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Nr. 7 I 13. Februar 2014 I Tel. 0732/76 10-39 44 I www.kirchenzeitung.at Einzelpreis: € 0,95 I 4020 Linz, Kapuzinerstraße 84 I Jg. 69

 Vogerlsalat in der Kunststoff-Tasse. Ausdruck selbstverständlich gewordener Verschwendung. © MP2-Fotolia.com

 3 Im Gespräch. Die Sachwalterschaft.  9 Pfarren. Was Ministrant/in­nen leisten. 10 Thema. Kardinal Peter Turkson über Raubbau und Klimawandel. 14 Zu Gast. Mit 100 noch für die Pfarre tätig. 18 Beratung. Burnout kann auch Neuanfang bedeuten. 28 Kultur. Literarische Neu­ erscheinungen.

Die Selbstverständlichkeit der Verschwendung Bereits sechs Mal ließe sich die Erde mit dem bisher produzierten Kunststoff umspannen. Das macht ihr schwer zu schaffen. Anhand von Tonscherben lässt sich erforschen, aus welcher Etappe der Menschheitsgeschichte bestimmte archäologische Funde stammen müssen. Für die gegenwärtige Epoche wird es das Plastik sein. Es dürfte eine vergleichweise kurze Epoche werden. Sechsmal ließe sich die gesamte Erdkugel mit dem bis jetzt produzierten Kunststoff in Folien einpacken, haben Forscher errechnet. Das Problem:

Plastik verschwindet nicht einfach. Besonders die Meeresverschmutzung durch Kunststoffe ist kaum mehr zu beherrschen. Und die Produktion steigt. Kaum ein Produkt, das in den Handel gelangt, ist nicht mit Kunststoff in Berührung gewesen. Ein Drittel der Plastikproduktion fällt auf den Bereich Verpackung. Doch all die Styroportassen und Folien halten nicht nur frisch – sie belasten die Umwelt sehr lange Zeit. Selbst bei sorgfältiger Mülltrennung bleibt das Problem: Der Rohstoff für Kunststoffe ist begrenzt – das Erdöl. Seite 6/7

22 Impressum.

Solidaritätspreis der KirchenZeitung 2014. Einreichungen bis 15. Februar 2014. Seite 30


2 Meinung Kommentar

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Durch die Blume

Der 11. Februar und sein Nachbeben

Viele, auch aus dem Kreis seiner Kritiker, zollten Benedikt für diesen Schritt Respekt und Bewunderung. Auch weil er dadurch das Papstamt von der Bürde des Durchhalten-Müssens bis zum Umfallen befreit hat. Zu diesem kirchenhistorischen Schritt dürfte aber auch die Erfahrung beigetragen haben, dass in der Kurie manchen führenden Köpfen und Hintermännern ihre eigenen Interessen und Machenschaften wichtiger waren, als den Papst bei der Leitung der Kirche loyal und professionell zu unterstützen: Kardinal Sodanos hinhaltende Verschleierungstaktik in gravierenden Missbrauchsfällen, die immer noch dubiose Vatileaks-Affäre, der Widerstand gegen das „Aufräumen“ in der Vatikanbank oder die blamable Panne um den Holocaust-Leugner Williamson. Dass dann „die Kurie“ zu den heißesten Themen im Vorkonklave zählte, war kein Zufall. Dass Papst Franziskus die Herkulesaufgabe einer Kurienreform angenommen und auf mehrere Schultern verteilt hat, lässt hoffen, dass Benedikts Rücktritt doch Wirkung zeigt. Hans Baumgartner

Ein blindes Mädchen soll er geheilt haben. Für Liebespaare, die Schwierigkeiten gehabt haben, war er ein vertrauenswürdiger Ansprechpartner. Und Traurige hat er getröstet – mit einer Blume aus seinem Garten. Das sind Dinge, die man vom hl. Valentin von Rom erzählt. Sein Gedenktag ist inzwischen zu einem Festtag mit fast neuem kultischem Charakter geworden – und man braucht dabei mit Kirche nicht viel zu tun haben. Dabei geht es diesem neuen Festtag gar nicht so unähnlich wie es Kirchenfesten geht. Es ist die Blume, um die sich alles dreht, weniger das, was „durch die Blume“ geschieht: Helfen, Trösten, die Aufmerksamkeit. Da steht Valentins Blume in einer Reihe mit Schokoladenosterhase, Nikolaus und Weihnachtsmann in der Alufolie – mit dem

Vordergründigen also. Anspruchsvoll wird die Sache, wenn man „durch die Blume“ zum Eigentlichen kommt: zum Gutmachen, Trösten. Zur Freude. Und irgendwann könnte man „durch die Blume“ auch wieder zum ursprünglichen Kern kommen: Wenn die alle wüssten, wie viel Religion in dieser Sache steckt: Um Liebende hat sich der Seelsorger Valentin gekümmert – um das Heiligste, das unter Menschen geschieht.

Matthäus Fellinger Chefredakteur matthaeus.fellinger@ Kirchenzeitung.at

Kopf Der Woche: Mag. Josef Pumberger, KAÖ-Generalsekretär

Hörbar und wirksam 25 Jahre hat er über das Geschehen in der Kirche berichtet. Nun will er selbst „Stoff“ liefern, über den geredet wird. Seit Mitte Jänner ist Josef Pumberger Generalsekretär der Katholischen Aktion Österreich. Hans Baumgartner

Als „ordentlicher Innviertler Bub“ sei er schon in frühen Jahren in seiner Pfarre (St. Marienkirchen/Hausruck) katholisch eingefärbt (sozialisiert) worden. „Zumindest damals

Kathbild/Rupprecht

Nicht nur Kardinal Schönborn glaubte zunächst an einen nicht ganz geschmackssicheren Faschingsscherz, als ihn am Rosenmontag vergangenen Jahres die Nachricht erreichte, Papst Benedikt habe seinen Rücktritt angekündigt. Vielen ging es ähnlich: aber das Durchschalten mehrerer Fernsehkanäle machte sicher: Papst Benedikt XVI. wird am 28. Februar sein Amt zurücklegen. In der ihm eigenen Schlichtheit sagte er zu den in Rom versammelten Kardinälen: „Ich bin zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben.“

KirchenZeitung Diözese Linz

„An der Katholischen Aktion gefällt mir besonders das Wort ,Aktion‘. Es geht darum, sich als Christ für Menschen und Anliegen einzusetzen.“ Mag. Josef Pumberger

war das noch so“, meint der 53-jährige gelernte Theologe und Werbekaufmann lachend. Schon während seiner Studienzeit entdeckte Josef Pumberger als freier Mitarbeiter bei der „Linzer Rundschau“ seine „Liebe für die Medienarbeit“. Und so zögerte er auch nicht lange, als dem damaligen Religionslehrer 1988 die Möglichkeit geboten wurde, bei der Katholischen Presseagentur (kathpress) zu arbeiten. Bald darauf begann die Wende in Osteuropa und Pumberger erlebte als Auslandsberichterstatter hautnah das Wiedererstehen der Kirche in Freiheit, aber auch deren Probleme mit den neuen Zeiten. Ab 2003 war er in stürmischen Medienzeiten als Geschäftsführer und stv. Chefredakteur für die kathpress mitverantwortlich. Nach 25 Jahren suchte Pumberger eine berufliche Neuorientierung und „landete so nicht vorhergeplant“ bei der Katholischen Aktion als Generalsekretär. Es ist die Herausforderung, die Stimme der Laien in Kirche und Welt hörbarer und wirksam zu machen, die ihn reize, sagt Pumberger. Ein wichtiger Schritt dazu sei, das geplante Zukunftsforum ab Herbst 2014 gut auf die Beine zu stellen – als „Plattform“ für drängende Fragen in Gesellschaft und Kirche . Pumberger freut, „dass für viele unsere Themen wie Ökologie, gerechtes Wirtschaften, Beziehung leben von Papst Franziskus kräftige Anstöße kommen“.


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Im Gespräch 3

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Zum Thema

Sachwalterschaft soll für verwirrte, geistig behinderte oder psychisch kranke Menschen Schaden verhindern. Etwa wenn die Person den Bezug zu Geld völlig verliert. Waldhäusl

Sachwalter/innen sind für Menschen da, die ihre Sache nicht selbst wahrnehmen können

Schutz walten lassen Herr M. gibt großzügig Trinkgeld. Stellt ihm jemand eine Kleinigkeit zu, zückt er das Geldtascherl und lohnt es mit einem großen Schein. Herr K. kauft gerne ein, deckt sich dabei mit Sachen ein, die er nicht braucht. Frau S. steckt ihre Wäsche ins Backrohr, meint, es sei die Waschmaschine, und schaltet ein.

mit ehrenamtlichen Sachwalter/innen um 800 Klient/innen. Sachwalter/innen können für Teilbereiche – z.B. für den Kontakt mit Ämtern, für die Einkommens-, die Vermögensverwaltung – oder für alle Angelegenheiten zuständig sein. Sie sollen einmal im Monat Kontakt mit der betroffenen Person halten.

ernst gansinger

Probleme. Doch es gibt Beschwerden von besachwalteten Personen, dass sich ihre Sachwalter kaum Zeit für sie nehmen. Elisabeth Wintersberger ist dieses Problem bekannt: In Wien gebe es Rechtsanwaltskanzleien, die mehr als 1000 Sachwalterschaften führen. Auch die rigorose Handhabung von AusgabeObergrenzen ist ein Problem. So klagt ein Besachwalteter, der bis zu 900 Euro im Monat frei über sein Geld verfügen kann, dass dazuverdientes Geld für ihn unerreichbar ist und damit kein Anreiz da ist, arbeiten zu gehen. Eine frühere Rechtsmeinung, so Frau Wintersberger, wonach das Arbeitseinkommen nicht Gegenstand des Sachwalters sein könne, habe sich nicht durch gesetzt. Vehement spricht sich die Leiterin des Vereins Vetretungsnetz gegen eine aufkommende Praxis der Sozialhilfeverbände aus: Heim-Bewohner/innen stehen 20 Prozent ihres Einkommens als Taschengeld zur Verfügung. Es gebe Sozialhilfeverbände, die Einblick in die Verwendung dieser 20 Prozent einfordern. Wenn sie mit der Verwendung nicht einverstanden sind (etwa wegen Geschenken an Enkerl), drohen sie, für die betreffende Person den Beitrag zu den Heimkosten zu streichen. „Das ist grundrechtswidrig“, sagt Wintersberger.

Bekannte oder Verwandte dieser Personen machten sich Sorgen und wandten sich an das Gericht, regten an, für die Betroffenen einen Sachwalter/eine Sachwalterin zu bestellen. Immer mehr Sachwalterschaften. In Österreich gibt es derzeit – so geht es aus einer Anfragebeantwortung der Justizministerin 2012 im Parlament hervor – etwa 60.000 „besachwaltete“ Menschen, Tendenz steigend. Etwa 15.000 Sachwalterschaften führen Rechtsanwälte und Notare, 8000 werden von Vereinen und die meisten durch Verwandte wahrgenommen. „Wenn ein Mensch mit einer geistigen Behinderung oder psychi­ schen Krankheit nicht in der Lage ist, Angelegenheiten selbst zu erledigen, ohne dabei Gefahr zu laufen, benachteiligt zu werden, braucht er eine gesetzliche Vertretung“, also einen Sachwalter, eine Sachwalterin, heißt es in einer Information des Jusitizministeriums. Teil- oder ganz zuständig. Elisabeth Wintersberger, Leiterin des „Vereins Vertretungsnetz“ für die Regionen Linz, Wels und Steyr, kümmert sich mit 27 hauptberuflichen und

Sachwalter/innen werden vom Bezirksgericht bestellt. Durch sie sollen Personen geschützt werden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, geistig behindert oder psychisch krank und nicht fähig sind, ihre Geschäfte ohne Nachteil für sich zu besorgen. „„ Sachwalter/in-Bestellung. Das Verfahren wird von Amts wegen eingeleitet. Nur die betroffene Person kann eine Bestellung eines Sachwalters/einer Sachwalterin beantragen. Andere können es anregen. „„ Wer kann Sachwalter/in sein? Nahestehende Personen, Sachwaltervereine, Rechtsanwält/innen, Notar/innen, andere geeignete Personen. „„ Sachwalterschafts-Aufgaben. Sachwalter/innen sollen mindestens einmal im Monat Kontakt zur vertretenen Person halten. Sie müssen dem Gericht regelmäßig über die Situation der Person berichten. „„ Rechte der betroffenen Person. Sie muss – bei ausreichender Urteilsfähigkeit – bei wichtigen Entscheidungen hinzugezogen werden. Sachwalter/ in­nen haben die Wünsche und Absichten der Person zu berücksichtigen. Nicht berührt durch Sachwalterschaft werden Briefgeheimnis, Hausrecht, Glaubensfreiheit und Wahlrecht. „„ Vorweg-Regelungen. Mit einer Vorsorge-Vollmacht, einer gesetzlichen Vertretungsbefugnis einer/eines nächsten Angehörigen, bzw. mit einer verbindlichen Patientenverfügung kann die betreffende Person im Voraus Regelungen treffen.

Mag. Elisabeth Wintersberger, Vertretungsnetz Linz. privat


4 Oberösterreich

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Seit einem halben Jahr leitet P. Josef Riegler OCist die Klostergemeinschaft der Zisterzienser von Schlierbach

Damit das Gute wachsen kann Gemeinsam mit seinem Prior hat P. Josef auch die Seelsorge in Steinbach am Ziehberg und Heiligenkreuz übernommen. Er hat in der Diözese Eisenstadt gearbeitet, dann in der Erzdiözese Wien und nun in Linz. „Jede Diözese ist ein eigener Betrieb, der nach unterschiedlichen Gesetzen funktioniert“, beschreibt er – mit Augenzwinkern – seine Erfahrung. So ist er in der Diözese Linz erstmals auf Seelsorgeteams gestoßen. „Ich habe erst nach und nach kapiert, wie wichtig sie sind.“ Wenn er die Region um Schlierbach mit seiner ehemaligen Pfarre Pfaffstätten bei Baden vergleicht, fällt ihm hier die Bedeutung der Tradition auf. Jeder Dritte, dem er in Pfaffstätten auf der Straße begegnet ist, gehörte nicht der Kirche an. „Mir ist es darum wichtig, auf alle Menschen zuzugehen. Glaube wächst in der Begegnung, nicht durch Verwaltung.“

„Glaube wächst in der Begegnung, nicht in der Verwaltung“, meint P. Josef Riegler. Er soll das Kloster stabilisieren – wirtschaftlich und auch, was die Klostergemeinschaft betrifft. Josef Wallner

P. Josef Riegler OCist ist seit September 2013 der Obere des Stiftes Schlierbach. Die Schlierbacher Mönche wählten keinen Abt aus den eigenen Reihen, sondern holten sich P. Josef aus dem Stift Heiligenkreuz und machten ihn zu ihrem Administrator.„Ich fühle mich wohl in Schlierbach“, sagt der 57-jährige P. Josef. Nein, Heimweh hat er nicht, auch das lateinisch gesungene Chor­gebet, für das Heiligenkreuz in ganz Europa berühmt ist, fehlt ihm nicht. „Gebet ist Gebet. Wir beten in Schlierbach das deutsche monastische Stundenbuch und haben in der Gemeinschaft eine gute, meditative Gebetskultur. Das ist entscheidend – nicht ob Latein oder Deutsch.“ Willkommene Erfahrungen. Dreißig Jahre war P. Josef Riegler als Mönch von Heiligenkreuz in der Pastoral tätig, zwanzig Jahre davon auch in der Schule und zehn Jahre in der Wirtschaft, ehe er nach Schlierbach übersiedelte. Seine Erfahrungen aus allen drei Bereichen sind hier willkommen. Über die Käserei, das wirtschaftliche Sorgenkind des Klosters, ist es noch zu früh, Bilanz zu ziehen. P. Josef ist jedoch zuversichtlich, dass das Unternehmen, an dem das Kloster nur

Die Wallfahrt ins Heilige Land auf www. kirchenzeitung.at begleiten Am Samstag, den 15. Februar 2014 brechen 220 Oberösterreicher/innen zur Diözesanwallfahrt ins Heilige Land auf. Die Pilgerreise wird von Bischof Ludwig Schwarz und Bischofsvikar Johann Hintermaier als geistliche Begleiter angeführt. Das Linzer Bibelwerk mit seinem Leiter Franz Kogler und Mitarbeiter Hans Hauer hat die Reise organisiert. Ab 15. Februar 2014 wird täglich auf der Webseite der KiZ ein kurzer Bericht von den Erlebnissen und Begegnungen zu lesen sein. KiZ/JW XX Reisen Sie mit auf www.kirchenzeitung.at

P. Josef Riegler OCist sieht das Stift Schlierbach auf einem guten Weg. kiz/jw

mehr eine Minderheitsbeteiligung hält, wieder in die Gewinnzone kommt. Die Waldwirtschaft und die Glaswerkstätte sind positiv. Auch die bauliche Substanz des Stiftes ist dank der Hilfe des Landes Oberösterreich zur Ausstellung im Jahr 2005 in bester Ordnung, sagt er. Allerdings: „Die Kirche gehörte innen entstaubt. Aber das wird aufgrund unserer finanziellen Situation nicht so schnell geschehen können.“ In einer Barockkirche mit ihren reichen Stuck-Verzierungen kostet selbst diese einfache Maßnahme viel Geld.

Zeit für Gemeinschaft. Im Gespräch kommt die Rede auch auf das Gymnasium. Die Schule mit 500 Mädchen und Burschen ist für P. Josef und seine 27 Mitbrüder eine große Freude, betont er. Beim Interview mit der KirchenZeitung vor seinem Amtsantritt im September 2013 nahm er sich vor, sich als Administrator viel Zeit für seine Mitbrüder zu nehmen und Stablisierung in die Gemeinschaft zu bringen. Heute sagt er: „Es ist im Haus ruhiger geworden.“ Die Leitung der Gemeinschaft bedeutet für ihn, einen Rahmen zu geben, damit das Gute wachsen kann. „Das bleibt eine Herausforderung, aber das ist ein Dienst, den ich gerne mache.“


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Oberösterreich 5

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LAND UND LEUTE Der 10-Euro-Neuki hat als Motiv das Spuckermandl (links). Bürgermeister Franz Zeilinger mit dem echten Spuckermandl, einer Skulptur vis-a-vis vom Gemeindeamt (rechts).

Neukirchen an der Vöckla widersetzt sich mit eigenem Geld dem Kaufkraft-Abfluss

Währungs-Bewährung Wolfgang Streibl, Wirt vom Bockhiasl in Neukirchen/Vöckla, macht – wie schon 27 weitere Geschäftsleute – mit beim „Neuki“. Bei ihm kann die Zeche in der Neukirchner Gemeindewährung bezahlt werden. ERNST GANSINGER

Der Neuki wurde im Rahmen des entwicklungs- und umweltpolitischen Programms „Agenda 21“ von Gemeinde, Ehrenamtlichen und Wirtschaftstreibenden intensiv vorbereitet und im Juni 2013 gestartet. Erfolg. Der Erfolg gibt den handelnden Personen Recht. Bürgermeister Franz Zeilinger freut sich, dass bisher schon 100.000 Euro als Neuki in Umlauf gebracht wurden: So bleibt die Wertschöpfung im Gemeindegebiet. Das mittelfristige Ziel wird nun schon kurzfristig erreicht. Bald wird jeder zehnte Neukirchner Haushalt über ein monatliches Abo Neukis beziehen, z.B. im Wert von 150 Euro. – Die Neukirchner haben eine Währung geschaffen, die sich rasch bewährt. „Wo geben wir Geld aus?“ „Der Neuki ist nicht nur Geld“, sagt der Bürgermeister, „er soll uns darüber nachdenken lassen, wo wir es ausgeben wollen. Welche Folgen hat mein Einkauf in auswärtigen Einkaufszentren und welchen Nutzen bringt es allen Betrieben und Menschen in Neukirchen, wenn ich Waren und Dienstleistungen im eigenen Ort kaufe?“ Den Neuki anerkennen derzeit 27 Neukirchner Betriebe und die Gemeinde. Lauter Vorteile. „Das hat sich gut entwickelt“, bestätigt Wirt Wolfgang Streibl, der auch Obmann des örtlichen Tourismusverbandes ist. Mit dem Neuki sei die Ortsbindung gefestigt. Die teilnehmenden Betriebe leisten dazu einen Sponsorbeitrag. Die Raiff-

eisenbank verwaltet und stückelt die Neukis. Sie werden zum 15. jeden Monats im Gemeindeamt an Abonnent/innen mithilfe auch von Ehrenamtlichen ausgegeben. An mehreren Ausgabestellen erhält man jederzeit – auch als Tourist – Neukis. Immer wieder zahlen Einheimische in den verschiedensten Neukirchner Geschäften mit der Orts-Währung. „Ich stehe hinter dem Neuki: Wir wollen trachten, dass die Kaufkraft im Ort bleibt. Je mehr mittun, desto besser ist es“, sagt Streibl. Die Gemeindewährung entlastet auch die Konsumenten. Auf die im Abo erworbenen „Neukis“ erhalten sie drei Prozent Rabatt.

