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Ausgabe 7 Dezember 2013

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Zwangsarbeit auf Adventsmärkten Meinungsvielfalt ist Blödsinn Warum Erna das einzig wahre Magazin ist Bereit für Olympia IngolStadtLandDings will die Winterspiele 2022


Editorial

Wie es ERNA gefällt! Juhu, toll, mega, super, Wahnsinn: über 400 Fans haben Erna jetzt schon bei facebook entdeckt. DANKE. Drücken Sie Ihre Zuneigung zu Erna aus, wie Sie es möchten. Aktuell auch bei google+. Unter www.erna-magazin.de finden Sie täglich Neuigkeiten, die keine Sau interessieren, aber Spaß machen. Alternativ dürfen Sie auch auf folgende Links klicken: www.erna-magazin.com www.ingolstadtlanddings.de www.ingolstadt-heute.de Sie haben die Wahl. Wie es ERNA gefällt.

Oh folget mir! facebook.com/ernamagazin Impressum: Redaktion, Layout: Melanie Arzenheimer Fotos: Melanie Arzenheimer wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Amalia Stürzenhofecker-Pasatelski (AU EichstättIngolstadt) Verantwortlich i.S.d. § 6 Abs. 2 MDStV: Melanie Arzenheimer Arzenheimer Productions Rebdorfer Str. 97 85072 Eichstätt Internet: www.erna-magazin.de Mail: post@erna-magazin.de


Inhalt Geranienpatrouille Ingolstädter Bürgergruppierung fordert Einführung eines Geschmacksbeirats für Architektur.

Seite 04

Ausbeutung im Advent Skandalöse Zustände: Zwangsarbeit, Organhandel und mehr auf regionalen Weihnachtsmärkten aufgedeckt.

Seite 06

Mehr Meinung nötig? Publikationen sprießen wie Pilze aus dem Boden. Erna im Selbstgespräch über ihre publizistischen Ambitionen und die Meinungsvielfalt

Seite 14

Wie in Monaco Eichstätt schaut neidisch auf das Audi Motorsportzentrum in Neuburg und plant eigenen Rennkurs für Rollatoren.

Seite 16

Bereit für Olympia Nachdem München die Winterspiele 2022 abgelehnt hat, plant die Region IngolStadtLandPlus die Austragung der Olympischen Spiele.

Seite 22


Schluss mit hässlich! Ingolstädter Bürgergruppierung fordert Einrichtung eines Geschmacksbeirats Ein Wort beherrscht die Schlagzeilen, den Wahlkampf, die online-Diskussionen: Bürgernähe. Jeder hat diese Nähe auf einmal für sich entdeckt (zumindest bis zur Kommunalwahl). Doch Nähe ist Liselotte TybaltHinkemeier zu wenig. Die resolute Mitarbeiterin eines pädagogischen Förderzentrums fordert Mitbestimmung. Nicht nur am Wahltag. Ihr geht es besonders um die Gestaltung der Ingolstädter Innenstadt, weshalb

sie die Gruppe „Altes beim Alten belassen“ kurz AbAb gegründet hat. Sie hat sich übrigens aus der „Schanzer Floral Resistance“ abgespalten, die gegen die Betonierung des Landesgartschaugeländes protestiert hat. Was ist Ihr Anliegen, Frau Liselotte Tybalt-Hinkemeier? Nun, eine Altstadt heißt ja nicht umsonst Altstadt. Hier befinden sich


Politik alte, historisch wertvolle Gebäude, die nicht durch moderne An- oder Ausbauten verschandelt werden sollten. Sonst würde es ja Neustadt heißen. Oder Betonstadt. Aber die Abgeordneten in den einzelnen Ausschüssen und Gremien befassen sich doch mit solchen Fragen.. Ja, aber sie haben keine Ahnung! Möchten Sie, dass ein Pianist über die Methode Ihrer Nierentrensplantation entscheidet? Nun ja. Also ich weiß nicht. Ähm. Kommen wir zur nächsten Frage. Auf welche Resonanz ist Ihre Gruppierung „Altes beim Alten belassen“ gestoßen? Knapp fünf Bürger haben bereits unterschrieben, weitere fünf sollen bis Weihnachten folgen. Wir sehen uns durch diesen Ansturm in unserem Ansinnen bestätigt.

