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15 Jahre B端ro f端r Gartendenkmalpflege Projekte | Referenzen

1999 - 2014

Marion Dubler Landschaftsarchitektin Gartenarchitektur & Gartendenkmalpflege


Villengarten Erlangen RathsbergerstraĂ&#x;e 8 b Historische Analyse Fotodokumentation MaĂ&#x;nahmenplan

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Marion Dubler Landschaftsarchitektin Gartenarchitektur & Gartendenkmalpflege

Auftraggeber: Dr. Stephan Horn Bearbeitung 2013

Auszug aus der Bewertung des Listenreferenten (Dr. R. Fiedler, Bayer. Landesamt für Denkmalpflege) zum Eintrag in die Bayerische Denkmalliste:

[…] Die architektonische Gestaltung erstreckt sich auch auf den Garten. Die Einfriedung hat genutete Pfeiler mit kräftig profilierten Aufsätzen; […] Treppen führen in die tiefer gelegenen Gartenbereiche. Ihre kräftigen Brüstungsmauern haben posterartige Mauerkronen, wie sie auch die den runden Anbau analogisierende Terrasse begrenzen, die zusätzlich ein Blumenkastengitter mit barockisiernden Ovalfries hat. An der Stirnseite der Terrasse befindet sich eine kleine Brunnennische mit einem Wasser speienden Faun. […] Die liebenswerte Gesamtanlage ist bis ins Detail ein reichhaltiger Zeuge der gehobenen bürgerlichen Wohnkultur der Zeit vor dem ersten Weltkrieg und ein Baudenkmal v. a. aus architektur- und kunstgeschichtlichen Gründen.

Abbildung oben: Auszug aus dem Kataster (nach 1911); gut zu erkennen: die Analogie zwischen dem Grundriss des Erkers und dem der oberen Terrasse

Abbildungen linke Seite: oben: das Anwesen von Süden aus gesehen; unterhalb des Erkers (von Obstbäumen leicht verdeckt) die obere, links im Bild die untere Aussichtsterrasse (mit Brüstungspfeilern und aufgeputzten Spiegeln sowie Zaunfeldern aus Holzlattung Balusterform) Mitte v.l.n.r: obere Terrassenanlage mit Brunnennische; Detail wasserspeiender Faun in der Nische; Antrittspfeiler westliche Treppe unten li.: Friedrich Ostendorf: Haus und Garten (1914), Beispiel für die Lösung von Niveauunterschieden in Gärten unten re.: geschädigte Treppenwange der oberen Treppe

Auf Veranlassung des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege und der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Erlangen wurde die Erstellung einer Historischen Analyse, einer Fotodokumentation sowie eines Maßnahmenkonzepts für den Garten in der Rathsberger Straße beauftragt. Die Gartenanlage ist ein Vertreter der Rückbesinnung auf formale Strukturen, die sich um 1900 zunächst in England verbreitete. In Deutschland folgten ihr in der Lehre tätige Architekten wie Friedrich Ostendorf (1871-1915, beispielhafte Abbildung aus seinem Lehrbuch s. linke Seite). Man kann davon ausgehen, dass die Terrassenanlage in der Rathsberger Straße zumindest nach den Vorstellungen der für den Entwurf der Villa verantwortlich zeichnenden Architekten Wolfgang Seidel und Heinrich Gehring umgesetzt wurde.

Das steile Hanggrundstück gliedert sich in zwei Aufenthaltsbereiche - einer oberen Terrasse, flankiert von zwei in ihrem Verlauf der hangabstützenden Mauer folgenden Treppenanlagen sowie einer aus der Achse gesetzten unteren Terrasse, deren Futtermauer die Ebene des aus dem 19. Jd. stammenden Gartenhäuschens fasst. Die Treppenanlagen (Wangen aus Vollziegeln gemauert, Stufen aus Klinkerrollschichten) sind durch Verwitterung stark geschädigt. Gefördert wird dies durch das Abplatzen unsachgemäßer Verputzungen mit Zement. In Abstimmung mit den Fachbehörden wurden die Sanierung der erhaltensfähigen Mauern, die Rekonstruktion der Stufen mit Klinkern und die der Treppenwangen aus Ortbeton vorgeschlagen. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt im Frühjahr 2014. 3


Erlangen Universitätsstraße Städtebaulich-denkmalpflegerische Untersuchung mit dem Schwerpunkt „Vorgärten“ Gefördert durch: Bayer. Landesamt für Denkmalpflege Ausschnitt aus dem Zielplan

Zielplan Vorgärten Ensemble Universitätsstraße/ Untersuchungsgebiet Linearitätszone

Wiederaufnahme des linearen Prinzips, Bestätigung der Grenzen (Zaunelemente entlang der Grundstücksgrenzen), Steigerung der perspektivischen Länge durch vertikales Element am Ende der Straßenachse (Obelisk am Lorlebergplatz)

Vorgartenzone

Klar definierte Gartenzone mit zierender, auf das Gebäude bezogener Gestaltung; dabei Einhaltung von Hierarchien, d. h. Nutzflächen ordnen sich Zierflächen unter Bereich mit Aufenthaltsqualität Bereich für ruhenden Verkehr

Fassadenszenerie

Wiederherstellung der Wirkung von Fassaden auf den Straßenraum durch konsequente Baumbestandsbereinigung

Baumkulisse

Baumzone, in der Großbäume als Kulisse für die Gebäude ihre Wirkung auf den Straßenraum entfalten können

Parzellen- und Raumstruktur des 18. Jh.

