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Nr. 43 I 25. Oktober. 2012 I Tel. 0732/76 10-39 44 I www.kirchenzeitung.at Einzelpreis: € 0,95 I 4020 Linz, Kapuzinerstraße 84 I Jg. 67

 Die Konturen Österreichs drohen ins Schwimmen zu geraten. Wodicka

 6 Soldaritätspreis. Eine starke Starthilfe ins Leben.  9 Pfarren. Gottes Wort für Kinder. 10 Thema. Bischof Zsifkovics zur Bischofssynode.

14 Glaube. Beten mit Teresa von Avila. 18 Beratung. Neue Kraft aus Konflikten.

Immer wieder Österreich Vielgerühmt, vielgeprüft, vielgeliebt. Das ist Österreich – geht es nach dem Text der Bundeshymne. Doch mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Staatsvertrag steht es nicht allzu gut um die Beliebtheitswerte der Republik. Politiker auf der Anklagebank, Aussageverweigerung, Koalitionsstreitigkeiten. Politiker in Östereich haben wohl selbst dazu beigetragen, dass das Vertrauen in die Politik in eine bedrohliche Schieflage geraten ist. Der Nationalfeiertag wäre die Chance, sich auf die positiven Aspekte in Bezug auf Österreich zu besinnen, statt poltisches Hickhack fortzusetzen. Von Glück kann man reden, in einem der wohlhabendsten Länder leben zu dürfen. Deshalb handelt

jeder grob fahrlässig, der Österreich bloß als Krisenland hinstellt. Vielmehr gilt es, die Bereitschaft zu stärken, diesen Wohlstand nicht nur für sich selbst abzuzsichern, sondern auch jenen zukommen zu lassen, die unter echten Krisen leiden. Von Glück kann man reden, mitten in einem friedlichen Europa zu leben. Aber wie sehr engagiert sich Österreich für eine Fortsetzung dieses „Einigungsprozesses“, auch für Staaten, die jetzt noch außerhalb stehen? Das Ansehen Österreichs beruht nicht auf sportlichen Erfolgen. Welches Ansehen hat Österreich etwa bei Flüchtlingen – oder in der so genannten Dritten Welt? Und welches Ansehen hat Österreich bei den Österreicherinnen und Österreichern selbst? Das ist die Herausforderung. Seite 3 und 20

21 For You. Mit Musik die Messen beleben. 22 Impressum. 28 Kultur. Das Paradiesgärtlein.


2 Meinung Kommentar

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Gürtel statt Stephansplatz

Ein scharfer „Senf“ der Kirchen

Der Ökumenische Rat gibt seinen Senf nicht zu jedem öffentlich servierten „Würstl“ dazu. Deshalb lässt es umso mehr aufhorchen, wenn er jetzt heftige Kritik an „krisenhaften Entwicklungen in der Politik“ übt und von „Verhaltensweisen von politisch Tätigen spricht, die mit moralischen Grundsätzen absolut unvereinbar sind und dem Ansehen der Politik schweren Schaden zufügen“. Man könnte dazu sagen: Warum die Aufregung, wenn sich die Politik schaden will, dann ist das ihre Sache. Genau das ist es aber nicht. Denn angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise und des Reformstaus in Österreich wäre eine entschlossene und ehrliche Politik notwendig, meinen die Kirchenvertreter. Und sie weisen auch auf die „Baustellen“ im Bereich der Bildung, der Armutsbekämpfung, der Pflege, der Umwelt, der Zuwanderung und der internationalen Solidarität (Entwicklungshilfe) hin. Ein kraftvoller Weckruf. Ob er gehört wird, hängt auch von den Bürger/innen ab, ob sie ihre Politiker/innen damit konfrontieren. Hans Baumgartner

Die Mitte – das ist der Platz, dem alles zustrebt. Hier erntet man Anerkennung, genießt Aufmerksamkeit. Solange man den Platz in der Mitte behauptet, ist man sicher – da fällt man nicht so leicht hinaus. In den Zentralstellen sind die Hebel der Macht. Hierher wird zugearbeitet. Von hier aus ergehen die Devisen, hier verdient man auch gut. Aber Plätze in der Mitte sind rar. Und auch wenn die Katholische Kirche wie keine andere zentral organisiert ist, verdankt sie ihre Existenz doch einem, der die Gegendevise ausgegeben hat: Weg von der Mitte, hinaus in die Welt. Die Zentralen sind nicht die Orte, an denen sich der Glaube vorrangig verwirklicht. Fort sollt ihr gehen, schickt Jesus die Jünger hinaus in die Welt. Und er meinte wohl nicht nur die räumlich entfernten Völker, sondern die „Randständigen“

seiner Zeit. Aussätzige. Sünder. Fremde. Kranke. Menschen, auf die keiner mehr setzt. Eher den Gürtel in Wien als den Stephansplatz, eher Fabrikshallen als Sakristeien, eher die Behausungen der Vergessenen als VIP-Lounges der Wichtigen. Die Außenbezirke des Lebens sind die Orte des Glaubens – wo sie die Blicke nicht auf sich zu lenken versuchen, sondern selbst ein Auge für Menschen haben.

Matthäus Fellinger Chefredakteur matthaeus.fellinger@ Kirchenzeitung.at

Kopf Der Woche: Mag. Manuela Strihavka, ORF III

Sie will Widerhaken auslegen Zu Allerheiligen startet ORF III seine Reihe „Cultus“ zu den Feiertagen im Jahreskreis. „Erfunden“ hat sie Manuela Strihavka. Hans Baumgartner

Sie sei ein sehr neugieriger Mensch, der gerne unter die Oberfläche schaue, sagt Manuela Strihavka, Sendungsverantwortliche für Kultur und Wissenschaft bei ORF III. „Und weil wir auch an den Feiertagen Programm machen, war die Frage naheliegend, was

KIZ/HB

Seit der Erarbeitung des gemeinsamen Sozialwortes ist im Ökumenischen Rat der Kirchen Österreichs das Bewusstsein gewachsen, dass die gesellschaftlichen, sozialen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen im Lande auch „Sache“ der Kirchen sind. Als es im Österreich-Konvent um wesentliche Weichenstellungen für die Zukunft des Landes ging, haben sich die Kirchen engagiert eingebracht. Mit Stellungnahmen zu aktuellen politischen Ereignissen blieb man aber zurückhaltend. Da mussten schon deutlich Grenzen überschritten werden, damit sich die Kirchen gedrängt sahen, ihre Warnschilder aufzustellen – etwa gegen ausländer- oder religionsfeindliche Ausfälligkeiten, die geeignet waren, den inneren Frieden zu gefährden.

KirchenZeitung Diözese Linz

„Ich beneide Menschen, die einfach glauben können. Wenn ich in meinem Inneren Zwiesprache halte, weiß ich nicht, ob da jemand ist, ob er es ist, mit dem ich rede.“ Mag. Manuela Strihavka

bedeuten eigentlich diese Feiertage für uns, außer dass wir frei haben. Was wissen wir überhaupt noch über deren – meist religiösen – Wurzeln?“ Mit der Idee, zu den Feiertagen Kurzdokumentationen zu machen, wandte sie sich an Golli Marboe von MakidoFilm, „weil ich wusste, der hat einen fundierten Hintergrund.“ Von Marboe, der schon die Reihen über die Donau- und Alpenklöster gestaltet hat, kam dann die Idee, die 26 Folgen in Klöstern anzusiedeln. „Wir wollten aber keine Verkündigungsreihe machen, sondern so etwas wie lebendig gestaltete ,Widerhaken‘ im Programm, die auch weniger gläubige Menschen einladen, innezuhalten und dem Rhythmus im Jahr Raum zu geben.“ Im Gehen. Manuela Strihavka kommt aus Stadl-Paura (OÖ). In Salzburg und Wien studierte sie Germanistik „aus Leidenschaft“. Dem Einwand ihres Vaters, was sie damit anfangen wolle, setzte sie eines ihrer Lebensmottos entgegen: Die Wege entstehen beim Gehen. Sie arbeitete dann beim Festival „Sommerszene“ in Salzburg mit und konnte dort ihre zweite Leidenschaft – Film – einbringen. Nach einem Jahr in New York wurde sie freie Mitarbeiterin beim ORF und baute ab 1997 die Spartensender TW1 und ORF III mit auf. Die beste unter ihren vielen „Produktionen“ sei ihr heute 10-jähriger Sohn Leonhard, sagt sie lachend. (s. auch inpuncto)


KirchenZeitung Diözese Linz

Im Gespräch 3

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GASTKOMMENTAR Wenn man nur frech genug ist

Schlagzeilen in Österreichs Zeitungen aus den letzten Wochen.

COLLAGE: KIZ/HAFNER

Nationalfeiertag in Zeiten von Politikverdrossenheit und ramponiertem Parlamentarismus

Kränkelnde Demokratie Zum Nationalfeiertag lohnt sich ein Besuch bei der kränkelnden Demokratie. Die Befunde sind ernst: So diagnostizierte etwa Luitgard Derschmidt, damals Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich, im September eine Schädigung des Parlamentarismus. ERNST GANSINGER

Letzte Auslöser für die Sorgen um die Demokratie waren die Vorgänge im KorruptionsUntersuchungs-Ausschuss. Jugend auf Distanz. Nicht nur hierzulande kränkelt die Demokratie. So hat die FriedrichEbert-Stiftung in Deutschland bei Jugendlichen zwar politisches Interesse erhoben, gleichzeitig aber Enttäuschung über den demokratischen Alltag. Wie sich die Politik präsentiert, stößt zunehmend die Jugend ab: Laut „Jugend Trend Monitor 2012“ hält ein Viertel der österreichischen Jugendlichen alle Parteien für korrupt. Dazu ein paar kirchliche Stimmen, eingeholt von der KirchenZeitung: Verschränkte Welt. „Die Politik ist nicht erkrankt, vielmehr hat sie auf allen Ebenen sehr große Herausforderungen zu bewältigen: Die Welt ist ‚kleiner‘ geworden und alles viel verschränkter, durch neue Technologien zudem ungemein beschleunigt. Die Politik muss erst die entfesselten Finanzmärkte wieder bändigen“, sagt Pater Alois Riedelsperger SJ von der Katholischen Sozialakademie Österreich. Wenn Politik zum Machtmissbrauch verkommt, sei dies aber deutlich zu kritisieren. Machtpolitische Spiele. Stefanie Hinterleitner, ehrenamtliche Vorsitzende der Katholi-

schen Jugend OÖ, kritisiert: „Bei den meisten politischen Themen geht es nur mehr um machtpolitische Spiele und nicht mehr um die Sache oder das Thema an sich.“ Dies sei ein Grund, warum sich immer weniger Menschen politisch engagieren. Das Land brauche wieder Politiker/innen, die authentisch zu dem stehen, was sie versprechen. In den Parlamentssitzungen müssten die Volksvertreter/innen besser miteinander umgehen. Denn dort werde „nicht aufeinander gehört, sondern herumgeschrien und jede/r kann kommen und gehen wann er/sie will.“ Jedenfalls vermittle das Fernsehen diesen Eindruck. Um Demokratie voll leben zu können, müsse das Volk wieder mehr auf die Partizipationsmöglichkeit aufmerksam gemacht und dafür sensibilisiert werden. Demokratie muss erlebbar sein. „Wichtig ist das Vertrauen der Bürger/innen in ihre eigene Wirksamkeit: Zu erleben, dass Engagement, Wortmeldungen, Aktionen ernst genommen und in die politische Debatte einbezogen werden“, sagt Pater Riedelsperger. Darüber hinaus müssen an möglichst vielen gesellschaftlichen Orten demokratische Bedingungen herrschen, um Demokratie im Alltag erlebbar und immer wieder lernbar zu machen. Riedelsperger nennt transparente, funktionierende politische Institutionen und eine über jeden Zweifel erhabene Rechtsstaatlichkeit die wichtigsten strukturellen Fundamente von Demokratie. Andere Politiker/innen brauche es aber nicht. „Wohl aber müssen an Menschen, die politische Verantwortung tragen, Ansprüche gerichtet werden können: an ethischer Reflexion und kritischem Bewusstsein.“

Frank Stronach ist der beste Beweis. Wie sonst könnte ein clownesk wirkender Cowboy in einem Land wie Österreich plötzlich ernsthafte Chancen zugesprochen bekommen. Selbst seine kauderwelsch-artig vorgetragenen Phrasen schrecken nicht ab, weil immer wieder Vokabel wie Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Sauberkeit vorkommen. Vielen Landsleuten scheint das zu genügen. Eine andere Politik, das ist es, was sie zu wollen scheinen, vor allem offenbar andere Politiker. Ja, Österreichs Volksvertreter haben sich ins Out manövriert. Nicht alle, das sei ihnen ehrlicherweise zugestanden. Aber die Manövrierer stehen und standen im Licht der Medien. Die anderen müssen damit leben, mit denen in einen Topf geworfen zu werden. Der unwürdige Zirkus rund um den Korruptionsausschuss hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Das ganze Land konnte via Medien fußfrei zuschauen, wie hochkarätige Politiker und Manager den Parlamentarismus straflos an der Nase herumgeführt haben. Alles geht, wenn man nur frech genug ist, das ist die Botschaft an die Wählerschaft. Bis zum Wahltag wird das meiste davon vergessen sein, so die Hoffnung (genauso auch bei den himmelschreienden Vorgängen in Kärnten). Ja, die Demokratie wird durch derartiges Verhalten massiv geschädigt. Sie macht sich zum Gespött von Jung und Alt. Wohin das führen kann? Siehe oben: Figuren à la Stronach werden nach oben gespült.

DR. BERT BRAND-STETTER, PRÄSIDENT DER KATHOLISCHEN AKTION OÖ


4 Oberösterreich

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Auf einen BlIck

Landeshauptmann Josef Pühringer (von links), Bischof Ludwig Schwarz und Klaus Pöttinger (Industriellenvereinigung) lassen sich die biofaire Eierspeis schmecken, die ihnen eine Schülerin der HLFS Elmberg zubereitet. Land OÖ/kraml

Oberösterreicherin wird Generaloberin Salvatorianerinnen. Beim Generalkapitel in Rom wurde Sr. Edith Bramberger SDS (geb. 1953, Heimatpfarre Kleinraming) als Generalleiterin der internationalen Ordensgemeinschaft der Salvatorianerinnen (etwa 1200 Schwestern in 29 Ländern, rund 90 in Österreich) für die nächste Amtszeit 2013 bis 2019 gewählt. Sie war bereits seit elf Jahren in der Ordensleitung in Rom tätig. Das Leitungsteam verstärken vier Schwestern, unter ihnen Sr. Teresa Schlackl (Waizenkirchen). Sie lebt derzeit in der Linzer Gemeinschaft und wird nach Rom übersiedeln. Sr. Edith Bramberger, Generalleiterin der Salvatorianerinnen.

KirchenZeitung Diözese Linz

Frühstück zum Aufrütteln Am Welternährungstag, dem 16. Oktober, lud LH Josef Pühringer mit der OÖ Wirtschaftskammer, der Industriellenvereinigung und der Diözese Linz zu einem entwicklungspolitischen Frühstück in das Landhaus. „Der Welternährungstag muss für uns ein Weltaufrüttelungstag werden, wenn man bedenkt, dass täglich 7000 Kinder an Unterernährung sterben“, betonte Pühringer. An die Unternehmer gerichtet meinte

er: „Ich betrachte die Wirtschaft als wichtige Partner für die Entwicklung. Wer in den Ländern des Südens etwas bewegen will, kommt an wirtschaftlichen Investitionen nicht vorbei.“ Gunter Schall von der Austrian Developement Agency wies auf die finanzielle und logistische Unterstützung hin, die der Staat heimischen Unternehmen beim Aufbau von Wirtschaftspartnerschaften in Entwicklungsländern bietet. j.w.

Der Oberösterreicher P. Andreas Schöggl LC ist Territorialoberer der Legionäre Christi

Kilometer für das Reich Gottes Von Irland bis Polen – neun Länder in Westund Mitteleuropa umfasst die Ordensprovinz der Legionäre Christi, der P. Andreas Schöggl aus Altenberg als Oberer vorsteht. Nachdem er 15 Jahre in Rom studiert und gearbeitet hatte – fünf Jahre davon im Staatssekretariat, ist P. Andreas Schöggl seit April 2012 Territorialverantwortlicher seines Ordens, der Legionäre Christi, und reist kreuz und quer durch Europa. „Ich habe schon aufgehört die Fahrten und Flüge zu zählen“, meint er schmunzelnd. Zum Interview mit der KiZ kam er von Irland, wo er einen Einkehrtag geleitet hatte. In Linz hielt er einen Vortrag, traf kurz seine Familie, hatte ein Gespräch mit dem Bischof – und nach nicht einmal 24 Stunden in der Heimat ging es weiter nach Polen. Allein im Oktober hat er in acht Ländern Termine wahrzunehmen. Dass er fünf Sprachen fließend spricht, hilft dem Absolventen des Gymnasiums Petrinum (Matura 1993) natürlich bei seiner Aufgabe: neben Deutsch beherrscht er Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch. „Latein

geht auch“, meint er. Ungarisch und Polnisch kann er so, dass er bei den Gottesdiensten konzelebrieren kann. Geistliches Leben. Zur internationalen Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi mit weltweit 900 Priestern und 2000 Seminaristen, gehören in der Provinz West- und Mitteleuropa 55 Priester, 30 Männer in Ausbildung, vierzig gottgeweihte Frauen (Ordensfrauen vergleichbar) und die kirchliche Gemeinschaft „Regnum Christi“. Die wichtigste Aufgabe von P. Andreas besteht in der Begleitung der Ordensmitglieder: „Ich versuche darauf zu achten, dass sich das Leben und die Arbeit aller aus der Spiritualität des Ordens nähren. Und dass sie in ihren internen und pastoralen Aufgaben gut eingesetzt sind.“ Die Legionäre Christi in OÖ. Die Legionäre Christi wurden 1941 von P. Marcial Maciel (1920 – 2008) in Mexiko gegründet mit dem Ziel, das Reich Gottes zu verbreiten. „Christus kennenlernen, ihn lieben lernen und weitergeben“, erklärt P. Andreas die christusbezo-

P. Andreas Schöggl LC. KIZ/jw

gene Spiritualität der Legionäre. Ihre Aufgabe sehen sie darin, Menschen zu helfen, ihren Glauben zu vertiefen und sie in ihrem Apostolat, das ganz unterschiedliche Formen haben kann, zu unterstützen. In Mexiko, einem Zentrum des Ordens, betreiben sie z.B. Universitäten und Schulen, und betreuen dort 70.000 Jugendliche. In Österreich haben die Legionäre in Wien eine Niederlassung, sind aber auch in Linz und Salzburg tätig: bei Haus-Bibelkreisen, bei Einkehrtagen oder Sommerlagern. In der Diözese Linz hilft seit Kurzem ein Legionär als Teilzeit-Jugendkaplan in Asten, erzählt P. Andreas. An eine Niederlassung in Oberösterreich ist derzeit nicht gedacht. Im September ist übrigens Klemens Langeder aus Münzbach in das Noviziat der Legionäre Christi eingetreten. Josef Wallner


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Notizen

Österreichs weiterhin unverständlicher Umgang mit Asylwerber/innen

Abschieben der Verantwortung Integrationswillig. Elsa Achmedova ist 2009 aus Tschetschenien geflüchtet. Sie lebt in einem Asylwerberheim in Oberkappl. Nun droht ihr die Abschiebung. Wiederholt hat das Militär die Familie bedroht. Ihr Mann wurde 2002, als sie im vierten Monat schwanger war, von vermummten Personen blutig geschlagen und verschleppt. Dasselbe Schicksal erlitten sein Vater und andere Familienmitglieder. Elsa Achmedova ist gut ausgebildet: Gymnasium, Kindergartenpädagogik, dann war sie als Volksschullehrerin tätig. Sie hat jahrelang ihre bettlägrige Großmutter gepflegt und würde in Österreich gerne als

Krankenschwester oder Altenpflegerin tätig sein. Sie nahm heuer an einem Deutschkurs teil und im Frauentrainingszentrum Rohrbach am Seminar „Vielfalt – Nutzen – Lernen“. Derzeit besucht sie den Deutsch-Integrationskurs II. Viele Menschen setzen sich für Frau Achmedova ein, schreiben Briefe an die österreichische Regierung, geben ihr kostenlosen Deutschunterricht. Minderjährige. Schockiert über die Bilder aus der FlüchtlingsErstaufnahmestelle in Traiskirchen zeigten sich dieser Tage Caritas, Diakonie und SOS-Kinderdorf. Im Lager befinden sich

Kinder als Unfallopfer Zwischen Oktober und Dezember 2011 wurden in Oberösterreich 113 Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt. – So viele wie in keinem anderen österreichischen Bundesland. – Gerade in der dunklen Jahreszeit ist die Unfallgefahr erhöht, warnt der Verkehrsclub Österreich VCÖ.

