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Jahresbericht 2017

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Titelbild: Rémy Höhener - www.timecaptures.com Druck: Kunz Druck, Löhningen

Rheinstrasse 17, 8200 Schaffhausen e-mail: info@krebsliga-sh.ch Internet: www.krebsliga-sh.ch

Postkonto 82-3096-2 IBAN CH65 0900 0000 8200 3096 2


Grusswort des Präsidenten Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Krebsliga Schaffhausen, Gerne präsentieren wir Ihnen den Jahresbericht 2017 der Krebsliga Schaffhausen. Es liegt ein bewegtes Jahr hinter uns, in welchem Ihre regionale Krebsliga Schaffhausen wiederum auf Ihre Unterstützung zählen durfte und dank Ihrer Hilfe krebsbetroffene Personen und ihre Angehörigen in der Region unterstützen konnte. Die Krebsliga Schaffhausen war im vergangenen Jahr auch stark in der Öffentlichkeit präsent, unter anderem mit dem Pink Rheinfall Anlass, der auf eindrückliche Art und Weise Solidarität mit Brustkrebsbetroffenen Frauen demonstriert hat, gleichzeitig aber in einem Symposium Informationen rund um Brustkrebs einem breiteren Publikum zugänglich gemacht hat. Informieren zu Krebserkrankungen, zu Vorbeugung, Früherkennung und Therapiemöglichkeiten ist uns ein besonderes Anliegen. Die Krebsliga Schaffhausen vermittelt und verknüpft Unterstützungsangebote auf verschiedensten Ebenen. So konnte im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit der Lungenliga Schaffhausen und dem Kantonsspital Schaffhausen eine Rauchentwöhnungs-Sprechstunde ins Leben gerufen werden, die auf professionelle Art und Weise Unterstützung im Rauchstopp bietet. Der Verzicht auf das Rauchen ist die weitaus wichtigste Krebs-Vorbeugemassnahme und ein Rauchstopp lohnt sich in jedem Alter! Einen besonderen Dank möchte ich den Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle der Krebsliga Schaffhausen aussprechen, die mit grossem persönlichem Einsatz und hoher Professionalität ihren Dienst zu Gunsten krebsbetroffener Menschen in der Region leisten. Die Sozialberatung der Krebsliga steht neu unter der Leitung von Marion Surbeck und die spitalexterne Onkologiepflege SEOP wird neu geführt von Lea Tanner, die die Nachfolge der langjährigen SEOP-Leiterin Esther Mayer angetreten hat. Allen sei für ihr grosses persönliches Engagement herzlich gedankt! Die Angebote der Krebsliga werden gerade jetzt, in Zeiten knapper werdender Ressourcen insbesondere für die stationäre Medizin und höherer Komplexität der medizinischen Behandlungen, immer wichtiger und sind aus der Betreuung betroffener Patienten nicht mehr wegzudenken. Ich danke allen Mitgliedern, Gönnern und freiwilligen Unterstützern der Krebsliga aufrichtig für Ihre Hilfe zu Gunsten Betroffener und für das Vertrauen, das Sie in die Krebsliga Schaffhausen setzen. Helfen Sie mit, Krebs zu vermeiden, und Betroffene bestmöglich zu betreuen! Ihre Unterstützung zahlt sich aus, und kommt Menschen in der Region direkt zu Gute! Ihr Giannicola D’Addario Präsident

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Bericht der Geschäftsführerin Sandra Koitka

Die Krebsliga Schweiz hat im Herbst 2017 ein interessantes Büchlein herausgegeben mit dem Titel «Krebs in der Schweiz». Ziel der Publikation ist, Zahlen und Fakten rund um Krebs in kompakter und gut verständlicher Form zusammenzufassen. Wer sich vor Augen führt, was diese Zahlen auf den Kanton Schaffhausen heruntergebrochen bedeuten, realisiert folgendes: In unserer Region leben 2’900 Menschen, die irgendwann im Leben eine Krebsdiagnose erhalten haben, also etwas weniger als die Bevölkerung des Städtchens Stein am Rhein. Bei uns erkranken pro Jahr 380 Menschen neu an Krebs, das sind sieben bis acht pro Woche. Und jährlich sterben bei uns etwa 160 Menschen an dieser Krankheit. Diese Zahlen beeindrucken und verpflichten. Zusammen mit den tagtäglichen Begegnungen mit den Betroffenen motivieren sie uns, uns für ihre Belange einzusetzen. Ein sehr bewegtes und „pinkes“ Jahr liegt hinter uns. Schwerpunktmässig beschäftigten wir uns mit der «Brustkrebserkrankung», aber auch die anderen Krebsarten und Themen rund um die Diagnose Krebs standen in unserem Fokus, wie die nachfolgenden Berichte und Zahlen über die Arbeit der Krebsliga Schaffhausen aufzeigen. Auf der Geschäftsstelle begegnen wir auf verschiedenste Art und Weise den Schicksalen von Krebsbetroffenen: Da sind zum einen die Patienten und Patientinnen der hauseigenen Spitex (SEOP), die mit ihrer schweren Erkrankung Pflege und Betreuung durch unsere Fachfrauen dringend benötigen und sehr schätzen. Da sind die Angehörigen und Freunde, welche die Krebsbetroffenen begleiten und unterstützen und dabei selbst leider zu oft an die Grenzen ihrer Kräfte stossen. Da sind die Kinder von krebsbetroffenen Eltern, die still leiden und nicht verstehen, was vor sich geht. Da sind die «Survivors», all die Menschen, die dank der grossen medizinischen Fortschritte, den Krebs erfolgreich überwunden und zurück in den Alltag gefunden haben. Jedoch bleiben die psychosozialen und körperlichen Langzeitfolgen der Behandlungen und mit ihnen zu leben ist nicht einfach. Und da sind die gesunden Menschen, die wir informieren und aufklären möchten, denn präventive Massnahmen und Früherkennung helfen, Krebserkrankungen vermeiden oder frühzeitig behandeln zu können. So haben wir uns im vergangenen Jahr zusammen mit der Lungenliga Schaffhausen dafür eingesetzt, dass am Kantonsspital Schaffhausen eine Rauchstopp-Sprechstunde eingeführt wird. Seit November 2017 kann sich jeder, der das Rauchen aufgeben möchte, an diese Beratungsstelle wenden. Sie steht Patientinnen und Patienten, Mitarbeitenden und extern Interessierten zur Verfügung. Des Weiteren unterstützten wir Betroffene bei der Gründung des Pink Ladies Clubs und bieten Angehörigen einen Treffpunkt zum Austausch untereinander. Familien wurden engmaschig betreut und Kinder von krebsbetroffenen Eltern ermöglichten wir die Teil2


