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2/2008

EIN INTERNATIONALES EREIGNIS ist er längst, der „Welttag des Buches“ am 23. April – einem wichtigen Datum der Weltliteratur, denn es handelt sich um den Todestag von Cervantes und

+ Roman-Favoriten

+ Dr. Servan-Schreiber

SIRI HUSTVEDT Ich liebe alle meine Romanfiguren, sogar solche, die widerwärtig erscheinen.”

+ Thea Dorn

Shakespeare. Seinen Ursprung hat der Feiertag für Leser aber in dem schönen alten katalanischen Brauch, am Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken.

+ Gartenglück


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büchermenschen Inhalt # 2/2008

+ 10 Roman-Bestenlese + 16 Krimikunst international und regional + 23 Gartenglück + 25 Tolle Tipps für Kids + 26 Inspirationsquellen für neue Lebensqualität 05 Rätseln mit Gewinn

© Henrik Spohler

© Peter Peitsch / peitschphoto.com

08 Flirt mit der Glücksfee

+ 06 Siri Hustvedt

+ 13 Katharina Hagena

DIE FIRST LADY der New Yorker Literaturszene macht Liebeserklärungen und schickt den amerikanischen Jedermann zur literarischen Psychoanalyse.

AUF POETISCHE WEISE verführt die großartige Erzählerin zu einem Streifzug durch ein Haus voller Geheimnisse, Erinnerungen und Gefilde des Vergessens.

Mit GROSSER LIEBE zur Literatur wurde die neue Reihe „Fischer Klassik“ entwickelt. Den Start feiern wir mit einem besonderen Gewinnspiel, bei dem der einfallsreich gestaltete Lesesessel Bookinist und natürlich schöne Klassiker-Pakete locken.

12 Auf Beobachtungsposten INNENANSICHTEN DER BUCHBRANCHE: Als Scout in Amerika entwickelte sich Barbara Perlmutter zu einer Institution. Die Entdeckerin vom Dienst gibt ausführlich Auskunft.

14 Agatha-ChristieKrimiwettbewerb DIE JURY HAT ihre Ermittlungen erfolgreich abgeschlossen – nun sind die Krimi-Fans an der Reihe, neue Talente zu entdecken.

© Peter Spiegel / BLV Buchverlag

15 Thea Dorn © Robert Espalieu

Titelbild: Petri Krook

MIT GUTEM GEWISSEN schicken wir Sie auf die Suche nach einer Jahrhundert-Persönlichkeit, deren Lebenswandel manche ihrer Zeitgenossen als skandalös empfanden.

+ 18 Dr. Servan-Schreiber

+ 22 Peter Spiegel

DER ARZT UND Bestsellerautor hat seine Krebserkrankung überwunden. Wie wir uns wappnen können, schildert er ausführlich in seinem Buch und in unserem Interview.

MUTMACHENDE KRÄUTER, MISTEL und Melisse: Aus 50 Jahren Erfahrung mit Heilpflanzen schöpft der Drogist, der zur Entdeckung seiner „Kräuterapotheke“ einlädt.

MIT KONKURRENZLOSER RAFFINESSE führt die Expertin für menschliche Abgründe Leser auf emotionales Glatteis.

21 Umfassender Service VON SMS BIS RSS: Worauf Sie sich verlassen können, wenn Sie zu www.hugendubel.de surfen.

28 Insiderwissen DIE BESTEN SACHBÜCHER über Erfolgskonzepte, Top-Trends und Entdeckungen.  | büchermenschen


   

 

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Herzlich willkommen in der Welt der bĂźchermenschen

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Die berĂźhmte Frage, welche drei BĂźcher ich im Zweifelsfall auf eine einsame Insel mitnehmen wĂźrde, kann ich beim besten Willen nicht beantworten – auĂ&#x;er mit einer nahezu endlosen Aufzählung. Wenn es Ihnen ähnlich geht und Sie mehrere Dutzend LieblingslektĂźren immer griffbereit haben wollen, dann sollten Sie nicht versäumen, an unserem LeseglĂźck-Gewinnspiel teilzunehmen. Garantiert zum LieblingsstĂźck seines kĂźnftigen Besitzers wird der Hauptgewinn: Der Lesesessel Bookinist vereint viele gute Ideen seines berĂźhmten Erfinders Nils Holger Moormann und bietet Stauraum fĂźr etwa 80 TaschenbĂźcher. Das ist doch schon eher eine realistische Zahl fĂźr Menschen, die wie ich jede freie Minute mit einem Buch verbringen. FĂźr besondere Lesestunden bietet sich in diesem FrĂźhling eine groĂ&#x;e Auswahl an: sowohl in unseren Buchhandlungen als auch in dieser Ausgabe der bĂźchermenschen. Damit mĂśchten wir Vorfreude wecken, beispielsweise auf den meisterlichen neuen Roman von Siri Hustvedt, die uns ihre Ideen, GefĂźhle und Gedanken in einem Exklusivinterview schilderte. Ebenfalls exklusiv kamen wir ins Gespräch mit weiteren Autoren wichtiger Neuerscheinungen, darunter Dr. Servan-Schreiber und Katharina Hagena, der eines der besten RomandebĂźts in diesem FrĂźhjahr geglĂźckt ist. Viele

  Briefing

Š Jan Greune

 Editorial

Nina Hugendubel

weitere Empfehlungen fĂźr jedes Alter und unterschiedlichste Interessen laden Sie ein zum SchmĂśkern auf den komfortablen Leseinseln in unseren Buchhandlungen oder an Ihrem persĂśnlichen Lieblingsplatz an der Sonne. Ein groĂ&#x;zĂźgig bemessenes Freizeitbudget zum Lesen und spannende Entdeckungen wĂźnscht Ihnen Ihre Nina Hugendubel P.S. Am 9. Juni erscheint die nächste Ausgabe der bĂźchermenschen. DarĂźber hinaus finden Sie im Web der BĂźcher unter www.hugendubel.de viele Lesetipps und Neuerscheinungen.

Sie schreiben – wir lesen – Sie gewinnen

Sehr geehrte Frau Hugendubel, nach 4 Wochen Gips konnte ich endlich wieder einmal in die City-Galerie. Und hier war mein erster Gang (noch mit KrĂźcken) zum „Hugendubel“, und ich erstand dann auch gleich wieder einige der derzeitigen Angebote und neue TBs. An der Kasse bedient hier eine reizende, sehr belesene Dame aus Thailand! Ich bin begeistert, dass es Hugendubel hier in Augsburg gibt, und bin dort sehr oft beim Schauen, Suchen, Informieren und – Kaufen. Alles Gute und beste GrĂźĂ&#x;e aus Augsburg Rose-Marie Roelle

Da wir nicht nur gern BĂźcher lesen, sondern auch Ihre Post, verlosen wir unter allen eingesendeten Leserbriefen den neuen Roman „Die Leiden eines Amerikaners“ von Siri Hustvedt, eine bewegende Familiengeschichte, im Wert von 19,90 â‚Ź.


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Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit

Gesucht: Der Mensch hinterm Bild

DAS RUNDE JUBILÄUM ist uns will-

Gegen den Willen ihrer Eltern studierte die junge Dame Philosophie, und zwar mit großem Erfolg. Beim Abschluss übertraf sie nur ein Einziger aus ihrem Jahrgang – und der wurde auch die Nummer 1 in ihrem Leben. Geheiratet haben sie aus tiefer Überzeugung nicht. Statt dessen schlossen sie einen „Pakt“, bei dem sie einander „emotionale Treue“ zusicherten und Freiheit gewährten – der Beginn einer offenen Zweierbeziehung, die gewaltigen Gefühlsstürmen und Bewährungsproben ausgesetzt war. In intellektueller Hinsicht ergänzten sich die beiden perfekt. Weltberühmt wurde die ungemein belesene Autorin als eigenständige Denkerin. Ihre fundierten gesellschaftlichen Analysen – etwa über die Situation der

© ullstein bild / Roger Viollet

kommener Anlass, alle Rätselfreundinnen und -freunde auf die Spur einer Jahrhundertpersönlichkeit zu locken, die 1908 geboren wurde. Angesichts ihrer bürgerlichen Herkunft und streng katholischen Erziehung waren ihr Lebenswandel und ihr Werk alles andere als vorhersehbar. Ihre Bücher empfanden die einen als Provokation, die anderen als Offenbarung. Heute sind sie Klassiker.

Wer schrieb hier ein Standardwerk, das auf den Index gesetzt wurde?

EINSENDESCHLUSS: Bitte schreiben Sie den Vor- und Zunamen der gesuchten Person deutlich auf eine ausreichend frankierte Postkarte mit Ihrem Absender und senden Sie diese bis 16. Mai 2008 (Poststempel gilt) an: Buchhandlung Heinrich Hugendubel, Stichwort büchermenschen, Postfach, D - 80604 München.

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Schreiben, um die Verschwörung des Schweigens zu brechen“ Frau – richten sich gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Sie schrieb ihre Bücher, „um die Verschwörung des Schweigens zu brechen“. Im letzten Heft war Martin Mosebach unser gesuchter „büchermensch“. Die Gewinner wurden bereits schriftlich benachrichtigt. Vielen Dank für Ihre zahlreichen Zuschriften! 1. Preis: Ursula Schönbach, Hamburg 2. Preis: Horst Franke, Freising 3. Preis: Manja Busch, Berlin

DER GESCHENKGUTSCHEIN der Buchhandlung Hugendubel ist ein wahrlich schmuckes Wertpapier! Er steigert die Vorfreude auf grenzenloses Lesevergnügen. Einlösen können Sie ihn in jeder Hugendubel-Buchhandlung. Sollten Sie heute keinen Gutschein gewinnen, so können Sie dennoch jederzeit einen erwerben. Den Wert legen Sie selbst individuell fest.

1. Preis: 2. Preis: 3. Preis:

75,- € 50,- € 25,- €

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Mitmachen kann jeder „büchermensch“ – mit Ausnahme der Mitarbeiter der Redaktion und der Buchhandlung Hugendubel. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

5 | büchermenschen


New Yorks Herzschlag und

Siri Hustvedt ergrĂźndet

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Mit Paul Auster verheiratet zu sein,

bedeutet eine Bewährungsprobe fĂźr eine Schriftstellerin, wenn sie nicht nur als Ehefrau des berĂźhmten Autors wahrgenommen werden will. Siri Hustvedt hat diese Herausforderung mit Bravour gemeistert und der lesenden Welt ihre literarische Ausnahmebegabung immer wieder bewiesen. Wir empfehlen die LektĂźre ihrer sämtlichen Werke von „Die unsichtbare Frau“ Ăźber den internationalen Bestseller „Was ich liebte“ bis zu dem Essayband „Being a Man“ – und ganz besonders ihren neuen Roman „Die Leiden eines Amerikaners“.

> Gibt es ein Lebensthema, das Sie beim Schreiben generell interessiert und dem Sie in Ihren Essays und Romanen nachspĂźren? < Ich träume Ăźber meine BĂźcher und spiele sie in Gedanken durch, ehe ich schreibe. Und erst dann, wenn ich schreibe, tauchen Themen auf. Was mich in â&#x20AC;&#x17E;Die Leiden eines Amerikanersâ&#x20AC;&#x153; thematisch fesselte, waren Väter und ihre Kinder, aber auch die Nuancen der menschlichen Stimme beim Artikulieren von GefĂźhlen. Und es war das Erzählen und das Verschweigen, Erinnerung, Träume, Trauma und Heilung. > Welche GrundĂźberlegung oder welcher Anlass regte Sie denn zu Ihrem neuen Roman â&#x20AC;&#x17E;Die Leiden eines Amerikanersâ&#x20AC;&#x153; an? < Als ich mit dem Schreiben anfing, war mir klar, dass mein Vater im Sterben lag. Das Buch ist eine Liebeserklärung an ihn und zugleich ein Werk, das meiner Trauer Ăźber seinen Tod entstammt. > Einige Passagen in Ihrem neuen Roman gehen auf Aufzeichnungen Ihres Vaters zurĂźck, den Sie als Ko-Autor in der Danksagung wĂźrdigen. Was veranlasste

Š Peter Peitsch / peitschphoto.com

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â&#x20AC;&#x160;Interview

Bestens vertraut mit Freud & Co: Siri Hustvedt

Sie, diese biografischen Berichte und Reflexionen in den Roman einzuflechten? < Ich habe meinen Vater wegen der Verwendung seiner Aufzeichnungen um Erlaubnis gefragt, und er hat sie mir gegeben. Die Passagen in der Ich-Form lassen das Leben von Eriks Vater anschaulich und unmittelbar erscheinen. > Der Ich-Erzähler in Ihrem neuen Roman, Erik Davidsen, ist Psychoanalytiker. Was macht diesen Beruf fĂźr Sie literarisch interessant? < Ich hatte schon immer groĂ&#x;es Interesse an der Psychoanalyse. In der Highschool beispielsweise habe ich sehr intensiv Freud gelesen, und ich habe mein Wissen in diesem Bereich bis heute weiter vertieft. Die analytische Dyade, also das Gespräch des Patienten mit dem Analytiker, ist faszinierend â&#x20AC;&#x201C; zwei Menschen in einem Raum suchen im Gespräch nach einer Geschichte, die fĂźr den Patienten einen Sinn ergibt. Die Psychoanalyse behandelt also eine bestimmte Lebensgeschichte und sucht nach einer Erzählung, die menschliches Leiden erklärt. Ă&#x201E;hnlich verhält es sich mit dem literarischen Erzählen. Deswegen hält der Literaturwissenschaftler M. M. Bachtin den Roman seiner Natur nach fĂźr dialogisch. > Die Vergangenheit spielt eine wichtige Rolle in Ihren Romanen. Warum er-


die Seelenlabyrinthe seiner Bewohner

amerikanische Träume und Traumata scheint Ihnen die Auseinandersetzung damit so bedeutsam? < Das Leben unserer Eltern steckt doch auch in uns. Die Geheimnisse, die Schmerzen, die Traumata unserer Eltern leben selbst dann in uns weiter, wenn sie nie ausgesprochen werden. Gefühle wandern von einer Generation zur nächsten. Zu glauben, dass wir uns von der Vergangenheit durch einen sauberen Schnitt befreien könnten, ist ein verbreiteter Irrtum. > Die Vergangenheit macht sich in Ihren Romanen auch durch Erinnerungen bemerkbar, die urplötzlich auftauchen. Der deutsche Schriftsteller Uwe Johnson hat dafür ein sehr schönes Bild gefunden: Er sprach von der „Katze Erinnerung“. Wie würden Sie Erinnerungen bildhaft beschreiben? < Für mich ist die Erinnerung keine Katze. Sie ist eine Art inneres Wetter – eine Atmosphäre, die von sonnig zu bewölkt oder stürmisch und wieder zurück wechselt.

