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Thüringer Wald Firmenlauf Rekordnachfrage

Willkommen in Thüringen Fachkräftestudie vorgestellt

MuT-Preis 2018 Jetzt bewerben!

Zeitschrift der Industrie- und Handelskammer Südthüringen

5 / 2018


EDITORIAL

Wettbewerb einmal anders Manchmal ist es mit unserer Arbeit wie im Sport. Ambitioniert und mit Gerangel um die Top 10 haben wir in den letzten Wochen intensiv mit den Regional- und Fachausschüssen an unseren Wirtschaftspolitischen Grundpositionen gearbeitet, die die Vollversammlung am 19. April 2018 beschlossen hat. Die unverzügliche Umsetzung des Azubi-Tickets sowie die Entwicklung einer Landesstrategie zur Anwerbung von Fachkräften und Auszubildenden sind zwei unserer Kernforderungen an die thüringische Landespolitik. Nicht zuletzt erwarten wir stabile Rahmenbedingungen für unsere Wirtschaft, damit sie weiterhin so gut läuft wie bisher. Apropos läuft. Mitte April fiel der Startschuss zur Anmeldung für den bereits 9. Thüringer Wald Firmenlauf. Mit rund 1 600 Anmeldungen binnen einer Stunde hat die sportlichste Netzwerkparty der Region eine enorme Anziehungskraft. Um die Region weiter aufzuwerten und zu zeigen, dass es Unternehmen gibt, die Südthüringens Zukunft sichern, vergeben wir auch in diesem Jahr den MuT-Preis. In drei Kategorien zeichnen wir Unternehmen aus, die beständig neue Herausforderungen meistern und erfolgreich sind. Die Bewerbungsfrist hat begonnen. Informieren Sie sich in diesem Heft auf Seite 11 oder auf unserer Homepage. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Dr. Peter Traut Präsident

Dr. Ralf Pieterwas Hauptgeschäftsführer

Südthüringische Wirtschaft 5/2018

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INHALT

EIN NEUER REKORD! Auch sportlich läuft die Wirtschaft in Thüringens Süden auf Hochtouren. Das zeigt die Rekordnachfrage für den diesjährigen Thüringer Wald Firmenlauf. Die Startplätze sind begehrt wie nie zuvor. Bereits zwei Wochen nach dem Start der onlineAnmeldung waren alle Plätze für das Sportevent der Extraklasse am 22. August 2018 in der DKB SKI ARENA in Oberhof vergeben. Mehr dazu auf Seite 15 1 EDITORIAL

n EXISTENZGRÜNDUNG UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

n STANDORTPOLITIK

16 Gründer des Monats – Thomas Umbreit

3 Vollversammlung beschließt Wirtschaftspolitische Grundpositionen 2018

17 Die Thüringer Förderlandschaft 2018

4 Willkommen in Thüringen – Fachkräftestudie vorgestellt

n AUS- UND WEITERBILDUNG

6 Im Interview: Birgit Keller, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft 24 Berufsinformationsmessen 2018 – Anmeldestart für Aussteller

7 Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen 8 Netzwerktreffen Innenstadt: Aktionstag „Heimat shoppen“ vorgestellt

Gestaltungsvariationen Logo MuT | Aufbau

25 Höhere Berufsbildung: Ganz oben steht der Geprüfte Betriebswirt

Primärfarben (CMYK): FW-Grün (90/0/100/0); Cyan (100/0/0/0) Sekundärfarben (CMYK): (90,0,100,15); (72,0,80,0); (80,0,0,0); (100,0,0,15); (100,0,0,30) Dreiecksverhältnis: gleichseitig Schriftart: Frutiger LT Std 65 Bold

IHK SETZT SICH EIN

© anARTis | Thomas Leuthold

n INNOVATION UND UMWELT 30 Jugend-Unternehmenswerkstatt der ELMUG eG feierte 1. Geburtstag

n INTERNATIONAL 24.08.2015 | 02 /02

14 Stromtrasse SuedLink – Sind Sie betroffen? IHK Südthüringen setzt sich für Unternehmen ein und bittet um Hinweise

© Benjamin Haas/ Fotolia.com

Mittelstand und Thüringen

11 MuT-Preis 2018: Bewerben Sie sich oder reichen Sie Vorschläge ein!

31 DIHK-Umfrage „Going International 2018“

BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN

14 Verwaltungsreformgesetz: Anspruch der Wirtschaft kann nicht erreicht werden

32 Satzung betreffend die Schulung, die Prüfung und die Erteilung des Schulungsnachweises für Gefahrgutbeauftragte

14 Regulierungskammer für Strom- und Gasnetze des Freistaates Thüringen: Mehrbelastung für Unternehmen zwingend vermeiden

36 Satzung betreffend die Ausbildung der Gefahrgutfahrer/-innen 39 Schiedsgerichtsordnung der IHK Südthüringen

n REGIONALMARKETING

n RECHT

15 Startplätze für den Thüringer Wald Firmenlauf in Rekordzeit vergeben

40 Die EU-Datenschutz-Grundverordnung: Teil VII

15 Meininger Stadtverwaltung erlangt erstmalig Titel „Unternehmerfreundliche Verwaltung im Thüringer Wald“

2 Südthüringische Wirtschaft 5/2018

40 Aushangpflichten beachten 41 Impressum


STANDORTPOLITIK

Wirtschaftspolitische Grundpositionen und Besuch der Staatssekretärin Frühjahrssitzung der IHK-Vollversammlung „Wir haben heute den Grundstein für eine gute Zusammenarbeit gelegt“, konstatierte IHK-Präsident Dr. Peter Traut den Vollversammlungsbesuch von Valentina Kerst am 19. April 2018 im Haus der Wirtschaft in Suhl. Die Staatsekretärin des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft kam zur Frühjahrssitzung der Vollversammlung und berichtete in ihrem Vortrag über wirtschaftspolitische Schwerpunkte und Vorhaben der Landesregierung bis zum Ende der Legislaturperiode. Mit drei Botschaften richtete sie sich an die Unternehmen unserer Region. Erstens: Für Unternehmen ergeben sich aus der Novellierung der GRW Förderrichtlinien neue Handlungsspielräume (siehe Seite 17). Zweitens: Der Mangel an Fachkräften sei demografisch bedingt ein strukturelles Problem. Um den künftigen Bedarf zu decken, brauche es daher Fachkräfte von außen und damit ein Zuwanderungsgesetz. Drittens: In Thüringen sollen in den kommenden Jahren mehr als 400 Millionen Euro in den Ausbau des Breitbandnetzes investiert werden. Kerst ist daher überzeugt: „Die Digitalisierung ist gestaltbar und dabei sind wir auf einem guten Weg.“ Besonders diesen Punkt haben die Mitglieder mit der Staatssekretärin diskutiert. Sie gaben zu bedenken, dass es nicht nur um den Ausbau der Infrastruktur gehe, sondern auch darum, intelligente Anwendungen beispielsweise rund um KI, Blockchain und vernetzte Sensortechnologie zur Steigerung der Wirtschöpfung zu nutzen – ein Potenzial, von dem besonders die kleinteilige Wirtschaft profitieren kann. Auch zur digitalen Bildung gab es Forderungen, denn der Breitbandausbau allein greife zu kurz. Es müssen Lehrer ausgebildet, EDV-Technik in den Schulen angeschafft und die Software upgedatet werden. Nicht zuletzt regten die Mitglieder an, das eigene Verwaltungshandeln auf den Prüfstand zu stellen und beispielsweise digitale Kommunikationswege zwischen Ämtern und Unternehmen zu nutzen. Über diese drei Handlungsfelder hinaus appellierte die Vollversammlung an Valentina Kerst, generell darauf hinzuwirken, wirtschaftsfördernde Rahmenbedingungen zu schaffen. Als Beispiele wurden hierfür zeitraubende Baugenehmigungen und unzumutbare Bürokratie im Zusammenhang mit Förderanträgen genannt. Kurz zuvor hatte die Vollversammlung über ihre Wirtschaftspolitischen Grundpositionen 2018 abgestimmt. Auch diese sehen die Landespolitik für die Schaffung stabiler Rahmenbedingungen für die Wirtschaft in der Pflicht.

und den aktuellen Gegebenheiten angeglichen. Neben der Integration der zuvor separierten Energiepolitischen Positionen wurden neue Ansätze diskutiert und beschlossen. Beispielsweise wird die Einstufung der Tourismusförderung als Pflichtaufgabe für tourismusrelevante Kommunen gefordert. Die Wirtschaftspolitischen Grundpositionen der IHK Südthüringen dienen fortan als Richtschnur für alle außenwirksamen Äußerungen des Hauptund Ehrenamtes. Das Positionspapier steht zum Download zur Verfügung unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 33835).

Staatssekretärin Valentina Kerst

Wirtschaftspolitische Grundpositionen 2018 beschlossen Die Wirtschaftspolitischen Grundpositionen (WiPos 2018) wurden, wie in den Vorjahren, in einem intensiven Austausch in den Regional- und Fachausschüssen erarbeitet. Auf Basis der wirtschaftspolitischen Grundpositionen 2017 wurde der Anpassungsbedarf für das Jahr 2018 eruiert

Berufung der Ausschussvorsitzenden und weitere Beschlüsse In ihrer ersten inhaltlichen Sitzung wurden des Weiteren die Vorsitzenden und Stellvertreter der Regional- und Fachausschüsse berufen. In einer der nächsten Ausgaben der Südthüringischen Wirtschaft stellen wir diese unseren Lesern vor. Ebenfalls befasste sich die Vollversammlung mit dem Jahresabschluss 2016 und beschloss Änderungen des Gebührentarifs und Satzungsänderungen, die das Verkehrsgewerbe betreffen (siehe Seite 32f).

Die Wirtschaftspolitischen Grundpositionen wurden einstimmig beschlossen.

Südthüringische Wirtschaft 5/2018

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STANDORTPOLITIK © Gerd Altmann/pixelio.de

1,6

Prozent betrug das Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in 2017. „Der Wachstumstrend der Thüringer Wirtschaft ist ungebrochen“, bewertete Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee die Zahlen in einer Pressemitteilung. Andere Stimmen fielen zurückhaltender aus. Die deutsche Wirtschaft hat sich in 2017 kraftvoller als in den fünf vorangegangenen Jahren entwickelt. Im inzwischen achten Aufschwungjahr wuchs das reale BIP um 2,2 Prozent. Das BIP-Wachstum in den neuen Bundesländern (ohne Berlin) fiel hingegen mit 1,4 Prozent unterdurchschnittlich aus. Am stärksten wuchs das reale BIP in Mecklenburg-Vorpommern mit 1,8 Prozent gefolgt von Thüringen mit 1,6 Prozent. Am schwächsten fiel der Zuwachs in Sachsen-Anhalt mit 0,8 Prozent aus. Die Thüringer Bruttowertschöpfung nahm in allen Wirtschaftszweigen mit geringerer Rate zu als der Bundesdurchschnitt. Die wachstumstreibende Branche war hier wie dort die Industrie, deren Bruttowertschöpfung in Thüringen um 2,5 Prozent zunahm, in Deutschland aber sogar ein Wachstum um 3,0 Prozent erreichte. Bereits das dritte Jahr in Folge wuchs die Thüringer Wirtschaftsleistung langsamer als der Bundesdurchschnitt. Im Jahr 2015 erreichte Thüringen ein BIP-Wachstum von 1,5 Prozent, in Deutschland waren es 1,7 Prozent; 2016 waren es in Thüringen 1,3 Prozent und in Deutschland 1,9 Prozent. Nun klaffen die Werte wieder um 0,6 Prozentpunkte auseinander. Trotz Hoch­ konjunktur fällt Thüringens Wirtschaft damit im einigungsbedingten Konvergenzprozess zurück. Die Angleichung der Lebensverhältnisse ist ein politisches Ziel, dessen Erfolg sich z. B. anhand des Abstands des BIPs pro Kopf zwischen den alten Bundesländern und Thüringen messen lässt. Sinkt der Abstand, so steigt die Konvergenz und vice versa. 2014 betrug der Abstand 11.929 Euro, 2015 waren es 11.808 Euro, 2016 11.912 Euro und 2017 12.818 Euro. Eine Erklärung für diese Entwicklung besteht in der Stellung vieler Unternehmen im produktbezogenen Wertschöpfungsprozess. Eine weitere Erklärung bietet die Fachkräftesituation in vielen Unternehmen, die dazu führt, dass nicht mehr alle Aufträge bearbeitet werden können. Die Folge ist in diesem Fall, dass die Nachfrage ausweicht und das Wachstum bei anderen Produzenten anfällt.

4 Südthüringische Wirtschaft 5/2018

Willkommen in Thüringen Mit dem programmatischen Titel „Willkommen in Thüringen“ wurde am 5. März 2018 die neue Fachkräftestudie der Landesregierung vorgestellt. Danach wird bis zum Jahr 2030 ein Arbeitskräftebedarf der Thüringer Wirtschaft von 344 600 Personen konstatiert. Die Studie beschränkt sich nicht auf Prognosen, sondern gibt den Lesern auch Strategien zur Hand, wie Fachkräfte gewonnen werden können. Ausgewertet wurden Statistiken und die Antworten von 1 000 Unternehmen. Diese bieten die Möglichkeit, spezifische Anforderungen einzelner Branchen genauer zu untersuchen. Die Studie liefert zunächst eine Analyse der Ausgangssituation auf dem Thüringer Arbeitsmarkt. Trotz zurückgehender Bevölkerung ist in den letzten Jahren die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf 792 509 im Jahr 2016 gestiegen. Hauptarbeitgeber sind die Industrie mit einem Beschäftigtenanteil von 24 Prozent sowie das Gesundheits- und Sozialwesen mit 16 Prozent. Die am stärksten industrialisierte Planungsregion ist Südthüringen mit einem Anteil von 33 Prozent. 74 Prozent der Beschäftigten verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss, nur 13 Prozent sind Akademiker und 6 Prozent sind ohne Berufsabschluss. Besonders ausgeprägt sind Ausbildungsberufe in Nord- und Südthüringen. Die Alterung der Belegschaften fällt in Thüringen stärker ins Gewicht als in anderen Regionen Deutschlands. 3,33 Beschäftigte im Alter von 55 Jahren und älter kommen auf einen Arbeitnehmer unter 25 Jahren. In Deutschland kommen 1,88 Ältere auf einen Jüngeren. Aufgrund der Alterung werden bis zum Jahr 2030 ca. 272 200 Personen aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Hinzu kommt ein Erweiterungsbedarf, der sich auf ca. 72 400 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte belaufen wird. Die Autoren der Studie erwarten unter Berücksichtigung des Strukturwandels etwa durch die zunehmende Digitalisierung, dass thüringenweit ein Arbeitskräftebedarf von 80 400 Personen im Gesundheits- und Sozialwesen, 80 200 Personen in der Industrie und 36 600 Personen im Handel entsteht. Der restliche Bedarf bezieht sich auf die übrigen Wirtschaftszweige. Ersatz- und Erweiterungsbedarf besteht insbesondere in Verkehrs- und Logistikberufen (47 600 Personen), fertigungstechnischen Berufen (44 000 Personen), Gesundheitsberufen (43 500 Personen) sowie sozialen und kulturellen Dienstleistungsberufen (39 900 Personen). Hierbei werden weiterhin Ausbildungsberufe mit einem Anteil von 79 Prozent im Vordergrund stehen. Doch wer soll diese Stellen besetzen? In der Studie heißt es: „Die Zahl des jährlich neu entstehenden Arbeitskräftebedarfs übersteigt die Zahl der Thüringer Schulabgänger. Die Zahl der Schüler, die sich für eine Ausbildung entscheiden, reicht nicht, um den Bedarf an Facharbeitern zu

decken“ (S. 15 der Studie). Mit ungewohnter Deutlichkeit formuliert die Thüringer Arbeitsministerin Heike Werner im Vorwort: „Langfristig wird es uns aber nur unter Nutzung exogener Potenziale möglich sein, ausreichend gut ausgebildete Menschen für die Thüringer Wirtschaft zu gewinnen. Zuwanderung aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland wird daher immer wichtiger." Sollten diesen Worten Taten folgen, wäre dies der von der Wirtschaft seit langem eingeforderte Paradigmenwechsel. Die Studie gibt hierzu etliche Anregungen: So sollten Rückwanderer und Pendler aus den anderen Bundesländern verstärkt angesprochen werden. Hinsichtlich Zuwanderung wird auf die Offenheit vieler Unternehmen für Migranten genauso wie auf die bisher geringen Erfahrungen verwiesen. Die Autoren sehen in der Zuwanderung erhebliches Potenzial und sprechen sich für die bessere Verzahnung bestehender Angebote und eine stärker strategische Herangehensweise aus. Natürlich wird auch die Aus- und Weiterbildung der heimischen Arbeitskräfte weiterhin wichtig bleiben. Die Autoren der Studie empfehlen jedoch angesichts wachsender Rekrutierungsprobleme, den Suchraum zu vergrößern, mehr Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und das Angebot an Praktikumsplätzen zu erweitern. Außerdem sollte die Weiterbildung gestärkt werden. Die Erwerbsbeteiligung ist zwar in Thüringen bereits überdurchschnittlich, doch vor allem hinsichtlich der Arbeitszeiten besteht noch Potenzial. Durch mehr Flexibilität in der Arbeitsorganisation und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf könnten insbesondere Frauen in noch größerem Stundenumfang am Erwerbsleben partizipieren. Außerdem weisen die Autoren der Studie darauf hin, dass auch die Entlohnung einen Anreiz zur Fachkräftesicherung bildet. Offen ist schließlich, wie groß das Substitutionspotenzial der Digitalisierung ausfallen wird. Bislang ist lediglich erkennbar, dass sich die Arbeitsinhalte und Anforderungen signifikant verändern. Ihr Ansprechpartner: Dr. Jan Pieter Schulz S 03681 362-406 Y schulz@suhl.ihk.de


STANDORTPOLITIK

Berufliche Integration ausländischer Fach- und Arbeitskräfte FIF-Projekt zeigt erste Erfolge Die IHK Südthüringen hat im Rahmen des FIF-Projekts, einem Projekt zur Förderung der beruflichen Integration ausländischer Fach- und Arbeitskräfte, zahlreiche Geflüchtete betreut und sie dabei unterstützt, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. In den letzten beiden Jahren wurden bereits vielfältige Erfahrungen gemacht. Durchgeführt wurden bereits eine ganze Reihe von Beratungen, u. a. zu Fragen wie: Was braucht man für den Zugang in den Arbeitsmarkt? Wie funktioniert der deutsche berufliche Alltag? Was ist kulturell zu beachten? Die Motivation der Geflüchteten ist hoch. Viele fragen inzwischen aktiv nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz nach. Noch vor zwei Jahren verfügte kaum einer über eine Bewerbungsmappe. Die Geflüchteten wurden damals häufig von ehrenamtlich Tätigen persönlich einer Firma vorgestellt. Jetzt haben die meisten Geflüchteten mindestens einen Lebenslauf parat. Viele können besser Deutsch. Doch es gibt noch viele Herausforderungen. Neben dem Spracherwerb müssten die Geflüchteten die Vielfalt der Berufe in Deutschland besser kennenlernen. Gerade jüngere Geflüchtete benötigen außerdem eine bessere Qualifikation für den Arbeitsmarkt. Aus diesem Grund werden mit den Projektteilnehmern Interviews zum Zweck der Erstellung einer Berufswegplanung durchgeführt. Danach stehen ihnen entweder die Einmündung in den Arbeitsmarkt oder der Einstieg in die Berufsausbildung offen. Im FIF-Projekt beginnt nach der Organisation der Vorstellungsgespräche der Prozess, Unternehmen und Geflüchtete mit­ einander bekanntzumachen. Für jüngere Geflüchtete entwickeln sich Einstiegsqualifizierungen zunehmend zu einem wichtigen Instrument der Integration in den Ausbildungsmarkt. Hier können sie neben der Vervollkommnung ihrer Sprachkenntnisse auch die verschiedenen Qualifikationsanforderungen der Unternehmen kennenlernen, ehe sie sich für eine Ausbildung entscheiden. Der bisherige Erfolg des FIF-Projekts gibt allen Akteuren Recht. Die Ergebnisse des Projekts werden mit der Fortsetzung der Förderungen, die nun auch für andere ausländische Mitbürger geöffnet werden, bis 2020 gefestigt und ausgebaut.