nahme an Ferienlagern. Der eine oder andere Krebsbetroffene besuchte zusammen mit seinem Liebsten im September das Elvis Presley-Konzert in Neuhausen oder stand Ende Oktober am Rheinfallbecken und blickte tief bewegt in das pink rauschende Wasser. Vereinsintern war die Pensionierung von Esther Mayer, unserer langjährigen Leiterin der spitalexternen Onkologiepflege (SEOP), zwar schon lange im Kalender eingetragen, aber die SEOP ohne «unsere» Esther konnte sich niemand so richtig vorstellen. Welch‘ Fügung, dass mit Lea Tanner eine ideale Nachfolgerin gefunden werden konnte! Esther Mayer danken wir an dieser Stelle ganz herzlich für ihr grosses Engagement zu Gunsten der Krebskranken in der Region Schaffhausen und wünschen ihr alles Gute, beste Gesundheit und einen schönen (Un-)Ruhestand. Ihre Nachfolgerin, Lea Tanner, konnte sich seit Oktober einarbeiten und führt heute die SEOP mit grossem Einfühlungsvermögen und viel Geschick. Wir sind dankbar für ihren neuen Blick und ihr Hinterfragen unserer Prozesse und Strukturen. Wir wünschen ihr weiterhin viel Freude und Befriedigung bei ihrer täglichen Arbeit zusammen mit ihrem engagierten Team. Der vorliegende Bericht gibt Auskunft über unsere Leistungen im Jahr 2017. Um den genannten Tätigkeiten nachgehen und eine flächendeckende Unterstützung in allen Phasen der Krankheit bereitstellen zu können, braucht es viele finanzielle Mittel. Auch im vergangenen Jahr haben uns viele treue Spenderinnen und Spender unterstützt. Diese grosszügige Hilfe ist essentiell, jedoch keineswegs selbstverständlich. Wir danken allen von ganzem Herzen, die uns unterstützen, denn nur mit ihrem Beitrag können wir unser Angebot auch in Zukunft aufrechterhalten.

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Spitalexterne Onkologiepflege (SEOP) Esther Mayer, Pflegefachfrau Leitung SEOP

Im Jahr 2017 wussten wir schon von Beginn an, dass es bei der SEOP ein Jahr der Veränderungen geben wird. Ich, Esther Mayer, erreichte per Ende Oktober mein Pensionsalter und es galt eine Nachfolgerin zu suchen. Im Februar erhielt ich ein Telefonat von Frau Lea Tanner mit der Anfrage, ob bei der SEOP eine Stelle frei wäre. Frau Tanner suchte eine neue berufliche Herausforderung und im Laufe der Gespräche stellte sich heraus, dass Lea Tanner meine geeignete Nachfolgerin sein könnte. Wir haben uns sehr gefreut, dass sie das Angebot «Leitung SEOP» annahm und seit Oktober 2017 mit einem 100 % Pensum für uns arbeitet. Herzlich willkommen. Leider mussten wir uns von Frau Beatrice Kündig verabschieden. Sie hat sich entschlossen eine andere berufliche Herausforderung anzunehmen. Schade. Danke, Beatrice für Deinen stets sehr engagierten Einsatz zum Wohle unserer Patienten und Patientinnen. Auf unsere Ausschreibung hin bewarb sich Frau Kirsten Simons als neue Mitarbeiterin bei der SEOP. Kirsten arbeitet seit August 2017, mit einem Pensum von 70% in unserem Team. Auch ihr ein herzliches Willkommen. 2017 betreuten vier Pflegefachfrauen während insgesamt 6’408 Arbeitsstunden (was 300 Stellenprozent entspricht), 132 (*155) Patienten im Kanton Schaffhausen, in der Region Diessenhofen und im Zürcher Weinland. Verabschieden mussten wir uns von 93 (*96) Menschen. (*Zahlen von 2016). Schwerkranke und deren Angehörige schätzen unser Spät- und Nachtdienstangebot sehr. Missbräuchliche Anrufe kommen dabei nicht vor. Im vergangenen Jahr leistete das Team 112 Spätdienst-Einsätze. Zudem wurden die Pflegenden 15-mal für einen Nachtdiensteinsatz gerufen. Die Krebsliga Schaffhausen bietet ihren Patienten Unterstützung in verschiedenen Bereichen. Sei es die unentgeltliche Ausleihe von Hilfsmitteln oder nach eingehender Prüfung der finanziellen Situation, haben wir die Möglichkeit unseren Patienten die Tagespauschale zu erlassen. Dank unserer Spender kann jedermann, unabhängig der finanziellen Verhältnisse, Hilfe in Anspruch nehmen. Diese Angebote werden von unseren Patienten und Angehörigen sehr geschätzt. Auch dieses Jahr finanzierte Herr Hans-Peter Sigrist uns Pflegefachfrauen einen Parkplatz im Parkhaus Herrenacker Süd. Wir tauschen die Parkkarte rege untereinander aus. Somit wird der Parkplatz fleissig genutzt. Wir SEOP-Frauen schätzen dieses Angebot sehr und sagen Herrn Sigrist vielen herzlichen Dank.

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Wie letztes Jahr berichtet, wurde im Kanton Schaffhausen 2015 & 2016 das Kantonale Palliativ Konzept erarbeitet und verabschiedet. 2017 ging es nun um die Konkretisierung. Wer kann was im Kanton anbieten. Dazu fanden diverse Sitzungen statt in denen spannend diskutiert und abgewogen wurde. Die Krebsliga Schaffhausen (SEOP) hat sich in diesem Zusammenhang für den Auftrag im Bereich «Mobiler Palliative Care Dienst» (kurz MPCD) beworben und dem Kanton Schaffhausen eine entsprechende Offerte unterbreitet. Die Gesamtverhandlungen mit allen involvierten Partnern ist noch in vollem Gang und wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung. Für die stets gute Zusammenarbeit danke ich dem Vorstand, dem Ausschuss und dem ganzen Krebsliga-Team. Sie sind in ihren Bereichen immer für die SEOP da. Den Onkologen, Dr. med. Giannicola D’Addario, Dr. med. Hannes Michel, Dr. med. Geoffrey Delmore sowie allen Haus- und Fachärzten. Allen Personen, die uns in irgendeiner Weise zum Wohle unserer Patienten unterstützt und mitgeholfen haben, unsere Betreuungsziele optimal zu erreichen. Unseren Patienten und deren Angehörigen für das uns entgegengebrachte Vertrauen. Last but not least meinem SEOP-Team für den enormen und kompetenten Einsatz, den sie täglich leisten.

Öffentlichkeitsarbeit der SEOP

Angela Bänteli, Pflegefachfrau SEOP und Psychoonkologische Beraterin Bei den Studenten der Abschlussklasse HF Pflege, durfte ich wieder einen Nachmittag über unseren SEOP Dienst berichten. Weitere Themen waren Psychoonkologie und Patienten-Verfügungen. Meist entstehen bei den Patientenbeispielen Fragen, woraus gute Gespräche entstehen. Es freute mich immer wieder zu sehen wie engagiert und interessiert die jungen Pflegefachfrauen/Männer sind. Ein mindestens ebenso grosses Interesse an unserer Arbeit in der SEOP zeigten die Absolventinnen/en des Palliativkurs A2 des Kantons Schaffhausen. Dies ist ein Kurs der vom Kanton Schaffhausen finanziert wird und zum Kantonalen Palliativkonzept gehört. Der Schwerpunkt meines Referates lag hier vor allem bei der Vernetzung oder Zusammenarbeit der SEOP mit anderen, kantonalen oder privaten Pflege- oder Betreuungsorganisationen. Die Diskussion zeigte, dass es immer noch Pflegende gibt, welche die SEOP nicht kennen und so auch unseren Dienst nicht weiter empfehlen können. Dank dieses Engagements konnte ich diese Wissenslücke bei den Teilnehmenden schliessen. Einmal mehr zeigt sich, wie wichtig es ist, bei möglichst vielen Gelegenheiten den SEOP Dienst vorzustellen.