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In meinen Romanen plündere ich mein Leben ... und erfinde hemmungslos.“

> Ihre Romanfigur Inga berichtet begeistert von ihrem neuen Buchprojekt über Philosophen, die zeigen, „wie untrennbar Gedanken und Gefühle miteinander verbunden sind“. Teilen Sie diese Auffassung? < Aus neurobiologischer Sicht spricht einiges dafür, dass ohne Gefühle niemand Entscheidungen treffen und ausführen kann. Ohne Gefühle kann man ja nicht einmal ordentlich denken. Gedanken ohne Gefühle – das ist pathologisch. > Inga sagt über ihren verstorbenen Ehemann, den Schriftsteller Max Blaustein: „Er war so glücklich, wenn er seine Gestalten und deren Geschichten fand. Er liebte sie, dabei waren sie nur Fantasie-

gebilde.“ Welches Verhältnis haben Sie zu Ihren Romanfiguren? < Genau wie Max liebe ich sie. Ich liebe sie alle, sogar solche Typen, die widerwärtig erscheinen. > Wie Sie kommen Erik Davidsen und seine Schwester Inga aus Minnesota – um nur eine Gemeinsamkeit von vielen zu nennen. Wie viel geben Sie denn Ihren Romanfiguren von sich selbst mit? < Ich plündere mein eigenes Leben und das anderer Menschen, und ich erfinde hemmungslos. Manche Züge habe ich mit meinen Figuren gemeinsam, aber keineswegs alle. Es ist eine Mischung. > Manche Romanfiguren scheinen Ihnen sehr ans Herz gewachsen zu sein, beispielsweise der Kunsthistoriker Leo Hertzberg, den wir als Ich-Erzähler aus Ihrem Roman „Was ich liebte“ kennen. In Ihrem neuen Roman taucht er wieder auf. Fällt es Ihnen manchmal schwer, von Romanfiguren Abschied zu nehmen? < In manchen Fällen ist das tatsächlich so. Deshalb hat es mir großes Vergnügen bereitet, Leo wieder auftreten zu lassen: nun allerdings nicht mehr als erzählendes Ich, sondern als guten alten Bekannten. Entsprechend freut es mich zu wissen, dass er Inga sehr nahe ist. > Leos Fachgebiet, die Kunst, ist ein Thema, mit dem Sie sich in Ihren Büchern immer wieder ausführlich auseinandersetzen, sei es in Essays oder in Ihren Romanen. Was macht die Beschäftigung mit bildender Kunst so wichtig und so interessant für Sie? < Malerei, Zeichnung und Fotografie bedeuten mir sehr viel. Ähnlich wie durch Literatur kann man durch diese Kunstgattungen die Welt sehen und eine Vorstellung von ihr entwickeln. Diese Sichtweisen nehme ich gern in meine Romane hinein. > Wie haben Sie für „Die Leiden eines Amerikaners“ recherchiert? < Für diesen Roman habe ich wirklich eine ganze Menge gelesen und zusätzlich sehr umfangreiche Recherchen

angestellt, beispielsweise habe ich regelmäßig neurowissenschaftliche Vorlesungen gehört und an einem Seminar von Psychoanalytikern, Psychiatern und Neurowissenschaftlern teilgenommen. Außerdem habe ich mit einer Reihe von Leuten gesprochen, die in diesen Bereichen tätig sind. Ich habe dabei jede Minute genossen. In der Tat: Man kann einen Psychiater oder Psychoanalytiker nicht darstellen, wenn man seine Hausaufgaben nicht gründlich gemacht hat. > Sie sagten einmal: „Sehr viel lebendiger als im wahren Leben fühle ich mich, wenn ich schreibe.“ Gilt das immer noch? Woher kommt das? < Ja, damit war es mir ernst, und das gilt immer noch. Woher es kommt, weiß ich nicht. Vielleicht hebt das Verfassen von Romanen vieles ins Bewusstsein – oder doch wenigstens teilweise ins Bewusstsein –, was andernfalls verborgen bliebe. Und das hat etwas Belebendes!

Verborgene Seelenwinkel zu erkunden, ist eine hohe Kunst, die der New Yorker Psychoanalytiker Dr. Erik Davidsen in Gesprächen mit seinen Patienten tagtäglich professionell betreibt. Privat beschäftigt ihn diese Herausforderung mindestens ebenso intensiv, denn die Menschen, die ihm am meisten bedeuten, sind in Geheimnisse verstrickt. Und er selbst ist es auch. Ganz zu schweigen von den Neurosen, die er pflegt, seit seine Frau ihn verlassen hat und die Dauer-Instandsetzung seiner kleinen Stadtvilla in Brooklyn die Einsamkeit kaum zu übertünchen vermag. Die Risse und Brüche in seinem Leben werden ihm um so bewusster, je stärker er sich auf die Rätsel und Probleme anderer einlässt. Ein facettenreiches Portrait des amerikanischen JederSiri Hustvedt: mann und ein bewegender „Die Leiden eines Amerikaners“ Familienroman! Rowohlt, 19,90 €  | büchermenschen


Tête-à-Tête mit einem Taugenichts,

„Fischer Klassik“ startet als Kontrastprogramm von

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 Interview

Das Beste, was die Weltliteratur von

Buch-Botschafter für quicklebendige Klassiker: Dr. Jörg Bong

< Sie haben Recht, die Arbeit mit Klassikern ist traditionell einer der wichtigsten Aufgabenbereiche des S. Fischer Verlags, denken Sie nur an die Große kommentierte Thomas-Mann-Ausgabe. Allerdings stehen wir bislang vor allem für die Autoren der sogenannten Klassischen Moderne, also für Autoren wie Kafka, Virginia Woolf oder eben Thomas Mann. Mit „Fischer Klassik“ soll nun endlich auch der Bogen zu früheren Klassikern der Weltliteratur geschlagen werden. Und weil es da eine solche Fülle an großartigen Texten gibt, gab es im Grunde gar keine Alternative zu einer eigenen, umfangreichen Reihe. > Welcher Idee ist diese neue Reihe „Fischer Klassik“ verschrieben? < Das Besondere an „Fischer Klassik“ ist, dass wir unter „Klassik“ nichts Museales verstehen. Wir sind der Über-

Lesezeichen

„Fischer Klassik“ – eine Auswahl

> Der Begriff „Klassiker“ wird ja in vielen Bereichen verwendet. Wie würden Sie denn Klassiker im Zusammenhang mit Literatur definieren? < „Klassiker“, das sind in der Literatur zunächst einfach die Autoren, die sich im Lauf der Rezeptionsgeschichte als besonders prägend erwiesen haben – Autoren also, die zum Beispiel exemplarisch für eine ganze Epoche stehen oder die bestimmte Gattungsentwicklungen vorangetrieben haben. Manchmal aber sind es auch Autoren, die so eigensinnig und singulär waren, dass sie gerade deshalb im Nachhinein zu „Klassikern“ wurden. Hölderlin zum Beispiel oder Jean Paul. „Klassisch“ jedenfalls sind die großen Texte der Weltliteratur, die bis heute für uns lebendig geblieben sind. > Literarische Klassiker gehören traditionsgemäß zu den Stärken des Fischer Verlags. Was gab nun den Anlass, den Klassikern jetzt zusätzlich eine ganz eigene Reihe zu widmen?

© Jellymountain

der Antike bis zur klassischen Moderne zu bieten hat, versammelt seit Neuestem „Fischer Klassik“. Jeden Monat bekommt das Kontrastprogramm Zuwachs: ausgewählte Prosa und Lyrik präsentiert sich in hochwertig ausgestatteten Büchern. Über das Konzept informierte Dr. Jörg Bong, Programm-Geschäftsführer bei Fischer.

Jane Austen: „Stolz und Vorurteil“ Fischer Klassik, 8,- €

 | büchermenschen

Choderlos de Laclos: Dante Alighieri: „Schlimme Liebschaften“ „Die göttliche Komödie“ Fischer Klassik, 11,50 € Fischer Klassik, 10,50 €

Charles Dickens: „David Copperfield“ Fischer Klassik, 9,50 €

zeugung, dass es immer noch aufregend ist und Spaß machen kann, Goethe oder Boccaccio zu lesen. Für uns sind „Klassiker“ Autoren auf Augenhöhe: Ihre Texte sind oft erstaunlich aktuell, und es ist schlicht und einfach ein großes Vergnügen, sie zu lesen. Was wir also zum Beispiel überhaupt nicht wollen, ist die Präsentation eines verbindlichen Kanons. Zentral für „Fischer Klassik“ ist die pure Lust am Lesen. > Nach welchen Leitlinien wird die Auswahl für „Fischer Klassik“ getroffen? < Da wir ein möglichst breites Publikum ansprechen wollen, sind auch unsere Leitlinien weit gefasst: Natürlich schauen wir, was an Schulen und Universitäten gelesen wird. Das wichtigste Auswahlkriterium ist, wie lebendig die Texte für heutige Leser sind. Deshalb gehören zu „Fischer Klassik“ eben nicht nur Hölderlin oder Dante, sondern auch Bram Stoker oder Jules Verne. > Von vielen Klassikern gibt es ja unterschiedliche Textfassungen oder Übersetzungen. Nach welchen Kriterien wird im Fischer Verlag entschieden, welche dieser Übersetzungen Aufnahme in das Klassik-Programm findet? < Es gibt drei wesentliche Typen von Übersetzungen im Rahmen von „Fischer Klassik“: Da sind erstens die ihrerseits längst klassisch gewordenen Übersetzungen, etwa Ludwig Tiecks Übertragung des „Don Quijote“ oder Goethes Übersetzung von Diderots „Rameaus Neffe“. Zweitens haben wir uns in manchen Fällen für sehr frühe oder gar Erstübersetzungen ent-

J. von Eichendorff: „Aus dem Leben eines Taugenichts“ Fischer Klassik, 7,- €

E.T.A. Hoffmann: „Der Sandmann. Das Fräulein von Scuderi“ Fischer Klassik, 7,- €

Franz Kafka: „Das Urteil. Die Verwandlung“ Fischer Klassik, 7,50 €


Leseglück

           zu gewinnen!

Carmen & Co.

Jane Austen bis Carl Zuckmayer schieden, da hier die historische Nähe zum Text oft lebendiger wirkt als die Korrektheit späterer Übersetzungen – ich denke da zum Beispiel an Tietz’ Erstübersetzung von Montaignes „Essais“ oder an die fast vergessene Erstübersetzung von Bram Stokers „Dracula“. Drittens schließlich haben wir eine Reihe erstklassiger Neuübersetzungen aufgenommen, wenn sie dem Original gerechter werden und mehr Leben einhauchen als ältere Versionen – ich verweise nur auf die wunderbaren Dostojewskij-Übersetzungen Swetlana Geiers. > Worin unterscheidet sich denn das neue Klassiker-Programm von Fischer von anderen Klassiker-Reihen? < Die gesamte Anmutung und Ausstattung der Bände sucht meines Erachtens ihresgleichen auf dem gegenwärtigen Klassiker-Markt: Macht es nicht einfach Spaß, diese Bücher in die Hand zu nehmen? Finden Sie nicht auch, dass die Umschläge zum Beispiel sehr frisch und lebendig wirken, also keinerlei unnötige Hemmschwellen errichten? Außerdem verwenden wir besonders hochwertiges Papier und haben auf ein „splendides“, also gut lesbares, luftiges Satzbild geachtet – und das alles auch noch zu einem äußerst günstigen Preis. > Hilfreich sind bei der Lektüre von Büchern aus vergangenen Epochen literatur- und geistesgeschichtliche, politische und historische Hintergrundinformationen sowie Wissen über die Autorin oder den Autor. Was dürfen sich die Leser in diesem Punkt von „Fischer Klassik“ erwarten?

