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Nr. 2 - Januar 2012

Hochbau und Industriebau Brückenbau und Ingenieurbau Infrastruktur und Tiefbau

Ingenieure • Architekten • Generalplaner

Tuning für die CAD-Bauplanung LINDSCHULTE Ingenieure+Architekten mit ALLBOX und iTWO auf dem Weg zur modellbasierten integrativen Ingenieurplanung

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, mit der zweiten Ausgabe unserer Kundenzeitung präsentieren wir Ihnen wieder einige unserer aktuellen Projekte, von spannend bis „alltäglich“, wobei letztere Projekte nicht weniger anspruchsvoll sind. Außerdem erhalten Sie wieder ein wenig mehr Einblick in unseren Arbeitsalltag - wer wir sind und wie wir arbeiten. Dazu zählen auch zukunftsorientierte Methoden wie das 5D-BuildingInformationModel - was das ist, stellen wir Ihnen gleich hier auf der ersten Seite vor. Zu unserer Arbeit gehört nicht zuletzt auch der Umgang mit unseren Kunden, der - so hoffen wir zumindest - von Professionalität und Fairness geprägt ist. Um dieser ethischen Grundhaltung auch einen formellen Rahmen zu geben, haben wir diese in einer „ComplianceRichtlinie“ jetzt auch schriftlich festgehalten. Im Namen meiner GeschäftsführerKollegen wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2012 und freue mich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. Ihr

Thomas Garritsen (Gesellschafter-Geschäftsführer)

Haben wir Ihr Exemplar unseres Journals an eine falsche Adresse geschickt? Oder haben Sie das Journal mehrfach unter verschiedenen Adressen erhalten? Dann geben Sie uns doch bitte eine kurze Rückmeldung, damit wir unsere Adressdatei korrigieren können.

Effizientes Bauen erfordert effiziente Werkzeuge und systematische Abläufe. Mit Einführung des BuildingInformationModel (BIM) reagiert LINDSCHULTE auf veränderte Rahmenbedingungen durch das enorme Wachstum der Ingenieurgruppe sowie auf die Herausforderungen der Zukunft.

BuildingInformationModel

gig visuelle, modellbasierte Verfahren. Diese virtuelle Produktion ist in vielen Branchen bereits Basis für Innovationen und Wettbewerbsvorteile bei Kosten, Design und Qualität. Auch für die Bau- und Bauplanungsbranche ist virtuelles Baumanagement der Schlüssel, um dem wachsenden Zeit- und Kostendruck wirkungsvoll zu begegnen.

Schon bei Einführung der Planungssoftware Allplan leisteten die LINDSCHULTE-Mitarbeiter Pionierarbeit. Projekte wurden damals überwiegend von Einzelnen bearbeitet, die sich "ihr" Allplan selbst optimierten. Heute ist Planen die integrative Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten über alle Planungs- und Bauphasen sowie Gewerke. Statt individueller Kreativität zählt heute mehr die übergreifende Zusammenarbeit und die Schaffung gemeinsamer Standards im Sinne eines umfassenden Qualitätsmanagements. Um den Planungsprozess innerhalb Allplan zu vereinheitlichen, hat sich LINDSCHULTE entschlossen, einen eigenen Vorlagenkatalog zu definieren. Um den Aufwand dafür zu begrenzen und eine stetige Aktualisierung der Daten zu gewährleisten, wird dies auf Basis eines vorhandenen Vorlagenkatalogs - der ALLBOX - realisiert. Die Daten innerhalb der ALLBOX werden an die unternehmensspezifischen Anforderungen genauestens angepasst.

Virtuelles Baumanagement

Ein weiteres Modul dabei ist iTWO. Als Nachfolger des alphanumerischen ARRIBA aus dem Hause RIB erweitert iTWO die Planung, AVA, Kalkulation, Bauablaufkontrolle und Bauleistungskontrolle um durchgän-

5D

Früher wurden einzelne Pläne sequenziell in 2D gezeichnet, heute spricht man von 5D-Modelling. Somit werden zukünftig keine Pläne mehr "gezeichnet", sondern ein Datenmodell konstruiert, aus dem sich alle Leistungsphasen ableiten lassen sollen - unter anderem auch die Baupläne.

3D umfasst zunächst eine dreidimensionale objektorientierte Abbildung des Bauwerks als Basis für alle weiteren Schritte. Pläne sind keine Striche und Schraffuren mehr, sondern Wände, Stützen, Träger, Fassaden… Es entfällt der Mehraufwand, Ansichten, Schnitte oder Details separat zu bearbeiten.

4D Die vierte Dimension integriert zeitliche Abhängigkeiten und Termine in das 3D-Modell. Abgeschlossene Arbeiten werden interaktiv erfasst und beeinflussen die Terminplanung entsprechend der Vorgaben transparent für alle Beteiligten. Die fünfte Dimension steht für die modellorientierte Verbindung der Planungs-, Bau- und Betreiberprozesse. Dazu gehören die automatische Mengenermittlung und deren Übergabe in Leistungsverzeich- nisse sowie in die Kalkulation bis hin zur Auslösung von Bestellvorgängen. Darüber hinaus können Soll-IstVergleiche angestellt und Daten für die Abrechnung sowie als Basis für Informationen zu Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung erfasst und abgerufen werden. „Mithilfe des 5D-Bauwerksmodells lässt sich 1:1 prognostizieren, wie der Ablauf auf der Baustelle funktionieren wird.“

Durchgängiger Informationsaustausch

5D-Bauablaufsimulation: Objekt (3D) + Kosten (4D) + zeitlicher Bauablauf (5D)

iTWO ist die erste Software, die 3D-Gebäudemodelldaten und Mengeninformationen durchgängig integriert und einen konsistenten Informationsaustausch ermöglicht. Aufwändige manuelle Aufgaben werden reduziert und bereits in frühen Planungsphasen die Qualität gesichert. Architekten, Tragwerksplaner und die Technische Gebäudeausrüstung führen ihre 3D-Pläne zusammen und analysieren sie mittels Kollosionsprüfung, bauausführende Unternehmen nutzen die Modelle für Kalkulation und Controlling. Kunden erhalten durch die neuen grafischen Darstellungen und Auswertungsmöglichkeiten schneller gewünschte Informationen, Unklarheiten können früh beseitigt werden. Als innovatives Ingenieur- und Architekturbüros stellt sich LINDSCHULTE der Herausforderung, die bisherigen gewachsenen Strukturen durch ein büroübergreifendes einheitliches Modell zu ersetzen. Der Impuls dazu kam übrigens von den Mitarbeitern selbst, die sich höheren Bedienkomfort und effizienteres Arbeiten wünschen.

Quelle: RIB Deutschland GmbH

Kostensicherheit Terminsicherheit Planungssicherheit Neben der langfristigen Vision eines durchgängigen 5D-BuildingInformationModel bedeutet das Arbeiten mit der ALLBOX vor allem ein automatisiertes dreidimensionales Arbeiten auch bei Änderungen sowie Sicherheit in der Darstellung und beim Datenaustausch mit Kollegen und Planungspartnern. Hohe Effizienz ganz im Sinne der LINDSCHULTE-Philosophie "Kostensicherheit - Terminsicherheit - Planungssicherheit".


2 Benutzerfreundlich und wartungsarm Neubau Parkhaus „Alter Steinweg“ in Münster Das Areal zwischen „Alter Steinweg“ und „Mauritzstraße“ war seit Langem gemäß Parkraumkonzept der Stadt Münster als Standort für ein Parkhaus vorgesehen. Vor der Neubebauung fristete ein Teil das Geländes eher ein kümmerliches Dasein, teilweise als eines der letzten durch die Kriegseinwirkungen unbebauten Grundstücke in der münsterschen Altstadt verbunden mit einem äußerst negativen Erscheinungsbild der dort vorhandenen Altbebauung. Um das städtische Parkraumkonzept an dieser Stelle zu verwirklichen, wurde die WBI (Westfälische Bauindustrie) als Trägerin und Bewirtschafterin der öffentlichen Parkhäuser in Münster im Jahre 2001 tätig. Sie beauftragte den Architekten und Stadtplaner Wolfgang Kantorski mit einer Untersuchung zur Entwicklung eines oberirdischen Parkhausprojekts an dieser Stelle. Es wurde sehr schnell deutlich, dass das hier vorhandene städtische Grundstück für die Verwirklichung eines wirtschaftlichen Parkhauses einer Flächenergänzung durch benachbarte Grundstücke bedurfte. Das Planungsareal wurde entsprechend erweitert.

Gebäudeplanung und Ausführung Um die Gebäudeplanung möglichst kurzfristig umzusetzen, nahm die Erbprinz von Croÿ’sche Familiengesellschaft b.R. als Bauherrin bereits frühzeitig LINDSCHULTE mit ins Boot. Wir zeichneten unter anderem für die Ausführungsplanung, das Tragwerk, die technische Gebäudeausrüstung, die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination und die Bauüberwachung verantwortlich.

Städtebauliche Einordnung Das neue Gebäude schließt direkt an die vorhandene Bebauung. Respekt-

Parkhausgeometrie. Eine ausgeklügelte Statik hat mit einer lichten Raumhöhe von 2,45 Metern eine unterzugsfreie Deckengestaltung entstehen lassen, die den Parkdecks im Gebäudeinneren ein großzügiges Erscheinungsbild verleiht. Die oberste Parkebene sowie die Ausfahrtsspindel sind überdacht und dadurch auch bei schlechtem Winterwetter gut benutzbar.

vollen Abstand hält das Parkhaus zum „Kiffe-Pavillon“. Der neue Baukörper ergänzt die vorhandenen Raumkanten des städtebaulichen Umfelds, sodass das Baudenkmal als Solitärgebäude den geeigneten räumlichen Rahmen erhält. Wolfgang Kantorski und uns war es wichtig, die in den angrenzenden Gebäuden vorhandene Geschäftsnutzung im neuen Bauwerk aufzunehmen und fortzuführen. Das Erdgeschoss des neuen Parkhauses wird daher im größtmöglichen Umfang für Geschäfte vorgehalten. Schon aus der Ferne soll es einladend auf Passanten wirken.

