Issuu on Google+

Nr. 16 I Ostern I 17. April 2014 I Tel. 0732/76 10-39 44 I www.kirchenzeitung.at Einzelpreis: € 0,95 I 4020 Linz, Kapuzinerstraße 84 I Jg. 69

Der Tod hat keinen Stachel mehr Christinnen und Christen feiern die Auferstehung Jesu.

„Auferstehung Christi“ von Joseph Matthias Götz. Siehe Seite 3. LANDESMUSEUM


2 Meinung

17. April 2014

Für Liebende wird aus dem Nur

KOMMENTAR Das Volk ist nicht ganz so blöd

HANS BAUMGARTNER

Umdenken und endlich handeln Mit schnellen Schritten schreitet der Klimawandel voran; mit all seinen bereits absehbaren Auswirkungen wie Anstieg des Meeresspiegels, Überschwemmungen, Dürren, Ausfall von Ernten und Hunger. Wissenschaftler des Weltklimarates der Vereinten Nationen sagen in ihrem aktuellen Bericht, dass trotzdem die Möglichkeit besteht, der Erderwärmung Einhalt zu gebieten. Dazu brauche es eine radikale Energiewende. Wir müssen davon wegkommen, Kohle, Gas und Öl zu verbrennen und stattdessen umsteigen. Nicht etwa auf die gefährliche Atomkraft, sondern auf erneuerbare Energien – und zwar weltweit. Energieabhängigkeiten á la Gas aus Russland wären damit wahrscheinlich passé. Doch solange sich nichts ändert, wird der Treibhausgasausstoß weiter steigen. Umdenken, endlich handeln und einen effektiven Klimaschutz global angehen ist angesagt. SUSANNE HUBER

Für gar nicht wenige sind es Dinge wie das Turiner Grabtuch: der Beweis nämlich, dass die biblischen Berichte um Grab und Auferstehung stimmen. Die katholische Kirche sieht dieses berühmte Tuch „nur“ als Ikone, nicht als eine Reliquie. Ein Bild also, das die Augen für Jesus Christus öffnen kann. Selbst wenn man beweisen könnte, dass das Turiner Grabtuch wirklich den Leib Jesu umhüllt hat, wäre es noch kein Nachweis der Auferstehung. Die Frage bliebe: Was macht jemand mit diesem „Wissen“? Wie sollen Moleküle beweisen, was über die materielle Wirklichkeit hinausgeht? „Beweise mir, dass du mich liebst!“ Wer so dem geliebten Menschen begegnet, zeigt schon, dass seine Liebe auf zittrigen Beinen steht. Liebe ist nicht beweisbar – mit nichts. Erweisbar ist sie sehr wohl. Man kann sie zei-

gen, aus ihr handeln. Niemand kann sich ihrer sicher sein – und sich doch auf sie verlassen. Erhoffen kann man sie, auf sie bauen auch. Erst in der„Gegenliebe“ wird sie ganz. Mit dem Glauben ist es nicht anders. In der vom wissenschaftlichen Denken geprägten aufgeklärten Welt will der Mensch so gern alles bewiesen haben – und er tut sich doch unendlich schwer damit. Nicht einmal, ob er sich auf einen Aktienkurs wirk-

MATTHÄUS FELLINGER CHEFREDAKTEUR MATTHAEUS.FELLINGER@ KIRCHENZEITUNG.AT

KOPF DER WOCHE: HEIDI LEXE, LEITERIN DER STUBE

Lust auf Literatur „Die Welt ist reicher mit Büchern“, sagt Heidi Lexe. Die Wienerin ist Leiterin der STUBE, einer Studien- und Beratungsstelle, die sich mit der Vielfalt der Kinder- und Jugendliteratur beschäftigt. SUSANNE HUBER

Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was macht unseren Glauben aus? Was ist der Sinn des Lebens? Mögliche Antworten oder Anregungen zum Nachdenken auf solche und andere religiöse und ethische Fragestellungen bieten Kinder- und Jugendbücher an, die von der STUBE in ihrer neu aufgelegte Broschüre „Was wäre die Welt ...“ empfohlen werden. „Wir versuchen, uns bestmöglich

CHRISTOF TRIMMEL

Seit dem Vertrag von Lissabon steht die „Subsidiarität“ in den Satzungen der EU. Das heißt, die übergeordnete Instanz soll nur das tun, was die Familie, die Gemeinde, die Region etc. allein nicht zu leisten im Stande ist. Bisher scheint sich das in Brüssel noch nicht herumgesprochen zu haben. Nach der Lachnummer um die Gurkenkrümmung, dem Streit um die Paradeisersorten, dem erzwungenen Einsatz von Giftmüll-Sparlampen will man jetzt regeln, wie lang Warmhalteplatten bei Filterkaffeemaschinen eingeschaltet bleiben dürfen. Niemand soll sich bei derartigen Entmündigungsaktionen über den Frust der Bürger/innen wundern.

KirchenZeitung Diözese Linz

„Ich finde es ganz wichtig, dass Kinder zum frühest möglichen Zeitpunkt mit Büchern konfrontiert werden, um ihre Lust am Lesen zu fördern. Mit Hilfe von Büchern können sie sehen, dass sich die Welt in unterschiedlichen Emotionen, Farben und Lebensformen zeigt.“ HEIDI LEXE

Wissen über Kinder- und Jungendliteratur anzueignen, dieses Wissen aufzubereiten und an jene weiterzugeben, die es brauchen – ob im privaten Bereich an Eltern, im beruflichen Kontext an Pastoralassistent/innen, Bibliothekar/innen, Lehrer/innen oder im wissenschaftlichen Bereich“, so Heidi Lexe. Die studierte Germanistin und Theaterwissenschafterin arbeitet seit 1992 bei der STUBE und ist seit 2007 Leiterin dieser Serviceeinrichtung der Erzdiözese Wien. Daneben sitzt sie u. a. in der Jury zum Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz. Hörbücher in den Ohren. Heidi Lexe ist nicht nur Berufs- sondern auch Freizeitleserin. Als Lieblingslektüre bezeichnet sie das, was gerade besonders herausfordernd ist. „Ich habe große Lust, mich mit Texten ernsthaft auseinanderzusetzen, etwas zu denken, zu vermitteln und dabei ungewöhnliche Wege zu gehen.“ Darüber hinaus interessiert sich die Wienerin fürs Theater, für Filme und Serien und für Kunstausstellungen. Zum Ausgleich zieht es sie in die Natur. „Ich gehe sehr viel Laufen, immer mit Hörbüchern in den Ohren“. Kirche ist für Heidi Lexe ein wesentlicher Punkt, wo Glaube und Gemeinschaft zusammenkommen. „Glaube hat für mich einen ganz starken Gemeinschaftscharakter, unabhängig von meinem eigenen Bedarf an Zwiegespräch mit Gott.“  www.stube.at


KirchenZeitung Diözese Linz

Im Gespräch 3

17. April 2014

ein Mehr DIESE WOCHE

lich verlassen kann, ist sicher. Dabei legen Menschen ihre„Sicherheiten“ gerne in solchen Dingen an. Und erst bei den wichtigsten Belangen des Lebens: Da sieht es mit Beweisen noch dürftiger aus. Zusammenleben, Glück. Gesundheit auch. Immer ist Wagnis dabei, immer braucht es Mut – und vor allem Vertrauen. Das aufgeklärte Denken der Neuzeit hat mit sich gebracht, dass Glaubensangelegenheiten mit dem Wort „nur“ versehen werden. Man kann etwas „nur“ glauben. Wirkliche Verlässlichkeit schreibt man dem Wissen zu. „Ich glaube nur, was ich weiß“, sagt der Wissenschafter. Für den, der zu lieben und zu glauben vermag, wird aus dem Nur ein Mehr. Über das bloße Existieren, auch über die Gebrechlichkeiten des Lebens, über die vielen Abschiede hinaus, lässt sich dennoch glauben, hoffen und lieben. Vielleicht ereignet sich dort das wirklich Bedeutsame. Christinnen und Christen verbinden es mit Auferstehung. Mehr sind es Hinweise als Beweise, denen zu trauen sich lohnt. „Zeichen“ des Glaubens sind es. Die glaubwürdigsten Spuren Jesu sind nicht in Textilien hinterlassen. Mehr noch als der Abdruck auf dem Tuch ist der Abdruck in den Herzen bedeutsam – in den Menschen, die in seiner Nachfolge leben. Es „beweist“ nichts, bezeugt aber viel, wenn Menschen im Namen Jesu auf dieser Welt Erstaunliches wirken.

6 Reportage. Einkehr in der Wüste. 9 Pfarren. Besondere OsterGottesdienste. 10 Porträt. Papst Johannes Paul II.

14 Fastenzeit. P. Christoph Müller: Wenn du da bist, ist Ostern. 18 Bewusst leben. Gesegnete Mahlzeit.

Das Turiner Grabtuch (Ausschnitt) im Negativ. Es weist hin auf das Leiden Jesu – und regt an, mit den Leidenden zu spüren. RUPPRECHT

Zum Oster-Titelbild

„Auferstehung“ von Joseph M. Götz (1696 – 1760), Sammlung des OÖ. Landesmuseums. Originalfassung.

Obwohl die Auferstehung Jesu ein zentraler Glaubensinhalt der Christen ist, wurde sie im Vergleich zur Passion eher selten dargestellt. Die Kunst des Mittelalters zeigt den Auferstandenen meist in einer Art Sarkophag stehend, während die Wächter schlafen. Auf späteren Darstellungen entschwebt Jesus dem offenen Grab. Mit dieser Tradition bricht die hier abgebildete Figur des Passauer Barockbildhauers Joseph Matthias Götz. Es handelt sich dabei um ein Modell für die bekrönende Tabernakelfigur des GottsohnAltars der Dreifaltigkeitskirche von StadlPaura, die ab 1714 unter dem Lambacher Abt Maximilian Pagl errichtet wurde. Der an der Dreizahl orientierte Bau huldigt den

28 Kultur. Filmfestival Crossing Europe. 22 Impressum.

drei göttlichen Personen, denen je ein Altar geweiht ist. Die Tabernakel sind jeweils in Form einer Kugel gestaltet. Diese wird beim Gottsohn-Altar von der himmelwärts strebenden Figur des Auferstandenen bekrönt, der Tod und Teufel besiegt hat. Im Unterschied zum ausgeführten Werk ist die Weltkugel auf dem Modell viel kleiner, und der Teufel ist durch jene Schlange ersetzt, die im Paradies einst Eva verführte – eine höchst dramatische „Inszenierung“ der Worte des Propheten Hosea, auf die sich dann auch der Apostels Paulus bezog: „Aus der Gewalt der Unterwelt sollte ich sie befreien? Vom Tod sollte ich sie erlösen? Tod, wo sind deine Seuchen? Unterwelt, wo ist dein Stachel?“ (Hos 13,14). Und Paulus: Tod, wo ist dein Sieg, Tod, wo ist dein Stachel? (1 Kor 15,55). LOTHAR SCHULTES, OÖ. LANDESMUSEUM


4 Oberösterreich

17. April 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

Seit zehn Jahren ist der hl. Florian Landespatron

Florian bewegt auch heute Vom Sternpilgern am 3. Mai bis zur einer Kinder-Rockoper im Juni. Um das Fest des Diözesan- und Landespatrons, des hl. Florian, spannt sich heuer ein weiter Veranstaltungsbogen.

gefeiert wird. Der Gottesdienst wird auch ins Freie übertragen.

„Florian verkörpert Eigenschaften von höchster Aktualität“, betonte Landeshauptmann Josef Pühringer in einem Pressegespräch am 11. April. Er meinte den Mut und das Eintreten für die Schwächeren. Das war der Grund, warum ihn das Land Oberösterreich vor e­xakt zehn Jahren – neben Leopold – zum Landespatron von Oberösterreich gemacht hat. Zehn Jahre danach – und 1710 Jahre nach dem Märtyrertod des hl. Florian in Enns – gibt es einen breiten Veranstaltungsbogen. Sternpilgern nach St. Florian. „Mit Florian aufbrechen“ ist das Motto des großen Sternpilgerns, bei dem auf acht Routen Pilger/innen aus ganz Oberösterreich am 29. April aufbrechen. Ein dreistündiger Pilgerweg wird schließlich am Samstag, 3. Mai von Enns-St. Laurenz zur Basilika im Stift St. Florian führen, wo ab 13.30 Uhr ein vielfältiges Programm beginnt und um 16 Uhr der große Pilgergottesdienst mit Bischof Ludwig Schwarz

Am Hochfest des hl. Florian, 4. Mai, wird um 8 Uhr in der Basilika eine Feuerwehrmesse, um 10 Uhr das Pontifikalamt gefeiert – mit Abt Ambros Ebhart von Stift Kremsmünster und Prälat Franz Schrittwieser, St. Pölten, als Prediger. Weitere Höhepunkte. Am 9. Mai wird im Steinernen Saal des Linzer Landhauses bei freiem Eintritt „Der Zeuge – Protokoll einer Erinnerung“ aufgeführt. Schauspieler Franz Strasser und drei Musiker werden den religiös-politischen Machtkampf aus der Sicht eines Freundes Florians darstellen. Am 18. Mai wird der Blasmusikverband zu einer „Musikerwallfahrt“ nach Reichenthal einladen. Um 9 Uhr findet dort der Festgottesdienst statt. Am 24. und 25. Juni wird der Veranstaltungsbogen mit der Aufführung der Kinder-Rock­ oper „FLOW“ fortgesetzt. Der Kinder- und Jugendchor „Pappalatur“ aus St. Florian wird die Geschichte des Heiligen auf die Bühne bringen. Am 13. September werden die Florianer Pfarren eine Wallfahrt in ihr Stift unternehmen. Am 30. Oktober wird es eine politische Diskussion in St. Florian geben. M. F.

Florianstatue vor dem Stift St. Florian.

Stift

XX www.dioezese-linz.at/sternpilgern

KTU arbeitet Konflikte auf

Verbunden mit der Caritas Mostar In wenigen Autostunden erreicht man von Linz aus Bosnien und doch scheint das Land auf einem anderen Kontinent zu liegen, so wenig findet man in Österreichs M ­ edien über den 3,8 Millionen Einwohner/innen zählenden Staat. Vor 20 Jahren wurde der Bürgerkrieg im ehemaligen Yugoslawien mit dem Friedensabkommen von Dayton beendet. Seitdem schweigen in Bosnien die Waffen, die fortgesetzten Konflikte und Streitereien unter den Politikern der einzelnen Volksgruppen haben aber bislang einen wirtschaftlichen Aufschwung verhindert. Rund um Mostar springt die Caritas ein, wo sie nur kann: in der Betreuung von behinderten und alten Menschen, von Kindern und Familien. Ohne Unterstützung von Hilfsorganisationen aus dem Ausland wäre die Arbeit so gut wie unmöglich. Bereits 1992 – noch mitten im Krieg – hat Bischof Maximilian

Oberösterreichs Caritas-Direktor Franz Kehrer (stehend, 2. von links) besuchte seinen Amtskollegen Don Ante Komadina (links) in Mostar (Bosnien). Der Caritas-Chef der Linzer Partnerdiözese Mostar zeigte Kehrer Projekte, die von Oberösterreich unterstützt wurden und werden. kiz/jw

Aichern eine Partnerschaft mit Mostar initiiert, für die die Kirche in Mostar sehr dankbar ist und die mit dem Besuch von Caritasdirektor Franz Kehrer wieder bestärkt wurde.

Linz. Ein Mediator soll helfen, an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz wieder eine gute Basis für die Zusammenarbeit herzustellen. Im Zuge der Ausbaus mit einer zweiten Fakultät ist es zu erheblichen Differenzen gekommen, die zum Rücktritt zweier Mitglieder des Professor/innen-Kollegiums führten. Der renommierte Salzburger Mediator Dr. Friedrich Glasl wurde nun im Einvernehmen von Professor/innen, Assistent/innen sowie den Mitgliedern der Studierendenvertretung mit einer Mediation beauftragt, die bereits begonnen hat. „Bei derartigen komplexen Veränderungen sind Spannungen und Konflikte eine völlig natürliche Sache“, meinte Glasl zu seiner Aufgabe. Noch vor dem Sommer soll der Konflikt geklärt sein.


KirchenZeitung Diözese Linz

Oberösterreich 5

17. April 2014

Notizen

Eine/r von drei Autofahrer/innen benutzt während des Lenkens eines Autos ein Handy. Fotolia/Firma V

Ein Drittel der Autolenker/innen telefoniert während der Fahrt mit dem Handy

Als würde man mit 0,8 Promille fahren Mehr als 55.000 Menschen wurden in den vergangenen drei Jahren in Oberösterreich beim unerlaubten Handy-Telefonieren erwischt. Der Verkehrsclub Österreich VCÖ begrüßt den Vorschlag von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, Radar für ­Bildbeweise zu benützen. Ernst Gansinger

Die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr sinkt, sagt Christian Gratzer vom VCÖ. In Ober­ österreich passierten im ersten Halbjahr des vorigen Jahres über 900 Verkehrsunfälle mit Personenschaden wegen Ablenkung. Die Hälf­ te dieser Unfälle geschah in Ortsgebieten. Beim Fahren surfen. Abgelenkt ein Auto lenken könne zu Unfällen mit schwersten Verletzungen und Todesfällen führen wie vor zwei Wochen im Innviertel. Auch essen und trinken beim Fahren lenkt ab. Durch das Mobiltelefon seien in den vergangenen Jah­ ren weitere die Aufmerksamkeit schwächen­ de Tätigkeiten dazugekommen: telefonieren, SMS lesen oder schreiben. Durch die Smart­ phones hat sich die Ablenkungs-Palette noch einmal erweitert – jetzt surfen manche im In­ ternet, während sie das Auto lenken, checken E-Mails, posten usw.

„„ Näherinnen in Bangladesh. Am 24. April vor einem Jahr stürzte in Bangladesh ein Gebäu­ dekomplex ein, zu dem fünf Fab­ riken gehörten. Sie produzierten für den internationalen Mode­ markt. 1138 Menschen sind ums Leben gekommen. Eine der über­ lebenden Näherinnen – Shila Be­ gum – kam jetzt auf Einladung der Clean Clothes Kampagne nach Europa. Sie machte darauf aufmerksam, dass die Näherin­ nen noch immer auf Entschädi­ gungen warten. Shila war einen Tag verschüttet. Ihre schweren Verletzungen mussten operiert werden, Schäden blieben. Sie kann nicht mehr als Näherin ar­ beiten. Erst 15 der 29 Unterneh­ men, die in den betroffenen Fa­ briken Kleidung fertigen ließen, haben bisher in einen Entschädi­ gungstopf eingezahlt.

Im Blindflug unterwegs. Der VCÖ weist darauf hin, dass Kfz-Lenker/innen, die mit dem Handy telefonieren, so langsam reagie­ ren wie Alko-Lenker mit 0,8 Promille. „Wer SMS oder E-Mail schreibt, ist – wie interna­ tionale Untersuchungen gezeigt haben – im­ mer wieder etwa zwei Sekunden im Blindflug unterwegs“, sagt Christian Gratzer vom VCÖ. Bei einer Umfrage hat übrigens jede/r dritte ­Autofahrer/in zugegeben, unerlaubt mit dem Handy zu telefonieren. 20 Prozent lesen oder schreiben SMS bzw. E-Mails.

„„ Schoko und die Fairness. Seit Jahren steigt der Umsatz von Süßigkeiten vor Ostern um etwa zwei Prozent. Nur fünf Prozent der Schoko-Produkte stammen aus fair gehandelter und fair pro­ duzierter Schokolade. Bei 19 von 20 Schoko-Produkten kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Kakaoanbau Kinder ausgebeutet werden, Kleinbauernfamilien nur Hungerlöhne erhalten und Arbei­ ter/innen menschenunwürdig be­ handelt werden, sagt Bernhard Zeilinger von der Südwind-Kam­ pagne Chocolate Fair! Er rät, auf die Gütesiegel FAIRTRADE oder UTZ certified oder Rainforest ­Alliance zu achten.