< Als ganz besonderen Service statten wir jeden Titel mit dem entsprechenden Artikel aus dem völlig neu bearbeiteten „Kindlers Literatur Lexikon“ aus, das erst 2009 im Metzler Verlag erscheint. Alle Bände enthalten zudem ausführliche Daten zu Leben und Werk, die von der Redaktion der renommierten Zeitschrift für Literatur „TEXT + KRITIK“ eigens für „Fischer Klassik“ verfasst worden sind. Das ist sozusagen die editorische Grundausstattung der Reihe. In einigen Fällen, etwa bei Hölderlins „Gesammelten Werken“ oder bei unseren mittelhochdeutschen Ausgaben, bieten wir zusätzlich noch sehr umfangreiche textkritische Apparate mit ausführlichem Kommentar. > Ergänzt wird das „Fischer Klassik“Programm jeden Monat durch eine neue Anthologie. Welches Konzept liegt diesen Zugaben zugrunde? < Da Klassiker in vielfacher Beziehung zu uns und unserer Zeit stehen, gibt es natürlich auch immer wieder ganz konkrete Anlässe, an denen sich die Lebendigkeit der Klassiker zeigen lässt. Eine besonders unkomplizierte und unterhaltsame Möglichkeit sind Anthologien und Lesebücher. Wenn also zum Beispiel der Sommer vor der Tür steht, bietet sich ein Streifzug durch all die Sommergeschichten der Weltliteratur an. Oder wenn ein so wunderbarer Autor wie Christoph Martin Wieland einen runden Geburtstag feiert, wollen wir mit dem entsprechenden Lesebuch dazu einladen, sich das Vergnügen dieser Lektüre nicht entgehen zu lassen.

Was das Leserherz begehrt, verlosen wir zum Start von „Fischer Klassik“: 1. Preis: Ein Bookinist – entworfen wurde dieser mobile Lesesessel von Nils Holger Moormann, einem der eigenwilligsten und erfolgreichsten Gestalter hierzulande, der schon vielfach ausgezeichnet wurde. Sein Bookinist hat es in sich: Er bietet Stauraum für rund 80 Taschenbücher und als praktische Extras eine Leselampe sowie verborgene Fächer für Lese- und Schreibutensilien, die von der Lupe über Lesezeichen bis zum Notizbuch gleich mitgeliefert werden. Da entwickeln sich belesene Menschen gerne zu Sitzenbleibern! 2. bis 3. Preis: Je 1 Buchpaket von „Fischer Klassik“ im Wert von ca. 30,- € Die Beantwortung der Gewinnfrage fällt Klassiker-Lesern ganz einfach: In welcher Stadt macht „Der Hauptmann von Köpenick“ aus Carl Zuckmayers gleichnamigem Stück Karriere? a) Dresden b) Berlin c) Hamburg Um teilzunehmen, schreiben Sie bitte die richtige Lösung und Ihre komplette Anschrift auf eine ausreichend frankierte Postkarte und schicken diese bis 16. Mai 2008 (Poststempel gilt) an: Buchhandlung Heinrich Hugendubel Stichwort: „büchermenschen – Fischer Klassik“, Postfach, D-80604 München

Thomas Mann: „Der Tod in Venedig und andere Erzählungen“ Fischer Klassik, 8,- €

Prosper Merimée: „Carmen und andere Novellen“ Fischer Klassik, 5,-

Edgar Allan Poe: „Der Untergang des Hauses Usher und andere Erzählungen“ Fischer Klassik, 7,50 €

Mark Twain: „Die Abenteuer von Tom Sawyer“ Fischer Klassik, 7,50 €

„Mein Klassiker. Autoren erzählen vom Lesen“ Fischer Klassik, 5,- €

Teilnahmebedingungen: Mitmachen kann jeder „Büchermensch“ – mit Ausnahme der Mitarbeiter der Redaktion und der Buchhandlung Hugendubel. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Liebesglück, Leidenschaft und

Bestenlese der Neuerscheinungen für

+ Privataudienzen

+ Liebeslektionen

+ Wechselfälle des Lebens

Ansteckende Bibliomanie

Sonnenbad für die Seele

Lebensdurst & Löwenmut

„Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt“, schwärmte der große Jorge Luis Borges. Diese Vorstellung teilt er mit nicht wenigen Menschen, in deren Leben Bücher eine Hauptrolle spielen. Berühmte Beispiele versammelt dieser wundervolle Band, der opulent bebildert einlädt in die Lesewelten von Schriftstellern und anderen Bibliomanen, darunter so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Walter Kempowski, Karl Kardinal Lehmann und Rüdiger Safranski. Facettenreiche Leser-Portraits, Christine Eichel (Hrsg.): die unbekannte „Von Bücherlust und Leseglück“ Seiten zeigen. Knesebeck, 24,95 €

Schnurren mit Charme Widerstand ist zwecklos, das Gleiche gilt für Erziehungsversuche – zumindest, was Bemühungen von Menschen gegenüber Stubentigern anbelangt. Umgekehrt klappt die Sache ziemlich hervorragend. Jede Menge Beweise dafür liefert Frau Mümmelmeier von Atzenhuber, eine Katzen-Diva mit viel Lebenserfahrung und außerordentlichem Erzähltalent. Von Komödie bis Tragödie reicht das Spektrum der Episoden aus dem Alltag einer wundersam wachsenden Samtpfoten-Familie und ihrer Menschen. Nicola Förg: „Frau Mümmelmeier von Atzenhuber erzählt“ Eine humorvolle Emons, 12,90 € Liebeserklärung. Druckfrisch ab Ende März! 10 | büchermenschen

Wie Schneeflocken im Sturm werden die Gefühle und Gewissheiten von Ulik wild durcheinander gewirbelt. Kein Wunder, denn was in der arktischen Heimat des jungen Botschafters der Inuit seit Menschengedenken als ganz natürlich gilt, ist alles andere als selbstverständlich in Paris, wohin ihn seine verantwortungsvolle Mission geführt hat. An die Gemeinschaft im Iglu gewöhnt, erfährt Ulik in seinem schicken Hotelzimmer erstmals, was Einsamkeit bedeutet. Ebenso wenig wie diverse „Polar Bear“- Cocktails vermag es ihn zu trösten, dass hier offensichtlich viele Leute mutterseelenallein zu Bett gehen. Überhaupt erscheint ihm einiges ziemlich erstaunlich, was das Beziehungsleben anbelangt. Und das gestaltet sich in Paris wesentlich komplizierter als bei den Inuit, für die Liebe der Austausch von Geschenken zwischen zwei Menschen ist, die einander brauchen. Doch trotz verwirrender Verhältnisse findet Ulik auch hier menschliche Wärme, die Eisschollen zum Schmelzen bringen könnte wie die Frühlingssonne. Mit Ulik hat der französische Autor François Lelord – nach dem Psychiater Hector aus seinen drei Weltbestsellern – ein weiteres Mal einen höchst sympathischen Helden geschaffen, der viele bereichernde Erfahrungen und lebenskluge Einsichten beim Lesen verspricht. Ein wunderbares Buch über die große Kunst zu lieben und ihre verschiedenen SpielarFrançois Lelord: „Im Durcheinanderland ten.

der Liebe“ Piper, 16,90 €

NORWEGEN ANNO 1912: Für den Professor ist es eine medizinische Sensation, für den Vater ein Schock – die kleine Eva unterscheidet sich durch eine seltene Krankheit unübersehbar von allen anderen Kindern, denn von Kopf bis Fuß ist ihr ganzer Körper von feinem Haar bedeckt. Versteckt vor neugierigen Blicken wächst sie einsam auf. Immer größer werden auch ihre Sehnsucht, der Isolation zu entfliehen, und ihr Mut. Ein literarisches Kunststück, lebensklug, tieftraurig und doch voller Hoffnungsfunken, Erik Fosnes Hansen: „Das Löwenmädchen“ die strahlen wie der Kiepenheuer & Witsch, 19,95 € Nordstern.

Amsel, Drossel, Fink und Stasi DAS WECHSELVOLLE 20. Jahrhundert voller großer Hoffnungen und Katastrophen in Deutschland spiegelt sich in den persönlichen und beruflichen Entwicklungen und Erfahrungen zweier Wissenschaftler, die beide in Dresden die Geschichte der DDR von der Gründung an miterlebten. Kaltenburg (Jahrgang 1903) erlangt als Biologe internationales Ansehen. Sein jüngerer, 1934 geborener Kollege, ein Vogelkundler, kommt als Erzähler zu Wort in Marcel Beyers vielschichtiMarcel Beyer: gem, stilistisch bril„Kaltenburg“ Suhrkamp, 19,80 € lantem Roman.


andere Gefühlsgewitter

besondere Ansprüche

+ Kunst, die verzaubert

+ Amoklauf

+ Macht und Moral

Kompass des Herzens

Rätsel einer Wahnsinnstat

Welt im Umbruch

DAS MUSIKALISCHE TALENT hat Isaias ebenso von seinem Großvater geerbt wie die Glücksritter-Mentalität. Weil er der Arbeit auf den Zuckerrohrfeldern wenig abgewinnen kann und das Auskommen durch Dürre und Räuberbanden erschwert wird, packt er seine Geige und zieht von seinem Heimatdorf in die große Stadt an der Küste. Als die Nachrichten von ihm ausbleiben, macht sich seine kleine, ihm in tiefer Seelenverwandtschaft verbundene Schwester auf, ihn zu suchen. Ein großartiges SüdDaniel Mason, amerika-Epos von „Die Musik der Ferne“ Blessing, 19,95 € magischer Poesie!

Magische Momentaufnahmen FÜR LUCY STRANGE sind Fotografien wie Küsse: sinnlich, flüchtig und ewig zugleich. Die junge Australierin sieht die Welt in Bildern. Deshalb möchte sie Bewegendes festhalten und wird in den 1860er Jahren zu einer Pionierin der Fotografie. Ihr Weg führt nach London, Indien und zurück nach England. Gail Jones ist ein zarter Roman voller Zeitschleifen gelungen, poetisch wie ein altes Foto, rätselhaft wie eine Spiegelung im Wasser und verschlungen wie das Leben. Technik und EmoGail Jones: tionen tanzen einen „Sechzig Lichter“, Edition Nautilus, 19,90 € leuchtenden Reigen.

„Es gibt Augenblicke, in denen du als Autorin feststellst, dass es eben nicht nur um Fiktion geht“, hat Jodi Picoult einmal gesagt. Vielleicht wählt die amerikanische Bestsellerautorin darum so zielstrebig Themen, die kontrovers diskutiert werden. Und sie macht daraus Verblüffendes: Sie verschafft Einsichten, weckt Verständnis. Auch in „19 Minuten“ gelingt ihr das hervorragend. Es geht um das Massaker an einer Highschool und um den 17-jährigen Täter Peter, der jahrelang gemobbt und gequält wurde, bis er schließlich um sich schießt und zehn Menschen tötet. Jodi Picoult hat keine vorgefertigten Antworten auf die Wahnsinnstat, sondern stellt die richtigen Fragen: Welche Rolle spielt Peters Sandkastenfreundin Josie, die ihn im Stich ließ, um zu den „coolen Kids“ zu gehören? Welche Verantwortung trägt Peters Vater als Waffenfan? Wie geht das Leben weiter? Den brisanten Themenkomplex um Schuld, die verzweifelte Suche nach Gerechtigkeit und die Traumatisierung von Familienmitgliedern und Freunden schildert Jodi Picoult aus den Perspektiven verschiedener Betroffener, die sie virtuos verknüpft. Ihre Schilderungen sind lebensnah, leicht lesbar, sehr exakt und einfühlsam. Bestens vertraut mit den einzelnen Charakteren, fiebert der Leser von der ersten bis zur letzten Seite mit. Ein brandaktueller, brillant geschriebener Roman, der in den USA lange auf Platz 1 der BestselJodi Picoult: lerlisten stand.

