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Infrastruktur und Umwelt Brückenbau und Ingenieurbau Hochbau und Industriebau Energy Services

Journal

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Planung

Nr. 7 – April 2014

Ingenieure • Architekten • Generalplaner

Bauwerkssanierungen – von der Bestandsaufnahme vor Ort bis zum perfekt sanierten Objekt. Alles aus einer Hand. Ingenieurkompetenz seit fast 50 Jahren...

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Journal Planung. Bauen im Bestand ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Wir zeigen Ihnen, was vor der eigentlichen Bauwerkssanierung alles zu tun ist und wie LINDSCHULTE Sie dabei unterstützen kann. Dass Ärzte nicht unbedingt Doktoren sind und Doktoren nicht unbedingt Ärzte, lesen Sie auf Seite 3 – an zwei herausragenden Beispielen aus unserer Ingenieurgruppe. Lassen Sie sich darüber hinaus inspirieren von spannenden Tiefbau- und Hochbauprojekten. Und wenn Sie Ingenieur-Know-how aus einer ganz anderen Perspektive erleben wollen, fliegen Sie bestimmt auf Seite 12. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine interessante Lektüre! Ihr Thomas Garritsen (Gesellschafter-Geschäftsführer)

Grundsätzlich trägt jeder Eigentümer im Rahmen seiner gesetzlichen Verkehrssicherheitspflicht die Verantwortung und das Haftungsrisiko für seine baulichen Anlagen. Neben Bund und Ländern sind auch Kommunen und Privatpersonen für den Erhalt einer sicheren Bauwerksinfrastruktur verpflichtet. Regelmäßige Prüfungen und Sichtungen durch sachkundige und erfahrene Ingenieure dienen nicht nur der Sicherheit, sondern auch dem langfristigen Erhalt von Bauwerken. Bereits im Anfangsstadium erkannte Schäden lassen sich in der Regel mit geringem Kostenaufwand beheben. Durch geeignete Unterhaltungsmaßnahmen können aufwändige Sanierungen oft vermieden werden. Aber auch im Sanierungsfall stehen die Profis von LINDSCHULTE Ihnen zur Seite.

Bestandsaufnahme und Bauwerksprüfung Am Anfang einer Beurteilung bestehender Bauwerke steht die fundierte und sachkundige Prüfung z.B. bei Brückenbauwerken auf Basis der DIN 1076. LINDSCHULTE verfügt hier über langjährige Erfahrungen unterschiedlichster Konstruktions- und Materialarten im Brücken-, Ingenieur-, Hoch- und Industriebau. Wesentlich sind neben der Bestandsaufnahme die kompetente Beurteilung des Bau-

werkszustands sowie die Auswirkungen von Bauwerksschäden auf die Tragsicherheit, Gebrauchsfähigkeit und Dauerhaftigkeit. Diese Kompetenz sichern die LINDSCHULTE-Fachleute durch spezielle Fortbildungen und Qualifizierungen, z.B. ·· Lehrgänge für Bauwerksprüfingenieure nach DIN 1076 ·· Lehrgänge für Ingenieure der Bauwerksprüfung im Hochbau ·· TÜV-geprüfter Sachverständiger für Schäden an Gebäuden und Gebäudeinstandsetzung ·· Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen (ZTV-ING) ·· Untersuchungen von Holzkons­ truk­tionen ·· Bauwerkserhaltung und Baudenkmalpflege ·· Energetische Gebäudeinstandsetzung ·· Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen, Arbeitssicherheit, Bedienung von Hubarbeitsbühnen ·· Fachkraft für Lagereinbau und Fahrbahnübergänge bei Brückenbauwerken

Nachrechnung bestehender Bauwerke Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat eine Richtlinie zur Nachrechnung von bestehenden Bauwerken (Nach-

Aus dem Inhalt: Bauwerkssanierungen................. 1 Praxis + Wissenschaft............... 3 ÖPNV-Projekte........................... 4 Lärmschutz neben Gleisanlagen.... 6 Fotogalerie Industriebau.............. 8 Infrastrukturplanungen Münster.. 10 Industriebauplanungen Meppen.. 11 Details aus anderer Perspektive.. 12

Prüfung der Gebäudeverbindungsbrücken der Abgeordnetenhäuser des Deutschen Bundestages in Berlin: Marie-ElisabethLüders-Haus und Paul-Löbe-Haus


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Nordhorn Bild links: Beispiel eines mittels Finite-Elemente-Methode nachgerechneten Brückenüberbaus als vorgespannter 2-zelliger Hohlkasten

rechnungsrichtlinie) herausgegeben. Die Erhöhung der Beanspruchung, z.B. Verkehrslasten im Brückenbau und die altersbedingte Degradation der Material- und Konstruktionswiderstände erfordern erneute Berechnungsnachweise der Trag- und Gebrauchsfähigkeit. Auf Basis aktueller Bauwerksprüfungen (fundierte Bestandsaufnahme) wurden bereits mehr als 100 Nachrechnungen unterschiedlichster Konstruktionsarten von LINDSCHULTE durchgeführt. Ausnutzungsgrad, Restsicherheit und Restnutzungsdauer können unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Materialeigenschaften nach aktueller Bemessungsgrundlage errechnet werden. Weiterhin lassen sich mit heutigen Berechnungsmethoden der Finite-Elemente-Methode (FEM) realitätsnähere Modellierungen vornehmen und damit zum Teil versteckte Traglastreserven der Bauwerke ermitteln. Gegebenenfalls erforderliche Bau-

werkssanierungen und -verstärkungen können so kosten- und zieloptimiert vorgenommen werden. Bei Brückenbauwerken wird eine Nachrechnung erforderlich, wenn eine Schädigung bzw. ein schlechter Bauwerkszustand (Zustandsnote > 3,0) vorliegt oder folgende bauzeitbedingte Defizite zutreffen. ·· Spannungsrisskorrosion (anfällige Spannstähle aus den Jahren 1960 bis 1990) ·· Koppelfugen in der Vorspannung ·· Mehrfeldrige und rahmenintegrale Bauwerke, die vor 1980 gebaut wurden, bei denen u.a. Temperatureinwirkungen nicht berücksichtigt wurden.

Sanierung und Ertüchtigung von Bauwerken Angesichts des umfangreichen Bauwerksbestands stellt sich die fach-

Bild: www.aibotix.de

kundige und wirtschaftliche Sanierungs- bzw. Ertüchtigungskonzeption von Bauwerken als bedeutsame Aufgabenstellung dar. Auf Grundlage der Bauwerksuntersuchungen zur Ermittlung des Ist-Zustandes und der geplanten weiteren Nutzung erstellen wir kosten-nutzen-optimierte Instandsetzungsmaßnahmen. Die Erarbeitung der notwendigen Ausschreibungsunterlagen, Begleitung des Vergabeverfahrens sowie die Unterbreitung von Vergabevorschlägen für den Auftraggeber gehören ebenfalls zu unserem Leistungsspektrum. Im Rahmen der anschließenden Bauüberwachung werden die Bauarbeiten von uns detailliert überwacht. Neben der konsequenten Einhaltung vorgesehener Zeit- und Kostenrahmen, gehören Projektkoordination und -dokumentation, Rechnungsprüfung, Mitwirkung bei behördlichen Abnahmen und Überwachung der Mängelbeseitigung ebenso zum Leistungsspektrum. Unser Büro wurde von der BAHN für die Objekt- und Tragwerksplanung von Bauwerken präqualifiziert, die Bereiche von Bahntrassen tangieren oder queren. Des Weiteren sind wir befähigt, BETRA-Anträge bei der DB zu stellen, sowie die Aufgaben des „Technischen Berechtigten“ nach Ziffer 4.2 der BETRA und der Sicherungsüberwachung durchzuführen.

Schaden-Begutachtung aus der anderen Perspektive... Ingenieur- und Brückenbauwerke mittels Flugdrohnen (siehe auch Seite 12) „auf Sicht“ zu prüfen (linkes Bild), kann eine Alternative zur herkömmlichen ersten Inspektion und Hilfe zur Verbesserung der Prüfqualität sein. Schadstellen können teilweise schon während des Fluges erkannt und im Detail fotografiert werden. Die Bilder dienen dann zur Fehlerklassifizierung und ersten Zustandsanalyse. Allerdings sind bei Brückenprüfungen nach DIN 1076 reine Sichtprüfungen nicht zulässig, da dort eine „handnahe“ Prüfung vorgeschrieben ist. Anders kann es bei „normalen“ Hochbauten aussehen, die aus der Vogelperspektive eine hochauflösende Zustandsdokumentation von Dach- und Wandflächen oder – mit Infrarotkamera – Solaranlagen ermöglichen (Bild rechts unten).

