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[nüüs] NEUES AUS DEM KLEINWALSERTAL

DA WO’S ALLEN GUT GEHT

GESPÜR FÜR SCHNEE

Bernhard Heim

Karle Bischof

DAS MAGAZIN

Schule einmal anders

DAS FREIFAHRENDE KLASSENZIMMER

Winter 2019/20


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Alle Angaben und Daten wurden nach bestem Wissen zusammengestellt und sind ohne Gewähr. Aus eventuellen Fehlern können keine Ansprüche geltend gemacht werden. Das Kleinwalsertal finden Sie auch auf:

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DAS FREIFAHRENDE KLASSENZIMMER SPUREN IM SCHNEE

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SOMMER AUSBLICK

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DA, WO’S ALLEN GUT GEHT

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Winterwandern -

MITTENDRIN STATT NUR DABEI Warum Skifahrer eher unter FOMO leiden und Winterwanderer das Glück von JOMO schon längst genießen. Kennen Sie FOMO? Es ist die Kurzform für „Fear of Missing Out“ oder auf deutsch bekannt als die Angst, etwas zu verpassen. Ein Phänomen, das eigentlich den Millenials zugeschrieben wird, also der Generation, die zwischen den frühen 1980er und den späten 1990er Jahren geboren wurde. Hervorgerufen und befeuert wird dieses Gefühl nicht zuletzt von den sozialen Medien. Instagram- und FacebookAccounts, die das Leben der anderen vermeintlich erlebnisreicher und spannender aussehen lassen.

Hand auf’s Herz, auch wenn Sie sich vielleicht nicht mehr zu den Millenials zählen, ist FOMO Ihnen vertraut? Mir ist das Phänomen immer mal wieder in unterschiedlichsten Formen begegnet. Zuletzt verspürte ich akute Symptome, als das Wiedersehen mit alten Bekannten bevorstand. An sich ein wunderbarer Anlass und dennoch führte er zum Dilemma. Es war einer dieser traumhaften Wintertage. Da wir einige Nicht-Skifahrer dabei hatten, war eine Wanderung geplant und für einen Moment fürchtete ich, den perfekten Skitag zu verpassen. Ich sah sie schon vor mir, die Status-Updates mit Videos und

Bildern versehen mit Hashtags wie #powderalert, #firsttracks, #winterwonderland oder #bluebird. Und als ich so mit mir haderte, wurde mir klar, dass man sich als Skifahrer viel mehr Stress macht. Wer ist der Erste in der Gondel, wer zieht die erste Spur, wer macht die meisten Abfahrten... Ehe man sich versieht, erlebt man den Winter quasi nur im Vorbeifahren. Winterwanderer sind da klar im Vorteil. Unser Ausflug ins Wildental sollte mir das in Erinnerung rufen. Wir starten die Tour gemütlich mit einem Kaffee in der Cantina Vertical,


Winterwanderweg Söllereck Richtung Riezlern

schließlich lässt sich die Sonne an den kurzen Tagen im Januar auch noch Zeit. In dem kleinen Café gegenüber der Kanzelwandbahn ist es jetzt noch ruhig, am Nachmittag füllt sich die gemütliche Stube schnell und wenn die Temperaturen es zu lassen, ist die Terrasse beliebter Treffpunkt nach dem Skitag. Sobald wir in die Zwerwaldstraße abbiegen, liegt der Trubel an Bushaltestellen, Liftkassen und Parkplätzen auch schon hinter uns. Nach einem etwas längeren und recht knackigen Anstieg liegt uns das Tal zu Füßen und auch die Sonnenstrahlen haben es jetzt über den Berg ge-

schafft. Mit der Sonne im Gesicht spazieren wir direkt auf die imposante Bergkulisse von Elfer, Zwölfer, Bärenkopf und Widderstein zu. Immer wieder entdecken wir Abdrücke von Pfoten, Hufen oder Krallen im sonst makellos glitzernden Weiß. Die Bäume tragen stolz ihre weißen Mützen, aber ansonsten hat sich die Natur unter der dicken Schneedecke zurückgezogen. Es herrscht diese Stille, wie man sie nur in einer Schneelandschaft erlebt, nur ab und zu hört man einen Bach plätschern, der dem Eis zu trotzen scheint. Der Winter verlangsamt die Zeit und er strahlt so eine tief empfundene Zufrie-

denheit aus, der man sich nicht entziehen kann. Die beste Möglichkeit darin einzutauchen ist zweifelsohne eine Winterwanderung. Ganz ehrlich, so sehr ich das Skifahren liebe, manchmal ist es eine Wohltat, den eigenen Akku im Schongang aufzuladen. Man könnte auch sagen, dass Winterwanderer die vielfach gepriesene JOMO längst für sich entdeckt haben. Die „Joy of Missing Out“ steht für die Freude daran, sich aus dem Freizeitstress rauszunehmen. Man könnte es aber auch einfach mit dem guten alten Goethe halten: „Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen." Ach ja, Bilder für KLEINWALSERTAL DAS MAGAZIN // 5


unsere Status-Updates hätten wir jede Menge machen können, aber irgendwie waren wir zu vertieft, ins Genießen der Natur und in gute Gespräche. Das Kleinwalsertal wird von einem Netz aus insgesamt 50 km präparierten Winterwanderwegen durchzogen. Jede Menge Gelegenheit, um den Winter hautnah zu genießen. Bei der Tourenwahl kann man nichts falsch machen, jede Winterlandschaft hat ihren eigenen Reiz. Aber es gibt ein paar besonders schöne Strecken, sozusagen die „Big Five“ des Winterwanderns im Kleinwalsertal. Wildental – immer mit der Ruhe Das Wildental ist eines der idyllischen Seitentäler des Kleinwalsertals. Die Tour ist ein Favorit, denn hier ist man nicht selten auf längeren Strecken nahezu alleine unterwegs. Je weiter man ins Wildental kommt, kreuzt vielleicht mal ein Tourengeher den Weg, vielleicht auch mal eine Gämse oder ein Reh. Von Riezlern aus führt ein Höhenweg ins Nebenwasser und weiter bis ins Höfle. Immer im Blick die eindrucksvolle Bergkulisse mit Elfer, Zwölfer, Bärenkopf und Widderstein. Die Innere Wiesalpe ist auch im Winter geöffnet und wenn man auf der Terrasse sitzt, sind die drei Schafalpköpfe zum Greifen nah. Die Breitachklamm – märchenhaft und völlig unverfroren Einsamkeit wird man hier nicht unbedingt finden, aber es ist ein besonderes Naturschauspiel. Disney könnte sich hier Inspiration geholt haben für den Eispalast von Anna und Elsa in dem Film „Die

„Bizarre Formationen aus Fels und Eis, erstarrte Wasserfälle und gigantische Eiszapfen faszinieren Groß und Klein in der Breitachklamm.“

Eiskönigin“. Bizarre Formationen aus Fels und Eis, erstarrte Wasserfälle und gigantische Eiszapfen faszinieren Groß und Klein. Egal ob die Schneeflocken durch die Klamm tanzen oder die Sonnenstrahlen Lichtspiele in das Eis zaubern, die Breitachklamm ist bei jeder Witterung einen Besuch wert. Insbesondere im Winter ist auf die witterungsbedingten Öffnungszeiten zu achten. Für Familien empfiehlt sich die kurze Variante, also der Weg durch die Klamm vom oberen Einstieg, der Walserschanze bis zum unteren Einstieg in Tiefenbach (ca. 2,2 km lang). Sollten die Beine der kleinen Wanderer den Rückweg nicht schaffen, kann man auch ab Tiefenbach mit dem Bus zurückfahren. Winterwanderer mit mehr Ausdauer laufen auf dem Rückweg dem Wasser entgegen und setzen die Tour entlang der Breitach in Richtung Waldhaus fort. Wildromantisch geht es durch den idyllischen Winterwald. Gottesacker wandern auf hohem Niveau Eigentlich eine Tour ohne Worte. Die charismatische Felsformation des Ifen, die Weite des Gottesackerplateaus und das atemberaubende Panorama muss man selbst erleben. Es ist eine der wenigen Wanderungen, bei der man mit der Seilbahn bequem die Höhenmeter bis auf 2024 m meistert. Auf einem breiten Rundwanderweg geht es von der Bergstation aus durch eine Landschaft aus Schneedünen. Kaum vorstellbar, dass sich im Sommer unter dem Schnee eine zerklüftete Karstlandschaft befindet. Der Ifen und das Gottesackerplateau sind aufgrund ihrer Naturvielfalt ein Schutzgebiet. Gerade im Winter schätzen viele


Winterwanderweg Ifen/Gottesacker

Bergbewohner die Ruhe und ziehen sich in das Gebiet zurück. Mit etwas Glück sichtet man vielleicht Gämsen oder auch ein Schneehuhn, dessen weißes Kleid die beste Tarnung ist. Bei einer solchen Begegnung gilt: bitte nicht stören und sich mit etwas Abstand über das Naturerlebnis freuen. Vom Söllereck nach Riezlern – im Weitwinkel Zwar geht es mit der Söllereckbahn nicht ganz so hoch hinauf wie am Ifen, aber die Aussicht ist auch hier ein Traum. Das ganze Kleinwalsertal breitet sich vor einem aus mit spannenden Perspektiven von Ifen und Gottesacker. Von der Bergstation Söllereck (1358 m) geht es in sanften Wellen leicht bergab

vorbei an der Mittelalpe (1315 m) dann etwas steiler abfallend zum Bergstüble und hinab ins Tal. Bärgunttal – am Puls der Berge Die Walser sagen „Laubela“, was fast niedlich klingt. Wer einen Eindruck bekommen möchte, wie viel Kraft hinter einer Lawine steckt, kann sich gelegentlich im Bärgunttal davon überzeugen. Letzten Winter war das Seitental aufgrund der andauernden Schneefälle und der damit einhergehenden Lawinengefahr immer mal wieder gesperrt. Nach sorgfältiger Inspektion, manchmal auch nach gezielter Sprengung gibt die Lawinenkommission den Weg wieder frei. Manchmal sieht man dann, mit welcher Naturgewalt die Schnee-

massen ins Tal gedonnert sind. Normalerweise kann man die Tour als Rundwanderung machen und aufgrund der angenehmen Länge von ca. zwei Stunden Gehzeit ist sie auch ideal für Familien. Mit dem Rodel geht es natürlich noch etwas flotter. Ziel ist die Bärgunthütte, wo man auf der Sonnenterrasse am Fuße des Widdersteins den Bergen ganz nah ist. Alle Wanderungen, weitere wunderbare Winterwandertipps und die detaillierten Tourenbeschreibungen mit Karte, Höhenprofil und GPX Daten gibt es auf kleinwalsertal.com. ■ Text: Britta Maier Bilder: F. Drechsel, D. Berchtold

