__MAIN_TEXT__

Page 1


dior.com


THE NEW FRAGRANCE


N A T VA R B H AV S A R P I O N E E R I N PA I N T I N G G A N T. C O M

W E A R I N G T H E I C O N I C G A N T S H I R T, L AUNCHED AT EAST COAST U N I V E R S I T I E S I N 1 9 4 9.


HUGO BOSS AG Phone +49 7123 940


HUGOBOSS.COM


I N N O VAT I N G design.


E V O L U T I O N of communication.

Das Samsung Galaxy S6 edge


EDITORIAL

Männer legen heute ganz selbstverständlich Wert auf ihre Erscheinung – fälschlicherweise oft als oberflächlich abgetan. Dass sie sich damit traditionellen Vorbildern anschließen, beweist der New Yorker Blogger Dapper Lou. Mit seiner Kolumne »Jahr­ markt der Eitelkeiten« erklärt er in diesem Magazin die Geschichte des modernen Dandys: eines Mannes, der sich mit Selbstbewusst­ sein immer wieder neu definiert. Auch Ben Gorham – ein ande­ rer Protagonist dieser Ausgabe –, Schwede mit indischer Mutter, verkörpert dieses Männerbild. Der ehemalige Profibasketballer entwickelt heute mit seinem Label Byredo Düfte, die Männer und Frauen gleichermaßen ansprechen. Genderspezifische Schöpfun­ gen hält er für überholt. Geschlechterrollen werden durchlässiger, das spiegelt sich auch in der »Genderless Fashion« wider, einem Thema, das viele Kollektionen aufgreifen und dem wir eine Foto­ strecke widmen. Vielseitige Männer finden gerade in Berlin, das von seiner facettenreichen Club-, Architektur- und Kunstszene geprägt ist, ein Zuhause. Diese Vorreiterrolle verdankt die Stadt vor allem ihren internationalen Besuchern, die für einen Kurztrip kommen oder sogar herziehen. Sie bewahren sich eine natürliche Neugierde, schätzen Veränderung und entdecken die Welt. Für Ben Gorham etwa ist es selbstverständlich, ein paar Mal im Jahr in die interna­ tionalen Metropolen zu fliegen, um seine Produkte dort weiter­ zuentwickeln. Vielfalt und Offenheit machen auch das KaDeWe zu einem internationalen Departmentstore, der Männer anspricht.

Today’s man naturally places a premium on his appearance – a tendency often mistakenly dismissed as superficial. But men are simply subscribing to age-old principles, a fact explored by New York blogger Dapper Lou. In his »Vanity Fair« column in this issue, he explains the history of the modern dandy: a man who consistently refedines himself with confidence and flair. It’s an image of masculinity that’s embodied by Ben Gorham, a Swede with an Indian mother, and another protagonist of this edition. Gorham, a former professional basketballer, now creates fra­ grances that appeal equally to men and women, with his Byredo label. He considers gender-specific creations outdated. Gender roles have become more permeable, as reflected in »Genderless Fashion«, a theme that has been taken up by many collections and to which we dedicate a photo feature. Multi-facetted men find a home in Berlin especially; a city strongly shaped by its diverse club, architectural and art scene. In its avant-garde role the city is especially reliant on international visitors who come for a short stay or even make their home here. Such people have a natural curiosity: they appreciate change and set out to discover the world. For someone like Ben Gorham, of course, it’s necessary to visit the international metropolises a few times a year to advance his products’ global reach. With its own celebration of variety and openness, KaDeWe is an international department store that appeals more than ever to the modern man.

Ihr KaDeWe

Yours, KaDeWe

14


etro.com


I N H A LT Herbst / Winter 2015

20 22

CONTRIBUTORS

41

TOM FORD BEAUTY

60 62

TUMI × MERCEDES AMG PETRONAS

NEU IM KADEWE

INTERVIEW

NEU IM KADEWE

DEVIALET

23

Beauty

24

Accessoires

NEU IM KADEWE Fashion

26

42

INTERVIEW

44 45

ARCHITEKTUR DER DÜFTE

JACKE WIE HOSE

GENDERLESS

SCHAUFENSTER

52

Fashion & Sneaker

SCHAUFENSTER

NEU IM KADEWE

POLO RALPH LAUREN

27

28 30 32 34 38 40

Socken

MONOCHROMATIC

Ben Gorham

NEU IM KADEWE Schuhe

63 64 76 86

Olafur Eliasson

54 55

Socken

SCHAUFENSTER

56

110 118 124 134 142 144 145

LAUFWERKE

JAHRMARKT DER EITELKEITEN

Hemden

MUSTERHEMDEN

AESOP

GANT

AVIATOR

THOMAS PINK

BAUMSTÄRKEN

NEWS COCKTAIL

EVENTREPORT

JAMES BOND

NEIL BARRETT

58

BRUNELLO CUCINELLI

COVER: CANALI Jackett mit Karomuster, 999 Euro. Weste, 299 Euro, 1. Etage

18

KUNDENKARTE

SAVE THE DATE


CONTRIBUTORS Dürfen wir vorstellen: die kreativen Köpfe, die dieses Magazin zu etwas ganz Besonderem machen.

DA PPE R LOU

KIRA BUNSE

Seine multikulturelle Sicht auf Mode, Essen und Reisen teilt der Fotograf Dapper Lou aus Brooklyn auf seinem nach ihm benannten Blog. Der außergewöhnliche Ansatz kommt an – mehr als 70.000 Instagram-Fans kann der Blogger mit haitianischen Wurzeln verbuchen. Exklusiv für uns beschreibt der Liebhaber des traditionellen Herrenstils mit moderner Note in der Kolumne »Jahrmarkt der Eitelkeiten«, was den modernen Dandy ausmacht.

Bereits mit 15 Jahren fotografierte Kira Bunse Menschen, die ihr Interesse weckten. Wenig später zog sie ihren ersten Job für das Magazin Jetzt an Land. Heute lebt sie in Paris und wird von Medien wie Self Service und V Magazine sowie Modemarken wie Céline und Kenzo vor allem wegen ihrer Vielseitigkeit und außergewöhnlichen Blickwinkel gebucht. »Ich versuche, immer etwas Neues auszuprobieren«, erklärt die Fotografin, die ihre Inspiration aus der Kunst zieht. Für unsere Strecke »Genderless« überwand Kira Bunse mit subtiler Bildsprache die Geschlechtergrenzen.

H U G O S AU Z AY

JESS B ONHAM

Markantes Gesicht, blau-grüne Augen und 1,86 Meter Größe – der Franzose Hugo Sauzay erfüllt alle optischen Voraussetzungen, um auf den internationalen Laufstegen zu brillieren und die Kampagnen von Marken wie Cartier, Borsalino und Marc O’Polo zu schmücken. Weil das Männermodel nicht nur schön ist, sondern auch einen Sinn für das Schöne hat, schloss er ein Studium als Interieur Designer an der Pariser École Camondo ab. Mit seiner Lebensgefährtin gründete er die Firma Festen und ist seither auch als Innenarchitekt erfolgreich. In unserer Strecke »Aviator« zeigt sich der Schöngeist in lässig-edlen Looks.

Die Londoner Still-Life-Fotografin hat sich einen Namen als Kompositionskünstlerin der Fashionbranche gemacht. Mit neuartigen Formen und Farben bringt Jess Bonham Produkte als Teil einer Installation oder Skulptur in überraschende Kontexte. Ihre Vita verrät einiges über ihre ungewöhnliche Herangehensweise. Bevor sich Bonham der Fotografie widmete, machte sie einen Abschluss als Illustratorin und stellte außerdem Requisiten her. Ihre vielen Talente kommen in den unkonventionellen Stillleben zum Ausdruck und brachten der Fotografin bereits Jobs für Magazine wie die britische Vogue sowie für Brands von Kenzo über Topshop bis Belvedere ein. Mit der Flakonstrecke »Architektur der Düfte« beschert uns Bonham eine Geometriestunde der besonderen Art.

20


WILLKOMMEN IM

KADEWE

NEUES FÜR DIE SCHÖNHEIT Vom Besten aus Deutschlands Wäldern bis zu rasanten Rasierern – die neuen Beauty-Marken im KaDeWe sorgen für ein strahlendes Aussehen.

EBENHOLZ

AESOP

Bei Ebenholz ist der Name Programm. Die natürliche Hautpflegeserie für den Mann basiert auf Wirkstoffen, die aus deutschen Wäldern stammen. Birkenblätter, Eichenrinden-Extrakt und Rosskastanie schützen, regenerieren und stärken stark beanspruchte bis sensible Männerhaut. Gründer Wolfgang Rindchen, Sohn einer Kosmetikerin und eines Allergologen, lag es am Herzen, Stil mit Nachhaltigkeit zu vereinen. So präsentiert sich die fünfteilige Produkt-Range in zeitlosem Design, mit wiederverwertbarem Schwarzglas und mit Feuer behandeltem Eichenholz.

Würzige Aromen, auf Pflanzen basierende Inhaltsstoffe von höchster Qualität und ein schlichtes Produktdesign im Apothekerflaschen-Stil – das ist das Erfolgsrezept der australischen Marke Aesop. Dennis Paphitis, der das Unternehmen 1987 in Melbourne ins Leben rief, beschäftigte sich während seiner Arbeit als Friseur intensiv mit Pflanzen und deren Wirkungsweise. Die einzigartigen Rezepturen mit Geranie, Rose, Petersilie oder Ingwer sind auf die verschiedensten Bedürfnisse von Haut und Haar abgestimmt.

BOLIN WEBB – für eine stilvolle Rasur

BOLIN WEBB Bolin Webb hat sich ganz der Herstellung von stilvollen Rasiergeräten verschrieben. Der Firmengründer Derrick Webb setzte sich das Ziel, innovatives Design mit Höchstleistung und durchdachter Funktionalität zu verbinden. Inspiriert von englischen Luxusautomobilen, entwickelte er edle Rasierer in coolen Autolackfarben mit stromlinienförmigen Griffen. In Kombination mit magnetischen Halterungen wirken die Rasierer wie kleine Kunstobjekte. Kein Wunder, dass die Marke für ihr herausragendes Design schon mehrfach ausgezeichnet wurde.

EBENHOLZ – auf Försters Wegen

ROOM 1015 Room 1015 kreiert Parfums mit RockstarCharakter. Bevor der französische Pharmazeut Michael Partouche alias Dr Mike das Label gründete, tourte er mit seiner Band durch England. Dann entschied er sich, seine zwei Berufe in der Welt der Düfte zu vereinen. In Zusammenarbeit mit dem Parfumeur-Duo Amélie Bourgeois und Anne-Sophie Behaghel sind drei exzentrische Kompositionen entstanden, die Gitarrenmusik, Tattookunst und die HippieBewegung widerspiegeln. Die Wahl des Namens ist eine Hommage an die wilden Jahre des Rock ’n’ Roll und verweist auf den Room 1015 im Hyatt Hotel Los Angeles, das am meisten verwüstete Hotelzimmer in der Geschichte des Rock. Hier haben Legenden wie die Rolling Stones und The Who exzessive Partys gefeiert.

DR. BRONNER’S – Kult-Seife

DR. BRONNER’S

ROOM 1015 – ein Hauch von Rock ’n’ Roll

22

Alle und alles gehören zusammen – unter dem Leitspruch des respektvollen Handelns legte Emanuel Heilbronner 1948 den Grundstein für das Familienunternehmen Dr. Bronner’s. In Amerika genießen die Seifen aus Fair-Trade-zertifizierten biologischen Ölen Kultstatus. Heute führt die Familie Bronners Ideale fort, inzwischen in fünfter Generation. Ein Teil des Gewinns wird für wohltätige Zwecke verwendet und in die Entwicklung nachhaltiger Anbaumethoden investiert.


WILLKOMMEN IM

KADEWE

NEU IM KADEWE Langlebige Begleiter, High-Tech-Geräte aus Naturmaterialien und ausgefeilte Soundsysteme – die neuen Accessoire- und Multimedia-Marken verschönern den Alltag.

DEVIALET Mit den Soundsystemen der Pariser High-TechMarke Devialet wird der Gegensatz von analog und digital Geschichte: 2007 gegründet, verfolgt Devialet seit seinen Anfängen die Erschließung neuer Klangräume und Hörerlebnisse durch innovative Zugänge – so auch mit der erfolgreichen Verknüpfung digitaler und analoger Technologie. Das Ergebnis ist ein starker, klarer und differenzierter Klang ohne Verzerrung. Weil Harmonie bei Devialet großgeschrieben wird, sind die Systeme der Marke mit Produkten anderer Hersteller kompatibel.

SANDQVIST – robuste Schweden

SANDQVIST Skandinavisches Design trifft auf Funktionalität – das Ergebnis: schöne Alltagsprodukte, die langlebig und lässig sind. Das schwedische Taschen-Label mit Sitz in Stockholm wurde 2004 von Anton Sandqvist gegründet. Geprägt von einer Kindheit auf dem schwedischen Land, entwirft er vorzugsweise kernige Rucksäcke, Weekender und Messenger Bags aus Canvas und Leder in gedeckten Farben.

ORÉE – nachhaltige Technologie

ORÉE Holz und Leder statt Kunststoff: Die französische Marke Orée fertigt aus natürlichen Materialien im Süden Frankreichs Designprodukte für den Alltag. Der Einsatz traditioneller kunsthandwerklicher Holzbearbeitung und chemiefreier Gerbung für technologische Objekte wie Tastatur, Ladestation und drahtlose Trackpads zeigen, dass Fortschritt und Naturverbundenheit miteinander einhergehen. Die handgefertigten Produkte führen Nachhaltigkeit und Technologie, Innovation und Funktionalität zusammen.

23

DEVIALET – Klänge der Zukunft


WILLKOMMEN IM

KADEWE

NEU IM KADEWE Französische Nonchalance, ein Hauch von Grunge und Tailoring mit High-Tech-Details – die neuen Modemarken vereinen klassisches Design mit modernen Elementen.

MARC JACOBS Lässig und elegant präsentiert sich Marc Jacobs in dieser Saison. Chefdesigner der Männerlinie, die 1996 von Marc Jacobs ins Leben gerufen wurde, ist seit 14 Jahren Karl Aberg. Im Mittelpunkt der Kollektion stehen das kunstvolle Mischen von Materialien und Mustern und das Spiel mit Traditionen: Gepunktete Seidenshirts werden mit Samtanzügen kombiniert, karierte Hemden mit Nadelstreifenhosen, dazu grobe Strickjacken und Wollcapes – ganz im Stil der Seventies.

HARMONY PARIS – französischer Lässig-Chic

HARMONY PARIS Der Wunsch des jungen französischen Labels Harmony Paris ist es, dass Kunden sich in ihrer Kleidung wohlfühlen. David Obadia, der bereits mit seinem Streetwear-Label Brooklyn We Go Hard Erfolge feierte, ist mit Harmony Paris in der Ready-to-wear angekommen. Unter Obadias Leitung werden im Pariser Atelier minimalistische Schnitte mit hochwertigen und natürlichen Stoffen kombiniert. Unter den alltagstauglichen Stücken mit eleganten Akzenten sind Wollpullover und Basic T-Shirts genauso zu finden wie feine Hemden und lässige Anzüge.

MARC JACOBS – moderner Grunge

24


WILLKOMMEN IM

KADEWE

CITIZENS OF HUMANITY Ob der Schnitt nun skinny, slim, straight, bootcut oder relaxed sein soll, bei Citizens of Humanity wird jeder Jeansliebhaber fündig. 2003 von Jerome Dahan gegründet, zählt Citizens of Humanity heute zum Segment des »Luxury Denim«. Die Jeans werden in der eigenen Manufaktur in Los Angeles hergestellt: Priorität haben die Passform, die Materialqualität und die Waschung. Kunden wie Leonardo DiCaprio und Robert Pattinson wissen das zu schätzen.

NEIL BARRETT – Fusion aus Sportswear und traditionellem Tailoring

NEIL BARRETT Den Briten Neil Barrett – Spross einer alten MaßschneiderDynastie – zog es nach seinem Modestudium nach Italien, wo er in den Designteams der größten Traditionshäuser sein Handwerk lernte. Sicherlich einer der Gründe, warum er den Sitz seines Labels unter eigenem Namen nach Mailand verlegte. Hier gelingt ihm die Fusion aus High-Tech Sportswear und traditioneller Herrenschneiderei. Das Ergebnis: moderne Kollektionen mit besonderem Augenmerk auf perfekte Passform und hochwertige Materialien. Ein Konzept, das nicht nur bei Hollywood-Stars wie Jake Gyllenhaal und Orlando Bloom ankommt.

ACNE STUDIOS – Spiel mit Formen und Stoffen

ACNE STUDIOS Acne steht für Ambition to Create Novel Expressions. Das schwedische Label rückte Ende der 1990er-Jahre mit einem Jeansmodell, das in Stockholm an ausgewählte Freunde verteilt wurde, in den Fokus der Modewelt. Getreu dem Leitsatz schafft es Gründer und Creative Director Jonny Johansson seitdem, jede Saison aufs Neue zu begeistern. Die Kollektionen reflektieren Johanssons Leidenschaft für Kunst und Architektur, er spielt mit Formen, Materialien und Proportionen. In diesem Herbst/Winter sind die Pullover oversized, die Hosen leicht verkürzt und die Mäntel überlang.

JAPAN BLACK – urban Grip

JAPAN BLACK Die Handschuhe von Japan Black verbinden Ästhetik und Funktionalität. Das einzigartige Design mit folkloristischen Mustern aus Japan kann je nach Belieben auf dem Handrücken oder der Handfläche – für mehr Grip – getragen werden. Die Handschuhe wurden speziell für handwerkliche Tätigkeiten wie Gartenarbeit entwickelt und sehen dabei modisch aus.

25


WILLKOMMEN IM

KADEWE

DIE NEUEN SCHUHE Moderne Männlichkeit, Klassiker im Sporty-Look und Grunge reloaded – die neuen Schuhmarken im KaDeWe sorgen für die gewisse Coolness.

MARC JACOBS Marc Jacobs machte in den 1980er-Jahren den Grunge-Look salonfähig und revolutionierte damit die Ready-to-wear-Mode grundlegend. Die neue Lässigkeit katapultierte Marc Jacobs buchstäblich über Nacht in die internationale Modewelt, seine Kreationen wurden Kult. Auch mit seiner Schuhlinie für Herren setzt er auf den Mix aus sportlichem Chic und aufwendigen Details. MARC JACOBS – Klassiker mit sportlichen Elementen

GIORGIO 1958 Giorgio 1958 entwirft klassische Herrenschuhe in bedingungslos hoher Qualität. Nur das beste Leder kommt für die vollständig in Italien gefertigten Schuhe zum Einsatz. Sämtliche komplexe Verfahren werden in dem Traditionsunternehmen noch von Hand durchgeführt und verleihen den Schuhen ihre unverkennbare italienische Raffinesse. Mit farblichen Akzenten an Schnürsenkeln und Sohle zeigt sich Giorgio 1958 neben den betont zeitlosen Schnitten von einer jungen, trendbewussten Seite.

DR. MARTENS – Grunge 2015

GIORGIO 1958 – Tradition gepaart mit Trend

Entwickelt als Arbeiterschuh vom deutschen Arzt Dr. Klaus Maertens kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde der Dr. Martens-Stiefel zum Symbol der Punkszene der 1970er-Jahre. Heute ist Dr. Martens mit einer großen Auswahl an Modellen und vielfältigen Prints in der Mode angekommen. Erkennungszeichen sind die breite Gummisohle und das grobe Stitching. Wer einen robusten und komfortablen Schuh für die kalten Herbsttage sucht, kommt an den »Docs« nicht vorbei.

