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65. JAHRGANG -

I. R.

www.lvh.it

April 2011

Italienische Post AG - Versand im Postabonnement - G.D. 353/2003 (konv.Ges. Nr. 46 27/02/2004) Art. 1, Abs. 1, CNS Bozen 05/07

FA ZEITSCHRIFT DER VERTRETUNG FÜR DAS SÜDTIROLER HANDWERK D CEHR

DER

Baukongress 2011 Stopp mit der Bürokratie Jahresversammlungen der Bauberufe Ehrung der SLBK-Gründerbetriebe

Kleinbetriebe sind unverzichtbar

Bild: Ehrung der Gründungsmitglieder der Südtiroler Bauarbeiterkasse (SLBK) anlässlich des Baukongresses 2011 in Bozen


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Editorial

Meinungen

Der direkte Draht zur Basis

Ab sofort Umfrage im Internet

www.lvh.it Es werden wieder Forderungen nach einer Tourismusabgabe erhoben. Befürworten Sie eine solche Abgabe für die Betriebe? Ja, das Handwerk erhält Auftrage durch den Tourismus und sollte daher die Tourismusvereine mitfinanzieren Nein, ich bin gegen eine zusätzliche Steuer für alle Betriebe Ich habe keine Meinung dazu

Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem aktuellen Thema! Ab sofort im Internet unter www.lvh.it.

Umfrageergebnis der letzten Ausgabe: Wie stehen Sie zu den Landesmeisterschaften des Handwerks und zu den Berufs-WM? Positive Initiative für die Jugend und das Image des Südtiroler Handwerks

66,67 %

Kein Nutzen, nur Geldverschwendung

33,33 %

Ich habe keine Meinung dazu

00,00 %

Liebe Leserinnen und Leser, die Vielzahl der Kleinbetriebe in Südtirol wird von mancher Seite als Nachteil empfunden. Für mich ist dies immer eine Gelegenheit, um die wertvollen Leistungen der Kleinbetriebe aufzuzeigen. Jede Betriebsstruktur hat ihre Vor- und Nachteile, und Südtirols Stärke liegt in dem vielfältigen Mix aus Betrieben unterschiedlicher Größe. Dies haben die vergangenen zwei Jahre gezeigt, als Südtirol die Wirtschaftskrise dank der breiten Basis an flexiblen Kleinbetrieben relativ gut meistern konnte. Es ist nicht richtig, wenn man nach überstandener Krise sagt, dass dieselben Betriebe, die in Krisenzeiten keine Mitarbeiter entlassen oder in Lohnausgleich gestellt haben, nun auf einmal Ballast für den Wirtschaftsstandort wären. Die Kleinbetriebe sichern die in Südtirol noch intakte und im Ausland viel gelobte Nahversorgung. Sie beleben die ländlichen Gegenden, sorgen für eine lebendige Wirtschaft in jedem Dorf und jeder Gemeinde sowie für Arbeitsplätze, Lehrstellen und Steuereinnahmen. Den Kleinbetrieben und ihrem Wert für die Wirtschaft und Gesellschaft in Südtirol widmen wir die Titelgeschichte dieser Ausgabe (Seite 8/9). Sicher: Wachstum und Kooperationen der Betriebe müssen unterstützt werden, damit sich Betriebe, die eine stagnierende Auftragslage in Südtirol vorfinden, auch außerhalb der Landesgrenzen bewegen und Aufträge annehmen können. Die Anforderung an die Betriebe, eine bestimmte Größe zu erreichen, muss aber immer vom Markt kommen. Es kann nicht sein, dass die Betriebe wachsen müssen, nur damit sie die Bürokratie bewältigen und die von der Politik auferlegten Bestimmungen schultern können. Daher ist der Hebel zuerst bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen anzusetzen. Es braucht einen Bürokratieabbau und vereinfachte Bestimmungen für Klein- und Kleinstbetriebe, vor allem im Zusammenhang mit den öffentlichen Aufträgen, der Arbeitssicherheit und dem Umweltrecht. Weniger Bürokratie hat zuletzt das Bauhandwerk auf dem Kongress in Bozen eingefordert. Lesen Sie bitte mehr über die Versammlung der Bauberufe auf den Seiten 10–13. Mein Glückwunsch und ein herzliches Dankeschön gilt den 70 Gründerbetrieben der Südtiroler Landesbauarbeiterkasse, die im Rahmen des Baukongresses ausgezeichnet wurden (Seite 14–15). Dank ihrem Vertrauen und Pioniergeist kann die SLBK heute auf die Bedürfnisse der Klein- und Mittelbetriebe eingehen und spezifische Leistungen für das Bauhandwerk anbieten, wie etwa die Rückerstattung der Kosten für Pflichtkurse. Gute Lektüre wünscht Ihnen

Gert Lanz Präsident des LVH


Inhalt

Handwerk aktuell

8 Titelgeschichte

Wirtschaft: Die Vorteile der Kleinbetriebe und warum sie für Südtirol unverzichtbar sind.

6 Von Monat zu Monat: Südtirolempfang auf der IHM, Export legt zu, Südtirol Awards ausgeschrieben, Bürokratieabbau, Arbeitsgruppen gegründet, Lehrgang Innovation 8 Titelgeschichte: Kleinbetriebe sind unverzichtbar 10 Thema: Baukongress in Bozen – Versammlungen der Bauberufe Ehrung der SLBK-Gründerbetriebe 16 Von Monat zu Monat: Neuerungen öffentliche Aufträge 17 Von Monat zu Monat: Innovationsgesetz vorgestellt 18 Von Monat zu Monat: Ergebnisse ASTAT zur Entwicklung des BIP 20 Von Monat zu Monat: Messe Tipworld

Gesetze und Richtlinien

10

Baukongress: Die gemeinsame Jahresveranstaltung der Bauberufe in Bozen.

Thema

22 Steuern und Finanzen: Neues Steuermodell auf Mieteinkünfte, Steuertermine 23 Gesetze und Richtlinien: Weniger Steuern auf Überstunden 24 Vor dem Gericht zur Schlichtung 25 MUD-Erklärung, Erklärung AEE, Förderung SOA 26 Steuererklärung Mod. 730, Sprechstunden Inapa 27 Regelung De-minimis, Renten CUD

Bezirke

14

Thema

SLBK: Auszeichnung der 70 Gründerbetriebe der Landesbauarbeiterkasse.

28 Bezirksversammlung Unter- und Obervinschgau 29 Bezirksversammlung Burggrafenamt, neuer Ortsobmann Marking 30 Bezirksversammlung Klausen, Handwerksschau Gröden 31 Handwerk unter den Lauben Neumarkt

Gewerbebauten 32 Konsortium “Widumwiese III” abgeschlossen

24

Recht: In vielen Streitfällen sind Schlichtungsverfahren Pflicht.

Gesetze & Richtlinien

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Der Handwerker April 2011

Berufsgruppen 32 33 34 35 36

Bau: Messe Baumec und Viatec Metall: Jahresversammlung der Maschinenbaumechaniker Holz: Jahresversammlung der Tischler Holz: Wettbewerb “halb2” Installation: Förderung Solarstrom, Jahresversammlung der Spengler


Inhalt

37 38 39 40

Installation: Jahresversammlungen der Kaminkehrer Körperpflege: Fahrt zur Messe Cosmoprof Lebensmittel: Jahresversammlung der Metzger Transport: Konsortium Transopt

33

Organisationen 41 41

Frauen: Rolle der Frau in der Wirtschaft Junghandwerker: Treffen mit Berufsbildungsdirektor Gerstgrasser 42 Althandwerker: Landesausschusss stllt Tätigkeitsprogramm vor, Fahrt nach Bregenz

Berufe: Mehrere Berufsgemeinschaften haben ihre Jahresversammlung abgehalten.

Berufsgruppen

Leserservice Lehrstellenbörse Weiterbildung Messen und Termine Leute Von Heute: Bayerischer Staatspreis für Südtiroler Tischler, Wirtschaftsball – Verlosung Elpo, Brandschutzkurs Laurein, Eröffnung Showroom Hofer Böden und Fliesen

42

Althandwerker: Der Landesausschuss stellt sein Tätigkeitsprogramm vor.

Althandwerker

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Der Handwerker April 2011

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Von Monat zu Monat

Bürokratieabbau

Internationale Handwerksmesse

Enge Bindung zwischen Südtirol und Bayern Auf der IHM in München fand der Südtirolempfang statt, den die Münchner Gesellschaft für Handwerksmessen und die Bayerische Handwerkskammer traditionell für die Aussteller und die Gäste aus Südtirol organisiert. Der LVH und der LVH-Bezirk Burggrafenamt hatten Busse zur IHM organisiert. LVH-Präsident Gert Lanz dankte Heinrich Traublinger, Präsident der Handwerkskammer München und Oberbayern und Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für Handwerksmessen, für die Einladung und unterstrich die enge Bindung

zwischen den Handwerksorganisationen der beiden Länder. „Wir verdanken dies dem LVH-Ehrenpräsidenten Herbert Fritz und dem Vizepräsidenten der Handelskammer, Bruno Covi, die über viele Jahre das Südtiroler Handwerk außerhalb der Landesgrenzen vertreten und etabliert haben“, dankte Lanz. Zum Empfang in München gekommen waren weiters die Vizepräsidenten Martin Haller und Ivan Bozzi, Norbert Insam, Erhard Joos und Horst Pichler vom LVHExekutivausschuss, Landtagsabgeordneter Hanspeter Munter, Direktor Thomas Pardeller, Berufsgruppenobmann Kurt Egger und die LVH-Bezirksobmänner Josef Schwärzer, Gregor Seyr, Horst Rufinatscha, Karl Keim und Josef Felderer.

Willkommen

Neue LVH-Mitglieder

• Ahrntal/St. Jakob: Duregger Christian, Inst. für Heizung u. sanitäre Anlagen • Bozen: Prinoth Paul, Mietwagenunternehmen • Brixen: Barberio Gianfranco, Maurer Frener Haus GmbH, Zimmerer Rocchieri Provvidenza, Versch. Berufe Nahrungsmittel • Bruneck: Basic Husein, Isolierer • Eppan: Der Hausmann, Verschiedene • Franzensfeste: Kerschbaumer Thomas, Tischler • Glurns: Schwarz Hermann Josef, Inst. für Heizung u. sanitäre Anlagen • Jenesien/Afing: Höller Anton, Mietwagenunternehmen • Kiens: Solarmontec SRL, Elektrotechniker • Laas: Lechner Trans des Lechner Dennis, Warentransporteur • Lana: Tiresmaster SRL, KFZ-Techniker • Leifers: Artel di Modena Maurizio, Elektrotechniker • Meran: Speedsun GmbH, Schönheitspfleger Auto Götsch GmbH, Karosseriebauer Zhou Punian, Verschiedene • Rasen/Antholz: Schuster Philipp GmbH, Inst. für Heizung u. sanitäre Anlagen • Sexten: Feichter Roman Spenglerei, Bau-und Galanteriespengler • St. Christina: Tirust, Tischler • St. Lorenzen: Leitner Meinrad Johann, Bäcker • St. Martin in Thurn: Kyma Controls GmbH, Verschiedene • St. Pankraz: Icejet OHG des Gruber Karl Heinrich & Kaufmann J., Reinigungsunternehmen • Sterzing: Bris Robert - Brisstav, Maler und Lackierer • Welsberg: Dorner Metallbau GmbH, Schmiede und Schlosser • Wengen: La ciasa dal pan di D. M., Bäcker

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Der Handwerker April 2011

Landesregierung lotet Spielräume aus Die Landesregierung hat einen Verfassungsrechtler damit beauftragt, Spielräume zur Entbürokratisierung auszuloten. Unternehmen sehen sich heute einem Wust an Auflagen, Vorschriften und bürokratischen Pflichten gegenüber, betont Landeshauptmann Luis Durnwalder, der als neueste Beispiele die Vorschriften in punkto Stress am Arbeitsplatz oder die regelmäßigen Kontrollen

Außenhandel

Export legt um 20 Prozent zu Im Jahr 2010 legten die Ausfuhren um mehr als 20 Prozent zu. Wie das Landesinstitut für Statistik (Astat) mitteilte, wurden im Jahr 2010 Waren im Wert

Verbandsschwerpunkte

Vorschläge an die Arbeitsgruppen senden Der Exekutivausschuss des LVH hat verschiedene Arbeitsgruppen zu allen wichtigen Themenbereichen des Verbands gebildet. In den Arbeitsgruppen sind Funktionäre und die jeweils zuständigen hauptamtlichen Mitarbeiter vertreten. Sprecher ist jeweils ein Mitglied des Exekutivausschusses. Zu folgenden Themen wurden Arbeitsgruppen gebildet: Gewerkschaften, Bildung, öffentliche Arbeiten, Arbeitssicherheit, Mitglieder,

auf Drogenkonsum nannte. Ausgangspunkt der bürokratischen Lasten seien zwar oft Richtlinien der EU, aber: „Italien tut sich oft durch besonders komplizierte Auslegungen und Anwendungen dieser Richtlinien hervor“, so Durnwalder. Aus diesem Grund wolle man nun autonome Spielräume bei der Umsetzung von EU-Richtlinien ausloten. „Wir haben einen Verfassungsrechtler damit beauftragt, uns Möglichkeiten aufzuzeigen, die mit den EU-Regeln und der Verfassung in Einklang stehen“, so der Landeshauptmann. von 3.318,8 Millionen Euro aus Südtirol ausgeführt. Dies entspricht einer Zunahme um 20,2 Prozent gegenüber 2009. Die Entwicklung der Einfuhr verlief noch markanter: Die Importe verzeichneten einen Zuwachs von 26,4 Prozent im Vergleich zu 2009 und erreichten einen Wert von 4.579,3 Millionen Euro.

Statuten, Urbanistik und Gemeindepolitik. Die vom Exekutivausschuss eingesetzten Arbeitsgruppen leisten eine wichtige Tätigkeit bei der Bearbeitung handwerksspezifischer Thematiken, daher sollen die Arbeitsgruppen auch allen Funktionären und Mitgliedern näher gebracht und eine direkte Zusammenarbeit gefördert werden. Zu diesem Zweck sind die Arbeitsgruppen auf dem Internetportal des Verbandes (www.lvh.it>Wir über uns) veröffentlicht. Jede Arbeitsgruppe besitzt eine eigene E-Mail-Adresse, an die Funktionäre und Mitglieder ihre Vorschläge und Anregungen übermitteln können.


Wirtschaftspreis

„Südtirol Award“: Bis 15. Juni anmelden Südtirol schreibt 2011 erstmals einen gemeinsamen Preis, die „Südtirol-Awards“ der Wirtschaft, aus. Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen mit Sitz in Südtirol aus den unterschiedlichen Branchen: Es kann sich bei der Bewerbung um eine außergewöhnliche Investition (Investment Award), eine erfolgreiche Exporttätigkeit (Go International Award), ei-

Immobilien

Ohne Energieausweis kein Verkauf Beim Verkauf oder der Vermietung von Häusern und Wohnungen müssen die Verkäufer oder Vermieter den neuen Eigentümer über den Energiebedarf des Hauses informieren – bestenfalls mit einem Energieausweis. In Verkaufs- und Vermietungsverträgen muss künftig eine Klausel eingebaut sein, in denen der

Innovation

Lehrgang zum zertifizierten Innovationsbeauftragten Im Mai 2011 startet ein neuer Lehrgang zum zertifizierten Innovationsbeauftragten für Klein- und Mittelbetriebe. Am Donnerstag, 28. April, findet dazu um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im Haus des Handwerks (3. Stock) in Bozen statt.

ne realisierte Marketingleistung (Marketing Award) oder ein innovationsfähiges Unternehmen (Innovation Award) handeln. Der Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 15. Juni 2011. Dafür sind die Unterlagen an die jeweilige Organisation – BLS, EOS, SMG und TIS – zu richten. Einen feierlichen Abschluss und Höhepunkt werden die „Südtirol Awards“ mit der „Nacht der Awards“ im Stadttheater Bozen am 11. November 2011 erleben. Alle Informationen finden sich auch online unter www.suedtirol-awards.it. Käufer bzw. Mieter erklärt, alle Informationen und alle Dokumente zur energetischen Bescheinigung erhalten zu haben, weist die Notariatskammer Bozen hin. Für erst errichtete Gebäude kann man sich zwecks Energieausweis an die Klimahausagentur wenden oder an einen Techniker (Ingenieur, Geometer, Architekt usw.). Für ältere Gebäude, die vor 1990 gebaut wurden, reiche auch eine Eigenerklärung. Vorlagen dazu sind bei der Klimahausagentur erhältlich. Zielgruppe des Lehrgangs sind Betriebsinhaber, mitarbeitende Familienmitglieder, Mitarbeiter und alle Interessierten. Inhalte sind Unternehmensführung, Projektmanagement, Produktentwicklung, Marktbearbeitung uvm. Nähere Informationen zum Lehrgang erhalten Sie in der LVH-Innovationsabteilung unter Telefon 0471 323 225 oder per E-Mail an innovation@lvh.it (siehe auch Seite 19).

Kolpingjugend sucht „Lehrlingspaten“ Die Idee „Lehrlingspate“ ist ganz einfach: Erwachsene übernehmen die ehrenamtliche Aufgabe, junge Menschen während ihrer Schulund Berufsausbildung zu begleiten bzw. sie im Übergang zwischen Schule und Arbeit zu unterstützen. Die Paten sind interessiert am Leben der jungen Menschen und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Ziel der Begleitung

ist es, dass die Jugendlichen einen qualifizierten Berufsabschluss erlangen und so bessere Chancen für die Zukunft haben. Die Lehrlingspaten betreuen jeweils einen Jugendlichen, tauschen sich aber in gemeinsamen Abenden untereinander aus. Für schwierige Fragen und Situationen stehen Lehrkräfte der beteiligten Berufsschulen und die Jugendreferentin der Kolpingjugend Südtirol zu Verfügung. Interessierte melden sich bitte bei Verena, Jugendreferentin Kolping Südtirol unter jugend@kolping.it oder unter Tel. 0471 308400.

Delegiertenversammlung Gemeinsam mit einer Stimme für das Handwerk Samstag, 16. April 2011 mit Beginn um 9 Uhr im Haus des Handwerks Mitterweg 7, Bozner Boden

Erster Teil

Eröffnung Gert Lanz, Präsident Grußworte Roberto de Laurentis, Präsident der Confartigianato Trient Die Wirtschaftsentwicklung als Chance für das Handwerk Heinrich Traublinger, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern Die Bedeutung des Handwerks für Südtirol Luis Durnwalder, Landeshauptmann Ehrungen

Zweiter Teil

Leistungsbericht 2010 Genehmigung der Abschlussbilanz 2010 Vorschau auf die Jahresbilanz 2011 Parkmöglichkeit: offener Parkplatz und Tiefgarage hinter dem Haus des Handwerks. Der Handwerker April 2011

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Von Monat zu Monat

Initiative


Titelgeschichte

Kleinbetriebe leisten Großes Kleinbetriebe: Die Wirtschaft in Südtirol und das Handwerk im Besonderen sind durch eine kleine Betriebsstruktur gekennzeichnet. Dies bringt dem Land Vorteile.

Z

unächst der Blick auf die Zahlen: In Südtirol gibt es rund 42.300 gewerbliche Unternehmen. Fast 80 Prozent der Unternehmen beschäftigen zwischen einem und drei Mitarbeiter (siehe Tabelle). Über die Hälfte der Unternehmen besteht nur aus einer Person, nämlich dem Betriebsinhaber selbst. Umgekehrt machen die knapp 130 Unternehmen mit mehr als hundert Mitarbeitern nur einen Bruchteil aus. Die Struktur der Südtiroler Wirtschaft wird maßgeblich vom Handwerk beeinflusst, da fast jedes dritte gewerbliche Unternehmen in Südtirol ein Handwerksbetrieb ist. Die 13.055 Handwerksbe-

triebe beschäftigen insgesamt rund 36.700 Mitarbeiter. Dies entspricht einem Schnitt von 3,3 Mitarbeitern je Betrieb. Mehr als 8000 Handwerksbetriebe haben zwischen einem und drei Mitarbeitern, weitere 2000 Betriebe zählen drei bis neun Beschäftigte (siehe Tabelle). Nur 19 Handwerksbetriebe beschäftigen fünfzig oder mehr Mitarbeiter. Das Handwerk ist somit noch einmal ein Stück kleinstrukturierter als es die Südtiroler Wirtschaft insgesamt ist.

Kleinbetriebe sichern die Nahversorgung

In der öffentlichen Diskus-

sion wird die Vielzahl der Kleinst- und Kleinbetriebe oftmals als negative Seite der Südtiroler Wirtschaft dargestellt, ja sogar als Hemmschuh bezeichnet. Export, Forschung und Innovation gelten als die Schwerpunkte der Zukunft, und diese könne ein Betrieb nur bewältigen, wenn er ausreichend groß sei und einen Teil der Mitarbeiter von der eigentlichen Betriebstätigkeit abziehen und mit Verwaltung, Marketing und Produktentwicklung betrauen könne. Für den LVH ist diese Einschätzung einseitig und trifft nur auf einen Teil der Betriebe und

Im Baugewerbe gehen die Aufträge zurück, dennoch machen die Betriebe nur fünf Prozent ihres Umsatzes außerhalb Südtirols.

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Der Handwerker April 2011

Berufe zu. Der Verband bemüht sich, dass die öffentliche Diskussion sich nicht einzig um Export und Innovation dreht, sondern dass sämtliche Bedürfnisse der Betriebe berücksichtigt werden. „Wir müssen die Wirtschaft differenziert sehen“, sagt Präsident Gert Lanz, „und dürfen nicht außer Acht lassen, dass ein großer Teil der Betriebe die Nahversorgung sichert und den lokalen Markt bedient.“ Der örtliche Metzger oder Frisör, ein Kfz-Techniker oder ein Mietwagenfahrer müssen sich um ein gutes Kundenservice bemühen, Export und Produktentwicklung betreffen diese Sparten kaum, führt Lanz als Beispiele an. „Zudem beweisen die Kleinbetriebe tagtäglich Innovation, indem sie ihren Betrieb fortlaufend verbessern und an die Bedürfnisse der Kunden anpassen“, so Lanz. Er weist auf weitere Vorteile der kleinen Betriebe hin. „Im Ausland lobt man die funktionierende Nahversorgung in Südtirol. Kleinbetriebe gibt es in jeder Gemeinde und in jedem Dorf, die Betriebe sorgen für die wirtschaftliche Belebung der Orte, für Beschäftigung und Steuereinnahmen“, unterstreicht Lanz. Auch seien Kleinbetriebe flexibel und stabilisieren die Wirtschaft bei internationalen Krisen, wie das Jahr 2009 gezeigt hat. „Die kleinen Wirtschaftskreisläufe darf man nicht abschätzig behandeln,


„Kleinbetriebe leisten Wertvolles für unser Land. Der gute Mix aus kleinen und größeren Betrieben ist eine Stärke der Südtiroler Wirtschaft.“ dagegen wehren wir uns“, stellt der Verbandspräsident klar.

