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MITTE

Ich werde

Duell

Oberbürgermeister

Februar

September

ZUM

Paß Das Rennen ist eröffnet: Reinhard oder Thomas Kufen? Wer wird künftig das Essener Rathaus regieren? Wer pohier gewinnen will, kommt an der genau litischen Mitte nicht vorbei. Und dort dürfte es spannend werden!

2015

Dr. Ludger Stratmann:

Dr. Joachim Bürger

Einen Beifall für sein Lebenswert will er nicht. Der Doktor für die Lachmuskelatur will aufhören, bevor er zum Greis wird. Aber was kommt nach dem letzten Programm? Seite 5

Als Marketing-Mann ist er ein Trüffelschein mal Chauvi oder Macho. In erster Linie ist er aber vor allem eins: ein innovativer Unternehmer! Seite 5

2015

Reinhard Paß, 59 kandidiert für die SPD

auf Wir wagen einen ersten Ausblick das Duell, das auch über Essen hinaus für breite Aufmerksamkeit sorgen wird. Seite 8–9

Andreas Bomheuer Kultur- und Sportdezernent in Essen

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der Bürgerr kam gut zwei Wochen, bevor der entscheid die Modernisierungspläne Und Messe Essen ordentlich verhagelte. Zeit, eine schaffte es dennoch in kürzester

„Ein Tacken mehr Mut in unserer Region“

– Marketingclub wählte Dr. Reinhard Sprenger zum „Kopf des Jahres“.

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Online immer auf dem neuesten Stand – das sind die INFORMER MAGAZINE im Internet. Wir begleiten die Themen, die Essen bewegen. Vorbeischauen lohnt sich! www.informer-magazine.de

zu entwickeln. ‚kleine‘, aber durchaus feine Alternative Essen langfristig in die Oliver P. Kuhrt will die Messe Sein Erfolgsrezept für schwarzen Zahlen katapultieren. … ab Seite 9 die ,Messe Essen der Zukunft‘

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Seine Shows begeistern Millionen – Werner Buss, der kreative Kopf im GOP. Seite 4

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Das Land NRW investiert stolze 300 Millionen Euro in den Uniklinik-Standort Essen. Seite 16

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Sperrklausel auf Umwegen

… Seite 11

DER MESSE ESSEN BEI LIEGT EINE PUBLIKATION EINEM TEIL DER AUFLAGE

INFORMER-SERIE: WAS WÄRE WENN?!

Kufen einhard Paß ist, was Thomas der Stadt werden möchte: Oberbürgermeister liefern sich am Essen. Zusammen mit ihnen Kandidaten einen 13. September insgesamt zehn sie alle unter die Kampf ums Rathaus. Wir haben die Wählerinnen Lupe genommen. Nun müssen hat das Zeug zum und Wähler entscheiden: Wer Oberbürgermeister? ab Seite

Mit einem Gastbeitrag meldet sich der frühere Oberbürgermeister Reinhard Paß zu Wort. Sein Thema: Ein Urteil des Verfassungsgerichtshofs für das Land NordrheinWestfalen, das jüngst die 2,5 Prozent-Sperrklausel bei Kommunalwahlen gekippt hat. Seit seinem Ausscheiden aus dem Amt äußert sich der Sozialdemokrat im erstmals öffentlich in ausführlicher Form zu einem politischen Sachverhalt.

Kultur- und Sportdezernenten Andreas Irgendwann ist Schluss — für Essens Dann geht der ausgewiesene SoziokulBomheuer mit dem Jahreswechsel. mit dem Im großen Abschieds-Interview turexperte in den Ruhestand. Erfolge über seine achtjährige Amtzeit, seine INFORMER resümiert Bomheuer wird und Wirken in Essen übrig bleiben wie Misserfolge. Was von seinem verdeutlicht nicht mehr verwirklichen kann, welche Ideen und Visionen er leider Bomheuer. … ab Seite 6

– UND DIE MESSE GEHT IN DIE OFFENSIVE HINAUS. ZWAR ÜBER DIE LOKALE DENKE

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FLUFGHAFEN-AUS 2034?

Die Feldlerche Flughafen-Anwohnerin

LOCKER 28 JAHRE DISKUSSION

… und dann kam die Lerche.

Spätestens mit dem Auslaufen des letzten Pachtvertrags 2034 macht am Flughafen Essen/Mülheim der Letzte die Lichter aus – so will es der gültige Ratsbeschluss. Für Grüne und Linke im Stadtrat geht das nicht schnell genug. Sie forcieren dort ein neues Wohn- und Gewerbegebiet. Doch ausgerechnet die Natur könnte einen Strich durch diese Rechnung machen: Umweltschützer schlagen Alarm! Sie pochen auf den Schutz der Feldlerche, die als gefährdet auf der ‚roten Liste‘ steht. Auf den Flughafenwiesen brütet der Vogel seit Jahrzehnten ungestört seine Eier aus und sichert so das Überleben seiner Art – und am Ende vielleicht auch das des Flughafens. … ab Seite 6

FOTO: FELDLERCHE / TIMOTHY COLLINS; HINTERGRUND / CHRISTOPH BUBBE

DEZERNENT FÜR JUGEND, BILDUNG UND KULTUR

Muchtar Al Ghusain will im SuperDezernat für die Stadt Essen und ihre Menschen eintreten. Seite 10

ZUKUNFTSSOUND FÜR DIE LIVE-MUSIK

Neue Organisatoren sorgen für frischen Wind bei der Musiknacht. Seite 17

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Kulturmanagement im UPH: Die Kunst, für die Kunst zu begeistern. Seite 16

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IN DIESER AUSGABE

AUS DER REDAKTION Foto: Christoph Bubbe

Einblicke in unseren Recherche-Alltag

ALLES PIANO IM RATHAUS

6 – 8 Titelstory der schulpflichtigen Kinder, hat sich Al Ghusain im ‚GenerationenKultHaus‘ in der nördlichen Innenstadt niedergelassen. Er hat die Nachfolge von Andreas Bomheuer angetreten, der zum 31. Dezember in den Ruhestand ging. Im Gespräch zeigt sich Al Ghusain durchaus als Patriot – für das Ruhrgebiet. Seite 10.

HIER SPIELT DIE MUSIK!

9 – 11 Politik

12 – 13 25 Jahre INFORMER • Rosinen gepickt: Spotlight auf eine Titel-Auswahl aus 295 Ausgaben. • Verlosungsaktion: ‚Das Lumpenpack‘ in der Weststadthalle – wir verlosen das aktuelle Album. • Wenn aus Engagement der Traumberuf wird: Mit dem FSJ ins Arbeitsleben. • Yoga hoch zu Ross: Unterstützung für die Reittherapie in Essen.

16 Nördliche Innenstadt

BRETTER, DIE DIE WELT BEDEUTEN Für Henning Baum ist dies die Schauspielerei. Für viele Kinder weltweit das Skateboard. Die Initiative skate-aid von Skateboard-Legende Titus Dittmann fördert die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu eigenständigen Persönlichkeiten mittels der beliebten Rollbretter. Um Spenden zu sammeln und die Projekte vorzustellen, die von

• Stärkung der Polizei – die neue Landesregierung macht Ernst in puncto Sicherheit. • Kommentar: Essen Marketing – ein Erwachen aus dem Dornröschen-Schlaf. • Diplom-Musiker Muchtar Al Ghusain – in Essens neuem Super-Dezernat gibt er den Ton an.

14 – 15 Gesundheit

Terdisch und Igor Albanese hat er die Organisation der Rüttenscheider Musiknacht übernommen. Die Locations und Bands für 2018 stehen bereits fest. Wie sich die Musiknacht weiterentwickeln wird? Nun, das ist noch Zukunftsmusik. Aber auch dazu gibt‘s schon ein paar Visionen! Seite 17.

Foto: Christoph Bubbe

In diesem Fall in der Küche unserer Redaktion. Unser CvD Lars Riedel (l.) traf sich dort mit dem Clark Kent der Essener Musikszene auf einen Kaffee. Im Alltag ist Benjamin Nauschütz (r.) Rechtsanwalt. Auf der Bühne aber kennt man ihn als Benny von ‚Benny & Joyce‘. Musiker auf der einen, Advokat auf der anderen Seite. Beide Kompetenzen kann er für sein neues Projekt gebrauchen: Gemeinsam mit Ted

4 – 5 Stadtentwicklung

• Leben, Wohnen, Arbeiten: Diese Vision für die nördliche Innenstadt greifen die Stadtplaner Frank Eittorf und Prof. Ercan Agirbas mit dem LIWO-Haus auf. FLUGHAFEN ESSEN/MÜLHEIM • Gefiederte Schützenhilfe: Kippt die Feldlerche den Ausstiegsbeschluss? • Umweltverbände und Naturschützer laufen Sturm. • Kommentar: Politische Bruchpiloten im Nonstop-Flug nach Absurdistan.

Foto: Christoph Bubbe

Im Dezember wählte der Essener Stadtrat Muchtar Al Ghusain (r.) zum Beigeordneten für Jugend, Bildung und Kultur. Anfang März trat der Diplom-Musiker und Kulturmanager aus Würzburg sein neues Amt in der Ruhrstadt an. Im Gespräch mit INFORMER-Redakteur Pascal Hesse (l.) macht Al Ghusain deutlich, wo er Akzente in seiner neuen Wirkungsstätte setzen möchte. Während seine Familie vorerst noch weiter in Würzburg wohnt, aufgrund

In dieser Ausgabe

• Kommentar: Auf der Suche nach Verkaufsständen für den Feierabendmarkt. • Workshop: Von der Kunst, für die Kunst zu begeistern. • Kreative des Monats: Ioanna Argiriou.

17 – 19 Event /Kultur / Tipps & Termine • So einfach wie cool – neuer Wind für die Rüttenscheider Musiknacht. • Opern, Theater, Konzerte – was der April bringt.

20 Reise Essen aus initiiert werden, veranstaltete der skate-aid e.V. Essen um ihren Vorsitzenden Oliver Noack eine große Charity-Gala im GOP. Mit dabei (hier schließt sich der Kreis): Schauspieler Henning Baum. Wen unsere Verlagsleiterin Betty Stellmacher bei der Gala sonst noch traf? Seite 22.

• Cambridge – eine Stadt zwischen gotischer Architektur und den Spuren der großen Denker. • VIP-Küchenparty: Deutschlands einziger Reiseshopping-Kanal sendet demnächst regelmäßig aus Essen.

22 – 23 Momentaufnahmen • INFORMER-Paparazzi. • Kiesslers Welt: Wie Trumps Chaos die Europäer eint. • Impressum

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Neue Lebenswelten wollen Frank Eittorf und Prof. Ercan Agirbas mit ihrer Idee des LIWO-Hauses in die nördliche Innenstadt bringen.

Foto: Forster

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Foto: Pascal Hesse

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Werden Sie Lebensretter! Spenden Sie Blut! Die Inszenierung von Wagners ‚Lohengrin‘ am Aalto-Musiktheater war eine der erfolgreichsten Opernproduktionen des vergangenen Jahres. Jetzt kehrt der ‚Lohengrin‘ auf die Aalto-Bühne zurück.

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STADTENTWICKLUNG

Neue Lebenswelten – die Viehofer Höhen WAS WÄRE WENN?! DIE BEIDEN PLANER FRANK EITTORF UND PROF. ERCAN AGIRBAS WIDMEN SICH IN DIESEM TEIL DER SERIE DER NÖRDLICHEN INNENSTADT. BEREITS BESTEHENDE KONZEPTE GREIFEN SIE DABEI AUF.

W

ohin entwickelt sich die europäische Stadt? Wird sie immer smarter, vernetzter, intelligenter? Oder entstehen Ballungsräume, die infrastrukturell überfordert und sozial segregiert werden? Es verwundert jedenfalls nicht, dass utopische Stadtentwürfe gegenwärtig wieder Konjunktur haben. In der Planungspraxis vor Ort bleibt aber weitgehend die Frage offen, welchem Leitbild Stadtentwicklungsprozesse verpflichtet sind. Denn aller Diskussionen der letzten Jahre zum Trotz stellen wir fest, dass das ungeliebte Prinzip der Funktionstrennung weiterhin das Bild der heutigen Stadt kennzeichnet. Die städtische und architektonische Idealmischung kommt nicht zustande. Die Stadt braucht eine neue Formel – nach 100 Jahren funktionaler Trennung müssen Wohnen und Arbeiten wieder zusammenrücken. Dazu gehört eine Weiterentwicklung des urbanen Selbstverständnisses der Stadtgesellschaft. – Diese Feststellung samt Fragen stammt von der Architektenkammer NRW. Im siebten Teil der INFORMER-Serie ‚Was wäre wenn?!’ gehen die Planer Frank Eittorf und Prof. Ercan Agirbas auf die Aussagen der Kammer ein, dieses Mal inmitten der nördlichen Innenstadt.

„Pendeln ist out, immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Stadt, in den größer werdenden Städten wächst die Anonymität, der Zusammenhalt der Gesellschaft nimmt ab. Je mehr Nachbarn man hat, desto weniger soziale Kontakte ergeben sich, desto mehr schwindet die gegenseitige Fürsorge in der Nachbarschaft“, betont Frank Eittorf. Städte und Wohnräume müssten sich demnach den neuen Parametern der ‚Urbanisierung’ anpassen, der ‚Vereinsamung’ des Menschen entgegenwirken. Es müssten Orte der persönlichen, zugleich zufälligen Begegnung geschaffen werden; dabei sei Co-Living eine gute Alternative, insbesondere für die steigende Zahl der Alleinlebenden, ein Trend der altersunabhängig zu sehen sei. Die New Yorker Trend-Agentur ‚K-Hole’ beschreibt die Entwicklung wie folgt: „Früher wurden Menschen in Gemeinschaften geboren und Grafik: Architekturbüro Agibas Eittorf Friends‘

VON PASCAL HESSE

Die Innenstadt und ihre Fußgängerzonen (dunkelgrau). Der siebte von 12 Spots in rot, die weiteren Spots in grün und hellrot.