Abb. re.: ehem. Zoologisches Institut (Baujahr 1885), oben Bäume in der laubtragenden, unten in der laubfreien Zeit

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Marion Dubler Landschaftsarchitektin Gartenarchitektur & Gartendenkmalpflege

Auftraggeber: Stadt Erlangen

Referat für Stadtplanung und Bauwesen, Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung Bearbeitung: 2007

unten: Frauenklinik, um 1975; re.: Neue Anatomie (Baujahr 1897), oben historische Aufnahme (undat.,aus: Richter, Ansichtskarten), unten: Zustand 2007

Die Universitätsstraße Erlangen wurde im ausgehenden 19. Jh. geradlinig als Nahtstelle zwischen dem Schlossgarten und der sog. Neustadt gezogen. Sie mündet im Kreis des heutigen Lorlebergplatzes, der seinerseits als eine Art Gelenkverbindung zu den anschließenden Gebieten der städtebaulichen Erweiterungen fungierte. An ihr entlang reihten sich die repräsentativen Gebäude der aufstrebenden Universität, die zum Teil schlossartigen Charakter aufweisen. Entsprechend gestaltete Vorgärten vollendeten das Erscheinungsbild eines großstädtisch angelegten Straßenraums. In den letzten Jahrzehnten verlor die Straße durch Verkennung der ursprünglichen Gestaltungsabsicht mehr und mehr an Wirkung. Zudem

dezimierte der Bedarf an Parkplätzen die Vorgartenstrukturen. Um diese Entwicklung zu stoppen bzw. umzukehren, beauftragte das Referat für Stadtplanung und Bauwesen eine städtebaulich-denkmalpflegerische Untersuchung der Straße mit dem Schwerpunkt Vorgärten, die in Zusammenarbeit mit dem Büro transform in Bamberg erstellt wurde. Auf der Basis eines denkmalpflegerischen Bogens, eines Grünalters- und eines Bewertungsplans wurde eine Karte der Potentiale, Verluste und Defizite in Form eines "Ampelplans" erstellt. Nach den im Standardwerk für städtebauliche Entwicklung von Reinhard Baumeister (1876) formulierten Grundsätzen für Stadterweiterungen wurden sechs Thesen aufgestellt:

These 1: Auf das Ganze richtet sich das Augenmerk. These 2: Linearität ist das Gebot. These 3: Grenzen sind richtig und wichtig. These 4: Fassadenszenerien waren Stilmittel. These 5: Hierarchien müssen eingehalten werden. These 6: Baumkulissen bilden den Rahmen. Der Zielplan (siehe Abb. li. Seite) enthält Vorschläge für künftige Entwicklungen zur Wiederannäherung an das Bild einer Prachtstraße um 1900. Wichtigste Maßnahmen: Neustrukturierung der ehemaligen Vorgartenzone, Freistellen der Fassaden, Setzen von Zäunen, und erneute Platzierung eines Obelisken am Lorlebergplatz. 5


Schlosspark Untermerzbach Historische Analyse Dokumentation Bewertung Gefördert durch: Bayer. Landesamt für Denkmalpflege

oben: Schloss und Terrassenanlage, 2013 Mitte li.: Aquarell von O. Reiss (1841), Blick vom Luisenplätzchen Richtung Schloss und Schlossterrassen, Mitte re.: Aquarell von Russam (1842), Blick vom nordöstlichen Dorfrand auf das Schloss beide Aquarelle aus: Rotenhan, Bitha

Abbildung li.: Uraufnahme 1849 (Bayer. Vermessungsverwaltung), farbig hervorgehoben (Dubler) gelb = barocke Lindensäle rot = Wege orange = (Sitz-)Plätze dunkelgrün = vorw. Nadelgehölze mittelgrün = Nadel- und Laubgehölze hellgrün = Baumgarten

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Marion Dubler Landschaftsarchitektin Gartenarchitektur & Gartendenkmalpflege