Bereits zur ersten Arbeitgebermesse der IHK Süd­ thüringen für Flüchtlinge gab es großen Andrang. Projektmitarbeiterin Aatefa Ghafari (l.) half bei den Sprachbarrieren.

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Ihr Ansprechpartner: Aatefa Ghafari S 03681 362-136 Y ghafari@suhl.ihk.de

Südthüringische Wirtschaft 5/2018

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STANDORTPOLITIK Im Interview:

Birgit Keller, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft

Frau Ministerin Keller, seit Dezember 2017 rollen ICE-Züge über die Neubaustrecke durch den Thüringer Wald. Ein großes Ziel der Thüringer Verkehrs­ politik war, dass möglichst ganz Thüringen von den gigantischen Investitionen und neuen Angeboten profitiert. Wie bewerten Sie die Startphase des Thüringer ICE-Knotens und ging das SPNV-Konzept zur Vernetzung der Regionen auf? Die Inbetriebnahme der Neubaustrecke ist ein großer Sprung nach vorn für Thüringen und für die Fahrgäste des Nah- und Fernverkehrs auf der Schiene. Der Freistaat ist damit verkehrlich endgültig in die Mitte Deutschlands gerückt. Mit der Vertaktung des Fernverkehrs mit dem Regionalverkehr profitieren weitere Teile des Landes von den Fahrzeitverkürzungen. Viele Verbindungen wurden mit dem Fahrplan 2018 teils deutlich beschleunigt, es wurden neue Direktverbindungen geschaffen und zusätzliche Angebote eingerichtet. So ist beispielsweise die Achse Meiningen – Suhl – Zella-Mehlis/Oberhof bis Erfurt beschleunigt worden und erreicht in Erfurt den Anschluss an die ICE-Sprinter und den Nahverkehr nach Nord- und Ostthüringen. Darüber hinaus werden die Züge zwischen Sonneberg und Nürnberg zweistündlich um etwa 30 Minuten beschleunigt. An weiteren Verbesserungen arbeiten wir weiter, Stichwort Anbindung Ostthüringens an den Fernverkehr. Mit dem Lückenschluss der Werrabahn liegt ein weiteres Schienenprojekt in Südthüringen auf Eis, nachdem das Projekt nicht in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wurde. Die Thüringer Landesregierung hatte erklärt, gemeinsam mit dem Freistaat Bayern eine Lösung zu suchen. Welche Fortschritte sind in den nächsten Jahren zu erwarten? Es ist richtig, dass das Vorhaben für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet, aber vom Bund leider nicht berücksichtigt worden ist. Nun schauen wir nach Wegen, die Maßnahme auf andere Weise voranzutreiben. Mit Blick auf die mit dem Freistaat Bayern geteilte territoriale Zuständigkeit stehen wir bereits seit längerem mit der dortigen Landesregierung in Kontakt, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen. In den neuen Landeshaushalt haben wir hierfür Planungsmittel eingestellt. Politik ist bekanntlich das Bohren dicker Bretter, deshalb sind wir auch auf die Unterstützung

6 Südthüringische Wirtschaft 5/2018

© Marcel Krummrich

Im Vorfeld der Südthüringer ÖPNV-Konferenz am 17. Mai 2018 in der IHK Südthüringen in Suhl haben wir bei Ministerin Birgit Keller nachgefragt, wie es um die für Thüringens Süden wichtigen Verkehrsprojekte, den ÖPNV und das Azubi-Ticket steht. potenzieller Betreiber sowie der Region allgemein angewiesen, wenn wir bei diesem Projekt vorankommen wollen. Angebots- und Servicelücken im ÖPNV zwischen zentralen Orten können seit 2017 auch durch landesbedeutsame Buslinien geschlossen werden. Wie hat sich das Landes-Busnetz entwickelt und welche Perspektive haben die Angebote über 2018 hinaus? Das landesbedeutsame Busnetz entwickelt sich gut. Selbstverständlich gibt es am Anfang immer Vorbehalte, aber die kommunalen Aufgabenträger haben erkannt, dass solche überörtlich relevanten Buslinien sinnvoll sind. Die Anstrengungen zur Qualifizierung des Angebots belohnen wir mit einem Förderbonus. Die Förderung kommt bei den Aufgabenträgern gut an. Bereits im zweiten Jahr werden wir voraussichtlich 18 Linien haben, die die Voraussetzungen erfüllen, um als landesbedeutsame Buslinie eingeordnet zu werden. Eine langfristige Weiterführung der Förderung steht für die Landesregierung außer Frage. Die Südthüringer Wirtschaft kritisiert seit langem die bestehenden Schwachstellen und Zugangshürden im gebiets- und verkehrsträgerübergreifenden ÖPNV. Ein Verkehrsverbund könnte zeitnah die Voraussetzungen für eine spürbare Angebots- und Qualitätsverbesserung schaffen. Die Machbarkeitsstudie für die Erweiterung des VMT-Verbundraumes liegt seit Mitte 2016 vor, seitdem sind wir diesem Ziel jedoch kaum näher gekommen. Warum stockt der Prozess zur Verbunderweiterung? Die Landesregierung setzt sich für einen flächendeckenden und bezahlbaren ÖPNV ein. Barrieren sollen nicht nur für in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen beseitigt werden, sondern Zugänglichkeit und Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sollen für alle Menschen möglichst unkompliziert sein. Die Landesregierung erreichen fast täglich Wünsche und Forderungen zur Bereitstellung verkehrs­ trägerübergreifender Fahrmöglichkeiten mit nur einem Fahrschein und das möglichst thüringenweit. Auf Grund der Machbarkeitsuntersuchung für den Südthüringer Raum wurden die finanziellen Voraussetzungen zur Finanzierung von Tarifverbünden im Doppelhaushalt 2018/2019 geschaffen. Ein Tarifverbund lässt sich jedoch nur umsetzen,

wenn die kommunalen Aufgabenträger Hand in Hand mit der Landesregierung arbeiten. Hier erleben wir auf kommunaler Ebene trotz einer Vielzahl von Gesprächen noch Zurückhaltung. Offensichtlich gab es auch Missverständnisse; teilweise wurde der Beitritt zu einem Verkehrsverbund fälschlicherweise mit dem Verlust der Aufgabenträgerschaft gleichgesetzt. Dabei möchte die Landesregierung auf bereits geschaffene Kooperationsstrukturen zurückzugreifen mit dem Ziel, diese weiter zu entwickeln, ohne den Landkreisen und kreisfreien Städten Zuständigkeit für die jeweilige Aufgabenträgerschaft zu nehmen. In diesem Sinne wird die Landesregierung ihre Gespräche und Verhandlungen zur Verbunderweiterung auch mit den Südthüringer Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen erneut forcieren. Ist ein landesweiter Verkehrsverbund unter den derzeitigen Rahmenbedingungen überhaupt realisierbar und wie befördert der Freistaat die interkommunale Kooperation zur Überwindung der Kleinstaaterei im ÖPNV? Aus Sicht der Landesregierung fördert ein landesweiter Verkehrsverbund die Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch einen einheitlichen und verkehrsträgerübergreifenden attraktiven Tarif. Damit ist ein Übersteigen in andere Verkehrsmittel ohne zweiten Fahrschein möglich, was aus Sicht der Landesregierung zu einem Mehr an Fahrgästen führt. Es geht vor allem darum, dass gesetzlich normierte Aufgaben des eigenen Wirkungskreises nicht abgeschafft werden und die Kooperation im Interesse aller ist. Hierbei sind wir zu dem Entschluss gelangt, dass interkommunale Kooperation im ÖPNV nur schrittweise realisiert werden kann. Dies soll im Rahmen der stufenweisen Ausweitung des VMT sowie ggf. über die Inanspruchnahme von weiteren Kooperationsangeboten des VMT erfolgen. Um dies zu befördern, bietet das Land Finanzierungssicherheit. Die Regierungskoalition plant die Einführung eines kostengünstigen Azubi-Tickets. Auch für


STANDORTPOLITIK die IHK Südthüringen ist ein solches landesweites Ticket ein wichtiger Ansatz zur Steigerung der Attraktivität der dualen Ausbildung. Die Umsetzung eines solchen Tickets gestaltete sich in der Praxis sehr kompliziert. Können Sie den Thüringer Azubis Hoffnung machen. demnächst günstig mit Bus und Bahn durchs Land zu reisen? Ja. Das Azubiticket kommt mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres. Ich bin froh, dass wir einen Weg gefunden haben, mit dem wir für tausende Auszubildende die Bedingungen verbessern können. Wir wollen die Kosten für das Azubi-Ticket dritteln: Neben dem Land sollen sich auch die Auszubildenden und die Ausbildungsbetriebe beteiligen. Gerade in den Zeiten des Fachkräftemangels soll das Ticket ein gutes zusätzliches Argument für eine Ausbildung in Thüringen sein.

Südthüringer ÖPNV-Konferenz 2018 am 17. Mai in Suhl Die Optimierung und Qualitätsverbesserung des ÖPNV-Angebots gehören zu den wichtigsten verkehrspolitischen Zielen der Südthüringer Wirtschaft. Im Rahmen der Südthüringer ÖPNV-Konferenz 2018 möchte die IHK Südthüringen erneut wichtige Südthüringer Projekte und Themen vorstellen und gemeinsam mit zentralen Entscheidungsträgern und Akteuren diskutieren. Als Schwerpunkte sind u. a. die Zielstellungen des Landes zur (Weiter-)Entwicklung des ÖPNV in Thüringen sowie die Diskussion um den Wettbewerb im Öffentlichen Straßenpersonenverkehr

vorgesehen. Wir freuen uns, zur Veranstaltung die Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Birgit Keller, zu begrüßen. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 46991). Termin: Uhrzeit: Veranstaltungsort:

17. Mai 2018 12:30 bis 16:15 Uhr IHK Südthüringen, Haus der Wirtschaft, Bahnhofstr. 4 – 8, 98527 Suhl

Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen Neue Mautpflicht ab 1. Juli 2018 Von Claudia Steen, Toll Collect GmbH Ab 1. Juli 2018 sind Autobahnen und alle Bundesstraßen in Deutschland für Kraftfahrzeuge und Fahrzeugkombinationen ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht mautpflichtig. Aktuell besteht die Mautpflicht in Deutschland für Lkw ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht auf rund 15 000 Kilometer Autobahnen und ausgewählten Bundesstraßen. Mit der Ausweitung der Mautpflicht auf alle Bundesstraßen ab Mitte des Jahres vergrößert sich das mautpflichtige Streckennetz auf rund 52 000 Kilometer. Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) entwickelt Toll Collect das Lkw-Mautsystem technisch weiter. Mit der Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen muss Schätzungen zufolge für rund 140 000 zusätzliche in- und ausländische Kraftfahrzeuge und Fahrzeugkombinationen ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (zGG) aus rund 30 000 Unternehmen Maut entrichtet werden. Das betrifft nicht nur Unternehmen der Transport- und Logistikbranche, sondern auch viele andere Branchen, die regional unterwegs sind. Deshalb sollten Unternehmen aus allen Branchen frühzeitig prüfen, ob sie über Kraftfahrzeuge und Fahrzeugkombinationen ab 7,5 Tonnen zGG verfügen und dann entscheiden, mit welchem Verfahren sie die Maut ab 1. Juli 2018 bezahlen wollen. Informationen sind auf der Toll Collect-Homepage zu finden, darunter im Downloadcenter ein Flyer „So einfach kann Maut sein“. Das automatische Einbuchungsverfahren Die Mauterhebung über das automatische Einbuchungsverfahren mit der On-Board Unit (OBU) ist nach wie vor der komfortabelste Weg um die Gebühr zu entrichten. Die On-Board Units senden zeitversetzt und verschlüsselt Fahrtdaten

und mautrelevante Fahrzeugmerkmale an das Toll Collect-Rechenzentrum. Dort findet anschließend die Berechnung der Maut für die befahrenen gebührenpflichtigen Streckenabschnitte statt. Einmal im Monat erhalten die Kunden eine Mautaufstellung und einen Einzelfahrtennachweis. Um eine OBU einbauen zu lassen, registriert sich das Unternehmen zunächst im Toll Collect Kunden-Portal. Einmal angemeldet, kann das Unternehmen seine Fahrzeuge selber an- und abmelden und weitere Services nutzen. Nachdem Unternehmen und Fahrzeug registriert sind, kann der Servicepartner die OBU einbauen. Servicepartner sind zertifizierte Werkstätten, die über die Toll Collect-Homepage zu finden sind. Die OBU wird dem Unternehmen von Toll Collect kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Kosten für den Einbau muss das Unternehmen tragen. Seit Oktober 2017 werden die derzeit rund 1,2 Millionen in Lkw verbauten OBU für die automatische Mauterhebung schrittweise von der dezentralen auf eine zentrale Mauterhebung umgestellt. Wichtigste Botschaft dabei: Bereits eingebaute OBUs können weiter verwendet werden, ohne dass die Transportunternehmen mit den Fahrzeugen in die Werkstatt müssen. Die Umstellung sollte im April 2018 abgeschlossen sein. Das manuelle Einbuchungs­verfahren Wer im manuellen Verfahren die Maut bezahlt, muss das vor Antritt der Fahrt tun und ist an die gewählte Streckenführung gebunden. Wird die Streckenführung verändert, muss der verbleibende Teil storniert und dann die gewünschte Strecke neu gebucht werden. Die Gebühr kann online über einen stationären PC oder per App mit Smartphone

oder Tablet sowie über neue Mautstellen-Terminals gezahlt werden. Zukünftig ergänzen 1 100 neue Mautstellen-Terminals die Online-Einbuchung. Die neuen Mautstellen-Terminals werden in Deutschland und im grenznahen Ausland errichtet und sind in der Nähe von Anschlussstellen, auf Autohöfen, an Rastplätzen und Tankstellen zu finden. Unabhängig davon, ob der Kunde Smartphone, Tablet, einen stationären PC oder das Mautstellen-Terminal für die Einbuchung verwendet, findet er stets die gleiche Benutzeroberfläche. Sie passt sich dem jeweiligen Gerät an und erleichtert die Handhabung. Die Einbuchung ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Polnisch möglich. Das neue manuelle Einbuchungsverfahren bietet weitere neue Services, wie das Bezahlen mit der paysafecard oder das Einbuchungskonto für nicht registrierte Kunden. Detaillierte Informationen sind auf der Toll Collect-Website zu finden. Mautkontrolle an Bundesstraßen Zukünftig werden auf den Bundesstraßen rund 600 Kontrollsäulen überprüfen, ob vorbeifahrende Fahrzeuge mautpflichtig sind und die Gebühr ordnungsgemäß entrichten. Die Kontrollsäulen ergänzen die mobilen Kontrollen des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG). Kontrollbrücken werden auf Bundesstraßen nicht errichtet. Technisch sind die Kontrollsäulen mit ähnlichen Funktionen ausgestattet wie die auf den Autobahnen installierten Kontrollbrücken. Verkehrsteilnehmer können die Kontrollsäulen von „Blitzersäulen“ für die Geschwindigkeitsüberwachung dadurch unterscheiden, dass sie nicht nur blau lackiert, sondern auch fast vier Meter hoch sind. Alle Informationen rund um die Maut unter: www.toll-collect.de

Südthüringische Wirtschaft 5/2018

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STANDORTPOLITIK

Netzwerktreffen Innenstadt Veranstaltungshinweise

Aktionstag „Heimat shoppen“ vorgestellt

Einzelhandelstagung Thüringen am 6. Juni 2018, 10:00 bis 15:30 Uhr, in der IHK Erfurt, Arnstädter Straße 34, 99096 Erfurt. Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft und die Arbeitsgemeinschaft der Thüringer IHKs laden zu dieser Fachtagung rund um das Thema Einzelhandel in Thüringen ein. Es werden u. a. die Ergebnisse der ersten landesweiten Einzelhandelserfassung präsentiert und Möglichkeiten aufgezeigt, wie Kommunen mit diesen Daten aktiv die Einzelhandelsentwicklung steuern können.

Länderkonferenz für den Freistaat Thüringen der Initiative für eine zukunftsfähige Infrastruktur am 28. Juni 2018, 18:00 Uhr, im Steigerwaldstadion Erfurt. Thüringen steht vor großen verkehrspolitischen Herausforderungen. Über den konkreten Handlungsbedarf will die Initiative für eine zukunftsfähige Infrastruktur „Damit Deutschland vorne bleibt“ bei der Länderkonferenz für den Öffentlichen Personenverkehr für den Freistaat Thüringen am 28. Juni 2018 im Steigerwaldstadion in Erfurt sprechen. Mit dem politischen Podium werden zwei Expertenrunden zu den Themen „Bedeutung eines attraktiven ÖPNV-Angebots für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung Thüringens“ sowie „Sicherung langfristiger Finanzierungsgrundlagen für Bus und Bahn“ diskutieren.

Ihr Ansprechpartner: Mario Dammköhler S 03681 362-132  Y dammkoehler@suhl.ihk.de

8 Südthüringische Wirtschaft 5/2018

Südthüringer Innenstadtakteure trafen sich am 10. April 2018 im Ratssaal der Stadt Meiningen, um sich über aktuelle Projekte zur Belebung und Standortverbesserungen von Innenstädten auszutauschen. Die IHK Südthüringen initiiert und koordiniert die Netzwerktreffen, um den Vertretern von Werbegemeinschaften und Unternehmervereinen, Wirtschaftsförderern und Citymanagern die Gelegenheit zu bieten, sich gegenseitig besser kennenzulernen und gemeinsam von Erfahrungen anderer zu profitieren. Im Rahmen des Termins stellte der Meininger Citymanager, Tobias Feickert, die Meiningen GmbH vor und gab Auskunft über das vielfältige Aufgabenspektrum des Citymanagements. Weiterhin gab er den Anwesenden einen Einblick über die City-App „appsolut Meiningen“. Mario Dammköhler von der IHK Südthüringen unterbreitete den Innenstadtakteuren das Angebot, sich mit Unterstützung der IHK zukünftig am bundesweiten Aktionstag „Heimat shoppen“ zu beteiligen. Der Aktionstag hat das Ziel, das Bewusstsein zur Regionalität zu stärken, Unterstützung für Innenstadt und Handel zu leisten und innerstädtische Netzwerke und Kooperationen zu fördern.