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Beratung & Unterstützung Marion Surbeck, Sozialarbeiterin FH

Seit dem 1. Mai 2017 darf ich für die Krebsliga Schaffhausen im Bereich «Beratung und Unterstützung» tätig sein. Nach 6 Jahren bei der Pro Senectute Schaffhausen und meinem Hintergrund als Pflegefachfrau HF, entpuppte sich diese 40% Stelle für mich als ein Glücksgriff, kann ich doch hier mein medizinisches Interesse und mein Fachwissen in Sozialer Arbeit bestens verknüpfen. Dank der guten Einführung durch meine Vorgängerin Christine Bonell, konnte ich auch sogleich agieren und mich in meinem neuen Gebiet einleben. Besten Dank dafür! Die Wege im Kanton Schaffhausen sind kurz, davon profitiert die Krebsliga Schaffhausen, wie auch die Klienten, Klientinnen und Angehörige, welche die Stelle «Beratung & Unterstützung» aufsuchen. Schaffhausen hat übrigens eine der kleinsten Krebsligen schweizweit. Das erlaubt mir zum Beispiel, dass ich auch Hausbesuche machen kann, wenn jemand nicht mehr mobil ist und nicht zu mir auf die Geschäftsstelle an der Rheinstrasse 17 zu kommen vermag. Auch in den Spitälern Schaffhausen mache ich Besuche, wenn eine Situation dies erfordert. Es ging für mich gleich recht turbulent los, was sich in den Zahlen für das Jahr 2017 widerspiegelt: Wir können 58 neueröffnete Fälle (37 im 2016) und insgesamt 86 (60 im 2016) Fallbearbeitungen verzeichnen. Dies entspricht einer deutlichen Zunahme und zeigt, dass Krebsbetroffene und ihre Angehörigen unser niederschwelliges Angebot rege nutzen und dass die Vernetzung zwischen den Zuweisern und der Krebsliga Schaffhausen funktioniert. Den Onkologen, (Haus-)Ärztinnen, den Spitälern Schaffhausen, Psychologen und Psychologinnen, den Organisationen wie Pro Senectute, Pro Infirmis, Lungenliga, Rotes Kreuz uva. sei herzlich gedankt für die gute Zusammenarbeit. Ebenso gebührt mein Dank allen Spendenden, welche mein Tun überhaupt ermöglichen. Hervorheben möchte ich besonders das grosse Engagement des Lions Clubs Schaffhausen, welcher meine Stelle durch den aufwändigen, jedoch attraktiven Adventskalenderverkauf seit vier Jahren mitfinanziert. Dieser Erlös ist gedacht für das «Familiencoaching», wenn in finanzschwachen Familien Kinder oder deren Eltern von Krebs betroffen sind. So kann die Krebsliga zum Beispiel den Kinderhütedienst des Roten Kreuzes Schaffhausen mitfinanzieren, wenn die Mama zur Bestrahlung nach Winterthur muss oder aber wir können den Kindern und Familien Auszeiten ermöglichen, wo sie abschalten dürfen und dadurch Energie und Mut auftanken können.

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Psychoonkologische Beratung

Angela Bänteli, Pflegefachfrau SEOP und Psychoonkologische Beraterin Die psychoonkologischen Beratungen werden sowohl von Betroffenen wie auch von Angehörigen in Anspruch genommen. Hier können sie über Fragen zur Krebserkrankung, über ihre Ängste, Befürchtungen und eventuelle Auswirkungen auf ihren Alltag reden. Die Diagnose Krebs bringt meistens die Lebensplanung durcheinander und kann zu grosser Verunsicherung in verschiedenen Lebensbereichen führen. Eine Krebserkrankung kann die Betroffenen auf physischer oder psychischer Art verändern. Die physischen Veränderungen entstehen meist durch Operationen bei denen Narben zurück bleiben die nun zum Leben gehören. Die psychischen Veränderungen können durch die verschiedenen Erlebnisse und Ängste während der Krankheit entstehen. Die meisten Patienten berichten nach einer überstandenen Krebserkrankung, dass sich ihr Leben verändert habe. Für die Angehörigen verändert sich das Leben ebenfalls, aber vielleicht auf eine andere Art, und so kann es auf beiden Seiten zu Problemen kommen. In der psychoonkologischen Beratung werden Ideen, Wege und Möglichkeiten gesucht, um mit den Veränderungen und Belastungen besser leben zu können. Manche Betroffene oder Angehörige kommen mit ganz konkreten Fragen. Können diese beim Erstgespräch geklärt werden, bleibt es bei diesem einen Termin. Andere kommen mit der neuen Situation als Angehörige oder Krebspatient nicht zurecht und brauchen eine regelmässige Begleitung.

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Treffpunkt für Angehörige und Trauernde

Angela Bänteli, Pflegefachfrau SEOP und Psychoonkologische Beraterin Diese beiden Angebote der Krebsliga werden jeweils am 1. Dienstag im Monat angeboten. Im Folgenden berichte ich von beiden Treffs gemeinsam. Die Leitung des Trauertreffs liegt in den Händen des reformierten Spitalseelsorgers Andreas Egli bzw. seinem Vertreter, dem katholischen Spitalseelsorger Ingo Bäcker, gemeinsam mit mir, bzw. meiner Vertretung Esther Mayer. Wir wollen den Trauernden einen geschützten Raum bieten, in dem sich Menschen in gleicher oder ähnlicher Situation treffen und sich austauschen können. So wird über schwierige Lebenssituationen, Krankheit, Tod, sowie über die verschiedenen Gefühle von Wut und Trauer, aber auch Erleichterung und Hoffnung gesprochen. Der Verlust von einem lieben Menschen verändert das eigene Leben, und jeder sucht für sich seinen Weg mit dem Verlust zu leben. Auch bei den Angehörigen einer an Krebs erkrankten Person verändert sich das Leben. Denn plötzlich ist man nicht mehr nur Ehefrau/Mann, Tochter oder Sohn, Mutter oder Vater, sondern man übernimmt zusätzliche Aufgaben, die der Erkrankte nicht mehr selbständig übernehmen kann. Ausserdem macht man sich Sorgen, hat Ängste, will den Betroffenen aber nicht auch noch mit den eigenen Problemen belasten. Deshalb gründete die Krebsliga den Angehörigentreff, um Menschen in der gleichen Situation die Möglichkeit zu geben sich zu treffen und austauschen zu können. Im vergangenen Jahr konnte ich die dringenden, belastenden Fragen beantworten, aber es fehlte leider der Gruppencharakter, weil das Angebot noch zu wenig genutzt wird. Es waren jeweils noch zu wenige Personen anwesend, als dass es zu einem eigentlichen Austausch mit anderen Angehörigen hätte kommen können. Wir werden uns im neuen Jahr zusammensetzen und überlegen, in welcher Form beide Angebote weitergeführt werden.