Gedenken Etwa 100 Menschen haben sich am 2. Februar beim Mahnmal in Gallneukirchen versammelt, um der brutalen Ermordung russischer und ukrainischer Kriegsgefangener im Februar 1945 („Mühlviertler Hasenjagd“) zu gedenken. Ebenfalls wurde der NS-Euthanasiemorde gedacht. Die Rektorin des Evangelischen Diakoniewerks, Mag. Christa Schrauf, appellierte, der Wert menschlichen Lebens darf nie ein ökonomischer sein, darf nie zum Kalkül werden. Zur Gedenkveranstaltung lud das Mauthausenkomitee Gallneukirchen ein.

Wels und die Roma

Interesse. Die Gemeinde-Währung stützt sich auf die Mitgliedschaft bei „Allmenda“, Social Business Genossenschaft. Diese wickelt alle Formalitäten, zum Beispiel mit der Finanzmarktaufsicht, ab. Über das Neukirchner Modell (außerhalb von Vorarlberg ist es in dieser Form das einzige) haben sich Ende Jänner bei einer Projekt-Vorstellung 35 Vertreter/innen von Gemeinden und Organisationen aus ganz Österreich informiert. Sie haben einen überzeugten und überzeugenden Bürgermeister erlebt, der auch schon nach vorne denkt: etwa an Plastik-Geld-Neukis.

Wirt Wolfgang Streibl nimmt einen 5-EuroNeuki in Empfang. KIZ/EG (3)

Nachdem in der Sitzung des Gemeinderates der Stadt am 18. November 2013 von FPÖ und ÖVP beschlossen wurde, über das Welser Messegelände ein Campierverbot zu verhängen, regt sich in Wels massiver Widerstand. Denn das Campierverbot meine vor allem die durchziehenden Roma, die bisher mit ihren Wohnwägen jährlich einige Tage auf dem Messegelände Station machen, heißt es in einem offenen Brief an Vizebürgermeister Peter Lehner (ÖVP). Im Brief wird eingeräumt, dass ein Campierplatz am Stadtrand – wie in Linz oder Braunau – besser geeignet wäre. Einen solchen zu finden, liege in Lehners Aufgabenbereich als Planungsstadtrat. Unterschrieben haben den Protestbrief auch viele Repräsentanten der katholischen wie der evangelischen Kirche. Die Unterzeichner fordern eine rasche Rücknahme des Beschlusses. Es besteht dringender Handlungsbedarf, denn in wenigen Wochen kommen wieder Roma. Vom Campierverbot wissen sie nichts.

 Einreichungen sind noch bis 15. Februar möglich – siehe Seite 30


6 Thema

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Am Ende der Plastikwelt Faszinierende Bilder von der Vielfalt des Lebens zu Land und in den Meeren zu zeigen. Das ist der Beruf von Erich Pröll. Was der bekannte Universum-Filmer dabei noch zu sehen bekommt, erzählt er in der KirchenZeitung: Plastik, Plastik, Plastik. 300 Millionen Tonnen davon werden jährlich weltweit produziert. Über fünf Milionen Tonnen davon landen im Meer. Und es bleibt dort für sehr lange Zeit. MATTHÄUS FELLINGER

D

as Wasser – glasklar. Weißer Sandstrand. Die ehemalige Gefangeneninsel Cohiba vor Panama ist heute ein fast unbewohnter Nationalpark. Ein Naturparadies, würde man sagen. Doch ein paar Meter hinter dem Strand der Kontrast: Eine eineinhalb Meter hohe „Düne“ aus Plastikmüll umzieht die Insel. Seit über 40 Jahren kennt Naturfilmer Pröll die Meere der Welt. Überall das gleiche Bild. „In wenigen Jahrzehnten haben wir die Welt versaut.“ Das stimmt ihn traurig. Erst letzten Oktober filmte er auf den Malediven. 87 von den 1196 Inseln vor der Südspitze Indiens werden für den Tourismus genutzt. Jeden Morgen vor Sonnenaufgang sind Putztrupps unterwegs, um den Plastikmüll, den das Meer über Nacht angeschwemmt hat, wegzuräumen. Den Touristen will man saubere Strände bieten. Nur wenig davon, vermutet Pröll, landet in der Deponie, das meiste kommt zurück ins Meer. Das ist billiger. Mit Flugzeugen wird herbeigeschafft, was die Touristen brauchen – alles in Plastik verpackt und in sehr viel Styropor. Aus Nordamerika, Europa, auch Australien kommen die Flugzeuge – und mit ihnen der Müll. Auf den 220 von Einheimischen bewohnten Malediveninseln räumt niemand auf. Ein Wall aus Plastikmüll umzieht ihre Inseln, einen Meter hoch. Und auf den rund 1000 unbewohnten Malediven-Inseln ist es genau-

so. Keine Menschenseele, aber überall Plastik! Das Meer trägt den Müll von sehr weit her. Krabben und Müll. Für eine Fersehsendung wollte Pröll in einer Bucht vor Somalia Walhaie filmen. Kaum jemand wagt sich hierher, denn hier haben die Schiffspiraten das Sagen. Die Küste ist unbewohnt, doch ganz am Ende der Bucht: eine schwarze, sich regende Flä-

Erich Pröll. Der Naturfilmer macht sich Sorgen um die Verschmutzung der Welt. KIZ/MF

che. Millionen von Krabben sind es, die eine riesige schwabbelnde Masse aus Plastikmüll bevölkern. Wie kommt der Müll hierher? Für Erich Pröll es die Raffgier, die die Welt kaputt macht: „Immer mehr, und keiner schert sich dann um den Dreck.“ In den Wirbeln der Meere treiben riesige Plastikmüllteppiche, manche größer als Österreich. Meeresböden sind an vielen Stellen übersät vom Müll. Doch auch am Land beobachtet Pröll in vielen Regionen die zunehmende Verschmutzung. Im Jemen zum Beispiel: Von Weitem meint man, die Bäume würden blühen, aber wenn man näher kommt, sind es Tausende Nylonsäcke, die sich in den Dornen der Schirmakazien verfangen haben. Inzwischen ist es für Pröll ein sicheres Zeichen in orientalischen Ländern: Wenn Nylonsäcke in den Akazien hängen, ist die Stadt nicht mehr weit. Der Weg zurück. Alles bleibt liegen – und kommt irgendwann zurück. Auch nach Europa. Zwischen 400 bis 1000 Jahre braucht Plastik, bis es abgebaut ist. Es wird zerrieben in immer kleinere Teile. Und gerade der Mikro-Plastikmüll ist gefährlich – im Wasser wie auch in Luft und Erde. Millionen von Tieren verenden im Plastikmorast. All die Weichmacher und Stoffe, die ausgeschwemmt wurden, landen in der Nahrungskette und kommen mit dem Fisch zurück auf die Teller der Welt.


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Thema 7

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ZUM THEMA Alles Plastik Die drei größten Einsatzgebiete von Plastik sind:  Verpackungen: 33 %,  Bauwesen: 25 %,  Elektronik, Elektrotechnik: 25 %. In Österreich kommen im Jahr eine Million Tonnen Kunststoffe zum Einsatz.

Was tun? Konsumenten haben die Möglichkeit, in Geschäften ihrer Unzufriedenheit Ausdruck zu geben, wenn Produkte nur plastikverpackt angeboten werden – und sie nach Möglichkeit nicht zu wählen. Was nicht gefragt wird, wird mit der Zeit auch nicht angeboten. Quallenmedusen gehören zu den größten Organismen des Zooplanktons. Eine Zwischenstufe, die der Plastikmüll auf dem Weg zurück auf die Teller nimmt. WIKIMEDIA

 Anregungen für ein „plastikfreies“ Leben auf http://www.plastikfrei.at

Plastik, das man nicht sieht Plastik – sagt der Meeresbiologe Dr. Gerd Liebezeit – hat gute und schlechte Seiten – und sollte nur dort eingesetzt werden, wo dies sinnvoll ist. Auch wenn Deutschland und Österreich in der Europäischen Union zu den Ländern mit annähernd 100 Prozent Recyclingquote zählen, ist das kein Grund, mit dem Finger auf andere zu weisen, ortet der Meeresbiologe Dr. Gerd Liebezeit von der Universität Oldenburg Handlungsbedarf auch in Europa. Das Hauptproblem sieht der Experte in der Verwendung von Plastik, das nur einmal oder wenige Male verwendet wird, Kunststofftaschen, Flaschen und Verpackungen vor allem. Sie machen ein Drittel der Plastikproduktion aus. Nicht nur „eine Umweltschweinerei, sondern auch eine Ressourcenverschwendung“ sei das. Gerade die Länder mit hohen Umweltstandards hätten die Pflicht, ihr Wissen weiterzugeben und Ländern mit schweren Umweltproblemen zu helfen. Allerdings: Nach wie vor wird Müll auch aus Europa in Drittweltländer exportiert – vor allem Elektronikmüll. Gerd Liebezeit macht zudem auf die Verwendung von Kunststoffen in Produkten auf-

merksam, bei denen man das Plastik nicht sieht. „Der Verbraucher weiß oft gar nicht, was er da kauft oder nutzt.“ Die wenigsten seien sich bewusst, dass in Kosmetika „Mikroplastik“ in Form von Polyethylen enthalten ist, und sie hätten auch „keine Vorstellung davon, was mit dem Zeug passiert, wenn es einmal in den Ausguss gespült wurde“. Was damit geschieht, haben zwei Kollegen Liebezeits im Plankton sowohl im Süßwasser als auch im Meer festgestellt. Erst die zweite Generation zeigt Effekte, wenn die Elterngeneration mit Mikroplastik belastet wurde, wie es zum Beispiel in der Zahnpaste als „Scheuermittel“ enthalten ist. Die vorgeschriebenen Tests gehen aber nicht so weit. Folgen für das Nahrungsnetz. Langfristig rechnet der Experte mit Auswirkungen auf das gesamte Nahrungsnetz. Von der derzeit knapp 300 Millionen Tonnen jährlich produzierten Menge Plastik landen 5,7 Milionen Tonnen im Meer. Bis zu 1000 Jahre dauert der biologische Abbau. Liebezeit hält ein Umdenken für unbedingt notwendig – vor allem ein Umsteuern, denn Plastik bleibt eine Gefahr, auch wenn es gesammelt wird. „Der einzige ungefährliche Umgang ist, diesen Müll gar

Meeresbiologe Dr. Gerd Liebezeit plädiert für Alternativen zu Plastik. UNI OLDENBURG

nicht erst entstehen zu lassen.“ Deponieren und Verbrennen sind für Liebezeit auch keine Lösungen, denn in beiden Fällen gingen Ressourcen verloren. Dass diese zu Ende gehen, sei noch viel zu wenig bewusst. Alternativen. Für das heutige kurzlebige Plastik müssten Alternativen entwickelt werden. Solche Kunststoffe müsste man zu Hause im eigenen Kompost entsorgen können. Was heute als biologisch abbaubar vermarktet wird, sei nur durch industrielles Kompostieren bei relativ hohen Temperaturen wirklich abbaubar. „Die beste Alternative ist der Verzicht auf Einmalartikel wie Einkaufstaschen und Abgepacktes im Supermarkt.“ Glasflaschen und „Jute statt Plastik“ – das gab es ja schon einmal, erinnert Gerd Liebezeit.


8 Aus Oberösterreichs Pfarren

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KirchenZeitung Diözese Linz

Fotolia – Weseetheworld

Ein Segen für die Singles

stenogramm „„ Wippenham. Am Vorabend des Lichtmesstages, am 1. Feb­ ruar, sind zu einer meditativen Begegnung von Spiritualität und Kunst etwa 150 Personen gekommen. Nach Musik und Texten zeigte der Wippenhamer Künstler Mag. Johann ­Lengauer eine Feuerinszenierung – eine „Kraftfigur“, die das Entstehen von Freude, Wärme und Begeisterung symbolisierte.

Viele Pfarren haben den Valentinstag für sich entdeckt und bieten rund um den romantischen Termin Paarsegnungen an. In der Pfarre Linz-Heiligste Dreifaltigkeit im Stadtteil Oed nimmt sich Pfarrassistent Franz Pamminger jedoch be-

wusst der Gruppe der Singles, Alleinstehenden und Alleingelassenen an. Am Donnerstag, 13. Februar, dem Weltsingletag, findet dort um 19 Uhr die „Single-Time“ statt. „Es geht darum zu zeigen, dass man nicht jemand anderen braucht, um et-

was zu gelten. Der Wert liegt in einem selber“, erklärt Franz Pamminger die Idee, Singles mit dem Segen zu bestärken. u Weitere Termine rund um den Valentinstag finden sich auf Seite 19, 24, 25.

Vortrag über bedingungsloses Grundeinkommen in Gmunden-Ort

Grundeinkommen wirklich bedingungslos? Gmunden-Ort. Wir haben in Österreich ein gutes Sozialnetz. Der Staat hilft jedem und jeder, der/die gewisse Bedingungen erfüllt. Es gibt jedoch Menschen, die durch dieses Netz durchfallen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen könnte eine Lösung sein. So weit die Idee. Dr. Markus Schlagnitweit von der Katholischen Sozialakademie Österreichs – ksoe hat sich mit diesem Thema intensiv auseinandergesetzt und es in seinem

Vortrag in Gmunden-Ort ausführlich dargelegt. Ein Vorteil könnte etwa die Verwaltungsvereinfachung sein. Der Referent habe aber selbst eingeräumt, dass es ohne gewisse Bedingungen nicht gehen würde, berichtet Ewald Fink vom Katholischen Bildungswerk „Traunsee“. Fink: „Wertvoll waren aber die vielen Denkanstöße, die zu Verbesserungen der bestehenden Sozialsysteme führen könnten.“

Tiertafel der Pfarre Linz-St. Peter eröffnet Ausgabestelle in Salzburg

Linzer Pfarre exportiert Tierhilfe bis Bayern Linz. Vor drei Jahren wurde von der Pfarre Linz-St. Peter die Aktion TierLichtblick ins Leben gerufen. Das wohl bekannteste Projekt daraus ist die TierTafel. Bedürftige Tierbesitzer bekommen hier kostenlos Tierfutter und je nach Möglichkeit in Härtefällen auch finanzielle Unterstützung zu Tierarztkosten. Diese Hilfe für Tiere und ihre Menschen expandiert die Linzer Pfarre nun bis Salzburg und Bayern. Feuerfigur von Johann Lengauer am Tag vor Lichtmess. Anton Planitzer

Filiale in Oberndorf. Die TierTafel ­eröffnete am 8. Februar 2014 eine weitere Zweigstelle

unter der Patronanz der Pfarre Linz-St. P ­ eter in Oberndorf bei Salzburg. Das Salzburger Team versorgt mit dieser Ausgabestelle nun auch den Raum Stadt Salzburg und Umgebung sowie das angrenzende Bayern. u Jeden zweiten Samstag im Monat wird von 14 bis 15 Uhr Futter und Tierzubehör an die bedürftigen Haustierbesitzer/innen ausgegeben. TierTafel-Ausgabestelle Oberndorf/Laufen, Arnsdorfer Straße 6, Kontakt zu der Salzburger TierTafel, Tel. 0664/158 89 97.


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Aus Oberösterreichs Pfarren 9

Andächtige Angelobung in Aurolzmünster. Die neuen Ministrant/innen werden in ihren Dienst eingeführt. Privat

Pfarren mit großer Ministrantenschar sind besonders in ländlichen Gebieten anzutreffen

Wo die Kleinen zur Großmacht werden Wir riefen in der KirchenZeitung Pfarren mit großen Ministrantengruppen dazu auf, sich bei uns zu melden. Beeindruckt sind wir von dem vielen ehrenamtlich getragenen Engagement. In Abtsdorf managen zum Beispiel drei Mütter die erfolgreiche Ministrantenarbeit. Paul Stütz

„Small ist beautiful.“ Diese Losung des 1994 verstorbenen Philosophen Leopold Kohr ist heute wieder populär, etwa bei der Ökologiebewegung. Die konkreten Zahlen bei den oftmals auch liebvoll „Minis“ genannten Altardiener/innen zeigt: Hier gilt das „Klein, aber fein“ ebenso. Zum Beispiel in Abtsdorf, von wo uns Angelika Hofinger geschrieben hat: „Ich bin gemeinsam mit zwei anderen Müt-

Ein hohes Fest für Ministranten. Liturgiefeier am Gründonnerstag mit Fußwaschung in Vorderweißenbach. Pfarre/Grabner

tern für die Ministranten in der Pfarre Abtsdorf, Dekanat Schörfling, zuständig. Wir haben derzeit 21 Ministranten (was bei einer Pfarre mit insgesamt 377 Katholiken doch eine ganze Menge ist). Von den 21 Kindern sind 10 Buben und 11 Mädchen (zwischen 8 und 14 Jahre alt). In einer so kleinen Pfarre wie Abtsdorf sind natürlich auch die kirchlichen Abläufe sehr familiär, was sich in unserem Pfarrleben positiv auswirkt.“ Ministranten als Frühaufsteher. Auch Lindach (549 Katholiken) hat als kleine Pfarre eine große Ministrantenschar: 27 Messdiener listet der Schematismus auf. „Obwohl die Sonntagsmesse um 7.45 Uhr stattfindet, versehen zwischen sechs und zwölf Ministranten Dienst am Altar“, erzählt Maria Prüwasser, Pfarrsekretärin in Lindach. Gut in das Bild der erfolgreichen kleinen Pfarren fügt sich aber auch St. Stefan am Walde: 13 Burschen und 29 Mädchen ministrieren in der Mühlviertler Gemeinde mit 738 Katholiken. Gemeinschaft bei den Ministranten. Was macht den Dienst am Altar so attraktiv? Manche Einsender/innen nennen die konkreten Gründe. So schreibt zum Beispiel die Ministrantenbetreuerin Anita Stelzhammer aus der Pfarre Heiligenberg: „Es ist eine schöne Aufgabe, bei uns in Heiligenberg als Ministrant den Dienst am Altar zu verrichten, und neben vielen kirchlichen Festlichkeiten gibt es auch zahlreiche Aktivitäten, wie das Dekanatsvölkerballturnier, eine Schatzsuche, Grillabende, aber auch das Wissen muss jährlich beim Ministrantenführerschein unter Beweis gestellt werden.“

Engagement in Zahlen Zwölf Pfarren haben sich bei uns gemeldet. Allein an den nüchternen Zahlen lässt sich ablesen, dass Ministrantenarbeit vielerorts stark gemeinschaftsstiftend ist. n Abtsdorf: 21 Ministranten bei 377 Katholiken n Aspach: 31 Minis, 2050 Katholiken n Aurolzmünster: 27 Ministranten, 2087 Katholiken n Heiligenberg: 34 Ministranten, 690 Katholiken n Kallham: 79 Ministranten, 2257 Katholiken n Kirchham: 27 Ministranten, 1635 Katholiken n Kollerschlag: 46 Ministranten, 2006 Katholiken n Linz-St. Margarethen: 23 Ministranten, 787 Katholiken n Lindach: 27 Ministranten, 549 Katholiken n St. Stefan am Walde: 42 Ministranten, 738 Katholiken n Unterweißenbach: 37 Ministranten, 2224 Katholiken n Vorderweißenbach: 34 Ministranten, 1606 Katholiken

u Mehr Fotos zu den jeweiligen Ministrantengruppen unter: www.kirchenzeitung.at/lokales


10 Thema

13. Februar 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

Raubbau und Klimawandel bedrohen das Leben Ökologie und Umweltschutz – mit diesen Themen beschäftigt sich auch der Vatikan zunehmend. Papst Franziskus plant, darüber eine Enzyklika zu schreiben. Eine wichtige Sache, sagt auch Kurienkardinal Peter Turkson. Er befasst sich schon seit vielen Jahren mit Problemen wie dem Klimawandel oder dem Raubbau an der Natur. INTERVIEW: susanne huber

Wenn es um die Ausbeutung von Bodenschätzen durch multinationale Konzerne geht, erheben Sie immer wieder Ihre Stimme. Auch in Ihrer Heimat Ghana wird massiv Raubbau an der Natur betrieben ...