hen von Bauwerken in der Altstadt vorschreibt und die Einhaltung dieser Vorschriften genau überwacht. Die Mitglieder des Beirats setzen sich aus Mitgliedern unserer Gruppe zusammen beziehungsweise aus Menschen, die wir für fachkundig erachten. Analog zur Sicherheitswacht könnte die Überwachung durch engagierte Bürgen übernommen. Konkret forden wir das Verbot von Beton, Stahl und Plexiglas zur Gestaltung von Gebäuden und Gebäudeanbauten, die konsequente Wiedereinführung von historisch belegtem Kopfsteinpflaster, das Aufschütten der Tiefgaragen, den Abriss des Stadttheaters, die Einführung der Geranienpflicht für alle Blumenkästen und der Spritzbrunnenpflicht auf öffentlichen Plätzen. Das würde also eine Art „Geranienpatrouille“ bedeuten... Korrekt. Wir sehen ja am Vandalismusproblem, dass es ohne Kontrolle nicht geht.

Und wie sehen nun Ihre konkreten Herzlichen Dank für das Gespräch. Forderungen aus?

Wir forden die Einrichtung eines Danke auch. Übrigens, eine scheußGeschmacksbeirats, der das Ausse- liche Jacke, die Sie da an haben.


Schockierender Blick hinter die Fassade Kinderarbeit, Ausbeutung und Organhandel auf den Weihnachtsmärkten der Region Gift in Kinderspielzeug, Tierquälerei für Angora-Pullis, Kinderarbeit in Diamantenminen, Ausbeutung in den Kleiderfabriken. Was wir schick und toll finden, wird oft unter brutalen Bedingungen hergestellt. Aber meistens in Bangladesch, Paraguay oder wenigstens in Polen. Aber doch

nicht bei uns? Nö! Das Erna Magazin war under cover auf den Christkindlmärkten in der Region IngolStadtLandDings unterwegs und hat schockierende Entdeckungen gemacht. Wo es außen glitzert und funkelt, tun sich hinter der Fassade menschliche Abgründe auf.


Kinderarbeit völlig normal So werden auf nahezu allen Weihnachtsmärkten kleine Kinder zur Schwerstarbeit gezwungen. Sie werden beispielsweise in viel zu enge Kostüme gesteckt, müssen schwere, künstliche Flügel auf dem Rücken herum schleppen und tonnenweise Süßigkeiten transportieren. „Ich mache das, weil mei-

ne Mama mich gezwungen hat“, gibt die kleine Jana-Chantalle unter Tränen zu. Sie müsse stundenlang bei Eiseskälte über den Weihnachtsmarkt laufen und immer so tun, als würde ihr die Sache Spaß machen. „Meine Mama hat gesagt, wenn ich das nicht mache, hat sie ein ganz schlechtes Schtin..nein, äh Schtänzing oder so (gemeint ist „Standing“ Anm. d. Red.) bei der


nächsten Besprechung im Elternbeirat.“ Due Mutter war für eine Stellungsnahme nicht zu erreichen, sie hatte einen Termin im Nagelstudio. Andernorts werden Kinder derzeit in kratzende WichtelKostüme gesteckt und als niedliche Attraktion in Hütten und Zelten zur Schau gestellt. „So etwas sollte eigentlich seit dem Ende der Kolonialzeit vorbei sein“, empört sich Maria Huber, die als Tierschützerin eigentlich die örtlichen Weihnachtsmärkte auf die Einhaltung der Artenschutzrichtlinien über-

prüft. „Den Tieren geht es gut, aber Menschen werden hier zum Teil wie Vieh behandelt.“ Sie bereitet derzeit eine Petition vor, die Kinderarbeit, Kinderverarschung und Kinderdiskriminierung im weihnachtlichen Umfeld verbieten soll. Die Erna Recherchen ergaben, dass diese Petition auch dringend nötig ist: Kinderarbeit unter Extrembedingungen (auch gerne getarnt als Blockflötengruppe oder niedliche Losverkäufer) ist leider an der Tagesordnung.


