Page 1

link

Fertigungsanalyse

Neuigkeiten, Produktinnovationen, Messen und vieles mehr

OKTOBER 2017


LNK

index

LANTEK LINK, die Zeitschrift von Lantek Sheet Metal Solutions

VORDERSEITE Unbekannt

TEAM LANTEK LINK Patricia Ruiz de Sabando Diana Sánchez Verleger Juan José Colás Direktor Marketing

03

EDITORIAL

06

SOLUTIONS

10

TECHNOLOGIES

12

NEWS

14

SERVICES

Datenbasierte Entscheidungen

Lantek Synergy Manufacturing Analytics

ABONNEMENTS Marketingabteilung marketing@lanteksms.com

“Touch & Play” – modernste technologische Innovation

Lantek ist Mitglied im FMA-Software Technology Council

Lantek Services Tipps:: Lantek Flex3d 5x

04

MAIN TOPIC

08

INTERVIEWS

11

INNOVATION

13

PARTNERS

15

FACTS

Fertigungsanalyse

Chris Kuehl Geschäftsführer, Armada Corporate Intelligence

Kundenanalyse

Oxiplant steuert dank Lantek den gesamten Unternehmensprozess mit einem einzigen Software-Tool

Schweissen & Schneiden 2017 Messen


LNK

editorial

U

Datenbasierte Entscheidungen

nternehmen in unserer Blech bearbeitenden Branche erkennen zunehmend die Notwendigkeit der digitalen Transformation. Dabei stehen sie vor der Herausforderung, klären zu müssen, wie genau sie den Prozess für ihr Unternehmen gestalten. Überall die gleichen Fragen: Ist mein Unternehmen bereit und reif genug, den für die Transformation notwendigen Mentalitätswandel zu leisten? Welche anfänglichen Barrieren und Herausforderungen müssen wir meistern? Werden wir Qualitätsdaten bekommen und werden wir mithilfe dieser Daten Muster erkennen können, die zu besseren Entscheidungen führen? Nach Angaben von Forbes Insights und dem Beratungsunternehmen Ernst & Young, die 1.500 Führungskräfte großer Unternehmen weltweit befragten, steigern 66 Prozent der Firmen mit einer klar definierten Analysestrategie ihre operativen Gewinnspannen und Gewinne um mehr als 15 Prozent. Unabhängig vom Digitalisierungsgrad eines Betriebs ist es unerlässlich, von jedem seiner Prozesse Daten zu haben, um mit einem klaren Überblick bessere Entscheidungen treffen zu können. Damit diese Daten hilfreich sind, muss Verlass auf gut definierte Auswahlkriterien und Qualitätsdaten sein. Die anschließenden Datenanalysen werden im Zentrum von Entscheidungsprozessen stehen, die den Blick in die Zukunft richten. In dieser Vorgehensweise wird die Unternehmensleitung jederzeit in der Lage sein, mithilfe spezieller Software und anderer Technologie-Instrumente die besten Entscheidungen hinsichtlich Produktionsplänen, Wartung, Abläufen und Bestandsverwaltung zu treffen, mögliche Szenarien zu vermeiden, die zur Verzögerung der Produktion führen könnten, und Ursachen dafür zu korrigieren. Für unsere Branche und jedes einzelne Unternehmen darin gibt es keine Ausrede mehr, die digitale Transformation anzunehmen und den entscheidenden Schritt zu tun.

Juan José Colás


LNK

main topic Fertigungsanalyse UNTERNEHMENSWERTE Geschäftsführer fragen sich fortlaufend, wie sie ihre Geschäfte verbessern können. Warum sollte ich Fertigungsanalysen in meinem Unternehmen anwenden? Weil es ein Trend in der Branche und einfach cool ist? Oder weil es Muster offenbaren kann sowie Trends in unseren Datenhistorien und unsere reaktive in eine proaktive Entscheidungsfindung verändern kann? Das Lantek MES (Manufacturing Execution System, Fertigungsmanagementsystem) ist lediglich das Rückgrat des Herstellungsprozesses. Die Effizienz selbst wird in der Praxis gefördert: an den Produktionsstätten, in den Abläufen in der Fertigung und im gesamten Unternehmen sowie in deren kontinuierlicher Verbesserung. Datenanalyse wird sie drastisch effizienter machen, aber sie definitiv nicht ersetzen. Ein erweitertes MES, angereichert mit größerer Dateneinsicht ist die unmittelbare Antwort auf die Verbesserung des Herstellungsprozesses im neuen Paradigma von Industrie 4.0. All das liefert Lantek Synergy. Es geht nicht um das, was Sie wissen – es geht um das, was Sie mit dem tun, was Sie wissen. Datenanalyse vereint leistungsstarke, vollautomatische Erkennungsund Analysetechnologien, mit denen Fertiger Unternehmensdaten nutzen können, um alle Facetten ihrer Betriebsabläufe zu verbessern, wie etwa Teile und Komponenten bestellen, Produktionspläne erstellen, Wartungsbedarf von Maschinen vorhersehen, Materialbedarf planen, Flaschenhälse in der Produktion ausmachen, Produktqualität aufrechterhalten und schlussendlich die Kunden zufriedenstellen. METHODEN In einem typischen Projekt zur Datenanalyse kann der Arbeitsablauf mit dem CRISP-DMProzess-Modell (siehe Grafik) dargestellt werden.

