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GLACIER EXPRESS

Ihr Exemplar – Your copy

Bordmagazin 2014 On-Board magazine 2014

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Inserat St채uble


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GLACIER EXPRESS

Hans Amacker

Fernando Lehner

Klassiker mit jugendlichem Flair Wir möchten Sie herzlich an Bord des Glacier Express begrüssen. Der langsamste Schnellzug der Welt verbindet seit 1930 den weltberühmten Kurort St.Moritz mit dem Ferienort Zermatt am Fusse des Matterhorns, das mit seiner markanten Gestalt 4478 Meter hoch in den Himmel ragt. Auf der Fahrt entdecken Sie die Vielfalt der Schweiz: saftige Wiesen vor verschneiten Berggipfeln, schroffe Felswände und faszinierende Gletscherlandschaften. Auf unserer Route liegen zudem zwei besondere Sehenswürdigkeiten, die von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurden: die Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina und das Gebiet Jungfrau-Aletsch. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick in die Vergangenheit dieses ganz besonderen Zuges werfen: Am 25. Juni 1930 startete der erste Glacier Express mit 70 geladenen Gästen in Zermatt und erreichte St.Moritz nach knapp elf Stunden. Die Fahrgäste reisten in gediegenen Salon- und Personenwagen und konnten sich in einem Speisewagen verpflegen. Drei Schweizer Bahngesellschaften waren an dieser Pionierfahrt beteiligt und auch heute noch ist der Glacier Express ein Gemeinschaftsprodukt. Die Matterhorn Gotthard Bahn – entstanden aus zwei der drei damals beteiligten Bahnun-

ternehmen – und die Rhätische Bahn blicken dabei selbst auf eine lange Geschichte zurück. Dieses Jahr feiert die Rhätische Bahn ihr 125-jähriges Bestehen und nächstes Jahr darf sich die Matterhorn Gotthard Bahn freuen: Dann blickt sie ebenfalls auf 125 Jahre zurück (Strecke Visp-Zermatt). Im Vergleich zu seinen beiden Müttern ist der Glacier Express mit seinen bald 85 Jahren also noch richtig jung. Heute fährt er in ungefähr acht Stunden über 291 Brücken, durch 91 Tunnel und über den 2033 Meter hohen Oberalppass. Damit dieser beliebte Klassiker weiterhin so jugendlich bleibt, sind wir bestrebt, ihn immer wieder neu zu erfinden und Sie mit neuen Angeboten zu überraschen. Geniessen Sie deshalb nebst der beeindruckenden Aussicht auch die frisch zubereiteten Köstlichkeiten und einen edlen Tropfen. Wir wünschen Ihnen eine erlebnisreiche Fahrt mit bleibenden Eindrücken.

Hans Amacker Rhätische Bahn AG Direktor Fernando Lehner Matterhorn Gotthard Bahn Direktor

Inhalt / Contents Mit Technik und Gottvertrauen Technology and faith in God

Prachthotels in Einklang mit der Natur Grand hotels in harmony with nature Hollywood-Glamour im Reich der Zeitmesser Hollywood glamour in the kingdom of the watch Langsam reisen kann man lernen Slow travel is something that can be learned Die Geburtsstunde der Rhätischen Bahn The birth of the Rhaetian Railway Nur nicht die Ruhe verlieren Keeping things running smoothly Hart arbeiten für einen alten Brauch Working hard for an old favourite

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Boardshop: Ein Stück Glacier Express als Mitbringsel 42 Board shop: A piece of the Glacier Express to bring back home 42


GLACIER EXPRESS

Classics with youthful flair We would like to welcome you warmly aboard the Glacier Express. Since 1930, the “slowest express train in the world” has been plying the route between the world-famous health resort of St.Moritz and the holiday destination of Zermatt at the foot of the Matterhorn, whose distinctive outline rises to a height of 4,478 metres. On the journey you will discover the variety that Switzerland has to offer – lush meadows against a backdrop of snowy peaks, sheer rock faces and fascinating glacier landscapes. Our route also passes through two particularly interesting attractions that have been declared UNESCO World Heritage Sites – the Rhaetian Railway in the Albula/ Bernina landscapes and the JungfrauAletsch area. Let’s cast our eyes back and take a look at the past of this very special train. The Glacier Express began on 25 June 1930, with 70 invited passengers boarding in Zermatt and reaching St.Moritz after just under eleven hours. They travelled in high-class carriages and Pullmans, and meals were served in a restaurant car. Three Swiss rail companies were involved in this pioneering journey, and the Glacier Express is still today a joint venture. Both the Matterhorn Gotthard Railway – which itself arose from two of the three rail companies initially involved

– and the Rhaetian Railway can look back on long histories. This year the Rhaetian Railway is celebrating 125 years of operation, and next year will be a special one for the Matterhorn Gotthard Railway as it, too, will have reached the 125-year landmark (Visp-Zermatt section). So in comparison with the two railway companies, the Glacier Express itself, which will soon celebrate its 85th birthday, is still very young. Today it takes around eight hours to travel across 291 bridges, through 91 tunnels and over the 2,033-metre high Oberalppass. As we want to keep this popular classic young, we are constantly reinventing it, and like to offer you some new surprises on a regular basis. Along with the impressive views you can therefore also enjoy freshly-prepared cuisine and excellent beverages. We wish you a trip rich in experiences and wonderful sights to remember.

IMPRESSUM

Herausgeber: Frehner Consulting AG, Unternehmensberatung für PR, CH-9001 St.Gallen, Tel. +41 (0)71 272 60 80, info@frehner-consulting.com Gesamtleitung: Natal Schnetzer Produktion und Inseratemarketing: MetroComm AG, CH-9001 St.Gallen, Tel. +41 (0)71 272 80 50, info@metrocomm.ch Chefredaktor: Dr. Stephan Ziegler Texte: Thomas Veser Fotos: Bodo Rüedi, Thomas Veser, Glacier Express, Rhätische Bahn, Matterhorn Gotthard Bahn, swiss-image.ch zVg Projektkoordination Glacier Express: Vera Stiffler, Oliver Summermatter Anzeigenleitung: Ernst Niederer Gestaltung: Béatrice Lang Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der MetroComm AG.

Matterhorn Gotthard Bahn Bahnhofplatz 7 CH-3900 Brig Tel. +41 (0)848 642 442 Fax +41 (0)27 927 77 79 railcenter@mgbahn.ch.

Rhätische Bahn AG Bahnhofstrasse 25 CH 7002 Chur

Hans Amacker Direktor Rhaetian Railway Inc. Fernando Lehner Direktor Matterhorn Gotthard Railway

Tel. +41 (0)81 288 65 65 Fax +41 (0)81 288 61 05 railservice@rhb.ch www.glacierexpress.ch www.glacierexpress.ch/facebook Januar 2014

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 Mit Technik und Gottvertrauen

Karl Muoser war von 1987 bis 2003 in Bristen katholischer Pfarrer. Heute lebt der 80-Jährige als Seelsorger in Wassen unterhalb des Maderanertals.

Herr Pfarrer, welche ersten Eindrücke sind Ihnen im Gedächtnis geblieben? Auf alle Fälle positive. Die durchgängig bäuerliche, katholische Bevölkerung, die Berge, das alles hat mir gefallen. Allerdings verschwindet die Sonne schon um den 24. Oktober und wird erst wieder im Februar sichtbar – ein wirklich schattiges Tal, das auch unter Naturkatastrophen leidet. Ich erinnere mich noch genau, dass sich am 19. Januar 1995 ein gewaltiger Felssturz ereignete, um 11 Uhr morgens. Nur eine Stunde zuvor war der Schulbus mit drei Jahrgängen durch diesen Abschnitt gefahren. Den Chärstelenbach habe ich anfangs als harmlos empfunden, aber kann jedoch schnell zu einer reissenden Flut werden, wie etwa 2005. Wie sah Ihr neuer Wirkungsort aus? Eigentlich so wie heute, es hat sich gut wie nichts verändert. Das Maderanertal ist wohl das einzige Urner Seitental, das ursprünglich erhalten ist. Das ist ja auch kein Wunder, war es doch jahrhundertelang von Amsteg aus nur über einen Fussweg mit der Aussenwelt verbunden. Eine richtige Strasse wurde erst 1912 angelegt. Aber die Zeit ist natürlich auch dort nicht spurlos vorbeigegangen. Gab es vor 25 Jahren noch jährlich im Schnitt zwischen 15 und 25 Geburten,

kommen heute noch fünf bis maximal acht Kinder auf die Welt. In den 1980er Jahren hat man damit angefangen, neue Häuser zu bauen. Pro Jahr kam ein weiteres Wohngebäude hinzu. Heute gibt es etliche alte Holzhäuser, die nicht mehr ganzjährig oder überhaupt nicht mehr bewohnt sind. Entweder sind die Besitzer verstorben oder ins Reusstal in Wohnungen mit modernem Komfort gezogen. Ihr Land haben sie verkauft oder verpachtet. Die häufig im Schnitt nur drei Hektaren grossen Flächen waren als Existenzgrundlage viel zu klein. So haben viele Maderanertaler Arbeit in der Industrie oder den Bundesbetrieben gesucht. Was ist in diesem Tal anders? Die Bewohner haben jahrhundertelang als Bauern, Älpler und Holzarbeiter gelebt. Zudem wurde dort fast zwei Jahrhunderte lang Eisenerz abgebaut und verhüttet. Zwischen 1830 und 1870, als sich die ersten Touristen für die früher so gefürchteten Alpen begeisterten, bildeten sich einige Bergführerdynastien heraus. Für sie war die Eisenbahn, die um 1880 ihren Betrieb aufnahm, eine Hilfe, da ihre Kundschaft bequem anreisen konnte. Die Maderanertaler haben den Anschluss an die Zeit nicht versäumt, viele fanden Arbeit bei der Bahn, andere in Fabriken im Tal. Im Vergleich zu anderen Seitentälern wurde die Verwurzelung in der Landwirtschaft schwächer. Bauern gibt es dort heute nur wenige, vor allem fehlen die jungen Landwirte, denn die sind Handwerker geworden oder gehen im Tal anderen Berufen nach. Sind die Maderanertaler also heute Arbeiter? Das kann man wohl so sagen. Sie haben jedoch Ausweichmöglichkeiten, und die nehmen sie wahr. Als Strahler beispielsweise suchen sie in ihrer Freizeit wertvolle Mineralien. Im Sommer betätigen sie sich wie ihre Vorfahren als Bergführer. Auch wenn sie nicht mehr in der Heimatgegend