Frank Eittorf

Prof. Ercan Agirbas

mussten ihre Individualität finden. Heute werden Menschen als Individuen geboren und müssen ihre Gemeinschaft finden.“ „Für diesen Trend wollen wir Lösungen finden; wir benötigen zeitgemäße Lebensräume, die ein Leben als Individuum im Kollektiv ermöglichen, generationsübergreifend. Während in traditionellen Strukturen die Familien dominierten, sind es heute zunehmend andere Lebensformen wie Single-Haushalte, kinderlose Ehepaare, gleichgeschlechtliche Partnerschaften sowie Patchwork-Familien“, erklärt Agirbas. Während andere Länder und Großstädte schon längst umdenken würden, täten sich heimische Immobilien- und Stadtentwickler schwer, neue Wege zu gehen. Eittorf: „Dabei sind es genau diese Themen, die insbesondere dem Ruhrgebiet – einer Region im ständigen Wandel – gut zu Gesicht stehen würden. Allen voran die Stadt Essen, der starke Wirtschaftsstandort der Metropole Ruhr.“ Die beiden Planer halten am ‚GenerationenKultHaus’ von Reinhard Wiesemann ein, der auch das ‚Unperfekthaus’ in der nördlichen Innenstadt begründet hat. „Ein gutes Beispiel für zeitgemäßes Wohnen und Arbeiten, das wir in einem Neubau genau gegenüber ergänzend denken wollen: Co-Living trifft Co-Working“, skizziert Eittorf. Die Be-

wohner sollen nicht nur unter einem Dach leben, sondern gleichsam zusammen arbeiten können. Neben den eigenen vier Wänden, als Rückzugsort, bieten großzügige Gemeinschaftsflächen die Möglichkeit, sich mit Nachbarn und Arbeitskollegen zum Kochen, zum Sport oder zum Backgammonspielen zu treffen. Neue Arbeitswelten mit flexiblen Arbeitszeiten, individuell oder gemeinschaftlich nutzbar, runden das Projekt ‚Zukunft’ ab. Eittorf: „Wohnen und arbeiten für ‚Jedermann’, ob jung oder alt, mit Anzug oder Kaputzenpulli, Skateboard oder Rollator. Jedermann ist willkommen, das gilt sowohl für das bestehende GeKu-Haus nebenan als auch für seinen neuen Nachbarn, dem neuen LIFEWORK-Haus, und für folgende Projekte im neuen Innenstadtquartier.“

SPOT 7 | DAS LIFEWORK-HAUS Abermals skizzieren die beiden Planer einen Baustein ihrer Vision vom Leben in der Essener Innenstadt. Und sie fragen erneut: Was wäre wenn?! Auch das LIWO-Haus steht für eine Gemeinschaft aus fortschrittlichen Individuen, die das Abenteuer ‚Alltag’ zeitgemäß leben wollen. „Wir wollen diese neue Lebensphilosophie in Architektur, in Stadt übersetzen; daher sehen wir den gesamten nördlichen Innenstadtbereich als Experimentierfeld für neue Lebensformen, frisch, bunt, dynamisch – individuell und gemeinschaftlich zugleich“, so Agirbas. Der

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Eine Idee für die Viehofer Straße: Co-Living trifft Co-Working, LIWO trifft GeKu – die Viehofer Höhen.

zweigeschossige Bestand der Viehofer Straße 30 bis 34 bleibt, lediglich die Versorgungskerne würden die beiden Bestandsgeschosse minimal an vier Stellen durchstoßen. „Die Kerne sollen das LIWO-Haus erschließen, versorgen und insbesondere tragen. Oben lebt die Individualität, unten die Gemeinschaft, das Kollektiv“, sagt Eittorf. Doch welche weiteren Anforderungen hat ein solches Gebäude? Wie könnte die Architektur aussehen? Der ungewöhnliche

‚Planbereich’ direkt über dem Dach des Bestands wird die neue O-Ebene des neuen LIWO-Hauses. Dort befindet sich der Empfang, der eher öffentliche Co-Working-Bereich und flankierende Gärten sowie Sportmöglichkeiten. Oben, der Hektik der City abgerückt, befinden sich die Wohneinheiten, ein-, zweioder dreigeschossig für Singles, Doubles & Familien. Wie beim neuen Turm des WillyBrandt-Tors (Ausgabe 11/2017), definiert hier jeder Bogen eine Wohneinheit mit Terrasse.

ESSEN 2030, ALLTAG IM LIFEWORK-HAUS 8.00 Uhr, daheim: Der Wecker schellt. Entspannt stolpere ich ins Bad, wohl wissend, dass ich weder Stau noch Wartezeiten von Bus und Bahn zu befürchten habe, mein Weg zur Arbeit ist überschaubar – drei Geschosse nach unten. Zähne putzen, duschen – Abmarsch. 8.30 Uhr, CoWORKINGspace: Ich treffe mich mit Aiello und Nils, sie sind geschäftlich in Essen. Beim Frühstück wollen wir unsere nächste Veranstaltung besprechen, nach 2,5 Tassen Kaffee steht das Programm. Ich frage: „Hat heute Abend jemand Lust auf Barbecue? Beginn 19h auf der Südterrasse?!“ „Ja, mal sehen. In jedem Fall wollte ich heute noch zum Sport - und danach mal in eure Sauna gehen“, antwortet Nils. Aiello: „Ich kann leider nicht, bin schon eingeladen. Ein paar Jungs vom Geku-Haus machen eine WG-Party, kommt doch dazu.“ 9.30 Uhr CoWORKINGlounge: Mails, Mails und noch mehr Mails, zwei Telefonate führen und noch mehr Kaffee trinken. ...die Tür öffnet sich und Esat kommt herein... „Ich gehe jetzt einkaufen – ich bin heute für das Gemüse zuständig.“„Das trifft sich gut. Kannst du mir Knabberzeug mitbringen? Ich komme gerade nicht weg.“„Klar, bis später.“ … 12.35, Café Konsumreform im Geku-Haus gegenüber: Später als gedacht, ich habe Hunger. Izabela, Kristina und Hendrik sind schon da; die Mädchen essen vegetarisch, das können wir auch – Kartoffelgratin, dazu ein kleiner Salat und ein Espresso – Lecker. 13.25 Uhr, Empfang im LIWOhaus: Auf dem Rückweg hole ich meine Wäsche ab. Unser Concierge Kenan ist unsere Post- und Paketannahmestelle; er kümmert sich bei Bedarf um Wäsche und Einkäufe, kennt jeden – und weiß noch viel mehr. Kurz, die Seele des

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Hauses. „Kenan – tu viens pour le Barbecue?“ „Klar – ich habe für alle Würstchen und Merguez besorgt“, antwortet er voller Vorfreude. 13.30 Uhr, daheim: zum Powernapping, das Nickerchen zwischendurch. Luxus pur. Danach, Haare richten, Zähne putzen, raus. 14.15 Uhr, CoWORKINGruhe-box: Ausgeschlafen setze ich mich entspannt an die neuen Themen zum nächsten Spot. Was wäre wenn?! Danach: Feierabend. Beim Rausgehen frage ich in die Runde, wer Lust auf ein kleines Basketballspiel hat. Ercan, Pascal und Hendrik sind dabei, Nils und Aiello spielen schon... 17.00 Uhr, BALKONsport: Kenan kommt spontan mit einem Freund dazu, vier gegen vier. Der perfekte Work-Out nach Feierabend, der Kopf ist frei. Ich liebe es! 19.00 Uhr, BALKONgarten: Fast die gesamte Nachbarschaft ist da: Esat hat Gemüse und Knabberzeug besorgt, Izabela und Daniela bringen Dips und Brot mit. Elias, der Concierge, bringt das Grillfleisch – und das Wichtigste – er hat die hauseigene Außenbar mit Stauder bestückt. Es schmeckt gut - und läuft noch besser im LIWOhaus. 21.45 Uhr Geku-Haus: Aiello winkt vom Balkon gegenüber, leitet den Seitenwechsel zur WG-Party ein, Reinhard ist Gastgeber. Gleichgesinnte feiern das gelungene Reanimieren der Essener Innenstadt. Stauder trinkt man auch hier - Prosit Essen! 23.50 Uhr Geku & LIWO: Gute Nacht, oder: fit für den nächsten Tag. Aiello und Nils verschwinden im Gästeappartement des LIWO-Hauses, sie sollen uns morgen beim Bowling unterstützen. Gekus & LIWOs treten im reaktivierten Bowling-Center auf der Schützenbahn gegeneinander an. Die Nachbarschaft gewinnt, individuell und doch gemeinschaftlich. Was wäre wenn?! Schreiben Sie uns Ihre Meinung unter: stadtplaner@informer-online.de ANZEIGE

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VON PASCAL HESSE

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ie war vor genau 20 Jahren ‚Vogel des Jahres’, gilt mittlerweile allerdings als gefährdete Art: Die Rede ist von der Feldlerche. In Deutschland hat ihr Bestand von 1980 bis 2005 um etwa 30 Prozent abgenommen. Daher wird sie auf der ‚Roten Liste‘ in Kategorie drei als ‚gefährdet‘ geführt. In Essen fühlt sich der Vogel im Süden der Stadt heimisch, genauer: auf dem Gelände des Flughafens Essen/Mülheim. Dort, im Grün der Wiesen gut geschützt vor Mensch und Tier, brütet die Feldlercher ihre Eier aus. Der Flughafen ist ihr Biotop. Und das bereits seit vielen Jahren – und ganz im Sinne der Naturschutzverbände BUND Essen/ Mülheim, Naturschutzbund (NABU), Naturschutzjugend Essen/Mülheim und der Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft (NWO). Dass nach den Plänen der Politik, auch der Grünen und Linken, gerade dort ein gigantisches Neubaugebiet entstehen soll, erzürnt derzeit die Gemüter. Mit einem neuen Stadtquartier für 10.000 Menschen planen sie die Nachnutzung auf dem Flughafenareal und das bereits vor dem aktuell gültigen Schließungsbeschluss des Stadtrates für das Jahr 2034. Während für das dort geplante Konzert des Musikers Ed Sheeran erst jüngst eine temporäre Zwangsumsiedlung der Feldlerche erfolgen sollte – denn nichts anderes bedeutete die „vorgezogene Ausgleichsmaßnahme“ –, würde ein Wohn- und Gewerbegebiet eine endgültige Zerstörung des Lebensraums der gefährdeten Vögel nach sich ziehen, so die Verbände. Abgesehen davon dürfte das Säubern des belasteten Bodens Unsummen veranschlagen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auf dem Gelände Müll, Unrat und Altlassten verkippt, die noch immer im Boden verborgen sind. Und nicht nur das: An rund 100 Stellen vermuten die Behörden gefährliche Weltkriegsbomben; das zeigen Karten, dien vor und nach den Flächenbombardements aus jener Zeit entstanden sind. Bis zum ‚Rü-Oktoberfest‘ müssen sie – sofern sich der durch das Kartenmaterial bestehende jeweilige Verdacht erhärtet – geräumt werden. Eine kaum zu schaffende Aufgabe. Schon zum Ed Sheeran-Konzert hin wäre die Räumung unmöglich gewesen. Die Feldlerche, wie sie in vielen überregionalen Medien als Grund für den Ortswechsel genannt wurde, hat hiermit hingegen wenig zu tun.

UMWELTVERBÄNDE WOLLEN FLUGHAFENGRÜN ERHALTEN „Die vom Gelände des Flughafens Essen/Mülheim umfassten Grünlandflächen stellen aufgrund ihrer Größe, Ausprägung und geschützten Lage ein einzigartiges Refugium für zahlreiche Arten dar, die auf eine naturverträglich bewirtschaftete offene Landschaft angewiesen sind“, betonen Elke Brandt, Vize-Vorsitzende des NABU Essen/Mülheim, NABU-Vogelexpertin Ulrike Eitner sowie Patrick Kretz von der ‚Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft’. Aufgrund der immer intensiveren Inanspruchnahme der verbliebenen Freiflächen durch Landwirtschaft und sonstige Nutzungen seien die Bestände der verschiedensten Arten in den letzten Jahren regelrecht zusammengebrochen. „Das Verschwinden der Feldlerche steht somit beispielhaft für den Niedergang unserer Kulturlandschaft. Ein Erhalt der Freiflächen des Flughafens, auf denen sich eine der letzten lokalen Populationen von Feldlerchen im westlichen Ruhrgebiet befindet, ist daher von herausragender Bedeutung für den Natur- und Artenschutz. Die Pläne zu einer Bebauung der Flächen werden von den Naturschutzverbänden entschieden abgelehnt“, bekräftigen die drei Verbandsvertreter entschlossen. Als positives Gegenbeispiel könne der Flughafen Tempelhof in Berlin dienen, wo ein Bürger-Votum die Bebauung verhinderte und die vorhandene Lerchenpopulation nicht nur erhalten, sondern deutlich vergrößert worden sei. Dies wurde durch erst das Belassen der Einzäunung und begleitende Maßnahmen, wie Leinenzwang für Hunde und Besucherlenkung während der Brutzeit ermöglicht. Gleichwohl kann sich hier im Essen/Mülheimer Fall die Frage stellen, ob der für die Region profitable Flugbetrieb am hiesigen Flughafen nicht weiterbestehen könne – im Zweifel sogar über das Jahr 2034 hinaus. Gewerbesteuereinnahmen kann die notorisch klamme Region schließlich gebrauchen. In Mülheim fließen sie duch die Unternehmer am Flughafen in nicht geringer Höhe. Und die Feldlerche und andere Tierarten haben sich offensichtlich ohnehin an den hiesigen Flugbetrieb gewöhnt.