Datenanalytik-Workflow

Geschäftsverständnis: Stellen Sie erst die Fragen, bevor Sie die dazugehörigen Daten suchen (und nicht andersherum). Sie müssen ein profundes Verständnis des Geschäfts haben. Viele Beratungsfirmen scheitern am fehlenden Verständnis der komplexen Geschäfte ihrer Kunden. Lantek kennt sich aus! Datenaufbereitung: Die Qualität der Daten ist entscheidend. Ein Großteil der für ein Projekt zur Datenanalyse aufgewendeten Zeit (zwischen 60 und 80 Prozent) befasst sich mit der Datensammlung und -aufbereitung, Profilbildung, Reinigung und Diskussion, um die Tabelle (den Datensatz) zu erstellen, die später für das maschinelle Lernen verwendet wird. Bei schlechter Datenqualität bekommen Sie: Schrott rein, Schrott raus! Modellierung: Maschinelles Lernen (ML) ist der Motor der Datenwissenschaft. Jede MLMethode nimmt Daten auf, entwickelt daraus ein Daten-Modell und spuckt eine Antwort aus. MLMethoden sind der Teil der Datenwissenschaft, den zu erklären am kompliziertesten ist. Das ist die Stelle, wo mathematische Magie geschieht.


Datenmodelle setzen voraus, dass die Zukunft genauso ablaufen wird wie die Vergangenheit. Unvorhersehbare Ereignisse, wie eine WeltFinanzkrise oder eine Naturkatastrophe, können nicht in Datenmodelle eingebunden werden. Deshalb ist es wichtig zu erwähnen, dass Datenmodelle immer eine Vorhersage mit einer gewissen dazugehörigen Wahrscheinlichkeit treffen. Wir haben uns alle an die Wettervorhersage gewöhnt – und auch an die damit verbundene gewisse Wahrscheinlichkeit. Evaluierung: In dieser Phase schätzen Sie den Wert ein, den die Modelle für die Erreichung Ihrer Unternehmensziele haben, und ziehen das Risiko in Betracht, sofern die Modell-Wahrscheinlichkeit gering ist oder nach falsch positiven und falsch negativen Ergebnissen sortiert. Bereitstellung: Wenn Ihr Modell einsatzbereit ist, werden Sie einer Strategie bedürfen, wie Sie es in Ihrem Unternehmen einsetzen können. Ein oft missachteter Aspekt ist, dass diese Installation nur in einem sehr reifen Betrieb gelingen kann und mit einer Belegschaft, die bereit ist, die neuen, datengesteuerten Prozesse anzunehmen. ANWENDUNGEN Verschiedene Arten der Datenanalyse und ihre Anwendung in der Produktionsanalyse: • Beschreibend: Was geschieht (Visualisierung)

Mit beschreibender Analyse, auch bekannt als Geschäftsanalytik, wird die Datenhistorie mit leistungsstarken und interaktiven SoftwareTools visualisiert. Entscheider können grundlegend mehr über ihre Geschäfte erfahren und mit diesem Wissen bessere Entscheidungen treffen. Datenübersichten wie zur Gesamtanlageneffektivität (GAE oder OEE) werden in Echtzeit erstellt, wie etwa in der Softwarelösung Lantek Synergy Manufacturing Analytics. • Diagnostisch: Warum etwas passiert (Ursachenanalyse, Schlussfolgerung) Erkennt die Ursache(n) eines Produktionsproblems, wie etwa, warum ein Flaschenhals entsteht oder die Qualität so schlecht ist. • Prognostisch: Was wahrscheinlich geschehen wird (Vorhersage) Mit prognostischer Analyse werfen Sie einen Blick in die Zukunft. Vorausgesehene Maschinenwartung, Bestandsprognosen, Nachfrageprognosen sind typische Anwendungen. • Vorschreibend: Was ich tun muss (Automatisierung) Automatisierte Fertigungssysteme treffen Echtzeit-Entscheidungen mithilfe von Daten und handeln vollautomatisch, indem sie ein autonomes cyber-physisches System bilden.