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Selbsthilfegruppe

Annelie Schwenke und Cornelia Ehrat, Leiterinnen der Selbsthilfegrppe Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als Ende des Jahres um innezuhalten und über Vergangenheit und Zukunft nachzudenken. Unsere Selbsthilfegruppe «Krebs -was nun» feierte 2017 ihr 25-jähriges Bestehen. In dieser langen Zeit wie auch 2017 gab es viel Freude aber auch traurige Momente, in denen wir Gruppenmitglieder loslassen mussten. Eine Krebserkrankung stellt Betroffene und meist auch ihr Umfeld vor grosse Herausforderungen. Die Erkrankung selbst und ihre medizinische Behandlung können mit vielfältigen körperlichen, geistigen und seelischen Belastungen einhergehen. Es gilt, einen persönlichen Weg zu finden, um mit der veränderten Situation umgehen zu können. Häufig führt die Konfrontation mit der Erkrankung zu einer Auseinandersetzung mit den Fragen nach den Sinnzusammenhängen und mit den grossen, existenziellen Lebensthemen. Die Selbsthilfegruppe bietet Raum und Zeit, um von Sorgen und Ängsten zu erzählen und um Fragen und Unsicherheiten rund um die Krebserkrankung zu besprechen. Wir vermitteln auch weiterführende Unterstützungsangebote und Kontakte. Auch im letzten Jahr haben wir wieder regelmässig Fachpersonen eingeladen, die zu einem von der Gruppe gewünschten spezifischen Thema referierten. Beim jährlichen Rosenverkauf am Kantonsspital machten wir auf unsere Gruppe aufmerksam. Und wie jedes Jahr fand auch im 2017 das traditionelle Weihnachtsbasteln und Weihnachtsessen statt. Einen speziellen Einsatz leistete die Selbsthilfegruppe dieses Jahr beim Grossanlass «Rheinfall in Pink»: während vieler Einsatzstunden unterstützten unsere Mitglieder die Krebsliga Schaffhausen tatkräftig beim Lichterverteilen und an den Informationsständen rund um den Anlass. Ein grosser Dank geht an unsere Co-Gruppenleitung Cornelia Ehrat, die uns mit ihrem Wissen unterstützt hat und uns leider aus beruflichen Gründen auf Ende 2017 verlässt.

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Bewegung und Sport für Krebsbetroffene Marthi Hiltebrand, Leiterin der Turngruppe

Schon wieder ist Donnerstag. Manchmal braucht es Überwindung, sich auf den Weg zur Sportgruppe zu machen, gerade wenn man müde ist, etwas schmerzt und das Wetter auch nicht zum Draussen sein einlädt. Ist das geschafft, fängt um 9.15 Uhr das Aufwärmen an. Langsam beginnen die Muskeln geschmeidiger und die Gelenke freier zu werden. Dann wird gekräftigt, gedehnt, gespielt und die aufrechte Haltung geübt. Und manche merken Teile des Körpers, die man selten oder nie wahrgenommen hat. Tandemstand und Sitzbeinhöcker sind keine Fremdwörter mehr. Gleichzeitig gehen und dazu einen Ball werfen ist gar nicht so einfach. Zum Schluss noch eine Entspannung. Schnell ist die Stunde vorbei und ich höre: «Es hat wohl getan, gut bin ich gekommen.» Was alle verbindet, ist die Diagnose Krebs: Egal ob erst seit kurzem festgestellt oder schon zum zweiten Mal. In der Gruppe sich bewegen, zusammen lachen, Anteil nehmen und dem Körper etwas Gutes tun, ist einfacher als allein. Wer kommt mitturnen?

Jedes macht soviel es kann und mag.

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„Pink Rheinfall“ - Solidarität mit Leuchtkraft Angelika Huth-Müller Vizepräsidentin & OK Präsidentin 28. & 29. Oktober 2017

Die Krebsliga Schaffhausen setzte ein wirkungsvolles Zeichen der Solidarität für Brustkrebsbetroffene und ihre Familien unter dem Motto: „Vorsorge kann Leben retten“! Das Jahr 2017 stand in der Krebsliga SH ganz Im Zeichen des „Pink Rheinfalls“. Bereits im August 2016 begann die Planung dieses Projekts mit der Einreichung des Gesuchs zur Beleuchtung des Rheinfalls. Die Bewilligung wurde uns sehr schnell erteilt mit der Auflage, dass es keine „Konkurrenz“ geben dürfe. Wir machten uns also freudig an die Arbeit: Bildung eines Organisationskomitees (OK), hauptsächlich bestehend aus Vorstandsmitgliedern, Erstellung eines Projektplans mit Aufgaben- und Zeitraster sowie Festlegen des Programms (allein das Symposium mit acht Referenten, Vorträgen und Workshops beschäftigte zwei OK Mitglieder intensiv). Den Infoflyer rechtzeitig zur Druckreife zu bringen, gestaltete sich als eine echte Herausforderung und die Planung einer Benefizgala mit Stargast ist nicht zu unterschätzen. Die Geschäftsstelle war mit erheblicher Mehrarbeit gefordert und zum Schluss versanken alle in pinkfarbenen Solidaritätslichtern, die zu Hunderten die Büroräume blockierten und darauf warteten von Helferinnen auf den Wochenmärkten und der Herbstmesse verteilt zu werden. Die Presseund Öffentlichkeitsarbeit gestaltete sich nicht ganz einfach. Im regionalen Bereich und rund um den Bodensee wurden wir ausserordentlich gut begleitet, überregional wurde erst nach dem Ereignis u.a. im „Blick“ und „Tagesanzeiger“ und sogar in der «Washington Post» berichtet. Acht OK Sitzungen, etwa 2000 Mails und insgesamt an die 800 ehrenamtliche Einsatzstunden später durften wir ein wunderbares sehr emotionales Wochenende erleben: Das beeindruckende Symposium-Programm wurde gut besucht. Viele haben es sehr geschätzt, dass so hoch qualifizierte Referenten nach Neuhausen gekommen sind. Ein Höhepunkt des Nachmittages war sicherlich das Podiumsgespräch geleitet von Frau Sidonia Küpfer. Hier kamen junge Betroffene direkt zu Wort und erzählten offen und ungeschminkt, was es bedeutet mit der Diagnose «Brustkrebs» konfrontiert zu werden. Schön war auch, dass aufgezeigt wurde, wo sich die Betroffene und ihre Familien Hilfe holen 11


