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Nr. 2 I 10. Jänner 2013 I Tel. 0732/76 10-39 44 I www.kirchenzeitung.at Einzelpreis: € 0,95 I 4020 Linz, Kapuzinerstraße 84 I Jg. 68

 Die Votivkirche in Wien war Österreichs „Hauptkirche“ in den letzten Wochen. In ihr suchen Asylwerbende Zuflucht.

 3 Interview. Franz Kehrer, Oberösterreichs neuer CaritasChef.  5 Oberösterreich. Auf der Sonnenseite.  6 Bewusst leben. Tee von seiner neuen Seite. Reuters

Asylwerber in Votivkirche zeigen: Flüchtlingsthemen sind noch nicht ideal gelöst

Die Asylampel steht auf Rot In der Wiener Votivkirche spielt sich derzeit ein Drama ab. Der Hungerstreik von Asylwerbenden zeigt, wie schwer sich die Öffentlichkeit im Umgang mit Flüchtlingen nach wie vor tut. Die Situation erinnert an die Besetzung der Hainburger Au in der Weihnachtszeit 1984. Damals versuchten Aktivisten den Kraftwerksbau zu verhindern. Diesmal geht es um Rechte von Asylwerbenden, vor allem um die Möglichkeit zu arbeiten sowie um zumutbare Wohnbedingungen. Damals lenkte die Politik ein. Diesmal spitzt sich die Situation zu. Es geht nichts weiter, die Asylampel steht auf Rot. Am 28. Dezember in den frühen Morgen-

stunden wurde das Flüchtlingscamp von der Wiener Polizei eher zerstört als geräumt, Zelte und Tische mit Baggerschaufeln „abgebaut“. Ein Teil der Asylwerbenden befindet sich seither in der Votivkirche im Hungerstreik. Das macht die Situation brisant. Österreichs Politik zeigt sich gespalten. Caritas, Kirchenvertreter, auch besonnene Politiker/innen bemühen sich um Vermittlung. Die Caritas unterstützt zum Teil die Forderungen der Streikenden, vor allem sollten sie Arbeitsmöglichkeiten bekommen. Es ist dringend, dass die Ampel auf Grün geschaltet wird – für menschliche Lösungen in der Flüchtlingsthematik. Seite 8 und 10

7  Film. „Tabu.“ – Vergangenheit ist das beste Land. 10 Panorama. Weniger Kirchenaustritte. 14 Glaube. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn. 17 For You. Der Weg zum Führerschein. 22 Impressum.


2 Meinung Kommentar

10. Jänner 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Tue Gutes – aber rede nicht darüber

Zuerst kommt der Mensch

Tue Gutes – und rede darüber. So raten es die Werbe-Experten. Unternehmen, Politiker – überhaupt alle, die Erfolg haben wollen, machen es so. Man lässt sich abbilden mit großformatigen Schecks, zeigt stolz die Bilanzen der Gutherzigkeit. Alle sollen wissen, wie gut man ist. Tue Gutes – aber rede nicht darüber. Das ist die andere Philosophie. Sie hat nicht den eigenen Erfolg im Sinn, nicht das Selbstgut-Dastehen, sondern den Nächsten, dem Gutes geschehen soll. Das entspricht eher der biblischen Haltung, die das kleine Opfer der Witwe deutlicher wahrnimmt als die großzügige Spende vor laufender Kamera. Gutherzigkeit, die in die Auslage drängt, meint es doch vorrangig mit sich selber gut. Schlecht bestellt wäre es, wenn nur das an Gutem geschähe, was auch öffentlich

Mit ihrem Offenhalten der Türen der Votivkirche für die protestierenden Flüchtlinge machte sich die Kirche nicht nur Freunde. Eine Erfahrung, die nicht neu ist. Denn immer wieder einmal musste sich die Caritas dann, wenn sie um Spenden warb, vom Wiener Zeitungsboulevard oder von bestimmten Parteien ihre „Ausländerfreundlichkeit“ vorwerfen lassen. Dabei lebt die Caritas nur das christliche Prinzip und Menschenrecht (!), dass zuerst der Mensch zählt, vor allem, wenn er Hilfe braucht.

gezeigt wird. Gott sei Dank gibt es sie – die Menschen, die „still“ ihr Gutes tun. Von der „Selbstverständlichkeit“ des Guten lebt die Gesellschaft, nicht von der inszenierten guten Tat als Sonderfall. Gewiss: Es braucht Beispiele. Es braucht Geschichten, die Mut machen, Erfahrungen, die weitergegeben werden können. Es braucht Ideen für das Gute. Doch Hauptsache bleibt: Es geschieht.

Matthäus Fellinger Chefredakteur matthaeus.fellinger@ Kirchenzeitung.at

hans baumgartner

Wenn Frauen weniger wert sind

Kopf Der Woche: dr. espérance-françois bulayumi

Der Fall der indischen Studentin, die mehrfach vergewaltigt, gefoltert und danach aus einem Bus geworfen wurde und die schließlich an den schweren Verletzungen gestorben ist, löst Entsetzen aus. Indien – ein aufstrebendes, demokratisches Land? Alle 20 Minuten kommt es dort im Durchschnitt zu einer Vergewaltigung. Die Täter werden nur selten verurteilt. In der indischen Gesellschaft sind Frauen weniger wert als Männer. Sie werden vernachlässigt, misshandelt, diskriminiert, Mädchen werden abgetrieben. Das passiert ja nicht nur in Indien, aber die Welt schaut nun hin. Und man hat den Eindruck, nur deshalb müssen sich die Tatverdächtigen jetzt vor Gericht verantworten. Das aber ist nicht genug! Frauen müssen generell gesetzlich besser geschützt werden, das gleichgültige, menschenverachtende Verhalten ihnen gegenüber muss beendet werden. Dazu ist ein Umdenken in den Köpfen, vor allem der Männer, notwendig – und nicht die Einführung der Todesstrafe für Sexualstraftäter, wie das jetzt gefordert wird.

Ein „ökumenischer Christ“

susanne huber

Seit mehr als 30 Jahren lebt der gebürtige kongolesische Autor, promovierte Philosoph und studierte Theologe Espérance-François Bulayumi in Wien. Zum Auftakt der Österreichischen Pastoraltagung (10.–12. Jänner St. Virgil/Salzburg) zum Thema „Migration und Integration“ wird er über seinen „langen Weg nach Österreich“ sprechen. susanne huber

bulayumi

Mit 23 Jahren machte sich Espérance-François Bulayumi auf den Weg. Er wollte von Kinshasa über Wien und Moskau nach Sofia, um dort am Konservatorium zu studieren. Doch er ist in Wien geblieben. „1983 hatte ich die Begegnung meines Lebens. Ich lernte den Theo„Ich bin ein transkultureller Mensch. Meine verschiedenen Wege im Leben sind untrennbar mit mir verbunden.“ EspéranceFrançois Bulayumi

logen Karl Rahner kennen“, so Bulayumi. Mit ihm hat er lange Gespräche geführt. „Ich habe ihm erzählt, dass mein Vater davon träume, dass ich Prediger werde. Obwohl ich die Theologie liebe, wollte ich damals aber lieber Schauspieler werden. Karl Rahner hat gemeint, meine Geschichte wäre die von Jonas.“ Schließlich studierte der „Afro-Wiener“ Kunstgeschichte, Theologie und Philosophie sowohl in Kinshasa als auch in Lausanne und Wien. Brückenbauer. Espérance-François Bulayumi wurde 1959 in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, geboren. „Ich bin, theologisch gesprochen, ein Mischkind, das heißt mein Vater war protestantisch, meine Mutter katholisch. Ich wurde zwar katholisch getauft, war aber in beiden Kirchen ein bisschen zu Hause und fühle mich von Kindheit an als ökumenischer Christ, mehr noch als Jesuaner. Wo das Wort Jesu gepredigt wird, da gehe ich hin.“ Der Autor mehrerer Bücher arbeitet als Bildungsbeauftragter des Afro-Asiatischen Instituts in Wien. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Am 23. Oktober 2012 wurde er für sein Engagement für Würde und Gerechtigkeit mit dem Diambour-Preis, der von der Zeitschrift „The Global Player“ erstmals verliehen wurde, ausgezeichnet. Die Jury bezeichnet ihn als „Brückenbauer in einer Welt voller Misstrauen“. (siehe Thema S. 8)


KirchenZeitung Diözese Linz

Interview 3

10. Jänner 2013

zur person

Franz Kehrer hat seine Arbeit als neuer Direktor der Caritas OÖ begonnen. Er spricht unter anderem davon, dass die Menschen wieder üben müssen, die Not des Nachbarn wahrzunehmen. Caritas/Stiftinger

Franz Kehrer, MAS, folgte zu Jahresbeginn 2013 Mathias Mühlberger als Direktor der Caritas OÖ nach. Kehrer ist seit 14 Jahren in der Caritas tätig, zuletzt als Leiter des Bereiches Mobile Familienund Pflegedienste. Davor war er Organisationssekretär der Katholischen Jungschar bzw. Geschäftsführer des Vereins zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste. Franz Kehrer lebt in Ottensheim, ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern.

„Sehe ich die Not? Will ich sie sehen?“ Der 1960 geborene Franz Kehrer nennt im Gespräch mit der KirchenZeitung als neuer Caritas-Direktor Armut, Wohnen, Pflege, Asyl und Behinderung wichtige Caritas-Themen Das Interview führte Ernst Gansinger

Was werden in naher Zukunft die großen Herausforderungen für die Caritas sein?

Dir. Franz Kehrer: Sicher geht es um die Generationen-Solidarität. Wichtig sind die Themen Pflege, Familie, Kinderbetreuung, Menschen mit Behinderungen. Wie können wir genügend Menschen für diese Arbeitsbereiche finden und die notwendigen Mittel von Seiten der Gesellschaft bereitstellen? Was geschieht zum Beispiel für jene Familien, in denen hochbetagte Menschen ihre ebenfalls schon relativ alten Kinder mit Behinderungen betreuen? Bleiben wir beim Thema „Familie“. – Worauf sollte sich die Gesellschaft einstellen?

Viele Aufgaben, die früher in den Familien geleistet wurden, werden ausgelagert: Erziehung, Pflege, Betreuung. Wir können noch nicht so richtig damit umgehen, vor allem, wenn es etwas kostet. Über die ganze Menschheitsgeschichte waren das ja Gratisleistungen, erbracht von Familienmitgliedern.

verständliche Dinge nicht mehr bekannt sind. Etwa dass man zum Palatschinken Kochen kein Rezept braucht. Manche Familien kennen nur noch Gewärmtes aus der Mikrowelle. Oft überfordert Erziehungsarbeit, daraus entstehen psychische Belastungen und Konflikte. Da muss die Ausbildung reagieren, um Grundwissen wieder in die Familien zu bringen. Im Bereich Pflege hat die Caritas OÖ die meisten Mitarbeiter/innen beschäftigt. Wird es – etwa bei den Altenheimen – noch Erweiterungen geben?

Die Caritas führt vier Alten- und Pflegeheime. Seitens der Caritas gibt es aktuell keine Überlegungen bezüglich weiterer HeimStandorte. In Oberösterreich ist die Betreuung alter Menschen auf einem hohen Niveau. Es muss aber noch mehr getan werden, um pflegende Angehörige zu unterstützen. Natürlich hat die Caritas auch in Zukunft eine wichtige Rolle, modellhaft etwas im Bereich der Pflege anzustoßen. Darüber hinaus gibt es viele andere Herausforderungen für unsere Arbeit.

Reagieren müsse die Caritas auch auf Defizite in der Haushaltsorganisation, sagten Sie jüngst.

Das wären zum Beispiel?

Die Familienhilfe nimmt wahr, dass in manchen Familien und Haushalten früher selbst-

Das Thema „Armut“. Viele haben verlernt, Armut zu sehen. Es ist eine Caritas-Aufgabe,

Bischof Ludwig Schwarz nahm am 3. Jänner das Dienstversprechen von Franz Kehrer entgegen. Diözese Linz

den Blick für die Armut zu schärfen. Sehe ich sie? Will ich sie sehen? Und wenn ich sie sehe – wie gehe ich damit um? Hier sind die Pfarren Orte des Blick-Schärfens. Oder das Thema „Wohnen“. Ich sehe mit Sorge, dass Wohnen als Geldanlage betrachtet wird. Damit Wohnung für jemanden Profit bringt, muss ein anderer dafür zahlen. Wohnen wird immer teurer, vielen zu teuer. Caritas als barmherzige Samariterin oder als zornige Prophetin, die Armuts- und Ausgrenzungs-Missstände benennt, oder als strategische Verhandlungspartnerin der Politik: Welches Caritas-Bild soll vorherrschen?

Es braucht alles: die tätige Nächstenhilfe (barmherzige Samariterin), das Stellung-Beziehen und Änderungen-Einmahnen, wenn‘s nottut, auch kräftig, und das Verhandeln, wodurch die Caritas denen, die kaum gehört werden, zu einer Stimme verhilft. Was wäre eine gute Botschaft in einem Jahr?

Dass ein Aufbruch Richtung neuer Kultur im politischen Miteinander spürbar ist und dass so Kräfte frei werden, die Arbeitslosigkeit und die Armut einzudämmen.


4 Oberösterreich Termine

10. Jänner 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Sr. Juliana Baldinger berichtet aus Ägypten von der Heiligen Nacht des 6. Jänner

Weihnachten gibt Kraft Sr. Juliana Baldinger feierte in der Nacht von 6. auf 7. Jänner 2013 in ihrer koptischkatholischen Pfarrgemeinde El Berba mit einem vierstündigen Gottesdienst das Weihnachtsfest.

n Elisabethinen. Die Faszination, die ihr 4500 km langer Fußmarsch von Arbing nach Jerusalem ausübt, ist ungebrochen. Die beiden Polizisten Johannes Aschauer und Otto Klär sowie der ehemalige Schirennläufer David Zwilling sind mit ihrem Filmvortrag über ihre sechsmonatige Pilgerreise im Krankenhaus der Elisabethinen (Palmenhalle) zu Gast.

Aus Ägypten kommen selten erfreuliche Nachrichten. Die Wirtschaft des Landes liegt danieder und die Machtkämpfe zwischen Muslimbrüdern und liberalen Kräften lähmen jeden Aufschwung. „Mitten in diesen Schwierigkeiten darf man aber das Schöne nicht übersehen“, sagt Sr. Juliana. Die Ordensfrau aus Meggenhofen lebt seit über 20 Jahren im ägyptischen Dorf El Berba: „Die Feier der Heiligen Nacht hat mir große Freude gebracht.“ Die Kirche war übervoll, vor allem die große Zahl junger Burschen ist ihr aufgefallen. Nach dem Gottesdienst, der von acht Uhr bis

gegen Mitternacht dauerte, und tags darauf wünscht man sich ein frohes Fest. Es haben sich auch viele Muslime mit ihren Wünschen eingestellt. Obwohl ein Rechtsgutachten der Muslimbrüder das seit Kurzem als Akt der Ungläubigkeit verbietet. „Ich habe das Gefühl, dass sich manche nichts vorschreiben lassen und gerade deswegen zu uns kommen!“ Sehr positiv erlebt sie auch den neu gewählten koptischen Patriarchen. Das Oberhaupt der acht Millionen Christen im Land ist für die Zusammenarbeit aller Christen sehr aufgeschlossen. Die koptisch-katholische Kirche zählt 250.000 Christen. Das Weihnachtsfest, der 7. Jänner, ist im ganzen Land – auch für die Muslime – ein Feiertag. Den ganzen Tag über kommen die Kinder zu Sr. Juliana. Vier Kilogramm Zuckerl hatte sie schon bis Mittag verteilt. Josef Wallner

XX Mi., 16. und Do., 17. Jänner 2013, jeweils um 19.30 Uhr, Sitzplatzreservierung unter Tel. 0732/76 76-2233, Eintritt: freiwillige Spenden.

n Linz: Tag des Judentums. Hans Hermann Henrix, der ka– tholische Experte für die christlich-jüdischen Beziehungen im deutschen Sprachraum und darüber hinaus, referiert an der Kath.-Theol. Privatuniversität Linz über das Thema: „Die eigentliche Quelle ist das Herz Johannes‘ XXIII. Entstehung und Wirkung der Konzilserklärung ‚Nostra Aetate‘“. XX Do., 17. Jänner 2013, 19.30 Uhr, Eintritt: € 7.–/5.– (Studenten, Senioren).

Die Sionsschwester Juliana Baldinger (rechts) mit Kindern aus ihrem Dorf El Berba.

Auf einen Blick Diakonenweihe

Stenogramm n Gampern. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung wurde kürzlich nach der Kirchturmsanierung das Turmkreuz gesteckt. Die Kosten der Renovierung betrugen 240.000 Euro, die Pfarre konnte überdies mit 800 Robotstunden beitragen. In der Pfarrkirche Gampern befindet sich ein berühmter gotischer Flügelaltar.