Von Abschiebung bedroht: Elsa Achmedova

Heindl

derzeit 600 Kinder und Jugendliche, einige von ihnen sind jünger als 14 Jahre. Sie sind alleine nach Österreich gekommen. In Traiskirchen fehlen eine angemessene Betreuung, die Möglichkeit, Deutsch zu lernen oder zur Schule zu gehen. Der Tagesablauf ist ungeregelt.

Wirtschaftspräsident und Wirtschaftsbischof wollen Halt und Orientierung bieten

Gemeinsame Vorstellungen Wirtschaftsbischof Dr. Alois Schwarz und der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Christoph Leitl, haben eine Erklärung zur Aufgabe von Kirche und Wirtschaft verfasst.

der Wohlstand gesichert werden, auch die Werte sollen bewahrt werden, ohne die entwicklungspolitische Verantwortung preiszugeben.

ernst gansinger

In dieser Erklärung sprechen sie die Sorge von Kirche und Wirtschaft an, „dass die Politik es noch nicht geschafft hat, der Spekulation im internationalen Finanzwesen mit wirksamen Regeln und Kontrollen zu begegnen“. Spekulation, so halten sie fest, verursacht gewaltige volkswirtschaftliche und persönliche Schäden und führe zu Unsicherheit und Krisen. Schwarz und Leitl setzen sich für die Priorität von Aus- und Weiterbildung ein sowie für die Entfaltung der Kreativität und Begabungen der Bürger/innen. Niemand dürfe vorzeitig aus dem Bildungsprozess ausscheiden, schreiben sie. (Präsident Leitl hat am 22. Oktober den „Bürgerpreis des Europäischen Parlaments“ erhalten. In der Dankrede sprach er sich für größtmögliche Anstrengungen aus, um das Ziel „Halbierung der Jugendarbeitslosigkeit“ bis 2019 zu erreichen.) In einem dritten Punkt sprechen sich Schwarz und Leitl für ein Europa aus, das sich stärker auf die Gemeinsamkeiten besinnt. Es soll nicht nur

Zu den ersten Aktivitäten des Armutsnetzwerkes gehörte der Armutsmarsch im Jahr 1998. Wohnungslosenhilfe/

Seit 15 Jahren Einsatz gegen Armut Vor 15 Jahren wurde in Vöcklabruck das Armutsnetzwerk afür Menschen gegründet, die von Armut betroffen sind. Ein Motto des Netzwerkes, dem das Sozialzentrum, die Volkshilfe, die Betriebsseelsorge, pro mente, Gewerkschaft, Pfarren, Franziskanerinnen, Streetwork und Regionalcaritas angehören, lautet: „Wer von Armut spricht, darf vom Reichtum nicht schweigen!“

Ältere Beschäftigte Ein „Bonus-Malus-System“ zur besseren Beschäftigung von älteren Arbeitnehmer/innen schlägt AK-Vizepräsident Helmut Feilmair (ÖAAB) vor. Österreich liegt weit hinter dem OECD-Durchschnitt, wenn bei uns nur 57,1 Prozent der 50- bis 64-Jährigen beschäftigt sind. In den OECDLändern sind es 61,2 Prozent. Für Feilmair ist diese Statistik ein Beweis dafür, dass ältere Arbeitnehmer/innen am österreichischen Arbeitsmarkt fast unvermittelbar sind. Notfalls sollen Ausgleichszahlungen korrigierend wirken: Wer nicht bereit ist, ältere Arbeitnehmer/innen zu beschäftigen, müsse höhere Beiträge leisten.

Alter(n) mit Zukunft Das Projekt AFTER.WORK will das Potenzial älterer Menschen in der Freiwilligenarbeit schätzen und nutzen. Wer im beruflichen Ruhestand ist und sich weiterhin für die Gesellschaft einsetzen will, soll sinnvolle Betätigungsfelder finden, sagt Landeshauptmannstellvertreter Josef Ackerl. Das Unabhängige LandesFreiwilligenzentrum ULF unterstützt die Suche nach solchem Engagement. Die älteren Menschen sollen noch angesprochen werden, bevor sie in Pension gehen. XX Beim Symposium „Alter(n) mit Zukunft“ erfahren oö. Unternehmen, die das soziale Engagement ihrer älteren Mitarbeiter/innen fördern möchten, Umsetzungsmöglichkeiten: 19. November, 9 bis 16.30 Uhr, Arbeiterkammer Linz.


Monika Gschaider und Margarete Schlosser helfen geflüchteten Kindern und Jugendlichen, ihren Platz in Schule und Berufsleben zu finden. Im vergangenen Mai wurden sie mit dem Solidaritätspreis der KirchenZeitung ausgezeichnet. Christine Grüll

Edris, Sohn eines Warlords, konnte nicht in die Schule gehen. Sein Vater kontrollierte als Kriegsherr ein Gebiet in Afghanistan. Geld für die Schule gab es nicht. Vor zehn Jahren kam er nach Österreich und holte seine Schulbildung nach. Heute schickt er regelmäßig Geld nach Hause, damit seine beiden Schwestern die Schule besuchen können. „Er hat es geschafft“, sagt Monika Gschaider und freut sich noch immer über den Lernerfolg ihres Schützlings. „Manche Lehrer glauben, die Flüchtlingskinder sind faul. Dabei ist es die Fülle, die auf sie einstürzt.“

Eine starke Starthilfe Flüchtlinge in Ottensheim. Seit 2003 unterstützt Monika Gschaider in Ottensheim Kinder und Eltern mit Migrationshintergrund. Sie begleitet sie in der Schule und bei Behördengängen – bis nach Wien –, organisiert Spenden und hilft bei der Integration im Ort. Die ehemalige Lehrerin konnte nach einer Gehirnblutung nicht mehr in ihren Beruf zurückkehren. Bei einem Frauenkaffee in der Pfar-

re erfuhr sie von den Sprach- und Lernschwierigkeiten der Kinder im Unterricht. Seitdem kommen jede Woche vier bis fünf Kinder und Jugendliche zu Monika Gschaider nach Hause, um mit ihr zu lernen – nachmittags, auch abends, am Wochenende und in den Ferien. Dass sie für ihren Einsatz mit dem Solidaritätspreis ausgezeichnet wurde, beschäme sie: „Mein Mann und ich bekommen so viel zurück. Die Kinder sind fröhlich, offen und voller Vertrauen. Sie wollen lernen, und das lässt mein Herz hüpfen.“ Eine Familie in Vöcklabruck. Jesika hat genug Platz in der Wohnung, um sich mit ihrem Rollstuhl zu bewegen. Sie ist gelernte Bürokauffrau, spricht mehrere Sprachen, darunter ihre Muttersprache Aramäisch, und sie sucht Arbeit. Sie musste mit ihren Eltern und ihren beiden Geschwistern aus dem Irak fliehen. Sie wurden als Christen verfolgt. Vor acht Jahren sind sie nach Vöcklabruck gekommen und haben Margarete Schlosser kennengelernt.

Monika Schlosser (links) mit Jesika und ihrem Vater Afram Mikhail. KIZ/CG

Die Kraft, zu helfen. „Wir sind zusammengewachsen“, sagt die pensionierte Lehrerin. Seit dem Tod der Mutter, mit der sie befreundet war, fühlt Margarete Schlosser sich verantwortlich für die Ausbildung von Jesika, Rebeka und Dani. „Als ich sie bei einem Frauenfrühstück in der Pfar-


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SOLIDARITÄTSPREIS 2013 Einreichungen Wann? Zum Nationalfeiertag, 26. Oktober, schreibt die KirchenZeitung den 20. Solidaritätspreis aus. Dann können der KirchenZeitung bis 15. Februar 2013 Einzelpersonen, Gruppen sowie Jugendprojekte für den Solidaritätspreis vorgeschlagen werden. Wir laden insbesondere auch die KirchenZeitungs-Leser/innen ein, uns nachahmenswürdiges Engagement zu nennen. Die Verleihung des 20. Solidaritätspreises findet am 15. Mai 2013 im Landhaus Linz statt.

Nachhilfe: Monika Gschaider (rechts) lernt beinahe täglich mit Ruhat Deutsch und Mathematik. Sie kam als Baby auf dem Rücken ihrer Mutter von Syrien nach Österreich. KIZ/LITZLBAUER

ins Leben

 Sie können formlos auf dem Postweg einreichen an: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Kennwort „Solidaritätspreis“, per E-Mail: solipreis@kirchenzeitung.at oder mit dem bei der KirchenZeitung erhältlichen Formular und natürlich auch über unsere Homepage: www.solipreis.at

Was und wer? Gerechtigkeit, Friede, Bewahrung der Schöpfung und soziales Engagement! – Nennen Sie beispielhaften Einsatz im Kleinen wie im Großen für eine friedlichere, gemeinschaftlichere und solidarische Welt. Oder schlagen Sie Menschen vor, die weit über ihre Dienstpflicht hinaus im Beruf im Sinne der Solidarität engagiert sind. Wie? Die Gesamtdotation der Preise beträgt 18.000 Euro, die auf meist neun Preisträger/innen aufgeteilt werden. Eine Jury nominiert aus allen Einreichungen (jährlich bis zu 200) die Preisträger/innen. Diese erhalten beim Fest im Landhaus am 15. Mai 2013 aus den Händen von Bischof, Landeshauptmann und Landeshauptmannstellvertreter die Auszeichnungen. Die KirchenZeitung dankt dem Land OÖ, der Diözese Linz und dem ORF OÖ für die Unterstützung: LH-Stv. Josef Ackerl trägt zur Dotation 10.000 Euro bei, von der Diözese Linz kommen weitere 8.000 Euro, LH Dr. Josef Pühringer lädt zur Feier ins Landhaus ein, der ORF ist Medienpartner.

re kennengelernt habe, dachte ich: Lieber Gott, du hast sie mir zugespielt, nun musst du mir die Kraft geben, sie zu unterstützen“, erzählt Frau Schlosser. Sie organisiert gemeinsam mit ihrem Mann Spenden und Nachhilfe, hält den Kontakt mit den Lehrer/innen und hilft bei schulischen Entscheidungen. Ihre Kraft, so sagt sie, schöpft sie aus ihrer Familie, ihrem Freundeskreis und aus der Meditation. Signale für ein Miteinander. Margarete Schlosser und Monika Gschaider haben sich erst bei der Preisverleihung im Mai kennengelernt. Beide betonen, dass sie ihren Einsatz nur mit der Unterstützung hilfsbereiter Menschen leisten können. „Ohne sie wäre das alles nicht möglich“, sagen sie und strahlen Kraft und Zuversicht aus.

Preisverleihung am 15. Mai: (v.l.n.r.) Landesrat Josef Ackerl, Monika Gschaider, Margarete Schlosser und Bischof Ludwig Schwarz. KIZ/LITZLBAUER

Die Skulptur für die Solidaritätspreisträger/innen wird von Jugendlichen der Produktionsschule factory hergestellt.


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Stenogramm „„ Vortrag in Gallspach. Zum Thema „Psychotherapie zwischen Fremdbeschuldigung und Selbstmitleid“ referierte der Psychiater Prof. Raphael Bonelli vor 400 Zuhörer/innen. Bonellis Kernaussage: Das Erkennen persönlicher Schuld ist ein wesentlicher Schritt in ein gesundes und frohes Leben. Denn nur wer die Verantwortung für sein Tun übernehme, sei in der Lage, anderen zu verzeihen, sein Leben aktiv zu gestalten und sich nicht nur in der passiven Opferrolle selbst zu bemitleiden. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Pastoralteam der Pfarre Gallspach. „„Pilgern mit etwas Luxus. Ein Schnupper-Pilgern bieten die Pilgerbegleiterinnen Maria Holzinger und Raphaela Seemann von 2. bis 4. November im Salzkammergut an. Von Ebensee beginnend wird in freier Natur der „eigene Pilgerweg“ erkundet und am Abend in 3- und 4-SterneUnterkünften übernachtet, um sich ein bisschen Luxus für den Körper und die Seele zu gönnen. Mehr Infos zu dem Pilgerangebot bei Raphaela Seemann, Regionsassistentin im Salzkammergut, E-Mail: raphaela@ eiblundseemann.at, Tel. 0664/ 134 37 97. „„Senioren: Heimatbesuch. Durch eine Initiative des neu gegründeten Fachausschusses Caritas der Pfarre Stroheim konnten die Bewohner/innen von Seniorenheimen, die aus Stroheim stammen, am 6. Oktober ihren Heimatort besuchen. 15 Bewohner/innen der Seniorenheime in Waizenkirchen, Eferding und Leumühle folgten der Einladung. Mit Privatautos und einem Behindertenbus wurden die alten Menschen von ihren Heimen abgeholt. Nach einer Rundfahrt über die Schaumburg und den Mayrhoferberg wurde dann in der Kirche eine kleine Andacht gefeiert. Anschließend waren alle zu einer Kaffeejause eingeladen.

Bruckmüller

Einfach gelungen ist das Bild, das die Kindergartenkinder von Weibern für den

Besuch von Bischof Ludwig Schwarz gemalt haben. Nachdem sie gesungen und getanzt hatten, überreichten die Kinder im Anschluss an die Kindersegnung das „Monumental“Gemälde.

„...und das Wort ist Bild geworden“ Am 18. Oktober wurde im Franziskushaus Ried das Bibel-Bilderbuch „und das Wort ist Bild geworden“ von Hans Kumpfmüller und KiZ-Chefredakteur Matthäus Fellinger vorgestellt. „Wonn zwoa, drei leid zuafelle wo beinondschdend, do bi i a scho dabei.“ Schwierigkeiten beim Lesen? Wenn Hans Kumpfmül-

Verleger Johann Hammerer und die Autoren Hans Kumpfmüller und Matthäus Fellinger mit dem Bibel-Bilderbuch in „Hochund Tiefsprache“. Hammerer

ler markante Bibeltexte ins Innviertlerische überträgt, dann gehen sie nicht so locker über die Lippen, wie man sie gewohnt ist. Man muss sich die Texte schon zusammenbuchstabieren. Aber: In Hochdeutsch stehen sie auch dabei. 36 Bibelstellen in „Hoch- und Tiefsprache“, wie Kumpfmüller sagt, werden in eindrucksvollen Bildern zum Ausdruck gebracht. Zu Zeiten, da Menschen wenig gelesen haben oder nicht lesen konnten, fand die Bibel Ausdruck in Bildern – auf Kirchenmauern, besonders eindrucksvoll etwa in den Moldauklöstern. Das war die Anregung für dieses Buch. Das Bibelbuch verwendet die Bildsprache unserer Zeit. Matthäus Fellinger hat zu den Bibeltexten und Bildern Meditationen geschrieben. Das Buch lädt zum „Betrachten“ ein. Übrigens: „& aus de buagschdom is a buidl woan“ heißt das Buch auf Innviertlerisch. Hans Kumpfmüller, Matthäus Fellinger, und das Wort ist Bild geworden, Verlag Hammerer, Ried i. I. 2012, www.hammerer.at/bibelbuch, ISBN 978-900963-68-2, Euro 27,90. Erhältlich auch im Behelfsdienst des Pastoralamtes.


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PGR-Shirts: „gemeinsam glauben leben lachen“ Leonding-St. Michael. „Weil wir eine Brückenfunktion haben zwischen der Pfarre und den Leuten“, darum möchten sich die Mitglieder des Leondinger Pfarrgemeinderates nicht verstecken und sind ab sofort mit ihren neuen T-Shirts bei allen Veranstaltungen leicht zu erkennen. Mit den roten und grauen Leibchen und dem leuchtend gelben Schriftzug möchten sie bewusst auffallen, um als Ansprechpartner in Sachen Pfarre wahrgenommen zu werden. Der Aufdruck „gemeinsam glauben leben lachen“ neben dem PGR-

Symbol auf der Vorderseite und „für dich da – dein PGR-Team“ am Rücken ist ein Signal dafür, was sich in der Pfarre tut und dass man diese positive Stimmung auch gerne nach außen kommunizieren möchte. „Das stärkt auch noch einmal unser Team-Gefühl. Wir haben schon viele tolle Reaktionen“, freuen sich die Pfarrgemeinderäte rund um Pfarrer Kurt Pittertschattscher. b.h. So lustig kann Pfarre sein. Das Leondinger PGR-Team freut sich über die neuen T-Shirts. pfarre

Es tut sich wieder was im Ruflinger Dorfstadl Mehr als 4200 unentgeltliche Arbeitsstunden haben die Pfadfinder/innen und viele fleißige Helfer/innen seit Februar geleistet: Am 14. Oktober strahlte der neu renovierte Ruflinger Dorfstadl im hellen Sonnenlicht. Entsprechend groß war der Andrang bei der Einweihung im Gottesdienstraum, dem ehemaligen Kuhstall des Joklikhauses. Im Anschluss an den Festgottesdienst wurden die Räumlichkeiten besichtigt und man genoss im Innenhof ein gemütliches Beisammensein bei

Gottes Wort für Kinder

Speis und Trank. Der Dorfstadl beherbergt im Osttrakt Stadl und Kapelle für Gottesdienste der Pfarre Leonding, sowie Räume für die Ministrant/innen, Senior/innen, Kath. Aktion, Männerchor und Bildungswerk sowie den Kulturverein RuKuKu, die auch für diverse Veranstaltungen angemietet werden können. Im Westtrakt freuen sich etwa 160 jugendliche Mitglieder der Pfadfinder über ihre neu renovierten Gruppenräume. b.h.

Beliebt sind die Kinder-WortGottes-Feiern in der Pfarre Ungenach. 32 Kinder kamen erst kürzlich mit ihren Eltern in den Turnsaal des Kindergartens, um vom großen Wert der Freundschaft zu hören. Teilen, mitein-

ander spielen, dem anderen zuhören, freundlich sein – dann kann man richtig gute Freunde finden! An je einem Sonntag im Monat finden die Kinder-Wort-GottesFeiern statt. Drei junge Mütter

bereiten diese Gottesdienste mit viel Freude vor. Ihnen ist es ein großes Anliegen, dass die Kinder die Texte der Bibel kindgerecht hören, ihre eigenen Lieder singen und in ihrer eigenen Sprache beten.


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Bischofssynode in Rom – eine Zwischenbilanz

Ohne Freude steckt die Botschaft niemanden an Er ruft die Kirche dazu auf, ohne Angst die heutige Zeit mit all ihren Wirklichkeiten in den Blick zu nehmen „und zu umarmen“. Dann „wird der christliche Glaube den Zauber seiner Anziehungskraft wieder voll entfalten können“ – Bischof Ägidius Zsifkovics. Wir baten ihn um eine Zwischenbilanz zur Bischofssynode, die vom 7. bis 28. Oktober über das Thema „Neuevangelisierung“ berät. Interview: Hans Baumgartner

Sie nehmen zum ersten Mal an einer Bischofssynode teil. Was hat Sie bisher am meisten beeindruckt?

Bischof Zsifkovics: Die Internationalität und die weltkirchliche Erfahrung. Man erlebt atmosphärisch die Kirche in all ihrer gedanklichen und sprachlichen Vielfalt – in der Synodenaula bei den Wortmeldungen der Bischöfe, in den Sprachzirkeln, wo intensiv zu speziellen Fragen gearbeitet wird, aber auch in der persönlichen Begegnung mit den anderen Bischöfen in den Pausen. Und man erlebt diese Vielfalt in der Einheit des Nachfolgers des Apostels Petrus. Der Heilige Vater nimmt regelmäßig an den Sitzungen der Synode teil. Es ist ein bewegendes, ein beglückendes Erlebnis! Bei dieser Vielzahl an Wortmeldungen – welche haben Sie am stärksten beeindruckt bzw. zum Nachdenken angeregt?