LNK

solutions Lantek Synergy - Manufacturing Analytics

Lantek Synergy, unser neues Produkt für die fortschrittliche Fertigung, folgt einem Ansatz, der mehrere Betriebe und auch mehrere Unternehmen verbindet, und betrachtet abschnittsweise die gesamte Produktionskette vom Zulieferer bis zum Endkunden. Es umfasst fünf eigenständige Module, deren vollständige Implementierung eine komplette digitale Transformation nach Industrie-4.0-Standards darstellt.

sichten können – und zugleich die gesamte Datenhistorie sichten und analysieren können, indem sie alle Vorteile unseres fortschrittlichsten BI-Moduls (Business Intelligence, Geschäftsanalytik) ausschöpfen.

Das erste Modul von Lantek Synergy, Manufacturing Analytics (Fertigungsanalyse), wird unseren Kunden ermöglichen, Produktionsdaten in Echtzeit zu verwalten, indem sie die wichtigsten Daten entlang der Produktionskette erfassen, analysieren und

1. OEE (Overall Equipment Effectiveness/ Gesamtanlageneffektivität): Vom globalen Blick eines Konzerns mit vielen verschiedenen Unternehmen und Produktionsstätten bis zum kleinsten Detail jedes Arbeitsplatzes werden wir jederzeit den Effektivitätsgrad

Dafür und mit dem Ziel, Effizienz und Benutzerfreundlichkeit zu verbessern, wird das Modul Manufacturing Analytics folgende drei Datenübersichten (Dashboards) bieten:


Passen Sie mit Lantek Synergy Manufacturing Analytics die Darstellung aller Leistungskennzahlen zur Produktion Ihres Unternehmens Ihren Anforderungen an des gesamten Konzerns in einem speziellen Zeitraum bestimmen können, in Form einer generellen Leistungskennzahl oder nach ihren Messgrößen aufgeschlüsselt (Verfügbarkeit, Leistung und Qualität). 2. Maschinenkonditionierung: Zur Betrachtung eines jeden Arbeitsplatzes des Konzerns in Echtzeit, um Status und die Ursache dafür zu kennen, Alarmmeldungen hinsichtlich spezifischer Qualitätsparameter auslösen zu können und um Gesamtdaten betrachten und analysieren zu können – in einem definierten Zeitraum, nur für eine Fabrik oder nach Maschinenmodell und -technologie. Dieses Modul sichtet und analysiert den aktuellen und historischen Status einer jeden Arbeitsstätte in Bezug auf die Terminpläne und liefert Informationen über verschiedene Eigenschaften sowie hergestellte Teile. 3. Lagerbestand: Es ermöglicht sowohl die globale als auch die detaillierte Analyse nach Fabrik oder Lager und liefert Leistungskennzahlen für eine angemessene Lagerverwaltung wie etwa laufende Arbeiten, Bestand nach Material, Menge, Restmaterial oder Altmetall. Und all das in Echtzeit oder für einen gewünschten Zeitraum, inklusive einer Warnung bezüglich der vom Kunden definierten Werte. Zudem und ganz allgemein ermöglicht Manufacturing Analytics die Einbindung des Basis-BI-Moduls, das in alle Hauptprodukte von Lantek integriert ist (Integra, Manager, Flex3d oder Expert), damit gemäß der individuellen Zugriffsberechtigung eines jeden Nutzers die wichtigsten Daten und Leistungskennzahlen analysiert werden können für: • CRM: Aktive Vorgänge, Kunden, Kontakte,…, nach Art, Terminen, Mengen, etc. • ERP: Rechnungstellung, Angebote, Bestellungen, Einkäufe,… nach Datum, Menge, Werk, etc. • MES: Richtige und fehlerhafte Teile, Lagerbestand,