Hemmungsloser Organhandel Kinder, die zur Zwangsarbeit heran gezogen werden – das ist nur ein Aspekt der Unmenschlichkeit, die man auf Weihnachtsmärkten antrifft. Leider blüht auf diesen Märkten auch ein grausames Geschäft, nämlich der Handel mit Organen. Sie werden sogar hemmungslos offen angeboten. „Mandeln“ steht da beispielsweise zu lesen. Fragt man nach, woher diese Mandeln kommen, ist die Auskunftsfreude recht verhalten. „Wir haben da unse-

re Quellen“, meinte ein Verkäufer. Wenig bekommt man auch über die Kunden heraus, die sich solche Mandeln zulegen. „Sie verfügen über das nötige Kleingeld,“ so der Verkäufer, „mehr wollen wir gar nicht wissen.“ Ministranten für zwei Euro Die wohl schockierendste Enteckung mussten die Erna Under Cover Reporter auf dem Adventsmarkt in Eichstätt machen. Hier direkt vor dem Dom, also unter


den Augen des Heiligen Willibald, werden Ministranten zum Vergnügen der Kunden angeboten. „Die Nachfrage ist groß,“ berichtet eine Standbetreiberin, die nicht erkannt werden möchte. Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem der „heiße Bischof “ nachgefragt wurde, wünsche sich die Kundschaft nun etwas „Knackigeres, Jüngeres und Unverbrauchtes“. Diesem

Wunsch komme man mit den Ministranten nach. Dieses menschenverachtende Angebot wird durch die extremen Dumpingpreise nur noch schlimmer: lediglich zwei Euro kostet ein Ministrant. Wegen dieses Sonderangebots sollen einige ältere Herren bereits ihren Urlaub in Thailand abgebrochen haben. Der Eichstätter Ministrant gilt als Geheimtipp in der Szene.


Erna rät: boykottieren Sie Weihnachtsmärkte! Achten sie bei Kindern im Engelskostüm auf Hand- und/oder Fußfesseln. Es kann sich um Zwangsarbeit handeln! Kaufen Sie keine Organe, deren Haltbarkeitsdatum überschritten ist! Verpfeifen Sie jeden, der sich einen Ministranten kaufen möchte umgehend bei der Polizei!


Polizeibericht

Ist das der MediamarktRäuber? Polizei veröffentlicht Phantombild War er es, der im Mediamarkt in der Eriagstraße in Ingolstadt gleich 40 Handys gestohlen hat? Zeugen berschreiben den mutmaßlichen Dieb als sehr großen, kräftigen Mann mit einer auffälligen Mütze, einem langen Gewand und einem Rauschebart. Er soll einen großen sack mit sich geführt haben, in dem er die Beute – ausschließlich hochwertige Smartphones – abtransportiert hat. Zeugen wollen außerdem einen länglichen, am Ende krumm gebogenen Gegenstand bei dem Verdächtigen erkannt haben. Die Polizei vermutet, es handelt sich dabei um Spezialwerkzeug, das das

Aufhebeln von Türen und Pforten erleichtert. Nach Angaben der Polizei könnte er außerdem einen Komplizen gehabt haben. Es soll sich einen äußerst ungepflegt wirkenden, beinahe „zotteligen“ Mann handeln, der sich in der Nähe des Tatorts herum getrieben hat. Vermutlich um „Schmiere“ zu stehen. Die Kripo geht davon aus, dass erste Teile des Diebesguts demnächst in der Region auftauchen werden. Die Polizei bittet dringend darum, Geschenke unklarer Herkunft, die von bärtigen, älteren Männern stammen, bei der Dienststelle in Ingolstadt zu melden.


