Issuu on Google+

Nr. 30 I 25. Juli 2013 I Tel. 0732/76 10-39 44 I www.kirchenzeitung.at Einzelpreis: € 0,95 I 4020 Linz, Kapuzinerstraße 84 I Jg. 68

 Jugendliche und Nonnen posieren zu Beginn der Weltjugendtage vor einer Kathedrale in Rio. reuters/ueslei Marcelino

 3 Im Gespräch. Ein optimistischer Wirtschaftskammerpräsident.  5 Diözese Linz. Priesterseminaristen und Bischof verbrachten drei gemeinsame Tage.  6 Zu Gast beim Circus Pikard

Mit dem Weltjugendtag in Brasilien erhält das Anliegen für eine soziale Politik ein neues Podium

Die Jugend will soziale Politik Am Montag kam Papst Franziskus auf seiner ersten Auslandsreise in Brasilien an. Er besucht das Land, das von sozialen Protesten geprägt ist und den Weltjugendtag ausrichtet. Präsidentin Dilma Rousseff hat den Papst empfangen. Tausende Demonstranten ließen die Regierung wissen: Wir brauchen keine aufwändigen Papstfeiern, wir brauchen Bildung und Gesundheit. Mit seinem Programm, das auch einen Besuch in einem Armenviertel, in einem Drogenzentrum, in einem Gefängnis vorsah, machte Papst Franziskus deutlich, dass er – trotz Weltjugendtag-Fest – die Brennpunkte der Gesellschaft sehr aufmerksam im Blick hat. Anlass und Höhepunkt der Reise ist zweifellos die Teilnahme des Papstes am Weltjugendtag vom Donnerstag bis Sonntag. Aber auch dort wird nicht nur unbeschwerte Festival-Stimmung herrschen. So

werden am Freitag bei einem Kreuzweg mit dem Papst sehr konkret die Nöte und Probleme der Zeit angesprochen. Bischof Erwin Kräutler hat 60 junge Indios nach Rio geschickt, damit diese über die lebensbedrohende Situation der Indigenas am Xingu informieren. Bischof Kräutler nennt die sozialen Proteste, die seit Wochen für weltweite Aufmerksamkeit über die Situation in Brasilien sorgen, ein Novum für das Land. Es brauche die Fußballweltmeisterschaft (2014) „absolut nicht“. Die Investitionen dafür seien ein „Wahnsinn“. Es gebe Wichtigeres, angesichts von Schulen, „wo die Kinder auf dem Boden liegen, wie kleine Krokodile“, sagte Kräutler zur „Wiener Zeitung“. Brasilien ist ins Blickfeld gekommen – so wie vor etlichen Wochen die Türkei. Seite 10 und 17

7 Kultur. St. Pantaleon, ein Patron für die Medizinuni? 8 Österreich. Kinderhospiz arbeit ab sofort durch Pflegefonds unterstützt. 14 Bewusst leben in Schweiß treibender Zeit. 22 Impressum.


2 Meinung Kommentar

25. Juli 2013

Wie das Leben sein soll

Jedermann: Es blieb beim Theater Salzburg hat ihn jetzt wieder: seinen neuen „Jedermann“. Ein durchaus beeindruckendes farbenprächtiges Spektakel und in vielen Szenen lebendiges Theater haben die Regisseure Julian Crouch und Brian Mertens auf den Domplatz gestellt. Brigitte Hobmeier und Cornelius Obonya führten eine tolle Schauspieler/innenriege an. Doch die Aufführung bleibt gerade an jener Stelle, an der die Vorgänger-Inszenierung von Christian Stückl seine höchste Dichte erreichte – im Dialog des von Reichtum und Freunden verlassenen Jedermann mit seinen armseligen „Guten Werken“ – seltsam blass. Es bleibt Theater – ohne Botschaft! Ohne Botschaft von einem Glauben, der nicht in Formeln und Dogmen, sondern in der Solidarität mit dieser Welt seine Bewährung findet.

KirchenZeitung Diözese Linz

Es gibt ständig etwas zu tun. Die Wirtschaft soll wachsen, die Marke ICH soll wachsen. Häuser, Möbel, Auto und Kleidung sollen dem Zeitgeist entsprechen, elektronische Geräte nicht aus dem vergangenen Jahr sein. Tagtäglich umschwirren einen Bilder von einem Leben, wie es sein sollte. Damit es so ist, wie es sein sollte, braucht es viel Geld und Zeit. Der Sommer bringt Zeit, um nachzudenken: Worum es wirklich geht. Das Leben, wie es vermeintlich sein sollte, hat sehr viel mit Konsum zu tun. Es hat viel mit ewiger Gesundheit zu tun. Es hat auch mit Selbstverwirklichung zu tun und mit dem Versprechen, dass jeder Mensch gesund und erfolgreich sein kann, wenn er nur will. Das bedeutet, Woche um Woche Zeit und Geld in diese Bereiche zu investieren. Jetzt aber ist Sommer. Der eilige Rhythmus

der Tage ist etwas langsamer geworden. Urlaub tut sich auf, oder ein paar ruhige Augenblicke, in denen sich der tiefere Sinn des Lebens meldet: Er liegt im Zusammensein. Er liegt darin, eine gute Zeit zu verbringen, mit sich selbst und mit Menschen, die einem nahe am Herzen sind. Die Oberfläche des Lebens mag wichtig sein. Doch das Leben ist zu endlich, um es nur an der Oberfläche zu verbringen.

Christine Grüll Redakteurin Christine.Gruell@ Kirchenzeitung.at

Kopf Der Woche: sr. susanne krendelsberger, caritas socialis

Bei den Menschen sein

Hans Baumgartner

Schwester Susanne Krendelsberger ist neue Leiterin der Gemeinschaft Caritas Socialis. Wichtig ist ihr, da zu sein für Menschen in sozialer Not, vor allem für Frauen. Damit wirkt sie ganz im Sinne Hildegard Burjans, der Gründerin der Caritas Socialis, die 2012 seliggesprochen wurde.

Da wird nicht lange gefackelt. Da wird kurzer Prozess gemacht. In Russland. Wenn es darum geht, Kritiker des Präsidenten Wladimir Putin aus dem Weg zu räumen. Ins Straflager. Um sie mundtot zu machen. Alexej Nawalny ist das neueste Opfer. Nach vielen anderen vor ihm, beispielsweise den zwei Sängerinnen der PunkBand Pussy Riot oder dem ÖlUnternehmer Michail Chodorkowsky. Umstrittene Prozesse mit bestellten Urteilen gegen Oppositionelle sind in Russland gang und gäbe. Menschenrechte wie Meinungsfreiheit oder Schutz der Privatsphäre zählen nichts. Warum sucht Edward Snowden ausgerechnet hier Schutz vor der Verfolgung durch die USA? Weil ihm wahrscheinlich nichts anderes übrigbleibt. Bittere Ironie der Geschichte. susanne huber

caritas socialis

Kurzen Prozess gemacht

susanne huber

Es war in der Jesuitenpfarre Lainz-Speising. Dort ist Susanne Krendelsberger aufgewachsen. Und dort hatte sie zunächst als Kind und später als Jugendliche ganz besondere Begegnungen. Es waren zwei Schwestern der Caritas Socialis, von denen sie so stark beeindruckt war, dass sie sich nach ihrer Ausbildung zur Religionslehrerin

„Orientierung. Richtschnur. Kraftquelle. Etwas Ruhe Gebendes. Das bedeutet Glaube für mich.“ Sr. Susanne Krendelsberger

und Pastoralassistentin entschieden hat, in die Gemeinschaft der Caritas Socialis in Wien einzutreten. „Die Schwestern faszinierten mich. Dazu kam, dass ich gemerkt habe, wenn ich mich frei halte für Gott und für ihn da bin, dann kehrt Ruhe in mein Leben ein. Ich spürte mehr und mehr, Gott ruft mich zu etwas. Also habe ich mich auf den Weg gemacht – auf meinen Weg als Ordensfrau.“ Da sein. Für die gebürtige Wienerin ist es wichtig als Caritas-Socialis-Schwester bei den Menschen zu sein, für sie da zu sein in Notsituationen und für sie Veränderungen möglich zu machen. Das betrifft ihre Arbeit in den Einrichtungen der Caritas Socialis in Wien – im Mutter-Kind-Heim oder in den Beratungsstellen für Menschen in Not. Das betrifft auch ihren Einsatz im Zusammenhang mit dem Projekt gegen Menschenhandel beim Verein Solwodi Österreich, einer Initiative von sechs Ordensgemeinschaften, bei der sie stellvertretende Vorsitzende ist. „Die Begegnungen mit den Menschen sind wie ein Geschenk. Entscheidend ist, sie so anzunehmen, wie sie sind und ihnen dadurch auch Würde zu geben.“ Neben dem Einsatz für Frauen sind für die Generalleiterin natürlich auch die Einrichtungen der Caritas Socialis im Bereich der Pflege und Betreuung älterer, chronisch kranker, pflegebedürftiger und dementer Menschen ganz wesentlich.


KirchenZeitung Diözese Linz

Interview 3

25. Juli 2013

Leitls Wunsch an die Kirche „Von den Kirchen wünsche ich mir, dass sie den interreligiösen Dialog führen. Denn in allen Religionen sind die Grundwerte sehr ähnlich. Ich habe dazu ein Gedankenbild: Wir sind alle unterschiedliche Wurzeln, die zum selben Baum führen. – Das Transzendentale, das ewige Gültige und Wahre, Allah, Christus, Gott, Weisheit und Erleuchtung. “

Die Wirtschaft steht unter Druck, die Menschen mit ihr. Präsident Leitl sagt: Kein Grund, Angst zu haben! Okapia/thomas kroeger

„Wir brauchen Optimismus!“ Dr. Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, tritt ein für wirtschaftlichen Optimismus, qualitatives Wirtschaftswachstum, den arbeitsfreien Sonntag, eine Reform der Schulbildung und intensive Anstrengungen gegen ein spekulatives Finanzsystem. Ernst Gansinger

Dayli musste Insolvenz anmelden. Dayli-Chef Haberleitner machte dafür u. a. das Verbot verantwortlich, am Sonntag aufzusperren. Auch Sie sind vehement gegen die Sonntagsöffnungs-Pläne von dayli aufgetreten. Haben Sie jetzt 3500 Jobs auf dem Gewissen?

Dr. Christoph Leitl: Das ist ein Unsinn von Haberleitner. Das Konzept war falsch. Der Sonntag dient jetzt als Vorwand. Da müssten alle anderen, die am Sonntag geschlossen haben, auch daylis Weg in die Pleite gehen. Beunruhigen Sie die gehäuften und prominenten Insolvenzfälle? Nicht nur dayli und die Alpine Bau sind betroffen, auch Doubrava, Baumarkt Praktiker, HIBAU, Die Käsemacher.

Mich nicht, aber die Menschen. Wenn ich höre, dass zwei Drittel der Bevölkerung Angst haben, den Arbeitsplatz zu verlieren, schrillen die Alarmglocken. Wir brauchen nicht Angst, sondern optimistische Menschen. Darum sage ich: Es geht weiter! Tatsache ist, dass noch nie so viele Menschen in Beschäftigung waren wie jetzt. Auch wenn Unternehmen Pleite machen, gibt es weitere Chancen. Wer fleißig ist und an seiner Weiterbildung arbeitet, wird rasch wieder eine Arbeit finden.

Bleiben wir beim Thema Bildung. Sie fordern seit Jahren Reformen, etwa die Einführung der Gesamtschule. Es geht aber nichts weiter.

beitslosigkeit auf die Hälfte reduzieren. Dazu braucht es die Einbindung der Sozialpartner.

Ja, es geht nichts weiter. Warum feiern wir in der beruflichen Bildung international Triumphe, während wir in schulischer Bil­ dung europäisches Schlusslicht sind? – In der dualen Berufsausbildung nehmen sich Begleiter um die jungen Menschen an, fördern ihre Begabungen und helfen, Schwächen zu verringern. In der Schule aber muss einer, der nicht mitkommt, selber schauen, wie er das schafft. Die Finnen machen in der Schule genau das, was wir in Österreich in der Berufsausbildung machen. 2007 haben wir Sozialpartner ein Bildungspapier für die allgemeine Bildung vorgelegt. Die Reaktion der Politik aber ist, über ein Lehrer-Dienstrecht zu verhandeln. Da muss man sagen: Thema verfehlt, nicht genügend, setzen.

Agiert die EU bei den Sanierung richtig, blickt man etwa auf Griechenland?

Kommen wir zurück zum Thema Angst: Ist nicht die Angst um den Arbeitsplatz verständlich, bedenkt man, dass z.B. in Griechenland drei von fünf Jugendlichen keine Arbeit haben?

Wir könnten in der EU drei Millionen arbeitslose Jugendliche vermitteln und die Jugendar-

Es ist notwendig, viel massiver gegen das spekulative Finanzsystem aufzutreten und sich viel mehr auf die reale Wirtschaft zu verlassen, die mit viel Mühsal und Fleiß den Menschen dient und Werte schafft. Ich glaube, dass sich die EU bei allen Mängeln der Situation durchaus bewusst ist. Sie hat bisher erfolgreich die Angriffe internationaler Finanz-Spekulanten abgewehrt. Dazu hat es die europäische Solidarität gebraucht. Sie reden dem Wirtschaftswachstum das Wort. Gibt es nicht auch Grenzen des Wachstums?

Wir müssen qualitativ wachsen. Es geht nicht darum, dass wir von allem mehr haben – ein zweites Auto, ein drittes Handy. – Sondern dass wir z. B. in Pflege und Betreuung investieren. Ich finde es außerdem zynisch, von Grenzen des Wachstums zu reden, solange noch eine Milliarde Menschen auf der Erde hungert. XX Das ausführliche Interview können Sie auf www.kirchenzeitung.at nachlesen


4 Oberösterreich

Gestillt – gesättigt – umarmt!

Art meets Kindergarten Schüler/innen der BAKIP Don Bosco Vöcklabruck und der Fachschule für Bildhauerei in Hallstatt gestalteten ein gemeinsames Kunstprojekt. Nachdem am Areal der Don Bosco Schulen im vergangenen Winter eine Fichtenallee geschlägert wurde, blieben kahle Stämme in der Höhe von vier bis fünf Metern stehen. Unter dem Motto „Mensch und Baum“ kreierten die Schüler/innen der beiden Schulen daraus Themenbäume. Die Erstellung eines gemeinsamen Grundkonzeptes, in das 25 unterschiedliche Denkansätze einfließen sollten, war dabei die größte Herausforderung. Vom Ursprung des Lebens, Kindheit, Jugend, Umweltschutz, Sünde und Vergänglichkeit reichte der Bogen bis hin zur Bedeutung von Fenstern, Musik, Kommunikation, Licht, Zeit oder Freiheit. Stolz über die Fertigstellung gingen die Schüler/innen in die verdienten Ferien.

25. Juli 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Pfarre

In der Pfarre Zwettl an der Rodl haben sich viele Menschen aufgemacht, um zwischen Sonnenaufgang und Schlummertrunk eine Quelle zu finden. Der Fachausschuss Spiritualität hat gemeinsam mit dem KBWTreffpunkt Bildung zu sechs Veranstaltungen zu unterschied-

lichen Tageszeiten eingeladen, von „kräftigenden Morgengedanken“ mit einem Reigentanz, Mohnzelten und Kaffee bis hin zu einem berührenden Segensritual beim Dunkelwerden. „Materiell fehlt es uns ja an nichts. Aber miteinander zu ­reden und sich füreinander Zeit

zu nehmen, das ist rar“, meinte eine junge Mutter. „Dass es einen Schöpfer geben muss, der es gut mit uns meint“, war sich die Pfarrgemeinschaft nach dem gelungenen Projekt einig. Die bunte Vielfalt und so manche versteckten Talente traten hier zutage.