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Karle Bischof -

KARLES GESPÜR FÜR SCHNEE Karle Bischof ist stellvertretender Pistenchef der Kanzelwandbahn. Er ist Schneemanager, Pistenraupenfahrer, Sprengbeauftragter und Organisator. Als Schneeflüsterer weiß er, dass eine Piste nach dem Präparieren sechs bis acht Stunden Ruhe braucht, fast wie ein guter Brotteig. Nur dann steht dem Genuss am nächsten Tag nichts im Weg und die Piste ist wie eine leckere Scheibe frisches Holzofenbrot: Knusprig, aber dennoch zart und einfach ein Gedicht.

Wenn um 17 Uhr alle Skifahrer im Tal sind und die Bahnmitarbeiter auf ihrer letzten Kontrollfahrt des Tages dieses auch per Funk bestätigen, startet der letzte Teil eines langen Arbeitstages für Karle Bischof und seine Kollegen. Denn dann nehmen vier seiner sechs Kolle-

gen Platz in ihren PS-starken Pistenraupen und tanzen in immer wieder kehrenden Abfolgen über den Schnee. Sie ackern, schieben, pflügen und ebnen. Sie fahren vor und zurück, machen halbe Drehungen, um dann wieder von Neuem zu beginnen.

In der Pistenraupe von Karle, der eigentlich Karl heißt, aber lieber Karle genannt werden möchte, sieht es aus wie in einem Hubschrauber-Cockpit: Viele Knöpfe, zwei große Displays, ein Joystick mit dem sich mühelos das tonnenschwere Hightech-Gerät milli-


metergenau bewegen, ja tanzen lässt. Es rüttelt und schüttelt, es blinkt und piept, Karle lässt sich da nicht aus der Ruhe bringen. Er sitzt hochkonzentriert in der Mitte des Fahrzeugs, schiebt den Schnee von den Seiten wieder Richtung Pistenmitte. Er fährt fast stoisch

ein Stück Piste immer wieder rauf und runter, vor und zurück, bis er mit dem Ergebnis zufrieden ist. Dann nimmt er den nächsten Teilabschnitt in Angriff. Wieder vor und zurück, vor und zurück, eine halbe Drehung und wieder vor und zurück. Je nachdem wie viel Be-

trieb auf der Piste war, wie warm oder kalt es ist, ob nasser oder trockener Schnee dominiert, kann das Präparieren schon mal bis 23 Uhr dauern. Ich erfahre vom sympathischen Walser, dass es vor allem im Frühling schwierig ist, denn dann wird der Schnee tagsKLEINWALSERTAL DAS MAGAZIN // 9


über windelweich und zieht am späten Nachmittag mit sinkenden Temperaturen wieder schnell an. Dann hat das Präparieren zuweilen nichts mehr von einem leichtfüßigen Squaredance, sondern gleicht mehr einem Tango – bei dem die beiden Tanzpartner Schnee und Raupe einen ruppigen Kampf miteinander ausfechten. Karle Bischof nimmt uns mit ins Cockpit seiner 535 PS-starken Prinoth und erklärt während einer langen Abendschicht wie seine Arbeitstage im Winter aussehen, was er im Sommer macht und warum für ihn privat eher kein Skiurlaub in Frage kommt. Seit 2012 sitzt Karle jede Wintersaison in der Pistenraupe, ein begehrter Job, zumindest früher, räumt er ein. Er sei mit ein bisschen Glück an die freie Stelle bei der Kanzelwandbahn gekommen, erzählt Karle weiter. Gelernt, ja gelernt hat er Raumausstatter, war danach lange Jahre LKW-Fahrer und hat auf dem Bau gearbeitet, dann ergab sich der Wechsel zum Pistenraupenfahren – die ersten beiden Winter saisonal begrenzt. Nach zwei Jahren wurde ihm eine Ganzjahresstelle angeboten, er nahm an. Im Sommer 2014, genau genommen am 1. Juni kam dann der Titel „stellvertretender Pistenchef“ dazu. Karle stellte sich der Herausforderung und meistert sie seither mit viel Schwung und Teamspirit. Die Crew ist ein eingeschworener Haufen, der füreinander einsteht. „Krankheitstage sind selten“, meint der Karle. Und, dass ein gutes Team einfach ganz wichtig ist.

„Im Frühling muss man anders präparieren als im Hochwinter: Zum Saisonende hin müssen steile Hänge und Kuppen mit mehr Schnee versorgt werden“ Karle Bischof

Und weil wir gerade den Dieselmotor anwerfen, fällt mir folgender Vergleich zum Team ein: Die sieben sind wie ein Motor, der den ganzen Betrieb am Laufen hält. Und Karle ist das Öl, das den Motor perfekt schmiert und schön smooth hält. Aber kommen wir wieder zurück auf den Boden, oder besser die Piste der Tatsachen. Perfektionismus und Effizienz: Karle, der Schneemanager Wir ruckeln gerade einen Pistenabschnitt rauf und runter. Das weit ausladende Schild pflügt in den Schnee, der als dicke Walze zusammengeschoben ein illustres Schauspiel abgibt. Es sieht ein bisschen aus wie eine milchigtrübe Ozeanwoge, die nicht zusammenbrechen will. Auf dem Bildschirm direkt vor ihm wird das Gelände abgebildet. Zahlen verraten Karle die exakte Schneehöhe, sprich: zentimetergenau. Auf einmal erscheint im Display: Keine GPS-Übertragung möglich. Wie GPS? Ich dachte Karle kennt den Berg wie seine Westentasche? Tut er auch. Nur um so effizient, ökologisch und ökonomisch wie möglich arbeiten zu können, vertrauen die Pistenraupenfahrer auf satellitengesteuertes Hightech. Entsprechend sind seit 2017/18 alle vier Fahrzeuge der Kanzelwandbahn mit einem Schneemessgerät ausgestattet. Übrigens ein „Roter“ und drei „Schwarze“, soll heißen: Drei Prinoth Raupen und ein Pistenbully aus dem Hause Kässbohrer. Und um es auch gleich noch erwähnt zu haben: Prinoth oder Pistenbully ist so wie Mercedes


Benz und BMW – man wechselt nicht – Ehrensache. Die Raupenfahrer der Kanzelwand sind da eine Ausnahme – soll es geben, liegt vielleicht auch daran, dass sie ein 2-Länder-Skigebiet sind: Österreich und Deutschland, aber das ist jetzt reine Spekulation… Kommen wir wieder zurück zum Schneemanagement. Mithilfe des satellitengesteuerten Pisten-und Schneemanagement-Systems kann nicht nur die Schneetiefe im gesamten Skigebiet auf den Zentimeter genau bestimmt werden, sondern zusammen mit dem vorhandenen Naturschnee eine exakte Beschneiung geplant werden. Überflüssige Schneeproduktion kann dadurch vermieden, der Schnee optimal verteilt und genutzt werden. Und auch die Pistenpräparierung lässt sich ökonomischer, ökologischer und effizienter steuern.

Kosteneinsparungen von gut 10 Prozent, und Ressourceneinsparungen von 12 Prozent im Durchschnitt sprechen eine deutliche Sprache. Darüber hinaus kann durch eine optimierte Fahrweise der Treibstoffverbrauch verringert werden. Karle drückt es zum Schluss so aus: „Es hilft niemandem wenn wir im Frühjahr irgendwo noch fünf Meter Schnee rumliegen haben.“ „Unser Anspruch: eine perfekte Piste an jedem Tag der Saison“ Neben den ökonomischen und ökologischen Aspekten eines professionellen Schnee- und Pistenmanagements ist Karle aber sehr wichtig zu erwähnen, dass es ihm und seinem Team vor allem darum geht, „unseren Gästen jeden Tag in der Wintersaison eine perfekte Piste bieten zu können. Man will halt ein perfektes Produkt abliefern“, erklärt

Karle und schiebt noch hinten nach, dass allerdings das Präparieren den kleinsten Teil des Fulltimejobs ausmacht. Wir sind gerade dabei, den Lifteinstieg an der Zwerenalpbahn-Talstation wieder sauber zu ebnen. „Damit dr´Liftler mora zfrieda isch“, spricht der Raupenfahrer und fährt haarscharf mit seinem Schild an den Drehkreuzen vorbei. Ein Blatt Papier hätte wohl nicht mehr dazwischen gepasst. Mit viel Piepen setzt Karle seine Raupe wieder zurück. Ich frage wie lange es dauert bis man ein Fahrzeug so beherrscht. Darauf antwortet der Vize-Pistenchef: Es gibt neue Fahrer, die tun sich schon schwer, andere haben den Dreh schneller raus, aber es soll auch schon mal vorkommen, dass man es nie so recht lernt. Auch für ihn war es anfangs schwer, räumt Karle ein. Je nachdem wie viel KLEINWALSERTAL DAS MAGAZIN // 11


man fährt und wie talentiert man ist, braucht es aber in jedem Fall mehr als eine Saison bis man das Pistengerät gut beherrscht, klärt mich der Pistenraupenfahrer auf. Fortbildungen – einmal pro Jahr geht es zum Fahrertraining

FACTS 121 Propeller und 4 Schneelanzen stehen im 2-Länder-Skigebiet Fellhorn/ Kanzelwand an strategisch wichtigen Punkten, um gegebenenfalls die Pisten mit maschinell erzeugtem Schnee zu unterstützen. Energieverbrauch: Der Energiebedarf für die technische Beschneiung beträgt pro Gast und Tag 4,9 kWh. Zum Vergleich: Für einen Hallenbadbesuch wird pro Gast mit 20 kWh gerechnet, das entspricht der 4-fachen Energiemenge. (Quelle Verband Deutscher Seilbahnen) Wasserverbrauch: Es wird kein zusätzliches Wasser für die technische Schneeerzeugung verbraucht. Die technische Beschneiung nutzt das Wasser aus der Natur für einen Winter. Mit der Schneeschmelze gelangt es in den natürlichen Wasserkreislauf zurück. Stromverbrauch: Im Skiraum Fellhorn/Kanzelwand wird 100 % Ökostrom genutzt.