DR. MARTENS LANVIN – moderne Maskulinität

LANVIN Das französische Traditionshaus Lanvin besteht seit mehr als 125 Jahren. Benannt nach der Gründerin Jeanne Lanvin, ist heute neben Creative Director Alber Elbaz der niederländische Designer Lucas Ossendrijver für den großen Erfolg der Herrenlinie verantwortlich. Unter seiner Leitung präsentiert sich die luxuriöse Schuhkollektion zeitgemäß-maskulin.

26


WILLKOMMEN IM

KADEWE

DIE NEUEN SOCKEN Die bunten Stücke der neuen Socken-Labels im KaDeWe verleihen Ihren Looks subtile Exzentrik.

DILLY SOCKS Für die vier Schweizer hinter Dilly Socks stehen Socken ganz klar im Mittelpunkt. Und die müssen möglichst auffällig und farbenfroh sein. Das Label bietet eine große Auswahl an Strümpfen mit wilden Prints, entworfen von den Gründern selbst und von kreativen Köpfen der lokalen Kunst- und Designszene. Wer als trendbewusster Dilly Socks-Träger ein Foto seines Stylings auf Instagram teilt und mit dem Hashtag #DillySocks versieht, landet automatisch auf dem Fotostream der Webseite.

DILLY SOCKS – coole Farbtupfer

MINGA BERLIN – nachhaltige Begleiter

MINGA BERLIN Das Tragen der farbenfrohen UnisexSocken von Minga Berlin macht zweifach Spaß. Die Modelle sind bunt gemustert und sie werden aus zertifizierter MakoBiobaumwolle gefertigt, die für ihre Langlebigkeit bekannt ist. Hergestellt werden die Socken in einer renommierten türkischen Manufaktur, die seit Generationen ein Familienbetrieb ist. Der Gründer von Minga Berlin, Markus Lukasson, legt höchsten Wert auf eine transparente Produktion, gleichermaßen schonend für Mitarbeiter und Natur.

VON JUNGFELD – stilvolle Statements

VON JUNGFELD Maria Pentschev und Lucas Pulkert haben 2013 die Herrensocke zum Accessoire erhoben und ihr Label von Jungfeld in Mannheim gegründet. Mit den farbigen Kreationen können Männer ein stilvolles Statement abgeben – ob zum Anzug oder zur Casual Wear, die Herrensocken und Strümpfe aus dem Hause von Jungfeld komplementieren jeden Look. Neben dem Trendfaktor stehen Qualität und Nachhaltigkeit im Fokus der Marke. Vom Garn bis zur Verpackung stellt das Label zu 100 Prozent in Deutschland her.

27


KOLUMNE

DAPPER LOU

JAHRMARKT DER EITELKEITEN Dapper Lou prägt mit seinem gleichnamigen Blog den Stil des modernen Dandys maßgeblich. Uns verriet der New Yorker Fotograf und Blogger, was heute einen kultivierten Gentleman ausmacht. Text DAPPER LOU

Warum wir über detaillierte Kenntnisse verfügen, wie sich die durch ihr Auftreten und die Einzigartigkeit ihrer Kleidung ein Menswear über die verschiedenen Epochen verändert hat? Weil Statement abgeben. Die perfekte Selbstdarstellung ist für den vor allem Literaten und Fotografen die Notwendigkeit erkannt modernen Dandy das oberste Gebot. Er bedient sich vorzugshaben, das Kulturgut ihrer Zeit festzuhalten. Wir wissen, dass die weise der Herrenschneiderei, des Preppy-Stils und der Vintagewilden 1920er-Jahre von einer extravaganten, aristokratischen Mode, um sich als distinguierter Mann darzustellen. Literatur, Art der Männerkleidung bestimmt waren, die den für jene Zeit Mode-Magazine und Schwarz-Weiß-Filme helfen ihm, sein typischen Hang zur Opulenz widerspiegelte. Dekaden später, Selbstbild zu definieren, das er anschließend mit seinem KleiEnde der 1960er und in den 1970er-Jahren, drückte die amerikadungsstil zum Ausdruck bringen kann. Und auch wenn der nische Hippie-Bewegung ihren Protest unter anderem gegen den modische Gentleman schwören würde, seine Besessenheit zum Vietnam-Krieg mit einem überzeichDetail und zu historischer Richtigkeit neten Casual Look in Form von Jeans diene einzig und allein seinem Vergnügen, kann man sie als Protest gegen und mit Peace-Zeichen bedruckten den momentan so angesagten »Cozy Shirts aus. Kleidungsstile jeder EpoBoy«-Stil verstehen. In einer Zeit, da che, so scheint es, sind meist von einer Sportswear – besonders Jogginghosen bedeutenden gesellschaftspolitischen und Sneaker – salonfähig geworden Strömung und der jeweiligen Popist, bleibt der moderne Dandy bei der kultur bestimmt. Mit all dem hat der Überzeugung, solcherlei Bekleidung Modern Dandy nichts zu tun. Sein Stil gehöre an keinen anderen Ort als ist immer der Ausdruck seines ganz das Gym. persönlichen Lebensgefühls. Dandys zelebrieren ihre Ästhetik auf Erstmals trat die Bezeichnung Dandy im 18. Jahrhundert in England auf und der ganzen Welt. Der Modemesse Pitti beschrieb einen Mann, der penibel auf Uomo in Italien etwa eilt der Ruf vorsein Äußeres und seine Umgangs­ aus, von gut gekleideten Männern formen achtete. Der Dandy war ein bevölkert zu sein. Von maßgeschneiRomantiker, für den sein ausgeprägtes derten Looks bis zu den angesagten Stilempfinden auch Teil seines überleHerrenlabels: Hier geht es für den genen Intellekts war. Ein genaues Mann um sein Erscheinungsbild. In Datum für die Entstehung des DanAmerika wird mit der Jazz Age Lawn dyismus gibt es nicht, doch die meisParty, die alljährlich auf der Gouverten Historiker sehen in George Bryan neursinsel stattfindet, die Kultur der Dapper Lou verkörpert den modernen Dandy »Beau« Brummell, der im London des Swing-Ära gefeiert. Dort setzen Mänspäten 18. und des frühen 19. Jahrhunner und Frauen der von Überfluss und derts lebte, den ersten Dandy. Brummell hat den Übergang von Extravaganz geprägten Epoche ein Denkmal: Die Herren werfen der Kniehose zum geschneiderten Beinkleid zu verantworten, sich dann in originalgetreue Nadelstreifenanzüge, Strohhüte, heute gemeinhin als Hose bezeichnet. Er befreite sich sogar von Budapester und andere Stücke, die den Dandy-Stil der 1920erder Perücke, die damals der Norm entsprach, um sein Haar nach Jahre definierten. der römischen Mode zu tragen. Die benachbarten Franzosen Wie für seine Vorfahren, ist auch für den Modern Dandy seine übernahmen Brummells Ansatz und drückten der Dandy-Kultur Kleidung ein Mittel, um sich von seinen Mitmenschen zu unterihren eigenen Stempel auf. Später beschrieb Oscar Wilde seine scheiden. Von High End bis High Street: Ein vielfältiges Angebot liefert dem Dandy im wahrsten Sinne des Wortes genügend Stoff Interpretation vom Dandyismus so: »Man sollte entweder ein dafür. Die meisten Menschen sind mit einem schlichten, durchKunstwerk sein oder eines tragen.« schnittlichen Auftreten zufrieden. Der Dandy hingegen hat den Diesem Motto haben sich auch die Dandys der Gegenwart verschrieben. Unabhängig von ihrem sozialen oder wirtschaftlichen Anspruch, zu jeder Zeit das Beste von sich zu zeigen. Selbst dann, Status bewahren sie die Tradition ihrer Vorfahren, indem sie rein wenn niemand hinschaut.

28


YVAN ATTAL FOR ZADIG & VOLTAIRE ZADIGETVOLTAIRE.COM


BEAUTY

AESOP

WEISHEIT IN TÖPFEN Aesop wirbt nicht mit populären Marketing formeln, sondern mit Philosophie. Die australische Beauty-Marke macht vieles anders – und hat genau damit Erfolg. Text SILKE BENDER

»Um Philosoph zu werden, war ich nicht geduldig genug, und für den Beruf des Architekten nicht genügend tolerant«, antwortete Kreativdirektor Dennis Paphitis einmal auf die Frage, weshalb er 1987 im australischen Melbourne seine Marke Aesop gegründet hatte. Aesop war ursprünglich ein antiker Philosoph und Fabeldichter: Mit dem Namen des Denkers hat der Unternehmer Paphitis auf fabelhafte Weise moderne Markengeschichte geschrieben. An deren Beginn stand der Wunsch des Frisörs und Philosophie-Studenten, einfach nur gute, ehrliche Produkte für Haut, Haar und Körper herzustellen. Damit begann er im Kleinen, in seinem eigenen Salon in Armadale, einem Vorort von Melbourne. Dass er von Anfang an nur hochwertige Inhaltsstoffe auf hauptsächlich pflanzlicher Basis sowie im Labor ohne Tierversuche gewonnene Zutaten verwendete, das war keine Marketingstrategie, sondern Ehrensache. Das gilt auch für die philosophischen Gedanken, die Paphitis seinen Kunden nahebringen möchte: Weise Worte von Friedrich Nietzsche bis C. G. Jung zieren jedes Produkt von Aesop. Paphitis’ erster, inzwischen oft kopierter Geniestreich: die minimalistischen, braunen Apothekerfläschchen und Tiegel mit den charakteristischen schwarz-weißen Etiketten, in welche die in bis zu zehnjähriger Forschungsarbeit entwickelten Qualitätskosmetika

gefüllt werden. Sie sind zum unverkennbaren Markenzeichen von Aesop geworden. Beipackzettel und Umverpackungen findet man vergebens, aus Umweltschutzgründen. Alles, was man wissen muss, steht auf dem Etikett – wie auf handgemixten Arznei­ mitteln. Auch verspricht die Marke keine Anti-Aging- oder Verjüngungseffekte, sondern betont die antioxidative Kraft von Vitamin C oder Petersiliensamen, Wirkstoffe, die Aesop in vielen Hautprodukten verwendet. Dafür hält sie einleuchtende, einfache Beispiele bereit: den Apfelschnitz etwa, der mit Zitronensaft eingerieben wird. Ungeschützt wird die Frucht durch Oxidation schnell braun, doch der Zitronensaft verlangsamt durch seinen Reichtum an Vitamin C diesen Prozess. Antioxidantien auf der Haut, so sagt die Marke, haben einen ähnlichen Effekt. Vielleicht ist es dieses Understatement, das die Erfolgsgeschichte von Aesop ausmacht. Das Konzept jedenfalls geht auf. Von Australien aus erobert die Kosmetik langsam, aber stetig den Globus. Immer mit der Kraft der Weisheit, wie Paphitis betont: »Wir empfehlen den Gebrauch unserer Produkte als Teil eines ausgeglichenen Lebenswandels, beruhend auf gesunder Ernährung, einem vernünftigen Maß an Körperbewegung, mäßigem Rotweinkonsum und einer regelmäßigen Dosis stimulierender Literatur.«

30


MARKENPORTRAIT

THOMAS PINK

EIN HAUCH VON ROSA Beim britischen Label Thomas Pink tüftelt man kontinuierlich am perfekten Männerhemd. Die britische Exzentrik? Steckt im Detail. Text S I LV I A I H R I N G

Man kann den Briten in Sachen Mode einen Hang zur Rebellion nachsagen. Immerhin machte mit Mary Quant eine britische Designerin 1964 den Minirock salonfähig, knapp zehn Jahre später folgte der Punk Look. Zur gleichen Zeit erglitzerte der britische Musiker David Bowie sich seinen Platz in der Modegeschichte. Jedoch – und das zeigt die Vielschichtigkeit des britischen Wesens – steht Großbritannien wie kaum ein anderes Land für klassische Herrenmode. Für ein Feld also, in dem Dresscodes extrem wichtig sind. Die Marke Thomas Pink, ein Spezialist für Herrenhemden, reiht sich in diese Tradition ein. Doch auch ihrer Geschichte liegt die Erfindung eines recht auffälligen Kleidungsstücks zugrunde. Darauf weist schon das Symboltier des Hauses hin: ein Fuchs mit empor gereckter Nase, gekleidet in einen scharlachroten Gehrock, wie ihn britische Edelmänner traditionell zur Jagd trugen. Der Fuchs steht für den Namensgeber des Labels: Im 19. Jahrhundert entwickelte der in London lebende Schneider Thomas Pink das rote Jagdgewand. Das wurde bald so stark mit seinem Erfinder identifiziert, dass man dessen Farbe nur noch als »Pink« bezeichnete. Mehr als 100 Jahre später, in den 1980er-

Jahren, erinnerten sich die drei irischen Brüder James, John und Peter Mullen an Thomas Pink, als sie einen Namen für ihre frisch gegründete Hemdenmarke suchten. Seitdem steht der Fuchs mit dem signalroten Mantel für britisches Hemden-Know-how. Und das hat einen guten Ruf. Hemd ist nicht gleich Hemd: Hinter dem schlichten Design steckt eine ausgetüftelte Konstruktion, die sich von Land zu Land und von Schneidertradition zu Schneidertradition unterscheiden kann. Allein ein Kragen von Thomas Pink setzt sich aus 14 Bestandteilen zusammen. Natürlich wird man jedes klassische Muster bei Thomas Pink finden, vielmehr überrascht die Vielfalt an Schnitten und Krägen. Es verwundert kaum, dass auch so manche Frau gerne zu diesem Kleidungsstück greift. Nur wenige Erfindungen der Modegeschichte haben sich als so vielfältig einsetzbar und als so stilsicher erwiesen. Wenn Passform und Qualität stimmen, kann man mit einem Hemd wenig falsch machen. Bei Thomas Pink hat man verstanden, dass ein Schuss Exzentrik zur britischen DNA gehört: Der unterste Knopf der »Slim Fit«-Hemden ist mit einem rosa Faden versehen. Das nennt man wohl den finalen »Pink Touch«.

32


SMALL TALK

LEBENSSTIL

VAN LAACK

GESCHNIEGELT UND GESTRIEGELT

NEWS Pioniergeist in Sachen soziales Engagement, eine coole Fashion-Fusion und Männer mit Uhren-Faible – darüber spricht die Modewelt.

Van Laack hat jetzt ein Mittel gefunden, wie man auch nach einem langen Tag noch perfekt aussieht: das knitterfreie Hemd aus der Linie »Perfect Look«. Feines Schweizer Vollzwirngarn glättet sich während des Tragens immer wieder selbstständig und hält so den Strapazen des Alltags stand.

KIEHL’S »PIONEERS BY NATURE«

WEGWEISENDE INITIATIVE Die internationale Kosmetikmarke Kiehl’s hat mit dem »Pioneers by Nature«-Programm seine jüngste Innovation ins Leben gerufen: eine Initiative, die mit einer Spende von 150.000 US-Dollar das soziale Engagement von Kreativen unterstützt. Unter ihnen sind auch drei außergewöhnliche Männer aus den Bereichen Mode,

Absicht, Designermode zu erschwing­ lichen Preisen zu kreieren, füllte er als Erster die Nische zwischen Fast- und High-Fashion. Mit Dustin Yellin setzt Kiehl’s auch im Kunstbereich auf Innovation: Als Künstler hat sich der New Yorker vor allem durch seine skulpturalen Bilder, die durch die Verwendung mehrerer Glasschichten wie dreidimensionale Collagen wirken, einen Namen in der internationalen Szene gemacht. Außerdem gründete er das »Pioneer Work Center for Art and Innovation«. Das in Red Hook im New Yorker Stadtteil Brooklyn gelegene Kunstzentrum versammelt Künstler, Wissenschaftler und kreative Vordenker, um revolutionäre Ideen zu diskutieren und zu verwirklichen. Mit dem »Pioneers by Nature«-Programm honoriert Kiehl’s Yellins Engagement für die Initiative »Works and the Red Hook«.

Phillip Lim

Dustin Yellin

Kunst und Green Design: Phillip Lim, Dustin Yellin und Robert Hammond. »Wir teilen die gleichen Werte und entwickeln ein Bewusstsein für soziale Verantwortung auf authentische Weise«, erklärt der Modedesigner Phillip Lim seine Entscheidung, mit Kiehl’s zu kooperieren. »Pioneers by Nature« fördert seinen Einsatz für das Rote Kreuz. Auch Lims Pioniergeist im Modedesign machen den gebürtigen Thailänder zum perfekten Partner. Als der Designer 2005 mit seinem Label 3.1 Phillip Lim an den Start ging, veränderte er die Ready-to-wear: Mit der

Der dritte Mann im Bunde ist Robert Hammond. Seine Visionen gelten heute als Vorbild dafür, wie Städte und Gemeinden ungenutzte Flächen kreativ umfunktionieren. Als Mitbegründer der NonProfit-Organisation »Friends of the High Line« verwirklichte Hammond seinen Traum von einem blühendem Park auf einer Hochbahnstrecke in New York – eine Oase für mehr als sechs Millionen Besucher jährlich. »Veränderung ist meine Inspiration«, erklärt Hammond und reiht sich damit perfekt ein in die »Pioneers by Nature« von Kiehl’s.

Robert Hammond

34


SMALL TALK

LEBENSSTIL

LUCHO JACOB

LÄSSIG LATINO Ein gefragtes Männermodel und eine Kampagne an der Seite von Madonna – Lucho Jacob nimmt den Wirbel um seine Person gelassen. Wie der Argentinier die Ruhe bewahrt? Er investiert in seine Auszeiten ...

EASTPAK × HOUSE OF HACKNEY

EIN EMPIRE FÜR EINEN RUCKSACK Verspielte Drucke und prächtige Ornamente – derzeit kann das keiner besser als die Stoffspezialisten Frieda Gormley und Javvy M Royle von House of Hackney. Jetzt haben sich die Briten für eine Kollektion mit dem amerikanischen Taschenhersteller Eastpak zusammengetan. Ikonische Palmendrucke, Blumenmuster und Fabelwesen-Prints zieren nun die kultigen Rucksäcke, vom Klassiker aus Nylon bis zur edlen, in England gefertigten Samt-Variante. Ein perfektes Zusammenspiel: Die stilechten Hingucker tragen das Flair des szenigen Londoner East Ends über die Grenzen der Metropole hinaus.

Wie sind Sie entdeckt worden? Das war am Strand bei Buenos Aires, vor genau 14 Jahren. Ich habe damals professionell Rugby gespielt und hatte mit Mode nichts am Hut. Meine damalige Freundin hat mich dann aber überzeugt. Sind Sie ihr heute dankbar dafür? Auf jeden Fall! Seither habe ich die Welt bereist und hatte die Möglichkeit, verschiedene Kulturen und Menschen kennenzulernen. Außerdem spreche ich mittlerweile vier Sprachen fließend. Erzählen Sie uns etwas von Ihrem aufregendsten Fashion-Moment. Das war mein Kampagnen-Shooting mit Madonna für Dolce & Gabbana. Ich habe Madonna in Argentinien bei einem Shooting mit dem Star-Fotografen Steven Meisel kennengelernt. Wir haben ganz locker abgehangen und uns richtig gut verstanden. Später lud mich Steven dann nach New York ein. Dass ich an Madonnas Seite fotografiert werden würde, habe ich erst am Set erfahren. Seit dieser Kampagne ging es mit meiner Model-Karriere steil nach oben. Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben? Ich denke nicht viel darüber nach, was ich anziehe. Guter Stil geht für mich immer mit einer starken Persönlichkeit einher. Auch im Model-Business reicht es nicht, nur schön zu sein. Für das KaDeWe-Magazin standen Sie für die Strecke »Mono­chromatic« vor der Kamera. Haben Sie einen Lieblingslook? Ich habe mich in dem braunen Jackett mit dem Cardigan in Beige darunter und der grauen Hose von Boglioli sehr wohlgefühlt. Die Farbkombination hat mich angesprochen – absolut cool! Welches Stück aus der Strecke würde zu Ihrer privaten Garderobe passen? Der Anzug von Hugo Boss. Ihn würde ich zu Sneakern und einem T-Shirt kombinieren. Ich mag den Mix aus formell und relaxt: der perfekte Look, um einen guten Eindruck zu machen und trotzdem man selbst zu bleiben.