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wohnen, bewahren sie doch ihre alten Häuser. Sie lieben das Maderanertal, dort verbringen sie ihre Wochenenden und auch die Sommerferien. Und wie ist es heutzutage um das Traditionsbewusstsein bestellt? Im Maderanertal gibt es nach wie vor Alp- und Stallsegnungen, das ist in anderen Seitentälern schwächer ausgeprägt. Festgehalten wird auch am Brauch der Karfreitagseier. Die an diesem Tag gelegten Eier werden im Boden vergraben, das soll gegen Blitzschlag, Feuersbrünste und Erdrutsche schützen. Zwar sind die grossen Veränderungen des 19. und 20. Jahrhunderts ins Maderanertal schneller eingedrungen als in andere Seitentäler. Die Bewohner geben sich deswegen offener. Hier paart man Technik gerne mit Gottvertrauen, deswegen lassen die Menschen im Maderanertal ihr Auto segnen – sicher ist sicher. Was würden Sie einem Besucher besonders ans Herzen legen? Da fällt mir eine Antwort schwer, denn das hängt von den individuellen Vorlieben ab. Die einen schwärmen für eine weitgehend unberührte Natur, andere wandern leidenschaftlich gerne, so sucht jeder nach seinem irdischen Paradies. Wie dem auch sei, heutzutage kommt man per Postbus und Auto gut voran. Die Maderanertaler sind stolz auf ihre Erzeugnisse, Beeren, getrocknete Teekräuter, aber auch Milchund Fleischprodukte werden angeboten. Fraglos zählt das Tal geologisch zu den aussergewöhnlichsten Gegenden der Schweiz; mich haben stets die Gesteine fasziniert. Die beste Entspannung für mich, das ist alleine durch die unberührte Natur zu gehen und die Ursprünglichkeit des Tales zu geniessen. Meine heile Welt eben. www.uri.info

Bauernbarock und heimische Küche Auf dem Weg nach Italien kehrte Goethe vor der Gotthardüberquerung im Amsteger Gasthaus Stern und Post ein. Der Dichterfürst erinnerte sich, dass die Wirtin „gebackene Fische gar schmackhaft bereitete“. Das Stern und Post zählt zu den traditionsreichsten Hotels im Kanton Uri. Diente das Gebäude einst als Haltestelle für die Postkutsche, empfiehlt es sich heute als Hotel der gehobenen Klasse. Rolf Welti und Remo Vetter, seit 2010 Besitzer, verfügen über einen historischen Teil mit holzgetäfelten Räumen im bäuerlichen Barockstil. Im neueren Teil erwarten die Gäste grosszügige Aufenthaltsräume. Draussen, in der Nähe des Chärstelenbachs, erstreckt sich ein herrlicher Garten mit alten Bäumen, Wasserspielen und einer Laube. In den Gastzimmern kontrastieren historische Möbel mit modernen Accessoires, auch Suiten gehören dazu. In der Gastronomie, bei der heimische Gerichte im Vordergrund stehen, halten sich die Besitzer an das Motto „selbst ist der Mann“: Die meisten Gerichte, darunter Teigwaren, werden frisch produziert, Kräuter stammen aus dem eigenen Garten. Die Weinkarte fällt dadurch auf, dass ausschliesslich Schweizer Weine angeboten werden. Stern und Post, Gotthardstrasse 88, CH-6474 Silenen UR Tel. +41 (0)41 884 01 01, www.stern-post.ch


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GLACIER EXPRESS

Technology and faith in God

Karl Muoser was the Catholic priest in Bristen from 1987 to 2003. Today the 80-year-old is a pastor living in Wassen below the Maderaner valley.

Father, which of your first impressions have remained with you? All of them are positive ones. The mostly agricultural, Catholic people, the mountains. I loved it all, even though the sun ceases to be visible from around 24 October and only reappears in February – it really is a shady valley, and one which suffers from natural disasters. I clearly remember 19 January 1995 when a huge rockfall occurred at 11 o’clock in the morning. Only an hour before it, a school bus with three year groups had driven through that section. At first I thought the Chärstelen river was harmless, but it can soon rise to a raging torrent, as it did in 2005.

1870, when the first tourists began to understand the delights of the Alps, a place that had once been feared, a number of mountain guide dynasties emerged. For them the railway, which came into operation around 1880, was a boon as it meant their clients could travel here in comfort. The people of the Maderaner valley did not let time pass them by; many found work on the railway, others in factories down in the main valley. In comparison with other side valleys their roots in the landscape were shallower. There are only a few people living off the land here today; in particular the valley is lacking young farmers as they have left to learn trades or pursue other careers in the main valley.

What did your parish look like when you first came? More or less as it does today; hardly anything has changed. The Maderaner valley is the only side valley in the canton of Uri that has been preserved. It’s no wonder, as for centuries its only connection with the outside world was a footpath from Amsteg. There was no proper road until 1912. But of course time has not passed without leaving its mark. A quarter of a century ago there would have been an average of 15-25 births per annum, whereas now only around five children, eight at the most, come into the world each year. In the 1980s new houses began to be built, with a house added each year. Today there are a few old timber houses that are no longer occupied all year round, if at all. The owners have either died or moved to flats with modern comforts in the Reuss valley, and have sold or leased their land. These parcels, often less than three hectares, were far too small to yield a living, and that’s why many from the Maderaner valley went to find work in industry or government departments.

So are the people of today’s Maderaner valley hard workers? You could say that. They have alternatives, and they make the most of them. For example some are amateur geologists (known locally as “Strahler”), searching for valuable minerals in their spare time. In summer they offer their services as mountain guides like their forefathers did. Even if they no longer live in their home region, they still keep their old houses on. They love the Maderaner valley; this is where they spend their weekends and summer holidays.

What has changed in this valley? The local people lived for centuries in the traditional Alpine way as farmers and foresters. Iron ore was also mined and smelted here for almost two centuries. Between 1830 and

How do things look these days with regard to local traditions? In the Maderaner valley they still bless their Alpine pastures and cowsheds, a tradition that is growing ever weaker in other side valleys. Another custom that is still upheld is that of the Good Friday eggs – eggs laid on that day are buried in the ground. This is said to give protection from lightning strikes, fires and landslips. The major changes of the 19th and 20th centuries penetrated the Maderaner valley quicker than elsewhere, and this has made the local people more open. Technology is happily paired with faith in God here, for example when people have their cars blessed – better safe than sorry.

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GLACIER EXPRESS

Rural Baroque and local cuisine

What would you recommend in particular to visitors? That’s a hard one for me to answer, as it depends very much on the individual’s preferences. Some go for wide open, unspoilt nature, others are passionate about walking – everyone is looking for their own little paradise on Earth. Whatever they choose, everywhere is within easy reach by post bus or car. The people of the Maderaner valley are proud of their produce – berries, dried herbs for tisanes, dairy and meat products are all available here. The valley is without doubt among the most outstanding geological areas in Switzerland; I have always been fascinated by rocks. My favourite way of relaxing is to walk on my own through wild surroundings and enjoy the unspoilt nature of the valley. My own intact little world. www.uri.info

On the way to Italy, Goethe turned off before the Gotthard pass to the Stern und Post guesthouse in Amsteg. The prince of poets recalled that the landlady “prepared very tasty baked fish”. The Stern und Post is a hotel with one of the longest traditions in the canton of Uri. Once a staging inn for the post coach, it is now a top-class hotel where visitors love to stay. Rolf Welti and Remo Vetter, the owners since 2010, have a historical section with timber-panelled rooms in the rural Baroque style, while in the newer part there are a number of spacious reception rooms for guests to relax in. Outside, a wonderful garden runs alongside the Chärstelen river, with old trees, water features and a gazebo. In the guest bedrooms and suites historical furniture is contrasted with modern accessories. As for the cuisine, in which the focus is on local dishes, the owners believe firmly in home cooking. Most dishes, including pastries, are freshly produced, and herbs are grown in the hotel’s own garden. The wine list is noteworthy for the fact that it includes only Swiss wines. Stern und Post, Gotthardstrasse 88, CH-6474 Silenen UR Tel. +41 (0)41 884 01 01, www.stern-post.ch

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Prachthotels in Einklang mit der Natur In St.Moritz wurde vor 150 Jahren nicht nur der alpine Wintertourismus ersonnen. Der Ort mit seiner Naturlandschaft beflügelte auch Architekten. Ihr Wirken bleibt der Nachwelt durch eine bemerkenswerte Stilvielfalt in Erinnerung.

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit liess sich Marcel Proust von der Oberengadiner Natur verzaubern. „Sie können sich die Farbtöne des St.Moritzersees kaum vorstellen. Während ich Ihnen schreibe, schimmert er wie die Deckflügel eines Käfers“, schrieb er einem Bekannten. Proust, der viele Eindrücke während seines Aufenthalts 1893 in seinen Werken verarbeitete, logierte im Hotel Post Veraguth. Solche Strassenhotels waren für St.Moritz damals typisch. Sie vereinigten Hotel, Mietwohnungen und Geschäftslokale. Die bescheidene Pension, in der sich der französische Schriftsteller einquartiert hatte, kontrastierte mit den monumentalen Hotelbauten, die in St.Moritz seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden. Diese Prachtbauten hatten den Aufstieg des Ortes zur tonangebenden Urlaubsdestination in den Alpen mitbegründet.

Inspirationsquelle für Schriftsteller Zwischen 1854 und 1909 legte sich das Bergdorf 18 erstklassige Hotels zu, ergänzt durch 17 Hotels der zweiten Kategorie sowie 47 Pensionen und Villen. Diese dichte Hotelkultur war mit der erhabenen Naturlandschaft wesentlicher Bestandteil des Mythos St.Moritz. Die Szenerie diente Schriftstellern als Quelle der Inspiration. Agatha Christie liess sie in ihren Krimis aufscheinen und Stefan Zweig setzte ihnen in seinem Werk „Die Welt von gestern“ ein literarisches Denkmal. Auch zeitgenössische Autoren suchen dort nach Inspiration. Das mit Abstand symbolträchtigste Baudenkmal stammt von der Hotelierdynastie Badrutt: Zinnen, Türmchen und Spitzbogen nach dem Geschmack der englischen Neogotik

schmücken das Palace, das einem Schloss nachempfunden ist. Sowohl Europas Adel als auch wohlhabende Bürgerliche verbrachten dort gerne ihre Ferien. Der österreichische Dramatiker und Erzähler Arthur Schnitzler beschrieb das Musikzimmer in seiner Novelle „Fräulein Else“. Dort wurde das Stück später auch in Teilen verfilmt.

Hochalpines Baufieber Als das 19. Jahrhundert zu Ende ging, strebte das St.Moritzer Baufieber seinem Höhepunkt zu. Geld war reichlich vorhanden, es stammte überwiegend von einst ausgewanderten Engadinern, die im Ausland erfolgreich waren und ihren Wohlstand auf diese Weise aller Welt vor Augen führten. St.Moritz zog plötzlich auch risikofreudige Unternehmer an. Sie investierten in Hotelneubauten: Das Grand Hotel des Bains mit seinem französischen Kurpark zählt ebenso dazu wie die Hotels Reine Victoria und Du Lac, dessen Spazierwege und Wasserspiele zu Besuchermagneten wurden. Die an Ozeanriesen erinnernden Grossbauten riefen nicht nur Begeisterung hervor. Als die öffentliche Kritik an den „Hotelklötzen“ zunahm, achtete man stärker auf einen malerischen Gesamteindruck, indem Mansardendächer, Türmchen, Giebel und Erker eingebaut wurden. Das verlieh den Bauwerken einen verspielten Charakter. Und damit schlug die Stunde der Architekten Niklaus Hartmann und Karl Koller. Ihre Markenzeichen waren Kühnheit und Pioniergeist und das passte gut in die Aufbruchstimmung an der Schwelle zum 20. Jahrhundert. Vor allem ihnen verdankt die Hotelszene eine stilistische Vielfalt, die in dieser Ausprägung weltweit als einzigartig gilt.