IDEOLOGIE VOR NATUR- UND UMWELTSCHUTZ Unbeirrt von den Forderungen der Umweltverbände macht sich die Fraktion ‚Die Linke’ im Essener Stadtrat für einen Flughafenausstieg vor dem Jahr 2034 stark – und ebenso für die Umwidmung zum


Foto: Feldlerche / Timothy Collins; Hintergrund / Christoph Bubbe

TITELSTORY

Meldet für den Flughafen Eigenbedarf an: Alauda arvensis, die Feldlerche. Wohn- und Gewerbegebiet. Die Linken erteilen allen Gedankenspielen, die das Einstellen des Flugbetriebs am Flughafen Essen/Mülheim hinauszuzögern wollen, eine klare Absage. „Zumindest in Essen war es schon mal Konsens, den Flugbetrieb vor 2034 einzustellen“, betont Ratsherr Wolfgang Freye. Nach dem Gutachten der Rechtsanwaltskanzlei Lenz & Johlen sei der Ausstieg bereits vor dem Jahr 2024 möglich, wenn die Pachtverträge des Flughafens mit der Firma WDL ausliefen. Freye: „Abgesehen von dem Gewinn für die Anwohner würde ein solcher Ausstieg der Stadt Verlust-Subventionen in Millionenhöhe sparen und eine zügigere Entwicklung des Areals ermöglichen. Mögliche Regressforderungen seitens der verbleibenden Flughafennutzer wären sicherlich niedriger.“ Und was ist mit den Gewerbeeinnahmen in Mülheim? Diese würden schlagartig wegbrechen. Freye äußert durchaus Verständnis dafür, dass Mülheim nicht aus dem Flughafenbetrieb aussteigen wolle, „da Mülheim anders als Essen von Gewerbesteuereinnahmen der auf dem Flughafengelände angesiedelten Betriebe profitiert.“ Freie dürfte dabei jedoch verkennen, dass jene Firmen einst überwiegend in Essen ansässig waren: Durch einen Grundstücktausch beider Städte wurden sie Mülheim zugeschlagen. Ein Fehler, den die Essener Politik, der Essener Stadtrat zu verantworten hat – und dafür nun den Flughafen über die Klinge springen lassen will. Freye meint dennoch: „Gerade für Essen wäre das Flughafengelände als Wohn- und

Gewerbegebiet wichtig. Dabei müsste bei der Bebauung natürlich berücksichtigt werden, dass das Geländ eine Frischluftschneise ist und ein Refugium für seltene Arten.“ Doch wie soll das funktionieren? Die Natur- und Umweltverbände werden jedenfalls alles daran setzen, dass Feldlerchen in unserer Region weiter trällern. In einem Wohn- und Gewerbegebiet ist das kaum möglich. Ihr gewohnter Lebensraum würde durch die Umwidmung zerstört. Die Essener Grünen machen sich in Sachen Flughafen bei den Naturschützern ebenfalls keine Freunde. „Wir können uns angesichts des hohen Bedarfs an Wohn- und Gewerbeflächen nicht erlauben, die Nachnutzung des Geländes am Flughafen Essen/Mülheim erst ab dem Jahr 2034 zu beginnen. Beim Masterplan für die künftige Entwicklung des Areals sind daher Szenarien für eine teilweise Nutzung der Flächen ab dem Jahr 2024 zu entwickeln“, betonte Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion der Grünen noch im Mai des vergangenen Jahres. Dies stellt einen eklatanten Gegensatz zur Position der Naturschutz- und Umweltverbände dar. Sollte die Grüne Forderung umgesetzt werden, dürfte dies das Aus für die Feldlerche bedeuten. Doch nicht nur Umweltschützer machen gegen die Pläne der Wohn- und Gewerbenutzung auf dem Areal des Flughafens mobil. Gleiches gilt für Luftfahrtfreunde, Unternehmer und Menschen, die einen ökonomischen Standortvorteil des Areals im Einklang mit dem Naturschutz sehen. Weiter auf Seite 8

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Ein Kommentar von Lars Riedel

Politische Bruchpiloten im Nonstop-Flug nach Absurdistan Ähnlich dem LINKE-Ratsherrn Wolfgang Freye steht auch die Feldlerche auf einer ‚roten Liste‘ – allerdings nicht freiwillig. Sie zählt zu den gefährdeten Arten und nistet am Flughafen Essen/Mülheim. Wird der Freund einer Politik des Arbeiter-und-Bauern-Staates zum Feind eines kleinen, gerade einmal 15 cm großen Vogels? Ist er bereit, die Feldlerche zum Bauernopfer zu machen? Freye und seine Genossen werden jedenfalls nicht müde, den Ausstieg aus dem Flughafenbetrieb zu fordern – und das am liebsten zu gestern. Die Rede ist von einem Gewinn für die Anwohner und dem Einsparen von Subventionen. Ist das so? Laut der jüngsten Studie liebt die Mehrheit der Mülheimer Bürger ihren Flughafen. Es ist nicht anzunehmen, dass dies in Essen anders ist. Wir sind alle mit dem Luftschiff Theo aufgewachsen; haben als Kinder gebannt an den Himmel geschaut, wenn wieder einmal der ‚Zeppelin‘ vorbeiflog. Und auch die direkten Anwohner des Flughafens werden sich herzlich bedanken, wenn künftig nicht mehr der Sportflieger aus Essen/Mülheim, sondern der Airbus aus Düsseldorf über ihre Köpfe rauscht. Was wäre die Alternative zum subventionierten Flughafenbetrieb? Eine riesige Brachfläche! Zu groß sind die Altlasten auf dem Gelände. Die Idee eines Wohn- und Gewerbegebiets mag auf dem ersten Blick für Freye & Co. charmant und sinnvoll wirken. Doch wenn es tatsächlich gelingt, alle Müll- und Bombenlasten rückstandslos aus dem Boden zu entfernen, entsteht ein Filetgrundstück, auf der Grenze zwischen dem schicken Essener Süden und Mülheim, mitten im Grünen. Wer glaubt, hier entstünde sozialer Wohnungsbau, der glaubt vermutlich auch, dass eine Reichensteuer eins zu eins zur Entlastung der finanziell Schwächeren in unserem Land führt. Wir befinden uns im Landeanflug auf Absurdistan. Denn die Haltung der LINKE

wird in dieser Sache nur noch von der Haltung der Essener GRÜNEN übertroffen. Man könne sich aufgrund des hohen Bedarfs an Wohnflächen nicht erlauben, das Flughafenareal nicht für die Bebauung zu nutzen, so die Fraktionschefin Schmutzler-Jäger. Heißt im Umkehrschluss: Betonieren wir also die grüne Naturfläche und damit auch den Nistplatz der armen kleinen Feldlerche – und bestimmt auch anderer Tiere – einfach zu! Man muss kein Prophet sein, um zu mutmaßen, dass dies eigentlich weniger nach dem Geschmack derer sein dürfte, die bei der letzten Wahl und vielleicht auch schon bei den Wahlen zuvor die GRÜNEN in den Stadtrat gewählt haben. Umwelt- und Naturschutz jedenfalls sieht anders aus. Aber egal! Der Flughafen muss weg – komme, was da wolle. Die Essener GroKo hält an einem Ratsbeschluss aus dem Jahr 1990 fest, der fern jeglicher Realität ist – was Altlasten, jüngste Bombenfunde und nicht zuletzt die Feldlerche immer wieder zeigen. Was aus dem Gelände werden soll und kann, das wissen SPD und CDU selbst nicht so genau. Die Haltung von GRÜNE und LINKE indes scheint eher ideologistisch als konstruktiv geprägt zu sein. Man hat sich für den Ausstieg entschieden und dieser soll nun – besser früher als später – durchgezogen werden. Einladungen zum Gespräch seitens der Unternehmen am Flughafen schlägt man aus. Die Mahnungen der Naturschutzverbände ebenso. Und das von einer selbsternannten Umweltpartei. Herzlich willkommen in Absurdistan. Der Streit in der Kommunal- wie auch in der Landespolitik um den Zankapfel Flughafen schwelt nun schon seit Jahren. Aber wer weiß, vielleicht schaft es ja die kleine Feldlerche, einen Schlussstrich darunter zu ziehen. Ihr dürfte der kleine grüne Flughafen wesentlich lieber sein als ein Wohn- und Gewerbegebiet aus Beton. Jedenfalls besser einer Lerche im Gras als eine Taube auf dem Dach. ANZEIGE

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TITELSTORY Foto: Christoph Bubbe

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Den Flughafen realistisch betrachten

Hans Zilles, hier mit Bundespräsident a. D. Joachim Gauck und Daniela Schadt, in Schloss Bellevue.

chen lassen!“ Schon das Landesverfassungsgericht Münster habe 1976 die Eingemeindung von Kettwig gleichwohl damit begründet, „dass die Ruhrhöhen bebauungsfrei bleiben sollten. Möge die Bezirksregierung (Anm. d. Redaktion: im Originalzitat ‚die Bezirksvertretung‘) Düsseldorf, die den Landesentwicklungsplan kontrolliert, aufpassen!“ Durchaus emotional aber ebenso ökonomisch beleuchtet Gerald Schiffmann, Unternehmer und Pilot, die Situation: „Unser schöner Flughafen und unser ‚Luftschiff Theo‘ haben sich für Mülheim und Umgebung zu

einem nicht mehr wegzudenkenden Stück Regionskultur und zu einem einzigartigen und historischen Standortfaktor entwickelt. Für Unternehmen, Piloten und Reisende aus der Region ist der Flughafen gleichzeitig Standortvorteil und Zeitmaschine.“ Es sei schon traurig, dass zunächst Anwohner, die sich Jahrzehnte nach Bestehen des Flugplatzes dort angesiedelt hätten, plötzlich lächerliche Lärmschutzthemen gegen diesen einzigartigen Flugplatz vorbrächten. Schiffmann: „Dann werden Kostengründe vorgeschoben, da der Betrieb rote Zahlen verursachen soll. Fakt ist, dass wir mit unserem Flughafen und dem Luftschiff bei verantwortungsvoller und unternehmerischer Führung einen enorm imagestärkenden, zukunftsorientierten und für viele Menschen und lokale Unternehmen wichtigen Standortfaktor besitzen, den es unbedingt zu erhalten gilt!“ Nicht unterschlagen werden kann in diesem Zusammenhang das sogenannte ‚Bürgerbarometer‘ der NRZ Mülheim, eine repräsentative Studie, die jüngst zu Tage brachte: Die große Mehrheit (58 %) der Mül-

Foto: privat

Für Hans Zilles, Rechtsanwalt und Notar a. D. aus Haarzopf, ist der Umgang der hiesigen Politik mit dem Flughafenareal mehr als unverständlich. Das ‚Fell des Bären‘ würde verteilt, noch bevor der Flughafen geschlossen ist. In einem Schreiben an die Redaktion macht er deutlich: „Die angedachten Varianten einer Bebauung gehen (...) an der Funktion des Geländes als Frischluftschneise für Haarzopf/ Margarethenhöhe bis hinunter über Frohnhausen in den Borbecker Mühlenbach vorbei und lassen völlig außer Acht, was bisher immer Argument gegen eine Bebauung entlang der Norbertstraße auf der westlichen Seite von Schuir war.“ Dass mit der Schließung zugleich das Überflugverbot der von Norden und Osten kommenden Einflugschneise des Düsseldorfer Flughafens über die bisherige Platzrunde des Flughafens Essen/Mülheim wegfallen würde, heiße: „Dann doch statt der Lerchen oder dem jetzigen Flugbetrieb größere Luftfahrzeuge über Haarzopf. Deren ‚Gesang‘ wird neben einem durch Bebauung erhöhten Straßenverkehrsaufkommen auf der Raadter und der Meisenburgstraße aufhor-

Foto: Bundespräsidialamt

Während Teile der Politik den Flughafen Essen/Mülheim schließen und auf ihm ein neues Stadtquartier für 10.000 Menschen errichten wollen, setzen sich Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt ein. Unternehmer vor Ort kämpfen ebenso für ihren Flughafen.

Fabian Schrumpf Gerald Schiffmann, Unternehmer und Pilot , macht sich für den Erhalt des Flughafens Essen/Mülheim stark.

heimer Bevölkerung will, dass das Gelände so bleibt wie es ist: eben ein Flughafen. Mit einer Mischbebauung aus Wohnen und Gewerbe können sich lediglich 28 % der Mülheimer anfreunden. In Essen wurde das Ergebnis der Studie leider bislang nur unzureichend beleuchtet. Doch ob der Bürgerwille am Ende beachtet wird? Frank Peylo, Geschäftsführer der WDL-Gruppe, setzt noch einen letzten Funken Hoffnung in die Politik, denn: „Bis sich am Flughafen was tut, vergehen sonst Jahrzehnte!“

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POLITIK

Weniger Kriminalität und Stärkung der Polizei Fotos: INFORMER-Archiv

IN PUNCTO SICHERHEIT MACHT DIE LANDESREGIERUNG NUN ERNST: 17 NEUE STELLEN FÜR DIE ESSENER POLIZEI.

I

m März veröffentlichte das NRW-Innenministerium die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2017. Innenminister Herbert Reul betonte dabei insbesonders die erheblich verbesserte Aufklärungsquote – mit 52,3 % der beste Wert seit fast 60 Jahren – sowie einen Rückgang der Straftaten um 6,5 %.

Fabian Schrumpf

Peter Tuppeck

„Der Rückgang der Straftaten in Nordrhein-Westfalen ist äußerst erfreulich“, blickt Fabian Schrumpf, Essener CDU-Landtagsabgeordneter und Mitglied im Innenausschuss des Landtags, zufrieden auf die Statistik für 2017. In der Stadt Essen sind im Vergleich zum Vorjahr die Straftaten sogar um 9,23 % zurückgegangen und die Aufklärungsquote um 4,28 Prozentpunkte gestiegen. Peter Tuppeck (CDU), der den Vorsitz des Kreispolizeibeirats der Städte Essen und

Mülheim führt, unterstreicht: „Dieses Er-

gebnis ist Resultat der guten Arbeit der Polizeibeamten in Essen.“ Die Landesregierung hat nun gleich mehrere Maßnahmen zur weiteren Erhöhung der Sicherheit im öffentlichen

NEUE MASSNAHMEN Raum auf den Weg gebracht. Neben den gesetzlichen und instrumentellen Grundlagen wurde die Verteilung festgelegt, von 500 Stellen für Regierungsbeschäftigte, die von den 47 Kreispolizeibehörden in diesem Jahr eingestellt werden können. So werden die Polizisten in Nordrhein-Westfalen bei ihrer Arbeit künftig durch zusätzliche Bürokräfte bei ihrer Verwaltungsarbeit unterstützt. Ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Polizei findet Schrumpf: „Besonders erfreulich aus Essener Sicht ist die Verstärkung der Essener Polizei durch 17 neue Stellen für Polizeiverwaltungsassistenten. Damit hält die NRW-Koalition Wort und ermöglicht den Polizistinnen und Polizisten, sich vermehrt ihrem originären Aufgabenfeld, nämlich dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger zu widmen.“