EASTPAK × HOUSE OF HACKNEY »Wyoming«, Rucksack mit »Palmeral«-Druck, 199 Euro, erhältlich ab Oktober in der 3. Etage

Haben Sie neben dem Modeln ein zweites Karriere-Standbein? Ja, es gibt verschiedene andere Projekte. Zum Beispiel habe ich ein Stück Land in Uruguay gekauft und möchte dort ein kleines Boutique-Hotel bauen – einen Ort mitten in den Bergen, an dem man den stressigen Alltag hinter sich lassen kann. So eine Auszeit brauche ich, wenn ich bei der Arbeit vollen Einsatz zeigen will.

35


SMALL TALK

LEBENSSTIL

BRIONI / ZADIG & VOLTAIRE

KUNSTVOLLE KAMPAGNEN Aalglatte Modelgesichter mit überweißen Zähnen lächeln in dieser Saison nicht mehr von jedem Werbeplakat. Große Traditionshäuser und junge Labels transportieren ihr Image jetzt mit kreativen Köpfen. So ließ die italienische Modemarke Brioni für ihre aktuelle Herbst-/Winterkampagne vier zeitgenössische Künstler vom Arthouse-Fotografen Collier Schorr auf Schwarz-Weiß-Bildern portraitieren. Mit John Armleder, Karl Holmqvist, Tobias Madison und Seth Price stellte der Kurator und Kunstkritiker Nicolas Trembley ein außergewöhnliches Ensemble zusammen: kreativ, charismatisch und kultiviert – die perfekte Verkörperung des Brioni-Mannes. Die gleiche Idee steckt auch hinter der aktuellen Kampagne von Zadig & Voltaire. Das französische Label

Yvan Attal

holte den Pariser Schauspieler und Regisseur Yvan Attal vor die Kamera. Er wurde von Frédéric Meylan auf authentische Weise mit einem Hauch Rock-’n’-Roll-Flair fotografiert. Für die Kampagne schlüpfte der Charakterkopf in Longsleeve und klassischen Herrenmantel: »Ich mag subtilen Luxus, kultiviert, aber nicht prätentiös, Komfort, der einem ausgefeilten Design zugrunde liegt – Kleidung, die gut fällt und flexibel ist, wie eine zweite Haut«, erklärt Attal, der sich in der Mode von Zadig & Voltaire sichtlich zu Hause fühlt.

Tobias Madison und Seth Price

EDDIE REDMAYNE & DAVID GANDY

U(H)RIGE TYPEN Ob rockig, elegant oder sportlich – Männer mit Stil unterwerfen sich keinem Modediktat. Doch in einem sind sich coole Kerle wie das britische Model David

Eddie Redmayne

Gandy und der Oscar-Gewinner Eddie Redmayne einig: Zu guter Kleidung gehört eine gute Uhr. Beim Staraufgebot der Chopard & Annabel’s Party in Cannes beeindruckte Gandy mit seiner »Mille Miglia 2015 Race Edition« von Chopard, der das Label ein in Ferrari-Rot leuchtendes Zifferblatt verpasste, während die großen Ziffern an Armaturenbretter historischer Rennwagen erinnern und eine Gangreserveanzeige an deren Tankuhr. Auch Gandys schauspielernder Landsmann Eddie Redmayne hat eine Vorliebe für sportliche Schweizer Uhren. Ohne seine Omega »Globemaster« geht der Schauspieler (»Die Entdeckung der Unendlichkeit«) selten aus dem Haus. Gerade wurde er in seiner Heimat London zum neuen Botschafter der Marke gekürt und tritt damit in berühmte Fußstapfen: Auch George Clooney, Pierce Brosnan und Daniel Craig trugen die edlen Zeitmesser schon – und das nicht nur auf dem roten Teppich. Seit 1995 ist Omega offizieller Ausstatter der James Bond-Filme, so auch im neuesten: In »Spectre« setzt der coole Craig auf Omega und kommt mit

36

David Gandy

Look und Leben bestens davon. Ums Überleben kämpfen und die Welt retten müssen Eddie Redmayne und David Gandy nicht, doch der Martini schmeckt auch so – mit der Omega »Globemaster« oder der »Mille Miglia 2015 Race Edition« von Chopard am Handgelenk.


SMALL TALK

LEBENSSTIL

FRAGEN AN:

Gibt es Stücke, die exemplarisch für diesen Trend stehen? Ein Key Piece sind zweireihige OversizeMäntel in Camel. Kombinieren Sie dazu eine graue Flanellhose mit Gummizügen an den Säumen sowie einen ecrufarbenen Grobstrick-Rolli oder Rundhalspullover und runden Sie den Look mit weißen Sneakern ab.

TORSTEN STIEWE Head of Buying Menswear

Schlichter Rucksack von Sandqvist

Die passenden Accessoires dazu? Beanies und lange Feinstrickschals komplementieren den Trend. Investieren Sie außerdem in großformatige Taschen wie von Want Les Essentiels de la Vie sowie in Rucksäcke. Ihre Neuentdeckung beim Reisegepäck? Globetrotter haben wir seit diesem Frühjahr im Programm.

Lässt sich in dieser Saison ein besonders starker Trend ausmachen? Monochrome Looks sind weiterhin angesagt – ihnen liegt etwas Selbstverständliches und Unaufgeregtes zugrunde.

Welches Gadget muss Mann jetzt für unterwegs haben? Wir haben die französische Marke Orée ins Sortiment aufgenommen. Hier wird es unter anderem eine drahtlose Ladestation für Smartphones und Tablets geben.

Welche Marken verkörpern diesen Look? Brunello Cucinelli, Windsor, Harmony Paris, Ami, A.P.C. Klassischer Mantel von Harmony Paris

Schuhe in Komplett-Weiß von Dr. Martens

Auf welche Schuhe sollten wir außerdem noch setzen? Auf schlichte Schnürschuhe mit runder Kappe, vorzugsweise in Schwarz, und auf Chelsea Boots. Außerdem funktionieren die neuen Modelle von Dr. Martens in Weiß gut mit monochromen Looks.

Tastatur aus Holz von Orée

ll e n Unte r a n für die u ng e ld e vom m n Ne u a d e r Z e it m ar te in zu k n is e b d 5 n 1 Ku 20 w ir die te mb e r 1 4 . S e p 2015 ve rlose n r e b 30. Okto C

TBL AN »MON FLIGHT N I G H T BAG « CABIN n vo C BL AN

MONT

AND THE WINNER IS ...

Reisetüchtig: Der Weekender von Montblanc vereint Stil und Funktionalität – robustes Nylongewebe trifft auf edle Henkel und Paspelierungen aus Leder. Mit verstellbaren Riemen zum Abnehmen und einer Dokumentenbörse eignet sich die Tasche für Dienstreisen ebenso wie für Wochenendtrips. Gewinnen Sie jetzt die »Montblanc Nightflight Cabin Bag« im Wert von 610 Euro. Sie nehmen automatisch am Gewinnspiel teil, wenn Sie in der Zeit vom 14. September 2015 bis zum 30. Oktober 2015 Ihre KaDeWe-Kundenkarte bestellen, entweder im Kundenservice in der 5. Etage oder online unter www.kadewe.de Teilnahmebedingungen: Teilnahmeberechtigt ist jeder, der das 18. Lebensjahr vollendet hat, ausgenommen Mitarbeiter der The KaDeWe Group GmbH sowie deren Angehörige. Bei mehreren Einsendungen wird der Gewinner nach dem Zufallsprinzip per Los ermittelt. Einsendeschluss zur Teilnahme an der Verlosung ist der 30. Oktober 2015. Der Gewinner wird am 31. Oktober 2015 ermittelt und per E-Mail, gg fs. per Post benachrichtigt. Der Gewinner erklärt sich mit der Veröffentlichung seines Vornamens und des Anfangsbuchstabens seines Nachnamens mit Wohnortangabe auf der Internetseite www.kadewe.de einverstanden. Ausschließlich hierzu und zu der Gewinnbenachrichtigung werden Ihre Daten verwendet. Die Ausbezahlung des Preises in bar ist nicht möglich. Mit der Absendung der E-Mail erklären Sie sich mit den o.g. Teilnahmebedingungen einverstanden.

37


JA M E S B O N D

LIMITED EDITIONS

EIN BOND FÜRS LEBEN Mit »Spectre« kehrt James Bond auf die Leinwand zurück. Millionen Zuschauer fiebern mit, wenn der Ausnahmeagent Ihrer Majestät Terroristen jagt, Frauen liebt und sich mit Luxus umgibt: Jetzt können Fans sich die erstklassigen Produkte aus der Welt von 007 nach Hause holen. Text ULF LIPPITZ

© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

Ohne Zweifel kann nur der beste Agent des MI6 die Verwüstungswelle der Terror-Organisation stoppen, wie immer auf eigene Faust und mithilfe ein paar hübscher Gimmicks aus dem Hause des Mastermind Q. Diese Accessoires gehören von Beginn an untrennbar zu den Bond-Filmen – und sie sind auch die Verbindung zum Warenkosmos des Publikums. Zum Beispiel die Uhr. Selbstverständlich trägt Bond nicht irgendeine, sondern eine Omega »Seamaster 300 ›Spectre‹ Limited Edition«, begrenzt auf eine Stückzahl von 7.007 Zeitmessern. Die Uhr verfügt über ein Edelstahlgehäuse mit einer beidseitig drehbaren Keramiklünette, welche durch eine 12-Stundenskala aus Liquid Metal abgerundet wird. Auf der Gehäuserückseite sind sowohl das »Spectre«-Logo als auch die Seriennummer

Es ist offiziell das 24. Abenteuer von James Bond, das mit einer kryptischen Nachricht beginnt und in mysteriöser Verbindung mit der Vergangenheit von 007 steht. Und während Geheimdienstchef M (Ralph Fiennes) darum kämpft, den MI6 wieder auf Kurs zu bringen, verfolgt Bond die heiße Spur, die ihn zu einem Syndikat namens Spectre führt. Auf diesem Weg muss Daniel Craig als Bond die Verfolgung eines Kraken aufnehmen, oder genauer: des Kopfes der Organisation, die sich mit diesem Symbol schmückt. Bis Bond und der Feind aufeinandertreffen, stehen natürlich jede Menge spektakulärer Stunts auf dem Plan: eine Hubschrauberpirou­ette in Mexico City, eine Autoverfolgungsjagd an den Ufern des Tiber in Rom und ein Skipistenrennen in den österreichischen Alpen.

38


JAMES BOND

© Omega

LIMITED EDITIONS

ausschließlich aus polnischem Dankowskie-Gold-Roggen hergestellt, mit reinem Wasser aus eigener Quelle. Trotz 40-prozentigen Wodkas einen kühlen Kopf zu bewahren, das fällt auch dem Helden nicht immer leicht. So manche schwache Stunde geht wohl auf das Konto des starken Getränks. Und diese Stunden haben darüber hinaus oftmals mit dem sogenannten schwachen Geschlecht zu tun. Eine verführerische Frau an der Bar wurde von James Bond noch nie verschmäht. Erster Schritt, um mit der Angebeteten zu flirten: ihr Feuer anbieten. Zweiter Schritt des Old-School-Gentleman: den Füller aus der Anzugtasche nehmen und ihr die Nummer der Hotelsuite aufschreiben. Auf die Details kommt es an. Und die französische Luxusmarke S.T. Dupont hat sie: Sie liefert die richtigen Accessoires – edel gefertigte Feuerzeuge, Füllfederhalter, Zigarrenschneider –, um im Stil Bonds vor den Damen zu glänzen. Das Feuerzeug aus dem 140 Jahre alten Traditionshaus besticht mit dem klarsten Motiv aus der Bond-Reihe: dem Pistolenlauf, der im Vorspann jedes Films zu sehen ist. Wirbel, Loch und Streifen gehören zum Dekor der exklusiven Accessoire-Kollektion, ebenso das Krakensymbol wie im Logo von Spectre. Angesichts dieser Produktfülle mag die Wahl schwer scheinen. Doch Agentenwissen erfordert sie nicht. Denn in einem Punkt ist der Alltagsheld seinem Vorbild 007 meilenweit voraus: Im Gegensatz zum flüchtigen Dasein des Agenten halten die hochwertigen Accessoires bei ihm ein ganzes Leben.

OMEGA »Seamaster 300 ›Spectre ‹ Limited Edition«, 6.200 Euro, Omega Boutique im Erdgeschoss

dieser Sonderedition eingraviert. Das schwarz-graue NATOBand, an dem die Uhr getragen wird – mit einem in die Bandschlaufe geprägten 007-Logo als besonderem Hingucker, wirkt sportlich und elegant. Angetrieben wird der Zeitmesser von dem fortschrittlichen Omega Master Co-Axial Caliber 8400, das gegenüber Magnetfeldern von bis zu 15.000 Gauß unempfindlich ist. Mit ihr kann Bond selbst in stressigen Zeiten noch pünktlich seinen Afternoon Tea einnehmen. James Bond kämpft in »Spectre« ohne Jetlag und Tadel, dafür mit viel Karacho und gewohnter Eleganz. Doch es scheint, als könne sein mit feiner Ironie von Oscar-Preisträger Christoph Waltz verkörperter Widersacher ihm das Wasser reichen: ein Duell auf Augenhöhe, das die Kinosäle zu füllen verspricht wie der Vor­ gänger »Skyfall«. So legendär wie seine Spionagekunst ist der Stil des Geheimagenten: Bond hat verinnerlicht, welcher Anzug zu welcher Uhr am besten passt, und er weiß auch, wie man einen erstklassigen Wodka Martini macht. Seine Devise »geschüttelt, nicht gerührt« wurde zum geflügelten Wort. Ian Fleming ließ seinem Helden diesen Drink in einem tiefen Sektkelch servieren: »Drei Maß Gordon’s, ein Maß Wodka und ein halbes Maß Kina Lillet«, so die Rezeptur im Buch »Casino Royale«. Stolze 19 Mal bestellte Bond in den Büchern sein Lieblingsgetränk. Welchen Wodka es für den Drink braucht, spezifizierte der Autor hingegen nicht: Belvedere Vodka besetzt diese Nische. Mit zwei limitierten Editionen wirbt die Marke um trinkfeste Actionfans. Statt des üblichen Warschauer Belvedere-Palastes auf dem Etikett sehen Bond-Afficionados nun die Zentrale des MI6 in London – einen bunkerähnlichen Bau am Ufer der Themse, den in »Skyfall« ein desaströser Anschlag erschütterte. Ein weiteres Extra auf den Belvedere-Flaschen: Das klassische Blau der Etiketten wurde auf den 100 Flaschen der Sammleredition durch Grün ersetzt: Mit grüner Tinte unterschreiben Geheimdienstmitarbeiter angeblich ihre Dokumente. Aber Vorsicht, denn das könnte auch eine gezielte Fehlinformation des Verbrechersyndikats Spectre sein. Als gesichert können Bond-Fans notieren, dass Belvedere zum Segment der Luxusspirituosen gehört. Der Wodka wird

007 Gun Logo and related James Bond Trademarks © 1962 – 2015 Danjaq, LLC and United Artists Corporation. and related James Bond Trademarks are trademarks of Danjaq, LLC. All Rights Reserved. SPECTRE © 2015 Danjaq, MGM, CPII.  007 Gun Logo and related James Bond Trademarks, TM Danjaq. All Rights Reserved. 2015 © EON Productions Limited and Danjaq, LLC. All rights reserved 007 Gun Logo

39


INTERVIEW

NEIL BARRETT

DER BRITISCHE BOTSCHAFTER Neil Barrett ist ein Engländer in Mailand – der seltene Fall eines britischen Modedesigners, der in Italien lebt, arbeitet und Erfolg hat. Er entwarf zuerst bei Gucci, dann für Prada und gründete 1999 schließlich sein eigenes Label. Mit Erfolg: Brad Pitt trägt seine post-minimalistischen Entwürfe genauso wie Oscar-Preisträger Colin Firth. Interview ULF LIPPITZ

Sie sind im England der 1980er-Jahre aufgewachsen. Haben die Subkulturen in Ihrer Umgebung Sie beeinflusst? Absolut. Ich habe den Großteil meiner Jugend in London verbracht, dem Ge­ burtsort von Mods, Punks, New Roman­ tics und den Club Kids. Über die Jahre hin­ weg haben diese Jugendlichen die Stadt geprägt, ihr Profil geschärft, den Stil be­ stimmt, und am Ende hatten sie einen star­ ken Einfluss auf eine ganze Generation von Modeschöpfern. Dazu gehöre auch ich. Wenn Sie sich heute umsehen: Sind die großen Jugendkulturen ausgestorben? Sie sind nicht vollständig verschwunden. Aber die Grenzen sind verschwommen, weil Jugendliche solche Trends viel schnel­ ler aufgreifen. Sie haben über das Internet einen schnellen Zugang zur Mode gefun­ den und wollen nur das Neueste tragen. Manchmal erkennen sie nicht die Wurzeln bestimmter Dresscodes, sie finden einfach nur den Look großartig und können mit der Philosophie dahinter vielleicht gar nichts anfangen.

Deshalb haben sich einige Mode-Experten hinreißen lassen, das Ende der Trends auszurufen. Sehen Sie das ähnlich? Ich glaube, Trends sind heutzutage sicht­ barer als jemals zuvor, aber sie wechseln sich in einer höheren Geschwindigkeit ab. Es geht mehr um Mikro-Trends als um allumfassende Bewegungen. Sie berufen sich auf die Band Joy Division als eine Ihrer frühen Prägungen ... ... und ich höre ihre Musik nach wie vor, wann immer mir danach der Sinn steht. Die Band war ihrer Zeit mit Songs wie »Love Will Tear Us Apart« so sehr voraus, dass sie nach wie vor modern klingt. Als Inspirationsquelle sind Musikströmungen heute weniger wichtig als vor 30 Jahren – gibt es dafür einen Ersatz? Die Musik steht nach wie vor im Zentrum, allerdings ist es schwieriger geworden, zu sagen, wie sie genau zum kreativen Pro­ zess beiträgt. Architektur ist jedoch zu einer immer stärkeren Quelle meiner Ins­ piration geworden. Diese Disziplin muss sich mit Linien, Oberflächen und Propor­ tionen auseinandersetzen – genauso wie ich in meinem Schaffensprozess. Sie leben schon lange in Mailand. Wie haben die Italiener Ihren Blick auf die Mode verändert? Die Italiener haben die Mode im Blut, ganz klar. Sie wissen ziemlich viel über Stoffe und sind besessen von der Qualität ihrer Kleidung. Die Männer denken viel darüber nach, wie sie in einem Kleidungs­ stück wirken. Hat das nun eine Wirkung auf meine Arbeit? Das kann ich nicht genau beantworten, auf jeden Fall aber sind die Erfahrung und das Know-how in den italienischen Stoffmanufakturen bei­ spiellos und beeinflussen mich.