Kardinal Peter Turkson: Ghana, aber auch andere Länder Afrikas, sind reich an natürlichen Ressourcen, an Gold, Diamanten, Kobalt, Bauxit oder Coltan. Multinationale Unternehmen haben großes Interesse an diesen Rohstoffen, weil man mit ihnen profitable Gewinne erzielt. Und da viele afrikanische Staaten hoch verschuldet sind und dringend Geld brauchen, werden ausländischen Unternehmen Tür und Tor geöffnet, die Bodenschätze Afrikas auszubeuten. In Ghana z. B. werden große Waldflächen für den Abbau von Gold gerodet. Es wird aber nicht mehr aufgeforstet. Darunter leiden Mensch, Natur und Umwelt. Die Sahara breitet sich immer mehr aus. Burkina Faso, nördlich von Ghana, ist besonders stark davon betroffen.

vernetzen, die sich mit unterschiedlichsten Umweltproblemen schon beschäftigt haben. Wie ernst denken Sie persönlich ist das Problem des Klimawandels?

Kardinal Peter Turkson: Der Ausstoß von CO2Emissionen weltweit belastet unsere Umwelt enorm und das Klima wird dadurch mehr und mehr negativ beeinflusst. Leute in Afrika haben früher ziemlich genau voraussagen können, ab wann nach der Trockenzeit mit Regen zu rechnen ist. Darauf war Verlass. Das funktioniert jetzt nicht mehr, da sich das Wetter mit dem Klimawandel verändert hat. Nun ist es so, dass es entweder längere Regenpausen gibt, der Regen zu spät kommt oder gar nicht. Das wirkt sich natürlich auf die Lebensbedingungen der Bevölkerung aus. Die Menschen sind auf den Regen angewiesen, damit das angepflanzte Saatgut wächst und vollständig reift. Da sich die Regenzeiten aber verkürzen, sind auch die Ernteerträge geringer. Dazu kommt, dass Ostafrika verstärkt von Dürre heimge-

Es zählt ja zu den Aufgaben des Päpstlichen Rats für Gerechtigkeit und Frieden, deren Präsident Sie sind, auch Fragen im Bereich Ökologie zu thematisieren ...

Kardinal Peter Turkson: Ja, unser Themenspektrum ist breit. Neben Fragen der sozialen Gerechtigkeit, der Politik, der Finanzen, des Menschenhandels oder der Menschenrechte haben wir die Aufgabe, die Menschen auch für Themen der Ökologie, der Umwelt und des verantwortungsvollen Umgangs mit den natürlichen Ressourcen der Erde zu sensibilisieren. Manchmal tun wir das, indem wir Zugang zu umweltfreundlichen Energien schaffen, was auch dazu beiträgt, die Armut zu vermindern. (Anm.: siehe Randspalte) Eine weitere Strategie ist, dass wir Partnerschaften schließen und uns weltweit mit Gruppen

sucht wird. Dagegen gibt es in Indien oder auf den Philippinen heftige Taifune. Das sind extreme Bedingungen mit zerstörerischen Auswirkungen. Auch der Meeresspiegel steigt an und bedroht Inseln im Pazifik vor dem Untergang. Die Situation ist so sensibel, alle müssen etwas dafür tun, um das ökologische Gleichgewicht zu erhalten. Themenwechsel. Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist nach wie vor ein Konfliktherd. Was sind die Hintergründe?

Kardinal Peter Turkson: In den verschiedenen afrikanischen Ländern gibt es eine Vielzahl an ethnischen Gruppen und Stämmen. Das Problem ist, dass sie häufig untereinander verfeindet sind und gegeneinander kämpfen. So ist es auch im Osten der demokratischen Republik Kongo, wo es um Konflikte vor allem zwischen Hutu und Tutsi an der Grenze zu Ruanda geht. Dort kam es 1994 zu einem Völkermord an hunderttausenden Tutsi. Dazu kommen, wie in anderen Ländern Afrikas auch, die wirtschaftlichen Interessen an den reichlich vorhandenen Bodenschätzen in den Grenzregionen. Die kongolesischen Bischöfe haben immer wieder Erklärungen abgegeben, in denen sie dazu auffordern, den Kongo nicht zu spalten. Wir müssen lernen, diese Vielfalt an Ethnien als Reichtum zu schätzen und sie zusammenzuführen. Doch leider fehlt es an solchen Visionen, fehlt es an nationalem Geist, fehlt es an innerer Einheit trotz der Vielfalt. Das ist ein großes Problem. Zunehmend kommt es in Afrika zu Konfrontationen zwischen Muslimen und Christen wie aktuell in der Zentralafrikanischen Republik. Wie problematisch sehen Sie diese Entwicklung?

Goldgräber in Dunkwa in Westghana.

reuters

Kardinal Peter Turkson: Es ist eine große Herausforderung, gegen dieses Phänomen,


KirchenZeitung Diözese Linz

Thema 11

13. Februar 2014

Kardinal Turkson unterstützt die Initiative „Solar Light for All“

Mit Solarlicht gegen Armut Das Grundrecht auf Energie für alle – auch für die Ärmsten der Armen – das will die „Energy Globe Foundation“ umsetzen. Mit Kardinal Peter Turkson hat sie dabei einen prominenten Unterstützer aus dem Vatikan.

Kurienkardinal Peter Turkson ist seit 2009 Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden. Der 65-jährige Ghanaer ist mit neun Geschwistern in einfachen Verhältnissen in Nsuta Wassa aufgewachsen. Er studierte in seiner Heimat und später in New York Theologie. 1992 kehrte er nach Ghana zurück und wurde Erzbischof von Cape Coast. Bevor er 2005 in den Vatikan kam, war er einige Jahre Vorsitzender der Ghanaischen Bischofskonferenz. 2003 wurde er zum Kardinal ernannt. Nach dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. nahm Kardinal Turkson 2013 am Konklave teil und wurde oft als ,papabile’ gehandelt. reuters

das z. B. für die Menschen in meiner Heimat Ghana neu ist, anzukämpfen. Etwa 60 Prozent der Bevölkerung Ghanas sind christlich und 16 Prozent muslimisch. Wir haben mit dem muslimischen Volk immer friedlich und in einem guten nachbarschaftlichen Verhältnis zusammengelebt. Es gibt Familien, die sind zum Teil katholisch, protestantisch und muslimisch. Das ist auch in meiner eigenen Familie so. Meine Mutter war Methodistin, mein Vater Katholik, mein Onkel ein Muslim. Wir haben uns immer gegenseitig respektiert. Und mit dem Aufkommen von radikalen Gruppen in den unterschiedlichen Ländern Afrikas hat sich das verändert ...

Kardinal Peter Turkson: Ja, es fehlt an Toleranz im Hinblick auf andere Glaubensauffassungen. Die Wahhabiten z. B. lehnen jede Vielfalt ab, hier zählt nur der reine Islam. In Nigeria verbreitet die islamistische Gruppe Boko Haram Angst und Schrecken. In Afrika haben wir vonseiten der Kirche schon viele interreligiöse Dialoggruppen ins Leben gerufen, um Friedensarbeit zu leisten und so das Zusammenleben zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen zu fördern. Wir sind auf der Suche nach Lösungen.

„Die Situation ist so sensibel. Alle müssen etwas dafür tun, um das ökologische Gleichgewicht zu erhalten.“

Mehr als 1,6 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu Licht oder elektrischer Energie, darunter alleine 600 Millionen Menschen in Afrika. Hier setzt die vom Vatikan unterstützte Initiative „Solar Light for All“ schwerpunktmäßig an: Die „Energy Globe Foundation“, die vom Oberösterreicher Wolfgang Neumann gegründet wurde, entwickelte spezielle Off-Grid-Energieerzeugungssysteme, die stationär auf Hütten montiert und mit Sonnenlicht gespeist werden. Damit wird Strom für Licht und für elektrische Kleingeräte erzeugt. Ein eigenes Vertriebssystem wurde entwickelt, die Kosten liegen pro Haushalt bei rund fünf Cent pro Tag. Lebensstandard erhöhen. Kurienkardinal Peter Turkson ist Projektpartner der Initiative. In seiner Heimat Ghana sind nun zwei Dörfer mit solaren Energieerzeugungssystemen ausgestattet worden. „Laut Umfragen haben 82 Prozent der Bevölkerung Ghanas kein Licht, keinen Strom und auch keine Möglichkeit, andere Energien zu verwenden. Was mich beflügelt ist, dass mit relativ einfachen Solarlichtsyste-

men geholfen wird, den Lebensstandard von Menschen in ländlichen Gebieten zu heben, deren Sicherheit zu erhöhen und eine Basis für Wirtschaftswachstum und Entwicklung zu schaffen“, so Wolfgang Neumann. Ziel ist, in Zukunft möglichst viele Haushalte in Afrika südlich der Sahara mit einem Solarlichtsystem auszustatten. Dazu soll ein Wartungsnetzwerk geschaffen werden, das eine langjährige Nachhaltigkeit sicherstellt. Energy Globe Award. Der weltweit bedeutendste Umweltpreis – der Energy Globe World Award – ist am 4. Februar im ORF-Landesstudio Salzburg verliehen worden. Der Hauptpreis – insgesamt gab es fünf Gewinner – ging an Nicaragua. Kurienkardinal Peter Turkson überreichte die Bronzestatue Martha Verónica Rocha, die sie für ihre Organisation FUPROSOMUNIC entgegennahm. Das Siegerprojekt vereint Umweltschutz mit sozialem Engagement. Gebaut werden Solaröfen, die zum Kochen, aber auch zum Trocknen von Früchten und Gemüse dienen. Diese Produkte werden dann vermarktet. Gesundheitsschädliche Rauchküchen und Feuerstellen gehören damit der Vergangenheit an. Die mittlerweile 700 „Solarfrauen“ der Stiftung FUPROSOMUNIC trainieren weitere Frauen und propagieren ihr Wissen auf Messen und Veranstaltungen. u Infos unter: www.energyglobe.at

kardinal peter turkson

Ghana: Solarlichtsysteme werden auf Hütten montiert.

energy globe foundation


12 Panorama stenogramm

13. Februar 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

Die katholische Friedensbewegung „Pax Christi“

Nicht aufhören. Damit Friede wird Ende Jänner traf die Co-Präsidentin von Pax Christi International, Marie Dennis, mit Vertretern der Friedensbewegung in Innsbruck und Linz zusammen. Zuvor nahm sie an Verhandlungen zur Vorbereitung der Syrien-Konferenz in Genf teil. Auf Hans Baumgartner folgt Heinz Niederleitner. Privat

„„ Neue Leitung für Kirchenzeitungs-Kooperation. Am 1. August wird der langjährige Leiter der Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen von Eisenstadt, Feldkirch, Innsbruck und Linz, Hans Baumgartner, seine Alterspension (65) antreten. Vergangene Woche wurde nach österreichweiter Ausschreibung seine Nachfolge fixiert: Heinz Niederleitner (36) wird mit 1. Mai in die Redaktion eintreten und Anfang August die Leitung übernehmen. Niederleitner studierte in Salzburg Publizistik und Geschichte; anschließend arbeitete er drei Jahre bei der KirchenZeitung Linz. Seit 2005 war er bei den OÖ-Nachrichten als Redakteur im Auslands- und Inlandsressort sowie als „Kirchenexperte“ tätig. Niederleitner ist derzeit auch Vorsitzender des OÖ-Journalistenforums der Kath. Aktion. n König-Preis. Der diesjährige Kardinal-König-Preis geht an die steirische Pädagogin und Sozialmanagerin Marianne Graf. Seit 1992 engagiert sie sich mit ihrem Mann für Hilfsprojekte in Albanien und hat dort ein „beeindruckendes Netzwerk sozialer Aktivitäten aufgebaut.“ Dabei hat das Ehepaar rund 100 Schulen, Sozialwohnbauten, medizinische Zentren initiiert.

Marianne Graf erhält den Kardinal-König-Preis 2014.

Trotz der verworrenen und von vielen als aussichtslos beschriebenen Lage engagiert sich die katholische Friedensbewegung Pax Christi, um im Bürgerkrieg von Syrien zu vermitteln. „Dazu stehen wir in regelmäßigem Austausch mit Organisationen vor Ort, um die Lage möglichst gut beurteilen zu können“, berichtet die US-Amerikanerin Marie Dennis anlässlich ihres Besuchs bei Pax Christi in Innsbruck. Die ehemalige Direktorin für globale Angelegenheiten des Maryknoll Missi-

Marie Dennis, Co-Präsidentin von Pax Christi International, und Österreich-Generalsekretär Yussuf Windischer. Furxer

Bischof Erwin Kräutler ist entsetzt über die geplanten Umsiedlungsmaßnahmen rund um das Kraftwerk Belo Monte. Im „Netzwerk Soziale Verantwortung“ führt die Andritz-Hydro GmbH die Abstimmung zum „Schandfleck“ des Jahres 2013 an. KIZ/A.

onsordens ist neben dem südafrikanischen Bischof Kevin Dowling Co-Präsidentin von Pax Christi. Die Friedensorganisation hat auch das von Papst Franziskus ausgerufene Friedensgebet für Syrien weltweit unterstützt. Das Gebet ist immer wieder zentraler Bestandteil der „Strategie“, mit der Pax Christi seine Friedensinitiativen umsetzt. „Beten kann etwas verändern. Das ist keine Illusion“, sagt Marie Dennis im Kirchenzeitungsgespräch. „Beten verändert einen selber, es verändert den eigenen Willen, etwas zu ändern, und es verändert die Gemeinschaft, in der gebetet wird.“ Frauen. Bei den Syrien-Gesprächen macht sich Pax Christi dafür stark, „dass die Frauen in den Friedensprozess eingebunden werden und wirklich auch am Verhandlungstisch sitzen. Wir glauben, dass dieser Schritt die Gespräche sehr beeinflussen kann“, ist Dennis überzeugt. Frauen seien in mehrfacher Weise besonders stark vom Konflikt betroffen, durch die brutalen Haftbedingungen in Assads Gefängnissen, durch Vergewaltigungen, durch die Rekrutierung von Kindern oder durch die fehlende Versorgung mit Nahrung und Medizin. Besonders engagiert ist Pax Christi auch im israelisch-palästinensischen Konflikt, im Irak und im Sudan. Immer wieder setze man sich auch international für den Ausbau gewaltfreier Friedensstrategien ein, wenngleich die absolute Gewaltfreiheit auch in Pax Christi heftig diskutiert werde. D. Furxer

Neuer Appell an Andritz: Aussteigen!

Bonus-Malus für ältere Arbeitnehmer/innen

Nach „Sei so frei“ (KMB) und der Dreikönigsaktion hat nun auch die Solidarregion Weiz – eine Initiative aus der Weizer Pfingstvision – an den Vorstandsvorsitzenden der Andritz AG, Wolfgang Leitner, appelliert, aus dem Geschäft mit dem Kraftwerk Belo Monte in Brasilien auszusteigen. Dort wird mitten im Natur- und Indianerschutzgebiet des Amazonas das drittgrößte Staukraftwerk der Welt errichtet. Alle Einsprüche, die teilweise sogar von der Staatsanwaltschaft erhoben worden waren, sind inzwischen unter skandalösen Umständen von Gerichten abgewiesen worden. 40.000 Menschen droht eine Umsiedlung in völlig ungeeignete„Betonsilos“.

Angesichts der hohen Arbeitslosenzahlen (449.668) und der dramatischen Steigerungsrate von 20,4 Prozent bei den über 50-Jährigen fordert die Katholische Männerbewegung die Einführung eines Bonus-Malus-Systems. Grundlage ist eine vorgegebene Quote an Arbeitnehmer/innen ab 50 Jahren (vergleichbar mit der „Behinderten-Quote). Unternehmen, die diese Quote unterschreiten, werden mit einem Malus belegt, wer die Quote übererfüllt bekommt einen Bonus. Der längere Verbleib älterer Arbeitnehmer/innen bringe den Unternehmen zusätzlich einen Erfahrungsvorsprung und trage dazu bei, Frühpensionen aus der Arbeitslosigkeit abzubauen.


KirchenZeitung Diözese Linz

Panorama 13

13. Februar 2014

17.000 katholische Paare, die sich gerade auf die Trauung vorbereiten, werden am Valentinstag auf dem Petersplatz erwartet.

reuters

Zum Valentinstag in den Vatikan Verliebte und Verlobte strömen in den Vatikan: 17.000 junge Erwachsene haben sich bislang für eine Begegnung mit Papst Franziskus am Valentinstag auf dem Petersplatz angemeldet. Das berichtete der Sender Radio Vatikan am Freitag vergangener Woche unter Berufung auf den ausrichtenden Päpstlichen Rat für die Familie. Aufgrund des großen Andrangs sei die Anmeldefrist bis zum Mittwoch verlängert worden. Das Treffen richtet sich an katholische Paare,

die sich gerade auf die Trauung vorbereiten. Interessierte können sich beim Päpstlichen Rat für die Familie unter der Mailadresse events@family.va registrieren lassen. Da die ursprünglich vorgesehene vatikanische Audienzhalle zu klein ist, wurde die Veranstaltung auf den Petersplatz verlegt. Nach einer Phase der Besinnung und des Gebets und persönlichen Stellungnahmen von Brautleuten soll Papst Franziskus am Freitag um 12 Uhr auf dem Petersplatz

Ungarn: Die Wirtschaft vergisst die Menschen

UN kritisiert das Verhalten des Vatikan

Kurienkardinal Gianfranco Ravasi hat in Budapest zu Wachsamkeit gegenüber einer Wirtschaft, die sich immer mehr vom Menschen entferne, aufgerufen. Der Präsident des Päpstlichen Kulturrates äußerte sich im Rahmen der vatikanischen Dialoginitiative Vorhof der Völker, die kürzlich in Ungarn endete. Ravasi bedauerte, dass sich Wirtschaft und Ethik voneinander entfernten, worunter auch die Ökonomie leide. Der ursprüngliche Weg der Wirtschaft sollte jener der Moralphilosophie sein, so Ravasi. Die Volkswirtschaftslehre müsse wieder mehr die Lage der Menschen in den Blick nehmen und in diesem Sinn zur Humanwissenschaft werden.

