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Nr. 45 4/2019 Aug.–Sept.

Medical & Harm Reduction Magazine

18+

Morbus Crohn – symptomfrei mit Cannabis

„Seit zehn Jahren nehme ich keine Medizin“

Verbotene Genüsse

Warum wir nicht ehrlich über Gras sprechen

Fragwürdige Qualität bei CBD-Öl

Auch wir können zur Verbesserung beitragen

Bekifft zwischen den Sternen

Veränderte Bewusstseinszustände im Weltraum


Liebe Leute!

abgelehnt oder sogar verteufelt wird. Auch wenn wir uns für die medizinische Nutzung von Cannabis einsetzen, werden wir niemals Menschen verurteilen, die es zu ihrem Vergnügen konsumieren. Wichtig wäre ein ehrlicher Dialog, nicht nur zwischen Eltern und Kindern sowie dem Staat und seinen BürgerInnen. Auch die Wissenschaft sollte sich daran beteiligen. Dazu riefen zwei bekannte ForscherInnen auf, die es für ein ernstes Problem halten, dass die Wissenschaft sich in erster Linie mit den negativen Wirkungen des Kiffens beschäftigt und gar nicht wissen will, welche Funktion es im Leben der Menschen erfüllt. Ließen wir dieser Frage mehr Aufmerksamkeit zukommen, könnte man den Problemfällen unter den KonsumentInnen eine adäquate Therapie anbieten. Aber klammern wir uns nicht zu sehr an Mutter Erde! Wenn die Rede von Cannabis und der Wissenschaft ist, dann ist der Sternenhimmel die Grenze! Das dachten sich auch die ForscherInnen, die der Frage nachgingen, wie Cannabis außerhalb der irdischen Schwerkraft, z. B. auf einer Expedition zum Mars wirken würde. Würde uns ein „Space Cake“, verzehrt in einem Raumschiff auf dem Weg zum Roten Planeten, genauso high machen wie auf der Erde oder müssten wir mit ganz anderen Wirkungen rechnen? Die Untersuchung, die man zunächst vielleicht belächeln mag, beschäftigt sich in Wirklichkeit mit äußerst relevanten Fragen. Immer mehr Menschen benutzen Cannabis aus medizinischen Gründen und wenn Weltraumreisen einmal möglich sein werden, wird sich auch die Frage stellen, welche Risiken man mit Cannabis im Weltraum eingeht. Aber auch ohne Weltraumreisen wünschen wir einen erholsamen und entspannenden August!  Der Hrsg.

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BD, CBD und noch mehr CBD! Als wir mit der Arbeit zu dieser Ausgabe begannen, hatten wir noch keine Ahnung, dass der Wirkstoff Cannabidiol das zentrale Thema sein würde. Das ging offensichtlich nicht nur uns so, denn CBD ist als Arzneimittel, Nahrungsmittelzusatz und Wellness-Komponente weltweit auf dem Vormarsch. Für viele bedeutet sein Konsum die Entscheidung für einen gewissen Lebensstil, während es für andere die Wiedererlangung von Lebensqualität bedeutet. Trotz seiner steilen Karriere gibt es jedoch auch Rückschläge. Wenn Hersteller, die auf schnelle Gewinne aus sind, bereitwillig die Bedürfnisse der wachsenden Käuferschichten befriedigen, bleibt die Qualität manchmal auf der Strecke. Eine Kontrolle der auf dem Markt erhältlichen CBD-Öle zeigte, dass die angegebenen Inhaltsstoffe oft nicht der Realität entsprechen und dass Produkte mit Schadstoffen belastet sind. In unserem Artikel zu diesem Thema geben wir den KonsumentInnen einige Tipps zur sicheren Auswahl mit auf den Weg. Dadurch können sie dazu beitragen, die Produzenten zu einer Qualitätssteigerung zu veranlassen, wenn diese im Geschäft bleiben wollen. CBD kann aber nicht nur als Öl konsumiert werden, sondern auch in Form von Cannabisblüten, eine Möglichkeit, die viele schätzen. Ihre Erfahrungen lassen wir in einen Artikel über CBD-reiche Sorten einfließen. Wir wissen, dass Therapie und Heilung mit Cannabisblüten, trotz der begrüßenswerten Entwicklungen in den letzten Jahren, auch weiterhin das Privileg einiger Weniger ist. Einer der Gründe dafür mag sein, dass der Freizeitkonsum noch immer weitgehend

Impressum

In Zusammenarbeit mit

Chefredakteur: Gabor Holland Autoren: Bob Arctor, Jack Pot, Kevin Herzig, Anatol Zweig, Tomas Kardos, Toni Straka, N. Nogada, Anna C. Histic Lektorat: Holger Steinbach Design: Gergely Vaska

Herausgeber: Medijuana Publishing GmbH Anrissenweg 6/Stg.I/1b A-2345 Brunn am Gebirge E-Mail: office@medijuana.eu Web: www.medijuana.eu

Medical & Harm Reduction Magazine

Index aeroponic22 arge canna biobloom

31 3, 7

breathe organics

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canapa in mostra

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cannhelp11 Dinafem seeds

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florganics9 GreenHouse feeding

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grüner kaiser

23

hanf bioladen

13

hanf-zeit15 Humboldt seed organization

25

Lucy‘s Rausch

40

marry jane 

7

medijuana cbdU2, 17 Nachtschatten verlag

35

Near Dark

23

plagron

33, U4

PUNA31 saxoprintU3 sweet seeds

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topf & kopf

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Verdampftnochmal14 woma39 xtract15 Der Herausgeber von Medijuana weist alle LeserInnen darauf hin, dass der Handel mit lebensfähigen Hanfsamen sowie Verkauf, Besitz und Lieferung derselben in mehreren Mitgliedsstaaten der Europäischen Union als illegal gelten! Sämtliche Inhalte sind zu Informations- bzw. Unterhaltungszwecken gedacht. Wir möchten keineswegs dazu beitragen, dass jemand in seiner Heimat bestehenden Gesetzen zuwiderhandelt. Es ist nicht Anliegen des Herausgebers von Medijuana, irgendjemanden zur illegalen Nutzung der in der Broschüre erwähnten Produkte anzuregen. Der Herausgeber trägt keine Verantwortung für Aussagen, die auf verkauften Anzeigenflächen erscheinen. Sämtliche Meinungen im Redaktionsteil stammen von den Autoren und decken sich nicht in jedem Falle mit dem Standpunkt des Herausgebers. Gelegentlich ist es nicht möglich, den/die InhaberIn des Urheberrechts zu identifizieren oder mit ihm/ihr Kontakt aufzunehmen, daher übernehmen wir im Falle des Nachweises von begründeten Urheberrechtsansprüchen auch im Nachhinein die Zahlung einer bestimmten Vergütung. Wir gehen bei sämtlichen Texten und Bildern bis zur Erklärung des Gegenteils davon aus, dass sie uns zur Veröffentlichung zugesandt wurden. Für die Vervielfältigung der Broschüre – auszugsweise oder als Ganzes – ist die schriftliche Erlaubnis des Herausgebers erforderlich, auch wenn die Vervielfältigung nicht zu kommerziellen Zwecken erfolgt. Alle Rechte vorbehalten!

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inhalt canna+globe Verbotene Genüsse4–5 Warum wir nicht ehrlich über Gras sprechen

medi+green CBD in der Versorgung von Hunden6 Anti-Cannabis-Propaganda6

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canna+globe Bekifft zwischen den Sternen8–10 Veränderte Bewusstseinszustände im Weltraum

medi+green Extrem potentes Haschischkristall

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8 30

Vollblut Humboldt Seed Organization: Gorilla Breath

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canna+globe Mary jane berlin 201914–15

medi+green Ende des verlorenen Drogenkriegs?16 UN-Agenturen einstimmig für Entkriminalisierung des Drogenkonsums Deutsche Politik bewegt sich nicht 16 Entkriminalisierungsmodell von Bundestagsmehrheit abgelehnt PatientInnen weisen den Weg 17

Vollblut Dinafem Seeds: Gorilla-CBD

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medi+green D-A-CH News Weiterer Beweis für krebshemmende Wirkung  Mit CBD in einem Bett Psychose 23.000 : 1

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medizin Fragwürdige Qualität bei CBD-Öl Auch wir können zur Verbesserung beitragen

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Vollblut GreenHouse Seeds: the doctor

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canna+globe Vaporizer und mehr CBD Schadensminimierung für GrasraucherInnen

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medizin Morbus Crohn – symptomfrei mit Cannabis „Seit zehn Jahren nehme ich keine Medizin“

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Vollblut Sweet Seeds: Sweet Gelato Auto®

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medizin Medizinisches Cannabis Entzündungshemmende Sorte mit hohem CBD-Gehalt und Indica-Dominanz

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inhalt

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Canna+Globe

Verbotene Genüsse

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Warum wir nicht ehrlich über Gras sprechen

ie üblichen Aufklärungsheftchen und Pressematerialien stellen die unangenehmen Wirkungen des Cannabis in den Vordergrund und erwecken so den Anschein, es bewirke ausschließlich Schreckliches. Insbesondere wegen zweier namhafter Forscher bekommen wir kein realistisches Bild davon vermittelt, welche Funktion Marihuana für den Menschen erfüllen kann, und ihnen ist es auch zu verdanken, dass den sogenannten problematischen KonsumentInnen keine erfolgreiche Therapie angeboten werden kann. „Cannabis vermindert Denkfähigkeit und Koordination, es ruft Angststörungen und unangenehme Gedanken hervor. Und als sei das nicht genug, führt es zur Abhängigkeit, die das Opfer schließlich zum Gebrauch härterer Drogen treibt.“ Sind diese unzutreffenden Behauptungen zum Thema Cannabis, wie man sie in Klassenzimmern zu hören bekommt, nicht hinreichend bekannt? Als Mittelschüler habe ich nie verstanden, warum die älteren Mitschüler Gras rauchen, wenn sie doch schon aus Erfahrung wissen, dass es eine negative Wirkung hat und dem Unglücklichen immer wieder die gleichen Schreckensbilder vorspiegelt. Dann plauderte ich mit ihnen und rauchte meinen ersten Joint. Ich muss nicht anmerken, dass ich nichts von den oft erwähnten negativen Wirkungen verspürte. Von dem Arsenal an angenehmen Er-

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lebnissen erwähnte die Fachliteratur höchstens das Gelächter. Ist es ein Wunder, dass sich danach mein Vertrauen in alle Aufklärungskampagnen vollkommen verlor? Und ist es ein Wunder, dass nach mehrmaligem Gebrauch die angenehmen Wirkungen überraschten? Von einem ähnlichen Zwiespalt berichteten Mark Monaghan, Dozent für Kriminologie und Gesellschaftspolitik an der Universität Loughborough, und Ian Hamilton, Dozent für mentale Gesundheit an der Universität York. Das Autorenpaar macht in einer

Publikation in der Zeitschrift Volteface darauf aufmerksam, dass, redeten wir auch über die angenehmen Erlebnisse beim Marihuanakonsum, die Nachrichten und Informationen zur Gesundheitsaufklärung über das Kiffen ausgewogener wären. Das würde die Glaubwürdigkeit verstärken, mehr Menschen erreichen und ProblemkonsumentInnen würden sich mit realistischen Erwartungen zu einer Therapie entschließen. Fixiert man sich nur auf die Schäden, versteht man die Konsummotivation nicht. Kurz gesagt: Die vollkommene Kenntnis der angenehmen Seiten


und der Vorzüge des Cannabisrauchens wäre auch im Interesse der allgemeinen Gesundheit und politisch anwendbar und würde einen Beitrag zur Entwicklung wirksamerer Behandlungsmethoden leisten. Was ist der Nutzen bezüglich eines kontrollierten Cannabiskonsums? – Das frage ich mich beim Lesen des Artikels, aber die Argumentation ist klar: Zuerst zeigen die Forscher auf, dass viele KonsumentInnen auf der Suche nach bewusstseinserweiternden Erlebnissen beim Kiffen hängenbleiben. Cannabis stimuliert zahlreiche Gefühle auf physischer und geistiger Ebene – manche sind von den intensiveren Farben, andere von den aufkommenden kreativen Gedanken begeistert. Diese angenehmen Erlebnisse bleiben bei vielen, die ihren Konsum kontrollieren können, erhalten, während sie bei anderen durch permanenten Konsum verbleichen und dadurch die Waagschale sich zum problematischen, zwanghaften Gebrauch neigt. Bestenfalls suchen sich die Problemfälle Hilfe, im schlechtesten Fall erleben sie ihren eigenen unkontrollierten Gebrauch als Gefängnis, was ständigen Stress und alarmierende psychische Symptome hervorrufen kann. In der Art ihres Konsums unterscheidet sich diese Gruppe scharf von jenen, die weniger kiffen oder vollkommen damit aufhören, sobald die Wirkung abflaut. Nach der Untersuchung von Monaghan und Hamilton liegt der Anteil problematischer KonsumentInnen bei 9 Prozent; sie konsumieren 73 Prozent des insgesamt verbrauchten Cannabis!