Andreas Paul

Enns-St. Marien. Diözesan­ bischof Ludwig Schwarz weihte am 23. Dezember 2012 in der Pfarr- und Klosterkirche EnnsSt. Marien den Franziskaner Br. Stefan Kitzmüller zum Diakon. Seit Juni dieses Jahres macht Br. Stefan in der Franziskanerpfarre das Pfarrpraktikum und absolviert den Pastorallehrgang an der KTU Linz. Br. Stefan stammt aus St. Stefan am Walde im Mühlviertel und trat nach Bauschlos-

serlehre und Matura in Horn in den Franziskanerorden ein. Seine theologischen Studien in Salzburg, Rom und Graz schloss er ab mit einer Diplomarbeit über den Franziskaner P. Cyrill Fischer aus Schwarzenberg, der schon sehr früh das menschenverachtende System des Nationalsozialismus erkannte und als einer der ersten „Warner“ gilt. Br. Stefan ist auch Animator für die Berufungspastoral im Orden und bereitet sich auf die Priesterweihe im Frühjahr vor.

Bischof Schwarz weiht Br. Stefan Kitzmüller durch Handauflegung zum Diakon. Privat


KirchenZeitung Diözese Linz

Oberösterreich 5

10. Jänner 2013

Fortdauernder Einsatz

Haus der Familie Kefer: PhotovoltaikAnlage auf dem Dach, Warmwasser-Anlage links. Oben: Engelbert Kefer. Kefer, KIZ/EG

Kefers Photovoltaik-Anlage erspart im Jahr 600 Euro Kosten und der Umwelt 800 kg CO2

Auf der Sonnenseite 2011 hat Engelbert Kefer (er war 1978 bis 1994 Verlagsleiter der KirchenZeitung) für sein Familienhaus eine Photovoltaik-Anlage errichtet. Nach mehr als einem Jahr Betrieb stellt er fest: Es hat sich sehr gelohnt! Ernst Gansinger

Akribisch führt Engelbert Kefer über Stromeinträge, Eigenverbrauch, Stromlieferung an die Linz AG und Strombezug von der Linz AG Buch. So kann er belegen, dass die Investition einer Photovoltaik-Anlage nicht nur ökologisch sinnvoll ist sondern auch ökonomisch. 6000 Kilowattstunden. Knapp mehr als 6000 Kilowattstunden Strom erzeugte die Anlage im abgelaufenen Jahr. Natürlich war der Stromeintrag je nach Wetter und Jahreszeit verschieden. Und natürlich hatte Kefers Haus auch Strombedarf zu Zeiten, als die PV-Anlage keinen Strom lieferte. So verkaufte Kefer mehr als 4400 KWh Strom zum Billigpreis von 6,2 Cent pro KWh als Überschuss an die Linz AG. Fast 1600 KWh nutzte die Familie selbst. Um den Gesamtbedarf von etwa 3550 KWh zu decken, musste sie 2000 KWh von der Linz AG beziehen (Preis etwa 21 Cent). 27 Prozent des selbst erzeugten Solarstromes hat Familie Kefer also selbst verbraucht, womit sie 45 Prozent des gesamten Bedarfs decken konnte! Eigenwilliges Förder-Prozedere. Heute, ist Engelbert Kefer überzeugt, rentiert sich eine PV-Anlage, auch ungefördert. Er selbst konnte Förderung in Anspruch nehmen, was ein Glücksfall bei der österreichischen Förderpraxis ist: Es war im April 2011. Das Umweltministerium eröffnete das Förder-Portal – man konnte nur über Internet eine Förderung be-

antragen. – Drei Minuten nach dem Start der Förderaktion schickte Engelbert Kefer seinen Antrag ab. Und war der 1984. Einreicher, aber nur etwas mehr als 1000 Ansuchen wurden berücksichtigt. Einige Monate später erhöhte das Ministerium die Fördersumme, und Familie Kefer kam doch noch zum Zug. Statt Risiko-Veranlagung eine UmweltAnlage. Um zur Fördersumme von 5.300 Euro noch die benötigten Eigenmittel von 13.000 Euro aufzubringen, verkaufte Engelbert Kefer Aktien, die ihm einige Jahre davor seine Bank als Altersvorsorge riet. Die Aktien hatten viel Wert verloren. Das Geld einer Umweltinvestition zuzuführen, zog er jetzt dem Risiko des weiteren Verfalls vor. In einem Jahr hat er dadurch mehr als 600 Euro Stromkosten eingespart. Das entspricht einer Verzinsung von 5,2 Prozent. „Wer das Kapital zur Verfügung hat, dem rate ich zu dieser Investition“, sagt Kefer. Das Wetter beachten. Familie Kefer lebt seit Jahrzehnten umwelt- und energiebewusst. Ihr Haus in Altenberg hat seit mehr als 20 Jahren eine Solar-Warmwasseranlage und ist nach der Sonne ausgerichtet, damit es optimal die Sonnen-Einstrahlung für die Raumwärme nutzen kann. Als Kefer alle Standby-Schaltungen beendete, sank der Energie-Verbrauch weiter. LED-Sparlampen sorgen für gutes Licht und geringe Energiekosten. Die PV-Anlage hat sich auch auf die Gewohnheiten der Familie ausgewirkt. Jetzt wird mit dem Wetter in Einklang gelebt: So läuft die Waschmaschine, wenn die Sonne für Strom aus der PV-Anlage sorgt. Es ist, so Kefer, ein Wissen, das früher selbstverständlich war: „Da hat die Hausfrau gewaschen, wenn die Sonne schien oder der Wind blies, weil da die Wäsche schneller trocknete.“

Auch wenn mancher Einsatz aus Altersgründen nicht mehr so wie früher möglich ist, geht das Engagement vieler KirchenZeitungs-Solidaritätspreisträger/innen vergangener Jahre weiter. Davon zeugen Briefe, die uns zu Weihnachten erreicht haben. So schreibt der Braunauer Verein zur Resozialisierung Strafentlassener (Solidaritätspreisträger des Jahres 2001): Zurzeit betreuen wir eine junge Mutter mit drei kleinen Kindern und eine afghanische Flüchtlingsfamilie mit drei Kindern ... In unserem Haus haben wir wieder einen jungen Mann aufgenommen. Wie üblich zahlen die Bewohner am Anfang keine Miete. Deshalb haben wir auch unsere monatlichen Flohmärkte. Etwa 20 Mitarbeiter arbeiten wie emsige Bienen, als wäre es für sie persönlich ... Jeden Samstag fährt eine Gruppe nach Suben, um mit den Insassen (ca. 30 Teilnehmer) hl. Messe zu feiern. Und bei der anschließenden Gruppenstunde (12 bis 15 Teilnehmer) wird bei Kaffee und Kuchen diskutiert, gebetet und über Probleme gesprochen. Sr. Roswitha Karrer von der Pfarre Steyr-St. Anna (ebenfalls 2001 Solidaritätspreisträgerin – Müll sammeln und aufbereiten fürs Recycling; mit dem Erlös werden Eine-Welt-Projekte unterstützt) schreibt: „Wir mussten leider 2010 unsere Arbeit beenden – aus Altersgründen, teils aus gesundheitlichen Gründen ... Ich bin nicht mehr in St. Anna, sondern in Laab im Walde. In St. Anna gibt es noch eine kleine Gruppe älterer Leute, die Verpackungsmaterial, Schachteln und Zeitungen sammeln, so lange sie noch können. Den Erlös erhält zur Hälfte H. Faustino, ein kongolesischer Priester, der vier Jahre in St. Anna war, die zweite Hälfte bekommt ein indischer Priester zum Bau von Kindergärten ... XX Einreichungen zum diesjährigen Solidaritätspreis sind bis 15. Februar 2013 möglich! – KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; www.solipreis.at


6 Bewusst leben

10. Jänner 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

AUFGETISCHT Apfelpunsch Teemischung: 5 Teile Apfelschalen, 3 Teile Melisse, 3 Teile fermentierte Brombeerblätter. Weitere Zutaten: 3 säuerliche Äpfel, 2 Orangen, 1 Zitrone, 200 g brauner Kandiszucker, 1 Zimtstange, 3 Gewürznelken, 150 ml Apfelkorn, 250 g Schlagobers, Zimt zum Bestreuen. Zubereitung: Fünf gehäufte Esslöffel der Teemischung übergießt man mit einem Liter kochendem Wasser, lässt den Aufguss acht bis zehn Minuten ziehen und seiht ihn dann in einen großen Topf ab. Die geschälten und in feine Scheiben geschnittenen Äpfel, das in kleine Stücke geschnittene Fruchtfleisch der Orangen, den Saft der Zitrone, Kandiszucker, Zimtstange und Gewürznelken in den Tee geben, gut umrühren und kurz aufkochen. Vom Herd nehmen, zehn Minuten ziehen lassen, den Apfelkorn unterrühren und dann durch ein feines Sieb in Gläser gießen. Jede Portion bekommt ein Häubchen Schlagobers, das mit Zimt bestreut wird.  Tee aus heimischen Kräutern und Früchten, Manfred Neuhold, Stocker Verlag, Graz 2010, ISBN 978-3-7020-1289-2.

BUCHTIPP Die Autorin zeigt Tee einmal anders, abseits von Heilkraft und Ritualen, einfach und heiter von seiner jungen Seite. Vom Afternoon-Tea über die Bubble-Teas bis hin zu Tanztee und Teeblog. Ein amüsantes, ironisch illustriertes Lesebuch mit Anleitungen zu Tee-Cocktails oder Kochen mit Tee.  Tee! Tee! Tee! Anna Burghardt, Metroverlag, Wien 2012, 128 Seiten, 16,90 Euro, ISBN 9783-7020-1289-2.

Wohlige Wärme. Nach einem Spaziergang im Schnee wärmt nichts besser als eine Tasse Tee. SILENCEFOTO – FOTOLIA.COM

Das Aufgussgetränk mit drei Buchstaben entwickelt sich zum Trend

Tee von seiner neuen Seite In seinen alten Schubladen „heilend“ und „wärmend“ ist es dem Tee nun endgültig zu eng geworden. Für die neue Generation der Teetrinker kann er noch viel mehr, er ist Lebensgefühl und verbindet Gleichgesinnte. BRIGITTA HASCH

Ausgerechnet auf dem europäischen Festland bekommen Tee-Rituale wie die sprichwörtliche „Tea-Time“ der Engländer oder die Tee-Zeremonien in China und Japan einen neuen, jungen Aufguss. Im Zeitalter der Internetforen kann man sich – gemütlich bei einer Tasse Tee – über neue Sorten, Zubehör, passendes Gebäck oder Lieferservice austauschen. Man findet Tee-Apps, Tee-Blogs, den Tee des Monats, ja sogar einen Tee-Papst – es gibt nichts, was es zum Thema „Tee“ nicht gäbe! Aufwertung. Grundsätzlich sei dem jahrtausendealten Getränk dieser neue Zugang wirklich gegönnt. Folgte doch bisher dem Wunsch nach einer Tasse Tee (anstatt Kaffee) oft sehr reflexartig die Frage: „Bist du denn krank?“ Damit reduzierte man die vielfältigen Aromen und Geschmäcker von Tee rein auf die heilende Wirkung. Das ist natürlich unbestritten der Ausgangspunkt seines Erfolges. Die Mischung verschiedener Kräuter und ihre positiven Auswirkungen auf Herz, Magen, Darm oder Schlafstörungen sind auch nach wie vor anerkannt und sehr beliebt. Ebenso wie der wärmende Charakter und die behagliche Stimmung, die mit dem Genuss von Tee verbunden sind. Aber Tee hat eben neuerdings viel mehr zu bieten. Kochen mit Tee. Ein ziemlich neuer Trend lautet: Von der Suppe über die Hauptspeise

bis hin zum Nachtisch kann alles mit Tee verfeinert werden. Rezepte für eine Tee-Vinaigrette, für ein Rindsfilet, in Teemarinade eingelegt, oder für Tee-Sorbets mit grünem Tee sind im Internet und einschlägigen Kochbüchern verfügbar. Neben dem Tee als Sud werden dabei zunehmend auch Teeblätter zum Verfeinern von Speisen eingesetzt. Sogar in ausgefallenen Cocktail-Kreationen findet man Teeblätter zum Aromatisieren. Kein Wunder also, dass einige experimentierfreudige Köche ihr Glück mit Tee-Menüs versuchen. Hochpreisig und fair gehandelt. Richtige Teeliebhaber lassen sich ihre Teemischungen individuell zusammenstellen und halten wenig von Teebeuteln, die mehr Staub als Blätter beinhalten. Die Mehrkosten werden gern in Kauf genommen, ist damit doch auch gleich das Wissen über die Herkunft und einen fairen Handel garantiert. Für die Zubereitung werden sowohl spezielle Teekannen, Teebeutel, Teesiebe und Teepads verwendet. Neu und im Kommen sind Teekapseln, obwohl sie teuer und mit viel Müll verbunden sind. Eistee und Bubble-Teas. Bei diesen Getränken ist die ursprünglich gesunde Wirkung von Tee gänzlich abhanden gekommen. Hoher Zuckergehalt, viele Kalorien und unbestimmte, bedenkliche Inhaltsstoffe haben mit den gesunden Tee-Kräutern so gar nichts mehr gemein. Kurios. Noch ein Tipp für alle, die Experten mehr trauen als dem eigenen Gaumen: Ähnlich wie beim Wein gibt es zertifizierte TeeSommeliers, die ihre Inspirationen zum TeeKauf, Anleitungen zur Zubereitung oder den Ziehzeiten gerne weitergeben.


KirchenZeitung Diözese Linz

Kunst & Kultur 7

10. Jänner 2013

Kulturland

Film: „Tabu“, das Meisterwerk von Miguel Gomes, zeigt die emotionale Kraft des Kinos

Das verlorene Paradies in den Kolonien Markus Vorauer

„Tabu“, der dritte Spielfilm des portugiesischen Regisseurs Miguel Gomes, lotet die Erzählmöglichkeiten des Mediums Film auf eine Weise aus, wie man sie schon lange nicht mehr im Kino gesehen hat. Es ist ein Film in zwei Teilen und einem Prolog: Der Zusammenhang wird aber nicht, wie so oft im aktuellen Filmgeschehen, überkonstruiert ausgestellt und nicht alles läuft in einem Brennpunkt zusammen. Vielmehr spiegeln und löschen sich die scheinbar disparaten Abschnitte gegenseitig.

Johann Baptist Reiter, Kinderbildnis Rosa Mayer. Im Kinsky Kunst Auktionen

schwarzen Haushälterin (Isabel Cardoso) unterstützt wird, ist der erste Teil „Das verlorene Paradies“ gewidmet. Er interessiert sich scheinbar etwas zu sehr für die Beziehung zwischen Aurora, die spielsüchtig und paranoid ist, und der hilfsbereiten Nachbarin. Wirklich Aufregendes passiert nicht. Gomes setzt jedoch versteckte Zeichen, um die Einsamkeit von Pilar, die Melancholie von Aurora und die bissige Ironie der Haushälterin von den Kapverdischen Inseln anzudeuten. Die Zeichen werden erst in der Spiegelung durch den zweiten Teil erkennbar, der durch den Tod von Aurora eingeleitet wird.

Werke von Johann Baptist Reiter gesucht

Melancholie der Erinnerung: Regisseur Miguel Gomes erzählt vom Leben in den Kolonien mit Partys und schnellen Autos. Stadtkino wien

Fallen in der Erzählung. Im Prolog sieht man einen Forscher, der sich mit Tropenhut, Feldflasche, Rucksack und eingeborenen Trägern einen Weg durch einen Dschungel schlägt. Dieser erinnert an Studiodekorationen aus einem Hollywood-Film der 1950erJahre. Von Melancholie über den Verlust einer Liebe getrieben wird er am Ende dieser Sequenz ins Wasser gehen. Die Zuseher/innen werden mit einer Frau konfrontiert, die allein in einem Kino das eben Berichtete als Film mit großem Mitgefühl aufgenommen hat. Das war die erste erzählerische Falle, in die man tappt. Weitere werden folgen: „Was ich Ihnen erzähle, ist nicht die Realität, es sind Erzählungen“, heißt es einmal am Beginn dieses Erzählabschnittes. Das verlorene Paradies. Pilar (Teresa Madruga), die Frau aus dem Kino, ist eine einsame gutgläubige Katholikin, die sich sozial und religiös engagiert. Ihr und ihrer Nachbarin Aurora (Laura Soveral), die von einer

Der schönste Film des Jahres. „Paradies“ wird vom Italiener Gian Luca (Carloto Cotta) in einem Altershospiz erzählt und führt in die Kolonialgeschichte Portugals in Afrika. Dort war er vor 40 Jahren der Geliebte von Aurora (Ana Moreira). „Paradiesisch“ waren die Zustände in der Kolonie: SwimmingPools, schnelle Autos, Partys und Jagden. Den Erinnerungen haftet etwas Melancholisches an. Dafür hat Gomes eine ausgeklügelte Bild- und Tonästhetik gewählt. Der Film wurde in Schwarzweiß gedreht, der erste Teil in 35 mm, der zweite in 16 mm, was den Bildern eine gröbere Körnung verleiht. „Tabu“ ist eine Referenz an den Film und das klassische Kino geworden, mit einer einzigartigen Ästhetik. Es war der schönste Film des abgelaufenen Kinojahres und legt die Latte für 2013 sehr hoch. (Langversion unter www. kirchenzeitung.at/kultur) u Einführung & Diskussion zur Premiere am Freitag, 11. Jänner, 21 Uhr im Linzer Moviemento.