Geringeres Tempo. Die Benützung eines Mobiltelefons während des Lenkens eines Fahrzeugs sei kein Kavaliersdelikt. Telefonie­ ren am Steuer sollte in das Vormerksystem aufgenommen werden. Die Exekutive müs­ se vermehrt kontrollieren. Da vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Problem der Handy-Nutzung während des Autolenkens stark verbreitet ist, sollten auch die Fahrschulen stärker auf die Gefahren auf­ merksam machen. Eltern können durch ihr eigenes Verhalten Vorbild für ihre Kinder sein. Der VCÖ setzt sich zudem für ein insge­ samt fehlertoleranteres Verkehrssystem ein: im Ortsgebiet niedrige Tempolimits; wo viele Kinder oder viele ältere Menschen unterwegs sind, Verkehrsberuhigungsmaßnahmen!

„„ Guten Appetit! Bei der Gu­ ten-Appetit-Messe am 12. und 13. April in Ried im Innkreis standen heimische Lebensmit­ tel im Mittelpunkt. Zum Genuss­ land Oberösterreich tragen viele Produzenten bei, unter anderem auch mehr als 2000 Direktver­ markter/innen. Über 600 von ih­ nen sind Bio-Betriebe. Direktvermarktung auf höchs­ tem Niveau findet man auf der Internetseite www.gutesvombau­ ernhof.at. Die Genusskrone wird heuer am 18. Juni den 25 besten heimischen Direktvermarktern aufgesetzt: www.genusskrone.at


W

eil die Einladung auf dem Flyer vielversprechend geklungen hat, darum hat sie sich dafür interessiert, sagt Elisabeth Ecker – manchen KirchenZeitungsleser/in­nen durch ihre freundliche und engagierte Art bekannt, wenn man in der Redaktion anruft und ein Anliegen hat. Elf Tage durch die Wüste Jordaniens zu wandern, unter freiem Himmel zu schlafen und dabei Exerzitien zu machen – das hörte sich einfach verlockend an. Das Außergewöhnliche war für sie der Köder, der sie anbeißen ließ und der sie zu dem brachte, was Exerzitien bedeuten: abseits des Alltags seinen Glauben zu vertiefen. In den Worten von Elisabeth Ecker: „Ich wollte den Herrn besser kennenlernen und eine bessere Verbindung zu ihm aufbauen.“ Die Wüste ist dafür wie gemacht – wenn man den Mut hat, sich ihr auszusetzen. Die Wüstenexerzitien schaffen den Rahmen. Das heißt tägliche geistliche Impulse und Messfeier, jeden Tag rund fünf Stunden Sanddünen auf und ab zu marschieren, einfach zu essen, elf Tage nicht zu duschen, kein Haarewaschen, kein Handy, nicht einmal eine Uhr. Wie der Auszug aus Ägypten. „Sich führen lassen“ lautete der große Titel über diesen geistlichen Tagen. Leitbild war die Erzählung vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten: Dazu brauchte es einen Mose, der – mit einem Beduinen an seiner Seite – voranging und für die Route verantwortlich war. Ihm haben sich 25 junge Frauen und Männer, alle unter 30 Jahre alt, aus dem ganzen deut-

Das Geschenk der In der Fastenzeit finden traditionell Einkehrtage und Exerzitien statt. KirchenZeitungs-Mitarbeiterin Elisabeth Ecker hat an besonderen Exerzitien teilgenommen: Sie ging dazu elf Tage in und durch die Wüste. Josef Wallner

schen Sprachraum anvertraut. Für die spirituelle Führung der Gruppe hatte Mose natürlich biblisches Personal zur Seite: Zippora und Mirjam, eine Frau und eine Ordensfrau, Aaron, einen Priester, Jitro und Jitra wurde das begleitende Ehepaar genannt sowie Josua, der Mose als „Schlusslicht“ tatkräftig unterstützte. Sie alle standen den Exerzitienteilnehmer/innen als Ansprechpartner/innen zur Verfügung. Das ist auch wichtig. Denn manche der junge Erwachsenen machten die Wanderung mit, um sich über ihren ­Lebens- und Glaubensweg klar zu werden: Ehe, geistlicher Beruf oder Eintritt in eine Ordensgemeinschaft. In der Tiefe der Wüste. Elf Tage ist die Gruppe durch ein Wadi im Süden Jordaniens marschiert und hat dabei ganz andere Erfahrungen gemacht als die Abertausenden Touristen, die mit dem Jeep zwei Stunden durch die Wüs-


KirchenZeitung Diözese Linz

Thema 7

17. April 2014

Die Wüste ist eine Landschaft, die die Seele berührt. privat (2)

Die Wüste lebt Die katholische Erneuerungsbewegung „Gemeinschaft Emmanuel“ bietet ­Exerzitien in der Wüste an. Jahrelang wanderten die Gruppen durch den Sinai, seit es die Sicherheitslage nicht mehr zulässt, führen die Wege durch die Wüste Jordaniens. KirchenZeitungs-Mitarbeiterin Elisabeth Ecker (Bild unten) hat in der Fastenzeit dieses Angebot und Abenteuer mitgemacht. Die Nächte waren noch so kalt, dass man im Schlafsack Thermounterwäsche brauchte, untertags kletterte das Thermometer aber auf etwa 30 Grad. Täglich hatte jeder drei Liter Wasser zum Trinken zur Verfügung, für die tägliche Reinigung genügten Feuchttücher. Trotz oder gerade wegen des einfachen Lebens haben sie die Wander-Exerzitien in der Wüste tief berührt.

Wüste te brausen. Die Wüste in sich aufnehmen: die Sanddünen, die bizarren Felsformationen, die je nach Tageszeit in unterschiedlichem Licht ganz unterschiedlich wirken, die Blumen, die nur wenige Wochen im Frühjahr blühen und die gängige Vorstellung von Wüste über den Haufen werfen – „Man lernt viel, wenn man stundenlang schweigend durch die Wüste geht“, sagt Elisabeth Ecker: „Es steigt vor allem ein Gefühl der Dankbarkeit und der Freude auf.“ Und eine tiefe Ehrfurcht vor der Schöpfung macht sich breit: „Wie schön hat doch Gott alles gemacht.“ Unterwegs mit dem Herrn. Ein besonderes Erlebnis war für Elisabeth mit der Einladung verbunden, das Allerheiligste zu tragen. Jeder Exerzitienteilnehmer durfte diese Erfahrung machen. Wer die Brusttasche mit der konsekrierten Hostie umgehängt hatte, ging ganz am Ende

der Gruppe, um ungestört zu sein. Als Elisabeth an der Reihe war, hieß es, dass man in dieser Gegend wegen der Schlangen und Skorpione ein wenig vorsichtig sein sollte. „Da habe ich in mir plötzlich ein starkes Vertrauen gespürt und mir gedacht: Was soll mir passieren, wenn der Herr bei mir ist?“ Die anderen waren Wenn man schweigend durch die Wüste geht, steigt schon ein Stück vor das Gefühl der Dankbarkeit und des Vertrauens auf. ihr. So ist sie allein auf einer Felsklippe gestanden, kein Mensch war mehr zu sehen, nur ein paar Kamele sind mit wiegendem Schritt gemächlich durch den Sand gezogen. „Da hat es in mir klick gemacht. Das war ein packender Moment.“ Dieses Vertrauen sieht sie als Geschenk der Wüste: „Ich möchte jetzt auch zu Hause in der Überzeugung leben: Der Herr ist bei mir. Ich bin von ihm gehalten.“


8 Aus Oberösterreichs Pfarren

Schüler/innen helfen Hospiz mit Briefen momente „„ Schlierbach. Vor Kur­ zem wurde im Schulwald der Landwirtschaftlichen Fach­ schule Schlierbach (vom Stift Schlierbach zur Bewirtschaftung zur Verfügung gestellt) ein Mar­ terl gesegnet. Der frühere Forst­ lehrer Ing. Siegfried Ritzinger hat aus Dankbarkeit für unfallfreie Arbeit und Unterricht im Wald die geschnitzte Skulptur des hl. Clemens gestiftet. Clemens gilt als der Patron der Waldarbeiter. In einer Feierstunde wurde vom Administrator des Stiftes, P. Jo­ sef Riegler, und vom Forstmeis­ ter, P. Florian Kiniger, das Mar­ terl geweiht.

Administrator P. Josef Riegler vor dem neuen Marterl im Stiftswald. Braunsberger

Rund 500 Briefe fertigte die 2. Klasse der Freistädter Fachschule für Wirtschaftliche Berufe (FW) für die Hospizbewegung an – konkret für das „Palliative Care Team Unteres Mühlviertel“. Die­ se Einrichtung begleitet vie­ le schwerkranke und sterbende

17. April 2014

Menschen sowie deren Angehö­ rige. Diese benötigen liebevolle Betreuung und Personen, die zu­ hören können. Ganz wichtig ist auch die organisatorische Unter­ stützung und die Begleitung der Angehörigen. Dazu wollten die Schüler/innen einen Beitrag leis­

KirchenZeitung Diözese Linz

ten und administrative Arbeit abnehmen. Nicht zuletzt hat das Projekt die Bereitschaft bei Jugendlichen geweckt, sich mit den Themen Sterben, Tod und Trauer ausein­ anderzusetzen. Bild: Schule

Pfarre Hochburg brachte Kochbuch für Kirchenrenovierung heraus

Kochen für die Pfarrkirche Hochburg. Frauen und Männer der Pfarre Hochburg (Bezirk Braunau) haben es sich zur Aufgabe gemacht, unter Anleitung von Hob­ byköchinnen und unter Federführung der Pfarrsekretärin Theresia Steiner für die Gene­ ralsanierung der Pfarrkirche Hochburg ein be­ sonderes Kochbuch entstehen zu lassen. Tra­ ditionelle sowie moderne Rezepte wurden gesammelt. Sie werden im kirchlichen Jahres­

kreis, der das Leben der Pfarre prägt, vorge­ stellt und laden zum Ausprobieren ein. Dar­ über hinaus enthält das Kochbuch Bilder und Texte passend zum regionalen Brauchtum. Der Reinerlös aus dem Verkauf kommt der Sa­ nierung der Pfarrkirche Hochburg zugute. u Erhältlich in der Pfarre Hochburg: E-Mail: ­pfarre.hochburg@dioezese-linz.at, € 18,– (bei Versand + Porto).

Das gesamte Linzer Gymnasium Petrinum begab sich auf „Klosterroas“

500 Schüler blickten hinter die Klostermauern Linz. Am Donnerstag, 10. April besuchten die über 500 Schüler und Schülerinnen des Gym­ nasiums Petrinum Klöster und Ordensgemein­ schaften der Umgebung, von Aigen-Schlägl über Kremsmünster bis Seitenstetten. Die Ju­ gendlichen bekamen Einblicke in die Spiritua­ lität der Gemeinschaften durch Gespräche mit den Ordensmännern und -frauen und das ge­ meinsame Gebet. Dementsprechend positiv auch die Rückmeldungen, wie etwa jene von Florian, 14 Jahre alt: „So alt und noch so fit und sprachgewandt“, lobt er die Ordensleute.

Treffen mit Ordensleuten, zum Beispiel mit Schlägls Abt Martin Felhofer. Sulzer


KirchenZeitung Diözese Linz

Aus Oberösterreichs Pfarren 9

17. April 2014

Besondere Auferstehungsfeiern am Ostersonntag und Ostermontag

Ostern für Frühaufsteher Am Feiertag deutlich vor 5 Uhr aufstehen, um dann mit hungrigem Magen Auferste­ hung zu feiern oder sich auf den Emmaus­ gang zu begeben. Was nach Minderheiten­ programm klingt, erfreut sich vielerorts großer Beliebtheit. Am Anfang ist Finsternis. Langsam bricht der Tag an, die Sonne geht auf und erhellt die dunkle Nacht. Auf diese starke Symbolik für die Auferstehung setzen die Feiern am frühen Morgen des Ostersonntags und Ostermontags. Bis zu 50 Leute, von Firmlingen bis Senioren, kommen etwa zum jährlichen Emmausgang der Katholischen Jugend in der Pfarre Krenglbach. Beginn ist am Ostermontag um 5 Uhr. „Wir wollen mit dieser Feier die bewusste Zusage Gottes spürbar machen“, erklärt Jugenddekanatsleiterin Ela Klein. Wie bei den Emmaus-Jüngern haben auch Klagen und Sorgen ihren Platz. Am Ende wird der Emmausgang zum österlichen Fest der Freude, das mit einem Frühstück abgeschlossen wird. „Das schmeckt dann so gut wie sonst nie im Jahr“, weiß Ela Klein. 600 österliche Frühaufsteher. Wie beliebt die Ostermorgenfeiern sind, zeigt sich zum

Pfarre

Auferstehungsfeiern der Katholischen Jugend Den Ostermorgen am 20. April feiern: n Pfarrkirche Steyr-Ennsleite, Beginn 5 Uhr, n S chärding: Ökumenische Auferstehungsfeier um 5.30 Uhr in der evangelischen Kirche am Stein in Schärding, n Bad Kreuzen, Treffpunkt Pfarramt um 5 Uhr, n P farre Ried im Traunkreis: Treffpunkt um 5 Uhr bei der Kirche in Weigersdorf, n Pfarre Maria Neustift, Beginn 5 Uhr.

Emmausgang Von der Finsternis zum Sonnenaufgang. Der Emmausgang in Krenglbach startet um 5 Uhr früh. Fotolia/ Mykola Mazuryk

Beispiel in Maria Neustift. Dort organisiert das Jugenddekanatsteam Weyer eine Auferstehungsfeier, die am Ostersonntag um 5 Uhr morgens startet. Die letzten Jahre haben bis zu 600 Gläubige an der speziellen Form der Osterfeier teilgenommen.

Am 21. April wird der Emmausgang unter anderem in folgenden Pfarren gefeiert n Pfarre Buchkirchen bei Wels um 6 Uhr, n K ematen an der Krems, Treffpunkt um 6 Uhr bei der Fischlmayrkapelle in Fischen, n Pfarre Krenglbach um 5 Uhr, n P farre Rohrbach um 6 Uhr, Treffpunkt Pfarrzentrum, n P farre Schärding, 6 Uhr, Treffpunkt Pfarrheim, n Stadtpfarre Wels, Start um 6 Uhr.

Paul Stütz

Haijes

pfarre

Auferstehung des Gotteslobs

Erfolgreiche Pfarrläuferinnen

Schmerz in Metall und Stein

Gaflenz. Mit einer pfiffigen Bastelidee lässt die Pfarre Gaflenz aufhorchen. Zahlreiche Ostereier, die mit Liedertexten aus dem ­alten Gotteslob beklebt sind (Bild), sind in der Gemeinde angefertigt worden. Die Idee dazu hatte Karin Rögner, Frau des Gaflenzer Pfarrassistenten Martin Rögner. So bleiben die alten Gotteslob in guter Erinnerung und die neuen können mitfinanziert werden. 70 Eier wurden an die Besucher/innen des Pfarrkaffees in Gaflenz am Vormittag des Passionssonntags verkauft.

Feldkirchen/Donau. Bereits zum dritten Mal unterstützte Josef Pesendorfer, Pfarrer in Feldkirchen an der Donau, „seine“ Staffel, die beim Linz-Marathon am 6. April an den Start ging (im Bild). Unter dem Motto „Kirche bewegt sich und bewegt etwas“ waren Edeltraud Allerstorfer, Eva Mair, Claudia Stirmayr und Adelheid Schöppl unterwegs. Sie bewältigten die Marathonstrecke in einer Zeit von 3 h 26 min 12 s und belegten damit unter den Damenstaffeln den dritten Platz.

Molln. Schlichte Granitsäulen, in denen Edelstahlplatten auf unterscheidliche Weise eingearbeitet wurden – die Mollner Künstlerin Waltraud Steiner (im Bild) erinnert in der Fastenzeit an den Kreuzweg, den sie 2006 geschaffen hat. „Schmerz ist, wenn Metall in Stein schneidet“, sagt sie: „Die Skulpturen drücken Themen wie Schmerz, Leid, Unterdrückung, Hilflosigkeit, Liebe, Zuwendung und Auferstehung aus.“ Der Kreuzweg (Rundweg, 1 1/4 Stunden) beginnt beim „Wirt im Dorf“.


10 Thema zur Sache

Johannes Paul II. war der erste Papst, der sowohl eine Synagoge (Rom, 1986) als auch eine Moschee (Damaskus, 2001) betrat. Seine besondere Beziehung zum Judentum zeigte er auch an der Klagemauer (Jerusalem, 2000).

17. April 2014

Józef Niewiadomski über seinen Landsmann, Papst Johannes Paul II. (1920–2005)

Er hat sich Gott ganz überlassen Am 27. April werden in Rom zwei herausragende Päpste des 20. Jahrhunderts heiliggesprochen: Johannes XXIII. und Johannes Paul II. Auf den ersten Blick könnten diese beiden Heiligen nicht unterschiedlicher sein – und doch verbindet sie ihr unermüdlicher Einsatz für die Menschenrechte und den Frieden ebenso wie ihre persönliche Frömmigkeit. Hans Baumgartner

Polen. Bereits wenige Monate nach seiner Wahl (16. Oktober 1978) besuchte der Papst aus Polen zum ersten Mal seine Heimat. Seine Botschaft, man darf Gott nirgendwo ausschließen, wurde zur Freiheitslosung. Von seinen 104 Auslandsreisen führten ihn neun nach Polen.

KirchenZeitung Diözese Linz

Johannes Paul II. ist der erste Papst aus dem (damaligen) „Osten“, und er ist der Papst vieler Rekorde. Nun wird er auch noch im Rekordtempo heiliggesprochen. Ist das gerechtfertigt?

Józef Niewiadomski: Als ich bei seiner Beerdigung die Transparente „santo subito“ (sofort heilig) sah, dachte ich: eine „spontane“ Heiligsprechung dieses Papstes würde seinem Leben gerecht, in dem es so oft auf das Erfassen des „richtigen Augenblicks“ ankam. Der richtige Augenblick, biblisch gesprochen der Kairos, verdichtet die Zeit, zeigt das Übermaß an Gnade an und drängt auch zu einer richtigen Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt. Man kann ja den Kairos auch verpassen. Das ganze Leben dieses Menschen war eine Ansammlung von „Kairoi“. Und dies nicht nur deswegen, weil er der erste Papst war, der aus „der Ferne“ kam und der Kirche und der Welt eines der längsten Pontifikate bescherte. Sein

Mutter Teresa war eine von 1810 Personen, die Johannes Paul II. in seinen mehr als 26 Amtsjahren selig- und heiliggesprochen hat.

Stil war von Anfang an atemberaubend und auch atemraubend, weil sich in seinen Reisen, seinen „Bädern in der Menge“ und dem Ertragen seiner Krankheit die Zeit verdichtete. Er erkannte den Zeitpunkt für die Begegnung mit anderen, als er Vertreter der Religionen nach Assisi einlud und sich den Vorwurf des Götzendienstes gefallen lassen musste. Als er den Koran küsste, seinen Gebetszettel in die Ritze der Klagemauer hineinpresste, den Weltjugendtag ins Leben rief, das „Schuldbekenntnis“ der Kirche zum Millennium gegen viele Widerstände durchsetzte, seinen Attentäter im Gefängnis besuchte und ihm vergab … diese und viele andere Gesten verdichteten enorme Zeiträume, in denen religiöse Erfahrung reifen konnte. Bei der Frage des klerikalen Missbrauchs hat er freilich den Kairos verkannt. Wenn schon vom „Kairos“ die Rede ist: Welche Rolle kommt Johannes Paul II. beim Fall des Eisernen Vorhangs zu?

Als der berühmteste Dissident der damaligen Zeit, Alexander Solschenizyn, von der BBC die Nachricht hörte, dass ein Pole zum Papst gewählt wurde, fing er an zu tanzen und freudig zu schreien: „Dieses Ereignis wird alles verändern!“ Der Einfluss des Pontifikats auf die Selbstwahrnehmung von Menschen in Polen kann wirklich kaum überschätzt werden. Genauso wie die historischen Worte, die er in Warschau bei seinem ersten Besuch 1979 ausrief: „Möge der Geist herabsteigen und das Antlitz der Erde verändern. Dieser Erde!“ Das war der Kairos. Die kommunistischen Machthaber erbleichten. Über die vatikanische Unterstützung der Solidarnosc-Bewegung und auch die Achse Vatikan–Washington sind inzwischen Bände geschrieben worden. Gerade weil der Papst über keine Divisionen verfügte, konnte er kräftig dazu verhelfen, das morsch gewordene System im richtigen Augenblick gewaltfrei zu stürzen. Dass jemand Papst ist, auch ein starker, macht ihn noch nicht zum Heiligen. Was zeichnet Johannes Paul II. in dieser Hinsicht aus?

