Verlagspostamt 8020 Graz • P.b.b. GZ 02Z033225 M • 1,45 Euro
32 l: it e Se ta en s ur b a M ge G e ig Si äft kr
Ausgabe April 2012
Klar • steirisch • unabhängig
Seine Verhaftung war rechtswidrig: Ex-GAK-Präsident Peter Svetits will gegen Staatsanwaltschaft vorgehen Riskant und teuer: unterwegs mit ausländischem Kennzeichen – 91.000 Euro Strafe bezahlt
Siegfried Nagl: der Joker für 2015
Er soll die ÖVP retten
Spots Seite 12 –
4 Operette gab es noch nie so groß Auftakt zu den Seefestspielen in Stubenberg
Titelgeschichte. Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl: soll 2015 als Joker steirische ÖVP retten
8 Samira – die weiße Prinzessin
Aktuell 10 Kämpfen gegen die Götter in Schwarz Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig und Ex-GAK-Präsident Peter Svetits
Cover
Seite 10 – Ex-Sturm-Präsident
Hannes Kartnig kämpft gegen die Götter in Schwarz
12 Joker Siegfried Nagl Er soll 2015 die steirische ÖVP retten
Politik 16 Bauarbeiterchef Beppo Muchitsch: heult nicht mit den Wölfen
I n h a l t
Wirtschaft 20 Gerechtigkeit ist was anderes AK-Studie belegt klar und eindeutig die Schieflage bei der Vermögensverteilung
Hintergrund Seite 30 – 107 Kilometer durch die Wüste: Unterwegs mit Blutblasen
Seite 8 Foto: Heimo Ruschitz
– Samira muss man einfach mögen
28 Auf Spurensuche von Steirer-Spenden Devecser in Ungarn, eineinhalb Jahre nach der GiftschlammKatastrophe
Auto & Motor 40 Sandspielen für große Kinder Grazer Team bei Tuareg-Rallye ganz oben auf dem Stockerl
Gesundheit 44 Picknick im vierten Stock Von der Ernährungssonde zur festen Mahlzeit
Seite 40
– Grazer siegten bei der Tuareg-Rallye
Freizeit 49 Vespa, E-Bike und Sekt vertragen einander doch Klipp hat’s im Wein- und Genuss hotel Gut Pößnitzberg probiert
Seite 44 – Genussvolles Picknick
52 Um Gottes willen, da schwimmt ... ... ein Bus im Wasser!
Die Kraft ist die Vielfalt … der Ideen in den Köpfen der Menschen in der Region. Und das seit Jahrzehnten, Historiker sprechen sogar von 150 Jahren. Daher behaupten sich die Obersteirer trotz drohender Abwanderung auch in einer globalisierten Welt. AL-KO Rasenroboter Robolinho
Helmut Dietl war im Murtal für KLIPP vor Ort
Seite 50
– Schätze Boliviens in Groß St. Florian
Standards 7 Der KLIPPer 22 Lilly Lotterblume 55 Golf-Plausch
Stahl Judenburg – Blankstahlfertigung
Tischlerei Stolz - freischwebendes Barmöbelstück
Wuppermann - bandverzinkte Stahlrohre für Sprinklersysteme
Antemo - Anlagen- und Teilefertigung, Exemplar Carrier
Seiten 32-39 – Klipp-Report aus dem Murtal
56 Urlaubstipps 58 Bücher und Filme KLIPP April 2012
2 Neuson Hydrotec:
Berlinger – Neubauprojekt
Zirbe - Königin
Murbodner
In eigener zu dieser Ausgabe ZweiSache Kreativköpfe
unter einem Hut
D
as Beta Lab im MP09 in Liebenau war als Brutstätte für den kreativen Nachwuchs gedacht. Ab Mai ist es – leider – Geschichte. Für die beiden Kreativköpfe Christian Alltag und Paul Scherübel war das Beta Lab jedenfalls ein Glücksfall, denn sie lernten einander dort kennen. Christian Alltag ist bereits seit 12 Jahren in der Design- und Medienbranche, am Beta Lab war er als Coach engagiert. Paul Scherübel wiederum war gerade aus London zurückgekehrt, wo er an der Universität Illustration studierte und das Studium auch abschloss. Für Klipp ist der gebürtige Weststeirer kein Unbekannter, war er doch vor seinem Studium in London mitverantwortlich für das Layout. Erst Es sind die Menschen, faszinieren. kürzlich haben Scherübeldie und Alltag die Wie sie Eröffnung ihrer gemeinsamen Agenturmachen, ihr Leben gestalten, was sie daraus „PaulAlltag Illustration“ in der Grazer Klosmit ihrem 6Schicksal zurechtkommen. terwiesgasse mit vielen Freunden gefeiert. Klipp „Wir denken ähnlich, wenn es um die wollte daher nie nur ein Polit-, Arbeit Wirtschafts-, geht, und darüber, was am Markt gebraucht oder Lifestylemagazin sein.dafür Unser Anspruch wird“, so die beiden. Ein Beleg ist die unserer Meinung nach gelungene Illustration ist klipp und klar: wir sind ein Medium für auf der Klipp-Titelseite zu einem sehr aktuelLeser, denen Vordergründiges len Thema. Natürlich wünschen wir vomnicht Klipp genügt. den beiden viel Erfolg für die Zukunft. In Wir halten nichts von Slogans wie „geht’s der ihrem Fall, sollte es sich ergeben, auch in der angesprochenen Schweiz.
Dr. Gunther Ledolter
Medieninhaber und Herausgeber: Medieninhaber und Herausgeber: Klipp Zeitschriften GmbH & Co KG, KLIPP Zeitschriften GmbH & Co 8020 Graz, Friedhofgasse 20,KG, 8020 Graz,60 Friedhofgasse Tel. 0316/42 80-0, Fax-Dw20, 122 Tel. 0316/ 42 60 80-0, Fax-Dw 122 office@klippmagazin.at office@klippmagazin.at Officemanagement: Officemanagement: Isabella Hasewend Hasewend Isabella Redaktion und Autoren: Redaktion undAli Autoren: Jürgen Lehner, Rosker, Reinhard Schuch, Michaela Vretscher, Jürgen Lehner, Ali Rosker, Helmut Dietl,Schuch, Karin Klug, Marguerita Fuller, Reinhard Michaela Vretscher, Maximilian Rombold, David Donnerer, Helmut Dietl,Elisabeth Karin Klug, Marguerita Fuller, Hewson.
Maximilian Rombold, David Donnerer, Elisbeth Hewson, Andreas Tauser Produktionsleitung:
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Dr. Manfred Rath
impressu m IMPRESSUM
Online lesen schärft den Blick!
Isabella Hasewend
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Martin Druschkowitsch, Hans Obersteiner, Produktion: Christian Wallner. Martin Druschkowitsch,
Christian Wallner
Lektorat: Mag. Dr. Günter Murgg
Lektorat: Mag. Dr. Günter Murgg Cover-Illustration: PaulAlltag
Wirtschaft gut, geht es allen gut“. Dass damit nur ein Bereich unserer Realität erfasst wird, das erleben wir tagtäglich. Klipp will mehr, hat einen breiteren Anspruch, wie Sie verehrte Leser, an der Themenvielfalt dieser Ausgabe wieder erkennen können. Spannende Lesemomente wünscht Ihnen das Klipp-Team. Jürgen Lehner
Druck: KOOTIS d.o.o., Slowenien Abonnentenpreise: Druck: MA-TISK d.o.o.€Maribor Jahresabo: 14,53
Zweijahresabo: € 26,16 Studentenabo: 2 Jahre € 18,16; Abonnentenpreise: 1 Jahr € 13,08 Jahresabo � 14,53, Zweijahresabo � 26,16, Studentenabo: 2 Jahre � 18,16, Vertrieb: 1 Jahr �&13,08 Hurtig Flink Vertrieb: Erscheinungsort: Hurtig & Flink Graz, Verlagspostamt: 8020 Graz, P.b.b. Erscheinungsort: www.klippmagazin.at Graz, Verlagspostamt: 8020 Graz, P.b.b. www.klippmagazin.at Nächster Erscheinungstermin: 22. Woche Nächster Erscheinungstermin: April 2012
Mag. Martin Sudi
Mag. Georg Siarlidis
Fünf Rechtsanwälte – ein Ziel:
Die beste Verteidigung
Mag. Andreas Huber
Die Kanzlei Friedhofgasse 20, 8020 Graz Tel.: 0316/ 7085, Fax: DW 25 law-office@rath-partner.at www.rath-partner.at
Unterstützt von den Konzipienten: Mag. Bernhard Schöngrundner • Dr. Christoph Fritz • Dr. Mario Fluch • Mag. Wolfgang Ehß KLIPP April 2012 KLIPP März 2012
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Operette gab es noch nie so groß In knapp einem Monat ist es so weit
Stubenbergsee läuft’s verkehrt rum. Erst Kultur, anschließend Kulinarik. Wir spielen nicht um neun Uhr am Abend bis gegen Mitternacht, sondern unsere Operettenvorstellungen beginnen um halb sechs am Vorabend bis Viertel nach acht. Gegen neun Uhr abends sind meine Theaterbesucher bereits in den Schanigärten und deftigen Buschenschenken rund um den See anzutreffen. Erst Kultur, dann steirisch-regionale Kulinarik. Welschriesling. Sommerlich leicht, trocken.
Großer Auftritt in Wien beim Stmk-Frühling vor der Premiere am 7. Juni in Stubenberg.
A
m Sonntag, den 3. Juni 2012, zehn Uhr Vormittag werden unmittelbar am Ufer des Stubenbergsees im steirischen Wein- und Apfelland die Tore zu Österreichs größtem Theaterzelt weit geöffnet. Am Spielplan der fünfwöchigen Seefestspiele stehen 17 Vorstellungen des Kálmán-Klassikers „Die Zirkusprinzessin“.Rekordverdäch-
tige Zeltdimensionen im Vergleich: Während das anmutige schwarze „Cats“-Musicalzelt derzeit in Wien auf 4 Masten mit einer Fläche von 2.000 m² ruht, ist das imposante Zirkus-Palastzelt in Stubenberg eine 6-Master-Konstruktion mit einer Fläche von 2.700 m². Inklusive der Nebenzelte total 4.000 m² überdachte Zeltfläche. Festspielinten-
Mehr als eine Posse? Grafik: www.wallner-media.at
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Auftakt zu Seefestspielen in Stubenberg
He, liebe Nachbarn, so geht das nicht! Vor Jahren wollten uns die slowenischen Nachbarn – zum Glück dann erfolglos – die Lipizzaner streitig machen. Die EUHerren in Brüssel hörten aber nicht auf sie. Obwohl – zugegeben – das Gestüt Lipica im heutigen Slowenien liegt und das Gestüt Piber in der Weststeiermark nicht die Geburtsregion für die weißen 4
Pferde ist. Nun haben es die Slowenen auf eines unserer beliebtesten Würstel abgesehen – die Krainer. Sie haben einen Antrag in Brüssel gestellt, dass die beliebten Krainer Würstel nur so genannt werden dürfen, wenn sie aus Slowenien kommen. Österreich hat sechs Monate Zeit, dagegen Einspruch zu erheben – man darf gespannt sein. Auch beim Kernöl machen die Slowenen mobil und das ist in Brüssel zum Glück als geschützte Marke anerkannt worden, aber jetzt wollen die Slowenen das als „Steirisches Kürbiskernöl jenseits der Mur“ schützen lassen. Ein Landesteil unserer Nachbarn nennt sich ja Štajerska. Es wäre ein Gag, wenn sie uns auch unseren Landesnamen in Brüssel abspenstig machen wollen.
dant DI Sepp Schreiner: „Operette in dieser Zeltgrößenordnung gab es bis dato in Österreich nicht und ist europaweit einzigartig.“ Schreiner im Originalton: „Stubenberg ist andersrum. In mehrfacher Hinsicht. Vom Neusiedlersee bis zum Bodensee gilt das Motto „Kulinarik, dann Kultur“. Bei uns am
Trocken ausgebaut ist nicht nur die steirische Edelrebsorte, sondern trocken bleiben auch tausende unserer Festspielbesucher. Jeden Sommer immer wieder dasselbe Spiel: Zerknirschte Kollegen auf den See- und Schlossbühnen, die bei Premieren oder Folgevorstellungen tausende klatschnasse Besucher aufgrund von Sturm und Schlagregen nach Hause komplimentieren müssen. Das erspare ich meinem Publikum und mir. In unserem eleganten, klimatisierten Theaterzelt ist die 100%ige Aufführungssicherheit gewährleistet. Motto „Theaterlust ohne Wetterfrust!“
ZU VIEL MONAT ODER ZU WENIG GELD?
Nächste Ziehung Ende Juni!
Foto: www.wallner-media.at
Man hat mir so manchen Rat mit auf den Weg gegeben. Leider habe ich die meisten unterwegs verloren. An die dienstbeflissenen Angestellten und Mitarbeiter von Bankhausrechtsabteilungen, Inkassobüros und Bezirksgerichten: Bitte verzeiht mir meine Schreibfaulheit! Ich weiß, Ihr schreibt mir wöchentlich, und ich selbst aber melde mich so selten bei Euch, oft nicht
einmal zu Weihnachten oder Ostern. Ich werde mich bessern! Was die Euren Schreiben beigelegten Erlagscheine und Zahlungsaufforderungen betrifft: diese kommen vom Postfach ohne Umweg in meinen Ausseer-Hut und nehmen somit an der vierteljährlichen Hauptverlosung teil. Gewinner der Ziehung für das 1. Quartal 2012: KFZ-Versicherung! Herzlichen Glückwunsch an den Gewinner! An alle Verlierer: nicht traurig sein, einfach weiterhin Erlagscheine senden, schon Ende Juni findet die nächste Ziehung statt! Ein Bürger * Name und Adresse erliegen in der Redaktion KLIPP April 2012
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Es ist Zeit, auf Wiedersehen zu sagen
Es war einmal vor 15 Jahren … B
eide beschlossen – ihren sozialen Idealen folgend – etwas Gutes tun zu wollen und dabei auch ein wenig Geld zu verdienen. „Pecunia non olet“, war man sich einig – ehrlich verdientes Geld ist keine Schande – und so kauften sie ein erstes Stück Land im Geburtsort von Harry F., bearbeiteten es mit ihrem Fleiß und Geschick und siehe da – da sprießte das erste Pflänzchen aus dem Boden, das die beiden „Kamille“ tauften – ein schmuckes Pflegeheim mit gerade 70 Betten im Kräuterdorf Söchau in der tiefsten Oststeiermark. So begann die erfolgreiche Zusammenarbeit von Harald Fischl, bekanntlich bis in seine Knochen blau, früher einmal GAK-Präsident, heute in Fürstenfeld in den Basketballsport verliebt, und Gerhard Moser, von seinem Herkommen her ein Roter mit Stammbaum. Letzterer, bereits 63, verbringt viel Freizeit an seinem geliebten Wörthersee.
Da sagte ihm vor wenigen Monaten bei einem stimmungsvollen Sonnenuntergang eine innere Stimme: „Wenn es der liebe Gott gut mit dir meint, wirst du noch 15 solche Sommer bei halbwegs guter Gesundheit erleben.“ Das Ehepaar Moser: Sie ist
Arbeit und Stress waren daraufhin gestern. Der Hobbyunterhalter auf der Gitarre stimmte hörbar für alle die Melodie „Time to say goodbye“ an. Gerhard Moser verkaufte seine Stammanteile an der erfolgreichen Kräutergartenpflegeheimgruppe – eine ausgezeichneter sie ist die zweitgrößte im Golferin. Und da fielen ihm wieder die Le- Lande – an seinen jüngeren Mehrbensweisheiten von Fritzchen ein: heitsgesellschafter Harald Fischl. „Wenn du 3 Jahre bist, bedeutet Er- Damit kommt der doppelte Doktor folg, nicht in die Hose zu machen. seinem geheimen Wunsch aus junWenn du 12 Jahre bist, bedeutet gen Jahren ganz nahe, auf seiner Erfolg, Freunde zu haben. Wenn du Visitenkarte unter seinem Namen 18 Jahre bist, bedeutet Erfolg, einen endlich nur noch ein Wort zu setFührerschein zu haben. Wenn du 20 zen, nämlich „Privatier“. Ob es nun Jahre bist, bedeutet Erfolg, Sex zu stimmt oder nicht – es klingt auf haben. Wenn du 35 Jahre bist, be- jeden Fall nach viel Geld. Der Herr deutet Erfolg, Geld zu haben. Wenn Doktor, in jüngeren Jahren auch in du 50 Jahre bist, bedeutet Erfolg, der Führungsetage der VOEST, in Geld zu haben. Wenn du 60 Jahre alt der Chefetage der Kages umtriebig bist, bedeutet Erfolg, Sex zu haben. aktiv, war offensichtlich immer ein Wenn du 70 Jahre alt bist, bedeutet kleiner Streber. Denn sonst hätte er Erfolg, einen Führerschein zu ha- nicht in der Schule und beim Stu-
Es geht um Mariazell
Ehepaar Roth (Saubermacher), Weihbischof Lackner, Otto Schenk und Pater Superior Karl Schauer.
Unter dem Motto „Steirer helfen Mariazell“ lud Hans Roth in den Grazer Minoritensaal zu einem Gala-Abend mit der Singer-Songwriterin Rebekka Bakken und Otto Schenk. Die 8. Benefizgala war ein voller Erfolg, Pater Superior Karl Schauer konnte 26.000 Euro in die Renovierungskasse der Basilika legen. KLIPP April 2012
ben. Wenn du 75 Jahre bist, bedeutet Erfolg, Freunde zu haben. Wenn du 80 Jahre bist, bedeutet Erfolg, nicht in die Hose zu machen.“
Zahlreiche Persönlichkeiten waren mit dabei, unter ihnen der ungarische Botschafter Vince Szalay-Bobrovniczky, Konsul Rudi Roth, Weihbischof Franz Lackner, die GRAWE-Bosse Franz Harnoncourt-Unverzagt sowie Othmar Ederer oder Energie-Steiermark-Chef Christian Purrer.
dium lauter Einser gehabt und sub auspiciis promoviert. Denn nur diesen schüttelt der Bundespräsident persönlich die Hand und als Draufgabe gibt es ein kleines Ringerl. Unter diesem Licht könnten seine Äußerungen, sich künftig mehr der Betreuung seiner Enkel und der Verbesserung im Golf sowie der Perfektion im Skifahren zu widmen, von seiner nächsten Umgebung und Freunden auch als gefährliche Drohung gewertet werden.
Wenn du 80 Jahre bist, bedeutet Erfolg nicht in die Hose zu machen.
Was bringt der Sommer? Seit März ist der Sommerflugplan des Grazer Airports in Kraft – mit im Gebäck sind rund 50 Destinationen. Dabei hat man sich auf die Urlaubsgewohnheiten der Steirer eingestellt. „Öfter aber dafür Kürzer“, lautet deren Motto. Neben Flügen ans Meer gibt es viele Städte- und Sonderflüge. Die große Neuigkeit: Nach Teneriffa und Cran Canaria werden jeden Samstag Direktverbindungen angeboten. Gute Verbindungen gibt es außer nach Griechenland, Spanien, Italien, Kroatien und - in Kooperation mit Thomas Cook – in die Türkei. „Dort haben wir unser Angebot um 12 % erweitert“, so Ioannis Afukatudis von Thomas Cook. Ferner schätzen mehr und mehr Urlauber im
Foto: © Flughafen Graz
Da lachte ein bereits wohlbestallter junger Unternehmer, nennen wir ihn Harry F., einen etwas älteren, aber im Herzen noch genau so jungen im Gesundheits- und Spitalswesen etablierten und erfahrenen Insider namens Gerhard M. an.
Ioannis Afukatudis sowie Gudrun Hauser von Thomas Cook und Gerhard Widmann - GF Flughafen Graz, informieren über Flugreisen.
jeweiligen Urlaubsland den Luxus. Dahingehend neu sind die „Wonderful Moments“ spezielle für Paare sowie das „Wellnes für Zwei“ oder exklusive Segeljacht–Ausflüge - Thomas Cook macht´s möglich. 5
Ruhe, bitte, Frömmel die Achte! V
ordergründig ist die mittlerweile schon achte Saisoneröffnung im Werzer’s in Pörtschach ein Promitreff. Dahinter steckt aber viel professionelle Netzwerkarbeit. Werner Frömmel, Gesellschafter der Mandlbauer Gruppe mit Sitz in Bad Gleichenberg, ist bekanntlich auch Bundesinnungsmeister des Baugewerbes. Seine arbeitende Umgebung produziert viele Projekte und Ideen. Das Werzer’s-Fest mit der PromiFangemeinde tut Frömmels Ego gut – denn wer von uns ist nicht eitel? – wenn so viele Freunde, Geschäftspartner in „seinem Haus“ am Wörthersee mit ihm feiern. Und so nebenbei kommt nicht nur Geld in die Kasse, sondern ist das Werzer’s und der Wörthersee ein g’schmackiges Thema für die Medien. Dass der Wörthersee Anziehungspunkt für VIPs ist, ist auch Hannes Jagerhofer zu verdanken. Mit seinem Beachvolleyball Grand Slam sorgt er jährlich für touristische Höchstfrequenz, wofür er von Werner Frömmel mit
(v. l.) Werner Frömmel, Heidi Schaller und Robert Kratky gratulieren Hannes Jagerhofer zum Werzer Award.
dem Goldenen Werzer’s Award ausgezeichnet wurde. Und gute PR kann man immer brauchen. An der „Front“ im Werzer’s ist natürlich auch die fünfköpfige Führungscrew der Mandlbauergruppe aktiv, die diese Gelegenheit zum einen oder anderen geschäftlichen Plausch nützt. Denn es gilt ja auch für die 500 Beschäftigten auch in Hinkunft
genügend Aufträge in den Büchern zu haben. Wobei die Mandlbauergruppe sich einen guten Ruf im Bau von Resorthotels geschaffen hat. Ob es sich nun um das Vitalhotel in Radkersburg, die Grimming-Therme im Salzkammergut, Hotels in Stegersbach, Waltersdorf, Loipersdorf oder am Firmensitz in Bad Gleichenberg handelt. Im Juni werden
übrigens mit dem Loisium in Ehrenhausen und später dann mit dem Spirodom in Admont weitere folgen. In der Heimatgemeinde Gleichenberg kommt es zur Errichtung eines neuen Ortszentrums. Bei so vielen Aktivitäten dürfen Bauleute auch einmal ordentlich feiern – und diese Disziplin haben sie schon immer gut beherrscht.
Etoxx Sportwagen Opening: Leuchtende Kinderaugen. Beim diesjährigen Charity Sportwagen Opening im Falkensteiner Hotel & Spa Bad Leonfelden gab es zahlreiche Ausfahrten mit vielen Kindern und zahlreichen Promis durch das schöne Mühlviertel und viele glückliche Kinderaugen und pochende Herzen. Viele Besucher machten die Sportwagen und deren Besitzer wieder zum Mittelpunkt ihres Interesses. Beim Charity Match Ferrari Nationalteam (u.a. mit Andreas
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Lipa, Gerd Wimmer, Heribert Kasper) gegen PS Allstars Oberösterreich (Pepi Schicklgruber, Herwig Drechsel, Markus Weissenberger) ging es heiß, aber sportlich fair zu. Beim erkämpften und verdienten Spielstand von 6:6 wurde schließlich, auch mit Hilfe der Sponsoren Easy Rider, Kurverband Bad Leonfelden, Falkensteiner Hotel & Spa ein Betrag von Euro 4.500,– an die Special-Olympics-Teilnehmer überreicht.
Foto: Peter Korp
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Von Gleichenberg zum Wörthersee
Heribert Kasper, Mr. Ferrari (6. v. l.): 4.500 Euro für Special Olympics.
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„Wo gesungen wird, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“, so heißt es schon seit Großmutters und Großvaters Zeiten. Großen Applaus und „Standing Ovations“ mit begeisterten Pfiffen gab es daher beim ersten Auftritt der Retter-Sternderl-Musik am Pöllauberg. Ulli Retter und ihr Mann hatten zum steirisch Aufrettern geladen. Die Besetzung der „Musi“ mit Geige, Hackbrett, Klarinette, Ziehharmonika, Gitarre ist bodenständig, aber das Besondere: die Künstler sind zum Großteil die Youngsters von Retter, so werden die Lehrlinge hausintern genannt. Die nicht nur arbeiten können, sondern auch singen, verstärkt durch die Führungscrew des Hauses. Am Pro-
Lebenslanges Lernen und laufende Fortbildung: Jedes Kind weiß, dass es ohne nicht mehr geht. Gerade jetzt in der Krise. Aber wie lernt man dazu oder bildet sich fort? Bringt es der Schneiderkurs für Männer, damit man im Zweitjob Socken stopft, oder soll frau Schlosserin lernen, um das ständig kaputte Haustor reparieren zu können? Wovon man nie genug verstehen kann, ist die Lebenskunst. Das ist die Kunst, in allen Lebenslagen zurechtzukommen. Mit wenig sein Auslangen finden und doch zufrieden sein. Mit dem Chef zu streiten (sofern der
Ulli und Hermann Retter läuten das Slow Food Fest ein.
gramm der Sternderl-Musik ein Hit der Stoakogler mit eigenem Text, die Pretuler Polka, auch etwas für Geburtstagskinder. Gefeiert und beklatscht wurden auch – das Fest stand ja unter dem Motto von Slow Food und der grünen Haube, also viel Bio – die BIO-Winzer Günter Schönberger und der Weinhof Lang sowie die Getreidemühle Mauerhofer in Pöllau und der Ortsfleischhacker Buchberger in Pöllau für die langjährige Zusammenarbeit.
Vom 10.000-Schilling- zum 40.000-Euro-Turnier
Jubiläum der Gösser Open in Maria Lankowitz Beim Putten könnte Martin Wiegele schon wieder mithalten. Der Lokalmatador und erfolgreichste steirische Golfprofi ist bekanntlich wegen zweier Hüftoperationen bei der „Jubiläumsausgabe“ vom 18.–20. Mai (20-jähriges Open) nicht dabei. „Nicht zu spielen ist natürlich extrem hart für mich, aber ich habe bereits mit der Rehabilitation begonnen und es wird wieder.“ Mit Roland Steiner könnte ein weiterer Steirer dennoch ganz weit vorne landen, er war ja im letzten Jahr sogar Zweiter. Als im Jahr 1993 die Gösser Open am Golfclub Murhof
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zum ersten Mal gespielt wurden, gab es als Preisgeld 10.000 Schilling. In diesem Jahr ist das Turnier mit 40.000 Euro dotiert. Für Gösser-Verkaufsdirektor Gerald Paunger steht mit dem 20-Jahr-Jubiläum natürlich ein besonderes Highlight vor der Tür. „Die Gösser Open sind das traditionsreichste Profiturnier des Landes. Blickt man auf die zwei vergangenen Jahrzehnte zurück, darf man durchaus von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Wir freuen uns sehr, dass diese Idee zu einer so einzigartigen Partnerschaft geführt hat.“
spüren wir die Lebenskraft in uns und lassen Belastendes frohen Mutes los. Wir tanzen Nächte durch und alles wird gut. Zum Glück wird in der Fortbildung auch an ältere Menschen gedacht. Weil die Blechas und Kohls nur noch an den schnöden Mammon denken und Altersgeiz und Gier eine unschöne Verbindung eingehen, gibt es die Basiskurse „Spiritualität 60+“ oder „Lebenssinn für Senioren“. Hier kann man sich auf die wahren Werte besinnen, jenseits von Sparschweinen und Lebensversicherungen. Die Jungen, für die bald kein Geld mehr
Tanzend zur Mitte finden Lebenskünstler überhaupt einen hat) und trotzdem cool zu bleiben. Deshalb sind alle Lebenskunst-Seminare für Anfänger und Fortgeschrittene derzeit komplett ausgebucht. Aber schauen wir, was es sonst noch so gibt in unseren Bildungshäusern. Wie wäre es mit „Einander verstehen – statt aneinander vorbeireden“? Damit ist man z.B. bei Diskussionen über gendergerechte Verteilung der Aufgaben im Haushalt oder Taschengelderhöhungen der Kinder gewappnet. Eventuell könnte man sich sogar auf ein gemeinsames Fernsehprogramm einigen. Und erspart sich den teuren Familiencoach. Beweglichkeit ist in Krisenzeiten von großer Bedeutung. Mit dem Workshop „Bewegliche Füße – die Basis einer aufrechten Haltung“ sind wir nicht nur flinker und schneller als die Krise, wir bewahren auch Haltung. Unnötig zu erwähnen: ein Muss für Politiker. Mit Griechenland, Euro, Feinstaub und Pensionen stecken wir in massiven Krisen, die uns alles abverlangen. Zugang zu den eigenen Kraftquellen bieten da Veranstaltungen wie „Tanzend zur Mitte finden“ oder „Lasst uns froh und munter sein“. Da
da ist, tragen das mit Fassung im Seminar „Die heilende Kraft der Versöhnung“. Für alle Altersgruppen gilt, dass in einer Zeit von Stress und Hektik die Besinnung auf das Innen immer wichtiger wird. Persönliche Wellnessoasen schaffen, heißt das Stichwort. Dazu eignen sich Abhängen auf der Couch oder der Stadtparkbank, entspanntes Im-Kreis-Fahren mit der Bim oder lange Liegestuhltage in Balkonien. Soll der Euro verdammt noch mal untergehen, wir können es sowieso nicht ändern. Wir hören lieber im Bildungshaus auf „Engelbotschaften“ und stimmen uns mit einem langen OMMMMMM auf das ein, was metaphysisch auf uns zukommt. Ich persönlich schwanke noch, für welche Fortbildung ich mich entscheide. Ob für „Alles ist möglich“, ein Training zur Verbesserung der persönlichen Performance, das möglicherweise beim Lottospielen hilft. Oder vielleicht doch lieber für den meditativen Kräuterspaziergang „Löwenzahn beißt nicht“. Da könnte ich meinen Hund mitnehmen. Der beißt auch nicht. Reinhard Schuch
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Premiere für Retters SternderlMusik
S p o ts
Samira – die weiße Prinzessin cas, Guanacos, Emus, mexikanische Zwergrinder, Esel, Vögel und einen Streichelzoo. So viele Tiere haben aber auch Hunger und müssen entsprechend gefüttert und gepflegt werden. „Andere kaufen sich Autos oder sonst was“, antwortet Herbert Schober auf die Kostenfrage. Für die Gäste der weithin bekannten Buschenschank (Pechmann’s Alte Ölmühle) sind die Tiere eine willkommene Abwechslung und natürlich beliebte Fotomotive.
Wir, ein Klipp-Team, sind unterwegs zu einer großen Kamel-Familie. Nein, nicht im Flugzeug zu den Wüsten Afrikas, sondern nach Ratschendorf in der Südoststeiermark. Kein Scherz, denn dort hegt und pflegt die Familie Schober (Pechmann’s Alte Ölmühle) mittlerweile 21 dieser edlen Tiere.
Hochseeyacht an Land
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nd kürzlich hat es auch Nachwuchs gegeben: ein weißes Kamel kam zur Welt. Etwas ganz Seltenes. Samira, der arabische Name für Prinzessin, heißt die junge Dame. Bei Gosdorf biegen wir von der Bundesstraße links nach Ratschendorf ab. Hinweisschilder „Achtung Kamele“ machen uns darauf aufmerksam, dass wir bald vor Ort sind. Unser Ziel ist Pechmann’s Alte Ölmühle in Ratschendorf. Als wir auf der Koppel der jungen Dame zum ersten Mal durchs flauschige Fell fahren, da kommt einfach Freude auf, dass sich Samira sogar ganz zutraulich zeigt. Die junge Kamel-Dame ist noch wackelig auf den Beinen. Ihre Hinterläufe sind schwach. „Das wird schon noch“, zeigt sich Irmgard Schober zuversichtlich. Jung-Kamele können nur im Stehen die Milch der Mutter trinken, am Euter saugen. „Das schafft Samira nicht gut, weil sie eben zu wackelig ist. Daher bekommt sie alle paar Stunden das Flascherl. Durstig, wie sie ist, gab’s in der Anfangszeit rund einen Liter, nun ist es schon viel, viel mehr.“ Ohne das Flascherl hätte Samira nicht überleben können, weil die Mutter zwar genügend Milch hat, aber eben das Kleine sich beim Saugen schwertut. „Der Tierarzt hat gemeint, das könnte bis zu einem halben Jahr dauern. Das ist schon eine große Aufgabe“, sagt Irmgard Schober, während Samira kräftig an der 8
Irmgard Schober hat die Mutterrolle übernommen. Am Anfang weniger, jetzt schon rund 9 Liter Kuhmilch pro Tag für die hungrige Samira.
Flasche zieht. Die Kamel-Mutter hat nichts dagegen. Sie passt auf ihr Kleines auf, sieht interessiert zu. Der Vater ist in dieser Phase bei Kamelen überhaupt völlig unwichtig und vergnügt sich irgendwo draußen auf der weitläufigen Weide.
Natürlich ist Vorsicht angesagt … wenn man Kamelen näher kommt. Und das sollte man möglichst von vorne tun, denn ihre langen Beine können beim Aufschlagen zu einer gefährlichen Waffe werden. Samira hingegen hüpft nach dem Trinken vor Freude wie ein kleines Fohlen durch die Koppel, möchte mit allen rundherum spielen und vor allem mit ihrer Milch-Mutter, an die sie ihren Wuschelkopf schmiegt. „Sie ist an mich jetzt schon sehr gewöhnt und ich bin ihr sehr vertraut, aber wir achten darauf, dass sie auch viel Zeit bei der Mutter verbringt, damit sie dann in der Herde auch akzeptiert wird und aufgenommen bleibt“, so Irmgard Schober. Während sie das sagt, versucht Samira bei ihrer Kamel-Mutter Aisha sich eine Zu-
satzration zu holen – und es gelingt ganz gut, auch, wenn diese nicht ruhig steht. „Der Herbert, mein Mann, versucht sie dann zu halten und sie ans Trinken bei der Mutter zu gewöhnen.“ Begonnen hat die Kamel-Liebe der Familie Schober vor zehn Jahren. Da habe ich mir meinen Kindheitstraum erfüllt. Und die ersten beiden Kamele haben wir vom Tiergarten Schönbrunn bekommen. „Dort haben wir auch das nötige Wissen über das fachgerechte Halten der Tiere erfahren.“ Mittlerweile waren die Schobers auch schon mehrmals auf „Erkundungsreise“ in SaudiArabien. Bereits mehrere der edlen Wüstentiere sind am Kamelhof in Ratschendorf zur Welt gekommen. „Aber Samira ist das erste weiße Kamel“, so die Schobers erfreut. Das entzückende, flauschige Kamel ist aber bei weitem nicht die einzige Attraktion im Hause Schober, ein Besucherhit ist auch alljährlich das große Kamelfest. Für Tiere haben die Schobers ein großes Herz, denn sie halten auch Lamas, Alpa-
Aber auch für die Männerwelt, die Technikfreaks, gibt’s jede Menge Interessantes zu sehen. Herbert Schober sammelt alte Traktoren, Bauernmaschinen, Autos, Werkzeuge, Hausrat aus den 50er- und 60erJahren, alles, was in den letzten Jahrzehnten halt in war und dann auf dem Müll landete. Die jüngste Errungenschaft ist eine Hochseeyacht, zwölf Tonnen schwer, die man über Land aus Kiel nach Ratschendorf brachte. Im eigens geschaffenen kleinen Teich kann sie allerdings nicht wirklich bewegt werden, maximal zwei Meter vor und zwei Meter zurück. Aber wer weiß, vielleicht graben die Schobers auch noch einen Kanal bis zur Mur. Ausgeschlossen ist das bei so viel Unternehmensgeist, wie Irmgard und Herbert Schober zeigen, gar nicht. v
Ein richtiges Schmusetier
KLIPP April 2012
Das Leben ist voller Höhen und Tiefen.