Das Kinderschutzkomitee der Vereinten Nationen in Genf hat einen Bericht veröffentlicht, in dem die katholische Kirche wegen „mangelnder Bekämpfung“ sexuellen Missbrauchs durch Priester gerügt wird. Weiters gibt es harte Kritik im Hinblick auf die MagdalenenHeime in Irland. Demnach wurden in den ordensgeführten Instituten junge unverheiratete Mütter gefangen gehalten und gewaltsam von ihren Kindern getrennt. Die Einrichtungen wurden erst 1996 geschlossen. Die Aufarbeitung dieses Kapitels wird in Irland seit Jahren diskutiert. Der Vatikan und die Bischofskonferenzen weltweit drängen auf Reformmaßnahmen.

eintreffen. Für die Begegnung ist eine Dreiviertelstunde vorgesehen. Der Valentinstag, weltweit als Tag der Verliebten begangen, erinnert an einen Bischof von Terni oder – nach anderer Überlieferung einen römischen Priester –, der jeweils unter Kaiser Claudius Gothicus (268–270) den Märtyrertod erlitten haben soll. Der Brauch, sich an diesem Tag mit Blumen zu beschenken, stammt vermutlich aus dem angelsächsischen Raum.

weltkirche „„ Genitalverstümmelung. Mehr Einsatz auch der Kirche gegen Frauenbeschneidung hat der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick gefordert. Anlässlich des Internationalen Tages der Genitalverstümmelung (6. 2.) rief er zu einem engagierten Dialog mit den betroffenen Staaten auf internationaler Ebene auf. „„ Vatikanbotschafterin. Ägypten entsendet mit Wafaa Ashraf Moharram Bassim (58) zum dritten Mal in Folge eine Frau als Botschafterin an den Heiligen Stuhl. n Auch knapp anderthalb Jahre nach der Vatileaks-Affäre könnten nach Einschätzung des früheren Kardinalstaatssekretärs Tarcisio Bertone (79) weitere vertrauliche Dokumente aus dem Vatikan an die Öffentlichkeit gelangen. reuters


14 Zu Gast

13. Februar 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

Maria Schlögl. Die pensionierte Lehrerin ist auch mit ihren 100 Jahren noch für die Pfarren Haslach und Rohrbach tätig. KiZ/PS

Auch mit 100 Jahren strickt und stickt Maria Schlögl täglich

„Die fitteste 100-Jährige, die ich kenne“ Das Sticken von Altartüchern ist die Leidenschaft ihres Lebens. Die hundertjährige Maria Schlögl bleibt ihrem Hobby auch im hohen Alter treu. Paul Stütz

Wer 100 Jahr alt wird, für den ist es mit der Ruhe vorerst einmal vorbei. Pfarrer, Bürgermeister, Familie und Freunde, alle waren sie da, um Maria Schlögl zum Hunderter die Hände zu schütteln. „Das Feiern ist schön, aber ein wenig anstrengend“, gesteht Maria Schlögl im Gespräch mit der KirchenZeitung. Auch jetzt, zwei Tage nach ihrem Geburtstag am 3. Februar, klopft es schon wieder an der Tür ihres Altenheim-Zimmers. Valerie Buchinger von der Pfarre Rohrbach ist da, bringt ein Geschenk, trägt ein kurzes Gedicht vor. Sie macht Maria Schlögl Komplimente: „Ich kenne ein paar Hundertjährige, aber du bist mit Abstand die fitteste.“ Tatsächlich ist Maria Schlögl erstaunlich rüstig. Erst mit 93 Jahren kam die gebürtige Haslacherin nach einem Sturz von einem Sessel ins Heim. Scheinbar mühelos kann sie in alten Erinnerungen kramen und dazwischen Fotos am Fernsehbildschirm erklären. „Sie müssen nur laut und langsam sprechen“, bittet sie den Besuch von der KirchenZeitung. Schlögl unterrichtete noch an der Schule, da hatte sie einen Hörsturz im linken Ohr. Ewigkeiten ist das her. Als sie im Februar 1914 geboren wurde, regierte Kaiser Franz Josef. Ganz verschwommen ist Maria Schlögl ihre Kleinkindzeit im Gedächtnis. „Ich kann mich an die Angst er-

innern.“ Beim Zweiten Weltkrieg ist ihr ein Bild noch klar vor Augen: „Ich weiß, wie die Soldaten bei Rohrbach die Hänge heruntergegangen sind. Wir glaubten, jetzt schießen sie uns alles zusammen.“ Mit ihren 100 Jahren ständig beschäftigt. Wieso sie so alt wurde? „Ich weiß es nicht wirklich. Ich habe mir nie gedacht, dass ich so alt werde.“ Vielleicht liegt es an ihrem Alltag im Heim, dass sie so gesund blieb. „Ich bin am liebsten am Zimmer und habe eine Arbeit in der Hand“, erzählt die pensionierte Lehrerin, die an Volksschule, Hauptschule und Gymnasium im Bezirk Rohrbach unterrichtete und dafür jeden Tag bis zu acht Kilometer zu Fuß zur Arbeit gehen musste. Im Winter vergehen die Tage der 100-Jährigen mit Socken stricken, im Sommer geht sie ihrer großen Leidenschaft nach: dem Sticken. Immer noch kommen Leute aus den Pfarren Rohrbach und Haslach auf sie zu, weil sie die

Qualität ihrer Arbeit schätzen. Viele Taufbänder mit Symbolen und genauen Taufdaten sind durch ihre Hände entstanden. Besonders angetan haben es Maria Schlögl die großen Altartücher. Allein für die Kirche in Rohrbach fertigte sie vier an. „Mir waren immer die alten Muster so wichtig“, erzählt sie. Schlögl ist eine Expertin auf dem Gebiet, hat Vorträge gehalten, war mit mehreren Museen in Kontakt. Sie ist viel gereist, um das Alte, das ihr so wichtig ist, zu schützen. Gerührt ist Maria Schlögl, als wieder Besuch kommt und die Katholische Frauenbewegung Rohrbach eines ihrer Altartücher mit im Gepäck hat. Eine Zeit lang ist sie in der Betrachtung des Tuches versunken. Dann sagt sie leise: „Heute sticke ich, wer weiß, was morgen ist. Wir können nicht ewig auf der Welt sein. Wir alle müssen einmal weg“. Sie lächelt dabei. Es scheint, dass sie noch eine Weile bleiben will.

Maria Schlögl mit einem ihrer Altartücher. Die Katholische Frauenbewegung Rohrbach hat eines zu ihrem 100. Geburtstag mitgebracht. KIZ/PS


KirchenZeitung Diözese Linz

Glaube 15

13. Februar 2014

Papst Franziskus: Zentrale Botschaften seines Schreibens „Evangelii gaudium“

Veränderung. Heute beginnen Glaube ist Begegnung: Begegnung mit dem Evangelium und Jesus selbst. Aus dieser Begegnung finden Menschen zu ihrer Freude und ihrem Leben, aus dieser Begegnung bezieht die Kirche ihre Kraft, wahrhaft missionarische Kirche zu werden. Die Freude des Evangeliums (so die Übersetzung von „Evangelii gaudium“) ist für Papst Franziskus nicht bloß Überschrift, sondern Programm. Was diese Freude in den verschiedensten Problemstellungen und Herausforderungen des Lebens bewirken kann, hat er in seinem Apostolischen Schreiben mal in großen, mal in kleinen Federstrichen, mal explizit, mal nur angedeutet, entworfen. Schwerpunkte bilden: Die deutliche Option für die Armen („eine arme Kirche für die Armen“; EG 198), die Betonung der sozialen Gerechtigkeit als Grundlage für den Frieden, die Anpassung der kirchlichen Strukturen an die missionarischen Erfordernisse. Mit all dem hat Franziskus seiner Kirche und allen Gläubigen eine anspruchsvolle Agenda vorgelegt. Jetzt kommt es darauf an, sie Schritt für Schritt in Rom selbst und in den Kirchen vor Ort umzusetzen. Auch in dieser praktischen Frage bietet der Text eine Fülle von Anregungen und Empfehlungen, die hier nicht alle aufgezählt werden können. Barmherzig. Auffällig ist in jedem Fall, wie oft von Barmherzigkeit („die größte aller Tugenden“; EG 37) die Rede ist. Was bedeutet dies etwa für den Umgang mit den Wiederverheirateten, die nach wie vor vom Sakrament der Eucharistie ausgeschlossen sind? Diese Anfrage (siehe Befragung zur Bischofssynode) wird umso bedrängender, wenn Franziskus einen Gedanken des Kirchenvaters Ambrosius (gest. 397) aufgreift und betont: „Die Eucharistie ist, obwohl sie die Fülle des sakramentalen Lebens darstellt, nicht eine Belohnung für die Vollkommenen, sondern ein großzügiges Heilmittel und eine Nahrung für die Schwachen.“ (EG 7) Wann folgen den Bekenntnissen konkrete Schritte?

Die Freude des Evangeliums Serie: Teil 5 von 5 Dr. Alois Halbmayr lehrt Dogmatik an der Uni Salzburg

Papst Franziskus „hat uns einige Steilvorlagen gegeben. Und jetzt müssen wir laufen, sie zu erreichen und weiterzugeben“, sagte der Salzburger Erzbischof Franz Lackner. KIZ/A

Ruhm und Macht. Man denke auch an seine Aversionen gegen jeglichen Klerikalismus. Hier scheint der Papst besonders empfindlich zu sein. Er erinnert daran, „dass der Beichtstuhl keine Folterkammer sein darf, sondern ein Ort der Barmherzigkeit des Herrn, die uns anregt, das mögliche Gute zu tun“ (EG 44). Er fordert die Verkündiger auf, „nicht ständig ein Gesicht wie bei einer Beerdigung“ (EG 10) aufzusetzen, er kritisiert „eine ostentative Pflege der Liturgie, der Lehre und des Ansehens der Kirche“ (EG 95) und wendet sich gegen Ruhmsucht und Machtstreben. Denn all das verträgt sich nicht mit einer Kirche, die im Geiste Jesu ihre vorrangige Option für die Armen und Marginalisierten in Wort und Tat lebt.

chen, dass diese Welt der Ort ist, an dem sich Gottes Zusage an die Menschen ereignet, der Ort, in dem Geschwisterlichkeit, Gerechtigkeit und Frieden für alle möglich sind. Bei diesem Engagement kann man sich Beulen und Schrammen holen. Aber anders ist die Freude des Evangeliums nicht zu gewinnen.

Sozial und verbeult. Wie kaum ein anderer Papst vor ihm betont Franziskus die soziale Dimension des Evangeliums. Hier wird besonders deutlich spürbar, dass er „vom anderen Ende der Welt“ kommt, die Erfahrungen des Südens miteinbringt – und damit auch den Kirchen des Nordens wichtige Impulse vermitteln kann. So betont er gegen die vielfältigen Versuche, den Glauben zu privatisieren und im Innenleben der Menschen einzuschließen, „dass das Angebot des Evangeliums nicht nur in einer persönlichen Beziehung zu Gott besteht“ (EG 180). Stets schließt es das gesellschaftliche Handeln mit ein (vgl. EG 262). Wir müssen sichtbar ma-

„Die Kirche muss der Ort der ungeschuldeten Barmherzigkeit sein, wo alle sich aufgenommen und geliebt fühlen können, wo sie Verzeihung erfahren und sich ermutigt fühlen können, gemäß dem guten Leben des Evangeliums zu leben.“ (EG 114)

zitate Die Kirche im Aufbruch „empfindet einen unerschöpflichen Wunsch, Barmherzigkeit anzubieten … Wagen wir ein wenig mehr, die Initiative zu ergreifen!“ (EG 24)

„Unterdessen lädt das Evangelium uns immer ein, das Risiko der Begegnung mit dem Angesicht des anderen einzugehen, mit seiner physischen Gegenwart, die uns anfragt, mit seinem Schmerz und seinen Bitten, mit seiner ansteckenden Freude in einem ständigen unmittelbar physischen Kontakt.“ (EG 88)


Sonntag

6. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A, 16. Februar 2014

Wähle das Leben, damit du lebst Mit dem Bruder oder der Mutter zerstritten sein und dann ein Familienfest zu feiern ... das wird nicht funktionieren. In Unfrieden mit jemandem zu leben und dann in einen Gottesdienst zu gehen ... das geht auch nicht, sagt Jesus. Geh und suche Versöhnung und dann komm wieder. Geh und schaffe Ausgleich und Gerechtigkeit, und dann kommt und feiert gemeinsam das Leben.

Evangelium Matthäus 5,17–37 Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich. Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein. Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm

und opfere deine Gabe. Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und du wirst ins Gefängnis geworfen. Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast. Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verlorengeht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verlorengeht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt. Ferner ist gesagt worden: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt, muss ihr eine Scheidungsurkunde geben. Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, liefert sie dem Ehebruch aus; und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt

nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

1. Lesung Jesus Sirach 15,15–20 Er gab ihm seine Gebote und Vorschriften. Wenn du willst, kannst du das Gebot halten; Gottes Willen zu tun ist Treue. Feuer und Wasser sind vor dich hingestellt; streck deine Hände aus nach dem, was dir gefällt. Der Mensch hat Leben und Tod vor sich; was er begehrt, wird ihm zuteil. Überreich ist die Weisheit des Herrn; stark und mächtig ist er und sieht alles. Die Augen Gottes schauen auf das Tun des Menschen, er kennt alle seine Taten. Keinem gebietet er, zu sündigen, und die Betrüger unterstützt er nicht.

2. Lesung 1 Korinther 2,6–10


Wort zum Sonntag

Versöhntes Leben Wie kann man mit Konflikten in verschiedenen Lebenssituationen umgehen, damit dann auch wieder neu vertrauensvolle Beziehungen entstehen können? Beziehungen, in denen man einander schätzt und fördert. „Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, dann lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh erst hin und versöhne dich mit deinem Bruder. Dann komm und bringe deine Gabe dar.“(Mt 5,23f.) Viele Menschen bringen Gott und ihren Vorgesetzten Gaben und Opfer dar, um sie durch eine besondere Leistung für sich positiv zu beeinflussen. Jesus sagt uns, dass der Unversöhnte keinen sinnvollen Gottesdienst feiern kann, weil Verbitterung zwischen Gott, den Menschen und ihm steht. Es ist daher wesentlich, sich Gedanken zu machen, wie aus unversöhnten Menschen wieder Menschen-im-Miteinander werden.

Francesca Schellhaas / photocase.com

S

elig die Menschen, die leben nach der Weisung des Herrn. Wohl denen, die seine Vorschriften befolgen

und ihn suchen von ganzem Herzen. Wären doch meine Schritte fest darauf gerichtet,

Wenn wir uns versöhnen, lassen wir uns auf einen langwierigen Prozess ein, er führt zur größeren Freiheit und lässt uns aktiver unser tägliches Leben gestalten. Ein beziehungsdynamisches Leben innerlich durchtragen heißt: sich mit sich selbst versöhnen, mit dem eigenen Schicksal und Schwächen; mit Menschen, die uns geschadet haben oder denen wir geschadet haben. Zwischen Menschen, die sich gegenseitig wichtig sind und sich lieben, entstehen Situationen, die zu Verstimmung und Distanz führen. Letztlich geht es immer um eine schöpferische Zukunftsversöhnung. Die Bibel sieht das Bringen einer Gabe, einer Opfergabe, nicht als Besänftigung Gottes, sondern als versöhnende Begegnung, die Gott selbst stiftet. Gemeinschaft mit Gott hat auch gesellschaftliche Konsequenzen. Versöhne dich, dann bring dein versöhntes Leben als Gabe vor den Altar und feiere es mit der Gemeinde im Gottesdienst.

Zum Weiterdenken Wie gehe ich mit Menschen um, die mir auf die Nerven gehen? „Leben heißt handeln“ meinte Albert Camus, der französische Erzähler und Dramatiker (1913–60).

deinen Geboten zu folgen! Herr, tu deinem Knecht Gutes, erhalt mich am Leben! Dann will ich dein Wort befolgen. Öffne mir die Augen für das Wunderbare an deiner Weisung!

stephan renner Präsident der Katholischen Aktion

Gib mir Einsicht, damit ich deiner Weisung folge

der Diözese Eisenstadt.

und mich an sie halte aus ganzem Herzen.

u sonntag@kirchenzeitung.at

antwortpsalm, Aus ps 119

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18 Bewusst leben

13. Februar 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

Burnout: Endstation und Neuanfang

Ich funktioniere nur noch Aufgerieben zwischen Kindern, Job und Haushalt. Elke ist Alleinerzieherin. Ihre Situation beschreibt sie mit den Worten: „Ich kann keine Liebe mehr für meine Kinder empfinden! Mich als Elke gibt es überhaupt nicht mehr! Ich funktioniere nur noch!“ Elke kommt abgehetzt ins Zimmer, setzt sich auf die vordere Kante des Sessels, ihr Blick ist ruhelos und gleichzeitig leer. Sie erzählt von ihren Schlafstörungen, ihrem Desinteresse, wenn es um ihre eigenen sozialen Kontakte und Freizeitgestaltung geht. Im Gespräch entdecken wir gemeinsam, dass es keine Zeiten am Tag gibt, wo sie sich selbst wichtig ist. Zuerst kommen die Kinder, dann der Teilzeitjob und der Haushalt, dann wieder die Kinder und am Ende des Tages fällt sie erschöpft ins Bett und hofft, schlafen zu können. Die eigenen Grenzen erkennen. Jede/r von uns hat ein verlässliches Frühwarnsignal – seinen Körper. Äußere Umstände und/oder eigene Gedanken und Einstellungen zwingen Elke, ihre Signale (Schmerzen im Bewegungsapparat, Kopfschmerzen, Herzrasen,

Beschwerden des Magen-Darm-Traktes, Ohrgeräusche, Schwindelgefühle, Schlafstörungen …) zu übergehen und sich nicht ernst zu nehmen. Die Botschaft des Körpers lautet: „Pass auf dich auf! Gehe achtsam mit dir um! Nimm deine Bedürfnisse ernst!“ In Zeiten der Überbelastung können diese Signale lebensrettend sein! Elke erlaubt sich nun, Ruhepausen einzulegen, und lernt sich zu entspannen. JA zu mir und meinen Bedürfnissen. Elke sagt häufig Ja, wo sie Nein meint, und sagt damit Nein zu sich selbst und ihren Bedürfnissen. Damit sie NEIN sagen kann, soll sie ihre Grenzen und Bedürfnisse kennen. NEIN sagen bedeutet, dass sie Prioritäten setzt, dass sie das tut, was für sie wichtig und wertvoll ist, und JA zu sich selber sagt! JA zur Pause am Tag, um bei sich selber anzukommen. JA zu ihrem Körper, indem sie sich ausreichend bewegt. JA zu ihrem Geist, im kreativen Tun und aktiven Umwelterlebnis. JA zu ihrer Seele, indem sie ihre Spiritualität lebt und aus ihrer Kraftquelle schöpfen kann. JA zu sich als sozialem Wesen, indem sie ihre Freundschaf-

Sich selbst wichtig sein Tipps, wie ich zu mir selbst komme, wieder lebendig werde. Regelmäßigkeit ist wichtig! Hier heißt es üben, üben, üben!  Mini-Pausen. Sie bewirken Entspannung – ein tiefer Atemzug – bewusst gemacht – tut gut!  Achtsamkeitsübungen. Ein Mal am Tag liegend oder sitzend mit geschlossenen Augen bewusst ein- und ausatmen und dabei wahrnehmen, was ist, und nicht, was sein sollte – ohne Bewertung einfach da sein.  Genießen. Es gibt vieles, was ich genießen kann – Natur, Musik, Kunst, ein gutes Essen, das Kinderlachen, Zusammensein mit Freunden … – wenn ich mich darauf konzentriere und in der Gegenwart bleibe.

 BodyScan. Liegend, sitzend oder stehend wandere ich langsam mit meinen Gedanken durch meinen Körper und nehme jeden Körperteil und meine Organe bewusst wahr. Diese Übung tut besonders bei offenem Fenster oder unter der Dusche gut.  Oase in meiner Umgebung. Ich stelle z.B. eine Blume auf einen Platz in meiner Wohnung. Die Schönheit tut meinen Augen und meiner Seele gut!  Feiern. Jeder kleinste gelungene Schritt hin zu meiner Lebendigkeit darf gefeiert werden. Ich zünde zum Beispiel eine Kerze an, die mich an das Gelungene erinnert. Ich lade mir eine Freundin ein und erzähle von meiner Freude.

ANDRZEJ WILUSZ – FOTOLIA.COM

ten pflegt. Wenn Elke ihre Bedürfnisse ernst nimmt, kann es schon mal passieren, dass in der Familie Widerstand spürbar wird – damit muss sie rechnen. Ein ehrliches NEIN bedeutet nicht Verweigerung und Ablehnung, sondern respektvolles und achtsames Verhalten sich selbst und den Mitmenschen gegenüber. Soziale Unterstützungssysteme annehmen. Überhöhte persönliche Ansprüche kombiniert mit Perfektionismus prägen Elkes Handlungen. Innere Sätze wie: „Mach’s allen recht! Sei stark! Du musst …!“, treiben sie an und erlauben ihr nicht, Hilfe von außen anzunehmen. Sie lernt, Angebote der Nachbarin oder von Oma und Opa anzunehmen, um Entspannungspausen für sich zu haben. An ihren freien Wochenenden nimmt sie sich ohne schlechtes Gewissen Zeit, ihre Freundinnen zu treffen, und erlangt damit wieder mehr Lebensqualität. Angenehme Gefühle. Elke glaubt, die Liebe zu ihren Kindern verloren zu haben. Sie erlebt sich als schimpfend, nörgelnd, missmutig und ärgert sich über sich selbst. Langsam lernt sie, dass gute Gefühle stärken und ihren Horizont erweitern. Sie nimmt sich jeden Tag vor dem Zubettgehen kurz Zeit, um sich alles, wofür sie dankbar ist, bewusstzumachen. Sie schreibt alles auf und stellt fest, dass ihr Herz weit wird und sie dabei lächelt.

