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Ausgabe 02/2013 | 09.04.2013

Exklusiv-Interview: Christof Helmes --------------Teamberichte: KD Seepferdchen & Berlin Flames --------------Alle Ergebnisse, alle Termine

MEISTER 2012/2013: GLÜCKSBÄRCHEN


EISZEIT 02/2013

2

Abschlusstabelle - Kick On Ice Saison 2012/2013 Platz Verein

Spiele

S

U

N

Tor-­‐ Fairness-­‐ differenz punkte

Tore

Spiel-­‐ punkte

Gesamt-­‐ punkte

1

Glücksbärchen

18

15

2

1

51 :

4

+47

17

47

64

2

KD Seepferdchen

18

13

3

2

40 :

8

+32

18

42

60

3

Berlin Ice  Rider**

18

13

4

1

38 :

8

+30

18

43

58

4

Moabiter Eisbrecher

18

12

2

4

39 : 17

+22

17

38

55

5

Berlin Bruins***

18

9

0

8

27 : 29

-­‐2

15

27

42

6

Prenzelberger Puckhunters**

18

9

0

9

29 : 26

+3

15

27

39

7

Flying Pucks

18

5

0

13

15 : 32

-­‐17

18

15

33

8

Bad Hornets***

18

4

1

12

15 : 40

-­‐25

16

13

29

9

Berlin Flames**

18

3

2

13

10 : 45

-­‐35

17

11

25

Treptower Eisadler*

0

0

0

0

0

0

0

0

0

10

:

0

*von der  Liga  abgemeldet **Den  Mannschaften  Berlin  Flames,  Prenzelberger  Puckhunters  und  Ice  Rider   werden  wegen  unvollständiger  Mannschaftslisten  zum  Stichtag  31.10.2012  am  Ende  der  Saison  3  Punkte  abgezogen. ***  Ein  Spiel  ohne  Wertung

Ergebnisse 8. Spieltag, 06.04.2013 #

Uhrzeit

Mannschaft 1

Mannschaft 2

Bild des Tages:

Ergebnis

1.

21:50

Freundschaftsspiel: Ice  Rider  -­‐  Berlin  Flames

2:0

2.

22:00

Freundschaftsspiel: Bad  Hornets  -­‐  KD  Seepferdchen

0:1

Moabiter Eisbrecher

Flying Pucks

3:0

Fairness-­‐ punkte

1:1

3.

22:10

4.

22:20

5.

22:30

6.

22:40

7.

22:50

8.

23:00

Berlin Bruins

KD Seepferdchen

0:2

1:1

9.

23:10

Glücksbärchen

Puckhunters

2:1

1:1

Treptower Eisadler*

Ice Rider

0:3

0:1

Freundschaftsspiel: Puckhunters  -­‐  Ice  Rider

1:0 1:0

1:1

Freundschaftsspiel: Berlin  Bruins  -­‐  Moabiter  Eisbr.

0:1

1:1

Freundschaftsspiel: Flying  Pucks  -­‐  Glücksbärchen

0:1

Berlin Flames

Bad Hornets

*Alle  Spiele  der  Treptower  Eisadler  werden  mit  3:0  für  die  gegnerische  Mannschaft  gewertet.

Termine +++ Termine +++ Termine +++ Termine +++ Termine +++ Termine +++ Termine +++ Termine APRIL Inlinehockey Am 19.04. beginnt die offizielle Inlinehockey Saison. Stadion Friedrichsfelde, Zachertstraße 30, 10315 Berlin.

VORSCHAU Ferienangebot In den Sommerferien wird es wieder ein Kick On Ice Kanuund Wassersportcamp geben.

MAI Saisonrück-&ausblick Im Mai wird Kick On Ice mit allen Mannschaften Gespräche über die abgeschlossene Saison sowie über das Anmeldeverfahren 2013/14 führen.

Eiszeit Die nächste Ausgabe der Eiszeit erscheint voraussichtlich am Dienstag nach dem 1. Spieltag der kommenden Saison 2013/2014.


