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Gesch채ftsbericht 2010 Lumag, Luzerner Messe- und Ausstellungs-AG und Messe Luzern AG


Raum für Neues

INHALT

VOR WORT Verwaltungsrat

MESSEN

VERMIETUNGEN UND EVENTS

KONGRESSE

LOGISTIK UND INFRASTR UKTUR

FINANZEN UND ORGANISATION

2 –3 Kennzahlen

Geschäftsleitung 4 – 5

18 – 19

Messe Luzern AG 20 – 23 6–9

10 – 13

14 –15

16 –17

Lumag

24 – 27


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Verwaltungsrat

Grosse Herausforderungen umsichtig gemeistert

Alfred N. Becker Verwaltungsratspräsident Messe Luzern AG

Das Geschäftsjahr 2010 erbrachte für die Lumag als Eigentümerin der baulichen Infrastrukturen bei der Messe Luzern die Bestätigung, dass die innerhalb von nur 13 Monaten erstellte und im September 2009 eingeweihte neue Messehalle allen betriebstechnischen Anforderungen vollauf zu entsprechen vermochte. Die Messe Luzern AG, verantwortlich für den Betrieb und die Weiterentwicklung des Messeplatzes Luzern, weist erstmals in ihrer Firmengeschichte ein kleines Defizit auf. Dieses ist zurückzuführen auf die turnusgemäss geringere Zahl von Eigenmessen, Beeinträchtigungen durch die Grossbaustelle Allmend, ausserordentlich intensive Planungsarbeiten und die etwas schlechteren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das bescheidene Ergebnis 2010 vermag aber den optimisti-

Franz Müller Verwaltungsratspräsident Lumag

schen Blick in die Zukunft nicht zu trüben, eröffnen sich doch ab Mitte 2013 mit vollendetem Ausbau der Messe Luzern vielversprechende Chancen, auch für neue und innovative Messen und Events. In ihrem ersten vollen Betriebsjahr wurde die neue Halle 2 mit den unterschiedlichsten Nutzungen auf Herz und Nieren getestet. Dabei konnten viele wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, welche in den weiteren Betrieb der Halle einfliessen und insbesondere auch für den Bau der Halle 1 ausgewertet werden. Die Kunden der Messe Luzern zeigten sich jedenfalls über die Qualität der neuen Infrastruktur voll des Lobes. Das Jahr 2010 wurde konsequenterweise auch zu einer Überarbeitung und Neuausrichtung der Unternehmensstrategie genutzt. In


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Verwaltungsrat

einem arbeitsintensiven Prozess wurden dabei die Chancen für künftige Aktivitäten der Messe Luzern AG ausgelotet, quantitativ festgelegt und den Mehrjahres-Finanzplänen zugrunde gelegt.

Tunnelbauarbeiten für die Zentralbahn können ein Jahr früher als geplant beendet werden. Daher mussten die Planungs- und Vorbereitungsarbeiten für den Bau der neuen Halle 1 beschleunigt werden.

Den Messe- und Eventbetrieb inmitten zweier Grossbaustellen aufrechtzuerhalten, war naturgemäss äusserst anspruchsvoll. Baustelleninstallationen und -verkehr wirkten sich insbesondere bei der Luga, der Zentralschweizer Erlebnismesse, erschwerend auf den Messebetrieb aus. Nach dem bereits absehbaren Ende der Bauarbeiten in unmittelbarer Nachbarschaft wird sich der Veranstaltungsbetrieb jedoch schon ab 2011 vereinfachen. Bis zur Inbetriebnahme der neuen Halle 1 im Sommer 2013 sind aber weiterhin kreative Lösungen gefragt.

An der Generalversammlung der Lumag vom 31. März 2010 trat nach 33 Jahren Jules Hunkeler aus dem Verwaltungsrat der Lumag zurück. Der «Doyen» der Lumag-Visionäre, der bis zu diesem Datum in allen Baukommissionen sowie im Verwaltungsrats-Ausschuss mitgewirkt hatte, war auch beim letzten Bauprojekt besonders aktiv und massgeblich am guten Gelingen beteiligt. Nach den Rücktritten von Hans-Urs Hengartner, Alfons Knüsel und Max Pfister vervollständigt Guido Durrer als Vertreter des Gewerbeverbandes des Kantons Luzern neu den LumagVerwaltungsrat. Das Gremium wird seit der Generalversammlung 2010 von Franz Müller präsidiert, der Alfred N. Becker in dieser Funktion ablöste.

Für die Lumag als Eigentümerin der Messehallen stand im Herbst 2010 definitiv fest, dass der Neubau der Halle 2 sogar noch leicht unterhalb des vorgesehenen Kostenrahmens von 27,6 Millionen Franken abgeschlossen werden konnte. Ein beeindruckender Erfolgsausweis für die Tätigkeit der Baukommission und des Baumanagements ebenso wie für die Arbeit der zugezogenen Fachberater und aller beteiligten – vorwiegend lokalen und regionalen – Baufirmen, Lieferanten und Spezialisten. Was sich schon gegen Ende 2009 abzeichnete, bestätigte sich im September 2010: Die

Die ganze Belegschaft und die Geschäftsleitung mit den beiden Herren Urs Hunkeler und Markus Lauber verdienen Dank und Anerkennung für das grosse und erfolgreiche Engagement. Die Lumag als Eigentümerin der Immobilien sowie die Messe Luzern AG als Betreiberin des aufstrebenden Messeplatzes Luzern blicken motiviert und voller Tatendrang in eine vielversprechende Zukunft.