In Südthüringen haben sich viele Händler und Gewerbetreibende zu teilweise sehr erfolgreichen Interessen- und Werbegemeinschaften zusammengeschlossen. Gemeinsam setzen sie sich für ihren Standort ein, organisieren Veranstaltungen – vom verkaufsoffenen Sonntag bis zur Gewerbeschau – und nehmen Kontakt zur Öffentlichkeit und zur Politik auf. Die besonders engagierten, ganz überwiegend ehrenamtlich arbeitenden Akteure, auf deren Schultern diese Arbeit lastet, leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität und Lebensqualität in der Region. Mittlerweile sind die Interessen- und Werbegemeinschaften unverzichtbare Größen in der Stadt- und Handels­entwicklung sowie wichtige Ansprechpartner für die IHK Südthüringen.

Ihr Ansprechpartner: Mario Dammköhler S 03681 362-132  Y dammkoehler@suhl.ihk.de


STANDORTPOLITIK

Thüringer Tourismuspreis 2018 Originelle Ideen und herausragende Angebote im Thüringen-Tourismus gesucht Sonderpreis für „Mobilitäts­ konzepte im Tourismus“ Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee hat den „Thüringer Tourismuspreis 2018“ ausgelobt. Der Preis wird – in Kooperation mit dem ADAC Hessen-Thüringen – für touristische Projekte vergeben, die sich durch besondere Originalität, herausragenden Service oder die Kooperation mehrerer Akteure auszeichnen. In diesem Jahr wird zudem ein Sonderpreis für zukunftweisende Mobilitätskonzepte im Tourismus ausgeschrieben. Der „Thüringer Tourismuspreis“ wird 2018 bereits zum siebten Mal ausgelobt. Einsendeschluss für Wettbewerbsbeiträge ist der 11. Juni 2018. Die Preisverleihung erfolgt anlässlich des diesjährigen Thüringer Tourismustages am 3. September in der Weimarhalle. Alle Informationen, Wettbewerbsbedingungen und das Bewerbungsformular zum Preis finden sich unter: https://www.thueringen.de/th6/ tmwwdg/Tourismus_in_Thueringen/preise/

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10 Südthüringische Wirtschaft 5/2018

Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft Was ist zu beachten? Am 14. Juni 2018 beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Damit Ihnen bei der Übertragung der WM-Spiele im TV oder auf Großbildleinwänden nicht die rote Karte gezeigt wird, sollten Sie einige Regeln beachten. Der Weltfußballverband definiert eine Veranstaltung als Public Viewing, „wenn (…) eine Übertragung des Wettbewerbs zur Vorführung für ein Publikum zur Verfügung gestellt und von diesem angeschaut wird (unabhängig davon, ob es sich beim Publikum um die allgemeine Öffentlichkeit handelt oder nicht) und zwar an einem anderen Ort als in privaten Wohnräumen.“ Nach dem FIFA Reglement für Public-ViewingVeranstaltungen benötigen Sie Lizenzen für • gewerbliche Public-Viewing-Veranstaltungen sowie • besondere nicht gewerbliche Public-Viewing-Veranstaltungen mit mehr als 5 000 Zuschauern (hier ist die Lizenz jedoch kostenfrei). Alternativ kann ein streng nichtkommerziell ausgerichtetes Public Viewing ausgerichtet werden, eine sogenannte „kleine Veranstaltung“. Diese darf ohne Lizenz der FIFA stattfinden. Folgende Merkmale müssen erfüllt sein, damit es sich um ein nicht gewerbliches Public-Viewing handelt: • max. 300 Besucher der Veranstaltung • keine Nutzung von Sponsoring- oder anderen gewerblichen Assoziierungsrechten

• keine Erhebung von Eintrittsgeld in direkter oder indirekter Weise • keine geschäftliche Vorteilserzielung. Den Organisatoren dieser Veranstaltungen ist es dabei untersagt: • die Logos/Marken der FIFA oder des FIFA Worldcup 2018 zu verwenden, • das Public Viewing als offizielle Veranstaltung des FIFA Worldcup 2018 auszugeben, • das TV Signal zu verändern oder zu modifizieren. Zu Bedenken sind weiterhin die Genehmigung der Sende- und Aufführungsrechte durch die Fernseh­ anstalt sowie die Genehmigung der Veranstaltung durch örtliche Aufsichtsbehörden. Die Höhe etwaiger zu entrichtender Gebühren hängt von Ort, Art und Größe der Veranstaltung ab. Hinzu kommen die Gebühren für Verwertungsgesellschaften (GEMA) sowie der Rundfunkbeitrag. Die GEMA sieht für Public-Viewing-Veranstaltungen zur Fußball-WM 2018 einen Sondertarif vor, welcher einige Wochen vor der WM veröffentlicht wird. Fragen und Informationen dazu kann auch die zuständige Bezirksdirektion geben unter: www.gema.de/ die-gema/adressen/bezirksdirektionen.html Detaillierte Informationen zu den Bedingungen und Richtlinien der FIFA für die Übertragung sind zu finden unter: http://de.fifa.com/about-fifa/tv/ public-viewing.html


STANDORTPOLITIK

MuT-Preis 2018 Bewerben Sie sich oder reichen Sie Vorschläge ein! Gestaltungsvariationen Logo MuT | Aufbau

Es ist wieder soweit. Auch in diesem Jahr suchen wir herausragende Unternehmen aus Südthüringen und vergeben bereits zum 14. Mal den MuT-Preis.

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Mittelstand und Thüringen Primärfarben (CMYK): FW-Grün (90/0/100/0); Cyan (100/0/0/0) Bewerbungen/Vorschläge Sekundärfarben (CMYK): (90,0,100,15); (72,0,80,0); (80,0,0,0); (100,0,0,15); (100,0,0,30) Dreiecksverhältnis: gleichseitig

Schriftart: Frutiger LT Std 65können Bold Die Unternehmen sich selbst bewerben oder vorgeschlagen werden, z. B. durch Kommunen, Verwaltungen, Banken, Verbände, Mitarbeiter oder Kunden.

Nominierungsschluss: Bewerbungsschluss:

25. Juni 2018 10. Juli 2018

Weitere Informationen sowie die Bewerbungs-/ Nominierungsformulare finden Sie unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 44108).

Ihr Ansprechpartner: Birgit Hartwig S 03681 362-311  Y hartwig@suhl.ihk.de

24.08.2015 | 02 /02

© Michael Reichel/arifoto.de

Der Unternehmerpreis MuT ist eine Initiative der Industrie- und Handelskammer Südthüringen, der Handwerkskammer Südthüringen, der Tageszeitungen Freies Wort, Südthüringer Zeitung und FW Meininger Tageblatt sowie des Regionalmarketings Thüringer Wald. MuT steht für „Mittelstand und Thüringen“. Mit dem Unternehmerpreis MuT würdigen wir Menschen und Firmen, die Südthüringens wirtschaftliche Zukunft sichern: mit ihrem unternehmerischen Engagement, mit herausragenden Leistungen und oft hohen persönlichen und wirtschaftlichen Risiken – mit Mut eben. © anARTis | Thomas Leuthold Hat sich Ihr Unternehmen in den letzten Jahren besonders gut entwickelt, gehen Sie neue Wege in der Mitarbeitergewinnung, zeichnen Sie sich durch Erfindergeist aus, haben Sie eine besondere Innovation auf den Markt gebracht oder engagieren Sie sich für besondere Projekte in der Region, dann bewerben Sie sich für den MuT-Preis. Ausgelobt werden auch in diesem Jahr der MuT-Preis „Unternehmen des Jahres“ sowie zwei Sonderpreise in den Kategorien „Mitarbeiter sind Zukunft“ und „Aufstieg durch Innovation“. Die eingegangenen Bewerbungen werden durch eine fachkundige Jury bewertet. Anlässlich des Jahresempfangs der IHK Südthüringen am 12. September 2018 werden die Preisträger bekannt gegeben und geehrt.


STANDORTPOLITIK

Neue Produktmarken für den Thüringer Wald – Eventregion Oberhof

Herr Ebert, erzählen Sie uns bitte etwas über sich und Ihren Werdegang? Stefan Ebert: Ich bin gebürtig aus Suhl und arbeite seit dem 1. November 2017 beim Regionalverbund als Produktmanager Eventregion Oberhof. Man kennt mich als Weltenbummler. Nach dem Soziologiestudium in Leipzig mit der Spezialisierung Organisationsentwicklung hat es mich sowohl beruflich als auch privat ins Ausland gezogen. Meine Motivation anpacken zu wollen und soziale Probleme zu lösen, hat mich beruflich in der Entwicklungszusammenarbeit gebracht. Los ging es mit einem Praktikum in Bolivien, mit Zwischenstation in Frankfurt, dann weiter nach Kirgistan, wo ich zwei Jahre gearbeitet habe. Was verbindet Sie mit der Produktmarke Event­ region Oberhof? Stefan Ebert: In den letzten Jahren war ich zwar immer weit weg im Ausland, die Heimat habe ich aber immer in mir getragen. Umso mehr freue ich mich, jetzt wieder hier zu leben und mich für die Region engagieren zu können. Als begeisterter Skifahrer und Mountainbiker kenne ich viele sportliche Highlights im Thüringer Wald aus eigener Erfahrung. Dazu kommt das Engagement meines Vaters im Schlittenhundesport, der mich immer wieder in die Organisation der Schlittenhunderennen in Frauenwald mit einbezogen hat. Wofür steht die Eventregion Oberhof? Stefan Ebert: Jedes Jahr begeistern zahlreiche internationale Spitzensportveranstaltungen Teilnehmer und Zuschauer gleichermaßen im Thüringer Wald. Dazu gehört der Biathlon Weltcup in Oberhof mit bis zu 80 000 Besuchern genauso wie der GutsMuths-Rennsteiglauf, einem der beliebtesten Volksläufe Europas. Auch Schießsport in Suhl mit internationalen Wettkämpfen in jedem Jahr und internationale Motorsportveranstaltungen, wie die Europabergmeisterschaft Glasbachrennen, gehören dazu. Die Eventregion Oberhof hat viele sportliche Highlights zu bieten und ideale Voraussetzungen

12 Südthüringische Wirtschaft 5/2018

© RVTW, Robert Fehringer

Oberhof ist international bekannt für seine Wintersportveranstaltungen. Künftig soll die Event­region Oberhof auch als Synonym und Oberbegriff für alle internationalen (Sport-) Veranstaltungen im Thüringer Wald stehen. Mit dem zuständigen Produktmarkenmanager vom Regionalverbund Thüringer Wald e. V., Stefan Ebert, haben wir über die Eventregion Oberhof gesprochen.

Stefan Ebert, Produktmarkenmanager beim Regionalverbund Thüringer Wald e. V.

für verschiedene Sportarten im Sommer und Winter. Genau das ist es, was wir herausstellen und verstärkt vermarkten möchten. Wer sind die Gäste, die angesprochen werden sollen? Stefan Ebert: In der Produktmarke unterscheiden wir zwischen den Spitzen- und Leistungssportlern, den Nachwuchssportlern und den Breitsportlern sowie Zuschauern. Alle Zielgruppen haben unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche an unsere Events. Als Regionalverbund haben wir die Zuschauer und Breitensportler im Fokus. Die Sportler sind für die Region eine wichtige Zielgruppe, liegen aber nicht in unserem Einflussbereich. Eine enge Zusammenarbeit mit den Sportstätten und Verbänden ist uns daher wichtig. Was erwarten Event-Gäste von den Veranstaltern und Gastgebern/Anbietern? Stefan Ebert: Die Ansprüche sind in der Zielgruppe der Zuschauer und Breitensportler bei vielen Events vergleichbar und dennoch hat jede Veranstaltung ihre ganz eigenen Herausforderungen. Jede Veranstaltung steht und fällt mit der An- und Abreise. Vor Ort erwarten die Zuschauer und auch Teilnehmer ein Rahmenprogramm sowie ein entsprechendes Verpflegungsangebot. Man muss etwas bieten als Veranstalter, sonst wird man schnell uninteressant. Dazu kommen dann die speziellen Anforderungen. Der Marathonläufer beim Rennsteiglauf z. B. möchte schon mal um vier Uhr vor dem Wettkampf frühstücken. Darauf sollte man sich als Gastgeber einlassen. Wer können potenzielle Partner sein, um gemeinsam Angebote zu entwickeln? Stefan Ebert: Für uns ist der Kontakt zu den Sportveranstaltern enorm wichtig. Sie sind nah dran und

kennen den Rahmen der Veranstaltungen am besten, z. B. Wettkampfrichtlinien, Genehmigungsvorschriften, Ansprüche von Aktiven und Zuschauern. Zum anderen sind es die Sportstättenbetreiber, das Gastgewerbe, die Städte und Gemeinden mit ihren touristischen Leistungsträgern und natürlich auch die Vertriebsspezialisten wie (Bus-)Reiseveranstalter, die wir in die Angebotsentwicklung mit einbeziehen. Ein wichtiges Kriterium für die Angebotsentwicklung ist der internationale Anspruch. Mehrsprachigkeit im Service, auf der Speisekarte oder bei den Anreise­informationen gehören ebenso dazu wie die professionelle Durchführung der Veranstaltungen nach international geltenden Vorschriften. Kann man in einem Betrieb mehrere Produktmarken sinnvoll bedienen, ohne dass der Gast darunter „leidet“? Stefan Ebert: In jedem Fall! Wichtig ist es, authentisch zu bleiben. Das betrifft alle: den Beherbergungsbetrieb genauso wie die Destination als solches. Alles anzubieten nach dem Bauch­ ladenprinzip ist nicht sinnvoll. Die Verknüpfung von verschiedenen Angeboten ist themenabhängig absolut notwendig. Ohnehin gehen viele Angebote in der Produktmarke Eventregion Hand in Hand mit Angeboten der Aktivregion. Ein Rennsteigläufer sucht vor und nach dem Event die Möglichkeit sich zu trainieren und ist aktiv in seiner Freizeit. Eine komplette Rennsteigwanderung ist für viele Läufer ein Muss.

Stefan Ebert vom Regionalverbund Thüringer Wald e. V. ist zu erreichen unter S 03681 35305-24 oder Y ebert@thueringer-wald.com


Regionalmarketing IHK SETZT SICH EIN

Das neue Veranstaltungsformat zur Fachkräftegewinnung Stromtrasse SuedLink – Sie Ihr Unternehmen Verwaltungs­ und Imagepflege – Melden jetzt an! Sind Sie betroffen? reformgesetz Das EventUnternehmen INDUSTRIE INTOUCH die Gewinnung und Sicherung von IHK Südthüringen setzt sich für betroffene einThüringer Wald unterstützt Anspruch der Wirtschaft kann Fachkräften und bietet für alle Industrieunternehmen und industrienahen Dienstleister im Thür­ und bittet um Hinweise nicht erreicht werden

inger Wald die ideale Plattform, sich als zukunftsfähiges Unternehmen und attraktiver Arbeit­ geber zu präsentieren, die Bekanntheit in der Region Thüringer Wald zu erhöhen und sich mit anderen Unternehmen zu vernetzen. Begleitet von einer breit angelegten Marketingkampagne öffnen am 29. Oktober 2014 die teilnehmenden Firmen von 17:00 bis 22:00 Uhr ihre Türen und Über etwa 700 Kilometer Die Thüringer den Entgewähren auf ganz individuelle Weise der Öffentlichkeit exklusiveLandesregierung Einblicke hinter hat die Kulissen, soll sich die SuedLink-Trasse wurf für ein Verwaltungsreformgesetz vordie Produktion oder in verschiedenste Berufe. von Schleswig-Holstein gelegt, der von der Südthüringer Wirtschaft nach Baden-Württemberg wird. Mit dem VerwaltungsreAttraktives Leistungspaket mit geringem Die neue Veranstaltung INDUSTRIe INTOUCH • abgelehnt bzw. Bayern erstrecken. formgesetz sollen u. a. die Strukturen in den Organisationsaufwand berücksichtigt die regionalen bedürfnisse Dabei könnte nach dem Bereichen des Infrastrukturministeriums • Starke öffentliche Wahrnehmung und hohe der Unternehmen im Thüringer Wald und derzeitigen Planungsstand und des Umweltministeriums angepasst Die Rhön könnte vom Trassenverlauf sein. Präsenz in den Medien bietet vielebetroffen Vorteile: auch Thüringen vom Traswerden. Bezüglich der Strukturanpassungen • Direkte Kontakte zu potenziellen Fach- und senverlauf betroffen sein. Auf der sogenannten Bodenbzw. Untergrundbeschaffenheit und im Bereich Umweltministeriums Nachwuchskräften Wenn Sie Ihr des Unternehmen bis zum 15.wird Mai Antragskonferenz für SuedLink hat das Land die Hangneigung gehen in die Bewertung der insbesondere die geplante Aufgabe der • Networking, Stakeholder-und Imagepflege 2014 anmelden, können Sie sich attraktive Thüringen alternative Trassenkorridore vorgeTrassenkorridore ein. Eigenständigkeit Landes­ • Vertiefung von Kontakten, z. B. nach Konditionen sichern.des DerThüringer endgültige Anmelde­ schlagen, die westlich von Thüringen verlaufen. Um sich im weiteren Verfahrensverlauf bergamtes als problematisch angesehen. Berufsinformationsmessen schluss für Unternehmen ist der 30. Juni 2014. Entsprechend der Entscheidung der zuständigen für die betroffenen Unternehmen einsetzen Auf Kritik stößt weiterhin, dass nicht • Individuelle Gestaltungsfreiheit bei der Behörde, der Bundesnetzagentur, sollen diese undUnternehmenspräsentation gegenüber den Genehmigungsbehörden erkennbar ist, ob die seitens der unter: Wirtschaft Weitere Informationen finden Sie alternativen Trassenkorridore im weiteren konkrete Aussagen machen zu können, bittet geforderte strukturierte Aufgabenkritik der • Koordinierung der Veranstaltung mit www.industrie-intouch.de. Planungsverlauf jedoch nicht berücksichtigt dieAnsprechpartnern IHK Südthüringen, vor gernOrt auch anonym, betroffenen Verwaltungseinheiten sowie werden. Nach Auffassung der Behörde weisen die um Hinweise zu lokalen Gegebenheiten, die eine transparente Standardüberprüfung in Thüringen geplanten Trassenkorridore deutlich ggf. bisher noch nicht oder nicht ausreichend überhaupt erfolgt sind. Es ist für die IHK weniger Konfliktstellen auf. berücksichtigt wurden. Dazu gehören Südthüringen zudemunserer nicht ersichtlich, und wir sind ständig auf der Suche nachauch engagierWir sind uns einerseits Verantwortung zur Diese Konfliktstellen werden Raumwidergeplante Unternehmenserweiterungen welche Synergien und Einsparpotenziale ten Fachkräften. Zudem verfügt unser Unternehmen Sicherung der Arbeitsplätze bewusst und andererstände genannt und können beispielsweise oder mögliche Einschränkungen durch die wir Umsetzung des Gesetzes erreicht über eine Produktion, die nicht nurinfürder unsere seits haben erkannt, dass dies nur mit guten Campingplätze, Wasser- oder Vogelschutzgebiete, Region Unternehmenstätigkeit. werden sollen. etwas ganz besonderes darstellt, denn hier Fachleuten und Mitarbeitern gelingen kann. Ferner HPTWaldgebiete Hochwertige Pharmatechnik aber auch Steinbrüche, Deponien Netzausbau Insgesamt istdieses festzuhalten, dass mit dem wird Detaillierte unter strengInformationen kontrolliertenzum Reinraumbedinmöchten wir über Veranstaltungsformat GmbH Co. KG, Neuhaus/Rwg. oder&munitionsbelastete Flächen sein. Auch die sind unter www.netzausbau.de abrufbar. vorgelegten Gesetzentwurf der Anspruch gungen auf modernsten Anlagen und in einem hoch natürlich auch unsere Nähe zur Region Sonneberg der Wirtschaft, Verwaltungsabläufe technisierten Umfeld gemäß den Grundsätzen einer und ihren Menschen zeigen. Wir bieten effizient sowohl im „Die HPT Hochwertige Pharmatechnik GmbH & zu gestalten, abzubauen undBereich guten Herstellungspraxis (GMP) produziert. Uns ist technischen als Bürokratie auch im kaufmännischen Co. KG ist ein mittelständischer konzernunabhänkurze Genehmigungszeiten einzuhalten,Alternasehr daran gelegen, unser außergewöhnliches Werk über Ausund Weiterbildung interessante giger Systemlieferant für Primärpackmittel aus nicht erreicht werden kann. Eine bloße auch in INDUSTRIE INTOUCH vorzustellen.“ tiven für potenzielle Interessenten. Kunststoff, der unter kontrollierten ReinraumbeUmstrukturierung ohne tatsächliche Aufgadingungen Komplettverpackungen für Pharmazie, benevaluation und ohne Kostenschätzung Weitere Infos: www.hpt.info Diagnostik sowie Einzelteile und Baugruppen für Für uns ist die Teilnahme an diesem Projekt sehr ist ausund Sicht IHK Südthüringen nichteinen die Medizintechnik herstellt. wichtig wirder wünschen allen Beteiligten akzeptabel. erfolgreichen Verlauf. Wir freuen uns auf Ihr Inter-

