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Nr. 50 I 12. Dezember 2013 I Tel. 0732/76 10-39 44 I www.kirchenzeitung.at Einzelpreis: € 0,95 I 4020 Linz, Kapuzinerstraße 84 I Jg. 68

Alois Litzlbauer

Zwischen den Zeiten Jetzt ist die Zeit, in der man nicht so recht weiß, wie es kommt: eine Zwischenzeit irgendwie. Bricht der Winter herein? Bleibt es warm? Und wie wird es zu Weihnachten sein? Und: Von einem Tag auf den anderen kann alles ganz anders sein. Alois Litzlbauer aus Waldzell hat die Weggabelung mit seinem Fotoapparat festgehalten. Irgendwie zwischen Herbst und Winter liegt die Landschaft da. Die Wetterlage kann ein Mensch kaum beeinflussen. Aber welchen Weg man nimmt in dieser Landschaft, das liegt sehr wohl beim Menschen, der geht. Der Advent ist eine Anfrage, welchen Weg man nehmen will. Der Glaube ist sozusagen

6 Reportage. Hirten, Heilige und heißer Tee.

an der Gabelung angelangt. Ob ich den bequemeren Weg nehme, der mich nur schnell an meine Ziele führt, oder ob ich gelegentlich den unbequemeren Weg wähle, weil dort ein Mensch ist, der mich braucht. Solche Wege sind bei guten wie schwierigen Wetterbedingungen möglich.

10 Thema. Das Schreiben des Papstes.

Der Advent drängt Menschen zur Entschiedenheit. Es ist nicht gleich, welchen Weg man nimmt – und wer an der Gabelung stehen bleibt, kommt nicht weiter. Es wäre der Stillstand des Lebens. Hier ist der Ort und jetzt ist die Zeit des Aufbruchs. Etwas muss man zurücklassen. Aber Neues kommt auf einen zu.

15 Glaube. Der Stammbaum Jesu.

14 Zu Gast. Im Netz der Sportwetten.

19 Bewusst leben. Spielespaß für Groß und Klein. 22 Impressum.


2 Meinung Kommentar

12. Dezember 2013

Wie ein Flackern im Wind

Die Zeichen der Zeit erkannt Manchmal öffnen sich Fenster in der Geschichte – oder auch im persönlichen Leben –, die als besondere Zeit erfahren werden. Die Zeichen der Zeit zu erkennen ist eine Gabe, sie auch zu nutzen braucht Mut, Entschlossenheit und die Fähigkeit, über den eigenen Schatten zu springen und Vertrauen zu wagen. Als Willy Brandt im Dezember 1970 vor dem Mahnmal der Opfer des Warschauer Ghettos niederkniete, war so ein Moment; auch als Alois Mock und Gyula Horn am 27. Juni 1989 den Grenzzaun durchschnitten oder sich Helmut Kohl und Michail Gorbatschow auf eine friedliche „Wende“ in Deutschland verständigten. Und auch als Nelson Mandela 1990 unmittelbar nach seiner über 25-jährigen Haft seinen Weg der Aussöhnung proklamierte – und diesen auch in Zeiten der Macht treu durchhielt.

„Ich hätte mich so gefreut – und dann das!“ Es ist etwas vom Schlimmsten, das man einem Menschen antun kann: dass man ihm die Freude nimmt. Die Freude, das sind die blühenden Momente, die volle Zustimmung zum Leben, wenn das Herz lacht. Der Dritte Adventsonntag wird als der Sonntag „Gaudete“ begangen. „Freut euch“, bedeutet es. Viel zu sehr stand das Christentum im Verdacht, dass es Menschen das Leben schwer mache und ihr Lachen unterdrücke – als wolle es bloß disziplinieren und zurechtbiegen, damit man durch die „enge Pforte“ des Himmels passt. Unsere Zeit ist wach geworden, wenn es um seelische Verletzungen geht: Mobbing. Sexuelle Belästigung. Stalking. Da gibt es Strafmaßnahmen. Noch mehr müsste man den Diebstahl an Freude – unter Strafe

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Matthäus Fellinger Chefredakteur matthaeus.fellinger@ Kirchenzeitung.at

Eine Gmundnerin im Vatikan

Höchst beängstigend

susanne huber

stellen nicht, denn das wäre wieder eine Reaktion, die niederdrückt. Darauf aufmerksam machen, das soll genügen. Die Freude darf ich niemandem nehmen. Es wäre der schwerste Diebstahl, die tiefste Verletzung am Menschen. Behüten muss man sie, wie ein flackerndes Licht im Wind. Und was die Pforte des Himmels betrifft: vielleicht werden die Lächelnden eher durchgelassen als jene mit verhärmtem Gesicht.

Kopf Der Woche: christine maria grafinger, vize-kämmerer

Hans Baumgartner

Christine Maria Grafinger war die erste Frau, die in der Handschriftenabteilung der Vatikanbibliothek angestellt worden ist. Und sie ist die erste Frau, die nun zum VizeKämmerer der Erzbruderschaft am Campo Santo Teutonico in Rom gewählt wurde.

vollen Schriftstücken erzählt. Bei Führungen in der Bibliothek und im Archiv, die sie immer wieder macht, kommen auch die Besucher ins Staunen. „Wenn ich z. B. Luthers Exkommunikationsbulle herausziehe, ist das nicht nur für mich etwas ganz Besonderes.“

susanne huber

Vize-Kämmerer. Es war 1986, als die Oberösterreicherin nach Rom reiste. Sie wollte nur drei Monate bleiben, um im Vatikan eine Ausstellung vorzubereiten. Doch sie ist der Bitte des Präfekten gefolgt, in der Handschriftenabteilung der Vatikanbibliothek zu arbeiten. „Am Anfang war es nicht einfach, weil noch keine Frau in der Bibliothek angestellt war. Es hat über sechs Jahre gedauert, bis der Präfekt das im Staatssekretariat durchgeboxt hat.“ Seit zehn Jahren ist Christine Maria Grafinger Mitglied der Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Mutter Gottes. Diese ist Eigentümerin des Campo Santo Teutonico, auf dem sich der deutsche Friedhof, die Kirche Santa Maria della Pietà und das deutsche Priesterkolleg befinden. Das Areal liegt auf italienischem Staatsgebiet, ist aber von den Mauern des Vatikan umgeben. Am 10. November wurde die Gmundnerin als erste Frau zum Vize-Kämmerer der 500 Jahre alten Bruderschaft gewählt. „Wir haben die Aufgabe, den Friedhof zu pflegen, uns ums Totengedenken und um die Betreuung der älteren Mitglieder der Bruderschaft zu kümmern.“

Ihre Wohnung liegt nicht weit vom Vatikan entfernt. 20 Minuten zu Fuß braucht Christine Maria Grafinger, um in die Handschriftenabteilung der Vatikanbibliothek zu gelangen. „Ein wunderbarer Arbeitsplatz“, sagt die Historikerin und Handschriftenexpertin. Die Gmundnerin kommt ins Schwärmen, wenn sie von den wert-

RIGG - Campo Santo Teutonico

Wer denkt schon daran, wenn wir unseren Körper pflegen, dass es Produkte gibt, die wir besser nicht verwenden sollen? Dass wir Zahnpasten, Körperlotions oder Aftershaves bedenkenlos verwenden können, darauf muss Verlass sein. Doch nun sind laut aktuellen Untersuchungen der Umweltschutzorganisation Global 2000 in jeder zweiten Bodylotion, in jedem zweiten Aftershave und auch in jeder fünften Zahnpasta hormonelle Schadstoffe enthalten. Das bedeutet, dass diese Stoffe in unseren Körper gelangen und uns krank machen können. Das ist höchst beunruhigend und beängstigend und gehört schnellstens gesetzlich verboten. Infos unter: www.

KirchenZeitung Diözese Linz

„Die Biblioteca Apostolica Vaticana hat 150.000 Handschriften – ein wunderbarer Arbeitsplatz. Hier Material herauszuholen, das ist ein Privileg. Dafür bin ich dankbar.“ christine maria grafinger


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Im Gespräch 3

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ZUM THEMA Die Fragen Der Vatikan-Fragegoben will Meinungen u.a. zu folgenden Themen einholen:  Wie steht es um die Kenntnis der Lehren der Bibel und des Lehramtes über die Familie?  Zur Pastoral für Gläubige in schwierigen Ehe-Situationen FOTOMONTAGE: FOTOLIA/HAFNER

Zwischenbilanz über die Fragebogenaktion des Vatikans über Ehe, Familie und Sexualität

„Es ist was dran an den Fragen Roms“ Rom will wissen, wie die Leute über Ehe, Familie und Sexualität denken. Seit Anfang November stehen die Fragen des Vatikans im Raum. Auch in der Diözese Linz wird die Meinung dazu aus den Pfarren eingeholt.

Lehramt“ führen. Das gilt vor allem für Menschen, deren Ehe zerbrochen ist und die eine neue Partnerschaft eingegangen sind. Sie haben ja mit dem Scheitern einer Beziehung ohnehin schon viel mitgemacht.

MATTHÄUS FELLINGER

Die Mühe hat sich gelohnt. Gerlinde Hochreiter gehört dem Fachausschuss Partnerschaft, Ehe und Familie in St. Georgen an der Gusen an. Einen Abend lang hat man dort über den Fragebogen diskutiert. Am Anfang erschien er viel zu kompliziert. Doch dann wurde es ein hochinteressanter und lebendiger Abend. Es ist was dran an dem, was Rom wissen will. war die Meinung. Und das will man den Papst wissen lassen: Die Kirche muss lebensnäher werden, wenn es um Familienleben und Sexualität geht. „Alles kann in der Kirche vergeben werden – warum nicht auch in der Frage der Wiederverheiratung?“, fragt Hochreiter. Sie erzählt aber auch davon, wie wenig die kirchliche Lehre in solchen Dingen überhaupt bekannt ist. Junge Menschen interessieren sich schlicht und einfach nicht mehr dafür, was die Kirche etwa über Empfängnisverhütung sagt. Aber dann spürt man: Es geht dabei doch um wichtige Fragen für das Leben. Jetzt hat sich der Arbeitskreis vorgenommen, bei jedem Treffen über eine der Fragen zu reden.

„Ich muss zählen, wie oft das Wort ,weltfremd‘ in den bisherigen Einsendungen vorkommt – und die Wörter ,alt‘ und ,veraltet‘“. Lydia Seemayer wertet die aus Oberösterreich eingelangten Fragebögen zu den VatikanFragen über Ehe, Familie und Sexualität aus. Aber: Dass man darüber reden kann, das wird überall sehr positiv aufgenommen. Der Fragebogen mutet tatsächlich viel zu: „Ich bin aber erstaunt über die gut überlegten Antworten“, betont die Soziologin. Allzu viele waren es bisher nicht, die geantwortet haben, rund 40 bis Ende letzter Woche. Die meisten davon waren Einzel-Rückmeldungen, aber aus zehn Pfarren sind schon ausführliche Antworten vom Pfarrgemeinderat oder Fachausschüssen gekommen. Da war die Zeit bis jetzt wohl zu kurz, meint Seemayer. Mehr Barmherzigkeit. Der Grundtenor ist eindeutig: Wie Menschen heute leben, möge von der Kirche positiver wahrgenommen werden. Die Kirche möge „Barmherzigkeit“ zeigen, nicht nur darüber reden. Diese Barmherzigkeit sollen auch jene erfahren, die ihr Leben nicht „regelkonform mit dem

Es gibt Erwartungen. „Dass Rom wissen will, wie es den Leuten mit den kirchlichen Positionen geht, das allein hat schon viel

 Zu gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften  Zur Erziehung der Kinder in irregulären Ehe-Situationen  Zur Offenheit der Eheleute für das Leben  Zur Beziehung zwischen Familie und Individuum  Weitere Herausforderungen und Vorschläge  Einsendungen. Nachfrist bis 20. Dezember: Pastoralrat, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, pastoralrat@dioezese-linz.at Der Fragebogen ist erhältlich unter Tel. 0732/76 10-31 41 oder auf www.kirchenzeitung.at

Gutes ausgelöst“, meint Josef Lugmayr. Er leitet die Abteilung „Beziehungleben“, die von Bischof Ludwig Schwarz mit der Organisation der Vatikan-Frageaktion zusammen mit dem Pastoralrats-Vorstand beauftragt wurde. Die Leute spüren: Jetzt kann tatsächlich in Rom etwas „ankommen“ – und es könnte sich etwas verändern. Es gäbe ein neues Gespür dafür, dass an kirchlichen Positionen doch etwas dran sein könnte. Ein Wunsch nach Orientierung sei aus den bisherigen Antworten sehr wohl zu spüren, sagt Lugmayr. Auch das ist ein großes Anliegen: Wie man mit den Kindern offen über solche Fragen reden kann. Die Kirche könnte helfen, darüber ernsthaft zu reden. Eines stellt Soziologin Seemayer ernüchternd fest: Religion ist aus den Familien verschwunden. Die alten Formen – wie das Rosenkranzbeten – werden kaum mehr geübt. Neue Formen sind aber nicht nachgerückt. In den Familien tun sich die Menschen schwer, dem Glauben Ausdruck zu geben. Und das wird nicht als Befreiung, sondern als ein Mangel erlebt. Wenn da die Kirche helfen könnte. Viele würden es wünschen.


4 Oberösterreich

12. Dezember 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Festschrift für Bischof Maximilian Aichern anlässlich seines 80. Geburtstages

Nachträgliche Wünsche Der 80. Geburtstag von Bischof em. Maxi­ milian Aichern liegt zwar fast ein Jahr zurück. Am 8. Dezember gab es für ihn ein nachträgliches Geschenk. Eine Festschrift. „Ich habe es wirklich nicht gewusst“, versicherte Bischof Maximilian Aichern, wozu er

am 8. Dezember, 17 Uhr, eigentlich ins Joseph-Cardijn-Haus eingeladen worden war. Die „Geheimhaltung“ hatte also funktioniert, obwohl 36 Autor/innen am Zustandekommen einer Festschrift über das soziale Wirken Bischof Aicherns während 23 Jahren beteiligt waren. Das Buch wurde an diesem

Anna Wall-Strasser und Hans Gruber überreichten Bischof em. Maximilian Aichern eine von einem Lehrling handgebundene Festschrift. Diozeses

Legio Mariens lud in den Dom

SEI SO FREI unterstützt Bildung in Nikaragua

Gut gefüllt war der Linzer MariäEmpfängnis-Dom am Sonntag, 8. Dezember, am Nachmittag. Die Legio Mariä gestaltete einen Gottesdienst aus Anlass des 70. Jahrestages der Weihe der Diözese Linz an Maria. Bischof Ludwig Schwarz stand der Eucharistiefeier vor. Rund 20 Priester feierten im Presbyterium mit. Jenes Mariengebet, das Papst Johannes Paul II. 1983 in Mariazell gesprochen hat, stand im Zentrum einer Gebetsandacht. „Heilige Mutter! Dir überantworten wir dieses Land mit seinen Dörfern und Städten, ganz Österreich und seine Bewohner. Sein kostbares Erbe, das Christentum, möge weiterhin das Leben des Einzelnen und der Famili­en, das Leben der Gesellschaft und des Staates heilen und prägen“, heißt es in diesem Weihegebet.

Ein Platz in der Schule „Bildung ist auch eine Frage der Gerechtigkeit. An vielen Orten dieser Welt haben Kinder keinen Zugang zum Schulunterricht – weil die Eltern nicht über die notwendigen Mittel verfügen oder weil es einfach keine Schulen gibt.“ In einem seiner wohl letzten Hirtenworte wirbt der scheidene Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser für die SEI SO FREI-Aktion am 3. Adventsonntag. Bildung sei der zentrale Weg aus der Armut hin zur Selbstständigkeit. SEI SO FREI, die entwicklungs­politische Aktion der Katholischen Männerbewegung, stellt heuer Nikaragua in den Mittelpunkt ihrer Adventaktion. Konkret geht es dabei u.a. um ein Schulprojekt an der Atlantikküste Nikaraguas, in der „Perlen-Lagune“. Dieses Gebiet wurde

Abend präsentiert. „Wie im Himmel so auf Erden“ lautet der Titel des im Wagner-Verlag publizierten Werkes. Es ist ein Zeitdokument über Maximilian Aichern als Sozialbischof. „Wir wollten dem Bischof etwas zurückgeben für das, was er auf dem Feld des Sozialen gewirkt hat“, meinte Anna Wall-Strasser. Aichern war Begründer der ersten Arbeits­ losenstiftung in Österreich, Sprecher für den freien Sonntag, Initiator und Träger wichtiger kirchlicher Dokumente, wie des Sozialhirtenbriefs 1990 und des Ökumenischen So­ zialwortes 2003. Zahlreiche Wegbegleiter/innen waren zum Festakt gekommen, vom ehemaligen Gewerkschaftspräsidenten Fritz Verzetnitsch, der ehemaligen Sozialministerin Lore Hostasch bis hin zum ehemaligen Superintendenten Hansjörg Eichmeyer und Diözesanbischof Ludwig Schwarz. „Auf die Menschenwürde müssen wir alle Acht geben“, gab Aichern der Festversammlung als Auftrag mit. M. FEllinger Hans Gruber, P. Alois Riedlsperger, Anna WallStrasser (Hg.), Wie im Himmel so auf Erden. 23 Jahre Sozialbischof Maximilian Aichern, Wagner Verlag, Linz 2013, ISBN 978-3-902330-91-8, € 22,–.

Dalje wohnt in der Perlen-Lagune. Sie freut sich, dass sie einen Schulplatz hat. SSF

mehrmals von Hurricans verwüstet. Die Katholische Männerbewegung ist seit Langem in Nikaragua aktiv. Seit 15 Jahren unterstützt SEI SO FREI zum Beispiel auch Kleinbauern. In Oberösterreich informierten in den letzten Tagen Lissa Powell und Dr. Peter Rupiliu in verschiedenen Orten über ihre Arbeit in Nikaragua.


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Oberösterreich 5

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Karl Ramsmaier vor einer Schautafel im 140 Meter langen „Stollen der Erinnerung“, für den sich das Mauthausen Komitee Steyr zehn Jahre engagiert hat. Das Mauthausen Komitee Steyr ist – wie der zweite Menschenrechtspreisträger des heurigen Jahres, der Verein Ketani – früherer Solidaritätspreisträger der KirchenZeitung. KIZ/EG

Karl Ramsmaier, Religionslehrer an der Steyrer HTL, erhielt wie der Verein Setkani den Menschenrechtspreis des Landes OÖ

Die Erinnerung pflegen, heißt die Zukunft stärken Beeindruckend umgesetzte Ideen, mit der NSGeschichte aufklärend und die Demokratie stärkend umzugehen, prägen den Stollen der Erinnerung in Steyr. Der Stollen gibt damit auch Auskunft über seinen Mentor, Mag. Karl Ramsmaier. Er erhielt am 10. Dezember den Menschenrechtspreis des Landes OÖ. ernst gansinger

Vor 25 Jahren wurde das Mauthausen Komitee Steyr gegründet, es hieß damals „Mauthausen aktiv“. Religionslehrer Karl Ramsmaier (geboren 1961) gehört von Anfang an zu den engagierten Mitgliedern. Vor zehn Jahren begann das Mauthausen Komitee die Vorarbeiten zum vor Kurzem eröffneten „Stollen der Erinnerung“. Der Stollen, von Zwangsarbeitern in der NS-Zeit unter dem Schloss Lamberg gegraben, dokumentiert die Menschen verachtende NS-Ideologie und die Rolle von Steyr in der NS-Zeit als Stadt der Rüstungsindustrie. Politik und Gebet. Schon lange vor der Gründung von Mauthausen aktiv engagierte sich Ramsmaier für Menschenrechte. Etwa als Mittelschüler in Ried im Innkreis im Rahmen von amnesty international. Oder als Theologiestudent in den frühen Achtzigerjahren, als er

vom Zeugnis Pater Müllauers angespornt, gegen die Militärdiktatur in Bolivien demonstrierte. Bald darauf lud er mit anderen zum politischen Nachtgebet ein. Es galt, Zeichen gegen das Kriegsrecht in Polen zu setzen. Erinnern und versöhnen. Die Befreiungstheologie hat Ramsmaier inspiriert. Glaube und öffentliches Engagement sind eng miteinander verbunden, sagt er. Schon als Gymnasiast sprach ihn Bonhoeffers Buch „Widerstand und Ergebung“ an. Engagement und Besinnung sind für ihn die zwei Säulen christlicher Lebensgestaltung. In diesem Verständnis wandte er sich mit anderen der Aufarbeitung der NS-Geschichte in seiner Heimat Steyr zu. „Erinnerungsarbeit ist auch ein Stück Versöhnungsarbeit“, sagt Ramsmaier. Dass Erinnern und Versöhnen in Steyr einen so dicht gestalteten Ort bekommen haben, ist das Verdienst nicht von ihm alleine, betont er. Zehn bis fünfzehn Mitglieder des Mauthausen Komitees Steyr haben viel beigetragen. „Ich bin halt irgendwie in die Rolle des Motors gewachsen.“ Mahnmal der Menschenwürde. Nun zeichnete Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer diesen Motor einer Kultur der Erinnerung aus. Eine Auszeichnung, die ihren Glanz auch auf

das Mauthausen Komitee und dessen Großprojekt „Stollen der Erinnerung“ sowie auf ­dessen vielfältige Gedenkarbeit wirft. Eine Auszeichnung, die im Blick hat, dass dieser Einsatz den Opfern der NS-Diktatur in Steyr durch Gedenken ein Mahnmal der Würde setzt. Stollen der Erinnerung. Im Gang durch den Stollen beginnen die Ausstellungs-Besucher/ in­nen ihren Weg bei den Anfängen der Ausgrenzung und gehen weiter zu Zeugnissen des Rassenwahns. Gezeigt werden erschütternde Beispiele, etwa Briefe von Zwangsarbeiter/innen, Bilder und Skizzen. Es wird von der Not erzählt, die die 8000 bis 10.000 Zwangsarbeiter/innen und Tausenden Häftlinge des KZ-Außenlagers Steyr zu erleiden hatten. Auch vom Widerstand und guten Menschen ist zu erfahren. So ist nicht nur Erinnern und Versöhnen möglich, sondern es wird auch der Einsatz für Menschen und ihre Rechte gestärkt. XX Stollen der Erinnerung. Für Einzelbesucher/ in­nen ist der Stollen jeden zweiten Freitag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Schulklassen und Gruppen wenden sich an das Museum Arbeitswelt, Abteilung für Vermittlung & Kommunikation, Tel. 07252/773 51-15, E-Mail: paed@ museum-steyr.at; www.museum.steyr.at


Krippen und weihnachtliche Bilder stehen jetzt in Oberösterreichs Kirchen im Mittelpunkt. Elisabeth Wimmer kennt sie fast alle. In der Adventzeit der letzten neun Jahre hat sie 400 Kirchen besucht und deren Schätze erforscht. Christine Grüll

Hirten, Heilige und D

er König in der Pfarrkirche in Gurten reitet auf einem Kamel und wirkt etwas unproportioniert. Elisabeth Wimmer musste mehrere Anläufe nehmen, bis sie ihn und die gesamte Krippe fotografieren konnte. An dem Tag, an dem die Kirchentür wie vereinbart aufgesperrt war, wurde sie aber von einer Frau herzlich empfangen: mit heißem Tee in der winterkalten Kirche.