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Geschäftsleitung

Auf dem Weg zur neuen Messe Luzern 2010 erwarteten wir gespannt das erste volle Betriebs- und eigentliche Bewährungsjahr für die neue Halle 2. Die Halle hat sich bei den verschiedenen Nutzungsarten wie Fach- und Publikumsmessen, Generalversammlungen oder Konzerten gut bewährt. Dieser gelungene, wichtige erste Schritt zum neuen Messeplatz Luzern freut alle Beteiligten – Kunden wie Mitarbeitende. Die gewonnenen Erkenntnisse erleichtern uns nun die anstehenden Planungsprozesse für die zweite Ausbauetappe der Messe Luzern. Die positiven Reaktionen auf die neue Infrastruktur lassen erkennen, dass wir künftig mit zusätzlichen Veranstaltungen bei der Messe Luzern rechnen dürfen. Die Allmend ist zurzeit eine der grössten Baustellen, die Luzern je gesehen hat. Während des ganzen Jahres wurde nördlich und südlich der Messe Luzern an der Tieflegung der Zentralbahn und an der neuen Sportarena gearbeitet. Den Messe- und Veranstaltungsbetrieb mussten wir aufwendig und flexibel um diese beiden Baustellen herum organisieren. Umso erfreulicher ist es, dass wir 2010 den Betrieb jederzeit aufrechterhalten und dass Veranstalter, Aussteller und vor allem die Besucherinnen und Besucher das Gelände stets ungehindert erreichen konnten. Die Firma Tavolago AG hat als unser Cateringpartner eine grosse Herausforderung angenommen. Tavolago zeigte sich flexibel und lernwillig, um auf die unterschiedlichen Be-

dürfnisse der einzelnen Veranstaltungen einzugehen. Messe- und Eventcatering ist höchst anspruchsvoll und trägt wesentlich zum Gesamteindruck der Messe Luzern bei. Mit dem Ausbau der Messe Luzern werden auch die Gastronomiekonzepte als wichtiger Bestandteil mitwachsen. Die neuen Messe- und Veranstaltungshallen bieten zahlreiche Chancen und geben uns frische Impulse. Um diese zu nutzen, haben wir im vergangenen Jahr unsere Strategie und unsere Strukturen überprüft und wo notwendig angepasst. In erster Linie sollen die bestehenden Kernkompetenzen gepflegt und optimiert werden: Organisation von Messen

Die Messe Luzern AG baut ihre Kompetenzen und die notwendigen Instrumente zur Realisierung klar positionierter Fachmessen weiter aus. Die Messe Luzern AG hat sich über die letzten Jahre in der Entwicklung und Durchführung von Fachmessen stetig weiterentwickelt und sieht sich fortan vermehrt als starke Partnerin für diverse Industriezweige. Mit der


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Geschäftsleitung

Markus Lauber

Franz Fuchs

Urs Hunkeler

Swiss Plastics, der Schweizer Kunststoffmesse, haben wir eine erfolgreiche Industriemesse entwickelt, die für die Kunststoffbranche schon heute – nach der zweiten Austragung 2010 – ein wesentliches Marketinginstrument geworden ist. Business-toBusiness-Fachmessen werden auch zukünftig in verschiedensten Märkten ein unverzichtbarer Teil des Marketingmixes sein.

gewichten wir aber auch unsere Dienstleistungsbereitschaft gegenüber Gastveranstaltern von Messen und Events. Wir entwickeln markt- und zeitgerechte Angebote und unsere Mitarbeitenden engagieren sich intensiv für unsere Gastveranstalter. Damit stärken wir bestehende Kundenbeziehungen und empfehlen die Messe Luzern für neue Kunden.

Dienstleistungen für Veranstalter

Organisation von Kongressen

Die Messe Luzern AG ist ein zuverlässiger Partner für erfolgreiche Veranstalter.

Die Messe Luzern AG setzt ihr Veranstalterwissen breiter ein.

Eigenmessen sind für die Messe Luzern AG ein wichtiger Geschäftsbereich. Ebenso stark

Es ist unser Ziel, zusätzliche Kongresse aufzubauen. Auch messebegleitende Kongresse

Elio Cavazzutti

gewinnen zunehmend an Wichtigkeit. Dafür erweitern wir unser bereits vorhandenes Know-how in der Kongressorganisation. Mit den in diesem Jahr angepassten Strukturen können wir uns einerseits verstärkt an den Märkten orientieren und noch schneller auf die Kundenbedürfnisse reagieren. Andererseits wird die Firmenführung gestärkt: Was in den vergangenen zehn Jahren von zwei Personen verantwortet wurde, wird künftig von vier Geschäftsbereichsleitern getragen. An Herausforderungen mangelt es nicht. Die Vorzeichen für die Messe Luzern AG stehen gut und dank unseren leistungsbereiten und motivierten Mitarbeitenden werden wir die hochgesteckten Ziele für das Jahr 2011 erreichen.


MESSEN


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Messen

Zwei bewährte Grössen – zwei neue Chancen EIN LEBENDIGES STÜCK ZENTRALSCHWEIZ «Ach, es isch eifach schön im Kanton Zug, gäll, Jaba !» Dieses Lob für den diesjährigen Gastkanton Zug kam von Nick Hartmann, als er mit seinem Hund Jaba auf einer grünen Wiese in der Moränenlandschaft zwischen Menzingen und Neuheim stand. Und zwar mitten in der Luga. Lebensgross und – virtuell. Möglich machte dies eine interaktive Inszenierung mit modernster Technologie, welche das Publikum im Filmpanorama des Gastkantons Zug verblüffte. Diese neue Technologie wurde an der Zentralschweizer Erlebnismesse erstmals gezeigt. Dass die Luga die ideale Plattform ist, um Neuheiten zu präsentieren, weiss auch das Zentralschweizer Gewerbe: 450 Aussteller nutzten die Chance, mit dem Luga-Publikum persönlich in Kontakt zu treten und ihre Produkte, Dienstleistungen und Botschaften näher zu bringen. Gute Geschäfte für die Aussteller ist eines der obersten Ziele der Luga – und für gute Geschäfte braucht es ein zufriedenes Publikum. Um dies sicherzustellen, bot die Luga 2010 einen bunten Mix an Information und

