Das Haus der Zukunft - Bauen, Wohnen, Leben

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JUNI 2011

HAUS DER ZUKUNFT Bauen, Wohnen, Leben

NACHHALTIG Das Haus als Kraftwerk Seite 6 EFFIZIENT Dämmen & sanieren Seite 8 VERNETZT Weltweit wohnen Seite 14

»Haus der Zukunft« ist eine unabhängige Publikation des in|pact media Verlags und liegt der Gesamtauflage des Handelsblatts bei.


GRUSSWORT

in|pact media Verlag

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

JUNi 2011

HAUS DER ZUKUNFT Bauen, Wohnen, Leben

Häuser leben oft länger als Menschen. Wer eine Immobilie baut oder besitzt, trägt Verantwortung – für die Menschen und für die Umwelt. Auf den Bund als Bauherrn trifft dies in besonderem Maße zu. Unsere öffentlichen Bauten bestimmen das Bild unserer Städte, oft an ihren markantesten Punkten. Wir müssen und wollen deshalb Vorbild für nachhaltiges und energiesparendes Bauen sein. Die Bundesregierung wird deshalb als erster Bauherr in Deutschland schrittweise alle Neubauten und zukünftig auch alle Modernisierungsobjekte einer NachhaltigkeitsbeDR. PETER RAMSAUER , wertung unterziehen. Eine energiesparende Planung und Bauweise setzt sich auch bei Bundesverkehrsminister für Verkehr, Bau und Neubauten von nichtöffentlichen Bauherren immer mehr durch. Stadtentwicklung Denn der Großteil des Energieverbrauchs unserer Gesellschaft – nämlich 40 Prozent – entfällt auf unsere Gebäude. Wer hier ansetzt, kann ein riesiges Potenzial an Einsparungen bewegen. Dabei setzen wir nicht auf Reglementierung, sondern auf Innovation. Gemeinsam mit der Baubranche suchen wir nach marktgerechten und zukunftsfähigen Lösungen. Zum Beispiel werden wir mit den »Plus-Energie-Häusern« in Zukunft mehr Strom und Wärme erzeugen als verbrauchen. Die überschüssige Energie kann dann unter anderem für die Elektromobilität genutzt werden. Ein Pilotprojekt für einen 4-Personen-Haushalt wird noch in diesem Jahr in Berlin-Charlottenburg errichtet. Daneben haben sich deutschlandweit Arbeitsgruppen und Hersteller auf den Weg gemacht, eigene Erfahrungen zu sammeln und umzusetzen. Denn das Haus der Zukunft wird mehr als ein Haus sein. Neben der schützenden und hocheffizienten Gebäudehülle, der funktionellen und ästhetischen Architektur, kann es in Zukunft gleichzeitig Kleinkraftwerk, intelligenter Energiemanager, wertvolles Rohstoffdepot und verlässliche Altersvorsorge sein. Die Einsparpotenziale, die wir haben, liegen aber vor allem im Gebäudebestand. Die Anziehungskraft unserer Städte und Dörfer liegt auch und gerade in ihrer historischen Bausubstanz. Ganzheitliche Konzepte in der energetischen Sanierung senken nicht nur die Energiekosten. Es gilt auch den Charme und Charakter unserer Altbauten zu erhalten. Gleichzeitig müssen sie den Erfordernissen der Rohstoffeffizienz, des Recyclings, der Wohngesundheit und des demografischen Wandels entsprechen. Dazu benötigt man integrale Planung und Ausführung mit höchsten Qualitätsstandards. Ein Haus kann eine Last sein – oder eine Lust. Wir setzen uns dafür ein, unsere gebaute Umwelt für zukünftige Generationen lebenswert zu erhalten.

Nachhaltig Das Haus als Kraftwerk Seite 6 EffiziENt Dämmen & sanieren Seite 8 VErNEtzt Weltweit wohnen Seite 14

»haus der zukunft« ist eine unabhängige Publikation des in|pact media Verlags und liegt der gesamtauflage des handelsblatts bei.

INHALT

Seite 3 Nachhaltigkeit und Lebensqualität

Seite 8 Grüne Gewinne Green Building liegt im Trend

Visionen vom Haus der Zukunft

Seite 14 Wie war es nur möglich? Kolumne von Marie Fink

Seite 4 Effizient, kostengünstig, nachhaltig

Seite 10 Ideen für das Haus der Zukunft

Seite 14 Das Haus und die Wolke

Expertenforum Haus der Zukunft

Von Floating Homes zu PCM

Vernetzt mit der Cloud

Seite 6 Intelligenter Strom

Seite 12 Stärke der Gemeinschaft

Alternative Energieträger

Baugemeinschaften

Seite 8 Gesunde Schulen und Kindergärten

Seite 13 Unterstützung bei Sanierung und Bau

Die richtige Wahl der Dämmstoffe

Fokus Förderung

HINWEIS: Alle nicht mit dem Zusatz »Redaktion« gekennzeichneten Beiträge sind Auftragspublikationen und damit Anzeigen.

IMPRESSUM in|pact media GmbH Torstr. 227 D-10115 Berlin T +49 (0) 30 250 40 -830 F +49 (0) 30 250 40 -839 E redaktion@inpactmedia.com www.inpactmedia.com

Anregungen und Fragen? Kontakt: redaktion@inpactmedia.com

HERAUSGEBERIN Sara Habibi Isfahani

PROJEKTLEITUNG Sara Habibi Isfahani

CHEFREDAKTION Mirko Heinemann (V.i.S.d.P)

LAYOUT Sarah Keckeisen

ART DIRECTION Christian Schneider

ILLUSTRATIONEN Sabine Zentek www.prettyingreen.de

AUTOREN Martin Bernhard, Marie Fink, Mirko Heinemann, Jürgen W. Heidtmann, Axel Novak, Tim Schäfer, Hans Schürmann

DRUCK Axel Springer Druckhaus Essen-Kettwig GESCHÄFTSFÜHRUNG Edi Karayusuf


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HAUS DER ZUKUNFT

Nachhaltigkeit und Lebensqualität Das Haus der Zukunft wird mehr Energie produzieren als es verbraucht, es wird vernetzt sein und eine optimale Lebens- und Arbeitsumgebung bieten

Mirko Heinemann / Redaktion

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eit der Mensch sesshaft geworden ist, treibt ihn die Frage nach der bestmöglichen Behausung um. Was das Phänotypische betrifft, so scheint es in den letzten paar tausend Jahren keine grundsätzlichen Veränderungen gegeben zu haben: Auf der einen Seite steht das Bedürfnis, sich und seine Familie von anderen zu separieren, gleichzeitig sucht man Kontakt und die Nähe anderer Menschen. Mit der arbeitsteiligen Gesellschaft wuchsen die Dörfer zu Städten, Arbeitsumgebungen und Wohnungen wurden optimiert. Zwar muss das Haus der Zukunft mitnichten neu erfunden werden. Doch derzeit spielt sich eine regelrechte Revolution auf dem Bausektor ab. Egal zu welchem Zweck es gebaut wird – ob Ein- oder Mehrfamilienhaus, Bürogebäude oder öffentliches Gebäude, ob Schule oder Kindertagesstätte – das Haus der Zukunft wird ein Energiewunder sein. Darin werden kompakte Kleinkraftwerke stehen, im Keller oder auf dem Dach. Sie werden mit Gas betrieben werden oder durch Sonnenkraft. Sie werden ihre Energie zunehmend aus erneuerbaren Quellen beziehen, umweltfreundlich sein, effektiv, wartungsarm und nachhaltig. Das Haus der Zukunft wird selbst zum Kraftwerk. Seine energetische Effektivität wird eines seiner wichtigsten Kennzeichen sein. Schon bald wird es mehr Energie produzieren, als es verbraucht. Es wird aus ökologischen Baustoffen bestehen und global vernetzt sein. Es wird gut aussehen: Architekten, Ingenieure und Forscher arbeiten an Gebäuden, die gleichermaßen effiziente wie ästhetische Aspekte berücksichtigen. Die auf das Dach montierten blauen Silizium-Platten werden wohl bald durch komplette Sonnendächer ersetzt werden. Die gedämmte Fassade soll einen schlanken Eindruck machen, die dreifach verglasten Fenster sollen nicht wuchtig, sondern modern wirken. Die Haustechnik der Zukunft wird intelligent sein, über das

Internet vernetzt und via Smartphone gesteuert. Geräte in Küche und Wohnzimmer werden leise sein, ergonomisch, energieeffizient und zeitlos schön. Kaum eine Entscheidung ist tiefgreifender als die für den Bau eines Hauses. Am Rohbau, beim Innenausbau, bei der Einrichtung – überall sind nachhaltige und zukunftsichere Ideen gefragt. Immer wichtiger wird Nachhaltigkeit; und das nicht nur beim Betrieb eines Hauses. Geht es nach der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), sollen auch die Gebäude in Zukunft wiederverwertbar sein. »Die Bauten lassen sich am Ende ihres Lebenszyklus vollständig recyceln und werden damit zu einer wichtigen Rohstoffquelle der Zukunft«, so Christine Lemaitre, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Wer heute ein Haus baut, ist an die Energie-EinsparVerordnung (EnEV) gebunden. Sie enthält Richtlinien zum Wärmeschutz, die erst 2009 verschärft wurden. Für die nächsten Jahre werden steigende Anforderungen erwartet. Wer zukunftsorientiert baut, geht daher am besten heute schon über die geforderten Werte hinaus. Die Investition in einen guten Wärmeschutz bis hin zum Passivhaus verspricht langfristig gute Renditen, denn mit steigenden Energiepreisen ist weiter zu rechnen. Zudem ist ein Haus, das bereits heute den Anforderungen von morgen entspricht, eine sichere Wertanlage. Auch wer ein älteres Haus besitzt, kann den steigenden Energiepeisen entgegen wirken. Die energetische Sanierung von Bestandsgebäude wird hierzulande massiv gefördert. Im Energiekonzept der schwarz-gelben Regierungskoalition steht die Absichtserklärung, bis zum Jahr 2050 den Wärmeverbrauch in Gebäuden um 80 Prozent zu senken. Allein auf die in den 1950er bis 1970er Jahren erbauten Gebäude entfallen etwa 40 Prozent der klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen. Geschätzt wird: von 18 Millionen Gebäuden müssen 12 Millionen saniert werden.

Derzeit spielt sich eine regelrechte Revolution auf dem Bausektor ab. Das Haus der Zukunft wird ein Energiewunder sein.