WIR SIND DabeI:

Regulierungskammer für Strom- und Gasnetze des Freistaates Thüringen Mehrbelastung für Unternehmen zwingend vermeiden SonnPlast GmbH, Sonneberg

Als einen der größten Arbeitgeber in Neuhaus am Rennweg ist INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald ein ausgezeichnetes Format, um uns als attraktives und innovatives Unternehmen zu präsentieren. Das Thüringer Umweltministerium hat Kapital ein „Gesetz Qualifizierte Mitarbeiter sind unser größtes über die Regulierungskammer des Freistaates Thüringen“ auf den Weg gebracht. Mit der Einrichtung einer Landesregulierungskammer für die Strom- und Gasnetze soll die bisherige Organleihe an die Bundesnetzagentur beendet werden. Durch die Schaffung einer Landesregulierungskammer kann nach Auffassung der Landesregierung die Position der kleinen und mittleren Thüringer Stadtwerke gestärkt werden. Die IHK Südthüringen erkennt das Ansinnen der Landesregierung an, betroffenen Unternehmen, d. h. Netzbetreibern, schnelle, kurze und Geschäftsführer Karl-Heinz Sladek

26 Südthüringische Wirtschaft 5/2014 14 Südthüringische Wirtschaft 5/2018

„Die Sonnplast GmbH ist ein kunststoffverarbeitendes Unternehmen in Sonneberg, das mit fast 300 direkte Wege zur technologische zuständigen RegulierungsbeMitarbeitern durch führende Prohörde zu ermöglichen undfür unterstützt zesse Teile und Baugruppen namhafteinsoweit Kunden Gesetzesvorhaben. AllerdingsUnser konnten derdas Automobilbranche produziert. UnternehBedenken, beispielsweise Hinblickplatziert auf und men ist sehr gut bei unserenimKunden zusätzliche Kosten für die an die Stromund wird diese erfolgreiche Position weiter ausbauen. Gasnetze angeschlossenen Unternehmen, noch nicht ausgeräumt Nach Übernahme derwerden. insolventen NS-KunststoffIn einer Stellungnahme Thüringer technik im März 2013, die seithaben ca. 20dieJahren am IHKs daher u. a. gefordert, dass eine MehrbeStandort präsent war, möchten wir die Gelegenheit lastung Thüringer Unternehmen im als Hinblick nutzen, unser „junges“ Unternehmen wieder auf steigende NetzentgelteArbeitgeber sowie weitere erstarkten und potenziellen in Südbürokratische Aufwendungen zwingend zu wir thüringen zu präsentieren. Im März 2014 haben vermeiden ist. unseren ersten Geburtstag feiern können.

esse und einen interessanten Erfahrungsaustausch mit Ihnen getreu unserem Motto: Start your career with plastics and more!“ Weitere Infos: www.sonnplast.de

Ihr Ansprechpartner:  Dr. Janet Nußbicker-Lux  S 03681 362-174  Y nussbicker-lux@suhl.ihk.de Geschäftsführer Christoph Müller


Regionalmarketing

Das Wirtschaft neue Veranstaltungsformat Fachkräftegewinnung Die im Thüringer Waldzur läuft am 22. August 2018 und Imagepflege – Melden Sie Ihr Unternehmen jetzt an! 4 750 Startplätze in Rekordzeit von zwei Wochen vergeben S und l „Auf die Plätze fertig los!“ hieß es am 12. April 2018. Das Event INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald unterstützt die Gewinnung o Sicherung von D Thür­u Pünktlich um 12:00 Uhr starteten bei strahlendem Fachkräften und bietet für alle Industrieunternehmen und industrienahen Dienstleister imO Sonnenschein in Oberhof Dr. Peter Traut (3. v. l.), inger Wald die ideale Plattform, sich als zukunftsfähiges Unternehmen und attraktiver Arbeit­ t Präsident der IHK Südthüringen und Vorsitzender des veranstaltenden forum Thüringer Wald e. V. sowie Cornelia Grimm (M.), Regionalmanagerin des forum Thüringer Wald e. V., gemeinsam mit Firmenvertretern die online-Anmeldung für den Thüringer Wald Firmenlauf am 22. August 2018 in Oberhof. Bereits zwei Wochen später hieß es „sold out“. Damit waren die aufgrund der begrenzten Rahmenbedingungen in der DKB SKI ARENA auf 4 750 limitierten Startplätze noch schneller als im letzten Jahr vergeben. Derzeit wird noch ein neuer Streckenverlauf geprüft, der rechtzeitig bekannt gegeben wird. Der Start- und Zieleinlauf verbleibt in der DKB SKI ARENA und wird auch in diesem Jahr für einen Gänsehautmoment der Extraklasse sorgen. Dabei sein lohnt sich. Auch wer keinen Startplatz ergattern konnte, ist herzlich willkommen. Bereits im letzten Jahr zeigte sich schon der Trend, dass immer mehr Teams auch ihre Fans und Familien

geber zu präsentieren, die Bekanntheit in der Region Thüringer Wald zu erhöhen und sich mit anderen Unternehmen zu vernetzen. Begleitet von einer breit angelegten Marketingkampagne öffnen am 29. Oktober 2014 die teilnehmenden Firmen von 17:00 bis 22:00 Uhr ihre Türen und gewähren auf ganz individuelle Weise der Öffentlichkeit exklusive Einblicke hinter die Kulissen, die Produktion oder in verschiedenste Berufe.

Die neue Veranstaltung INDUSTRIe INTOUCH berücksichtigt die regionalen bedürfnisse der Unternehmen im Thüringer Wald und bietet viele Vorteile: • Direkte Kontakte zu potenziellen Fach- und Nachwuchskräften • Networking, Stakeholder-und Imagepflege • Vertiefung von Kontakten, z. B. nach Berufsinformationsmessen zum mitbringen – eine sehr zu • Firmenlauf Individuelle Gestaltungsfreiheit bei der begrüßende Entwicklung, die auch dazu beiträgt, Unternehmenspräsentation unsere Region als attraktiven Lebensmittelpunkt • Koordinierung der Veranstaltung mit zu präsentieren. Ansprechpartnern vor Ort Für Spaß und eine positive Wohlfühl­atmosphäre wird deshalb bestens gesorgt sein – von

• Attraktives Leistungspaket mit geringem Organisationsaufwand • Starke öffentliche Wahrnehmung und hohe Präsenz in den Medien Wenn Sie Ihr Unternehmen bis zum 15. Mai 2014 anmelden, können Sie sich attraktive Konditionen sichern. Der endgültige Anmelde­ schluss für Unternehmen ist der 30. Juni 2014. Gewinn- und Mitmachaktionen bis zur Hüpfburg. Die Live-Band Biba & diefinden Butzemänner sorgt für Weitere Informationen Sie unter: beste Stimmung und es wird noch mehr Food www.industrie-intouch.de. Trucks geben, um der erhöhten Nachfrage nach kulinarischen Alternativen noch besser gerecht zu werden.

wir sind ständig auf der Suche nach engagierWir sind uns einerseits unserer Verantwortung zur WIR SIND DabeI: und ten Fachkräften. Zudem verfügt unser Unternehmen Sicherung der Arbeitsplätze bewusst und andererüber eine Produktion, die nicht nur für unsere seits haben wir erkannt, dass dies nur mit guten Region etwas ganz besonderes darstellt, denn hier Fachleuten und Mitarbeitern gelingen kann. Ferner HPT Hochwertige Pharmatechnik Meininger Stadtverwaltung erlangt erstmalig Titel wird unter streng kontrollierten Reinraumbedinmöchten wir über dieses Veranstaltungsformat GmbH & Co. KG, Neuhaus/Rwg. gungen auf modernsten Anlagen und in einem hoch natürlich auch unsere Nähe zur Region Sonneberg „Unternehmerfreundliche Verwaltung im und Thüringer Wald“ technisierten Umfeld gemäß den Grundsätzen einer ihren Menschen zeigen. Wir bieten sowohl im „Die HPT Hochwertige Pharmatechnik GmbH & guten Herstellungspraxis (GMP) produziert. abgeschlossen Uns ist technischen als auch im kaufmännischen Bereich Co. KG ist ein mittelständischer konzernunabhänZertifizierung wirtschaftsfreundlicher Verfahrensabläufe erfolgreich

giger Systemlieferant für Primärpackmittel aus Kunststoff, der unter kontrollierten ReinraumbeDie Stadt Meiningen hat sich erstmals Prüfung dingungen Komplettverpackungen fürder Pharmazie, für das Gütesiegel „Unternehmerfreundliche VerwalDiagnostik sowie Einzelteile und Baugruppen für tung im Thüringer Wald“ gestellt. Die Zertifizierung die Medizintechnik herstellt. wurde durch den forum Thüringer Wald e. V., die Industrieundgrößten Handelskammer Südthüringen Als einen der Arbeitgeber in Neuhausund am die Handwerkskammer Südthüringen als Initiatoren Rennweg ist INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald des Gütesiegels unterFormat, Einbeziehung Thürinein ausgezeichnetes um unsdes als TÜV attraktives gen e. V. durchgeführt. und innovatives Unternehmen zu präsentieren. Im RahmenMitarbeiter des zweistufigen Verfahrens Qualifizierte sind unser größtes wurde Kapital die Wirtschaftsfreundlichkeit der Meininger Stadtverwaltung auf die Probe gestellt. Im ersten Schritt erfolgte eine Unternehmerbefragung. Sie stellt sicher, dass die Einschätzungen und Erfahrungen der Meininger Unternehmen berücksichtigt werden. Das Ergebnis zeigte, dass die aktive Betreuung der Unternehmen gut angenommen wird. Die Unternehmen vergaben gute bis sehr gute Bewertungen. Im zweiten Schritt überprüfte der TÜV Thüringen vor Ort in der Meininger Stadtverwaltung die Einhaltung der festgeschriebenen Gütekriterien. Zu diesen

sehr daran gelegen, unser außergewöhnliches Werk auch in INDUSTRIE INTOUCH vorzustellen.“ Kriterien zählen beispielsweise die Erklärung der Wirtschaftsförderung Weitere Infos: www.hpt.infozur Chefsache, die unbürokratische Erreichbarkeit der Stadtverwaltung, festgelegte Bearbeitungszeiten oder die fristgerechte Bezahlung von Auftragsrechnungen. SonnPlast GmbH,hatSonneberg Die Stadt Meiningen diese Kriterien in ihrem Leitbild festgeschrieben. Dem Auftrag des Meinin„Die Sonnplast GmbH ist ein kunststoffverarbeitenger Stadtrates folgend hat die des Unternehmen in Sonneberg,Stadtverwaltung das mit fast 300 die Organisationsund Verwaltungsprozesse an Mitarbeitern durch technologische führende Prodie Bedürfnisse der Wirtschaft angepasst, um das zesse Teile und Baugruppen für namhafte Kunden Gütesiegel „Unternehmerfreundliche der Automobilbranche produziert. UnserVerwaltung Unternehim Wald“ zu erlangen. Hinweise menThüringer ist sehr gut bei unseren Kunden platziertund und Anregungen wurden aufgenommen ein wird diese erfolgreiche Position weiterund ausbauen. neues Beschwerdemanagement umgesetzt. Nach Übernahme der insolventen NS-KunststoffDie Städte Sonneberg, Schmalkalden, Stein-am technik im März 2013, die seit ca. 20 Jahren bach-Hallenberg und Suhl schmückt das GütesieStandort präsent war, möchten wir die Gelegenheit gel bereits. Die Stadtverwaltung von Zella-Mehlis nutzen, unser „junges“ Unternehmen als wieder befindet im Zertifizierungsprozess. erstarktensich undaktuell potenziellen Arbeitgeber in Südthüringen zu präsentieren. Im März 2014 haben wir unseren ersten Geburtstag feiern können.

über Aus- und Weiterbildung interessante Alternativen für potenzielle Interessenten. Für uns ist die Teilnahme an diesem Projekt sehr wichtig und wir wünschen allen Beteiligten einen erfolgreichen Verlauf. Wir freuen uns auf Ihr Interesse und einen interessanten Erfahrungsaustausch mit Ihnen getreu unserem Motto: Start your career with plastics and more!“ Weitere Infos: www.sonnplast.de

Am 9. April 2018 konnte Bürgermeister Fabian Giesder (2. v. r.) erstmals das Gütesiegel „Unternehmerfreundlichen Verwaltung im Thüringer Wald“ für die Stadtverwaltung Meiningen entgegen nehmen. Dr. Ralf Pieterwas (r.), Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen, Cornelia Grimm (M.), Regionalmanagerin forum Thüringer Wald e. V. und Jan Scheftlein, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen (l.), übergaben das Siegel im Rahmen des 1. Meininger Unternehmertreffens 2018.

Geschäftsführer Karl-Heinz Sladek Geschäftsführer Christoph Müller Ihr Ansprechpartner: Cornelia Grimm, Regionalmanagerin  S 03681 362-231  Y grimm@forum-thueringer-wald.de

26 Südthüringische Wirtschaft 5/2014

Südthüringische Wirtschaft 5/2018 15


© R_R/Fotolia.com

EXISTENZGRÜNDUNG UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

In unserer Serie „Gründer des Monats“ stellen wir Existenzgründer aus dem IHK-Bezirk Südthüringen vor, die sich durch eine besondere Geschäftsidee auszeichnen. Für diese Ausgabe haben wir ein Interview mit Thomas Umbreit geführt. Er wurde in das Programm ThEx Mentoring aufgenommen.

Vom Fan-Armband zum Techologieprodukt

ThEx-Mentoring unterstützt die Geschäftsentwicklung von Gründern und Jungunternehmern 2012 hatten Sie die Idee zu den „bedruckten Armbändchen“ – an sich nichts Neues, oder? Thomas Umbreit: In der Tat entstand die Idee

sozusagen aus einer Laune heraus. Und aus dem Testverkauf über das Internet entwickelte sich rasch eine erstaunliche Nachfrage. Während für große Musikfestivals solche Fan-Bändchen in großen Stückzahlen hergestellt und vertrieben werden, hatte ich den Gedanken, solche Armbändchen für jeden Anlass und in kleinen Stückzahlen oder sogar als Unikate herzustellen. Dem Trend folgend, baute ich mir eine eigene Plattform über Facebook auf, weil sich hier die Zielgruppe am ehesten „tummelt“. Der Start im Nebenerwerb hatte natürlich auch den Vorteil, dass ich über meine Festanstellung meinen Lebensunterhalt sichern konnte. Schon bald blieb es aber nicht nur bei den Bändchen mit individuellen Sprüchen. Thomas Umbreit: Wichtig war für mich, eine geeignete Technologie für die Herstellung kleiner Auflagen zu finden. Nach einigen (Fehl-) Versuchen stellte sich das Besticken als optimaler Weg heraus. Das benötigte Geld für die erste Stickmaschine hat mir meine Hausbank unkompliziert zur Verfügung gestellt. Neben

den klassischen Armbändern, die originell, individuell oder einfach nur schön aussehen, wollte ich eine Verbindung zur Funktionalität herstellen. Also integrierte ich einen programmierbaren NFC-Speicherchip in das Wristler TiX Band™. NFC (Near Field Communication) steht für Nahfeldkommunikation und ermöglicht verschiedenste Anwendungen, die von der Zutrittskontrolle über die Datenspeicherung bis hin zur Bezahlfunktion reichen. Auch eine Anwendung als Notfallarmband für Senioren und chronisch erkrankte Personen ist denkbar. Das wäre eine echte Alternative zu den AppLösungen der Smartphoneanbieter oder eventuell auch eine Option für Synergien. Nach vier Jahren haben Sie dann Ihr Angestelltendasein beendet. Warum? Thomas Umbreit: Die Auftragslage entwickelte sich mit der Zeit so gut, dass ich mich für „ganz oder gar nicht“ entscheiden musste. Und weil ich von meinem Konzept überzeugt war, startete ich zum 1. Oktober 2016 in die Selbstständigkeit. Mit der Zeit wurde es dann auch zuhause zu eng, sodass ich gern das Angebot annahm, eigene Geschäftsräume im TGF Schmalkalden zu beziehen, wo ich meine Technik optimal nutzen kann und auch Platz für Mitarbeiter habe, denn allein ist die Auftragsflut kaum noch zu bewältigen. Parallel dazu wird der eigene Online-Shop ausgebaut, auf dem die Kunden mittlerweile ihre Armbänder selbst gestalten und in Auftrag geben können.

© Erik Hande

Seit Dezember 2017 beteiligen Sie sich am Mentoring-Programm des ThEx – mit welchen Vorteilen? Thomas Umbreit: Das Mentoring ist ein hervorragender Weg, ohne große Formalien die Unterstützung zu bekommen, die in der jeweiligen Phase helfen, Optionen abzuwägen, Entscheidungen vorzubereiten und diese dann auch zu realisieren. Der regionale Koordinator des ThEx-Mentoring-Programmes, Markus Böttcher, hat mir mit Kathrin Kern-Ludwig eine kompetente Mentorin vermittelt, die über ausgeprägtes unternehmerisches Knowhow, aber auch als Kreissprecherin der Wirtschaftsjunioren über hervorragende Netzwerkkontakte verfügt. Und nicht zuletzt trägt so ein Mentoring auch dazu bei, das eigene Selbstbewusstsein, beispielsweise für einen Messeauftritt, zu stärken. Da war insbesondere die Gründermesse Ignition eine sehr gute Erfahrung, zumal die Wirtschaftsjunioren mir einen kostenfreien Gründerplatz bereitstellten.