Messeleitung

Werner Fluder

Ursula Gerber

Markus Hirt

Erlebnis: Das Rote Kreuz und die Invalidenversicherung stellten sich vor und die Gastregion Thurgau präsentierte sich gastronomisch, kulturell und touristisch. Im neuen Zelt «Freizeitparadies Zentralschweiz» konnten sich die Besucherinnen und Besucher auf Wanderschaft begeben. Der Luga-Besuch liess sich abrunden mit folkloristischen und modernen Musikdarbietungen, tierischen Vergnügungen und kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region. Nur wer an der Luga einen tollen Tag verbracht hat, wird auch nächstes Jahr wiederkommen. Deshalb ist die Zufriedenheit der Besucherinnen und Besucher wichtiger als die absolute Besucherzahl. Die Zentralschweizer Erlebnismesse hat 2010 unter ungünstigem Wetter – mal zu schön, mal zu regnerisch – und unter den erschwerten Bedingungen durch die Baustellen gelitten. 107’000 Besucherinnen und Besucher wurden verzeichnet, was leicht unter den Erwartungen lag. Das Luga-Messeteam stellt sich gerne der Herausforderung, die Luga weiterzuentwickeln und neue Höhepunkte zu schaffen. Damit die Messe der Treffpunkt der Zentralschweiz bleibt – und der richtige Ort für Shopping, Spass, Genuss und – gute Geschäfte.

Fabienne Meyerhans

Luzia Roos

René Ziswiler


8

Messen


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Messen

DER ZWEITE TEIL EINER ERFOLGSGESCHICHTE Bei einem Rundgang durch die vier Hallen der Swiss Plastics fiel vor allem etwas auf: An jedem Stand waren intensive Gespräche im Gang, was die zufriedenen Gesichter der Aussteller erklärte. Nahezu sämtliche Industriemessen – vor allem die exportorientierten – haben 2010 stark unter der Wirtschaftskrise gelitten. Nicht so die Swiss Plastics: Die Schweizer Kunststoffmesse konnte ihren Standard bei der zweiten Austragung nicht nur halten – sie hat sogar massiv zugelegt. Konkret haben 30 Prozent mehr Aussteller die Chance genutzt, auf ein interessiertes Fachpublikum zu treffen. Die ausstellenden Firmen boten einen repräsentativen Querschnitt durch die gesamte Kunst- stoffbranche. Dieses Wachstum zeigt, dass der Markt diese Messe will und sie als

Messekoordination

Renate Ulrich (Leitung)

Plattform für den Branchenaustausch braucht. Die hohe Zufriedenheit der Aussteller und der Besucher weist darauf hin, dass das Konzept der Swiss Plastics stimmt und auf die Bedürfnisse der Kunststoffindustrie zugeschnitten ist. Der Grundstein für diesen Erfolg wurde bereits bei der ersten Swiss Plastics 2008 gelegt: Es ist gelungen, seitens Aussteller wie seitens Besucher die richtigen Branchenspezialisten anzusprechen. So konnten die jeweiligen Netzwerke ausgeweitet und neue Kooperationen initiiert werden. Diese Übereinstimmung von Anbietern und Zielpublikum konnte auch die zweite Swiss Plastics bieten. Die Präsentationen der 240 Aussteller wurden umrahmt von einem Forumsprogramm mit 32 Vorträgen, zwei Sonderschauen zu den Themen «Mikrospritzgiessen» und «Effizienzsteigerung in der Kunststoffverarbeitung», einer Sonderausstellung zur «emissionsfreien Mobilität» und einem «Tag der Medizinaltechnik». Zum gesell-

Lucia Haegeli

Dominik Inal (Lernender)

schaftlichen Höhepunkt entwickelte sich der Abend mit dem Aviatik-Pionier Bertrand Piccard, der mit seinem Aufruf zur Innovation und zum Risiko auf offene Ohren stiess. Nachdem es das Ziel der ersten Swiss Plastics war, eine neue Kunststoffmesse in der Schweiz zu implementieren, und dasjenige der zweiten Swiss Plastics, diese Plattform in der Branche zu etablieren und zu festigen, will die dritte Swiss Plastics 2012 vor allem spezielle Ausstellergruppen stärken. Die Analyse der Aussteller- und Besucherdaten der Messe 2010 zeigt: Für die ausstellenden Verarbeiter besteht ein grosses Potenzial, sich den besuchenden Herstellern aus Medizintechnik, Bau und Elektronik als Zulieferer von Komponenten und Halbzeug zu empfehlen. Die Besucherstruktur zeigte den hohen Anteil von Herstellern (OEM). Demgegenüber stehen 23 Prozent ausstellende Verarbeiter – diese Zahl soll an der Swiss Plastics 2012 um 10 Prozent erhöht werden.

Livia Wiss

Daniela Zurflüh


VERMIETUNGEN UND EVENTS


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Vermietungen und Events

Gastveranstalter loben neue Infrastruktur EVENTS Ein grosses Schweizer Pharmaunternehmen hatte im Februar für ein Meeting des TopManagements einen speziellen Wunsch: Die Hallen 3 und 4 sollten ganz im Ambiente der Firmenlokalitäten daherkommen. Die Gäste aus der ganzen Welt wurden nicht enttäuscht: Die beiden Hallen zeigten sich als äusserst wandelbar und boten den idealen Rahmen für ein perfektes Meeting. Organisiert wurde der erstklassige Premium-Event von Premotion, der Luzerner Boutiqueagentur für Marketing und Events. Im März konnte die neue Halle 2 ihre Konzerttauglichkeit beweisen – und bestand ihre Feuertaufe an der Schlager Nacht Luzern bravourös. Insbesondere logistisch und räumlich überzeugte die Halle: 4700 Schlagerfans wurden von Tavolago, dem Cateringpartner der Messe Luzern, kulinarisch und von Schlagerstars wie Francine Jordi, Leonard oder Oesch’s die Dritten musikalisch verwöhnt. Für Generalversammlungen eignen sich die Hallen der Messe Luzern hervorragend. Dies weiss die Luzerner Kantonalbank und führte deshalb auch 2010 ihre Generalversammlung bei der Messe Luzern durch. Erst-