EISZEIT 02/2013

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Die Glücksbärchen sind Meister Die Kick On Ice-Saison 2012/2013 endet mit großer Feier Der Schlusspfiff der Kick On Ice-Saison 2012/2013 ging in einen großen Jubelschrei über. Die Glücksbärchen gewannen ihr letztes Spiel mit 2:1 gegen die Prenzelberger Puckhunters und machten somit den ersten Meistertitel der Teamgeschichte perfekt. Begleitet von lautstarkem Applaus aller Anwesenden wurde wenig später der Meisterpokal an die Mannschaft um Kapitän Dasty Ertel und Teamchef

Klaus Weidner überreicht. Zuvor waren auch alle anderen teilnehmenden Teams sowie einige einzelne Persönlichkeiten geehrt worden. Neben dem Trainerteam Janko Schiewek und Kevin Ritter erhielten auch Anja Otto (Bad Hornets, Rookie of the year), Jakob Beyer (KD Seepferdchen, Spieler des Jahres), Klaus Weidner (Glücksbärchen, Teamchef des Jahres) Auszeichnun-

gen. Lukasz Michalik wurde für seine ausdauernde Leistung als Materialwart ebenfalls geehrt – während er am Abend in seiner Funktion als GM der Moabiter Eisbrecher gleichzeitig in geheimen Verhandlungen mit einem anwesenden Nachwuchstalent aus Bremen war. Der Fairnesspokal ging wie in der letzten Saison erneut an die Flying Pucks, die neben den Teams der Ice Rider und der Seepferdchen als

einziges die maximale Fairnesspunktzahl erzielte und seit Jahren besondere Leistungen bei der Integration neuer Spieler vollbringt. Zum Abschluss des gelungenen Abends waren es dann erneut die Glücksbärchen – mittlerweile in eigens angefertigte Meister-Shits gehüllt –, die die Ehre hatten die überdimensionale Meistertorte anzuschneiden.

Kurzmeldungen +++ Kurzmeldungen +++ Kurzmeldungen +++ Kurzmeldungen +++ Kurzmeldungen Vom 22.02.-15.03. absolvierte Fabian Chowanek, Spieler der Prenzelberger Puckhunters, im Rahmen seines Studiums ein Praktikum bei Kick On Ice. Er blickt zufrieden darauf zurück: „Das Zeit bei Kick On Ice war ein sehr interessanter Einblick in die Jugendarbeit von Berlin und vor allem für mich als Spieler bei Kick On Ice eine schöne Ge-

legenheit das Konzept und die Struktur des Projekts an sich zu Erfassen – ich kann es nur weiterempfehlen.“ +++ Stompin’ Tom Connors, US-amerikanischer Folksänger, ist am 06.03.2013 im Alter von 77 Jahren verstorben. Eishockeyfans dürfte Connors vor allem durch „The Hockey Song“ bekannt sein. Dieses Lied

wurde 1973 von Connors veröffentlicht und avancierte zu einem der berühmtesten Eishockey-Songs. Zu Ehren von Stompin’ Tom Connors also noch einmal besonders laut aufdrehen...: „The good old hockey game, is the best game you can name, and the best game you can name, is the good old hockey game!“ +++ Gefällt Euch der Neuanfang

unserer Eiszeit-Zeitung? Welche Verbesserungsvorschläge habt Ihr, und habt Ihr vielleicht selbst Lust, für die Zeitung zu schreiben oder bei der Gestaltung mitzuhelfen? Jede/r Helfer/in ist gern gesehen und herzlich eingeladen, unser Zeitungsprojekt aktiv mitzugestalten. Meldet Euch einfach per Mail an: eiszeit_redaktion@gmx.de


EISZEIT 02/2013

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„Es war die richtige Entscheidung.“ Kick On Ice-Chef Christof Helmes im exklusiven Interview Christof, die Saison geht Eisdem Ende entgegen, mit den Glücksbärchen und den Seepferdchen stehen zwei recht neue Kick On Ice Teams an der Tabellenspitze. Was ist Dein rein sportliches Saisonfazit? Wir können auf eine besonders erfolgreiche Saison zurückblicken. Die Trainingsbeteiligung in Lankwitz sowie die Beteiligung bei den Spieltagen war unglaublich hoch – am Rande unsere Kapazitätsgrenzen. Das sportliche Niveau wird besonders bei den Spitzenteams immer höher, das erkennt man auch daran, dass immer mehr Spieler den „Draft“ in eine Vereinsmannschaft schaffen. Unsere Trainer leisten in der sportlichen Ausbildung eine ganz tolle Arbeit! Abgesehen von den sportlichen Gesichtspunkten ist Kick On Ice ja insbesondere auch ein pädagogisches Konzept. Wie fällt Dein Saisonrückblick in dieser Hinsicht aus? Mit der 2012 durchgeführten Evaluation der Deutschen Sporthochschule haben wir erstmalig belastbare Aussagen über die positiven Auswirkungen von Kick On Ice und darüber bin ich sehr glücklich. Wir haben am Anfang der Saison einige Veränderungsprozesse angestoßen, was zum Teil auch zu Reibungen mit Spieler_innen und Mannschaften führte. Letztendlich sind unsere Konzepte aber aufgegangen und ich glaube, dass wir auf einem sehr guten Weg sind. Was hat Dir in dieser Spielzeit besonders viel

wurde am Ende des Jahres beendet. In dieser Form (Saisonanfang September und Saisonende im April) spielen wir erst seit 2010.