40

Haben Sie als Engländer in Italien eine Art kreativer Narrenfreiheit? Freiheit definiert sich weder über Zeit noch über Raum, sondern in meinem Fall über meine berufliche Unabhängigkeit: Es ist ein Segen, dass ich tun kann, woran ich glaube, und dass ich meinen Instinkten folgen darf. Inwieweit zitieren Sie Ihr britisches Erbe in Ihren Kollektionen? Es ist in allen Entwürfen greifbar. Ob es sich nun um das exakte Schneidern wie an der Savile Row handelt oder um die texti­ len Materialien, die ich verwende: Sie können immer Elemente meiner engli­ schen Erziehung darin finden. Welche Reaktion erwarten Sie von den Kunden im KaDeWe? Ich bin zuversichtlich, dass die Klientel in Berlin mein post-minimalistisches Lexi­ kon und meine funktionale Modernität schätzen wird.


BEAUTY

T OM F O R D B E AU T Y

REINE MÄNNERSACHE Würde und Bürde des Schönseins sind schon lange nicht mehr reine Frauensache. Kein Wunder, dass Star-Designer Tom Ford mit einer großen Beauty-Kollektion für Männer nachgelegt hat. Text SILKE BENDER

Tom Ford weiß, was Frauen – und Männer – wünschen. Seit Mitte der 1990er-Jahre gilt der Texaner als eine der einflussreichsten Stil-Instanzen, auch, weil er selbst sein schönstes Markengesicht ist. Und das will gepflegt werden. So war es nur eine Frage der Zeit, bis sich der Tausendsassa einer eigenen Beauty-Linie für Männer widmen würde. Die drei Gebote der Stunde lauten: Gepflegt sei der moderne Mann, trainiert und gut angezogen. Dafür steht Tom Ford auch selbst. In der englischen Harper’s Bazaar verriet er, dass neben dem Besuch der Waage und dem Sportprogramm auch die ausgiebige Gesichtspflege zu seiner täg­ lichen Routine gehört. »Ich wasche mein Gesicht mit dem reini­ genden ›Face Cleanser‹, versorge meine Haut mit mattierendem ›Daily Moisturizer‹, trimme und kämme meinen Bart und pflege ihn mit dem ›Conditioning Beard Oil‹. Mit dem Concealer, meine Farbe ist die No. 7, überdecke ich kleine Rötungen oder Augen­ ringe«, sagte er. »Das sind simple Dinge, die jeder Mann tun kann, aber oft nicht macht.« 2011 kamen die ersten Produkte der »Tom Ford Cosmetics Col­ lection« auf den Markt, die insgesamt mehr als 100 Make-up- und Pflegeprodukte umfasst. Kurz darauf legte er mit seiner »Tom Ford Men’s Fine Grooming Collection« nach und betonte seine Absicht, auch die Männer-Beauty-Linie zu einer der exklusivsten der Welt auszubauen. »Grooming«, das heißt ganz einfach: auf sich achtgeben, Gesicht und Körper pflegen. Acht Produkte – vom Starter über Basics und die Extra-Pflege – machen den Anfang. Seine Pflegeprodukte setzen auf Wirkstoffkomplexe, die High-Tech-Forschung mit Pflanzenkraft verbinden, wobei die

Entgiftung der Haut und der Schutz vor freien Radikalen im Vor­ dergrund stehen. Ginsengwurzelextrakt, Energin aus den Früch­ ten des Waschnussbaumes, Essenzen und Öle empfehlen sich für die gepflegte Männerhaut à la Tom Ford. »Grooming beginnt mit einem genauen Blick ins Gesicht, um zu verstehen, was die eigene Haut braucht. Ist sie trocken? Ölig? Ist sie erschöpft und gestresst? Kümmern Sie sich mit wenigen einfachen Schritten um die Pro­ bleme, benutzen Sie eine Beauty-Maske und kaschieren Sie kleine Unreinheiten. Zum Schluss sollte man, wenn nötig, etwas Bron­ zer benutzen, um dem Gesicht Extra-Frische zu verleihen«, rät Tom Ford Fortgeschrittenen. Und da er auch ein Vorreiter für den Vollbart-Trend war, von dem mittlerweile modeaffine Männer von Berlin bis Los Angeles befallen sind, hat er mit den »Conditioning Beard Oils« in ver­ schiedenen Duftnoten und dem passenden Kamm alles im Gepäck, was ein Bart so braucht. Vordergründig scheint dieser archaische Ausdruck von Männlichkeit gar nicht zum Zeitgeist zu passen, der Männer so gepflegt und schön wie nie verlangt. Doch der Bart ist eben nur dann stilvoll, wenn er gekonnt getrimmt daherkommt. Ein gepflegtes Gesicht, so Tom Ford, sei die wichtigste Voraussetzung für ein perfektes Styling und essen­ ziell für den guten – oder unguten – Eindruck, den Mann macht. Er selbst ist der beste Beweis dafür.

TOM FORD BEAUTY »Tom Ford For Men Skin Revitalizing Concentrate«, 30 ml, 132 Euro, Erdgeschoss

41


INTERVIEW

BEN GORHAM

DER GESCHMACK VON TRÄUMEN UND MINZE

Erst zielte er als Profibasketballer auf Körbe. Jetzt zielt er mit Parfum auf unsere Gefühle: Aufgewachsen in Schweden mit kanadischen und indischen Wurzeln, ist Ben Gorham ein unkonventioneller Geist in der traditionsreichen Branche des Wohlgeruchs – und elektrisiert mit außergewöhnlichen Düften und Kombinationen seines Labels Byredo. Interview TILL SCHRÖDER

42


INTERVIEW

BEN GORHAM

Ihr erstes Parfum entstand in den Vorstädten Mumbais. Wie kam es dazu? Das hat mit meiner Kindheit zu tun. Als ich Byredo gründete, besuchte ich gerade Indien. Es war eine unglaubliche Erfah­ rung, nach mehr als 15 Jahren die Orte wiederzusehen, die ich nur aus meinen Erinnerungen kannte. Ich ging nach Mumbai, weil meine Familie von hier stammt, und dort erfand ich »Encens Chembur«, inspiriert von meiner Mutter und benannt nach dem Vorort, in dem sie geboren wurde. Der Duft ist eine Mischung aus Tempelweihrauch, Ingwer und Bergamotte. Sie waren früher Profibasketballer. Die Welt der Düfte hätte nicht weiter entfernt sein können. Woher kam der Anstoß, Parfums zu machen? Vor zehn Jahren traf ich auf den Parfu­ meur Pierre Wulff. Wir waren zu einem Dinner eingeladen, und er begann davon zu erzählen, wie stark Düfte Menschen ansprechen. Durch dieses Zusammentref­ fen öffnete sich in meinem Gehirn die Tür zu einer Welt, die ich vorher nie erkundet hatte. Vor diesem Treffen hat mich das Thema Düfte nicht interessiert. Und ur­ plötzlich erschien mir dieses olfaktorische Reich so vielfältig und reichhaltig wie eine Farbpalette. Ich konnte meine Ge­fühle auf einmal mit Parfum ausdrücken. Finden sich auch noch Spuren Ihrer Sportkarriere in Ihrer neuen Berufung? Zugegebenermaßen beeinflusst mich der Wettbewerbsgedanke des Sports noch sehr. Ich mag die Herausforderung. Als ich noch Basketball spielte, war Michael Jordan mein Held. Heute, mit Byredo, habe ich mir andere Vorbilder gesucht. Durch mein Kunststudium ziehe ich jetzt viel Inspira­ tion aus Kultur, Geschichte und vor allem Menschen. Ich versuche ständig, meine Umwelt besser zu verstehen. Sie arbeiten mit zwei der besten Parfumeure der Welt zusammen, Jérôme Epinette und Olivia Giacobetti. Wie kann man sich Ihre Zusammenarbeit vorstellen? Zwischen uns ist ein fester Arbeitsmodus entstanden. Jérôme Epinette und ich tref­ fen uns in New York zu einem ersten Briefing, weil das eine sehr sensible Angelegenheit ist. Er muss ein Gefühl für mich und meinen Schwung entwickeln, mit dem ich die Dinge angehe. Danach kommen die ersten Veränderungen, und er schickt mir die Ergebnisse nach

Schweden. Fläschchen für Fläschchen. In diesem ganzen Prozess treffen wir uns immer wieder und verbringen zahllose Stunden miteinander. Die Feinabstim­ mung bedarf Hunderter Fläschchen, die wir hin- und herschicken. Sie entwickelten auch Düfte für das Männermodemagazin Fantastic Man, das Designbüro M / M und das Fotografenpaar Inez van Lamsweerde und Vinoodh Matadin. Was reizt Sie daran? Vor allem die Herausforderung, den krea­ tiven Prozess umzukehren. Als wir zum Beispiel »M / Mink« zusammenstellten, brachten mir Mathias Augustyniak und Michael Amzalag von M / M einige Dinge, an die man durch den Duft denken sollte. Das waren Tinte, japanische Kalligrafie

Hommage an Ärzte ohne Grenzen – das Eau de Parfum »Rose of No Man’s Land« von Byredo

und eine mathematische Formel. Es kos­ tete mich tatsächlich sieben Monate, die­ sen Duft zu finden. Mit dem Künstler Carsten Höller haben Sie einmal eine Zahnpasta erfunden, die Träume kontrollieren sollte. Wonach schmeckte sie – und hat sie funktioniert? Sie schmeckte nach Träumen und Minze. Und natürlich hat sie funktioniert! Ihre Düfte entwickeln Sie für Frauen wie Männer. Finden die Geschlechter mittlerweile keinen Geschmack mehr an unterschiedlichen Düften? Ich glaube, die Menschen beginnen zu verstehen, dass unsere Vorstellungen, was männlich und weiblich sei, durch Werbung und Marketing geleitet sind. Für

43

mich sind geschlechtsspezifische Düfte genauso absurd wie geschlechtsspezifi­ sches Essen. Momentan haben Sie sich mit den Brillendesignern von Oliver Peoples zusammengetan. Was genau steckt hinter dieser Zusammenarbeit? Uns geht es vor allem um Synästhesie, also die Wahrnehmung eines Reizes über mehrere Sinne. Ich habe Künstler, Musi­ ker und Parfumeure getroffen, die diese Eigenschaft besitzen, und die klare Beschreibung ihrer so außergewöhnli­ chen Sinneseindrücke hat mich immer wieder fasziniert. Ihre Arbeit und Ihr Leben scheint ein Hang zum Minimalismus zu durchziehen. Sie wählen nur wenige Inhaltsstoffe für Ihre Produkte, Sie mögen klassische Kleidung wie Maßanzüge und kurzärmelige weiße Hemden. Was schätzen Sie an der Reduktion? Im Kern geht es darum, die Rohstoffe zu erheben, ihnen zu erlauben, sich in unseren vielen Düften wunderbar zu ent­ falten – seien es nun Parfums, Eau de Toi­ lettes, unsere parfümierten Lederwaren oder Duftkerzen. Düfte machen Men­ schen, Dinge und Räume unvergesslich. Viele Dinge tragen diese Urkraft in sich. Sie müssen nicht künstlich verstärkt oder verdeckt werden. Bei Ihren Tätowierungen aber scheinen Sie die Vielfalt und das Ornament gegenüber der Reduktion zu bevorzugen. Liege ich da richtig? Nun, mein erstes Tattoo ließ ich mir machen, als ich 16 Jahre alt war. Über die Jahre kamen da viele Künstler zusammen. In den letzten Jahren aber ging ich immer zu einer Künstlerin namens Jenny im Infa­ mous Studio in Stockholm. Inspirationen verändern sich einfach, und die Einflüsse sind mittlerweile mannigfaltig. Welche Projekte stehen in nächster Zukunft bei Byredo an? Im September kommt unser neuer Duft »Rose of No Man’s Land« als Hommage an Freja Beha Erichsens langjähriges Engage­ ment für Ärzte ohne Grenzen. Es ist auch eine Verbeugung vor den Krankenschwes­ tern des Ersten Weltkriegs. Eine letzte Frage noch: Wie sollte der richtige Duft für unsere Zeiten sein? Einzigartig, makellos, modern.


STILGESCHICHTE

G E N D E R L E S S FA S H I O N

JACKE WIE HOSE Männer und Frauen gleichen sich auch modisch immer mehr an. Zu verdanken ist das nicht nur wagemutigen Unisex-Designern, sondern auch mongolischen Reitern, Nordseefischern und der Jeans. Ein Erklärungsversuch. Text TILL SCHRÖDER

Als die mittelasiatischen Reitervölker etwas Praktisches suchten, das ihnen beim Galopp Bewegungsfreiheit geben würde, erfanden sie die Hose. Als die Fischer an der rauen Nordsee ein wenig Wärme finden wollten, erfanden sie den Pullover. Dass diese Ur-­ Designer damit das größte Demokratisierungsprojekt der Modegeschichte anstießen, ahnten sie natürlich nicht. Hose und Pullover: Kaum zwei andere Kleidungsstücke verwischen heutzutage so gekonnt die Grenzen zwischen den Ge­ schlechtern. In Jeans und Sweat­ shirt sehen alle gleich aus: sportlich, leger und bereit zum An­packen. Mann und Frau begeg­nen sich auf Kleidungs­augenhöhe. Entweder im Schlabber-Look oder figurbetont, aber stets im selben Grundmuster aus Ärmeln und Hosenbeinen. In Sachen Bedeckungsgrad herrscht Waffengleichheit – was eine relativ junge Errungenschaft ist. Der in der Mode als »Genderless Fashion« gefeierte Stand der Dinge hat einen mindestens 3.000 Jahre langen Kampf hinter sich. So vintage ist jedenfalls die älteste Hose der Welt. Zwei Dinge treiben den Menschen an, seit er sich verhüllt: Schutz und Abgrenzung. Ersteres sichert das Überleben, Letzteres die Partnerwahl. Mal schlägt das eine stärker aus (Outdoor-Multifunktionskleidung), mal das andere (Rokoko). Über Jahrtausende hielt sich dabei eine Konvention: Praktisch war männlich, auffällig

war weiblich. Eine Frau in Hosen war bis in die 1950er-Jahre ein Affront. In Pullovern war sie erst akzeptiert, nachdem sich Sportkleidung als salonfähig erwiesen

»Die Meister des Unisex-Designs wollten die Geschlechter keineswegs abschaffen. Sie wollten sie wieder geheimnisvoll machen.«

hatte. Männer in Röcken bleiben mit Ausnahme der Schotten bis heute eine Seltenheit. Selbst der asiatische Sarong ist auf dem Rückzug. Zwei Mode-Revoluzzer spielten bei diesem Umschwung eine wichtige Rolle: Marlene Dietrich und David Bowie. Die eine schlüpfte in Anzüge, machte die nach ihr benannte Hose zum Must-have nicht nur der Weimarer Republik. Der andere schliff maskuline Kanten ab, huldigte dem Androgynen, setzte Form über Zuschreibung: Schulter-Pads, Strapse, Make-up und gestreifter Ballonhosenanzug. Das Spiel mit den Identitäten war eröffnet. Meister des Unisex-Designs stießen in diese Lücke. Keineswegs wollten sie die Geschlechter abschaffen, wie die Kritiker einwarfen. Sie wollten sie retten, indem sie sie wieder geheimnisvoll machten. Den

44

körperlichen Unterschied verhüllen statt betonen. Verwirren statt Klarheit schaffen. Ihn als Nebensache im Wettstreit um Aufmerksamkeit behandeln. Rückhalt fanden sie im großen Gleich­ macher der Mode: der Jeans. Sie wurde jenseits bestimmter Ein­ kommens­klassen oder Chro­mo­ somenver­tei­lung zum Tarn­kleid des Individualisten. Sie strahlt das Urwüchsige aus, das schon auf den Pferderücken der mongolischen Steppe in ihr steckte. Und das deshalb gleichermaßen attraktiv ist für sie und ihn. Denn wer will schon auf den ersten Blick entschlüsselt werden? Heute geht das Spiel weiter: Sneaker, Bomberjacken, Hoodies, Stiefel, T-Shirts, Tank Tops, Sakkos ‒ allesamt fest in den Händen beider Geschlechter. Weibliche Models zeigen Männerkleidung auf den Modeschauen. Männer tragen Kleider. Doch geht es nicht nur um die Eroberung althergebrachter Domänen, sondern um die Ausweitung der Grenzen. Genderless Fashion ist im Mainstream angekommen. Wickelkleider, fransige Wildlederschuhe, Handtaschen und dergleichen mehr werden nicht länger entweder verweiblicht oder vermännlicht. Stattdessen gibt es einen Schnitt für beide. Und jeder kann das Kleidungsstück an seinen Stil anpassen und erweitern. Immer mehr Modedesigner denken so. Das macht die Geschlechter nicht austauschbar – das Spielfeld hat sich nur verdoppelt.


BLICKFANG

S C HAU F E N S T E R

EISBRECHER Herrenmode und Accessoires in der 1. Etage

Kaschmir-Mütze, 79 Euro PREMIUM ESSENTIALS Jacke mit aufgesetzten Taschen, 599 Euro, erhältlich ab Ende Oktober MICHAEL KORS

Jacke mit Kapuze und Stars-and-Stripes-Applikation, 479 Euro, erhältlich ab Mitte September TRUE RELIGION

Kaschmir-Schal, 179 Euro PREMIUM ESSENTIALS

Handschuhe aus Rentierleder mit heller Steppnaht, 189 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober TR-HANDSCHUHE WIEN

Parka mit Kapuze, 519 Euro, erhältlich ab Mitte September ICEBERG

Daunenjacke mit Stoffeinsätzen an Taille und Ärmeln, 399 Euro PEUTEREY

Blousonjacke, 79,90 Euro MARC O’POLO

45


BLICKFANG

S C HAU F E N S T E R

AUS EINEM GUSS

Kaschmir-Pullover, 369 Euro PREMIUM ESSENTIALS, 1. ETAGE

Gürtel mit Wildleder-Einsätzen, 179,95 Euro VAN LAACK, 1. ETAGE

Kaschmir-Mütze, 79 Euro PREMIUM ESSENTIALS, 1. ETAGE

Chronometer »Montblanc Heritage Chronométrie Dual Time« mit Armband aus Alligatorleder, 4.290 Euro MONTBLANC BOUTIQUE, ERDGESCHOSS

Kaschmir-Pullover mit Zopfstrickmuster, 399 Euro PREMIUM ESSENTIALS, 1. ETAGE

Portemonnaie, 260 Euro MONTBLANC BOUTIQUE, ERDGESCHOSS

Kaschmir-Schal mit Streifen, 129 Euro PELLENS & LOICK, 1. ETAGE

Jeans, 289 Euro CITIZENS OF HUMANITY, 1. ETAGE

Wollhose, 199,95 Euro VAN LAACK, 1. ETAGE

Messenger Bag, 199 Euro, erhältlich ab Ende Oktober MICHAEL MICHAEL KORS, 1. ETAGE Boots aus Leder, 159,90 Euro, erhältlich ab Mitte September TIMBERLAND, 1. ETAGE

Budapester, 599 Euro DINKELACKER, 1. ETAGE

46


BLICKFANG

S C HAU F E N S T E R

SNEAK(ER) PREVIEW Männer-Sneaker in der Sneaker Hall, 1. Etage

Sneaker, 340 Euro, erhältlich ab Mitte September ADIDAS Y-3

Sneaker, 350 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober ADIDAS Y-3

High Top Sneaker, 310 Euro, erhältlich ab Mitte September ADIDAS Y-3

Sneaker, 99,95 Euro ADIDAS

Sneaker, 100 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober NEW BALANCE

Sneaker, 339 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober MARC JACOBS

Sneaker, 220 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober FILLING PIECES

High Top Sneaker, 240 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober FILLING PIECES

