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26 | MAI 2018

KONSTRUKTION-INDUSTRIE

INDUSTRIAL MARKET MAGAZINE

ROBUSTEL LORAWANMOBILFUNKROUTER R3000 LG

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FISCHER CONNECTORS HIGH-SPEED DATENÃœBERTRAGUNGSTECHNIK IM MINIATURFORMAT

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KENNAMETAL KBH10 - DIE HERAUSFORDERUNGEN DES HARTDREHENS MEISTERN

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INDUSTRIAL MARKET MAGAZINE

FISCHER CONNECTORS

DELTA

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BRADY

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6 ROBUSTEL

KRV

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MORGAN ADVANCED MATERIALS

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3M GAS & FLAME DETECTION

HAIMER

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CARRIER

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19 BRITISH STEEL

SOURIAU

ASCO

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SOUTHCO

KENNAMETAL

KENNAMETAL

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ADVERTISERS: PORTESCAP 1

www.magazin-konstruktion-industrie.com


KONSTRUKTION-INDUSTRIE

Kontakt: Chefredakteur: Uwe SCHNEIDER Senden Sie Ihre Pressetexte an: editor@magazin-konstruktion-industrie.com

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INDUSTRIAL

PORTALS MEDIA


NEUHEIT

HANNOVER MESSE 2018: DELTA DEMONSTRIERT MIT DER „MULTI TASKING SMART PRODUCTION LINE“ SEINE FÄHIGKEITEN IM BEREICH SMART MANUFACTURING

Delta, Anbieter von Automatisierungslösungen für die Industrie von Weltrang, stellte auf der Hannover Messe 2018 erstmals seine Lösungen für die integrierte intelligente Fabrik und das Energiemanagement vor, mit denen durch intelligente Fertigung eine höhere Produktivität erreicht und Energie eingespart werden kann.

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INFOS

eltas hochflexible Multi-Tasking Smart Production Line wurde auf der Messe durch unsere Überwachungsplattformen für die digitale Fertigung, verschiedene IIoT-Technologien (Industrial Internet of Things), drei Roboterstationen und ein intelligentes Förderband repräsentiert. Die Besucher konnten an Ort und Stelle einen Auftrag für ein kundenspezfisches Produkt auslösen und den Herstellungsprozess in Echtzeit verfolgen. Darüberhinaus sorgt das neue 3D-Vision-Inspektionssystem mit genauer Erkennung von Form und Abmessungen der Verpackung für eine effizientere Logistik. Die genannten Lösungen sollen Deltas hohes Innovationsniveau auf dem Gebiet des Smart Manufacturings hinsichtlich Ausrüstungen, Produktionslinien und Fabrikation demonstrieren.

Herr Andy Liu, Geschäftsführer von Deltas Industrial Automation Business Group erklärte:„Intelligente Fertigung ist nicht einfach nur ein Trend, sondern unabdingbar für Unternehmen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen wollen. Delta konzentriert sich weiterhin darauf, die Stärken seiner Automatisierungslösungen für die Industrie mit den dazugehörigen Software- und Hardware-Plattformen auszubauen, so dass die Kunden durch intelligente Fertigung zu höchsten Leistungen bei geringerem CO2Ausstoß gelangen können. Unser Präsentationsprojekt auf der Hannover Messe 2018 sollte insbesondere zeigen, wie unsere Lösungen der nächsten Generation und der Integrationsprozess aufeinandertreffen und die intelligente Fertigung Wirklichkeit werden kann.“ Besucher konnten an Deltas Stand A57 in Halle 11 live die Fähigkeiten der neuen hochflexiblen Multi-Tasking Smart Production Line testen. Dazu wurde eine 4 Meter lange Produktslinie aufgebaut, die einige von Deltas hochmodernen Lösungen für die Industrieautomatisierung und ein intelligentes Transportband enthielt.

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NEUHEIT

D a m i t l i e s e n s i c h Vo r- O r t- B e s te l l u n g e n , Echtzeitüberwachungen und kundenspezifische Produktion anschaulich vorführen:

Management Platform) in Echtzeit überwacht und Informationen zu Bestellstatus und Produktionsfortschritt visualisiert.

• Im ersten Schritt lösten die Besucher einer Bestellung für ein kundenspezifisches Produkt via PC, Tablet oder Smartphone aus. Die Bestellung wurde an das cloudbasierte Delta Manufacturing Execution System (DIAMES) weitergeleitet und dort ein QR-Code zur Weiterverfolgung der Bestellung erzeugt.

• Zum Abschluss konnten die Besucher ihr fertiges Produkt sogar mitnehmen. Dazu wurde ihnen per SMS ein QRCode zugeschickt. Dieser wurde mit dem ebenfalls neuen Industrie-Barcode-Scanner eingelesen, um das Produkt im Lager zu identifizieren. Einer der DRV90L-Roboter lieferte das Produkt schließlich aus.

• D as neuentwickelte, intelligente Transportband analysierte kontinuierlich die Produktionsdaten und wies die in Produktion befindlichen Produkte einer freien Roboterstation zu, um so schneller und effizienter produzieren zu können.

Eine weitere hochinteressante Attraktion an unserem Stand war eine Live-Demo von Deltas neuem 3D-Bildverarbeitungslösungen, zu denen unter anderem ein Stereo-Vision-Sensor und ein 3D-Scanner gehörten. Diese neuentwickelte 3D-Vision-Inspektionssysteme sollen durch schnelles und präzises Erkennen von Form, Höhe, Breite und Tiefe der Verpackungen die Effizienz von Logistikanwendungen steigern und deren Betriebskosten senken. www.deltaww.com www.delta-emea.com

INFOS

• Zwei hochpräzise 6-achsige Gelenkarmroboter der Serie DRV90L führten anhand verschiedener Produkttypen die Arbeitsschritte Aufnehmen und Absetzen, Einlagerung sowie Auslieferung vor. Ein SCARA-Roboterarm vom Type DRS60L übernahm die Verpackung der Produkte. Die Identifizierung der einzelnen Produkte durch die Roboter erfolgte mithilfe von Deltas Bildverarbeitungssystem DMV2000 anhand von Lage, Form und Farbe der Produkte. • D er gesamte Bestell- und Produktionsprozess wurde durch Deltas Produktionsmanagement- & Visualisierungsplattform DIAMMP (Delta Manufacturing

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NEUHEIT

HIGH-SPEED DATENÜBERTRAGUNGSTECHNIK IM MINIATURFORMAT

Den Fischer Rugged Flash Drive gibt es künftig auch als 9-poligen MiniMax USB 3.0-Stecker (Grösse 08 – links auf dem Foto).

Fischer Connectors, der weltweite Partner für Verbindungslösungen im Bereich von HochleistungsRundsteckverbindern und Kabelkonfektionen, definiert erneut die Grenzen technologischer Innnovation in Bezug auf robuste Miniaturisierung, High-Speed-Datentransfer und Dichtigkeit. Die Fischer MiniMaxTM Serie gibt es jetzt mit AWG24 Ethernet und IP68 Abdichtung bis zu 20 m/24 h Tiefe.

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m April 2018 wird die Fischer MiniMaxTM Serie mit sehr hoher Signaldichte erweitert, was diese Produktlinie für viele Anwendungen noch attraktiver macht:

• High-Speed AWG24 Ethernet Datentransfer • verbesserte Abdichtung nach IP68 bis zu 20 m/24 h Tiefe • sechseckiger Gehäuseabschluss • Anthrazit-Beschichtung mit < 5 mΩ Gehäuseerdung

INFOS

Das Ergebnis dieser Innovationen ist eine aussergewöhnliche Leistung in einem besonders kleinen Steckverbinder, der dem zunehmenden Bedarf an höheren Datenübertragungsraten in Bereichen wie Medizin, unbemannte Fahrzeuge, Industrie, Mess- und Regelungstechnik und Militär nachkommt (nur um einige zu nennen).

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Robustes High-Speed AWG24 Ethernet Nach dem Erfolg des USB 3.0 Kontaktblocks, der letztes Jahr auf den Markt kam, stellt Fischer Connectors nun eine zusätzliche Erweiterung der Fischer MiniMaxTM Serie (die Produktlinie für Lösungen im Miniaturformat mit hoher Signaldichte) bei der ebenfalls die Datenübertragungsgeschwindigkeit im Fokus steht. Der neue MiniMax-Steckverbinder der Grösse 08 bietet Entwicklungsingenieuren nun die Möglichkeit, robuste Verbindungslösungen mit High-Speed Ethernet in ihre neuesten Entwürfe zu integrieren. Der neue Kontaktblock mit acht AWG24 Stiftkontakten in einem Stecker von nur 12 mm Durchmesser, ermöglicht schnelle Ethernet Datenübertragungen über längere Distanzen. Dank dieser neuen Entwicklung kann die Ethernet-Verbindungstechnik künftig unter anspruchsvolleren Umgebungsbedingungen eingesetzt werden, wobei die IP68 Werte einen optimalen Schutz vor den Elementen garantieren.


Der neue Ethernet MiniMax 08-Steckverbinder: 8x AWG24 Stiftkontakte, sechseckig, in Anthrazit.

NEUHEIT

Die Standard IP68 Dichtigkeit der Fischer MiniMaxTM Serie ermöglicht den Einsatz in bis zu 20 Metern Tiefe für 24 Stunden.

3D-Querschnitt des 8-poligen MiniMax Ethernet Steckverbinders.

Instrumente in grösserer Tiefe Dank Fortschritten im Bereich des Designs sowie der Produktionsprozesse hat Fischer Connectors ausserdem erreicht, dass alle Steckverbinder der Fischer MiniMaxTM Serie künftig in grösseren Tiefen sicher verwendet werden können. Dadurch wurde die Zuverlässigkeit unter extremen Umgebungsbedingungen verbessert. Aufgrund der strengeren Einhaltung des IP68 Standards bei der Abdichtung, können alle MiniMax Steckverbinder und Kabelkonfektionen jetzt in noch grösseren Tiefen eingesetzt werden. Der neue Standard liegt bei 20 m Tiefe für 24 Stunden. Dies stellt eine aussergewöhnliche IPSchutzklasse für einen so kleinen Steckverbinder dar und eröffnet in der Miniaturisierung von Unterwasser Geräten neue Möglichkeiten.

eine Gehäuseerdung von < 5 mΩ, in Übereinstimmung mit den MIL-Standards, ist reflexionsfrei und unauffällig.

Die neue Standardausführung der Fischer MiniMaxTM Serie, besteht künftig mit einer Anthrazit-Beschichtung behandelten Oberfläche. Diese Beschichtung kommt auch bei der Fischer UltiMateTM Serie zum Einsatz und erreicht

Verbesserte Datenspeicherung und -übertragung Der bekannte Fischer Rugged Flash Drive, ein aussergewöhnlich robuster Speicher-Stick, speziell entwickelt für die sichere Speicherung und Übertragung

INFOS

Zusätzliche Form- und Farboptionen Die Fischer MiniMaxTM Serie gibt es jetzt auch mit sechseckigem Gehäuseabschluss; so wird die Integration in kleine Gehäuse einfacher und diese dadurch robuster. Der Anwender muss sich nicht länger auf eine glatte Oberfläche am Montageausschnitt beschränken, sondern kann ebenso eine sechseckige Vertiefung auf der Rückseite vorsehen, in die der Stecker passt.