Es gibt keine maßgeschneiderte Therapie Es ist charakteristisch für problematische KonsumtentInnen, dass sie arm an sozialen Kontakten sind, was ein auslösender Faktor des übertriebenen Gebrauchs ist, nicht seine Auswirkung. Die meisten der angebotenen Behandlungen sind problemorientiert, das bedeutet, dass sie sich auf Konsumprobleme, Menge und Häufigkeit des Konsums konzentrieren. Nach Ansicht der Autoren müsse man der Isolierung und der Ausgegrenztheit der Betroffenen größere Aufmerksamkeit widmen. Denn diese zwei Faktoren fühtren zum Festhalten am Kiffen. Die gegenwärtigen Therapien unterliegen nach Ansicht der Autoren dem Irrtum, dass sie den angemessenen Umgang mit dem Verlangen und mit prekären Situationen lehren, aber den Genuss außer Betracht lassen, den der Konsum den Menschen früher bereitet hat. Wenn der Therapeut sich auch über diese Seite im Klaren sei, könne er ein besseres Verhältnis zu seinen PatientInnen entwickeln, verstehe die Motivation besser und könne Ratschläge zur Lebensführung anbieten, die über das reine Neinsagen hinausgehen. Wenn das Ziel lediglich die Abstinenz sei, dann könne die

Behandlung auch dann als erfolgreich bezeichnet werden, wenn die persönlichen Probleme des Patienten nicht gelöst werden und er nicht befähigt wird, die Genüsse in sein Leben einzufügen. Deshalb sei es wichtig, die Quellen der Freude zu verstehen, die Cannabis biete, damit es auf eine andere Art wieder in den Alltag zurückkehren könne. Beim Alkohol werden die positiven und negativen Wirkungen viel klarer herausgestellt. In der Werbung werden natürlich die Genüsse hervorgehoben und mit der Erwähnung der Missbrauchsschäden kontrastiert. Nach Meinung von Monaghan und Hamilton müsse man sich auf ähnliche Weise mit dem Cannabiskonsum auseinandersetzen – ohne die Furcht, diese Botschaft könne als Aufforderung verstanden werden. Es sei eine falsche Botschaft, den Genuss zu verleugnen, den die KonsumentInnen erfahren. Wenn wir das vollständige Bild sehen, dann können wir auch in Problemfällen effektivere Hilfe anbieten. Ein Jugendlicher, der allumfassende Informationen erhalten hat, wird dann bei einem angenehmen Kifferlebnis nicht das Gefühl haben, dass man ihn unter dem Hinweis auf die Gefahren darum betrügen wollte, vielmehr wird er einsehen, dass bei maßvollem Konsum angenehme Erlebnisse dominieren. Mehr muss man nicht wissen, um Cannabis, Alkohol und andere Genussmittel richtig zu benutzen.

text: Jack Pot

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Medi+green

Lynne Tingle

CBD in der Versorgung von Hunden

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ichael Fasmans Hund Hudson versucht auch im hohen Alter von zwölf Jahren ein normales Leben zu führen. Leider haben ihm Arthritis und die amputierten Zehen in letzter Zeit viele Schwierigkeiten und Schmerzen bereitet. In Kalifornien, wo Herr und Hund leben, verfü-

gen Tierärzte nicht über die Erlaubnis, Tieren Cannabis zu verschreiben. Als Hudsons Tierarzt nur noch schmerzstillende Mittel empfehlen konnte, lehnte Fasman ab, da sie den Hund außer Gefecht setzten. Er begann nach Alternativen zu suchen und entdeckte Cannabidiol, ein Cannabisextrakt, das nur CBD

Anti-Cannabis-Propaganda

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as neu erschienene Buch von Dr. Kurosch Yazdi „Die CannabisLüge“ liefert eine Vielzahl an Falschmeldungen, gezielten Desinformationen und persönlichen Angriffen um das Thema Hanf. Wie man schon im Vorfeld annehmen kann, ist der Titel des Buches Programm. Herr Dr. Yazdi, seines Zeichens Primararzt an der Klinik für Psychiatrie mit Schwerpunkt Suchtmedizin des Kepler Universitätsklinikums Linz, will mit seinem Pamphlet „mit dem romantischen Scheinwissen aufräumen und das Millionengeschäft hinter Marihuana und Co. aufdecken“. Das 256 Seiten starke Buch setzt auf den Stil der Rechtspopulisten, indem es die Legalisierung als niederes Ziel von dunklen Mächten zeichnet und Ergebnisse aus langjähriger, weltweiter Forschung kurzerhand durch alternative Fakten ersetzt. Thesen wie die der Einstiegsdroge oder der massiv höheren Wirkstoffgehalte im Cannabis finden sich in seinem Buch ebenso wie die, dass Cannabis Psychosen auslöse und Schizophrenie verursache – allesamt Behauptungen, die in den letzten Jahrzehnten durch renommierte Wissen-

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schaftlerInnen widerlegt werden konnten. PatientInnen, die Cannabis therapeutisch nutzen, macht er das ganze Buch hindurch

enthält und frei von psychoaktiven Wirkungen ist. Fasman gab Hudson am nächsten Tag ein paar Tropfen in sein Futter. Diese Behandlung machte ihn zu einem glücklichen Hund. „Er hat sich nicht verändert, aber sein gutes altes Ich ist zurückgekehrt.“ Auch Lynne Tingle gibt älteren Hunden in einem Tierasyl Cannabis. Über die Ergebnisse sagt sie: „Man sieht den Unterschied in ihrer Stimmung. Sie haben keine Schmerzen, deswegen sind sie glücklich und können sich besser bewegen. Sie bekommen eine neue Chance im Leben.“ Die Anwendung von CBD zeigt eine Parallele bei Menschen und Haustieren: In beiden Fällen ist sie gesetzeswidrig. Auf der Bundesebene der USA betrachtet das Gesetz Cannabis noch immer als illegalen Stoff, weswegen nur wenige Forschungen durchgeführt wurden, um Vorzüge und eventuelle Nebenwirkungen zu erkennen. Wegen der fehlenden Forschungen und der unbekannten Wirkungen befürworten Tierärzte den Gebrauch von Cannabis zur Behandlung von Krankheiten bei Haustieren nicht. Ken Pawlowski ist der Vorsitzende der kalifornischen Tierarztvereinigung. Er kennt die zunehmende Tendenz von TierhalterInnen, bei der Behandlung Cannabis einzusetzen. „Wir bekommen immer mehr Anfragen von Tierhaltern, aber wir haben keine Antwort.“

schlecht, indem er unterstellt, dass ihr Therapeutikum nicht gut wirke: „Anzumerken ist noch, dass es ein Mythos ist, dass nur Cannabisrauchen ein geeignetes medizinisches Mittel bei gewissen Erkrankungen ist. […] Es gibt mittlerweile für alle Krankheiten, bei deren Behandlung Marihuana eine positive Rolle spielt, synthetische Mittel, die besser und treffsicherer wirken als ein Joint.“ Aber der Primararzt und „Suchtexperte“ macht auch nicht Halt vor der Diskreditierung seiner Kollegenschaft, beispielsweise greift er den Wiener Allgemeinmediziner Dr. Kurt Blaas, der sich auf Cannabionidmedizin spezialisiert hat, an: „Wenn sich selbsternannte Cannabisexperten wie etwa […] Dr. Blaas […] dazu berufen fühlen, Cannabis als ungefährlich und gesund zu titulieren, dann zeugt das nur von beängstigender Ahnungslosigkeit und/oder von gezielter Stimmungsmache, ich gehe von Letzterem aus, denn Leute wie Dr. Blaas meinen, sie können Cannabis gesellschaftsfähig machen.“ Durch geschickte Promotion und Pressearbeit erreichten der Verlag und Herr Dr. Yazdi zudem, dass ihnen in einer Vielzahl deutschsprachiger Tages- und Lokalzeitungen Platz für längst widerlegte Behauptungen und gezielte Anti-CannabisPropaganda eingeräumt wurde.


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Canna+Globe

Bekifft zwischen den Sternen Veränderte Bewusstseinszustände im Weltraum

Viele von euch wissen aus Erfahrung, dass ein guter Space Cake uns leicht ins Universum befördern kann – was der Name ja auch andeutet. Aber was passiert, wenn wir im Universum, beispielsweise auf einer Marsexpedition, wirklich ein wenig von unserem Lieblings-Indica rauchen? Eine namhafte Forschergruppe arbeitet daran, so schnell wie möglich die Antwort auf diese Frage zu finden. 8

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cience-Fiction-Fans sind vielleicht schon mit dem Problem der ersten Eroberer ferner Galaxien konfrontiert worden: Was sollen sie in der reizarmen Umgebung anfangen, wie umgehen mit der Langeweile, die sie belastet? Vergnügungsmöglichkeiten und Kulturveranstaltungen fallen flach, und bei der schwachen Gravitation und dem Sauerstoffmangel lässt sich

die Zeit auch nicht mit Sport totschlagen. Eine Eckkneipe, in der man sich die Zeit vertreiben könnte, gibt es auch nicht. Ständige Dunkelheit und Einsamkeit umgeben den Menschen, solange er keine neue Zivilisation aufbaut. Philip K. Dicks Antwort auf die Tristesse im All hat er in seinem Buch „Die drei Stigmata des Palmer Eldritch“ dargelegt: Sie be-


steht im Konsum der Droge Can-D, die von den ersten MarsbewohnerInnen konsumiert wird. Die Wirkung ist bizarr: Die KonsumentInnen stecken stundenlang in den Körpern zweier Akteure einer simulierten idyllischen Welt. Dabei vergessen sie ihre Einsamkeit. Später taucht noch ein anderes Mittel auf, nach dessen Konsum nicht mehr klar ist, was Wirklichkeit und was Halluzination ist. Doch bleiben wir beim Vertreiben der Langeweile und wenden uns der Therapie medizinischer Symptome zu – dann gelangen wir von CanD zum guten alten Marihuana.