Es waren mehrere, die bei mir tiefen Eindruck hinterlassen haben. Ein Kardinal etwa knüpfte in seiner Wortmeldung an die Apostelgeschichte an. In einer innerkirchlichen Situation, in der viele verkrampft nach Patentlösungen suchen, erinnerte er schlicht und einfach an den christlichen Kern. Daran, dass die Lehre der Apostel, das Brotbrechen, die kirchliche Gemeinschaft und das Teilen die eigentliche Methode der Neuevangelisierung sind. Wenn das auf allen Ebenen der Kirche gelebt wird, ist die Kirche als Einheit in der Vielfalt möglich. Es war zu lesen, dass immer wieder auf die Wichtigkeit der Pfarren verwiesen wurde …

Es war beeindruckend, wie wiederholt die Pfarreien, aber auch die Familien als zentrale Orte der Neuevangelisierung hervorgehoben wurden. Hier geschieht ja die erste Einführung in den Glauben.

Besonders bedeutend war für mich dann, dass ein Bischofskollege geformte Laien als einen großen Schatz der Kirche in der Weitergabe und Bezeugung des Glaubens genannt hat. Er erinnerte daran, dass beide Heilige seiner noch relativ jungen Diözese Laien waren. Das ist für mich ein Umstand, der der Kirche helfen wird, alte Dünkel zu überwinden und die Würde und unverzichtbare Verantwortung der Laien in der Kirche zu erkennen und auch praktisch umzusetzen. Abschließend möchte ich noch zwei einfache, aber essentielle Wortmeldungen aus der Synode erwähnen. Ein Bischof sagte, dass ohne Freude die christliche Botschaft nicht ansteckend ist. Seien wir ehrlich: Strahlen die Kirche und ihre Priester immer jene Freude aus, die der Glaube an Christus, den Retter und das Licht der Welt, eigentlich geben müsste? Das wage ich zu bezweifeln! Und der zweite Gedanke: Wir sollen keine Angst haben, die Zeit annehmen, sie läutern und leben. Ohne Panik. In Gelassenheit und christlichem Optimismus. Wissend, dass es nicht „unsere“ Kirche im Sinne eines Besitzverhältnisses ist, sondern die des Herrn. Die Frage der „Neuevangelisierung“ stellt sich in sehr unterschiedlichen kulturellen, politischen, sozialen oder kirchlichen Kontexten: Gibt es so etwas wie ein gemeinsames „Bündel“ an Problemen und Perspektiven?

Eines sagen alle: Die Neuevangelisierung muss bei den Evangelisierern selbst, also bei den Bischöfen, Priestern, Ordensleuten und Laien beginnen. Dabei ist der persönliche Bezug zu Christus wesentlich, der fortwährend auf einem persönlichen Weg der Läuterung stattfindet, wenn er ehrlich ist. Das spielt hinein in die Ausbildung in den Priesterseminaren, betrifft aber im selben Maße die Laien als Katecheten, als Pastoralassistenten, Religionslehrer, Pfarrmitarbeiter etc. – wir alle müssen den persönlichen Bezug zu Christus

haben und halten und in unserer Kirche und in unserem Glauben zuhause sein. Ein Bischof forderte, dass Bischöfe und Priester ihr eigenes Leben überprüfen müssen mit Blick auf einfachen Lebensstil, Demut und Hingabe. Er plädierte für ein Wiederfinden der Geistlichkeit und der Glaubwürdigkeit priesterlicher Existenz. Das ist auch meines Erachtens der einzig richtige Weg! Ein anderer Kollege hat ihn in eine Formel mit den drei „S“ gegossen: Seminarien – Selbstreflexion – Stille! Ein zweites Thema, das immer wieder als gemeinsame Perspektive auftaucht: Die Familie und die Pfarre! Ein Bischof sagte erst gestern: Die Pfarre und die Familie sind das Herz und die Zelle der Weltkirche, nahe am Menschen, weshalb es ureigenstes Anliegen der Pfarre sein muss, sich um die Katechese und den Sonntagsgottesdienst zu kümmern. Wie wichtig es dabei ist, dass die Pfarrer neue Freude am Glauben finden, braucht nicht erwähnt zu werden. Zeichnet sich schon so etwas wie eine „Strategie“ zur Neuevangelisierung ab?

Worüber sich ebenso alle einig sind: Es gibt keine „Strategie“, kein „Programm“, kein „Marketing“, keinen „Masterplan“ einer Neuevangelisierung! Wer auf so etwas wartet, wird enttäuscht werden. Es geht darum, in der heutigen Zeit die Einfachheit des Glaubens neu auszusagen und in der Christusbegegnung neu zu verwurzeln. Hilfe dabei sind die Liturgie, die Verkündigung, die Sakramente, die christliche Caritas. Doch es braucht im 21. Jahrhundert sicher einen neuen, vertieften Blick auf Jesus Christus, wie ich in meiner Intervention vor der Synode betont habe. Dazu habe ich das Vermächtnis des Jesuiten Teilhard de Chardin in Erinnerung gerufen. Erst wenn eine menschliche Kirche in der Nachfolge Christi die Menschen wieder im Kontext ihrer unmittelbaren Lebenswirklichkeiten persönlich und emotional erreicht,


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Thema 11

25. Oktober 2012

wird die heutige Unfruchtbarkeit der Evangelisierung beendet sein. Erst wenn die Kirche wieder beginnt, in ihrem Dienst, ihrem Tun und Sagen alle Themen und Wirklichkeiten des Menschen, auch die Wissenschaft, zu umarmen, wird der christliche Glaube den Zauber seiner Anziehungskraft wieder voll entfalten können. Diese heutige Zeit birgt in meinen Augen die reelle Chance, das unermessliche Potential suchender, ringender und hoffender Menschen im christlichen Glauben zu aktivieren. Dazu muss die Neuevangelisierung auch die von den meisten Bischöfen betonte interreligiöse und ökumenische Dimension voll entfalten. Die Bischöfe sind sich einig, dass dieser Prozess begleitet sein muss von viel intensiveren Katechumenaten und Einführungen in den Glauben und seine Themen. Denn ein Glaube ohne Inhalt ist wie ein Organismus ohne stützendes Skelett: schwammig und schwabbelig! Zuletzt sind sich die Bischöfe einig, dass Schluss sein muss mit internem Hickhack und strukturellen Streitereien. Ich darf daran erinnern, dass heute in manchen Ländern dieser Welt Christen für ihren Glauben zu sterben bereit sind, während in der westlichen, zumal mitteleuropäischen Welt auf hohem Niveau gejammert wird. Das Evangelium ist aber keine Sitzordnung, sondern Wegweisung! Wir alle – Priester und Laien – müssen zusammenrücken (ohne dabei auf unseren Sesseln kleben zu bleiben!) und wieder sehen lernen, worauf es wirklich ankommt! Sie leiten die deutsche Sprachgruppe: Hier scheint doch viele die Frage zu bewegen, wie man bei sinkender Priesterzahl und immer größeren „Pfarreinheiten“ eine menschennahe Evangelisierung machen kann. Zeichnen sich da neue Wege ab (etwa in der Einbindung von Laien und Frauen, speziellen Beauftragungen etc.)?

Diese Fragen werden in den Sprachgruppen und Diskussionsrunden eingehend erör-

Ägidius J. Zsifkovics, der dienstjüngste Diözesanbischof (Eisenstadt), vertritt die Kirche Österreichs im Auftrag der Bischofskonferenz bei der Bischofssynode in Rom. Rupprecht

tert. Wie zu diversen anderen Themen werden auch hier Propositiones erarbeitet, die dann zur weiteren Behandlung in die Vollversammlung eingebracht werden. Es ist ein noch andauernder Prozess, dem ich nicht vorgreifen kann.

trägt, kann die Kirche heute zu einer erweiterten, größeren Sicht der Wirklichkeit unserer Welt ermutigen und dazu beitragen, den Bruch zwischen Glaube, Wissen und Leben, aber auch Stillstände in der Laienbeauftragung und in der Ökumene zu überwinden.

Inwieweit spielt das II. Vatikanische Konzil auf Welche Impulse nehmen Sie nach Hause mit? der Synode inhaltlich eine Rolle? Werden gewisDen Impuls der Selbstevangelisierung. Ein jese Dokumente, gewisse Aussagen deutlich Das Evangelium ist keine Sitzordnung, sondern eine Wegweisung. angesprochen? Wir müssen zusammenrücken und schauen, worauf es ankommt.

Der Geist des Konzils ist überall spürbar, er ist gewissermaßen der Geist, der über den Wassern dieser Synode schwebt. Es ist bezeichnend, dass die Synode gleichzeitig mit dem Konzilsjubiläum stattfindet. Dies kommt auch in unzähligen offiziellen Wortmeldungen von Bischöfen zum Ausdruck. Ich persönlich habe die Synode an „Lumen Gentium“, die Pastoral-Konstitution des Konzils, erinnert, die zu uns vom Licht Christi spricht, in dem „der Schlüssel, der Mittelpunkt und das Ziel der ganzen Menschheitsgeschichte gegeben ist“. Dieser Gedanke und Geist, der die Handschrift Teilhards

der einzelne von uns muss bei sich selbst anfangen und die Frage stellen: Wie steht es um meine Beziehung zu Jesus Christus? Lebe ich so, wie er es gelehrt hat? Bin ich gut? Gehe ich gut mit meinem Nächsten um? Ich garantiere Ihnen: Wenn nur jeder zehnte Katholik sich diese Fragen stellt und zur Verhaltensänderung bereit ist, haben wir morgen eine andere Kirche! Und eine andere Welt. Mutter Teresa wurde von einem Journalisten gefragt, was sie in der Kirche ändern würde. Ihre Antwort: „Sie und mich!“ Wenn wir dazu bereit sind, haben wir schon gewonnen!


12 Panorama stenogramm n Schutzhaus. Sechs Frauenorden haben vergangene Woche in Wien ein Schutzhaus für Frauen, die Opfer von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung geworden sind, eröffnet. Geleitet wird das Haus, in dem

Sr. Anna Mayrhofer steht Opfern von Menschenhändlern bei. Orden

25. Oktober 2012

Margit Hauft im Vorstand der Laieninitiative

Reformbewegungen stellen Weichen Margit Hauft soll künftig die Laieninitiative in Österreich leiten. Die Pfarrerinitiative erweiterte ihren Vorstand. Margit Hauft, die langjährige Präsidentin der Katholischen Aktion in Oberösterreich und bis Frühjahr 2012 auch Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung in Österreich, wurde am 15. Oktober in den Vorstand der Österreichischen Laieninitiative gewählt. Im Jänner 2013 soll sie bei der Generalversammlung auch als Vorsitzende vorgeschlagen und somit Nachfolgerin von Herbert Kohlmaier werden. „Die Anliegen der Intitiative sind immer schon auch meine Anliegen gewesen“,

acht Frauen Zuflucht finden können, von der Sozialarbeiterin und Franziskanerin Anna Mayrhofer. Sie kritisiert, dass in Österreich gegen Menschenhändler kaum vorgegangen werde. u Siehe auch „inpuncto“ hellwach

„„ Entwicklungspolitik. Während Finanzministerin Maria Fekter in ihrer Budgetrede den nun doch nicht weiter gekürzten Beitrag zur Entwicklungshilfe als „Gebot der Menschlichkeit“ bezeichnete, setzten die Hilfsorganisationen ihre Kritik mit einer Aktion vor dem Parlament fort. Der evangelische Bischof Michael Bünker warf der Regierung angesichts der Tatsache, dass jeder achte Mensch weltweit an den Folgen von Hunger und Mangelernährung leide, eine „Wurschtigkeitspolitik“ vor. Man möchte nun versuchen, möglichst viele Abgeordnete persönlich von einer Änderung der österreichischen Entwicklungspolitik zu überzeugen. „„ Heilige Indianerin. Am Sonntag der Weltmission hat Papst Benedikt die erste Indianerin Nordamerikas, Kateri Tekakwitha (1656–1680), die „Lilie der Mohawks“, heiliggesprochen. Sie lebte in der Nähe von Mont-real und kümmerte sich vor allem um Alte, Kranke und Kinder. Ebenfalls heiliggesprochen wird die bayerische Dienstmagd, Mystikerin und „Trösterin“ Anna Schäffer (1882–1925).

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Margit Hauft strebt mehr Gemeinsamkeit bei Kirchenanliegen an. kfb

Martin Schenk ist stv. Leiter der evangelischen Diakonie und Mitarbeiter in der Österreichischen Armutskonferenz, die diese Woche in Salzburg tagt. KIZ/A.

erklärte Hauft gegenüber der KirchenZeitung. Hauft stellt ein enormes Interesse an Kirchenthemen auch außerhalb der Kirche fest – und das Gespräch mit solchen Gruppen will sie verstärkt suchen. In Reformanliegen will sie mit der Pfarrerinitiative, aber auch mit der Katholischen Aktion eng zusammenarbeiten. „Uns allen ist klar, dass es so bald keine Priesterweihe für Frauen geben wird“, meint sie. „Wir alle haben unser Hinterland, es gibt gemeinsame Anliegen – und diese gilt es zusammenzuführen.“ Ihre Position den Bischöfen gegenüber sieht die Welserin durch die neue Funktion nicht verändert: „Meine Überzeugungen haben sich ja nicht geändert“, sagt sie. Pfarrerinitiative tagte in Linz. Am Sonntag, 21. Oktober, wählten rund 100 der 427 Mitglieder der österreichischen Pfarrerintiative ihren Vorstand neu. Helmut Schüller wurde als Vorsitzender bestätigt. Der Vorstand wurde auf 18 Mitglieder erweitert, Seelsorger aus allen Diözesen sind nun vertreten. Inhaltlich blieb die Initiative bei ihren bisherigen Forderungen. Statt des Begriffes „Laien“ will die Initiative künftig lieber von „Kirchenbürgern“ reden. Besonders drängt die Pfarrerinitiative darauf, dass auch Menschen in zweiter Ehe die Kommunion empfangen dürfen. Helmut Schüller sprach von „Ungehorsam aus Liebe zur Kirche“, Glaube und Reform wären kein Widerspruch.

Soziale Investitionen rechnen sich

Jägerstätter und das II. Vatikanum

Die gesamte Gesellschaft in Österreich würde davon profitieren, wenn die Politik im Sozialbereich mehr investieren würde. Der Sozialexperte der evangelischen Diakonie, Martin Schenk, wies darauf hin, dass die wachsende Ungleichheit (Bericht der Nationalbank über Einkommen und Vermögen) der gesamten Gesellschaft teuer zu stehen komme. So etwa kosten die 10.000 Jugendlichen, die jährlich ohne Schulabschluss bleiben, im Laufe ihres Lebens der Gesellschaft ca. drei Milliarden Euro. Deshalb wären höhere Investitionen in Bildung, Pflege oder Integration bei gleichzeitig höherer Besteuerung des Überflusses sinnvoll.

Auf den Einfluss des Zeugnisses des Innviertler Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter auf die Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils hat kürzlich der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer hingewiesen. Dass die Anerkennung des Gewissens in Bezug auf die Kriegsdienstverweigerung in der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ festgehalten und Menschen, die sich verbrecherischen Befehlen widersetzen, höchste Anerkennung gezollt wurde, gehe auf das Beispiel Jägerstätters zurück. Das Ehepaar Jean und Hildegard Goss hatte in diesem Anliegen intensive Lobbyarbeit geleistet und mit 200 Konzilsvätern gesprochen.


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Panorama 13

25. Oktober 2012

Malala Yousafzai wurde in Pakistan zur „Ikone“ der Hoffnung. Seit Tagen beten und protestieren Zehntausende für sie und ihre Anliegen.

reuters

Malala: ein blutiger „Weckruf“ Der Ministerpräsident besuchte sie zwei Mal im Krankenhaus; der Armeechef nannte sie eine „Ikone der Tapferkeit und der Hoffnung“ – die 14-jährige Pakistani Malala Yousafzai. Am 9. Oktober stoppten radikalislamische Taliban in Mingora den Schulbus, fragten nach Malala und schossen ihr in den Kopf. Derzeit wird sie im Queen Elizabeth Hospital in Großbritannien behandelt. Bereits vor drei Jahren hatte Malala begonnen, in einem eigenen Blog gegen den Terror der Taliban gegen Mädchenschulen im Swat-

Tal im Nordwesten Pakistans anzuschreiben. Für ihren mutigen Einsatz für Schulbildung von Mädchen wurde sie mit dem ersten Friedenspreis der pakistanischen Regierung ausgezeichnet. Eine Fernsehdokumentation, die ihre Ängste, aber auch ihren Mut und ihre Hoffnungen zeigte, mit denen sie an der Seite ihres Vaters, der eine Mädchenschule führt, für die Bildung von Frauen kämpfte, machte sie landesweit bekannt. Seit dem Attentat auf sie versammeln sich an vielen Orten in Pakistan Tausende Menschen, um für Malala zu

Bischöfe wollen gegen „kreuz.net“ vorgehen

Gedenkstätte für „Völkermord“-Opfer

Die deutsche Bischofskonferenz hat „juristische Maßnahmen“ gegen das ultrakonservative InternetPortal „kreuz.net“ eingeleitet. Der Sekretär der Bischofskonferenz, P. Hans Langendörfer, sprach sich für „ein rasches Ende“ des Portals aus. Zur Behauptung von „kreuz. net“, es werde von (bislang anonymen) kirchlichen Dienstnehmern aus Deutschland und Übersee betrieben, meinte Langendörfer, das wäre dann eine „ungeheure Pflichtverletzung“. Die für ihre Ausfälligkeiten gegenüber Juden, Muslimen und Homosexuellen bekannte Plattform hat durch hämische Tiraden zum Tod des homosexuellen Schauspielers Dirk Bach erneut heftige Proteste ausgelöst.

Im evangelischen Luisenfriedhof in Berlin soll bis 2015 eine Gedenkstätte errichtet werden, die an die rund drei Millionen armenischen, aramäischen (syrisch-orthodoxen) und griechischen Christen erinnert, die in der Türkei zwischen 1912 und 1922 durch Massaker, Todesmärsche und Zwangsarbeit ums Leben kamen. Vergangene Woche fand eine „Weihefeier“ für jenes Grundstück statt, an dem die drei betroffenen Kirchen ein gemeinsames Zeichen des Gedenkens setzen wollen. Bis heute werden von der offiziellen Türkei die von den damals führenden politischen Kräften (Jungtürken und Kemalisten) zu verantwortenden Verbrechen bestritten.

beten und ihren Kampf gegen die frauenverachtenden Islamisten zu unterstützen. In seinem jüngsten Bericht über die Religionsfreiheit 2012 hat das Hilfswerk „Kirche in Not“ auf die wachsende Gefährdung des Religionsfriedens durch islamische Extremisten hingewiesen. Betroffen seien davon vor allem Christen (in Nigeria, Mali, Kenia u. a.), aber auch gemäßigte muslimische Bevölkerungsgruppen. Positiv vermerkt der Bericht, dass das Bewusstsein für das Recht auf Religionsfreiheit weltweit steige.

weltkirche „„ Reformer zum Konzil. Zu einer „konziliaren Versammlung“ trafen sich vergangene Woche 500 Vertreter/ -innen von 30 deutschen katholischen Reformgruppen in Frankfurt. Thema war der Aufbruch aus „kirchlicher Erstarrung“ in der eigenständigen Fortführung der Neuerungen des II. Vatikanums. „„ „Papst“-Wahl. Die koptische Kirche hat die Wahl des Nachfolgers für den am 17. März verstorbenen Papst Schenuda III. vom 2. Dezember auf 4. November verlegt. n Romero-Pilgerweg. In El Salvador wurde ein zweitägiger Pilgerweg entlang der Wirkstätten des 1980 ermordeten Erzbischofs Oscar A. Romero eröffnet. Der Präsident des Landes bezeichnete den Weg als Tribut an den mutigen Kämpfer für Gerechtigkeit und Frieden. KIZ/A.


Man kann sich mit ihm über alles unterhalten Beten – für manche ist das einfach. Für viele nicht. Sie suchen und ringen oder verlieren das Gebet überhaupt in ihrem Alltag. Auch Teresa von Avila musste erst ihren Weg finden. Nach einer langen Reise durch eher dürres Land entdeckte sie das Gebet als freundschaftliches Zusammensein mit Jesus.

haben schon verschiedene Weisen des Betens ausprobiert, aber keine hat sich im Alltag durchgehalten. Sie suchen immer noch „ihre Art“ des Betens. Wieder andere leiden unter dem Anspruch, beten zu „sollen“ (z. B. weil sie einen kirchlichen Beruf ausüben), sie spüren jedoch kein Verlangen danach.