Zum 200. Geburtstag des bedeutendsten oberösterreichischen Malers des 19. Jhs. planen das Stadtmuseum Nordico und das Schlossmuseum in Linz ab Juni eine Ausstellung zu seinem Gesamtwerk. Viele Bilder sind verschollen. Die Kurator/innen bitten nun die Besitzer/innen von Werken um Hinweise. u Kontakt: Tel. 0732/70 70-36 05, E-Mail: elisabeth.nowak-thaller@ lentos.at oder Tel. 0732/77 44 19-45, E-Mail: l.schultes@landesmuseum.at

n Ausstellung in Linz. Die Katholische Hochschulgemeinde lädt am Mittwoch, 9. Jänner, um 20 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Identität“ in die Galerie der Universität, Mengerstraße 23. Die Künstlerin Barbara Mandl studiert Textil, Kunst & Design an der Kunstuniversität Linz. In ihren Arbeiten geht sie der Frage nach, woran Menschen ihre Identität festmachen. Zu sehen bis 23. Februar. n Alte Musik in Linz. Das Barockensemble der Anton Bruckner Privatuniversität und Studierende der Cembaloklasse führen am Freitag, 11. Jänner, um 19.30 Uhr im Großen Saal der Universität, Konzerte für Cembali und Streicher von J. S. Bach auf. n Ausstellung in Amstetten. Der Künstler Alois Lindenbauer präsentiert am Donnerstag, 17. Jänner, um 19.30 Uhr in der Rathausgalerie Amstetten sein Kunst-Geo-Projekt zu den Weyrer Bögen. Sie sind die wichtigste tektonische Querstruktur in den nördlichen Kalkalpen und verbinden Oberösterreich, Niederösterreich und die Steiermark. Bis 1. März


8 Thema

10. Jänner 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Österreichische Pastoraltagung von 10. bis 12. Jänner in St. Virgil in Salzburg

Religion als Weg zur Integration Religion „kann sowohl Vehikel als auch Störfaktor für den Integrationsprozess sein“, sagt Espérance-François Bulayumi. Der gebürtige kongolesische Schriftsteller, promovierte Philosoph und studierte Theologe lebt seit 1982 in Wien. Er ist einer der Referenten der Österreichischen Pastoraltagung, die sich heuer mit dem Thema „Migration und Integration“ beschäftigt.

susanne huber

Migration hat es weltweit immer gegeben. Die Suche nach besseren Arbeitsbedingungen oder auch Kriege, Verfolgung und Vertreibung veranlassen Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen. Die Integration von Zuwanderern gestaltet sich im Aufnahmeland aber oft schwierig. Angst vor dem Fremden führt zu Vorurteilen und Ausgrenzung. „Wenn Menschen als Migranten in ein fremdes Land kommen, bringen sie in ihrem Rucksack auch ihre Religion und Kultur mit. Und das kann nicht einfach negiert werden“, sagt Espérance-François Bulayumi, Bildungsbeauftragter des Afro-Asiatischen Instituts in Wien. Vehikel oder Störfaktor. Angesichts der Integrationsdebatte in Europa „ist Religion wieder aktuell geworden und ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Für den Integrationsprozess kann Religion einerseits ein Vehikel, eine Chance sein“, so Bulayumi. „Die erste Adresse, an die sich Migranten im Aufnahmeland ­wenden, sind sehr oft die Religionsgesellschaften, die ihnen Tür und Tor öffnen und ihnen begleitend und hilfreich zur Seite stehen. Religion spielt in dieser Hinsicht eine positive, wichtige Rolle als Weg zur Integration.“ Andererseits kann Religion aber auch ein Störfaktor sein. „Häufig sind es Jugendliche der zweiten, dritten Generation von Migranten, die hier in Österreich oder in Europa geboren sind und

in ihrer neuen Heimat keinen Platz finden. Wenn sie in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen, nicht wirklich aufgenommen oder ernst genommen werden oder ihre Eltern sehr dominant sind, dann stören sie, versuchen gegen die Religion ihrer Eltern zu protestieren und sind auch leichte Beute für Extremismus. Integration ist dann schwer möglich.“ Nachbarschaftshilfe. Integration ist nicht nur eine Sache der Politik und der Gesetze. Integration gelingt auch durch gute Nachbarschaftshilfe. Das weiß Espérance-François Bulayumi aus eigener Erfahrung. Von 1988 bis 1996 arbeitete der Kongolese als Pfarrvikar bei der Evangelisch-Methodistischen Kirche im 15. Bezirk in Wien. „In der Nähe der Kirche gibt es ein Altersheim und rundherum im Bezirk waren viele Kinder aus türkischen und ex-jugoslawischen Migrantenfamilien, die Probleme in der Schule hatten. So habe ich die Pensionisten, unter ihnen ehemalige Deutschlehrer, gefragt, ob sie diesen Kindern stundenweise an Nachmittagen in der Pfarre bei den Hausaufgaben helfen, mit ihnen lernen und spielen. Sie waren damit einverstanden und das hat wunderbar funktioniert.“ Salonrassismus. Vorurteile gegenüber Migranten sind auch in Österreich gang und gäbe. „Ich habe weniger ein Problem damit,

Dr. EspéranceFrançois Bulayumi ist Bildungsbeauftragter des Afro-Asiatischen Instituts in Wien. Er referiert bei der Österreichischen Pastoraltagung über persönliche Erfahrungen sowie über „Religion – ein Vehikel oder ein Störfaktor für den Integrationsprozess“. bulayumi

wenn Leute mich auf der Straße als ,Neger‘ beschimpfen, als vielmehr mit dem vorherrschenden Salonrassismus. Damit meine ich, dass die Leute dich spüren lassen, dass du für sie ein Bittsteller bist. Das ist noch schlimmer als die Vorurteile, denen man auf der Straße begegnet“, sagt Espérance-François Bulayumi. Er kenne viele hochgebildete Menschen, die nicht wahrgenommen werden oder denen Informationen verweigert werden, weil sie eine andere Hautfarbe haben. „Es ist leichter das Meer und hohe Sperrmauern zu überwinden, als nach der Überwindung der physischen Hürden das Leben würdevoll zu gestalten“, so der Schriftsteller. Barrieren auflösen. Entscheidend ist laut Bulayumi etwas gegen die bestehenden Voreingenommenheiten zu tun. „Meine Philosophie ist, wenn ich merke, jemand hat mir gegenüber unbegründete Vorurteile, dann versuche ich zu zeigen, wer ich wirklich bin. Wegen meiner Hautfarbe ist es oft so, wenn man mich sieht, aber noch nicht hört, dann ist automatisch eine Barriere vorhanden. Deshalb versuche ich durch Kommunikation diese Barriere aufzulösen. Das gelingt, sobald die Leute hören, dass ich ihre Sprache spreche.“ Gemeinsamkeiten suchen. Von seinem Großvater hat der Afro-Wiener, wie er sich selbst bezeichnet, folgendes gelernt: „Wenn du in ein fremdes Land gehst und dort lebst, dann musst du lernen so zu tanzen wie diese Leute. Wenn sie ihren Tanz mit dem linken Fuß beginnen, dann sollst auch du den Tanz so beginnen, um nicht zu provozieren. Später kannst du dann von deiner Kultur erzählen und sagen, bei uns im Kongo beginnen wir den Tanz mit dem rechten Fuß.“ Integration brauche Zeit, funktioniere nicht wie eine Einbahnstraße und der Dialog sei wichtig, so Bulayumi. „Meine Vision ist, nach Gemeinsamkeiten in den abrahamitischen Religionen, dem Judentum, dem Christentum und dem Islam, zu suchen. Und diese Gemeinsamkeiten könnten uns einander näher bringen und zu Frieden führen. (Siehe Kopf der Woche)


KirchenZeitung Diözese Linz

Thema 9

10. Jänner 2013

zur sache 2007 eröffnete in Graz das erste „Lerncafé“. In den Welser Pfarren St. Josef/Pernau und Hl. Familie/Vogelweide sowie in Marchtrenk gibt es ebenfalls Lerncafés. Vorläufer wie die von kirchlichen Jugendzentren oder der Caritas organisierten Lernhifeangebote gab es bereits. So wie diese setzen auch die Lerncafés auf die Mitarbeit von Freiwilligen. Es gibt hier aber auch professionelleLeitung, Eltern und Schulen werden einbezogen. Lerncafés verstehen nicht nur bessere Deutschkenntnisse, sondern „umfassende Bildung“ als „Baustein der Integration“. Seit 2010 stehen die Lerncafés auf der „best practice“-Liste der EU. Bis zu drei Nachmittage pro Woche verbringt der 12-jährige Jan im Lerncafé in Lustenau, um in familiärer Atmosphäre gemeinsam mit Ehrenamtlichen wie Gabi Fetz zu lernen. rinner

XX Infos und Orte: www.caritas.at/ hilfe-einrichtungen/lerncafes/

Das Caritas-Lerncafé – ein Erfolgsmodell

Kostenlos, aber keineswegs umsonst „Lernen macht hier Spaß“, erklärt Jan. So eine Aussage ist aus dem Mund eines Zwölfjährigen eher ungewöhnlich. Aber die Lerncafés der Caritas sind auch ungewöhnlich: Sie verbinden Lernen, Integration und kindlichen Spaß – und das mit Erfolg. S. Rinner/H. Baumgartner

Im lichtdurchfluteten Keller des Theresienheims in Lustenau herrscht konzentrierte Stille. Sechs Kinder sitzen gemeinsam mit ein paar erwachsenen Ehrenamtlichen um den Tisch, der mit Heften und Büchern bedeckt ist. Es wird gelernt. Englisch, Deutsch und Mathe. Einen Raum weiter geht es etwas lauter, aber nicht weniger konzentriert zu: Fadime und Derya arbeiten dort an einem Plakat für die Schule, das sie mit Filzstiften und Farben verschönern möchten. Daneben prüft der ehrenamtliche Mitarbeiter Ulrich gerade die Hauptstädte Europas ab. Lernen fürs Leben. Das Lerncafé in Lustenau gibt es seit gut einem Jahr – und es kann durchaus schon Erfolge vorweisen: Freundschaften wurden geschlossen, Lehrer/innen melden schulische Weiterentwicklungen und die Kinder haben Spaß am Lernen. 26 Schüler/innen kommen an bis zu drei Nachmittagen pro Woche ins Theresienheim, um ge-

meinsam mit zwölf Freiwilligen und einer Koordinatorin ihre Zeit zu verbringen. Im Mittelpunkt stehen dabei natürlich Hausaufgaben und die Vorbereitung auf Tests und Schularbeiten. „Nebenbei“ werden aber auch die sozialen Kompetenzen der Kinder und das Verständnis für verschiedene Kulturen und Religionen gefördert. Kostenlos, aber nicht umsonst. Im Lustenauer Theresienheim befindet sich eines der inzwischen 25 Lerncafés der Caritas, die in allen Bundesländern ein kostenloses Lernund Nachmittagsprogramm für Schüler/innen zwischen sechs und 15 Jahren anbieten. Ausgangspunkt war die Erfahrung, dass es für Kinder von Zuwanderern – aber nicht nur für sie – Hürden im Schulalltag gibt, die ohne Hilfe von außen nicht bewältigt werden können. Die Gründe dafür sind vielfältig: kein Geld für Nachhilfestunden, kaum Platz zum Lernen in viel zu kleinen Wohnungen, niedriges Bildungs- und Sozialniveau der Eltern, mangelhafte Deutschkenntnisse oder fehlende Zeit der Eltern. Entwickelt wurde das Projekt von der Caritas Graz, die im Herbst 2007 damit im Stadtteil Gries startete. Die Idee fiel zunächst in der Steiermark (Graz-Lend, Leoben und Knittelfeld), in Niederösterreich (Amstetten) und Kärnten (Wolfsberg) auf fruchtbaren Boden.

Richtig österreichweit durchgestartet ist dieses Modell im vergangenen Jahr durch die finanzielle Unterstützung des Staatssekretariates für Integration. Familiär und persönlich. Eines zeigte sich bereits in kurzer Zeit: Der Bedarf besteht und das Caritas-Projekt Lerncafé kommt nicht nur bei den Kindern und vielen Eltern gut an. Vertreter/innen der Schulen melden rasche Lernerfolge zurück, die die Leiterin der youngCaritas-Vorarlberg, Margaritha Matt, vor allem auf eines zurückführt: den familiären und persönlichen Charakter im Lerncafé, wo wirklich auf die Stärken und Schwächen der Kinder eingegangen werden kann. Möglich ist das erst durch die zahlreichen Freiwilligen, die sich hier engagieren. Gabi Fetz und Ulrich Hämmerle sind zwei von ihnen. Sie wollten „etwas Sinnvolles für andere machen“ und fanden im Lerncafé den Ort, wo sie ihre lange Erfahrung als Lehrer/in ideal einbringen können. Belohnt werden sie mit den Lernerfolgen ihrer Schützlinge und mit einer im Schulalltag oft kaum spürbaren Freude am Lernen. Dazu trägt sicher auch die fix im Nachmittagsablauf eingeplante Freizeit- und Spielstunde bei. Sportliche Aktivitäten sind dabei ebenso beliebt wie kleine Ausflüge, kreative Workshops oder Quizspiele. Und sogar auf die „gesunde Jause“ wird geachtet.


10 Panorama stenogramm n Jahr der Diakonie. Die soziale Ungleichheit in Österreich darf nicht noch weiter anwachsen. Davor warnte der evangelische Bischof Michael Bünker zu Jahresbeginn. Gleichzeitig kündigte er ein „Jahr der Diakonie“

10. Jänner 2013

Kirchenasyl: Seit 18. Dezember befinden sich rund 40 Flüchtlinge in der Votivkirche

Zuerst der „Mensch in Not“ Diese Woche befasst sich die Österreichische Pastoraltagung mit der Thematik „Migration und Integration“. Die aktuelle Begleitmusik kommt auch aus der Wiener Votivkirche. Begonnen hat es mit einem Protestmarsch von Flüchtlingen aus dem Erstaufnahmezentrum Traiskirchen. Sie forderten eine bessere Unterbringung, Zugang zu Arbeit und Bildung sowie Asylverfahren, in denen tatsächlich auf die Fluchtgründe der Einzelnen mehr als bisher eingegangen wird. Erst vor kurzem kritisierte die langjährige ORF-Russland-Korrespondentin Susanne Scholl, dass Asylwerber aus Tschetschenien seit einiger Zeit fast generell abgelehnt und trotz erheblicher Gefährdung auch abgeschoben würden.

Bischof Michael Bünker kündigt „Jahr der Diakonie 2013“ an. EPD.

für die evangelische Kirche an, um das notwendige soziale Engagement der Pfarrgemeinden zu stärken und zu fördern – denn es brauche Kräfte, die politisch und praktisch für jene eintreten, die an den Rand gedrängt werden. „„ Sternsinger-Botschaft. Bei ihren zahlreichen Besuchen bei Spitzenpolitiker/innen haben die Sternsinger nicht nur gute Weihnachts- und Neujahrsgrüße ausgerichtet und für ihre Projekte gesammelt. Sie meldeten sich auch mit dem deutlichen Wunsch an die Politiker/innen, die staatliche Entwicklungshilfe ab 2014 „substanziell anzuheben“. Derzeit steht eine weitere Senkung der direkten Projekthilfe von 90 Millionen Euro im Jahr 2010 auf knapp über 50 Millionen (2014) im Raum. „„ Junge Flüchtlinge. Das von den Salesianer/innen und Jugend Eine Welt gegründete DonBosco-Flüchtlingswerk hat Anfang Jänner in Wien seine zweite Wohngemeinschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eröffnet. Damit fanden zehn junge Asylwerber, deren Unterbringung in Traiskirchen höchst umstritten war, eine neue Heimat. Das salesianische Flüchtlingswerk betreibt bereits seit acht Jahren die Wohngemeinschaft „Abraham“ für 15 minderjährige Flüchtlinge und bietet seit zehn Jahren das FlüchtlingsFreizeitprojekt „Tobias“ an.