Grösse, Gewicht und Funktionalität im Zentrum Wim Vanheertum, Leiter Produktmanagement bei Fischer Connectors, erklärt: „Der MiniMax-Steckverbinder soll die Leistung von robusten Miniaturgeräten steigern, indem eine grosse Zahl von Signal- und Leistungskontakten gemischt in einem einzigen Anschluss kombiniert werden. Unsere hochtechnisierte Verbindungslösung im Miniaturformat für Signal- und Leistungskontakte eignet sich ideal für Anwendungen, bei denen Platzbedarf, das Gewicht und die Leistung im Fokus stehen. Gleichzeitig wurden die Mobilität sowie die Widerstandsfähigkeit gegen Wasser, Korrosion, Vibrationen, Shock und extreme Temperaturen verbessert. Ein Produkt für Gerätehersteller die widerstandsfähige, abgedichtete und abgeschirmte Steckverbinder benötigen, die geringes Gewicht und Grösse mit optimaler Benutzerfreundlichkeit / Leistung kombinieren. MiniMax ist ausserdem eine Antwort auf die Herausforderungen von mobiler (in der Hand oder am Körper getragener) Ausrüstung und ermöglicht es, mehr Funktionalitäten in kleinere Geräte zu integrieren, was zu einer Senkung der allgemeinen Betriebskosten führt.“

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NEUHEIT

sensibler Daten in rauen Umgebungen. Dieser wartet nun mit mehr Leistung auf und präsentiert sich neu. Standardmässig auch als MiniMax USB 3.0 Stecker. Mit seinen neun optimal angeordneten Verbindungskontakten bietet dieser High-Speed Datenübertragung und eine verbesserte mobile Datenspeicherung in einem praktisch unzerstörbaren Gehäuse. White Paper (auf Englisch): • High-Speed Communication Protocols for Ethernet, USB & HDMI: www.fischerconnectors.com/global/en/white-paper-highspeed-communication-protocols-ethernet-usb-hdmi • The Increasing Impact of Data Speed and Miniaturization on Rugged Connector Selection: www.fischerconnectors.com/global/en/white-paperincreasing-impact-data-speed-and-miniaturizationrugged-connector-selection

INFOS

• Fischer MiniMaxTM Series – NEU: robustes Ethernet & verbesserter IP68-Dichtheitsgrad: https://www.fischerconnectors.com/global/en/high-speeddata-power-high-density-miniature-connector • Fischer MiniMaxTM Series – Produktinformationsseite: www.fischerconnectors.com/germany/de/fischerminimaxtm-series 26 | Konstruktion-Industrie | Mai 2018

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• Fischer Rugged Flash Drive – Produktinformationsseite: www.fischerconnectors.com/germany/de/produkte/ rugged-flash-drive • Anwendungen: www.fischerconnectors.com/germany/de/applications • Webseite von Fischer Connectors: www.fischerconnectors.com • Kontakt: www.fischerconnectors.com/germany/de/contact-us Diese Medienmitteilung, Bilder in HD-Qualität und die zugehörige Dokumentation von Fischer Connectors finden Sie hier.


NEUHEIT

EINFACHES DRUCKEN VON BESTÄNDIGEN SCHILDERN FÜR MEHR SICHERHEIT UND EFFIZIENZ Mit dem neuen S3100 Schilder- und Etikettendrucker der Brady Corporation können Anwender schnell und einfach eine große Vielfalt an zuverlässigen Sicherheitsschildern und Etiketten für die Gebäudekennzeichnung drucken – sogar im Stand-alone-Modus. Auf diese Weise können sie die Sicherheit am Arbeitsplatz und die Effizienz bei Bedarf erhöhen.

Große Vielfalt an Etiketten und Schildern Mit dem neuen S3100 Schilder- und Etikettendrucker können Anwender eine große Vielfalt an Schildern und Etiketten drucken, um die Sicherheit und Effizienz am Arbeitsplatz zu erhöhen. Sicherheitsschilder, Bodenmarkierungen, 5S- und Lean-Etiketten, Etiketten zur Kennzeichnung von Regalen, Türen, Treppen, Behältern, Schreibtischen und Stühlen sowie CLP-Etiketten zur Kennzeichnung von Chemikalien können mit dem S3100 bei Bedarf direkt vor Ort gedruckt werden.

www.brady.eu

INFOS

Langlebige Konstruktion Der S3100 kann die industrietauglichen Vinylmaterialien von Brady bedrucken, die bei der Nutzung im Außenbereich eine Haltbarkeit von 8–10 Jahren bieten. Er eignet sich auch zum Bedrucken von beständigen Polyestermaterialien, einschließlich der ToughStripe-Bodenmarkierungen. Die mit dem S3100 gedruckten Schilder und Etiketten können im Innen- und im Außenbereich verwendet werden und eignen sich daher besonders gut für die Sicherheits- und Gebäudekennzeichnung in und in der Umgebung von großen Betrieben, Produktionshallen, Lagern sowie Logistikund Vertriebszentren. Die Schilder- und Etikettenmaterialien von Brady wurden gemäß internationalen ASTMMethoden getestet und zeichnen sich auch in industriellen Umgebungen durch eine äußerst hohe Beständigkeit aus. Für alle Schilder- und Etikettenmaterialien sind technische Datenblätter erhältlich.

Äußerst einfache Verwendung Der neue S3100 Schilder- und Etikettendrucker lässt sich äußerst einfach bedienen. Er ermöglicht eine automatische Kalibrierung und eine automatische Einrichtung des Etikettenmaterials. So können Anwender ohne aufwendige Vorbereitungen sofort die Schilder und Etiketten drucken, die sie benötigen. Dank der leicht einsetzbaren Etikettenmaterialien und der zugehörigen Farbbänder, die in weniger als 20 Sekunden gewechselt werden können, ist der Wechsel zu einem anderen Etikettenmaterial einfach und äußerst schnell möglich. Die intuitive Benutzeroberfläche mit ihrem praktischen Touchscreen bietet zahlreiche Optionen für die Schilder- und Etikettengestaltung – sogar im Stand-alone-Modus. Wenn der Drucker an einen Computer angeschlossen ist, stehen zusätzliche Optionen für die Etiketten- und Schildergestaltung über die Apps von Brady Workstation zur Verfügung, die von den BradyWebseiten heruntergeladen werden können.

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NEUHEIT

AUF DER HANNOVER MESSE 2018 PRÄSENTIERT ROBUSTEL SEINEN LORAWAN-MOBILFUNKROUTER R3000 LG

Robustels Industrieller LoRaWAN-Mobilfunkrouter mit den Verbindungsmöglichkeiten + 4G LTE verbraucht nur wenig Energie und eignet sich auch für die standortunabhängige Kommunikation.

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obustel Technologies ist ein führenden Anbieter von Hardwarelösungen für industrielle IoT- und M2MAnwendungen. Auf der Hannover Messe 2018 wird das Mitglied der LoRa Alliance seinen neuen LoRaWANMobilfunkrouter R3000 LG vorstellen.

INFOS

Der Robustel R3000 LG ist ein industrietauglicher LoRaWAN (LPWAN - Low Power Wide Area Network) Mobilfunkrouter, der mit der drahtlosen LoRaWANKommunikationstechnologie sowie der neuesten Mobilfunktechnologie ausgestattet wurde, um Nutzern eine drahtlose und standortunabhängige Datenübertragung bieten zu können. Er ermöglicht den Zugriff auf verschiedene LoRa-Knoten und unterstützt sowohl den kabelgebundenen Ethernet-Zugang als auch drahtlose 4G/3G/2G-Zugriffe auf die Cloud-Plattform. Dies gilt vor allem für die LoRaWAN-Datenübertragung zwischen dem LoRa-Knoten und der Cloud-Plattform.

Die LPWAN-Technologie, bei der über ein NiedrigenergieWeitbereichsnetzwerk Kommunikationsprotokolle erstellt werden, wurde speziell mit dem Ziel entwickelt, die Kosten zu senken und den Stromverbrauch zu verringern. LoRaWAN ist ein Media Access Control (MAC), also ein Schicht-Protokoll, das sich vor allem für große öffentliche Netzwerke mit einem einzigen Betreiber eignet. Durch den offenen LPWANStandard kann der Anwender kundenspezifische Protokolle über das Internet ausführen. Zudem ermöglicht dieses Protokoll dank der vollständig bidirektionalen Funktion eine zuverlässige Datenübertragung einschließlich Endezu-Ende-Verschlüsselung und drahtloser Registrierung. Der leistungsfähige Router nutzt RobustOS, ein Linuxbasiertes Betriebssystem für die saubere und einfache Konfiguration und Verwaltung via drahtloses Webinterface. Zusätzlich dazu beinhaltet RobustOS ein SoftwareEntwicklungs-Kit, mit dessen Hilfe die Kunden firmeneigene Anwendungen in C, Python oder Java auf dem Gerät entwickeln und umsetzen können. Für eine verbesserte Verfügbarkeit ist der R3000-LG mit zwei Steckplätzen für SIM-Karten bzw. zwei SIM-Chips

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ausgestattet. Das Gerät unterstützt die Cloud-basierte RobustLink-Verwaltungsplattform, mehrere VPNs, digitale Eingänge und viele andere konfigurierbare Funktionen sowie ein optional erhältliches GPS für eine genaue Zeitund Ortsbestimmung. Der R3000 LG ist auch mit einem wasserdichten TPH6700 IP67 Gehäuse erhältlich, das bei extremen Außenbedingungen und in rauen Industrieumgebungen einen optimalen Schutz darstellt.

INFOS

Funktionsmerkmale • Unterstützt weltweit LoRaWAN-Frequenzbänder • Kompatibel mit LoRaWAN und privaten Protokollen • Kompatibel mit jedem LoRaWAN Cloud Server • Bis zu 8 Kanäle mit gleichzeitiger Unterstützung von Empfangsdaten • Unterstützt Packet Forwarder Version 2.2.1 und Packet Forwarder Protocol Version 1 • RobustOS + SDK • Wasserdichtes TPH6700 Gehäuse (optional) • optional erhältliche Backhaul-Verbindung für 3G, 4G und Ethernet • Unterstützt Dual-SIM • Robuste Industrieausführung (9 bis 60V DC, -40 bis +75°C). www.robustel.com 26 | Konstruktion-Industrie | Mai 2018

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NEUHEIT

KUNSTSTOFFROHRSYSTEME IN DER ABWASSERENTSORGUNG: VERBÄNDE VERSTÄRKEN ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Mit der Kampagne „Discover: Plastics“ adressieren der Kunststoffrohrverband e.V. (KRV) und der europäische Dachverband TEPPFA (The European Plastic Pipes and Fittings Association) Planer und Bauunternehmen, die in der Wasserversorgung und Abwassertechnik tätig sind, sowie Kommunen und Industrieunternehmen, die Kanalnetze betreiben.

Discover: Plastics“ verfolgt das Ziel, die Vorteile von Kunststoffrohrsystemen (d.h. von Kunststoffrohren, -for mteilen und –schächten) in diesem Anwendungsbereich deutlich herauszustellen. Dr. Elmar Löckenhoff, Geschäftsführer des KRV:„Wir haben europaweit die Ergebnisse von zwanzigjähriger unabhängiger Forschungsarbeit zusammengetragen und informieren die Fachöffentlichkeit jetzt gezielt über die spezifischen Eigenschaften von Kunststoffrohren in InfrastrukturAnwendungen, insbesondere in der Abwasserentsorgung.“

Dabei werden auch Vorbehalte angesprochen und ausgeräumt, die u.a. bei Planern immer wieder zu hören sind. Dr. Elmar Löckenhoff: „Die Flexibilität von Kunststoffrohren wird häufig als Nachteil gesehen – selbst bei Fachleuten. Diese Eigenschaft ist jedoch ein Vorteil, weil sie dazu führt, dass bei erdüberdeckten Rohren Flächenpressungen gleichmäßig in den umgebenden Boden abgeleitet werden.“ Auch bei Setzungen ist ein Leitungssystem aus Kunststoff anpassungsfähiger. Auf diese Weise werden Risse und damit Leckagen vermieden – mit der Konsequenz, dass das Abwassersystem erwiesenermaßen ein stabiles Langzeitverhalten und eine hohe Standsicherheit aufweist.