High Top Sneaker, 599 Euro, erhältlich ab Mitte September MARC JACOBS

Sneaker, 240 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober FILLING PIECES

Sneaker, 325 Euro LANVIN

47


BLICKFANG

S C HAU F E N S T E R

MINIMALISTEN

Sneaker, 300 Euro ADIDAS Y-3, SNEAKER HALL, 1. ETAGE Cardholder, 155 Euro MARC BY MARC JACOBS, 5. ETAGE Rollkragenpullover, 85 Euro SANDRO MEN, 1. ETAGE

Tote Bag, 559 Euro JÉRÔME DREYFUSS, 1. ETAGE

Doppelreiher, 649 Euro, erhältlich ab Anfang Oktober TIGER OF SWEDEN, 1. ETAGE

Hose im Jogging-Stil aus Kaschmir-Seide-Baumwolle-Mix, 209 Euro, erhältlich ab Mitte September ICEBERG, 1. ETAGE

Sneaker, 299 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober MARC JACOBS, SNEAKER HALL, 1. ETAGE

Wollpullover mit Mini-Cut-outs, 375 Euro DIESEL BLACK GOLD, 1. ETAGE

Sweater, 199 Euro ACNE STUDIOS, 1. ETAGE

48


BLICKFANG

S C HAU F E N S T E R

Derbys, 139,90 Euro, erhältlich ab Mitte September DR. MARTENS, 1. ETAGE

Pullover aus Woll-Seiden-Mix mit aufgesticktem Pink-Panther-Motiv, 289 Euro, erhältlich ab Mitte September ICEBERG, 1. ETAGE

Lederjacke mit Kapuze und Stoffeinsätzen an den Ärmeln, 399,95 Euro, erhältlich ab Anfang Oktober DRYKORN, 1. ETAGE

High Top Sneaker, 519 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober MARC JACOBS, SNEAKER HALL, 1. ETAGE Backpack, 219 Euro SANDQVIST, 5. ETAGE

Jeans, 219 Euro 7 FOR ALL MANKIND, 1. ETAGE

Sonnenbrille, 395 Euro MYKITA MYLON, 3. UND 5. ETAGE

Chelsea-Boots, 159,90 Euro, erhältlich ab Mitte September DR. MARTENS, 1. ETAGE Strickpullover, 129 Euro TIGER OF SWEDEN, 1. ETAGE Messenger Bag, 169 Euro SANDQVIST, 5. ETAGE

49


BLICKFANG

S C HAU F E N S T E R

URBAN ADVENTURE

High Top Sneaker mit Klettverschluss, 599 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober MARC JACOBS, SNEAKER HALL, 1. ETAGE College-Jacke, 495 Euro SANDRO MEN, 1. ETAGE

Sweater mit seitlichen Zippern, 229 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober ICEBERG, 1. ETAGE

Tote Bag mit abnehmbarem Schulterriemen, 499 Euro WANT LES ESSENTIELS DE LA VIE, 1. ETAGE

Boots aus Leder, 219,90 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober TIMBERLAND, 1. ETAGE Army-Jacke mit Taillengürtel, 249 Euro, erhältlich ab Mitte November DENIM & SUPPLY RALPH LAUREN, 1. ETAGE

Derbys, 345 Euro SANDRO MEN, 1. ETAGE

Kaschmir-Mütze, 79 Euro PREMIUM ESSENTIALS, 1. ETAGE

Duffle Bag mit Camouflage-Print, 80 Euro HERSCHEL SUPPLY, 5. ETAGE

50


BLICKFANG

S C HAU F E N S T E R

Sonnenbrille, 395 Euro MYKITA MYLON, 3. UND 5. ETAGE

Backpack, 199 Euro, erh채ltlich ab Ende Oktober MICHAEL MICHAEL KORS, 1. ETAGE

Rollkragenpullover mit Rippstruktur, 319 Euro ACNE STUDIOS, 1. ETAGE

High Top Sneaker, 519 Euro, erh채ltlich ab Mitte Oktober MARC JACOBS, SNEAKER HALL, 1. ETAGE

Jeans, 299 Euro CITIZENS OF HUMANITY, 1. ETAGE

Kaschmir-Pullover, 499 Euro JOHNSTONS OF ELGIN, 1. ETAGE

Sneaker, 325 Euro LANVIN, SNEAKER HALL, 1. ETAGE Sweater mit Karomuster, 239 Euro, erh채ltlich ab Mitte Oktober ICEBERG, 1. ETAGE

Backpack, 119 Euro SANDQVIST, 5. ETAGE

51


BLICKFANG

S C HAU F E N S T E R

HAPPY FEET M채nner haben die Socke als Accessoire entdeckt, mit dem sie sich modisch abheben. Modelle in bunten Farben und ausgefallenen Mustern verleihen Anz체gen und Jeans-Looks eine originelle Note. Socken in der 1. Etage

Socken, 11 Euro DILLY SOCKS

Socken mit Triangel-Muster, 17 Euro DILLY SOCKS

Socken mit grafischem Muster, 17 Euro DILLY SOCKS

Two-Tone-Socken, 14 Euro MINGA BERLIN

Socken mit Streifenmuster, 14 Euro MINGA BERLIN

Socken mit Karomuster, 14 Euro MINGA BERLIN

Socken mit Polka Dots, 22 Euro PENROSE LONDON

Socken mit Streifenmuster, 22 Euro PENROSE LONDON

Socken mit Rippstruktur, 15 Euro FALKE

52


BLICKFANG

S C HAU F E N S T E R

Socken mit grafischem Muster, 17 Euro DILLY SOCKS

Socken, 11 Euro DILLY SOCKS

Socken mit grafischem Muster, 17 Euro DILLY SOCKS

Socken mit grafischem Muster, 14 Euro MINGA BERLIN

Two-Tone-Socken, 14 Euro MINGA BERLIN

Socken mit Streifenmuster, 14 Euro MINGA BERLIN

Socken mit Streifenmuster, 12 Euro BURLINGTON

Socken mit Streifenmuster, 25,90 Euro SIEGER

Socken mit Rippstruktur, 10 Euro POLO RALPH LAUREN

53


THE KNIT OXFORD

P O L O R A L P H L AU R E N

OXFORD GOES AMERICA! Amerikanische Lässigkeit trifft traditionelles britisches Tailoring – ein Mix, der Polo Ralph Lauren zum Synonym für den modernen Preppy-Look macht. Mit dem »Knit Oxford« führt Polo Ralph Lauren diese DNA innovativ und zeitgemäß weiter. Dürfen wir vorstellen: das »Knit Oxford« – ein Klassiker, modernisiert durch soften Baumwollstretch und eine engere Passform. Die Kombination aus traditionellem Herrenhemd und komfortablem, lässigen Poloshirt macht das »Knit Oxford« zum besten Beispiel für stilsi­chere Vielfältigkeit – gefertigt aus atmungsaktivem Baumwollgewebe, mit spitzem Button-­down-Kragen, Perlmuttknöpfen sowie dem ikonischen Logo.

Die Details: --lange Ärmel mit geknöpften Manschetten --aufgesetzte Knopfleiste --zweiteiliger Rückenpart mit Kellerfalten für mehr Tragekomfort und Bewegungsfreiheit --das Multicolor-Logo (der gestickte Poloreiter) akzentuiert die linke Brust

54


BLICKFANG

S C HAU F E N S T E R

BÜROHELDEN Hemden in der 1. Etage

Multi-Tone-Hemd, 229 Euro, erhältlich ab Mitte September ICEBERG

Hemd in Weiß, 79,90 Euro PREMIUM ESSENTIALS

Hemd mit hellblauen Vichy-Karos, 89,90 Euro PREMIUM ESSENTIALS

Hemd mit dunkelblauen Vichy-Karos, 89,90 Euro PREMIUM ESSENTIALS

Hemd in Hellblau, 79,90 Euro PREMIUM ESSENTIALS

Hemd mit blauem Karomuster, 89,90 Euro PREMIUM ESSENTIALS

Hemd mit feinem Karomuster, 169,95 Euro ETON

55


KAMPAGNE

GANT

MIT KÖPFCHEN Lange stand die amerikanische Marke Gant für moderne Freizeitbekleidung. Dabei ist das nur die halbe Geschichte: Gant kleidet seit Jahrzehnten auch den akademischen Betrieb. Mit der neuen Linie »Gant Diamond G« und einer frischen Kampagne setzt der Ivy-League-Liebling den Fokus neu. Text ULF LIPPITZ

Ganz gleich, ob Studenten oder Dozenten, ob sie in der Bibliothek forschen oder die Baseballmannschaft anfeuern: Die klugen Köpfe der Elite-Universitäten zeigen sich seit den Anfängen der Marke vor rund 65 Jahren gerne in Gant. Um der Vielfalt der Marke gerecht zu werden, hat sich Gant nun zu einem neuen Schritt entschlossen – die Aufspaltung in drei klar unterscheidbare Linien, die unter dem Dach von »The House of Gant« firmieren. »Gant Originals« spricht sportliche Menschen mit einem aktiven Lebensstil an, die ein zwangloses Outfit zwischen Sandstrand und Universitätscampus suchen. »Gant Rugger« wird wie in der Vergangenheit den Stil der europäischen Laufstege mit amerikanischer Tradition zusammenbringen. Und »Gant Diamond G«, die neue Linie, soll die Lücke zwischen beiden Extremen schließen: Anspruchsvolle Städter, die sich qualitativ hochwertige Trend­ stücke wünschen, sind hier an der richtigen Adresse. Das »Diamond G« bezieht sich auf das Markenlogo – die Raute mit dem G darin –, das bereits in den 1960er-Jahren auf jedes Hemd gestickt wurde. Es scheint, dass die kritische Nostalgie nach amerikanischen Werten wie Gleichberechtigung und Freiheitsliebe der Marke guttut: Das »Gant Diamond G«-Shirt vereint den Dreiklang von Bildung, Wohlstand und Toleranz, für den man sich in den Sechzigern auf dem Universitätscampus so eingesetzt hat. Für den neuen Geist von »Gant Diamond G« stehen auch die Markenbotschafter, die ungewöhnlicher nicht sein könnten. Gant hat nicht Hollywood-Sternchen oder Popstars für seine Kampagne auserkoren, sondern fünf Persönlichkeiten, die auf unterschiedliche Weise ihr Schaffen in den Dienst der Menschheit stellen. Sie alle posieren für elegante Schwarz-Weiß-Aufnahmen und tragen das legendäre weiße »Gant Diamond G«-Hemd. Ein bezaubernd schlichtes Shirt mit spitzem Kragen und bestens geeignet, es mit Krawatte oder einem lässigen Jackett zu kombinieren, die Ärmel klassisch lang zu tragen oder aufgerollt bis zu den Ellbogen. Diese fünf Charakterköpfe arbeiten an nichts anderem als der Verbesserung der Welt. Jennifer Staple-Clark etwa setzt sich mit ihrer Wohltätigkeitsorganisation »Unite For Sight« für die augenmedizinische Versorgung von sozial benachteiligten Menschen auf der ganzen Welt ein. In den zwölf Jahren nach ihrem Universitätsabschluss hat ihre Organisation 85.000 Patienten bei der Finanzierung von Operationen geholfen, durch die Sehbehinderte ihr Augenlicht zurückerhielten.

Mark Plotkin ist ein international anerkannter Experte, der die bedrohten Eingeborenenstämme Südamerikas erforscht, und darüber hinaus Präsident des »Amazon Conversation Team«, das versucht, das Wissen um den größten Regenwald der Erde zu katalogisieren und nutzbar zu machen. George Weiner hat eine digitale Agentur gegründet, die US-amerikanische Non-Profit-Organisationen unterstützt. Er verknüpft

George Weiner

56


KAMPAGNE

GANT

Kellerfalte und den rückseitigen Kragenknopf und setzte nur hochwertige Materialien ein. Die vier aufgestickten Buchstaben drückten ein neues Lebensgefühl aus – eines entspannten Amerikas, das in der Nachkriegszeit immer mehr Raum gewann. Die beiden Söhne des Besitzers, Marty und Elliot, führten das Button-down-Shirt als Symbol für weniger Zugeknöpftheit ein. Sie verquickten britische Förmlichkeit mit amerikanischer Lässigkeit. Unbewusst trafen sie den Nerv einer Jugend, die sich aus kulturellen und stilistischen Zwängen befreien wollte. Nur die Einführung der Jeans hat die universitäre Stilkultur ähnlich durchgreifend verändert. Die New York Times beschrieb Gant-Hemden als »Standard der adretten College-Kleidung der 60er-Jahre«. Schlaue Innovationen hielten diesen Ruf am Leben – wie jener Knopf am hinteren Kragenrand, der Krawatten einen strafferen Halt gab, musste man schnell eine umlegen. An dieses Erbe knüpft Gant mit »Diamond G« im neuen Jahrtausend an. Die Marke will die Brücke schlagen zwischen den Fans aus Hollywood wie Ashton Kutcher und dem akademischen Betrieb, aus dem die Markenbotschafter stammen. Sie haben alle an einer Ostküsten-Universität studiert. Gant fördert kein verschultes Prinzipiendenken, sondern geschulte Urteilskraft. Die Message: Menschen verändern die Welt, Gant verändert die Menschen – und sei es nur in der Art und Weise, wie wohl sie sich in gut geschnittener Kleidung fühlen.

Natvar Bhavsar

die Marketingstrategien des Computerzeitalters mit den Idealen der amerikanischen Gründerväter. Die Familienplanungsorga­ nisation »Planned Parenthood« berät er ebenso wie die Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health. Zu einer beinahe aussterbenden Spezies gehört Tracy K. Smith. Sie ist eine weltweit erfolgreiche Dichterin. Für ihren Lyrikband »Life on Mars« erhielt die Amerikanerin 2012 den renommierten Pulitzer-Preis. Mit ihrer Poesie berührt sie Tausende Leser, ihr Wissen gibt sie als Dozentin an der Columbia University weiter. Ebenfalls einen ungewöhnlichen Karriereweg schlug der indischstämmige Maler Natvar Bhavsar ein. Er wurde mit Farbfeldmalereien bekannt und ist heute in weltberühmten Sammlungen vertreten, im Guggenheim Museum in New York etwa und im Metropolitan Museum of Art. »Alle fünf haben die Welt auf die eine oder andere Weise verändert«, sagt Caroline Roth, die für Gant die Werbebotschafter mit ausgewählt hat. Sie stehen für Menschlichkeit, Empathie und Loyalität. Sie sehen sich als Teil der Welt – genauso wie Gant sich als kleiner Teil einer großen Veränderung sieht. Die drei Linien stehen allesamt unter der kreativen Verantwortung von Chefdesigner Christopher Bastin. Dem Kreativdirektor ist es zu verdanken, dass sich das Modehaus auch auf seine Heritage-Entwürfe aus der unmittelbaren Nachkriegszeit besonnen und damit eine moderne Interpretation für die Zukunft entwickelt hat. Gant begann 1949 mit dem Hemd. Der Gründer Bernard Gantmacher besaß das Talent, es nicht nur als funktionale Oberbekleidung zu betrachten, und versah darum Hemden mit einer besseren Passform, erfand neue Details wie die

Mark Plotkin

57


MARKENPORTRAIT

BRUNELLO CUCINELLI

KÖNIG DER LÄSSIGKEIT Das Leben leichter machen, dem Menschen dienen, Menschen schön machen – dafür steht Brunello Cucinelli mit seinem Namen. Das italienische Label ist Inbegriff für modernen Luxus und Understatement. Text NIKOLAS FEIREISS

Bei den Präsentationen von Brunello Cucinelli in Mailand wird für Leib und Seele gesorgt. In jeder Hinsicht. Zum Beispiel mit dem Showroom: Er hat die lässige Grandezza eines italienischen Landhauses. Und es ist ein Genuss, die Kleider nicht nur sehen, sondern auch fühlen zu können. Die Key Pieces der Kollektion werden zusätzlich von Models präsentiert. Immer wieder gruppieren sie sich zu einem lebenden Bild, damit der Besucher auf einen Blick die Aussage der neuen Entwürfe erfassen kann. Mit der Herbst-/Winterkollektion für Männer gelingt es Brunello Cucinelli wieder einmal, klassische italienische Schneiderkunst mit dem Casual Look, der so typisch ist für das Label, zu verbinden. Je nach Anlass können die Teile der Kollektion neu kombiniert werden. Freizeit, Business-Meeting oder Galadinner: In Brunello Cucinelli ist Mann nie falsch gekleidet. Selbstverständliche Eleganz und luxuriöses Understatement machen die DNA des Labels aus. Die Erfolgsgeschichte von Brunello Cucinelli ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich. Gegründet ist sie auf der Verwendung feinsten Kaschmirs, einer besonderen Ethik und dem Wunsch, die Welt schöner zu machen. Die malerische Ortschaft Solomeo, gelegen auf einem kleinen Hügel in Umbrien 200 Kilometer nördlich von Rom, ist heute der Firmensitz des Unternehmens. Cucinellis Wunsch, Mitte der 1980er-Jahre sein Business neu aufzustellen, war mit der Entscheidung einhergegangen, diesen mittelalterlichen, kurz vor dem Verfall stehenden Ort zu erhalten. Das Schloss, das mittelalterliche Dorf aus dem 14. Jahrhundert

und weitere acht Häuser wurden restauriert. Darin wurden Büros und Produktionsstätten untergebracht. Die neuen Werkhallen außerhalb von Solomeo umgibt ein Park aus Zedern. Weder gibt es Stechuhren in den Werken Cucinellis, noch gibt es steile Hierarchien in den Büroetagen. Und es werden 20 Prozent mehr Lohn als branchenüblich gezahlt. Es versteht sich, dass ausschließlich in Italien produziert wird. Hier wird nicht am Fließband gearbeitet, das wäre bei der Qualität der Kleider nicht denkbar. Natürlich will auch Cucinelli mit seiner Mode Profit machen, jedoch steht für ihn fest, dass Gewinn kein Wert an sich ist: »Profit muss immer im Dienst der Würde des Menschen stehen, sonst ist er wertlos.« Arbeit menschlich machen, darum geht es Cucinelli, seine Mitarbeiter nennt er »anime pensanti«, »denkende Seelen«. Begonnen hat Cucinelli 1978, indem er sich 500.000 Lire lieh, knapp 250 Euro, und fünf farbige Damen­-Kaschmirsweater stricken ließ. Das war ungewöhnlich, denn das edle Material gab es damals nicht in solchen kräftigen Farben. Cucinelli hatte Erfolg, von Beginn an. Er nennt sich heute lieber Wächter oder Beschützer seines Unternehmens als Inhaber. Man versteht das sofort, wenn er während und nach der Präsentation mit seinen Gästen plaudert und auch als Gastgeber zu so etwas wie einem Beschützer seiner Gäste wird, wenn er sie auf dem schönen kleinen Hof – man sollte besser sagen: der Piazza – vor dem Showroom bewirten lässt. Die Tische sind gedeckt. Der Tag neigt sich in seiner Schönheit dem Ende zu. Hier findet er einen weiteren Glanzpunkt.

58


DAS NEUE HERBST / WINTER MAGAZIN zum kostenlosen Download für Tablets

Das Magazin jetzt auch als App! Mit einem Klick zur digitalen Version des KaDeWe-Magazins Herbst / Winter 2015 – lesen Sie alle Inhalte und sehen Sie Video-Content zu Marken und deren Storys sowie zu unseren Fotostrecken auf Ihrem Tablet.