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Hesse ist

ÜBERALL

DIE POLIT-KOLUMNE

Doppelt hält besser Liebe Leserinnen und Leser, sein XING-Profil hat ‚der Neue‘ noch nicht aktualisiert, ebenso wenig seine Berufsangabe auf Facebook. Dennoch: Seit dem 31. Januar ist Richard Röhrhoff an der Seite von Dieter Groppe zweiter Geschäftsführer der ‚Essen Marketing Gesellschaft für Stadtwerbung, Touristik und Zentrenmanagement‘, kurz EMG. Neben der Stadt ist an ihr gleichermaßen der Verein ‚Essen Marketing Service‘ als Gesellschafter beteiligt, ein Zusammenschluss der lokalen Wirtschaft: Einzelhändler, Schausteller, Gastronomen, Dienstleister, Haus- und Grundbesitzer. Dieser hat Röhrhoff berufen; Groppe ist hingegen stadtseitig als Geschäftsführer bestellt. Klar ist: Mit dem bislang selbstständigen Event- und Kommunikationsberater, Jahrgang 1976, werden große Hoffnungen verbunden – auf Seiten von Stadt und Wirtschaft. Nach einem langen Dornröschenschlaf in zentralen Bereichen der EMG soll Richard Röhrhoff nunmehr für Aufbruchstimmung sorgen. Dass mit ihm ein nunmehr ehemaliges Mitglied des EMG-Aufsichtsrates in die Geschäftsführung ‚befördert‘ wird, dazu noch ein enger Vertrauter von Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen, sorgt für manche kritische Zwischentöne. Röhrhoff hat Kufens Wahlkampf geschmissen, war übergangsweise kommissarischer Sprecher des OB. Erst mit der Verpflichtung von Silke Lenz als Leiterin des Presse- und Kommunikationsamtes räumte er den Schreibtisch. Dass mit Röhrhoff, Lenz und Uwe Loch, dem Programmkoordinator der ‚Grünen Hauptstadt Europas - Essen 2017‘ abermals ein Mitglied aus dem Wahlkampfteam von OB Kufen eine Führungsposition in Essen übernimmt, darf durchaus kritisch betrachtet werden. Vor allem, da sich Kufen als OB-Kandidat noch als Kämpfer für mehr Transparenz und Gegner von Bevorzugung und Vetternwirtschaft stilisiert hat. Gleichwohl dürfte mit Röhrhoff nunmehr einer die Zügel der EMG in die Hand nehmen, der die Materie Marketing bestens versteht. Nicht nur vom Hörensagen, sondern aus der

eigenen Praxis. Röhrhoff ist ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet, hat sich als langjähriger Geschäftsführer beim ‚Marketing Club Ruhr‘ und beim ‚Ballhaus Krefeld‘ einen Namen gemacht. ‚Gefühl statt Kalkül: Authentisch und erfolgreich mit der Kraft der Emotionen‘, so das Motto seines Buches, dürfte bei der EMG zur Anwendung kommen. Dass die EMG gut daran täte, sich nicht überwiegend auf das Bespielen der Essener Innenstadt zu beschränken, und den einflussreichen hiesigen Schaustellern nach dem Mund zu reden und ihnen beachtliche Profite zu sichern, ist eine Sache. Eine andere wäre, dafür zu sorgen, dass die Stadt Essen außerhalb der Ruhrmetropole deutlich mehr Gehör findet. Wie erfolgreiches externes Stadtmarketing funktioniert, hier ein kleines Lob am Rande, ha bislang lediglich die Messe Essen. Der Vorstoß, mit ‚Essen Original‘, ein Stadtfest, was seinen Zenit längst überschritten hat, nun auf dem Areal des Welterbes Zollverein gehen zu wollen, womöglich noch gemeinsam mit dem NRW-Tag, ist gewagt. Hier müssen gute, angepasste und vor allem zeitgemäße Konzepte her. Röhrhoff könnte sie entwickeln; dass er das kann, hat er andernorts bereits vortrefflich bewiesen. Ein prominent und professionell besetztes Festival zur Feier des NRW-Landesgeburtstags, das wäre doch mal was. Hier, da bin ich zuversichtlich, dürfte Essen nicht nur innerhalb der eigenen Stadt punkten. Man kann Richard Röhrhoff hier ein glückliches Händchen wünschen.

Das Sichern der eigenen Pfründe Dass der lange und immer wieder diskutierte Zusammenschluss von Essener Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft (EWG) und EMG mal wieder vom Tisch ist, lässt jedoch nicht gerade hoffen. Es stellt sich hier die Frage, ob die immer wieder hinausgezogene Fusion nicht eher zum Sinn hat, die eigenen Pfründe zu sichern: Geschäftsführerposten, Mandate in Aufsichtsräten und Einfluss. Wer das Stadtmarketing und die Wirtschaftsförderung wirklich voranbringen will, sollte nicht länger in den alten Strukturen verharren. Jedes Start-up, jeder Unternehmer in der Privatwirtschaft wäre mit dieser Taktik schnell am Ende. Viel mehr Sinn würde es hingegen machen, die Aufgaben an einer gemeinsamen Stelle bei der Messe Essen anzusiedeln, die sowohl national als auch international im Bereich Marketing agiert. Das Stadtmarketing, die Akquise von Kongressen sowie die Stärkung der Innenstadt und der Stadtteile hier zu bündeln wäre konsequent. Hier könnte die Stadt zudem kostspielige Doppel- und Dreifachstrukturen sparen.

In diesem Sinne: Glück auf! Ihr Pascal Hesse

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POLITIK

Alles piano im neuen

In Kuwait geboren, in Würzburg aufgewachsen und engagiert, will Muchtar Al Ghusain nun in Essen zeigen, was er kann: Der Rat der Stadt wählte ihn zum Dezernenten für Jugend, Bildung und Kultur. Gerade der für ihn neue Jugendbereich dürfte ihn herausfordern.

VON PASCAL HESSE

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ehr gut. Die Note auf seinem Diplom für Kulturmanagement der ‚Hochschule für Musik und Theater Hamburg‘ macht deutlich: Hier hat ein Experte im neu geschaffenen Dezernat für Jugend, Bildung und Kultur das Amt angetreten. ‚Grundlagen für ein kulturelles Stadtmarketing. Kommunale Kulturplanung im Kontext unternehmerischen Denkens. Beispiele und Modelle‘ lautet der Titel der Diplomarbeit, die Muchtar Al Ghusain bereits 1994 vorgelegt hat. Seither hat er bundesweit praktische Erfahrungen gemacht - im Norden wie im Süden, positive wie negative. Zum Jahreswechsel hat er die Nachfolge von Andreas Bomheuer angetreten. Der Kulturdezernent a.D. wurde zum Jahresende in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Unerfahren ist ‚der Neue‘ jedoch nicht, im Gegenteil: Al Ghusain gilt als versierter Kulturexperte und Kulturpolitiker, der sich in seiner bisherigen Wirkungsstätte, der Stadt Würzburg, Lob und vor allem Achtung erarbeitet hat. Im ersten Schritt möchte er seine neuen Partner in Essen kennenlernen, im zweiten – wenn möglich – eigene Erfahrungen einbringen und neue machen. „Ich kann nicht alles, was ich bisher gemacht habe, 1:1 auf Essen übertragen. Jede Stadt braucht ihre spezifischen Antworten“, betont Al Ghusain in seinem ersten Interview mit dem INFORMER. Die berufliche Neuorientierung habe ihn nach Essen gebracht: „Meine neue Tätigkeit ist eine extrem spannende Aufgabe. Essen verbindet für mich kulturelle Glanzpunkte mit den Schwierigkeiten und Herausforderungen einer modernen Großstadt.“ Der Umbau einer durch Industrie geprägten Arbeiterstadt hin zu einer modernen Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft sei enorm. „Und die Frage der mit Migration und Integration verbundenen Herausforderung ist ein Thema, das mich interessiert. Eigentlich betone ich meinen Migrationshintergrund nicht so gerne, aber ignorieren kann ich ihn ja nicht völlig. Von daher empfinde ich es durchaus als Herausforderung und Aufgabe, gerade wenn man eine kulturelle Sozialisation hat, ebenso Menschen

mit Zuwanderungshistorie die ganze Nach fast zwei Amtszeiten in Würzburg ist Al Ghusain Bandbreite einer Stadtinfrastruktur nun in Essen angekommen, während seine Familie mit ihren kulturellen Angeboten vorerst im Süden der Republik verweilt. „Ich besuche zu öffnen.“ sie so oft ich kann. Meine Kinder aus der Schule und Essen sei eine sehr dynamiihrem gewohnten Umfeld zu reißen, das wollte ich sche und spannende Stadt. „Alle nicht“, sagt der Dezernent. In wenigen Jahren sind sie innovativen Entwicklungen, die volljährig. Untergekommen ist der Dezernent im ‚Geman in Berlin, München oder nerationen-Kulthaus‘ des Kreativunternehmers und Hamburg findet, kann man auch ‚Bürger des Ruhrgebiets‘ Reinhard Wiesemann, mitten in Essen finden“, betont Al Ghusain. in der nördlichen Innenstadt. Eben mittendrin Wer nun meint, da käme jemand, der statt nur dabei, ein Motto, das Al Ghusain klamme Kassen nicht kenne, solle entspricht. Nicht immer erfolgreich, sich nicht täuschen. Al Ghuaber beachtenswert: So verlor sain: „Auch in Bayern gibt er 2014 die Stichwahl um das es Armut, und Würzburg Amt des Oberbürgermeisters ist keine reiche Stadt gein Würzburg respektabel wesen. Da gab es noch mit nur rund zehn Prozent vor gut 15 Jahren einen Unterschied zu seinem Konnicht ausgeglichenen trahenten. Haushalt, einen Nothaushalt so wie in EsDAS RUHRsen.“ Wer sein jüngstes Interview mit GEBIET ALS ‚Main-Post‘-RedakMOTOR teur Karl-Georg Rötter (Ausgabe vom DEUTSCH16.02.2018) liest, LANDS wird die Parallelen zu seiner Arbeit in Bayern und den HeAnstatt eine weitere Der Diplom-Kulturmanager Muchtar Al Ghusain ist rausforderungen in Amtszeit als Dezernent in Essens neuer Dezernent für Jugend, Bildung und Kultur Essen erkennen. Dort Würzberg anzustreben, hat und damit ebenso für die VHS zuständig. wird Al Ghusain unter er sich hingegen für die Heanderem wie folgt zitiert: rausforderung in Essen ent„Nach den finanziellen Krisenjahren ist es gelungen, eine schieden. Die Stadt habe ihn gereizt: „Das Ruhrgebiet ist neue Aufbruchstimmung für das kulturelle Leben zu für mich neu, den Süden und Norden der Republik habe erzeugen. Viele Einrichtungen befanden sich damals in ich bereits kennengelernt. Jetzt ist der Westen für mich großer Bedrängnis und manche hatten sich ein Stück weit noch einmal eine ganz neue Erfahrung.“ 1997 kam er das zurückgezogen. Da ist es an vielen Stellen gelungen, Ver- erste Mal nach Essen, zur Eröffnung des Designzentrums besserungen zu erzielen.“ Er führt etwa das ‚Mainfranken auf Zollverein. Und seither immer wieder, etwa im KulturTheater‘ an. „Dass dieses jetzt nach all den Diskussionen hauptstadtjahr 2010 oder ein Jahr später zum Besuch des mit hohem finanziellen Aufwand saniert wird, wurde in gerade erst erweiterten Museums Folkwang. Vergangenes vielen mühevollen Debatten erkämpft. Vor fünf oder sechs Jahr – zur ‚Ruhrtriennale‘ – war er gemeinsam mit der Jahren sind wir für erste Kostenschätzungen, die noch Familie in der Region. Und in Essen. deutlich unter den heutigen lagen (Anmerkung der Redak„In Würzburg habe ich manchmal eine gewisse Häme tion: aktuell werden die Sanierungskosten auf 65 Millionen herausgehört, als es bekannt wurde, dass ich nach Essen Euro beziffert) massiv kritisiert worden.“ Diskussionen, gehe – nach dem Motto: Arme Industriestadt, kein Geld, die Essen gerade bei kulturellen Belangen bestens kennt. eine der höchsten Pro-Kopf-Verschuldungen. Das ist im

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POLITIK

Super-Dezernat

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Fotos: Christoph Bubbe

Zur Person: Muchtar Al Ghusain 1963 in Kuwait geboren, siedelte er 1970 gemeinsam mit seinen Eltern nach Deutschland über. Sein Vater, Jamal Al Ghusain, kam zuvor bereits in den 1950er Jahren als Gastarbeiter aus Jordanien in die Bundesrepublik. Seine Mutter Rosemaire (geb. Herper) zog 1949 von Erfurt nach Würzburg. Dort wuchs Al Ghusain auf. Seinen Zivildienst leistete er an der Christopherus-Schule für geistig Behinderte in Würzburg ab. Seit 1994 ist er mit der Dipl.-Theaterwissenschaftlerin Astrid Sommer verheiratet, die er beim Studium in Hamburg kennenlernte. Sie haben zwei Töchter. Der neue Beigeordnete der Stadt Essen studierte in Würzburg und Hamburg Musik und Kulturmanagement. Anschließend war er sowohl als Kulturamtsleiter in Schwäbisch Gmünd als auch als Referent im niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur tätig.

MUCHTAR AL GHUSAIN GIBT NUN DEN TON AN Seine neue Tätigkeit, da ist er sicher, wird ihn zu mehr als 100 Prozent fordern. „Mir ist es extrem wichtig, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die Menschen in einer Stadt mitzunehmen. Ich möchte, dass sie sich identifizieren können, dass sie mit Lust und Engagement mitmachen, Prozesse selber verstehen können, aufgrund von transparenten Strukturen einbringen können und zu einer lebendigen Stadtgesellschaft beitragen können“, so der Dezernent. Vor

den großen Herausforderungen im Schulbereich habe er Respekt. „Erste Schulen habe ich besucht und die Dringlichkeit gesehen, was den baulichen Zustand angeht. Hier braucht es gut durchdachte, schnelle und pragmatische Lösungen, die der gesamten Schulentwicklung zugutekommen. Wir haben nicht die Zeit für langwierige Planungen, da die Dringlichkeit groß ist“, betont Al Ghusain, der in Würzburg für den Schulbau mit verantwortlich war. Neu für Al Ghusain ist der Bereich Jugend. „Ich habe den Eindruck, dass es hier in Essen eine tolle Breite und Qualität gibt – in den unterschiedlichsten Einrichtungen und auf unterschiedlichen Ebenen.“ Dass es in den Städten generell ein Spannungsfeld seitens der Kommune und der freien Szene gibt, weiß er nur zu gut. Oft gehe es dabei um notwendige finanzielle Mittel, weniger um Anerkennung und Akzeptanz. „Die vielen freien Träger werde ich nun in den kommenden Monaten kennenlernen dürfen – und hoffe auf gute Zusammenarbeit.“ Gleiches gelte für den Kulturbereich. Hier kann Muchtar Al Gusain im übrigen hervorragend mitreden, denn er ist gleichwohl künstlerisch begabt, besser noch: Absolvent der ‚Hochschule für Musik in Würzburg‘ und Diplom-Musiker, Hauptfach Klavier. Seine Gesamtnote damals: 1,80. Ein gutes Omen.

Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (l.) würdigt vor dem Stadtrat die Verdienste von Muchtar Al Ghusain, hier mit seiner Tochter Zaha. ANZEIGE

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Süden der Republik durchaus bekannt, wenn man an Essen denkt. Doch der Reichtum dieser Republik von Nord wie Süd haben die Menschen im Ruhrgebiet zum großen Teil mit aufgebaut. Sie haben die Drecksarbeit gemacht: in der Stahlindustrie, im Kohlebergbau. Und das hat insgesamt zum Reichtum dieses Landes beigetragen. Bund und Länder müssen hier an ihre Verantwortung erinnert werden. Man kann Städte wie Essen und Oberhausen nicht in ihrer Not alleine lassen und sagen: Hättet ihr mal besser gewirtschaftet“, so Al Ghusain.

