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Nr. 35 I 29. August 2013 I Tel. 0732/76 10-39 44 I www.kirchenzeitung.at Einzelpreis: € 0,95 I 4020 Linz, Kapuzinerstraße 84 I Jg. 68

 4 Pfarren. Traun auf Wallfahrt.

 5 Land & Leute. Frauen auf ­Arbeitssuche. 7 Kultur. Internationales Brucknerfest. 14 Bewusst Leben. Mein Kind, dein Kind, ­unsere Zukunft. 21 Impressum. Die Zerstörung in Syrien geht unvermindert weiter.

www.reuters.at

Die furchtbaren Bilder aus Syrien Die lCO (Initiative Christlicher Orient) lässt Syriens Christen nicht im Stich

Die Spirale der Gewalt in Syrien dreht sich immer schneller. „Die furchtbaren Bilder dieser Tage“, die aus Syrien kommen und aller Wahrscheihnlichkeit nach Giftgasopfer zeigen, hat Papst Franziskus am Sonntag bei seiner Predigt zum Angelusgebet in Rom angesprochen: „Ich richte einen Apell an die internationale Gemeinschaft, dass sie sich gegenüber dieser tragischen Situation sensibler verhält. Nicht der Kampf, sondern die Fähigkeit zu Begegnung und Dialog eröffnet hoffnungsvolle Perspektiven für eine Lösung der Probleme.“ Während die USA und der Westen einen Militärschlag gegen Assad planen, wird die Not der Bevölkerung Syriens von Tag zu Tag größer. Siehe Seite 3


2 Meinung Kommentar

29. August 2013

Das halbe Leben

Zwischen die Fronten geraten

Laut Kristalina Georgieva, EUKommissarin für internationale Zusammenarbeit, belegen vorläufige Daten aus dem heurigen Jahr, dass pro Tag mindestens ein/e humanitäre/r Helfer/in getötet, verletzt oder entführt wird. Vor allem in Syrien und Afghanistan seien die Gefahren für Kräfte von Hilfsorganisationen besonders hoch. Aber auch in anderen Krisenregionen werde das humanitäre Völkerrecht immer wieder verletzt. Dabei ist die geleistete Hilfe von der Caritas, dem Internationalen Roten Kreuz oder Ärzte ohne Grenzen, um nur einige zu nennen, so unglaublich wichtig. Man mag es sich gar nicht vorstellen, wie es wohl wäre, gäbe es diese Kräfte nicht, die aufopfernd und unter schwierigsten Bedingungen bei den notleidenden Menschen sind, medizinische Versorgung leisten, Nahrungsmittel, Kleidung, Decken und Zelte zur Verfügung stellen oder Trinkwasser sicherstellen. susanne huber

Ordnung, wird manchmal behauptet, sei das halbe Leben. Für viele ist es tatsächlich so: Solange sie alles schön übersichtlich beisammen haben, sind sie auch mit ihrem Leben zufrieden. Da findet man sich eben leichter zurecht, ohne langes Suchen nach Dingen, die man dann doch nicht findet. Wer Urlaubstage damit verbracht hat, den Ballast der eigenen Lebensgeschichte in selten benutzten Laden wieder in Ordnung zu bringen, ist vielleicht auf das eine oder andere gestoßen, das er lange vergessen glaubte. Da ist es nur gut, dass damals nicht alles dem Ordnungstrieb zum Opfer gefallen ist. Es wäre ein armes Leben, würde die Ordnung davon schon die Hälfte ausmachen. Die Überraschungen befinden sich eher in verborgenen, den unübersichtlichen Winkeln des Lebens. Es braucht auch den Mut,

manches ungeordnet zu belassen. Ein Wald, in dem die Bäume streng in Reih und Glied stehen, in gut überschaubarer Ordnung, ist vielleicht leichter zu bewirtschaften, aber er ist auch anfälliger für Sturm und Schädlinge – und vor allem: er birgt keine Geheimnisse. Er oder sie ist schon in Ordnung, sagt man von Menschen. Man meint damit eher solche, die sich stören lassen, weil Ordnung für sie nicht alles bedeutet.

Matthäus Fellinger Chefredakteur matthaeus.fellinger@ Kirchenzeitung.at

Kopf Der Woche: veronika windischer, eappi-teilnehmerin

„Das Leben ist schön“ Es waren „enorm viele Eindrücke“, die Veronika Windischer bei ihrem dreimonatigen EAPPI-Friedenseinsatz in den von Israel besetzten Gebieten im Westjordanland gesammelt hat. Jetzt, nach ihrer Rückkehr, ist sie dabei, das Erlebte weiterzutragen. susanne huber

kiz/josef wallner

Die Liste bewaffneter Konflikte und Kriege weltweit ist lang. Da gibt es die Bürgerkriege in Syrien oder Somalia, den Aufstand im Irak, den Sharia-Konflikt in Nigeria, den GuerillaKrieg in Kolumbien, den Drogenkrieg in Mexiko, die Konflikte in Afghanistan, Myanmar, im Nahen Osten, im Sudan, in Uganda oder Pakistan – diese Liste ließe sich noch fortschreiben. Überall dort gerät auch die Zivilbevölkerung zwischen die Fronten und leidet massiv. Aber in diesen Krisenherden, wo Menschen sich in Not befinden, werden vermehrt auch die humanitären Helfer/innen zur Zielscheibe von Angriffen. Dort, wo sie zur Stelle sind, um die Missstände zu lindern und Hilfe zu leisten, leben sie zunehmend gefährlich. Die EU fordert daher mehr Schutz für Mitarbeiter/innen von Hilfsorganisationen.

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Das palästinensische Westjordanland „gleicht einem Emmentaler Käse, weil schon so viele israelische Siedlungen hineingebaut wurden. Das ist einer der Gründe, der den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern immer wieder anheizt. Der Siedlungsbau muss gestoppt werden“, sagt Veronika Windischer. Gemeinsam mit ihrem Mann ist die Innsbruckerin Ende April für drei Monate aufgebrochen, um an dem vom Ökumenischen Rat der „Je mehr Leute von den Attacken gegen die Bevölkerung in Israel und Palästina erfahren, desto eher kann sich etwas zum Positiven ändern.“ veronika windischer

Kirchen ins Leben gerufenen Ökumenischen Begleitprogramm in Israel und Palästina (EAPPI) teilzunehmen. Für Frieden in der Region eingesetzt haben sie sich getrennt voneinander in jeweils unterschiedlichen Gebieten. Butterseite. Vor drei Jahren ging das Ehepaar Windischer in Pension. Nach beruflichen Stationen als Entwicklungshelferin in Brasilien, als Sekretärin in der Klinikseelsorge in Innsbruck und ehrenamtlichen Arbeiten im Caritas-Integrationshaus hieß es, eine neue Aufgabe zu suchen. Die haben beide bei Pax Christi Österreich gefunden – Veronika Windischer als Sekretärin, ihr Mann Jussuf als Geschäftsführer. Und da u. a. Pax Christi Freiwillige für das EAPPI-Programm sucht, wollten sie auch unbedingt daran teilnehmen. „Eine tolle Erfahrung“, wie sich herausstellte. Wenn sich Veronika Windischer nicht gerade für Gerechtigkeit und Frieden engagiert, geht sie Bergsteigen, Volleyballspielen oder malt Ikonen. „Ich bin auf die Butterseite des Lebens gefallen, auch wenn es nicht immer leicht war – ich bin in einer großen Familie in einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Wir waren acht Kinder. Trotzdem, es war wunderbar.“ Mit ihrem Mann teilt sie viele gemeinsame Interessen, „doch jeder geht auch seinen eigenen Hobbies nach. Das Leben ist schön“, so die Mutter von vier erwachsenen Söhnen und Oma von drei Enkeln. (s. Thema S. 8f)


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Im Gespräch 3

29. August 2013

Wie in jedem Krieg leiden Kinder am meisten. Sie sind mit wenigen Habseligkeiten unterwegs in eine ungewisse Zukunft. privat

Die Initiative Christlicher Orient (ICO) hilft Christen in Syrien

„Die Christen in Syrien sitzen in der Falle“ Pfarrer Hanna Ghoneim schüttelt den Kopf: „Warum die USA und der Westen die Rebellen unterstützen, verstehe ich nicht. Diese wollen doch Syrien zu einem islamistischen Staat machen.“ Der Seelsorger aus Damaskus erklärt die Zwickmühle, in der die Christen in diesem fatalem Krieg stecken. Josef Wallner

Die Lage in Syrien wird immer unübersichtlicher, soviel lässt sich aber festhalten: Vor allem die Zentren der großen Städte hält nach wie vor die Regierung unter Präsident Baschar al Assad, weite Gebiete sind in den Händen der Rebellen. Und in einer kleinen Region im Norden herrschen Kurden. Wer immer das Sagen hat – das Überleben ist in jedem der drei Territorien schwierig, die Lebensbedingungen katastrophal. Vor allem für die vier Millionen Syrer, die Haus und Besitz verloren haben, und Flüchtlinge im eigenen Land sind. Wie die Zukunft des Landes nach den Massakern, Zerstörungen, blutigen Gefechten und nach Giftgaseinsatz aussehen kann, weiß niemand. Für die Bevölkerung geht es nur noch um das nackte Überleben. Dazu sagt Pfarrer Ghoneim: „Für die Christen ist die Situation in den Assad Gebieten besser.“ Man spürt, dass dem Priester diese Parteinahme für das Regime zutiefst zuwider ist. Doch der blutige Konflikt zwingt ihn, Partei zu ergreifen: „In dieser Situation kann man nicht neutral sein,

wir Christen müssen uns auf die Seite der Regierung stellen.“ Er ist weit davon entfernt, das Regime schön zu reden und weiß um dessen Brutalität. Aber eines lässt sich nicht wegdiskutieren, betont er: „Wo die Regierung ist, funktioniert der Alltag mit Schulen und Behörden noch – zwar manchmal gestört durch Bombenanschläge. Wo aber die Rebellen sind, herrscht Chaos.“ Chaos bedeutet, dass keine staatlichen Strukturen existieren und das „Recht des Stärkeren“ gilt. In einem solchen Umfeld sind Minderheiten immer die ersten Opfer. So müssen Christen in den syrischen Rebellengebieten Schutzgeld zahlen. Entführungen und Enteignungen durch die Rebellen stehen auf der Tagesordnung, weiß

Pfarrer Dr. Hanna Ghoneim aus Damaskus lebt als Seelsorger für arabische Christen in Wien und hilft gemeinsam mit anderen von dort aus unermüdlich den Christen in seiner Heimat. kiz/jw

er aus dem Kontakt mit seiner Heimat. „Wer als Christ mit den Rebellen kämpft, schaufelt sein eigenes Grab. Denn die Rebellen haben einen islamistischen Gottesstaat zum Ziel“, so die herrschende Meinung: „Die Presse im Westen erscheint mir einseitig und wie ein Sprachrohr der Rebellen.“ Helfende Hände gesucht. Syriens Christen sitzen in der Falle. Pfarrer Ghoneim versteht nicht, warum der verzweifelte Kampf der Christen, sich in ihrer Heimat zu behaupten, in Europa so gleichgültig aufgenommen wird. Wer nicht in den Libanon geflohen ist, versucht sich häufig in die Regierungszonen durchzuschlagen – oft nur mit dem, was man am Leib trägt. Dort wird die Not von Tag zu Tag größer. Die Flüchtlinge wenden sich scharenweise an die Pfarren. Wohnung, Nahrung, Kleidung, Gas zum Kochen, Matratzen, Medikamente – alles brauchen sie. „Zur Zeit betreuen wir über 2000 Flüchtlingsfamilien und täglich werden es mehr. Aber Gott sei Dank haben wir die Möglichkeit zu helfen“, erzählt Pfarrer Ghoneim. Priester und Ordensschwestern in Homs, Aleppo und Damaskus verteilen die Hilfe direkt an die Leute. Ghoneims Aufgabe besteht darin, Menschen in Österreich und Deutschland für die Anliegen der Christen in Syrien zu sensiblisieren. XX Dieser KIZ-Ausagbe liegt ein Erlagschein der ICO für die Hilfe der Christen in Syrien bei.


4 Oberösterreich

29. August 2013

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Bereits zum 30. Mal fand heuer die alljährliche Wallfahrt der Pfarre Traun statt

In Traun hat Wallfahren Tradition 155 Kilometer in sechs Tagen legten die Teinehmer/innen der Pilgerreise von Traun nach Mariazell zurück. Eine lange Tradition feierte heuer einen runden Geburtstag in der Gemeinde Traun. Johannes Grüner

„Wallfahren ist Beten mit den Füßen“, erklärt Pfarrer Franz Wild, der mit seiner Trauner Gemeinde heuer das 30. Wallfahrtjubiläum feierte. 62 Frauen, Männer und Kinder

Weyer. Kurz vor der Grenze zu Niederösterreich passierten die Pilger die Marktgemeinde Weyer. Noll

Hollenstein: Ein Marsch entlang aufgelassener Bahngleise der Ybbstalbahn. Noll

ren die Stationen der sechstägigen Reise. Die Teilnehmer/innen erfreuten sich an der vielfältigen Landschaft und genossen das heitere Zusammensein. „Die gemeinsamen Herausforderungen, das Entdecken kleiner und großer Geheimnisse und die unkomplizierte geistliche Gemeinschaft sind wertvolle Erfahrungen. Man spricht über wesentliche Themen, ohne dass sie verordnet werden“, erzählt Pfarrer Wild.

machten sich von 13. bis 18. August auf den Weg nach Mariazell. Grünburg, Großraming, Hollenstein, Lunz am See, und Zellrein wa-

Zum Fixpunkt geworden. Die langjährige Tradition fußt im Jahr 1983 mit der Pensionierung des damaligen Pfarrers. Trotz viel-

Gutau. Bei wunderschönem Wanderwetter pilgerte eine Gruppe Wallfahrer/innen von 15. bis 17. August von Gutau nach Maria T ­ aferl. Spirituell begleitet wurden die 25 Teilnehmer/innen von Pfarrer Wolfgang Grubinger, der während der Wanderung zu Gesprächen, auf manchen Abschnitten aber auch zu Stille einlud. Der 67 km lange Weg mit 2000 Höhenmetern führte die Pilger/innen über das Kleine Yspertal zur höchsten Erhebung der Wanderung, dem Ostong. In der größten niederösterreichischen Wallfahrtskirche Maria Taferl wurde dann eine Heilige Messe gefeiert. Beim späteren gemeinsamen Mittagessen besprach man die gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen ... baumberger

facher Bemühungen wurde kein Nachfolger gefunden und so beschloss man, das Anliegen in eine Wallfahrt nach Mariazell zu übernehmen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Wallfahrt zu einem Fixpunkt im Pfarrkalender. Die Reiseziele sind vielfältig: Die letzten Jahre führten die Gruppe beispielsweise nach Maria Bründl in Tschechien, Maria Eck im Chiemgau oder zu verschiedenen Wallfahrtskirchen in Tirol und Kärnten. „Eigentlich veranstaltet nicht die Pfarre diese Wallfahrt; sie ist als Anliegen von Leuten aus der Pfarre entstanden und zu einem konkreten Ort pfarrlichen Lebens geworden“, freut sich Pfarrer Wild.