INFOS

Darüber hinaus verfügen Kunststoffrohrsysteme über eine sehr hohe chemische Beständigkeit und korrodieren nicht. Deshalb eignen sie sich in idealer Weise für den Einsatz in der Abwasserinfrastruktur. Technisch ausgereifte und seit Jahrzehnten in der Praxis bewährte Verbindungstechniken wie z.B. Steck-, Schweiß- und Flanschverbindungen ermöglichen eine optimale Anpassung des Rohrsystems an die individuellen Gegebenheiten. Dabei steht den Planern 26 | Konstruktion-Industrie | Mai 2018

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NEUHEIT

und Anwendern ein breites Programm an KunststoffFormteilen zur Verfügung. Im Vorfeld der Kampagne wurden u.a. ReferenzAnwendungen in Europa gesammelt und aufbereitet, die den Planern und Ingenieuren zur Verfügung gestellt werden. Sie demonstrieren nicht nur die Leistungsund Anpassungsfähigkeit von Kunststoffrohren in Abwassersystemen, sondern auch ihre lange Lebensdauer. Als Kommunikationsplattform steht die Microsite www. discover-plasticpipes.com/DE zur Verfügung. Sie fasst u.a. die Resultate diverser Forschungsarbeiten zum Leistungsvermögen und Verhalten von erdverlegten Kunststoffrohren im Abwassernetz zusammen. Zu diesen Studien gehört der Forschungsbericht „100 Year Service Life of Gravity Sewer Pipes“, der unter Labor- und Praxisbedingungen die Langzeiteffekte u.a. von Verkehr, Korrosion und anderen Einflussfaktoren auf Kunststoffrohre untersucht. Der Report kommt zu dem Ergebnis, dass normkonforme Kunststoffrohre unter diesen Bedingungen zuverlässig eine Lebensdauer von hundert Jahren erreichen.

Damit ist die Microsite ein Informations-Pool für die gesamte Branche der Wasser- und Abwassertechnik. Ziel ist es, den Multiplikatoren und Entscheidern insbesondere in den Kommunen Kunststoffrohre als nicht nur gangbare, sondern vorteilhafte Alternative zu den bislang dominierenden Werkstoffen Beton und Steinzeug nahezubringen. Dr. Elmar Löckenhoff: „Auch wenn Rohrsysteme aus Kunststoff schon seit rund sechzig Jahren erfolgreich in Misch- und Trennsystemen des Abwassernetzes eingesetzt werden, sind sie im bestehenden Netz aktuell die ´Nummer Drei´ bei den Werkstoffen. Bei der Neuverlegung ist Kunststoff zwar stärker repräsentiert, aber wir treffen doch immer wieder auch auf Vorbehalte. Unsere Kampagne ´Discover: Plastics´ hat zum Ziel, diese Vorbehalte zu widerlegen. Deshalb werden wir der Fachwelt in den kommenden Monaten sachliche Argumente für den Einsatz dieses Hochleistungswerkstoffs im Abwassernetz liefern.“ Die Kommunikations-Plattform: www.discover-plasticpipes.com/DE

INFOS

Im Rahmen der Forschungsprojekte, die auf der Microsite dokumentiert werden, hat die TEPFFA auch Kunststoffrohre in vorhandenen Abwassersystemen ausgraben und umfassend untersuchen lassen. An diesen Projekten waren jeweils unabhängige Institute und Experten beteiligt. 26 | Konstruktion-Industrie | Mai 2018

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NEUHEIT

WENIGER ENERGIEVERBRAUCH IN GIESSEREIEN DURCH DEN BLUE-LIGHTNING-TEMPERATURFÜHLER VON MORGAN ADVANCED MATERIALS

Verzichten Gießereibetreiber darauf, die Temperatur der Metallschmelzen in den Warmhalteöfen genau und zuverlässig zu messen, kann dies sehr kostspielig werden und mit einem hohen Mehraufwand verbunden sein.

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ie Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Molten Metal Systems bei Morgan Advanced Materials haben deshalb den Blue Lightning Temperaturfühler entwickelt, mit dem innerhalb von fünf Minuten eine zuverlässige und saubere Messung der Metallschmelzen vorgenommen werden kann. So können Gießereien eine Überhitzung der Metalle und damit einen unnötig hohen Energieverbrauch vermeiden. Dies führt zum einen zu einer Verringerung des Arbeitsaufwandes. Zum anderen bietet die Tauchhülse aus Ton-Graphit gegenüber Tauchhülsen aus Gusseisen einen verbesserten Schutz der Metallschmelze gegen Verunreinigungen.

INFOS

In den Warmhalteöfen der Gießereien müssen stets gleichbleibend hohe Temperaturen herrschen, damit die Metallschmelzen – und insbesondere Aluminiumschmelzen - vor dem Gießen nicht wieder erstarren. Doch in einigen Gießereien wird nur die Außentemperatur des Ofens überprüft, in anderen Betrieben wird auf Temperaturmessungen ganz verzichtet. Beide Vorgehensweisen sind als ineffizient einzustufen, da die Anlagenbediener in der Regel lieber auf Nummer sicher 26 | Konstruktion-Industrie | Mai 2018

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gehen, die Öfen daher zu stark aufheizen und somit mehr Energie aufwenden, als nötig wäre. Sollen genauere Messungen vorgenommen werden, müssen Tauchhülsen mit Temperaturfühlern in die Metallschmelze eingebracht werden. Üblicherweise werden solche Tauchhülsen aus Gusseisen gefertigt. Allerdings weist dieser Werkstoff gegenüber Ton-Graphit, wie es bei der Herstellung der Blue Lightning-Temperaturfühler verwendet wird, einige Nachteile auf. Mirco Parvoni, Global Technology Director von Morgans Geschäftsbereich Molten Metal Systems, erläutert: „Bei Bauelementen aus Gusseisen kommt es schnell zu einem thermischen Verschleiß. Folglich müssen die Hülsen regelmäßig ausgetauscht werden. Außerdem besteht bei einem Kontakt mit geschmolzenem Aluminium auch die Gefahr von Kreuzkontaminationen. Um dies zu verhindern, müssen die gusseisernen Hülsen der Temperaturfühler jeden Tag auf Neue mit einer Schutzbeschichtung versehen werden - eine Maßnahme, die täglich wertvolle Zeit kostet.“


NEUHEIT

Bei Morgan wurden die Blue Lightning Temperaturfühler deshalb mit einer Tauchhülse aus einem speziellen TonGraphit versehen. Der verwendete Werkstoff ist chemisch und physikalisch neutral, Kreuzkontaminationen können somit ausgeschlossen werden, eine hohe Reinheit der Metallschmelze ist garantiert. Darüber hinaus bietet TonGraphit eine äußerst gute Temperaturwechselbeständigkeit. Somit sind die Blue Lightning-Temperaturfühler wesentlich langlebiger als gusseiserne Tauchhülsen und halten Temperaturen von bis zu 1.200°C (2.192° F) stand.

In Gießereien kommen grundsätzlich zwei verschiedene Pyrometer-Typen zum Einsatz. „Der Blue Lightning passt sowohl zu den fest installierten Pyrometern, die die Temperatur am Boden des Schmelztiegels messen, als auch zu den schwimmenden Pyrometern, die immer dann zum Einsatz kommen, wenn die Metallschmelze von oben abgegossen wird“, schließt Mirco. www.morganmms.com

„Mit dem Blue Lightning-Temperaturfühler kann innerhalb von nur drei bis fünf Minuten eine genaue Messung vorgenommen werden. Die ist dadurch zu erklären, dass Ton-Graphit im Gegensatz zu herkömmlichem Gusseisen sehr leitfähig ist. Infolgedessen können Anlagenbediener die Temperatur in den Öfen mit dem Blue LightningTemperaturfühler immer wieder und sehr schnell anpassen und so viel Energie sparen“, erklärt Parvoni.

INFOS

Dank Morgans umfangreicher Erfahrung im Bereich der Werkstoffkunde wird der Blue-Lightning Temperaturfühler vom Geschäftsbereich Molten Metal Systems als komplette Pyrometer-Baugruppe gefertigt und ausschließlich aus modernen Verbundwerkstoffen hergestellt. Die Gießereien erhalten somit eine umfassende Komplettlösung für die Temperaturmessung in Metallschmelzen.

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NEUHEIT

SICHER IST NICHT NUR SICHER, SONDERN AUCH EFFIZIENT

Im Jahr 2017 sind Iscar und Ingersoll für Werkzeuge neu lizenziert worden. Das breite Angebot an Werkzeugherstellern sorgt dafür, dass Safe-Lock™ zum Standard geworden ist. © Haimer

Warum die Auszugssicherung Safe-Lock™ von HAIMER mehr und mehr zum branchenübergreifenden Standard wird.

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INFOS

as HAIMER Safe-Lock™-System sorgt für sichere Werkzeugspannung. Durch Mitnehmerelemente im Futter, die in spiralförmige Nuten im Werkzeugschaft eingreifen, wird zusätzlich zu den reibschlüssigen Klemmkräften ein Formschluss erzeugt. Der verhindert wirksam, dass Schaftfräser aus dem Futter gezogen werden. Dadurch lassen sich höhere Schnittwerte fahren. Auch die Werkzeugstandzeiten verlängern sich.

Safe-Lock™ ist mittlerweile zu einem de-facto Standard in der Werkzeugspannung für die Fräsbearbeitung geworden. Dass diese Form der Werkzeugspannung in vielen Fällen herkömmlichen Kraftspannfuttern und Weldon-Schäften deutlich überlegen ist, hat sich in den zehn Jahren seit der Einführung des Safe-Lock™-Systems vielfach bestätigt. Bestes Zeichen dafür ist die große Anzahl der Lizenznehmer, zu denen mittlerweile nahezu alle führenden Werkzeug- und Aufnahmenhersteller gehören –zum Beispiel Walter, Widia, Sandvik, Coromant, Seco Tools, Sumitomo, Kennametal, Helical, Emuge Franken, Data Flute, Niagara, OSG und Mapal. Im Jahr 2017 entschlossen sich auch Iscar und Ingersoll, Werkzeuge mit Safe-Lock™-Schaft anzubieten. Zudem ist das futterseitige Angebot auf Schrumpf-, Spannzangenund Hydrodehnspannfutter angewachsen. Neben den bereits verfügbaren Safe-Lock™ Hydrodehnspannfuttern von Kennametal arbeitet Mapal bereits daran ein eigenes Safe-Lock™ Sortiment in Hydrodehnspanntechnik auf den Markt zu bringen. Andreas Haimer, Geschäftsführer der HAIMER GmbH, erklärt: „Wir sind stolz darauf, dass sich Safe-Lock™ in der Schwer- und Schruppzerspanung gewissermaßen als Standard etabliert hat, und breite neue Einsatzfelder wie das

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NEUHEIT Bei der Schruppbearbeitung für das militärische Propellerturbinen-Triebwerk TP400-D6 setzt die MTU Aero Engines auf Haimer Safe-Lock™. MTU ist beim TP400-D6 für den Mitteldruckverdichter, die Mitteldruckturbine und -welle verantwortlich sowie an der Regelung beteiligt. Darüber hinaus erfolgt die Endmontage aller TP400-D6-Serientriebwerke bei der MTU in München. © MTU Aero Engines

trochoidale Fräsen erobert. Wir freuen uns außerdem über unsere neuen Lizenzpartner, die das Safe-Lock™-Angebot erweitern und noch mehr Anwendern zugänglich machen.“ Erfolgreich in der Luft- und Raumfahrt-Industrie Entstanden ist Safe-Lock™ aus den Anforderungen der Schwerzerspanung, wie sie in der Luft- und RaumfahrtIndustrie sowie bei Energieerzeugern an der Tagesordnung ist. Innovative Werkstoffe wie zum Beispiel diverse Titanlegierungen sind nicht nur leicht, sondern auch hochfest, korrosionsbeständig – und schwer zu bearbeiten. Das betrifft nicht nur Maschinenkonzepte und Prozesse, sondern auch die eingesetzten Werkzeuge und Spannfutter.

Die Argumente des optimalen Rundlaufs von weniger als 3 µm, das symmetrische Safe-Lock™-Design und die Möglichkeit für eine einfache Längeneinstellung waren für die MTU gewichtige Gründe, um auf das Haimer-System umzusteigen, anstatt weiterhin mit Whistle Notch bzw. Weldon-Werkzeugen zu arbeiten. Diese verhindern zwar den Werkzeugauszug ebenso wirkungsvoll, sind allerdings hinsichtlich Rundlauf und Wuchtgüte bereits durch die unsymmetrische Flächenverteilung ungenügend.