Gut seien die bisher jährlich stattfindenden Fahrertrainings. Die wären einerseits super für die jungen Fahrer, die erst anfangen, aber auch so alte RaupenHasen wie sein Kollege Roland, kann hier immer noch etwas lernen. „Letztlich geht es auch hier darum, dass man effizienter, ökonomischer und ökologischer unterwegs ist.“ Aber vom Fahrertraining seien immer alle begeistert. „Mein Kollege Roland fährt schon seit 27 Saisonen Pistenraupe, da geht es dann sehr ins Detail, aber auch er lernt gerne noch etwas dazu. Von uns aus könnte das gerne öfter stattfinden“, schwärmt Karle. Langsam sieht der Lifteinstieg zur Zwerenalpbahn wieder jungfräulich aus und wir widmen uns dem nächsten Pistenabschnitt. Weiter oben hängt Kollege Roland mit seinem Pistenfahrzeug an der Winde und bearbeitet ein Steilstück. Die Basis für perfekte Pisten wird zu Saisonbeginn gelegt Eine weitere Sache, die Karle und sein Team bei einer Fortbildung gelernt haben, sei die Tatsache, dass perfekte Pisten vor Saisonstart gemacht werden, sprich, es gilt eine gute Basis zu schaffen: „Wenn es anfangs 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee hat, kann man das verfestigen, im Fachjargon „sintern“ genannt. Da wird nur mit der Kette vorsichtig drüber gefahren. Ziel ist es, mehr Kälte in den Schnee und Anfangs auch in den Boden zu bekommen“, so Bischof auf die Frage wie eine perfekte Piste entsteht. Wenn man den Schnee so bearbeitet, friert er schön zusammen, und darauf kann dann sukzessive aufgebaut werden. Eine Basis die sich lohnt, vor allem wenn der Frühling kommt, mit milden Temperaturen und viel Sonnenschein. Karle, der Schneeflüsterer Bischof, der viel Gespür für Schnee hat, fährt zum Thema perfekte Piste fort: „Beispielsweise im Frühling, oder wenn viel los ist, ist am Ende eines Skitages der meiste Schnee von den Skifahrern an die Seite geschoben worden. Wenn es schön kalt ist, hält die Piste hingegen länger und es wird nicht so viel Schnee

an den Pistenrand verdrängt. Was gar nichts bringt ist eine „ZwischendurchPräparierung“, wie sie öfter mal nachgefragt wird. Denn: „Nach der Präparierung braucht eine Piste sechs bis acht Stunden Ruhe, dann kann der Schnee tiefer durchfrieren und die Piste hält am nächsten Tag länger“, erklärt der Schneeflüsterer die Geheimnisse. Außerdem ist zur Präparierung auch wichtig, was für einen Schnee man unter den Raupenketten hat: nass, trocken, warm, kalt, hart gefroren. „Im Frühling muss man anders präparieren als im Hochwinter: Zum Saisonende hin müssen steile Hänge und Kuppen mit mehr Schnee versorgt werden“, so Karle. Damit die Skifahrer und Snowboarder auch am Nachmittag noch eine ordentliche Piste vorfinden. Mittlerweile ist es 20 Uhr geworden, wir schieben uns weiter talwärts. Das gleichmäßige Ruckeln macht müde, mir fallen fast die Augen zu, ich entschuldige mich beim Fahrer für meine Unpässlichkeit. Karle meint, das sei ganz normal, er habe drei Töchter, die alle darauf bestehen würden mitzufahren – jede Saison und öfter, versteht sich. Die würden dann auch jedes Mal selig im Cockpit schlummern. Apropos Familie: Wie sieht er denn die Lieben überhaupt während der arbeitsintensiven Wintersaison? Nun, sie arbeiten immer vier Tage, und haben dann zwei Tage frei und dann startet der nächste Vier-Tage-Turnus. Die Familie, sprich seine vier Frauen sind daran gewöhnt, dass Papa Karle oft an den Wochenenden arbeiten muss und seine freien Tage auch mal auf die Woche fallen. Im Sommer ist es anders, da hat er eine geregelte Woche von Montag bis Freitagmittag. Karles Lieblingsaufgabe: Pisten sicher machen Ich frage ihn, was er so den ganzen Tag macht, man könne ja erst am Abend die Piste aufbereiten. Nun, da steht für Karle und sein Team die Sicherheit an erster Stelle. Und so wird jeden Tag das Skigebiet überprüft, ob alle Netze intakt sind, die Schneeerzeuger korrekt gesichert und die Markierungen in Ordnung sind. Ein Ritual, das die meiste Zeit in Anspruch nimmt. Das Präparieren am Abend ist im Verhältnis gesehen der kleinste Bereich. Karle ist als stellvertretender Pistenchef zusätzlich noch mit allerhand organisatorischen Belangen und etwas PC-Arbeit beschäftigt. Außerdem werden die Rau-


penfahrzeuge und Schneeerzeuger regelmäßig inspiziert. Langweilig wird es nie, sagt Karle. Und kommt dann noch wie im Januar 2019 innerhalb von einer Woche eine Masse an Schnee, dann ist anstatt um 7.30 Uhr schon um 6 Uhr morgens Arbeitsbeginn. Dann rückt Karle als Sprengbeauftragter mit seinen drei Sprengbeauftragten-Kollegen den Schneemassen zu Leibe und sprengt weg, was einen sicheren Pistenbetrieb verhindern könnte. „Wir arbeiten intensiv mit der Lawinenkommission zusammen. Wir klären immer ab, was man ggf. sprengen muss und was eventuell innerhalb des Gebietes für den Skibetrieb gesperrt werden muss“, so Karle über die wichtige Aufgabe der Pistensicherheit. Die Zusammenarbeit mit der Lawinenkommission klappt gut, weil es immer die gleichen Personen sind, die zur Kanzelwandbahn kommen. Ein wichtiger Aspekt, denn, neben der Tatsache, dass seitens der Lawinenkommission oft ein Schneeprofil für die weiteren Entscheidungen erstellt wird, können auch sichtbare Veränderungen viel intensiver wahrgenommen werden. Sprich, wie hat sich ein Hang seit der letzten Sichtung verändert, wie hat sich die Schneedecke entwickelt? Hat sie sich gesetzt, oder haben sich Schneemäuler gebildet, etc.. Wenig Schnee: Viel Arbeit Der Abend schreitet fort. Vor uns breitet sich das Tal aus, die Häuser strahlen mit ihrem warmen Licht aus den Fenstern zu uns herauf, gegenüber auf der anderen Talseite sind die Kollegen im Skigebiet am Ifen fleißig, man erkennt die Lichtkegel, die sich in einem ähnlichen Tanzrhythmus wie wir auf und ab, vor und zurück und im Kreis bewegen. Wir treffen einen jungen Kollegen im Roten, sprich Pistenbully. Es wird sich per Funk gegrüßt – alles sei okay. Jeder zieht weiter seine Bahnen im Schnee. Ich frage Karle ob wenig Naturschnee dann weniger Arbeit bedeutet. Nein, im Gegenteil. Wenig Naturschnee zu Saisonbeginn bedeutet, dass Schnee technisch erzeugt werden muss. Und dieses Verfahren funktioniert zwar maschinell aber nicht vollautomatisch. Hier sind die Pistenbetreuer dann 24 Stunden im Dienst, genau genommen im 12-StundenSchichtdienst. Denn auch nachts müssen die Schneekanonen – wie sie landauf, landab genannt werden – regelmäßig überprüft werden. In kalten Nächten muss zusätzlich noch über den PC akribisch jeder Schneeerzeuger überwacht