Adlwang. Die rund 400 Teilnehmer/innen der Feldmesse der Adlwanger Stadlgaudi am 18. August staunten nicht schlecht: Der brasilianische Bischof Josafá Menezes da Silva (Mitte), Nachfolger des verstorbenen Bischofs Richard Weberberger OSB, feierte überraschend den Gottesdienst mit. Gemeinsam mit seinem Übersetzter Prior Pater Daniel Sihorsch (rechts) und Pfarrer Georg Pfeil (links) feierten sie den monatlichen „Barreiras-Sonntag“, an dem die Kollekten Missionsprojekten in der nordöstlichen Region Brasiliens zugute kommen. Gestaltet wurde die Feldmesse von der Katholischen Jugend Adlwang, vertreten durch Barbara Mandorfer. (Mitte) geh


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Oberösterreich 5

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Schlierbacher Mönche holen sich Klostervorsteher aus Heiligenkreuz

Land & Leute

Neuer Oberer für das Stift Schlierbach

Förderung für Frauen auf Arbeitssuche

Ab 9. September 2013 soll P. Josef Riegler vom Stift Heiligenkreuz die Leitung des Zisterzienserklosters Schlierbach übernehmen. Dies berichtet die Website des Klosters Heiligenkreuz.

P. Mag. Josef Riegler OCist wird neuer Administrator des Siftes Schlierbach. Er wurde 1957 in Knittelfeld geboren und ist Mönch des Stiftes Heiligenkreuz.

Josef Wallner

Seit fast fünf Jahren stand P. Martin Spernbauer, langjähriger Direktor des Stiftsgymnasiusms Schlierbach, der Zisterziensergemeinschft von Schlierbach vor. Er war von seinen Mitbrüdern als Administrator bestellt worden, als Klostervorsteher mit denselben Rechten wie ein Abt, aber auf eine begrenzte Zeit. Nach dem Auslaufen seiner zweiten Amtszeit entschied sich der Konvent, einen Mönch von außerhalb des Klosters zu ihrem Vorsteher zu machen. Die Wahl fiel auf P. Josef Riegler aus dem Zisterzienserstift Heiligenkreuz. Derzeit ist er Pfarrer von Pfaffstätten bei Baden. Stabilisierung bringen. Im Gespräch mit der KiZ sagt er über seine neue Aufgabe: „Es ist eine Herausforderung, aber als Mönch bin ich stets bereit, mich auf Neues einzulassen, und wo ich helfen kann, da helfe ich gerne.“ Der 56-jährige P. Josef gehört seit 1977 der Gemeinschaft von Heiligenkreuz an. Er war zehn Jahre lang Hauptökonom des Stiftes, ist seit 19 Jahren Religionsprofessor und

Stift Heiligenkreuz

langjährig in der Pfarrseelsorge tätig. „Ich bringe Erfahrungen aus Wirtschaft, Pfarre und Höheren Schulen mit“, erklärt P. Josef: „Ich denke, diese drei Bereiche sind auch für Schlierbach wichtig.“ Vor allem aber will er sich viel Zeit für seine neuen Mitbrüder nehmen: „Ich möchte in aller Ruhe da sein, Zeit haben und Stablisierung bringen.“ P. Josef ist auf drei Jahre zum Administrator bestellt. Dass Obere von einem anderen Kloster geholt werden, ist nicht häufig, aber auch nicht unüblich. Es ist geplant, dass P. Josef am 9. September 2013 sein Amt antritt. Das Stift Heiligenkreuz und der Abtpräses der österreichischen Zisterzienserkongregation haben ihre Zustimmung gegeben, es fehlt aber noch die Bestätigung aus Rom. Diese gilt eher als Formsache, muss aber dennoch abgewartet werden.

Sebaldifest am Heiligenstein

Maria Alm/Sbg. Das Gipfelkreuz der 2653 m hohen Schönfeldspitze im Pinzgau hat Franz Gruber fotografiert. Die Holzpieta gestaltete der Künstler Anton Thuswaldner.

Gaflenz. Trotz Regens kamen am 25. August 300 Wallfahrende auf den Heiligenstein. Im Rahmen des Weihejubiläums 600 Jahre Sebaldikirche zelebrierte Bischofsvikar Wilhelm Vieböck einen Festgottesdienst. Ein ökumenischer Gottesdienst findet am 15. September um 10 Uhr mit Gästen aus der evangelischen Sebalduskirche in Nürnberg statt. Der Festakt mit Bischof Ludwig Schwarz ist am 29. August um 19 Uhr im Abelenzium in Gaflenz. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres singen am 3. November, 15 Uhr „D‘Heilingstoana“ in der Sebaldikirche.

Festlich geschmückte Kreuzwegkapelle mit der restaurierten Statue des kreuztragenden Jesus. Seit 600 Jahren pilgern Menschen auf den Heiligenstein. Pfarre

Linz/Eferding. Unter dem Titel „frauen fördern frisch fröhlich“ bietet das B7 Arbeit und Leben in Eferding ein neues Schulungsangebot für Frauen. Finanziert wird das „4F“-Programm vom Arbeitsmarktservice AMS. Frauen sollen gezielt bei der Suche nach Arbeit unterstützt werden. „Bisher gab es immer nur Angebote für Wiedereinsteigerinnen“, sagt Marianne Pichler, die stellvertretende Leiterin von AMS Eferding. Das kostenlose „4F“Angebot geht allgemein auf die Bedürfnisse von Frauen ein. Arbeiten bis 61. Eine besondere Herausforderung ist der Ar-

Arbeitsmarktexpertin Marianne Pichler fördert das neue Schulungsangebot für Frauen in Eferding. Kunasz Herzig

beitsmarkt für Frauen ab 50 Jahren. Viele von ihnen denken an eine baldige Pension – ein Gedanke, von dem sich die Frauen lösen sollten, meint die Arbeitsmarktexpertin. Derzeit gehen Fachleute davon aus, dass Frauen bis zum 61. oder 62. Lebensjahr arbeiten werden. Die Schulung soll die Teilnehmerinnen beim Umdenken unterstützen. Gute Erfahrungen mit dem neuen Angebot hat B7 Arbeit und Leben in Grieskirchen bereits seit einigen Wochen. Seit 25 Jahren. B7 Arbeit und Leben dient seit 25 Jahren einem gemeinnützigen Zweck und ist nicht auf Gewinn ausgerichtet. Mit zehn Standorten in OÖ soll die Nähe zu Arbeitssuchenden gewährleistet werden. XX Info unter www.arbeit-b7.at, Tel. 0732/60 02 30


6 Oberösterreich

29. August 2013

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Am 7. September wird Hofkirchen an der Trattnach wie ausgestorben sein. Die halbe Gemeinde ist dann auf den Beinen.

Hofkirchen pilgert zum Passauer Dom Die Pfarrkirche in Hofkirchen an der Trattnach wurde vor 300 Jahren erbaut. Die Gemeinde feiert das Jubiläum mit einer ganz besonderen Reise. Johannes Grüner

„Gott baut ein Haus, das lebt, aus vielen bun­ ten Steinen.“ Unter diesem Leitsatz wurde in der Pfarre Hofkirchen ein Kirchenbild gefer­ tigt. Darauf zu sehen sind Köpfe von mehr als 1000 Gemeindemitgliedern. Das mosaik­ ähnliche Kunstwerk steht für das gute christ­ liche Fundament, das sich Hofkirchen ge­ schaffen hat, und ist Blickfang für die ­Besucher des Gotteshauses. „Vor drei Jahr­ hunderten begannen die Bauarbeiten für un­ sere Kirche, heute baut man an den Men­ schen weiter“, erklärt Diakon Herbert Mitterlehner. Er ist in verschiedenen Arbeits­ gruppen der Pfarre ­engagiert. Pilgertreffen am Domplatz. Das ­Jubiläum zur Erbauung der Kirche wird mit einer groß angelegten Pilgerung gefeiert. Rund die ­Hälfte der 1600-Einwohner-Gemeinde macht sich Anfang September von Hofkirchen auf den Weg zum Festgottesdienst im Dom zu Passau. Zur Zeit der Errichtung von 1712 bis 1716 gehörte ihre Kirche zum Hochstift ­Passau, s­ omit ist die Mutterkirche das ­erklärte

Kirchenbild: Die Köpfe der Gemeindemitglieder ergeben ein großes Ganzes.

Ziel der R ­ eise. Für die Wallfahrt stehen den Pilgern viele O ­ ptionen zur ­ Fortbewegung offen. Am 5. September machen sich die ­ ersten ­Menschen zu Fuß auf den Weg. Die ­Wanderung dauert drei Tage und führt die Pil­ ger/innen über Lambrechten und Schärding nach P ­ assau. Wer nicht gerne zu Fuß geht, kann sich den Motorrad- und F­ ahrrad-Pilger/ innen anschließen. Sie haben am Domplatz die M ­ öglichkeit, ihre Fahrzeuge segnen zu

Die Jubilarinnen: (v.l.n.r.) 1. Reihe: Sr. Hildegard Ursprunger, Sr. Agnes Ebenhofer, Sr. Domitilla Nußbaumer, Novizin Sr. Katharina Leitner, Sr. Anita Langeder, Sr. Gerlinde Krahwinkler, Sr. Friedburg Stachl, 2. Reihe: Priorin Sr. Hanna Jurman, Abt Ambros Ebhart, P. Prior Gerhard Hafner. Benediktinerinnen

Mitterlehner

l­assen. Neben einigen ­Schulklassen wird eine große Gruppe Bus-Reisender nach Deutsch­ land aufbrechen. Dem Festgottesdienst steht Bischof em. Maximilian A ­ ichern OSB vor, der ebenfalls einen Teil des Weges mit den Pilger/innen ­zurücklegen wird. Auch 300 Wall­ fahrer/innen der Partnergemeinde Hofkir­ chen an der Donau feiern das Jubliäum mit. Für jedes J­ubeljahr wird sich ein/e Pilger/in auf den Weg machen.

Profess und Einkleidung: (v.l.n.r.) Frater Magnus, Abt Reinhold, Novize Frater Maximilian. Stift Wilhering

Professjubiläen und Noviziat bei den Benediktinerinnen

... und bei den Zisterziensern

Steinerkirchen/Traun. Am 22. August feierten die Benediktinerinnen vom Unbefleckten Her­ zen Mariens ihr Titelfest. Im Rahmen dieser Eu­ charistiefeier erneuerten sechs Schwestern ihre Professversprechen. Die Goldenen Professjubi­ larinnen sind Sr. Hildegard Ursprunger (Stei­ nerkirchen/Traun), Sr. Domitilla Nußbaumer (Pinsdorf), Sr. Friedburg Stachl (Altirdning/ Steiermark), Sr. Gerlinde Krahwinkler (St. Ma­

Stift Wilhering. Am Vorabend zum H ­ ochfest des hl. Bernhard am 20. August wurde der ­ungarische Weltpriester Thomas Bak mit dem Ordensnamen Maximilian in das Noviziat auf­ genommen. Am Festtag feierten P. Petrus Mit­ termüllner, Pfarrer von Vorderweißenbach, und P. Andreas Ebmer, Pfarrer von Puchenau, beim Konventamt ihre Goldene Profess. Fr. Magnus Paz (Bolivien) verlängerte seine Einfache Profess.

rien), Sr. Agnes Ebenhofer (Rechberg). Das Sil­ berne Professjubiläum feierte Sr. Anita Lange­ der (Windhaag bei Perg). Frau Natascha Leitner aus Gratwein (Steiermark) wurde ins Noviziat aufgenommen und erhielt den Ordensnamen Sr. Katharina. Die 60-jährigen Professjubiläen von Sr. Bernadette Blohberger (Lambach) und Sr. Clementine Lanner (Göß bei Leoben/Steier­ mark) wurden am 16. August gefeiert.


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Kunst & Kultur 7

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Conny Habbel: Jesolo (1984/2003) 2003 (aus der Serie „Go and fight!“)

Bilder der Kunstsammlung des Landes Oö.

Ein Sommertag am Strand von Jesolo, einmal im Jahr 1984 und einmal 2003. Alles

Das Kind, das ich einmal war

ner jungen Frau herangewachsen. Die Künstlerin Conny Habbel hat das Foto aus ih-

scheint gleich geblieben zu sein. Nur das Kind mit dem roten Sandkübel ist zu eirer Kindheit (links) noch einmal bis ins kleinste Detail nachgestellt (rechts). Sie hält vor Augen, was beim Betrachten eigener Kinderfotos manche empfinden: Bin das wirklich ich auf dem Bild? Was von diesem Kind bin ich noch heute? Oder ist es schmerzhaft und vergeblich, nach dem zu suchen, was vergangen und somit verloren ist, wie die Künstlerin meint? Die Fotoarbeit „Jesolo“ ist bis 5. Oktober in der Kunstsammlung im OÖ Kulturquartier zu sehen. Die Ausstellung zum Thema Kunstsammlung präsentiert weiters eine Wandzeichnung von Klara Kohler und Bilder von Inge Dick, Lorenz Estermann und anderen. Eine Reinszenierung von Conny Habbel kann ohne zeitliche Grenze betrachtet werden: Im Barocksaal des Pfarrhofs Ansfelden. Christine Grüll

Internationales Brucknerfest von 15. September bis 6. Oktober in Linz

Von Schatzgräbern und russischen Titanen Ein Festival von Linz bis St. Florian: Drei Wochen lang locken Opernproduktionen, Konzerte und Ausstellungen zu fünf verschiedenen Aufführungsorten. Vor der Eröffnung am 15. September macht die Opernproduktion „Der Schatzgräber“ von Franz Schreker am 12. September in der Tabakfabrik den Auftakt. Die Oper war vor der Herrschaft der Nationalsozialisten eine der meistgespielten in Deutschland. Sie wurde vom Verein „EntArteOpera“ initiiert. Der Verein ruft in der Ausstellung „Das verdächtige Saxophon“ 600 Musiker/innen in Erinnerung, die von der NS-Diktatur als „entartet“ abgestempelt wurden. Erstmals in Oberösterreich aufgeführt wird Peter Androschs Oper „Spiegelgrund“.

Russischer Schwerpunkt. Neben österreichischen und internationalen Ensembles konnte Brucknerhaus-Direktor Hans-Peter Frey die St. Petersburger Philharmoniker gewinnen, Russlands „Klaviertitan“ D ­ enis Matsuev sowie die Moskauer Kammer­oper. Sie zeigt eine Produktion, die auf dem Mysterienspiel von Metropolit Dimitri von Rostow basiert. Das L‘Orfeo Barockorchester bringt „Haydn und Beethoven – andachtsvoll“ zur Aufführung, Fürstin Gloria von Thurn und Taxis rezitiert im Brucknerhaus Texte von Hildegard von Bingen und am 26. September findet im Stift St. Florian ein Gedenkkonzert zum 10. Todestag von Augustinus Franz Kropfreiter statt. Offiziell eröffnet wird das Festival am Sonntag, 15. September um 10.30 Uhr, um 16 Uhr musizieren die St.