Wir sind für Sie da. Finanzgeschäfte sind kompliziert genug. Deshalb sprechen wir eine einfache und verständliche Sprache. Denn wir wissen: Nur wenn wir uns verstehen, können wir auch die richtige Lösung für Sie finden. www.bankaustria.at
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Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig und Ex-GAK-Präsident Peter Svetits
Kämpfen weiter gegen die Götter in Schwarz OLG Graz sagt: Verhaftung war rechtswidrig
Hannes Kartnig: Hofft, hofft und hofft...
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ussballmanager Peter Svetits, früher bei Austria, wurde Anfang November 2011 überfallsartig festgenommen und kam in U-Haft. Bei einem Treffen mit der ehemaligen Finanzmanagerin des GAK. Diese Staatsanwaltsaktion sorgte für Schlagzeilen österreichweit im TV und allen Medien. Das Oberlandesgericht Graz: die Festnahme war rechtswidrig. Doch was nun? Ist der Ruf einmal ruiniert lebts sich ungeniert.´ Nicht Peter Svetits hat das Oberlandesgericht wegen der Verhaftung befasst, sondern seine damals ebenfalls mitverhaftete Gesprächspartnerin. Als Haftgrund wurde damals Verdunkelungs- und Verabredungsgefahr angegeben. Das Oberlandesgericht Graz sagt nun: die war nicht gegeben, also die Verhaftung war rechtswidrig. Was auch nachvollziehbar ist. Denn die EX-Finanzmanagerin hatte zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Male bei der Staat-
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anwaltschaft ausgesagt, hatte ihr Wissen über die Vorgänge im GAK und in der Amtszeit von Peter Svetits als GAK-Präsident ausführlichst dargelegt. Peter Svetits: wie soll also damals noch eine Verdunkelungsgefahr bestanden haben. Das ist von der Staatsanwaltschaft konstruiert worden, einfach falsch dargestellt worden dem Gericht gegenüber. Ich lasse mit das sicher nicht so bieten. Wir beraten mit meinem Anwalt, wie ich vorgehen werde. Ich hab auch schon Beweise, die meinen Standpunkt untermauern. Der Standpunkt von Svetits wird durch folgenden Umstand untermauert. Der Sprecher der Staatsanwalt erklärte nach der Festnahme der beiden sinngemäß, diese erfolgte deshalb, wie die beiden schon über einen längeren Zeitraum telefonisch und auch physisch überwacht worden seien. Und der Zugriff bei der Geldübergabe eben absolut
Peter Svetits (rechts) mit Trainerkollegen Gregoritsch bei einem Darby.
notwendig war um nicht noch mehr zu provozieren. Wie aber passt das zusammen? Die Finanzbuchhalterin hatte wenige Tage vorher eine Strafverhandlung im Landesgericht Graz, also als sie bereits unter Beobachtung der Polizei stand. Dort wurde sie wegen Veruntreuung von 250.000 Euro bei ihrem späteren Arbeitgeber zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt. Die Begleitumstände dazu waren äußerts mysteriös, bei dieser Schadenshöhe. In der Verhandlung kam zur Sprache, dass sie im Fall des GAK in den Monaten zuvor voll mit den Ermittlungsbehörden kooperiert hat. Was den Gedanken auftauchen lässt: war sie zu diesem Zeitpunkt nur als Köder eingesetzt um an die immer wieder kolportierten großen Hintermänner heranzukommen? Peter Svetits: !Was soll das ? Meine Zeit als GAK-Präsident war ja von Der Finanz schon voll geprüft worden und die Frau hat alles ausgesagt ge-
habt. Da gab es also nichts mehr zu verdunkeln, wie die Staatsanwaltschaft behauptet hat.“
Ich werd mich wehren und kämpfen wie ein Raubtier Hannes Kartnig ist in einer schwierigen persönlichen Situation, „überlebt“ derzeit nur weil er sich an eines klammert: Hoffnung, Hoffnung, Hoffnung – wie er selbst sagt. Und logischerweise wird er mit dem ihn zur Macht stehenden Mitteln gegen das Urteil ankämpfen. „Ich wird mich wehren und kämpfen wie ein Raubtier, dem man den Tod wünscht.“ Das Urteil wird ja in den nächsten Wochen schriftlich vorliegen, erst dann können Kartnigs Anwälte die nötigen Schritte einleiten. Sollte die nächste Instanz die Urteile nicht herabsetzen oder teilweise aufheben, dann sind sämtliche ehemalige Mitglieder von Sturm bis zu ihrem Lebensende Sozialfälle. KLIPP April 2012
Rechtsexperten fragen sich allerdings, warum einige prominente Vorstandsmitglieder aus der Kartnig - Ära von der Beschuldigtenliste gestrichen wurden. Wenn es um die Gesamtverantwortung für den Vorstand geht, dann hätten auch diese auf der Anklagebank Platz nehmen müssen.
Zweierlei Maß Der Tenor der Kommentare österreichweit: Am Urteil von Hannes Kartnig sähe man wieder, wie in unserem Rechtsstaat mit zweierlei
Maß gemessen werde. Man mag zu Kartnig stehen, wie man will. Aber ihn vom Strafausmaß her mit Sexualstraftätern oder Verbrechern gegen Leib und Leben auf eine Stufe zu stellen, sei eine skandalöse Kapriole unseres Rechtssystems und hat mit Gerechtigkeit nichts zu tun. Unser Rechtssystem sei auf den Schutz von Kapital aufgebaut und nicht auf Schutz des Menschen und des Lebens. Die einzige Ausnahme in diesem System betrifft die Politik. Denn da können Milliarden verschoben werden - ohne Konsequenzen für die Verantwortlichen.
Mein Angebot
von Andreas Tauser
Gestern habe ich unruhig geschlafen, obwohl ich mich an meinen Vorsatz hielt, nach Mitternacht nicht mehr zu essen. Aber vielleicht lag es daran, dass mir die ganze Nacht die Sonne ins Gesicht schien. (Der Dichter arbeitet - bitte nicht wecken.) Jedenfalls plagte mich ein schrecklicher Albtraum, in dem mir die Göttin der Dummheit erschien. Als ich wach wurde, musste ich an die 2012-Weltuntergangstheorieanhänger denken. Und so möchte ich mich nun direkt und persönlich an eben jene Fatalisten wenden.
Die Urteile: Präsident Hannes Kartnig: Schuldig der Lohnsteuerhinterziehung von 8,4 Millionen Euro und der Steuerhinterziehung von 1,6 Millionen Euro in seinem Unternehmen. Schuldig der grob fahrlässigen Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen. Schuldig der betrügerischen Krida. Schuldig des teils versuchten schweren Betrugs. Strafe: zwei Jahre Haft und Geldstrafe von 6,6 Millionen Euro nach dem Finanzstrafgesetz. Dazu drei Jahre Haft für die anderen Vorwürfe. Der Klubsekretär: Beitrag zu Hinterziehung von Lohnabgaben. Strafe von 2,3 Millionen Euro bedingt. Der Vize und Anwalt: Beitrag zur Hinterziehung von Lohnabgaben, zur Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen. Strafe: 1,7 Millionen Euro, sechs Monate bedingt. Der Pensionsversicherer: Beitrag zur Hinterziehung von Lohnabgaben und zur Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen. Strafe: 1.3 Millionen Euro plus sechs Monate bedingt. Der Buchhalter: Beitrag zur Hinterziehung von Lohnabgaben und zur Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen. Strafe: 3,8 Millionen Euro plus 18 Monte (12 bedingt) Sportdirektor Heinz Schilcher: Beitrag zur Hinterziehung von Lohnabgaben. Strafe: 1,9 Millionen Euro. Der Hauptkassier: Beitrag zur Hinterziehung von Lohnabgaben und zur Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen. Strafe: 2,1 Millionen Euro plus sechs Monate bedingt Die „gute Seele“ des Vereins: Beitrag zur Hinterziehung von Lohnabgaben und zur Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen; falsche Beweisaussage. Strafe: 3,1 Millionen plus 12 Monate bedingt Alle werden verpflichtet, den geschuldeten Abgabenbetrag zu entrichten. Quelle: Kleine Zeitung
KLIPP April 2012
Nur wenige Monate bis zum Weltuntergang
Geschätzte Weltuntergangsbeängstigte, ein für die Jahre 1998, 1999, 2000 und dann für das Jahr 2003 vorhergesagtes Weltuntergangsszenario wird 2012 nun wohl endlich eintreffen. Ich verstehe Ihre Ungeduld. Außerdem, wie steht man denn da als Verschwörer, wenn das Vorhergesagte nicht und nicht wahr werden will und so lange auf sich warten lässt. Da Sie jetzt aber schon einmal der unumstößlichen Meinung sind, dass es 2012 endlich so weit sein wird, ersuche ich Sie hiermit in aller Höflichkeit und Dringlichkeit, mir Ihre allfälligen Vermögen und andere Besitztümer bis zum 21. Dezember 2012 zu überschreiben, da Sie selbst eben diese nach dem genannten Datum nicht mehr brauchen werden. Mobiliar und andere bewegliche Güter können ab heute jederzeit bei mir persönlich auf abgegeben werden, in meiner
Abwesenheit nehmen Mitbewohner und Nachbarn an mich adressierte Pakete und andere Gegenstände gerne entgegen. Finanzielle Werte, so möchte ich bitten, mögen nicht in bar, sondern nur per Überweisung auf eines meiner Bankkonten übermittelt werden. Entsprechende Kontodaten auf Anfrage. Ich verbleibe mit dem Ausdruck der selbstlosen Hoffnung, dass mein Angebot für Sie willkommene Hilfe sein wird in dieser Zeit des Abschiedes, des Abschließens, des Loslassens, in dieser Zeit der Vorbereitung auf ein unaufhaltsames Ende. Wenn sie wollen, nehmen Sie meine Hilfe durchaus und ohne jede falsche Scham in Anspruch, auf dass ich Ihnen zumindest im Bereich der Besitztumsregelung geholfen habe werde. Der 21. Dezember 2012 kommt bestimmt. 11
AL KE TB UE EN L &L L E U T E
2012
Coverstory
Er ist der Joker für
2015
Foto: Heimo Ruschitz
Da geht es für die steirische ÖVP um alles
Man darf davon ausgehen, dass Franz Voves und Hermann Schützenhöfer die Politbühne verlassen werden, also nicht mehr als Spitzenkandidaten für die nächste Landtagswahl zur Verfügung stehen. 12
A
uch wenn sich die Reformzwillinge bei ihren gemeinsamen Auftritten kryptisch geben. Man muss kein Prophet sein: Beide werden vor der Landtagswahl 2015 gleichzeitig den Zeitpunkt ihres Abschiedes von der Landesspitze verkünden. Jedes andere Vorgehen wäre ein Bruch der viel gepriesenen Reformpartnerschaft. Warum Voves und Schützenhöfer 2015 nicht noch eine Runde an der Spitze dre-
hen werden: Die schweren Jahre, das dicke Ende, was die Gemeindefusionen und das Zusammenlegen der Bezirkshauptmannschaften angeht, kommen nämlich erst nach 2015, wenn alles umgesetzt werden muss. Genau im Frühjahr wird es dann Gemeinderatswahlen geben, die überwiegend für die Oppositionsparteien gut ausgehen werden. Also ist es klar, es kann nur schlechter werden für Franz Voves und Her-
mann Schützenhöfer – die Luft an der Spitze ist dünn, die Wähler oft rasch enttäuscht. Die (politische) Abseitsfalle kann sich überraschend auftun. Dafür gibt es genügend Beispiele. Das jüngste aus dem Sport: Franco Foda, vor einem Jahr noch als Trainer von den Fans triumphierend durch das Stadion in Liebenau getragen, wurde jetzt in die Wüste geschickt. Es ist zwar schon einige Jahre her: Waltraud Klasnic galt als KLIPP April 2012
Eigenartiger Neustart Was das Pikante ist an dieser Erkenntnis der beiden Parteiführer: Sie tun so, als wären sie neu in die Politik eingestiegen und hätten dieses „neben den Socken stehen“ als Erbe ihrer Vorgänger übernommen. Dabei fuhrwerken sowohl Voves wie auch Schützenhöfer schon lange, der eine bereits 10 und der andere 7 Jahre, an der Spitze ihrer Parteien. Sie waren also in der Steiermark hauptverantwortlich dafür, dass die Politik „neben den Socken steht“. Ihr Eingeständnis klingt eigenartig, gerade so, wie wenn Firmenchefs ihren Mitarbeitern erklären: wir haben jahrelang die Firma an die Wand gefahren aber jetzt machen wir, sind wir bereit für einen Neustart. Vom politischen An-
Hermann Schützenhöfer und Franz Voves: sie verschweigen sich noch, wenn gefragt wird, wann ist Schluss?
stand her wäre es bei einer solchen Analyse wohl passender gewesen, so wie das anderswo geschieht, sich zu entschuldigen, dankend zu verneigen und zurückzutreten.
Für die ÖVP geht es um alles Natürlich hofft die steirische SPÖ, dass Franz Voves auch nach 2015 „für sie da ist“. Denn es ist klar, Hermann Schützenhöfer hätte keine Chance gegen ihn bei der Landtagswahl, das zeigen alle Umfragen. Voves ist der unumstrittene Hausherr in der Grazer Burg. Doch dass Voves noch einmal in den Wahlkampf zieht, das ist mehr Wunschdenken der steirischen SPÖ. Für die ÖVP geht es bei der Landtagswahl 2015 um alles. Sie liegt derzeit in den Umfragewerten bei 23–25%, die SPÖ kratzt noch an der 30%-Wählergunst. Die Frage, wer als Spitzenkandidat für die steirische ÖVP in die Landtagswahl 2015 gehe, darf zurzeit nicht diskutiert werden. Zumindest von offizieller Seite nicht.
Eine schwere Hypothek Dennoch gilt es, sich für die Zeit nach Schützenhöfer und Voves zu positionieren, um nicht für weitere 10 Jahre im Land die Nummer zwei zu bleiben. Für die einst so erfolgsverwöhnte steirische ÖVP eine schwere Hypothek. Doch die SPÖ darf sich
auch ohne Voves nicht sicher fühlen, mit Bettina Vollath oder einem anderen Spitzenkandidaten die Nummer eins zu werden. Und was die Politik so spannend macht für die nächsten zwei Jahre, ist die Frage, wer wird dann schlussendlich die steirische ÖVP in die Wahl 2015 führen. Bei entsprechender geschickter Strategie kann sie, die derzeit nicht gut beisammen ist, wie ein Phönix aus der Asche aufsteigen und den Landeshauptmann stellen. Im Gegensatz zur SPÖ kann sie einen neuen, frischen Kandidaten bringen. Er ist der Joker und der sitzt in der Landeshauptstadt Graz: Bürgermeister Siegfried Nagl. Schon in wenigen Monaten, im Jänner 2013, gibt es in Graz Gemeinderatswahlen. Und man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass Siegfried Nagl niemand den Bürgermeisterposten streitig machen wird. Im Gegenteil, Nagl wird seinen dritten Wahlgang als klarer Sieger abschließen. Die ÖVP weiß natürlich, dass sie die besten Chancen auf Landesebene mit Nagl dann hat, wenn sie ihn erst wenige Monate vor der Wahl offiziell bekniet, sich doch als Spitzenkandidat zur Verfügung zu stellen. Denn im Frühjahr 2015 sind ja noch im Lande Gemeinderatswahlen zu schlagen und Nagl sollte dann erst danach, völlig unbeschädigt als
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Spitzenkandidat seinen Wahlkampf starten können.
In Graz entscheidet sich alles Franz Voves sollte dann schon in der Schlussphase oder gar nicht mehr an Bord der SPÖ-Regierungsmannschaft sein. Nur gegen ihn hätte Siegfried Nagl als Herausforderer einen schweren Stand. Ein möglicher Coup der SPÖ: Sie versucht ihren Nachfolger/in für Voves früh genug in Rennen zu schicken. Doch Nagls Vorteil gegenüber jeden anderen SPÖ-Kandidaten liegt glasklar auf der Hand. Er hat nicht das Image eines Berufspolitikers, daher würden die ÖVPFunktionäre draußen am Land sich buchstäblich die Haxen ausreißen, damit sie am Wahlabend wieder einmal richtig jubeln können. Letztendlich entscheidet aber über Sieg und Niederlage bei den Landtagswahlen immer das Ergebnis in Graz. Das war auch im Jahr 2010 so, als die ÖVP mit Hermann Schützenhöfer sich vor Bekanntwerden des Ergebnisses in Graz schon als Sieger fühlte, doch Voves schnitt in Graz besser ab und Schützenhöfer unerwartet schlecht. Siegfried Nagl als langjähriger, dann schon Exbürgermeister, muss sich solche Sorgen nicht machen. Ihn würden die Grazer sicher gerne als Landeshauptmann sehen. v
Coverstory
Da treten Franz Voves und Hermann Schützenhöfer an die Öffentlichkeit und verkünden ihre großen Reformen. Die Politik „steht neben den Socken“, diktieren sie den Journalisten quasi in die Feder. Manche Politiker leben in einer hermetisch abgedichteten Welt, die es schon längst nicht mehr bei uns gibt. Die Parteien müssten erkennen, dass sie mit ihren Strukturen nur mehr einen ganz kleinen Teil der gesellschaftlichen Wirklichkeit repräsentieren. Und Franz Voves nickt beifällig und fügt seinerseits hinzu, die Spiele, Rituale und Mätzchen der Parteiapparate interessieren niemanden mehr, das zipft die Menschen an. Sie wollen einfache und verständlich erklärte Lösungen.
Foto: Grebien
Seltsame späte Erkenntnis
Foto: GEPA
Landeshauptfrau nach ihrem Triumph im Jahr 2000 als praktisch unbesiegbar. Fünf Jahre später schickten sie die Wähler ebenfalls in die Wüste und Franz Voves kam.
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Aus sechs mach drei Die Grünen, die KPÖ und die FPÖ kritisieren den Alleingang der beiden Reformpartner Franz Voves und Hermann Schützenhöfer. Sie würden keinen informieren und auch niemanden einbinden, attackieren sie die beiden Parteichefs. Eine Reform sollte von einer möglichst breiten Zustimmung abhängig sein. Doch Voves will das Tempo bewusst hoch halten. Nach der Zusammenlegung von Judenburg und Knittelfeld zum Bezirk Murtal sind eben jetzt drei weitere Bezirke an der Reihe. Mit Beginn 2013 werden Bruck an der Mur und Mürzzuschlag fusioniert, ebenso Feldbach und Radkersburg sowie Fürstenfeld und Hartberg. Es gehe nicht um einen Kahlschlag, verteidigen sich die Reformpartner, sondern um mehr Effizienz für die Bürger, aber auch um Kostensenkung. Weitere Bezirkszusammenlegungen werde es aber bis 2015 nicht geben, versuchen sie zu beruhigen. Das hört man besonders in Murau gern, denn seit Monaten stand eine etwaige Fusionierung des Bezirkes mit dem neuen Bezirk Murtal im Raum.
www.freiraumwohnen.at Herr Ing. Wolfgang Sixt
Tel.: 0664/6275100
KLIPP April 2012
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Politik
scheider. Dieser kommt wie sie aus Kapfenberg. Die studierte Soziologin wurde von der früheren SPÖFrauenchefin Barbara Gross – sie ist
zu nützen. ÖVP, Grüne und FPÖ liegen in der Gunst der Grazer weit vor der SPÖ. So gesehen kann es ja nur besser
lungen. Es gibt Konzepte, die bis zur nächsten Wahl im Jahr 2013 der SPÖ Sympathien und mehr Wähler bringen sollen. Als neue Parteiche-
macht, nämlich die Frauen. Und die wollen, gleich wie die Grünen in Graz, eine Frau an der Spitze im Rathaus sehen.
+ KLAR Blau-Schwarzer Sumpf
E-Control schröpft die Guten
Es rumort in der Strombranche ordentlich Er war der größte Blender, der seine Anhänger und Unterstützer hinters Licht geführt hat. „Der Saustall gehört ausgemistet“, versprach der ie steirischen Stromversorverstorbene FPÖ- und BZÖ-Chef ger müssen gegenüber der und Kärntner Landeshauptmann E-Control ihre KostenstrukJörg Haider seinen Wählern und tur offenlegen. Diese trifft darauf die dem kleinen Mann auf der Straße. Entscheidung (aufgrund der SysUnd sie glaubten ihm gerne. Einen temnutzungsverordnung 2012), wer Nachsatz unterließ er allerdings: in den Ausgleichszahlungstopf was Der Saustall gehöre ausgemistet, daeinzahlen muss und wer was bemit sich dort seine Freunde und Spezls einnisten können. 12 Millionen Euro habe der Haider-Freund Dietrich Birnbacher, Steuerberater in Villach, beim Verkauf der Kärntner Hypo als Honorar zugestanden bekommen. Und zwar im Zuge des Verkaufs der Hypo Alpe Adria an die Bayern LB. Es waren Jörg Haider und der Kärntner Landesrater Josef Martinz – er ist auch Kärntner ÖVP-Chef –, die dieses Honorar Birnbacher zuschanzten und ihn mit der Begleitung des Landes beim
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Hypo-Verkauf sozusagen beauftragten. Birnbacher ist auch privater Steuerberater des Kärntner ÖVPChefs. Dass er sich noch in Kärnten kommt. Es geht dabei um knapp 2 halten kann, ist auf die besonderen Millionen Euro. Verhältnisse dort zurückzuführen. Zum Zahlen verpflichtete per BeBesonders pikant, dass Martinz als scheid die E-Control unter anderem Funktionär der Kärntner Landesdie Stromversorger Köflach, Hartholding nun unverfroren dafür einberg, Gleisdorf. Empfänger von jetritt, das Honorar von Birnbacher weils mehreren Hunderttausend Euro zurückzufordern, wie er in einem sind unter anderem Bruck, Juden„Kurier“-Gespräch behauptet. Es gibt klarerweise aber starke Indizien dafür, dass man gegen Martinz selbst vorgehen sollte. In einem Gerichtsprozess hat nun ein unabhängiger deutscher Gerichtsgutachter – sein Name ist Frank A. Schäfer – festgestellt, dass Birnbacher’s Honorar im Zusammenhang mit der Hypo maximal 200.000 Euro ausmachen hätte dürfen. Es war also 30 Mal zu hoch. Diese Feststellung führte nun dazu, dass Birnbacher selbst auspackt.
Bildhaft schilderte Birnbacher den 11. März 2008, an dem sein Honorar halbiert wurde: „Dr. Haider hat mich gefragt: Birni, wir können dir burg, Kindberg, Gösting. Die Verantdie 12 Millionen nicht zahlen. Bist wortlichen der „Nettozahler“ wehren du mit 6 auch zufrieden?“ Birnbasich nicht prinzipiell gegen die Auscher habe ja gesagt, er hätte es übrigleichszahlungen. Nur, die E-Control gens auch billiger geben auf die Fraweigert sich, transparent zu machen, ge, ob er auch mit einem niedriger, wie sie die Kosten berechnet hat, etwa 2 Millionen Euro, zufrieden geund dafür das Modell auf den Tisch wesen wäre: „Ja, aber mich hat niezu legen. Es ist daher nicht nachvollmand gefragt.“ Er habe auch geziehbar für die Stromversorger die genüber Haider einmal festgestellt, wirkliche Kostenbasis. Die höheren dass das eigentlich sehr viel Geld Gewinne der „Einzahler“ erfolgen sei, das er erhalten würde, gibt Birnaber nicht auf Kosten der Kunden bacher weiter an. Dieser meinte, er durch höhere Tarife oder schlechtesolle sich keine Sorgen machen, das re Stromversorgung, sondern durch Geschäft laufe ohnehin gut. Parteiniedrigere Kosten und effizientes Arenfinanzierung via Honorar bestreibeiten. Damit bestraft man die Guten, tet der pensionierte Steuerberater heißt es z. B. in Köflach. Für einige vor der Justiz: „Das gesamte HonoStromversorger sind die geforderten rar ist nur zu mir gekommen.“ (Und „Strafzahlungen“ der E-Control sogar zum Finanzamt) Sein Anwalt ergänzt, dass auch nichts an Dritte weitergeleitet wurde. So ganz ne-
KLIPP September/Oktober 2011
existentiell bedrohend. Offensichtlich ist das politisch gewollt, mutmaßen die Betroffenen. Sonderbar ist: Zu den Nutznießern zählen gleich So sah er sich gern: als Staatsmann. Er wollte den „Saustall“ Alt-Parteien mehrere städtischederStromversorger, ausmisten und hinterließ einen nochhaben die eine dichtere Netzstruktur schlimmeren. als ihre ländlichen Mitbewerber. Es gilt daher zu hinterfragen, warum die benbei gibt es weiteren Sprengstoff mit einem guten Netz und einer guten in dieser Sache, denn der GegenGebietsstruktur mit den verordneten brief über das Honorar wurde nicht Tarifen nicht das Auslangen finden, im April 2007 unterfertigt, sondern andere mit einer ländlichen sehr nachträglich erst im Februar 2008. wohl. Und das alles auf dem Rücken Damit kam es zu einem Trick, das der Kunden, denn für sie verteuert Honorar wurde nicht vom Land sich durch die Ausgleichszahlungen Kärnten bezahlt oder von der Kärntindirekt der Strom. Es gibt keinen ner Hypo, sondern wurde einfach Anreiz mehr für die Stromversorger, auf die KLH, die Kärntner Landes möglichst effizient und wirtschaftlich Holding, übergewälzt. Diese Tatsazu arbeiten. v che birgt viel Brennstoff in sich und wird weitere politische Konsequenzen in Kärnten auslösen. 11
Großer Wurf
Sattler baut weltweit größte Biogasanlage
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s ist keine Kleinigkeit, vom steirischen Thondorf aus, internationale Märkte mit Markisen und Textilien für Hallen zu beliefern und LKWs mit Planenstoffen zu versorgen. Die Sattler AG beschäftigt sich obendrein mit Biogasspeichern. Mit dem Zuschlag für den Neubau der weltgrößten Biogasanlage im mexikanischen Atonilco ist der Sattler AG ein großer Wurf gelungen. Dort kommen für eine Kläranlage 7 Doppelmembran-Speicher mit einem jeweiligen Durchmesser von 28 Metern und 60.000 m3 Fassungsvermögen zum Einsatz. Auftragsvolumen 1 Mio. Euro. „Die Idee, Biogas in Textilhüllen zu 14
speichern, hat sich aus der Verwendung von Traglufthallen entwickelt. Die Kunst besteht darin, aus einer ebenen Textilbahn ein krümmungsgeeignetes Textil entsprechender Größe herzustellen“, so Vorstandsvorsitzender, Herbert Pfeilstecher. Ausschlaggebend für den Auftrag war Sattlerisches Know how – insbesondere bei der Verschweißung industrieller Textilien hat man sich einen Namen gemacht. Derartige Herausforderungen sind aber nicht neu, widmet sich das Familienunternehmen doch seit 30 Jahren dem Bau von Biogasspeichern – quasi als Erfinder. „Weltweit erzielen wir damit derzeit rund 25 Mio. Euro Umsatz, ein Fünftel unseres Ge-
Christoph Schug und Herbert Pfeilstecher (r.) freuen sich über Großauftrag: Wir installieren in Mexiko bei der weltweit größten Biogasanlage 7 Doppelmembranspeicher.
samtumsatzes. In Österreich haben wir von bislang 360 Biogasanlagen 80 installiert“, so Pfeilstecher. Grundsätzlich wird in diesen Anlagen Biogas durch Vergärung von Biomasse erzeugt. Auch andere Konzepte können sich sehen las-
sen – weltweit ist man in über 55 Ländern tätig. Von der Deutschen Tochterfirman CENO etwa werden Überdachungen für Bahnhöfe, Einkaufszentren, Formel-I-Strecken oder Fußballstadien fabriziert. v H. Dietl KLIPP April 2012
Stadtrat Michael Grossmann, KlippJournalist Jürgen Lehner und Steiermark 1-Moderator Gregor Withalm
Saison für Polittalks
Wenn auf heimischen TV-Schirmen, auch in der Steiermark, vermehrt Politiker in Talkrunden große Worte in den Mund nehmen, die Zukunft und ihre Arbeit beschreiben – dann stehen Wahlen vor der Tür. Im kommenden Jahr wird im Jänner 2013 in Graz der neue Bürgermeister – allerdings nicht direkt gewählt. Siegfried Nagl wird aller Voraussicht nach nicht zu schlagen sein. SPÖ-Stadtrat Michael Grossmann ist neu in der Politik und einer von neun Mitgliedern der Grazer Stadtregierung. Diese wird mit der neuen Wahl, ab 2013, künftig nur noch sieben Köpfe haben. Ob Grossmann dann noch dabei ist, ist ungewiss. Denn die einst so stolze Grazer SPÖ muss ordentlich zulegen, um Platz 3 in der Wählergunst überhaupt zu halten. v
Der Bau der Semmeringbahn war vor mehr als 150 Jahren heftig umstritten. Als zu teuer und völlig unnötig bezeichneten Kritiker damals die Bahn. Sie hatten nicht recht, wie wir heute nur zu gut wissen. Vor 30 Jahren wollte man schon einen Tunnel bauen, um von Wien aus den Südwesten, die Steiermark und Kärnten mit einer Hochleistungsstrecke zu verbinden. Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll aber war dagegen. Mit dem Spatenstich, der kürzlich erfolgte, ist
Erst in 12 Jahren gehts durch den neuen Semmering-Basis-Tunnel.
das Vergangenheit. Die Bauzeit des zweiröhrigen Tunnels wird 12 Jahre betragen. Die Ersparnis an Fahrzeit beträgt rund eine halbe Stunde von Wien aus. Das Wichtigste ist aber
nicht dieser Umstand, sondern dass der Güterverkehr vom Nordosten Europas nach dem Süden, auch über die Koralmbahn, oder aber auch durch das Murtal fließen kann. v
Entschlossen in die Zukunft Steiermarks bekannteste Forschungseinrichtung „Joanneum Research“ blickt optimistisch in die Zukunft. Im Rahmen einer „Zukunftskonferenz“ in der Helmut-List-Halle wurde die Strategie für kommende Herausforderungen verkündet. Geschäftsführer Wolfgang Pribyl konnte volle Auftragsbücher vorweisen (57,5 Millionen
Euro). In den fünf Forschungseinheiten an sechs Standorten arbeiten 457 Mitarbeiter. Über deren Kompetenz zeigte sich auch Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder
(das Land besitzt 90 Prozent von JR) erfreut. Ein Indikator für profunde Arbeit sind außerdem Publikationen in Fachzeitschriften. Ebenso Anklang fand das neue Design, das die Umstrukturierung des Hauses optisch abschließt. v
Storychannel
Foto: IG Passivhaus
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Aktiv werden mit Passivhäusern Passivhäuser werden in Österreich aufgrund steigender Energiepreise und zunehmend günstiger Errichtungskosten immer beliebter. Die IG Passivhaus sorgt als unabhängige Interessensvertretung für die Verbreitung des aktuellen PassivhausStandards und bietet mit dem ersten Passivhaus-Schauraum Südösterreichs im Impulszentrum Graz-West PassivhausWissen zum „Angreifen“.
* Zur Story finden: http://sfg.at/storychannel KLIPP April 2012
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Politik
Ein Jahrhundertprojekt
auch Präsidentin der steirischen Volkshilfe – in die Volkshilfe geholt. Schröcks Mann führt in Graz eine Werbeagentur und hat, nicht überraschend, natürlich beste Kontakte zur SPÖ. In ihrem ersten Jahr als Sozialstadträtin in Graz ist es Schröck noch nicht gelungen, mit wirklich richtungsweisenden Projekten und Ideen außerhalb der SP-Wähler Gehör zu finden. Nach dem Rückzug von Edmund Müller hofft die Grazer SPÖ wieder einmal, dass Ruhe in der Partei einkehrt. Es liegt an der 34-jährigen Neoparteichefin der Grazer SPÖ selbst, ihre Chance zu nützen. ÖVP, Grüne und FPÖ liegen in der Gunst der Grazer weit vor der SPÖ. So gesehen kann es ja nur besser
werden. Darauf hoffte auch der jüngst zurückgetretene Edmund Müller – vergeblich. Frauen, die es in der männerdominierten Politik ganz nach oben schaffen, gelten als extrem ehrgeizig und leistungswillig. Das könnte der Grazer SPÖ helfen, die ja auch, was ihre Organisationskraft betrifft, in den Stadtbezirken ganz arg schwächelt. Und funktioniert es an der Basis, dann kommt auch bei Wahlen wieder der Erfolg. Das gilt zumindest traditionell für die SPÖ. Als Vorsitzender der Frauen in Graz ist Martina Schröck intern mit ihrer Art bereits einiges gelungen. Es gibt Konzepte, die bis zur nächsten Wahl im Jahr 2013 der SPÖ Sympathien und mehr Wähler bringen sollen. Als neue Parteiche-
Grazer Neo-Parteichefin Martina Schröck: Mit Frauen-Hausmacht könnte es funktionieren.
fin hat Martina Schröck etwas, was Edmund Müller fehlte: eine Hausmacht, nämlich die Frauen. Und die wollen, gleich wie die Grünen in Graz, eine Frau an der Spitze im Rathaus sehen.
+ KLAR
aktipp
Blau-Schwarzer Sumpf
Einer, der nicht mit den Wölfen heult KLIPP September/Oktober 2011
Wie beurteilen Sie die Eintracht zwischen ÖVP und SPÖ? Muchitsch: Das wird ja auch nicht ewig halten. Sie hängt ganz stark von den handelnden Personen ab. Sarkastische Nachbemerkung: Was schon sensationell ist und was man durchaus bewundern kann, dass sich viele Funktionäre nun nicht einmal mehr bei parteiinternen Veranstaltungen getrauen, offen ihre Haltung zu sagen. Und das beweist schon, dass der Mensch halt ein Herdentier ist und gern dahinter herläuft. Sobald der Landeschef im
Raum ist, ist man ruhig und verliert aufgrund von Abhängigkeiten oder mangelndem Rückgrat den Mut zur Äußerung. Was halten Sie von den vielen SparAppellen? Muchitsch: Ein Sparen, wo die Spirale immer weiter nach unten geht, halte ich für äußerst verhängnisvoll. Das ist ein Schuss ins Knie, wenn man das tut. Die FPÖ sagt nicht zuletzt wegen der Sanierung von Griechenland: Raus aus der EU. Muchitsch: Das ist ja wohl der größte Trugschluss, da Österreich ein reines Exportland ist. Ich habe in meinem Wahlkreis einen Betrieb mit 700 Leuten, der 90 Prozent exportiert, und noch dazu sehr viel in die EU. Ich kenne das, die Leute stehen bei Betriebsversammlungen auf und sagen, der Strache habe nicht Unrecht. Ich antworte dann: Wisst ihr, was das für euren Standort heißt? Was, glaubt ihr, werden eure amerikanischen Eigentümer dann machen? Die werden den Standort nach Bayern oder Schweden verlegen. Das kapieren die Menschen sehr rasch.