Sanierungs- und Ertüchtigungsmaßnahmen werden für jedes Bauwerk individuell erarbeitet. Als typisches Spektrum der Instandsetzungsarbeiten, für dessen Baubegleitung wir über langjährige Erfahrung verfügen, sind folgende zu nennen: ·· Betoninstandsetzung bei freiliegender Bewehrung oder Abplatzungen ·· Oberflächenschutzsysteme zur Verlängerung der Lebensdauer von Bauwerken ·· Rissverpressung (kraftschlüssig oder nur zum Schließen) ·· Verstärkung von Betontragwerken durch CFK-Lamellen mittels Klebeverbindung ·· Teil- oder Vollerneuerung des Korrosionsschutzes bei Stahlbauteilen ·· Spritzbetonarbeiten bei großflächiger Erneuerung der Betondeckung ·· Abdichtungs- und Belagserneuerung bei z.B. Durchfeuchtungen ·· Instandsetzung von Mauerwerk ·· Erneuerung bzw. Anlegen von Pflasterflächen und Böschungstreppen ·· Lagerwechsel und Brückenanhebungen ·· Fahrbahn- oder Kappenverbreiterungen zur Anpassung der Verkehrslage

Bild: www.aibotix.de

Bilder oben: Überbauverstärkung einer Brücke mit verklebten CFK-Lammellen von unten zur Anhebung der Gradiente


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Nordhorn

Praxis + Wissenschaft: Tiefgehendes Ingenieur-Know-how Klaus Koll und Nick Lindschulte sind zwei Beispiele dafür, dass bei LINDSCHULTE neben den „typischen“ Planungsaufgaben auch Sonderproblemstellungen mit wissenschaftlich-theoretischen Anforderungen abgedeckt werden können. Dr.-Ing. Klaus Koll ist seit 2012 bei LINDSCHULTE als Projektleiter im Bereich Wasserbau und Wasserwirtschaft beschäftigt. Seine Kompetenzen sind die Morphodynamik von Fließgewässern, natur-

naher Wasserbau, Hochwasserschutz, Kanal- und Fließgewässerhydraulik, Überflutungsberechnungen, Wehranlagen und Fischaufstiege sowie die Numerische Simulation.

Nach seinem Studium des Bauingenieurwesens an der Technischen Universität Braunschweig arbeitete er dort bis 2011 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leichtweiß-Institut für Wasserbau, wo er Ende 2012 promovierte. Sein Thema lautete:

Untersuchungen des Geschiebetransports auf statischen Deckschichten Statische Deckschichten sind Gewässersohlen kiesführender Gewässer, die sich meist infolge von anthropogenen Eingriffen unter dem Einfluss des Strömungsangriffs selbst stabilisiert haben. Die Folge der Deckschichtbildung ist das nahezu vollständige Ausbleiben des natürlichen GeschieVersuchsstand zur Untersuchung des Geschiebetransports auf statischen Deckschichten am Leichtweiß-Institut für Wasserbau der TU Braunschweig.

betriebs. Dieser Zustand stellt aus gewässerökologischer Sicht eine Verarmung der Strukturvielfalt dar. In der jüngeren Zeit wird deshalb bei zahlreichen Fließgewässerrenaturierungen (z.B. zur Erfüllung der EUWasserrrechtsrichtlinie) versucht, den Geschiebetransport zur Verbesserung der morphologischen Gewässerstruktur zu reaktivieren. Neben möglichen natürlichen Geschiebequellen (z.B. Hangrutschungen und Uferabbrüche) gewinnt für den Geschiebetransport also die gezielte künstliche Zugabe an Bedeutung. Für eine fundierte Prognose der morphologischen Entwicklung infolge der Reaktivierung des Geschiebetriebs und für die Abschätzung der dadurch veränderten Hochwasserrisiken ist die Vorausberechnung der Geschiebeausbreitung unabdingbar. Die vorhandenen Berechnungsansätze sind jedoch auf diese Sonderform des Geschiebetransports nicht anwendbar.

Die Dissertation von Klaus Koll hatte das Ziel, zur Schließung dieser Lücke beizutragen und einen Berechnungsansatz zur Beschreibung der Transportvorgänge zu erarbeiten. Die formulierten empirischen Beziehungen ermöglichen erstmalig die rechnerische Abschätzung der strömungsinduzierten Ausbreitung einer limitierten Geschiebemenge auf statischen Deckschichten und bilden damit eine Grundlage für weiterführende Forschungen.

Dr.-Ing. Nick Lindschulte studierte Bauingenieurwesen an der Leibniz Universität Hannover und begann 2006 seinen beruflichen Einstieg als Tragwerksplaner bei der LINDSCHULTE Ingenieurgesellschaft. Nach zweijähriger praktischer Tätigkeit im Bereich des Hoch- und Industrie-

baus führte der Weg zurück nach Hannover, wo er sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschung an Hochleistungsbetonen unter baustofflichen und konstruktiven Fragestellungen am Institut für Baustoffe der Leibniz Universität Hannover engagierte. Im Rahmen dieser

Tätigkeit befasste er sich mit Beginn des deutschen Engagements in der Offshore-Windenergie gutachterlich für die „Zustimmung im Einzelfall“ von hochfesten Vergussfugen (Grouted Joints) verschiedener Offshore-Parks in der Nordsee. Ende 2013 promovierte er dort „mit Auszeichnung“. Baustoffgerechte Bauweisen für UHFB-Druckstreben

Drucktragverhalten von Rohren aus Ultrahochfestem Beton mit Stahlblechummantelung Die betontechnologische Entwicklung der letzten Jahre ermöglicht heute die Herstellung von so genannten „Ultra­hochfesten Betonen“. Gegenüber Normalbetonen weisen sie erheblich verbesserte Verarbeitungs-, Festigkeits- und Dauerhaftigkeitseigenschaften auf. Betone mit Druckfestigkeiten von ca. 200 N/mm² sind derzeit zielsicher produzierbar und erreichen damit das Festigkeitsniveau normalfester Baustähle bei erheblichem Eigengewichtsvorteil. Als innovative Leichtbaustruktur wurden stahlblechummantelte Rohrstrukturen aus UHFB experimentell untersucht und maßgebliche Konstruktions- und Bemessungsgrundlagen für derartige Drucktragglieder erarbeitet. Dem umfangreichen Versuchsprogramm schlossen sich analytische Untersuchungen zum nichtlinearen Vor- und Nachbruchverhalten an, die abschließend in Ingenieurmodelle zur Beschreibung der Trag- und Resttrag-

fähigkeit überführt wurden. Für die Praxis ergeben sich neue Anwendungsmöglichkeiten in der Konstruktion großformatiger Fachwerkstrukturen mit Hohlprofilquerschnitt aus Beton, wie sie im Hoch- und Ingenieurbau sowie in Gründungsstrukturen von Offshore-Windenergieanlagen Anwendung finden können. Derzeit verstärkt der dreifache Familienvater den Brücken- und Ingenieurbau als Projektleiter in der Tragwerksplanung und Bauüberwachung. Von seinen fundierten betontechnologischen Kenntnissen profitieren neben der Neubauplanung auch die Schadensdiagnostik und -bewertung von Bestandsbauwerken.


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ÖPNV

Alte Pracht in neuer Form Umgestaltung des Ostwalls in Krefeld Der „Ostwall“ ist eine nord-südlich verlaufende Prachtstraße in der Innenstadt Krefelds. Er endet am Hauptbahnhof und grenzt gemeinsam mit drei anderen Wällen (Nord-, Süd- und Westwall) in etwa die Krefelder Altstadt ein. Die Stadt Krefeld hat nun die Umgestaltung des Ostwalls in Auftrag gegeben.

Historische Entwicklung Nach Zerstörungen während des Zweiten Weltkrieges wandelte sich der Ostwall in eine wichtige Einkaufsstraße und Verkehrsader der Stadt, in der alle Linien des öffentlichen Verkehrs zusammenlaufen. Charakteristisch sind sein Mittelstreifen, auf dem Grünanlagen, kleine Parks und Kunstinstallationen zu finden sind sowie sein über 150 Jahre alter Baumbestand.