Bundesbauminister Peter Ramsauer hat erklärt, dass ab 2012 jedes Jahr eine Summe von 1,5 Milliarden Euro als Fördermittel zur energetischen Sanierung von Gebäuden bereitgestellt werden soll. Begründet wurde die Aufstockung mit dem bisherigen Erfolg des aktuellen Programms, mit dem seit 2006 erhebliche Energieeinsparerfolge erzielt worden seien. Seitdem wurden zwischen 20 und 25 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Der Minister wies auch darauf hin, dass in diesem Förderbereich eine Verstetigung notwendig sei und mit diesem Beschluss nun die erforderliche Kontinuität gewährleistet wird. Diese Forderung erheben Experten schon seit Längerem. Die fehlende Kontinuität machen sie auch für den Sanierungsstau bei Eigenheimen verantwortlich (siehe Expertenforum auf Seite 4). Die Förderung sei attraktiv, doch sei sie ständig Veränderungen unterworfen gewesen. Zudem werde sie nicht genügend beworben und werde deshalb in der Bevölkerung zu wenig genutzt. Das soll sich nun ändern. Vor allem dann, wenn eine Sanierung sowieso ansteht, lohnt sich eine energetische Sanierung. Nicht nur der Eigenheimbesitzer kommt hier auf seine Kosten. Die Investition für eine energetische Sanierung ist in der Regel nach zehn Jahren über die gesparten Energiekosten wieder hereingeholt. Andere Entwicklungen am Bau mögen derzeit hinter dem Aspekt der Energieffizenz zurückstehen, doch sind sie nicht weniger richtungweisend. Die Nachbarn im Haus der Zukunft werden nicht nur nebenan wohnen, sondern auf der ganzen Welt. Über das Internet, die »Cloud«, sind nicht nur die Kommunikatonsmittel vernetzt, sondern auch die Hausgeräte. Heizung und Waschmaschine holen sich ihre Informationen über Energiepreise im Internet und sind über das Smartphone fernsteuerbar. Mit Hilfe der Vernetzung können betagte Senioren ihr selbstbestimmtes Leben weiter führen. Bestimmte Lebensaspekte werden erleichtert, das umfasst auch die schnelle Hilfe im Notfall. Der soziale Aspekt ist nicht zu vernachlässigen. Die Überalterung der Gesellschaft und das Wachstum der Städte werden eine große Nachfrage für neue Formen des Wohnens schaffen. Diese zu befriedigen, bleibt eine große Herausforderung an das Haus der Zukunft. Alle technologische Brillianz dient am Ende nur dem einen Ziel: dem Menschen ein schönes Zuhause zu bieten.


Seite 4

in|pact media Verlag

EXPERTENFORUM

Effizient, kostengünstig, nachhaltig

Foto: Micha Wolfson

Foto: DGNB

Foto: Steffen Rasche

Akteure formulieren ihre Anforderungen an das Haus der Zukunft / Interviews: Mirko Heinemann / Redaktion

Prof. Stefan Zundel

Christine Lemaitre

Stephan Kohler

Leiter des BMBF-Forschungsprojektes «Energieeffiziente Sanierung von Eigenheimen».

Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB

Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (dena)

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as Einsparpotenzial durch die Sanierung von Eigenheimen wird von vielen unterschätzt. Würde man nur die Gebäudehülle aller Eigenheime auf einem Niveau der Energieeinsparverordnung von 2009 sanieren, läge die Menge an eingespartem CO2 bei rund 35 Millionen Tonnen. Davon umfassen allein 26 Millionen Tonnen diejeingen Gebäude, die bis 1968 errichtet wurden. Einer der Hauptgründe für den Sanierungsstau ist die fehlende Liquidät der Eigenheimbesitzer für Maßnahmen wie Sanierung oder den Einbau von modernen Heizungen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Dabei sind die Maßnahmen kostenneutral oder sogar gewinnbringend, wenn man Amortisationszeiträume von rund zehn Jahren im Auge hat. Aber ein Großteil der Eigenheimbesitzer hat sich bereits verschuldet, um das Eigenheim zu erwerben oder möchte sich nicht neu verschulden; es gibt in Deutschland eine ausgeprägte Abneigung gegen Schulden. Hier sollten die öffentlichen Förderprogramme helfen. Bei den entsprechenden KfW-Programmen hat die Bundesregierung in den letzten Jahren aber einen Zickzackkurs hingelegt: Mal gekürzt, mal aufgestockt, dann wieder gekürzt, aufgestockt. Hier müsste Kontinuität hineingebracht werden. Derzeit beträgt die Fördersumme eine Milliarde Euro, ab 2012 wird sie auf 1,5 Milliarden erhöht. Unserer Ansicht nach sollten es mindestens zwei Milliarden Euro sein, denn die Programme sind stark nachgefragt. Ein anderes Problem ist die richtige Beratung. Die Motive der Eigenheimbesitzer unterscheiden sich stark: Der eine hat eine ökologische Motivation, der andere will nur Kosten sparen. Man muss sich auf die Bedürfnisse einlassen. Und man muss die Besitzer in einer Zeit ansprechen, wenn sie ohnehin bald sanieren müssen;

»Man muss die Besitzer ansprechen, wenn sie ohnehin bald sanieren müssen.« wenn der Putz anfängt zu bröckeln oder die Heizung im Keller stottert. Wird dieses Zeitfenster ausgenutzt, wird die ökologische Sanierungsmaßnahme sehr viel kostengünstiger.

www.enef-haus.de

chon heute stehen zahlreiche Konzepte und Produkte für zukunftsorientiertes und somit nachhaltiges Bauen bereit. Durch sorgfältige und transparente Planung, die neben dem Errichten der Bauten auch den Betrieb, die Instandhaltung und den Rückbau im Blick hat, lassen sich von Anfang an wichtige Stellschrauben für mehr Komfort und Kosteneffizienz definieren und kontrollieren. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DNGB ist Deutschlands Kompetenzplattform für Nachhaltigkeit im Bau- und Immobiliensektor. Der Non-Profit-Organisation gehören rund tausend Mitglieder aus sämtlichen Bereichen der Bau- und Immobilienwirtschaft, aus Kommunen, Hochschulen und Verbänden an. Ein wichtiges Instrument ist das von der DGNB entwickelte

»Die Erfahrung zeigt, dass nachhaltig errichtete Gebäude nicht teurer sein müssen als konventionelle.« Zertifizierungssystem, das für die Planung, Bewertung und Optimierung von Gebäuden zur Verfügung steht. Transparent, objektiv und flexibel einzusetzen, macht es die Nachhaltigkeit von Gebäuden messbar, bewertbar und damit optimierbar. In den vergangenen Jahren sind im internationalen Umfeld verschiedene Zertifizierungssysteme entstanden. Sie basieren hauptsächlich auf den jeweiligen nationalen Anforderungen und sind teilweise in anderen Ländern einsetzbar. Das Zertifizierungssystem der DGNB hat sich von Anfang an sowohl auf die nationale als auch internationale Anwendung ausgerichtet. Im Gegensatz zu anderen Systemen betrachten wir nicht nur ökologische Aspekte, sondern integrieren in gleicher Gewichtung auch die ökonomischen und nutzerorientierten Qualitäten. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass nachhaltig errichtete Gebäude nicht teurer sein müssen als konventionelle Bauten – eine wichtige Voraussetzung, um nachhaltiges Bauen langfristig im Alltag zu verankern. Orientiert sich die Gestaltung der Gebäude zudem konsequent an den Bedürfnissen der Nutzer, zahlt sich die umfassende Qualität von nachhaltigen Bauten schnell aus: Sie punkten mit hoher Werthaltigkeit bei hohem Nutzerkomfort und gleichzeitig niedrigen Betriebskosten. www.dgnb.de

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Mit Blick auf die hohen Energiepreise raten wir jedem Bauherrn, noch effizienter zu bauen als es die aktuelle Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) fordert. Um im Neubau einen HocheffizienzStandard unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu realisieren, ist es wichtig, dies schon in der Grundkonzeption zu berücksichtigen. Ein einfaches Beispiel sind Wärmebrücken. Es ist heutzutage leicht, die Konstruktion so anzulegen, dass man Wärmebrücken vermeidet. Weiterhin sollte man auf die Nord-Süd-Ausrichtung achten. Beheizte Räume sollte man nicht auf die Nordseite legen, dort sollten eher Wirtschaftsräume, Büroküchen, Toiletten und andere wenig benutzte Räumlichkeiten liegen. Die Raumanordung ist so zu planen, dass man die Zimmer, in denen man sich vorwiegend aufhält, zur Sonne hin ausrichtet. In der Bauausführung sollte man darauf achten, dass die Dämmung am Übergang von Fenster zu Mauerwerk gut angeschlossen wird. Wir empfehlen außerdem einer Dichtigkeitsprüfung in der Bauphase. Hierbei wird im Gebäude ein Überdruck erzeugt und die Dichtigkeit überprüft. Während der Bauausführung lassen sich Schäden an vielen Stellen

»Mit Blick auf die Energiepreise raten wir Bauherren, effizienter zu bauen als es die EnEV fordert.« noch beheben; später ist das kaum mehr möglich. Baut man ein Hocheffizienzhaus, ein so genanntes 3-LiterHaus, dann liegen die Kosten fünf bis maximal zehn Prozent höher als die normalen Investitionskosten. Die haben sich in der Regel in weniger als zehn Jahren Betrieb amortisiert. Wer effizient bauen will, sollte eine geregelte Lüftung mit Wärmerückgewinnung einplanen. Ist ein Garten vorhanden, kann auch die Nutzung oberflächennaher Nutzung von Erdwärme geprüft werden, ergänzende solarthermische Kollektoren auf dem Dach können die Warmwassererzeugung im Sommer und teilweise sogar die Heizungsunterstützung im Winter mit übernehmen. In jedem Fall sollte ein Energieberater hinzugezogen werden, der ein passendes Konzept entwickeln kann.

www.dena.de


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HAUS DER ZUKUNFT

— Unternehmensbeitrag BAYER MATERIALSCIENCE —

Netzwerk für nachhaltiges Bauen Interview mit Peter Vanacker, Mitglied des Executive Committee der Bayer MaterialScience AG und Schirmherr für das EcoCommercial Building Program (ECB).

»Grünes Bauen« liegt im Trend. Auch Sie haben mit dem EcoCommercial Building Program ein Konzept für nachhaltiges Bauen entwickelt. Was kann man sich darunter vorstellen?

Die Grundidee ist die Bündelung von Kompetenzen. Es ist ja so, dass heute zwar diverse Lösungen für Niedrigenergie- und Nullemissionsgebäude existieren. Aber die entsprechenden Projekte für nachhaltiges Bauen werden in der Regel nur äußerst schleppend umgesetzt. Was in den meisten Fällen fehlt, ist ein ganzheitlicher Ansatz – ein Netzwerk, das sämtliche am Bauprozess beteiligten Parteien wie Investoren, Gebäudeeigentümer, Ingenieure, Entwickler, Planer und Produktspezialisten von Anfang an einbezieht und koordiniert. Genau das wollen wir mit dem EcoCommercial Building Program leisten. Augenblicklich bieten wir 40 Mitgliedern weltweit die Möglichkeit, ihre Kompetenzen in den Bereichen Gebäudedämmung, Verscheibung, Gebäudetechnologien und erneuerbaren Energien einzubringen – darunter Firmen wie Thyssen Krupp Steel, Philips Lighting, Stiebel Eltron und Recticel. Viele denken, Green Building-Programme seien vor allem eine Frage der verwendeten Materialien. Ihr Portfolio ist wesentlich breiter aufgestellt. Warum?

Noch viel wichtiger als die Entscheidung für diesen oder jenen Baustoff ist das Know-how, wie man die Elemente bestmöglich zusammen einsetzen kann. Im Kern geht es uns deshalb immer um interdisziplinäre Kooperation. Produkt- und Planungsexperten sollen möglichst früh in der Lage sein, verfügbare Lösungen und Materialien in der richtigen Art und Weise zu kombinieren. In der Regel läuft dies in zwei Schritten ab. Zunächst wird der Energieverbrauch optimiert. In Phase zwei geht es dann darum, Strategien zu entwickeln, den Restbedarf möglichst durch erneuerbare Energien zu decken. Bezogen auf den Lebenszyklus ist dies die beste Möglichkeit, umweltverträgliche Gebäude auch wirtschaftlich zu machen. Wie lassen sich in einem ECB-Gebäude Energie einsparen und Emissionen reduzieren?