Neues „Tor“ zur Stadt So ist ein offenes oberirdisches fünfgeschossiges Parkhaus mit 393 Stellplätzen und 1.640 Quadratmetern Geschäftsflächen im Erdgeschoss entstanden. Das innere Organisationsprinzip des Parkhauses ist ein Schrägparkrampensystem, das sich um einen Lichthof linksdrehend nach oben entwickelt. Die Auffahrtsrampe ist viertelgewendelt. Der ausfahrende Verkehr wird auf jeder Etage auf kurzem Wege zur Ausfahrt im Erdgeschoss geführt. Über dem Erdgeschoss weist die Gebäudekonzeption einen Lichthof aus, der das Parkhaus in der Gebäudemitte von oben nach unten verbindet und großzügig belichtet und belüftet. Die wichtigsten Erschließungselemente des Parkhauses, das Haupttreppenhaus und die Ausfahrtsspindel, sind an den Schmalseiten angeordnet, was Besuchern die Orientierung erleichtern soll.

Der Haupteingang am „Alter Steinweg“ empfängt den Parkhauskunden mit einem großzügigen Foyer, in dem eine großflächige Wanddarstellung die archäologischen Grabungsergebnisse effektvoll dokumentiert. Die vom Architekturbüro Behet-BondzioLin geplanten Fassaden differenzieren das großmaßstäbliche Volumen des Parkhauses mit zwei Themen. Zur Anschlussbebauung wird das vorherrschende Ziegelmaterial aufgenommen und in Form von naturroten Terrakotta-Elementen fortgeführt. Zum Platzraum Richtung „Kiffe-Pavillon“ hin entwickelt sich ein transparenter, weißer Schirm aus glasierten Terrakottastreben, der neben der Sicherstellung der für das Parkhaus erforderlichen Belüftung nach außen und nach innen Helligkeit schafft.

Das Tragwerk Eine technische Besonderheit stellt das von LINDSCHULTE gewählte statische System mit dem vorgespannten unterzugsfreien glatten

Flachdeckensystem dar. Aufgrund der bekanntlich hohen mechanischen (Bewegungsdynamik) und chemischen (Öl, Benzin) Beanspruchungen von Fahrbahndecken in Parkhäusern wurden diese als punktförmig gestützte Flachdecken mit Vorspannung ohne Verbund konzipiert. Dabei wird der Spannstahl ohne direkte Verbindung zum Beton verlegt in einer ab Werk mit Fett gefüllten Hülle. Dies gewährleistet auch einen optimalen Korrosionsschutz. Mithilfe der Vorspannung dieser in „freier Spanngliedlage“ verlegten Monolitzen wurde der Betonquerschnitt vollständig überbrückt und kann sich unter Belastung nicht mehr durchbiegen. Das verhindert eine bei normalem Stahlbeton übliche Rissbildung der Deckenplatten. Die so erzielte rissefreie Konstruktion ermöglicht den Verzicht auf eine ansonsten erforderliche rissüberbrückende und wartungsintensive Beschichtung der Fahrbahndecke. Sie führt außerdem zu einer Minimierung der Durchbiegung bei gleichzeitiger Reduzierung der Konstruktionshöhe der Decken. Darüber hinaus wurden die einzelnen Parkebenen fugenlos „aus einem Guss“ hergestellt. Dadurch konnten Schein- und Raumfugen weitestgehend vermieden werden. Das wirkt sich positiv sowohl auf die Benutzerfreundlichkeit als auch auf die Wartungsintensität aus.

Stützenfreie Stellplatzreihen mit freiüberspannten Parkstraßen in Einbahnfahrtrichtung definieren die

Mietermesse im NINO-Hochbau Unter dem Motto "Einblicke schaffen Ausblicke" stand die erste "Mietermesse" am 2. Juli im NINO-Hochbau Kompetenzzentrum Wirtschaft. Der Veranstalter, der "Marketingverein NINO Hochbau Kompetenzzentrum Wirtschaft", hatte zu dieser Veranstaltung interessierte Unternehmer und ihre Familien sowie Institutionen eingeladen, in einem offenen und lockeren Dialog Geschäftsverbindungen zu vertiefen oder neue Kontakte zu knüpfen. LINDSCHULTE beteiligte sich mit einem Infostand an der Veranstaltung.

Dipl.-Ing. Manuel Thormann (LINDSCHULTE Nordhorn) hat im Juli 2011 im Fernstudium mit Wochenend-Präsenzphasen die Fortbildung zum internationalen Schweißfachingenieur (SFI) nach Richtlinie DVS®-IIW 1170 erfolgreich abgeschlossen. Er ist damit der erste Schweißfachingenieur innerhalb der LINDSCHULTE Ingenieurgruppe.

Christian Fleckner (LINDSCHULTE Nordhorn) hat Ende Mai 2011 die Abschlussprüfung des Fernlehrgangs „Staatlich geprüfter Techniker“ des DAA-Technikums mit der Note 2,0 bestanden. Die berufsbegleitende Fortbildung dauerte insgesamt drei Jahre.


3 Dienstleistungen für Versorgungsunternehmen und die Petrochemie (DVP) Mit zunehmenden Aufträgen für Unternehmen der Versorgungsindustrie und die Petrochemie hat LINDSCHULTE Ende der 90er Jahre

die DVP-Abteilung ins Leben gerufen - Dienstleistungen für die Versorgungsindustrie und die Petrochemie.

MEYERING REISEN Für das Busreiseunternehmen MEYERING ist LINDSCHULTE zurzeit an zwei Standorten aktiv. In Lingen hatte Ende 2010 ein Brand in der Fahrzeughalle erheblichen Schaden verursacht. Im Zuge der Sanierung ist zugleich eine Erweiterung vorgesehen. Am Emsufer entsteht ein neuer Betriebshof mit etwa 50 Stellplätzen, Waschhalle und Werkstatt sowie ein neues Bürogebäude. Das Familienunternehmen, das heute rund 300 Mitarbeiter beschäftigt, befindet sich seit 1930 im Lingener Ortsteil Schepsdorf. Dort ist aber mit der geplanten Betriebsvergrößerung das „Ende der Fahnenstange“ erreicht. Da MEYERING ebenfalls seit 1930 auch die Linie LingenNordhorn befährt, wurde ein Grundstück im Gewerbegebiet Lohne an der B213/A31 erworben.

Die Kernaufgaben liegen in der Ingenieurvermessung, Dokumentation und Risswerkspflege, Orten, Anzeigen und Prüfen von erdverlegten Anlagen und Leitungen, Behördenengineering, Projektmanagement/-steuerung, Bauleitung und -überwachung sowie Landangelegenheiten. Inzwischen sind 24 Mitarbeiter (innen) in der Abteilung beschäftigt acht Kolleg(inn)en davon für die Dokumentation eines Rohrleitungsarchives in Schneiderkrug/Emstek (Landkreis Cloppenburg). Darüber hinaus sind weitere vier Ingenieure zur Erfüllung eines Auftrages der Gasunie Hannover für die Bauleitung eingesetzt. Im Bereich DVP wird besonders viel Wert auf die Aspekte der Arbeitssicherheit und des Gesundheits- und Umweltschutzes gelegt.

Dort plant LINDSCHULTE einen neuen Betriebshof an der Zeisstraße mit Busabstellhalle (15 Stellplätze), einer Waschhalle mit Technikräumen sowie Büro-, Sozial- und Lagerräumen sowie einer betriebsinternen Tankstelle.

Dies spiegelt sich in der Vielzahl an notwendigen Unterweisungen und Befähigungsnachweisen wieder. Hierzu zählen unter anderen die Sicherheitsunterweisung Gasschutz gem. §76 BVOT, Handhabung von Handfeuerlöschern gem. §75/3 BVOT und ein Erst-Helfer Training sowie der Nachweis der Befähigung von Führungskräften der operativen Ebene. Desweiteren ist ein Managementsystem für Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (SGU) nachzuweisen.

LINDSCHULTE erfolgreich auf der ExpoReal 2011 LINDSCHULTE Ingenieure + Architekten hat vom 4.-6. Oktober 2011 erstmals sein Leistungsspektrum als überregional tätiges Bauplanungsund Beratungsunternehmen in den Bereichen Hoch-, Industrie- und Gewerbebau, Infrastruktur/Außenanlagen, Umwelt sowie Straßenund Tiefbau auf der ExpoReal in München präsentiert. Die beiden Gesellschafter-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Thomas Garritsen (Hochbau/Industriebau) und Dipl.Ing. Marc-Christian Vrielink (Infrastruktur/Umwelt) waren als Ansprechpartner für Unternehmen, Investoren und Wirtschaftsförderer an allen drei Messetagen vor Ort präsent. Auf 64.000 Quadratmetern zeigten 1.645 Aussteller auf der ExpoReal ihr Angebot rund um die Gewerbeimmobilie. Die Teilnehmer bilde-

ten das gesamte Spektrum der Immobilienwirtschaft ab: Projektentwickler und Projektmanager, Investoren und Finanzierer, Berater und Vermittler, Architekten und Planer, Corporate Real Estate Manager und Expansionsleiter sowie Wirtschaftsregionen und Städte. Mit über 36.800 Immobilienprofis aus 71 Ländern ist die ExpoReal die größte Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investitionen. LINDSCHULTE beteiligte sich gemeinsam mit mehreren Firmen aus der Region unter Federführung der von den Landkreisen Aurich, Wittmund, Leer, Emsland und Grafschaft Bentheim sowie der Stadt Emden zusammen mit Wirtschaftsunternehmen, Kammern und Verbänden der Region 2006 gegründeten “Wachstumsregion Ems-Achse” an diesem Immobilien-Highlight.