werden. Wenn es windet besteht die Gefahr, dass sich das Gerät selbst einschneit, dann einfriert und im schlimmsten Fall kaputt geht und erst wieder aufwändig repariert werden muss. „Viel Schnee ist arbeitsintensiv, wenig Schnee auch“, resümiert Karle nach acht Jahren Betriebszugehörigkeit. Mich interessiert, ob er etwas besonders gerne macht, in seinem Job, also neben dem Pistenraupenfahren. „Das Herrichten von den Pisten am Anfang der Saison ist immer interessant und das Sprengen – da hast deine Ruh“, grinst der Karle spitzbübisch. Ich frage mich und ihn, auf was er privat im Skiurlaub in Sachen Pisten so Wert legt. Da kommt dann, nach kurzer Überlegung: Nein, er würde nicht unbedingt in den Skiurlaub fahren. Das sei zu nah an seinem Job, da reiche ihm der Saisontrubel an der Kanzelwand. Außerdem braucht er es im Urlaub ruhig und warm. Und so fährt er mit seinen Mädels jedes Jahr im Mai in die Türkei, da gefällt es ihm. Die Menschen seien unglaublich nett und so gastfreundlich. Außerdem ist es dann noch nicht so heiß, aber das Meer schon angenehm warm. Weil, zu heiß mag er es auch nicht. Und nach so einem Tapetenwechsel freut er sich dann immer auf zu Hause und die Sommersaison an der Kanzelwand. Da geht es dann darum, die Wege, für die sie zuständig sind, instand zu setzen, die Grün- und Pistenflächen sauber zu halten und die Pumpstationen zu reinigen und revisionieren. Außerdem muss der der Burmi-Wasserweg instandgehalten und für das Vieh Zäune angebracht werden. Und der Mechaniker macht die Sommerrevision von den vier Pistenraupen. „Da haben wir einen Guten“, sagt Karle. Und schiebt noch hinten an, dass er (der Mechaniker) am liebsten in seiner Werkstatt sei, oben am Berg. Wir könnten wohl noch stundenlang so weiterreden, aber wir sind im Tal angekommen. Ich bin hundemüde, der Karle hingegen sitzt noch putzmunter auf dem Fahrersitz. Er müsse noch ein bisschen was machen, dreht dabei das Radio laut und verschwindet piepend wieder in die Nacht. Lang kann es nicht mehr dauern denke ich mir, schließlich muss die Piste ja noch ausreichend ruhen, um am nächsten Tag für viele Genussmomente sorgen zu können. ■ Text: Susa Schreiner Bilder: Frank Drechsel KLEINWALSERTAL DAS MAGAZIN // 13


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Buslinie Bushaltestellen Bushalteste len Parkplatz Pendelbus Restaurants/Hütten Restaurants/Hütten Bar Aussichtspunkt

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Irgendwann erkennt man, dass alles in Kreisläufen funktioniert: Es beginnt mit dem Herz, das in einem ausgefeilten Kreislaufsystem das Blut durch den Körper pumpt. Rund um uns herum setzt es sich in der Natur fort, mit Tag und Nacht, den Jahreszeiten oder der Fotosynthese der Pflanzen, die den für uns lebenswichtigen Sauerstoff produzieren. Allerdings scheint der Mensch irgendwann vergessen zu haben, dass er Teil eines größeren Ganzen ist. Statt im Einklang mit der Natur zu wirtschaften, hat er sich von den Reizen des linearen Wachstums verführen lassen.

sehen, sondern auch schmecken. Seit 2013 ist das Kleinwalsertal Mitglied der „GenussRegion Österreich“, der größten Initiative für Kulinarik in Österreich. Im Mittelpunkt stehen regional und hochwertig produzierte Lebensmittel. Sie sind besser im Geschmack, frei von Zusatzstoffen und bringen auch viele weitere positive Wirkungen mit sich. So sind Herkunft und Herstellung lückenlos nachvollziehbar und auch der ökologische Fußabdruck wird reduziert, denn Transportwege quer durch Europa oder sogar vom anderen Ende der Welt fallen weg. Zudem wird eine

sertal. Das Engagement in Sachen Regionalität und Nachhaltigkeit geht aber weit über die Produktpalette hinaus. GenussRegion 2019 und GenussPionier Basis für die Entwicklung zur GenussRegion sind die Walser Buura, die bereits 1995 als Direktvermarktungsinitiative gegründet wurden. Im Kern sind es 13 GenussWirte, sechs GenussHütten und ein GenussBauernhof, die das offizielle Gütesiegel tragen. Die Zusammenarbeit zieht mittlerweile aber weite Kreise und so arbeiten 24 Land-

GENUSSREGION DES JAHRES 2019 Das Kleinwalsertal ist eine Sackgasse und dennoch schließt sich dort der Kreis, denn Landwirte, Jäger, Produzenten und Gastronomie arbeiten Hand in Hand für nachhaltigen Genuss. Neben der Auszeichnung zur „GenussRegion des Jahres 2019“ geht auch der Titel „GenussPionier“ in das Kleinwalsertal.

Das Kleinwalsertal als Lebensraum und als Urlaubsdestination ist von dem sensiblen Gleichgewicht zwischen Mensch, Tier und Natur abhängig. In den letzten Jahren ist eine Reihe von Projekten entstanden, um die Schönheit und Vielfalt des Tals zu erhalten oder wieder aufblühen zu lassen. Das Gute daran, man kann es nicht nur

wertschätzende und artgerechte Tierhaltung gefördert. Jede Mahlzeit wird zu einer tatsächlichen Genussreise, bei der die Geschichte dahinter erlebbar wird. Die Leitprodukte der GenussRegion Kleinwalsertal sind Wild und Rind. Ergänzt werden sie natürlich mit den hochwertigen Käse- und Milcherzeugnissen sowie Honig aus dem Kleinwal-

wirte, 28 Jagdgebiete, drei Produzenten und drei GenussPartner Handel eng zusammen, um die heimische Landwirtschaft und die Direktvermarktung der regionalen Produkte zu stärken. Das Herzblut und Engagement, das von allen Seiten in die GenussRegion Kleinwalsertal fließt und die starke Kooperation mit dem Tourismus wird


österreichweit als überdurchschnittlich und beispielhaft gesehen. So geht die Auszeichnung „GenussRegion des Jahres 2019“ an das Kleinwalsertal. Eine der treibenden Kräfte der Initiative ist Jürgen Denk vom Wirtshaus Hoheneck in Mittelberg. Im Jahr 2015 wurde er bereits als „GenussWirt des Jahres“ ausgezeichnet. Für sein unermüdliches Engagement und vorbildliches Wirken im Kleinwalsertal und darüber hinaus wurde er jetzt als „GenussPionier“ geehrt. Der Titel gebührt Menschen, die besondere Leistungen für den Aufbau und

vor welchen Herausforderungen ein Betrieb steht, der seine Speisekarte nachhaltiger gestalten möchte. Mit verschiedensten Projekten, wie zum Beispiel einer Produzentenmesse, versucht er, den Zugang zur regionalen Produktvielfalt einfacher zu machen, Produzenten und Gastronomie zu vernetzen. Gemeinsam mit seinen Küchenleiter-Kollegen veranstaltet er Workshops für die einheimische Jugend, begeistert sie für das „GenussHandwerk“ und er berät andere kulinarische Initiativen in Vorarlberg nach dem Vorbild des Kleinwalsertals. Naturnaher Genuss ist eine Herzensangelegenheit für Jürgen Denk. Als junger Koch bereiste er die Welt und war in der internationalen Gourmetküche tätig. Prägend war die Erfahrung, dass die Gastronomie den Bezug zu ihren Wurzeln verloren hatte. Beim Fleisch waren nur noch Edelstücke gefragt. Die Folgen sind bekannt, während die Milchwirtschaft auf hochgezüchtete „Turbokühe“ setzte, spezialisierte sich die Fleischindustrie auf Mastrinder mit möglichst großen Edelstücken. Die Zucht, Herkunft und Haltung solcher Tiere ist fragwürdig, ebenso der Verbleib der restlichen Teile, die oft als Tiefkühlware nach Afrika exportiert werden und dort mit ihren Billigpreisen die Wirtschaft zerstören. Seitdem tritt Jürgen Denk nur zu gerne den Beweis an, dass moderne Kulinarik das Tier nicht auf seine Edelteile reduzieren muss und auch ohne exotische Delikatessen auskommt. Für ihn ist es eine Frage der Wertschätzung, das ganze Tier, das er von einem der Landwirte im Kleinwalsertal kauft, zu verarbeiten. Mit seiner Arbeit die Region und ihre sensiblen Kreisläufe zu unterstützen, ist heute sein Antrieb. Das spürt und schmeckt man.

■ Text: Britta Maier Bild: Werner Krug

die Entwicklung der GenussRegion Österreich und damit der Regionalität erbringen. Für Jürgen Denk trifft das in jeder Hinsicht zu, denn er setzt sich nicht nur in seinem Restaurant dafür ein, dass Regionalität konsequent gelebt wird. Er weiß aus eigener Erfahrung,

GenussRegion Kleinwalsertaler Wild & Rind Hochwertige Produkte von Rind & Wild, aber auch die verschiedensten Käse, Alpbutter, Joghurt und frische Milch bekommen Sie auf den Alpen und in den Hofläden des Kleinwalsertals.

HOFLÄDEN • Abler Spezialitätenverkauf im Stall in Mittelberg • Biohof Feurstein in Mittelberg-Höfle • Hoflaada in Mittelberg-Stütze • Käsestadl in Hirschegg • Räucherkammer in Riezlern • s’Hirscheck in Hirschegg • Walser Buura Verkaufsstand im Café Baad Grund in Baad • Walser Wochenmarkt jeden Freitag in Hirschegg im Walserhaus • Letzebuurhof in Riezlern-Zwerwald • Berchtold Bura Lädele in Riezlern • Xond in Riezlern • Dies & Das und iKuh - schöne Ideen in Hirschegg-Dürenboden • Waldhaus in Riezlern • Miluh Eis in Riezlern • und bei vielen Bauern direkt ab Hof ... doch nicht nur Milch und Milchprodukte werden im Kleinwalsertal hergestellt: SÜSSE SÜNDEN Walser Honig von Gebirgsblüten, Löwenzahn und Alpenrosen gibts von Achim Schneider und seinen Hobby-Imker-Kollegen. Hausgemachte Pralinen- und TrüffelSpezialitäten werden in der Confiserie Behringer gefertigt. KRÄUTERPRODUKTE Körperpflegeöle, Heu-Badebomben, Balsame und Seifen für die Körperpflege, Energiedüfte, Tinkturen, Sirupe, Angesetztes & Gebranntes, Liköre, Tees, Marmeladen, Pesto, Senf, Essig & Öle, Gelees und Brotaufstriche werden von den Kräuterhexen Lydia Fritz von Alchemilla Montana, Christine Keck vom Alpenkräutergarten am Hörnlepass und Herbert Edlinger von Einfach gut hergestellt.