500-Jahr-Feier Pfarre St. Marienkirchen Bei strahlendem Sonnenschein feierte die Pfarre St. Marienkirchen bei Schärding am Sonntag, 14. Juli mit Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz das 500-Jahr-Jubiläum der Fertigstellung des Kirchenbaues. Der Festgottesdienst wurde vom Kirchenchor St. Marienkirchen und Instrumentalisten mit der Mozartmesse in C musikalisch umrahmt. Pfarrer Johann Loidl und Bischof Dr. Ludwig Schwarz dankten für die vielfältigen Glaubenszeugnisse in der Pfarrgemeinde. Pfarre

Kreuzweg in Treubach eingeweiht Der von der Katholischen Frauenbewegung Treubach angelegte Kreuzweg wurde am 5. Juli von Mag. Alfred Gattringer und Bischofsvikar Dr. Johann Hintermaier feierlich eingeweiht. Begleitend wurde eine Broschüre erstellt, worin die 15 Stationen des Kreuzweges mit Bildern, Texten und Liedern beschrieben werden und zum Gebet einladen. Nach der Einweihung konnten zahlreiche Gäste bei der Agape einen schönen Tag ausklingen lassen. Pfarre


KirchenZeitung Diözese Linz

Oberösterreich 5

25. Juli 2013

Linzer Priesterseminaristen verbrachten drei gemeinsame Tage mit dem Bischof

Acht Priesterseminaristen Zum Abschluss des Studienjahres verbrachten letzte Woche alle Seminaristen des Linzer Priesterseminars drei gemeinsame Tage mit Bischof Dr. Ludwig Schwarz, Regens Bischofsvikar Dr. Johann Hintermaier und Subregens Mag. Michael Münzner. ernst gansinger

Die drei Tage wurden zur Reflexion des abgelaufenen und für die Planung des kommenden Studienjahres genutzt. Im Rückblick erzählten die Seminaristen, dass sie gute Erfahrungen haben, auswärts zu studieren und immer wieder nach Linz ins Seminar zurückzukommen. Das Studium macht ihnen Freude. Vertiefte Gemeinschaft. Regens Hintermaier spricht von „sehr gelungenen Tagen, die die Gemeinschaft vertieft haben“. Das Programm war vielfältig: Gespräche, Gottesdienste, Kulturelles, grillen, gemeinsam kochen ... Die Gruppe besuchte unter anderem die Landesausstellung in Freistadt und Vyšší Brod und die Marco-Polo-Ausstellung im Linzer Schlossmuseum. Mit dabei waren auch die drei neu Eingetretenen, die nach dem Sommer das Propädeutikum in Horn beginnen. Beauftragungen. Bei der Eucharistiefeier am letzten Tag im Bischofshof wurde Peter Distlbacher zum Lektor beauftragt und Fran-

Die Gruppe des Priesterseminars mit Bischof Ludwig Schwarz besuchte auch die Landesausstellung in Freistadt privat

cis Abanobi, Jürgen Baumberger, Johannes Hofer und Maximus Nwolisa zu Akolythen. Priester werden. Neben der universitären Ausbildung müssen Priesterkandidaten auch anderes lernen, einüben und den Glauben vertiefen. Das geschieht im Priesterseminar. Der Vorbereitung dient im ersten Jahr das Propädeutikum – es wird in Horn, NÖ, von allen neuen Seminaristen Österreichs absolviert. Im zweiten Jahr beginnt die Zeit im Priesterseminar und das Studium. Lektor und Akolyth sind erste Weihestufen auf dem Weg zum Diakon und später zum Priester.

Gottesdienst in der Stiftskirche St. Florian. Links Patriarch Gregorius III., Mitte Bischof Dr. Ludwig Schwarz. Reisinger/Stift St. Florian

„„ Dachsteinmesse. Am 6. Juli wurde von Pfarrer Pjotr Psbski in der Simonykapelle am Dachstein auf 2200 m Seehöhe eine Gedenkmesse für alle im Dachsteingebiet verunglückten Bergsteiger sowie den im April dieses Jahres verstorbenen Dachsteinpfarrer Prälat Johann Weidinger gefeiert. Der Grundstein für die Simonykapelle wurde im Jahre 1913 gelegt und die erste Weihe fand im Jahre 1914 statt. „„ Jakobusfest. Die Pfarre Asten-St. Jakob feierte am 21. Juli das Fest ihres Pfarrpatrons. Aus diesem Anlass wurde ein Bild des bekannten Künstlers Prof. Abdo Badwi von der Kaslik-Universität in Beirut übergeben und gesegnet. Er ist Mönch und Priester im Libanon. Das Bild, das im ­syrischen Stil gestaltet ist, wird bis Ende November im Zentrum der Kirche zu sehen sein.

XX Priesterseminar Linz: http://www.dioezeselinz.at/redsys/index.php?page_new=10700

Melkitischer Patriarch in St. Florian Gregorius III. war anlässlich einer Hilfslieferung des Lazarusordens für einen Krankenhausbau in Syrien Gast im Stift St. Forian.

pfarrimpulse

Seine Seligkeit Gregorios III. Laham, Patriarch von Alexandrien, Antiochien und von Jerusalem und dem Vorderen Orient, ist das Oberhaupt der melkitischen griechisch-katholischen Kirche. Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz und Propst Johann Holzinger feierten am 18. Juli 2013 einen Festgottesdienst in der Stiftskirche St. Florian. Versöhnung ist der Weg. Patriarch Gregorius, geistlicher Protektor des Ordens des Heiligen Lazarus von Jerusalem, sprach in seiner Predigt über die vielen, teilweise sehr stark verfolgten Christinnen und Christen im Vorderen Orient. Er unterstrich die Notwendigkeit, die Konflikte mit Dialog und Gespräch zu lösen. Versöhnung sei der einzige Weg. Gerade in dieser schwierigen Zeit müsse für den Frieden gebetet werden.

Die Verklärung Jesu wird von Mose, der die Tafel der Zehn Gebote Gottes hält, und Elija als größten Propheten Israels umgeben. pfarre

„„ Aurolzmünster. Die Innen­ restaurierung in der P ­ farre Aurolz­münster schreitet ­zügig voran. Die Marienkapelle ist bereits ausgeräumt und eingerüstet, in den nächsten Monaten hofft man, in diesem spät­barocken Bauwerk mit den Arbeiten weiter voranzukommen und bald fertig zu sein. Die Stufen zum Hochaltar, die Seiten­altäre sowie die Orgelempore samt Aufgang sind bereits geplant und sollen in nächster Zeit bewerkstelligt werden. Die Adaptierung der Sakristei ist eine sehr große Herausforderung. Der Kreuzweg, die Anbetung beim Heiligen Grab und die Opferkerzen sind bereits an ihrem Platz.


6 Zu Gast

25. Juli 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Nichts kann mehr überraschen, so scheint es. Doch die Kunststücke im Circus Pikard begeistern. Von der Gründerin Elisabeth Schneller bis zur Enkelin Gloria arbeitet die ganze Familie im einzigen österreichischen Zirkus mit. Christine Grüll

„Hals- und Beinbruch!“, wünschen die Kolleg/innen: Trapezkünstlerin Iwona unter der Zirkuskuppel.

Der Zirkus mit dem Gütesiegel Iwona fällt. Ein Aufschrei geht durch das Publikum. Doch die Artistin schwingt weiter hoch oben im Zirkuszelt, das Trapez in den Kniekehlen. Scheinbar schwerelos lässt sie sich am Seil zurück auf den Boden gleiten. Und schon beginnt die nächste Nummer.

seine Mutter: „Er tanzte Lambada.“ Mit fünf Jahren fuhr er Einrad und mit 13 konnte er sich mit erwachsenen Jongleuren messen. Er wird einmal die Leitung des Betriebs übernehmen – ein Glücksfall, den sich wohl jedes mittelständische Familienunternehmen wünscht.

Eine Zirkusfamilie. „Der Zirkus an sich hat eine lange Tradition“, sagt Elisabeth Schneller, Direktorin des Circus Pikard. Sie hat ihn 1989 mit ihrem Mann Ernö gegründet. Seit er vor neun Jahren überraschend gestorben ist, führt sie den Zirkus, unterstützt von ihren Kindern. Romana und Schwiegersohn Balazs arbeiten artistisch. Die sechsjährige Enkeltochter Gloria tritt im glitzernden Kostüm auf, wenn sie es selbst möchte. Stolz ist Frau Schneller auch auf ihren Sohn Alexander. Er fasziniert mit seiner Jonglierkunst und führt routiniert durch die Vorstellung.

Das treue Publikum. 14 Personen leben von den Einnahmen, und die sind an heißen Tagen, wenn nur ein Bruchteil der 450 Sitzplätze belegt ist, gering. Besser ist es im Frühjahr und im Herbst. Dann gastiert der Zirkus in Städten um Wien, in der Heimatgemeinde Hollabrunn oder wie jedes Jahr bei den Nö. Kindersommerspielen im Stift Herzogenburg. Das Stammpublikum schätzt das wechselnde Programm, die ästhetische Akrobatik und die schreiend komischen Nummern. „Die Begeisterung fehlt in Oberösterreich noch“, bedauert Elisabeth Schneller. Genauso fehlen mittlerweile die Zehn- bis Zwöfl-Jährigen im Publikum. „Die haben wir an die Computerspiele verloren.“

Lambada in der Manege. Leuchtende Sterne und mitreißende Musik verwandeln die Manege in eine geheimnisvolle Welt. Alexander Schneller wirbelt Bälle, Keulen und Ringe durch die Luft. Mit drei Jahren war er nicht mehr aus der Manege zu bekommen, erzählt

Unterwegs im Wochenrhythmus. Die gebürtige Pulkauerin lernte ihren Mann, Sohn einer Zirkusdynastie, als junges Mädchen kennen. Die „Private“, wie alle außerhalb der

Zirkuswelt genannt werden, erlernte Kunststücke. Seitdem ist die Familie unterwegs. Auf einen Reisetag folgen ein Ruhetag und der Zeltaufbau. Gespielt wird an drei Tagen mit jeweils nur einer Vorstellung, um die Artist/innen zu schonen. Erst im Winterquartier in Hof am Leithaberge bleibt Zeit, um am neuen Programm zu feilen. Ein österreichischer Zirkus. Der Circus Pikard unterscheidet sich von anderen nicht nur, weil er der einzige österreichische Zirkus ist. Die Arbeiter und Artist/innen sind versichert, Gebühren werden pünktlich bezahlt und die Standplätze sauber verlassen. Den Tieren – Ponys, Ziegen, Tauben – geht es gut. Der Fleiß, der Ehrgeiz und die Liebe der Mitwirkenden zum Zirkus machen es möglich, dass er sich selbst erhält. Elisabeth Schneller wünscht sich nur eines von den Gemeinden, in denen sie gastieren: daß der Circus Pikard nicht wie irgendein Gewerbe behandelt wird. Sondern als seriöser Vertreter einer sehr alten Kultur. XX Gastspiel in Grein: Freitag bis Sonntag, 26. bis 28. Juli, jeweils 17 Uhr, sonntags 15.30 Uhr, www.circus-pikard.at

Die Zirkusfamilie mit Balazs Guti, Romana, Alexander und Elisabeth Schneller sowie Enkelin Gloria (Bild links, v.l.n.r.). Romana und ihre Pfauentauben (rechts). Sie ist Antipodin, d.h., sie jongliert mit den Füßen. Circus Pikard (3)


KirchenZeitung Diözese Linz

Kultur 7

25. Juli 2013

Kunst feiert Geburtstag in der Pfarrkirche von St. Pantaleon: Prozession am Sonntag, 28. Juli um 19 Uhr

Ein Patron für die Medizinuniversität Die barocke Bildergeschichte vom Patron der Ärzte und Hebammen. Mehrere Kunstwerke in der Pfarrkirche von St. Pantaleon im Innviertel feiern heuer ihr Entstehungsjubiläum: seit 340 Jahren ziert die Kanzel den Kirchenraum, seit 240 Jahren zeigt ein Gemälde die Legende des Kirchenbaus und seit 120 Jahren existieren die Wandmalereien mit den vier Evangelisten. Und seit 320 Jahren erzählen sechs Bilder die Geschichte des Kirchenpatrons. Märtyrer des Glaubens. Pantaleon lebte als Arzt im 3. Jahrhundert. Ein Priester bekehrte und taufte ihn. Als Pantaleon durch Anrufung Christi einen Blinden wieder sehend machte, wurde auch sein Vater Christ. Kaiser Maximian wählte sich den geschätzten Mediziner als Leibarzt. Als Pantaleon versuchte, dessen Frau zum Christentum zu bekehren, wurde er verleumdet und fiel um das Jahr 303 der letzten und größten Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian zum Opfer. Sein Glaube konnte jedoch auch durch Marter nicht erschüttert werden. Schließlich wurde er an einen Ölbaum gebunden und ihm der Kopf gespalten. Dabei sollen seine Hände an den Kopf genagelt worden sein. Meist wird der Heilige in dieser Position dargestellt.

ben des hl. Pantaleon. So zeigt ein Bild, wie der junge Mann von einem Arzt in der Heilkunst unterwiesen wird. Der Mediziner trägt eine orientalische Tracht und weist auf das Lehrbuch in Pantaleons Händen. Vorne arbeitet ein Gehilfe mit einem Mörser. Der Innenraum sieht aus wie eine Apotheke, mit wissenschaftlichen Instrumenten und einem Skelett. Der Maler hatte keine Vorstellung von einem Arzthaus des 3. Jahrhunderts – so versetzt er die Szene in seine Gegenwart und zeigt die Figuren inmitten barocken Mobiliars und mit modischen Gewändern.

Für die Betrachtenden hatte das Dargestellte dadurch einen Bezug zu ihrem eigenen Leben. Verehrter Arzt. Die Kirche wird seit Beginn des 17. Jahrhunderts von Wallfahrenden aufgesucht. Heute noch wird am Namenstag des Patrons am 27. Juli die silberne Reliquienbüste in einer Prozession durch den Ort getragen. Der hl. Pantaleon, einer der 14 Nothelfer, wird bei Kopfschmerzen und Viehkrankheiten angerufen. Von Ärzten und Hebammen wird er als Patron verehrt. Die Gründung einer Medizinuniversität in Oberösterreich hätte vermutlich sein Gefallen gefunden. MAG. JUDITH WIMMER, KUNSTREFERAT DER DIÖZESE LINZ, KUNSTGUTINVENTAR UND DENKMALPFLEGE

Pantaleon (links) studiert Medizin: Die Kirche von St. Pantaleon ist eine von nur zwei in Österreich, die ihn zum Patron haben. KUNSTREFERAT

Detailreiche Schilderung. Die sechs Gemälde, deren Künstler wir nicht kennen, schildern die wichtigsten Stationen im Le-

Das 66. Filmfestival von Locarno findet vom 7. bis 17. August statt.

Unser Mann in Locarno Ein Festival der Entdeckungsfreude: Markus Vorauer, Filmhistoriker und Lehrer, wird für die KiZ aus der Schweiz berichten.

Kino mit Mainstream-Produktionen, den Dokumentar- mit dem Spielfilm, den Essaymit dem Experimentalfilm konfrontieren.

Wie jedes Jahr im Hochsommer hofft man im Städtchen am Lago Maggiore auf lauwarme Abende ohne Gewitter, um möglichst oft auf der Piazza Grande, der größten Open Air-Arena der Welt, Filme präsentieren zu können. Für Carlo Chatrian, seit heuer Leiter des Filmfestivals von Locarno, ist es ein Festival der Grenzen, „welches das erforscht, was sich an den Grenzen des Filmspektrums bewegt“. Man möchte Schranken überwinden, das Kino von gestern und das von heute in einen Dialog stellen, das unabhängige

Das Programm. Der internationale Wettbewerb präsentiert heuer 20 Werke, darunter solche von arrivierten Filmemachern wie Kiyoshi Kurosawa, Claire Simon, Albert Serra, Thomas Imbach, aber auch von Nachwuchsregisseur/innen. Der zweite Wettbewerb „Filmemacher der Gegenwart“ umfasst 16 Werke, davon 14 Debütfilme. Das ist wohl einzigartig im Festivalreigen. Die Piazza Grande ist für die großen Namen reserviert: Werner Herzog und Otar Iosseliani, die geehrt werden, Christopher Lee, Faye Duna-

way, Jacqueline Bisset werden da auch einen Hauch der großen Kinowelt vermitteln. MARKUS VORAUER

Die Piazza Grande in Locarno mit 8000 Plätzen und Leinwand (26 x 14 m). FESTIVAL DEL FILM LOCARNO


8 Thema zur Sache Hospiz für Kinder Am 4. Juli beschloss der Nationalrat die Novelle zum Pflegefondsgesetz. Erstmals wird darin die Förderung von mobilen Hospiz- und Palliativdiensten – auch für Kinder – als Zweck des Fonds festgehalten. Über „innovative Projekte“ sind auch Entlastungsangebote für Familien mit schwerkranken oder mehrfachbehinderten Kindern über Bundesmittel förderbar. „Eine gute Versorgung von schwerkranken Kindern und Jugendlichen schließt immer Geschwister und Eltern mit ein. Daher müssen wir drei Bereiche bedenken: den stationären Bereich (Kliniken und Kinderhospize), den mobilen Bereich und den Entlastungsbereich.“ Das sagte Hospiz-Österreich-Chefin Waltraud Klasnic, als es galt, im Auftrag des Gesundheitsministeriums ein Kinder-Hospiz- und Palliativkonzept zu erarbeiten. Es wurde 2012 in mehreren Expert/ -innentreffen erstellt und fordert u. a.: die Errichtung einer Kinderhospizstation; den Ausbau der Palliativbetten in Kinderspitälern und -stationen; ein flächendeckendes mobiles Hospizund Palliativangebot für Kinder; die Schaffung bzw. Förderung von Entlastungseinrichtungen. Derzeit gibt es in Österreich eine stationäre und z. T. auch mobile Palliativversorgung für Kinder rund um onkologische Kliniken. Mobile Kinderhospize sind in Wien (Netz, MOMO), Oberösterreich und Vorarlberg (siehe Beitrag) tätig. In Niederösterreich werden innerhalb der bestehenden mobilen Teams einzelne Ärzt/innen, Pfleger/innen und Ehrenamtliche zusätzlich für die Arbeit mit Kindern ausgebildet. Hospiz Tirol hat ausgebildete ehrenamtliche Mitarbeiter/innen zur psychosozialen Begleitung von Kindern und Familien. Die „Entlastung“ von schwerkranken Kindern und deren Familien zur Aufgabe gemacht haben sich der Sterntalerhof im Südburgenland und die Arche Herzensbrücken in Seefeld (Tirol).