Zum Beispiel durch die energetische Optimierung der Gebäudehülle. Mit Hochleistungsdämmstoffen aus Polyurethan können niedrige Wandstärken bei höchsten Dämmleistungen realisiert werden. Über einen Gebäudelebenszyklus sparen diese Lösungen 70 Mal mehr CO2Emissionen ein, als bei ihrer Produktion, Verarbeitung und Wiederverwertung freigesetzt werden. Hinzu kommen innovative Gebäudetechnologien für Heizung, Kühlung, Lüftung oder Beleuchtung, natürlich unter Berücksichtigung erneuerbarer Energien. Nachhaltiges Bauen

Verbraucht 40 Prozent weniger Energie als vergleichbare Bürohäuser: das Verwaltungsgebäude von Bayer in Diegem bei Brüssel. Dafür wurde es mit dem belgischen Preis für Architektur und Energie ausgezeichnet.

bedeutet aber mehr als Energieeffizienz – der Fokus liegt auf Ressourceneffizienz allgemein. Dies beinhaltet auch haltbare, verschleißfeste und reinigungsfreundliche Bodenbeschichtungen. Und rohstoffschonende Leichtbauweisen – etwa transparente Überdachungen aus Polycarbonat. Sie realisieren ECB-Projekte auf der ganzen Welt. Wie reagieren Sie auf die Anforderungen der unterschiedlichen Klimazonen?

Entscheidend ist vor allem, die lokalen Klimadaten schon im Vorfeld zu analysieren. So passen wir das Baukonzept genau auf die Anforderungen vor Ort an. Davon hängen wichtige Entscheidungen ab: Welche Arten von erneuerbaren Energien sind geeignet, wie ist die Gebäudehülle zu dämmen, welche Form soll das Gebäude haben? Es ist deshalb wichtig, mit gut und vor allem lokal vernetzten Firmen zu arbeiten. Sie bringen die notwendige Präsenz und Erfahrung mit, um unter den oft recht sehr speziellen Bedingungen in den jeweiligen Ländern optimal arbeiten zu können. Denn häufig gibt es ja große Unterschiede bei den Bauvorschriften. Welche Gebäude wurden bislang realisiert?

Zunächst einmal haben wir das ECB intensiv dazu genutzt, selbst nachhaltig zu bauen. Vier Bayer-Niederlassungen sind bereits als Niedrigenergie- und Nullemissionsgebäude realisiert worden: ein Bürogebäude in Diegem bei Brüssel, eine

Kindertagesstätte in Monheim in der Nähe von Köln, ein Konferenzzentrum in Pittsburgh in den USA und ein Entwicklungszentrum nahe Neu-Dehli. Besonders schön war es zu sehen, dass sich in allen Fällen das integrale Planen mit dem EcoCommercial Building Program auch wirtschaftlich auszahlt: Trotz einer etwas höheren Anfangsinvestition von acht bis 15 Prozent rechnen wir bei den Gebäuden mit einer Amortisierung des Zusatzaufwands bereits nach fünf bis zehn Jahren. Hier schlagen die massiven Energieeinsparungen beim Betrieb der Gebäude zu Buche. Wie wollen Sie das ECB-Konzept in naher Zukunft weiterentwickeln?

Wir haben eine ganze Reihe konkreter Anfragen renommierter Immobilienentwickler, um die wir uns in der nächsten Zeit intensiv kümmern wollen. Darüber hinaus sind wir bestrebt, unser Expertennetzwerk – das Herzstück des ECBKonzeptes – zu pflegen und auszubauen. Im Augenblick sind wir mit Kompetenzzentren bereits in Nordamerika, Europa und im Mittleren Osten sowie in Indien, Thailand, China und Japan vertreten. Für Brasilien befindet sich eine Einrichtung im Aufbau. Wir sind überzeugt: Nachhaltiges Bauen hat ein gewaltiges Marktpotential. Und davon werden wir in Zukunft alle profitieren.

www.bayermaterialscience.com

Kompetenzen bündeln ist das A und O für nachhaltiges Bauen, meint Peter Vanacker. Als Mitglied des Executive Committee von Bayer MaterialScience ist der gebürtige Belgier Schirmherr des EcoCommercial Building Program.

PETER VANACKER, Mitglied des Executive Committee von Bayer MaterialScience

Zahlen und Fakten n

er Betrieb von Gebäuden macht rund 40 D Prozent des globalen Energiebedarfs aus. Gebäude verursachen etwa 30 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. (Quelle: Deutsche Bank Research 2010)

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J eden Tag verbringen wir über 20 Stunden in Gebäuden. (American Physical Society 2008)

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ehr als drei Viertel der Kosten im LebensM zyklus von Gebäuden entfallen auf den Betrieb. Davon stellen rund ein Drittel Energiekosten dar. (Untersuchung Bayer TechnologyServices für Europa)

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urch intelligente Kombination bereits heute D verfügbarer Technologien kann der Primärenergiebedarf um bis zu 90 Prozent gesenkt werden. (Untersuchung Ingenieurbüro P. Jung und Bayer RealEstate für Europa)

Bayer MaterialScience gehört zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Werkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden – nicht zuletzt in Gebäuden.


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Intelligenter Strom Alternative Energieträger bestimmen die Zukunft des Bauens und Wohnens

Martin Bernhard / Redaktion

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teht das Gebäude der Zukunft im rheinhessischen Wörrstadt? Dort hat die Firma Juwi das nach eigenen Angaben »energieeffizienteste Bürogebäude der Welt« in Holzbauweise errichtet. Lüftung, Heizung und Kühlung speisen sich komplett aus erneuerbaren Energieträgern. Ein Holzpellet-Ofen sorgt für Wärme, die über ein Röhrensystem in den Fußböden an die Räume abgegeben wird. Und wenn es im Sommer zu heiß wird, verschafft gekühltes Wasser aus einem Sprinklertank in den Rohrleitungen den Mitarbeitern angenehme Temperaturen. Das gut isolierte Gebäude erhält Frischluft über eine Lüftungsanlage. Mittels Wärmeaustauscher wird auch die Energie in der Abluft genutzt. Und schließlich sorgen mehr als 3.400 Quadratmeter an Solarmodulen für insgesamt 347 Kilowatt-Peak Energie. Damit erzeugt das Gebäude im Jahr mehr Strom, als es verbraucht. Mit einem batteriegestützen System im Keller ist auch für den Fall vorgesorgt, dass der Strom aus dem öffentlichen Netz ausfällt. Der von den Solarmodulen dort eingespeiste Strom entspricht der Kapazität von 530 Autobatterien. Am Sitz der Firma Juwi arbeiten derzeit rund 700 Menschen auf einer Bürofläche von 17.000 Quadratmetern. Die Bauherren erhielten für ihre innovative Bauweise den Umweltpreis 2009 des Landes Rheinland-Pfalz und den Deutschen Klimaschutzpreis 2008. Auch bei Altbauten lässt sich die Energieeffizienz gewaltig erhöhen. Die Bauherren Philipp Egger und Peter Nägele aus Leipzig senkten nach den Berechnungen eines Energieberaters durch neue Fenster und eine 30 Zentimeter starke Dämmung in einem historischen Fabrikgebäude den Energieverbrauch um 90 Prozent, und das, ohne gegen die Vorschriften des Denkmalschutzes zu verstoßen. Das Gebäude wird mit Pellets und Holzabfällen aus einer darin eingerichteten Tischlerei beheizt. Auch Egger und Nägele setzen ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung ein. In dem stilvoll hergerichteten Gebäude entstanden zwei Wohnungen mit jeweils 210 Quadratmetern Wohnfläche, eine Tischlerei, ein Tattoo-Studio sowie Büroräume für Ingenieure und einen Sound-Designer. »Die besondere Herausforderung für uns war hierbei, das Fabrikgebäude innen und au-

ßen energieeffizient zu renovieren und gleichzeitig der harmonischen Integration in das Nachbarschaftsumfeld gerecht zu werden«, so die beiden Bauherren. Finanzielle Anreize des Staates und auch ein gewachsenes Umweltbewusstsein bewirken, dass schon seit Jahren der Anteil der erneuerbaren Energie an der gesamten Energiebereitstellung in Deutschland zunimmt. So stieg nach einer Statistik des Bundesumweltministeriums dieser Anteil von 3,2 Prozent im Jahr 1998 auf mehr als zehn Prozent im Jahr 2009. Der Anteil erneuerbarer Energie am Stromverbrauch ist deutlich höher. Dieser wuchs von 4,7 Prozent im Jahr 1998 auf 16,4 Prozent im Jahr 2009. Insgesamt wurde auf diese Weise der Ausstoß von 109 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden. Da in den vergangenen Jahren die Stromerzeugung mit Windkraft- und Photovoltaikanlagen stark an Bedeutung gewann, steht ein Umbau des Stromnetzes bevor. »Wir haben mehr Erzeugung aus den neuen erneuerbaren Quellen; das führt zu einem stark schwankenden Angebot elektrischer Energie«, sagt Professor Dr. Jochen Kreusel, Präsidiumsmitglied des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) und bei ABB Leiter des Konzernprogramms Smart Grids. Während man Kraftwerke leichter auf einen schwankenden Gesamtstromverbrauch einstellen kann, geht das bei einer Vielzahl von dezentralen Erzeugern nicht so einfach. Diese speisen mal mehr, mal weniger Strom ins Netz ein, je nachdem, ob die Sonne stärker oder weniger stark scheint oder der Wind heftiger oder gar nicht weht. Um dieses Problem zu lösen, werden Informationsund Kommunikationstechnologien eine wichtige Rolle spielen. Mit ihrer Hilfe lassen sich Energiesysteme entwickeln, in denen viele dezentrale Stromerzeuger mit den Einrichtungen der Stromnetze und den Strom verbrauchenden Endgeräten kommunizieren. Unter dem Begriff »Smart Grids« versteht man eine Technologie, mit der man alle zur Verfügung stehenden Ressourcen nutzen kann. Die Elektrizitätsversorgung im Gesamtnetz soll

auf diese Weise optimiert werden. Das geht weit über die Gewinnung des Stroms hinaus und umfasst auch seine Speicherung, den Transport, die Verteilung und seinen effizienten Verbrauch. Wird es schwieriger, die Stromerzeugung zu steuern, so kann man versuchen, den Stromverbrauch zu beeinflussen. Soll dies ohne Komforteinbußen, also ohne Beschränkungen im Verbrauch, funktionieren, ist es erforderlich, kontinuierlich über den Stromverbrauch informiert zu sein. So genannte »schlaue Stromzähler« könnten dies leisten. Mit diesen können Verbraucher ihren Stromverbrauch genau kontrollieren. Aber auch die Energieversorger könnten zum Beispiel dann, wenn viel Strom produziert wird, Geräte der Verbraucher als Energiespeicher nutzen. Bei viel Wind und damit hoher Produktivität der Windkraftanlagen könnte die Kühlflüssigkeit in Kühlhäusern stärker heruntergekühlt werden als üblich. Nach den Worten von Professor Kreusel würde das dem Gefriergut nicht schaden. Ist weniger Strom im Netz, könnte man die Temperatur in den Kühlanlagen wieder anheben und die in der Kühlflüssigkeit gebundene Energie wieder in Strom umwandeln und in das Stromnetz einspeisen. Ähnlich könnte man auch mit Klimaanlagen verfahren. Diese verfügen über einen Termperaturkorridor. Ist viel Strom im Netz, könnte man mit der Temperatur an dessen obere Grenze gehen, bei wenig Strom an die untere. »Wärme- und Kältespeicher sind im allgemeinen billiger als elektrische Speicher«, erläuterte Professor Kreusel. Doch ein solches Konzept steht und fällt mit der zuverlässigen Kommunikation der dezentralen Stromerzeuger. Diese müssen sich so steuern lassen, dass sie keinen Strom erzeugen, wenn nicht genügend Stromabnehmer vorhanden sind. Die Europäische Union hat auf diese Entwicklung schon reagiert und forderte ihre Mitgliedsländer dazu auf, zeitvariable Stromtarife einzuführen. Wie Kreusel erläuterte, wurden in vielen europäischen Ländern digitale Stromzähler schon eingeführt. Deutschland hinkt hier leider hinterher.