Wachstum, wo es der Markt verlangt

Wichtig ist das Bemühen um neue Produkte und Absatzmärkte in jenen Branchen, in denen die lokale Auftragslage stagniert oder gar rückläufig ist. „Im Baugewerbe gab es einen jahrelangen Aufschwung, in dessen Verlauf sich viele Handwerker selbstständig gemacht haben und viele neue Betriebe gegründet wurden“, erklärt Lanz, und weiter: „Der Aufschwung im Baugewerbe ist seit einigen Jahren vorbei und

Vorteile der Kleinbetriebe

• sichern die Nahversorgung; • sind auch in entlegenen Gemeinden und ländlichen Gegenden angesiedelt; • sichern Arbeitsplätze und Steuereinnahmen in allen Gemeinden; • bieten persönlichen Kontakt des Betriebsinhabers mit den Kunden; • sind flexibler und können sich Marktänderungen schneller anpassen; • sind krisenresistenter, weil unabhängiger von überregionalen Entwicklungen; • ihre Größe ist für viele Berufe und Tätigkeiten oder bei gesichertem Kundenstock gut geeignet.

Titelgeschichte

einigen Betrieben fehlen die Aufträge. Daher ist es notwendig, dass sich die Betriebe zusammentun und so die Kraft haben, um auch außerhalb Südtirols aktiv zu sein oder Aufträge anzunehmen, für die sie allein zu klein wären.“ Den Zahlen des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) der Handelskammer Bozen zufolge machen die Betriebe des Bausektors nur fünf Prozent ihres Umsatzes außerhalb Südtirols (siehe Grafik). Im übrigen Handwerk liegt dieser Wert bei 28 Prozent. Die Betriebe wissen aber selbst genau, welche die Erfordernisse des Marktes sind und sie reagieren darauf. Wachstum und Kooperation müssen unterstützt werden. Der LVH unterstützt die Bildung von Konsortien, wie zum Beispiel die Konsortien KSM und Transopt im Transportsektor, und die EOS – Exportorganisation Südtirol fördert die Präsenz im Ausland. Keinesfalls darf Wachstum nötig sein, nur damit die Betriebe die tägliche Bürokratie bewerkstelligen können. „Die Anforderung an die Betriebe, eine bestimmte Größe zu erreichen oder sich zusammenzuschließen, muss im-

mer vom Markt kommen“, sagt Lanz. Denn auch größere Betriebe hätten ihre Vorteile. Sie können als Zugpferde für die Kleineren fungieren und erwirtschaften eine im Schnitt höhere Wertschöpfung. „Letztendlich zählt der gute Mix aus kleinen und großen Betrieben“, betont Lanz, der darin eine Stärke der Südtiroler Wirtschaft sieht. Tobias Egger

Betriebe in Südtirol nach ihrer Größe Mitarbeiter 1-3 4-5 6-9 10 - 29 30 - 49 50 - 99 100 - 249 über 250 Summe

Anzahl 32.538 3.820 3.061 2.354 316 162 102 26 42.379

Betriebe % 76,8 % 9,0 % 7,2 % 5,6 % 0,7 % 0,4 % 0,2 % 0,1 % 100 %

Handwerksbetriebe in Südtirol nach ihrer Größe Mitarbeiter 1-3 4-9 10 - 49 über 50 unbekannt Summe

Anzahl 8.088 2.184 672 19 2.092 13.055

Betriebe % 62,0% 16,7% 5,1% 0,1% 16,0% 100,0%

Vorteile der größeren Betriebe

• können Verwaltungsaufgaben und bürokratische Auflagen leichter bewerkstelligen; • treten außerhalb Südtirols auf und holen sich dort Aufträge; • beteiligen sich an öffentlichen Ausschreibungen; • können Marketing, Produktentwicklung und Innovation betreiben; • müssen nicht als Subunternehmer arbeiten; • erwirtschaften im Schnitt eine höhere Wertschöpfung.

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Thema Baukongress in Bozen mit den Obmännern: (untere Reihe v. r.) Vizepräsident Martin Haller, Paul Fischnaller, Renate Gamper, Paul Jaider und Stefan Theil sowie (obere Reihe v. r.) Arnold Fischnaller, Rudolf Dantone, Hans Karl Trojer, Mario Sacco und Anton Maier.

Neun Berufe, eine Stimme Baukongress: Die Baugruppe hat die Belastung der Betriebe durch ständig steigende Bürokratie wie die Stressbewertung oder das Abfallsystem Sistri aufgezeigt. An die Betriebe selbst richtete sich der Appell, die Preise und Angebote gut zu kalkulieren.

N

ach dem Erfolg des vor zwei Jahren veranstalteten ersten Baukongresses fand am 19. März an der Universität Bozen die zweite Auflage dieser Jahresveranstaltung für das Bauhandwerk statt. Über 300 Bauunternehmer, Zimmerer, Maler und andere Bauhandwerker kamen zum Kongress. Die LVH-Baugruppe hat den Kongress organisiert. Baugruppenobmann Markus Bernard (im Bild) hat in seiner Rede die Lage im Bausektor aufgezeigt und dabei auch Kritik geäußert. „Wegen den sinkenden Aufträgen fechten die Betriebe

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oftmals einen Preiskampf aus und arbeiten ohne Gewinne.“ Aber ohne Gewinn kann kein Betrieb auf die Dauer überleben, so Bernard. Er rief alle Unternehmer, Planer und Architekten zur Fairness und guter Preiskalkulation auf. Mit dem Leitbild Bau haben sich vor kurzem alle Vertreter der Bauwirtschaft auf einen gemeinsamen „Ehrenkodex“ geeinigt.

Bürokratie: eigene Regeln für Kleinbetriebe nötig

Nächster Kritikpunkt Bernards war die hohe Bürokratielast. „Aus Rom kommen laufend neue Gesetze und Auflagen, die von kleinen Betrieben nicht mehr geschultert werden können.“

Als Beispiele nannte der Obmann die Antimafia-Bestimmungen, das Abfallsystem Sistri und die neue Pflicht zur Stressbewertung der Mitarbeiter. „Und wann wird der Stress der Unternehmer mit solchen Auflagen gemessen und gesetzlich verboten“, fragte sich Bernard. Die Grenze des Zumutbaren sei erreicht. „Wir brauchen einen spürbaren Bürokratieabbau und vereinfachte Bestimmungen für Betriebe mit wenigen Mitarbeitern.“ LVH-Präsident Gert Lanz und Landeshauptmann Luis Durnwalder stimmten dem zu. Durnwalder betonte in

seiner Rede, dass die Vorschriften in den Bereichen Arbeitssicherheit und Umweltrecht vom Staat kommen. „Wo es in der Kompetenz des Landes ist, wollen wir die Bürokratie reduzieren. Die Vorschläge, die uns die Wirtschaftsverbände geschickt haben, werden zurzeit geprüft und dann umgesetzt“, so der Landeshauptmann. Im Anschluss an die Referate beim Baukongress fand die große Ehrung langjähriger Mitgliedsbetriebe der Südtiroler Landesbauarbeiterkasse (SLBK) statt (Seite 14/15). Vor dem allgemeinen Kongressteil hielten die Berufsgemeinschaften ihre Jahresversammlungen ab, die nachstehend zusammengefasst werden.


Die Bodenleger sind die Fachleute für das Verlegen von Böden und Parkett. „Wir sind spezialisierte Betriebe, haben eine fundierte Ausbildung und bilden uns laufend weiter“, unterstreicht Obmann Paul Fischnaller (im Bild). Die gute Ausbildung zeigt sich im regelmäßigen Erfolg bei internationalen Wettbewerben. Viermal hintereinander wurden Südtiroler Bodenleger Europameister. Der 20-jährige Thomas Gafriller aus Barbian hat 2010 bei der EM der Parkettleger in Polen die Goldmedaille gewonnen. Bei der Versammlung haben Fischnaller und Riccardo Mazzucco unter anderem über gesetzliche Neuerungen für Bodenleger informiert. Hier die Tätigkeiten der Berufsgemeinschaft auf einen Blick: • Gewinn des Europameistertitels 2009 der Bodenleger bei dem Europäischen Team-Verlegewettbewerb in Hannover, vierter Europameistertitel in Folge; • Teilnahme an der Europameisterschaft der Parkettleger in Polen; • Überarbeitung des Einsatzsicherheitsplans (ESP/ POS); • Richtpreisverzeichnis Hochbau; • Organisation von Fachseminaren; • Zusammenarbeit mit der Berufsschule für Bodenleger in Innsbruck; • Teilnahme an der Landesmeisterschaft als Schauberuf. Die Mitglieder des Berufsbeirates sind: Obmann Paul Fischnaller, Markus Hofer, Andreas Holzer, Riccardo Mazzucco, Florian Rotten-

steiner, Andreas Seeber, Patrick Simonazzi. Betriebe: 125, Lehrlinge: 11, Beschäftigte: 275.

Dachdecker

Die energetische Dachsanierung bringt den Betrieben wichtige Aufträge. Die Förderungen von Land und Staat für energetische Sanierungen sind noch in diesem Jahr sicher in Kraft. „Eine Dachsanierung reduziert die Heizkosten und steigert den Wert eines älteren Gebäudes“, sagt Obfrau Renate Gamper (im Bild). Mit einer Broschüre und auf Messen wie der Bozner Klimahouse hat die Berufsgemeinschaft über die energieeffiziente Dachdämmung informiert. Bei der Jahresversammlung gab es Fachvorträge zu den Themen Garantien und Versicherungen sowie Absturzsicherung. Der Tätigkeitsbericht der Berufsgemeinschaft umfasst folgende wichtige Punkte: • Teilnahme an der Fachmesse „Klimahouse“; • Informationsbroschüre über die energetische Dachsanierung; • Vorschläge für das Richtpreisverzeichnis Hochbau; • Aussprache mit dem Amt für Bau- und Kunstdenkmäler; • Weiterbildungskurse und Lehrfahrten; • Teilnahme an der Landesmeisterschaft als Schauberuf. Im Berufsbeirat arbeiten: Obfrau Renate Gamper, Helmuth Amplatz, Alois Mumelter, Ernst Parth, Stefan Pinter, Andreas Plank, Thomas Rottensteiner, Hubert Thaler. Betriebe: 38, Beschäftigte: 122.

Fliesenleger

Die Berufsgemeinschaft ist mit Ämtern und Berufsschulen in Kontakt und bringt Verbesserungen bei Ausbildung und Richtpreisen ein. Bei der Jahresversammlung gab es wertvolle Tipps für Verkaufsgespräche. Im Branchenverzeichnis „Der Fliesenfachmann“ sind alle Fachbetriebe aufgelistet. Obmann Paul Jaider (im Bild) blickte auf ein aktives Tätigkeitsjahr zurück: • Herausgabe des Branchenverzeichnisses „Der Fliesenfachmann“; • Organisation von Lehrfahrten und des Skirennens; • Weiterbildungsseminar über Kostenkalkulation und Angebotserstellung; • Weiterbildungsseminar über den Online-Einsatzsicherheitsplan; • Ausarbeitung von Vorschlägen für das Richtpreisverzeichnis Hochbau; • Ausarbeitung der Lernfelder in Zusammenarbeit mit der Berufsschule; • Überarbeitung des Einsatzsicherheitsplans (ESP/ POS); • Teilnahme an der Landesmeisterschaft 2011; • Teilnahme an der Berufsweltmeisterschaft 2009 in Kanada; • Teilnahme an der Herbstmesse 2009. Im Berufsbeirat sind: Obmann Paul Jaider, Jens Hofer, Pauli Hofer, Rudolf Niederkofler, Johannes Plankensteiner, Roland Strimmer, Günther Unterleitner, Alois Vieider. Betriebe: 421, Lehrlinge: 40, Beschäftigte: 866.

Hafner

Ein Kachelofen verspricht „Knistern ein Leben lang“. Unter diesem Motto haben die Hafner mit einer Broschüre und auf Messen über die Vorzüge des Kachelofens informiert. „Die Qualifikation des Hafners garantiert die hochwertige Ausführung und den sicheren Betrieb des Ofens“, betont Obmann Stefan Theil (im Bild), der auch auf die Konformitätserklärung hinweist. Bei der Versammlung haben die Hafner alle aktuellen Themen diskutiert. Ein LVH-Steuerexperte gab den Anwesenden einen Überblick über Förderungen und steuerliche Neuerungen. Die Berufsgemeinschaft hat in den vergangenen Monaten Fachvorträge organisiert, ihre Mitglieder über technische Normen informiert und sich mit den Berufskollegen der Nachbarländer ausgetauscht. Hier die Tätigkeiten im Detail: • Informationskampagne „Ihr Kachelofen – Knistern ein Leben lang“; • Teilnahme am Kongress „Veuko“ der europäischen Hafnervereinigungen; • Teilnahme an den Bundesinnungsversammlungen; • Teilnahme an der Wohnbaumesse in Bozen mit Fachberatung; • Teilnahme an der Herbstmesse; • Marketingmaßnahmen zur Imagepflege des Berufs in der Öffentlichkeit; • Überarbeitung des Einsatzsicherheitsplans (ESP/ POS); • Teilnahme an Fachtagungen; • Organisation von Weiterbildungskursen und Stammtischen; Der Handwerker April 2011

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Thema

Bodenleger


Thema

• Kurse und Prüfungen für die Lizenzanwärter des Kachelofenberechungsprogramms; • Überarbeitung des Berufsbilds der Hafner; • Aussprachen mit dem Amt für Handwerk. Den Berufsbeirat bilden Obmann Stefan Theil, Stefan Franzelin, Florian Hofer, Ralf Oberhollenzer, Stephan Pedoth, Martin Volgger, Robert Welscher. Betriebe: 80, Lehrlinge: 7, Beschäftigte: 210.

• Vertretung im „Eurokreis Maler“. Obmann Rudolf Dantone steht ein aktiver Berufsbeirat zur Seite: Johann Aberham, Alexander Gruber, Siegfried Heidegger, Heinz Lardschneider, Patrick Lazzeri, Florian Mayr, Hansjörg Messner, Walter Moscon, Alois Niederstätter, Heinrich Plant, Manfred Plant, Alexander Schatzer, Lukas Telser. Betriebe: 670, Lehrlinge: 130, Beschäftigte: 1650.

Maler und Lackierer

Ab dem 13. Juni müssen Neubauten in Südtirol den Klimahaus-Standard B erfüllen. „Mit den hohen Energienormen steigt auch die geforderte Materialund Ausführungsqualität im Gebäudebau und diese entscheidet wiederum über mögliche Folgekosten“, erklärte Obmann Arnold Fischnaller (im Bild) auf der Versammlung. Er plädierte dafür, die Qualität von Bauwerken über ihren vollen Lebenszyklus zu bewerten. Weiteres wichtiges Thema der Maurer ist die Preisberechnung. Fischnaller rief die Maurer auf, die Kosten für die erforderliche Arbeits- und Materialqualität genau zu kalkulieren. Die Betriebe müssen Gewinne machen, um zu überleben. Das neue Landesportal für öffentliche Ausschreibungen wurde bei der Versammlung vorgestellt. Große Kritik gab es an der Bürokratie und Reglementierung, die gerade im Baugewerbe enorm angestiegen ist. Um den Beruf des Maurers hervorzuheben, hat die Berufsgemeinschaft eine Kampagne gestartet

Ein Haus ohne Farbe ist wie ein Leben ohne Lachen, so das Credo der Berufsgemeinschaft. Mit einem landesweiten Wettbewerb zeichnen die Maler besonders gelungene Hausfassaden aus (Infos: www.fassadenwettbewerb. lvh.it). Die energetische Sanierung und Dämmung von Mauern ist ein wichtiges Tätigkeitsfeld vieler Betriebe. Die Berufsgemeinschaft hielt Seminare über Innendämmsysteme und Schimmelbeseitigung ab, und auch bei der J a h r e s v e rsammlung gab es ein Referat zu diesen Themen. Obmann Rudolf Dantone (im Bild) blickte auf die Tätigkeiten zurück: • Start des Fassadenwettbewerbes; • Fachtagungen und Weiterbildungskurse; • Richtpreisverzeichnis Hochbau; • Teilnahme an der Landesmeisterschaft 2011; • Teilnahme an der Berufsweltmeisterschaft 2009 in Kanada; • Überarbeitung des Einsatzsicherheitsplans (ESP/ POS);

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Der Handwerker April 2011

Maurer

und einen Malwettbewerb an den Schulen initiiert. Die weiteren Tätigkeiten: • Imagekampagne mit Gestaltung von Baustellenzäunen; • Malwettbewerb an den Volksschulen im Rahmen der Kampagne; • Teilnahme an der Landesmeisterschaft 2011; • Teilnahme an der Berufsweltmeisterschaft 2009 in Kanada; • Ausarbeitung von Verbesserungen bei öffentlichen Ausschreibungen und Richtpreisverzeichnis; • Überarbeitung des Einsatzsicherheitsplans (ESP/ POS); • Organisation des Gerüstbaukurses Pimus in den Berufsschulen; • Ve r a n s t a l t u n g von „Stammtischen“ und Fachbesichtigungen; • Organisation von Weiterbildungskursen; • Zusammenarbeit mit dem Amt für Meisterausbildung, Durchführung des Meisterkurses; • Herausgabe des Rundschreibens „Baumeister, denk nach!“; • Enge Zusammenarbeit mit den Berufsschulen; • Zusammenarbeit mit dem Amt für Sicherheitstechnik (Sicherheitsinspektoren); • Zusammenarbeit mit der Architektenkammer. Die Mitglieder des Berufsbeirates sind: Obmann Arnold Fischnaller, Karl Aichner, Markus Bernard, Christoph Burgmann, Norbert Dallio, Heidi Felderer, Klaus Gschwenter, Günther Holzner, Markus Lintner, Richard Nocker, Anton Preindl, Anton Salcher, Othmar Schönthaler, Thomas Trojer, Oskar Waldner. Betriebe: 1100, Lehrlinge: 330, Beschäftigte: 4400.

Steinmetze und Steinbildhauer

Der 21-jährige Steinmetz Tobias Nussbaumer aus dem Sarntal gewinnt die Silbermedaille bei der Europameisterschaft in Lissabon. Die Berufsgemeinschaft setzt sich für eine getrennte Ausschreibungen von Steinmetzarbeiten bei öffentlichen Arbeiten ein, so Obmann Hans Karl Trojer (im Bild). Mit der Vereinigung der Natursteingewinner soll eine gute Zusammenarbeit bestehen. Die Vorsitzende Barbara Graus stellte die Vereinigung vor. Der Tätigkeitsbericht der Steinmetze umfasste: • Teilnahme an der Berufseuropameisterschaft Euroskills 2010; • Teilnahme an der Landesmeisterschaft als Schauberuf; • Erarbeitung von Vorschlägen für das Richtpreisverzeichnis Hochbau; • Überarbeitung des Einsatzsicherheitsplans (ESP/ POS); • Teilnahme an der Fachmesse Alpenstones 2010; • Abhaltung der Jahreshauptversammlung mit Fachvorträgen; • Organisation von Weiterbildungskursen; • Mitarbeit in der Vereinigung Südtiroler Natursteingewinner und -verarbeiter. Im Beirat sind vertreten: Obmann Hans Karl Trojer, David Gasser, Manfred Gschnitzer, Leo Höllrigl, Thomas Mayr, Alexander Tscholl. Betriebe: 62, Beschäftigte: 175.

Tiefbau

Die Lehrlingsausbildung liegt den Tiefbauunternehmern ebenso am Herzen wie


sell well

die ständige Weiterbildung. „Wir müssen mehr Lehrlinge in unsere Betriebe aufnehmen und sie gut ausbilden“, sagt Obmann Anton Maier (im Bild). Die Berufsgemeinschaft organisiert Fachseminare und hat bei der Jahresversammlung rechtliche Neuerungen besprochen. Mit den Ämtern und der Abteilung Wasserschutzbauten werden jährlich die Verträge und Richtpreise ausgearbeitet. • Einsatz für die Lehrlingsausbildung der Tiefbauer in Südtirol; • Organisation des Seminars „Betoninstandsetzung“; • Ausarbeitung des „Betonhandbuchs“ für Tiefbauer; • Teilnahme an der Landesmeisterschaft als Schauberuf; • Mitarbeit am Richtpreisverzeichnis Tiefbau; • Festlegung der jährlichen Baumaschinenpreise und Vertragsbedingungen in Zusammenarbeit mit der Abteilung Wasserschutzbauten; • Organisation von Lehrfahrten, Fachtagungen und berufsspezifischen Weiterbildungskursen; • Enge Zusammenarbeit mit der Berufsschule; • Abhaltung der Jahreshauptversammlung mit Fachvorträgen; • Aussprachen mit verschiedenen Landesämtern; Die Berufsgemeinschaft leiten Obmann Anton Maier und die Beräte Alois Fischer, Michael Goller, Josef Klapfer, Roland Ploner, Walter Vaja, Erwin Windegger. Betriebe: 275, Lehrlinge: 24, Beschäftigte: 1400.

Zimmerer

Die Zimmerer sind Vorreiter im Holzbau. Die Berufsgemeinschaft informierte auf der Wohnbaumesse in Bozen über die Vorzüge des Bauens mit Holz. Zu schaffen macht den Zimmerern die steigende Bürokratie im Bereich der Arbeitssicherheit, sagt Obmann Mario Sacco (im Bild). Ihre Jahresversammlung halten die Zimmerer separat ab, hier ein Überblick über die Tätigkeiten: • Mitarbeit beim Richtpreisverzeichnis Hochbau; • Teilnahme an der Landesmeisterschaft; • Teilnahme an der Fachmesse „Tip Hotel Tip Haus“ in Bruneck; • Teilnahme an der „Wohnbaumesse“ in Bozen mit Fachberatung; • Teilnahme am Holzkongress in Bozen; • Teilnahme an der Berufsweltmeisterschaft 2009 in Kanada; • Ausarbeitung des Werkvertrages für Zimmerer; • Überarbeitung des Einsatzsicherheitsplans (ESP/POS); • Organisation von Weiterbildungskursen; • Besprechungen zur Einführung des Seilsicherungskurses Pimus in der Berufsschule; • Newsletter für die Internetseite www.suedtirolerholzhaus.lvh.it. Im Berufsbeirat sind: Obmann Mario Sacco, Albert Aster, Konrad Blaas, Heinrich Brugger, Alois Innerhofer, Markus Lobis, Richard Nagler, Andreas Oberkalmsteiner, Andreas Prada, Vinzenz Seebacher, Hugo Stampfl, Monika Weissenegger, Dietmar Zuech. Betriebe: 260, Lehrlinge: 185, Beschäftigte: 1350.

Firstfeier in Kürze

Gewerbebau – Funktionell, individuell, formschön und beeindruckend schnell Jedes Objekt hat aufgrund seiner Branche spezielle Anforderungen. Durch die Möglichkeit großer Spannweiten und Öffnungen können im Gewerbebau Produktionshallen, Industriehallen, Lagerhallen, Bürogebäude, Einkaufszentren, Schulen, Krankenhäuser u.v.m. realisiert werden. Betonfertigteile ermöglichen eine ungeahnte Symbiose aus Funktionalität, Individualität, Formschönheit sowie schnellem Baufortschritt.

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Thema

70 ausgezeichnete Betriebe Baukongress: Im Anschluss an die Fachreferate beim diesjährigen Baukongress fand die große Ehrung der Gründungsmitglieder der Südtiroler Landesbauarbeiterkasse (SLBK) statt.