KirchenZeitung Diözese Linz

Auch Christus war ein Asylwerber, schrieben die protestierenden Flüchtlinge in der Votivkirche an die Wand. Reuters

Am 24. November wurde im Votivpark das Flüchtlingscamp aufgeschlagen, das dann Zustrom aus mehreren Asyleinrichtungen bekam. Das Camp wurde knapp vor Silvester von der Polizei geräumt. Am 18. Dezember, dem Internationalen Tag der Migranten, zogen rund 40 Campbewohner in die Votivkirche um – davon ein Drittel endgültig abgelehnte Asylwerber. Die einen sprechen von einer illegalen Besetzung einer Kirche und fordern das Eingreifen der Polizei. Die kirchlich Verantwortlichen betrachten es als „Kirchenasyl“. Kardinal Schönborn machte das auch deutlich, als er betonte: „Wir stehen, unabhängig davon, wieweit die einzelnen Forderungen berechtigt und erfüllbar sind, an der Seite der Menschen, die sich aus ihrer Sicht in einer Notlage befinden.“ Dem entspricht auch das Handeln der Caritas und der evangelischen Diakonie: Obwohl die Flüchtlinge ihr Angebot, in geheizte Quartiere zu übersiedeln bzw. ihr Ersuchen, den seit Weihnachten andauernden Hungerstreik abzubrechen, abgelehnt haben, sorgen sie weiterhin für deren Versorgung und gesundheitliche Betreuung. Ein Gespräch von Flüchtlingsvertretern mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner brachte keine Lösung. Mehr Bewegung der Politik bei den erfüllbaren Forderungen fordern die neue Präsidentin der Frauenorden, Sr. Beatrix Mayrhofer, und P. Lorenz Voith von der Superiorenkonferenz nach Besuchen in der Votivkirche.

Diözesen

2011

2012

Veränderung in %

Austritte in % der Katholikenzahl

Eisenstadt

1.483

1.133

-23,6

0,56

Feldkirch

3.069

2.629

-14,3

Graz

10.516

9.547

-9,2

Klagenfurt

3.700

2.938

-20,6

Innsbruck

3.818

3.271

-14,3

Linz

9.249

7.886

-17,7

0,78

Salzburg

4.858

3.800

-21,8

0,78

St. Pölten

4.969

5.004

+0,7

Wien

16.941

16.217

-4,3

Österreich

58.603

52.425

-10,5

Kirchenaustritte 2012

1,05 1,1 0,75 0,83

0,95 1,28 0,97

Die am 8. Jänner veröffentlichte Kirchenstatistik 2012 ergibt einen Rückgang der Katholikenzahl in Österreich von 5,4 auf 5,36 Millionen. Die Kirchenaustritte sind (verglichen mit den jeweils zu Jahresbeginn gemeldeten Zahlen) österreichweit um 10,5 Prozent zurückgegangen, besonders deutlich in den Diözesen Eisenstadt, Klagenfurt, Salzburg und Linz. Ein Ausreißer im allgemeinen Trend ist St. Pölten. Nach dem Austrittsrekord von 2010 (85.954) haben sich die Austrittszahlen auf einem sehr hohen Niveau „eingependelt“.


KirchenZeitung Diözese Linz

Panorama 11

10. Jänner 2013

In Indien werden Frauen häufig diskriminiert und unterdrückt. Das Land brauche endlich eine Gleichstellung von Mann und Frau, so Kardinal Oswald Gracias, Vorsitzender der Indischen Bischofskonferenz. Über neue Gesetze hinaus sei ein Bewusstseinswandel nötig. kiz/huber

Indien: Gegen Diskriminierung von Frauen Der Vorsitzende der Indischen Bischofskon­ ferenz, Kardinal Oswald Gracias, hat die fort­ währende Diskriminierung von Frauen im Land angeprangert. „Die indische Gesell­ schaft braucht endlich eine Anerkennung der Gleichstellung von Mann und Frau“, sagte Gracias kürzlich in Radio Vatikan. Neue Gesetze allein reichten hierzu nicht aus. Die Gesellschaft müsse grundsätzlich darüber nachdenken, wie es zu Vergewaltigungen wie jener in Neu-Delhi kommen könne. Es bedürfe eines Bewusstseinswandels, um den

verlorenen „Sinn für Ethik, Moral sowie den Respekt vor der Würde des Menschen“ wie­ derzugewinnen, so Gracias. Zugleich verwies der Erzbischof von Bombay auf Initiativen der katholischen Kirche in Indien zur Stär­ kung der Rechte von Frauen. Am 16. Dezem­ ber war eine 23 Jahre alte Studentin in der indischen Hauptstadt in einem Bus von sechs Männern vergewaltigt und anschließend aus dem Fahrzeug geworfen worden. Das Opfer erlag am 29. Dezember seinen schweren Ver­ letzungen. Der Fall hatte in Indien landes­

Mehr als 30.000 Christen Anglikanerinnen treten beim Taizé-Treffen zum Katholizismus über Das 35. Europäische Jugendtreffen der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé ist am Mittwoch ver­ gangener Woche in Rom zu Ende gegangen. Über 30.000 junge Christ/innen waren in die italieni­ sche Hauptstadt gereist, um sechs Tage zu beten, zu singen und über den Glauben zu sprechen. Höhe­ punkt des Treffens war ein Abend­ gebet mit Papst Benedikt auf dem Petersplatz, an dem rund 45.000 Menschen teilnahmen. In seiner Abschlussansprache in der Late­ ranbasilika rief der Leiter der Ge­ meinschaft von Taizé, Frère A ­ lois, die Jugendlichen auf, sich von der Wirtschaftskrise nicht entmuti­ gen zu lassen. Das nächste Treffen soll in Straßburg stattfinden.

Elf anglikanische Nonnen aus Süd­ england sind gemeinsam mit ihrer Oberin zum Katholizismus übergetreten. Die Frauen aus der „Com­ munity of St Mary the Virgin“, einem der ältesten Orden der eng­ lischen Staatskirche, sind jetzt dem Personalordinariat „Our Lady of Walsingham“ eingegliedert. Diese diözesanähnliche Struktur war von Papst Benedikt geschaffen worden, um anglikanischen Christen die katholische Kirchenzugehörigkeit unter Beibehaltung der anglikani­ schen Tradition zu ermöglichen. Vor allem die Entscheidung ang­ likanischer Teilkirchen, Frauen zu Weiheämtern zuzulassen, hatte zu Protesten unter Gläubigen und zu Austritten geführt.

weit zu Protesten gegen die Unterdrückung von Frauen geführt und weltweit Aufmerk­ samkeit erregt. Der Generalsekretär der Ver­ einten Nationen, Ban Ki Moon, drückte „tie­ fes Bedauern“ über den Vorfall aus. Gracias sagte weiter, die Kirche in Indien unterneh­ me „sehr viel“, um auf die Diskriminierung von Frauen aufmerksam zu machen. So seien bischöfliche Kommissionen eingerichtet worden, die sich für die Rechte von Frauen einsetzten. In der Di­özese Bombay gebe es zudem Diskussionsforen für dieses Thema.

weltkirche „„ Holocaust-Leugner. Der britische Holocaust-Leugner und Traditionalisten-Bischof Richard Williamson muss sich im Jänner erneut in Deutschland wegen Volksverhetzung vor Gericht verantworten. „„ Syrien. Der Syrienkonflikt hat nach UN-Angaben inzwischen über 60.000 Menschen das Leben gekostet. Zwischen dem 15. März 2011 und dem 30. November 2012 seien 59.648 Personen getötet worden, teilte das UN-Hoch­ kommissariat für Menschenrechte in Genf mit. n P. Askanius Vetter, Deutschlands ältester Franziskaner, ist seinen Verletzungen beim Brand im Kloster Füssen erlegen. Am vergangenen Sonntag brach im Wohnbereich des 100-jährigen Ordensmannes ein Feuer aus, das mehrere Verletzte forderte und erheblichen Sachschaden anrichtete. OFM.DE


Sonntag

Taufe des Herrn – Lesejahr C, 13. Jänner 2013

Kind Gottes – Du! In Armut und Kälte hineingeboren spürt Jesus von Beginn an mütterliche Liebe. Bei der Taufe am Jordan erfährt er Vaterliebe. Bei drei Evangelisten, bei Matthäus, Markus und Lukas, finden sich die Worte: „Du bist mein geliebter Sohn.“ Auch Jesus „braucht“ die Atmosphäre des Guten. Vom Segen des Vaters getränkt kann er seinen Weg gehen.

Evangelium

1. Lesung

2. Lesung

Lukas 3, 15–16. 21–22

Jesaja 42, 5a. 1–4. 5–6

Apostelgeschichte 10, 34–38

Das Volk war voll Erwartung, und alle überlegten im Stillen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei. Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. [...] Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen. Und während er betete, öffnete sich der Himmel, und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.

So spricht Gott der Herr: [...] Seht, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwählter, an ihm finde ich Gefallen. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er bringt den Völkern das Recht. Er schreit nicht und lärmt nicht und lässt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen. Das geknickte Rohr zerbricht er nicht, und den glimmenden Docht löscht er nicht aus; ja, er bringt wirklich das Recht. Er wird nicht müde und bricht nicht zusammen, bis er auf der Erde das Recht begründet hat. [...] Ich, der Herr, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen, ich fasse dich an der Hand. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund für mein Volk und das Licht für die Völker zu sein: blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu holen und alle, die im Dunkel sitzen, aus ihrer Haft zu befreien.

Da begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist. Er hat das Wort den Israeliten gesandt, indem er den Frieden verkündete durch Jesus Christus; dieser ist der Herr aller. Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat: wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm.


Wort zum Sonntag

Christian, ich liebe dich! „Alles in ihnen schrie nach Liebe“, sagt Jean Vanier. Als der Philosophieprofessor 1963 erstmals behinderte Menschen in einer psychiatrischen Anstalt in Frankreich aufsuchte, war er schockiert. Um die 200 Menschen lebten dort auf engstem Raum, teilweise an den Betten angebunden. Sie gingen den ganzen Tag im Kreis herum, hatten keine Namen, keinen Wert. Vanier gab seine Karriere als Professor auf und gründete im französischen Trosly die erste Arche, eine Gemeinschaft von Menschen mit und ohne Behinderung. Heute gibt es weltweit 137 Gemeinschaften. „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.“ In Armut und Kälte hineingeboren spürt Jesus von Beginn an mütterliche Liebe. Und jetzt bei der Taufe am Jordan, am Beginn seines Wirkens, erfährt er Vaterliebe. Bei allen drei, bei Matthäus, Lukas und Markus, finden sich die Worte: „Du bist mein geliebter Sohn.“ Auch Jesus „braucht“ die Atmosphäre des Guten. Vom Segen des Vaters getränkt kann er seinen Weg wagen bis zum bitteren Ende.

freeday / photocase.com

Das Gefühl, von Menschen und Gott angenommen und geliebt zu sein, vermag Menschen gewaltig zu verändern. Viele Jahre nachdem Jean Vanier die Arche gegründet hat, erfahre ich dies in der Arche in Tirol: Da wird die Sonnenbrille, hinter der sich eine behinderte Bewohnerin lange Zeit versteckte, nicht mehr gebraucht. Da wird das Essen nicht mehr hastig verschlungen, weil keine Angst da ist, dass es einem vor der Nase weggegessen wird. Ich selber erfahre es bei meiner Geburtstagsfeier in der Arche. Alle Mitfeiernden sind eingeladen, mir gute Wünsche zuzusprechen. Viele klug ausformulierte und bestens durchdachte Wünsche kommen da. Dann ist Doris, eine behinderte Bewohnerin, an der Reihe. „Christian, ich liebe dich von ganzem Herzen“, sagt sie frisch von der Leber und drückt mir einen Kuss auf die Wange. Alle anderen Worte sind plötzlich schal geworden.

Gedanke Gottes

Zum Weiterdenken

„Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur,

„Du bist mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter.“ Ich sage mir selber, ich sage meinem Gegenüber einfach mal: „Du gefällst mir, ich mag dich. Ich nehme dich an, wie du bist.“

ganz egal ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur. Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu. Du bist du. Das ist der Clou, ja du bist Du.“

christian sint war Gemeinschaftsleiter der Arche

jürgen werth

Gemeinschaft Tirol und ist seit 2008 Seelsorger an der Hospizund Palliativstation Innsbruck. Den Autor erreichen Sie unter u sonntag@kirchenzeitung.at


Die Offenbarung der Barmherzigkeit Gottes

Das Gleichnis vom „verlorenen Sohn“ Mit dem Evangelisten Lukas feiern die Katholik/innen in diesem Jahr 2013 die Gottesdienste. Sein Gleichnis von der Barmherzigkeit des Vaters kann auch als Leitmotiv für das Jahr – besser: für das Leben insgesamt – gelten. Es geht um Barmherzigkeit zugunsten des Lebens.

Johann Hintermaier

Die berühmte Stelle in Lk 15,11–32 wurde von einer Überschrift geprägt, die dem Sinn der ganzen Stelle nicht gerecht wird: „Das Gleichnis vom verlorenen Sohn“. Denn es geht erstens in dieser Stelle um zwei Söhne und zweitens ist auch die Rolle des Vaters zentral. Deshalb nennen wir sie heute auch oft „Das Gleichnis vom barmherzigen Vater“. Ich spreche bei diesem Gleichnis gerne von den „zwei suchenden Söhnen“. Lukas stellt Jesus als einen dar, der den Verlorenen nachgeht und sie sucht. Er will, dass alle Menschen zu einem erfüllten Leben in Freude gelangen. Wie so häufig bringt Lukas Beispiele aus dem Leben. Familienprobleme, Erbstreiterei, Ansehen in der Familie, Erwachsenwerden, Konflikt zwischen Geschwistern, Hilflosigkeit der Eltern … sind hier vordergründig angesprochen. Historisch steht der ältere Sohn wohl für das Judentum, das „immer schon beim Vater war“, der jüngere symbolisiert die Kirche aus dem Heidentum, die nach manchen Irrwegen zum Vater findet. Auf einer tieferen Ebene geht es um die Offenheit des Vaters für alle, die sich ihm zuwenden. Gott ist da und er lässt sich finden von denen, die ihn suchen. Der jüngere Sohn und sein Absturz. Der jüngere Sohn fordert von seinem Vater den ihm zustehenden Teil. Erbe ist der ältere Sohn, so muss der jüngere seinen Weg außerhalb der Familie suchen. Der Vater teilt sein „Vermögen“ auf. Im griechischen Text steht

hier „bios“, das „Lebensunterhalt/Leben“ bedeutet und nicht einfach den materiellen Besitz meint. Frei können wir hier übersetzen: Der Vater gibt dem jüngeren Sohn sein Leben in die Hand. Der setzt nun seine Träume, Wünsche und Sehnsüchte um. Er will weg, weit weg und endlich „leben“. Nach Lk 15,13 zieht es ihn „in ein fernes Land“. Er möchte den althergebrachten Konventionen entfliehen. Das Fremde und das Neue wirken häufig besonders attraktiv und verlockend, besser und schöner. So macht er sich auf den Weg. Dabei setzt er sein Leben und seine Lebensgrundlagen leichtfertig aufs Spiel. Die Bindung zur Herkunftsfamilie ist gebrochen, die alten Freunde sind weg, die neuen lassen ihn stehen. Als zu allem Unglück auch noch eine Hungersnot kommt, ist der Absturz nicht mehr aufzuhalten. Er ist als Schweinehirt tätig, was für das jüdische Ambiente eine zusätzliche Erniedrigung darstellt. Dafür ist er doch nicht bestimmt. Aufbrechen – eine schmerzliche, aber heilsame Wende. Ist es herzlose Tragik oder unausweichliche Wirklichkeit, als man dem Verzweifelten sogar das Schweinefutter verweigert? Man füttert Menschen nicht mit Schweinefutter ab, könnte man aus diesem Text lesen. Das ist nicht menschenwürdig. Diese Perikope will uns etwas anderes lehren und einen anderen Weg aufzeigen. Die Wende beginnt sich da abzuzeichnen, wo der jüngere Sohn „in sich geht“ und der Wirklichkeit ins Auge blickt. Wo er nicht mehr vor sich selbst davonläuft und sich be-

täubt, sondern sich mit dem eigenen Leben konfrontiert. Die eigene Situation anzuerkennen, ohne die dunklen Seiten zu verdrängen, ist der Beginn der Umkehr. Er geht in sich und fasst den Entschluss „aufzubrechen“. Dieses Aufbrechen hat eine doppelte Bedeutung. Es bricht etwas Zugedecktes in seinem Inneren auf und äußerlich bricht er tatsächlich auf. Er macht sich auf den Weg. Im Urtext steht dafür „anastas“, das dieselbe Wurzel hat wie das Wort „Auferstehung“. Der Aufbruch des Sohnes ist „Auferstehung“ im Alltag. Die Erinnerungen an eine gute Kindheit und Vergangenheit sind hilfreich, die entsprechenden Schritte zu tun. Aus dieser Perspektive der „Auferstehung“ deutet er sein bisheriges Leben als „Sünde“, als unversöhntes und isoliertes Leben. Viele tun sich nicht leicht mit diesem Begriff „Sünde“, weil er vielfach eng und verdinglicht gesehen wurde und wird. Dieser Sohn hat sich von allen losgesagt und sich mit seiner Lebensweise immer mehr in die Isolation manövriert. Sich lossagen und absondern von Gott, den Menschen und letztlich von sich selbst, das ist Sünde. Er will umkehren und sich neu ausrichten. Heilsame Umarmung für Vater und Sohn. Wie schmerzlich muss es für den Vater gewesen sein, zusehen zu müssen, wie sein Sohn so weit weg von dem ist, was er für gut erachtet. Umso beachtlicher ist seine Reaktion, als der Sohn zurückkommt. Der Vater läuft ihm entgegen und sagt kein Wort wie „Ich habe es dir ja gesagt!“ oder „Musste das sein?“ …