Idol vieler Krippenschnitzer: Die Krippe in der Pfarrkirche Altmünster stammt wahrscheinlich von Johann Georg Schwanthaler, angefertigt um 1780. Sie ist eine der bedeutendsten Krippen in Oberösterreich. Elisabeth Wimmer

Das große Wissen der Mesner. Neun Jahre lang besuchte Elisabeth Wimmer 347 Pfarrkirchen und 44 Filialkirchen in der Diözese Linz. Sie hat Mesner kennengelernt und Pfarrer, Männer und Frauen, die die Kirche betreuen oder – so wie in Ungenach – sich gesellig zusammenfinden, um die Krippe während der Weihnachtszeit zu beaufsichtigen. Beeindruckt ist die studierte Musik- und Lateinprofessorin von den Menschen, die ein enormes Wissen über ihre Kirche haben. Sie hat aber auch erfahren, an wie vielen Orten kein Pfarrer mehr wohnt. Dort war es schwieriger, einen Schlüssel für die Kirchentür zu bekommen. Ausflüge im Advent. „Von Kindheit an war ich von der Krippenkultur im Salzkammergut fasziniert“, erzählt Elisabeth Wimmer bei einem Gespräch in der Pfarrkirche Bad Ischl. Seit Jahren ist der Advent von Ausflügen geprägt: Begleitet von ihrer 80-jährigen Mutter hat Elisabeth Wimmer Tausende von Kilometern zurückgelegt und an manchen Tagen bis zu zehn Kirchen besichtigt. Sie hat Kirchenkrippen, Krippenaltäre und weihnachtliche Bilddarstellungen nicht nur fotografiert. Sie hat zudem deren Geschichte aus


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Thema 7

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Warten auf den Herrn: Hirtenfigur von Hans Mairhofer-Irrsee in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Brunnenthal (1963). Elisabeth Wimmer

Das erste oö. Krippenbuch Der Bildband von Elisabeth Wimmer ist das erste umfassende Werk zu Weihnachtsdarstellungen in der Diözese Linz. Er beinhaltet die Regionen Hausruck-, Inn- und Traunviertel. Krippen, die trotz der sorgfältigen Recherche übersehen wurden, werden in einem Anhang im zweiten Band aufgenommen. Er soll in vier bis fünf Jahren zu den Regionen Linz und nördlich der Donau herauskommen. Daneben erscheinen regelmäßig regional begrenzte Publikationen wie die aktuellen Bücher zu den Ebenseer Landschaftskrippen von Walter Rieder bzw. von Franz Gillesberger und Reinhard Hörmandinger. XX Jauchzet, frohlocket! Kirchenkrippen, Krippenaltäre und weihnachtliche Bilddarstellungen in den Kirchen der Diözese Linz, Band I: Südlich der Donau (ohne Linz), Elisabeth Wimmer, Verlag Bibliothek der Provinz, Linz 2012, 358 S., € 44,–.

heißer Tee Pfarrchroniken und aus Erzählungen zusammengetragen und in einem Bildband veröffentlicht. Manche Pfarrmitglieder befürchteten, dass die Abbildung ihrer wertvollen Krippe Diebe anlocken würde. „Je besser aber eine Krippe dokumentiert ist, umso leichter könnte sie wiedergefunden werden“, ist sich die begeisterte Fotografin sicher.

Dr. Elisabeth Wimmer an der Orgel in der Pfarrkirche Bad Ischl. Sie studierte Musik und Latein, unterrichtet Gitarre und hat sich auf Kunstfotografie im sakralen Bereich spezialisiert. KIZ/CG

fer-Irrsee gesehen und liebgewonnen. Die Gesichter der grob geschnitzten Hirten und ihre Körperhaltung schaut sie gerne an – sie drücken Gläubigkeit aus. Ungeliebte Neugotik. Elisabeth Wimmer öffnet den Deckel der Orgel in der Pfarrkirche Sankt Nikolaus in Bad Ischl. Seit Jahren begleitet sie darauf den Gottesdienst. Hier wurde das Krippenbuch im letzten Winter präsentiert. „Vielleicht

Feine Kleider, grobe Gesichter. Die feingliedrigen Figuren der Krippe in Maria Schmolln sind farbenfroh gekleidet. Ihr Blick aus leicht hervor- „Das Besondere in Oberösterreichs Kirchen sind nicht nur die Krippen, sondern die stehenden Augen wirkt beinahe traurig. Der Vielfalt der weihnachtlichen Darstellungen, die das ganze Jahr über zu sehen sind.“ Künstler war nicht bekannt, doch Elisabeth Wimmer hatte genug Krippen gesehen, um ihn schließ- gibt es den Anstoß, dass auch andere sich aufmachen und lich auszuforschen: den Tiroler Johann Nepomuk Alois Gi- Krippen, Altäre und Bilder genauer betrachten“, hofft die Auner den Jüngeren, der 1870 starb. Das Schmollner Kloster torin, und nicht nur das: Die ungeliebte Kunst der Neugotik, wurde von den Tiroler Franziskanern errichtet. Sie könn- die im 20. Jahrhundert aus vielen Kirchen „rausgeschmisten auch die Krippe nach Oberösterreich gebracht haben. sen“ wurde, möchte sie aus ihrem Schattendasein holen. Bei ihrem ausdauernden Forscherdrang verliert Elisabeth Für den zweiten Bildband ist Elisabeth Wimmer in den Wimmer die Botschaft der weihnachtlichen Darstellungen nächsten Jahren in Linz und im Mühlviertel unterwegs. Sie nicht aus den Augen. In Pfaffing, Enzenkirchen und Brun- lächelt auf die Frage, wie sie die viele Arbeit schaffen will: nenthal hat sie die Arbeiten des Bildhauers Hans Mairho- „Man muss ein bisschen verrückt sein.“


8 Aus Oberösterreichs Pfarren

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KirchenZeitung Diözese Linz

momente „„ Mattighofen. Kanonikus Leon Sireisky hat von Erzbischof Mieczyslaw Mokrzycki von Lem­ berg für das Kollegiatstift Mattig­ hofen eine Haarreliquie des se­ ligen Papstes Johannes Paul II. erhalten. Sie wird in Zukunft in Mattighofen aufbewahrt und zur Verehrung durch die Bevölke­ rung gezeigt werden.

Ingrid und Ludwig Puchinger (links) bei denLaudes (morgendliche Lobgesänge) in Gallneukirchen. wagner

„„ Waldzell. Erstmals ­führte das Katholische Bildungswerk eine besinnliche Adventwande­ rung durch. Am Abend des Ma­ rienfeiertags trafen sich 60 mit Laternen ausgestattete Perso­ nen, darunter auch Kinder, zu einer Rundwanderung in die

Ingrid und Ludwig Puchinger gestalten seit zehn Jahren die Laudes in Gallneukirchen

Jeden Samstag werden in der Pfarrkirche die Laudes gesungen Das Zweite Vatikanische Konzil hat es ausdrücklich vorgeschlagen, umgesetzt wurde es so gut wie nirgends: das Stundengebet in den Pfarren. Gallneukirchen ist eine erfreuliche Ausnahme.

Station mit leerer Krippe.

Litzlbauer

Nacht und Stille. An vier Statio­ nen gab es adventliche Lesun­ gen und Gesang. Die liturgische Leitung hatte Pastoralassistentin Caroline Murauer. Ein Quartett der örtlichen Musik stimmte mit Klängen zur Wanderung ein. An einer der Stationen deutete eine leere Krippe auf das kommende Geschehen hin.

Mit einem Vers aus Psalm 92 haben Ingrid und Ludwig Puchinger zu den Jubiläumslau­ des eingeladen: „Wie schön ist es, dem Herrn zu danken, deinem Namen, du Höchster, zu singen, am Morgen deine Huld zu verkün­ den.“ Dieser Satz aus der Bibel fasst für das pensionierte Lehrerehepaar zusammen, was sie zu ihrem Engagement bewegt: die Freu­ de an der Liturgie. Der Samstag um 8 Uhr in der Früh ist für die Puchingers seit zehn Jah­ ren ein Fixpunkt in ihrem Kalender. An ei­ ner Hand kann man zählen, wie oft sie nicht selbst das Morgenlob der Kirche geleitet ha­

ben. 20 bis 30 Mitbeter/innen kommen Sams­ tag für Samstag. Für manche gehört das Sin­ gen der Laudes genauso zum Samstag wie der darauf folgende Wocheneinkauf. Die Laudes in Gallneukirchen folgen dem klassischen Aufbau des Stundengebets mit Hymnus, Psal­ men, Canticum, Lesung, Benediktus, Fürbit­ ten und Vaterunser. Als Gebetbuch wird das Gotteslob verwendet, seit zwei Wochen das neue. Ludwig Puchinger ist positiv aufgefal­ len, dass die Kehrverse einfacher zu singen sind als im alten Gotteslob. „Die Laudes sind Teil der Liturgie der Pfarre und wir machen weiter, so lange wir eine Stimme haben“, sa­ gen Ingrid und Ludwig Puchinger. Die sieben Tage vor Weihnachten wird in Gallneukirchen auch die Vesper mit den tra­ ditionsreichen O-Antiphonen gesungen (sie­ he Seite 24). josef wallner

Wilheringer Stiftspfarren erkunden pastorale Zukunft

Mut zu Eigenverantwortung

Die Tagung der Stiftspfarren war ein Startschuss für einen Prozess, der durch die Pfarrgemeinderäte in die Pfarren getragen werden und die Bereitschaft zur mehr Eigenverantwortung fördern soll. Stift Wilhering

Stift Wilhering. Abt Reinhold Dessl hat die Pfarrgemeinderats­ vorstände aller 14 Stiftspfarren zu einem Arbeitstreffen einge­ laden. Ziel der Zusammenkunft war ein gegenseitiges Kennenler­ nen der Verantwortlichen in den Pfarren, des Stiftgsgymnasiums und des geistlichen Zent­r ums „Aufbruch“. Gemeinsam dachte man über die Zukunft der Pfarr­ seelsorge nach, die sich durch

den Priestermangel ändern wird. „Das Stift Wilhering ist bemüht, an der bestehenden Pfarrstruk­ tur festzuhalten und im Rah­ men der personellen Möglich­ keiten alle Pfarren zu betreuen. Dennoch sind auch die Pfarren aufgerufen, mit Unterstützung der Diözese eigene Seelsorge­ modelle zu entwickeln“, bat Abt Reinhold die 80 Vertreter/innen der Stiftspfarren.


KirchenZeitung Diözese Linz

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Aus Oberösterreichs Pfarren 9

Pfarrer Dr. Henryk Pyka bewundert den Einsatz der Gutauer für ihre Pfarre

pfarrimpulse

Kulturdirektor der Diözese Kattowitz ist Pfarrer in Gutau

Wie Kinder Kirche sehen

Als starke Pfarrgemeinde mit guten Mitarbeitern erlebt Henryk Pyka Gutau. Seit September 2013 ist der polnische Priester mit interessantem Zweitberuf dort Pfarrer. Pyka war Kulturdirektor der Diözese Kattowitz und leitete eine zeitgenössische Galerie.

bei. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit war die Beratung der Pfarren bei der Denkmalpflege, dazu kam der Aufbau des Diözesanmuseums. In der kommunistischen Ära hat der Staat wenig Wert auf den Erhalt kirchlicher Kultur­ güter gelegt. Da wartete viel Arbeit auf ihn.

Josef Wallner

Kunstgalerie. Besonders hängt aber Pfarrer Pykas Herz an der zeitgenössischen Galerie der Diözese. Mit alle zwei Jahre stattfindenden Ausstellungen brachte sich die Galerie „Fra Angelico“ ins Gespräch der Öffentlichkeit. Thematisch ging es immer wieder um christliche Kunst in der Gegenwart, ihr Leiter öffnete die Galerie aber auch für alle zeitgenössischen Kunstschaffenden. „Ein guter Künstler hat immer etwas zu sagen, unabhängig davon ob er gläubig oder ungläubig ist“, betont Pyka: „Wir müssen füreinander offen sein und aufeinander hören. Das baut Frieden und Gemeinschaft.“ Bis zu 5000 Besucher/innen zählten die einzelnen „Biennalen“ in der Galerie. Die Beziehungen, die mit Künstlern entstanden sind, bereichern ihn bis heute. Jerzy Nowosielski (+ 2011) schätzt er am meisten. Eine von Nowosielskis Schülerinnen, Teresa Stankiewicz, schuf die Fresken in der Kirche am Greisinghof. Ganz hat Pfarrer Pyka seine Brücken nach Polen nicht abgebrochen. Er ist weiterhin Mitglied im Museumsrat des Staatsmuseums von Kattowitz und des Schlossmuseums Pszczyna (Pleß).

Kontakte nach Oberösterreich pflegt Henryk Pyka schon seit mehr als drei Jahrzehnten. In den Sommermonaten war er jährlich auf Aushilfe in Pfarren der Diözese, allein 14mal in Obernberg am Inn. In Kattowitz hat Pyka kürzlich sein Amt als diözesaner Kulturverantwortlicher in jüngere Hände gelegt. Nun ist der 67-jährige Priester und studierte Kunstgeschichtler nach Gutau übersiedelt. Die Menschen und die Gegend beeindrucken ihn, vor allem das rege Pfarrleben: „Es gibt so viele Gruppen, die aktiv sind.“ Zensur und Freiheit. Die Kunst hat der neue Pfarrer von Gutau natürlich nicht hinter sich gelassen. Gerne erzählt er von seinem Engagement in Polen. 1989 ist der Studentenseelsorger hauptberuflich zur Kunst gekommen – zu einer Zeit, als er noch monatlich zur staatlichen Zensurstelle gehen und von den kommunistischen Beamten seine Aktivitäten genehmigen lassen musste. Im Frühjahr 1990 war es mit der Bevormundung aber vor-

Mauthausen. In Mauthausen wurde am ersten ­Adventsonntag das neue Gotteslob aufmerksamer durchgeblättert als in vielen anderen Pfarren, enthält doch das Gesangbuch ein Lied, das ein Mauthausener verfasst hat: Chorleiter Alfred Hochedlinger. Die Melodie von Nummer 775 „Geheimnis des Glaubens“ stammt von ihm. Hochedlinger führte die Gottesdienstbesucher/innen in das neue Gotteslob ein und probte für die Messfeier gleich einige neue Lie-

Kinder und Jugendliche gestalteten den Gottesdienst mit. Pfarre

Gutaus Pfarrer Henryk Pyka. kiz/jw

der. „O Herr, wir warten auf dich“ (Nr. 233) wurde dann gemeinsam gesungen. Es passte zur Gestaltung der Jugendlichen, die ihre Erwartungen als Bitten zu Gott trugen. Die erhobenen Arme einer Figur aus Holz, die im Altarraum aufgestellt war, symbolisierten die Offenheit Gott gegenüber. Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle eingeladen, im Pfarrheim Bilder der Kinder aus Mauthausen zum Thema „Moderne Kirche“ zu besichtigen und zu bewerten. Neben Zeichnungen hatten Hauptschüler auch Texte zur Frage verfasst: Was wäre, wenn es die Kirche nicht mehr gäbe? Die Ausstellung wurde im Rahmen eines Kreativwettbewerbes zum 400-Jahr-Jubiläum der Pfarre Mauthausen organisiert. Im Jahr 1613 wurde aus der Seelsorgestelle Mauthausen, die unter der Verantwortung der Pfarre Ried in der Riedmark stand, eine eigenständige Pfarre.


10 Thema Im Wortlaut Zentralismus ist nicht gut Papst Franziskus zu seinem Rundschreiben: „Ich glaube nicht, dass man vom päpstlichen Lehramt eine endgültige oder vollständige Aussage zu allen Fragen erwarten muss, welche die Kirche und die Welt betreffen. Es ist nicht angebracht, dass der Papst die örtlichen Bischöfe in der Bewertung aller Problemkreise ersetzt.“ (Eg 16) Kollegial. „Da ich berufen bin, selbst zu leben, was ich von anderen verlange, muss ich auch an eine Neuausrichtung des Papsttums denken. Meine Aufgabe als Bischof von Rom ist es, offen zu bleiben für die Vorschläge, die darauf ausgerichtet sind, dass eine Ausübung meines Amtes der Bedeutung, die Christus ihm geben wollte, treuer ist und mehr den gegenwärtigen Notwendigkeiten der Evangelisierung entspricht.“ „Das Zweite Vatikanische Konzil sagte, dass in ähnlicher Weise wie die alten Patriarchatskirchen ,die Bischofskonferenzen vielfältige und fruchtbare Hilfe leisten (können), um die kollegiale Gesinnung zu konkreter Verwirklichung zu führen‘. Aber dieser Wunsch hat sich noch nicht völlig erfüllt, denn es ist noch nicht deutlich genug eine Satzung der Bischofskonferenzen formuliert worden, die sie als Subjekte mit konkreten Kompetenzbereichen versteht, auch einschließlich einer gewissen authentischen Lehrautorität. Eine übertriebene Zentralisierung kompliziert das Leben der Kirche und ihre missionarische Dynamik, anstatt ihr zu helfen.“ (Eg 32) Verbeult. „Brechen wir auf, gehen wir hinaus, um allen das Leben Christi anzubieten. Mir ist eine ,verbeulte‘ Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist, lieber, als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit, sich an ihre eigene Sicherheit zu klammern, krank ist.“ (Eg 49)

12. Dezember 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Papstschreiben über „Die Freude des Evangeliums“ (2)

Ver-Wandlung: Eine Kirche, die anders tickt Der Papst will eine Kirche, die aufbricht und neue Wege wagt; eine Kirche, welche die Freude des Evangeliums verkündet und den Schrei des Lebens hört, auch wenn sie sich dabei abschürft und verbeult. Der Papst erwartet sich „missionarische Gemeinden“, die nach ihren Schafen riechen und nicht nach dem Weihrauch alter Formen und Traditionen. Der Theologe Roman Siebenrock zum neuen Papstschreiben „Evangelii gaudium“. Hans Baumgartner

Das neue Papstschreiben „Die Freude des Evangeliums“ hat viel Aufmerksamkeit erregt. Was ist aus Ihrer Sicht der Grundtenor?

Siebenrock: Ich denke, der rote Faden, der dieses doch sehr umfang- und themenreiche Schreiben durchzieht, ist die Frage: Was dient dazu, die Freude des Evangeliums mit möglichst vielen, ja mit allen Menschen zu teilen und das befreiende Zeugnis Jesu weiterzutragen, vor allem seine Zuwendung zu den Armen, den Ausgegrenzten und Sündern. Überraschend ist der sehr entschiedene Duktus: hier geht es nicht um einen erbaulichen theologischen Exkurs, sondern um ein ganz konkretes Programm für den Weg der Kirche. Was ist der Hintergrund, der Schlüssel, mit dem man dieses Schreiben lesen sollte?