INFOS

Viele Werkstücke werden aus dem Vollen gefräst, wobei oftmals bis zu 90 Prozent des Materials zerspant werden. Um den Prozess wirtschaftlich und qualitativ zu optimieren und ein hohes Zeitspanvolumen zu erreichen, werden meist hohe Drehmomente und Vorschubkräfte sowie niedrige Drehzahlen gewählt. Bei diesem Hochleistungsfräsen (High Performance Cutting, HPC) treten jedoch hohe Zugkräfte auf. In Verbindung mit hohen Schnitt- und Vorschubkräften führen sie zu einer Walkbewegung des Werkzeuges im Futter. Es besteht die Gefahr, dass der Fräser aus dem Futter gezogen wird. Das betrifft insbesondere all die Werkzeugaufnahmen, die eine genaue Spannung mit guter Rundlaufgenauigkeit bieten, wie zum Beispiel Schrumpf-, Hydrodehn- oder auch Kraftspannfutter.

Daher ist Safe-Lock™ in der Luft- und Raumfahrt-Industrie inzwischen weit verbreitet. Alexander Steurer, Leiter CNC– Programmierung Stator-Bauteile bei der MTU Aero Engines AG in München, erklärt die Entscheidung seines Bereichs für das Haimer-System: „Durch die Einführung der Safe-Lock™Technologie und Schrumpftechnik von Haimer können wir die Prozesssicherheit bei kritischen Fräsbearbeitungen von hochwarmfesten Werkstoffen gewährleisten. Dies ist eine Grundvoraussetzung, um bei dem in unserer Gehäusefertigung umgesetzten Automatisierungsgrad reibungslose Abläufe zu gewährleisten.“ Die Kombination von Auszugsicherheit und hoher Rundlaufgenauigkeit führt zu einer schwingungsarmen und dadurch sehr effizienten Zerspanung: Durch gesteigerte Schnitttiefen und Vorschübe kann das Zeitspanvolumen teils deutlich erhöht werden. Der Werkzeugverschleiß verringert sich durch die exzellenten Rundlaufeigenschaften auf bis zu 50 Prozent.

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NEUHEIT

Mit trochoidalem Fräsen kann der Anwender bis zu dreimal schneller und tiefer fräsen, auch in harten Werkstoffen wie Edelstahl oder Titan. Ideale Werkzeuge für die Bearbeitung sind HAIMER Power Mill-Fräser mit SafeLock™-Futter. © Haimer

Glätzer-Geschäftsführer Daniel Rautenbach (r.) und Betriebsleiter Ingo Schulten weiten den Einsatz der HAIMER-Schrumpftechnik mit und ohne Safe-Lock™ kontinuierlich aus: „Der Wechsel zu dieser Auszugsicherung kam uns vor wie der Sprung von der Kurbel zum elektrischen Anlasser.“ © Haimer

Fräsversuche mit Safe-Lock™ überzeugten ihn und die anderen Produktionsmitarbeiter bei Glätzer. „Der Wechsel zu dieser Auszugsicherung kam uns vor wie der Sprung von der Kurbel zum elektrischen Anlasser“, zeigt sich Schulten begeistert.„Wir können damit jetzt produktive Schnittwerte fahren, und erfreulicherweise liegen die WerkzeugStandzeiten nun um 40 Prozent höher als zuvor.“ Vorteile beim High Speed Cutting Safe-Lock™ setzt sich auch branchenübergreifend immer mehr in der HSC-Bearbeitung mit hochspiralisierten Fräswerkzeugen sowie beim trochoidalen Fräsen durch. Bei letzterem werden Werkzeugeingriffswinkel und Schnittgeschwindigkeit über die gesamte Bearbeitung hinweg durch das CAM-System berechnet und optimiert. Dadurch kann bis zu dreimal schneller und tiefer gefräst werden, auch in harten und schwer zerspanbaren Werkstoffen.

Mit Safe-Lock™ zu höherer Produktivität Doch nicht nur in der Luft- und Raumfahrt hat Safe-Lock™ begeisterte Anhänger gefunden. Daniel Rautenbach bewegt sich mit der Glätzer GmbH im harten Geschäftsumfeld der Automobilindustrie. Der geschäftsführende Gesellschafter des Spezialisten für CNC-Bearbeitung in Solingen erläutert: „Perfekte Qualität und absolute Liefertreue sind Grundvoraussetzungen, um überhaupt ein Angebot abgeben zu können – letztlich entscheidet der Preis.“ Dementsprechend gilt in seiner Produktion: Qualität ohne Abstriche ist ein Muss – die Effizienz macht letztlich den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust.

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Über einen Auftrag zur Bearbeitung einer LkwScheibenbremse aus Gusseisen Typ EN-GJS-800-2 mit zu fräsenden konkaven Konturen kamen die Produktionsverantwortlichen Mitte 2013 zum HAIMER Safe-Lock™-System. Betriebsleiter Ingo Schulten erklärt: „Bei dieser Bearbeitung hat der Fräser nicht nur punktuellen Kontakt zum Werkstück, sondern er wird zu 30 oder 40 Prozent umschlungen. Die dabei wirkenden extrem hohen Kräfte drohen das Werkzeug aus der Aufnahme zu ziehen.“ Die eingesetzten Weldon-Spannfutter hielten zwar das Werkzeug fest in der Aufnahme. Aber die seitliche Schraube verhindert einen guten Rundlauf des Werkzeugs.„Wir hatten extrem schwankende Standzeiten der Werkzeuge, und es kam sogar zu Fräserbrüchen“, berichtet der Betriebsleiter.

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Allerdings steigt dabei die Gefahr des Werkzeugauszugs. Auch wenn beim trochoidalen Fräsen meist nur ein dünner Span abgetragen wird, ist jedoch die Werkzeugschneide oft mit ihrer gesamten Länge im Eingriff. So entstehen hohe Axialkräfte, die den Anwender dazu zwingen für eine sichere Werkzeugspannung zu sorgen. Ein Schrumpffutter mit Safe-Lock™ ist hierfür eine ideale Lösung, da es eine bessere Sicherheit als eine Weldon-Aufnahme bietet, leichter zu montieren ist und darüber hinaus noch hochgenau spannen kann. Durch die guten Wucht- und Rundlaufeigenschaften in Verbindung mit der Spannsicherheit lassen sich optimale Werkzeugstandzeiten bei zugleich hohen Zerspanraten erzielen. www.haimer.de

Sichere, effiziente Werkzeugspannung Das Safe-Lock™-Prinzip ist folgendes: In den Werkzeugschaft werden spiralförmige Nuten eingeschliffen, die den gleichen Drall wie das Werkzeug aufweisen. In Kombination mit speziell erodierten Mitnehmerelementen in der Werkzeugaufnahme (Schrumpfaufnahmen, Spannzangen- oder auch Hydrodehnspannfutter) verhindern die Nuten, dass bei Extrembearbeitungen das Werkzeug durchdreht oder gar aus dem Futter gezogen wird, was bei teuren Werkstücken enorme Kosten verursachen kann. Die Kombination von Auszugsicherheit und hoher Rundlaufgenauigkeit führt zu einer schwingungsarmen und dadurch sehr effizienten Zerspanung. So kann man das Zeitspanvolumen deutlich erhöhen, indem die Schnitttiefen sowie die Vorschübe signifikant gesteigert werden. In ähnlichem Maße wird der Werkzeugverschleiß reduziert.


NEUHEIT

ZUR DETEKTION VON KÄLTEMITTELN UND SF6-GAS WIRD DER OLCT 100 MIT EINEM NEUEN INFRAROTSENSOR AUSGESTATTET Das Unternehmen Oldham bringt einen neuen Infrarotsensor für den OLCT 100-Detektor auf den Markt.

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ldham, ein Teilbereich der 3M-Unternehmensgruppe, der sich auf Ausrüstung für die Arbeitssicherheit spezialisiert hat, gab bekannt, dass das Unternehmen einen neuen Infrarot-Sensor zur Detektion von gasförmigen Kältemitteln und SF6 auf den Markt bringen wird. Weltweit gibt es sehr unterschiedliche Bereiche, in denen sich ein Einsatz des neuen Sensors anbietet. Dazu zählen die Kühlindustrie (Kälte- und Klimatechnik), die Lebensmittelindustrie, Hoch- und Mittelspannungsschaltanlagen, die Automobilindustrie usw. In vielen Anwendungen wurden die bisher verwendeten Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) durch flüssige HydroFluor-Olefine (HFO) ersetzt. Und gerade bei der Detektion dieser Kältemittel erweist sich ein Einsatz des neuen Infrarotsensors als besonders günstig.

Dank der Infrarot-Technologie konnte dieses Problem nun gelöst werden. Kommen Gasdetektoren mit Infrarotsensoren zum Einsatz, wird ein Teil der Infrarotstrahlen von den Gasmolekülen absorbiert. Chemische Reaktionen oder Veränderungen an der Struktur des HFO-Moleküls sind dabei ausgeschlossen. Die Funktionsweise der Sensoren wird durch den Dauerkontakt mit Gasen oder eine hohe Gaskonzentration in keinster Weise beeinträchtigt. Somit bieten Gasdetektoren mit Infrarotsensoren zahlreiche Vorteile: • Reduzierter Wartungsaufwand • Geringe Ausfallneigung: mittlere störungsfreie Zeit (MTBF – mean time before failure) von 5 Jahren • Auch für die Detektion von CO2, C1- bis C5-Alkane (Methan, Ethan, Propan, Butan, Pentan) oder NH3 geeignet • Auch bei Schwankungen der Luftfeuchtigkeit und Umgebungstemperaturen sehr stabil

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Natürlich eignen sich auch andere Technologien für eine zuverlässige HFO-Detektion. Doch sind diese häufig äußerst wartungsintensiv. Geräte mit katalytischen Sensoren müssen nach jedem Kontakt mit dem Gas erneut auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. Zudem hat sich gezeigt, dass Leckagen an diesen Geräten nicht ausgeschlossen werden können, denn auch in den Gehäusen der Abfüllanlagen liegt die Konzentration an Hydro-Fluor-Olefinen häufig bei 50 ppm. Da sich diese Abfüllanlagen meist in der Nähe der Detektoren befinden,

sollten die Gaswarngeräte täglich überprüft werden. Und das bedeutet für die Bediener der Produktionslinie einen hohen Wartungsaufwand und stellt einen zusätzlichen Unsicherheitsfaktor dar.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://gasdetection.3M.com

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NEUHEIT

CARRIER STELLT DEN AQUAFORCE®FLÜSSIGKEITSKÜHLER 30XB VOR

Der luftgekühlte Flüssigkeitskühler mit Schraubenverdichter mit konstanter Drehzahl bietet eine Kühlleistung von 250-1700 kW.

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arrier kündigt die Markteinführung seiner neuen Flüssigkeitskühler AquaForce® 30XB und 30XBP an. Die beiden Geräte stellen eine Weiterentwicklung der bewährten 30XA-Serie dar, die weltweit bereits tausendfach installiert wurde. Die neuen luftgekühlten Flüssigkeitskühler mit Schraubenverdichter mit konstanter Drehzahl bieten eine Kühlleistung von 250 bis 1700 kW und sind in drei unterschiedlichen Leistungsstufen erhältlich. Dadurch können sie optimal auf die jeweilige Kundenanwendung abgestimmt werden. Zudem erfüllen sie die Anforderungen der neuen europäischen Ökodesign-Richtlinie. Carrier, ein weltweit führender Anbieter moderner Heizungs-, Lüftungsund Klimatisierungssysteme, gehört zur UTC Klimatechnik und ist eine eingetragene Marke der United Technologies Corporation.