Lachablöse Eine wehrhafte Komödie von Herbert Granditz & Ernst Prassel Zwei ehemalige Grundwehrdiener, die altersbedingt nicht mehr einrücken müssten, werden IRRTÜMLICH zum dritten Mal zu einer Waffenübung einberufen. Nach einem anstrengenden Tagesmarsch kehren die beiden „Veteranen“ total geschlaucht und frustriert in ihre Unterkunft zurück. Beiden knurrt der Magen, sie sehnen sich nach einem kühlen Getränk und letztlich nach Ruhe. Nachdem sie ihre verstaubten Manöverklamotten durch ein sauberes „Dienstzivil“ ersetzt haben, beginnen sie damit, ihre Erfahrungen und Erlebnisse beim Heer Revue passieren zu lassen. Es stellt sich heraus, dass es für die beiden alten Haudegen dabei nichts Großartiges mehr zu erleben gäbe. 16
Bildhaft schilderte Birnbacher den 11. März 2008, an dem sein Honorar halbiert wurde: „Dr. Haider hat mich gefragt: Birni, wir können dir die 12 Millionen nicht zahlen. Bist du mit 6 auch zufrieden?“ Birnbacher habe ja gesagt, er hätte es übrigens auch billiger geben auf die Frage, ob er auch mit einem niedriger, etwa 2 Millionen Euro, zufrieden gewesen wäre: „Ja, aber mich hat niemand gefragt.“ Er habe auch gegenüber Haider einmal festgestellt, dass das eigentlich sehr viel Geld sei, das er erhalten würde, gibt Birnbacher weiter an. Dieser meinte, er solle sich keine Sorgen machen, das Geschäft laufe ohnehin gut. Parteienfinanzierung via Honorar bestreitet der pensionierte Steuerberater vor der Justiz: „Das gesamte Honorar ist nur zu mir gekommen.“ (Und zum Finanzamt) Sein Anwalt ergänzt, dass auch nichts an Dritte weitergeleitet wurde. So ganz ne-
So sah er sich gern: als Staatsmann. Er wollte den „Saustall“ der Alt-Parteien ausmisten und hinterließ einen noch schlimmeren.
benbei gibt es weiteren Sprengstoff in dieser Sache, denn der Gegenbrief über das Honorar wurde nicht im April 2007 unterfertigt, sondern nachträglich erst im Februar 2008. Damit kam es zu einem Trick, das Honorar wurde nicht vom Land Kärnten bezahlt oder von der Kärntner Hypo, sondern wurde einfach auf die KLH, die Kärntner Landes Holding, übergewälzt. Diese Tatsache birgt viel Brennstoff in sich und wird weitere politische Konsequenzen in Kärnten auslösen. 11
Die Erweiterung der EU und der Wegfall aller Beschäftigungshürden zwingt die österreichische Bauwirtschaft in eine mörderische Zange. Muchitsch: Wir haben nicht das Problem der internationalen Akzeptanz unserer Betriebe innerhalb der EU. Die Tunneltechnik und unsere Unternehmen gehen von höchsten Standards und Niveaus aus, sind akzeptiert. Es finden sich leider immer wieder österreichische Auftraggeber – unter anderem auch der Bürgermeister von Radkersburg –, die dann auch dementsprechend bereit sind, österreichische Steuergelder, z. B für ein slowenisches Bauunternehmen zu investieren.
AK-Präsident Walter Rotschädl
Recht haben und Recht bekommen sind zwei unterschiedliche Sachen. Mit dem Rechtsschutz der Arbeiterkammer haben es unsere Mitglieder leicht, tatsächlich zu ihrem Recht zu kommen. Nur in weniger als fünf Prozent aller Verfahren vor dem Arbeitsgericht gehen die von uns vertretenen Beschäftigten leer aus. Diese niedrige Rate und die große Zahl an Mitgliedern, die den Rechtsschutz bei Konflikten in Anspruch nehmen, erklären die hohen Summen, die im Vorjahr erstritten wurden.
Ja, aber wir sind Europa. Haben Gewerkschaften die Entwicklung in Europa zum Teil verschlafen, weil sie ja an Bedeutung verloren haben? Muchitsch: Sie werden an Wertschätzung gewinnen, aber nicht an Mitgliedern. Während sich die Wirtschaft sehr rasch auf die Situation eingestellt hat, haben die Gewerkschaften diese Sachen unterschätzt.
»15 Millionen für AK-Mitglieder«
Zurück zur Landespolitik – wird Franz Voves 2015 noch einmal antreten? Muchitsch: Ich gehe davon aus, denn dann hätten wir sicher als SPÖ weniger Probleme, denn er macht seine Arbeit als Landeshauptmann gut. Der Parteivorsitzende macht ihm nicht so viel Spaß. Sie sind Vorsitzender der Bauarbeitergewerkschaft, sehen Sie Ihre Arbeit als Gewerkschafter weiterhin in Wien? Muchitsch: Die Landespolitik reizt mich überhaupt nicht. Eine Leiter steigt man hinauf, aber nicht hinab. Was die AK-Präsidentschaft betrifft, wenn Walter Rotschädl in Pension geht, so ist die Sache zwischen den beiden großen Gewerkschaften Metall und GPA auszumachen, und die werden das auch so tun. v
15 Millionen Euro, die steirische Firmen ihren Beschäftigten schuldig geblieben waren, wurden mit Hilfe unserer ExpertInnen schließlich doch an die Mitglieder ausgezahlt. Weitere 30 Millionen Euro bekamen jene Beschäftigten aus Pleitebetrieben, die mit Hilfe der AK durch das komplizierte Verfahren beim Insolvenzfonds begleitet wurden.
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eppo Muchitsch ist einer der stärksten Kritiker von Franz Voves, wenn es parteiintern um politische Positionierung und Sprachregelung für die Öffentlichkeit geht. Als Bezirksparteiobmann und Nationalratsabgeordneter für die Südweststeiermark verfügt er auch über die nötige Hausmacht, um klar auszusprechen, was er von gegenwärtigen Entwicklungen hält. Beim Klipp-Gespräch in seinem Büro im Parlament in Wien klingelt sein Handy. Es ist das Heulen eines Wolfes zu hören. Doch Beppo Muchitsch heult nicht mit, sondern gegen den Mainstream.
Hypo-Verkauf sozusagen beauftragten. Birnbacher ist auch privater Steuerberater des Kärntner ÖVPChefs. Dass er sich noch in Kärnten halten kann, ist auf die besonderen Verhältnisse dort zurückzuführen. Besonders pikant, dass Martinz als Funktionär der Kärntner Landesholding nun unverfroren dafür eintritt, das Honorar von Birnbacher zurückzufordern, wie er in einem „Kurier“-Gespräch behauptet. Es gibt klarerweise aber starke Indizien dafür, dass man gegen Martinz selbst vorgehen sollte. In einem Gerichtsprozess hat nun ein unabhängiger deutscher Gerichtsgutachter – sein Name ist Frank A. Schäfer – festgestellt, dass Birnbacher’s Honorar im Zusammenhang mit der Hypo maximal 200.000 Euro ausmachen hätte dürfen. Es war also 30 Mal zu hoch. Diese Feststellung führte nun dazu, dass Birnbacher selbst auspackt.
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Er war der größte Blender, der seine Anhänger und Unterstützer hinters Licht geführt hat. „Der Saustall gehört ausgemistet“, versprach der verstorbene FPÖ- und BZÖ-Chef und Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider seinen Wählern und dem kleinen Mann auf der Straße. Und sie glaubten ihm gerne. Einen Nachsatz unterließ er allerdings: Der Saustall gehöre ausgemistet, damit sich dort seine Freunde und Spezls einnisten können. 12 Millionen Euro habe der Haider-Freund Dietrich Birnbacher, Steuerberater in Villach, beim Verkauf der Kärntner Hypo als Honorar zugestanden bekommen. Und zwar im Zuge des Verkaufs der Hypo Alpe Adria an die Bayern LB. Es waren Jörg Haider und der Kärntner Landesrater Josef Martinz – er ist auch Kärntner ÖVP-Chef –, die dieses Honorar Birnbacher zuschanzten und ihn mit der Begleitung des Landes beim
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Politik
Bauarbeiterchef Beppo Muchitsch
n diesem Fall ist es mit Martina Schröck wieder eine Frau. Die desaströsen Wahlergebnisse der einst so stolzen Grazer SPÖ – sie sackte von 40 auf 20 Prozent in der Wählergunst ab – lösten in den letzten Jahren mehrere Personalrochaden an der Parteispitze aus. Und jede war von heftigen Lagerkämpfen und Sturmwellen begleitet. Im Sog dieser Ereignisse schwemmte es auch die wenig profilierte Martina Schröck nach oben. Sie ist die Schwiegertochter des heutigen Ersten Landtagspräsidenten und früheren Landesrates Manfred Wegscheider. Dieser kommt wie sie aus Kapfenberg. Die studierte Soziologin wurde von der früheren SPÖFrauenchefin Barbara Gross – sie ist
KLIPP
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Telefon: 05 7799-0 KLIPP April 2012
LILLY LOTTERBLUME
Hallo, meine Lieben! Seit Wochen geht es in den Regierungsbüros zu wie in einem Bienenhaus. Dienicht, beiden Ich weiß ich Reformpolitiker weiß nicht, was Franz Voves und Hermann Schütich machen soll und mein Allerliebzenhöfer wirbeln ja mit ihren Bester ist mir da überhaupt keine Hilfe zirkszusammenlegungen die Verwaldabei. Er sagt nur: „Du wirst das tung Land ganz gewaltig schonimrichtig machen …“durcheiUnsere nander. So hektisch ist es schon seit Jüngste war so schwer verliebt und Jahren mehreinmal gewesen, weiß die jetzt istnicht es auf über Nacht Ute, die in der Grazer Burg aus und aus. Sie tut mir so leid, weil sie sich ein viele Bürgermeister fastgeht. wie inSoihrer Kindheit bei mir hat ansie schon lange nicht mehr lehnt und Schutz sucht. Dasgesehen, tut gut, die beim roten ja, undman beimkann schwaraberdasie wissen da zen Regierungschef aufsalutierten. nicht wirklich helfen, sondern kann Viele von ihnenzuverließen dieuns Burg nur versuchen, trösten. Bei in enttäuscht, weil sie ja durch die der Nachbarschaft gibt’s auch einiGemeindefusionen ihre politische. ge türkische Zuwandererfamilien Funktion verlieren. Und da haben wir gehört, dass die * kürzlich in die mit ihrer Tochter Apropos politische die den hat Türkei gereist sind,Funktion, weil sie dort ein gewisser Herbert Paierl, der ist Bräutigam ausgesucht haben. Und heute 59, im Jahre 2004 im A pril verderen Tochter findet nichts dabei, loren. Damals war Waltraud Klasweil sie ja in dieser Welt aufgewachnic Landeshauptfrau, Paierl wurde sen ist. Die war ganz freudig aufgeauch öfters alssie ihrihren Kronprinz tituliert, regt, obwohl Bräutigam gar er musste allerdings im April, wie nicht je vorher gesehen hat. Wenn eben derdaran Hubert erzählt, zurückich dann denke, wie niedergetreten. Gesorgt dafür hat Gerhard schlagen unsere Jüngste jetzt ist, dann denke ich mir: Solche Sorgen haben die Eltern der jungen Türkin nicht.
Hirschmann, kein Unbekannter im Land. Bis 2003 selbst Landesrat und dann Vorstandsdirektor des Energiegute Freunde hat. Die Frieda hat imversorgers E STAG. Als mer wieder gehört, und solcher sie gehtentja in hüllte er dann Geschäfte derGrillitsch ESTAG, der ÖVP aus und ein, dass von Paierlsgehabt Freunde profitiert gutedenen Chancen hätte, dem hätten. Hermann Schützenhöfer zu folgen, * gehabt. Nun ist hätte er das im Auge Waltraud Klasnic opferte es klarerweise vorbei damit.damals Schon Paierl, verlor aber trotzdem 2005 einmal war Fritz Grillitsch knapp ihren Landeshauptmannsessel und vor dem Sprung in die Landesregiemusste selbst in die Pension. Vorher rung, damals noch zu Zeiten von aber hatte sie noch Gerhard Waltraud Klasnic . Er habeHirschdamals mann als Vorstandsdirektor bereits, so erzählt die Frieda, der die EZusage STAG inder die Wüste Diedamalsgeschickt. allmächtigen ser rächte sich, indem ergehabt, zur Landsteirischen VP-Chefin die tagswahl 2005 mit einer eigenen Lisdann allerdings im Parteivorstand teeinen antratanderen und dervorschlug, ÖVP damitohne Stimmen Grilwegnahm. Franz Voves schaffte dalitsch darüber zu informieren. Vermit Platz 1, Hirschmanns Rache an ständlich, sollte das so stimmen, Waltraud Klasnic war damit perfekt. dass der Grillitsch sich zu Klasnics * noch äußerte. Verdiensten kaum Ich als kleine Frau habe es ja nicht gelesen, aber der�Hubert hat beim Tarockieren erzählt, dass das neue Magazin zweivon zu Klasnic einem Weil diePrimus Frieda die gerade Versöhnungsgespräch überreden geredet hat. Herwig Hösele war eikonnte. Dieengsten beiden waren ja Jugendner ihrer Mitarbeiter und
ist, so der Hubert, sicher ein belesener Mann. Kein Wunder, dass er viel über die Vorzüge und Nachteile der Demokratie, das passende Wahl� recht philosophiert. Doch mit einem scheint er ein Problem zu haben, mit Das letzte Mal hat mir ja Frieda er- dem innerparteilichen demokratizählt, dass der Jochen Pildner- schen Umgang. Der Hubert denkt da MARIAZELL Steinburg, Präsident der Steiri- an die Zeit zurück, als Klasnic wewww.basilika-mariazell.at schen Industrie, nach Wien gehen gen der Energie Steiermark gewaltig soll und dort als Nachfolger von In- Zoff mit Gerhard Hirschmann und dustriellen-Präsident Veit Sorger Herbert Paierl hatte. Hösele spielvorgesehen ist. Und die Frieda te in dieser Auseinandersetzung meinte noch, damit wäre er neben eine wichtige Rolle. Heute bezeichdem gut vernetzten Fritz Grillitsch, net er sich selber als „Wut-Bürger“, dem Bauernbundpräsidenten, der wegen der stärker werdenden Poliranghöchste steirische Vertreter auf tikverdrossenheit in Österreich, und dem Wiener Parkett. In der steiri- schließt sich dem Kreis jener an, die schen ÖVP, so erzählt die Frieda, dagegen sogar ein Volksbegehren waren die Funktionäre arg ge- überlegen. Schon pikant. Oder perschockt, als sie nun lesen mussten, vers. Oder auch zum Schmunzeln. dass der Grillitsch sich von einer Hösele äußerte sich in den Medien Stunde auf die andere total aus der im Sinne wie: „Irgendwann werden Politik zurückzieht. Es waren auch die Regierungsparteien von uns für ihn die Aufregungen so arg, dass hören.“ Aber er selbst hat nicht gut er in Graz bekanntlich wegen Herz- zugehört und die Dinge richtig anaproblemen ins Krankenhaus mus- lysiert, als er im Regierungsbüro in ste. Alle, mit denen die Frieda über der Grazer Burg die Fäden gezogen Grillitsch gesprochen hat, waren hat. Denn sonst wäre die Landtagsfast traurig, weil der Obersteirer wahl 2005 für Waltraud Klasnic SMS „Ihre 6609999 auch in den anderenSpende“ Parteien viele0664 nicht zu einem Desaster geworden,
KLIPP April 2012 26
• Gerhard Hirschmann und Herbert Paierl • Widerstand in Gemeinden und Bezirken • FPÖ jubelt über Umfragewerte
freunde und Hirschmann brachte Herbert Paierl sogar in die Politik, aber wie halt Zeitungen sind, sie so der Hubert. Dem soklarerweise stellen manches nicht ganz noch immer leid tut, dass dierichtig „Cheoder Denn die klanglos beiden fin“vollständig damals sodar. sangund Feinde hatten einanderBühne in den abtreten letzten von der politischen Jahren ohne jedes Aufsehen schon musste. Bei ihrem 60er, zu dem ihr mehrere Male getroffen. zwei Wochen nach der Wahl logischerweise viele* Mitarbeiter gratuBeide wurden nachkeine ihrem Stimmung Rückzug lierten, kamjaaber aus der Politik Unternehmer und Beauf. Da war die Trauerarbeit wichtirater. Herbert Paierl trat ja bekanntger. lich in die Dienste von Frank Stronach und ist bis heute � für Magna tätig. Auch Gerhard Hirschmann bekam das für Frankdurfte politische IdeIn Angebot, der Steiermark Gerhard enDraxler unter dieseinerzeit Leute zu nicht bringen, lehnte ORF-Landies jedoch ab.werden, Nun hat weil sich Frank desdirektor er für Stronach mit seiner Absicht, eine ÖVP-Landeshauptfrau Waltraud neue politische Partei in Österreich Klasnic zu viel rot und zu viel zuschwarz gründenwar. oderIn diese zumindest miter Kärnten wurde vielen, vielen Millionen Euro zu unORF-Landesdirektor unter Jörg terstützen, neuerlich bei beiden Haider von der FPÖ. Inden Wien wurde ins Gespräch gebracht. Im Primuser Informationsdirektor unter WolfGespräch kann sich Hirschmann, gang Schüssel von der ÖVP. Und mittlerweile 60, sogar Politconun wurde er wiedereinsteirischer meback vorstellen, aber nur mit Landesdirektor unter dem dem roten Herbert gemeinsam. Dieser musste ja . Landeshauptmann Franz Voves die Politik unfreiwillig verlassen und Was damit zum Ausdruck kommt, hat gesehen ja noch eine erzählt. Rechhatsomir kürzlich der Josef nung mit der Politik offen. Dass Gerhard Draxler von seinem * was verstehen Job als Journalist Weil immer vieljene geredet dass muss und so alle eineswird, Besseren Gemeinden zusammengelegt werden belehrt hat, die ihn in der jeweiligen müssen größere Einheiten Phase und jenernur politischen Gruppieinrung Zukunft lebensfähig sind.die Dagerade könzugeordnet haben, nen sich die beiden Oberfusionierer dort an der Macht war oder ist. Franz Voves und Hermann Schützenhöfer ein chinesisches Beispiel � zum Vorbild nehmen. Dort wurden 47 Gemeinden mit, Chefredakteur einer Fläche von Christoph Biro der 2 80.000 km so groß wie Österreich Steirerkrone, zeigt immer wieder, so zuhabe einer zusammengeschlosichStadt der Ute bei der letzten Tasen. Die hat 23 Millionen Einwohner, rock-Runde beim Diskutieren am also knapp dreimal so viel wie ÖsterNebentisch zugehört, dass er von reich. So etwas istnoch für mich Effizienz, der Steiermark immer wirklich scherzt die Ute, die ja mit diesen Dinwenig weiß. Er kommt aus Wien und gen zu tun hat. ist ein Bürgerlicher im alten Sinn * schwer mit neudes Wortes, tut sich Erenwar sicher der besteDaher Kandidat unEntwicklungen. gefallen ter jenen, die sich um den Spitzenjob ihm auch Typen, die ihm schmeiincheln der Energie beworben und ihnSteiermark als einen der Großen haben, sagt der Manfred zu meinem und Wichtigen im Lande darstellen. Allerliebsten. Undverlasse der Christian Mit Oswin Kois der vielPurrer ist im Vergleich zu seinem leicht kompetenteste Manager die Vorgänger Oswin Kois große Bühne, streut Biroüberhaupt dem Nochnicht eitel, und das tut dem UnterEnergie-Steiermark-Chef Rosen. nehmen gut. Er habe von sich wirklicher nie ganz Das zeugt schon egoistisch in den Vordergrund Sachkenntnis, lästert die Ute. geWas drängt, sondern immer die gute Ar-
beit als seine wichtigste Aufgabe gesehen. Und sie wird er auch weiterhin machen Denn das geplante Kois inmüssen. der einst skandalgebeutelMurkraftwerk in Graz ist heiße ten Estag gelungen sei,eine so der Herr Kartoffel. Gegner und Befürworter Biro, suche seinesgleichen. Wer liefern ja täglich Kämpdenkesich angesichts desheftige Grünen E heufe.teAber der Christian wird das ganz noch an die schmutzigen Schlaggeschickt durchziehen, glaubt dersei zeilen von früher? Und die Estag Manfred, der ihn aus vielen, vielen auch profitabel. Zweistellige MillioBegegnungen her kennt. Weil erJahr keinfür nenbeträge dürfe das Land Scharfmacher ist, sondern versucht, Jahr kassieren, und dass der steirivernünftige Lösungen zustande zu sche Stromriese keinen Atomstrom bringen. Die Kritiker hingegen meiins Netz einspeist, stehe ebenfalls nen, Freizeitoasen an den aufdass deres die Kois’schen Erfolgsliste, Ufern des Kraftwerks, von denen die schreibt Biro in der Steirerkrone. Energie Steiermark immer spricht, in Letzteres stimme in keinem Fall, Zukunft nicht wirklich geben wird. hört die Ute aus der Energie-SteierDas Projekt werdevon nurjemandem, eines bewir-der mark-Zentrale ken, dass die Grazer ganz kräftig für mit Stromhandel zu tun hat. das Kraftwerk mitzahlen müssen. *� Auch wenn die Strategen aus den Parteien hören,per sagt31. Koisgerne überhaupt Warumdas gehenicht der Hubert. Eines ist offensichtlich: März, trauert Biro. Franz Voves auf Grundihm der da geplanten Gemeindekönnte sicher die passende fusionen, der Sparpakete Antwort geben, rät die Uteverlieren dem SteiÖVP und SPÖ in der Wählergunst. rerkrone-Chefredakteur. Im ÜbriDie SPÖ liegt nach Oswin den Umfragen bei gen habe dieser Kois Hand30% und die ÖVP, bis vor wenigen schlagqualität – ein Charakterzug, Jahren noch weit über 40%,seltener droht na-zu der heutzutage immer hezu halbiert zu werden. Entspannt finden ist, will das Biro-Lob kein zurücklegen kannEr man sich hingegen Ende nehmen. meint damit aber inhoffentlich der FPÖ, wie der Otmar erzählt. nicht den Sack voller Fast 20% der Wähler tendieren Energie-Steiermark-Inserate zu und blau, damit hat manEuro die Prozentzahl die zigtausenden dafür, welche seit letzten Landtagswahl dieder Krone im Laufe der letzten fast zweiverdoppelt. Gerhard Kurzmann, einhalb Jahre einsackeln konnte, den freut das ätztParteichef, die Ute weiter. Aber werklarerweiß, so weise. Man profitiert aber auch von die Ute, vielleicht hat der Nachfolden Traumwerten, welche die FPÖ ger von Kois eine ähnlich lockere auf Bundesebene hat, denn HeinzHand beim Geldausgeben, wenn’s Christian Strache würdenfür nach denals darum geht, vor allem sich Umfragen sogar 27% wählen. So viel Person guten Wind zu machen. wie Jörg Haider in seiner besten Denn viel will der Tarock-Runde Zeit schaffte. nicht einfallen, als die Ute danach fragt, was dem *Kois so alles gelunEin droht derdann einst Begriffe so erfolgsgenDrama sei. Da fielen wie verwöhnten SPÖ, auch wenn UmfraMurkraftwerk und Photovoltaik-Angen nurauf eineder Momentaufnahme lage Firmenzentrale.sind, Doch aber sie deuten dennoch einedie Tendiese Projekte sollen schon Vordenz ganzauf klarSchiene an. Mitgebracht 15% liegthaben. die gänger SPÖ nur noch auf Platz 3. Die Nummer undnächsten 2 sind ÖVP Bis1zum Mal,und FPÖ und fast gleichauf mit der SPÖ sind auch schon die Grünen. Im Jänner 2013, also schon in wenigen Monaten, wird in Graz gewählt, und bis dahin wird es noch eine spannende Zeit. Also, das wär’s, tschüss. Bis zum nächsten Mal. Eure Lilly.
Eure Lilly
KLIPP November 2011 17
Hintergrund
Soll eine Krebsklinik überhaupt groß Geburtstag feiern?
Ja, natürlich, aber einfühlsam U
nd das tut die Onkologie Graz an ihrem 25. Geburtstag mit dem Pianisten Markus Schirmer und Solisten der weltberühmten Wiener Philharmoniker am 17. Mai mit einem Benefizkonzert im Grazer Stefaniensaal. Fährt man mit fremden Menschen im Lift im LKH Graz in den 3. Stock der Onkologie, da fragt sich still der eine oder andere unwillkürlich: „Ist das ein Besucher wie ich oder doch ein Krebspatient?“Kaum darüber nachgedacht, steht man nach dem Verlassen des Lifts unerwartet in einer künstlerisch gestalteten Umgebung, ist erleichtert, dass nicht die erwartete, sterile Spitalsatmosphäre einen erschauern läßt Es ist Nachmittag und daher auf den Gängen fast still wie in einem Gotteshaus. Es war der junge, einfühlsame Krebsarzt, Hellmut Samonigg, der die seelenlose Onkologie-Station „heilen“ wollte. Er schaffte es, den Maler Friedensreich Hundertwasser dafür zu begeistern und im zähen Kampf die Bürokratie umzustimmen. 1994 gabs die Eröffnung. Der Krebshat seinen Schrecken bis heute nicht verloren, trotz der großartigen Erfolge bei der Behandlung und Bekämpfung. Jeder dritte Mensch erkrankt weltweit daran. Herr Prof. Samonigg, was beschäftigt Sie, wenn Sie zurückblicken? Samonigg: Das hat mit dem eigenen Alter zu tun. Ich bin jetzt 60 und man kann morgen in der Früh aufwachen und hat dann eben Pankreas. Und als Mediziner? Samonigg: Mit Diagnosen umzugehen, die von einer extrem kurzen Lebenserwartung ausgehen. Ich habe da eine junge Frau vor Augen, 36 Jahre alt, die Mitte Februar zu uns kam und die jetzt bereits verstorben ist. Ich denke daran, welch unglaubliche Verzweiflung das auslöst, und welch unglaubliche Kräfte Menschen entfalten, um mit der Situation zurechtzukommen. Dieses Pendeln zwischen Hoffnung und totaler Verzweiflung ist das Anstrengende, so wie in einem Sturm, der ununterbrochen seine Richtung ändert. Die Hoffnung, die der Mensch immer hat, aber auch die Fähigkeit, die Situation auszuhalten, sie anzunehmen und zur Kenntnis zu nehmen, dass mit der Diagnose Krebs nichts mehr so ist, wie es vorher war, dass sich alles ändert, 18
in der Erkrankung über Wochen und Monate, die nicht durch unsere Behandlung verursacht sind. Selbst hab ich einige Patienten, deren Metastasen nie wieder gekommen und praktisch gesund sind. Was ist Ihr Resümee daraus? Samonigg: Wir lernen, dass Krebs nicht Krebs ist, Brustkrebs nicht Brustkrebs, Dickdarmkrebs nicht Dickdarmkrebs – es gibt enorm viele Untergruppen. Wir mit unserer Rasenmähermethode erwischen im einen Fall die Wurzeln, im anderen Fall nicht.
Die bestehende kranke, seelenlose Onkologiestation sollte „geheilt“, verschönert und beseelt werden – Künstler Friedensreich Hundertwasser (mit dem jungen Krebsarzt Hellmut Samonig)
Auch weil die Vielfalt und Wirksamkeit der Medikamente gewaltig anstieg. Samonigg: Ja, weltweit sind knapp 1000 in der klinischen Entwicklung. Allein an unserer Klinik haben wir 120 im Einsatz. Das Bestmögliche für jeden Patienten? Samonigg: Ja, in der Medikamentation gibt es bei uns keine ZweiKlassen-Medizin. Wir haben keine Beschränkung, gehen aber logischerweise höchst verantwortungsvoll damit um. Als behandelnder Arzt muss man immer Wirkung und Nebenwirkung in die Therapie einbeziehen, die bis zu rund 100.000 Euro kosten kann.
und sich da anzupassen, das ist ganz, ganz schwer. Wie verarbeitet man das als Arzt? Samonigg: Wir haben als Menschen fast so etwas wie eine doppelte und dreifache Buchführung. Man denkt sich, was steht auf meinem Grabstein, und dann wieder sagt man, es wird für mich ewig weitergehen, sonst könnte man es ja gar nicht aushalten. Es ist auch ein gewisser Fatalismus, was einen selbst anlangt, trotz aller Fortschritte in der Medizin. Man kann nicht ständig in Angst leben. Ich beobachte aber bei mir, dass ich in den letzten Jahren mehr auf die Balance zwischen dem Einsatz in meinem Beruf und dem Leben achte. Sie haben vor Jahren Ihre Frau verloren – auch durch eine Krebserkrankung. Samonigg: Wenn es einem gelingt, jemanden durch diese Stürme zu begleiten, sie mit auszuhalten, mitzutragen, was sich da abspielt, und zum richtigen Zeitpunkt das zu akzeptieren, dann
hat man viel geschafft. Je weiter die Krankheit fortschreitet, so sollte man dann seitlich zum Patienten treten, bildlich gesprochen, und ihn stützen. Und welche Rolle spielt die Hoffnung? Samonigg: Man muss in die Fantasie des Patienten einsteigen, versuchen mitzugehen, darf diese Fantasie nicht unterdrücken, aber ohne falsche Hoffnungen zu machen. Die junge Frau, von der ich anfangs gesprochen habe, sagte zu mir einen Tag vor dem Tod – Herr Professor, Sie glauben an mich, dass ich das schaffe. Sie hat aber genau gewusst, dass sie sterben wird. Unerwartete Heilung, gibts die? Samonigg: Es ist in der Literatur verbrieft, dass Krebserkrankungen verschwinden. Ich persönlich habe so etwas noch nicht gesehen. Aber was ich erlebt habe, ich denke da an eine Patientin, der habe ich maximal 5 Jahre Lebenszeit gegeben, und heute, nach 10 Jahren, kommt sie noch immer zu uns. Es gibt auch Stillstände
Was motiviert Sie, was treibt Sie an in Ihrem Tun, wenn man gleichzeitig so viel Leid erleben muss? Samonigg: Dieses Ständig-gegendie-Grenzen-Ankämpfen, sie zu verschieben, dann wieder Rückfälle mitzuerleben, diese zu akzeptieren und damit auch die Grenzen auszuloten, das ist ein Balanceakt. In 5 Jahren wollen Sie die Onkologie hinter sich lassen. Samonigg: Es ist so, dass jeder Abschied Wunden verursacht. Ich möchte aber dann hinausgehen mit dem Gefühl, dass wir hier gute Arbeit geleistet haben. v
Fakten In den letzten 25 Jahren wurden auf der Onkologie mehr als 31.000 Menschen betreut. Zusätzlich waren rund 375.000 mal Menschen mit der existenzbedrohenden Erkrankung Krebs zum Gespräch und zur Behandlung in der Ambulanz. KLIPP April 2012
Hunderttausende können nicht irren – oder doch? Was ist „echt“ an der klischeehaften Glückseligkeit der volkstümlichen Musik? Führen uns Stars wie Andreas Gabalier ein Spiegelbild unseres Landes vor Augen? Von Andreas Tauser
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ndreas Gabalier begeistert: Er füllt Konzerthallen, führte 2011 mit „Herzwerk“ die österreichischen Charts an und ist gerngesehener Gast bei Carmen Nebel und anderen TV-Paraden. Etwas Mystisches scheint ihn zu umgeben, als ob etwas noch nie Dagewesenes von ihm ausginge. Wie ist es sonst zu erklären, dass sich seine Fangemeinde kleidet wie er, spricht wie er und versucht, den Inhalt seiner Lieder „in sich zu tragen“.
Was ist echt daran? Jeder Kritiker wirkt klein gegen diese Millionenschaft an Anhängern – eine solche kann nicht irren. Und was, wenn doch? Was ist echt an dem so voll Hingabe konsumierten Produkt? Bleibt der Star, dieser Mittelpunkt von Verzückung, Rausch und Beifallsgeschrei, nicht, wie leider so oft, letztlich eine Kreation, eine Kunstfigur? Wirft dieses Licht, das ausgeht von Attraktion, Neuheit, Einzigartigkeit und Devotionalien, nicht einen langen Schatten der Täuschung und einer von Verdienstabsicht gesteuerten Mystifizierung?
Werbeguru statt Können Kommerzieller Erfolg muss nicht zwangsläufig mit Qualität oder Klasse zu tun haben, das wissen wir. Gemeinhin reicht schlichtweg die Anzahl entsprechender finanzschwerer Kontakte, die für eine vor allem mediale Präsenz notwendig ist. Phänomene der Kommerzmusik zeigen immer wieder, dass selbst absolute Talentlosigkeit von einer Masse gekauft und angebetet wird, verpacken KLIPP April 2012
sie Werbegurus und Geldgeber nur fesch genug in Föhnfrisur und Dauerlächeln. Ganz gleich, in welchem Genre wir da suchen. Und vielleicht sollte an die Möglichkeit gedacht werden, singende Klischeebilder hinkünftig ebenso wie Sportler mit Sponsorenlogotypen und Signets auszustaffieren.
Will Kritik überhört werden? Das Publikum ist begeistert. Der Umsatz stimmt. Und an all dem gibt es nichts Schlechtes zu finden. Denn freilich gehört mit Wohlwollen und Geld belohnt und bedankt, was mit Aufwand Menschen Freude bereitet. Trotzdem, wo sind die Stimmen des fachkundigen Publikums und der Kritiker? Warum wollen so wenige wissen, was hinter dem „Starschnittposter“ steckt? Will es einem Publikum gleichgültig sein, dass „sein“ beknieter Sänger nicht singen und „sein“ bejubelter Spielmann nicht spielen kann?
Publikum lässt sich kaufen Qualität ist in einer Schlager- und Volkstümeleibranche nicht nur Nebensache, tatsächlicher LiveGesang von Gabalier & Co. beweist vielmehr, dass Erfolg selbst ohne einen Ansatz von Begabung möglich ist. Vermarktung ist alles. Auch jene Singstimmen, die in natura unerträglich klingen, lassen sich mit genügend Technik hitparadenkompatibel machen. Erfolg lässt sich kaufen. Publikum lässt sich kaufen. „So wie das Land und die Menschen, so sind seine Lieder“, heißt es auf der Homepage des Klischeebildes Gabalier. Und stellvertretend für viele sage ich: „Nein! Unser Land und wir Österreicher sind nicht wie diese Lieder! Wir schämen uns gar für sie!“
Es schadet unserem Land Dass eine Musikindustrie solche „Retortenbabys“ zu Stars hochzüchtet und leere, talentfreie Lächelhül-
len als Marke verkauft, ist weithin bekannt und einerseits nicht verwerflich, vielleicht wäre es gar zu begrüßen, denkt man an die meinetwegen billigen, immerhin aber echten Millionen von Freuden und Glückseligkeiten. In einem erheblichen Maße bedauerlich jedoch erscheinen diese Um- und Zustände vor dem Hin-
tergrund, dass es in unserem Lande jede Menge fähige, qualifizierte Sängerinnen und Sänger gibt, die oft ein Leben lang als Gebrauchsmusiker arbeiten (müssen). In diesem Sinne schadet das ewige Neuerschaffen von „AlmenlandSchlager-Rocker-Pop-Marionetten“. Es schadet der Musik. Es schadet unserem Land. v 19
Hintergrund
Verkaufshit volkstümliche Musik
WL EI RBTESNC & H ALFETU T E
Arbeiterkammer: Weitere Sparpakete tabu
Gerechtigkeit ist was anderes Neue Studie belegt klar und eindeutig die Schieflage bei der Vermögensverteilung, und die wird immer schlimmer. Sechs Millarden fürs Budget, ohne Mittelstand zu belasten.