Thomas Umbreit und seine Mentorin Kathrin Kern-Ludwig.

16 Südthüringische Wirtschaft 5/2018

www.wristler-original.de www.thex.de/mentoring


EXISTENZGRÜNDUNG UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

Die Thüringer Förderlandschaft 2018 Die IHK Südthüringen veranstaltete am 10. und 11. April 2018 gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren Thüringer Wald e. V. im Haus der Wirtschaft in Suhl sowie im Technologie- und Gründerzentrum in Ilmenau zwei Informationsveranstaltungen zur Förderlandschaft im Freistaat Thüringen im Jahr 2018. Die Veranstaltungen dienten dem Zweck, interessierten Unternehmen einen Überblick über die Thüringer Förderlandschaft zu geben und über Neuerungen in diesem Jahr zu informieren. Der Leiter des Kundencenters Suhl der Thüringer Aufbaubank, Jan Güssow, stellte insbesondere die neue Richtlinie der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) vor und wies zudem auf den Wegfall des Zuschlagssystems und somit die Einführung einheitlicher Fördersätze je Unternehmensgröße hin, welche die Antragsprozesse erheblich verschlanken und somit den Bewilligungszeitraum für Unternehmen erheblich verkürzen. Das Förderprogramm Thüringen Invest, dessen Richtlinie zum 15. Februar 2018 vor allem mit Verbesserungen im Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe neu aufgelegt wurde, erfreute sich neben dem bei der Thüringer Aufbaubank sehr stark nachgefragten Programm „GREEN Invest“ großem Publikumsinteresse. Die Leiterin der Regionalstelle in Suhl der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaates Thüringen mbH (GFAW), Gabriele Heymann, berichtete zu aktuellen Förderungen im Bereich Mitarbeiterqualifikation sowie über Anpassungsqualifizierungen im Unternehmen. Ursula Helbig von der Bürgschaftsbank Thüringen und Stefan Schmidt von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (MBG) Thüringen machten deutlich, dass Bürgschaften Sicherheiten schaffen und das Eigenkapital für Unternehmen stärken. Grundlegende Voraussetzung bei der Beantragung einer Bürgschaft ist, dass sich der Unternehmenssitz oder der Investitionsort in Thüringen befindet. Die Anwendungsbereiche der Bürgschaften beziehen sich auf eine Vielzahl unterschiedlicher Finanzierungsformen, sodass die Bürgschaftsangebote für eine Vielzahl von Unternehmen interessant sind.

Die GRW-Förderung ist neu geregelt Im März ist die neue GRW-Richtlinie (Richtlinie des Freistaats Thüringen für die Gewährung von Zuwendungen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“) rückwirkend zum 1. Januar 2018 in Kraft getreten. Wesentliche Inhalte der Richtlinie werden wie folgt kurz dargestellt: Gefördert werden kleine, mittlere und große Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft

einschließlich des Tourismusgewerbes für Investitionen in Betriebsstätten in Thüringen. Der Umsatz muss aber überwiegend (mehr als 50 Prozent) mit einer Tätigkeit erzielt werden, die in der Positivliste zur Richtlinie aufgeführt ist oder deren Absatz überwiegend überregional erbracht wird. Zuschüsse für Vorhaben mit folgenden Fördergegenständen können gewährt werden: • Errichtung einer neuen Betriebsstätte • Ausbau der Kapazitäten einer bestehenden Betriebsstätte (nur bei KMU) • Diversifizierung der Produktion einer bestehenden Betriebsstätte durch vorher dort nicht hergestellte Produkte (nur bei KMU) • Grundlegende Änderung des gesamten Produktionsprozesses einer bestehenden Betriebsstätte (nur bei KMU) • Diversifizierung der Tätigkeit einer Betriebsstätte, sofern die neue Tätigkeit nicht dieselbe oder eine ähnliche Tätigkeit wie die früher in der Betriebsstätte ausgeübte Tätigkeit ist • Erwerb der Vermögenswerte einer Betriebsstätte, die geschlossen wurde oder ohne diesen Erwerb geschlossen worden wäre • Investitionen, die das Unternehmen in die Lage versetzen, über die nationalen und Unionsnormen für den Umweltschutz hinauszugehen oder bei Fehlen solcher Normen den Umweltschutz zu verbessern (Umweltschutzbeihilfen; nur bei Großunternehmen)

Nach KMU-Betrieben und Nicht-KMU Betrieben wird also unterschieden und die Investoren können zwischen sachkapitalbezogenen oder lohnkostenbezogenen Zuschüssen wählen, wobei die Variante der sachkapitalbezogenen Zuschüsse in der Vergangenheit überwiegend nachgefragt wurde. Basis der sachkapitalbezogenen Förderung sind die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Wirtschaftsgüter, wobei in der Richtlinie dezidiert die förderfähigen und nicht förderfähigen Kosten aufgeführt sind. Für die lohnkostenbezogenen Zuschüssen wird die Jahresbruttolohnsumme der an das Investitionsvorhaben gebundenen Dauerarbeitsplätze herangezogen, auch hier ist bei der Berechnung die Richtlinie zu beachten. Die Fördersätze entsprechen in der neuen GRW-Richtlinie den maximalen Subventionshöhen, wobei auch andere Förderprogramme beachtet werden müssen, wenn diese für das Investitionsprojekt herangezogen werden. Die Fördersätze gestalten sich in Thüringen wie folgt: • 30 Prozent bei Kleinunternehmen • 20 Prozent bei mittleren Unternehmen • 10 Prozent bei Großunternehmen

Für Investitionsvorhaben von großen Unternehmen in den Umweltschutz beträgt der Förderhöchstsatz 45 Prozent der förderfähigen Kosten (Mehrkosten bzw. Kosten zur Verbesserung des Umweltschutzes). Das vorherige Zuschlagsystem wurde abgeschafft. Wie auch in der Vergangenheit müssen mindestens 25 Prozent der Projektfinanzierung beihilfefrei (mit Eigenmitteln, Hausbankdarlehen usw.) dargestellt werden. Das Investitionsvolumen muss mindestens 100.000 Euro betragen und die Durchfinanzierung geklärt sein. Außerdem werden nur noch Betriebe gefördert, deren Leiharbeiterquote maximal 20 Prozent beträgt. Wie die folgenden Zugangsvoraussetzungen zeigen, müssen nicht unbedingt Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert werden und auch die Produktivität findet Berücksichtigung: Gefördert werden kann, • wenn entweder die Anzahl der zur Antragstellung bereits vorhandenen Dauerarbeitsplätze um mindestens 10 Prozent erhöht wird (Entlohnung der neu geschaffenen Arbeitsplätze mit mindestens 28.000 Euro pro Person p.a., im Tourismus sind es 22.000 Euro p. P. p.a.) oder • wenn der auf ein Jahr bezogene Gesamtinvestitionsbetrag den Durchschnitt der handelsrechtlich planmäßigen Abschreibungen in den letzten drei Geschäftsjahren um mindestens 50 Prozent übersteigt. Zusätzlich muss eines der beiden folgenden Kriterien erfüllt sein: 1. Die Summe der Reallöhne in der geförderten Betriebsstätte wird beibehalten. Diese Anforderung ist dann erfüllt, wenn die Lohnsumme aller betriebsangehörig, sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Überwachungszeitraum von fünf Jahren im Durchschnitt jährlich um 2 Prozent steigt. Ausgangsbasis ist dabei die Lohnsumme der letzten vier Quartale vor Antragstellung. 2. Es besteht ein Tarifvertrag im Sinne des Tarifvertragsgesetzes für die geförderte Betriebsstätte. Auf der Website der Thüringer Aufbaubank sind die Richtlinie, die Fördergrundsätze, die Fördersätze sowie der Link zum Online-Portal für die Antragstellung zu finden: https://aufbaubank.de/ Ihre Ansprechpartner: Annegret Klein S 03628 6130-513  Y klein@suhl.ihk.de Annegret Börstler S 03681 362-668  Y boerstler@suhl.ihk.de Südthüringische Wirtschaft 5/2018 17


EXISTENZGRÜNDUNG UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

Warum Unternehmen in den neuen Bundesländern von Bürgschaftsbanken profitieren

Das Institut für Finanzdienstleistungen e. V. (iff) stellt in seiner aktuellen Studie den gesamtwirtschaftlichen und fiskalischen Nutzen von Ausfallbürgschaften fest. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass sich Bürgschaften für Unternehmen positiv auf die Produktion, die Beschäftigung und gesamtwirtschaftlich auf das Bruttoinlandsprodukt auswirken. Wie erklären Sie diese Feststellung? Michael Burchardt: Gerade Existenzgründern oder jungen Unternehmen mit geringen Umsätzen fehlt es oft an Eigenkapital für notwendige Investitionen. Auch fehlende Sicherheiten erschweren den Zugang zu Krediten. Die befragten Jungunternehmer in Ostdeutschland bestätigen Probleme bei der Kreditvergabe. Bürgschaftsbanken erleichtern den Prozess. Das bedeutet, durch eine Bürgschaft bekommen Unternehmen Geld für Investitionen? Stefan Schneider: So ist es. Unternehmen profitieren aber gleich mehrfach von der Vergabe von Bürgschaften. 80 Prozent der Befragten gaben in der Studie an, dass sich der Zugang zu Finanzmitteln verbessert hat. Sie erhalten aber nicht nur Finanzierungen, sondern auch bessere Kreditkonditionen; Anschlussinvestitionen werden möglich und das Unternehmenswachstum wird unterstützt. Wie sieht es bei den nicht-geförderten Unternehmen aus? Michael Burchardt: Innerhalb der Studie wurde ein Vergleich zwischen geförderten und nicht-geförderten Unternehmen durchgeführt. Die Kennzahlen für Mitarbeiter, Umsatz und

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© Barbara Neumann

Wir haben nachgefragt und waren im Gespräch mit den Geschäftsführern der Bürgschaftsbank Thüringen GmbH, Michael Burchardt und Stefan Schneider.

Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Thüringen GmbH, (v. l.) Stefan Schneider und Michael Burchardt

Jahresüberschuss der Unternehmen, die keine Bürgschaft in Anspruch genommen haben, liegen weit unter den geförderten. Auch das Eigenkapital und die Umsatzrendite sind geringer. Wie wirken sich diese Effekte der Unternehmen auf die Gesamtwirtschaft aus? Stefan Schneider: Die positive Wirkung der geförderten Unternehmen führt zu einem Effekt der Multiplikation. In Thüringen wurden im Erhebungszeitraum der Studie (2008-2014) durch Bürgschaften und Garantien sehr viele Arbeitsplätze geschaffen und gesichert. Durch die Mehrbeschäftigung werden auch deutlich mehr Sozialabgaben und Steuern gezahlt und die Ausgaben für Konsumgüter steigen. Ein positiver volkswirtschaftlicher Effekt ist die Folge.

Sind mit dem Zuwachs auch die Ausfälle gestiegen, bei denen die Bürgschaft dann in Anspruch genommen werden muss? Michael Burchardt: Nein. Berücksichtigt man, dass es sich bei den geförderten Unternehmen vor allem um kleine und junge Unternehmen handelt, und dass die Kapitalausstattung der Unternehmen in den neuen Bundesländern etwas unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt liegt, sprechen die Ausfallquoten der ostdeutschen Bürgschaftsbanken dafür, dass durch unsere Tätigkeit weniger Fehlinvestitionen verursacht wurden, als dies ohne unsere vorherige Prüfung der Fall gewesen wäre. Wie sehen Sie die Ergebnisse der Studie bezogen auf die Wirtschaftsförderung in Thüringen? Stefan Schneider: Die positiven Effekte wirken sich nicht nur auf die Unternehmen und die Kreditwirtschaft aus, sie haben auch einen besonderen Nutzen für Bund und Land, da sie, wie die Zahlen belegen, die Wirtschaftsförderung und das Wachstum in Thüringen aktiv unterstützen. Bürgschaften bringen mehr als sie Kosten.

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EXISTENZGRÜNDUNG UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG Veranstaltungshinweise

Gründertreffen im Rahmen des auftakt.Café im Techologie- und Gründerzentrum Ilmenau am 17. Mai 2018 ab 15:00 Uhr Immer am dritten Donnerstag im Monat treffen sich Gründungsinteressierte, Gründer und Jungunternehmer bei auftakt.Café im TGZ Ilmenau. Das Treffen im Mai ist traditionell als Netzwerkveranstaltung angelegt. Es bietet Erfahrungsaustausch der Teilnehmer aus Industrie, Handel, Gastgewerbe, Handwerk und freien Berufen sowie für Gründungsinteressierte aus der Technischen Universität Ilmenau. Diesmal ist im Fokus, wie man seine Produkte und Leistungen so verkauft, dass man nachhaltig davon leben kann.

Roadshow Unternehmensnachfolge in der IHK Südthüringen, Haus der Wirtschaft, am 29. Mai 2018 ab 16:00 Uhr Für die Unternehmer der kreisfreien Stadt Suhl und des Landkreises Schmalkalden-Meiningen macht die Roadshow Unternehmensnachfolge Station in Suhl. Wichtige Informationen zum „Fahrplan für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge“ und zum Thema Notfallplanung stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Zudem berichten erfolgreiche Unternehmer über ihre Erfahrungen beim Generationswechsel. Weitere Informationen unter: www.thex.de/nachfolge

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Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.suhl.ihk.de/veranstaltungen

Angeboten werden vielseitig nutzbare Gewerbe-/Büro-/ Praxis-/Kanzlei-/Schulungsräume in Untermaßfeld im Gewerbegebiet nahe BAB A 71. Gewerbeeinheiten im OG eines Bürogebäudes (BJ 1994) mit bis zu 10 Stellplätzen inkl. Bürogrößen: Büro 1 – 26,57 m², Büro 2 – 20,64 m², Büro 3 – 25,09 m², Büro 4 – 12,16 m², Büro 5 – 7,91 m². 186-2015-06 Die Böhm Fertigungstechnik Suhl GmbH mit Sitz im Gewerbegebiet Zella-Mehlis stellt freie Räumlichkeiten zur Miete zur Verfügung: – Infrastruktur sowie Telefon und Strom vorhanden – Sozialräume, WC Damen/Herren zur Mitbenutzung – Besprechungsräume, Cafeteria nach Vereinbarung mitnutzbar – Raumgrößen: 4 x 96 m², 1 x 260 m² – separater Eingang Treppe/Aufzug 186-2016-09 Vermietung von Produktions-, Lager-/Logistik- und Büroflächen im Gewerbegebiet „Erfurter Kreuz“, ca. 140 000 m², Teilflächen möglich. 186-2016-10 Wir bieten Ihnen Entwicklungsleistungen für Ihre Produkte. Bei Designentwicklung bis zum Prototypenbau unterstützen wir Sie. Unser patentierter Schichtholzwerkstoff ist für Designgehäuse von Technikgeräten bestens geeignet und hebt Ihre Produkte haptisch und optisch vom Standard ab. Auch Entwicklung von Fassadenverankerungen und Spezialmontagen von Naturwerkstein zählen zu unserem Portfolio. 186-2017-01 Gewerbe-/Laden-/Bürofläche, Praxis- oder Schulungsräume etc., insgesamt ca. 220 m², auch teilbar, in Bad Salzungen, Langenfeld, Hauptstraße, zu vermieten. Barrierefrei, Anlieferungsrampe, 10 Pkw-Stellplätze. 186-2017-02

Die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Südthüringen bietet vielseitig nutzbare Büroflächen von 15 m² bis 500 m² in Suhl-Friedberg zur Miete, auf Wunsch teilmöbliert, sofort nutzbar. Besonders geeignet als Praxis-, Kanzlei- und Schulungsräume, Werkstattnutzung möglich. Gute Ausstattung, Fahrstuhl, behindertengerecht, WC Damen/Herren, Besprechungsräume. Ausreichend Parkflächen vorhanden. 186-2017-03 Hersteller und Großhändler von Verpackungsmittel sucht freie Außendienstmitarbeiter oder Handelsagenturen für das Gebiet Bayern/Franken, Hessen und Thüringen. Branchenkenntnisse von Vorteil (nicht Bedingung), Einarbeitung und Produktschulung wird gewährt. 186-2016-07 Wir bieten freie Kapazitäten in Teil- oder Komplettlösung! Für alle Branchen: Teil-/Endmontagen, Nacharbeiten, Kleinteilefertigung, Verpackung, Versandfertigstellung und Logistik. 186-2016-06 Vermietung ab 2018 – Lagerhalle ca. 2 500 m² IA Zustand in 98673 Eisfeld direkt an der A73 – 1 km ab Ausfahrt – stapelbare Höhe ca. 5,50 m, Lkw- u. staplerbefahrbar Optional: Personalbereitstellung, Konfektionierung, Verpackung, Versandleistung sowie Logistik kann übernommen werden 186-2017-04 Suche 300 m² Dachfläche für meine Photovoltaikanlage (30 kwp), biete Strom zum Preis von 16 Cent netto bzw. 5 Prozent am Umsatz, auch als Vorauszahlung möglich. 186-2017-05 Produktionshalle (1 000 m²)mit 5t-Kranbahn, angrenzender Lagerhalle (190 m²), Bürokomplex (280 m²), 3 Garagen in Südthüringen zu vermieten. Grundstücksgröße insgesamt 5 600 m². Geeignet für Neueinsteiger oder Produktionserweiterung. Ausrüstung für Kunststoffverarbeitung vorhanden. Diese könnte mit vermietet werden, ist aber keine Bedingung. Parkplätze ausreichend vorhanden. 186-2018-01

Alle o. g. Angebote und Nachfragen werden von der IHK ohne Gewähr veröffentlicht!

Ihr Ansprechpartner:  Detlef Schmidt-Schoele  S 03628 6130-515  Y dschmidt@suhl.ihk.de

20 Südthüringische Wirtschaft 5/2018

Ihr Ansprechpartner: Maike Voß S 03681 362-101 Y voss@suhl.ihk.de


EXISTENZGRÜNDUNG UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

Zum 5. Mal lobt der Lebenshilfe Landesverband Thüringen den Unternehmenspreis AKZEPTANZ aus. Mit dem Preis AKZEPTANZ 2018 werden Unternehmen ausgezeichnet, die in Eigenregie, in Kooperation mit Lebenshilfen oder anderen Organisationen Menschen mit Behinderungen die Teilhabe an Arbeit ermöglichen. Gefördert wird der Preis von der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen mit 3.000 Euro. Partner sind die Thüringer Industrieund Handelskammern, die Handwerkskammern und der Thüringer Bauernverband. Bewerbungsschluss ist der 15. September 2018. Weitere Informationen unter: www.lebenshilfe-thueringen.de/de/ akzeptanz/index.php Ihr Ansprechpartner: Jan Scheftlein S 03681 362-210  Y scheftlein@suhl.ihk.de

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Veranstaltungshinweis

Sicher und gesund im Betrieb – was ist Pflicht und was ist Kür Gesunde und zufriedene Mitarbeiter sind für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens mitentscheidend. Mit betrieblicher Gesundheitsförderung können Arbeitgeber dazu beitragen, dass ihre Mitarbeiter leistungsfähig und motiviert bleiben. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e. V. informiert die IHK Südthüringen interessierte Arbeitgeber darüber, wie Unternehmen die Gesundheit und Leistungsbereitschaft ihrer Mitarbeiter gezielt erhalten und fördern können. Außerdem wird das Modellvorhaben „Gesund arbeiten in Thüringen“ vorgestellt. Als Referenten stehen die Betriebsärzte • Prof. Dr. Hans Drexler (Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) und • Prof. Dr. Dipl.-Ing. Stefan Letzel (Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Johannes Gutenberg-Universität Mainz) zur Verfügung.