I

nsgesamt waren es 70 an der Zahl, die durch Landeshauptmann Luis Durnwalder, LVH-Präsident Gert Lanz, Baugruppenobmann und SLBK-Präsident Markus Bernard, den ASGB-Vorsitzenden Tony Tschenett, SLBK-Vizepräsidenten Werner Blaas und den jeweiligen Obmann der Berufsgemeinschaft ausgezeichnet wurden

(siehe Bilder). Die SLBK ist die autonome Kasse für das Bauhandwerk. Die von ASGB und LVH gemeinsam gegründete Bauarbeiterkasse schließt demnächst ihr sechstes Tätigkeitsjahr ab. Während viele andere Bauarbeiterkassen mit einem Rückgang zwischen 20 und 30 Prozent zu kämpfen haben, kann die SLBK auch im abgelaufenen Ge-

schäftsjahr auf ein Mitgliederwachstum von plus zehn Prozent zurückschauen.

SLBK zahlt die Kosten für Pflichtkurse

Die Leistungen der SLBK sind auf die Anforderungen der Handwerker abgestimmt. Der Grundbeitrag ist bei der SLBK um 0,5 Prozent niedriger. Die Kasse zahlt den Mitgliedern die Kosten für

Tiefbauunternehmer: Jakob Andergassen & Co. KG – Kaltern, Burger Helmuth OHG – Barbian, Egger Hubert & CO. KG – Jenesien, Graf & Söhne OHG d. Graf Roland & Co. – Moos i. P., Kurt Oberhofer – Mühlbach, Peerbau KG des Peer Kurt & Co. – Kurtatsch, Pewas Bau KG des Peer Paul & Co. – Mals, Roland Rienzner – Villanders, Othmar Weger – Laurein

Pflichtkurse zurück und erstattet teilweise Arztspesen. Diese Sonderleistungen sind dank der schlanken Verwaltungsstruktur der Kasse möglich. Die freie Wahl bei der Berufsbekleidung und die Möglichkeit, den Urlaub monatlich über die Lohntüte ausbezahlt zu bekommen, sind weitere Vorteile der SLBK für Bauhandwerker. Informationen gibt es auf www. slbk.bz oder telefonisch unter 0471 323360. te

Dachdecker: Firma P-Dach GmbH – Neumarkt (im Bild mit Obfrau Renate Gamper)

Maurer: Bau 2000 E.& M. Hopfgartner OHG – Olang, Bernard Bau GmbH – Montan, Norbert Dallio – Montan, Andreas Fink GmbH – Feldthurns, Geom. Fischnaller Arnold & C. KG – Villnöß, Gemassmer Günther & Co. KG – Schlanders, Herbert Gemassmer – Schlanders, H. Hell & Co. KG – Eppan, Alois Hellbock – Schenna, Kröll GmbH – Mühlwald, Leigsch GmbH – Ratschings, Erwin Mair – Ratschings, Erwin Mairginter – Sand in Taufers, Stefan Mayr – Corvara, Alois Passler – Rasen, Paulmichl & Prugger GmbH – Prad a. S., Josef Pichler – Villnöß, Roman Pichler – Kaltern, Georg Reiterer – Hafling, Salcher Bau GmbH – Freienfeld, Othmar Schönthaler – Schlanders, Günther Theiner – Prad a. S., Trimont GmbH – Leifers, Walter Pedergnana OHG – Tramin, Andreas Mantinger – Villnöß

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Der Handwerker April 2011


Thema Fliesenleger:

Hofer Fliesen & Böden GmbH – Barbian und Helmuth Hofer – Brixen.

Maler: Eberhöfer Horst & CO. OHG – Prad a. S. J.,

Zimmerer: Helmut Ainhauser – Sarntal, Balco SNC di Miribung Gualtiero & Co. – Wengen, Othmar Frei – Schenna, Egon Gamper – Laurein, Damiani – Holz & Ko. AG – Deutschnofen, Innerhoferholzbau GmbH – Vöran, Holzbau Irsara d. Irsara Mattia – Abtei, Nagler Holzbau GmbH – Abtei, Ferdinand Paulmichl – Mals, P-Dach GmbH – Neumarkt, Bernhard Plattner – Sarntal, Carpenteria Rabensteiner Lukas – Enneberg, Stuefer GmbH – Kaltern, Erhard Tolpeit – Wengen

Erlacher David GmbH – St. Martin i. T., Falkensteiner KG des Falkensteiner Theodor & Co. – Kiens, Herbert Fuchs – Sexten, Heidegger Siegfried & Holzmann Klaus OHG – Vahrn, Innerbichler Helmuth GmbH – Sand in Taufers, Keim GmbH – Freienfeld, Lazzeri Patrick & Co. KG – Brixen, Mal und Decor OHG – Kastelruth, Pichler Franz – Karneid, Zocchi Ermanno

Hafner: Ofenbau Oberland des Karl Paulmichl – Mals

Bodenleger: Böden & Co. KG – Kastelruth, Böden Werth des

Musik, Speiss und Trank...Bier, Weißwurst, Brezen... Kinderecke mit Hüpfburg

Frühjahrsfest

Werth Klaus – Tramin, Andreas Höller – Jenesien, Ideal Parc KG des Daniel Ebner – Meran, Rottensteiner Florian & Co. KG – Algund

„Es ist schön, wenn Wettbewerb etwas Positives bewirkt, wie bei der Südtiroler Landesbauarbeiterkasse SLBK. Viele Vorteile für Mitarbeiter und Unternehmen kamen mit der Gründung der SLBK; Verbesserungen auch in der alten Kasse, die früher undenkbar gewesen wären. Eine Prämierung der Treue schon mit fünf Jahren zeigt, dass die Mitglieder in der SLBK einen Wert bekommen haben und selbst mitbestimmen können. Ich habe vorher auch siebzehn Jahre brav in die damals einzige Bauarbeiterkasse gezahlt, aber wenn der Mensch keine Wahl hat, hat er auch keinen Stellenwert. Heute erfüllt es mich mit Stolz, den anfänglichen Drohungen und Einschüchterungen standgehalten zu haben und von Anfang an zur neuen SLBK gewechselt zu haben. Und damit für meine Mitarbeiter, für die Allgemeinheit und für mich etwas bewegt zu haben.“ Anton Salcher, Salcher Bau, Freienfeld

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28-03-2011 Der Handwerker April 2011

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Von Monat zu Monat

Aufträge erst ab 1,5 Mio. Euro ausschreiben? Öffentliche Aufträge: Das Handwerk kann aufatmen! Im römischen Senat liegen zurzeit drei Gesetze zur Abstimmung vor, die erhebliche Erleichterungen für die Südtiroler Handwerksbetriebe versprechen.

E

s geht in erster Linie um die Anhebung des Schwellenwertes, also jenes Betrages, bis zu dem öffentliche Aufträge im Verhandlungsverfahren mit fünf geladenen Firmen vergeben werden können und nicht staatsweit ausgeschrieben werden müssen. Unter dem Druck des Verfassungsgerichtshofs hat das Land bekanntlich im Herbst 2009 das landeseigene Vergabegesetz außer Kraft gesetzt und beschlossen, dass öffentliche Aufträge nicht mehr ab einer Summe von einer Million Euro, sondern bereits ab 500.000 Euro ausgeschrie-

LVH-Präsident Gert Lanz

Abgeordneter Karl Zeller

Informationsabende in Meran und Goldrain Der LVH hat anlässlich der Vorstellung des Leitfadens SWET zur wirtschaftlichen Entwicklung der Gemeinden (vgl. Artikel in der März-Ausgabe) Informationsabende in den Bezirken veranstaltet. Im Rahmen dieser Informationsabende wurde über die Vergabe öffentlicher Aufträge nach aktueller Gesetzeslage und über die Vergabe nach Gewerken informiert. Die Informationsabende in Bruneck, Bozen und Brixen fanden Anfang April statt. Weitere Veranstaltungstermine sind am 12. April im Kolpinghaus in Meran und am 13. April auf Schloss Goldrain. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Bei den Informationsabenden wird außerdem über das Abfallsystem Sistri informiert.

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Der Handwerker April 2011

ben werden müssen. Die Folgen waren eine monatelange Rechtsunsicherheit und die erdrückende Konkurrenz der Südtiroler Betriebe durch die auswärtige Konkurrenz. Die Südtiroler Parlamentarier haben sich in Rom für günstigere Rahmenbedingungen für die Südtiroler Betriebe eingesetzt.

Drei Gesetzesanläufe

Nach mehreren Anläufen gegen die seit Herbst 2009 geltenden Bestimmungen liegen nun drei Gesetze zur Anhebung des Schwellenwertes vor.

Abgeordneter Siegfried Brugger

• Im Juni 2010 stimmte die Abgeordnetenkammer der Anhebung des Schwellenwertes auf eine Million Euro zu, allerdings nur in Gemeinden unter 5000 Einwohnern. • Im Februar 2011 stimmte die Kammer dem Antrag von Siegfried Brugger und Karl Zeller im „Kleinen Berggesetz“ zu, der den Schwellenwert auf eine Million Euro in Gemeinden über 400 Meter Meereshöhe anheben soll. • Die weit reichendste Änderung hat die Abgeordnetenkammer im März

genehmigt. Demnach soll der Schwellenwert auf 1,5 Millionen Euro erhöht werden. Zudem soll eine Aufteilung von Aufträgen nicht mehr nur nach Baulosen, sondern nach Gewerken wie Tischler-, Elektrooder Maurerarbeiten ermöglicht werden. Dies würde den kleinen und mittleren Betrieben im Handwerk zugute kommen.

Letzte Hürde Senat

Vor allem letzteres Gesetz ist für den LVH ein „Riesenschritt nach vorn“. „Tritt dieses Gesetz in Kraft, gibt es wieder optimale Rahmenbedingungen für die Handwerksbetriebe bei öffentlichen Aufträgen, mit allen positiven Auswirkungen für die Betriebe, die Wirtschaft in den Gemeinden und die Arbeitsplätze“, sagt LVHPräsident Gert Lanz. Der LVH dankt den Abgeordneten Brugger und Zeller für den gelungenen Einsatz in Rom und hofft auf eine baldige Bestätigung des Gesetzes im Senat. Die Abgeordnetenkammer hat die Gesetze bereits genehmigt, nun liegt es am Senat, die Gesetze endgültig zu verabschieden. Das Berggesetz mit der Anhebung des Schwellenwertes auf eine Million ist bereits der zuständigen Senatskommission zugewiesen, bis das neue Gesetz mit der Anhebung auf 1,5 Millionen die Hürden des Senats nimmt, dürfte es nach Meinung von Senator Manfred Pinzger in der Tageszeitung „Dolomiten“ allerdings noch einige Zeit dauern. Tobias Egger


Von Monat zu Monat

19 Mio. Euro für die Betriebe Innovation: Landesrat Roberto Bizzo hat das Innovationsprogramm des Landes für das Jahr 2011 sowie den Gesetzentwurf zum neuen Innovationsgesetz vorgestellt.

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as Innovationsprogramm non Landesrat Roberto Bizzo (im Bild rechts) beinhaltet heuer mehr Mittel und einige Neuerungen. Wurden im Vorjahr 17,2 Millionen Euro für Innovationsprojekte in den Unternehmen bereitgestellt, so sind es 2011 19 Millionen Euro. Zu diesen direkten Beträgen kommen noch die Förderungen, die an Forschungseinrichtungen wie das TIS, das Fraunhofer-Institut oder die Institute der Berufsverbände gehen. Insgesamt kommen so 26,3 Millionen Euro für das Innovationsprogramm 2011 zusammen, wie Maurizio Bergamini, Direktor der Innovationsabteilung des Landes, hervorhob.

Der Anteil des Innovationsbudgets am BIP wird zwischen 0,67 und einem Prozent liegen (die EU gibt etwa drei Prozent vor).

Neu – Innovationsgutscheine

Neu sind in diesem Jahr unter anderem die „Voucher für Innovation“. Dabei handelt es sich um Gutscheine, die den Unternehmen zur Verfügung gestellt werden und die diese unbürokratisch gegen Beratungen im Bereich Innovation „eintauschen“ können. Zudem wird es Ausschreibungen geben, mit denen die Aufnahme von hochqualifiziertem Personal in kleinen und mittleren Unternehmen

unterstützt wird. Mit den Innovationsverträgen hat man ein weiteres neues Instrument geschaffen, mit dem die Ansiedelung von Unternehmen in Südtirol an Forschungsleistung gekoppelt wird.

Neues Gesetz in Arbeit

Die Landesregierung wird die beiden bisherigen gesetzlichen Grundlagen für Innovationsmaßnahmen, die Landesgesetze Nr. 4/97 und Nr. 14/06, im Laufe des Jahres 2011 durch ein neues Gesetz aktualisieren und vereinheitlichen. „Wir werden alle Förderinstrumente, die diesen Schlüsselbereich der Wirtschaft betreffen, in einem Gesetz bündeln“, erklärt

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Innovationslandesrat Roberto Bizzo

Andrea Zeppa, Direktor des Innovationsressorts des Landes. Zweitens soll die Prozessinnovation verstärkt werden. Zudem werde mit dem Gesetz auch der für den Technologiepark in Bozen zuständige Beirat geschaffen. te/LPA

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Von Monat zu Monat

Fast wieder auf dem Niveau vor der Krise Konjunktur: Das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) veröffentlichte die Schätzungen des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Im Jahr 2010 ist Südtirols Wirtschaft um 0,9 Prozent gewachsen, für das heurige Jahr wird mit einem Wachstum von 1,7 Prozent gerechnet. „Der Handwerker“ veröffentlicht die Zusammenfassung des ASTATBerichtes.

D

ie Finanzkrise hatte die weltweite Nachfrage stark beeinflusst und einen großen Teil der Produktionssysteme der fortgeschrittenen Staaten in die Knie gezwungen. Infolgedessen war das Jahr 2010 von den Unsicherheiten über die Entwicklung und die Prognosen der Realwirtschaft geprägt. Vor diesem Hintergrund konnte Südtirol, nachdem es 2009 die Auswirkungen der Rezession auf einen Rückgang des BIP um 2,6 % einschränken konnte (verglichen mit -5,2 % in Italien, -4,7 % in Deutschland und -3,9 % in Österreich), 2010 dank ei-

Bruttoinlandsprodukt nach Gebiet 2007–2011

nes Wachstums von 0,9 % fast auf die Werte vor der Krise zurückkehren.

Wachstum von 1,7 Prozent geschätzt

Das geringere Wachstum, das Südtirol 2010 im Vergleich zu den anderen untersuchten Gebieten verzeichnete (+0,9 % in Südtirol, +3,6 % in Deutschland, +2,0 % in Österreich und +1,3 % in Italien), muss in Hinblick auf die Entwicklung der letzten Jahre gesehen werden. Vergleicht man die Schätzung des BIP 2010 mit den realen Werten von 2007, so erkennt man, dass sich die Südtiroler Wirt-

schaft den Werten des Jahres vor der Finanzkrise nähert. Der leichte Rückgang um 0,7 % des BIP im Vergleich zu 2007 belegt die Stabilität bei der Überwindung der Krise. Die Südtiroler Werte entsprechen somit fast denen Deutschlands (-0,3 %) und Österreichs (+0,1 %) und unterscheiden sich deutlich von den negativen Ergebnissen Italiens (-5,3 %). Im Jahr 2011 müssten, laut Eurostat, die wichtigsten Bezugsmärkte Südtirols zwischen 1,1 % (Italien) und 2,2 % (Deutschland) wachsen. Das Wachstum des Südtiroler BIP dürfte zwischen diesen beiden Extremwerten liegen. Den ersten Schätzungen zufolge könnte das heimische BIP genauso wie das österreichische um 1,7 % steigen.

Investitionen konstant, Export zieht wieder an

Die nähere Betrachtung der Nachfrage ergibt, dass im Jahr 2010 die Ausgaben für den Verbrauch der öffentlichen Verwaltungen (+1,6 %) zugenommen haben. Diese Ausgaben haben die heimische Wirtschaft während der Krise gestützt. Demgegenüber steht ein Rückgang der Ausgaben für den Verbrauch privater Haushalte um 0,8 %. Dieser ist möglicherweise eine Folge des Vertrauensverlustes und hängt auch mit dem Rückgang des verfügbaren Einkommens der Haushalte zusammen.

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Der Handwerker April 2011


Eine konstante Entwicklung verzeichnen hingegen die Investitionen (-0,3 % gegenüber 2009) mit positiven und negativen Auswirkungen. Einerseits zeigen die gegenüber dem Vorjahr stabilen Werte, dass die Investitionsfreudigkeit der Unternehmer nicht nachgelassen hat. Andererseits wurde angesichts der niedrigen Leitzinssätze und der Förderungen auf lokaler (Antikrisenpaket der Landesregierung) und gesamtstaatlicher Ebene (Antikrisendekret der Regierung) ein Investitionsanstieg erwartet. Eine wichtige Rolle spielt auch die Entwicklung der Auslandsnachfrage. Die Daten zum Außenhandel (ohne interregionalen Handel) weisen auf einen deutlichen Aufschwung des Exports hin. Dieser stieg 2010 um 20,2 % in nominellen Werten und holte somit den Rückgang des Vorjahres von 14,8 % vollständig auf.

Weiterhin Krise im Baugewerbe

Die internationale Krise traf in Südtirol vor allem das produzierende Gewerbe und das Baugewerbe. In nur einem Jahr, 2009, büßte der erste Sektor ein Zehntel der Wertschöpfung ein; 2010 erholte er sich leicht. Das Baugewerbe konnte die negative Entwicklung, die bereits seit vier Jahren andauert, hingegen nicht aufhalten. 2010 sank die Wertschöpfung der Landwirtschaft. Dieses Ergebnis basiert auf der Schätzung der Apfelernte, die nicht als besonders hoch geschätzt wurde. Da der Anteil des Sektors an der gesamten Südtiroler Wertschöpfung gering ist, ist dieses Ergebnis zweitrangig. Der Aufschwung in den Dienstleistungsbereichen ist hingegen sehr wichtig: Die Zunahme um 1,7% im Jahr 2010 glich den Rückgang des Vorjahres (-1,9%) weitgehend aus. ASTAT

„Südtirols Wirtschaft gründet auf Stabilität“ „2010 ist Südtirols Wirtschaft um 0,9 Prozent gewachsen und erreicht damit annähernd die Werte vor der Krise. Die Wirtschaftkrise in Südtirol ist weitgehend überwunden“, sagt Wirtschaftslandesrat Thomas Widmann. Der Grund dafür liege unter anderem, so Widmann, in den vielen, von der internationalen Konjunktur kaum abhängigen Kleinbetrieben in Südtirol: „Diese Betriebe sind nicht so krisenanfällig“. Südtirols Wirtschaft gründe auf dauerhafter Stabilität. Auch wenn Südtirol im Jahr 2010 nur leicht gewachsen ist, stimme das Ergebnis positiv, so der Landesrat. „Südtirol hat sich ähnlich gut entwickelt wie das Wirtschafts-Zugpferd Deutschland“, sagt Widmann und weist darauf hin, dass Südtirol besser aus der Krise herausgekommen sei als das restliche Italien.

Lehrgang zum zertifizierten

Innovationsbeauftragten für Klein- & Mittelbetriebe 2011

Veranstaltungsort: BOZEN �� Strategische Unternehmensführung 13. bis 14. Mai 2011 Mag. Christian Haberfellner – E²M Innsbruck �� Leadership und Mitarbeiterführung 28. Mai 2011 Univ.Prof. Dr. Richard Hammer – Universität Salzburg �� Projektmanagement: Grundlagen 10. bis 11 Juni 2011 Mag. Christian Haberfellner – E²M Innsbruck �� Projektmanagement: Innovation und Produktentwicklung 24. bis 25. Juni 2011 Univ.-Prof. Dr. Christian Marxt – Hochschule Liechtenstein �� Controlling & Kennzahlen für Geschäftsführer 07. bis 08. Juli 2011 Mag. Christian Haberfellner – E²M Innsbruck �� Strategische Unternehmensführung: Marketing und Marktbearbeitung 22. bis 23. Juli 2011 Dr. Christoph Koch, RCM-Solutions Kiens �� Projektarbeit (inklusive Betriebsberatung)

Informationsabend 19 Uhr am 28. April 2011 um im LVH in Bozen

Nähere Informationen zum Lehrgang erhalten Sie in der LVH-Innovationsabteilung unter Telefon 0471 323 225 oder per E-Mail an innovation@lvh.it Anmeldeschluss: Montag, 2. Mai 2011


Von Monat zu Monat

Die „Tipworld“ ruft! Messe: Die Messe „Tipworld“ ist eine Institution im Pustertal. Zwanzig Qualitätsbetriebe stellen in der „Welt des Handwerks“ von 16. bis 19. April in Bruneck aus.

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ie Tipworld widmet sich den Bereichen Gastronomie, Hotellerie, Wohnen und Bauen. Die

20 Qualitätsbetriebe stellen aus

Foglende Qualitätsbetriebe verschiedener Sparten stellen im Handwerkszelt auf der Tipworld aus. Art Design, Gsies Bäckerei Rabanser, Barbian Brunner Fenster KG, Ahrntal Castlunger Metal KG, St. Martin in Thurn David Gasser, Villanders Elektro Gasser, Innichen Emballagen A. Falkensteiner OHG & Co., Kiens Eurotrias GmbH, Bozen Gasser Naturstein, Barbian Gasser Schindeln GmbH, Barbian Gipset OHG, Gsies Hecher Johann Zimmerei, Rasen-Antholz Hofer Eberhard, Sarntal Isi-fer, St. Martin in Thurn Kosta Türen, St. Lorenzen Larix OHG, Gsies Lechner Gerold, Olang Mair & Schaller OHG, Gsies Moling Alberto Srl, St. Martin in Thurn Nagler Holzbau GmbH, St. Martin in Thurn Ofenbau Mair Johann, Rasen-Antholz Profanter Backstube GmbH, Brixen Schraffl OHG, Innichen Schwärzer OHG, Gais Tischlerei Tiefenthaler, Auer

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Der Handwerker April 2011

Messe ist für viele Betriebe in Südtirol und darüber hinaus zu einem wichtigen und fixen Treffpunkt geworden. Mehr als 40.000 Besucher aus Südtirol und den Nachbarregionen besuchen die Messe. Die Betriebe erreichen bestehende und potentielle Kunden direkt und effizient. Das Südtiroler Qualitätshandwerk ist der bewährte Partner der heimischen Hotellerie und Gastronomie und präsentiert sich mit einem eigenen Ausstellungsbereich auf der Tipworld.