Als Abteilungsleiter für den DVP-Bereich wurde im April 2011 Dipl.-Ing. René Stückler benannt. Im Anschluss an seine Lehre und den Grundwehrdienst absolvierte er den Studiengang Bauingenieurwesen, Fachbereich Abfall- und Wasserwirtschaft in Münster (Diplom 1993). In seiner bisherigen 18-jährigen Berufslaufbahn als Ingenieur erwarb René Stückler fundierte Kenntnisse in den Bereichen Tief-, Straßen- und Versorgungsleitungsbau und im Baubetrieb. Gerhard List (List + Wilbers GmbH), Hermann Wocken (ehemaliger Geschäftsführer der Wachstumsregion Ems-Achse e.V.), Ralf Hilmes (Leiter Wirtschaftsförderung Landkreis Grafschaft Bentheim), Dr. Michael Kiehl (Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung und Bauwesen beim Landkreis Grafschaft Bentheim), Christian Vrielink und Thomas Garritsen (LINDSCHULTE Ingenieure + Architekten). Foto: Holger C. Keuper (medienbüro emsland)

LINDSCHULTE hat seine OnlineAktivitäten um den Bereich SocialMedia erweitert. Unsere News finden Sie auch bei Facebook unter www.facebook.de/generalplaner, unter googleplus.lindschulte.de bei Google+ sowie bei Twitter unter twitter.com/Generalplaner.

Freilichtbühne Bad Bentheim - Teilüberdachung Wenn im Mai 2012 das „Dschungelbuch“ auf der Freilichtbühne in Bad Bentheim Premiere feiert, dann sitzen die Zuschauer im Trockenen. Denn rechtzeitig zum Saisonstart soll die Teilüberdachung der Zuschauerränge fertig gestellt sein. Zuletzt hatten sich die Pläne für eine Überdachung aber verzögert. Denn die Dachkonstruktion, die zunächst angestrebt war, erwies sich als zu aufwändig und damit auch als zu teuer. Statt des ursprünglich von einem anderen Planungsbüro vorgesehenen riesigen Zeltdaches über den oberen Teil der Zuschauerreihen schlug LINDSCHULTE jetzt eine alternative Teilüberdachung vor, die später auch noch erweiterbar wäre. Mit Baukosten von unter 500.000 Euro ist das Projekt auch finanzierbar. Und mit der Überdachung entfallen bisherige Standortnachteile gegenüber anderen Freilichtbühnen. So können auch wieder mehr Zuschauer nach Bad Bentheim gelockt werden.


4 Generalplanung für die obertägigen Anlagen bei der

Erdgasspeicherung im Kavernenfeld Gronau-Epe Erdgasspeicher sind im Erdgasmarkt von zentraler Bedeutung. Sie gewährleisten Versorgungssicherheit und schaffen optimale Bedingungen beim Erdgasein- und -verkauf. In Deutschland sind heute 46 Erdgasspeicher mit einer Gesamtkapazität von rund 20 Mrd. m³ in Betrieb. Damit ist Deutschland weltweit die viertgrößte Speichernation. Die optimale Nutzung und der Neu- und Ausbau vorhandener Kapazitäten für das Lagern von Erdgas sind wichtig, denn sie sind ein wichtiges Instrument zur Sicherstellung der wirtschaftlichen und politischen Unabhängigkeit von außereuropäischen Lieferanten.

im Vorteil: Die kleinräumigen Eingriffe in die Erdoberfläche schonen Natur und Umwelt. Die Speicher können jedoch nur dort angelegt werden, wo aufgrund der geologischen Gegebenheiten Gas unter hohem Druck innerhalb einer gasdichten Formation gespeichert werden kann.

Kavernenspeicher Gronau-Epe Im Nordwesten von Nordrhein Westfalen, unmittelbar an der Grenze zu den Niederlanden befindet sich das Salzbergwerk Epe. Dort wird hochreine Industriesole gewonnen, z.B. zur Produktion von Farben und Waschmitteln. Kaum eine andere Salzlagerstätte weist eine derartige Qualität, Festigkeit, Mächtigkeit und Ausdehnung auf. Die bei der Solegewinnung entstehenden Hohlräume werden von namhaften Energieversorgungsunternehmen zur Speicherung von Erdgas genutzt. Der Standort Epe hat somit eine enorme Bedeutung für die Soleproduktion und die Energieversorgung Deutschlands.

Naturfreundlicher Raum für Erdgas In Deutschland verteilt sich die Speicherkapazität derzeit auf 23 Poren- und 23 Kavernenspeicher, die zur untertägigen Speicherung von Erdgas eingesetzt werden. Porenspeicher sind natürliche Lagerstätten, die durch ihre geologische Formation zur Erdgasspeicherung dienen. Es handelt sich dabei zumeist um ausgeförderte Erdgasoder Erdölfelder. Im Unterschied dazu werden Kavernenspeicher künstlich geschaffen. Dazu werden Salzstöcke über eine Tiefenbohrung durch kontrollierte Wasser- oder Gaszufuhr entsolt. Der nach der Entsolung entstandene Hohlraum dient anschließend der Lagerung von Erdgas. Die physikalischen Eigenschaften der Salzschicht garantieren eine natürliche Dichtheit der Kavernen.

Größtes Kavernenfeld Europas Die Salzlagerstätte in Epe ist aufgrund ihrer günstigen geologischen Verhältnisse besonders gut für das Anlegen von Kavernenspeichern geeignet. Der erste Kavernenspeicher am Standort Epe wurde 1976 in Betrieb genommen. In Epe wird in einer Tiefe von 900 bis 1500 Metern von verschiedenen Gasspeichergesellschaften Untertage Erdgas gespeichert - bis zu 3,5 Mrd. m³ in insgesamt 59 Kavernen. Damit ist die Anlage die größte ihrer Art in Europa. Das gespeicherte Erdgas stammt aus den Niederlanden, der Nordsee und Russland, das Versorgungsgebiet reicht von Hamburg bis Frankfurt und in die Niederlande.

Im Vergleich zu oberirdischen Gasspeichern (z.B. Gasometern) ist die Aufnahmekapazität unterirdischer Speicher um ein Vielfaches höher. Auch in puncto Naturschutz ist die unterirdische Lagerung klar

Wenn man den durchschnittlichen Erdgasverbrauch eines 4-PersonenHaushaltes von 3000 m³/Jahr zugrunde legt, könnten mit einer einzigen Kavernenfüllung 20000 Haushalte je ein Jahr lang mit Erdgas versorgt werden.

Funktionsweise eines Erdgasspeichers Ein Erdgas-Kavernenspeicher besteht aus drei Teilen: der Verdichter- und Entnahmestation (VES), den Feldleitungen und den Kavernen. Nach Entnahme aus der Ferngasleitung wird das Erdgas auf der VES über Filter von Feststoffen befreit sowie vom Fernleitungsdruck auf Kavernendruck verdichtet und anschließend über Feldleitungen in die Kaverne geleitet. Zur Auslagerung wird das Erdgas bei Bedarf aus der Kaverne über die Feldleitungen bis zur VES geleitet, wo es einen Flüssigkeitsabscheider durchläuft und abschließend der Druck auf den zulässigen Wert der Transportpipeline reduziert wird.

Hohe Sicherheitsstandards in Deutschland gewährleisten einen sicheren Betrieb von Kavernenspeichern. Kavernen, Feldleitungen und alle obertägigen Anlagen werden von den Speicherbetreibern rund

um die Uhr überwacht, gewartet und instand gehalten. Alle Maßnahmen sind in einem Sicherheitsbericht festgehalten und für jeden einsehbar.

Generalplanung für die Energiewirtschaft LINDSCHULTE ist am Standort Epe für mehrere Speichergesellschaften aktiv. Der erste Auftrag kam 2006 von der Trianel Gasspeichergesellschaft Epe mbH, einem Zusammenschluss kommunaler Versorgungsbetriebe, über die Gesamtplanung sämtlicher obertägiger Anlagen. Auf einen ca. 5,5 Hektar großen Baufeld waren Gebäude unterschiedlicher Bauart, Größe und Funktion zu errichten. Mit diesem Großauftrag hatte sich LINDSCHULTE auf zunächst ungewohntes Terrain begeben. „Für uns war das ein Auftrag, bei dem wir wirklich auf alle unsere Dienstleistungen zurückgreifen mussten“, erklärt Hochbau-Geschäftsführer Thomas Garritsen. Denn an einer Verdichter- und Entnahmestation für Kavernen, also durch Solegewinnung entstehende unterirdische Hohlräume, die zur Lagerung unterschiedlicher Stoffe wie Öl oder Gas genutzt werden

können, hatte das Ingenieurbüro zuvor noch nicht gearbeitet. Dabei hat LINDSCHULTE dem Projekt als Generalplaner für alle baulichen Anlagen praktisch das Gesicht gegeben. „Alles, was man draußen auf unseren obertägigen Anlagen sehen kann, hat die LINDSCHULTE geplant und umgesetzt“, beschreibt der frühere Trianel-Geschäftsführer Christian Rohde in einem Interview mit einem Wirtschaftsmagazin. Das war mitunter nicht ganz einfach. LINDSCHULTE musste die einzelnen Gebäudeelemente so planen, dass sie sich der umfangreichen Technik der Kavernenspeicher-Anlage unterordnen. „Das erforderte eine intensive Abstimmung mit der Anlagentechnik“, so Garritsen. Bei einem derartigen Gasspeicherprojekt kommen immer zahlreiche, sehr verschiedene Anforderungen zusammen - so auch bei Trianel: Ob es Erwägungen des Landschaftsund Naturschutzes, der Brand- und Explosionsschutz oder die Schall-

In Epe herrscht die besondere Situation vor, dass die gelöste Sole nicht in die Gewässer geleitet wird, sondern von der Industrie zur Produktion weiterverwendet wird, u.a. von Farben und Waschmittel. Quelle: KGE - Kommunale Gasspeichergesellschaft Epe mbH & Co. KG

Generalplanung

Leistungsbild

Ÿ Betriebs- und Verwaltungsgebäude

Ÿ Ingenieur-Vermessung

Ÿ Technische Gebäudeausrüstung

Ÿ Lagerhallen

Ÿ As-Built-Dokumentation

Ÿ Projektsteuerung

Ÿ Verdichterhallen

Ÿ Bergrecht

Ÿ Erschließung und Außenanlagen

Ÿ Druckregelgebäude

Ÿ Architektur- und Objektplanung

Ÿ Bau- und Qualitätsüberwachung

Ÿ Kesselhaus

Ÿ Ausführungs- und Detailplanung

Ÿ Mengenmessgebäude

Ÿ Behördenengineering

Ÿ Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordination (SiGeKo)

Ÿ Regenerationshalle

Ÿ Tragwerksplanung

Ÿ Netzersatzanlage

Ÿ Bauphysik


5 Grafschafter Logistikzentrum Erweiterung einer Lagerhalle und Umbau der Fassade im Bestand der Stückguthalle Bentheimer Eisenbahn beauftragt LINDSCHULTE Ingenieure+Architekten erneut mit Erweiterungsplanung des Grafschafter Logistikzentrums in Nordhorn vierter Auftrag in Folge

dämmung waren; der Generalplaner aus Nordhorn musste alle Eventualitäten beachten.