Dr. Anna Findl-Ludescher

Kopf und Herz. Diese Bet-Suche ist keine einfache Sache und vor allem ist es keine Nebensache. Teresa von Avila erzählt anschaulich von ihrer Suche: In ihrem Kloster war es üblich, mit dem Verstand zu beten (das

Immer wieder erzählen mir Menschen von ihrer Mühe mit dem Beten. Die einen kennen die Sehnsucht, wissen aber nicht wie; andere

„Am meisten aber sagte es mir zu, mir ihn betend im (Ölberg-)Garten vorzustellen.“

Teresa von Avila (1515–1582) KIZ/KHM

„Meine Gebetsweise war folgende: Da ich mit dem Verstand nicht nachsinnen konnte, befliss ich mich, mir Christus als in mir gegenwärtig vorzustellen, und zwar war es mir bei der Vorstellung jener Geheimnisse am wohlsten, bei denen ich ihn mehr einsam sah. Mir schien es, als würde er, da so einsam und betrübt, mich umso lieber in seiner Nähe dulden, wie jemand, der des Trostes bedarf. … Am meisten aber sagte es mir zu, mir ihn betend im (Ölberg-)Garten vorzustellen. Hier gesellte ich mich ihm gewöhnlich bei, indem ich wünschte, ihm diesen so schmerzlichen Schweiß abzutrocknen… Ich hielt mich hier so lange auf wie meine zerstreuten Gedanken es zuließen, denn diese plagten mich in Menge. Viele Jahre habe ich meistens abends vor dem Einschlafen immer ein wenig an dieses Geheimnis des Gebetes im Garten gedacht.“ (Vida/Lebensgeschichte 9,3)

heißt einzelne Sätze und Begriffe zu reflektieren und zu meditieren). Teresa hat das lange versucht, aber keine Freude daran gefunden. Sie findet aber mit der Zeit eine andere Weise des Betens, die ihr gut tut und gut gefällt. In nur einem Satz beschreibt sie zusammenfassend, was ein langer Weg war: „Da ich mit dem Verstand nicht nachsinnen konnte, befliss ich mich, mir Christus als in mir gegenwärtig vorzustellen.“ (Vida 9,3) Kann das Beten sein? Eine Frau, die ich einige Zeit bei ihrer „Bet-Suche“ begleitet habe, hat viele verschiedene Weisen des Gebets ausprobiert. Oft war sie müde und traurig, weil sie zwar die Sehnsucht spürte, in ihrem alltäglichen Leben aber nichts durchhalten konnte: nicht das regelmäßige Meditieren, auch nicht im Gehen, nicht das Herzensgebet etc. Einmal kommt sie, glücklich, und erzählt, dass sie seit vier Wochen jeden Abend einige Zeit an einem Bild malt, immer am gleichen. Diese Momente des Malens bringen sie in Verbindung mit Gott. – Aber: kann malen beten sein? So ähnlich waren wohl die Fragen, die an Teresa gerichtet wurden: Ist „inneres Beten“ überhaupt echtes Gebet? Wer kann wissen, ob das nicht einfach eine Tagträumerei, eine Phantasiereise ist? Hartnäckig. Mit ihrer Vorstellung von Gebet provoziert sie immer wieder Konflikte,


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Glaube 15

25. Oktober 2012

Freundschaft – jemandem so nahe sein, dass man sich mit ihm, mit ihr über alles unterhalten kann und ihm oder ihr sein Herz ganz öffnen kann. Waldhäusl (2)

aber in dieser Frage ist und bleibt sie hartnäckig. Die meisten Priester ihrer Zeit waren der Meinung, dass Laien Gottesdienste und Andachten besuchen sollten und sich ansonsten beim Beten an die vorgegebenen mündlichen Gebete der Kirche halten sollten, am besten an das „Vater unser“ und das „Gegrüßt seist du Maria“. Das innere, stille Gebet war der Leitung suspekt: die Laien hatten ja keine theologische Bildung. Da war die Wahrscheinlichkeit bzw. die Gefahr groß, dass sie sich mit diesem Beten nicht mehr innerhalb der Gotteslehre der Kirche befanden. So wurde der Begriff „inneres Beten“ zum regelrechten Kampfbegriff in dieser Zeit. Teresa, die Diplomatin, die ansonsten manche Zugeständnisse an die Vorgaben der Leitung machte, blieb in diesem Punkt unerschütterlich: mündliches Gebet alleine ist zu wenig. Beten, das ist wie das Zusammensein mit einem Freund. Wie mit einem Freunde, der uns liebt. Beim freundschaftlichen Zusammensein wird allerhand besprochen (nicht immer das gleiche wiederholt) und es muss auch nicht immer geredet werden. Teresa erzählt von ihren Anfängen in diesem Beten, bei denen sie einfach in Gedanken beim Herrn dabei war im Garten Getsemane. Dies war gewissermaßen ihr Einstieg in das „innere Beten“. So oft sie diese Meditation wiederholte, sie wurde nie langweilig, nie trocken… Immer mehr

entdeckte und entwickelte Teresa dieses „innere Beten“. Sie sagte, es sei „nichts anderes als Umgang und vertraute Zwiesprache mit dem Freunde, von dem wir wissen, dass er uns liebt.“ (V 8,5). Ein anderes Mal schreibt sie über Jesus: „Man kann mit ihm umgehen wie mit einem Freunde, wie sehr er auch der Herr bleibt. … Man kann sich mit ihm einfach über alles unterhalten.“ (V 37,6) Frei und konsequent. Wenn ich Teresa mit anderen Gebetslehrern vergleiche, dann fällt mir auf, dass sie nicht streng ist und eine große Weite hat. Andere betonen oft, dass man regelmäßige Zeiten durchhalten muss, dass man mit einer bestimmten Art des Betens weiter machen muss, auch wenn man keine Freude daran empfindet. In einer Sache ist jedoch auch Teresa konsequent und hartnäckig: Wir sollen nicht aufhören, die Freundschaft mit Gott, mit Jesus zu pflegen. Und in einer Freundschaft geht es nicht nur um die eigenen Bedürfnisse! Man übernimmt gegenseitig Verantwortung. Wie diese gelebte Freundschaft dann aussieht, kann und soll unterschiedlich sein: sprechen, schweigen, nachdenken, lesen, singen, tanzen, klagen, um Hilfe bitten, zuhören und vieles mehr. Manche meinen, diese Milde sei das spezifisch Frauliche in ihrer Spiritualität. Mag sein, typisch ist auf alle Fälle ihre Überzeugung, der Kraft der Beziehung mehr zu trauen als der Kraft der Regeln.

Impuls n Meine Geschichte des Betens: eine Liebesgeschichte oder eher eine Leidensgeschichte? Gibt es markante Zeiten? Ist es ein Auf und Ab oder ein ruhiges Dahin-Fließen? n Wecken die Gedanken über das Beten eine Sehnsucht? n Die Vorstellung, befreundet zu sein mit Gott/mit Jesus – wie kommt mir das vor?


Sonntag

30. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr B, 28. Oktober 2012

Wirf den „Mantel“ weg und lauf Blind sitzt er am Straßenrand und versucht, sein Auskommen für diesen Tag zu erbetteln. Manchem ist er vielleicht nicht einmal aufgefallen. Aber als Bartimäus hört, dass Jesus vorbeikommt, beginnt er, sich bemerkbar zu machen. Und je mehr die Leute wollen, dass er Ruhe gibt, desto lauter schreit er. Diese Begegnung mit Jesus macht einen anderen Menschen aus ihm.

Evangelium

1. Lesung

2. Lesung

Markus 10, 46–52

Jeremia 31, 7–9

Hebräer 5, 1–6

Sie kamen nach Jericho. Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg.

Ja, so spricht der Herr: Jubelt Jakob voll Freude zu, und jauchzt über das Haupt der Völker! Verkündet, lobsingt und sagt: Der Herr hat sein Volk gerettet, den Rest Israels. Seht, ich bringe sie heim aus dem Nordland und sammle sie von den Enden der Erde, darunter Blinde und Lahme, Schwangere und Wöchnerinnen; als große Gemeinde kehren sie hierher zurück. Weinend kommen sie, und tröstend geleite ich sie. Ich führe sie an wasserführende Bäche, auf einen ebenen Weg, wo sie nicht straucheln. Denn ich bin Israels Vater, und Efraim ist mein erstgeborener Sohn.

Denn jeder Hohepriester wird aus den Menschen ausgewählt und für die Menschen eingesetzt zum Dienst vor Gott, um Gaben und Opfer für die Sünden darzubringen. Er ist fähig, für die Unwissenden und Irrenden Verständnis aufzubringen, da auch er der Schwachheit unterworfen ist; deshalb muss er für sich selbst ebenso wie für das Volk Sündopfer darbringen. Und keiner nimmt sich eigenmächtig diese Würde, sondern er wird von Gott berufen, so wie Aaron. So hat auch Christus sich nicht selbst die Würde eines Hohenpriesters verliehen, sondern der, der zu ihm gesprochen hat: Mein Sohn bist du. Heute habe ich dich gezeugt, wie er auch an anderer Stelle sagt: Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.


Wort zum Sonntag

Die Menschen sind nicht nur kalt und feindlich! Es war nur eine kleine Geste, aber sie war so ausdruckstark! Nach vielen Jahren steht sie mir noch lebhaft vor Augen. Eine Studienkollegin hatte im Predigtseminar für ihre Probepredigt die Bibelstelle des blinden Bartimäus gewählt. Sie konzentrierte sich ganz auf den Blinden, der am Straßenrand sitzt und bettelt, umhüllt von einem dicken Mantel. Er schreit nach Jesus, doch die Leute wollen ihn zum Schweigen bringen. Erst als Jesus ihn rufen lässt, sprechen sie ihm Mut zu: „Steh auf, er ruft dich.“ Und dann kam die Geste: Man spürte, wie die Studentin innerlich aufsprang und sich – sie deutete es nur an – den Mantel abstreifte, um ihn weit von sich zu werfen. In der Nachbesprechung drehte sich die Diskussion um dieses angedeutete Abstreifen des Mantels. Für alle Teilnehmenden war es ein ausdrucksvolles Zeichen der Befreiung von einer schweren Last: nicht mehr eingeengt zu sein vom Mantel des Selbstschutzes, nicht mehr zu frieren aufgrund der Kälte der achtlos vorbeieilenden Menschen. Es entspann sich ein reges Gespräch über die Bedeutung des Mantels.

Jo.Sephine / photocase.com

W

ende doch, Gott, unser Geschick, wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.

Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. Sie gehen hin unter Tränen und tragen den Samen zur Aussaat.

Für die Kollegin versinnbildlichte er die Notwendigkeit, sich zu schützen vor Einsamkeit, vor möglichen Verletzungen, vor den bösen Blicken oder der Gleichgültigkeit anderer. Sie selbst hatte darunter lange Zeit gelitten. Irgendwann wollte sie diesen Leidensdruck überwinden. Bei Exerzitien durfte sie die tiefe Erfahrung machen, von Jesus geliebt zu sein. Das war für sie eine große Befreiung! Danach konnte sie auch ihre Umgebung mit anderen Augen sehen: „Die Welt um mich herum ist nicht so kalt und feindlich. Es gibt Menschen, die mir wohlgesonnen sind und denen ich mich öffnen kann.“ Eine bedrückende Last war von ihr abgefallen.

Zum Weiterdenken Da ist einer, der dich ruft: Er reißt dich heraus aus deiner kleinen Welt; er ermutigt dich, deinen angestammten Platz zu verlassen; er fordert dich auf, deine enge Sicht der Dinge in Frage zu stellen und den Blick in die Weite zu öffnen!

Sie kommen wieder mit Jubel und bringen ihre Garben ein.

P. martin M. lintner osm Mitglied des Servitenordens in

Aus dem antwortpsalm (ps 126)

Innsbruck, lehrt Moraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Brixen, Südtirol. Den Autor erreichen Sie unter u sonntag@kirchenzeitung.at


18 Bewusst leben in kürze

25. Oktober 2012

Aus der Praxis: Marianne und Günter kommen in die Beratung, weil sie zunehmend darunter leiden, dass ihre Konflikte und Streitereien immer wieder eskalieren. Übrig bleiben Vorwürfe, das Gefühl, nicht verstanden zu werden und am Ende oft drückendes Schweigen.

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Auf der Strecke bleiben der Wunsch nach Zuwendung, Anerkennung, Wertschätzung und Zärtlichkeit. Dabei erwarten beide irgendwann im Laufe des Konfliktes vom anderen Teil den ersten Schritt.

Konflikte gehören zum Leben, sind Ausdruck für unterschiedliche Menschen und ihre Autonomie

„Dinkel ist das beste Getreide“, wusste schon Hildegard von Bingen. waldhäusl

Neue Kraft aus Konflikten Günter und Marianne begannen ihre Ehe vor Jahren mit der Hoffnung, möglichst konfliktfrei und glücklich zu leben. Sie hatten damals die Idee: Dort wo Liebe ist, wird man sich nicht verletzen wollen. Doch: Gerade wo Liebe und Nähe sind, steigt das Verletzungsrisiko.

Volles Korn für mehr Gesundheit Brot, Mehl, Flocken, Reis oder Nudeln, die Auswahl an Vollkornprodukten ist groß. Aber was kann Vollkorn wirklich? Und ist auch Vollkorn drin, wo Vollkorn drauf steht? In Vollkornprodukten sind alle notwendigen Nährstoffe vertreten. Neben Kohlehydraten, Eiweiß, Ballaststoffen und Fett enthalten sie auch lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe. Ein paar Vergleichswerte dazu: Frisch gemahlenes VollkornMehl enthält viermal so viel Eisen und doppelt so viel Magnesium als Weißmehl. Ungeschälter, brauner Naturreis enthält fünfmal so viel Vitamin B1 als geschälter, weißer Reis. Auf der Suche nach gesundem Nervenfutter, Darmreinigern und Schlankmachern ist man also bei Vollkornprodukten an der richtigen Adresse. Wer noch nie Vollkornmehl verarbeitet hat, könnte in den nächsten Wochen beim Backen von Weihnachtskeksen und Lebkuchen erste schmackhafte Versuche machen. Echte Vollkornprodukte sind Lebensmittel, zu deren Herstellung das ganze Korn verwendet wird. Besonders beim Brot wird man als Konsument/in dabei gerne hinters Licht geführt. Dunkler Teig oder ein paar Sonnenblumenkerne auf der Kruste sind kein eindeutiger Hinweis für Vollkorn. Häufig entsteht die Farbe nur durch das Hinzufügen von Zucker, Karamellsirup oder sonstiger Stoffe, die zur Färbung von Broten verwendet werden können. Im Zweifelsfalle heißt es also nachfragen. b.h.

Konflikt und Streit in der Partnerschaft bedeuten: Wir sind unterschiedlich. Wer mit dem Partner in Konflikt gerät, zeigt, dass ihm am anderen etwas liegt. Man ist sich nicht gleichgültig. Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass oder Wut, sondern Ignoranz und Indifferenz. Streit kann die Luft reinigen wie ein Gewitter. Streiten tut manchmal sehr weh, aber die Partner spüren sich wieder. Nach einer Auseinandersetzung gehen die Partner in der Regel behutsamer miteinander um und eine neue Achtsamkeit kann entstehen.

„„ Keine Angriffe unter der Gürtellinie. Ein Rest von Vernunft (und Liebe) lässt die Partner davor scheuen, Dinge zu sagen, die ihre Beziehung tief stören oder gar zerstören. Letztlich treffen wir die Entscheidung, wie weit wir gehen bzw. wann wir aufhören. „„ Nicht ändern und beeinflussen wollen. Man kann nur die eigenen Gefühle, Gedanken, Reaktionen und Verhaltensweisen kontrollieren. Diese Einsicht ist zugleich enttäuschend und befreiend. „„ Unterschiedlichkeit als Herausforderung. „Man heiratet schließlich nicht um glücklich zu werden, sondern um ganz zu werden.“ (Yumi Schleifer). Man hat einen Partner mit einer Eigenschaft gewählt, die möglicherweise ein persönliches Defizit ist. Wenn sich Partner/innen so begreifen, nutzen sie die Unterschiedlichkeit des anderen für ihr persönliches Wachstum und zur Stärkung des eigenen Selbst. „„ An einem Strang ziehen. Das „Wir-Gefühl“ wird besonders im Umgang mit den Kindern auf die Probe gestellt. Unterschiedliche Ansätze in der Erziehungsarbeit sind bisweilen recht schwierig zu akzeptieren. Man sollte sich als Vater bzw. als Mutter trotz und mit seiner/ihrer Herangehensweise achten, respektieren und würdigen und nicht untergraben, überprüfen oder entwerten.

„Leute im Ehestand müssen manchmal streiten, dann er­fahren sie etwas voneinander“, formulierte J. W. von Goethe. waldhäusl

Folgende Schritte und Haltungen können hilfreich sein, Konflikte gut zu überstehen und eine positive Streitkultur zu entwickeln. „„ „Schmiede das Eisen, wenn es kalt ist!“ Manchmal ist es ratsam zu unterbrechen, aufzuschieben, denn sonst steigt das Verletzungsrisiko ins Vielfache bzw. eine(r) der Partner/innen wird immer ruhiger und „kleiner“. Aufschub ist dann leichter möglich, wenn wieder darüber gesprochen werden darf – allerdings in einer anderen Stimmung und Atmosphäre.

„„ 1 Kritik : 5 Wertschätzungen. Das ist zweifellos eine der schwersten Anforderungen und auch tatsächlich „Beziehungsarbeit“. Wertzuschätzen und Anerkennung zu geben, fällt in Phasen der Verliebtheit leicht, später aber braucht es dafür immer wieder das bewusste Bemühen darum. Josef Hölzl dipl. ehe-, familien- und lebensberater, gewaltberater und gewaltpädagoge beziehung leben

XX Beziehung Leben, Partner-, Ehe-, Familienund Lebensberatung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Tel. 0732/77 36 76.


KirchenZeitung Diözese Linz

Bewusst leben 19

25. Oktober 2012

Mit Unterstützung des Landes OÖ startet die TelefonSeelsorge das „Elterntelefon“

aufgetischt

Überfordert und gestresst Eine alleinerziehende Mutter ist ratlos: Der Stress bei Kindern wird immer mehr, stellte sie fest. Ihre Tochter ist in der Schule schwach und braucht die volle Aufmerksamkeit der Mutter beim Lernen. Und dennoch gibt es für das Kind kaum schulische Erfolgserlebnisse. „Was kann ich tun, dass sie auch einen Erfolg hat?“, fragt sie. ernst Gansinger

Was diese Mutter bei der von KirchenZeitung, psychosozialen Einrichtungen sowie kirchlichen Beratungsstellen organisierten Veranstaltung „Erste Hilfe für die Seele“ am 17. Oktober in Gurten sagte, könnte auch Thema am neu gegründeten „Elterntelefon“ sein. TelefonSeelsorge Notruf 142. Das Elterntelefon wurde am 19. Oktober von Landeshauptmannstellvertreter Franz Hiesl in seiner Funktion als Familienreferent des Landes OÖ gemeinsam mit der TelefonSeelsorge OÖ vorgestellt. Oft brauchen Eltern kurzfristig Rat und Unterstützung, begründete Hiesl das Engagement des Landes für das Elterntelefon, das bei der TelefonSeelsorge angesiedelt ist. Immer öfter, so Bischofsvikar und Pastoralamtsdirektor Wilhelm Vieböck, werden die 80 ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen der TelefonSeelsorge mit den heutigen Herausforderungen des Elternseins konfrontiert. Das ganze Dorf gibt‘s nicht mehr. Silvia Breitwieser, die die TelefonSeelsorge leitet, erinnerte wie bei den „Erste Hilfe für die Seele“Veranstaltungen in Gurten und Waldhausen an ein afrikanisches Sprichwort: „Für die Erziehung eines Kindes braucht man ein ganzes Dorf“. Die Aufgaben der Eltern nehmen zu, das Dorf aber gebe es so nicht mehr. Es sei nicht verwunderlich, „dass ein Drittel der bei einer Umfrage in Deutschland befragten Eltern vom Erziehungsalltag oft gestresst ist“, sagt Breitwieser. 65 Prozent der deutschen Mütter geben an, in ihrer Freizeit nicht mehr entspannen zu können. In Österreich sind jede fünfte Mutter und jeder zehnte Vater häufig bis immer mit der Bewältigung des Alltags überfordert. Entlasten durch zuhören. Eltern brauchen Hilfe, wenn Kinder Hilfe brauchen. Diese Erfahrung steht hinter dem Elterntelefon. Dort hebt jemand ab, der zuhört und durch das Zuhören schon Entlastung einleitet. Die Eltern werden ermutigt, Hilfs- und Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen. Zuhören

und Mut machen, Hilfen anzunehmen, sind wichtige Erste Hilfen in allen psychischen Nöten. Dies zu vermitteln, ist ein wichtiges Anliegen der Veranstaltungen „Erste Hilfe für die Seele“. Dies wird untermauert durch die Berichte von Menschen mit PsychiatrieErfahrung vom Podium und aus dem Publikum, dass ihnen neben dem Glauben, der Therapie, der Bewegung, dem Festhalten an einer Tagesstruktur auch Menschen, die sie begleitet haben, in den Krisen Stütze waren. Fehler suchen. „Was tut mir und meinem Kind gut?“ – Beides ist wichtig, gab der Innviertler Regionalleiter von pro mente OÖ, Karl Merschak, der Mutter zu bedenken, die von der Verzweiflung sprach, die die schulische Erfolglosigkeit auslöst. In unserer Gesellschaft seien wir trainiert, Fehler zu suchen und nicht, darauf zu schauen, was man wirklich gut kann. Den Blick auf das Können zu lenken – ist eine der Unterstützungen, die Hilfseinrichtungen, wie auch das Elterntelefon, leisten können. XX Die TelefonSeelsorge ist an den 365 Tagen des Jahres rund um die Uhr über den kostenlosen Notruf 142 erreichbar.