Da spricht ein Papst, von dem man weiß, dass er selber als Seelsorger immer wieder an die „Ränder“ gegangen ist, zu den Armen, Drogenabhängigen oder von der Arbeit Ausgeschlossenen. Und da spricht einer aus den Erfahrungen der lateinamerikanischen Kirche, die im Anschluss an das II. Vatikanische Konzil ihren befreiungstheologischen Weg der „Option für die Armen“ entwickelt hat. Dabei standen nicht irgendwelche Ideologien im Zentrum, wie von manchen behauptet wurde, sondern die missionarische Sendung der Kirche: Die Freude des Evangeliums mit allen zu teilen heißt auch, für die Würde und Gerechtigkeit für alle Menschen einzutreten. Im Grunde ist das der Weg, den die Pastoralkonstitution des II. Vatikanums (Gaudium et spes) vorgezeichnet hat. Während Joseph Ratzinger dieses Konzilsdokument schon 1975 mit großer Skepsis kommentiert hat, ist es für Papst Franziskus eine der entscheidenden Orientierungsmarken. Wie sehen nun die programmatischen Vorgaben des Papstes konkret aus?

Da gibt es zunächst einige sehr klare inhaltliche Vorgaben für eine Neuausrichtung der Pastoral – und wohl auch des Selbstverständnisses der Kirche. Und dann bringt der Papst eine Reihe von strukturellen Veränderungen, die teilweise schon im Konzil angedacht waren, ins Gespräch. Aber auch dabei geht es ihm nicht bloß um eine Optimierung oder Demokratisierung der Verwaltung, sondern darum, wie die Kirche ihre Sendung bestmöglich erfüllen kann. Dabei stellt er an zwei Stellen (Nr. 16 und 32) auch das Papstamt, so wie es heute konzipiert ist, in Frage. Was sind die wichtigsten inhaltlichen Anstöße?

Univ.-Prof. Dr. Roman Siebenrock lehrt an der Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck Dogmatik. KIZ/Privat

Ausgehend von der Leitidee des Konzils, das die Kirche als „wanderndes Gottesvolk“ beschreibt (Lumen gentium 9–12), fordert er eine Kirche, die aufhört, ständig um sich selbst zu kreisen, eine Kirche, die aufbricht und sich radikal auf ihre eigentliche Sendung konzentriert: die Verkündigung des Evangeliums. Dazu bedarf es einer „missionarischen Communio“, in der alle – nicht nur der Papst, auch die Bischöfe, Priester und Laien, ihre Verantwortung ernst nehmen; eine Communio, die diesen Namen auch verdient, weil alle partizipativ, mittragend und


KirchenZeitung Diözese Linz

Thema 11

12. Dezember 2013

Papst Franziskus will die Kirche in eine missionarische Zukunft führen. Er setzt dabei auf eine Kirche, die die Freude des Evangeliums verkündet und den Menschen nicht zu viele Lasten auflegt, ihnen vielmehr mit Barmherzigkeit begegnet. (Eg 34–43) Er selbst sieht sich auf diesem Weg nicht als allwissendes „Orakel“, sondern dürfte ebenso gespannt sein, wohin dieser Aufbruch führt und wer dabei überhaupt mitgeht. Reuters

mitentscheidend, eingebunden sind. Deshalb lädt der Papst auch ein, über eine bessere Rolle der „Räte“ nachzudenken. Zum Wesen dieser missionarischen Gemeinde gehört es, hinauszugehen an die Ränder der menschlichen Existenz, an die Ränder der Gesellschaft, dort, wo der Schrei des Lebens zu hören ist. Eine Gemeinde muss nach ihren Schafen riechen, fordert der Papst. Eine Kirche, die sich nicht auf die Straße hinauswagt und nichts riskiert, sondern lieber im sicheren Hafen bleibt, ist für ihn geradezu krank. Der Auftrag, missionarische Gemeinde zu sein, ist für den Papst mehr als ein moralischer Appell; da geht es um die Sendung der Kirche selbst.

Ein weiteres wesentliches Element wäre die lich zu spüren, dass dieser Papst eine dialogiTeilhabe des Menschen – an der Freude des sche Kirche will – etwa in der sehr deutlichen Evangeliums ebenso wie an den Gütern der Aufforderung an die Bischöfe, alle zu hören– Erde. Das lässt sich, so der Papst, nicht tren- und ein Ende der absolutistischen Herrschaft nen, sondern liegt zutiefst begründet in der nach dem Muster des frühen 19. JahrhunWürde des von Gott geliebten Menschen. derts. Deshalb bin ich auch sehr gespannt Gottes teilendes und mitteilendes Offen- auf die Vorschläge der acht Kardinäle und dabarungshandeln ist quasi das Vorbild da- rauf, wie man mit der ersten „Gläubigenbefür. Deshalb ist eine Wirtschaftsordnung, die fragung“ zur Familiensynode umgehen wird. so viele Menschen von der Teilhabe an Einkommen, Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen Bildung, Arbeit oder Ge- von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sundheit ausschließt, ein sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger zentrales Thema der Evan- Christi. II. Vatikanum, Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ gelisierung, der christlichen Lebenspraxis und Verkündigung. Könnte man zusammenfassend sagen: hier tickt die Kirche anders, als sie bisher getickt hat?

Der Papst will das Evangelium mit allen teilen. Was hat das für Konsequenzen für die Verkündigung?

Participatio (Teilhabe) – nur eine Forderung für diese Welt oder auch für die Kirche?

Ich möchte hier zwei Punkte nennen: der erste ist die Konzentration auf die Mitte, den Kern unseres Glaubens, den Grund unserer Freude: auf Gott, der in seiner Liebe mit uns geht und in Jesus sein Leben mit uns teilt – bis in den Tod hinein. Alles andere, was die Kirche lehrt, ist nicht unwichtig, muss aber in der rechten Zuordnung und Balance zum Zentrum stehen. Der Papst verweist sehr nachdrücklich auf die vom Konzil betonte alte Lehre von der Hierarchie der Wahrheiten (z. B. Thomas v. Aquin). Als negatives Beispiel nennt er einen Pfarrer, der im Jahr zehnmal über Enthaltsamkeit, aber nur zwei bis drei Mal über Liebe und Gerechtigkeit predige.

Weil Teilhabe zum Menschsein gehört, gehört sie für den Papst auch zur Kirche. Der Papst fordert ausdrücklich innerkirchlichen Dialog und ein Aufeinander-Hören – und nimmt sich dabei auch selber in die Pflicht. Im Sinne der vom Konzil wieder aufgegriffenen Idee der alten, sehr selbständigen Patriarchate fordert er eine Verlagerung vieler kirchlicher Entscheidungen an die Bischofskonferenzen und will dafür auch konkrete Strukturen schaffen – ganz im Unterschied zum Präfekten seiner Glaubenskongregation. Er fordert eine stärkere Einbeziehung der Laien – besonders nachdrücklich der Frauen – in kirchliche Entscheidungsprozesse. Es ist deut-

Ich denke, dass die Kirche da und dort schon längere Zeit anders tickt. Aber was den Papst angeht, wird hier doch sehr deutlich ein neuer Ton angeschlagen: Bei Papst Benedikt stand die Sorge im Vordergrund, die Kirche könnte ihre Identität verlieren. Deshalb wurde auf die Bewahrung der Tradition (in Riten-, Glaubens-, Moralfragen etc.) größter Wert gelegt. Dieser Papst sagt nicht, dass die Lehrtradition etc. nicht wichtig wären. Aber er trifft eine Güterabwägung und sagt: Der Anfang der Kirche und Kern aller Tradition ist die missionarische, evangelisierende Sendung. Und das hat absoluten Vorrang. Da soll man auch etwas wagen, da kann auch etwas danebengehen; es ist immer noch besser, als hinter dem Ofen zu sitzen.


12 Panorama stenogramm n Nationalheld ist tot. Nelson Mandela (95), einer der wichtigsten Vertreter im Widerstand gegen die Apartheid und Wegbereiter für die demokratische Neuorientierung in Südafrika, ist am 5. Dezember gestorben. Mandela

Der Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela ist tot.“ freuters

war 27 Jahre als politischer Gefangener in Haft. Von 1994 bis 1999 war er der erste schwarze Präsident Südafrikas. 1993 erhielt er den Friedensnobelpreis. Papst Franziskus würdigte den „unerschütterlichen Einsatz“ Mandelas. Er habe „die Würde aller Bewohner seines Landes gefördert und mit Mut und Ausdauer an seinem Weg der Gerechtigkeit, der Versöhnung und Wahrheit festgehalten“. Er bete für Mandela, aber auch für alle Südafrikaner, damit sein Beispiel sie anrege, stets die Gerechtigkeit und das Gemeinwohl aller in den Vordergrund zu stellen.

12. Dezember 2013

Petition zum Aufruf der Familienorganisationen möglicherweise erfolgreich

Familien: die ersten Sparopfer? Die Forderung der Familienorganisationen Österreichs nach einer „umgehende Wertanpassung der Familienleistungen“ könnte doch noch erfüllt werden. Anlässlich einer Sitzung des Familienpolitischen Beirates deponierten vergangene Woche die sechs dort vertretenen Familienorganisationen einen Antrag auf „umgehende Wertanpassung der Familienleistungen“. Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner sah sich außer Stande, die noch im Frühsommer von der Regierung in Aussicht gestellte Anhebung der Familienbeihilfe zuzusagen. Im Zuge der derzeitigen Koa-

Familienbeihilfe: Was im Jahr 2000 noch drei Scheiben Brot wert war, reicht heute nicht einmal mehr für zwei. Wodicka

n Ehrenamt. 3,3 Millionen Österreicher – 46 Prozent der Bevölkerung – engagieren sich ehrenamtlich, was ein „Hinweis auf den guten Grundwasserspiegel der Solidarität“ ist: Das betonte Caritaspräsident Michael Landau in einer Aussendung zum Internationalen Tag des Ehrenamts am 5. Dezember. Ehrenamtliche Mitarbeiter seien „ganz wichtige Botschafter zwischen den Welten“, die mit ihren Ideen und einem „nicht vorbelasteten Blick“ wertvolle Anregungen für Aktivitäten und Veränderungen liefern. „„ Auslandseinsätze für alle. Das katholische Hilfswerk „Jugend Eine Welt“ ermöglicht Auslandseinsätze künftig auch für Erwachsene mit Berufs- und Lebenserfahrung. Infos unter: u www.jugendeinewelt.at

KirchenZeitung Diözese Linz

Der Viktor-FranklEhrenpreis ging heuer an den Wiener Weihbischof Helmut Krätzl. fjr/a

litionsverhandlungen trat Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer jedoch dafür ein, die im Sommer gegebene Zusage der Koalition für einer Erhöhung der Familienbeihilfe einzuhalten, statt sie dem Stopfen des drohenden „Budgetloches“ zu opfern. Bereits während der vergangenen Legislaturperiode wurden die Familien mit Leistungskürzungen von 300 Millionen Euro (Streichung der 13. Familienbeihilfe, Verkürzung der Bezugsdauer für Studierende etc.) belastet. Die sechs im Beirat vertretenen, teils unabhängigen, teils parteinahen Organisationen wollen diese Politik nicht mehr hinnehmen und rufen die Bevölkerung auf, mittels einer Petition dagegen zu protestieren. Zahlreiche Organisationen wie Kolping, Armutskonferenz, die Katholische Sozialakademie oder die Katholischen Aktion haben sich innerhalb weniger Tage dieser Petition angeschlossen. Gerechtigkeit. Die Familienbeihilfe hat seit dem Jahr 2000 um 33 Prozent ihres Wertes verloren. Auch für das Kinderbetreuungsgeld und für das für viele Familien wichtige Pflegegeld gab es keine Inflationsabgeltung, sehr wohl aber für die Parteienförderung, kritisieren die Familienorganisationen. Die Familienorganisationen wollen auch den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und deren bundesweite Qualitätssicherung. Petition: www.familienbeihilfeanheben.at

Krätzl erhält ViktorFrankl-Ehrenpreis

Trotz Krise steigt die Spendenbereitschaft

Der Wiener Weihbischof ­Helmut Krätzl ist mit dem Ehrenpreis des Viktor-Frankl-Fonds der Stadt Wien „zur Förderung einer sinnorientierten humanistischen Psychotherapie“ ausgezeichnet worden. Seit dem Jahr 2000 wird diese Auszeichnung meist gemeinsam mit dem großen „Viktor-Frankl-Preis“ ­ vergeben – für den es heuer ­ allerdings keinen Preisträger gab. Die diesjährige Verleihung des Ehrenpreises erfolgte am 9. D ­ezember im Großen Sendesaal des ORF„RadioKulturhauses“. Den Preis überreicht hatte die ­ Witwe des Begründers der Logotherapie und Existenzanalyse, Eleonore Frankl.

Die Solidarität mit den Schwächsten und Armen steigt und damit die Spendenbereitschaft der Österreicher. Und das trotz der Auswirkungen von Wirtschafts- und Finanzkrise. Laut kürzlich präsentiertem Spendenbericht 2013 des Fundraising Verbandes Austria (FVA) beläuft sich das Spendenaufkommen der Österreicher heuer auf rund 510 Millionen Euro – 2012 waren es 500 Millionen, vor zwei Jahren 490 Millionen Euro. „Trotz Wirtschaftskrise steigt die Solidarität“, so FVA-Geschäftsführer Günther Lutschinger. Im Bericht ist das Spendenaufkommen für die Taifunkatastrophe auf den Philippinen noch nicht berücksichtigt.


KirchenZeitung Diözese Linz

Panorama 13

12. Dezember 2013

Islamistische Rebellen haben am 2. Dezember das griechisch-orthodoxe Thekla-Kloster in der christlichen Stadt Maalula überfallen und zwölf Ordensfrauen an einen unbekannten Ort verschleppt. reuters

Ordensschwestern in Syrien verschleppt Der historische Kern der christlich-syrischen Stadt Maalula ist erneut von islamistischen Truppen besetzt worden. Zwölf Schwestern und drei Laien aus dem orthodoxen Kloster St. Thekla wurden als Geiseln genommen. Der katarische Fernsehsender al-Dschasira veröffentlichte indessen ein Video, das die am 2. Dezember Verschleppten zeigte. Darin wirken die Nonnen und ihre Mitarbeiter offenbar bei guter Gesundheit. Eine islamistische Gruppe fordert nach libanesischen Zeitungsangaben die Freilassung von 1000 Frauen aus

syrischen Gefängnissen. Im Gegenzug würden dann die aus dem St.-Thekla-Kloster von Maalula Entführten wieder freigelassen. Maalula war bereits Anfang September von den Rebellen eingenommen worden. Drei Tage später wurden sie von den regulären Streitkräften vertrieben, doch seither folgten tägliche Gefechte um die Stadt. Syrien ist neben Nordkorea, Saudi-Arabien, Afghanistan oder Irak eines von 50 Ländern, in denen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Laut Schätzungen gibt es welt-

Ukraine: Kirchen rufen zu Gewaltverzicht auf

Brasilien: Kräutler warnt vor Unruhen bei der WM

In der politischen Krise in der Ukraine hat der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. alle Beteiligten zu Gewaltverzicht aufgerufen. Die römisch-katholische und die mit Rom verbundene griechisch-katholische Kirche in der Ukraine hatten am Wochenende das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen friedliche Demonstrant/innen verurteilt. Der griechisch-katholische Großerzbischof von Kiew, Swjatoslaw Schewtschuk, warnte vor einer Eskalation der Gewalt. In Kiew demonstrieren seit Tagen Tausende Menschen gegen die Regierung. Auslöser war deren Nein zu einem Assoziierungsabkommen mit der EU.

Heftige Kritik an der Fußball-WM 2014 in Brasilien übt der austro-brasilianische Bischof Erwin Kräutler. Bei aller Fußballbegeisterung im Land würden viele Millionen die Veranstaltung höchst kritisch sehen, so Kräutler, der sich gerade auf „Heimatbesuch“ in Österreich befindet. „Was da an Geld hinausgeschmissen und wie mit den Leuten umgegangen wird, das ist Wahnsinn. Wenn man sieht, wie im Umfeld von Stadien Häuser abgerissen werden und die Leute nicht wissen, wo sie hinsollen – das schreit zum Himmel“. Kräutler zeigte sich besorgt, dass es rund um die Fußball-WM zu massiven Protesten kommen werde.

weit 100 Millionen verfolgte Christen. Allein in Nordkorea sind 70.000 Christen wegen ihres Glaubens inhaftiert. Darauf hat die Plattform „Solidarität mit verfolgten Christen“ bei einem Aktionstag gegen die weltweite Christenverfolgung am 10. Dezember (Tag der Menschenrechte) in Wien hingewiesen. Gast des Aktionstages war die syrischorthodoxe Ordensschwester Hatune Dogan, die mit der „Schwester-Hatune-Stiftung – Helfende Hände für die Armen“ in 35 Ländern, auch in Syrien, tätig ist. www.csi.or.at

weltkirche „„ Heiligsprechung. Die Stadt Rom rechnet zur Heiligsprechung von Johannes Paul II. und Johannes XXIII. am 27. April 2014 mit mehr als fünf Millionen Pilgern und Besuchern. „„ Vatikanische Bibliothek. Wertvolle Bibelhandschriften und Bücher aus den Beständen der Vatikanischen Bibliothek sind seit Dienstag vergangener Woche online unter folgender Adresse abrufbar: http://bav.bodleian.ox.ac.uk n Drohnen seien eine unmenschliche Waffe, sagt Erzbischof Silvano Tomasi, Vatikanvertreter bei der UNO in Genf. Er äußerte sich zum Projekt der Vereinten Nationen, die im Kongo erstmals Drohnen eingesetzt haben, um in Grenzgebieten den Waffenschmuggel zu unterbinden. kiz/a


14 Zu Gast

12. Dezember 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Die Verzweiflung am Fußballplatz ist im Normalfall eine vorübergehende emotionale Reaktion. Die Verzweiflung am Wettautomaten pflastert nicht selten den Weg in eine zerstörte Zukunft. „Wenn das klappt, klingelt‘s“ wirbt ein Wettanbieter. Und wenn‘s nicht klappt, klingelt‘s auch – in den Kassen der Anbieter. fotolia/Sergej Nivens

Sportwetten bringen hohe Gewinne, aber nur den Anbietern. Wett-Spieler treiben sie nicht selten in den Ruin

Wetten, dass ... – du verspielst! Acht Jahre hat sich Werner* in den Abgrund gewettet. „Jung und mit dem Sport auf Du und Du“, so beschreibt Mag. Wulf Struck von der Schuldnerhilfe OÖ die für Sportwetten gefährdetste Gruppe. Süchtig nach dem erhofften Gewinn, setzen sie alles aufs Spiel. ernst gansinger

Mehr als ein Prozent der Bevölkerung hat ­einen problematischen oder gar krankhaften Bezug zu Sportwetten wie der heute 50-jährige Werner. Als Fußball-Interessierter hat er gemeint, er kenne sich im Fußball aus. So fing er mit kleinen Wetten an und ahnte nicht, welche Tür er damit aufstieß. Seine ersten Einsätze für Tipps auf Sieg, Niederlage oder Unentschieden aus einer längeren Liste tagesaktueller Spiele kosteten zehn bis 50 Euro. Nachlassendes Glück. Anfangs feuerte ihn das Glück an, weiterzuspielen. Werner gewann mehr, als er verlor, auch mal 200 Euro. „Da hat das Glück seine volle Leistung gezeigt“, meint er. Das Glück aber wurde mit der Zeit und den erhöhten Einsätzen leistungsschwächer. Nach einem Jahr stieg Werner auf das volle Programm der Sportwetten um. Neben dem Spielausgang wird auf noch viel mehr gewettet. Etwa darauf, wer Anstoß hat, wer den ersten Corner bekommt oder wie viele Elfer gepfiffen werden. Ganz unten. Diese Wetten werden bei Auto­ maten oder im Internet gespielt. Werner

spielte online bei einem der Automaten, wie sie in Tankstellen stehen. Die Familie ahnte davon nichts. Noch merkte niemand, dass er in einen Strudel der Sucht geriet. Die Verluste wurden höher und höher. Also setzte er bei der nächsten Wette noch mehr Geld ein. „Ich muss das ja wieder zurückbekommen“, ging ihm durch den Kopf. Werners Lage verschlimmerte sich. Er musste spielen, um seinen Spieldrang zu stillen. Es kommen ihm die Tränen, wenn er erzählt, in welchen Abgrund er so geraten ist. „Ich habe mein Lebtag gespart, ein Haus gebaut, war in der Gemeinde integriert und bin nun ganz unten.“ Der Automat als Freund. Rasch war das monatliche Gehalt verspielt. Die Spielsucht steuerte das Leben, aber er musste diese Steuerung verstecken. Fand seine Frau einen Wettschein bei ihm, spielte er den Fund herunter: Ein einmaliger Versuch sei es gewesen, erklärte er. Zum Vertuschen kam die Lüge. Der WettTrieb war enorm. „Heute spielen die Bayern, die gewinnen!“, war er sich sicher und riskierte noch mehr Geld, auch wenn er über keines mehr verfügte. Er borgte sich Geld von anderen aus. Rückzahl-Versprechen waren nicht zu halten. Er konnte an kaum anderes mehr denken als ans Wetten und studierte die Tabellen von Handball, Fußball oder Basketball der verschiedensten Ligen. „So habe ich meine Welt aufgebaut, die eigentlich bloß mehr aus Spielen bestand.“ Gleichzeitig nahmen seine sozialen Kontakte ab. „Im Automaten habe ich meinen Freund gefunden.“