Die Sprachwissenschafterin Ruth Wodak hält die Eröffnungsrede. LIVA

Florianer Sängerknaben im Stift St. Florian, und um 19 Uhr das Bruckner Orchester Linz. Eröffnungsrede. Ruth Wodak wird zur Eröffnung sprechen. Sie vertritt die Kritische Diskursanalyse, die das Verhältnis zwischen Sprache und Macht untersucht. XX Programm & Karten: Tel. 0732/ 77 52 30, www.brucknerhaus.at


8 Thema zur sache Friedensgespräche wieder gestartet Nach knapp dreijährigem Still­ stand hatten – auf Vermittlung der USA – Israel und die ­Palästinenser den Friedens­ prozess im Juli wieder in Gang gesetzt. Ziel ist ein Friedensabkommen binnen neun Mo­ naten und ein unabhängiger Palästinenserstaat. Zu den angelaufenen Friedens­ gesprächen hat sich der Patriar­ chalvikar und Weihbischof für Jerusalem, William Shomali, vorsichtig optimistisch geäußert. „Ohne Verhandlungen kann es niemals Frieden geben. Das heißt vor allem eines: Man muss die Fakten auf den Tisch legen und Klartext sprechen“, sagte Shomali im Gespräch mit „Radio Vatikan“. Dass Israel als Zeichen des ­guten Willens 26 palästinensische Langzeithäft­ linge freigelassen hat, bezeich­ nete der ­Bischof als „schönes Zeichen“ und „Geschenk an jene Familienangehörigen, die so ­lange von ihren Angehörigen getrennt waren“. Neben den guten Gesten dürfe aber nicht das Problem der Neubesiedlun­ gen in den besetzten Gebieten vergessen ­werden. Israel hatte kürzlich den Bau von 1200 Wohnungen in Gebieten ge­ billigt, die die Palästinenser für ihren eigenen Staat beanspru­ chen. „Wie kann man auf der einen Seite Gefangene freilassen und auf der anderen hingegen Siedlungen zugestehen? Das geht nicht auf“, sagt Shomali. Die Menschen in dieser Region wollen vor allem ein Ziel erreichen, nämlich Frieden. Sie ­seien müde von Krieg und Gewalt, so der Weihbischof. „Wir sind nicht naiv. Neben der Hoffnung herrscht auch Pessimismus. Doch ich als Gläubiger vertraue auf die Für­ sprache Gottes und dass sich durch ihn auch die Einstel­ lungen der Menschen ändern können.“ Man habe nun neun schwierige M ­ onate vor sich.

29. August 2013

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Friedenseinsatz in Israel und Palästina

Eingesperrt und ausgesperrt Seit Jahrzehnten schwelt zwischen Israelis und Palästinensern ein Konflikt – um Land, um Grenzen, um Sicherheit. Die israelische Sperrmauer, der Bau illegaler israelischer Siedlungen auf palästinensischen Gebieten und wechselseitige militärische Angriffe sind traurige Zeugnisse dieser Auseinandersetzung. Veronika Windischer berichtet von ihrem Friedenseinsatz in der Region. susanne huber

Es geschah in der Nacht. 50 Olivenbäume – einfach abgehackt. Israelische Siedler waren da am Werk. Nur ein paar Bäume haben sie unversehrt gelassen. Lulu kann es nicht fas­ sen. Die 70-jährige Palästinenserin sitzt auf der Erde inmitten ihres zerstörten Oliven­ hains. Vor 35 Jahren hat sie jeden einzelnen Baum gepflanzt, gepflegt, gegossen mit Was­ ser, das sie auf dem Kopf transportiert hat, damit die Bäume wachsen können. Und nun, von einem Tag auf den anderen, ist alles verwüstet, ist eine wichtige Lebensgrundla­ ge der Familie weg. Wann hier wieder Oliven geerntet werden können, weiß momentan niemand. Da sein und berichten. Die Zerstörung von palästinensischen Olivenhainen, Häu­ sern oder Feldern durch israelische Siedler sind keine Seltenheit. „Täglich kommt es zu solchen Vorfällen“, erzählt Veronika Win­ discher. Erst vor kurzem ist sie von ihrem

Bei ihrem EAPPI-Einsatz in den South Hebron Hills im Westjordanland begleitete Veronika Windischer palästinensische Kinder zur Schule. Der Weg dorthin ist gefährlich, besonders für Mädchen. Sie werden oft von israelischen Siedlern angegriffen und mit Steinen beworfen. windischer (4)

dreimonatigen Friedenseinsatz im Westjordanland zurückgekehrt, das neben dem Gaza­ streifen und Ostjerusalem seit 1967 von Israel besetzt wird. Als gewaltfreie Menschenrechts­ beobachterin stand sie im Rahmen des öku­ menischen Begleitprogramms in Israel und Palästina (EAPPI) an der Seite jener, die von Menschenrechtsverletzungen betroffen sind. Ihr Einsatzgebiet war die Region South He­ bron Hills, 20 Kilometer südlich von Hebron. Die Innsbruckerin begleitete palästinensische Kinder zur Schule, um sie vor Attacken israe­ lischer Siedler zu schützen; beobachtete und dokumentierte die Vorgänge an den Check­ points entlang der israelischen Sperranlage, die Israel und das Westjordanland trennt; sprach mit den Menschen und besuchte Familien, deren Zelte oder Häuser zerstört wurden. „Wir gingen mit Bauern auf ihre Felder und mit Hirten auf ihre Weiden, ha­ ben ihnen Schutz geboten, wenn sie Angst vor Übergriffen durch Siedler oder israelische Soldaten hatten“, so die Innsbruckerin. Trauer. Auch zu Lulus Familie wurde das EAP­ PI-Team gerufen, nachdem ihr Olivenhain im kleinen palästinensischen Dorf At-Tuwani, das unter israelischer Verwaltung steht, ver­ wüstet worden war. „Das war schrecklich. Die ganze Familie ist danach zusammengekom­ men, um gemeinsam zu trauern. Die Aufregung war groß. In solchen Momenten kann man nur für sie da sein, ihnen beistehen und ihnen versprechen, dass wir das weitertragen und darüber berichten, was mit ihnen ge­ schieht“, sagt Veronika Windischer. Polizeiposten. Die israelische Besatzung ist überall. Auf den Hügeln rings um die Felder der palästinensischen Bauern liegen illegale israelische Siedlungen mit Polizeiposten. Da stehen schwer bewaffnete Soldaten und be­ obachten. Treffen Siedler, die in palästinensi­ sche Felder eindringen, mit Bauern und Men­ schenrechtsgruppen zusammen, greift das Militär ein und drängt zuerst die Bauern auf ihren eigenen Feldern zurück, danach die in­ ternationalen Organisationen und dann erst die Siedler. „Die Felder werden in Folge zur Militärzone erklärt. Das bedeutet, dass 24 Stunden niemand mehr das Land betreten darf – auch nicht die Bauern, die ihre land­ wirtschaftlichen Flächen bewirtschaften wol­


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Thema 9

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Lulu trauert. 50 Olivenbäume, die die Palästinenserin vor 35 Jahren gepflanzt hatte, wurden von israelischen Siedlern abgehackt.

len. Wären da nicht die Friedens- und Menschenrechtsorganisationen zum Schutz der palästinensischen Bevölkerung, wer weiß, ob die Menschen, die hier seit Generationen leben, nicht längst schon vertrieben worden wären“, schildert die Friedensaktivistin und Sekretärin von Pax Christi Österreich ihre Eindrücke. „Feuerzone“. Angrenzend an At-Tuwani liegt die Firing Zone 918, eine Gegend, die zum israelischen Militärübungsgebiet erklärt wurde. In dieser „Feuerzone“ befinden sich elf palästinensische Dörfer. Die Leute wohnen hier entweder in Zelten bzw. in Behausungen mit Betonböden und Planen darüber oder tatsächlich in Höhlen. Es gibt Ziehbrunnen und Generatoren für zwei Stunden Strom am Abend. Die Menschen leben von Getreide, Ziegen- und Schafprodukten. „Hungrige Kinder habe ich nicht gesehen. Spielzeug für die Kleinen findet man hier jedoch nicht, auch keine Bücher oder Kunstgegenstände. Nur das Wesentlichste.“ Es herrschen schwierige Verhältnisse, das Leben wird massiv eingeschränkt. So dürfen die Bewohner der Firing Zone keinen Besuch von außerhalb erhalten, auch nicht von Familienmitgliedern. Nur internationale Menschenrechtsorganisationen oder Friedensgruppen können hinein. „Es gilt hier ein Abrissbefehl, die so genannte „demolition order“, das bedeutet, dass nichts gebaut werden darf und auch bestehende Zelte, Hütten oder Ställe immer wieder abgerissen werden; betroffen davon sind oft zehnköpfige Familien.“

Überfälle. Die Menschen in der Firing Zone leben in ständiger Angst. Bei den Übungen der Militärs werden regelmäßig Familien überfallen. „Während meines Einsatzes haben wir erfahren, dass elf Hütten komplett demoliert und die Leute ausgeraubt wurden. Gegen Mitternacht sind 12 Soldaten gekommen, mit Lärmbomben, die sie in die Häuser warfen, um die Familien zu erschrecken und einzuschüchtern. Gesucht haben sie nach zwei Schafen, die den israelischen Siedlern gestohlen wurden. Doch gefunden haben sie nichts. Es war ein Vorwand, um die Leute zu schikanieren.“ Siedlungsbau stoppen. Gäbe es diesen schrecklichen Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern nicht, so wäre es hier wie im Paradies, sagt Veronika Windischer. „Ich war

Ein typisches palästinensisches Dorf in der Firing Zone 918.

beeindruckt von der wunderschönen Steinwüstengegend und von der Gastfreundschaft der Palästinenserinnen und Palästinenser.“ Nach Meinung der Pax-Christi-Mitarbeiterin müsste der illegale Siedlungsbau, der stetig vorangetrieben wird, endlich gestoppt werden. „Zwischen Palästinensern und Israelis gibt es ja auch Freundschaften. Ich habe ganz viele Hirten und Bauern getroffen, die ihre guten Beziehungen zu den Israelis pflegen würden, wären da nicht diese Hürden, diese Mauer. Die einen sperren sich ein, die anderen sind ausgesperrt und alle haben Angst vor dem anderen. Es ist vor allem eine politische Sache, denn die Bevölkerung möchte Frieden.“ Traum vom Fall der Mauer. Es gibt auf der israelischen Seite aber nicht nur die Militärs, Soldaten und Besetzer. Es gibt auch jene, die den Dialog zwischen Israelis und Palästinensern fördern und sich für Frieden einsetzen. Zum Beispiel die Israelin Rony Kelder. „Eine tolle, optimistische Frau. Sie hat die Friedensbewegung ,Other Voices‘ gegründet, hält Vorträge und träumt von einem United States of Israel und Palestine mit gleichen Rechten für alle. Sie gibt die Hoffnung nicht auf, dass hier irgendwann die Sperren aufgelöst werden“, so Windischer. Der Fall der Berliner Mauer ist für viele Leute vor Ort ein Beispiel dafür, dass das eines Tages passieren kann. u Infos zum Ökumenischen Begleitprogramm in Israel und Palästina (EAPPI) finden Sie unter: www.paxchristi.at; www.versoehungsbund.at; www.diakonie.at/auslandshilfe


10 Panorama stenogramm n Trendwende. Für eine neue „Kultur der Genügsamkeit“, die alle gesellschaftlichen Bereiche – von persönlicher Lebensweise bis zur Wirtschaft – umfasst, plädiert der langjährige frühere Direktor der Katholischen Sozialakademie

29. August 2013

Schönborn: Die muslimische Demokratie Ägyptens ist gescheitert

Kopten sind Ziel islamistischen Terrors In Ägypten ist das Experiment eines muslimisch dominierten, demokratischen Staates „blutig gescheitert“, kommentiert Kardinal Christoph Schönborn die Vorgänge im Land am Nil. Seit der Absetzung von Präsident Mohammed Mursi versinke Ägypten immer mehr im Chaos, so der Wiener Erzbischof in seiner wöchentlichen Kolumne in der Tageszeitung „Heute“. „Was bleibt, ist ein Kampf des ägyptischen Volkes gegen den islamistischen Terror und der Kampf für ein Land des Friedens und der Freiheit.“

P. Alois Riedlsperger spricht sich für eine Trendwende in Richtung Genügsamkeit aus. fjr

Österreichs (ksoe), P. Alois Riedls­ perger. Einer sich immer mehr als „ruinös“ erweisenden Dynamik in Wirtschaft und Gesellschaft, für die u. a. ein eklatanter Anstieg an Burnouts signifikant seien, gelte es eine „Trendwende“ entgegenzuhalten. „Es braucht einen tiefer gehenden gesellschaftlichen Wandel der Lebensweise“, so der Jesuit in der Zeitschrift „Stimmen der Zeit“ (August-Ausgabe). Ein solcher Wandel sei schließlich nicht weniger als „die Schicksalsfrage für Menschheit und Schöpfung“.

Auch das gibt es in Ägypten: Muslimische Menschenketten zum Schutz christlicher Kirchen. sionsschwestern

„„ 50 Jahre in Ostafrika. Die von der Tiroler Ärztin Anna Dengel (1892–1980) gegründeten Missionsärztlichen Schwestern (MMS) feiern 2013 ihr 50-jähriges Wirken in der Provinz Ostafrika. Die Schwestern sind vor Ort schwerpunktmäßig im Gesundheitsbereich tätig und betreiben sowohl in Uganda als auch in Kenia eine Klinik, die sich besonders um HIV-positive Mütter und Säuglinge kümmert. „„ Hilfe für Pflegebedürftige. Die Erhöhung des Pflegegelds und neue Strategien im Umgang mit Demenz sind für die Caritas wesentliche Aufgaben der nächsten Regierung. „Ziel muss sein, dass Menschen in Würde alt werden können und wir uns in den großen gesellschaftlichen Veränderungen weiterbewegen“, so Caritas-Präsident Franz Küberl.

KirchenZeitung Diözese Linz

Der Wiener Theologe Johann Figl sieht „das Problem, dass der Dialog der Experten sich abhebt von der realen gesellschaftlichen Basis“. KIZ/A.

Kopten zwischen den Fronten. Besonders hob Schönborn die Situation der christlichen Minderheit der Kopten hervor: Sie sitze im Kampf zwischen Muslimbrüdern und Militärs zwischen den Fronten und sei dabei längst zur Zielscheibe islamistischen Terrors geworden. „Sicher ist: Der Umsturz hat für die Christen in Ägypten keine Befreiung gebracht, sondern nur Terror, Gewalt und Chaos.“ Das Militär sei für sie ein Hoffnungsanker, „hoffentlich kein trügerischer“, wie der Kardinal bemerkte. Kein bloßer Kampf zwischen Religionen. Die Gewaltexzesse seien „erschreckend“, so Schönborn zu den über 80 seit der Vorwoche zerstörten christlichen Gebäuden. Allerdings sei die aktuelle Gewalt „nicht einfach ein Kampf zwischen Muslimen und Christen“: Vielmehr seien es „einzelne radikal-islamistische Gruppierungen, die einen Rachefeldzug gegen die Christen gestartet haben“. Dass es auch andere Beispiele gibt, zeigten muslimische Menschenketten, die christliche Kirchen und Einrichtungen vor Zerstörung schützen. Ratloser Westen. Auch in Syrien und ­anderen Ländern der Region würden Christen dasselbe Schicksal erleiden, warnte Schönborn. Bezeichnend sei die Reaktion der westlichen Welt: Sie sei „ratlos“, wie sie sich verhalten und weitere Eskalationen verhindern solle.