© S. Hofschlaeger/pixelio.de

AKZEPTANZ 2018 Der Unternehmenspreis der Lebenshilfe Thüringen ausgelobt

Termin: Ort:

13. Juni 2018, 10:00 bis 13:00 Uhr IHK Südthüringen, Haus der Wirtschaft, Bahnhofstraße 4 – 8, 98527 Suhl

Anmeldungen nimmt entgegen: Annegret Börstler S 03681 362-668  Y boerstler@suhl.ihk.de


EXISTENZGRÜNDUNG UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

Nachfolgebörse Detailinformationen zu den nachfolgend aufgeführten und weiteren Unternehmen finden Sie unter Angabe der Chiffre-Nr. in der Nachfolgebörse (www.nexxt-change.org) oder auf der Website der IHK Südthüringen (www.suhl.ihk.de, Dok.-Nr. 28918).

Nachfolgersuche Chiffre A-SHL_18-002 A-SHL_18-001 A-SHL_17-028

Ort/Lage Landkreis Hildburghausen Schmiedefeld a.R. Südthüringen

A-SHL_17-027 A-SHL_17-026 A-SHL_17-021

Südthüringen Oberhof Landkreis Schmalkalden-Meiningen Landkreis Schmalkalden-Meiningen Suhl Landkreis Hildburghausen Landkreis Schmalkalden-Meiningen Ilm-Kreis Landkreis Sonneberg Südthüringen Südthüringen Landkreis Hildburghausen Südthüringen Landkreis Schmalkalden-Meiningen Südthüringen Sonneberg Südthüringer Kleinstadt Landkreis Schmalkalden-Meiningen Landkreis Schmalkalden-Meiningen Südthüringen Südthüringen Naturpark Thüringer Wald am Rennsteig

A-115cbc A-SHL_17-019 A-SHL_17-017 A-SHL_17-016 A-SHL_17-015 G 170613 A-SHL_17-013 A-SHL_17-012 A-SHL_17-011 A-SHL_17-010 A-SHL_17-008 A-SHL_17-007 A-SHL_17-004 A-SHL_17-003 A-SHL_16-026 A-SHL_16-025 A-SHL_16-024 A-SHL_16-022 A-SHL_16-012

Geschäftszweck Idyllisch gelegene Ausflugsgaststätte mit Pension am Werratal-Radweg auch für Gruppen- und Busreisen geeignet Café mit 25-30 Plätzen, regelmäßige Kleinkunstveranstaltungen, inkl. Boutique für Geschenke und Wohnaccessoires Fachgeschäft für Angelsport: Outdoor & Heimtierbedarf 600 m², Lager- und Büroräume 700 m², 25 Parkplätze, Grundstück 1 000 m² Einzelhandelsfachgeschäft für Jugend- und Festmode, überregionale Nachfrage, Zentrumslage 150 m², zwei Etagen Eiscafé Iglu in DKB-Skihalle, Gesamtfläche 100 m², 50/25 Sitzplätze Einzelunternehmen Bereich Beschäftigungsmaterial für KiTas, Grundschulen und Horte mit festem Kundenstamm Modernes Fotostudio in zentraler Lage, 178 m² groß, sep. Passbildstudio–Fotostudio 6x10 m, 3,60 m hoch, Gut etablierte Gaststätte in Zentrumslage mit rustikaler Küche 25/28 Plätze in 2 Gastr., (1 Raucherr.) 1 DZ, 1 EZ Attraktives Hotel an Landesgrenze zu Bayern, 16 DZ, 70/30 Restaurantplätze, 6 Garagen, Grundstück ca. 3 000 m², Handel und Schauwerkstatt für Kerzen u. Geschenkideen aus Wachs, Fläche 190 m², Lage: in Urlaubszentrum Fachgeschäft für Raumausstattung Zentrumslage; Ladenfläche 160 m² zur Vermietung Industriegalvanik für Band- und Einzelteile, Zulieferer für Automobil, Elektro- und Elektronikindustrie, 25 Mitarbeiter Tiefbauunternehmen – kommunaler Tief- und Straßenbau, Rahmenverträge, Jahresumsatz ca. 1 Mio. Euro Hotel und Restaurant (70 Pl.) im Zentrum einer Thüringer Kleinstadt, 6 DZ, 3 EZ, 2 WE, Terrasse, Sanierung 1992 Ferienobjekt mit 2 FeWo inkl. eigener Terrasse und 2 DZ mit Du/WC, Gastraum mit 45 Pl., Parkplatz am Haus Sondermaschinenbaufirma mit Werkstattausrüstung, angemietete Halle 1 400 m² 25-Betten-Hotel im Biosphären-Reservat Rhön, EZ/DZ und Appartment, Gastronomie 100 Pl., sep. Eingänge Hotel/Restaurant Hersteller und Großhändler für Reinigungsmittel und Zubehör, Grundstück 1 452 m², Nähe A 71 Fotofachgeschäft mit digit. Fotostudio in Fußgängerzone, moderne Ausstattung u. Studiotechnik, viele Stammkunden Betriebswirtschaftliches Beratungsbüro für KMU und Privatpersonen, Buchführung und Abrechnungen Traditionelle Lederverarbeitung, (Stanzen, Nähen, Prägen) ca. 8 MA, am Standort erweiterbar Handel und Werkstatt für Fahrzeug- und Forsttechnik, 5 100 m² Gewerbefläche mit mehreren Hallen, günstige Lage KMU, Schwerpunkt 3D-Druck, Muster- u. Prototypenbau (Kunststoff & Metall) bietet (aktive) Beteiligung von ca. 20 % Erfolgreiches Metallbauunternehmen Bereich Leichtmetall, Brand- u. Rauchschutz, ca. 40 MA, mit Autobahnanschluss Kleines Landhotel 20 EZ/DZ, Gastronomie 60 Pl., Grundstück 6 000 m² optional für alternative Nutzung

Übernahmeinteresse Chiffre S-SHL_18-103 S-SHL_18-102 S-SHL_18-101 S-SHL_17-103

Ort/Lage Thüringen und angrenzende BL Thüringen Thüringen Thüringen

S-SHL_17-102 S-SHL_17-100

Thüringen Südthüringen/Franken

S-SHL_16-102

Thüringen

Geschäftszweck Mittelständisches Unternehmen sucht Übernahme eines KMU in den Bereichen Dienstleistung; Wartung, Installation, Elektrotechnik, Krantechnik, Motorenservice etc. Junger Industriemeister (31), BWL-Stud. sucht Unternehmensbeteiligung/-übernahme im verarbeitenden Gewerbe/Handel Gastronomieerfahrenes Unternehmerpaar sucht geeignetes HOGA-Objekt mit bis zu 30 Zimmern u. Erweiterungsoptionen Thür. Werkzeugmacher u. Dipl.-Wirtsch.-Ing. mit internationaler Handwerks- und Industrieerfahrung sucht Unternehmenskontakte bzgl. Beteiligung oder Übernahme. BWin mit Führungs- und Personalerfahrung sucht Beteiligung/Übernahme in Handel, DL, verarb. Gewerbe Mittelständisches Unternehmen im Kunststoffspritzguß sucht Beteiligung/Übernahme eines branchengleichen KMU oder Werkzeugbau Karosseriebauer sucht Beteiligung/Übernahme im Bereich Blechbearbeitung/Blechdrücken

Alle o. g. Angebote und Nachfragen werden von der IHK ohne Gewähr veröffentlicht! Ihr Ansprechpartner: Detlef Schmidt-Schoele  S 03628 6130-515  Y dschmidt@suhl.ihk.de

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WIRTSCHAFTSJUNIOREN

Wenn die Kasse klingelt - und das Finanzamt auch Wenn Sie ein Kassensystem betreiben, dann wissen Sie, dass die Dokumentation extrem wichtig ist, um bei Betriebsprüfungen unauffällig zu bleiben. Die Finanzverwaltung richtet ihren Fokus verstärkt auf elektronische Kassensysteme und im Fall von „offenen Ladenkassen“ auf die Erfassung von Einnahmen. Bereits kleine Fehler im Rahmen der Aufzeichnung, Dokumentation und Aufbewahrung von Geschäftsvorfällen können erhebliche Folgen (Hinzuschätzungen) haben. Die Finanzverwaltung prüft die strikte Einhaltung der Vorgaben bei der Aufbewahrung digitaler Unterlagen bei Bargeschäften. Die Kassennachschau ab 2018 ist unangekündigt, Grund genug, sich und seine Mitarbeiter auf diesen Moment vorzubereiten. Folgende Themen behandeln wir im Rahmen einer Informationsveranstaltung: • Was macht der Betriebsprüfer bei einer Kassen-Nachschau? • Kassensysteme im Überblick- welche Besonderheiten gibt es? • Wann darf eine offene Ladenkasse eingesetzt werden? • Welche Aufbewahrungsvorschriften bestehen und wie können Kassendaten archiviert werden? • Wie kann ich mein Personal unterweisen? Referenten: Andreas Städtler, BTT Treuhand Steuerberatungsgesellschaft mbH, Stefan Weimann, Datev eG Termin: 30. Mai 2018, 10:00 bis 12:00 Uhr Ort: IHK Südthüringen, Haus der Wirtschaft, Bahnhofstraße 4 – 8, 98527 Suhl

Verleihung des Goldenen Löwen der Wirtschaftsjunioren Thüringen Udo Sturm wurde für sein Vereinsengagement und dessen überregionale Vernetzung ausgezeichnet

© Sandro Jödicke/whitedesk

Veranstaltungshinweise

Verleihung des Goldenen Löwen der Wirtschaftsjunioren Thüringen: (v. l.) Landesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Thüringen Franziska Teichert, Preisträger Udo Sturm, Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Deutschland e. V. Kristine Lütke, Wirtschaftsstaatssekretärin Valentina Kerst und der Vorsitzende Ignition – die Gründermesse e. V.   Holger Holland.

Die alljährliche Verleihung des Goldenen Löwen der Wirtschaftsjunioren Thüringen ging dieses Jahr an den langjährigen Vereinsvorsitzenden und derzeitigen Fördervereinsvorsitzenden, Udo Sturm, der Wirtschaftsjunioren Thüringer Wald e.V. für sein Engagement im Verein und dessen überregionale Vernetzung. Die Verleihung fand am 27. Februar 2018 zur 15. Businesslounge der Wirtschaftsjunioren Mittelthüringen im Rahmen der Gründermesse „Ignition“ in Erfurt statt. Vor großem politischem Publikum und nach dem Grußwort durch die neue Wirtschaftsstaatssekretärin, Valentina Kerst, nahm Udo Sturm den Goldenen Löwen entgegen. Es ist maßgeblich sein Verdienst, dass die Wirtschaftsjunioren Thüringer Wald heute über 50 Mitglieder zählen und zahlreiche attraktive Veranstaltungsformate

zur regionalen und überregionalen Vernetzung entstanden sind. Projekte wie „Netzwerken³“, „WJ Familienwochenende im Thüringer Wald“ sowie die „WJ Thüringer Wald Akademie“ sind fester Bestandteil der jährlichen Vereinsaktivitäten geworden. Sie stärken die Region und vernetzen auch nationale wie internationale Wirtschaftsjuniorenvereine. Udo Sturm ist es weiterhin zu verdanken, dass unter seiner Leitung das Bundesfinale „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“ 2016 in Ilmenau erstmals in Thüringen stattfand. Mittlerweile erreichte das hiesige jährliche Projekt „Wir suchen den schlausten Schüler in der Wirtschaftsregion Thüringer Wald“ bundesweite Beachtung. Bereits seit zwei Jahren stellten die WJ Thüringer Wald bundesweit die meisten Teilnehmer.

Weitere Informationen zu den Wirtschaftsjunioren unter: SCHMALKALDEN-MEININGEN

Anmeldungen nimmt entgegen: Dr. Jan Pieter Schulz S 03681 362-406  Y schulz@suhl.ihk.de

www.wj-thueringer-wald.de

www.wj-sm.de

Südthüringische Wirtschaft 5/2018 23


AUS- UND WEITERBILDUNG

Berufsinformationsmessen 2018 Anmeldestart für Aussteller Die aktuelle Arbeitsmarktsituation ist bekannt. Viele Unternehmen suchen händeringend nach Fachkräften. So haben auch Jugendliche, die heute einen Ausbildungsplatz suchen, inzwischen die Qual der Wahl. Diese Situation ist weder einfach für die Schüler, noch für die Personaler in den Unternehmen. Eine gute Gelegenheit, um für den Fachkräftenachwuchs zu werben, bieten auch in diesem Jahr die Berufsinformationsmessen der IHK Südthüringen an drei verschiedenen Standorten. Die Messen haben eine hohe Resonanz – fast 2 000 Jugendliche informierten sich im vergangenen Jahr bei den Ausstellern. Für Unternehmen ist die Live-Kommunikation auf Messen eine hervorragende Chance, den Nachwuchs persönlich kennenzulernen. Im Fokus der Berufsinformationsmessen steht die Erlebbarmachung des für den Schüler oft unbekannten Berufs. Häufig stehen falsche Erwartungen an die Tätigkeiten in dem jeweiligen Beruf oder diffuse Vorstellungen von dem Berufsbild einer Entscheidung im Weg. Genau hier setzten die Messen an. Mit verschiedenen Mitmach-Aktionen können die Unternehmen dem jungen Publikum ein realistisches Bild über den Beruf vermitteln und sie für eine Ausbildung begeistern. Bereits auf der Messe 2017 waren verschiedene Mitmach-Aktionen zu erleben, wie z. B. das Löten an elektronischen Bauteilen bei der ADVA Optical Networking SE, das Backen von Crepes bei der Mephisto Consult GmbH oder das Bedienen einer Playstation mit Rennsitz und Monitor am Stand der Bruse GmbH (s. Bild).

Termine Berufsinformationsmessen 2018 Live-Kontakte schaffen Vertrauen und Verbindlichkeit. Nutzen Sie die Chance, als Aussteller bei den Berufsinformationsmessen der IHK Südthüringen dabei zu sein und melden Sie sich bis zum 18. Mai 2018 noch an! Weitere Informationen finden Sie unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 24651). Ihr Ansprechpartner:

• 1. September 2018, 10:00 bis 14:00 Uhr Staatliches Berufsbildendes Schulzentrum Hildburghausen Wiesenstraße 20, 98646 Hildburghausen • 8. September 2018, 10:00 bis 14:00 Uhr Festhalle Ilmenau Naumannstraße 22, 98693 Ilmenau • 22. September 2018, 10:00 bis 14:00 Uhr Congress Centrum Suhl Friedrich-König-Straße 7, 98527 Suhl

Sindy Voigt S 03681 362-414  Y voigt@suhl.ihk.de

Berufsausbildungsvertrag online

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Ausfüllen und Einreichen leicht gemacht

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Seit 2015 gibt es für die Ausbildungsunternehmen der IHK Südthüringen die Möglichkeit, Ausbildungsverträge online auszufüllen und an die IHK zur Eintragung zu übersenden. Seit dem 1. Mai 2018 hat die IHK Südthüringen die Einreichung der Ausbildungsverträge vollständig auf das System des BABV online umgestellt. Damit haben alle Ausbildungsunternehmen und die, die es werden möchten, die Möglichkeit, dieses innovative Instrument aktiv zu nutzen. Es stehen allen Unternehmen bereits vielfältige Anleitungs- und Unterstützungsangebote zur Verfügung. Neben dem Zugang zum BABV online

finden Sie unseren Flyer „Berufsausbildungsvertrag online – Ausfüllen und Einreichen leicht gemacht“ auf der Website der IHK Südthüringen unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 35957). Fragen beantworten Ihnen gern Carola Henn, S 03681 362-163, und Constanze Linke, S 03681 362-161.


AUS- UND WEITERBILDUNG

Höhere Berufsbildung: Ganz oben steht der Geprüfte Betriebswirt Der anerkannte Abschluss der Höheren Berufsbildung „Geprüfter Betriebswirt und Geprüfte Betriebswirtin“ ist im Deutschen Qualifikationsrahmen DQR dem Niveau 7 zugeordnet. Auf diesem Niveau des achtstufigen DQR befinden sich auch die hochschulischen Master-Abschlüsse. Die Absolventen verfügen über umfassende Kompetenzen, um Organisationen verantwortlich, selbstständig, strategisch und damit nachhaltig in sich verändernden Märkten zu entwickeln und zu führen. Dem Wesen des Marktes entsprechend können sie die Organisation oder den Leistungsprozess unter häufigen und unvorhersehbaren Veränderungen führen bzw. gestalten. Sie können die für eine nachhaltige Organisationsentwicklung bzw. Projektentwicklung erforderlichen Ziele und dazugehörigen Innovationen konzipieren, planen und verantwortlich umsetzen. Absolventen sind befähigt, Innovationen bezüglich Produkten Verfahren und Organisationen zu entwickeln. Sie können unter Reflexion der ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen sowie soziokulturellen Veränderungen eine ethisch verantwortungsvolle Unternehmens-bzw. Projektpolitik realisieren. Die Praxisnähe und Anwendung

im betrieblichen Alltag sind somit auch für die Unternehmen ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Umfang der Gesamtqualifikation: •• Der durchschnittliche Lernumfang zum Erwerb einer Qualifikation auf diesem Niveau beträgt 800 plus 800 Stunden (Lehrveranstaltungen plus Selbststudium). •• Die Prüfung besteht aus mehreren Teilen. Sie beinhaltet schriftliche und mündliche Leistungen und umfasst eine Prüfungsdauer von über acht Stunden. Des Weiteren gehört eine 30-tägige Projektarbeit zu den Prüfungsleistungen. •• Die vorher erforderliche Fachwirt- oder Fachkaufmann-Fortbildung auf dem DQR-Niveau 6 hat einen durchschnittlichen Umfang von 600 plus 600 Stunden (Lehrveranstaltungen plus Selbststudium). Die Prüfung zum Erlangen dieser Abschlüsse besteht ebenfalls aus mehreren Teilen, beinhaltet schriftliche und mündliche Leistungen und umfasst eine Prüfungsdauer von über zehn Stunden.

Die Absolventen einer solchen mehrstufigen Qualifizierung zeichnet Engagement, Eigeninitiative, Willenskraft, Ausdauer und Durchsetzungsvermögen aus. Ohne diese Eigenschaften sind erfolgreich abgeschlossene Prüfungen nicht zu gewährleisten. Und gerade diese Kompetenzen machen die Geprüften Betriebswirte zu gefragten Fach- und Führungskräften, die mit reicher Praxis- und Lebenserfahrung punkten können. Im Bildungszentrum der IHK Südthüringen werden Interessenten umfassend, detailliert und neutral zu Möglichkeiten der individuellen beruflichen Fortbildung beraten.