Auftraggeber: VBG Körperschaft des öffentlichen Rechts Bearbeitung: 2013 Das Schloss Untermerzbach – ein mehrfach umgebauter Renaissancebau aus dem Jahr 1534 – wurde mit großer Fernwirkung auf den Itzgrund westlich des Ortes platziert. Die hangabstützende Terrassenanlage ist in das 18. Jh. zu datieren. Der dazu gehörende Park ist das einzige in Bayern erhaltene Werk des Gartenkünstlers und -theoretikers Carl Eduard Petzold (1815-1892), einem Schüler Fürst Pücklers. Petzolds Entwurf für die Neuordnung des Parks ist durch den Eintrag (1834) in seinen „Erinnerungen aus meinem Leben“ belegt. Zu dieser Zeit hatte er gerade seine Lehre in Muskau beendet, während der er bereits gartenkünstlerisch für auswärtige Auftraggeber tätig gewesen war. Basis von Petzolds Gestaltungsrichtlinien waren von der Natur vorgegebene Landschaftsmotive, deren Perspektiven, sanfte Übergänge und Ausgewogenheit bei den Farben und Formen er für unabdingbar hielt bei der Gestaltung eines Parks. Analysiert man die in Untermerzbach

durch die Uraufnahme aus dem Jahr 1849 belegten und noch erhaltenen Gartenstrukturen, ist die Handschrift Petzolds deutlich erkennbar. Am auffälligsten ist die flächenhafte Anpflanzung von dunklen Koniferen hinter dem hellen Schloss, das sich dadurch kontrastreich und weithin sichtbar abhebt - eine Regel, deren Umsetzung Petzold in seinen theoretischen Werken für die meisten Gebäude später empfehlen wird. Aber auch seine Prinzipien bezüglich der Gruppierung und farblichen Zusammensetzung von Pflanzen, deren Anordnung im Park selbst, das Anlegen von Wasserflächen, in denen sich das Schloss spiegeln sollte, sowie das durchdachte Führen von Wegen finden sich in Untermerzbach wieder. Wieviel eine doch eher sanfte Bodenmodellierung bewirken kann, bemerkt der Spaziergänger im Park beim Begehen des äußeren Weges entlang der Schlossmauer von Süd Richtung Nord: erst im letzten Augenblick tritt die Wasserfläche des kleinen Teichs ins Blickfeld - ein

gewollter und gestalterisch perfekt gelungener Überraschungseffekt. Das der Schlossherrin gewidmete „L“ für Luise ist eine direkte Analogie zu den in Form von Blumenschmuck gestalteten Buchstaben „H“ und „S“ in Fürst Pücklers Muskauer Gartenschöpfung und damit eine Reminiszenz an Petzolds Lehrherrn. Auffallend ist auch seine Achtung vor den barocken Strukturen der beiden Lindensäle und der Terrassenanlage, die er offenbar nur im nördlichen Abschnitt geringfügig an seinen Entwurf anpasste. Wegen des hohen Deckungsgrades zwischen Bestand und Uraufnahme wird als gartendenkmalpflegerisches Leitbild für alle geplanten Maßnahmen die darin festgehaltene Struktur formuliert. Dies betrifft den längstmöglichen Erhalt der verbliebenen Lindensäle durch fachgerechten Schnitt ebenso wie die Rekonstruktion des Luisenplätzchens sowie alle geplanten Maßnahmen am Gehölzbestand, ob Neupflanzung oder Pflege.

li.: Ausschnitt aus der Uraufnahme 1849: Luisenplätzchen mit gepflanztem „L“, in Analogie zu: re.: gepflanztes „H“ im Park von Schloss Muskau (aus: Pückler, Hermann: Andeutungen über Landschaftsgärtnerei)

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Klostergarten Rattelsdorf Parkpflegewerk Gefรถrdert durch: Oberfrankenstiftung, Leader +

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Marion Dubler Landschaftsarchitektin Gartenarchitektur & Gartendenkmalpflege

Auftraggeber: Arbeiterwohlfahrt Stadt und Landkreis Bamberg Bearbeitung: 2004, 2012, Umsetzung: 2015 Abbildung rechte Seite: Dilettantisch im eigentlichen Wortsinn und sehr aussagekräftig - die Zeichnung von Ernst Herrings (1892), Besitzer des Amtshofs Rattelsdorf (hier Ausschnitt Grundriss): Außer der Grundstruktur des Wegesystems sind erkennbar: die Zaunpfosten zwischen dem Wirtschaftshof und dem Ziergarten, die Schmuckbeete in den Rasenflächen der Kompartimente, kleine und größere Einzelbäume (unterschieden in Laub- und Nadelgehölze), die beiden Lindengänge, das Zierbrunnenbecken und der Pumpbrunnen, ein mit Nadelbäumen umstellter Sitzplatz mit Brunnen, kleinere Sitzgarnituren, sowie die Böschungen und die Stufenanlagen.