Wachsender Geldbedarf. Man theatert sich in einen Traum hinein, sagt Werner. Gewinnt man einmal, wird mit diesem Gewinn sofort wieder gewettet und er „ist ganz schnell weg.“ Immer größer werden Geldbedarf und Geldmangel sowie der Druck, an Geld zu kommen. So hat Werner in der Firma Geld unterschlagen. Als das eines Tages aufgeflogen ist, hat er auch seine Arbeit verloren. Hoch verschuldet, keine Arbeit, die Ehre zerstört, straffällig – was vor acht Jahren harmlos begann, führte zum totalen Zusammenbruch. Die Reaktion. Verzweifelt wandte sich Werner an die Schuldnerhilfe. Diese machte ihn auf das Therapie-Angebot im Wagner-Jauregg-Krankenhaus bei Primar Yazdi aufmerksam. Seither ist Werner dort in Behandlung und wird von der Schuldnerhilfe begleitet. Seine Familie hält zu ihm. So wird er schrittweise der ganz dunklen Zeit entkommen. Aber es wird noch oft weh tun. Werner kann über sein Problem offen reden, seine Umgebung weiß Bescheid. Wenn es auch die Scheu gibt, unter die Leute zu gehen. Denn die Angst ist groß, nur als der gesehen zu werden, der dieses Wett-Problem hat. Und nicht als der, der er immer war: ein Mensch, der sich viel um die anderen kümmerte. „Ich war nie ein Arsch“, sagt er und weint. * Name von der Redaktion geändert

XX Schuldnerhilfe OÖ, Stockhofstraße 9, 4020 Linz, Tel. 0732/77 77 34, E-Mail: linz@schuldner-hilfe.at; www.schuldner-hilfe.at/spielsuchtberatung


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Glaube 15

12. Dezember 2013

Die vier Frauen im Stammbaum Jesu

Jesus – ein Kind großer Vorfahren Matthäus beginnt sein Evangelium mit einem Stammbaum. Nun sind Stammbäume nicht gerade das, was wir heute gerne lesen. Wenn Matthäus sein Werk damit beginnt, wollte er wohl seine Adressaten nicht vom Lesen abhalten, sondern ihre Aufmerksamkeit auf etwas Wichtiges lenken. Die Person, auf die sich dieser „theologische“ Stammbaum bezieht, ist Jesus – und er wird sofort mit zwei herausragenden biblischen Urvätern verbunden: mit König David, der wichtig für das jüdische Volk ist, und mit Abraham – er gilt als Stammvater aller Völker! Mit dieser Ouvertüre verweist Matthäus darauf, dass Jesus nicht nur der erwartete Messias für das jüdische Volk ist, sondern der Retter aller Menschen – also auch der Heiden (= alle Nicht-Juden). Diese Botschaft wird nochmals durch den Stammbaum unterstrichen. Jüdische Stammbäume laufen normalerweise ausschließlich über Männer. Im matthäischen Stammbaum tauchen jedoch gleich vier Frauen auf, und am Ende steht noch Maria, die Mutter Jesu.

Tamar Die erste dieser vier Frauen heißt Tamar. Sie ist die Schwiegertochter Judas. Durch ihre kluge und rollensprengende Handlungsweise sichert sie sowohl ihr eigenes Überleben als auch den Fortbestand des Stammes Juda. Aus diesem Geschlecht stammt König David. Tamar ist keine Frau aus der Verwandtschaft Abrahams, Isaaks oder Jakobs, sondern eine Heidin. Am Ende ihrer Geschichte steht die Geburt von Zwillingen (siehe Genesis 38).

Rahab Rahab hat ihr Haus in der Stadtmauer von Jericho. Sie versteckt die israelitischen Kundschafter und spricht ein herausragendes Be-

MIT MATTHÄUS IM NEUEN KIRCHENJAHR Serie: Teil 3 von 5

Tamar verführte durch eine List ihren Schwiegervater Juda und sicherte so dem Stamm das Weiterbestehen. Tamar und Juda. Lithografie von Marc Chagall. ARCHIV

kenntnis zu dem ihr fremden Gott JHWH. Durch ihren „Seitenwechsel“ gelingt die Einnahme der Stadt Jericho, die den Anfang des Einzugs ins versprochene Land markiert. Somit nimmt sie einen wichtigen Platz in der Heilsgeschichte ein. Sie wird mit ihrer Familie verschont und findet als Ausländerin Aufnahme im Volk Israel (nachzulesen in Josua 2 und Josua 6).

Machtansprüche, spielt sie in der Thronnachfolge zusammen mit dem Propheten Natan eine aktive Rolle mit dem Ergebnis, dass Batsebas Sohn Salomo die Nachfolge Davids antritt. Als Königinmutter sorgt sie außerdem dafür, dass der ärgste Konkurrent ihres Sohnes ausgeschaltet wird (nachzulesen in 2 Samuel 11–12; 1 Könige 1–2).

Rut

Heilsgeschichte durch Frauen

Rut – nach ihr ist ein ganzes Buch der Bibel benannt – ist eine Moabiterin, die als Witwe mit ihrer ebenfalls verwitweten Schwiegermutter in deren Wohnort Betlehem zieht und sich mit ihr in einzigartiger Weise solidarisiert. Dies führt schließlich zur Versorgung beider Frauen durch den Löser Boas. Am Ende steht die Geburt Obeds, der im abschließenden Stammbaum als der Großvater König Davids ausgewiesen wird. Rut wird damit zur Urgroßmutter Davids.

Mit der Erwähnung dieser vier Frauen macht Matthäus deutlich, dass die Heilsgeschichte von allem Anfang an durch Heiden, aber auch durch Frauen geprägt wurde. So kann er als Schlusspunkt nochmals eine Frau setzen, die – diesmal zwar als Jüdin – die männliche Genealogie durchbricht. Auch wenn der Stammbaum auf Josef hin geschrieben ist, wird am Ende erwähnt, dass durch Maria Jesus geboren wurde. Der andere Part wird dem Wirken des Heiligen Geistes zugesprochen. Ein Stammbaum also, der es in sich hat und durch dessen Besonderheit die Bedeutung der Zielperson ins Scheinwerferlicht gerückt wird: Jesus und seine Sendung.

Batseba

INGRID PENNER MITARBEITERIN IM BIBELWERK LINZ

Batseba, die Frau des Hetiters Urija, gilt auch als Ausländerin. Zuerst Opfer königlicher


Sonntag

3. Adventsonntag – Lesejahr A, 15. Dezember 2013

Nach der großen Gewissheit ... Fragen „Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten?“ Für Johannes gab es eine Zeit großer Gewissheit: Jesus ist der Messias. Als er aber im Gefängnis sitzt und hört, was Jesus tatsächlich verkündet und tut, wird er ihm fragwürdig: Ist er wirklich der Gottgesandte, um die Spreu vom Weizen zu trennen? Er, der Gefangene, gerät ins Zweifeln und ins „Gefängnis“ seiner Gottesvorstellung. Kein ,Ja, ich bin es‘ ist die Antwort, sondern: Höre und schau, was geschieht. „Blinde sehen wieder, und Lahme gehen; Aussätzige werden rein, und Taube hören; Tote stehen auf, und den Armen wird das Evangelium verkündet.“

Evangelium

1. Lesung

2. Lesung

Matthäus 11,2–11

Jesaja 35,1–6a. 10

Jakobus 5,7–10

Johannes hörte im Gefängnis von den Taten Christi. Da schickte er seine Jünger zu ihm und ließ ihn fragen: Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten? Jesus antwortete ihnen: Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und was ihr seht: Blinde sehen wieder, und Lahme gehen; Aussätzige werden rein, und Taube hören; Tote stehen auf, und den Armen wird das Evangelium verkündet. Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt. Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden; er sagte: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt? Oder was habt ihr sehen wollen? Einen Mann in feiner Kleidung? Leute, die fein gekleidet sind, findet man in den Palästen der Könige. Oder wozu seid ihr hinausgegangen? Um einen Propheten zu sehen? Ja, ich sage euch: Ihr habt mehr gesehen als einen Propheten. Er ist der, von dem es in der Schrift heißt: Ich sende meinen Boten vor dir her, er soll den Weg für dich bahnen. Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der kleinste im Himmelreich ist größer als er.

Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen, die Steppe soll jubeln und blühen. Sie soll prächtig blühen wie eine Lilie, jubeln soll sie, jubeln und jauchzen. Die Herrlichkeit des Libanon wird ihr geschenkt, die Pracht des Karmel und der Ebene Sharon. Man wird die Herrlichkeit des Herrn sehen, die Pracht unseres Gottes. Macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest! Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott! Die Rache Gottes wird kommen und seine Vergeltung; er selbst wird kommen und euch erretten. Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der Tauben sind wieder offen. Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, die Zunge des Stummen jauchzt auf. [...] Die vom Herrn Befreiten kehren zurück und kommen voll Jubel nach Zion. Ewige Freude ruht auf ihren Häuptern. Wonne und Freude stellen sich ein, Kummer und Seufzen entfliehen.

Darum, Brüder, haltet geduldig aus bis zur Ankunft des Herrn! Auch der Bauer wartet geduldig auf die kostbare Frucht der Erde, er wartet geduldig, bis im Herbst und im Frühjahr der Regen fällt. Ebenso geduldig sollt auch ihr sein. Macht euer Herz stark, denn die Ankunft des Herrn steht nahe bevor. Klagt nicht übereinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Seht, der Richter steht schon vor der Tür. Brüder, im Leiden und in der Geduld nehmt euch die Propheten zum Vorbild, die im Namen des Herrn gesprochen haben.


WORT ZUM SONNTAG

Gottesrätsel. Bist du es? Ganz anders als erwartet! So läuft das Leben oft. Ganz anders als erwartet erleben wir immer wieder Gott, und manchmal wird Gott uns ein Rätsel. Da halte ich als treuer Christ mein Leben lang die Gemeinschaft mit Jesus fest, suche nach größerer Nähe zu Gott und tue anderen Gutes, so gut ich kann. Dann trifft gerade mich immer wieder Unglück und Leid. Wie geht es mir da? Da kommt schnell die Frage auf: Ist Gott der Gerechte und Barmherzige? Ähnlich erging es Johannes dem Täufer: „Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten?“ Für ihn gab es eine Zeit der großen Gewissheit: Er erkannte Jesus als den Messias Gottes. „Der ist es!“ Als er aber im Gefängnis sitzt und hört, was Jesus tatsächlich verkündet und tut, wird er ihm fragwürdig: Ist er wirklich der, den Gott gesandt hat mit Feuer und Heiligem Geist zu taufen? Ist er der, mit dem das Gericht Gottes anbricht? Der bei den Menschen die Spreu vom Weizen trennt? So hatte er ihn angekündigt.

FRANCESCA SCHELLHAAS / PHOTOCASE.COM

Mutbitten Schenke mir Gott einen langen Atem eine frische Brise für den anderen Weg mache mich taub und blind für die tägliche Werbebotschaft und die Litanei für die Börsenkurse

Jesus aber zeigt sich ganz anders: Es fehlt in seiner Botschaft das Gericht Gottes, das Zorngericht. Er ruft zwar wie Johannes zu Umkehr und Buße. Aber er ist zu den Sündern barmherzig und gütig. Dass Jesus so anders war, schockiert Johannes. So gerät er, der Gefangene, ins Zweifeln und zugleich in ein „Gefängnis seiner Ideen“, seiner Gottesvorstellung. Jesus sagt nicht: Ja, ich bin es. Er sagt: „ Selig, wer an mir keinen Anstoß nimmt!“ Johannes soll sehen und hören, was sich ereignet. „Blinde sehen, Lahme gehen …“ Die Antwort Jesu auf die Anfrage des Johannes ist für immer bedeutsam. Jesus sagt Johannes und uns: Schau nicht auf deine Vorstellungen und Erwartungen, nicht sie sollen dein Handeln prägen. Schau auf die Zeichen für Gottes Wirken!

ZUM WEITERDENKEN Schaue ich auf die Spuren der Kraft, die von Jesus ausgehen? Diese Kraft erleben jedenfalls die, die nicht Anstoß nehmen an ihm. Für sie „blüht immer wieder die Wüste“ (Jes 35,1) ihres Lebens auf und „Kummer und Seufzen entfliehen“ (Jes 35,10).

lass einen großen Mut in mir wachsen Gott zum Hinsehen und Dich Hören

SR. EMMANUELA REICHL geistliche Leitung, dipl. Beraterin

zum Stören und schrillen Klang wenn es sein muss

in Logotherapie nach Viktor Frankl

Schenke mir Gott Deinen langen Atem

und Meditationsleiterin im

und Freund und Sinn auf dem Weg

schwestern vom Karmel in Aspach.

Kneipp Traditionshaus der MarienDie Autorin erreichen Sie unter

CAROLA MO0SBACH

 sonntag@kirchenzeitung.at


18 Bewusst leben in kürze BrustkrebsFrüherkennung In Österreich erkranken jährlich etwa 4600 Frauen an Brustkrebs, für 1500 verläuft die Erkrankung tödlich. Nach langen Verhandlungen zwischen Ärzten und Gesundheitsministerium startet im ersten Quartal 2014 ein neues Früherkennungs-Programm.

12. Dezember 2013

Uralte Räucherrituale erleben eine Renaissance

Trend mit Tradition Früher gehörte es zum Brauchtum, man hat es in der Familie erlebt und so wurde es von Generation zu Generation weitergetragen. Dann geriet das Räuchern lange Zeit fast in Vergessenheit. In den letzten Jahren wurde es wieder entdeckt, Workshops und Seminare sind ausgebucht. Brigitta Hasch

Die Untersuchungen werden in Ambulatorien und bei zertifizierten niedergelassenen Radiologen durchgeführt. Marco2811 – Fotolia.com

Risikogruppe flächendeckend untersuchen. Mit dem sogenannten Screening soll vor a­ llem die Untersuchungsrate der 45bis 70-Jährigen erhöht werden. Sie liegt derzeit bei unter 40 Prozent. Bei der Röntgenuntersuchung (Mammographie) können Krebsherde frühzeitig erkannt werden, bei einer Behandlung im Frühstadium sind die Heilungschancen größer. Vorgangsweise. Im Abstand von 24 Monaten werden alle Frauen im Alter zwischen 45 und 69 Jahren zu einer Mammographie eingeladen. Das Schreiben ist zugleich Überweisung. Die Untersuchung ist freiwillig, wer sie durchführt, entscheidet die Patientin. Die Adressen dazu sollen ab Jänner auf www.frueh-erkennen.at verfügbar sein. Eine Liste, zu welchem Zeitpunkt welche Jahrgänge eingeladen werden, ist bereits online. Auch nicht versicherte Frauen, Frauen zwischen 40 und 44 sowie 70 und 74 Jahren können auf Wunsch das Programm in Anspruch nehmen. Jede Frau kann auch weiterhin mit einer Überweisung der Fachärztin oder des Facharztes zur Mammographie gehen. Neu ist, dass das Röntgenbild von zwei Radiolog/innen unabhängig voneinander befundet wird.

KirchenZeitung Diözese Linz

Raunächte, Räuchern, Perchten, der Kampf zwischen Licht und Dunkelheit – die Ursprünge dieser Riten sind sehr alt und stammen wahrscheinlich von den Kelten, also aus einer vorchristlichen Zeit. Man kennt sie aber auch im Christentum. Die Geburt Christi wird in einer sehr mystischen Jahreszeit gefeiert, die Nacht nach dem Christtag ist die erste von zwölf Raunächten, die am Dreikönigstag enden. Und unter den Gaben der Heiligen Drei aus dem Morgenland finden sich neben Gold zwei bekannte Rauchwerke: Weihrauch und Myrrhe. Räuchern mit verschiedenen Absichten. Mit dem Rauch von unterschiedlichen Pflan-

Die Duft- und Wirkstoffe von Kräutern, Harzen und Hölzern sollen eine energetisch harmonische Atmosphäre herstellen. LoSa – Fotolia.com

zen wurden Feste im Jahreskreis und später ebenso christliche Feste begangen. Aber auch die Stationen im Laufe eines Lebens waren Anlässe, zu denen die Ahnen geräuchert haben: Heirat, Geburt, Krankheit oder Tod. Verbunden damit waren Bitte und Dank an die Naturkräfte oder Götter, die die Geschicke möglichst günstig lenken sollten. Der angenehme Geruch des Räucherns wurde aber auch ganz banal dazu genutzt, um die Stallluft zu reinigen. Und seine desinfizierende Wirkung sollte Krankheiten und Seuchen vertreiben. Außerdem gab es bestimmte Kräuter, die vor Unwetter schützen sollten. Zu manchen Lostagen war auch das Orakeln und Weissagen im Rauch sehr verbreitet. In östlichen Religionen wie dem Buddhismus, Hinduismus oder Konfuzianismus werden Duftstäbe in Tempeln, bei Zeremonien und Meditationen regelmäßig verwendet. Vom aufsteigenden Rauch erhofft man sich, dass die Seele gereinigt und positiv beeinflusst wird. Gerüche zum Wohlbefinden nutzen. Beim Räuchern mit natürlichen Wirkstoffen soll der Körper zur Ruhe kommen, sich neu ausrichten. Vor allem am Jahresende können solche Zeremonien dazu dienen, mit neuer Kraft in das neue Jahr zu starten. Notwendige Utensilien sind: ein feuerfestes Gefäß (Schale), Räucherkohle-Tabletten, Muschelsand zum Ableiten der Hitze und Räucherwerk (natürliche Kräuter, Harze und Hölzer, eventuell als fertige Mischung). „Das Räuchern läuft in drei Schritten ab“, erklärt Mag. Silvia Ortner von der Steyrtal-Apotheke in Neuzeug, OÖ. Zunächst wird gereinigt. „Sehr intensiv neutralisiert das Harz des Drachenblutbaumes. Man kann es mit einem Reset, also ‚Zurück an den Start‘ beim Computer vergleichen“, erklärt die Expertin: „Das ist aber nur bei sehr negativen Energien, bei sprichwörtlich dicker Luft notwendig. Sonst genügen auch mildere Harze.“ Danach sollte der Raum intensiv gelüftet werden. In einem zweiten Schritt geht es zur Harmonisierung. Kommende Veränderungen und Herausforderungen sollten einen dann nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen. Die Kräuter bzw. fertige Mischungen dazu sind sehr unterschiedlich und müssen individuell ausgesucht werden. Schließlich geht es im dritten Schritt um den Energieaufbau. Ziel ist es, mit den eigenen Energiereserven gut umzugehen, sie für unterschiedliche Vorhaben richtig einzuteilen.


KirchenZeitung Diözese Linz

Bewusst leben 19

12. Dezember 2013

ADVENT MIT KINDERN

Die Auswahl an Gesellschaftsspielen ist groß. Um eine Übersicht zu bekommen, braucht man Zeit und kompetente Beratung. KIZ/BH

In der Weihnachtszeit wird viel gespielt und es werden neue Spiele verschenkt

Spielespaß für Groß und Klein Seit Generationen haben Brettspiele eine zahlreiche Fangemeinde. Das hat sich trotz elektronischer Konkurrenz nicht wesentlich geändert. Neben den Klassikern liefern die Hersteller jedes Jahr neue Spielideen für jede Altersstufe oder auch für die ganze Familie. BRIGITTA HASCH

„Mensch ärgere dich nicht“ zählt wohl zu den bekanntesten und beliebtesten Brettspielen im deutschen Sprachraum. Aber auch Fuchs und Henne, Domino, Halma, Monopoly und Malefiz haben die Großeltern schon in ihrer Kindheit gespielt – und sie würfeln und ziehen die Spielfiguren auch jetzt noch gerne mit den Enkelkindern. Spiele fördern geistige Entwicklung. Soziale Kompetenzen von Kindern werden am Spieltisch so nebenbei und einfach gefördert wie sonst nirgends. Sie integrieren sich in einer Gruppe und respektieren die (Spiel-) Regeln. Aber auch die Konzentrationsfähigkeit, das sprachliche Vermögen und das Allgemeinwissen werden beim gemeinsamen Spielen wunderbar geschult. Wichtig ist, dass die Themen kindgerecht und dem Alter entsprechend aufbereitet sind.