Interreligiöser Dialog braucht eine Basis

Vatikan: GeldwäscheBekämpfung gestärkt

Der interreligiöse Dialog in Österreich funktioniere zwar gut, bewähren muss er sich aber weniger auf der Ebene der Fachleute als an der Basis. Problematisch sei, „dass der Dialog der Experten sich abhebt von der realen gesellschaftlichen Basis“, so der Religionswissenschaftler Johann Figl. An der Basis zeige sich, „ob ein harmonisches Zusammenleben möglich ist“. Deshalb müsse der interreligiöse Dialog Durchlässigkeit von oben nach unten schaffen, so der Theologe, der im Juli seine Emeritierung an der Universität Wien feierte. In Österreich schafft u. a. die rechtliche Anerkennung nichtchristlicher Religionen eine gute Grundlage für Begegnungen.

Der Chef der vatikanischen Finanzaufsicht AIF, Rene Brülhart, sieht in den jüngsten Bemühungen von Papst Franziskus um Transparenz in den vatikanischen Bankgeschäften eine deutliche Stärkung im Kampf gegen Geldwäsche. Das Motu Proprio aus der vergangenen Woche verleihe seiner Behörde eine „umfassende Aufsichtsfunktion“, sagte er unlängst im Interview mit Radio Vatikan. Dadurch sei es möglich, sämtliche Finanzaktivitäten innerhalb des Vatikans zu überprüfen, auch bei der vatikanischen Güterverwaltung APSA. „Wir haben den richtigen Weg gefunden, da sind aber noch einige Schritte zu gehen“, so der Schweizer.


KirchenZeitung Diözese Linz

Panorama 11

29. August 2013

Für christliche Missionare im Land könnten Neuregelungen in der türkischen Verfassung positive Konsequenzen haben.

reuters

Für freie Religionsausübung in der Türkei In der türkischen Verfassung soll das Recht auf freien Religionsübertritt künftig unter ausdrücklichem Schutz stehen. Darauf einigten sich die vier im Parlament vertretenen Parteien bei Gesprächen über die neue Verfassung, wie die deutsche katholische Nachrichtenagentur KNA unter Berufung auf türkische Medien meldet. Demnach soll die neue Verfassung nicht nur ein Recht auf freie Religionswahl und -ausübung festschreiben. Auch Freiheit von Religion (Atheismus), ein Recht auf freien Religions-

übertritt sowie ein Recht auf Verbreitung von Religion sollten unter den Schutz der Verfassung gestellt werden. Die Neuregelung könnte unter anderem Konsequenzen für christliche Missionare in der Türkei haben. Zwar ist missionarische Tätigkeit nach derzeitiger Rechtslage nicht verboten; jedoch werden Missionare insbesondere von rechtsnationalen Kreisen als potenzielle Gefahr für den Zusammenhalt des zu 99 Prozent muslimischen Landes gesehen und entsprechend angefeindet. 2007 töteten Rechtsradi-

Kuba: Kapelle wieder in Besitz der Kirche

Vatikan schockiert über Giftgasangriff in Syrien

Mehr als 52 Jahre nach der Beschlagnahmung der Kapelle ­ von Tarcisio im Südosten Havannas ist das Gotteshaus wieder in den Besitz der katholischen Kirche übergegangen. Bischof Alvaro Beyra Luarca von der zuständigen Diözese Bayamo-Manzanillo segnete das Gotteshaus in einer kleinen Feierstunde. In den Nachwirren der kubanischen Revolution mussten zahlreiche Vertreter der katholischen Kirche die kommunistisch regierte Insel verlassen und kirchliche Gebäude wurden beschlagnahmt. Seit dem Besuch von Papst Benedikt XVI. im März 2012 hat sich das Verhältnis zwischen Staat und Kirche gebessert.

Der Vatikan hat die internationale Gemeinschaft angesichts des von Beobachtern bestätigten Giftgas­ einsatzes durch Regierungstruppen in Syrien zu einem größeren Engagement für eine friedliche Beilegung des Konflikts aufgerufen. Der vatikanische Botschafter in Damaskus, Erzbischof Mario Zenari, bezeichnete die Bilder von Opfern des Einsatzes als „Schock“ und bittet die internationale Gemeinschaft um Hilfe, „damit dieser Krieg unverzüglich endet“. Nach Angaben von syrischen Regimegegnern sollen Regierungstruppen bei Angriffen in der Nähe von Damaskus vergangene Woche Giftgas eingesetzt haben. Die syrische Regierung bestreitet dies.

kale den deutschen Missionar Tilman Geske sowie zwei türkische Protestanten in der ostanatolischen Stadt Malatya. Im Parlament beraten die religiös-konservative Regierungspartei AKP, die säkularistische CHP, die nationalistische MHP sowie die Kurdenpartei BDP seit Monaten über den Text einer neuen Verfassung. Sie soll das derzeit geltende Grundgesetz ablösen, das 1982 unter Militärherrschaft entstand und viele Einschränkungen von Grundrechten enthält.

weltkirche „„ Heiligsprechung. Polens Kirche stellt sich auf eine Heiligsprechung von Papst Johannes Paul II. (1978–2005) am 27. April 2014 ein. Papst Franziskus werde seinen Vorvorgänger voraussichtlich am Barmherzigkeitssonntag zur höchsten Ehre der Altäre erheben. „„ Ehrendomherr. Erzbischof Georg Gänswein, engster Vertrauter von Papst Benedikt XVI. und einer der beiden Privatsekretäre von Papst Franziskus, ist zum Freiburger Ehrendomherrn ernannt worden. n Ruth Pfau, deutsche katholische Ordensfrau und Lepraärztin in Pakistan, erhält für ihr Lebenswerk den von der Fokolar-Bewegung vergebenen Klaus-Hemmerle-Preis 2014. Die Auszeichnung wird ihr am 2. Mai 2014 im Aachener Dom verliehen. kiz/a


Sonntag 22. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr C, 1. September 2013

Weil Gott die Demut liebt Jene Zufriedenheit eines Menschen, die von innen kommt, wächst wohl ein Leben lang. Aber sie bedarf auch der Gnade Gottes. Gut ist es, sich diese Haltung des Herzens, diese Weisheit, anzueignen und sie zu bewahren – durch alle Zeiten eines Lebens hindurch. Ein demütiger Mensch, ist bescheiden und gleichzeitig voller Freude im Wissen um sich selber als innig geliebtes Gottesgeschöpf.

1. Lesung

Evangelium

Jesus Sirach 3, 17–18. 20. 28–29

Lukas 14, 1. 7–14

Mein Kind, bei all deinem Tun bleibe bescheiden, und du wirst mehr geliebt werden als einer, der Gaben verteilt. Je größer du bist, umso mehr bescheide dich, dann wirst du Gnade finden bei Gott. [...] Denn groß ist die Macht Gottes, und von den Demütigen wird er verherrlicht. [...] Für die Wunde der Übermütigen gibt es keine Heilung, denn ein giftiges Kraut hat in ihm seine Wurzeln. Ein weites Herz versteht die Sinnsprüche (der Weisen), ein Ohr, das auf die Weisheit hört, macht Freude.

Als Jesus an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen kam, beobachtete man ihn genau. [...] Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, nahm er das zum Anlass, ihnen eine Lehre zu erteilen. Er sagte zu ihnen: Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist, such dir nicht den Ehrenplatz aus. Denn es könnte ein anderer eingeladen sein, der vornehmer ist als du, und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müsstest den untersten Platz einnehmen. Wenn du also eingeladen bist, setz dich lieber, wenn du hinkommst, auf den untersten Platz; dann wird der Gastgeber zu dir kommen und sagen: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. Dann sagte er zu dem Gastgeber: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, so lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich ein, und damit ist dir wieder alles vergolten. Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.

2. Lesung Hebräer 12, 18–19. 22–24a Denn ihr seid nicht zu einem sichtbaren, lodernden Feuer hingetreten, zu dunklen Wolken, zu Finsternis und Sturmwind, zum Klang der Posaunen und zum Schall der Worte, bei denen die Hörer flehten, diese Stimme solle nicht weiter zu ihnen reden. [...] Ihr seid vielmehr zum Berg Zion hingetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, zu Tausenden von Engeln, zu einer festlichen Versammlung und zur Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind; zu Gott, dem Richter aller, zu den Geistern der schon vollendeten Gerechten, zum Mittler eines neuen Bundes, Jesus [...]


Wort zum Sonntag

„Mein Leben ist so reich“ Von Bescheidenheit und Weisheit ist im Buch Jesus Sirach die Rede. Beides würde ich einer gut bekannten und mir sehr lieb gewordenen älteren Frau zuschreiben, beim Lesen des Textes habe ich sofort an sie gedacht. Kaum jemand ist mir begegnet, der so bescheiden ist wie sie und dabei zutiefst glücklich. Und mit Bescheidenheit meine ich nicht nur Genügsamkeit. Mit inniger Dankbarkeit blickt sie stets auf die Vergangenheit zurück und nimmt ihre Gegenwart jeden Tag mit Freude an im Vertrauen auf Gott und in der Hingabe für ihre Familie und Mitmenschen. Erfüllt von tiefem Frieden erzählt sie mir oft von all der Gnade, welche ihr im Laufe ihres Lebens – das zweifellos nicht immer leicht war – zuteil wurde. Davon, dass sie eine schöne Kindheit hatte, in einem Ort aufgewachsen ist, der ihr bis heute Heimat ist, dass sie geheiratet hat und jedes ihrer Kinder ein Geschenk Gottes ist. Immer wieder spricht sie von dem Glück, eine so große Familie zu haben – mittlerweile sind zahlreiche Enkel- und Urenkelkinder dazugekommen. Dankbar, dass ist sie vor allem auch für ihren tiefen Glauben. Unendlich dankbar.

prenz66 / photocase.com

D

ie Gerechten freuen sich und jubeln vor Gott; sie jauchzen in heller Freude.

Singt für Gott, spielt seinem Namen; jubelt ihm zu, ihm, der auf den Wolken einherfährt. Ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung. Gott bringt die Verlassenen heim, führt die Gefangenen hinaus in das Glück;

Ich bin fasziniert, wenn ich sie so reden höre, manchmal fast ein wenig beschämt. War ich jemals so zufrieden mit meinem Leben? Habe ich je solche Dankbarkeit empfunden? Bringe ich den Menschen um mich herum so viel Liebe und Mitgefühl entgegen? Die Zufriedenheit, die von innen kommt, wächst wohl ein Leben lang, bedarf letztendlich aber auch der Gnade Gottes. Sich diese Haltung des Herzens, diese Weisheit, anzueignen und zu bewahren, trotz und gerade in schwierigen Zeiten, das kann ich von ihr lernen. Jedes Mal aufs Neue, wenn ich sie besuche, gibt mir ihre bescheidene Art zu denken und ihre Freude steckt mich an.

Zum Weiterdenken Mit sich selbst zufrieden sein. Eigene Stärken entdecken. Sich daran erfreuen. Fehler machen dürfen. Daraus lernen können. Geduld haben. Auf Andere zugehen. Sie wertschätzen. Mit ihnen fühlen. Miteinander leben. Vergeben können. Aufbrüche wagen. Gottes Stimme hören. Auf Gott vertrauen. Immer wieder neue Kraft und Hoffnung schöpfen. Natalie kobald

doch die Empörer müssen wohnen im dürren Land.

ist 24 Jahre alt und studiert Reli-

Gott, du ließest Regen strömen in Fülle

gionspädagogik in Wien. Seit 2012

und erquicktest dein verschmachtendes Erbland.

und Jungschar Burgenland und ist

Deine Geschöpfe finden dort Wohnung;

Referentin im Fachbereich Schule.

Gott, in deiner Güte versorgst du den Armen.

arbeitet sie bei der Kath. Jugend

Die Autorin erreichen Sie unter

Antwortpsalm (aus psalm 68)

u sonntag@kirchenzeitung.at


14 Bewusst leben

29. August 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Wie viel Platz dürfen Kinder aus früheren Beziehungen in neuen Partnerschaften einnehmen

Szegediner Gulasch

Das Gulasch wird mit Kartoffeln

Mein Kind, dein Kind, unsere Zukunft Eltern trennen sich und gehen neue Beziehungen ein. Trotzdem möchten sie weiterhin für ihre Kinder da sein. Für den/ die neue/n Partner/in keine einfache Situation. Gemeinsame Gespräche sind notwendig, um für alle Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung zu finden.

oder frischem Weißbrot serviert. FOTOLIA

Zutaten: 500 g Schweinefleisch, 1 Zwiebel, 3 EL Sonnenblumenöl, 1 TL Paprikapulver, 2 grüne Spitzpaprika, 2 Tomaten, Salz, 1 Knoblauchzehe, etwas Kümmel, 800 g Sauerkraut, 1 Lorbeerblatt, 1/4 l Sauerrahm. Zubereitung: Das Fleisch wird in 2-3 cm große Würfel geschnitten, der geschnittene Zwiebel wird in Öl goldgelb angebraten. Zwiebel vom Feuer nehmen und Paprikapulver darüberstreuen. Nun kommen die Fleischwürfel dazu, das Ganze wird kurz und scharf angebraten und gesalzen. Die ebenfalls in Würfel geschnittenen Tomaten und Spitzpaprika zufügen, mit gepresstem Knoblauch und Kümmel würzen. Halb zugedeckt und ohne Wasserzugabe köcheln. Das Sauerkraut kommt ausgedrückt und mit dem Lorbeerblatt zum Fleisch. Alle Zutaten werden gut vermischt und zugedeckt gekocht, bis das Fleisch weich ist. Lorbeerblatt herausnehmen, Sauerrahm hinzufügen und nochmals 5 Minuten lang weiterkochen. Jó étvágyat!

Anna kommt zur Beratung, sie hat ein Kind mit einem Jahr und hat sich vom Vater getrennt, weil eine gemeinsame Zukunft nicht

Anna ist froh, dass Hans sich um seine Tochter kümmert, aber sie sollten auch und vor allem ein gemeinsames Leben haben. Bei großen Zielen sind sich beide völlig einig. Doch der Alltag bringt Probleme. Wir besprechen in den Stunden, wie Hans für seine Tochter sorgen kann, aber sie auch eine Familie sein können. Anna ist wichtig, dass ihre Tochter wahrgenommen wird und einen guten Platz hat. Sie muss Hans ihre Ängste und Sorgen klar mitteilen. Probleme mit der leiblichen Mutter. Eine Zeit lang hat die Mutter seiner Tochter jeden Tag angerufen und Hans ist nach der Arbeit zuerst zu seiner Tochter gefahren und kam erst spät nach Hause, Anna hat dann ihr Gefühl dabei formuliert und Hans hat sein Verhalten geändert. Ein großes Thema war, dass die Mutter seiner Tochter nicht wollte, dass er die Tochter mit zu Anna nimmt. Doch er ist bei Anna zu Hause und seine Tochter darf sein Zuhause kennenlernen. Beide haben gelernt, Kompromisse zu finden. Jetzt haben sie Regelungen gefunden, mit denen alle zufrieden sind.