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BURMIS TIPPS Burmis Abenteuerland Normalerweise halten Murmeltiere in der kalten Jahreszeit Winterschlaf. Für seine jungen Fans macht Burmi, das Maskottchen für erlebnisreiche Familienferien im Kleinwalsertal, eine Ausnahme. Im Winter trifft man Burmi in den Kinderländern der Skischulen oder man begibt sich auf seine Spuren bei der Burmi-Abfahrt im Familienskigebiet Heuberg, Burmis Langlaufparcours oder einer der Rodelbahnen. Talskigebiet: Für die kleinen Skifahrer und Anfänger bietet das Kleinwalsertal eine Reihe Lifte mit breiten, gleichmäßig abfallenden Hängen, auf denen man stressfrei und entspannt seine ersten Schwünge in den Schnee ziehen kann. Ideal für Anfänger sind Tallifte wie z.B. Gaisbühllift, Ideallift, Jedermannlift und Mooslift - oft mit Wellenbahnen, Slalomstrecken, Buckelpisten und Schanzen. An der Burmiabfahrt am Heuberg werden die Kleinen kindgerecht und auf lustige Art mit den FIS-Regeln vertraut gemacht. Snowparks: Der Crystal Family Snowpark Kleinwalsertal hat zwei kleinere Brüder - den Kids Ground Fun Park am Schwandlift und die Crystal Slope am Fellhorn. Burmis Winterwelt: Am Gaisbühllift fühlen sich Skieinsteiger auf Förderbändern und der leichten Piste besonders wohl. Rodelbahnen: Vier Rodelbahnen und -hänge laden Jung und Alt zum Rodeln und Bobfahren ein. Die Burmi-Rodelhänge sind ideal für Familien, da sie über die ganze Länge eingesehen werden können. Der Zauberteppich Schützabühl bietet per Förderband eine Aufstiegshilfe an. Die Rodelbahn Wäldele ist über einen Kilometer lang und perfekt für rasante Abfahrer.

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Nach dem Erfolg der Art in the Park Premiere im März 2019 steht für den Winter 2019/2020 schon die Fortsetzung des Kunstevents im Snowpark in den Startlöchern. Mit dem Füssener Künstler-Duo Robert Wilhelm und Simon Toplak darf man sich auf ein hohes künstlerisches Niveau abseits des Alltäglichen freuen. Beim Art in the Park handelt es sich um eine Mischung aus Snowboard- bzw. Freeski-Contest und Outdoor Kunstevent.

Die Premiere im Frühjahr 2019, die zugleich ein Teaser für das völlig neue Snowpark-Eventkonzept war, sorgte weit über das Kleinwalsertal hinaus für Aufmerksamkeit und die Feedbacks der Fahrer, Partner und Besucher waren durchweg positiv. Bestes Wetter, etwa 100 Besucher, ein vielseitiges Snowpark-Setup, eine sehr entspannte Stimmung und ein hochkarätiges fahrerisches Niveau machten die Auftaktveranstaltung zum Highlight der

Wintersaison 2018/2019. Während Graffiti-Artist und Event-Schirmherr TRUSONE den Obstacles im Park live vor den Augen der Fahrer und Besucher ein neues, bunt-fröhliches Design verpasste, sorgte der Schneekünstler Daniel Rauch mit einer großen, befahrbaren Schneeskulptur für Aufsehen. Am Samstag, den 14. März 2020 ist es nun soweit und Art in the Park öffnet seine Pforten für Künstler, Fahrer und


Ausblick

ART IN THE PARK 2020 Wenn der Snowpark zu Kunst-Atelier und -Galerie wird

alle Interessierten. Das Allgäuer Künstler-Duo, bestehend aus dem Fotografen Simon Toplak, der für die Bereiche Fotografie, Postproduktion und technische Leitung zuständig ist, sowie aus dem Künstler Robert Wilhelm (Idee, Konzept und künstlerische Umsetzung) hat für den Event eine völlig neue, eindrucksvolle Kunstform im Gepäck, die von den Künstlern in den vergangenen Jahren gemeinsam entwickelt wurde.

Dabei begreifen die Künstler Flächen und Untergründe aller Art nicht nur als Schauplatz, sondern auch als immer wieder neu entstehende Geschichten. Hierzu setzen die beiden Techniken aus dem Druckbereich so ein, dass ein völlig neues Kunsterlebnis entsteht. Mehr wird an dieser Stelle jedoch noch nicht verraten.

Alle weiteren Programmpunkte des Art in the Park 2020 werden rechtzeitig auf der Facebookseite des Crystal Ground – Snowpark Kleinwalsertal bekannt gegeben. www.facebook.com/crystalground

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Freeski Kleinwalsertal

DAS FREIFAHRENDE KLASSENZIMMER „Wow, noch keine Spuren, wir sind die Ersten“, ein breites Grinsen lässt sich unter Karls Skibrille erkennen und auch der Rest der Gruppe strahlt mit der Sonne um die Wette. Für einen Moment wird es ganz still. Es scheint die fünf Jugendlichen sind beeindruckt von der Weite und dem Weiß. Unberührt liegt die funkelnde Pulverschneedecke vor ihnen und ihrem Skilehrer Franky Drechsel.

Es ist der zweite Tag, an dem Karl mit der Gruppe von Franky unterwegs ist. Skifahren kann der Zwölfjährige schon seit er vier ist, also fast sein ganzes Leben. Eigentlich hatte er mit Skikurs abgeschlossen, denn auch das Kleinwalsertal kennt er ziemlich gut. Das dachte er zumindest bis gestern. Aber sogar im Talskigebiet rund um den Heuberg hatte Franky Routen auf Lager, die ihm bisher verborgen geblieben waren. Dem Vorschlag seines Va-

ters zu folgen und nochmal in die Skischule zu gehen, hatte sich gelohnt. Aber wer hätte auch gedacht, dass „Schule“ so viel Spaß machen kann. Selten war Unterricht so kurzweilig. Bei dem Klassenzimmer kann auch wirklich nicht viel schief gehen. Das Kleinwalsertal hat den Jugendlichen eine Menge zu bieten. Obendrein zeigt es sich in diesem Winter von seiner allerschönsten Seite. Nach den ergiebigen Schneefällen im Januar hat sich eine


stabile Schönwetterlage eingestellt. Perfekt für den Start der sogenannten Berliner Woche gab es nochmal gute 20 Zentimeter Neuschnee und pünktlich zum Kursbeginn am Montag scheint wieder die Sonne. Anfang Februar hatten 2019 neben dem deutschen Bundesland auch die Schweiz und ein Teil Österreichs Ferien. So ist Karls „Klasse“ bunt besetzt. Nora (15) kommt wie Karl aus Berlin, Samira (15) und Paul (12) aus der Schweiz und Niklas (9) aus Nieder-

österreich. Die fünf haben sich am Montag in der fortgeschrittenen, der schwarzen Gruppe, auch bekannt als Freeski & Freestyle Corner, in der Skischule Hirschegg kennengelernt. Schnell verbindet sie die gemeinsame Leidenschaft, das Skifahren. Sie sind gute Fahrer und sicher auf der Piste, doch Franky weiß, wie er sie fordern kann, ganz ohne das klassische „Schulefahren“. Frankys Leidenschaft für das Skifahren ist ansteckend. Die vielen Jahre Erfahrung als

Skilehrer und Skiführer sieht man dem Mittvierziger nicht an. Das verschmitzte Lächeln und die lockere Art sind sein Markenzeichen. Mit Franky haben die Teenager aber nicht nur einen erfahrenen Skilehrer an ihrer Seite, sondern auch einen Fotografen, der die schönsten Momente im Schnee festhält. Am ersten Tag geht es zum Einfahren erst an die Tallifte. In der Heubergmulde finden sie direkt neben der Piste nicht präparierte Hänge, perfekt, um das KLEINWALSERTAL DAS MAGAZIN // 23


Fahren im Pulverschnee zu üben. Zwischendrin verwandelt sich einer in der Gruppe immer mal wieder in einen Schneemann. Aber mit jeder Fahrt werden die Schwünge leichter und es fühlt sich ein bisschen mehr an wie schwereloses Schweben. Rechtzeitig zum Mittagessen geht es weiter auf das Walmendingerhorn. Den Nachmittag verbringen sie im steileren Gelände und feilen noch ein wenig an ihrer Fahrtechnik auf und neben der Piste. Franky gibt Tipps, erinnert immer mal wieder daran, nicht zu weit nach hinten zu sitzen oder lässt die Jugendlichen mit einfachen Übungen ausprobieren, wie sie die perfekte Skiführung finden – schön stabil, nicht zu breit und nicht zu schmal. Richtig spannend wird es aber, als es um

die Ausrüstung und das richtige Verhalten beim Fahren im freien Gelände geht. Und das nicht nur in der Theorie, schließlich haben sie am nächsten Tag Großes vor. Jeder bekommt ein Lawinen-Verschütteten-Suchgerät, kurz LVS-Gerät genannt, Schaufel und Sonde. Franky erklärt die Funktionsweise und die zwei Betriebsarten, den Sende- und den Suchmodus. Nach einer Reihe von Instruktionen, wie eine Suche im Ernstfall abläuft, wird in Teams geübt. Systematisch und möglichst schnell, versuchen sie ein im Schnee vergrabenes Gerät aufzuspüren. Ein Abstecher nach Klein-Kanada Am zweiten Tag geht es an den Ifen. Für den Nachmittag ist eine lange Tiefschneeabfahrt im Hinterland des Klein-