BERATUNG SUSANNE BOCK BEZIEHUNGLEBEN.AT BERATUNGSSTELLE LINZ, URFAHR, ST. GEORGEN/GUSEN beratung@kirchenzeitung.at

 Bei Fragen und Problemen wenden Sie sich an: Beziehung Leben, Partner-, Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Tel. 0732/77 36 76.


KirchenZeitung Diözese Linz

Bewusst leben 19

13. Februar 2014

Ein Blumenstrauß kann eine Botschaft sein, wenn man die Blumensprache beherrscht

Jede Blume spricht für sich Es gab Zeiten, da waren Blumen die einzige Möglichkeit für Liebende, ihre Gefühle füreinander mitzuteilen. Von den unzähligen geheimen Codes ist eigentlich nur noch die Farbe der Blume – als Zeichen von Liebe oder Eifersucht – bekannt. Früher hatten Blumen noch viel mehr zu erzählen. brigitta hasch

Noch vor der Blumensprache hat sich in frühen Kulturen eine Art von Blumenschrift entwickelt, etwa in China. Auch in vielen ägyptischen Hieroglyphen erkennt man bei genauerer Betrachtung Pflanzen oder Teile von Pflanzen. Im Orient hat sich schließlich eine richtige Blumensprache entwickelt. Man durfte es nicht aussprechen. Es waren die gesellschaftlichen Regeln, die verliebte Menschen erfinderisch machten. Und so übermittelte man der/dem Angebeteten vieles, was man dachte oder fühlte, in Form von Blumen. Die Blumensprache war sehr beliebt und erhielt sogar einen eigenen Namen, die „Selamlik“. Und es ist kein Zufall, dass auch der Teil eines islamischen Hauses, der Besuchern zugängig ist, denselben Namen hat.

Eine eher abwartende bis ablehnende Haltung signalisieren Aurikel („Belästige mich nicht!“), Erdbeerblüte („Du bist mir zu unreif!“), Heidekraut („Ich liebe die Einsamkeit!“), Klette („Du bist mir zu anhänglich!“) oder ein einfaches weißes Rosenblatt („Nein!“). Eine Dame im 18. Jahrhundert ließ den Liebhaber ihre Ablehnung übrigens nicht offen, sondern in einem Korb zukommen – der Verschmähte hat also buchstäblich „einen Korb bekommen“. Positive Signale werden der Geranie („Ich erwarte dich an bekannter Stelle!“), der Chrysantheme („Mein Herz ist frei!“), dem vierblättrigen Klee („Sei mein!“), dem Stiefmütterchen („Ich denk an dich!“) und natürlich der Rose zugeschrieben. Wobei man sich hier nicht bei der Farbe vergreifen sollte! Ganz übel wird es mit einer weißen und einer roten Rose gleichzeitig: Dann ist ein Rosenkrieg angesagt. Unverfänglich und daher ein guter Tipp für den Valentinstag sind ein bunter Blumenstrauß und ein Kärtchen mit netten Worten. Damit es zu keinen Missverständnissen kommt.

Aus dem Orient nach Europa. Anfang des 18. Jahrhunderts lernte Lady Mary Wortley Montagu auf ihren Reisen im Orient die Blumensprache kennen und berichtete begeistert in ihren Briefen darüber. In ihrer Heimat, dem viktorianischen England, löste die Veröffentlichung der Briefe eine neue Mode aus. Wurden schon davor Blumen als Zeichen von Liebe und Anbetung geschenkt, so entwickelte und verfeinerte sich die Kommunkation mit Blumen in ungeahnte Dimensionen. Es entstand eine verwirrende Symbolsprache, und wenn Absender und Empfänger nicht denselben Code verwendeten, war es gut möglich, dass man aneinander vorbei„redete“. Kleines Lexikon der Blumensprache. Der kurzen geschichtlichen Einführung dürfen nun einige, allerdings ebenso nostalgische Beispiele folgen.

Rote Rosen – der Valentins-Strauß für Verliebte. Ein ausführliches Lexikon der Blumensprache gibt es im Internet, auf www.kirchenzeitung.at corinna gissemann – fotolia.com

aufgetischt Zuckerblüten

Süße Blumen zum Essen – eine schöne Idee zum Valentinstag. Verwenden Sie aber nur Blumen, von denen Sie sicher wissen, dass sie essbar und nicht giftig sind. Stocker Verlag

Zutaten: 10 g Blumen oder große Blütenblätter (z.B. Rosenblätter, Veilchen, Himmelsschlüsserl), 1 Eiweiß, heller Rohrzucker. Blumen säubern: Blüten vorsichtig schütteln, um eventuelle Insekten zu entfernen. Beschädigte Blumen und Blütenblätter beseitigen. Backblech mit Backpapier auslegen. Herstellen des Überzugs: Eiweiß in einer Schüssel luftig (aber nicht zu Schnee) schlagen und die Blumen mit einem Pinsel damit bestreichen. Dann in Zucker wälzen. Blüten trocknen: Die kristallisierten Blüten auf einem Backblech bei Zimmertemperatur trocknen lassen, bis sie hart werden. Diese Zuckerblüten können einen Monat lang gelagert werden. Je schneller sie jedoch gegessen werden, desto intensiver ist ihr Aroma. XX Bio-Bonbons & Konfekt, Selbstgemacht! Linda Louis, Leopold Stocker Verlag, Graz 2012, 12,95 Euro.

notizzettel „„ Ein Fest für die Liebenden. Wort-Gottes-Feier, Liebeslieder und anderes, es musizieren

„Drei Stimmen und ein Tastatur“ mit Melanie Sperlich, Maria Keiblinger und Peter Habringer.

XX Sa., 15. 2., 18 Uhr, Treffpunkt mensch & arbeit/Standort voestalpine, Wahringerstraße 30, Linz.

XX Anmeldung erforderlich Tel. 0732/30 71 29, E-Mail: menscharbeit.voest@dioezese-linz.at


Brieffreunde gesucht  Annalena wird heuer zehn Jahre alt und sucht eine Brieffreundin in ihrem Alter. Sie macht gerne Sport, musiziert und trifft sich mit ihren Freundinnen.  Schreib an Annalena Amers-

K K Eine Woche Faulenzen Die KirchenZeitung für Kinder 13. Februar 2014

torfer, Hauptstraße 7, 4020 Linz.

 Felix möchte eine/n Brieffreund/in, der (die) etwa 6 bis 9 Jahre alt ist. Er selbst ist 8 1/2, fährt gerne Rad, spielt Fußball, singt und kann sogar Trompete spielen.  Felix Koppler, Redtenbacher-

Endlich ist es so weit: In den Semesterferien hast du genug Zeit zum Ausschlafen, Lesen, Spazierengehen, Skifahren und Spielen. Da darf ein KiKi-Rätsel natürlich nicht fehlen. Ganz gemütlich zieht sich der Kater ein Kleidungsstück nach dem anderen an. Aber: die Bilder sind etwas durcheinandergeraten. Kannst du sie wieder in die richtige Reihenfolge bringen? Dann ergeben die Buchstaben rechts unten auch das gesuchte Lösungswort.

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 Schicke die richtige Lösung per E-Mail an kiki@kirchenzeitung.at oder mit der Post an KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Einsendeschluss ist der 24. Februar, drei tolle Preise werden verlost. Viel Spaß beim Lösen des Rätsels und eine vergnügliche Ferienwoche mit deiner Familie wünscht dir deine KiKi.

 Der kleine Peter ist zum ersten Mal in der Kirche und hört Orgelmusik. Begeistert sagt er: „Was für eine tolle Musik man mit so vielen Auspuffrohren machen kann!“

 „Ich habe zum Geburtstag zwei Fußbälle, drei Gummibälle und eine Schleuder bekommen.“ – „Das sind aber seltsame Geschenke“, wundert sich die Lehrerin. „Wieso, mein Vater ist doch der einzige Glaser im Ort!“

Ferienzeit ist Kasperlzeit  Kasperl und der kleine bunte Bär. Ein besonderer Besuch von der anderen Seite der Welt kündigt sich an.

im Stadttheater zu Pimperlhausen richtiges Theater zu spielen. Da lässt sich der Fernsehkasperl nicht lange bitten.

 Keine Angst vor dem bösen Wolf. Der Theaterdirektor persönlich hat Kasperl, Sepperl und ihre Großmutti eingeladen,

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din oder einen Brieffreund? Ich freu mich auf deine Post! kiki@kirchenzeitung.at, KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. DEINE GITTI

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13. Februar 2014

Michael Obrovsky. Der ÖH-Vorsitzende von der ÖVP-nahen Aktionsgemeinschaft studiert Wirtschaftwissenschaften an der Johannes Kepler Uni Linz.

„Frauen werden so schwächer gemacht“ Michael Obrovsky, ÖH-Vorsitzender an der JKU Linz, über Gleichberechtigung, die Konsequenzen für schlechte Lehrer und Fairness bei Prüfungen. Interview und Bild: Paul Stütz

Ihr habt von der ÖH eine große Meinungsumfrage unter Studierenden gemacht. Die Beweggründe?

Michael Obrovsky: Wir haben uns überlegt, dass wir viele Ideen haben, aber noch nicht wissen, was die Studierenden wirklich interessiert. Und mit Zahlen kann man auf der Uni viel mehr bewirken. Überrascht von den Ergebnissen?

Vor allem davon, dass die meisten bei der ÖH-Wahl nicht gewählt haben, weil sie einfach nicht auf der Uni waren und keine Zeit hatten. Die geringe Wahlbeteiligung war also keine Form des Protests. Wir wollen dem zukünftig mit einer Briefwahl entgegenwirken, ­ der Bedarf ist durchaus da. Wäh-

cd-tipp

len via Internet ist ja beim Versuch im Jahr 2011 ordentlich in die Hose gegangen. War die Umfrage auch dazu da, Studierende auf HochschülerschaftsThemen aufmerksam zu machen?

Unser Ansatz war eher umgekehrt. Wir haben die konkreten Themen erst aus der Umfrage heraus entwickelt. Bei den Gender Studies, die ja für alle Studierenden verpflichtend sind, haben wir aber schon vorher gewusst, dass es ein Problem gibt. Was läuft bei den Gender Studies falsch?

Die Unzufriedenheit war bei der Umfrage bei keinem Punkt so groß wie in Gender Studies. Es kritisieren vor allem Frauen, dass ihr Geschlecht schwächergeredet wird, als es ist. Da gibt es viele Frauen, die sagen: „Gleichstellung von Mann und Frau wird auf der Uni gelebt und ist für Studierende selbstverständlich“.

aufgeschnappt

Es gibt aber schon noch mehr männliche Professoren.

Ja, es muss mehr Frauen in der Lehre geben. Hierfür gibt es bessere Ansätze als ein Pflichtfach. Wie stehen bei den Gender Studies die Chancen auf Veränderung?

Es ist eine Bereitschaft von Seiten des Rektorats da, etwas zu ändern und Gender Studies neben anderen Fächern, wie Kommunikation oder Ethik, als Wahlfach zu führen. Natürlich ist der Arbeitskreis für Gleichberechtigung da komplett dagegen, die katastrophalen Umfragewerte sprechen jedoch eine klare Sprache. Die Aktionsgemeinschaft ist mit der Spaßfraktion „No Ma’am“ in Koali­ tion gegangen. Schon bereut?

Nein, das sind Leute mit Hausverstand. Sie haben nicht die politischen Scheuklappen, hauen sich voll rein, ein bisschen auch mit Stammtischmanier. Wir haben noch nie wirklich gestritten.

szene

Die Musik zum Abenteuerleben Ben Stiller ist Walter Mitty und Walter ­Mitty ist ein Tagträumer par excellence, der zwar bezeichnenderweise für die Zeitschrift „Life“ sein Tagwerk verrichtet, an dem allerdings das Leben vorbeizuziehen scheint und der nur in seiner Fantasie zum Superhelden und draufgängerischen Liebhaber mutiert. Das stille Leben im Außen und das abenteuerliche Leben im Inneren des Mitty wird mit dem entsprechenden Soundtrack emotional unterstrichen. Vor allem der Schwede José Gonzáles, der auf Ben Stillers Wunschliste zur musikalischen Gestaltung ganz oben stand, leistet mit

insgesamt fünf Songs (zwei davon mit seiner Band Junip) den Bärenanteil zum Gelingen dieser Gesamtkomposition und verwebt Film und Musik auf geniale Weise miteinander. Es sind diese leisen Lieder Gonzáles, die sich langsam

Es wird laut Umfrage von den Studierenden mehr Transparenz in der Beurteilung bei Prüfungen gefordert? Ist das System unfair?

Das nicht. Aber mehr Transparenz sollte eben da sein, dass es etwa ­einen Notenspiegel gibt, der bei jeder Prüfung veröffentlicht werden muss. Dadurch könnte sich viel verbessern. Ein Kritikpunkt von euch ist auch, dass es nicht wirklich Konsequenzen hat, wenn Professoren keine gute Lehre anbieten.

Bis jetzt gibt es keine Anreizsysteme für gute Lehre. Preise gibt es nur für Forschung. Außerdem sollte es bei Ernstfällen Konsequenzen geben. Wer seine Leistung in der Lehre nicht bringt, sollte zur Fortbildung verpflichtet werden. Damit er oder sie lernt, Studierenden was beizubringen. u Interview-Langfassung und Um­ frage-Details: www.kirchenzeitung.at/jugend

moment xxx mal anschleichen, dann fast heimlich von der Raupe zum Schmetterling werden und dabei Walter Mittys Transformation vorausahnen lassen. Und wenn schließlich Cheryl Melhoff (gespielt von Kirsten Wigg) mit der Akustik-Klampfe mitten in Grönland im Norwegerpulli David Bowies „Space Oddity“ zum Besten gibt, ist der Moment genauso rührselig wie kitschig und Walter Mitty ist endlich im echten Leben angekommen. Der Soundtrack wird mit Beiträgen von Of Monsters And Men, Rogue Wave, Bahamas, Rogue Valley und Grace Mitchell abgerundet. Klaus Rauscher

u The Secret Life Of Walter Mitty – Soundtrack.


22 Anzeigen & Hinweise KLEINANZEIGEN FA. WITTMANN, SCHARNSTEIN KIRCHENBÄNKE TISCHE + STÜHLE www.wittmann-gmbh.at Tel. 07615/22 91. KUNSTSTOPFEREI Kunststopferei, Änderungsschneiderei Leitner/Linz, Bischofstraße 3a Mo.–Do.: 9–17 Uhr, Fr.: 9–12 Uhr Tel. 0732/79 77 10 www.kunststopferei.com MODE Ob Taufe, Firmung, Hochzeit oder Begräbnis – für jeden Anlass die passende Kleidung aus reinen Naturfasern von XILING, dem Fachhandel für ökologische, fair gehandelte Mode im Zentrum von Linz, Rainerstraße 15, Tel. 0732/66 56 77 www.xiling.at Öffnungszeiten: Mo–Fr, 10–13 und 15–18 Uhr / Sa, 10–13 Uhr PILGERREISEN Reisen zur Kathedrale nach Chartres zu Fuß von Paris 9. – 15. Juni Einkehrwoche in Chartres 13. – 20. Juli Detailinformationen:  www.labyrinth.at STELLENANGEBOT Gästehaus der Missionare von Mariannhill, Schloss Riedegg in Gallneukirchen, sucht MitarbeiterIn zum baldigen Eintritt für 15 Stunden in der Woche. Arbeitsbereich: allgemeine Büroarbeiten, Buchhaltung, Gästebetreuung; gute Microsoft OfficeKenntnisse erforderlich. Flexible Arbeitszeiten mit Wochenenddiensten. Bewerbung an: P. Bernhard Pagitsch bpagitsch@gmx.de Tel. 07235/622 24-12

IMPRESSUM KirchenZeitung Diözese Linz Medieninhaberin: Diözese Linz. Herausgeber: Willi Vieböck. Chefredakteur: Matthäus Fellinger. Redaktion: Ernst Gansinger, Christine Grüll, Brigitta Hasch, Elisabeth Leitner, Paul Stütz, Josef Wallner. Verlagsleiterin: Ursula Schmidinger. Marketing: Monika Jellmair, Birgit Kubik. Anzeigen: Sigi Hafner. E-Mail: anzeigen@kirchenzeitung.at Sekretariat: Irmgard Draxler, Barbara Erber, Elisabeth Ecker, Alexandra Kaiser. Adresse: Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Tel. 0732/76 10-39 44, Fax: 0732/76 10-39 39. E-Mail: office@kirchenzeitung.at Leserbriefe an: leserbriefe@kirchenzeitung.at DVR: 0029874/10770 Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen OÖ, Tirol, Vorarlberg und Burgenland: Hans Baumgartner (Leiter), Susanne Huber, Brigitte Huemer. Werbung: Walter Achleitner, Thomas Hödl, Bergstraße 12, 5020 Salzburg, Tel. 0662/88 44 52, Fax: 88 44 52-4, E-Mail: koopred@kirchenzeitung.at Hersteller: OÖN Druckzentrum GesmbH & Co KG, Medienpark 1, 4061 Pasching. Verlagsort: Linz. Jahresabonnement: Inland: € 46,20 (Abodauer mindestens ein Jahr und danach bis auf Widerruf, Kündigung zum Halbjahr, schriftlich mit 14-tägiger Kündigungsfrist). ART COPYRIGHT ©BILDRECHT, WIEN Mitglied der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK)

13. Februar 2014

 ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Bingo verlost jetzt zwei kompakte SUVs

Schon bald mit einem VW Tiguan unterwegs? „Der VW Tiguan ist die beste Symbiose aus Design, Fahrdynamik und Alltagstauglichkeit. Er steht für Freiheit und Abenteuer auf allen Wegen. Der SUV präsentiert sich dabei ganz im Stile der aktuellen Volkswagen-Designsprache und unterstreicht das selbstbewusste Auftreten des kompakten Multitalents.“ So wird dieses Auto in den Fachmedien positiv bewertet. Bingo verlost jetzt zusätzlich zwei VW Tiguan. Ausgespielt werden diese Autos unter allen Bingo-Tipps der beiden Ziehungen von Samstag, dem 15. und 22. Februar 2014. Die Verlosung findet am Samstag, dem 22. Februar 2014 statt. Die ermittelten Quittungsnummern werden in der Bingo-Show (Samstag, 18.20 Uhr, ORF 2) bekannt gegeben. Weiters findet man sie unter anderem im ORF-Text auf Seite 722, im Internet unter www.win2day.at, beim InfoDienst unter Tel. 0900 900 600 sowie in den © ÖSTERR. LOTTERIEN Annahmestellen. 

TOTO

Ergebnisse 6. Runde 2014

1X1 2X1 121 211 21X 111

6 AUS 45

LOTTO

1: +:1 2: 1:1 3: +:2 4: 0:+ 5: 1:1

Mi., 05. 02. 14: 8 15 19 24 32 38 Zz: 11 J O K E R: 0 9 9 9 8 9

ANGABEN OHNE GEWÄHR

So., 09. 02. 14: 1 3 22 24 25 38 Zz: 7 J O K E R: 6 2 1 0 0 5

HINWEISE UND TIPPS  Die „Owizahra“ tragen‘s runter. In Traun bietet der Verein I.S.I – Initiativen für soziale Integration – Wohnungs-, Keller- und Hausentrümpelungen an. Die „Owizahra“ tragen runter, wovon sich Menschen trennen wollen, kümmern sich um Entsorgung und Wiederverwertung. Auf Basis von € 20,– pro Stunde und Mitarbeiter wird im Vorhinein ein Pauschalpreis vereinbart. Gebühren für Entsorgung von Problemstoffen werden nach Anfall verrechnet.