Schnelle Projektabwicklung

Nach der erfolgreichen Generalplanung des ursprünglichen LogistikDienstleistungszentrums mit Betriebshof und Verwaltungsgebäude 1995, der Erweiterung zum Grafschafter Logistikzentrum 2003 und einem Hochregallager 2008 hat die Bentheimer Eisenbahn AG dieses Jahr erneut eine Erweiterung ihres Haupt-Standortes in Nordhorn an LINDSCHULTE beauftragt.

Für Trianel war nicht zuletzt die fristgerechte Fertigstellung der Anlagen sehr wichtig gewesen. Dabei hatte es der Wettergott keineswegs gut mit den Projektpartnern gemeint. „Man konnte schon fast den Eindruck gewinnen, dass es in Epe immer regnet“, frotzelt Garritsen. Letztlich sei es vor allem den konstruktiven Dialogen mit den Behörden, aber auch der guten Abstimmung zwischen Trianel und den Ingenieuren zu verdanken gewesen, dass alles pünktlich zum neuen Gas-Jahr am 1. Oktober fertig geworden ist. „Die kurze Zeit, in der wir das ganze Projekt abgewickelt haben, ist schon bemerkenswert. Vor nur zweieinhalb Jahren haben wir mit den Planungen begonnen. Eine so schnelle Umsetzung ist in der Branche keinesfalls üblich“, so der Trianel-Geschäftsführer.

Zufriedener Auftraggeber = Folgeaufträge Inzwischen sind verschiedene Erweiterungen für die Trianel sowie weitere Planungsaufträge von Nuon, E.ON oder RWE/Essent dazu gekommen. Für die Erweiterung des Nuon-Erdgasspeichers wird eine Lagerhalle mit Büro und Werkstatt geplant, für RWE/Essent der Umbau und die Erweiterung des bestehenden Kontrollgebäudes sowie der Neubau eines Wartungsgebäudes.

Vierte Kaverne von Trianel

von rund 650000 Kubikmetern das anderthalbfache Volumen des Kölner Doms. Insgesamt hat der Trianel Gasspeicher Epe jetzt eine Kapazität von 230 Millionen Kubikmetern. Das ist genug Gas, um den Jahresbedarf von rund 120.000 mit Erdgas beheizten Haushalten zu decken.

Die neue Lagerhalle, die als Warenlager mit Kommissionierung von einer Fremdfirma genutzt wird, ergänzt die bestehende Hallensituation im Nordosten. Mit der Erweiterung um mehr als 1500 m² Grundfläche geht ein Umbau der Fassade im Bestand der daneben liegenden Stückguthalle einher.

Für den Betrieb der vierten Kaverne wurde ein weiterer Verdichter installiert. Dieser „Kompressor“ steht in einem neuen Gebäudeteil der zweiten Verdichterhalle. Für den neuen Ausspeicherstrang wurde zudem das bestehende Druckregelgebäude erweitert. Dazu kommt noch ein neues Gebäude für die Netzersatzanlage, einer Gasturbine. Die Gesamtinvestition für die 4. Kaverne und die anderen Erweiterungen beträgt 130 Millionen Euro.

Keine zusätzliche Lärmbelastung Aufgrund der möglichen zusätzlichen Lärmbelastung durch den Güterverkehr zu dem direkt an der Otto-Hahn-Straße gelegenen neuen Baukörpers wurde ein Nachweis des Schallschutzes notwendig. Der Emissionsvergleich zwischen den zu erwartenden Schallemissionen zu der Baugenehmigung von 2008

Luftbildaufnahme: Erweiterung Grafschafter Logistikzentrum

durch LINDSCHULTE ergab, dass aufgrund der Anfahrt über die bereits bestehenden Zuwege und ansonsten halleninternen Transportvorgänge keine zusätzlichen Schallemissionen anfallen. Die Anlieferung der Waren erfolgt per LKW über die Toranlagen im bestehenden Hallenteil im Südwesten. Stapler transportieren die Güter dann durch die neu entstehende

Quellen: Werner Grigo, Peter Dörne: Von der Salzgewinnung zur Energierohstoffspeicherung - Die Entwicklung des Kavernenfeldes Epe…, Energie und Rohstoffe 2009, Goslar

Da aufgrund der erforderlichen Luftzufuhr seitens des Brandschutzes eine Öffnung der neuen Halle zum Nordosten hin erforderlich ist, wurde diese Öffnung als Toranlage ausgebildet, die aber nicht zur ständigen Nutzung vorgesehen ist.

Neue Parkplätze für Mitarbeiter

Betreiberrunde der Erdgasspeicher in Epe, c/o E.ON Gas Storage GmbH

Durch die Erweiterung ergaben sich auch zusätzliche Anforderungen an das Parkflächenangebot. Dazu wurde im südlichen Grundstücksbereich ein neuer Mitarbeiterparkplatz mit insgesamt 71 Stellplätzen vorgesehen.

www.kge-gasspeichergesellschaft.de www.trianel.com

Mit der Inbetriebnahme ihrer vierten Kaverne hat die TGE Mitte 2010 ihre Speicherkapazität annähernd verdoppelt. Mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Kubikmetern Erdgas ist die „Kaverne S 41“ eine der größten Kavernen in GronauEpe. In den Kavernen wird das Gas stark komprimiert gelagert, so hat die S41 ein geometrisches Volumen

Hallentrennwand - also intern im Gebäude - zur Kommissionierung in den neuen Gebäudeteil. Zum Versand wird die Ware entsprechend zurück mittels Staplern zu den Bestands-Überladebrücken befördert.

www.wikipedia.de

Projektleiterin Dipl.-Ing. Architektin Petra Bergmann-Leßmann

Erweiterung GLZ: von der Baugrube (links, August 2011) bis zum fertigen Anbau (rechts, Dezember 2011 im strömenden Regen)


6 Die Vielseitigkeit der Emsländer Eine Projektauswahl der LINDSCHULTE Ingenieurgesellschaft Emsland Nach den im vorherigen Journal umfassend beschriebenen Baumaßnahmen „Kraftfutterwerk Rothkötter, Industrieeurohafen Haren-Hüntel“ und „Kläranlage Emsland Frischgeflügel in Haren“, die zwischenzeitlich abgeschlossen und übergeben sind, zeigen wir in dieser Ausgabe eine Auswahl aktuell von LINDSCHULTE Emsland betreuter Projekte.

Omnibusbetriebe Levelink: Umbau, Neubau, Sanierung Generalplanung und örtliche Bauüberwachung für die Omnibusbetriebe Levelink GmbH & Co. KG, Meppen: 1.Neubau einer Omnibusunterstellhalle 2.Sanierung einer Omnibusunterstellhalle 3.Umbau und Erweiterung des Verwaltungsgebäudes 4.Umbau und Sanierung des Werkstattbereiches 5.Umbau und Erweiterung der Omnibus-Waschanlage (Abwasserkreislaufführung und Wiederverwendung bis zu 80 %)

Erweiterung Motorradzentrum Ems-Vechte Generalplanung und örtliche Bauüberwachung einer Erweiterung vormals geplanten Industriearchitektur des Bestandgebäudes der Firma BMW Helming & Sohn in Wietmarschen. Besonderheiten: Es galt, die Erweiterung eines Gastronomiebereiches so in das bestehende Gebäudeensemble einzubinden, dass ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Durch Erarbeitung eines Alternativvorschlages in Form einer Brandwand gegenüber einer Brandmeldeanlage konnten die damit verbundenen hohen Investitionen und Betriebskosten vermieden werden.

6.Umbau und Erneuerung der Außenanlagen inkl. aller zugehörigen Anträge (Wasser- und Schifffahrtspolizeiliche Genehmigung, Einleitungserlaubnis nach WHG, Bau und Betrieb von Oberflächenwasserbehandlungsanlagen nach WHG, FFH-Verträglichkeitsprüfung für die Einleitungsstelle etc.) Auf Empfehlung und mit intensiver Mitarbeit unseres Büros beantragte Levelink Fördermittel für Investitionen zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs nach dem Niedersächsischen ÖPNV-Konjunkturprogramm 2010-2014. Zur Erfüllung der komplexen Zuwendungsvoraussetzungen war eine Unterteilung des Projektes in sechs Einzelbaumaßnahmen erforderlich.

Infrastrukturanlagen für den Neubau der Geflügelschlachterei Celler Land Generalplanung (Baugrunduntersuchung, Vermessung, Ingenieurplanung, Freiraumplanung, Objektplanung, Tragwerksplanung, örtliche Bauüberwachung etc.) in Kooperation mit dem Architekturbüro Klindworth aus Sittensen für die Celler Land Frischgeflügel GmbH & Co. KG am Standort Wietze. In Vorbereitung der Baumaßnahme wurde zudem die Standortanalyse erarbeitet. Es handelt sich hier um die leistungsfähigste Geflügelschlachterei Europas!