Event Support

Sandra Bregenzer

Christine Siegrist

mals fand der Anlass in der neuen Halle 2 statt und setzte – vor allem technisch – neue Massstäbe. Auf einer imposanten, 8 Meter hohen und 38 Meter breiten Grossleinwand konnten die 4000 Aktionärinnen und Aktionäre die GV mitverfolgen. Anschliessend wurden sie in den Hallen 2a, 3 und 4 von der Firma Tavolago verpflegt. Im Juli wurde erstmals die Kantonale Lehrabschlussfeier zentral bei der Messe Luzern durchgeführt. Die vier Diplomfeiern an zwei Tagen stellten hohe logistische Anforderungen an den Event Support der Messe Luzern AG: 10’000 junge Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger erhielten ihre Diplome und konnten beim Apéro ihre Freude über die guten Noten miteinander teilen. Geschätzt wurde das Raumklima in der Halle 2 – sie bot eine perfekte Abkühlung zu den 30 Grad Aussentemperatur. Im November beherbergte die neue Halle 2 ein grandioses Jubiläumsfest. Anlässlich seines 100-Jahre-Jubiläums organisierte der Bürgerturnverein Luzern zwei Abende mit spektakulären Turnvorführungen und Tanzeinlagen. Bundesrat Johann Schneider-Ammann und die total 2900 Turnerfreunde erlebten eine Show der Extraklasse.


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Vermietungen und Events


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Vermietungen und Events

GASTMESSEN Erstmals unter der Regie der Wigra Expo AG konnte die ZAGG, Schweizer Fachmesse für Gastgewerbe, Hotellerie und Gemeinschaftsgastronomie, ihre Erfolgsgeschichte erneut bestätigen. 28’000 Personen aus der Gastrobranche trafen auf 241 Aussteller. Das attraktive Rahmenprogramm überzeugte das Publikum: die European Culinary Challenge, die von der Schweizer Koch-Nationalmannschaft eröffnet wurde, die Schweizer Cocktail-Meisterschaft, wo 40 Barprofis ihre Mix- und ShakeKünste demonstrierten, und die Kochkunstund Serviceausstellung, bei der junge Berufsleute ihr Können zeigten. Die neue Halle 2 hat sich auch für die ZAGG bewährt: Die Aussteller empfanden die grosszügigen Raumverhältnisse und die damit verbundenen neuen Freiheiten bei der Standgestaltung als sehr positiv. Für das Showkochen bot das Foyer den idealen Rahmen.

Kommunikation

Kurt Christen (Leitung)

Zehn Fach- und Publikumsmessen organisiert die ZT Fachmessen AG in der Schweiz – sechs davon bei der Messe Luzern. Somit ist die ZT Fachmessen AG eine der grössten privaten Messeveranstalterinnen der Schweiz – und die stärkste Partnerin der Messe Luzern im Bereich Gastmessen. 2010 veranstaltete die ZT Fachmessen AG neben der 36. Internationalen Waffen-Sammlerbörse drei ihrer Messen in Luzern. Die rund 19’000 Besucherinnen und Besucher der Bauen + Wohnen Luzern zeigten sich auffallend investitionsbereit. Mit 300 Ausstellern waren alle vier Hallen der Messe Luzern voll belegt. Die Organisatoren sind der Meinung, dass sich die neue Infrastruktur der Messe Luzern positiv auf die Erscheinung und die Qualität ihrer Messe auswirkt. An zwei Tagen nutzten Unternehmer, Entscheidungsträger und Berufsfahrer die Schweizer

Michèle Maurer

Urs Becker

Nutzfahrzeugmesse NUFA Schweiz zum Informationsaustausch und am Wochenende mischten sich viele Truck-Fans unter das Fachpublikum. Total mobilisierte die Messe 10’500 Besucherinnen und Besucher. Neben den 100 Ausstellern waren Ökologie und Ökonomie im Strassentransport, die Verkehrssicherheit, Logistik-Lösungen und Beratungen rund um die obligatorische Aus- und Weiterbildung für Chauffeure die Schwerpunkte der NUFA Schweiz. Die 5. light & sound hat sich als einzige Schweizer Fachmesse für professionelle Veranstaltungs- und Medientechnik weiter etabliert. Rund 80 Aussteller präsentierten sich den 3000 Besucherinnen und Besuchern. Ein Fachvortragsprogramm, Produktvorstellungen und Bühnen-Liveauftritte der Stargäste Adrian Stern, Marc Sway und Caroline Chevin begeisterten das interessierte Fachpublikum.

Andreas Becker


KONGRESSE


15

Kongresse

Starke Kongresse sind das Ziel LUZERN EVENTS Unter der Projektführung der Messe Luzern AG hat Luzern Events die Aufgabe, die Veranstaltungsregion Luzern zu beleben, zu attraktivieren und zu etablieren. Diesem Leistungsauftrag wurde unter dem Aspekt der Wirtschaftsförderung 2010 von Kanton und Stadt Luzern erneut für vier Jahre zugestimmt.

TRENDTAGE GESUNDHEIT LUZERN Seit 2005 organisiert die Messe Luzern AG im Auftrag des Vereins Forum Gesundheit Luzern die Trendtage Gesundheit im KKL Luzern. Der national verankerte Kongress fand 2010 bereits zum sechsten Mal statt und bringt mit 500 Teilnehmenden die wichtigsten Meinungs- und Entscheidungsträger der Gesundheitsbranche zum interdisziplinären Dialog nach Luzern.