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ie Verfasser sind weder verbohrte Linke noch krause Phantasten, sondern nüchterne Ökonomen – die AK-Volkswirtschafter Bernhard Koller und Marcel Kirisits (unerwartet vor der Veröffentlichung verstorben). Die Studie belegt klar und unmissverständlich, dass die Einkommensgerechtigkeit und die Vermögensaufteilung in Österreich immer stärker in Schieflage kommen. Bei mehr Steuergerechtigkeit könnten 6 Milliarden für das Budget einnahmenseitig lukriert werden, ohne dass man deshalb den Mittelstand belasten muss. Wir reden immer über die Ausgabenkonsolidierung beim Budget. Man muss aber auch einmal über die Einnahmenseite, also die Einnahmenkonsolidierung sprechen, erklären AK-Volkswirtschafter Bernhard Koller und sein Kollege Reiter. Man sieht ja, was bei Griechenland passiert, da wird das Land kaputtgespart. Länder wie Island, Großbritannien, aber auch Spanien hatten bis zur Krise ihre Staatsschulden abgebaut.
Mit der Krise und bis heute ist alles das in nur wenigen Jahren vernichtet worden, was sie vorher in zehn Jahren abgebaut hatten, weil eben die sozialen Systeme ausgedünnt wurden. Du hast in Griechenland kein soziales Netz, wenn du keine Arbeit hast, aber auch in Island oder Großbritannien ist das ähnlich. Berhard Koller unmissverständlich: „Man muss einmal akzeptieren, wenn einer sparen will, dann muss ein anderer investieren, sich in Schulden stürzen. Man hat uns über Jahrzehnte eingehämmert, dass ein Staat genauso geführt werden muss wie ein Privathaushalt, das ist einfach Schwachsinn. Natürlich sind wir nicht gegen Sparen, aber die Arbeitnehmer in Österreich haben nicht über ihre Verhältnisse gelebt, wie z. B. jetzt wieder einmal ÖVPObmann Hermann Schützenhöfer gemeint hat. Wen meint er denn da? Jene 2,4 Millionen, die etwa rund 1.000 Euro im Monat verdienen. Bei uns läuft einfach etwas falsch, die Reichen werden immer reicher, die Armen nicht ärmer, aber immer mehr.“
Für AK Präsident Walter Rothschädl unverständlich und nicht akzeptabel: Österreich bei den Vermögenssteuern in Europa Schlusslicht
Was fehle, so Koller und Reiter, sei die Verteilungsgerechtigkeit. Es werde immer ungerechter. Koller: „Wir haben 70.000 Dollar-Millionäre, das zeigt nicht unsere Statistik, sondern eine internationale Statistik. Diese hatten Ende 2011 bereits 250 Milliarden und 2014 werden die schon 300 Milliarden Vermögen haben. Die zehn reichsten Österreicher verfügen sogar über 63 Milliarden Euro an Vermögen. Es geht nicht um die Einkommen, sondern um das Vermögen und die Besteuerung.“ In der EU gibt es durchschnittlich Vermögenssteuern in der Höhe von 1,7%, die Schweiz hat 3%, kapitalistische Länder 4% und in Österreich beträgt die Vermögenssteuer nur 0,5%! Und wer zahlt die Zeche? „Wie wir in unserer Studie festgestellt haben, die wir 2008 erstellten, die Arbeitnehmer.“ Es ist ja nicht einzusehen, warum mit einem Federstrich, einem Gemeinderatsbeschluss eine Wiese beispielsweise,
die 5 Euro wert war, plötzlich, weil diese in Bauland umgewidmet wurde, 100 Euro wert ist und es keine Steuer darauf gibt. Das ist nur ein Beispiel, wir könnten mit unserem Konzept, basierend auf unserer Studie, rund 6 Milliarden Euro einnahmenseitig hereinspielen und es würde den Mittelstand nicht treffen, das heißt jene, die etwa bis zu 500.000 Euro Vermögen in Form von Immobilien oder Grund haben. Nur die Reichen müssten eben zahlen und auch die würden damit nicht wirklich ärmer. Die AK-Experten: „Wir würden damit nur mehr Verteilungsgerechtigkeit schaffen und auch den Generationenkonflikt entschärfen. Wenn wir unser Sozialsystem halten wollen, und das will ja nun wohl jeder, dann müssen wir auch die Kosten dafür akzeptieren, und Gesundheit kostet nun mal was. In vielen Ländern außerhalb Österreichs muss ich im Krankheitsfall die Kreditkarte hingeben, vorher passiert nichts. In Österreich ist es die ECard. “
Kampf dem billigen Geld W
ie sammelt man eine Billion ein? Das ist die Frage, mit der sich die Europäische Zentralbank (EZB) in diesen Tagen auseinandersetzen muss. 1018 Milliarden euro hat Notenbankpräsident Mario Draghi in zwei Schritten an die Banken im Währungsraum verteilt, weil er verhindern wollte, dass die klammen Finanzhäuser der Wirtschaft die Kreditzufuhr abschneiden. In der Notenbank gilt die Aktion als voller Erfolg. 20
Ein schwere Kreditklemme sei verhindert worden, und viele Institute könnten sich inzwischen wieder bei privaten Investoren Geld borgen. Einige Großbanken wollen nun von einer Ausstiegsklausel Gebrauch machen und die Notenbankdarlehen vorzeitig zurückbezahlen. Das liegt daran, dass das billige Geld aus Sicht einer Bank nicht nur ein Segen ist. Wer bei der EZB einen Kredit aufnimmt, muss Wertpapiere als Sicher-
heit hinterlegen – und diese Wertpapiere können dann nicht mehr anderweitig verwendet werden. Der Bundesbank geht das aber nicht schnell genug. Bundesbankchef Jens Weidmann will die Hilfsprogramme möglichst bald beenden. Er fürchtet unter anderem, dass durch das billige Geld Pleitebanken ohne geschäftsmodell künstlich am Leben erhalten werden – und dass die Staaten bei ihren
Reformanstrengungen nachlassen. Das sehen aber nicht alle Notenbanker im Rat der EZB so. vor allem die Vertreter der südeuropäischen Staaten fürchten, dass die Konjunktur noch zu schwach ist, um den Entzug zu überstehen. Deshalb werden derzeit verschiedene Kompromissvorschläge diskutiert. Einer sieht vor, dass die EZB jeder Bank eine Obergrenze für das GeKLIPP April 2012
WL EI RBTESNC & H ALFETU T E
Nicht fair, das falsche Signal für Steuerzahler
Moderner Ablasshandel N
ichts anderes ist das kürzlich von Finanzminister Maria Fekter unterschriebene Steuerabkommen mit der Schweiz. Es war beinahe eine Panik-Reaktion der SPÖ-ÖVP-Koalition, übereilig und unter Druck ausgehandelt. Eine Milliarde Euro soll das Abkommen für die Budget-Sanierung bringen. Zumindest zwölf Milliarden Euro sollen Österreicher schwarz, also undeklariert, in der Schweiz gebunkert haben. Im Inland würden diese versteuert samt Strafzuschlag dem Staat zumindest fünf Milliarden Euro bringen. Von der mit der Schweiz abgeschlossenen Abgeltungssteuer erhofft man sich maximal eine Milliarde Euro und in Zukunft rund 50 Millionen Euro jährlich. Die Opposition hält das für eine Frechheit und Steuerzahler in Österreich alles nach dem Motto: Besser ein paar Prozent von X, als 40 Prozent von nix. Dabei steht die Schweiz unter starkem Druck, auch der EU. Sie kann nicht weiterhin Blut-Drogen-Milliarden an Schwarzgeld bei sich bunkern lassen. Wie das gehen kann
samtvolumen der Kredite setzt, die bei der Notenbank abgerufen werden. als denkbar gilt auch, dass die Notenbank die Problembanken identifiziert – und die Staaten auffordert, diese Institute entweder zu sanieren oder abzuwickeln. Die EZB könnte sich dadurch ein Stück weit aus dem Rettungsgeschäft zurückziehen. Wenn sich Weidmann in der EZB mit seinen Vorstellungen nicht durchsetKLIPP April 2012
zeigen die Amerikaner. Sie haben der Schweiz gedroht, deren Banken in den USA zu klagen. Und nun liefern die Schweizer Banken brav und ordentlich die Daten jener amerikanischen Staatsbürger, die illegal Geld in die Schweiz transferiert haben. Doch Österreich meint kein Druckmittel zu haben. Offensichtlich fürchtet man, dass bei Preisgabe der Namen jener Österreicher, hochhonorige Personen und Unternehmen darunter sein werden. Denn im Schnitt sollen pro Depot allein rund vier Millionen Euro gebunkert werden. Bei einem Finanz- und Strafverfahren würden die Steuerflüchtlinge bis zur Hälfte ihrer Schwarzgelder an den Fiskus abliefern müssen. So aber werden sie nun sogar offiziell pardoniert. „Ich finde das unfair“, meldet sich kürzlich ein wegen Steuerhinterziehung verurteilter heimischer Privatier. Er hat Vermögenswerte durch Tricks im Lande vor der Finanz verbergen wollen. Leider ohne Erfolg. Jetzt muss er eine Millionenstrafe abzahlen und ist noch dazu vorbestraft. Er bedauert jetzt, sein Geld
zen kann, ist er aber noch lange nicht zur Untätigkeit verurteilt. In der Krise wurden die Aufsichtsbehörden mit Instrumenten ausgestattet, um auf nationaler Ebene zu intervenieren. Bundesbank und Finanzaufsicht BaFin können also die Kreditvergabe der hiesigen Banken drosseln, wenn sie fürchten, dass das viele Geld in der boomenden deutschen Wirtschaft spekulative Exzesse befördert. Quelle: Die Zeit
Finanzministerin Fekter vulgo „Schottermizzi“: … so wenig Schotter aus der Schweiz fürs Budget
nicht schon früher nach Liechtenstein gebracht zu haben. Und so wie er werden viele empfinden, die in Österreich Steuerschulden aufbauten, dafür vom Staat bestraft werden. Der moderne Ablasshandel mit der Schweiz hat als Beispiel eine verheerende Wirkung. Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach – ist keine gute Lösung. Auch, wenn von Finanzministerin Fekter, vulgo Schottermizzi“ so getan wird, als wäre das ein Glücksfall. Es ist ja ganz eigenartig: Die Schweiz wird bei uns als leuchtendes Beispiel für Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und direkte Demokratie hoch gelobt. Es wird ausgeblendet, dass das Land sich ein halbes Jahrhundert lang am Geschäftsmodell der Steuerhinterziehung gesund, oder besser gesagt „reich gestoßen“ hat. Nun versucht man, mit einer Weißgeld-Strategie das Schwarzgeld der Steuerflüchtigen los zu werden und mehr Anständigkeit an den
Tag zu legen. Zumindest ein hoffnungsvoller Anfang. PS.: In der Schweiz sollen insgesamt 1.600 Milliarden Blut-, Drogen- und Schwarzgeld liegen. Nur damit man ungefähr erkennt, wie viel das ist. Mit diesem Geld bräuchten die Österreicher über Jahre hinweg keinen Euro Steuern zahlen und es würde und allen blendend gehen.
Bestverdienende Firmen sind die Öl-Konzerne Das US-Magazin Forbes hat die Geschäftszahlen der 2.000 größten Unternehmen zusammengetragen, und wenn es um den Gewinn 2011 geht, dann liest sich die Aufstellung wie das „Who is Who“ der Ölmultis. Spitzenreiter ist der US-Konzern ExxonMobil, Betreiber der Esso-Tankstellen, mit einem Gewinn von unterm Strich 41,1 Milliarden USD (31,4 Milliarden Euro. Auf Platz 3 bis 6: die russische Gazprom (31,7 Milliarden USD), die beritisch-niederländische Royal Dutch Shell (30,9 Milliarden USD), die US-amerikanische Chevron (26,9 Milliarden USD) sowie die britische BP (25,7 Milliarden USD). Das einzige NichtÖlunternehmen ist Apple auf Platz 2 mit einem Gewinn von 33 Milliarden USD.
21
Hintergrund
Mit ausländischem Kennzeichen unterwegs – sehr riskant und teuer
91.000 Euro Nachzahlung G
eschätzte 15.000 bis 20.000 gibt es davon in Österreich. Gemeint sind Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen. Viele davon – auch teure und exklusive Autos – wurden aus Steuergründen im Ausland gekauft und dort angemeldet. Deren Besitzer haben ihren Lebensmittelpunkt jedoch in Österreich. Also ein klarer Steuerbetrug.
Verwaltungsgerichtshofs. Sobald mit einem Fahrzeug aber Tätigkeiten vorgenommen werden, die ein „typischer Inländer“ vornimmt (in die Arbeit fahren, Einkaufen fahren etc.), kann man auf einen dauernden Standort im Inland schließen.
Strafen und Folgen
Stolperstein NoVA Die Normverbrauchsabgabe gibt es nur in Österreich und ist der größte Brocken. Je nach Verbrauch und Hubraum des Autos beträgt sie bis zu 20 Prozent des Nettopreises. Dazu kommen die Mehrwertsteuer, die CO2Abgabe und die Kraftfahrzeug(Versicherungs-)steuer. Damit entgehen dem Fiskus jährlich zig Millionen Euro. „Wir sind aus steuerlicher Fairness dazu angehalten, was zu unternehmen“, begründet Ing. Christoph Reicht von der Finanzpolizei in Graz die Schwerpunktkampagne. Derzeit sind rund 400 Fahnder im Einsatz, bis 2016 sollen es doppelt so viele sein. Wobei die Finanzpolizei ja auch bei illegaler Beschäftigung und anderen „Materiengesetzen“ zum Einsatz kommt.
Anzeigenflut durch Aktion scharf Logischerweise rief die erste Aktion „auf der Straße“ in den Bundesländern Steiermark, Kärnten und Burgenland ein enormes Medienecho hervor. Allein in Graz gab es in diesem Zusammenhang 76 Anzeigen an einem Tag. In Kärnten und Burgenland waren es 500. Dabei erwischte es auch einen Porsche-Lenker, der 91.000 Euro nachzuzahlen hat. Eine der beliebtesten Ausreden ist, dass der Lenker seinen Hauptwohnsitz im Ausland hätte und in Österreich nur einen Nebenwohnsitz. Viele Lenker sind ihrer Verpflichtung sich entsprechend über die steuerliche und rechtliche Situation zu informieren nicht nachgekommen, gibt Ing. Christoph Reicht an.
Was ist erlaubt und was nicht Das ist im Kfz-Gesetz, Paragraph 82, generell geregelt. Und dort beinhaltet die Ziffer 8 die entscheidende 22
Nur Studenten dürfen unter bestimmten Umständen Kennzeichen im Ausland behalten
Passage für das rechtliche Vorgehen: Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen, die von Personen mit dem Hauptwohnsitz oder Sitz im Inland in das Bundesgebiet eingebracht oder in diesem verwendet werden, sind bis zum Gegenbeweis als Fahrzeug mit dem dauernden Standort im Inland anzusehen. Die Verwendung solcher Fahrzeuge ohne Zulassung gemäß § 37 ist nur während eines Monats ab der Einbringung in das Bundesgebiet zulässig. Nach Ablauf dieser Frist sind der Zulassungsschein und die Kennzeichentafeln der Behörde, in deren örtlichem Wirkungsbereich sich das Fahrzeug befindet, abzuliefern.
Innerhalb eines Monats ummelden Wenn glaubhaft gemacht wird, dass innerhalb dieses Monats die inländische Zulassung nicht vorgenommen werden konnte, darf das Fahrzeug ein weiteres Monat verwendet werden. Danach sind der Zulassungsschein und die Kennzeichentafeln der Behörde, in deren örtlichem Wirkungsbereich sich das Fahrzeug befindet, abzuliefern. Die Abliefe-
rung begründet keinen Anspruch auf Entschädigung. Ganz wichtig: Ein Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen (auch aus einem anderen EU-Land) darf maximal ein Monat ab Einbringung nach Österreich von einer Person mit Hauptwohnsitz in Österreich benutzt werden. Nach Ablauf der Frist werden die entsprechenden Abgaben (z.B. Zoll, Einfuhrumsatzsteuer, NoVA, Kraftfahrzeugsteuer, Versicherungssteuer) fällig. Wer als Inländer ein ausländisches Fahrzeug länger als einen Monat in Österreich verwendet, bei dem wird vermutet, dass das Fahrzeug einen dauernden Standort in Österreich hat.
„Pendeln“ hilft nicht Auch, wenn man regelmäßig mit dem Fahrzeug wieder ins Ausland fährt: Das Verkehrsministerium und die Finanzbehörden (hier geht es um die Steuerpflicht und die NoVA) vertreten die Ansicht, dass mit der regelmäßigen Wiedereinbringung die Einmonatsfrist nicht immer wieder neu zu laufen beginnt. Es gibt aber auch die gegenteilige Auslegung des Gesetzes: Bisher kam es aber noch zu keiner Entscheidung des
Wenn sich im Zuge eines Verwaltungsstrafverfahrens herausstellt, dass ein Inländer ein im Ausland zugelassenes Fahrzeug länger als einen Monat in Österreich betreibt (ohne dass die Voraussetzungen Testfahrt, Journalist), hat dies schwerwiegende Folgen. Das Fahren eines Fahrzeuges ohne Zulassung ist eines der schwersten Delikte, die das Kraftfahrgesetz kennt (vergleichbar mit dem Lenken eines Fahrzeuges ohne entsprechenden Führerschein). Neben einem Verwaltungsstrafverfahren für den Lenker, der gegen die Frist von einem Monat verstößt, hat auch der Halter des Fahrzeuges mit einem Finanzstrafverfahren zu rechnen, da er Umsatzsteuer und Normverbrauchsabgabe (Nova) durch die Nichtzulassung des Fahrzeuges im Inland hinterzogen hat.
Lebensmittelpunkt ist entscheidend Die früher bestehende Doppelwohnsitzbescheinigung (für Personen, die sowohl in Österreich als auch im Ausland einen ordentlichen Wohnsitz haben) wurde bereits vor Jahren ersatzlos gestrichen. Damit ist es für Personen mit Hauptwohnsitz im Bundesgebiet nicht mehr möglich, aus Steuerersparnisgründen über längere Zeit ein Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen zu lenken. Entscheidend ist der Begriff des Lebensmittelpunkts. Dieser kann sich natürlich innerhalb eines Jahres mehrmals ändern. Streng genommen muss dann aber jedes Mal auch eine Ummeldung des PKW erfolgen. Ausgenommen von dieser Regelung sind nur Studenten, die noch in der Unterhaltspflicht ihrer Familie stehen (keiner Arbeit nachgehen). Sie können die Nummertafel ihres Heimatlandes legal behalten. v KLIPP April 2012
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Von Michael Schröder
E
in wenig versteckt hinter einer Ecke am Ende der Dreihackengasse befindet sich das Lerncafé Gries. Eine farbenfroh gestaltete Wand umrahmt den Eingang in das Häuschen, das direkt an die Kirche St. Andrä angebaut ist. Übersehen kann man das Lerncafé trotzdem nicht, denn wenn die Kinder gerade auf dem schattigen Vorplatz Boccia spielen, ist das nicht zu überhören. Verständlich, denn hier wird streng mitgeschrieben und jeder Punkt ist wichtig und keiner möchte verlieren.
Vier Mal Lerncafé in der Steiermark Alles begann im Jahr 2007 mit der Eröffnung des ersten Lerncafés in Graz. Inzwischen gibt es bereits vier Standorte in der Steiermark, und eine Ausweitung des Projektes auf alle österreichischen Bundesländer ist bereits in Planung. „Bei uns kann jedes Schulkind mitmachen, sofern es zwischen sechs und 15 Jahren alt ist und wir noch Platz haben. Im Moment haben wir ungefähr 40 Kinder und die Warteliste ist auch gut gefüllt“, erklärt Silke Strasser, die Initiatorin und Koordinatorin des Projektes. Vorwiegend Migrantenkinder nützen das Lerncafé, um ihre Hausaufgaben zu machen, Freunde zu treffen oder einfach mit Gleichaltrigen zu spielen. „Viele der Kinder haben zuhause niemanden, der ihnen bei den Aufgaben helfen kann, und wenn sie erst seit kurzem in Österreich sind, fehlt ihnen oft auch das soziale Umfeld. Bei uns bekommen sie Unterstützung und können neue Freunde kennen lernen. Mit dem Lerncafé leisten wir einen Beitrag zur Chancengleichheit, denn jedes Kind hat Potenzial, es muss nur richtig gefördert werden“, meint Strasser. Wer jetzt glaubt, hier geht es drunter und drüber, der hat sich getäuscht. „Regeln und vor allem ein regelmäßiges Erscheinen im Lerncafé sind die Grundvoraussetzung, damit das Projekt funktioniert. Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und beziehen auch 24
„Die Kinder haben Spaß – egal, woher sie kommen – und freunden sich rasch an. Wir behandeln alle gleich, jeder ist ein Mensch und als Eltern haben sowieso alle dieselben Sorgen“, so Initiatorin Silke Strasser (re.).
Gelungene Integrationsarbeit in Graz
Freude am Lernen die Eltern in das Projekt mit ein. Es soll nicht so aussehen, als ob sie aus der Erziehungsarbeit entlassen sind, aber auch sie brauchen teilweise Unterstützung. Diese erhalten sie bei den Elternabenden, da gibt es dann Vorträge über Erziehung und Beratung, wenn jemand dies wünscht. Wir behandeln alle gleich, jeder ist ein Mensch und als Eltern haben sowieso alle dieselben Sorgen
und Schwierigkeiten mit ihren Kindern, das ist kulturübergreifend“, meint Strasser.
Spaß und lernen, das geht sehr wohl Inzwischen hat sich das Grüppchen aus Kindern, Betreuern und freiwilligen Helfern in das Haus begeben, wo jetzt die Jause verteilt wird. „Gesund muss unsere Jause sein, das
Fotos: Heimo Ruschitz
Hintergrund
Das Lerncafé ist ein Beispiel für gelungene Integrationsarbeit. Unterstützen und Fördern macht den Unterschied in der Schule und im Sozialleben.
ist uns sehr wichtig.“ Anschließend wird gebastelt. Drachen oder Marienkäfer? Das ist die Frage, um die sich jetzt alles dreht. Schließlich haben sich alle Buben für den Drachen und nur zwei Mädchen für den Käfer entschieden. Florin Ailenei, der Leiter des Lerncafés Gries, verteilt das Buntpapier und die Scheren. Dann geht der Bastelspaß los. „Ja, es ist immer so ruhig“, sagt Ailenei. „Ansonsten ist kein qualitatives Lernen zu gewährleisten. Wenn die Kinder dann gute Noten bekommen, freue ich mich mindestens genauso wie sie selbst“, sagt er mit funkelnden Augen. Im Lerncafé gibt es ein breit gefächertes Programm. „Wir machen Ausflüge, gehen ins Museum oder ins Kino. Letztens haben wir einen Stadtrundgang gemacht und uns die Geschichte von Graz angehört. Und wir haben immer was zu feiern, denn wir feiern alle Feste, egal aus welcher Kultur sie kommen, uns geht es um den Spaß und die Geselligkeit.“ Zum Abschluss zeigen die Kinder noch, was aus ihren Drachen geworden ist. Eine wirklich aufgeweckte Truppe hat sich hier versammelt; anschließend können alle beruhigt nachhause gehen, denn die Hausaufgaben für morgen sind alle bereits gemacht. v Mit vollem Ernst bei der Sache. Das Lerncafé startete 2007: Viele Kinder haben zu Hause niemanden, der ihnen bei den Aufgaben helfen kann.
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Fernwärme günstiger als je zuvor! N
och nie war es so günstig und einfach, einen Fernwärmeanschluss zu bekommen. Wir haben die Geschäftsführer der Energie Graz, Gert Heigl und Rudolf Steiner, genauer zu diesem Thema befragt: Was unterscheidet Fernwärme-Komplett von bisherigen Heizungslösungen? Gert Heigl: Die Energie Graz tritt dabei als Komplettanbieter auf und übernimmt auf Wunsch alle Arbeitsschritte – angefangen von der Planung über die Finanzierung bis hin zur Errichtung, auch in Kombination mit Solarenergie. „Wärme-Komplett“ ist modular aufgebaut, sodass der Kunde nach eingehender Beratung durch unsere Kundenberater entscheidet, welche Leistungen er von der Energie Graz in Anspruch nehmen möchte. Darüber hinaus bietet die Energie Graz noch weitere Service-Dienstleistungen, wie etwa die Wartung der Heizanlage an.
Modul Wohnung 2
Modul Wohnung 1
Kann jeder Wärme-Komplett nutzen? Rudolf Steiner: Wärme-Komplett gilt für alle Fernwärme-Neukunden der Energie Graz. Dieses Gesamtpaket Wärme-Komplett richtet sich an Entscheidungsträger, die einerseits für ein Objekt eine Gesamtinstallation, vom Fernwärme-Hausanschluss bis zur fertigen Heizzentrale benötigen, andererseits an jene, welche eine Wohnungsinstallation für den Fernwärmeanschluss wünschen. Voraussetzungen sind, dass sich das Objekt im bestehenden Versorgungsnetz oder an der Trasse eines von der Energie Graz geplanten Netzausbaus befindet und der Anschluss technisch realisierbar ist. v
Umwelt
Modul Solar
Modul Wohnung 3
Modul Verteilung
Modul Anschluss
Modul Heiztechnik
Modul Warmwasser
Modul Anschluss: Grundlage für die Kosten des Anschlusses ist die Anzahl der Wohnungen je Objekt. Der Kunde kann zwischen einer Einmalzahlung oder einem monatlichen Investitionskostenzuschuss (ab 1 EURO) wählen.
Modul Heiztechnik: Im Objekt ist zwar ein Verteilsystem vorhanden, der Kunde benötigt aber eine neue Heizzentrale.
Modul Verteilung:
Nähere Infos Energie Graz GmbH & Co KG Schönaugürtel 65, 8010 GRAZ Tel.: 0316/8057-1796 www.energie-graz.at anschluss@energie-graz.at
Wenn das Objekt über kein Wärmeverteilsystem verfügt, errichtet die Energie Graz diese Installation bis zu den einzelnen Wohnungen (Fernwärme-Anschluss - Heizzentrale - Wohnungsübergabestation).
Modul Wohnung: Fehlt eine Etagenheizung in den Wohnungen, installieren wir mit dem „Modul Wohnung“ die komplette betriebsfertige Heizungsanlage (Verrohrung, Heizkörper und Mauerdurchbrüche) inklusive des Anschlusses an die Hausanlage.
Modul Warmwasser: Mit dem Modul Warmwasser führt die Energie Graz im Zuge des Fernwärmeanschlusses auch die Umstellung der zentralen Warmwasserbereitung mit Fernwärme bzw. dezentraler Warmwasserbereitung mit Fernwärme durch.
Modul Solar:
Foto: Energie Graz
Einsparung von Primärenergie und Vermeidung von Schadstoffemissionen aus Heizungsanlagen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Mit dem Zusatzmodul Solar planen und errichten wir auch eine zum Objekt passende Thermosolaranlage für die Warmwasseraubereitung.
Modul Wartung: Der Wartungsvertrag garantiert die richtig funktionierende Heizungsanlage durch ein 24-Stunden-Service. Die beiden Geschäftsführer der Energie Graz, Gert Heigl (links) und Rudolf Steiner
Modul Heizkostendirektverrechnung: Im Rahmen der Heizkosten-Direktverrechung übernehmen wir neben dem jährlichen Kundendienst und der Abrechnung auch den damit in Zusammenhang stehenden Zahlungsverkehr. Die komplette Abwicklung der Heiz- bzw. Warmwasserkosten-Abrechnung erfolgt in Akkordierung an den einschlägigen Bestimmungen des HeizKG lt. BGBl. 1992/827.
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Sie Mörder, er Mörder und wer ist der Nächste?
D
ie Täter könnten unterschiedlicher nicht sein, im einen Fall Marinesoldaten, im anderen ein biederer Durchschnittsbürger in Deutschland. Sie galten in ihrem Bekanntenkreis alle als unauffällig und nett, haben dann aber aus Rache gemordet und Menschen aus dem Weg geräumt. Der Mörder in Deutschland, weil er sich an seiner Schwester rächen wollte, die von seinen Eltern ihm gegenüber bevorzugt worden war. Bis
über den Tod hinaus, denn sie erbte den Großteil des Vermögens. Daher stach er auf grausamste Weise ihre beiden Kinder ab. Eine Gruppe von US-Soldaten ermordet in Afghanistan unschuldige Zivilisten. In den Medien wurden sie zum „Killteam“. Sie metzelten Zivilisten nieder, drückten ihnen dann Waffen in die Hand, die die
US-Soldaten eigens dafür mitgeführt haben, russische Granaten oder Gewehre. Die US-Soldaten arrangierten die Hinrichtungen als Notwehr, das Töten ohne Folgen war plötzlich ganz einfach für sie. Und die Strategie der Armee: Um nicht selbst Verantwortung übernehmen zu müssen, versucht sie die Täter auszugrenzen und zu verirrten Einzeltätern zu
Zweimal Leinwand bemalen für fast hundert Millionen Dollar versteigert
„Du bist kleinkariert!“ D
en im Jahre 1903 in Lettland geborenen und 1970 in New York freiwillig aus dem Leben geschiedenen Maler Mark Rothko kennen sicher weniger Menschen als seinen Kollegen Andy Warhol. Für alle, die mit der Farbmalerei wenig am Hut haben: Rothko ist besonders bekannt durch seine großformatigen Ölgemälde mit gestapelten ineinander verschwimmenden, monochromen Farbflächen. Manche seiner Werke sind bis zu drei Meter hoch. Er malte nicht figurativ und richtete seine Werke rein auf die Wirkung der Farbe aus. Er gehört zu den bedeutendsten Repräsentanten des abstrakten Expressionismus und der Farbfeldmalerei, die maßgeblich von ihm geprägt wurde. Sein Ölgemälde „Untitled“ (1961) wurde im Mai 2010 für fast 31,5 Mio. Dollar bei Sothebys in New York versteigert, drei Jahre vorher ebenfalls bei einer Auktion sein Werk „Wild Center“ für knapp 73 Mio. Dollar an einen neuen Besitzer gebracht. Ein Rekordpreis damals für 26
erklären, nach der Devise: Das sind nicht wir, das sind nicht unsere Werte, das sind nicht die Werte unserer Streitkräfte. Soziologen beschreiben das „Killteam“ als soziologisch dysfunktionale Gruppe, als eine Art zerstrittene Familie. Wenn der Vater immer das eine sagt und die Mutter das andere, verlieren die Kinder Halt und
ein zeitgenössisches Kunstgemälde. Wieder zwei Jahre zuvor, im November 2005, wechselte bei einer Auktion bei Christie’s Rothkos Arbeit mit dem Titel „Hommage to Matisse“ aus dem Jahr 1953 für 22,5 Mio. den Besitzer. Ich halte es da mit den Worten von Gerhard Richter, auch einem gut verdienenden zeitgenössischen Künstler, der sagt, die Preise seien völlig absurd und eigentlich lächerlich, oder noch schärfer für bizarr und pervers, wenn man Rothkos bemalte Leinwände hernimmt. Der Wert von Kunst ermisst sich letztlich an dem, was ein bestimmter Mensch bereit ist, dafür zu bezahlen, halten dem die Kunstexperten entgegen oder widersprechen. Und außerdem könne jeder mit seinem Geld tun, was er will; das mag schon so sein, aber ich halte das nicht für irrational, sondern sogar für krank. Genauso krank wie damals an der Amsterdamer Börse der Run auf die Tulpenzwiebeln. Auch für sie wurden Preise bezahlt wie heute für einen Rothko. Also nichts von Bestand. Dass ein Michelangelo ein Kunstwerk ist, da gibt es heute weltweit Übereinstimmung. Seine jahrhundertealten Kunstwerke beschäftigen alle Sinne des Menschen, sind unnachahmliche Schöpfungen dieses Genies, da nehme ich gerne in Kauf, dass meine Haltung zu Rothkos Kunst mich in den Augen meines Freundes zu einem Banausen macht. KLIPP April 2012
Ordnung. Doch was versteht man sonst unter dem Slogan und der Aufgabe „Suche und zerstöre!“? Das Eis ist dünn, auf das sich unser normales Handeln stützt, oder wie wir sagen unsere Normalität. In ihrem Buch „Keiner war dabei“ beschreibt Slavenka DrakuliÐ die Normalität der Täter und die Alltäglichkeit der Verbrechen im Bürgerkrieg am Balkan. Alle Angeklagten oder alle Porträts von angeklagten Mördern machen deutlich, dass es Menschen wie du und ich sind.
Unauffällige, eher mittelmäßig erfolgreiche Handwerker, Kellner, Akademiker oder Militärs, die angeben, und das klingt bekannt, nur ihre Pflicht getan zu haben. Aber nun, da der Krieg vorbei ist, sitzt man wieder zusammen und spielt Karten. Je mehr man sich mit ihnen beschäftigt, desto mehr wundert man sich, wie sie diese Verbrechen begehen konnten – diese Kellner und Taxifahrer, Lehrer und Bauern. Je intensiver man begreift, dass Mörder, Kriegsverbrecher normale Men-
schen sein können, desto mehr Angst bekommt man, weil die Konsequenzen ernster sind, als wenn sie Ungeheuer wären. Wenn normale Menschen Kriegsverbrechen begingen, dann heißt das, dass jeder von uns sie begehen könnte. Jetzt versteht man, warum es leicht und bequem ist anzunehmen, dass Kriegsverbrecher Ungeheuer sind, statt dem
zuzustimmen, dass „das Böse“ aus dem normalen Denken kommt und von normalen Menschen getan wird. Wenn dies wirklich der Fall ist, kann keiner von uns sicher sein, wie er sich unter bestimmten Bedingungen verhalten würde. Es gibt keine Garantie, nur wenn wir begreifen, dass die Täter (mit einigen Ausnahmen) Menschen sind wie wir, sehen wir vielleicht die Gefahr, dass wir demselben Druck erliegen könnten.
z n e r g g i t r e w Wenn Ihr wirklich etwas erleben möchtet, bereitet Euch doch mal auf ein richtiges Abenteuer vor, wie Ihr es Euch niemals hättet vorstellen können:
Gehen Sie illegal nach Serbien, in die Türkei, nach Pakistan, Afghanistan, in den Irak, nach Nigeria oder Marokko. Sorgen Sie sich nicht um Visa, internationale Gesetze, Immigrationsregeln oder ähnliche lächerliche Vorschriften. Wenn Sie dort angekommen sind, fordern Sie umgehend von der lokalen Behörde eine kostenlose medizinische Versorgung für sich und Ihre ganze Familie. Bestehen Sie darauf, dass alle Mitarbeiter bei der Krankenkasse Deutsch sprechen und dass die Kliniken Ihr Essen nur so vorbereiten, wie Sie es in Deutschland und Österreich gewohnt sind. Bestehen Sie darauf, dass alle Formulare, Anfragen und Dokumente in Ihre Sprache übersetzt werden. Weisen Sie Kritik an Ihrem Verhalten empört zurück, indem Sie ausdrücklich betonen: „Das hat mit meiner Kultur und Religion zu tun; davon versteht Ihr nichts.“
Behalten Sie unbedingt Ihre ursprüngliche Identität. Hängen Sie eine Fahne von Ihrem westlichen Land ans Fenster (am Auto geht es auch, vergessen Sie das nicht). Sprechen Sie sowohl zu Hause als auch anderswo nur Deutsch und sorgen Sie dafür, dass auch Ihre Kinder sich ähnlich verhalten. Fordern Sie unbedingt, dass an Musikschulen westliche Kultur unterrichtet wird. Verlangen Sie sofort und bedingungslos einen Führerschein, eine Aufenthaltsgenehmigung und was Ihnen sonst noch einfallen könnte. Lassen Sie sich nicht diskriminieren, bestehen sie auf Ihr gutes Recht, verlangen Sie Kindergeld. Betrachten Sie den Besitz dieser Dokumente als eine Rechtfertigung Ihrer illegalen Präsenz in Serbien, in der Türkei, in Pakistan, Afghanistan, im Irak, in Nigeria oder Marokko.