Abbildungen linke Seite: oben li.: Gartenpavillon (wohl 1729), Blick von Ost nach West zwischen zwei der insgesamt neun Sandsteinpfeiler (1773), die den Wirtschaftshof vom Ziergarten trennen oben re.: Blick Richtung Norden auf eine mächtige Esche (gepflanzt wohl Ende 19.Jh.) Mitte li.: der Liederkranz Rattelsdorf posiert im Garten (1911, Stadtarchiv Bamberg, Nachlass Berta Rupp); dahinter nördlicher Lindenberceau mit erkennbaren Schnitthorizonten Mitte re.: Uraufnahme 1850 (Bayer. Vermessungsverwaltung); dargestellt sind u. a. die Sandsteinpfeiler, der Ziergarten, die Lindenberceaus und eine (abgegangene) Kegelbahn unten v.l.n.r.: Blick vom nördlichen Lindenberceau auf Pavillon; Lindenberceau kurz nach Laubaustrieb; Pavillon mit Substruktion, vom Itzgrund aus gesehen

Der Sitz Rattelsdorf diente den Äbten des Bamberger Klosters St. Michael ab dem frühen 11. Jh. als Amtshof. Ab 1726 begann mit der Errichtung des sog. Prälatenbaus der Ausbau zu einem barocken Sommersitz. In diese Zeit fallen auch die ersten Nachrichten über die Anlage eines Gartens. Die Uraufnahme von 1850 zeigt einen barocken Garten, der vom Wirtschaftshof durch einen Zaun getrennt ist und im Blumengarten ein formales Wegenetz aufweist. Im Westen wird dieser Ziergarten von zwei segmentenbogenförmigen, die natürlichen Gegebenheiten des Felssporns über dem Itzgrund nachzeichnenden Lindengängen begrenzt. Der südliche endet in einem kleinen Häuschen, das vermutlich zu einer mittlerweile abgegangenen Kegelbahn gehörte.

Die Besitzer im 19. Jd. haben trotz eigener Vorstellungen diese Grundstruktur des Gartens beibehalten. Bei Neupflanzungen von Bäumen beschnitten sie diese nun nicht mehr in barocker Manier, führten aber die Tradition der Lindengänge weiter fort. Zusammen mit den Resten der Kornelkirschenhecken können diese als gestalterische Analogien zu den Terrassengärten des Klosters St. Michael gesehen werden. Dem Aussichtspavillon kommt eine doppelte Bedeutung zu, denn er steht nicht nur als point de vue am Ende der Hauptachse, sondern dient durch seine exponierte Lage auch als Belvedere. Mit seiner aufwändigen Substruktion „schwebt“ er förmlich außerhalb des Gartens, was dem ansonsten schlichten Bau einen spektakulären Reiz verschafft. 9


Erfassung historischer Grünflächen in Bamberg Auftraggeber: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

Erfassung innerhalb des Stadtdenkmals

Innenhof der Dompropstei

Bearbeitung: 2002

LEGENDE Kategorie a, historischer Garten, in historischen Strukturen erhalten Kategorie b, ehemals historischer Garten, als Garten mit historischem Bezug erhalten Kategorie c, ehemals historischer Garten, als Garten erhalten Kategorie d, ehemals historischer Garten, keine weiteren Informationen erhalten Grenze Stadtdenkmal Grenze Weltkulturerbe Treidelpfad

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Als Grundlage für das Kapitel über Grünanlagen im Band 1 „Stadtdenkmal und Denkmallandschaft“ der Reihe „Die Kunstdenkmäler von Bayern“ (s. S. 12) sowie als Einstieg in die systematische Erhebung von Gartendenkmälern in Bayern sollten die in den Grenzen des Stadtdenkmals Bamberg potentiell vorhandenen historischen Gartenanlagen und Grünflächen erfasst werden. Da auf eine passende Methodik nicht zurückgegriffen werden konnte, war die Vorgehensweise zunächst zu entwickeln und zu diskutieren. In Zusammenarbeit mit dem Büro Wiegel in Bamberg wurden anhand von Ortsbegehungen sämtliche Freiflächen tabellarisch erfasst. Nach der Auswertung von Archivbeständen wurden Kategorien gebildet und alle dargestellten Gärten bzw. Grünflächen auf dem Urkataster von 1821 und den Katasterplänen von 1889 nach den „Vorschriften für Zeichnung und Vervielfältigung der Katasterpläne in Bayern“ interpretiert. Die Ergebnisse mündeten in einem Plan (Legende s. links). Die Abbildung links oben zeigt die Karte des gesamten Stadtdenkmals, der untere Ausschnitt den Domberg und den Michaelsberg.