Foto: Georg Wagenbrenner / Stadt Würtburg

Muchtar Al Ghusain spricht mit INFORMER- Redakteur Pascal Hesse über seine Vorhaben.

Seine letzte Station war die Stadt Würzburg. Dort war Al Ghusain seit 2006 Kultur-, Schul- und Sportdezernent. Engagiert war der Kulturpolitiker in seiner alten Heimat zudem unter anderem als Vorsitzender der SPD im Unterbezirk sowie als Mitglied im Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Auferstehungskirche Würzburg. Al Ghusain erhielt 2018 das Goldene Stadtsiegel (siehe Foto) der Stadt Würzburg.


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TITEL-ROSINEN GEPICKT!

Oktober 1993: Es ist die Geburtsstunde des INFORMER – oder vielmehr des BREDENEY INFORMER, wie er damals hieß. Die graue Betonwand auf dem Mittelstreifen der B224 entlang des Werdener Bergs erhitzte seit dem Spätsommer die Gemüter der Bürger in Bredeney. Diese Mauer war aber auch das einzige graue Ding in unserer Erstausgabe. Denn schon von Beginn erschien der INFORMER vierfarbig – 1993 noch ein echtes Novum in der lokalen Presselandschaft!

Januar 2008: Die Auflage ist deutlich gewachsen und unsere Ausgaben erscheinen längst nicht mehr nur in Bredeney. Aus dem Bredeney Informer werden die INFORMER MAGAZINE Essen. BÄCKER PETER: Freie Einsicht(en)

STUNDENPLANPROBLEM: Grashof und Goethe fühlen sich allein gelassen.

Familienunternehmer verbindet Erfolg mit Engagement · PROFIL S.08

FOKUS S.04/05

B R E D E N E Y Die Schüler „leiden“ unter der langen Unterrichtszeit und dem zunehmenden Leistungsdruck.

JANUAR 2008 Ge samtauflage E ssen: 60.000 Exemplare jeden Monat

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Informer Nummer 171 www.informer-magazine .de

„KICK OFF“ in Bredeney ERIK LANGE ist im Kader der Grashofschen RugbyMannschaft. Wie die meisten seiner „Mitstreiter“ hat er das Spiel erstmals in einer Projektwoche der Schule kennen gelernt – kennen und lieben! » S.03

Hoppla! Hat sich da über den Jahreswechsel im Titel des bewährten BREDENEY INFORMER etwas verändert? Richtig! – Nach 15 Jahren (!), in denen der INFORMER zum Vorbild für eine ganze Mediengattung wurde (siehe S. 02), war es Zeit für eine Auffrischung in Titel-Optik und -Auftritt. Eines ist sicher: Auch im neuen INFORMER MAGAZIN bleibt Lokales aus Bredeney und Ihrer direkten Nachbarschaft ganz vorn und bekommt mehr Platz: Witzig, spannend, lokal engagiert und hauptstadttauglich für 2010 und darüber hinaus. Verlag und Redaktion wünschen Ihnen ein prächtiges Jahr 2008!

*KLOPF, KLOPF* ES IST ZEIT FÜR WAS FROHES NEUES!

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NEUES ERWARTET SIE IN DIESER AUSGABE! NEUE WEGE MIT DEM LEBENSGEFÄHRTEN: HEIRATEN AUF S. 12 · NEUE ENERGIE: SPAR-KONZEPTE FÜRS ZUHAUSE S. 14 · NEUER TITELKOPF: SIEHE OBEN ... UND S.02!

Innenarchitektin aus Berufung Seit 1992 ist BERIT RIESEBERG als Diplomingenieurin tätig und hat sich im Jahre 2000 mit als Innenarchitektin ihrem Büro „Raumkonzept“ in Bredeney selbstständig gemacht. » S.06

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April 2016: Die Flüchtlingswelle hat auch die Stadt Essen längst erreicht. Seit Monaten ist sie DAS Thema in den Medien – auch bei uns. Sie erhitzt die Gemüter und macht gleichzeitig Ansichten wieder vermeintlich salonfähig, die zuvor gesellschaftlich noch verpönt waren. Im April begaben wir uns auf Spurensuche: Wie braun ist Essen?

August 2016: Der INFORMER kann auch Politik. Dass wir – und zwar durchaus kritisch – über das politische Geschehen in unserer Stadt berichten, gehört zum journalistischen Alltag. Was unsere Recherchen jedoch im Sommer 2016 ans Licht brachten, wurde ein bundesweiter Polit-Skandal: Die Lebenslauf-Lüge der Bundestagsabgeordneten Petra Hinz.


13 Foto: Fabian Stuertz

Seit Oktober 1993 erscheint unsere Printausgabe – und zwar jeden Monat. Das macht Stand heute stolze 295 Ausgaben. Alle Titel abzubilden, wäre auf einem Schlag etwas viel. Daher haben wir mal ein paar Rosinen der letzten 25 Jahre rausgepickt. Viel Spaß!

August 2014: Unsere National-Elf hat es geschafft – Deutschland holt zum vierten Mal den WM-Titel. Unter den Fußballhelden ist auch Mesut Özil. Er ist aber nicht der einzige Weltmeister, der schon für den Traditionsclub Rot-Weiss Essen kickte. Helmut Rahns Wunder von Bern ist unvergessen. Zwei Weltmeister, zwei Typen, ein Porträt. Jonas Meyer und Max Kennel sind ‚Das Lumpenpack‘. Mit ihrem aktuellen Album kommen sie am 25.04. nach Essen in die Weststadthalle.

Gewinnen Sie das neue LumpenpackAlbum!

Dezember 2015: Der Besuch von Dr. Nasrin Oryakhil, die damalige afghanische Ministerin für Arbeit, Soziales und Kriegsversehrte, ist unser Titelthema. Dr. Oryakhil in dem mit uns geführten Interview: „Ohne Stärkung der Frauen gibt es keine Reformen – nicht in Afghanistan und auch in keinem anderen Land der Welt.“ Diese klare Botschaft sorgte dafür, dass der INFORMER sogar auf den Straßen Kabuls Beachtung fand.

Am 25. April kommt ‚Das Lumpenpack‘ in die Essener Weststadthalle. Zur Einstimmung verlosen wir das aktuelle Album ‚Die Zukunft wird groß‘. Konzertcomedy, die Auseinandersetzung mit Musik und Comedy – dafür steht das Duo ‚Lumpenpack‘. Jonas Meyer und Max Kennel sehen sich in der Tradition englischsprachiger ‚musical comedy‘, wie sie von Bo Burnham, Tim Minchin oder Tenacious D betrieben wird. Lustig, aber nie billig. Ironisch, aber nie spottend. Bissig, aber nie verletzend. Kurz: Klamauk mit Denken. Mit ‚Die Zukunft wird groß‘ veröffentlichten sie ihr drittes Album. Das Duo ist erwachsener geworden, ihr Album das Sinnieren über den Status Quo eines Endzeitstudenten. Ist sie das jetzt? Die Zukunft von der alle sprachen? Es geht nicht um große Entscheidungen, die getroffen werden müssen, sondern um große Entscheidungen, die bereits getroffen wurden und jetzt hinterfragt werden. Beziehung? Hochzeit? Kinder? Die Antwort ist eingeloggt, aber der Moderator kündigt vor der Auflösung noch eine Werbepause an. In diesem Vakuum besingt das Lumpenpack seinen Alltag, stets beobachtend, stets selbst gespannt, wie es denn nun eigentlich ausgeht.

Fotos: INFORMER Archiv, Hintergrundfoto: unsplash, Tim Guow

April 2017: Das Stadion Essen – für tausende von RWE-Fans ist es das Mekka der Hoffnungen auf einen baldigen Aufstieg raus aus der Viertklassigkeit. Für die Stadt Essen ist es ein Prestige-Projekt einiger weniger, das die Bürger 4,5 Mio. Euro kostet – und zwar jährlich, mindestens 25 Jahre lang. Um den Weg der Sportstätte ins finanzielle Fiasko nachzuzeichnen, durchforstete die INFORMER-Redaktion über 1.000 Seiten – vom Bericht der Rechnungsprüfer bis hin zu einer Transparenzprüfung, von der die Öffentlichkeit eigentlich nichts erfahren sollte.

Der INFORMER verlost 3 x das Album ‚Die Zukunft wird groß‘ als CD. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an gewinnspiel. essen@informer-magazine.de mit dem Betreff ‚Lumpenpack‘ sowie Ihren vollständigen Namen und Ihre Anschrift. Einsendeschluss ist der 17.04.2018. Teilnahme ab Vollendung des 18. Lebensjahrs. Keine Teilnahme für Verlagsmitarbeiter und deren Angehörige. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


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GESUNDHEIT

Vom Freiwilligendienst zum Traumberuf: Viele Helfer bleiben den Johannitern treu Fotos: Vanessa Mels

Nicht selten ist das ‚Freiwillige Soziale Jahr‘ (FSJ) im Hausnotruf- und medizinischen Transportdienst des Regionalverbandes Essen der Einstieg in den Beruf oder das Ehrenamt. Aktuell bieten die Johanniter wieder Plätze fürs FSJ in Essen und Mülheim. VON PASCAL HESSE

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as Abitur in der Tasche, ein Studienplatz für Medizin oder ein anderes spannendes Fach in Aussicht, doch oftmals erst nach einigen Wartesemestern? Für viele, die für die Zwischenzeit eine sinnvolle Aufgabe suchen, sich auf ihr Studium vorbereiten, im Team und nah am Menschen arbeiten wollen, ist der Einstieg in die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) der ideale Weg. Sie entscheiden sich für ein ‚Freiwilliges Soziales Jahr‘ (FSJ) im Hausnotruf und medizinischen Transportdienst der Johanniter. Sie helfen beim Transport von dringend benötigten Organen oder Blutkonserven und leisten tagtäglich einen lebenswichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Nicht wenige FSJ‘ler, die spannende und zugleich herausfordernde Arbeit kennen- und schätzengelernt haben, bleiben der Johanniter-Unfall-Hilfe erhalten – mal im Haupt-, mal im Ehrenamt. So zum Beispiel Michelle Kraus. Die junge Frau arbeitet bereits seit einigen Jahren als Disponentin in der hauseigenen Hausnotruf-Zentrale der JUH in der Henricistraße. Dort gehen die Not- und Anrufe von Hausnotruf-Teilnehmern aus ganz NRW ein. 24 Stunden täglich, 365 Tage im Jahr sitzen hier rettungsdienstlich ausgebildete und qualifizierte Kräfte wie Michelle Kraus, um Hilfe für in Not geratene Personen zu organisieren. „Die Arbeit in der Zentrale ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe“, weiß die hauptamtliche Hausnotruf-Disponentin. Sie entscheidet, was zu tun ist – ob der Einsatzdienst ausrücken muss, wenn etwa jemand gestürzt ist und nicht alleine zurück auf die Beine kommt. Oder ob der Rettungsdienst oder Notarzt vonnöten ist, wie etwa bei Herzinfarkten, Schlaganfällen oder anderen schwerwiegenden Ereignissen. Angefangen hat die junge Frau ihre Karriere bei der JUH mit einem FSJ. Und auch was Aufstiegschancen und Weiterbildung angeht, haben die Johanniter viel zu bieten.

In der Johanniter-eigenen Hausnotruf-Zentrale in Essen gehen Notrufe von Teilnehmern aus ganz NRW ein. Sie ist 365 Tage im Jahr durch ausgebildete und qualifizierte Kräfte besetzt. Michelle Kraus ist eine von ihnen.

Zum ehrenamtlichen Regionaljugendleiter der ‚Johanniter Jugend‘ im Regionalverband Essen hat es Jan Schlich gebracht. In dieser Funktion hat er unter anderem die Schulsanitätsdienste, über die er seinerzeit am Helmholtz-Gymnasium den Einstieg in den Verband gefunden hat, betreut. Nach seinem Abitur 2007 begann er ein Jahr später sein Freiwilliges Soziales Jahr im Jugendbüro des Verbands. Auch während seines erfolgreichen Studiums der Psychologie an der FernUniversität in Hagen, das er 2012 erfolgreich abgeschlossen hat, blieb er dem Verband treu. Zwischenzeitlich war Jan Schlich sogar hauptamtlich für den Verband tätig, als Leiter der Sozialen Dienste. Heute ist der junge Mann ehrenamtlicher Leiter der Dienststelle Kettwig der JUH.

FREIWILLIGE GESUCHT Aktuell suchen die Johanniter wieder junge Menschen, die im Freiwilligendienst tätig werden wollen. Ein Jahr Engagement ‚aus Liebe zum Leben‘, so das Motto des Verbands, kann sie für ihren weiteren Lebensweg sehr gut vorbereiten. Rund 40 Stunden pro Woche sind sie in ihrem FSJ

im PKW-Einsatzdienst aktiv. Organe und Blutkonserven transportieren, Senioren im Hausnotrufdienst helfen, wenn sie gestürzt sind, hier und dort hineinschnuppern — das Einsatzfeld ist sehr vielfältig. Vor allem im Sommer, wenn traditionell viele FSJ‘ler ihren Dienst beenden, gibt es viele freie Plätze. Die ideale Zeit für den Einstieg bei der JUH! Wer sich fürs FSJ entschließt, entscheidet sich gleichsam für die hochwertige Ausbildung bei den Johannitern: Zwei Wochen lang dauert der medizinische Grundlagenunterricht plus Praxisprüfung. Dann folgen eine Woche auf dem Krankentransportwagen und eine Woche auf dem Rettungswagen im Rahmen eines Rettungswachenpraktikums. Ebenfalls unabdingbar ist die Ortskenntnisschulung. Dabei lernen die Freiwilligendienstleistende sämtliche Hauptstraßen Essens, Autobahnkreuze in NRW und Ausfahrten in Essen und den Nachbarstädten kennen. Zwischendurch wird das Erlernte immer wieder geprüft. Danach geht es erstmals mit auf den Wagen. Auf eines wird bei den Johannitern in jedem Bereich sehr viel Wert gelegt: die Qualität der Arbeit und Aus-

bildung. Denn es handelt sich schließlich um verantwortungsvolle Aufgaben, die die FSJ’er und gleichermaßen die Bundesfreiwilligendienstleistende übernehmen. Das Besondere: Sämtliche Dienste der Johanniter sind vom Tüv zertifiziert.