Das Wildererpfandl kann mit Teigwaren oder Reis serviert werden, zusätzlich reicht man Preiselbeerkompott. stocker verlag

Wildererpfandl Zutaten: 600 g Rehfilet, 1 Zwie-

bel, 80 g Speck, 100 g Champignons (auch Eierschwammerl oder Steinpilze), 3 EL Öl, 1 Pkg. Wild- und Rindsbratengewürz (oder Rosmarin, Thymian, Majoran, 1 Prise Piment), 1/8 l Rotwein, 3/8 l Wasser zum Aufgießen, 1 EL Senf, Salz und Pfeffer. Zubereitung: Das Rehfilet in ca. 1 cm dicke Medaillons schneiden. Fleisch in heißem Öl beidseitig anbraten, aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Im Bratenrückstand Zwiebel und Speck anrösten. Wildgewürz einrühren, mit Wein und Wasser aufgießen, aufkochen lassen und den Senf einrühren. Die Fleischstücke einlegen, mit Salz und Pfeffer würzen und noch kurze Zeit dünsten.

XX Das neue Bäuerinnen-Kochbuch, Traditionelle und kreative Rezepte, Leopold Stocker Verlag, Graz – Stuttgart 2010, ISBN 978-37020-1276-2.

Silvia Breitwieser leitet die TelefonSeelsorge. Sie ist bei vielen Veranstaltungen „Erste Hilfe für die Seele bei Depression, Burnout und anderer psychischer Not“ eine der Expert/ innen am Podium. Dieses Bild stammt von der Veranstaltung in Gurten, 17. Oktober. Edi Scheibl

XX Am 13. November wird die diesjährige „Erste Hilfe für die Seele“-Reihe in Grünburg abgeschlossen: 19.30 Uhr, Pfarrsaal.

„„ Wildbret. Die Zubereitung von Wildgerichten und das Sammeln und Verwerten von Pilzen sind die ältesten Ernährungsmethoden der Menschheit. Wildfleisch enthält viel hochwertiges Eiweiß und liegt damit voll im Trend fettarmer, biologisch vollwertiger Küche. Im Laufe der Zeit sind die Rezepte immer vielfältiger geworden. Doch ein köstliches Wildgericht ist nicht unbedingt eine komplizierte und zeitaufwändige Angelegenheit und gelingt auch weniger geübten Köch/innen.


Da geh ich hin „„ Gruselkonzert. Eine Geister­ geschichte mit Musik für GruselFreunde, die wissen möchten, was Vampire in der dunklen Jah­ reszeit so machen. Ab 10 Jahren. XX Mi., 31. 10., 19.30 Uhr, Korn-

KK

Die Kirchenzeitung für Kinder 25. Oktober 2012

frag den schlaukopf

Warum gibt es den Nationalfeiertag?

speicher Wels, Infos: Mag. Aleksandra Winiarska-Bernakiewicz, mobil: 0699/17 19 40 54.

Am 26. Oktober 1955 feierte Österreich erstmals den Nationalfeiertag als Gedenktag an die Unabhängigkeit und Neutralität des Staates.

Da meld ich mich

1955 war für Österreichs Geschichte ein sehr bedeutendes Jahr. Nach dem 2. Weltkrieg und zehn Jahren Besatzungszeit durch französi­ sche, britische, sowjetische und amerikani­ sche Truppen wurde am 15. Mai der Staatsver­ trag unterzeichnet. Damit wurde Österreich wieder ein unabhängiger (souveräner) Staat. Innerhalb von 90 Tagen mussten nun die Be­ satzungstruppen das Land verlassen. Der 26. Oktober 1955 war somit der erste Tag, an dem laut Staatsvertrag keine fremden Sol­ daten mehr auf österreichischem Staatsgebiet stehen durften. An diesem Tag beschlossen die Abgeordneten im österreichischen Parla­ ment die „immerwährende Neutralität“. Das bedeutet, dass sich Österreich nicht in die Streitigkeiten oder Kriegshandlungen zwi­ schen anderen Ländern einmischen darf.

„„ Schreib an Dani. Ihre Hob­ bys sind Malen, Klavier spielen, Trampolin hüpfen, Inlineskaten. „Ich werde im April 9 Jahre und freue mich, wenn du ungefähr so alt bist wie ich. Liebe Grüße!“ XX Daniela Brandner, Sternstraße 10, 4421 Aschach.

„„ Brieffreundinnen. Elisa (bald 9) und Linda (11) freuen sich auf eure Briefe, wenn mög­ lich mit Foto, und schreiben euch gerne zurück. XX Elisa Penzinger und Linda Penzinger, Sonnenweg 1, 4776 Diersbach.

Das Parlamentsgebäude in Wien. Hier wurde 1955 die Neutralität Österreichs beschlossen. Es ist bis heute der Sitz der Bunderegierung, des Bundes- und des Nationalrates. Waldhäusl

Bis 1965 hieß der Nationalfeiertag „Tag der Fahne“, dann wurde die Bezeichnung geän­ dert. Seit 1967 ist es auch ein gesetzlicher Feiertag, das bedeutet, es ist an diesem Tag arbeits- und schulfrei. Weil heuer der Natio­ nalfeiertag auf einen Freitag fällt, hast du also ein langes Wochenende zum Ausschlafen, Spielen und KiKi-Rätsel-Lösen.

lach mit piepmatz „„ Deutschstunde. Das Aufsatz­ thema lautet: „Ein Besuch bei Verwandten“. Christine ist als Erste fertig. Das kommt dem Lehrer verdächtig vor. „Chris­ tine“, ruft er, „lies doch einmal vor, was du geschrieben hast!“ Christine steht auf und liest vor: „Wir fuhren zu unseren Ver­ wandten, aber leider waren sie nicht zu Hause!“

Ende der Sommerzeit! Am Sonntag um 3 Uhr früh werden die Uhren wieder eine Stunde zurückgestellt, das heißt, du darfst eine Stunde länger schlafen! Der Schlaufuchs wird da besonders viel zu tun haben. Aber zunächst kannst du ihm dabei helfen, die beiden Uhren mit derselben Uhrzeit zu finden. Deine Lösung schreib an kiki@ kirchenzeitung.at oder an KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Drei „uhrige“ Preise warten auf dich. deikepress

„„ Schick deine lustigsten Witze an: piepmatz@kirchenzeitung.at oder an PIEPMATZ, Kapuziner­ straße 84, 4020 Linz. „„ Hast du Fragen an den Schlaukopf oder Wün­sche an KiKi? Suchst du eine Brieffreun­

din oder einen Brief­freund? Ich freu mich auf deine Post! kiki@kirchenzeitung.at, KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Deine gitti

balduin baum

kiki-kontakt


25. Oktober 2015 MF/Fotolia.com

Mit Musik die Messen beleben Resonanz sowohl bei den Jugendlichen als auch bei der Gruppe 40 Plus gut ist.

Mit zeitgemäßer Musik wollen Marianne Bäck (21) und Bianca Schöller (24) wieder mehr Jugendliche für die Sonntagsmesse in ihrer Pfarre Leonding-St. Michael begeistern. Die Orgel darf da dem Klavier ruhig den Vortritt geben. Ohne Zweifel ist die Pfarre Leonding-St. Michael in einer relativ glücklichen Lage. Egal ob Ministrant/innen oder Jugend, der Nachwuchs lässt sich in der Gemeinde blicken. „Vor zehn Jahren waren es aber noch deutlich mehr Leute in der Jugendgruppe“, erzählen Bianca Schöller und Marianne Bäck. Für die beiden Studentinnen ist das kein Grund zum Jammern, sondern Anlass zum Handeln. Sie engagieren sich seit ein paar Monaten in ihrer Pfarre im neu gewählten Pfarrgemeinderat. Sogar einen eigenen Fachausschuss für Jugendliturgie mit drei weiteren jungen Erwachsenen haben sie dafür ins Leben gerufen.

cd-tipp

Kompromisslose 72 Stunden

Mehr Schwung in die Messen bringen wollen Marianne Bäck (links) und Bianca Schöller.

Modernere Musik. Eines der ersten Projekte ist die musikalische Neugestaltung der Sonntagsmessen, denn auch in Leonding ist der Messbesuch nicht gerade das klassiche Jugendthema. Einmal im Monat werden nun neuere Lieder gesungen und gespielt, darf die Orgel dem Klavier den Vortritt geben. Es müssen nicht unbedingt Poplieder sein, Text und Melodie sollen schlicht auch für Jugendliche ansprechend sein, so die Vorgabe. Marianne Bäck greift dann zur Gitarre und freut sich, dass die

aufgeschnappt

szene

Vertrauen in die Fähigkeit. Ähnlich positive Erfahrungen haben Marianne Bäck und Bianca Schöller mit der ersten Pfarrgemeinderatsklausur gemacht. „Die Älteren trauen uns wirklich etwas zu. Mich freut, dass wir wirklich etwas umsetzen können und nicht nur reden“, ist Marianne Bäck positiv überrascht. Mit diesem Rückenwind planen sie auch die Firmvorbereitung umzumodeln. „Wir haben über 70 Firmlinge, da ist es schwierig, genug Begleiter/innen zu finden“, sagt Bianca Schöller. Abhilfe sollen einzelne Firmtage und Workshops schaffen. Das Ziel: „Mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel umsetzen“. u Die nächste Jugendmesse in Leonding-St. Michael findet am 25. 11. um 10 Uhr statt.

Die 6. Ausgabe von „72 Stunden ohne Kompromiss“ brachte einen neuen Teilnahmerekord. 1000 Jugendliche engagierten sich von 17. bis 20. Oktober 72 Stunden lang in rund 70 Projekten in ganz Oberösterreich, wie z.B. in der Caritas-Einrichtung Invita Linz, die Schülerinnen der Kreuzschwesternschule verschönerten (Bild). Mehr: www.kirchenzeitung.at

xxx moment mal

Sommer aus Papier Was tun mit einer Hawaii-Tapete in der Küche? Der Großteil von uns würde das Unding wohl von der Wand reißen. Nicht so Anna Depenbusch; sie holt sich davon die Inspiration für ein ganzes Album, bastelt uns einen herrlichen „Sommer aus Papier“ und nimmt uns mit auf ihr Schiff, wo sie unser Kapitän auf der Reise zu den Sternen ist. Schon beim Hören des Titeltracks des Albums bekommt jeder verregnete und graue Herbsttag wieder Farbe und Blätter beginnen fröhlich im Wind zu tanzen: „Ich bau mir einen Sommer aus buntem Glanzpapier / Den stell ich auf im Winter / wenn es vor dem Fenster friert“. Das zurückhal-

Caritas OÖ

tende und intime Liebeslied „Ich & Du“ brilliert durch das Duett mit Mark Forster. Die „Karaokenacht“ ist dann wieder voll das Leben, wo wir mit Anna die Welt aus den Angeln heben und beim Fallschirmspringen unsterblich sind – für eine Nacht. Und wenn uns dann die Hamburgerin „Mit

dem Tretboot nach Hawaii“ mitnimmt, kennt die Feel-Good-Stimmung keine Grenzen mehr. Mit Ukulele und Klavier schlägt die Depenbusch dazwischen immer wieder den einen oder anderen ruhigeren, melancholischeren Ton an („Hey Cowboy“, „Vom Leben als Gespenst“), was dem Album eine herrliche Vielfalt verleiht. Mit einer Handvoll poppiger Chansons hat Anna Depenbusch das perfekte Sommeralbum für den Herbst vorgelegt, zu dem man am liebsten an den Hamburger Landungsbrücken ein kleines Tänzchen aufführen möchte. Klaus Rauscher u Anna Depenbusch – Sommer aus Papier (erschienen bei 105 Music)


22 Anzeigen, Hinweise

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25. Oktober 2012

KirchenZeitung Diözese Linz

 ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Pures Gold als Besonderheit der 175. Klassenlotterie

29 Chancen, Millionär zu werden Liturgischer Tagesabreißkalender Liturgischer Tagesabreißkalender ITUELLE DER SPIR R EGLEITE TAGESB 3 0 9 1 SEIT

Der Liturgische Abreißkalender ist mehr als ein Kalender – ein ansprechender Wandschmuck für Ihr Zuhause – ein Führer durch das liturgische Jahr der Kirche, mit genauen Angaben zur Feier der Liturgie – eine sichere Erinnerung an alle Fest und Namenstage. Die Texte führen den Leser an die Quellen der ewigen Wahrheiten, zur Lebensweisheit der großen Denker und Heiligen. Täglich erlebt man den unschätzbaren Wert solcher Kurzbetrachtungen für den gehetzten Menschen: ein gutes Wort ist Starthilfe zu einem guten Tag.

„Reich werden mit Klasse“ kann man jetzt wieder von 12. November 2012 bis zum 22. April 2013, und zwar in der 175. Klassenlotterie. Jeweils Montag gibt’s die Chance, Millionär zu werden. Lose sind bereits erhältlich, als Besonderheit wartet die 175. Lotterie mit einer zusätzlichen Goldklasse auf. Montag ist der schon traditionelle Klassenlotterie Millionentag. Jeden Montag werden ein Treffer zu 1 Million Euro sowie zahlreiche weitere Gewinne zwischen 200 und 100.000 Euro gezogen. Spezifisch für die 175. Klassenlotterie und daher einmalig ist die zusätzliche Goldklasse, in der man pures Gold gewinnen kann. Das absolute Highlight bildet natürlich wieder die Schlussziehung, wo es um einmal 5 Millionen und um fünfmal 1 Million Euro geht. Klassenlose sind in allen Geschäftsstellen erhältlich. Informationen rund um die Klassenlotterie sowie ein Verzeichnis der Geschäftsstellen gibt’s im Internet unter www.win2day.at/klassenlotterie. 

TOTO Ergebnisse 42. Runde 2012

6 AUS 45

1: 2:0

Mi., 17. 10. 12: 7 13 18 25 33 44 Zz: 41 J O K E R: 5 7 2 6 5 0

11X 112 21X 212 2: 4:1

3: 0:0

4: 2:1

ANGABEN OHNE GEWÄHR

31.05.12 14:48

Bestellen Sie direkt bei www.pallottiner.org / kalender oder fordern Sie unverbindlich unseren kostenlosen Prospekt an Gesellschaft des Katholischen Apostolates (Pallottiner) Mönchsberg 24 5020 Salzburg verwaltung@pallottiner.at Tel.: 0662-84 65 43-66 Fax: 0662-84 65 43-67

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So., 21. 10. 12: 2 3 5 10 14 43 Zz: 32 J O K E R: 4 2 1 4 8 9

KLEINANZEIGEN

HINWEISE

FA. WITTMANN, SCHARNSTEIN KIRCHENBÄNKE TISCHE + STÜHLE www.wittmann-gmbh.at Tel. 07615/22 91.

 Kinderhotel St. Isidor. Im integrativen Kinderhotel in St. Isidor werden Kinder mit und ohne Beeinträchtigung am Wochenende bestens versorgt. Eine Übernachtung mit 2 x Mittagessen, Abendessen und Frühstück kostet 45 Euro. Termine: 5. bis 6. 11., 19. bis 20. 11.

KUNSTSTOPFEREI Kunststopferei, Änderungsschneiderei Leitner/Linz, Bischofstraße 3a Mo.–Do.: 9–17 Uhr, Fr.: 9–12 Uhr Tel. 0732/79 77 10 www.kunststopferei.com

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Dazu erhältlich ist eine große Auswahl an Rückwänden.

LOTTO

IMPRESSUM

KirchenZeitung Diözese Linz Medieninhaberin: Diözese Linz. Herausgeber: Willi Vieböck. Chefredakteur: Matthäus Fellinger. Redaktion: Ernst Gansinger, Christine Grüll, Brigitta Hasch, Paul Stütz, Josef Wallner. Praktikum: Gerald Hötzeneder. Verlagsleiterin: Ursula Schmidinger. Marketing: Monika Jellmair, Birgit Kubik. Anzeigen: Sigi Hafner. E-Mail: anzeigen@kirchenzeitung.at Sekretariat: Irmgard Draxler, Barbara Erber, Kerstin Robitschko, Regina Spiegel. Adresse: Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Tel. 0732/76 10-39 44, Fax: 0732/76 10-39 39. E-Mail: office@kirchenzeitung.at Leserbriefe an: leserbriefe@kirchenzeitung.at DVR: 0029874/10770 Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen OÖ, Tirol, Vorarlberg und Burgenland: Hans Baumgartner (Leiter), Susanne Huber, Brigitte Huemer. Werbung: Walter Achleitner, Thomas Hödl, Bergstraße 12, 5020 Salzburg, Tel. 0662/88 44 52, Fax: 88 44 52-4, E-Mail: koopred@kirchenzeitung.at Hersteller: OÖN Druckzentrum GesmbH & Co KG, Medienpark 1, 4061 Pasching. Verlagsort: Linz. Jahresabonnement: Inland: € 44,– (Abodauer mindestens ein Jahr und danach bis Widerruf, Kündigung zum Halbjahr, schriftlich mit 14-tägiger Kündigungsfrist). ART COPYRIGHT VBK WIEN Mitglied der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK)

 Infos: 0732/67 91-70 41, Fr. Fichtl.

 Die Farbe meiner Haut. Öffentliche Lesung mit der Autorin und Anti-Rassismus-Trainerin Manuela Ritz aus Berlin.  Fr., 9. 11., 17.30 bis 19.30 Uhr, Campus Linz/FH OÖ, Garnisonstraße 21, Anmeldung bis 31. 10. an mso@ fh-linz.at oder Tel. 050/804-527 00.

 Krisenberatung und -betreuung. 15.000 Mal jährlich werden die Krisenexperten des Psychosozialen Notdienstes (PND) von pro mente OÖ kontaktiert, auch kürzlich im Fall des tragischen Autounfalls in Adlwang.  Fragen und Infos: Tel. 0664/811 97 23 (Frau Klein).

 Bossing. Bossing ist Mobbing durch den Vorgesetzten. Die Betriebsseelsorge hilft mit kostenloser Erstberatung.  Mobbing-Telefon: 0732/76 10 -36 10, Mo., 17 bis 22 Uhr.


KirchenZeitung Diözese Linz

Ausblick 23

25. Oktober 2012

HINWEISE

BILDUNG – SPIRITUALITÄT – KURS

 Frau und Kirche. Dr. Maria Prieler-Woldan hält einen Vortrag über „Frau und Kirche: Hoffnung und Erwartung“. Die Referentin arbeitet an einem Buch über Frauen im Zweiten Vatikanum.

Aspach, Kneipp-Haus  07755/70 51  Zur Quelle finden, Meditation, So., 11. 11., 14 Uhr bis Sa., 17. 11., 17 Uhr, Ltg.: Sr. Emmanuela Reichl.

 Do., 23. Oktober,19.30 Uhr, SPES-Akademie Schlierbach.