Joint im Raumschiff Ob man es glaubt oder nicht, die Wissenschaft hat begonnen, sich mit dem Konsum von Cannabis im All zu beschäftigen, noch bevor Interplanetarreisen für den gewöhnlichen Sterblichen erschwinglich geworden sind. Warum, erklärt der Forschungsleiter der Stanford University, Dr. Iván Soltész: „Jetzt lachen wir noch darüber, aber auf dem langen Weg zum Mars ist der Konsum von Cannabis zum Freizeitvergnügen oder aus medizinischen Gründen eine strittige Frage, daher bin ich der Meinung, dass die Angelegenheit hohe Wichtigkeit hat.“ Soltész’ Gedankengang leuchtet ein, wenn wir bedenken, dass sich schon auf einem zweistündigen Flug die Stewardessen bemühen, uns mit Alkohol vollzupumpen. Warum sollte sich auf einer Reise von mehreren Monaten oder Jahren nicht die Frage nach dem Cannabiskonsum stellen, besonders wenn MarihuanatherapiepatientInnen an Bord sind? Es ist natürlich eine spezielle Frage, welchen Gesetzen die Reisenden im Weltraum unterliegen. Erwachsene Reisende, in deren Heimat die Legalisierung eingeführt worden ist – und das werden, bis das Reisen im Weltraum ein Massenphänomen geworden ist, die meisten Länder der Welt sein –, werden wohl kaum in der Thermosphäre Cannabis oder mit dessen Wirkstoffen hergestellte Präparate konsumieren können. Die rechtlichen Konsequenzen sind natürlich weniger spannend als die technische Seite. Die Hauptfrage ist, ob sich die psychoaktiven

Dr. Iván Soltész

Wirkungen verändern, wenn man die Erde verlassen hat. Zur Beantwortung dieser Frage müssen wir ein bisschen weiter ausholen und zuerst klären, wie das Gehirn auf eine Weltraumreise reagiert.

Verdummende Strahlung In den letzten Jahren brachten wissenschaftliche Forschungen zutage, dass die Strahlung im Weltraum die Reizempfindlichkeit des Gehirns beeinflusst und zahlreiche medizinische Risiken in sich birgt. Im Strahlungsfeld befinden sich Hochenergieprotonen und vollkommen ionisierte Atomkerne, die von der kosmischen Strahlung der Sonne stammen. (Na gut, lassen wir die technischen Details lieber, von denen wir ohnehin nichts verstehen.) Forschungen an Nagetieren bestätigten, dass diese Strahlungen auf die Dauer die corticalen und hippokampalen Regionen des Hirns schädigen, die für Lernen und Gedächt-

nis zuständig sind. Oder einfacher gesagt: Wen das Leben in den Weltraum verschlägt, dessen kognitive Fähigkeiten – Lernfähigkeit und Gedächtnis – können dauerhaften Schaden nehmen. Das ist eine alarmierende Nachricht für die NASA, denn die RaumfahrerInnen müssen oft komplizierte Operationen vollführen, die kognitive Fähigkeiten auf einem hohen Niveau erfordern. Natürlich ist die Tatsache allein schon problematisch, dass ein Raumfahrer oder Raumtourist im Verlaufe einer Expedition irgendwelche bleibenden Schäden erleiden könnte. Dieses Problem führte zu einer genaueren Dokumentation der Strahlenwirkung.

Veränderte Bewusstseinszustände Um die Bedenken hinsichtlich der Raumfahrt zu zerstreuen, haben die ForscherInnen umfassende Untersuchungen angestellt, um


Canna+Globe

diesem Phänomen auf die Spur zu kommen. Wir können stolz sein, dass – wie so oft im wissenschaftlichen Kontext von Cannabis – auch in diesem Fall unsere Landsleute Pionierarbeit leisten. Ende 2016 wurde eine Untersuchung publiziert, bei der unter der Leitung von Iván Soltész ungarische, amerikanische und chinesische ForscherInnen beobachteten, dass die im Weltraum erfahrene Strahlung die innere Kommunikationsstruk-

tur des Gehirns beeinflusst, und damit das Endocannabinoidsystem, auf das auch die Wirkstoffe des Cannabis ihre Wirkung entfalten. Bei Mäusen wurde festgestellt, dass die Strahlung sich auf die CB-1-Rezeptoren auswirkt, die unter anderem beim Schutz der Hirnzellen gegen Entzündungen eine Rolle spielen, aber auch die Prophylaxe des Gedächtnisverlustes und die effektive Anwendung der Lernfähigkeit unterstützen. Es er-

gaben sich neue Hinweise zur Beeinflussung der kognitiven Fähigkeiten und des Endocannabinoidsystems. Nun stellt sich die Frage, ob dies auch auf den Menschen übertragbar ist und ob Cannabis diese Situation beeinflussen kann. Die ForscherInnen erwarten sich von der Analyse die Entdeckung von Methoden, welche die von der kosmischen Strahlung verursachten Veränderungen ausgleichen und damit den Verfall des Gedächtnisses und der Lernfähigkeit verhindern können. Das Projekt weist weit über den Cannabisgebrauch hinaus, denn das Endocannabinoidsystem spielt eine lebenswichtige Rolle bei zahlreichen physiologischen Prozessen sowie bei der Gesunderhaltung. Man sieht also, dass die ForscherInnen, die die Möglichkeit des Kiffens im Weltraum erforschen, mit der Zeit erfolgreiche Methoden zur Bewahrung der kognitiven Fähigkeiten und verschiedener anderer physiologischer Funktionen entwickeln werden, was nicht nur KonsumentInnen von therapeutischem Cannabis oder FreizeitkifferInnen zugutekommen wird, sondern einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Gesunderhaltung der Weltraumreisenden darstellen würde. Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen sind wir nicht der Meinung, dass Hanf den Planeten retten wird, dass er aber eine wichtige Rolle bei der Gesunderhaltung der Weltraumreisenden spielt – und natürlich auch bei der Steigerung der Stimmung.

text: Bob Arctor

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Medi+green

Extrem potentes Haschischkristall

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n den letzten zehn Jahren haben sich zunehmend hammerharte Cannabisextrakte verbreitet. Bisher dachte man, dass bei einem Verhältnis von 40 zu 60 Prozent der Gipfel erreicht sei, und muss nun feststellen, dass es gelungen ist, Kristalle mit einem THC-AGehalt von 99 Prozent herzustellen – genannt „das stärkste Haschisch der Welt“. Die leicht staubbedeckten Blöcke, die wie weiße Steine aussehen, sind Extrakte aus Südkalifornien und übertreffen die bisher 80-prozentigen Spitzenprodukte auf dem Markt. Das THCA-Kristall ist nicht psychoaktiv, und wenn jemand es schluckt, wartet er vergeblich auf die Bewusstseinsveränderung. Wie bei der Cannabisblüte entwickelt sich auch hier das THC durch Hitze, daher lässt sich der Stoff rauchen oder schlucken. Wie beim Dab unterscheidet sich die Wirkung wesentlich vom Rauchen der Blüte. Nach Angaben der Hersteller ist das High im Kopf reiner und versetzt einen Energiestoß wie eine Tasse Kaffee – diese Angabe kann man jedoch nicht ohne berechtigte Zweifel schlucken. WissenschaftlerInnen zeigten auf, dass gerade die Wechselwirkungen zwischen den Komponenten über den Charakter des entstandenen Erlebnisses entscheiden. Über einzelne Terpene – beispielsweise das

Mycren – wissen wir, dass sie teilweise für negative Wirkungen verantwortlich sind, während andere Terpene Angststörungen verringern oder schmerzstillend wirken. Wenn man sich jedoch auf die reine psychoaktive Wirkung konzentriert, kann man die Haschischkristalle überhaupt nicht schwach nennen. Dem Aussehen nach erinnern sie an Crack und Metamphetamine. Die Wirkung des Extrakts,

das ein schnelles und starkes High hervorruft, wurde von Anfang an stark kritisiert, weil es die Cannabiskultur in Richtung der schweren Drogen führe. Andere argumentieren, dass diese Form für die Medizin praktisch sein könne, da die fast 100-prozentige Konzentration eine sehr genaue Dosierung zulasse, je nach Krankheit und Körpergewicht der/des PatientIn. Betrachtet man die harten Drogen von ihrer positiven Seite, kann der medizinische Einsatz der Haschischkristalle mit einer Heroinverschreibung gleichgesetzt werden, wenigstens was ihre Präzision betrifft. TeilnehmerInnen solcher Programme bekommen reines Heroin ohne jede Verunreinigung in einer individuellen, genauen Dosierung, daher ist hinsichtlich der Wirkung jede Überraschung ausgeschlossen. Bei Haschischkristallen ist ebenfalls die entsprechende Einstellung der Dosis und ihre genaue Reproduzierbarkeit das, was für die/den PatientIn die Linderung unangenehmer Symptome bringt. Durch die Form der Einnahme tritt die Wirkung sehr schnell ein und bringt jenen sofortige Linderung, die in ihrer Therapie auf THC angewiesen sind. Gleichzeitig kann die völlige Abwesenheit von CBD zu Überraschungen führen – beispielsweise zu unangenehmen psychischen Erlebnissen – weshalb eine Anwendung zusammen mit CBD zu erwägen ist, was solche Probleme ausschließen würde.

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VollBlut

Gorilla Breath GG4 x OGKB

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orilla Breath von der Humboldt Seed Organization ist eine feminisierte Cannabis-Sorte mit Indica-Dominanz, die bei Grow-ExpertInnen richtig hoch im Kurs steht. Mit dem Kauf der Gorilla-Breath-Samen holt ihr euch eine der Top-10-CannabisHybriden der USA.

Gene vom Feinsten

Kluge Kombination zweier Cannabis-Größen Die Eltern von Gorilla Breath, die berühmten GG4 und OGKB, haben ihrem Sprössling Qualitäten vererbt, die einfach jeden glücklich machen. Die Hybride entwickelt sich zu einer beeindruckenden Marihu12

anapflanze, der ihre Qualität an jeder Blattspitze abzulesen ist und deren Buds herrlich nach erdigen OG-Noten duften. Für den Indoor-Grow empfehlen wir euch mittellange Wachstumsphasen, draußen wiederum wird die Pflanze es euch danken, wenn ihr die Spitzen schneidet und LST(Low Stress Training)-Methoden anwendet, mit denen ihr das Wachstum der Zweige steuern könnt, damit die Pflanze sich wunschgemäß entwickelt. Ihre Harzproduktion fällt überdurchschnittlich aus – ein echter Pluspunkt!

Maximale Potenz

Eins der stärksten Highs, das wir euch bieten können Gorilla Breath hat ein erdiges, süßes und vanilliges Aroma; der Geschmack hingegen ist eine intensive Mischung aus Kiefernholz und Schokolade. Zudem ist er einer der potentesten Strains in unserem Katalog: Sein riesiger THC-Gehalt (27 %) sorgt für eine megastarke, lang anhaltende und klare zerebrale Wirkung. (x)


Canna+Globe

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Medi+green ellen Verurteilungen und Strafen zu finden, mit denen sich der Drogenkonsum seit nachweislich 57 Jahren nicht verringern ließ.

Cannabis-Reklassifizierung

schreibung eines Papiers aus dem Jahr 2016, in dem die UN ihre Mitglieder aufgefordert hatte, ihre Drogengesetze auf die Vereinbarkeit mit den Menschenrechten zu überprüfen. In dem neuen Statement werden die Staaten aufgefordert, Alternativen zu den aktu-

Beachtenswert ist insbesondere, dass damit erstmals alle UN-Agenturen an einem Strang ziehen, nachdem die Drogenpolitik auf globaler Ebene bisher höchst widersprüchlich verlief. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte schon vor einem Jahr das Cannabinoid CBD als unbedenklich eingestuft, was aber in vielen Ländern Europas einfach ignoriert wurde. Für das Jahr 2020 wird nun eine allgemeine Reklassifizierung von Cannabis erwartet. In ihrer Direktive fordern die UN neben der Entkriminalisierung primär einen realistischen Ansatz, in dem Drogenkonsum nicht mehr diskriminiert wird. Zudem soll die Drogenpolitik den jeweiligen Gesundheitsbehörden unterliegen, um den Justizsektor zu entlasten. In vielen Mitgliedsstaaten sind die Gefängnisse zur Hälfte mit Menschen gefüllt, die gegen die überholten Drogengesetze verstoßen haben. Auch die UN stellen nun fest, dass aus dem Krieg gegen Drogen ein Krieg gegen DrogenkonsumentInnen geworden ist, ohne zu berücksichtigen, dass sich viele Menschen mit verbotenen Heilpflanzen lediglich selbst therapieren.

legten ihr Cannabiskontrollgesetz, das Cannabis vollständig legalisieren und regulieren würde, erneut vor. Die FDP hatte beantragt, den rechtlichen Rahmen für kommunale Modellprojekte klar zu definieren, wie sie z. B. Bremen, Münster, Düsseldorf und Berlin durchführen möchte. Die Linken beantragten eine weitergehende Entkriminalisierung von CannabiskonsumentInnen.