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Schweizerhof Kunst am und im Bau

Hartmann, der unter anderem die Hotels Savoy und La Margna entworfen hatte, orientierte sich am Engadinerhaus. Er griff beim Bau auf traditionelle Materialien wie Tuffstein, Granit, Fexer Platten und Arvenholz zurück. Die Fassaden liess er gebietstypisch mit Sgraffiti verzieren.

Perfekt in die Landschaft hineinkomponiert Als Meisterwerk Kollers ist das Suvretta House in die Geschichte eingegangen. Koller, Schöpfer des Neuen Posthotels im Zentrum, hinterliess zeitlos schöne Bauten, die den schnell wechselnden Modegeschmack der Jahrhundertwende überstanden. Als er das Suvretta entwarf, vermied der Architekt die massige Kastenform der Luxushotels, indem er dem Hauptbau ein gestaffeltes, steiles Walmdach aufsetzte. Rundtürme und Schweifgiebel prägen den eleganten Mittelteil. Dank dieser Kniffe konnte er das Suvretta, fraglos eines der schönsten Aushängeschilder von St.Moritz, subtil der Oberengadiner Landschaft anpassen.

Lesetipp: Mengia Spreiter-Gallin. Liebe und Leidenschaft. Familiensaga von Clara Koller-Marbach und dem St.Moritzer Hotelarchitekten Karl Koller. Reich illustrierter Band mit spannenden Tagebuchaufzeichnungen und vielen historischen Bildern vom Engadin im frühen 20. Jahrhundert. 220 Seiten, 118 Fotos. Montabella Verlag, St.Moritz 2009.

Schneeweisse Fassaden und holzgeschnitzte Balkonrahmungen unter den Fenstern: So präsentiert sich das 1898 nach kurzer Bauzeit vollendete Hotel Schweizerhof noch heute den Besuchern. In seiner betont schlichten Eleganz reiht es sich in die stilistische Vielfalt der St.Moritzer Hotelszenerie ein. Kein Geringerer als Gottardo Segantini, Sohn des Malers Giovanni Segantini, hatte den Speisesaal mit Deckengemälden geschmückt. Nach wie vor als Familienhotel betrieben, genügt der ganzjährig geöffnete Schweizerhof hohen kulinarischen Ansprüchen. Er verfügt zudem über drei Bars und eine Alphütte beim Suvretta House. Und auch Künstler fühlen sich dort wohl: Einmal jährlich lädt die Direktorin Yvonne Urban Scherer verschiedene Künstler, darunter Maler, Photographen oder Schriftsteller zu einem kreativen Aufenthalt ein. Die Ergebnisse der St.Moritz Session werden in Form von Ausstellungen und Publikationen Gästen und Besuchern zugänglich gemacht. Hotel Schweizerhof, Via dal Bagn 54, CH-7500 St.Moritz Tel. +41 (0)81 837 07 07, www.schweizerhofstmoritz.ch

Neues aus Andermatt Hotel der Superlative in den Alpen Fünf Sterne, 106 luxuriöse Zimmer, bis zu 600 Quadratmeter grosse Penthouses und eine Auszeichnung für die Energieeffizienz: Mit diesen Merkmalen hat das neue Hotel The Chedi Andermatt im Urserental am Fusse des Gotthardmassivs im Dezember 2013 seinen Betrieb aufgenommen. Schon jetzt gilt es als Flaggschiff der vor zwei Jahrzehnten gegründeten GHM-Gruppe. Es besitzt zudem einen Spaund Wellnessbereich, und auch ein Wein- und Zigarrenzimmer sowie eine Après-Ski-Bar fehlen nicht. Dank des Giebeldachs fügt sich das Hotel hervorragend in das Dorfbild ein. Gäste können zwischen zwei Gourmet-Restaurants wählen: In der Show-Küche vereinigen die Cuisiniers Elemente der westlichen und östlichen Gastronomie. Und im japanischen Restaurant liegt der Schwerpunkt auf Sushi, Sashimi und Tempura. www.thechedi-andermatt.com, www.ghmhotels.com

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Grand hotels in harmony with nature 150 years ago, St.Moritz not only saw the beginnings of Alpine winter tourism – the town and its natural landscape also inspired a number of architects. Their works, with a remarkable variety of styles, are still regarded with fondness by subsequent generations.

In his In Search of Lost time, Marcel Proust was enchanted by the natural landscapes of the Upper Engadine. “The colours of Lake St.Moritz are almost impossible to imagine. As I write to you it shimmers like the outer wings of a beetle,” he wrote to an acquaintance. Proust, who incorporated into his works numerous impressions gained during his visit of 1893, stayed at the Hotel Post Veraguth. Such roadside hotels, combining hotel rooms, residential apartments and business premises were typical of St.Moritz at the time. The modest guest house in which the French writer took up residence contrasted with the monumental hotels that arose in St.Moritz from the mid-19th century. These magnificent buildings were one of the main reasons for the town’s rise to its status as a leading Alpine holiday destination.

region, enjoyed success abroad and returned to bring their affluence to the attention of the world in this way. St.Moritz suddenly became attractive to entrepreneurs willing to take risks. They invested in the construction of new hotels – among them the Grand Hotel des Bains with its Frenchstyle spa park, as well as the Hotel Reine Victoria and Hotel Du Lac, whose walks and water features attracted visitors in droves.

A source of inspiration for writers Between 1854 and 1909 the mountain village gained 18 top-class hotels, with a further 17 in the secondary category alongside 47 guest houses and villas. This prolific hotel culture, together with the wonderful natural landscape, became an essential part of the mythical status of St.Moritz. The scenery was a source of inspiration for writers. Agatha Christie brought it into her detective novels and Austrian author Stefan Zweig’s autobiography “The World of Yesterday” included a literary tribute to the area. Contemporary authors still seek inspiration here. By far and away the most iconic building is the Palace, built by the Badrutt hotel dynasty. Crenellations, towers and lancet arches in the English Neo-Gothic style adorn this hotel, designed to resemble a castle. Europe’s nobility, as well as wealthy commoners, liked to spend their holidays here. Austrian dramatist and raconteur Arthur Schnitzler described its music room in his novella “Fräulein Else” (Miss Else); parts of the subsequent film adaptation were also shot there.

However, these leviathans of the built environment were not only the objects of praise. As public criticism of these “hotel blocks” increased, greater attention was paid to creating a more picturesque overall impression, with the inclusion of features such as mansard roofs, turrets, gables and oriels, giving the buildings a playful character. This was the great hour of architects Niklaus Hartmann and Karl Koller. Their trademark boldness and pioneering spirit fitted in well with the atmosphere of economic optimism on the threshold of the 20th century. The hotel scene has them to thank above all for a stylistic variety considered unique throughout the world. Hartmann, whose designs include the Savoy and La Margna hotels among others, took the typical houses of the Engadine as his inspiration. His buildings used traditional materials such as tufa, granite, “Fexer Platten” slates and Swiss pine. In typical local style he had the façades decorated with sgraffiti.

Building fever in the high Alps As the 19th century came to an end, the St.Moritz building fever reached its zenith. Money was abundantly available, coming mainly from Engadiners who had left their home

Seamlessly incorporated into the landscape The Suvretta House has gone down in history as Koller’s masterpiece. Koller, creator of the New Post Hotel in the


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town centre, left a legacy of timelessly beautiful buildings that survived the fast-changing tastes of the turn of the century. When he designed the Suvretta, the architect avoided the massive boxy shape of the luxury hotels by crowning the main building with a steeply-stepped, hipped roof. The elegant central section has distinctive round towers and a sweeping curved gable. These clever touches enabled him to ensure that the Suvretta, without doubt one of the most beautiful landmarks of St.Moritz, harmonised subtly with the Upper Engadine landscape.

Recommended reading: Mengia Spreiter-Gallin – Liebe und Leidenschaft. Familiensaga von Clara Koller-Marbach und dem St.Moritzer Hotelarchitekten Karl Koller (Love and Passion – the family saga of Clara Koller-Marbach and St.Moritz hotel architect Karl Koller). A richly-illustrated volume with fascinating diary entries and a wealth of historical pictures of the Engadine in the early 20th century. 220 pages, 118 photos. Montabella Verlag, St.Moritz 2009. The latest addition in Andermatt A superlative hotel in the high mountains A five-star rating, 106 luxury rooms, penthouses of almost 600 square metres and an energy efficiency award: these are all features of the new Chedi Andermatt hotel in the Urseren valley at the foot of the Gotthard massif, which opened its doors in December 2013. It is already considered the flagship of the GHM Group, founded two decades ago. It also boasts a spa and wellness suite, a wine and cigar lounge and an après-ski bar. The hotel’s gabled roof enables it to blend in perfectly with the rest of the village. Guests have a choice of two gourmet restaurants – in the showcase kitchen the chefs combine the best of western and eastern gastronomy, while in the Japanese restaurant the emphasis is on sushi, sashimi and tempura. www.thechedi-andermatt.com, www.ghmhotels.com

Schweizerhof An artistic building inside and out Snow-white façades and carved timber balconies beneath the windows – the Hotel Schweizerhof, completed in 1898 after only a short construction period, has retained its characteristic appearance to this day. With its studied simplicity and elegance, it has taken its place in the stylistic variety of the St.Moritz hotel landscape. None other than Gottardo Segantini, son of the painter Giovanni Segantini, decorated the dining room with wonderful ceiling frescoes. Still a family-run hotel, the Schweizerhof, open all year round, satisfies the highest culinary expectations. In addition, it has three bars and an Alpine hut near the Suvretta House. It is also a source of inspiration, as once a year Director Yvonne Urban Scherer invites various artists, including painters, photographers and writers, for a period of creative activity here. The results of the St.Moritz Session are presented to guests and visitors in the form of exhibitions and publications. Hotel Schweizerhof, Via dal Bagn 54, CH-7500 St.Moritz Tel. +41 (0)81 837 07 07, www.schweizerhofstmoritz.ch

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Hollywood-Glamour im Reich der Zeitmesser

Als Familienbetrieb 1860 gegründet, zählt TAG Heuer im Schweizer Jura heute weltweit zu den erfolgreichsten Uhrenherstellern. Und das nicht zuletzt, weil man sich auf frühere Stärken besinnt.

Jack Heuer zeichnet sich nicht nur durch Unternehmergeist aus. Schon früh entwickelte er eine Leidenschaft für den Rennsport. Die meisten Formel-Eins-Piloten der 1960er- und 1970er Jahre kannte der Urenkel des Firmengründers Edouard Heuer persönlich. Da Heuer auch im Marketing selten um originelle Ideen verlegen war, brachte er etliche Fahrer dazu, auf ihren Wagen für seine Marke zu werben. Auch die Schweizer Formel-Eins-Legende Joseph Siffert zählte zu seinem Bekanntenkreis. Dass in der Welt des Rennsports Aufstieg und Fall schon immer eng beieinander lagen, zeigte Sifferts tragischer Unfalltod bei einem Rennen 1971 in England. Heuer, ehemaliger Mitbesitzer des heutigen Unternehmens TAG Heuer und heute Ehrenpräsident der Marke, hatte sich damals vorrangig auf Chronographen für die Rennzeitmessung verlegt. Er wusste, wie man diese Geräte eindrucksvoll in Szene setzte. Von der Welt des Kinos nicht minder fasziniert, fand er schnell heraus, dass auch Hollywood-Filme ideale Werbeträger waren. Charlton Heston und Jack Lemmon trugen Uhren seiner Marke.