Luftbild: Geflügelschlachterei Celler Land

Planungsumfang: Ÿ Prozesswasser-Behandlungsanlage (84.000 EGW) Ÿ Wasserversorgung/Trinkwasserspeicher Ÿ Konzeptanalyse und Vorbereitung der Entscheidungsgrundlage für Eigenwasserversorgung Ÿ bauliche Schallschutzmaßnahmen Ÿ Oberflächenwasserbewirtschaftung Ÿ Abwassersammlung, Förderung und Ableitung Ÿ Verkehrstechnische Anlagen Ÿ Sicherheitstechnische Anlagen Ÿ Medienversorgung außerhalb des Produktionsgebäudes Ÿ Betriebs- und Verkehrsflächen sowie Parkplatzeinrichtungen Ÿ Grundstückserschließung Ÿ Genehmigungsplanung (BImSchG + WHG)

Wasserrechtsverfahren zur Grundwasserentnahme Gesamtabwicklung der wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren nach dem NWG und WHG für die Firma Rothkötter Grundstücksverwaltungs GmbH, Meppen. Für die Produktion bei der Emsland Brüterei GmbH und der Emsland Frischgeflügel GmbH in Dohren wurde eine höhere Grundwasserförderquote notwendig. Unser Büro übernahm sämtliche dafür erforderliche Aufgaben: Ÿ Erstellung der Durchführungsplanung (Grundwassermessstellen) Ÿ Jährliche Durchführung der Beweissicherungsverfahren Ÿ Formale Abwicklung der erforderlichen Wasserrechtsverfahren

inkl. der naturschutzfachlichen Belange Ÿ Grundwassermodellierung Ÿ Fachliche Ausarbeitung der hydrogeologischen Gegebenheiten und Auswirkungen Ÿ Gesamtdienstleisterische Abwicklung sämtlicher im Zusammenhang mit der Beantragung und Nutzung des Grundwasserentnahmerechtes bestehenden Aufgaben gegenüber den hierfür zuständigen Behörden (Landkreis Emsland und Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz).

Ermittlung des Einzugsgebietes und der Grundwasserabsenkung für die Entnahmebrunnen der Emsland Frischgeflügel GmbH (Schnitt hydrogeologisches Gutachten)

Die LINDSCHULTE Ingenieurgesellschaft mbH Emsland in Meppen ist mit ihren 30 Mitarbeitern vielseitig und fachlich übergreifend aufgestellt.

Ÿ Hoch-/Industriebau/Architektur

Einzel- und Gesamtplanungsleistungen werden u.a. in folgenden Fachbereichen angeboten und ausgeführt:

Ÿ Verkehrs-, Straßen- und Tiefbau

Ÿ Gebäudeinstandsetzung/-haltung und Sanierung Ÿ Ingenieurbau Ÿ Wasser, Abwasser, Umwelttechnik Ÿ Energieeffiziente Baumaßnahmen und landwirtschaftlicher Ingenieurbau

Neubau eines Verwaltungsgebäudes, eines Pflanzenschutzmittellagers, eines Sackwarenlagers und einer Lkw-Waschanlage Generalplanung (Außenanlagen gemeinsam mit LINDSCHULTE Münster/Spelle) und örtliche Bauüberwachung für die Gebäude als miteinander vernetztes Gesamtbauwerk für die Firma Bröring Mischfutterwerk GmbH & Co. KG im Hafen Spelle. Besonderheit: Rationelles Wassermanagement durch Wiederver-

wendung von 80% des bei der Lkw-Reinigung anfallenden Abwassers durch entsprechende mechanisch-physikalische Aufbereitungsanlage. Umsetzung erhöhter Anforderungen hinsichtlich ExSchutz und Löschwasserrückhaltung im Pflanzenschutzmittellagerbereich.


7 Kläranlagen-Erweiterung um Filtratwasser-Speicherbehälter Ingenieurplanung, Vermessung, Baugrundgutachten, örtliche Bauüberwachung für den Wasserverband Lingener Land an den Standorten Lengerich, Emsbüren und Freren

Neubau von sieben Biogasanlagen

Erweiterung Mischfutterwerk Rothkötter

Generalplanung (mit Ausnahme der Biogastechnologie, Anlagen- und Verfahrenstechnik) und örtliche Bauüberwachung. Bei allen sieben Biogasanlagen handelt es sich um sogenannte NawaRo-Anlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von ca. 1,2 MW. Die elektrische Leistung beträgt 0,5 MW.

Ingenieurplanung, Tragwerksplanung, Baugrundgutachten, Vermessung und örtliche Bauüberwachung für die Rothkötter Grundstücksverwaltungs GmbH, Meppen im Industrie-Eurohafen Haren-Hüntel

Ÿ Genehmigungsplanung Ÿ Infrastrukturplanung Ÿ Baugrunduntersuchung Ÿ Tragwerksplanung

Die Behältergrößen betragen 1.250 m³ und werden in Betonfertigteilbauweise und Stahlbehälter ausgeführt. Besonderheit: Die Behälterausführung in Lengerich ist auf die spätere Nutzung als zweites Nachklärbecken auszuführen. Teilweise erfolgt die Gründung der Behälter mit Bohrpfählen.

Neubau von zwei Fettlagerbehältern mit jeweils 200 m³ sowie drei Silobehälter für Rohware (Weizen …) mit jeweils 2.000 m³ Fassungsvolumen. Besonderheit: Bauen in Bestand und während der laufenden Produktion.

Erweiterung Mischfutterwerk Rothkötter

Neu- und Umbau Büro- und Verwaltungsgebäude Großhandlung Hardy Schmitz

Ÿ Vermessung Ÿ Wasserrechtliche Verfahren, Verfahrensabwicklung

Generalplanung und örtliche Bauüberwachung für die Firma Rakel GmbH, Geeste Groß-Hesepe, im Meppener Industriegebiet Nödike mit erhöhten Anforderungen durch Umbau im laufenden Betrieb

Ÿ Bauüberwachung für Infrastrukturanlagen und Bauwerke Besonderheit: Planungsübergreifend werden im Zusammenhang mit der eigentlichen Gesamtplanung für die Biogasanlage energieeffiziente und wirtschaftliche Konzepte für die Betreiber zur Ertragsoptimierung erstellt: Ÿ Satelliten-BHKW für Emsland Fischzucht GmbH (geplant von LINDSCHULTE Emsland) mit Wärmegrundlastabdeckung von 250 kWh thermisch Ÿ Satelliten-BHKW Brüterei Emsland mit einer Grundlastabdeckung von 380 kWh thermisch Ÿ Gärrest-Trocknungsanlage mit einer Grundlastabdeckung von 500 kWh thermisch Ÿ Satelliten-BHKW zur Wärmeversorgung der öffentlichen Gebäude in der Gemeinde Klein-Berßen, Landkreis Emsland (Freibad, Turnhalle, Schule etc.)

Neubau Reifenservicecenter und Reifenzentrallager Neubau einer Montage- und Lagerhalle sowie einer Photovoltaik-Anlage während der laufenden Produktion

Generalplanung und örtliche Bauüberwachung für die Firma Roger Paul Kuzka am Standort Haselünne.

Generalplanung und örtliche Bauüberwachung für die Wessling Oberflächenveredelungs GmbH & Co. KG, Dalum (WOB).

Betreuung des Bauherrn bereits im frühesten Stadium und Unterstützung und Beratung bei der Auswahl des Grundstückes und beim Grunderwerb. Das Gesamtbauwerk besteht aus einem Reifenservicecenter mit Verkaufsbereich (klassische Industriearchitektur), einem Reifenzentrallager, einer SB-Waschanlage (4 Boxen) mit rationeller Wassernutzung durch Abwasseraufbereitung und Wiederverwendung sowie einer Kfz-Staubsaugeranlage.

Neubau einer Montagehalle mit 5 to. Kranbahn zur Komponentenfertigung mit den Abmessungen 50 x 20 x 7,2 Meter (Traufenhöhe) sowie Neubau einer Lagerhalle 80 x 20 x 4,5 Meter (Traufenhöhe) als Kaltlagerhalle. Besonderheit: Ermöglichung einer wirtschaftlichen Oberflächenwasserbewirtschaftung bei einem Grundwasserflurabstand von lediglich 0,80 Metern.

Besonderheit: Energieeffiziente Gebäudeversorgung durch Wärmenutzung vom Satelliten-BHKW

Erweiterung Kükenbrüterei Dohren Generalplanung und örtliche Bauüberwachung für die Firma Rothkötter Grundstücksverwaltungs GmbH: Ÿ Rückbau und Neubau des Ersatzteil- und Materiallagers Ÿ Rückbau und Neubau des Werkstattgebäudes Ÿ Planung der Erweiterung der vorhandenen vier Brütereiabschnitte um einen fünften und

sechsten Bauabschnitt, bestehend aus einem Brut- und einem Schlupfbereich mit einer jeweiligen Leistungskapazität von 0,5 Mio. Küken/Woche, Hallenabmessungen 70 x 30 Meter Ÿ Erweiterung der Kistenwaschanlage und des Gebäudes für Abfall-Management in Planung Ÿ Infrastrukturanlagen bestehend aus sicherheitstechnischen Ein-

richtungen, Desinfektionsbecken, Fahrzeugwaage, Schwarzund Weiß-Bereich, Ÿ Ausbau der Kreisstraße K262 im Zuge der Erschließungserfordernis von der derzeitigen Belastungsklasse 16 to. auf SLW 30 Besonderheiten: Erhöhte Anforderungen hinsichtlich Erschütterungen und Lärm für die zeitgleich laufenden Brutprozesse in der Brüterei.


8 Die Seseke - Hochwasserschutz und ökologischer Gewässerumbau Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Seseke ein natürlicher Flachlandfluss. Mit der Industrialisierung ihres Einzugsgebietes wurde sie jedoch als offener Abwasserkanal „zweckentfremdet“, was aus damaliger Sicht zwingend erforderlich war.