Alle Geräte der neuen AquaForce® 30XB-Serie bestehen nur aus hochmodernen Komponenten, die sich in anderen Geräten der AquaForce-Baureihe bereits bestens bewährt haben. Dazu zählen: • der Doppelrotor-Schraubenverdichter Carrier 06T, der als besonders robust gilt (99,7% der eingesetzten Verdichter waren im Betrieb völlig störungsfrei) • d ie Novation® Mikrokanal-Wärmetauscher aus Vollaluminium mit Super Enviro-shieldTM-Beschichtungen für eine dauerhaft verbesserte Leistung • die Flying Bird Ventilatoren der sechsten Generation mit neuen Rotorblättern, deren Form dank der umfassenden Forschung in unserem Labor nach dem Vorbild der Natur optimiert wurde • der geflutete Rohrbündelverdampfer in neuer KupferrohrAusführung für niedrige Druckverluste • die Touch Pilot®-Steuerung mit farbiger TouchscreenBenutzeroberfläche in 10 Sprachen

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NEUHEIT

AquaForce® 30XB

Für besondere Herausforderungen in der Gebäudeklimatisierung bietet die neue PremiumVersion AquaForce® 30XBP zudem folgende Funktion: • Greenspeed™ EC-Lüfter mit vergrößer ter Wärmetauscherfläche für eine Steigerung der Leistungsfähigkeit bei Voll- und Teillast (SEER12/7: bis 4,5 und SEPR12/7: bis 6,3) „Unser Angebot an Flüssigkeitskühlern umfasst nun neben den bewährten Geräten der 30XA-Serie auch die neuen, hochmodernen Geräte der 30XB-Serie. Dadurch sind wir den Herausforderungen der Zukunft gewachsen und können zu jeder Jahreszeit beste Kühl- und Heizleistungen bieten“, sagt William Doll, Produktmanager für den Bereich Flüssigkeitskühler mit Schraubenverdichter bei Carrier. „Für gewerbliche und industrielle Anwendungen, bei denen es vor allem um eine hohe Zuverlässigkeit und einen wirtschaftlichen Betrieb geht, sind die Flüssigkeitskühler der Serien 30XB und 30XBP die wirtschaftlichste Lösung.“

• Mit einem SEPR12/7-Wert von bis zu 5,5 und einem EER von bis zu 3,3 bietet sich ein Einsatz des 30XB in seiner Standard-Ausführung selbst bei Klima- oder Prozesskühlanwendungen an. Auch in Klimazonen, in

• D urch die drehzahlgeregelten Ventilatoren mit Greenspeed™- Drehstrommotor kann mit dem 30XB ein verbesserter SEER12/7 von bis zu 4,4 erreicht werden. Damit eignet sich das Gerät auch für Komfortkühlanwendungen. Der AquaForce® 30XB kann mit vier unterschiedlichen Schallpegeln geliefert werden. Dadurch kann das Gerät auch in Umgebungen eingesetzt werden, die einen geräuscharmen Betrieb erfordern. Der AquaForce® 30XB ist für Außentemperaturen von -20°C bis 55°C ausgelegt. Damit stellt er eine ideale Lösung für die unterschiedlichsten Anwendungen dar - von hochwertigen Bürogebäuden und Hotels bis hin zu Gesundheitseinrichtungen, Rechenzentren und Industrieprojekten. 2018 soll außerdem das Modell AquaForce® 30XB mit PUREtec™ auf den Markt kommen, bei dem das Kältemittel HFO R-1234ze eingesetzt wird.

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Der 30XB ist in drei Leistungsstufen erhältlich und kann dadurch optimal an die unterschiedlichsten Anwendungen angepasst werden:

denen hohe Leistungen bei Volllast gefordert sind, erweist sich der 30XB als wirtschaftlich.

www.carrier.com

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BRITISH STEEL ERHÄLT DEN ZUSCHLAG FÜR EINEN GROSSAUFTRAG DER DEUTSCHEN BAHN

Diese neue 120 Meter lange Schiene wurde bei Britisch Steel in Scunthorpe gewalzt.

Dank einer siebenstelligen Investition in seine Produktionsanlagen konnte sich das Unternehmen British Steel nun einen großen Auftrag der Deutschen Bahn sichern.

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aut Vertrag wird das Unternehmen jährlich rund 20.000 Tonnen Schienen mit einer Länge von 120m nach Deutschland liefern. Auftraggeber ist die Deutsche Bahn, Europas größter Abnehmer von Eisenbahnschienen. Das Unternehmen ist nur deshalb in der Lage, einen so großen Auftrag zu fertigen, da zuvor eine Million Pfund in die Walzstraßen im Werk von Scunthorpe investiert wurde. Hier können nun auch Schienen in der geforderten Überlänge gefertigt werden.

Durch das neue Abkommen mit der Deutschen Bahn und die neuen Produktionsmöglichkeiten wird das Unternehmen British Steel europaweit noch wettbewerbsfähiger. Peter Smith, Geschäftsführer bei British Steel und zuständig für die Eisenbahnsparte, erklärt: „Die Tatsache, dass wir eine große Eisenbahngesellschaft wie die Deutsche Bahn mit einem völlig neuen Produkt beliefern können, belegt, welche große Rolle Innovationen in unserem Unternehmen spielen. Dies gilt sowohl für unsere Produkte, als auch für unsere Dienstleistungen.“

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„Durch die Erweiterung unserer Produktpalette können wir ganz neue Märkte erschließen. Die Zusammenarbeit mit unseren Kunden verbessert sich und unser Unternehmen wird zu einem wichtigen Partner in der Wertschöpfungskette.“ „Zwar haben wir auch in der Vergangenheit bereits mit der Deutschen Bahn zusammengearbeitet. Doch ist dies der erste Auftrag, der direkt an British Steel vergeben wurde. Wir hoffen, dass wir damit den Grundstein für langfristige und nachhaltige Geschäftsbeziehungen zwischen den beiden Unternehmen gelegt haben.“ 26 | Konstruktion-Industrie | Mai 2018

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Vor der Investition war die längste Schiene, die bei British Steel gefertigt werden konnte, 108 Meter lang. In Großbritannien ist dies ein Standardmaß. Auf dem europäischen Festland kommen hingegen meist Schienen mit einer Länge von 60 oder 120 m zum Einsatz. Einige europäische Kunden beziehen 60m lange Schienen und verschweißen anschließend je zwei Schienenprofile dieser Länge zu einer 120m-Schiene. Die meisten Kunden bestellen jedoch gleich Schienen mit einer Walzlänge von 120m, da sich so die Zahl der Schweißnähte reduzieren lässt. Peter führt weiter aus: „Unsere Produkte sind sehr langlebig. Dadurch sinken die Gleiswartungs- und -Erneuerungskosten. Und davon profitieren letztlich unsere Kunden.“ „Die Deutsche Bahn ist der mit Abstand größte Abnehmer von Schienen in Europa. Daher ist es für uns von großer strategischer Bedeutung, uns in diesem wichtigen Markt zu positionieren. Wir hoffen auf eine lange und gute Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn.“

„So ist sichergestellt, dass jede von uns gelieferte Schiene über ihre gesamte Lebensdauer hinweg optimale Leistung erbringt und unsere Kunden sowie deren Kunden bestmögliche Beratung und Unterstützung erhalten.“ https://www.youtube.com/watch?v=en2pFjHx4rU www.britishsteel.co.uk/rail

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„Durch die Investition zählen wir zu den wichtigsten Langprodukteherstellern und fördern so den Export von langen Schienen auf das europäische Festland.“ Von den Walzwerken in Scunthorpe und Hayange beliefert British Steel weltweit Kunden mit Schienen. Im norditalienischen Lecco hat das Unternehmen zudem ein Logistikzentrum für Eisenbahnschienen aufgebaut.

Der erste Vertrag hat eine Laufzeit von 21 Monaten. Die neuen 120 Meter langen Schienen sollen durch den Eurotunnel auf das europäische Festland gelangen. Nach wie vor können in beiden Werken des Unternehmens jedoch auch noch kürzere Schienen, wie z. B. die 60m-Schienen gefertigt werden. Die ersten 120m-Schienen sollen im März geliefert werden. Peter betont: „Unsere Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen haben wirklich ganze Arbeit geleistet. Wir haben unsere Fertigungsstraßen so ausgebaut, dass wir unsere Produkte nun immer genau an die Streckenverhältnisse, die Trassentypen, die Umgebungsbedingungen sowie zahlreiche andere Faktoren anpassen können.“

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NEUHEIT

ESTERLINE CONNECTION TECHNOLOGIES - SOURIAU – DIESER NAME STEHT IN DER ATOMINDUSTRIE SCHON SEIT VIELEN JAHRZEHNTEN FÜR BESTE QUALITÄT

In vielen Industriezweigen werden elektrische und elektronische Systeme mittels Steckverbinder angeschlossen. So haben die Steckverbinder Anteil an einer reibungslosen und sicheren Steuerung unterschiedlicher Anlagen. Auch in der Atomindustrie sind sie ein wichtiges Bauteil. Dank der langjährigen Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen aus der Atomindustrie verfügt SOURIAU über umfangreiche Erfahrung mit den hier geltenden Anforderungen.

INFOS

die Atomindustrie – ein Begriff für ganz unterschiedliche industrielle Umgebungen Es versteht sich von selbst, dass die Ausrüstung, die in einem Kernkraftwerk zum Einsatz kommt, ganz anderen Ansprüchen genügen muss als das Material, das in der kerntechnischen Industrie verwendet wird. Die Steckverbinder, die im Inneren eines Kernreaktors verbaut sind, werden nur im Wartungsfall gelöst und wieder angeschlossen. Ansonsten sind sie 40 bis 60 Jahre im Einsatz und müssen während der gesamten Lebensdauer eine zuverlässige Verbindung gewährleisten. Die in der kerntechnischen Industrie verwendeten Steckverbinder hingegen werden häufig gesteckt. Aufgrund der rauen Umgebungsbedingungen müssen sie vor allem robust und einfach zu handhaben sein. Zur Erhöhung der Sicherheit in den Kernkraftwerken wurde eine Sicherheitsstatusanalyse entwickelt, der zufolge alle in den unterschiedlichen Bereichen auftretenden sicherheitstechnischen Bauteile in die Kategorien K1, K2 und K3 einzuordnen sind. 26 | Konstruktion-Industrie | Mai 2018

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Steckverbinder für raue Umgebungsbedingungen Alle Normen, die derzeit für den Bau und den Betrieb von Kernkraftwerken gelten, entsprechen den Vorgaben der ISO 9001 und der RCC-E (Design and construction rules for electrical equipment of PWR nuclear islands). In der von den französischen Behörden für die Atomindustrie herausgegebenen RCC-E finden sich auf über 400 Seiten genaue Vorgaben zur Konstruktion und Herstellung der Anlagen, zu den verwendeten Werkstoffen sowie zu den Qualitätsprüfungen der einzelnen Bauteile. Die andere erwähnte Norm wird von der IEEE Standards Association (der Normabteilung des großen Berufsverbandes für Elektro- und Informationstechniker IEEE) veröffentlicht und entspricht in etwa dem RCC-E. Derzeit wird in China eine weitere Norm erarbeitet, in der die beiden genannten Normen einfließen sollen. Im Laufe der Jahre wurden SOURIAUs K1-zertifizierte Steckverbinder der Serie 8NA mit Schraubverriegelung so modifiziert, dass sie den Anforderungen des EPR-Programms