Kongresse

Christof Wicki (Leitung)

Luzern Events hat 2010 rund 22 Projekte in der Aufbau-, Start- und Übergangsphase begleitet. Bereits zum zweiten Mal fand die Verleihung des Schweizer Filmpreises im Rahmen einer Gala im KKL Luzern statt. Weiter ist die Trägerschaft des Projekts Luzern Design gegründet worden. Diese entwickelte erste Konzepte für ein Fachsymposium und eine Ausstellung. Luzern Events begleitet weiterhin beratend die Aktivitäten des Trägervereins. Auch das Projekt Weihnachten in Luzern konnte nach erfolgreicher Vereinsgründung und nach einem insgesamt hohen und mehrjährigen Engagement von Luzern Events in die Selbstständigkeit entlassen werden. Über die Plattform «Filmlocation» wurden diverse Aktivitäten ausgelöst: Im Frühjahr 2010 wurde ein erster Tatort-Krimi in Luzern gedreht und es sind weitere Filmprojekte geplant. Luzern Events unterstützte 2010 die Filmlocation mit einem einmaligen Beitrag für den Aufbau einer Marketing-Website. Ebenfalls beteiligte sich Luzern Events am Konzept und an der Detailplanung des Kon-

Margrit Ammann

Lea Gnos

Monica Hunkeler

gresses für KMU-Familienunternehmen, der durch die Hochschule Luzern 2011 erstmals durchgeführt wird. Luzern Events begleitete ferner den Aufbau der ersten Ferienmesse TRAVEL expo. Die Publikumsmesse beherbergt auch die bisher in Zürich veranstaltete «World of Golf». Den Initianten des Luzerner Kongresses Gesellschafts- und Sozialpolitik unter der Federführung des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Luzern steht Luzern Events beim Aufbau des Projekts beratend zur Seite. Zudem finanzierte Luzern Events zur Überprüfung der Markttauglichkeit eine Machbarkeitsstudie. Für einen neuen Kongress über Sicherheitspolitik wurde 2010 das Konzept fertiggestellt. Das Projekt hat sich jedoch 2010 auf Bundesebene etwas verzögert, dadurch kann ein allfälliger erster Anlass erst 2012 stattfinden. Das World Tourism Forum Lucerne plant 2011 eine zweite Tagung. Luzern Events hat die noch andauernde Startphase wiederum finanziell und personell unterstützt. Zwei Anlässe konnten trotz intensiver Unterstützung nicht wie geplant durchgeführt werden: Das Lichtfestival Luzern wird nach genauer Prüfung vorerst nicht weiterverfolgt. Die Initianten des Musiktheaters Lucernical, welches auf diversen Plätzen in der Stadt hätte aufgeführt werden sollen, mussten das Projekt aus wirtschaftlichen Gründen vorläufig ad acta legen.


LOGISTIK UND INFRASTR UKTUR


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Logistik und Infrastruktur

Ökologie wird grossgeschrieben «Unser Standpersonal hat das angenehme Klima in der neuen Halle 2 sehr geschätzt.» «Die moderne Architektur unterstützt den professionellen Auftritt unserer Aussteller optisch.» «Der Aufbau unseres Events verlief dank der idealen Anlieferungswege absolut reibungslos.»

Logistik und Infrastruktur

Michael Bissig

Solche und ähnliche Aussagen von Ausstellern und Veranstaltern dominieren die Feedbacks zur neuen Halle 2 der Messe Luzern. Im ersten vollen Betriebsjahr konnten durch verschiedenste Nutzungsvarianten wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden. So hat sich gezeigt, dass die Erschliessung der Ausstellungsstände durch Bodenkanäle optisch und funktional zu einem verbesserten Veranstaltungsablauf führt. Dank der grossen Kapazitäten der Versorgungsanlagen kann bei Strom, Wasser oder Druckluft ohne zusätzliche Leistungszufuhr auf jedes Bedürfnis eingegangen werden. Die Logistik musste dieses Jahr häufig dem ständig wechselnden Baustellen-, Bus- und Privatverkehr auf der Allmend flexibel angepasst werden. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Transportwege, welche nach Ende aller Bauarbeiten gewählt werden, eine reibungslose Hallenbelieferung bringen werden.

ergibt sich ein hoher Wärmeschutz. Einen weiteren ökologischen Vorteil bringt die Fotovoltaik-Anlage, welche energie wasser luzern ewl auf dem Dach der Halle 2 betreibt. Mit der von 1496 Hochleistungs-Solarpanels produzierten Alternativenergie können pro Jahr 110 Haushalte mit Strom versorgt werden. Auch beim Betrieb der Messe Luzern wird sensibel mit dem Thema Ökologie umgegangen. Neben der strikten Abfalltrennung wurde in einem ersten Schritt für sämtliche Eigenmessen der Messe Luzern AG ein Abfallgebührensystem eingeführt, womit Aussteller dazu angehalten werden, die Abfallmenge möglichst zu minimieren. Weitere Projekte zur Senkung der Emissionen sind geplant: Der schonende und effiziente Umgang mit Ressourcen soll konsequent weiterverfolgt werden.

Von Veranstaltenden wie Besuchenden gleichermassen geschätzt wird das jederzeit angenehme Raumklima in der neuen Halle. Möglich machen dies die moderne Haustechnikanlage und die Gebäudehülle, welche den Minergie-Standard erfüllen. Dank der Wärmedämmung der Halle wird im Winter deutlich weniger Energie verbraucht und im Sommer

Silvan Colpi

Sara Huser (Lernende)

Reto Limacher


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Statistische Kennzahlen

PUBLIKUMSMESSEN Belegungstage Datum

Halle 2a

Halle 2

Halle 3

Halle 4

Aussteller Nettofläche m2

Besucher

Hochzig

29.– 31.01.

7

7

72

3’000

3’000

Eigenheim-Messe LUKB

19. – 20.03.

4

4

56

3’000

2’200

Haga

19. – 21.03.

6

30

1’800

6’000

Luwira

26. – 29.03.

8

192

5’000

30’000

Sammlerbörse

09. – 11.04.

3’000

9’000

Luga

23.04. – 02.05.

9

24

24

6

6

21

24

24

450

22’000 107’000

Mineralienbörse

08. – 09.05.

3

100

1’000

2’000

Briefmarkenausstellung lunaba

03. – 05.09.

5

20

1’200

8’000

6’600

19’000

Bauen + Wohnen Luzern

30.09.– 03.10.

TOTAL PUBLIKUMSMESSEN

10

10

10

10

300

48

43

59

51

1’241

Halle 2a

Halle 2

Halle 3

Halle 4

15

15

46’800 186’200

FACHMESSEN Belegungstage Datum

Swiss Plastics

19. – 21.01.

15

15

Automation Schweiz

03.– 04.02.

5

5

Baumag

25. – 28.02.