Marion Dubler Landschaftsarchitektin Gartenarchitektur & Gartendenkmalpflege

Erfassung außerhalb des Stadtdenkmals

Bearbeitung: 2006

Sog. „Tivoli-Schlösschen“, im Planausschnitt re. unten blau gekennzeichnet (Privatgrün vor 1898)

Anders als bei der Aufgabenstellung im Jahr 2002 erfolgte bei der Erfassung der Grünflächen außerhalb des Stadtdenkmals eine Vorauswahl der Gärten- und Grünflächen bereits vor Ort während der Begehung und Kartierung. Wichtigste Kriterien waren erkennbare, noch vorhandene Strukturen von besonderer, womöglich historischer Bedeutung. Auf der Grundlage einer vorliegenden Stadtentwicklungskarte (Bayer. Landesamt f. Denkmalpflege), in der jedes Gebäude zeitlich zugeordnet ist, fanden in Zusammenarbeit mit Yvonne Slanz (Büro transform, Bamberg) Ortsbegehungen gezielt in den Stadtsteilen statt, deren Entwicklung in der Zeitspanne 1898 -1954 lag. Vorausgegangen war die Entscheidung, die als abgeschlossen geltende Epoche der 1950er Jahre als Zeitgrenze festzulegen. Die Erfassung erfolgte in einer Access-Datenbank (incl. Fotodokumentation), die mit einem GISbasierten Ergebnisplan verknüpft wurde. Dieser Plan vermittelt einen umfassenden Eindruck über sämtliche erhaltenswerte Gartenund Grünanlagen außerhalb des Stadtdenkmals Bamberg.

Stadtgrün I Stadtgrün II Stadtgrün III Stadtgrün IV

vor 1898 1898-1930 1930-1954 nach 1954

Siedlungsgrün II Siedlungsgrün III Siedlungsgrün IV

1898-1930 1930-1954 nach 1954

Privatgrün I Privatgrün II Privatgrün III Privatgrün IV

vor 1898 1898-1930 1930-1954 nach 1954

li.: Legende unten: Ausschnitt Bamberg Ost

Friedhof Umfeld eines Gebäudes aus d. 18.Jd. Nutzfläche in Funktion Allee / Baumreihe Sondernutzungen Sportanlage Biergarten gestaltetes Grün in Industrieanlage Kleingartenanlage Gärnerland / Gärtnerfeld Streuobstwiese Obstplantage

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Kunstdenkmäler von Bayern Bamberg Stadtdenkmal und Denkmallandschaft Auftraggeber: Bayer. Landesamt für Denkmalpflege Bearbeitung: 2007-2012 Ausschnitt östliches Berg- und südliches Inselgebiet

Plandarstellung: Armin Röhrer

Ausschnitt St. Michael und Domberg

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Der Band 1 des Großinventars behandelt die Stadt Bamberg als ein Ganzes. In ihm wurden sämtliche Faktoren, die zur heutigen Stadtgestalt beigetragen haben, erforscht und zu einem zweibändigen Text- sowie einem umfangreichen Kartenteil zusammengestellt. Ein wichtiger Aspekt waren die Grünräume. Auf der Basis der Voruntersuchungen (2002/2006) und der Beschreibung, der Entwicklung sowie des Zustands (Verfasser: Dr. Thomas Gunzelmann) erfolgte die abschließende Betrachtung sämtlicher historischer Grünflächen im Stadtdenkmal (Dubler), kartografisch dargestellt durch den Plan „Erfassung historischer Gärten und Grünflächen“ (s. Ausschnitte auf dieser Seite).

Hierin wird unterschieden zwischen grünbestimmten Freiräumen als Dokument städtebaulicher Entwicklungsgrenzen (sog. Ringwallgärten), Freiräumen als typusbildender Bestandteil städtebaulicher Teilelemente (das sind u. a. der Hofgarten an der Residenz, sämtliche Gartenanlagen geistlicher Herrschaft, großbürgerliche Gärten, Hausgärten, aber auch Kellerwirtschaften oder Sommergärten) sowie Freiräumen als stadtübergreifendes Ordnungsmuster (zu ihnen gehören z. B. Grünzüge und -gürtel, Sportanlagen, der Friedhof oder Alleen). Diese Ordnungen wurden nochmals unterteilt in Denkmäler, historisch bedeutsame und denkmalwerte Grünflächen im Ensemble.


Marion Dubler Landschaftsarchitektin Gartenarchitektur & Gartendenkmalpflege

Orangerie / Hofgut Öhringen-Cappel Gartendenkmalpflegerisches Kurzexposé Auftraggeber: Regierungspräsidium Stuttgart, Baden-Württemberg, Ref. 86 Bearbeitung: 2010