NEUHEIT Zwar sind die hier anzutreffenden Bedingungen nicht so extrem wie in Kernreaktoren, doch werden die Steckverbinder in diesem Bereich häufig gelöst und gesteckt. Daher müssen sie einfach zu handhaben, langlebig, zuverlässig, strahlen- und chemikalienbeständig sein. Und genau diese Anforderungen erfüllen die ULC Push-Pull Steckverbinder von SOURIAU in idealer Weise. Die ULC Steckverbinder sind in vier Gehäusegrößen und 45 Layouts erhältlich und eignen sich für Koaxial-, Leistungsund Signalkontakte. Die Konstruktion wurde bewusst groß gehalten: Durch die verlängerten Gehäuse und die Führungsschienen vereinfacht sich die Handhabung über Manipulatoren und Handschuhkästen. Für eine unterbrechungsfreie Verbindung zwischen der Heißzelle und der Außenumgebung wurden die Steckverbinder mit einer abgedichteten Schottdurchführung ausgestattet. SOURIAU Paris Ost - Hier entstehen Steckverbinder für die Atomindustrie Bei dem SOURIAU-Standort Paris Ost Marolles-en-Brie handelt es sich um eine ganz besondere Produktionsstätte. Denn hier werden all jene Produkte entwickelt und hergestellt, die für die unterschiedlichen Bereiche der Atomindustrie bestimmt sind. Die in Marolles-en-Brie tätigen Ingenieure arbeiten eng mit Forschungsinstituten und den Einkäufern aus der Kernenergie und Kerntechnik zusammen. Produziert wird nur nach genau vorgegebenen Verfahren. So verpflichtet sich beispielsweise der mit der Herstellung einer bestimmten Charge von Steckverbindern beauftragte Bediener dazu, alle während des Herstellungsprozesses anstehenden Überprüfungen genauestens vorzunehmen.

für europäische Druckwasserreaktoren (European Pressurized Reactors) entsprechen. Das Edelstahl-Gehäuse der Steckverbinder wurde mit einer elektromagnetischen Abschirmung versehen. Die neuen Steckverbinder sind in zwei Gehäusegrößen, mit AWG 16 und AWG 20 Kontakten, in Polbildern mit 3 bis 24 Kontakten erhältlich. In Kernkraftwerken kommt meist die Ausführung mit zwölf AWG 20 Kontakten zum Einsatz. Die Steckverbinder der Serie 8NA wurden gemäß RCC-E K1 zeritifziert. Dies bedeutet, dass sie zahlreiche Tests durchlaufen und bestanden haben. Dazu zählen eine Simulation der gesamten Lebensdauer eines Kernkraftwerkes (40 Jahre), eine Überprüfung der Strahlungsbeständigkeit, die Simulation eines Erdbebens und eines Unfalls sowie eine Überprüfung der Vibrationsfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen hohe Drücke. Die strengen Tests, die sich über ein ganzes Jahr erstreckten, wurden von einem unabhängigen Labor durchgeführt. Anschließend wurden die Ergebnisse von Experten des französischen Stromversorgers EDF bestätigt.

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Heißzellen und Gloveboxes für den Brennstoffkreislauf der kerntechnischen Industrie Die Bedingungen, die in Heißzellen der kerntechnischen Industrie herrschen, sind äußerst anspruchsvoll: Die Strahlenbelastung und die Temperaturen sind hoch, und die verwendeten Materialen sind aggressiven Chemikalien ausgesetzt. Zur Handhabung der Radionuklide müssen die Bediener meist ferngesteuerte Manipulatoren oder versiegelte Handschuhkästen (Gloveboxes) verwenden.

Axel Paré, Produktmanager bei SOURIAU und verantwortlich für die Sparte Atomindustrie, führt aus: „Aufgrund seiner umfangreichen Erfahrung im Umgang mit den Anforderungen der Atomindustrie ist SOURIAU einer der wenigen Hersteller weltweit, die überhaupt Steckverbinder für nukleare Umgebungen herstellen können. Auf dem europäischen und dem US-amerikanischen Markt sind wir bereits gut vertreten. Der chinesische Markt hingegen bietet noch enormes Wachstumspotenzial. Gemeinsam mit unserem Büro in Shanghai wollen wir uns auch hier eine gute Marktposition erarbeiten. In Marolles-en-Brie werden jährlich über 6.000 K1-, K2- und K3-zertifizierte Steckverbinder produziert. Man darf nicht vergessen, dass die Kernenergie ein Bereich ist, in dem nur langfristige Entscheidungen getroffen werden können. Häufig ist es notwendig, kommende Trends vorauszusehen und dennoch immer ein gewisses Maß an Konsistenz zu gewährleisten. Bei unseren neuen Produkten arbeiten wir mit Forschungsinstituten wie dem CEA (Commissariat à l’énergie atomique et aux énergies alternatives - Kommissariat für Atomenergie und alternative Energien) zusammen. Unlängst haben wir vom französischen Stromversorger EDF die Genehmigung erhalten, Kabelsätze und -bäume für die Atomindustrie zu produzieren. Derzeit prüfen wir außerdem, ob sich Lichtwellenleiter in unsere Steckverbinder integrieren lassen. Zwar entfallen bei SOURIAU nur etwa 5% des Umsatzes auf die Kernenergie, doch sind wir mit unseren Konstruktionsleistungen, unseren Herstellungsverfahren und unseren Sicherheits- und Qualitätskriterien ein gutes Vorbild für die anderen Unternehmensbereiche.“ www.esterline-connection-technologies.com

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NEUHEIT

WELCHEN NUTZEN KÖNNTE IHNEN DIE NAHTLOSE INTEGRATION VON PNEUMATISCHEN SYSTEMEN UND PROZESSSTEUERUNG BRINGEN?

SCO Numatics 580 CHARM-Knoten ermöglicht einfaches Electronic Marshalling von pneumatischen Systemen.

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neumatische Systeme sind ein wichtiger Bestandteil vieler Prozessanlagen in Branchen wie der Chemie-, Life Sciences- sowie Lebensmittel- und Getränkeindustrie, insbesondere wo Hilfsmaschinen zum Einsatz kommen. Obwohl diese Maschinen einen wichtigen Bestandteil des Prozesses darstellen, sind sie oft eigenständig installiert und nicht mit der Prozesssteuerungsarchitektur verbunden. Dies könnte im Falle eines Problems mit dem pneumatischen System der Maschine bedeuten, dass keine Kommunikation mit dem Leitsystem stattfindet und es folglich zu einem Ausfall der Maschine kommt. Die Anlage stellt dann möglicherweise von der Spezifikation abweichende Produkte her, die nicht für die weitere Verarbeitung oder Verpackung geeignet sind.

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Aktuelle Architektur Prozessleitsysteme sind gewöhnlich in der Lage, pneumatische Systeme durch Implementierung eines zusätzlichen Feldbus-Netzwerkes, wie z. B. PROFIBUSDP® oder Modbus® TCP, zu steuern. Dieser Ansatz erhöht jedoch die Komplexität durch zusätzlichen Aufwand für Konfiguration und Datenzuordnung. Während eine ergänzende Diagnose möglich ist, sind eine zweite Programmierumgebung und die damit verbundenen 26 | Konstruktion-Industrie | Mai 2018

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Kosten nicht wünschenswert und unterstützen die Redundanz der Kommunikation und Stromversorgung eventuell nicht ohne Weiteres. Emerson hat im Jahr 2016 das Electronic Marshalling für pneumatische Systeme eingeführt. Diese Lösung ermöglicht Anwendern die einfache Integration von ASCO Numatics Ventilinseln der Baureihe 580 mit dem DeltaV Prozessleitsystem von Emerson, um Prozessanlagen eine komplette Emerson Automatisierungslösung für E/A und pneumatische Systeme bereitzustellen. Was ist Electronic Marshalling? Verfahrensingenieure und Projektmanager, die an kontinuierlichen oder Batch- orientier ten Verarbeitungsanlagen arbeiten, sind mit den Problemen in Bezug auf die Inbetriebnahme von E/A in Prozessleitsystemen vertraut. Das herkömmliche Verfahren umfasst die Verbindung von Feldgeräten über eine mehradrige Verkabelung, die an Klemmleisten in Steuerschränken angeschlossen wird. Dabei muss jede Verbindung mit der entsprechenden E/A-Karte mittels CrossMarshalling manuell hergestellt werden. Mit zunehmender Systemkomplexität und Anzahl an Verbindungen (und den


NEUHEIT anschlossen wird. Die Identifizierung des Feldgeräts, die Einrichtung der entsprechenden CHARM-Karte und das elektronische Rangieren zu JEDEM BELIEBIGEN Controller im System erfolgen über einen verborgenen digitalen Bus. Ein vollständig redundanter Anschluss für Stromversorgung und Kommunikation ist enthalten. Die automatische Erkennung jedes E/A-Kanals bedeutet, dass Änderungen der Identifizierung, Konfiguration, Diagnose und Auslegung auf einfache Weise vom Prozessleitsystem ausgeführt werden können. Die Technologie bietet vom Planungsbeginn über die Inbetriebnahme bis zum Ende der Lebensdauer der prozessorientierten Fertigung viele Vorteile. Da digitale oder analoge E/A beliebiger Art in jeder einzelnen Projektphase ohne manuelle Neuverkabelung mit spezifischen Controllern verbunden werden können, sind Hardwareund Designkosten von Anfang an berechenbarer. Designänderungen wie das Hinzufügen neuer E/A oder das Ändern von E/A-Typen können ohne intensiven Arbeitsaufwand und lästige Neuverkabelungskosten implementiert werden. Dadurch sind Projekte einfacher skalierbar und werden sicherer. Konfiguration und Diagnose werden durch eine einzige integrierte Software-Plattform gehandhabt – DeltaV Explorer von Emerson. Außerdem ist von Bedeutung, dass die Gesamtbetriebskosten maßgeblich reduziert werden, was durch eine höhere Betriebssicherheit, Prozesszuverlässigkeit und Maschinenverfügbarkeit gemessen werden kann.

dadurch unvermeidlichen E/A-Änderungen) wird es immer schwieriger, den Überblick über die einzelnen Anschlüsse zu behalten. Jede erforderliche Änderung verursacht zusätzliche Kosten, Verzögerungen und vor allem erhöhte Projektrisiken. Das Hinzufügen von Redundanz führt zu noch mehr Kopfschmerzen. Darüber hinaus werden zukünftige Wartungs- und Systemänderungen oft durch Personalwechsel und Unkenntnis des Systems erschwert, die zu längeren Stillstandszeiten führen können. Während das manuelle Rangieren für kleine Projekte immer noch als angemessen betrachtet wird, erfordern umfangreiche Batchanwendungen und kontinuierliche Prozesse in Bereichen wie der Chemikalien-, Pharmaund Lebensmittelherstellung (wo ein Produktionsverlust zu unermesslichen Kosten führen kann) zunehmend risikobegrenzende und zuverlässigere Designstrategien für das Prozessleitsystem.

Mit der Einführung des ASCO Numatic 580 CHARM-Knotens wurde die Integration von pneumatischen Systemen mit Electronic Marshalling zum ersten Mal innerhalb einer einzigen Netzwerk-Plattform möglich gemacht – als Komplettlösung in einem einzigen Paket, erhältlich aus einer Hand. Der 580 CHARM-Knoten wird über die CHARMGrundplatte direkt mit dem DeltaV System verbunden und kombiniert standardmäßig automatische Erkennung (Autosensing) und elektronisches Rangieren (Electronic Marshalling) über einen redundanten Stromversorgungsund Kommunikationsanschluss. Dadurch werden die kompletten nativen Diagnosefähigkeiten von DeltaV im vollen Umfang genutzt. Jedes einzelne Vorsteuerventil wird vom Prozessleitsystem auf genau die gleiche Weise wie die anderen E/A des Systems verwaltet. Das Prozessleitsystem kann alle pneumatischen Anschlüsse über eine einzige redundante Verbindung mit den Magnetausgängen von bis zu 48 Ventilen, die mit jedem CHARM-Knoten verbunden sind, identifizieren und rangieren.