Produktivität, Leistungsfähigkeit,... nach Zulieferer, Material, Terminen, Mengen, Arbeitszentrum, etc. • CAD/CAM: Anzahl verschachtelter Prozesse, prozentuale Restmengen, prozentuale Materialverwendung,… nach Zulieferer, Material, Terminen, Mengen, etc. All diese Informationen können analysiert werden (in jedem Modul, je nach Zugriffsberechtigung), entweder als Gesamtdaten oder in verschiedene Ebenen aufgegliedert, nach Werk, Kunde, Material, etc. und für gewünschte Zeiträume, umgehend und von jedem Endgerät aus. Dafür haben wir eine Lösung mit einem leistungsstarken BI-Antrieb entwickelt, das mithilfe einer einfachen und „responsiven“ Schnittstelle und unserem Rollen- und Berechtigungsmanagement von jedem WebClient aus nicht nur jedem Teilnehmer im Unternehmen bei Bedarf Zugriff auf wichtige Informationen gewährt, sondern auch ermöglicht, E-Mail-Benachrichtigungen oder Warnungen bei unerwünschten Zwischenfällen einzurichten: nicht geplanter Stillstand, Nachschub-Lücken, Produktionsfehler, Gesamtanlageneffektivität < X %, etc. Auch wenn Sie unsere BI-Module mit einer anderen BI- oder ERP-Lösung kombinieren möchten, hat Lantek Schnittstellen zur Verknüpfung mit den Haupt-Standards und -Produkten auf dem Markt. Passen Sie die Betrachtung aller Leistungskennzahlen zur Produktion in Ihrem Unternehmen mit Lantek Synergy Manufacturing Analytics Ihren Anforderungen an, definieren und weisen Sie Rollen und Befugnisse zu, ermöglichen und konfigurieren Sie Mitteilungsund Warnmodule und greifen Sie nach Bedarf gemeinsam auf Informationen zu, um für jede Situation und mit den richtigen Daten den Prozess der Entscheidungsfindung so effizient wie möglich zu gestalten.


LNK

interviews

Chris Kuehl Geschäftsführer Armada Corporate Intelligence

Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Industrie-Ökonomie Technologische Fortschritte in der Fertigung verändern zweifellos die Wirtschaftslandschaft und formen die Zukunft unserer Branche. Lantek USA hatte die einzigartige Chance zum Gespräch mit Dr. Chris Kuehl, Wirtschaftsanalyst des Industrieverbandes Fabricators & Manufacturers Association, um mit ihm einen Blick darauf zu werfen, wie Technologie die Wirtschaftlichkeit unserer Branche verändert hat und was das für die Zukunft von Herstellern bedeutet, insbesondere in den USA. Sind Ihnen irgendwelche Statistiken bezüglich Einsparungen von Unternehmen bekannt, die ihre Prozesse digitalisiert haben? Werden die Auswirkungen von Digitalisierung verfolgt? Wenn ja, welche Trends erkennen Sie? Derzeit sind mir keine speziellen Statistiken oder Studien bekannt. Ebenso kenne ich keine gemeinsamen Bemühungen zur Beobachtung. Alles was ich weiß ist, dass es seit geraumer Zeit Gesprächsthema ist, wie zweckmäßig Digitalisierung sein wird. Derzeit gibt es nur vereinzelte Belege dafür, dass das Konzept noch sehr neu für die Branche sei.

haben. Alles in allem sind bislang vermutlich die Auswirkungen auf Facharbeiter gering, während für Wiederholungsaufgaben eher ungelernte Hilfskräfte durch Roboter ersetzt wurden.

Wir werden immer eine produzierende Nation sein und als solche weiter wachsen

Zum Aspekt der Künstlichen Intelligenz bei Industrie 4.0 in der Blechbearbeitung gibt es sicherlich willkommene Vorteile wie Prognosen mithilfe von Big Data, aber auch die Sorgen, dass eines Tages Roboter Arbeitsplätze ersetzen. Sehen Sie den Trend, dass Arbeitsplätzen an Robotertechnik verloren gehen?

Zumindest in den USA hat es den Anschein, als wären die sogenannten Millennials entmutigt, ein Handwerk zu lernen, und eher für eine „gehobene“ Ausbildung aufs College geschickt worden. Können Sie erläutern, was das für Unternehmen in der Blechbearbeitung bedeutet und für Beschäftigung heute und in naher Zukunft?