59


KOOPERATION

TUMI × MERCEDES AMG PETRONAS

STILVOLL REISEN Wer mit Tumi unterwegs ist, macht sich keine Sorgen um sein Gepäck. Die Marke ist berühmt für ihre so schicken wie kompakten Koffer und Taschen. Das schätzen auch die Formel-1-Rennfahrer aus dem Stall von Mercedes AMG Petronas. Text ULF LIPPITZ

Komfortables Reisegepäck ist die Stärke der amerikanischen Marke Tumi. Ihre Koffer haben seit der Gründung der Firma 1975 stetig an Bedeutung gewonnen – besonders dank der schrittweisen Optimierung des Designs und der Verwendung neuer Materialien. Angefangen hat Tumi einmal mit Ledertaschen aus Südamerika. Der Name leitet sich ab von dem eines peruanischen Messers, das bei besonderen Feierlichkeiten zum Einsatz kommt. Heute ist Tumi ein modernes Lifestyle-Unternehmen, berühmt für die smarten Taschen aus Fallschirm-Nylon, Koffer aus High-Tech-Materialien und Rücksäcke aus genarbtem Leder. Alles inzwischen mit dem Siegel »Designed in America«. Für Vielflieger sind die handlichen Gepäckstücke ein Segen. Wer an einem Wochenende schnell mal am anderen Ende der Welt sein muss, schätzt seinen Koffer bald mehr als die eigenen vier Wände. An 20 Wochenenden pro Jahr müssen beispielsweise die Rennfahrer der Formel 1 an unterschiedlichen Orten sein, angefangen vom Startschuss in Melbourne bis hin zum Finale in Abu Dhabi. Fahrerstars wie Nico Rosberg und Lewis Hamilton liegt der Rausch der Geschwindigkeit im Blut, die Liebe zur Präzision ist für sie berufliche Notwendigkeit. Wie passend, dass Tumi nun deren Formel-1-Team von Mercedes AMG Petronas mit ausgewählten Produkten unterstützt. Zum gemeinsamen Auftritt der Formel-1-Stars gehören die Rollkoffer aus der Serie

»Tegra-Lite«, ultraleicht und widerstandsfähig dank des neuartigen thermoplastischen Verbundstoffes Tegris – dieses Material wird unter anderem für Rennwagen und Schutzkleidung von US-amerikanischen Football-Spielern verarbeitet und soll gegen Krafteinwirkung von außen schützen. Innenfutter, Accessoire-Taschen und ein integriertes Schloss vervollständigen die sichere und stilvolle Reise. Und das Schönste: alles garantiert zulässig für die Handgepäckablage im Flugzeug. Für das große Gepäck verwenden die Formel-1-Sportler den schwarzen Koffer aus der Serie »Alpha 2«. Seine vier Rollen sind in alle Richtungen bewegbar und im Korpus versenkt. Das schafft mehr Platz. Im Inneren lassen sich die Kleiderhüllen herausnehmen, mehrere Fächer für Accessoires oder Unterlagen organisieren die Reise besser. Basis des Vertrauens ist der robuste Rahmen, der speziell verstärkt ist. Übrigens: Um Verwechslungen zu vermeiden, kann jeder Kunde von Tumi sein Monogramm in das Gepäckstück einnähen lassen. Aus derselben Serie gibt es elegante Tragetaschen als Alternative für die Kabine. Diese Mischung aus Weekender und Aktentasche, entweder in Pechschwarz oder Olivgrün, stehen Lewis Hamilton und Nico Rosberg gut zu Gesicht. Tumi sorgt für weniger Stress zwischen den Rennen – und Mercedes AMG Petronas bringt die Power auf die Piste.

60

© 2015 TUMI, INC.

Rasanter Markenbotschafter für Tumi: Formel-1-Rennfahrer Nico Rosberg


www.shop.kadewe.de SHOP FASHION, BEAUTY, LIFESTYLE & GOURMET

Home | DE / EN | Willkommen im KaDeWe Online Shop

Mein Konto | Wunschliste | MEIN WARENKORB

Ihre Suche

MARKEN

DAMEN

HERREN

BEAUTY

LIFESTYLE

GOURMET

WORLDWIDE Shipping

TIGER OF SWEDEN

SEE WHAT´S

FALL/ WINTER 2015 MONOCHROMATIC

FREE SHIPPING ab 150 EUR

BERLINS LUXUS ONLINE DEPARTMENT STORE – DAS BESTE AUS MODE, WOHNEN, BEAUTY UND GOURMET

LACOSTE

ERMENEGILDO ZEGNA FRAGRANCES FOR HIM

SET

TOM FORD MEN´S GROOMING

SHOP NOW

SHOP NOW

FOR STYLISH MEN ACCESSOIRES REPORT

MENSWEAR THE PERFECT FIT

STREETSTYLE URBAN & COOL

SHOP NOW

SHOP NOW

SHOP NOW

LIFESTYLE SCANDINAVIAN DESIGN

HERNO JACKETS & COATS

GOURMET KaDeWe

SHOP NOW

SHOP NOW

SHOP NOW

Shop & Collect Service Online bestellen und im KaDeWe Berlin abholen

0


INTERVIEW

OLAFUR ELIASSON

DIE SONNE GEHT AUF! Olafur Eliassons Solar-Lampe »Little Sun« erfreut Designfreunde und verfolgt einen guten Zweck – Grund genug, dass es sie auch im KaDeWe gibt. Im Sommer wurde der Pop-up-Store im »Apartment« auf der 4. Etage in Anwesenheit des dänischen Künstlers sowie geladener Gäste eröffnet. Dort hat uns Olafur Eliasson erzählt, was hinter dem kleinen Kunstobjekt steckt. Interview NIKOLAS FEIREISS

Olafur Eliasson ist Däne isländischer Herkunft, mit Wohnsitz in Berlin und Kopenhagen, und ein Global Player der internationalen Kunstszene. Mit seinen Werken greift er in den öffentlichen Raum ein, färbte Flüsse und installierte künstliche Wasserfälle in New York. Immer schärft seine Kunst die Aufmerksamkeit und berührt durch ihre Poesie. »Little Sun«, eine kleine gelbe LED-Lampe, die ihre Energie der Sonne verdankt, lässt die Grenze zwischen Kunst- und Alltagsobjekt verschwimmen. »Little Sun« wurde schon in der Londoner Tate Modern ausgestellt. Außerdem bringt sie Menschen Licht, für die Elektrizität ein knappes Gut ist. Was steht für Sie bei »Little Sun« im Vordergrund, das Alltags- oder das Kunstobjekt? Für mich sind Alltag und Kunst eng miteinander verbunden. Der Alltag kann sehr künstlerisch sein, er verlangt Kreativität. Und es tut auch der Kunst ganz gut, sich mit etwas Alltäglichem zu beschäftigen. Mir ist bei meinen Kunstprojekten wichtig, dass sie demokratisch und zugänglich sind. Und wie haben Sie Alltag und Kunst für »Little Sun« verbunden? Das Design der Lampe hat mich sehr beschäftigt. Es hat natürlich eine funktionale Seite, aber eben auch eine sehr emotionale. Es erzählt auf positive Weise und spielerisch etwas über Energieverbrauch. Das Künstlerische liegt darin, dass man

Welt man unterwegs ist, jeder will sich mit schönen Dingen umgeben. Jeder wünscht sich etwas Design für seine vier Wände. Ein schönes Zuhause haben, das ist ein globaler Wunsch.

etwas Funktionales wie eine Solar-Leuchte mit Emotionen verbindet. Das ist genau das, was Kunst kann. Wo gibt es »Little Sun« momentan? Mittlerweile zum Beispiel in zwölf afrikanischen Ländern. In manchen von ihnen werden die Lampen auf der Straße verkauft oder auch von Tür zu Tür. In Simbabwe gibt es eine tolle Gruppe junger Männer, die genug verkauft, um daraus ein ordentliches Einkommen zu erzielen. Mit »Little Sun« hat sich ihre Lebensqualität erheblich verbessert. Dank dieses Lämpchens gelingt es Menschen, sich selbstständig zu machen. Spielt es eine Rolle, ob es ein Kunstobjekt ist, das Menschen ohne Zugang zu Elektrizität Licht bringt? Ich denke schon. Wo auch immer auf der

62

Sie verkaufen die Lampen in Afrika deutlich günstiger als etwa hier im KaDeWe. Das stimmt. Und weil »Little Sun« eben auch ein Designobjekt ist, erhält man es jetzt in einem Departmentstore mit Fokus auf Qualität und Design wie dem KaDeWe. Die Gewinne hier machen es möglich, die Lampen für einen geringeren Preis in armen Ländern zu verkaufen. Wir sind aber keine Wohltätigkeitsorganisation. Wir verschenken die Lampen dort nicht, wir verkaufen sie ohne Gewinn: Man nennt es »Social Business«. Was bedeutet das Projekt »Little Sun« für Sie persönlich? Für mich ist »Little Sun« ein Energieträger, ein kleines Kraftwerk. Es ist toll, dass ich ebenfalls zum Energieträger und quasi zum Teil des Kraftwerks werde, indem ich mir die Lampe umhänge. Sie wird über die Sonne aufgeladen, und über die Lampe bin ich auch Teil dieses Prozesses. »Little Sun« ist also ein im wahrsten Sinne des Wortes globales Objekt? Die Klimaerwärmung betrifft jeden, wir brauchen alle Energie. Und wir alle möchten uns an schönen Dingen erfreuen. Darum macht »Little Sun« überall auf der Welt Sinn.


SOUNDSYSTEME

DEVIALET

DIE REVOLUTION DER KLÄNGE Das französische High-Tech-Unternehmen Devialet wurde mit innovativen Soundsystemen zum Marktführer. Sein aktiver Streaming-Lautsprecher »Phantom« bietet Klangerlebnisse auf modernstem Niveau. Text CHRISTINE KORTE

Ein Bau im Herzen von Paris, mit opulenter Fassade aus hohen Stahlfenstern, die Tradition und Moderne zusammenführen – der Sitz der französischen High-Tech-Marke Devialet passt perfekt zu ihrem Image. Gustave Eiffel, der Architekt dieses Gebäudes und des legendären Eiffelturms, war ein Visionär auf seinem Gebiet – und auch die Mitarbeiter von Devialet sind es. Während durch die direkte Nachbarschaft zum Louvre der Wind die Erinnerung an große politische Umwälzungen zum Fenster hereinträgt, werden in der 124 & 126 Rue Réaumur von mehr als 50 Ingenieuren revolutionäre Soundsysteme entworfen. Nicht nur die Klänge der Zukunft werden hier kreiert, sondern auch die dazugehörige Verpackung. Modernes Design macht alle DevialetProdukte zu begehrten Interior-Stücken. Neben Entwicklung und Design erfolgt auch die Produktion in Frankreich, was die hohe Qualität zusätzlich unterstreicht und die Position des Unternehmens als Marktführer stärkt. Der Erfolg von Devialet baut auf seinen gut ausgebildeten Mitarbeitern ebenso wie auf dem außergewöhnlichen Trio der Gründerväter auf. 2007 vereinten der Ingenieur Pierre-Emmanuel Calmel, der Unternehmer Quentin Sannié und der Designer Emmanuel Nardin ihr Wissen und gingen mit Devialet an den Start. Diese Konstellation brachte dem fortschrittlichen Start-up bisher 88 Patente und 46 Auszeichnungen ein. Die neueste Revolution aus dem Hause Devialet: der aktive Streaming-Lautsprecher »Phantom« – eine Fusion

digitaler und analoger Technologien. Die Standardversion stemmt 750 Watt im Peak, der »Silver Phantom« stellt bis zu 3.000 Watt bereit – in einer Baugröße von gerade einmal sechs Liter Volumen und zehn Kilogramm Gewicht. »Phantom ist eine revolutionäre neue Produktkategorie, die alles verinnerlicht, was wir in den letzten Jahren entwickelt haben, und die komplett neue Technologien beinhaltet. Ob Solo, als Stereopaar oder für Multiroom-Anwendungen, die Einsatzzwecke sind extrem vielseitig und passen sich unseren Kundenwünschen an«, erklärt CEO Quentin Sannié. Damit wird das Devialet-Klangerlebnis zum puren Genuss: ganz ohne Verzerrungen, differenziert, klar und stark.

Aktiver Streaming-Lautsprecher »Phantom« von Devialet

63


CANALI

64


BRIONI

Mono CHROMATIC F OTO S

JOHAN SANDBERG STYL ING

CHRISTIANE GRAF

Herrenmode in der 1. Etage


BOSS


PREMIUM ESSENTIALS

67


JOHNSTONS OF ELGIN

68


BOGLIOLI


BOSS


ARMANI COLLEZIONI

71


PREMIUM ESSENTIALS

72


ERMENEGILDO ZEGNA


BRIONI


Monochromatic

Seite 64

CANALI

Jackett mit Karomuster, 999 Euro. Weste, 299 Euro. Wollhose, 269 Euro

Seite 65

BRIONI

Mantel aus Kaschmir-Woll-Seiden-Mix und Hemd mit feinem Karomuster, 2.399 und 299 Euro

Seite 66

BOSS

Anzug mit Karomuster und Perlmuttknöpfen, 579 Euro

Seite 67

PREMIUM ESSENTIALS Kaschmir-Pullover, 199 Euro

Seite 68

JOHNSTONS OF ELGIN

Kaschmir-Pullover mit V-Ausschnitt, 339 Euro

Seite 69

BOGLIOLI

Bouclé-Mantel, 949 Euro, Jackett, 769 Euro, und gepunktete Bundfaltenhose aus Wolle, 249 Euro, alles von Boglioli. Kaschmir-Polo von Premium Essentials, 219 Euro

Seite 70

BOSS

Anzug aus Wolle mit Karomuster, 549 Euro

Seite 71

ARMANI COLLEZIONI

Lederjacke mit versetztem Two-Way Zipper und Hose, 899 und 249 Euro, beides erhältlich ab Mitte September

Seite 72

PREMIUM ESSENTIALS Kaschmir-Pullover, 199 Euro

Seite 73

ERMENEGILDO ZEGNA

Einreiher aus Kaschmir, 3.000 Euro, Kaschmir-Cardigan mit durchgehendem Reißverschluss und Leder-Paspel, 1.900 Euro, und Wollhose, 379 Euro, alles erhältlich ab Mitte September

Seite 74

BRIONI

Mantel aus Kaschmir-Woll-Seiden-Mix mit kontrastierendem Innenfutter, 2.500 Euro. Woll-Polo, 519 Euro. Wollhose, 459 Euro

75


Architektur

DER DÜFTE F OTO S

JESS B ONHAM STYL ING

ANNA LOMAX

Düfte in der Beautywelt im Erdgeschoss

GUERLAIN

Der außergewöhnliche Duft »Arsène Lupin« besticht durch eine orientalische Ledernote, gepaart mit Veilchen und Bitterorange. Geheimnisvoll wirkt die Zusammensetzung durch Rosa Pfeffer, Kardamom, Sandelholz und Patschuli. Eau de Parfum, 100 ml, 185 Euro


HUGH PARSONS

Mit »Hyde Park« verspricht Hugh Parsons ein Dufterlebnis, das an die Themengärten und Pflanzenarten des berühmten Londoner Parks erinnert. Feigenblatt, Rosa Pfeffer und Jasmin-Sambac wurden hierfür mit Patschuli, Weihrauch und Moschus kombiniert. Eau de Parfum, 100 ml, 93 Euro


HAYARI PARFUMS PARIS

Mit holzig-rauchigen Noten verkörpert »Only For Him« die Eleganz des Pariser Dandys. Der sinnliche Duft verbindet die Männlichkeit von Guajakholz und Benzoeharz mit der Wärme von Schwarzem Pfeffer und Ambra. Eau de Parfum, 100 ml, 145 Euro


ERMENEGILDO ZEGNA

Die für »Peruvian Ambrette« exklusiv angebauten Hibiskus-Schoten aus Peru versprechen einen markanten, warmen, reichhaltigen Duft. Noten von Bergamotte, Moschus und Guajakholz verbinden sich mit florentinischer Schwertlilie und exotischem Wildleder zu einer Symbiose, charakterisiert durch eine starke und zugleich feine maskuline Note. Eau de Toilette, 125 ml, 210 Euro


BIEHL PARFUMKUNSTWERKE

Mit »gs03« hat der Parfumeur Geza Schön eine ungewöhnliche Neuinterpretation des Eau de Cologne geschaffen. Der warme, tiefe Duft entwickelt eine weiche Frische durch Zutaten wie Neroli und Orangenblüten. Eleganz versprechen Zutaten wie Iris-Absolut, Rosenöl, Moschus und Zedernholz. Eau de Parfum, 100 ml, 150 Euro


CREED

Der Unisex-Duft »Virgin Island Water« erinnert an Segelabenteuer in der Karibik. Die Aromen von tropischen Hölzern und geheimnisvollen Blüten wirken samtig weich und herrlich entspannt. Abgerundet wird die Zusammensetzung aus Akkorden von Ylang-Ylang und Indischem Jasmin. Eau de Parfum, 75 ml, 162 Euro


EVODY PARFUMS

In der Komposition »Blanc de Sienne« spiegelt sich die Schönheit Italiens wider. Bergamotte, Zitrone und Basilikum sowie der Duft von Feige und Zypresse erinnern an die Landschaft der Toskana. Abgerundet wird die Symphonie von einer holzigen Kaffeenote. Eau de Parfum, 100 ml, 155 Euro


L’ARTISAN PARFUMEUR

»Timbuktu« ist von alten malischen Ritualen inspiriert. Exotische afrikanische Wurzeln treffen auf französische Raffinesse. Es entfaltet sich ein floraler, intensiver, sprudelnder Herrenduft. Eau de Toilette, 100 ml, 114 Euro


MAISON FRANCIS KURKDJIAN

Die Zeitlosigkeit des Duftes »Masculin Pluriel« ist gekennzeichnet durch einen Fougère-Akkord, der aromatisches provenzalisches Lavendel-Absolut mit einer weichen, ledrigen Note aus Virginischem Wacholder und indonesischem Patschuli vereint. Eau de Toilette, 75 ml, 132 Euro


Linke Seite

NEIL BARRETT

Sweater mit Statue of Liberty Print und seitlichem Zipper, 489 Euro, Longsleeve mit Sternen-Print, 239 Euro, Hose aus Baumwoll-Stretch, 459 Euro, alles erhältlich ab Mitte Oktober

Rechte Seite

ZIMMERLI

Er: Tank Top von Zimmerli, 79,95 Euro. Jeans von Denim & Supply Ralph Lauren, 99 Euro, erhältlich ab Mitte November Sie: Tank Top von Zimmerli, 79,95 Euro. Jeans mit Schlag von Iro, 229 Euro

Contemporary Fashion Men, Schuhe, Accessoires und Socken von Falke in der 1. Etage Männer-Sneaker, Sneaker Hall, 1. Etage Contemporary Fashion Women in der 2. Etage Schuhe und Taschen, The Loft, 3. Etage Frauen-Sneaker, Sneaker Hall, 1. Etage, und The Loft, 3. Etage Socken von Falke und Alto in der 3. Etage Sonnenbrillen in der 3. und 5. Etage


F OTOS K I R A B U N S E  

STYL ING S O O - H I S O N G

GENDERLESS


HARMONY PARIS / 7 FOR ALL MANKIND

College-Jacke und Sweater, 399 und 139 Euro, beides von Harmony Paris und erhältlich ab Mitte September. Jeans von 7 For All Mankind, 219 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober. Boots von Dr. Martens, 159,90 Euro, erhältlich ab Mitte September