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ERNA

Ausgabe 6 November 2013

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Spaziergang durch Ingolstadt Bischofsresidenz enttarnt Tebartz-van Elst zieht ins Kloster Rebdorf Blendende Idee Köschinger Tor lässt Schule schmelzen

„Meinungsvielfalt ist Mist!“ Die Erna Herausgeberin im Interview mit sich selbst Die Region IngolStadtLandDings wird mit Publikationen geradezu überschwemmt. Lifestylemagazine, Gratiszeitungen, Anzeigenblätter, Online-Portale – es droht der Informationskollaps, so dass einige Bewohner der Region bereits lieber die Nachrichten von gestern im Regional-Fernsehen ansehen. Da weiß man wenigstens, was auf einen zukommt oder nicht. Mit dem Erna Magazin ist seit diesem Sommer ein weiteres ambitioniertes Informationsmedium dazu gekommen. Aber

warum? Muss das unbedingt sein? Erna im Gespräch mit Erna. Was hat Sie dazu bewogen, ein Satiremagazin für die Region IngolStadtLandDings ins Leben zu rufen? Mein Ego. Sonst nichts. Und jetzt kommen Sie ja nicht mit Meinungsvielfalt. Aber Meinungsvielfalt ist derzeit das stärkste Argument in der re-


gionalen Medienlandschaft. Ihr Was haben Sie denn gegen MeiFehlen wird immer wieder bean- nungsvielfalt? standet? Ich treffe jeden Tag Menschen, die Nun hören Sie mir mal gut zu, Sie haben nicht mal EINE Meinung. sentimentaler Gutmensch. Sie glau- Was sollen die denn bitte gleich mit ben doch nicht im Ernst, dass ir- mehreren Meinungen anfangen? gendjemand einen Verlag gründet, Das macht die doch fertig. Nehmen eine Zeitung herausgibt oder ein wir mal den OB-Wahlkampf in InMedienimperium gründet, ohne golstadt. Acht Kandidaten, jeder mit das Ziel aller Ziele im Auge zu ha- einer anderen Meinung, zum Teil ben, nämlich Kohle zu machen. auch mit Meinungsschwankungen je Und wenn die Sponsoren für die nach politischer Vergangenheit. Das eine Meinung bereits „vegriffen“ ist für einen normalen Menschen sind, muss man halt die andere pu- schlichtweg zu viel Meinung auf blizieren, um irgendwie an die Kne- einmal. Und wenn dann auch noch jeder meint, seine Meinung wäre te zu kommen. so überzeugend, dass sie jeder anSie meinen, Meinung ist käuflich? dere auch noch mit meinen müsse, dann wird’s richtig heftig. Ich bin der Nein. Aber sie lässt sich gut verkau- Überzeugung, dass Meinungsvielfalt fen. Und das weiß ich. Ich meine es totaler Mist ist. Stellen Sie sich vor, beim FC Bayern hätte jeder Spieler nicht. seine eigene Meinung. Die würden Aha. Was ist also das wahre Ziel keinen Blumentopf gewinnen. von Erna? Aber es gibt auch GegenbeispieIn unglaublich kurzer Zeit unglaub- le. Horst Seehofer etwa. Er vereint mehrere Meinungen in sich und lich reich zu werden. wird trotzdem verehrt, gewählt, Mit einer anderen Meinung... vergöttert? Nein. Mit meiner Meinung und Das ist jetzt ja wohl Ihre Meinung. sonst gar keiner. Meine ist es nicht.


Neidisch auf Neuburg Eichstätts Antwort auf das Audi Motorsportzentrum Mit neidischen Blicken hat man in Eichstätt das Richtfest für das AudiMotorsport Zentrum in Neuburg beäugt. Diese Neuburger haben es geschafft, eine ganze Audi-Abteilung samt Teststrecke und ganz viel Brumm Brumm an ihren Stadtrand zu locken. „Den Ryder-Cup wollte sie nicht geschenkt, aber wenn lautstarke Rennboliden durch die Prärie brettern, dann soll das die Wirtschaft stärken. Aber wenn im Schloss Grünau der Putz von der Decke bröckelt, weil ein Turbo Diesel durch den Garten rauscht, dann ist Schluss mit lustig“, stänkert ein