„Welt des Handwerks“ auf 600 m2

Der Gemeinschaftsstand in Halle 3 steht unter dem Titel „Die Qualitätswelt des Handwerks“ und umfasst eine eigene, 600 Quadratmeter große Zeltfläche. Zwanzig Südtiroler Qualitätsbetriebe (siehe Kas-

Wo und Wann?

ten) aus dem Pustertal und anderen Landesteilen zeigen ihre Produkte und Lösungen. Die Ausstellerbetriebe sind auf die Anforderungen der heimischen Tourismuswirtschaft spezialisiert. Gezeigt werden Produkte aus dem Bau-, Möbel- und Einrichtungsbereich über Innenausstattung und Hotelelektronik bis hin zum Lebensmittelbereich und Backwaren. Eine Lounge-Bar bietet ein gemütliches Ambiente, um Kontakte zu pflegen oder neue Kunden- und Geschäftsbeziehungen zu besprechen. Eine Besonderheit für die jüngsten Messebesucher ist die Kinderbackwerkstatt, die der LVH in Zusammenarbeit mit der „Backstube Profanter“ organisiert. Kinder können dort unter Anleitung eines Backmeisters ihre Backkünste ausprobieren und leckere Kipferln und Brezen backen. te

16.–19. April, 9–18 Uhr Marktplatz Stegen, Bruneck Infos: www.messebozen.it/tipworld


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Steuern & Finanzen

Mieteinkünfte: Neues Steuermodell Mietbesteuerung: Die Regierung hat Anfang März eine Verordnung erlassen, die Neuerungen in der Besteuerung von Mieteinnahmen aus Wohnungen vorsieht.

Wichtige Steuertermine Montag, 11. April • INPS-BEITRÄGE HAUSANGESTELLTE: Zahlung der Sozialbeträge für Hausangestellte bzw. für Angestellte zur persönlichen oder familiären Betreuung (Trimester Januar–März 2011) Montag, 18. April • IRPEF: Zahlung der Lohnsteuer auf die im Monat März 2011 bezahlten Entgelte aus nichtselbständiger Tätigkeit und Zahlung der Steuerrückbehalte auf die im Vormonat getätigten Vergütungen an Freiberufler und Handelsvertreter – Mod. F24 • IRPEF-ZUSCHLÄGE: Zahlung der regionalen und kommunalen IRPEF-Zuschläge, welche vom Arbeitgeber auf die bezahlten Entgelte aus nichtselbständiger Tätigkeit einbehoben werden – Mod. F24 • MONATLICHE MWST.-ABRECHNUNG: Zahlungstermin für die Steuerzahler mit monatlicher Abrechnung (MwSt.-Schuld Monat März 2011) – Mod. F24 • MWST.-ABSICHTSERKLÄRUNGEN: elektronische Versendung der Daten der im Monat März 2011 erhaltenen Absichtserklärungen • INPS-GETRENNTE SONDERVERWALTUNG: Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge auf im Monat März 2011 ausbezahlte Vergütungen – Mod. F24 • INPS: Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge von Seiten des Arbeitgebers für die Arbeitnehmer betreffend den Vormonat – Mod. F24 • EINHEITLICHES LOHNBUCH: Innerhalb heute müssen die Eintragungen des Vormonats vorgenommen werden. • BEITRAG BILATERALE KÖRPERSCHAFT: Einzahlung des monatlichen Pflichtbeitrages in den Fonds zur Sicherung des Einkommens und der beruflichen Qualifikation (F. S. E.) – Mod. F24 Mittwoch, 20. April • BAUARBEITERKASSE: Zahlung der Beiträge und Hinterlegungsgelder des Monats März 2011 Dienstag, 26. April • INTRASTAT – MONATLICHE MELDUNG: Abgabefrist der den Monat März 2011 betreffenden INTRA-Listen beim Zollamt (monatliche Abrechnung) • INTRASTAT – TRIMESTRALE MELDUNG: Abgabefrist der INTRA-Listen betreffend die Steuerpflichtigen mit trimestraler IntrastatMeldung (Trimester Januar–März 2011) • MITTEILUNG UNI-EMENS: elektronische Versendung an das INPS der Entlohnungsdaten der Arbeitnehmer des Monats März 2011 Samstag, 30. April • MUD-ERKLÄRUNG 2010: Bis heute ist die jährliche Jahresabfallerklärung (MUD) abzugeben. Dabei ist bei der gebietszuständigen Handelskammer die Meldung über die bewirtschaftete Sonderabfallmenge zu melden. • JAHRESERKLÄRUNG AEE/RAEE: Bis heute ist die telematische Jahresmeldung 2010 für alle im AEE-/RAEE-Register eingetragenen Unternehmen telematisch zu versenden. Montag, 2. Mai • BLACK LIST – MONATLICHE MELDUNG: telematischer Versand des Modells der Mitteilung der Umsätze des Monats März 2011 (für Steuerzahler mit monatlicher Abrechnung) • BLACK LIST – TRIMESTRALE MELDUNG: telematischer Versand des Modells der Mitteilung der Umsätze des Trimesters Jänner–März 2011 (für Steuerzahler mit monatlicher Abrechnung • RÜCKFORDERUNG BZW. KOMPENSATION TRIMESTRALE MWST.: Telematischer Versand des Antrages um Rückforderung bzw. Kompensation des MwSt.-Guthabens des 1. Trimesters 2011 • MODELL 730/2011: Abgabe beim Arbeitgeber der für die Erstellung des Modells 730/2011 (Einkünfte 2010) notwendigen Dokumentation (z. B. Arztrechnungen)

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Der Handwerker April 2011

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er sich einerseits eine bürokratische Entlastung und andererseits klare Steuerbegünstigungen erwartet hatte, wurde enttäuscht. Gekommen ist nämlich ein komplexes System mit noch offenen Fragen.

Neues Besteuerungsmodell

Rückwirkend ab 1. Jänner 2011 gibt es für natürliche Personen (Firmen also ausgeschlossen) bei der Vermietung von Wohnungen (Gewerbeimmobilien sind also auch ausgeschlossen) die Möglichkeit, ein neues Besteuerungsmodell zu wählen. Anstelle der üblichen Besteuerung der Mieteinkünfte mit der progressiven IRPEF-Besteuerung kann eine fixe Steuer von 19 Prozent (für die in der Praxis selten vorkommenden konventionierten Miet-

verträge) oder von 21 Prozent (für die in der Praxis sehr oft vorkommenden freien Mietverträge) gewählt werden.

Wo liegt der steuerliche Vorteil?

Die von der Fachpresse durchgeführten Berechnungen zeigen, dass sich die Option für die fixe Besteuerung von 21 Prozent erst ab einem Jahreseinkommen von 28.000 Euro auszahlt (15.000 Euro bei der Besteuerung von 19 Prozent). Bei geringeren Einkünften bringt die Neuerung keine Steuerersparnis. Mit steigendem Einkommen steigt auch der Steuervorteil.

Gibt es weitere Vorteile?

Die Option der fixen Besteuerung beinhaltet weitere Vorteile. So muss der Mietvertrag nicht mehr einer fixen Registergebühr von zwei Prozent unterworfen werden, und die

Erweiterte Kundenliste Die Agentur der Einnahmen hat Details zur neuen Kundenliste erlassen. Die neue Kundenliste soll den Steuerbetrug eindämmen und zusätzliche Informationen zu den Ausgaben der italienischen Staatsbürger liefern. Der LVH hat im Rundschreiben „LVH-Direkt“ und in der Zeitschrift „Der Handwerker“ bereits darüber berichtet. Ab 1. Mai 2011 gilt die Meldepflicht auch für Umsätze im Einzelhandel (z. B. bei Kassenzettel und/oder Steuerquittung), wobei hier die Schwelle bei 3600 Euro (inkl. MwSt.) liegt. Auch eventuelle Teilzahlungen sind zu berücksichtigen. Wichtig: Bei den betroffenen Geschäftsfällen muss von jedem Kunden die Steuernummer verlangt und notiert werden. Bei ausländischen Kunden muss man zusätzlich die anagrafischen Daten einholen und dessen Steuersitz notieren.

Stempelmarken sind auch nicht mehr aufzukleben.

Gibt es Nachteile?

Durch die Option der Anwendung der fixen Besteuerung verzichtet der Vermieter auf jegliche Art von Erhöhung der Miete. Das heißt, die ISTAT-Anpassungen, aber auch sonstig vertraglich festgelegten Mieterhöhungen dürfen für den Zeitraum der Dauer der Option der fixen Besteuerung nicht mehr angewendet werden.

Die offenen Fragen

In den kommenden Wochen muss die Finanzverwaltung unbedingt noch wichtige praktische Punkte klären. So ist z. B. noch nicht klar, wie lange die Option für die Fixbesteuerung gilt. Hat diese eine jährliche Gültigkeit oder gilt diese für den Zeitraum des gesamten Mietvertrages? Können die ISTAT-Anpassungen nach Ablauf der Option nachgeholt werden? Wie müssen die Mietverträge nun registriert werden? Wie wirkt sich die Neuerung auf die fälligen Steuerakonti aus?

Wichtig

Die Vorteile der Anwendung der fixen Besteuerung sind nicht so eindeutig und klar wie erhofft. Augenscheinliche Steuerersparnisse dürfte die Option für die Anwendung der fixen Besteuerung der Mieten nur bei einem Jahreseinkommen ab 28.000 Euro mit sich bringen (bei konventionierten Mietverträgen sollte eine Steuerersparnis schon ab dem Einkommen von 15.000 Euro erzielt werden). gz


Steuern & Finanzen

Mehr Geld in der Lohntüte Lohnsteuern: Die Arbeitgeberverbände unterzeichneten ein Rahmenabkommen, das den Mitarbeitern bei Prämien, Überstunden und dergleichen mehr Netto vom Brutto lässt.

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rfreuliche Nachrichten für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Südtirols Privatwirtschaft. Auf Prämien, Überstunden und Zulagen für Schicht- und Nachtarbeit müssen ab sofort weniger Steuern bezahlt werden. Dies macht ein lokales Rahmenabkommen möglich, welches von den lokalen Gewerkschaften mit den Vertretern der privaten Wirtschaft abgeschlossen worden ist. Mit diesem Abkommen wird auf Prämien, Überstunden und Zulagen für Schicht- und

Nachtarbeit im Jahr 2011 ein reduzierter Steuersatz von zehn Prozent angewandt. Bisher mussten dafür Steuern in Höhe von 23 bzw. 27 Prozent bezahlt werden. Damit bleibt den Mitarbeitern am Monatsende mehr Geld in der Lohntüte. Das Abkommen schafft zudem die Grundlage für eine stärkere Kaufkraft der Familien, freuen sich die Verhandlungspartner, welche neben dem ASGB und den konföderierten Gewerkschaften die Sektoren Tourismus, Handel, Handwerk, Landwirtschaft, Industrie, Freiberufler,

Raiffeisen und Bund der Genossenschaften Südtirols umfasst. Das neue Abkommen betrifft grundsätzlich rund 130.000 Beschäftigte in der heimischen Privatwirtschaft.

Reduzierter Steuersatz von zehn Prozent

Zur Anwendung kommt der reduzierte Steuersatz dann, wenn der betroffene Arbeitnehmer im Jahr 2010 nicht mehr als 40.000 Euro steuerliches Einkommen im Jahr verdient hat. Zudem wird der variable Lohnanteil nur bis zu einer Summe von 6000 Euro

berücksichtigt. Das bedeutet, dass die vergünstigte Steuerlast auf Prämien, Überstunden und dergleichen höchstens 600 Euro im Jahr betragen kann. Alle Vertragspartner, darunter der LVH, waren sich bei der Vertragsunterzeichnung einig, dass damit ein wichtiges Signal in puncto Steuerentlastung auf das Einkommen der Arbeitnehmer gelungen ist. Im Übrigen hat Südtirol als erste Provinz in Italien diese Möglichkeit der Steuerentlastung in allen Sektoren der Privatwirtschaft in Anspruch genommen.

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Gesetze & Richtlinien

Zuerst die Mediation, dann das Gericht Handels- und Zivilrecht: Seit 20. März sind Schlichtungsverfahren in vielen

Streitfällen Pflicht. Kläger und Angeklagter müssen sich an Schlichtungsstellen und Mediationsinstitute wenden, bevor sie ein ordentliches Gerichtsverfahren einleiten können.

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as Dekret Nr. 28/ 2010 bestimmt nun die zukünftige Vorgehensweise bei Streitfällen. Welche Streitigkeiten sind von der Mediation betroffen? Darunter fallen gemäß Art. 5 des genannten Dekretes Streitigkeiten betreffend Kondominien, Realrechte, Teilungen, Erbrecht, den Familienfonds („patto di famiglia“), Mietrecht, Leihe, Betriebspacht, Schadenersatzforderungen aus Verkehrsunfällen, Verantwortung des Arztes, Verleumdung mittels Presse, Versicherungs-, Bank- und Finanzverträge. Ab wann wird die Mediation Pflicht? Die Pflicht zur Anwendung der Mediation bei den hier aufgezählten Streitigkeiten beginnt mit 20. März 2011, bei Streitigkeiten bezüglich Kondominien und Schadenersatzforderungen aus Verkehrsunfällen hingegen startet die Pflicht am 20. März 2012. Freiwillige Mediation (mediazione facoltativa) In den Fällen, in denen die Mediation nicht Pflicht ist, können die Parteien die Mediation freiwillig anwenden, wodurch sie aufgrund der langwierigen Gerichtsverfahren in Italien Zeit und Geld sparen können. Mediationsinstitute („organismi di mediazione“) Mediationsinstitute können gebildet werden von öffentlichen und privaten Körperschaften, von den Anwalts-

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Die Handelskammer Bozen ist eine anerkannte Mediationsstelle.

kammern sowie anderen Berufskammern und den Handelskammern. Damit diese Institute arbeiten können, benötigen sie vorab die Eintragung in das nationale Register der Mediationsinstitute, welches beim Justizministerium angesiedelt ist. Informationspflicht des Rechtsanwaltes Das Dekret schreibt vor, dass der Rechtsanwalt bei Mandatsübernahme den Kunden schriftlich über die Pflicht (mediazione obbligatoria) oder die Möglichkeit (mediazione facoltativa) der Nutzung des Instituts der Mediation und die damit verbundenen steuerlichen Vorteile hinweisen muss. Dieses Informationsschreiben muss bei Einleitung eines Gerichtsverfahrens dem Einleitungsschriftsatz beigelegt werden. Fehlt das Informationsschreiben, so kann der Kunde das Mandat mit dem Rechtsanwalt annullieren. Wie leitet man die Mediation ein? Die Mediation wird eingelei-

tet mittels Hinterlegung einer Anfrage bei einem registrierten Mediationsinstitut. Dauer der Mediation Im Sinn einer schnellen Abwicklung der Streitfälle legt das Dekret fest, dass die Mediation nicht länger als vier Monate dauern darf. Ablauf der Mediation Wird ein Antrag auf Mediation gestellt, so weist das angerufene Mediationsinstitut den Parteien einen Mediator zu, welcher innerhalb 15 Tagen ab Antragshinterlegung ein erstes Treffen zwischen den Streitparteien einberuft. Es folgen, falls notwendig, weitere Treffen. Wird eine Einigung erzielt, so erstellt der Mediator ein entsprechendes Streitbeilegungsprotokoll. Falls keine Einigung erzielt werden kann, so kann der Mediator den Parteien eventuelle Vorschläge zur Streitbeilegung unterbreiten. Die Parteien können die Bestätigung („omologazione“) des Protokolls beim zuständigen Präsidenten des Landes-

gerichtes beantragen. Dadurch erhält dieses den Status eines Vollstreckungstitels („titolo esecutivo“), mittels welchem ein Vollstreckungsverfahren eingeleitet werden kann. Steuerliche Vorteile Sämtliche im Rahmen der Mediation erstellte Akte, Dokumente usw. sind von jeglicher Stempelmarke, Gebühr, Steuer usw. befreit. Das Streitbeilegungsprotokoll ist bis zu einem Streitwert von 50.000 Euro von der Registergebühr befreit. Kosten der Mediation Bei der Mediation fallen Einleitungskosten („spese di avvio“) und Kosten für die Mediation selbst („spese di mediazione“) an. Die Einleitungskosten belaufen sich auf je 40 Euro pro Partei und werden bei Antragshinterlegung gezahlt. Die Kosten für das Mediationsverfahren selbst werden gemäß eigens dafür vorgesehenen Preistabellen (Anlage A des Dekretes 180/2010) berechnet. Alexander Benvenutti


Gesetze & Richtlinien

Jahresabfallerklärung MUD bis Ende April Abfallbuchhaltung: Auch heuer müssen wieder viele Handwerksbetriebe innerhalb 30. April 2011 die Jahresabfallerklärung MUD für das vorhergehende Jahr (2010) abfassen.

Die Pflicht zur Abfassung der MUD-Erklärung besteht:

a) für Unternehmen und Körperschaften, die gefährliche Abfälle erzeugen; b) für alle, die gewerbsmäßig Abfälle verwerten oder beseitigen; c) für Händler und Vermittler von Abfällen, mit Besitz der Abfälle.

Von der Pflicht hingegen ausgenommen sind:

a) alle Betriebe, die ausschließlich nicht-gefährliche Abfälle produzieren. b) Abfalltransporteure sowie alle Subjekte, welche berufsmäßig die Tätigkeit der Sammlung und des Transportes von Abfällen ausüben. c) Händler und Vermittler

von Abfällen, ohne Besitz der Abfälle. d) Betriebe, die ihre Abfälle ausschließlich dem öffentlichen Sammeldienst (z. B. öffentlicher Recyclinghof) der jeweiligen Gemeinde übergeben. Dabei muss der Abfall gemäß jeweiliger Gemeindeverordnung als „hausmüllähnlicher“ Abfall eingestuft sein. e) Betriebe (Friseure, Schönheitspfleger usw.), welche gefährliche Abfälle mit Infektionsrisiko (Rasierklingen, CER 180103) produzieren und diesbezüglich der zwischen der Provinz Bozen und dem LVH abgeschlossenen „Programmvereinbarung zur Bewirtschaftung von gefährlichen Abfällen mit Infektionsrisiko, die außerhalb der Ge-

SOA und Qualitätssysteme: Änderung des Verfahrens für die Gesuche Für alle neuen Gesuche betreffend die „SOA“ und „Qualitätssysteme“ wird nach Einreichung der Gesuche der Erhalt desselben und der zuständige Sachbearbeiter mitgeteilt. Erst nach Durchführung der Initiative und entsprechender Rechnungslegung wird die Beihilfe verpflichtet und ausbezahlt. Dies teilt das zuständige Landesamt für Innovation mit. Die aktuellen Gesuchsvordrucke, eines für die Gesuchsstellung und ein anderes für die Rechnungslegung, sind auf der Webseite der Abteilung Innovation, Forschung, Entwicklung und Genossenschaftswesen, unter Punkt „Formulare Innovation“ unter www.provinz.bz.it/innovation abrufbar. Bei Fragen steht Ihnen der LVH unter Tel. 0471 323200 oder info@lvh.it bzw. auch direkt die Mitarbeiterin vom Amt für Innovation, Frau Susanna Dagostin (am Vormittag von Montag bis Freitag), unter Tel. 0471 413725 oder susanna.dagostin@provinz.bz.it zur Verfügung.

sundheitsdienste anfallen“, beigetreten sind.

Abfassung der MUD-Erklärung

Der LVH bietet auch heuer wieder seinen Mitgliedern die Möglichkeit, die Jahresabfallerklärung durch die im Verband bereitgestellten Mitarbeiter erledigen zu lassen. Alle daran interessierten Handwerker werden gebeten, sich beim zuständigen LVH-Bezirksbüro für die Abfassung der Erklärung vorzumerken. Die Gebühr für diese Dienstleistung beträgt für Mitgliedsbetriebe einschließlich der Handelskammergebühr 77,00 Euro. Für komplexe Erklärungen wird die Gebühr nach effektivem Zeitaufwand verrechnet.

Erforderliche Unterlagen

Damit die Erklärung fachgerecht durchgeführt werden kann, müssen folgende Unterlagen mitgebracht werden: das Abfallregister, die Steuernummer, die Eintragungsnummer bei der Handelskammer (ex „registro ditte“), die Eintragungsnummer ins Handelsregister, Kopie Handelskammerauszug, eventuelle Quittungen und Transportdokumente der entsorgten Müllmengen sowie die genaue Aufstellung über die im Jahr 2010 produzierten und entsorgten Müllmengen getrennt nach Müll-Typ. Weitere Informationen erhalten Sie beim LVH-Umweltbüro in Bozen unter Tel. 0471 323240 und in den LVH-Bezirksbüros. ab

Jahreserklärung AEE für Elektro- und Elektronikgeräte Innerhalb 30. April 2011 müssen Hersteller und Importeure von Elektro- und Elektronikgeräten die Jahresmeldung an die Handelskammer, mit Angabe der im Jahr 2010 auf dem nationalen Markt in Verkehr gebrachten Elektrik- und Elektronikgeräten durchführen. Die Meldung muss auch dann gemacht werden, wenn die eingetragenen Hersteller und Importeure im Jahr 2010 keine AEE hergestellt bzw. importiert haben. In diesem Fall wird eine so genannte „Nullmeldung“ gemacht. Die Meldung muss telematisch über die Website www.impresa.gov.it durchgeführt werden. Den Zugriff erhält der Betrieb nach Eintragung in das AEE-Register (registro nazionale dei produttori di apparecchiature elettriche ed elettroniche). Einen detaillierten Leitfaden (in italienischer Sprache) zu den verpflichteten Subjekten und der Art und Weise der jährlichen Mitteilungspflicht finden Interessierte unter www.lvh.it>Service und Beratung>Rechtsberatung>Umweltrecht. Weitere Informationen erhalten Sie im LVH-Umweltbüro unter Tel. 0471 323473. ab

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Gesetze & Richtlinien

Für Steuererklärung Mod. 730 vormerken Steuererklärung: Das Steuerbeistandszentrum (CAAF) übernimmt auch heuer die Abfassung des Mod. 730.

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Renten & Soziales

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as Mod. 730 gilt als Steuererklärung für Lohnabhängige und Rentner mit bestimmten zusätzlichen Einkommen. Es kann aber auch nur zur Rückvergütung abzugsfähiger und absetzbarer Spesen abgefasst werden. Zu den absetzbaren Spesen zählen z. B. Arztspesen, Passivzinsen bei Hypothekardarlehen für den Kauf oder Bau von Erstwohnungen, Lebens- und Unfallversicherungen u. v. m. Das Steuerbeistandszentrum (CAAF) im LVH bietet auch heuer wieder einen bequemen, qualifizierten und vorteilhaften Dienst zur Abfassung des Mod. 730. Nach Abgabe der entsprechenden

Unterlagen an das CAAF müssen keinerlei Termine oder Verpflichtungen eingehalten werden, denn ein eventuelles Steuerguthaben bzw. die anstehende Steuerschuld gegenüber dem Fiskus wird direkt in der Lohntüte oder bei der Rente verrechnet. Achtung: Das staatliche Sozial- und Fürsorgeinstitut NISF/INPS nimmt keine Mod.-730-Erklärungen mehr an. Wenden Sie sich an das LVH-Bezirksbüro in Ihrer Nähe (Kontaktdaten auf Seite 43), und vereinbaren Sie einen Termin bis spätestens 25. Mai 2011.