können. Parallel dazu wurde am Rheinfallbecken Informationsmaterial verteilt und der Präventionsbus der Krebsliga Schweiz stand für alle Rheinfallbesucher offen. Dieses Angebot wurde rege genutzt, besuchten doch weit über 100 Besucher den Bus und informierten sich über ihr persönliches Krebsrisiko. Am Abend leuchteten über 200 Solidaritätslichter mit dem Rheinfall zusammen in Pink. Die Besucherinnen und Besucher hörten den Rednerinnen tiefbewegt zu. Die persönlichen Worte der Schirmherrin Beatrice Tschanz, der neu ernannten Botschafterin Simone Kermes und der Betroffenen ‘Angelika’ berührten sehr. Die Stimmung am Rheinfallquai war einzigartig, das pink beleuchtete fallende Wasser und die Klänge der Alphornbläser weckten tiefe Emotionen. Das Benefizkonzert am Sonntag begeisterte die Zuschauer. Vreni Winzelers in pink auftretender FrauenChorFrauen bewies, welch hohe Qualität ein Laienchor mit grosser Begeisterung erreichen kann. Martin Werner überzeugte ausserordentlich einfühlsam am Konzertflügel mit Werken von Frédéric Chopin und die professionell auftretende Cinevox Company zeigte ihr Können auf hohem Niveau (Choreografie: Franz Brodmann). Die international gefeierte Sopranistin, Echopreisträgerin, Simone Kermes – sie kam gerade aus Moskau – verzauberte die Zuhörer mit ihrer unvergleichlichen Stimme. Ihr Begleiter, der Pianist Daniel Heide, verstand es, den Auftritt für Klassikfans zu einem unvergleichlichen Erlebnis zu steigern. Mit ihrer Zugabe «Lascia ch’io pianga» von Georg Friedrich Händel schenkte sie den Zuhörern den Höhepunkt dieses Abends. In Zukunft wird sich die Künstlerin als Botschafterin für die Krebsliga Schaffhausen jeweils im Brustkrebsmonat Oktober international engagieren. Ein so grosser Anlass braucht viele Partner, Unterstützer und Sponsoren. Die Krebsliga Schaffhausen dankt der Gemeinde Neuhausen am Rheinfall, die das Patronat übernommen hatte, und allen, die uns unterstützt haben, ganz besonders den Helferinnen und Helfern.

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Krebsliga Botschafterin Maria Da Vinci gab an der Herbstmesse Schaffhausen ein Konzert um auf die Solidaritätsaktion aufmerksam zu machen.

Brustkrebs-Symposium im SIG Hus in Neuhausen

Präventionsbus und Infostand am Rheinfallquai

Botschafterin Simone Kermes am Rheinfall. Das Abendlicht färbt den Himmel pink.

Schirmherrin Beatrice Tschanz an der Eröffnungszeremonie am Rheinfall.

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Begegnunsapéro

21. Februar 2017, Hotel Kronenhof, Schaffhausen Einmal im Jahr laden wir alle unsere Bezugspersonen und Unterstützer in der Region zu einer persönlichen Begegnung ein. Zweck ist das gegenseitige Kennenlernen und der Abbau von Hemmungen und Hindernissen. Um Krebsbetroffene und deren Angehörige wirkungsvoll unterstützen zu können, braucht es ein grosses Netzwerk von Fachorganisationen, engagierten Freiwilligen und professionellen Fachkräften. Denn nur vereint können wir unser Wissen und unsere Stärken optimal zum Nutzen für Menschen mit Krebs einsetzen. Damit dieses Netzwerk sich stärkt, müssen sich die Menschen kennen, die hinter E-Mail-Adressen und Telefonnummern stecken oder auf Flyern und auf Internetseiten aufgelistet sind. Dieses Mal bot der traditionelle Begegnungsapéro auch einen fachlichen Input in Form eines Fachvortrages von Frau Dr. Brigitta Wössmer. Das Thema „Kommunikation mit Kindern von krebskranken Eltern“ stiess auf reges Interesse und die allerwichtigste Botschaft des Vortrages lautete: Kindern muss gesagt werden, dass Krebs nicht ansteckend ist und dass niemand Schuld an der Krankheit hat. „Unartig sein“ macht keinen Krebs. Mehr als 50 Personen sind der Einladung gefolgt und haben beim Apéro im Anschluss an das Referat die Gelegenheit ergriffen mit der Referentin zu sprechen und uns, die Akteure der Krebsliga Schaffhausen, persönlich kennen zu lernen.

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SlowUp Schaffhausen Hegau – Die Krebsliga bewegt 21. Mai 2017

Daher entschied sich der Vorstand gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen am hiesigen SlowUp im Mai teilzunehmen und sich zu bewegen. Interessierte konnten auf der Geschäftsstelle günstig ein T-Shirt in Pink zum Anlass bestellen und mit uns oder individuell mitfahren. Wir wollten «sichtbar» Vorbild sein und zeigen, dass Prävention nicht nur aus Verboten und Warnungen besteht, sondern auch Spass macht, vor allem wenn man gemeinsam unterwegs ist. Das Wetter war uns äusserst wohlgesonnen. Auf dem Velosattel sitzend gab es interessante Gespräche und mit unseren pinkfarbenen T-Shirts fielen wir auch in der grossen Masse der Teilnehmenden auf. Es ist sicher, dass wir wieder einmal an diesem Volksanlass teilnehmen werden und auf diese Weise die Botschaft der Krebsliga Schaffhausen auch in die Bevölkerung hinaustragen werden. Regelmässige Bewegung ist ein sehr wichtiges Element der Gesundheitsprävention, da bildet auch die Krebsprävention keine Ausnahme.

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Hautkrebs: Standaktion auf dem Fronwagplatz & Sonnensegel-Aktion 10. Juni 2017

Im Frühsommer rückte die Präventionskampagne zum Sonnenschutz ins Zentrum unserer Aktivitäten. Mit der jährlichen Standaktion auf dem Fronwagplatz und der Verlosung von Sonnensegeln an Kinderbetreuungsstätten machen wir proaktiv darauf aufmerksam, wie wichtig der richtige Schutz vor Sonnenbestrahlung ist, zur Vermeidung von späteren Hautkrebserkrankungen. Den Dermatologen, Dr. Michael Sormes und Dr. Bernd Nürnberg sei an dieser Stelle herzlich gedankt, dass sie im «Untersuchungszelt» auf dem Fronwagplatz wieder die Haut zahlreicher Passanten begutachtet haben. Die meisten Hautveränderungen waren unverdächtig, jedoch wurden 3 Basaliome sowie 8 aktinische Keratosen festgestellt, die der Beobachtung oder Nachbehandlung bedürfen. Auch ein Verdacht auf ein malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs) war leider darunter. Diesem Patienten wurde dringend geraten innert Wochenfrist einen Dermatologen aufzusuchen und sich einer ausführlichen Diagnose zu unterziehen. Die Gewinner der Verlosung der Sonnensegel 2017 hiessen: Chinderhus Oepfelbaum, Kita Kinderwerkstatt GmbH, Chinderhuus Dorf. Alle drei Betreuungsstätten befinden sich auf dem Gebiet der Stadt Schaffhausen und wir freuen uns, die beschatteten Spielplätze im Frühling 2018 gemeinsam einzuweihen. Nebenstehend ein Bild des grossen Sonnensegels der Kinderkrippe Rosenberg in Neuhausen (einer der Gewinner der Verlosung 2016). Dieses wurde anlässlich des Sommerplauschtages am 24. Juni den Eltern vorgestellt.