Das Sesekeprogramm neues Gesicht für einen Fluss Die Umgestaltung eines ganzen Flusses mit seinen Nebenläufen ist ein anspruchsvolles und zeitintensives Projekt. Die Arbeiten begannen bereits 1986 mit den Planungen zum Umbau des Braunebachs in Kamen. Im Rahmen des Sesekeprogramms sieht der LIPPEVERBAND drei wesentliche Verbesserungen der Gewässersysteme vor: Ÿ Entflechtung von Schmutz- und Reinwasser Ÿ ökologische Verbesserung der Gewässer Ÿ Erhaltung des Hochwasserschutzes

Ein Teilabschnitt dieses Programms ist die ökologische Verbesserung des Heerener Mühlbaches. LINDSCHULTE Münster/Spelle wurde vom LIPPEVERBAND mit der Erstellung der Ausführungsplanung und Ausschreibungsunterlagen sowie der Mitwirkung bei der Vergabe, der Bauoberleitung und örtlichen Bauüberwachung der dafür erforderlichen Baumaßnahmen beauftragt. Der ökologische Gewässerausbau erstreckt sich auf einer Länge von 2,25 km und umfasst im Wesentlichen folgende Leistungen: Ÿ Aufnahme der Sohlbefestigungen inkl. Bettung (ca. 2,25 km) Ÿ Mutterboden- und Bodenabtrag zur Erstellung des neuen Gewässerprofils (ca. 30.000 m³) Ÿ Erstellung von gewässerbegleitenden Fuß-, Rad- und Betriebswegen (ca. 4,5 km) Ÿ Anlegen von zwei Sohlgleiten

Ÿ Teilweises Anbinden von Regenwassereinleitungen der am Gewässerverlauf angrenzenden Grundstücksflächen Das Gewässerprofil wird als lösslehmgeprägtes Fließgewässer der Niederungen erstellt und weist neben einem Trockenwettergerinne überströmbare Ersatzauenbereiche sowie aufgeweitete Böschungen mit wechselnden Böschungsneigungen vor. Nach einer EU-weiten Ausschreibung wurde die Baumaßnahme im April 2011 begonnen, der Abschluss ist für Juli 2012 vorgesehen. Als vorbereitende Maßnahmen wurden bereits Fäll- und Rodungsarbeiten durchgeführt. Im Nachgang zu den Gewässerbauarbeiten werden die landschaftspflegerischen Maßnahmen gemäß eines durch LINDSCHULTE Münster/Spelle erstellten Landschaftspflegerischen Begleitplanes erfolgen.

Ÿ Aufnahme von Sohlbefestigungen unter Brückenbauwerken und Durchlässen

Bauen am DortmundEms-Kanal Der Dortmund-Ems-Kanal ist mit ca. 223 km Länge ein wichtiges Element im bundesdeutschen Wasserstraßennetz. Er beginnt im Hafen Dortmund und führt nach Norden bis nach Papenburg. Die Bedeutung der Wasserstraßen als wichtige Verkehrsträger ist bekannt und ihr Ausbau wird politisch forciert. Neben dem eigentlichen Wasserstraßennetz wird auch der Ausbau von Hafenanlagen als Umschlags- und Verknüpfungspunkt verschiedener Verkehrsmittel betrieben. LINDSCHULTE Münster/Spelle hat den Auftrag, den Ausbau der Hafenanlage für die Hafen Spelle-Venhaus GmbH zu planen und zu überwachen. Die Maßnahme dient aber nicht nur der Steigerung des Umschlagvolumens von ca. 400.000 t auf bis zu 1.000.000 t, sondern auch der Ansiedlung von Gewerbebetrieben. Die Gesamtmaßnahme

„Ausbau Hafen Spelle-Venhaus“ umfasst zur Schaffung einer Trimodalität und des größeren Umschlagvolumens im Wesentlichen fünf Elemente: Ÿ Straßenverkehrliche Erschließung von 1,4 km Länge einer neuen Umschlagfläche von ca. 35.000 m² sowie von ca. 20 ha neu entstehendem Gewerbegebiet und Verknüpfung mit dem vorhandenen Straßennetz. Ÿ Schaffung eines geschlossenen Entwässerungssystems für das anfallende Oberflächenwasser der Straßenflächen, der Umschlagfläche sowie der zukünftigen Gewerbeflächen mit einem Rückhaltevolumen von ca. 6.600 m³. Ÿ Neubau eines Parallelhafens südlich des vorhandenen Stichhafens mit 620 m Anlegerlänge und ca. 180 m Übergangsbereichen vom bestehenden Ufer auf den neuen Hafen. Der eigentliche Parallelhafen wird aus einer rückverankerten Stahlspundwand hergestellt und soll zukünftig Platz für vier Großmotorschiffe (GMS) oder fünf Europaschiffe bieten. Ÿ Erstmalige Gleiserschließung des neuen Hafenareals und des beste-

Die LINDSCHULTE Ingenieurgesellschaft mbH Münster/Spelle ist seit 2007 an den Standorten Münster und Spelle aktiv. Sie ging hervor aus den beiden Gesellschaften LINDSCHULTE+GLADEN Ingenieurgesellschaft mbH und der LINDSCHULTE Ingenieurgesellschaft mbH Münsterland. Seit dem 1.8.2011 firmiert sie als Gesellschaft mit zwei Standorten.

Mit 16 Mitarbeitern, davon zwei Auszubildenden, kümmern sich die Diplomingenieure und Geschäftsführer Michael Gladen, der das Unternehmen 1996 als Ingenieurbüro Gladen gegründet hatte, und Klaus Dünschede um alle Belange des Tiefbaus inklusive Kanalsanierung, der Infrastrukturplanung von der Konzeption bis zur Ausführung, der Tragwerksplanung und des

Übersichtslageplan Ausbau Hafen Spelle-Venhaus

konstruktiven Ingenieurbaus mit dem Schwerpunkt Brückenbau. Als „Grenzgänger“ zwischen den Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wird von beiden Standorten eine Vielzahl öffentlicher sowie privater Kunden betreut.

henden Hafens über eine ca. 4 km lange Strecke, die an die Strecke Rheine/Quakenbrück anschließt (planerische Unterstützung durch LINDSCHULTE+KLOPPE Düsseldorf). Ÿ Verlängerung des bestehenden Beckens des Stichhafens um 20 auf 115 m Anlegerlänge. LINDSCHULTE ist bei allen Gewerken mit allen Leistungsphasen - von der ersten Konzeption bis zur Bauoberleitung - sowie der örtlichen Bauüberwachung beauftragt. Eine wesentliche planerische Hürde waren und sind sind die Baurechtsverfahren. Aufbauend auf einem Bebauungsplan, dessen planerisches Fundament von LINDSCHULTE gelegt wurde, wurden noch drei Planfeststellungsverfahren initiiert: nach dem Allgemeinen Eisenbahn Gesetz (AEG) für die Bahnstrecke sowie nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) für den Parallelhafen und für die Verlängerung des Stichhafens. Hier leistet LINDSCHULTE nicht nur seinen ingenieurtechnischen Beitrag, sondern koordiniert die Verfahren auch in weiten Teilen und führt die Abstimmungen mit den Planfeststellungsbehörden. Die Straßenverkehrsanlagen und die Entwässerungsanlagen sind in einem ersten Bauabschnitt zusammengefasst, der im Oktober 2011 abgeschlossen wurde. Die weiteren Maßnahmen bilden zusammen den zweiten Bauabschnitt. Parallel zu den Arbeiten und Planungen der öffentlichen Erschließungsanlagen ist unser Büro mit der Planung der Betriebsanlagen erster Gewerbebetriebe beauftragt. Somit entstehen unter Mitwirkung von LINDSCHULTE Münster/Spelle innerhalb weniger Jahre Anlagen und Strukturen, die in der Region südliches Emsland eine nachhaltige Wirkung entfalten werden.


9 Erneuerung der Eisenbahnüberführung HH-Dammtordamm „unter rollendem Rad“ Die Deutsche Bahn erneuert in Hamburg bis Ende Mai 2012 die über 100 Jahre alte Dammtorbrücke direkt am Bahnhof Dammtor. In Abstimmung mit der Stadt und dem Denkmalschutz werden die Eisenbahnbrücken komplett neu gebaut.

Neue Eisenbahnbrücke über Oder-Havel-Kanal Als Ersatz für mehrere kleinere Brücken des Berliner EisenbahnAußenrings, die zwischen Hennigsdorf und Hohen Neuendorf die Havel überspannten und nur noch mit niedrigen, fast nur Schritt-Geschwindigkeiten befahren werden konnten, hatte die Deutsche Bahn AG eine neue Eisenbahnüberführung zur Havelüberquerung in Auftrag gegeben.

Auf dem Wasser übernahm ein fast elf Meter breiter und 55 Meter langer Ponton die Last und verschob sie längs über den OderHavel-Kanal. Seit Mitte März rollen die Züge wieder, jetzt bis zu 120 Kilometer schnell.

Moderne filigrane NetzwerkBogenbrücke Diese so genannte „Netzwerk-Bogenbrücke“ hat ihren Namen von der Form der Verstrebungen. „Wir wollten keine Null-acht-fünfzehnKonstruktion“, so Torsten Heinrich, Projektleiter der DB Projektbau GmbH im Interview mit der Märkischen Allgemeinen Zeitung über das 19-Millionen-Euro-Projekt. Der zweigleisige, 98 Meter lange Stahlüberbau der Eisenbahnbrücke konnte aufgrund der angrenzenden Naturschutzgebiete nicht direkt vor Ort hergestellt werden. Die vorgefertigten Teile - bis zu 75 Tonnen schwer und 25 Meter lang - waren auf einem etwa einen Kilometer entfernten Montageplatz eines Stahlwerks zusammengeschweißt worden.

Die LINDSCHULTE+SCHULZE Ingenieurgesellschaft mbh war durch die H.F. Wiebe GmbH & Co. KG aus Achim mit der Ausführungsplanung für die Unterbauten, der Baugruben sowie der Uferspundwände für den späteren Kanalausbau sowie mit der Gründung der Verschubgerüste und -bahnen beauftragt worden. Die Planungsdauer betrug knapp ein Jahr. Die

Die Eisenbahnüberführung Dammtordamm überführt die DB-Strecken 6100 der Fernbahn und 1240 der S-Bahn zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Dammtor. Das Bauwerk schließt auf der östlichen Seite unmittelbar an den Bahnhof Dammtor an und besteht aus insgesamt drei Stahlüberbauten mit vier Gleisen. Der Umbau erfolgt unter rollendem Rad. Die erste Herausforderung bestand in der Hilfsbrückenkette - es wurden insgesamt acht Hilfsbrücken errichtet - unter Einbeziehung des mittleren Teils der alten Überbauten. Hierzu war eine uiG (unternehmensinterne Genehmigung) erforderlich, die den Nachweis der Schienenlängsspannung der insgesamt bis zu ca. 54 Meter langen Hilfsbrückenkette umfasst. Im Anschluss mussten die neuen Unterbauten aus massiven Widerlagern auf einer Tiefgründung unter den Hilfsbrücken hergestellt werden. Auf der Westseite hatte der Umbau unter Einbeziehung der alten Bausubstanz der Bahnhofsarkaden zu erfolgen. Die Geschäfte und Restau-

planerische Herausforderung bestand zum Einen im schlechten Baugrund mit bis zu vier Meter mächtigen Torfschichten und zum Anderen in der Höhe der tiefgegründeten massiven Widerlager mit etwa zehn Metern.