ICEBERG / DKNY

Er: Pullover aus Mohair-Woll-Mix und Hose, 379 und 189 Euro, beides von Iceberg und erhältlich ab Mitte Oktober. Boots von Dr. Martens, 159,90 Euro, erhältlich ab Mitte September Sie: Pullover im Oversize-Look mit seitlichem Zipper von DKNY, 369 Euro. Lederhose von Zadig & Voltaire, 798 Euro. Basecap Bag von Moschino, 939 Euro, erhältlich ab Ende September. High Top Sneaker von Marc by Marc Jacobs, 419 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober


MARC BY MARC JACOBS T BY ALEXANDER WANG / DRYKORN

Sie: Pullover in Two-Piece-Optik von Marc by Marc Jacobs, 319 Euro. Hose von T by Alexander Wang, 419 Euro, erhältlich ab Mitte September Er: Anzug und Hemd, 329,95 und 79,95 Euro, beides von Drykorn und erhältlich ab Anfang Oktober


MAX & CO. / ICEBERG

Sie: Gestreiftes Maxikleid von Max & Co., 349 Euro. Basecap Bag von Moschino, 939 Euro, erhältlich ab Ende September Er: T-Shirt mit Pink Panther Print und Jogginghose mit gestreiftem Bund, 119 und 209 Euro, beides von Iceberg und erhältlich ab Mitte September. Sneaker von Adidas Y-3, 350 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober


01

02

03

04


Linke Seite

01 ICEBERG / BURBERRY

BRIT / MC Q

Er: College-Jacke mit buntem Karomuster und Pullover, 599 und 239 Euro, beides von Iceberg und erhältlich ab Mitte Oktober. Hose von Burberry Brit, 329 Euro. High Top Sneaker von Vans, 90 Euro Sie: Sweater mit Flock Print, 189 Euro, und Rock aus Kaschmir-Woll-Mix mit Nieten, 379 Euro, erhältlich ab Ende September, beides von McQ. Slip-ons von Lanvin, 395 Euro

02 SANDRO

MEN / SANDRO

Er: Strickshirt mit Rippstruktur, 165 Euro, Hemd, 155 Euro, Hose, 195 Euro, und Derbys, 345 Euro, alles von Sandro Men Sie: Doppelreiher mit goldenen Knöpfen, 445 Euro, Rollkragenpullover in Dunkelblau mit roten Bündchen und rotem Kragen, 145 Euro, und Jeans, 165 Euro, alles von Sandro. High Top Sneaker von Adidas, 169,95 Euro, erhältlich ab Anfang Oktober

03 KENZO / A.P.C. / AMI

Pullover mit aufgestickten Space-Motiven von Kenzo, 209 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober. Hemd mit Vichy-Karos von A.P.C., 169 Euro, erhältlich ab Ende Oktober. Bermuda-Shorts von Ami, 139 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober

04 ADIDAS

Sie: Sneaker von Adidas, 89,95 Euro. Er: Sneaker von Adidas, 89,95 Euro

Rechte Seite

ICEBERG / THEORY

Er: Hemd mit karierter Knopfleiste und Hose im Jogging-Stil aus Kaschmir-Seide-Baumwolle-Mix, 189 und 209 Euro, beides von Iceberg und erhältlich ab Mitte September Sie: Pullover aus Alpaka-Merinowolle-Mix in Off-White, 429 Euro, und Bluse, 279 Euro, erhältlich ab Mitte September, beides von Theory. Creepers mit Nieten von Marc by Marc Jacobs, 569 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober

93


TRUE RELIGION

Lederjacke im Biker-Stil mit Nieteng체rtel, 899 Euro. Hoodie mit Buddha-Print und Zipper, 179 Euro, erh채ltlich ab Mitte September. T-Shirt mit Flock-Print, 69,90 Euro, erh채ltlich ab Mitte September. Jeans in Biker-Optik, 279 Euro


MARC BY MARC JACOBS / ICEBERG

Sie: Sweater mit Statement Print von Marc by Marc Jacobs, 249 Euro. Jeans von Sandro, 165 Euro Er: Sweater von Iceberg, 229 Euro, und Jeans von 7 For All Mankind, 219 Euro, beides erhältlich ab Mitte Oktober

95


WILDFOX / FRAME DENIM / NUDIE JEANS / AMI

Sie: Pullover im Destroyed-Look von Wildfox, 239 Euro, erhältlich ab Anfang Oktober. Jeans von Frame Denim, 269 Euro, erhältlich ab Mitte September. Cowboy-Boots von MSGM, 749 Euro Er: Pullover aus Woll-Mix von Nudie Jeans, 119 Euro, und Cordhose von Ami, 209 Euro, beides erhältlich ab Mitte Oktober. Boots von Dr. Martens, 159,90 Euro, erhältlich ab Mitte September


DIESEL BLACK GOLD

College-Jacke aus Leder mit abnehmbarer Kapuze, 1.390 Euro. Kariertes Hemd, 195 Euro. Jeans im Destroyed-Look, 345 Euro


DIESEL BLACK GOLD / PREMIUM ESSENTIALS

Er: T-Shirt mit grafischem Print von Diesel Black Gold, 190 Euro. Kaschmir-Schal von Premium Essentials, 179 Euro. Jeans von 7 For All Mankind, 219 Euro Sie: T-Shirt mit grafischem Print von Diesel Black Gold, 110 Euro. Kaschmir-Schal von Premium Essentials, 179 Euro. Jeans von Sandro, 165 Euro

98


VICTORIA VICTORIA BECKHAM KENZO / IRO / ACNE STUDIOS

Sie: Kleid mit Taillengürtel aus Leder und verdeckter Knopfleiste von Victoria Victoria Beckham, 709 Euro, erhältlich ab Ende September. Lack-Schnürer von Robert Clergerie, 359 Euro Er: Jackett mit Bündchen und Schultereinsatz von Kenzo, 609 Euro, und Pullover aus Wolle von Iro, 149 Euro, beides erhältlich ab Mitte Oktober. Hose von Acne Studios, 269 Euro. Schnürer von Dr. Martens, 139,90 Euro, erhältlich ab Mitte September


MSGM / MYKITA & BERNHARD WILLHELM / MARC JACOBS

Sie: Mantel im Oversize-Look aus Wolle von MSGM, 539 Euro. Sonnenbrille von Mykita & Bernhard Willhelm, 335 Euro Er: Mantel aus Wolle mit Fischgrätmuster und verdeckter Knopfleiste von Marc Jacobs, 1.700 Euro, erhältlich ab Anfang Oktober. Sonnenbrille von Mykita & Bernhard Willhelm, 335 Euro

100


NEIL BARRETT

Sweater mit Sternen, 399 Euro, Longsleeve mit Sternen-Print, 239 Euro, und Hose aus Baumwoll-Stretch, 459 Euro, alles von Neil Barrett und erh채ltlich ab Mitte Oktober. Sneaker von Adidas Y-3, 310 Euro, erh채ltlich ab Mitte September


Z ZEGNA / ICEBERG

Hoodie mit Zipper von Z Zegna, 469 Euro, erhältlich ab Mitte September. Hose aus Kaschmir-Seide-Woll-Mix von Iceberg, 209 Euro, erhältlich ab Mitte September


ICEBERG / SCHOTT NYC

Er: College-Jacke aus Leder, 859 Euro, Sweater mit Space Print und roten Druckknöpfen, 239 Euro, und Hose, 229 Euro, alles von Iceberg und erhältlich ab Mitte September. High Top Sneaker von Vans, 90 Euro Sie: Bomberjacke von Schott NYC, 209 Euro. Sweater mit aufgestickten Buchstaben von Kenzo, 239 Euro. Jeans von Sandro, 165 Euro. Plateau-Sneaker von Marc by Marc Jacobs, 459 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober


IRO / ZADIG & VOLTAIRE / 7 FOR ALL MANKIND

Sie: Lederweste von Iro, 1.200 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober. Jeansjacke und Jeans von Zadig & Voltaire, jeweils 189 Euro. Cowboy-Boots von MSGM, 669 Euro Er: Jeanshemd von Iro, 189 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober. Jeans von 7 For All Mankind, 219 Euro. Sneaker von Filling Pieces, 240 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober


AMI

Einreiher und Rollkragenpullover aus Wolle, 559 und 229 Euro, beides erh채ltlich ab Mitte Oktober


01

02

03

04


Linke Seite

01 ICEBERG / PRPS

Sweater und Multi-Tone-Hemd, 219 und 229 Euro, beides von Iceberg und erhältlich ab Mitte September. Jeans von Prps, 539 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober

02 HARMONY

PARIS / ICEBERG

03 HARMONY

PARIS / JAPAN BLACK

Sie: Sweater mit aufgesticktem Statement von Harmony Paris, 179 Euro, erhältlich ab Mitte September. Handschuhe mit Pistol Print von Japan Black, 29,95 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober Er: Sweater mit aufgesticktem Logo von Iceberg, 229 Euro, erhältlich ab Mitte September. Handschuhe mit Hawk Print von Japan Black, 29,95 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober Sweater mit aufgesticktem Statement von Harmony Paris, 179 Euro, erhältlich ab Mitte September. Handschuhe mit Pistol Print von Japan Black, 29,95 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober

04 SCHOTT

NYC / TOTÊME / R13 / JÉRÔME DREYFUSS / BURBERRY BRIT  FRED PERRY LAUREL WREATH COLLECTION / DRYKORN / DIESEL BLACK GOLD

Sie: Lederjacke mit abnehmbarem Lammfellkragen von Schott NYC, 499 Euro. Rollkragenpullover von Totême, 249 Euro, erhältlich ab Mitte September. Jeans von R13, 699 Euro. Saddle Bag mit abnehmbarem Schulterriemen von Jérôme Dreyfuss, 559 Euro Er: Lederjacke mit abnehmbarem Lammfellkragen von Burberry Brit, 2.000 Euro. Rollkragenpullover mit Zipper von Fred Perry Laurel Wreath Collection, 119 Euro. Pullover mit seitlichen Zippern von Drykorn, 129,95 Euro, erhältlich ab Anfang Oktober. Ripped Jeans von Diesel Black Gold, 345 Euro

Rechte Seite

HARMONY PARIS / NUDIE JEANS / ICEBERG

Sie: Sweater mit aufgesticktem Statement von Harmony Paris, 179 Euro, erhältlich ab Mitte September. Beanie von Nudie Jeans, 39,90 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober Er: Sweater mit aufgesticktem Logo von Iceberg, 229 Euro, erhältlich ab Mitte September. Beanie von Nudie Jeans, 39,90 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober

107


ZIMMERLI

Er: Tank Top von Zimmerli, 79,95 Euro. Jeans von Denim & Supply Ralph Lauren, 99 Euro, erhältlich ab Mitte November Sie: Tank Top von Zimmerli, 79,95 Euro. Jeans von Sandro, 165 Euro


R13 / MSGM / ACNE STUDIOS / MC Q

Sie: Bomberjacke in Two-Piece-Optik von R13, 799 Euro. Rollkragenpullover von Totême, 169 Euro, erhältlich ab Mitte September. Jumpsuit von MSGM, 379 Euro. Creeper Boots von Marc by Marc Jacobs, 519 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober Er: Bomberjacke von Acne Studios, 499 Euro. Pullover aus Kaschmir-Woll-Mix und Jogginghose, 399 und 239 Euro, beides von McQ und erhältlich ab Anfang Oktober. High Top Sneaker von Adidas Y-3, 310 Euro, erhältlich ab Mitte September


Lauf

WERKE F OTO S

AMOS FRICKE STYL ING

ALESSANDRA COICO

Männer-Sneaker, Sneaker Hall, 1. Etage Frauen-Sneaker, Sneaker Hall, 1. Etage

ADIDAS Y-3

Sneaker »Y-3 Boost QR« für Männer in Schwarz, erhältlich ab Mitte Oktober, und Sneaker »Y-3 Qasa Elle Lace Knit« für Frauen in Rot, 350 und 330 Euro

110


NEW BALANCE

Sneaker »U420 UKK« für Männer in Schwarz-Weiß-Grau, erhältlich ab Mitte September, und Sneaker »WR996« für Frauen in Schwarz, 90 und 100 Euro


VANS

High Top Sneaker »SK8-Hi Reissue« (links) und Slip-ons »Classic Slip-On« (rechts), beide für Männer, 90 und 75 Euro


MARC JACOBS

Sneaker »One Sixty Three« für Männer in Weiß, 299 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober


LACOSTE

Sneaker »Straightset« für Männer in Schwarz, 139,90 Euro, erhältlich ab Mitte September


FILLING PIECES

Sneaker »Low Top Baseball« (vorne) und Sneaker »Low Top Striped Lasered White« (hinten), 210 und 220 Euro, beide für Männer und erhältlich ab Mitte Oktober


ADIDAS

Sneaker »Superstar« für Männer in Rot-Weiß, 89,95 Euro, und Sneaker »Stan Smith Metal« für Frauen in Schwarz-Gold, 159,95 Euro, erhältlich ab Anfang Oktober


THOMAS PINK

Hemd aus Baumwolle mit Karos, 139 Euro

118


Musterhemden

FOTOS C H R I S T IA N HAG E M A N N  

STYLING BA B E T T E T I E L RO OI J

Hemden und Accessoires in der 1. Etage

BOSS / PELLENS & LOICK

Hemd aus Baumwolle von Boss, 99,95 Euro. Dunkelblaue Fliege mit Paisley-Muster von Pellens & Loick, 49,95 Euro

119


PREMIUM ESSENTIALS

Hemd aus Baumwolle mit rot-weißen Vichy-Karos, 89,90 Euro

120


ETON

Hemd aus Baumwolle und dunkelbraunes Halstuch mit ornamentalem Muster, 149,95 und 109,95 Euro

121


STENSTRÖMS

Hemd aus Baumwolle mit grau-weißen Vichy-Streifen, 169,95 Euro

122


VAN LAACK

Hemd aus Baumwolle und graue Krawatte aus Kaschmir, 149,95 und 129,95 Euro

123


AVIATOR F OTO S

D AV I D F I S C H E R STYL ING

KAMILLA RICHTER

Herrenmode, Schuhe und Accessoires in der 1. Etage Taschen und Reisegep채ck im Erdgeschoss, in der 1. und 5. Etage Sonnenbrillen im Erdgeschoss

124


HARRIS WHARF LONDON / PREMIUM ESSENTIALS / HACKETT LONDON / LOUIS VUITTON


Z ZEGNA / BELSTAFF HERSCHEL SUPPLY

HACKETT LONDON / PREMIUM ESSENTIALS CHOPARD

ICEBERG / MARC O’POLO / HACKETT LONDON

HACKETT LONDON / Z ZEGNA / LOUIS VUITTON


ICEBERG / MARC O’POLO / HACKETT LONDON / RIMOWA

127


BELSTAFF / PREMIUM ESSENTIALS / BOSS


ICEBERG

129


130


DRYKORN / HACKETT LONDON ETRO / LOUIS VUITTON

ETRO HACKETT LONDON / Z ZEGNA MICHAEL MICHAEL KORS

DRYKORN / ETRO / WANT LES ESSENTIELS DE LA VIE


HARRIS WHARF LONDON  PREMIUM ESSENTIALS / SANDQVIST


Aviator

Seite 125

HARRIS WHARF LONDON / PREMIUM ESSENTIALS / HACKETT LONDON / LOUIS VUITTON Einreiher aus Wolle von Harris Wharf London, 429 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober. Kaschmir-Pullover mit Rollkragen von Premium Essentials, 219 Euro. Karierte Hose von Hackett London, 200 Euro, erhältlich ab Mitte September. Garment Bag von Louis Vuitton, 1.480 Euro

Seite 126

Z ZEGNA / BELSTAFF / HERSCHEL SUPPLY

Einreiher aus Wolle und Pullover aus Wolle, 799 und 239 Euro, beides von Z Zegna und erhältlich ab Mitte September. Jeans im Biker-Look von Belstaff, 299 Euro. Chelsea-Boots von Navyboot, 249 Euro. Duffle Bag von Herschel Supply, 80 Euro

Seite 126

HACKETT LONDON / PREMIUM ESSENTIALS / CHOPARD

College-Jacke aus Wolle und Leder mit Ellbogen-Patches von Hackett London, 795 Euro, erhältlich ab Mitte September. Kaschmir-Pullover mit Rollkragen von Premium Essentials, 219 Euro. Sonnenbrille von Chopard, 317 Euro

Seite 126

ICEBERG / MARC O’POLO / HACKETT LONDON

Einreiher von Iceberg, 619 Euro, erhältlich ab Mitte September. Pullover von Marc O’Polo, 119,90 Euro. Cordhose von Hackett London, 170 Euro, erhältlich ab Mitte September. Chelsea-Boots von Navyboot, 249 Euro

Seite 126

HACKETT LONDON / Z ZEGNA / LOUIS VUITTON

Cardigan aus Kaschmir-Merinowolle-Mix und Krawatte aus Wolle, 355 und 110 Euro, beides von Hackett London und erhältlich ab Mitte September. Jeans von Z Zegna, 229 Euro, erhältlich ab Mitte September. Weekender von Louis Vuitton, 2.020 Euro

Seite 127

ICEBERG / MARC O’POLO / HACKETT LONDON / RIMOWA

Einreiher von Iceberg, 619 Euro, erhältlich ab Mitte September. Pullover von Marc O’Polo, 119,90 Euro. Cordhose von Hackett London, 170 Euro, erhältlich ab Mitte September. Chelsea-Boots von Navyboot, 249 Euro. Multiwheel Trolley von Rimowa, 789 Euro

Seite 128

BELSTAFF / PREMIUM ESSENTIALS / BOSS

Lederjacke mit Lammfellkragen und Jeans im Biker-Look von Belstaff, 1.700 und 299 Euro. Kaschmir-Pullover mit V-Ausschnitt von Premium Essentials, 199 Euro. Chelsea-Boots von Navyboot, 249 Euro. Messenger Bag von Boss, 549 Euro

Seite 129

ICEBERG

College-Jacke mit doppeltem Reißverschluss, 679 Euro, erhältlich ab Mitte September

Seite 131

ETRO

Jacke aus Wolle mit Zopfstrickmuster, Stepp-Einsätzen und Leder-Elementen und Jeans in Grau, 1.550 und 309 Euro

Seite 131

DRYKORN / HACKETT LONDON / ETRO / LOUIS VUITTON

Einreiher von Drykorn, 249,95 Euro, erhältlich ab Ende September. Jeanshemd von Hackett London, 160 Euro, erhältlich ab Mitte September. Jeans von Etro, 309 Euro. Chelsea-Boots von Navyboot, 249 Euro. Weekender von Louis Vuitton, ca. 2.400 Euro

Seite 131

HACKETT LONDON / Z ZEGNA / MICHAEL MICHAEL KORS

Doppelreiher mit Taillengürtel von Hackett London, 1.050 Euro, erhältlich ab Mitte September. Jeans von Z Zegna, 229 Euro, erhältlich ab Mitte September. Chelsea-Boots von Navyboot, 249 Euro. Weekender mit abnehmbarem Schulterriemen von Michael Michael Kors, 279 Euro, erhältlich ab Ende Oktober

Seite 131

DRYKORN / ETRO / WANT LES ESSENTIELS DE LA VIE

Doppelreiher aus Wolle von Drykorn, 299,95 Euro, erhältlich ab Ende September. Woll-Blazer von Harris Wharf London, 379 Euro, erhältlich ab Mitte Oktober. Hemd und Jeans von Etro, 279 und 309 Euro. Tote Bag von Want Les Essentiels de la Vie, 499 Euro

Seite 132

HARRIS WHARF LONDON / PREMIUM ESSENTIALS / SANDQVIST

Jackett aus Woll-Mix mit Nadelstreifen und passende Hose im Jogging-Stil, 379 und 269 Euro, beides von Harris Wharf London und erhältlich ab Mitte Oktober. Kaschmir-Pullover von Premium Essentials, 199 Euro. Weekender von Sandqvist, 249 Euro