Dezentrale Stromerzeuger werden mit den Einrichtungen der Stromnetze und den Endverbrauchern kommunizieren.


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HAUS DER ZUKUNFT

— Unternehmensbeitrag JUNKERS —

Leben im Energie-Plus ohne Komfortverzicht Das Energie-Plus-Haus ist der Gebäudestandard der Zukunft

Die ehrgeizigen Pläne der EU-Kommission in Sachen CO2-Ausstoß lassen nur einen Schluss zu: Wenn wir die Emissionen – wie geplant – bis 2050 im Vergleich zu 1990 um 80 bis 95 Prozent europaweit reduzieren wollen, dann müssen alle Sektoren ihren Beitrag dazu leisten – Verkehr, Industrie und Gebäude. Gerade im Gebäudebereich schlummert ein enormes Potenzial zur Energieeinsparung und Kohlendioxidreduzierung, denn 40 Prozent der gesamten CO2-Emissionen entstehen hier. Ein durchdachtes Energiekonzept spielt deshalb bei der Planung eines Neubaus sowie bei der Sanierung von Bestandsgebäuden eine zentrale Rolle. Schließlich sind Entscheidungen in der Planungsphase oft auf Jahrzehnte bindend. Wer auf effiziente Technologien setzt, stellt die Weichen richtig, um langfristig viel Energie zu sparen. Mehr noch: Mit vertretbarem Aufwand lassen sich Neubauten oder zahlreiche Bestandsimmobilien in Gebäude mit einer positiven Energiebilanz umwandeln. Und das ohne Verringerungen des Wohnkomforts. Die intelligente Einbindung regenerativer Energien ist hier maßgeblich.

So wie auf dieser Fotomontage könnte ein bestehendes Einfamilienhaus nach dem Umbau in ein Energie-PlusHaus aussehen. Die Dachfläche und die Fassade werden für die Installation von Solarkollektoren und zusätzlich auch für die Photovoltaik-Module genutzt. (Quelle: Junkers)

Ganz gleich, ob im Ein- oder Mehrfamilienhausbereich: Wie aus Energieverbrauchern Energielieferanten werden, haben Untersuchungen von Junkers, einer Marke von Bosch Thermotechnik, gezeigt. Anhand von vier gängigen Gebäudetypen – einem Einfamilienhaus im Bestand, einem Neubau nach EnEV(Energie-Einsparverordnung)-Standard, einem sogenannten Vier-Liter-Haus und einem Mehrfamilienhaus mit 28 Wohneinheiten –haben Ingenieure eine positive Energiebilanz simuliert. Das Ergebnis: Wer das Potenzial heute verfügbarer, energieeffizienter Technologien konse-

quent nutzt, macht aus einem Energieverbraucher einen Energielieferanten. Die Primärenergiebedarfe sämtlicher untersuchter Gebäudetypen ließen sich nicht nur auf »0« minimieren, die Gebäude erzielten gesamtenergetisch betrachtet sogar ein Energieplus. Zu den energieeffizienten Technologien gehören Hausgeräte der höchsten Effizienzklassen, Photovoltaik auf Dach oder Fassade und Thermotechnik zur Nutzung regenerativer Energien wie kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung, Erdwärmepumpen, Solarthermie und Pelletanlagen. Dass sich ein Energie-Plus-Standard nicht nur energetisch, sondern auch finanziell rechnet, zeigt ein Blick auf die Investitions- und Einsparungskosten: Bei allen vier Gebäudetypen betrug die Amortisationszeit zwischen zehn und zwölf Jahren – im Lebenszyklus eines Gebäudes ein sehr überschaubarer Zeitraum. Dass moderne Heiztechnik einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten kann, beweist die Cerapur Solar, eine Gas-Brennwert-SolarKombination von Junkers. Dank der hocheffizienten Nutzung des Energieträgers Gas ist sie ein sinnvoller erster Schritt

auf dem Weg zum Energie-Plus in einem Gebäude. Verglichen mit bisherigen Anlagen zur solaren Heizungsunterstützung arbeitet das Gerät um bis zu 30 Prozent effizienter – dies bestätigt auch das Fraunhofer ISE. Die Cerapur Solar wurde 2011 zudem mit dem OTTI-Innovationspreis ausgezeichnet. Das Energie-Plus-Haus ist mit schon heute verfügbarer Technik realisierbar – und das mit einem überschaubaren Aufwand. Es ist also nur konsequent, wenn man beim Energie-Plus-Haus vom Energie-Standard der Zukunft spricht, einem Standard, bei dem unsere Häuser dank dem Zusammenspiel effizienter Gebäudetechnologien eine Plusbilanz erzielen. www.junkers.com

ANDREAS SCHMIDT, Vertriebsleiter Junkers Deutschland

— Unternehmensbeitrag WAREMA —

Sonnenschutz als Multitalent Marktführer Warema sorgt für Energieeffizienz und Komfort – innovative Produkte leisten einen Beitrag zur Nachhaltigkeit

Herr Lang, viele den­ ken, dass Sonnenschutz nur Schatten spenden kann. Wel­ ches Potenzial steckt noch in der heutigen Technik?

Ein variabel einsetzbarer Sonnenschutz bietet zahlULRICH LANG, reiche Möglich­keiten, Leiter Objektberatung, Energie zu sparen. Warema Renkhoff SE Im Winter beispielsweise kann er die Wärmestrahlen der Sonne aufnehmen und in den Innenraum weiterleiten. Eine zukunftsweisende Entwicklung sind HightechBeschichtungen auf Blendschutzrollos. Sie verbessern die Dämmwirkung der Fassade erheblich und helfen mit, Heizkosten zu senken. Der Sonnenschutz wird also zunehmend zum Multitalent?

Das ist er schon heute. Ein weiteres Beispiel dafür ist der lichtlenkende Sonnen-

schutz. Während die Sonne im Sommer draußen intensiv scheint, bietet er einerseits Schatten und schützt vor Blendung. Auf der anderen Seite wird das Tageslicht durch eine reflektierende Beschichtung auf den Jalousien gezielt ins Rauminnere gelenkt und das natürliche Licht so effektiv genutzt. Positiver Effekt dieser Doppelfunktion: Die Nutzer des Gebäudes benötigen spürbar weniger künstliches Licht und der Energieaufwand für die Gebäudekühlung sinkt. Obendrein sorgt das natürliche Licht im Innenraum für Wohlbefinden. Und wo geht die Entwicklung hin?

Sonnenschutz wird in Zukunft auch aktiv Energie gewinnen. PhotovoltaikElemente, die bei der energetischen Optimierung von Gebäuden eingesetzt werden, erzeugen künftig nicht nur an Fassadenverkleidungen und Dächern Strom. Aufgrund neuartiger Entwicklungen können auch bisher ungenutzte Flächen zur Energiegewinnung beitragen – beispielsweise auf dem Sonnenschutz.

Welche Komponenten braucht ein moderner Sonnenschutz?

Im Wesentlichen sind drei Komponenten erforderlich: Erstens, ein außen montierter Hitzeschutz, meist in Form einer Außenjalousie oder Markise. Zweitens, innen montierte Blendschutzrollos oder Blendschutzjalousien, die Energie absorbieren. Und drittens, eine intelligente Steuerung. Sie bringt alle Komponenten des Systems zur richtigen Zeit in die ideale Position und stellt so die gewünschte Temperatur-, Beleuchtungs- und Komfortsituation her. Auf diese Weise gewährleisten Sonnenschutzsysteme ein angenehmes Ambiente zu Hause wie in Bürogebäuden und sorgen das ganze Jahr über für natürlichen Komfort und weniger Energieverbrauch. Rechnet sich das denn auch?

Allerdings, Untersuchungen haben gezeigt, dass durch den Einsatz von intelligent gesteuerten Sonnenschutzsystemen Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozent im Vergleich zu starren Sonnenschutzlösungen möglich sind. Das senkt die Kosten spürbar.

Innovative Detaillösungen für einen verbesserten Energieverbrauch: Lichtlenk-Jalousien mit neuartigem Lamellenprofil bieten optimalen Sonnenschutz, effektive Tageslichtnutzung und gewähren den Blick nach draußen fast vollständig.

www.warema.de


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Gesunde Schulen und Kindergärten Die richtige Wahl der Dämmstoffe ist besonders wichtig, wenn es um Kinder geht

Tim Schäfer / Redaktion

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ie Kindertagesstätte »Anne Frank« im Mecklenburg-Vorpommerschen Wolgast ist in einem typischen DDR-Plattenbau der 1970er Jahre beheimatet. Ein ungemütlicher Ort, um den Nachwuchs auf zukünftige schulische Aufgaben vorzubereiten. Vor vier Jahren folgte die Wende zum Besseren. Mithilfe öffentlicher Förderprogramme wurde die Tagesstätte energetisch grundsaniert. Ein neuer Holzdachstuhl ersetzte die alte Konstruktion und sorgte, versehen mit einer speziellen Abdichtung aus kunststoffmodifizierten Bitumenemulsionen (KMB), für ein Maximum an Dämmung. Zusätzlich wurden alle Flächen, die nach außen gerichtet waren, mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Durch den Einsatz regenerativer Energien in Verbindung mit einer hocheffizienten Dämmung und Dachabdichtung sowie einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung werden nunmehr rund 121 Tonnen CO2 pro Jahr gespart. Werte, die das Mecklenburger Pilotprojekt zu einem Vorbild für effiziente Sanierungspolitik machten. Zwei Milliarden Euro jährlich investierte der Bund 2009 und 2010 in Programme der Gebäudesanierung und

Städtebauförderung. Im laufenden Jahr stehen weitere 450 Millionen Euro zur Verfügung. Das Ziel, die Energie- und Betriebskosten der Sanierungsobjekte zu senken und diese nachhaltig und wirtschaftlich mit geringstmöglichem Aufwand erhalten und unterhalten zu können, ist im Falle der Anne Frank-Tagesstätte gelungen. Doch in Deutschland gelten mittlerweile 150.000 öffentliche Gebäude als dringend sanierungsbedürftig, darunter viele Schulen und Kindergärten – Tendenz steigend. Dass der öffentliche Sektor für rund vier Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, wovon allein 55 Prozent auf den Gebäudebereich fallen, verdeutlicht die Dringlichkeit energetischer Sanierungsmaßnahmen. Einer der wichtigsten Faktoren ist hierbei die richtige Wärmedämmung. Natürliche Materialien wie Naturfasern, Holz oder Lehm rücken immer mehr in den Fokus, garantieren sie im Vergleich zu herkömmlichen Baustoffen hervorragende Dämmeigenschaften. Eine 6,5 Zentimeter dünne Schicht aus Nadelholz ist genauso effizient wie eine ein Meter dicke Betonwand. Eine weitere wichtige Rolle für ein effizientes Energiekonzept spielt die Verglasung. Moderne Fenster sind doppelt so wärmedämmend wie alte Verbundfenster von vor 1995 und sogar fünfmal leistungsfähiger als Einfachverglasungen.