Umbau des Hauptumsteigepunktes Im Rahmen des 2. Bauabschnittes soll die Haltestelle Rheinstraße, Hauptumsteigepunkt von Bussen

und Straßenbahn sowie Endpunkt einer Stadtbahn, zu einem modernen Haltestellenbereich umgebaut werden. Die Baumaßnahme umfasst die Umgestaltung des gesamten Verkehrsraums: Fahrbahn, Gehwege und Gleistrassen einschließlich der betriebstechnischen Ausrüstung in einem ca. 350 m langen Abschnitt, von der Einmündung Alte Linner Straße bis zum Kreuzungsbereich mit der St. Anton-Straße.

Unter neuem Dach Parallel zu den Umgestaltungsmaßnahmen des Verkehrsraumes wird ein architektonisch gestaltetes Haltestellendach (Planung Architekturbüro Stefan Schmitz aus Köln) über die zukünftige gemeinsame Straßenbahnund Stadtbahnhaltestelle errichtet.

Ein starkes Team Im Rahmen eines europaweit ausgeschriebenen VOF-Verfahrens konnte sich die ARGE „Haltestelle Rheinstraße“ bestehend aus LINDSCHULTE + KLOPPE aus Düssel-

Innerhalb der ARGE obliegt LINDSCHULTE + KLOPPE die Planung der Verkehrsanlagen sowie die kaufmännische und technische Federführung. Durch LINDSCHULTE werden die Lüftungsanlagen einschließlich der Mess- und Regeltechnik sowie die statische Deckenertüchtigung zweier Personenunterführungen geplant. Bt-plan übernimmt die Planung der betriebstechnischen Ausrüstung (Bahnstrom und Fahrleitung, Niederspannung und Nachrichtentechnik sowie die Weichensteuerung) der Straßenbahn- und Stadtbahnanlagen.

Installation des Lichtkünstlers Adolf Luther auf dem Ostwall, Krefeld

AQ 4 – 2 Schienengleise in bit. Fahrbahn (Bereich Knoten Ostwall – Rheinstraße und Ostwall – St.-Anton-Straße)

Startschuss im März 2014 Nachdem die Vergabe der Bauleistungen im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens mittlerweile weitestgehend abgeschlossen ist, wurde mit den umfangreichen Baumaßnahmen gemäß Zeitplan im März dieses Jahres begonnen.

Detail Gleisbau

Lageplan Umgestaltung des Verkehrsraumes

Querschnitt Bereich Haltestelle

dorf, LINDSCHULTE aus Nordhorn und der bt-Plan Ingenieurgesellschaft aus Düsseldorf gegenüber ihren Mitbewerbern durchsetzen und erhielt im März 2013 den Zuschlag für folgende Leistungen: ·· Weiterführung der bereits erstellten Ausführungsplanung ·· Vorbereitung der Vergabe (Leistungsphase 6 der HOAI) ·· Mitwirken bei der Vergabe (Leistungsphase 7 der HOAI) ·· Bauoberleitung und Dokumentation (Leistungsphase 8 und 9 der HOAI) ·· Örtliche Planungsüberwachung

Gleisbau in Düsseldorf – eine unserer Stärken ·· Erarbeitung von verschiedenen Varianten der Linienführung im Grund- und Aufriss ·· Festlegung von Oberbauformen einschließlich der Entwässerung ·· Planung von Bahnhöfen, Umsteigeanlagen sowie Haltestellen ·· Ermittlung der Baukosten sowie Erstellung von Antragsunterlagen für die Finanzierung von Baumaßnahmen (z.B. GVFG) ·· Planung von Betriebshöfen für Straßen-, Stadt- und Regionalbahnen ·· Erstellung von Planfeststellungs- und Plangenehmigungsunterlagen ·· Lichtraumtechnische Untersuchungen ·· Schienenteilungs- und Biegepläne sowie Weichenbestellskizzen ·· Einarbeitung und Koordination von fachübergreifenden Beiträgen wie betriebstechnische Ausrüstung, Baugrund und Landschaftspflege

Leistungen von LINDSCHULTE + KLOPPE im Überblick ·· Federführung und Koordination der Planungsgemeinschaft ·· Planung der Verkehrsanlagen Straßenbau und Gleisbau ·· Bauoberleitung Straßenbau und Gleisbau ·· örtliche Bauüberwachung für die Verkehrsanlagen mit einer veran­ schlagten Bauzeit von ca. 15 Monaten


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ÖPNV

Wehrhahnlinie

Straßenprovisorium für Kanalsanierung

Baumaßnahmen an der Zulaufstrecke U 71

Karl-Geusen-Straße

Im Rahmen des in Journal Nr. 3 vorgestellten Neubaus der Wehrhahnlinie in Düsseldorf ist derzeit der stadtbahngerechte Umbau von drei der insgesamt 11 Haltestellen der bestehenden Straßenbahnlinie 708 und zukünftigen Stadtbahnlinie U 71 in Planung. Die an der Brehmstraße gelegenen Haltestellen Grunerstraße und Hansaplatz sind Eishockeyfans nur zu gut bekannt durch das nahe gelegene Eisstadion, in dem früher die Spiele der DEG ausgetragen wurden. Die Haltestelle Schillerplatz ist eine der zentralen Haltestellen in Düsseltal. Schwerpunkte der im Auftrag der Rheinbahn AG geplanten Maßnahmen

sind die Erneuerung und Verlängerung der Bahnsteige mit Anhebung der Warteflächen für einen barrierefreien Einstieg. An den Haltestellen Grunerstraße und Hansaplatz wird ein Bahnsteig vor bzw. hinter den anliegenden Knotenpunkt verlegt. Die vorhandene Gleisführung wird auf die neue Bahnsteiggeometrie verschwenkt, wobei der Straßenraum an den betreffenden Stellen angepasst und teilweise neu aufgeteilt wird. Ausschnitt Entwurf Lageplan

Vorrangiges Ziel ist die Beschleunigung des ÖPNV und die Verbesserung der Einstiegsverhältnisse an den Bahnsteigen. Die Baumaßnahme soll noch in diesem Jahr realisiert werden.

Ausschnitt Querschnitt Haltestelle Grunerstraße

Veranlassung Knapp vier Kilometer vom Düsseldorfer Stadtzentrum entfernt soll im nächsten Jahr in der Karl-GeusenStraße eine Kanalsanierung durchgeführt werden. Der vorhandene Mischwasserkanal DN 350 aus Steinzeug, der unterhalb des nördlichen Fahrstreifens verläuft, weist altersbedingte Beschädigungen auf und muss durch einen neuen Mischwasserkanal ersetzt werden. Der Neubau der Kanalanlagen erstreckt sich über zwei Abschnitte, einen östlichen von 300 m und einen westlichen von 250 m Länge, die beide zur Herstellung jeweils sechs Schächte benötigen. Im Anschluss werden die vorhandenen Kanalanlagen in diesen Bereichen verdämmt bzw. abgebrochen.

Für die Herstellung des Straßenprovisoriums des östlichen Abschnittes sind vier und des westlichen drei Wochen angesetzt, wobei eine parallele Ausführung beider Bereiche anzustreben ist. Die Planung des Straßenprovisoriums erfolgte im Auftrag der Stadtentwässerungsbetriebe Düsseldorf und dem Amt für Verkehrsmanagement.

Vorhandene Situation für das zu planende Straßenprovisorium

Planungsaufgabe

Grunerstraße Blick stadtauswärts (oben), Blick stadteinwärts (unten)

Durch LINDSCHULTE + KLOPPE soll nun zur Herstellung der Baufreiheit ein Straßenprovisorium unter Mitnutzung der Gleisanlagen geplant werden. Zurzeit verläuft eine Straßenbahnlinie mittels eines 7,35 m breiten besonderen Bahnkörpers in Mittellage parallel zur Karl-GeusenStraße. Da die Kanalbaumaßnahme während der Bauzeit den kompletten Fahrbahnbereich in Richtung Stadtzentrum benötigt, soll der Verkehr in Mittellage über ein ca. 3 m breites Straßenprovisorium geführt werden, welches auf den besonderen Bahnköper verschwenkt wird. Da die Straßenbahntrasse in der Karl-GeusenStraße eine der Hauptzufahrten zum Straßenbahnbetriebshof Lierenfeld der Rheinbahn darstellt, muss das erforderliche Straßenprovisorium auf dem besonderen Bahnkörper unter Betrieb bzw. innerhalb der nächtlichen Betriebspausen hergestellt werden.