Erben & Schenken - ein Vermächtnis ans Leben 7. Dezember 2017, Hotel Promenade, Schaffhausen

An diesem Anlass informierten wir zusammen mit der Krebsforschung Schweiz und der Bank Cler darüber, wie man seinen Nachlass nach seinen Wünschen und Wertvorstellungen regeln kann. Die Veranstaltung war gut besucht und die Anwesenden nutzten rege die Gelegenheit im Anschluss an das Referat mit den Fachleuten der Krebsliga und den Bankenvertretern ins Gespräch zu kommen.

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DANKE Wir bedanken uns herzlich für alle kleinen und grossen Spenden. Ein spezielles Dankeschön gilt den Trauerfamilien, die uns mit Spenden berücksichtig haben und all jenen, die uns durch Freiwilligenarbeit oder mit einer speziellen Aktion unterstützt haben. Wir bitten um Verständnis, dass aus Platzgründen nicht alle Zuwendungen einzeln aufgeführt werden können. „Frauen laufen für Frauen“ – erster SH & Charity Walk 27. August 2017 Ein wunderschöner Sommersonntag lud 75 Frauen zum gemeinsamen Walk ein. In pinkfarbenen T-Shirts liefen sie von Beringen zur Bergtrotte von Osterfingen. Die Stimmung war beschwingt und heiter. Denn man tat "Gutes": Für die eigene Gesundheit aber vor allem zu Gunsten von Brustkrebsbetroffenen. Das Startgeld wurde in Kategorien Bronze, Silber und Gold (45, 55 und 75 Franken) unterteilt. Jede Frau konnte sich für einen Beitrag entscheiden. Dafür bekamen alle Läuferinnen ein Shirt, ein Sandwich und Getränke. Der Rest des Betrages ging als Spende an die Krebsliga. Frau Dr. Katrin Breitling, leitende Ärztin der Frauenklinik Spitäler Schaffhausen und Mitglied des Vorstandes der Krebsliga SH, informierte zu Beginn zum Thema Prävention, bevor Diana Keller das Aufwärmen übernahm. Der Krebsliga SH konnte am Ende ein beachtlicher Check von 2'222 Franken überreicht werden. Allen ein herzliches Dankeschön für das grosse Engagement. Ganz besonders erwähnen möchten wir Michèle Winterflood und Brigitte Lucek, die beiden Initiantinnen, ohne deren Idee und Tatendrang der Anlass nicht stattgefunden hätte. Adventskalender Verkauf des Lions Club Schaffhausen November 2017 Helle Adventsstimmung und freudvolles Engagement für von Krebs betroffene Familien - der Lions-Adventskalender wurde 2017 zum vierten Mal angeboten.Der Lions Club Schaffhausen unterstützt seit vielen Jahren nachhaltig das Angebot des Familiencoachings der Krebsliga SH. Doppelt belohnt und freudvoll soll das aktive Unterstützen dieser Aktion sein: Der engagierte Service-Club aus Schaffhausen hat mit dem 2014 erstmals produzierten Adventskalender eine Plattform gewählt, die allen 3000 Käufern eine echte Chance bietet, doppelt für ihr Engagement belohnt zu werden. Zum Ersten ist es ein gutes Gefühl, für eine sinnstiftende Sache zu spenden. Aber zugleich nahmen auch dieses Jahr wieder alle Kalenderbesitzer an einer grosszügig dotierten Verlosung teil. 17


Jeder Kalender trägt eine Losnummer. Insgesamt konnte jedem 10. Käufer ein Losgewinn von zwischen 20 Franken und über 4000 Franken zugeteilt werden. Denn an jedem Adventstag gab es einen oder mehrere Haupttreffer. Diese Preise wurden von insgesamt 54 Geschäftsleuten und Firmen aus der Region gestiftet, mit einem Gesamtwert von 32 000 Franken. Wie in den Vorjahren wurden die Adventskalender von Lions Club Mitgliedern und Mitarbeiterinnen sowie Vorstandsmitgliedern der Krebsliga SH an vier Tagen auf dem Fronwagplatz, an der Vordergasse oder im Herblinger Markt verkauft. Der Lions Club Schaffhausen konnte am Ende der Krebsliga SH wieder einen beachtlichen Check von 20‘000 Franken überreichen.

Weihnachtsauktion der Schaffhauser Nachrichten 10. Dezember 2017 In einem heiteren Bieterschlagabtausch hangelte sich das Werk «Säntismassiv/Hirschberg» von Richard Tisserand wie ein Bergsteiger nach oben, bis der Hammer bei 5300 Franken niedersauste. Die Schaffhauser Nachrichten haben am 10. Dezember bei ihrer traditionellen Weihnachtsauktion die Krebsliga Schaffhausen berücksichtigt. Im Zunftsaal zum Kaufleuten standen 21 hochkarätige Werke renommierter Schaffhauser Künstlerinnen und Künstler zum Verkauf. Robin Blank führte souverän durch die gut besuchte Auktion und schwang seinen Hammer ordentlich flott. Die Lust am Bieten war sehr gross. Ein Rekorderlös von 37‘300 Franken kam dabei zusammen. Wir danken von Herzen allen Künstlerinnen und Künstlern für ihre gespendeten Werke und allen Bietern für den grosszügigen finanziellen Beitrag. Unser Dank gilt auch den Schaffhauser Nachrichten mit dem Team um Sandro Stoll, das seit 10 Jahren diesen schönen Anlass mit viel Herzblut und Engagement organisiert. Namen der Künstler, die dieses Jahr ein Werk gespendet haben: André Bless, Ursula Bringolf, Kurt Bruckner, Carlo Domeniconi, Sandra Fehr-Rüegg, Karin Felder, Erwin Gloor, Ursula Goetz, Linda Graedel, Christine Hübscher, Velimir Ilisevic, Remo Keller, Roman Maeder, Anna Meyer, Alexandra Meyer, Yves Netzhammer, Walter Pfeiffer, Bruno Ritter, Urs Schwarzer, Christine Seiterle und Richard Tisserand.