Die Orangerie von Cappel, zur Bauzeit im 18. Jh. in fürstlich hohenlohischem Besitz, ist ein zeittypischer Vertreter einer Kombination aus Pflanzen- und Lusthaus mit repräsentativer Gartenanlage, für deren Bau im ansteigenden Gelände nicht unerhebliche Erdbewegungen notwendig waren. Die Höhenabfolge ermöglichte gleich mehrere Blickachsen. Die wichtigste war die vom Hauptzugang auf die Orangerie, deren Wirkung durch die davor gesetzten Stützmauern und Terrassierungen zusätzlich Steigerung erfährt. Doch auch der Blick von den Terrassen hinunter zum großen Bassin sowie die beiden Blickrichtungen in der Fontänenlängsachse boten effektvolle Blickbezüge. Mit der Hufeisenform, der Abfolge von Ebenen und der Einteilung der Gartenflächen durch axial geführte Wege folgte der Urheber des Gartens den Vorbildern in Italien ab dem ausgehenden 15. Jh, die mit der Anlage von Villen die Gartenkunst nachhaltig beeinflussten und deren gestalterische Auswirkung sich bis ins 18. Jh. fortsetzte.

Große Abbildung oben: Baumaltersplan Kleine Abbildung darunter: Überlagerung des Bestandsplans mit der Uraufnahme aus dem Jahr 1833 (=Übereinstimmung der heutigen Grundstruktur mit hist. Situation) Abb. unten li.: Ölgemälde (Künstler und Provenienz unbekannt), wohl Mitte des 19. Jhs.; die Terrassen wurden zu dieser Zeit zur Anzucht von Gemüse und Obst genutzt. unten re.: Palais von Süden aus gesehen mit vorgelagerter Terrassenanlage (2010); ganz unten: Detail Eckausbildung Terrasse

Das Kurzexposé wurde beauftragt, da das Areal vom heutigen Besitzer für die Kleine Landesgartenschau im Jahr 2016 zur Verfügung gestellt wird. Den Verantwortlichen sollte damit ein Leitfaden vorliegen, der den denkmalgerechten Umgang mit der historischen Substanz ermöglicht. 13


Schlossgarten Freiham bei M端nchen Parkpflegewerk Umsetzung des Parkpflegewerks

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Marion Dubler Landschaftsarchitektin Gartenarchitektur & Gartendenkmalpflege

Auftraggeber: Munich Freiham Castle GmbH

Bearbeitung: 2010, 2014

Abbildungen rechte Seite: oben li.: Uraufnahme Vermessungsverwaltung) oben re.: Zielplan

1859

(Bayer.

Abbildungen linke Seite: oben: Schloss, Blick Richtung Südwest (2013) Mitte li.: tiefer liegendes Parterre östl. des Schlosses, im rechten Bildhintergrund der südliche Lindengang re.: Detail Treppe und Treppenwange, Zustand vor Sanierung unten li.: südlicher Lindengang, Zustand 2010, laubfreie Zeit re.: Zustand, laubtragende Zeit, 2013

1866 ließ Carl Theodor von Yrsch anstelle eines Vorgängerbaus aus dem Jahr 1673 das heutige Gutsgebäude Freiham im Stil der Maximiliansgotik erbauen. Seine Blütezeit erlebte das Gut Ende des 19. Jhs., als Hugo Ritter von Maffei auf den über 800 ha großen Nutzflächen fortschrittliche Landwirtschaft mit technischen Neuerungen aus seiner Maschinenfabrik betrieb. Auf dem Plan von 1859 ist der Gutshof Teil einer weitreichenden Kulturlandschaft westlich von München, als „Schwaige“ umgeben von großflächigen Weiden. Fast sternförmig führen mit Alleen und Baumreihen gesäumte Wege auf den Hof zu. Das „Schloss“ und einige Nebengebäude sind von einer Mauer umfasst. Der Garten zeigt sich zweigeteilt in einen Obst- und einen formalen Ziergarten. Im heutigen Park ist ein axial

zum Gebäude angeordnetes, tiefer liegendes Parterre wichtigstes Gestaltungsmerkmal (wohl um 1920). Zu ihm führen zwei Stufenanlagen aus Betonguss in neubarockem Stil. Das Parterre wird an zwei Seiten von je einem Lindengang flankiert, der nach langjähriger Pflegevernachlässigung in mehreren Zeitabschnitten eine Verjüngung durch fachgerechten Schnitt und Neupflanzung benötigt (Umsetzung 2014). Für den Baumund Strauchgürtel entlang der Parkmauer und den im Park vorhandenen Großbäumen ist in Absprache mit der Naturschutzbehörde ein Pflegekonzept erarbeitet worden. Der neue Besitzer, die Munich Freiham Castle GmbH, nutzt das „Schloss“ nach einer aufwändigen Sanierung als repräsentativen Firmensitz mit entsprechender Parkanlage. 15


Bürgerpark Katharinenberg Wunsiedel Denkmalpflegerische Erhebung Umsetzung Parkpflegewerk

Leitkonzept Parkpflegewerk

Gefördert durch: Bayer. Landesamt für Denkmalpflege, Oberfrankenstiftung, Leader +, Europ. Union Ziel 2