Verlässliche Haushaltshilfe in Gallneukirchen ein Vormittag/Woche gesucht. Tel. 0664/183 59 31. STELLENAUSSCHREIBUNG Das Pastoralamt der Diözese Linz nimmt ab 1. 9. 2014 zwei LEHRLINGE für den Beruf BÜROKAUFFRAU /-MANN auf. InteressentInnen sind eingeladen, sich mit Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Foto und Kopie des Jahreszeugnisses 2013 zu bewerben. Lehrlingsentschädigung 1. Lehrjahr laut Kollektivvertrag der Diözese Linz: € 573,–. Schriftliche oder elektronische Bewerbungen sind erbeten an: Pastoralamt der Diözese Linz, Personalabteilung, zH Magdalena Hartl, Kapuzinerstraße 84, 4021 Linz, Tel. 0732/76 10-33 61. magdalena.hartl@dioezese-linz.at

KirchenZeitung Diözese Linz

 ElternTelefon – Notruf 142. Das ElternTelefon der TelefonSeelsorge bietet ein offenes Ohr für die Ängste, Sorgen und Nöte von Eltern. Unter 142 ist es an allen Tagen des Jahres rund um die Uhr, vertraulich und kostenlos erreichbar.  Blindenfreizeit. Das zeitlich nächste Angebot aus dem umfangreichen Katalog der „Blindenfreizeiten“ ist der traditionelle Termin „Schiwoche – Langlauf in St. Martin am Tennengebirge“. Die Gruppe nimmt vom 8. bis 15. März wieder im Wanderhotel „Das Waldheim“ Quartier.  Auskunft: Christl Raggl, Imst, Tel. 05412/631 66.

 Tandempilot für blinden Radsportler gesucht. Der 18-jährige und sehr talentierte Radsport-Nachwuchsfahrer Patrick Bitzunger möchte bei den Paralympics 2016 in Rio an den Start gehen. Für dieses Ziel braucht er einen geeigneten Partner, der mit ihm in den nächsten Jahren viel Zeit verbringen kann – bei Rennen im Ausland und im Training. Der Partner sollte gutes Amateur-Niveau haben.  Infos: thomas@socialfriends.at

 Die „Owizahra“, Kirchenplatz 2, 4050 Traun, Tel. 0699/17 85 97 93, owizahra@verein-isi.at; www.verein-isi/owizahra

 Neue Website des Diakoniewerks. Auf www.demenzinfo.at finden Demenzbetroffene und ihre Angehörigen ausführliche Infos über die Themen Alzheimer und Demenz.


KirchenZeitung Diözese Linz

Ausblick 23

13. Februar 2014

bildung – spiritualität – kurs Attnang, Maximilianhaus  07674/665 50 XX Tankstelle „Malen“, freies ­Malen für Erwachsene, Do., 27. 2., 18.30 bis 20 Uhr, Ref.: Isabella Fackler, MSc. Bad Dachsberg, Bildungshaus  0732/76 10-34 43 XX Grundseminar für kfb-Pfarrleiterinnen und -Mitarbeiterinnen, Fr., 28. 2., 15 Uhr bis Sa., 1. 3., 17 Uhr, Ltg.: Edith Gegenleitner, Mag. Michaela Leppen.

Die richtige Pflege für Kirchenschätze erfordert Wissen.

Kunstreferat

Fortbildung Kirchenpflege Diözese Linz. Das Kunstreferat und das Diözesankonservatorat bieten die europaweit einzigartige Fortbildung „Kirchenpflege“ an. In vier Seminar-Teilen von März bis Juni 2014 werden Themen wie Denkmalpflege, Liturgie, Orgeln und Glocken, Restaurierung, Pflege und Gebrauch von Kunstgut vermittelt: 1. Seminarwochenende: Fr./Sa., 21./22. März in Linz 2. Seminarwochenende: Fr./Sa., 25./26. April, Exkursion im Innviertel 3. Seminarteil: Fr., 16. Mai, Wien 4. Seminarwochenende: Do./Fr., 13./14. Juni in Kremsmünster Zusatz-Modul „Orden“: Do., 15. Mai, Wien, in Zusammenarbeit mit dem Referat für Kulturgüter der österr. Ordensgemeinschaften.

Bad Mühllacken, Kneipp-Haus  07233/72 15 XX Fasten nach der Klostermedizin, So., 2. 3., 12 Uhr bis Sa., 8. 3., Ltg.: Sr. Michaela Pfeiffer, Elisabeth Rabeder. Linz, Haus der Frau  0732/66 70 26 XX Überlebenstraining für Paare mit pubertierenden Kindern, Seminar, Sa., 1. 3., 9 bis 18 Uhr, Ltg.: Susanne und Wilfried Bock. Ried, St. Franziskus  07752/827 42 XX Der Heilungsweg des Schamanen, Seminar, Fr., 28. 2., 17 Uhr

bis So., 2. 3., 12 Uhr, Ltg.: Dr. August Thalhammer. Schlägl, Seminarzentrum Stift  07281/88 01-400 XX Zeit für die Seele – in die Mitte kommen, Fr., 28. 2., 10 Uhr bis So., 2. 3., 13 Uhr, Ltg.: Josef Dirhammer. Steyr, Dominikanerhaus  07252/454 00 XX SelbA-Kurs, vier Nachmittage wöchentlich ab Do., 6. 3., jeweils 15 bis 17 Uhr, Ltg.: Mag. Maria Hagen. Tragwein, Greisinghof  07263/860 11 XX Fasten mit Leib und Seele, Basenheilkost nach Dr. F. X. Mayr, Fr., 28. 2., 18 Uhr bis Do., 6. 3., 12 Uhr, Ltg.: Andreas Wuchner. Wels, Bildungshaus Puchberg  07242/475 37 XX Die Liebe feiern, Workshop zur Gestaltung der Trauung, Sa., 1. 3., 9.30 bis 17 Uhr, Begl.: Mag. Franz Harant. XX Annahmeschluss Termine: Donnerstag vor Erscheinungsdatum.

Nicht alle, aber viele können die kommende Woche als Semesterferien erleben. Die KirchenZeitung wünscht: Genießen Sie eine Woche mit weniger Terminen, dafür mit mehr Zeit.

XX Info & Anmeldung: Sonja Mayr, Kunstreferat, Tel. 0732/73 65 81-44 40, E-Mail: kunst@dioezese-linz. at, je Wochenende € 95,–, Gesamtpaket € 350,–.

KiZ-webClub Ein Tag für mich Gönnen Sie sich einen Tag Auszeit. Fern dem Alltag genießen Sie die einzigartige Wirkung eines Kneipp-Tages in den Traditionshäusern der Marienschwestern in Aspach, Bad Kreuzen oder Bad Mühllacken. Ein erster Schritt zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden. Lassen Sie sich einen Tag lang verwöhnen. Das Paket inkludiert folgende Leistungen:

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24 Termine

13. Februar 2014

NAMENSTAG

Sigi Hafner ist technischer Redakteur in der KiZ und war Mesner im Linzer Mariendom.

FREITAG, 14. 2. 2014

PRIVAT

Siegfried (15. Februar) O wie war mir das peinlich, als alle Erwachsenen lauthals lachten, wenn andere kleine Kinder versuchten, mich zu rufen. Zu schwierig ist der Name für Kindermünder. Und wie ich es hasste, „Siegfried der Drachentöter“ genannt zu werden. Bis heute versperrt mir dies den Zugang zu deutschen Heldensagen. Da ich meinen Namen nicht mochte, erfand ich in der Volksschule für mich einen zweiten Namen. Schließlich konnte ich es durchsetzen, „Sigi“ gerufen zu werden. Nur meine Großmütter und Eltern sagen „Siegfried“ zu mir. Dann bringe ich meine Interpretation ins Spiel: „Sieg durch Frieden“. So ist der Name sogar für mich sehr schön. Namenstage wurden bei uns nicht gefeiert, also brachte niemand meinen Namen mit dem Heiligen in Verbindung, der im 11. Jh. das Christentum in Schweden verbreitete. Wenn ich jedoch als Kind das Bildnis von Bischof Siegfried gesehen hätte, der einen Kübel mit den drei abgeschlagenen Köpfen seiner Neffen hält, hätte ich mir wohl erst recht einen zweiten Vornamen erwählt. SIGI HAFNER

 Altenberg b. L. Die Friseuse, Filmabend am Valentinstag, Pfarrheim, 20 Uhr.  Altenhof. Live im Wintergarten, Konzert, assista Das Dorf, 19 Uhr, mit Andie Gabauer.  Bad Kreuzen. Bibel einfach lesen, Minikurs Bibel, Kindergarten, 19 Uhr, Begl.: Ingrid Penner.  Buchkirchen. Jesus liebt mich, Filmabend, Pfarrzentrum, Apostelsaal, 19 Uhr.  Katsdorf. Im Garten der Liebe, Segensfeier für Liebende, Pfarrkirche, 19 Uhr.  Linz. Linzer Kirchenroas, evangelische Pfarrgemeinde Urfahr, Freistädter Straße 10, 15 Uhr.  Linz, Dompfarre. Tanz als Gebet, 19.30 Uhr.  Ottensheim. Musik, Poesie & Liebe rund um den Valentinstag, Erotische Sonette, Gasthaus Post, Linzer Straße 17, 19 Uhr, mit Herwig Strobl, Musik: Over The Hills.  Pregarten. Alte Hausmittel und Heilmethoden: Wickel und Co, Pfarrheim, 19 Uhr, Ref.: Maria Stütz.  Puchkirchen a. T. Zum Glück gibt‘s uns zwei, Impulsabend, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, Ref.: Paula Wintereder, Kons. Martin Wintereder.  Steyr. Stollen der Erinnerung, die Geschichte Steyrs zur Zeit des Nationalsozialismus, Museum Arbeitswelt, Lambergstollen, Öffnungstag für Einzelbesucher/innen, 14 Uhr.  Waizenkirchen. Kraftquellen in Beziehungen, „einander tragen – getragen sein“, Pfarrheim, 19.30 Uhr, mit Birgit Detzlhofer.  Wels. Zentralasien extrem – Mit dem Roller entlang der Seidenstraße zum Pamir, Multivisionsshow, Stadthalle, 20 Uhr, von und mit Thomas Bäumel. SAMSTAG, 15. 2. 2014  Braunau, St. Franziskus. Dankund Segensfeier für Ehejubilare und solche, die es werden wollen, Pfarrkirche, 18 Uhr, anschließend Agape.  Linz. Musik, Poesie & Liebe rund um den Valentinstag, Erotische Sonette, Familien-Föderation für Weltfrieden, Humboldtstraße 49/1, 19 Uhr, mit Herwig Strobl, Musik: Over The Hills.

 Linz. Weihrauch – Zimt – Vanilleduft. Ein botanisch-kulinarischer Abend von Slowfood in OÖ zur Ausstellung exotischer Gewürze und Früchte, Botanischer Garten, 19 Uhr, Anmeldetel. 0676/82 52 37 56.

KirchenZeitung Diözese Linz

 Ternberg. Spielefest, 444 Spiele für die ganze Familie, Schminkstation, Karaoke, Preise-Verlosung u.a., Pfarrheim, 10 bis 18 Uhr.  Vöcklamarkt. Messe mit Orgelmusik von J. S. Bach, C. Franck, C.M. Widor u.a., Pfarrkirche, 10 Uhr.  Wels, Hl. Familie. Messe mit Übersetzung in Gebärde, 10 Uhr. MONTAG, 17. 2. 2014  St. Leonhard. Mit Liedern beten: zuhören – still werden – willkommen sein, Meditationsraum, 20 Uhr.

Spielefest in Ternberg am Sa., 15. Februar und So., 16. Februar. KIZ/EG  Ternberg. Spielefest, 444 Spiele für die ganze Familie, Schminkstation, Karaoke, Preise-Verlosung u.a., Pfarrheim, 10 bis 21 Uhr.  Vöcklabruck. Seht doch auf eure Berufung, Bibelnachmittag, Mutterhaus der Franziskanerinnen, Salzburger Straße 18, 14 Uhr, mit einem Schwestern-Team. SONNTAG, 16. 2. 2014  Kremsmünster. BEDA-Messe von P. Georg Pasterwiz, Stiftskirche, 10.15 Uhr, mit dem Kirchenchor.  Linz. Just Harp, Solokonzert, Musikstücke für Schoßharfe, Theatersaal der Jesuiten, Domgasse 3, 17 Uhr, von und mit Werner Hebeisen.  Linz, Mariendom. Missa Tertia von H. L. Hassler, 10 Uhr, mit dem Vokalensemble der Dommusik, Wolfgang Kreuzhuber.  Linz, Stadtpfarre Urfahr. Integrationsmesse mit Übersetzung in Gebärde, 9.30 Uhr, mit Bruder Franz Wenigwieser.  Ottensheim. Impulse: Geld braucht Ideen, Pfarre, 10.30 Uhr, Ref.: Mag. Viktor Leutgeb.  Ottensheim. Pippi Langstrumpf, Theater für Kinder ab 5, Amtshaussaal, 15 Uhr, mit dem theater tabor.  St. Florian. Orgelvesper aus dem „Apparatus musicoorganisticus“ von G. Muffat, Stiftskirche, 18 Uhr, mit Klaus Sonnleitner.  Schlägl. Barocke Sonatensätze für Violine und Orgel, Stiftskirche, 10 Uhr, mit Elisabeth Watzl.

DIENSTAG, 18. 2. 2014  Linz. Richtiges Schneiden von Obstgehölzen, Gartenpraxis-Seminar des Botanischen Gartens, Treffpunkt: Freinberg, Jägermayrhof, 14 Uhr. MITTWOCH, 19. 2. 2014  Linz. Rein ins Leben – raus aus der Angst!, Abend Akademie Linz, Hotel am Domplatz, 19 Uhr, Ref.: Heidemarie Strahser. DONNERSTAG, 20. 2. 2014  Haibach o. d. D. Feste und Feiern – Neues aus Nigeria, Vortrag, Hinterberg, Restaurant Hoamat, 19.30 Uhr, mit Pfarrer Paulinus.  Linz. Musik und Literatur zum Ersten Weltkrieg, Landesgalerie, 19 Uhr, mit Suyang Kim, Thomas Pohl. Ausstellungsführung, 18 Uhr.  Linz. ... und dann wird es klarer, einfacher und leichter!, Abend Akademie Linz, Hotel am Domplatz, 19 Uhr, Ref.: Hermine Schinagl, MBA. Linzer Bibelkurs am Do., 20. 2., in Lohnsburg und Losenstein. BIBELWERK

 Lohnsburg. Die Einladung Gottes gilt!, Frohe Botschaft für alle, Linzer Bibelkurs, Pfarrheim, 19 Uhr, Begl.: Christine Gruber-Reichinger.  Losenstein. „Ich aber empfehle euch“, Bergpredigt, Linzer Bibelkurs, Pfarrzentrum, 19 Uhr, Begl.: Hans Hauer.

AUSSTELLUNGEN – BASAR – KASPERLTHEATER

Kasperltheater: verschiedene Vorführungen in Linz und Lambach. KASPERL & CO

 Freistadt. Tauschbasar für Erstkommunionbekleidung, Mode Chalupar, Waaggasse 8, Annahme: Fr., 21. 2., 9 bis 18 Uhr, Verkauf: Sa., 22. 2., 8 bis 11 Uhr.  Lambach. Der verflixte Hexenbesen, Kasperltheater, Medienraum des Stiftes, Fr., 21. 2., 16 Uhr, mit Schneiderlino.  Leonding. Ikonen-Ausstellung, Dimitris Papaioannou, Raiffeisenbank Leonding, Stadtplatz 4, Ausstellung bis 10. 3. während der Schalteröffnungszeiten.

 Linz. Keine Angst vor dem bösen Wolf, 25 Jahre Kasperl & Co im ORF, Gastspiel des TVKasperls, Kuddelmuddel Kinderkultur-Zentrum, Langgasse 13, Fr., 21. 2., 9.30, 15 und 16.30 Uhr, Sa., 22. 2., 11, 15 und 16.30 Uhr, So., 23. 2., 11 und 15 Uhr.  Linz. Phantasie der Natur – die faszinierende Welt tropischer Orchideen, Botanischer Garten, Eingangshaus und Orchideenhaus, Ausstellung bis So., 9. 3., Öffnungszeiten Garten und Gewächshäuser: täglich 8 bis 17 Uhr.


KirchenZeitung Diözese Linz

Termine 25

13. Februar 2014

Gelebte Solidarität. Bür­ germeister Josef Lindner und Flüchtlingsbetreuerin Krystyna Pomierny sprechen im Freien Radio Freistadt über das Asylheim Gutau. FRF XX Do., 13. Februar, 18 Uhr, Fr., 14. Februar, 10 Uhr, So., 16. Februar, 13 Uhr, 107,1 oder 103,1 MHz. freitag, 21. 2. 2014 XX Braunau. Reich und trotzdem sexy, Musikkabarett, Kultur im Gugg, Palmstraße 4, 20 Uhr, mit Ole Lehmann. XX Hartkirchen. Feste und Feiern – Neues aus Nigeria, Vortrag, Schaun­ burgsaal der Musikschule, 19.30 Uhr, mit Pfarrer Paulinus. XX St. Thomas a. B. Auf dem Jeru­ salemweg, Aus dem Herzen Euro­ pas zu Fuß nach Jerusalem, Film­ dokumentation einer Pilgerreise, Turnsaal der Volksschule, 19.30 Uhr. samstag, 22. 2. 2014 XX Linz. Impro-Landesmeister­ schaft 2014 der Amateur-Impro­ theatergruppen Oberösterreichs, Kammerspiele, 19.30 Uhr. XX Perg. We are the world, Spiele und Rätsel über Umwelt und DritteWelt-Länder, Pfarrheim, 14 Uhr, mit Dekanatsjugendleiterin Eva Wagner.

XX Moll. Abenteuer Berge, Bene­ fizveranstaltung des Vereins ETMO zu Gunsten einer Schule in Tansa­ nia, Vorträge und Reiseberichte von Mitgliedern des Gebirgsradvereins, Nationalparkzentrum, 20 Uhr. XX Schärding. Eigentlich is wurscht, Kabarett, Kubinsaal, 20 Uhr, mit Toni Lauerer. sonntag, 23. 2. 2014 XX Arbing. Gedenkgottesdienst für Pfarrer Poranzl, NS-Opfer, Pfarrkir­ che, 9 Uhr, mit Bischof Maximilian Aichern. XX Linz, Alter Dom. Musik von J. S. Bach, 10.30 Uhr, mit Barbara Wolf­ mayr, Alt, Bernhard Prammer, Or­ gel. XX Linz, Mariendom. Geistliche ­Instrumentalmusik, 10 Uhr, mit Inst­ rumentalisten der Dommusik. XX Schlägl. Barocke Sonatensätze für Oboe und Orgel, Stiftskirche, 10 Uhr, mit Elisabeth Hirsch.

Ehevorbereitung Liturgie Ehe.wir.heiraten.aktiv XX Attnang-Puchheim. Maximi­ lianhaus, Sa., 15. 3., 9 bis 18 Uhr. XX Braunau, St. Stephan. Pfarr­ heim, Sa., 15. 3., 9 bis 18 Uhr. XX Freistadt. Pfarrheim, Sa., 15. 3., 9 bis 18 Uhr. XX Grieskirchen. Pfarrheim, Sa., 15. 3., 9 bis 18 Uhr. XX Linz. Haus der Frau, Sa., 15. 3., 9 bis 18 Uhr. XX Linz, St. Markus. Pfarrheim, Sa., 15. 3., 9 bis 18 Uhr. XX Mauthausen. Pfarrzentrum, Sa., 15. 3., 9 bis 18 Uhr. XX Obernberg. Pfarrheim, Sa., 15. 3., 9 bis 18 Uhr. XX Ried i. I. Franziskushaus, Sa., 15. 3., 9 bis 18 Uhr. XX Schärding. Familienzentrum, Sa., 15. 3., 9 bis 18 Uhr. XX Wels. Bildungshaus Schloss Puch­ berg, So., 16. 3., 9 bis 17.30 Uhr.

Lesejahr A Lesereihe II Sonntag, 16. Februar 2014 6. Sonntag im Jahreskreis. L1: Sir 15,15–20 L2: 1 Kor 2,6–10 Ev: Mt 5,17–37 (oder 5,20–22a. 27– 28.33–34a.37) Montag, 17. Februar 2014 Hl. Sieben Gründer des Servitenor­ dens. L: Röm 8,26–30 Ev: Mt 19,27–29 L: Jak 1,1–11 Ev: Mk 8,11–13

Ehe.wir.heiraten.kommunikativ XX Schlägl. Bildungszentrum des Stiftes, Sa., 8. 3., 9 Uhr bis So., 9. 3., 13 Uhr, Ltg.: Petra Hanner und Mag. Klemens Hafner-Hanner. XX Tragwein. Greisinghof, Sa., 15. 3., 9 Uhr bis So., 16. 3., 17 Uhr, Ltg.: Paula und Martin Wintereder. XX Anmeldung: online auf beziehungleben.at.