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Electronic Marshalling eliminiert die arbeitsaufwendigen Verfahren für das manuelle Rangieren. Die vom Feld kommenden Kabel werden weiterhin im Schaltschrank angeschlossen, jedoch erfolgt die Herstellung der Verbindungen zu den Controllern von diesem Anschluss an auf elektronische Weise. Dadurch ist es nun möglich, jeden einzelnen E/A-Kanal jedem beliebigen Controller zuzuordnen. Emerson führt dieses Mapping mithilfe seiner CHARM-Module (CHARacterisation Modules) durch. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Karten für die Analog-Digital-Konvertierung von Daten, die für die Durchführung jeder beliebigen Signalfunktion (AI, AO, DI, DO, RTD usw.) konfiguriert werden können. Die Module werden auf die CHARM I/O Cards (CIOC) (CHARM E/A-Karten) „geklickt“, die wiederum auf DIN-SchienenKlemmleisten montiert sind, an die die Feldverkabelung

Integration von pneumatischen Ventilinseln in Automatisierungssystemen mit CHARM-Technologie Die CHARM-Module der Baureihe 580 ermöglichen Ver fahrensingenieuren und Projektmanagern, die an kontinuierlichen oder Batch-orientierten Verarbeitungsanlagen arbeiten, die Verwendung eines unkomplizierten, kostensparenden und schnellen Ansatzes für die Integration von pneumatischen Systemen in die Prozesssteuerungsumgebung. Der Knoten ermöglicht eine einzige Verbindung vom Feld zum DeltaV™ Prozessleitsystem von Emerson und bietet Electronic Marshalling, native Konfiguration und Diagnose sowie eingebaute Redundanz. Dadurch wird eine wirklich integrierte Systemarchitektur bereitgestellt.

Der 580 CHARM-Knoten kann mit den ASCO Numatics Ventilinseln der Baureihe 500 verbunden werden. Diese 26 | Konstruktion-Industrie | Mai 2018

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Hochleistungs-Wegeventile in „Steckausführung“ verfügen über den höchsten Durchfluss für diese Produktgröße. Dadurch tragen sie zur Verringerung des Platzbedarfs in der Maschine und der Systemkosten bei, während eine umfassende Reihe an Zubehör und Optionen eine einfachere Installation, Konfiguration und Modifizierung ermöglicht. Kosten- und Zeitvorteile einer vereinfachten Maschinenarchitektur Im Vergleich zu einem manuellen, kreuz und quer rangierten Prozessfertigungssystem für Batch- und kontinuierliche Herstellungsszenarien sind die Vorteile einer auf CHARMTechnologie basierten Lösung mit Electronic Marshalling offensichtlich und überzeugend. Wenn die Pneumatik eine Integration erfordert und die Lösung mit der Einführung eines Feldbus wie PROFIBUS-DP® verglichen wird, sind die Vorteile der von DeltaV gebotenen benutzerfreundlichen, aufgabenbasierten Entwicklungsumgebung sogar noch überzeugender.

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Die Eliminierung eines sekundären Netzwerks ermöglicht erhebliche Einsparungen in Bezug auf Komponenten, zugehörigen E/A, Verkabelung und Inbetriebnahmezeit. Die Emerson Lösung mit einem einzigen Netzwerk bedeutet, dass es nur EINEN Verantwortungspunkt für Produkte, Dokumentation und Support gibt − mit entsprechenden Einsparungen bei Personal, Programmierungsressourcen und Systemschulungen. 26 | Konstruktion-Industrie | Mai 2018

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Eine reduzierte Komponentenanzahl und eine direkte Verbindung senken das Risiko für einen Systemausfall. Designänderungen während der Projektentwicklung und zukünftige Störungsanalyse und -beseitigung werden mit einer eingebetteten, intelligenten Steuerung mit automatischer Erkennung und Workstation-Diagnose mit Klartextmeldungen vereinfacht. Stillstandszeiten werden dank integrierter Diagnosefunktionen direkt auf der Ventilinsel – oder durch Anzeige dieser Diagnosen auf der Workstation des DeltaV Systems – deutlich reduziert. Zuverlässige, redundante Verbindungen erhöhen die Sicherheit und reduzieren Stillstandszeiten aufgrund von Wartungsarbeiten. Ein weiterer überzeugender Vorteil ist die Flexibilität der Prozesssteuerung dank jedes einzelnen CHARM E/A von Spannungs- und Stromsensoren bis zu Alarmen und Vorsteuerventilen, welche dieselbe DeltaV Explorer-Konfiguration nutzen und in der Cloud für jeden beliebigen Controller im Netzwerk verfügbar sind. Die Kombination dieser Faktoren sorgt für eine eng integrierte Lösung für E/A und pneumatische Ventilinseln, die eine umfassendere Projekt- und Betriebssicherheit, eine bessere Steuerungsoptimierung und eine höhere Prozesszuverlässigkeit bietet. www.asco.com


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NEUES KOMPAKTES BETÄTIGUNGSELEMENT VON SOUTHCO ERLEICHTERT DIE UMSTELLUNG VON MECHANISCHEM AUF ELEKTRONISCHES SCHLIESSEN

Southco hat seine Produktlinie der elektronischen Verschlusslösungen um ein kompaktes elektronisches Betätigungselement erweitert, das die Umstellung von mechanischem auf elektronischen Zugang erleichtert. Southco's AC-EM Elektronisches Betätigungselement stellt eine kostengünstige Option für die elektronische Betätigung von Southco's „Rotary“-Schnappriegelverschlüssen der R4-05 Microserie und anderen mechanischen Verschlüssen dar.

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enn das AC-EM 05 Elektronische Betätigungselement mit einer Vorrichtung für die elektronische Zugangskontrolle verbunden wird, kann es für die Betätigung eines mechanischen Verschlusses verwendet werden, um eine Tür oder Platte aus der Ferne zu öffnen oder zu verriegeln. Mit seinem kleinen Design und dem effizienten Betrieb mit Getriebemotor ist das AC-EM 05 Elektronische Betätigungselement ideal für Anwendungen, bei denen es Probleme mit dem verfügbaren Raum gibt.

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Steve Spatig, General Manager, erläutert: „Das AC-EM 05 Elektronische Betätigungselement kann leicht mit Southco's „Rotary“-Verschlüssen der R4-05 Microserie oder anderen vergleichbaren Mechanismen kombiniert werden, um elektronische Zugangskontrolle für Anwendungen mit begrenztem Raum zu ermöglichen.“ www.southco.com

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KBH10 - DIE HERAUSFORDERUNGEN DES HARTDREHENS MEISTERN

Die KBH10 ist eine Wendeschneidplatte aus unbeschichtetem PcBN, die eine außergewöhnliche Verschleißfestigkeit und sehr geringe Schnittkräfte aufweist. Dadurch profitieren viele Unternehmen von der doppelt so langen Standzeit sowie der verbesserten Teilequalität.

Denn nicht immer gilt: Je härter, desto schwieriger.

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eit Jahrzehnten wird das Hartdrehen eingesetzt, um Produktivitätssteigerungen zu erreichen und einzelne Bearbeitungsvorgänge wie das Rundschleifen einzusparen. Beim Hartdrehen handelt es sich um ein schnelles und präzises Verfahren. Und Werkzeughersteller wie Kennametal bieten eine große Auswahl an effizienten Schneidwerkzeugen, mit denen sich selbst die anspruchsvollsten gehärteten Stähle, Hochtemperaturlegierungen und Hartguss zuverlässig bearbeiten lassen. Aber da in der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie, dem Energiesektor und anderen Industriebranchen immer wieder neue und immer noch härtere Metallsorten zum Einsatz kommen, müssen die Werkzeughersteller entsprechend weiter entwickeln um den besonderen Anforderungen dieser neuen Werkstoffe gerecht zu werden.

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Das Beste vom Besten Und genau das hat Kennametal Inc. kürzlich mit der Entwicklung der neuen KBH10 Hartdrehsorte getan. Diese besteht aus einem neuartigen polykristallinen, kubischen Bornitrid-Werkstoff (PcBN), der speziell auf die heutigen Anforderungen zugeschnitten ist. Helmut Gremer, Senior Engineer bei Kennametal und zuständig 26 | Konstruktion-Industrie | Mai 2018

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für die Entwicklung der Zerspanungstechnologie, erklärt, die neue Wendeschneidplatte stelle eine ideale Ergänzung zu Kennametals Wendeschneidplatten aus den PcBN-Sorten KBH20 und KB5630 dar. Dank der extrem hohen Verschleißfestigkeit könnten mit den KBH10Wendeschneidplatten auch Stähle mit einer Härte von bis zu 65RC bearbeitet werden. Dies spiele vor allem dann eine Rolle, wenn eine sehr hohe Oberflächengüte gefordert sei. „Uns ist aufgefallen, dass viele Hersteller für Lagerzapfen, Lagerringe, Kolben, Getriebenaben andere Bauteile immer engere Toleranzen fordern“, führt er weiter aus. „So sind Maßtoleranzen von maximal 4 μm heute gang und gäbe. Auch Oberflächengüten mit einem Mittenrauwert von mindestens Ra=0,4 μm sind häufig anzutreffen. Die neue Schneidstoffsorte erfüllt diese Anforderungen in optimaler Weise und wird damit für Kunden interessant, die die Standzeit der Werkzeuge bei der Schlichtbearbeitung verlängern möchten.“ Durch den Einsatz der neuen Wendeschneidplatte konnte ein namhafter Automobilhersteller die Standzeit seiner Werkzeuge mehr als verdoppeln. Bei der Oberflächenbearbeitung einer 140mm-


NEUHEIT Kennametals neueste Lösung für das Hartdrehen, die KBH10, verfügt über eine einzigartige Schneidkantengeometrie, die selbst bei unterbrochenem Schnitt einen guten Schutz gegen Kolk- und Freiflächenverschleiß gewährleistet und Vibrationen reduziert.

Für die typischen Hartdrehanwendungen steht ein großes Angebot an Wendeschneidplatten in den unterschiedlichsten Formen, Größen und Geometrien zur Wahl.

Lagernabe aus einem Einsatzstahl, der zuvor durch eine Wärmebehandlung auf 62 HRC gehärtet worden war, ließ sich die Standmenge von bisher 150 Teilen auf bis zu 350 Teile pro Schneide erhöhen. Ähnliche Ergebnisse wurden bei einem Hersteller von Antriebswellen erzielt. Beim Drehen eines gehärteten Stahlwerkstoff mit 58 HRC auf der vertikalen Revolverdrehmaschine des Unternehmens stieg die Standmenge durch die Verwendung der neuen Wendeschneidplatte von vormals 250 auf nun 450 Teile Stück pro Schneide. Dabei wurde an jedem Werkstück eine Oberflächengüte von Rz=6 erreicht. Ein harter Werkstoff für echte Härtefälle Bei beiden oben genannten Unternehmen ließen sich die Werkstücke mit Schnittgeschwindigkeiten von 180 m/min, Schnitttiefen von 0,15 mm und Vorschüben von 0,22 bis 0,32 mm pro Umdrehung bearbeiten. Und in beiden Fällen konnten durch den Einsatz der neuen Wendeschneidplatten im Vergleich zur herkömmlichen Lösung Tausende Euros pro Jahr gespart werden. Gleichzeitig verkürzten sich die durch Werkzeugwechsel bedingten Stillstandszeiten erheblich.