KirchenZeitung Diözese Linz

Glaube 15

10. Jänner 2013

Impuls Ich lese langsam das Gleichnis vom barmherzigen Vater (Lk 15,11-32) und überlege folgende Fragen n Was ruft das Gleichnis in mir wach? n Wie verstehe ich das Gleich­ nis jetzt? n Welche Person oder Haltung liegt mir am nächsten? n Welche Fragen habe ich zu dem Text? XX Ihre Anregungen und Fragen werden von einer kompetenten Mitarbeiterin des Bibelwerkes beantwortet. Schreiben Sie an bibelkurs@kirchenzeitung.at

Rembrandt van Rijn: Heimkehr des verlorenen Sohnes. Öl auf Leinwand, um 1666, Eremitage St. Petersburg. Rembrandt stellt Gottes barmherziges Wirken mit einer weiblichen und einer männlichen Hand dar – väterlich und mütterlich. wikipedia

Er hebt auch nicht den Zeigefinger, sondern breitet seine Arme aus und nimmt ihn ein­ fach an. Er gibt ihm seine Würde zurück. Der Vater ordnet ein Fest an und gemeinsam kön­ nen sie nun feiern, dass der Sohn seinen Ent­ schluss in die Tat umgesetzt hat und zurück­ gekommen ist. Der brennende Zorn des Bruders. Der ­ältere Sohn kann sich nicht freuen, als er er­ fährt, dass für seinen Bruder ein Fest gefei­ ert wird. Wieder kommt der Vater heraus, geht ihm entgegen und redet ihm zu. Es hilft nicht. Der Ältere hat seinen freien Willen. Zudem macht der Zorn auch blind, wie ein Sprichwort sagt und die Realität zeigt. Leider macht uns die Einheitsübersetzung Schwierigkeiten, wenn vom „Erfüllen des Willens“ gesprochen wird. Es ist für uns schon schwer nachvollziehbar, dass der älte­

re Sohn so distanziert bleibt, wenn er doch immer den „Willen“ des Vaters erfüllt hat. Tut er das hier zum ersten Mal nicht? Im Ur­ text und anderen deutschen Übersetzungen steht nicht das Wort „Wille“, sondern „Ge­ bot/Gesetz“. Da wird das Ganze nun deutli­ cher: Der ältere Sohn hat zwar immer die Ge­ bote erfüllt, aber tiefer ist er in der Erkenntnis des Willens des Vaters (im Glauben) nicht ge­ kommen. Es ist das Festhalten am (äußeren) Erfüllen der Gebote, was hier als Problem aufgezeigt wird. Lukas spielt damit auf den Gesetzes­ gehorsam Israels an, das bei aller Gesetzeser­ füllung den Willen des Vaters letztlich nicht verstanden hat. Der ältere Sohn müsste auch so wie der jüngere „in sich gehen“, um den Willen des Vaters zu erkennen. Wenn wir nur „nach Vorschrift“ leben und handeln, sagt uns dieses Gleichnis, dann ist

Beziehung nicht mehr möglich. Man lebt nebeneinander her. Sei es in den Beziehun­ gen zu anderen, zu Gott und auch zu sich selbst. Der Wille des Vaters ist Leben. Es ist ein schwieriges Unterfangen für den älte­ ren Sohn bei all seinem ordentlichen und geordneten Tun zu entdecken, was der Wil­ le des Vaters ist und worin seine persönliche ­Lebensbestimmung liegt. Das Gleichnis zieht die Leser und Hörer mit­ ten ins Geschehen hinein: Allen, die den Text hören oder lesen, steht die Barmherzig­ keit des Vaters offen. Er möchte jeden Men­ schen mit Leben erfüllen. Umkehr und Hin­ wendung zum barmherzigen Vater eröffnen Wege des Lebens. XX Von Jänner bis April 2013 wird an 23 Orten der Linzer Bibelkurs angeboten. An vier Abenden geht es um eine lebendige Aufbereitung biblischer Themen. Programmheft erhältlich unter bibelwerk@dioezese-linz.at , Tel. 0732/76 10-32 31.

Dr. Johann Hintermaier, Bischofsvikar für Erwachsenenbildung, lehrt Neues Testament in Linz. KIZ/Archiv


„„ Peter und der Wolf. Ballett für Kinder zur bekannten Musik von Sergej Prokofjew. Jede Figur in der Geschichte ist einem be­ stimmten Instrument zugeord­ net und hat ein eigenes musika­ lisches Thema.

KK

Jetzt schlägt’s aber 13 Du kennst sicher den Aberglauben, dass die Zahl 13 Unglück bringe. Wenn das wirklich so wäre, hätten wir heuer ein schlechtes Jahr vor uns. Gut, dass es nur ein Aberglaube ist!

XX Vorstellungen ab 5. 1., Kammerspiele, Promenade 39, Linz, Termine und Karten: www.landestheater-linz.at, Tel. 0800/218 000.

„„ Kreativ kochen. Koch-Werk­ statt mit den Donauwirtinnen für alle 6- bis 14-Jährigen. Du kannst alle drei Module besuchen oder einzelne auswählen.

Die Redensart „Jetzt schlägt es aber dreizehn“ verwendet man, wenn etwas Ungewöhnli­ ches, Unerwartetes oder gar Unmögliches passiert ist. Das kommt daher, dass eine Uhr eben auch unmöglich „dreizehn“ schlagen kann.

XX Termine: So., 13. 1., 20. 1. und 10. 2., 15 Uhr, im Gasthaus Die Donauwirtinnen, Webergasse 2, Linz-Urfahr

Freitag, der 13. Jedes Jahr hat mindes­ tens einen und höchstens drei Freitage, die auf den 13. Tag eines Monats fallen. Heu­ er passiert das im September und im Dezem­ ber. Keine Angst, es geschehen nicht mehr Unglücksfälle oder Unfälle an diesem Tag, du kannst dich – so wie an allen anderen Freitagen – auf das Wochenende freuen!

suche brieffreundin Klara ist 9 Jahre alt und auf dem Land zuhause. Sie kann Querund Blockflöte spielen. Über eine Brieffreundin, die etwa im glei­ chen Alter ist, würde sich Klara sehr freuen. XX Schreib an: Klara Baumgartner, Kletzenmarkt 6, 4701 Bad Schallerbach.

lach mit piepmatz „„ „Verzeihung! Sind wir uns nicht schon einmal im Winter im Café Berger begegnet, mein Herr?“ – „Seltsam, dass Sie mich nach so langer Zeit wiedererken­ nen!“ – „Sie nicht, aber meinen Mantel!“

din oder einen Brief­freund? Ich freu mich auf deine Post! kiki@kirchenzeitung.at, KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Deine gitti

Frage 1: 13 ist eine Primzahl, das heißt, sie ist nur durch 1 und durch sich selbst teil­ bar. Welche Primzahl liegt in der Zahlenrei­ he nach 13? Frage 2: Die Ziffernsumme der Jahreszahl 2013 lautet „6“ (2 + 0 + 1 + 3 = 6). In welchem Jahr wird es die Ziffernsumme 6 das nächste Mal geben? Frage 3: In der Jahreszahl 2013 kommen lau­ ter verschiedene Ziffern vor. In den letzten Jahren war mindestens eine Ziffer doppelt. Aber wann waren zuletzt alle Ziffern verschie­ den? XX Mach mit und schicke deine Lösungen bis 18. Jänner an: kiki@kirchenzeitung.at oder KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Auf drei Gewinner/innen warten schöne Preise!

Rund 50 Sternsinger/innen der Katholischen Jungschar kamen am 28. Dezember 2012 in die Wiener Hofburg. Sie kamen aus ganz Österreich (und eine Gruppe aus der Slo­ wakei), um Bundespräsident Dr. Heinz Fischer die Friedensbot­ schaft und den Segen für das neue Jahr zu überbringen. Mit dabei eine Sternsinger-Gruppe aus der Pfarre Waizenkirchen.

balduin baum

Schlaukopf oder Wün­sche an KiKi? Suchst du eine Brieffreun­

Rätselspaß zur Zahl 13. Du brauchst kein Rechengenie zu sein, um diese drei Fragen richtig lösen zu können, viel Spaß dabei!

Sternsinger aus Waizenkirchen bei Bundespräsident Fischer

kiki-kontakt „„ Schick deine lustigsten Witze an: piepmatz@kirchenzeitung.at oder an PIEPMATZ, Kapuziner­ straße 84, 4020 Linz. „„ Hast du Fragen an den

Die KirchenZeitung für Kinder 10. Jänner 2013

Peter Kubelka

Da geh ich hin


10. Jänner 2013 AGENTUR WALDHÄUSL

Der Führerschein gehört für viele Jugendliche einfach zum Leben Sieben von zehn Führerschein– neulingen erwerben ihren Schein vor dem vollendeten 18. Lebensjahr. Ein guter Trend? Wir sprachen mit Sebastian Rappl, dem Vorsitzenden der Katholischen Jugend OÖ.

in ländlichen Gebieten mehr Bedeutung haben als in der Stadt. Für Jugendliche ist es wichtig, dorthin zu kommen, wo sie hinwollen, und das ist in der Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln bedeutend einfacher.

INTERVIEW: MATTHÄUS FELLINGER

Stellen sich junge Leute genügend die Frage, ob sie überhaupt mit dem Auto unterwegs sein wollen?

Was braucht es an Verkehrspolitik für die Zukunft?

Wenn es darum geht, den Führerschein zu machen, wird diese Frage sicherlich bei nur wenigen jungen Menschen berücksichtigt werden. Mit dem Älterwerden wird aber auch diese Frage zunehmend an Bedeutung gewinnen und auch die Wertigkeit wird sich verschieben. Der Führerschein gehört zum Lebenslauf selbstverständlich dazu und wird gemacht, sobald man ihn sich leisten kann oder braucht, zum Beispiel für Fahrten an den Arbeitsplatz.

Die große Herausforderung ist es, Jugendlichen zu ermöglichen, die gewünschten Wegstrecken zurückzulegen. Einen nachhaltigen Lebensstil zu fördern, ist insgesamt Aufgabe der Verkehrspolitik. So müssten die Bahnlinien ins Kremstal und ins Untere Mühlviertel ausgebaut werden, preisgünstige Österreich-Tickets für alle Verkehrsmittel und die Förderung der Entwicklung neuer und umweltschonender Antriebstechnologien sind ebenfalls notwendig.

Man kann jetzt noch früher – ab 15,5 Jahren – die Ausbildung für den Führerschein beginnen. Ein guter Trend?

Sebastian Rappl: Für Jugendliche bedeutet das eine Entlastung in der Führerscheinausbildung und die Möglichkeit, den L17 mit der ersten Stufe der Motorradausbildung zusammenlegen zu können. So bieten sich ihnen neue Chancen, was ich als eine positive Entwicklung erachte. Die Chance, den Führerschein schon früher zu machen, wird

cd-tipp

aufgeschnappt

Nowhere Train weckt Erinnerungen an Johnny Cash Es war einmal, da begab sich eine Hand voll Musiker auf eine elftägige Zugreise quer durch die Alpenrepublik. Das Ziel war, gemeinsam Spaß zu haben, Musik zu machen und frei nach Jack Kerouac „on the road“ zu sein. Und so besuchte die Combo verschiedenste größere und kleinere Kaffs zwischen Neusiedler- und Bodensee und bespielte Züge, Wohnzimmer, Marktplätze, Bootsanlegestellen, verschiedene Clubs, kleine Festivals und Justizvollzugsanstalten, was Erinnerungen an Johnny Cashs legendäre Gefängniskonzerte in Folsom und San Quentin wach werden ließ. All

szene

Sind Motorrad und Auto für das Prestige unverzichtbar?

In erster Linie geht es darum, unabhängig zu werden und nicht auf andere angewiesen zu sein, um ans Ziel zu kommen. Je nach Milieu ist das Fahrzeug mehr oder weniger stark Prestigeobjekt. Sebastian Rappl ist ehrenamtlicher Vorsitzender der Katholischen Jugend OÖ.

 Führerscheinland. In Oberösterreich werden mit ca. 17.800 Neuausstellungen jährlich die meisten Führerscheine in ganz Österreich ausgestellt, vor den bevölkerungsreicheren Ländern Wien und Niederösterreich. Ein Viertel der Führerscheine werden mit der L17Ausbildung erworben.

xx

dies ereignete sich im Frühsommer 2009 (und ist nach wie vor als Tourtagebuch auf fm4.orf.at/ nowheretrain nachzulesen). Jetzt, mehr als drei Jahre später, hat die Spaßpartie „Station“ – ihren ersten Longplayer – veröffentlicht. Und die Musik scheint genau jenes Lebensgefühl widerzuspiegeln, das die bunt zusammengewürfelte Band im Sommer 2009 begleitete: „Free as a bird“, hieß es damals wohl. Dieses Album biegt ganz und gar in der amerikanischen Folk- und Countrytradition um die Ecke und erinnert immer wieder an Johnny Cash und Bob Dylan (ja, ich nehme diese großen Namen an

dieser Stelle nur allzu gern in den Mund). Doch es ist vor allem der Sound von Mumford And Sons, der durch Banjo, Ukulele, Akkordeon und die restliche stromlose Instrumentierung wachgerufen wird. Und langsam schmelzen Berge zu endlos weiten Steppenlandschaften und die A1 mutiert zur Route 66. Ach ja, die lustigen Vagabunden nennen sich Nowhere Train – wie denn auch sonst? KLAUS RAUSCHER  Nowhere Train – Station (erschienen bei Rough Trade).


18 Termine namenstag

Rainer Druckenthaner, Küchenverantwortlicher der Burg Altpernstein, frisch verheiratet. Privat

Rainer Sebastian (14./20. 1) Gefeiert wird mein Namenstag in meiner Familie nicht wirklich. So begann ich erst spät, mich mit meinen Namenspatronen auseinanderzusetzen. Rainer (14. 1.), ein Einsiedler aus der Nähe von Osnabrück, weihte sein Leben der Buße und Selbstkasteiung und öffnete seine Klause erst, um die Sterbesakramente zu erhalten. Dagegen Sebastian (20. 1.). Als Hauptmann am Hof Diokletians bekannte er sich zum Christentum und wurde deshalb vom Kaiser vor ein Erschießungskommando gestellt, welches er jedoch überlebte, nur um nach seiner Genesung abermals seine Liebe zu Christus zu bekräftigen. Erneut zum Tode verurteilt wurde er – diesmal „erfolgreich“ – hingerichtet. Einer der Welt und seinen Wundern zugewandten Person wie mir war der leidenschaftliche, mutige Sebastian immer näher als der sich allem Schönen entsagende Rainer. Ich identifizierte mich immer mehr mit romantisch-mutigen Helden, die für ihre Überzeugungen einstehen, als mit schaurig-düsteren Asketen. RAiner Druckenthaner

10. Jänner 2013

freitag, 11. 1. 2013 XX Altenhof. „Live im Wintergarten“, Wintergarten, Café Hausruckwald/assista Das Dorf, Altenhof, 19 Uhr. XX Wels. Einfach so, Benefizkonzert für Rumänien, Hotel Amedia, Traunpark, 19.30 Uhr, mit Tombeck. Samstag, 12. 1. 2013 XX Wels, Herz Jesu. WeihnachtsOratorium, Kantaten 1–3 und 6, J. S. Bach, 19 Uhr. sonntag, 13. 1. 2013 XX Eferding. Eins, zwei, drei, im Sauseschritt läuft die Zeit, wir laufen mit, Literarisches Café, Pfarrzentrum St. Hippolyt, 16 Uhr, mit Prof. Wolfgang Jungwirth. XX Kirchdorf a. d. Krems. Weihnachts-Oratorium, Kantaten 1–3 und 6, J. S. Bach, Stadtpfarrkirche, 19 Uhr. XX Kremsmünster. Messe in C von F. Aumann, Stiftskirche, 10.15 Uhr, mit dem Kirchenchor. XX Linz. Sonntagsmusik im Salon, Werke von Mozart und Brahms, Landesgalerie, 17 Uhr, mit dem Minetti- Quartett. XX Linz, Mariendom. Motetten von H. Schütz, 10 Uhr, mit dem Vokalensemble der Dommusik. XX Linz, Stadtpfarre Urfahr. Messe mit Übersetzung in Gebärde, Pfarrkirche, 10 Uhr. XX Linz, Stadtpfarrkirche. Im Namen Gottes, Persische Lieder, Veranstaltung der persisch-katholischen Kirche, 9.15 Uhr, mit Paulus Kenner, Mohsen Jazdanpanah. XX Ottensheim. Arabischer Frühling am Beispiel Syrien, Impuls, Pfarre, 10.30 Uhr, mit Dr. Reiner Steinweg. XX Schlägl. Kleine Pastoralmesse von A. Diabelli, Stiftskirche, 10 Uhr, mit der Cantoria Plagensis, M. Schürz. XX Spital a. Pyhrn. Krippenmesse von J. Kronsteiner, 9.30 Uhr. XX Steinerkirchen a. Innbach. „Kripperlroas“ mit der kfb, Treffpunkt in der Marktkirche, 16 Uhr. XX Steyr, Stadtpfarre. Die Jesuiten, Vortrag, Pfarrheim, 10.30 Uhr, mit P. Paul Mühlberger SJ. XX Vöcklamarkt. Festgottesdienst „500 Jahre spätgotische Pfarrkirche