Die besten Werte erreichen Dreifachverglasungen. Bereits durch den Austausch von 20 Quadratmetern Einfachglas gegen Zweifach-Isolierglas mit Wärmeschutzbeschichtung lassen sich im Jahr mehr als 1.000 Liter Heizöl und knapp 3.000 Kilogramm CO2 einsparen. Moderne Funktionen wie Sonnen-, Lärm- oder Schallschutz bieten einen weiteren positiven Effekt. Der Energieverbrauch der Anne Frank-Tagesstätte konnte übrigens gegenüber einem vergleichbaren Neubau um rund 45 Prozent gesenkt werden. Ein erfolgreiches Beispiel energieeffizienter Altbausanierung, das hierzulande Schule machen sollte.

Grüne Gewinne »Green Building« heißt der Trend, der Rendite verspricht

Axel Novak / Redaktion

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enn die Deutsche Bank viel Geld in die Hand nimmt, dann kann der Normalsterbliche davon ausgehen, dass sich das rechnet. So auch der Umbau der Konzernzentrale in Frankfurt am Main. Knapp 200 Millionen Euro hat es gekostet, den Bau in eines der »umweltfreundlichsten Gebäude der Welt« – so die Bank – zu verwandeln. Neben der massiven Senkung der Betriebskosten profitiert die Bank vom Renommee der sozialen Verantwortung. Und von einer kräftigen Wertsteigerung. Tatsächlich liegt »Green Building« im Trend. Grüne Gebäude erfüllen ökologische Standards, schonen die Umwelt, sparen Energie und Betriebskosten. Sie sind attraktiv und erwirtschaften eine höhere Rendite. Außerdem lassen sich Immobilien, die mit niedrigen Energiekosten punkten und ökologische Standards einhalten, leichter vermieten. In den USA zum Beispiel waren nachhaltige Immobilien deutlich weniger von der Wirtschaftskrise 2008 bis 2009 betroffen als herkömmliche Immobilien. Darauf zumindest lässt der »Sustainability and the Dynamics of Green Building«-Report des weltweiten Berufsverbands von Immobilienfachleuten RICS schließen. Grüne Gebäude erzielten danach höhere Mieten und stünden seltener leer. »Je grüner, desto

gewinnträchtiger« – diese Formel gelte allerdings nicht. Spitzenrenditen werden dann erreicht, wenn das Gebäude etwa drei Viertel des weltweit anerkannten LEEDStandards erreicht. Ähnliches gilt auch für Deutschland. »Green Building lohnt sich doppelt. Wie hoch die Renditen auf das zusätzlich eingesetzte Kapital sind, lässt sich derzeit noch kaum seriös kalkulieren, aber die Rendite ist positiv«, sagt Bastian Frien von Finance-Research, der für die Hypo-

Vereinsbank das nachhaltige Bauen in Deutschland untersucht hat. Die Deutsche Bank-Tochter Rreef Alternative Investments hat ausgerechnet, dass »grüne« Gebäude um bis zu 50 Prozent höhere Mieten ermöglichten. Auch beim Verkauf erzielen sie höhere Preise als konventionelle Objekte. Zwischen zehn und 20 Prozent beträgt der Wertunterschied, so Sabine Pex von der HypoVereinsbank auf der Webseite von Energiesparclub. de. Kein Wunder also, dass immer mehr Investoren und Mieter daher Objekte nachfragen, die das Gütesiegel »grün« tragen. Der Bau selber kostet knapp zwei Prozent mehr – grundsätzlich sind Bauherren, Investoren und Mieter jedoch bereit, bis zu neun Prozent zusätzlich zu zahlen, haben die Berater von Roland Berger 2010 herausgefunden. Ob beim Grünen Bauen aber tatsächlich dauerhaft goldene Zeiten anbrechen, ist nicht sicher. »Das laute Wunschdenken der Finanzmärkte über schnelle und hohe Renditen bei Green Buildings klingt in den Ohren von Praktikern nur peinlich«, so Timm D. Esser vom Immobilien-Netzwerk SwissVermont Real Estate. Er warnt bei »grünen« Hotelimmobilien: »Bevor Green Buildings ihre konkurrenzlos günstigen Betriebskosten in der hauseigenen Öko-Bilanz verbuchen können, bevor also die Finanzmärkte in diesem Segment hantieren können, sind erst einmal Investitionen erforderlich. Das Füttern kommt vor dem Melken.«


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HAUS DER ZUKUNFT

— Unternehmensbeitrag VELUX —

Modellversuch Interview mit Dr. Sebastian Dresse, Geschäftsführer von VELUX Deutschland, zum LichtAktiv Haus Mit dem Hamburger LichtAktiv Haus verwirklicht VELUX erstmals CO2-neutrales Wohnen in einem modernisierten Siedlerhaus aus den 50er Jahren. Das Nullenergiehaus deckt SEBASTIAN DRESSE, seinen gesamten Geschäftsführer VELUX Deutschland Energiebedarf mit erneuerbaren Energien und ist Teil eines europaweiten Experiments der VELUX Gruppe.

Warum beschäftigt sich ein Dachfensterhersteller mit Konzepthäusern?

Für die Reduzierung der globalen CO2Emissionen spielt der Energieverbrauch von Häusern eine zentrale Rolle. Mit unserem Know-how und unseren Produkten wollen wir einen Beitrag leisten, höchste Energieeffizienz ohne Kompromisse bei der Wohnqualität in Einklang zu bringen. Warum modernisieren Sie dafür eine Bestandsimmobilie?

Etwa die Hälfte der 39 Millionen Wohneinheiten in Deutschland ist zwischen 30 und 60 Jahre alt. Unser Licht-

aktivhaus hat das Ziel, umsetzbare Ideen für Modernisierer zu entwickeln, wie bei bestehender Bausubstanz Nachhaltigkeit mit den gestiegenen Ansprüchen an Wohnraum verbunden werden kann. Das LichtAktiv Haus hat somit hohe Praxisrelevanz, denn es zeigt beispielhaft, dass sich höchster Wohnwert bei gleichzeitiger Energieautarkie verwirklichen lässt. Und wie geht es mit dem Experiment weiter?

Noch bis Oktober steht das LichtAktiv Haus für Veranstaltungen und Besichtigungen offen. Danach beginnt die eigentliche Testphase. Um herauszufinden, wie

sich unsere Vision von hoher Wohnqualität mit viel Tageslicht und frischer Luft in der Praxis bewährt, suchen wir eine Familie, die Ende 2011 für zwei Jahre in das LichtAktiv Haus einzieht und das Wohnen der Zukunft auf die Probe stellt. Wir wollen Erkenntnisse darüber gewinnen, wie eine umweltverträgliche Wohnlösung konzipiert sein muss, die ihren Bewohnern hohen Wohnkomfort bietet – denn schließlich soll das LichtAktiv Haus ein Gebäude sein, das sich den Bedürfnissen der Bewohner anpasst – und nicht umgekehrt. www.velux.de/lichtaktivhaus

— Gastbeitrag IWO —

Energieversorgung der Zukunft Eine wirtschaftliche und technische Herausforderung Die Bundesregierung hat ein Energiekonzept verabschiedet und eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung als Ziel definiert. Um dies zu erreichen, muss in PROF. DR. ING. einem Schritt die EnCHRISTIAN KÜCHEN, Geschäftsführer des ergieeffizienz in alInstituts für Wärme und len VerbrauchssekOeltechnik e.V. (IWO) und Präsident der europäischen toren gesteigert und Heizölvereinigung Eurofuel außerdem der Energiebedarf immer mehr durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

Im Gebäudebereich wird der Wärmebedarf durch Sanierungsmaßnahmen im Bestand kontinuierlich sinken und sich mehr und mehr auf die Wintermonate konzentrieren. Dies erfordert eine Energieversorgung, die diese Spitzenlastprofile wirtschaftlich abdecken kann. Fernwärmesysteme, die am wirtschaftlichsten mit gleichmäßiger Auslastung betrieben werden, sind hierfür weniger gut geeignet. Auch die Vorteilhaftigkeit der Kraft-Wärme-Kopplung sinkt, wenn der Wärmebedarf weiter zurückgeht. Beim Strom wird voraussichtlich das größte Wachstum im Bereich der erneuerbaren Energien stattfinden. Dies wirkt sich derzeit nur teilweise auf die Stromkosten aus,

und zwar über die Förderung der Stromerzeugung aus Wind und Sonne. Der Netzausbau, die erforderliche Stromspeicherung sowie die Bereitstellung von Regelenergie sind dagegen bislang kaum berücksichtigt. Bis heute gibt es auf dem Markt noch keine adäquaten Systeme für die Speicherung von elektrischer Energie. Auch auf der Seite der Energieverwendung werden die Grenzen zwischen den Energieträgern aufgeweicht. Es gibt einen Trend zur »Hybridisierung»: Im Gebäudesektor kommen zunehmend multivalente Heizsysteme zum Einsatz. Es handelt sich dabei um unterschiedliche, in den zentralen Heizungskreislauf eingebundene Wärmeerzeuger. Zum Beispiel eine

Kombination von Öl-Brennwertgerät, Solarthermiekollektor und Kaminofen. Im Sommer stellt die Sonne den Brauchwasserbedarf sicher, in den Übergangsmonaten sichern Sonne und Holz die Wärmeversorgung und für den erhöhten Wärmebedarf im Winter kommt zusätzlich der Heizölvorrat im Tank als flexibler und sicherer Energiespeicher zum Einsatz. Alle Energieträger sind dabei so effizient wie möglich zu nutzen und in einem System, kombiniert, das flexibel auf die Versorgung mit unterschiedlichen Energieträgern reagiert.

www.iwo.de

— Unternehmensbeitrag BAUFRITZ —

Energiesparen mit Nebenwirkungen? Passivhäuser sind nicht immer wohngesund – schlechte Raumluft kann die Lebensqualität der Bewohner beeinträchtigen Passivhäuser liegen voll im Trend – aber wie steht es um die Qualität der Innenraumluft? Die luftdichte Bauweise führt zwar zu geringeren Heizkosten, kann aber gleichzeitig zu erheblichen Gesundheitsbelastungen durch schlechte Raumluft und Schadstoffbelastung in den Innenräumen führen. Das mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnete Holzhaus-Unternehmen Baufritz betreibt seit Jahrzehnten intensive Gesundheitsforschung. Die neueste Innovation – ein Passivhaus, das nicht nur die hohen energetischen Anforderungen eines 1,5 Liter-Hauses erfüllt, sondern auch ein spürbar gesundes Raumklima verspricht. Um dies zu errei-

Designhaus mit energetischen Bestwerten

chen, kommen ausschließlich hochwertige Naturbaustoffe sowie streng schadstoffgeprüfte und baubiologisch wertvolle Materialien zum Einsatz. Die atmungsaktiven Außenwände der so genannten Voll-

Werte-Passivhäuser sorgen, kombiniert mit den speziell entwickelten intelligenten CO2-Lüftern für ein angenehmes und gesundes Raumklima. Diese Lüfter erkennen verbrauchte Raumluft und tauschen diese bei Bedarf automatisch aus. Das Gesundheitskonzept des bayerischen Unternehmens beginnt übrigens bereits mit einer Vor-Ort-Analyse des Grundstücks, nach geologischen Belastungsfaktoren und Elektrosmogmessungen. Diese Ergebnisse fließen dann bei der Hausplanung mit ein. Zum Gesundheitsschutz dieser Passivhäuser gehört auch eine Elektrosmog-Schutzhülle, welche elektromagnetische Strahlen, zum Beispiel durch Mobilfunksender verurs-

acht, auf ein Minimum reduziert. Ein weiterer positiver Effekt dieser nachhaltigen und klimaschützenden Naturbauweise ist die enorme CO2-Speicherfähigkeit von mehr als 40 Tonnen CO2 je Gebäude.