25. Juli 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Ab sofort kann Kinderhospizarbeit durch den Pflegefonds unterstützt werden

Wenn der Boden plötzlich wegbricht Lorenz kam mit einem schweren Herzfehler zur Welt. Schon die Frage, ob er überhaupt die Geburt überlebt, war für die Eltern eine Riesenbelastung. In den folgenden Wochen kamen viele Krisen. Ulrike Pribil vom „KinderPalliativNetzwerk“ in Linz hat die Familie von Anfang an begleitet und unterstützt. Hans Baumgartner

„Wenn ein Kind lebensbedrohend erkrankt oder wenn sich herausstellt, dass es durch eine schwere Erbkrankheit oder Behinderung nur eine begrenzte Zeit leben wird, dann zieht es den Eltern oft den Boden unter den Füßen weg“, weiß Ulrike Pribil aus vielen Gesprächen. „Man hat sich das Leben als Familie ganz anders vorgestellt. Und die Konfrontation mit dem möglichen Tod eines Kindes ist etwas, was ganz schwer in unsere Köpfe und in unsere Psyche hineingeht. Ein Kind hat nicht vor seinen Eltern zu sterben.“ In dieser Situation bietet das KinderPalliativNetzwerk den betroffenen Kindern, deren Eltern und Geschwistern seine Hilfe an. Pionier. Als das Netzwerk vor knapp fünf Jahren von der Caritas und der damaligen Diözesanstiftung St. Severin gegründet wurde,

Mag. Ulrike Pribil leitet das KinderPalliativNetzwerk in Linz und ist Kinderhospiz-Beauftragte von Hospiz Österreich. KIZ/up

gehörte es zu den Pionieren der mobilen Hospiz- und Palliativbetreuung für Kinder. Ausgangspunkt war die Erfahrung, dass es für Kinder mit schweren, lebensbedrohenden bzw. lebensbegrenzenden Erkrankungen sowie für deren Familien kein entsprechendes Hospiz- und Palliativangebot gab. „Das war lange nur auf sterbende Erwachsene abgestimmt“, meint die gelernte Kinderkrankenschwester und Soziologin Pribil. „Für krebskranke Kinder gab es von Seiten einiger Kliniken auch eine Betreuung zu Hause, bei allen anderen – wie Kindern mit schweren Herzfehlern, seltenen Stoffwechselerkrankungen, schweren Mehrfachbeeinträchtigungen etc. – waren die Eltern oft auf sich allein gestellt. Und damit fast zwangsweise überfordert.“ Unterstützung. Das PalliativNetzwerk bemüht sich, durch enge Zusammenarbeit mit der Linzer Kinderklinik und den verschiedenen Kinderstationen möglichst früh mit betroffenen Kindern und Eltern in Kontakt zu kommen. „Wir wollen Eltern, die den Wunsch haben, ihr Kind zu Hause zu betreuen, das auch möglich machen: durch Beratung und Unterstützung in der Pflege, besonders bei der Schmerztherapie und der Behandlung belastender Symptome, durch psychisch-menschliche Begleitung oder auch, dass wir die Eltern einmal ein paar Stunden entlasten.“ Das Team von zwei Kinderkrankenschwestern und 14 ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen ist für diese Einsätze besonders geschult. „Denn“, so Pribil, „Kinderhospizarbeit ist schon eine besondere Herausforderung. Wie rede ich mit Kindern, die schwerst erkrankt sind, über ihre ,Aussichten‘, wie über den Abschied von der Familie, wie über den Tod? Wie rede ich mit Eltern und Geschwistern, zwischen Hoffen und Bangen – oder schon vor der Gewissheit?“ Kinder in schweren, oft aussichtslosen Krankheiten zu begleiten, sei aber nicht nur leidvoll, sagt Pribil. „Vor allem in Phasen der Schmerzfreiheit kann man mit ihnen oft eine erstaunliche Leichtigkeit, ein Dasein und Leben im Augenblick mit allem kindlichen Übermut erfahren.“ Gehen lassen. Eine ganz schwierige Phase für Eltern sei es, so Pribil, ihr Kind gehen zu lassen. Aber wenn sie sagt, „heuer haben wir


KirchenZeitung Diözese Linz

Thema 9

25. Juli 2013

Das Interview Am richtigen Platz Kurz vor Ostern startete in Wien das mobile Kinderhospiz MOMO. Geleitet wird es von der Kinderund Palliativärztin Dr. Martina Kronberger-Vollnhofer. Was hat Sie bewogen, vom renommierten St.-Anna-Kinderspital in die mobile Hospiz- und Palliativarbeit für Kinder umzusteigen?

Dr. Kronberger-Vollnhofer leitet das von Caritas, Caritas Socialis und der Mobilen Kinderkrankenpflege Wien neu gegründete mobile Kinderhospiz MOMO. Sie vertritt (mit U. Pribil) die Kinder im Dachverband Hospiz Österreich.

schon viele Kinder verloren“, merkt man, es ist auch für die Begleiter/innen ein Stück Endgültigkeit und Trauer drinnen. „Vielleicht hilft dann, wenn manche Eltern im Rückblick auf diese sehr intensive Zeit meinen, das Loslassen hat auch etwas mit ,Er-lösung‘ zu tun.“ Begleitung. Wesentlich zur Hospizarbeit gehöre auch die Begleitung in der Zeit der Trauer, die oft schon im Abschiednehmen, aber sicherlich nachher hochkommt. Vor allem wenn Geschwisterkinder da seien, die das Geschehen schon bewusst mitbekommen, sei das ein Weg, der oft viel Geduld und Einfühlung erfordere. Trauerbegleitung bietet das Netzwerk aber auch für Kinder an, die einen Elternteil durch den Tod verloren haben. „Und“, so Pribil, „wir gehen auch in Schulen oder Kindergärten, wenn ein/e Gruppenoder Klassenkamerad/in sehr schwer erkrankt oder gestorben ist.“ Mehr als 30 Familien hat das KinderPalliativNetzwerk im vergangenen Jahr betreut – manchmal nur wenige Wochen während des Sterbens, oft auch über Monate hinweg. Manchmal, so erzählt Pribil, gehe es auch darum, Geschwisterkinder zu „stabilisieren“ – nicht nur in ihrer Trauer. „So etwa haben wir in unserem ehrenamtlichen Team eine pensionierte Lehrerin, die wiederholt mithalf, schulische Abstürze zu verhindern. Oft reagieren Kinder ihren Schmerz über das leidende Geschwister, aber auch das WenigBeachtet-Sein in dieser Zeit durch massiven Abfall in der Schule ab.“ Dafür nicht zu klein. Hospiz Vorarlberg hat als erstes in Österreich vor sechs Jahren mit dem Aufbau einer eigenen Hospizbegleitung für Kinder, Jugendliche und deren Familien (HOKI) begonnen. In enger Kooperation mit

der mobilen Kinderkrankenpflege, den niedergelassenen Ärzt/innen und Kliniken wird die medizinisch-pflegerische Beratung durchgeführt (Hospiz Vorarlberg hat keine eigene „Pflegeschiene“). Die Begleitung der schwerkranken Kinder – vom Frühchen bis zum krebskranken Jugendlichen – und deren Familien wird von einem Team von etwa 15 ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen geleistet, berichtet HOKI-Koordinatorin Annelies Bleil. „Im vergangenen Jahr haben wir 47 Kinder mit lebensbedrohenden Erkrankungen sowie deren Familien begleitet; in sieben Fällen haben wir Kinder nach dem Tod eines Elternteils unterstützt.“ HOKI geht auch in Schulen, nicht nur beim Tod von Mitschüler/innen, sondern auch um mit den Kindern „über Krankheit, Tod und Trauer zu philosophieren. Denn diese sind dafür nicht zu klein, sondern sehr offen“, fasst Bleil die Erfahrung von rund 20 pädagogischen Schuleinsätzen zusammen. Wichtig ist ihr, dass die Begleiter/innen gut ausgebil-

Annelies Bleil, Koordinatorin der Hospizbegleitung für Kinder in Vorarlberg, über ihre Mitarbeiter/ -innen: „Das ist in jeder Hinsicht ein sehr anspruchsvolles Ehrenamt.“

det und durch Supervision gestützt werden, denn „oft sind sie nicht nur mit Trauer und Tod, sondern auch mit schwierigen sozialen Familienverhältnissen konfrontiert – oder mit Krankheiten und Behinderungen, die ihnen z. B. als werdende Großeltern viel Sorgen machen.“

Es war mir immer ein Anliegen, schwerkranke Kinder und ihre Familien zu unterstützen. Und ich bin sehr glücklich, dass wir da mit MOMO eine Lücke in der mobilen Betreuung schließen können. In Wien und Umland leben 800 Kinder mit lebensbedrohenden und unheilbaren Krankheiten. Jedes Jahr sterben 120 Kinder – und es ist einfach ihr Recht, die entsprechende medizinische und pflegerische Versorgung sowie psychosoziale Begleitung zu bekommen – auch zu Hause. Denn es ist oft ihr sehnlichster Wunsch, auch in ihrer Krankheit möglichst bei ihrer Familie sein zu können. Können deren Betreuung nicht auch bereits bestehende Hospiz- und Palliativteams übernehmen?

Kinder haben völlig andere Bedürfnisse als Erwachsene. So muss auch die Betreuung durch entsprechend geschulte Kräfte (haupt- und ehrenamtliche) daraufhin ausgerichtet sein. Sie haben vor unserem Gespräch mehrere Einsätze gemacht. Was nehmen Sie davon mit?

Respekt vor der Tapferkeit und dem Lebensmut der betroffenen Kinder; immer wieder die Ungerechtigkeit des Lebens erfahren zu müssen; Hochachtung vor den oft übermenschlichen Leistungen der Eltern. Wie hält es ein Team aus, wenn es jährlich 50 und mehr Kinder im Sterben begleitet?

Das Gefühl zu haben, zur richtigen Zeit am richtigen Platz zu sein; immer wieder Unmögliches möglich zu machen; und die Kraft aus Teamarbeit, guter Kommunikation und Supervision.


10 Panorama stenogramm n Reformen. Die Führung der von Skandalen erschütterten Vatikanbank IOR geht in die Offensive. Sein Mandat laufe bis 2015; bis dahin wolle er das Geldhaus zu einem sauberen und gut funktionierenden Institut formen, sag-

Vatikanbank-Präsident Freyberg kündigt Reformen an. reuters

te IOR-Präsident Ernst von Freyberg dem Hamburger „manager magazin“. Er wolle dem Papst „Optionen schaffen. Was der Heilige Vater dann mit dem IOR macht, ist seine Entscheidung.“ „„ ksoe-Dossier. Das erste von zwei Dossiers der Katholischen Sozialakademie zu „10 Jahren Sozialwort“ ist bei der Ökumenischen Sommerakademie (ksoe) kürzlich in Kremsmünster vorgestellt worden. Es trägt den Titel „Den Wandel gestalten – wie? Für eine zukunftsfähige, sozialund klimagerechte Gesellschaft“.

25. Juli 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Die Sicherheitsmaßnahmen beim Weltjugendtag in Brasilien wurden erhöht

Rio: Pilger sollen kulturelle Vielfalt genießen Am Weltjugendtag (WJT) in Rio de Janeiro (23. bis 28. Juli) wird es mehr als 600 kostenlose Veranstaltungen für die jungen Pilger und Pilgerinnen geben. Konzerte, Ausstellungen, Tanz, Theater, Kino, Wanderungen durch die Natur und Exkursionen zu Kirchen und Sehenswürdigkeiten stehen laut der offiziellen WJT-Homepage in verschiedenen Teilen Rios auf dem Programm. Ein besonderes Highlight ist die „Feira Vocacional“ – der Markt der Berufungen – in der „Quinta da Boa Vista“, der von 23. bis 26. Juli geöffnet ist. 100 Glaubensgemeinschaften und religiöse Orden haben sich bereits für den Markt angemeldet. Kulturelle Vielfalt. Die Veranstaltungen sollen den jungen Pilgern die Möglichkeit ge-

Der Weltjugendtag findet heuer vom 23. bis 28. Juli im brasilianischen Rio de Janeiro statt. Kna

ben, „die kulturelle Vielfalt zu genießen und anhand von qualitativ hochwertigen und ansprechenden künstlerischen Ausdrucksformen einen Zugang zu Gott zu finden“, beschreibt Gustavo Ribeiro, Leiter der Abteilung „Kulturelle Veranstaltungen“ des lokalen Organisationskomitees, die Idee hinter den Veranstaltungen. Franziskus in Rio. Papst Franziskus ist bereits am 22. Juli in Rio de Janeiro eingetroffen. Er wird am 25. Juli die Pilger auf einer Bühne auf der Copacabana willkommen heißen. Zwei große und 16 kleinere Screens und 26 Audioanlagen wurden für jene Pilger aufgebaut, die keinen Zugang zur Bühne mehr erhalten. Die Vigil am 27. Juli wird auf dem Campus Fidei, einem Areal so groß wie 150 Fußballfelder außerhalb der Stadt, abgehalten. Dort wird auch die Abschlussmesse mit Papst Franziskus am 28. Juli stattfinden. Die Messe wird für jene, die den Altar nicht mehr sehen können, auf 33 große Fernsehbildschirme übertragen. Sicherheitsmaßnahmen. Um die Sicherheit der Pilger zu gewährleisten, wurde die Zahl der abgestellten Soldaten angesichts der jüngsten sozio-politischen Proteste in Brasilien nochmals erhöht. 10.200 Soldaten werden laut CNS für einen friedlichen Ablauf des Großevents sorgen. Für die Sicherheit von Papst Franziskus sind 800 Soldaten und 80 Polizisten verantwortlich.

1938 Bedenkzeit

Nach dem ‚Anschluss‘ Österreichs im Frühjahr 1938 nimmt die Judenverfolgung im nun erweiterten gesamtdeutschen Reich zu. Eine Flüchtlingswelle von deutschen Juden in Nachbarstaaten setzt ein. Bei der darauf reagierenden internationalen Konferenz in Evian (Frankreich) im Juli 1938 erklärt sich keiner von 32 teilnehmenden Staaten zur Aufnahme der bedrohten Juden bereit. Vielmehr erlässt Polen ein Gesetz, das die Pässe der ca. 12.500 länger als 5 Jahre in Deutschland lebenden polnischen Juden ab dem 30. Oktober 1938 ungültig machen soll.

Karin E. Leiter ist mit 57 Jahren an Krebs gestorben. Die Hospizvorreiterin und Autorin schenkte mit ihren aussagekräftigen Texten vielen Menschen Glaubens- und Lebenshilfen. KIZ/A.

Hospizvorreiterin Karin E. Leiter verstorben

Europagrüne besuchten Belo-Monte-Baustelle

Die Mitbegründerin der Österreichischen Hospizbewegung, Autorin, Malerin und altkatholische Priesterin Karin Elfriede Leiter, ist am 9. Juli in Wien im Alter von 57 Jahren gestorben. Die gebürtige Innsbruckerin litt seit 1988 an einer Krebserkrankung, die sie motivierte, Theologie zu studieren und sich besonders mit Sterben und der Begleitung Sterbender zu befassen. Leiter arbeitete als Krankenseelsorgerin, war Ausbildungsreferentin für Sterbeund Trauerbegleitung und hielt Seminare für kreative und integrative Bibel- und Religionsarbeit. 1998 zur altkatholischen Priesterin geweiht, war sie auch auf diesem Gebiet eine Pionierin.

Die Grünen-Europaparlamentarierinnen Catherine Grèze, Eva Joly und Ulrike Lunacek (GREENSEFA) besuchten unlängst das brasilianische Amazonien, um die örtliche Bevölkerung im Kampf gegen den umstrittenen Megastaudamm Belo Monte zu unterstützen und die aufgetretenen Bedenken durch Untersuchungen vor Ort zu untermauern. Auf ihrer Fact-Finding-Mission sammelten sie u. a. Informationen darüber, welche Folgen das Projekt für die Umwelt und Ernährungssicherheit der indigenen Bevölkerung hat, wie der Bau finanziert wird, wie die rechtliche Lage ist und welche Rolle europäische Unternehmen spielen.


KirchenZeitung Diözese Linz

Panorama 11

25. Juli 2013

Mexiko: Bischof Raul Vera glaubt nicht an den Rückgang der Drogenkartelle.

kiz/huber

Geldwäsche effektiv bekämpfen Der mexikanische Bischof Raul Vera glaubt trotz der Festnahme des Anführers des ­Drogenkartells „Los Zetas“ nicht an eine nachhaltige Schwächung der organisierten Kriminalität. „Solange es keine umfassende Vollmacht der Justiz und keine Bestrafung von involvierten Personen aus Polizei, Politik und Wirtschaft gibt, wird die organisierte Kriminalität so stark bleiben, weil sie ihre Infrastruktur innerhalb der öffent­ lichen Ämter hat“, sagte der mit mehreren

Menschenrechtspreisen ausgezeichnete Bischof von Saltillo laut deutscher katholischer Nachrichtenagentur KNA. Nur wenn die Geldwäsche der Drogen­kartelle effektiv bekämpft werde, könne auch der Kampf gegen die organisierte Kriminalität erfolg­ reich sein, so Vera weiter. Der für seine grau­ samen Taten gefürchtete „Zetas“-Anführer Miguel Angel Trevino alias „Z-40“ war vergangene Woche von mexikanischen Sicherheitskräften gefasst worden.