Eine Familie bauen gemeinsam mit Kindern aus anderen Beziehungen: dafür braucht es Regeln, und keine(r) darf zu kurz kommen. WALDHÄUSL möglich war. Für ihre Tochter tut sie alles. Sie ist gerade dabei sich auf eine neue Zukunft vorzubereiten. Sie hat Hans, ihren neuen Partner kennen gelernt und möchte mit ihm zusammen sein. Partnerschaft hier, Kind dort. Hans hat ebenfalls eine Beziehung beendet und ist Vater einer Tochter. Auch er will für seine Tochter da sein, das bringt Konflikte mit sich: Mein Kind, dein Kind, unsere Zeit.

BERATUNG KATHARINA HUBER SOZIALE DIENSTE FAMILIENBERATUNG CARITAS TIROL beratung@kirchenzeitung.at

 Bei Fragen und Problemen wenden Sie sich an: Beziehung Leben, Partner-, Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Tel. 0732/77 36 76.

FÜR SIE GELESEN Weisheiten, Gedanken, Segenswünsche – in vielen Lebenslagen besinnt man sich gerne auf „alte“ Sprüche. Oft erkennt man erst in ganz speziellen Situationen ihren tieferen Sinn.

 Gedichte und Weisheiten aus Ost und West. Die Autorin und Qigong-Trainerin Gerlinde Reichleitner hat sorgsam Sprüche chinesischer und westlicher, historischer und aktueller Her-

kunft zusammengetragen. Erschienen im August im Goethe Literaturverlag Frankfurt.  In guter Hoffnung – Gedanken, Gebete, Segenswünsche für

die Zeit der Schwangerschaft. Ein Buch mit liebevollen Texten, Ratschlägen, und Ritualen in der Vorbereitung auf das „große Ereignis“. M. Kreiner, C. Pfrang, Kösel Verlag München.


KirchenZeitung Diözese Linz

Glaube 15

29. August 2013

Der Reiz des Alten Testaments

„Ich sitze auf einem Stapel von Büchern“ Die Theologin und Germanistin Univ.-Prof. Dr. Susanne Gillmayr-Bucher könnte sich ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen, vor allem nicht ohne das Alte Testament. Josef Wallner

In ihrer Heimatpfarre Telfs (Tirol) leitete sie eine Jungschargruppe, hat Jugendgottesdienste mitgestaltet, aber noch mehr war der Religionsunterricht Anstoß, sich für das Theologiestudium zu entscheiden: „Die kritischen und anregenden Stunden bei Mag. Ewald Heinz haben in mir die Vorstellung geweckt, dass es in einem Theologiestudium viel zu entdecken geben könnte.“ Und so war es auch. Internationale Erfahrungen. Susanne Gillmayr begann 1980 an der Uni Innsbruck mit dem Studium der Religionspädagogik und Germanistik. Dort hat es Professor Josef Oesch verstanden ihr die Welt des Alten Testaments aufzuschließen und sie für die Texte der Bibel zu begeistern. Diese Begeisterung hält ungebrochen an – bis heute. Nach Abschluss ihres Studiums konnte sie an einer Reihe von Universitäten ihr Wissen vertiefen, in Tübingen, Sheffield (Großbritannien) und Tel Aviv. Ab 2004 war sie Professorin für Biblische Theologie an der Technischen Hochschule Aachen, seit 2010 lehrt sie Altes Testament an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz (KTU). König Salomo eine schillernde Figur. An ihrem Beruf schätzt Gillmayr die Verbindung von Forschung und Lehre. Die eigenen Forschungen, die Arbeit im Team mit jungen Wissenschafter/innen – „Es ist faszinierend mit seinen Arbeiten am Puls der Zeit zu sein und das unmittelbar in die Lehre umsetzen zu können.“ Aktuell beschäftigt sie sich intensiv mit König Salomo. Sie geht der Frage der Wirkungsgeschichte dieses Herrschers nach. Einerseits wird er als idealer, weiser und gerechter König dargestellt, gleichzeitig verschweigen die biblischen Texte seine Schwächen nicht. Diese Spannung hat schon innerhalb der Bibel ihren Niederschlag gefunden und bleibt bis ins 21. Jahrhundert in Kunst, Musik

Univ.-Prof. Dr. Susanne Gillmayr-Bucher lehrt an der KTU Linz Altes Testament. Sie lebt mit ihrer Familie – sie hat zwei erwachsene Töchter – in Wien. privat

und Literatur erhalten. In einem dreijährigen Forschungsprojekt wird sie sich diesem Thema umfassend widmen. Biblische Grundmelodie. Eine Biblikerin, die sich seit beinahe drei Jahrzehnten – fast täglich – mit alt- und neutestamentlichen Texten befasst, nach einer Lieblingsbibelstelle zu fragen, hat wenig Chance auf Antwort. „Woran ich gerade arbeite, das ist mir nahe“, sagt sie. Nicht einzelne Sätze, sondern die Grundmelodie, die sich durch das Alte Testament zieht, begleitet sie: Auf der einen Seite die Hoffnung, die das Vertrauen auf Gott schenkt, wie das im Psalm 91 seinen Ausdruck findet. Auf der anderen Seite haben auch die Menschen Platz, die scheitern. Das Schöne am Alten Testament sieht sie in seiner Ehrlichkeit: „Es lässt zu, dass eine Geschichte kein gutes Ende nimmt, dass nicht alles glatt ausgeht.“ Vom Buchstaben ins Leben. Ihren Auftrag als Bibelwissenschafterin versteht Gillmayr im Bauen von Brücken: „Von der Welt des Alten Orients, die uns allen fremd ist, in die Lebenswelt heute. So versuche ich meinen

Beitrag zu leisten, dass das Wort Gottes unter den Menschen lebendig bleibt.“ Die Übersetzungsarbeit in die jeweils aktuelle Situation verlangt Anstrengung und die Bereitschaft, den Geist der Texte zu entschlüsseln: „Die Bibel spuckt nicht Wort für Wort die Wahrheit aus. Sie ist Gotteswort in Menschenwort.“ Die drei Monate der vorlesungsfreien Zeit im Sommer nutzt die Professorin zum Forschen, um an wissenschaftlichen Konferenzen teilzunehmen, natürlich auch um Urlaub zu machen und zum Lesen. „Ich lese viel, ich sitze auf einem Stapel von Büchern.“ Neben Fachbüchern liebt sie große Erzählungen. „Englische und US-amerikanische Literatur ist von der Erzählart her wunderbar. Es darf auch einmal Science Fiction sein.“

Einblicke Mit Theolog/innen im Gespräch Teil 5 von 5 Prof. Dr. Susanne Gillmayr-Bucher, linz


 Brieffreunde gesucht! Ich heiße Doris und bin 7 Jahre alt. Meine Hobbys sind schwimmen, Rad fahren und Briefe schreiben. Ich freue mich auf deine Post!  Doris Pammer, Mardetschlag

KK

Post von Piepmatz

11, 4262 Leopoldschlag.

Liebe KiKi! Vom Linzer Hauptplatz bin ich mit der Straßenbahn bis hier herauf gefahren. Von einer Plattform aus habe ich mir die Stadt von oben angeschaut. Dann bin ich natürlich rauf zur Wallfahrtskirche gegangen. Und zum Abschluss hat mir ein kleines Zwergerl den Weg in ein Märchenland direkt unterm Berg gezeigt. Allerliebste Zwergerlgrüße! Dein Piepmatz

LACH MIT PIEPMATZ  Die kleine Susi trägt eine Tasse die Treppe hinunter. „Fall nicht“, ruft die Mutter. „Keine Angst, ich halte mich an der Tasse fest!“  Kennst du den Unterschied zwischen Vieh und Mensch? Das Vieh kann man auf die Weide bringen, den Menschen kann man auf die Palme bringen!

Von welchem Berg schaut der Piepmatz auf Linz und die Donau?  Mach mit und gewinne! Schreib die

KIKI-KONTAKT

 Schick deine lustigsten Witze an: piepmatz@kirchenzeitung.at oder an PIEPMATZ, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz.  Hast du Fragen an den Schlaukopf oder Wünsche an KiKi? Suchst du eine Brieffreun-

din oder einen Brieffreund? Ich freu mich auf deine Post! kiki@kirchenzeitung.at, KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. DEINE GITTI

richtige Lösung an kiki@kirchenzeitung.at oder KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Vielleicht gewinnst du ja einen von drei tollen Preisen. Einsendeschluss: 5. September.

Zeig allen, wie du heut drauf bist! Es kann doch vorkommen, dass es einmal nicht so gut läuft und, dass du keinen guten Tag hast. Dann möchtest du vielleicht auch eine Zeit lang deine Ruhe haben. Oder, du hattest ein besonders schönes Erlebnis und möchtest deine gute Laune mit den anderen teilen. Wie es um deine persönliche Stimmung be-

BALDUIN BAUM

 „Herr Doktor, ich sehe alles doppelt!“ – „Drücken Sie ein Auge zu!“

PRIVAT

 Brösel schiebt wieder einmal seinen Wagen an und schimpft: „In einem Punkt hatte der Verkäufer recht: das Auto braucht fast kein Benzin!“  Der Ehemann hat einen Schnupfen. Er jammert: „Ich fühle mich heute saumiserabel! Mir geht es hundeelend!“ Erwidert die Gattin: „Dann solltest du den Tierarzt aufsuchen!“

Die KirchenZeitung für Kinder 29. August 2013

stellt ist, kannst du deiner Umwelt ganz einfach zeigen: Nimm einen weißen Pappteller, zeichne am äußeren Rand Gesichter (smileys) mit verschiedenen Ausdrücken (von „lachend“ bis „schlecht gelaunt“). Dann montierst du – wie bei einer Uhr – in der Mitte einen Zeiger und hängst das an deine Tür!

WALDHÄUSL

DA MELD ICH MICH


29. August 2013

Symbolträchtig. Bei Mario Riener landen Lebensmittel statt im Müll auf dem selbstgebauten Griller.

MARIO RIENER

Von der Mülltonne zum Holzgriller Mario Riener verhilft scheinbar unbrauchbaren Dingen zu neuem Glanz. Sein neuestes Projekt: Er verwandelt alte Mülltonnen in stylische Holzgriller. JOHANNES GRÜNER

„Ich hebe viele Sachen auf, man weiß nie, ob man es noch brauchen kann“, erzählt Mario Riener. Der Fotograf bastelt in seiner Freitzeit leidenschaftlich gerne an Autos, alten Fahrrädern, Möbeln aber auch an Mülltonnen. Seine Triebfeder ist einerseits der Hang zum Nostalgischen, andererseits möchte er auch eine Antwort auf die Wegwerfgesellschaft geben. Von der Idee zur Umsetzung. Vor zwei Jahren wurden in Rieners Heimatort Zwettl an der Rodl die Mülltonnen ausgetauscht. Es gab das Angebot der Gemeinde, die alten Metalltonnen bei der Gemeinde abzugeben. Doch Ma-

cd-tipp

rio Riener war überzeugt, er würde stattdessen eine sinnvolle Verwendung für das verzinkte Gefäß finden. Bis vor einigen Wochen stand es noch im Garten seines Hauses. In einer schlaflose Nacht kam ihm dann der Geistesblitz: Warum nicht einen Holzgriller daraus basteln? Die Materialien dazu sammelte er auf benachbarten Baustellen und am Dachboden zusammen. Der nötige Platz für eine richtige Werkstatt fehlt aber, so zimmert und schraubt er an seinen Objekten meist in der eigenen Hauseinfahrt. 2500 Stunden gehen da beispielsweise für die Restaurierung eines Opel Kadett C drauf. Im Garten steht seit kurzem eine neu gebastelte Sitzgelegenheit. Das Material: übrig gebliebene Betonplatten und Holzpaletten. Berufliche Veränderung. Das handwerkliche Geschick eignete sich der 30-jährige Zwettler schon im Jugendalter an. Seine

aufgeschnappt

Indiepop aus Österreich Zunächst finden die Jungs von Catastrophe & Cure kein Label, das ihren ersten Longplayer „Like Crazy Doves“ vertreibt, dann räumen sie im heurigen Frühjahr den FM4 Award ab, woraufhin eine ausgedehnte Tour folgt, die dieser Tage ihren Höhepunkt beim FM4-FrequencyFestival fand. So könnte man in einem Satz den bisherigen Werdegang einer Band aus meiner Nachbarschaft beschreiben, die auszog, um Musik-Österreich zu erobern – mindestens! „We are going there, what we fulfill is destiny / Sometimes we lose, somtimes we win again“.

szene

Ein ungewohntes Bild: Der Fotograf muss selbst vor die Linse.

berufliche Laufbahn führte ihn über eine Tischlerlehre hin zu einem Studium für Sozialberufe. Eine Indienreise und zahlreiche Urlaubsbilder später entschied er, sich als freier Fotograf zu versuchen. Auch in seinem neuen Beruf bleibt er seinen Prinzipien treu:

MARIO RIENER

„Bei vielen Foto-Jobs mit Lebensmitteln werden teilweise Kisten mit Essen weggeworfen; ich kann nicht anders als sie mitzunehmen und meinen Freunden zu bringen.“ So sieht gelebte Nachhaltigkeit aus.  Infos: www.marioriener.com

xx

„Missed the casting“ Derart pathetisch und mit grobeschworen werßen Gesten angereichert erden, mag man sich öffnet die Boygroup ihr Album des Eindrucks nicht mit dem Titeltrack. Musikaerwehren, dass beilisch eine melancholische Hyms ist auf „Be“, ewegend Neue de Tracks zu sehr ne, die seinesgleichen sucht. bliebeer int Nichts weltb -H sis Album der Oa ren. dem zweiten nach den Ameri„Shipwreck“, die große Hitsingdy Eye“ zu hö nen-Band „Bea kanern von Jimle, steht dem Opener um nichts my Eat World klingen – nur eben nach und vermag mit druckvolnicht ganz so gut. Und dennoch: „Like Crazy lem Schlagzeug und U2-Gitarren sogar noch Doves“ ist ein beachtliches Indiepop-Debut, eins drauf zu setzen. Besser wird’s dann aber das ein großes Versprechen an die Zukunft dienicht mehr und die restlichen Songs können ser Band ist. KR mit den beiden Hits nicht ganz mithalten. Auch wenn bei „Nowhere“ noch einmal richtig aufgedreht wird und große Gefühle in  AND CURE - LIKE CRAZY DOVES (SOUNDSPUR REC.)