SELBSTBEWUSSTER DURCHS LEBEN GEHEN Viele Freiwillige berichten, dass sie nach dem Jahr bei den Johannitern deutlich selbstbewusster durchs Leben gehen. Das mag an der nicht geringen Verantwortung liegen, die die jungen Menschen übernehmen, etwa bei eiligen medizinischen Transportfahrten: Organe und Ärzteteams werden dann im Auftrag der ‚Deutschen Stiftung Organtransplantation‘ (DSO) abgeholt und zum Patienten in die Klinik gebracht. Ab und an haben die FSJ‘ler die Möglichkeit, bei einer Organspende dabei zu sein, wenn es der Koordinator, das ist meistens der Arzt, erlaubt. Eine wertvolle Erfahrung, die viele ihr Leben lang nicht mehr vergessen.

Bundesfreiwilligendienst oder Freiwilliges Soziales Jahr?

Jan Schlich ist ehrenamtlicher Leiter der Dienststelle Kettwig der JUH. Zeitweise war er im Hauptamt Leiter der Sozialen Dienste.

Ob man sich für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) entscheiden muss, hängt im Prinzip lediglich vom Alter ab: Während das FSJ nur bis zum 27. Lebensjahr möglich ist, unterliegt der BFD keiner Altersbeschränkung und ist bei den Johannitern ab dem 18. Lebensjahr möglich. Ausbildung und Dauer sind gleich. Die Dienstzeit beträgt 12 Monate und kann gegebenenfalls auf 18 Monate verlängert werden. Ein Führerschein der Klasse B ist zwingend erforderlich. Bei beiden Diensten steht den Freiwilligen, die mindestens die Vollzeitschulpflicht vollendet haben müssen, Geld nach den allgemein gültigen Kostensätzen und, bei Voraussetzung, auch ein Kindergeldanspruch zu. Der Einstieg ist zu mehreren Terminen im Jahr möglich. Wer im Sommer anfangen will, hat Glück, denn dann gibt es immer besonders viele freie Plätze für Freiwillige. Wer Medizin studieren möchte, kann sich die Zeit bei den Johannitern sogar anrechnen lassen. Mehr Infos gibt es bei Ines Ross unter (0201) 89646-107 und auf www.johanniter. de/essen. Bei Interesse bitte eine Kurzbewerbung an bewerbung.essen@ johanniter.de senden. Interessierten ist es möglich, vorab eine Führung durch die Essener Johanniter-Zentrale zu machen.

Bevor Michelle Kraus ins Hauptamt wechselte, absolvierte sie ein ‚Freiwilliges Soziales Jahr‘ bei der Johanniter-Unfall-Hilfe.


GESUNDHEIT

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Durch Yoga auf den Pferderücken Fotos: Carolinenhof

DIE REITTHERAPIE AUF DEM INTEGRATIVEN CAROLINENHOF BEKOMMT UNTERSTÜTZUNG.

Die Yoga-Kurse von ‚Yoguerilla‘ im Essener ‚Recover Fight-Club‘ unterstützen das reittherapeutische Angebot auf dem Carolinenhof.

In der Reittherapie wird die wohltuende und heilende Wirkung des Pferdes auf den Menschen genutzt. Das Pferd schenkt Vertrauen und Sicherheit, braucht aber gleichzeitig klare Regeln. Der Bewegungsrhythmus des Tieres wirkt lockernd, ausgleichend und angstlösend. So kann das Pferd sehr effektiv als Brücke zwischen Patientem und Therapeutem genutzt werden. Damit ist das therapeutische Reiten mehr als nur eine sportliche Freizeitgestaltung. Es spricht den Menschen immer ganzheitlich an; es ist Reiten für Körper und Seele. Wöchentlich kommen rund 350 Kinder zum Carolinenhof in Essen-Kettwig. Er ist ein integrativer Reiterhof und fachlich vom Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V. (DKThR) zertifiziert. Die Angebote reichen von der Hippotherapie über das Heilpädagogische Reiten bis hin zum Reiten als Sport für Menschen mit Beeinträchtigung.

DIE VIELSEITIGKEIT REITTHERAPIE Die Hippotherapie ist quasi Krankengymnastik auf dem Pferd. Diese Therapieform ist besonders geeignet für Menschen mit Lähmungen, Spastiken oder Amputationen. Die Haltungs-, Gleichgewichts- und Stützreaktion wird trainiert und die Regulierung der Muskelspannung wird erhöht. Denn der Patient muss auf die Bewegungsimpulse des Pferdes im Rahmen seiner motorischen Fähigkeiten reagieren. Er sitzt also nicht aktiv zu Pferde, sondern er antwortet auf die Bewegungsreize, die auf ihn ununterbrochen einwirken. Muskelfunktionen oder Bewegungsabläufe wie z.B.das Gehen können so erhalten, verbessert oder neu erlernt werden. Auch die heilpädagogische Förderung mit dem Pferd – kurz HFP – hat sich als besonders effektiv gezeigt. Sie wird in der Pädagogik, der Psychologie und der Psychiatrie eingesetzt.

Das Bewegtwerden auf dem Pferderücken und die Gestaltung der Beziehung zum Therapiepferd unterstützen den Therapiepatienten in der Auseinandersetzung mit seinen individuellen Schwierigkeiten. Aufgrund positiver Erfahrungen bei der Reittherapie werden das Selbstwertgefühl gestärkt und eine angemessene Selbsteinschätzung erlernt. Die Konzentrations- und Lernfähigkeit sowie der angemessene Umgang mit Emotionen wie Wut, Ärger, Trauer aber auch Freude stehen häufig im Vordergrund der Zusammenarbeit. Positive Lernerfahrungen im Bereich des sozialen Verhaltens werden dabei nicht nur durch das Pferd und den Pädagogen, sondern auch durch die anderen Gruppenmitglieder ermöglicht. Die HFP und die Hippotherapie sind nur zwei Beispiele für die tiergestützte Therapie. Das interdisziplinäre Team am Carolinenhof verfolgt unterschiedliche Therapieansätze und kann somit vielseitige Hilfestellungen geben.

HILFE FÜR FINANZIELL SCHWÄCHERE FAMILIEN Doch wie jede Therapie hat auch das therapeutische Reiten seinen Preis, der für viele aus eigener Tasche nicht finanzierbar wäre. Um den Familien, die sich die Reittherapie nicht aus eigenen Mitteln leisten können, diese dennoch zu ermöglichen, ist der integrative Carolinenhof auf Unterstützer angewiesen. Besonders kreativ ist dabei das Projekt von Andreas Büdeker, Betreiber des Essener Boxclubs ‚Recover FightClub‘, und Yoga-Lehrer Oliver Kotowski, Gründer der Yoguerilla. Die beiden Essener haben

sich überlegt, wie sie die Carolinenhof-Kinder dauerhaft unterstützen können. Im Jahr 2017 starteten sie ein gemeinsames Projekt. In den Räumlichkeiten des Boxclubs, in denen seit mehr als 12 Jahren Fitness-Boxen angeboten wird, unterrichtet der zertifizierte Yoga-Lehrer Kotowski – und zwar unentgeltlich. Jeder Teilnehmer zahlt lediglich fünf Euro zugunsten der Carolinenhof-Kinder. Im letzten Jahr kamen so auf sportlichem Wege 1.500 Euro zusammen, die Hofleiterin Sibylle A. Braun mit großem Dank entgegennehmen durfte. Das Engagement von Kotowski und Büdeker geht indes auch 2018 weiter. Die nächsten Yogatermine im Recover Fight-Club zugunsten des Carolinenhofs stehen bereits fest: Am 8. April ein Vinyasa-Powerflow-Kurs sowie weitere Sonntags-Kurse am 22. und 29. April sowie am 6. und 13. Mai. Kursbeginn ist jeweils um 15.30 Uhr.

GELEBTE INTEGRATION Zurück zum Carolinenhof. Im Vordergrund steht hier nicht nur das Reiten an sich. Das Drumherum wird ebenfalls großgeschrieben. Neben den reittherapeutischen Angeboten wird im Rahmen einer Begegnungsstätte die Integration gemeinsam durch beeinträchtigte und nicht beeinträchtigte Kinder, junge Erwachsene und Erwachsene gefördert und gelebt. Wer die Arbeit und das Zusammenleben auf dem Carolinenhof einmal kennenlernen möchte, dem bietet sich schon bald Gelegenheit dazu. Am 8. Juli findet von 14 bis 18 Uhr das große Sommerfest statt. Weitere Informationen unter www.carolinenhof.org. ANZEIGE

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VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG

16 April 2018 Lokalfieber Essen für die nördliche Innenstadt · www.lokalfieber.de ·

ANNETTE ALLKEMPER

Termine für die nördliche Innenstadt MONTAG, 2. APRIL

Offene Tür im Atelier Vierviertel, Altenessener Straße 77, im Zeitraum vom 12:00 bis 13:00 Uhr DIENSTAG, 10. APRIL

Folkwang zu Gast – Orgelstudio, Kreuzeskirche am Weberplatz, 19:00 bis 21:00 Uhr MITTWOCH, 11. APRIL

Lebenskönnerschaft – Impulse aus der Philosophie der Lebenskunst: Resilienz, Medienforum, Zwölfling 14, ab 19:30 SAMSTAG, 14. APRIL

Digitalfotografie für „Oldies“ – moderne Kameratechnik für Senioren, Foto Frankenberg, Flachsmarkt, 14 bis 18 Uhr SAMSTAG, 28. APRIL

Vesper um Vier – Musik und Worte, Marktkirche am Markt, 16:00 bis 16:30 Uhr

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um ersten Mal in Essen: Ein Workshop „Kulturmarketing – die Kunst, für die Kunst zu begeistern“. Anbieter ist KIK, das Kölner Institut für Kulturarbeit und Weiterbildung, Referent ist Prof. Dr. Jochen Zulauf, renommierter Experte in Sachen Kulturmarketing. Im Workshop geht es um die zentrale Aufgabe des Marketing: die präzise und umfassende Beschreibung und Darlegung eines künstlerischen und kulturellen Angebots. Jochen Zulauf will den Teilnehmenden die nötigen Kenntnisse und Instrumente vermitteln, ihr Angebot optimal zu präsentieren. Sie lernen die Methoden des Kulturmarketings kennen einschließlich Strategien wie ‚Guerilla-Marketing‘, Social-Media-Management und den gezielten Werbemittel-Einsatz. Der Workshop richtet sich an Kulturschaffende und Kulturorganisationen, die ein professionelles Kulturmarketing als notwendig erkannt haben oder sich davon überzeugen lassen wollen. Am Samstag, 16. Juni von 10-17 Uhr geht es um Methoden wie Marketinganalyse und -planung, Marktingstrategien, um ‚Guerilla-Marketing‘, Werbemittel und Social-Media-Management. Am Sonntag, 17. Juni von 10-13 Uhr bietet der Workshop die Besprechung individueller Projekte der Teilnehmer*innen mit praktischen Tipps und Anregungen sowie die Erarbeitung von Lösungsvorschlägen. Jürgen Potratz, KIK-Geschäftsführer, freut sich sehr, dass er Jochen Zulauf als Dozent gewinnen konnte. Zulauf war jahrelang Kultur-

Beide Tage kosten 138 Euro einschl. Getränke und Mittagsbuffet, der Samstag kann auch getrennt gebucht werden. Alles weitere unter: www.kik-wb.de. WOLFGANG NÖTZOLD

Zur Person: Prof. Dr. Jochen Zulauf Jochen Zulauf ist seit 1. Oktober 2013 an der Internationalen Berufsakademie Heidelberg als Dozent angestellt. Er leitet die Fachrichtung Kultur- und Medienmanagement im BWL-Bachelor-Studiengang. Außerdem lehrt er Marketingkommunikation und Sozialmanagement. Am 29. April 2014 wurde er vom Hessischen Ministerium für Wissenshaft und Kunst des Landes Hessen zum Professor an der IBA ernannt. Zusätzlich lehrt er vor allem im Fernstudium des KMM Hamburg, im Fernstudium der TU Kaiserlautern, an der Zeppelin-Universität Friedrichshafen und an der Uni Tübingen.

KUNST & KULTUR

WIRTSCHAFT

Kreative des Monats: Ioanna Hair & Make up

Ein Stückchen Orient in der Essener Innenstadt

Ioanna Argiriou ist staatlich geprüfte Make-up-Artistin, Hairstylistin und Lash Artistin. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich Make up & Haare für Foto, Film, Laufsteg, Hochzeit, Event und Bühne. Ioanna hat aus einem Traum einen Beruf gemacht und (Originalton) „würde diesen mit keinem anderen der Welt tauschen“. „Menschen optisch zu verändern und sie damit glücklich zu machen, dass ist es, was ich wirklich liebe“, sagt Ioanna selbst über sich. Es geht für sie darum, Menschen für ihre besonderen Anlässe zu stylen. Kreativität ist dabei sehr wichtig und Ioanna ist immer auf dem neusten Stand der Trends, was Make up und Haarstyling angeht. Sie bringt ihre Ideen auch auf Fashion Shows, Shootings, Events, Hochzeiten und bei anderen Projekten ein. Und sie arbeitet auch für Werbeagenturen, Fotografen, Produktionsfirmen, Eventplaner.

NOCH BIS ZUM 29. APRIL

GOP-Show „Appartement“, GOP Varieté Theater, Rottstraße 30, verschiedene Uhrzeiten: www.variete.de Mehr Termine unter: www.lokalfieber.de/kalender

referent und verantwortete die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit z.B. am Theater Oberhausen. 2008 - 2014 lehrte er Kulturmarketing und Kulturmanagement an verschiedenen Hochschulen; seitdem lehrt er BWL, Prof. Dr. Jochen Zulauf Marketingkommunikation und Sozialmanagement an der Internationalen Berufsakademie in Heidelberg.

Ioanna Argiriou

Mehr über Ioannas Arbeit findet man unter www. ioanna-hairandmakeup.com, unter facebook:@ ioanna.hairandmakeup oder bei Instagram:@ ioanna.hairandmakeup ANNETTE ALLKEMPER

GESELLSCHAFT

Religionen entdecken im gleichwertigen Miteinander Unter diesem Motto steht der 5. Begegnungstag, den Brigitta Schröder am 1. Mai von 17 bis 20 Uhr in der Kreuzeskirche anbietet. In Kooperation mit Lokalfieber und dem Projekt ‚Blickrichtungswechsel‘ gibt es wieder einen anregenden und informativen Austausch an sieben Gesprächstischen: jeweils einem Tisch mit Hindus, Juden, Buddhisten, Christen, Muslimen, Sikh und Baha`i. Dazu gibt es ein abwechslungsreiches Begleitprogramm aus Musik, Gesang und Lesungen sowie Informations- und Büchertische zu den unterschiedlichen Religionen. Die Moderation machen Kristina Wendland und Wolfgang Nötzold von Lokalfieber. Brigitte Schröder bittet um vorherige persönliche Anmeldung unter: 0201783161. WOLFGANG NÖTZOLD

Foto: privat

Der Markt findet wie im letzten Jahr in Zusammenarbeit der städtischen Gesellschaft evb mit Lokalfieber, Essen.Packt.An, den RuhrVolunteers, dem Unperfekthaus, der Ehrenamtagentur, der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) City.Nord, der KIT-Initiative, dem Freiraum Weberplatz und dem künftigen Bürgerbegegnungszentrum am Weberplatz statt. Bleibt zu wünschen, dass er im Lauf der Zeit nicht nur als Treffpunkt weiter angenommen wird, sondern dass sich auch weitere Verkaufsstände finden: Obst und Gemüse, Käse, Fleisch und Wurst, Blumen und was sonst noch zu einem zünftigen Wochenmarkt dazugehört! Auch darüber hinaus sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: Trödel? Kunst? ...