Fahren Sie ohne Autoversicherung. Die ist nur für die Einheimischen erforderlich. Organisieren Sie Protestzüge gegen Ihr Gastland und dessen Einwohner, unterstützen Sie ausnahmslos Gewalt gegen Nichtweiße, Nichtchristen und gegen eine Regierung, die Sie ins Land gelassen hat. Verlangen Sie, dass Ihre Frau (auch wenn Sie sich inzwischen 4 davon angeschafft haben) sich nicht vermummen muss, keine Burka zu tragen hat. VIEL GLÜCK WÜNSCHEN WIR IHNEN DABEI ! IN DEUTSCHLAND UND ÖSTERREICH IST DAS ALLES MÖGLICH! In Deutschland UND Österreich kann das alles erfolgen, weil wir hier von politisch korrekten Idioten regiert werden. Mit Grüßen an: SPD - SPÖ - GRÜNE - LINKE - CARITAS und Multikulti der linken Presse.
Wenn Sie mit dem Text einverstanden sind, leiten Sie ihn weiter! Wenn nicht, packen Sie Ihre Koffer, verlassen Sie Ihre Heimat und finden Sie mal heraus, ob Sie zu den oben genannten Bedingungen in der TÜRKEI, in PAKISTAN, AFGHANISTAN, im IRAK, in NIGERIA oder MAROKKO willkommen sind, und bitte berichten Sie über Ihre Eindrücke.
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Devecser in Ungarn, knapp 200 Kilometer von Graz, eineinhalb H i n t ergr u n d
Auf Spurensuche von Alle Medien waren tagelang voll mit Horrormeldungen aus Devecser. Der rotbraune Giftschlamm zog eine Spur der Zerstörung.
Fotos: Heimo Ruschitz
Allzu oft versickern Spenden irgendwo. Auch die Steirer und Burgenländer reagierten nach der verheerenden Giftschlamm-Katastrophe in Devecser äußerst großzügig. Rund 240.000 Euro sammelten sich im Hilfstopf. Doch was geschah mit dem Geld? Klipp begab sich auf Spurensuche. Hilfsaktionsinitiator Rudi Roth, ungarischer Honorarkonsul, ganz happy bei den Kleinen in Zeiten wie diesen.
E
strich unter sich. Zehn Menschen erstickten im Giftschlamm, knapp 200 wurden durch Verätzungen schwer verletzt, hunderte flüchteten, eine ganze Region musste in den Tagen darauf evakuiert werden. Die Fotos der ökologischen Katastrophe gingen um die Welt. Die rotbraune, zähe Giftschlamm-Welle sorgte für eine Spur der Verwüstung. Nur mit Glück entgingen die Nachbarländer wie das Burgenland, die Steiermark und Slowenien einer Katastrophe. Zum Glück gelangte der
Foto: Caritas
s war der 4. Oktober 2010, der in der Steiermark eine Hilfswelle auslöste. Zu Mittag barst in Devecser in einem Aluminium-Werk in Ungarn ein zum Werk gehörender Damm, hinter dem sich Millionen Tonnen von Giftschlamm aufgestaut hatten. Und damit nahm die Katastrophe ihren Lauf. Voll mit Schwermetallen, grauslich rotbraun, wälzte sich die Schlammlawine mit rund 40 km/h übers Land. Sie begrub zwei Ortschaften und einen großen Land-
Mittlerweile längst abgerissen – der Schlamm schwappte bis unters Dach. 28
Giftschlamm nicht in das überregionale Flussnetz.
Steirer helfen Ungarn Rudi Roth, der ungarische Honorarkonsul, sowie auch sein Kollege im Burgenland riefen gemeinsam mit dem Forum Hungaricum zur Hilfe auf. Unmittelbar nach dem Unglück verteilten Mitglieder von steirischen Hilfskonvois in Devecser an die leidgeprüften Menschen tausende Atemschutzmasken, Lebensmittel, Kleider, Schuhe. In den Monaten darauf sammelte man auch Bargeld – mehr als 100.000 Euro spendeten die steirischen Bürger, auch das Land beteiligte sich mit einer namhaften Summe. „Wir haben uns dann entschieden, damit den Kindergarten zu sanieren, weil er mit den Kindern auch die Zukunft der Gemeinde sichert“, sagt Ungarn-Konsul Rudi Roth. Mit der Umsetzung und Realisierung des Projekts wurde die örtliche Caritas betraut. Viel Freude gab es jüngst bei der offiziellen Übergabe des Kindergartens an die Gemeinde.
Die ungarische Regierung ihrerseits versucht mit einem Sonderprogramm die ärgsten Verwüstungen zu sanieren. 117 Häuser wurden mit internationaler Unterstützung neu errichtet. Eines davon kostet 80.000 Euro. Die Familien, die dort eingezogen sind, erhielten auch das nötige Inventar. Wie halt immer nach Katastrophen gibt es auch Unzufriedene, die meinen, zu wenig bekommen zu haben oder überhaupt vergessen worden zu sein. Knapp zehn Prozent der Bevölkerung sind nach der Katastrophe abgewandert. Die Privatbesitzer des Aluminium-Werks – am Standort Devecser gibt es rund 1.000 Beschäftigte – fühlen sich nicht verantwortlich für die Katastrophe. Sie haben nach der Katastrophe nicht mehr als 30.000 Euro bereitgestellt. Langjährige Prozesse über die Verantwortung für die Umweltkatastrophe scheinen unvermeidbar. Die Schäden an der Landschaft und in der Region wurden mit rund 50 Millionen Euro beziffert. Doch was dann, wenn die Aluminium-Hütte zusperrt? Sie ist der HauptarbeitKLIPP April 2012
Brigitte Kroutil-Krenn (Caritas)
Steirer-Spenden geber für die Gemeinden – so etwa auch für die Stadt Devecser mit ihren 5.000 Einwohnern. Darunter sind auch zufällig viele Roma. Berührend war die Feier im Kindergarten; mit in Deutsch einstudierten Liedern wie „Komm, lieber Mai, und mache …!“ bedankten sich die Kleinen bei den österreichischen Gästen.
Der Bürgermeister von Devecser hofft, dass die Österreicher auch bei einem anderen Projekt den Nachbarn unter die Arme greifen. Seit der Katastrophe gibt es in Devecser keine Sportanlage, kein Fußballstadion mehr. Die jungen Schüler und der Nachwuchs müssen in die benachbarten Gemeinden ausweichen, um Sport
zu betreiben. Also soll ein neues Sportzentrum her – nun ganz wichtig für das weitere Gemeindeleben in Devecser. Rudi Roth und sein burgenländischer Kollege nahmen das sehr wohl auf und so gibt es bereits die ersten Ideen, wie man den Ungarn noch einmal helfen könnte. v
Saniert: 200 Kinder können nun nach Herzenslust spielen.
Die prominenten großen Kindergartengäste: auf Augenhöhe mit den Kleinen sitzend
„Das Dach war undicht, daher alles feucht und desolat“, beschreibt Brigitte Kroutil-Krenn Leiterin der Caritas-Auslandshilfe den Zustand. „Es ist praktisch eine Totalsanierung gewesen, Dach, Außenfassade, Fenster Türen, die Böden und auch die Heizung. Nach der Ausschreibung wurden Firmen aus der Region damit beauftragt. Ausbezahlt wurde nach Abschluß der Arbeiten ausschließlich von uns. Im Herbst 2011 wurde mit den Arbeiten begonnen und wir waren natürlich oft vor Ort. Gemeinsam wollten wir alle ein Zeichen setzen, dass Familien mit Kindern in Devecser eine Zukunft haben weil sich viele mit Abwanderungsgedanken befassten. Die Caritas“, so Kroutil-Krenn, „überlegt mit der Projekterfahrung aus anderen osteuropäischen Ländern auch in Devecser Arbeitsplätze zu schaffen.“
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Wasser – unser KOST-barstes Gut.
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H i n t ergr u n d
Jahre nach der Giftschlamm-Katastrophe
Hintergrund
107 Kilometer durch die Wüste
Unterwegs mit Blutblasen
W
as treibt 130 Freaks an, vier Tage lang, auch bei Nacht, sich durch die Wüste laufend zu quälen, durch nachgebenden Wüstensand und dafür noch etliche tausend Euro zu zahlen? Es ist der kurzzeitige Blick vom Diesseits ins Jenseits, wenn man vor Erschöpfung ans Aufgeben denkt. Der Niederösterreicher Harald Fritz, ein 45-jähriger IT-Experte, war der einzige Österreicher dabei, gecoacht vom Grazer Mentaltrainer Klaus Landauf. Es ist alles bestens organisiert“, erklärt Klaus Landauf. Alles beginnt im Süden Tunesiens in der Oase „Ksar Ghisane“. Vom italienischen Veranstalter Zitoway wird an den Etappen-Orten ein kleines ZeltDorf aufgebaut, mit pritschenartigen Betten am ersten Abend und Berberzelten, wo die Vorderfront frei und die Seitenwände teilweise nicht bis zum Boden reichten, Schaummatratzen, einer Feldküche für 200 Leute, die für die Teilnehmer von Prosciutto über Spaghetti bis zum Rotwein alles bietet. Von
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drei riesigen Trucks aus werden die Extremläufer mit allem versorgt. 40 Mitarbeiter des Veranstalters kümmern sich darum. „Was mich beeindruckt hat: Es gab kein Jammern und kein Sudern, obwohl wir Regen, viel Wind, Sand und und alles Mögliche gehabt haben. Jeder war einfach auf sein Ziel fokussiert und machte seinen Job“, erzählt Klaus Landauf. Die Regie des 107 Kilometer langen Wüsten-
Abenteuers sieht fünf Etappen vor: am ersten Tag 23 Kilometer, am zweiten in der Nacht 16 und 7 Kilometer, am dritten Tag gibt’s dann den vollen Marathon mit 42 und am vierten Tag zum Abschluss noch als Draufgabe einen 23 Kilometer langen Lauf ins Ziel nach Douz. Harald Fritz, der 45-jährige Niederösterreicher betreibt seit zehn Jahren Ausdauersport und das als Triathlet. „Die wirkliche Challenge
Klaus Landauf: „Über meine Messmethode kann man mit dem Heartman genau feststellen, wie belastend solche Läufe sind, wie sehr sie das Regenerations- und Schlafverhalten beeinflussen. Man erfährt dadurch, welche regenerativen Maßnahmen wichtig werden. Da sind viele Hobbysportler sehr unprofessionell, die nicht wissen, was richtige Trainingssteuerung bedeutet. So etwas kann zu massiven Belastungen und Problemen für den Körper führen. Die Vorbereitung nach guten Trainingsplänen und die ausreichende Regeneration sind ganz ganz wichtig.“
war der Sand. Das habe ich noch nie erlebt. Blutblasen an allen Stellen. Da sprengt es einfach den Zehennagel ab. Und du musst ja am nächsten Tag wieder in den Laufschuh hinein. Irgendwie musst du das ausblenden. Jeder versucht, auf seine Art mit allem fertig zu werden. Die einen tapen sich die Fußsohlen und Zehen. Ich wiederum habe es mit Hirschtalg probiert.“ Durch den Sand bekommst du auch keinen richtigen Laufrhythmus. In der Nacht läuft man klarerweise mit Stirnlampe. Da musst du besonders konzentriert unterwegs sein, damit du nicht auf einen Stein oder sonst was steigst und es dann vorbei ist. Jeder der Teilnehmer hat verpflichtend einen Überlebensrucksack mit sich, in dem es eine Decke, eine Lampe, Wasser und eine Trillerpfeife gibt. Fahnen und Stangen markieren die Route, vorne weg fährt ein Quad, das gleichsam die Strecke auscheckt. Und trotz der Qualen: „Mir hat das viel gegeben, mir taugt einfach die Wüste. Du bist allein, absolut. Es
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Hintergrund Für fünf Tage zu Hause in der Sahara.
Das Laufgebiet in der Wüste Tunesiens
Meilen km
ist ein tolles Gefühl.“ Ans Aufgeben hat Harald Fritz keine Sekunde gedacht. „Ich diskutiere nicht mit mir selber darüber. Denn wenn du so zu denken beginnst, dann ist’s vorbei.“ Trainieren gehört zu Harald Fritz wie das Zähneputzen: Zehn Stunden trainiert er in der Woche durchschnittlich. Klaus Landauf hat die Reaktionen des Körpers seines Schützlings mit dem Heartman 24 Stunden lang und das über mehrere Tage aufgezeichnet. Als Vergleich dienten ihm alte Messungen des Extremsportlers. „Sein Körper hat das sehr gut bewältigt“, sagt Landauf. Ganz im Unterschied zu einem Italiener, knapp 50, dessen Werte ebenfalls von ihm gemessen wurden. „Seine Werte bewegten sich bereits im Grenzbereich“, analysiert er die Auswertung. Doch der Italiener läuft noch nicht so lang wie der Österreicher. Der hat erst begonnen, als der Arzt gemeint hat: „Kauf dir eine Holzkiste oder Laufschuhe.“ Zwölf Stunden war die Gesamtzeit, die Harald Fritz unterm Strich er-
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reichen wollte. „Ich habe es dann in 11:33 geschafft und das habe ich für mich als sehr gut empfunden.“ Den Marathon selbst lief er in 4:49 – ungefähr die gleiche Zeit, als er zum ersten Mal vor zehn Jahren den Wien-Marathon absolvierte. Und warum überhaupt dieser Ausdauersport, Harald Fritz wird am 24. Juni beim französischen Ironman wieder an den Start gehen? „Weil ich früher Laufen für völlig blöd und stupid gehalten habe, bis ich mich dann über irgendetwas sehr ärgerte und mich dann beim Laufen abreagiert habe. Von da an hat’s mir zu gefallen begonnen, weil ich gespürt habe, dass es mir nach dem Laufen besser gegangen ist. Und der viel beschriebene Runners Flow kommt schon hin und wieder vor, aber am sichersten hast du ein Runners High, wenn du dir nach dem Training oder dem Lauf einen G’spritzten bestellst und trinkst.“ Für Klaus Landauf war es bewegend, zu sehen, welche Emotionen da nach dem Zieleinlauf in Douz frei werden. „Mein Läufer hat geheult
wie ein Schlosshund.“ Weil einfach die Selbstverantwortlichkeit bei so einem Ereignis jedem bewusst wird: „Es geht ja darum, dass wir uns in unserer Fertigbrei-Welt vielfach nicht mehr wahrnehmen. Und
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dann passiert so etwas eben beim Laufen.“ „Es tut sehr weh, aber ich muss es einfach wieder tun im nächsten Jahr“, beschreibt Ulrike, eine deutsche Teilnehmerin ihr Gefühl. v
Gemeinsame Auflockerung vor dem Start mit dem Klassiker „We will rock you“ von Freddie Mercury. Die letzten zehn Sekunden werden runtergezählt, auf Italienisch. Und dann geht’s los.
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Die Kraft ist die Vielfalt … der Ideen in den Köpfen der Menschen in der Region. Und das seit Jahrzehnten, Historiker sprechen sogar von 150 Jahren. Daher behaupten sich die Obersteirer trotz drohender Abwanderung auch in einer globalisierten Welt. AL-KO Rasenroboter Robolinho
Helmut Dietl war im Murtal für KLIPP vor Ort
Stahl Judenburg – Blankstahlfertigung
Tischlerei Stolz - freischwebendes Barmöbelstück
Wuppermann - bandverzinkte Stahlrohre für Sprinklersysteme
Antemo - Anlagen- und Teilefertigung, Exemplar Carrier
Neuson Hydrotec: Hochtechnologie pur
Berlinger – Neubauprojekt Villa in Wien
Zirbe - Königin der Bäume
Murbodner Rind
Kreischberg - Sixpack Sesselbahn
Pferdemarkt Schöder - vorrangig werden Noriker und Haflinger gehandelt
Eagle Burgmann erzeugt Gleitringdichtungen
HAGE - Hybrider Bearbeitungskopf für Fräs- und Rührreibschweißprozesse
Stadtwerke Judenburg - hier wird „öko styria“-Strom produziert
Vielseitig: IBS-Gesellschafter Klaus Bartelmuss brachte Nik P. und jetzt Andreas Gabalier groß heraus.
„Helden-von-morgen“-Gewinnerin Conny Mooswalder vor Musical-Karriere
Rauter – Betonhaltestelle Foto Steinbacher
Sandviks Teilschnittmaschinen in Sotschi
Schaffer liefert Resonanzholz
SKS Elektroanlagenbau - Maschinenverteiler einer Bergbaumaschine
Zeiringer – Solaranlage
Zeman Bauelemente – der Steel beam Assembler
Hager – stellt gentechnikfreie Gebäcke her
KBG - Bauteile aus Kunststoffen und Hochleistungswerkstoffen
Golfclub Murtal
Red Bull Ring – Aushängeschild der Region
e2 group - Die erste Passivhausbank Österreichs in Murau
Österreichisches Blasmusikmuseum in Oberwölz
SKF Highlight H-Ecopur Materials
IBS - keine Papiererzeugung ohne Produkte aus dem Murtal
KLH - Murray Grove Montage in London
Murauer Bier sorgt für flächendeckende Bierlieferung
Obersteirische Molkerei – mehrfach ausgezeichnete Käsespezialitäten
Pexider KombiwandSystem
Pöls - Zellstoff- und Papierindustrie seit gut 300 Jahren
Ecoworld - Modell ECOLED LCL 145
Interview mit Industriellenpräsident Jochen Pildner-Steinburg
Vorbildhaft für die Steiermark
Lärchenholz: Ausdruck einer Region
Klipp: Sie haben schon in der Vergangenheit betont, dass das Murtal wirtschaftlich nicht vom Österreichring oder jetzt vom Red-Bull-Ring lebt. Pildner-Steinburg: Das ist auch heute meine Ansicht. Der Ring war seinerzeit ein langfristiges Projekt, aber eben eventbezogen, und auch in seiner Neuausrichtung ist er heute wichtig für die Region, aber er trägt nicht die Region.
Typisch für die Lärche ist ihr rötlicher Farbstich.
Das Thema Holz ist im Bezirk Murau – hier gibt es den höchsten Lärchenbestand der Steiermark – traditionell verankert und wird laufend forciert.
Klipp: Wer tut das dann? Pildner-Steinburg: Das sind die großen Industrieunternehmen in ihrem Umfeld Gewerbe- und Dienstleister. Stellvertretend möchte ich hier z. B. Sandvik, Voest-Alpine Weichentechnik, Styria-Stahl nennen. Sie alle haben sich umstrukturiert und den Turnaround geschafft. Klipp: Was machen die anders als in der Vergangenheit? Pildner-Steinburg: Mit ihren Produkten sind sie Beispiele dafür, wie man Marktnischen mit Hochtechnologie besetzt und dort zur Weltmarktspitze aufsteigt.
Pildner-Steinburg: Sie zeigt, wie viel man weiterbringen kann, wenn Unternehmen miteinander stark kooperieren und sich dadurch gegenseitig befruchten. Dazu gehört viel persönlicher Einsatz, aber auch Geld ist nötig und dass man nicht ausschließlich seinen eigenen Vorteil im Fokus hat. So gesehen wäre die Initiative ein Vorbild, es damit auch in anderen Regionen so zu versuchen.
Festival für zeitgenössische Kunst und Kultur
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in regionales Leader-Projekt nimmt sich im Bezirk Murau des Wunderbaums Lärche – er wirft als einziger Nadelbaum seine Nadeln ab – verstärkt an. Damit hat man eine Baumart „wiederentdeckt“, die in Murau Beständigkeit aufweist – besonders gestärkt werden soll die Wertschöpfung im Holz verarbeitenden Bereich. Mit der Offensive will Murau außerdem seine Identität untermauern und Wirtschaftsvorteile über neue Produkte und Kooperationen erlangen. Bekanntlich erzielt die Lärche einen stabil höheren Preis als etwa die Fichte, zudem ist
die Holzausbeute pro Stamm höher. Nicht zuletzt liefert die Lärche der Holzhochburg Murau touristische Impulse – man widmet ihr eine Fotoausstellung und macht im Rahmen der „Regionale 12“ auf deren Vielseitigkeit aufmerksam. Seit jeher eignet sie sich als langlebiges Möbelholz und dient Sonderverwendungen – im Alter von ca. 20 Jahren verlangsamt sich das Wachstum und sie reift zu hochwertigem Holz. Diese Eigenschaft ermöglicht unter anderem den Einsatz für den Erd-, Wasser- oder Brückenbau – ein für das Murtal adäquates Thema.
Stadt. Land. Fluss.
Fotos: Karl Pürer © REGIONALE12
REGIONALE12 22. Juni − 22. Juli 2012 Region Murau
Klipp: Und welche Rolle spielt dabei die Initiative „Kraft.DasMurtal“?
Infohotline T +43 676 848119119
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Zellstoff Pöls: Innovativer Impulsgeber für die Region
Heute erzeugt die Zellstoff Pöls AG in einer der modernsten und umweltfreundlichsten Fabriken Europas hochwertigen Langfaser-Zellstoff. Der gesamte Energiebedarf für den Herstellungsprozess kann zur Gänze durch Eigenerzeugung abgedeckt werden. Durch die Investitionen in neue Technologien entsteht mittlerweile zusätzlich so viel Überschussenergie, dass damit erstens rund 50.000 Haushalte zur Gänze mit Ökostrom und zweitens rund 15.000 Haushalte in der Region Judenburg, Zeltweg und Aichdorf mit Fernwärme versorgt werden können.
50 Mio. Euro Investitionen in die Umwelt Die Zellstoff Pöls AG investiert laufend in die optimale Ausnutzung der Wertschöpfungskette Holz. Vorstand DI Dr. Kurt Maier: „Im Zellstoffwerk wurde von uns ein Energiemanagementsystem installiert, das für die ständige Verbesserung KLIPP April 2012
des Energieeinsatzes, der Energieeffizienz und der optimalen Ausnutzung der Wertschöpfungskette Holz sorgt. Man nutzt das Holz nicht nur für die Erzeugung eines hochwertigen Produkts, sondern nutzt den Erzeugungsprozess auch für die Energiegewinnung.“ Damit werden insgesamt über 100.000 Tonnen fossiles CO2 eingespart. Um das zu erreichen, hat die Zellstoff Pöls AG über 50 Mio. Euro investiert.
Lebendige Vereinskultur Nicht nur auf die sinnvolle Verbindung von Ökonomie und Ökologie wird Wert gelegt – die Zellstoff Pöls AG fördert auch das Miteinander der ihr verbundenen Menschen, wo sie kann. Mittlerweile gibt es vier „Werksvereine“, die eine lebendige Vereinskultur pflegen. Gemeinsam haben Fußball- und Tennisverein, die Werkskapelle und die Werksfeuerwehr rund 300 Mitglieder, die sich regelmäßig treffen. Die Zellstoff Pöls AG ist in der Region also nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber und Impulsgeber für laufende Innovationen, sondern auch ein wesentlicher Faktor im gesellschaftlichen Leben der Region. v
Foto: Regine Schöttl
Modern und umweltfreundlich
Am Standort der Zellstoff Pöls AG werden seit mehr als 300 Jahren Papier und Zellstoff produziert.
Gemeinsam mit LH Mag. Franz Voves hat Vorstand Dr. Kurt Maier im vergangenen November die Fernwärmeleitung offiziell eröffnet.
FAKTEN Die Zellstoff Pöls AG zählt mit über 375 Mitarbeitern (davon 25 Lehrlinge) zu den größten Unternehmen im oberen Murtal. Mit rund 200 Mio. Euro Umsatz ist sie der größte Hersteller von hochwertigem, elementar chlorfrei gebleichtem Langfaser-Sulfatzellstoff in Mittel- und Südosteuropa. Aus Pölser ORION-Zellstoff, so der Markenname, werden vorwiegend hochwertige Druck- und Schreibpapiere sowie Zeitungsdruck-, Hygiene-, Etiketten- und Kopierpapiere hergestellt. Hauptabsatzmärkte sind Italien, Österreich, Slowenien, Frankreich, Deutschland und Länder des Mittelmeerraums. Mehr unter www.zellstoff-poels.at.
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Als Ferdinand Fürst Schwarzenberg im Jahr 1700 mit der Papiererzeugung in Pöls begann, war dieses ein kleines bäuerliches Örtchen. Erst nach den 1920er Jahren wurde mit der Gewinnung von Zellstoff aus Holzfasern die moderne industrielle Entwicklung eingeleitet – Pöls wurde von einem bäuerlichen Dorf zu einer industriell geprägten Gemeinde, die „ihrem“ Werk eng verbunden ist.
Foto: Thomas Leitner
Seit mehr als 300 Jahren werden in Pöls Papier und Zellstoff produziert. Aber erst Anfang des vorigen Jahrhunderts wurde aus einem kleinen Betrieb ein immer größeres industrielles Werk. Heute ist die Zellstoff Pöls AG innovativer Motor der Region und aus dem oberen Murtal als Arbeit– und Impulsgeber nicht mehr wegzudenken.
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Tradition und Herzblut E
r ist Baumeister aus Leidenschaft und erlebte Hochs und Tiefs – im Hoch- und Tiefbau. Dabei ist der Name Wolfgang Berlinger in Obdach schon Programm: Von der Planung bis zur Gesamtfertigstellung gibt es kaum Schnittstellen, die er nicht abdeckt. „Das Thema Bauen hat mich schon in der Kindheit geprägt“, erzählt Berlinger. Sein Vater war Konsum-Filialleiter – damals gehörte eine Baustoffhandlung zum Konsum – und Vizebürgermeister in Obdach. Als eine örtliche Baufirma zum Verkauf stand, entschlossen sich Vater und Sohn zur Selbstständigkeit. „Schon als Bub war ich von der Branche begeistert – quasi immer mit von der Partie und bald überzeugt: Bauen ist mein Leben“, so Berlinger. In den 90-er Jahren wurden bis zu 80 Mitarbeiter beschäftigt. Nunmehr ist die Auftragslage leicht rückläufig – speziell im Wohnbau. Dennoch spricht Berlinger-Qualität für sich: Aktuell werden einige Villen-Baustellen in der Bundeshauptstadt verwirklicht.
Demzufolge treibt man dort die Akquisition voran – Wiener Bauherren sind dankbar für ehrliches und gutes steirisches Handwerk. „Unsere Maurer sind voll bei der Sache, selbst die Lehrlinge – einige stammen von Landwirtschaften – wissen bereits vor ihrer Lehrzeit, wie man eine Motorsäge angreift, auch bei Wind und Wetter“, so Berlinger.
Wolfgang Berlinger ist Baumeister durch und durch.
Stolz auf Holz „Holz lebt!“ Das spürt man besonders in der Holzhochburg im Bezirk Murau.
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ür die feine Klinge zeichnet hier einer ganz besonders verantwortlich: Jürgen Stolz mit seiner Traditionstischlerei in St. Georgen ob Murau. Von der Planung über die Produktion bis zur Montage ist das Unternehmen mit seinen knapp 50 großteils aus der Region stammenden Mitarbeitern ein wichtiger Arbeitgeber. Das ist gleichzeitig ein Hinweis auf den wirtschaftlichen Stellenwert, da vor Ort gerade Klein- und Mittelbetriebe für Wirtschaftskreislauf sorgen. Neben der Produktion in St. Georgen agieren an den Standorten Murau und Tamsweg vorwiegend Einrichtungsberater. Abgedeckt werden alle Wünsche – von Privat- und Objektkunden bis zu Gastronomie und Hotellerie. Dafür sorgen unter anderem 9 Lehrlinge, Bodenverleger und Tapezierer, zumal Stolz auch Raumausstattung
Jürgen Stolz: Klein- und Mittelbetriebe bilden das Rückgrat der Murauer Wirtschaft.
inklusive Näharbeiten abdeckt. Frischen Wind in die Firma brachte der Junior – er übernahm im Jahr 2008. „Schon in der Kindheit stand ich in direktem Kontakt mit dem Tischlerhandwerk, da war es naheliegend, die Firma vom Vater weiterzuführen“, so Jürgen Stolz. Etwa 60% der Aufträge befinden sich im Umkreis von 50 Kilometern, jedoch haben Stolz-Möbel auch bei Auswärtsprojekten häufig die Nase vorne – Der Stolz-Leitspruch: „Kollegiales Miteinander gepaart mit bester Qualität – vom Lehrling über den Facharbeiter bis hin zum Chef“, betont Jürgen Stolz.
Was nicht jeder kann M
an glaubt nicht, was sich mit Beton alles vollbringen lässt. Neben gängigen Fertigteilen für den Rohrbau, Wand-, Treppen- oder Balkonbau widmet sich die Rauter GmbH in Niederwölz auch ausgefallenen Individuallösungen – teils mit künstlerischer Note. Bei Betonfertigung denkt man normalerweise an raue Arbeitsbedingungen, Staub und Schmutz. Hier ist das anders. In den Hallen entstehen in sauberer und relativ ruhiger Art und Weise geschwungene Meisterwerke aus Beton. Diese sind mittlerweile über 36
die Grenzen Österreichs bekannt und bedürfen eines besonderen Kniffs: Torbögen, Laubengänge, Sitzbänke, Wendeltreppen, Wasserbrunnen, ja sogar Empfangspulte – bei Bedarf auch eingefärbt – werden wie aus einem Guss erschaffen – beinahe echtes Handwerk. Unter anderem wurde die Thermenkuppe von Bad Hofgastein und der bekannte Koffergriff des Skulpturenparks gebaut sowie die Konstruktion der Wiener Twin Towers vor Ort entwickelt. „Wir machen Aufträge, die sich kaum eine Firma zutraut, und
Die Thermenkuppe von Bad Hofgastein ist eines von ungezählten Rauter-Projekten.
erzielen so knapp 30% unseres Umsatzes“, sagt GF Wilfried Klade. Je nach Auftragslage finden rund 100 Mitarbeiter eine Beschäftigung – 9 davon sind in der Lehre, sie werden zu Betonfertigungstechnikern aus-
gebildet. „Volks- und Hauptschüler haben im Rahmen von „Kraft. Das Murtal“ die Möglichkeit, uns über die Schulter zu schauen – künftig werden Facharbeiter gefragter sein denn je“, ist Klade überzeugt. KLIPP April 2012
Fritz Mayer ist ein echter Pionier
Immer am Boden geblieben 1962 übernahm Fritz Mayer, damals 25, den Betrieb in Obdach von seinem Vater. „Da haben wir einen Steyr-Traktor gehabt und waren vor allem im Güterwege-Bau beschäftigt. Bereits mit 16 bin ich mit dem Traktor schwarz gefahren, hab‘ damit ein schönes Geld verdient. Als ich dann den Führerschein gemacht habe, kauften wir den ersten LKW – einen Steyr-Kipper. Weil ich fleißig war, waren wir immer gut ausgelastet“, erzählt er.
Den ganz großen Schritt machte die Familie Mayer 1983 mit dem Kauf des stillgelegten Morasutti-Sägewerks in Zeltweg und der Übersiedelung des Firmenstandorts dorthin. „Wir haben damals schon mehr als 20 LKW gehabt und zu wenig Platz. In Zeltweg kam es dann zu einem Riesenumbau, wir haben Hallen dazu gebaut. Die Branche war immer hart und schwierig, auch das richtige Personal zu finden. Aber die Kunden waren mit uns immer zufrieden – ob das Bauknecht war,
Stahl Judenburg, die Voest damals, die Pölser, Wuppermann, die Sägeindustrie. Wir fahren zum Beispiel auch für das Griffener Fertighaus, haben allein in St. Leonhard 70 Aufleger stehen. Die Logistik ist ganz wichtig. Jeder LKW und jeder Aufleger ist über Satellit mit uns verbunden. Daher können wir zu jeder Zeit jeden erfassen und wissen, wo er in Österreich oder außerhalb unterwegs ist, was er mitführt, welche Dimension er hat, Höhe, Breite, usw. Mit deren Disposition sind im Büro 20 Leute befasst. Wir haben rund 150 eigene Zugmaschinen und 300 Aufleger. Jedes Jahr werden 20 neue eingesetzt. Eine Zugmaschine kostet so etwa 70.000 Euro, der Aufleger 35.000.“
Wir investieren ständig P rokurist Wolfgang Toperczer leitet die Hösch Bausysteme GmbH in Scheifling für Wand-, Dach- und Deckenelemente aus Stahl: „Immer wieder staunen auswärtige Unternehmen über unseren hiesigen Standort – quasi inmitten der Natur. Dabei sind wir so gut wie andere internationale Mitbewerber KLIPP April 2012
Fotos: Heimo Ruschitz
Seniorchef Fritz Mayer hat ein Leben lang mit Motoren zu tun, daher auch naheliegend: „Ich sammle leidenschaftlich Oldtimer – LKW, aber auch Motorräder.“
– es gilt sogar, Infrastruktur-Nachteile am Standort Scheifling zu kompensieren. Wir investieren ständig, sichern unsere Marktposition und sind für mögliche neue Eigentümer damit noch interessanter“, so Toperczer. Er begrüßt ferner positive Strömungen und Trends innerhalb der Region. Jedoch bedarf es eines
Seit 2000 hat Fritz Mayer die Geschäftsführung an seine Söhne weitergegeben. „Ich aber bin noch in der GmbH - mit meiner Frau. Wir haben fünf Kinder. Drei davon – zwei Söhne und die Töchter – sind in der Firma.“
Gut überlegt Die „M Rast“ in Zeltweg war früher nur als Großtankstelle für den Verkehr nach Süden gedacht. Fritz Mayer: „Aber das hat sich ganz anders entwickelt, denn es ist ein richtiger Treff daraus geworden, für Leute aus allen Himmelsrichtungen.“ Das gilt auch für den neuen Red-Bull-Ring – dort geht’s allerdings international zu; nicht zuletzt der Auslöser für ei-
Seit dem Jahr 2000 führen die Söhne Fritz und Peter die Unternehmensgruppe Mayer.