Das „Mea culpa“ für die Sünden der Kirche im Jahr 2000 beeindruckte viele.

Kardinal Franz König und Karol Wojtyła pflegten schon lange vor der Papstwahl gute Beziehungen. König soll auch einer der „Papstmacher“ gewesen sein. Die Ernennung seines Nachfolgers war für König daher eine herbe Enttäuschung.

An seiner ganzen Lebensgeschichte kann man die Logik des berühmten Wortes von Ignatius von Loyola ablesen: „Nur wenige Menschen ahnen, was Gott aus ihnen machen


KirchenZeitung Diözese Linz

Thema 11

17. April 2014

sches Menschenbild erblickte. Seine Wahrnehmung der Befreiungstheologie war immer durch seine Erfahrungen mit den Kommunisten geprägt – und wohl auch verdunkelt. Woran lag es, dass der zunächst so populäre Papst im „Westen“, auch in der „westlichen Kirche“, viel an Zustimmung verlor?

Johannes Paul II. wurde am 16. Oktober 1978 zum Papst gewählt. Am 2. April 2005 starb er nach langem Leiden am Vorabend des von ihm eingeführten „Sonntags der Barmherzigkeit“. KNA (4), Reuters (2)

würde, wenn sie sich ihm ganz überließen.“ Karol Wojtyła war einer dieser Menschen. Knapp 20-jährig traf er den einfachen Schneider Jan Tyranowski. Dieser führte ihn in die Lektüre der mystischen Werke von Johannes vom Kreuz ein. Das Land war damals von den Nazis besetzt. Der junge Karol arbeitete im Steinbruch. Als Kind verlor er die Mutter und den Bruder, bald wird auch sein Vater sterben. Seine jüdischen Kameraden tauchten unter oder fielen den Nazis zum Opfer. Mitten in dieser Orgie des Hasses und der Entwürdigung liest der junge Mann „Die dunkle Nacht der Seele“ des spanischen Mystikers. Der einfache Schneider stärkt sein Vertrauen in den Wert der Heiligkeit im Alltag. Und Wojtyła findet eine einfache Regel, die fortan sein ganzes Leben regulieren wird: Grenzenloses Vertrauen auf Gott und harte Selbstdisziplin. Das Vertrauen auf Gott wurde bald zur Sicherheit, dass Gott ihn zum Priester berufen hat. Das Studium im Untergrundseminar, das mit der Gefahr der Deportation in ein Konzentrationslager verbunden war (einer seiner Seminarkollegen wurde auch von der Gestapo erschossen), stärkte seinen Glauben, dass er „bloß“ ein Werkzeug in Gottes Händen sei. Und seine spezifische Berufung darin liegt, in den dunkelsten Zeiten der Geschichte Zeugnis von der Würde des Menschen abzulegen. Dieser Berufung hat er sich immer wieder in stundenlangen, meist nächtlichen, Gebeten vergewissert und sein Leben immer wieder restlos Gott anvertraut. Seine persönliche Frömmigkeit überrascht durch Einfach-

heit. Das fängt beim täglichen „Kindergebet“ zum Schutzengel an, bei seiner Liebe zu Maria (Totus tuus/Ganz Dein – sein Motto kann auf Maria und auf Gott bezogen werden), seiner Verehrung der Heiligen (auch jener, die ihr Leben während der Nazi- und der Kommunisten-Diktatur verloren) und hört bei einer biblisch fundierten Mystik und dem Staunen über Gottes grenzenlose Barmherzigkeit auf. Und was sagen Sie zu seiner umstrittenen Haltung zur Befreiungstheologie, wo er doch in sozialen Fragen so engagiert war?

Man darf nicht vergessen, dass die ersten Jahre des priesterlichen Wirkens Wojtyłas von stalinistischen Schauprozessen gegen Priester (auch in der Diözese Krakau) überschattet waren. Die von den Kommunisten strapazierte Dr. Józef Niewiadomski studierte Theologie in Lublin und Innsbruck; er war Professor für Dogmatik in Linz und lehrt das Fach seit 1996 in Innsbruck. Tatschl/a.

Befreiungsrhetorik ging da Hand in Hand mit einer menschenverachtenden Alltagspraxis. Und natürlich auch mit einem offenen, dann versteckt subtilen Kampf gegen die Kirche. Wojtyła misstraute den Kommunisten. Auch den Marxismus verurteilte er immer schon als gefährliche Ideologie, weil er darin ein fal-

Der deutsche Philosoph Max Scheler sagte: „Der Mensch glaubt an Gott oder an einen Götzen. Kein Drittes!“ Wojtyła habilitierte über Scheler und hat seit dieser Zeit die Überzeugung gelebt, dass nur ein Menschenbild, das den Menschen an die Transzendenz (Göttliches) bindet, uns vor der Bestialität schützen kann. Aus seinem Menschenbild hat er sein Engagement für die Menschenrechte abgeleitet. Und auch das harte Urteil über die westliche Kultur als „Kultur des Todes“ gefällt. Weil er in der Konsumkultur des Westens den Verfall der Menschenwürde diagnostizierte. Sein Eintreten für die Heiligkeit menschlichen Lebens vom Augenblick der Empfängnis bis zum Tod machte ihn für „den Westen“ zunehmend „ungenießbar“. Hinzu kam eine Verengung, die ich als Folge seines Engagements für die Heiligkeit des menschlichen Lebens in der Zeit des Kommunismus ansehe. Die Kommunisten haben den Diskurs über die künstliche Empfängnisregelung mit der Frage der Abtreibung verbunden und beides als Inbegriff der Freiheit gepriesen. In dieser Freiheit sah Wojtyła den Angriff auf die Menschenwürde. Dieses Urteil verengte aber seine Sicht auf Sexualität. In Österreich hat er u. a. durch höchst umstrittene Bischofsernennungen viel Kredit verloren. Wie konnte so etwas passieren?

Wie alle „Giganten“, war auch dieser Mensch durch viele mittelmäßige Mitarbeiter und auch Opportunisten, die die rechte Rhetorik beherrschten und ihre Interessen durchboxten, umgeben. Vieles, was daneben gelaufen ist, geht wohl auf deren Konto. Wie alle großen Heiligen (siehe Augustinus) hat aber auch dieser Mann seine Schattenseiten. Sein Nichtwahrhaben-Wollen des Missbrauchs habe ich angesprochen. Die einseitige Ernennungspolitik wird man wohl auch dazu zählen müssen. Und vieles andere mehr. Auch Heilige sind letzten Endes bloß Menschen. Was bedeutet diese Heiligsprechung – auch für Sie als Theologen, der aus Polen kam?

Es wird ein Papst heiliggesprochen, der die Menschenrechte als den Weg des Evangeliums für unsere Zeit proklamierte und die Katholische Soziallehre ins Zentrum kirchlicher Lehre rückte. Gnade und Menschenrechte sind ihm untrennbar verbunden gewesen. Und der polnische Dogmatiker ist mit all seinen Landsleuten wohl stolz darauf, dass Gott an ihrem Landsmann „Großes“ getan hat. Polen braucht momentan mehr denn je die Anwaltschaft eines solchen Heiligen.


12 Panorama

17. April 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

Der Papst eröffnete die Feiern zur Karwoche in Rom mit der Palmsonntagsmesse. Franziskus suchte wie bereits gewohnt wieder den direkten Kontakt mit den Gläubigen. reuters

Franziskus ruft zur Selbstkritik auf Mit der Palmsonntagsmesse begann Papst Franziskus die Feiern zur Karwoche in Rom. Auf dem Petersplatz segnete er vor mehreren Zehntausend Menschen 3000 geflochtene Palmbuschen sowie rund 200.000 Olivenzweige. Franziskus selbst trug in einer Prozession mit Bischöfen und Kardinälen einen Palmwedel vom Obelisken zum Altar auf der Treppe zum Petersdom. In seiner Predigt rief Franziskus zur Selbstkritik auf. Christen müssten sich stets fragen, ob sie Jesus nicht ebenso verraten hätten, wie Judas dies getan

habe. Viele gingen auch wie die biblische Figur des Pilatus schwierigen Situationen aus dem Weg und wüschen ihre Hände in Unschuld. Jeder Christ müsse sich mit Blick auf die Leidensgeschichte Jesu fragen, welche Rolle er selbst darin gespielt hätte, so Franziskus in seiner frei gehaltenen Predigt. Bei der Liturgie verwendete Franziskus erstmals einen neuen Kreuzstab aus Olivenholz, den Häftlinge einer Strafanstalt im norditalienischen San Remo für ihn fertigten. Der Kreuzstab, die sogenannte Ferula, ist ein

Venezuela: Kardinal Parolin soll vermitteln

Viele Flüchtlinge durch die Krim-Krise

In Venezuela kamen nach offiziellen Angaben bei den seit zwei Monaten andauernden Protesten gegen die sozialistische Regierung von Präsident Nicolas Maduros fast 40 Menschen ums Leben. Die Demonstrationen richten sich gegen Lebensmittelknappheit, hohe Kriminalität, Polizeigewalt und staatliche Zensur. Präsident Maduro hat den Vatikan nun um Vermittlung bei den Gesprächen zwischen Regierung und Opposition gebeten. In einem Schreiben an Papst Franziskus bat das Außenministerium, den vatikanischen Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin nach Caracas zu entsenden. Er soll dort den geplanten Dialog moderieren.

Die jüngsten Ereignisse auf der Krim und die anhaltenden Spannungen in der Ostukraine veranlassten bereits Tausende Menschen zur Flucht. Das berichtete der Kiewer Weihbischof Stanislav Szyrokoradiuk, Präsident der Caritas-Spes Ukraine, im Interview mit „Kathpress“. „Viele Flüchtlinge aus der Süd- und Ostukraine, darunter besonders Familien aus der Krim“, kommen derzeit in andere Landesteile, so der römisch-katholische Bischof. Die von Russland besetzte Halbinsel sehe man in der Ukraine bereits als „verloren“, die Zukunftshoffnung richte sich besonders auf die Mithilfe der EU zur Beendigung der russischen Aggressionen.

Kennzeichen päpstlicher Würde. Am Gründonnerstag feiert Franziskus eine Chrisammesse, in der er die heiligen Öle segnet. Zum traditionellen Abendmahlsgottesdienst am Gründonnerstagabend besucht er ein römisches Therapiezentrum für Behinderte. Am Karfreitag steht der traditionelle Kreuzweg am Kolosseum auf dem Programm. Am Samstagabend folgt die mehrstündige Feier der Osternacht im Petersdom, am Ostersonntag die Ostermesse mit dem anschließenden Segen „Urbi et orbi“.

weltkirche „„ Syrien. Der libanesische Kardinal Bechara Boutros Rai rief zu einer bedingungslosen Waffenruhe in Syrien auf. Die „systematische Zerstörung des Landes“ müsse enden, so der Patriarch der mit Rom unierten Maroniten. „„ Katakombe. Der Vatikan öffnete die Katakombe der Heiligen Marcellinus und Petrus in Rom nach 20 Jahren wieder für Besucher. Sie gilt wegen ihrer nahezu vollständigen Ausmalung mit Fresken aus dem dritten Jahrhundert als eine der bedeutendsten Grabkammern ihrer Zeit. n Martha Heizer ist am 5. April zur neuen Vorsitzenden der Plattform „Wir sind Kirche“ gewählt worden. Die Tirolerin tritt die Nachfolge von Hans-Peter Hurka (Wien) an, der sich nach zehn Jahren an der Spitze auf regionale Tätigkeiten zurückzieht. fjr


KirchenZeitung Diözese Linz

Panorama 13

17. April 2014

STENOGRAMM

Der Jesuit Frans van der Lugt wurde in Homs ermordet

Er war ein „Mann des Friedens“ Vatikansprecher Federico Lombardi hat den im syrischen Homs getöteten niederländischen Jesuiten Frans van der Lugt (75) als „Mann des Friedens“ bezeichnet. Es war 1966, als Frans van der Lugt das erste Mal nach Syrien kam. Fast 50 Jahre lebte und wirkte er dort. Der Pater, der 1959 in den Jesuitenorden eintrat, unterstützte viele Hilfsprojekte. Der gebürtige Niederländer, geboren am 10. April 1938 in Den Haag, engagierte sich u. a. im Bildungsbereich und gründete in den 80er Jahren in Homs ein Landwirtschaftsprojekt für geistig behinderte Menschen. Der Ordensmann, der die arabische Sprache beherrschte, galt als Vermittler zwischen Rebellen und der syrischen Regierung im Bürgerkriegsland und setzte sich stets für die Bevölkerung ein. Die Ordensniederlassung der Jesuiten in Homs wurde zum Zufluchtsort für viele Menschen, die ihre durch die Bombardierungen zerstörten Häuser verlassen mussten. Homs nicht verlassen. Von den ursprünglich 60.000 Christen in der mittelsyrischen Stadt Homs sollen heute nur noch 66 dort leben. Trotz der prekären Lage hat sich Frans van der Lugt geweigert, Homs zu verlassen. Er wolle den Schmerz und die Schwierigkeiten mit den Menschen dort teilen, erklärte der Geistliche noch vor wenigen Wochen in einem Interview. Während der Belagerung bemühte er sich darum, Wasser und Lebensmittel nach Homs zu bringen. Vatikansprecher Federico Lombardi betonte in Radio Vatikan, der Jesuit habe mit großem Mut in einer äußerst gefährlichen und schwierigen Situation beim syrischen Volk bleiben wol-

len, dem er einen großen Teil seines Lebens widmete. „Wo ein Volk stirbt, da sterben auch seine treuen Hirten“, so Lombardi, der wie der Ermordete dem Jesuitenorden angehört. Van der Lugt war am 7. April in der belagerten Stadt Homs von Bewaffneten verschleppt, geschlagen und mit zwei Kopfschüssen getötet worden. Geliebt und geschätzt. Auch Papst Franziskus trauert um den niederländischen Jesuiten. „Die brutale Tötung hat mich mit tiefem Schmerz erfüllt“, sagte der Papst bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz. Van der Lugt, der sein Mitbruder im Jesuitenorden war, habe sich stets für das Wohl aller eingesetzt und sei von Christen und Muslimen gleichermaßen geliebt und geschätzt worden, so Franziskus. Zugleich forderte der Papst eine Freilassung aller entführten Christen und Muslime in Syrien und anderen Ländern. Er verwies darauf, dass sich auch Bischöfe und Priester unter den Entführten befänden.

Frans van der Lugt, niederländischer Jesuit, wurde in der syrischen Stadt Homs ermordet. REUTERS

 Kampagne. Die Vereinigung Katholischer Familienverbände Europas (FAFCE) startet erstmals anlässlich der bevorstehenden EU-Wahlen im Mai eine europaweite Kampagne („Vote for

Alfred Trendl, Präsident des Katholischen Familienverbandes Österreich. FJR/A

Family“) für mehr Familienfreundlichkeit in der EU. Diese richtet sich sowohl an Familien Europas als auch an künftige EUParlamentarier/innen. Kernstück ist ein zwölf Punkte umfassendes Manifest zu Familienfragen, das den einzelnen Kandidat/innen zur Unterschrift vorgelegt wird. „Viele Entscheidungen, die in der EU getroffen werden, betreffen direkt die Familie. Deshalb ist es wichtig, bei der Wahlentscheidung auch die Positionen der Kandidat/innen zu familienrelevanten Themen mit einzubeziehen“, so Alfred Trendl, Präsident des österreichischen Katholischen Familienverbandes.  Infos: www.coface-eu.org www.voteforfamily2014.eu

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

JETZT RESERVIEREN!

GEDENKAUSGABE ZUR HEILIGSPRECHUNG VON JOHANNES PAUL II.

SILBER 999,9 PP-QUALITÄT

30 mm PER AUSGABE NUR EUR 19,95

Numismatische Exzellenz vertrauenswürdiger Herkunft · Nur 2.500 St. weltweit

Reservierung ausfüllen und umgehend einsenden!

Zur Ausprägung in echtem Silber freigegeben

JA, bitte liefern Sie ___ St. der limitierten Gedenkausgabe zur Heiligsprechung von Johannes Paul II. inklusive Edelmetall-Zertifikat und Münz-Box zum Ausgabepreis von nur € 19,95. Die Lieferung erfolgt portofrei gegen Rechnung mit 14-tägigem Rückgaberecht. Ich gehe mit dieser Bestellung keine weiteren Verpflichtungen ein, meine Adressdaten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

Vorname, Name Straße, Nr. PLZ, Ort

Brandlstraße 30 · 83259 Schleching (D) Tel. 0049 - 8649 - 3 93 · order@mintmaster.de

q  Frau q  Herr


„Weil du da bist, ist Ostern“ Wir leben in einer erlebnissüchtigen Zeit, stellen Psychologen fest. Für Pater Christoph Müller haben die alltäglichen Ereignisse die größte „Erlebniskraft“. Auch Ostern ist alltäglich.

Fastenzeit mit Ordensleuten

Teil 7 Ende

Und manchmal braucht es die „lange Weile“, um zum Wesentlichen neu zu finden. INTERVIEW: MATTHÄUS FELLINGER

Man kennt Sie als vielbeschäftigt - mit drei Pfarren. Was sind für Sie die guten Erlebnisse, die Sie aufleben lassen?

P. Christoph Müller: Es sind drei eher kleine Pfarren, die ich betreuen darf. Und vielbeschäftigt erscheine ich wohl deshalb, weil mich die Leute oft auf der Straße sehen, da ich keinen Führerschein habe und somit meist mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs bin. Gut, ich mache auch den Haushalt und den Garten selber und habe von der Diözese noch kleinere Aufgaben übernommen. Aber alles, wirklich alles, was ich hier tun darf, ist mit guten Erlebnissen verbunden und lässt mich aufleben. Gerade das Radfahren, das viele als Belastung empfinden, ist jedes Mal ein Stück Ferien und Freiheit. Wie mache ich Erlebtes lebendig – fruchtbar für mein Leben und das Leben anderer?

P. Christoph: Ich würde es so sagen: Alles Erlebte sollte zuerst einmal mich als ganzen Mensch prägen und so seine Spuren in meinem Denken und Handeln hinterlassen. So wie die leeren Hände der Bäuerinnen, denen ich am Sonntag die Kommunion reiche, geprägt sind von dem, was Tag für Tag durch ihre Hände geht. Es sind Hände, die nicht laut erzählen müssen, was sie täglich tun. Ich finde dieses Geprägtwerden durch alles, was man erlebt, wichtiger als darüber ein Buch zu schreiben. Ich habe meine Erlebnisse auf dem Jakobsweg nur unter äbtlichem Druck als Buch herausgegeben. Ich selber hätte es nicht gemacht. Es kann sich jemand für die Erlebnisse anderer interessieren und Bücher darüber lesen. Davon lebt ja der Buchhandel. Aber die entscheidenden Erlebnisse, jene, die einen wirklich prägen, muss man selber machen.

Welche Erlebniskraft hat für Sie Ihr Alltag?

P. Christoph: Der Alltag hat für mich eine sehr große Erlebniskraft. Ich liebe den Alltag über alles. Ich ziehe einen Werktagsgottesdienst mit drei alten Frauen der prallvollen Weihnachtsmette vor. In diesem Punkt bin ich Benediktiner, da die Benediktsregel eine Regel des Alltags ist. Das tägliche „ora et labora“ (bete und arbeite) in seiner ganzen Schlichtheit, das ist meine Welt. Am Morgen in der Frühmesse den Kelch in der Hand halten, dann wieder den Staubsauger oder ein Gartengerät, dazwischen das Gebetbuch und dann wieder den Fahrradlenker, um einem Kranken die Kommunion zu bringen – das ist die Erlebniskraft meines Alltags. Haben Sie ein Problem mit der Langeweile?