walsertals geplant. Zunächst heißt es aber die vielen Pisten und herrlichen Pulverhänge im Skigebiet zu erkunden. Bäume mit großen Schneehauben, feiner Pulverschnee, Abfahrten einfach so zum Dahingleiten und dann noch diese Weite - an solchen Traumtagen, wie ihn Franky und die Jugendlichen erwischt haben, liegt auf der Hand, warum man am Ifen gerne auch von Klein-Kanada spricht. Mit seiner imposanten Erscheinung macht es der Ifen auch leicht, aus dem geografischen Nähkästchen des Kleinwalsertals zu plaudern. Noch gespannter lauschen die Jugendlichen aber, wenn Franky erzählt, was er alles schon auf seinen Touren erlebt hat. Und so arbeiten sie sich Fahrt für Fahrt durch das Freerider-ABC. Dabei wächst


der Respekt der Jugendlichen. Lawinenkunde scheint mindestens so schwer wie Physik, wahrscheinlich sogar etwas komplexer, weil die Natur zu einem gewissen Grad immer unberechenbar bleiben wird. Schnell ist klar, dass ohne das Wissen und die Erfahrung eines Skiführers eine Tour, wie sie es heute geplant haben, nicht möglich wäre. Nach dem Mittagessen wird es ernst. Bevor es ins Gelände geht, macht Franky den finalen Gruppentest. Im Abstand von ca. drei Metern geht jeder einzeln an ihm vorbei. Jedes Mal ertönt das eindringliche „Piepsen“ des LVSGeräts. Alle sind auf „Senden“ und startklar. Das erste Stück bleiben sie noch auf der Piste, dann zweigen sie ab Richtung Schmalzboden, eine Freeride-Abfahrt ohne lange Aufstiege, was bei der Gruppe positiv ankommt. Auf einer Anhöhe bleiben sie stehen. Rechts von ihnen das Ifen-Massiv und das Skigebiet, das sie hinter sich gelassen haben, vor ihnen ein breiter, unberührter Hang. Karl ist beeindruckt von dem atemberaubenden Panorama: „So viele Berge, das hört gar nicht mehr auf“, am Horizont reiht sich eine Bergkette hinter die andere, soweit das Auge reicht. Dann heißt es nur noch genießen. Eine halbe Stunde pures Tiefschneevergnügen wartet. Juchzer hört man nicht nur von Franky, auch Karl, Nora, Niklas, Paul und Samira lassen ihrer Freude hörbar freien Lauf. Das Terrain wechselt sanft, mal flache Hänge gespickt mit ein paar Latschen, mal wird es etwas steiler mit kleinen Erhebungen, die zum Abheben einladen. Gegen Ende schlängelt sich die Abfahrt durch den Wald. Immer in der Spur bleiben, ist die Devise. Und schließlich kommen sie im Wäldele an. Eigentlich viel zu früh, um abzuschwingen. Freudestrahlend und ein bisschen stolz auf ihre Leistung, spaziert die Truppe zum Bus, um zurück Richtung Talskigebiet zu fahren. Erfüllt von Glücksgefühlen, war die Vorfreude auf den nächsten Schultag selten so groß. Mal sehen was morgen ansteht, vielleicht ein bisschen Frestyler-Einmaleins im Snowpark Crystal Ground üben? ■ Text: Britta Maier Bilder: Frank Drechsel

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Respektiere deine Grenzen

SKITOUREN & FREERIDEN Grundsätzlich ist das Abfahren frisch verschneiter Hänge bei ausreichender Schneelage erlaubt. Jeder dieser Hänge ist aber auch Lebensraum von seltenen Tierarten – und der Winter als solches fordert die Hangbewohner bereits ausreichend zum Überlebenskampf heraus. Weil die Nahrungssuche in der kalten Jahreszeit zusehends schwieriger wird, der Energieverlust durch die Kälte

– auch ganz ohne zusätzliche Stressoren – schon sehr hoch ist, sind die Bewohner des alpinen Terrains ständigen Belastungsproben ausgesetzt. Für Wildtiere geht es also tatsächlich um Leben oder Tod am Hang. Egal ob Reh- oder Rotwild, Gams, Birkund Auerhuhn oder Schneehuhn: Sie alle verfolgen das Ziel, den Winter bestmög-

lich zu überstehen und zu überleben. Unterstützen wir sie dabei, wo nur möglich. Schaffen wir ihnen den notwendigen Freiraum – und respektieren wir unsere Grenzen! Achten Sie auf die „Respektiere deine Grenzen Tafeln“, sie weisen auf besonders sensible Bereiche hin. www.respektiere-deine-grenzen.at


PRICKELNDE STUNDEN & KULINARISCHE GENĂœSSE

Das Casino Kleinwalsertal ist eines von insgesamt zwĂślf Betrieben von Casinos Austria. Nicht nur die Lage in den Bergen zeichnet die Spielbank in Riezlern aus, sondern auch die Verbindung zwischen Casino und Gastronomie. Im Erdgeschoss verwĂśhnt das Cuisino Restaurant mit abwechslungsreich-regionalen Gerichten und vereint dabei bodenständige und gehobene Kulinarik. Das vierkĂśpďŹ ge KuĚˆchenteam wird seit 2012 von KuĚˆchencheďŹ n Dina Marjanovic geleitet. Gemeinsam mit ihrem

Mann Marjan kam sie 2002 auf Empfehlung ins Kleinwalsertal. Die Anfangszeit war hart, denn beide konnten lediglich ein Wort Deutsch. Dieses lautete „Danke“. Doch der Wille war stark und sie lernten schnell. Seit damals zaubern Dina und ihr Mann den Gästen kulinarische KĂśstlichkeiten auf den Tisch. Im oberen Stockwerk kĂśnnen die Gäste im Spielsaal in eine andere Welt eintauchen: das Fallen der Roulettekugel, klirrende Sektgläser oder die funkeln-

den Automaten schaffen ein unvergleichliches Flair. Wer will, kann auch einfach nur bei einem kĂśstlichen Cocktail an der Casino Bar das Spielgeschehen beobachten. Durch das facettenreiche Angebot wird ein Besuch im Casino Kleinwalsertal zum Erlebnis. Tauchen Sie ein in eine Welt voller Magie und Unterhaltung und lassen Sie den einzigartigen Charme und die Gastfreundschaft auf sich wirken.

69,− Euro • exklusives 4−Gang MenĂź • â‚Ź 20,− BegrĂźĂ&#x;ungsjetons • 4 GlĂźcks-Jetons & die Chance auf â‚Ź 7.777,− • − 20% auf einen Cocktail

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WalserstraĂ&#x;e 31 | A − 6991 Riezlern | +43 (0)5517 5023 −240 | kleinwalsertal.casinos.at | events.kleinwalsertal@casinos.at | casino.kleinwalsertal Eintritt ins Casino ab dem vollendeten 18. Lebensjahr im Rahmen der Besuchs- und Spielordnung der Casinos Austria AG. Amtlicher Lichtbildausweis erforderlich.

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Geführte Schneeschuhwanderungen

Wo es lang geht, das wissen auch hier die geprüften Guides am besten. Bei gemächlichem Gang bleibt viel Zeit, die Natur zu beobachten – begleitet von endloser Stille. Tritt und Atem sind die einzigen Nebengeräusche. Wir empfehlen das Tourengehen nur mit Berg, Ski- oder Winterwanderführern, die mit der Beschaffenheit des Schnees vertraut und ortskundig sind. Das richtige „Schuhwerk“ gibt es im Fachhandel zu kaufen oder zu leihen.

Geführte Touren für Schneeschuhwanderer und weitere WinterErlebnisse finden Sie im Travelshop unter www.kleinwalsertal.com

NEU! Schneeschuhtour „Der Natur auf der Spur“ winterlichen Walser Bergwelt. Auf dem Weg durch den Winterwald in Richtung der Moore und Auwiesen in der Melköde entdecken Sie verborgene Naturschätze und mit etwas Glück vielleicht auch Tierspuren. Erfahren Sie mehr über die scheinbar ruhende Natur und das Verhalten der Wildtiere im Winter.

Winterwandern Still und zauberhaft schön. So präsentiert sich der Winter auch beim Winterwandern und Schneeschuhwandern. Bergrestaurants und Hütten liegen an vielen Wegen, ideal zum Aufwärmen und Stärken. Circa 50 km Winterwanderwege sind präpariert und gut begehbar. Entsprechende Schilder weisen den Weg.

Jeden Freitag um 9:45 Uhr Gehzeit ca. 3 Stunden Raus aus dem Alltag, rein in die Natur. Gehen Sie auf dieser Schneeschuhtour für Einsteiger auf Spurensuche in der

Teilnahme € 29,00 inkl. Schneeschuhe und Stöcke 20.12.19 – 03.04.2020


Spuren im Schnee

SCHNEESCHUHWANDERN Wo Sie auf den Winterwanderwegen auf natürliche Grenzen aus Tiefschnee stoßen, da geht es mit Schneeschuhen Schritt für Schritt weiter.

Schneeschuhtour „Schwarzwassertal" Das Schwarzwassertal ist ein wildromantisches Naturschutzgebiet. Verbauungen durch Seilbahnen oder Skilifte trifft man dort nicht an. Unsere Schneeschuhtour beginnt an der Auenhütte (1270 m). Von dort aus führt der Weg entlang des zum größten Teil verschneiten und vereisten Schwarzwasserbachs bis zu dessen Quellgebiet bei der Schwarzwasserhütte 1650 m.