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Südthüringische Wirtschaft 5/2018 25


AUS- UND WEITERBILDUNG

Thüringenweite Fortbildung für Beratungslehrer mit Beteiligung der IHKs Praxisnahe Berufsorientierung in der Schule Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien eine Fortbildungsreihe für die Beratungslehrer aller Schularten zum Thema praxisnahe Berufsorientierung in der Schule entwickelt. An der inhaltlichen und methodischen Erarbeitung des Konzeptes waren neben anderen Netzwerkpartnern auch die Thüringer IHKs aktiv beteiligt. Im Ergebnis dieses intensiven Prozesses haben seit Oktober 2017 in allen Regionen Thüringens die Auftaktveranstaltungen zu dieser Fortbildungsreihe stattgefunden. Mit Beginn des neuen Schuljahres

werden die ersten Module der Fortbildungsreihe, die sich über drei Jahre erstrecken wird, auch in Südthüringen beginnen. Die IHK Südthüringen wird dabei gemeinsam mit der Handwerkskammer und der Agentur für Arbeit ein gesamtes Modul aktiv gestalten und durchführen. In diesem Rahmen werden Themen, wie die aktuellen Entwicklungen der Wirtschaftsregionen, Chancen und Möglichkeiten der Schulen in aktiven Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen und die Anforderungen an die Auszubildenden aus der Sicht der betrieblichen Ausbilder und der Berufsschule mit den Beratungslehrer besprochen und diskutiert.

Mit dieser Fortbildungsreihe gibt es eine aktuelle Chance, den Stellenwert und die Möglichkeiten der dualen Ausbildung sowie der höheren beruflichen Bildung in den Schulen zu verdeutlichen und für Fachkräfte über diesen Weg in unserer Region zu werben. Ihr Ansprechpartner: Dr. Petra Kukuk S 03681 362-151 Y kukuk@suhl.ihk.de

Erste Beratung des Berufsbildungsausschusses in der neuen Legislatur Mitglieder diskutierten über „Digitales Berichtsheft“ Am 12. April 2018 fand im Bildungszentrum der IHK Südthüringen in Suhl die Frühjahrssitzung des Berufsbildungsausschusses statt. Es war die erste Beratung des Gremiums in der 8. Legislatur, an der auch der Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen, Dr. Ralf Pieterwas, teilnahm. Die aktive Beteiligung an der Beratung durch die zahlreich anwesenden Ausschussmitglieder zeigt die besondere Wahrnehmung und Bedeutung dieser Ausschussarbeit durch die Arbeitgeber, die Arbeitnehmervertreter und die Berufsschulen. Die inhaltliche Diskussion war durch drei Schwerpunkte geprägt. So stellte sich der Berufsbildungsausschuss dem Thema „Digitales Berichtsheft“ auf der Grundlage eines vorgestellten Praxisbeispiels zur Anwendung in der täglichen Arbeit. Die Ausschussmitglieder informierten sich über den Ausbildungsbeginn im neuen Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau im E-Commerce“ ab August 2018 und stimmten sich zur weiteren Vorgehensweise der Übermittlung von Fehlzeiten und Noten der Auszubildenden an die Ausbildungsbetriebe ab. Das erfordert aktuell und zukünftig die besondere Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Regelungen zur Freigabe der Informationen an die Ausbildungsbetriebe durch die Berufsschulen. Die Herbstsitzung des Berufsbildungsausschusses findet am 25. Oktober 2018 statt und wird strategische Fragen der beruflichen Ausbildung weiter vertiefen.

26 Südthüringische Wirtschaft 5/2018

Die Mitglieder des Berufsbildungsausschusses mit IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Pieterwas (l.).


AUS- UND WEITERBILDUNG

Management – Führung – Leadership

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Premiumseminar in der IHK Südthüringen © Martina Bohnenstiel

Aktuelle Anforderungen der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung, gepaart mit den Herausforderungen an die Fachkräfteakquise und Personalführung, fordern die Führungskräfte der ersten Reihe in umfangreicher Weise. Die IHK Südthüringen spricht mit einem neuen Weiterbildungsformat die strategisch Verantwortlichen gezielt und exklusiv an.

den Teilnehmern und der Integration ihres eigenen Business-Kontextes. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf Plätze begrenzt. Das Seminar ist kostenpflichtig.

Am 19. und 20. Juni 2018 findet erstmals in der IHK Südthüringen, Haus der Wirtschaft, in Suhl das Premiumseminar „Management – Führung – Leadership – Anspruch, Selbstverständnis und Umsetzung in der betrieblichen Praxis“ statt. Referentin Martina Bohnenstiel

Mit Martina Bohnenstiel von der Munich Leader­ ship Group führt eine erstklassige Referentin durch das anspruchsvolle Seminarprogramm. Auch langjährig erfahrenen Führungskräften versprechen wir neue Sichtweisen. Das Seminar bietet einen Mix aus Impulsvorträgen mit den neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung, experimentalem Lernen, Reflektionseinheiten, Erfahrungsaustausch unter

Ihre Ansprechpartner: Dr. Petra Kukuk S 03681 362-151  Y kukuk@suhl.ihk.de Antje da Silva Santos S 03681 362-425  Y santos@suhl.ihk.de

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Südthüringische Wirtschaft 5/2018 27


Mathematik und Physik – Grundlagen für die technische Aufstiegsfortbildung

Dieser berufsbegleitende Intensivkurs ist besonders dann der Richtige, wenn Sie eine Fortbildung zum Geprüften Industriemeister oder Technischen Fachwirt anstreben und eignet sich für alle Fachrichtungen. Vorhandene Kenntnisse werden aufgefrischt und in vielfältigen Übungen angewendet. Das Erreichen der Prüfungsziele in den mathematisch-technischen Bereichen wird damit wesentlich erleichtert. Start: 22.05.2018 Ort: IHK-Bildungszentrum, Suhl-Mäbendorf

Grundlagen erfolgreicher Teamführung – Teamprozesse verstehen und lenken

Wie wird aus einer Gruppe von Menschen mit einer gemeinsamen Aufgabe ein motiviertes und leistungsstarkes Team? Die Teilnehmer befassen sich mit Instrumenten für ein leistungsförderndes Teamdesign und lernen die gruppendynamischen Prozesse kennen, die dem Verhalten von Menschen in Teams zugrunde liegen. Dadurch können die Entwicklungsprozesse im eigenen Team durchschaut und erfolgreich gesteuert werden. Termine: 29. und 30.05.2018 Ort: IHK-Bildungszentrum, Suhl-Mäbendorf

Grundlagenworkshop Social Media  Neu im Weiterbildungsprogramm 2018

Der Workshop gibt einen ersten Einblick in das umfangreiche Thema Social Media. Anhand von sehr praxisnahen Beispielen werden neue umsetzbare Wege in den sozialen Netzwerken aufgezeigt inklusive der Vorstellung von Möglichkeiten und der Nutzung von Blogs und Communities. Zu einer zentralen Aufgabe des Grundlagen Workshops gehört u. a. auch die Erstellung einer Facebook Business Seite für die Vermarktung des Unternehmens unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen und Verhaltensregeln für deren Umsetzung. Termine: 07.06.2018 Ort: IHK-Bildungszentrum, Suhl-Mäbendorf Ihre Ansprechpartner für Weiterbildungen: Suhl Antje da Silva Santos S 03681 362-425 Katrin Pertig S 03681 362-427 Marian Göbel S 03681 362-426 Sabine Then S 03681 362-116 Beate Rammelt S 03681 362-429 Sonneberg Heidi Leistner

S 03675 7506-255

Arnstadt Carmen Klotz

S 03628 6130-516

28 Südthüringische Wirtschaft 5/2018

Datum 09.05.2018 09.05.2018 14.05.2018 16.05.2018 16.05.2018 17.05.2018 18.05.2018 22.05.2018 22.05.2018 29.05.2018 30.05.2018 01.06.2018 04.06.2018 04.06.2018 05.06.2018 07.06.2018 07.06.2018 08.06.2018 11.06.2018 11.06.2018 11.06.2018 12.06.2018 13.06.2018 13.06.2018 18.06.2018 18.06.2018 19.06.2018 20.06.2018 21.06.2018 21.06.2018 22.06.2018 27.06.2018 27.06.2018 01.08.2018 06.08.2018 13.08.2018 13.08.2018 13.08.2018 13.08.2018 14.08.2018 15.08.2018 15.08.2018 15.08.2018 15.08.2018 15.08.2018 20.08.2018 20.08.2018 22.08.2018 24.08.2018 24.08.2018

Bezeichnung Nachschulung für Thüringer Gastwirte in Gaststätten mit Glücksspielautomaten Nachschulung für das Servicepersonal in Thüringer Spielhallen Unterrichtung für Bewachungspersonal nach § 34a GewO Professionelle Bewerbungsgespräche und erfolgreiches Onboarding Online Marketing Manager (IHK) – Webinar Ihre unternehmerische (Über-)Lebensversicherung – Wandeln Sie Inkompetenzen in Strategien und Innovationen Das Recht der Produkthaftung Die optimale Präsentation mit MS PowerPoint – Grundkurs Mathematik und Physik – Grundlagen für die technische Aufstiegsfortbildung Grundlagen erfolgreicher Teamführung – Teamprozesse verstehen und lenken Ziele erreichen mit motivierten Auszubildenden Firmenangebot Erlebnisorientiertes Teamtraining Qualitätsbeauftragter (IHK) – Modul 2 Die optimale Präsentation mit MS PowerPoint – Aufbaukurs Rechtliche Besonderheiten beim Umgang mit erkrankten Arbeitnehmern Grundlagenworkshop Social Media Das aktuelle Reise- und Bewirtungskostenrecht Microsoft Windows Server 2016 – Administration 2 Moderne kundenorientierte Geschäftsbriefe Unterrichtung für Bewachungspersonal nach § 34a GewO Ausbildung der Ausbilder Grundlagen der kaufmännischen Unternehmensführung Ziele erreichen mit motivierten Auszubildenden MS Access – Basislehrgang Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe MS Excel Aufbaukurs Management – Führung - Leadership Anspruch, Selbstverständnis und Umsetzung in der betrieblichen Praxis Unterrichtung der Aufsteller von Spielgeräten und deren Personal nach § 33c GewO Social Media Workshop für Fortgeschrittene Effiziente Besprechungsleitung und Moderation Unterrichtung für Bewachungspersonal nach § 34a GewO MS Access – Anwenderlehrgang Recht für Existenzgründer Was der Gastwirt wissen muss Unterrichtung für Bewachungspersonal nach § 34a GewO Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe Ausbildung der Ausbilder Geprüfter Industriemeister Elektrotechnik Geprüfter Industriemeister Metall Grundlagen der kaufmännischen Unternehmensführung Geprüfter Industriefachwirt Geprüfter Wirtschaftsfachwirt Geprüfter Technischer Fachwirt Geprüfter Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen Schulung für Thüringer Gastwirte in Gaststätten mit Glücksspielautomaten MS Word Grundkurs Datenschutzbeauftragter (IHK) Unterrichtung der Aufsteller von Spielgeräten und deren Personal nach § 33c GewO Azubi-Knigge – Gute Umgangsformen für eine erfolgreiche Ausbildung Microsoft Windows Server 2016 – Profi-Administration

Lehrgangsangebote regionaler Anbieter, die auf IHK-Prüfungen vorbereiten, finden Sie unter: www.suhl.ihk.de und www.wis.ihk.de

Std Ort 10 SHL 8 40 16 70 6

SHL SON SHL SHL

4 SON 16 SHL 40 SHL 16 SHL 16 16 40 16 4 8 8 42 8 40 96 24 16 16 24 16 16

ARN SHL SHL SHL SHL SHL ARN SHL SHL SHL SHL SON SON SHL SHL SHL SHL

6 SHL 8 8 40 16 8 4 40 24 96 1100 1100 24 700 700 850 620 10 16 50 6

SHL SON SON SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL

8 SHL 42 SHL


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INNOVATION UND UMWELT

Jugend-Unternehmenswerkstatt der ELMUG eG feierte 1. Geburtstag Zur frühzeitigen Förderung des technischen Interesses bei Kindern und Jugendlichen entwickelte die IHK Südthüringen gemeinsam mit Mitgliedsunternehmen Jugend-Unternehmenswerkstätten. Nun feierte die Werkstatt der ELMUG eG in Ilmenau ihren 1. Geburtstag und blickt auf ein spannendes Jahr zurück. „Das Interesse seitens Schüler, Lehrer und Eltern übertraf unsere Erwartungen. Wir nehmen die Schüler als sehr wissensdurstige junge Menschen wahr, von denen sicher noch viel zu erwarten ist“, so Olaf Mollenhauer, Prokurist der KOMPASS GmbH und Sprecher des Vorstandes der ELMUG eG in seiner Rede anlässlich des 1. Geburtstags. Die lobenden Worte verdeutlichen einmal mehr, wie gut das Projekt Jugend-Unternehmenswerkstatt bei Schülern, Lehrern und regionaler Wirtschaft ankommt.

Tilo Werner von der IHK Südthüringen, die Schülerinnen Paula Lambeck und Laura Schramm sowie Olaf Mollenhauer von der KOMPASS GmbH schneiden den Geburtstagkuchen an (v. l. n. r.).

Die Schüler der Jugend-Unternehmenswerkstatt ELMUG eG erhielten ihre Teilnehmerurkunden für ein erfolgreiches Jahr 2017/2018.

Durch die Ansiedelung der Werkstatt im Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau erhalten die Schüler praxisnah Kontakt zum wirtschaftlichen Leben. Die fachlichen Themen, die sie im Rahmen der Werkstatt bearbeiten, erhielten sie aus der KOMPASS GmbH und der ELMUG eG und nutzen diese für ihre Seminarfacharbeiten in der Schule. Die Teams beschäftigen sich mit Themen der Wasserqualität, dem Lärmschutz, der Gebäudeautomation (Smart Home Services) und Elektromobilität und präsentierten den Geburtstagsgästen stolz die Zwischenstände ihrer Arbeiten. Die Schüler bekommen mit der Teilnahme einen Einblick in unterschiedliche Arbeitswelten und können dieses Wissen fächerübergreifend im Schulalltag anwenden. Die Organisatoren erhoffen

sich, dass technisches Interesse geweckt wird und damit die Vorurteile für technische Berufe abgebaut werden. Für die Teilnahme an den Jugend-Unternehmenswerkstätten erhalten alle Schüler Urkunden der IHK Südthüringen. Ihre Ansprechpartner: Tilo Werner S 03681 362-203 Y werner@suhl.ihk.de Ricarda Wolff S 03681 362-664 Y wolff@suhl.ihk.de

Thüringer Innovationspreis sucht die besten neuen Ideen, Forschungsergebnisse und Produkte aus Thüringen „Industrie & Material“, „Digitales & Medien“ sowie „Licht & Leben“) eingereicht werden. Für Firmengründer und Start-ups kann die Jury einen „Sonderpreis für junge Unternehmen“ vergeben.

Unter dem Motto „Innovativ? Ausgezeichnet!“ können sich Unternehmen jeder Größe, aber auch Einzelpersonen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit neuen Ideen, Forschungsergebnissen und Produkten am Wettbewerb um den

30 Südthüringische Wirtschaft 5/2018

„XXI. Innovationspreis Thüringen 2018“ beteiligen. Voraussetzung ist der Sitz oder eine Betriebsstätte in Thüringen. Eine Markteinführung hat bereits stattgefunden oder steht kurz bevor. Bewerbungen können in vier Kategorien („Tradition & Zukunft“,

Der Preis ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert und wird am 14. November 2018 feierlich verliehen. Unternehmen, Tüftler, Erfinder und Vorausdenker sind eingeladen, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Bewerbungen können online bis zum 30. Juni 2018 eingereicht werden unter: www.innovationspreis-thueringen.de.


INTERNATIONAL Veranstaltungshinweis

Netzwerk-Tag Thüringen in Oberhof

IHK-Mitglieder zahlen einen reduzierten Teilnehmerpreis bei einer online-Anmeldung. Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt und die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung unter: www.netzwerk-thueringen.de Anmeldeschluss ist der 30. Juni 2018.

Die international agierenden deutschen Unternehmen blicken optimistisch auf ihr Geschäft für die kommenden zwölf Monate. Die gute Weltkonjunktur und robust wachsende Regionen, wie die Eurozone, Nordamerika und viele asiatische Staaten, beleben den Welthandel. Ein Viertel der auslandsaktiven Unternehmen erwartet eine bessere Entwicklung ihrer Geschäfte, 10 Prozent eine Verschlechterung. Der Erwartungssaldo aus besser- und schlechter-Bewertungen liegt mit 15 Punkten deutlich über dem Vorjahreswert von acht Punkten. Im langfristigen Vergleich bleibt das Expansionstempo aber weiterhin unterdurchschnittlich. Die Weltwirtschaft wächst 2018 voraussichtlich um knapp vier Prozent. Einer höheren Dynamik stehen protektionistische Entwicklungen in vielen Weltregionen, ein sich zuspitzender Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie ungelöste politische Krisen in Russland und der Ukraine, in der Türkei und dem Nahen und Mittleren Osten entgegen. Insbesondere der Brexit und die handelsfeindliche Politik der US-Regierung sorgen für Einschränkungen der Geschäften und verunsichern viele international agierenden deutschen Unternehmen. Barrieren im Welthandel verhindern noch bessere Geschäfte für deutsche Unternehmen mit dem

Ausland: 40 Prozent der Unternehmen registrieren eine Zunahme an Handelshemmnissen in den vergangenen zwölf Monaten. Zusätzliche, oftmals diskriminierende ©B en j am oder unnötige lokale in H Zertifizierungen und Sicherheitsanforder­ ungen verursachen Kosten, längere Lieferzeiten und verhindern unter Umständen sogar insgesamt das Zustandekommen von Geschäften und widersprechen den Regeln eines fairen Welthandels. Vor allem in Russland, der MENA-Region und der Türkei berichten die Unternehmen von solchen Hemmnissen. Mit der Einführung von Importzöllen auf Stahl und Aluminium und der Ankündigung weiterer Zölle in den USA besteht zudem die Gefahr einer Eskalation von handelsfeindlichen Maßnahmen weltweit. .com

Der Netzwerk-Tag Thüringen, veranstaltet vom Netzwerk Thüringen mit Unterstützung der IHK Südthüringen, findet statt am 18. Oktober 2018, 10:00 bis ca. 16:30 Uhr im Treff Hotel Panorama in Oberhof.

Umfrage Going International 2018 liefert Erfahrungen und Perspektiven der deutschen Wirtschaft im Auslandsgeschäft

lia oto s/F aa

Geschäftsführer und Führungskräfte von mittelständischen Unternehmen aus Thüringen erhalten beim diesjährigen Netzwerk-Tag Thüringen u. a. von der Frischmann Kunststoffe GmbH, der Köstritzer Brauerei sowie von Kati Wilhelm Fachimpulse für ihre tägliche Praxis. Die Referenten gehen in ihren Vorträgen u. a. auf folgende Fragestellungen ein: Mit welcher Strategie konnte Köstritzer von einer regionalen Marke zu einem international agierenden Unternehmen werden? Was kann die Wirtschaft vom Sport im Bereich „Motivation“ lernen? Wie kann ich mich als Unternehmen sozial engagieren und hiervon gleichzeitig profitieren? Weiterhin besteht die Möglichkeit zum branchenübergreifenden Erfahrungsaustausch mit den anderen Teilnehmern, den Ausstellern und selbstverständlich auch mit den Referenten.