KULTURMARKETING-WORKSHOP AM 16. & 17. JUNI IM UNPERFEKTHAUS Foto: privat

DER Feierabendtreff an jedem 1. und 3. Donnerstag im Monat - mit leckeren Kleinigkeiten aus dem Ruhrpott, aus Arabien, aus dem Libanon, aus Italien, aus dem Meer ... Mit einem Bierausschank und einen guten Weinangebot, mit Cocktails und Softdrinks, mit Kaffee und Kuchen. Und mit einigen guten Einkaufsmöglichkeiten fürs Wochenende: Brot und Gebäck, Fisch, Käse, Wurst und Gemüse. Und natürlich mit ganz vielen netten Leuten! Dazu gibt es immer ein Musikangebot, und es stellt sich eine gemeinnützige Intiative oder ein Verein vor.

Die Kunst, für die Kunst zu begeistern

Foto: privat

Endlich wieder: Feierabendmarkt auf dem Weberplatz

Foto: privat

KOMMENTAR

Seite 16

/lokalfieber

Jedes Mal, wenn ich den ‚Sweet Palast‘ von Mohamad al Masri betrete, ist es wie die herzliche Umarmung eines Freundes. Goldbraun, lecker duftend, orientalisch und warm - das ist der erste Eindruck in der libanesi- Stephan Lampel und Mohamad al Masri (v.l.). schen Bäckerei am Weberplatz. Wer steckt hinter diesem süßen Paradies? Da ist zunächst einmal Mohamad, ein Familienvater, der seit vielen Jahren in der nördlichen Innenstadt lebt, bekannt für seine Hilfsbereitschaft und sein Engagement. Er begleitet Hilfesuchende zu Behördengängen und engagiert sich im Integrationsrat der Stadt. Er will ein kleines Stück Heimat in Essen halten und die Essener mit seinen Köstlichkeiten verwöhnen. Unterstützt wird er von einem Team aus Familienangehörigen, Freunden und ehemaligen Flüchtlingen, denen er eine menschliche und berufliche Heimat gibt. Hinter den Kulissen wird hart gearbeitet: Alles ist handgemacht mit Honig, Rosenwasser, Pistazien, Cashewkernen und süßem Teig. Jedes der runden riesigen Backbleche benötigt ca. 3 Stunden Handarbeit, bis die Ware fertig im Geschäft steht. Zum Zuckerfest stapeln sich die Leckereien in verführerischen Pyramiden. Märkte sind Mohamads große Leidenschaft: er wird uns künftig auf dem Feierabendmarkt Weberplatz mit seinen Köstlichkeiten verwöhnen. STEPHANLAMPEL

Diese Lokalfieber-Ausgabe wird ermöglicht von:

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Einmal im Leben

Quirlige Kreativszene im Unperfekthaus und luxuriöses, ruhiges Hotel gleich nebenan. www.unperfekthotel.de

in der Kreuzeskirche feiern! www.kreuzeskirche-essen.de

LOKALFIEBER-IMPRESSUM: Verantwortlich für den Inhalt dieser ‚LOKALFIEBER‘-Ausgabe auf Seite 16 des INFORMER April 2018, print Edition: Wolfgang Nötzold, 1. Vorsitzender, Verein für Kultur und Kommunikation e.V., Generationenkult-Haus, Viehofer Straße 31, 45127 Essen. Vertretungsberechtigter Vorstand (Herausgeber): Wolfgang Nötzold, Annette Allkemper. Der Verein ist eingetragen ins Vereinsregister beim Amtsgericht Essen unter VR 5664 Redaktion: Wolfgang Nötzold, Annette Allkemper, Stephan Lampel . Grafik/Satz: Pascal Hesse. Telefon: 0201-470916-44, Mobil: 0174-3782375, eMail: info@lokalfieber.de. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


EVENT

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„Ein Konzept, so einfach wie cool.“ DIE 18. RÜTTENSCHEIDER MUSIKNACHT: MIT BENNY NAUSCHÜTZ, TED TERDISCH UND IGOR ALBANESE BEKOMMT DAS BELIEBTE LIVE-MUSIK-EVENT GLEICH DREI NEUE GESICHTER.

Foto: Rüttenscheid – Auf Achse

Hinzu kommt: Wir haben jetzt ein Programmheft. Das gab‘s vorher nicht – wollten wir aber unbedingt haben, damit die Leute wissen, was für Bands sie wo sehen, und die Musiker sich und ihre Musik auch präsentieren können. Denn viele Bands spielen bei der Musiknacht gerade auch deshalb, damit sie einen größeren Bekanntheitsgrad bekommen. Denn die Rüttenscheider Musiknacht zieht ein großes Publikum an.

Von Kneipe zu Kneipe ziehen und überall Live-Musik erleben – durch dieses Konzept belebt die Rüttenscheider Musiknacht nicht nur einzelne Locations, sondern das ganze Viertel.

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ine Nacht, 14 Bands in zwölf Locations, vier Aftershow-Partys – und nur einmal Eintritt: Das ist das Konzept der Rüttenscheider Musiknacht. Sie findet am 14. April bereits zum achtzehnten Mal statt. Und ist dennoch eine Premiere. Erstmalig übernehmen Ted Terdisch, Igor Albanese und Benny Nauschütz die Organisation des Live-Musik-Events.

VON LARS RIEDEL

Foto: Christoph Bubbe

Ted und Igor sind in Essen ja keine Unbekannten, wenn es um die Organisation von Großveranstaltungen geht. Dich, Benny, kennt man eher als Musiker auf der Bühne. Wie kommt es, dass Ihr mit der Rüttenscheider Musiknacht nun zu dritt ein Event organisiert?

B‘ zugegangen, weil er wusste, dass dort Menschen sind, die möglicherweise Interesse daran haben, die Rüttenscheider Musiknacht weiterzuführen. Und so ist die Musiknacht letztlich bei uns drei auf die Agenda gerückt. Wobei die Übernahme eines bereits etablierten Events nicht nur Vorteile mit sich bringt. Benny: Ganz ehrlich, ich habe die Rüttenscheider Musiknacht eigentlich erst in den letzten zwei Jahren so richtig wahrgenommen – (lacht) da habe ich mir die Frage gestellt, warum ich eigentlich nie gefragt werde, ob ich dort als Musiker spielen will. Denn das Konzept der Musiknacht finde ich wirklich einfach wie auch cool. Es gibt ein Bändchen, es gibt verschiedene Kneipen, die dabei sind, und die Leute können tingeln von Laden zu Laden und können sich Live-Bands angucken und anhören. Das Konzept fand ich da schon super. Als ich mir das dann im letzten Jahr genauer angeguckt habe, waren noch, glaube ich, neun Kneipen dabei. Da hätte ich mir schon etwas mehr vorstellen können. Ebenso beim angebotenen Spektrum der Live-Musik. Aber wie gesagt, das Konzept finde ich nach wie vor genial. Klingt aber so, als wäre da noch Luft nach oben. Was wollt Ihr anders machen?

Der Musiker und Musiknacht-Mitorganisator Benny Nauschütz im Interview.

Benny Nauschütz: Wir haben uns vor etwa einem Jahr überlegt, eine gemeinsame Gesellschaft zu gründen – die ANT. Wir kommen aus unterschiedlichen Bereichen, bringen aber jeder für sich Kompetenzen in Sachen Live-Events mit. Wie Du schon sagst, haben Igor und Ted selbst schon einige Groß- und Stadtteilfeste auf die Beine gestellt. Und da kamen auch schon vorher häufiger Anfragen nach Bands für das musikalische Programm. So haben wir uns nun zusammengeschlossen, um Firmenveranstaltungen, Stadtteilfeste und ähnliches direkt gemeinsam zu organisieren. Nun ist die Musiknacht weder ein Firmenevent noch ein klassisches Stadtteilfest. Wie seid Ihr dazu gekommen? Benny: Bei der Rüttenscheider Musiknacht war es tatsächlich so, dass der bisherige Veranstalter einen Nachfolger gesucht hat. Er ist dann direkt auf Teds Lokal ‚plan

Benny: Wir wollen zum einen das Konzept weiterführen, es zum anderen aber auch auf eine Art kulturell breitere Ebene bringen. Also bitte nicht missverstehen, die Musiknacht wird immer noch in Kneipen stattfinden. Es soll auch weiter so bleiben, dass die Leute dabei einfach nur Spaß an der Musik haben. Aber: Wir haben hier in Essen die Folkwang Hochschule, wir haben super Künstler und wir haben gute Locations, die man vielleicht nicht unbedingt bei einer Kneipen-Musiknacht verorten würde. So sind zum Beispiel das ‚Müllers auf der Rü‘ oder auch die Weinbar ‚Emma 2‘ nun erstmalig mit dabei. Auch das Sausalitos und ‚Johnny‘s EssKULTur‘ – beide ebenfalls keine klassischen Kneipen – werden in diesem Jahr mitmachen. Und was die Auswahl der Bands betrifft? Was ändert sich da? Benny: Natürlich haben die Gastronomen dabei auch weiterhin ein Mitspracherecht, das mancher auch nutzt und andere wiederum weniger. Was die Bandauswahl durch uns angeht, haben wir unter anderem auch alte Folkwang-Kontakte ausgegraben. Beispielsweise spielt in der ‚EssKULTur‘ Nils-Christopher, der etwas ganz anderes macht. Er spielt halt nicht einfach Coversongs, sondern als Singer/Songwriter ganz eigene Sachen.

Aber was ist mit dem Stadtteil? Rüttenscheid ist DAS Ausgehviertel. Braucht es da noch eine Musiknacht? Benny: Das ist tatsächlich eine interessante Frage. In anderen Städten, in denen es das Format der Musiknacht ebenfalls gibt, ist die Musiknacht der Publikumsmagnet schlechthin – weil es teilweise das einzige Event im Jahr ist. In Rüttenscheid ist das natürlich anders. Hier findet immer irgendwas statt. Da kann man sich durchaus fragen: Ist die Musiknacht nötig? Aus meiner Sicht als Musiker finde ich, dass in Rüttenscheid live-musik-mäßig noch viel mehr gehen könnte – weniger, was die Bereitschaft der Gastronomen, sondern eigentlich mehr, was das Interesse des Publikums angeht. Die Musiknacht hat ihren besonderen Reiz darin, dass sie Menschen mit Live-Musik in Verbindung bringt, die sich jetzt vielleicht nicht unbedingt regelmäßig Konzertkarten kaufen. Und die Menschen reden über die Musik. Die Musiknacht erstreckt sich über die gesamte Rü und angrenzende Straßen. Die Straßen sind voll von musikbegeisterten

Menschen. Sie treffen sich draußen und unterhalten sich: „Ich komme gerade aus dem und dem Laden. Da habe ich die Band XY gehört. Die sind echt super.“ Oder aber auch: „Die haben mir gar nicht gefallen.“ Wie auch immer: Die Musik wird zum Gesprächsthema. Mit wie vielen Besuchern rechnet Ihr denn in diesem Jahr? Benny: Etwa 1.500 Besucher haben wir uns als Minimum gesetzt. Wir hoffen aber, dass wir 2.000 plus erreichen, was wir auch als durchaus realistisch ansehen. Denn in diesem Jahr gibt es auch insgesamt vier Aftershow-Partys. Und wenn unsere Premiere am 14. April richtig gut läuft, können wir uns auch vorstellen, vielleicht schon im nächsten Jahr die Rüttenscheider Musiknacht zweimal, im Frühjahr und im Herbst, aufzuziehen. Soviel zur Zukunftsmusik. Wer jetzt schon dabei sein will: Wo gibt es die Bändchen für den Eintritt in die verschiedenen Locations? Benny: Seit dem 15. März läuft der Vorverkauf in allen teilnehmenden Gastronomiebetrieben. Der Vorverkauf ist etwas günstiger, da kostet das Bändchen zwölf Euro. Wenn man es an der Abendkasse am 14. April kauft, kostet es 14 Euro. Eine Abendkasse wird es aber auch bei allen teilnehmenden Locations geben. Weitere Infos unter www.rü-musiknacht.de.

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Die deutschlandweit gefeierte Inszenierung des ‚Lohengrin‘ von Opernregisseurin Tatjana Gürbaca kehrt ins Aalto zurück.

DIE RÜCKKEHR DES ‚LOHENGRIN‘. In der gefeierten Neuinszenierung von Tatjana Gürbaca kehrt Richard Wagners ‚Lohengrin‘ auf die Bühne des Aalto-Musiktheaters zurück. Nach der Wiederaufnahme am 8. April folgen zwei weitere Vorstellungen am 22. April und 6. Mai. Die Geschichte von Wagners ‚Lohengrin‘, die einen wichtigen Punkt am Übergang von der Oper hin zum musikalischen Drama markiert, ist tragisch: Elsa von Brabant wird des Mordes an ihrem Bruder Gottfried bezichtigt. Den Vorwürfen der Ankläger Telramund und Ortrud ist sie komplett ausgeliefert. Die Suche nach der Wahrheit wirkt ausweglos. Da betritt ein Mann von außen das Geschehen, ein ‚Erlöser‘ in potenziell zweifacher Hinsicht – für die Gesellschaft und auch für Elsa. Er will Elsa helfen. Sogar heiraten will er sie. Doch er knüpft sein Hilfsangebot an eine Bedingung: Niemals solle Elsa nach seinem Namen und seiner Herkunft fragen. Diesem, auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz nachvollziehbaren Liebesbeweis willigt Elsa ein. Aber die Sache geht schief. Elsa plagen urmenschliche Fragen. Sie bricht mit dem Pakt, forciert von den Intriganten Ortrud und Telramund, indem sie das Unausgesprochene einfordert – und verliert alles. Dass Wagner ein großer Komponist war, ist unbestritten. Dass er ein großer Antisemit war allerdings ebenso. Er war Hitlers Lieblingskomponist – und ausgerechnet der ‚Lohengrin‘ des Führers liebste Oper. Dessen war sich auch Regisseurin Tatjana Gürbaca bewusst, als sie sich für das Aalto an die Neuinszenierung wagte. „Wagner der Komponist ist sehr viel klüger als Wagner der Mensch“, sagt Gürbaca. „Ich weiß gar nicht, ob ihm selbst immer bewusst war, was ihm da passierte, wen er Musik geschrieben hat. Die vermeintlichen Übeltäter in seinen Stücken sind häufig sehr liebevoll und genau geschildert.“ Das Tolle an der Opernregie sei, dass sich Text und Musik sehr oft widersprechen, dass „die Musik den Tonfall macht“. Der Opernregisseurin gelang eine Wagner-Inszenierung, die deutschlandweit Anerkennung erntete. Nominiert für den Theaterpreis ‚Der Faust‘ und den ‚International Opera Award‘, war Gürbacas ‚Lohengrin‘ eine der erfolgreichsten deutschen Opernproduktionen des vergangenen Jahres. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Tomáš Netopil stellt sich nun der russische Tenor Sergey Skorokhodov, Ensemblemitglied am renommierten St. Petersburger Mariinsky-Theater, dem Aalto-Publikum als Lohengrin vor. Jessica Muirhead übernimmt erneut die Rolle der Elsa. Außerdem sind Heiko Trinsinger ist als Friedrich von Telramund und Rebecca Teem als Ortrud zu erleben. Tickets für die Rückkehr des ‚Lohengrin‘ gibt es ab 22,- Euro. Weitere Infos unter www.theater-essen.de/oper.