P. Christoph: Ich habe durchaus ein Problem mit der Langeweile, aber es erschreckt mich nicht, weil diese den alten Mönchsvätern recht vertraut war. Sie beschreiben ausführlich diese Null-Bock-Mentalität, die einen oft völlig grundlos überfallen kann, sei es heftig, als Sinnkrise, oder in kleinen Portionen, zum Beispiel über die Mittagszeit. Das geht dann so: Ich sollte etwas erledigen, worauf ich keine Lust verspüre. Darum schaue ich zuerst einmal nach den Mails, um bald darauf im Kühlschrank nach etwas Essbarem Ausschau zu halten. Auf dem Küchentisch sehe ich dann ein Sudoku liegen, das seiner Vollendung harrt … Nun, ich finde das nicht sehr tragisch, da mein Geist vielleicht ab und zu solche Leerläufe braucht. Um aber vor allem am Abend, wo ich relativ gut arbeiten kann, solches zu verhindern, habe ich den Fernsehapparat aus dem Pfarrhof verbannt. Da ich allein im Haus bin, wäre die Gefahr zu groß, dass ich z.B. Sportsendungen in ihrer ganzen Länge anschauen würde. Ich

weiß genau, dass mich dann später eine Mischung aus Unzufriedenheit und fader Langeweile überkommt. Am nächsten Tag finde ich ja die Resultate im Internet, und das genügt mir vollkommen. Es gibt aber auch die andere „lange Weile“, die Sie beim Pilgern erleben.

P. Christoph: Das ist für mich etwas Anderes. Es geht da um diese „langen Weilen“ auf dem Jakobsweg. In eintönigen Gegenden setzt man tagelang einen Fuß vor den andern und weiß oft nicht recht, was das soll. Der Kopf ist einmal leer, dann wieder voll, mal klar, mal chaotisch. Im Rückblick waren es aber nicht die schlechtesten Zeiten, diese langen Weilen. Gewiss, jeder Pilger kann von seiner Reise sehr kurz-weilige Episoden erzählen, spannende Geschichten. Was ich aber, rückblickend, als das Wertvollste betrachte, waren diese langen Weilen. So mühsam sie oft waren, so waren doch sie es, die es mir ermöglichten, Schichten meiner Seele zu berühren, die ich bis dahin nicht kannte. Fliehen Menschen die Langeweile zu sehr?

P. Christoph: Das Wort „Langeweile“ ist negativ belastet. Deshalb flieht man vor ihr. Und es gibt da mehr als genug Fluchthelfer. Was aber passierte, wenn man sie freiwillig an sich herankommen ließe? Das wollte letzthin ein 16-jähriger Schweizer wissen, der nach seinen Aussagen im Tag durchschnittlich 4 Stunden TV und drei Stunden PC konsumiert. Er beschloss, drei Tage in seinem Zimmer ohne jedes elektronische Gerät und ohne Buch zu verbringen. Sein Rückblick: „Die Langeweile war extrem, und sie ging nicht weg. Die Zeit vergeht unglaublich viel langsamer, wenn man keine Ablenkung hat. Immerhin bin ich nicht


KirchenZeitung Diözese Linz

Fastenzeit 2014 15

17. April 2014

,

ZUR PERSON P. Christoph Müller OSB, geboren 1947, ist Benediktinerpater aus dem Kloster Einsiedeln/Schweiz, zur Zeit Pfarrer in Blons, St. Gerold und Thüringerberg im Großen Walsertal (Vorarlberg) sowie Dekan für das Dekanat Walgau/Walsertal“. Seine Pilgererlebnisse auf dem Jakobsweg erschienen unter dem Titel „Neuland unter den Sandalen“. Das Buch „Benedikt für Anfänger“ bietet – angelehnt an die Benediktsregel – pointierte Lebensweisheiten aus dem Kloster. Meist mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs: P. Christoph Müller. DIETMAR STEINMAIR

ÜBUNG Wie werde ich „Erlebnis“fähig? durchgedreht. Ich begann mit der Zeit, auch die kleinsten Dinge spannend zu finden. Ich hatte eine Mineralflasche im Zimmer und begann, den Text auf dem Etikett zu studieren. Den kann ich jetzt fast auswendig. Und ich habe die Parkettreihen auf dem Boden meines Zimmers gezählt: Es sind 47… Ich habe meine Gedanken zu Papier gebracht. Dabei ist mir etwas Erstaunliches aufgefallen. Am ersten Tag waren die Gedanken völlig ungeordnet und die Handschrift unsauber. Am zweiten Tag war alles schon viel schöner und geordneter. Am dritten Tag kamen die Texte wie ein Schulaufsatz daher… Es scheint mir, dass das Alleinsein mir mehr geholfen hat, Ordnung in meine Gedanken zu bringen.“ Und auf die Frage, was er am meisten vermisst habe: „Als Erstes nach meinem Versuch ging ich zu meinen Eltern. Die Kommunikation hat mir mehr gefehlt als die Unterhaltung, die elektronische Geräte auch bieten.“ Und dann würde ich auch gerne ansprechen: Das Ostererlebnis.

P. Christoph: Da muss ich zuerst vom Ostererlebnis des hl. Benedikt erzählen. Als er noch Eremit war, besuchte ihn zu Ostern ein Priester. Zu dessen Überraschung wusste Benedikt nicht, dass es Ostern war. Er sagte dem Priester nur: „Ostern ist, weil du da bist!“ Was für eine Definition von Ostern, dem Fest der Begegnung mit dem Auferstandenen! Es ist Os-

tern, weil ein fremder Gast da ist! Im Fremden begegnete ihm also der Auferstandene. Denn – so Benedikt in seiner Regel – der Herr wird uns einmal sagen: „Ich war fremd, und ihr habt mich aufgenommen“. Dementsprechend sollte denn auch die Aufnahme der Gäste geschehen: „Bei der Begrüßung begegnet man allen Gästen in tiefer Demut. Man neigt den Kopf, um in ihnen Christus anzubeten, der auch wirklich aufgenommen wird“. Es handelt sich also hier um eine konkrete Erfahrung mit dem Auferstandenen. Ist er noch anderswo erfahrbar?

P. Christoph: Zum Beispiel in den Kranken, denn der Herr wird uns, so Benedikt, auch sagen: „Ich war krank, und ihr habt mich besucht“. Ebenso kann man ihm begegnen in der Stellungnahme eines jüngeren Bruders oder in der Kritik eines Gastes. Ostererlebnisse also ein bisschen überall: im Gästehaus, am Krankenbett, bei Beratungen. Gewiss feiere ich in meinen drei Gemeinden mit großer innerer Anteilnahme die Heiligen Tage von Tod und Auferstehung Jesu. Aber die eigentlichen Ostererlebnisse geschehen eher nachher im Alltag, unvorhergesehen wie damals bei den Aposteln: Beim Mahl, unterwegs, nach vergeblicher Arbeit – wie am See Tiberias – und nicht zuletzt, als sie zu Pfingsten mit Maria und den Frauen im Gebet versammelt waren.

Ich denke, dass jeder Mensch von Natur aus erlebnisfähig ist. Doch gibt es schon bei den kleinen Kindern Unterschiede. Es gibt solche, die jedes Käferlein entdecken und die Geduld der Mutter reichlich strapazieren, weil sie lange bei etwas stehen bleiben können. Andere sind eher oberflächlich und können kaum bei einer Sache verweilen. Diese erleben die Umwelt verständlicherweise auch weniger intensiv. Ich denke, dass man die Erlebnisfähigkeit einüben kann. Die einfachste Art ist wohl, dass man sich im Alltag zwischendurch einfach bewusst wird, wo man jetzt im Moment gerade ist und was man gerade tut (z.B.: Ich sitze jetzt am Küchentisch und lese die Kirchenzeitung. Ich trinke einen Schluck Kaffee und lese dann weiter. Nun schließe ich kurz die Augen und genieße diesen ruhigen Augenblick. Bevor ich zu lesen aufhöre, überlege ich kurz, welchen Gedanken ich von dem, was ich gelesen habe, in den Alltag mitnehmen will).


Sonntag

Ostersonntag – Lesejahr A, 20. April 2014

Himmel auf Erde gespiegelt Ein Steg vor der Pfarrkirche St. Georgen an der Gusen weist in die Richtung der ehemaligen nahen Konzentrationslager. 40.000 Menschen sind in Gusen vernichtet worden. Ostern zu feiern bedeutet hier, sich nicht an den Gedanken zu gewöhnen, dass das von vielen erlittene Unrecht endgültig bleiben soll. Ostern bedeutet, als Glaubende zu wachen und aufzustehen gegen alles, wo heute Menschen Unrecht und Leid getan wird.

Evangelium Johannes 20,1–18 Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie wussten noch nicht, dass er von den Toten auferstehen musste. Dann kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück. Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen

Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.

1. Lesung Apostelgeschichte 10,34a.37–43

2. Lesung Kolosser 3,1–4 Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt. Richtet euren Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische! Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott. Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.


Wort zum Sonntag

Ostern: Ausgang ist offen Wir werden einmal sterben und nicht mehr auf diese Erde zurückkehren. Das macht unser Leben zu etwas ganz Einmaligem. Wir können keinen Tag und keine Stunde zurückspulen und ausbessern. Es wird aber auch niemand mehr auslöschen können, was wir jetzt im Augenblick an Gutem in unser Leben hineinlegen. Und wir werden einmal mit Jesus auferstehen. Das nimmt unserem Leben alles Verhängnisvolle. Was uns misslungen ist oder was uns an Leid zugefügt wurde, wird nicht das letzte Wort behalten. Das Evangelium berichtet, dass der Stein vom Grab Jesu weggenommen war. Maria von Magdala und die beiden Jünger Petrus und Johannes haben es offen vorgefunden. Das offene Grab beweist nichts. Es kann aber bedeuten: Das Ende bleibt offen. Denen, die Jesus aus dem Weg geschafft haben, wird nicht bleibend Recht gegeben.

Passage gegen das Vergessen (Künstlerin: Renate Herter); Foto: Christian Herzenbergers

Ostern. Was tot schien ... ... meinen umdunkelten Augen was reglos verharrte in klirrendem Licht was stumm blieb vor meinem Fürchten und Hoffen

Vor unserer Pfarrkirche weist seit Kurzem ein Steg den Blick in die Richtung der ehemaligen nahen Konzentrationslager Gusen. 40.000 Menschen sind dort vernichtet worden. Das kann keiner mehr rückgängig machen. Als Glaubende wollen wir aber wachen und aufstehen gegen alles, wo heute Menschen gedemütigt werden. Indem wir Ostern feiern, bekunden wir: Wir wollen uns nicht an den Gedanken gewöhnen, dass das von vielen erlittene Unrecht endgültig bleiben soll. Der am einen Ende an einer Plattform befestigte Steg schwebt an seinem anderen Ende offen über dem Abgrund. Und es spiegelt sich in ihm der Himmel. „Ich gehe zu meinem Gott und zu eurem Gott“, sagt der auferstandene Jesus. Auferstehung und Himmelfahrt sind dasselbe. Der verspottete und hingerichtete Jesus kommt ganz beim liebenden Vater an. Und mit ihm die Geschundenen und die Ausgebeuteten aus allen Epochen. Die Rücksichtslosen können sich nicht auch noch das Ewige richten. Sie haben keine bleibende Macht.

Zum Weiterdenken Mit der Auferweckung Jesu protestiert Gott selbst gegen den Tod. Wie schaut mein persönlicher „Aufstand“ gegen Zerstörung von Leben und gegen Unrecht an Menschen aus?

tritt hundertfach aus sich hervor verletzliche Antwort

franz wöckinger ist Pfarrer in St. Georgen an der Gusen, Oberösterreich.

der Stein vor dem Grabe blüht

Den Autor erreichen Sie unter

christa peikert-flaspöhler

u sonntag@kirchenzeitung.at


18 Bewusst leben

17. April 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

aufgetischt

Über den Sinn der Speisenweihe, wenn auch während der Fastenzeit alles auf den Tisch kommt

Osterflecken

Gesegnete Mahlzeit In der Osternacht gesegnete Speisen sollen das erste Festmahl nach den Entsagungen der Fastenzeit sein. Aber kann der Brauch auch in einer Zeit des Überflusses noch Sinn haben? brigitta hasch

Teige auf dem Backblech gleichmäßig teilen, damit die einzelnen Brote dieselbe Backzeit haben. löwenzahn verlag

Jahreszeitenbrot, Gebilde- oder Weihebrot – für die traditionellen Speisesegnungen gibt es verschiedene Kuchen oder Ostergebäck, oft kunstvoll geformt und meist aus Germteig. Der Osterflecken ist ein Rezept aus Oberösterreich. Zutaten (für 0,6 kg Brot): 250 g Roggenmehl (Type 960), 250 g Weizenmehl (Type 700), 30 g Germ, 10 g Salz, 1 KL Fenchelsamen, 1 KL Kümmel (ganz), 3/8 l warmes Wasser. Wasser zum Besprühen, Fenchelsamen, Kümmel, Mohn oder Grobsalz zum Bestreuen. Zubereitung: Fenchel und Kümmel frisch mörsern. Teigzutaten und Gewürze gut vermengen und zu einem glatten Teig kneten. Bis zum doppelten Volumen aufgehen lassen. Anschließend zu einem Rechteck ausrollen und auf ein Backblech legen. Mit einem Teigrad große Kreise einzeichnen. Mit Wasser besprühen und nach Belieben gleichmäßig bestreuen. Nochmals gut aufgehen lassen und im vorgeheizten Backrohr ohne Schwaden backen. XX Richtig gutes Brot. Die besten Rezepte zum S­elberbacken, Eva Maria Lipp, Löwenzahn Verlag, Innsbruck 2013.

Die Fastenzeit wird heute von den meisten Menschen nicht mehr so streng gelebt wie früher. Im Gegenteil: Viele Speisen, die zu Zeiten der Großeltern nur für hohe Festtage vorbehalten waren, stehen jeden Tag ein ganzes Jahr zur Verfügung. Genuss ist jederzeit abrufbar, ist nicht dem Sonn- oder Feiertag vorbehalten. Wertigkeit verloren. Die nahezu uneingeschränkte dauernde Verfügbarkeit von Lebensmitteln nimmt ihnen gleichzeitig die Wertschätzung. Das äußert sich zum einen beim Preis. Für ein Kilo Schweinfleisch, Butter oder Kaffee musste ein Industriearbeiter im Jahr 1980 dreimal so lange arbeiten wie heute. Wesentlich drastischer verdeutlicht aber der riesige Berg an weggeworfenen Lebensmitteln ihren emotionalen Wertverlust. Für die meisten Menschen in den Industrieländern ist ein Mangel an Speisen und Getränken tatsächlich unvorstellbar. Kauf drei – zahl zwei – iss nicht einmal ein Stück und wirf den Rest weg. Ratlos geworden, wie man aus Resten schmackhafte Speisen zubereitet; immer in

Eile, zum Selberkochen bleibt kaum Zeit; Erdbeeren auch im Jänner, weil sie im Angebot sind. Das sind nur Blitzlichter auf die Konsument/innen von heute. Noch beschämender ist die Menge an genießbaren Lebensmitteln, die der Handel wegwirft, bevor sie in die Regale kommen – „weil die Konsument/innen sie nicht kaufen würden“. Dokumentarfilme mit erschreckenden Bildern machen den sorglosen Umgang mit Lebensmitteln deutlich und regen immer mehr Menschen zu einem Umdenken an. Vielleicht ist genau in diesem Sinne die Speisenweihe in der Osternacht auch ein wichtiges Zeichen. Symbolik. „Die österliche Speisensegnung hat ihren tiefen Sinn darin, die Tischgemeinschaft mit dem Auferstandenen daheim im kleinen Kreis weiterzufeiern: mit besonderen Speisen, die auf die Bedeutung der Auferstehung Christi für unser Leben verweisen“, erklärt Liturgiereferent Hans Stockhammer. „„ Brot: Zeichen dafür, dass Jesus Christus das lebendige Brot ist, das vom Himmel herabgekommen ist. Osterbrot steht als Zeichen der Stärke und des gemeinsamen Mahles. „„ Lamm: Symbol der Erlösung. „„ Salz: Die Auferstehung gewährt unzerstörbares, göttliches Leben. „„ Eier: Symbol von Neubeginn und Liebe. „„ Kren: Sinnbild der „Bitterkeit“ des Lebens und für die Überwindung der Leiden.

Ein traditionell gefüllter Korb für die österliche Segnung: Brot, Lamm, Salz, Eier, Kren und Schinken; dazu ein besticktes Weihekorbdeckchen. Bauernzeitung


KirchenZeitung Diözese Linz

Osterrätsel 19

17. April 2014

Und entflamME in uns die Sehnsucht nach dir, dem unvergänglichen Licht.

Kleopas

So ist nun das Lob dieser kostbaren Kerze erklungEN

Mose

Du hüllst dich IN Licht wie in ein Kleid.

Grab

Segne dieses neue Feuer, das die Nacht erhel LT.

Simon

Christus ist glorreich auferstanden vom Tod. SeIN Licht vertreibe das Dunkel.

Nazaret

Freue dich, Mutter Kirche, umkleidet von Licht und herrlichem GlaNZe.

Messias

Und entflamme in uns die Sehnsucht nach dir, dem unVErgänglichen Licht.

Abend

Christus ist glorreich aufersTAnden vom Tod. Sein Licht vertreibe das Dunkel.

Engel

Freue dich, Mutter Kirche, umKLeidet von Licht und herrlichem Glanze.

Prophet

Dies ist die Nacht, von der geschrieben steht: „Die Nacht wird hell wie der TAG, wie strahlendes Licht wird die Nacht mich umgeben.“

Kreuz

Dies iST die Nacht, in der die leuchtende Säule das Dunkel der Sünde vertrieben hat.

Jesus

Er selbst nahm das Feuer und das Messer in die HAnd.

Jerusalem

Feuer und Wasser Texte und Handlungen der Osternachts-Feier verwenden starke Symbole – Feuer und Wasser. – Mit der Feuerweihe und der Lichtfeier wird auf Christus hingewiesen, dessen Glanz der Auferstehung die Nacht erhellt. Von Feuer und Wasser sprechen auch die Texte im anschließenden Wortgottesdienst. Die Tauffeier vermittelt mit Wasser-Bezügen die reinigende Kraft der Taufe. Auf diesen Feuer- und Wasser-Texten der ­Osternachts-Feier baut unser großes OsterPreisrätsel auf: Es gilt, 17 Textstellen aus der Feuersegnung und dem Exsultet der Licht­ feier sowie aus Lesungstexten des Wortgottesdienstes und aus der Taufwasserweihe so zu ordnen, dass die in den Textstellen

hervor­gehobenen Buchstaben-Paare hintereinander gelesen einen sinnvollen Satz ergeben. Dies ist der Lösungssatz – einem Osterlied (neues Gotteslob, Nr. 323) entnommen, das den Psalm 30,12 aufgreift. Lösungsschritte: 1. Jeder Textstelle ist ein Wort aus dem Evangelium vom Ostermontag – Emmaus­ gang (Lk 24,13–35) – beigegeben. Reihen Sie die 17 Textstellen nach dem ersten Vorkommen des beigegebenen Wortes im Emmausgang-Evangelium. 2. Tragen Sie die hervorgehobenen Buch­ stabenpaare entsprechend dieser Reihung unten in die 34 Felder ein. Fertig ist der Lösungssatz!

Durch DEinen geliebten Sohn steige herab in dieses Wasser die Kraft des Heiligen Geistes.

Augen

IhR Werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils.

Brot

Ich gieße reines Wasser über euch aus, d ANn werdet ihr rein.

Lobpreis

DU hast das Wasser in

Dienst genommen für das Werk deines Erbarmens.

Emmaus

Ihr werdet Wasser schöpfEN voll Freude aus den Quellen des Heils.

Israel

Teilnehmen, gewinnen Alle Lösungen, die bis spätestens Montag, 28. April 2014, 12 Uhr, mit dem Kennwort „Osterrätsel“ bei uns eintreffen, nehmen an der Verlosung von 25 Preisen teil. XX Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Fax: 0732/76 10-39 39 E-Mail: office@kirchenzeitung.at

1. bis 5. Preis: je ein Bibelatlas. 6. bis 15. Preis: je ein Buch „Tiere in der Bibel“. 16. bis 25. Preis: je eine CD „Allweil lustig“, Franz Posch. Ernst Gansinger Illustration: Lois Jesner

Lösungssatz:

__ ____ ____ ______ __ ______ __________


Da geh ich hin „„ Mary Poppins. Im Kirsch­ baumweg Nummer 17 geht et­ was Seltsames vor sich. Mit ihrem geheimnisvollen Kinder­ mädchen erleben Jane und Mi­ chael spannende ­Abenteuer. Träumen die Kinder das nur, oder ist alles Wirklichkeit? Wie auch immer, eines weiß F­ amilie Banks ganz genau: Mary Pop­ pins soll nie wieder gehen ... Die Schauspieler/innen dieses Stü­ ckes sind Jugendliche aus der Re­ gion Pregarten, Wartberg und Hagenberg.