Das ist vor allem mit Blick auf die SPD enttäuschend, zumal die SPD-Abgeordneten im Gesundheitsausschuss beiden Themen eigentlich sehr aufgeschlossen gegenüberstehen und sicher am liebsten zugestimmt hätten. Dieser Vorgang dürfte ein weiterer Sargnagel für die SPD sein, denn unter ihren WählerInnen sind auch viele HanffreundInnen.

Ende des verlorenen Drogenkriegs? UN-Agenturen einstimmig für Entkriminalisierung des Drogenkonsums

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nbeachtet von allen Medien haben sich erstmals alle 31 Agenturen der Vereinten Nationen (UN) für die Entkriminalisierung des Drogengebrauchs und damit auch des Besitzes von Kleinmengen ausgesprochen. Diese für alle Mitgliedsländer verbindliche Resolution ist die Fort-

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ährend in den deutschen Bundesländern zunehmend Überlegungen über eine Entkriminalisierung der CannabiskonsumentInnen Thema der tagespolitischen Diskussionen werden, legt sich der deutsche Staat weiterhin quer. Bei einer Anhörung im Deutschen Bundestag waren Fachleute aus allen relevanten Bereichen geladen, wobei ablehnende Stimmen vor allem aus dem medizinischen und dem Pharmasektor kamen. Diese sprachen sich gegen einen leichteren und breiteren Zugang zur Cannabismedizin aus und versteckten sich dabei hinter technischen Argumenten. Somit wurden die Argumente der wenigen BefürworterInnen, wie etwa dem Deutschen Hanfverband, überstimmt. Folglich hat der Gesundheitsausschuss den Antrag der FDP zur rechtlichen Klarstellung kommunaler Modellprojekte und den Antrag der Linken zur Entkriminalisierung der KonsumentInnen abgelehnt. Die SPD zeigt sich damit weiter reformunfähig. Die FDP überraschte und enttäuschte zugleich, indem sie zusammen mit der Großen Koalition den Antrag der Linken ablehnte, nachdem sie sich bis dahin für eine Liberalisierung ausgesprochen hatte. Seit letztem Jahr sind drei Oppositionsanträge die Eckpfeiler der cannabispolitischen Debatte dieser Legislaturperiode. Die Grünen

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Deutsche Politik bewegt sich nicht Entkriminalisierungsmodell von Bundestagsmehrheit abgelehnt


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rotz Legalisierung und erlaubtem medizinischem Gebrauch ist es noch immer schwierig, eine Forschungsgenehmigung für Cannabis zu erlangen. Demzufolge zeigte die Expo im Rahmen der unbescheiden „1. Weltkonferenz für medizinisches Cannabis“ genannten Veranstaltung in Pittsburgh, dass die Praxis den wissenschaftlichen Ergebnissen vorangeht. Obwohl in 28 Staaten der USA medizinisches Marihuana und Präparate, die Cannabinoide enthalten, verschrieben werden können, gehört Cannabis auf Bundesebene in die erste Kategorie der verbotenen Drogen, eingestuft in die Gruppe von Mitteln, die über keinerlei Heilwirkung verfügen. Während die Pflanze als Heilmittel gegen ein Dutzend Krankheiten verwendet wird, betreiben nur ForscherInnen mit Durchhaltevermögen Untersuchungen über ihre medizinische Anwendbarkeit. Im Gegensatz zur Cultiva in Wien und dem Cannafest in Prag, die für wissenschaftliche Vorträge bekannt sind, hatten in Pittsburgh die ZüchterInnen, verschiedene Vereine und Organisationen sowie die PatientInnen das Übergewicht neben Firmen mit innovativen Produkten. Was der Konferenz auf der fachlichen Seite fehlte, machten PatientInnen, die das Wort ergriffen, mit ihren eigenen Erfahrungen wett. Zu Wort kamen zum Beispiel Footballspieler, die Cannabis zur Schmerzlinderung infolge zu harten Trainings

PatientInnen weisen den Weg oder von Sportverletzungen anwenden. Oder Eltern, die ihren schwerkranken Kindern helfen, indem sie die Nebenwirkungen von Medikamenten mit Cannabispräparaten lindern. Menschen, die an chronischen Schmerzen leiden, bei denen die traditionelle Therapie versagt, Cannabis aber funktioniert. Andere Vortragende hoben hervor, auf welche Schwierigkeiten die Kranken stießen, bis sie endlich für sich eine Cannabistherapie erkämpft hätten bzw. – von der anderen Seite gesehen – von welchen Therapien sie durch Anwendung von medizinischem Cannabis Abstand nähmen. Es gab aber auch positive Beispiele. Einem 10-jährigen Jungen wurde

der Gebrauch von ursprungs- und qualitätsgeprüftem Cannabisöl in der Schule erlaubt. Der Junge leidet unter einem aggressiven Granulom, das bereits seine Gesichtsknochen angreift. Auf unserer Seite des Ozeans ist es vielleicht weniger zu spüren, aber die zwiespältige Beurteilung des Cannabis und seiner Regulierung stellt die Ärzteschaft vor ein ernsthaftes Dilemma. Es stehen im Allgemeinen keine wissenschaftlichen Belege zur Verfügung, wie sie eine Pharmafirma nach zehnjährigen Untersuchungen vorlegen kann. Andererseits gibt es juristische Bedenken, denn die ÄrztInnen haben keine Sicherheit, dass das Bundessystem sie nicht zur Verantwortung ziehen wird, wenn sie ihren PatientInnen eine Droge der Kategorie 1 verschreiben. Trotz alledem ist mit seinem medizinischen Gebrauch das Cannabis selbst wie ein Geist aus der Flasche entwichen. Jahrzehntelang prägende Fehlinformationen greifen nicht mehr und die wissenschaftlichen Ergebnisse nehmen immer mehr Raum ein. PatientInnen haben die Möglichkeit, die positiven Wirkungen zu erfahren, MedizinerInnen können es mit eigenen Augen sehen, dass es in aussichtslosen Fällen Besserung gibt und dass die Nebenwirkungen abklingen. Alle würden davon profitieren, wenn die ForscherInnen ungehindert die medizinischen Wirkungen des Cannabis untersuchen könnten und die Wissenschaft an die Praxis anschließen könnte.


VollBlut

Gorilla-CBD

Eine Indica-Sorte, welche die Kraft der Gorilla bändigt und dabei ihren Geschmack bewahrt Ertrag Gorilla-CBD produziert sehr viel Harz. Es hat die Vielzahl an Trichomdrüsen seines Vorgängers geerbt, daher sind seine Blüten unglaublich klebrig.

Geschmack und Aromen Geschmack und Aroma von Gorilla-CBD sind wie nicht von dieser Welt. Der gasartige Duft von Gorilla wird durch den klassischen Geschmack von Dinamed-CBD-Kush verstärkt, sodass jeder Zug dieser erstaunlichen Sorte zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

Wirkung

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orilla-CBD ist eine feminisierte Cannabissorte mit der Morphologie, der unschlagbaren Harzausbeute und dem köstlichen Kush-Geschmack von Gorilla, bei der das Verhältnis von THC zu CBD auf 1:2 reduziert ist und damit auch die berauschende Wirkung abgemildert wird.

Morphologie Gorilla-CBD ist eine hybrid aussehende Pflanze mit klarer Indica-Dominanz. Ihre Internodien sind nicht besonders lang und ihre Blätter nicht so dick und breit, wie zu erwarten wäre. 18

Hier zeigt diese Sorte ihre wirkliche Stärke: Ihre CBD-Werte verringern die immense Kraft von Gorilla, über 25 % THC führen zu einem umwerfenden High. Das Verhältnis von THC zu CBD macht sie jedoch unglaublich ausgeglichen.

Anbau Beim Anbau von Gorilla-CBD ist es wichtig, vorsichtig und kontinuierlich vorzugehen. Man sieht der Pflanze nicht an, wann sie Wasser oder Nährstoffe braucht. Deshalb muss man sie unbedingt täglich sparsam gießen und düngen.  (x)


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Medi+green

D-A-CH News soll sich dementsprechend qualifiziert um die Bedürfnisse von CannabispatientInnen kümmern. Hierzu gehören unter anderem kurze Reaktionszeiten bei Anfragen, eine umfangreiche Beratung sowie Informationen zu den Lieferungen.

Österreich Exekutive verstärkt Verkehrskontrollen mit Drogenschwerpunkt

Deutschland Verband der CannabisApotheken gegründet In Deutschland hat sich der Verband der Cannabis versorgenden Apotheken (VCA) gegründet. Ziel des VCA ist es, die Versorgung mit medizinischem Hanf patientenfreundlicher und effizienter zu gestalten. Der neu gegründete Verband will sich für die Vereinfachung bei der Identitätsprüfung von medizinischem Hanf einsetzen. „Die Prozesse rund um die Cannabisversorgung müssen vereinfacht werden. So ist beispielsweise die Eingangsprüfung von Cannabisblüten oder -extrakten in der Apotheke sehr arbeitsintensiv und kostet uns wertvolle Beratungszeit. Deshalb beschäftigen wir uns mit der Frage, wie die Cannabis-Analytik auf sinnvolle und dennoch sichere Weise vereinfacht werden könnte“, erklärte Tobias Loder vom VCA. Der VCA will unter anderem das Qualitätssiegel „Cannabis-kompetente Apotheke“ einführen. Eine Apotheke, die dieses Siegel trägt,

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Nach einem ersten massiven Großaufgebot der österreichischen Polizei bei der CultivaHanfmesse im letzten Herbst wurden auch bei der ersten Wiener HANFEXPO im vergangenen Mai Besucher, die mit dem Auto angereist waren, verstärkt auf Drogenkonsum kontrolliert. Auch bundesweit wird von einer Zunahme der Drogenkontrollen berichtet, wodurch einmal mehr die Wichtigkeit der Einführung von Grenzmengen zum Diskussionsgegenstand werden muss. Diese Kontrollen zielen vor allem auf den Entzug der Fahrerlaubnis ab, da Cannabis noch viele Tage nach dem Konsum nachgewiesen

werden kann. In Österreich gibt es keinen Grenzwert für Cannabis im Blut, wodurch die Behörden bei Nachweisbarkeit automatisch von Fahruntüchtigkeit ausgehen und vorläufig den Führerschein einziehen.

Schweiz Im Vorjahr wurden 6 Tonnen CBD-Blüten konsumiert Die Schweizer sind in Sachen CBD-Hanf auf den Geschmack gekommen. Nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit wurden insgesamt 6.200 Kilogramm CBD-Blüten und somit eine neue Rekordmenge konsumiert. Dem Fiskus flossen dadurch rund 15 Millionen Schweizer Franken aus dem Verkauf der in der Schweiz als Tabakwarenersatz deklarierten Rauchware zu. Vor drei Jahren lagen die Steuereinnahmen noch bei 400.000 Franken. Danach entstand ein regelrechter Hype um CBD. Fünf Hersteller waren am 1. Januar 2017 in Bern angemeldet, aktuell sind es 672. Die landwirtschaftliche Anbaufläche von Hanf hat sich seit 2015 versechsfacht.