„19 Minuten“ Piper, 19,90 €

Frankreich hat ihn bereits ganz groß gefeiert und mit mehreren namhaften Preisen gewürdigt – nun ist er endlich auch bei uns zu entdecken, und zwar in einer hervorragenden Übersetzung: François Vallejos historischer Roman über ein psychologisches Schattenduell, das zwei völlig ungleiche Männer in den 1840er Jahren auf einem entlegenen Schloss in der Normandie ausfechten. Das Regiment hier übernimmt nach dem Tod seines Vaters Baron de l‘Audépine, ein widersprüchlicher, schwieriger Mensch, dessen Launen sich wie Gewitter entladen. Gnadenlos pflegt er seinen exzentrischen Lebensstil, postuliert aber gleichzeitig republikanische Ideale, sympathisiert mit einer sozialen Revolution und erstaunt seine Bediensteten durch Ermunterungen zu selbstständigem Denken. Auf seine Adelsprivilegien will er ebenso wenig verzichten wie auf seine befremdlichen erotischen Rituale mit wechselnden Gespielinnen, deren Menschenwürde er mit Füßen tritt. Als eines der Mädchen spurlos verschwindet, verdächtigen die Dienstboten den Baron des Mordes. Damit eskaliert die Konfrontation zwischen dem Schlossherrn und dem Wildhüter Lambert, einem grundsoliden Naturburschen. Weitere Turbulenzen verursacht in diesem beeindruckenden Sittengemälde des geistigen und politischen Umbruchs Napleons Machtübernahme. Ein literarisches Ausnahmeereignis, das durch Nuancenreichtum und François Vallejo: „Monsieur Lambert und subtile Spannung die Ordnung der Welt“ besticht! Aufbau Verlag, 19,95 € 11 | büchermenschen


Immer um eine Nasenlänge voraus 30 Jahre als Scout in New York: Barbara Perlmutter

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© Privat

 Interview

Ihrem siebten Sinn für literarische

Entdeckungen und ihrem Insiderwissen verdanken viele Bücher, dass sie den Sprung über den großen Teich schafften und auch in Deutschland begeisterte Leser fanden: Barbara Perlmutter war rund 30 Jahre in den USA als Scout im Einsatz für den Fischer Verlag, dem sie die entscheidenden Tipps und Informationen zu den interessantesten amerikanischen Neuerscheinungen gab, etwa von Marisha Pessl und Tim Flannery. So wurde sie selbst zur Institution in der Buchbranche. Zum Ende des Jahres 2007 schloss sie ihr Büro in New York. Wir fragten sie nach ihren Erfahrungen und baten sie, Bilanz zu ziehen.

> Worin besteht die Tätigkeit eines Literaturscouts eigentlich genau? < Ein Scout versucht, so früh wie möglich Informationen über neue – in meinem Fall: amerikanische – Titel zu sammeln, zu lesen und, wiederum so schnell wie möglich, an die Lektoren zu senden, am besten gleich mit den Manuskripten. Bei der Auswahl geht es nicht nur um das eigentliche Manuskript, sondern auch darum, wie man die Pläne des amerikanischen Verlags einschätzt, oder wie hoch bei einer Auktion geboten wurde. Lektoren wollen auch darüber informiert werden, was andere Verlage einkaufen. > Welche berufliche Ausbildung haben Sie absolviert? < Ich arbeitete etliche Jahre in einer kleinen New Yorker literarischen Agentur. Dort lernte ich nach und nach, wie sich ein Manuskript zum Buch entwickelt sowie die Kontaktpflege zu Autoren und Verlegern. Die Agentur betreute auch die US- und kanadischen Rechte einiger deutscher Verlage, d.h. Titel deutscher 12 | büchermenschen

Entdeckerin vom Dienst: Barbara Perlmutter in New York

Autoren wurden in die USA oder nach Kanada verkauft. > Wie kam es eigentlich, dass Sie Scout wurden? < Das war reiner Zufall, der Job wurde mir angeboten. > Welche Eigenschaften und Fähigkeiten braucht man, um als Scout richtig gut zu sein? < Man muss Talent haben, gute Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Ein gutes Gedächtnis ist wichtig, um sich möglichst viele Namen und Titel merken zu können. Und man braucht Geduld und Begeisterung, viel zu lesen. > Wie sieht der typische Arbeitstag eines Scouts aus? < Ein Scout telefoniert sehr viel mit Agenten, Lektoren und den Personen, die für den Rechteverkauf verantwortlich sind. Täglich stehen zwei oder drei Besuche bei Verlagen an, um sich über die Titel der kommenden Saison zu informieren. Dieses Material wird abends gelesen, sortiert und dann an die entsprechenden Lektoren gesandt, in meinem Fall nach Frankfurt, zum Fischer Verlag. Darüber hinaus muss man sich weitläufig in der Tagespresse über neue Trends informieren. > Wie lange brauchen Sie, um festzustellen, ob ein Buch gut ist und Erfolg haben könnte? < Meistens liest man 50 Seiten, ehe man entscheidet, ob das Weiterlesen

lohnt. Manchmal weiß man aber auch sehr schnell, dass ein Buch nicht infrage kommt. Ein gutes Buch ist übrigens durchaus nicht immer ein Erfolg. > Was muss ein Buch auszeichnen, damit es Sie anspricht? < Ich habe es gern, wenn ich beim Lesen etwas ganz Neues erfahre. > Worin bestand für Sie der besondere Reiz Ihrer Tätigkeit als Scout? < Es fasziniert mich immer wieder zu beobachten, wie unterschiedlich die Leser in anderen Ländern ein Buch einschätzen. Manchmal ist ein Titel weltweit beliebt, manchmal nur in den USA. Es gibt auch amerikanische Autoren, die hauptsächlich im Ausland gelesen werden. Es ist sehr interessant, die Kulturen im Vergleich zu betrachten. > Was werten Sie als größten Erfolg Ihrer Arbeit als Scout? < Unsere Arbeit ist erfolgreich, wenn die Lektoren, für die wir arbeiten, Gewiss-heit haben, dass sie gut und schnell informiert werden. Sie allein treffen die Auswahl für ihr Programm. > Was waren Ihre schönsten Erlebnisse als Scout? < Ein Scout ist immer besonders zufrieden, wenn ihm ein Lektor das Manuskript eines jungen, viel versprechenden Autors zusteckt, das noch kein anderer kennt und das eigentlich noch geheim bleiben soll. > Wie hart ist eigentlich der Konkurrenzkampf unter Scouts? Muss man nicht ständig fürchten, dass einem Kollegen die richtig interessanten Titel abjagen? < Die Konkurrenz unter den Verlagen ist groß, besonders im Bereich der Unterhaltungsliteratur. Deshalb hat man tatsächlich eine ständige Unruhe, etwas Wichtiges zu verpassen. > Auf welche Weise kann man sich dagegen wappnen? < Bedauerlicherweise gibt es kein Gegenmittel und keinen Trick. Schließlich kann man einfach nicht immer alles gelesen haben.


Wo die Erinnerungen zuhause sind Katharina Hagenas fabelhaftes Romandebüt

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 Interview wunderbare

literarische

Entdeckung: Den Duft von Kindheitssommern, die Sehnsucht von Verliebten, die Trauer der Johannisbeersträucher und die Magie von Worten hat Katharina Hagena in ihrem Debütroman eingefangen, der alle Voraussetzungen erfüllt, ein Lieblingsbuch für viele Leser zu werden. Mit der in Hamburg beheimateten Autorin sprachen wir über Leidenschaften, Seelenlandschaften und die Rätsel des Vergessens und Erinnerns.

> Ihr literaturwissenschaftliches Fachgebiet ist James Joyce. Während nicht wenige Leser vor seinem labyrinthischen Erzählkunststück „Ulysses“ kapitulieren, erforschen Sie seit über zehn Jahren sein Werk. Was ist für Sie so aufregend und erfüllend daran, sich derart ausführlich mit einem einzigen Autor auseinander zu setzen? < Das mit Joyce war eher ein Zufall. Als ich den „Ulysses“ mit 21 Jahren das erste Mal las, wollte ich wohl vor allem meine Umgebung beeindrucken. Nicht zuletzt weil ich das Buch auf Englisch las, verstand ich eigentlich gar nichts, konnte aber dennoch nicht aufhören zu lesen. Ich war gepackt und berauscht von der Sprache und wollte unbedingt mehr verstehen. Diesem Bedürfnis bin ich dann also nachgegangen. Es spricht vielleicht gegen meine Auffassungsgabe – oder eben für den Text, dass ich immer noch nicht aufgehört habe, dieses Bedürfnis zu verspüren. > Wie würden Sie allgemein Ihre Grundhaltung gegenüber Literatur beschreiben? < Leidenschaftlich und gierig. Oft misstrauisch. Und Enttäuschungen nehme ich persönlich. > Iris, die Hauptperson Ihres neuen Romans „Der Geschmack von Apfel-

© Henrik Spohler

Eine

Geht Geheimnissen auf den Grund: Katharina Hagena

kernen“, hatte schon als Kind eine regelrecht innige Beziehung zur Sprache. Wie Muscheln und Steine sammelt sie Wörter, die sie dann in verschiedene Kategorien einteilt und in einem Vokabelheft festhält. Worum ging es Ihnen, als Sie Iris diese Vorliebe zuschrieben? < Die Frage, was wohl im Inneren einer Muschel, eines Steins, eines besonderen Wortes, eines hermetischen Gedichtes, einer verschlossenen Seele sein mag, weckt alle möglichen Fantasien. Die Verlockung des Geheimnisses, die Sehnsucht nach Wissen ist schon seit Adam und Eva ein großes Thema – ein Apfelthema natürlich. > Seltenheitswert – sowohl in der alltäglichen Wahrnehmung wie auch in Romanen – haben Ihre Schilderungen von Großmutter Bertha, deren Gedächtnis sich in einer Art Auflösungszustand zu befinden scheint. Worauf kam es Ihnen bei der Darstellung Berthas am meisten an? < In meinem Buch versuche ich, die verschiedenen Spielarten und Facetten des Vergessens zu beschreiben und auszuloten. Und Berthas Krankheit ist sicher die grausamste von allen. Aber letztlich kam es mir am meisten auf Bertha selbst an.

> Ihr Roman bringt einen ins Grübeln über Zugehörigkeit und Zuhause-Sein: Ist das eher bei Menschen? Oder in einer Landschaft? Was würden Sie sagen? < Ich glaube, das ist bei jedem anders. Wenn man kleinere Kinder hat, möchte man nirgends anders wohnen als dort, wo sie sind. Aber ich glaube auch, dass es so etwas wie eine Seelenlandschaft gibt. Einen Ort, eine Stadt, eine Landschaft, die man in sich trägt. Manchmal ist es der Ort der Kindheit, manchmal aber hat man ihn noch nie gesehen, spürt aber dennoch eine Sehnsucht danach. Fernweh ist das nicht, sondern richtiges, handfestes Heimweh. > Angesichts Ihres Faibles für ulkige Begebenheiten und Pannen bei den schüchternen Kennenlernversuchen ihrer Romanfiguren hätten wir gerne noch von Ihnen gewusst, wie Sie Romantik definieren. < Eine Romantikdefinition? Oje. Nur soviel: Eine beherzt, aufrichtig und gefühlvoll durchgezogene Panne ist in jedem Fall besser als langstielige Rosen oder mediokre Reime. MIT GEMISCHTEN GEFÜHLEN betrachtet Iris ihr Erbe: Großmutter Berthas Haus samt Garten, wo sie einst als Kind ihre Ferien verbrachte und nun alles eigenartig verwunschen und geheimnisvoll wirkt. Der Gang durch die Räume wird zum Streifzug durch die Familiengeschichte, bei dem sie auf lange Zeit Vergessenes stößt. Allmählich erwachen immer mehr Erinnerungen, auch an die Nacht der großen Tragödie. Schicksalhafte Geschichten von drei Generationen werden lebendig. Dieser warmherzige Familienroman ist ein literarischer GlücksKatharina Hagena: fall – zauberhaft, klug „Der Geschmack von Apfelkernen“ und herrlich komisch! Kiepenheuer & Witsch, 16,95 €

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Perfekte Verbrechen Krimiwettbewerb 2008: Die Ehrungen

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 Reportage

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wäre begeistert: Ganze Kartons füllten die Einsendungen zum „Agatha-ChristieKrimiwettbewerb 2008“, den die Zeitschrift „freundin“, der Fischer Taschenbuch Verlag, das Krimifestival München und die Buchhandlung Hugendubel gemeinsam veranstaltet haben. Finden Sie Ihre Trauminsel unter den 101 Porträts kaum bekannter Eilande! Jubiläumsausgabe, nur ¤ 10,–

Die Preisträger 1. Preis: „Schachmatt“ betitelte Heike Koschyk ihre klug ausgetüftelte Schilderung eines perfekten Racheakts. Die Autorin, die schon mehrere Thriller veröffentlicht hat, wird von FIT Touristik zu einer anregenden einwöchigen Reise nach Istanbul eingeladen, wo sie auf Agatha Christies Spuren wandeln und standesgemäß im 5-SterneHotel Hyatt residieren wird. 2. Preis: Sunil Manns ausgezeichneter Beitrag heißt „Flaschenpost“. Der Autor hat beste Voraussetzungen, seine Botschaften auf modernste Art zu versenden, denn er darf nun das Notebook Sony „Vaio CR“ sein eigen nennen, das top ausgestattet ist und via Bluetooth Zugang zum Internet bietet.

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3. Preis: Leo Hoffmann kann ihre Ideen künftig besonders stilvoll zu Papier bringen: mit dem hochwertigen Waterman-Schreibset „Exception“, das einen Füllfederhalter und einen Kugelschreiber enthält. Eine würdige Belohnung für die produktive Autorin, die mit ihrem Kurzkrimi „Fräulein Schneider spielen“ die Jury überzeugte. Die „freundin“-Auszeichnung ehrt eine viel versprechende Debütantin: Sabine Eymelt-Niemann ist hauptberuflich Richterin und landete den Coup mit „Gut getroffen im Leben“, ihrer ersten Veröffentlichung im Krimibereich.