KK

Großer Osterrätselspaß Dieses Mal kannst du mit deinen Freunden und Ge­ schwistern gleich vier Oster­ rätsel lösen! 1. Suchrätsel: Findest du un­ sere zehn Osterhasen? 2. Labyrinth: Was meinst du, wer findet das Osternest – Jan oder Tina?

XX Premiere: Sa., 26. 4., 18.30 Uhr. Weitere Aufführungstermine: So., 27. 4., 17 Uhr, Sa., 3. 5. und So., 4. 5., jeweils 18.30 Uhr in der Bruckmühle Pregarten. Karten erhältlich unter www.comedia.at oder telefonisch 0664/206 66 48.

3. Schau genau: Überlege dir, welches Huhn welches Ei ge­ legt hat!

lach mit piepmatz

4. Drei Gegenstände passen nicht dazu: Welche Dinge ge­ hören nicht zum Osterfest?

„„ Die kleine Anja sieht zum ersten Mal einen Regenbogen. Ganz aufgeregt fragt sie ihre Mutter: „Mama, Mama, was ist denn das für eine Reklame?“

Wenn du für die Rätsel Num­ mer 2, 3 und 4 die richtigen Lösungen gefunden hast, schicke sie per E-Mail an kiki@kirchenzeitung.at oder per Post an KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Einsendeschluss ist der 28. April 2014.

„„ Ein Reporter fragt den Pro­ fessor: „Haben sich einige Wün­ sche aus Ihren Kindertagen er­ füllt?“ – „Oh ja, immer, wenn mich meine Mutter gekämmt hat, habe ich mir gewünscht, keine Haare zu haben!“

XX Viel Spaß beim Raten und Gewinnen!

„„ „Herr Kapitän, stimmt es, dass ein kleines Stück Brot ge­ gen Seekrankheit hilf?“ – „Ja. Aber noch besser hilft ein großes Stück Land!“

Schlaukopf oder Wün­sche an KiKi? Suchst du eine Brieffreun­

din oder einen Brief­freund? Ich freu mich auf deine Post! kiki@kirchenzeitung.at, KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Deine gitti

balduin baum

kiki-kontakt „„ Schick deine lustigsten Witze an: piepmatz@kirchenzeitung.at oder an PIEPMATZ, Kapuziner­ straße 84, 4020 Linz. „„ Hast du Fragen an den

Die KirchenZeitung für Kinder 17. April 2014


17. April 2014

Ari Rath (89): Als 13-Jähriger musste er aus Wien vor dem NS-Regime flüchten. Heute lebt er in Israel und Österreich.

reuters, Foeger

„Katholische Kirche muss in der Aufarbeitung der NS-Zeit viel nachholen“ Ari Rath erinnert an die dunkle NS-Vergangenheit und mahnt vor den Gefahren des heutigen Rassismus. Im Interview thematisiert der 89-jährige Zeitzeuge die problematische Rolle der katholischen Kirche unter der Naziherrschaft. Ari Rath ist 13, als seine Kindheit plötzlich zu Ende ist und er vor den Nazis nach Palästina flüchten muss. Heute ist er einer der letzten Zeugen der NS-Zeit. Vergangenen Mittwoch gastierte er an der Neuen Mittelschule Harbach in Linz. „In zwei Jahren dürft ihr wählen. Setzt euch für ein liberales, demokratisches Österreich ein“, beendet er den Vortrag mit einen Appell an die 14-jährigen Schüler/innen. Wie er den Antisemitismus erlebte und warum besonders die katholische Kirche noch immer viel aufzuarbeiten hat, sagte er Paul Stütz. Herr Rath, beginnen wir das Interview.

Ari Rath: Wir müssen zuerst über die Rolle der katholischen Kirche sprechen. Passt, fangen wir damit an.

Rath: Papst Johannes Paul II. hat sich im Jahr 2000 für das entschuldigt, was die katholische Kirche dem jüdischen Volk angetan hat. Das war mutig. Aber es besagt auch alles. Es gab einige katholische Priester, die sich gewehrt haben gegen das NS-Regime. Gleichzeitig hat sich die offizielle Kirche teilweise nicht ausreichend distanziert. Was wiegt für Sie schwerer?

Rath: Ich möchte daran erinnern, dass Kardinal Theodor Innitzer Herrn Hitler mit großem Segen im Hotel Imperial empfangen hat. Dann gab es einen Hirtenbrief von Innitzer, den alle Landesbischöfe unterschrieben haben, in dem er sich für den Anschluss Österreichs an Deutschland ausgesprochen hat. Es gab sicher einige, die versucht haben Menschen zu retten, aber im Großen und Ganzen, befürchte ich, hätte die katholische Kirche mehr tun können. Leider hat der tief verwurzelte Antisemitismus der katholischen Kirche dazu beigetragen, dass nach dem Anschluss sich so viel Schlimmes ergeben hat, dass Judenverfolgung möglich wurde. Sie kritisieren in Ihren Vorträgen auch die Rolle des Vatikans nach Ende des Weltkriegs.

Rath: Nach 1945 hat der Vatikan Hunderten, wenn nicht Tausenden SS-Schergen und führenden Nazis geholfen mit falschen Papieren zu flüchten. Zum Beispiel konnte der in Linz aufgewachsene NS-Verbrecher Adolf Eichmann durch Hilfe des Vatikans als Riccardo Klement nach Argentinien ausreisen. Wie erklären Sie das in Ihrer KirchenZeitung, dass der Vatikan nach 1945 so vielen NSVerbrechern zur Flucht verholfen hat? Schreiben Sie das, wie erklären Sie das? Schreiben ja, erklären ist schwierig. Es war jedenfalls klar ein menschliches Versagen, das kann man nicht anders nennen.

Rath: Das ist schon etwas. Ich fürchte, dass die katholische Kir-

che in der Aufarbeitung noch sehr viel nachholen muss. Es ist noch nicht genug getan worden. Zweifellos war die katholische Kirche die historische Wurzel des jahrhundertelangen Antisemitismus. Die Aufarbeitung in Hitlers Geburtsstadt Braunau ist auch schwierig. Was soll man mit Hitlers Geburtshaus tun?

Rath: Meiner Meinung soll ein Teil des Hauses ein Museum sein, das die schlimmsten Verbrechen der Nazi-Zeit beweist. Sie halten Vorträge über die NaziZeit an Schulen. Ist es ein gutes Gefühl für Sie, das alles erzählen zu können?

Rath: Ja, ich mache das wirklich gern. Sie sind optimistisch, dass diese junge Generation genug informiert, politisch wach ist?

Rath: Ich fürchte, noch nicht genug. Für mich war der Schritt

Ari Rath 1925 wurde Ari Rath in Wien geboren. Nach dem „Anschluss“ ­Österreichs an Nazi-Deutschland am 12. März 1938 gelangte er mit seinem drei Jahre älteren Bruder als 13-Jähriger nach Palästina. Der Journalist lebt heute in I­srael und in Österreich, wo er regelmäßig Zeitzeugenvorträge hält. Im Herbst 2012 erschienen im Zsolnay Verlag seine Memoiren: „Ari heißt Löwe“.

nicht durchdacht, das Wahlalter auf 16 zu senken. Die Jugendlichen müssen in der politischen Erkenntnis noch viel nachholen. Zum Beispiel: Meistens sagt Schülern der Name Adolf Eichmann nichts. In Österreich hat man sehr spät mit der Erinnerungs­ arbeit begonnen. Es ist ganz wichtig, dass diese Erziehung noch vertieft wird. Meine Generation stirbt jetzt aus. Wir sind die letzten Zeugen. Zu überspitzt, wenn man sagt: Muslime sind die neuen Juden?

Rath: Nein, anders, es ist in Österreich heute ein Antisemitismus ohne Juden, und das ist der Fremdenhass. Ob das Türken oder Kroaten sind, alles mögliche. Ich kann mich gut erinnern, wie der FPÖ-Chef Strache zum ersten Mal bei den Gemeindewahlen in Wien angetreten ist. Da gab es Plakate mit Schulklassen, verschleierte Mädchen darauf zu sehen. Daneben steht Strache: „Möchten Sie, das Ihr Kind in so eine Schulklasse geht? Wenn nicht, wählen Sie Strache.“ Rassismus und Fremdenhass hat den Antisemitismus ersetzt. Beim EU-Wahlkampf sieht man es, wie die FPÖ wie gewohnt Ressentiments gegen Fremde schürt.

Rath: Hätte Mölzer nicht den Fußballhelden David Alaba beschimpft, nichts wäre passiert. u Die Vorträge von Ari Rath an Linzer Schulen wurden zum zweiten Mal von der Friedensstadt Linz und dem Verein „Land der Menschen Oberösterreich“ organisiert: www.landdermenschen.at


22 Anzeigen & Hinweise KLEINANZEIGEN STELLENANGEBOT IntegrationsbetreuerIn gesucht! Wir sind eine private Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung und suchen Familien oder alleinlebende Personen, die ein Kind/Jugendlichen bei sich zu Hause längerfristig betreuen möchten. Anforderungen sind: eine stabile Persönlichkeit, ein intaktes Familienleben, eine pädagogische Ausbildung oder die Bereitschaft, diese berufsbegleitend zu absolvieren, eine engagierte Zusammenarbeit mit unserer Organisation, ein eigenes Zimmer für das Kind/den Jugendlichen, ausreichende Deutschkenntnisse, Führerschein B und verfügbarer PKW. Entlohnung erfolgt nach dem entsprechenden Dienstvertrag. Weitere Information über unsere Organisation finden Sie unter www.wgsola.at Bei Interesse senden wir Ihnen gerne genauere Informationen! SOLA GmbH Johann-Roithner-Straße 131, 4050 Traun, z.H. Mag.a (FH) Julia Beier; Bewerbungen bitte per Mail an julia.beier@wgsola.at Suche Unterstützung im Haushalt (vorzugsweise Pensionistin) für 2-Personen-Haushalt. Linz, Nähe Bahnhof, ca. 10 Std/Woche. Zuschriften unter Chiffre Nr. 07/2014“, KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz.

IMPRESSUM KirchenZeitung Diözese Linz Medieninhaberin: Diözese Linz. Herausgeber: Willi Vieböck. Chefredakteur: Matthäus Fellinger. Redaktion: Ernst Gansinger, Christine Grüll, Brigitta Hasch, Elisabeth Leitner, Paul Stütz, Josef Wallner. Verlagsleiterin: Ursula Schmidinger. Marketing: Monika Jellmair, Birgit Kubik. Anzeigen: Sigi Hafner. E-Mail: anzeigen@kirchenzeitung.at Sekretariat: Irmgard Draxler, Barbara Erber, Elisabeth Ecker, Alexandra Kaiser. Adresse: Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Tel. 0732/76 10-39 44, Fax: 0732/76 10-39 39. E-Mail: office@kirchenzeitung.at Leserbriefe an: leserbriefe@kirchenzeitung.at DVR: 0029874/10770 Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen OÖ, Tirol, Vorarlberg und Burgenland: Hans Baumgartner (Leiter), Susanne Huber, Brigitte Huemer. Werbung: Walter Achleitner, Thomas Hödl, Bergstraße 12, 5020 Salzburg, Tel. 0662/88 44 52, Fax: 88 44 52-4, E-Mail: koopred@kirchenzeitung.at Hersteller: OÖN Druckzentrum GesmbH & Co KG, Medienpark 1, 4061 Pasching. Verlagsort: Linz. Jahresabonnement: Inland: € 46,20 (Abodauer mindestens ein Jahr und danach bis auf Widerruf, Kündigung zum Halbjahr, schriftlich mit 14-tägiger Kündigungsfrist). ART COPYRIGHT ©BILDRECHT, WIEN Mitglied der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK)

17. April 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

 ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Österreichische Lotterien laden zum Lotterien-Tag:

„Feuerseele – sie kämpfte für den Frieden“ Maxi Blaha spielt Bertha von Suttner

© Peter Rigaud

Die Österreichischen Lotterien machen Kunst und Kultur für möglichst viele Menschen frei zugänglich und erlebbar. Sie laden daher am LotterienTag ihre Spielteilnehmer am Mittwoch, 30. April 2014, um 19.00 Uhr ins Studio44 der Österreichischen Lotterien in Wien zur Aufführung des Theatersolos „Feuerseele“ ein, in dem Stationen des Lebens von Bertha von Suttner beleuchtet werden. International bekannt wurde die Österreicherin Bertha von Suttner mit dem Antikriegsroman „Die Waffen nieder!“, der 1889 veröffentlicht wurde. In weiterer Folge engagierte sich die überzeugte Pazifistin immer stärker in der Friedensbewegung. 1905 erhielt sie als erste Frau den Friedensnobelpreis. Kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs, am 21. Juni 1914, starb Suttner. Mit dem Theaterstück „Feuerseele – sie kämpfte für den Frieden“ setzt Autorin Susanne F. Wolf Bertha von Suttner anlässlich des 100. Todestages ein Denkmal. In der Hauptrolle spielt Maxi Blaha, die das als Solo konzipierte Werk lebendig macht. Mit Anmeldung auf www.lotterien.at bis spätestens Mittwoch, 23. April 2014 nimmt man an der Verlosung von je zwei Karten teil. Die Gewinnverständigung und weitere Details zur Veranstaltung erfolgen per E-Mail.  ANGABEN OHNE GEWÄHR

STELLENANGEBOT Wesenauerhof: Suche Praktikant/in für Landwirtschaft und Badeplatz am Fuschlsee. Tel. 0664/542 90 58, info@wesenauerhof.at VERSCHIEDENES Künstlerische Malerarbeiten an Kirchen, Fassadenerneuerung und Restaurierung, Preisnachlass. Kontakt: E-Mail: reart@szm.sk, www.reart.eu

TOTO

LOTTO

Ergebnisse Runden 15A 15 B

6 AUS 45

111 121 111 1X1 112 222 3: 1:0

Mi., 09. 04. 14: 6 14 18 25 29 35 Zz: 15 J O K E R: 7 9 3 2 1 8

222 11X 2X1 111 11X 222

So., 13. 04. 14: 4 9 23 25 33 41 Zz: 14 J O K E R: 2 7 1 1 8 7

1: 2:0 1: 0:2

2: 2:0

2: 1:2

3: 0:+

4: +:1

4: +:0

5: 0:1

5: +:2

Ihre Anzeige im Internet – www.kirchenzeitung.at/anzeigen Sie können Ihre Kleinanzeige für nur 50 % Aufschlag auf den Print-Anzeigenpreis auch auf www.kirchenzeitung.at/kleinanzeigen schalten.

HINWEISE  Ein Fest für Generationen. Der Bauernbund feiert sein Bestehen seit 95 Jahren. Er lädt dazu zu Festmesse und Festakt am Sonntag, 27. April, zum Neuen Dom in Linz ein: ab 9 Uhr Eintreffen, 10 Uhr: Gottesdienst mit Bischofsvikar Wilhelm Vieböck, 11.30 Uhr: Agape am Domplatz.  Demonstration „Braunau gegen rechts“. Karsamstag, 19. April, Beginn vor dem Bahnhof Braunau, 15 Uhr.  Saisonales Kochtreffen. Frühlingsküche vom Feinsten gibt es am Montag, 12. Mai im Restaurant Kontrast von pro mente, Südtiroler Straße 31, 4020 Linz. Dazu nehmen die Teilnehmer/innen saisonale und regionale Lebensmittel mit und verkochen sie sowie speisen dann gemeinsam. Interessierte wenden sich an Herbert Wegscheider, E-Mail: herbert-wegscheider@aon.at

 1914 bis 1934. Das Museum Arbeitswelt in Steyr zeigt bis Ende des Jahres 2015 die Sonderausstellung „Vom Boom zum Bürgerkrieg, Steyr 1914 bis 1934“. Der Aufstieg Steyrs ist verbunden mit der Aufrüstung vor dem Ersten Weltkrieg und mit den ersten Kriegsjahren. Dann bricht die Not herein, Ateyr ist im Brennpunkt der sozialen und

Die Österreichische Waffenfabriks-Gesellschaft ÖWG, Steyr 1914. Die 16 Objekte wurden in nur 260 Tagen errichtet. MAW

politischen Spannungen, die schließlich in den Bürgerkrieg münden.  www.museum-steyr.at

 Gedenken an die Ermordeten der Todesmärsche. Die Plattform „Wider das Vergessen Ansfelden“, zu der auch der Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf gehört, lädt zur Gedenkfeier am Mittwoch, 23. April, um 18 Uhr bei der Kremsbrücke, Gasthaus Stockinger, ein. Um 19.30 Uhr wird im Treffpunkt mensch & arbeit der Film „Stadt ohne Juden“ gezeigt. Am Donnerstag, 24. April halten die Schüler/innen der 4. Klassen der VS Ansfelden von 9.30 bis 11.45 Uhr bei der Kremsbrücke ein Gedenken. KA-Präsident Bert Brandstetter spricht am Montag, 28. April, beim Gedenken an den Todesmarsch der ungarischen Juden: 18.30 Uhr, Wels, beim Jüdischen Mahnmal im Nordteil des Welser Friedhofs.


KirchenZeitung Diözese Linz

Ausblick 23

17. April 2014

BILDUNG – SPIRITUALITÄT – KURS

Katharinenfeier der kfb

Attnang, Maximilianhaus  07674/665 50  Die metamorphische Methode, Unser Potenzial leben und erleben, Fr., 2. 5., 17 Uhr bis Sa., 3. 5., 17 Uhr, Ref.: Maria Eibensteiner.

Vöcklabruck. „Die Stunde ist kostbar. Warte

nicht auf eine spätere Gelegenheit.“ Dieses Wort der hl. Katharina von Siena ist Motto der Katharinenfeier der Katholischen Frauenbewegung in Oberösterreich am 25. April im Mutterhaus der Franziskanerinnen in Vöcklabruck. Katharina von Siena wird zur Patronin und Weggefährtin der Katholischen Frauenbewegung Österreichs erhoben. Österreichweit finden dazu Veranstaltungen statt. Die KirchenZeitung berichtet in der nächsten Woche ausführlich. Ab 9. Mai lesen Sie außerdem die dreiteilige Reihe „Vom Geheimnis ergriffen. Das Leben der hl. Katharina von Siena“.  Fr., 25. April, ab 15 Uhr, Mutterhaus der Franziskanerinnen, Salzburger Straße 18, 4840 Vöcklabruck.

Attnang, Exerzitienhaus  07674/623 67  Meinen Weg finden, besinnliche Tage mit biblischen Dialogen, Fr., 25. 4., 18 Uhr bis So., 27. 4., 13 Uhr, Begl.: P. Hans Hütter CSsR.

Hl. Katharina von Siena, Fresko von Andrea Vanni, 14. Jahrhundert, Basilika San Domenico, Siena. WIKIMEDIA

Bad Dachsberg, Bildungshaus  0732/76 10-34 43  Man sieht nur mit dem Herzen gut, Woche für Mütter mit Kleinkindern, Mo., 5. 5., 10 Uhr bis Fr., 9. 5., 10 Uhr, Ltg.: Renate Rudolf. Linz, Haus der Frau  0732/66 70 26

Bischof lädt für 1. Juli zur Wallfahrt nach Mariazell Linz/Mariazell. Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz lädt aus Anlass der besonderen heurigen Gedenktage für Dienstag, 1. Juli zu einer Diözesanwallfahrt nach Mariazell. 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, 80 Jahre nach dem Bürgerkrieg in Österreich, 75 Jahre nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und 25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhanges soll die Wallfahrt ein nachdenkliches Erinnern sein. „Stellen wir dieses vom Christusglauben geprägte Europa erneut unter den Schutz Marias“, betont Bischof Schwarz. Es geht darum, den Blick nach vorne zu richten und dankbar für die geschenkte Friedenszeit zu sein.