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Weiterer Beweis für krebshemmende Wirkung

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aut einer Studie chinesischer ForscherInnen könnten die Bestandteile des Cannabis eine wirksame Waffe gegen eine der gefährlichsten Erscheinungsformen des Leberkrebses sein. Das sogenannte Hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist eine weitverbreitete Form des Leberkrebses, die besonders bei Männern über 50 Jahren auftritt. Sie macht 75 Prozent aller Leberkrebsfälle aus und bildet keine Metastasen außerhalb der Leber. Auslöser können Schädigungen der Leber sein – unter anderem die Leberzirrhose, verursacht durch unmäßigen Alkoholkonsum –, Immunkrankheiten der Leber beziehungsweise die Viren Hepatitis B und C. Zurzeit gibt es kaum Therapie-methoden für diese Krankheit, einer aktuellen Publikation zufolge könnte jedoch in Zukunft eine Cannabinoidtherapie eine wirksame Behandlungsmethode darstellen. In ihren Experimenten brachten die chinesischen ForscherInnen das synthetische Cannabinoid WIN55,212-2 an die geschädigten Zellen und fanden heraus, dass es das Wachstum des HCC blockiert und die Leber widerstandsfähiger macht. Nach Meinung der ForscherInnen bieten die CannabinoidRezeptor-Agonisten wie das Cannabinoid

WIN55,212-2 bzw. die Wirkstoffe des Cannabis in Zukunft neue Therapien für die Behandlung von Leberkrebs. Wie bei vielen Krebserkrankungen ist auch beim Leberkrebs die Anwendung von Cannabis in der Vergangenheit schon in Erwägung gezogen worden. Ein Fall steht in Verbindung mit dem Namen Michael Cutler. Bei ihm kehrte drei Jahre nach einer Lebertransplantation die Krankheit so vehement wieder, dass die Ärzte keine Therapie mehr anwenden konnten und ihm Morphium ver-

schrieben, um ihm die letzte Phase seines Lebens zu erleichtern. In seiner Verbitterung fand er bei der Suche im Internet ein Cannabisöl, das seinem Bericht zufolge schon nach wenigen Tagen die bisher unerträglichen Schmerzen beseitigte. Nach wenigen Monaten der Anwendung bildeten sich die Krebszellen sogar zurück. Obwohl man persönliche Berichte immer mit Vorsicht genießen muss, ist es gut möglich, dass die Medizin bald eine Erklärung für diese wundersame Heilung anbieten kann.


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BD wirkt auf den Organismus unter anderem beklemmungslösend, antipsychotisch, antidepressiv, krampflösend und neuroprotektiv. Kurz gesagt, ist das CBD für die zahlreichen dokumentierten und angenommenen positiven Eigenschaften des Cannabis verantwortlich. Wie aber wirkt es sich auf den Schlaf aus? Fördert oder verhindert es einen guten Schlaf? Die Antwort erfordert einige Vorbemerkungen. Bei Tierversuchen mit verschieden hohen CBD-Dosen, die oft direkt in bestimmte Regionen des Gehirns gegeben wurden, fand man heraus, dass abhängig von der Dosis gegensätzliche Wirkungen auf den Schlaf ausgeübt wurden. Das ist deswegen interessant, weil diese paradoxen Wirkungen des CBD Antworten auf einige Fragen zu den beiden Hauptcannabissorten Indica und Sativa geben können. Viele KonsumentInnen glauben, dass die Indicasorten am wahrscheinlichsten eine beruhigende Wirkung ausüben, doch ist das absolut nicht sicher. Ethan Russo, Neurologe und anerkannter Medizinalcannabisforscher, ist der Meinung, dass die beruhigende Wirkung der Indicasorten fälschlicherweise auf den CBD-Gehalt zurückgeführt wird. Er glaubt, dass ein niedriger CBD-Gehalt in ausgewogener Dosierung in Wirklichkeit belebt. Eine Studie an Freiwilligen kam zu dem Ergebnis, dass THC Müdigkeit auslöst, nicht das CBD.

Psychose 23.000 : 1

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er die Diskussionen des Typs „Henne oder Ei“ aufmerksam verfolgt hat, dem bieten neue Forschungsergebnisse, die den oft herausgestellten Zusammenhang zwischen Kiffen und Psychose auf sehr schwache Beine stellen, keine Überraschung. Die Untersuchung stellt fest – ebenfalls nichts Neues – dass bestimmte Sorten schädlicher für die Gesundheit sind als andere. Wiederholung ist die Mutter der Weisheit – könnten sich Ian Hamilton und seine Forscherbrigade gedacht haben, als sie sich zum wiederholten Male des dankbaren Themas Gras vs. Psychose annahmen. Dieser Zusammenhang werde schon seit den 1960er Jahren untersucht, merkte Hamilton an und fügte hinzu, dass nach den Ergebnissen ihrer Untersuchung die Risiken für die Volksgesundheit sehr gering seien. Neuartig an ihrer Methode ist, dass sie untersuchten, wie viele Psychosen sich durch prophylaktischen Graskonsum blockieren lassen. Hamilton und seine Gruppe fanden heraus, dass auf 23.000 Fälle eine Psychose kommt. So vielen Menschen muss man den Cannabiskonsum

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Mit CBD in einem Bett 15 mg THC erwiesen sich als sedativ, demgegenüber steigerten 15 mg CBD die Wachsamkeit. Zusammen angewendet schien es so, dass CBD die nach dem Aufwachen noch verbleibende beruhigende Wirkung des THC ausgleicht. Eine chemische Analyse der biologischen Fakultät der Universität von Indiana machte darauf aufmerksam, dass Indicasorten höchstwahrscheinlich mehr THC und CBD enthielten. Das könnte die Ergebnisse

einer Erhebung aus dem Jahr 2014 erklären, nach der die Mehrheit der KonsumentInnen von therapeutischem Cannabis den Indicasorten als Hilfe zum Einschlafen den Vorzug gaben. Den unter Schlaflosigkeit Leidenden ist daher der Konsum einer Sorte anzuraten, die einen höheren, potenziell beruhigenden THC-Spiegel aufweist. Da die Erhebung in ihrer Größe ziemlich begrenzt war, sind weitere Forschungen zur Bestätigung notwendig.

abspenstig machen, um eine Psychose zu verhindern. Der Forscher merkte an, dass die meisten Untersuchungen mit KonsumentInnen durchgeführt würden, die schwächere Grassorten als die heutigen benutzten. Als am gefährlichsten erachtet er Sorten, die über einen hohen THC- und einen niedrigen CBD-Gehalt verfügen. Die risikoreichste Form des Konsums sei der regelmäßige Gebrauch großer Dosen. „Die Forschungen zeigen deutlich: Je mehr Cannabis man konsumiert, desto höher ist das Risiko einer Psychose. Wir wissen, dass auf 9 Prozent der Konsumenten 73 Prozent der insgesamt konsumierten Menge kom-

men. Schizophrene verschlimmern mit dem Cannabis ihre Symptome weiter.“ Die Forscher empfehlen die Einführung einer Qualitätssicherung, welche den KonsumentInnen Aufschluss darüber geben könnte, welches Cannabinoidprofil das konsumierte Marihuana aufweist. Damit sprachen sich die ForscherInnen praktisch für die Legalisierung aus. Hamilton und seine Gruppe boten an, bei der Schaffung eines legalen Marktes entsprechende Ratschläge einzubringen, wodurch unter anderem der Tabakkonsum gesenkt werden könnte. Keiner dieser Ratschläge ist neu, allerdings wäre es an der Zeit, sie ernst zu nehmen.


Medizin

Fragwürdige Qualität bei CBD-Öl

Auch wir können zur Verbesserung beitragen

Bei zahlreichen CBD-Produkten schwankt die Qualität aufgrund fehlender Normen. Die Regierungen reagieren unterschiedlich, doch eine Lösung ist von ihnen ohnehin nicht zu erwarten. Wenn wir einige Punkte beachten, können wir durch unser Kaufverhalten dazu beitragen, dass künftig hochwertige Produkte den Qualitätsmaßstab bilden.

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BD ist heutzutage der bekannteste Inhaltsstoff von Cannabis. Laut einer kürzlich erstellten Umfrage hat jede/r fünfte erwachsene AmerikanerIn es schon einmal probiert, in der Hoffnung damit Schmerzen, Entzündungen und Angstbeklemmungen zu verringern. Auch Schlaflosigkeit wird damit bekämpft und auch sein kosmetisches Potenzial darf man nicht unterschätzen. Die steile Karriere des CBD hat auch das Ansehen von Cannabis verbessert, daher stellt es ein ernstes Problem dar, dass die Produktion von CBD und der Handel mit ihm in den meisten Ländern der Welt nicht geregelt ist. Der Markt wächst ständig, aber für die KonsumentInnen gibt es nur wenig zuverlässige Informationen über die Produkte. Die Behörden versuchen weltweit, dieses Problem in den Griff zu bekommen, es

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gibt aber keinerlei gesetzliche Regelungen. Mancherorts wird der Handel als Lebensmittelzusatz eingeschränkt und CBD nur für Medikamente zugelassen. In Italien versucht man jetzt, CBD-haltige Hanfblüten, die über Nacht populär geworden waren, zu verbieten und weitere Länder könnten folgen. Schwer vorhersehbar, was die Zukunft für den europäischen CBD-Markt bringen wird, doch schauen wir in die USA, wo die Regulierung schon Formen annimmt.

Abweichender CBD-Gehalt und Verunreinigungen Die FDA, die amerikanische Food and Drug Administration, veranstaltete im vergangenen Jahr eine öffentliche Anhörung von Sachverständigen zur Reglementierung von

CBD. Als größtes Problem wurden dabei die Verunreinigungen in den CBD-Produkten genannt. Bei Laboruntersuchungen hatte man in zahlreichen Produkten Pflanzenschutzmittel, Schwermetalle, Bakterien und andere nicht weiter spezifizierte Chemikalien gefunden. Das zweite ernsthafte Problem sind irreführende Etikettierungen. Mehr als zwei Drittel der CBD-Produkte wiesen bei der Untersuchung fehlerhafte Informationen über den Wirkstoffgehalt auf. Der CBD-Gehalt lag teilweise über, teilweise unter dem angegebenen Wert und auch das THC überschritt oft die erlaubten Werte. Solange die KonsumentInnen keine verlässlichen Informationen erhalten, ist nicht auszuschließen, dass sie Produkte mit einer nicht erwünschten Konzentration anwenden. Nur gut, dass man sich damit keinen Schaden zufügen kann.


Die Hersteller müssen die KonsumentInnen zufriedenstellen und deshalb können sich die KäuferInnen für eine höhere Qualität einsetzen, wenn sie ein paar Punkte beachten.

Finde die minimale Dosierung heraus! Nach den bisherigen Erkenntnissen geht vom CBD keinerlei Risiko raus, da es weder über bewusstseinsverändernde noch den Organismus schädigende Wirkungen verfügt. Eine Überdosierung ist auch bei sehr großen Mengen (600–800 mg) nicht möglich, allerdings können bei einer solchen Dosierung in Wechselwirkung mit anderen Medikamenten Nebenwirkungen auftreten. Ebenfalls ist dann eine Einschränkung der Heilwirkung zu befürchten. Da CBD-Produkte momentan ziemlich teuer sind, sollte man nicht sofort mit einer hohen Dosis zu beginnen, da möglicherweise eine geringere Menge zur Linderung der Symptome genügt. Wenn wir so die richtige Dosierung finden, schonen wir auch unseren Geldbeutel. Neben dem materiellen Gesichtspunkt empfiehlt sich eine geringere Anfangsdosis auch aus Sicherheitsgründen. Man beginne mit ungefähr 10 mg pro Tag und wenn sich das als zu wenig er-

weist, kann man die Dosierung stufenweise erhöhen, bis die gewünschte Wirkung einsetzt. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir Öl von niedrigerer oder höherer Konzentration zu uns nehmen, doch ist es ratsam, statt reinem CBD Extrakte zu wählen, die das volle Spektrum enthalten. Mehrere Untersuchungen sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Produkte, die das volle Spektrum – nämlich auch andere Cannabinoide außer CBD – enthalten, in den meisten Fällen wirkungsvoller sind. Man sollte also diese Produkte bevorzugen.