Palästina: Attacken gegen Ordensfrauen

Vatikan verurteilt rassistische Bemerkung

Die Schwestern des griechisch­ orthodoxen Klosters in Betha­ nien haben den palästinensi­ schen Präsidenten Mahmud Abbas aufgefordert, Maßnah­ men zu setzen, um die „Eskalati­ on der Gewalt“ gegen den Kon­ vent einzu­dämmen. In jüngster Vergangenheit war es wieder­ holt zu Übergriffen – Flugblät­ ter und Steinwürfe – auf das ­Kloster gekommen, berichtet die Stiftung Pro Oriente. „Wir schlie­ ßen nicht aus“, so die Oberin des Klosters, Schwester Abraxia, in dem Schreiben an Präsident Abbas, „dass sich hinter diesen Angriffen Personen verbergen, die Uneinigkeit in Palästina pro­ vozieren wollen.“

Der Präsident des päpstlichen Mi­ grantenrats, Kardinal Antonio Maria Veglio, hat die rassistischen Äußerungen gegen die schwarze italienische Ministerin für Ein­ wanderung, Cecile Kyenge, verur­ teilt. Die Bemerkung von SenatsVizepräsident Roberto Calderoli (Lega Nord) über die afrikanisch­ stämmige Politikerin seien ein absoluter Tiefpunkt, so Veglio. „Der Gedanke, dass man nur we­ gen seiner Hautfarbe höherwertig ist, ist schrecklich und eine Bestia­ lität.“ Calderoli hatte bei einer po­ litischen Versammlung gesagt, die schwarze Ministerin habe „Ähn­ lichkeit mit einem Orang-Utan“. Inzwischen hat sich der Senator bei Kyenge entschuldigt.

Raul Vera, 66-jähriger Bischof von ­Saltillo im mexikanischen Bundesstaat ­Coahuila, zählt zu den populärsten – und zugleich umstrittensten – Kirchenmännern des Lan­ des. Bekannt wurde er vor allem durch sein Engagement für illegale Einwanderer, die versuchen, über Mexiko in die USA zu gelangen. Wiederholt klagte er die mäch­ tigen Drogenkartelle offen an. Für seinen Einsatz erhielt er zahlreiche Menschen­ rechtspreise.

weltkirche „„ Facebook und Twitter. Erzbischof Ludwig Schick hat Priester und pastorale Mitarbeiter/innen der Erzdiözese Bamberg aufgerufen, zur Verkündigung auch auf neue Medien zu setzen. Facebook und Twitter seien kein „Teufelszeug“, aber auch keine „Engelswelt“, so Schick. „„ Kinderschutz. Die diplomatische Vertretung des Hei­ ligen Stuhls bei der UNO in Genf hat kürzlich auf eine UN-Anfrage reagiert, die detaillierte Auskünfte über Miss­ brauch von Kindern durch Angehörige des Klerus forderte. n Patriarch Béchara Boutros Rai zeigt sich besorgt über die Entwicklungen im Libanon. Jede nichtstaatliche bewaffnete Gruppierung müsse als illegitim angesehen werden, denn sie provoziere eine Rückkehr des Landes zum Gesetz des Dschungels.“ reuters


Sonntag 17. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr C, 28. Juli 2013

Immer wieder neu zu lernen Vom Beten ist hier die Rede. Immer wieder sind Menschen auf der Suche nach Gebetsweisen, die helfen, sich Gott „entgegen“ zu beten. Eine Fundgrube ist dabei das Alte Testament. Darin werden Menschen geschildert, die auf Du und Du mit Gott sind: Abraham feilscht mit Gott; Jakob kämpft mit Gott; Hanna bittet notvoll um ein Kind; David und seine Psalmdichtungen. Das ganze Leben vor Gott zur Sprache zu bringen ist eine beglückende Erfahrung.

Evangelium Lukas 11, 1–13 Jesus betete einmal an einem Ort; und als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie schon Johannes seine Jünger beten gelehrt hat. Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen. Und erlass uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung. Dann sagte er zu ihnen: Wenn einer von euch einen Freund hat und um Mitternacht zu ihm geht und sagt: Freund, leih mir drei Brote; denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen, und ich habe ihm nichts anzubieten!, wird dann etwa der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe, die Tür ist schon verschlossen, und meine Kinder schlafen bei mir; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben? Ich sage euch: Wenn er schon nicht deswegen aufsteht und ihm seine Bitte erfüllt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen und ihm geben, was er braucht. Darum sage ich euch: Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn eine Schlange gibt, wenn er um einen Fisch bittet, oder einen Skorpion, wenn er

um ein Ei bittet? Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.

1. Lesung Genesis 18, 20–32 Der Herr sprach zu Abraham: Das Klagegeschrei über Sodom und Gomorra, ja, das ist laut geworden, und ihre Sünde, ja, die ist schwer. Ich will hinabgehen und sehen, ob ihr Tun wirklich dem Klagegeschrei entspricht, das zu mir gedrungen ist. Ich will es wissen. Da trat Abraham näher und sagte: Willst du auch den Gerechten mit den Ruchlosen wegraffen? Vielleicht gibt es fünfzig Gerechte in der Stadt: Willst du auch sie wegraffen und nicht doch dem Ort vergeben wegen der fünfzig Gerechten dort? Das kannst du doch nicht tun, die Gerechten zusammen mit den Ruchlosen umbringen. Sollte sich der Richter über die ganze Erde nicht an das Recht halten? Da sprach der Herr: Wenn ich in Sodom, in der Stadt, fünfzig Gerechte finde, werde ich ihretwegen dem ganzen Ort vergeben. Abraham antwortete und sprach: Ich habe es nun einmal unternommen, mit meinem Herrn zu reden, obwohl ich Staub und Asche bin. Vielleicht fehlen an den fünfzig Gerechten fünf. Wirst du wegen der fünf die ganze Stadt vernichten? Nein, sagte er, ich werde sie nicht vernichten, wenn ich

dort fünfundvierzig finde. Er fuhr fort, mit ihm zu reden: Vielleicht finden sich dort nur vierzig. Da sprach er: Ich werde es der vierzig wegen nicht tun. Und weiter sagte er: Mein Herr, zürne nicht, wenn ich weiterrede. Vielleicht finden sich dort nur dreißig. Er entgegnete: Ich werde es nicht tun, wenn ich dort dreißig finde. Darauf sagte er: Ich habe es nun einmal unternommen, mit meinem Herrn zu reden. Vielleicht finden sich dort nur zwanzig. Er antwortete: Ich werde sie um der zwanzig willen nicht vernichten. Und nochmals sagte er: Mein Herr, zürne nicht, wenn ich nur noch einmal das Wort ergreife. Vielleicht finden sich dort nur zehn. Und wiederum sprach er: Ich werde sie um der zehn willen nicht vernichten.

2. Lesung Kolosser 2, 12–14


Wort zum Sonntag

Wie geht beten? Als kleines Mädchen nahm mich meine Mutter manchmal mit in die Kirche. Sie kniete nieder und betete. Ich wusste, dass ich sie jetzt nicht stören darf und schaute ihr neugierig zu. Dabei spürte ich die Innigkeit und nahm mir vor, auch einmal so beten zu können. Aber wie geht beten eigentlich? Im Lukasevangelium wird erzählt, wie Jesus sich bisweilen zurückzieht zum Gebet. Die Jünger und Jüngerinnen nahmen die starke und vertrauliche Beziehung Jesu zu Gott wohl wahr und spürten, dass dieses Gebet Quelle seines Handelns, seiner Kraft und seiner Verkündigung war. So kamen sie zu ihm mit der Bitte: „Herr, lehre uns beten!“ Wie kann man beten lernen? Das fragte sich auch eine Frau, die ohne Religion in einer atheistischen Gesellschaft aufgewachsen war. Sie erzählte mir, wie sie diese Frage auf ihrer Suche nach einer tragenden Spiritualität umgetrieben hatte. Dann nahm sie eines Tages an einem Gottesdienst teil, bei dem dieses Evangelium vorgelesen wurde: „Wenn ihr beten wollt, so sprecht …“. Das war für sie die Antwort auf ihr Suchen. Sie lernte das Vaterunser. Vorerst hatte sie einen Weg ins Gebet gefunden.

misterQM / photocase.com

G

ott, hörst du mich, wenn ich bete? Spürst du es, wenn ich hoffe?

Siehst du mich, wenn ich weine? Verborgen bist du, unsichtbar und fern, niemand hat dich je gesehen, keiner kennt deine Heimat.

Beten will immer wieder neu erlernt werden. Immer wieder finde ich mich auf der Suche nach Gebetsweisen, die mir helfen, mich Gott „entgegen“ zu beten. Eine Fundgrube ist mir dabei das Alte Testament. Darin werden uns Menschen geschildert, die auf Du und Du mit Gott sind: wie zum Beispiel Abraham, der im sonntäglichen Lesungstext mit Gott feilscht; Jakob, der an einem Übergang mit Gott kämpft; Hanna, die notvoll um ein Kind bittet; und ganz besonders gefällt mir David mit seinen Psalmdichtungen, in denen alle möglichen Facetten des Lebens anklingen und Gefühlstonleitern durchspielt werden. Es ist eine beglückende Erfahrung, wenn im Gebet das ganze Leben und Sein vor Gott zur Sprache gebracht werden kann.

Hinter meinem Reden ist oft Schweigen, hinter meinem Singen ist oft Stille, hinter meinem Suchen ist oft Leere. Aber, Gott, ich hoffe darauf: tiefer als alles Schweigen klingt deine Güte, weiter als alle Unsichtbarkeit reicht deine Gegenwart,

Zum Weiterdenken Bei Gott darf ich sein, wie ich bin. Ich suche einen Moment der Stille und horche in mich hinein. Ich nehme wahr, was mich bewegt und stelle mich in die Gegenwart Gottes.

heller als alle Finsternis strahlt dein Licht.

katharina rizza

Darum höre meine Sehnsucht, sei mir ein naher Gott,

ist Geistliche Begleiterin,

sei mein Gast in meiner Seele.

als Pädagogische Mitarbeiterin

thies gundlach

lebt in Vorarlberg und arbeitet im Bereich Palliative Care im Bildungshaus Batschuns. Die Autorin erreichen Sie unter u sonntag@kirchenzeitung.at


14 Bewusst leben

25. Juli 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Bei den sommerlichen Temperaturen arbeiten auch die Schweißdrüsen auf Hochtouren

Tarte au Citron

Eine schweißtreibende Zeit Schweißflecken unter den Achseln, nasse Hände, abstoßender Körpergeruch – im Allgemeinen verbindet man Schwitzen mit unangenehmen Erfahrungen. Die Sommerhitze verstärkt diese Symptome. Aber warum kommt es dazu und was kann man dagegen tun?

„Essen wie Gott in Frankreich“ – nicht ohne Grund steht dieses Sprichwort bis heute für sehr gute Küche. FOTOLIA

Zutaten (12 Portionen): 150 g Zucker, 140 g Butter, 150 g Mehl, 2 Eigelb, 1 Eiweiß, Saft 1 Zitrone, abgeriebene Schale von 2 Zitronen. Zubereitung: Aus 50 g Zucker, 100 g Butter und 150 g Mehl einen Teig kneten, in Folie wickeln und 30 Minuten kühl stellen. Dann (am besten zwischen zwei Lagen Folie) möglichst dünn ausrollen, in die gebutterte Tarte-Form legen, mehrmals mit einer Gabel einstechen. Ungefähr 30 Minuten (150 °C) backen. Für die Farce 100 g Zucker, Eigelbe und Eiweiß in einem Topf verrühren und erhitzen. Den Zitronensaft und die -schale dazugeben, vom Herd nehmen. Die Butter separat auslassen, zur Zitronen-Masse geben und alles gut verrühren. Eventuell noch einmal erhitzen, die Masse muss schön dickflüssig werden. Das Ganze auf den gebackenen Boden geben und noch einmal 30 Minuten bei 150 °C backen. Bon appétit!

BRIGITTA HASCH

Mit dem Schwitzen schafft sich der Körper das für ihn richtige Klima. Ist die Temperatur zu hoch, regen Nervenzellen im Gehirn eine vermehrte Schweißproduktion an. Beim Verdunsten der Körperflüssigkeit auf der Haut entsteht dann der gewünschte Kühlungseffekt. Meist passiert diese Prozedur, ohne dass man viel davon merkt, oder gar darüber nachdenkt. Denn würde der Körper nicht dauernd schwitzen, käme es innerhalb einer Stunde zum Ansteigen der Körpertemperatur um ein Grad – und das nur aufgrund des ganz normalen Stoffwechsels. Die Verteilung der Schweißdrüsen im Körper ist unterschiedlich: etwa 400 pro Quadratzentimeter Haut befinden sich im Handteller, auf der Fußsohle und im Achselbereich. Nacken, Rücken und Gesäß haben auf derselben Fläche nur etwa 55 Schweißdrüsen. Mindestens einen halben Liter Schweiß verdunstet ein Mensch jeden Tag. Ein normalgewichtiger Sportler kommt auf bis zu 1,8 Liter pro Stunde, unter extremen Bedingungen können über sechs Liter pro Tag verloren gehen. Trainierte Sportler schwitzen übrigens tatsächlich effizienter: ihre Schweißproduktion beginnt früher, ist stärker und sie verlieren dabei weniger Salze. Wasser- und Salzverlust ausgleichen. Wer viel schwitzt, verliert damit auch Energie und der Kreislauf wird geschwächt. Einen perfekten Ausgleich dagegen bieten stark verdünnte Fruchtsäfte, etwa 1 Teil Apfelsaft und 3 Teile Mineralwasser. Das Getränk sollte nicht zu kalt sein, denn dadurch kühlt nur für kurze Zeit der Magen ab. Dies führt anschließend prompt zu einer stärkeren Durchblutung, höherer Körpertemperatur und noch mehr Schweiß. Heiße Getränke wirken ähnlich, daher wäre ein Drink mit Zimmertemperatur gerade richtig. Im Büro helfen Ventilator und Getränke gegen die Hitze.

FOTOLIA

Schweiß hat viele Ursachen. Es ist beileibe nicht nur die Sommerhitze, die vielen Menschen die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Wut, Schmerz, Erregung, Sport, Angst und Lampenfieber aktivieren dieselben Abläufe im Körper. Und natürlich das krankheitsbedingte Fieber. Was man vielleicht nicht weiß: Die Flüssigkeit, die beim Schwitzen abgesondert wird, ist an und für sich geruchlos! Erst die Verbindung mit Bakterien an der Haut oder auf der Kleidung führt zu teilweise üblen Gerüchen. Ob man unter den Achseln eher „sauer“ oder „stechend“ riecht ist nicht zuletzt Sache der Ernährung. Und: Schweiß verrät auch den Konsum von Drogen. Diese Erkenntnis machen sich Kriminalisten zunutze. Nervöser Schweiß ist kalt. Das Wärmezentrum sitzt, ebenso wie das Angstzentrum, im menschlichen Hirn im Hypothalamus. Praktisch, denn für unsere Vorfahren war Gefahr meist mit Flucht verbunden. Der zu erwartenden körperlichen Anstrengung wird eine Kühlung vorausgeschickt, in Form von kaltem Schweiß, hauptsächlich auf Händen, Füßen und im Achselbereich. Außerdem wird die Blutversorgung von den äußeren in die inneren Körperbereiche verlagert. Die Folge: blasse Haut. Dabei wird zu allem Überfluss auch das Stresshormon Adrenalin ausgeschüttet, was den schlechten Geruch von Angstschweiß verursacht. Wohlfühlen trotz schwitzen. Schweißbildung ist in vielen Situationen für den Körper notwendig und kann somit auch nicht gänzlich verhindert werden. Aber schon das Tragen von luftdurchlässiger Kleidung aus Naturfasern, möglichst nicht hautnah geschnitten, macht die Hitze erträglicher. Um Körpergeruch zu vermeiden, können eine Vielzahl unterschiedlicher Deos und Antitranspirantien helfen. Sie verringern die Schweißbildung, indem sie die Hautporen verengen. Das heißt aber nicht, dass die körpereigenen Schadstoffe nun nicht mehr abtransportiert werden können. Studien haben bewiesen, dass Gifte nicht über Schweiß, sondern über andere Wege ausgeschieden werden. Deos sollten aber nur auf gesunder, unverletzter Haut und nicht innerhalb von 24 Stunden nach einer Achselrasur aufgetragen werden. Wer trotz Körperhygiene und oftmaligem Wechseln der Kleidung an seinen Ausdünstungen leidet, sollte zur Abklärung der Ursachen einen Arzt aufsuchen. Die Therapien reichen von Heilkräutern bis Operationen.