Die Brücke wurde dann mit Litzenhebern angehoben, quer auf den Bahndamm und über die neuen Bahngleise zum Widerlager am westlichen Ufer der Havel gerollt.

Brückenplanung für Ortsumgehung Celle: Querung der Fuhse Die Ortsumgehung Celle im Zuge der Bundesstraße B3 hat bestehende verkehrliche Nadelöhre beseitigt und die Stadt Celle vom Durchgangsverkehr entlastet. Sie trägt damit zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und -qualität bei. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr

hatte die LINDSCHULTE + SCHULZE Ingenieurgesellschaft mbh mit der Planung der Querung des Gewässers Fuhse und eines Wirtschaftsweges beauftragt. Dafür wurde ein Neun-Feld-Bauwerk in Spannbetonbauweise mit einer Stützweite von insgesamt 327 Metern entworfen. Die Unter-

bauten sind flach gegründet. Bei dem Überbau handelt es sich um einen längs vorgespannten, zweistegigen Plattenbalken mit gevouteten Hauptträgern.

rants in den Arkaden bleiben wärend des Umbaus geöffnet. Für den Umbau musste aufwändig die vorhandene Bausubstanz abgetragen und mit Hilfsunterstützungen abgesichert werden. Mit der Planung wurde Ende 2010 begonnen. Auftraggeber von LINDSCHULTE +SCHULZE war auch bei diesem Projekt die H.F. Wiebe GmbH & Co. KG aus Achim.


10 Projekte der SCHWESIG+LINDSCHULTE GmbH Rostock B 96n – der Rügen-Zubringer

Anspruchsvoller Hochbau Neu- und Umbau Wohn- und Geschäftshaus

Deutschlands größte Insel, die mecklenburg-vorpommersche Ostseeinsel Rügen, liegt vor der NordOst-Küste Mecklenburg-Vorpommerns und ist von großer touristischer Bedeutung. Zugleich ist Rügen aber auch ein wichtiges Bindeglied im europäischen Verkehrsnetz. Durch die auf der Insel von Süd-West nach Nord-Ost bis nach Sassnitz verlaufende Bundesstraße B 96 und die zweigleisige, elektrifizierte Bahnstrecke Stralsund-Sassnitz erfolgt neben der Erschließung der Insel auch die Anbindung des Fährhafens Sassnitz, von dem aus mehrere Fährverbindungen in den skandinavischen und den baltischen Raum bestehen. Bedingt durch die Linienführung der BAB A 20 ergab sich die Notwendigkeit der Anbindung des Raumes Stralsund und der Insel Rügen.

SCHWESIG+LINDSCHULTE war und ist an mehreren Projekten der B 96n, des Zubringers Stralsund/ Rügen, beteiligt. Für den

Streckenabschnitt Bergen-Samtens-Altefähr wurden für alle Ingenieurbauwerke des Streckenabschnitts auf Rügen (18 Brückenbauwerke, zwei Trogbauwerke, eine Lärmschutzwand) Variantenuntersuchungen, die Entwurfsplanungen sowie die Ausschreibung von uns durchgeführt. Auf diesem Streckenabschnitt wird unter anderem eine Überführung der Bahnlinie erforderlich. Das Gesamtbauwerk, bestehend aus einer Eisenbahnüberführung sowie zwei anschließenden Trogbauwerken, soll neben den kreuzungsbedingten Notwendigkeiten die Trennwirkung der Straße und den Eingriff in die natürlichen Lebensräume speziell der nordischen Zugvögel vermindern. Da hohe Straßendämme somit nicht möglich waren, wird die Bundesstraße in das vorhandene Gelände eingeschnitten. Das gesamte Bauwerk ist in 41 Trogblöcke und eine Eisenbahnüberführung eingeteilt. Die Errichtung muss unter Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes erfolgen. Dazu werden vor Beginn der Herstellung der Eisenbahnüberführung die Gleise bauzeitlich verlegt, so dass das Bauwerk neben dem laufenden Bahnverkehr gebaut werden kann.

Grünbrücke in Holzbauweise Bereits 2004 hatte SCHWESIG+ LINDSCHULTE eine Wildbrücke über die B 96n geplant.

Dipl.-Ing. Architekt A. Keipke

eine Grünbrücke in Holzbauweise, die sich bewährt hat und allseits auf große Akzeptanz stieß. Die konzipierte räumliche Form des Bauwerkes vereinigt die Bedürfnisse des Wildes nach einer möglichst geschützten Überquerungsmöglichkeit mit dem Anspruch, eine für den Straßenverkehrsteilnehmer optisch interessante Bauwerkszuund -durchfahrt zu schaffen. Durch Optimierung der Bogenform sowie die Wahl der Bogenabstände war die erforderliche Stützweite statisch realisierbar. Die Holzkonstruktion mit gekrümmten Brettschichtbindern in Form eines erdüberschütteten Bogens zeigt in eindrucksvoller Weise den Kraftverlauf des Tragwerks und durch die Wahl des Naturmaterials gleichzeitig die Bestimmung der Brücke. Die Bauwerksportale führen in ihrer Gestaltung die Grundintention der Verbindung von Natur und Technik fort, indem sie im Verlauf der seitlichen Böschungen geführt werden. Die tangential anschließenden Flügel aus Beton führen zu einer optimalen Einordnung des Bauwerks in die Landschaft. Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Schrägstellung der Portalbalken ist die Minimierung des verschatteten Bereichs unter der Brücke.

An der Arnold-Bernhard-Straße in Rostock entstand durch Rostocker Investoren eine Lückenbebauung in innerstädtischer Lage. Der fünfgeschossige Altbau wird nach dem Umbau (Entkernung und Aufstockung) für Wohnungen genutzt, der sechsgeschossige Neubau mit Tiefgarage erhält im Erdgeschoss Verkaufsflächen und Büros sowie darüber Wohnungen. Für eine optimale Grundrissgestaltung waren vielfältige statische Erfordernisse zu erfüllen. Die Tragwerkskonstruktion beinhaltet Flachgründung, Stahlbeton- und Mauerwerksbau.

Neubau Neptunallee Rostock Die Oehm & Rehbein GmbH ist ein weltweit agierendes Unternehmen für medizinische Systemlösungen. Der neue Firmensitz mit auffälliger Architektur und interessanten Ansprüchen an die Statik liegt exponiert direkt an der Warnow. Das sechsgeschossige Gebäude mit Tiefgarage beherbergt Werkstätten, Büros und - im Dachgeschoss Wohnungen. Besondere Anforderungen an die Tragwerkskonstruktion waren eine Tiefgründung mit 15-18 Meter tiefen Bohrpfählen, eine „Weiße Wanne“, der Stahlbetonskelett- und Mauerwerksbau sowie die große StahlGlas-Fassade.

Unterstützt wird der Schutz der Tierwelt vor Lärm und Licht durch die Bepflanzung, das Aufschütten von Erdwällen und der Montage von Irritationsschutzwänden aus Holz, welche ebenfalls begrünt sind.

Während vorherige Wild-/Grünbrücken in Beton- bzw. Stahlverbundbauweise errichtet wurden, entstand an dieser Stelle erstmalig

Die Wildbrücke als Holzkonstruktion erhielt 2004 eine Anerkennung als „innovative und mutige Verkehrsarchitektur“ im Rahmen des RENAULT traffic design award, dem einzigen Verkehrsarchitekturpreis in Deutschland sowie 2005 den 1. Preis beim Ingenieurpreis Mecklenburg-Vorpommern als „herausragende Ingenieurleistung, die ebenso zur wirtschaftlichen Entwicklung große Perspektiven eröffnet.“

SCHWESIG+LINDSCHULTE gehört seit 1992 zur LINDSCHULTEGruppe und ist damit die älteste „Niederlassung“. Heute arbeiten 15 Mitarbeiter/innen in dem Rostocker Büro, davon allein zehn Bauingenieure. Die Leistungsschwerpunkte sind die Planung und Bauüberwachung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen sowie Tragwerkplanung, Bautechnische Prüfungen und Bauwerksprüfungen. Geschäftsführer Michael Schwesig ist auch als Prüfingenieur zugelassen (im Bild rechts).


11 Kippstelle für Abfallcontainer – der Teufel liegt im Detail…

Ruhe kehrt ein – Lärmschutz in Madgeburg Der Magdeburger Ring (B 189) stellt derzeit die wichtigste Nord-SüdVerbindung der Landeshauptstadt Magdeburg (Sachsen-Anhalt) dar. Durch die vielfältigen Verkehrsanbindungen und den zentralen Verlauf ist das tägliche Verkehrsaufkommen dementsprechend hoch. Eine starke Lärmbelästigung der angrenzenden Gebiete ist die Folge. Der nördliche Teil des Magdeburger Rings stellte im Zusammenhang mit einer über ca. 1.000 m begleitenden 10-geschossigen beidseitigen Bebauung (Abstandsbereich ca. 70 bis 80 m) den Schwerpunkt der Lärmbelastung durch Verkehrslärm in der Landeshauptstadt dar.

Magdeburg entlang der nördlichen Ringabfahrt/-auffahrt Ebendorfer Chaussee den Neubau von Lärmschutzwänden (Los 3). Die LINDSCHULTE Ingenieurgesellschaft mbH Erfurt betreute für das bauausführende Unternehmen „he-b Ingenieurbau GmbH“ die Ausführungsplanung dieser Maßnahmen. Dies umfasste die Planung von zwei Lärmschutzwänden (Gesamtlänge: ca. 300 m, Höhe: bis 6,25 m) sowie zwei Torsionsbalken und eine Schilderbrücke.