Querschnitt Bereich Fahrleitungsmaste

Aktuelle und kürzliche abgeschlossene Projekte ·· Benderstraße in Düsseldorf Gerresheim ·· Verknüpfungspunkt Vennhauser Allee in Düsseldorf Eller ·· Gleisprovisorium Gumbertstraße in Düsseldorf Eller ·· Haltestelle Brehmstraße in Düsseldorf Düsseltal ·· Haltestelle Uhlandstraße in Düsseldorf Düsseltal ·· Haltestelle Burgmüllerstraße in Düsseldorf Grafenberg ·· Haltestellen Arbeitsagentur in Düsseldorf Grafenberg

Die U 71 als Zulaufstrecke Wehrhahnlinie bedient folgende 11 Haltestellen: ·· Uhlandstraße ·· Brehmplatz ·· Hansaplatz ·· Haeselerstraße ·· D-Rath Mitte ·· D-Rath S ·· Schillerplatz ·· Grunerstraße ·· Heinrichstraße ·· Am Schein ·· Rotdornstraße

·· Verknüpfungspunkt Ratingen Mitte ·· Haltestelle Kolkmannstraße in Mülheim ·· Technisches Zentrum Heiterblick in Leipzig ·· Gleissanierung Hafenbahn Port Emmerich in Emmerich ·· Umgestaltung der Gleisanlagen Henkelwerk in Düsseldorf ·· Verknüpfungspunkt ZOB Bonn


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Lärmschutz

Auf leisen Sohlen... – Lärmschutz

Ortsdurchfahrt Oberaudorf – Lärmschutzwand über den Auerbach

... insbesondere an Gleisanlagen der Deutschen Bahn Mobilität ist ein unverzichtbares Gut unserer Gesellschaft. Leistungsstarke Verkehrsangebote und eine zukunftfähige Infrastruktur sind Voraussetzung für eine funktionierende Wirtschaft. Mobiliät ist auch ein bedeutender Faktor für unsere Lebensqualität.

Verkehrsaufkommen steigt Prognosen von Verkehrsexperten belegen, dass das Verkehrsaufkommen weiter steigen wird. Damit verbunden ist eine steigende Belastung für Mensch und Umwelt. In diesem Zusammenhang gewinnt die Schiene als umweltverträglichster Verkehrsträger zunehmend an Bedeutung.

„zu den Waffen“ Als Lärm (hervorgegangen aus Alarm, das auf ital. all‘arme „zu den Waffen” zurückgeht) werden Geräusche (Schalle) bezeichnet, die durch ihre Struktur (meist Lautstärke) auf die Umwelt (insbesondere Menschen) störend, belastend oder sogar gesundheitsschädigend wirken. Schätzungen zufolge sind bereits heute mehrere Millionen Menschen dauerhaft Lärmpegeln jenseits der gesundheitlich bedenklichen 65 dB(A) tagsüber und 55 dB(A) nachts ausgesetzt. Laut Umfragen des Umweltbundesamtes fühlen sich 59 Prozent der Bevölkerung durch Straßenverkehrslärm belästigt. Auf Rang 4 folgt nach „Nachbarn“ (42%) und Fluglärm (30%) der Schienenverkehr (24%).

Belastender Lärm Ob Geräusche als Lärm bewusst wahrgenommen werden, hängt insbesondere von der Bewertung durch die Betroffenen ab. Trotz akustischer Gewöhnung kann Lärm aber unbewusst auf Körper und Psyche wirken und den biologischen Rhythmus stören sowie Schlafstörungen verursachen.

Die Akzeptanz für einen weiteren Ausbau der Verkehrsinfrastruktur hängt entscheidend davon ab, dass die Lärmbelastung der Bevölkerung reduziert wird. Die Bundesregierung hat deshalb schon 1999 ein Lärmsanierungsprogramm begonnen, um die Lärmbelastung bis 2020 um die Hälfte zu mindern.

senausgleich zwischen Lärmverursachern (wie z.B. Anlagenbetreibern oder auch der abendlichen Grillfete) und der betroffenen Nachbarschaft.

Die Deutsche Bahn hat bis 31.10.2012 bereits 1.034 Kilometer Lärmschutzwände errichtet und in über 48.000 Wohnungen Schallschutzfenster eingebaut. 995 Kilometer befanden sich bis zu diesem Zeitpunkt in Planung bzw. im Bau. Insgesamt umfasst das Lärmsanierungsprogramm etwa 3.700 Kilometer Bahnstrecke. Nach dem Stand März 2013 verbleiben Streckenabschnitte mit einer Länge von ca. 2.600 Kilometer, die zur Lärmsanierung anstehen.

·· 16. BImSchV – Verkehrslärmschutzverordnung mit Anhängen „RLS-90 – Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen“ und „Schall03 – Richtlinie zur Berechnung der Schallimmissionen von Schienenwegen“ ·· VLärmSchR 97 – Richtlinien für den Verkehrslärmschutz an Bundesfernstraßen in der Baulast des Bundes ·· 18. BImSchV – Sportanlagenlärmschutzverordnung ·· 24. BImSchV – VerkehrswegeSchallschutzmaßnahmenverordnung ·· DIN 18005 – Schallschutz im Städtebau, enthält u.a. Orientierungswerte für die Bauleitplanung ·· 32. BImSchV – Maschinen- und Gerätelärmschutzverordnung ·· Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm)

Lärm bekämpfen Lärmschutz ist das Ziel aller Maßnahmen der Lärmbekämpfung. Er soll das Wohlbefinden von Menschen und Tieren in Bezug auf Lärm sichern. Die Maßnahmen der Lärmbekämpfung betreffen schwerpunktmäßig den Schutz vor Umgebungslärm (Fluglärm, Straßenverkehrslärm, Schienenverkehrslärm, Gewerbelärm), Sportlärm, Freizeitlärm und Ruhestörung. Der Begriff Lärmschutz ist nicht gleichbedeutend mit dem Begriff „Schallschutz“. Schall ist eine messbare Größe. Erst durch nicht messbare individuelle Aspekte wird Schall zu störendem Lärm. Lärmschutz ist ein wichtiger Bestandteil des Arbeits- und Umweltschutzes. Er soll vor körperlichen, seelischen und materiellen Schäden schützen: ·· körperlicher Stress ·· körperliche Schäden (Lärmschwerhörigkeit und Schalltraumata, Schädigung des Immunsystems, Schädigung des Herz-Kreislauf-Systems) ·· seelischer Stress ·· Vermögensschäden, z.B. durch Wertverluste von Immobilien, die starken Lärmeinwirkungen ausgesetzt sind.

Wer ist für Lärmschutz zuständig? Die gesetzlichen Regelungen zum Lärmschutz dienen dem Interes-

Für die verschiedenen Lärmarten gelten im Wesentlichen das BundesImmissionsschutzgesetz (BImSchG) und nachgeordnete Verordnungen:

Für Fluglärm gelten eigene gesetzliche Regelungen, die z.B. im Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm verankert sind. Zur Bewertung von Freizeitlärm wurde in verschieden Bundesländern die so genannte „Freizeitlärmrichtlinie“ eingeführt. Lärm am Arbeitsplatz wird durch das Arbeitsschutzgesetz und die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung erfasst. Oft enthalten diese Vorschriften keine Grenzwerte, sondern Richtwerte und Orientierungswerte, von denen im Einzelfall abgewichen werden kann.

Aktiver und passiver Lärmschutz Technisch unterscheidet man aktiven und passiven Lärmschutz. Aktiver Lärmschutz umfasst Maßnahmen an der Schallquelle, also z.B. Rollgeräusche von Schienenfahrzeugen, Nutzung von leiseren Autos, geräuschärmeren Rasenmähern und Leisehäckslern, Dämmung von Industrieanlagen, Flugverbote, Errichtung von Lärmschutzwänden und -wällen, Trittschalldämmung durch schallgedämmte Decken und Treppen. Der passive Lärmschutz umfasst Maßnah-

men am Immissionsort, also z.B. die Verwendung von Lärmschutzverglasung bei Fenstern, Lärmschutztüren, Gehörschutz, Ohrstöpsel. Lärmschutz setzt sich i.d.R. aus einer Kombination von aktiven und passiven Maßnahmen zusammen. An vorderster Stelle sind hier Schallschutzwälle und -wände zu nennen, mit denen sich ein guter Lärmschutz (bzw. eine messbare Reduzierung des Schallpegels) erreichen lässt. Aufgrund des hohen Flächenbedarfs lassen sich Wälle insbesondere in dicht besiedelten Gebieten aber häufig nicht realsieren. Daher sind Schallschutzwände das am häufigsten eingesetzte Mittel des aktiven Schallschutzes. Schallschutzwände bestehen häufig aus Aluminium, manchmal auch aus Beton, Holz oder einer Materialkombination. Sie sind zur Gleisseite hin hoch absorbierend gestaltet, um Schallreflexionen zu vermeiden. Die Mindestwerte für die Schallabsorption sind in einer Richtlinie definiert.

rechtliche + technische Anforderungen

werden. Dazu passt sich die Farbgebung der Schallschutzwände dem Städtebild an. Ab einer gewissen Höhe werden die Lärmpegel nur noch unwesentlich reduziert, zudem dürfen die Wände das Landschaftsbild nicht zerstören und der Aufwand muss in einem wirtschaftlichen Verhältnis zum Nutzen stehen. Deshalb kommen ergänzend oder alleine passive Maßnahmen zum Einsatz.