Die Motorenwelt fasziniert Seniorchef Fritz Mayer, obwohl in Pension, noch immer: „Ich sammle LKW, allerdings ausschließlich Oldtimer. Da habe ich Exemplare aus den Baujahren 1937, 1940, 1945. Und außerdem auch noch Motorräder – klarerweise auch alte.“ Und damit ihm nicht „langweilig wird“: „Ich fische leidenschaftlich gern, habe einige Gewässer in der Region, mich reizen ausschließlich Forellen.“
Wolfgang Toperczer von Hösch: „Internationale Unternehmen staunen über unseren Standort.“ FOTO: www.bigshot.at/christian jungwirth
Ein Kunde aus den Gründerjahren, für den die Spedition Mayer bis heute fährt: „Das ist die Gösser Brauerei. Saisonbedingt fahren wir mit bis zu 20 LKW mit Bier. Wir hätten sogar mehr Fahrzeuge einsetzen können“, so Fritz Mayer. „Aber ich bin immer am Boden geblieben. Für Dinge, die ich nicht daheb‘ – für die war ich nicht zu haben.“
nen Hotelbau unmittelbar anschließend an die „M Rast“. Fritz Mayer: „Es wird 50 Zimmer haben und wir machen das gemeinsam mit meinem Cousin und dessen Familie Tieber, die in Judenburg ein Reiseunternehmen führt. Seine Partner sollen künftig ihre Gruppen bei uns einbuchen, wenn sie nach Österreich und in unsere Gegend kommen, wie er das bei ihnen macht.“ Auch für Geschäftsreisende ist der Standort günstig.
buchstäblichen Kraftakts. Viele Menschen fragen sich, warum sie hierbleiben sollten, wo das Leben anderswo doch leichter funktioniert. Für die Hösch GmbH bedeutet das eine Erschwernis bei der Mitarbeitersuche. 37
Alle handelnden Personen „Keinem ist es darauf angekommen, die eigene Bezirksfahne hochzuhalten“, erklärt sich für Wirtschaftskammer-Präsident Josef Herk der Erfolg der Initiative Kraft.DasMurtal. Er war davor Kammer-Obmann im Bezirk Knittelfeld und erinnert sich, dass er bei Firmenbesuchen im Nachbarbezirk ein ungutes Gefühl hatte: „Weil man in das Königreich des andern eingedrungen war.“ 2005 machte man bei der Reform der Wirtschaftskammer aus mehreren Bezirksstellen eine mit Sitz in Judenburg. Fast zeitgleich kam die Herausforderung, mit dem EU-Regionalmanagement ein Leitbild für die Region zu entwickeln. Die Fragestellung dabei: Wovon lebt die Region? „Ihr Reichtum ist die Wirtschaft, die Industrie, obwohl die Gemeinden in dieser Zeit sagten: Ja, der sanfte Tourismus sei die Entwicklung. „Ich bin eine Industriegemeinde oder Industrieregion“ war damals fast ein No-Go, denn da waren Themenwanderwege, Reitwege usw. gefragt. Obwohl die
Region von den Wirtschaftsbetrieben lebt und nicht vom Tourismus“, so Josef Herk. „Das Lebensgefühl und Selbstbewusstsein waren ziemlich am Boden, natürlich auch durch den Niedergang der Verstaatlichten in den Jahren zuvor.“ Die vorhandenen Industrieunternehmen bildeten eine eigene Insel. Sie haben gut funktioniert, aber sich nicht ins Regionale eingebracht. Und so entstand bei den Jungen der Eindruck: „Bei uns ist überhaupt nichts los.“ Auf der anderen Seite stand Sandvik auf der Matte und sagte: „Wir brauchen Akademiker, aber es gibt kaum welche in der
Frischer Wind mit Heide Zeiringer Unter dem Motto „handgemacht, echt und regional wertvoll“ starten die „Meisterwelten Steiermark“ durch – gegründet wurde eine landesweite Genossenschaft für Handwerksbetriebe.
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amit ist eine effiziente Verwendung der Mittel für Mitgliedsfirmen garantiert. Der Hintergrund: Handwerk und Kulinarik sollen gegenüber industriell gefertigter Massenware mehr Aufmerksamkeit erlangen. „Mit den Meisterwelten möchten wir die hochwertige Handwerkskunst von steirischen Betrieben forcieren und ins Schaufenster stellen“, betont die neue Obfrau Heide Zeiringer, die in Murau eine Heizungs-, Bad- und Spenglereifirma betreibt. Der Vorstand besteht vorrangig aus Unternehmern – Mitsprache ist somit garantiert. Häufig fehlt Betrieben die Möglichkeit, deren Produkte und Kompetenzen an den Kunden zu bringen. „Das soll sich durch die sogenannten Meisterwelten ändern“, so Caroline Stra38
Geburtsstunde der Meisterwelten: v. l. Harald Kraxner, Renate Hinteregger, Regina Strunz, Heide Zeiringer, Gerhard Lammer und Bertram Mayer.
mitz, die fürs Marketing sorgt. Nach Ablauf der Förderung sollen der Initiative bis 2015 rund 180 Mitglieder angehören. Veröffentlicht werden vorerst Regionalbroschüren und in späterer Folge ein Sammelband, der die traditionelle Facharbeit entsprechender Klein- und Mittelbetriebe im Detail vorstellen wird.
(l.) WK Präsident Josef Herk, selbst mit seinem Unternehmen in der Region daheim, mit Journalisten: Wir haben mit Imageänderung bei Kindern angefangen.
Region.“ Das war praktisch die Geburtsstunde der Initiative. „Ich war einer der ersten kleinen Betriebe, der auch dabei war. Uns war klar, dass wir ,ganz unten‘ anfangen mussten, um das Image zu verändern. So zum Bei-
spiel mit dem Projekt ,Wirtschaft zum spielerischen Angreifen‘. Da wurde ein Maskottchen entwickelt und mit dem in die Kindergärten gegangen. So konnten auch die Eltern an Bord geholt werden. Und im Mittelpunkt
Immer vorne dabei A
ls solides Kleinunternehmen hat sich die Eagle Burgmann GmbH gut etabliert. Nach dem Rückzug der Verstaatlichten – GF Erich Kutz gründete im Jahr 1990 im AIZ Zeltweg den Betrieb mit lediglich 7 Mitarbeitern – fiel die Entscheidung, Ideen auf eigene Faust umzusetzen. Seit 1996 werden am Standort Judenburg vorwiegend aus Metall gefertigte Gleitringdichtungen produziert, welche vorwiegend in Pumpen, Kompressoren oder Rührwerken eingesetzt werden – säure- und rostbeständig. „Wer Erfolg haben will, muss immer vorne dabei sein, am Technologiepuls der Zeit“, so Kutz. Diesbezügliche Innovationen sieht „Kraft. Das Murtal“ besonders gerne, zumal Stärken via Netzwerk nach außen getragen werden sollen. Wie Kutz betont, ist die Initiative dazu eine verbesserte Kommunikationsplattform innerhalb der Region: „So können wir uns
Erich Kutz: „Wo immer etwas geleistet wird, stehen Menschen dahinter.“
Inputs anderer Mitgliedsbetriebe zu Nutze machen.“ Die Produktaushängeschilder von Eagle Burgmann sind nach wie vor Cartridgedichtungen sowie Magnetkupplungen – Exportanteil 100%. Bei Cartridgedichtungen handelt es sich um hochpräzise Komponentendichtungen, die bei Pumpen aller Industriebereiche Anklang finden. Die Aufträge dafür flattern zu einem guten Teil vom deutschen Stammwerk ins Haus und werden in Judenburg von gut 70 Mitarbeitern umgesetzt. „Gerade bei heiklen Arbeiten machen sich Ideen und Einsatzwille unseres Teams bezahlt“, freut sich Kutz. KLIPP April 2012
waren Visionäre stand die Frage: ,Nennt mir eine vergleichbare Region in Österreich, wo es einen Weltmarktführer gibt.‘ Da kam keine Antwort und plötzlich wurde den Zuhörern bewusst, wie gut die Region ist.“
Obelisk der Hoffnung Josef Herk: „Von Gästen hören wir immer wieder: ,He, he, das ist ein Wahnsinn. Ihr lebt da mitten im Waldgebiet.‘ Und so ist auch das Holz ein Thema. Ursprünglich wollte man ja eine Holzregion sein, aber das ist nur ein Standbein, denn die Hauptkompetenz liegt im Maschinenbau und in der Metalltechnik. Dennoch ist es ein Wahnsinn oder ein Anachronismus: In London baut KLH zum Beispiel das höchste Holzgebäude der Welt. In der Steiermark geht so etwas aber nicht, weil die Bauordnung eine andere ist. Da kann ich nur den Kopf
Sorgen sind vom Tisch
schütteln. Weil ja nicht davon auszugehen ist, dass die in Großbritannien keine Verantwortung haben, wenn wo was hingebaut wird. Das muss man sich einmal vorstellen. Man muss nach London gehen. Nur bei uns ist das nicht möglich, dass man das, was in London gebaut wird, hier errichtet. Da gehört nachgedacht.“
Mit dem Kauf des ATB Werkes in Spielberg durch den chinesischen Motorenerzeuger Wolong herrschte rund um den Übergabezeitraum große Sorge. Schließung des Standortes, Kurzarbeit, Stellenabbau – nichts davon ist passiert. „Es ist keine feindliche Übernahme, sondern eine Partnerschaft auf Augenhöhe“, gab der Vorstandschef der chinesischen Wolong Holding, Jiancheng Chen, LH Franz Voves beim Skiweltcup-Finale in Schladming zu verstehen und sicherte den rund 140 Angestellten und 500 Arbeitern von ATB ihren Job zu. Für die Steiermark ist es ungewöhnlich, dass Chinesen vor Ort eine Produktion betreiben, anderswo in Europa aber keine Seltenheit. Vergangenen Oktober hatte Wolong den obersteirischen Elektromotorenbauer um 105 Millionen Euro aus dem ehemaligen Imperium des Mirko Kovats
„Was mich freut, ist, dass die Stimmung in der Region aber gut ist. Und das ist oft mehr als die halbe Miete, damit es aufwärtsgeht, viel mehr wert als so manche Fördermöglichkeit. Da trägt auch der neue Red-Bull-Ring viel dazu bei. Denn wo Tauben sind, fliegen Tauben zu. Es ist eben so, für mich war der Ring immer ein Obelisk der Hoffnung. Es ist für die Leute nicht unwichtig, wenn sie sehen, dass die Reichen und Schönen da plötzlich in Zeltweg landen und der Weltzirkus, wenn man so will, Hof hält.“
Zauberformel Kombiwandsystem
Auf vielen Ebenen zu Hause D
€CO-PEX: Ein neues Verfahren zur Herstellung von Ziegelwänden - ideal für Häuslbauer
KLIPP April 2012
gewünscht ist“, so GF Herbert Pexider. Ziegel werden auf der Baustelle mittels Planziegelklebers verbunden oder kommen als Montageelemente zum Einsatz. Nach einer Reihe erfolgreicher Tests und Zertifizierungen findet €CO-PEX am Markt hohen Anklang. www.pexider.at
FOTO: Pexider
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er Tonziegelhersteller PEXIDER erfüllt kostengünstig und einfach den Traum des eigenen Hauses. Das Kombiwandsystem €CO-PEX senkt Baukosten, schont die Umwelt und sorgt für hohe Wärmedämmung sowie Schallschutz. Häuslbauer, Baumeister und Händler begeistern sich gleichermaßen für das geschickte System - Tonziegel werden einfach in PorozellDämmelemente eingeschoben. Es schont das Geldbörserl zu gut 10 % und besteht aus ökologischen und ökonomischen Komponenten – zu 100 % recyclebar. Das bisher übliche Dübeln und Kleben der Dämmung fällt weg. „Die Technologie ist simpel, umweltfreundlich und kann überall dort eingesetzt werden, wo ein angenehm massives Wohnklima
v.l.: Herbert Pexider, Werner Stoißer und Richard Paulini sorgen mit der Kombi-Wand für Innovation am Bau.
gekauft. „Nun haben wir große Pläne“, so Chen. In China erweist sich Wolong als Platzhirsch bei E-Motoren und will den ATB-Kleinmotoren zur Nummer 1 der Branche verhelfen; bisher etwa fuhr jeder zweite Elektrorasenmäher europaweit mit einem Antrieb aus Spielberg. Der Zeitraum für einen noch größeren Wurf ist auf fünf Jahre angesetzt, speziell bei Forschung & Entwicklung will man sich ins Zeug legen. Ob und in welcher Höhe das junge Unternehmen auf Landesunterstützung hoffen darf, sei in Zeiten grünweißer Förderkürzungen indes Verhandlungssache.
ie Obersteirer sind innovative Menschen. Das beweist nicht zuletzt das Geschäftsführer-Brüderpaar der IBS Paper Performance in Teufenbach; hier wird für zahlreiche Segmente Hochtechnologie aus der Papierindustrie angeboten. Während Heinz sich neben den Firmengeschäften als tragende Säule für „Kraft. Das Murtal“ einsetzt, schweifen die Umtriebigkeiten seines Bruders Klaus bekanntlich in die künstlerische Richtung. Er ist maßgeblich für die erfolgreiche Musikerkarriere des Nik P. sowie unseres Alpenelvis Andreas Gabalier mitverantwortlich. Beide wurden durch Stall Records, das Aufnahmestudio von Klaus Bartelmuss, ins Scheinwerferlicht katapultiert. Daneben beschäftigt er sich unter anderem mit Innovationstechnologie für den alltäglichen Bereich. Mit der Ecoworld LCL GmbH in Scheifling etwa wird an modernen
Klaus Bartelmuss mit seinem Schützling Andreas Gabalier (links)
LED-Lichtlösungen für Gemeinden und die Industrie getüftelt. Die Gemeinden Gnas, Großwilfersdorf, Ilztal, Mühldorf und Semriach konnten sich bislang von den Vorteilen dieser Beleuchtungstechnik überzeugen – damit wird auch gespart. „Die hohe Qualität unserer LED-Leuchten verspricht eine Lebensdauer von 50.000 Stunden – herkömmliche Beleuchtung hält nur rund 2.000 Stunden – somit sparen wir Energie und reduzieren CO2-Emissionen“, so der Ecoworld-Geschäftsführer Klaus Bartelmuss. 39
A u t o u nd m o t o r
Beide waren Rallye-Greenhorns: Karl-Hans Polzhofer (li.) als Beifahrer mit seinem Piloten Helge Leinich. Bild rechts außen: das Gefährt
Siegerauto mit Christof Tanner in voller Fahrt
Grazer Team bei 2.500 Kilometer langer Tuareg-Rallye in Nordafrika ganz oben auf dem Stockerl
Sandspielen für große Kinder V Natürlich steckt viel, viel mehr dahinter, als der Titel frech ankündigt. Die einen geben es sich zu Fuß durch die Wüste, die anderen auf zwei oder vier Rädern. Über zehn Tage und 2.500 Kilometer zog sich das Spektakel der Tuareg-Rallye und belebte dieses Jahr die Wüste im Süden Marokkos. 40
ier Grazer Autos waren dabei. Teamchef Christof Danner, im Brotberuf bei AVL, gewann mit seinem Puch G zum siebenten Mal. Für mich war es eine Super-Hetz und du kannst beim Fahren so richtig die Sau rauslassen. Du fetzt auf Schotterstraßen dahin, wie du das sonst ja nirgends in Europa kannst“, erzählt Rallye-Greenhorn Karl-Hans Polzhofer von bleibenden Eindrücken. „Willst du bei einer Rallye in Nordafrika als Beifahrer dabei sein?“, hat ihn sein Freund Helge Leinich am Telefon gefragt. Karl-Hans Polzhofers Antwort kam spontan und rasch: „Ja!“ Das Abenteuer Tuareg-Rallye
startete dann südlich von Alicante in Spanien. Über 260 Teilnehmer groß war das Feld, drei Viertel davon Motorräder, aber auch LKWs. „Im Grunde ist das ein Rennen wie Paris – Dakar, zum Teil sogar auf traditionellen Abschnitten“, erzählt Karl-Hans Polzhofer. Dabei waren Australier, Japaner, natürlich etliche Fahrzeuge aus Osteuropa, dann ganz stark vertreten die Italiener bei den Bikern. Tuareg-Rallye-Routinier Christof Danner hatte vor der Veranstaltung den PUCH G320, mit dem er hier in Marokko schon 7 Mal angetreten war, etwas modifiziert und zum Pickup gemacht. Die Fahrzeuge
sind aufgerüstete Geländeautos, praktisch in aufwendiger „Heimarbeit“ rallyetauglich gemacht. Das DANNER RACING TEAM trat heuer erstmalig mit 4 Autos in Wertung an und konnte sowohl die Auto-Profi-Kategorie gewinnen (Christof Danner / Jan Szekeres, PUCH/Mercedes G 320) als auch die Buggywertung in der Amateurwertung (Mario Ivanic / Göran Eibel, Polaris XZR 900). Helge Leinich / Karl-Hans Polzhofer auf Landrover Defender TD5 wurden ausgezeichnete Siebente bei den Amateuren. Der AVL-Manager bastelt das ganze Jahr über und tüftelt an seinem Fahrzeug, wie man das Fahrwerk noch verbessern könnte und das Gewicht reduzieren. „Ich habe 2003 den G als Unfall-Fahrzeug gekauft, in drei Jahren völlig neu aufgebaut. Früher bin ich Schlammrennen gefahren und habe dann die Wüste entdeckt“, erzählt Christof Danner. 2008 war er bereit für Paris – Dakar mit zwölf Mann und fünf Autos. Leider wurde diese damals bekanntlich abgesagt. „Doch das ist nach wie vor der große Traum.“
Premiere in den Dünen Helge Leinich war zum ersten Mal in den Dünen und pilotierte seinen rund zehn Jahre alten, aber natürlich in bestem Zustand befindlichen Landrover Defender. Karl-Hans KLIPP April 2012
A u t o u nd m o t o r Gerald Lackner und Wolfgang Rostek blieben zum Glück unverletzt: in den Dünen überschlagen, auf der Straße von LKW gerammt – Totalcrash!
„Da kann man so richtig die Sau rauslassen und dahinbrettern.“
Polzhofer: „Wir haben gewusst, dass wir nicht viele Chancen haben, zu gewinnen, denn andere waren speziell aufgerüstet. Ausfälle gab’s täglich“, so Polzhofer. „Bei einem technischen Gebrechen bist du gleich weg. Da gibt’s dann eine Zeitüberschreitung und du fällst aus dem Klassement. Du kannst aber natürlich die Rallye weiterfahren.“ Die Rallyestrecke führte vom Hafen in Nador in 2 Tagesetappen über 800
km in den Süden – gespickt mit Sonderprüfungen und Navigationsetappen überwiegend auf Pisten – nach Merzouga am Rande des Erg Chebi, des größten Dünengebietes von Marokko. Ausgehend vom Basiscamp geht’s dort in drei Tagesetappen mit Sonderprüfungen ab in die Dünen. Die Tage 6 und 7 bringen die Rückfahrt in den Norden – nach einer letzten Durchquerung des Erg Chebi wieder schnelle Pisten, Passüber-
querungen, kniffelige Navigation und fürchterliche Rumpelstrecken! Vor Missor gibt’s kilometerlang Schlamm durch heftigen Regen, auf dem Weg nach Nador romantische Schluchten und Bergstraßen. Alles ist bestens organisiert – von den Hotels, von den Sonderetappen her –, wie bei einer internationalen Rallye. Auch mit Notärzten und Ambulanz-Transportern. Etliche Werk- und Rennteams nützen die
Tuareg-Rallye auch als Training. Die Motorradfahrer sind wohl die wildesten Hunde, denn sie müssen die 2.500 Kilometer lange Strecke praktisch immer auf Geröll oder im Sand im Stehen bewältigen. Den Sprit muss man sich klarerweise selbst besorgen und dafür vorsorgen. Die Angaben dazu findet man in der detailliert ausgeführten Road-Map. Das Fahren im Wüstensand erfordert natürlich eine ganz eigene Technik.
➜
Ganz schön beweglich D er ist mir auf der Straße schon öfters begegnet und aufgefallen. Ich find’ ihn besonders von vorne und der Seite sehr gelungen, weil er so bullig wirkt“, reagiert ein Freund spontan, als ich ihn zu einem Mittagessen abhole. Er kommt aus der Möbelbranche und hat daher ein ganz gutes Gespür für Formen. Was uns vom Klipp, die wir mit dem Kia Sportage unterwegs waren, wiederum gefiel: Dass vor allem der Fahrkomfort und die Ausstattung für längere Ausfahrten einfach an-
KLIPP April 2012
genehm sind. Aber natürlich hat alles auch seinen Preis. Bei einem Einstiegspreis von 20.000 in der Grundvariante Attract beginnt es, für das Modell Spirit sind es doch dann rund 26.000 Euro. Wobei man für das Klipp-Testfahrzeug mit seiner Ausstattung schon mehr als 30.000 Euro aufs Konto des Autohauses überweisen muss. Dafür geht mit 135 KW (184 PS) auch dann noch ordentlich was weiter, wenn es ganz steil bergwärts geht. Und natürlich ist auch das Navigationssystem, speziell in fremden
Städten, aber ganz besonders auch in der Pampa, auf den vielen kleinen Nebenstraßen, Ein Segen in der Pampa: das Navigationsgerät im Kia Sportage. Es wirklich die brachte uns wieder auf den richtigen Weg. Rettung, um wieder nach Hause zu kommen. Eine Anmerkung zum Schluss: Die Den Kia Sportage gibt’s als Diesel sportliche Linienführung in der Kaund Benziner, wobei die Unterschie- rosserie führt dazu, dass man beim de in der Fahrleistung nicht gravie- Ein- und Aussteigen, selbst wenn rend sind. Die 180 km/h Spitze darf man in der Körpergröße kein Rieman in Österreich ja ohnehin nicht se ist, doch auf sein empfindliches auskosten. Kopferl aufpassen muss. v 41
Foto: Heimo Ruschitz
Der Kia Sportage:
Fotos: Cornelia Pongritz, Danner Racing Team
A u t o u nd m o t o r Notarzt im Notfall …
➜ Zu Beginn sind die Rallye-Greenhorns Leinich und Polzhofer mit ihrem Defender sogar in der Ebene zum Teil stecken geblieben. „Bis wir den Tipp bekamen, den Reifendruck von 2,5 auf 0,5 Bar runterzulassen. Aber am Anfang sagt dir das niemand. Von da an ist es gegangen und gelaufen. Denn da reinigt sich der Reifen praktisch selbst vom Sand und du vergrößerst die Auflagenfläche gleich um ein Vielfaches“, erklärt Karl-Hans Polzhofer. „Damit schraubt sich das Auto auch die Dünen hinauf – unglaublich. Weil da geht’s ja doch auch darum, wer schneller und besser ist.“
Mario Ivanic und Göran Eibel gewannen bei den Amateuren mit ihrem „Mond“-Buggy.
sind Schieflagen im Dünensand. Wenn sich da das Fahrzeug überschlägt, ist’s vorbei.“ Die Autos starten im Minutentakt und die Motorräder werden zu
fünft abgelassen. Mehrfachsieger Christof Danner zur Rennstrategie: „Du musst nicht immer absolut der Schnellste sein, aber der Erste im Ziel. Und so fahren, dass du nichts
Zu langsam, zu schnell… Speziell das Fahren in den Dünen ist wirklich eine Kunst für sich. DünenProfi Christof Danner: „Bist du zu langsam, bleibst du leicht stecken. Bist du zu schnell, überschlägt’s dich beim Runterfahren. Heikel
Ja, (fast) alles Grazer … Von links: Wolfgang Rostek (Magna), Göran Eibel (Gecon), Marco Ivanic (AVL), Christof Danner (Teamchef, AVL), Jan Szekeres („Deutscher Import“ als Beifahrer im Fahrzeug Danner), Bernhard Hofstätter (Chef Serviceteam, Magna) im Gespräch mit einem RallyeOriginal: Jutta aus Deutschland, Lenkerin eines 3-achsigen Service-Trucks!!!! 15-TonnenGefährt … sie ist damit auch schon Paris – Dakar gefahren …
ruinierst. Und das bis ins Ziel. Bei der abschließenden allerletzten Speziale in Spanien, einem zwei Kilometer langen Flussbett, wollen es ein paar Teilnehmer nochmal wissen – und zerstören drei Autos. Unheimliches Pech für Gerald Lackner / Wolfgang Rostek auf Landrover Defender Td4: nach Überschlag in den Dünen am dritten Tag und 2 Tagen Reparatur waren sie schon wieder draußen und in Gedanken bereits wieder im Rennen. Auf dem Rückweg von der Tankstelle rammt sie dann ein LKW beim Linksabbiegen – Totalschaden. Glücklicherweise wird niemand ernsthaft verletzt!“ Aber auch sie waren im Ziel wieder happy und zuversichtlich, im nächsten Jahr mehr Glück zu haben. Auch Karl-Hans Polzhofer hat Blut geleckt: „Ich möchte dann mit einem eigenen Fahrzeug dabei sein. Dann können wir uns ganz gut matchen.“ v
KARRIERE MIT LEHRE BEI GADY Das Unternehmen Gady geht in der Lehrlingsausbildung seit jeher innovative Wege. Seit mehr als 50 Jahren wurden über 600 Lehrlinge ausgebildet. Viele nutzten „ihre Chance Karriere mit Lehre“ und besetzen heute Top-Positionen im eigenen Unternehmen. Derzeit sind an 15 Standorten mehr als 60 Lehrlinge beschäftigt. 10 bis 15 Lehrlinge beginnen jährlich mit ihrer Ausbildung und erhalten die Chance, in einem familiä42
ren Unternehmen die Basis für ihre berufliche Laufbahn zu legen. Die Mädchen und Burschen haben in 4 Berufssparten die Möglichkeit, ihren Lehrabschluss anzustreben: als Kraftfahrzeugtechniker, Karosseriebautechniker, Einzelhandelskaufmann sowie EDV-Techniker. Die Ausbildung ist zukunftsorientiert, da Lehrlinge mit hoher technischer und sozialer Kompetenz die Zukunft des Unternehmens sichern.
Erfolgreiche Beispiele: V. l.: Franz Reiterer – vormals Einzelhandelskaufmann-Lehrling, heute Leiter des After-Sales-Bereiches. Karl Bachernegg – Lehre Einzelhandelskaufmann, heute Leiter der EDV sowie Markenleiter für BMW und MINI. Oben: Philipp Gady.
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Er trägt sein Plus zu Recht D
ass er sich ausgesprochen gut auch für Langstrecken eignet, ist uns auf unserer Fahrt an den Balaton und weiter nach Budapest klar geworden. Die eher sportlich ausgelegten Sitze des Mazda 3 TX-Plus, den wir für unseren Ausflug gewählt haben, sind recht bequem und bieten guten seitlichen Halt. Und auch für unser Gepäck bietet sich im Kofferraum ausreichend Platz. Gerade für mich als Frau sehr wichtig in einem Auto: Es gibt so viele Ablagemöglichkeiten im Mazda 3. Fast möchte man meinen, es war eine japanische Designerin, die jedes nur verwertbare freie Plätzchen zu einer Verstauungsmöglichkeit ausgearbeitet hat. Überraschend ist so auch das Handschuhfach, das nahezu ungeahnte Tiefen bietet. Klar und übersichtlich gestaltet sind Lenkrad und Armaturenbrett mit
Passt gut in Budapest ins Bild, der Mazda 3, mit der Kettenbrücke und dem Burgviertel im Hintergrund.
Foto: Heimo Ruschitz
Plaudern zu. Unser Testfahrzeug summt auch auf Autobahnen bei höheren Geschwindigkeiten quasi ruhig vor sich hin. Ein klein wenig ärgern musste ich mich nur über den kleinen Knopf hinten außen zum Öffnen des Kofferraumdeckels. Da sind verschmutzte Finger fast garantiert, wenn der Mazda nicht gerade blitzblank aus der Autowäsche kommt. v
Infos den Bedienelementen, sodass sogar ich mich schnell zurechtfinde. Gerade beim Rangieren und Einparken ist die serienmäßige hintere Einparkhilfe äußerst hilfreich, weil die Sicht nach hinten durch die breiten C-Säulen eher eingeschränkt ist. Das Facelifting des Mazda 3 finden wir insgesamt gelungen. Besonders der breite, nach unten gezogene
Kühlergrill mit den beiden seitlichen Lufteinlässen, in denen die Nebelscheinwerfer untergebracht sind, gefällt uns besonders gut. Mit den 151 PS des 2-l-4-ZylinderBenzinmotors und dem 6-GangSchaltgetriebe sind wir flott unterwegs, zügig zu überholen ist kein Problem. Und auch der Geräuschpegel im Innenraum lässt angenehmes
Außerstädtischer Benzinverbrauch: 5,4 Liter auf 100 km Start-Stopp-Automatik hilft sicher beim Sparen Preis: rund 25.000 Euro mit reichhaltiger Serienausstattung (z.B. Zweizonen-Klima, Sitzheizung vorne, Einparkhilfe hinten, Tempomat, Bluetooth-Freisprecheinrichtung)
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A u t o u nd m o t o r
Der Mazda 3 TX-Plus
G e su n d h e i t
Weltweit einmalige Therapie an der Kinderklinik im LKH Graz: Von der Ernährungssonde zur festen Mahlzeit
Picknick im vierten Stock Täglich pünktlich um 12 Uhr wird hier diniert: auf großen weißen, am Boden ausgebreiteten Tüchern stehen zahlreiche bunte Schüsselchen mit verschiedensten breiigen und festen Speisen. Die Wände zieren großformatige „Foodscapes“ des Fotografen Carl Warner – herrliche Landschaften aus Lebensmitteln.
Die Umstellung gelingt: schmeckt offensichtlich ganz gut
Von Michaela Vretscher
sicht auf die jedem Kind angeborene Fähigkeit, Hunger und Sättigung selbst zu regulieren. „Es geht also hier darum“, rät Marguerite DunitzScheer, „den erwachsenen Fütterungspersonen und deren Ratgeber aufzuzeigen, dass sie – wie bei den meisten kindlichen Entwicklungsschritten – nicht mehr und nicht weniger zu tun haben, als sich zurückzuziehen und ein entwicklungsmotivierendes und förderliches Umfeld zu schaffen haben …“
E
ine Mahlzeit einnehmen – für die meisten Menschen ein ganz selbstverständlicher Vorgang, für jene kleinen Gäste, die an diesem Picknick im vierten Stock der Abteilung für Psychosomatik an der Universitätsklinik für Kinderund Jugendheilkunde Graz teilnehmen, bedeutet dies eine gewaltige Herausforderung, eine wichtige Etappe im Prozess eines „Neu beginns“. „Gäste“ dieses „SpieleEssens“ – Teil eines dreiwöchigen Intensivprogramms zur Sondenentwöhnung – sind Eltern samt Kindern, welche seit ihrer (Früh-)Geburt oder später aufgrund von physischen Beeinträchtigungen die normale Nahrungszufuhr entbehren müssen. Zugewiesen von Ärzten, bezahlt von den jeweiligen Versicherungsträgern oder Hilfsorganisationen. „Unsere Tochter hatte zwei Herzoperationen“, berichten die Eltern
von Anna, achteinhalb Monate alt. Sie musste danach eine spezielle fettfreie Diät mittels Sonde erhalten. „Jetzt darf sie alles essen“, freut sich das Paar. Und es ist wahrlich ein Vergnügen, miterleben zu dürfen, wie sich Anna per Löffel das Mus einverleiben lässt. An diesem Tag kann man acht Patienten im „Food Lab“ – wie der Raum genannt wird, beim genüsslichen Vertilgen von angebotenen Speisen beobachten. Anwesend ist auch das spezialisierte interdisziplinäre Team der psychosomatischpsychotherapeutischen Station. Das Intensivprogramm wurde unter
Pünktlich um 12 beginnt das gemeinsame Mittagessen. 44
der Führung der Univ.-Professoren Dr. Marguerite Dunitz-Scheer und Dr. Peter Scheer durchgeführt. Am „Grazer Modell“ zur Sondenentwöhnung nehmen jährlich 80 bis 100 Kinder im Alter bis zu sechs Jahren stationär teil und ebenso viele über Internet. Es umfasst eine Ergo-, Logo-, Musik-, Spiel- und Psychotherapie sowie Eltern-KindSchwimmen. In angenehmer Atmosphäre, ohne (Nach-)Druck oder spezielle Vorgaben, wird gemeinsam gegessen, den sorgen- und angstbelasteten Eltern in diesem Rahmen Sicherheit und Vertrauen gegeben – auch in Hin-
Grazer sind weltweit „Spitze“ Und die international anerkannte Professorin weiter: „Ich möchte aber betonen, dass unsere kleinen Patienten ganz extreme Fälle sind. Sie kommen sogar aus Australien, weil wir weltweit die Spezialisten für diese Therapie sind.“ Die Kinder von der Sonde zu entwöhnen – diese Entscheidung treffen die Mediziner. Sie aber dann von der Abhängigkeit zu befreien – das ist Aufgabe der Therapie. „Es gibt da eine mentale und eine physische Abhängigkeit.
Expertenduo Marguerite Dunitz-Scheer (li.) mit ihrem Mann Peter Scheer
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Geht unbeirrbar seinen Weg A
unseriös, unehrlich, ungerecht“,
liarden Euro für die Sanierung des
Abkommen über den automatischen
Foto: BMF
Foto: die Grünen
organisationen wie PeTA und Vier Pfoten. Auch 2011 war für steirische Unternehmen RINGANA ein mehr als gutes Jahr. Mit der nachhaltig produzierten Frischekosmetik und Budgets zu bekommen. Nach dendemnatürlichen NahrungsergänMotto: Besser das als nichts. Genau zungen konnte das Unternehmen im das hält Kogler für falsch, weil man vergangen Jahr ein Umsatzplus von damit Steuerkriminelle gleichsam erfreulichen 40 Prozent erzielen. =`eXeqd`e`jk\i`e DXi`X =\bk\i# mlc^f >i e\$8Y^\fi[e\k\i N\ie\i Bf^c\i1 einzelnen Staaten auffetten. durch eine Generalamnestie pardosetzt.Mio. JZ_fkk\id`kq`# n i\ Y\i\`kj d`k \`e\i 11,3 Euro setzte RINGANA Unternehmensphilosophie =Ù9`e [X^\^\e# [Xjj dXe Jk\l\ibi`d`e\c$ niert und das falsche Signal D`cc`Xi[\ <lif ql]i`\[\e% c\ [liZ_ 8de\jk`\ gXi[fe`\ik%È 8gifgfj Xl]]\kk\e „Ich weiß schon, da gibt 2011 es Pläneam Firmensitz in Hartberg Nachhaltigkeit der Schweiz, das Geld nach Asien um. 2010 waren es 8,2 Mio. Euro. Die gesamte UnternehmensphiloDie Regierung plant nun eine Heim- geißelt der Grüne-Abgeordnete zu transferieren in dortige TochterWichtigstes Verkaufstool neben der sophie aufStraffreiNachhaltigkeit holaktion ist unddabei verspricht Werner Kogler daher die geplante Gesellschaften. nachhaltigen Produktion ist auch aufgebaut: Angefangen beim Verheit im Rahmen einer Generalam- Heimholaktion. In Deutschland benestie, wenn es rechtzeitig zu einer kämpfen die Andreas SPD undWilfinger die Grünen Doch so leicht wird das nicht dersein. direkte Kundenkontakt, wie via zicht auf Selbstanzeige kommt. Diese ein bereits ausgehandeltes Abkom- Wir schützen damit SteuerkrimiFacebook. Zwei „Kundenlieblinge: Konservierungsund kostet synthetische richtig gemacht nur zwischen sechs men als inakzeptabel. Sie werden nelle. Was wird sich da der ehrliche Zusatzstoffe – bis zum Wareneinkauf Supermarktregalen, da lange Lage- Öl statt Schaum - Natur statt Cheund acht Prozent. ÖVP und SPÖ er- den ausgehandelten Deal, der die Steuerzahler sagen?“ Werner Kog(erlesene, natürliche Inhaltsstoffe) rungen und Konservierungsstoffe mie. Zahnöl statt herkömmlicher hoffen sich davon für die Budgetsa- Vermögenden und Reichen noch ler schlägt also vor, besser darauf Zahnpasta. Das RINGANA Zahnöl und bis hin zur Produktentwicklung. einfach nicht drinnen sind.dassAuch nierung zumindest 1,1 Milliarden immer schützt, zu warten, die EU in einem zu Fall bringen. war mengenmäßig das am meisten SogarEntschieden das Büromaterial hat RINGANA schon immer freiwilEuro. dagegen sind diemuss alle Gesamtabkommen die Steueroase Grünen. Sie wollen abwarten, denn erfüllen. Schritt für Schritt austrockAuch das angepeilte Ös- Schweiz verkaufte Produkt 2011. Neu aus Nachhaltigkeitskriterien lig aufVorgehen Tierversuche verzichtet auch nach 2013 ist die zum auterreichs – „lieber den Spatz in der net.werden nicht tierische Rohstoffe der RINGANA Frische-Werkstatt: So werden dieSchweiz Produkte von RINGBXeqc\i`e 8e^\cX D\ib\c1 @_i I\^`\ile^j$ tomatischen Datenaustausch ver- Hand als die Taube auf dem Dach“ der feurig-fruchtige AnaANA nach Bedarf frisch produziert eingesetzt. Wer das als Rohstofflie- Enerchi – [\Xc d`k [\i JZ_n\`q n`i[ mfe JG; le[ pflichtet. Und dann erwartet man – hält Grüne-Abgeordneter Werner Kogler führt weiters an, dass Ös>i e\e Æ [`\ nfcc\e d\_i Æ YcfZb`\ik% nas-Ingwer-Smoothie enthält frische ferantfürnicht tut, in kommt –sichsobisals würde man Euro. das Gemüse zu zehn Milliarden Sachenfür Schwarzgeld äuKogler inhaltlich falsch.ebenfalls Die terreich RINGANA gar nicht erst in Frage. „Energiebooster“ wie Ingwer, Nur Lam Bauernmarkt beim Hersteller Das wäre fürs Budget schon mehr SPÖ-ÖVP-Koalition geht davon aus, ßerst scheinheilig und doppelbödig Datenaustausch unterfertigt. Luxemburg blockieals ein Drittel der angepeilten vorgehe.sich Von den 27 EU-Ländern Abkommen findet Theanin, Österreich Ginsengund und biologisches Das Unternehmen daher kaufen. Deshalb findet 27sichdurch auchein bilaterales Milliarden Euro bis 2016. „Das ist mit 25 bereits vorbehaltlos die ren mit ihrer Argumentation noch 1,1 Mil- haben Koffein. v aufzumindest den Positivlisten von Tierschutzkein Produkt von RINGANA in der denSchweiz ndreas Wilfinger ist keiner der sich gerne in den Vordergrund schiebt und ständig wie ein Vorzugsschüler aufzeigt „ich weiß es besser“. Seit der GrünFinanzgeschäfte genützt) würden dung 1993 in Hartberg geht er unbedem gesamten Wirtschaftskreislauf irrbar seinen Weg und der Erfolg in der EU nützen, die Konjunktur seines Konzeptes gibt ihm stärken und die Steuerbudgets derrecht.