Freude bereitet an Deiner Arbeit bei Kick On Ice? Da fallen mir direkt drei Sachen ein: Die Zusammenarbeit mit meinem neuen Kollegen Jan Kaminski, die unglaublich gute Stimmung bei GirlsNight und GirlsOnly Training, das Lesen eurer Zeitung! Welche Aspekte sind in Deinen Augen ausbauund verbesserungsfähig – was sind Deine und Eure Vorhaben und Ziele für 2013/2014? Insgesamt wünsche ich mir eine höhere Beteiligung unserer Spieler_innen an den Maßnahmen außerhalb der Trainings- und Eiszeiten. Hier werden wir in Zukunft versuchen, noch attraktivere Angebote zu machen. So planen wir ein Bildungsangebot „von Profis lernen“, bei dem im Rahmen einer Talkrunde erfolgreiche Sportler_innen aus ihrer Karriere und Arbeitsleben berichten. Weiterhin wollen wir die Trainingsangebote im Sommer erweitern und damit besser auf die Wintersaison vorbereiten. Mittelfristig brauchen wir dringend mehr Eiszeiten, da wir mit unseren Teilnehmerzahlen langsam aus allen Nähten platzen.

Mit dem Supporterclub wurde Anfang des Jahres ein neuer Ansatz gefunden, die älteren Spieler mit in das Programm einzubinden und in die Pflicht zu nehmen. Wie ist dieses Projekt angelaufen und was versprichst Du Dir davon für die Zukunft? Ich sehe den Supporterclub als große Chance, Kick On Ice nachhaltig zu unterstützen und hier etwas ganz besonderes zu entwickeln. Die Anfänge stimmen mich positiv und ich bin sehr beeindruckt von den vielen Kompetenzen unserer Supporter. Wir finden hier die ideale Konstellation, dass die jüngeren Spieler_innen direkt von den Erfahrenen lernen und profitieren können. Ich glaube, dass dieses Konzept noch für Aufsehen sorgen wird. Wie lange gibt es Kick On Ice eigentlich schon, die wievielte Saison wurde gerade gespielt? Das Projekt gibt es jetzt schon fast zehn Jahre und tatsächlich gibt es noch Spieler_innen, die seit der ersten Stunde dabei sind. Früher gab es keine wirkliche Wintersaison, die Spielzeit begann im Januar und

Wie ist Deine persönliche Verbindung zum Eishockey, hast Du selbst einmal gespielt und hast Du ein Lieblingsteam? Als Kind habe ich mit selbst gebasteltem Schläger aus Latten und Rollschuhen auf dem Schulhof Eishockey (nach)gespielt. Die Weltmeisterschaft 1975 in Deutschland hatte meine Freunde und mich stark beeindruckt. Leider gab es damals noch kein Kick On Ice und so war ich bald wieder auf dem Fußballplatz. In meinem Auslandssemester in Graz konnte ich dann richtiges Eishockey im Unikurs lernen. Das erste KickTrainingslager in Slaný habe ich noch als Spieler unter dem legendären Eduard Novák erlebt. Mein Lieblingsteam ist die KICK Auswahl. Wie kamst Du zu Kick On Ice und wie sah Dein eigener Weg davor aus? Ich habe nach meinem Studium zum Sportlehrer sechs Jahre als Projektleiter bei KiezSport Spandau gearbeitet und dort den Sportjugendclub und das Klettersportzentrum aufgebaut. In dieser Zeit war ich auch maßgeblich für das Breakdance Battle und die Skatenight Spandau verantwortlich. Der Urvater des Projektes, Gunter Keil, sowie die Idee und das Potential von Kick On Ice haben mich aber schließlich aus Spandau fortgelockt. Es war die richtige Entscheidung.