Jeden Mittwoch um 9:45 Uhr, Gehzeit ca. 3,5 bis 4 Stunden. Teilnahme € 58,00. 18.12.2019 – 08.04.2020 · inkl. Schneeschuhe und Stöcke

Beim Auf- und Abstieg durchqueren wir wunderschöne, märchenhafte Winterlandschaften mit gefrorenen Wasserfällen und tiefe Schluchten (Canyons). Auch bei Schneefall ist diese Tour ein genussvolles Erlebnis!

Video anschauen und jetzt schon eintauchen in die Schneeschuh-Region Kleinwalsertal www.kleinwalsertal.com/ schneeschuh

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„Ich kann gar nicht sagen, wo das herkommt, aber ich vergesse nie ein Gesicht und die Geschichte dazu. Ich mag die Leut‘ halt einfach.“ Bernhard Heim

Recht tief drinnen im Tal, wo die Häuser immer weniger und die Natur immer mehr wird, zweigt von Bödmen ein Seitenzweig ab, das Gemsteltal. Hier richten sich die Walser Berge imposant auf, zum Greifen nah die Flanken von Bärenkopf und Widderstein. Hier mangelt es im Winter niemals an Schnee, aber genauso wenig an Genuss und Geselligkeit. Direkt an der Steinbock Loipe, wo die Langläufer ihre Runde ziehen, und am Winterwanderweg, auf dem man das ganze Tal von Baad bis nach Riezlern abschreiten kann, liegt eine besondere Holzhütte. In ihr geht es um’s selbstgemachte Eingemachte, um Kaffee und Kuchen, Käse und Bio-Burger, ein Glas Glühwein und viele gute Gespräche.

Ein Mann mit großem Herz führt den kleinen Hofladen samt Ausschank am Gemstelweg. Bernhard Heim ist ein Umsorger, einer, der immer schaut, dass es allen gut geht – und nicht nur den Menschen: „Es muss beim Vieh anfangen, das muss sich wohl fühlen“, sagt der 49-Jährige Käser, Land- und Hüttenwirt mit einem festen Nicken: „Vom Stall bis zur Ladentheke muss alles ineinandergreifen und eine Linie haben.“ Und dass das alles eine Linie hat, wird einem in dem kleinen Raum der kuscheligen Hütte schnell bewusst. Hier geht es um ein Miteinander, um Herzlichkeit und darum, aus der Natur etwas Besonderes zu schaffen.

Die besondere Art des Einkehrschwungs Es gibt Pflaumen-Chutney und Marmeladen, Pfefferbeißer und Käse aus der eigenen, kleinen Sennerei. Wenn man mit großem Hunger nach der Wanderung oder dem Skifahren hereinschneit, dann stillt man den mit einer dampfenden Raclette-Semmel oder dem riesigen, saftigen GemstelBurger mit Bio-Rindfleisch, angerösteten Zwiebeln und Speck, Salat und einer Sauce zum Hineinlegen. Da kann es draußen klirrend kalt sein, hier drinnen wird es einem schnell warm. „Am Anfang kennt sich keiner, am Ende kennen sich alle“, meint auch Christine, die hinter der Theke steht und ihr strahlendes Lächeln für keine Sekunde ab-


Bernhard H eim

DA, WO’S ALLEN GUT GEHT Bernhard Heim geht ans Eingemachte: Mit seinem Hofladen im Winter und der Alpe im Gemsteltal im Sommer ist er ein Gastgeber, bei dem Magen und Seele ganz besonders umsorgt werden.

legt. Im Hofladen sitzt man nicht getrennt an Tischen, bestellt und geht dann wieder. Hier rückt man zusammen, kommt ins Gespräch und isst oder trinkt, wo und wie man mag. „Es ist immer was los“, sagt Christine, „und irgendwie ist es immer lustig.“ Bernhard ist ein ruhiger Typ, aber auch einer, der es umtriebig mag: „Das ist ja das Schöne: Im Stall oder beim Käsen bin ich ganz für mich. Im Laden bin ich dann umgeben von ganz unterschiedlichen Menschen. Und“, meint Bernhard nach einer kurzen Pause, „ich kann gar nicht sagen, wo das herkommt, aber ich vergesse nie ein Gesicht und die Geschichte dazu. Ich mag die Leut‘ halt einfach.“

Steht jemand nach einem Jahr wieder in der Tür, fragt Bernhard, wie der Hausbau läuft oder ob die Schulter noch zwickt. Er weiß, was der Gast gerne trinkt und was er gerne isst. Wobei das mit dem Geschmack so eine Sache ist bei Bernhard. Mit festgefahrenen Gewohnheiten ist man im Hofladen nämlich fast am falschen Ort. Vielmehr sollte man sich dann doch auf das ein oder andere Neue einlassen – denn Überraschungen, die mögen Bernhard und sein Team besonders. Immer für Überraschungen gut „Gehe Wege, die noch niemand ging, damit Du Spuren hinterlässt.“ steht auch an der Wand über der Theke, die auf einem Stapel Holz errichtet ist. So gibt es eben ein Bratkartoffelöl, bei KLEINWALSERTAL DAS MAGAZIN // 31


dem jeder erst einmal stutzt, weil die Flasche eher einen Likör oder Schnaps verspricht. Es ist Rapsöl angereichert mit Kräutern von Thymian bis Chili und so lecker wie ungewöhnlich. Die Molkeseife war eine Idee von „der zweiten Christine“, die Bernhard bei der Senner-Arbeit unterstützt. Jeden zweiten Tag wird ein neuer Laib hergestellt: Bergkäse, Schnittkäse, Frischkäse. Den Hof, der mit seinem dunkel gebrannten Holzfassade in der Schneelandschaft ruht, hat er im Jahr 2007 auf Bio umgestellt. „Viel gab es nicht zu verändern“, sagt Bernhard. Sein ganzheitliches Denken ist fixer Bestandteil seines Charakters.

Und das greift von den Wiesen und den Tieren auf sein gesamtes Umfeld über. Ohne das Team und die Familie, betont Bernhard, würde das alles nicht so funktionieren, nicht der Hof und nicht die Produktion all der selbstgemachten Produkte, nicht der Laden und auch nicht die „Bernhard’s Gemstelalpe“, die er im Sommer bewirtschaftet. Bernhard ist der Älteste von drei Brüdern, die ihn stark unterstützen, Mama Annelies backt den Kuchen und macht die Hackfleischsoße, die Schwägerin kümmert sich um die Marmeladen. 500 Jahre ist der Bauernhof in Familienbesitz, seit 210 Jahren haben die Heims


die Alpe ein wenig tiefer hinein und höher hinauf im Gemsteltal auf 1.310 Metern. Im Mai werden die 30 Stück Vieh im Stall – 13 Stück Milchkühe, der Rest Nachwuchs – schon unruhig. Sie würden von allein auf die Alpe marschieren. Ab Mitte August aber, „darf keiner das Tor auf den Weiden offen lassen, sonst findest du sie plötzlich daheim im Stall wieder.“ Die Tiere, sie kennen und mögen den Rhythmus. Und den mag auch Bernhard – nur langweilig darf es nicht werden. Wenig Schlaf, viel Leidenschaft „Bei mir gibt’s eigentlich kein normal. Einen durchschnittlichen Tagesab-

lauf habe ich nicht. Der Rahmen ist schon gesteckt, mit dem Melken in der Früh und am Abend, aber dazwischen ist alles ungeregelt.“ Er macht Käse und spricht mit Gästen, muss die Buchhaltung machen (da schnauft er) und Bestellungen abschicken. Im Sommer werden für Bernhard die Tage auch in Sachen Arbeit länger. 18 Stunden werden es schon sein, schätzt er, die er auf den Beinen ist: Heuen, Zäune ziehen, Kochen, auf der Terrasse servieren – und zwischenrein schon mal kurz an die Scheune gelehnt ein Nickerchen machen: „Manchmal schlafe ich schon auf dem Weg ins Bett ein“, meint er mit einem Schmunzeln. Aber „mir gefällt das“, betont er. Die Abwechslung, das für die Leute und die Tiere Dasein, das etwas Besondere schaffen, das ist Seins. So überrascht es nicht, dass es bei der Mannschaft im Hofladen und vor allem im Sommer auf der Gemstelalp keine festgeschriebenen Rollen gibt. Jeder macht alles – und alles besonders gern. Neben dem legendären Kaiserschmarrn, den Kaspress- und den Brennnesselknödeln gibt es für die Wanderer und Mountainbiker eben auch ein Wildkräuteromelette und plötzlich auch einen Wrap, weil Christine in der Küche ein wenig experimentiert hat. „Es ist das Beste, wenn etwas natürlich wachsen kann“, meint Bernhard. Das war so, als aus dem kleinen Verkaufswagen, den er vor zwölf Jahren am Winterwanderweg aufgestellt hat, der Hofladen wurde. Das ist so bei den Produkten, vom Rohstoff bis zur kreativen (und ungemein leckeren) Verarbeitung. Was wächst da wohl in Zukunft? An Ideen, das sieht man seinem Lächeln an, mangelt es Bernhard definitiv nicht. Auch wenn er noch nichts verrät, man kann sicher sein, dass es etwas Besonderes sein wird.

■ Text: Sissi Pärsch Bilder: Frank Drechsel

DIE KLEINWALSERTALER VITAL-LOIPEN Die Kleinwalsertaler Loipen, mit rund 50 km Länge, sind Teil des Bewegungs- und Vitalprogramms des Walser Omgang und in die Impulse Regeneration - Balance - Aktivierung - eingestuft. So fordern aktivierende Loipen (orange) das Herz-Kreislauf-System, regenerierende Loipen (braun) ermutigen zum entspannten Langlaufen. Und dann gibt es noch die Mischform, Balance-Loipen (grün), die aktivierende und regenerierende Passagen beinhalten.