Sprechstunden Patronat INAPA in den Monaten April, Mai, Juni LVH-Bezirkbüros Brixen

Tel. 0472 802500 jeden Dienstag, 9–12 Uhr Ausnahme: Dienstag, 26. April, 24. Mai, 31. Mai, 21. Juni und 28. Juni, 9–11 Uhr

Bruneck

Tel. 0474 474823 jeden Donnerstag, 9–12 und 14.30–17 Uhr jeden Freitag, 9–12 Uhr Ausnahmen: Freitag, 22. April, 29. April, 27. Mai und 24. Juni, 10.30–12 Uhr

Gröden, St. Ulrich

Tel. 0471 797552 jeden Dienstag, 14–17 Uhr

Neumarkt

Tel. 0471 812521 Montag, 4. April, 2. Mai, 6. Juni, 14–17 Uhr

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Meran

Tel. 0473 258064 jeden Montag, 9–12 und 14.30–17 Uhr jeden Freitag, 9–12 Uhr

Schlanders

Tel. 0473 730657 jeden Mittwoch, 9–12 Uhr Kontaktdaten der LVH-Bezirksbüros auf Seite 36

Außenstellen Mals, Rathaus

nur nach Vereinbarung jeden 2. und 4. Mittwoch des Monats, 15–16 Uhr

Naturns, Raika-Gebäude

jeden 2. und 4. Mittwoch des Monats, 16.30–17.30 Uhr


Wirtschaftsförderung: Gesuche im Rahmen der

Im Jahr 2001 nahm die Südtiroler Elektrizitätsaktiengesellschaft (SEL AG) ihre operative Tätigkeit auf.

Wirtschaftsförderung, die bis Ende 2010 eingereicht worden sind, können die Ausnahmeregelungen in Anspruch nehmen, die die EU angesichts der Wirtschaftskrise erlaubt hat.

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ür neuere Gesuche gilt wieder die herkömmliche De-minimis-Regelung. Dies hat die Landesregierung am 21. März 2011 entschieden. Die klassische De-minimisRegelung der EU sieht vor, dass Unternehmen in einem Dreijahreszeitraum Förderungen bis zu 200.000 Euro kassieren können, ohne dass dies als wettbewerbsverzerrend angesehen würde und daher einer besonderen Genehmigung durch die EU-Wettbewerbsbehörde bedürfe. Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise ist diese Ausnahmeregelung ausgeweitet worden. Im Kri-

PR-Info

senfall gilt eine De-minimisGrenze von 500.000 Euro in drei Jahren. Die Landesregierung hatte zu entscheiden, wie lange diese Ausnahmeregelung in Südtirol angewandt werden könne, nachdem die Krise hier bereits vorbei ist. Der Beschluss sieht nun vor, dass alle Auszahlungsanträge um Wirtschaftsförderung, die bis 31. Dezember 2010 eingereicht worden sind, von der Ausnahmeregelung Gebrauch machen können. Für sie gilt demnach die erhöhte De-minimis-Grenze von 500.000 Euro, für alle anderen wieder die klassische Grenze von 200.000 Euro.

Wichtige Information für alle Rentner Mit der Zustellung der Jahresrenten-Bescheinigung CUD 2011 werden auch die Formblätter für die Beibehalte von verschiedenen Leistungen zugestellt. Alle Personen, die eine Mindestrente beziehen, einen Sozialzuschlag oder Familienzulagen erhalten haben, müssen dem Institut mitteilen, dass sie weiterhin die Voraussetzungen haben, um diese Leistungen beziehen zu können. Es ist somit sehr wichtig, dass diese Formblätter ausgefüllt werden und an das Renteninstitut übermittelt werden. Wenden Sie sich unbedingt an eine unserer Patronatsstellen. Eine versäumte bzw. unterlassene Rückgabe der Formblätter bringt hohe Strafen mit sich! Die Bestätigung der Steuerfreibeträge für zu Lasten lebende Familienmitglieder wird auch mit dem CUD zugestellt und muss termingerecht abgegeben werden. ai

Wasserkraftwerk St. Walburg-Kuppelwies (Stausee Weißbrunn)

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ie begann, in unserem Land eine eigenständige, zukunftsorientierte Energieversorgung aufzubauen, mit dem Ziel, die Abhängigkeit von außen zu verringern und besonders der Wirtschaft nachhaltige Sicherheit in diesem wichtigen Bereich zu bieten. Zehn Jahre sind seit dem operativen Auftakt vergangen. In diesem kurzen Zeitabschnitt hat sich enorm viel verändert. Der Bedarf an Energie ist gestiegen. Gleichzeitig wurde der Ruf nach möglichst sauberer Energie immer lauter. Heute – nach der Katastrophe von Fukushima – ist dieser Ruf so laut wie nie zuvor. Die SEL hat für Südtirol viel erreicht. Die Energie aus Wasserkraft, einer der großen Reichtümer unseres Landes, steht mehrheitlich unter der Führung der SEL, besonders mit ihren Tochterunternehmen Hydros (Ex-EdisonKraftwerke) und SE Hydropower (Ex-Enel-Kraftwerke),

aber auch mit neu erbauten einheimischen Kraftwerken. Es handelt sich ausnahmslos um saubere, erneuerbare und umweltfreundliche Energie. Der Schritt in Richtung Versorgungssicherheit und Versorgungsautonomie ist also groß. Wesentlich zur Versorgungssicherheit trägt auch das 1300 Kilometer lange Erdgassystem der SELGAS ENERGAS SÜDGAS bei, und fünf Fernheizwerke leisten ihren Anteil. Die zehnjährige Entwicklung erfolgte auch im Zeichen der vorteilhaften Preisgestaltung für Wirtschaft und Privathaushalte. Dieses Konzept der Nachhaltigkeit wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut. Die SEL wollte von Beginn an ein verlässlicher Energiepartner ganz Südtirols werden. Mit einer Reihe von Veranstaltungen sollen 2011 die zehn Jahre operative SEL in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt werden. www.sel.bz.it

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Gesetze & Richtlinien

Ausnahmen zur De-minimis-Regelung Energieversorgung nur für 2010 für Südtirol 10 Jahre SEL


Bezirke

Auftragslage in Vinschgau gut Unterer und oberer Vinschgau: Die beiden Bezirke haben vor kurzem ihre Bezirksversammlung in Latsch abgehalten.

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ezirksobmann Erhard Joos, der die Versammlung moderierte, unterstrich die Bedeutung der Handwerksbetriebe im Tal. „Die Betriebe sichern Arbeitsplätze, bilden Lehrlinge aus und erwirtschaften einen beträchtlichen Teil von Gemeindeund Steuereinnahmen“, sagte der Bezirksobmann. Rund 950 Handwerksbetriebe gibt es im Vinschgau, die insgesamt ca. 3500 Mitarbeiter beschäftigen. Landesweit ist jedes dritte gewerbliche Unternehmen ein Handwerksbetrieb. Joos ersuchte die Landesregierung, den Ausbau des Breitbandnetzes im oberen Vinschgau voranzutreiben. Unterstützung erhofft er sich von der Politik auch bei den

Rund 60 Handwerker und Gäste kamen zur Bezirksversammlung nach Latsch.

neuen staatlichen Auflagen zur Abfallentsorgung, dem elektronischen System „Sistri“ und dem Verzeichnis der Umweltfachbetriebe.

Mehr Lehrlinge notwendig

Kritik an den steigenden Auflagen und der Bürokra-

Beteiligen Sie sich am Südtirol-Stand! Fachmesse für Geschenkartikel Frankfurt, 26.–30. August 2011 Die Fachmesse für Geschenkartikel bietet eine Auswahl, die vom Klassiker über ausgefallene Trendprodukte bis hin zu Kunsthandwerken und Holzfiguren reicht. Der von der EOS geplante gemeinschaftliche Auftritt steht allen interessierten Südtiroler Unternehmen offen und wird organisatorisch und finanziell unterstützt. Informationen und Anmeldung: Janpaul Frenes, Tel. 0471 945 792 janpaul.frenes@eos.handelskammer.bz.it

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Erhard Joos, Bezirksobmann des oberern Vinschgaues, Wirtschaftslandesrat Thomas Widmann und Andreas Nagl, Bezirksobmann des unteren Vinschgau (v. l.).

tie äußerte Andreas Nagl, Bezirksobmann des unteren Vinschgaues. Zu den genannten Problemen führte er einige Auflagen im Bereich der Arbeitssicherheit wie Stressbewertung und Drogentest an sowie die SOA-Zertifizierung und die Bürokratie bei öffentlichen Aufträgen. „Diese bürokratischen und finanziellen Belastungen zehren sehr an den Klein- und Mittelbetrieben und senken unsere Wettbewerbsfähigkeit.“ Weiters sprach Nagl die rückläufigen Lehrlingszahlen im Vinschgau an. „Die Lehrlinge sind unsere Fachkräfte von morgen, und wir Unternehmer müssen wieder mehr Jugendliche für das Handwerk begeistern.“ Die Auftragslage für die Betriebe bezeichnete der Obmann zurzeit als gut. Er lobte das Projekt in der Gemeinde Laas zur Förderung der Altbausanierung und die Kooperation der Handwerksbetriebe in Schnals. Bei den Wortmeldungen übten die Handwerker Kritik an dem Lkw-Fahrverbot über den Fernpass in Tirol. Um Fahrzeugkolonnen auf der Vinschger Straße zu vermeiden, schlugen sie die Schaffung von Ausweichstellen vor.

Zahlreiche Ehrengäste

Gastreferentin Annemarie Pircher Friedrich, Professorin am Management Center Innsbruck, hielt einen Vortrag zum Thema „Sinn- und werteorientierte Führung“. Wer in seinem Unternehmen Bestleistung fordert, müsse den Mitarbeitern Sinn bieten, dies fördere die Motivation, so die Referentin. LVH-Präsident Gert Lanz dankte den Obmännern und Ausschussmitgliedern für ihren Einsatz und stellte sich gemeinsam mit den ebenfalls anwesenden Vizepräsidenten Martin Haller und Ivan Bozzi vor. Ehrengäste wie Landesrat Richard Theiner und der Landtagsabgeordnete Josef Noggler sprachen Grußworte und lobten die Leistungen der Handwerksbetriebe im Bezirk. Wirtschaftslandesrat Thomas Widmann unterstrich den Einsatz der Handwerker und Unternehmer bei der Überwindung der Wirtschaftskrise. Der Vorschlagskatalog des LVH zum Bürokratieabbau werde derzeit von der Landesregierung geprüft. Ziel sei eine Reduzierung der Bürokratie um 20 Prozent, wo es in der Kompetenz des Landes stehe. te


Bezirke

Rege Diskussion der Handwerker Burggrafenamt: Der Bezirksausschuss hat die Verbandsspitze zur Bezirksversammlung eingeladen.

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ezirksobmann Horst Rufinatscha konnte über hundert Handwerker im Kolpingsaal in Meran begrüßen. In seinem Tätigkeitsrückblick sprach Rufinatscha die für das Handwerk erfolgreich verlaufenen Gemeinderatswahlen an sowie die zahlreichen Informationsversammlungen und Sitzungen auf Ortsebene. „Bürokratie und Kreditklemme und vor allem das geplante Abfallsystem Sistri bereiten uns Probleme und sind dringend von den politischen Entscheidungsträgern anzugehen“, forderte Rufinatscha. Die versammelten Handwerker kritisierten den hohen Aufwand für die Betriebe durch Sistri und forderten die Südtiroler Vertreter und die Dachverbände in Rom auf, die Regierung in Sachen Sistri umzustimmen. Vorgeschlagen wurde auch eine Unterschriftenaktion gegen die Einführung von Sistri.

Bezirk gut in den Gremien vertreten

„Die stattgefundenen Neuwahlen haben wieder große Veränderungen gebracht“, sagte Rufinatscha mit Blick auf die verbandsinternen

Über 100 Handwerker kamen zur Bezirksversammlung im Meraner Kolpinghaus.

Neuerungen. Mit Heidrun Grüner, Bruno Covi und Oskar Zorzi hat der Bezirk Burggrafenamt drei Vertreter im Exekutivausschuss. Besonderen Dank sprach Rufinatscha den vielen ehrenamtlich tätigen Funktionären in seinem Bezirk aus, so den 25 Ortsobmännern, dem Bezirksvorsitzenden der Junghandwerker, Mathias Piazzi, und jenen der Althandwerker, Gertraud Götsch und Egon Dibiasi. Viel Dank und Applaus erhielt der frühere LVH-Präsident Walter Pichler. In der anschließenden Diskussion konnten die Handwerker Kritik und Vorschläge äußern. Obmann Ru-

Die LVH-Spitze, Bezirksobmann Horst Rufinatscha und der LVHBezirksbüroleiter Thomas Mur

finatscha stellte die Reformvorschläge des Bezirkes für die künftige Entwicklung des Verbandes vor.

LVH-Präsidium stellte sich vor

LVH-Präsident Gert Lanz sicherte die Prüfung der Vorschläge und Kritikpunkte zu. Er stellte sich und das LVHPräsidium vor. „So wie bei einer guten Betriebsübergabe möchten wir neue Ideen in den Verband bringen und gleichzeitig auf das viele Positive aufbauen, das in den letzten Jahrzehnten geleistet

wurde.“ Schwierigkeit und zugleich Stärke des LVH sei es, dass er viele verschiedene Berufe und viele verschiedene Betriebsformen – von sehr kleinen Betrieben bis hin zu großen – unter seinem Dach vereine. Vizepräsident Ivan Bozzi unterstrich, dass alle Handwerker am selben Strang ziehen, und gemeinsamer Einsatz daher wichtig sei. „Es ist wichtig, dass sich junge Handwerksunternehmer in der Gesellschaft und im Verband einbringen und Verantwortung übernehmen“, sagte Vizepräsident Martin Haller. te

Marling: Roland Strimmer ist neuer Obmann Die Ortsgruppe Marling hat Roland Strimmer zu ihrem neuen Obmann gewählt. Strimmer ist Inhaber eines Fliesenlegerbetriebes und hat sich als Fachexperte bei den Berufsweltmeisterschaften einen Namen gemacht. Strimmer und der Ortsausschuss danken dem bisherigen Obmann Heiko Haller, der aus persönlichen Gründen das Amt niederlegte.

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Bezirke

Junghandwerker geehrt Klausen: Bezirksobmann Josef Felderer lud vor kurzem zur Jahresversammlung. Dabei wurden die erfolgreichen Teilnehmer des Bezirkes an der Landesmeisterschaft geehrt.

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bmann Josef Felderer zeichnete gemeinsam mit den Ortsobmännern und den Gemeindevertretern die sechs Medaillengewinner des Bezirkes aus. Karin Fischnaller aus Villnöss erhielt die Ehrenurkunde für den Gewinn der Goldmedaille bei den Mediendesignern überreicht. Die fünf weiteren geehrten Teilnehmer haben jeweils die Silbermedaille gewonnen. Die Glückwünsche gingen an Katja Gafriller aus Barbian (Schönheitspflege), Christina Obrist aus Klausen (Frsöre) und an die Sozialbetreuerinnen Birgit Baumgartner und Melanie Niederstätter (beide Villanders). Felderer dankte allen

Junghandwerkern, den Experten und Lehrbetrieben, die an der Landesmeisterschaft teilgenommen haben. An die Betriebe richtete er den Appell, weiterhin auf die Jugend zu setzen und Lehrlinge einzustellen. Dass die Südtiroler Meisterausbildung ein Juwel sei, betonte Unternehmensberater Christian Haberfellner in seinem Vortrag über die Zukunftsperspektiven des Handwerks. Die Ausbildung und Produktqualität sind sehr gut im Handwerk, das allein reicht aber nicht mehr aus, so Haberfellner. Es brauche eine gute Preis- und Kostenkalkulation, damit Gewinne gemacht werden, und mehr Marketing, damit Aufträge

Bezirksobmann Josef Felderer ehrte gemeinsam mit Ortsobmännern und Gemeindevertretern die erfolgreichen Teilnehmer an der Landesmeisterschaft.

aktiv eingeholt werden. „Die Interessenvertretung des Handwerks muss wieder so gut wie früher werden, dazu müssen wir geschlossen mit einer Stimme nach außen auftreten“, sagten LVH-Präsident Gert Lanz und Vizepräsident Martin Haller bei der Vorstellung des neuen Präsidiums. Grußworte an die

versammelten Handwerker richtete die Bürgermeisterin von Klausen, Maria Gasser Fink. Bei den abschließenden Wortmeldungen nannten die Handwerker einige Themen, die aktuell unter den Nägeln brennen, nämlich Bürokratie, Sistri und den schwierigen Zugang zu öffentlichen Aufträgen. te

Handwerksschau: Vorbereitungen laufen Gröden: Die Vorbereitungen für die Grödner Handwerksschau von 22. bis 24. Juli laufen auf Hochtouren. Letzte Ausstellungsflächen sind zurzeit noch frei.

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lle Handwerksbetriebe der drei Grödner Gemeinden St. Ulrich, Wolkenstein und St. Christina sowie Kastelruth und Lajen können an der Handwerksschau teilnehmen. An der Schau werden 60 Grödner Betriebe in Form einer Ausstellung teilnehmen und

ihre innovativen Produkte den Grödner Besuchern und Gästen präsentieren. Ein Rahmenprogramm soll zahlreiche Besucher anziehen. „Mit der Handwerksschau möchten wir das Grödner Handwerk und die vielen Handwerksberufe, die über das Kunsthandwerk hinausgehen, in einem

Kinder zu Gast in den Betrieben

Die Kindergartenkinder von Wolkenstein haben die Tischlerei „la Uega“ von Obmann Ivo Insam besucht (im Bild). Auf spielerische Weise konnten die Kinder Einblicke sammeln. Bei den Kindern wurde ein starkes Interesse geweckt an der Arbeit mit Holz. Künftig wird auch im Kindergarten eine Tischlerecke mit Holz und echtem Werkzeug eingerichtet.

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größeren Rahmen der Öffentlichkeit vorstellen und den einzelnen Betrieben die Chance geben, sich den einheimischen Kunden und Gästen zu präsentieren“, erklärt Bezirksobmann Ivo Insam. Die Handwerksschau findet im Tenniscenter in Runggaditsch statt. Das Ausstellungsgelän-

de hat eine Größe von 65 mal 40 Meter. „Bereits fünfzig Betriebe haben sich angemeldet, das Gelände bietet noch Platz für zehn weitere Aussteller, die sich bei uns oder im LVH melden können“, so Insam. Jeder teilnehmende Betrieb erhält eine eigene Standfläche. In dem Kostenbetrag sind die gesamte Projektierung und Umsetzung des Standes sowie Standmiete, Standaufbau und Bewerbung der Veranstaltung enthalten. Information über die Handwerksschau erteilt das LVHBüro für Marketing unter Tel. 0471 323340 oder über E-Mail an presse@lvh.it bzw. das Bezirksbüro in St. Ulrich unter Tel. 0471 797552. te


Neumarkt: Nach dem Erfolg vor zwei Jahren laden die Unterlandler Handwerker am 7. Mai zur zweiten Auflage dieser stimmungsvollen Veranstaltung unter den Lauben von Neumarkt.

D

reißig Unterlandler Handwerker laden am Samstag, 7. Mai, zu einer Handwerksschau der besonderen Art ein. Staunen, schauen und probieren heißt es dabei. Als Kulissen dienen die historischen Lauben von Neumarkt. „Unter den Lauben des schmucken Dorfes werden die Besucher ab 10 Uhr anhand von Live-Vorführungen und Mitmachaktionen das komplette Leistungsspektrum und viele interessante Produkte des Unterlandler Handwerks hautnah erleben können“, verspricht LVH-Bezirksobmann Georg Rizzolli. Vom Tischler über den Kfz-Mechaniker und Elektrotechniker bis hin zum Floristen werden die

Programm

Samstag, 7. Mai 2011, Lauben Neumarkt 10 Uhr Herzlich Willkommen! 10–23 Uhr Handwerk live erleben in 30 lebenden Werkstätten Kulinarische Verköstigung und Kinderprogramm

Die erste Ausgabe 2009 zog zahlreiche Besucher an.

verschiedenen Handwerksberufe vorgestellt. Moderne Arbeitstechniken, innovative Projekte und Analysen der aktuellen Marktnachfrage zeichnen mittlerweile den Arbeitsalltag der Handwerker aus. Bei der Unterlandler Lehrlingsbörse können sich interessierte Jugendliche über mögliche Lehrstellen in der Umgebung informieren. Aller-

hand hat sich das Organisationskomitee unter der Leitung von Rizzolli für die Unterhaltung ausgedacht, wie zum Beispiel Live-Musik mit den Musikgruppen Haderkrainer, Nice Price und Sepp MessnerWindschnur. Geboten werden auch kulinarische Köstlichkeiten und Spiele. Kinder dürfen in der Kinderwerkstatt selbst Hand anlegen. rp

11 Uhr Eröffnung Musikalische Unterhaltung mit den Haderkrainern 17–21 Uhr Irische Klänge der Gruppe Nice Price 21–22.30 Uhr Stimmungsvolle Stunden mit Sepp Messner-Windschnur 23 Uhr Auf Wiedersehen!

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Bezirke

Handwerk unter den Lauben


G

Gewerbebauten

Zehn Mitgliedsbetriebe Die zehn Betriebe des Konsortiums „Widumwiese III“ sind Plattner Karl OHG, Mühlmann Georg, Unterkofler Josef & Co OHG, Gasser Elisabeth, Egger Böden des Egger Johann, Locher Walter, Egger Georg, Egger Hubert & Co KG, Leiter Anton, Egger Peter.

B

Baugruppe

Richtpreisverzeichnis Hochbau auf www.lvh.it Die Landesregierung hat das Richtpreisverzeichnis für den Hochbau für das laufende Jahr genehmigt. Im neuen Verzeichnis wurden die veränderten Kosten für einige Baumaterialien berücksichtigt. Es kann online auf den Berufeseiten der Baugruppe unter www.lvh.it heruntergeladen werden.

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Der Handwerker April 2011

Die Mitglieder des Konsortiums „Widumwiese III“ mit ihrem Präsidenten Karl Plattner (Mitte) und LVHDirektor Thomas Pardeller (ganz links)

Konsortium abgeschlossen Konsortium: Zehn Betriebe haben über das Konsortium „Widumwiese III“ die Infrastrukturarbeiten im Gewerbegebiet Jenesien durchgeführt.

G

egründet wurde das Konsortium Ende 2007 von zehn Betrieben aus Jenesien (und einem aus dem Sarntal). Als Präsident wurde Karl Plattner ernannt, Verwaltungsratsmitglieder waren Georg Mühlmann und Josef Unterkofler. Die zehn Betriebe errichteten in der Gewerbezone „Widumwiese III“ ihre neuen Betriebssitze. Die Infrastrukturarbeiten wie Straßen und Beleuchtung haben sie als

Konsortium durchgeführt. „Über das Konsortium konnten wir die Arbeiten günstiger durchführen, da ein Konsortium die Mehrwertsteuer abschreiben kann“, erklärt Präsident Plattner, und weiter: „Der zweite Vorteil war die Betreuung durch den LVH. Das Büro für Baukoordination hat uns sämtliche Verwaltungsarbeiten abgenommen und den Kontakt mit den Ämtern und der Gemeinde geführt, so dass alle Arbeiten

zur Zufriedenheit der Mitglieder durchgeführt wurden.“ Plattner dankt allen Konsortiumsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit sowie dem Bauleiter und den Betrieben. Sämtliche Arbeiten wurden im Vorjahr zur Zufriedenheit abgeschlossen, so dass das Konsortium Ende März notariell aufgelöst werden konnte. Dazu fanden sich alle Mitgliedsbetriebe im Haus des Handwerks in Bozen ein und setzten ihre Unterschrift. te

9200 Besucher auf Baumec/Viatec Messe: Die Doppelfachmesse „Baumec/Viatec“ stellte mit 183 Ausstellern aus dem In-

und Ausland die Bereiche Straßenbau, Baugeräte und Baumaschinen in den Mittelpunkt.