Was macht LINDSCHULTE im Bereich Lärmschutz? Lärmschutzwände werden innerhalb der LINDSCHULTE-Gruppe insbesondere durch den Standort Erfurt geplant. Leistungen für die Errichtung von Lärmschutzwänden sind: ·· Vor- und Entwurfsplanung einschließlich Visualisierungen ·· Genehmigungsplanung (Plangeneh­ migungs­verfahren und Planfeststellungsverfahren) ·· Ausführungsplanung ·· Erstellen von Ausschreibungsunter­ lagen Quellen: Schallschutz-Broschüre (Deutsche Bahn AG), WikiPedia.de

Neben akustischen müssen Schallschutzwände auch bautechnische Anforderungen erfüllen, insbesondere hinsichtlich der Standsicherheit. Jede Bauart muss für ihren Einsatz zugelassen und hinsichtlich der Lärmminderung anerkannt sein. Entsprechend der Baugenehmigung beim Hausbau ist ein umfangreiches Planrechtsverfahren erforderlich – hier ist mit einem Vorlauf von etwa eineinhalb Jahren bis zum Baubeginn zu rechnen. In vielen Ortslagen, z.B. im Rheintal, muss in hohem Maße der Denkmalschutz berücksichtigt

Ortsdurchfahrt Bischofsheim

3520, Mainz Hbf. - F 3525, Mainz-Momba - OD Ginsheim-Gus - OD Bischofsheim

LINDSCHULTE Erfurt Geplante Kilometer Lärmschutzwände seit 2007: Entwurfs- und Genehmigungsplanung:

24,5 km

Erstellung Ausschreibungsunterlagen:

46,1 km

Ausführungsplanung: insgesamt:

Auch im Straßenverkehr ist Lärmschutz ein zentrales Thema. Hier ein von LINDSCHULTE geplanter Lärmschutztunnel an der A 33 bei Dissen am Teutoburger Wald.

9,4 km 80,0 km


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Erfurt Deutsche Bahn sorgt für Schallschutz in Mainz-Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg Im Rahmen des als freiwillige Leistung des Bundes gestarteten Sonderprogramms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ werden seit 2007 jährlich 100 Millionen Euro bereitgestellt, u.a. für:

Schutz der Ortsdurchfahrten

·· die Bahnstrecken 3520 Mainz Hbf – Frankfurt (M) Hbf und 3525 MainzMombach – Mainz-Bischofsheim mit dem Abschnitt Ortsdurchfahrt Ginsheim-Gustavsburg ·· die Bahnstrecke 3525 MainzMombach – Mainz-Bischofsheim mit dem Abschnitt Ortsdurchfahrt Bischofsheim.

Die LINDSCHULTE Ingenieurgesellschaft mbH Erfurt wurde durch die DB ProjektBau GmbH mit folgenden Leistungen beauftragt:

·· Baugrundbeurteilung, Geotechnische Beratung, Baugrunduntersuchung, Baugrunderkundung und chemische Analytik ·· Entwurfsvermessung ·· Screening, spezielle artenschutzrechtliche Prüfung und Landschaftspflegerische Begleitplanung ·· Erdungsplanung

Auf der Grundlage schalltechnischer Berechnungen waren aktive Lärmschutzmaßnahmen in Form von Schallschutzwänden im Bereich der Ortsdurchfahrten erforderlich.

LINDSCHULTE Erfurt plante auf diesem Streckenabschnitt insgesamt fünf Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von rund 3.000 Metern. Neben den gesetzlichen Vorschriften und Normen richtete sich die Planung insbesondere nach den DB-Richtlinien.

Spezialwand mit Zweifach-Funktion

Gemäß den Vorgaben des AGs wurde für beide Ortsdurchfahrten jeweils ein Plangenehmigungsverfahren durchgeführt.

·· Objektplanung, Leistungsphasen 1-6 ·· Tragwerksplanung, Leistungsphasen 2, 3 und 6

Besserer Schutz von über 600 Wohnungen Nach Abschluss der Planungsarbeiten und Vorlage der Baugenehmigung durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) erfolgte der Bau unter Einhaltung der vorgesehenen Sperrpausen. Durch den Bau der Wände werden die Anwohner von mehr als 600 Wohnungen beidseitig der Bahnstrecke vor dem Lärm vorbeifahrender Züge geschützt. Auch die weiter hinten liegenden Häuser und Wohnungen profitieren von der Wirkung der 2,5 bis 3 Meter hohen Wände aus Leichtaluminiummetallelementen. Bei der Farbgebung der Schallschutzwände wurden die Wünsche der Kommune berücksichtigt. Für diese aktive Schallschutzmaßnahme wurden rund 4,65 Millionen Euro investiert.

Hamburg Schwerin

Bremen

Berlin Hannover 3600, Frankfurt (M) Hbf. - Göttingen - OD Petersberg (OT Steinau) - OD Petersberg (OT Götzenhof) - OD Haunetal (OT Neukirchen) - OD Cornberg - OD Burghaun

Magdeburg

Potsdam

Göttingen

Düsseldorf Dresden Erfurt

5321, Treuchtlingen - Würzburg Hbf. - OD Würzburg-Süd

Wiesbaden Frankfurt a. M.

5900, Nürnberg Hbf. - Bamberg - OD Fürth-Stadeln - OD Fürth-Herboldshofen - OD Kleingründlach

Mainz

Ortsdurchfahrt GinsheimGustavsburg, Fußgänger­unter­ führung Darmstädter Landstraße mit Torsionsbalken

Stuttgart, S-Bahn-Linie 60 Böblingen – Renningen

Stuttgart, S-Bahn-Linie 60 Böblingen – Renningen

Zusätzlich kam in rund 150 Wohneinheiten passiver Schallschutz zum Einsatz. Dabei handelte es sich beispielsweise um den Einbau von Schallschutzfenstern und Lüftern. Hierfür wurden weitere rund 310.000 Euro vom Bund zur Verfügung gestellt.

Bamberg

Würzburg

Frankfurt (M) Hbf. ach - Mainz-Bischofsheim stavsburg

5850, Regensburg Hbf. - Nürnberg Hbf. 5851, Regensburg Hbf. - Ingolstadt - OD Regensburg

Saarbrücken

Fürth

Nürnberg 5830, Passau Hbf. - Obertraubling - OD Sünching

3520, Mainz Hbf. - Frankfurt (M) Hbf. 3525, Mainz-Mombach - Mainz-Bischofsheim - OD Ginsheim-Gustavsburg - OD Bischofsheim

Ortsdurchfahrt Bischofsheim, Überführung Alter Kostheimer Weg mit Torsionsbalken

Die Sanierung des Hochwasserdeiches in Ginsheim-Gustavsburg stellte die Planungsingenieure vor eine technische Besonderheit. Die geplante Wand 2 sollte zwei Funktionen erfüllen – Lärm- und Hochwasserschutz. Aufgrund der hohen Unterhaltungskosten für diese „Spezialwand“ sah man jedoch von der Umsetzung dieser Maßnahme ab.

Kiel

1220, Hamburg-Altona - Kiel - OD Elmshorn - OD Tornesch - OD Horst

Ortsdurchfahrt Bischofsheim, Überführung Alter Kostheimer Weg mit Torsionsbalken

Regensburg

Die Gesamtinvestitionssumme in den Abschnitten Ginsheim-Gustavsburg und Bischofsheim belief sich auf rund 4,96 Millionen Euro.

Ortsdurchfahrt Oberaudorf

Stuttgart Ingolstadt

4870, Böblingen - Renningen - S-Bahn-Linie S60

Ulm

5310, Donauwörth - Treuchtlingen - OD Gundelsheim - OD Möhren

Augsburg

München

Haupt-Auftraggeber:

5300, Augsburg Hbf. - Nördlingen - OD Meitingen - OD Herbertshofen - OD Nordendorf - OD Westendorf - OD Langweida - OD Gabling-Siedlung - OD Augsburg Obershausen

5600, München Hbf. - Simbach (Inn) - OD Mühldorf

5702, Rosenheim - Kiefersfelden - OD Oberaudorf 5302, Augsburg Hbf. - Neu-Ulm - Augsburg Hbf. - OD Augsburg-Bärenkeller

5510, München Hbf. - Rosenheim - OD München-Baumkirchen - OD Gronsdorf - OD Trudering - OD München-Untergiesing - OD Großkarolinenfeld

DB ProjektBau GmbH ·· Standorte München, Köln, Berlin diverse Baufirmen: ·· Berger Bau GmbH ·· Leonhard Weiss GmbH & Co. KG ·· u.v.m.