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Erbschaften und Legate Wir erhielten aus 3 Nachlässen insgesamt CHF 447‘608. Kirchgemeinden Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Kirchgemeinden, die uns mit Spenden oder der Benützung ihrer Räumlichkeiten unterstützt haben. Institutionen Wir danken allen Institutionen, welche unserer Klienten zusätzlich direkt finanziell unterstützt haben. Spenden ab CHF 500.00 Private Firmen & Gemeinde M. Bandenmehr B. Stoll BPW Switzerland Katharina Schneider SIG Gemeinnützige Stiftung F. Casura M. Tanner Gemeinde Neuhausen am Rheinfall Spitäler Schaffhausen C. Cescato M. Turnherr Gemeindeverwaltung Stetten Sportclub Unilever SC P. Ehrat F. Wattinger Gemeinnütziger Frauenverein Stein am Rhein Stiftung Werner Amsler B. Fäh W. Wehrli Georg Fischer AG Sponsoring Thomas Widmer Consulting H. Gysel-Schilling H. Zanca Hans und Therese Allemann-Lüthi Stiftung Volksapotheke zum roten Ochsen L. Homberger IVF Hartmann AG M. Jungmann Janssen-Cilag AG S. Kliegel Kulturraum Schaffhausen V. Koch Locherer AG Malerwerkstätte L. Monterosso Merck & Cie E. + E. Neumann-Macsai Rheinfall Gastronomie AG A. Rajic Rhyfall Express AG H. Schenk Rotary Club Schaffhausen H.-P. Sigrist-Egli Rhyfall Mändli AG K. Spengler Schloss Laufen am Rheinfall

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Jahresrechnung 2017 Jürgen Vetterlein, Kassier

Wir dürfen auf ein solides und gutes Rechnungsjahr 2017 zurückblicken. Das Budget 2017 sah einen Ausgabenüberschuss von CHF 186‘000.--. Wir schliessen 2017 aber mit einem Überschuss von CHF 381‘718.-- ab. Unsere Annahmen bei den Spenden wurden deutlich übertroffen. Auch wurden wir mit einem Legat bedacht. Betriebsrechnung: Der Betriebsertrag setzt sich aus Spenden, Erbschaften, Legate, Mitgliederbeiträge, Anteil aus Sammlungen der Krebsliga Schweiz sowie aus Beiträgen der öffentlichen Hand und den Erträgen aus der SEOP zusammen und beläuft sich auf CHF 1‘227‘745.—(Vorjahr: CHF 725‘717.--). Alleine die Spendeneinnahmen (+ CHF 120‘772.--) liegen um 56 % über dem Vorjahr. Auch das grössere Legat liess unseren Ertrag so überdurchschnittlich ausfallen. Dem steht ein Betriebsaufwand von gesamthaft CHF 839‘664.-- gegenüber, welcher mit CHF 57‘072.-- über dem Vorjahr liegt, was auf die zusätzlichen Aktivitäten der Krebsliga zurückzuführen ist. Nach Verbuchung des Finanzertrages, ausserordentlichen Ertrags sowie der Veränderung des Fondskapitals verbleibt ein Einnahmenüberschuss von CHF 381‘718.--. Organisationskapital: Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Fondskapital und des Jahresüberschusses verbleibt ein Organisationskapital/Vereinsvermögen von CHF 2‘350‘202.--. Die Krebsliga Schaffhausen steht finanziell auf solidem Fundament. Die wichtige Spitalexterne Onkologiepflege ist defizitär. Die Krankenkassen- und Gemeindebeiträge decken die Kosten nicht. Diese trägt die Krebsliga und ist deshalb sehr auf die Spenden und Legate angewiesen. Die Defizite werden über das Organisationskapital abgedeckt, weshalb es wichtig ist, dass wir über eine angemessene Reserve verfügen. Den Spendern danke ich für ihre wichtige Unterstützung der Tätigkeit der Krebsliga Schaffhausen. Budget 2018: Bei der Budgetplanung gehen wir immer vom „Vorsichtsprinzip“ aus. Das heisst, dass wir versuchen die Einnahmen vorsichtig und die Ausgaben möglichst realitätsnah einzuschätzen. Einnahmen: Die Spenden schätzen wir aufgrund der langjährigen Erfahrungen ein. Die Legate und Erbschaften waren bewusst nicht budgetiert.Die Beiträge der öffentlichen Hand und die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen übernehmen wir anhand der Erfahrungswerte. Aufwand: Wir stützen uns auf die regelmässig wiederkehrenden Kosten und haben allfällige ausserordentliche Aufwendungen soweit möglich berücksichtigt.Die Einnahmen werden ohne ausserordentliche Einnahmen die Ausgaben nicht decken, weshalb wir mit einem Ausgabenüberschuss von CHF 174‘000.-- rechnen müssen. Aufgrund unseres Kapitalpolsters können wir dies jedoch verkraften.

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Jahresrechnung 2017

Ergebnis 2016

Ergebnis 2017

Krebsliga SH 1

AKT I V EN Flüssige Mittel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Übrige kurzfristige Forderungen Aktive Rechnungsabgrenzung

1 838 672.00 51 359.00 1 405.00 44 673.00

2 319 004.00 39 248.00 795.00 39 734.00

Umlaufvermögen

1 936 110.00

2 398 781.00

218 006.00

158 006.00

2.00 1.00 3.00

2.00 1.00 3.00

218 009.00

158 009.00

2 154 119.00

2 556 790.00

Fremdkapital Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzungen

21 135.00 27 787.00 33 360.00

48 208.00 46 428.00

Kurzfristiges Fremdkapital

82 282.00

94 636.00

103 353.00 103 353.00

111 952.00 111 952.00

1 812 402.00 1 812 402.00

1 735 684.00 1 735 684.00

230 000.00 2 800.00 232 800.00

230 000.00 2 800.00 232 800.00

Finanzanlagen Mobiliar und Einrichtungen Büromaschinen und EDV Sachanlagen Anlagevermögen Totalsumme Aktiven 2

P AS S I V EN

Zweckgebundene Fonds Fondskapital Grundkapital Grundkapital Reserven für SEOP Wertschwankungsreserven gebundenes Kapital Erarbeitetes freies Kapital Jahresergebnis (+Gewinn / - Verlust)

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Jahresrechnung 2017 3 Betriebsrechnung

Ergebnis 2016

200 000.00

Ergebnis 2017

216 50 18 78 363

davon zweckgebunden davon frei

27 926.00 335 537.00

Beiträge der öffentlichen Hand Beiträge der öffentlichen Hand

120 065.00 120 065.00

120 000.00 120 000.00

118 131.00 118 131.00

120 000.00 120 000.00

Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Dritte Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Dritte

242 189.00 242 189.00

240 000.00 240 000.00

235 633.00 235 633.00

240 000.00 240 000.00

725 717.00

656 000.00

1 227 745.00

688 000.00

82 463 34 -2 578

18 000.00 78 000.00 296 000.00

337 447 16 72 873

113.00 608.00 406.00 854.00 981.00

Budget 2018 2018

Spenden Erbschaften und Legate Mitgliederbeiträge Anteil aus Sammlungen Krebsliga Schweiz Erhaltene Zuwendungen

Betriebsertrag

341.00 723.00 331.00 068.00 463.00

Budget 2017 2017

250 000.00

78 000.00 328 000.00

77 669.00 796 312.00

4 AUFWAND Sachaufwand Projekte Personalaufwand Projekte Entrichtete Beiträge an Dritte und Projekt An Nahestehende verrechnete Aufwandanteile Direkter Projektaufwand