18 Termine NAMENSTAG

Gregor Haller ist Mitarbeiter der Kirchenbeitragsstelle Braunau. PRIVAT

Gregor (3. September) Wirft man einen Blick auf derzeit vergebene Taufnamen, nimmt mein Vorname Gregor eine untergeordnete Rolle ein. Für die katholische Kirche ist er jedoch von großer Bedeutung: Sein Namenstag wird an neun Tagen im Jahr gefeiert. Zu verdanken habe ich meinen Namen meiner Taufpatin. So mancher in der Familie war nämlich der Meinung, dass Gustav besser gewesen wäre. In diesem Fall hätten sich meine Eltern aber eine andere Taufpatin/ einen anderen Taufpaten suchen müssen ... Mein Name stammt aus dem Griechisch-Lateinischen und heißt „der Wachsame“. Am 3. September 590 n. Chr. wurde Gregor I., besser bekannt als Gregor der Große, zum Papst geweiht. Obwohl er sich dieser Ehre unwürdig fühlte, stellte er sich als erster Mönch der Herausforderung und gilt heute als Schöpfer des geistigen Fundaments Europas. Zu verdanken haben wir ihm Werke über grundlegende theologische Aussagen, die Verbreitung des Christentums sowie eine Reformierung der Liturgie. Ich schätze mich glücklich, Träger eines solch seltenen, aber für die christliche Geschichte bedeutenden Namens zu sein. GREGOR HALLER

29. August 2013

FREITAG, 30. 8. 2013  Bad Schallerbach. Literatur im Botanica-Park, Lesung, Weidendom des Kurparks, 18.30 Uhr, mit Horst Eibl, Ferdinand Gruber.  Bad Schallerbach. Musiksommer-Konzert, Werke von W. A. Mozart, F. Poulenc, u.a., Atrium Europasaal, 19.30 Uhr, mit dem Ventus Quintett Salzburg und Clemens Zeilinger.  Freistadt. orgelpunkt12, Pfarrkirche, 12 Uhr, mit Enrico Presti.  Gmunden. Csardas und Ländler – Musik und Tanz von den Alpenländern bis Transsilvanien, Festabend des Österreichischen Volksliedwerks, Landhotel Gründberg, 19.30 Uhr.  Traunkirchen. Naturschönheit, Festwochen-Konzert, Klostersaal, 19.30 Uhr, mit dem Agnes Palmisano Trio. SAMSTAG, 31. 8. 2013  Gmunden. Konzert zu vier Händen, Salzkammergut-Festwochen, Stadttheater, 19.30 Uhr, mit Dennis Russel Davies, Maki Namekawa.  Linz, Ursulinenkirche. Orgelstation, Musik der französischen Romantik, 17 Uhr, mit Peter Paul Kaspar. SONNTAG, 1. 9. 2013  Attnang, Martinskirche. Abendmusik, Werke von J.M. Leclair, C. Debusy, B. Britten, J. A. Hasse, 19 Uhr, mit Michael Tavernaro, Elisabeth Thallinger, Peter Tavernaro.  Bad Goisern. Geigenfest, Treffen von Geigenspieler/innen aus ganz Österreich, Kirchengasse und Hof Neuwildenstein, ab 12 Uhr.  Gutau. Kirchenführung anlässlich der OÖ Landesausstellung, Treffpunkt: vor der Pfarrkirche, 14 Uhr.  Haibach. Arien- und Weisenblasen mit Bergmesse, Aussichtswarte SternGartl-Blick, 10 Uhr, mit der Musikkapelle Reichenau-HaibachOttenschlag.  Hallein/Berchtesgaden. „Gegen das Verdrängen und Vergessen“, Bergmesse des Kameradschaftsbundes St. Peter a. H., Obersalzberg, Gasthaus auf dem Rossfeld, 11 Uhr, mit Msgr. Stefan Hofer.

 Hartkirchen. Lesepicknick für Kinder, Pfarrgarten, 10 bis 11.30 Uhr, bei Schlechtwetter: Großer Pfarrsaal.

Lesepicknick der Pfarrbibliothek Hartkirchen am So., 1. September. BIBLIOTHEK

 Linz, Mariendom. SonntagMittagskonzert, Orgelwerke von F. Liszt u.a., 10.45 Uhr, mit Heinrich Reknagel.  Peuerbach. Sonntag der Ehejubilare, Pfarrkirche, 10 Uhr, mit dem Kirchenchor.  Reichenau. SeelsorgeraumBergmesse, Weixelbaumer Hügel, 10 Uhr, anschließend Frühschoppen mit Arien- und Weisenblasen.  Sandl. Perlen der Kammermusik, Konzert, Werke von W. A. Mozart, J. Brahms, M. Reger, C. M. v. Weber, Pfarrkirche, 19.30 Uhr, mit dem Ensemble Lentia Nova.  Vöcklamarkt. Fest der Jubelpaare, Chorwerke und Sologesänge zum Jubiläumsfest, Pfarrkirche, 8.30 Uhr, mit Chorsolisten und Ensemble der Pfarre.  Wilhering. Augustinus-Messe von F. X. Müller, Stiftskirche, 10 Uhr, mit Chor und Instrumentalisten der Stiftskirche.  Zell a. d. P. Herbstwanderung mit Gottesdienst, Abfahrt: Schlossparkplatz, 8 Uhr. MONTAG, 2. 9. 2013  Schärding. Hausapotheke der Natur, Kräuterwanderung, Treffpunkt: Schiffsanlegestelle, 15 Uhr, mit Renate Wimmer. DIENSTAG, 3. 9. 2013  Linz. Ferienspiel mit japanischem Erzähl-Papiertheater und Fünf-Wörter-Geschichten, Bücherei am Dom, Stifterstraße 5, 10.30 Uhr und 13.30 Uhr.

KirchenZeitung Diözese Linz

MITTWOCH, 4. 9. 2013  Linz, Alter Dom. Konzert zu Bruckners Geburtstag, Symphonie Nr.5 B-Dur von A. Bruckner, 20 Uhr, mit dem Klavierduo Dino Sequi und Gerhard Hofer.  Ried i. I. Der Vergessene, Theater zum inn4tler sommer, Sparkassen-Stadtsaal, 20 Uhr, mit Ulrich Scherzer. DONNERSTAG, 5. 9. 2013  Frauenstein. Stille Anbetung, Wallfahrtskirche, 14 Uhr.  Linz, Mariendom. Abendkonzert, Raumklang für Klarinettenensemble und zwei Orgeln, 20 Uhr, mit dem Klarinettenensemble der Anton Bruckner Privatuniversität, Wolfgang Kreuzhuber, Heinrich Reknagel. FREITAG, 6. 9. 2013  Dorf a. d. P. Konzert, Dorf.Saal, 20 Uhr, mit der ABBA-Cover-Band.  Freistadt. orgelpunkt12, Pfarrkirche, 12 Uhr, mit Peter Hödlmoser.  Ried i. I. Jazz auf der Orgel, Stadtpfarrkirche, 18 Uhr, mit Elisabeth Wolfthaler.  St. Ulrich b. S. Gottes- und Kirchenbilder, Pfarrzentrum, 19.30 Uhr, mit Mag. Johann Hauer.  Saxen. Atemberaubendes Klangerlebnis, Konzert, Pfarrkirche, 20 Uhr, mit dem Don Kosaken Chor.  Schärding. Orgelkonzert mit Frühwerken von J. S. Bach, Kurhauskirche der Barmherzigen Brüder, 19.30 Uhr, mit William Porter, USA. SAMSTAG, 7. 9. 2013  Franking. Via Nova: Fußmarsch Etappe Perwang – Oberhofen, Treffpunkt: Raiffeisen-Platz, 7 Uhr.  Mariazell. Patrozinium der Basilika, Feierliche Vesper, 17.30 Uhr, Lichterprozession, Segnung der Pilger/innen, 20 Uhr.  Passau. Gottesdienst, Dom, 17 Uhr, mit dem Altbischof von Linz, Maximilian Aichern.  St. Thomas a. B. Der Traum vom Fliegen, Integrativer Wandertag für alle Naturbegeisterten, insbesondere Rollstuhlfahrer/innen und Familien mit Kleinkindern, Naturpark Mühlviertel, Start: Vereinsstadl, 13 Uhr, mit Natur-Erlebnisstationen zum Mitmachen.

AUSSTELLUNGEN – FESTIVAL – FLOHMÄRKTE  Alkoven. „im_fokus“. Die Darstellung des „Fremden“, Open-Air-Filmretrospektive mit wissenschaftlichem Impulsreferat, Schloss Hartheim, Mi., 28. 8., Do., 29. 8., Fr., 30. 8., jeweils 20 Uhr; Begleitung durch die Gedenkstätte Hartheim (ab 5 Personen), jeweils 19 Uhr.  Kremsmünster. EinBlick ins Kloster. Mönchtum einst und heute, Stift, Sonderausstellung bis November 2013, täglich von 10 bis 17 Uhr.  Linz. Hammerweg Re-Revisited, Alenka Maly, Galerie der Berufsvereinigung Bildender

Künstler/innen OÖ, Ursulinenhof, Eröffnung, Mo., 2. 9., 19 Uhr, Ausstellung bis Mi., 25. 9., jeweils Mo. bis Fr., 15 bis 19 Uhr, Sa., 10 bis 17 Uhr.  Linz. Create your Region, Festival, Präsentation von Jugendprojekten, Ars Electronica Center, Do., 5. 9. bis Mo., 9. 9., Gratis-Eintritt für Jugendliche zwischen 11 und 19 Jahren.  Linz, Christkönig. Flohmarkt, Pfarrheim, Fr., 30. 8., 8 bis 17 Uhr, Sa., 31. 8., 8 bis 13 Uhr.  Mondsee. „Mozart auf der Reise nach Prag“, Musiktage, Basilika und Schloss, Fr., 30. 8. bis Sa.,

7. 9. Programm und Infos: www.musiktage-mondsee.at, Tel.: 06232/22 70.  Schärding. 10-Euro-Flohmarkt, Oberer Stadtplatz, Do., 5. 9., 8 bis 12 Uhr.  Waizenkirchen. Flohmarkt, Pfarrheim, Sa., 31. 8., 7 bis 16 Uhr, So., 1. 9., 8 bis 12 Uhr.  Wernstein a. I. Ferdinand Götz, Nachtung, Kubin-Haus Zwickledt, Eröffnung, Fr., 6. 9., 19 Uhr, Ausstellung bis So., 29. 9., jeweils Di. bis Do., 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, Fr., 9 bis 12 und 14 bis 19 Uhr, Sa., So., Feiertag, 14 bis 17 Uhr.


KirchenZeitung Diözese Linz

Termine 19

29. August 2013

LITURGIE

 Schärding. Innviertler Gasslsinga, verschiedene Gastgärten im Stadtzentrum, 19 Uhr, mit neun Chören aus dem Innviertel und Bayern, Infotel.: 07712/43 00-0, Programm auf www.schaerding.at.

Lesejahr C Lesereihe I

SONNTAG, 8. 9. 2013  Berg b. R. Orgelsolomesse von W. A. Mozart, Festgottesdienst zum Patrozinium, Wallfahrtskirche Maria Trost, 8.30 Uhr, Segensandacht mit Predigt, 14.30 Uhr.  Mariazell. Festgottesdienst zum Patrozinium, Schubert-Messe in GDur, Basilika, 10 Uhr, mit Erzbischof Dr. Peter S. Zurbriggen, Musikalische Gestaltung: Musica Sacra Lockenhaus; Feierliche Vesper, Basilika, 17.30 Uhr.

Gasslsinga mit Chören aus dem Innviertel und Bayern am Sa., 7. September in Schärding. H. BERNDORFER

 Peuerbach. Dekanats-Familienwallfahrt, Beginn: beim Wirt in Spaching, 13.30 Uhr, Wallfahrt zur Hellmairkapelle in Oberaching, anschließend Gottesdienst mit Dechant Padinger.

BILDUNG – SPIRITUALITÄT – KURS Bad Dachsberg, Bildungshaus  0732/76 10-34 43  Oasentage des Arbeitskreises „Wir über 50“, Mo., 16. 9., 10 Uhr bis Do., 19. 9., 13 Uhr, Ltg.: Irmgard Ganglmair.

neuer Form, jeden dritten Mittwoch im Monat, ab Mi., 18. 9., 19 Uhr, Ltg.: Renate Höllriegl, Irene Seifriedsberger.

Kremsmünster, Subiaco  07583/52 88  Kraft holen für Leib und Seele, Exerzitien, Mi., 11. 9., 18 Uhr bis So., 15. 9., 13 Uhr, Ltg.: Bischofsvikar Franz Haidinger.

 Heilsames Singen, Singabende, jeden Montag ab 16. 9., 19 bis 20.30 Uhr, Ltg.: Sigrid Obermüller, Anmeldetel. 0676/925 86 66.

Linz, Haus der Frau  0732/66 70 26  Trauerbegleitung, Gesprächsgruppe, zehnmal ab 18. 9., jeweils Mi., 16.30 bis 18.45 Uhr, Ltg.: Herta Jobst.

 St. Pölten im Blickpunkt, Hl. Leopold im Landesmuseum, Domführung, Stadtrundgang, Sa., 14. 9., 9 bis 17 Uhr, Ltg.: Edith HabsburgLothringen, DI Peter Haberfehlner

Ried, Treffpunkt der Frau  07752/802 92  Entdecke, was dir gut tut, Selbsthilfegruppe Depressionen in

Ried, St. Franziskus  07752/827 42

Seitenstetten, St. Benedikt  07477/428 85

SONNTAG, 1. SEPTEMBER 2013 22. Sonntag im Jahreskreis. L1: Sir 3,17–18.20.28–29 L2: Hebr 12,18–19.22–24a Ev: Lk 14,1.7–14 MONTAG, 2. SEPTEMBER 2013 L: 1 Thess 4,13–18 Ev: Lk 4,16–30 DIENSTAG, 3. SEPTEMBER 2013 Hl. Gregor der Große, Papst, Kirchenlehrer. L: 1 Thess 5,1–6.9–11 Ev: Lk 4,31–37 oder L: 2 Kor 4,1–2.5–7 Ev: Lk 22,24–30 MITTWOCH, 4. SEPTEMBER 2013 L: Kol 1,1–8 Ev: Lk 4,38–44

AUSSAATTAGE 2. 9.: 3. 9.: 4. 9.: 5. 9.: 6. 9.: 7. 9.: 8. 9.:

Blatt Blatt bis 13, ab 14 Frucht Frucht Frucht Frucht bis 8, ab 9 Wurzel Wurzel Wurzel bis 17 ---------------

Aus: Aussaattage 2013, M. Thun.

Wels, Bildungshaus Puchberg  07242/475 35  Die Zeichnung und das Pastell, Kurs, Fr., 13. 9., 14 Uhr bis So., 15. 9., 17 Uhr, Ref.: Paul Wijnants, MBA.

 Annahmeschluss Termine: Donnerstag vor Erscheinungsdatum.