133


Baum

STÄRKEN F OTO S

THOMAS DE MONACO STYLING

THOMAS ROOK

OMEGA

Chronometer »Speedmaster Moonwatch Grey Side of the Moon« mit 44,25-mm-Gehäuse aus Keramik mit metallgrauer Tönung, Omega Co-Axial Kaliber 9300, Si14-Silizium-Unruh-Spiralfeder, sandgestrahltem Platin-950-Ziffernblatt unter kratzresistentem Saphirglas, Tachymeterskala, Ziffern und Markierungen mit Super-LumiNova-Füllung für die Anpassung an unterschiedlichste Lichtverhältnisse, Wasserresistenz bis 5 Bar und Armband aus Alligatorleder, 10.200 Euro

OMEGA BOUTIQUE IM ERDGESCHOSS

Linke Seite

BVLGARI

Manschettenknöpfe »Bulgari Bulgari« aus 18-Karat-Weißgold mit Guilloche-Verzierung, 2.370 Euro

BVLGARI BOUTIQUE IM ERDGESCHOSS


MONTBLANC

Kolbenfüllfederhalter »Meisterstück 149« aus schwarzem Edelharz mit handgefertigter Feder aus 18-Karat-Gold mit rhodinierter Intarsie, vergoldetem Clip mit individueller Seriennummer, drei vergoldeten Ringen mit eingeprägtem Montblanc-Schriftzug und Sondereditionsverpackung mit schwarzer Montblanc-Tinte, 750 Euro

MONTBLANC BOUTIQUE IM ERDGESCHOSS

Rechte Seite

CHOPARD

Mechanische Tischuhr »L.U.C Quattro« mit 16 cm Durchmesser, Palladium-Finish, Mechanikwerk mit Automatikaufzug und acht Tagen Gangreserve, Messingziffernblatt, durchsichtigem Gehäuseboden und sichtbarem skelettierten Manufakturuhrwerk, 5.020 Euro

CHOPARD BOUTIQUE IM ERDGESCHOSS


LEICA

Kompaktkamera »Leica D-Lux« mit Zoomobjektiv (24 bis 75 mm äquiv. KB), Lichtempfindlichkeit bis ISO 25600, hochauflösendem 3"-LCD-Monitor, integriertem Wi-Fi-Modul für die Fernsteuerung von Smartphone oder Tablet, Videofunktion im High-Definition-Format 4K, mitgelieferter professioneller Bild- und Videoverarbeitungssoftware Adobe® Photoshop® Lightroom® und Drei-Jahres-Garantie, 995 Euro

5. ETAGE


SAMSUNG

Smartphone »Galaxy S6 edge« in der Farbe »Green-Emerald« mit innovativem Design aus Metall und robustem Gorilla® Glass 4, 64-GB-Speicher, Kameraschnellstart-Funktion in 0,7 Sekunden, Schnelllade- sowie Wireless-Charging-Funktion, 5,1" großem Quad HD Super AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2.560 × 1.440 Pixeln und einem Prozessor mit 64-Bit-Architektur, 799 Euro

5. ETAGE


LOUIS VUITTON

Geldbörse »Florin« aus Taïga-Leder in Hellgrau mit dezent eingeprägten Initialen, Lederfutter, acht Kreditkartenfächern, Münzfach, Geldscheinfach und Ausweisfenster, und Geldbörse »Brazza« aus Taïga-Leder mit Besatz aus genarbtem Kalbsleder in Schwarz mit dezent eingeprägten Initialen, Beschlägen aus Messing mit glänzendem Palladium-Finish, 12 Kreditkartenfächern, Münzfach mit Reißverschluss, Faltfach für Papiere, Ausweisfach und vierfachen Innenfächern, jeweils 480 Euro

LOUIS VUITTON STORE IM ERDGESCHOSS


TIFFANY & CO.

Chronometer »Tiffany CT60® Chronograph 42 MM« mit 42-mm-Edelstahlgehäuse und blauem Soleil-Ziffernblatt mit silbernen Poudré-Ziffern, mechanischem Automatikwerk mit 42 Stunden Gangreserve, Wasserresistenz bis 10 Bar und Armband aus Alli­­­­gatorleder, 7.050 Euro

TIFFANY & CO. BOUTIQUE IM ERDGESCHOSS


EVENTS

KADEWE

5. MAI 2015

2 5 0 JA H R E HENNESSY IM KADEWE

Das KaDeWe hat die Eröffnung der Aus­ stellung »250 Jahre Hennessy im KaDeWe« mit einem großen Empfang gefeiert. 300 geladene Gäste, darunter Prominente wie Johannes Huebl, Katja Flint, Esther Seibt sowie Dennenesch Zoudé, erlebten die Deutschlandpremiere des Hennessy-Jubilä­ umsblends »Hennessy 250« und zahlreiche Specials. Den Mittelpunkt der Ausstellung bildete eine futuristische Kaskade, beste­ hend aus 20.000 Einzelteilen wie Spiegeln und Videoscreens. In der »Hennessy Time Barrel«, einer Installation in Form eines Holz­fasses, konnten Besucher kurze Videound Text-Botschaften für zukünftige Gene­ rationen hinterlassen. Maurice Hennessy aus der achten Generation der CognacDynastie betonte in seiner Rede die langjäh­ rige gute Partnerschaft zwischen Hennessy und dem KaDeWe.

142


EVENTS

KADEWE

28. MÄRZ 2015

KADEWE UNEXPECTED MEN Die Frühjahr-/Sommerkollektionen der Con­temporary Fashion Men in der ersten Etage wurden im KaDeWe auch in diesem Jahr wieder gefeiert. In der Sneaker Hall im Licht­hof der Herrenabteilung wurden Modelle von Acne Studios, Adidas, Maison Margiela, Vans und Kenzo mit einer In­stallation des Architekten­ateliers Gonzalez Haase in Szene gesetzt. Außerdem konnten die Kunden neue Mode-Labels wie Marc by Marc Jacobs, A.P.C. und Ami entdecken.

143


DIE NEUE KUNDENKARTE Eine Kundenkarte, so einzigartig wie Ihre persönlichen Wünsche

Kennen Sie schon unser neues Kundenkartenprogramm? Ab sofort entscheiden Sie, wie viele Privilegien Sie nutzen möchten, denn die Karte gibt es je nach Jahresumsatz in drei verschiedenen Ausführungen: Ob Premium, Superior oder Royal – jede Kundenkarte bietet einzigartige Vorteile. Wir möchten, dass jeder Einkauf zu etwas Besonderem für Sie wird, daher kommen Kundenkarteninhaber neben regelmäßigen Einladungen zu attraktiven Events und Pre-Sale-Aktionen in den Genuss ausgewählter Services:

P RE M I U M C ARD

SUPER I O R C AR D

R OYAL C AR D

1 P UNK T PRO AU S GEGEBEN E M E U RO

A B 5 .000 E URO JA HRE SUM SAT Z 2 PUN KT E PRO AUSG E G E BE N E M E URO

A B 10.000 E URO JA HRE SUM S ATZ 2 P UN KT E PRO AUSG E G E BE NEM EURO

• drei 10 %­Voucher auf ein Produkt jeweils am Tag Ihrer Wahl1 • Parken Sie bei jedem Einkauf zwei Stunden kostenfrei • Genießen Sie bei jedem Besuch einen Kaffee an unserer Illy Kaffeebar in der 6. Etage • zwei Gläser Champagner (für Sie und Ihre Begleitung) an unserer Jacquart Bar in der 6. Etage am Tag Ihrer Wahl • Lassen Sie sich an einem Tag Ihrer Wahl in unserer Beauty­Lounge verwöhnen • exklusives Superior­Frühstück mit bis zu drei Begleitpersonen in unserer 6. Etage • eigene Service­Hotline für Fragen, Wünsche und Anregungen

• drei 10 %­Voucher auf Ihren gesamten Einkauf jeweils am Tag Ihrer Wahl1 • kostenfreie Ein­ und Ausfahrt in allen Parkhäusern der KaDeWe Group • Genießen Sie bei jedem Besuch einen Kaffee an unserer Illy Kaffeebar in der 6. Etage • drei Mal zwei Gläser Champagner (für Sie und Ihre Begleitung) an unserer Jacquart Bar in der 6. Etage jeweils am Tag Ihrer Wahl • Lassen Sie sich an einem Tag Ihrer Wahl in unserer Beauty­Lounge verwöhnen • exklusives Superior­Frühstück mit bis zu drei Begleitpersonen in unserer 6. Etage • eigene Service­Hotline für Fragen, Wünsche und Anregungen • Änderung der im KaDeWe gekauften Kleidungsstücke • Einkaufsgutschein im Wert von 50 Euro zu Ihrem Geburtstag • persönliche Einkaufsbetreuung • Wir bringen Ihre Einkäufe gerne bis zu Ihrem Auto oder liefern Ihnen diese auf Wunsch kostenfrei nach Hause (ausgenommen Lebensmittel und Cateringservice)

•10 %­Voucher auf ein Produkt am Tag Ihrer Wahl1 • Ab einem Jahresumsatz von 1.000 Euro parken Sie im Folgejahr bei jedem Einkauf eine Stunde kostenfrei

Natürlich profitieren Sie mit der KaDeWe-Kundenkarte in allen Häusern der KaDeWe Group (KaDeWe Berlin, Alsterhaus Hamburg, Oberpollinger München) von unserem Punkteprogramm und können sich wertvolle Einkaufsgutscheine2 sichern. Beantragen Sie Ihre neue Kundenkarte bei unserem Kundenservice oder online unter www.kadewe.de. Ihren Punktestand sowie Ihren aktuellen Bonusgutschein können Sie ebenfalls jederzeit einfach und bequem auf unserer Webseite einsehen. Hier erfahren Sie auch weitere Neuigkeiten und Benefits unseres Kundenkartenprogramms. ¹Ausgenommen sind Mieter, Concession Shops, Multimedia und Food. Der Vorteil kann nicht additiv mit anderen Prozentaktionen kombiniert werden. Eine Ausnahmenliste ist an allen Kassen einsehbar. ²Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Sammelzeitraum ist das Kalenderjahr. Das Punkteprogramm gilt nicht für Verlagserzeugnisse, Dienstleistungen, Wunschkarten, Reisen, Tabakwaren, Pfand sowie Einkäufe bei Mietern.

144


TERMINE

BERLIN

SAVE THE DATE Von Konzerten bis Theaterpremieren – Berlin bietet auch im Herbst wieder kulturelle Höhepunkte. Wir haben für Sie die wichtigsten Veranstaltungen zusammengestellt.

LIFE Anton Corbijn wagt sich zum zweiten Mal an eine Ikone der Popkultur. Nach sei­nem ersten Spielfilm »Control« über Ian Curtis, den Sänger der Band Joy Division, seziert er nun die Beziehung des Fotogra­ fen Dennis Stock zum Filmstar James Dean. Es ist ein ungleiches Paar: Stock, der unzufriedene Partyfotograf in Hol­ lywood, und Dean, der verletzliche Star auf der Flucht vor dem Ruhm. Im Auftrag des Life-Magazins begeben sich beide auf

eine gemeinsame Fotoreise quer durch die USA in Deans Heimat Indiana. Die so ent­ standenen Aufnahmen bestimmen bis heute unser Bild von Dean. Der Reiz liegt nicht zuletzt in der Spannung zwischen

den beiden kantigen Charakteren, die nie Freunde werden, jedoch gemeinsam jene herausragenden Fotos entstehen lassen. Teenie-Star Robert Pattinson als Fotogra­ fen-Legende Dennis Stock steht mit seiner Charakterrolle dem Spiel Dane DeHaans in nichts nach. Wieder ein Erfolg für Corbijn, dem es scheinbar mühelos ge­lingt, Ikonen ihrer Zeit emotional abzubil­ den und für das Heute lebendig zu halten. »Life«, Filmstart 24. September Informationen unter: www.life-film.de ©  SquareOne  /   Universum

GZA /  T HE GENIUS FROM WU-TANG Als in den frühen 1990er-Jahren der Hip-Hop zur kommerziellen Großmacht wurde, gab es zwei Schulen: Ghetto-Rap wie der von NWA oder Indie-Rap, etwa von De La Soul. Doch im tiefsten New York gab es noch eine andere Richtung: den Wu-Tang Clan. Ein Sammelsurium von Rappern, allesamt aufgewachsen zwi­ schen Drogen und Gangs in den marodes­ ten Vierteln. Ihr Ausweg war die Glorifi­ zierung der Straße. Fasziniert von Kung-Fu-Filmen, entwickelten sie einen Style, der den Alltag zu einer Fantasiewelt machte; der musikalisch fabulierte und dabei die Härte des Lebens im Untergrund nicht vergaß. Der Zeremonienmeister der

DER ZAUBERBERG Zuletzt hat sich Martin Laberenz an Komödien abgearbeitet, nun folgt »Der Zauberberg« von Thomas Mann, dieser Schlüsselroman über das Kaiserreich und den Ersten Weltkrieg, über das Ende einer Epoche und die Geburt der Moderne. Im Zeichen der Krise lohnt oftmals der Blick

in die Vergangenheit: Der Protagonist Hans Castorp, dessen Besuch bei seinem schwindsüchtigen Vetter im Sanatorium in den Bergen nicht wie geplant drei Wochen, son­dern sieben Jahre dauert, verändert sich in der Umgebung von Verfall, Tod und Phi­ losophie so grundlegend wie die Welt um ihn herum. Menschen im Getriebe der Weltgeschichte und Ereignisse, die Katastrophen auslösen: Die Parallelen zu den Krisen der Gegenwart sind offenkundig.

145

Truppe war GZA: Auf die musikali­schen Flächen seines Cousins RZA shou­ tete er zusammen mit Ol’ Dirty Bastard, Ghostface Killah, Reakwon und Method Man seine surreal-düsteren Reime über das Ghettoleben. Nach dem Ende der Band tritt nun einer der Köpfe des Clans wieder ins Rampenlicht: eine seltene Chance, den Virtuosen der Samples und Rhymes zu lauschen. Word up!

11. September, Bi Nuu Informationen unter: www.kj.de

Premiere 11. September, Deutsches Theater Informationen unter: www.deutschestheater.de © Arno Declair


IMPRESSUM

KADEWE

FREUEN SIE SICH JETZT SCHON AUF UNSERE WEIHNACHTSAUSGABE

Das KaDeWe steigert auch in diesem Jahr wieder die Vorfreude auf die schönste Zeit des Jahres und das Weihnachtsfest. Pünktlich zur Wintersaison präsentieren wir Ihnen mit unserem Magazin unter dem Motto »A Christmas Journey« elegante Abendmode für die bevorstehenden Festlichkeiten und die schönsten Geschenkideen, inspiriert von den Metropolen Berlin, London, Paris, New York und St. Petersburg. Dazu möchten wir uns bei Ihnen, unseren treuesten Kunden, mit einem Adventskalender bedanken, in dem wir 24 außergewöhnliche Überraschungen für jeden Geschmack bereithalten!

IMPRESSUM H E R AU S G E B E R KaDeWe Berlin Tauentzienstraße 21  –   2 4 10789 Berlin Ein Warenhaus der The KaDeWe Group GmbH Geschäftsanschrift: THE KADEWE GROUP Katharina-Heinroth-Ufer 1 10787 Berlin GESAMTLEITUNG Petra Fladenhofer P R OJ E K T L E I T U N G Andrea Ponholzer Lena Karrenbauer (Assistenz) Alexa Emmerich (Assistenz Produktion) Laura Dominick (Praktikantin) R E DA K T ION SL E I T U N G Christine Korte

R E DA K T ION S A S SI ST E N Z Theresa Vetter K R E AT I V DI R E K T ION F O T O ST R E C K E N Tania Parovic (Bureau Mario Lombardo) DE SIG N Niko Chotos, Christian Küpker R E I N Z E IC H N U N G U N D P R E - P R E S S Reinhard Hasewend

ST Y L I N G   /   SE T DE SIG N Christiane Graf ℅ Nina Klein Agency, Felicity Good, Anna Lomax, Soo-Hi Song ℅ Shotview, Alessandra Coico, Babette Tielrooij, Kamilla Richter, Thomas Rook ℅ Emeis Deubel S C H LU S SR E DA K T ION Constanze Ehrhardt, Jonathan Horstmann, Miriam Wiesel DRU C K Hofmann Infocom GmbH

AU T OR E N Anna Katharina Bender, Silke Bender, Nikolas Feireiss, Judith Heede, Alexa von Heyden, Silvia Ihring, Karolina Kaleta, Christine Korte, Ulf Lippitz, Stephanie Neubert, Till Schröder

G E N E R E L L E A N F R AG E N magazin@kadewe.com

FOTOGRAFIE Johan Sandberg ℅ Artlist, Jess Bonham, Kira Bunse ℅ Shotview, Amos Fricke, Christian Hagemann, David Fischer ℅ Stink, Thomas de Monaco ℅ Shotview

W W W. KA DEW E . DE www.shop.kadewe.de www.facebook.com/KaDeWe Instagram KaDeWe Berlin: @kadewe_berlin Instagram KaDeWe Magazin: @kadewemag

A N Z E IG E N ads@kadewe.com

Irrtümer (Druckfehler) und Preisänderungen vorbehalten. Farbabweichungen sind möglich. Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt.

MONOCHROMATIC: S. 64 MODEL Lucho Jacob c/o Bananas Models FOTOASSISTENZ Thomas Jansson, Jonny Brooking DIGITAL OPERATOR Marcus Paarmann STYLING­ A SSISTENZ Victoria Beck HAARE/MAKE-UP Kathrin Andress SETDESIGN ASSISTENZ Frederike Prock ARCHITEKTUR DER DÜFTE: S. 76 FOTOASSISTENZ Ben Catchpole, Amelia Karlsen DIGITAL OPERATOR Lucie Rox SETDESIGN ASSISTENZ Mayyanna Griffin-Rai  GENDERLESS: S. 86 MODELS Caroline Schurch c/o Pars Management, Ringo Lukas c/o Tomorrow Is Another Day FOTOASSISTENZ Marcus Paarmann DIGITAL OPERATOR Michael Petersohn STYLINGASSISTENZ Marijana Ptaschek, Caroline Hennig HAARE/MAKE-UP Anna Neugebauer HAARE/MAKE-UP-ASSISTENZ Karina Berg  LAUFWERKE: S. 110 FOTOASSISTENZ Tobias Faisst  MUSTERHEMDEN: S. 118 FOTOASSISTENZ Falko Saalfeld  AVIATOR: S. 124 MODEL Hugo Sauzay c/o M4 Models FOTOASSISTENZ David Jenewein, Janine Sametzky HAARE/MAKE-UP Kathrin Andress  BAUMSTÄRKEN: S. 134 FOTOASSISTENZ Maria Dominika

146


AUTUMN WINTER 2015

TIGEROFSWEDEN.COM

TIGER OF SWEDEN EST 1903


Montblanc M and Hugh Jackman Crafted for New Heights Dieses neue Montblanc Schreibgerät vereint die feine Schreibkultur mit der charakteristischen Designsprache von Marc Newson. Die klare Gestaltung und das schwarze, minimalistisch anmutende Edelharz bergen faszinierende Details. Der einzigartige magnetische Verschluss richtet die Kappe perfekt auf das Montblanc Emblem auf dem „Plateau“ aus. In der Lancierungsedition zieren die Initialen des Designers die Feder aus 585er Gold. Visit and shop at Montblanc.com

Profile for KaDeWe Berlin

KaDeWe  

Magazin Herren

KaDeWe  

Magazin Herren