„Die KBH10-Wendeschneidplatten sind für die Schlichtbearbeitung bestens geeignet. Dennoch sind sie so robust, dass sie auch im unterbrochenen Schnitt oder mit unterschiedlichen Schnitttiefen umgehen könnten“, erläutert Gremer. „Da der Schneiddruck und die Wärmeentwicklung gering gehalten werden, kommt es nur in geringerem Maße zu Kolk- und Freiflächenverschleiß, die Standzeit der Werkzeuge verlängert sich. Zudem bildet sich nur selten eine weiße Schicht, die bei der Hartbearbeitung oft ein Problem darstellt.“ Ein Grund für die Leistungsfähigkeit der KBH10 liegt in der besonderen Kantenpräparation. Fast alle PcBNSchneidwerkzeuge von Kennametal weisen eine verrundete Geometrie auf. Für die neue Wendeschneidplatte hat Kennametal nun eine besondere Form entwickelt, die im Vergleich zu den herkömmlichen Wendeschneidplatten schärfere Kanten aufweist und einen größeren Freiwinkel erlaubt. Dennoch ist die neue Wendeschneidplatte so robust, dass sie den besonderen Anforderungen des Hartdrehens gerecht wird. „Vor einigen Jahren ließen sich Wendeschneidplatten mit solchen Kantengeometrien weder herstellen noch messen“, erklärt Gremer. „Aber dank der neusten Entwicklungen im Bereich der Messtechnik und der Schleifmaschinen verfügen wir nun über ein äußerst zuverlässiges Verfahren zu Erzeugung einer Schneidkantengeometrie, mit der sich die passiven Schnittkräfte um bis zu 40 Prozent reduzieren lassen. Bedenkt man die Vorzüge des neuen und sehr robusten KBH10-Substrats, so zeigt sich, dass die Größen Verschleißfestigkeit, Härte und Schärfe bei der neuen Wendeschneidplatte in einem sehr ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.“

INFOS

Bei den KBH10-Wendeschneidplatten kommt ein völlig neues Substrat zum Einsatz. Die chemische Zusammensetzung des PcBN-Schneidstoffs wurde so gewählt, dass bis zu 20 % höhere Schnittgeschwindigkeiten bei gleichbleibenden oder in einigen Fällen sogar deutlich längeren Standzeiten gewährleistet werden können. Häufig konnte ein Mittenrauwert von Ra=0,2 μm und eine gemittelte

Rautiefe von Rz=1 erreichen, ohne dabei Einschränkungen hinsichtlich der Profil- und Maßtoleranzen hinnehmen zu müssen. Da die KBH10-Wendeschneidplatten in vielen unterschiedlichen Geometrien und Kantenausführungen erhältlich sind, eignen sie sich für viele Hersteller und die unterschiedlichsten Drehanwendungen.

www.kennametal.com 26 | Konstruktion-Industrie | Mai 2018

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NEUHEIT

WERKZEUGVERLÄNGERUNG SORGT FÜR PRÄZISION UND PRODUKTIVITÄT

Dank der Hydrodehnspannfutter-Verlängerungen von Kennametal haben Bohr- und Reiboperationen in engen und tiefen Kavitäten ihren Schrecken verloren.

Seit jeher leidet die Werkzeugstabilität, wenn tiefe Kavitäten hergestellt bzw. hohe Schultern bearbeitet werden müssen oder die Bearbeitung durch große Vorrichtungen behindert wird. Für dieses Problem hat Kennametal nun eine Lösung gefunden.

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INFOS

itunter kann es sehr schwierig sein, tief ins Werkstückinnere vorzudringen und hier Bohrungen vorzunehmen. Um diesem Problem zu begegnen, werden sehr unterschiedliche Verfahren angewendet. Manche Unternehmen bringen extralange oder speziell entwickelte Bohrer zum Einsatz. Doch selbst Vollhartmetall-Bohrer können ausgelenkt werden, wenn sie weit aus dem Spannfutter herausragen. Andere Firmen versuchen es mit einer verlängerten Werkzeugaufnahme. Aber diese Sonderanfertigungen sind zum einen teuer und können zum anderen nur für Bohrungen einer bestimmten Länge verwendet werden. Schließlich halten einige Unternehmen auch eine Doppelwinkel-Spannzange oder eine Verlängerung des ER-Spannzangenfutters für das Mittel der Wahl. Allerdings sind diese Vorrichtungen nicht gerade kompakt. Jede Auslenkung und jede Unwucht des Werkzeugs hat aufgrund der langen Auskragung sofort gravierende Auswirkungen. Dadurch muss der Bediener nicht nur auf das Werkzeug selbst, sondern auch noch den Werkzeughalter im Auge behalten. Denn dieser gibt unter Umständen nach oder vibriert. Werden die Vorschubgeschwindigkeiten reduziert, um den Bohrer besser halten und genauer führen zu können, hat dies wiederum andere negative Folgen: Die Bohrungsgenauigkeit leidet, die Standzeit der Werkzeuge

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verkürzt sich und die Produktivität sinkt. Eine andere, bessere Lösung musste also her. Jahrzehntelange Erfahrung Dieser Meinung war man auch bei Kennametal. Also entwickelt der in Latrobe, Pennsylvania ansässige Werkzeughersteller unlängst eine HydrodehnspannfutterVerlängerung, mit der sich die oben genannten Herausforderungen meistern lassen. Zudem ist die Kennametal-Lösung flexibel einsetzbar und kostengünstig. Michael Schuffenhauer, verantwortlich für den Bereich Werkzeugsysteme bei Kennametal, erklärt, das Unternehmen stelle nun schon seit dreißig Jahren Hydrodehnspannfutter her. Dadurch hätten die Mitarbeiter umfassende Fachkenntnisse im Bereich dieser Technologie erworben. Und dieses umfangreiche Know-How sowie die langjährige Erfahrung seien in das neue Werkzeug miteingeflossen. „Zudem war uns die Meinung unserer Kunden sehr wichtig. Interessant waren für uns zum Beispiel folgende Aspekte: Wie fertigen unsere Kunden schwer zugängliche Bohrungen vorbei an Vorrichtungen und Werkstückkonturen? Ergeben sich besondere Probleme, wenn die Bearbeitung durch


NEUHEIT

Wird die Hydrodehnspannfutter-Verlängerung in Verbindung mit einem Adapter des KM-Schnellwechselsystems eingesetzt, verkürzt sich die Rüstzeit und die Bohrungsqualität ist gleichbleibend hoch.

Spannmittel und Vorrichtungen behindert wird? usw.“, erklärt Schuffenhauer. „Wir wollten wissen, wie die Kunden bisher mit diesen Problemen umgegangen sind und ob sich mit den herkömmlichen Lösungen zufriedenstellende Ergebnisse erzielen ließen. Auf der Grundlage dieser Aussagen nahmen wir dann die Entwicklung einer neuen Lösung in Angriff.“

• Durch die große Auswahl an Reduzierhülsen, die wahlweise in Zoll- oder in metrischen Abmessungen bestellt werden können, ist eine hohe Flexibilität bei minimalen Kosten gegeben. • Passend für Bohrer und Reibahlen von bis zu 3 mm Durchmesser • Geeignet für rotierende und stationäre Anwendungen

Die Hydraulik macht‘s So entstanden die neuen HydrodehnspannfutterVerlängerungen von Kennametal. Michael Schuffenhauer zählt einige Schlüsselmerkmale auf, durch die sich die neuen Hydrodehnspannfutter von allen anderen derzeit erhältlichen Produkten unterscheiden. Dazu gehören: • E ine Rundlaufgenauigkeit von 3 μm bei 2,5 x D Werkzeugauskragung. (Die Produkte des Wettbewerbs erreichen maximal halb so gute Werte.) Dadurch sind eine außergewöhnliche lange Standzeit und eine hohe Bohrungsqualität gegeben. • Da das Hydrodehnspannfutter G2,5 /25.000 min-1 gewuchtet ist, werden die Vibrationen bei höheren Spindeldrehzahlen deutlich reduziert. • Durch die hydraulische Spannung werden die Vibrationen zusätzlich gedämpft. • Interne Kanäle ermöglichen eine einfache Zuführung des Kühlmittels. Zusätzliche Adapter werden nicht benötigt. • Durch die ultraschlanke Ausführung kann beispielsweise ein 12mm Bohrer in einem 20mm Spannfutter eingesetzt werden.

„Unsere neuen Hydrodehnspannfutter-Verlängerungen wurden für Kunden entwickelt, die zwar die Flexibilität eines modularen Systems benötigen, aufgrund der hohen Kosten und aber keine kundenindividuelle Lösung anstreben und mit den herkömmlichen Werkzeugsystemen noch nicht zufrieden sind“, erklärt Michael Schuffenhauer. „Wir sind sicher, dass sich unser neues Produkt dank der verbesserten Leistungsfähigkeit und der einfachen Handhabung bald auf dem Markt durchsetzen wird. Die gesamte Konstruktion ist einfach durch und durch überzeugend.“

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Einfache Bedienung Durch die einfache Bedienung der Hydrodehnspannfutter kann auf zusätzliche Vorrichtungen, wie z.B das für Schrumpffutter notwendige Schrumpfgerät, verzichtet werden. Die axiale Einstellbarkeit des Bohrers im Spannfutter beträgt 10 mm. Eine speziell geschliffene Führungsfase am Bohrerschaft erleichtert das Einsetzen des Bohrers in das Hydrodehnspannfutter. Das Spannen des Dehnspannfutters erfolgt von Hand bis auf Anschlag der Spannschraube, ein Drehmomentschlüssel ist nicht notwendig. Da die 26 | Konstruktion-Industrie | Mai 2018

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NEUHEIT

Die Hydrodehnspannfutter-Verlängerungen von Kennametal sind mit integrierten Kühlkanälen ausgestattet. Dies führt zu einer Verlängerung der Standzeit und einer Verbesserung der Bohrungsqualität beim Bohren und Reiben.

Spannfutter-Verlängerung in einem Stück gefertigt ist, sind Verunreinigungen sowie Ausfallzeiten für Wartungsarbeiten ausgeschlossen. Schließlich – und das ist sicherlich einer der wichtigsten Vorteile – wird durch die spezielle Klemmung gewährleistet, dass das Werkzeug unabhängig vom jeweiligen Bediener immer mit derselben Kraft eingespannt wird. „Das ist ein ganz wesentlicher Punkt“, sagt Michael Schuffenhauer. „Bei den herkömmlichen Spannzangen, die mit Spannmuttern angezogen werden, kann das Drehmoment mit jedem Werkzeugwechsel schwanken. Dadurch kommt es vermehrt zu Rundlaufabweichungen oder Werkzeugauszug. Mit unserer Lösung hingegen ist eine ungenaue Spannung ausgeschlossen. Mit ihr lässt sich immer und zuverlässig äußerste Präzision erreichen.“

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Ein Blick ins Innere Trotz der guten Leistungswerte ist das Funktionsprinzip überaus einfach. In die HydrodehnspannfutterVerlängerung wird ein beliebiger Zylinderschaft mit einer h6-Toleranz eingesetzt. Dann muss nur noch die Spannschraube angezogen werden. Durch diesen Vorgang wird der Kolben in die Kolbenbohrung geschoben, die Dehnbüchse wird zusammengedrückt und das Werkzeug ist sicher geklemmt. Auch hier wird eine Rundlaufungenauigkeit von 3 μm bei 2,5x D Werkzeugauskragung nicht überschritten. Dank 26 | Konstruktion-Industrie | Mai 2018

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der hohen Wuchtgüte können die HydrodehnspannfutterVerlängerungen auch bei hohen Spindeldrehzahlen eingesetzt werden. Die Kunden, so Michael Schuffenhauer, wollen für ihre Teile sichere und wirtschaftliche Verfahren mit einer hohen Wiederholgenauigkeit. Außerdem sollten die Maschinen und die Werkzeuge nach Möglichkeit einfach zu bedienen sein. Die HydrodehnspannfutterVerlängerungen von Kennametal erfüllen all diese Anforderungen. Doch damit nicht genug: „Streng genommen ist die Hydrodehnspannfutter-Verlängerung so flexibel wie ein Spannzangensystem und so präzise wie ein Schrumpfspannfutter-System, aber viel einfacher zu handhaben. Der Kunde bekommt somit nur das Beste vom Besten. Und aufgrund der hohen Genauigkeit und Wuchtgüte des Hydrodehnspannfutters sind die kurzen Standzeiten und die geringe Leistungsfähigkeit, die bei rein mechanischen Spannsystemen zu beklagen sind, nun kein Thema mehr. Wir freuen uns sehr, dass die neuen Hydrodehnspannfutter-Verlängerungen nun Teil unseres Produktportfolios sind.“ www.kennametal.com


HÖCHSTE QUALITÄT IN 3 BUCHSTABEN NSK setzt vieles in Bewegung - zum Beispiel bei Industriegetrieben. Als einer der führenden Hersteller von Wälzlagern und Linearsystemen verbindet NSK eine hundert Jahre alte Erfolgsgeschichte mit dem Anspruch einer ganzheitlichen Qualität.

www.nskeurope.de

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Magazin Konstruktion Industrie ist das technische de-Sprachportal für Ingenieure.

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