Voll ins Schwarze traf das Motto der Ausschreibung: „Im Kreis der Familie“ inspirierte bekannte Autoren und Newcomer gleichermaßen. Um die Preisträger zu ermitteln, nahm den spannenden Lesestoff eine fünfköpfige Expertenrunde unter die Lupe. Zum Kreis der erfahrenen Juroren gehörten: Cordelia Borchardt, Lektoratsleiterin beim Fischer Taschenbuch Verlag, Andreas Hoh, Leiter des „Krimi-Festivals München“, Nina Hugendubel, die bekannte Schauspielerin Jutta Speidel und Katharina Rieger, Textchefin der „freundin“. Viele Wettbewerbsteilnehmer erwiesen sich als echte Könner. Die Besten wurden gebührend geehrt: mit der Veröffentlichung ihrer Kurzkrimis in einer Anthologie, die in den Hugendubel-Buchhandlungen erhältlich ist, und bei der Preisverleihung auf dem Krimi-Festival im BWM-Pavillon am Lenbachplatz – ein Abend, der sicher nicht nur den Gewinnern in besonderer Erinnerung bleiben wird.

25 ÜBERZEUGENDE BEWEISE für großes Talent im Krimi-Genre versammelt die Anthologie mit den besten Beiträgen zum „Agatha-Christie-Krimiwettbewerb 2008“. Wer spannende Storys schätzt, sollte sich folgende Autorennamen merken: Christian Bartel, Veit Bronnenmeyer, Sabine EymeltNiemann, Dr. Stefan Fabry, Iris von Finckenstein, Hans Forster, Petra Greschitzek, Ursula Heinrich, Alfred Hellmann, Leo Hoffmann, Heike Koschyk, Sabine Ludwig, Sunil Mann, Annette Petersen, Helmi Schausberger, Claudia Schlegl, Cornelia Schneider, Britta Scholten, Savita Saskia Schulte, Amaryllis Sommerer, Antonia Spohr, Katrin Stehle, Chris J. 25 Autoren: Stone, Sabine Trinkaus „Im Kreis der Familie“ Fischer TB, und Marcus Winter. Lesevergnügen zum Nulltarif


Eine Philosophin für Extremfälle

Thea Dorns furioses Täuschungsmanöver

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 Interview

DER WEISHEIT LETZTER Schluss be-

Werte, Vernunft und Moral sind der Autorin immer noch wichtig, deren Romane sich im Krimi-Sortiment ausnehmen wie geladene Revolver neben Wasserpistolen aus der Spielzeugabteilung. Ihre Munition sind Ironie und unheimliche Überraschungen, die einen mitunter aus allen Wolken fallen lassen – und ins Grübeln bringen. Gleich für ihren ersten Kriminalroman „Berliner Aufklärung“ wurde ihr der „Marlowe“-Preis verliehen. Für ihr druckfrisches Buch „Mädchenmörder. Ein Liebesroman“ müsste eine neue Auszeichnung erfunden werden, denn es sprengt gängige GenreSchubladen.

> Eine namhafte Zeitung nannte Sie respektvoll „Deutschlands grausamste Philosophin“. Ist das zutreffend? < Wenn Sie „grausam“ im Sinne von „unerbittlich“ verstehen: Ja. Nachgiebiges Denken mag in der Politik seinen Platz haben, in der Philosophie hat es nichts zu suchen. > Sie haben nicht nur Philosophie studiert, sondern auch mehrere Jahre an der Uni gelehrt – um dann als Moderatorin und Autorin zur Literatur zu wechseln. Weshalb? < Philosophie, zumindest die aufgeklärte, betrachtet den Menschen primär als Vernunftwesen. Und meiner Ansicht nach sollten wir dieses Ideal, Dinge nüchtern zu analysieren und entsprechend ver-

© Kerstin Ehmer

stand für Thea Dorn darin, ihren Philosophie-Lehrauftrag an den Nagel zu hängen und sich der Literatur zuzuwenden, um das Interesse der Menschheit für die wichtigen Fragen des Lebens zu gewinnen. Kategorien wie Wahrheit,

Spürt den dunklen Seiten der Menschen nach: Thea Dorn

nünftig zu handeln, auch nicht aufgeben. Bei allem Willen zum Humanismus lässt sich jedoch nicht leugnen, dass wir Menschen auch eine „dunkle“, von der Vernunft nicht erhellte Seite haben. Und an diese dunkle Seite kommt man nun mal besser mit den Mitteln der Literatur heran als mit den Mitteln der Philosophie. > In den preisgekrönten Krimis aus Ihrer Anfangszeit als Autorin schickten Sie toughe Ermittlerinnen auf Mörderjagd. Im Gegensatz dazu ist der Täter schon am Beginn Ihres neuen Buches „Mädchenmörder“ bekannt und die Leser werden Zeugen seiner Gewalttaten. Wie würden Sie Ihr neues Konzept beschreiben? < Es handelt sich weniger um ein neues „Konzept“. Bei mir hat sich schon immer jeder Stoff seine eigene Form gesucht. Bei der Arbeit an „Mädchenmörder“ ist mir rasch klar geworden, dass ich mich diesmal ganz auf die Beziehung Täter-Opfer konzentrieren will. Was zwischen diesen beiden Charakteren abläuft, ist so intensiv, dass jeder Ermittler nur gestört hätte. > Die Therapeutin des Entführungsopfers Julia spricht vom „Stockholm-Syndrom“, Medien ebenfalls. Was veranlasste Sie, einen Roman über dieses heikle Thema zu schreiben? < Vor vielen Jahren bin ich über einen Fall gestolpert, der sich 1984 in den USA zugetragen hat: Ein Serienmörder,

der bereits zahlreiche junge Frauen vergewaltigt und getötet hat, entführt ein 16-jähriges Mädchen, das er ebenfalls vergewaltigt – aber nicht tötet. Dieses Mädchen bleibt bei ihm, obwohl es die Chance hätte zu fliehen und obwohl der Täter weitere Frauen tötet. Was ist zwischen diesen beiden geschehen? Hat sich das Mädchen tatsächlich in seinen Vergewaltiger verliebt? Was bedeutet „verliebt“ in einem solchen Zusammenhang? Und ist es nicht vielleicht eine ganz „natürliche“ Schutzreaktion, sich mit seinem Aggressor zu identifizieren? In letzter Konsequenz berühren solche Fragen nicht nur Extremfälle wie Entführungen und Vergewaltigungen, sondern den Kern unserer Existenz. > Der Schluss Ihres Buches ist ziemlich gewagt. Er sprengt gängige Vorstellungen. Befürchten Sie keinen Aufschrei? < Warum sollte ich ihn fürchten? Seit wann sind Bücher dazu da, gängige Vorstellungen zu bestätigen?

WIE ÜBERSTEHT EIN Entführungsopfer Beschimpfungen, Folter, Vergewaltigung und die ständige Angst, umgebracht zu werden? Welche psychischen Folgen haben diese Erfahrungen? Was passiert emotional zwischen dem Täter und der Gefangenen? Über die Ereignisse und die psychologischen Rätsel verbreiten die Medien andere Versionen als die 19-jährige Julia. Im Schatten öffentlicher Spekulationen macht sie sich nach ihrer Befreiung daran niederzuschreiben, was sie in den Händen ihres Peinigers erlitten hat. Ein dramatisches Vexierspiel, in dem Wahrheitsfindung, Selbsttäuschung und Gefühle, die vor allen anderen verborgen werden, wild durcheinander wirbeln. Und ein virtuoser Jonglage-Akt Thea Dorn: mit den Erwartungen der „Mädchenmörder. Ein Liebesroman“ Leser! Manhattan, 19,95 € 15 | büchermenschen


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Ebbe und Flut

Als bester Krimiautor Skandinaviens wurde Stieg Larsson 2006 postum geehrt. Ehe er 2004 an einem Herzinfarkt starb, konnte er gerade noch seine „Millenium-Trilogie“ vollenden, für die er die hohe Auszeichnung bekam. Nun ist endlich auch auf Deutsch das Finale erschienen: Der schwedische Geheimdienst versucht mit infamen Methoden, Lisbeth Salander wegen ihres brisanten Wissens über kriminelle Verstrickungen der Regierung mundtot zu machen. Für ihre Rettung lässt ihr Ermittlerkollege Stieg Larsson: Mikael Blomkvist „Vergebung“ Heyne, 22,95 € nichts unversucht.

Alle mochten Erik Flecker, den Juniorchef einer großen Cuxhavener Werft. Doch dann gerät er in eine grausame Falle. Qualvoll stirbt er im Watt. Sein Vater Paul erleidet einen Schlaganfall und fällt ins Koma. Als Tochter Janne die Geschäfte übernimmt, findet sie heraus, dass der alte Herr ein Doppelleben führte, zahlreiche Geliebte hatte und in dunkle Machenschaften verstrickt war: Eigentlich sollte er getötet werden, nicht Erik. Die Familie ist entsetzt. Ein dramatischer Nordsee-Krimi im Alexandra Kui: „Blaufeuer“ Nebel der GeheimHoffmann und Campe, 16,95 € nisse.

Gegen alle Prinzipien

Gefahr im Verzug

Wer Gesetz und Ordnung vertritt, gerät in den düsteren Machtverhältnissen der peruanischen Andenprovinz Ayacucho schnell in die Schusslinie. Das ist eine der ersten Lektionen, die Félix Chacaltana als stellvertretender Bezirksstaatsanwalt lernt. Nachdem in der Karwoche eine verstümmelte Leiche aufgetaucht ist, ermittelt er dennoch. Lange Zeit in Peru beheimatet, kennt der Autor die politischen Abgründe genau. Noch mehr aber geht es ihm um die Frage, was Menschen zum Töten treibt. Santiago Roncagliolo: Brandaktuell und „Roter April“ Suhrkamp, 19,80 € beklemmend gut!

Köln, Endhaltestelle Gewerbepark: Erstochen liegt der S-Bahn-Fahrer im Schotter. Weder Zeugen noch Spuren finden sich, dafür aber eine misshandelte Frau, die mit dem Tod ringt. Die Frage ist, welche Zusammenhänge zwischen den zwei Fällen bestehen. Noch mehr zu schaffen macht Kommissarin Judith Krieger ihre unbewältigte Vergangenheit im Frauenhaus, wo sie als Studentin jobbte. Bald wird es auch für sie selbst gefährlich. Ein unheimlich gelungener, psychologisch brillanter Coup Gisa Klönne: von Bestsellerau„Nacht ohne Schatten“ Ullstein, 19,90 € torin Gisa Klönne!


Wann waren Sie das letzte Mal richtig verliebt?

auf Verbrecherjagd

Krimi-Neuerscheinungen

+ Schräge Ermittler

+ Kult-Kommissar

Kunstvoller Doppelmord

Kluftingers großer Auftritt

NIE WIEDER LEICHEN, hatte Joe Ottakring sich geschworen, als er sich an den Chiemsee zurückzog. Doch dann stößt der Kriminaler im Un-Ruhestand auf zwei Tote. Mit Rosen bedeckt treiben sie in einem Kahn. Während seine kapriziöse Freundin Lola ihm einiges abverlangt, kann er es nicht lassen, sich in die Ermittlungen einzumischen. Die führen ins Kunst-Milieu, denn die Toten entpuppen sich als eine junge Malerin und ihr eifersüchtiger Freund. Viel oberbayerisches Lokalkolorit und ein knorriger, Hannsdieter Loy: höchst sympathi„Rosen für eine Leiche“ Emons, 9,90 € scher Kommissar.

Was zu viel ist, ist einfach zu viel. Hauptkommissar Kluftinger vom Polizeipräsidium Kempten bekommt das drastisch zu spüren. Seine Ehefrau Erika, die beste Kässpatzen-Köchin weit und breit, hat ihn fest für einen Tanzkurs eingeplant. Damit er auf dem Parkett eine gute Figur macht, müssen noch schnell elegante Lacktreter erworben werden. Abgesehen davon, dass er dazu wirklich gar keine Lust hat, drückt ihn der Schuh an einer ganz anderen Stelle. Der Premierentermin der großen Freilicht-Festspiel-Inszenierung von „Wilhelm Tell“ rückt gnadenlos näher, der Regisseur, ein seltsamer Heiliger, verlangt dem Ensemble alles ab – mit dem Kluftinger ist er noch gar nicht zufrieden. Dummerweise klingelt ausgerechnet während der Endproben das Handy des Hauptkommissars, der dringend am Tatort gefragt ist: Offenbar handelt es sich nicht um Mord, sondern ein Unbekannter hat sich auf der Flucht vor der österreichischen Polizei erschossen. Das aber macht die Sache keineswegs unkomplizierter, weil es die Kollegen aus dem Nachbarland nicht so genau nehmen mit der Einhaltung von Vorschriften. Und Kluftingers Chef tobt, denn ein solches Gemetzel passt ebenso wenig zum idyllischen Postkarten-Image des Allgäus wie Hinweise auf terroristische Anschlagspläne. Ein neues, höchst spannendes und komödiantisches Krimi-Kunststück des Erfolgsduos Klüpfel & Kobr, dessen Bücher längst Kultstatus V. Klüpfel & M. Kobr: genießen.

