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„Scareware“ Geld verdienen mit der Angst

installieren – sozusagen als vertrauensbildende Maßnahme. Diese Testversion wird dann etli­ che „Sicherheitsprobleme“ und „Schädlinge“ auf dem Rechner fin­den. Um diese beseitigen zu kön­nen, muss der Benutzer aber die Vollversion kaufen. Die Preise der überwiegend englischsprachigen Software bewegen sich in der Regel zwischen 20 und 60 US-Dollar, also in einem Bereich, bei dem die Täter davon ausgehen können, dass der Benutzer, ohne lange zu überlegen, „sicherheitshalber“ lieber mal die Software kauft, als dass er die

Gefahr in Kauf nimmt, wichtige Daten auf dem Rechner zu verlieren. Nach dem Kauf mittels Kreditkarte „entfernt“ die Software zuverlässig alle Schädlinge, vermeldet den angeblichen Sieg und wiegt damit den Computernutzer in das gute Gefühl, einen wertvollen Kauf getätigt zu haben. Das Problem dabei: Sobald die Software auf dem Rechner installiert ist, findet diese mit schöner Regelmäßigkeit „Registry-Probleme“2, „Sicherheitslücken“, „Schädlinge“ usw., die immer auch mit der Gefahr des

Die „Registry“ ist die zentrale Datenbank eines Windows-Rechners, die dafür zuständig ist, dass Programme lauffähig bleiben und Hardware wie Drucker, Netzwerk usw. richtig verwendet werden können. Ein ernsthaftes Problem mit der Registry kann tatsächlich dazu führen, dass der Computer unbenutzbar wird.

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BDK - Internet aber sicher!  
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