Ureinwohner, der namentlich nicht genannt werden möchte, weil auch er seine Kohle mit einem großen Automobilhersteller macht. Doch Eichstätt setzt nun (war es eine himmlische Eingebung von oben?) dagegen: mit einem wohl weltweit einmaligen Projekt – dem ersten Rollator Rennkurs. Vorbild Monaco „Unser Vorbild war die Rennstrecke von Monaco“, erklärt der ehemalige Rennfahrer und Projektleiter Walter Dröhrl. „Der Innenstadt-


kurs des Fürstentums entspricht in etwa den Verhältnissen in Eichstätt. Also 1000 zu 1.“ So entspräche der monegassische Tunnel der Eichstätter Sparkassen-Passage, die fürstliche Loge wäre auf dem Balkon der ehemals fürstbischöflichen Residenz denkbar und Gassen für die Einrichtung einer Boxengasse gäbe es genug. „Erste Testfahrten werden in den nächsten Tagen stattfinden. Ein Team von geübten Rollator-Piloten aus dem Heilig-Geist-Spital ist gerade dabei, sich die Strecke mental

einzuprägen“, so Dröhrl. Traktionskontrolle, ESP und KERS sind verboten, das Safety-Car wird von den örtlichen Maltesern gestellt. „Wenn die Tests erfolgreich verlaufen, könnte schon 2014 der erste Rollator Grand Prix in Eichstätt stattfinden“, freut sich der Projektleiter, der allerdings noch Sponsoren sucht, die ihren Namen z.B. der großen Nordschleife oder der Buckelpiste auf dem Residenzplatz geben. Denkbar wäre dabei ein „Spörer-S“ oder ein „Corega-TabS“, aber auch ein „Kranken-Kassen-Kurs“.


Kurz und (gar nicht) gut Stellplätze verdoppelt Wie Dr. Jochen Strückemann-Hagedorn („Intelligent Parking Solutions“) mitteilt, hätten Studenten der TH Ingolstadt eine Formel entwickelt, die es ermöglicht, die Anzahl der Stellplätze zu verdoppeln. Im Prinzip habe man nur jeden Stellplatz halbiert. Dass nun keine Autos mehr parken können, sei ein Problem für ein anderes Projekt.

Society in Angst Erst ein R8, dann Designerschuhe und Klamotten. Die High Society in Ingolstadt ist geschockt von den jüngsten Verbrechen. „Man fragt sich doch, was kommt als nächstes? Gerade als Gutverdiener ist man in dieser Stadt anscheinend Zielscheibe von rücksichtslosen Kriminellen,“ meint Maria S. (Name der Red. Geändert).

Spontane Begrünung Ein 15 Meter hohes Objekt soll für mehr Grüngefühl auf dem Ingolstädter Rathausplatz sorgen. Das Konzept hat der aus Spanien stammende Künstler Emilio Bosque zusammen mit dem Ingolstädter Gartenamt entwickelt. Spektakulär die Lage des Baumes: durch die schräge Verankerung hat der Betrachter ständig das Gefühl, als würde die Natur über ihn herein brechen.


Kurz und (gar nicht) gut Zu vüle ü im Wort Münchsmünster Münchsmünster wird umbenannt: die Anhäufung des Buchstabens ü vermittle den Eindruck, der Ort liege auf dem Gebiet der Türkei und der Name führt damit Geschäftskunden aus aller Welt in die Irre. So steht es in geheimen Audi Dokumenten.

Job für Problem-Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst bekommt einen Job an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Er übernimmt den Lehrstuhl für katholische Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt pastorale Wirtschaftsethik. Darauf einigten sich der Uni Großkanzler und Erzbischof von München-Freising Reinhard Marx und Uni-Präsident Prof. Richard Schenk.

Gefährliches Zeug Panik in der Region: urplötzlich hat sich ein duioses, weißes, eiskaltes Zeug breit gemacht. Zahlreiche Menschen riefen deshalb bei der Polizei an. So meldete sich eine Frau im Süden Ingolstadts und fragte, ob sie nun kontaminiert sei, nachdem sie mit der weißen Substanz in Berührung gekommen war.