Bleib bei der bewährten Qualität! Ein ebenfalls wichtiger Punkt ist, dass der Hersteller mit Laboruntersuchungen belegen kann, dass seine Produkte wirklich den angegebenen CBD-Gehalt erreichen und frei von Verunreinigungen sind. Man darf nicht vergessen, dass die Ergebnisse jeweils für eine bestimmte Menge Öl gelten und deshalb regelmäßige Untersuchungen nötig sind. In Oregon gelten beispielsweise sieben Kilo Blüten als Bezugseinheit, sind sie verarbeitet, muss erneut getestet werden. In Indiana müssen die Hersteller die Untersuchungsergebnisse auf ihren Produkten mit einem QR-Code belegen. Die Produkte können auch bestimmte Gütesiegel erhalten, für die der Hersteller Nachweise erbringen muss. In Europa findet man oft als organisch deklariertes CBD-Öl. In den USA ist die Klassifizierung „organisch“ bei Hanfprodukten nicht zugelassen, stattdessen kann man bei CBDÖl die Auszeichnung „GMP“ (good manufacturing practices) finden. Manche Hersteller erbringen auch Zeugnisse über die ethische Produktion und die Nachhaltigkeit. Wenn die Mehrheit der KonsumentInnen auf die Einhaltung der genannten Kriterien achtet, trägt sie mit dazu bei, dass auf dem Markt bald nur noch CBD-Öl in einer einwandfreien Qualität vertrieben wird.

text: Tomas Kardos

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VollBlut

The Doctor

Great White Shark x Super Skunk

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he Doctor ist eine Kreuzung von Great White Shark mit einer südindischen Sorte und Super Skunk. Es ist eine wahre Indica-Sorte mit sehr auffälligen Eigenschaften. Die Pflanze ist klein, buschig und wächst fast rund, mit sehr kräftigen Seitentrieben, die die schweren Blütenstände gut unterstützen. Die unteren Triebe strecken sich bis über das Profil der Pflanze hinaus, die Internodien bleiben mit circa sechs bis sieben Zentimetern kurz. Die Blätter der Pflanze sind dick, mit kurzen, breiten und sich überlappenden Fingern – ebenfalls eine wahre Indica-Struktur. Die hohe Stressresistenz macht The Doctor zu einer guten Sorte für AnfängerInnen sowie für

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fortgeschrittene GrowerInnen. The Doctor ist sehr gut geeignet für Grow-Räume mit niedrigen Decken und kann draußen ihr volles Potenzial entfalten. Die Blütezeit beträgt acht Wochen, wobei sich die meisten Harzkristalle innerhalb der letzten zwei Wochen bilden. Die Blüten sind bereits nach sieben Wochen sehr kompakt und schwer, jedoch empfehlen wir, der Pflanze die Zeit zu geben, ihr volles Terpenprofil zu entfalten. The Doctor hat ein sehr interessantes Cannabinoidprofil mit erhöhten CBD, CBG- und CBN-Werten, wodurch sich diese Sorte sehr gut zur medizinischen Behandlung von chronischen Schmerzen sowie Multipler Sklerose und vielen anderen Krankheiten eignet. Der Geruch von The Doctor ist sehr intensiv mit einem süßen, sehr beerigen Aroma – ein komplexes Bouquet mit vollem Geschmack. Vielen RaucherInnen fällt die Ähnlichkeit zum Great White Shark auf. Der starke, fast narkotische Stoned-Effekt ist sehr schnell zu spüren. (x)


VollBlut

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Canna+Globe

Vaporizer und mehr CBD

Schadensminimierung für GrasraucherInnen

Die beiden größten Risiken beim Cannabiskonsum sind die aktuelle Verbreitung potenter Sorten und der gleichzeitige Konsum von Tabak. Eine hochrangige Forschergruppe erarbeitete Ratschläge zur Minimierung dieser Risiken.

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enn man riskanten Konsum weder mit schönen Worten noch mit Strafen beeenden kann, dann sollte man versuchen, den Giftzahn zu ziehen, um die verhaltensbedingten Gefahren zu verringern. Wenn man beispielsweise nicht verhindern kann, dass eine Gruppe von Motorradfahrern nicht in der Lage ist, ihre Neigung zum Rasen zu kontrollieren, dann erlässt man zu ihrem Schutz Verkehrsregeln, versucht, die Wege sicherer zu gestalten und Schutzkleidung herzustellen, die bei einem eventuellen Unfall vor schweren Verletzungen schützt. Der Ansatz der Schadensminimierung ist auch eine bekannte Maßnahme bei KonsumentInnen, die intravenös konsumieren, um die Infizierung untereinander und Überdosierung zu verhindern. Beim Wechsel der Spritzen werden die KlientInnen über weniger riskante Formen des Konsums informiert und man bietet ihnen Hilfe zur Mäßigung des Konsums bzw. zum Entzug an. Auf Großveranstaltungen untersuchen SuchthelferInnen die Pulver und Tabletten, die sich im Umlauf befinden, um herauszufinden, ob sie wirklich das enthalten, was die Partygäste konsumieren wollen. Sie informieren über verschiede-

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ne Möglichkeiten des sicheren Konsums und helfen bei akuten medizinischen und mentalhygienischen Problemen. Cannabis wird jedoch von vielen als vollkommen sicheres Mittel betrachtet und es wird kein Bedarf gesehen, den KonsumentInnen Dienstleistungen zur Schadensminimierung anzubieten: Wem davon schlecht wird, der benutzt es nicht, bei wem es gut ankommt, der lernt, es verantwortungsbewusst zu konsumieren. Wer zu viel davon nimmt, wird ohnehin nicht sterben, sondern höchstens einschlafen. Ganz so einfach ist die Sache allerdings bei Weitem nicht und Handreichungen zur Risikominimierung können auch bei Marihuana sehr hilfreich sein. Wie wir heute wissen, hat die Legalisierung nicht zu einem großen Schub beim Konsum geführt – wer früher Gras wollte, wusste immer, wie er es sich illegal beschaffen konnte. Aber nun kann man im Allgemeinen endlich ehrlich über das Thema Cannabis sprechen. Obwohl der legale Grasmarkt in England noch auf sich warten lässt, meinen die ForscherInnen des King’s College London und des University College London, dass es an der Zeit sei, die KonsumentInnen zu einer weniger schädlichen Art des Kon-

sums zu bewegen. Die von Forschungsleiter Amir Englund in The Lancet Psychiatry veröffentlichte Studie kommt zu dem Schluss, dass Schadensprävention bei den sich verändernden Rechtsvorschriften aktueller ist denn je und dass man diese Erkenntnis auch den Akteuren der neuen Drogenpolitik zukommen lassen muss. „Obwohl die meisten Cannabiskonsumenten keine Probleme haben, ist es besonders in Zeiten weniger strenger Regulierung notwendig, alternative und innovative Methoden zu entwickeln, mit denen wir die von Cannabis verursachten Schäden verringern können“, erklärte Englund. Bei den Konsumgefahren können wir zwei Schlagrichtungen benennen: erstens die Konsummethode und das Medium, zweitens das Cannabis. Bestandteil mehrerer Legalisierungsmaßnahmen war die Festsetzung des THC-Höchstwertes bzw. die Einführung höherer Steuern auf den Handel mit potenteren Sorten. Auf dem Schwarzmarkt dominieren jedoch – nach britischen Angaben – gerade die Sorten mit hohem THC-Gehalt. In den vergangenen acht Jahren erhöhte sich die Zahl derer, die wegen Cannabisproblemen in Behandlung kamen, um 50 Prozent, was zahlreiche Ursachen haben kann: angefangen


von der größeren Verbreitung der Therapien bis hin zum Auftreten neuer Konsummethoden. Die hohe Potenz des Cannabis ist aber eindeutig ein Risikofaktor. Besonders dann, wenn der/die KonsumentIn nicht weiß, dass er/sie eine potente Sorte beschafft hat und die sonst übliche Menge im Keks oder Joint zu sich nimmt. Es ist bekannt, dass Cannabidiol (CBD) in der Lage ist, die von THC verursachten unangenehmen mentalen Symptome auszugleichen, daher ist es ein Weg der Schadensminimierung, wenn sich die Wissenschaft in die Züchtung neuer Cannabissorten einmischt, wie es bisher die Samenbanken taten. „Wir können uns nicht den Luxus erlauben, weitere Forschungsergebnisse abzuwarten. Manchmal muss man eben mit weniger Belegen zu einem Urteil in der Sache kommen”, sagte Englund. „Wir sind uns ziemlich sicher, dass der hohe THC-Gehalt im Cannabis nicht gut ist, und es scheint, dass der höhere CBD-Gehalt in gewissen Grenzen eine Schutzfunktion hat.“ Ian Hamilton, Dozent für mentale Gesundheit an der Universität von York, ist der Meinung, dass die größte Gefahr für die KonsumentInnen in Europa darin liegt, dass sie Marihuana mit Tabak rauchen und das Gesundheitswesen sich damit nicht sonderlich beschäftigt, obwohl man diesen Aspekt in andere Rauchent-

wöhnungsstrategien einbetten könnte. Und damit zusammenhängend die verschiedenen Konsummethoden: Beispielsweise könnte die Popularisierung des Vaporizergebrauchs auch den Genuss mit Tabak verringern, und damit auch die entsprechenden Folgeschäden. Auf den drogenpolitischen Sitzungen der Vereinten Nationen war in den vergangenen Jahren regelmäßig davon die Rede, dass die medizinische Herangehensweise die bisherige strafrechtliche Beurteilung ablösen solle. Die erwähnte Forschungsarbeit zeigt schließlich,

dass die ForscherInnen, von der Realität ausgehend, die Antwort auf die Frage suchen, wie die Gesundheit möglichst vieler DrogenkonsumentInnen geschützt werden kann. Es wäre dringend notwendig, dass wissenschaftliche Untersuchungen in einem ähnlichen Geiste die zukünftige Drogenpolitik begründen.

text: Bob Arctor

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Medizin

Morbus Crohn – symptomfrei mit Cannabis „Seit zehn Jahren nehme ich keine Medizin“

Die ersten Symptome, die sich im Alter von 18 Jahren einstellten, zwangen Andreas, seine Karriere als Sportler aufzugeben und das Abitur auf einer Privatschule abzulegen. Die verschriebenen Medikamente verursachten neue Probleme, bis die Einnahme von Cannabis alle Symptome mit einem Schlag beseitigte. Seit zehn Jahren lebt Andreas wieder wie ein gesunder junger Mann. 32

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chätzungen zufolge leiden in Europa 2,5 bis 3 Millionen Menschen an Darmentzündungen. Eine der häufigsten Erscheinungsformen ist der Morbus Crohn, bei dem die chronische Entzündung im gesamten Verdauungstrakt auftreten kann. Die Krankheit beginnt gewöhnlich mit akuten Symptomen im Bauch – starken Schmerzen, die mit erhöhter Körpertemperatur, Gewichtsverlust, Blutarmut und Durchfall (mehrmals täglich) einhergehen können. Gewöhnlich tritt die Krankheit im Alter von 15 bis 30 Jahren auf und begleitet den Patienten sein ganzes Leben. In den meisten Fällen ist höchstens Symptomfreiheit zu erreichen. Medikamentöse Behandlung kann Hilfe bieten, sehr oft verursacht sie schwere Nebenwirkungen. Mehrere Forschungsarbeiten haben gezeigt, dass der Gebrauch von Cannabis die Symptome des Morbus Crohn lindern und sogar beseitigen kann. In vielen Staaten der USA verschreiben ÄrztInnen Cannabis zur Behandlung von chronischen Darmentzündungen. Nach einer Publikation des Bureau voor Medicinale Cannabis (BMC), des führenden Vertreibers von medizinischem Cannabis in Europa, seien jedoch weitere wissenschaftliche Belege erforderlich. Unseren Interviewpartner jedoch überzeug-

ten seine persönlichen Erfahrungen ziemlich schnell davon, dass es überflüssig ist, auf wissenschaftliche Ergebnisse zu warten. Medijuana: Erzähle ein wenig von dir. Womit beschäftigst du dich? Womit verbringst du deine Freizeit? Andreas: Dieses Jahr werde ich 30. Ich beschäftige mich mit Studien der Logistik und arbeite nebenbei. Ich stehe kurz vor der Staatsprüfung, die ich im Juni ablege, und dann kann ich endlich in meinem Fachgebiet auf einem höheren Niveau arbeiten. Als ich zu arbeiten anfing, musste ich einsehen, dass mein Gehalt zu gering ist, um damit eine Familie zu ernähren, auch wenn ich von Jahr zu Jahr mehr verdiene. Die Entdeckung einer alternativen Behandlung für meine Darmentzündungen gab mir die Möglichkeit, neben der Arbeit noch an der Universität zu studieren. In meiner Freizeit baue ich Websites bzw. versuche ich, so viel Zeit wie möglich in der Natur zu verbringen, weil mir das Energie gibt und ich dort wirklich spüre, dass ich lebe. Wir gehen viel wandern, wenn das Wetter es zulässt bzw. gehen am Wochenende angeln. Bei schlechtem Wetter bleiben wir zu Hause, spielen Gesellschaftsspiele oder Xbox.