Glanz in der Uhrmacherszene Auch Steve McQueen konnte nicht widerstehen: Im Streifen Le Mans hatte er das 1969 entwickelte Modell Heuer Monaco am Handgelenk. Die Monaco Chronomatic 11 war weltweit der erste wasserdichte und automatische Zeitmesser mit quadratischem Gehäuse. Es gelang Jack Heuer, den Glamour und die Eleganz der Kinowelt in die eher nüchterne Uhrmacherszene zu bringen.

Die Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens begann 1860, als der 20jährige Edouard Heuer im jurassischen Städtchen Saint-Imier eine Werkstatt für Armbanduhren und Zeitmessgeräte eröffnete. Der junge Mann erwies sich als begnadeter Tüftler. Zahlreiche Neuerungen, die er erfunden hatte, wurden in den Folgejahren patentiert. Sein wichtigster Wurf war 1887 die Erfindung des Schwingtriebs für mechanische Stoppuhren. Dabei handelt es sich um eine beweglich montierte und mit zwei Ritzeln versehene Welle, die anstelle der bisherigen Kupplung trat. Zeitmesser wurden auf diese Weise robuster, präziser und sie hielten länger. Auch Jack Heuer hatte eine goldene Hand. Mehrfach wurden seine Kreationen mit Preisen bedacht. In jener Zeit entstanden zudem etliche Damenuhrmodelle.

Offizieller Zeitmesser bei Wettbewerben Der unaufhaltsame Siegeszug von Quarzzeitmessern und später Digitaluhren bedeuteten das Ende der mechanischen Uhren. Mitte der 1980er Jahre fand der Zusammenschluss mit der TAG-Gruppe (Techniques d’Avant-Garde) statt. Seit 1999 gehört TAG Heuer zum Luxusgüterkonzern LVMH. Als offizieller Zeitmesser bei Sportveranstaltungen bleibt das Unternehmen im Rennen, etwa bei den alpinen Skiweltmeisterschaften in St.Moritz oder seit 2004 bei der IndyCarRennserie in den USA. Heute befindet sich der Hauptsitz in der Uhrmacherstadt La Chaux-de-Fonds, die Karl Marx in seinem 1867 veröffentlichten Hauptwerk „Das Kapital“ als „eine einzige Uhrenmanu-


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faktur“ bezeichnet hatte. Fest in der Schweiz verwurzelt, hat sich TAG Heuer jedoch schon früh über die Landesgrenzen hinaus orientiert. Inzwischen ist die Marke in gut 120 Ländern vertreten. Da sich mechanische Uhren, vornehmlich in der Ober- und Luxusklasse, wieder zunehmend gegen Quarzuhren behaupten können, schuf man neue Arbeitsplätze. Im vorigen Jahr hat TAG Heuer 150 Fachkräfte eingestellt, sie sind vorwiegend in der neuen Manufaktur im jurassischen Standort Chevenez tätig. Dort entsteht vor allem das Modell CARRERA Kaliber 1887, das heute als modernes Aushängeschild des Unternehmens gilt. Einzelteile werden dort hergestellt und auch die ersten Schritte des Uhrenbaus erfolgen in Chevenez.

Comeback der Klassiker Nostalgische Gefühle der Uhrenliebhaber verhelfen gegenwärtig früheren Erfolgsmodellen zu einem Comeback. Dazu zählen Klassiker wie Carrera, Monza oder Monaco, die als Replika angeboten werden. „Seit 2000 hat sich unsere Marke sehr viel stärker entwickelt als je zuvor“, sagt Elsa Dufresne, Marketing Manager im Schweizer Markt. Früher habe das Unternehmen Zeitmesser für Sportler hergestellt, heute liege der Schwerpunkt auf sportlichen Luxusuhren. Wie diese entstehen, möchte das Unternehmen Besuchern nicht vorenthalten. Bei Führungen durch den Betrieb in La Chaux-de-Fonds erhält man Einblick in die verschiedenen Stufen der Herstellung. Zudem wird ein Film gezeigt. Das

TAG Heuer 360 Museum hält Originalstücke aus früheren Zeiten bereit. Darunter die Stoppuhren, die das Unternehmen bekannt gemacht haben.

www.tagheuer.com Auf die Hundertstelsekunde genau Die Armbanduhr zum Glacier Express: Dieser Aufgabe hat sich der jurassische Uhrenhersteller TAG Heuer angenommen. Herausgekommen ist dabei die „TAG Heuer Special Edition Glacier Express“ mit je einem Modell für Damen und Herren. Angeboten werden die hochpräzisen Zeitmesser in der Panoramabar des langsamsten Schnellzugs der Welt und in den Bucherer Geschäften – entweder in St.Moritz oder Zermatt.

Erfolgsgeschichten aus dem Jura Zeitlose Zeitmesser Mit der Verlässlichkeit einer Schweizer Uhr: Diese Redewendung kommt nicht von ungefähr. Es waren vor allem Schweizer Uhrmacher, etwa Abraham Louis Breguet oder Edouard Heuer, welche die Technik der Zeitmessung entscheidend voranbrachten. Erstaunlicherweise bewohnten die Genies einen Landesteil, in dem nach landläufiger Meinung die Zeit stehen geblieben war – dem Jurabogen. Dort gab es im 19.Jahrhundert überwiegend Dörfer, deren Bewohner im Winter ein Zubrot verdienten, indem sie Uhren zusammensetzten. Ortschaften wie La Chaux-de-Fonds oder Le Locle entwickelten sich allmählich zum Zentrum einer florierenden Uhrenindustrie. Drei von vier Uhren, die damals weltweit getragen wurden, stammten aus dieser Gegend. Wirtschaftskrisen und Quarzuhren aus Japan hatten der regionalen Uhrenindustrie seit den 1970er Jahren hart zugesetzt. Der Unternehmensberater Nicolas G. Hayek fand einen Ausweg mit der Quarzuhr Swatch. Es gelang ihm jedoch auch, erfolgreich an die traditionellen Uhrmachertraditionen anzuknüpfen. Eidgenössische Zeitmesser sind heute begehrter denn je. Gefertigt werden sie nach wie vor im Jurabogen.

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Hollywood glamour in the kingdom of the watch Founded as a family business in 1860, TAG Heuer in the Swiss Jura is today one of the world’s most successful watch manufacturers, not least because they still draw on their original strengths.

Jack Heuer is not only a successful entrepreneur – at an early age he developed a passion for motor racing. The greatgrandson of the company’s founder, Edouard Heuer, he was personally acquainted with most Formula 1 racing drivers of the 1960s and 1970s. As Heuer was rarely short of original marketing ideas, he got a number of drivers to advertise his brand on their cars. His circle of friends included Swiss Formula 1 legend Joseph Siffert, whose tragic death in a racing accident in England in 1971 demonstrated the ups and downs in the world of motor racing. At the time Heuer, former co-owner of today’s TAG Heuer company and currently its honorary president, was concentrating on chronographs for measuring race times. He knew how these timepieces could be showcased to maximum effect – equally fascinated by the world of the cinema, he soon found that Hollywood films could provide perfect publicity. Charlton Heston and Jack Lemmon were among the first actors to wear his watches.

A star on the watchmaking scene Steve McQueen was also unable to resist – in the film Le Mans he was seen with the Heuer Monaco model, developed in 1969, on his wrist. The Monaco Chronomatic 11 was the world’s first waterproof, automatic chronometer with a square housing. Jack Heuer succeeded in bringing the glamour and elegance of the movies to the rather sober world of the watchmaking industry. The success story of this family firm began in 1860, when the 20-year-old Edouard Heuer opened a workshop making watches and chronometers in the small Jura town of Saint-Imier. The young man proved to be a gifted inventor, and many of the new ideas he came up with went on to be patented. His masterstroke came in 1887 with the invention of the oscillating pinion for mechanical stopwatches. This moving rod with two pinions, which replaces the former coupling method, made chronometers more robust, more accurate and capable of keeping time for longer.

Jack Heuer also had a golden touch. Several of his creations won awards, and in his time a number of women’s models were introduced.

Official chronometer for competitions The unstoppable advance of quartz chronometers, and later digital watches and clocks, meant the end of mechanical watch and clockmaking. The company merged with the TAG (Techniques d’Avant-Garde) Group in the mid-1980s. Since 1999 TAG has been part of the LVMH luxury goods group. Providing the official chronometers for sports events such as the Alpine World Ski Championships in St.Moritz and, since 2004, the IndyCar Series in the USA kept the company in the running. Its present headquarters is in the watchmaking capital of La Chaux-de-Fonds, described by Karl Marx in his 1867 work “Das Kapital” as “one giant watch factory”. Firmly rooted in Switzerland, TAG Heuer’s influence nevertheless soon spread far beyond the country’s borders. The brand now has a presence in at least 120 countries. As mechanical watches are making an increasing comeback in competition with quartz watches, especially in the highquality and luxury class, the company has been able to create new jobs. Last year TAG Heuer employed 150 specialist workers, predominantly at the new production premises at Chevenez, in the canton of Jura. This is renowned in particular as the birthplace of the Carrera Calibre 1887 model, considered the company’s modern showcase watch. Individual parts are manufactured in Chevenez and the first stages of the watchmaking itself are also undertaken here.

A comeback of the classics A healthy dose of nostalgia on the part of watch aficionados is currently helping previous successful models to achieve a comeback. These include classics such as the Carrera, Monza and Monaco, which are offered as replicas. “Our brand


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has developed much more strongly since 2000 than ever before,” says Elsa Dufresne, Marketing Manager for the Swiss market. The company formerly made chronometers for the sports world; now it concentrates on sporty luxury watches. The company is keen to show visitors how these are made. Guided tours through the La Chaux-de-Fonds factory offer an insight into the various stages of the manufacturing process. Visitors are also shown a film, and have the opportunity to look round the TAG Heuer 360 Museum, where the original timepieces from bygone days include the stopwatches that originally made the company famous.

www.tagheuer.com

Split-second accuracy The Glacier Express wristwatch was commissioned from Jura watch manufacturer TAG Heuer. The result was the “TAG Heuer Special Edition Glacier Express” with both men’s and women’s models. These precision chronometers are available from the Panorama Bar of the slowest express train in the world, and in the shops of Bucherer in St.Moritz or Zermatt.

Success stories from the Jura region Timeless chronometers As reliable as a Swiss watch – a turn of phrase that did not arise by chance. It was primarily Swiss watchmakers, such as Abraham Louis Breguet and Edouard Heuer, who ensured great leaps forward in the technology behind measuring time. Amazingly, these geniuses were from the same region, ironically one where popular opinion actually holds that time has stood still – the Jura Arc. In the 19th century this region consisted predominantly of villages, whose inhabitants earned some extra income in winter by putting together watches. Places such as La Chaux-de-Fonds and Le Locle gradually developed to form the centre of a thriving watchmaking industry. Three out of every four watches worn worldwide at that time came from this area. Economic crises and Japanese quartz watches have had a detrimental impact on the region’s watchmaking industry since the 1970s, although management consultant Nicolas G. Hayek found a way round this with the Swatch quartz watch. He was also successful in revitalising the former watchmaking traditions. Contemporary watches are now more sought-after than ever, and they are still manufactured within the Jura Arc.