Design

Voll schick Red Hot Award für Designerwohnungen Formschön, zeitlos klassisch und dazu ungemein funktional: die schicken Designerwohnungen, die am Ingolstädter Gießereigelände entstanden sind, wurden nun ausgezeichnet. Mit dem weltweit begehrten Red Hot Award. In der Begründung der Jury, in der u.a. namhafte Designer wie Karl Laberfeld und Luis Futon sitzen, heißt es: „Die klar strukturierten, kubischen Elemente verschmelzen zu einer Gesamtkomposition, die sich im stetigen Wandel befindet. Das Design symbolisiert damit auch den Wandel einer Stadt, ja der gesamten

Menschheit.“ Durch die einzelnen, stapelbaren Elemente werde der Platz außerdem optimal ausgenutzt. Diese „Apartements to go“ würden so den Nerv der Zeit treffen. Javier Morales, Mustafa Uhmet, Pjotr Pawlotschek, Dimitri Smirnov und Pablo Sanchez bewohnen zusammen einen der 14 Quadratmeter Würfel im Erdgeschoss: „Preis is Scheiß,“ meinen sie. Ihnen wäre ein Flachbildschirm mit SkyAbonnement lieber als ein komischer Aufkleber an der Wohnungstür.


Sport

Bereit für Olympia Winterspiele in IngolStadtLandDings? Die Münchner habe keinen Bock auf Olympia. Und die von Münchnern okkupierten Ausflugsziele und Schlafstätten Traunstein, Garmisch und Co. haben da natürlich nicht aufmucken dürfen. Während Christian Ude nun am Boden zerstört ist, weil es nach dem Ministerpräsidenten-Posten jetzt auch nix mit dem olympischen OK-Chef wird, nutzt die Region IngolStadtLandDings ihre Chance. „Die Winterspiele 2022 sollten hier bei uns stattfinden“, meint Markus Fuchs, der derzeit der Initiative IngolStadtLandDings vorsteht. „Sowohl Infrastruktur als auch Fachkompetenz sind reich-

lich vorhanden, Geld sowieso.“ Als Chef des olympischen Organisationsteams wird Michel Krüper, der Veranstalter der Firmenwettkämpfe (formerly known as Firmenolympiade) gehandelt. „Im Sommer sind hunderte Athleten erfolgreich in der Donau baden gegangen und fast alle sind im Anschluss wieder aufgezaucht. Das nenne ich perfekt organisiert,“ schwärmt die ehemalige Leistungssportlerin und russische OlympiaBotschafterin Anna Bolika. Sie entscheidet in der Jury des IOC über den Austragungsort 2022 (Hinweis


Sport an mögliche Geldgeber: sie hat schon einen Q7). Als Hauptsponsor der Winterspiele 2022 würde sich natürlich ein großer Automobilhersteller aus Ingolstadt eignen, der bereis seit Jahrzehnten den internationalen Skisport unterstützt. Die Spiele selbst könnten nahezu vollständig in die bestehene Event-Infrastruktur eingebettet werden: -Errichtung des Olympischen Dorfs auf dem GVZ Gelände. Hier könnte bei anhaltend schlechtem Wetter auch die ein oder andere Skipiste in eine der gigantischen Hallen verlegt werden. - Idyllische Langlaufloipen auf dem Gartenschaugelände von 2020, das so zwei Jahre später wieder eine neue Nutzung erfahren würde - Die Curling Finals werden auf der Eislauffläche auf dem Ingolstädter Paradeplatz ausgetragen, die Vorrunden in Eichstätt und Neuburg, wo die bereits vorhandenen Weihnachts-Eislaufflächen einfach stehen bleiben - Eröffnungs- und Schlussfeier im Audi Sportpark. Der bis dahin erstklassige FC 04 weicht während der Spiele in die Münchner Allianz Arena aus, wo man als Tabellenzweiter der Fußball-Bundesliga den vorletzten FC Bayern München empfängt - IN-City gewährt allen Sportlern und Offiziellen 25 % Rabatt auf alle anfallenden Parkgebühren - Durchführung der Ski-Alpin Wettbewerbe auf dem gefürchteten Skihang von Dollnstein - Medal Plaza für die abendlich stimmungsvolle Siegerehrung auf dem bis dahin umgestalteten Ingolstädter Rathausplatz mit Apres-Ski-Party in der legendären Lösel-Lounge (für die Errichtung der TV-übertragungstauglichen Bühne mussten dann allerdings die im Jahr 2019 eingesetzten Großbäume wieder gefällt werden) - Sonderausstellungen im Museum für Design und Konzeptlose Kunst zum Thema „Der olympische Geist – mehr als eine Spirituose“ „Also wir wären bereit“, meint Markus Fuchs. „Und so ein dämliches Maskottchen wie die in London bekommen wir erst recht hin.“