Kontakt Weitere Informationen sowie die kostenlose Architektur-Broschüre erhalten Sie unter www.baufritz-hb.de oder Tel. +49 (0) 8336 / 9000. Baufritz GmbH & Co. KG, seit 1896 Alpenweg 25 87764 Erkheim/Allgäu Tel. +49 (0) 8336/9000 eMail info@baufritz-hb.de www.baufritz-hb.de


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Ideen für das Haus der Zukunft Intelligente Lösungen sparen Energie und sorgen für Nachhaltigkeit am Bau

Jürgen W. Heidtmann / Redaktion

PLUSENERGIEHÄUSER

ZUHAUSEKRAFTWERK

Das Prinzip liegt auf der Hand: Häuser sollten mehr Energie produzieren, als sie selbst verbrauchen. Das ist keine Science Fiction, sondern bereits Wirklichkeit. Das erste Plusenergiehaus weltweit, das so genannte Heliotrop, wurde 1994 in Freiburg vom Architekten Rolf Disch errichtet. Das Haus dreht sich im Tagesverlauf stets in Richtung Sonne. Unter Ausnutzung des Treibhauseffektes an der Glasfront lässt sich damit bei Sonnenschein die Energieaufnahme des Gebäudes regeln. Das Heliotrop wurde vielfach preisgekrönt. Inzwischen gibt es Forderungen, den Baustandard »Plusenergie« gesetzlich zu verankern. So lautet etwa das Motto der »Charta von Freiburg«: »Häuser zu Kraftwerken!«

Ein kleines Kraftwerk im Keller als dezentrale Stromversorgung – diese Idee realisiert derzeit der Ökostrom-Versorger »Lichtblick« in Kooperation mit VW. 100.000 Pächter weden gesucht, die sich das 1,60 hohe Kraftwerk in den Keller stellen. Es läuft mit einem Erdgas-Motor und produziert über einen Generator Strom. Die dabei entstehende Wärme nutzen die Kunden selbst für Heizung und Warmwasser, der Strom geht an »Lichtblick« und wird mit 0,5 Cent/kWh bezahlt. Die Geräte werden per Mobilfunk von der Lichtblick-Zentrale aus gesteuert. Im November 2010 sind die ersten Anlagen in Betrieb gegangen.

www.plusenergiehaus.de

www.lichtblick.de

HOLZHÄUSER

SCHWIMMENDE HÄUSER

Mit der Forderung nach gut gedämmten, energiesparenden Häusern ist die Natur als Baustofflieferant wieder gefragt. Holzhäuser sind nicht nur ökologisch innovativ, sondern schonen die Umwelt und bieten eine angenehme Umgebung. Der Hersteller Baufritz hat sich auf den Bau von Holzhäusern spezialisiert. Dazu gehört eine 37 Zentimeter starke Voll-Werte-Wand, die den Primärenergiebedarf bis zu 50 Prozent unter die gesetzlich geforderten Werte senkt. Oder die Biodämmung aus Holzspänen. Zusammen mit einer ökologischen Holzpellet-Heizung, einer Erdwärmepumpe oder einer Solaranlage, nimmt das Haus der Zukunft Gestalt an.

Zwei Drittel der Erde sind von Wasser bedeckt. Was liegt näher, als in Zukunft Häuser auf dem Wasser zu planen? Abgesehen vom hohen Freizeitwert und der freien Sicht dient Wasser auch als Verkehrsweg. Das Hamburger Unternehmen Floatinghomes und sein Berliner Pendant Floatinghouses etwa planen und realisieren solche schwimmenden Häuser. Den Angaben zufolge gibt es hierzulande 50 bis 60 solcher Wasserhäuser. Realisiert werden solche Konzepte für Privatpersonen, denkbar sind aber auch Restaurants oder Clubs, die auf Flüssen oder Seen schwimmen. Im Lausitzer Seenland, am Südufer des Geierswalder Sees, entsteht etwa das »Lausitz Resort«, eine Ferienanlage auf dem Wasser. Hier kann man schwimmende Ferienhäuser mieten – und sein Sportboot gleich mitbringen.

www.baufritz.de

ENERGETISCHE SANIERUNG VON BÜROHÄUSERN

www.floatinghomes.de und www.floatinghouse.de www.geierswaldersee.de

ENERGIESANIERTES EIGENHEIM Es ist eine ganze Palette von innovativen Maßnahmen, die eine Sanierung nach Energiespar-Gesichtspunkten erst möglich machen. Viele in den 1960er Jahren erbaute Bürohäuser verbrauchen bis zu vier Mal so viel Heizenergie wie moderne Gebäude. Am Beispiel der Sanierung eines Degewo-Bürohauses in der Potsdamer Straße in Berlin lässt sich so eine Sanierung gut verfolgen: Der Energieaufwand für Heizung, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung soll durch effiziente Haustechnik-Hardware minimiert werden, Tages- und Kunstlichtoptimierung sowie hochselektive Dreifach-Verglasungen mit starker Tageslichttransmission und eine intelligente Steuerung der Haustechnik soll eine der Nutzung angepasste und bedarfsorientierte Regelung garantieren. Eine Abluftanlage mit geringer Strömungsgeschwindigkeit und hocheffizienter Wärmerückgewinnung ermöglicht höchste Lüftungsqualität bei geringstem Energiebedarf.

Wie man ein Eigenheim aus den 50er Jahren zum CO2-neutralen Wohnhaus umbaut, zeigt die Firma Velux mit ihrem »LichtAktiv-Haus« in Hamburg-Wilhelmsburg. Der Umbau wurde anlässlich der Internationalen Bauausstellung Hamburg und des europäischen Projekts »Model Home 2020« durchgeführt. Verfasserin des Entwurfs war Katharina Fey, Gewinnerin eines Studentenwettbewerbs an der TU Darmstadt bei Manfred Hegger, Professor und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Beispielhaft zeigt die Sanierung, wie aus einem Siedlungshaus ein lichtdurchflutetes Nullemissionshaus werden kann.

www.degewo.de

www.velux.de/lichtaktivhaus

SOLARDÄCHER

PCM

Meist werden Photovoltaik-Anlagen auf das bestehende Dach aufgeschraubt. In Zukunft aber heißt es: Das Dach selbst produziert Strom. Unter den verschiedenen Anbietern, die Solardächer aus einem Guss produzieren, geht der Hersteller Prefa mit seinem Konzept einen Schritt weiter: Hier werden die Solarzellen in die Dachplatten integriert. Das heißt, zwischen jeder Solar-Scheibe bleibt die Originalstruktur der Dachplatte sichtbar. Statt einer durchgängigen blauen Glasfläche fügt sich das Solardach des Herstellers Prefa organisch ein und ist aus der Entfernung kaum erkennbar.

www.prefa.de

Platten aus so genanntem Phase Change Material oder PCM enthalten einen Stoff, der beim Phasenwechsel von fest zu flüssig sehr viel Wärme aufnimmt. Diese Systeme heißen auch Latentwärmespeicher. Beim Aufladen eines üblichen Latentwärmespeichers werden meist spezielle Salze oder Paraffine als Speichermedium geschmolzen, die dazu sehr viel Wärmeenergie, also Schmelzwärme, aufnehmen. Da dieser Vorgang reversibel ist, gibt das Speichermedium genau diese Wärmemenge beim Erstarren wieder ab. Eine ein Zentimeter dicke PCM-Platte nimmt so bei einem Schmelzpunkt von 25 Grad Celsius und einer Temperatursteigerung um sechs Kelvin so viel Wärme auf wie zehn Zentimeter dicker Beton. In den Nachtstunden führt eine Lüftung die im Deckensegel gespeicherte Wärme nach außen ab, das PCM kristallisiert wieder aus. www.ise.fraunhofer.de


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HAUS DER ZUKUNFT

— Unternehmensbeitrag PCI AUGSBURG —

Die hygienische SauberFuge! Hygienische Sauberkeit – auch zwischen den Fliesen

Wer Fliesen putzt, kennt das Problem: Gerade im Bereich Bad, Toilette und Küche sehen Fugen oft schon nach wenigen Jahren unansehnlich aus. Selbst aggressive Reiniger schaffen nur kurz Abhilfe und verschlimmern oft langfristig die Situation. Die Innovation von PCI – der Marke für Bauprofis – bietet hierfür jetzt eine einzigartige Lösung: PCI Geofug®. Der erste Fugenmörtel auf Basis der Geopolymer-Technology. Die Vorteile, die viele Bauherren bereits begeistern, werden auch Sie überzeugen – im Erscheinungsbild genauso wie im Gebrauch. Denn PCI Geofug®:

sauren Reinigern, verschlimmert sich die Situation. Denn die Fugen werden leichter rau und brüchig und verschmutzen noch schneller. Der Vorteil von PCI Geofug®: Sie wirkt eher wie Keramik. So lässt sie sich nicht nur viel leichter sauber halten, sie ist auch besonders widerstandsfähig gegen saure Haushaltsreiniger. BEUGT SCHIMMELBEWUCHS VOR

PCI-Geofug® – eine Fuge, die sich fast von selbst reinigt.

DAS GEHEIMNIS: - besitzt eine nahezu selbstreinigende DER PECICLEAN® EFFECT Oberfläche, die das Putzen erheblich erleichtert Wenn sich Schmutz gar nicht erst fest- beugt Schimmelbewuchs vor setzt, erübrigt sich auch die Schrubberei, - ist unempfindlich gegen saure Hausum ihn zu entfernen. Das ist, kurz gesagt, haltsreiniger die Idee des peciclean® effect. Er sorgt - gewährleistet dauerhaft ein sauberes und dafür, dass Schmutz auf der Fuge keine schönes Fugenbild Chance hat. Trifft Wasser z. B. beim Put- macht Fliesenbeläge im Ganzen noch zen auf diese Oberfläche, so bildet sich ein hygienischer KUP1290_BUD_PAnz_EPH_230x177_HB 21.06.11 09:29 Seite 1

Feuchtigkeitsfilm aus, der den Schmutz unterspült. So lässt sich selbst hartnäckiger Schmutz nahezu mühelos entfernen. BEI SAUREN REINIGERN EINFACH SICHERER Es ist ein Teufelskreis: Die üblichen zementären Fugen wirken schnell schmutzig, schrubbt man sie jedoch mit aggressiven,

Rückstände aus Sporen, Bakterien oder Schmutzpartikel bieten Mikroorganismen wie Schimmelarten einen guten Nährboden. PCI Geofug® kann solche Ablagerungen abbauen. Hierzu nutzt es den UV-Anteil des Sonnen- oder künstlichen Lichts und sorgt so für hygienische Sauberkeit. Dieser als Photokatalyse bezeichnete Effekt wurde in einer Studie vom renommierten Fraunhofer Institut überprüft und bestätigt.

www.pci-augsburg.de

Energie PLUS Systemtechnik

[ Luft ] [ Wasser ] [ Erde ] [ Buderus ]

Energie PLUS ist die Zukunft – schon heute mit Buderus!

Beim Heizen Energie sparen ist gut. Noch besser ist aber Energie gewinnen! Wie das funktioniert? Das zeigen wir Ihnen auf einen Klick: unter www.buderus.de/energieplushaus. Erfahren Sie, wie wir mit hochmodernen Heizsystemen schon heute den Standard von morgen ermöglichen und welche positiven Effekte Buderus Systemtechnik sonst noch für Sie bereithält. Werden auch Sie jetzt beim Heizen zum Energiegewinner. Mit Energie PLUS. Und mit Buderus!