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MATTERHORN GLACIER PAR Vier Jahreszeiten – ein Ziel Hochalpines Bergspektakel und pure Erholung Das echte Zermatt-Erlebnis haben Sie nur oben auf dem Berg, auf Matterhorn glacier paradise. Sie sind inmitten einer spektakulären Bergwelt aus Eis, Fels und Schnee, ohne tollkühne Bergstrapazen auf sich nehmen zu müssen. Auf der Panorama-Plattform weht Ihnen eine frische Brise Bergluft ins Gesicht und Sie geniessen das atemberaubende Panorama auf 38 Viertausender, 14 Gletscher und drei Länder. Das Matterhorn ist zum Greifen nah. Und auf der höchstgelegenen Bergstation Europas auf 3’883 m ü. M. tauchen Sie auf einem Rundgang durch den Gletscher-Palast mitten in die Eiswelt ein. Internationales Skivergnügen Wussten Sie, dass Sie im Matterhorn ski paradise während 365 Tagen im Jahr Ski fahren können? Wenn alle anderen Skigebiete noch geschlossen sind, können Sie Ihren Wunsch nach Kurven im Schnee in Zermatt Realität werden lassen. Das Skigebiet mit modernster Infrastruktur erstreckt sich über 360 Pistenkilometer bis nach Italien. Das internationale Flair ist überall zu spüren, nicht nur beim italienischen Gaumenschmaus und der mediterranen Herzlichkeit. Auf Sie warten im Matterhorn ski paradise unvergesslich schöne Freeride-Abfahrten, Skisafaris, ein Gravity Park zum Abheben, Sonnenterrassen und viel Zeit zum Erholen. Das alles ohne Rummel und garantiert schneesicher.

Vielseitige Höhenflüge Auch während des Sommers geniessen Sie echten Schneespass im grössten Sommerskigebiet Europas auf 21 Pistenkilometern und dem Gravity Park. Das ist die Zeit, wenn sattes Grün auf die weisse Pracht trifft. Dann ist das Matterhorn ski & glacier paradise Ausgangsort für Bergtouren in der Welt der Viertausender, Wanderparadies mit Blumenwiesen, frischem Quellwasser und romantischen Waldwegen genauso wie ein Ort zum Spass haben, wie auf den Dirtscooters oder Kickbikes. Zu welcher Jahreszeit Sie auch kommen, hier werden Sie Zeit finden, um sich in der Ruhe der Natur zu erholen. Atmen Sie auf in der frischen Bergluft. Gönnen Sie sich eine Pause mit viel Sonne, denn in Zermatt scheint sie an rund 300 Tagen pro Jahr. Lassen Sie es sich im Matterhorn ski & glacier paradise einfach gut gehen.

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ADISE. Four seasons – one goal High-Alpine mountain spectacle and recreation pure The genuine Zermatt experience can be had only up on the mountain, at Matterhorn glacier paradise. You find yourself amidst a spectacular mountain world of ice, rock and snow, without having to perform daredevil feats of mountaineering. On the panorama deck a fresh breeze of mountain air blows in your face and you enjoy the breath-taking panorama of 38 four-thousand-metre peaks, 14 glaciers, and three countries. The Matterhorn seems so near you could touch it. And at Europe’s highest mountain station – at an altitude of 3,883 metres – you immerge on a tour through the glacier palace nestled within this ice world. International skiing enjoyment Did you know that you can ski 365 days a year at Matterhorn ski paradise? When all the other ski areas are still closed, your wish to curve through the snow can become reality at Zermatt. The ski area with state-of-the-art infrastructure encompasses over 360 kilometres of slopes, extending into Italy. You feel the international flair everywhere, not only with the Italian culinary treats and the Mediterranean cordiality. Unforgettably beautiful freeride descents, ski safaris, a Gravity Park for lifting off, sunning terraces, and plenty of time for relaxation await you at Matterhorn ski paradise. And all that without hype and with full assurance of snow. Multiple highlights At Europe’s largest summer skiing area, genuine snow delight is yours also in the summer on 21 kilometres of slopes and in the Gravity Park. This is the time when deep green meets the white splendour. Matterhorn ski & glacier paradise becomes the starting point for

mountain tours in the world of 4,000-metre peaks, a hiking paradise with pastures of flowers, fresh spring water and romantic forest trails, and a place to have fun, like riding dirt scooters or kickbikes. Regardless of the season in which you come, here you find time to recuperate amidst the peacefulness of nature. Breathe easily in the fresh mountain air. Treat yourself to a vacation full of sun, which shines some 300 days a year in Zermatt. Simply enjoy life to the fullest at Matterhorn ski & glacier paradise.


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Langsam reisen kann man lernen Eile mit Weile ist das Markenzeichen des Glacier Express. Aber nicht nur an Bord dieses ungewöhnlichen Zuges kann man sich mit der Kunst des langsamen Reisens vertraut machen. Hierzu bieten sich auch Ausflüge mit der Gornergrat Bahn, dem Bernina Express und dem Erlebniszug Albula an.

Die Jungfernfahrt der ersten elektrisch betriebenen Zahnradbahn von Zermatt zum 3000 Meter hoch liegenden Gornergrat sorgte 1898 für Schlagzeilen. Die Strecke führt über Riffelalp und Riffelberg, allein dabei überwindet sie einen Höhenunterschied von 1500 Metern. Nahe der Endstation erhebt sich das Kulmhotel Gornergrat, das nicht zuletzt seines Observatoriums wegen bekannt ist. Von der ganzjährig erreichbaren Terrasse aus kann der Besucher seine Blicke über nicht weniger als 29 Viertausender sowie den Gornergletscher schweifen lassen.

Ausblicke auf das Matterhorn Die Gornergrat Bahn ist Europas höchste, im Freien konstruierte Zahnradbahn. Sie startet neben dem Bahnhof der Matterhorn Gotthard Bahn in Zermatt und verbindet den

Ort mit dem Gornergrat Tag für Tag alle 24 Minuten. Dabei führt die von Wäldern, Schluchten und Gebirgsseen gesäumte Strecke über Brücken und durch Tunnels sowie Galerien. Stets im Blickfeld bleibt dabei das majestätische Matterhorn. Auf dem Ausflugsberg selbst kann man je nach Lust, Laune und Kondition im Sommer unter den verschiedenen Wanderrouten auswählen. Zudem verlaufen dort drei Bikerpfade. Während der Wintersaison bieten sich rasante Abfahrten auf der Schlittelbahn von Rotenboden nach Riffelberg an. Der Winterwanderweg wurde so recht nach den Bedürfnissen der jüngsten Besucher angelegt. Neben Ski- und Buckelpisten hat man auch einen Kinderskipark nicht vergessen. Bewegung hält bekanntlich nicht nur gesund, sie macht auch hungrig und durstig. Entlang der Strecke bieten verschiedene gastronomische Betriebe die Möglichkeit, sich zu stärken. Und wer Lust auf eine hochalpine Shoppingtour verspürt, kommt in der Shopping Mall beim 3100 Kulmhotel Gornergrat sicher auf seine Kosten. www.gornergrat.ch

Der Bernina Express: grandios von Anfang bis Ende Startpunkt für die einmalige Fahrt mit dem Bernina Express ist Chur. Weil die Bahnstrecke der Rhätischen Bahn in der Landschaft Albula und Bernina als Ausdruck pionierhafter Bahnbautechnik gilt, hat die UNESCO die 122 Kilometer lange Strecke zwischen Thusis und Tirano (Italien) 2008 auf ihre Welterbeliste aufgenommen. Nach der Fahrt durch die enge


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Lesetipp: Abenteuer im Albulaland Früh übt sich, wer ein Eisenbahnfan werden will: Das dachten sich der Verleger und Texter Jürg Loser und der Zeichner Patrick Steiger aus Altstätten. Sie sind die Schöpfer der Lausbuben Türli und Flidari, die im zweiten Band der Reihe mit dem Glacier Express einen Tag lang die AlbulaStrecke näher in Augenschein nehmen. Nicht nur Kinder begeistern sich für ihre Abenteuer, auch Erwachsene spricht das Buch an. Das macht dieses Werk zu einem pädagogisch wertvollen Kinderbuch, das sich auch für Schulen und Kindergärten bestens eignet. Türli & Flidari auf dem Bahnerlebnis Albula. Türli-Verlag 2013. www.tuerliverlag.ch

Schinschlucht erreicht der Bernina Express das Wahrzeichen der Rhätischen Bahn – den 65 Meter hohen und 142 Meter langen Landwasserviadukt sowie den Abschnitt mit der wohl ungewöhnlichsten Streckenführung. Schliesslich trifft er im Engadin ein. An Gletschern und am Bernina Massiv vorbei bewältigt der Zug danach über die höchste alpine Bahntransversale die Fahrt über den gleichnamigen 2253 Meter hoch liegenden Pass. Ohne Zahnrad schlängelt sich der Bernina Express weiter Richtung Süden. Dabei durchquert er in beindruckender Steilfahrt das Valposchiavo. Dann das grandiose Finale: das Kreisviadukt von Brusio, nach dessen Überfahrt die Passagiere bald in „Bella Italia“ eintreffen.

Der Himmel über dem Albulatal Immer sonntags bringt der von einer historischen Lok gezogene „Erlebniszug Albula“ Reisende an Bord offener Aussichtswagen in das gleichnamige Tal. Nach der luftigen Fahrt durch finstere Tunnels und über tiefe Schluchten erreicht der Zug in Bergün das Bahnmuseum Albula. Dort wartet auf 1300 Quadratmetern eine ansprechend gestaltete Ausstellung für Gross und Klein. Sie erlaubt Einblicke in die 125-jährige Geschichte der Rhätischen Bahn. Das gemütliche Bistro verlockt mit seinen Köstlichkeiten für den kleinen Hunger zu einer Rast. Ebenso erholsam wie lehrreich ist eine Wanderung auf einer der drei Etappen des Bahnerlebnisweges Albula. www.rhb.ch www.bahnmuseum-albula.ch

Der Oberalp Openair Express Gipfelerlebnis mit der Zahnradbahn Seit Sommer 2013 setzt die Matterhorn Gotthard Bahn zwischen Andermatt und Disentis den Oberalp Openair Express ein. Bahnnostalgiker kommen ganz besonders auf ihre Kosten, können sie doch die Reise an Bord des Nostalgie Gesellschaftswagen Belle-Epoque und dem Nostalgie Openair Aussichtswagen geniessen. Gemächlich erklimmt die Zahnradbahn den 2033 Meter hohen Oberalppass, höchster Punkt der MGBahn. Bei schlechtem Wetter wechseln die Reisenden in den geschlossenen Nostalgiewagen. Wer das Cabriofeeling braucht, bleibt einfach im offenen Wagen und lässt sich für den Notfall Regenschutzmäntel geben. Sowohl individuelle Gäste als auch Gruppen können den Express nutzen. www.mgbahn.ch

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Slow travel is something that can be learned The Glacier Express is known for getting there slowly but surely. But it is not only on board this unique train that the art of slow travel can be discovered – similar experiences are offered by the Gornergrat Railway, the Bernina Express and the Albula scenic railway.