KirchenZeitung Diözese Linz

Glaube 15

25. Juli 2013

Jesus und Thomas

Liebe – ganz ohne rosa Brille Einer stand am Rand. Und wenn Jesus für seine Erzählkunst von vielen gelobt wurde, stellte er seine kritischen Fragen. Auch die Begeisterung seiner Kollegen über den auferstandenen Herrn überzeugte ihn nicht.

E

s war ein bisschen kompliziert. Sie schienen einander nicht besonders grün, was sie aber zugleich auch anzuziehen schien. Jesus war jemand, dem in seinen besten Zeiten viele auf die Schulter klopften. Sie nickten verträumt, wenn er ins Erzählen kam. Einer stand dann am Rand, nahm die Brille ab, kaute bedächtig am Bügel. Das war Thomas. Jesus setzte meisterhafte Pausen, mit denen er die Erwartung des Publikums nach dem nächsten, die Spannung lösenden Wort ins Unermessliche steigern konnte. Und dann? „Ich hätte da mal eine Frage!“ Das war Thomas. Und die eben noch Schwebenden waren in den Alltag zurückgeplumpst. „Warum muss der ständig die Stimmung verderben?“, sagten sie, die allerdings auch Fragen stellten, nämlich: „Jesus, lieber Jesus, wann erzählst du die nächste Geschichte?“ Thomas fragte eher so: „Ähm, ich habe da etwas nicht kapiert, kannst du das noch mal so erklären, dass auch ich’s verstehe?“ Wühlende Fragen. Manchmal war Thomas überhaupt nicht zu hören, er ging nämlich auch eigene Wege. Man munkelte, er höre mitunter sogar anderen Erzählern zu. Jesus wiederum schien das seltsamerweise zu gefallen, auch wenn dessen ständigen Einwände kaum auszuhalten waren. „Das kann ich dir nicht beantworten“, musste Jesus manchmal passen. Dann aber wühlte die Frage in seinem Kopf weiter, er setzte an den Geschichten die Raspel an, wechselte zur Feile über, um seine Erzählbilder schließlich noch präziser in den Alltag hineinzupassen. „Die Geschichten“, flüsterte die erstaunte Hörer/innenschar, „finden bei Jesus eigentlich nie ein Ende.“ Die Wende. Dann war alles zu Ende. Jesu Erzählen war abgerissen, er war tot. Doch die Frage nach dem Warum, die alles beherrschte, sollte vom Thron gestoßen werden. Denn mit einem Mal war aus dem Frage- ein Ausrufezeichen geworden. „Er lebt!“, riefen zu-

Thomas – ihn verband eine recht „handfeste“ Liebe mit Jesus.

mindest die Jünger, als Jesus sie besuchte und seine Wunden zeigte, womit ersichtlich wurde: Der Tod war nur vermeintlich Sieger. Wir haben ihn gesehen. Die Gruppe indes war nicht vollzählig gewesen. Einer hatte auf seinem Zimmer gesessen oder war herumgestreunt, niemand wusste, wo. Thomas aber, der Zwilling genannt wird, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. (Joh 20,24) Als Thomas von dem Besuch erfuhr, war er enttäuscht. „Wärst du nur mal bei der Gruppe geblieben!“, hieß es. Und: „Wir haben den Herrn gesehen!“ (Joh 20,25) Das sagten sie so oft, dass es an eine Litanei erinnerte, die fast schon hämisch klang: „Wir haben ihn gesehen – und du nicht.“ Kein Platz für Thomas? Alle freuten sich! Nur einer stellte die Freude in Frage. Dabei hätte doch auch Thomas sagen können: „Jesus lebt!“ Aber etwas ungeprüft nachsprechen? Unmöglich. „Du liebst Jesus nicht genug“, sagten viele. Aber nein, das war es nicht! Sondern gerade weil er ihn so liebte, musste Thomas aufs Ganze gehen: „Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meine Hand nicht in seine Seite lege, kann ich’s nicht glauben.“ (Joh 20,25) „Wenn du wenigstens nur einmal Ruhe geben könntest“, forderten die Harmonie-

Paare der Bibel Bekannte Geschichten neu erzählt Teil 7 von 7 Georg Magirius Evangelischer Theologe und Autor

Caravaggio/Wikimedia

bedürftigen und hofften: Diesmal würde Jesus sich nicht mehr um das Nachhaken des Thomas kümmern. Und sie begannen ein Jesuskonzept der Zukunft zu erstellen. Paragraph eins: Distanzierte helfen nicht weiter. Paragraph zwei: Ein verschworener Kreis von Überzeugten bringt nach vorn, eine perfekte Gemeinschaft, die Jesus beklatscht. Damit würde man unter sich bleiben, eine Körperschaft von Immergläubigen, ohne Kontakt zur widerspenstigen Welt, die nicht bereit war, einfach zu glauben, dass Jesus lebt. Die Ein-Sicht. Das Konzept war fertig, nur Jesus selbst schien nicht unterschreiben zu wollen. Der beinahe schon im Himmel Angekommene fühlte sich von Thomas herausgefordert. Den Tod hatte Jesus besiegt, nicht aber das Fragezeichen dieses Einzelgängers. Und so geschah, was sonst vielleicht nur im Film möglich ist: „Besuch bei den Jüngern – Klappe, die zweite.“ Die Szene wird wiederholt. Erneut geht Jesus durch verschlossene Türen, wieder lauten seine Worte: Friede sei mit euch! (Joh 20,26) Diesmal aber ist Thomas mit dabei. Jesus scheint allein deshalb aufzutreten, um Thomas zu verführen. Wort für Wort entspricht er der Bitte des Fragenden, wenn er ihn bittet, seine Hand in seine Seite zu legen. Niemand weiß, wie lange Jesus den Einwand des Thomas hin- und hergewendet hat, welche Ideen er gehabt und wieder verworfen hat. Jedenfalls war er zum Schluss gekommen: Worte allein genügen nicht immer. Ohne die Einladung zur Berührung ist die Liebe ohne Kraft. Und nun bittet Jesus den Thomas, der ihn so oft um Antworten gebeten hat: Sei nicht ungläubig, sondern gläubig. (Joh 20,27) Und Thomas? Der sich niemals etwas auf die Nase binden ließ, bejubelt Jesus, wie es keiner vor ihm tat: Mein Herr und mein Gott! (Joh 20,28)


„„ Coole Durstlöscher. Je wär­ mer die Temperaturen werden, desto mehr Durst hat man. Da­ gegen helfen am besten Wasser, Mineralwasser, gespritzte Frucht­ säfte oder selbst gemachte Eistees. XX KiKi-Tipp: Mach dir am Morgen

KK

Schere, Sand, Papier!

deinen Lieblingstee (ohne Zucker!) und stell dir einen Krug in den Kühlschrank. Oder: mix dir frisches Obst in ein Glas Buttermilch und spritze das mit Mineralwasser auf.

lach mit piepmatz

Zwischen einem Fahrradausflug, Schwimmen und Eisschlecken hast du sicher auch einmal Lust, etwas zu malen oder zu basteln. KiKi hat natürlich ein paar sommerliche Bastelvorschläge für dich.

(auf einem großen Teller oder in einer Schüs­ sel). Lege das Papier vor dich und male mit dem Kleber ein Boot, Fische, Vögel, Wellen und was dir sonst noch einfällt. Nun tauche die Klebefläche in den Sand – fertig!

„„ Sandbild. Dazu brauchst du ein f­ ärbiges Blatt Tonpapier (A4 groß), Klebstoff (mit dem du „zeichnen“ kannst) und etwas Sand

„„ Rennboot. Halbiere eine Karton-Milch­ verpackung der Länge nach (sie muss eine quadratische Grundfläche haben) und schon hast du zwei schnittige Boote. Am unteren Heck des Bootes machst du ein kleines Loch. Stecke einen Luftballon von innen durch das Loch und blase ihn dann auf. Sobald du den Ballonhals auslässt, flitzt das Boot „luftbe­ trieben“ durch den Pool!

„„ Bestürzt fragt der Vater den Lehrer: „Gibt es denn gar kei­ ne Möglichkeit, dass mein Sohn in die nächste Klasse aufsteigt?“ – „Tut mir leid“, antwortet der Lehrer, „mit dem, was ihr Sohn nicht weiß, könnten noch drei andere sitzenbleiben!“ „„ Tobt ein empörter Kunde an der Kassa beim Supermarkt: „Wenn Sie selbst zugeben, dass sie noch nie einen 37-EuroSchein gesehen haben, wie kön­ nen Sie dann behaupten, er sei falsch?“ „„ Rudi hat den Hahn vom Hu­ ber-Bauern überfahren. Betreten entschuldigt er sich: „Ich werde den Hahn natürlich ersetzen.“ – „Gut“, antwortet der Bau­ er, „dann komm morgen in der Früh um vier Uhr zum Krähen!“ „„ Der Elektriker vor der Woh­ nungstür: „Unverschämtheit! Be­ stellen einen her, um die Klingel zu reparieren und machen dann nicht auf, wenn man klingelt!“

Bereit zum Start! Wenn du dein Rennboot anmalst, verwende Farben, die nicht wasserlöslich sind! kiz/bh

Wenn du dich öfter einmal fragst: „Wie funktioniert das?“ bist du beim Sommerprogramm des Linzer Ars Electronica Center (AEC) genau richtig. Beim Summer Camp können 5- bis 14-Jährige drei Vormitta­ ge hintereinander im Ars Elec­ tronica Center verbringen und dabei tüfteln, Sounds mixen, for­ schen, oder sich als Raumforsche­

din oder einen Brief­freund? Ich freu mich auf deine Post! kiki@kirchenzeitung.at, KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Deine gitti

balduin baum

Schlaukopf oder Wün­sche an KiKi? Suchst du eine Brieffreun­

„„ Mobile „Aquarium“. Schneide aus Ton­ papier bunte Fische und blaue Wellen aus. Die Fische kannst du noch bemalen oder mit Wackelaugen verzieren. Klebe die Figu­ ren mit etwas Abstand untereinander an drei gleich lange Wollfäden und fixiere diese an einem Holzstab.

Experimentieren im AEC

kiki-kontakt „„ Schick deine lustigsten Witze an: piepmatz@kirchenzeitung.at oder an PIEPMATZ, Kapuziner­ straße 84, 4020 Linz. „„ Hast du Fragen an den

Die KirchenZeitung für Kinder 25. Juli 2013

rin oder Weltvermes­ serin versuchen. Bei den eintägigen In­ teraktiv-kreativ-Ta­ gen erlebst du unter­ haltsame Workshops rund um Schatten­ spiele, das Entwerfen von Fabelwesen, Mik­ roskopieren, Programmieren von Robotern und das Arbeiten in ei­ nem Labor.

ars electronica center

Da misch ich mit

XX Alle Infos zu den Terminen und zur Anmeldung findest du auf www.aec.at


KirchenZeitung Diözese Linz

Politik 17

10. 12. 2011

25. Juli 2013

Auf den Straßen Istanbuls protestieren die Menschen schon seit Wochen gegen die autoritäre Regierung der Türkei.

REUTERS / UMIT BEKTAS

Wenn die Polizei gegen dich ist der Türkei nicht selbstverständlich ist. Neben aufgeschlossenen, westlich orientierten Türken gibt es vor allem am Land noch viele traditionsbewusste – zwei völlig unterschiedliche Seiten, die berücksichtigt werden müssen.

Ein Thema, das die Medien einige Zeit beschäftigte, aber inzwischen fast wieder von der Bildfläche verschwunden ist, sind die Proteste in der Türkei. Aus den Augen, aus dem Sinn? Sicher nicht für Eva Reisinger. Sie reiste im Juni nach Istanbul, um ihren Bruder zu besuchen. DAGMAR GIGLLEITNER

Anders als erwartet war die Stimmung bei der Ankunft am Freitag, 14. Juni ganz friedlich. „Im Gezi-Park wurde gesungen und getanzt; es gab Diskussionsrunden und alles war sehr sauber. Sogar eine kleine Bücherei und ein Theater habe ich entdeckt!“, berichtet Eva von ihrer Überraschung. Die Menschen waren ganz bunt gemischt und traten für die unterschiedlichsten Anliegen ein. Was sie einte, war die Unzufriedenheit mit dem autoritären Regierungsstil von Ministerpräsident Erdogan. Aufgefallen ist, dass es genauso viele Frauen wie Männer gab, was in

wissen

Wie im Krieg. Als am folgenden Tag der Park und der TaksimPlatz geräumt wurden, wandelte sich die gemütliche FestivalStimmung zu einem Kriegsschauplatz. „Die Leute wurden mit Tränengas niedergebombt“, erzählt Eva, die das Geschehen aus der Wohnung mitverfolgte. Alles, was an die Proteste erinnern könnte, wurde beseitigt. Doch die Demonstrierenden gaben nicht auf und so begann ein Katz-und-Maus-Spiel: Wenn die Polizei kommt, rennen die Protestierenden und suchen in Seitenstraßen Zuflucht, wo viele Bewohner die Tür einen Spalt offen stehen lassen. Es ist ein Zeichen der Solidarität von denen, die es sich nicht leisten können, selber zu demonstrieren.

aufgeschnappt

Konflikt mit Vorgeschichte Recep Tayyip Erdogan ist seit 2003 Ministerpräsident der Türkei. Seine Regierungszeit ist sehr ambivalent: Einerseits wurden vor allem zu Beginn demokratische Rechte und individuelle Freiheiten ausgeweitet und eine Annäherung an die EU gefördert, andererseits sind spätestens seit 2011 zunehmend autoritäre Züge, eine Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit und eine unverhältnismäßig starke Propagierung des Islams bemerkbar. Die derzeitigen Proteste wurden durch eine

Prägende Erlebnisse. Viele Szenen aus Istanbul wird Eva nicht so schnell vergessen. Zum Beispiel das Klatschen und Jubeln, wenn ein Rettungswagen gegen die Vorschriften verletzte Demonstranten abholte. Oder das Mädchen mit der Platzwunde im Gesicht – die Polizei hatte aus einem Meter Entfernung auf sie geschossen. „Da kann mir keiner erzählen, dass das unabsichtlich war!“, empört sich Eva. Manches kann man nur schwer nachvollziehen, wenn man nicht dabei war: das brennende Tränengas. Wie es ist, von der Polizei gejagt zu werden. „Wen bittet man normalerweise um Hilfe? Die Polizei! Aber wenn diese gegen dich ist, bist du total schutzlos und ausgeliefert!“ Nicht aufgeben. Eva bewundert das Durchhaltevermögen der Menschen: „Ich denke nicht, dass ich den Mut hätte, weiter zu demonstrieren, wenn schon alle von meinen Freunden verhaftet und weggebracht worden

szene wissen

sind.“ Sie hofft, dass die Leute nicht aufgeben, befürchtet aber, dass die Proteste früher oder später zum Erliegen kommen, wenn die Regierung weiterhin so kompromisslos agiert. Das heißt aber nicht, dass es dann vorbei ist: „Die Menschen ändern nicht von einem auf den anderen Tag ihre Denkweise! Langsam wird es sich immer mehr ausweiten. Wenn nicht jetzt etwas geschieht, dann sicher in den nächsten Jahrzehnten“, ist die 20-Jährige überzeugt. Freie Meinung. Spannend war die Ausreise. Eva, die Journalismus und Medienmanagement studiert, hatte während ihres Aufenthaltes unter ihrem echten Namen viel gebloggt und getwittert. Trotz der ungewöhnlich langen Passkontrolle ging aber alles gut. Wieder zurück in Österreich wurde ihr bewusst, wie gut es ist, in einem Land mit Meinungsund Pressefreiheit zu leben, wo man keine Angst haben muss, dass etwas passiert, wenn man sich gegen die Regierung äußert.

szene

Vielzahl von Faktoren ausgeDemonstranten mit löst, unter anderem durch die Tränengas, Pfeffergeplante Verbauung des Gezispray und WasserParks, einer Grünfläche in der Inwerfern. Zahlreinenstadt von Istanbul. Am 27. Mai che Menschen nstrationen mo De die te erleb Eva Reisinger PRIVAT h. na ut 2013 rückten erste Baufahrzeuge wurden verletzt. ha ul in Istanb im Park vor. Aktivisten versuchten In den nächsten sie aufzuhalten, wodurch es zu Zuzwei Wochen spitzte sich die Lage zu, bis am 15. Juni der Gezi-Park gewaltsam sammenstößen kam, bei denen die Polizei mit geräumt wurde. Die Proteste und Zusammenunverhältnismäßiger Härte vorging. Daraufhin stöße gingen jedoch weiter, auch in anderen versammelten sich mehr und mehr Menschen türkischen Städten. Bis jetzt hat noch keine zuim Park und am Taksim-Platz. Am 31. Mai sperrfriedenstellende Annäherung stattgefunden. te die Polizei das Gebiet ab und vertrieb die


18 Termine namenstag

Joachim Hasenfuß ist evangelischer Pfarrer in Thening. Privat

Joachim (26. Juli)

25. Juli 2013

freitag, 26. 7. 2013 XX Pfarrkirchen b. Bad Hall. Abend­oase in der Rokoko-Dorfkirche, 19 Uhr. XX Freistadt. Orgelpunkt12, Werke von C. Erbach, J. J. Froberger, u.v.m., Stadtpfarrkirche, 12 Uhr, mit Rupert Gottfried Frieberger. XX Grein. Donau Festwochen Strudengau, Eröffnungskonzert, Schloss Greinburg, 20 Uhr, mit dem Folkbaroque Ensemble SAMA. XX Linz, Minoritenkirche. Orgelkonzert, 19.30 Uhr, mit Rupert Gottfried Frieberger. XX Pram. Dolce Farniente – Texte im Abendrot, Lesung, Schloss Feldegg, 19 Uhr, mit Monika Krautgartner, Gabriele Grausgruber Patricia Weissl-Günther, Monika Kronschläger.