Ich glaube, dass derzeit viele sehr einfache Aufgaben in der Produktion durch Automation und Robotik ersetzt werden. Durch Systeme für den Materialtransport und ähnliche Aufgaben fielen Arbeitsplätze mit ungelernten Tätigkeiten weg. Bei den Arbeitsplätzen von Facharbeitern geht es eher um die Zusammenarbeit mit Robotik. Was bedeutet, dass wahrscheinlich für die Zusammenarbeit mit Robotik weniger Personal eingestellt wurde, beispielsweise ein oder zwei Leute, anstelle von drei oder vier ohne Robotik. Die meisten Roboter-Systeme, die von den Unternehmen in ihren Werkstätten installiert wurden, sind derzeit noch recht rudimentär. Was wir derzeit erleben, ist der Ersatz von zunehmend mechanischen oder menschlichen Aktivitäten – also an Stellen, wo bislang Menschen Maschinen für sich wiederholende Aufgaben bedient

In den vergangenen 20 bis 30 Jahren gab es einen Trend, dass man von den Leuten erwartete, aufs College zu gehen und einen Beruf als Angestellter – im Gegensatz zum Arbeiter – zu ergreifen, ohne näher über die berufliche Laufbahn selbst nachzudenken. Das verändert sich derzeit dahingehend, dass wir neue Aufgaben in der Branche haben, für die es keine Ausbildungseinrichtungen gibt. Es gibt zu wenige Community Colleges und Handelsschulen, was zu einem chronischen Engpass in der Produktion geführt hat. Das kann rückgängig gemacht werden, indem wir die Möglichkeit einer Zukunft in der Fertigung in die Köpfe von Schülern, Eltern, Lehrern und Beratern bekommen. Es herrscht die Auffassung, wir werden nicht länger eine produzierende Nation sein. Das ist falsch. Wir


Automatisierung und Robotik machen deutlich wettbewerbsfähiger werden immer eine produzierende Nation sein und als solche in Zukunft weiter wachsen. Feiert nach Ihrer Ansicht das Erlernen eines Handwerks ein Comeback, als Alternative zur Möglichkeit, unter den Lasten eines Studentendarlehens zu ächzen? Ja, ich glaube, dieser Trend zeichnet sich allmählich ab. Wir erleben jetzt, dass Studenten denken: `Womit genau werde ich meinen Lebensunterhalt verdienen und wie kann ich das hier am besten überstehen?´ Heutzutage gibt es nicht mehr den sicheren Weg von früher, der mit einem Bachelor in der Tasche direkt in einen Job führte. Zugleich erleben wir, wie die Produktion ein immer anspruchsvolleres Arbeitsfeld wird, inklusive höherer Gehälter. Heute gehen Studenten ans College, um sich auf einen Job nach dem College vorzubereiten, selbst wenn sie mit ihrem Studium nicht vollständig dafür vorbereitet wurden. Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Trends und technologischer Fortschritte, würden Sie sagen, wir werden erleben, wie Fertigung in den nächsten Jahren in die Staaten zurückkehrt? Ja, davon bin ich überzeugt. Wir erleben einen radikalen Wechsel, weg vom Denken, dass Fertigung in Übersee billiger ist. Dazu tragen drei Faktoren bei: 1) Diese Länder sind längst nicht mehr Billiglohn-Länder mit niedrigen Kosten, für die wir sie gehalten haben. 2) Transportkosten, die ohnehin immer hoch waren, steigen weiter, sodass allein die Bewegung der Produkte übers Meer oder auf der Schiene die Gesamtkosten in die Höhe treibt. 3) Automatisierung und Robotik machen Unternehmen in den USA deutlich wettbewerbsfähiger. Die Zeiten sind vorbei, als Fertiger so arbeitsintensiv sein mussten wie ihre Wettbewerber. Ich glaube, dass heute die entscheidende Frage für Fertiger ist: „Wie nah an unserem Markt können wir produzieren oder sollen wir nach Möglichkeiten suchen, extrem billig zu produzieren, aber weit von unserem Kunden entfernt?“


LNK

technologies

Víctor de la Iglesia OEM-Kanal bei Lantek

“Touch & Play” modernste technologische Innovation

Neuen Technologien zum Durchbruch verhelfen, das möchte Lantek als führender Anbieter auf dem internationalen CAD/CAM-Markt. Dafür haben wir „Touch & Play” entwickelt, ein Lantek-Inside-Modul, das mehr als 35 Jahre von Lanteks Erfahrung in der Blechbearbeitung und neue Augmented-RealityTechnologien vereint.

auch noch einen Schritt weiter in der Entwicklung neuer Technologien gegangen: mit der Ergänzung dieses vielseitigen Produkts durch „Touch & Play”-Funktionalität. Mit „Touch & Play” wird dank innovativer Augmented Reality die üblicherweise komplizierte Nutzung von Resten mit schwierigen Geometrien ein Kinderspiel.