097.00 705.00 884.00 034.00 652.00

120 000.00 500 000.00 25 000.00

95 814.00 500 158.00 52 602.00

90 000.00 500 000.00 35 000.00

645 000.00

648 574.00

625 000.00

46 323.00 21 677.00 68 000.00

45 000.00 20 000.00 65 000.00

50 858.00 18 867.00 69 725.00

45 000.00 20 000.00 65 000.00

Sachaufwand Administration Personalaufwand Administration Administrativer Aufwand

40 714.00 95 226.00 135 940.00

40 000.00 95 000.00 135 000.00

45 131.00 76 234.00 121 365.00

80 000.00 95 000.00 175 000.00

Betriebsaufwand

782 592.00

845 000.00

839 664.00

865 000.00

Betriebsergebnis

-56 875.00

-189 000.00

388 081.00

-177 000.00

4 371.00 -1 261.00 3 110.00

4 000.00 -1 000.00 3 000.00

2 070.00 171.00 2 241.00

4 000.00 -1 000.00 3 000.00

5 074.00 5 074.00

0.00

337.00 337.00

0.00

-48 691.00

-186 000.00

390 317.00

-174 000.00

-76 717.00

-186 000.00

381 718.00

-174 000.00

-76 717.00

-186 000.00

381 718.00

-174 000.00

Sachaufwand Fundraising Personalaufwand Fundraising Fundraisingaufwand

Finanzertrag Finanzaufwand Finanzergebnis Ausseordentlicher Ertrag Ausserordentliches Ergebnis Jahresergebnis vor Veränderung des Fondkapitals Veränderung zweckgebundener Fonds Jahresergebnis vor Veränderung des Organisationskapitals

0.00 -76 718.00

0.00 381 718.00

Organisationskapital

1 968 484.00

2 350 202.00

Zuweisung (-) / Entnahme (+) erarbeitetes freies Kapital Veränderung Organisationskapital

Total Passiven

2 154 119.00

2 556 790.00

Jahresergebnis nach Veränderung

-28 026.00

-8 599.00


Mitarbeiterinnen Geschäftsführung Sandra Koitka

Tel. 052 741 45 45 E-Mail: s.koitka@krebsliga-sh.ch

Sozialberatung Marion Surbeck

Tel. 052 741 45 45 E-Mail: m.surbeck@krebsliga-sh.ch

Finanzen / Administration Ursula Walter

Tel. 052 741 45 45 E-Mail: u.walter@krebsliga-sh.ch

Spitalexterne Onkologiepflege (SEOP) Lea Tanner Angela Bänteli Sonja Geerlings Kerstin Simons Cindy Pletscher Larissa Kränzli

Tel. 079 635 25 84 E-Mail: seop@krebsliga-sh.ch

Sandra Koitka

Marion Surbeck

Ursula Walter

Lea Tanner

Angela Bänteli

Sonja Geerlings

Kerstin Simons

Cindy Pletscher

Larissa Kränzli

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Vorstand Präsident: Vizepräsidentin:

Angelika Huth-Müller, Beckenwäldli 18, 8207 Schaffhausen Tel 052 643 37 52, E-mail: a.huth-mueller@bluewin.ch

Aktuarin:

Barbara Jost, Bahnhofstrasse 15, 8253 Diessenhofen Tel 052 657 41 62, E-mail: barbara-jost@bluewin.ch

Kassier:

Jürgen Vetterlein, Schützenhüsliweg 7c, 8222 Beringen Tel G 052 635 22 59, E-mail: vetterlein@shinternet.ch

Beisitzer:

Hans Bollinger, Randenstrasse 202A, 8200 Schaffhausen Tel 052 625 04 20, E-mail: hboll@bluewin.ch

Dr. med. Katrin Breitling, leitende Ärztin Frauenklinik Spitäler Schaffhausen Geissbergstrasse 81, 8208 Schaffhausen Tel 052 634 83 69, E-mail: katrin.breitling@spitaeler-sh.ch

Dr. med. Christa Brenig, Lägernstrasse 28, 8200 Schaffhausen Tel 052 625 23 78, E-mail: christa.brenig@bluewin.ch

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Dr. med. Giannicola D‘Addario, Leitender Arzt Onkologie Spitäler Schaffhausen, Geissbergstrasse 81, 8208 Schaffhausen Tel 052 634 33 80, E-mail: giannicola.daddario@spitaeler-sh.ch


PD Dr. med. Walter Schweizer, Kirchhofplatz 15, 8200 Schaffhausen Tel 052 624 22 03, E-mail: walter@schweizer-arzt-praxis.ch Michael Stamm Kirchhofplatz 14, 8200 Schaffhausen Tel 052 624 80 80, E-mail: praxis.kirchhofplatz@hin.ch

Lic. jur. Jeanette Storrer, Rechtsanwältin Vorstadt 18, 8200 Schaffhausen Tel 052 632 20 63, E-mail: shlaw.js@bluewin.ch

Revisionsstelle: BMO Revision AG Michael Flum, Revisionsexperte / Leitender Revisor Querstrasse 5, 8212 Neuhausen am Rheinfall Tel 052 675 59 00

Dr. med. Giannicola D‘Addario

Angelika Huth-Müller

Barbara Jost

Jürgen Vetterlein

Hans Bollinger

Dr. med. Katrin Breitling

Dr. med. Christa Brenig

PD Dr. med. Walter Schweizer

Michael Stamm

lic.jur. Jeanette Storrer

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Selbsthilfegruppe Krebs - was nun? Am letzten Mittwoch im Monat von 18:00 bis 20:00 Alterszentrum Breite Haus Steig, Mehrzweckraum, Stockarbergstrasse 21, 8200 Schaffhausen Annelie Schwenke Tel. 052 643 18 26 / Susann Flüeler 041 810 31 63 Turngruppe „Bewegung und Sport bei Krebs“ Jeden Donnerstagvormittag von 9:15 bis 10:15 Kursraum Rheumaliga Schaffhausen, Emmersbergstrasse 1, 8200 Schaffhausen Marthi Hiltebrand Tel. 052 672 61 07, E-Mail: marthi.hiltebrand@bluewin.ch Treffpunkt für Trauernde Am ersten Dienstag im Monat von 18:15 bis 19:45 Ochseschüür, Pfrundhausgasse 3, 8201 Schaffhausen Angela Bänteli Tel. 079 635 25 84 Andreas Egli / Ingo Bäcker Spitalseelsorge Tel. 052 634 89 37 Treffpunkt für Angehörige Am ersten Dienstag im Monat von 20:00 bis 21:30 Krebsliga Schaffhausen, Rheinstrasse 17, 8200 Schaffhausen Angela Bänteli Tel. 052 741 45 45 Gut aussehen – sich besser fühlen Seminardaten: 16. und 23. Mai / 31. Oktober und 7. November Hülsteweg 26, 8222 Beringen Angelika Stauffer Tel. 052 620 37 37, E-Mail:angelika.stauffer@gmx.ch 26

Krebsliga Schaffhausen - Jahresbericht 2017  
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