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„Seepferdchen schwimmen zusammen“ Gelungene Premierensaison für die Roten aus Kaulsdorf „Wir haben unser Saisonziel erreicht: Wir wollen die Leute fürs Eishockey begeistern und Spaß haben.“ Das Saisonfazit von SeepferdchenTeamchef Toralf Beyer und Kapitän Rene Puhlmann fällt überaus versöhnlich aus. Dass die Mannschaft in den roten Trikots dabei auch noch überaus großen Erfolg hatte und Platz 2 in der abschließenden Meisterschaftstabelle belegt, nehmen alle Beteiligten sicherlich ebenso zufrieden zur Kenntnis. Es scheint das Jahr der neuen Teams zu sein. Die Glücksbärchen holen in ihrer zweiten Kick On Ice-Spielzeit den Titel, die Seepferdchen werden Vizemeister – in ihrer Premierensaison. Ein

Grund, im nächsten Jahr selbst nach oben zu schielen und sich gezielt nach Verstärkungen umzuschauen? Toralf Beyer wiegelt ab: „Nein, wir wollen in erster Linie gemeinsam Spaß haben und nehmen nur neue Spieler ins Team auf, wenn sie auch charakterlich gut zu uns passen. Wem es nur

Spielersteckbrief

ums Gewinnen geht, der sollte sich eine Profi-Mannschaft suchen.“ Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass die Seepferdchen ihre mannschaftliche Geschlossenheit und den stets netten und vernünftigen Umgang miteinander als eine ihrer großen Stärken sehen.

Bliebe nur noch zu klären, wofür denn eigentlich das „KD“ im Teamnamen steht – Kapitän Rene Puhlmann klärt auf: „KD steht für Kaulsdorfer. Wir haben oft auf dem Kaulsdorfer See zusammen gespielt. Seitdem gilt: Seepferdchen schwimmen zusammen.“

Regelkunde Aus dem offiziellen IIHF-Regelbuch - Regel Nr. 101: Maximale Abmessungen: 61 m Länge und 30 m Breite. Minimale Abmessungen: 56 m Länge und 26 m Breite. Die Ecken müssen abgerundet sein, mit einem Radius von 7.0 m bis 8.5 m . Für IIHF-Meisterschaften müssen die Abmessungen zwischen 60 m bis 61 m Länge und 29 m bis 30 m Breite betragen.

Name: Lena Genc Geburtsdatum: 14.06.1996, Geburtsort: Berlin Team: Moabiter Eisbrecher, Position: Sturm Mein Saisonziel: mein Team überzeugen, dass ich nächstes Jahr wieder mitspielen darf. Mein Vorbild auf dem Eis: Bryan Bickell Mein Lieblings-Eishockey-Team: Chicago Blackhawks Wenn ich Kick On Ice Königin wäre: ...ich möchte lieber Prinzessin sein ;-) Diesen Song höre ich am Liebsten beim Eishockey: Icona Pop – I Don’t Care Mein schönster Kick On Ice Moment: Das erste mal auf dem Eis zu sein und direkt spielen zu dürfen! Das mache ich, wenn ich nicht auf dem Eis stehe: Arbeiten/Schule, Kochen, mit Freunden unterwegs sein

Heute: Abmessungen des Spielfelds


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Spaß am Spiel Die Berlin Flames brennen auf Wiedergutmachung

Nach ihrem Saisonziel für die nun abgelaufene Spielzeit befragt antworten die Spieler der Berlin Flames mit einem Augenzwinkern: „Nicht Letzter werden.“ Zwar konnten die Flames am letzten Spieltag in einer hart umkämpften Partie das Keller-Duell gegen die Bad Hornets mit 1:0 für sich entscheiden, jedoch reichten die Punkte nicht um die Laterne vor Saisonschluss abzugeben. Sebastian Dreetz sicherte mit einem schön herausgespielten Tor in Überzahl den Sieg, der die Hoffnung auf ein besseres Abschneiden in der kommenden Saison schürt. Gegründet wurden die Berlin Flames vor drei Jahren von Teamchef Tom Kronberger. Er fand Mitstreiter

für sein Vorhaben im Fanclub WILDE EISBÄREN. Von den ehemaligen Gründungsmitgliedern sind jetzt allerdings nur noch eine handvoll dabei. Einer von ihnen ist Kai Fidrich. Im Gespräch mit der EISZEIT erklärt er, dass die Flames jedes Jahr eine hohe Zahl von Zu- und Abgängen haben. Das Besondere der Flames: „Es gibt keine Spieler die hervorstechen. Bei uns geht es nicht um Ergebnisse, sondern der Spaß am Spiel steht im Vordergrund.“ Doch die jüngsten Resultate belegen – die Flames haben Feuer gefangen: Für die kommende Saison soll deutlich mehr drin sein als erneut Schlusslicht zu werden.