Operationen ohne Gnade ZWEI SCHLAGKRÄFTIGE STÖRENFRIEDE vermasseln Fritz Neuhaus sein gemütliches Morgenritual so sehr, dass er aus Notwehr mit der Kaffeemaschine samt dampfendem Inhalt nach ihnen wirft. Damit beginnen für den Lebenskünstler mit ausgeprägtem Spürsinn die Probleme erst richtig, z.B. wegen Krankenkassen-Chipkarten, die ihm ein seltsamer Fremder zugesteckt hat. Ein schräger Typ gegen die internationale Organmafia – und ein weiterer Beweis, dass Jochen Senf alias „Tatort“Kommissar Palu Jochen Senf: ein ausgezeichne„Knochenspiel“ ter Autor ist. Gmeiner, 9,90 €

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Marlena ist verheiratet. Rosie wiegt drei Tonnen. Jacob hat sich trotzdem verliebt. In beide.

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Von Frauen für Frauen Maria Hof-Glatz

Wie kitzle ich den Tiger, wenn er knurrt? So knackt Frau den Hierarchie-Code

Medizinisch

2008, 176 Seiten broschiert, m [D] 19.80 ISBN 978-3-280-05275-4

Für die Bestseller-Autorin Hof-Glatz sind Hierarchien Systeme, die schwache Männer stützen und starke Frauen stutzen. Frauen müssen wissen, wie Männer und ihre Systeme funktionieren. Hier finden sie die passende Gebrauchsanweisung.

Gabriele Stöger

Wie führe ich meinen Chef? Erfolgreiche Kommunikation von unten nach oben 2008, 224 Seiten broschiert, m [D] 18.– ISBN 978-3-280-05280-8

Gabriele Stögers Rezepte haben sich inzwischen tausendfach in der Praxis bewährt und missliebige Chefs in umgängliche Zeitgenossen verwandelt. Jetzt ist sie da, die langersehnte aktualisierte und überarbeitete Auflage des Klassikers der Führung von unten.

Gabriele Stöger/Mona Vogl

Mutig in die zweite Halbzeit Lebensfreude und Erfolg ab 50 2008, 160 Seiten gebunden, m [D] 19.90 ISBN 978-3-280-05278-5

Die beiden Autorinnen zeigen anhand vieler Lebensbeispiele, Tipps und Strategien, wie leicht es ist, mehr Glück, Zufriedenheit und Erfolg in der zweiten Lebenshälfte zu erlangen. Es können die besten Jahre werden – wenn die richtigen Weichen dafür gestellt werden. Im Kopf. Und jetzt.

+ Alarmstufe 1 Todesursache: Mord Wie ist es möglich, dass auf der kardiologischen Intensivstation in Europas größtem Universitätsklinikum, der Charité, eine Krankenschwester in mehreren Fällen eigenmächtig den Tod von Patienten herbeiführt? Warum nehmen gewisse Ärzte die Täterin auch noch in Schutz? Warum war nicht längst aufgefallen, dass während ihrer Dienstzeit verdächtig viele Patienten starben? Warum war sie überhaupt noch im Einsatz, obwohl im Kollegenkreis ihre Aggressivität gegenüber Patienten bekannt war? Und warum fühlte sich die Leitung der kardiologischen Abteilung nicht einmal dafür zuständig, die Angehörigen der Mordopfer zu verständigen? Solche ebenso quälenden wie unumgänglichen Fragen ließen Judith Arlt nicht mehr los, nachdem ihr Schwiegervater in der Berliner Charité mittels einer Ampulle überdosierten Blutdrucksenkers getötet wurde. Um trotz der ungeheuerlichen Umstände dieses Verlustes weiterleben zu können, stellte sich die Autorin der schonungslosen Auseinandersetzung beim Schreiben. Ihre Aufzeichnungen reichen von Erinnerungen an den Schwiegervater über seine Krankengeschichte bis zum Mordprozess, in dem Judith Arlts Ehemann als Nebenkläger auftrat und sie selbst keinen Verhandlungstag versäumte. Ein sehr persönliches Buch, das erschreckende Mängel des medizinischen Versorgungssystems bewusst macht. Und ein überzeugendes Plädoyer für die Bewahrung der Menschenwürde Judith Arlt: in allen Lebens„Entlassen nach: Tod“ mvg, 15,90 € phasen.

Lebenswichtige Ge

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 Interview

Sein Weltbestseller „Die neue Medizin der Emotionen“ hat eine dramatische Entstehungsgeschichte: Mit der Arbeit an seinem Buch begann Dr. David ServanSchreiber, als er sich nach einer überstandenen Krebserkrankung erneut der Behandlung eines bösartigen Gehirntumors unterziehen musste. Diese Erfahrungen veranlassten den international renommierten Neurologen, Psychiater und Mitbegründer des „Center for Complementary Medicine“ an der Universität von Pittsburgh/USA zu intensiven Forschungen über die Ursachen von Krebs – und über Möglichkeiten der Vorbeugung, der begleitenden Behandlung und Nachsorge. Alles Wichtige über Krebsbekämpfung mit natürlichen Mitteln und Methoden schildert er in seinem „Antikrebs-Buch“, dem Nummer-1-Bestseller aus Frankreich.

> Welchem Anspruch ist Ihr neues „Antikrebs-Buch“ verpflichtet? < Es ist genau das Buch, das ich gerne gelesen hätte, um gar nicht erst Krebs zu bekommen, und das ich dann gerne als Hilfe gehabt hätte, um mit der Krankheit konstruktiv umzugehen. > Für Ihr Buch haben Sie umfangreiche Forschungen angestellt. Um welche Grundfragen ging es Ihnen dabei? < Ich wollte verstehen, warum Krebserkrankungen seit dem Zweiten Weltkrieg „epidemische“ Ausmaße angenommen haben und warum diese „Epidemie“ überwiegend die westlichen Industrieländer befallen hat. > Welche Erkenntnisse haben Sie bei Ihren Forschungen über Krebs und den Umgang mit der Krankheit am meisten erstaunt?


fundiert und menschlich

© Robert Espalieu

sundheitslektionen: David Servan-Schreibers „Antikrebs-Buch“

Anleitung zur Selbsthilfe: Dr. David Servan-Schreiber

< Ich staunte vor allem, wie viel darüber bekannt ist, durch welche Änderungen der Lebensweise man Krebs entgegenwirken und das Krebswachstum verlangsamen kann – und wie wenig davon in die Praxis umgesetzt wird. > Ihr Buch richtet sich nicht nur an Menschen, die akut von einer Krebserkrankung betroffen sind, sondern versteht sich auch als Anleitung zur Prophylaxe. Woher kommt Ihre Überzeugung, dass man Krebserkrankungen vorbeugen kann? < Im November 2007 veröffentlichte der World Cancer Research Fund eine Übersicht über 7.000 Studien, die zu den gleichen Schlussfolgerungen gelangten wie ich: Schätzungsweise 40 Prozent der Krebserkrankungen in den westlichen Gesellschaften ließen sich vermeiden, wenn sich die Menschen anders ernähren und mehr bewegen würden. > In Ihrem „Antikrebs-Buch“ widersprechen Sie der verbreiteten Annahme, die Gene seien maßgeblich verantwortlich

für den Ausbruch von Krebs. Was ließ Sie daran zweifeln? < Verschiedene Studien im Bereich der Genetik. Eine dieser Untersuchungen belegt beispielsweise, dass Kinder, die gleich nach ihrer Geburt adoptiert wurden, das gleiche Krebsrisiko wie ihre Adoptiveltern haben – und nicht wie ihre leiblichen Eltern. Was weitergegeben wird, sind Lebensgewohnheiten und nicht Krebsgene. > Welche Faktoren sind Ihrer Erfahrung nach ausschlaggebend für Krebserkrankungen? < Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die unsere Abwehrkräfte gegen den Krebs beeinträchtigen, beispielsweise Umwelteinflüsse wie die allgegenwärtigen toxischen Chemikalien und manche Lebensgewohnheiten, die sich nach dem zweiten Weltkrieg eingebürgert haben, vor allem bei der Ernährung. Hoher Zuckerkonsum etwa ist ein Nährboden für Krebs. Auf dem Speiseplan vieler Menschen fehlen bestimmte pflanzliche Nahrungsmittel mit krebsbekämpfender Wirkung. Stattdessen wird zu viel tierisches Eiweiß gegessen in Form von Milchprodukten, Eiern und Fleisch. Ein Übermaß an tierischen Produkten kann zu Entzündungen führen, die ebenfalls die Entwicklung von Krebs auslösen können. Problematisch ist auch die Abnahme körperlicher Aktivitäten. Und nicht zuletzt ist das Beziehungsleben von Belang, denn stabile, harmonische Beziehungen wirken als Schutzschild für das Wohlbefinden und die Gesundheit. > Was hat sich für Sie persönlich durch Ihre Erfahrungen mit dem Gehirntumor und mit dem Rückfall geändert? < Nach dem Rückfall wurde mir klar, dass die Schulmedizin mir dieses eine Mal das Leben gerettet hatte. Ich begriff damals aber auch, dass ich ernsthaft Veränderungen in Angriff nehmen musste, wenn ich länger am Leben bleiben wollte. Nur den Krebs zu bekämpfen, würde nicht reichen.

> Welche Tipps würden Sie den Lesern geben, damit es gelingt, den Lebensstil wirklich konsequent umzustellen und dauerhaft durchzuhalten? < Gehen Sie es nicht alleine an, sondern tun Sie sich zusammen mit anderen, die die gleiche Lebensweise anstreben. > Wozu möchten Sie Ihre Leser ermutigen? < Am ehesten vermeidet man Krebs, wenn man für ein erfülltes Leben sorgt. Das Wichtigste dabei ist Folgendes: Gehen Sie mit Ihrem Körper um wie mit einem Kind, für das Sie verantwortlich sind, behandeln Sie Ihre Seele als etwas Göttliches. Machen Sie einen Anfang damit, Ihr Leben wichtig zu nehmen – und haben Sie Freude daran. ALLE MÖGLICHKEITEN AUSSCHÖPFEN, um Krebserkrankungen vorzubeugen und sie im akuten Fall nachhaltig zu bekämpfen: Das notwendige Wissen dafür vermittelt Dr. David Servan-Schreiber in seinem Handbuch, in dem er seine persönlichen Erfahrungen als Krebspatient, die Ergebnisse seiner intensiven Forschungen und wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem neuesten Stand schildert. Sein „Anti-KrebsBuch“ überzeugt durch eine Reihe von Pluspunkten. Absolut lebensnah und einfach verständlich geschrieben, bewährt es sich als Informationsquelle rund um Heilmethoden von der klassischen Schulmedizin bis zu alternativen Behandlungsansätzen, die im Mittelpunkt stehen. Für Vorbeugung und Nachsorge findet sich eine Fülle von Empfehlungen und nützlichen Tipps für einen Lebensstil, der zur Stärkung und Mobilisierung der Abwehrkräfte beiträgt – inklusive praktischem Ernährungsplaner für den Alltag. Ein David Servanzuverlässiger Ratgeber Schreiber: „Das Antikrebs-Buch“ für alle Fälle! Kunstmann, 24,90 €

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Von Augentrost bis Weißdorn :

 Interview

EINE GOLDENE SICHEL verwendet er

unseres Wissens nicht zur Ernte von Mistelzweigen, aber um die wunderbare Wirkung von Heilkräutern weiß er noch viel besser Bescheid als der berühmte Druide Miraculix: Peter Spiegel, Kräuter-Fachdrogist und Heilpraktiker im malerischen Marktstädtchen Löffingen, das mitten in der artenreichen Flora des Hochschwarzwaldes und der BaarLandschaft liegt. Auf seine Initiative hin wurden ein Heilkräuter-Lehrpfad und einen Garten mit Heilpflanzen der Bibel angelegt. Weil sein Wissen so stark gefragt ist, hat er es nun auch in einem informativen Buch veröffentlicht.