Abbildung oben: Baumbestandsplan, farblich unterschieden je nach Baumgattung und -art Abbildungen Mitte (Ausschnitte Schmidtsche Anlage) li.: Zielplan, re.: Maßnahmenplan, mit Kennziffern für Wege, Strauchpflanzung und Wiese, zu entfernende sowie zu erhaltende und in ihrer Entwicklung zu fördernde Bäume und Neupflanzungen

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Marion Dubler Landschaftsarchitektin Gartenarchitektur & Gartendenkmalpflege

Auftraggeber: Stadt Wunsiedel Bearbeitung: 2004 - 2008

Bayerische Denkmalschutzmedaille 2007

Fotos oben v.l.n.r.: verbuschte Wiesenpartie vor der Freilegungsmaßnahme, Heuansaat mit autochtonem Material nach Entfernung der Strauchschicht, Zustand 2006 nach Fertigstellung des neuen Verbindungswegs

Der Bürgerpark Katharinenberg gilt als ältester, rein durch bürgerliches Engagement entstandener Bürgerpark Bayerns. Bereits ab 1810 gab es erste Initiativen, die 1812 in der Beauftragung des Bayreuther Hofgärtners August Oertel für einen Entwurf mündeten. Oertel, nach ihm ist diese Urzelle des Parks benannt, bediente sich dabei der Gestaltungsprinzipien des Englischen Landschaftsparks. In einem 100 Jahre andauernden Prozess, erweiterten die Wunsiedler „ihren“ Park, generierten Spenden auch von in die USA ausgewanderten

Familien und schufen so ein Unikat, je nach Zeitgeist, Vermögen und politischen Verhältnissen mehr oder weniger gelungen in Ausführung und Gestalt. Noch heute hat der Park im Süden der Stadt einen großen identitätsstiftenden Wert. Beginnend mit einer Denkmalpflegerischen Erhebung und Kurzanalyse (2004, Bayer. Landesamt für Denkmalpflege) wurden ein Parkpflegewerk, ein Leitkonzept sowie die Umsetzung beauftragt (Stadt Wunsiedel). Die größte Herausforderung dabei war das Auslichten der dichten Waldbestände. In enger

Zusammenarbeit mit der zuständigen Naturschutzbehörde wurde sämtliche Bäume klassifiziert und entsprechende Handlungsweisen festgesetzt - von der Fällung über die Entnahme von Totholz bis hin zu aufwändigen Erhaltungsmaßnahmen. Im Jahr 2007 erhielt die Stadt Wunsiedel u. a. auch wegen ihres Einsatzes für die Inwertsetzung dieses Gartendenkmals die Bayer. Denkmalschutzmedaille. 2008 übergab die Stadt der Bevölkerung mit einem großen Bürgerfest den sanierten Katharinenberg.

Abb. untere Reihe v.l.n.r. (paarweise jeweils li. vor und re. nach der Umsetzung des Parkpflegewerks): Schmidtsche Anlage mit Gedenkstein, Ostpavillon sowie Hauptverbindungsweg Richtung Westen

Abb. re.: sog. Oertel-Plan (1812)

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Bad Alexandersbad Denkmalpflegerische Voruntersuchung des historischen Ortskerns und seinen kulturlandschaftlichen Verflechtungen GefĂśrdert durch: Bayerisches Landesamt fĂźr Denkmalpflege

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Marion Dubler Landschaftsarchitektin Gartenarchitektur & Gartendenkmalpflege

Auftraggeber: Verband für ländliche Entwicklung Oberfranken Bearbeitung: 2008 Abbildung rechte Seite: Ausschnitt aus dem Plan „Potentielle Kulturlandschaftsstationen („Points of interest“) Dargestellt sind u. a. der Bestand an Denkmälern oder als Denkmal vorgeschlagenen Gebäude (rot bzw. rot umrandet), die Heilquelle mit Monopteros und LuisenGedenksäule, Sichtachsen und Blickbezüge, der Kurpark mit landschaftlicher Gestaltung, die Alleen und die Zierbrunnen. Grün gepunktet und umrandet: der Kurpark, zur Eintragung Denkmalliste vorgeschlagen.

in

die

Grün schraffiert: ortsbildprägendes Grün- und Aueland Abbildungen linke Seite: oben: Gartendenkmalpflegerischer Zielplan Mitte v.l.n.r.: Vogelschauperspektive (um 1900, Privatbesitz, Schloss und Schlossplatz, Wandelgang, Kaltwasserheilanstalt und Luisenburg-Allee); Foto der Situation 2008; östliche Kurparkallee unten li.: östliche Kurparkallee, Heilquelle und Monopteros, dahinter Greinberg; re.: Schlossplatz, Blick Richtung Osten

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts bestand Alexandersbad im Wesentlichen aus den Kuranlagen (Schloss, Kurpark am Schloss, Kaltwasserheilanstalt, Kurpark an der Kaltwasserheilanstalt, Luisenburg-Allee) und einigen wenigen „Trüpfhäusern“. Seine Lage am Fuß eines mit Fichten bewaldeten Berghangs am Rand einer Talaue mit Nutzung zu Grün- und Ackerland brachte es mit sich, dass diese unterschiedlichen kulturlandschaftlichen Elemente den Rahmen für den Ort bildeten.