DONNERSTAG, 5. SEP. 2013 Monatlicher Gebetstag um geistliche Berufe. L: Kol 1,9–14 Ev: Lk 5,1–11 FREITAG, 6. SEPTEMBER 2013 Herz-Jesu-Freitag. L: Kol 1,15–20 Ev: Lk 5,33–39 SAMSTAG, 7. SEPTEMBER 2013 Marien-Samstag. Monatlicher Gebetstag um geistliche Berufe – Priestersamstag. L: Kol 1,21–23 Ev: Lk 6,1–5 SONNTAG, 8. SEPTEMBER 2013 23. Sonntag im Jahrestag. L1: Weish 9,13–19 L2: Phlm 9b–10.12–17 Ev: Lk 14,25–33

EHEVORBEREITUNG Ehe.wir.heiraten.aktiv  Bad Ischl. Pfarrheim, Sa., 14. 9., 9 bis 18 Uhr, Anmeldung unter E-Mail: beziehungleben@dioezeselinz.at, Fax: 0732/76 10-35 19.  Grieskirchen. Pfarrheim, Sa., 14. 9., 9 bis 18 Uhr, Anmeldetel. 07248/613 20.  Kirchdorf. Pfarrheim, Sa., 14. 9., 9 bis 18 Uhr, Anmeldung unter E-Mail: beziehungleben@ dioezese-linz.at, Fax: 0732/76 1035 19.  Wels. Bildungshaus Schloss Puchberg, Sa., 14. 9., 9 bis 17.30 Uhr, Anmeldetel. 07242/475 37.

ANGEBOT DER WOCHE

Spiel-Spaß Dieses Mal können wir Kinderspiele verlosen, die uns die Verlage Schmidt/Drei Magier, Piatnik, Huch!, Haba und Ravensburger zur Verfügung gestellt haben. „Der verzauberte Turm“, ein Spiel der Marke Drei Magier Spiele, wurde vor wenigen Wochen als Kinderspiel des Jahres 2013 ausgezeichnet. „Golden Horn“ von Piatnik ist heuer als Spiel der Spiele mit dem österreichischen Spielepreis geadelt worden und unter den zu gewinnenden Spielen eines, das sich an etwas ältere Kinder wendet. Einen „Spiel der Spiele“-Sonderpreis erhielt „Feuer & Flamme“

aus dem Verlag Huch! Das Etikett „Spiele-Hits für Kinder“ erhielten „Bennis bunte Blumen“ von Haba sowie „Kakerlakak“ von Ravensburger. Spielebeschreibungen lesen Sie auf Seite 21.  Schreiben Sie bis Fr., 6. September (KW: „Spiele“) an: KirchenZeitung Diözese Linz, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Fax: 0732/76 10-39 39, E-Mail: office@kirchenzeitung.at. Wenn Sie anmerken, welches von den vorgestellten Spielen Sie am liebsten hätten (ev. mit Ersatz-Variante), berücksichtigen wir den Wunsch gerne im Rahmen der Möglichkeiten. Unter den zu verlosenden Spielen sind auch schon geöffnete Besprechungsexemplare, sie sind alle neuwertig.


teletipps Sonntag, 1. september 9.15 Uhr: stationen.Dokumentation – Sommerporträts: Pater Anselm Grün (Religion). BR 9.30 Uhr: Katholischer Gottesdienst (Religion) Aus Tiffen, mit Pfarrer Kurt Udermann und Diakon Josef Stotter. ORF 2/ZDF 12.25 Uhr: Orientierung (Religion) Geplant: „Philippinen: ‚Schwerter zu Pflugscharen‘“; „Indien: Eine katholische Diözese kämpft für den sozialen Wandel“; „Fairtrade: Besseres Leben für Bio-Baumwollbauern in Indien“. ORF 2 20.15 Uhr: Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat (Spielfilm, USA/D 2008) Mit Tom Cruise, Kenneth Branagh u.a. – Regie: Bryan Singer – Beeindruckende, zeitlose Heldengeschichte um einen Mann, der in schwierigen Zeiten sein Gewissen entdeckt und den Mut findet, sich einem diktatorischen Regime entgegenzustellen. Souverän inszeniert. ORFeins 20.15 Uhr: ORF 2 Tatort (Krimireihe) ARD/ZDF (20.30 Uhr) Wahl 2013: Das TV-Duell Merkel – Steinbrück Montag, 2. September 14.05 Uhr: Leben über den Wolken: Ein Kloster in den Pyrenäen (Religion). 3sat 20.15 Uhr: ARD Wahl 2013: Der TVDreikampf – Brüderle gegen Trittin gegen Gysi BR laVita: Hungerlohn und dicke Gehälter – Unsere gespaltene Arbeitswelt (Magazin)

1. 9. bis 7. 9. 2013 des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz

22.05 Uhr: Birdwatchers – Das Land der roten Menschen (Spielfilm, BRA/I 2008) Mit Abrisio da Silva Pedro u.a. – Regie: Marco Bechis – Bildgewaltiger Film, der von einem brasilianischen Indianerstamm erzählt, der sein Territorium, aus dem er verdrängt wurde, zurückerobern möchte. arte dienstag, 3. September 20.15 Uhr: Energieversorgung im Umbruch (Themenabend) Zwei spannende, informative Dokumentationen stellen Vor- und Nachteile der unter Kanzlerin Merkel angepeilten Energiewende dar. arte 20.15 Uhr: ORF 2 Wahl 13: Konfrontation Spindelegger – Stronach; (21.05 Uhr) Faymann – Bucher BR Wohin der Weg mich führt (Spielfilm) 22.30 Uhr: kreuz & quer (Religion) „Vertrauen in die Dunkelheit“: Auf einer Klettertour bilden der blinde Extrembergsteiger Andy Holzer und der Lienzer Pfarrer Bernhard Kranebitter eine Seilschaft ... / (23.05 Uhr) „Welt der Nähe – Wie Taubblinde ihr Leben fühlen“. ORF 2 Mittwoch, 4. September

21.15 Uhr: Die Suche nach dem Glück (Reportage) Das Streben nach Glück ist so alt wie die Menschheit selbst. Was aber ist Glück? Servus TV freitag, 6. September BR/Theresa Högner

Mo., 2. September, 19.00 Uhr: Faszination Wissen: Virtuelles Wasser (Film) Zwar verbraucht jeder Deutsche nur 120 Liter Wasser pro Tag, Wasserverschwender sind sie trotzdem. Denn: Ob Kleidung oder Lebensmittel, überall steckt literweise Wasser drin, das verbraucht oder verschmutzt wurde. Besonders interessant wird der Blick auf das virtuelle Wasser, wenn es um den Wassermangel in anderen Regionen der Welt geht. EinsPlus 22.25 Uhr: Die Brücke (Spielfilm, D 1959) Mit Folker Bohnet, Fritz Wepper, Cordula Trantow u.a. – Regie: Bernhard Wicki – Ein großes, bedeutsames Thema – der Missbrauch Jugendlicher für falsche Ideale – in sachlicher und erschütternder Gestaltung. ORF III

20.15 Uhr: Garp und wie er die Welt sah (Spielfilm, USA 1982) Mit Glenn Close, Robin Williams u.a. – Regie: George Roy Hill – Stilsicher inszenierte Tragikomödie über Leben, Liebe und Tod des Schriftstellers T.S. Garp. arte

20.15 Uhr: Arabeske (Spielfilm, USA 1966) Mit Gregory Peck, Sophia Loren u.a. – Regie: Stanley Donen – Phantasievoller Agenten-Thriller. ORF III

20.15 Uhr: ARD Eine mörderische Entscheidung (TV-Film) BR Wahl 2013: Horst Seehofer contra Christian Ude

20.15 Uhr: ORF 2 Wahl 2013: Konfrontation Faymann – Stronach; (21.05 Uhr) Spindelegger – Bucher

donnerstag, 5. September

20.15 Uhr: Woher weißt Du, dass es Liebe ist? (Spielfilm, USA 2010) Mit Reese Witherspoon, Paul Rudd u.a. – Regie: James L. Brooks – Sympathische Darsteller tragen eine romantische Komödie, in der durchaus Platz für ernstere Töne ist. ORFeins 20.15 Uhr: ORF 2 Der Staatsanwalt (Krimireihe) ZDF Fußball-WM-Qualifikation/Deutschland : Österreich BR Melodien der Berge: Bozen, Wein und Dolomiten 21.00 Uhr: makro: Die Macht des Geldes (Wirtschaftsmagazin) Das Magazin fragt: Wie viel Einfluss kann man sich mit Geld kaufen? 3sat samstag, 7. September 16.30 Uhr: Unterwegs in Österreich: Die Burgenländischen Kroaten (Dokumentation). ORF 2 16.30 Uhr: Bald sind wir alle alt (Gespräch) Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen des Lebens nach dem Sechzigsten. hr 20.15 Uhr: Vivat Verdi! (Galakonzert). 3sat 20.15 Uhr: ARD Frag doch mal die Maus (Show) ZDF Der Kommissar und das Meer (Krimireihe) BR Räuber Kneißl (TV-Film)

radiophon

Walter Hölbling

Mag.a Elisabeth Rathgeb Seelsorgeamtsleiterin der Diözese Innsbruck

So 6.04 Uhr, Mo–Sa 5.40 Uhr: Morgengedanken. Sommerbilanz, Schulanfang, ­Wahlkampf-Splitter – das sind die Themen der „Morgengedanken“ dieser Woche. ÖR

Zwischenruf ... von Gisela Ebmer (Wien). So 6.55, Ö1

Bet Debora, eine Initiative jüdischer Feministinnen. Sa 19.04, Ö1

Erfüllte Zeit. U.a.: Bibelkommentar von Thomas Hennefeld. So 7.05, Ö1

Radio Vatikan

Motive – Glauben und Zweifeln. So 19.04, Ö1 Einfach zum Nachdenken. So–Fr 21.57, Ö3 Gedanken für den Tag. „Start ins neue (Schul)Jahr“. Von Alexia Weiss, Schriftstellerin. Mo–Sa 6.56, Ö1 Religion aktuell. Di/Do/Fr 18.55, Ö1 Praxis – Religion und Gesellschaft. Mi 16.00, Ö1 Tao – Religionen der Welt. „Wir schwimmen gegen den Strom ...“ –

Täglich. 7.30 Lat. Messe 20.40 Lat. Rosenkranz (KW: 5885, 7250, 9645 kHz) 16.00 Treffpunkt Weltkirche 20.20 Abendmagazin (Wh am folgenden Tag 6.20): (So) Reden über Gott und Welt; (Mo) Weltkirchen-Magazin; (Di) Die Radioakademie (1): Frankiskus – Ein Porträt, Teil 2; (Mi) Die Woche in Rom; (Do) Kreuzfeuer – Kirche, wo es kritisch wird; (Fr) Prisma-Magazin; (Sa) Unsere Woche, mit der Betrachtung zum Sonntag (Hinweis: Die deutschsprachigen Sendungen um 16.00 Uhr und 20.20 Uhr können nur über Satellit empfangen werden.)

So 10.00 Uhr: Katholischer Gottesdienst. Aus der Pfarre Flirsch/T. – In pfarre seiner Predigt unterstreicht Pfarrer Augustin Kouanvih die Aufforderung Jesu, Armen, Blinden und Benachteiligten beizustehen und nicht im Kreis der Wohlhabenden und Gleichgesinnten zu bleiben. Musikalisch wird der Gottesdienst vom Kirchenchor und dem Chor der Volksschule Flirsch gestaltet. ÖR


KirchenZeitung Diözese Linz

Personen, Dank & Hinweise 21

29. August 2013

GEBURTSTAGE  Am 31. August 2013 feiert KonsR Mag. art. P. Heribert Rasch vom Orden der Franziskaner seinen 85. Geburtstag. Er wurde in München geboren, feierte 1950 seine Ordensprofess und empfing 1954 die Priesterweihe. Nach verschiedenen Ordensaufgaben und u.a. als Musikprofessor in Hall in Tirol kam er 1993 ins Franziskanerkloster Maria Schmolln, wo er als Wallfahrtsseelsorger wirkt.  Am 1. September 2013 vollendet Jakob Tauber, Ständiger Diakon, wohnhaft in Schönau, das 80. Lebensjahr. Er ist gebürtig aus Gubschitz bei Znaim und war beruflich als Sägefacharbeiter und Kraftfahrer tätig. Er absolvierte den Wiener

DANK Theologischen Fernkurs, war von 1978 bis 1993 Pastoralassistent in Tragwein und lebt jetzt in Schönau. 1982 wurde Tauber zum Diakon geweiht. Er ist verheiratet und hat fünf Kinder.  Am 3. September 2013 wird P. Johannes Pfeffel vom Orden der Franziskaner 80 Jahre alt. Er wurde in St. Pölten geboren, feierte 1958 seine Ordensprofess und wurde 1959 zum Priester geweiht. Er war in Wien, dann fast drei Jahrzehnte im Wallfahrtskloster Maria Trost in Graz und anschließend im Franziskanerkloster und in der Franziskanerpfarre in St. Pölten tätig. Seit Herbst 2011 ist P. Johannes im Franziskanerkloster Enns.

IMPRESSUM

 Engelhartszell. Kinder vom Kindergarten Engelhartszell besuchten kürzlich das Caritas Seniorenheim in St. Bernhard. Die Bewohner/innen wurden mit einstudierten Bewegungsliedern unterhalten und bekamen selbstgebastelte Schmetterlinge geschenkt. „Wenn die

Kleinen da sind, denke ich immer an meine Kindheit zurück“, erzählt ein Bewohner.

KirchenZeitung Diözese Linz Medieninhaberin: Diözese Linz. Herausgeber: Willi Vieböck. Chefredakteur: Matthäus Fellinger. Redaktion: Ernst Gansinger, Christine Grüll, Brigitta Hasch, Josef Wallner. Verlagsleiterin: Ursula Schmidinger. Marketing: Monika Jellmair, Birgit Kubik. Anzeigen: Sigi Hafner. E-Mail: anzeigen@kirchenzeitung.at Sekretariat: Irmgard Draxler, Barbara Erber, Elisabeth Ecker, Regina Spiegel. Adresse: Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Tel. 0732/76 10-39 44, Fax: 0732/76 10-39 39. E-Mail: office@kirchenzeitung.at Leserbriefe an: leserbriefe@kirchenzeitung.at DVR: 0029874/10770 Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen OÖ, Tirol, Vorarlberg und Burgenland: Hans Baumgartner (Leiter), Susanne Huber, Brigitte Huemer. Werbung: Walter Achleitner, Thomas Hödl, Bergstraße 12, 5020 Salzburg, Tel. 0662/88 44 52, Fax: 88 44 52-4, E-Mail: koopred@kirchenzeitung.at Hersteller: OÖN Druckzentrum GesmbH & Co KG, Medienpark 1, 4061 Pasching. Verlagsort: Linz. Jahresabonnement: Inland: € 45,60 (Abodauer mindestens ein Jahr und danach bis auf Widerruf, Kündigung zum Halbjahr, schriftlich mit 14-tägiger Kündigungsfrist). ART COPYRIGHT VBK WIEN Mitglied der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK)

Spiele für Kinder „Spiel der Spiele“ heißt der österreichische Spielepreis, der auch in einigen Untergruppen, wie zum Beispiel „Spiele-Hit für Kinder“ Auszeichnungen vergibt. In Deutschland wird u.a. das „Spiel des Jahres“ und das „Kinderspiel des Jahres“ ausgezeichnet.

dimensionale Holz-Würstchen, -Schwammerl, -Melanzanis, -Steaks ... auf einem Miniatur-Grill gemäß dem gezogenen Auftrag (Kärtchen) platziert werden müssen. In der Spielschachtel ist auch ein kleines Heftchen mit Grill-Rezepten, erstellt von Fernseh-Koch Johann Lafer.

In Abstimmung mit den auf Seite 19 zur Verlosung angebotenen Spielen werden hier einige der mit einem Preis bedachten Kinderspiele besprochen.