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Ringana Naturkosmetik wächst und wächst Foto: apa
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Üblicherweise schafft es das Grazer Team innerhalb von drei Wochen, die Kinder von der Sonde unabhängig zu machen. Gelingt das nicht“, so die Kinder-Expertin, „dann bleiben die Kinder eben länger. Es ist wie eine Operation, sie muss einfach zu Ende geführt werden.“ Jedes Kind, das die Klinik in Graz verlässt, kann ohne Sondenernährung weiterleben. „Wenn wir den Versicherungsträgern oder Kostenträgern in den einzelnen Ländern sagen, das Kind braucht noch seine Zeit, dann wird das auch gewährt.“ Weltweit ist das Grazer Team das einzige, das die Therapie so erfolgreich umsetzt. „Vielfach müssen wir die harten Nüsse knacken.“ Dabei wird bei der Ernährungsaufbereitung logischerweise auch auf das kulturelle Umfeld der Kinder Rücksicht genommen. Die Küche im LKH bereitet genau das vor, was die Kinder auch zu Hause in ihren Ländern essen. Der achtjährige Matthew ist mit seiner Mutter und jüngeren Schwester aus Frankreich angereist. „So eine Station gibt es bei uns nicht, die Therapie ist hervorragend“, strahlt die glückliche Mutter. „Seit der Geburt lebt mein Sohn mit einer Darmsonde, nun wurde diese entfernt. Er hat in kurzer Zeit große Fortschritte gemacht.“ Matthew nimmt während des einstündigen Spiele-Essens Suppe und Joghurt zu sich und betrachtet Warners köstliche Landschaft mit Bananenballon und Bergen aus Vanilleeis. v
immer ein schärferes Vorgehen.
Infos Nähere Informationen zum Intensivprogramm zur Sondenentwöhnung an der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde am LKH Graz: www.notube.at ()
Tennis Wagner und Zischka-Reisen machen Istrien schmackhaft klipp_titelstory.indd 30
Das hat Tradition und ist daher eine Erfolgsgeschichte. Für viele Hobbyspieler gerade in diesen Wochen und Monaten vor Schulschluss und dann wieder ab September. Die gute Erreichbarkeit von der Steiermark aus – die meisten fahren mit dem eigenen PKW – ist einer der Gründe. Ein zweiter: mit
KLIPP April 2012
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22.03.2012 11:38:40 Uhr
Wagner-Tennis aus Deutschfeistritz und Zischka Reisen (Graz) sind zwei steirische Unternehmen die großen Tenniscampveranstalter in Istrien mit tausenden Gästen jedes Jahr. Wagnertennis feiert heuer 30 Jahre und Zischka das 25-jährige Jubiläum. Sie bieten attraktive Packages für Kurzoder Wochencamps in den bekannten Urlaubsregionen Porec, Umaq, Rovinj, Pula, Medulin, Vrsar, Rabac (Ostküste Istriens). Alle Details in Sachen Tennisurlaub www.wagnertennis.at und www.zischka.at.
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Genuss
92 Prozent der BevÜlkerung wollen keine Käfigeier vorgesetzt bekommen.
Schluss mit „faulen Eiern“ B
OEKONSULT-Untersuchung bestätigt Linie der Landwirtschaftskammer.
ekanntlich gleicht ein Ei dem anderen. Die Herkunft ist beim Kauf nicht immer entscheidend – da muss der Preis stimmen. Bei näherer Betrachtung gibt es sehr wohl Unterschiede. Wer will nicht wissen, woher sein FrĂźhstĂźcksei kommt und wie glĂźcklich die HĂźhner sind? Obwohl die Verbraucher ausländische Käfigeier ablehnen, landen solche „faulen Eier“ nach wie vor in Kuchen, Back- oder Teigwaren und zwangsläufig in unseren Einkaufstaschen sowie in der Gastronomie. Trotz EU-Verbot von Legebatterien seit 1. Jänner 2012 – Ă–sterreich ist bereits 2009 ausgestiegen – halten 13 Länder, darunter EU-GrĂśĂ&#x;en wie Frankreich, Spanien und Italien, die Hennen in unwĂźrdigen Zwingern. Die EU-Kommission hat gegen diese Nationen zwar ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet, bis zur Verurteilung kĂśnnten jedoch Jahre vergehen. Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski weiĂ&#x; Ăźber derartigen
Hintergrund Bescheid: „Ausländische Eier finden nach wie vor den Weg in unsere Regale, weil Käufer die billigen Käfigeier den heimischen Eiern aus tierfreundlicher Haltung vorziehen.“ Hier ansässige Legehennen-Bauern sind mit weitaus strengeren Tierschutzauflagen konfrontiert – ein klarer Wettbewerbsnachteil fĂźr rotweiĂ&#x;rot. Die mit 1. Jänner vom Lebensmittelhandel geforderte Umstellung auf eine GVO-freie FĂźtterung sowie steigende Energiekos ten erschweren obendrein den Preiskampf. „Um kĂźnftig einen gerechten Markt zu erwirken, macht nur eine lĂźckenlose Pflichtkennzeichnung aller Ei-Produkte, und zwar nach Herkunft und Haltungsform Sinn“, betont Wlodkowski.
Steiermark ist Eier-Land Nr. 1 FĂźr den Konsumenten soll klar ersichtlich sein, dass er ein heimisches Ei verzehrt. Mit knapp 40 Prozent ist die GrĂźne Mark das grĂśĂ&#x;te Eier-Land Ă–ster-
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4UFJFSNBSL 'SJTDIF QVS Es mag Weinbaugebiete mit wuchtigeren und alkoholischeren Weinen geben. Nirgends jedoch sind die Weine frischer, brillanter und eleganter. Dies gilt fĂźr alle drei steirischen Weinanbaugebiete. Im Westen dominiert der Schilcher, ein pikanter RosĂŠ und ausgeprägter Terroirwein. Im Sausal und an der SĂźdsteirischen WeinstraĂ&#x;e geben Sauvignon Blanc und Muskateller den Ton an, während im SĂźdosten neben den Burgundersorten der Traminer als Juwel fĂźr den Kenner funkelt. Mehr zum Steirischen Wein: XXX TUFJSJTDIFSXFJO BU Buschenschanken, Zimmer und Termine: XXX TUFJSJTDIFT XFJOMBOE BU
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KLIPP April 2012
Ge uN ss En SU DHEIT
Von Helmut Dietl
Anton Uitz, Obmann der steirischen Geflügelhalter, und Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski: „Konsumenten wollen Pflichtkennzeichnung für Ei-Produkte.“
reichs und war auch Wegweiser in der „hendlwürdigen“ Haltung. Neben Frischeiern bot der Handel zur Osterzeit erstmals nur Ostereier aus heimischer Herkunft an. „Wer unsere Eier kauft, ist auf der sicheren Seite“, weist Anton Uitz auf das AMA-Gütesiegel, Gutes vom Bauernhof und AMA-Biogütesiegel hin. Auch das sogenannte EZG-Logo garantiert Qualität aus dem eigenen Land.
Die LK sieht sich durch die Oekonsult-Umfrage bestätigt. Demnach wollen 92 Prozent der Bevölkerung keine illegalen Käfigeier. 71 Prozent wollen eine deutliche Zertifizierung, der Weg soll – vom Stall bis zum Supermarkt – nachvollziehbar sein. „Unsere Bauern haben 60 Millionen Euro in Alternativhaltung investiert, ihnen sollte dafür Wertschätzung entgegengebracht werden“, so Wlodkowski weiter. v
SCHMECKEN SIE DAS LEBEN. GENIESSEN SIE DAS LEBEN. ERLEBEN SIE VULCANO.
Forderungen der Landwirtschaftskammer • Eine Kennzeichnungspflicht von Ei-Produkten im Lebensmittelhandel nach Herkunft und Haltungsform: 0 = Biohaltung, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung, 3 = Käfighaltung. • Eine Kennzeichnungspflicht von Eiern in der Gastronomie nach
Herkunft und Haltungsform
• Ein strenges Vorgehen der EU beim eingeleiteten Vertragsverletzungsverfahren jener Länder, die das Käfigverbot nicht umsetzen. • Ein Verbringungsverbot von illegalen ausländischen Käfigeiern nach Österreich
Gut fürs Börserl Wein und Käs’, das rat’ ich dir Die vielen Weinshows in den letzten Wochen haben es bestätigt: der 2011er Tropfen ist ein besonders edler Jahrgang und vielleicht der beste, den die Steiermark je hatte. Das bestätigten die Weinkenner auch bei der größten Weinprobe im Land, jener in der Grazer Stadthalle mit 2500 Liebhabern. Das gute Weinjahr ist auch gut fürs Börserl. Weils mehr gibt, gibt’s auch keinen spürbaren Preisanstieg – verspricht Weinbaudirektor Werner Luttenberger. Käse erfreut sich in der Steiermark – hier wird bekanntlich gerne Fleisch gegessen – immer größerer Beliebtheit. Immer mehr Hersteller richten ihr Angebot nach zentralen Ernährungstrends aus. Die Hofkäserei Deutschmann in der Weststeiermark etwa hat schon vor gut 20 Jahren diesen Trend erkannt. „Käse ist als Lebensmittel in den vergangenen Jahren attraktiver geworden und weist eine nie gekannte Vielfalt auf, die praktisch KLIPP KLIPP April Juni 2012 2011
Bm. Nagl und LR Seitinger: Prost auf 2011!
jedem Geschmack entgegenkommt“, so Franz Deutschmann. Angesichts der Fülle an unterschiedlichen Lebensmitteln aus aller Welt bietet die Region einen hilfreichen Orientierungsanker, der Sicherheit gewährleistet. Regionalität ist in Zusammenhang mit Käse zu einer Frage der Qualität und Herkunft geworden, und die Listung entsprechender Produkte gilt als erfolgversprechende Möglichkeit für den Handel, sich gegenüber den immer kritischer werdenden Verbrauchern zu profilieren. v
Führungen, Verkostungen und Einkauf von Vulcanoprodukten ist täglich in Auersbach außer Sonn- und Feiertagen möglich. Besuchen Sie uns und nehmen Sie Einblick in die Schinkenproduktion!
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Jedes Fahrrad, das im Straßenverkehr unterwegs ist, braucht, so die ARBÖ-Experten, folgende angeführte Ausstattung. Ausnahme: Rennräder dürfen bei Tag und guter Sicht ohne Klingel, Beleuchtung und Rückstrahler fahren. Mountainbikes sind derzeit nicht explizit im Gesetz geregelt. Zwei voneinander unabhängig wirkende Bremsen 1 Glocke oder andere akustische Signal einrichtung 2
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Einen mit dem Fahrrad fest verbundenen Scheinwerfer, der nach vorne mit weißem oder hellgelbem, ruhenden Licht leuchtet.
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Ein rotes Rücklicht und einen roten, nach hinten wirkenden Rückstrahler, der mit dem Rücklicht verbunden sein darf. Einen weißen, nach vorne wirkenden Rückstrahler, der mit dem Scheinwerfer verbunden sein darf.
5 Gelbe Rückstrahler an den Pedalen 6 An jedem Rad mindestens zwei gelbe Rückstrahler oder rückstrahlende Reifen 7
Designhotel „An der Lage“
Neues Konzept
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as Wichtigste aus der Sicht von Weinlandbesuchern vorweg. In nächster Nähe warten die bekannten Weingüter und Buschenschänke mit herrlichen Tropfen und gediegener Jause. Das Haus war längere Zeit geschlossen und wird nun mit einem neuen Konzept wiederbelebt. Es handelt sich dabei um ein Selfservice-System. Betreiber Wolfgang Erber: „Es ist unkompliziert über Internet buchbar und nutzbar. Und hat aber das luxuriöse Ambiente eines gediegenen Designhotels. Und das bei einem bemerkenswerten Preis-Leistungs-Verhältnis.“ Bezahlt wird bequem per Kreditkarte. Den persönlichen Zutritt zum Hotel und zur Suite erhält man bei erfolgter Zahlung per E-Mail. Die gesamte Anlage wird täglich gepflegt. 10 Suiten mit eigener Privatterrasse, Wandkamin, Kühlung
und extragroßem Doppelbett bieten Raum zum Relaxen, Genießen, Wohlfühlen. Das mondän in die Landschaft geschmiegte Ensemble beherbergt auch eine Poolanlage für Badespaß an sonnigen Sommertagen, wie auch im Frühling oder der goldenen Herbstzeit – dank beheiztem und energetisiertem Wasser. Eine gemütliche Lounge sowie
eine große Terrasse gehören ebenso dazu. Wenn man tagsüber oder auch nach einem erlebnisreichen Ausflug noch Lust auf ein gemütliches Abschlussgetränk hat, kann der Gast sich an unserem Genusscenter mittels Münzen und/oder Banknoten mit schönen Weinen und kleinen Snacks versorgen. Infos unter www.anderlage.at
Geschmackvoll und heimelig
Radpedal statt Gaspedal
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ufsteigen und los – im Rahmen der 4. Tour de Mürz heißt es anstatt ins Gaspedal kräftig in die Radpedale zu treten. Familien können es auch gemütlich angehen. Geradelt wird heuer am 12. Mai entlang des Mürztal-Radweges R5 – Start ist um 10.30 Uhr am Sportplatz in Mürzsteg. Das erste Teilstück bis Mürzzuschlag ist erstmals komplett befahrbar. Bis man im Ziel ankommt, steht für alle Nichtprofis das Genussrad’ln und Freude an der Bewegung im Vorder-
Rogner Bad Blumau
grund. Auf die „harte“ Tour geht’s von Mürzsteg bis Bruck (ca. 68 km), auf die „sanfte“ Tour von Mürzsteg bis Kindberg (ca. 43 km) oder auf die Family-Tour von Mürzsteg bis Mürzzuschlag (ca. 20 km). Stärkung gibt es bei drei Labestationen sowie in den hochsteirischen Radbetrieben an der Strecke. Außerdem warten ein Kletterturm in Mürzzuschlag, eine Grillstation in Kindberg samt musikalischer Begrüßung inkl. Getränken sowie eine Hüpfburg. Alle Strampler bekommen ein Gut-
Foto: polansky
Freizeit
Das muss ein Fahrrad haben
Fans sollten sich das Datum vormerken. Am 12. Mai gibts wieder die Tour de Mürz.
scheinheft, gespickt mit Gutscheinen von hochsteirischen Betrieben und Ausflugszielen. Anmeldungen unter www.muerzeroberland.at oder Tel.: 03857/8321.
© Hundertwasser Architekturprojekt
15 Jahre
Feiern Sie mit und genießen Sie die Ruhe, das Grün und viel Raum. Aktuelle Geburtstagsangebote unter www.blumau.com
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KLIPP April 2012
Freizeit
Ganz entscheidend dabei ist klarerweise die richtige Reihenfolge. Nach der Ausfahrt stoßen wir im Gastgarten auf der Terrasse mit einem Glas Brut-blanc-Sekt aus dem Hause Polz auf den gelungenen Ausflug an.
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Klipp hat’s im Wein- und Genusshotel Gut Pößnitzberg probiert:
serviert die Haut“, scherzt der gebürtige Oberösterreicher. Er setzt voll auf regionale Küche und zieht diese Linie auch kompromisslos durch. „Wer Jakobsmuscheln will, der muss woanders hin. Ich kaufe alles frisch ein. Meine Grundprodukte kenne ich ganz genau. Ich weiß, was die Küche verlässt und brauche kein schlechtes Gewissen zu haben. Natürlich kann immer etwas passieren.“ Der Kreuzwirt ist sein eigenes Lokal und dementsprechend intensiv ist auch der Einsatz – von acht Uhr in der Früh bis ein Uhr nachts ist immer wer in der Küche. Gerhard Fuchs geht selbst hinaus in die Natur, zupft die Kresse, sucht die Morcheln, pflückt den Bärlauch, schneidet ihn – er denkt einfach so, wie er ist – nämlich bodenständig. Jeden Tag wird alles frisch zubereitet. Da bleibt nichts am Abend, außer natürlich Soßen, die dauern oft länger, dass man sie fertig macht. Er arbeitet mit einer Präzisi-
Der Kreuzwirt (li.) und das familiäre Wein- und Genusshotel
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on, die auch Kollegen lobend registrieren. „Wenn in einem Gasthaus bei 40 Gästen 60 Teller am Abend die Küche verlassen, dann sind es bei mir rund 1.600.“ Das macht deutlich, was sich da abspielt. Doch Qualität hat natürlich auch ihren Preis. In knapp zwei Monaten gibt es am Gut Pößnitzberg auch einen eigenen Sektkeller zu besuchen. Rund 50.000 hausgemachte Flaschen werden dort gelagert. „Und der Gast kann auch alles über Bildschirm erleben, wie und auf welche Weise unser Sekt gemacht wird“, erklärt Frau Polz. „Wir sind ein Familienbetrieb und unser Gut Pößnitzberg ist einfach etwas anderes.“
Untypisch, aber Bereicherung Sie spielt damit indirekt auf das Loisium-Spa- und Resort-Hotel an, das im Juni in Ehrenhausen eröffnet. Mit seinen 100 Zimmern und einem großen Wellness-Bereich verfolgen die Betreiber ein anderes Konzept. Von außen, so hat man das Gefühl, wirkt es zumindest jetzt wie eine riesige „Holzschachtel mit Löchern“. Doch wenn die Natur rundherum anwächst, dann sollte sich das große Haus auch besser in die Gegend einfügen. Die Winzer des Weinlandes sind froh über die neue Herberge.
Fotos: Polz
Vespa, E-Bike und Sekt vertragen einander doch
Fotos: Polz
ene, die es bequem und schneller haben wollten, waren mit den hauseigenen Vespas unterwegs. Wir hingegen strampelten mit dem EBike auch recht bequem die Gegend ab, die Hügel rund um das Gut Pößnitzberg. Es geht dort ganz ordentlich rauf und runter. Da hätten Genussradler ohne Motorunterstützung wenig Freude. Hausgäste können beide bequemen Fortbewegungsmittel kostenlos nützen und lernen so die wohl einmalige Gegend kennen. Das 40Betten-Hotel liegt zwischen Leutschach und dem vielen Steirern gut bekannten Grenzübergang Langegg. Der war früher die Ausweiche, wenn Spielfeld „verstopft“ war. Nun sitzen wir auf der Terrasse im Gastgarten, lauschen dem Kuckuck, der sich beharrlich bemerkbar macht, und anderem aufgeregten Vogelgezwitscher – alles passt zur gut entspannten Stimmung. Weil für einen Sprung in den Pool die Außentemperaturen natürlich noch viel zu niedrig sind, haben wir uns in der Sauna und im Ruheraum entsprechend von den Strapazen erholt. Einige in der Gruppe aber auch in der Whirlpoolwanne im Zimmer mit weitem Blick in die Weinberge hinaus. Die Vespas und E-Bikes sind wieder zurückgestellt und die guten Hausgeister sorgen dafür, dass sie am nächsten Tag wieder einsatzbereit sind. Auf seinen „Einsatz“ wartet auch Gerhard Fuchs, „next door“ beim Kreuzwirt. Dieser gehört ja ebenfalls zum Gut Pößnitzberg. „Heuer feiern wir ein Jubiläum, denn der Gerhard erhielt zehn Jahre hindurch drei Hauben“, verweist Margaretha auf das außergewöhnliche kulinarische G’spür von Gerhard Fuchs. Er war bereits „Koch des Jahres“, steht seit 25 Jahren in der Küche und man sieht es ihm nicht an. „Der Kochdunst kon-
Haubenkoch Gerhard Fuchs und Marga retha Polz: Saison läuft gut an.
Denn deren Gäste bringen wieder viel Belebung in die gesamte Region. So hat im Herbst Porsche für drei Wochen das neue Haus gebucht und stellt dort den Carrera 4 vor. „Uns tut jedes neue Haus gut, das über das ganze Jahr geöffnet ist“, so Frau Polz, „weil Weinliebhaber keine Kostverächter sind.“ „Eine Sorge, die wir noch haben: In den Wintermonaten haben die meisten Buschenschanken zu und da wird sich hoffentlich etwas ändern, sodass der Gast auch eine entsprechende Auswahl hat“, sagt Erich Polz. v
Loisium-Spa: ab Juni gehts los 49
Erstmals in Europa: nach Linz nun auch im Museum in Groß St. Florian
Kultur
Schätze Boliviens „Das Beschaffen der wertvollen Stücke – ganz speziell der Keramikschatz von Pariti – war natürlich schwierig und zeitaufwendig“, freut sich Hannes Weinelt, Ausstellungschef des Steirischen Feuerwehrmuseums. Erstmals seit seiner Bergung im Jahr 2004 kann daher der Schatz in Europa bewundert werden.
Ein Ritualteppich – Vererbte Webkunst aus präkolumbischen Kulturen wiederbelebt. Frauen machen Kleidungsstücke, Männer Ritualteppiche der alten Tiwanaku-Ikonographie.
Von Michaela Vretscher
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einelt musste deshalb sogar zwei Mal nach Bolivien fliegen. „Von den Oberhäuptern der 40 Familien konnten nur drei unterschreiben, die anderen unterzeichneten per Fingerprint. Wir sind im Gras gesessen, haben Koka-Blätter gekaut und konnten die Mitglieder der Dorfgemeinschaft nach anfänglicher Skepsis davon überzeugen, dass sie die Schätze zurückbekommen“, freut sich Hannes Weinelt über den Vermittlungserfolg. Die jetzige Ausstellung im Feuerwehrmuseum Groß St. Florian mit dem Titel „Das Sonnentor und der Schatz vom Titicacasee“ kam nur zustande, weil viele Kulturinstitutionen als Leihgeber zu gewinnen waren. „Im Laufe der vierjährigen Vorbereitungszeit sind sogar freundschaftliche Beziehungen mit Vertretern der bolivianischen Kulturinstitutionen entstanden.“ Es gelang, insgesamt mehr als 230 Exponate 50
aus circa vier Jahrtausenden für die Ausstellung in Österreich anvertraut zu bekommen. Und das nur in Kooperation mit dem Oberösterreichischen Landesmuseum, wo die Schau zuvor mit großem Erfolg gezeigt worden war. Was Leiter Hannes Weinelt an den Menschen in Bolivien besonders fasziniert: „Es gibt extreme Armut auf der einen Seite, aber dennoch eine tiefsitzende Fröhlichkeit. Bei uns bedeutet Glück ja gemeinhin materieller Besitz – dort nicht.“ Die Exponate in Groß St. Florian gewähren Einblicke in die Tiwana ku-Kultur. Die Ausstellung betritt man durchs Sonnentor – ein Nachbau. Damit taucht man in die Geschichte Boliviens ein. Im Original ist es aus einem einzigen und tonnenschweren Andesitblock gefertigt. Das Tor ist – mit zahlreichen Symbolen versehen – Teil eines komplizierten Kalendersystems und das bedeutendste Monument des Andenraumes. Tiwanaku – die präkolumbische Hochkultur auf knapp 4.000 Metern Seehöhe – lässt erstaunen und birgt weiterhin Rätsel. Erst zwei Prozent dieses ehemaligen religiösen und administrativen Zentrums mit unzähligen Tempelanlagen und Monolithen wurden bislang freigelegt.
traditionelle andine Kosmovision zu einem Wegweiser für die Zukunft. Das Bedürfnis nach Harmonie, Frieden, das richtige Leben im Einklang mit Mutter Natur, steht hierbei dem Streben nach Ausbeutung, Macht und Geldgier entgegen. „Vivir Bien“: vom richtigen Essen, Trinken, Tanzen, Fühlen bis hin zum Arbeiten mit Leidenschaft, aber immer im Sinne von „SumaThokoña“ – mit Himmel und Erde in Beziehung treten. In diesem Zusammenhang hinterließ auch das Projekt Asur einen starken Eindruck bei Hannes Weinelt. Es wurde ins Leben gerufen, um eine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung in traditionellen indigenen Gebieten zu fördern. „Derzeit nehmen daran ca. 1.000 Personen teil. Es werden feine Textilien mit präkolumbischen Techniken hergestellt. Ich habe die Produktion selbst miterleben können. Die Frauen machen dort das, was in ihnen lebt. Und das gibt ihnen Würde
Richtig leben statt immer besser Gezeigt werden auch Kostbarkeiten der nachfolgenden Inka-Periode, Werke aus der Kolonialzeit bis in die Gegenwart des Plurinationalen Staates mit dem indigenen Konzept des „Vivir Bien“. Im Konzept vom „guten Leben“– in der Verfassung des Plurinationalen Staates Bolivien von 2009 verankert – wird die
Die Ausstellung betritt man durch das Sonnentor (ein Nachbau), das bedeutendste Monument des Andenraumes.
Charakteristische Gefäße der TiwanakuKeramik sind die Porträtköpfe, die als Trinkgefäße verwendet wurden.
und Kraft. Man spürt das dort ganz stark.“ Seit dem Amtsantritt von Evo Morales werden die indigenen Ausdrucksformen aufgewertet. Es ist ein spannendes politisches Experiment unserer Zeit. Weinelts Einschätzung: „Der Ausgang allerdings ist vage aufgrund vieler Widersprüchlichkeiten. Es ist aber eine wichtige Anregung für die aktuellen Herausforderungen, auch in Europa. Richtig leben statt immer besser leben. v Ausstellungsdauer: Das Sonnentor und der Schatz vom Titicaca-See: vom 31. März bis 23. September 2012 zu besichtigen. www.feuerwehrmuseum.at
Keramikschatz von Pariti: Sensationsfund eines bolivianischfinnischen Forschungsteams 2004. Zehntausende Scherben wurden in monatelanger Arbeit wieder zusammengesetzt.
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Wohin geht’s im Frühling und Sommer?
Schon immer warten die Menschen auf den Frühling und Sommer und damit verbundene Streifzüge durchs Land. Mit den kräftiger werdenden Sonnenstrahlen wächst auch die Lust, etwas außerhalb der eigenen vier Wände zu unternehmen – aber wohin? Erleben und entdecken sie Ausflugsziele in der Steiermark – kontrastreich und vielfältig wie das Land selbst.
Steirische Ausflugsziele
Erlebnisburg Oberkapfenberg
Kunsthalle Leoben: RadKult In der Ausstellung „RadKult gestern – heute – morgen“ dreht sich bis 30.9.2012 alles um das Fahrrad: vom kurios anmutenden Laufrad über das Hochrad, Dreirad und Niederrad bis hin zum Hightech-Bike. Aktivstationen laden zum Test der persönlichen FahrradFitness ein. www.kunsthalle-leoben.at
Das ideale Ausflugsziel für Familien: Besuchen Sie die Ausstellung „Grenzgänge – eine Zeitreise mit Kreuzrittern und Alchemisten“ mit Kinderausstellung und Greifvogelflugschau. Danach können Sie sich beim Burgwirt oder in der Sommerschenke entspannen. Infos unter: www.narrenfreiheit.at, Tel. 03862/27309
H2O – das Resort mit dem Funfaktor Kulinarische Stadtrundgänge in Graz
Wasser-Spaß und Rutschvergnügen sind garantiert! Der „Blaue Blitz“ – eine megabreite Doppelreifenrutsche, die „H2O-Speedy-Rutsche“, die legendäre Welle im AcapulcoBecken und die H2O-Water-Balls sind nur einige Highlights in der H2O-Erlebnis-Therme. www.hoteltherme.at
Foto: www.blumau.com
Appetitliche Zwischenstopps – garniert mit heiteren Anekdoten – zeichnen diese Rundgänge aus. Vom urigen Bauernmarkt über den Braten wie aus Großmutters Küche bis zur deftigen Bierdegustation wird alles geboten – Schlemmen und Schlendern lautet das Motto. Mai bis Oktober: Freitag/Samstag/Sonntag. www.graztourismus.at, www.genussFoto: Graz Tourismus hauptstadt.at
Stainz-Reinischkogel Foto: Symbol-Schiffer
Wein und Kulinarik, Laufen, Kräuterwandern, Walken, Rent-a-Traktor, Genussradeln, E‑ Biken, Gästetaxi, Flascherlzug und Zauberhexe, Schilcher, Kernöl und viel, viel mehr! Entdecken Sie den Weinfrühling im Schilcherland gemeinsam mit der ganzen Familie. Veranstaltungen und Spezialangebote unter: www.schilcherland.com.
Mit dem E-Bike in die Weinberge An der Südsteirischen Weinstraße macht das „RADELN“ doppelt Spaß! Zum einen, weil mit dem E-Bike die Weinhügel genussvoll befahren werden können, und zum anderen, weil – heuer neu – das Picknick auch mit dem E-Bike möglich ist! In der Wiese liegen und schlemmen! Details zum Jahrgangspils-Picknick und E-Bike-Verleih auf www.suedsteirischeweinstrasse.at
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BAD BLUMAU – Kunst und Natur Erkunden Sie verschiedene Ausflugsziele, wie z.B. die „Wassergöttin“ (Skulptur von André Heller), die 1000-jährige Eiche, den Thermenpark mit Weidenbau. Entdecken Sie die Natur beim Wandern oder Radfahren. Ausgezeichnete Gastronomie vom Haubenlokal bis zu urigen Buschenschenken. Anschließend Wohlfühl-Zeit in den Thermen Rogner Bad Blumau. www.bad-blumau.com
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Um Gottes willen, da schwimmt ... ... ein Bus im Wasser! Warum ruft keiner Hilfe?“, wundern wir uns, am DonauUfer in Budapest. Da schwimmt doch tatsächlich ein Bus. Ja, Sie haben richtig gelesen: ein Bus. Aber keine Sorge, da ist kein Unglück passiert! Für die Budapester gehört dieser Anblick zum Alltag. Praktisch einmalig in Europa. Wir wollten das Geheimnis lüften.
Von Isabella Hasewend
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esagt, getan. Am nächsten Tag finden wir uns beim Treffpunkt am RooseveltPlatz ein. Und da kommt er auch schon dahergefahren, der Bus, mit dem wir die kommenden zwei Stunden die Stadt erkunden werden. Von seinem Aussehen her erinnert das 12 Meter lange und 15 Tonnen schwere Amphibiengefährt an Land eher an ein Schiff, da die Front nicht senkrecht ist. Dann geht’s auch schon los – zuerst einmal an Land. Durch die Stadt, vorbei an wichtigen Plätzen und Gebäuden von Budapest – wie etwa dem Parlament, der St. Stefan Basilika, einer Synagoge, dem Staatsopernhaus, dem Heldenplatz
Drei, zwei, eins … Splash! Nach rund einer halben Stunde fahren wir dann Richtung Donau-Ufer, wo es einen Stopp gibt. Die Fremdenführerin gibt Anweisungen für einen Notfall im Wasser. Dafür befinden sich auch unter jedem der 46 Sitzplätze Schwimmwesten und auch einen Rettungsring gibt’s im Bus. Dann fahren wir auf eine eigens für diesen Riverride-Bus gebaute Rampe zu, die ins Wasser führt. Dort gibt es dann einen Wechsel am Steuer: Der Busfahrer gibt seinen Platz am Lenkrad frei. Denn wie es sich für ein Schiff gehört, gibt’s einen eigenen Schiffskapitän. „Sind Sie bereit, ins Wasser zu gehen?“, werden wir gefragt. „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss ertönt aus dem 52
CD-Player und verbreitet eine gewisse Dramatik. Noch bevor wir antworten können, fahren wir ins Wasser. Drei, zwei, eins – Splash! Die Front des Busses taucht ziemlich weit ins Wasser ein. Ich verkneife mir einen Schrei. Es spritzt hoch und schon „gleiten“ wir in die Donau.
Erstaunte Blicke am Ufer Es ist lustig, die teilweise erstaunten Leute am Ufer stehen zu sehen. Einige winken uns zu, während wir die Donau hinunterschwimmen. Im Wasser wird der Bus von einem Turbinenmotor angetrieben. Uns bietet sich ein tolles Panorama auf das Burg-Viertel. Dann geht’s noch unter der Kettenbrücke hindurch, bevor wir wenden und es wieder zurück in Richtung „Splash-Point“ geht. Nach einer guten Stunde ist die „Schifffahrt“ dann vorbei, der Busfahrer übernimmt wieder das Steuer und bringt uns zurück.
Budapester Panorama bei Nacht „Dinner & Cruise“ steht am Abend auf dem Programm. Bei Live-Musik
und Buffet cruisen wir auf einem Schiff die Donau entlang. Budapest ist in ein Lichtermeer getaucht und es bietet sich uns ein atemberaubendes Panorama. Bei einem guten Glas Wein und Kerzenlicht genießen wir die Fahrt, die, wie wir finden, mit eineinhalb Stunden leider ein wenig zu kurz bemessen ist. Nach dem Essen schnell noch aufs Oberdeck, um einige Fotos zu machen, bevor das Schiff wieder anlegt. Empfehlen können wir auch unsere Unterkunft: das Danubius Hotel Astoria, ein Vier-Sterne-Haus mitten im Zentrum von Budapest gelegen und somit guter Ausgangspunkt für Sightseeing-Touren durch die Stadt.
Zentraler Einkaufsplatz Um beim Kulinarischen zu bleiben: Auch die große Markthalle (offiziell „Zentrale Markthalle“), in unmittelbarer Nähe zur Freiheitsbrücke gelegen, ist einen Besuch wert. Bis 1932 war sie der größte und wichtigste Marktplatz in Budapest. Noch heute ist die Halle von ihrer Architektur her einer der zentralen
Süße Leckereien Ein absolutes Must für mich als Süßspeisen-Fan ist auch die Konditorei Gerbeaud am Vörösmarty-Platz. Mir rinnt jetzt noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich an die „Somlói Galuska“, zu Deutsch Schomlauer Nockerln, oder die köstliche Esterházy-Torte denke. Noch heute zeigt sich die berühmte Konditorei Gerbeaud im Stil der Gründerzeit, mit ihrem Stuck, den Kronleuchtern, den aus verschiedenen Edelhölzern gefertigten Verkleidungen und dem Mobiliar. „Schomlauer Nockerl“ – eine ungarische Spezialität: Biskuitstücke mit Rum, Rosinen, Schokosauce, Nüssen und Schlagsahne.