A

uf 16.500 Quadratmetern konnten sich die Besucher über Arbeitssicherheit am Bau, Baumaschinen, Allzwecktransporter, Straßenbau, Verkehrsleitsysteme und vieles mehr für die Bauwirtschaft informieren. Begleitend zur Messe fanden die Kongresse „BrennerCongress 2011“ und der Kongress zur Arbeitsicherheit im Baugewerbe statt. Rund 9200 Besucher wurden an den vier Messetagen gezählt. Messe Bozen hat eien Umfrage durchgeführt. Laut der stichprobenartigen Umfrage an 567 Besuchern beurteilen 27,9 Prozent die wirtschaftliche Lage der Branche als „rückläufig“, knapp die hälfte der Befragten

Die Fachmessen Baumec und Viatec finden alle zwei Jahre als Doppelmesse statt.

(49,6 Prozent) bezeichnet sie als „stabil“ und 17,3 Prozent als „steigend“; 5,2 Prozent gaben zu dieser Frage keine Angabe. Rund 30 Prozent der Besucher stammten von außerhalb der Provinz: Das Baumesseduo zog Besucher aus ganz Italien und dem Ausland an und schnitt bei den Besuchern diskret ab;

das Angebot der beiden Messen wurde wie folgt bewertet: Für 54,1 Prozent war der Gesamteindruck „gut“, für 11,6 Prozent „sehr gut“, für 27,3 Prozent „zufriedenstellend“ und für 5,8 Prozent war er „nicht zufriedenstellend“; 10,8 Prozent der Besucher gab an, auf der Messe Bestellungen getätigt zu haben.


Auf Messen im Ausland präsent Maschinenbaumechaniker: Betriebe können die Vorteile der Zusammenarbeit nutzen und sich zum Beispiel gemeinsam auf Messen im Ausland zeigen.

M Metall

Südtiroler Betriebe auf der SüdTec

Die Messepräsenz im Ausland war Thema der Jahresversammlung: Eine Reihe von Betrieben stellte auf der Messe Südtec in Stuttgart aus – im Bild die Aussteller mit Obmann Bernold Weithofer (3. v. r.).

D

ies betonte der Obmann der Maschinenbaumechaniker und Werkzeugmacher, Bernold Weithofer (im Bild), auf der Jahresversammlung. Er forderte die Betriebe auf, die Vorteile des gemeinsamen Kontakts über die Berufsgemeinschaft zu nutzen. „Wir haben eine gute Zusammenarbeit mit der Export Organisation EOS, um unsere Betriebe auch im Ausland vorzustellen und um neue Geschäftsbeziehungen anzubahnen“, sagte der Obmann. Im Vorjahr haben Südtiroler Betriebe an der Messe Interpart in Karlsruhe teilgenommen, und fünf Betriebe beteiligten sich kürzlich im März im Rahmen eines EOS-Standes an der Messe SüdTec in Stuttgart. Die fünf Ausstellerbetriebe aus den Bereichen Metallverarbeitung, Kunststoffherstellung, Stromversorgung und der Herstellung von Geräte- und Maschinenbauteilen waren Autotest AG, Lana, Elektra GmbH, Kaltern, Manometal GmbH, Neumarkt, We.We. Mechanik GmbH, Terlan, und ebenfalls aus Terlan die Tekuna GmbH. „Wir Südtiroler haben als

Grenzland und durch unsere Zweisprachigkeit einen enormen Vorteil im Ausland, und das müssen wir ausnützen, um uns in den ausländischen Markt einzubringen“, so Weithofer, der auch auf die finanzielle Unterstützung bei Beteiligungen an Messen im Ausland hinwies. „Um vielen Betrieben einen ersten Schritt zu ermöglichen, überlegen wir uns zurzeit auch, ob ein gemeinsames Auftreten der ganzen Berufsgemeinschaft sinnvoll sein könnte“, schlug der Obmann vor.

Meisterprüfung erstmals in Modulen

Zweites wichtiges Thema im Tätigkeitsbericht des Obmannes war die Aus- und Weiterbildung. Der Vorbereitungskurs auf die Meisterprüfung läuft seit April 2010, es nehmen 14 Kandidaten daran teil. Es ist der erste Kurs, der in Modulen abgehalten wird. „Vorteil der Module ist, dass bei Nichtbestehen der Prüfung nur das betreffende Modul wiederholt werden muss“, so der Obmann. Die Meisterprüfung wird im Herbst 2011 stattfinden. Hin-

sichtlich der Gesellenprüfung ist die Vereinheitlichung der Prüfungsprogramme auf einem guten Weg. Zur Imagepflege und um Nachwuchs zu gewinnen, beteiligten sich die Maschinenbaumechaniker als Schauberuf an der Landesmeisterschaft. Bei der euromechanik 2010 in Seefeld traf man sich mit den Berufsvertretern der deutschsprachigen Nachbarländer. Grußworte hielt bei der Versammlung der Obmann der Berufsgruppe Metall, Walter Pichler. LVH-Rechtsexpertin Margareth Runer sprach über die gesetzlichen Neuerungen für die Betriebe. Der Geschäftsführer des Unternehmens Zirkonzahn, Heinrich Steger, an dessen Betriebssitz in Gais die Versammlung stattfand, hielt einen Vortrag zum Thema „Innovation – beweg die Welt mit deinen Händen“. Steger ist Erfinder der C&C-Zirkonfräs-Technologie, die er weltweit in 80 Ländern vertreibt. Die Produkte werden am Firmensitz in Gais entwickelt, wo über hundert Mitarbeiter beschäftigt sind. Die anwesenden Maschinenbaumechaniker erhielten abschließend eine Führung durch den Betrieb. te

Fünf Betriebe präsentierten sich von 20. bis 22. März auf einem Gemeinschaftsstand der EOS – Export Organisation Südtirol auf der internationalen Zuliefermesse SüdTec in Stuttgart. Das Ziel der EOS war es, die Vermarktungsbemühungen dieser Firmen im benachbarten Deutschland zu unterstützen. Zum ersten Mal organisierte die EOS einen Messeauftritt auf der SüdTec. Der 90 Quadratmeter große Gemeinschaftsstand präsentierte sich unter der Dachmarke „Unternehmen aus Südtirol“.

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H Holz

Für Stand auf der Hotel 2011 melden Der LVH bietet exklusiv die Möglichkeit eines gemeinsamen Messeauftrittes auf der Hotel 2011 zu bevorzugten Konditionen. Die Messe findet von 17. bis 20. Oktober in Bozen statt. Der einzelne Betrieb kann sich unter einem gemeinsamen Dach, aber auf seinem eigenen Stand und nach eigenen Vorstellungen optimal präsentieren. Das Anmeldeformular wurde mittels Rundschreiben verschickt und ist zudem unter Tel. 0471 323200, info@lvh.it, erhältlich. Anmeldeschluss ist der 12. April.

Fahrt zum „Salone del Mobile“ in Mailand

Die Berufsgemeinschaft der Tischler organisiert am 16. April eine Fahrt zum „Salone Internazionale del Mobile“ in Mailand. Die Messe ist eine der weltweit führenden Möbelmessen. Interessierte Tischler melden sich bei der Berufsgemeinschaft unter Tel. 0471 323275, hanspeter.ruedl@lvh.it. Anmeldeschluss ist der 11. April.

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Der Handwerker April 2011

Kampagne geplant Tischler: Eine Öffentlichkeitskampagne soll Aufträge und Ansehen der Tischler steigern und gängige Vorurteile abbauen.

D

ie Auftragslage der Südtiroler Tischler habe sich gegenüber den Vorjahren weiter verbessert. „Diese gute Entwicklung gilt es zu stabilisieren“, sagte Obmann Kurt Egger (im Bild) auf der Vollversammlung in Bozen. Die Berufsgemeinschaft hat in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsforschungsinstitut der Handelskammer Bozen eine Umfrage zum Tischlerhandwerk durchgeführt. 55 Prozent der befragten Haushalte gaben an, in den vergangenen fünf Jahren in Möbel und Inneneinrichtung investiert zu haben. 75 Prozent davon haben sich zu diesem Zweck an einen Tischler gewandt. „Der Tischler ist mit Abstand der wichtigste Ansprechpartner für die Südtiroler bei Möbeln und Einrichtung“, freut sich Egger.

Auftragslage stärken, Vorurteile abbauen

Bei der Umfrage wurde auch nach Kritikpunkten der Bürger an die Tischler gefragt. Als Vorurteile kamen heraus, dass der Tischler nichts Modernes fertige, nur mit Holz arbeite, zu teuer sei und zu lange für die Fertigstellung brauche. Um diesen Vorurteilen entgegenzuwirken und generell ihr Image zu steigern, wollen die Tischler eine Öffentlichkeitskampagne starten. „Mit der Kampagne positionieren wir uns auf dem Markt und stärken unser Erscheinungsbild, damit wir mehr Aufträge erhalten“, erklärte Egger. Gleichzeitig denken die Tischler an eine Nachwuchskampagne, um die Zahl

Tischler und Mitglieder des Berufsbeirates bei der Jahresversammlung in Bozen

der Lehrlinge zu erhöhen. „Ansonsten sehe ich in absehbarer Zeit einen Fachkräftemangel auf die Tischler zukommen“, sagte Egger, und weiter: „Als Berufsgemeinschaft müssen wir uns heuer besonders der Frage des Nachwuchses widmen und der Jugend unser Handwerk als ein modernes und zeitgemäßes präsentieren.“

Mehr auf überregionalen Verkauf setzen

Weiteres wichtiges Thema ist der Export. „Im Export liegt noch viel Potential für uns Tischler, denn zurzeit liegt der Exportanteil nur bei elf Prozent.“ Obmann Egger legte dazu Zahlen aus Deutschland vor. Deutschland verkaufe seine Möbel als Qualitätsprodukte und habe den Export um bis zu 17 Prozent steigern können, wobei die meisten Produkte in Westeuropa verkauft werden. „Auch wir Südtiroler Tischler müssen das Exportpotential nutzen und lernen, wie wir unsere Möbel außerhalb Südtirols besser verkaufen können“, gab der Obmann als Ziel aus. Angepasste Möbel für die steigende Zahl älterer Menschen und die laufende Weiterentwicklung bei Türen und Fenstern für den Klimahausbau bezeichnete Egger als weite-

re Marktschwerpunkte der Tischler. Die Berufsgemeinschaft hat Messebesuche und Informationsveranstaltungen organisiert, damit die Tischlerunternehmer über Neuerungen informiert werden. Im Vorjahr fand erstmals der „Holzkongress“ für alle holzverarbeitenden Betriebe statt. Nach der Teilnahme an der Landesmeisterschaft steht im Oktober die Berufsweltmeisterschaft bevor.

Zu viel Bürokratie für die Betriebe

LVH-Präsident Gert Lanz sprach Grußworte und dankte Obmann und Ausschuss für die Tätigkeit. Anschließend wurde der Wettbewerb „halb2“ vorgestellt (Artikel S. 35). Senatorin Helga Thaler Außerhofer (im Bild) sprach über die Bürokratisierung, die vor allem kleinere Betriebe erdrücke. Sie bezeichnete die Arbeitssicherheit, Stressbewertung, Abfallerfassung und die öffentlichen Arbeiten als jene Bereiche, in denen die Reglementierung zu groß ist. Für Thaler Außerhofer bietet der Föderalismus die Möglichkeit, mehr Entscheidungsbefugnisse nach Südtirol zu holen, damit Gesetze besser an die Südtiroler Betriebe angepasst werden können. te


Wettbewerb „halb2“ startet Tischler: Die Berufsgemeinschaft unterstützt den Designwettbewerb für Tischler

„halb2“ der Fakultät für Design und Künste an der Universität Bozen. Interessierte Tischler können sich ab sofort melden.

H Holz

D

iplomdesignerin Stefanie Schönheinz und Professor Kuno Prey stellten den Wettbewerb bei der Jahresversammlung der Tischler vor. Bei dem Wettbewerb geht es um innovatives Möbeldesign. Die Teilnehmer erhalten kostenfrei das Basisstück „halb2“, eine weiß lackierte Tischhälfte. Jeder Teilnehmer kann die Tischhälfte – auch in Zusammenarbeit mit einem Kunden – nach seinen persönlichen Vorstellungen vervollständigen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, zum Beispiel kann die Tischhälfte anhand einer angefügten Sitzbank, einem Bücherregal oder Schubladen zu einem völ-

Fachtagung Holz

Die weiß lackierte Tischhälfte nach eigenen Ideen zu einem innovativen Möbelstück vervollständigen, darum geht es beim Designwettbewerb „halb2“.

lig neuen Möbelstück ergänzt werden. Anmeldeschluss ist der 30. April, danach werden Anfang Juli die Basisstücke ausgegeben, die jeder Teilnehmer dann in einem Zeitraum von fünf Monaten zu seinem Projekt umsetzt und bis zum 21. November abgibt. Eine Expertenjury ermittelt die zehn Gewinner nach den Kri-

terien Innovation, Kreativität und handwerkliches Können. Auf der Möbelmesse Arredo werden die besten Stücke ausgestellt und die Gewinner prämiert. Vorteil für die teilnehmenden Tischler ist außerdem eine gute Medienpräsenz. Anmeldung und Infos bei der Berufsgemeinschaft unter Tel. 0471 323275 te

Die Themen Möbeldesign und Architektur mit Holz standen im Mittelpunkt der „Fachtagung Holz“, die in der Landesberufsschule „Tschuggmall“ in Brixen veranstaltet wurde. Organisiert wurde die Fachtagung von der Abteilung Berufsbildung, der Landesberufsschule „Tschuggmall“ und dem TIS. Fast 100 Holzfachleute nahmen an der Tagung teil.

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I

Installation

Solarstrom weiterhin gefördert Fotovoltaikanlagen: Der staatliche Fördertarif für Solarstrom läuft in seiner bisherigen Form am 31. Mai aus und geht dann lückenlos in einen neuen Tarif über. Über die Höhe des neuen Tarifs wird verhandelt.

D Treffen mit Selnet Die Zusammenarbeit des Südtiroler Stromanbieters Selnet (Zusammenschluss aus SEL und Enel) mit den Elektrotechnikern im LVH war Thema eines Treffens von Obmann Alfred Faller und der LVH-Spitze mit dem Selnet-Präsidenten Giorgio Carnielli und dem technischen Verantwortlichen Roberto Polo. Der Anschluss von Fotovoltaikanlagen sollte möglichst vor dem 31. Mai erfolgen (Auslaufen des Conto Energia III) und bestimmte Arbeiten sollte die Selnet an die Elektrotechniker auslagern.

Seminar für Elektrotechniker Über 60 Elektrotechniker nahmen kürzlich an einem Seminar über energieeffiziente Elektroinstallationen teil. Die zwei Unternehmen Selectra und Kaiser haben das Seminar kostenlos für die Elektrotechniker im LVH organisiert. Behandelte Themen waren u. a. luftdichte Installationen und Installationen in gedämmten Außenfassaden.

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ie römische Regierung hat Anfang März ein Gesetzesdekret verabschiedet, das den Einsatz von erneuerbaren Energien in Italien regeln soll. Unter anderem wurde beschlossen, die Förderung von Fotovoltaikanlagen, die in Südtirol großen Zuspruch finden, fortzuführen und neu zu regeln. So ist es geplant, das bis dato gültige Förderkonzept „Conto Energia III“ am 31. Mai 2011 auslaufen zu lassen, um dann lückenlos am 1. Juni in das „Conto Energia IV“ umzusteigen. Die genaue Höhe der neuen Fördertarife soll bis spätestens 30. April festgelegt werden. Diese baldige Entscheidung

Der Einspeisungstarif für Strom aus Fotovoltaikanlagen wird in Italien neu geregelt.

liegt vor allem den Fotovoltaik-Unternehmern in Italien am Herzen, welche somit durchgehende Planungssicherheit haben. Dass Italien an den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und die langfristige Einhaltung der

Kyoto-Abmachungen glaubt, beweist die Tatsache, dass die neuen Förderungen mindestens im europäischen Standard liegen sollen. Die Festlegung eines jährlichen Limits an neuen Fotovoltaikanlagen ist noch in Verhandlung.

Spengler suchen Lehrlinge Spengler: Die Lehrlinge sind die Fachkräfte von morgen. Die Berufsgemeinschaft legt daher Wert auf die Nachwuchswerbung und das Image des Berufes.

D

ie Spenglerbetriebe brauchen gute Mitarbeiter und sind auch bereit, Lehrlinge aufzunehmen. „Damit sich mehr Jugendliche melden, muss der Beruf in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen werden“, betonte Obmann Hubert Trenkwalder bei der Jahresversammlung in Bozen. Die Berufsgemeinschaft nimmt regelmäßig an den Berufswettbewerben teil, um ihren schönen Beruf zu zeigen. Bei der Jahresversammlung haben die Spengler den neuen Lehrlingslandesmeister, Florian Goller des Lehrbetriebes Zingerle Bonifaz aus RasenAntholz, mit der Silbernen

Hubert Trenkwalder

Jahresversammlung der Bau- und Galanteriespengler (im Vordergrund der Berufsbeirat)

Ehrennadel ausgezeichnet. In seinem Bericht hat Trenkwalder Bilanz gezogen. Im Mittelpunkt standen das Richtpreisverzeichnis, die Teilnahme am Kaminkongress, die Meisterbriefverleihung, verschiedene Treffen mit Berufsvertretern der Nachbarländer sowie Aussprachen mit dem Land über die Ausbildung

an der Berufsschule und die Gesellenprüfung. Abgerundet wurde die Jahresversammlung durch mehrere Vorträge von Sponsoren und Ehrengästen. Die Direktorin des Paritätischen Komitees, Christine Monthaler, hielt einen Fachvortrag über die rechtlichen Aspekte bei der Montage von Dachsicherungssystemen. te


Auf Gefahren hinweisen Kaminkehrer: Die Sicherheit und Gesundheit des Bürgers steht für die Kaminkehrer an erster Stelle. Daher werden Mängel und Gefahrenquellen verstärkt gemeldet.

Der Berufsbeirat: (v. l.) Hubert Kainz, Helmuth Morandell, Christian Resch, Luigi Bergamo, Vizeobmann Alois Pichler und Obmann Richard Schupfer – es fehlt im Bild Christian Dorfmann.

D

rei Themen brennen den Kaminkehrern zurzeit unter den Nägeln. Eines davon ist die Sicherheit am Dach für die Kaminkehrer. „Auf vielen Gebäuden – insbesondere bei älteren – fehlen zurzeit noch die Sicherheitsvorkehrungen für uns“, so Obmann Richard Schupfer bei der Jahresversammlung in der Firma Rotho Blaas in Kurtatsch. „Wir Kaminkehrer sind dazu angehalten, Kurse und Schulungen zu besuchen und tragen Schutzausrüstung, doch dann fehlen häufig entsprechende Vorrichtungen am Dach, die unsere Sicherheit gewährleisten“, bemängelte Schupfer. Er appellierte an die politischen Vertreter, Gebäudeinhaber sowie Planer und Sicherheitsbeauftragte für die Sicherheit am Dach zu sensibilisieren. Denn: „Kaum jemand weiß, dass die Betreiber laut Handwerksordnung verpflichtet

Sie hatten die „Kaminrichtlinie 2011“ ausgearbeitet: (v. l.) Geom. Walter Marabelli, Techniker German Puntscher und Christian Resch (r.) mit Richard Schupfer (2. v. r.).

sind, einen sicheren Zugang zum Kamin zu garantieren.“

Zu Mängelmeldungen verpflichtet

Weiteres wichtiges Thema ist die Kehr- und Überprüfungstätigkeit der Kaminkehrer. „Um O2-Unfälle und Brände in Gebäuden zu vermeiden, werden wir auch in Zukunft Mängel und Gefahrenquellen aufdecken und dem Bürger mitteilen. Die Sicherheit und Gesundheit des Bürgers steht für uns an erster Stelle.“ Schupfer kündigte schließlich auch noch an, weiterhin flächendeckend die Kontrollen für die Sicherheit und Energieeffizienz der Anlagen durchzuführen. Über die strafrechtliche Verantwortung des Kaminkehrers referierte Walter Depaoli, Brandinspektor der Berufsfeuerwehr Bozen. „Der Kaminkehrer übt einen öffentlichen Dienst aus und ist daher in vielen Bereichen

Rund 60 Kaminkehrer kamen zur Jahresversammlung in der Firma Rotho Blaas in Kurtatsch.

einem öffentlichen Beamten gleichgestellt.“ Depaoli weist die anwesenden Kaminkehrer ausdrücklich darauf hin, dass sie aufgrund dieser Gleichstellung rechtlich dazu verpflichtet sind, schriftliche Mängelmeldungen an die Benützer der Feuerungsanlagen zu machen sowie potentielle Gefahrenquellen dem Bürgermeister und der örtlichen Feuerwehr mitzuteilen.

„Kaminrichtlinie“ vorgestellt

Die Berufsgemeinschaft hat im Rahmen der Jahresversammlung die neue Broschüre „Kaminrichtlinie 2011“ vorgestellt (siehe Randtext). Die Richtlinie wurde von Geometer Walter Marabelli, dem Berufsbeiratsmitglied Christian Resch und Techniker German Puntscher ausgearbeitet. Grußworte an die Versammlung richteten LVH-Präsident Gert Lanz, der Vizeobmann des Technischen Ausschusses, Karl Eisenstecken, der Vizeobmann der Berufsgemeinschaft der Spengler, Walter Schmidt, der Obmann der Hafner, Stefan Theil, Techniker German Puntscher sowie Arianna Villotti vom Amt für Brandverhütung. um

I

Installation

Kaminrichtlinie im Internet herunterladen Die neue Broschüre „Kaminrichtlinie 2011“ erleichtert den Durchblick im Normendschungel des Kaminbaus und dient als Leitfaden bei der Installation, Reinigung und Kontrolle der Abgasanlagen. Die Richtlinie wurde von Geometer Walter Marabelli, dem Berufsbeiratsmitglied Christian Resch und Techniker German Puntscher ausgearbeitet. Kaminkehrer und alle anderen Interessierten können die Richtlinie unter www.lvh.it oder www.kaminkehrer.lvh.it herunterladen.

Neue Internetseite www.kaminkehrer.lvh.it Die Berufsgemeinschaft hat eine neue Internetseite ausgearbeitet, in der sie nützliche Informationen und Unterlagen für Bürger und Kaminkehrer bereithält. Die Internetseite ist unter der Adresse www.kaminkehrer.lvh.it erreichbar. In der nächsten Ausgabe stellt die Berufsgemeinschaft die Seite näher vor.