Zwar ist Lantek Inside kein neues Produkt. Lantek hat jedoch mehr als vier Jahre daran gearbeitet, Maschinenherstellern eine Softwarelösung zu bieten, die sie in ihre Steuerungen integrieren können, um signifikante Vorteil zu nutzen, unter anderem die Möglichkeit, fertige Werkstücke direkt an der Maschine zu überarbeiten, neue Werkstücke zu erstellen sowie Teile hinzuzufügen oder zu entfernen, etc. Damit bekommt der Bearbeiter mehr Flexibilität, Material und Arbeitszeiten maximal zu nutzen und Reaktionszeiten zu senken, da Änderungen direkt an der Maschine vorgenommen werden können, ohne dafür zurück ins Büro gehen zu müssen. Ganz zu schweigen von der Reduktion unnötiger Dokumentation, da sämtliche Daten über die gearbeiteten Werkstücke bereits in der Software vorhanden sind und somit auf den Ausdruck von Tableaus verzichtet werden kann. Durch die direkte Verbindung zwischen Büro- und Anlagensoftware bekommen die Maschinenbediener die Information über einen Arbeitsauftrag direkt an den Arbeitsplatz – und zwar sobald der Auftrag erstellt ist.

Eine in der Maschine installierte Kamera überträgt dabei ein Live-Bild des zu nutzenden Reststücks und mithilfe einer intuitiven Schnittstelle können die gewünschten Teile auf dem Blech positioniert werden. Das System zeigt dann die Teile virtuell platziert auf dem realen Blech, was dem Bediener hilft, Löcher und beschädigte Bereiche zu meiden.

Als wären all diese Vorteile nicht genug, ist Lantek

Mit dem System können auch Teile aus einem zurückliegenden Bearbeitungsvorgang importiert werden. Damit kann der Anwender auf Bedarfe reagieren, die in der Produktion selbst entstehen, wenn etwa beschädigte oder verlorengegangene Teile erneut gefertigt werden müssen. Dafür kann er jedes zuvor entstandene kleine Reststück – ohne Zwischenschritte wie Blechausrichtung oder Ausmessen – nutzen und damit den Produktionsprozess signifikant straffen. Dank dieser neuen Funktionalität ist Lantek Inside ein starker Partner, wenn es darum geht, Kosten zu senken und Effektivität zu steigern. Und Lantek hat sich damit erneut als Speerspitze globaler technologischer Innovationen positioniert.


LNK

innovation

Javier Román Key Account Manager Roberto Uriarte Leiter Software-Entwicklung

Kundenanalyse Zwar weiß jedes Unternehmen, wie wichtig die Analyse aktueller und potenzieller Kunden ist, in der Realität nutzen aber viele Betriebe die ihnen verfügbaren Daten nicht effizient. Bei Lantek – mit mehr als 30 Jahren Erfahrung auf den Weltmarkt und mehr als 19.000 Kunden – hat uns die eigene Unternehmensgeschichte gelehrt, wie unerlässlich es ist, nicht nur das Verhalten und das Potenzial unserer Kunden zu kennen, sondern auch die Bedürfnisse des Marktes früh genug vorhersagen und damit auch bedienen zu können. Das können wir auf zwei Arten tun. Bis vor Kurzem brauchten wir nicht nur menschliche Intelligenz, um Mehrwert zu maximieren, wir haben auch alle Daten und Prozesse unserer Kunden aufgezeichnet, den Markt in Segmente eingeteilt oder die Kunden in geeignete Regionen, Branchen und Zeiträume (Saisons), Tage oder Stunden – und dafür nutzten wir Analyse-Tools, um interaktiv die Steuerung unserer allgemeinen Ziele zu verbessern. Leistungskennzahlen wie CLV (Customer Lifetime Value), Kundenprofite oder -bindung helfen uns bei der Einteilung und Analyse unseres Kundenstamms und dabei, Chancen zu erkennen und unsere Kampagnen zu verbessern. Die zweite Art konzentrierte sich auf die Nutzung von Technologie für maschinelles Lernen, mithilfe derer wir dank der selbstlernenden Eigenschaften neuer Lösungen Muster erkennen und das Verhalten unserer derzeitigen und künftiger Kunden voraussagen können. Auf diese Weise können wir Lager- und Inventurbedarf prognostizieren, Einkäufe vorausahnen und somit optimieren oder mit Smart Quoting und auf Grundlage intelligenter Kundenklassifizierung (die Wahrscheinlichkeiten definiert, Kunden charakterisiert und selbst Mittbewerber einstuft,