EISZEIT 02/2013

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Music On Ice Zwei Kommentare zu einem musikalisch-politischen Streitfall Ob als lautstarke Untermalung des Spielgeschehens oder als Soundtrack in der Kabine – Musik ist fester Bestandteil von Kick On Ice. Doch was, wenn sich daran ein Streit entzündet? Ebendies geschah am 7. Kick On Ice-Spieltag – zwei Beteiligte beziehen Stellung zum Thema „Frei.Wild“. Patrick Jander (Bad Hornets): Bezüglich des Streits um Frei.Wild sollte man beachten, dass die Gruppe aus Südtirol stammt. Das Gebiet wurde 1919 Italien angegliedert und unter der faschistischen Herrschaft versucht, die dortige deutsche Kultur auszumerzen. Die NS-Politik ließ Südtirol aus politischem Kalkül im Stich und förderte stattdessen die Aussiedlung der Bevölkerung nach Deutschland. Den heutigen Autonomiestatus gab es erst in Folge diverser Anschläge der 1960er-Jahre. Die Südtiroler sind durch diesen Kampf um ihre kulturelle Identität anders geprägt als die Bewohner Österreichs oder Deutschlands. Was man bei uns als „dumpfen Nationalismus“ wertet, wird in Südtirol anders wahrgenommen, da dort der Volkstumsgedanke noch stärker verwurzelt ist. Man sollte daher nicht bundesdeutsche Maßstäbe ansetzen, sondern die beanstandeten Liedtexte in eben diesem Kontext sehen. Nicht jeder Gruppe, die stolz auf ihre Heimat ist, muss man automatisch Rechtsextremismus unterstellen. Zudem dürfte der Großteil des Frei.Wild’schen Liedgutes unpolitischer Natur sein.

Julius Rothlaender (Moabiter Eisbrecher): Wenn ich mir die Texte der Band Frei.Wild durchlese, überkommt mich ein extrem unangenehmes Gefühl. Die dort viel besungene „Heimatliebe“ ist ein Prinzip, das ich wohl niemals verstehen werde, wenn es wie bei Frei.Wild im direkten Zusammenhang steht mit „In der Hölle sollen Deine Feinde schmoren“ oder „ich dulde keine Kritik an diesem heiligen Land“ (im Lied „Südtirol“). Wie kann man hier von (Heimat-)Liebe sprechen, wenn sich diese im Umkehrschluss stets in aggressiver Form gegen Andere richtet? Ist nicht genau dieses Prinzip der Nährboden, auf dem rassistische und faschistische Ideologien wachsen? Es wäre gewiss falsch, Frei.Wild in die Nazi-Schublade zu stecken. Dass sich die Band selbst als „unpolitisch“ darstellt, verschleiert die Situation allerdings auf bedenkliche Weise. Patriotisch-nationalistische Standpunkte – verhüllt im scheinbar harmlosen Mantel des Unpolitischen – sind in meinen Augen ein Sprungbrett nach rechts.

Eiskultur Folge 1: Daniel Alfredsson (Ottawa Senators) verrät seinen Lieblings-Eishockeysong Als Folge des Streitfalls des 7. Spieltags (siehe Artikel oben) möchte die Eiszeit eine neue Rubrik einführen und den Themenkomplex Musik, Kultur und Eishockey näher betrachten. An dieser Stelle erwarten Euch künftig kleine musikalische

oder kulturelle Empfehlungen, Gastbeiträge und Kommentare von Kick On Ice Mitspielern, NHL-Stars und DEL-Spielern. In der ersten Folge wird eine Interviewäußerung von Daniel Alfredsson, schwedi-

Impressum Kick on Ice Supporter Club c/o Verein für Sport und Jugendsozialarbeit e.V. Hanns-Braun-Straße / Friesenhaus II 14053 Berlin Kick On Ice Paul-Heyse-Straße 25 10407 Berlin Telefon: 030 - 420 23 888

scher Goldmedaillengewinner und Kapitän der Ottawa Senators, verarbeitet: „My favourite hockey song? That‘s pretty easy. My U2 song, I always forget the name .... Beautiful Day!“ Ein Klick auf das Bild führt Euch zum Musikvideo.

Tipps & Tricks Klickt auf das Bild! Dort erhaltet Ihr in VideoForm nützliche Tipps zum Eishockeyspielen, erklärt vom früheren NHL-Profi Daniel Tkachuk. Folge 2: Skating (1).

Redaktion: Jonas Rothlaender & Julius Rothlaender Email: eiszeit_redaktion@gmx.de

In der nächsten Ausgabe der EISZEIT:

Fotos: Mario „Nappel“ Griesche

Alle Infos zur Kick On Ice Saison 2013/2014 Transferticker: Wechselgerüchte & Neuverpflichtungen

Eiszeit 02/2013  

02/2013 Die zweite Ausgabe der Eiszeit. Alles über den letzten Spieltag und die Meisterschaft der Kick On Ice Saison 2012/2013.

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