KirchenZeitung Diözese Linz

Maria Himmelfahrt“, Orgel-Solomesse von W. A. Mozart, 10 Uhr.

aussaattage

montag, 14. 1. 2013 XX Linz. Partnerwahl und Partnerschaft – Nähe, Leidenschaft, Bindung, Beziehungsfallen-Vortrag, Festsaal Neues Rathaus, 19 Uhr, Ref.: Univ.Prof. Dr. Manfred Hassebrauck. XX Linz. zeit/gespräch des Forums St. Severin, Café „Gonaras Sternhagel“, Pfarrplatz 10a, 19.30 Uhr, mit Dominika Meindl. XX Linz, Guter Hirte. Wehrpflicht Ja/Nein oder ganz anders?, Pfarrheim, 19.30 Uhr, mit Mag. Markus Pühringer. XX Roitham. Homöopathie, nichts drin – nichts dran?, Pfarrheim, 20 Uhr, Ref.: Dr. Edgar Gubo. XX Vorchdorf. Filzen für Anfänger, Pfarrsaal, 14 Uhr, mit Andrea Cecon.

dienstag, 15. 1. 2013 XX Linz. Versorgungsangebote im Suchtbereich in OÖ, Interdisziplinärer kriminalpolitischer Arbeitskreis des Forums St. Severin, Diözesanhaus, 19 Uhr, Ref.: Mag. Margit Seidl. XX Linz. Dienstags-Kammermusik, Werke von L. van Beethoven, Landesgalerie, 20 Uhr, mit Florian Feilmair. XX Vorchdorf. Patientenverfügung. Selbstbestimmt leben – bis zuletzt, Pfarrsaal, 20 Uhr, Ref.: MR Dr. Wolfgang Wiesmayr. XX Wels. „Mit Gott abrechnen: Was hab ich denn verbrochen?“, Brunnengespräch, Klinikum Wels-Grieskirchen, Andachtsraum, 19.15 Uhr, mit Pfarrer Johann Bachmair. mittwoch, 16. 1. 2013 XX Grieskirchen. Fasten auf Italienisch, Wanderkino, Bibliothek „Lesefluss am Gries“, 19 Uhr. XX Haibach o. d. D. Unser Pfarrer Paulinus: seine Wurzeln, seine Heimat, Pfarrheim, 19.30 Uhr, mit Dr. Paulinus Adaedu. XX Linz. Hauptsach‘ gsund! – Hauptsach‘ gsund?, City-Senior/innen-Treff, Priesterseminar, 14.30 Uhr, Ref.: Dr. Bernhard Reiter. XX Linz. Auf dem Jerusalemweg, Vortrag, Krankenhaus der Elisabethinen, Palmenhalle, 19.30 Uhr, mit David Zwilling u.a. XX Linz. Musik im Jazzkeller, Kath. Hochschulgemeinde, Mengerstraße

14. 1.: Wurzel bis 4, ab 5 Blüte 15. 1.: Blüte bis 16 --------16. 1.: ------------17. 1.: ------------18. 1.: Blatt von 1 bis 24 19. 1.: Frucht ab 1 20. 1.: Frucht bis 22

Aus: Aussaattage 2013, M. Thun. 23, 21 Uhr, mit dem Class Jazz Club. XX Linz, St. Franziskus. Mit einer Queen zu den schönsten Königsstädten der Ostsee, Vortrag mit Bild und Ton, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Erich und Reinhard Schiemer. XX Puchenau. Glauben ist alles!, Filmabend, Pfarrsaal, 20 Uhr. XX Putzleinsdorf. Mut zur Wandlung, Was wir heute noch vom Zweiten Vatikanischen Konzil lernen können, Vortrag, Gasthaus Ranetbauer, 20 Uhr, Ref.: Mag. Martin KranzlGreinecker. XX St. Georgen i. A. Das Schmerzfrei-Ganzkörper-Trainingsprogramm, Klostersaal, 20 Uhr, mit Karl Doppler. XX Waldhausen i. S. Klangschalenmeditation, Stift, 19 Uhr, mit Edith Aumaier. donnerstag, 17. 1. 2013 XX Arbing. Kailash, Bildervortrag, Pfarrsaal, 20 Uhr, mit Ferdinand Knoll. XX Attnang. Den Körper fließend verstehen, Benefizvortrag zugunsten bedürftiger Familien, Großer Pfarrsaal, 19 Uhr, Ref.: Jakob Bretbacher. XX Gampern. ... eine gute Nachricht bringen, das Lukasevangelium heute, Pfarrheim, 19 Uhr, mit Mag. Renate Leidinger, Pfarrer Hans Ortner. XX Hofkirchen a. d. T. Jin Shin Jyutsu, Pfarsaal, 19 Uhr, mit Aloisia Öhlinger. XX Kirchheim i. I. Das Leben ist schön, Filmvorführung, MID Kulturraum, 20 Uhr. XX Linz. Auf dem Jerusalemweg, Vortrag, Krankenhaus der Elisabethinen, Palmenhalle, 19.30 Uhr, mit David Zwilling u.a. XX Linz. Die eigentliche Quelle ist das Herz Johannes‘ XXIII., die Konzilser-

Linzer Bibelkurs 2013 Das Bibelwerk lädt von Jänner bis April 2013 zum Bibelkurs ein. Die Veranstaltungsreihe findet an vier Abenden von Jänner bis April, jeweils 19 bis 22 Uhr, statt. Der erste Abend zum Thema „Eine gute Nachricht bringen“ startet an den folgenden Terminen: XX Ansfelden, Do., 24. 1., Pfarrhof. XX Attnang, Mo., 14. 1., Maximilianhaus. XX Gampern, Do., 17. 1., Pfarrheim.

XX Katsdorf, Mo., 21. 1., Pfarrheim. XX Königswiesen, Mi., 16. 1., Pfarrheim. XX Lest b. F., Mo., 14. 1., Lesterhof. XX Linz, Do., 17. 1., Haus der Frau. XX Linz, Mo., 21. 1., 16 bis 18 Uhr, Diözesanhaus. XX Linz, St. Franziskus, Di., 8. 1., Pfarrsaal. XX Linz, St. Markus, Do., 31. 1., Pfarrheim. XX Linz, Stadtpfarre Urfahr, Mi., 16. 1., 9 bis 12 Uhr, Pfarrheim. XX Losenstein, Do., 10. 1., Gasthaus Blasl. XX Munderfing, Di., 22. 1., Pfarrsaal.

XX Pabneukirchen, Di., 22. 1., Pfarrzentrum. XX Polling, Di., 8. 1., Pfarrheim. XX Ried i. I., Di., 15. 1., Franziskushaus. XX Rohrbach, Di., 15. 1., Pfarrheim. XX Schärding, Mi., 30. 1., Pfarrzentrum. XX Scharnstein, Mi., 23. 1., Bücherei. XX Schlierbach, Mo., 21. 1., SPES-Haus. XX Steyr, Di., 5. 2., Dominikanerhaus. Kontakt: Bibelwerk, Tel. 0732/76 10-32 31, E-Mail: bibelwerk@dioezese-linz.at


KirchenZeitung Diözese Linz

Termine 19

10. Jänner 2013

klärung Nostra Aetate, Vortrag zum Tag des Judentums, Kath.-Theol. Privatuniversität, 19.30 Uhr, Ref.: Prof. Dr. Hans Hermann Henrix.  Linz, Christkönig. Betreuende und pflegende Angehörige, Gesprächsgruppe, Pfarrheim, 19 Uhr.  Linz, Hl. Dreifaltigkeit. Wohltat der Reife, Mut in der Lebensphase 50+, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, Ref.: Mag. Ilse Reisinger-Englstorfer.  Steyr, Hl. Familie. Eindrücke der Israelreise in Wort und Bild. Manchmal muss man die Augen zumachen, um etwas zu sehen, Kleiner Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Astrid Priller.  Stroheim. Wie entsteht Burnout?, Informationsabend, Sitzungssaal, 19.30 Uhr, mit Ing. Manfred Hager.  Thalheim b. W. Initiativen zur Erneuerung der Kirche – die Pfarrerinitiative, Vortrag, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit P. Arno Jungreithmair.  Timelkam. Let‘s make money, Geld regiert die Welt, Filmabend, Treffpunkt Pfarre, 20 Uhr.  Traberg. Sri Lanka – Hilfe nach dem Bürgerkrieg, Vortrag, Pfarrheim St. Josef, 19.30 Uhr, Ref.: Karl Danzer. FREITAG, 18. 1. 2013  Linz, Hl. Geist. Und wenn sie nicht gestorben sind, Kabarett, Pfarrsaal, 20 Uhr, mit dem Duo BlöZinger.  Ottensheim. Abenteuer Ostafrika – mit Rucksack und Kletterzeug in Kenia und Tansania, DigiVision, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Christoph Daill. SAMSTAG, 19. 1. 2013  Haag a. H. Wanderung entlang der Grenze Haag, Start: Parkplatz beim Hohem Kreuz, 13 Uhr, mit Hermann Kibler. SONNTAG, 20. 1. 2013  Treffling. LebensLieder-Abend, Pfarrheim, 19 Uhr, mit Albin Waid.  Wels, Hl. Familie. Messe mit Übersetzung in Gebärde, Pfarrkirche, 10 Uhr.

BILDUNG – SPIRITUALITÄT – KURS Attnang, Maximilianhaus  07674/665 50  Positiv denken – Mentaltraining, eine umfassende Methode, das Leben selbst zu gestalten, Sa., 26. 1., 9 bis 17 Uhr, Ref.: Ing. Günther Tuppinger. Grünau, Marienheim  07616/82 58  Die Heiligen, Besinnungs-Gemeinschaftstage für Senioren, Mi., 23. 1., 18 Uhr bis Sa., 26. 1., 13 Uhr, Ltg.: P. Eugen Krismer. Linz, Haus der Frau  0732/66 70 26  Haben wollen! Haben müssen?, Konsum und Nachhaltigkeit – auf der Suche nach dem rechten Maß, Vortrag und Diskussion, Do., 17. 1., 14 Uhr, Ref.: Martin Wintereder. Ried, Treffpunkt der Frau  07752/802 92  Klänge, Mantren, Meditationen, Seminar, Sa., 26. 1., 9 bis 17 Uhr, Ltg.: Andreas Mitterbuchner, Wolfgang Peschel, Martha Radlinger. Ried, St. Franziskus  07752/827 42  Ökumenischer Abendgottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen, 19 Uhr, mit Pfarrer W. Leidenfrost, Pastor Sebastian Meisel, Pastor Tom Stark, Hannelore Flach. Salzburg, St. Virgil  0662/659 01-0  Kontemplative Kurz-Exerzitien, So., 27. 1., 18 Uhr bis Do., 31. 1.,

LITURGIE

13 Uhr, Ltg.: Sr. Huberta Rohrmoser. Seitenstetten, St. Benedikt  07477/428 85  Ein Weg zu mir selbst, Meditationswochenende, Fr., 25. 1., 18 Uhr bis So., 27. 1., 12 Uhr, Ref.: Josef Dirhammer. Steyr, Dominikanerhaus  07477/428 85  Singt dem Herrn ein neues Lied, Lieder und Chorsätze für Ostern, Di., 29. 1., 19.30 bis 22 Uhr, mit Mag. Josef Habringer. Tragwein, Greisinghof  07263/860 11  Erstrahlen in neuem Licht, Tanzwochenende zu Maria Lichtmess, Sa., 2. 2., 14 Uhr bis So., 3. 2., 13 Uhr. Vöcklabruck, Geistl. Zentrum  07672/726 67  Gott führt heraus aus meiner Angst, kreativer Umgang mit meinen Ängsten, Impulse mit Zeiten der Stille, Austausch, Gebet, meditative Elemente, Sa., 26. 1., 9.30 bis 16.30 Uhr, Begl.: Sr. Pauline Atzlesberger, Sr. Klara Diermaier. Wels, Bildungshaus Puchberg  07242/475 35  Liebe ist alles, Liebe ist mehr!, Impulse, Gespräche und Übungen zur Beziehungsspiritualität, Fr., 25. 1., 18 bis 22 Uhr, weitere Termine: 1. 3., 22. 3., 19. 4., Begl.: Mag. Franz Harant.  Annahmeschluss Termine: Donnerstag vor Erscheinungsdatum.

Lesejahr C Lesereihe I SONNTAG, 13. JÄNNER 2013 Taufe des Herrn. L1: Jes 42,5a.1–4.6–7 oder Jes 40,1–5.9–11 L2: Apg 10,34–38 oder Tit 2,11–14; 3,4–7 Ev: Lk 3,15–16.21–22 MONTAG, 14. JÄNNER 2013 L: Hebr 1,1–6 Ev: Mk 1,14–20 DIENSTAG, 15. JÄNNER 2013 L: Hebr 2,5–12 Ev: Mk 2,21–28 MITTWOCH, 16. JÄNNER 2013 L: Hebr 2,11–12.13c–18 Ev: Mk 1,29–39 DONNERSTAG, 17. JÄNNER 2013 Hl. Antonius, Mönchsvater in Ägypten. L: Hebr 3,7–14 Ev: Mk 1,40–45 oder L: Eph 6,10–13.18 Ev: Mt 19,16–26 FREITAG, 18. JÄNNER 2013 L: Hebr 4,1–5.11 Ev: Mk 2,1–12 SAMSTAG, 19. JÄNNER 2013 Marien-Samstag L: Hebr 4,12–16 Ev: Mk 2,13–17 SONNTAG, 20. JÄNNER 2013 2. Sonntag im Jahreskreis. L1: Jes 62,1–5 L2: 1 Kor 12,4–11 Ev: Joh 2,1–11

ANGEBOT DER WOCHE

Praktischer Kalender 2013 Der Caritas-Fachverlag UNSERE KINDER bietet auch für 2013 den beliebten Ringbuchkalender im Format 16 x 15 cm für all jene an, die Kinder mögen, mit ihnen leben oder arbeiten. Er enthält ein übersichtliches Kalendarium mit Fest– daten mehrerer Religionen, kluge Zitate und ästhetische Kinderbilder. Preis € 9,80 zzgl. Porto.

Wenn Sie bis Donnerstag, 31. Jänner mit dem Kennwort „Angebot der Woche – KirchenZeitung” bestellen, erhalten Sie zu jedem Kalender die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift UNSERE KINDER im Wert von € 5,50 als Geschenk. In der Zeitschrift finden sich lesenswerte Artikel zur gemeinsamen Bildung und Betreuung von Kindern mit/ohne Beeinträchtigung, zur interkulturellen Pädagogik und zum gelungenen Zusammenleben von Alt und Jung. Außerdem liegt auch das internationale Magazin „Kinder in Europa“ mit dem Schwerpunkt „Männer in der Erziehung“ bei.