STEINBOCK LOIPE Mittelberg Ahorn bis Baad/Duuratal Regeneration & Balance Leicht bis mittel | ↔ 15 km | ↕ 180 m 10 km Skatingstrecke | Übungsschleife

2,5 km beschneit SCHWENDE LOIPE Riezlern Schwende bis Außerwald Balance & Aktivierung Leicht bis mittel | ↔ 12 km | ↕ 150 m 2,5 km Skatingstrecke | Übungsschleife

KÜREN-WÄLDELE-EGG LOIPE Hirschegg Wäldele bis Riezlern Egg Balance & Aktivierung Mittelschwer | ↔ 13 km | ↕ 260 m

KLASSISCH DURCH’S TAL: LANGLAUFEN LEICHT GEMACHT Langlaufen gilt als die Gesündeste aller Sportarten: fast alle Muskelgruppen werden beansprucht, die Bewegungen sind gelenkschonend und reichlich frische Luft gibt es inklusive. Kommen Sie mit unserem Guide auf die Loipe und genießen Sie die Faszination Langlauf abseits vom Trubel. Nach einem kurzen Aufwärmprogramm und einer Einführung in die klassische Lauftechnik geht es auf der Steinbock Loipe über die Bödmer Ebene, ins wunderschöne Wiesele und den Gemstelboden zurück zum Einstieg. Unterwegs bleibt genügend Zeit, um mit dem Guide an der Technik zu feilen und Tipps zur richtigen Ausrüstung und Skipräparierung zu bekommen. • Jeden Donnerstag um 10.00 Uhr ca. 2 Std. • Teilnahme € 35,00 für Kinder nicht geeignet vom 18. Dezember 2019 bis 9. April 2020

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tz & Karin Ehepaar Lu

Frenzel

Philippe Caussin & Freunde

Hubertus Van t’V elt & Familie

Das Kleinwalsertal sagt Danke!

PREMIUM EHRUNGEN Premium Ehrungen im Winter 2018/19 Aufenthalte

Rohn Gisela & Susanne ...................................................................Kelsterbach Primke Paul & Christine ...................................................................Stuttgart Gütlich Patrick .....................................................................................Frankfurt Frenzel Lutz ............................................................................................Puchheim Caussin Philippe..................................................................................Costa Rica Van t´Velt Hubertus ...........................................................................Duiven NL Schätzle Wolfgang & Astrid..........................................................Karlsruhe Ohlow Margot.......................................................................................Brühl Wagner-Heil Susanne......................................................................Wetzlar Göbels Heinrich ...................................................................................Krefeld Brederode Cees...................................................................................Edam NL Frenzel Karin..........................................................................................Puchheim Kömpel Karl & Christa ......................................................................Etville Bastert Dirk............................................................................................Leopoldshöhe

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. . . wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

Aufenthalte

Brederode-van Eick Henny............................................................Edam NL Van de Velde Jacobus & Marijo..................................................Catzand NL Schuck Walter & Christl...................................................................Leidersbach Uhrig Günter ........................................................................................St. Leon-Rot Tennisclub Hochheimer Buben ....................................................Hochheim Wingen Petra ........................................................................................Köln Lamprecht Kurt....................................................................................Köln Schneider Manfred ............................................................................Blankenheim Herpers Günter ....................................................................................Stolberg Heil Joachim..........................................................................................Wetzlar Schulze Ullrich ......................................................................................Münster Van de Kerkhof Antoon....................................................................Lieshout NL Maier Gisela ..........................................................................................Weinheim Kretschmer Petra ................................................................................Weinheim Pfaffenzeller Marlies & Horst.........................................................Duisburg

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In der Wanderregion Kleinwalsertal-Oberstdorf erleichtern Ihnen sechs Bergbahnen und zwei Sessellifte so manchen Aufstieg. Viele Gastgeber bieten im Sommer das Bergbahnticket inklusive an.

Im Urlaub immer auf der H öhe

SOMMER AUSBLICK Im Urlaub immer auf der Höhe – die Gipfel sind im Kleinwalsertal ganz nah. Spazieren am Wasser, Wandern auf den Höhenwegen oder gleich 2000er besteigen. Im Kleinwalsertal finden Sie alles, was das Wanderherz begehrt.


Vitalwege “Walser Omgang“ Die acht Wege des Walser Omgang – eingeteilt in drei verschiedene Charaktere: aktivierend, regenerierend und ausgleichend – führen Sie nicht nur von A nach B. Immer wieder laden unsere "Bööchle" oder "Güütschle" (Bänke und Liegen) zum Verweilen und Genießen der Natur ein. Bei uns im Kleinwalsertal ist der Weg das Ziel.

Grenzenloses Wandern Wanderwege und Bergpfade in drei Höhenlagen sind charakteristisch für das Kleinwalsertal. Romantische Spazierwege am Bergbach oder Kulturwege rund ums Dorf, leichte Wanderungen in die Seitentäler oder herausfordernde Bergtouren laden Sie zur Erkundung der malerischen und manchmal rauen Bergwelt ein.

Burmis Abenteuerland In den Ferien im Frühjahr, Sommer und Herbst gibt es mit Burmi, dem Walser Murmeltier, viel zu entdecken. Montags bis freitags werden die Kinder beim Klettern, beim Bergabenteuer, an Wildnistagen und anderen Abenteuerprogrammen von Bergführern und Wildnispädagogen betreut.

Bergsteigen & Klettern Leichte bis anspruchsvolle Berg- und Klettertouren entführen Sie in die Bergwelt des Kleinwalsertals und darüber hinaus. Drei Klettersteige bieten gesicherten Kletter-Spaß in den Schwierigkeitsgraden B bis D. Kurse für Felskletter- und Sicherungstechnik sowie Materialkunde bietet die Bergschule Kleinwalsertal an.

Mountainbiken Das Kleinwalsertal ist der perfekte Ort für all diejenigen, die auf dem Mountainbike dem Alltag entkommen wollen. Anspruchsvolle Touren, abwechslungsreiche Abfahrten aber auch gemütliche Strecken, das Ganze umringt von einem gigantischen Bergpanorama – im Kleinwalsertal findet jeder Mountainbiker genau das Richtige.

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ANREISE MIT DEM AUTO Die meisten Anreisewege treffen in Ulm aufeinander und führen weiter auf der A7. Beim Autobahndreieck Allgäu über das Teilstück der A980 bis zur Anschlussstelle Waltenhofen und auf der 4-spurigen B19 über Sonthofen und Oberstdorf ins Kleinwalsertal. Für die Fahrt ins Tal benötigen Sie keine Autobahn-Vignette. ANREISE MIT DER BAHN Für Anreisende ist das 10 km entfernte Oberstdorf im Allgäu Zielbahnhof. Von da aus geht’s weiter mit Bus oder Taxi. Der Bus verkehrt zur Hochsaison zwischen ca. 7.00 und 21.00 Uhr. Die Fahrt ins Kleinwalsertal dauert ca. 25 Minuten. Taxis warten rund um die Uhr am Bahnhof. Kleinwalsertal Tourismus eGen A-6992 Hirschegg · Walserstraße 264 Telefon +43 (0)5517 5114-0 www.kleinwalsertal.com info@kleinwalsertal .com

ANREISE MIT DEM FLUGZEUG Memmingen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .89 Friedrichshafen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .105 Augsburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .167 Zürich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .187 München . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .205 Stuttgart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .224

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FLUGHAFENTRANSFER - Walsertaxi: Tel. +43 5517 5460 oder 5464 - Taxi Beranek: Tel. +43 676 955 5995 - Allgäu Walser Express ab Friedrichshafen: www.allgaeu-walser-express.com

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WALSERBUS - IHR PLUS Lassen Sie während Ihres Urlaubs das Auto doch einfach stehen. Der Walserbus bringt Sie schnell, sicher und bequem zu Ihrem Ziel. Und das Beste – mit Ihrer Vorteil mit Gästekarte ist die Nutzung Gästekarte im gesamten Tal kostenlos. Sogar das Ticket nach Oberstdorf (Deutschland) ist mit der Gästekarte reduziert. Genießen Sie jede Menge Vorteile: 1. Kurze Taktzeiten zwischen 10 und 20 Min. 2. Keine Parkplatzsuche oder Parkgebühren 3. Kein Stress 4. Weniger Verkehr 5. Mehr Ruhe und eine saubere Umwelt 6. Sonderbusse bei vielen Veranstaltungen Bitte beachten Sie, dass in der Nebensaison die Taktzeiten der Busse reduziert sind und die Nebenlinien 2 - 5 nur eingeschränkt fahren.


Wa W armth h With hout :HJYPPÄJ JL Der Weest Rib Pa arkka ist extreem leistungssttarkk und unglaublich warm. Er w urde dafü ür entwickelt, selbst unter här testen Bedingungen herausragende Perfoormance am Berg zu ermöglichen.

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Der West Rib Parka kommt im Winter 2019 auf den Markt und verkörpert die Avantgarde technischer Isolierung. Die revolutionäre WarmCube Construction Technologie ist eine einzigartige 3D Bauweise, die die Wärmekraft von Daune vervielfacht, indem sie sich perfekt an die Körpersilhouette anpasst und warme Luft direkt am Körper speichert. Zusammen mit einer zusätzlichen Schicht aus 40 Gramm leichter synthetischer Isolierung ergibt dies eine perfekte Jacke für das Bergsteigen und Klettern in alpinen Regionen, wenn es am Stand oder im Biwak auf maximale Wärme ankommt.

Schützende Kunstfaser-Schicht Wasserabweisende, synthetische Kammern wärmen auch, wenn sie feucht werden und schützen die Daune. WARMCUBE Te echnologie Die Würfelkammern des West Rib Parka verhindern ein Verrutschen der Daune und speichern die Wärme in einer Luftkanal-Matrix.






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[nüüs] Kleinwalsertal Winter Magazin 2019/2020  

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