Es gibt ihn, den liebevoll heran gefütterten Ehemann, der über Jahrzehnte von seiner Frau mit einer schmackhaft gefüllten Tupperdose in die Arbeit geschickt wurde. Problematisch wird es, wenn dieser Zeitgenosse auf einmal die Nahrungsbeschaffung selbst übernehmen muss. Allein das Timing ist schon eine Herausforderung: kann man vor Arbeitsbeginn denn bereits Nahrungmittel erwerben? Ja. Überraschenderweise gibt es so etwas wie Bäckereien, die schon vor 8 Uhr öffnen. Potzblitz. Und am Abend? Es geht dass Gerücht, dass man im Supermarkt auch nach 18 Uhr noch einkaufen kann. Aber dann das: wo steht die Milch? Wo die Dose Ravioli? Man hat schon manch einen hervorragend ausgebildeten TopIngenieur angesichts dieser Herausforderung weinen sehen. Bedenklich. Ich möchte mein Großraumflugzeug nicht unbedingt von jemandem gebaut bekommen, der bei grundlegenden Dingen wie Einkaufen versagt. Das sind nämlich auch die Typen, die im Büro jammernd nach etwas Süßem verlangen, als hätte man (gilt auch für Frauen) gerade alleine die Sahara durchquert und befände sich kurz vor dem Zusammenbruch. Kurz zuvor hat man/frau zwar einundachtzig Einkaufsmöglichkeiten passiert, aber wie das immer so ist, wenn einem Mutti keine Tupperdose mitgegeben hat...

Foto. Ulli Hoessl

Der böse Blog


Ernstgemeinter Weihnachtstipp

Weihnachtsgedichte ...einmal anders Weihnachten - seit Jahrhunderten wird es von Dichtern besungen. Niemand kann sich dem Zauber der alten Lieder und Gedichte entziehen, die in die Kindheit eingewoben sind. Dies zeigen auch die neu entstandenen Weihnachtsgedichte zeitgenössischer Lyriker, die hier in Dialog mit den berühmten Klassikern treten. Wer sich gerne vom Einst faszinieren lässt, ohne das Jetzt auszublenden, findet in dieser Sammlung das originellste poetische Buch zum Fest der Liebe. Weihnachtsgedichte Anton G. Leitner und Gabriele Trinckler Hrsg. 151 Seiten, € 8,90, ISBN 9783423141659 Webtipp: Verfilmte Poesie zeitgenössischer Lyriker unter www.dasgedichtclip.de


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Re(gion)alsatire Magazin für IngolStadtLandDings

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Ottheinrich eine britische Erfindung NSA Überwachungsskandal Geheime Protokolle aus dem Ingolstädter Stadtrat aufgetaucht Schlemmen auf Rädern Eichstätt bekommt einen Gourmet Drive In

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IM VISIER DER FORSCHER Neues Schloss doch nicht so neu? Scheidungswelle befürchtet Abgeordnete dürfen keine Angehörigen mehr haben Shades of Grey Effekt BDSM Fans werden immer jünger

Juni 2013

Das komplette Erna Archiv finden Sie unter: www.issuu.com/melaniearzenheimer


Erna Magazin Dezember 2013  

Monatliches Satiremagazin für Ingolstadt und die Region

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