9

9

Babyfachmesse Schweiz

29. – 30.08.

ZAGG

12. – 16.09.

IM-TOP

13

13

14.10.

Aussteller Nettofläche m2

Besucher

240

6’600

4’000

69

5’000

1’400

9

9

200

7’000

15’800

7

7

40

3’000

350

13

13

241

6’000

28’000

64

3’000

750

3

light & sound

16. – 18.10.

7

7

80

3’000

3’000

TeleNetfair

26. – 28.10.

7

7

69

3’000

3’200

NUFA Schweiz

04. – 07.11.

100

4’800

10’500

1’103

41’400

67’000

TOTAL FACHMESSEN

8

7

50

52

58

58

Halle 2

Halle 3

Halle 4

SPORT Belegungstage Halle 2a

Tennisbetrieb

40

30

TOTAL SPORT

40

30


19

Statistische Kennzahlen

TAGUNGEN UND EVENTS Belegungstage Datum

Roche Manager’s Meeting

Halle 2

07. – 09.02.

Schlager Nacht

21.03.

GV Luzerner Kantonalbank

19.05.

Lehrabschlussprüfung igkg

09.06.

VW Strategie Tagung

24.06.

Diplomfeiern Berufsschulen Werkausstellung Design & Kunst

Halle 2a

Halle 3

Halle 4

9

9

Aussteller Nettofläche m2

600

3 4

08. – 09.07.

7

3

Besucher

4’700 4

4

4’000

2

300

1

200

3

10’000

26.06. – 04.07.

23

4’000

21.09.

1

50

Fachhändlertagung Bosch

22. – 23.09.

2

200

Heineken Depositärtagung

11.11.

3

19. – 20.11.

2

Nolax Firmenevent

BTV Jubiläumsanlass 100 Jahre Kurdisches Kulturfest

250

27.11.

Armeeliquidationsverkauf

26.11. – 11.12.

Barstreet-Festival

20. 11. – 31.12.

Liquidationsverkauf SK Trade

4

2’900

1

2’000

23

30’000 11

15. – 30.12.

11

23’000

15

TOTAL TAGUNGEN UND EVENTS

2’000

50

19

50

26

Halle 2a

Halle 2

Halle 3

Halle 4

188

114

167

165

84’200

ZUSAMMENFASSUNG Belegungstage

TOTAL 2010

150

100

50

Messen

Sport

Tagungen und Events

Aussteller Nettofläche m2

2’344

Besucher

88’200 337’400


20

Messe Luzern AG

Organigramm Stand 1. Februar 2011

Verwaltungsrat Alfred N. Becker, Präsident Urs Hunkeler Markus Lauber Franz Müller

Geschäftsleitung Elio Cavazzutti 2 Franz Fuchs 2 Urs Hunkeler 1 Markus Lauber 1

Geschäftsbereich

Geschäftsbereich

Geschäftsbereich

Geschäftsbereich

MESSEN

VERMIETUNGEN UND EVENTS

KONGRESSE UND FÜHR UNGSSUPPORT

LOGISTIK UND INFRASTR UKTUR

Markus Lauber

Franz Fuchs

Urs Hunkeler

Elio Cavazzutti

Messeorganisation

Event Support

Kongresse

Eigenmessen

Messeleiter Markus Lauber Werner Fluder Ursula Gerber Markus Hirt Fabienne Meyerhans Luzia Roos René Ziswiler

Sandra Bregenzer Christine Siegrist

Christof Wicki Margrit Ammann Lea Gnos Monica Hunkeler

Elio Cavazzutti

Finanzen

Vermietungen und Events

Messekoordination Renate Ulrich Lucia Haegeli Dominik Inal, Lernender Sylvia Theiler Livia Wiss Daniela Zurflüh

MesseEntwicklung

Philipp Arnold Sylvia Theiler

Kommunikation Kurt Christen Andreas Becker Urs Becker Michèle Maurer

René Ziswiler Personal Yvonne Rhiner

1 2

Mitglied der Geschäftsleitung Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung

Revisionsstelle: BachmannPartner Sachwalter und Treuhand AG, Luzern

Reto Limacher

GebäudeManagement Elio Cavazzutti Michael Bissig Silvan Colpi Sara Huser, Lernende Reto Limacher


21

Messe Luzern AG

Kommentar zum Ergebnis Die erste neue Halle verleiht dem Vermietungsgeschäft spürbaren Aufwind. Daher ist der im Geschäftsjahr 2010 ausgewiesene Verlust kleiner als budgetiert ausgefallen.

ALLGEMEINES

GESCHÄFTSJAHR 2010

Die Messe Luzern AG betreibt die vier Eventund Messehallen auf der Luzerner Allmend. Zum Betrieb gehört insbesondere, dass die Messe Luzern AG Fach- und Publikumsmessen organisiert, die Hallen an Gastveranstalter vermietet und die dazugehörigen Dienstleistungen erbringt. Der an die Lumag zu entrichtende Pachtzins besteht aus einer fixen und einer variablen Komponente. Der fixe Teil steht in Abhängigkeit zu den durch die Lumag finanzierten Investitionen in die zur Verfügung gestellten Immobilien. Der variable Teil ist vom Unternehmenserfolg der Messe Luzern AG abhängig.

Bilanz Das Bilanzbild zeigt sich gegenüber dem Vorjahr schlanker. Vor allem, weil 2009 die Positionen «Forderungen» und «Passive Rechnungsabgrenzung» durch die im Januar 2010 veranstaltete Eigenmesse Swiss Plastics massgeblich beeinflusst wurden. Dazu kamen Investitionen in die Küchen- und Restaurantinfrastruktur der neuen Halle 2. Die Lumag hat zudem das im Vorjahr gewährte kurzfristige Darlehen von 1,6 Millionen zurückbezahlt.