etc.) Angebote automatisch erstellen und Margen errechnen. Darüber hinaus werden wir mithilfe der Kundenanalyse Nachfragen vorhersehen können und dadurch den Bedarf an Ressourcen, sowohl menschlichen als auch materiellen (Arbeitszentren oder Lager), optimieren können. Das gibt uns auch die Möglichkeit, unsere Kunden automatisch auf Grundlage von Cluster-Algorithmen einzuteilen. Nicht allein unter Nachfrage-Gesichtspunkten, sondern auch im Sinne der Bestandspflege können wir mit der Kundenanalyse Abbruchraten senken, indem wir im Voraus erkennen, welche Kunden oder Kundengruppen die risikoreichsten sind, und mit präventiven Werbemaßnahmen gegensteuern. Auf jeden Fall ist der erste notwendige Schritt eines jeden Unternehmens die Einbindung des Führungsteams in den Prozess. Der Erfolg einer guten Kundenanalyse hängt nicht allein vom richtigen Instrument ab, sondern von zwei zentralen Faktoren: die Entwicklung einer unternehmensweiten Kultur mit Blick auf kundenbasierte strategische Entscheidungen und die Erfordernis von Exzellenz bis ins Detail bei der Kundenanalyse. Mit einer guten Kundenanalyse werden wir die Absatz- und Produktionsplanung (S&OP) mit dem Geschäfts-/Ausführungsplan verknüpfen können – eine der größten Herausforderungen für jedes Produktionsunternehmen.


LNK

news Lantek ist Mitglied im FMA-Software Technology Council Das Thema hat bei unseren Mitgliedern höchste Priorität, deswegen freuen wir uns auf ihre Unterstützung im nächsten Jahr.” Haines verfügt über umfassende Erfahrung auf dem CAD/CAM-Markt. Nach ihrer Informatik-Ausbildung an der University of Cincinnati begann sie ihre berufliche Laufbahn mit Entwicklung und Beratung in Sachen CAD/CAM-Software. Dann war sie als Anwendungsingenieurin tätig und stellte den sogenannten „Fortune 500 Manufacturers“ (die 50 umsatzstärksten US-Fertiger) CAD/CAMKooperationsprojekte vor und unterstützte sie bei der Implementierung, bevor sie ihre TraumAufgabe fand: die Entwicklung von Lösungen für Kunden.

Lantek ist stolz, bekanntzugeben, dass Adria Haines, Direktorin von Lantek USA, ins Software Technology Council des Industrieverbandes International Fabricators & Manufacturer’s Association (FMA), berufen wurde. Als eines von nur neun Mitgliedern dieses Rates bringt Haines 20 Jahre Erfahrung mit CAD/CAM-Software und Softwarelösungen für die Fertigung mit. Das Software Technology Council der FMA besteht aus Führungspersönlichkeiten, die ehrenamtlich und unabhängig FMA-Mitglieder über die Vorteile von Softwarelösungen und Automatisierung informieren. „Es freut uns sehr, dass Adria dem Software Technology Council beitritt“, sagt Ashly Lantz, Bildungsexpertin bei der FMA. „Adria ermöglicht uns wertvolle Einblicke in die Digitalisierung der Fertigung.

„Ich bin die geborene Problemlöserin“, sagt Haines. „Kaum hatte ich angefangen, eng mit Kunden aus der realen Fertigungswelt zusammenzuarbeiten, hat es mich gleich erwischt. Es ist so erfüllend zu erleben, wie Fertiger mit meiner Hilfe Zeit und Geld sparen können.“ Im Zuge der Aufgabe, Unternehmen in der Blechbearbeitung mit modernsten Softwarelösungen und -dienstleistungen zu unterstützen, beauftragte Lantek Haines 2009 mit der Bildung eines US-Teams. Bei der Einführung von Advanced Solutions, Lanteks neuem Angebot für die digitale Transformation von Blech bearbeitenden Unternehmen, spielte sie eine zentrale Rolle. „Heute unterstütze ich meine Kunden beim Verständnis von Technologien für Industrie 4.0 und wie sie ihre selbstgesteckten Digitalisierungsziele erreichen können. Die Berufung ins FMA-Software Council ehrt mich sehr, und ich hoffe, dass mein Wissen über CAD/CAM, Verschachtelung, Manufacturing Execution Systems (MES), ERP und Integrated Smart Factory ihre Arbeit bereichert”, ergänzt Haines.