5543, München-Passing - Mammendorf - OD Malching - OD Mammendorf - OD Maisach

Ortsdurchfahrt Bruchsal B 35

Ortsdurchfahrt Magdeburg B 189 – Magdeburger Ring

Ortsdurchfahrt Landshut B 299


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Fotogalerie

Büro- und Laborgebäude Automobilzulieferer HELLA, Lippstadt

Erweiterungsneubau Elektronik Entwicklungszentrum mit Cafeteria Die HELLA KGaA Hueck & Co., einer der weltweit führenden Automobilzulieferer, hat in der Unternehmenszentrale in Lippstadt ein neues Entwicklungszentrum eröffnet. Mit der Investition in Höhe von 14 Millionen Euro erweitert der Konzern seine Forschungskapazitäten im Elektronikbereich, insbesondere bei innovativen Technologien für moderne Mobilität.

Der Schwerpunkt liegt auf den vier Produktbereichen FahrerassistenzSysteme und Energiemanagement, Lenkung, Komponenten sowie Karosserieelektronik. Mit der Generalplanung für dieses 6-geschossige Werk mit einer Erweiterungsfläche von 14.000 m² war LINDSCHULTE beauftragt.

Die LINDSCHULTE Generalplanung: ·· Architektur- und Objektplanung ·· Tragwerksplanung ·· Bauphysik ·· Technische Gebäudeplanung ·· Erschließung und Außenanlagen ·· Bau- und Qualitätsüberwachung ·· SiGe-Koordination ·· Sprinklerplanung ·· Reinraumtechnik


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Fotogalerie

Kontrollgebäude RWE Gasspeicher GmbH, Gronau-Epe

Umbau und Erweiterung des unter Bergrecht stehenden Kontrollgebäudes Nach der Verschmelzung der Deutsche Essent GmbH auf die RWE Gasspeicher GmbH wird auf dem ursprünglich für den mannlosen Betrieb vorgesehenen Betriebsgelände in Gronau-Epe aufgrund kontinuierlicher Erweiterungen auch Personal eingesetzt. Dadurch mussten ausreichende Büro- und Sozialräume geschaffen werden. Das bestehende

Kontrollgebäude mit einer Nutzfläche von 190 m² wurde umgebaut und ein Anbau mit 320 m² neu erstellt. Ziel war es u.a., eine den Nachbargebäuden der Umgebung und dem bestehenden Kontrollgebäude harmonisch angepasste Industrieanlage herzustellen.

Eine maßgebende Grundlage für die unter Bergrecht stehende Anlage war die wirtschaftliche und sicherheitsbewusste Umsetzung der Aspekte Qualität, Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (QHSE). Mit der Generalplanung war LINDSCHULTE beauftragt.

Die LINDSCHULTE Generalplanung: ·· Architektur- und Objektplanung ·· Tragwerksplanung, Bauphysik ·· Technische Gebäudeplanung ·· Erschließung und Außenanlagen ·· Bau- und Qualitätsüberwachung ·· SiGe-Koordination


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Münster

Infrastrukturplanungen aus Münster Reinwasserkanal „Ableitungskanal Regerückhaltebecken Hagenweg“ Als „Fremdwasser“ bezeichnet man nicht behandlungsbedürftiges Wasser, das einem Kanal ungewollt zufließt und sich mit dem Abwasser vermischt. Die Ursache des Fremdwasserszustroms liegt oft an Undichtigkeiten des Kanals, Fehlanschlüssen der Oberflächenentwässerung oder über Schachtöffnungen zufließendes Niederschlagswasser. Aber auch die Einleitung von Gewässern in ein Kanalsystem gilt als Fremdwasserquelle.

sersystem zu vermeiden bzw. zu vermindern.

untersuchungen für ein geologisches Gutachten begleitet.

Im Rahmen eines Fremdwassersanierungskonzeptes wurde festgelegt, ein bestehendes Regenüberlaufbecken (RÜB) mit angeschlossenem Regenrückhaltebecken (RRB) zu ertüchtigen und zu optimieren. Teil des Entwurfs ist, ein dem Mischwasserkanal zufließendes Gewässer zu entkoppeln und über einen Reinwasserkanal dem Vorfluter Seseke zuzuführen.

Aufrechterhaltung des Straßenverkehrs

Hoher Fremdwasseranteil

Die LINDSCHULTE Ingenieurgesellschaft mbH Münster wurde mit der Planung des neuen Ableitungskanals beauftragt.

Das Kanalnetz in Bönen, einer Gemeinde im östlichen Teil des Ballungsraumes Ruhrgebiet mit rund 20.000 Einwohnern, wird größtenteils als Mischwassernetz betrieben, bei dem Schmutz- und Regenwasser gemeinsam abgeleitet werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Netz mit einem Fremdwasseranteil von etwa 50% beaufschlagt wird.

Vorgabe Umweltschutz Die Gemeinde Bönen als Kanalnetzbetreiber ist daher bestrebt, aus kosten- und umweltschutztechnischen Gründen die Fremdwasseranteile zu reduzieren. Zudem besteht seitens der Bezirksregierung die Forderung, zukünftig die Einleitung von Gewässern in das städtische Mischwas-

Hydraulische Berechnungen Die Leistungen von LINDSCHULTE Münster umfassen die Leistungsphasen 2-8 nach HOAI, die fachtechnischen Berechnungen zur hy­­ drau­lischen Dimensionierung und die örtliche Bauüberwachung. Außerdem unterstützt LINDSCHULTE den Auftraggeber auch bei der Beantragung von öffentlichen Fördergeldern. In einem ersten Schritt wurden die erforderlichen Grundlagendaten zusammengestellt und verschiedene Varianten zur Trassenfindung erarbeitet sowie die Vergabe der Baugrund-

Da der Ableitungskanal den Ortskern Bönen quert, spielte die Aufrechterhaltung des Straßenverkehrs eine erhebliche Rolle. Deshalb wird neben dem Einbau der Kanäle in offener Bauweise (3. Bauabschnitt) ein etwa 910 m langer Abschnitt in Vortriebsbauweise errichtet (2. Bauabschnitt). Die Vortriebstrasse verläuft in weiten Teilen im öffentlichen Bereich, teilweise ist aber auch die Unterfahrung gewerblich genutzter Privatflächen geplant. Zu kreuzende Bestandskanäle werden gedükert bzw. im Rahmen der Entflechtung mittels Absenk-/ Tangentialschächten an den Ableitungskanal angeschlossen. Der 1. Bauabschnitt, der im Bereich von landwirtschaftlich genutzten Flächen verläuft, wird als offenes Trapezprofil geplant. Zur genauen Bestimmung der zu erwartenden Aushubmassen wurde anhand der topografischen Vermessungsdaten und der Erkenntnisse des Bodengutachtens ein Digitales Geländemodell (DGM) erstellt. Der Schichtenverlauf kann so detailliert abgebildet werden.

Der Anschluss des Grabens an den Vorfluter erfolgt über einen vorhandenen Sammler DN 2000. Die Anbindung wird hier mit einem Übergabeschacht in Ortbetonbauweise erstellt.

Hydrodynamische Simulationen Für die Bemessung des Ableitungskanals auf Grundlage von hydrodynamischen Simulationen wurden zwei verschiedene Berechnungsverfahren angewandt: ·· Hydrodynamische Einzelregensimulation mit Modellregen. ·· Langzeitsimulation (Regenreihe über 41 Jahre) auf Grundlage von dauerhaften Niederschlagsaufzeichnungen.

Örtliche Bauüberwachung Es ist vorgesehen, die Baumaßnahme über einen Zeitraum von drei Jahren durchzuführen. Daher erfolgt eine Aufteilung in mehrere Bauabschnitte: ·· 1. BA: Bau des offenen Trapezprofils mit Anschluss an den vorhandenen Vorfluter (Ausführung 2013/2014) ·· 2. BA: Bau des Ableitungskanals DN 1800 in geschlossener Vortriebsbauweise (Ausführung 2014/2015) ·· 3. BA: Bau des Ableitungskanals DN 1800/1400 in offener Bauweise (Ausführung 2015/ 2016)

Entwurfsplanung von zwei Brücken der A33 Der Landesbetrieb Straßenbau NRW plant den Lückenschluss der BAB 33 zwischen Osnabrück, Bielefeld und Paderborn. Dadurch wird der ostwestfälische Raum mit den Nordseehäfen, den Niederlanden und dem sächsischen Wirtschaftsraum verbunden.