 Anmeldung im Bischöflichen Sekretariat, z.H. Herrn Mag. Thomas Hintersteiner, Herrenstraße 19, 4021 Linz; E-Mail: thomas. hintersteiner@dioezese-linz.at; Tel. 0676/87 76 11 39. Anmeldeschluss: 15. Mai. Busfahrt: € 20,–, Mittagessen € 12,–.

 Lob der Grenze, Gespräch über das Buch „Lob der Grenze“ von K. P. Liessmann, Di., 6. 5., 9 bis 11 Uhr, Ref.: Mag. Eva Fischer. Ried, Treffpunkt der Frau  07752/802 92  Säure-Basen-Balance, Seminar, dreimal ab 23. 4., jeweils Mi., 19.30 bis 21.30 Uhr, Ltg.: Margit Trattner. Ried, St. Franziskus  07752/827 42  Lehrgang Integrative Kindertanzpädagogik, erstes Lehrgangsseminar, Do., 1. 5. bis So., 4. 5., Ltg.: Ali Schuhmacher-Möth. Steyr, Dominikanerhaus  07252/454 00  Einfache meditative Tänze, dreimal ab 8. 5., jeweils Do., 19.30 bis 21 Uhr, mit Sr. Huberta Rohrmoser. Tragwein, Greisinghof  07263/860 11  Tage der Achtsamkeit, Lebendigkeit durch Bewegung und Kontemplation, Do., 1. 5., 16 Uhr bis So., 4. 5., 12 Uhr, Ltg.: Mag. Wolfgang Singer, Matha Kniewasser-Alber. Wels, Bildungshaus Puchberg  07242/475 37  Junge Ehe, Erfahrungen und Anregungen nach einem Jahr, So., 4. 5., 9 bis 18 Uhr, Ref.: Mag. Rolf Sauer.

KIZ/ARCHIV

ANGEBOT DER WOCHE

Spiele im Nest In etlichen Osternestern werden Spiele sein. Auch wir können unseren Leser/innen einige Spiele ins Nest legen, die uns die Verlage Kosmos, Zoch und Hans im Glück zur Verfügung gestellt haben. Zur Verlosung kommen dieses Mal vor allem Spiele für die Altersgruppe ab zwölf bzw. für geübte Spielende, die sich

von einem komplexen Regelwerk nicht abschrecken lassen. Aus dem Verlag Kosmos können wir die beiden Handels-Spiele „Kashgar – Händler der Seidenstraße“ und „Nauticus“ sowie den Knobelspaß für die ganze Familie „Manno Monster“ verlosen. Der Zoch-Verlag stellt für die Verlosung das Quiz-Spiel der besonderen Art „Finger weg! Achtung Hochspannung!“ zur Verfügung. Vom Verlag Hans im Glück bekamen wir für die Verlosung „Russian Railroads“, ein Spiel, das geübten Spieler/innen sehr zu empfehlen ist. Besprechungen der Spiele Seite 27!

KOSMOS

 Schreiben Sie bis Fr., 25. 4. (KW: „Spiele“) an: KirchenZeitung Diözese Linz, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Fax: 0732/76 10-39 39, E-Mail: service@kirchenzeitung.at Wir verlosen drei „Kashgar“ und von den anderen Spielen je eins. Spielewünsche versuchen wir zu berücksichtigen.


24 Termine namenstag

KonsR Mag. Konrad Enzenhofer stammt aus Vorderweißenbach im Mühlviertel und ist Pfarrer in Ottnang und Bruckmühl. Privat

Konrad (21. April) Mein Namenspatron wurde 1934 heiliggesprochen. Von den Feierlichkeiten damals in Altötting haben meine Eltern, besonders meine Mutter, sicherlich gelesen. Das dürfte der Beweggrund gewesen sein, mir als viertem Kind den Namen Konrad zu geben und damit ihn zu meinem Schutzheiligen. Ich selbst war schon einige Male in Altötting beim Grab des Heiligen und freu mich, dass ich so einen gütigen und hilfsbereiten Namenspatron habe. Der hl. Konrad von Parzham (1818 bis 1894), mit bürgerlichem Namen Johann Birndorfer, arbeitete zunächst am elterlichen Bauernhof in Parzham in Niederbayern. Mit 31 Jahren wurde er Kapuziner-­Laienbruder im Kloster St. Anna in Altötting. Bruder Konrad machte 41 Jahre lang Dienst an der Pforte im Kloster. Es heißt: Er war ein Mann tiefsten Gebetslebens und zugleich von aufopfernder Hilfsbereitschaft. Besonders verehrte er die hl. Eucharistie und die Gottesmutter. Leider entfällt der liturgische Gedenktag manchmal in der Karwoche oder wie heuer am Ostermontag. Konrad Enzenhofer

17. April 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

freitag, 18. 4. 2014 XX Linz, Mariendom. Johannespassion und Motetten, 15 Uhr, mit dem Vokalensemble der Dommusik. XX Linz, Ursulinenkirche. Neun Responsorien zum Karfreitag von J. D. Zelenka, Concert Spirituel, 15 Uhr, mit dem Kammerchor „E medio cantus“. XX St. Florian. Trauermette, Lamentationes Jeremiae Prophetae von A. Brumel, Stiftskirche, 8 Uhr, mit dem Ensemble Alte Musik; Karfreitagsliturgie mit gregorianischem Choral, deutschem Liturgiegesang, 19.30 Uhr, mit der Schola Floriana. XX Schlägl. Trauermette im gregorianischen Choral, Stiftskirche, 7 Uhr; Johannespassion und Gesänge vom Karfreitag von H. Kronsteiner, 19.30 Uhr, mit dem Vocalensemble der Stiftsmusik. XX Wels. Suite für Violoncello solo in C-Dur von J. S. Bach, Konzert zur Karwoche, imPAVILLON, Herrengasse 8, 18.30 Uhr, mit Klara Außerhuber. samstag, 19. 4. 2014 XX Linz, Mariendom. Gesänge zur Osternacht, 20.30 Uhr, mit Vokalund Bläserensemble der Dommusik. XX St. Florian. Trauermette mit deutschem Liturgiegesang, Stiftskirche, 8 Uhr, mit der Schola Floria­ na; Feier der Osternacht mit österlichen Gesängen, 21 Uhr, mit dem Chor „Anklang“, Bläsern des Musikvereins. XX Schärding. Osterschiff-Fahrt von Schärding nach Passau, 11 und 14 Uhr, Anmeldetel.: 07712/73 50. XX Schlägl. Trauermette im gregorianischen Choral, Stiftskirche, 7 Uhr; Deutsches Proprium der Osternacht von H. Kronsteiner, 20 Uhr. XX Wels. Duo für Violine und Violoncello von Z. Kodaly, Konzert zur Karwoche, imPAVILLON, Herrengasse 8, 18.30 Uhr, mit Burghard Toelke, Klara Außerhuber. sonntag, 20. 4. 2014 XX Linz, Mariendom. Missa in tempore belli in C, „Paukenmesse“, von J. Haydn, 10 Uhr.

Lese- und Geschichtenfestival am Donnerstag, 24. April und Freitag, 25. April am Linzer Pöstlingberg. Familienbund XX St. Florian. Missa solemnis CDur von W. A. Mozart, Werke von J. S. Bach, J. J. Fux, Stiftskirche, 10 Uhr, mit dem StiftsChor, Altomonte-Orchester; Choralvesper im gregorianischen Choral, 18 Uhr. XX Schärding. Osterschiff-Fahrt von Schärding nach Passau, 11 und 14 Uhr, Anmeldetel.: 07712/73 50. XX Schlägl. Missa brevissima von J. E. Eberlin, Stiftskirche, 10 Uhr; Pontifikalvesper an zwei Orgeln mit Prozession, 17 Uhr. XX Schlierbach. Missa in C, KV 258, „Spaur Messe“ von W. A. Mozart, Stiftskirche, 9.30 Uhr, mit Stiftschor und Orchester, Leitung: Wolfgang Mitterschiffthaler. XX Wilhering. Pontifikalamt, Theresienmesse von J. Haydn, Stiftskirche, 10 Uhr, mit Chor und Instrumentalisten der Stiftskirche. montag, 21. 4. 2014 XX Buchkirchen. Emmausgang, Pfarrzentrum, 6 Uhr. XX St. Florian. Dechantamt mit Orgelmusik, Werke von J. S. Bach, Stiftskirche, 10 Uhr. XX Schärding. Osterschiff-Fahrt von Schärding nach Passau, 11 und 14 Uhr, Anmeldetel.: 07712/73 50. XX Schlägl. Missa brevis in D-Dur von W. A. Mozart, Stiftskirche, 9 Uhr, mit M. Schürz, B. Wolfmayr, H. Falkinger, W. Forster. XX Traunkirchen. Orgelkonzert, Pfarrkirche, 19.30 Uhr, mit ­Michaela Aigner. XX Wilhering. Messe für Sopran und Orgel von A. Jolivet, Stiftskirche, 10 Uhr, mit Anna Maria Pammer, Elke Eckerstorfer.

dienstag, 22. 4. 2014 XX Seitenstetten. Frühlingskonzert, Werke von L. van Beethoven u.a., Maturasaal des Stiftes, 20 Uhr, mit Judith Valerie Engel. mittwoch, 23. 4. 2014 XX Linz, St. Franziskus. Laos und Kambodscha, Reisebericht, Pfarrheim, 19.30 Uhr, mit Erich und Reinhard Schiemer. XX Mitterkirchen. Meine Pilgerreise nach Assisi, Bildervortrag, Pfarrheim, 19.30 Uhr, Ref.: Rudi Killinger. XX Puchenau. Tipps ums junge Gemüse, Pfarrzentrum, 20 Uhr, mit Gabriele Wild-Obermayr. XX St. Marien. Unter uns in St. Marien, Kabarett, Gasthaus Templ, 19.30 Uhr, mit Oliver Hochkofler, Imo Trojan. XX Viechtwang. Vorstellung des Großprojektes „Hope for future“ in Nairobi, Kaplanstock, 20 Uhr. donnerstag, 24. 4. 2014 XX Arbing. Klimaschutzfilm, Pfarrheim, 20 Uhr, mit DI Kathi Mitterhuber. XX Eggerding. Kräuter über Kräuter, Vortrag, Pfarrsaal, 20 Uhr, mit DI Bärbel Ranseder. XX Gampern. Was machen glückliche Paare anders?, Pfarrheim, 19.30 Uhr, mit Maria Pecic. XX Linz. Lese- und Geschichtenfestival des Oö. Familienbunds, Pöstlingberg, Grottenbahn, 9 bis 13 Uhr. XX Linz. Der Friedenspapst Benedikt XV., Vortrag, FortBildungszentrum der Elisabethinen, Museumstraße 31, 9.30 Uhr, Ref.: Univ.Prof. Dr. Michaela Sohn-Kronthaler.

ausstellungen – Märkte XX Linz. Weiblichkeit – in Bild und Ton, Rosa Breitwieser, Galerie Frau, Haus der Frau, Vernissage, Do., 24. 4., 19 bis 22 Uhr, Ausstellung bis 28. 5. XX Oftering. Bücherflohmarkt, Gemeindesaal, Di., 22. 4., 12 bis 19 Uhr, Mi., 23. 4., 8 bis 12 Uhr, Do., 24. 4., 8 bis 15 Uhr. XX Schärding. Ostermarkt, Stadtplatz, Fr., 18. 4. bis So., 20. 4., 10 bis 18 Uhr. XX Seitenstetten. Wallfahren und Pilgern – Wege zum Leben, Sonderausstellung, Stift, 21. 4. bis 31. 10.

XX Steyr. Die gebrochene Brücke, Transformation und Modifikation, oder: Das Bild und die (Er-)Schaffung eines Bildes, Exsultet 2014, Artist in Residence-Projekt mit Maria Alina Staicu, Dominikanerhaus, Präsentation: Sa., 26. 4., 20 Uhr, Dauer der Ausstellung, Di., 22. 4. bis Sa., 26. 4. XX Timelkam. Flohmarkt der Goldhaubengruppe und Eine-Welt-Kreis, Treffpunkt Pfarre, Mi., 23. 4., 12 bis 18 Uhr, Do., 24. 4., 9 bis 18 Uhr, Fr., 25. 4., 9 bis 14 Uhr, Annahme: Mi., 23. 4., 9 bis 12 Uhr.

Rosa Breitwieser: Ausstellung in Linz.

HDF


Termine 25

17. April 2014

Liturgie

Das neue Gotteslob Schulungen für Liturgie- und Kirchenmusikverantwortliche zum neuen Gotteslob: „„ Schwerpunkt Kirchenmusik. Wels, Schloss Puchberg, Fr., 9. 5., 16 Uhr, Anmeldung: E-Mail: puchberg@dioezese-linz.at, Freistadt, beim „Stimmenfestival“, So., 8. 6., nachmittags, Infos: www.stimmen-festival-­ freistadt.at

XX Linz. Erfahrungen eines Afrika­ ners in Österreich, Vortrag, Festsaal der Elisabethinen, , 19.30 Uhr, mit Mag. Dr. Emeka Emeakaroha. XX Linz, Hl. Geist. Demenz – eine Krankheit verstehen, Vortrag, Pfarrsaal, 19 Uhr, mit Mag. Doris Prieschl, Dr. Wolfgang Obrecht, Eri­ ka Samhaber. XX Linz, St. Konrad. Judentum & Christentum, Kleiner Pfarrsaal, 19 Uhr, Ref.: Dr. Charlotte Herman, Dr. Stefan Schlager. XX Mauthausen. Weit gehen ist heilsam, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Mag. Ferdinand Kaineder. XX Schärding. An diesem einen Punkt der Welt, Autorenlesung, Stadtbücherei, 20 Uhr, mit Brita Steinwendtner. XX Steyr. Bewegte Zeiten, Steyr 1914 bis 1934, ein Sonderfall?, Po­ diumsdiskussion, Museum Arbeits­ welt, 19 Uhr, mit Veronika Helfert, Raimund Locicnik, Josef Stockinger, Florian Wenninger. freitag, 25. 4. 2014 XX Bad Ischl. Uns reicht's!, Kaba­ rett, Großer Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit den Kirchenfrauen. XX Lambach. Das traurige Häschen Hoppelchen, Kasperltheater, Stift, Medienraum, 16 Uhr, mit Christa Schneider. XX Linz. Lese- und Geschichtenfesti­ val des Oö. Familienbunds, Pöstling­ berg, Grottenbahn, 9 bis 17 Uhr. XX Linz. Alte Musik im Schloss, Schlossmu­seum, 19.30 Uhr, mit Lin­ de Brunmayr-Trutz, Carsten Lorenz. XX Linz. Gesang, Spiel und Tanz, Konzert, KUK, Lonstorferplatz 1, 20 Uhr, mit Clemens Huber.

„„ Schwerpunkt Liturgie. Tragwein, Bildungshaus Greisinghof, Di., 6. 5., 19 Uhr, Vöcklamarkt, Pfarrheim, Do., 15. 5., 19 Uhr, Wels, Schloss Puchberg, Impulstag für ausgebildete Gottesdienstleiter/innen, Sa., 17. 5., 8.45 Uhr. XX Anmeldung: Liturgiereferat, Tel. 0732/76 1031 21. Bitte ein neues Gotteslob mitnehmen.

XX Linz, St. Franziskus. Gesundes und Schmackhaftes, Kräuterspa­ ziergang, Treffpunkt Pfarre, 14.30 Uhr, mit Mirjam Miedl. XX Ternberg. Wüds Wossa lässt's sprudeln, Konzert, Pfarrbaracke, 19.30 Uhr, mit Julia Dorninger, Chor Wüds Wossa. samstag, 26. 4. 2014 XX Ebensee. Mit Orgel, Pauken und Trompeten, Konzert, Bruder-KlausKirche Roith, 20 Uhr, mit Thomas Schatzdorfer, Friedrich Neuböck. XX Feldkirchen. Sounds like DaChor, Konzert, Schul- und Kultur­ zentrum, 20 Uhr, mit DaChor. XX Gmunden. Joy, Musik von J. S. Bach, H. Schütz, J. N. Hanff, evange­ lische Kirche, 19.30 Uhr, mit dem En­ semble Bernstain und Forum Vocale. XX Haibach o. d. D. Meditative Pil­ gerwanderung nach Inzell, Start bei Sonnenaufgang am Kalvarienberg, 5.55 Uhr, mit Mag. Thomas Mair. XX Linz, Herz Jesu. Barmherzig­ keitsfest der Charismatischen Er­ neuerung der Diözese, Pfarrkir­ che, ab 13.30 Uhr, Eucharistiefeier, 16 Uhr. XX Marchtrenk. Musik aus dem Land ob der Enns, alte katholische Kirche, 20 Uhr, mit b.choired, Sinfo­ nieorchester des Musikvereins. XX Reichenthal. Konzert mit Gos­ pels und Spirituals sowie dem af­ rikanischen Stück „Zimbe“ von A. L'Estrange, Pfarrkirche, 19.30 Uhr, mit dem Chor Wartberg. XX Timelkam. Auf den Spuren des Jakobswegs, Radwanderung von Timelkam nach Frankenmarkt, Treffpunkt Pfarre, 12 Uhr, mit Max Schirl, Hermann Feregyhazy.

Ehevorbereitung

aussaattage

Ehe.wir.heiraten.aktiv

21. 4.: Frucht 22. 4.: Frucht bis 4, von 5 bis 14 Wurzel 23. 4.: Wurzel ab 15 24. 4.: Wurzel bis 3, ab 4 Blüte 25. 4.: Blüte bis 21, ab 22 Blatt 26. 4.: Blatt 27. 4.: Blatt bis 9 -------------

XX Attnang-Puchheim. Maximi­ lianhaus, Sa., 31. 5., 9 bis 18 Uhr. XX Freistadt. Pfarrheim, Sa., 31. 5., 9 bis 18 Uhr. XX Anmeldung: online auf bezie­ hungleben.at.

Aus: Aussaattage 2014, M. Thun.

XX Vöcklabruck. Bibelnachmittag, Mutterhaus der Franziskanerinnen, Salzburger Straße 18, 14 Uhr, mit ­einem Schwestern-Team. sonntag, 27. 4. 2014 XX Hagenberg. Konzert mit Gos­ pels und Spirituals sowie dem af­ rikanischen Stück „Zimbe“ von A. L‘Estrange, Pfarrkirche, 19.30 Uhr, mit dem Chor Wartberg. XX Kremsmünster. Fest der Gött­ lichen Barmherzigkeit, Stiftskirche, ab 13.30 Uhr, Festgottesdienst, 15 Uhr, mit Diözesanbischof Dr. Lud­ wig Schwarz, Abt Ambros Ebhart. XX Linz, Christkönig. Zweite Sym­ phonie in D-Dur von Beethoven, Violinkonzert in e-Moll von Men­ delssohn, Friedenskirche, 16 Uhr, Konzert unter der Patronanz der Wiener Philharmoniker, mit der Sin­ fonia Christkönig, Volkhard Steude. XX Linz, St. Markus. LALÁ in Con­ cert, Pfarrkirche, 19 Uhr, mit Ilia Vierlinger, Julia Kaineder, Johann Reiter, Mathias Kaineder.