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Foto: Studio Bühne

Sebastian Pufpaff ist bekannt für seine bissige Realsatire.

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VIP-KÜCHENPARTY

SONNENKLAR.TV SENDET AB MAI REGELMÄSSIG AUS ESSEN

AUF DEN SPUREN GROSSER DENKER

Das 1441 gegründete ‚King’s College‘ mit seiner Kapelle ist das wohl berühmteste und schönste Gebäude gotischer Architektur von Cambridge. Verbunden wird sie mit einer Vielzahl von Denkern der Neuzeit. VON PASCAL HESSE

Das berühmteste Wahrzeichen Cambridges ist das ‚King’s College‘ mit seiner Kapelle am Ufer des Cam.

C TV-Reisesender ‚sonnenklar.TV‘ nimmt ab Mai die Ruhrmetropole Essen in den Blick: Als monatliches TV-Format plant der Münchener Reisesender aktuell eine ‚VIP-Küchenparty‘ in der Ruhrstadt. Als Drehort haben sich die Fernsehmacher Essens Edel-Italiener ‚La Grappa‘ ausgeguckt. ‚Essen in Essen - das passt‘, findet sonnenklar.TV-Geschäftsführer Andreas Lambeck. Aktuell erreicht Europas größter TV-Reiseshoppingsender täglich bis zu 1,5 Mio. Zuschauer und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu empfangen.

ambridge, Hauptstadt der Grafschaft Cambridgeshire mit 123.800 Einwohnern, darunter 24.500 Studenten, hat viele bedeutende Geister der Geschichte befördert. Etwa den Philosophen und Universalwissenschaftler Sir Isaac Newton, der im 17. Jahrhundert das Trinity College besuchte und später in Cambridge als Professor tätig war. Oder Stephen Hawking, ein brillanter britischer theoretischer Physiker und Astrophysiker, der seit 1963 unter Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) litt. Er lieferte bedeutende Arbeiten zur Kosmologie, Allgemeinen Relativitätstheorie und zu Schwarzen Löchern. Erst vor wenigen Wochen verstarb er mit 76 Jahren in seinem Haus in Cambridge. Und nicht zu vergessen Edward Mountbatten-Windsor, Earl of Wessex, der Sohn von Königin Elisabeth II. und Prinz Philip, der am ‚Jesus College‘ Geschichte studierte.

Regelmäßig soll auch die Stadt Essen als Reisedestination dem TV-Publikum präsentiert werden. So sollen zur ‚VIP-Küchenparty‘ auch immer 30 VIP-Gäste, die zuvor noch nicht in Essen waren, nicht allein zur kulinarischen Entdeckungsreise in die ‚grüne Hauptstadt‘ eingeladen werden. Sehr zur Freude von Richard Röhrhoff, Geschäftsführer der Essen Marketing (EMG): „Eine tolle Sache, wir sind mit sonnenklar.TV aber auch darüber hinaus über konkrete Reiseangebote nach Essen im Gespräch. Bei uns in Essen gibt‘s nicht nur tolle Küche, sondern auch jede Menge Highlights, die entdeckt werden wollen.“ Gourmet-Gastronom Rino Frattesi will die bundesweite Aufmerksamkeit nutzen, um ein Stück ‚italienisches Lebensgefühl‘ aus dem Ruhrpott zu vermitteln. Als zukünftiges Testimonial des Reisesenders sonnenklar.TV für Italien als auch für seine heutige Wahlheimat Essen. ‚Kult-Showmaster‘ Harry Wijnvoord war kürzlich schon im La Grappa und ist ab Mai regelmäßig dabei“, freut sich das italienische Original.

in dem bereits seit 1581 Bücher verkauft werden. Und natürlich auf dem Campus des ‚Trinity College‘ wie auch dem des berühmten ‚King’s College‘ mit seiner gotischen Kapelle und Chor.

FORTSCHRITT DURCH WISSEN

Foto: NASA/Paul. E. Alers

Hier sprudeln schon mal die Ideen: Gourmet-Gastronom Rino Frattesi (Mitte) mit sonnenklar.TV-Moderatorin Stephanie Frohmann und Reisejournalist Jöran Steinsiek.

Fotos: Pascal Hesse

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Prof. Dr. Stephen Hawking, hier beim 50. Geburtstag der NASA, lehrte an der ‚University of Cambridge‘.

Wer mit dem Zug in etwa einer Dreiviertelstunde vom Flughafen London-Stansted nach Cambridge reist, nimmt am besten den Bus in das historische Zentrum der Stadt. Hier, am Ufer des Flusses Cam gelegen, wartet das Zentrum der Wissenschaft Nordenglands mit seinen zahlreichen Colleges auf. Wer in Cambridge ‚die eine‘ Universität sucht, sucht lange und vergebens: Der Campus der ‚University of Cambridge‘ ist über die gesamte Stadt verteilt, das studentische Flair ist überall spürbar. Etwa im ‚Cambridge University Press Bookshop‘

Das ‚King’s College‘ wurde vom englischen König Heinrich VI. im Jahr 1441 gegründet. Ursprünglich war es damals als College für Schüler der britischen Oberschicht, des ‚Eton College‘ gedacht, welches ebenfalls von Heinrich VI. gegründet wurde. In den letzten Jahrhunderten hat sich das College allmählich mehr geöffnet und gehört nun zu den fortschrittlichsten in Cambridge. Die ‚University of Cambridge‘ gilt mit all ihren Colleges als eine der angesehensten Universitäten der Welt. Sie hat im Laufe der Geschichte mehr Nobelpreisträger hervorgebracht als irgendeine andere Universität auf der Welt. Mitglieder der Universität haben bis dato 92 Nobelpreise erhalten, rund 70 davon waren selbst Studenten in Cambridge. Das ‚Fitzwilliam Museum‘, das Kunstund Antiquitätenmuseum der Universität Cambridge, beeindruckt vor allem durch

‚Corpus Clock‘ am Corpus Christi College

Beliebt: Fahrten über den Fluss Cam.

seine umfangreiche Sammlung mit Exponaten aus dem Alten Ägypten, dem Sudan, dem Antiken Griechenland und dem Römischen Reich. Für Numismatiker durchaus interessant dürfte die Sammlung von Münzen und Medaillen sein. Sie umfasst mehr als 190.000 Einzelstücke. Dazu zählen etwa Münzen aus allen Teilen der Welt von Anbeginn der Münzprägung bis in die heutige Zeit hinein. Im ‚Kettle’s Yard‘, ursprünglich der Wohnsitz des Kunstsammlers Jim Ede und seiner Frau Helen, sind hingegen vor allem Werke britischer Künstler zu sehen. Ede war Kurator der Tate Gallery of Modern Art in London. Wer nach einer der vielen hervorragenden Touren, die seitens der Touristikzentrale in Cambridge angeboten werden, zur Ruhe kommen möchte, sollte einen Abstecher ins ‚The Eagle‘ machen. Es ist eines der größten ‚Pubs‘ oder Kneipen der Stadt. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs trafen sich hier die Piloten der ‚Royal Air Force‘, um das ein oder andere Bier zu trinken. Ihre Graffiti, zumeist Signaturen ihres Namens, zieren noch heute die Decke des Pubs. Bei gutem Wetter rundet eine Fahrt über den Fluss Cam von einem der Bootsstege und vorbei an den Parks und historischen Gebäuden den Ausflug in die englische Grafschaft gelungen ab.

Die Kapelle vom ‚King‘s College‘

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Dass Kinder und Jugendliche sich zu eigenständigen Persönlichkeiten entwickeln können, ist wünschenswert, aber leider nicht selbstverständlich. Wie viel man dazu mittels Skateboarding beitragen kann, zeigte die skate-aid meets GOP Charity-Gala. Die Stiftung skate-aid verfolgt einen genialen wie simplen Ansatz: Gib Kindern, egal welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe oder Nationalität ein Skateboard in die Hand und schau, was passiert; wie das Skateboard die Welt verändert. Von dieser Stiftungsidee überzeugten sich im GOP Essen auch die prominenten Gäste wie der Schauspieler Henning Baum, Torsten ‚Toto‘ Heim und Hollywood-Schauspieler Ralf Moeller. Oliver Noack, Vorstand des skate-aid e. V. Essen, schaffte es gemeinsam mit Stiftungsgründer Titus Dittmann durch eine Versteigerung während des Events zusätzliche Spenden für den Bau von Skateparks in Afghanistan zu sammeln. Neben Projekten wie ‚Skaten statt Ritalin‘ mit lokalem Bezug im Ruhrgebiet ist die Hilfe für Afghanistan ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit des skate-aid e.V. Essen.

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Fotos: Michael Gohl

MOMENTAUFNAHMEN

Eine Kolumne von Dr. Richard Kiessler

Trumps Chaos eint die Europäer Die bedrohte EU kittet ihre Risse. Die gute Nachricht vorweg: Im letzten Jahr sanken die Wohnungseinbrüche auf 1.644. Im Vergleich zum Vorjahr 2016 mit 2.218 Einbrüchen ist dies ein Rückgang von 25,88 %. Dennoch bleibt gerade die Sicherheit in den eigenen vier Wänden ein zentrales Thema. Die Wohnbau eG lud daher im März zum Tag der Sicherheit ins Colosseum Theater Essen. „Für viele Menschen sind die Themen Sicherheit und Schutz vor Wohnungseinbrüchen von herausragender Bedeutung. Es ist daher besonders zu begrüßen, dass die Wohnbau eG mit dieser Veranstaltung die Initiative ergreift. Denn Prävention ist der beste Schutz“, sagt der Erste Kriminalhauptkommissar Lutz Müller.. Neben dem Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei Essen waren im gut besuchten Colosseum auch die Feuerwehr, der Malteser Hilfsdienst und das Mehrgenerationenhaus Essen vor Ort. Prominent besetzte Talkrunden komplettierten den Tag der Sicherheit. Das Fachwissen der Experten nutzt die Essener Wohnungsbaugenossenschaft aber auch über diesen Tag hinaus. Künftig werde die Wohnbau eG bei Neubauten und Sanierungen mit der Polizei noch enger zusammenarbeiten, um Langfingern schon im Vorfeld die Tour zu vermiesen. „Gelegenheit macht Diebe. Durch aufklärende Informationsveranstaltungen und durch gezielte bauliche Maßnahmen lassen sich jedoch viele Einbrüche verhindern. Davon sind wir überzeugt“, so Claus-Werner Genge, Kaufm. Vorstand der Wohnbau eG.

Der Furor der Modernisierung in Zeiten steten Wandels kennt keine Bedenkzeiten. So drängt es Politiker zur spontanen Tat, wenn sie über einen angeborenen Instinkt verfügen. Ein kluger Akteur indessen hinterfragt vorab seine Entscheidungen, erträgt Widerspruch und empfindet gewonnene Einsicht nicht als persönliche Schwäche. Nicht so Donald Trump. Dieser amerikanische Präsident ist ein impulsiver Entscheider, der seinem Bauchgefühl verfallen ist, der alles besser zu wissen vorgibt als seine Hintersassen und offensichtlich lustvoll das Gegenteil dessen tut, was ihm seine Berater empfehlen. Nun wissen wir von Joseph Schumpeter, dem österreichischen Ökonomen, dass im ausufernden Kapitalismus das schöpferische, dynamische Chaos eher die Norm ist. Doch das von Trump angerichtete Chaos ist weder schöpferisch noch folgt es einer klaren Entwicklungslogik. Für Inseln der Rationalität und der Verlässlichkeit lässt dieser US-Präsident keinen Raum. Die letzten ‚Erwachsenen‘ im Weißen Haus, die den selbstverliebten Hausherrn zu zähmen trachteten, haben Reißaus genommen und wurden Opfer der Feuerlaune des einstigen TVStars der Serie ‚The Apprentice‘. So wie Trump dort nach Lust und Laune demütigte oder in den Himmel hob, schart er jetzt Gehilfen um sich, die seine Instinkte bestätigen. Mit Mike

Pompeo und John Bolton verstärkt der Präsident ein Kriegskabinett mit Buddys nach seinem Geschmack: Die beiden neokonservativen Hardliner, der neue Außenminister und der künftige Nationale Sicherheitsberater, werden ihren Boss nicht mit Widerspruchsgeist belästigen. Nationalistische Heißsporne wie Bolton und Pompeo plädieren für robuste militärische Gewalt, um in Schurkenstaaten wie den Iran oder Nordkorea einen Regime Change zu erzwingen. Sie teilen Trumps tiefe Abneigung gegen die multilaterale, regelbasierte Weltwirtschaftsordnung und seine herablassende Geringschätzung für die UNO oder die Welthandelsorganisation (WTO). So kümmern Trump nicht die schädlichen Folgen der Strafzölle gegen China. Hauptsache, er hat entschieden und kann ein neues Dekret in die Kameras halten. Ein abrupter Umkehrschub ist möglich, er entspräche Trumps launischem Charakter. Umso kühler müssen jetzt die ins Fadenkreuz geratenen Europäer agieren. Der Gipfel in Brüssel hat gezeigt, dass Trumps Drohungen den Fliehkräften in der EU Paroli bieten und sie schwächen. Die Europäer kitten vorerst ihre Risse und schließen ihre Reihen. Die gefährliche geopolitische Lage mag wundersame Ergebnisse zeitigen. Doch aus der Welt sind die Konflikte noch lange nicht. ANZEIGE


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