Der Handwerker April 2011

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K

Körperpflege

Berufsgruppe: Treffen der staatlichen Vertreter in Rom

Berufsgruppenobmann Enrico Broccanello, die Obfrau der Frisöre Maria Stella Falcomatá und Patrizia Costa als Vertreterin der Schönheitspflegerinnen nehmen am 18. April an der Versammlung von „Confartigianato Benessere“ in Rom teil. Dabei werden Themen wie Umweltrecht, Arbeitssicherheit, Ausbildung und Berufsanforderungen auf staatlicher Ebene besprochen.

Fahrt zur Cosmoprof Frisöre: Die Fahrt der Berufsgemeinschaft zur Messe Cosmoprof war einmal mehr ein voller Erfolg. 40 Frisörinnen und Frisöre informierten sich über neue Trends.

D

ie Messe Cosmoprof fand im März in Bologna statt. Sie ist die führende Messe für Schönheitspflege und Kosmetik. „Als Berufsgemeinschaft haben wir eine Gemeinschaftsfahrt mit Besuch der Messe organisiert“, erklärt Obfrau Maria Stella Falcomatá. 40 Teilnehmer – Arbeitgeber wie angestellte Frisörinnen – nahmen an der Fahrt teil. Neben Obfrau Falcomatá waren Enrico Broccanello und Beiratsmitglied Iris Plankensteiner mit dabei. Broccanello ist Mitglied des Berufsbeirates, Obmann der Berufsgruppe Körperpflege und seit Februar Mitglied des Exekutivausschusses des LVH. Die Fahrt

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Auch heuer ein Erfolg: Die Berufsgemeinschaft um Obfrau Maria Stella Falcomatá organisierte eine Fahrt zur Messe Cosmoprof in Bologna.

zur Cosmoprof bot den Frisören Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und sich über wichtige berufsspezifische Themen zu informieren. Insbesondere die Neuerungen im Arbeitssicherheits- und Um-

weltrecht brennen der Berufsgemeinschaft unter den Nägeln. Angesprochen wurde das elektronische Abfallerfassungssystem Sistri und die neue Stressbewertung der Mitarbeiter. te

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L

Lebensmittel

Prämierung der Lehrlinge: LVH-Präsident Gert Lanz, Obmann Kurt Leggeri, die prämierten Lehrlinge und Fachlehrer Manfred Vill (v. l.).

Gute Nahversorgung in Südtirol Metzger: In Südtirol gibt es über 150 Metzgereien. Mit einem Schnitt von

drei Metzgereien pro 10.000 Einwohner hat Südtirol einen doppelt so hohen Nahversorgungsgrad wie Österreich.

D

ie Berufsgemeinschaft hat ihre Jahresversammlung abgehalten, zu der rund 50 Metzger kamen. Obmann Kurt Leggeri ging in seinem Bericht auf die Jahresthemen ein. Bei Treffen mit Vertretern des Landesveterinäramtes und des Instituts für Tierseuchenbekämpfung hat der Ausschuss die Anliegen der Metzger vorgebracht. Die Berufsgemeinschaft konnte für das Jahr 2010 eine Sonderförderung erwirken, die Schlachthöfe und Metzger mit Exporttätigkeit in Anspruch nehmen konnten, falls sie für die Einhaltung der neuen EUHygienerichtlinien bauliche Anpassungen in ihrem Betrieb vornehmen mussten.

schaft der Altersheime gab es mehrere Aussprachen. Man konnte sich darauf einigen, dass die Einkaufsgenossenschaft die Berufsgemeinschaft über anstehende Ausschreibungen informiert und die Berufsgemeinschaft diese Information wiederum an die Metzger weiterleitet. Nicht einverstanden sind die Metzger mit den Gebühren für die amtlichen Hygienekontrollen. „Dass die Kosten für die Kontrollen auf die Betriebe abgewälzt werden, kommt einer Sondersteuer gleich“, ärgert sich Leggeri, der zu diesem Thema gemeinsam mit Vertretern von HDS und Bauernbund in Rom vorgesprochen hat.

Hygienekontrollen und Leitfaden

Sehr am Herzen liegt der Berufsgemeinschaft die Lehrlingsausbildung. Die Berufsschule in Brixen konnte mit 19 Schülern in der ersten Klasse einen großen Anstieg verzeichnen. Zusammen mit

Um den Metzgereien die Einhaltung der HACCP-Richtlinien zu erleichtern, hat die Berufsgemeinschaft einen Leitfaden herausgegeben und Kurse organisiert. Der Leitfaden ist bei der Berufsgemeinschaft erhältlich. Wichtig sind den Metzgern die öffentlichen Aufträge. „Bei Ausschreibungen für die Belieferung von Mensen, Kindergärten oder Altersheimen sollen die örtlichen Metzgereien berücksichtigt werden“, betonte Leggeri. Mit der Einkaufsgenossen-

Anstieg bei den Lehrlingen

Fachlehrer Manfred Vill und LVH-Präsident Gert Lanz hat Obmann Leggeri die Lehrlinge mit dem besten Notenschnitt ausgezeichnet (Namen und Lehrbetriebe im Randtext). Lob für die gute Zusammenarbeit erhielten die Ehrengäste Alessandro Fugatti, Direktor des Tierärztlichen Dienstes, und Dorotea Lombardo des Instituts für Tierseuchenbekämpfung. Karl Wegschaider der österreichischen Vermarktungsplattform „Bonusfleischer“ hielt ein Referat zur Zukunft der Metzgereibetriebe. Die Konsumenten würden am Metzger vor allem die hohe Qualität zum fairen Preis schätzen sowie Herkunftssicherheit, Frischegarantie, Nähe und fachliche Beratung. Lukas Pichler, Mitarbeiter der Handelskammer Bozen, gab einen Überblick über die geltenden Etikettierungsrichtlinien. Der Vizepräsident der Südtiroler ZöliakieGesellschaft, Dieter Seifert, informierte über glutenfreie Lebensmittel. te

Lehrlinge ausgezeichnet Die Berufsgemeinschaft der Metzger hat die Lehrlinge mit dem besten Notenschnitt prämiert: 1. Platz: Konrad Gschliesser, Metzgerei Fuchs Hans Paul in Sterzing; 2. Platz: Alexander Baldassarre, Metzgerei Rossi in Sterzing; 3. Platz: Klaus Raffl, Metzgerei Hofer in Moos in Passeier; 4. Platz: Daniel Rainer, Metzgerei Mair & Co. OHG in Franzensfeste. Die Berufsgemeinschaft gratuliert und dankt der Berufsschule und den Lehrbetrieben.

Lebensmitteltechnologie im Technologiepark Welche Leistungen soll der geplante Technologiepark im Bereich Lebensmitteltechnologie beinhalten und welche Anforderungen stellen die Betriebe an die neue Einrichtung. Mit diesen Fragen beschäftigt sich seit kurzem eine Arbeitsgruppe, in der auch die LVH-Berufsgruppe vertreten ist.

Jahresversammlung der Metzger im Haus des Handwerks in Bozen Der Handwerker April 2011

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T

Transport

Warentransporteure: Obmann und Ausschuss gewählt Am 2. April fand die Jahresversammlung der Warentransporteure mit Neuwahl von Obmann und Ausschuss statt. Die Ergebnisse finden Sie auf www.lvh.it, ein Bericht folgt in der nächsten Ausgabe des „Handwerkers“.

Transopt nimmt Fahrt auf Warentransporteure: Das Konsortium Transopt hat das erste Geschäftsquartal

erfolgreich abgeschlossen. Zehn weitere Transporteure haben um Mitgliedschaft angesucht.

D

er Präsident des Konsortiums, Elmar Morandell, und Verwaltungsratsmitglied Walter Pöhl haben bei einem Treffen mit dem Direktor des Mobilitätsressorts, Gianfranco Jellici, Bilanz gezogen. Das Konsortium hat vor gut drei Monaten seine Tätigkeit aufgenommen. Gründungsmitglieder sind die EMT Transport GmbH aus Kaltern, Alpentrans KG – Salurn, Transalbert KG – Schluderns, Öhler Alexander & Co. KG – Ritten, Hanstrans GmbH – Latsch und die Kobler KG aus Naturns. Die vier Mitarbeiter des Konsortiums akquirieren laufend Aufträ-

Eine erste sehr erfolgreiche Bilanz über Transopt zogen Verwaltungsratsmitglied Walter Pöhl und Präsident Elmar Morandell bei Ressortdirektor Gianfranco Jellici (v. l.).

ge für die Mitglieder. „Vorteile des Konsortiums sind, dass Kapazitäten gebündelt und Leerfahrten vermieden werden können“, betont Morandell. Gemeinsam kommt man auf einen Fuhrpark von 130 Lkw und rund 200 Fahrern und Beschäftigten, so-

dass auch größere Aufträge absolviert werden können. Für das laufende Jahr rechnet man bei Transopt mit einem Auftragsvolumen von 41 Millionen Tonnen transportierter Ware und einem Umsatz von vier Millionen Euro. te

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Frauen im LVH

Die Teilnehmerinnen des Lehrganges Women Up sind nur einige der über 2500 selbstständig im Handwerk tätigen Frauen in Südtirol.

Über 2500 Unternehmerinnen Frauen: Die Frauen im LVH haben anlässlich des „Tages der Frau“ am 8. März die wachsende Rolle der Frauen in der Wirtschaft unterstrichen.

A

llein im Handwerk sind über 2550 Frauen in Südtirol als Inhaberinnen oder Gesellschafterinnen von Unternehmen tätig und leisten in diesen Positionen einen großen wirtschaftlichen Beitrag für das Land“, erklärte die Frauenvorsitzende Heidrun Grüner. Der Anteil der Unternehmerinnen im Handwerk beträgt 21,3 Prozent. Insgesamt sind über 13.700 Frauen als Unternehmerinnen oder Gesellschafterinnen in der

Handelskammer Bozen eingetragen, was einem Anteil von 28,3 Prozent entspricht. Die Frauen im LVH verstehen sich als Sprachrohr und Förderer des weiblichen Unternehmertums. Auch für einen höheren Anteil der berufstätigen Frauen tritt die LVH-Frauengruppe ein. „Die Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zum Wiedereinstieg in die Arbeitswelt dürfen jedoch nicht über Pflichtquoten erfolgen oder zu finanziellen Lasten der Privatwirtschaft ge-

hen“, fordern die Frauen. Italienweit ist die Rolle des weiblichen Unternehmertums ebenfalls stark. Den Zahlen des Dachverbandes Confartigianato zufolge gibt es in Italien fast 1,5 Millionen (1.482.200) Unternehmerinnen und freiberuflich arbeitende Frauen, davon allein 367.800 im Handwerk. Damit erreichen die Frauen laut Confartigianato einen Anteil von 16,2 Prozent an den Unternehmern, der weit höher liegt als der EUSchnitt von 10,2 Prozent. te

Zusammenarbeit mit den Schulen Junghandwerker: Beim Gespräch mit dem neuen Direktor der Landesabteilung Berufsbildung, Hartwig Gerstgrasser, ging es um die Lehrlings- und Meisterausbildung.

D

en Junghandwerkern ist die fortlaufende Aktualisierung und Aufwertung der Lehrlingsund Meisterausbildung ein großes Anliegen. Dies war auch Inhalt des Gesprächs von Junghandwerkerchef Martin Haller und Ausschussmitglied Christian Winkler mit Abteilungsdirektor Hartwig Gerstgrasser. Die Zusammenarbeit der Junghandwerker mit den Berufsschulen soll verstärkt werden. Bei dem Treffen, an dem auch die Direktorin des Amtes für Lehrlingswesen und Meisterausbildung, Cäcilia Baumgartner, teilgenommen hat, ging es um mögliche

Lehrgang Women Up gestartet Rund zwanzig Frauen beginnen ihre Ausbildung zu weiblichen Führungskräften im Handwerk. Der ESF-Lehrgang „Women Up“ umfasst 200 Kursstunden von März bis November 2011 und vermittelt den Frauen persönlichkeitsbildende, fachtheoretische und praktische Inhalte.

J

Junghandwerker

JunghandwerkerQuiz: Klasse prämiert Junghandwerkerchef und LVHVizepräsident Martin Haller

Berufsbildungsdirektor Hartwig Gerstgrasser

gemeinsame Projekte. Haller betonte die bisherige gute Zusammenarbeit mit dem Amt, etwa bei der Kampagne „Ausbilder des Monats“, die heuer abgeschlossen wurde. Abschließend haben die Junghandwerker Abteilungsdirektor Gerstgrasser und Amtsdirektorin Baumgartner zur Jahresversammlung.

Die Versammlung findet am 20. Mai um 19 Uhr im Haus des Handwerks statt. Die Junghandwerker wählen dabei Obmann und Ausschuss neu. Im öffentlichen Teil dreht sich ab 20.15 Uhr alles über die Berufsbildungssysteme, dazu wird auch eine Podiumsdiskussion stattfinden. . te

Die Klasse 3D der Mittelschule Naturns hat den zweiten Preis beim Quiz im Rahmen der Landesmeisterschaft gewonnen. Bezirksvorsitzender Matthias Piazzi, Monika Unterthurner und Christian Winkler überreichten das Preisgel in Höhe von 300 Euro. Schuldirektor Christian Köllemann lobte die Initiative. Der Handwerker April 2011

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Althandwerker

Reisen- und Urlaubsprogramm 2011 Das Jahr 2011 wird für die Althandwerker wieder ein reisefreudiges Jahr. • 14./15. Mai, Bregenz / Mainau (2 Tage): siehe Artikel auf dieser Seite • 19.–26. Juni, ANAPFest „Senior 2011“ in Bellaria/Rimini (8 Tage, 7 Übernachtungen): Sommerurlaub mit Vollpension, Getränke beim Essen, Sonnenschirm und Strandliege, Preis pro Person im DZ inkl. Transfer: ca. 550 Euro; Anmeldung bis spätestens 29. April • 10.–17. September, Urlaub in Sardinien (8 Tage, 7 Übernachtungen): Luxus-Feriendorf Tanka Village in Villasimius, Vollpension, Getränke beim Essen, Sonnenschirm, Strandliege, Preis pro Person im DZ inkl. Transfer (Bus und Flug): ca. 1000 Euro; Anmeldung bis spätestens 15. Mai • Kultureller Ausflug nach Parma im Herbst mit Besichtigung der Sehenswürdigkeiten; Details folgen Informationen und Anmeldung beim LVH unter Tel. 0471 323264, Herr Angelo Angerami

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Der Handwerker April 2011

Der Landesausschuss der Althandwerker im LVH mit dem Vorsitzenden Sebastian Brugger und seinem Stellvertreter Claudio Molinari (Mitte)

Über hundert neue Mitglieder Althandwerker: Der Landesausschuss zieht Bilanz und stellt das Tätigkeitsprogramm für 2011 vor.

D

ie Gruppe der Althandwerker ist erneut gewachsen. „Wir haben zurzeit 1400 Mitglieder und damit genau 116 Mitglieder mehr als noch im Vorjahr“, berichtete der Vorsitzende Sebastian Brugger bei der Versammlung des Landesausschusses in Bozen. Für den starken Mitgliederzuwachs in den letzten Jahren ist die Althandwerkergruppe bereits mehrmals von der Dachorganisation ANAP ausgezeichnet worden. Brugger dankte allen

Beteiligten für den beständigen Einsatz. Am 17. Juli findet in Corvara das landesweite Althandwerkertreffen statt, das sich heuer zum 50. Mal jährt. „Die Althandwerker sind seit den Gründungszeiten im Verband eingebunden, darum ist für uns die heurige 50. Auflage des Althandwerkertreffens eine ganz besondere Veranstaltung“, erklärte Brugger. Schon jetzt bittet er alle LVH-Ortsobmänner, den Althandwerkern in ihrer Gemeinde die Teilnahme zu

ermöglichen. Nähere Informationen an die Ortsgruppen werden rechtzeitig mittels Brief folgen. Die Mitglieder des Landesausschusses gaben eine Programmvorschau. Auch heuer wird es gesellige Treffen und Ausflüge auf Orts- und Bezirksebene geben. Die Landesgruppe organisiert zudem einige Gruppenreisen (s. Randtext). Über das Patronat INAPA erhalten die Althandwerker weiterhin Beratung und Leistungen in allen Rentenund Fürsorgefragen. te

Zur Reise nach Bregenz anmelden Althandwerker: Erster Höhepunkt im Reiseprogramm ist im Mai eine zweitägige Fahrt nach Bregenz am Bodensee mit Besuch der Insel Mainau.

E

in Besuch in Bregenz, der Hauptstadt Vorarlbergs am Bodensee, lohnt sich allemal. Die Fahrt findet am 14. und 15. Mai 2011 statt. Die Althandwerkergruppe hat ein interessantes Programm zusammengestellt: Los geht es mit der Fahrt über die Bregenzwälder Käsestraße bis Egg. Hier besuchen die Teilnehmer den Bauernhof Metzler. Der Hof liegt inmitten einer wunderschönen Naturlandschaft. Seit über zwanzig Jahren wird hier täglich die Milch von Kühen und Schafen zu schmackhaftem Käse verarbeitet. Aus der anfallenden Molke werden hochwertige Pflege- und Kurprodukte oh-

Im Frühjahr steht die kleine Insel Mainau mit dem Schloss in herrlicher Blütenpracht.

ne chemische Zusatzstoffe hergestellt. Nach der Besichtigung unternehmen die Teilnehmer eine Schifffahrt von Bregenz auf die Insel Mainau (Fahrzeit 3,5 Stunden). Das Mittagessen wird an Bord des Schiffes serviert, am Nachmittag folgt die Besichtigung

der kleinen Insel Mainau mit dem Schloss. Mit der Fähre fahren die Teilnehmer anschließend nach Meersburg. Der Preis für die zweitägige Fahrt beträgt 220 Euro. Anmeldung bis spätestens 20. April bei Herrn Angelo Angerami, Tel. 0471 323264. aa


Leserservice

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Impressum

DER

Die stärkste Wirtschaftszeitschrift Südtirols Auflage: 11.000 Exemplare für 40.000 Leser/-innen Hgb. und Verwaltung: LVH Bildung & Service Gen. m. b. H, Mitterweg 7, 39100 Bozen, Tel. 0471 323200, Fax 0471 323210, E-Mail: info@lvh.it, www.lvh.it Jährliche Abo-Gebühr: 45 Euro (Inland), 55 Euro (Ausland) Redaktion: Tobias Egger, Ulrike Mahlknecht; Übersetzung: Claudia Vicentini Sekretariat und Werbung: LVH Kommunikation und Marketing, Tel. 0471 323347 Verantwortliche Direktorin: Margareth M. Bernard Munter, Reg. Tribunal Bozen, Nr. 24 am 11. Jänner 1948, Grafik & Layout: Fotolitho Lana, Druck: Athesiadruck GmbH Bozen

Sprechstunden

Dr. Thomas Hager LVH-Vizedirektor • Büro Meran jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat, 15–17 Uhr

Zentrale Tel. 0471 323200 Fax 0471 323210 Sekretariat, Direktion Tel. 0471 323300 info@lvh.it Berufsgemeinschaften Tel. 0471 323200 info@lvh.it Rechtsberatung Tel. 0471 323240 rechtsberatung@lvh.it Kreditberatung Tel. 0471 323276 kredit@lvh.it Baukoordination Tel. 0471 323230 baukoordination@lvh.it Bildungszentrum Tel. 0471 323370 weiterbildung@lvh.it Patronat Inapa Tel. 0471 323263 inapa@lvh.it Innovation Tel. 0471 323225 innovation@lvh.it Kommunikation & Marketing Tel. 0471 323340 presse@lvh.it

Körperpflege • Friseur, Klausen Salon Maria Tel. 0472 847086

DER

Dr. Hanspeter • Munter LVH-Direktor Jeden Montag von 11 bis 12 Uhr Haus des Handwerks Mitterweg 7, Bozen

LVH-Kontaktstellen

• Büro Schlanders jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat, 8.30–12.30 Uhr • Büro Brixen jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat, 15–17 Uhr • Büro Bruneck, Büro Gröden, Büro Neumarkt, Büro Sterzing nach Voranmeldung unter Tel. 0471 323200

LVH-Bezirksbüros Bozen Stadt Mitterweg 7 Tel. 0471 323460, Fax 0471 323470 E-Mail: bozen@lvh.it

Brixen Konrad-Lechner-Weg 7 – Vahrn Tel. 0472 802500, Fax 0472 802502 E-Mail: brixen@lvh.it

Bozen Land Mitterweg 7 Tel. 0471 323460, Fax 0471 323470 E-Mail: bozen@lvh.it

Sterzing c/o Raiffeisenkasse Wipptal Neustadt 9 Tel. 0472 767739, Fax 0472 767759 E-Mail: sterzing@lvh.it

Neumarkt Rathausring 27 Tel. 0471 812521, Fax 0471 812244 E-Mail: neumarkt@lvh.it Meran Kuperionstraße 30 Tel. 0473 236162, Fax 0473 210334 E-Mail: meran@lvh.it Schlanders Kapuzinerstraße 28 Tel. 0473 730657, Fax 0473 621630 E-Mail: Schlanders@lvh.it

Bruneck Brunecker Straße 14/A – St. Lorenzen Tel. 0474 474823, Fax 0474 474155 E-Mail: bruneck@lvh.it Pedratsches Raika, Zentrum 18 Tel. 0471 839548, Fax 0471 839564 E-Mail: pedraces@lvh.it St. Ulrich Snetonstraße 9 Tel. 0471 797552, Fax 0471 797857 E-Mail: groeden@lvh.it

Sprechstellen Der Handwerker April 2011

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Leserservice

LVH macht Weiterbildung. Weitersagen! April/Mai 2011 Soweit nicht anders angegeben, finden die Veranstaltungen in Bozen, Haus des Handwerks, Mitterweg 7, statt.

Betriebswirtschaft, Recht und Innovation

Preiskalkulation und Kostenrechnung im Handwerksbetrieb 14–18 Uhr 5., 7. April

Erläuterung der Grundlagen und Aufgaben der Kostenrechnung. Ermittlung der verschiedenen Kosten die im Handwerksbetrieb anfallen (direkte und indirekte Kosten sowie fixe und variable Kosten). Berechnung der Selbstkosten bzw. Herstellkosten die bei einem Angebot anfallen. Ermittlung des Verkaufspreises, einer Dienstleistung oder eines Produktes

Auftreten, Präsentation und Kundengespräche 8.30–18 Uhr 13. Mai

Was macht es aus, ob Sprechen vor Publikum einladend wirkt oder einschläfernd? Was bewirkt, dass manche Präsentationen Neugier und Interesse wecken, andere langweilen oder dass manche Kundengespräche „gelingen“ und andere nicht? Die gute fachliche Vorbereitung ist unabdingbar, aber es braucht noch mehr, und genau darum geht es in diesem Seminar!

Einweisung in den ESP-PLAN (Pflichtdokument für Baustellen) 18.30–21 Uhr 8. April 5. Mai

Gesetzliche Grundlagen, verpflichtende Palette, Ausführungsbeispiel gemäß GVD 81/08

Arbeitssicherheit

Die Sicherheit im Handwerksbetrieb für Arbeitgeber 8.30–17.30 6./7. Mai

Rolle der Arbeitssicherheit in der Unternehmensführung – Institutionen der Arbeitssicherheit – Sicherheitsnormen – Brandgefahr und Sicherheitsplanung – Unfallverhütung – Anlagen im Betrieb – Hygiene am Arbeitsplatz, Lärmschutz und andere typische Risikoquellen – Personenschutz. Gemäß Art. 34 G. v. D. 81/08 in geltender Fassung.