Gedächtnistraining ist aber ebenso für ältere Menschen notwendig und so haben Spiele eine bedeutende Rolle in der Seniorenbetreuung. Dafür wurden sogar eigene Gesellschaftsspiele entwickelt, die das Erinnerungsvermögen und die Geschicklichkeit fördern. Generationen am Spielbrett. Auch die unkomplizierte Verbindung von Alt und Jung schaffen Spiele im wahrsten Sinne des Wortes spielerisch. Erwachsene werden zu Kindern, Jugendliche entwickeln ungeahnten Ehrgeiz, und die Kleinsten freuen sich ungemein darüber, dass keiner so viele Paare beim Memory abräumt, wie sie (siehe Kasten). Beratung ist wichtig. Auf die Frage, welche Spiele Alt und Jung gemeinsam spielen können, legt Petra Wilhelm, Fachverkäuferin beim Linzer Spielwarenhändler Beyerl, mindestens 20 unterschiedliche Schachteln auf den Tisch. Sie kennt alle Spielregeln und weiß, worauf es ankommt. „Es ist ein Unterschied, ob man eher Wissens- oder Strategiespiele mag. Für die Kleineren eignen sich Legespiele gut. Und manche Spiele sind einfach nur lustig, also richtige Partyspiele“, erzählt sie, bevor sie beginnt, die Kartenspiele zu erklären. Über gute Beratung freut sich sicher auch das eine oder andere Christkind.

Warum Erwachsene gegen Kinder kaum eine Chance im Memoryspielen haben, wurde von Forschern der Staatsuniversität Ohio herausgefunden: Erwachsene wissen mehr und versuchen, die Bilder in Kategorien einzuordnen. Diese Logik wird ihnen zum Verhängnis. Kin-

der versuchen einfach nur, Ähnlichkeiten herauszufinden und schauen sich die Karten viel genauer an. Und nun spielen sie gemeinsam ein Tiermemory, in dem verschiedene Katzen und Hunde versteckt sind. Richtig, die Details sind hier wichtiger als die Kategorien.

FOTOLIA – SOMENSKI

Kinder sind die Memory-Weltmeister

FOXY_A/FOTOLIA.COM

Weihnachtliche Backstube Teig naschen, Schokolade schlecken und Zuckerstreusel verteilen – Kinder haben beim Kekse-Backen viel zu tun. Mit folgenden einfachen Rezepten können sie ihren Backerfolg gleich genießen: Butterkekse. 300 g Mehl, 200 g Butter, 150 g Zucker, 5 Stk. Dotter, 1 TL Backpulver, 1 Prise Salz. Aus allen Zutaten rasch einen glatten Mürbteig kneten und eine Stunde kühl rasten lassen. Kekse ausstechen und bei 160 Grad Umluft ca. 10 Minuten backen. Mit bunten Streusel oder Zuckerschrift verzieren, mit Marmelade aneinanderkleben oder in Schokolade tunken. Mandelsplitter. 100 g Mandelstifte und evtl. Rosinen, 150 g Schokoladeglasur. Mandelstifte goldbraun anrösten, abkühlen lassen und mit Rosinen und flüssiger Schokoladeglasur vermischen. Mit zwei Teelöffel kleine Häufchen auf Backpapier setzen und erstarren lassen. Windringe.

6 Eiklar, 210 g Kristallzucker, 210 g Staubzucker, evtl. Speisefarben und Zuckerstreusel. Das Eiklar zu Schnee schlagen, Kristallzucker nach und nach dazugeben, Staubzucker unterheben. Für bunte Ringe ein wenig Farbe in den Teig rühren und mit einem Spritzbeutel Kreise oder Herzen spritzen. Bei 120 °C 30 min. trocknen lassen. Mit einem Kochlöffel das Backrohr dabei einen Spalt offen lassen, dann springen die Windringe nicht auf.


„„ Kinderoper „Raus aus dem Haus“ im Musiktheater. Was machen kleine Menschen morgens, mittags und abends? Sie singen, spielen, streiten und fürchten sich, sie erleben Abenteuer vor und im Haus und besteigen Berge. Und sie sprechen einander Mut zu. – Dieses bewegte Leben hat David Wagner in Noten gegossen und lädt dazu zwei ganz große Kinder ein, aus Herzenslust zu singen. Zwei Opernsängerinnen und drei Musiker geben bei diesem Stück ihr Bestes. Die lustige Kinderoper „Raus aus dem Haus“ ist für Kinder ab vier Jahren geeignet und findet im Linzer Musiktheater statt. Dauer: 50 Minuten.

Die Opernsängerinnen Cheryl Lichter und Karen Robertson erwecken das Haus und das Publikum zu neuem Leben. Winkler

lach mit piepmatz „„ Treffen sich zwei Hühner. Macht das eine: „Kikeriki.“ – Macht das andere: „Ia Ia.“ Fragt das erste: „Wieso machst du Ia?“ Sagt das zweite: „Heutzutage muss man eben Fremdsprachen können!“

KK Engel-Landeplatz Engel kann man nicht sehen, aber man kann ihnen begegnen. Und man kann sich welche basteln. Jeder Engel braucht einen Körper, einen Kopf und Flügel. Und dafür kannst du Papier, Pappe, Folien, Stoffe, Plastik oder Holz verwenden und alles miteinander kombinieren. Für einen Faltengel schneidest du ein Stück Papier rechteckig zu, faltest es im Zickzack und bindest es an einem Ende zusammen. Als Kopf dient eine Holzkugel, auf die du ein Gesicht malst. Wollfäden, geschnitten, darübergelegt und angeklebt ergeben die Haare. Für die Flügel machst du dir am besten eine ­Schablone und schneidest danach zwei Stück aus. Aufkleben, fertig. Mit einem anderen „Kleid“ sieht der Engel gleich rundlicher aus: Nimm dazu ein festes Papier, schneide einen Kreis aus, mach einen

„In ihrem Nest die Haselmaus schaut heute sehr verdrießlich aus“ – nach und nach kommen die Freunde und fragen die kleine Haselmaus, warum es ihr denn so schlecht ginge. Sie hat kein Fieber, es rinnt auch nicht die Nase und sie hat keine Beule. Sie schluchzt nur vor sich hin. Da nehmen sie ihre Freunde in die Mitte, putzen ihr die Nase und trösten sie. Sie wollen Tag und Nacht bei ihr sein, da-

din oder einen Brief­freund? Ich freu mich auf deine Post! kiki@kirchenzeitung.at, KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Deine gitti

balduin baum

Schlaukopf oder Wün­sche an KiKi? Suchst du eine Brieffreun-

Schnitt vom Kreisrand in die ­M i t t e und forme nun einen ­K egel. Fixiere die Klebestelle mit einer Wäscheklammer, bis sie getrocknet ist und gut hält. Papierengel kannst du außerdem aus Filterpapier und aus Servietten machen. Oder du beklebst eine Klopapier-Rolle mit buntem, glitzerndem Papier. Dazu passen ein gezeichneter, ausgeschnittener Kopf und Haarstreifen aus Goldfolie, die du mit der Schere einkringeln kannst. Die Rolle kannst du aber auch mit Stoffresten oder Filz bekleben und mit Borten verzieren. Dein Lieblingsengel war noch immer nicht dabei? Dann schlage ich vor, dass du deine Engel aus Joghurtbechern oder Kaffeekapseln machst. Und der letzte Tipp gilt den Flügeln: dafür kannst du auch richtige Federn verwenden.

Es ist so schön, ein Freund zu sein!

kiki-kontakt „„ Schick deine lustigsten Witze an: piepmatz@kirchenzeitung.at oder an PIEPMATZ, Kapuziner­ straße 84, 4020 Linz. „„ Hast du Fragen an den

Die KirchenZeitung für Kinder 12. Dezember 2013 Roo Ivan – Fotolia.com

Da geh ich hin

für sind Freunde ja da! Ja, Freunde haben und Freund sein ist schön! Da lacht auch die Haselmaus wieder. Eine Tiergeschichte über den Wert der Freundschaft, mit vielen Bildern – zum Vorlesen und Selberlesen. XX Es ist so schön, ein Freund zu sein! Christa Dietl (Zeichnungen), Herbert Pauli (Verse), Martin Hiesberger (Musik). Buch mit QR-Code zum MusikDownload: www.christa.dietl.com.


12. Dezember 2013

Schülerinnen der HWL Freistadt präsentieren mit Klient/innen der Lebenshilfe den neuen Lebenshilfe-Kalender.

Neumüller

„Heart‘s zua, herz auf“ Diese Zeit möchten die Schüler/in­nen an der HLW Freistadt nicht missen. Mit Jugendlichen der Lebenshilfe Freistadt haben sie den Lebenshilfe-Kalender 2014 gestaltet. Es war noch im letzten Schuljahr, als die Lebenshilfe bei der Schule anklopfte und fragte, ob man beim nächsten Jahreskalender nicht gemeinsame Sache machen könnte. Die jetzige Maturaklasse mit dem Schwerpunkt „Humanökologie“ wurde ausgewählt. Im März war die erste Planungsbesprechung. Im September war der Kalender fertig.

„heart's zua, herz auf“ läuft. Die Schüler/innen „öffneten“ ihre Herzen, indem sie an den Unternehmungen der Lebenshilfe teilnahmen. Gemeinsam ging es zum Turnen, in den Park zum Bocciaspielen, zum Bogenschießen und zum Schwimmen. Anfangs waren sie im Umgang miteinander sehr unsicher. Doch die Offenheit und Herzlichkeit, mit der man einander begegne-

Herz auf. Die gesamte Klasse war unter Leitung von Mag. Christine Binder mit dem Projekt befasst. Da ging es zunächst um das Kennenlernen. Genau darum geht es ja auch beim Engagement der Lebenshilfe im „Kulturherbst“ in Freistadt, der unter dem Thema

cd-tipp

te, baute diese Ängste ab. Die Lebensfreude und das Lachen der Lebenshilfe-Klient/innen steckte an. Es war eine lehrreiche Zeit, die keiner missen will, sagen sie jetzt. Da ging es einmal nicht nur um das Erlernen des Umgangs mit e­ iner neuen Software. Spaß, Bewegung und vor allem die Begegnung standen im Mittelpunkt.Zuhören eben – und das Herz aufmachen. M. F.

Mein Tipp Tage der Stille. Silvester einmal ganz anders feiern? Den Jahresanfang mit anderen gemeinsam hoch über dem Kremstal genießen? Dann sind die Tage der Stille von 29. 12. bis 1. 1. genau das Richtige! Anmeldung bis 23. Dezember unter burg.ooe.kjweb.at

KOntakt Drei Schülerinnen und Mag. Binder knipsten rund 2000 Fotos. Die besten wurden ausgewählt. Auch das Jännerfoto „Auf der Rodelbahn“ ist ein Actionfoto und kein „gestelltes“ Bild. Bei den Aufnahmen steht der Mensch im Vordergrund und die Freude an der Bewegung. Binder

Schreib an die FOR-YOU-Redaktion: paul.stuetz@ kirchenzeitung.at

xxx

Ponder the Mystery Als Captain Kirk entdeckte er fremde Welten, mit dem Album „Has Been“ eroberte er 2004 unsere Herzen, nur um sie dann mit „Seeking Major Tom“ 2011 zu verspielen. Nun startet William Shatner seine Mission Impossible, um bereits verloren Geglaubtes doch wieder zurückzugewinnen. Die Crew, er mit an Bord genommen hat, lässt sich sehen: So dürfen unter anderem Robbie Krieger (The Doors), Mick Jones (Foreigner) oder Stevie Vai an seiner Seite agieren. Und wenn dann die Besatzung mit „Ponder The Mystery“ abhebt, kann man sich gewiss sein: Hier handelt es sich um mächtige Progressive-Rock-Geschütze.

© Bildnachweis

Die Hoffnung, dass Shatner auf seine 82 Jahre noch einmal zum Sänger mutiert, durfte man ja schon vor Ewigkeiten begraben. Und so legt der sympathische Opa eine teilweise sehr anrührende Spoken-Word-Performance hin, die von Billy Sherwood gesanglich veredelt wird. Doch wenn dann die Gitarrensoli quengelnd jegliche Intimität

zerschießen, ist es schnell wieder vorbei mit der sachten Annährung zwischen Shatner und seinen Hörern. Da vermögen dann auch persönliche Themen wie Älterwerden, Liebe, Depression usw. die Kohlen nicht so recht aus dem Feuer zu holen. Es wäre bei Gott nicht notwendig gewesen, gleich eine ganze Prog-Rock-Kriegsflotte loszusenden, um die Gunst der Hörer zurückzubekommen. Auch wenn man sich durch „Ponder The Mystery“ mit Shatner wieder versöhnen mag, so muss bis zu unseren Herzen doch noch das eine oder andere Lichtjahr zurückgelegt werden … was für Helden wie Captain Kirk ja ohnehin ein Klacks ist. kr XX William Shatner – Ponder The Mystery (erschienen bei Cleopatra Records).


22 Anzeigen & Hinweise KLEINANZEIGEN PILGERREISE 14. – 22. Februar 2014 „Den Lebensweg Jesu gehen“ Eine besondere Reise ins Heilige Land mit der Kirchlich-Pädagogischen Hochschule Graz pro Person € 1197,– (bei 30 Personen) Anmeldung: Dipl.Päd. Christa Heiß, 0676/506 31 61, christa.heiss@hotmail.com VERSCHIEDENES Für einen wirklich guten und sinnvollen Zweck suche ich Uhren und Modeschmuck (auch defekt). Kommt alles den TIEREN zugute, die besonders jetzt auf uns Menschen angewiesen sind. Herzlichen Dank! Telefon 0664/910 07 88 oder 0664/789 09 50. www.kirchenzeitung.at/advent Der online-Adventkalender der KirchenZeitung begleitet Sie durch die Vorweihnachtszeit.

IMPRESSUM KirchenZeitung Diözese Linz Medieninhaberin: Diözese Linz. Herausgeber: Willi Vieböck. Chefredakteur: Matthäus Fellinger. Redaktion: Ernst Gansinger, Christine Grüll, Brigitta Hasch, Elisabeth Leitner, Paul Stütz, Josef Wallner. Verlagsleiterin: Ursula Schmidinger. Marketing: Monika Jellmair, Birgit Kubik. Anzeigen: Sigi Hafner. E-Mail: anzeigen@kirchenzeitung.at Sekretariat: Irmgard Draxler, Barbara Erber, Elisabeth Ecker, Alexandra Kaiser. Adresse: Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Tel. 0732/76 10-39 44, Fax: 0732/76 10-39 39. E-Mail: office@kirchenzeitung.at Leserbriefe an: leserbriefe@kirchenzeitung.at DVR: 0029874/10770 Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen OÖ, Tirol, Vorarlberg und Burgenland: Hans Baumgartner (Leiter), Susanne Huber, Brigitte Huemer. Werbung: Walter Achleitner, Thomas Hödl, Bergstraße 12, 5020 Salzburg, Tel. 0662/88 44 52, Fax: 88 44 52-4, E-Mail: koopred@kirchenzeitung.at Hersteller: OÖN Druckzentrum GesmbH & Co KG, Medienpark 1, 4061 Pasching. Verlagsort: Linz. Jahresabonnement: Inland: € 45,60 (Abodauer mindestens ein Jahr und danach bis auf Widerruf, Kündigung zum Halbjahr, schriftlich mit 14-tägiger Kündigungsfrist). ART COPYRIGHT VBK WIEN Mitglied der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK)

12. Dezember 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

 ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

„Extra Glück“ mit täglich 7.777 Euro zusätzlich Eine Extraportion Glück im Leben kann nie schaden. ToiToiToi erleichtert den Schritt zu dieser Extraportion und verlost in der Zeit von 9. bis 22. Dezember 2013 täglich 7.777 Euro zusätzlich. Jeden Tag 7.777 Euro zusätzlich, also unabhängig von der gespielten Losnummer – das ist die „Extra Glück“-Promotion bei ToiToiToi, und dieses „Extra Glück“ wird unter allen jenen Losnummern verlost, die am jeweiligen Ziehungstag mitspielen. Die Quittungsnummern, die jeweils 7.777 Euro gewinnen, werden unter anderem in allen Annahmestellen mittels Aushang, im ORF-Teletext auf Seite 723 und im Internet unter www.win2day.at bekannt gegeben. ToiToiToi-Spielteilnehmer haben die Wahl, wie viel sie pro Tipp einsetzen, und damit die Wahl, wie viel sie gewinnen möchten. Einsätze von 2 Euro (Höchstgewinn: 100.000 Euro), 3 Euro (Höchstgewinn: 150.000 Euro) bzw. 4 Euro (Höchstgewinn: 200.000 Euro) pro Tipp sind möglich.  ANGABEN OHNE GEWÄHR

TOTO

LOTTO

Ergebnisse Runden 49A 49 B

6 AUS 45

121 121 212 12X 111 1X2 3: +:+

Mi., 04. 12. 13: 5 15 17 19 26 38 Zz: 45 J O K E R: 8 2 5 3 8 4

112 122 X12 222 X21 111

So., 08. 12. 13: 1 5 7 15 21 25 Zz: 3 J O K E R: 0 2 0 0 5 5

1: 2:0

1: 2:1

2: 1:2

2: +:0

3: 0:1

4: 1:0

4: 2:1

5: 1:2

5: 0:1

HINWEISE  Menschenrecht auf gute Arbeit. Arbeiterkammer, Gewerkschaftsbund und katholische Kirche Oberösterreich haben am Tag der Menschenrechte, 10. Dezember, eine Aktion vorgestellt: Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz sowie AK-Präsident und ÖGBVorsitzender Dr. Johann Kalliauer laden ein, die gemeinsame Deklaration zu unterstützen. Gute Arbeit hat sechs Bausteine: Entlohnung, Mitbestimmung, Verteilung, Sinn, Qualität und Würde. „Der Mensch ist Mittelpunkt und Ziel des Wirtschaftens. Gute Arbeit achtet die Würde der menschlichen Person, ist sozial und ökologisch nachhaltig und menschengerecht in Ausmaß und Rahmenbedingungen“, sagt Bischof Ludwig Schwarz. Präsident Kalliauer weist darauf hin, dass es für viele Arbeitnehmer/in-

nen keineswegs selbstverständlich ist, gute Arbeitsbedingungen in den Betrieben vorzufinden. Die Arbeiterkammer trete für angemessene Entlohnung, ausreichende Mitbestimmungsmöglichkeiten und eine gerechte Verteilung von Arbeit ein.  Deklaration unterschreiben: www.gute-arbeit.at

 Bienenstöcke. Die Imkerin Maria Bodner bietet Bienenstöcke für Balkon, Dach oder Garten an, um Bienen den Lebensraum Stadt besser erschließen zu können. Hobbyimker, die keine Vorkenntnisse brauchen, erhalten für April und Mai 2014 einen leicht transportablen Bienenstock. Voraussetzung ist ein stabiler, windgeschützter und vor Kindern und Haustieren sicherer Standort am Balkon. Nach zwei Monaten bringen die Mieter den Bienenstock zurück oder lassen ihn wieder abholen. Die Miete kostet 160 Euro. Mit fünf bis acht Kilo Honig darf gerechnet werden. Den Honig können die Hobbyimker auch selbst entnehmen (mithilfe einer Videoanleitung).  Information: Corinna Rauter, Gesellschaft für Beziehungsethik. Tel. 0664/611 98 03.

Solidarität vor den Vorhang! Die KirchenZeitung lädt ein, Vorschläge zum Solidaritätspreis 2014 zu machen. Einreichungen sind bis 15. Februar 2014 möglich.

Der mit insgesamt 18.000 Euro dotierte Preis zeichnet in den drei Kategorien Einzelpersonen, Gruppen und Jugendprojekte solidarisches Engagement in den Bereichen Soziales, Umwelt, Frieden und Gerechtigkeit aus. Der Preis ist dotiert vom Sozialressort des Landes OÖ und der Diözese Linz. Er wird am 16. Mai 2014 von Bischof

Dr. Ludwig Schwarz, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Landesrätin Mag. Gertraud Jahn verliehen.  Einreichungen: mit Folder (gibt es bei der KirchenZeitung) oder formlos bzw. online: www.solipreis.at; solipreis@kirchenzeitung.at KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz


KirchenZeitung Diözese Linz

Ausblick 23

12. Dezember 2013

bildung – spiritualität – kurs

Fenster zum Himmel Steyr – Dominikanerhaus. „Fenster zum Himmel“ ist der Titel der Ikonenausstellung, die vom 11. bis 22. Dezember 2013 im Dominikanerhaus gezeigt wird. Dimitris Papaioannou, geboren 1960 in Athen, malt in der Tradition der byzantinischen Meister. Ikonen stellen nicht die äußere Welt dar, der Fokus liegt auf der inneren Welt des Betrachters. Darum ist der perspektivische Fluchtpunkt auch nicht am Horizont gelegen, sondern ins Auge des Betrachters verlagert. Treffenderweise wird dies Bedeutungsperspektive genannt.

Aspach, Kneipp-Haus  07755/70 51-0

Papaioannou

XX Feierliche Eröffnung am Sa., 14. 12., um 19.30 Uhr mit dem Ikonenmaler, Musik und griechischer Agape. Öffnungszeiten: Mo., Di., Mi., Fr.: 9 bis 11 Uhr und Sa., So.: 10 bis 17 Uhr. Anmeldung außerhalb der Öffnungszeiten und für einen Ikonenmalkurs im Dominikanerhaus (Mo. bis Fr. von 8 bis 12 Uhr): Tel. 07252/454 00.