MED: Wann wurde bei dir Morbus Crohn festgestellt und unter welchen Symptomen hast du damals gelitten? A: Ich war gerade 18 Jahre alt, als er festgestellt wurde, ich musste meinen 18. Geburtstag im Krankenhaus verbringen. Ich wog 95 Kilo, als ich ins Krankenhaus kam. Damals war ich Diskuswerfer und der Sport war mein Leben. In der Grundschule habe ich Fußball gespielt und auf dem Gymnasium haben wir immer wieder die Studentenolympiade in Floorball gewonnen. Wie gesagt, kam ich mit 95 Kilo ins Krankenhaus und einen Monat später wurde ich mit 60 Kilo entlassen. Das war ein schreckliches Gefühl. MED: Was waren die ersten Symptome? A: Alles begann mit blutigem Stuhlgang und Durchfall den ganzen Tag über. Mit dem Training musste ich aufhören, weil ich alle zehn Minuten aufs Klo rennen musste. Ich wurde Privatschüler, weil ich fast in jeder Stunde austreten musste. Das war mir sehr peinlich. MED: In welchem Maße hat die Krankheit deine bisherige Lebensweise beeinflusst? A: Voll und ganz. Jeden Morgen musste ich nach dem Aufstehen auf die Toilette rennen, und da litt ich unter Krämpfen, bis ich mich vollkommen entleert hatte. Das konnte Stunden dauern. Die Krämpfe waren so stark, dass ich zweimal davon ohnmächtig wurde.

Das wünsche ich keinem. Ich musste fast alles aufgeben, weil ich immer Krämpfe und Durchfall hatte, den ganzen Tag über. MED: Welche Therapie haben dir die Ärzte verschrieben und wie erfolgreich war sie? A: Salazopyrin, Imuran, Xalazin, Medrol, Folsäure … Ich kann mich nicht mehr an die ganzen Namen der Medikamente erin-

nern, die sie mir verschrieben haben. Mehr als zehn Tabletten musste ich jeden Tag einnehmen. Im Endeffekt haben sie meine gesamte Darmflora vernichtet. Es half nichts, dass ich vorher ordentlich gegessen hatte. Ganz zu schweigen davon, was die Steroide meinen Nieren angetan haben. Krämpfe und Blutungen hatte ich weiterhin täglich. Die

Starterset von Plagron Alle Nährstoffe für die Aufzucht einer Pflanze

Das Plagron-Starterset gibt ZuchtanfängerInnen die Möglichkeit, die Plagron-Produkte kennenzulernen. Probiere die Kombination der Plagron-Basisdüngung und einem starken Wurzelstimulator aus. Plagron hat speziell für ZuchtanfängerInnen ein neues Paket zusammengestellt: das Plagron-Starterset. Dieses Set ist in zwei unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, als 100 % NATURAL und 100 % TERRA-Variante. Das Starterset enthält die bekannten Basis-Düngemittel und den Wurzelstimulator Power Roots. Aufgrund des niedrigen Preises ist dieses Set ideal für ZüchterInnen geeignet, die die Plagron-Produkte kennenlernen möchten. Die beiden Ausführungen des Startersets bieten verschiedene Vorteile. Die Produkte von 100 % NATURAL sind vor allem für den biologischen Anbau geeignet und äußerst benutzerfreundlich. Die Basisdüngung von 100 % TERRA sorgt für ein schnelles und optimales Ergebnis. Der Zusatzstoff Power Roots ist ein Wurzelstimulator, der eine schnelle und starke Wurzelentwicklung fördert. Er verbessert den Widerstand der Pflanze und unterstützt somit einen guten Wachstumsstart. Vorteile des Startersets 100 % NATURAL - 100 % NATURAL-Produkte sind für biologische Landwirtschaft und biologischen Gartenbau geeignet (CU-zertifiziert) - Ideal für ZuchtanfängerInnen - 3 Produkte in einem Set Vorteile des Startersets 100 % TERRA - Schnelles und optimales Ergebnis - Ideal für ZuchtanfängerInnen - 3 Produkte in einem Set Basisdünger Zwei Flaschen à 50 ml Basisdünger. Das ist für die Wachstums- und Blühphase einer Pflanze ausreicht. Im 100 % NATURAL-Set sind Alga Grow und Alga Bloom enthalten, im 100 % TERRA-Set Terra Grow und Terra Bloom. Zusatzstoff Eine Flasche à 50 ml Power Roots. Dieser Zusatzstoff regt das Wachstum der Wurzeln an und erhöht somit den Widerstand der Pflanze. Hast du noch Fragen? servicedesk@plagron.com Weitere Informationen über das Starterset und unsere anderen Produkte findest du auf www.plagron.com.

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Medizin

Behandlung mit den Medikamenten zeigte keine Wirkung. Die Alternative, den betroffenen Abschnitt herauszuschneiden, kam nicht infrage, weil leider mein ganzer Dickdarm betroffen war. MED: Hast du Alternativtherapien versucht? A: Ich glaube, da habe ich keine ausgelassen. Heilpilze, Joalis-Tropfen, Wunderkugeln, Reflexzonenmassage usw. Beim Essen habe ich auf fast alle Gewürze verzichtet, hielt mich immer an die Diät, aber auch das half nicht. MED: Wie bist auf Cannabis als mögliche Therapie gekommen? A: Ich war jung und kein Musterschüler, daher bin ich schon auf der Mittelschule mit Cannabis in Kontakt gekommen. Mir ist aufgefallen, dass ich, wenn ich bekifft war, keine Krämpfe und Schmerzen hatte. Also habe ich mich detaillierter mit dem Thema beschäftigt. In einem Video hörte ich einen Menschen um die 50 darüber sprechen, dass er, wenn ihm etwas weh tut, einen selbst gebackenen Cannabiskeks zu sich nimmt. Von da an vertiefte ich mich in das Thema. MED: Seit wann benutzt du Cannabis und wie regelmäßig? Und nimmst du noch andere Medikamente? A: Jeden Abend vor dem Schlafengehen esse ich einen Keks, den ich mir selbst gebacken habe und mit dem ich dann die ganze Nacht durchschlafe. Morgens esse ich Haferflocken und rauche einen Joint. Dann gehe ich zur Arbeit oder zu einer Schulprüfung. Tagsüber rauche ich noch ein paar, ungefähr so wie andere ihre Zigaretten mit reinem Tabak rauchen. Meine Krankheit ist in einem Stadium angekommen, dass ich schon nicht mehr sagen kann, wann ich das letzte Mal wirklich starke Krämpfe oder Schmerzen gespürt habe. Auch wenn ich alles durcheinander esse, passiert nichts. Seitdem ich die Kekse esse, hatte ich keine Blutungen mehr. 34

Die Medikamente habe ich vollkommen abgesetzt, schon seit fast zehn Jahren nehme ich keine mehr. MED: Hast du beim Gebrauch irgendwelche Nebenwirkungen festgestellt? A: Nein, das habe ich nicht. Ich muss mich auf alles ein wenig stärker konzentrieren, aber weder beim Lernen noch bei der Arbeit bemerke ich eine negative Wirkung. Ich bin sicher, wenn ich nicht arbeiten und mich nicht weiterbilden würde, nur zu Hause liegend Zigaretten rauchte, würde mich das schnell in eine negative Richtung bewegen. Da ich aber ein sehr zielstrebiger Mensch bin, halte ich mich immer an meine Regeln. Obwohl ich den ganzen Tag prinzipiell unter der Wirkung des Cannabis stehe, sowohl bei der Arbeit als auch in der Schule, kann ich hervorragende Leistungen vorweisen. Auf der Universität bekomme ich wegen meines guten Durchschnitts ein Stipendium. Auf der Arbeit werde ich regelmäßig befördert, und die Logistik erfordert ohnehin, dass ich geistig auf der Höhe bin. MED: Wie hat deine direkte Umgebung aufgenommen, dass du statt der Medikamente Cannabis nimmst? A: Solange Cannabis als Droge gilt, ist es schwer, mit jemandem darüber zu sprechen. Meine Mutter hat die Veränderung hautnah mitbekommen. Und nur sie weiß, was und wie viel ich anstelle der Medikamente konsumiere. Aber nicht einmal sie glaubt, meiner Meinung nach, dass dies zur Besserung geführt hat. MED: Wie verhalten sich deiner Meinung nach die Ärzte hinsichtlich der Anwendung der Cannabistherapie? Konntest du mit deinem Arzt darüber sprechen? A: Mein Arzt gibt alternativen Methoden den Vorzug vor der Schulmedizin. Trotzdem habe ich mich nicht getraut, mit ihm darüber zu sprechen, dass ich die Medikamente seit

zehn Jahren nicht einnehme. Er sieht nur, dass es mir gut geht. Anfang des Jahres war ich bei einer Blutprobe, weil ich neugierig war, wie es in mir aussieht. Aber mein Ergebnis war besser als durchschnittlich. Mein Blutbild war vollkommen in Ordnung. MED: Hattest du schon irgendwelche rechtlichen Probleme wegen der Cannabistherapie? Hast du Angst davor? A: Meiner Meinung nach bewege ich mich innerhalb der normalen Grenzen. So was ist bisher zum Glück nicht vorgekommen. Ich baue vier Pflanzen ausschließlich zum eigenen Gebrauch an. Das ist genau die Menge, die ich bis zur nächsten Ernte benötige. Das gilt als geringe Menge, verkauft habe ich sowieso nie. Ich habe allen gesagt, dass mein Leben und meine Gesundheit davon abhängen und dass ich das für keinen aufs Spiel setze. Ich habe das alles aus dem Internet – jeder hat die gleichen Möglichkeiten. Trotzdem habe ich Angst vor den Behörden. Wenn sie mein System konfiszieren würden, dann würde ich ungefähr ein halbes Jahr in Verzug geraten, wodurch sich die Krankheit garantiert wieder einstellen und das Blut aus mir rausschießen würde. Davor habe ich manchmal Angst. MED: Was ist deine Meinung dazu, dass das ungarische Recht keinen Unterschied zwischen therapeutischem und rekreativem Cannabisgebrauch macht? A: Das ist eine komplizierte Angelegenheit. Durch meine Krankheit bin ich vielleicht sogar berechtigt Cannabis zu konsumieren, aber ich benutze es auch in der Freizeit, und daher halte ich es nicht für fair, es jemandem abzunehmen. Es wäre viel normaler, wenn jeder fünf bis zehn Pflanzen anbauen könnte. MED: Wie sollten sich deiner Meinung nach Gesellschaft und Staat gegenüber dem therapeutischen Gebrauch von Cannabis verhalten? A: Das Problem ist, dass der Gesetzgeber keine Ahnung von den wohltuenden Wirkungen der Pflanze hat. Wenn es dieses Mittel nicht gäbe, hätte ich täglich schreckliche Schmerzen und mein Leben würde wieder nur aus Herumliegen und Auf-die-Toilette-Gehen bestehen. Wer gegen den Gebrauch von Cannabis ist, dem wünsche ich, dass er nur eine Woche lang erlebt, was ich jahrelang erleben musste. Das ist natürlich nur so dahingesagt, denn das wünsche ich wirklich niemandem. Aber es würde seine Ansicht über Cannabis verändern. Leider aber ist das System nur sehr schwer zu verändern, solange das Geld regiert. Mit der Legalisierung von therapeutischem Cannabis würde man das System der Gesundheitsvorsorge gewaltig entlasten und auch die Anzahl der Kranken verringern.

text: Tomas Kardos


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Sweet Gelato Auto®

Die frostigsten Cannabisschneeflocken

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lle paar Jahre erscheint eine neue atemberaubende Cannabissorte, die eine Revolution in den Gärten der FeinschmeckerInnen unter den CannabiszüchterInnen auslöst. Der Gedanke kam mir nach der Ernte der wahrscheinlich frostigsten Blüten, die ich in meinen sechzehn Jahren als Grower je gesehen habe. Nicht nur die Blüten sind mit Massen glitzernder Trichome bedeckt, auch die umliegenden Blätter bekommen ungeheuer viel davon ab und biegen sich unter der Last der Harzdrüsen. Die Rede ist von einer selbstblühenden Sorte der 5. Generation, der brandneuen Sweet Gelato Auto® (SWS76).