Die sieben Ordensstifter nach einem Fresko von G. Cassiclo in Florenz. Pattloch Dienstag, 18. Februar 2014 L: Jak 1,12–18 Ev: Mk 8,14–21 Mittwoch, 19. Februar 2014 L: Jak 1,19–27 Ev: Mk 8,22–26 Donnerstag, 20. Feb. 2014 L: Jak 2,1–9 Ev: Mk 8,27–33 Freitag, 21. Februar 2014 Hl. Petrus Damiani, Bischof, Kirchen­ lehrer. L: 2 Tim 4,1–5 Ev: Joh 15,1–8 L: Jak 2,14–24.26 Ev: Mk 8,34 – 9,1

Flöckchen oder Glöckchen

Samstag, 22. Februar 2014 Kathedra Petri. L: 1 Petr 5,1–4 Ev: Mt 16,13–19

Recht viel hat der Winter ja heuer noch gar nicht zustande gebracht – zumindest nicht in Oberösterreich. Trotzdem ist die Vorfreude auf den Frühling schon allenthalben zu spüren. Schneeflöckchen oder Schneeglöckchen – das ist die Frage, wenn in den Semesterferien der eine oder andere Spaziergang am Programm steht. Am besten, man nimmt es, wie es kommt. Waldhäusl

Sonntag, 23. Februar 2014 7. Sonntag im Jahreskreis. L1: Lev 19,1–2.17–18 L2: 1 Kor 3,16–23 Ev: Mt 5,38–48


teletipps Sonntag, 16. Februar 9.30 Uhr: Katholischer Gottesdienst (Religion) Aus der Kirche der Barmherzigen Brüder Maria-Hilf in Trier. Mit Bruder Tarcisius Valpertz und Bruder Peter Berg. ZDF 12.30 Uhr: Orientierung (Religion) Blutzeuge des Glaubens in der NS-Zeit: Pfarrer Alois Poranzl; Lothar Pöll – neuer Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich; Laien als Gemeindeleiter – katholische Praxis in Ecuador. ORF 2 20.15 Uhr: Eine mörderische Entscheidung (Spielfilm, D 2012) Mit Matthias Brandt, Axel Milberg u.a. – Regie: Raymond Ley – DokuDrama über die letzten Tage vor dem folgenschweren Befehl eines deutschen Oberst in Kundus. EinsFestival 20.15 Uhr: ORFeins Atemlos – Gefährliche Wahrheit (Spielfilm) ORF 2/ARD Tatort (Krimireihe) Montag, 17. februar 13.15 Uhr: Goethe, Faust und Julia – Schauspielerin mit DownSyndrom (Dokumentation). 3sat 20.15 Uhr: Der Untergang der ­Lusitania – Tragödie eines Luxusliners (Dokumentation) Die letzte Fahrt des Luxusliners und seine Versenkung als historisches Doku-Drama in Spielfilmqualität. 3sat 20.15 Uhr: Mein Leben ohne mich (Spielfilm, CA/ES 2003) Mit Sarah Polley, Scott Speedman u.a. – Regie: Isabel Coixet – Ein erns-

16. 2. bis 22. 2. 2014 des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz

ter, emotionaler Film, der letztlich Fragen nach den Grundlagen des Lebens stellt. EinsFestival

freitag, 21. februar 12.00 Uhr: Klöster der Schweiz – Kloster Rapperswil (Religion). 3sat

20.15 Uhr: ORF 2 Die Millionenshow ZDF Der letzte Kronzeuge – Flucht in die Alpen (TV-Film) dienstag, 18. februar 20.15 Uhr: Enteignung auf Russisch (Dokumentarfilm) Eine Abrechnung mit dem russischen Rechtssystem, mit erschreckenden Einblicken in die moderne russische Gesellschaft. arte 20.15 Uhr: ORF 2 Universum: Wildes Baltikum – Die weißen Strände des Nordens (2/2; Doku) BR Alles Chefsache! (Spielfilm) 22.35 Uhr: kreuz & quer (Religion) „Im Bazar der Geschlechter“: Die sogenannte Zeit-Ehe als legitime Form der Prostitution und Möglichkeit einer vorehelichen Beziehung in islamischen Ländern. // (23.25) „Religion ohne Sexualität – Die Shaker“: Sie sind berühmt für ihre Handwerkskunst, Arbeitsethik und leibfeindliche Theologie, die gleichsam ihr Untergang war – eine Reportage über die letzen Shaker. ORF 2 Mittwoch, 19. februar

MDR / © Hofericher & Jacobs GmbH

Fr., 21.2., 22.05 Uhr: Das Geheimnis der Affen – Kulturforschung bei Schimpansen (Dokumentation) Die These, dass Schimpansen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten an Gruppenmitglieder weitergeben, sorgte für Aufsehen und Provokation. Mittlerweile wird kaum noch in Frage gestellt, dass Menschenaffen eine Kultur haben, vielleicht sogar eine Sprache. – Spannender Film über die vermeintlichen Unterschieden zwischen Menschenaffen und dem Menschen. arte 20.15 Uhr: ARD Weiter als der ­Ozean (TV-Film) ZDF CL: FC Arsenal – FC Bayern München donnerstag, 20. februar 20.15 Uhr: Mein Auto, kein Auto (Dokumentation) Das Modell des sogenannten „CarSharings“ als Zukunftsperspektive der Mobilität. 3sat

19.00 Uhr: stationen.Magazin (Religion). BR

20.15 Uhr: ORF Der Bergdoktor (Serie) ZDF Rach tischt auf! (Show)

20.15 Uhr: Frauen in den Wechseljahren (Dokumentation) Auf der Suche nach den Ursachen der Wechseljahre und nach Möglichkeiten, die damit einhergehenden Beschwerden zu lindern. 3sat

21.55 Uhr: Im Brennpunkt: Mutter Erde ausgebeutet und ausgelaugt (Dokumenation) Film über das rasante Bevölkerungswachstum und den Konsequenzen für die Natur. ORF III

20.15 Uhr: 3 Zimmer/Küche/Bad (Spielfilm, D 2012) Mit Katharina Spiering, Jacob Matschenz u.a. – Regie: Dietrich Brüggemann – Unterhaltsame Cliquen-Komödie mit einer Portion Selbstironie und vorzüglichen Darstellern. arte 20.15 Uhr: ORF 2 Der Staatsanwalt (Krimireihe) ARD (21.00 Uhr) Immer wieder anders (Spielfilm) samstag, 22. februar 10.00 Uhr: Gott mit dir, du Land der Bayern (Religion). BR 10.15 Uhr: Für die Reinheit des Glaubens (Religion) Erzbischof Gerhard Ludwig Müller im Gespräch mit Susanne Hornberger. BR 10.45 Uhr: Live aus dem Petersdom in Rom – Papst Franziskus und die neuen Kardinäle (Religion) Übertragung der Ernennungszeremonie der neuen Kardinäle. BR 20.15 Uhr: The Hunter (Spielfilm, AUS 2011) Mit Willem Dafoe, Frances O‘Connor u.a. – Regie: Daniel Nettheim – Melancholischer Abenteuer­ film, der bildgewaltig das gebrochene Verhältnis von Mensch und Natur skizziert. ServusTV 20.15 Uhr: ORFeins/ZDF Wetten, dass ...? (Wettshow) ORF 2 Donna Leon – Lasset die Kinder zu mir kommen (Krimireihe)

radiophon

diözese innsbruck

Msgr. Mag. Jakob Bürgler Generalvikar der Diözese Innsbruck

So 6.04 Uhr, Mo–Sa 5.40 Uhr: Morgengedanken. „Die Tage der Faschingszeit haben mich bewogen, über die Freude nachzudenken. Vom Sonntag als Tag der Freude über die Auferstehung führen die Gedanken bis hin zur Freude, die durch Freundschaft und Versöhnung geschenkt wird.“ ÖR

Zwischenruf ... von Christine Hubka (Wien). So 6.55, Ö1 Erfüllte Zeit. U.a. Bibelkommentar von Wolfgang Treitler zu „Vom Gesetz und von den Propheten“; „Vom Töten und von der Versöhnung“; „Vom Ehebruch“; „Von der Ehescheidung“; „Vom Schwören“ (Mt 5,17-37). So 7.05, Ö1 Motive – Glauben und Zweifeln. So 19.04, Ö1 Einfach zum Nachdenken. So–Fr 21.57, Ö3 Gedanken für den Tag. „Nicht Meißeln und nicht Malen verschafft Seelenfrieden“ – Zum 450. Todestag von Michelangelo ­Buonarroti. Von Hubert Gaisbauer, Publizist und Kunstexperte. Mo–Sa 6.56, Ö1 Religion aktuell. Mo–Fr 18.55, Ö1

Praxis – Religion und Gesellschaft. Mi 16.00, Ö1 Radio Vatikan (Deutsch) Sendungen von Radio Vatikan können nur noch über digitale Satellitenanlagen und über das Internet empfangen werden: Eutelsat 1-Hotbird 13° Ost 12.034 MHz oder Intelsat Atlante 325.5° Ost – 4.097.75 MHz Täglich. 16.00 Treffpunkt Weltkirche (Satellit und Internet) 18.00 (Satellit) und 20.20 (Internet) Abendmagazin: (So) „Aktenzeichen“ von Aldo Parmeggiani: Johannes Paul II. – Erster Papst als Karlspreisträger (Di) Radioakademie: Der Vatikanstaat

Wolfgang Merkl

So 10.00 Uhr: Katholischer Gottesdienst. Aus der Pfarre St. Leopold-Klosterneuburg/NÖ. – Abtprimas Bernhard Backovsky can.reg. feiert anlässlich des Patroziniums den Gottesdienst mit seiner Gemeinde. Musikalisch gestaltet wird die Messe vom Kirchen-, Jugend- und Kinderchor unter der Leitung von Elisabeth Führer und Gertraud Höslinger. ÖR


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Hinweise 27

13. Februar 2014

Sammlung biblischer Vorträge und Aufsätze von Johannes Marböck erschienen

Gesichter der Kirche

Fasziniert von der Bibel

Rund 130 Frauen und Männer stehen in Oberösterreichs Pfarren als Laientheolog/innen im Dienst der Kirche. Die Berufsgemeinschaft der pfarrlichen Pastoralassistent/innen hat unter dem Titel „Gesichter der Kirche“ eine Broschüre herausgegeben. Sie gibt Einblicke in die unterschiedlichen Aspekte dieses seelsorglichen Berufes. 18 Frauen und Männer erzählen von ihrem Alltag. Das Da-Sein für die Menschen in deren unterschiedlichsten Lebenswelten ist zentraler Angelpunkt. Erfahrungsräume für Gottesbegegnung zu eröffnen ist wesentliches Ziel der Aufgabe. Pastoralassistent/innen sorgen gemeinsam mit anderen in der Kirche für eine zeitgemäße Seelsorge in einer sich verändernden Kirche und Gesellschaft. Sie geben der Kirche in den Gemeinden vor Ort ein Gesicht.

„Gott ist ein Gott der Weite.“ Für Priester und Wissenschafter Johannes Marböck ist das eine Haupterkenntnis nach jahrzehntelanger Beschäftigung mit der Heiligen Schrift. Generationen von Theologiestudierenden hat Dr. Johannes Marböck für die Bibel, besonders für das Alte Testament, begeistert, vor allem an den theologischen Fakultäten in Linz und Graz. Vor einem zahlreichen Publikum wurde am 6. Februar die unter dem Titel „Faszination Bibel“ erschienene Sammlung von Vorträgen und Aufsätzen des Theologen, der seit seiner Emeritierung in der Diözese Linz wirkt, vorgestellt. Marböck ist nicht nur an der Wissenschaft selbst gelegen, es kommt ihm auch sehr auf die Vermittlung und die Verkündigung an.

Johannes Marböck, Faszination Bibel, hg. von Irmtraud Fischer, Franz Hubmann, Franz Kogler. 280 Seiten, Tyroliaverlag 2014, € 9,95.

Johannes Marböck weckt als Vortragender Faszination für die Bibel. KIZ/MF

Faszinierend sind für Marböck alttestamentliche Gestalten, die nicht als Idealgestalten, sondern in all ihren Spannungen dargestellt werden. In der Bibel findet er Bücher „mit ungeheurer Spannung“, wie Hiob und Kohelet. „Wir können dem Heiligen Geist nur danken, dass da nicht engherzige Behörden geprüft haben, ob dieser und jener Satz passt, sondern dass die Verantwortlichen damals weitherzig und großzügig genug waren“, ging er auf die Zeit ein, als der Kanon der biblischen Bücher entstand. Für die Beschäftigung mit der Bibel regte Marböck an: „Wir brauchen nicht nur Methoden, wir brauchen das Hören auf das Wort und seine Kraft.“ Besonders nahe liegen Marböck die Psalmen. „In den Psalmen ist Raum für das Leben, von Anfang an bis in die letzte Stunde.“ In ihnen sei die ganze Kraft des Alten Testamentes gebündelt.

XX Erhältlich im Kommunikationsbüro der Diözese Linz und bei der Berufsgemeinschaft der Pastoralassistent/innen, irmgard. sternbauer@dioezese-linz.at

M. Fellinger

Hinweise n Lourdeswallfahrt – Korrektur. Bei der an dieser Stelle in der letzten Ausgabe angekündigten Lourdeswallfahrt war irrtümlich ein falscher Termin angegeben. Die erste der beiden Wallfahrten des Marianischen Lourdes-Komitees findet von 24. bis 29. April (!) 2014 statt. Sie wird von Prälat R. Kroisleitner begleitet. Die zweite Reise findet wie angegeben von 17. bis 22.

Juli statt, Weihbischof Anton Leichtfried ist Begleiter. u Info: Marianisches Lourdeskomitee, Tel. 01/587 52 05, mlk.lourdeskomitee@aon.at

„„ Beispielhafte Bauten gesucht. Neue Baulösungen mit beispielhafter Gestaltung von Ställen und anderen Wirtschaftsgebäuden will Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger för-

dern. Dazu wurde bereits zum 13. Mal der Landwirtschaftliche Bauwettbewerb ausgeschrieben. Die Fertigstellung der ­Projekte darf nicht länger als fünf J­ ahre zurückliegen. Einreichfrist ist der 31. März 2014.

„„ Reisen mit der KMB. Die Katholische Männerbewegung Graz hat wieder einen Katalog mit Reisen aufgelegt. Die Angebote im In- und Ausland sollen vor allem Begegnung ermöglichen.

uA ­ usschreibungsunterlagen beim Amt der Oö. Landesregierung, Abt. Land- und Forstwirtschaft (Peterseil), Bahnhofplatz 1, 4021 Linz.

„„Informationen: Reisebüro GRUBER Touristik GmbH – Kultur mit Begegnung (KMB-Reisen). Tel. 0316/70 89-67 40 E-Mail: kmb@ gruberreisen.at


28 Kultur FÜR SIE GEHÖRT Faltenradio im Zoo Vier Hunde, vier junge Männer und vier Musikinstrumente zieren das Cover der zweiten CD „Zoo“ von Faltenradio. Das beschwingte Bild spiegelt die Musik des Quartetts wider: Mit Ziehharmonika und Klarinette beschwören sie zart die Melancholie, entführen in fröhliche Motive der Volksmusik oder jagen in der Coverversion von Falcos „Amadeus“ die Klarinette in ungeahnte Höhen. Die Live-CD lockt zu einem Konzertbesuch, zum Beispiel im Rahmen des Theatersommers Haag am 20. Juli. Faltenradio: Zoo, CD, Hoanzl 2014, € 18,–, www.faltenradio.com

Volksmusik mit Sängerknaben Die Florianer Sängerknaben fühlen sich in jedem Genre zu Hause – und wohl. Das beweisen sie auch auf ihrer aktuellen CD „stimmen.saiten.klarinetten“, auf der sie sich der Volksmusik vom Jodler bis zum „Tanzl“ widmen. Begleitet werden die jungen Sänger unter der Leitung von Franz Farnberger von den beiden Ensembles Dürnberg Klarinettenmusi und Genießermusi mit Michael Killinger und Klaus Karl. stimmen.saiten.klarinetten. Volksmusik mit den St. Florianer Sängerknaben, Preiser Records 2013, € 14,50.

Klänge aus dem Volksliedwerk Seit seiner Gründung vor 110 Jahren sammelt das Österreichische Volksliedwerk Musik aus allen Bundesländern. 26 Beispiele aus dem Ton- und Notenarchiv sind auf einer neuen CD nachzuhören, vom Scherzlied „Der geschlagene Mann“ aus dem 16. Jahrhundert über Gstanzln, Tanz- und Passionslieder bis zur Gickerl-Polka aus dem Jahr 1985. Information zu den Stücken sowie die Noten sind auf www. volksmusikland.at nachzulesen. Volksmusikland Österreich. Musik – Regionen – Kulturen, Österreichisches Volksliedwerk 2013, € 14,50.

13. Februar 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

Lesenswerte Bücher in der Literatur-Reihe der KirchenZeitung

Eine Bombe, ein Bürgerkrieg – und wie es dazu gekommen ist Maria Fellinger-Hauer stellt den neuen Roman von Norbert Gstrein und die literarische Sammlung über den Bürgerkrieg 1934 von Erich Hackl und Evelyne Polt-Heinzl vor.

ker in einen Sog von Unsicherheiten und Verunsicherungen.

 Auf dem Bahnhof in einer abgelegenen Provinzstadt wird eine Bombe mit der biblischen Botschaft „Kehret um“ gefunden. Nicht einmal die Polizei nimmt die Sache besonders ernst. Ein Lehrer glaubt auf einem Fahndungsfoto seinen ehemaligen hochbegabten Schüler Daniel zu erkennen, der sich nach einer Israel-Reise auf den Spuren Jesu womöglich in religiöse und politische Phantastereien verrannt hat. Der Verdacht, der Schüler könnte der Bombenbauer sein, löst bei Anton – dem Lehrer und Ich-Erzähler – eine Selbstbefragung aus. Ist Daniel dem amerikanischen Endzeitprediger verfallen, der eines Tages in ihrem Ort aufgetaucht war? Welche Rolle spielt der Religionslehrer? Anton beschäftigt aber vor allem sein eigener Anteil an Daniels Entwicklung. Hat er selbst den Grundstein dafür gelegt, als er Jahre zuvor mit zwei seiner Schüler lesend und über den Sinn des Lebens diskutierend einen ganzen Sommer in einem Haus am Fluss verbracht hat? Religiöser Fanatismus am Beispiel des Christentums ist der Rahmen, in dem der Roman spielt. Viel mehr geht es aber um Fragen, ob und welchen Einfluss das Lesen auf das Leben haben kann, unter welchen Bedingungen ein Mensch anfällig für Ideologien aller Art ist und zum radikalen Außenseiter wird. Es geht um die Sehnsucht nach dem richtigen Leben und um die Verlässlichkeit der eigenen Wahrnehmung. Der Roman spielt in der Tiroler Heimat des Autors, der mittlerweile in Hamburg lebt. Norbert Gstrein ist ein ausführlicher Erzähler, der die handelnden Personen differenziert und genau zeichnet. Die Erzählung spielt auf mehreren, auch zeitlich verschiedenen Ebenen. Dadurch kommt es zu einem dichten Geflecht von Erzählsträngen, was die Lektüre zeitweise erschwert. Gstrein ist aber auch einer, der keine Antworten gibt. Wie Anton, der Erzähler selbst, gerät der Leser, je mehr er erfährt, umso stär-

 Der österreichische Bürgerkrieg vom Februar 1934, der in Linz begonnen und sich schnell auf andere Industriestädte ausgebreitet hat, wird in seiner historischen Bedeutung bis heute unterschiedlich beurteilt. Die Zerschlagung der Demokratie, die im Beschuss der Arbeiterwohnhäuser durch Polizei und Militär des austrofaschistischen Regimes am 12. Februar 1934 gipfelte, gilt dessen ungeachtet als eine entscheidende politische Zäsur auf dem Weg zum März 1938. Der aus Steyr stammende Schriftsteller Erich Hackl und die Literaturwissenschafterin Evelyne Polt-Heinzl haben zum 80. Jahrestag eine umfangreiche Sammlung von zeitgenössischen literarischen und erzählerischen Texten zusammengetragen. In den Geschichten der Verlierer, in den Schilderungen des Zusammentreffens der Arbeiter mit den linken Intellektuellen, in den Beschreibungen der Kampfhandlungen werden die Lebensverhältnisse, die Motive und Empfindungen der Handelnden lebendig. Bernaschek, Bulgari oder Wallisch, Namen, die viele heute nur noch als Straßenamen kennen, werden wieder als Personen erkennbar. Die Texte stammen teils von bekannten Autor/innen von Jean Amery bis Anna Seghers, von OskarMaria Graf bis Jura Soyfer oder Franz Kain. Auch in tschechischen und russischen Archiven sind die Herausgeber fündig geworden, sodass einige Texte hier erstmals auf Deutsch veröffentlicht werden. Im Zentrum steht das unmittelbare Kampfgeschehen. Es wird aber auch dessen Vorgeschichte beleuchtet und einige Nachgeborene wie Melitta Breznik und Erich Hackl selbst schreiben über die Auswirkungen. Ein Buch, das auch als Schullektüre zu empfehlen ist.