Herbergsuche – jeden Tag vor jeder Tür Wartberg ob der Aist. Das Künstlerpaar Fatina Saleh und Mazen Muna ist im November 2012 vor dem Krieg in Syrien geflüchtet und wartet in Windhaag bei Freistadt auf den Ausgang seines Asylverfahrens. Im Frühjahr kommt ihr Kind zur Welt. Gemeinsam mit ihrem Mann hat Fatina Saleh die Tanzperformance „Syrien“ einstudiert, in der sie ihre Erlebnisse in Damaskus und ihre Flucht darstellen und aufarbeiten. Herbergsuchen ist nicht nur ein Spiel – es findet jeden Tag statt, in Österreich, im Mühlviertel, vor jeder Tür. Musikalische Unterstützung: Peter Chalupar (Beda mit der Palme). XX Tanztheater und Pantomime: Montag, 16. 12., 19 Uhr, Wartberg o. d. A., Veranstaltungszentrum, freiwillige Spenden.

Ried, Treffpunkt der Frau  07752/802 92

Bad Mühllacken, Kneipp-Haus  07233/72 15 XX Weihnachten und Jahresausklang in Gemeinschaft bei den Marienschwestern, So., 22. 12. 2013 bis Mo., 6. 1. 2014.

XX Wir singen der Weihnacht entgegen, Mi., 11. 12., 19.30 Uhr, mit Hans Samhaber und der Singmit-Gruppe.

Grein, Haus St. Antonius  07268/78 61 XX Silvesterbesinnung für Jugendliche und Erwachsene, Mo., 30. 12. 2013 bis Mi., 1. 1. 2014, Ltg.: Mag. Leopold Gruber.

XX Jahreswechselfeier und die zwölf heiligen Nächte, Di., 31. 12. 2013, 16 Uhr bis Do., 2. 1. 2014, 12 Uhr, Ltg.: Raffael Boriés.

Linz, Haus der Frau  0732/66 70 26 XX Film-Club, Kinobesuch und Austausch, Do., 26. 12., 18.30 bis 22 Uhr, Ltg.: Mag. Margret Heidi Scheu­ recker.

XX „... Abschied und Anfang wohnt ein Zauber inne“, Besinnlicher Jahreswechsel, Di., 31. 12. 2013, 17 Uhr bis Mi., 1. 1. 2014, 13 Uhr, Begl.: Sr. Klara Diermaier, Sr. Johanna Pobitzer.

Tragwein, Greisinghof  07263/860 11

Vöcklabruck, Geistl. Zentrum  07672/726 67

Wels, Bildungshaus Puchberg  07242/475 37

Linz, Marienschwestern  0732/66 70 26 XX In Stille und Vertrauen ins neue Jahr, Mo., 30. 12. 2013, 16.30 Uhr bis Mi., 1. 1. 2014, 13 Uhr, Ltg.: Sr. Huberta Rohrmoser. Ried, St. Franziskus  07752/827 42 XX Ökumenischer Abendgottesdienst, Konviktskapelle LMS Ried, So., 29. 12., 19 Uhr.

XX Weihnachtsmatinee im Schloss, Klangfrieden, Texte und Musik zur stillsten Zeit, Do., 26. 12., 10.30 Uhr, mit Franz Froschauer, Lesung, Martin Gasselsberger, Piano.

XX Annahmeschluss Termine: Donnerstag vor Erscheinungsdatum.

Gallspach. Der live moderierte Filmvortrag „Auf dem Jerusalemweg: Aus dem Herzen Europas 4500 km zu Fuß nach Jerusalem“ b ­ erichtet von der Pilgerreise Johannes Aschauers und zweier Kollegen durch zehn Länder. XX Auf dem Jerusalemweg, Do., 19. 12., 19 Uhr, Kursaal Gallspach.

Angebot der woche

Räucher-Set Das Räuchern rund um Weihnachten – vor allem in den Raunächten – ist ein alter Brauch, der sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Dem Verbrennen von Weihrauch wird eine reinigende, aber auch gottverehrende Bedeutung zugesprochen. Mit unserem Angebot der Woche können Sie sich den Duft von Weihrauch in Ihr Haus oder

Ihre Wohnung holen. Es besteht aus einem Räucherständer aus Messing mit Teelicht und einem Hauskirche-Heft, in dem u.a. der Ablauf einer Haussegnung rund um den Jahreswechsel beschrieben wird und das Feiervorschläge für Advent und Weihnachten enthält. Dazu schenken wir Ihnen zwei Probesäckchen Weihrauch (natur und bunt). Hinweis: Ein paar Körner Weihrauch werden in den Siebeinsatz gelegt und mit dem darunter stehenden Teelicht verbrannt. Siehe auch S. 18.

Behe

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XX KiZ-Leser/innen erhalten dieses Set zum Preis von € 10,– (zuzüglich Versandspesen) im Behelfsdienst der Diözese Linz, Kapuziner­ straße 84, 4020 Linz, Tel.: 0732/76 10-38 13, E-Mail: behelfsdienst@dioezese-linz.at


24 Termine namenstag

Heidi Pilgerstorfer, verheiratet, zwei Kinder und drei Enkelkinder, ist Kindergartenhelferin im Pfarrcaritas Kindergarten Wartberg/Aist. A. Klein

Adelheid (16. Dezember) Ich wurde nach Adelheid von Burgund getauft. Sie wurde 931 geboren und bemühte sich schon als junges Mädchen um Bedürftige. Als Kaiserin des ostfränkisch-deutschen Reiches gründete sie Klöster und förderte kirchliche Einrichtungen. Wie eine Kaiserin fühle ich mich nicht, aber ich genieße meinen Namen. Zumindest dessen Abkürzung Heidi, wie ich gerufen werde. Der Name passt zu mir, denn er klingt positiv und freundlich, und so nehme ich mich auch selbst wahr. Seit 21 Jahren arbeite ich im Kindergarten und erlebe, dass mein Name von Kindern besonders leicht und freudig aufgenommen wird. Meine Taufpatin hat sich sehr mit dem Leben der hl. Adelheid auseinandergesetzt. Als sie vor 50 Jahren in den Orden der Elisabethinen eingetreten ist, hat sie den Namen statt ihres eigenen Taufnamens angenommen. Heidi Pilgerstorfer

12. Dezember 2013

freitag, 13. 12. 2013 XX Altenberg b. L. Gnade, Film­ abend, Pfarrheim, 20 Uhr. XX Eferding. Festkonzert im Ad­ vent für Fridolin Dallinger, Kultur­ zentrum Bräuhaus, 19 Uhr, mit dem Davidchor. XX Kremsmünster. Mehrwert Glaube, Vortrag: Der Liebe Christi nichts vorziehen, Stift, 20 Uhr, Ref.: P. Bernhard Eckerstorfer OSB. XX Linz. Linzer Kirchenroas, Seel­ sorgestelle Elia, solarCity, 15 Uhr. XX Linz. Hello Light, Adventkon­ zert, Theatersaal der Jesuiten, Domgasse 3, 17.30 Uhr, mit P. Wer­ ner Hebeisen & friends. XX Linz, Dompfarre. Tanz als Ge­ bet, 19.30 Uhr. XX Linz, Ursulinenkirche. Weih­ nachtskonzert, Werke von Corelli und Bach, 19.30 Uhr, mit den Öster­ reichischen Symphonikern. XX Losenstein. Der Himmel über uns – ein Spaziergang im Univer­ sum, Pfarrzentrum, 19 Uhr, Ref.: Ing. Heinz Brugger. XX Maria Scharten. Lieder, die der Seele gut tun, Adventkonzert, Pfar­ re, 19 Uhr. XX Nußbach. Christbaumschneiden (KMB/SEI SO FREI) – Ihr Christbaum trägt Früchte, bei Fam. Linsbod in Stretz, 13 Uhr. XX Pregarten. Nacht der Lichter, Pfarrkirche, 18 Uhr. XX Vöcklabruck. Sprech-Café für Frauen aus aller Welt, Treffpunkt mensch & arbeit, 15 Uhr. XX Waldhausen i. S. ­Weihnachten forever!, Kabarett, Gasthaus Hader „Schlüsselwirt“, 20 Uhr, mit Best Friends. samstag, 14. 12. 2013 XX Arnreit. Kimmt hiatz a stille Zeit, Konzert, Pfarrkirche, 20 Uhr, mit dem Kirchenchor, Hirtenspiel­ gruppe der Volksschule u.a. XX Bad Ischl. Volksmusik zur Ad­ ventzeit in der Bauernstube, Kon­ gress- und TheaterHaus, 17 Uhr, mit der Tiroler Kirchtagsmusik, Aus­ seer Bradlmusi, Geschwister Pilstl, Vilsleit‘nmusi u.a. XX Bad Schallerbach. ­Adventgala, Atrium Europasaal, 19.30 Uhr, mit dem Vokalensemble LALÀ. XX Hirschbach. Krippenfiguren aus Jute, Kurs, Bauernmöbelmuseum Edlmühle, 13 Uhr.

XX Kremsmünster. Treffpunkt Be­ nedikt für junge Erwachsene, Vor­ trag: Mit Leib und Seele lieben, Stift, 20 Uhr, Ref.: Dr. Veronika und Dr. Fritz Pilshofer. XX Lambach. Zeit der Erwartung, Pfarrkirche und gotischer Speisesaal des Stiftes, 6 Uhr, mit P. Mag. Tobi­ as Kellner OSB. XX Linz, St. Franziskus. Himmli­ sche Harfenklänge, Pfarre, 19.30 Uhr, mit Jona, Harfe, Evamaria, Tex­ te. XX Linz, Minoritenkirche. Jauch­ zet & frohlocket, Musica-SacraKonzert, weihnachtliche Stücke von Bach, Händel, Mendelssohn Bartholdy u.a., 17 Uhr. XX Linz, Ursulinenkirche. Orgel­ stationen im Advent, Orgelmusik im Barock, 17 Uhr. XX Losenstein. Entwicklung – wo­ hin sollen wir gehen?, Männertag der KMB, Pfarrzentrum, 8 Uhr. XX Nußbach. Eine Welt Hot Spot, Treffen am Wärmeofen mit Punsch und Maroni, Kirchenplatz, 19 Uhr. XX Pregarten. Weihnachtskonzert, Pfarrkirche, 19.30 Uhr, mit dem Ur­ sprung Buam, Trio Alpin. XX St. Agatha. Festliche Advent­ musik, Pfarrkirche, 19 Uhr, mit dem Männerquartett „vocal global“. XX St. Gilgen. Barockes Hirtenspiel, Mozarthaus, 15 Uhr, mit dem En­ semble Neoba Danse. XX St. Marien b. Neuhofen. „50 Jahre Barackenkirche“, Got­ tesdienst, Pfarrkirche Nöstlbach, 18 Uhr, mit dem Micheldorfer Jagag'sang. XX Schwanenstadt. Benefiz-Ad­ ventsingen, Stadtpfarrkirche, 17 Uhr, mit dem Hausruckchor. XX Seitenstetten. Zuhause ist überall, Adventkonzert mit Lesung, Stift, Maturasaal, 19.30 Uhr, mit Barbara Coudenhove-Kalergi. XX Steyregg. Morgenandacht im Advent, Stadtpfarrkirche, 6.15 Uhr, mit Margarete Mayr. XX Vöcklabruck. Bibelnachmittag, Mutterhaus der Franziskanerinnen, Salzburger Straße 18, 14 Uhr, mit ­einem Schwestern-Team. sonntag, 15. 12. 2013 XX Bad Ischl. Barockes Hirten­ spiel, Stadtpfarrkirche St. Nikolaus, 15 Uhr, mit dem Ensemble Neoba Danse.

KirchenZeitung Diözese Linz

XX Eberstalzell. Mit 50 Cent die Welt verändern, Maronibraten für Straßenkinder, nach dem Gottes­ dienst, 10 Uhr. XX Hofkirchen i. M. Adventsingen, Pfarrkirche, 16 Uhr, mit fünf Chören der Pfarre und dem Musikverein. XX Kremsmünster. Missa in tem­ pore adventus et quadragesimae von M. Haydn, Stiftskirche, 10.15 Uhr. XX Lambach. Bußfeier und Abend­ messe, Stiftskirche, 19 Uhr, mit Abt em. Gotthard. XX Linz. Magnificat! Als ich dei­ ne Stimme hörte ..., Werke von J. S. Bach, A. Vivaldi und Weihnachts­ lieder, Anton Bruckner Privatuni­ versität, 16 Uhr, mit Sänger/innen und Orchester der ABPU, Tänzer/in­ nen der Anton Bruckner Privatuni­ versität. XX Linz, Alter Dom. Chormusik zur Adventzeit, 10.30 Uhr, mit dem Hard Chor Linz. XX Linz, Hl. Geist. Advent- und Weihnachtskonzert, Pfarrkirche, 15 Uhr, mit dem Chor Chemiepark Linz, Kuchltischmusi, Rezitation: Dr. ­Josef Schicho. XX Linz, Mariendom. Adventmo­ tetten, 10 Uhr, mit dem Vokalen­ semble der Dommusik. XX Linz, Minoritenkirche. A Child of Our Time im Advent III, Musi­ ca-Sacra-Konzert, 17 Uhr, mit Rita Weissenberger, Judith Preer, Her­ mann Schober. XX Linz, St. Franziskus. Benefiz­ veranstaltung für Binaobao, Philip­ pinen, Diavorführung, Pfarrsaal, 17 Uhr, Ref.: Walter Weber. XX Linz, Stadtpfarre Urfahr. Adventmesse mit Überset­ zung in Gebärde, Pfarrkir­ che, 9.30 Uhr, mit dem Volksge­ sangsverein. XX Nußbach. Besinnliche Advent­ wanderung, Treffpunkt: Kirchen­ platz, 16 Uhr. XX Nußbach. Punschstand von SEI SO FREI, Kirchenplatz, 8 Uhr. XX Ottensheim. Impulse: „Ich habe genug“, Pfarre, 10.30 Uhr, Ref.: Martin Wintereder. XX Ottnang a. H. Benefiz-Advent­ singen, Pfarrkirche, 17 Uhr, mit dem Hausruckchor. XX Pregarten. Weihnachtskonzert, Pfarrkirche, 16 Uhr, mit PregarTON. XX Puchenau. Adventsingen, Pfarr­ kirche, 15 Uhr.

ausstellungen XX Attnang-Puchheim. Die „Kunstaktion des richtigen Ausschnitts“, Grafik/Malerei von Wolf­ gang Stifter, Galerie Schloss Puchheim, Ausstel­ lung bis So., 15. 12., jeweils Fr., Sa., 17 bis 19 Uhr, So., 10 bis 12 Uhr. XX Ebensee. 30 Jahre Krippenschau, JubiläumsKrippenausstellung, Museum, Eröffnung und Buchpräsentation, So., 15. 12., 17 Uhr, Ausstel­ lung, Fr., 27. 12. bis Mo., 30. 12. 2013, Mi., 1. 1., Do., 2. 1. 2014, jeweils 13 bis 17 Uhr, So., 5. 1. und Mo., 6. 1., 9 bis 12 und 13 bis 17 Uhr.

XX Linz. Felix Dieckmann, Blick ins Ateli­ er, Ölmalerei und Holzschnitte, Atrium der ­Generali-Versicherung, Adalbert-Stifter-Platz 2, Vernissage, Do., 12. 12., 19.30 Uhr, Ausstellung bis 27. 2. 2014. XX Steyr. Fenster zum Himmel, Ikonen von Di­ mitris Papaioannou, Ausstellung, Dominika­ nerhaus, Eröffnung, Sa., 14. 12., 19.30 Uhr, mit dem Künstler, Ausstellung bis So., 22. 12., je­ weils Mo., Di., Mi., Fr., 9 bis 11 Uhr, Sa., So., 10 bis 17 Uhr.

Landschaftskrippen im Ebenseer Museum. Mehr Krippenausstellungen finden Sie unter www.kirchenzeitung.at/tipps Hörmandinger


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Termine 25

12. Dezember 2013

Vespern mit „O-Antiphonen“ Ein besonderer Weg, sich an sieben Tagen vor Weihnachten auf das Christfest einzustimmen: Vespern mit den „O-Antiphonen“, Liedern aus dem Lobgesang Mariens, Dienstag, 17. Dezember bis Montag, 23. Dezember. Gallneukirchen. Pfarrkirche, jeweils 18 Uhr. Linz. Kirche der Karmelitinnen, Langgasse, jeweils 18.15 Uhr. Linz. Kirche der Marienschwestern, Seilerstätte, jeweils 17.30 Uhr. Pfarre Gallneukirchen

XX Schärding. Zillertaler Weihnacht, Stadtpfarrkirche St. Georg, 19.30 Uhr, mit den Ursprung Buam und Trio Alpin. XX Schlägl. Adventduette von J. H. Schein und H. Grimm, Stiftskirche, 10 Uhr; Turmblasen, 17.30 Uhr. XX Schwanenstadt. Messe mit Übersetzung in Gebärde, Pfarrkirche, 10 Uhr, mit Mitgliedern des Gehörlosenvereines Salzkammergut. XX Stadt Haag. Lasst Kerzen uns entzünden, vorweihnachtliches Singen und Musizieren, Stadtpfarrkirche, 17.30 Uhr, mit dem Chor Haag, Vocalistic, Wallseer Stubenmusik. XX Steyr. Lateinamerikanisches Weihnachts-Benefizkonzert, evangelische Kirche, 18 Uhr, mit der Gruppe Tamalito Connections.

Tamalito Connections beim lateinamerikanischen Weihnachtskonzert in Steyr am Sonntag, 15. Dezember. Weltladen

XX Timelkam. Adventsingen, St.-Anna-Kirche, Oberthalheim, 18 Uhr, mit dem St.-Anna-Chor, Schweinshax‘n Musi, Bläsergruppe. montag, 16. 12. 2013 XX Kremsmünster. Adventoase, Treffpunkt: vor dem Tor der Stiftskirche, 19.30 Uhr. XX Wartberg o. d. A. Herbergsuche – 2000 Jahre später, „Syrien“ – Tanztheater und Pantomime, Veranstaltungszentrum, 19 Uhr, mit Fatina Saleh und Mazen Muna. dienstag, 17. 12. 2013 XX Bad Ischl. Jenseits des Spiegels, musikalische Adventgeschichte für Erwachsene, Bibliothek der Pfarre, 19.30 Uhr, mit Conny Kirsch und Gerhard Schilcher.

XX Lenzing. Wieder ist Weihnachtszeit, Adventkonzert, Pfarrkirche, 19.30 Uhr, mit dem Arbeitersängerbund. XX Linz. Medizinische Studien – Nutzen oder Risiko für die Teilnehmer? forte Patientenuniversität, forte Fortbildungszentrum, Museumstraße 31, 15 Uhr. XX Vöcklabruck. Mit Leib und Seele singen, Einstimmen in die Weihnachtszeit, Treffpunkt mensch & arbeit, Graben 19/1, 19.30 Uhr. mittwoch, 18. 12. 2013 XX Feldkirchen a. d. D. Oase im Advent, Lieder und Texte zur Vorweihnachtszeit, Pfarrkirche, 20 Uhr, Musik: Achtltakt. XX Linz. „... und Friede den Menschen auf Erden“, Linzer City-Senior/innen-Treff, URBI&ORBI, Bethlehemstraße 1a, 14.30 Uhr. XX Linz. Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und Angehörige, Vereinszentrum „pro homine“, Weißenwolffstraße 17a, 19 Uhr. XX Linz. Abendgebet mit Gesängen aus Taizé, Kirche der Barmherzigen Brüder, 19.30 Uhr. XX Niederthalheim. Kontemplative Meditation, Pfarrheim, 19.30 Uhr, mit Mag. Susanne Gross. donnerstag, 19. 12. 2013 XX Gallspach. Auf dem Jerusalemweg, Filmvortrag, Kursaal, 19 Uhr. XX Linz. Singen, nicht singen lassen, Advent-Konzert, Kirche der Landes-Nervenklinik, 18.30 Uhr, mit dem Hans-Sachs-Chor. XX Pregarten. Meditationsabend im Advent, Pfarrheim, 19 Uhr, Begl.: Mag. Julia Matzinger. freitag, 20. 12. 2013 XX Grünau i. A. Musikalische Rorate, Pfarrkirche, 6 Uhr, anschließend Frühstück im Pfarrsaal. XX Lambach. Taizéabend, Meditationsraum des Stiftes, 19.30 Uhr, mit Schüler/innen des RG Lambach. XX Leonding. Christmas Gospels & Popsongs, Veranstaltungszentrum Doppl Punkt, Haidfeldstraße 31a, 19 Uhr, mit Body & Soul feat. Roman Krenn.

samstag, 21. 12. 2013 XX Linz, Marcel Callo. Adventkonzert, Pfarrkirche, 17 Uhr, mit dem Kammerensemble der ­Sinfonietta Linz. XX Linz, St. Peter. The Magic of Christmas, Pfarrkirche, 19 Uhr, mit Fischerman's Friends. XX Rutzenham. Macht eben den Weg eures Lebens, Adventsingen, Expositurkirche Bach, 19.30 Uhr, mit dem Singkreis Bach, Dreigesang, Harfe, Klarinettenmusi. XX St. Johann a. W. Weihnachtssingen, Pfarrkirche, 18 Uhr. XX St. Marienkirchen a. d. P. Weihnachtskonzert mit Werken von G. F. Händel, J. S. Bach, J. Rutter, L. Maierhofer u.a., Gemeindezentrum, mit dem Kirchenchor Pollham. XX Schärding. Weihnachtliches Zitherkonzert, Kubinsaal, 20 Uhr, mit Franz Schmiedbauer. sonntag, 22. 12. 2013 XX Bad Hall. Kleines Licht aus Bethlehem, Adventkonzert, Kirche St. Blasien, 17 Uhr, mit der Chorgemeinschaft Bad Hall. XX Gampern. Pferdesegnung, Dorfplatz, 10.30 Uhr. XX Gampern. Adventkonzert, traditionelle Adventlieder neu interpretiert, Pfarrkirche, 19.30 Uhr, mit Danilea Oberransmayr, Thomas und David Lechner. XX Grein. Traditionelles Adventkonzert, Pfarrkirche, 16 Uhr, mit dem Kirchenchor. XX Haid. Adventsingen, Autobahnkirche Haid, 15 Uhr, mit der Chorgemeinschaft Haid/Ansfelden. XX Kremsmünster. Missa „Super ut re mi fa sol la – la sol fa mi re ut“ von B. Amon, Stiftskirche, 10.15 Uhr. XX Leonding. Weihnachtssingen, Kürnberghalle, 17 Uhr, mit der Chorgemeinschaft und SymphonieOrchester Leonding. XX Linz. Weihnachtsoratorium von Bach für Kinder, Alte Musik im Schloss, Schlossmuseum, Festsaal, 11 Uhr, mit L'Orfeo Barockorchester. XX Linz, Minoritenkirche. Weihnachtsoratorium im Advent IV, Musica-Sacra-Konzert, 17 Uhr, mit L‘Orfeo Barockorchester, ­Collegium Vocale der Salzburger Bachgesellschaft. XX Neuhofen a. d. K. Heuhof'ner Herbergssuche, Schauspiel unter freiem Himmel, Marktplatz, 17 Uhr. XX Pollham. Weihnachtskonzert mit Werken von G. F. Händel, J. S. Bach, J. Rutter, L. Maierhofer u.a., Pfarrkirche, mit dem Kirchenchor. XX Schärding. Soirée zum 4. Advent, Rathaussaal, 17 Uhr, mit Musica Viva. XX Seitenstetten. Auf Weihnachten zua!, Stiftsmeierhof, 15 Uhr und 19.30 Uhr, mit dem Salzburger Dreigesang, Ensemble Tobi Reiser. XX Traun. Is finsta drauß, Adventkonzert der Goldhaubengruppe, Schlosskapelle, 17 Uhr, mit Auhäusler Sängern und Musikanten, Uttendorfer Sängerinnen.