„Golden Horn“ ist ein Handelsspiel, das sich auf Schiffen zwischen Venedig und

„Der verzauberte Turm“ ist ein Wettlauf-Spiel zwischen dem Zauberer und den anderen, die das „Team Robin“ bilden. Die im Turm eingesperrte Prinzessin soll befreit werden. Dazu muss zuerst der Schlüssel gefunden werden (der sich in einer der 16 von Symbolplättchen zugedeckelten Gruben versteckt) und dann ins richtige Schloss des Turms gesteckt werden. Ein Magnet zieht den Schlüssel aus der Grube, steht die Figur darüber. Die Prinzessin hüpft vor Freude, wenn sich der Schlüssel im richtigen Schloss dreht: ein Würfelspiel mit großer Spannung! „Feuer & Flamme“ ist ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem mit einer Grillzange drei-

ke durch Drehen an den (Besteck-)Weichen zu ihren Gunsten zu verändern versuchen. Im Spiel „Bennis bunte Blumen“ sät das Eichhörnchen Benni Blumensamen, wässert sie und bringt so Blumen zum Blühen (alles natürlich nur symbolisch). Durch Würfel-Ergebnisse werden die reizvollen HolzEichhörnchen über einen Holz-Spielplan gezogen. Wenn die Farbe passt, kann gesät werden. ERNST GANSINGER  Kinderspiel des Jahres 2013  Der verzauberte Turm, Verlag Schmidt/ Marke Drei Magier Spiele, Inka und Markus Brand, 2–4 Spieler/innen, ab 5, ca. 20 Min., € 37,–.

 Spiel der Spiele  Golden Horn. Verlag Piatnik, Autor Leo

Colovini, 2–4 Spieler/innen, ab 8 Jahren, Dauer: ca. 45 Min., Preis: ca. € 30,–.

 Spiel der Spiele Sonderpreis  Feuer & Flamme. Huch!, Stefan Dorra, Manfred Reindl, Johann Lafer, 2–4, ab 5, 20 Min., € 25,–.

 Spiele-Hit für Kinder  Bennis bunte Blumen. Haba, Lauf- und Konstantinopel entwickelt und vom bewährten Spielreiz Güterknappheit lebt. „Kakerlakak“ ist ein raffiniertes Labyrinthspiel, bei dem die Spieler/innen die gangbaren Wege für die batteriebetriebene Kakerla-

Würfelspiel, Dirk Hillebrecht, 2–4, bis 8, 15 Min., € 25,–.  Kakerlakak. Ravensburger, Peter-Paul Joopen, 2–4, ab 5, 15 Min., € 27,–.  Lesen Sie zur Verlosung auf Seite 19!  http://www.spiel-des-jahres.com/  http://www.spiel-der-spiele.at/


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Fa. Wittmann, Scharnstein Kirchenbänke Tische + Stühle www.wittmann-gmbh.at Tel. 07615/22 91. Kunststopferei Kunststopferei, ­Ände­rungs­schneiderei Leitner/Linz, Bischofstraße 3a Mo.–Do.: 9–17 Uhr, Fr.: 9–12 Uhr Tel. 0732/79 77 10 www.kunststopferei.com Partnerschaft Ich, ein humorvoller 48-jähriger Mann, 170 cm, 75 kg, NR, NT, suche eine Frau, mit der ich die Höhen und Tiefen einer Partnerschaft gemeinsam meistern kann. Meine Hobbys sind: Skifahren, Tanzen und Spaziergänge in der Natur. Bin treu, ehrlich, ein offener und geselliger Typ mit braunen Augen und braunen Haaren. Wenn Du schon Kinder hast, freut mich das sehr. Freue mich über jede Antwort von Dir. Bitte Zuschriften unter Chiffre „Nr. 29/2013“, KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Stellenausschreibung Die Burg Altpernstein in Micheldorf, Begegnungszentrum der Katholischen Jugend OÖ, sucht eine/n Pastoralassistent/in, möglichst ab 1. September 2013. Wenn Sie Interesse an der seelsorglichen Begleitung von Jugendlichen sowie der Organisation von Jugendveranstaltungen haben und über eine entsprechende Qualifikation (Theologiestudium o. dgl.) verfügen, dann senden Sie bitte Ihre Bewerbung an: Burg Altpernstein, z.H. Mag. (FH) Christian Reindl, Altpernstein 34, 4563 Micheldorf oder an: christian.reindl@dioezese-linz.at. Nähere Informationen auf www.altpernstein.at Verschiedenes Künstlerische Malerarbeiten an ­Kirchen, Fassadenerneuerung und Restaurierung, Preisnachlass. ­Kontakt: E-Mail: reart@szm.sk, www.reart.eu Wenn Sie Uhren aller Art und Mode­ schmuck, auch defekt, einfach so herumliegen haben: Ich hätte eine wirklich sinnvolle Verwendung dafür (eine gute Tat). ­Bitte sehr günstig bis kostenlos. Tel. 0664/910 07 88 oder 0664/789 09 50. Ihre Anzeige auf KiZ-Web NEU: Seit 1. Juli können Sie Ihre Klein­ anzeige für nur 50 % Aufschlag auf den Print-Anzeigenpreis auch auf: www.kirchenzeitung.at/ kleinanzeigen schalten. Infos: www.kirchenzeitung.at/anzeigen. Bei Fragen kontaktieren Sie uns ­bitte: anzeigen@kirchenzeitung.at oder unter Tel. 0732/76 10-39 58.

6 aus 45

Lotto 56 Kandidaten scheffelten 212.450 Euro

Mi., 21. 08. 13: 14 20 24 43 44 45 Zz: 2 J O K E R: 6 7 9 6 9 0 So., 25. 08. 13: 2 7 10 14 26 32 Zz: 25 J O K E R: 9 9 9 1 6 0

TOTOErgebnisse 34. Runde 2013 212 X11 111 121 1: 1:4

2: 1:0

KirchenZeitung Diözese Linz

3: 0:1

4: 1:1

Angaben ohne gewähr

XX Wortanzeigen bitte an: anzeigen@kirchenzeitung.at

Die Money Maker-TV-Show wurde täglich von 1. Juli bis 25. August am Abend in ORF 2 ausgestrahlt. 56 Kandidaten holten dabei insgesamt 212.450 Euro aus der Gelddusche. Spitzenreiter war ein Tiroler mit 12.700 Euro. Drei ORF-Symbole unter der Rubbelschicht des beliebten Sommer-Rubbel­ loses „Money Maker“ – das war die Eintrittskarte in die Money Maker-Gelddusche und bedeutete damit einen Auftritt im Fernsehen. 56 Kandidaten wurden ausgestrahlt, und ihnen gelang es, insgesamt 212.450 Euro zu scheffeln. Im Schnitt holte also jeder Kandidat rund 4.000 Euro aus der Gelddusche. Spitzenreiter war David aus Tirol: Sein Auftritt am Sonntag, dem 18. August, begann gleich überaus erfolgversprechend, indem er die „Verdoppler-Karte“ zog, bevor er die Gelddusche betrat. Dann gelang es ihm, Geldscheine im Wert von 6.350 Euro zu fangen, was einen Gesamtgewinn von 12.700 Euro bedeutete.

Entgeltliche Einschaltung

Kleinanzeigen

29. August 2013


KirchenZeitung Diözese Linz

29. August 2013

Leserforum 23

LESERBRIEFE Nächstenliebe Zur aktuellen Debatte um die Wahlplakate der FPÖ

Ein Wahlplakat der FPÖ hat bewirkt, dass das Thema "Nächstenliebe" momentan in aller Munde ist. Viele meinen, auch ihren Senf dazugeben zu müssen. Franz von Assisi, "Super"-Heiliger schlechthin und Namenspatron unseres jetzigen Papstes, hat sich zur Nächstenliebe ebenfalls geäußert. Schon vor ca. 800 Jahren schrieb er im "Brief an alle Gläubigen" dazu Folgendes: "Und lieben wir den Nächsten wie uns selbst; und will oder kann einer ihn nicht lieben wie sich selbst, so bringe er ihm wenigstens nichts Übles, sondern tue ihm Gutes." Das lässt Nächstenliebe zwar nicht übermäßig gefühlsbetont erscheinen, dafür aber umso realistischer und handfester. Und genau darauf dürfte es letzten Endes ja auch ankommen. DR. JOHANN HAHN, PERG

Denkmalpflege um jeden Preis Zum Leserbrief "Schiebetüren in der Friedenskirche", KIZ Nr. 33

n e l l e t s e Jetzt b

ren e i n n o b a itung KirchenZe ählen! w s u a k n e und Gesch

DDr. Eichinger befürchtet in seinem Leserbrief, "Erhaltung des Status quo um jeden Preis" sei ein Grundsatz der Denkmalpflege. (...)Wer ab und zu eine der Linzer denkmalgeschützten Kirchen aufsucht, sieht, dass Anpassung an gegenwärtige Lebensbedingung stattfinden. Ein Beispiel unter vielen: Ignatiuskirche - Alter Dom, Linz. Auch aus dem Denkmalschutzgesetz (...) ist ein solcher Grundsatz nicht abzuleiten. (...) Es gibt verbindlich vor, wie der Prozess einer Veränderung abzulaufen hat und schiebt damit Willkür und Intransparenz einen Riegel vor. Leider hat die Pfarre Linz-Christkönig offenbar die verpflichtende Einbindung des Bundesdenkmalamts in Planung und Ausführungen beim Einbau der Schiebetüren unterlassen. (...) Ist barrierefreie Zugänglichkeit die Vorgabe, gibt es so gut wie immer mehrere mögliche Lösungen. Vorwürfe an das Bundesdenkmalamt, dessen Arbeit zu oft unbedankt bleibt, halte ich für nicht angebracht. STEFAN GSCHWENDTNER, LINZ-URFAHR

Hochwasserhilfe Zur Soforthilfe der Caritas in Schärding

(...) So böse das ganze Geschehnis eigentlich war, es hat (...) eine enorme und wunderbar positive Bewusstseinsbildung gegeben. Was nämlich Caritas wirklich ist. Diese spontane, unkomplizierte finanzielle und materielle Unterstützung, gepaart mit tröstenden und guten Worten seitens der Caritas-Mitarbeiterinnen, allen voran der Caritas Regional-Koordinatorin Berta Burghuber, haben die Betroffenen über den ersten Schock hinweggeholfen. Erst heute wieder wurde ich beim Einkaufen angesprochen und diese alleinstehende Frau bekam gleich Tränen in den Augen. Sie hat alles im Erdgeschoß ihres Hauses verloren, (...) es gab eigentlich nur zwei Möglichkeiten für sie. Entweder aufgeben und verzweifeln oder Hoffnung und Vertrauen haben. (...) Letzteres ist bestens gelungen. Ein großes "Vergelt`s Gott" und Dankeschön. (...) Das Auffangen der Institution Caritas und der Einsatz vor Ort (...) bleibt sicher in dankbarer Erinnerung. GRETE KUBAI, LEITERIN DES FA PFARRCARITAS SCHÄRDING

 Veröffentlichungen bedeuten keine Zustimmung durch die Redaktion. Kürzungen vorbehalten. Zuschriften an: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; E-Mail: leserbriefe@kirchenzeitung.at

Info und Bestellung: 0732 / 7610 - 3969, Fax DW 3939 abo@kirchenzeitung.at www.kirchenzeitung.at/abo


unter uns Schlechtes Wetter – Gute Laune

DENK mal

Meine Hochachtung Faszinierenden Menschen begegnen ist Thema dieser Rubrik im Sommer. brigitta hasch

Die Pflege von alten und kranken Menschen ist ein unschätzbarer Dienst und verdient Hochachtung. fotolia

Und trotzdem wird ihre Arbeit immer noch zu wenig geschätzt, sowohl menschlich als auch finanziell. Die gesellschaftliche Anerkennnung und der Verdienst entsprechen leider bei weitem nicht dem, was sie für uns und die Gesellschaft leisten. Machen Sie mit. In Oberösterreich arbeiten fast 10.000 Altenpfleger/innen, überwiegend sind es Frauen. Sind es über 60, über 70 oder über 80 Prozent? Einsendeschluss ist der Fr., 6. September. Wir verlosen ein Buch. Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: office@kirchenzeitung.at

Johannes Grüner Praktikum@kirchenzeitung.at

Beim Denk Mal Nr. 33 hat Ludwig Kreuzwieser aus Hartkirchen gewonnen.

Domspatz

merk-würdig

Die Zeit der Sommer-Festspiele geht leider zu Ende – und es gilt wieder, fest zu arbeiten.

„Die Nachfolge Christi kommt nicht durch etiketthaftes Regelbefolgen zum Ausdruck, sondern durch das Zeugnis des Glaubens im Gebet, in Taten der Nächstenliebe, (...) und im Streben nach dem Guten“, sagte Papst Franziskus am Sonntag beim Angelusgebet in Rom.

P.b.b. Verlagspostamt 4020 Linz, GZ 02Z031277 W

Einen Besuch im Krankenhaus oder Altersheim abzustatten kostet manchen Menschen Überwindung. Zumindest eine Portion Unsicherheit ist oft dabei, wie man kranken oder alten Menschen richtig und wertschätzend begegnet. Der Umgang mit Krankheit und Alter ist auch für mich nicht immer einfach. Umso mehr bewundere ich Kranken- und Altenpfleger/innen, ihnen gilt meine größte Hochachtung. Tag für Tag leisten sie eine physisch und psychisch sehr anspruchsvolle und anstrengende Arbeit. Ihre Hilfe beim Essen und Trinken, bei der Körperpflege und beim Gehen sind für die Patient/innen ebenso notwendig, wie ihre Geduld und ihr offenes Ohr beim Gespräch. Sie machen das, was andere nicht können oder wollen – mit viel Zuwendung und Liebe. Ihre Motivation schöpfen sie aus kleinen Fortschritten bei der Gesundung oder einem kurzen Lächeln der Patient/innen.

Der Regen und die relativ kühlen Temperaturen am vergangenen Wochenende waren für mich ein echter Segen. Kein schlechtes Gewissen, weil man seine Zeit bei sonnigem Wetter nicht sinnvoll verbringt. „Freizeitstress“- ein Unwort sondergleichen. Stattdessen wurde das erste Mal seit dem Frühling der Kachelofen in Betrieb genommen. Ein Freifahrtschein um das eigene Heim nicht verlassen zu müssen. Die Flamme muss ja schließlich am Leben erhalten werden. Die eigenen vier Wände bieten im Übrigen Abenteuer genug. Und wenn man sie nicht selbst erlebt, kann man sie nachlesen. Der Autor Fernando Pessoa meint: „Literatur ist die angenehmste Art, das Leben zu ignorieren.“ Ich vermute, meinen Freunden ging es ähnlich, denn auch das Telefon blieb stumm. Eine stille Übereinkunft, sich für den Sonntag nicht zu verabreden. Stattdessen eine warme Decke und heiße Schokolade. Manchmal ist es einfach schön, das Leben zu ignorieren. Wozu hat man denn ein gemütliches Wohnzimmer.

KiZ-ePaper 35/2013  

KirchenZeitung Diözese Linz

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