Wärme ist unser Element

Bosch Thermotechnik GmbH Buderus Deutschland Bereich MKT, 35573 Wetzlar www.buderus.de, Tel. 0 18 05/22 97 97 0,14 € je angefangene Minute für Anrufe aus dem deutschen Festnetz. Kosten für Anrufe aus Mobilfunknetzen betragen maximal 0,42 €/Minute.


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Die Stärke der Gemeinschaft Ob Senioren, Familien oder Singles – Baugemeinschaften liegen im Trend Hans Schürmann / Redaktion

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artmut Miksch ist ein Fan nachbarschaftlichen Wohnens. Als der Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen Anfang der 90er Jahre mit seiner Familie in einem Vorort von Düsseldorf ein Reihenhaus bezog, war er sich schnell mit seinen Nachbarn einig: »Wir verzichten auf Zäune zwischen unseren Gärten.« Vorteil für die Kinder: Sie hatten dadurch viel Platz zum Spielen. Und die Erwachsenen? Sie nutzten das offene Gelände zu gemeinschaftlichen Grillfesten und Klönabenden. Inzwischen sind die Sprösslinge groß, und Miksch und seine Freunde in den Häusern nebenan nähern sich dem Rentenalter. »Wir genießen das gemeinschaftliche Lebens so sehr, dass wir uns wünschen, gemeinsam alt zu werden – am liebsten in einem Mehrgenerationen-Projekt mit jungen Menschen«, so der Düsseldorfer Architekt. Wie dem 62-Jährigen geht es immer mehr Menschen in Deutschland. »Das Interesse an einem Leben in Wohngemeinschaften nimmt immer mehr zu«, sagt Angelika Simbriger vom koelnInstitut iPEK. War NordrheinWestfalen vor rund zehn Jahren noch Entwicklungsland beim Thema Wohngemeinschaften, hat die Zahl der Projekte in den Großstädten Köln, Düsseldorf und im Ruhrgebiet deutlich zugenommen, sagt die Moderatorin für alternative Wohnprojekte. Städte im Norden und Süden Deutschlands haben bereits mehr Erfahrung mit der alternativen Wohnform.

Berlin, Hamburg, Freiburg, Tübingen und München gehören zu den Pionieren auf dem Gebiet. In diesen Städten haben die Planungsämter schon früh erkannt, dass eine Innenentwicklung der Städte wichtiger ist als das Bauen auf der Grünen Wiese. In fast jeder Stadt gibt es Flächen und Immobilien, die schon lange Zeit ungenutzt sind. Sie sind für Wohnungsbau-Investoren ungeeignet. »Für Baugruppen aber sind sie ideal«, sagt Ulla Schreiber, die als Stadtplanerin in Tübingen an der Umwandlung eines ehemaligen Kasernengeländes in der Südstaat sowie des Französischen Viertels in lebendige Stadtteile mitgewirkt hat. Menschen, die sich ihren eigenen Wohn- und Lebensraum erschaffen wollen, seien viel kreativer und flexibler als Wohnungsbaugesellschaften, für die vor allem der Profit stimmen müsse. Es gibt viele Treiber für gemeinschaftliches Wohnen. Neben der Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Menschen kostengünstiger bauen zu können – Einsparungen von bis zu 20 Prozent seien durchaus möglich, so Schreiber – lockt die meisten Menschen die Aussicht nach größerer sozialer Nähe. »Die Angst vor Einsamkeit im Alter hat deutlich zugenommen«, hat Wolfgang Kiehle von der Wohnbund-Beratung NRW beobachtet. Ältere Menschen, die bei der Familiengründung ins Umland gezogen seien, kehrten nun vermehrt zurück in die Städte und seien die Motoren vieler Mehrgenerationen-Projekte, so der Sozialwissenschaftler. »Sie haben mehr Zeit als die Jungen, die noch berufstätig sind und bringen die nötige Ausdauer mit, wenn es darum

geht, mit Verwaltungen und Banken zu verhandeln«, sagt Kiehle. Einfach ist der Weg, der vor den Baugemeinschaften, liegt, nicht. Es gibt viele Hürden, so manches Projekt scheitert – beim Finden des richtigen Grundstücks, der Finanzierung oder durch Streit in der Baugruppe. Da ist Hartnäckigkeit gefragt. Der Bochumer Architekt Manfred Walz hat nicht locker gelassen. In einem Zeitraum von über zehn Jahren hat er 28 Projekte initiiert. Erst beim letzten hat es geklappt. Im Herbst vergangenen Jahres konnte der inzwischen 71-Jährige seine Wohnung in dem Mehrgenerationenhaus der Initative »buntStift« endlich beziehen.

— Unternehmensbeitrag PROGAS —

Klimaneutrales Flüssiggas

Foto: ForestFinance

Mit dem neuen Produkt »biosfair« ermöglicht PROGAS einen aktiven Beitrag zum Ausgleich von CO2-Emissionen.

Neben dem Klimaschutz leistet biosfair einen Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung der in Panama lebenden Menschen.

Das Dortmunder Unternehmen PROGAS ist in Deutschland der führende Versorger für die Flüssiggase Propan und Butan. Deren vielfältige Einsatzmöglichkeiten reichen vom Beheizen von Räumen und Außenflächen über das Kochen und Grillen bis hin zum Antrieb von Fahrzeugen. Dabei leistet PROGAS seit Jahrzehnten wichtige Aufklärungsarbeit für zukunftsorientierte Anwendungen wie die Brennwerttechnik, die Gas-Wärmepumpe und Kraft-Wärme-Kopplung oder das preisgünstige und umweltschonende Autogas. Mit dem neuen Produkt »biosfair« ermöglicht der Flüssiggasspezialist seinen Kunden seit April eine besondere Form

des Umweltschutzes: Über einen freiwilligen Beitrag von zwei Cent pro Liter können Haushalte ihren Gasverbrauch CO2neutral gestalten. »Wir freuen uns sehr, den Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, selbst einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten«, sagt Christian Osthof, Marketingleiter von PROGAS. Das Prinzip von biosfair ist einfach: Das beim Heizen freigesetzte CO2 wird durch die Pflanzung von Bäumen in einem WiederaufforstungsProjekt in Panama wieder ausgeglichen. Die Bäume entziehen der Luft dauerhaft CO2

und geben Sauerstoff in die Atmosphäre zurück. So gleicht zum Beispiel eine vierköpfige Familie, die im Jahr 2.500 Liter Flüssiggas verbraucht, mit einem freiwilligen biosfair-Beitrag von 50,00 Euro das emittierte CO2 vollständig wieder aus. Dabei sorgt sie jährlich für eine neu bepflanzte Waldfläche von 200 Quadratmetern. Weil der CO2-Anteil in der Atmosphäre weltweit nahezu identisch ist, lassen sich Emissionen aus Deutschland problemlos durch ein Klimaschutzprojekt in Panama neutralisieren. Tropische Wälder wachsen viel schneller und binden damit mehr CO2 in kürzerer Zeit. Zusätzlich zum Klimaschutz leistet PROGAS angewandte Wirtschaftshilfe: Das Projekt leistet vor Ort für die dort lebenden Menschen einen Beitrag zur nachhaltigen ökonomischen sowie sozialen Entwicklung in ländlichen Regionen Panamas. Bis zur Marktreife des neuen Angebots lag eine neunmonatige Entwicklungszeit. Gemeinsam mit CO2OL, einem kompetenten und seriösen Partner mit jahrelanger Erfahrung in WiederaufforstungsProjekten, kann PROGAS die ökologische und soziale Nachhaltigkeit von biosfair garantieren. Die neuen Wälder sind dabei einem transparenten Zertifizierungsprozess

ausgesetzt. Neben dem nachweislichen Beitrag für das Klima müssen sie so genannte »Co-Benefits« erfüllen. Dies sind beispielsweise flankierende Sozialprogramme oder die Förderung der Vielfalt von Lebensformen, des Boden- und Wasserschutzes. Erst dann kann das klimaneutrale PROGAS-Flüssiggas mit dem biosfair-Gütesiegel gekennzeichnet werden. Firmenprofil Das Handelsunternehmen PROGAS vertreibt die Flüssiggase Propan und Butan an private und gewerbliche Kunden sowie an öffentliche Einrichtungen. Gegründet wurde PROGAS im Jahr 1949, der Hauptsitz befindet sich in Dortmund. Mit bundesweit 345 Mitarbeitern hat PROGAS ein flächendeckendes Vertriebsnetz mit sieben Verkaufsgebieten errichtet. Die Betreuung der Kunden erfolgt durch die Regionalzentren in Hamburg, Kassel und München. Die Hotline 0180/11 11 80 00 (Festnetz 3,9 Cent/Minute, Mobilfunk max. 42 Cent/Minute) und ein Service-Point auf den Internetseiten www.progas.de sichern eine Erreichbarkeit rund um die Uhr.

www.progas.de


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HAUS DER ZUKUNFT

— Unternehmensbeitrag INTERHYP —

Heute richtig für die Zukunft finanzieren Wer sich den Traum vom eigenen Heim erfüllen will, braucht eine stimmige Finanzierung. Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, gibt wertvolle Tipps

Herr Goris, die Nachfrage nach Immobilien ist derzeit groß. Was raten Sie Käufern und Bauherren jetzt?

Egal ob Kauf oder Bau – der Schritt sollte immer wohl überlegt sein. MICHIEL GORIS, Deshalb raten wir Vorstandsvorsitzender dazu, sich erst mit der Interhyp AG der Finanzierung zu beschäftigen und dann auf die Objektsuche zu gehen. In einer individuellen Beratung klären wir zunächst ab, wie hoch das Budget für die Finanzierung jetzt und in Zukunft ist und wie viel Eigenheim man sich damit leisten kann. Auf der Basis entwickeln wir dann das individuelle Finanzierungskonzept. Wer das in der Tasche hat, tut sich auch leich-

ter bei der Immobiliensuche und erhält eher den Zuschlag beim Kauf. Ein klarer Wettbewerbsvorteil im derzeitigen Angebotsmarkt. Interhyp ist der größte Anbieter von privaten Baufinanzierungen in Deutschland. Was macht Ihre Dienstleistung so erfolgreich?

Unser Erfolg beruht auf einem klaren Geschäftsmodell mit echtem Mehrwert für den Kunden: Anders als die klassische Bank mit ihrem hauseigenen Produkt, haben wir Zugriff auf die Angebote von mehr als 300 Finanzinstituten. So können unsere Baufinanzierungsspezialisten anbieterunabhängig eine maßgeschneiderte Lösung mit besten Konditionen für unsere Kunden auswählen. Mit diesem Service sind wir nicht nur online und telefonisch für unsere Kunden da, sondern auch persönlich vor Ort.

Was bieten Sie den Kunden genau?

Zunächst entwickeln unsere Finanzierungsspezialisten zusammen mit dem Kunden ein auf seine Bedürfnisse zugeschnittenes Finanzierungskonzept. Die Berater machen sich dann auf die Suche nach dem passenden Kreditinstitut. Die breite Angebotsauswahl ermöglicht dabei natürlich auch optimale Konditionen. Denn die Berater kennen die attraktiven Förderprogramme genauso wie die Sonderaktionen einzelner Banken oder regionale Besonderheiten – eben die ganze Vielfalt des Marktes. Wo liegen denn die Zinsen derzeit? Ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt für eine Immobilienfinanzierung?

Der Zeitpunkt für die Finanzierung ist perfekt! Historisch betrachtet ist Baugeld derzeit sehr günstig. Die Bestsätze für 10-jährige Annuitätendarlehen liegen

bei etwa 3,9 Prozent Effektivzins pro Jahr, 15-jährige bei etwa 4,3 Prozent. Unsere Zinsexperten erwarten aber, dass die Zinsen langfristig steigen werden. Was heißt das für Bauherren und Immobilienkäufer?