Liturgie Lesejahr A Lesereihe II Sonntag, 15. Dezember 2013 3. Adventsonntag (Gaudete). L1: Jes 35,1–6a.10 L2: Jak 5,7–10 Ev: Mt 11,2–11 Montag, 16. Dezember 2013 L: Ev:

Num 24,2–7.15–17a Mt 21,23–27

Dienstag, 17. Dezember 2013 L: Ev:

Gen 49,1–2.8–10 Mt 1,1–17

Mittwoch, 18. Dezember 2013 L: Ev:

Jer 23,5–8 Mt 1,18–24

Donnerstag, 19. Dez. 2013 L: Ev:

Ri 13,2–7.24–25a Lk 1,5–25

Freitag, 20. Dezember 2013 L: Ev:

Jes 7,10–14 Lk 1,26–38

Samstag, 21. Dezember 2013 L: Ev:

Hld 2,8–14 oder Zef 3,14–17 Lk 1,39–45

Sonntag, 22. Dezember 2013 4. Adventsonntag. L1: Jes 7,10–14 L2: Röm 1,1–7 Ev: Mt 1,18–24

XX Annahmeschluss Termine: Donnerstag vor Erscheinungsdatum.

XX Weihnachtsmärkte und Krippenausstel­lungen finden Sie auf www.kirchenzeitung.at/tipps H. Berndorfer


teletipps Sonntag, 15. Dezember 9.30 Uhr: Katholischer Gottesdienst (Religion) Aus der Pfarrkirche Hl. Stephanus in Stockerau, mit Pfarrer Markus Beranek. ORF 2/ZDF 12.30 Uhr: Orientierung (Religion) „Missbrauchsfälle verhindern – neue Studie“; „Die unrühmliche Rolle der katholischen Kirche in den Jahrzehnten der Franco-Diktatur“; „Erste muslimische Pilotin in Südafrika“. ORF 2 20.15 Uhr: Vicky Cristina Barcelona (Spielfilm, E/USA 2008) Mit Javier Bardem, Penélope Cruz u.a. – Regie: Woody Allen – Amüsant-erotischer Film mit überzeugenden Darstellern. ATV 20.15 Uhr: Swimming Pool (Spielfilm, F/GB 2003) Mit Charlotte Rampling, Ludivine Sagnier u.a. – Regie: François Ozon – Hervorragend gespielter Psychothriller. EinsFestival 20.15 Uhr: ORFeins Cowboys & Aliens (Spielfilm) ORF 2 Tatort (Krimireihe) Montag, 16. Dezember 20.15 Uhr: James Bond 007 – Ein Quantum Trost (Spielfilm, GB/USA, 2008) Mit Daniel Craig, Olga Kurylenko u.a. – Regie: Marc Forster – ­Rasanter Actionfilm, der perfekte, genre­ gerechte Unterhaltung bietet. ARD 20.15 Uhr: ORF 2 Die Millionenshow BR laVita: Nach der großen Flut: Leben in Fischerdorf (Magazin)

15. 12. bis 21. 12. 2013 des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz

22.00 Uhr: Faszination Wissen: Den Welthunger stillen – Warum wir doch etwas tun können (Wissenschaftsmagazin) Die Gründe für den Welthunger und was jeder Einzelne dafür tun kann, damit sich die Situation bessert. BR

der aufwändig inszenierten Romanverfilmungen nach J.K. Rowling. VOX 20.15 Uhr: ORFeins Mr. und Mrs. Smith (Spielfilm) ZDF Der Bergdoktor (Serie) freitag, 20. Dezember

dienstag, 17. Dezember 20.15 Uhr: Jagd auf Roter Oktober (Spielfilm, USA 1990) Mit Sean Connery, Alec Baldwin u.a. – Regie: John McTiernan – Eindrucksvoll inszenierter Film. PULS 4 20.15 Uhr: ORF 2 Universum: Planet der Spatzen (Doku) ZDF Frauen, die Geschichte machten: Sophie Scholl (6/6; Doku-Reihe) 22.15 Uhr: 37°: Ohne Geld kleine Welt – Kinder im sozialen Abseits (Dokumentation) Wie Kinder mit dem Stigma „Armut“ umgehen, und wie sie versuchen, einen Ausweg daraus zu finden. ZDF 22.35 Uhr: kreuz & quer (Religion) „Todsünden“: Erfolgreiche Menschen, die über ihre Todsünden und deren Überwindung, erzählen. // (23.25 Uhr) „Döner mit Apfelstrudel – Ein Stück Österreich am Bosporus“: Absolventen der katholischen St.-Georgs-Ordensschule in Istanbul. ORF 2 Mittwoch, 18. Dezember 20.15 Uhr: Was machen Frauen morgens um halb vier? (Spielfilm, D 2012) Mit Brigitte Hobmeier, Peter Lerchbaumer u.a. – Regie: Matthias Kiefersauer – Sympathische Komödie. ARD

BR/Pelle Film Riedel & Timm

Di., 17. Dezember, 22.00 Uhr: Gastarbeiter Gottes (Dokumentarfilm) Im südindischen Kerala werden Mönche zu Priestern ausgebildet, um in die Welt zu ziehen. Viele gelangen so als „Importpriester“ in die von Priestermangel betroffenen Länder und werden zu „Gastarbeitern Gottes“. – Ein Film über die Veränderung des Priesterbildes in Zeiten der Globalisierung. BR 20.15 Uhr: Nur mit Euch! (Spielfilm, D 2012) Mit Hardy Krüger jr., Sophie Schütt u.a. – Regie: Udo Witte – Solide inszeniertes Familiendrama. BR 20.15 Uhr: ORFeins Fußball/Puntigamer Sturm Graz : Rapid Wien ZDF Aktenzeichen: XY ... ungelöst donnerstag, 19. Dezember 20.15 Uhr: Schon wieder Henriette (Spielfilm, A/D 2013) Mit Christiane Hörbiger u.a. – Regie: Nikolaus Leytner – Amüsanter Krimi. ARD 20.15 Uhr: Harry Potter und der Stein der Weisen (Spielfilm, USA 2000) Mit Daniel Radcliffe, Emma Watson u.a. – Regie: Chris Columbus – Teil 1

11.30 Uhr: Oh Tannenbaum – Ein Weihnachtsbrauch erobert die Welt (Dokumentation) Der Siegeszug des Weihnachtsbaumes, der vor 600 Jahren begann. 3sat 20.15 Uhr: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (Animationsfilm, USA 2009) Regie: Robert Zemeckis – Animierte Adaption von Charles Dickens‘ „Weihnachtserzählung“. ATV 20.15 Uhr: ORFeins Ein Dorf sucht die Liebe (Reportage) ORF 2/ZDF Die Chefin (Krimireihe) samstag, 21. Dezember 16.30 Uhr: Erlebnis Österreich: A himmlische Zeit – Zwischen Martini und Liachtmess (Film) Christine Brunnsteiner lädt ein zur „Himmlischen Zeit“, jener Zeit im Jahr, die besonders dicht gedrängt ist an Bräuchen und Traditionen. ORF 2 20.15 Uhr: Die Monster AG (Zeichentrickfilm, USA 2001) Regie: Peter Docter, David Silverman, Lee Unkrich – Witzig, unterhaltsam und technisch perfekt. VOX 20.15 Uhr: ORFeins Tatsächlich ... Liebe (Spielfilm) ARD Laconia (1+2/ Spielfilm)

radiophon Zwischenruf ... von Susanne Heine (Wien). So 6.55, Ö1

iris milisits

Mag. Olivier Dantine Superintendent der Diözese Salzburg/ Tirol

So 6.04 Uhr, Mo–Sa 5.40 Uhr: Morgengedanken. Der Advent ist eine Zeit voller Kindheitserinnerungen: Wie das Warten auf unterschiedliche Weise und für alle Sinne gestaltet wurde, hat mich für mein Leben geprägt. ÖR

Erfüllte Zeit. U.a.: Bibelkommentar von Christine Rod zu „Die Frage des Täufers“ und „Das Urteil Jesu über den Täufer“ (Mt 11,2-11). So 7.05, Ö1 Motive. So 19.04, Ö1 Einfach zum Nachdenken. So–Fr 21.57, Ö3 Gedanken für den Tag. „Weihnacht ohne Lametta“. Von Philipp Hochmair, Schauspieler. Mo–Sa 6.56, Ö1 Religion aktuell. Mo–Fr 18.55, Ö1 Praxis. Mi 16.00, Ö1 Tao – Religionen der Welt. „Die Welt aus einer Perle – Zum Ida-EziFest der Jesiden.“ Sa 19.04,Ö1

Radio Vatikan Täglich. 7.30 Lat. Messe 20.40 Lat. Rosenkranz (KW: 5885, 7250, 9645 kHz) 16.00 Treffpunkt Weltkirche 20.20 Abendmagazin (Wiederholung am folgenden Tag 6.20): (So) Sie fragen – wir antworten; (Mo) WeltkirchenMagazin; (Di) Die Radioakademie (3): Papst Paul VI. – Ein moderner Papst; (Mi) Die Woche in Rom; (Do) Kreuz des Südens; (Fr) Prisma-Magazin; (Sa) Betrachtungen zum 4. Adventsonntag (Hinweis: Die deutschsprachigen Sendungen um 16.00 Uhr und 20.20 Uhr können nur über Satellit empfangen werden.)

So 10.00 Uhr: Katholischer Gottesdienst. Aus St. Ursula/ Helga Slowacek Wien 1 – Pater Jörg Wegscheider OP feiert am 3. Adventsonntag mit seiner Gemeinde den Gottesdienst. Der Chor der Studienrichtung Kirchenmusik unter der Leitung von Erwin Ortner singt unter anderem die „Missa Pater Noster“von Jacobus Gallus und Lieder aus dem „Gotteslob“. ÖR


KirchenZeitung Diözese Linz

12. Dezember 2013

Personen, Ehrung & Hinweise 27 Hinweis

Sr. Juliana Baldinger schreibt über die Situation in ihrer Wahlheimat Ägypten

Stolz auf mutige Christen und Muslime In ihren Weihnachtswünschen an alle KIZ-Leser/innen erzählt Sr. Juliana Baldinger von einer Begebenheit, die ihren Einsatz in Ägypten in einem hoffnungsvollen Licht erscheinen lässt. Ein Salafist (ein radikaler Muslim) in unserem Dorf Berba wollte eine Mutter, die ihr Kind in den pfarrlichen Kindergarten bringt, in dem schon seit über 20 Jahren muslimische und christliche Kinder auf den Alltag der Schule vorbereitet werden, einschüchtern. Er sagte zu ihr: „Wenn deine Kinder in das christliche Entwicklungszentrum gehen, werden sie in der christlichen Lehre unterwiesen.“ Die Mutter aber ließ sich nicht einschüchtern und sagte nur: „Es ist mir lieber, dass sie in der christlichen Lehre unterrichtet als durch die Salafisten zu Terroristen ausgebildet werden.“ Ich lebe nun schon über 20 Jahre in Ägypten unter Christen und Muslimen im Dorf El Berba. Heute bin ich stolz auf all jene, die sich nicht einschüchtern lassen. Auf

Die Sionsschwester Juliana Baldinger aus Meggenhofen. kiz/jw

alle Christen im Land Ägypten, die die Worte Jesu lebten und leben. Auf alle Muslime, die ihren Glauben und ihre Überzeugung nach den Worten des Korans und den islamischen Schriften leben, wo es auch heißt: „Keiner ist ein wahrer Gläubiger, solange er nicht für seinen Bruder wünscht, was er für sich selber wünscht.“

LandesfeuerwehrKommandant Dr. Wolfgang Kronsteiner (v.l.n.r.), Bezirksfeuerwehr-Kommandant Ing. Wolfgang Lehner, Prälat Johann Holzinger, Dechant Dr. Ferdinand Reisinger und LH Dr. Josef Pühringer. Land OÖ/Kraml

Verleihung der Verdienst- und Ehrenzeichen des Landes OÖ Linz. Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer vergab am 9. Dezember die Verdienst- und Ehrenzeichen des Landes OÖ. Das Silberne Ehrenzeichen erhielten Prälat Johann Holzinger, Propst des Augustiner Chorherren Stiftes St. Florian, sowie Pfarrer Mag. Bernhard Petersen, Pfarrer der evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Wels. Mit dem Goldenen Verdienstzeichen wurden geehrt: Monsignore Franz Greil, Pfarradministrator der Pfarre Schiedlberg, Mag. Brigitte Gruber-Aichberger, PMM, Direktorin der Abteilung Pastorale Berufe der

Diözese Linz, Konsulent Mag. Josef Habringer, Domkapellmeister und Leiter des Referates Kirchenmusik im Pastoralamt der Diözese Linz, Konsistorialrat Mag. Franz Harant, Pfarrer der Pfarre Pasching, Konsistorialrat Konsulent Dr. Franz Leitner, Augustiner Chorherr des Stiftes St. Florian, Monsignore Dechant Mag. Walter Plettenbauer, Propst des Kollegiatstiftes Mattighofen, em. Universitätsprofessor Konsistorialrat Dechant Mag. Dr. Ferdinand Reisinger, Augustiner Chorherr des Stiftes St. Florian, Monsignore Dechant Alois Ro-

ckenschaub, Pfarrer in Ebensee, sowie Konsistorialrat Dechant Johann Georg Wimmer, Pfarrer der Pfarre Königswiesen. Das Silberne Verdienstzeichen erhielten: Johann Neubauer, ehem. Leiter der Kirchenbeitragsstelle Linz, Kapitularkanonikus Monsignore Mag. Leon Sireisky, Pfarrvikar der Stiftspfarre Mattighofen, sowie Johann Wallaberger, Ständiger Diakon und Pfarrsekretär der Pfarre Peterskirchen. Die Verdienstmedaille erhielt Hermann Hoffelner, ehem. Kurator der evangelischen Pfarrgemeinde Neukematen.

Schwerpunkte des Diözesanarchivs Soben hat das Diözesanarchiv ein neues Beiheft (Nummer 15) im Neuen Archiv für die Geschichte der Diözese Linz veröffentlicht. Die Artikel zeigen, dass die Diözese Linz auf eine lange Tradition intensiver Quellenforschung zurückblicken kann. Die jüngste Publikation geht auf die Schwerpunkte ein, die in den vergangenen 40 Jahren im Diö­zesanarchiv gesetzt wurden. Erstmals erfolgt auch eine Zusammenstellung der diözesangeschichtlichen Diplomarbeitsund Dissertationsthemen.

Sie haben die historische Forschung in der Diözese wesentlich geprägt: Univ.Prof. Dr. Rudolf Zinnhobler (links stehend), Dr. Johannes Ebner (Mitte stehend) und Univ.Prof. DDr. Karl Rehberger (rechts). archiv

Die intensive Quellenforschung zur Diözesangeschichte soll weiter forciert werden. Dazu ­wurde im Zusammenwirken von Bischofsvikar für Bildung, Institut für Kirchengeschichte an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität und dem Diözesanarchiv im September 2013 der Verein für Diözesangeschichte gegründet. Die Referate des Gründungssymposions sind ebenfalls Inhalt der Publikation. XX Bestelladresse: Diözesanarchiv, Harrachstraße 7, 4020 Linz (www. dioezese-linz.at/dioezesanarchiv): Diözesanarchiv Linz (Hg.), Neues Archiv für die Geschichte der Diö­zese Linz, Beiheft 15, Linz 2013, 148 Seiten, Verkaufspreis € 15,–. (Bei Mitgliedschaft im Verein ist die Broschüre im Beitrag inbegriffen.)


28 Kultur

12. Dezember 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

FÜR SIE GELESEN

Der „Ort der Begegnung“ der Elisabethinen in Linz ist ein beliebter Treffpunkt für Kultur

Alle Wege führen in die Katastrophe

Warum Spitalsbetten und Musik zusammengehören

Das Referat für Weltanschauungsfragen, – nicht ganz zutreffend, aber eingängig „Sektenreferat“ genannt – ist eine Anlaufstelle für alles und jeden. Wer dort arbeitet, ist mit den sonderbarsten Geschichten konfrontiert, vor allem mit den völlig unterschiedlichen Aspekten ein und desselben Ereignisses. So hat das auch Gerhard Pauza erlebt. Der heutige Religionsprofessor am Bundesrealgymnasium Solarcity Linz war vor Jahren

im Sektenreferat tätig. Seine Erfahrungen hat er nun in einem Roman verarbeitet: Eine Mutter wendet sich an die Beratungsstelle und behauptet, ihre Tochter sei von einer islamischen Sekte entführt worden. Im Zuge der Recherchen stellt sich jedoch heraus, dass die Tochter von ihrem gewalttätigen und ausländerfeindlichen Vater verletzt und darauf zu ihrem türkischen Freund geflohen ist. Das Familienleben war seit Jahren wegen des krankhaften Vaters die Hölle, der Sektenbeauftragte des Romans erkennt, dass er für diesen Fall nicht kompetent ist und stellt einen Kontakt zu einer Lebensberatungsstelle her. Damit verliert er den Fall aus den Augen und gibt dem Roman drei Schlussvarianten. Eine interessante Erzählung, die so unglaublich ist, wie nur das Leben sein kann. J. W. Polenreise. Roman mit drei Schlussvariationen, Gerhard Pauza, Aspach: Edition Innsalz 2013, 208 Seiten, € 14,90.