> Sie bringen mehr als 50 Jahre Heilkräuter-Erfahrung mit. Wo hat Ihre Naturbegeisterung ihre Wurzeln? < Wahrscheinlich stand an meiner Wiege eine gute Fee. Gemeinsame Sache hat sie mit meinem Großvater Rudolf Mauer gemacht. Für mich war es das größte Glück als Junge, dass er mich mitnahm auf seine Wanderungen durch den Thüringer Wald. Großvaters Liebe zur Natur wirkte einfach ansteckend. Es gab aber noch mehr gute Geister, nämlich die Kräuterweiblein, mit denen wir ins Gespräch kamen. Was sie erzählten, fand ich so spannend, dass ich mit acht oder neun Jahren begann, mich intensiv mit Heilkräutern zu beschäftigen. Wenig später verdiente ich mein Taschengeld, indem ich Kräuter sammelte und einen Spezialbetrieb in meiner damaligen Heimatstadt Gera damit belieferte. > Und damit war auch schon eine wichtige Weiche für Ihr Berufsleben gestellt, oder? < Genau. Für mich war von Anfang an klar, dass ich in einer Drogerie arbeiten möchte. Darunter verstand man in mei22 | büchermenschen

© Peter Spiegel / BLV Verlag

Heilsames Wissen: „Peter Spiegels Kräuterapotheke“

Experte für Gänseblümchen, Augentrost & Co.: Peter Spiegel

ner Jugend allerdings etwas ganz anderes als heute: Drogerien waren damals überwiegend Kräuterhandlungen, wo man hervorragende Beratung bekam, wie in der Drogerie am Markt in Gera, wo ich ab 1956 meine Lehre machte. Dieses Berufsbild ist heute fast ganz ausgestorben. > Sie aber pflegen diese Tradition weiterhin. < Ja. 1993 wurde sogar ein Traum für mich wahr. In meinem neuen Heimatort Löffingen fand ich in schöner historischer Kulisse mein „Hexenhäusle“ mit idealen Bedingungen, um mich als Kräuter-Fachdrogist selbständig zu machen. > Was genau ist es, das Sie an der Kräuterheilkunde so überzeugt? < Ich staune immer wieder über uralte Überlieferungen von Wissen über Heilkräuter, ob auf altägypischen Papyrusrollen aus Pharaonengräbern oder in der Bibel. Dieses traditionsreiche Wissen bewährt sich noch heute und findet längst Bestätigung durch wissenschaftliche Untersuchungen. Durch meine Erfahrungen am eigenen Leib und in meiner Praxis als Heilpraktiker ebenfalls. > Wie lautet die wichtigste Lektion Ihres Buches „Peter Spiegels Kräuterapotheke“? < Ich wünsche mir, dass ich mit meinem Buch bei möglichst vielen Leuten Lust wecken kann, mit offenen Augen

durch die Landschaft zu gehen und dabei die Natur mit Freude zu erleben, z.B. den Anblick einer Blüte oder die Entdeckung, was da Erstaunliches am Wegrand wächst. > In einer Übersicht in Ihrem Buch findet sich unter anderem ein Stichwort, das an Asterix & Obelix erinnert, nämlich „Mutmachende Kräuter“. Was hat es denn damit auf sich? < Ich gestehe offen, dass ich ein großer Fan von Asterix und den anderen unbeugsamen Galliern bin. Neben dem Humor, der diese Comics auszeichnet, gefällt mir, dass die Erfinder offenbar sehr genau recherchiert haben, auch in puncto Heilpflanzen wie der Mistel. Der Druide Miraculix macht der heilkundlichen Zunft alle Ehre. Meine Sympathie für ihn war wahrscheinlich auch im Spiel, als ich mir die Bezeichnung „mutmachende Kräuter“ einfallen ließ. Gemeint sind damit Engelwurz, Enzian, Beifuß, Salbei und andere Pflanzen, die Bitterstoffe enthalten. Diese Bitterstoffe wurden bedauerlicherweise aus etlichen Pflanzen herausgezüchtet, obwohl sie eine große Bedeutung für unsere Vitalität haben.

DIE BESTE MEDIZIN findet sich nicht selten im Grünen: Der Spezialist Peter Spiegel macht vertraut mit 72 heimischen Heilkräutern und informiert anschaulich über die bewährten Anwendungsmöglichkeiten bei rund 150 verbreiteten Beschwerden. Seine umfassende, mit vielen Fotos illustrierte Heilpflanzenkunde – inklusive nützlicher Ergänzung um Schüßler-Salze – reicht von der Kulturgeschichte über botanische Portraits und wichtiges Wissen zu Wirkstoffen bis zu Hinweisen auf Heilkräuter-Gärten und Rezepturen. Die reine Wohltat für GePeter Spiegel: „Peter sundheit und LebensSpiegels Kräuterapotheke“ BLV, 12,95 € freude!


Wo die schönsten Ideen gedeihen Brigitte von Bochs inspirierendes „Gartenvergnügen“

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© Callway Verlag

 Interview

BESTENS BEKANNT ALS Stilexpertin

und Ideengeberin für Interieurs mit dem gewissen Etwas, präsentiert Brigitte von Boch nun einen weiteren Bereich ihres schöpferischen Talents: Ihr erstes Gartenbuch zeugt von einer innigen Naturverbundenheit, deren Ursprung in ihrer Kindheit am Tegernsee liegt. Seit ihrer Heirat mit Wendelin von Boch im Saarland beheimatet, entdeckte sie als Ehefrau und Mutter ihre Leidenschaft für das Gärtnern. Ihr großes „Gartenvergnügen“ teilt sie nun mit den Lesern und Betrachtern ihres ebenso stimmungsvollen wie anregenden Bildbands, einer Einladung, das Leben unter freiem Himmel mit allen Sinnen zu genießen.

> Ihr neues Buch verspricht „Gartenvergnügen“. Worin besteht für Sie persönlich der Genuss an Ihrem Garten? < Mein Genuss sind die Farben, der Duft, die Pflanze in ihrer Schönheit als Ganzes und die Möglichkeit der Kontemplation. > Was weckte Ihre Lust, Ihre Gartenphilosophie in Buchform zu vermitteln? < Mal ganz abgesehen von der Freude, ein Buch zu gestalten und meiner Kreativität freien Lauf zu lassen, freue ich mich persönlich über Gartenbücher: Man lernt dazu, hat die Chance, Dinge zu übernehmen, und es ist eine Wohltat, schöne Bilder anzuschauen. > Was ist entscheidend, dass ein Garten üppig grünt und blüht? Naturtalent und der berühmte „grüne Daumen“? Mut beim Ausprobieren? Oder etwas ganz anderes? < Ein Garten eines modernen Hauses ist für mich nicht der üppige barocke Garten. Das ist ein gutes Beispiel, dass man sich seinem Umfeld entsprechend für „seinen Garten“ entscheiden muss. Mut,

Genießt ihre „kreative Spielwiese“: Brigitte von Boch

Fantasie, Liebe und Zeit sind die anderen Faktoren. > Wie würden sie Ihr Vorgehen bzw. Ihr Konzept beim Gärtnern beschreiben? < Vieles gibt der Garten vor, etwa durch Bäume, die schon vorhanden sind, durch seine Größe, seine Umgebung und seine Lage. Wichtig ist auch, ob er mehr Schatten als Sonne hat usw. Ein Garten ist kein Werk eines Sommers, sondern wächst im Laufe der Jahre, wenn man ihn nicht durch einen Gartenarchitekten planen lässt. > Wie genau planen Sie eigentlich die Gestaltung Ihres Gartens? Wann legen Sie fest, was in einer Gartensaison alles verwirklicht werden soll? < Ich gehe meinen Garten immer noch in vielen verschiedenen kleinen und größeren Schritten an. Fast jedes Jahr bin ich mit einem neuen Projekt beschäftigt, auf das ich mich dann unglaublich freue und mir dabei oft die Frage stelle: Warum ist dir das nicht schon früher eingefallen? Die Umsetzung plane ich ab Januar. > Bei Stadtbewohnern ist oft besonderer Erfindungsgeist gefragt, was Begrünung angeht. Welche Bepflanzungsideen finden Sie für Balkone und Höfe schön? < Ich freue mich über schön gepflanzte Blumenkästen an Häusern. Da ist London für mich das größte Vorbild. Was sich immer gut macht, sind Buchs, Efeu und wilder Wein.

> Als Gastgeberin genießen Sie einen sagenhaften Ruf. Deshalb bitten wir Sie um ein paar Grundtipps für unbeschwerte Frühlingsfeste unter freiem Himmel. < Ideale Voraussetzungen sind schönes Wetter und eine sorgfältige Vorbereitung, damit man eine entspannte Gastgeberin oder ein entspannter Gastgeber sein kann. Dazu tragen unkomplizierte Gerichte bei. Eine auf die Jahreszeit abgestimmte Dekoration macht allen Freude. Und natürlich empfiehlt es sich, Menschen einzuladen, die einander gerne haben. > Welche Improvisationsidee haben Sie für Gastgeber mit kleinerem Garten oder Durchschnittsbalkon? < Beziehen Sie Ihr Haus oder die Wohnung mit ein, d.h. räumen Sie ein paar Möbel ins Schlafzimmer und machen aus allem einen „Gartensalon“. Dekorieren Sie mit sommerlichen Stoffen, ein Sonnenschirm macht sich immer gut. Und laden Sie nur die Menschen ein, die Sie wirklich sehen möchten. MIT ANSTECKENDER BEGEISTERUNG führt Brigitte von Boch durch ihr Gartenreich, in dem sie ihr persönliches Paradies für Familie und Freunde geschaffen hat – eine herrliche Naturkulisse zu jeder Tageszeit und für alle erdenklichen Anlässe. Was zur Lebensfreude unter freiem Himmel beiträgt, präsentiert die Autorin auf einladende Weise: von der zünftigen Brotzeit über ein Picknick nach feiner englischer Art bis zur Grillparty und dem Festmahl unter Sternen. Ob Gastlichkeit oder Gartenarbeit einschließlich Auswahl des richtigen Werkzeugs, ob Blumenarrangements oder Dekoration mit saisonalen Früchten – zu allem finden sich schöne Ideen und praktische Tipps in dieser unerschöpflichen Brigitte von Boch: Inspirationsquelle. „Gartenvergnügen“ Callwey, 29,95 €

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Neue HugendubelAdressen Buchhandlung Hugendubel Marktplatz 3, 92224 Amberg Buchhandlung Hugendubel Altstadt 72, 84028 Landshut Buchhandlung Hugendubel im Paunsdorf-Center Paunsdorfer Allee 1, 04329 Leipzig Weitere Informationen finden Sie aktuell auch unter www.hugendubel.de oder unter Tel. 01801 484 484* (*EUR 0,039 / Min. aus dem Festnetz der T-Com, Tarife aus dem Mobilnetz können abweichen).


Am Ende der Straße: das erste Mal

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Ian hat es satt, für alle Mädchen immer nur der gute Kumpel zu sein. Bei Danielle, einer Chat-Bekanntschaft, soll alles anders werden. Er macht sich auf den Weg zu ihr – quer durch die USA.

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Im Jahr 2371 ist die Welt durch eine Mauer geteilt, die als unüberwindbar gilt. Was jenseits davon ist, interessiert den 14-jährigen Jojo brennend, obwohl behauptet wird, dort sei einfach gar nichts. Als lebender Gegenbeweis liegt eines Nachts ein Mädchen von drüben vor der Haustür. Damit beginnt für Jojo ein neues Kapitel voller unglaublicher Entdeckungen, gefährlicher Ereignisse und Herausforderungen. Ein immer aufs Neue überraschender Spannungsroman der fantasiebegabten Peter-HärtMartina Wildner: „Murus“ ling-Preisträgerin Bloomsbury Kinder- & Jugendbücher, 16,90 €, ab 12 Jahren Martina Wildner.

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$ER�NEUE 4REICHEL In Anatolin gibt Treichel dem Thema der beiden preisgekrÜnten Vorgängerromane Der Verlorene und Menschenflug eine ßberraschende Wende.

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Von der Generation Praktikum bis zu Professionals mit besten Referenzen: Wir sind mittendrin im fundamentalen Wandel der Arbeitswelt. Radikale Veränderungen beeinflussen unseren Lebensstil und stellen uns vor Bewährungsproben. Da gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und Expertenwissen zu nutzen. Die beiden Autorinnen schöpfen aus den Erkenntnissen ihrer Tätigkeit am Zukunftsinstitut, machen bekannt mit der neuen Arbeitskultur und vertraut mit den persönlichen Qualitäten, die künftig geImke Keicher: fragt sind. Mit vielen „Sie bewegt sich doch!“ Orell Füssli, 24,- € nützlichen Tipps.

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Persönliche Bilanzen

Das Wohl von Kindern und eine familienfreundliche Gesetzgebung sind die Ziele, für die sich Christa Müller einsetzt. Sie weiß, wovon sie schreibt: Als Wirtschaftswissenschaftlerin, familienpolitische Sprecherin der Linkspartei, Ehefrau Oskar Lafontaines und Mutter eines Sohnes verbindet sie alle wichtigen Perspektiven der Problematik um Kinderbetreuung. In ihrer Streitschrift geht sie ins Gericht mit der Krippenplatz-Offensive der Familienministerin und fordert Entscheidungsfreiheit für Christa Müller: Eltern durch ein „Dein Kind will dich“ Sankt Ulrich, 18,90 € Erziehungsgehalt.