 Papst-Leo-Preis. Für besondere Verdienste um die Katholische Soziallehre vergibt die Papst-Leo-Stiftung auch 2013 Preise.  Einreichungen bis Ende 2012. Informationen: Tel. 02742/324 33 77, papstleostiftung@kirche.at

 Globales Lernen. Zur Umsetzung von Projekten und der entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit benötigt SÜDWIND finanzielle Unterstützung.  Infos zum Sponsoring und zu den Projekten: www.suedwind.at

Attnang, Maximilianhaus  07674/665 50  Der Rhythmus meines Lebens, Einblick in die traditionelle europäische Medizin, Fr., 9. 11., 15 Uhr bis Sa., 10. 11., 17 Uhr, Ref.: Dr. Karl Steinmetz.

Ried, St. Franziskus  07752/827 42  Glaube, Hoffnung, Liebe, Sehnsucht ..., Tugenden: Verstaubte Begriffe oder Lebensprogramm?, Di., 13., 20., 27. 11., 19 bis 20 Uhr, Ltg.: Kornelia Zauner, Doris Rossak.

Linz, Haus der Frau  0732/66 70 26  Frau und Kunst – Kunst und Frau, österreichische Gegenwartskünstlerinnen, Vortrag, Di., 6. 11., 9 bis 11 Uhr, Ref.: Mag. Monika Keller.

Ried, Treffpunkt der Frau  07752/802 92  Rote Lichter, vom Abschiednehmen, der Stille und der Hoffnung, Lesung, Mi., 24. 10., 19.30 Uhr.  Seitenstetten, St. Benedikt  07477/428 85  LON-Gitarrekurs I, GitarrenWochenende für Anfänger/innen, Fr., 9. 11., 17 Uhr bis So., 11. 11., 12.30 Uhr, Ref.: Walter Nimmerfall.

Linz, Haus Manresa  0732/77 08 66-23  Guided Prayer Week, mit der Bibel beten lernen, für junge Frauen und Männer, So., 11. 11., 15.30 Uhr bis So., 18. 11., 17 Uhr, Ltg.: P. Johannes Herz SJ.

Steyr, Dominikanerhaus  07252/454 00  Yoga & Meditation, ein liebevoller und bewusster Umgang mit dem Leben, Sa., 10. 11., 9.30 Uhr bis So., 11. 11., 14.30 Uhr, Ltg.: Hans Daucher.

Tragwein, Greisinghof  07263/860 11  Schreib.Lust.Wandeln, Schreibwerkstatt, Sa., 10. 11., 16 Uhr bis So., 11. 11., 16 Uhr, Ltg.: Maria Punz. Traun, Haus der Begegnung  07223/849 62  Stille, Fastenwoche für Gesunde, Treffen an den Abenden, Do., 8. 11. bis Fr., 16. 11., Ltg.: Alfred Tiefenbacher. Wels, Altenheim Bruderliebe  07242/462 54-11  Einkehrtag Einkehrtag mit : Mag. Norbert Purrer, Sa., 10. 11., 10 bis 16 Uhr, Ltg. Wels, Bildungshaus Puchberg  07242/475 37  Mirjam schlägt auf die Pauke, Ausdruckstanz und Schöpferische Leibarbeit, Fr., 9. 11., 19.15 Uhr bis So., 11. 11., 12 Uhr, Ref.: Margit Maria Wallner, BA.

Im gemeinsamen Gebet sind wir verbunden u mit unseren Freunden u mit der Weltkirche u mit unseren Verstorbenen PS: Für unsere Missionare in den armen Regionen ist ein Mess-Stipendium ein wichtiges Einkommen. Danke! PSK Konto Nr.: 510059565, BLZ 60000 Verwendungszweck: Messen Das Messstipendium beträgt € 7,- pro Messe

Info-Telefon: 02236 / 803 218

Missionsprokur St. Gabriel International · Gabrielerstraße 171 · 2340 Maria Enzersdorf · www.steylermission.at

ANGEBOT DER WOCHE

Himmlische Boten Es gibt Situationen im Leben, da braucht man einen Engel. Das sind keineswegs die großen Schrecken, sondern auch die holprigen Unebenheiten, die ganz normalen Plagen und die kleinen Tücken des Alltags. Der bekannte Autor Anselm Grün OSB zeigt in seinem Buch „Der Stressengel und andere himmlische Boten“, wie solche Situationen wunderbare Gelegenheiten sind, darauf zu vertrauen, dass wir nicht auf uns gestellt sind, dass Gott

einen himmlischen Boten schickt, einen Impuls gibt, – eine leise Botschaft vom Grund unserer Seele, die die Wirklichkeit verändert und verwandelt. Der Stressengel und andere himmlische Boten im Alltag, Die 33 Engel für alle Fälle, Anselm Grün, Herder Verlag, Freiburg 2012, ISBN-13: 978-3451306464, 139 Seiten, gebunden. Erhältlich im Behelfsdienst der Diözese Linz, Kapuzinerstr. 84, 4020 Linz, Tel. 0732/76 10-38 13, E-Mail: behelfsdienst@dioezese-linz.at, www. behelfsdienst.at

 KiZ-Leser/innen erhalten das Buch – zusammen mit einem Gratis-Billett mit Holzengel (sortiert) – zum Preis von € 12,40 (zuzüglich Versandspesen) im Behelfsdienst der Diözese Linz.


24 Termine namenstag

Dr. Wolfgang Kreuzhuber, Domorganist und Direktor des Konservatoriums für Kirchen­ musik der Diözese Linz. Privat

Wolfgang (31. Okt.) Der Vorname Wolfgang ist in meiner Generation sehr häufig bei Musikern zu finden. Ob dies programmatisch gesehen werden darf, wird wohl aus menschlicher Sicht sehr schwer zu beantworten sein. Jedenfalls sind mir die vielfältigen missionarischen Tätigkeiten des hl. Wolfgang Vorbild und Ansporn zugleich. Seine ikonografischen Attribute (Wolf, Axt, Kirchenmodell, Bischofsstab) bringen dies sehr schön zum Ausdruck. Als Domorganist am Linzer Mariendom ist mir die musikalische Gestaltung der Liturgien in mehrfacher Hinsicht ein besonderes Anliegen. Als Leiter des Konservatoriums für Kirchenmusik möchte ich dieses Wissen und mein Musizieren gerne an die Kirchenmuskerinnen und Kirchenmusiker weitergeben. In diesem Sinne tritt mir der hl. Wolfgang als großes Vorbild vor Augen. Seine geistige und örtliche Nähe – gestorben in Pupping bei Eferding – sind zudem eine große Hilfe. Wolfgang Kreuzhuber

25. Oktober 2012

freitag, 26. 10. 2012 XX Altmünster a. T. Wallfahrt und Eucharistiefeier zum fünften Jahres­ tag der Seligsprechung Franz Jäger­ stätters, Treffpunkt: Kirche Reindl­ mühl, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier, Kirche auf dem Richtberg, 11.30 Uhr, anschließend Agape. XX Geiersberg. Leonhardi Hoan­ gart'n, Gasthaus Mayr, 20 Uhr, mit der Familienmusik Eder und Seidl, Triophonium, Rödham Quartett u.a. XX Kremsmünster. Rot-weiß-rot trifft blau-weiß, Frühschoppen, Kul­ turzentrum, 10.30 Uhr, mit den Tru­ deringern, Ziegelholzmusi, „Ab und zu“-Chor, u.a. XX Linz. Von Stifter bis Samhaber, Führung am Barbara-Friedhof inkl. Besichtigung der neu gestalteten Abschiedsräume, Treffpunkt: Haupt­ eingang, 14 Uhr. XX Linz, Hl. Familie. Das Neustadt­ viertel, Stadtteilführung zum Jubi­ läum „100 Jahre Kirchweihe“, Treff­ punkt: Pfarrkirche, 9 Uhr. XX Linz, St. Franziskus. Zwischen Klassik und Pop, Prince of Pan, Kon­ zert, Pfarrkirche, 19.30 Uhr, mit Ro­ man Kazak. XX Mariazell. Festgottesdienst zum Nationalfeiertag, Basilika, 10 Uhr, mit Erzbischof Dr. Peter Stephan Zur­ briggen. XX Neuhofen a. d. K. Widerstand und Humor – Ester, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit der Theatergruppe 42a Salz­ burg. XX St. Georgen a. W. Konzert, Mu­ sikschule, 20 Uhr, mit Peter Ratzen­ beck. XX Schlägl. „Bunte Steine – Berg­ milch“, Uraufführung des sechsten Kammermusikwerks von R. G. Frie­ berger zu den Novellen von Adal­ bert Stifter, Musikzentrum St. Nor­ bert, 19.30 Uhr. samstag, 27. 10. 2012 XX Gmunden. Eine feste Burg – fest­ liches Orgelkonzert mit Choralbe­ arbeitungen aus sechs Jahrhunder­ ten, evangelische Kirche, 18 Uhr, mit Bernd Geißelbrecht, Karina Willam. XX Linz. Das islamische Opferfest, in­ terreligiöser Dialog, Familienzent­ rum Dialog, Melicharstraße 2, 14 Uhr. XX Linz. Ökumenischer Gottesdienst, koptisch-orthodoxe Kirche, Wiener Straße 270, 19 Uhr.

XX Linz, Hl. Familie. Vesper anläss­ lich 100 Jahre Kirchweihe, Pfarrkir­ che, 17 Uhr. XX Linz, St. Magdalena. Abendmu­ sik in der Kirche, Pfarrkirche, 19 Uhr, mit dem Duo Ost/West. XX Marchtrenk. Widerstand und Humor – Ester, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit der Theatergruppe 42a Salzburg. XX Naarn i. M. Orgel- und Cem­ balokonzert mit Werken von M. Weckmann, D. Buxtehude, G. Böhm, Pfarrkirche, 20 Uhr, mit Erich Traxler. XX Ternberg. Tansania – unsere Seel­ sorgearbeit, Vortrag im Anschluss an die Vorabendmesse, Pfarrheim, 19 Uhr, mit Hans Humer. XX Steyr. Ohne Musik wäre das Le­ ben ein Irrtum oder: Eine kleine Betrachtung mit großem Orches­ ter, Altes Theater, 19.30 Uhr, mit dem Upper Austrian Jazz Orchest­ ra, Gunkl. XX Zell a. d. P. Lateinamerika-Fest, Schloss, 20 Uhr, mit Pacha Kuti & Ri­ cardo Hernandez. sonntag, 28. 10. 2012 XX Kremsmünster. Missa Cremifa­ nensis von A. Moore, Stiftskirche, 10.15 Uhr, mit dem Kirchenchor. XX Leonding. Nacht der 1000 Lich­ ter, stimmungsvoll und meditativ Al­ lerheiligen entgegen, Pfarrkirche, 19 Uhr. XX Linz. Sonntagsmusik im Salon, Werke von Brahms, Landesgalerie, 17 Uhr, mit dem Duo Recital. XX Linz, Alter Dom. „Stille Tränen“, Kirchenmusik, 10.30 Uhr, mit dem Linzer Gambenconsort, Michaela Danner, Orgel. XX Linz, Hl. Familie. Jubiläums-Fest­ gottesdienst und Altarweihe anläss­ lich 100 Jahre Kirchweihe, Pfarrkir­ che, 10 Uhr, mit Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz. XX Linz, Mariendom. Messe in G von W. Kreuzhuber, Jubiläum „20 Jahre Diözesankonservatorium für Kirchenmusik“, ORF-Radiogottes­ dienst, 10 Uhr, mit dem Chor des Di­ özesankonservatoriums. XX Ried i. I. Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum oder: Eine kleine Betrachtung mit großem Orchester, Altes Theater, 18 Uhr, mit dem Up­ per Austrian Jazz Orchestra, Gunkl. XX Schlägl. Chor-Orgel-Konzert, Werke von F. Mendelssohn Bartholdy, A. Bruckner, Stiftskirche, 19.30 Uhr.

KirchenZeitung Diözese Linz

XX Waldzell. Koa Bladl vor‘n Mäu!, Dichterlesung, Gasthaus Huber, 14 Uhr, mit Brigitte Angleitner, Gerti Felix, Rosa Mühringer. montag, 29. 10. 2012 XX Linz, Guter Hirte. Gute Arbeit – für alle, Arbeitsmarkt und soziale Unternehmen, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, Ref.: Helmut Bayer. XX Traun. Der Traum vom ewigen Le­ ben, Bibelgespräch, Pfarrheim, 19.30 Uhr, Begl.: Walter Reiter. XX Wels. Ohne Musik wäre das Le­ ben ein Irrtum, Stadttheater, 19.30 Uhr, mit dem Upper Austrian Jazz Orchestra, Gunkl. dienstag, 30. 10. 2012 XX Gmunden. „Vier Jahreszeiten“ von Bueonos Aires von A. Piazolla, Stadttheater, 19.30 Uhr, mit dem Trio Frizzante. XX Kirchdorf. Konzert, Werke von W. A. Mozart, I. Ingensand, u.a., Mu­ sikschule, Schlosssaal, 19.30 Uhr, mit dem Bruckner Orchester Linz. XX Lambach. Hildegard von Bingen – eine machtvolle Frau des Mittelal­ ters, Vortrag, Barocktheater, Stift, 19.30 Uhr, Ref.: Dr. Christine Haiden. XX Linz, St. Michael. Yes, we can: Zweites Vatikanum, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, Ref.: Mag. Dr. Stefan Schlager. XX Pregarten. Jugendkultur – Was geht ab?, Vortrag, Pfarrheim, 19.30 Uhr, Ref.: Mag. Thomas Obermeir. XX Steyr. Generationen-Politik-Werk­ statt, Museum Arbeitswelt, 14 Uhr. XX Steyr. Versteckte Krankmacher, So erkennen Sie problematische Zu­ satzstoffe in Lebensmitteln, Vortrag, Dominikanerhaus, 19.30 Uhr, Ref.: Claudia Sprinz, BA. mittwoch, 31. 10. 2012 XX Eggelsberg. The Creation – eine Rock-Kantate, Pfarrkirche, 20 Uhr, mit GB Weilhart-Singers. XX Lacken. Oskar und die Dame in Rosa, Bildungskino, FF-Haus, 19.30 Uhr. XX Marchtrenk. Tansania – unsere Seelsorgearbeit, Vortrag, Pfarrheim, 19.30 Uhr, mit Hans Humer. XX Natternbach. Diktatur der Finanz­ märkte – bleibt der Mensch auf der Strecke?, Mehrzwecksaal, Hauptschu­ le, 19.30 Uhr, Ref.: Dr. Markus Schlag­ nitweit, Dr. Stephan Schulmeister.

ausstellungen – Musical – Basar – flohmarkt XX Linz. Neue Fotografie, Sechs Positionen, OÖ Kulturquartier, Eröffnung, Mo., 29. 10., 19 Uhr, Ausstellung bis 21. 11., Mo. bis Fr., 15 bis 19 Uhr, Sa., 10 bis 17 Uhr. XX Linz. Treffpunkt Kunst, Einblicke in die Viel­ falt oberösterreichischer Gegenwartskunst, OÖ Kulturquartier, Ausstellung bis 12. 1. 2013, je­ weils Di. bis Fr., 14 bis 18 Uhr, Sa., 14 bis 17 Uhr. XX Linz, Hl. Familie. Ausstellung zum Jubiläum „100 Jahre Kirchweihe“ mit Kirchenführung, Turmbesteigung und Infotafeln, Pfarrkirche, Do., 25. 10. bis Sa., 27. 10.

XX Natternbach. Weihnachtsbuchausstellung, Pfarrheim, Sa., 3. 11., 14 Uhr. XX Ried i. I. Flohmarkt der Rumänienhilfe, Mes­ sehalle 13, Fr., 26. 10., 9 bis 18 Uhr, Sa., 27. 10., 9 bis 18 Uhr, So., 28. 10., 9 bis 13 Uhr. XX Rohrbach. Noah unterm Regenbogen, Musi­ cal, Pfarrzentrum, Sa., 27. 10., 14 Uhr, 17 Uhr, So., 28. 10., 16 Uhr, Sa., 3. 11., 14 Uhr und 17 Uhr, So., 4. 11., 16 Uhr, mit der Jungschar. XX Schärding. Perchtenmasken-Ausstellung, Granitmuseum, Sa., 3. 11. bis So., 4. 11., täglich ab 14 Uhr.

XX Vorchdorf. Mode und mehr, Verkaufsaus­ stellung des Weltladens bis Sa., 27. 10., Kleiner Pfarrsaal, täglich 8 bis 12 und 14.30 bis 18 Uhr, Einkaufsnachmittag mit Kaffee und Kuchen: Na­ tionalfeiertag, 14 bis 18 Uhr. XX Waldburg. Wintertauschbasar des Elternver­ eins, Volksschule, So., 28. 10., 8 bis 11 Uhr. XX Wels. Kunstgesichter, Elfie Semotan, Rudolf Sagmeister, Galerie der Stadt Wels, Polheimer­ straße 17, Ausstellung bis 7. 12., jeweils Di. bis Fr., 15 bis 19 Uhr, Do., 15 bis 21 Uhr, So., Feiertag, 10 bis 16 Uhr.


KirchenZeitung Diözese Linz

Termine 25

25. Oktober 2012

XX St. Gilgen/St. Wolfgang. Pilgerwanderung vom Europakloster Gut Aich nach St. Wolfgang, Abgang: 7 Uhr, Messe, Pfarrkirche St. Wolfgang, 9.30 Uhr, Begegnung, Vortrag, Pfarrheim, 11 Uhr. XX St. Marien. Die Offenbarung des Johannes aus der Sicht des Alten Testaments, Vortrag, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, Ref.: Dr. Werner Urbanz. XX Steyregg. Sinn-Gespräche aus dem Gedankengut von Viktor Frankl, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, Ltg.: Mag. Andreas Krenn. donnerstag, 1. 11. 2012 XX Heiligenberg. Missa „Dona nobis pacem“ Sonate in F, KV 224, von W. A. Mozart, Pfarrkirche, 8.15 Uhr, mit dem Kirchenchor. XX Linz, Alter Dom. Intraden und Canzonen für Bläser und Orgel, 10.30 Uhr, mit dem Bläserensemble der Capella Lentiensis. XX Linz, Ebelsberg. Andacht, Friedhofskirche, 14 Uhr, anschließend Gräbersegnung. XX Linz, Mariendom. Missa in B „Sancti Josephi“ von A. Caldara, 10 Uhr, mit dem Domchor, Orchester und Solisten der Dommusik, Domorganist Wolfgang Kreuzhuber. XX Linz, Ursulinenkirche. Orgelmusik von T. Dubois, 20 Uhr, Predigt: Peter Paul Kaspar. XX Neuhofen a. d. K. Missa brevis in d-Moll von W. A. Mozart, Pfarrkirche, 9 Uhr, mit Kirchenchor und Orchester.

XX Ried i. I. Trinitatis-Messe, KV 167, für Soli, Chor und Orchester von W. A. Mozart, Stadtpfarrkirche, 10 Uhr, mit dem Kirchenchor. XX Schärding. Missa breve no. 7 in C von C. Gounod, Stadtpfarrkirche, 9.30 Uhr, mit dem Kirchenchor. XX Schlägl. Missa in G von A. Mazak, Stiftskirche, 10 Uhr, mit H. Kuppler, Sopran. XX Schwanenstadt. Messe in D-Dur von K. Kempter, Stadtpfarrkirche, 9.30 Uhr, mit Chor und Orchester der Stadtpfarrkirche. XX Vöcklamarkt. Chorwerke von M. Lauridsen, moderne Chorwerke von J. Johansen u.a., Pfarrkirche, 10 Uhr, mit dem Chor der Pfarre. XX Vorderweißenbach. Hochamt, Messe in G-Dur von F. Schubert, Gesänge von J. Schober, Pfarrkirche, 9.30 Uhr, mit Kirchenchor und Orchester, Allerheiligenandenken und Totengedenken, Friedhof und Pfarrkirche, 14 Uhr. XX Wilhering. Pontifikalamt, Messe in F-Dur mit F. Schubert, Stiftskirche, 10 Uhr, mit Chor und Instrumentalisten der Stiftskirche. freitag, 2. 11. 2012 XX Allentsteig. Allerseelenfeier in der Friedenskirche und Gedenkstätte Döllersheim, 13.30 Uhr, Fotoausstellung ab 12 Uhr. XX Eggelsberg. Schicksalsschläge, Leid – Wo bist du, Gott?, Pfarrheim, 19.30 Uhr, Ref.: Prof. Mag. Helmut Jobst.