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Nachdem ich lange Zeit nur fotoperiodenabhängige Sorten angebaut habe, begeisterte mich die Möglichkeit, diese selbstblühende genetische Linie auszuprobieren, noch bevor sie auf den Markt kam und ich war voller Vorfreude auf einen superschnellen Cannabisanbau. Also, ohne viel zu überlegen, die Samen im Autoflowering-Modus in eine Growbox mit 400 W HPS, um das Sonnenlicht zu ersetzen, Luftaustausch mit einem 125 mm RVK-Absauger und einer guten Bodenmischung aus meinem lokalen Anbaugebiet. Auch diesmal hielt ich mich an meine Philosophie, den Pflanzen so viel Erde wie möglich zu geben. Ich denke immer, je mehr Beutel mit Erde ich nach Hause bringe, desto größer müssen die Glasgefäße für die getrockneten Blüten sein. Im Laufe der Jahre wurde mir klar, dass ich bei gleichen Wachstumsparametern, einschließlich der Anzahl der Pflanzen, bei Verwendung von 150 Litern Erde etwa 25 % mehr ernte als mit 100 Litern. Mein Spezialrezept für diese selbstblühende Sorte sind 18-Liter-Töpfe (26 x 26 cm) für 9 Pflanzen, wobei dann kein Platz mehr zwischen diesen ist. Meine Sweet-Gelato-Auto®-Pflanzen wuch-sen bis zum 38. Tag nach dem Keimen. Die erste Düngung erfolgte am 38. Tag mit 3 ml eines Nährstoffdüngers und 4 ml eines Blütenverstärkers (jeweils pro 1 Liter Wasser). Am 45. Tag gab ich noch einmal die gleiche Dosis und vier Tage später spülte ich die Erde mit 15 Litern Wasser pro Pflanze durch, um alle abgelagerten Salze der Düngemittel auszuwaschen.

Die Kelche und all die kleinen Blätter der Blüten waren mit reichlich Harz bedeckt. Aber was war mit den Aromen? Nun, das war die zweite gute Erfahrung mit dem Anbau von Sweet Gelato Auto®. Bei dieser hervorragenden Sorte findet man ein wirklich köstliches süßes und fruchtiges Aroma mit einer starken Kush-Präsenz, einschließlich erdiger und holziger Töne, die sich an Trockenfrüchte (Haselnüsse) anlehnen sowie weichen Noten von Minze und Zitrusfrüchten. Ich habe zwischen dem 59. und 62. Tag geerntet, was sehr nah bei den im Katalog angegebenen Daten liegt, aber es ist auch wahr, dass ich dazu neige, ein wenig nach dem idealen Reifepunkt zu ernten, da ich die zusätzlichen entspannenden Effekte einer leichten Überreife genieße. Der Ertrag lag bei über 35 Gramm pro Pflanze, insgesamt genau 318 Gramm plus 6 Gramm trockenem Hasch. Die knusprigen Blüten trockneten 12 Tage und wurden 3 Wochen ausgehärtet. Dann zeigten sich die organoleptischen Qualitäten in ihre ganze Fülle und Wirkung, und zwar von ihrer besten Seite. Ein ausgewogenes Gefühl, zwischen Entspannung und geistiger Sensibilität, mit einem beeindruckenden THC-Gehalt von 18 – 23 %. Sweet Gelato Auto® ist sehr gut förderlich für Motivation und Kreativität, aber auch geeignet, langweilige Aufgaben in etwas Unterhaltsames zu verwandeln. Und schließlich packt dich der Heißhunger oder die Hitze und verführt dich zum Genuss eines gelato.  (x)


VollBlut

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+Globe CannaMedizin

Medizinisches Cannabis

Entzündungshemmende Sorte mit hohem CBD-Gehalt und Indica-Dominanz Zahlreiche Krankheiten und Symptome können mit Cannabis oder mit aus ihm hergestellten Präparaten behandelt werden. Außer dem Genuss der Blüte verschaffen verschiedene Präparate auf Cannabisbasis – Kapseln, Pasten, Kristalle und andere Mittel wie Öle oder Lebensmittel mit Cannabis – bei verschiedenen Symptomen Erleichterung. Die Idee zu diesem Artikel – der erste Teil einer Serie – stammt von einem unserer Leser. 38

E

r wollte wissen, warum wir die Interviewpartner nicht fragten und damit den LeserInnen vorenthielten, welche Sorte bei welcher Krankheit helfe. Dafür gibt es mehrere Gründe. Unserer Meinung nach ist es am besten, wenn der/die PatientIn einen Arzt konsultiert und dann seine Wahl trifft. Tatsache ist aber auch, dass PatientInnen, die sich in den vergangenen Jahren selbst therapiert haben, über viel Erfahrung verfügen, die auch für andere interessant sein könnte. Die Hauptfrage ist immer, ob Cannabis eine allgemein anwendbare Heilpflanze ist, oder ob für bestimmte Krankheiten und Symptome nur eine bestimmte Cannabissorte mit einem charakteristischen Cannabinoidprofil oder aus ihr hergestellte Heilmittel infrage kommen. Es ist schwierig, darauf eine eindeutige Antwort zu geben. Einige Wirkstoffe, obzwar in verschiedenen Quantitäten, sind in allen Cannabissorten vorhanden. Dazu gehören THC und CBD. Bestimmte Cannabinoide verfügen über ein größeres, andere über ein geringeres medizinisches Potenzial, was bedeutet, dass es einerseits Cannabinoide gibt, die zur Behandlung vieler Symptome

verwendet werden können, und andererseits Krankheiten und Symptome, bei denen nicht nur ein in der Pflanze befindliches Cannabinoid, sondern die Gesamtheit der Wirkstoffe entscheidend ist. In der Natur gibt es Cannabispflanzen, die THC in einer nicht psychoaktiven Quantität enthalten, aber es gibt keine Pflanzen, die THC, aber kein CBD bergen. Das Verhältnis der Verbindungen zueinander ist außerordentlich wichtig, wenn wir von medizinischem Potenzial oder therapeutischem Gebrauch sprechen. Deswegen denken viele, dass Cannabisanbauer und Vertriebsfirmen den PatientInnen dieses besonders wichtige Cannabisprofil garantieren müssen, ähnlich wie den Wirkstoffgehalt in Medikamenten. Eine solche Garantie zu geben ist unter den gegenwärtigen nicht oder wenig regulierten gesetzlichen Bedingungen sehr schwer. Es wäre daher sehr wichtig, dass die Rechtsvorschriften die Lage der PatientInnen, den therapeutischen Konsum und die Cannabistherapie getrennt vom Freizeitgebrauch behandeln und nicht nur das Produkt zugänglich, sondern auch seine Qualität für die PatientInnen nachprüfbar machen.


Einer unserer Interviewpartner hatte unter chronischer Darmentzündung gelitten und ist seit einem Jahrzehnt praktisch frei von Symptomen, nachdem er die Cannabistherapie entdeckt hatte. Die vorher angewandte traditionelle Behandlung mit Medikamenten war wirkungslos geblieben, eine Operation war nicht möglich, weil nicht nur ein Teil des Verdauungssystems betroffen, sondern fast der gesamte Darm entzündet war. Da der Patient sein eigenes Cannabis anbaut, aus dem er sein Präparat mit den benötigten Wirkstoffen herstellt, konnten wir ihn fragen, welche Sorten er benutzt und was sich seiner Meinung nach als wirksam erwiesen hat. Es ist wichtig zu betonen, dass in ähnlichen Fällen andere Sorten wirksamer sein können. Gut ist eine Cannabisbehandlung, wenn sie individuell und auf eine bestimmte Krankheit zugeschnitten ist – die aktuelle Situation des Patienten beeinflusst die Wirksamkeit stark. Im Falle eines Patienten, der unter Morbus Crohn litt, stellte sich nach langem Experimentieren heraus, dass Sorten mit hohem CBD- und niedrigem THC-Gehalt, THC:CBD im Verhältnis 1:1, indicavariant am besten die in sie gesetzten Hoffnungen erfüllten. Da der Patient jung ist, ein aktives Leben führt, arbeitet und studiert, ist es für ihn sehr wichtig, den ganzen Tag über sozial und geistig aktiv zu bleiben, was der niedrige THC-Gehalt ermöglicht. Bei solchen Krankheiten und Symptomen sind hohe CBD-Konzentrationen wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung wichtig, was wiederum die psychoaktive Wirkung des THC verringert und bewirkt, dass der Patient sich nicht den ganzen Tag bedröhnt fühlt. Im Normalfall enthält Cannabis weniger als 1 Prozent CBD, was jedoch für die Behandlung ausgedehnter Entzündungen zu wenig wäre. Wie der Patient sagte, wirkten bei ihm aus Blüten hergestellte Speisen (Kekse), ein-

CBD Shark Shock

mal am Tag genossen, am besten, was auch logisch erscheint, da es sich um Probleme des Verdauungstraktes handelt. CBD Shark Shock im Angebot von Dinafem ist eine entsprechende Sorte. Sie ist indicadominant im Verhältnis 80/20. Diese Sorte ist bei Premium Genetics mit der größten CBD-Sortenauswahl Österreichs bereits seit 2015 in bester Bioqualität als Steckling erhältlich. Das THC-CBD-Verhältnis der Pflanze beträgt etwa 1:1 (6,6 %). Nach der Analyse von Funacion CANNA betrug der THC-Gehalt der untersuchten Pflanzenprobe 6,33 Prozent und der CBD-Gehalt 7,28 Prozent. Die Blütezeit beträgt acht Wochen. Mit einer 600-WLichtquelle ist nach Angaben der CBD Crew ein Ertrag von 400 g/qm möglich. Ihr Geschmack ist sehr fruchtig, mit Zwiebel- und Knoblaucharomen. Die CBD Shark Shock ist eine einfach zu kultivierende Sorte und daher sowohl für den

Anfänger wie auch den erfahrenen Grower hervorragend geeignet. Sie hat einen mittleren Nährstoffbedarf, besitzt einen kompakten, mittelhohen Wuchs und fühlt sich besonders wohl, wenn sie biologisch auf Erde kultiviert wird. CBD Shark Shock ist pflegeleicht, besitzt das typische Indica-Laub mit kurzen, breiten Blattfingern und kräftigen Haupt- und Seitentrieben. Gerade outdoor in größeren Töpfen (> 25 l) beziehungsweise direkt ins Freie gepflanzt entwickelt sie eine wunderschöne Kugelform. Sie gehört bei Premium Genetics zu den beliebtesten CBD-Sorten, was dort durch viele positive Kundenfeedbacks bestätigt wird. Hol sie dir in deinen Garten und lass auch du dich von ihr verzaubern!

text: G.H. – C.S.

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