Erfolgsrechnung Da 2010 turnusgemäss neben der Luga nur eine weitere Eigenmesse stattfand, liegt der Umsatz mit 9,3 Millionen Franken knapp 2 Millionen unter dem Vorjahresumsatz. Gleichzeitig musste 2010 erstmals der Pachtzins über zwölf Betriebsmonate für die Nutzung der neuen Halle 2 bezahlt werden. Aufgrund dieser Umstände war bereits bei der Budgetierung voraussehbar, dass das Geschäftsjahr 2010 mit einem Verlust enden würde. Obwohl bei den Eigenmessen erheblich weniger durch Besuchereintritte eingenommen wurde als budgetiert, fällt der Verlust etwas geringer aus als angenommen. Dies ist der guten Nachfrage von Gastveranstaltern für die Miete der Messehallen zu verdanken.

UMSATZ 2010 NACH GESCHÄFTSSPARTEN Gesamtumsatz: 9,3 Millionen Franken

Eventorganisation 2,4%

Swiss Plastics 17,8% Vermietungen 36,2% Luga 41,1% Luzern Events 2,5%

Finanzen

Philipp Arnold (Leitung)

Yvonne Rhiner

Sylvia Theiler


22

Messe Luzern AG

Bilanz Messe Luzern AG per 31.12.2010

31.12.2010 AKTIVEN

CHF

31.12.2009 %

CHF

Flüssige Mittel

887’134

1’249’431

Forderungen

580’634

2’068’809

0

1’600’000

363’480

276’260

Kurzfristige Darlehen Aktive Rechnungsabgrenzung Total Umlaufvermögen

1’831’248

Sachanlagen

788’302

Total Anlagevermögen

788’302

TOTAL AKTIVEN

69,9

30,1

2’619’550 100,0

Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Total Fremdkapital

CHF

689’902

11,7

5’884’402 100,0

31.12.2009 %

CHF

1’029’420

2’262’921

485’593

2’431’201

1’515’013

88,3

689’902

31.12.2010 PASSIVEN

5’194’500

%

57,8

4’694’122

Aktienkapital

250’000

250’000

Reserven und Gewinnvortrag

940’279

835’961

Jahresgewinn

–85’742

104’319

Total Eigenkapital

1’104’537

42,2

TOTAL PASSIVEN

2’619’550 100,0

1’190’280

%

79,8

20,2

5’884’402 100,0


23

Messe Luzern AG

Erfolgsrechnung Messe Luzern AG vom 01.01. bis 31.12.2010

2010 ERTRAG

2009

CHF

%

CHF

%

Flächen

5’700’314

61,1

6’462’333

57,7

Eintritte

785’096

8,4

1’120’254

10,0

Dienstleistungen

1’757’421

18,8

1’971’744

17,6

Andere Betriebserträge

1’095’198

11,7

1’649’327

14,7

TOTAL ERTRAG

9’338’029 100,0

11’203’658 100,0

CHF

%

CHF

%

Pacht, Unterhalt

2’333’304

25,0

1’909’873

17,2

Messebetrieb

2’746’681

29,4

3’323’937

29,7

973’527

10,4

1’090’992

9,7

2’773’847

29,7

3’899’063

34,8

Verwaltung

517’401

5,5

688’024

6,1

Abschreibungen

114’435

1,2

180���930

1,6

3’816

0,1

27’000

0,2

9’463’011 101,3

11’119’819

99,3

AUFWAND

Andere Betriebsaufwände Honorare

Steuern TOTAL AUFWAND Ausserordentlicher Erfolg

– 39’240

– 0,4

– 20’480

– 0,2

UNTERNEHMENSERFOLG

–85’742

–0,9

104’319

0,9


24

Lumag, Luzerner Messe- und Ausstellungs AG

Stelldichein der Lumag-Pioniere Klassentreffen der besonderen Art

Zu einem Klassentreffen ganz besonderer Art kam es am 27. April 2010, als sich auf der Terrasse der neuen Halle 2 nicht weniger als 22 ehemalige und noch amtierende Verwaltungsräte der Lumag sowie die Mitglieder der Baukommission zum Erinnerungsfoto grup-

pierten. Anlass dieses Treffens war eine Einladung an die «Lumag-Pioniere», um die würdige Verabschiedung von Jules Hunkeler zu feiern. Mit ihm schied nämlich das letzte Mitglied aus dem Verwaltungsrat aus, welches schon bei der Gründung dabei gewesen war.

ORGANISATION Ehrenpräsident Bruno Haab

Präsident von 1978 bis 2000

Verwaltungsrat An der dritten GV vom 31.03.2010 für eine Amtsdauer von drei Jahren gewählt. Präsident Franz Müller * Alfred N. Becker

ab 01.04.2010 bis 31.03.2010

Mitglieder Werner Appetito, Luzern Geschäftsführer Luwira Messe AG Alfred N. Becker *, Luzern VR-Präsident Messe Luzern AG Hans Biland VR-Präsident ZT Fachmessen AG

Ueli Felder Vorsitzender der Geschäftsleitung CKW Conex AG Rudolf Freimann, Luzern Guido Durrer, Luzern Inhaber Malergeschäft Durrer AG Walter-Peter Ludin *, Luzern Rechtsanwalt und Notar Josef Sommer Mitglied der Geschäftsleitung fenaco * Mitglieder des Verwaltungsrats-Ausschusses Geschäftsleitung Urs Hunkeler Markus Lauber Revisionsstelle Finanzinspektorat der Stadt Luzern

Dass Alfred N. Becker an der gleichen GV das VR-Präsidium an Franz Müller übergeben hatte, war ein weiterer Grund zum Feiern, ebenso wie der erfolgreiche Abschluss der Bauarbeiten für die neue Halle 2.

Am 23. November 2010, wenige Tage, nachdem er seinen 75. Geburtstag gefeiert hatte, ist Kurt H. Illi, der ehemalige Verkehrsdirektor der Stadt Luzern, an Herzversagen verstorben. Durch seinen Tod hat die Lumag einen ihrer profiliertesten Förderer verloren. Von der Lumag-Gründung 1978 bis zu seinem Rücktritt 2007 war Kurt H. Illi Mitglied des Verwaltungsrates. Die Lumag blickt in Dankbarkeit und mit grosser Wertschätzung auf die stets von Kreativität geprägte und von viel Erfolg gekrönte, dreissig Jahre dauernde Zusammenarbeit mit Kurt H. Illi zurück. Alfred N. Becker


25

Lumag, Luzerner Messe- und Ausstellungs AG

Kommentar zum Ergebnis 2010 Die neue Halle 2 hat sich im ersten Betriebsjahr bestens bewährt.