Lückenschluss

eines integralen Bauwerks, welches neben einem Feldweg das Gewässer „neue Hessel“ unter der geplanten BAB 33 unterführt. Die Spannweite des Bauwerks beträgt ca. 20 m.

Variantenuntersuchungen für Brücke und Gründung

Ein Großteil des ca. 100 Kilometer langen Lückenschlusses ist bereits fertiggestellt und unter Verkehr, bis auf ein ca. 27 Kilometer langes Teilstück zwischen Borgholzhausen und Bielefeld mit dem Abschnitt Halle Borgholzhausen.

Im Zuge der Variantenuntersuchung wird sowohl eine schlaff bewehrte Bauwerksvariante als auch eine Spannbetonvariante untersucht. Dies gilt gleichermaßen für die Gründung. Hier werden verschiedene Pfahlgründungsvarianten und eine Flachgründung betrachtet.

LINDSCHULTE Münster ist damit beauftragt, die Entwurfsplanung sowie die Leistungsverzeichnisse für zwei Brückenbauwerke in diesem Abschnitt zu erstellen. Hierbei handelt es sich um die Erarbeitung

Das zweite Bauwerk überführt die Holtfelder Straße. Dieses 2-feldrige Bauwerk ist als einstegiger Plattenbalken mit monolithisch anschließendem Pfeiler geplant. Anders als bei dem ersten Bauwerk wird aufgrund der

Geometrie und der Spannweiten von über 22 m ausschließlich ein Spannbetonbauwerk mit schlaff bewehrten Gründungsbauteilen betrachtet.

3D-CAD-Modellplanung reduziert Fehlerquellen Neben dem großen Untersuchungsspektrum setzt LINDSCHULTE auf eine ganzheitliche 3D-CAD-Planung. Durch die erstellten 3D-Modelle werden Arbeitsabläufe optimiert und mögliche Fehlerquellen reduziert. Dies gilt natürlich sowohl für die zeichnerischen Darstellungen als auch für Massenberechnungen oder Modellübergaben in ein FEM Berechnungsprogramm. So können beispielsweise Achs- und Höhendaten direkt berücksichtigt oder bei Änderungen am Bauwerk die Massenansätze einfach und schnell aktualisiert werden.

Ansicht Brückenbauwerk 27 von Norden

Ansicht Brückenbauwerk 32 von Osten

Nicht nur aufgrund der breiten Variantenuntersuchungen und der langjährigen Erfahrung von LINDSCHULTE, sondern auch mittels einer ganzheitlichen 3D-CAD-Modellplanung kann

sichergestellt werden, dass der Auftraggeber eine technisch und wirtschaftlich optimale Planungslösung erhält.

3D-Drahtmodell Brückenbauwerk 27


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Meppen

Industriebauplanung aus Meppen Neubau einer Holzaufbereitungsanlage für die Glunz AG Mit über 2,5 Millionen Kubikmetern Holzwerkstoffen pro Jahr und rund 1.800 Mitarbeitern ist die Glunz AG ein bedeutender Hersteller im deutschsprachigen Raum. Unter den Marken Innovus, Topan, Agepan System entwickelt das Meppener Unternehmen dekorative und konstruktive Werkstoffe für Möbel- und Bauindustrie, Innenausbau sowie

Laden- und Messebau. Das Portfolio umfasst alle Sorten von Melaminharz beschichteten Platten, mitteldichten Faserplatten (MDF), Oriented Strand Boards (OSB), Spanplatten, Holzfaserdämmplatten und Schichtstoffen (HPL und CPL). Am Glunz-Standort Nettgau plante LINDSCHULTE Emsland den Neubau einer Holzaufbereitungsanlage für die Altholzaufbereitung zur Herstellung von Spanplatten (Zerhackung, Reini-

gung, Schadstoffkontrolle) mit einem Gesamt-Investitionsvolumen von rund 25 Mio. Euro.

Die LINDSCHULTE Generalplanung: ·· Objektplanung Lph 1-9 ·· Ingenieurplanung Lph 1-9 ·· örtliche Bauüberwachung ·· SiGeKo ·· Tragwerksplanung Lph 1-5 ·· Verkehrsanlagenplanung Lph 1-9 Übersichtslageplan (rechts) und Längsschnitt Reinigungsanlage mit Reinigungsturm sowie Beschickungsund Förderanlage (links/unten).

Neubau Lager- und Produktionshalle SGL Kümpers Der Textilhersteller SGL Kümpers errichtete an seinem Standort Fresenburg in der Samtgemeinde Lathen für knapp 2,5 Mio. Euro eine neue Lager- und Produktionshalle mit einer Gesamtfläche von 5.200 Quadratmetern, da die bislang elf HochleistungsWebmaschinen ausgelastet waren und eine Erweiterung der Produktions-, Lager- und Logistikflächen erforderlich wurde. SGL Kümpers entwickelt und produziert technische Hochleistungstextilien für die Wind-, Automobil- und Luftfahrtindustrie und hat sich in den

vergangenen Jahren eine führende Technologie-Position bei Geflechten aus Carbon und Glasfaser erarbeitet. „Wir sind der einzige CarbonfaserHersteller Europas und sind überwiegend in der Automobilbranche und in der Windenergie tätig“, informiert Franz-Jürgen Kümpers. Gerade im Automobilbau und insbesondere bei Elektrofahrzeugen kommt der Carbonfaser-Verbundwerkstoff zum Einsatz. Dieser carbonfaserbasierte Leichtbau kommt auch in dem neuen BMW-Elektroauto i3 oder im

neuen Audi-Sportwagen R8 zum Einsatz.

·· Naturschutzfachliche Begleitplanung, Eingriffsbilanzierung

in wirtschaftlicher Hinsicht maßgeblich beeinflussten.

Unter anderem stellt das Unternehmen auch Glasfasergewebematten für Rotorblätter von Windenergieanlagen her.

Diese Erweiterung stellt den 1. und 2. Bauabschnitt von einem durch LINDSCHULTE erarbeiteten Masterplans mit insgesamt 6 Bauabschnitten dar.

Folgende Leistungen des Erweiterungsneubaus wurden dabei durch LINDSCHULTE Emsland erbracht: ·· Objektplanung Lph 1-9 ·· Freiraumplanung Lph 1-9 ·· Brandschutzgutachten ·· SiGeKo ·· Tragwerkplanung Lph 1-6

Im Zuge einer Masterarbeit unseres Mitarbeiters Jürgen Gels wurden im Vorfeld verschiedene Varianten hinsichtlich der brandschutztechnischen Anforderungen untersucht, die insbesondere die Entscheidung dieser baulichen und technischen Umsetzung

Diese Vorplanung überzeugte den Bauherren auch, die weiteren Planungsleistungen trotz vorliegender Schlüsselfertigangebote von namhaften Industriehallenbauern dennoch an uns zu vergeben. Durch eine entsprechende Abstandsregelung ohne Produktionseinschränkungen zum Hallenbestand konnten erhebliche Zusatzkosten aufgrund ansonsten zu stellender brandschutztechnischer Anforderungen eingespart werden.

Querschnitt Düker Twister Aa

INTERREG IV A-Projekt: Ersatzneubau eines Dükers in der Twister Aa unter dem Süd-Nord-Kanal Zukunftsfähiges Wassermanagement Als vor mehr als 100 Jahren der SüdNord-Kanal gebaut wurde, führte er durch das noch weitgehend unberührte Bourtanger Moor. Seitdem hat sich die Landschaft stark gewandelt, wurde tief in den natürlichen Wasserhaushalt eingegriffen. Das führte zu einer mehr als zehnjährigen Vor-

planungsphase über den Düker der Twister Aa, denn jeder Eingriff in den Wasserhaushalt kann erhebliche Folgen über Twist hinaus haben.