The first electrically-operated rack-and-pinion railway from Zermatt to the Gornergrat, at an altitude of 3,000 metres, made headlines on its maiden voyage in 1898. The line crosses the Riffelalp and the Riffelberg, on this stretch alone covering a height difference of 1,500 metres. The lofty Kulmhotel Gornergrat with its famous observatory can be seen near the end station. The hotel’s terrace is open all year round and gives visitors incredible views of no less than 29 peaks over 4,000 metres and the Gorner glacier.

Outlook over the Matterhorn The Gornergrat Railway is Europe’s highest open-air rackand-pinion railway. It starts near the Matterhorn Gotthard Railway station in Zermatt and connects the resort with the Gornergrat every 24 minutes on a daily basis. Bordered by forests, gorges and mountain lakes, the line crosses numerous bridges and tunnels, with the majestic Matterhorn constantly in view. Once up at the destination there is a wide choice of hiking trails available in summer depending on your mood and fitness levels. There are also three bike trails. During the winter season try a speedy descent down the toboggan run from Rotenboden to Riffelberg. The winter hiking trail has been laid out so as to accommodate even the youngest visitor, and in addition to ski and mogul pistes there is also a children’s ski park.

It is well-known that activity keeps you fit, but of course it also works up hunger and thirst. Along the route there are various gastronomic facilities offering you the opportunity to fortify yourself. And if you feel like a bit of high-altitude shopping, you will be delighted with the shopping mall at the 3,100-metre Kulmhotel Gornergrat. www.gornergrat.ch

The Bernina Express – magnificent from start to finish The starting point for the unique Bernina Express is Chur. As this stretch of the Rhaetian Railway through the Albula and Bernina landscape is considered a landmark of pioneering railway construction, in 2008 UNESCO included the 122-kilometre line between Thusis and Tirano (Italy) on its list of World Heritage Sites. After passing through the narrow Schin Gorge, the Bernina Express reaches the Rhaetian Railway’s most famous landmark, the 65-metre high and 142-metre long Landwasser Viaduct, and the section with the most unusual layout. The journey ends in the Engadine. Having passed glaciers and the Bernina Massif, the train then crosses the highest railway pass in the Alps, the 2,253 m Bernina Pass. Without any rack-and-pinion assistance, the Bernina Express then winds its way southwards, a route which includes the impressively steep Val Poschiavo section. And then it comes to the spectacular finale, the Brusio spiral viaduct, shortly after which the passengers arrive in “Bella Italia”.


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The Oberalp Openair Express All the way to the top by rack-and-pinion railway The Matterhorn Gotthard Railway has been operating the Oberalp Openair Express between Andermatt and Disentis since summer 2013. Railway history enthusiasts will be thrilled to step back in time and take the journey on board the vintage Belle Epoque carriages or open-air panoramic coaches. The rack-and-pinion train makes a leisurely climb up the 2,033 m high Oberalp Pass, the highest point of the Matterhorn Gotthard Railway. In bad weather all passengers move in to the vintage covered carriage. If you like to feel the wind in your hair you can simply make sure you have your rainwear with you and stay in the open carriage. The Express is open to both individuals and groups. www.mgbahn.ch

The sky over the Albula Valley Every Sunday the “Albula Adventure Train” sees a historic locomotive pulling passengers on board open-air carriages along the valley of the same name. After a breezy journey through dark tunnels and over deep gorges, the train arrives at the Albula Railway Museum in Bergün, where an attractively-presented exhibition covering 1,300 square metres

Recommended reading: Adventures in the Albula region If you’re going to be a railway enthusiast it’s best to start young – this was the idea behind the latest volume by publisher and writer Jürg Loser and illustrator Patrick Steiger, from Altstätten. They are the creators of little rascals Türli and Flidari who in the second book of the series spent a day on board the Glacier Express taking a closer look at the Albula line. Their adventures will not only delight children – the book will also appeal to adults. This makes it valuable as an educational children’s book, which is also ideally suited to use in schools and nurseries. Türli & Flidari auf dem Bahnerlebnis Albula. Türli-Verlag 2013. www.tuerliverlag.ch

will delight young and old alike and offer insights into the 125-year history of the Rhaetian Railway. The inviting bistro with its tasty range of delicious snacks is a great place to take a break. A walk along one of the three stages of the path by the Albula Railway is both relaxing and informative. www.rhb.ch www.bahnmuseum-albula.ch

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Ein Jahrhundert Arosabahn

Die Geburtsstunde der Rhätischen Bahn

Aufstieg zum Weltkurort Statt anstrengenden fünf Stunden in einer Postkutsche 60 Minuten im bequemen und pünktlichen Zug: Dieser Traum war durch den 1914 vollendeten Bau der Bahn von Chur nach Arosa Wirklichkeit geworden. In der Tat hatte man mit der Arosabahn die Weichen für den Aufstieg der Gemeinde zum Weltkurort gestellt. Im ersten Schritt entstand die elegante und 284 Meter lange Stahlbetonbrücke des Langwieser Viadukts. Man hatte damals den modernen Baustoff Beton eingesetzt, weil es in der näheren Umgebung keine Steinbrüche gab. Von dieser 60 Meter hohen Konstruktion bieten sich den Zugreisenden immer wieder grossartige Ausblicke auf die Plessurschlucht mit ihren wild zerklüfteten Seitentälern.

Dem Pioniergeist des Niederländers Willem Jan Holsboer verdankt Graubünden eine leistungsfähige Gebirgsbahn. Deswegen stehen 2014 zwei Jubiläen an: Die RhB wird 125 Jahre alt, und vor genau einem Jahrhundert fand die Jungfernfahrt der Arosabahn statt.

Des einen Freud - des anderen Leid: Als 1882 die Gotthardbahn ihren Betrieb aufnahm, bedeutete das einen harten wirtschaftlichen Einschnitt für Graubünden. Denn schon kurze Zeit darauf gehörte der lukrative Güteraustausch über die Alpenpässe Julier, Septimer, Splügen und San Bernardino der Vergangenheit an. Der Verlust dieser Erwerbsquelle sorgte damals für ein anhaltendes Stimmungstief.

Idee einer innerbündnerischen Bahn In jenen Jahren des Niedergangs gelang es ausgerechnet einem Niederländer, die Bündner von ihrer Lethargie zu befreien. Willem Jan Holsboer (1834-1893) trug mit grosser Beharrlichkeit seine Idee einer innerbündnerischen Eisenbahn vor. Ein halbes Jahrzehnt nach der Eröffnung der Gotthardbahn war es ihm gelungen, einen Grossteil der Bündner für sein Vorhaben zu erwärmen. Er konnte sich genügend Finanzmittel beschaffen und begann mit seinem frisch gegründeten Unternehmen, die erste Eisenbahnlinie von Landquart nach Davos zu bauen. Schon 1889 führte die Schmalspurbahn nach Klosters, bald darauf nach Davos. Holsboer hatte weitere Streckenvorhaben, die er allerdings nicht mehr anpacken konnte, da er schon im Alter von 59 Jahren in Davos starb.

Bahn auf Erfolgskurs Für den Bündner Fremdenverkehr hat sich die Rhätische Bahn als Glücksfall erwiesen. Über 80 Prozent der Erträge im Kanton erwirtschaftet heute der Tourismus. Rund zehn Millionen Fahrgäste nutzen jährlich das RhB-Angebot. Auch im Güterverkehr zeigt die Rhätische Bahn Flagge: Jedes Jahr werden an die 700 000 Tonnen auf dem Schienennetz befördert. Dadurch entfallen weit über 100 000 Lastwagenfahrten. Dazu setzt man auf den kombinierten Güterverkehr. Von der SBB angelieferte Container werden in den logistischen Zentren der RhB übernommen und in den einzelnen Regionen Speditionen für die weitere Verteilung übergeben. Seit Eröffnung der Vereinalinie 1999 war es der Rhätischen Bahn zudem gelungen, auch Grossverteiler wie COOP oder die Post als Kunden zu gewinnen.


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The birth of the Rhaetian Railway

The pioneering spirit of Dutchman Willem Jan Holsboer was responsible for bringing an efficient mountain railway to Graubünden. Two anniversaries will be celebrated in 2014: the Rhaetian Railway will be 125 years of age, and exactly a hundred years ago was the date of the maiden voyage on the Arosa line.

One man’s gain, another man’s pain – when the Gotthard railway commenced operations in 1882, it meant a serious dent in the economy of Graubünden. For it was not long before the lucrative trade in goods across the Julier, Septimer, Splügen and San Bernardino Alpine passes was consigned to history. The loss of this source of income caused a lasting mood of depression.

The idea of a railway within Graubünden In those years of depression, it was a Dutchman of all people who succeeded in shaking the people of Graubünden from their lethargy. With great perseverance Willem Jan Holsboer (1834-1893) put forward his idea of a railway for Graubünden. Five years after the opening of the Gotthard railway he had succeeded in winning over the majority of the people of Graubünden to his project. He was able to obtain sufficient financing and through a newly-established company began to construct the first railway line from Landquart to Davos. The narrow-gauge railway was serving Klosters by 1889 and soon thereafter

reached Davos. Holsboer had plans for further lines, which were cut short by his death in Davos at the age of 59.

Railway success The Rhaetian Railway gave a boost to the tourist trade of Graubünden. Over 80 per cent of the canton’s earnings today are generated by the industry. Around ten million passengers a year use the services of the Rhaetian Railway, which has also come into its own for goods transport: around 700,000 tonnes per annum are carried on the rail network, reducing road transport by well over 100,000 HGV trips. A combined goods transport system is in place, whereby containers supplied by the Swiss rail operator SBB are received at the Rhaetian Railway logistics centres and handed over to carriers in the individual regions for onward distribution. Since the Vereina line was opened in 1999, the Rhaetian Railway has also succeeded in attracting major distributors such as the COOP and Swiss Post as customers.

The centenary of the Arosa line Climbing up to an international health resort Trading a draining five hours’ ride in the post coach for 60 minutes in a punctual, comfortable train – this dream became reality with the construction of the railway from Chur to Arosa, completed in 1914. It turned out that the Arosa line put the municipality on course to become a worldrenowned health resort. The first stage involved the construction of the elegant, 284-metre long reinforced-concrete Langwieser viaduct. Concrete, at the time a modern building material, was used because there were no stone quarries in the immediate vicinity. This 60-metre high structure offers train passengers a succession of wide-ranging views over the Plessur gorge with its wild, rugged side valleys.

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Nur nicht die Ruhe verlieren Die Betriebsleitzentralen in Brig und Landquart gelten als Nervenzentrum des Glacier Express. Ihre Mitarbeiter sorgen für Zugsicherheit und Pünktlichkeit. Ausserdem informieren sie die Passagiere über Abweichungen vom Fahrplan.