ALLGEMEINES

GESCHÄFTSJAHR 2010

Die Lumag befasst sich im Wesentlichen mit der strategischen Weiterentwicklung des Messeplatzes Luzern und erstellt und unterhält die dafür erforderlichen Immobilien.

Bilanz Die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungen fielen gegenüber dem Vorjahr wesentlich geringer aus, nachdem die Bauabrechnung der neuen Halle 2 definitiv abgeschlossen werden konnte. Die Rückstellungen, welche grösstenteils aus den Investitionsbeiträgen der öffentlichen Hand gebildet wurden, werden bei der Realisation der zweiten Bauetappe den Baukosten angerechnet.

Mit der Messe Luzern AG besteht ein langjähriger Pacht- und Zusammenarbeitsvertrag. Der Pachtzins besteht aus einer fixen und einer variablen Komponente. Der fixe Teil steht in Abhängigkeit zu den durch die Lumag finanzierten Investitionen in die Immobilien. Der variable Teil ist vom Unternehmenserfolg der Messe Luzern AG abhängig.

Erfolgsrechnung Der Ertrag entspricht dem fix vereinbarten Teil des Pachtzinses, welcher von der Messe Luzern AG für die Nutzung der Infrastruktur geleistet wird. Beim Abschreibungsaufwand handelt es sich in erster Linie um Abschreibungen auf den Immobilien. Bei allen Immobilien konnten die steuerlich maximal zulässigen Abschreibungssätze angewandt werden.

Da auf einem Teil der Investitionsbeiträge der öffentlichen Hand keine Emissionsabgabe geschuldet ist, konnte eine für diesen Zweck in den Vorjahren gebildete Rückstellung aufgelöst werden. Dies führt dazu, dass der Steueraufwand als Minusbetrag ausgewiesen wird. Beteiligungen Die Beteiligung an der Messe Luzern AG wird zum Anschaffungswert bilanziert. Sie setzt sich aus 100 Aktien zu nominal 1000 Franken zusammen und entspricht 40 Prozent des Aktienkapitals der Messe Luzern AG. Diverses Der Boden, auf dem die Immobilien der Lumag stehen, gehört der Stadt Luzern. Der Baurechtsvertrag vom August 2008 wurde über eine Dauer von 60 Jahren abgeschlossen.

GEBÄUDE Brandversicherungswerte Halle 2 a Halle 2 Hallen 3 und 4

CHF 4’397’000 24’909’000 9’592’000

Buchwerte Halle 2a Halle 2 Hallen 3 und 4

CHF 937’077 14’793’702 4’905’100


26

Lumag, Luzerner Messe- und Ausstellungs AG

Bilanz Lumag per 31.12.2010 31.12.2010 AKTIVEN Flüssige Mittel Forderungen Aktive Rechnungsabgrenzung

CHF

31.12.2009 %

CHF

383’951

43’686

33’714

229’122

4’414

4’014’000

Total Umlaufvermögen

422’079

Finanzanlagen

100’901

103’901

8’000

20’000

Immobilien

20’635’879

22’109’796

Total Anlagevermögen

20’744’780

TOTAL AKTIVEN

21’166’859 100,0

26’520’505 100,0

31.12.2010

31.12.2009

Sachanlagen

PASSIVEN Verbindlichkeiten Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Total kurzfristiges Fremdkapital Rückstellungen

CHF

2,0

98,0

%

4’286’808

%

22’233’697

CHF

330’815

144’950

0

1’600’000

97’401

4’974’692

428’216

2,0

6’719’642

16,2

83,8

%

25,3

12’859’960

12’091’150

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

4’454’366

4’477’000

Total langfristiges Fremdkapital

17’314’326

81,8

16’568’150

62,5

Total Fremdkapital

17’742’542

83,8

23’287’792

87,8

Aktienkapital

3’000’000

3’000’000

Gewinnvortrag

232’713

79’057

Jahresgewinn

191’604

153’656

Total Eigenkapital TOTAL PASSIVEN

3’424’317

16,2

21’166’859 100,0

3’232’713

12,2

26’520’505 100,0


27

Lumag, Luzerner Messe- und Ausstellungs AG

Erfolgsrechnung Lumag vom 01.01. bis 31.12.2010 2010

2009

ERTRAG

CHF

%

CHF

%

Pachtzins

2’245’084 100,0

1’845’192

13,8

Investitionsbeiträge von Stadt und Kanton Luzern

0

0,0

11’564’000

86,2

Sonstiger Ertrag

0

0,0

100

0,0

TOTAL ERTRAG

2’245’084 100,0

13’409’292 100,0

CHF

%

CHF

%

Betriebsaufwand

116’645

5,2

40’890

0,3

Honorare

225’806

10,1

218’021

1,6

74’982

3,3

74’150

0,6

149’407

6,7

163’922

1,2

1’485’917

66,2

1’027’839

7,7

0

0,0

11’564’000

86,2

–4’500

–0,2

181’497

1,4

2’048’257

91,3

13’270’319

99,0

5’223

0,2

–14’683

– 0,1

191’604

8,5

153’656

1,1

AUFWAND

Verwaltung Finanzaufwand Abschreibungen Abschreibungen und Rückstellungen neue Messehallen Steuern und Emissionsabgaben TOTAL AUFWAND Ausserordentlicher Erfolg UNTERNEHMENSERFOLG


Impressum Redaktion: Michèle Maurer Gestaltung: Urs Becker Auflage: 1500 Exemplare Druck: März 2011


Messe Luzern AG und Lumag Horwerstrasse 87 CH-6005 Luzern

Tel. 041 318 37 00 Fax 041 318 37 10 info@messeluzern.ch www.messeluzern.ch


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