Fotos: Heimo Ruschitz (4)
Freizeit
Für ein Wochenende nach Budapest und an den Balaton
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Freizeit Einkaufsplätze der Stadt und wird entsprechend von Einheimischen und Touristen besucht. Im Kellergeschoss gibt es einen eigenen Fischmarkt mit Aquarien. Doch auch wenn ich eine Fischliebhaberin bin, ist das vom Geruch her nichts für mich. Und so schlendern wir zwischen den zahlreichen Ständen der oberen Etage. Angefangen von Obst
und Gemüse über Wurst, Fleisch bis hin zu Fisch etc. gibt’s hier alles. Und das zu vergleichsweise günstigen Preisen: eine Schweinsstelze für 3,20 Euro pro kg, 1,70 für 1 kg Erdbeeren oder 80 Cent für 1 kg Mandarinen. Nur bei den Treibstoffpreisen ist es anders: 1 Liter Superbenzin kostet rund 1,50 Euro. Ungefähr das kostet auch ein Krügerl (einheimisches) Bier in einer Bar in der Budapester Innenstadt. Ein Stück Torte gibt’s für 2,90 Euro, ein Cappuccino dazu kostet 3,30 Euro. Die Sache relativiert sich aber wieder, wenn man sich die im Vergleich zu anderen EU-Ländern deutlich geringeren Löhne in Ungarn anschaut.
Kurzbesuch am West-Balaton Doch auch die schönste Zeit geht einmal vorbei und so verlassen wir Budapest am Sonntag schon wieder und fahren Richtung Balaton. Die Sonne ist herausgekommen und wir
In der großen Markthalle findet sich alles, was das (kulinarische) Herz begehrt.
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fahren am Nordufer die Landstraße entlang nach Keszthely – d. i. die Hauptstadt des Balatons am West ufer gelegen. Dort erwarten uns zuerst einmal eine Weinverkostung im Hotel Bacchus und eine Besichtigung des kleinen Weinmuseums. Nach dem dortigen Mittagessen geht’s zum Plattensee hinunter. Eine Schifffahrt steht auf dem Programm.
Gegen den Strom geht's mit nur etwa 5 km/h unter der Kettenbrücke hindurch.
Ungarisches Meer
Zurück zu unserer Schifffahrt
Insgesamt ist der Balaton, das „ungarische Meer“, 590 Quadratkilometer groß und im Sommer bis zu 27 Grad warm. Reizvolle Naturschätze laden zu einem Besuch der Region mit ihren sanften Hügeln und Weinreben, Dolomitenfelsen, Heilbädern, unterirdischen Höhlen, Moorlandschaften mit einzigartiger reicher Flora und Fauna ein. Für uns ist die Zeit leider zu kurz, um Keszthely näher zu besichtigen. Die Stadt ist geprägt durch ihre Geschichte und Kultur.
Nach dem Anlegen am Steg haben die Kollegen von der Wein-Fachpresse noch die „Strapazen“ einer weiteren Weinverkostung vor sich. Diese lassen wir lieber sausen, da wir ja mit dem Auto nach Hause müssen (in Ungarn gilt 0,0 Promille Alkohol). Traditionell fährt man ja über den Grenzübergang Heiligenkreuz. Doch die Strecke übers slowenische Marburg bringt uns schneller heim, auch wenn wir eigentlich gerne länger geblieben wären. v
Fast alle architektonischen Stilrichtungen sind hier zu beobachten, die den Besucher durch die Jahrhunderte führen. Neben zahlreichen Museen ist sicher das Schloss Festetics als bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt hervorzuheben.
Neben Bade- und Wassersport bieten sich am Balaton etliche andere Sportmöglichkeiten für einen Aktivurlaub wie etwa Wandern, Nordic-Walking-Touren oder Radtouren an. 53
Ge Le w i se nn rsp iel
Mit Abstand der erholsamste Nordseeurlaub Mit rund 50 Kilometern Entfernung zur deutschen Küste hat Borkum nicht nur einen wunderbaren Abstand zum Alltag. Es steht auch als einzige ostfriesische Insel ganzjährig unter dem Einfluss von Hochseeklima.
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enn anders als die Nachbarinseln ist Borkum immer vollständig von Seewasser umgeben – weshalb die Luft hier stets besonders arm an Pollen und reich an Jod ist. Tiefer lässt sich folglich nirgendwo an der deutschen Nordsee durchatmen. Und das bei milden Temperaturen: Der Golfstrom sorgt dafür, dass die Borkumer Sommer nicht zu heiß und die Winter nie sehr kalt werden. Hochseeklima, endlose Sandstrände und ein reizvolles Inselstädtchen mit vielfältigem kulturellen Angebot: Borkum bietet das ganze Jahr über alles, was man für einen rundum perfekten Nordseeurlaub braucht. Willkommen auf der Hochseeperle unter weitem Himmel. Nach der Winterpause startete Anfang März das 54
Aparthotel Kachelot in die Saison 2012 mit der neuen Strandpromenade, welche auch als schönste Promenade Ostfrieslands bezeichnet wird. Das 3-Sterne-Superior-Aparthotel Kachelot ist das größte seiner Kategorie auf der Insel und verwöhnt die Gäste nicht nur mit viel Sonne, sondern auch mit einer familienfreundlichen Atmosphäre und einem Service, der in den meisten Bereichen sogar 4-Sterne-Niveau erreicht. Die Gäste wohnen in modernen, freundlichen Zimmern – das garantiert echtes Wohlbefinden. Und sollte mal überraschenderweise die Sonne nicht scheinen, kann man es sich im Aparthotel Kachelot richtig gut gehen lassen. Kulinarisch bietet das Hotel vom umfangreichen Frühstücksbuffet bis hin zu leckeren Fisch- und Fleischgerichten sowie vegetarischen Köstlichkeiten im Restaurant einiges für das leibliche Wohl seiner Gäste. Urlaub mit der Bahn ist mit dem Aparthotel Kachelot ganz problemlos, einfach Zimmer buchen und Bahnticket erhalten. Für Gäste, die sich den Stress der An- und Abreise mit dem eigenen Auto schenken wollen, hat das
Kachelot in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn ein besonders attraktives Angebot ausgearbeitet; unter dem Motto „Freie Bahn für Ihren Urlaub“ können die Gäste jetzt ganz besonders günstig und bequem mit der Bahn aus dem gesamten deutschen Bundesge-
Urlaub an der Nordsee
biet bis Emden-Außenhafen an- und abreisen. Für österreichische Gäste gilt dieses Angebot ab dem Grenzbahnhof, darüber hinaus erfahren Sie die günstigsten Preise, ab dem Heimatbahnhof, auf Anfrage bei der Buchung des Urlaubs im Aparthotel Kachelot. v
Mitmachen Gewinnen
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Gewinnfrage: Unter welchem Motto können die Gäste ganz besonders günstig und bequem mit der Bahn an- und abreisen? Zu gewinnen gibt es zwei Aufenthalte (Montag bis Donnerstag) für jeweils zwei Personen, drei Übernachtungen mit Frühstück im Aparthotel Kachelot. Antworten nur an Klipp Zeitschriften, Friedhofgasse 20, 8020 Graz, oder isabella.hasewend@klippmagazin.at Weitere Informationen: Aparthotel Kachelot, Tel.: +49 (0)49 22 - 304 0, www.kachelot.de KLIPP April 2012
GOLFTRAINING fĂźr das Kinderkrebshilfe-Projekt „Die Sonneninsel“
Ein Nachfahre schottischer Schafhirten will’s mÜglich machen
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Puttbewegung vom GrĂźnrand Von Head Pro Ali Rosker im Golfclub Erzherzog Johann, Maria Lankowitz
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Von Head Pro Ali Rosker im Golfclub Erzherzog Johann, Maria Lankowitz Internet: www.golfschule-ali.at E-Mail: office@golfschule-ali.at
er erste schottische Maso- Regeln ausgeschlossen ist. Um diechist erfand das Baum- sen Rekordversuch erfolgreich zu stammwerfen. Dadurch be- beenden, muss Gardiner täglich Internet: www.golfschule-ali.at kam man erstklassige Leisten- dreieinhalb Plätze bespielen und E-Mail: office@golfschule-ali.at Einer der häufigsten Fehler ist, brĂźche. Der zweite schottische Ma- dabei legt er rund 21 Kilometer dass wir oft die umständliche LĂśsochist erfand den Kilt. Damit konn- zurĂźck. Der Golf-Pro muss immer sung wählen, obwohl eine wesentte man einander bei den täglichen die maximale Anzahl an Schlägern lich einfachere zur VerfĂźgung steht: FĂźnf-Uhr-Stammesfehden ohne tex- (insgesamt 14) bei sich haben. GeChip and Run, vom GrĂźnrand getile Behinderung in die Leistenstartet wurde am 27. Mai 2009 in • Greifen Sie weiter unten am Griff, um spielt, ist ein gutes Beispiel. eine bessere zu bekommen brĂźche treten.Kontrolle Der dritte schottische Graz beim Golfclub Puntigam; das Die meisten greifen zum Wedge, und gehenerfand Sie näher an den Ball heran Masochist den kreischenden Ende folgt am 5. Juli in Murstätten. weil sie lernten, je näher am GrĂźn, • Mit normalem Putt-Griff das einzige John Gardiner sammelt während Beutel aus Ziegenleder, desto mehr Loft soll der Schläger • Hände leichtdas vornoch den Ball beim klang dieses Rekordversuchs fĂźr die Instrument, schriller haben. Wenn jedoch keine Hinnsprechen alsÂAdie Schmerzensschreie der in die dernisse zwischen Ball und GrĂźn • Die FĂźĂ&#x;e so weit auseinander wie LeistenbrĂźche Getretenen. Derbeim viervorhanden sind und die Fahne ein Putten te schottische Masochist aber erfand gutes StĂźck vom GrĂźnrand entfernt Golf. steht, lassen Sie das Wedge im Bag Damit konnte man sich bequem die und entscheiden sich fĂźr ein Eisen eigenen Zehennägel abschlagen, um sieben oder acht. Denken Sie an von den Schmerzen in den Leistendiesen Schlag wie an einen langen brĂźchen abzulenken, und auch sonst Putt und spielen Sie ihn auch so. reichlich Depressionen sammeln. Der geneigte Leser mĂśge den historischen Exkurs verzeihen, der jedoch das Verständnis fĂźr die derzei• OberkĂśrper nicht zu stark gebeugt tigen Vorgänge in der Steiermark eb- Auf keinen Fall den Kopf • Augen Ăźber den Ball net: Mit der Ăźblichen knapp 15- Âheben, bevor der Ball unter• Die Beine sind entspannt und jährigen Verspätung gegenĂźber wegs ist! leicht gebeugt weltweiten Trends sind wir nunmehr – umso rasanter – auf dem Weg zum Schwingen Sie den Schläger nach Golfland, mehr als 100.000 spielen Der Loft eines mittleren Eisens hinten und genauso durch den mittlerweile in der Alpenrepublik. ist groĂ&#x; genug, um den Ball Ăźber Treffpunkt in Richtung Ziel, die Hoch vom Beim das–VorgrĂźn hinwegzuheben, dereindeutig korrekten des KĂśrpers wie eine Feder – wird das Gewicht Dachstein anAufdrehen bis ans Bett Handgelenke bleiben fixiert, so der Raab folgt Ball wird nicht zu hoch fliegen, auf dieman rechte Seite verlagert. eifrig dem Beiwie beim Putten. spiel frĂźher schottischer Hirten, die so hat er genug Beschleunigung, angeblich mit gebogenen StĂścken um auf dem GrĂźn bis zum Loch getrockneten Schafkot und Steine zu rollen. Beim korrekten Aufdrehen des KĂśrpers – wie eine Feder – wird das Gewicht eindeutig durch die Gegend schleuderten. auf die rechte Seite verlagert. Was damals gratis war, braucht heu- Wenn Sie ein mittleres Eisen nehmen und einen Puttschwung mate allerdings ein Schlägerset, das Ă–sterreichische Kinderkrebshilfe, chen, ist der Chip and Run eine man schon fĂźr einige hundert Euro dabei werden ihn auch etliche proder effektivsten bekommt und dem nach oben kaum minente SportlerMethoden. unterstĂźtzen. EntGrenzen gesetzt sind. So sieht sprechende Spendenboxen stehen KLIPP-Kolumnist Iwan T. Cash die auf jedem Ăśsterreichischen GolfGolf-Welt. platz. Beim Kinderkrebshilfe-ProEin Nachfahre der Schafhirten, der jekt handelt es sich um ein geplangebĂźrtige Schotte John Gardiner, tes Nachsorgezentrum am Wallersee will – unterstĂźtzt von Intersport Eybl in Salzburg, das 3,5 Millionen Euro .%5 und dem Ă–sterreichischen Golfver- kostet, die durch Spendengelder band – es in irgendeiner Weise sei- aufgebracht werden sollen. „Wir nen Landsleuten gleichtun und be- wollen dort Kinder wieder fit fĂźrs reitet sich auf einen Rekordversuch Leben machen“, so Steiermark-KinVon „reverse pivot“ spricht man, wenn man das Gewicht beim RĂźckschwung auf die vor. Er mĂśchte inverlagert. 40 Spieltagen derkrebshilfe-Präsident Dr. Moser. linke Seite S Y sämtliche 139 Golfplätze in Ă–sterE L L O % 4R reich bewältigen. Und das ohne KLIPP-Golf-Experte Ali Rosker hat AB Hilfsmittel, was so viel heiĂ&#x;t, dass natĂźrlich fĂźr einen guten Zweck -AYCADÂŞ'OLF 4ROLLEY 3HOP 46 Von „reverse pivot“ spricht man, wenn man das Gewicht beim RĂźckschwung auf die die Nutzung eines Caddys, eines E- diesmal den GroĂ&#x;teil „seiner Seite“ (AUSHAMERSTRA”EÂŞ ÂŞ ÂŞ3EIERSBERG linke Seite verlagert. ďż˝ Trolleys oder Clubcars durch die bereitgestellt.
Richtige Gewichtsverlagerung
Schauen wir uns einmal an, worauf es ankommt, damit Ihr Schwung konstanter wird.
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46 KLIPP April 2012
KLIPP Mai 2009 55
Freizeit
GOLFTRAINING
Einzigartiger Rekordversuch in 40 Tagen
urlaubstipps
Ferien nach dem PippiLangstrumpf-Prinzip
Baden, Kraxeln, Runtersausen
2 x 3 macht 4, Widdewiddewitt und drei
Ferien ganz nach ihrem Geschmack ge-
macht neune. Ich mach mir die Welt,
stalten. Der einzige Nachteil bei dem um-
Widdewidde wie sie mir gefällt. „Ich will
fangreichen Angebot ist, dass der Tag nur
Ponyreiten, schwimmen gehen, auf die
24 Stunden hat. Als einziges 4-Sterne-Su-
Der Bergsommer in Imst bietet für Famili-
sind auch für Kinder gut geeignet, vor al-
Riesenrutsche, zu den Tieren und dann ins
perior-Hotel mit 5 Smileys zählt das Haus
enurlauber jeden Tag ein anderes Highlight:
lem wenn am Ende des Weges eine urige
Kino“, verkündet die kleine Anna. Nach
zu den besten Kinderhotels in Österreich.
Wasserspiele und Schnupperrafting im Na-
Hütte und eine gute Jause winken. Mit den
dem Pippi-Langstrumpf-Prinzip können
Infos: Tel.: 06414/ 318
turbadesee, Schnuppercanyoning, rasante
ganz Kleinen ist man am besten auf den
sich die Kinder im Moar-Gut in Großarl die
Abfahrten mit dem 3,5 km langen Alpine
kinderwagentauglichen Spazierwegen un-
Coaster oder einen Abenteuerspielplatz,
terwegs. Attraktive Familienpauschalen
der mit Attraktionen wie Hochseilgarten,
gibt es in verschiedenen Kategorien.
Badesee samt Boulderfelsen oder Flying
Infos: Tel.: 05412/ 6910-0
Fox aufwarten kann. Viele Wanderungen
www.moargut.com
Im Dienst der eigenen Gesundheit Foto: Berghof Crystal Spa & Sports.
Neben der Wellnesslandschaft des 4-Ster
physiotherapeutische Behandlungen u. v.
ne-Superior-Hotels Guglwald in Oberös-
m. auf dem Programm. Außerdem befin-
terreich steht den gesundheitsbewuss-
det sich inmitten der Parkanlage auf ca.
ten Gästen das Präventions-Schlössl des
3.500 m2 ein hoteleigener Tee- und Heil-
Hotels zur Verfügung. Dort können sie
kräutergarten. Und auch die Küche setzt
aus verschiedenen Behandlungen zu den
auf frisch geerntete Kräuter aus dem Tee-
Themenschwerpunkten Stress, Haut, Mus-
und Heilkräutergarten.
kulatur und Ernährung wählen. Je nach Wunsch stehen Gesundheits-Checks, ärzt-
Infos: Tel.: 07219/ 7007
liche Untersuchungen, ästhetische und
Erholung und Ruhe im Schlosshotel
Wer das 4-Sterne-Schlosshotel Szidónia
Foto: Melitta Abber
www.imst.at
Urlau bs Ti pps Mittelalterfeste auf der Insel Rab
www.guglwald.at
in Ungarn besucht, erlebt ein Treffen mit der ganz besonderen Welt einer langsam in Vergessenheit geratenden Epoche, verspürt das Flair altehrwürdiger Zeiten, kommt gleichzeitig aber auch in den Genuss der Annehmlichkeiten der Gegenwart. Erholung und Ruhe, himmlische Speisen
Foto: TV Rab
sowie ein ganz besonderes Energiefeld im 7 ha großen Schlosspark erwarten die
Eine der stimmungsvollsten und schil-
Rabs die Kulisse für das Mittelalterfest,
Besucher des wahren Kunstjuwels, das nur
lerndsten Veranstaltungen an der kroa-
eine spektakuläre Zeitreise, die mit rund
eine Autostunde von Wien entfernt liegt.
tischen Adria findet auf der südlichsten
800 historisch kostümierten Inselbewoh-
Eine der Hauptattraktionen des Schloss-
Kvarner-Insel Rab statt: Das traditionelle
nern zum Schauen, Staunen und Mitma-
hotels ist zweifelsohne das Szidónia Vital
Mittelalterfest „Rabska Fjera“ sowie die
chen einlädt. Ergänzend dazu gibt’s an
Badehaus, eine Wellnessoase, die das Wie-
Ritterspiele verwandeln die vor allem bei
drei weiteren Tagen die Raber Ritterspiele
dererlangen des seelischen, körperlichen
Familien ungemein beliebte Ferieninsel
(9. Mai, 25. Juni, 15. August).
und geistigen Gleichgewichts verspricht.
an vier Wochenenden in eine einzigarti-
Infos: Tel.: +36 (0) 99/ 544-810
ge Bühne. Von 25. bis 27. Juli bildet die
Infos: Tel.: +385 (51) 724 064
fackelbeleuchtete, mediterrane Altstadt
www.szidonia.hu
www.tzg-rab.hr
Foto: Petr Blaha
Bad in der Natur Kürbiskernöl frisch aus der Kernölmüh-
dern auch im SPA des Hauses, wo die Kraft
le, das Lavendeleis hausgemacht und der
der Traube für entspannende Wellness-
Sauvignon Blanc gekeltert vom Hausherrn
Anwendungen
persönlich – im Vitalhotel Weinhof Kap-
lings oder Wein-Massagen genutzt wird.
pel im südsteirischen Kitzeck servieren
Schwitzen in der 1. Steirischen Winzersau-
Radfahren ist gesund, umweltfreundlich
zum Panorama-Radeln ins Po-Delta oder
die Gastgeber die Natur besonders ge-
na® samt Panoramablick und sportliche
– und macht einfach Spaß! Auf zwei Rä-
zur 3-Länder-Tour rund um den Bodensee.
nussvoll. Steirische Spezialitäten wie das
Runden im Meerwasser-Außenpool mit
dern durch Stadt und Land können Sie mit
Erfahren Sie im wahrsten Sinne des Wor-
feine Sulmtaler Huhn oder das köstliche
Unterwasser-Fernsicht sind Teil des Ur-
Retter Reisen Europa per Rad erkunden.
tes die schönsten Regionen Europas. Denn
Maishendl landen haubengekrönt auf dem
laubsprogramms.
Für alle, die die genussvolle Herausfor-
eine Radreise ist wohl die schönste Art,
Teller des Vitalhotels. Wein spielt nicht
Infos: Tel.: 03456/ 23 47
derung suchen, ist eine geführte Radreise
malerische Landschaften zu genießen.
nur im Haubenrestaurant eine Rolle, son-
ein Erlebnis. Die komfortable Anreise im
wie
Traubenkernölpee-
www.weinhof-kappel.at
Luxusfernreisebus und das eigene Rad
Infos: Retter Reisen Graz,
bequem im Transportanhänger verstaut,
geht’s nach Kroatien zum Inselhüpfen,
Tel.: 0316/ 817 817
nach Deutschland an Rhein und Mosel,
Conrad-v.-Hötzendorfstr. 37a www.retter.at
Pizza, Pasta, Privatchauffeur – alles inklusive Foto: Europäischer Hof
Foto: Tourismusverband Starnberger Fünf-Seen-Land
Das 4-Sterne-Hotel Gut Wenghof „family
mehr befindet sich direkt vor dem Hotel.
resort“ in Werfenweng hat sich dem Fami-
Den Gästen steht kostenlos der Privat-
lienurlaub verschrieben. „Wenn man den
chauffeur „Elois“ zur Verfügung – das
Autoschlüssel abgibt, erhalten die Gäste
Elektromobil-Shuttle kann unbeschränkt
ein Riesenpaket an Gratisleistungen wie
genutzt werden. Außerdem sind die
beispielsweise geführte Wanderungen,
Schmankerln und Spezialitäten von den
Badesee-Eintritt, Lama-Trekking oder die
Buffets inklusive Getränken rund um die
Benutzung der Fun-Fahrzeuge. Ein großer
Uhr inkludiert.
Fuhrpark von Fun-Ridern, Hybridautos,
Infos: Tel.: 06466/ 450-0
Gokarts, Elektrofahrrädern und vieles
www.hotel-werfenweng.at
Sekt mit Sisi auf dem Starnberger See
Naturidylle in der Waldheimat
Es dauert inzwischen kaum mehr länger
Seit 100 Jahren ist der Name Bruggraber
ermark gibt es anlässlich der Jubiläums-
als eine Stunde – dann sitzen Reifrock
aus dem Alpl nicht mehr wegzudenken.
sommersaison ab 11. Mai 2012 besondere
und Perücke, das Make-up passt tadel-
Mit der Übernahme des Waldheimathofes
Packages wie das „Kurz x Weg“-, das „Pil-
los und Doris Trummer glänzt als Sisi.
durch die Familie Bruggraber im Jahre 1912
ger–Wander“- oder das Hochsteiermark-
Am 30. Juni lädt sie zur Audienz auf der
begann eine lange Hotellerie– und Gastro-
„Sommerfrisch-Verliebt“-Special.
MS-Starnberg. Die Sommernacht mit Sisi-
Sonderausstellung des Kaiserin Elisabeth
nomietradition. Heute ist sie Ausdruck
Double auf dem Luxuskatamaran ist einer
Museums den Spuren der schillernden
dafür, Tradition und Moderne perfekt zu
Infos: Tel.: 03855/ 8251
der Höhepunkte, mit denen das Starnber-
Regentin folgen, die am Starnberger See
vereinen: der Waldheimathof Alpl–Spa &
ger Fünf-Seen-Land den 175. Geburtstag
Kindheit und Jugend verbrachte.
Family–Sports ist ein Familien–Wellness
der österreichischen Monarchin feiert.
Infos: Tel.: +49 (0)8151/ 90600
& Naturidyll Hotel in der nostalgischen
Bereits ab 1. Mai können Besucher in einer
Waldheimat von Peter Rosegger. In einer
www.sta5.de
der schönsten Regionen der grünen Stei-
www.waldheimathof.at
urlaubstipps
Radreisen für Genussradler
Bücher Die 1-Euro-Küche für Genießer Heide Steigenberger Kneipp Verlag
D
as Motto dieses Kochbuchs lautet: Frisch und gesund muss nicht teuer sein. Mit einem Euro pro Person lassen sich viele tolle Rezepte zaubern. Vor allem die Berücksichtigung von saisonalem Gemüse hält die Kosten niedrig. Abgeschmiert – Wie Deutschland durch Korruption heruntergewirtschaftet wird Frank Überall Lübbe
B
ananenrepublik Deutschland: Ob im großen Siemenskonzern, bei der BayernLB oder bei Bauvorhaben der öffentlichen Hand, überall ist Bestechung im Spiel. Der Politikexperte Frank Überall zeigt, wie tief Korruption in unserem politischen und wirtschaftlichen System verankert ist. Ein schockierender Bericht über die dunklen Machenschaften der Eliten in Deutschland. Historisches Jahrbuch der Stadt Graz Band 41 Graz im langen 18. Jahrhundert. Eine Spurensuche ins Heute …
D
er Band, zusammengestellt von der Schriftleitung Friedrich Bouvier und Nikolaus Reisinger, widmet sich Themen, die sowohl historische als auch zeitgenössische Relevanz bergen. Die AutorInnen zeigen an ausgewählten Beispielen Kontinuitäten oder Kontraste, Divergenzen und Konvergenzen zwischen damals und heute. Die Beiträge spannen u. a. thematische Bögen von der Wahrnehmung der Stadt, dem Umgang mit dem historischen Erbe, über alte und neue Eliten und die BettlerInnen-Frage bis zur ersten Frauenzeitung in Graz, der Kritik am Freizeitverhalten sowie dem Sterben und der Trauer im 18. Jahrhundert. Die Pasterze Gerhard Karl Lieb, Heinz Slupetzky Verlag Anton Pustet
P
asterze und Großglockner – sie bilden ein Landschafts ensemble, das sich im Lauf der Zeit zu einem der bedeutendsten Tourismusziele Österreichs entwickelt hat. Die beiden Autoren und Glaziologen gehen in dem Buch der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des mit rund 8 km Länge und 18 km2 Gesamtausdehnung größten Gletschers Österreichs nach. 58
Die rebellische Republik Thomas Wieczorek Knaur
I
n der Gesellschaft gärt es. Bestsellerautor Thomas Wieczorek geht der aufgeheizten Stimmung in der Bevölkerung auf den Grund und zeigt, dass sich hier nicht nur zunehmende Empörung Luft verschafft. Die Menschen lassen sich nicht mehr länger für dumm verkaufen: Sie tun was und setzen sich zur Wehr – gegen Ausbeutung, Willkür und Sozialabbau! Die geheimen Drahtzieher Hans Magenschab Styria Premium
W
as Sie immer schon über die Welt der Farbstudenten wissen wollten – hier finden Sie es. Die blutigen Bräuche, eigenwilligen Geheimzeichen und seltsamen Symbole sind ein Produkt des gewaltbereiten politischen 19. Jahrhunderts. Und wie steht es um den religiösen, politischen und gesellschaftlichen Einfluss heute? In diesem Politthriller ist nichts erfunden, sondern alles Teil der realen Welt, mitten unter uns … Kein schönes Land in dieser Zeit Mehmet Gürcan Daimagüler Gütersloher Verlagshaus
M
it seinem Buch bietet der Autor einen spannenden und durchaus selbstkritischen Blick in das Innenleben eines türkischstämmigen Mannes in Deutschland. In provokativen Schlaglichtern erzählt er aus seinem Leben und schlägt den Bogen von seinen persönlichen Erfahrungen zu gesellschaftspolitischer Relevanz. Bei ihm ist das Persönliche politisch und das Politische persönlich. Lieber Matz, Dein Papa hat 'ne Meise – Ein Vater schreibt Briefe über seine Zeit in der Psychiatrie Sebastian Schlösser Ullstein
M
it der Diagnose „manisch-depressiv“ landet Sebastian Schlösser in der Psychiatrie. In seinem Buch erzählt er seinem achtjährigen Sohn, was die Krankheit mit ihm gemacht hat – mutig, anrührend und liebevoll. Vom Leben im Landhaus Karl-Dietrich Bühler DVA
D
ie pure Landlust: Das Buch zum Trendthema Landlust, stimmungsvolle Bilder von Häusern, Interieurs, Gärten und Landschaft sowie Porträts der Bewohner in Bild und Text.
Die Lebensprinzipien Ruediger Dahlke, Margit Dahlke Arkana
R
uediger Dahlke beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Urprinzipienlehre. In zwölf Porträts ordnet er den archetypischen Prinzipien Landschaften, Pflanzen, Filme, Beziehungsthemen und Krankheiten zu. Er lädt uns ein, herauszufinden, mit welchen Urprinzipien wir noch unversöhnt sind, und zeigt Wege auf, um für sie lebensdienliche Ausdrucksformen zu finden. Libyen – Hintergründe, Analysen, Berichte Fritz Edlinger (Hg.) Promedia
D
er Band beleuchtet die Hintergründe des libyschen Machtkampfes und versucht, Antworten auf die brennendsten Fragen zu geben: Wie kam es dazu, dass ein ursprünglich revolutionäres, antikolonialistisches Projekt der Herrschaft des Volkes zu einer Diktatur über das Volk verkommen ist? Was ist vom neuen Libyen zu erwarten? Kommt es gar zu einer Teilung des Landes? Meine kleine große Welt Heinz Nußbaumer Styria Premium it Gaddafi im Zelt. Mit Arafat im Bunker. Mit Reagan und Clinton im Weißen Haus. Mit dem Dalai Lama im Kloster. Mit vielen Großen der Welt persönlich vertraut. Von Papst und Patriarchen empfangen. Über Jahrzehnte hinweg war Heinz Nußbaumer als außenpolitischer Journalist und Autor mit Königen, Präsidenten und Revolutionsführern im Gespräch – und als stiller Briefträger zwischen Fronten unterwegs.
M
Sinnlose Wettbewerbe Mathias Binswanger Herder
J
e mehr Wettbewerb – umso besser! Diese Überzeugung führt dazu, auch da, wo es keinen Markt gibt, künstliche Wettbewerbe zu inszenieren, um z.B. Wissenschaft, Bildung und Gesundheitswesen auf Effizienz zu trimmen. Dies führt jedoch nicht zu mehr Qualität, sondern zur Produktion von immer mehr Unsinn. Tintenfass Nr. 35 Daniel Kampa, Winfried Stephan Diogenes
I
m neuen „Tintenfass“ kann man bei Arnon Grünberg eine kleine Schule des Glücks besuchen, dem philosophischen Glücksgedanken von Ludwig Marcuse folgen oder KLIPP April 2012
Filme
in André Comte-Sponvilles Essay „Der Geschmack des Lebens“ neue Lebenslust tanken. Aber auch Erzählungen von Doris Dörrie, Bernhard Schlink, Astrid Rosenfeld und vielen anderen beleuchten das Thema. Die Löcher sind das Wichtigste am Sieb Gerfried Rainer (Hg.) Metroverlag
M
an muss nicht in der Bratpfanne gelegen haben, um über ein Schnitzel zu schreiben. Maxim Gorki trifft es auf den Punkt. Denn über Kochen, Essen und Trinken haben sich schon viele kluge Menschen Gedanken gemacht. Dieser liebevoll illust rierte Geschenkband bietet, nach Themenbereichen gegliedert, eine Auswahl der besten Zitate und Aphorismen rund um den (kulinarischen) Genuss. Bildatlas zur Geschichte Österreichs Wilhelm J. Wagner Styria Premium
G
eschichte geht uns alle an, ohne Auseinandersetzung mit der Vergangenheit kein Verstehen des Heute – das ist das große Anliegen von Wilhelm J. Wagner. Sein „Bildatlas zur Geschichte Österreichs“ ist daher nicht bloß als kartografische Darstellung konzipiert, er bietet vielmehr eine umfassende Kulturgeschichte des Raums, den wir heute als Österreich bezeichnen. Wir konsumieren uns zu Tode Armin Reller, Heike Holdinghausen Westend
W
ir können uns unseren Lebensstil nur auf Kosten anderer leisten. Das ist bekannt. Unbekannt ist hingegen, inwieweit sich schon die Produktion von Alltagsgegenständen wie Handys oder Kugelschreibern unmittelbar auf Kinderarbeit, umkippende Gewässer und Versteppung ganzer Landstriche auswirkt. Die Autoren zeigen die fatalen ökologischen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen unseres Lebensstils. Der Ursteirer Werner Kopacka Steirische Verlagsgesellschaft
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er Ursteirer hat sie alle getroffen. Vom Steinzeit-Steirer bis zum Neuzeit-Steirer. Nach der Schöpfung vom lieben Gott als Hüter dieses Landes und dessen Menschen auf die Erde geschickt, hat er dieses über die Jahrtausende als einstmals Unsterblicher entscheidend geprägt … Noch nie wurde die Geschichte der Steirer schräger und unterhaltender erzählt. KLIPP April 2012
Chronicle Science Fiction Darsteller: Dane DeHaan, Alex Russell, Michael B. Jordan, Michael Kelly, Anna Wood Regie: Josh Trank
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in seltsames Objekt befindet sich unter der Erde und scheint einen speziellen Effekt auf Menschen zu haben, denn seit diesem Abend haben Andrew, Steve und Matt besondere Kräfte. Anfangs probieren die drei ihre neuen Fähigkeiten nur harmlos aus. Aber bald wird aus dem Spaß bitterer Ernst und ein Machtkampf zwischen den Jungen entsteht, der immer gefährlicher wird … Fotos: 2012 Twentieth Century Fox
My Week with Marilyn
Drama
Darsteller: Michelle Williams, Eddie Redmayne, Julia Ormond, Kenneth Branagh, Emma Watson Regie: Simon Curtis
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er Film basiert auf den Tagebüchern des Filmemachers Colin Clark, welche 40 Jahre nach den Ereignissen veröffentlicht wurden. In der ersten Fassung dieser Autobiografie fehlte eine Woche. Die Geschichte dieser Woche wurde später unter dem Titel „My Week with Marilyn“ publiziert und nun endlich verfilmt.
Fotos: Luna Filmverleih
Einmal ist keinmal
Komödie
Darsteller: Katherine Heigl, Jason O’Mara, Daniel Sunjata, John Leguizamo, Debbie Reynolds Regie: Julie Anne Robinson
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bwohl Stephanie nicht die geringste Ahnung hat, was ein Kautionsdetektiv überhaupt machen muss, stürzt sie sich voller Eifer in ihren ersten Fall – und tappt dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste. Oder haben Sie schon einmal gehört, dass sich ein Detektiv in seiner eigenen Wohnung überfallen lässt? Leider entpuppt sich der Mann, auf den sie angesetzt ist, auch noch als ihre einstige Jugendliebe Joe Morelli. Eigentlich hatte sich Stephanie geschworen, für den Rest ihres Lebens die Finger von ihm zu lassen … Fotos: 2012 Concorde Filmverleih GmbH
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Gries
Ihr Experte für Erstbezug
Imagine your perfect Investment! Körösistrasse 29, Graz – Geidorf Geidorf
von 42 m² bis 200 m² Wohnfläche
Körösistrasse 29
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