das Schutzhaus, Gartenfreunde Ottakring, Steinlegasse 15 (Navi-Adresse: Flötzersteig 6), 1160 Wien, +43 664 320 65 77 Jeden 3. Donnerstag im Monat, Beginn: 19:00 Uhr Heuriger „Alter Bach-Hengl“, Sandgasse 7–9, 1190 Wien

TRIBUSWINKEL Hildegard Baader

Jeden letzten Dienstag im Monat, Beginn: 19:00 Uhr Mühlbachwirt, Kirchenplatz 8, 2512 Tribuswinkel +43 2252 497 48, +43 676 722 77 76

EGGERSDORF | GRAZ Gartenparadies Peter Painer

Jeden Monat Gartenworkshops rund um die Pflege und Arbeit mit EM: Fr., 14. Feb: Vortrag „EM für Einsteiger und Anwender“ Sa., 7. März: Impulstag „Start ins Gartenjahr“ Fr., 13. März: Gesundes Erdreich – Kompost, Kohle & Co Mi., 18. März: Vortrag: „Der Garten in Zeiten des Klimawandels“ Sa., 25. April: Impulstag „Jungpflanzentag“ Fr., 22. Mai: Gesunder Gartenteich Informationen zu den Terminen und Programmen unter www.painer.com, Badstraße 48, 8063 Eggersdorf, +43 3117 24 42

ROHR | KREMSTAL Gärtnerei Schützenhofer Jeden 3. Dienstag im Monat Kräuterstammtisch, Beginn: 19:00 Uhr, Linzerstraße 32, 4532 Rohr/Kremstal +43 7258 21 24 STRASSWALCHEN Johannes Lenzenweger

Besuchen Sie uns auch bei folgenden Messen:

Jeden 1. Mittwoch im Monat (von April bis Oktober), Beginn: 19:30 Uhr Am 1. April: Vortrag von Günther Soukup „Praktische Anwendung der Multikraft-Produkte im Garten“, um Anmeldung wird gebeten! Lenzenweger, Voglhub 8, 5204 Straßwalchen, em.lenzenweger@gmx.at, +43 664 2825 895

Garten Salzburg

ROTH Silvia Smetana

Vortrag mit Johanna Paungger und Thomas Poppe

„Gärtnern in Harmonie mit dem Mondlauf“: Do., 12. März 2020, 19:00 Uhr

Fr., 20. – So., 22. März 2020

Blühendes Österreich Fr., 3. – So., 5. April 2020

Jeden letzten Donnerstag im Monat, Beginn: 18:00 Uhr Haus der Schönheit, Hauptstraße 43, 91154 Roth evs.smetana@gmail.com, +49 9179 964 68 64

Fotos: Multikraft, Shutterstock

FINSTERWALDE Thomas Kühne Jeden 3. Donnerstag im Monat, Beginn: 19:00 Uhr An der Schraube 20, 03238 Finsterwalde, anfrage@naturgarten-planer.de, +49 3531 70 50 25 oder +49 3531 433 92 66

multikosmos Ausgabe 35 Unser nächstes Thema:

Chance

KÄMPFELBACH Sigrid Bellitto Jeden letzten Mittwoch im Monat, Beginn: 19:30 Uhr Friedenstr. 44, 75236 Kämpfelbach, +49 7232 40 93 61 sigrid-bellitto@online.de, www.bellitto.de

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REINIGER Probiotisch • Ökologisch • Lebensmitteltauglich

eMC® Geschirrspülmittel

eMC® Waschkonzentrat

eMC® Sauerstoffbleiche

VORTEILE Probiotisch eMC® Reiniger fördern die regenerativen Bakterien; ein natürlicher Schutz für unsere Haut und unser Lebens­umfeld. Pathogene Keime haben so keine Lebensgrundlage, weil Effektive Mikroorganismen überwiegen.

„Lebensmitteltauglich“ Im Vergleich mit herkömmlichen Reinigern deutliche Vorteile in der Beherrschung mikrobiologischer Verunreinigungen und aus lebensmittelhygienischer Sicht vorteilhaft anzuwenden.* * Auszug aus dem Gutachten von Prof. Dr. Werner Pfannhauser

Gesundheit Durch die natürlichen Inhaltsstoffe und regenerative Mikroorganismen sind die Produkte besonders hautschonend anzuwenden, Reizungen und Hautallergien wird entgegengewirkt.

Ökologisch & wasserschonend eMC® Reiniger sind die natürliche Alternative zu chemischen Putzmitteln. Sie wirken auch in Rohren noch lange nach dem Reinigen und sind wasserschonend.

Qualität eMC® Reiniger werden in einem mehrstufigen Qualitätsverfahren am Firmenstandort im oberösterreichischen Pichl bei Wels hergestellt.

www.multikraft.com

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Multikosmos 34 – Achtsamkeit  

„Die beste Weise, sich um die Zukunft zu kümmern, besteht darin, sich sorgsam der Gegenwart zuzuwenden“, sagte der buddhistische Mönch Thic...

Multikosmos 34 – Achtsamkeit  

„Die beste Weise, sich um die Zukunft zu kümmern, besteht darin, sich sorgsam der Gegenwart zuzuwenden“, sagte der buddhistische Mönch Thic...