Lesejahr A Lesereihe II Sonntag, 20. April 2014 Hochfest der Auferstehung des Herrn. Ostersonntag. Die Feier der Osternacht. L1: Gen 1,1 – 2,2 L2: Gen 22,1–18 L3: Ex 14,15 – 15,1 L4: Jes 54,5–15 L5: Jes 55,1–11 L6: Bar 3,9–15.32 – 4,4 L7: Ez 36,16–17a.18–28 Epistel: Röm 6,3–11 Ev: Mt 28,1–10 Am Ostertag. L1: Apg 10,34a.37–43 L2: Kol 3,1–4 oder 1 Kor 5,6b–8 Ev: Joh 20,1–9 oder Joh 20,1–18 oder Mt 28,1–10; bei der Abend­messe: wie am Tag oder Lk 24,13–35 Montag, 21. April 2014 Ostermontag. L1: Apg 2,14.22–33 L2: 1 Kor 15,1–8.11 Ev: Lk 24,13–35 Dienstag, 22. April 2014 L: Apg 2,14a.36–41, Ev: Mt 28,8–15 Mittwoch, 23. April 2014 L: Apg 3,1–10, Ev: Joh 20,11–18 Donnerstag, 24. April 2014 L: Apg 3,11–26, Ev: Lk 24,35–48 Freitag, 25. April 2014 L: Apg 4,1–12, Ev: Joh 21,1–14 Samstag, 26. April 2014 L: Apg 4,13–21, Ev: Mk 16,9–15

Georgiritt am Sonntag, 27. April in Micheldorf. Haijes XX Micheldorf. Georgiritt, Treff­ punkt: bei der „Zeitlinger Dresch­ maschine“, 10 Uhr, Festzug zur Mes­ se im Naturpark, 10.30 Uhr. XX Neumarkt i. M. Pfarr-Roas, Start: Pfarrheim, 14 Uhr. XX Reichersberg. Mari gehn – Teil vier, Treffpunkt Oberbuchberger, 13.30 Uhr. XX Sonntagberg. Barmherzigkeits­ fest, Wallfahrtskirche, ab 14 Uhr, hl. Messe, 15 Uhr, mit P. Francesco Kohlmeyer. XX Steyr, St. Franziskus. Joy, Mu­ sik von J. S. Bach, H. Schütz, J. N. Hanff, Pfarrkirche, 19.30 Uhr, mit dem Ensemble Bernstain und Fo­ rum Vocale.

Sonntag, 27. April 2014 2. Sonntag der Osterzeit. Weißer Sonntag. Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit. L1: Apg 2,42–47 L2: 1 Petr 1,3–9 Ev: Joh 20,19–31 XX Kirchenmusik zu den Kar- und Osterfeiertagen finden Sie unter www.kirchenzeitung.at/tipps

Hörmandinger

KirchenZeitung Diözese Linz


teletipps Sonntag, 20. april 12.30 Uhr: Orientierung (Religion) Rom vor der Heiligsprechung von Papst Johannes XXIII. und Papst Johannes Paul II.; Schaltgespräch mit Vatikan-Korrespondentin Mathilde Schwabeneder; Pro und contra – Polen zur Heiligsprechung von Johannes Paul II.; Theologie mit Kindern: Was bedeutet Auferstehung?. ORF 2 16.55 Uhr: 900 Jahre Klosterneuburg – Wo sich Himmel und Erde begegnen (Dokumentation). ORF III 19.52 Uhr: Feierabend: Weil es um‘s Leben geht! (Religion) Michael Landaus Familiengeschichte und sein Anliegen, jenen eine Perspektive zu geben, die am Rande der Gesellschaft stehen. ORF 2 20.15 Uhr: Wo die Liebe hinfällt… (Spielfilm, USA 2005) Mit Jennifer Aniston, Kevin Costner u.a. – Regie: Rob Reiner – Perfekt inszenierte Komödie mit hervorragenden Darstellern. ATV 20.15 Uhr: ORFeins In Time – Deine Zeit läuft ab (Spielfilm) ORF 2/ARD Tatort (Krimireihe) Montag, 21. april

20. 4. bis 26. 4. 2014 des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz

20.15 Uhr: ORFeins Die Schlümpfe (Spielfilm) ORF 2/ARD Tatort (Krimireihe) 22.10 Uhr: Das große Konklave (1+2/2; Dokumentation) Doku-Zweiteiler über die bedeutendsten historischen Wendepunkten der katholischen Kirche in den letzten Jahren. ORF III dienstag, 22. april 20.15 Uhr: Universum Spezial: More than Honey – Bitterer Honig (Dokumentarfilm) In beeindruckender Bildsprache huldigt der Film den Bienen und beleuchtet kritisch den Umgang des Menschen mit ihnen. ORF 2 20.15 Uhr: ZDF Máxima und Willem-Alexander – Frischer Wind auf Hollands Thron (Doku) 22.15 Uhr: 37°: Unter Verdacht – Gerichtsmediziner auf Spurensuche (Religion). ZDF 22.35 Uhr: kreuz & quer (Religion) „Die Verehrer“: Warum Papst Johannes Paul II. für viele Gläubige schon zu Lebzeiten ein Heiliger war. // (23.10) „Johannes XXIII. und der Aufbruch“: Porträt dieses populären Papstes. ORF 2

19.30 Uhr: Strafsache Jesus (Dokumentation) Spannende Spurensuche nach der historischen Wahrheit rund um den Prozess Jesu. ZDF

11.40 Uhr: Cultus: Die Heiligen – Hl. Georg (Religion/Wh. 19.45). ORF III

19.52 Uhr: Feierabend: Neu anfangen (Religion) Patricia Erbers Kampf gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution. ORF 2

19.00 Uhr: stationen.Dokumentation: Die neuen Heiligen – Papst Johannes XXIII. und Papst Johannes Paul II. (Religion). BR

Mittwoch, 23. april

21.05 Uhr: Menschen & Mächte: Der Weg in den Untergang (Dokumentation) Die politschen Hintergründe und Folgen des Attentates auf den Thronfolger Franz Ferdinand. ORF 2 freitag, 25. april BR

So., 20.4., 10.15 Uhr: Katholischer Ostergottesdienst (Religion) Live vom Petersplatz in Rom. Mit Papst Franziskus. ORF 2 So., 20.4., 12.00 Uhr: Ostersegen „Urbi et Orbi“ (Religion). ORF 2 20.15 Uhr: Das Attentat Sarajevo 1914 (Fernsehfilm, A/D 2014) Mit Heino Ferch, Melika Foroutan u.a. – Regie: Andreas Prochaska – Brillanter Historienkrimi vor dem Hintergrund jenes Ereignisses, das als Auslöser für den 1. Weltkrieg gilt. ORF 2 20.15 Uhr: ARD Freilaufende Männer (TV-Film) ZDF (20.25) FB: CL Real Madrid : FC Bayern München 21.15 Uhr: Sharkwise – Haie sind auch nur Menschen (Dokumentation) Das wahre Wesen der faszinierenden Meeresräuber. ServusTV donnerstag, 24. april 20.15 Uhr: Künstliches Leben – Der Baukasten der Evolution (Dokumentation) Können wir die Regeln des Lebens neu schreiben? ServusTV 20.15 Uhr: ORF 2 Die RosenheimCops (Krimi) ARD Kommissar Dupin – Bretonische Verhältnisse (Spielfilm)

20.15 Uhr: Burton & Taylor (Fernsehfilm, GB 2013) Mit Helena Bonham Carter, Dominic u.a. – Regie: Richard Laxton – Furioser Film über das Skandalehepaar Elizabeth Taylor und Richard Burton. arte 20.15 Uhr: ORFeins Dancing Stars ARD Die Frau am Strand (Spielfilm) 22.45 Uhr: Universum History: Die Welt der Ritter – Helden für Ruhm und Ehre (1/2; Dokumentation) Erster Teil des opulenten, aufwendigen Doku-Zweiteilers über die Welt der Ritter. ORF 2 samstag, 26. april 18.10 Uhr: Wien – Stadt ohne Zuwanderung (Dokumentation) Das Gedankenexperiment rund um ein Wien ohne Menschen mit Migrationshintergrund. ORF III 20.15 Uhr: Verlorene Liebesmüh‘ (Spielfilm, USA/GB 2000) Mit Kenneth Branagh, Alessandro Nivola u.a. – Regie: Kenneth Branagh – William Shakespeares Theaterstück als elegante Hommage an den amerikanischen Tanzfilm. 3sat 20.15 Uhr: ORFeins Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte (Spielfilm) ARD Die Briefe meiner Mutter (Spielfilm)

radiophon

kathbild.at/Rupprecht

Dr. Veronika PrüllerJagenteufel Leiterin des erzbischöflichen Pastoralamtes Wien

So 6.05 Uhr, Mo–Sa 5.40 Uhr: Morgengedanken. „In der Osterwoche feiern Christinnen und Christen die Auferstehung Jesu von den Toten. Anhand von sieben Fragen des Auferstandenen laden die Morgengedanken ein, sich auch heute auf die Begegnung mit Jesus einzulassen.“ ÖR

Zwischenruf ... von Landessuperintendent Thomas Hennefeld (Wien). So 6.55, Ö1 Erfüllte Zeit. U.a. Bibelkommentar von Brigitte Schwens-Harrant zu „Die Entdeckung des leeren Grabes“ und „Die Erscheinung Jesu vor Maria aus Magdala“ (Joh 20,1-18). So 7.05, Ö1 Motive. So 19.04, Ö1 Einfach zum Nachdenken. So–Fr 21.57, Ö3 Memo. „Jubel und Elend auf der Schallaburg“: Der große Krieg 1914 – 1918. Mo 19.04, Ö1 Gedanken für den Tag. „Gottes kleiner Bruder“ – Zum 450. Geburtstag von William Shakespeare. Von Guido Tartarotti, Theaterkritiker, Kabarettist und Kolumnist. Di–Sa 6.56, Ö1 Religion aktuell. Di–Fr 18.55, Ö1

Praxis – Religion und Gesellschaft. Mi 16.00, Ö1 Logos – Theologie und Leben. „Angelo & Karol“ – Zwei Päpste werden heilig. Sa 19.04, Ö1 Radio Vatikan Sendungen von Radio Vatikan können nur noch über digitale Satellitenanlagen und über das Internet empfangen werden: Eutelsat 1-Hotbird 13° Ost 12.034 MHz oder Intelsat Atlante 325.5° Ost – 4.097.75 MHz Täglich. 16.00 Treffpunkt Weltkirche (Satellit und Internet) 18.00 (Satellit) und 20.20 (Internet) Abendmagazin: (So) Reden über Gott und Welt (Di) Radioakademie: Heilige Päpste, päpstliche Heilige – Johannes XXIII. und Johannes Paul II.

manfred pichler

So 10.00 Uhr: Katholischer Gottesdienst. Aus der Pfarre Linz-Christkönig/OÖ. – Pfarrer Mag. Zarko Prskalo feiert mit seiner Gemeinde den Gottesdienst. Musikalisch gestaltet wird die Messe vom Kinder- und Jugendchor sowie dem Chor und Sinfonia Christkönig. Den Schwerpunkt dabei bildet die „Messe in D-Dur“ von Otto Nicolai. ÖR


KirchenZeitung Diözese Linz

Hinweise 27

17. April 2014

Ökumenische Sommerakademie 2014 von 9. bis 11. Juli 2014 im Stift Kremsmünster

Gewalt im Namen Gottes Um die Verantwortung der Religionen für Krieg und Frieden geht es bei der Ökumenischen Sommerakademie von 9. bis 11. Juli 2014 im Stift Kremsmünster. Die Akademie setzt damit einen besonderen Akzent im Bedenkjahr 2014. Gewalt und Kriege sind schon am Beginn des Jahres 2014 beherrschende Themen in der Öffentlichkeit. Neben den kriegerischen Auseinandersetzungen der Gegenwart gedenkt man in Europa des vor 100 Jahren begonnenen Ersten Weltkriegs und seiner katastrophalen Folgen. Die Ökumenische Sommerakademie im Stift Kremsmünster setzt sich kritisch mit der Rolle und Verantwortung der Religionen für Krieg und Gewalt auseinander, wobei das Christentum und der Islam im Zentrum stehen. Sie stellt aber auch die Frage nach Beiträgen des Christentums zum Frieden. Prominente Referentinnen und Referenten aus Deutschland, Italien und Österreich konnten gewonnen werden, so der Philosoph Herbert Schnädelbach aus Hamburg, der Religionen unter anderem vorwirft, Quelle von Terror zu sein, und dem Christentum eine

WIKIMEDIA/COMMONS

„verheerende kulturelle Gesamtbilanz“ attestiert. Rolf Schieder aus Berlin wiederum sieht in den Religionen ein Friedenspotenzial und kritisiert den Vorwurf, monotheistische Religionen seien besonders gefährlich. Hans Kippenberg (Bremen) analysiert die Ausbreitung religiös begründeter Gewalt in den letzten Jahrzehnten. Der Vorwurf der Ge-

waltverherrlichung in der Bibel, besonders im Alten Testament, ist Thema der Theologin Gerlinde Baumann, während sich die Islamwissenschaftlerin Mariella Ourghi mit dem entsprechenden Vorwurf an den Islam auseinandersetzt. Friedenssicherung durch Gewaltverzicht ist eine Forderung von Pax Christi, die bei der Ökumenischen Sommerakademie durch ihre Vizepräsidentin Gotlind Hammerer vertreten ist. Den militärischen Standpunkt analysiert Brigadier Walter Feichtinger vom Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement des Bundesheeres. Zum Abschluss am 11. Juli wird nach den Beiträgen der christlichen Kirchen zum Frieden gefragt. Mit dem Generalsekretär der Gemeinschaft Sant’Egidio aus Rom, Cesare Zucconi, konnte ein besonders prominenter Referent gewonnen werden.  Die KirchenZeitung ist Mitveransalter der Ökumenischen Sommerakademie. Anmeldungen sind ab Anfang Mai möglich: KTU Linz, Bethlehemstraße 20, 4020 Linz, Tel. 0732/78 42 93, E-Mail: sommerakademie@ktu-linz.ac.at

Der Osterhase könnte Spiele bringen Auch wenn eines der Spiele, die wir auf Seite 23 verlosen, „Finger weg!“ heißt, wollen wir genau das Gegenteil raten: Finger hin! – Greifen Sie auch als Erwachsener wieder einmal zu einem Spiel! Ein paar stellen wir hier in Zusammenhang mit dem „Angebot der Woche“ auf Seite 23 vor. Zum Einstieg wählen wir ein Spiel, an dem sich Groß und Klein beteiligen können: „Manno Monster“. Da sind Geschwindigkeit und genaues Hinsehen gefragt. Jede/r Spieler/ in hat 15 beidseitig verwendbare Plättchen, die Monster in vier verschiedenen Farben, einmal breit, einmal schmal, zeigen. Aufga-

benkarten geben vor, wie diese Plättchen zu legen sind. Wer dies am schnellsten löst, erhält die meisten Punkte. Nun zu Spielen ab zwölf Jahren: „Kashgar – Händler der Seidenstraße“ und „Nauticus“ sind vielschichtige Handelsspiele, die – ein Spiele-Erfolgsrezept – die Mitspielenden unentwegt in Knappheits- und Auswahl-Situationen bringen. Bei „Nauticus“ „bauen“ die Spieler/innen Schiffe, verschiffen Waren und handeln mit diesen. Ein Aktionsrad beschleunigt den Spielfluss. An der Seidenstraße („Kashhar“) wird mit Gewürzen gehandelt. In diesem Kartenspiel versuchen die Spieler/innen, ihr Kartenset mit den ver-

SpieleCover.

schiedenen Charakteren so zusammenzustellen, dass sie zur gegebenen Zeit bestmöglich agieren können. Das etwas andere Quizspiel „Finger weg!“ bringt zu einer Frage sieben richtige Antworten und eine falsche Antwort: Von ihr sollte man die Finger lassen. Zum Beispiel von jenem Begriff, der keine Gedichtform ist: Haiku, Stanze, Epigramm, Hymne, Limerick, Ode, Sonett oder Aphorismus? „Russian Railroads“, das komplexeste Spiel, von der Spielcommunity hervorragend bewertet, ist im Zarenreich angesiedelt. Die Spieler/nnen bauen Zugstrecken, treiben die Industrialisierung voran, schulen Ingenieure. Dabei sind sie einander Konkurrenten um die besten Plätze.  Manno Monster, Marco Teuber, Verlag Kosmos, für 2 bis 4 Spieler/innen ab 8 Jahren, das Spiel dauert etwa eine halbe Stunde, Richtpreis: 20 €. Kashgar – Händler der Seidenstraße, Gerhard Hecht, Kosmos, 2–4, ab 12, eine Stunde, 30 €. Nauticus, Wolfgang Kramer und Michael Kiesling Kosmos, 2–4 , ab 12, eineinhalb Stunden, 40 €.  Finger weg! Peter Wichmann, Zoch-Verlag, 3–8 , ab 12, etwa eine dreiviertel Stunde, 35 €:  Russian Railroads, Helmut Ohley und Leonhard Orgler, Verlag Hans im Glück, 2–4, ab 12, etwa zwei Stunden, 45 €.


28 Kultur FÜR SIE GELESEN Unsichtbare Gräber Der Journalist und Autor Martin Pollack beschreibt in seinem neuen Buch idyllische Landschaften, von seiner eigenen StreuobstWiese im Südburgenland über die lichtdurchfluteten Wälder Sloweniens bis zu den Pribjet-Sümpfen in Weißrussland. Doch in den Böden Europas liegen Leichen. Es sind Opfer verschiedener Ideologien, meistens aber jüdische Männer, Frauen und Kinder, die ermordet und vor Ort verscharrt wurden. Nur manchmal erinnern Denkmäler an sie. Bäume und Weidegras wachsen über den Massengräbern, an die sich niemand erinnern will, die aber den Landschaften ihre Unschuld genommen haben. Martin Pollacks Buch ist erschütternd – und ein Plädoyer für die Menschlichkeit: Nur wer der Toten gedenkt, erweist ihnen die letzte Ehre. C. G.

17. April 2014

Von 25. bis 30. April lädt das Linzer Filmfestival „Crossing Europe“ zu einer Reise durch Europa ein

Europa aus der Kabine eines Lastwagens betrachtet MARKUS VORAUER

Vielleicht ist der neue Film des italienischen Regisseurs Alberto Fasulo der programmatische Beitrag der heurigen Ausgabe des Filmfestivals „Crossing Europe“. „Tir“ zeigt Europa aus der Sicht eines Lastwagenfahrers. Er hat die Kabine seines Trucks zu seinem Wohnhaus umfunktioniert, ausgestattet mit Bett, Dusche und Kochnische. Die Kabine wird zum Spiegel einer globalisierten Welt, in der der Ex-Lehrer dreimal so viel verdient wie im früheren Beruf. Der Kontakt zur Familie reduziert sich auf Handygespräche. Von Science Fiction bis Dokumentation. „Crossing Europe“ eröffnet am 25. April mit sechs Filmen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber gerade darum den Facettenreichtum des europäischen Films belegen. Mit „Under the skin“ von Jonathan Glazer wird ein mit Scarlet Johansson hochkarä-

Martin Pollack, Kontaminierte Landschaften, Residenz Verlag, St. Pölten – Salzburg – Wien 2014, € 17,90.

Die sieben Lügen Die Folgen von Gier und Rücksichtslosigkeit sind tagesaktuelle Themen. Die Lügen, die dabei eine wesentliche Rolle spielen, benennt Rotraut A. Perner in ihrem Buch „Die reuelose Gesellschaft“. Die Psychotherapeutin, Juristin und evangelische Theologin ordnet die Lügen entlang der sieben Todsünden an und geht den Mechanismen auf den Grund, teilweise mittels sehr persönlicher Erfahrungen. Auch wenn der rote Faden im Text manchmal fehlt – er schärft den Blick für das, was in unserer Gesellschaft nicht gut läuft. C. G.

Rotraut A. Perner, Die reuelose Gesellschaft, Residenz Verlag, St. Pölten – Salzburg – Wien 2014, 200 Seiten, € 23,50.