·· Neubau eines zweiten Dükers ohne weiteren Betrieb des bestehenden ·· Neubau eines zweiten Dükers unter Nutzung des vorhandenen Bauwerks

LINDSCHULTE Emsland war zunächst mit der Untersuchung der technischen Lösungsmöglichkeiten beauftragt: ·· Umbau des vorhandenen Dükers ·· Ersatzneubau an gleicher Stelle

Als sinnvollste Variante erwies sich ein „Ersatzneubau an gleicher Stelle“. So kann das Oberflächenwasser im natürlichen Gefälle langsam nach Westen abfließen. Die in die Niederlande fließende Aa kann diese

Wassermenge ohne Gefahr für die Anlieger bewältigen. Knapp 450.000 Euro wurden investiert, um im Einzugsgebiet der Aa einen besseren Schutz vor Überschwemmungen zu erreichen. Landrat Reinhard Winter sprach von einem wichtigen Schritt im Wassermanagement des Bourtanger Moors – geplant von LINDSCHULTE Emsland.


12 Details aus anderer Perspektive – Befliegungen als Ingenieur-Dienstleistung Bislang kannte man unbemannte Luftfahrzeuge (UAV – unmanned aerial vehicle) vor allem aus dem militärischen Bereich. Der Begriff „Drohne“ hat spätestens seit den Schlagzeilen um das Projekt „Euro Hawk“ der Bundesregierung einen hoch emotionalen Beigeschmack. Die Miniaturisierung von UAVs hat aber dazu beigetragen, dass durch Befliegungen mit solchen Drohnen neuartige Dienstleistungen entwickelt bzw. bestehende Leistungsangebote kostenoptimiert werden können, insbesondere im Bau- und Ingenieurbereich.

Technische Innovation trifft Ingenieur-Kompetenz Moderne Drohnen sind längst kein Spielzeug mehr, sondern professionelle Arbeitsgeräte. Sie werden immer leistungsfähiger und leichter zu bedienen, wodurch sie auch für Ingenieurbüros zunehmend interessant werden.

Unterstützende Bauüberwachung So lassen sich Ingenieurbauwerke befliegen, z.B. zur Sichtprüfung, oder Gebäude aus ansonsten schwierigen Perspektiven fotografieren. Aus bis zu 100 Metern Höhe kann so z.B. der Fortschritt einer Baumaßnahme dokumentiert werden, auch in Form von Videos.

mit einer digitalen SLRKamera ausgestattet.

Auch photogrammetrische Flächenaufmaße, z.B. von öffentlichen Flächen, Straßen oder Wegen lassen sich so wirtschaftlich realisieren.

Eine denkbare Anwendung wäre die Erfassung von Daten zur Simulation von Überflutungsszenarien.

Vermessung – luftgestützte Datengewinnung UAVs eignen sich sehr gut für die schnelle und kostengünstige Gewinnung hochwertiger Vermessungsdaten. Per GPS-Steuerung werden vorab definierte Flugrouten automatisch abgeflogen und überlappende Aufnahmen erstellt, aus denen anschließend mosaikartig Orthofotos zusammengestellt und georeferenziert werden. Durch entsprechende Auswertung lassen sich auch hochauflösende 3D-Oberflächenmodelle (Punktwolken) berechnen. Die Genauigkeit einer solchen mittels Drohnen-Befliegung erzeugten Punktwolke liegt im Bereich von wenigen Zentimetern auf allen Achsen.

Geo-Mapping und Virtual Surveying Flugdrohnen ermöglichen die Kartierung auch schwer zugänglicher Gelände, bis hin zur Erfassung von Geo-Daten (GIS). In der Industrie sind Anwendungsmöglichkeiten die Inspektion und Dokumentation z.B. von Öl- oder Gas-Pipelines sowie Stromtrassen. Zusätzliche Sensorik neben „einfachen“ Digitalkameras (z.B. Wärmebild-/Infrarot-Kameras,

Eine Drohnen-Befliegung ist somit eine effiziente und kostensparende Lösung, um nachhaltig den Ertrag einer PV-Anlage zu sichern.

Unterstützung für Ingenieurleistungen

Bild: Fotolia

Multispektralkameras, Laserscanner, Gas-Detektoren oder ggf. auch eigene Dokumentations- bzw. Messinstrumente) ermöglichen umfassende und vor allem schnell und kostengünstig umsetzbare Bestandsaufnahmen. In der Land- und Forstwirtschaft können Flugdrohnen einen schnellen Überblick über die meist großen und unübersichtlichen Flächen sowie für die Dokumentation von Renaturierungs- und Aufforstungsprojekten geben.

Innen- und Außeninspektionen von historischen und Industriegebäuden

Im Laufe der Zeit kann die Gebäudesubstanz u.a. durch Erosion oder Setzungen des Baugrundes beeinträchtigt werden. Die Folgen sind z.B. Rissbildung, Fugenausbrüche oder Feuchtigkeit im Mauerwerk. Als Grundlage für eine Sanierung müssen die Schäden zunächst erfasst und dokumentiert werden. Mit Flugdrohnen können überlappende Aufnahmen der Innen- und Außenfassade sowie Decken- und Dachflächen erstellt werden – in der Nachbearbeitung werden die Aufnahmen dann zu einem hoch auflösenden Gesamtbild zusammengestellt. Eine Anwendungsmöglichkeit ist z.B. die Sichtprüfung von Lampenaufhängungen o.ä. in Kirchen oder hohen Gewölben. Die Luftbild-Thermografie eignet sich auch hervorragend für die Inspektion von Photovoltaik-Anlagen. Dabei visualisiert eine Infrarotkamera Temperaturunterschiede an einem Photovoltaik-Modul in einem Wärmebild und deckt so durch signifikante Temperaturunterschiede von Modulen oder einzelner Zellen auf. Schon ein einzelnes fehlerhaftes oder verschmutztes Modul kann die Effizienz einer PV-Anlage zunichtemachen.

Fehlersuche in luftiger Höhe: Inspektion von Hochspannungstrassen und Windkraftanlagen Hochspannungsmaste unterliegen großen Witterungseinflüssen und können ins-

Bilder: www.aibotix.de

Die Drohne Aibot X6, hier

besondere durch Sturm, Blitze, Eis oder Hagel beschädigt werden. Um die Sicherheit und Funktionstüchtigkeit von Stromtrassen zu gewährleisten, müssen diese regelmäßig inspiziert werden. Ein Vorteil

Der Betrieb von unbemannten Luftfahrzeugen ist grundsätzlich nach den Bestimmungen des Luftverkehrsgesetzes und der Luftverkehrsordnung verhältnismäßig problemlos möglich, bedarf jedoch einer behördlichen Aufstiegsgenehmigung des „Piloten“ sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz. Insbesondere muss der Pilot natürlich die Persönlichkeits- und Urheberrechte nach BGB sowie die Privatsphäre von Personen berücksichtigen. In diesem Rahmen können Drohnen-Befliegungen eine sinnvolle und wirtschaftliche Unterstützung für Vermessung, Inspektion, Dokumentation von (Ingenieur-) Bauwerken sein. LINDSCHULTE verfügt neben der professionellen Drohne Aibot X6 V2 von Aibotix mit passender hochauflösender Digitalkamera auch über einen langjährig erfahrenen Piloten sowie ein hochkarätiges Team für die ingenieurmäßige Auswertung der Befliegungsergebnisse.

Wann reden wir über Ihre Einsatzgebiete? Quellen: www.aibotix.com, Beratende Ingenieure 1|2-2013 (S. 36 ff), Business Geomatics 8|2013, www.heighttech.com

von Inspektionen mit UAVs liegt insbesondere darin, dass der Strom während der Begutachtung nicht abgeschaltet werden muss. Außerdem kann die benötigte Perspektive schneller als mit herkömmlichen Methoden realisiert werden. Der boomende Markt erneuerbarer Energien hat zu einem starken Anstieg installierter Windkraftanlagen geführt. Vor allem die Rotorblätter werden aufgrund ihrer Funktion stark beansprucht. Umdrehungsgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h führen zu Abplatzungen und Rissbildungen.

Bild: Fotolia

Geo-Mapping: Durch das präzise Management der Kameraauslösung und die Kontrolle über Tempo, Ausrichtung und Position erfasst der Aibot X6 ein Gebiet fotogrammetrisch. Dadurch lassen sich Orthofotos und 3D-Oberflächenmodelle hoher Qualität erzeugen.

Bild: www.aibotix.de

Bild: Flugplanung mit der AiProFlight-Software

Orthofoto/3DModell einer Mine aus überlappenden Luftbildern

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etabliert seit 1965 über 230 Mitarbeiter, neun Standorte, zertifiziert nach ISO und SCCP

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2014 7 journalplanung  
2014 7 journalplanung  

http://www.lindschulte.de/aktuelles/journalplanung/pdf/2014-7_JournalPlanung.pdf

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