Wir sind für Sie rund um die Uhr da unter www.optimundus.at Infos und Anmeldungen: Optimundus Reisewelt A- 1100 Wien, Wienerbergstraße 7 Tel.: 01-607 10 70 DW 67441 (Frau Petra Berger) Fax: 01 607 10 70 67476 Mail: p.berger@optimundus.at

XX Leonding. Requiem von G. Fauré, Pfarrkirche, 19 Uhr, mit Christine Ornetsmüller, Rufolf Königsecker, Chorgemeinschaft und Symphonie Orchester der Pfarre. XX Linz, Christkönig. Gedenkmesse, Requiem, KV 626, von W. A. Mozart, Friedenskirche, 19 Uhr, mit Chor und Sinfonia Christkönig. XX Linz, Mariendom. Requiem in d-Moll, KV 626, von W. A. Mozart, 18.15 Uhr, mit dem Domchor, Orchester und Solisten der Dommusik. XX Neuhofen a. d. K. Requiem in cMoll von J. Gruber, Pfarrkirche, 19 Uhr, mit Kirchenchor und Orchester. XX Ried i. I. Kantorengesänge und gregorianischer Choral, Stadtpfarrkirche, 19.30 Uhr, mit dem Kirchenchor. XX Schärding. Gedächtnisgottesdienst für den Stiftsdechant Dr. Gregor Schauber, Schrattenbach-Requiem von J. M. Haydn, Kurhauskirche der Barmherzigen Brüder, 17.45 Uhr, mit der Cantorey der Kirche. XX Steyr. Requiem in d-Moll, KV 626, von W. A. Mozart, Michae­ler­kirche, 19 Uhr, mit der Kirchenmusikvereinigung Sancta Caecilia. XX Vöcklamarkt. Josef-Gruber-Requiem in d-Moll, Pfarrkirche, 19 Uhr, mit Solisten, Chor und Orchester der Pfarre. samstag, 3. 11. 2012 XX Eferding. Aromapflege-Workshop, Shalom Kloster Pupping, 14.30 Uhr, mit Silvia Giuliani. sonntag, 4. 11. 2012 XX Linz, Mariendom. Messe für zwei Singstimmen und Orgel, 10 Uhr, mit Solisten der Dommusik. XX Timelkam. Aktionstag mit Pfarrkaffee, Initiativen, Vereine, Firmen und Privatpersonen zeigen umweltschonende Lebensweise, Pfarrsaal, 9 bis 16 Uhr, mit Kons. Martin Wintereder.

Ehevorbereitung Ehe.wir.heiraten.aktiv

Pilgerreise in das Heilige Land mit geistl. Begleitung „Wir begegnen dem Herrn“ 02.-09. März 2013 09.-16. März 2013 16.-23. März 2013

€ 1 .399,-

Südafrika „Safari-Gardenroute-Kapstadt“ mit Monika Sommerer 01.-10.02.2013

€ 3.499,-

XX Ried i. I. Franziskushaus, Sa., 10. 11., 9 bis 18 Uhr, Anmeldetel.: 07752/827 42.

aussaattage 29. 10.: Blatt bis 5, ab 6 Frucht 30. 10.: Frucht 31. 10.: Frucht bis 5, Wurzel von 6 bis 8 und ab 15 1. 11.: Wurzel bis 6, Blüte von 7 bis 20, Wurzel von 21 bis 23 2. 11.: Wurzel ab 6 3. 11.: Wurzel bis 6, ab 7 Blüte 4. 11.: Blüte Aus: Aussaattage 2012, M. Thun.

Liturgie Lesejahr B Lesereihe II Sonntag, 28. Oktober 2012 30. Sonntag im Jahreskreis. L1: Jer 31,7–9 L2: Hebr 5,1–6 Ev: Mk 10,46–52 Montag, 29. Oktober 2012 L: Eph 4,32 – 5,8 Ev: Lk 13,10–17 Dienstag, 30. Oktober 2012 L: Eph 5,21–33 Ev: Lk 13,18–21 Mittwoch, 31. Oktober 2012 Hl. Wolfgang, Bischof von Regensburg. L: Eph 6,1–9 Ev: Lk 13,22–30 L: 2 Kor 4,1–2.5–7 Ev: Mt 9,35 – 10,1 Donnerstag, 1. Nov. 2012 Allerheiligen. Monatlicher Gebetstag um geistliche Berufe. L1: Offb 7,2–4.9–14 L2: 1 Joh 3,1–3 Ev: Mt 5,1–12a Freitag, 2. November 2012 Allerseelen. L1: 2 Makk 12, 43–45 oder Ijob 19,1.23–27 oder Jes 25,6a.7–9 L2: 1 Thess 4,13–18 oder Röm 8,14–23 oder Phil 3,20–21 Ev: Joh 11,17–27 oder Joh 14,1–6 oder Lk 7,11–17 Samstag, 3. November 2012 Hl. Hubert, Bischof von Lüttich. Hl. Pirmin, Abtbischof, Glaubensbote am Oberrhein. Hl. Martin von Porres, Ordensmann. Marien-Samstag. Monatlicher Gebetstag um geistliche Berufe – Priestersamstag. L: 1 Kor 9,24–27 Ev: Mt 24,42–47 L: Eph 3,2–3a.5–11 Ev: Lk 9,57–62 L: Phil 4,4–9 Ev: Mt 22,23–40 L: Phil 1,18b–26 Ev: Lk 14,1.7–11 Sonntag, 4. November 2012 31. Sonntag im Jahreskreis L1: Dtn 6,2–6 L2: Hebr 7,23–28 Ev: Mk 12,28b–34 XX Annahmeschluss Termine: Donnerstag vor Erscheinungsdatum.


teletipps Sonntag, 28. Oktober 12.30 Uhr: Orientierung (Religion) Geplante Beiträge: „Ergebnisse der großen Bischofssynode in Rom“; „Konziliare Versammlung in Frankfurt“; „Der Imam auf der Parkgarage“. ORF 2

20.15 Uhr: Der Kampf ums Weiße Haus (Dokumentarfilm) Der Film gewährt spannende Einblicke in den Millionen Dollar schweren Wahlkampf beider Kontrahenten. arte

20.15 Uhr: ORFeins Tore der Welt (1+2/4;TV-Film) ORF 2/ARD Tatort (Krimireihe) ZDF Tessa Hennig: Elli gibt den Löffel ab (Reihe)

20.15 Uhr: ORFeins Soko Kitzbühel (Krimireihe) ORF 2 Universum: Die Rückkehr des Wiedehopfs (DokuReihe) ARD Mord mit Aussicht (Serie)

21.50 Uhr: Mein süßer Kanarienvogel (Dokumentarfilm) Eine vergnügliche filmische Reise durch die Türkei und Griechenland auf den Spuren Roza Eskenazis, der berühmtesten und beliebtesten Rembetiko-Interpretin, mit hohem Informationswert. ORF III

22.30 Uhr: kreuz & quer (Religion) „Ungehorsam!“: Helmut Schüller packt wieder einmal seine Koffer. Diesmal reist er nach Irland, um auch dort Priester zu treffen, sich zu vernetzen und Verbündete zu finden. // (23.05 Uhr) Das Fenster zur Welt – Die Geschichte des Zweiten Vatikanischen Konzils. ORF 2

20.15 Uhr: Die Unbestechlichen (Spielfilm, USA 1976) Mit Dustin Hoffmann, Robert Redford u.a. – Regie: Alan J. Pakula – Qualitätsvoller Politthriller und überzeugendes Plädoyer für Zivilcourage und journalistische Freiheit. arte 20.15 Uhr: ORF 2 Die Millionenshow ARD Erlebnis Erde: Wildes Deutschland: Der Main (4/Doku) ZDF Das unsichtbare Mädchen (TV-Film)

des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz

22.45 Uhr: Die Story: Die Jagd nach Land – Das globale Geschäft mit fruchtbarem Boden (Dokumenationsreihe) Welche gesellschaftlichen Folgen hat das Eindringen der Finanzwelt in die Landwirtschaft nicht nur global, sondern auch in Deutschland? ARD

20.15 Uhr: My Big Fat Greek Wedding – Hochzeit auf Griechisch (Spielfilm, USA 2002) Mit Nia Vardalos, John Corbett u.a. – Regie: Joel Zwick – Warmherzige Komödie, die von Emigrations-, Generations- und Emanzipationsproblemen erzählt. arte

Montag, 29. oktober

28. 10. bis 3. 11. 2012

dienstag, 30. oktober

Mittwoch, 31. oktober

freitag, 2. November 16.45 Uhr: FeierAbend: Schmerz und Liebe – Gedanken einer Trauerbegleiterin (Religion). ORF 2

Helga Slowacek

Donnerstag, 1.11., 12.00 Uhr: Freitag, 2.11., 12.05 Uhr: Cultus – Der Feiertag im Kirchenjahr (Religion) 26 Kurzdokumentationen stellen übers Jahr die in der Mehrzahl christlich geprägten Feiertage vor. Beginnend mit „Allerheiligen“ und „Allerseelen“, suchen sie nach ihren Wurzeln und fragen nach ihrer Bedeutung und Aktualität. ORF III 20.15 Uhr: ORFeins Soko Donau (Krimireihe) ARD Fußball/DFB-Pokal donnerstag, 1. November 10.00 Uhr: Katholischer Gottesdienst (Religion) Aus Freising, mit Weihbischof Bernhard Haßlberger. ARD/BR 20.00 Uhr: FeierAbend: Verfolgt (Religion). ORF 2

17.10 Uhr: Nächster Halt – Rom. Heilige Stadt (Religion). arte

20.15 Uhr: ORFeins Tore der Welt (3+4/4) ORF 2/ARD Rommel (TV-Film)

20.15 Uhr: Jenseits der Angst (Spielfilm, USA 1993) Mit Jeff Bridges, Isabella Rossellini u.a. – Regie: Peter Weir – Eher eine Exegese über die verwandelnde Kraft des Todeserlebnisses denn ein Katastrophenfilm, formal sehr interessant und auf innere Spannung setzend. arte

21.50 Uhr: Nader und Simin – Eine Trennung (Spielfilm, Iran 2011) Mit Laila Hatami, Peyman Moadi u.a. – Regie: Asghar Farhadi – Die genau beobachtende Studie alltäglicher Lebensumstände und familiärer wie sozialer Risse führt in den Iran von heute. BR

20.15 Uhr: Banks – Der Solist (Fernsehfilm, GB 2010) Mit Stephen Tompkinson, Charlotte Riley u.a. – Regie: James Hawes – Stil- und stimmungsvoll inszenierter Pilotfilm zu einer Krimiserie, die nach Kriminalromanen des britischen Schriftstellers Peter Robinson gedreht wurde. arte 20.15 Uhr: ORF 2/ARD Nur der Berg kennt die Wahrheit (TV-Film) ZDF Der Kriminalist (Krimireihe) 21.00 Uhr: makro: USA – Partner oder Gegner? (Magazin) „makro“ beleuchtet die deutschamerikanischen Wirtschaftsbeziehungen. 3sat samstag, 3. November 17.45 Uhr: Alpenklöster: Abtei Ettal (Film). ORF III 20.15 Uhr: Aufruhr in Holly Springs (Spielfilm, USA, 1999) Mit Glenn Close, Julianne Moore u.a. – In langsamer Annäherung an seine Figuren entwickelt Robert Altman eine treffsichere und doch sanfte Gesellschaftssatire, die zugleich zur versonnenen Parabel auf die alten Fragen nach Sein und Schein, Verleugnung und Wahrhaftigkeit wird. Servus TV. Servus TV 20.15 Uhr: ORFeins/ZDF Wetten, dass ...? BR Spiel mir das Lied vom Tod (Spielfilm)

radiophon

privat

Walter Müller Schriftsteller und Trauerredner in Salzburg

So/Do 6.04 Uhr, Mo-Mi/Fr-Sa 5.40 Uhr: Morgengedanken. In Würde leben, würdevoll begleitet und verabschiedet werden. Der Himmel, wie auch immer „Himmel“ sein wird, ist eine starke Verheißung. Für die Würde auf Erden müssen wir Menschen sorgen. ÖR

Zwischenruf ... von Ulrich Körtner (Wien). So 6.55, Ö1 Erfüllte Zeit. U.a.: (So) „Die Heilung eines Blinden bei Jericho“ (Mk 10,46-52). Bibelkommentar: Ewald Volgger. – (Do) „Die Bergpredigt: Die Rede von der wahren Gerechtigkeit“ (Mt 5,1-12a). Bibelkommentar: Anna Wall-Strasser. So/Do 7.05, Ö1 Motive – Glauben und Zweifeln. „Mystik des Todes“ – Dorothee Sölles letztes Werk. So 19.04, Ö1 Einfach zum Nachdenken. So–Fr 21.57, Ö3 Gedanken für den Tag. „Was zählt, ist dieser Augenblick“. Von Anita Natmeßnig. Mo-Mi/Fr-Sa 6.56, Ö1 Religion aktuell. Mo-Di/Fr 18.55, Ö1 Praxis. Mi 16.00, Ö1 Memo – Ideen, Mythen, Feste. „Mit Mühlstein und Wasserkübel“ –

Florian, der erste österreichische Heilige. Do 19.04, Ö1 Logos – Theologie und Leben. „Der Geschmack der Freiheit“ – Was blieb vom Zweiten Vatikanischen Konzil? Sa 19.04, Ö1 Radio Vatikan Täglich. 7.30 Lat. Messe (KW: 5885, 7250, 9645 kHz, UKW: 93,3 MHz) 16.00 Treffpunkt Weltkirche 19.20/ 20.20 Abendmagazin (Wh. f. Tag 6.20): (So) Die Bischofssynode: Schlussbetrachtung; (Mo) Weltkirchen-Magazin; (Di) Die Radioakademie (5): Bischofssynode und Neuevangelisierung; (Mi) Die Woche in Rom; (Do) Kreuzfeuer – Kirche wo es kritisch wird; (Fr) Prisma-Magazin; (Sa) Unsere Woche, mit der Betrachtung zum Sonntag – 20.40 Lat. Rosenkranz (KW: Siehe Lat. Messe)

Franz M. Glaser

So 10.00 Uhr: Katholischer Gottesdienst. Aus dem Mariendom/Linz (Foto). Mit Dompfarrer Maximilian Strasser. ÖR Do 10.00 Uhr: Katholischer Gottesdienst. Aus Greifenburg/Ktn. Mit Pfarrer Harald Truskaller. ÖR


KirchenZeitung Diözese Linz

25. Oktober 2012

Personen, Dank & Hinweise 27

Hinweis

Gedenken & DAnk

geburtstage

„„ Ausstellung über NS-Euthanasie am Obersalzberg. Seit 3. Oktober 2012 wird am Obersalzberg bei Berchtesgaden die Wanderschau „In Memoriam – Im Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms“ gezeigt. Weit mehr als 200.000 Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung wurden zwischen 1939 und 1945 getötet. Wichtige Entscheidungen über das staatliche Mordprogramm sind auf dem Obersalzberg getroffen worden. Die Schau ist eine erweiterte Version der erstmals 1999 beim Weltkongress für Psychiatrie gezeigten Wanderausstellung. Die „Dokumentation Obersalzberg“, ein Lern- und Erinnerungsort, steht auf den Grundmauern des früheren Gästehauses Adolf Hitlers und bezieht Teile der noch erhaltenen Bunkeranlagen von Hitlers Berghof ein. Neben der „Winterausstellung“ über die Euthansie (bis 7. April) gibt die ständige Ausstellung Einblicke in die Geschichte des Obersalzbergs und der NS-Diktatur.

n Simbabwe – Schlierbach. Sr. Bertholde Polterauer dankt der Missionsstelle der Diözese Linz für die Finanzierung von Batterien, in denen mithilfe eines Inverters Strom gespeichert werden kann. Da die Stromversorgung in Maradona nur sehr mangelhaft funktioniert – oft drei bis vier Tage kein Strom – ist die Anlage für das Waisenhaus eine große Hilfe.

n Am 26. Oktober 2012 feiert KonsR Herbert Mitterlehner, Ständiger Diakon, seinen 60. Geburtstag. Der gelernte Elektrotechniker stammt aus Wels und war ab 1976 Pastoralassistent in Laakirchen, Neuhofen im Innkreis und Hofkirchen im Traunkreis. 1985 wurde er zum Ständigen Diakon geweiht. Ab 1997 war er neben der Pfarrseelsorge auch als Krankenhausseelsorger in Ried und Wels tätig. Seit 2000 ist er Leiter der Krankenhaus-Seelsorge im Klinikum Wels-Grieskirchen. Er ist verheiratet und hat drei Töchter.

n Hörsching. Alois Haidvogl, Vizeleutnant i. R., ist am 13. Oktober 2012 im 93. Lebensjahr verstorben. Er gündete 1978 die Leprahilfe der Franziskanischen Gemeinschaft Österreichs, die seither mehrere Millionen Euro für Hilfsprojkete in aller Welt gesammelt hat. Haidvogl ist Solidaritätspreisträger der KirchenZeitung (1999). n Attnang. PGR-Obmann Christian Mittendorfer dankt allen, die dazu beigetragen haben, dass rund um das Erntedankfest 4.000 Euro für die Renovierung der Martinskirche aufgebracht werden konnten. Nach dem Gottesdienst schlüpften die Ministrantinnen in ihre Dirndlkleider (von links: Stefanie, Elisabeth und Theresa) und sorgten für Oktoberfest-Flair im Pfarrsaal.

XX www.obersalzberg.de

TT Entgeltliche Einschaltung

UM 10 EURO IN DEN POSTHOF, UM 1 EURO INS MUSEUM

n Am 29. Oktober 2012 vollendet GR Friedrich Donninger, wohnhaft in Geinberg, sein 70. Lebensjahr. Er stammt aus Wels und wurde 1970 zum Priester geweiht. Nach Aufgaben im Orden der Oblaten des hl. Franz von Sales kam er 1983 in die Diözese Linz und wurde 1986 incardiniert. Nach Seelsorgstätigkeit in Pischelsdorf, Pfaffstätt und Gampern war er von 1994 bis zu seiner Pensionierung 2006 Pfarr­ administrator in Enzenkirchen, ab 2002 war er zusätzlich Pfarrprovisor von Diersbach.

Im Gedenken

AK-Kulturmonat: Hurra, November! Arbeitnehmer/innen können im November mit der AK-Leistungskarte jede Veranstaltung im Posthof Linz um zehn Euro besuchen. Eintrittskarten ins AEC, ins Nordico, ins Schlossmuseum, in die Landesgalerie und ins ­Museum Arbeitswelt gibt es um einen Euro.

G

leich zu Monatsbeginn steigt im Posthof Linz das Musikfestival „AHOI POP“. Das Kulturhaus am Linzer Hafen präsentiert von 31. Oktober bis 3. November die unterschiedlichsten Spielarten aktueller Musik. Im Laufe des AK-Kulturmonats sind auch österreichische Kabarettgrößen wie Stermann & Grisse-

mann, Josef ­Hader, Roland Düringer oder ­maschek im Posthof zu Gast. Die Karten um nur zehn Euro sind – solange der Vorrat reicht – im Posthof erhältlich. Einzige Voraussetzung: die AK-Leistungskarte. Das AEC fasziniert u.a. mit der Ausstellung „Außer Kon­trolle“. Sie führt vor Augen, was im Zuge der Vorratsdatenspeicherung alles erfasst wird und welche Daten Facebook oder Google sammeln. Im Nordico ist eine Ausstellung über Hitlerbauten in Linz zu sehen, im Museum Arbeitswelt lautet das ­Thema der Hauptausstellung ­„Arbeiten und Leben in der Globalisierung“. Die Arbeiterkammer ermöglicht ih-

ren Mitgliedern, hochkarätige Kulturveranstaltungen und Ausstellungen zu einem erschwinglichen Preis zu besuchen. Ein vielfältiges und attraktives Angebot, das für fast jeden Geschmack und jede Altersgruppe etwas bietet. Das komplette Programm finden Sie unter www.arbeiterkammer.com.

Arbeiterkammer Oberösterreich Volksgartenstraße 40, 4020 Linz Telefon 050/69 06

n Am 17. Oktober 2012 ist GR P. Ludwig Fröhlich, Oblate des hl. Franz von Sales, verstorben. Der 1933 in der Oberpfalz Geborene trat 1953 in den Orden der Sales-Oblaten ein. Sein Ordensleben führte ihn in die unterschiedlichsten Aufgaben der damaligen österreichischsüdddeutschen Oblatenprovinz. Von 1986 bis 1987 war er Kaplan in Linz-Pöstlingberg.