Ein befreundeter orthodoxer Priester ließ für seine neu erbaute Kirche eine Ikone des heiligen Joachim nach meinem Bild anfertigen. Wer ist dieser heilige ­Joachim? Nach der Legende ist Joachim der Mann der heiligen Anna und somit Vater Marias. Er soll ein reicher und frommer Mann gewesen sein, der regelmäßig den Armen und dem Tempel spendete. Seine Ehe war 20 Jahre kinderlos geblieben. Doch ihm sei ein Engel erschienen und habe ihm die Geburt eines Kindes angekündigt. Mehr Gewicht hat für mich jedoch die Bedeutung des Namens Joachim = Jojakim = Der Herr richtet auf. 2002 wurden bei mir nach einer akuten Venenentzündung Thrombosen festgestellt. Kurzatmigkeit und Hustenanfälle führten zur Diagnose Lungenembolie. Der Herr richtete auf und gab neuen Lebensmut. So erfahre ich es immer wieder. Sicher nicht immer so dramatisch. Aber es gilt: Joachim = Gott richtet auf. Joachim HasenfuSS

Vier Dichterinnen schwärmen vom Dolce Farniente am Freitag, 26. Juli in Pram. Ingrid Romberger XX Wels, St. Josef. Abschluss-Konzert der Chorsingwoche für Kirchenmusik 2013, Chormusik aus der Renaissancezeit bis zur Gegenwart, Pfarrkirche, 19.30 Uhr, mit dem Chor der Chorsingwoche im Bildungshaus Schloss Puchberg, dem Linzer Domorchester, Heinrich Reknagel, Orgel. samstag, 27. 7. 2013 XX Ardagger. Donau Festwochen Strudengau, Konzert, Stiftskirche, 20 Uhr, mit dem Barockorchester L‘Orfeo. XX Linz, Ursulinenkirche. Orgelstation, Italienische Barockmusik, 17 Uhr, mit Martina Schobersberger. XX Mondsee. Mondseer Jedermann, Karlsgarten (neben Basilika), bei Schlechtwetter im Festsaal Schloss Mondsee, 20.30 Uhr.

XX St. Agatha. Jubiläum „Zehn Jahre Familienmesse“, Pfarrkirche, 19.30 Uhr, anschließend: Luftballonstart. XX St. Florian. OÖ Stiftskonzert, Werke von A. Vivaldi und J. S. Bach, Marmorsaal, 20 Uhr, mit dem Freiburger Barockorchester. sonntag, 28. 7. 2013 XX Linz, Mariendom. SonntagMittagskonzert, Orgelwerke von D. Buxtehude u.a., mit Stefan Donner. XX Neufelden. Feierliches Hochamt mit Pfarrer KonsR Karl Arbeithuber, Kirche St. Anna in Steinbruch, 9.45 Uhr, mit der Oberaigner Stubenmusi; Konzert mit Werken von J. S. Bach, D. Scarlatti, G. B. Fontana u.a., 16 Uhr, mit Irene Castiblanco Briceno, Leonhard Tutzer. XX St. Agatha. Pfarrfest, Pfarrplatz, ganztägig. XX St. Florian. OÖ Stiftskonzert, Werke von A. Vivaldi und J. S. Bach, Marmorsaal, 20 Uhr, mit dem Freiburger Barockorchester. XX St. Wolfgang. Abendmusik für Stimme, Violine und Orgel, Werke von A. F. Kropfreiter, H. I. F. Biber, J. S. Bach u.a., Pfarrkirche, 20 Uhr, mit Helena Dearing, Wolfram Wincor, Peter Hödlmoser. XX Waldhausen. Donau Festwochen Strudengau, Konzert, Stiftskirche, 11 Uhr, Emma Kirkby, Hannah Medlam, London Baroque. montag, 29. 7. 2013 XX Linz, Ursulinenkirche. Il Trillo del Diavolo, Werke von Telemann, Tartini, Vivaldi u.a., 20 Uhr, mit Michael Oman, Lui Chan, Wolfgang Heiler, Martina Schobesberger. dienstag, 30. 7. 2013 XX Eferding. Il Trillo del Diavolo, Werke von Telemann, Tartini, Vivaldi u.a., Schloss Starhemberg, 20 Uhr, mit Michael Oman, Lui Chan, Wolfgang Heiler, Martina Schobesberger. mittwoch, 31. 7. 2013 XX Ohlsdorf. Konzert mit Werken von R. Schumann, C. Schumann, F. Kuhlau u.a., Römerkirche Aurachkirchen, 19.30 Uhr, mit dem Barnach Trio.

KirchenZeitung Diözese Linz

donnerstag, 1. 8. 2013 XX Frauenstein. Stille Anbetung, Wallfahrtskirche, 14 bis 19.30 Uhr. XX Gmunden. Lebenszeichen oder ärger als arg kanns eh nicht werden von Elfriede Gerstl, Lesung, Hipphalle, 19.30 Uhr, mit Verena Koch. XX Linz, Mariendom. Abendkonzert, Werke von G. Muffat, J. S. Bach u.a., 20 Uhr, mit Rolf Müller. freitag, 2. 8. 2013 XX Altenhof a. H. Anleitung zum Unglücklichsein, Autokino, Mitarbeiter/innenparkplatz „assista Das Dorf“, 21 Uhr. XX Bad Ischl. Petite Messe solennelle von G. Rossini, Kirchenkonzert, Pfarrkirche St. Nikolaus, 20 Uhr, mit Vera Steuerwald, Heike Heber, Gernot Heinrich u.a. XX Bad Schallerbach. Benefizkonzert mit Balladen von C. Loewe, Magdalenabergkirche, 19.15 Uhr, mit Reinhard Mayr, Bernhard Pötsch, Norbert Trawöger. XX Freistadt. Orgelpunkt12, Stadtpfarrkirche, 12 Uhr, mit Maria Solberger. XX Schärding. Nachtwächterführung, Treffpunkt: Stadtmuseum, 21.45 Uhr. samstag, 3. 8. 2013 XX Bad Aussee. Petite Messe solennelle von G. Rossini, Kirchenkonzert, Pfarrkirche St. Nikolaus, 20 Uhr, mit Vera Steuerwald, Heike Heber, Gernot Heinrich u.a. XX Grein. Donau Fest­wochen Strudengau, Oper von S. Duron, Schloss Greinburg, 18 Uhr. XX Linz, Mariendom. „Klangraum“, Konzert, Rud­igierhalle, 19.30 Uhr, mit dem Vokalsextett Voices. XX Linz, Ursulinenkirche. Orgelstation, Renaissance/Barockmusik aus Spanien, 17 Uhr, mit Martina Schobesberger. XX Puchheim. Monatswallfahrt der Legion Mariens nach Maria Puchheim, Gestaltung: Legion Mariens, Basilika, 14 Uhr, Autobus von LinzHerz Jesu, 12.30 Uhr. sonntag, 4. 8. 2013 XX Gallneukirchen. Fußwallfahrt zum Pöstlingberg, Abgang: Lagerhaus, 4 Uhr, Gottesdienst, Basilika, 9.05 Uhr, mit August Wolfsegger.

ausstellungen – theater – flohmarkt XX Bad Ischl. Für immer jung, Kinderporträts aus der Sammlung Frank, Photomuseum, Eröffnung, Fr., 26. 7., 19 Uhr, Ausstellung bis 31. 10., täglich von 9.30 bis 17 Uhr. XX Gmunden. Kuss-Stunden, Bilder 2010 bis 2013 von Christian Ludwig Attersee, Galerie 422, An der Traunbrücke 9–11, Eröffnung, Fr., 2. 8., 20.30 Uhr, Ausstellung bis 21. 9., jeweils Mi., Do., Fr., 14 bis 18 Uhr, Sa., 10 bis 16 Uhr. XX Hirschbach. Bunte Vielfalt, Franz von Zülow 1883 – 1963, Bauernmöbelmuseum Edlmühle, Er-

öffnung, So., 28. 7., 15 Uhr, Ausstellung bis 30. 10., jeweils Di. bis Sa., 14 bis 17 Uhr, So., 10 bis 12, 14 bis 17 Uhr. XX Linz. Die Jagd nach der Sonne von Peter Shaffer, Theater, Schlosspark, Eingang Römerstraße, 25. 7. bis 10. 8., täglich 20.30 Uhr, an Sonntagen und bei Regen keine Vorstellung, mit dem Linzer Theater Club. XX Linz. Projekt Genesis. Synthetische Biologie – das Leben aus dem Labor, Ars Electronica Center, Eröffnung, Do., 1. 8., 18.30 Uhr, Ausstellung

jeweils Di., Mi., Fr., 9 bis 17 Uhr, Do., 9 bis 21 Uhr, Sa., So., Feiertag, 10 bis 18 Uhr. XX Traunkirchen. Walter Schmögner, Galerie Erlas, Ausstellung, Do., 1. 8., 17 Uhr bis Fr., 30. 8., jeweils Di. bis Fr., 16 bis 19 Uhr, Sa., 10 bis 16 Uhr. XX Stadt Haag. Jägerstätter, von Felix Mitterer, Theatersommer, Hauptplatz, 24. 7. bis 27. 7., 1. 8. bis 3. 8., 8. 8. und 9. 8., jeweils 20.30 Uhr, mit Gregor Bloèb und Gerti Drassl. XX Treffling. Flohmarkt, Pfarrheim, Sa., 3. 8., 7.30 bis 12 Uhr.


KirchenZeitung Diözese Linz

Termine 19

25. Juli 2013

XX Gosau. Petite Messe solennelle von G. Rossini, Kirchenkonzert, Pfarrkirche St. Nikolaus, 20 Uhr, mit Vera Steuerwald, Heike Heber, Gernot Heinrich u.a. XX Grein. Donau Festwochen Strudengau, Oper von S. Duron, Schloss Greinburg, 18 Uhr. XX Gutau. Kirchenführung anlässlich der Oö. Landesausstellung, Treffpunkt: vor der Pfarrkirche, 14 Uhr. XX Linz, Mariendom. SonntagMittagskonzert, Orgelwerke von C. Saint-Saens, L. Vierne, 10.45 Uhr, mit Martin Kaltenbrunner.

XX St. Wolfgang. „Academia Corelliana“ – Italienische Barockmusik, Pfarrkirche, 20.30 Uhr, mit Musica Aeterna Bratislava. XX Schlierbach. Orgel und Sopran, Konzert mit Werken von Bach, Mitterhofer, Terziani u.a., Stiftskirche, 20 Uhr, mit Brigitte Guttenbrunner, Wolfgang Mitterschiffthaler. XX Schwanenstadt. Messe mit Übersetzung in Gebärde, Pfarrkirche, 10 Uhr. XX Steyr. Missa brevis in G, Hob. XXII/6 von J. Haydn, Michae­ler­ kirche, 10.15 Uhr, mit der Kirchenmusikvereinigung Sancta Caecilia.

aussaattage

Konzert für die Seele mit Monika Martin, Donnerstag, 25. Juli, 19.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Oswald bei Freistadt. Pfarre

bildung – spiritualität – kurs

Liturgie

Attnang, Maximilianhaus  07674/665 50 XX Meine Seele preist die Größe des Herrn, Pilgern mit Kräutern, So., 11. 8. bis Do., 15. 8., Ref.: Franz Muhr

Lesejahr C Lesereihe I

Bad Dachsberg, Bildungshaus  0732/76 10-34 43 XX Schön, dass es die Oma gibt, Oma-Enkelkinder-Tage, Mo., 12. 8., 10 Uhr bis Do., 15. 8., 10 Uhr, Ltg.: Maria Reichör. Ried, St. Franziskus  07752/827 42 XX Moto-Pädagogik Lehrgang – vaLeo, psychomotorische Entwicklungsbegleitung, Modul I, „Körpererfahrung“, Fr., 9. 8. bis Di., 13. 8., weitere Module von Nov. 2013 bis Mai 2014. Seitenstetten, St. Benedikt  07477/428 85 XX Aquarellmalen für Anfänger und Fortgeschrittene, Mo., 12. 8., 10 Uhr bis Fr., 16. 8., 13 Uhr, Ltg.: Dkfm Heinrich Sandler.

Tragwein, Greisinghof  07263/860 11 XX Ikonen malen für Anfänger und Fortgeschrittene, Mi., 14. 8., 14 Uhr bis So., 18. 8., 17 Uhr, Ltg.: Mag. Silva Bozinova-Deskoska, Vesna Deskoska. Schlägl, Seminarzentrum Stift  07281/88 01-400 XX Sommertage – wo das Gute liegt so nah, Mo., 12. 8., 16 Uhr bis Do., 15. 8., 12 Uhr, Ltg.: Dr. Franz Gumpenberger, Abt Mag. Martin Felhofer, Hans Veit. Schlierbach, Stift  0732/76 10-31 11 XX Sommerorgelkurs, Einsteigerkurs für Jugendliche bis 16, So., 11. 8. bis Fr., 16. 8., mit einer Jugendbetreuerin, Ref.: Wolfgang Mitterschiffthaler, Magdalena Hasibeder, Andreas Peterl. Vöcklabruck, Geistl. Zentrum  07672/726 67 XX Kontemplative Exerzitien, Mi., 7. 8. bis Fr., 16. 8., Begl.: Claudia Loretto, P. Josef Wilfing SDS.

sonntag, 28. Juli 2013 17. Sonntag im Jahreskreis. L1: Gen 18,20–32 L2: Kol 2,12–14 Ev: Lk 11,1–13 Montag, 29. Juli 2013 Hl. Marta von Betanien. L: Ex 32,15–24.30–34 oder 1 Joh 4,7–16 Ev: Joh 11,19–27 oder Lk 10,38–42 Dienstag, 30. Juli 2013 Hl. Petrus Chrysologus, Bischof von Ravenna, Kirchenlehrer. L: Eph 3,8–12, Ev: Lk 6,43–45 L: Ex 33,7–11; 34,4b.5–9.28 Ev: Mt 13,36–43 mittwoch, 31. Juli 2013 Hl. Ignatius von Loyola, Priester, Ordensgründer. L: Ex 34,29–35 Ev: Mt 13,44–46 oder L: 1 Kor 10,31 – 11,1 Ev: Lk 14,25–33

29. 7.: Blatt von 2 bis 4, ab 5 Frucht 30. 7.: Frucht bis 3 und ab 11 31. 7.: Frucht bis 3, ab 4 Wurzel 1. 8.: Wurzel 2. 8.: Wurzel bis 24 3. 8.: Wurzel bis 1, Blüte ab 2 4. 8.: Blüte bis 10, von 11 bis 20 Blatt, ab 21 Blüte Aus: Aussaattage 2013, M. Thun.

donnerstag, 1. August 2013 Hl. Alfons Maria von Liguori, Ordens­gründer, Bischof, Kirchenlehrer. Monatlicher Gebetstag um geistliche Berufe. L: Ex 40,16–21.34–38 Ev: Mt 13,47–52 oder L: Röm 8,1–4 Ev: Mt 5,13–19 freitag, 2. August 2013 Hl. Eusebius, Bischof von V ­ ercelli, Märtyrer. Hl. Petrus Julianus ­Eymard, Ordenspriester. Herz-Jesu-Freitag. L: 1 Joh 5,1–5, Ev: Mt 5,1–12a L: Apg 4,32–35 Ev: Joh 15,1–8 L: Lev 23,1.4–11.15–16.27.34b–37 Ev: Mt 13,54–58 samstag, 3. August 2013 Mariensamstag. L: Lev 25,1.8–17 Ev: Mt 14,1–12 sonntag, 4. August 2013 18. Sonntag im Jahreskreis. L1: Koh 1,2; 2,21–23 L2: Kol 3,1–5.9–11 Ev: Lk 12,13–21

Angebot der woche

Erneuter Spielespaß Dank der Kooperation mit verschiedenen Spieleverlagen können wir wieder Spiele verlosen. Dieses Mal geht es um 5 x „Bohn to be wild“, 2 x Yay! und 2 x Mucca Pazza. Spiele, die es zumindest auf die Auswahllisten zum österreichischen „Spiel der Spiele“ oder zum deutschen „Spiel des Jahres“ gebracht haben (siehe Nr. 27, Seite 19 bzw. diese Ausgabe, Seite 21).