Die Kurparkanlagen umfassten die baulichen Einrichtungen für den Kurbetrieb wie ein Gürtel, leiteten aber durch die Möglichkeit zu Ausblicken und durch die Anbindung von Spazierwegen in die Natur über. Wie ein Pfeil „schoss“ die Luisenburg-Allee auf 1,5 km Länge aus Alexandersbad heraus, durch den Fichtenwald bis hinauf auf den Bergrücken und weiter als Durchhau bis zu einer der Anhöhen des Felsenlabyrinths der Luisenburg. Die Voruntersuchung sollte als Grundlage für den anstehenden Dorferneuerungsprozess dienen. Vor Auftragsende entschied sich der Auftraggeber, das Leistungsbild um eine gartendenkmalpflegerische Zielkonzeption zu erweitern - zur Hilfestellung und Anregung und als Diskussionsbasis für den Dorferneuerungsprozess.

Der Textteil beinhaltet die Siedlungsgeschichte, ergänzt um eine Zusammenstellung der wichtigsten historischen Pläne und Ansichten. Danach erfolgte die Kartierung aller ortsbildprägenden Grün- und Freiräume sowie die der Gebäude und der kulturlandschaftlichen Elemente (z. B. Blickachsen, Panoramaund Wandelwege, Parkanlagen, Trinkbrunnen, Alleen und Sitzplätze) incl. deren Beschreibung und Bewertung (s. Plan der sog. „Points of Interests“). Aus der Erfassung, der gartenhistorischen Einordnung und der Bewertung der Grünstrukturen resultierten die Formulierungen von übergeordneten Entwicklungszielen sowie Leitfäden für die einzelnen überkommenen Grünstrukturen des Badeorts. 19


Lehre Seminar Gartendenkmalpflege im Masterstudiengang Denkmalpflege – Heritage Conservation an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg/ Hochschule Coburg Lehrinhalte: Gartendenkmäler im Denkmalschutzgesetz, Charta von Florenz, Leitlinien für Parkpflegewerke, Beispiele aus der Büropraxis, Exkursion und Praxisübung an ausgewählten Gartendenkmälern (2012: Schlosspark Obbach, Schwerpunkt Gartenarchäologie - Geophysikalische Prospektion) Detail Pavillon Schlosspark Obbach (Voß, Hübner, Roß, 2012)

Publikationen (Auswahl) Bambergs schöne Gärten, Babenbergverlag, 2001 Historische Gärten und Grünflächen im Stadtdenkmal, in: Die Kunstdenkmäler von Bayern, Stadtdenkmal und Stadtlandschaft Bamberg, Bayer. Landesamt für Denkmalpflege, 2012 Was wächst im Kurpark? Anmerkungen zur Bepflanzung, in: Der Kurpark von Bad Steben, Landkreis Hof (Hrsg.), 2013 Die geschichtliche Entwicklung des Hains, in: Der Bamberger Hain, Parkpflegewerk, Stadt Bamberg, 2004 Städtebaulich-denkmalpflegerische Untersuchung Universitätsstraße Erlangen, Stadt Erlangen (Hrsg.), 2007 Der historische Badeort Bad Alexandersbad mit seinen kulturlandschaftlichen Verflechtungen, in: Denkmalpflege Informationen, Bayer. Landesamt für Denkmalpflege, Ausgabe B, Nr. 147, 2010 30 Jahre Gärtner- und Häckermuseum Bamberg, 2009 Lustbarkeiten an der Regnitz - von Wasserparthien und Feuerregen, in: Im Fluss der Geschichte, Dr. Regina Hanemann (Hrsg.), 2009 15 Traumbilder für 2015 - Natur in Bad Alexandersbad, Bewerbung für die Kleine Landesgartenschau 2015 Vorträge und Führungen zum Thema „Historische Gärten“

Mitglied International Council on Monuments and Sites Deutsches Nationalkommitee

Marion Dubler

Landschaftsarchitektin Gartenarchitektur & Gartendenkmalpflege

Büro für Gartendenkmalpflege Bughofer Straße 2 96050 Bamberg Tel. 0951 20 87 94 00 Mail: marion@dubler.de www.gartenarchitektin.info

Marion Dubler, Gartendenkmalpflege, Projekte-Referenzen  

15 Jahre Büro für Gartendenkmalpflege Bamberg, Auswahl Projekte-Referenzen (c) Marion Dubler

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