28 Kunst & Kultur FÜR SIE GELESEN

25. Oktober 2012

KirchenZeitung Diözese Linz

„Lilypond walk“ von Sibylle Ettengruber.

BERNHARD PUSCH.

Galerie der Kreuzschwestern in Linz

Beten – im Geheimnis Heimat finden „Beten lernt man nur durch Beten“, sagt ein Sprichwort. – Stimmt. Aber dann und wann ist es gut, sich wieder einmal zu vergewissern, was es bedeutet, dass ich bete, oder was es heißt, wenn ich spreche: Vater unser im Himmel. Das neue Buch des Linzer Moraltheologen Michael Rosenberger bietet dazu eine hervorragende Hilfe. Ausgangspunkt für seine Einführung in die Theologie des Gebets ist der Begriff des Geheimnisses: Im Gebet vertraut sich der Mensch dem unverfügbar-geheimnisvollen Gott an, der – so widersprüchlich das klingt – im Geheimnis Beheimatung schenkt. Thematisch spannt der Autor einen weiten Bogen: von der Gebetspraxis der Mönche und der Mystikerinnen des Mittelalters bis zur Grundform allen christlichen Betens, des Vaterunsers. Ebenso greift er die Problematik des Bittgebets auf und vieles mehr. Was Rosenbergers „Theologie des Gebets“ auszeichnet: Sie ist so praxisbezogen und lebensnah geschrieben, dass die Lektüre auch zu einer Schule des Gebets wird. JOSEF WALLNER

Spaziergang im Seerosenteich Die Kreuzschwestern öffnen ihr Servicecenter für die Begegnung mit Künstler/ innen. In der neuen Galerie sind Arbeiten von Sibylle Ettengruber zu sehen. CHRISTINE GRÜLL

Die Frau im schwarzen Kleid steigt in den Teich und geht bis ans andere Ufer. Ihre Schritte im Wasser sind vorsichtig, aber nicht zögerlich. Ihre Spur verschwindet, die Wellen glätten sich und das Wasser liegt ruhig wie zuvor. Das Video „Durchteichen“ und weitere Arbeiten der in Linz lebenden Künstlerin Sibylle Ettengruber sind bis 30. November in der Galerie in der Stockhofstraße 2 zu sehen. Gehen ohne Hindernisse. Die Ausstellung „Vorgänge“ dokumentiert die ungewöhnlichen Wege, die Sibylle Ettengruber in Linz, Lambach und Hamburg zurückgelegt hat. Die Exponate tragen klingende Namen: „Walk-üre“ zeigt die Künstlerin im Wasser auf einer kleinen Plattform, die quer durch den Fluss gezogen wird. In „Überbooten“

geht sie über Zillen von einem Flussufer zum anderen. Das langsame, zielstrebige Gehen zieht den Blick an. „Ich gehe sehr konzentriert, und das spiegelt sich in meinen Arbeiten wieder“, sagt die Künstlerin. Nicht nur Wasser, ganze Stadtviertel hat sie einer festgelegten Linie folgend durchquert, auch durch Wohnungen und Amtsgebäude. Ein Kameramann begleitete sie dabei. „Ich möchte die Orte zeigen, die ich bei meinen Gängen entdecke“, sagt die Künstlerin, die anlässlich der Ausstellung das Grundstück der Kreuzschwestern durchmessen hat. „Round about“ und „Lilypond walk“ nimmt die Betrachtenden mit, wenn Sibylle Ettengruber durch ein leeres Wasserbecken geht, in der Hauskapelle über Kirchenbänke klettert oder in den Seerosenteich steigt. Zwei bis drei Ausstellungen sind pro Jahr geplant, kuratiert von Martina Gelsinger. Das Leitmotiv der Kreuzschwestern lautet: „Was Bedürfnis der Zeit, ist Gottes Wille“. Ein Bedürfnis unserer Zeit ist die Sehnsucht nach Ruhe. Eine Sehnsucht, der die Atmosphäre der Galerie durchaus entgegenkommt.

Fotokunst in der Galerie am Stein

Überblendete Natur

MICHAEL WESELY

Im Geheimnis geborgen. Einführung in die Theologie des Gebets, Michael Rosenberger, Verlag Echter, Würzburg 2012, 151 Seiten, € 15,30.

Schärding. Michael Wesely fotografiert Landschaften, Szenen und Gegenstände. Doch die Umrisse der Motive verfließen. Der Künstler nutzt die Möglichkeiten der Belichtung und hält in seinen Bildern fest, was das Auge nicht sieht. Zum Beispiel Lichtbahnen, die die Äste eines Baumes auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin durchweben. Die Lichtbilder der Ausstellung „Collected Light“ sind bis 23. Dezember zu sehen.


KirchenZeitung Diözese Linz

Kunst & Kultur 29

25. Oktober 2012

KULTURLAND

Sprießendes Gras: Katharina Lackner gestaltete den Altarraum neu und schuf mit „Halmen“ im Bereich des Triumphbogens einen weiteren Feierraum im Chor. KATHARINA LACKNER

Reihe Kunstgut I alt I neu: Der Feierraum in der Kirche zur Heiligen Familie in Linz

Das „Paradiesgärtlein“ MARTINA GELSINGER

Die Kirche zur Heiligen Familie in Linz war zur Zeit der Kirchweihe – vor genau 100 Jahren – die größte Kirche der Stadt. Der stattliche Bau wurde vom Linzer Dombaumeister Matthäus Schlager im Stil der Neurenaissance entworfen. Heute ist die Anzahl der Gottesdienstbesucher/innen überschaubarer geworden. So galt es Chorraum und Kirchenschiff optisch voneinander zu trennen und die kleinere Feiergemeinschaft näher um den Tisch des Herrn zu versammeln. Ein Ort der Geborgenheit. Im Rahmen eines Wettbewerbes fiel die Entscheidung auf die junge Linzer Künstlerin Katharina Lackner. Sie geht in ihrem Entwurf von einer Kindheitserfahrung aus, einer „nach oben offenen Höhle im Gras“, einem Ort in der Natur, der Geborgenheit und Schutz bietet. In die große repräsentative Geste des Kirchenraumes setzt sie „Grashalme“ aus Messing und Edelstahl, die in zwei unterschiedlichen Höhen und Reihen angeordnet sind. Der metallische Glanz tritt mit den Farben im Raum in Wechselwirkung. Mit diesem stilisierten Element gelingt es ihr, die räumliche Tiefenwirkung des Langhauses nicht grundlegend zu unterbrechen und dennoch – dem Wunsch der Pfarre entsprechend – im Chor-

raum eine eigene Zone für kleinere Feiergemeinschaften zu schaffen. Die liturgischen Orte auf der näher ins Kirchenschiff gerückten Altarzone sind als blockförmige Objekte aus Eichenholz ausgeführt. Aus dem gleichen Material sind auch die liturgischen Orte im Feierraum im Chor.

 Jubiläumsgottesdienst im Linzer Mariendom. Am Sonntag, 28. Oktober, um 10 Uhr wird das Jubiläum 20 Jahre Diözesankonservatorium für Kirchenmusik gefeiert. Der Chor des Diözesankonservatoriums unter der Leitung von Josef Habringer musiziert die „Messe in g“ von Wolfgang Kreuzhuber, gemeinsam mit dem Komponisten an der Orgel. 245 Personen haben die Privatschule bisher besucht. Der Gottesdienst wird im ORF-Radio übertragen.  Allerheiligen und Allerseelen in der Ursulinenkirche Linz. Ab Donnerstag, 1. November, ist ab 16 Uhr am Seitenaltar der hl. Ursula die Installation „Endlich“ von Martin Dickinger zu sehen. Um 20 Uhr bringt Peter Paul Kaspar Orgelmusik von Theodore Dubois zu Gehör. Am Freitag, 2. November, um 20 Uhr spricht Eva Voglhuber über den Kult um den Katakombenheiligen Clemens und seine Restaurierung. Bettina Buchholz liest aus Thomas Bernhards „In hora mortis“, im Anschluss erläutert Martin Sturm die Kunstinstallation.

Wie ein Zaun. Die als spitze Halme ausgeführten „Trennobjekte“ erinnern auch an die Latten eines Zaunes. Dieses Motiv findet sich in der bildenden Kunst in den „Paradiesgärtlein“ wieder. Damit wird ein abgegrenzter und geschützter Garten für Maria und das Jesuskind als Symbol für Geborgenheit und paradiesischen Charakter geschaffen. In der biblischen Bildsprache wiederum steht das Aufsprießen des Grases und sein schnelles Wachstum auch für das Aufblühen von Menschen und wird mit Frische und Regeneration in Verbindung gebracht. Möge der Pfarre dieses Aufsprießen des Grases im Kirchenraum auch ein Aufblühen und neue Lebenskraft für die nächsten 100 Jahre bringen.

 Totentanz in Linz. Musik und Texte zum Leben und Sterben spielen und lesen das „11 Saiten Ostgefälle“, Herwig Strobl (Bracciolina d‘amore) und Atanas Dinovski (Akkordeon), gemeinsam mit Autor Hans Dieter Mairinger im Cinematograph, Obere Donaulände 51. Danach bietet die Wirtin Traude „gediegene Zehrungsspeisen“. Anmeldung aufgrund der wenigen Plätze unbedingt erforderlich.

 Die Pfarre begeht ihr 100-Jahr-Jubiläum mit Veranstaltungen, einer Ausstellung in der Kirche und einem Festgottesdienst mit Altarweihe am Sonntag, 28. Oktober, um 10 Uhr mit Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz. www.dioezese-linz.at/linz-hlfamilie

 Termine & Anmeldung: Donnerstag, 1. November, und Samstag, 3. November, jeweils 18.30 Uhr, Email: herwigstrobl@ tele2.at, Tel. 0664/413 40 38.


KirchenZeitung Diözese Linz

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KirchenZeitung Diözese Linz

Leserforum 31

25. Oktober 2012

Nur ein Witz?

Eine Bischofs-Aufgabe

„Ein schlechter Witz“ sei der Friedensnobelpreis, der in diesen Tagen an die EU verliehen wurde. Dies meinte der tschechische Staatspräsident Waclaw Klaus. Konkret kritisierte er, dass die EU nur ein bürokratischer Machtapparat sei. Erstaunlich ist, dass der Herr Präsident anscheinend nicht unterscheidet zwischen Kritik am Grundsätzlichen und Kritik an Details. Kritik an Details wird immer nötig sein. Grundsätzlich ist die EU ein Friedensprojekt, das sich den entsprechenden Nobelpreis durchaus verdient hat. So gut wie alle EU-Politiker waren dieser Meinung. Vielleicht ist das ein Denkanstoß für Herrn Waclaw Klaus. Vielleicht. Dieses Friedensprojekt schlecht zu reden ist unverantwortlich, zumal auch Tschechien eine leidvolle Erfahrung mit Kriegen hat. Der frühere tschechische Staatspräsident Waclaw Hawel konnte die EU durchaus schätzen, denn er konnte über den nationalen Tellerrand hinausschauen.

Bischof Ludwig Schwarz wünscht, dass vom Konzilsjubiläum ein neuer Impuls für die katholische Kirche ausgeht. Über 80 Prozent der Bevölkerung wünschen, dass die österreichischen Bischöfe endlich selber Impulse setzen. Die „to do“-Liste ist elendiglich lang. Und bestens bekannt. P. Leppich SJ hat vor 60 Jahren vom Autodach aus 10.000 begeisterten Zuhörern zugerufen: „Nicken Sie nicht, tun Sie endlich etwas!“

P. Hans Grasböck SJ, Linz

Vergessene Wahrheiten Zur Leserdiskussion um die Faustyna-Bilder

Der bekannte Konzilstheologe Karl Rahner hat anerkannte Privatoffenbarungen als Imperative bezeichnet, die vergessene Wahrheiten wieder ins Gedächtnis rufen. Dies trifft für die Offenbarungen an die hl. Faustyna zweifellos zu. Für Papst Johannes Paul II. waren sie Anlass, ein neues Hochfest einzuführen, das am Sonntag nach Ostern gefeiert wird. Menschliche Darstellungen mögen unzulänglich sein. Auch Sr. Luzia, die Seherin von Fatima hat auf die Frage, ob die Gottesmutter so ausgesehen habe, wie sie nach ihren Angaben dann gestaltet wurde, geantwortet: „O kein Vergleich, kein Vergleich!“ Dass aber die Menschen vielfach vergessen haben, unter welchen Voraussetzungen uns einmal die Barmherzigkeit Gottes zuteil wird, ist leider eine vielfach vergessene Tatsache. Ansonsten bräuchte es nicht die immer wieder angemahnte Neu-Evangelisierung. P. Leopold Strobl OSB, Michaelbeuern

Gottfried Ilming, Linz-St. Franziskus

Unvergleichbar Zum Leserbrief „Schlechter Tausch“, Nr. 41, S. 31

Der Leserbrief von Herrn Josef Leibetseder, Altenfelden, kann nicht unbeantwortet bleiben. Die zurückgehende Geburtenrate nur auf die Abtreibung zurückzuführen, ist schon ein starkes Stück! Jeder nur halbwegs Informierte weiß, dass Verhütung der Hauptgrund dafür ist, angefangen von der Pille usw. Abtreibung ist nach neuesten Meldungen Gott sei Dank zurückgegangen. Herrn Leibetseders zweite Absurdheit: „Abtreibung will man mit Zuwanderung und teurer Integration reparieren“! Zuwanderung und Integration gegen Abtreibung auszuspielen, ist für mich als Christ menschenverachtend! Dritter Punkt: „Frauen zum Herd kam gut an und hat den so genannten ,Friedhof‘ von Europa heraufbeschworen“, meint er. Dieser Satz passt hinten und vorne nicht zusammen! Ich frage mich, welch verantwortungslose Meinung gegenüber den Frauen hat dieser Mann? Die Frauen müssten sich eigentlich selbst wehren! Geht es ihm mehr um Politik, als um die Sache selbst? Johann Lehner-Dittenberger, Michaelnbach

Reformen „nur aus dem Glauben“ Ich habe die vier Seiten des Hirtenbriefes der österreichischen Bischöfe eingehend durch-

gelesen, die vielen Hinweise auf die entsprechenden Bibelstellen als aussagekräftig gefunden, aber keine Lösungsvorschläge zu den im Volk viel diskutierten und auch von der Pfarrerinitiative angesprochenen Problemen wie „Zölibat der Priester“, „Sakramentenempfang von wieder verheirateten Geschiedenen“ u.a. gefunden. Im Hirtenbrief finde ich keinen Hinweis auf die Pastoralbriefe unserer Heiligen Schrift (Erster Brief an Timotheus, auch noch im Brief an Titus) wie „Wer das Amt eines Bischofs anstrebt, soll ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet, nüchtern, besonnen, ... (1 Tim 3,1–3). Er soll ein guter Familienvater sein und seine Kinder zu Gehorsam und allem Anstand erziehen“ (1 Tim 3,4). Auch die Diakone werden in 1 Tim 3, 8–13 ähnlich angesprochen und in den weiteren Texten gibt es dazu noch viele Hinweise! Was hat die röm.-kath. Kirche daraus gemacht? – Ein Zölibatsgebot! Und so wurde seit dem frühen Mittelalter unsere Glaubenslehre mit einem Gerüst von Verordnungen, Geboten und Verhaltensweisen belegt, dass man die von Jesus verkündete Frohbotschaft nicht mehr erkennen kann. Dabei räume ich ein, dass vielleicht viele dieser Bestimmungen durch den dominierenden Zeitgeist notwendig waren. Aber heute? Muss man die – vor allem für unsere Jugend so unverständliche – Tradition wirklich bewahren? (...) Hans Gierlinger, 4170 Haslach

Danke „Eine verschandelte Kirche verliert ihre Kraft.“– Ich danke Herrn Gilbert Schandera, dass er sich um dieses wichtige Thema annimmt. Das, was er im Interview mit der KirchenZeitung sagt, ist auch mir persönlich ein Herzensanliegen. Theresia Schön, Mitterkirchen

XX Veröffentlichungen bedeuten keine Zu­stimmung der Redaktion. Kürzungen vorbehalten. Zuschriften an: Kirchen­Zeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; leserbriefe@kirchenzeitung.at Entgeltliche Einschaltung


unter uns Als ich gelebt habe Ich erinnere mich, wie mir, als ich ein Kind war, meine Eltern ziemlich alt vorgekommen sind. Der Vater war tatsächlich schon ein gesetzter Herr, aber die Mutter war 33 Jahre jung, als ich in die Schule kam. Dennoch: Andere hatten jüngere Mütter. Nun bin ich jenseits der 60erGrenze und älter als viele, mit denen ich zu tun habe. Junge Menschen, die mir nahestehen, machen ganz gerne einmal ein Witzchen, ob sie mir über die Straße helfen sollen oder ähnliche freundliche Angebote. Die Jugend war wohl schon immer alters-überlegen und versprühte gerne den damit verbundenen Charme! Vor zehn Jahren – oder ist es schon 20 Jahre her? (wenn man älter wird, scheint die Zeit im Rückblick immer so kurz) – hat mir ein Jugendlicher die Chronologie des Alterns geschildert. Ohne die Lebensjahre genau zuzuordnen, nannte er zwei Kategorien: die Gruftis und dann die Kompostis.

Denk mal

Österreich!? Zum Nationalfeiertag eine kaum mehr vernehmbare und doch mahnende Stimme: ernst gansinger

Domspatz Der nimmt es mit seinem Amt genau: Verteidigungsminister Darabos verteidigt ununterbrochen seine Pläne zur Heeres-Reform.

und in den Jahren der Vorbereitung zu diesem tragischen Wendepunkt ihres Schicksals haben Österreicher eindruckvollst bewiesen, daß sie Bestien sein können ...“ Machen Sie mit. Schreiben Sie uns bis 2. November, von wem diese Zeilen stammen? Von a) Stefan Zweig, b) Alfred Polgar oder c) Egon Friedell? Wir verlosen ein österreichisches Buch.

Zu Letzteren muss mich wohl eine Jugendliche zählen, die mich in einer Diskussion über Popsongs fragte: „Hat es die schon gegeben, als du gelebt hast?“ – Ja. Und noch mehr: Als ich gelebt habe, haben alle am Leben teilgenommen.

Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: office@kirchenzeitung.at Beim Denk Mal Nr. 41 hat Johanna Hanner gewonnen. (Die Kommission, in der Bischof Laszlo war, hatte keine Zuständigkeit fürs Internet; es waren 2200 Konzilsväter und nicht Konzilsbrüder; Bischof Zauner schrieb aus Rom, dass man hier spüre, was Katholizität eigentlich bedeute – nicht was Ökumene eigentlich bedeute.)

Ernst Gansinger ernst.gansinger@kirchenzeitung.at

merk-würdig „Nur einer Kirche, die mit den Menschen geht, laufen die Menschen nicht davon.“ P. Lorenz Voith, Provinzial der Wiener Redemptoristen, will einen Schwenk von einer Überbetonung von Moralgeboten zur eigentlichen Verkündigung des Glaubens.

P.b.b. Verlagspostamt 4020 Linz, GZ 02Z031277 W

„Der Mehrheit österreichischer Menschen eigentümlich ... war die ... Neigung, auch das Schwere leicht zu nehmen. Nicht zu leugnen, daß diese angenehmen Qualitäten sich zuweilen unangenehm manifestierten: ... als Trägheit des Herzens, versteckt hinter liebenswürdiger Wurschtigkeit. In Österreich, ehe es im großdeutschen Wolfsrachen verschwand, galt der Grundsatz: ,Leben und leben lassen‘. Die Erziehung zur preußischen Maxime: ,Sterben und sterben lassen‘, machte dort erst gute Fortschritte, als das Land durch die Impotenz seiner bürgerlichen Politiker dem Verhungern und Verfaulen ausgeliefert, dem Tod keinen Lebenswillen mehr entgegenzusetzen hatte ... Der Österreicher, wenn er betrunken war, wollte die ganze Welt umarmen; der germanische Bruder, im gleichen Fall, sie kurz und klein schlagen. Im März 1938 allerdings

„Natur hat schöne Kulissen gestellt für die österreichische Szene“, heißt es im Text des gesuchten Autors. EG

KiZ-ePaper 43/2012  

Kirchenzeitung Diözese Linz