Wer Bau oder Kauf plant, sollte nicht zu lange warten – und auch zukunftsorientiert denken. Wir raten, sich die momentan günstigen Zinsen für einen möglichst langen Zeitraum zu sichern. Wer sich etwa für 15 oder 20 Jahre entscheidet, profitiert von einer niedrigen Darlehensrate bei gleichzeitig hoher Kalkulationssicherheit. Übrigens: Auch Immobilienbesitzer mit laufender Finanzierung sollten jetzt vergleichen und sich die attraktiven Konditionen für eine Anschlussfinanzierung sichern.

www.interhyp.de

Unterstützung bei Sanierung und Bau Wer eine Förderung beantragt, muss langfristig planen

Axel Novak / Redaktion

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as Angebot an Förderungen für ökologisches und energieeffizientes Bauen ist groß, doch der Weg zum energieeffizienten Wohnen ist steinig. Bauherren und Sanierern stellt sich schon mit der Planung ihres Bauvorhabens die ganz praktische Frage: Was will ich eigentlich? Es gilt, den angestrebten Qualitätsstandard zu definieren. Beim Neubau legt die EnEVVerordnung Standards fest, die auch gefördert werden können. Weil Neubauten viel kosten und meist einen hohen Kredit erfordern, helfen viele Banken mit Infos und Anträgen über Förderprogramme. Anders bei Sanierungen. Hier müssen die vorhandene Bausubstanz, das Budget und die konkreten Förderbedingungen genau analysiert werden. Hier hilft ein qualifizierter – geförderter – Energieberater. Gefördert wird eventuell auch die Erstberatung, um das Sanierungsobjekt zu analysieren. Die Beauftragung und Überwachung der Sanierungsarbeiten sollte ebenfalls durch Fachleute ge-

schehen: Energieberater oder den Architekten. Auch das kann förderfähig sein und hilft im Zweifel, die Baumaßnahmen entsprechend der Förderrichtlinien zu belegen. Die wichtigsten Förderprogramme für Privatpersonen legt der Bund auf. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) sind die beiden zentralen Stellen. Die KfW kümmert sich um Sanierungen und einzelne Maßnahmen für ein energieeffizientes Gebäude (www.kfw.de). Seit Anfang März fördert die Bank einzelne energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen über günstige Darlehen oder Investitionszuschüsse. Vorteile der Darlehen sind lange Laufzeiten, niedrige Zinsraten und eine Rückzahlflexibilität, die sich viele private Institute einiges kosten lassen. Das Bafa wiederum hilft bei der Förderung von regenerativen Energien zur Wärmeerzeugung (www.bafa.de). Ein wichtiger Unterschied zwischen Bafa und Kfw ist das Antragsverfahren: Antragssteller rufen Kfw-Kredite über ihre Bank ab, das kann je nach Bank recht lange dauern und erfordert viel Dokumentation. Ein Problem hat,

wer selbständig ist, nur ein kleines Projekt durchführen möchte und am liebsten ganz auf einen Zusatzkredit seiner Hausbank verzichten will. Dann helfen Anbieter im Internet. Zuschüsse des Bafa dagegen gibt es direkt beim Amt, die Formulare sind auch für Normalsterbliche verständlich. Auch die meisten Bundesländer fördern Baumaßnahmen. Wer zum Beispiel bereit ist, die Sanierung ohne Türschwellen oder Treppen zu planen, der kann möglicherweise Förderung für barrierefreies Wohnen beantragen. Und schließlich lohnt es sich, beim Stromanbieter nachzufragen. Einige Unternehmen fördern Projekte für mehr Energieeffizienz. Wichtig ist die genaue Planung des Projektes. Zum einen wird häufig nur vor Baubeginn gefördert. Zum anderen schließen sich viele Förderungen aus: entweder Bafa, Kfw oder das Bundesland. Ist es möglich, einzelne Sanierungsmaßnahmen zu fördern, können größere Bauvorhaben in verschiedene förderfähige Projekte aufgeteilt werden. Einen guten Überblick über die Möglichkeiten der Förderungsmaßnahmen bietet die Webseite www.baufoerderer.de.


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in|pact media Verlag

Das Haus und die Wolke

KOLUMNE

In Zukunft werden alle Hausgeräte miteinander kommunizieren

»Wie war es nur möglich?« Unsere Autorin Marie Fink fragt, wie man im Haus der Vergangenheit überleben konnte Frei nach Grete Kempowskis oft zitiertem, schon zum Aphorismus gereiften Stoßseufzer stellt sich die Frage, wie Generationen von Kindern überhaupt überleben konnten? Wie war es möglich, sie von einer so gefährlichen Herkunft in die sichere Zukunft zu retten? War das Laufställchen nicht in strahlend schwermetallischem Blau gestrichen? Wie konnten die Fingerchen in der Küche heile bleiben, ohne das HightechRückholkommando von SieMatic S1 Schubladenschränken? Stürzten sie nicht die - von keinem Bauamt genehmigte – Treppe zum Spielkeller hinab, um sich später mit TÜVlosen Rollschuhen ohne Helm auch noch den Rest der Knochen zu brechen? Haben sie nicht Freunde besucht, indem sie einfach in deren Häuser gingen, ohne die Alarmanlage für Feuerwehr oder BKA auszulösen? »Mensch ärgere dich nicht« fand drinnen statt, und diese Kinder waren den ganzen Tag draußen. Keiner wusste, wo sie waren. Mütter konnten sie nicht mit GPS-Handys orten. Wenn die Straßenlaternen angingen, kamen sie alle gesund und munter heim. Zähneputzen, und ab in die Federn. Bei Elternabenden wurde die Klassenfahrt nach Nordstrand erörtert. Diese Eltern sprachen nicht über die Leistungsbewertung ihrer gerade in Neuseeland befindlichen zukünftigen Doktoranden oder über die neuesten interaktiven Förderprogramme auf den dafür zu Hause installierten Großrechnern. Die Nordstrand-Kinder schauten derweil heimlich »Die Straßen von San Francisco« oder lasen bis spät in der Nacht unter der Bettdecke »Asterix & Obelix«. Sie aßen Süßigkeiten mit Konservierungsstoffen und hatten sich am nächsten Tag viel zu erzählen. Sie verdarben sich nicht die Augen. Ihnen wurde nicht schlecht. Sie überlebten wundersam. Ja, ein Hauch von Wehmut liegt auf dem Haus der Vergangenheit. Es war gefährlich schön. Was ist uns nun bloß geblieben bei all den hochtechnologischen Herausforderungen im Heim? Womöglich die Handzahnbürste. Physikalisch betrachtet bewegt sich der Bürstenkopf einer elektrischen Zahnbürste beim Aufdrücken auf der zu reinigenden Stelle, jedoch die feinen Spitzen der Bürste verbleiben auf Position. Der bessere Reinigungseffekt ist eine pure Annahme. Nostalgie im Badezimmer! Eine letzte Bastion bleibt.

Hans Schürmann / Redaktion

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m Sommer träumen die Menschen von Urlaub – Meer und Berge locken, man will an den Strand oder zum Bergwandern. Kurz vor der Abreise wird es dann noch mal richtig stressig: Sind Fenster und Türen verschlossen, ist der Herd ausgeschaltet, wie schütze ich mich vor potenziellen Einbrechern? Menschen, die in einem vernetzten Haus leben, können schon heute wesentlich entspannter in die Ferien starten. »Ein Blick auf den Bildschirm des Smartphones gibt Gewissheit«, sagt Clemens Brachtendorf, Architekt und Pionier beim Thema »Intelligentes Wohnen«. Mit dem iPhone sei die Technik ein gutes Stück vorangekommen, sagt Brachtendorf, der seit 2003 die Vernetzung von Häusern anbietet. »Erstmals hatte man ein mobiles Bediengerät, mit dem man einzelne Geräte im Haus auch aus der Ferne steuern kann.« In einem intelligenten Haus sind sämtliche Geräte vernetzt, von den Lampen und der Multimediaanlage im Wohnzimmer über den Herd in der Küche bis zur Heizung im Keller. Und: Sie können miteinander kommunizieren. Sensoren erkennen zudem, ob Fenster und Türen verschlossen sind oder ob die Markise auf der Terrasse ausgefahren ist. Gesteuert werden die einzelnen Komponenten über einen zentralen Computer. Dieser ist mit dem Internet verbunden und kann im weltweiten Datennetz zusätzliche Informationen einholen, wie beispielsweise Wetterprognosen. Weiterer Vorteil: Über das Web können alle Geräte aus der Ferne bedient werden. Das vernetzte Heim bietet seinen Bewohnern neben einer höheren Sicherheit zusätzlichen Komfort. Viele Prozesse können automatisiert werden: Wenn ein Fenster offen steht, regelt sich die Heizung automatisch herunter. Beginnt es zu regnen oder nähert sich ein Gewitter mit Sturmböen, dann wird die Markise automatisch eingefahren und offene Dachfenster werden geschlossen. Beliebt sind auch voreingestellte Lichtszenarien in der Wohnung, die je nach Stimmung Lampen kombinieren oder dimmen. Praktisch sind zudem Einstellungen, die dafür sorgen, dass beim Verlassen des Hauses oder der

Wohnung alle Lampen automatisch ausgeschaltet werden. Später beim Aufschließen der Wohnungstür gehen sie wieder an, ohne dass man einen Schalter drücken muss. Noch ist das »Intelligente Wohnen« teuer. Wer einen kompletten Neubau vernetzen will, muss mit Mehrkosten von bis zu 20.000 Euro rechnen. »Die einzelnen Schalter und Steckdosen kosten um die 20 Euro, da kommt schnell eine solch hohe Summe zusammen«, sagt Sahin Albayrak, Professor an der TU-Berlin. Der Leiter des Innovationszentrums »Connected Living« rechnet allerdings damit, dass bis Ende des Jahres die Preise deutlich fallen werden. »Es gibt immer mehr Hersteller in China, die solche Vernetzungsprodukte für weniger als den halben Preis herstellen«, so Albayrak. Um auch eine Vernetzung in bestehenden Wohnungen und Häusern voranzutreiben, entwickeln die Berliner Lösungen, mit denen die Verbraucher selbst zum Systemintegrator werden. Die Technologie soll alle Geräte in der Wohnung oder Haus automatisch erkennen und diese in das Netzwerk integrieren. Wie das funktionieren könnte, zeigt Connected Living in vier Räumen ihrer »Wohnung der Zukunft« am Ernst-Reuter-Platz in Berlin. Die Forscher präsentieren dort typische Wohnszenarien von Singles, Familien und Best Agern. Im Modell für Singles etwa zeigen sie, wie Smartphone und Tablet-PC mit Fernseher und HiFiAnlage kommunizieren. Musikdaten, digitale Bücher und Videos sind auf einem zentralen Rechner gespeichert, sie können von allen Geräten abgerufen und abgespielt werden. Für die Senioren haben die Berliner die intelligente Heimvernetzung um Dienstleistungen im Gesundheitssystem erweitert. »Wir wollen dazu beitragen, dass die ältere Generation länger in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben kann und beim Umgang mit chronischen Erkrankungen im Selbstmanagement unterstützt«, so der Leiter des Innovationszentrums. Ärzte können über die Plattform von Connected Living alle notwendigen medizinischen Daten abrufen und mit ihren Patienten kommunizieren. Und wenn einer der Bewohner im Haus zu Boden stürzt, melden Sensoren den Aufprall, und der Hauscomputer verständigt die Notrufzentrale und holt Hilfe.


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