Aus rechtlichen Gründen ist für den Erhalt des Diploms die volle Anwesenheit erforderlich.

Vahrn, LVH-Bezirksbüro Konrad-Lechner-Weg 7

Berufsgruppe Bau 7., 8. April

27. April Vahrn, LVH-Bezirksbüro Konrad-Lechner-Weg 7

Berufsgruppen Körperpflege, Nahrungsmittel, Bekleidung, Transport, Verschiedene 9., 16. Mai

18. Mai Vahrn, LVH-Bezirksbüro, Konrad-Lechner-Weg 7

Berufsgruppen Holz, Metall, Installation 18./19. April Berufsgruppen Bau, Holz, Metall, Installation 11., 20. April Vahrn, LVH-Bezirksbüro Konrad-Lechner-Weg 7 26. April, 3. Mai St. Lorenzen, Brunecker Str. 14/A Die Sicherheit im Handwerksbetrieb für Arbeitnehmer 8.30–18 Uhr 28. April 10. Mai 12. Mai 17. Mai

Rolle der Arbeitssicherheit – Institutionen der Arbeitssicherheit – Sicherheitsnormen – Beschilderung – PSA – Brandgefahr und Sicherheitsplanung, Notfallbewältigung – Unfallverhütung – Anlagen im Betrieb – Hygiene am Arbeitsplatz, Lärmschutz, mechanische Vibration, Gefahrenstoffe, Lasthandhabung, elektrische Anlagen und andere typische Risikoquellen – Personenschutz. Gemäß Art. 37 G. v. D. 81/08 in geltender Fassung. Aus rechtlichen Gründen ist für den Erhalt des Diploms die volle Anwesenheit erforderlich.

Berufsgruppe Bau 13. April Berufsgruppen Körperpflege, Nahrungsmittel, Bekleidung, Transport, Verschiedene 2. Mai Berufsgruppen Holz, Metall, Installation 7. April 21. April

7. Mai Meran, LVH-Bezirksbüro, Kuperionstr. 30 12. April St. Lorenzen, Brunecker Str. 14/A Die Sicherheit im Handwerksbetrieb für Büroangestellte 5. Mai

Rolle der Arbeitssicherheit – Institutionen der Arbeitssicherheit – Sicherheitsnormen – Brandgefahr und Sicherheitsplanung – Grundlagen der Arbeitssicherheit – Gesetze und Vorschriften des Arbeitsschutzes – Verantwortung der Beschäftigten – Haltung – Heben und Tragen – Bildschirmarbeit – Strahlungen – Gefahren durch elektrischen Strom – Prinzipien und Verhaltensweise in Notfällen und Evakuierung. Gemäß Art. 37 G. v. D. 81/08 in geltender Fassung. Aus rechtlichen Gründen ist für den Erhalt des Diploms die volle Anwesenheit erforderlich.

Büroangestellte aller Berufsgruppen 2. April 27. April St. Lorenzen, LVH-Bezirksbüro, Brunecker Straße 14/a Ausbildungskurs zum Arbeitnehmervertreter für Sicherheit (Sicherheitssprecher) 8.30–18 Uhr Berufsgruppe Bau 14./15., 21./22. April

Konstitutionelle und zivilrechtliche Prinzipien – allgemeine Gesetzgebung und speziell in der Materie der Unfallverhütung und Arbeitshygiene – wichtigste mit einbezogene Personen und ihre Pflichten – Definition und Bestimmung der Risikofaktoren – Risikobewertung – Bestimmung der Vorbeuge- und Schutzmaßnahmen (technische, organisatorische, vorgangsmäßige) –

normative Aspekte der Tätigkeit der Sicherheitssprecher – Kenntnisse der Technik der Kommunikaton. Kurs gemäß Art. 37 G. v. D. 81/08 in geltender Fassung. Aus rechtlichen Gründen ist für den Erhalt des Diploms die volle Anwesenheit erforderlich.

Auffrischungskurs zum Arbeitnehmervertreter für Sicherheit (Sicherheitssprecher) 4 Stunden Alle Berufsgruppen 5. Mai

Periodischer Auffrischungskurs für Sicherheitssprecher gemäß Art 37, Absatz 11 G. v. D. 81/08 in geltender Fassung. Der Kurs ist verpflichtend für Betriebe bis zu 50 Arbeitnehmer. Aus rechtlichen Gründen ist für den Erhalt des Diploms die volle Anwesenheit erforderlich. Der Besuch des Grundkurses über 32 Stunden ist Voraussetzung für den Auffrischungskurs.

Die Sicherheit im Handwerksbetrieb für Vorgesetzte/Vorarbeiter (preposto) 8.30–17.30 Uhr Bauarbeiter aller Berufsgruppen 4. April

Die Vorgesetzten erhalten vom Betrieb eine spezifische und angemessene Ausbildung und eine regelmäßige Weiterbildung in Bezug auf die eingenen Aufgaben im Bereich der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Die Inhalte der Ausbildung beinhalten a. betroffene Hauptpersonen und die entsprechenden Pflichten b. Definition und Ermittlung der Risikofaktoren c. Risikobewertung d. Ermittlung der technischen organisatorischen und verfahrensbedingten Arbeitsschutzmaßnahmen

Der Brandschutz im Handwerksbetrieb 8.30–17.30 Uhr

Einführung M.D. 10.03.1998 – Überblick über die gesetzlichen Brandschutzbestimmungen – Grundlagen zur Brandentstehung und Brandbekämpfung – Bau- und anlagentechnischer Brandschutz – Brandgefahren und Brandverhütungsmaßnahmen im Betrieb – Verhalten im Brandfall – Übungen – Organisation des Brandschutzes im Betrieb. Gemäß M. D. 10. März 1998 in geltender Fassung. Aus rechtlichen Gründen ist für den Erhalt des Diploms die volle Anwesenheit erforderlich.

Zögern Sie nicht, und informieren Sie sich. Tel. 0471 323 370 – 0471 323 372, Fax 323 380, www.lvh.it. Täglich von 8.30 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 17.15 Uhr. Denken Sie daran: Weiterbildung ist alles!


Leserservice

LVH macht Weiterbildung. Weitersagen! Berufsgruppen Holz, Metall 26. April Berufsgruppen Bau, Installation 6. April Berufsgruppen Körperpflege, Nahrungsmittel, Bekleidung, Transport, Verschiedene 11. April Alle Berufsgruppen 4. Mai Vahrn, LVH-Bezirksbüro, Konrad-Lechner-Weg 7 Erste-Hilfe (12 UE) 8.30–18.30 Uhr 4. April

Jeder Betrieb ist verpflichtet mindestens einen Erste-Hilfe-Beauftragten zu ernennen. Alle Handwerksbetriebe mit einem Risikoindex laut Inail unter 4 müssen eine Ausbildung von 12 Unterrichtseinheiten vorweisen, unabhängig von der Anzahl der ArbeitnehmerInnen. Wichtig! Von dieser Regelung ausgenommen sind nur Einmannbzw. Einfraubetriebe, welche ihre Tätigkeit in Südtirol ausüben. Gemäß Art. 45 G. v. D. 81/08 in geltender Fassung sowie gemäß D.LH. 13.06.2005, Nr. 25 und M.D. 388/2003. Für den Erhalt des Diploms ist die volle Anwesenheit am Kurs und das Bestehen der Abschlussprüfung erforderlich.

DienstleistungVerwaltung und Transport-Verkehr 9. April Bereiche Produktion, Bauwesen und Landwirtschaft 20. Mai 30. Mai Vahrn, LVH-Bezirksbüro Konrad-Lechner-Weg 7 31. Mai St. Lorenzen, LVH-Bezirksbüro, Brunecker Straße 14/a Erste-Hilfe (16 UE) 5./6. April 23./24. Mai

Jeder Betrieb ist verpflichtet mindestens einen Erste-Hilfe-Beauftragten zu ernennen. Alle Handwerksbetriebe mit einem Risikoindex laut Inail über 4 und mit mehr als 5 ArbeitnehmerInnen müssen eine Ausbildung von 16 Unterrichtseinheiten vorweisen. Wichtig! Von dieser Regelung ausgenommen sind nur Einmannbzw. Einfraubetriebe, welche ihre Tätigkeit in Südtirol ausüben. Gemäß Art. 45 G. v. D 81/08 in geltender Fassung sowie gemäß D. LH. 13.6.2005, Nr. 25 und MD 388/2003. Für den Erhalt des Diploms ist die volle Anwesenheit am Kurs und das Bestehen der Abschlussprüfung erforderlich.

Auffrischungskurs Erste-Hilfe 6 Stunden 7. April

Erste-Hilfe-Beauftragte von Betrieben, welche auch außerhalb von Südtirol tätig sind, müssen alle drei Jahre den Erste-HilfeKurs auffrischen. Gemäß M. D. 388/2003 muss der praktische Teil des Kurses wiederholt werden. Betriebe die der Risikogruppe A angehören (Risikoindex laut INAIL über 4 und mehr als 5 ArbeitnehmerInnen) müssen einen Auffrischungskurs über 6 Stunden absolvieren. Der Besuch des Grundkurses Erste-Hilfe ist Voraussetzung für den Auffrischungskurs. Aus rechtlichen Gründen ist für den Erhalt des Diploms die volle Anwesenheit am Kurs und das Bestehen der Abschlussprüfung erforderlich.

Befähigungskurse 8.30–18 Uhr 27. April 2. Mai

Bei Kursabschluss wird ein Befähigungsnachweis ausgestellt. Laut Art. 73 des G. v. D. 81/08 in geltender Fassung ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Mitarbeiter zu unterweisen. Aus rechtlichen Gründen ist für den Erhalt des Diploms die volle Anwesenheit erforderlich.

Gabelstaplerfahrer (Theorie) 22. April 12. April Vahrn, LVH-Bezirksbüro Konrad-Lechner-Weg 7 Kranfahrer (Theorie) 1. April Baggerfahrer (Theorie) 9. April

Ausbildungskurs für den Auf-, Ab- sowie Umbau der Rollgerüste 2. April 12. Mai 13. Mai

Arbeitgeber müssen dafür Sorge tragen, dass die Arbeitnehmer eine Ausbildung und Schulung im Umgang mit den ihnen zur Verfügung gestellten Arbeitsmitteln erhalten müssen, für welche besondere Kenntnisse notwendig sind. Gemäß Artt. 36, 37 sowie 73 des G. v. D. 81/08 sowie Inhalte des Abkommens zwischen Staat – Regionen und Autonomen Provinzen vom 26. Jänner 2006. Aus rechtlichen Gründen ist für den Erhalt des Diploms die volle Anwesenheit erforderlich.

Einweisung in die persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (3. Kategorie) 20. April Kurtatsch, Rotho Blaas GmbH, Etschweg 2/1

Einsatzpflicht und Fotobeispiele – Vorstellung Normen – Vorstellung und Erklärung über die Einsatzmöglichkeiten der PSA (z. B. EN 361/358/362/355/360/353-1 und 2 /354/alle 795A1-E) – Erklärung der verschiedenen Bedienungsanleitungen und Eintragungen – Überprüfungen PSA (tägliche Überprüfung und ev. Möglichkeiten der jährlichen Überprüfung) – Richtiges Anziehen eines Gurtes – Beispiele der verschiedenen PSA und praktische Übungen. Gemäß Art. 77 G. v. D. 81/08 in geltender Fassung. Aus rechtlichen Gründen ist für den Erhalt des Diploms die volle Anwesenheit erforderlich. Wetterfeste Arbeitsbekleidung und persönliche Schutzausrüstung, falls vorhanden, mitbringen.

KlimaHaus Grundkurs für Handwerker Berufsgruppen Bau, Installation, Holz 18./19., 28. April

Einführung in das KlimaHaus – Wärmeschutz, Baustoffe, Konstruktionen – Haustechnik Für den KlimaHaus-Grundkurs werden die Teilnahmebestätigungen von der KlimaHaus Agentur ausgestellt, welche Voraussetzung für den Besuch des Aufbaukurses sind. Eine Anwesenheit von 100 % der Gesamtstunden ist erforderlich. Die Gebühr von 50 Euro, welche an die KlimaHaus-Agentur der Provinz Bozen entrichtet werden muss, ist in der Kursgebühr bereits enthalten.

KlimaHaus Aufbaukurs Haustechnik für Handwerker Berufsgemeinschaften Elektrotechniker, Kommunikationstechniker, Feuer- und Kälteanlagentechniker, Installateure für Heizung und sanitäre Anlagen 9.–11., 16., 18. Mai

Wärmebilanzierung, Wärme, Feuchte- und Schallschutz, Wärmeproduktion, Messtechnik, Wärmeabgabesysteme und Regelung, Wasserinstallation, Elektrische Installationen, Anwendung des Berechnungsprogramms Der Besuch des Grundkurses ist Voraussetzung für den Aufbaukurs. Die Absolventen der KlimaHaus-Aufbaukurse erhalten das Diplom und die Plakette „KlimaHaus-Handwerker“ und werden in der Liste „KlimaHaus-Handwerker“ im Internet veröffentlicht, dafür ist eine Anwesenheit von 100% der Gesamtstunden Voraussetzung. Die Gebühr von 100 Euro, welche an die KlimaHaus-Agentur der Provinz Bozen entrichtet werden muss, ist in der Kursgebühr bereits enthalten.

KlimaHaus Aufbaukurs Bau und Ausbau für Handwerker Berufsgemeinschaften Zimmerer, Tischler, Dachdecker, Maler und Lackierer, Bauund Galanteriespengler, Kaminkehrer, Maurer, Fliesen- und Bodenleger, Isolierer, Tiefbauunternehmen, Hafner und Arbeiter im Baustoffmarkt 9./10., 16./17. Mai

Wärmebilanzierung, Wärme, Feuchte- und Schallschutz, Baustoffe, Haustechnik, Messtechnik, Wärmeverbundsysteme, Anwendung des Berechnungsprogramms, Praxismodule Massivbau, Holzbau und Mischbau Der Besuch des Grundkurses ist Voraussetzung für den Aufbaukurs. Die Absolventen der KlimaHaus-Aufbaukurse erhalten das Diplom und die Plakette „KlimaHaus-Handwerker“ und werden in der Liste „KlimaHaus-Handwerker“ im Internet veröffentlicht, dafür ist eine Anwesenheit von 100 % der Gesamtstunden Voraussetzung. Die Gebühr von 100 Euro, welche an die KlimaHaus-Agentur der Provinz Bozen entrichtet werden muss, ist in der Kursgebühr bereits enthalten.

Der Handwerker April 2011

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Leserservice

Infos. Messen. Veranstaltungen. Kleinanzeiger. Messen

6.–10. Juni

13.–15. April 2011

Intersolar

Prowinter

Internationale Fachmesse für Verleih und Service im Wintersport. Messe Bozen, www.prowinter.it

Internationale Fachmesse für Solarwirtschaft, Fotovoltaik, Solarthermie und solares Bauen Neue Messe München, www.intersolar.de

16.–19. April 2011

Veranstaltungen

Tipworld

Die Messe im Pustertal zu Gastronomie, Bauen und Einrichten Bruneck, www.messebozen.it/tipworld

am 12. April im Kolpinghaus Meran, Beginn um 20 Uhr; am 13. April in Schloss Goldrain, Beginn um 20 Uhr;

28. April–1. Mai 2011

Freizeit

Ausstellung für Sport, Hobby, Auto, Urlaub und Berg Messe Bozen, www.freizeit.messebozen.it 22.–24. Juli 2011

Handwerksschau Gröden

Bezirksausstellung der Handwerksbetriebe von www.lvh.it 22.–24. September

Klimaenergy

sierte Interes sich e n n kö n n! e ld Gröden. me

sierte Interes sich e könn n ! melden

Fachmese für erneuerbare Energien – der LVH organisiert einen Gemeinschaftsstand, interessierte Aussteller melden sich unter Tel. 0471 323284, patrizia.gamper@lvh.it. Messe Bozen, www.messebozen.it/klimaenergy 17.–20. Oktober

Hotel

sierte Interes n sich e n n ö k ! ld e m en

Internationale Fachmesse für das Hotel- und Gastgewerbe – der LVH organisiert einen Gemeinschaftsstand, interessierte Betriebe melden sich bis zum 15. April unter Tel. 0471 323275, hanspeter.ruedl@lvh.it. Messe Bozen, www.messebozen.it/hotel

Fachmesse für erneuerbare Energien Messe Verona, www.solarexpo.com 8.–11. Mai

Tuttofood

Internationale Messe für alle Bereiche der Ernährung Messe Mailand, www.tuttofood.com

Kleinanzeiger Suche

• 18-jähriger Schüler (Gartenbaufachschule Laimburg) sucht Lehrstelle (Landschaftsgärtner/Pflanzenzucht) im Burggrafenamt, Tel. 0473 221741.

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Der Handwerker April 2011

Diskussionsabend „Geld oder Wert?“

Frauenengagement im Brennpunkt zwischen gesellschaftlicher Anerkennung und wirtschaftlichen Ambitionen“, Beginn um 19 Uhr, Frauenmuseum Meran 14. April

Fachseminar “Wasser muss fließen”

für Installateure zum Thema Frischwassertechnik und Innovationen in der Trinkwassererwärmung, organisiert von den Unternehmen Farko und Varmeco in Zusammenarbeit mit dem LVH, von 18 bis 20 Uhr, Haus des Handwerks (3. Stock), Bozen 16. April

LVH-Delegiertenversammlung

Beginn um 9 Uhr, Haus des Handwerks (3. Stock), Bozen 20. April

Jahresversammlung der Drucker

Haus des Handwerks (3. Stock), Bozen 28. April

Informationsabend Lehrgang zum zertifizierten Innovationsbeauftragten

30. April

Solarexpo

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14. April

Beginn um 19 Uhr, Haus des Handwerks (3. Stock), Bozen

4.–6. Mai 2011

Zu vergeben

12./13. April

Informationsabend „Öffentliche Arbeiten und SWET“

Seminar „Baubiologie als Beitrag für unsere Gesundheit“

Biohof Unterstein in Niederdorf, Veranstalter: Südtiroler Kneippverband, kostenpflichtige Anmeldung, Infos unter www. baubiologie.bz.it 7. Mai

Jahresversammlung der Elektrotechniker und Elektromechaniker

Beginn um 9 Uhr, Haus des Handwerks (3. Stock), Bozen 11. Mai

Jahresversammlung der Glaser

Beginn um 19 Uhr, Haus des Handwerks (3. Stock), Bozen 20. Mai

Jahresversammlung der Junghandwerker mit Neuwahlen

Beginn um 19 Uhr, Haus des Handwerks (3. Stock), Bozen 14. Juni

Generalversammlung Confartigianato

Auditorium Parco della musica, Rom


Franz Hofer, LVH-Ehrenpräsident Herbert Fritz, Pauli Hofer und der Bozner Stadtrat Klaus Ladinser (v. l.) Hofer Fliesen & Böden

Neuer Showroom eröffnet Das Unternehmen Hofer Fliesen & Böden hat seine neuen Ausstellungsräume in Frangart eröffnet. Die Unternehmerfamilie Hofer konnte bei der Segnung durch Hochwürden Artur Schmitt zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter Landeshauptmann

Luis Durnwalder, LVH-Ehrenpräsident Herbert Fritz, Vizepräsidenten Martin Haller und Ivan Bozzi und den Obmann der Fliesenleger, Paul Jaider. Hofer Fliesen & Böden blickt auf über 30 Jahre Unternehmensgeschichte. Das Unternehmen mit Sitz in Waidbruck kann auf namhafte Referenzprojekte im In- und Ausland verweisen und baut auf seine über 60 Mitarbeiter.

Bayerischer Staatspreis für Südtiroler Tischler 32 Aussteller der Internationalen Handwerksmesse in München (IHM) erhielten den Bundespreis für innovatorische Leistungen für das Handwerk und den Bayerischen Staatspreis für besondere gestalterische und technische Leistungen. Unter den Preisträgern ist ein Aussteller aus Südtirol, Tischler Thomas Lobis aus Unterinn am Ritten. Lobis erhielt für sein Ausstellungsprodukt, das Gesundheitsbett „Lettli“, den Bayerischen Staatspreis im Bereich Gestal-

tung überreicht. Der Tischler präsentierte seine Produkte mit zwölf weiteren Südtiroler Handwerksbetrieben auf dem Südtirolstand, den die Exportorganisation EOS der Handelskammer Bozen jährlich für die weltgrößte Handwerksmesse IHM organisiert. Die LVH-Spitze gratulierte Lobis beim Südtirolempfang auf der Messe (eigene Meldung). „Die Auszeichnung mit dem Bayerischen Staatspreis ist eine sehr große Anerkennung für den Tischlerbetrieb und das gesamte Südtiroler Handwerk und zeigt die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Klein- und Mittelbetriebe“, betont LVH-Präsident Gert Lanz.

Leute von Heute

Internationale Handwerksmesse

Die Unternehmerfamilie Hofer: hinten v. l. Birgit, Maximilian und Daniel Hofer, vorn v. l. Zita, Pauli, Vera und Franz Hofer mit Julia Höller Wirtschaftsball 2011

Gewinn mit Photovoltaik

Laurein

Brandschutzkurs abgehalten Die LVH-Ortsgruppe von Laurein hat einen Kurs für Brandschutz am Bau organisiert und abgehalten. Mit großem Interesse nahmen 15 Handwerker

verschiedener Berufsgruppen am Kurs im Vereinssaal von Laurein teil, so Ortsobmann Othmar Weger (im Bild). Referent Christian Niklaus informierte über verschiedene Gefahren im Baugewerbe. Nach dem ausführlichen theoretischen Teil wurde eine praktische Übung durchgeführt.

Im Rahmen des Wirtschaftsballs in Bruneck am 26. März 2011 verloste das Unternehmen Elpo, Spezialist für PhotovoltaikAnlagen, einen spritzigen Fiat 500. Das innovative Familienunternehmen aus Bruneck mit 140 Mitarbeitern beschäftigt sich neben Elektroinstallationen und Automatisierung seit Jahren mit erneuerbaren Energien. Mit dieser Aktion wollte man einen Anreiz setzen, sich rechtzeitig für Photovoltaik zu

entscheiden, was auch bestens gelungen ist. 27 Kunden hatten Aufträge für Photovoltaikanlagen für das Jahr 2011 unterzeichnet und nahmen somit an der Verlosung teil. Gespannt warteten diese unter den Gästen des Wirtschaftsballs auf die Losziehung. Robert Pohlin, Inhaber der Elpo, verkündete freudig den Gewinner, Walter Baumgartner aus Bruneck. Pohlin überreichte dem glücklichen Gewinner Walter Baumgartner die Schlüssel des spritzigen Fiat 500 im Photovoltaik-Look, Andreas Schneck, Verwaltungsdirektor Photovoltaik bei Elpo gratulierte (im Bild v. l.).

Leute Von Heute Der Handwerker April 2011

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Der Handwerker, April 2011  

Fachzeitschrift Der Handwerker LVH April 2011

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