 Bestellungen bitte an den Verlag UNSERE KINDER, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Tel. 0732/76 10-20 91, Fax-DW 20 99, E-Mail: unsere.kinder@caritas-linz.at.


teletipps Sonntag, 13. jänner 17.30 Uhr: Verkauft und versklavt – Vom Kampf gegen den Menschenhandel (Religion). ARD 20.15 Uhr: Biester (Spielfilm, F 1995) Mit Isabelle Huppert, Sandrine Bonnaire, Jacqueline Bisset u.a. – Wie aus der scheinbar harmlosen Freundschaft zweier Frauen aus der „Unterschicht“ eine unheilvolle Allianz wird, zeigt Claude Chabrol in subtiler, ironischer, aber auch bestürzend unheimlicher Manier. arte 20.15 Uhr: ORF 2/ARD Tatort (Krimireihe) ZDF Rosamunde Pilcher: Eine Frage der Ehre (TV-Film) Montag, 14. jänner 20.15 Uhr: Im Bann der grünen Götter – Die Ärzte der Pharaonen (Dokumentation) Der Film nähert sich den Geheimnissen alten Heilwissens aus der „grünen Apotheke“. Moderne Analysen von Pflanzenwirkstoffen führen zu eindrucksvollen Ergebnissen. Phoenix 20.15 Uhr: Die amerikanische Nacht (Spielfilm, F 1972) Mit Jacqueline Bisset, Jean-Pierre Aumont u.a. – Einen Film über das Filmemachen zu drehen, hat sich Francois Truffaut vorgenommen. Entstanden ist ein anmutig leichter, reizvoller Blick hinter die Kulissen. arte 20.15 Uhr: ORF 2 Die Millionenshow ARD Der ADAC-Check (Doku) ZDF Tod einer Polizistin (TV-Film)

13. 1. bis 19. 1. 2013 des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz

staltetes, faszinierendes Porträt über die „Wiederkehr der Maya“. N24

dienstag, 15. jänner 20.15 Uhr: Spuren des Bösen – Racheengel (Fernsehfilm, D 2012) Mit Heino Ferch u.a. – Regie: Andreas Prochaska – Differenzierter, gut gespielter Kriminalfilm um einen Wiener Psychologen, der ein heißes Eisen aufgreift und zum Nachdenken über das Böse anregt. ZDF 20.15 Uhr: ORFeins Slalom/Damen (2) / oder: Soko Kitzbühel (Krimireihe) ORF 2 Universum: Wölfe gegen Bisons – Duell im Hohen Norden (Doku) 21.35 Uhr: I Love Democracy: Kuba (Dokumentarfilm). arte 22.30 Uhr: kreuz & quer: Das Wunder der Anden (Religion) (Wh Mi 20.15 + 0.20/Do 16.40, ORF III). ORF 2 Mittwoch, 16. jänner 20.15 Uhr: Operation Zucker (Spielfilm, D 2013) Mit Nadja Uhl, Senta Berger u.a. – Regie: Rainer Kaufmann – Eindringliches, engagiertes Drama, das kriminalistische Spannung mit einer erschütternden und brisanten sozialen Realität verbindet: Menschenhandel. ARD 20.15 Uhr: Poll (Fernsehfilm, D/A/EE 2010) Mit Paula Beer, Edgar Selge u.a. – Regie: Chris Kraus – In imposanten Bildern und vor dem Hintergrund eines fast vergessenen Kapitels deutscher Geschichte erzählt der vorzüglich gespielte Film von der verändernden Kraft der Liebe. arte

freitag, 18. jänner

NDR / © Gebrüder Beetz Filmproduktion

Sa., 19.1., 20.15 Uhr: Münchhausen (Doku-Drama) Der Film begibt sich auf eine kriminalistische und amüsante Spurensuche und ermittelt, dass ein unbescholtener Adeliger aus dem 18. Jahrhundert das Opfer eines beispiellosen Rufmordes wurde. arte

20.15 Uhr: ORFeins Soko Donau (Krimireihe) ORF 2 Lilly Schönauer: Liebe mit Familienanschluss (TV-Film) 22.55 Uhr: Weltjournal: Michelle Obama – Die Macht der First Lady (Magazin) Ein Porträt der US-Präsidentengattin, erzählt von langjährigen Wegbegleiterinnen und Biographinnen. ORF 2 donnerstag, 17. jänner 20.15 Uhr: ARD Das fantastische Quiz des Menschen (Show)

20.00 Uhr: Ocean’s Eleven (Spielfilm, USA 2001) Mit George Clooney, Brad Pitt u.a. – Regie: Steven Soderbergh – Ein bestechendes Darstellerensemble tummelt sich in diesem raffiniert komponierten Remake von „Frankie und seine Spießgesellen“. SF 2 20.15 Uhr: Nepal: Die Dschungelapotheke der Chepang (Film) Der Film führt in ein weitgehend unbekanntes Nepal, zu den Chepang, einer nur rund 35.000 Menschen umfassenden Ethnie im Urwald des Mahabharat. BRalpha 20.15 Uhr: ORF 2/ZDF Der Staatsanwalt (Krimireihe) BR (19.00 Uhr) Bayerischer Filmpreis (Live) samstag, 19. jänner 20.15 Uhr: Die Schatten, die dich holen (Fernsehfilm, A/D 2009) Mit Aglaia Szyszkowitz, Mavie Hörbiger u.a. – Regie: Robert Dornhelm – Gut besetzter Thriller mit beinahe klassischer Figurenkonstellation. ORF 2

20.55 Uhr: Whitechapel – Der Giftmischer (1+2/2; Krimiserie) Spannender, gut inszenierter Fernsehthriller, mit einer überzeugenden Schauspielerriege. arte

20.15 Uhr: Little Miss Sunshine (Spielfilm, USA 2006) Mit Abigail Breslin, Greg Kinnear u.a. – Regie: Jonathan Dayton, Valerie Faris – Für das sympathische Lob auf die Familie gab es zwei Oscars. BR

22.15 Uhr: Kronzucker unterwegs (Film) Mit viel Einfühlungsvermögen ge-

20.15 Uhr: ORFeins/ZDF Wetten, dass ...? (Wettshow) ARD Sechs Tage Angst (Spielfilm)

radiophon

privat

Pfarrer Mag. Marco Uschmann Presseamt der Evangelischen Kirche A. und H. B.

So 6.04 Uhr, Mo–Sa 5.40 Uhr: Morgengedanken. Anderen zu helfen gehört wesentlich zum Christsein dazu – daher gehört die Diakonie wesensmäßig zur Kirche dazu. Besonders die Diakonie in der Pfarrgemeinde steht im Mittelpunkt des Jahres der Diakonie 2013 in der Evangelischen Kirche. ÖR

Zwischenruf ... von Superintendent Manfred Sauer (Villach/Ktn.). So 6.55, Ö1 Erfüllte Zeit. U.a.: Bibelstelle „Johannes der Täufer“ (Lk 3,15-16.2122). So 7.05, Ö1 Motive – Glauben und Zweifeln. „Die graue Eminenz“ – SynodenPräsident Peter Krömer im Porträt. So 19.04, Ö1 Einfach zum Nachdenken. So–Fr 21.57, Ö3 Gedanken für den Tag. „Gedanken zu einer Kultur der Dankbarkeit“. Von Gustav Schörghofer. Mo–Sa 6.56, Ö1 Religion aktuell. Mo–Fr 18.55, Ö1 Praxis. Mi 16.00, Ö1

Logos – Theologie und Leben. „Was ist gerecht in einer endlichen Welt?“ – Ethische Fragen im Spannungsfeld von Ökologie und Wirtschaft. Sa 19.04, Ö1 Radio Vatikan Täglich. 7.30 Lat. Messe (KW: 5885, 7250, 9645 kHz, UKW: 93,3 MHz) 16.00 Treffpunkt Weltkirche 19.20/20.20 Abendmagazin (Wh. f. Tag 6.20): (So) Reden über Gott und Welt; (Mo) Weltkirchen-Magazin; (Di) Die Radioakademie (2): Wer ist Jesus?; (Mi) Die Woche in Rom; (Do) Kreuz des Südens; (Fr) Prisma-Magazin; (Sa) Unsere Woche, mit der Betrachtung zum Sonntag 20.40 Lat. Rosenkranz (KW: Siehe Lat. Messe)

So 10.00 Uhr: Katholischer Gottesdienst. Aus der Stiftskirche St. Paul im Lavanttal/Ktn. – P. Thomas Petutschnig OSB, Pressefoto Emhofer Direktor des Stiftsgymnasiums, feiert in der Stiftskirche, die zugleich Pfarrkirche ist, mit der Gemeinde den Gottesdienst, den Chor und Band des Stiftsgymnasiums unter anderem mit Liedern aus dem „Gotteslob“ und dem Liederbuch „Lobpreis“ musikalisch gestalten. ÖR


KirchenZeitung Diözese Linz

Personen & Dank 21

10. Jänner 2013

Im gedenken

Hofrat KonsR P. Dr. Jakob Krinzinger, Benediktiner des Stiftes Kremsmünster, Direktor in Ruhe des Stiftsgymnasiums, ist am 30. Dezember 2012 im 79. Lebensjahr verstorben. Er wurde 1934 in Sipbachzell als ältester von zehn Brüdern geboren. Nach dem Besuch des Stiftsgymnasiums Kremsmünster trat er 1952 in das Stift Kremsmünster ein und erhielt den Ordensnamen Jakob. Nach dem Philosophiestudium in Kremsmünster und Theologiestudium in Salzburg (Priesterweihe 1957) folgten an der Universität Wien die Studien Naturgeschichte und Philosophie. Ab 1965 war er am Gymnasium und im Internat tätig, von 1976 bis zu seiner Pensionierung 1999 als Direktor des Gymnasiums. Neben seinem Einsatz in der Schule wurde er auch mit verschiedenen Funktionen im Stift betraut: Unter anderem war er Prior, Novizenmeister und Kustos der naturwissenschaftlichen Sammlungen der Sternwarte. Sein weltoffener Geist zeigte sich beispielsweise in der Förderung moderner Kunst. Ein Herzensanliegen war P. Jakob die Verbindung zu Barreiras, Brasilien. Er pflegte den Kontakt und verstand es, viele Förderer für Barreiras zu gewinnen. P. Jakob veröffentlichte u.a. auch zahlreiche naturwissenschaftliche Aufsätze, eine Festschrift zum 450-Jahr-Jubiläum des Gymnasiums sowie das Buch „25 Jahre in Barreiras“. P. Jakob half viele Jahre in Gaflenz aus und war ein gesuchter Prediger. Seit 2009 war er auf der Krankenstation. P. Jakob wurde am 7. Jänner 2013 am Klosterfriedhof beigesetzt.

Ehrung & dank

Dank

n Verdienste um die oö. Jugend. Landesrätin Doris Hummer überreichte an verdiente Jugendleiter/innen das Ehrenzeichen für „Verdienste um die oö. Jugend“. Unter den Ausgezeichneten waren: Irene Auer (Linz, Pfadfinder/innen), Mag. Martin Dobretsberger (Steyr, Katholische Jungschar), Mag. Richard Held (Traunkirchen, Pfadfinder/innen), Mag. Andreas Kaltseis (Scharnstein, Katholische Jugend), Ing. Jürgen Kühberger (Leonding, Evangelische Jugend), Elisabeth Minichshofer-Wöllinger (Neuhofen, Katholische Jungschar), Evelyn Nöbauer (Linz, Evangelische Jugend), Andrea Reitner (Steinbach/Steyr, Katholische Jugend), DI Hermann Sturmberger (Adlwang, Evangelische Jugend).

n Haag am Hausruck. Die Katholische Frauenbewegung überreichte den Erlös des Adventmarktes (6.423,10 Euro) an Pfarrleiter Hannes Mairinger für den Pfarrheimumbau und dankte den Haupt-Organisatorinnen Melitta Kumpfmüller und Pauline Möseneder.

n Ried i. d. Riedmark. Nach einem Vortrag der kfb-Vorsitzenden Oberösterreichs, Frau Erika Kirchweger, wurden jene Frauen geehrt, die seit mehr als 45, 55 und 65 Jahren Mitglieder der Katholischen Frauenbewegung sind. n Roßleithen. Gemeindevorstand Josef Stummer hat vor Weihnachten alle 22 Neugeborenen von Roßleithen besucht und als kleines Geschenk das Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry überbracht. n Ebensee. Auf Initiative von Helga Salveter und Matthias LoidlKendler trafen sich rund 50 Menschen mit Beeinträchtigung der Lebenshilfe Bad Ischl, Scharnstein, Gmunden, Vorchdorf zu einer Advent-Disco im Ebenseer Parkcafé Tiki-Taki.

geburtstage

n Barmherzige Schwestern Linz. Der Geschäftsführer der Druckerei Salzkammergut Media in Gmunden, Roman Kemmer (links), und Kundenbetreuer Josef Muhr (rechts) spendeten 1.500 Euro für das Hilfsprojekt der kinderurologischen Abteilung der Barmherzigen Schwestern Linz. Jährlich werden mehrere eritreische Kinder in Linz operiert.

n Am 12. Jänner 2013 feiert KonsR Mag. Friedrich Lenhart, Pfarrer in Ternberg, seinen 60. Geburtstag. Er wurde in Weyer geboren und 1987 zum Priester geweiht. Nach Seelsorgsposten in Traun, Laussa und Weyer wurde er 1989 Pfarradministrator in Ternberg, wo er seit 1996 Pfarrer ist. Seit 2006 ist Lenhart zusätzlich Pfarrmoderator von Gaflenz. Seit 2005 ist er auch Dechant des Dekanates Weyer. n Am 14. Jänner 2013 vollendet KonsR Mag. Karl Wurm, Kurat in St. Leonhard bei Freistadt, sein 70. Lebensjahr. Er wurde 1943 in Königswiesen geboren und 1976 zum Priester geweiht. Nach Seelsorgstätigkeit in Grieskirchen und Weitersfelden kam er 1983 nach St. Leonhard, wo er von 1985 bis 2008 Pfarrer war und seither als Kurat in der Pfarre mithilft. n Am 16. Jänner 2013 wird KonsR P. Dr. Raphael Schweinberger, Zisterzienser des Stiftes Schlierbach, 70 Jahre alt. Er stammt aus Niederabsdorf (NÖ), feierte 1964 die Ordensprofess und wurde 1968 zum Priester geweiht. Nach einigen Kaplansposten war P. Raphael Wallfahrtsseelsorger in Mariazell und Pfarrer in Schlierbach. Dann war er zum Doktoratsstudium in Graz. Von 1990 bis 2002 war er Pfarrer in Wartberg an der Krems und anschließend bis 2007 Pfarrer von Kirchdorf an der Krems. P. Raphael ist Diözesanpräses des Österreichischen Kolpingwerkes und macht noch Seelsorgsaushilfe.

n Enns. Der Freya-Verlag spendete pro verkauftem Buch von Pfarrer P. Martin Bichler drei Euro für die Aktion „Ennser helfen Ennsern“. Kürzlich konnten Pater Martin, der Autor Florian Kobler und Freya-Geschäftsführer Wolf Ruzicka 2.000 Euro an Bürgermeister Franz Stefan Karlinger (2. v. l.) übergeben.


22 Anzeigen KLEINANZEIGEN STELLENAUSSCHREIBUNG Zuverlässige Pfarrhaushälterin gesucht, Vollbeschäftigung, Wohnung wäre vorhanden. Schriftliche Bewerbungen mit Foto, Lebenslauf und eventuellen Dienstzeugnissen senden Sie bitte an Kath. Pfarramt Vöcklabruck, Pfarrhofgries 1, 4840 Vöcklabruck. WOHNUNG GESUCHT Sympathische, ehrliche Pensionistin (50 Jahre) sucht für Lernzwecke günstiges Zimmer oder kleine Wohnung in Linz längerfristig zu mieten. Zuschriften an „Nr. 01/2013“, KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz.

HINWEISE  Friedensrose Waldhausen. Zum vierten Mal ist der Preis „Friedensrose Waldhausen“ ausgeschrieben. Die Auszeichnung gilt Personen bzw. Einrichtungen in Österreich sowie allen Nachbarländern, die sich im Rahmen ihres Lebenswerkes oder ihrer täglichen Arbeit in der Bewahrung der Schöpfung für Gerechtigkeit und Frieden engagieren. Der Preis ist eine ideelle Anerkennung und besteht aus einer geschmiedeten Friedensrose, nachgebildet der von Pius Frank geschaffenen Plastik vor der Stiftskirche Waldhausen.  Einreichungen bis 1. Februar 2013 unter dem Kennwort „Friedensrose Waldhausen 2013“ an: Kuratorium Friedensrose Waldhausen, Schlossberg 2, 4391 Waldhausen im Strudengau; E-Mail: pfarre.waldhausen@dioezese-linz.at

 Lourdes-Wallfahrt. Das Marianische Lourdeskomitee lädt ein zur Flugwallfahrt für Gesunde und Kranke vom 2. bis 7. Mai 2013 sowie zur Flugwallfahrt vom 11. bis 16. Juli 2013. Die geistliche Leitung der MaiWallfahrt hat Bischof Dr. Klaus Küng; die Leitung der Juli-Walfahrt Bischof Dr. Ägidius Zsifkovics. Kosten je Reise: € 828,– (Jugend: € 550,–). Flug im Mai auch ab Hörsching, im Juli ab Wien.  Anmeldung und Info: Marianisches Lourdeskomitee, Jacquingasse 53, Tel. 01/587 52 05; Homepage: members.aon.at/lourdeskomitee

10. Jänner 2013

IMPRESSUM KirchenZeitung Diözese Linz Medieninhaberin: Diözese Linz. Herausgeber: Willi Vieböck. Chefredakteur: Matthäus Fellinger. Redaktion: Ernst Gansinger, Christine Grüll, Brigitta Hasch, Paul Stütz, Josef Wallner. Verlagsleiterin: Ursula Schmidinger. Marketing: Monika Jellmair, Birgit Kubik. Anzeigen: Sigi Hafner. E-Mail: anzeigen@kirchenzeitung.at Sekretariat: Irmgard Draxler, Barbara Erber, Kerstin Robitschko, Regina Spiegel. Adresse: Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Tel. 0732/76 10-39 44, Fax: 0732/76 10-39 39. E-Mail: office@kirchenzeitung.at Leserbriefe an: leserbriefe@kirchenzeitung.at DVR: 0029874/10770 Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen OÖ, Tirol, Vorarlberg und Burgenland: Hans Baumgartner (Leiter), Susanne Huber, Brigitte Huemer. Werbung: Walter Achleitner, Thomas Hödl, Bergstraße 12, 5020 Salzburg, Tel. 0662/88 44 52, Fax: 88 44 52-4, E-Mail: koopred@kirchenzeitung.at Hersteller: OÖN Druckzentrum GesmbH & Co KG, Medienpark 1, 4061 Pasching. Verlagsort: Linz. Jahresabonnement: Inland: € 45,60 (Abodauer mindestens ein Jahr und danach bis auf Widerruf, Kündigung zum Halbjahr, schriftlich mit 14-tägiger Kündigungsfrist). ART COPYRIGHT VBK WIEN Mitglied der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK)

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 ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Jetzt neu:

MILLIONEN SHOW mit 75.000 Euro Rubbellos bringt sein erstes Spiel 2013 auf den Markt. Es heißt MILLIONEN SHOW, und hier ist wieder mehr drin: Als Höchstgewinn winken dabei 75.000 Euro, und zudem gibt es beim Promotionspiel VIP-Tickets für den Blick hinter die Kulissen der ORF Millionen Show in Köln zu gewinnen. Die erste Gewinnmöglichkeit ist wohl bekannt: Auf dem MILLIONEN SHOW-Rubbellos gibt es vier Spiele. Rubbelt man in einem Spiel drei gleiche Symbole auf, gewinnt man den daneben stehenden Geldbetrag einmal. Pro Los kann man bis zu zweimal gewinnen. Die zweite Gewinnmöglichkeit gibt es beim Promotionspiel: Um daran teilzunehmen, sendet der Spielteilnehmer drei MILLIONEN SHOW-Lose mit jeweils zwei „VIP“-Symbolen pro Spiel an: Österreichische Lotterien, Rennweg 44, 1038 Wien, Kennwort „Millionen Show“. Aus allen Einsendungen werden 15 Gewinner ermittelt. Auf die Gewinner wartet ein Blick hinter die Kulissen der ORF Millionen Show sowie ein Treffen mit Armin Assinger, und das alles im Rahmen eines Luxus-Trips mit drei Übernachtungen in Köln, natürlich mit Begleitung und inkl. 1.000 Euro Taschengeld. Das Rubbellos MILLIONEN SHOW ist zum Preis von 3 Euro in allen Vertriebsstellen der Österreichischen Lotterien erhältlich. Neben den 15 VIP-Tickets für je zwei Personen gibt es u.a. dreimal 75.000 Euro aufzurubbeln. 

