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UNTERWEGS MIT …

…UFA-Zuchttechniker Hanspeter Hohl

Vorbildliche Biosicherheit Hanspeter Hohl, wohnhaft in Niederuzwil, ist seit 2011 Schweinespezialist im UFA-Beratungsdienst Oberbüren. Seit 2017 amtet er zudem als Zuchttechniker. Der Meisterlandwirt hat einen starken Bezug zu Schweinen, bereits auf dem elterlichen Betrieb wurden Schweine gehalten. Die gesamte Ausbildung hat er auf Betrieben mit Zuchtsauen gemacht. Als er den elterlichen Betrieb übernahm, führte er die Schweinehaltung fort. Dass er besonders an der Schweinezucht interessiert ist, zeigt sein Engagement in der Zuchtarbeit. Er ist einer der 13 von der Suisag akkreditierten Zuchttechniker. Die Schweinezucht fasziniert ihn besonders, da man mit über zwei Umtrieben pro Jahr die Resultate der Zuchtarbeit schnell sieht. Durch seine Tätigkeit hat Hanspeter Hohl regelmässigen Austausch mit den besten Schweinezuchtbetrieben der Ostschweiz, so auch mit dem Betrieb Hertach und Partner. Ständige Entwicklung Der Betrieb liegt etwas ausserhalb des Dorfes Hohentannen (TG). Die Siedlung besteht aus einem Wohnhaus und mehreren Ökonomiegebäuden. Auf-

fallend ist die Photovoltaikanlage, welche fast die gesamte Dachfläche abdeckt. Bewirtschaftet wird der Betrieb von den Gebrüdern Roli und Res Hertach. Ihr Vater baute die Siedlung im Jahr 1972. Über die Jahre vergrösserte sich der Betrieb von dazumal 60 auf heute 250 Mutterschweine. Im Jahr 1995 konnten die zwei Söhne den Betrieb übernehmen. 2004 wurden die Abferkelställe durch das System «alphanest» ersetzt, welches von den Betriebsleitern selber entwickelt und mit der Firma Moser Stalleinrichtungen AG realisiert wurde. Sauber und sicher Besonders ins Auge sticht der Zaun, der das ganze Betriebsareal umrahmt. Dieser ist zwei Meter hoch, 30 cm in den Boden verankert und gut 15 Meter von den Ställen und Ausläufen entfernt. Jedes Fahrzeug, welches Tiere einladen will, muss das Tor passieren. Dadurch wird ein umfänglicher Schutz sichergestellt. Die Biosicherheit hat einen sehr hohen Stellenwert für die Betriebsleiter. So befindet sich der Lufteinzug der Erdregisterlüftung innerhalb des eingezäunten Gebietes. Die Hygieneschleuse für Stallbesucher ist vorbildlich. Im Vorraum werden wir gebeten, das Besucherjournal auszufüllen. Bevor wir den Betrieb betre-

ten, müssen wir die Strassenkleidung in Spinde ablegen. Anschliessend wird geduscht und wir erhalten stalleigene Kleidung inklusive Stiefel und Kopfbedeckung. Jeglicher Verkehr zum Stall ist genau durchdacht. Der Betrieb wird von den Transporteuren immer als erster angefahren. Sogar die Gülle kann, einmal im Silo, nicht mehr über den Kanal zurück in den Stall gelangen. Alle genannten Massnahmen senken den Eintrag von krankmachenden Keimen massiv. Hohe Standards Die hohe Biosicherheit hängt mit der Arbeit des Betriebes zusammen. Als Kernzuchtbetrieb muss er den höchsten sanitarischen Ansprüchen gewachsen sein. Dass die Tiergesundheit einen hohen Stellenwert für die

Gutes Management, Sauberkeit und Hygiene führen zu hohen Leistungen.

Hanspeter Hohl, Niederuzwil Geboren: Ausbildung: Hobbys: Motto: 46

19. März 1965 Meisterlandwirt Skifahren, Motorrad, Schwimmen «Durch individuelle Beratung eine optimale Wirtschaftlichkeit erreichen.» UFA-REVUE  4|2019

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UFA-Revue 04/19  

Top Themen der Ausgabe: - Arbeitsteilung auf dem Betrieb - Digitalisierung: Isobus und Lenksysteme - Dermatitis digitalis – Fazit der Serie...

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