KirchenZeitung Diözese Linz

tarfilm „Double Happiness“, eine filmische Reise nach China, wo der Ort Hallstatt in einer perfekten Kopie nachgebaut werden soll. Über 180 Filme. Aus den insgesamt 184 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen aus 37 Ländern, die Christine Dollhofer für das Programm ausgewählt hat, muss noch auf folgende Filme hingewiesen werden: Ein bemerkenswertes Double-Feature ist der Regisseurin Claire Simon gewidmet, die mit „Gare du Nord“ und „Géographie humaine“ den berühmten Nordbahnhof von Paris ausgewählt hat. Hier halten Züge aus den Vororten, der Provinz und aus dem Ausland, multikulturelle Begegnungen sind die logische Folge. Simon filmt diesen Ort als Nicht-Ort der flüchtigen Begegnungen, der prekarisierten Arbeit, der Kontrolle und der kriminellen Machenschaften. „Via Castellana Bandi-

Starke Frauen in Palermo: „Via Castellana Bandiera“ ist einer von 184 Filmen beim Festival in Linz. CROSSING EUROPE

tig besetzter Science-Fiction-Film präsentiert, der visuell und akustisch überzeugt. Eine vergnüglichere Kost ist Valeria Bruni Tedeschis „Un chateau en Italie“. Sie beleuchtet die eigene Lebens- und Familiengeschichte auf ironisch-charmante Weise. „L´escale“ des iranisch-schweizerischen Regisseurs Kaveh Bakhtiari fokussiert das Schicksal seines Cousins. Er hat auf der Suche nach einer besseren Zukunft den Iran Richtung Westen verlassen und sitzt nun in einer Art Waschküche in Athen fest. Die kaum zumutbaren Lebensbedingungen beleuchtet Bakhtiari auf kühl-distanzierte Weise. Wie immer stark vertreten ist das österreichische Filmschaffen. Ella Raidel präsentiert ihren Dokumen-

era“ von Emma Dante spielt in Palermo. Sie hat einen in der Gegenwart situierten Großstadtwestern gedreht, wobei die Kontrahenten ausschließlich Frauen sind. Zu den Höhepunkten zählt Thierry de Perettis Film „Les Apaches“, in dem er die Postkartenidylle Korsikas gnadenlos entzaubert. Eine Gruppe Jugendlicher nützt die Abwesenheit der Besitzer einer luxuriösen Villa, um sich dort ausgiebig zu amüsieren. „Les Apaches“ zeigt mit kühler Präzision eine Welt ohne Moral. Um „Crossing Europe“ muss man sich keine Sorgen machen, um Europa schon, wie dieser großartige Film belegt.  Programm unter www.crossingeurope.at


KirchenZeitung Diözese Linz

Kunst & Kultur 29

17. April 2014

Kulturland n Oster-Konzert in der Pfarrkirche Timelkam. Am 20. April um 8.30 Uhr bringen der Kirchenchor Timelkam sowie die Solist/innen Barbara Pattinger, Maria Starlinger, Andreas Hubl und Alfred Lugstein unter der Leitung von Gerhard Lugstein die Piccolomini-Messe von Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung. n Theresien-Messe im Stift Wilhering. Am 20. April um 10 Uhr musizieren Chor und Orchester der Stiftskirche mit Organist Ikarus Kaiser und unter der Leitung von Kurt Azesberger u.a. Joseph Haydns Theresien-Messe. Solist/innen sind Anna Maria Pammer, Barbara Reiter, Matthäus Schmidlechner und Klaus Kuttler.

Alexander Ellmauer

Fenster von Inge Dick in der Heimkehrerkirche Loibichl am Mondsee

Im Licht der Auferstehung Christine Grüll

Warm und tröstlich wirkt das Licht der Sonne, das durch das Fenster fällt. Das gefärbte Glas taucht die Mauer in Gelb und Orange. Die Farben flimmern. Wie die Morgensonne nach einer langen Nacht, wie ein Osterfeuer erhellt das Fenster den Kirchenraum. Sein wärmender Widerschein legt sich auf alle, die sich ihm zuwenden. Der Blick öffnet sich hinauf zum blauen Himmel. Auferstehung. Die Auferstehung Jesu hat niemand mit eigenen Augen gesehen. Doch sie wirkt nach. Im leeren Grab, in der Botschaft des Engels an die Frauen, in der Freude und Zuversicht der Jünger, als der Auferstandene zu ihnen spricht. Wie ein Licht fällt diese Hoffnung und Freude auf alle, die an den Sieg des Lebens über den Tod glauben. Von Rot-Braun aufsteigend bis zum strahlenden Gelb gehen die Farben die „Wege zum Licht“. So nennt die in Innerschwand lebende Künstlerin Inge Dick das Farbenspiel ­ihres Fensters. Licht und wie wir es wahrnehmen, spielt in ihren Arbeiten in Fotografie und Malerei eine wesentliche Rolle. Das abgebildete Fenster gestaltete sie 2011 für die Filialkirche in Loibichl am Mondsee. Der kleine Bau wurde in den Jahren 1945 bis 1948 von Heimkehrern aus den beiden Weltkriegen errichtet – in Dankbarkeit, das große Sterben überlebt zu haben.

n Missa solemnis im Stift St. Florian. Am 20. April um 10 Uhr ist u.a. Wolfgang Amadeus Mozarts Missa Solemnis zu hören. Ausführende unter der Leitung von Matthias Giesen sind der Stiftschor, das Altomonte-Orchester sowie Solist/innen. n Nicolai-Messe in der Pfarrkirche Linz-St. Konrad. Am 20. April, 10 Uhr musizieren Kirchenchor und Instrumentalensemble der Pfarre unter der Leitung von Harald Wurmdobler die Nicolai-Messe von Joseph Haydn. n Ostersonntag in der Karmelitenkirche Linz. Am 20. April um 10 Uhr lassen das Ensemb­ le Cantores Carmeli und die Solist/innen Johanna Dumfart, Michaela Diermeier, Eugen Fillo und Rudolf Miniberger unter der Leitung von Michael Steinhuber-Novacek u.a. Franz Schuberts Messe Nr. 3 in B-Dur erklingen. n Ausstellung in der MartinLuther-Kirche Linz. Am Mittwoch, 23. April, um 19 Uhr lädt das Evangelische Bildungswerk zur Eröffnung von „Gott und die Welt“ mit Arbeiten im Bereich Skulptur, Malerei und Video von Margit Feyerer-Fleischanderl und Edith Stauber. Einleitende Worte: Andrea Bina, Stadtmuseum Nordico. Zu sehen bis 23. Mai, Montag bis Freitag, 17 bis 18.30 Uhr.


30 Personen, Dank & Anzeige

17. April 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

DAnk „„ St. Oswald. An den Sozialmedizinischen Betreuungsring haben am 19. März das Katholische Bildungswerk und der Kulturverein St. Oswald bei der Jahreshauptversammlung vom SMB Lasberg in Hirschbach einen Scheck über 550 Euro übergeben. Die Spende wurde vom Erlös aus der Veranstaltung „Advent is word'n“ und einem anschließenden Punschverkauf am 8. Dezember 2013 finanziert. Der Scheck wurde von den Mitgliedern des Katholischen Bildungswerkes unter der Obfrau Petra Kierlinger-Seiberl und der Obmann-Stellvertreterin des Kulturvereines Elfriede Guttenbrunner an den Obmann des SMB, Gerhard Tröbinger, übergeben. „„ Kirchdorf/Kr. Mit Michaela Tretter als Mutter eines Firmlings sammelten 16 Jugendliche für den Sozialmarkt in Kirchdorf. Sie positionierten sich vor Einkaufsmärkten

und baten um einen Artikel für das kleine Geschäft in Kirchdorf. Zweimal konnte Frau Tretter mit einem vollen Auto zum Sozialmarkt fahren und die Lebensmittel und Haushaltsartikel an Marianne Fellinger übergeben. Die Jugendlichen erfuhren dabei einiges über dieses Sozialangebot in Kirchdorf. „Wir sind überrascht, wie hilfsbereit und freundlich die Menschen sind“, berichtet Sarah über die Sammelaktion. „Die meisten geben etwas in unseren Einkaufkorb. Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen“, erzählt Sarah freudestrahlend. „Unser Dank geht auch an Spar und Billa, die diese Aktion vor ihrem Eingang ermöglichten“, so Pastoralassistent Herbert Altmann, der Pfarrverantwortliche für die Firmvorbereitung. Und stolz berichtet er: „Wir erhielten für diese Aktion sehr viel positive Rückmeldungen, sowohl von den Einkaufskunden als auch von den Firmlingen.“

Kirchdorfer Firmlinge.

„„ Steyr-Stadtpfarre. Die im fortgeschrittenen Alter befindliche, aber überaus rüstige Elfi Marinelli konnte am Schluss des von Ihr organisierten Benefizkonzertes zur REnovierung der Stadtpfarrkriche Steyr auf die Summe von 4.100 Euro Reingewinn stolz sein und diese Summe Stadtpfarrer Mag. Roland Bachleitner und Pfarrgemeinderats-Obmann Walter Gabath übergeben. In dieser Summe inbegriffen ist auch der Erlös des von ihr veranstalteten „Reiseflohmarktes“ und ein Sponsoring der Firma Hansaton von 1.500 Euro.

Haijes

Elfi Marinell organisierte ein Benefizkonzert. Pfaffenhuemer

Unterstützt wurde Frau Marinelli bei der Organisation und Durchführung tatkräftig von Gemeinderätin Michaela Frech und einigen Schüler/innen der HAK Steyr.

TT Entgeltliche Einschaltung

AK INFORMIERT ÜBER ARBEITSRECHTSFRAGEN

Pflegekarenz und Pflegeteilzeit Seit Beginn dieses Jahres gibt es die Möglichkeit, mit dem Arbeitgeber Pflegekarenz oder -teilzeit zu vereinbaren. Die AK informiert, unter welchen Bedingungen eine solche Vereinbarung geschlossen werden kann und wie viel Pflegekarenzgeld es gibt.

B

eschäftigte können mit ihrem Arbeitgeber Pflegekarenz oder Pflegeteilzeit für die Dauer von ­einem Monat bis zu drei Monaten vereinbaren. Das Arbeitsverhältnis muss seit mindestens drei Monaten bestehen. Bei Pflegeteilzeit darf die wöchentliche Normalarbeitszeit zehn Stunden nicht unterschreiten.

Pflegekarenz oder -teilzeit ist für die Pflege oder Betreuung naher Angehöriger ab Pflegestufe 3 möglich. Bei demenzkranken oder minderjährigen nahen Angehörigen genügt Pflegestufe 1. In Anspruch genommen werden kann Pflegekarenz oder -teilzeit grundsätzlich nur einmal pro nahem Angehörigen. Für eine zu pflegende Person dürfen aber mehrere Beschäftigte Karenz oder Teilzeit vereinbaren. Das Pflegekarenzgeld ist so hoch wie das Arbeitslosengeld plus allfälliger Kinderzuschläge. Bei Pflegeteilzeit gebührt es anteilig. Der Arbeitnehmer muss das Pflegekarenzgeld beim Bundessozialamt beantragen.

Weitere Informationen zum ­Thema enthält eine neue Broschüre, die ­AK-Mitglieder unter schmied.k@akooe.at oder unter 050/69 06 21 94 kostenlos bestellen können. Bei Fragen steht aber auch die AKRechtsschutzHotline 050/69 06-1 zur Verfügung!

Arbeiterkammer Oberösterreich Volksgartenstraße 40, 4020 Linz Telefon 050/69 06

Im gedenken Helmut Fröhlich, emeritierter Pfarrer von ­Sierning, ist am 10. April im 87. Lebensjahr in Sierning verstorben. Er wurde 1927 in Linz geboren und ist in Pregarten aufgewachsen.1947 maturierte er am Akademischen Gymnasium in Linz und studierte anschließend an der damaligen Philosoph.-Theologischen Hochschule in Linz. 1951 wurde Helmut Fröhlich in Linz zum Priester geweiht. Er war Kooperator und Pfarrprovisor in Molln und Innerbreitenau. Ab 1957 wirkte er als Kooperator und später als Pfarrprovisor in der Stadtpfarre Wels. 1965 wurde Helmut F­ röhlich zum Pfarrer in Sierning ernannt. Nach seiner Pensionierung 2003 stand er weiterhin gerne für Aushilfen im Bezirks­ altenheim, in der Pfarre und in den Pfarren der Umgebung zur Verfügung. Für den Verstorbenen wird am Ostersonntag, den 20. April, um 19 Uhr in der Pfarrkirche gebetet. Der Begräbnisgottesdienst wird am Ostermontag, 21. April 2014, um 10 Uhr in der Pfarrkirche Sierning gefeiert.


KirchenZeitung Diözese Linz

Leserforum 31

17. April 2014

Singen im Gottesdienst In den letzten Ausgaben meldeten sich Leser/innen über das neue Gotteslob und zum Singen im Gottesdienst zu Wort.

von den Toten, den abendlosen Tag unserer großen Zukunft! Josef Litzlbauer, Neukirchen/W.

Betreten auf eigene Gefahr Zu Weidenschlägerung in Linz

Ja, wer mitsingt, der feiert den Gottesdienst erst richtig mit. Lei­ der habe ich nicht: „Hier“, geru­ fen, als die Gabe des Singens ver­ teilt wurde. Doch es gefällt mir, wenn die Nachbarin oder der Nachbar in der Kirchenbank mit­ singen. Ja, aber der Nachbar singt nur, wenn die Orgel schweigt, z.B. beim Vaterunser, … weil der nicht so geübte Kirchenbesucher die Stimmen der Umgebung hö­ ren will, erst dann wird mitge­ sungen. … Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dort, wo der Or­ gelspieler sich zurücknimmt und nur sanfter begleitet, den Gesang durch Lautstärke nicht übertönt, da singen die Gottesdienstbesu­ cher kräftiger mit. Karl Lanzerstorfer, Mondsee

Der abendlose Tag Mir ist es manchmal ein Bedürf­ nis, Gedanken über „Wesent­ liches“ zu äußern, somit auch Gedanken zum Osterfest: Eine „Initialzündung“ war es, die uns in zweifacher Hinsicht zur F­eier von Ostern einlädt: „Der l­etzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod!“ … „dann wird auch das Meer seine Toten heraus­ geben müssen …“, ebenso der „Bergwerkstollen von Lassing“, die Kreuze auf Straßen und Auto­ bahnen werden aufleuchten in abendlosem Licht, die Menschen, deren Leiber auf den Leichentü­ chern im Feuer der Kriegsfurien ums Leben kamen, alles im Schoß der Erde Ruhende, was einst ein­ mal atmete, ist für den großen Ostersonntag registriert. „Kein Aug hat es gesehen, kein Ohr hat es gehört, in keines Menschen Herzen ist je gedrungen, was Gott denen bereitet, die ihn lieben!“ Leider bleibt unter nur diesseits­ orientieren Christen dieses er­ strebenswerteste aller Ideale auf der Strecke: „Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot“, ist der größte Irrtum in un­ serem begrenzten Dasein! (…) Zu Ostern feiern wir mit der Aufer­ stehung Jesu, des Erstgeborenen

Die alten Weiden an der Donau bei der Linzer Eisenbahnbrü­ cke erfreuten das Auge und das Herz. Viele Vögel konnte man dort beobachten, sogar den Gar­ tenbaumläufer. Plötzlich brutaler Kahlschlag. In Zeiten des Klima­ wandels derart viele wertvolle alte Bäume in sich immer mehr auf­ heizendem Stadtklima zu liqui­ dieren ist höchst kontraproduk­ tiv. Die Bäume seien krank und ein Sicherheitsrisiko – mit diesem Totschlagargument wird jeder Baumfrevler gerechtfertigt. War­ um darf ein Baum nicht mehr alt werden? Warum darf ein kran­ ker Baum, dürrer Ast nicht mehr sein?! Diese bieten vielen Tieren Lebensmöglichkeiten, bereichern die ökologische Vielfalt. Was wir heutzutage in den Städten drin­ gend brauchen, sind lebendige Lebensräume, keine sterilen, mo­ notonen Wüsten. Ändern wir das unselige Gesetz, das die Baumbe­ sitzer zur Verantwortung zieht, wenn etwas passiert. Betreten auf eigene Gefahr! – das wäre die Lö­ sung. Mag. Peter Stadler, Linz

Offene Türen Ich habe mich gefreut, als ich auf Seite 3 der letzten Ausgabe das Bischofswort „Unsere Türen ste­ hen offen“ gelesen habe. Als ich weiterlas, kam ich drauf, dass es sich um die Einladung zur Mit­ feier der Karwoche handelt. Und ich dachte, es handelt sich um den Auftrag von Christus, dem Nächsten in Not zu helfen. Unse­ re Diözese hat 474 Pfarren. Wenn diese die Türen öffnen würden und die Sorge für eine Flücht­ lingsfamilie übernehmen wür­ den, wäre das ein christliches Os­ tergeschenk. Walter Hofbaur, Windischgarsten

XX Veröffentlichungen bedeuten keine Zustimmung. Kürzungen vorbehalten. Zuschriften an: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; E-Mail: leserbriefe@kirchenzeitung.at


unter uns Ein Halleluja in der Fastenzeit

DENK mal

Halleluja

Frohe Ostern!

Halleluja! So schallt zu Ostern der Ruf der Freude. „Des solln wir alle froh sein; Christ will unser Trost sein“, heißt es im Osterlied „Christ ist erstanden“. Ernst Gansinger

drubrig photo

Machen Sie mit. Finden Sie möglichst viele Wörter und Redewendungen, die Freude ausdrücken! Schicken Sie uns diese „Fundstücke“ bis 25. April 2014. Wir verlosen ein neues Gotteslob im KirchenZeitungs-Schuber. Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: service@kirchenzeitung.at Beim Denk Mal Nr. 14 hat Klara Wögerbauer aus Sarleinsbach gewonnen (sie hat – wie andere auch – die sechsstöckige Pyramide mit der Zeilensumme 43 gebaut: 1, 3, 4, 5, 14, 16; 2, 6, 8, 12, 15; 9, 10, 1, 13; 7, 17, 19; 20, 23; 43). Korrektur zu Nr. 15: Gleich zwei Ungenauigkeiten bzw. Fehler beinhaltet die Frage vom DenkMal der letzten Woche: Kein weihnachtlicher Kanon, sondern ein adventliches Lied greift den Hosianna-Jubel auf.

josef wallner josef.wallner@kirchenzeitung.at

Domspatz

merk-würdig

Diese Frühjahrsmüdigkeit zieht sich übers ganze Jahr, meint der mit dem Schlaf kämpfende Fernseh-Zuschauer.

„Das Käfig-Ei kommt durch die Hintertür.“ Landesrat Rudi Anschober lobt die Standards im Handel bei Frischeiern, warnt aber, dass Käfig-eier in verarbeiteter Form, in Kuchen und Nudeln, in den handel kommen.

P.b.b. Verlagspostamt 4020 Linz, GZ 02Z031277 W

„Ihr Christen, singet hocherfreut“, stimmt der Kantor zu Ostern an. „Es freu sich, was sich freuen kann“, heißt es an anderer Stelle. Einige Osterlieder weisen zunächst auf die erste Angst und Skepsis der Jünger hin, als sie hören, der Herr sei auferstanden. Dann leiten sie über zur in Freude gewandelten Trauer, zum Jubel. Es wird vom Jauchzen und Tanzen gesungen, von der Fröhlichkeit und vom Frohlocken, von der bezwungenen Nacht und dem Leben, das kein Tod entreißt. Mit Lukas, der berichtet, wie den Jüngern das Herz brannte, als sie von Jesus auf dem Weg nach Emmaus begleitet wurden, stellt ein Osterlied die Frage: „Brennt nicht in uns ein Feuer, wenn du sprichst?“!

fotolia/

Vor zehn Tagen hat ihn außerhalb seiner Heimat Irland kein Mensch gekannt. Seit 5. A ­ pril 2014 aber ist Pfarrer Ray Kelly ein Star. Seit er nach der Trauungszeremonie dem Brautpaar Leah und Chris O'Kane ein Lied gesungen hat – eine Ballade von Leonard Cohen. Das Brautpaar war zu Tränen gerührt, die Hochzeitsgesellschaft ­begeistert und zeigte das mit Standing Ovations. Ein Gast, der seine Kamera mitlaufen ließ, war so angetan, dass er die Aufnahme in den Internetkanal „YouTube“ stellte. Seither hat das kurze V ­ ideo mehr als 23 Millionen Aufrufe zu verzeichnen. Ein Ende des Booms ist nicht abzusehen. Jetzt gibt es gar nicht wenige Pfarrer, die gut singen und sicher auch schon einmal bei ­einer Hochzeit zur Gitarre gegriffen, CDs veröffentlich haben – aber was da Pfarrer Ray ­Kelly mit seinem umgedichteten „Halleluja“ passiert ist, ist unglaublich, nicht zu erklären und natürlich kurios. „Da möchte man doch glatt auch mal katholisch heiraten“, kommentiert ein Mann im Internet. Ja, wenn das ein Ergebnis dieses Hypes ist, soll es gut sein. Da könnte ein erfreulicher Hochzeitsboom auf die katholische Kirche zukommen. Manchen strenggläubigen Katholiken schmeckt die Sache aber gar nicht: Ob der gute Pfarrer nicht weiß, dass man in der Fastenzeit keine Hochzeit hält und auch kein Halleluja singt?


KiZ-ePaper 16/2014