Zehn Monitore, in zwei Fünferreihen übereinander angebracht, sind das auffallendste Merkmal der Betriebsleitzentrale in Brig. Darunter erstreckt sich ein Pult mit PC-Tastatur und Telefonanlage. Davor sitzt einer der zwölf Fahrdienstleiter der MGB. Regelmässig lassen sie ihre Blicke über die HighTech-Wand schweifen. Mehrfarbig markierte Zugsverläufe sowie Tageszugdaten und Informationen über die Zugsicherung sind da zu erkennen; andere Monitore dienen dazu, die Bahnhöfe entlang der 144 Kilometer langen Bahnstrecke der Matterhorn Gotthard Bahn zwischen Disentis und Zermatt per Video zu überwachen. So kann sich der Fahrdienstleiter in Echtzeit einen Überblick über belebte Stadtbahnhöfe verschaffen. Aber selbst Vorgänge in abgelegenen Bedarfshaltestellen im Gebirge bleiben ihm auf diese Weise nicht verborgen.

Leitzentrale mit eigener Stromversorgung Wie man angesichts dieser Informationsflut die Übersicht behält, ist für den früheren Lokführer Hans-Ruedi Minnig, Leiter der Betriebsleitzentrale Brig, inzwischen „Courant normal“. Sicherheit im Bahnverkehr ist das oberste Gebot: Sämtliche Zugbewegungen auf der überwiegend einspurigen Strecke werden seinen Worten nach sorgfältig verfolgt. Per Mausklick programmieren die Fahrdienstleiter Weichenstellung und Lichtsignale sowie die Freigabe oder Sperrung von Streckenabschnitten. „Jede Eingabe wird in einem Protokoll registriert“, fügt er hinzu. Lässt sich der vorgesehene Fahrplan nicht einhalten, werden die Passagiere über die Betriebsleitzentrale rechtzeitig ins Bild gesetzt. Damit die jeden Tag rund um die Uhr tätige Zentrale diese Aufgaben erfüllen kann, ist die Stromversorgung der Betriebsleitzentrale mehrfach abgesichert. Dass Fahrten mit dem Glacier Express bisweilen unverhofft unterbrochen werden, geht nach Minnigs Worten nicht selten auf die Kräfte der Natur zurück. Bei Unwetter sei mit Stromausfällen zu rechnen, auch Erdrutsche könnten vereinzelt für einen Stillstand sorgen. Oder ein plötzlicher und heftiger Schneefall auf dem Oberalppass. „Dann kann es


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auch mal hektisch zugehen“, berichtet er. In solchen Situationen setzt sich das Briger Team sogleich mit der Leitzentrale im bündnerischen Landquart telefonisch in Verbindung.

Passagiere zeitnahe informieren In Landquart kümmern sich 50 Mitarbeiter unter Leitung von Hanspeter Graf und Heinrich Ryffel um den 150 Kilometer langen Abschnitt zwischen St.Moritz und Disentis sowie das übrige Netz der Rhätischen Bahn (RhB). Die beiden ausgebildeten Bahnbetriebsdisponenten, seit 1976 bei der RhB, sind dafür verantwortlich, dass der Zugverlauf zeitlich überwacht wird, damit der Glacier Express pünktlich eintrifft. „Als Störungsfall betrachten wir bereits eine Verspätung von fünf Minuten“, sagt Graf. Denn damit droht das Risiko, dass die Reisenden Anschlusszüge verpassen.

„Ausgeprägter Teamgeist“ Drohen längere Wartezeiten, „sorgen wir dafür, dass die Reisenden mit anderen Verkehrsmitteln die Fahrt so schnell wie möglich fortsetzen können“, fügt Graf hinzu. Diese Herausforderung galt es zu bewältigen, als die Rheinschlucht 2011 nach heftigen Regenfällen unter Wasser stand. Kühlen Kopf bewahren war damals das Gebot der Stunde. Für den Weitertransport der Zugreisenden brauchte man 17 Reisebusse, „das alles musste in kürzester Zeit organisiert werden“, erinnert sich Graf. Mit Erfolg.

Dass die Betriebsleitzentrale ihren zentralen Aufgaben – Sicherung des Bahnverkehrs und umfassende Kundeninformation bei Störungen – immer gerecht wird, führt Hanspeter Graf auf einen „ausgeprägten Teamgeist“ im Nervenzentrum des Glacier Express zurück.

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Keeping things running smoothly

The operations management centres in Brig and Landquart are the nerve centres of the Glacier Express. Their employees ensure the trains’ safety and punctuality, as well as informing passengers of any changes to the schedules.

Ten monitors arranged in two rows of five are the most striking feature of the operations management centre in Brig. Beneath them is a wide desk equipped with a computer keyboard and a telephone system. In front of these sits one of the twelve Matterhorn Gotthard Railway section controllers, whose gaze regularly sweeps across the high-tech wall. Train routes marked in colour, together with information on trains’ daily progress and safety can be seen there; other monitors provide video surveillance of the stations along the 144-kilometre stretch of the Matterhorn Gotthard Railway between Disentis and Zermatt. This enables the section controllers to get an overview in real time both of lively town stations and the activity at the more out-of-the-way request stops in the mountains.

Control room with its own power supply Retaining an overview in the face of this substantial flow of information has become “daily business”, according to HansRuedi Minnig, former engine driver and now manager of the operations management centre. Rail travel safety is the top priority; all train movements on the mainly single-track line are followed carefully. With a click of the mouse the section controllers can program points settings and signals, and release or block sections of track. “Every input is registered in a log,” he adds. If it is not possible to keep to the scheduled timetable passengers are informed at an early stage by the operations management centre. To ensure that the centre, which operates all day every day, can fulfil these tasks, the power supply has several levels of security. Glacier Express services are sometimes interrupted unexpectedly, but according to Minnig this is often due to natural causes. In the case of bad weather there may be power cuts, and landslides may occasionally also be responsible for stoppages, as can a sudden heavy fall of snow on the Oberalp Pass. “Things can get hectic at such times,” he says. In these

situations the Brig team immediately contacts the Landquart control centre in Graubünden by telephone.

Informing passengers promptly In Landquart, 50 employees under the management of Hanspeter Graf and Heinrich Ryffel take care of the 150-kilometre section between St.Moritz and Disentis, as well as the rest of the Rhaetian Railway network. These two qualified railway operations managers, who have been at the Rhaetian Railway since 1976, are responsible for ensuring that train movements are regularly monitored to enable the Glacier Express to arrive on time. “We consider a fault to be when a train is delayed by five minutes or more,” says Graf. This means the risk of passengers missing connections.

“Outstanding team spirit” If longer waiting times are likely, “we take care to ensure that passengers are able to continue their journey as soon as possible by other means of transport,” adds Graf. This challenge had to be met, for example, in 2011 when the Rhine Canyon was flooded after heavy rainfall. Keeping a cool head was the order of the day, as 17 coaches were needed to transport train passengers on to their destinations, and “it all had to be organised at the drop of a hat,” recalls Graf. It all worked out. According to Hanspeter Graf, the fact that the operations management centre always achieves its central tasks, ensuring the safety of rail traffic and keeping customers well-informed in the case of delays, is due to the “outstanding team spirit” at the Glacier Express nerve centre.

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Hart arbeiten für einen alten Brauch Als Grundnahrungsmittel einstmals konkurrenzlos, erlebt die Esskastanie im Bündner Bergell an der Grenze zur Lombardei seit einigen Jahren eine sanfte Renaissance.

Von der hochalpinen Landschaft um Maloja windet sich die Strasse in die Talschlucht des Val Bregaglia hinunter. Allmählich wird das Landschaftsbild lieblicher. Zu den zauberhaftesten Ansichten zählt bei der Grenzgemeinde Castasegna der Brentan, der als Europas schönstes Kastanienwaldgebiet gilt.

Im Reisegepäck der Legionäre Als Rilke die Gegend besuchte, schrieb er von den Kastanienselven, „die sich, die Hänge hinab, gegen das Italienische zu, in grossartiger Schönheit hinziehen.“ Die römischen Eroberer hatte auch Exemplare der Castanea sativa (Esskastanie) mitgebracht, die im südländischen Klima des untersten Talabschnitts seither prächtig gedeiht. Selbst Feigenbäume, Weintrauben und Kamelien wachsen dort. Vom Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert hinein lebte man überwiegend von den kalorien- und fettarmen Esskastanien, die einen ähnlichen Nährwert wie Getreide besitzen. Später verdrängten Mais und Kartoffeln die klassische Esskastanie.

Enzat und Vescov Auf dem lokalen Speisezettel hat sie jedoch bis heute einen festen Platz. Viele Familien besitzen einige Bäume, die gepflegt und weitervererbt werden. Mengia Spreiter, bis 2004 Gemeindepräsidentin von Castasegna, nennt 25 Bäume ihr Eigen. Alleine in der 200-Einwohner-Ortschaft Castasegna beläuft sich die mit Kastanienbäumen bepflanzte Fläche auf etwa 60 Hektaren. Nimmt man die Gemeinden Soglio und Bondo hinzu, verdreifacht sich die Fläche.

In der Küche hat sie zwei Schälchen mit den im Bergell gebräuchlichsten Esskastaniensorten Enzat und Vescov bereitgestellt. „Die Ernte wird verkauft, aber wir behalten einen Teil für unsere traditionellen Gerichte“, berichtet sie. Dazu zählen die gedörrten Kastanien, die im Schnellkochtopf zubereitet werden, nachdem sie die Nacht zuvor eingeweicht wurden. Man serviert sie mit Luganighe, wie die traditionellen Grillwürste der Südschweiz heissen oder wahlweise mit Rippli, grob geschnittenem Speck oder Panna (Sahne).

Kundschaft in den Bündner Gemeinden Als Vorsitzende der Bergeller Vereinigung der Kastanienhersteller verfügt Manuela Marazzi und ihre Familie über 20 Bäume. „Pro Baum darf man mit einem Ertrag von 100 bis 150 Kilo rechnen, für Castasegna ergibt das eine Gesamternte von bis zu 20 000 Kilo pro Jahr“, berichtet sie. Zu wenig für Grossverteiler, darum „setzen wir die Ernte über Bestellungen wohlgesinnter Bündner Gemeinden ab“, betont Marazzi. Stehen die gewünschten Mengen fest, dann kommen die Kastanienproduzenten zum Zuge. Der Kilopreis wird in der Vereinigung festgelegt. Anschliessend holen die Kunden die vorab bestellten Mengen in den Gemeinden ab. „Zu verdienen gibt es da nicht viel“, schränkt sie ein. „Wir müssen kräftig zupacken, aber das macht uns nichts aus, weil wir die Arbeit mit Freude betreiben und damit an einer alten Tradition festhalten“, bekräftigt sie.

Kraft und Talent beim Schlagen Davon kann sich der Besucher während der Erntezeit im Oktober und November überzeugen. Sind die Kastanien erst einmal von den Bäumen abgefallen, werden sie mit Rechen gesammelt und von ihrer Fruchthülle befreit. Dann bringt man sie in die „Cascine“ genannten Dörrhäuschen, wo sie auf Rosten bei kleinem Feuer rund sechs Wochen verbringen. Sodann lautet das Motto „Hau den Sack“: Bis zu 30 Mal werden die Säcke mit den getrockneten Kastanien auf Holzpflöcke geschlagen. „Dazu braucht man Kraft“, versichert Mengia Spreiter, „allerdings auch das entsprechende Talent, denn schliesslich sollen dabei nur die Schalen aufgebrochen werden, die Kastanien müssen ganz bleiben“, fügt sie hinzu. Das Kastanienschlagen ist ein gesellschaftliches Ereignis, an dem die ganze Familie teilnimmt. Helfende Hände sind willkommen und so kommen auch Besucher, darunter Schulklassen, auf ihre Kosten. Mit der „Vann“ genannten, flachen Korbschaufel trennt man sodann durch Schütteln die Früchte von den Schalenresten.