Wovon träumt ein Beduine in Ägypten? Welche Herausforderungen meistert eine bolivianische Ministerin? Was versteht ein chinesischer Fahrradflicker unter Luxus? Auf authentische Weise vermittelt dieser ebenso originelle wie informative Band Einblicke in das Wirtschaftsleben rund um den Globus: durch Portraits berufstätiger Frauen und Männer, die mit Fotos, biografischen Skizzen und kurzen Interviews vorgestellt werden. Wirtschaftskennzahlen und Extrakapitel machen vertraut mit lanPeter Lau (Hg.): „Der Mensch. Die kleinste desspezifischen wirtschaftliche Einheit“ Besonderheiten. Knesebeck, 22,- €

Die 21 Gesetze des Lebens Das geheimnisvollste Buch der Menschheit – entschlüsselt für suchende Menschen von heute

ANDREW UND LAURA SHERMAN Das Geheimnis der Smaragdina Was im Leben wirklich zählt 128 Seiten im Format 16,5 x 20,0 cm ISBN 978-3-85179-020-7 E 16,–

Die Tabula Smaragdina war und ist ein Konzentrat aus ägyptischen, griechischen, jüdischen, arabischen und christlichen Quellen. Die Keimzelle aller heute bestehenden spirituellen und esoterischen Systeme. In diesem Buch werden die hermetischen Urtexte in pointierten, prägnanten Deutungen nachvollziehbar gemacht. www.thiele-verlag.com


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Hans-Jürgen Kratz Musterbriefe zur Bewerbung 160 Seiten, Paperback ISBN 978-3-8029-3593-0 9,95 EUR

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Heinz-Wilhelm Vogel Geheim-Code Arbeitszeugnis 128 Seiten, Paperback ISBN 978-3-8029-3788-0 8,95 EUR

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„... zeigt präzise, welche Formulierungen mit Vorsicht zu genießen sind – und wie man sich dagegen auch wehren kann.“ HÖRZU spezial, Jugend & Beruf

E-Mail: WALHALLA@WALHALLA.de Internet: www.WALHALLA.de

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Novitäten über Top-Themen aus

+ Megatrend

+ Wirtschaftswaise

Grüne Konsum-Avantgarde

Erfolg made in USA

Die federführenden Trendforscher von Matthias Horx’ Zukunftsinstitut sind sich sicher: Nicht Billigheimer und Geizkrägen bestimmen künftig die globalen Märkte, sondern die neue, beträchtlich wachsende Konsumgruppe der LOHAS, die den „Lifestyle of Health and Sustainability“, also den „Lebensstil der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ für sich entdeckt hat – eine ideale Verbindung von ökologischem Denken und Handeln, gutem Gewissen und Genuss. Dass die grüne Lebensweise sich gründlich gewandelt hat und sogar glamourös und sexy sein kann, beweisen öffentlichkeitswirksam prominente LOHAS-Aktivisten wie der bekennende Umweltschützer George Clooney, die überzeugte Hybridautofahrerin Cameron Diaz und viele weitere Hollywood-Stars. Eine kurzlebige Mode ist der Öko-Boom jedoch keineswegs. Vielmehr handelt es sich um einen Megatrend, d.h. um einen wirklich großen und gewichtigen Veränderungsprozess, der für die nächsten 20 bis 30 Jahre maßgeblich sein wird. Seinen Ursprung hat er in den USA, aber auch in Asien und Europa ist er eindeutig auf dem Vormarsch. In Nordamerika und Europa gehören rund 30 Millionen Menschen zu der Konsum-Avantgarde des ökologischen Bewusstseins rund um die „Greenomics“. Das Buch bietet eine ebenso umfassende wie zukunftsweisende Analyse und eine anschauliche Lektüre mit garantierE. Wenzel, A. Kirig, C. Rauch: tem Gewinn. „Greenomics“

Welches Geheimnis liegt dem sensationellen Erfolg von Starbucks zugrunde? Wie gelang es dem Management der amerikanischen Kaffeehauskette, die Mitarbeiter in rund 14.000 Filialen rund um den Globus auf ihre Leitprinzipien einzuschwören? Was lockt wöchentlich 35 Millionen Kunden in 37 Ländern, bei Starbucks Kaffee oder Tee zu trinken? Einblicke und umfassende Erklärungen bietet der Unternehmensberater und Psychologe Joseph A. Michelli in seinem Bestseller, dem intensive Recherchen zugrunde Joseph A. Michelli: liegen. Ein wichti„Das Starbucks-Geheimnis“ Redline, 19,90 € ges Lehrstück!

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Klassiker der Ökonomie ER REVOLUTIONIERTE DAS Denken seiner Zeitgenossen und beeinflusste die Entwicklung der Weltwirtschaft nachhaltig: John Maynard Keynes (1883-1946), der wohl bedeutendste Ökonom des 20. Jahrhunderts, dem die soziale Marktwirtschaft maßgebliche Impulse verdankt. Zu seinen Verdiensten gehört, dass er seine Ideen einer breiten Öffentlichkeit verständlich nahe brachte, vor allem durch Rundfunksendungen. Dieses Buch versammelt die wichtigen Zeitdokumente erstmals auf Deutsch. Eine ideale Lektüre „John Maynard für Einsteiger und Keynes On Air“ Murmann, 22,50 € Experten.


Digitale Fotografie von FRANZIS

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Politik und Wirtschaft

+ Brisante Fakten

+ Morgen noch mobil?

Versuchskaninchen

Endstation für die Bahn?

40 MILLIARDEN DOLLAR investiert die Pharmaindustrie jährlich in die Entwicklung neuer Produkte. Erprobt werden sie vorzugsweise in den ärmsten und somit kostengünstigsten Gebieten der Welt: an ahnungslosen oder schlecht informierten Testpersonen. Die Bestsellerautorin Sonia Shah deckt nicht nur solche skrupellosen Machenschaften auf, sondern macht auch die Risiken und Nebenwirkungen bewusst. Ihr exzellent recherchiertes Buch ist ein „Zeichen des Mutes“ für den Bestsellerautor John Le Carré, Sonia Shah: der das Vorwort „Am Menschen getestet!“ Redline, 24,90 € verfasst hat.

EIN FRAGWÜRDIGER BÖRSENGANG, nervende Streiks und ein umstrittener Bahnchef: Deutschlands letzter Staatskonzern kommt nicht aus den Schlagzeilen. Und viele Fahrgäste beschleicht dabei zunehmend das ungute Gefühl, außer bei der alljährlichen Fahrpreisanhebung keine entscheidende Rolle mehr in Mehdorns angestrebtem globalen Logistik-Konzern zu spielen. Der renommierte Autor Markus Wacket beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Entwicklung der Deutschen Bahn. Er zeigt, dass das Ringen um die Bahn von morgen bereits in vollem Gang ist, und deckt auf, mit welchen Methoden Hartmut Mehdorn das Staatsunternehmen gegen alle Widerstände an die Börse treibt. Wacket legt in seinem Buch die Hintergründe, Protagonisten und Fakten offen, die beim Poker um die Zukunft der Bahn buchstäblich die Weichen stellen. So ordnen Bahnchef Mehdorn und die Regierung eine schöne neue Bahnwelt an der Börse vor Augen, die gesamte Unternehmensstrategie der angestrebten Privatisierung unter. Und der Bürger bezahlt letztendlich die Zeche, schließlich gehört ihm die Bahn – noch. Viele Gegner befürchten zu Recht, dass hier Volksvermögen unwiederbringlich verschleudert wird. Streckenstilllegungen, Streiks und Preiserhöhungen lassen schon jetzt das Schlimmste befürchten, nämlich dass Investoren und Aktionäre das Heft in die Hand nehmen und dies das Ende der flächendeckenden Bahn Markus Wacket: „Mehdorn, die Bahn und für alle ist.

In geheimer Mission Ein kaum bekanntes Kapitel der Zeitgeschichte hat der junge Schweizer Historiker Daniele Ganser ergründet, der sich an ein Thema wagte, vor dem selbst erfahrene Kollegen zurückschreckten. Er erforschte Operationen der Nato und militärischer Geheimdienste, die nach dem Zweiten Weltkrieg in allen Ländern Westeuropas ein Netzwerk von Geheimarmeen aufbauten, um im Fall einer sowjetischen Invasion gewappnet zu sein. Gansers Erkenntnis: „Gezielt wurden auch Attentate gegen die eigene BeDaniele Ganser: „Nato-Geheimarmeen völkerung verübt“. in Europa“ Orell Füssli, 29,80 € Hochbrisant!

die Börse“ Redline, 19,90 €

ISBN 978-3-7723-7566-8

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ISBN 978-3-7723-7565-1

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ISBN 978-3-7723-7657-3

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ISBN 978-3-7723-7277-3

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Impressum & Co. â&#x20AC;&#x201A; Impressum Herausgeber: Buchhandlung H.Hugendubel GmbH & Co KG, HilblestraĂ&#x;e 54, D-80636 MĂźnchen Tel.: 01801 484 484* / Fax: 01801 484 585* (*EUR 0,039/Min. aus dem Festnetz der T-Com, Tarife aus dem Mobilnetz kĂśnnen abweichen) Anschrift fĂźr Verlag, verantwortlichen Redakteur und Anzeigenverantwortlichen: in medias res Marktkommunikation GmbH, KĂśnigstraĂ&#x;e 70, D-90402 NĂźrnberg, buechermenschen@imr.de, Tel.: +911/43053-0, Fax: +911/43053-44

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Manchmal gleichen Computer und Gehirne dem Bermudadreieck und Namen verschwinden spurlos. Genau das ist uns bedauerlicherweise bei der Arbeit an der letzten Ausgabe passiert: Im Impressum wurden versehentlich zwei Mitarbeiterinnen vergessen. Wir entschuldigen uns bei ihnen auch in schriftlicher Form, danken fĂźr das freundliche Verständnis der beiden und holen das Versäumnis nach: Von Steffi Hugendubel-Doll stammt das Interview mit Martin Suter, Anke BĂźttner schrieb mehrere Beiträge zum Thema â&#x20AC;&#x17E;Beste Zukunftsaussichten fĂźr GlĂźckssucherâ&#x20AC;&#x153;.

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GUTE BĂ&#x153;CHER SIND wie wahre Freunde, die einen im Leben weiterbringen â&#x20AC;&#x201C; und deshalb besonders wichtig fĂźr junge Leser. In diesem Sinn haben unsere Buchhändler mit groĂ&#x;er Sorgfalt und Begeisterung die besten Neuerscheinungen ausgewählt. Rund 80 auĂ&#x;ergewĂśhnliche â&#x20AC;&#x17E;Kinder- und Jugendbuch-Empfehlungenâ&#x20AC;&#x153; finden Sie in unserer gleichnamigen BroschĂźre, die kostenlos in unseren Buchhandlungen fĂźr Sie bereitliegt.

Verlagsleitung: Elisabeth Zeitler-Boos (verantwortlicher Redakteur) Objektleitung/Anzeigen: Susanne Halfmann (verantwortlich fĂźr den Anzeigenteil) Redaktionelle Mitarbeit: Michael Arnold, Karlheinz Bedall, Susanne Halfmann, Gertrud Schlee, Claudia Schuller, Petr Wecker Layout: Andreas Bahn, Joachim Hauser Herstellungsleitung: JĂźrgen Schmidt Titelbild: Petri Krook bĂźchermenschen ist ein Kundenmagazin und enthält auch von Unternehmen finanzierte Beiträge. bĂźchermenschen â&#x20AC;&#x201C; das Hugendubel-Magazin fĂźr Leser â&#x20AC;&#x201C; erscheint fĂźnfmal jährlich und wird kostenlos an die Kunden der Buchhandlungen Hugendubel abgegeben. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 6/2008. Preisangaben sind ohne Gewähr. bĂźchermenschen 3/2008 erscheint am 9.6.2008. Falls Sie WĂźnsche, Anregungen oder Fragen haben, dann sagen wir schon jetzt herzlichen Dank fĂźr einen Leserbrief!


Abenteuer Geschichte Vom ersten, monumentalen Tempel der Menschheit in Anatolien bis Troia, von Augustus bis Richard Löwenherz – kommen Sie mit auf eine Zeitreise durch die Epochen und entdecken Sie, wie spannend und anregend Geschichte und Archäologie

sein kann!

Die Römer in Deutschland Türkei

Die ganze Vielfalt römischen Lebens zwischen Alpen und Nordsee in einem außergewöhnlichen Bildband! Von A. Thiel. 176 S., 140 farbige Abb., 7 Karten. Einführungspreis bis 31.12.2008 € 34,90, danach € 39,90. ISBN 978-3-8062-2067-4*

Wiege der Zivilisation

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Die ersten Tempel, die ersten Städte: 10 000 Jahre Menschheitsgeschichte in einem großartigen Überblick. Von M. Zick. 176 S., 167 farbige Abb., 23 Karten. Einführungspreis bis 31.12.2008 € 32,–, danach € 36,– ISBN 978-3-8062-2110-7*

Ein Platz an der Sonne

Artus ohne Tafelrunde

Die Geschichte der Kolonialreiche

Herrscher des Mittelalters – Legenden und Wahrheit König Artus, Richard Löwenherz, Friedrich Barbarossa, Karl der Große: Was ist dran an den Geschichten um diese schillernden Persönlichkeiten? Von K. P. Jankrift. 176 S., 8 Farbtafeln. € 19,90. ISBN 978-3-8062-2028-5*

Alle wichtigen Kolonialreiche – ihre Geschichte, Bedeutung und ihr Erbe. Hrsg. von R. Aldrich. 320 S., über 250 meist farbige Abb., Karten. Einführungspreis bis 31.12.2008 € 34,90, danach € 39,90. ISBN 978-3-8062-2111-4

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