Bohn to be wild. Amigo Spiele, Kartenspiel, Uwe Rosenberg, 1–7, ab 12, 60 Min., € 10,–. Das Spiel ist das jüngste Geschwisterl der Spiele-Kult­ familie „Bohnanza“. Wer sich Zeit nimmt für ein etwas längeres Regelstudium (man sieht es dem Kartenspiel nicht gleich an, wie komplex es ist), der wird mit einem raffinierten Spiel um Bohnen-Kauf und -Verkauf belohnt. Mucca Pazza. Verlag Zoch (siehe Seite 21) erinnert mich an ein Spiel aus meiner Kindheit vor mehr als 50 Jahren: Tierkörperteile, die falsch geordnet sind, etwa zu einem Hutzehorn, müssen so verschoben werden, dass sie wieder richtige Tiere ergeben: Hund, Katze, Nashorn ...

Yay! Verlag Noris (siehe Seite 21). Ein Würfelspiel verbindet Glück und Geschicklichkeit. AusAmigo gestattet mit einem Holzrahmen, in den Papiervorlagen mit 64 Feldern gelegt werden, drei Würfeln und vier Buntstiften gibt das Spiel jenen die besten GewinnChancen, die ihre Würfel zielgenau platzieren. Schreiben Sie bis Fr., 2. 8. (KW: „Spiele“) an: KirchenZeitung Diözese Linz, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: office@kirchenzeitung.at. Auch welches Spiel Sie bevorzugen.


teletipps Sonntag, 28. juli 12.25 Uhr: Orientierung (Religion) Geplant: „Papst Franziskus beim Weltjugendtag in Rio“; „Helmut Schüller auf Vortragstour in den USA“; „Tunesien: Imame im Hungerstreik“; „Ökumenische Sommerakademie Kremsmünster – eine Nachlese“ u.a. ORF 2 14.30 Uhr: Papst Franziskus in Rio – Weltjugendtag 2013: Schlussgottesdienst mit Papst Franziskus (Religion). ORF 2 20.15 Uhr: 127 Hours (Spielfilm, USA/GB 2010) Mit James Franco u.a. – Regie: Danny Boyle – Die Klettertour eines Extremsportlers wird zum Überlebenskampf und zum filmisch virtuosen StressAbenteuer in der hinreißend schönen und brutalen Landschaft der Canyons von Utah. ORFeins 20.15 Uhr: ORF 2/ARD Tatort (Krimi) Montag, 29. juli 20.15 Uhr: Happy End mit Hindernissen (Spielfilm, F 2004) Mit Charlotte Gainsbourg, Yvan Attal u.a. – Regie: Yvan Attal – Beschwingte bis bissige Komödie vor ernstem Hintergrund. EinsFestival

28. 7. bis 3. 8. 2013 des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz

nachfolgenden Ermittlungen als packende Kombination aus Dokumentation und Dramatisierung. ORF III

dienstag, 30. juli 20.15 Uhr: Après vous – Bitte nach Ihnen (Spielfilm, F 2003) Mit Daniel Auteuil, Sandrine Kiberlain u.a. – Regie: Pierre Salvadori – Charmante Liebeskomödie. ServusTV ORF/Roman Zach-Kiesling

20.15 Uhr: ORF 2 Universum: Madagaskar (Doku) ZDF Ein Baby für William und Kate: Nachwuchs bei den Windsors (Doku)

Salzburger Festspiele 2013:

22.15 Uhr: 37°: Ein Leben lang vermisst – Wer ist meine Mutter, wo ist mein Kind? (Religion). ZDF

So., 28.7., 22.00 Uhr: „Jedermann“: Drama in einer Neuinszenierung vom Sterben eines reichen Mannes, mit Cornelius Obonya in der Titelrolle. ORF 2

22.30 Uhr: kreuz & quer (Religion) „Das geheime Leben der Amish“ / (23.25 Uhr) „Himmel auf Erden – Im Reigen der Religionen“. ORF 2 Mittwoch, 31. juli 20.15 Uhr: Alles Liebe (Fernsehfilm, D 2009) Mit Hannelore Elsner u.a. – Regie: Kai Wessel – Das Geburtstagsgeschenk dreier sehr unterschiedlicher Geschwister für ihre Mutter wird zu einer schmerzhaften Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. ARD

20.15 Uhr: Camp 14: Gefangen in Nordkorea (Dokumentarfilm) Eine ergreifende und erschütternde Anklage gegen ein menschenverachtendes System. ORF III

20.15 Uhr: Paheli – Die Schöne und der Geist (Spielfilm, IND 2005) Mit Shah Rukh Khan, Rani Mukherji u.a. – Regie: Amol Palekar – Ein traditionelles indisches Märchen im Gewand eines fotografisch und farbdramaturgisch überwältigenden Bollywood-Spektakels. arte

20.15 Uhr: ORF 2 Liebesg‘schichten und Heiratssachen ARD Victoria, die junge Königin (Spielfilm) BR Monaco Franze – Der ewige Stenz (Serie)

20.15 Uhr: ORF 2 Rosamunde Pilcher: Gefährliche Brandung (TV-Film) BR Bayerntour: Von den Chiemgauer Eiszeitseen

So., 28.7., 20.15 Uhr: „Joseph Haydn – Die Jahreszeiten“: Eröffnungskonzert. 3sat

Fr., 2.8., 20.15 Uhr: „Die Meistersinger von Nürnberg“: Oper. – Es singen u.a. Anna Gabler, Monika Bohinec, Michael Volle, Roberto Saccà. Dirigent: Daniele Gatti. 3sat Sa., 3.8., 19.00 Uhr: „Falstaff“: Oper. – Es singen u.a. Amrogio Maestri, Fiorenza Cedolins Massimo Cavalletti, Eleonora Buratto und Elisabeth Kulman. Dirigent: Zubin Mehta. 3sat donnerstag, 1. august 20.15 Uhr: Emma (Spielfilm, USA 1996) Mit Gwyneth Paltrow, Toni Colette u.a. – Regie: Douglas McGrath – Geistreiche Literaturverfilmung, bezaubernd fotografiert und gespielt. arte 20.15 Uhr: John F. Kennedy – Tatort Dallas (Spielfilm, USA 1991) Mit Kevin Costner, Tommy Lee Jones u.a. – Regie: Oliver Stone – Filmische Rekonstruktion des Attentats und der

20.15 Uhr: ORF 2 Die RosenheimCops (Krimireihe) ZDF Rette die Million! (Quiz) BR Monaco Franze – Der ewige Stenz (Serie) freitag, 2. august 18.30 Uhr: Kulturhauptstadt Marseille – Kunst, Kriminalität und Kontraste (Dokumentation). 3sat 20.15 Uhr: Twinni (Spielfilm, A 2003) Mit Diana Latzko, Franz Weindl u.a. – Regie: Ulrike Schweiger – Einfühlsames Jugendporträt, das die Nöte und Hoffnungen einer Heranwachsenden ernst nimmt. ORF III 20.15 Uhr: ORFeins Blind Side – Die große Chance (Spielfilm) ORF 2/ ZDF Der Staatsanwalt (Krimireihe) samstag, 3. august 20.15 Uhr: John Rabe – Der Schindler von Nanking (Film) Annete Baumeister wirft einen eindringlichen Blick auf einen Mann, der beides war: zutiefst menschlich und ein Nazi. ORF III 20.15 Uhr: Riskante Patienten (Fernsehfilm, D 2012) Mit Devid Striesow u.a – Regie: Stefan Krohmer – Grandios gespielte Mischung aus rabenschwarzer Gangsterkomödie und Familiendrama. WDR 20.15 Uhr: ORF 2/ARD Mord in bester Gesellschaft (Krimireihe) ZDF Wilsberg (Krimireihe)

radiophon

epd/M. Uschmann

Dr. Christoph Weist ehemaliger Leiter des Amtes für Hörfunk und Fernsehen der Evangelischen Kirche A. B., Wien

So 6.04 Uhr, Mo–Sa 5.40 Uhr: Morgengedanken. „Reisen in der Bibel“: Der christliche Glaube ist nichts Starres, er lebt von der Bewegung, vom Vorwärtskommen. Vielleicht ist das der Grund, warum in der Bibel so viel vom Reisen die Rede ist. ÖR

Zwischenruf ... von Pfarrer Marco Uschmann (Wien). So 6.55, Ö1 Erfüllte Zeit. U.a. Bibelkommentar von Severin Renoldner zu: „Das Gebet des Herrn“, „Das Gleichnis vom bittenden Freund“ und „Vom Vertrauen beim Beten“ (Lk 11,1-13). So 7.05, Ö1 Motive. So 19.04, Ö1 Einfach zum Nachdenken. So–Fr 21.57, Ö3 Gedanken für den Tag. „Nichts Schön‘res unter der Sonne als unter der Sonne zu sein ...“. Von Cornelius Hell, Literaturkritiker und Übersetzer. Mo–Sa 6.56, Ö1 Religion aktuell. Mo–Fr 18.55, Ö1 Praxis. Mi 16.00, Ö1

Logos – Theologie und Leben. „Was glauben Sie?“ – Die Sozialarbeiterin Cecily Corti. Sa 19.04, Ö1 Radio Vatikan Täglich. 7.30 Lat. Messe 20.40 Lat. Rosenkranz (KW: 5885, 7250, 9645 kHz) 16.00 Treffpunkt Weltkirche 20.20 Abendmagazin (Wh am folgenden Tag 6.20): (So/Mo) Weltjugendtag 2013 in Rio; (Di) Die Radioakademie (4): Reise um den Globus: Die Weltjugendtage; (Mi) Die Woche in Rom; (Do) Kreuzfeuer – Kirche, wo es kritisch wird; (Fr) Prisma-Magazin; (Sa) Unsere Woche, mit der Betrachtung zum Sonntag (Hinweis: Die deutschsprachigen Sendungen um 16.00 Uhr und 20.20 Uhr können nur über Satellit empfangen werden.)

Peter Malin

So 10.00 Uhr: Katholischer Gottesdienst. Aus der Stadtpfarre Bregenz Herz Jesu/Vbg. – Pfarrer Arnold Feurle steht in der neogotischen HerzJesu-Kirche dem Gottesdienst vor, dessen musikalische Gestaltung mit der „Zauberflötenmesse“ (Orchestermesse) eines anonymen Komponisten eine inhaltliche Verbindung mit der diesjährigen Festspielproduktion auf der Seebühne herstellt. ÖR


KirchenZeitung Diözese Linz

Personen, Dank, Buch 21

25. Juli 2013

IM GEDENKEN

 Geistlicher Rat Friedrich Purer, Krankenhausseelsorger, ist am 19. Juli 2013 in Linz im 71. Lebensjahr an den Folgen eines Verkehrsunfalls verstorben. Friedrich Purer wurde am 24. Juni 1943 in Zell am Pettenfirst geboren, studierte im Kollegium Petrinum und im Priesterseminar Linz und wurde am 29. Juni 1967 im Linzer Mariendom zum Priester geweiht. Er war Kooperator in Frankenburg und Freistadt. Von 1974 bis 1980 war er Referent des Pastoralamtes für Kinderseelsorge und Geistlicher Assistent der Katholischen Jungschar, zwei Jahre davon auch Bundesseelsorger der Jungschar Österreichs. Von 1980 bis 1994 war er Pfarrer in Gunskirchen, von 1994 bis 2001 Krankenhausseelsorger in der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg in Linz, zugleich half er einige Jahre in der Gefangenenhaus-Seelsorge Wels mit. Seit 2001 war er Seelsorger im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz und bis 2008 auch Kurat in Reindlmühle, Pfarre Altmünster.

GEBURTSTAGE/WEIHEJUBILÄEN  Am 10. Juli feierte Dr. Herbert Preis, Rechtsreferent in der Diözesanfinanzkammer, seinen 65. Geburtstag.  Am 14. Juli vollendete KsR Friedrich Hintermüller, emer. Pfarrer, wohnhaft in Linz, sein 70. Lebensjahr.  Am 16. Juli wurde Konsistorialrat Mag. Franz Fink, Pfarrer in Linz-St. Matthias, 65 Jahre alt.  Am 29. Juli vollendet Geistlicher Rat Ferdinand Lechner, Diakon in Andrichsfurt, das 65. Lebensjahr.  Am 30. Juli wird Konsistorialrat Mag. P. Josef Stelzer, Benediktiner des Stiftes Kremsmünster, 60 Jahre alt.  Am 31. Juli feiert Konsistorialrat Laurenz Neumüller, Prämonstratenser des Stiftes Schlägl, Pfarrer in Kollerschlag, seinen 65. Geburtstag.  6. Juli Mag. Florian Hellwagner, Augustiner Chorherr, Stift Reichersberg, Pfarrer in Hollenthon, – 25 Jahre Priester.  7. Juli Konsistorialrat Fermin Dichoso, emer. Pfarrer, wohnhaft in Gosau – 50 Jahre Priester.  8. Juli Konsistorialrat P. Josip Tretnjak OFM, Kroatenseelsorger in der Diözese Linz und Oberseelsorger der Kroaten in Österreich – 40 Jahre Priester.  13. Juli Konsistorialrat P. Honorius Aigner, Benediktiner des Stiftes Kremsmünster, Kurat in Thalheim und Schleißheim – 55 Jahre Priester; Konsistorialrat P. Michael Gruber, Benediktiner des Stiftes Kremsmünster, Pfarrer in Rohr – 55 Jahre Priester; Hofrat Konsistorialrat Mag. P. Anselm Mayrl, Benediktiner des Stiftes Lambach, Direktor in Ruhe des Stiftsgymnasiums – 55 Jahre Priester; Konsistorialrat P. Gabriel Strasser, Benediktiner des Stiftes Kremsmünster, emer. Pfarrer – 55 Jahre Priester.  19. Juli P. Franz Ponhold und GR. Heinrich Prokl, beide Redemptoristen, Attnang-Puchheim – 60 Jahre Priester.  25. Juli KsR Bruno Grünberger, Prämonstratenser des Stiftes Schlägl – 60 Jahre Priester; P. Josef Pilz, Jesuit, Seelsorger in der Marienkirche in Steyr – 50 Jahre Priester.  26. Juli Konsistorialrat Berthold Schlägl, Prämonstratenser des Stiftes Schlägl – 55 Jahre Priester.

Für den Verstorbenen wird am Sonntag, 28. Juli, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche Zell am Pettenfirst gebetet. Der Begräbnisgottesdienst wird am Montag, 29. Juli 2013, um 14 Uhr in der Pfarrkirche Zell am Pettenfirst gefeiert, anschließend Beisetzung im Familiengrab.

FÜR SIE GELESEN Dollfuß/Schuschnigg Am 25. Juli 1934 wurde Kanzler Dr. Engelbert Dolfuß ermordet. Der Kanzler des Ständestaates und Begründer des Austrofaschismus wurde von österreichischen Nationalsozialisten erschossen. Wissenschaftlich und dennoch über weite Strecken gut lesbar sind die Beiträge im von Florian Wenninger und Lucile Dreidemy herausgegebenen Buch, das den Scheinwerfer auf das Dollfuß/ Schuschnigg-Regime 1933–1938 von verschiedensten Winkeln aus richtet. Das Buch vermisst ein Forschungsfeld, in dem noch in vielen Bereichen tiefer geforscht werden kann. Die Beiträge zeichnen die Entwicklung nach dem Ersten Weltkrieg und den Zustand im Ständestaat der verschiedenen Parteien auf. Ausführlich wird auch auf die illegalen Nationalsozialisten eingegangen, ebenso auf das Militär und die paramilitärischen Organisationen sowie auf das katholische Milieu: „Man wird nicht allzu sehr fehlgehen, wenn man den überwiegenden Teil d(ies)er systemtragenden Elite in der obersten Schicht des katholischen Milieus ansiedelt“, resümiert Gerhard Hartmann in seinem Beitrag „Das katholische Milieu“. Das Dollfuß/Schuschnigg-Regime 1933–1938. Vermessung eines Forschungsfeldes, Böhlau Verlag, Wien 2013, 648 Seiten, € 39,–, ISBN 978-3-205-78770-90.

„Spiel des Jahres 2013“ –  Das Spiel des Jahres 2013  Hanabi, Verlag Abacusspiele, Autor Antoine Bauza, für 2–5 Spieler/innen, ab 8 Jahren, Dauer ca. 30 Min., Preis: ca. € 8,–.

 Nominiert zum Spiel des Jahres 2013  Qwixx, Nürnberger Spieleverlag. Das Spiel

wurde schon in Ausgabe 28, Seite 19 vorgestellt.  Augustus, Hurrican, in Nr. 27, S. 19, vorgestellt.

 Aus der Empfehlungsliste Spiel d. J.  Yay! Verlag Noris, Heinz Meister, 2–4 Spie-

ler/innen, ab 8, ca. 30 Min., € 20,–.  Hand aufs Herz, Verlag Zoch, Julien Sentis, Partyspiel, 3–8 Spieler/innen, ab 10, 30 Min., € 18,–.

 Rondo, Schmidt-Spiele, Auch dieses Spiel haben wir schon vorgestellt – in Nr. 27.  Kinderspiel des Jahres 2013  Der verzauberte Turm, Verlag Schmidt/ Marke Drei Magier Spiele, Inka und Markus Brand, 2–4 Spieler/innen, ab 5, ca. 20 Min., € 37,–.