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Baumbestand verjüngt Seit einigen Jahren erlebt die Esskastanie im Bergell eine sanfte Renaissance. Das „Brot des Volkes“, wie sie früher hiess, wird immer häufiger verwendet, um Mehl herzustellen. Man findet sie auch in Marmeladen, Kuchen, Brot und in den Gnocchi. Zunächst musste jedoch ihre Qualität verbessert werden. Ein Teil der Bäume ist überaltert. „Wir brauchen dringend Jungbäume, mit der Pflanzung haben wir schon vor 20 Jahren angefangen. Damals wurden mit Unterstützung durch den Bund und den Kanton 38 Neupflanzungen vorgenommen“, erinnert sich Mengia Spreiter. Im Bergell hat die Esskastanie eine erstaunliche Wandlung durchgemacht. Sie ist heute zwar eine Nebenerscheinung, aber dennoch sind die Bergeller stolz darauf. Ihr zu Ehren lädt die Gemeinde im Herbst zum Kastanienfest ein, es findet dieses Jahr zum achten Mal statt, vom 5. bis 20. Oktober 2014. Thematische Ausflüge werden in diesem Zeitraum angeboten, dazu gibt es Vorträge, Führungen und natürlich jede Menge gastronomische Spezialitäten mit Kastanien.

Naturnahe Pflegemittel aus dem Bergell Castasegna ist nicht nur für seine Kastanien bekannt, dort erhebt sich auch das einzige Bauwerk, das der berühmte Architekt Gottfried Semper südlich der Alpen entworfen hat. Inzwischen restauriert und um einen Anbau erweitert, dient die „Villa Garbald“ als Sitz einer Stiftung. Auch ausserhalb der Schweiz finden die naturnahen Körperpflegemittel der in Castasegna ansässigen Firma Soglio Produkte AG guten Absatz. Bei der Herstellung verwendet man Rohstoffe aus der Berglandwirtschaft. Die Gründer, die sich in besonderem Masse dem Bergell verbunden fühlen, haben seit 1979 hierzu spezielle Rezepte entwickelt. So stammen die Kräuter beispielsweise aus dem südlichen Bergell, die Schafmolke kommt aus dem Engadin und die Ziegenbutter aus dem Valsertal. Abgerundet wird das Angebot an Pflegemitteln durch handgefertigten Schmuck aus Bergeller Steinen, etwa Soglio-Quarzit, Spluga-Gneis, Bergeller Granit und Periodit. www.soglio-produkte.ch

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Working hard for an old favourite

Once a staple food second to none, the sweet chestnut has for the last few years been enjoying a quiet renaissance in the Bregaglia region in Graubünden, by the border with Lombardy.

trees. Despite a population of only 200, the area given over to chestnut trees in the Castasegna hamlet alone is around 60 hectares. If the municipalities of Soglio and Bondo are included, this area is tripled.

As the road winds from the high Alpine landscape around Maloja down into the deep Val Bregaglia valley, the landscape gradually becomes softer. One of the most magical views lies close to the border village of Castasegna – the Brentan, considered Europe’s most beautiful chestnut forest.

In her kitchen she has made ready two containers with Bregaglia’s most common chestnut varieties, Enzat and Vescov. “The harvest is sold, but we keep some back for our traditional dishes,” she says. These include dried chestnuts, which are prepared in a pressure cooker, having been soaked overnight. They are served with luganighe, as the traditional grilled sausages of southern Switzerland are known, or alternatively with rippli, coarse-cut bacon, or panna (cream).

Carried by legionaries When Rilke visited the area, he wrote of the chestnut groves, “which descend the slopes towards Italy in magnificent beauty.” The Roman conquerors also brought with them examples of castanea silva (sweet chestnuts), which have flourished abundantly ever since in the Mediterranean climate of the lowest part of the valley, where figs, vines and camellias also grow. From the Middle Ages to the 17th century people’s diets were predominated by the low-calorie, low-fat sweet chestnut, which has a similar nutritional value to cereals. The popularity of the chestnut was later threatened by maize and potatoes.

Enzat and Vescov However it is now back to being a firm favourite on local menus. Many families have a few trees which are cared for and passed down the generations. Mengia Spreiter, President of the Municipality of Castasegna until 2004, owns 25

Customers in the Graubünden municipalities Chair of the Bregaglia Association of Chestnut Producers Manuela Marazzi and her family have over 20 trees. “You can expect a harvest of 100 to 150 kilos per tree,” she says. “This gives a total harvest for Castasegna of up to 20,000 kilos per annum.” This is still not enough for large-scale distributors, ”so we sell our harvest through orders from supportive localities throughout Graubünden,” says Marazzi. Once the required quantities have been ascertained, it is down to the chestnut producers. The price per kilo is set by the association. Customers collect the quantities they have ordered from the local communities. “There’s not much money to be made,” she says. “We have to make a real effort, but we don’t mind, because we love the work and the fact that we’re keeping up an old tradition.”


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Natural care products from Bregaglia Castasegna is not only known for its chestnuts – this is the location of the only building south of the Alps designed by famous architect Gottfried Semper. Now restored and with a new extension, the “Villa Garbald” is the headquarters of a foundation. Castasegna is also home to Soglio Produkte AG, whose natural body care products are marketed throughout Switzerland and beyond. They are made to special recipes created since 1979 by the founders, who, in keeping with their strongly-felt Bregaglia roots, use ingredients from producers in the surrounding mountain areas. The herbs, for example, are from southern Bregaglia, the sheep’s milk from the Engadine and the goat’s butter from the Valser valley. The range of care products is complemented by handmade jewellery from Bregaglia stones, such as Soglio quartzite, Spluga gneiss, Bregaglia granite and peridotite. www.soglio-produkte.ch

Beating with strength and skill

Rejuvenating the tree stocks

This is something visitors can see for themselves during the harvest period of October and November. Once the chestnuts have fallen from the trees they are gathered with rakes and removed from their prickly outer shells, or burrs. They are then brought into the drying houses known as cascine, where they are kept for around six weeks on racks above a small fire.

For the last few years the sweet chestnut has been enjoying a quiet renaissance. Once known as the “bread of the people”, they are again increasingly being used to make flour. They are also found in preserves, cakes, bread and gnocchi. Before this could be taken any further the quality had to be improved, as some of the trees were getting too old. “We urgently need young trees to come through; we began planting around 20 years ago, when 38 new trees were established with support from the Federal Government and the Canton,” recalls Mengia Spreiter.

Then it’s a case of heaving to – sacks containing the dried chestnuts are beaten up to 30 times against wooden posts. “This requires strength,” says Mengia Spreiter, “but also a degree of skill, as ultimately it is only the shells that should be broken, leaving the chestnuts whole.” Beating the chestnuts is a communal event in which the whole family participates. Helping hands are welcome, and therefore visitors, including school trips, are called upon. A flat basketwork shovel known as a vann is used to shake the nuts and separate them from the broken shells.

In Bregaglia sweet chestnuts have undergone an amazing transformation. Nowadays they may only be a sideline, but the local people are rightfully proud of them. In autumn the local community holds a chestnut festival to celebrate the crop; this year, the eighth, will be held from 5 to 20 October 2014. Themed excursions will be offered during this period, as well as talks, guided tours and of course all kinds of gastronomic specialities using chestnuts.

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Ein Stück Glacier Express als Souvenir Glacier Express-Schrägglas Der Klassiker unter den Glacier Express-Souvenirartikeln, 10 cl

CHF 22.–

Glacier Express tilted glass The classic amongst Glacier Express souvenir items, 10 cl

Glacier Express-cowboy und -cowgirl Das Maskottchen des Glacier Express; mit Hose oder Rock

CHF 27.–

Glacier Express Cowboy and Cowgirl The Glacier Express mascots, with trousers or skirt

Schneekugel Glacier Express-Winterzauber Der Glacier Express unterwegs in der alpinen Winterlandschaft

CHF 18.–

Glacier Express winter charm snow globe The Glacier Express en route in the Alpine winter landscape

Eine Fahrt mit dem Glacier Express ist und bleibt ein unvergessliches Erlebnis. Unsere Reisenden können jedoch auch ganz konkret ein Stück Glacier Express mit nach Hause nehmen. Im Glacier Express Bordshop bieten wir Andenken aller Art und für jeden Geschmack an. Der Glacier Express hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem international renommierten Markenzeichen mit Tradition und Zukunft entwickelt. Unsere Marke konnte sich auf dem Markt etablieren und überzeugt durch eine ständige Präsenz mit gutem Wiedererkennungswert. Diesem Anspruch wird auch das Sortiment der Souvenirartikel gerecht. Egal, ob Schrägglas, Reiseführer, Schweizer Schokolade oder Postkarten – bei der Gestaltung wurde sorgfältig auf die stimmige Plazierung des Logos, gediegene Farbauswahl sowie attraktive Grafikelemente geachtet. Materialauswahl, Verarbeitung und Nutzungsqualität genügen den höchsten Ansprüchen. Dies ist nur eine kleine Auswahl aus dem Bordsortiment. Alle Artikel findet man auf dem Souvenirflyer im Glacier Express oder im Internet www.glacierexpress.ch

Postkarten-Set 5 verschiedene Motive des Glacier Express

CHF 8.–

Postcard set 5 different Glacier Express motifs

A piece of the Glacier Express as a souvenir Glacier Express-Pin Der offizielle Glacier Express-Pin in Metall zum Anstecken

CHF 8.–

Glacier Express badge The official Glacier Express pin in metal for decoration

Feinste original Glacier Express-Schokolade 270 g Schweizer Milchschokolade in der Glacier Express-Dose

CHF 32.–

The finest original Glacier Express chocolate 270 g of Swiss milk chocolate packaged in a Glacier Express box

Glacier Express Panoramawagen Gefüllt mit original Kambly Biscuits

CHF 39.50

Unser Personal berät Sie gerne. Wir wünschen Ihnen viel Freude an unseren Erinnerungsstücken.

Glacier Express panorama coach Filled with original Kambly Biscuits

A trip on the Glacier Express is one of life’s unforgettable experiences. Our passengers can take home not only their memories, but also something tangible to remember the Glacier Express by. We offer all kinds of souvenirs catering for all tastes in the Glacier Express onboard shop. Over the decades, the Glacier Express has become an internationally-renowned brand with a history and a future. It has established itself on the market and is very well-received, with a constant presence and good brand recognition. These qualities are also found in the range of souvenirs. Tilted glasses, travel guides, Swiss chocolate and postcards – all items have been carefully designed to ensure consistent logo placing, tasteful colours and attractive graphics. The materials, workmanship, durability and quality are also excellent. This is just a small selection of what we have on offer. You can find all the items on the souvenir flyer in the Glacier Express or on the Internet at www.glacierexpress.ch Our staff would be happy to assist you. We hope you have a lot of fun with our mementos!


Villeret Collection

BAHNHOFSTRASSE 5 – 3920 ZERMATT – TEL. 027 967 11 18 www.blancpain.com


Glacier Express 2013