Norbert Gstrein: Eine Ahnung vom Anfang, Carl Hanser Verlag 2013, 352 Seiten, € 16,99.

Erich Hackl, Evelyne Polt-Heinzl (Hrsg.): Im Kältefieber. Februargeschichten 1934, Picus Verlag 2014, 327 Seiten, € 22,90.


KirchenZeitung Diözese Linz

Kunst & Kultur 29

13. Februar 2014

KULTURLAND  Orgelvesper in St. Florian. Werke von Georg Muffat aus dem „Apparatus musicoorganisticus“ wird Organist Klaus Sonnleitner am So., 16. Februar, um 18 Uhr in der Stiftskirche St. Florian zu Gehör bringen.  Arbeiten von Siegfried Anzinger in Wien. Der international anerkannte Künstler, der in Weyer geboren ist und 2008 dort zwei Glasfenster für die Pfarrkirche gestaltet hat, lebt und arbeitet in Köln und Wien. Im Bank Austria Forum ist von 13. Februar bis 27. April eine Ausstellung mit Werken von Siegfried Anzinger zu sehen. Der Schwerpunkt der Schau mit rund 80 Arbeiten liegt auf neuen Gemälden, die der Künstler für die Ausstellung in Wien geschaffen hat.

„Was Bedürfnis der Zeit, das ist Gottes Wille“ – mit diesem Zitat von P. Theodosius Florentini wird der Einsatz der Kreuzschwestern beschrieben. Bei vielen Besuchern habe die Gedenkstätte eine „erschütternde Wirkung“ gezeigt, erzählt Msgr. Gunter Janda, so werde deutlich, was Herbert Friedl mit „Erinnerungskultur“ meine. NIK FLEISCHMANN

Das Leid tragen Im Bildungshaus der Kreuzschwestern in Gaubing wurde im Gedenken an das Engagement der Schwestern während des Zweiten Weltkriegs eine Gedenkstätte errichtet: Die Kreuzschwestern pflegten an die 40.000 Patienten in Lazaretten. Der Künstler Herbert Friedl hat die Gedenkstätte in Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Manfred Mayrhofer

 Lesung und Musik in Treffling. Texte von und mit Judith Moser-Hofstadler, ehemals Redakteurin der KirchenZeitung und jetzt Bio-Bäuerin, und Musik von Matthias Schinagl (Klavier) werden am So., 23. Februar in der Kirche in der Reihe „Treffling beflügelt“ zu hören sein. Beginn ist um 19 Uhr.

gestaltet. Eine stilisierte Tragbahre, mit der die Verwundeten transportiert wurden, ist an der Wand befestigt. Durch eine Querstange im oberen Bereich wird die Bahre zum Kruzifix. Auf dieser ist der fast lebensgroße Torso einer Christusfigur montiert, der zur Gänze mit Mullbinden umwickelt und auf die Bahre gebunden wurde.

Krippenfiguren zurückgegeben

Nächste Woche: Erwin Schrott im KiZ-Interview

Gmunden / Steinbach. Ende Jänner wurden wertvolle Schwanthaler-Krippenfiguren aus der Kirche in Steinbach am Attersee gestohlen. Kürzlich gab es eine freudige Überraschung: Beim Zusperren der Kirche in Gmunden entdeckte Stadtpfarrer Gerald Geyrhofer einen Plastiksack mit den Krippenfiguren und einem Zettel, auf dem Folgendes stand: „Gehört Kirche Steinbach am Attersee“. Geyrhofer sieht hier einen Zusammenhang: „Janus Zaba war früher Kaplan in Gmunden und ist jetzt Pfarrer von Steinbach. Außerdem haben wir in Gmunden die wertvolle Dreikönigs-Darstellung der Schwanthaler-Familie.“ Dass in Zukunft die Krippenfiguren in Steinbach besser gesichert werden, ist den Pfarrverantwortlichen sowie dem Kunstreferat ein Anliegen. „Ein zweites Mal werden sie sicher nicht mehr zurückgebracht“, so Stadtpfarrer Geyrhofer.

Klassik am Dom. Erwin Schrott zählt zu den faszinierendsten Opernstars der Gegenwart. Kürzlich war er in Vorbereitung für das Konzert „Klassik am Dom“, das am 12. Juli um 20.30 Uhr am Domplatz stattfindet, in Linz zu Gast. In der nächsten Ausgabe bringen wir ein Interview mit dem charismatischen Sänger, der stolz auf Linz ist und Stille für wichtig hält, wie er im KiZ-Gespräch sagt. In klassischen Partien wie Don Giovanni, Leporello und Figaro begeisterte der in Uruguay geborene Sänger weltweit sein Publikum. Als Dulcamara in Donizettis „L'elisir d'amore“ war er kürzlich in New York an der Metropolitan Opera mit Anna Netrebko zu hören. Ab März wird er damit an der Staatsoper in Wien gastieren. Dort hatte er kürzlich einen umjubelten Auftritt mit Musik aus seiner Heimat: „Rojotango“ – Tango aus Argentinien. Klassische Musik und Tango wird das Publikum in Linz

bei „Klassik am Dom“ erleben. Die KirchenZeitung ist Kooperationspartner dieser Reihe.  Karten für „Klassik am Dom“ gibt es vergünstigt im webClub der Kirchenzeitung unter www.kirchenzeitung.at/weblcub

Erwin Schrott in „Linz am Dom“. Am 12. Juli ist er am Domplatz live bei „Klassik am Dom“ zu hören. KOBLMÜLLER


30 Personen, Dank & Anzeige DANK  Stift Schlägl. Am 2. Februar 2014 wurde im Rahmen einer festlichen Choralvesper Stefan Glira aus Berg b. Ansfelden in das Noviziat der PrämonstratenserGemeinschaft aufgenommen. Er erhielt die Kleidung der Chorherren und den Ordensnamen Vitus. Fr. Vitus (geb. 1992) maturierte 2010 am Stiftsgymnasium Schlierbach, leistete dann den Zivildienst ab und studierte danach fünf Semester Theologie und Religionspädagogik an der KTU Linz. In seiner Predigt wies Abt Martin Felhofer auf den „Tag des geweihten Lebens“ hin, der am 2. Februar, dem „Fest der Darstellung des Herrn“, gefeiert wird: „Mit Freude und Dankbarkeit Gott gegenüber dürfen wir gerade heute Frater Vitus in unsere Gemeinschaft aufnehmen, die nunmehr wieder 42 Mitbrüder zählt.“

Fr. Vitus (2. von links) wird „eingekleidet“. STIFT SCHLÄGL

13. Februar 2014

GEBURTSTAGE

IM GEDENKEN feiert, anschließend erfolgt die Beisetzung im Familiengrab.

 Josef Kuttner, Ständiger Diakon in Liebenau, ist am 6. Februar 2014 im 59. Lebensjahr verstorben. Nach dem Besuch der Landwirtschaftlichen Fachschule in Freistadt übernahm er 1973 den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern, 1977 legte er die landwirtschaftliche Meisterprüfung ab. In der Pfarre Liebenau hat er als Organist, Mesner und Lektor mitgearbeitet und 2002 um Aufnahme in den Diakonatskreis gebeten. Am 4. September 2005 wurde er zum Ständigen Diakon geweiht. Als ehrenamtlicher Diakon hat er in der Pfarre und vor allem in der Ortschaft Schöneben diakonale Dienste übernommen. Er war sehr beliebt und hat daher in den letzten Jahren die Landwirtschaft verpachtet, um ganz für die Seelsorge da zu sein. In Folge eines Verkehrsunfalls am 13. Jänner 2014 ist er nach einem Krankenhausaufenthalt daheim verstorben. Der Begräbnisgottesdienst wird am 12. Februar 2014 um 14 Uhr in der Pfarrkirche Liebenau ge-

KirchenZeitung Diözese Linz

 OStR Alois Pernsteiner aus Leonding ist am 28. Jänner 2014 nach schwerer Krankheit im 62. Lebensjahr im Kreis seiner Familie verstorben. Der Religionslehrer an der Linzer Hamerlingschule war Initiator zahlreicher Sozialprojekte, unter anderem in Bosnien, der Ukraine und in Indien. Die Aktion „Hamerlingschule hilft“, bei der Pernsteiner führend tätig war, wurde 1997 mit dem Solidaritätspreis der KirchenZeitung ausgezeichnet. In seiner Heimatpfarre Leonding war er besonders im Caritas-Sozialausschuss engagiert. Sein Freund Primarius Leonhard Hohenauer sagte beim Begräbnis: „Lieber Lois, du hattest einen felsenfesten Glauben und ein unerschütterliches Gottvertrauen. Du bist aber nie beim Glauben stehen geblieben, sondern hast diesem Glauben Werke folgen lassen. Wir danken dir dafür.“

 Am 16. Februar 2014 wird KonsR Andreas Fischer, Prämonstratenser des Stiftes Schlägl, 80 Jahre alt. Er stammt aus Rohrbach, trat 1955 in das Stift Schlägl ein und wurde 1961 zum Priester geweiht. Nach Kaplansposten in Haslach, St. Johann (Duisburg-Hamborn, Deutschland) und Ulrichsberg war er ab 1972 Pfarrvikar von Schwarzenberg und von 1981 bis 2006 Pfarrer in Peilstein.  Am 17. Februar 2014 feiert KonsR Gottfried Fischer, Prämonstratenser des Stiftes Schlägl, seinen 65. Geburtstag. Er stammt aus Ulrichsberg, trat 1969 in das Stift Schlägl ein und wurde 1975 zum Priester geweiht. Er studierte Theologie und Musik und war ab 1978 Musikschullehrer in Schlägl. 1981 wurde er zusätzlich Kooperator in Aigen. Von 1985 bis 1990 war Herr Gottfried Benefiziat von Maria Trost (Berg b. Rohrbach) und Krankenhausseelsorger in Rohrbach. Anschließend war er Pfarrer in St. Oswald bei Haslach und wieder Musikschullehrer in Schlägl (bis 2011), seit 2001 ist er Pfarrer in Arnreit.

Einreichen zum Solidaritätspreis! Nutzen Sie noch die Möglichkeit, Einzelpersonen, Gruppen und Jugendprojekte für den KirchenZeitungs-Solidaritätspreis vorzuschlagen. In wenigen Tagen – am 15. Februar – endet die Einreichfrist!

Ausgezeichnet werden solidarisches Engagement in den Bereichen Soziales, Umwelt, Frieden und Gerechtigkeit. Der Preis ist mit insgesamt 18.000 Euro vom Sozialressort des Landes OÖ und der Diözese Linz dotiert. Ihre Einreichung sollte in knapper Form die Verdienste der/des Vorgeschlagenen bzw. der vorgeschlagenen Gruppe beschreiben.

 Einreichungen sind möglich unter www.solipreis.at, solipreis@kirchenzeitung.at oder formlos auf dem Postweg bzw. über Fax, wobei Sie bitte nicht vergessen, Ihre Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse sowie alle Adressdaten zur vorgeschlagenen Person oder Gruppe anzugeben. KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Fax: 0732/76 10-39 39.


KirchenZeitung Diözese Linz

13. Februar 2014

Altes Lied

Bischof Kurt Krenn

Zum Interview mit F. Asanger, Nr. 4

Bischof Kurt Krenn hat sich wie der heutige Papst Franziskus auch für die Menschen mit Benachteiligung vor allem auch im ländlichen Raum immer wieder eingesetzt und für sie eine Lanze gebrochen. Als Bürgermeister habe ich den seinerzeitigen Prof. Kurt Krenn aus Oberkappel erlebt, wenn er seine Stimme auch für die Menschen in Randgebieten zu einer Verbesserung in Lebens-Qualität mit Rat und Tat verhalf. Beim Bau des Krankenhauses in Rohrbach, bei der Errichtung der HTL in Neufelden war sein Rat gefragt. Ob es beim Ausbau des Straßen-Netzes um die B 127, die Variante V, die Donaubrücke in Niederranna ging, er nahm sich Zeit, mit den Bürgermeistern zum zuständigen Minister nach Wien mitzufahren wobei z.B. die Finanzierung der Hochbrücke über das große Mühltal bei Neufelden erreicht wurde. Auch Hilfsaktionen nach Polen 1982, nach Mostar 1995 mit Lebensmitteln und Medikamenten wurden von ihm bestens unterstützt.

Ich stimme mit den Aussagen von Herrn Asanger überein, Kinder zu fördern, Talente zu wecken und Defizite auszugleichen. Doch dann kommt das seit Jahrzehnten altbekannte Lied: „Ich will auf die Vielfalt der Schulen, auf die Wahlmöglichkeit der Eltern und die Qualität der Gymnasien nicht verzichten.“ Unerwähnt bleibt, dass fast alle Kinder zwischen 6 und 10 Jahren die „Gesamt“-Volksschule besuchen. Und was ist mit jenen begabten Kindern zwischen 10 und 14 Jahren, deren Begabung von den Eltern nicht erkannt oder gefördert werden kann? Oder jenen, die wegen zu großer Entfernung und fehlender Öffis eben keine Wahlmöglichkeit vorfinden? Die Schul-Debatte ist schon längst eine Sozial-Debatte! Zita Eder, Bad Zell

Umsonst gerodet Jetzt haben sich damals Herzog Tassilo und seine Bajuwaren umsonst so bemüht, unsere Gegend gerodet, in Kremsmünster gegen wilde Eber gekämpft und Wiesen und Getreide angepflanzt, Klöster und Straßen gebaut. Jetzt kommen diese entfesselten Neoliberalisten daher, ziehen dem Volk das Geld aus der Tasche, dem Staat das letzte Tafelsilber weg und schaffen Sklavenarbeitsplätze in Asien und Äthiopien, kippen uns die Arbeitslosen vor die Haustüre und zocken mit unserem ehrlichen Geld unehrlich an den Börsen herum, jagen das 5000-fache BIP von ganz Europa pro Sekunde einmal um die Welt, um fiktive astronomische Gewinne zu generieren. Und bei uns Hinterwäldlern am Land gibt es kein Postamt mehr, keine Schule, kein Geschäft am Marktplatz, keine Polizei, keinen Hausarzt, keine Bahnlinie. Wann fällt das unrentable Stromnetz? Bald werden wir Tölpeln vom Land zwischen Gesäuse und Böhmen wieder vom Urwald zugewuchert werden. (...) Unsere Politiker exekutieren die neoliberalen Befehle. Die Antwort unserer Jugend wird ziemlich „nordafrikanisch“ ausfallen. Fritz Baumgartner, St. Georgen/G.

Josef Leibetseder, Altenfelden

Nur kein Hass Zu: „Rechtsextreme ..." , Nr. 6, S. 3

Der Satz von Bert Brandstetter sei jedem Christen ins Herz geschrieben: „Wer sich als Christ versteht, darf nicht im Gleichschritt mit Leuten gehen, die Ausländer hassen. Christen müssen auf der Seite jener stehen, die es schlecht erwischt haben im Leben“ – und das mit jener Konsequenz, die Jesus uns vorgelebt hat, denn das Gebot der Nächstenliebe kennt kein Wenn und Aber. Wie kommen wir – die wir es wirtschaftlich und kulturell so gut erwischt haben – dazu, jene zu verurteilen, die das Pech gehabt haben, in einem unsicheren Land oder in desolaten Familienverhältnissen geboren worden zu sein? Franziska Ditlbacher, Oberwang

Veröffentlichungen b ­ edeuten keine Zu­stimmung. ­Kürzungen vorbehalten. Zuschriften an: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; E-Mail: leserbriefe@ kirchenzeitung.at

Leserforum 31


unter uns SmartphoneAnfängerin

Denk mal

Der Rat der Ärzte kam nicht an

13. Februar 1934. Auf der Linzer Landstraße werden Passanten perlustriert.

12. Februar 1934: „Ärzte raten abwarten, vorläufig noch nichts unternehmen.“ – Dieses verschlüsselte Telegramm Otto Bauers an den sozialdemokratischen Schutzbund, der sich gegen Austrofaschismus und Heimwehr stellte, wurde abgefangen. Es kam zum Bürgerkrieg. Ernst Gansinger

auch Seite 28.) Etliche Gebäude und Stadtteile wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der Bulgariplatz erinnert heute an eines der Opfer, an das Schutzbund-Mitglied Anton Bulgari, der am 22. Februar 1934 standrechtlich erschossen wurde. Schicken Sie uns bis 21. Februar weitere oberösterreichische „Schauplätze“ der Februarkämpfe 1934. Wir verlosen den neuen Roman „Bitter“ von Ludwig Laher. Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: service@kirchenzeitung.at Beim Denk Mal Nr. 5 (der LASK-JahrhundertSpieler heißt Helmut Köglberger) haben Lea Haselberger, Waldzell, Josef Seifriedsberger, Oberneukirchen, Anja Koppelstätter, Weilbach, gewonnen.

brigitta hasch brigitta.hasch@kirchenzeitung.at

Domspatz

merk-würdig

Personenfreizügigkeit ist ein Grundpfeiler der EU! – Das ist relativ. Relativ zornig von Brüssel Richtung Bern, relativ ungerührt Richtung Lampedusa.

Schlagzeile auf WWW.pressetext.com über einem Bericht, dass Forscher herausgefunden haben, soziale Netzwerke führten mit der Zeit zu gedAnkenlosem „kopieren und einfügen“.

„Kein Denken mehr: Facebook und Co machen doof!“

P.b.b. Verlagspostamt 4020 Linz, GZ 02Z031277 W

80 Jahre danach werden erstmals die Erben der einst verfeindeten Lager – Sozialdemokratie und Christlichsoziale – Werner Faymann und Michael Spindelegger gemeinsam der Opfer des Bürgerkrieges vom Februar 1934 gedenken. Insgesamt gab es mehr als 1000 Todesopfer. Am 11. Februar 2014 werden nun Bundeskanzler und Vizekanzler beim Mahnmal der Opfer für ein freies Österreich am Zentralfriedhof in Wien einen Kranz niederlegen. Ihr Tun ist ein gemeinsames Signal: Bekenntnis zu Frieden und sozialem Miteinander. Machen Sie mit. In Linz nahm der Bürgerkrieg vor 80 Jahren den Ausgang. (Siehe dazu

www.linz.at

Jetzt hat es mich also doch noch erwischt. Lange genug habe ich mich gegen dieses Ding gewehrt, habe mich über „wischende“ Zeitgenossinnen und -genossen lustig gemacht und mich über geistesabwesende – weil im Kastl nach Infos suchende – Mitmenschen geärgert. Die Vorteile des allgegenwärtigen, allwissenden und unvermeidbaren Superdings wurden mir in den letzten Jahren immer wieder angepriesen: „Da kannst du jederzeit deine Mails abrufen und beantworten“ – Will ich das überhaupt? „Du brauchst kein Navi mehr im Auto!“ – Das brauche ich sonst auch nur ganz selten. „Du kannst gleich ins Internet schauen und musst nicht warten, bis du zu Hause bist.“ – Bisher war mir das eigentlich zeitig genug. Wie gesagt, nun ist ES da. Seit zwei Wochen verbringe ich ­einen Gutteil meiner Freizeit damit, mich mit Einstellungen, Kennworten, Benutzerkonten, WLAN und mobilem Netz vertraut zu machen. Ich lade fleißig Kontakte, Bilder, Musik und Apps, wähle Hintergründe und individuelle Töne für meine Lieben – und vergesse in meinem Eifer fast aufs Einkaufen und Kochen. ICH, die noch vor kurzer Zeit über die ständige Tippslerei der anderen genörgelt hat! Meine Parole kann daher nur lauten: Reduzieren auf das Allernötigste.

KiZ-ePaper 07/2014  

KirchenZeitung Diözese Linz

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