LNK

partners Oxiplant steuert dank Lantek den gesamten Unternehmensprozess mit einem einzigen Software-Tool Oxiplant ist ein Spezialist für Laserzuschnitt mit Sitz im Industriepark von Tabaz nahe der Stadt Avilés im nordspanischen Asturien. Seine Anlagen erstrecken sich über ein 6.500 Quadratmeter großes Gelände und sind perfekt für die Bewegung und Bearbeitung großer Bleche ausgestattet. Oxiplant setzt seit geraumer Zeit auf Lantek als Technologiepartner zur fortschrittlichen Steuerung seiner Produktionsprozesse, inklusive Schneiden und Umformen von Industrieblechen zu Metallprofilen und Rohren sowie der Vermarktung von Metallprodukten. Effizienz, Präzision und Kontrolle des gesamten Prozesses sind für das Unternehmen entscheidend. Daher werden sieben seiner wichtigsten Maschinen von LantekSoftwarelösungen gesteuert, wie etwa Lantek Expert, Lantek Workshop oder Lantek Integra. Oxiplant-Geschäftsführer Ignacio García Uría betont, einer der Hauptgründe für die Wahl von Lantek sei „die Möglichkeit, den gesamten Unternehmensprozess mit einem einzigen Software-Tool zu steuern, von der Zulieferung bis zur Auslieferung des Endprodukts, inklusive

Einkauf, Produktion und Lagerbewirtschaftung”. Laut García Uría fanden die LantekSoftwarelösungen großen Anklang bei den mehr als 40 Mitarbeitern des Unternehmens: „Wie bei Veränderungen üblich, war der Anfang natürlich nicht leicht, da die Mitarbeiter sich erst an die neuen Systeme gewöhnen mussten. Sobald das aber geschehen war, bekamen wir sehr positive Rückmeldungen und sie werden heute zu 100 Prozent genutzt.“ Die Software von Lantek nennt er „ganz und gar hilfreich“, sowohl für die Steuerung als auch die Nachverfolgung. Mithilfe der Lösungen von Lantek konnte Oxiplant seine fortschrittlichen Produktionsprozesse beim Schneiden, Umformen und Vermarkten von Metallprodukten noch weiter verbessern, indem die gesamte Steuerung mit einem einzigen Software-Tool erfasst wird, was eine deutlich verbesserte Kontrolle ermöglicht und die Leistungsfähigkeit steigert. Diese fortschrittliche Möglichkeit führt zu einem besseren Endresultat, von dem die Kunden des asturischen Betriebs profitieren.


LNK

services

Wenn Sie sich für eines unserer Angebote interessieren, senden Sie uns Ihre Kontaktdaten an sales@lanteksms.com Unsere Vertriebsmitarbeiter stellen Ihnen gerne alle Informationen zusammen, die Sie benötigen.

Lantek Hint

Lantek Flex3d 5x

Wussten Sie schon, dass bei der Auswahl von Konturpunkten zur Veränderung von Vektoren Lantek Flex3d 5x automatisch alle Punkte der Kontur aktiviert, wenn Sie den ersten Punkt mit einem rechten Mausklick markieren?

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne per E-Mail an uns: marketing@lanteksms.com


LNK

facts Lantek auf der Messe SCHWEISSEN & SCHNEIDEN 2017 in Düsseldorf

Lantek war als Aussteller auf der Messe Schweissen & Schneiden 2017, die vom 25. bis 29. September in Düsseldorf stattfand. Lantek präsentierte dort sein Portfolio an Lösungen für die Blech bearbeitende Industrie.

Messen FABTECH 2017

BLECHEXPO 2017

METALMADRID 2017

6. - 9. NOVEMBER

7. - 10. NOVEMBER

15. - 16. NOVEMBER

Chicago USA

Stuttgart DEUTSCHLAND

Madrid SPANIEN


Albers Commercial Kitchen Services

Erfolg auf dem digitalen Weg „Im Juni 2014 hat unser Unternehmen den Schritt von Bleistift und Papier hin zu Lantek und einem neuen Glasfaserlaser vollzogen. Was für eine unglaubliche Reise das war: Dank Software und Laser haben wir bei gleicher Unternehmensgröße in kürzester Zeit ein dreistelliges Wachstum realisiert!“ Tom Westby

Stellvertretender Geschäftsführer www.albersco.com

We know the way www.lanteksms.com | info@lanteksms.com

Lantek Link - Oktober 2017  
Lantek Link - Oktober 2017  

Lantek Magazine

Advertisement