 Nominiert zum Kinderspiel 2013  Mucca Pazza, Verlag Zoch. Iris Rossbach,

2–4 Spieler/innen, ab 4, 20 Min., € 25,–.  Gold im Orinoko, Verlag Haba. Bernhard Weber, 2–4 Spieler/innen, ab 7, 20 Min., € 25,–.

 Aus der Empfehlungsliste Kinderspiel

 Kakerlakak, Ravensburger, das Spiel wurde in Nr. 28 vorgestellt.

 Kennerspiel des Jahres 2013  Die Legenden von Andor, das Spiel wurde in Nr. 27 vorgestellt.

 Nominiert zum Kennerspiel 2013  Die Paläste von Carrara, Verlag Hans im Glück, vom bekannte Autorenduo Wolfgang Kramer/Michael Kiesling, 2–4, ab 10, 60 Min., € 44,–.  Brügge. Hans im Glück, Auch dieses Spiel wurde schon vorgestellt – in Nr. 27.  In den Ferien verlosen wir Spiele: Seite 19!  http://www.spiel-des-jahres.com/


22 Anzeigen & Hinweise KLEINANZEIGEN STELLENAUSSCHREIBUNGEN SEKRETARIAT UND PERSONALVERRECHNUNG Freiwilliges Soziales Jahr, www.fsj.at Der Verein zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste sucht für das Projekt „Freiwilliges Soziales Jahr“ ab sofort eine/n Mitarbeiter/in für Sekretariat und Personalverrechnung. Nähere Informationen und ausführliche Stellenausschreibung unter www.fsj.at. Mindestgehalt bei Erfüllung der Voraussetzungen € 2.082,– höhere Einstufung bei anrechenbaren Vordienstzeiten.

Leitende(r) Schulwart/in für BG/WRG Linz, Körnerstraße gesucht. Qualifikationen: Lehrberuf und handwerkliches Geschick, Berufserfahrung, Fähigkeit zur Führung eines Teams, Umsicht und soziale Kompetenz; Dienstwohnung in der Schule. Vollständige Ausschreibung unter www.koernerschule.at; für nähere Informationen bitte Mail an: koerndir@eduhi.at oder Landesschulrat, Mag. Riedl, 0732/ 70 71-33 92 oder 32 91.

IMPRESSUM KirchenZeitung Diözese Linz Medieninhaberin: Diözese Linz. Herausgeber: Willi Vieböck. Chefredakteur: Matthäus Fellinger. Redaktion: Ernst Gansinger, Christine Grüll, Brigitta Hasch, Josef Wallner. Verlagsleiterin: Ursula Schmidinger. Marketing: Monika Jellmair, Birgit Kubik. Anzeigen: Sigi Hafner. E-Mail: anzeigen@kirchenzeitung.at Sekretariat: Irmgard Draxler, Barbara Erber, Elisabeth Ecker, Regina Spiegel. Adresse: Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Tel. 0732/76 10-39 44, Fax: 0732/76 10-39 39. E-Mail: office@kirchenzeitung.at Leserbriefe an: leserbriefe@kirchenzeitung.at DVR: 0029874/10770 Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen OÖ, Tirol, Vorarlberg und Burgenland: Hans Baumgartner (Leiter), Susanne Huber, Brigitte Huemer. Werbung: Walter Achleitner, Thomas Hödl, Bergstraße 12, 5020 Salzburg, Tel. 0662/88 44 52, Fax: 88 44 52-4, E-Mail: koopred@kirchenzeitung.at Hersteller: OÖN Druckzentrum GesmbH & Co KG, Medienpark 1, 4061 Pasching. Verlagsort: Linz. Jahresabonnement: Inland: € 45,60 (Abodauer mindestens ein Jahr und danach bis auf Widerruf, Kündigung zum Halbjahr, schriftlich mit 14-tägiger Kündigungsfrist). ART COPYRIGHT VBK WIEN

25. Juli 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

 ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Österreichische Lotterien unterstützen WWF-Natur- und Artenschutzprojekte Die Österreichischen Lotterien unterstützen bereits seit vielen Jahren die Arbeit des WWF in Österreich. Zahlreiche Natur- und Artenschutzprojekte konnten im Rahmen der Kooperation erfolgreich umgesetzt werden, wie die Wiedereinbürgerung des Bartgeiers in Österreich oder das Flussschutzprogramm an Traun und Inn. Aktuell liegt der Schwerpunkt der Kooperation auf Artenschutzprojekten für Luchs und Weißstorch. Durch den Erhalt alter, tragfähiger Eichen sowie von Wiesenflächen, auf denen die Störche ihre Nahrung finden, sichert der WWF gemeinsam mit den Österreichischen Lotterien den Fortbestand der Marchegger Weißstorchkolonie in den March-Thaya-Auen. V.l.n.r: Marion Schindlauer, Storchenhaus Marchegg, Vorstandsdirektorin Mag. Bettina Glatz-Kremsner, Österreichische Lotterien, Andrea Johanides, Geschäftsführerin WWF Österreich und Karin Donnerbaum, Leiterin WWF-Weißstorchprojekt. FOTO: ACHIM BIENIEK

Mitglied der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK)

IHRE ANZEIGE AUF KIZ-WEB NEU: Ab 1. Juli können Sie Ihre Kleinanzeige für nur 50 % Aufschlag auf den Print-Anzeigenpreis auch auf: www.kirchenzeitung.at/ kleinanzeigen schalten. Ihr Vorteil: Möglichkeit der direkten Kontaktaufnahme via E-Mail. Infos: www.kirchenzeitung.at/anzeigen. Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte: anzeigen@kirchenzeitung.at oder unter Tel. 0732/76 10-39 58.

TOTO Ergebnisse 29. Runde 2013

6 AUS 45

1: 2:0

Mi., 17. 07. 13: 20 21 24 43 44 45 Zz: 41 J O K E R: 8 8 8 5 4 6

12X XXX X12 1X1 2: 1:+

3: 2:2

4: 0:0

ANGABEN OHNE GEWÄHR

LOTTO

So., 21. 07. 13: 9 10 14 16 18 36 Zz: 4 J O K E R: 6 1 6 3 1 1

www.kirchenzeitung.at

 ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

HINWEISE  Erholung für pflegende Angehörige. Von 13. bis 17. Oktober 2013 können pflegende Angehörige bei den Caritas-Erholungstagen in Windischgarsten neue Kraft gewinnen.  Infos/Anmeldung: Servicestelle Pflegende Angehörige, Tel. 0676/ 87 76-24 44; E-Mail: pflegende. angehoerige@caritas-linz.at

 Psychotherapie. Ab Oktober 2013 findet im KinderschutzZentrum Linz eine psychotherapeutische Gruppe für Mädchen von 12 bis 13 Jahren statt.  Kontakt: Christine Lienhardt, Tel. 0732/78 16 66; E-Mail: kisz@ kinderschutz-linz.at; Kosten: € 25,– für acht Termine.

PREISVERGLEICH DER AK-KONSUMENTENSCHÜTZER

Private Nachhilfe ist oft teuer Viele Schüler lernen in den Sommerferien für eine Nachprüfung und nehmen dafür Nachhilfe. Die Konsumenteninformation der Arbeiterkammer Oberösterreich hat die Preise in 27 Nachhilfeinstituten in Oberösterreich erhoben und große Unterschiede festgestellt.

M

ehr als ein Viertel aller oberösterreichischen Haushalte mit Schulkindern nahm im abgelaufenen Schuljahr Nachhilfe in Anspruch – immer öfter auch bei privaten Nachhilfeinstituten. Wenngleich für drei Viertel die Nachhilfe erfolgreich war, ist dieser Erfolg teuer erkauft: 601 Euro geben die Betroffenen

pro Schuljahr durchschnittlich für die Privatnachhilfe aus. Die Konsumenteninformation der AK Oberösterreich hat die Preise bei 27 Nachhilfeinstituten erhoben und große Unterschiede fest-gestellt: Die Einzelstunde kostet zwischen 21,33 und 37,33 Euro, für den Unterricht in der Kleingruppe muss man zwischen 10,66 und 20 Euro bezahlen. Das Ergebnis der Erhebung finden Sie unter http://ooe.arbeiterkammer.at. Die Konsumentenschützer/innen raten den Eltern, sich über Frühbucherpreise oder Rabatte (zum Beispiel Zehnerblocks) zu erkundigen. Sie sollten auch in Erfahrung bringen, ob eine Einschreib-

gebühr zu bezahlen ist. Beim Preisvergleich sollten Eltern auf die Dauer der Unterrichtseinheiten und – beim Gruppenunterricht – auf die Größe der Gruppe achten: Je weniger Teilnehmer/-innen pro Gruppe, umso größer ist in der Regel der Lernerfolg.

Arbeiterkammer Oberösterreich Volksgartenstraße 40, 4020 Linz Telefon 050/69 06


KirchenZeitung Diözese Linz

Leserforum 23

25. Juli 2013

Kunstwerk in der Kirche Zum Beitrag in KiZ Nr. 29, S. 4

Mit Interesse lese ich den Beitrag über das neu geschaffene Altarbild in der Pfarre Linz-St. Peter mit dem Titel „Schiff“. Ausführlich beschreiben Sie die nicht so leicht erkennbare Bedeutung dieses „Kunstwerks“. Allerdings schreiben Sie kein Wort über die Künstlerin, die dieses Werk geschaffen hat. Dabei hat ihr Lebenslauf durchaus interessante Stationen aufzuweisen, die Sie Ihren Lesern nicht vorenthalten sollten: Frau Mayr-Lumetzberger ... ist seit 1995 Mitarbeiterin bei „Wir sind Kirche“ – Schwerpunkte Frauenordination. 2002 ließ sie sich dann zur „Priesterin“ weihen – und gleich 2003 zur „Bischöfin“. Sie wurde daraufhin von der römisch-katholischen Kirche exkommuniziert. In Ausübung ihres „Amtes“ bietet Frau Mayr-Lumetzberger heute unter anderem „SakramentenSpendungen“ an ... Ferner sind in ihrem Angebot „seelsorgliche Dienste“ ... Aus dem Artikel geht leider nicht hervor, ob die Künstlerin von der Kirche für ihr Kunstwerk – eventuell aus Kirchensteuergeldern – entlohnt wurde!? HERBERT LINDNER, GUNSKIRCHEN

Paare der Bibel Liebes Team der KirchenZeitung, ihr macht eine tolle Zeitung – danke dafür! Besonders auch für die Kommentare zu den Evangelien und die Serie „Paare der Bibel“, die ich sehr zeitgemäß finde. Weiterhin der Segen Gottes für euch und eure Arbeit. INGEBORG WEISS, STEYR

Epochaler Wandel

N E L L E T S E B T Z T E J ieren g abonn eitun ählen! KirchenZ w s u a k chen und Ges

Nun sieht also auch unser Bundespräsident in einer vollen Gleichstellung der sogenannten Homo-Ehe den richtigen Weg. Damit vervollständigt sich im Gesellschaftsfeld Ehe und Familie das Mosaik eines tiefgreifenden Wandels, der sich praktisch innerhalb einer einzigen Generation vollzieht. Erzbischof Johannes Dyba, von 1983 bis zu seinem Tod im Juli 2000 legendärer Oberhirte der deutschen Diözese Fulda, kommentierte diesen – schon zu seiner Zeit in Gang befindlichen – epochalen Wandel wie folgt: „Früher hatte eine Familie vier Kinder, heute hat ein Kind vier Väter – eine Katastrophe.“ DR. JOHANN HAHN, PERG

 Veröffentlichungen bedeuten keine Zustimmung durch die Redaktion. Kürzungen vorbehalten. Zuschriften an: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; E-Mail: leserbriefe@kirchenzeitung.at

Einsenden an: KirchenZeitung Diözese Linz, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz

ich bestelle ein Jahresabo der KirchenZeitung um derzeit € 45,60. Als Geschenk wähle ich „Gönn Dir was“-Geschenkset Taschenschirm mit Lampe Rezepte aus dem Pfarrhaushalt Band 1

oder

Band 2

Mein Abo beginnt mit der nächstfolgenden Ausgabe für mindestens ein Jahr und danach bis zum Widerruf, schriftlich mit 14-tägiger Kündigungsfrist zum Halbjahr.

Sommerfrische Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß, das durch den sonnigen Himmel schreitet. Und schmücke den Hut, der dich begleitet, mit einem grünen Reis. Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser. Weil's wohltut, weil's frommt. Und bist du ein Mundharmonikabläser und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt. Und lass deine Melodien lenken von dem freigegebenen Wolkengezupf. Vergiss dich. Es soll dein Denken nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf. JOACHIM RINGELNATZ

ich bestelle ein Halbjahres-Abo der KirchenZeitung um derzeit € 25,-. Mein Abo beginnt mit der nächstfolgenden Ausgabe und endet automatisch nach 26 Wochen.

Name Straße, Hausnummer Postleitzahl

Ort

Telefon

Geburtstag

Datum

Unterschrift

Meine Daten werden von der KirchenZeitung vertraulich behandelt und nicht an Dritte übermittelt. Mit meiner Unterschrift akzeptiere ich die AGBs.

Jetzt bestellen: 0732 / 7610 - 3969, Fax DW 3939 abo@kirchenzeitung.at • www.kirchenzeitung.at


unter uns Kastl-Urlaub

DENK mal

Wegbegleiter Während der Sommer- und Ferienzeit schreiben in dieser Rubrik Mitarbeiter/innen der KirchenZeitung von faszinierenden Menschen, denen sie begegnet sind. P. Rauch (re.) mit Studierenden in der judäischen Wüste. Dagmar Giglleitner

Domspatz „Verhandeln“ lernt man in der Schule nicht. – Kein Wunder, dass die Lehrer mehr als 30 Verhandlungsrunden für ihr neues Dienstrecht brauchen.

nen Aha-Moment bescherte. Auch die Reisen, die ich in seiner Begleitung erleben durfte, waren intensiv und richtungsweisend. Am Wichtigsten sind für mich jedoch die persönlichen Gespräche: Noch nie gab er mir konkrete Ratschläge oder drängte mich in eine Richtung. Trotzdem war ich danach jedes Mal befreit, zuversichtlich und hatte einen Weg vor Augen. Machen Sie mit. Schreiben Sie uns von Geistlichen, die Sie inspirieren. Wir verlosen zwei Bücher. Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: office@kirchenzeitung.at Beim Denk Mal Nr. 28 haben Renate Hager aus Bad Ischl und Ida Distlbacher aus Grieskirchen gewonnen. (Die Autorin war Astrid Lindgren.)

brigitta hasch brigitta.hasch@kirchenzeitung.at

merk-würdig „Das herrschende Wirtschaftssystem saugt alle gesellschaftlichen, sozialen und natürlichen Ressourcen auf.“ Erklärung der Vollversammlung der Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmerbewegungen vom letzten Wochenende in Deutschland.

P.b.b. Verlagspostamt 4020 Linz, GZ 02Z031277 W

Dass ich als junge Studentin über einen nicht mehr ganz jungen Priester schreibe, ist vielleicht etwas ungewöhnlich. Jedoch gehört der Studierendenseelsorger P. Martin Rauch SJ zu den Menschen, die mein Leben maßgeblich beeinflussten. Ich denke, dass das an der großen Direktheit und Ehrlichkeit liegt, die unsere Begegnungen von Anfang an prägten. Vor allem P. Rauchs Authentizität als Priester begeisterte mich, weil ich dadurch einen ganz neuen Blick auf dieses Amt bekam und mein Vertrauen und meine Zustimmung zur Kirche gestärkt wurde. Martin – wie Studierende ihn nennen – versteht es wunderbar, Menschen zu hinterfragen und herauszufordern, um sie näher zu Gott, zur Wahrheit und zu sich selbst zu führen. Jede Woche freue ich mich auf die Sonntagspredigt, die mir schon mehr als ei-

Privat

Hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen, würde ich sagen: übertrieben, Zufall, Ausnahme. Aber ich war da, und diese wahre Geschichte ist nicht die einzige dieser Art, die mir zu denken gibt. Folgen Sie mir nach Istrien, ans Meer, in den Urlaub. In einem idyllischen Restaurant genießen mein Mann und ich den Sonnenuntergang und hervorragende Fischgerichte. Neben uns nimmt eine Familie Platz, Vater, Mutter, zwei Kinder. Nach einem kurzen Blick in die Speisekarte holt einer nach dem anderen i-Pod, Smartphone und Spielkonsolen heraus. In der typischen gebückten Haltung – fast möchte ich es als devot bezeichnen – schauen sie wortlos auf ihre Bildschirme und tippseln auf der Tastatur. Der Kellner mit den Getränken holt sie nur kurz aus der digitalen Welt und auch das Essen scheint nicht der Hauptgrund für ihr Verweilen hier zu sein. Zwischen den Bissen wird weiter ins Kastl geschaut. Und nun frage ich mich, warum diese Leute auf Urlaub fahren, dafür ein schönes Land aussuchen und Geld ausgeben. Nicht, dass ich digitale Medien prinzipell ablehne. Als Orientierungshilfe freue ich mich über das Navi im Auto und für meine Erinnerungsfotos verwende ich schon lange keine Zelluloidfilme mehr. Aber ansonsten ist und bleibt mein Urlaub digital-los!


KIZ e-paper 30/2013