 Maria Puchheim. Die Pfarre sammelt Unterschriften für den Erhalt des SPAR-Marktes in Puchheim. Denn SPAR überlegt, den Standort zu schließen und an der B1 eine Eurospar-Filiale zu errichten. Die Unterschriften werden im Jänner an die Gemeinde und an SPAR übergeben.

TOTO

Ergebnisse 1. Runde 2013

XX2 XXX 2X1 1X1 1: 2:2

2: 2:2

3: 1:+

4: 1:1

ANGABEN OHNE GEWÄHR

6 AUS 45

LOTTO

Mi., 02. 01. 13: 11 15 34 36 40 43 Zz: 5 J O K E R: 2 6 8 2 2 1 So., 06. 01. 13: 7 15 21 28 35 39 Zz: 34 J O K E R: 1 3 4 5 8 6

www.solipreis.at: Einreichungen zum Solidaritätspreis der KirchenZeitung sind bis 15. Februar 2013 möglich!

 ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

WISSENSWERTES FÜR GERINGFÜGIG BESCHÄFTIGTE

Gleiche Rechte im Betrieb Wer bei regelmäßiger Beschäftigung nicht mehr als 386,80 Euro im Monat oder bei fallweiser Beschäftigung (Arbeitsverhältnis kürzer als ein Monat) nicht mehr als durchschnittlich 29,70 Euro pro Arbeitstag verdient, ist geringfügig beschäftigt.

R

egelmäßig geringfügig Beschäftigte haben im Betrieb die gleichen Rechte wie ihre vollzeitbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen. Sie haben ebenso Anspruch auf Urlaub und Pflegefreistellung, auf Lohnfortzahlung bei Krankheit, auf Abfertigung und auf das in den meisten Kollektivverträgen fixierte Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Unterschiede gibt es in der Sozialversicherung: Geringfügig Beschäftigte sind nicht voll-, sondern nur unfallversichert, die Beiträge dafür muss die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber bezahlen. Wer will, kann sich aber um etwas mehr als 50 Euro im Monat selbst kranken- und pensionsversichern lassen – Infos gibt es bei der Krankenkasse. Sich arbeitslosenversichern zu lassen, geht hingegen nicht. Hat aber jemand neben dem „normalen“ Arbeitsverhältnis eine geringfügige Beschäftigung oder verdient sie/er mit mehreren geringfügigen Beschäftigungen zusammen mehr als 386,80 Euro, greift die Vollversicherung (Unfall-, Kranken-, Pen-

sions- und Arbeitslosenversicherung). Diese wird von der Krankenkasse im Folgejahr nachverrechnet, was eine hohe finanzielle Belastung auf einen Schlag bedeutet. Sie kann aber als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden. Mehr dazu: www.arbeiterkammer.com

Arbeiterkammer Oberösterreich Volksgartenstraße 40, 4020 Linz Telefon 050/69 06


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Leserforum 23

10. Jänner 2013

Warum gleich wegwerfen? Zu: „Kauf drei, zahl zwei, wirf eins weg“, Nr. 48

Ich bin zurzeit etwas im Rückstand mit dem Studium Ihrer Zeitung und somit hab ich erst vor Kurzem die Nr. vom 29. November gelesen. Da stieß ich auf den oben angeführten Artikel und ich möchte Ihnen ein Erlebnis schreiben. Ich habe Zöliakie und muss somit Diätprodukte kaufen, die auch ziemlich teuer sind. Ich kaufe diese gerne im Drogeriemarkt. Ich fand ein Produkt – Brötchen –, welches abgelaufen war. Die Ware sah aber noch tadellos aus. Ich machte die Verkäuferin darauf aufmerksam, worauf diese das Produkt sofort wegnahm. Ich fragte, was mit der Ware geschehe, worauf sie antwortete: Die wird weggeworfen. Ich meinte, dass sie mir diese doch geben könnte, ich könnte sie vielleicht noch verwenden. Sie sagte aber, dass sie das nicht dürfe. Das glaubte ich ihr ja auch. Aber ­warum muss immer alles weggeworfen werden…? Gertrude Seifert, Vöcklabruck

Schwer zu verzeihen Zur KiZ Nr. 51/52, S. 3

Bischof Ludwig ist in seiner Weihnachtsbotschaft an uns Leser/ìnnen rührend bemüht, uns friedlich um die Krippe zu versammeln: „Entscheidend sind nicht die Meinungen, sondern die Liebe, in der wir einander begegnen, achten und verzeihen.“ Mir fällt es schwer, der Hierarchie zu verzeihen, wie lieblos sie mit den Pfarrern umgeht, und ich finde deren Aufruf zum Ungehorsam mehr als berechtigt. Was hält die Kirchenleitung davon ab, die Zulassungsbedingungen zum Weiheamt zu ändern? Sie sind nicht Jesu Gebot, sondern die von ihr selbst festgeschriebenen Gesetze. Warum können Pfarrassistenten (meist Volltheologen) nicht die Priesterweihe empfangen und dann mit ihrer Pfarre Messe feiern? Dann brauchen sie keine Aushilfen. Es wäre ein erster rasch möglicher Schritt. Ebenso die Wiederzulassung von verheirateten Priestern, wenn diese dazu bereit sind. Das Diakonat von Frauen oder gar Priesterinnen werde ich sicher nicht mehr erleben. Lotte König, Linz

Pro & contra Wehrpflicht Der Waffenwirtschaft sollten die Käufer und Umsatzbringer nicht abhanden kommen. Das ist der wahre Grund für die Beibehaltung der Wehrpflicht. Tausende Gewehre, viele Hunderte Lastwagen, Panzer, Munition, Kasernen, Dienstautos! Ach wie toll! (...) Es geht nicht um die Menschen, sondern um die Wirtschaft. (...) Der Zivildienst für alle gehört allerdings reformiert. Am besten wäre ein Jahr Sozialdienst für jeden Österreicher,

jede Österreicherin oder jene, die es werden wollen. Als Zeitrahmen könnte der Pflichtschulabschluss bis zum wohlverdienten Pensionsantritt zur Verfügung stehen. (...) Die Gemeinden wären sicher froh, wenn genügend Sozialhelfer für die vielfältigen Aufgaben einer Kommune zur Verfügung stehen würden. Die Gemeinden müssten nicht zu Beton- und Asphaltwüsten verkommen, wenn genügend Personen für die Landschaftspflege zur Verfügung stehen würden. (...) Ing. Walter PLÖDERL, St. Florian b. Linz

Fragen des Friedens haben derzeit keine Konjunktur – trotz der dem Volk zur Abstimmung vorgelegten Fragen zur Wehrpflicht. Denn Frieden ist kein militärisch gesicherter Waffenstillstand, kein Gleichgewicht des Schreckens. Wer keinen Krieg will, muss die Dinge, die den Krieg verursachen, beim Namen nennen: die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, die Fehlentwicklung des Weltwirtschaftssystems, die Klimakatastrophen, die zunehmende Armut, die Ausbeutung von Mensch und Natur, den sich mehrenden Rassismus und die Missachtung der Menschenrechte. Dagegen hilft keine Wehrpflicht, sondern nur eine aktive Friedens- und eine engagierte Entwicklungspolitik. Möge die bevorstehende Volksabstimmung die Diskussion über Friedensarbeit wieder in Gang bringen und vertiefen. Denn für den Frieden zu beten, nach Wegen zum Frieden zu suchen und dabei praktische Schritte zu verwirklichen, das war immer ein großes Anliegen „friedensbewegter“ Christen. Franz Julius Brock, Linz

Keine Lehrbefugnis Univ.-Prof. Richard Parncutt hat im Internet die Todesstrafe für den Papst gefordert, dieser sei verantwortlich für Millionen Aids-Tote.

Ein Professor der Karl-Franzens-Universität Graz, aus Australien stammend, hat sich veranlasst gefühlt, dem Papst das Todesurteil auszusprechen. Bei aller Meinungsfreiheit müsste diesem Dr., bezahlt aus österreichischen Steuergeldern, sofort die Lehrbefugnis an einer österreichischen Uni entzogen werden! Eine Arbeitserlaubnis in Österreich auf unterster Ebene wäre für diesen Australier gerade noch vertretbar. (...)

Wir sind auf Facebook Ab sofort finden Sie die KirchenZeitung auch auf Facebook. Als Fan bekommen Sie rasche ­Infos zu Top-Themen, besonderen Veranstaltungen und vielem mehr. Gerne können Sie unseren Facebook-Auftritt auch dazu nutzen, um uns Ihre Wünsche und Anregungen mitzuteilen und mit uns in Dialog zu treten. Werden Sie jetzt Fan! www.facebook.com/kirchenzeitung

Reisenden die Reise selbst finanzieren. Würde das mit Spendengeldern (mit)finanziert, ist so etwas sofort abzustellen. Der Redakteur bleibt diesbezüglich die Antwort schuldig. Gleiches gilt vom heurigen Sternsingerprojekt, das sich die Personen der Diözese Linz ausgewählt haben. Seit Anfang wurde für die Sternsingeraktion geachtet, dass der örtliche Projektpartner der Katholischen Kirche, Diözese oder Orden, für die Seriosität des Projektes eintritt. Dieser fehlt aber bei dem heurigen Projekt! Statt dessen gab es den – wie finanzierten? – Entwicklungshilfe-Tourismus. Diese Information fehlt beim ganzen schön gefärbten zweiseitigen Beitrag. P. Andreas W. Ebner, Pfarrer von Puchenau

Anm.: Die Uganda-Reise wurde selbstverständlich nicht mit Spendengeldern finanziert. Die Dreikönigsprojekte in Äthiopien werden mit regionalen Projektpartnern abgewickelt, der im Artikel erwähnte Dr. Daniel Keftassa koordiniert sie.

Zum Schmunzeln

Zu „Mission stärkt Zusammenhalt“ und „Das immense Bedürfnis zu lernen“, KiZ Nr. 51/52

Karl Achleitner aus Aichkirchen sandte folgenden Dialog, der sich vor Langem bei einer Pfarrvisitation zwischen dem Bischof und Schüler/innen in der Volksschule zutrug: Bischof: „Was glaubt ihr, Kinder, haben die Hirten gemacht, als ihnen der Engel die Botschaft verkündete, dass Christus geboren wurde?“ „Hoamtrieb’n hab’n s’“, war die Antwort.

Über die nötige Nachschau und Kontakt für Missionsprojekte durch die zuständige Ordensleitung hinaus wird in diesem Beitrag der Entwicklungshilfe-Tourismus beworben. Dem ist nichts einzuwenden, wenn sich die

u Veröffentlichungen bedeuten keine Zu­stimmung der Redaktion. Kürzungen vorbehalten. Zuschriften an: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; E-Mail: leserbriefe@kirchenzeitung.at

Josef Leibetseder, Altenfelden

Entwicklungshilfe-Tourismus


unter uns Stress-Typen

Denk mal

Aufpassen wie ... Auch in der Tierwelt gibt es Gewinner und Verlierer. Gemeint sind damit nicht EinzelEreignisse, wenn etwa der Fuchs eine Henne schnappt oder die Spinne eine Mücke fängt. Nein, gemeint sind ganze Tier-Arten. ernst gansinger

Zu den Gewinner-Arten zählt die Naturschutzorganisation WWF den Luchs. In den oberösterreichischen Kalkalpen hat Luchsin Freia im Juni 2012 zwei Junge zur Welt gebracht. Zumindest ein junger Luchs hat die ersten kritischen Monate gut überstanden, wie der WWF mit einem Foto dokumentiert. Damit die Luchse, so der WWF, die in Österreich noch sehr wenige sind und zudem sehr verstreut leben, auf Dauer eine Chance haben, brauche es weitere Luchsfreilassungen.

Domspatz In der Kirche muss man sich eben an niedrigere Zahlen gewöhnen. Sogar die Austritte nehmen ab.

Machen Sie mit. Meister Petz wird der Bär in der Fabel genannt, und der Dachs ist der Grimbart, der Storch der Adebar. Viele Tiere haben einen Fabel-Namen. Wie aber heißt der Luchs in der Fabel? Schicken Sie uns die Lösung oder auch noch andere tierische Fabelnamen bis 18. Jänner. Wir verlosen zwei Tierbücher. Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: office@kirchenzeitung.at Am Denk Mal Nr. 51 haben sich einige KirchenZeitungs-Leser/innen beteiligt. (Wir luden ein, an Asylwerber/innen Feiertags- und Neujahrswünsche zu schreiben, die wir der Caritas übergaben). Es gab keinen Preis zu gewinnen, aber vielleicht wurden neue Brieffreundschaften gewonnen.

ernst gansinger ernst.gansinger@kirchenzeitung.at

merk-würdig „Dankbarkeit ist ein Rezept für Glück ... Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Freude.“ David Steindl-Rast, Benediktinermönch und Mystiker, stellt bei Erwachsenen auch den verlust des Staunen-Könnens fest

P.b.b. Verlagspostamt 4020 Linz, GZ 02Z031277 W

Auch den Wolf zählt der WWF zu den Gewinnern. In Deutschland sind 18 Wolfsrudel registriert, in Österreich wurden ebenso Wölfe beobachtet.

Fotofeeling/OKAPIA

Ein Einkaufsmarkt am Samstag: Beim Gemüse steht ein Mann. Er stützt sich auf den Einkaufswagen. Seine Frau ist offenbar unentschlossen – diese Erdäpfel oder die anderen? – Dem Gatten ist das so was von wurscht, Hauptsache, die Entscheidung fällt rasch. Sein Stress aus Langeweile dunstet einen Grant aus und rundum verstreut er Stress aus genervter Fadesse. Bei den Gewürzen sucht ein Herr verzweifelt nach einem bestimmten Gewürz. Den Haupteinkauf hat er schon in der Früh hinter sich gebracht. Er musste aber noch einmal ausrücken, denn seine Frau hat erst jetzt die Gewürzlücke entdeckt. Eigentlich wollte er um diese Zeit schon bei einem privaten Termin sein ... Im Stress der unmöglichen Gleichzeitigkeit zappelt er sich zur Kasse durch. Und da der Stress des ScheinenWollens: Ein Vater ist mit zwei kleinen Kindern einkaufen. Die sind ein bisschen lebhaft. Der Papa mahnt, wird streng und schimpft schließlich: „Ihr könnt's gleich ins Auto gehen!“ Natürlich gehen sie nicht. Das bringt den Erziehenden aus der Fassung. Er wollte als Erziehungsexperte Eindruck machen und macht ihn nun als Stress-Dilettant. Während ich darüber schmunzle, greife ich nach meinem Geldtascherl. Und finde es nicht. Jetzt hab ich Stress.

KiZ-ePaper 02/2013  

KirchenZeitung Diözese Linz

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