Zur Minderung der großflächigen Verlärmung plante das Tiefbauamt

Im Rahmen der Baumaßnahme „Großprojekte Werk Werra“ musste im Standort Hattorf der K+S KALI GmbH die bestehende Kippstelle (Baujahr 1993) abgebrochen und an anderer Stelle neu errichtet werden. Die Geometrie, die Abmessungen und die Konstruktion der bestehenden Kippstelle sollten dabei übernommen werden. Diese gliedert sich in einen oberen Bereich, der von Muldenkippern mit 1 bis 5 m³ großen Mulden befahren wird, und in einen unteren Bereich zur Aufstellung von fünf versetzt angeordneten 40 m³-Containern. Die Höhendifferenz von ca. 2,5 Metern zwischen beiden Ebenen wird durch eine mehrfach gegliederte Stützwand ausgeglichen. Über diese Stützwand werden die kleineren Mulden in die großen Container entleert. Unser Erfurter Büro wurde mit den Leistungsphasen 1 bis 6 beauftragt.

Scheinbar einfache Aufgabe Zunächst klang die Aufgabenstellung recht unkompliziert. Die obere Ebene der neuen Kippstelle sollte als Aufweitung einer bestehenden Zufahrtsstraße zu einem Fabrikateschuppen realisiert werden. Die untere Ebene definierte sich durch eine befestigte Rohrlagerfläche. Der vorgegebene Standort der neuen Kippstelle wurde durch eine 800er Entwässerungsleitung und ein kleines Messgerätehäuschen einge-

Bestehende Kippstelle

engt. Diese sollten von der Baumaßnahme nicht berührt werden. Aus den Erfahrungen der Nutzung der bestehenden Kippstelle heraus konnte der Auftraggeber seine Anforderungen an die neue Kippstelle recht konkret formulieren: Die obere Ebene der Kippstelle sollte ein geringes Längsgefälle aufweisen, um das Aufstellen der Muldenkipper beim Entleeren der Mulden zu erleichtern. Die Zufahrtsstraße, deren Aufweitung die obere Ebene bilden sollte, wies jedoch ein bedeutend größeres Längsgefälle auf. Hinzu kam, dass die Entwässerung der oberen Ebene ohne künstliche Tiefpunkte und ohne störende Entwässerungsrinne erfolgen sollte. Die vielen Zwangspunkte und die Auflagen des Auftraggebers machten die Planung der Kippstelle zu einem komplizierten iterativen Prozess. Das Projekt, das ursprünglich recht unspektakulär klang, wurde zu einer sehr spannenden Planungsaufgabe. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen: Die Wünsche des Auftraggebers konnten trotz ungünstiger örtlicher Gegebenheiten realisiert werden. Und obwohl es sich „nur“ um eine Kippstelle handelt, war unser Auftraggeber in einer abschließenden Vor-Ort-Begehung sichtlich stolz auf das neue Bauwerk.

Zufahrt zum Fabrikateschuppen mit Blick auf Rohrlager und Messgerätehäuschen

Die neue Kippstelle kurz vor der Fertigstellung

Erfolgreicher Brückeneinhub in Eisenach Die neue Geh- und Radwegbrücke über die Hörsel in Eisenach wurde am 15.06.2011 in Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Stadt Eisenach und der regionalen Presse eingehoben. Das 24 Tonnen schwere Bogentragwerk mit einer Stützweite von 35 Metern wurde auf einer gesperrten Anliegerstraße vormontiert. Bei sehr günstigen

äußeren Witterungsbedingungen es war nahezu windstill - konnte die Brücke mit den vormontierten Lagern reibungslos in die 5x5 cm kleinen Aussparungen in den Lagersockeln passgenau eingehoben werden. Anschließend erfolgten die Komplettierung des Brückenbelages und der Geländer sowie die Fertigstel-

lung der Zuwegungsrampen. Bereits Ende Juni konnte die Brücke für den öffentlichen Verkehr freigegeben werden. Das Bauvorhaben der Stadt Eisenach wurde durch die LINDSCHULTE Ingenieurgesellschaft mbH Erfurt in allen Leistungsphasen geplant und durch die örtliche Bauüberwachung in der Ausführung begleitet.


12 LINDSCHULTE stärkt Kompetenz in energetischer Optimierung Schon immer hat LINDSCHULTE Ingenieure + Architekten bei der Planung von Bauprojekten auf nachhaltige Wirtschaftlichkeit hohen Wert gelegt. Und das nicht erst seit Einführung der Energieeinsparverordnung EnEV Anfang 2002. So hat Dipl.-Ing. Eckhard Barth schon 2008 die Fortbildung zum „Energieberater TGA“ absolviert und ist somit befähigt, neben Wohngebäuden auch Nicht-Wohngebäude (DIN 18599) zu analysieren und optimieren - sowohl im Bestand als auch beim Neubau. Das umfasst Energieeinspar-, Sanierungs- und Modernisierungskonzepte für die gesamte Anlagentechnik, Gebäudeautomation und den Baukörper. Seine aktuellen Schulungen zum „Energieberater PLUS II“ unterstreichen die Aktualität und Priorität, die diesem Thema bei LINDSCHULTE gewidmet werden.

Grundsätze der Geschäftsethik –

Dipl.-Ing. Dennis Deters schulte sich aktuell beim Verein Deutscher Ingenieure VDI im Bereich Gebäudautomation weiter - ein Thema, das in der Bauplanung ein immer wichtiger werdender Aspekt ist. Dabei geht es um die Überwachung und Steuerung der gesamten Technischen Gebäudeausrüstung. Schwerpunkte sind die Regelung bzw. Steuerung der Heizung, Lüftung und Kühlung sowie der Beleuchtung und z.B. des Sonnenschutzes. Hauptziel ist die optimale Gestaltung des Raumklimas für den jeweiligen Nutzer sowie durch intelligente Regelung ein energieeffizientes Gebäude zu erhalten.

Compliance

bei LINDSCHULTE

Ethische Grundsätze sind ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Was schon lange „stillschweigend“ Grundlage der LINDSCHULTE-Geschäftsprinzipien war, ist seit Ende November 2011 nun in einer Compliance-Richtlinie auch schriftlich fixiert. Einige wichtige Eckpunkte sind: Ÿ Wir halten die geltenden Gesetze und maßgebenden Bestimmungen ein. Ÿ Wir verpflichten uns zu Respekt und Ehrlichkeit gegenüber Vorgesetzten und Kollegen.

Ÿ Wir gehen verantwortlich mit Geschenken um. Ÿ Wir vermeiden Interessenkonflikte durch Nebentätigkeiten, Kapitalbeteiligungen oder familiäre/persönliche Beziehungen. Ÿ Die Geschäftsleitung informiert alle Mitarbeiter über die geltenden Verhaltensstandards. Ÿ Die Geschäftsleitung fördert die persönliche und fachliche Entwicklung aller Mitarbeiter. Ÿ Die Geschäftsleitung bekennt sich zu ihrer Vorbildfunktion.

Ÿ Wir gehen korrekt mit Geschäftspartnern um. Ÿ Wir erstellen korrekte Kostenrechnungen.

LINDSCHULTE Ingenieure + Architekten nimmt die

Verantwortung für nachhaltige Wirtschaftlichkeit in der Bauplanung ernst. Mit der gezielten Förderung der Fort- und Weiterbildung zu Themen der energetischen Optimierung und Gebäudeautomation bleibt die Ingenieurgruppe auf dem Stand der sich dynamisch entwickelnden Technik und ist damit in der Lage, seinen Kunden neben bautechnisch sicheren auch energetisch wirtschaftliche Lösungen zu erarbeiten. Carsten Behnen hat kürzlich ein Fachseminar für Sprachalarmsysteme absolviert und stärkt somit den Bereich der Sicherheits- und Automatisierungstechnik bei LINDSCHULTE, ebenfalls ein wichtiger Aspekt der Energieeinsparung.

Zentraler Qualitätsmanagement-Beauftragter in LINDSCHULTE Ingenieurgruppe Die Verantwortung für Qualität und Sicherheit hat LINDSCHULTE schon immer sehr ernst genommen. So ist das Unternehmen seit 2002 nach dem Sicherheitsstandard SCC** und seit 2003 nach DIN ISO 9001 zertifiziert. Vor einigen Jahren hat der für das Qualitätsmanagement verantwortliche Gesellschafter-Geschäftsführer Dipl.Ing. Marc-Christian Vrielink die Zuständigkeiten durch die formale Benennung von QM-Koordinatoren an den einzel-

nen Standorten enger zusammengeführt. Im Zuge eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ist nun ein nächster Schritt zur Optimierung des Qualitätsmanagement-Systems erfolgt: Mit Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Guido Wessels verfügt die LINDSCHULTE Ingenieurgruppe seit Dezember 2011 über einen zentralen Qualitätsmanagement-Beauftragten, der sich neben allen Belangen des Qualitätsmanagements - über die Forderungen der DIN ISO 9001:2008 hinaus - auch um die im Rahmen unserer SCC**-Zertifizierung geforderten Sicherheitsfragen kümmert. Herr Wessels ist von der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland geprüfte "Fachkraft für Qualitätsmanagement" mit speziellem Fokus für die Umsetzung des Qualitätsmanagements in mittelstän-

dischen Unternehmen. Er war zuvor als Betriebsleiter in einem Industriebetrieb tätig und dort auch für das Qualitätsmanagement zuständig. Herr Wessels nimmt seine Aufgaben von der Unternehmenszentrale in Nordhorn aus wahr. Neben der Organisation und Begleitung der aktuell anstehenden Rezertifizierungs- und Überprüfungsaudits wird sich Herr Wessels zu Beginn seiner Tätigkeit insbesondere der anstehenden höherwertigen SCCP-Zertifizierung annehmen.

Ingenieure • Architekten • Generalplaner

www.lindschulte.de Unsere Standorte Nordhorn Aurich Düsseldorf Erfurt Hannover Meppen Münster Potsdam Rostock Spelle Zielona Góra (Polen)

Unsere Philosophie: Ingenieurmäßiges Denken Wirtschaftliches Planen Umweltgerechtes Handeln

Impressum LINDSCHULTE Ingenieurgesellschaft mbH Beratende Ingenieure VBI Seilerbahn 7, 48529 Nordhorn Telefon +49 5921 8844-0 Fax +49 5921 8844-22 info@lindschulte.de V.i.S.d.P.: Dipl.-Ing. Thomas Garritsen

JournalPlanung 2  

Nr. 2 – Januar 2012 Tuning für die CAD-Bauplanung Parkhaus „Alter Steinweg“ Münster LINDSCHULTE auf ExpoReal Erdgasspeicher...

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