Man muss nicht erst krank werden, um in das Krankenhaus der Elisabethinen zu gehen. Die „Lisln“ veranstalten regelmäßig Konzerte, Vernissagen und Lesungen und freuen sich, abseits des Spitalsbetriebs mit Menschen ins Gespräch zu kommen. JOSEF WALLNER

„Wir Elisabethinen wollen nicht nur über unser Spital wahrgenommen werden“, sagt Generaloberin Sr. Barbara Lehner. „Wir sind Ordensfrauen, für die es neben dem Dienst im Krankenhaus auch ein Leben gibt: das geistliche Leben, die Feste, die wir feiern, und das gemeinsame Wohnen in unserem Konvent.“ Um auch Elisabethinen als Ordensgemeinschaft in der Öffentlichkeit bewusst zu machen, wurde der „Ort der Begegnung“ geschaffen. Durch ein qualitätsvolles kulturelles Programm sollten Menschen die Schwellenangst überwinden, die man vor einem Spital verständlicherweise hat. Die Idee hat gezündet. Anfangs hat der ehemalige Geschäftsführer und ärztliche Leiter des Hauses Dr. Franz Harnoncourt dank seiner Verbindung zur Musikszene die Türen zu hochkarätigen Künstlern aufgetan. „In den zehn Jahren, seit der Ort der Begegnung besteht, hat sich hier eine Musikkultur entwickelt, die uns viel Freude macht und auf die wir auch ein wenig stolz sein dürfen“, erklärt Agnes Retschitzegger, die die Veranstaltungen organisiert. Der Schwerpunkt liegt auf der Kammermusik. Eine Reihe von Musikern des Bruckner Orchesters sind inzwischen den Elisabethinen sehr verbunden. Der Ort der Begegnung fördert aber

auch Künstler/innen, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Es gibt Kontakte zur Anton Bruckner Universität, zum Adalbert Stifter Gymnasium und zur Musikschule der Stadt Linz. Etwa alle zwei Wochen findet ein Konzert statt, zu dem Besucher/innen weit über Linz hinaus kommen. Ergänzt wird das Musikprogramm durch die „Galerie im Klostergang“, Buchpräsentationen und Vorträge. Erstmals ein Neujahrskonzert. Nur unaufschiebbare Verpflichtungen halten Generaloberin Sr. Barbara von einem KonzertBesuch ab: „Ich genieße die Musik, es ist eine wunderbare Unterbrechung, vor allem am Abend eines hektischen Tages.“ Nicht nur das gemeinsame Hören der Musik verbindet Schwestern und Besucher/innen. Im Anschluss an jede Veranstaltung – egal ob 50 oder 200 Leute da sind – laden die Elisabethinen zu einer Agape. Diese Begegnungen sind für die Generaloberin und ihre Mitschwestern wesentlich: „Da kommen wir mit den Menschen nicht nur am Spitalsbett in Kontakt, sondern wir tauschen aus, was sie und uns im normalen Leben bewegt. Der Ort der Begegnung gehört genauso zu uns wie jede einzelne Abteilung des Krankenhauses.“ In das Jubliäumsjahr „Zehn Jahre Ort der Begegnung“ starten die Schwestern mit einem besonderen Projekt: mit einem Neujahrskonzert. Das Kammerorchester Festival Sinfonietta Linz spielt am Freitag, 3. Jänner, um 19.30 Uhr Werke unter anderem von Johann Strauss Vater und Sohn.  Kartenreservierungen (Eintritt € 20,–) Tel.: 0732/76 76-22 33 (vormittags) oder E-Mail: agnes.retschitzegger@elisabethinen.or.at

Das Anton Bruckner Ensemble (linkes Bild) spielt gerne bei den Elisabethinen. Rechtes Bild: Generaloberin Sr. Barbara Lehner (Mitte) und Mag. Agnes Retschitzegger (links), die Leiterin des Ortes der Begegnung, freuen sich, dass die Sängerin Jessie Ann de Angelo zum Freundeskreis des Hauses gehört. ELISABETHINEN (2)


KirchenZeitung Diözese Linz

Kunst & Kultur 29

12. Dezember 2013

Kulturland n Krippenausstellung in Wels. Einen Überblick über das aktuelle Krippenschaffen in Oberösterreich bietet die Ausstellung „Gloria in Excelsis Deo“ im Stadtmuseum Wels – Burg. Über 50 Krippen von 36 Leihgebern können bei dieser Ausstellung bis zum 2. Februar besichtigt werden. XX Info & Öffnungszeiten: Tel. 07242/235-73 50.

n Festkonzert in Eferding. Die Kantate „Lob einer Alten Stadt“ von Fridolin Dallinger und adventliche Musik werden beim Festkonzert im Advent am Fr., 13. Dezember, um 19 Uhr im Kulturzentrum Bräuhaus Eferding erklingen. Es singen und musizieren der Davidchor Eferding und Instrumentalisten der Landesmusikschule Eferding unter der Leitung von Kurt Dlouhy.

o. T., Öl auf Leinwand, Privatbesitz, 2009

Bilder brauchen Zeit

Das Helle trägt das Dunkle Elisabeth Leitner

Etliche Farbschichten, die oft nicht mehr zu sehen und doch zu spüren sind, trägt Adelheid Rumetshofer auf ihrer Leinwand auf. Durch den vielschichtigen Farbauftrag entsteht der Eindruck einer räumlichen Tiefe. Öl auf Leinwand nennt sich die Technik, mit der die Künstlerin seit Jahren arbeitet. An die zehn Mal geht sie Schicht für Schicht über die Leinwand. Dadurch ensteht beim Betrachten ein oszillierender Charakter ihrer Arbeiten. Unter einem blauen Bild kann sich eine gelbe Untermalung befinden, die nicht mehr mit den Augen wahrnehmbar ist. Das Helle trägt das Dunkle. Es wirkt wie ein Leuchten, das von innen kommt. Licht und Farbe stehen im Zentrum der künstlerischen Arbeit von Adelheid Rumetshofer. Sie ist in Freistadt geboren, studierte an der Kunstuni Linz Malerei und Grafik und ist seit 2003 freischaffende Künstlerin. „Meine Bilder verlangen vor allem Zeit“, sagt Adelheid Rumetshofer über ihre Arbeiten. Sie brauchen Zeit zum Betrachten, zum Eintauchen. Nicht beim schnellen Vorübergehen, sondern im Innehalten, Stehenbleiben, Verweilen erschließen sie sich. XX Arbeiten von Adelheid Rumetshofer sind im neuen Pfarrzentrum Altmünster (2013) und im Pfarrheim Mauthausen seit 2009 zu sehen.

n Weihnachtskonzerte der Musikschule Linz. Die Musikschule der Stadt Linz bringt weihnachtliche Melodien und Medleys von klassisch bis rockig zu Gehör: am Do., 12. Dezember in der Ursulinenkirche in Linz und am Fr., 13. Dezember in der Pfarrkirche Marcel Callo in Auwiesen. Beginn ist jeweils um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. n Weihnachtliche Klänge in der Ursulinenkirche Linz. Die österreichischen Symphoniker entführen am Fr., 13. Dezember, um 19.30 Uhr in die Welt des Barock und bringen Musik von Bach und Corelli. Das Konzert in der Linzer Ursulinenkirche dirigiert Roberto Cohen aus Brasilien. n Barockes Hirtenspiel in Bad Ischl und Bachs Magnifikat getanzt in Linz. Szenen der Weihnachtsgeschichte in prächtigen Kostümen und b ­ egleitet von barocker Musik werden durch Tanz und Pantomime in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus in Bad Ischl dargestellt. Beginn ist am So., 15. Dezember, um 15 Uhr. Am So., 15. Dezember lässt sich auch Bachs Magnifikat als Tanz erleben: um 17 Uhr in der Linzer Anton Bruckner Universität im Großen Saal.


30 Personen, Dank & Anzeige

12. Dezember 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

DANK & JUBILÄUM

DANK

 Mariannhiller Missionare. Am 15. Dezember 2013 feiert KonsR P. Markus Bucher, Provinzial der Mariannhiller Missionare und Geistlicher Assistent der Katholischen Männerbewegung der Diözese Linz, sein goldenes Priesterjubiläum.

 Kirchdorf an der Krems. Die Schüler/innen der berufsbildenden Schulen Kirchdorf beteiligten sich wieder an der Aktion „Weihnachtsfreude in der Schuhschachtel“. Die Spender/ innen packten 50 Schuhschachteln mit Kleidung, Schreibwaren, Toilettenartikel, Spielsachen und Überraschungen für Kinder vorwiegend in Rumänien, der Ukraine, Polen und Marseille. Organisiert wird die Aktion von der Freien Christengemeinde Wels.

 Steyregg. Anneliese Matscheko (li.) ist seit über 60 Jahren Organistin in Steyregg. Mit Freude, Einfühlungsvermögen und unermüdlichem Einsatz begleitet sie die Gottesdienste. Als Dank für ihre Treue überreichte ihr Pfarradministrator Friedrich Mandorfer kürzlich eine bischöfliche Urkunde.

PFARRE

 Grein. Pfarrer Leopold Gruber (Mitte) und PGR-Obfrau Maria Schartmüller (3. v. links) ehrten kürzlich vier Mitarbeiter/innen: Sie dankten dem bisherigen Organisten Josef Gatringer (2. v. li.). Er spielte 52 Jahre lang an Sonn- und Feiertagen und auch werktags die Orgel. Weiters wurde Margarete Haas (links) für 50 Jahre Mitgliedschaft beim Kirchenchor Grein geehrt. Den beiden Pfarrsekretärinnen Brigitte Klammer (rechts) und Karin Tüchler gratulierte Pfarrer und PGR-Obfrau zu ihren Dienstjubiläen. Brigitte Klammer ist bereits 30 Jahre und Karin Tüchler 25 Jahre in der Pfarrkanzlei tätig.

 Dekanat Frankenmarkt – Oberwang. Die Katholische Männer- und Frauenbewegung des Dekanats haben – organisiert von der Pfarre Oberwang – eine gemeinsame Wallfahrt veranstaltet. Mit dem Erlös bei der Sammlung während des Gottesdienstes wurde eine 13-jährige Schülerin bei Buenos Aires unterstützt, die sich einer teuren und komplizierten Wirbelsäulenoperation unterziehen musste. Der Eingriff ist gelungen und das Mädchen kann nun wieder aufrecht gehen, berichtet nun die Mutter in einem Brief an die Dekanatsverantwortlichen und dankt für die Unterstützung. Vermittelt hatte die Hilfe Sr. Juliane Schindlauer, die seit 1974 in Argentinien lebt.

 ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

AK INFORMIERT ÜBER ARBEITSRECHTSFRAGEN

Anspruch auf Postensuchtage Wenn ein Arbeitsverhältnis beendet wird, kann die oder der Beschäftigte Anspruch auf Postensuchtage haben. Die AK informiert, wann ein solcher Anspruch vorliegt, wie viel Freizeit er bringt und ob diese für Arbeitsuche verwendet werden muss.

B

ei einer Arbeitgeberkündigung steht der betroffenen Arbeitnehmerin oder dem betroffenen Arbeitnehmer während der Kündigungsfrist Freizeit in einem bestimmten Ausmaß zu. Das sind die sogenannten Postensuchtage. Bei einer Arbeitnehmerkündigung oder einer einvernehmlichen Lösung auf Arbeitnehmerwunsch ent-

fällt der Anspruch aber. Den Fall einer einvernehmlichen Lösung auf Betreiben des Arbeitgebers haben die Gerichte noch nicht entschieden. Deshalb sollten in so einem Fall die Postensuchtage schriftlich vereinbart werden. Der Freizeitanspruch beträgt ein Fünftel der wöchentlichen Arbeitszeit – also beispielsweise 7,7 Stunden bei einer 38,5-Stunden-Woche – während der gesamten Kündigungsfrist. Unbedingt zu beachten ist, dass die oder der Gekündigte den Freizeitanspruch beim Arbeitgeber geltend machen muss. Nach Rechtsansicht der AK kann ein verweigerter Anspruch wie eine Urlaubsersatzleistung eingeklagt werden.

Die Freizeit muss übrigens nicht zur Arbeitssuche verwendet werden: Das Wort Postensuchtage stammt noch von der früheren Rechtslage. Beschäftigte, die Fragen zum Thema haben, sollten die Rechtsschutz-Hotline 050/69 06-1 der AK anrufen!

GEBURTSTAGE  Am 13. Dezember 2013 vollendet KonsR Karl Kammerer das 75. Lebensjahr. Er stammt aus Windhaag bei Perg und wurde 1966 zum Priester geweiht. Nach Kaplansposten in Münzkirchen und Ried im Innkreis ist er seit 1973 Pfarrer in Neukirchen an der Vöckla, seit 2000 zusätzlich Pfarrmoderator von Zipf.  Am 18. Dezember 2013 wird GR Mag. Jan Plata 65 Jahre alt. Er stammt aus Podrzecze (Polen) und wurde 1972 zum Priester geweiht. 1988 kam er in die Diözese Linz, war dann Seelsorger in mehreren Pfarren, von 2001 bis 2009 war Plata Pfarrprovisor von Mönchdorf, seither ist er Pfarradministrator in Neukirchen am Walde.  Am 19. Dezember 2013 feiert Hofrat KonsR P. Mag. Anselm Mayrl, Benediktiner des Stiftes Lambach, seinen 85. Geburtstag. Er wurde 1928 in Abfaltersbach (Osttirol) geboren, feierte 1955 seine Ordensprofess und wurde 1958 zum Priester geweiht. Nach dem Studium der Theologie, Mathematik und Physik unterrichtete P. Anselm am Stiftsgymnasium in Lambach und war bis zur Pensionierung 1994 Direktor. Im Stift bekleidete er u.a. die Funktion des Priors und Subpriors. Daneben wirkte er als Seelsorger an der Stiftspfarre Lambach und als Aushilfspriester.


KirchenZeitung Diözese Linz

Leserforum 31

12. Dezember 2013

Mit welchem Geld? Zum Leserbrief „Löcherstopfen“, Nr. 49

Danke, Herr Höffinger, für Ihren Leserbrief. Vor 13 Jahren brauchte noch kaum ein Kind in der Pflichtschule einen Laptop, um seine Aufgaben erledigen zu können. Heute wird es als selbstverständlich angesehen, dass Eltern ihren Kindern ein solches Gerät zu Verfügung stellen, sprich „finanzieren“. Von welchem Geld? Der Besuch der Pflichtschule soll doch gratis sein, sagt man. Es gibt angeblich sogar schon Volksschulklassen, die fast nur noch am PC arbeiten. Dazu gebe ich zu bedenken: An jedem dieser Geräte klebt Blut! In Asien arbeiten zigtausende Menschen, oft Kinder, zu Hungerlöhnen, damit dieses System bei uns funktioniert. In Ostafrika wird der Krieg bewusst von außen geschürt, damit die Konzerne unbehelligt an Cobalt und seltene Erden herankommen. Als Mutter eines Schulkindes werde ich verpflichtet, dieses Unrecht durch den Kauf eines PC zu unterstützen. (...) ULRIKE STADLER, ENGERWITZDORF

Öffentlicher Verkehr Solange die Stadt Linz bestrebt ist, die Einfahrt von arbeits- und einkaufswilligen Menschen aus allen Richtungen des Landes zu behindern, gehören Staumeldungen zum Alltag. Andere Landeshauptstädte haben ein Schnellbahnnetz, das den öffentlichen Verkehr attraktiv macht und den Individualverkehr einschränkt. Linz hat diese Entwicklung verschlafen! Die Einbindung der Mühlkreisbahn in Normalspur in den Hauptbahnhof ist genauso leicht möglich wie die Einbindung der LILO von Eferding/Peuerbach kommend, deren Fahrgastzahlen dadurch stark gestiegen sind. Die Kosten für eine Modernisierung der Bahn in der jetzigen Normalspur betragen bis Aigen rd. 60 Millionen Euro, eine Umspurung auf 900 mm kommt hingegen auf rd. 150 verschwenderische Millionen; dabei ist offen, wie weit umgebaut wird. Es ist naheliegend, dass aus Kostengründen nur der erste Abschnitt gebaut werden kann. Stadt- und

Landespolitiker wissen um diesen Wunsch der Mühlviertler; trotzdem planen sie in die entgegengesetzte Richtung. (...) ALOIS DUNZINGER, OTTENSHEIM

Keine „Warnung" Zum Leserbrief von Dr. J. Hahn, Nr. 49

Papst Franziskus ist Medjugorje gegenüber sehr positiv eingestellt, so wie auch seine Vorgänger Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Kurz vor der Papstwahl war der Seher Ivan Dragicevic in Buenos Aires und Erzbischof Bergoglio, der jetzige Papst Franziskus, hat ihm persönlich erlaubt, in seiner Erzdiözese Zeugnis zu geben. (...) Leider grassiert seit ca. zwei oder drei Jahren eine sogenannte „Warnung“, die mit täglichen „Neuheiten“ aufwartet und deren Herausgeber die Gottesmutter und auch andere Heilige für ihre Zwecke missbrauchen. Die Kirche lehrt, dass mit Christus Gottes Offenbarung endgültig abgeschlossen ist. Das bedeutet, dass die Privatoffenbarungen, sofern sie von der Kirche anerkannt sind, nichts Neues bringen. Ihr Wert liegt darin, Inhalte des Evangeliums wieder zu beleben und auf sie aufmerksam zu machen. Vor dieser „WARNUNG“ warnen natürlich viele namhafte Amtsträger der Kirche, so auch unser Papst. ROSA HOFSTADLER, FREISTADT

Ohne Trauschein Zu: Eine Welt bricht zusammen, Nr. 49, S. 18

Hier werden zwei gleichberechtigte Paare vorgestellt. Es wird nicht erwähnt, dass dies Zusammenleben ohne Trauschein Sünde ist und wenn diese Menschen auch nicht vorhaben, die Sache in Ordnung zu bringen, sie von den Sakramenten ausgeschlossen sind. (...) Außerdem ist das Sakrament der Eheschließung nicht nur eine Bindung sondern eine Stütze und ein Segen. (...)

Woche für Woche ein

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unter uns Wann wird es still?

DENK mal

Marktschreie Mehr als drei Milliarden Euro investiert Österreichs Wirtschaft in die Werbung. Etwa 15.000 Firmen verteilen den Kuchen der MarketingAusgaben unter sich. In der Vorweihnachtszeit kommt es zum Schaulaufen der Propaganda. Ernst Gansinger

Die Größten und Besten marktschreien ihre behaupteten Vorzüge hinaus. fotolia

Domspatz Das wird heuer eine große Bescherung! – Die neue Regierung wird ihr Programm verkünden.

Machen Sie mit. Welche Werbung bleibt bei Ihnen hängen – positiv oder negativ? Schreiben Sie uns bis 20. Dezember auffällige Werbe-Slogans. Wir verlosen zehn Astkrippen, hergestellt von Christen in Bethlehem (siehe KiZ 48/Seite 32). – Es sind Produkte, für die kaum getrommelt wird. Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: service@kirchenzeitung.at Beim Denk Mal Nr. 48 haben Monika Osterberger, St. Aegidi, Anton Bumberger, Haibach/D., Aloisia Huber, St. Veit i. I., und Katharina Füreder, Herzogsdorf, gewonnen. (Am häufigsten wählen die Einsender/innen Spiele und Bücher, Bekleidung sowie Lebensmittel und Getränke als Weihnachtsgeschenke.)

ernst gansinger ernst.gansinger@kirchenzeitung.at

merk-würdig „Wir können nicht wegschauen und so tun, als ob dies nicht existierte.“ Papst Franziskus Prangerte anlässlich der Anti-HungerKampagne der Caritas Internationales den Skandal an, dass eine Milliarde Menschen nicht genug zu essen hat.

P.b.b. Verlagspostamt 4020 Linz, GZ 02Z031277 W

Die Zeit vor Weihnachten ist eine Hoch-Zeit für Aufmerksamkeits-Künstler/innen, die mit Marktschreien und Trommelwirbel die Kunde von den tollen Produkten verbreiten. Wird die Trommel vernommen, steigen die Aussichten, mögliche Kunden für das Produkt zu interessieren. Aus Interessierten werden Käufer, so das Kalkül. In der Vorweihnachtszeit versammeln sich die Besten, Größten, Wertvollsten, ­Preiswertesten und noch viele weitere Übertreiber in den Kaufstraßen und Warenhäusern, auf Plakaten und in Zeitungen, im Fernsehen und im Radio. Von dort aus stoßen sie die Tür in die Innenhöfe der menschlichen Sehnsüchte auf. Und mit ihnen öffnen sich viele Falltüren der Schulden.

„Ich wünsche Dir Zeit zum Innehalten“, steht in einer Advent-Mail. Wo immer einander Menschen begegnen, sie wünschen sich jetzt eine besinnliche Zeit. Gleich danach hasten sie fort, um auch woanders Besinnlichkeit zu wünschen. In einem Brief lese ich, wie gut es tut, einmal nur bei sich zu sein. Dieser Zuspruch ist eingebettet in einem Meer von Hinweisen, wie die besten Weihnachtskekse gelingen. – Backen muss ich also auch! – Viel drückt gegen die Tür, hinter die ich mich zum Bei-mir-Sein zurückziehen wollte: ein Ereignis dort, ein Wiedersehen nach langer Zeit da, ein Christkindlmarkt im Vorbeigehen, Bratwürstel zum Drüberstreuen ... Die Botschaft des Redens und die Botschaft des Handelns liegen im Advent weit auseinander. So drohen stille Weihnachten auf ganz andere Art. Denn es wird vielerorts kaum mehr Sätze geben, die noch gesprochen werden können, ohne dass sie nach dem Lärm der beschworenen Stille klingen. Und kaum mehr Lichter, die nach dem Glitzern und Blinken im Advent von den gereizten Augen noch gesehen werden. Auch ich laufe, schreibe, wünsche, habe kurze Zeiten Zeit, rede von Stille. Werde ich wenigstens zu Weihnachten bei mir sein? Oder wird dies ein ungemütlicher Platz sein, weil es in mir weiter lärmt und glitzert?


KiZ-ePaper 50/2013