Handelshemmnisse auf dem Vormarsch

Die Umfrageergebnisse Going International 2018 finden Sie unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 44447). Ihr Ansprechpartner: Tilo Werner S 03681 362-203  Y werner@suhl.ihk.de

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Südthüringische Wirtschaft 5/2018 31


BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN

Satzung betreffend die Schulung, die Prüfung und die Erteilung des Schulungsnachweises für Gefahrgutbeauftragte Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Südthüringen hat am 19. April 2018 –– aufgrund von §§ 1 und 4 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern (IHKG) vom 18. Dezember 1956 (BGBl. I S. 920 ff.), zuletzt geändert durch Artikel 93 des Gesetzes zum Abbau verzichtbarer Anordnungen der Schriftform im Verwaltungsrecht des Bundes vom 29. März 2017 (BGBl. I S. 626), in der jeweils geltenden Fassung, –– in Verbindung mit der Verordnung über die Bestellung von Gefahrgutbeauftragten in Unternehmen (Gefahrgutbeauftragtenverordnung – GbV) vom 25. Februar 2011 (BGBl. I S. 341), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 17. März 2017 (BGBl. I S. 568), in der jeweils geltenden Fassung folgende Satzung beschlossen:

INHALTSÜBERSICHT

I. Zuständigkeit

I. Zuständigkeit

§ 1 Zuständigkeit

Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen – im folgenden IHK genannt – ist zuständig für:

§ 1 Zuständigkeit

II. Schulungssystem

––

–– –– –– ––

§ 2 Schulungssystem

III. Anerkennung der Schulungen

§ 3 § 4 § 5 § 6 § 7 § 8 § 9 § 10

Anerkennungsvoraussetzungen Lehrpläne Sachlicher und zeitlicher Umfang Lehrkräfte Schulungsmethoden Schulungsstätten und Schulungsmaterial Teilnehmerzahl Rechtswirkungen der Anerkennung

IV. Durchführung der Schulungen

§ 11 Pflichten des Veranstalters § 12 Befugnisse der IHK

die Anerkennung von Lehrgängen und die Überwachung von Schulungen, die Veranstalter in Schulungsstätten im Bezirk der IHK durchführen, die Durchführung von Prüfungen, die Erteilung, Erweiterung und Verlängerung von Schulungsnachweisen, die Umschreibung von Schulungsnachweisen gemäß § 7 Abs. 3 GbV, die Erteilung von Ausnahmen gemäß § 5 Abs. 3 und § 6 Abs. 3 GbV.

II. Schulungssystem § 2 Schulungssystem Die Schulungen werden nach Verkehrsträgern unterteilt. Schulungen können einzeln oder kombiniert durchgeführt werden für: –– –– –– ––

den Straßenverkehr den Eisenbahnverkehr den Binnenschiffsverkehr den Seeschiffsverkehr

III. Anerkennung der Schulungen

V. Prüfungen

§ 13 Prüfungsarten § 14 Vorbereitung der Prüfung § 15 Grundsätze für alle Prüfungen § 16 Zulassung zur Prüfung § 17 Grundprüfung § 18 Ergänzungsprüfung § 19 Verlängerungsprüfung § 20 Rücktritt von der Prüfung § 21 Ausschluss von der Prüfung § 22 Niederschrift § 23 Bescheid bei Nichtbestehen der Prüfung

VI. Schulungsnachweis § 24 Voraussetzungen für die Erteilung und Erweiterung § 25 Geltungsdauer § 26 Verlängerung der Geltungsdauer VII. Schlussvorschriften

§ 27 Inkrafttreten

32 Südthüringische Wirtschaft 5/2018

§ 3 Anerkennungsvoraussetzungen (1) Die Anerkennung wird auf schriftlichen Antrag des Veranstalters erteilt, wenn die vorgesehenen Schulungen den Anforderungen der GbV und den §§ 4 bis 9 dieser Satzung entsprechen. (2) Der Veranstalter muss in der Lage sein, die Schulungen ordnungsgemäß durchzuführen. Hierzu hat er auf Verlangen der IHK geeignete Nachweise vorzulegen. Insbesondere kann die IHK die Vorlage des polizeilichen Führungszeugnisses, die Auskunft aus dem Gewerbezentralregister sowie die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts verlangen. Diese Nachweise dürfen zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht älter als 3 Monate sein. § 4 Lehrpläne Der Veranstalter hat der IHK Lehrpläne vorzulegen. Die Lehrpläne müssen die Sachgebiete, die sich aus den Unterabschnitten 1.8.3.3 und 1.8.3.11 ADR/RID/ADN sowie aus § 8 GbV i. V. m. § 5 Abs. 1 ergeben, und die geplanten Zeitansätze für die jeweiligen Sachgebiete enthalten. Dies gilt analog für den Seeschiffsverkehr. § 5 Sachlicher und zeitlicher Umfang (1) Gegenstand der Schulung des ersten Verkehrsträgers müssen insbesondere folgende Sachgebiete sein: –– Nationale Rechtsvorschriften (insbesondere GbV, GGBefG, GGVSEB, GGVSee, GGAV, StVO, WHG) –– Klassifizierung


BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN –– Anforderungen an Verpackungen, Großpackmittel, Großverpackungen –– Kennzeichnung, Bezettelung von Versandstücken. Gegenstand der Schulung des ersten Verkehrsträgers und jedes weiteren Verkehrs­ trägers müssen insbesondere folgende Sachgebiete sein: –– Aufbau und Systematik der besonderen Rechtsvorschriften für den Gefahrguttransport –– Verantwortliche und Verantwortlichkeiten der am Transport gefährlicher Güter beteiligten Personen –– Besonderheiten der Klassifizierung (freigestellte Güter und (bedingt) freigestellte Beförderungen) –– Dokumentation (Inhalt und Verwendung der Begleitpapiere) –– Anforderungen zur Beförderung an Fahrzeuge, Container, Tanks (insbesondere Zulassung, Prüfung und Kodierung) –– Besonderheiten bei Kennzeichnung, Bezettelung und orangefarbenen Tafeln –– Durchführung der Beförderung (insbesondere Versandarten, Versandbeschränkungen, Verpacken, Befüllen, Beladen, Entladen, Ladungssicherung, Sicherheitsanforderungen und Beförderungsausrüstung). (2) Der Veranstalter hat seinen Schulungen mindestens folgende Zeitansätze zugrunde zu legen: –– 22 Stunden und 30 Minuten für den ersten Verkehrsträger (30 Unterrichtseinheiten [UE]), –– 7 Stunden und 30 Minuten für jeden weiteren Verkehrsträger (10 UE). (3) Eine UE beträgt 45 Minuten. Schulungen dürfen nicht mehr als 7 Stunden und 30 Minuten (10 UE) pro Tag umfassen. Nach längstens 3 UE ist eine Pause einzulegen. (4) Der Unterricht darf in der Zeit von 08:00 Uhr bis 22:00 Uhr stattfinden. (5) Die Durchführung von Schulungen an Sonn- und Feiertagen ist nicht zulässig. § 6 Lehrkräfte (1) Lehrkräfte müssen –– über allgemeine Kenntnisse der Zusammenhänge der Gefahrgutvorschriften verfügen und –– die zur Vermittlung des Lehrstoffs in ihrem Sachgebiet notwendigen besonderen Kenntnisse haben und –– zur erwachsenengerechten Vermittlung der erforderlichen Kenntnisse befähigt sein und –– einen gültigen Gb-Schulungsnachweis für den/die zu schulenden Verkehrsträger besitzen. (2) Der Veranstalter hat der IHK aussagefähige Schulungs- und Tätigkeitsnachweise vorzulegen. Die IHK soll ein Beurteilungsgespräch führen; sie kann dazu Sachverständige hinzuziehen. § 7 Schulungsmethoden (1) Die Schulungen sind in Form von Präsenzunterricht durchzuführen. In die Vermittlung der Kenntnisse können elektronische Lernmedien unter Anleitung und bei durchgehender Anwesenheit einer Lehrkraft gemäß § 6 einbezogen werden. (2) Die Schulungen sind in deutscher Sprache durchzuführen. (3) Die Durchführung von Schulungen in englischer Sprache bedarf der besonderen Anerkennung, die die IHK nur erteilt, wenn die Vorgaben des § 5 Abs. 3 GbV erfüllt sind. Alle der IHK in Verbindung mit dem Anerkennungsverfahren und den Schulungen anfallenden Kosten trägt der Veranstalter. § 8 Schulungsstätten und Schulungsmaterial (1) Der Veranstalter hat nachzuweisen, dass er über geeignete Räume verfügt. Diese müssen so beschaffen und gelegen sein, dass die Schulungen sachgerecht, ohne Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und ohne Störung der Teilnehmer/Teilnehmerinnen durchgeführt werden können.

§ 9 Teilnehmerzahl Je Schulung sind höchstens 25 Teilnehmer/Teilnehmerinnen zulässig. Die IHK kann entsprechend der Beschaffenheit der für die Schulung genutzten Räume eine geringere Höchstzahl festsetzen. § 10 Rechtswirkungen der Anerkennung (1) Die schriftlich erteilte Anerkennung berechtigt den Veranstalter, die in ihr bezeichneten Schulungen gemäß § 2 und deren Kombinationen durchzuführen. (2) Die erstmalige Anerkennung wird auf längstens 3 Jahre befristet, die erneute Anerkennung auf längstens 5 Jahre.

IV. Durchführung der Schulungen § 11 Pflichten des Veranstalters (1) Die Schulungen müssen die Gewähr dafür bieten, dass die Teilnehmer/Teilnehmerinnen die vorgeschriebenen Kenntnisse erwerben können. Der Veranstalter hat sich bei jeder von ihm durchgeführten Schulung nach dem in § 2 beschriebenen Schulungssystem zu richten und die Anforderungen der §§ 4 bis 9 einzuhalten. (2) Der Veranstalter hat dafür zu sorgen, dass jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin in der Schulung über aktuelle einschlägige Vorschriften verfügt. (3) Der Veranstalter hat nachzuweisen, dass dem aktuellen Stand der Entwicklung auf dem Gebiet des Gefahrguttransportrechts Rechnung getragen wird und dass sich die eingesetzten Lehrkräfte entsprechend der aktuellen Rechtsentwicklung in ihren Schulungsbereichen weiterbilden. (4) Der Veranstalter hat der IHK rechtzeitig vor Beginn der Schulung die Termine, den Unterrichtsplan mit der Schulungsstätte (Räume), den Namen der jeweiligen Lehrkräfte sowie die Anzahl der Teilnehmer/Teilnehmerinnen zu übermitteln. (5) Der Veranstalter hat die Identität der Teilnehmer/Teilnehmerinnen mittels amtlichen Lichtbildausweises festzustellen und durch Führung von Anwesenheitslisten eine jeweils lückenlose Teilnahme zu belegen. Die Anwesenheitslisten sind der IHK nach Beendigung der Schulung zuzusenden. (6) Der Veranstalter hat für jeden Teilnehmer/jede Teilnehmerin, der/die ohne Fehlzeiten an einer Schulung von Gefahrgutbeauftragten im Rahmen einer anerkannten Schulung teilgenommen hat, eine Teilnahmebescheinigung, die den Vorgaben der IHK entspricht, auszustellen. (7) Will der Veranstalter nach Anerkennung einer Schulung Veränderungen hinsichtlich solcher Umstände vornehmen, die für die Anerkennung von Bedeutung waren, so hat er vorher die Zustimmung der IHK einzuholen; dies gilt insbesondere für die eingesetzten Lehrkräfte und die Schulungsstätten. § 12 Befugnisse der IHK (1) Um die Erfüllung der Anforderungen nach den §§ 4 bis 9 und Pflichten nach § 11 sicherzustellen, kann die IHK dem Veranstalter Auflagen erteilen, die mit der Anerkennung verbunden oder aufgrund eines in der Anerkennung enthaltenen Vorbehalts nachträglich angeordnet werden. (2) Die IHK kann verlangen, dass der Veranstalter seine Schulungen nach Aufforderung entsprechend den jeweils geltenden Vorschriften modifiziert. (3) Die IHK ist befugt, die Durchführung der Schulungen – auch durch die Entsendung von Beauftragten – zu überprüfen. (4) Die Anerkennung kann unbeschadet der Vorschriften des Thüringer Verwaltungsverfahrensgesetzes in der jeweils geltenden Fassung über die Rücknahme und den Widerruf von Verwaltungsakten entzogen werden, wenn der Veranstalter den in dieser Satzung festgelegten Anforderungen nicht genügt oder sie von vornherein nicht erfüllte oder den Pflichten oder den ihm erteilten Auflagen zuwiderhandelt.

V. Prüfungen

(2) Der Veranstalter hat nachzuweisen, dass für jeden Teilnehmer/jede Teilnehmerin ein ausreichender Arbeitsplatz vorhanden ist. (3) Der Veranstalter hat nachzuweisen, dass geeignete visuelle Hilfsmittel vorhanden sind, die in den zu nutzenden Räumen sachgerecht einsetzbar sind.

§ 13 Prüfungsarten

(4) Der Veranstalter hat nachzuweisen, dass er über geeignetes, aktuelles Schulungsmaterial und die einschlägigen Vorschriftenwerke verfügt.

1.

Prüfungen nach GbV sind

2. 3.

die Grundprüfung nach einer Schulung, die mindestens 22 Stunden und 30 Minuten (30 UE) umfasste, die Ergänzungsprüfung nach einer Schulung, die mindestens 7 Stunden und 30 Minuten (10 UE) umfasste, die Verlängerungsprüfung.

Südthüringische Wirtschaft 5/2018 33


BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN § 14 Vorbereitung der Prüfung (1) Die IHK setzt Ort und Zeitpunkt der Prüfung fest. (2) Die Anmeldung zur Prüfung soll schriftlich unter Angabe der Prüfungsart und unter Beachtung der Anmeldefrist auf einem Formular der IHK erfolgen. Die schriftliche Anmeldung kann auch in elektronischer Form erfolgen. (3) Die IHK soll den Teilnehmer/die Teilnehmerin vor dem jeweiligen Prüfungstermin schriftlich zur Prüfung einladen. Die schriftliche Einladung kann auch in elektronischer Form erfolgen. Die Einladung gibt dem Teilnehmer/der Teilnehmerin –– –– –– –– –– ––

den Ort und den Zeitpunkt der Prüfung, die Art der Prüfung, die Prüfungsdauer, die Bedingungen für das Bestehen der Prüfung, die nach § 15 Abs. 8 zugelassenen Hilfsmittel, sowie die in §§ 20 und 21 getroffenen Regelungen über Rücktritt und Ausschluss von der Prüfung bekannt.

(4) Der Teilnehmer/die Teilnehmerin soll spätestens bei Beginn der Prüfung nachweisen, dass er/sie die aufgrund der Gebührenordnung und des Gebührentarifs der IHK festgesetzte Prüfungsgebühr entrichtet hat. § 15 Grundsätze für alle Prüfungen

(2) Der Teilnehmer/die Teilnehmerin wird zur Ergänzungsprüfung nur zugelassen, wenn der Teilnehmer/die Teilnehmerin einen gültigen Schulungsnachweis gemäß § 4 oder § 7 Abs. 3 GbV i. V. m. 1.8.3.7 ADR/RID/ADN (gilt analog für den Seeschiffsverkehr) und das Original einer vom Veranstalter ausgestellten Teilnahmebescheinigung gemäß § 11 Abs. 6 über die Teilnahme an einer Schulung, für die die Prüfung abgenommen werden soll, vorlegt. (3) Der Teilnehmer/die Teilnehmerin wird zur Verlängerungsprüfung nur zugelassen, wenn der Teilnehmer/die Teilnehmerin einen gültigen Schulungsnachweis gemäß § 4 oder § 7 Abs. 3 GbV i. V. m. 1.8.3.7 ADR/RID/ADN (gilt analog für den Seeschiffsverkehr) für die die Prüfung abgenommen werden soll, vorlegt und der Prüfungstermin innerhalb der Geltungsdauer des Schulungsnachweises liegt. (4) Wurde die Zulassung zur Prüfung aufgrund gefälschter Unterlagen oder falscher Angaben ausgesprochen, wird sie von der IHK widerrufen. § 17 Grundprüfung (1) Die Prüfungsfragebögen für die Grundprüfung enthalten Fragen mit direkter Antwort, Multiple-Choice-Fragen und miteinander verknüpfte Fragen nach einer Aufgabenbeschreibung (Fallstudie). (2) Die Tabelle enthält die Regelungen zur Prüfungsdauer, zum Bestehen der Prüfung, zur maximal erreichbaren Punktzahl und zur Verteilung der Punkte.

Anzahl der Verkehrsträger

Prüfungsdauer in Minuten

Maximal erreichbare Punktzahl

Mindestpunktzahl zum Bestehen der Prüfung

(1) Die Prüfungssprache ist deutsch.

1

100

60

30

50 Punkte für Fragen (davon max. 13 Punkte für Multiple-Choice-Fragen), 10 Punkte für die Fallstudie

(4) Die Prüfung ist nicht öffentlich.

2

150

90

45

(5) Vor Beginn der Prüfung wird die Identität der Teilnehmer/Teilnehmerinnen mittels amtlichen Lichtbildausweises festgestellt. Teilnehmer/Teilnehmerinnen, deren Identität nicht zweifelsfrei festgestellt werden kann, dürfen an der Prüfung nicht teilnehmen.

70 Punkte für Fragen (davon max. 18 Punkte für Multiple-Choice-Fragen), 20 Punkte für zwei Fallstudien

3

200

120

60

90 Punkte für Fragen (davon max. 23 Punkte für Multiple-Choice-Fragen), 30 Punkte für drei Fallstudien

(6) Vor Beginn der Prüfung werden den Teilnehmern/Teilnehmerinnen der Ablauf der Prüfung sowie der Prüfer/die Prüferin bekannt gegeben.

4

250

150

75

110 Punkte für Fragen (davon max. 28 Punkte für Multiple-Choice-Fragen), 40 Punkte für vier Fallstudien

(2) Die Durchführung von Grundprüfungen und Ergänzungsprüfungen in englischer Sprache ist nur unter den Bedingungen des § 6 Abs. 3 GbV möglich. Die Übersetzung der Prüfungsunterlagen erfolgt ausschließlich durch die das Copyright haltende DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung – Organisation zur Förderung der IHK-Weiterbildung mbH auf Anforderung der jeweiligen IHK. (3) Die Prüfung wird schriftlich durchgeführt. Die Prüfung kann entweder auf Papier oder in elektronischer Form durchgeführt werden. Die IHK bestimmt das Verfahren. Die Durchführung der Prüfung erfolgt gemäß 1.8.3.12.2 und 1.8.3.12.5 ADR/RID/ ADN. Dies gilt analog für den Seeschiffsverkehr.

(7) Die Teilnehmer/Teilnehmerinnen sind nach Bekanntgabe des Prüfers/der Prüferin zu befragen, ob sie von ihrem Recht zur Ablehnung eines Prüfers/einer Prüferin wegen Besorgnis der Befangenheit Gebrauch machen wollen. Über einen Ablehnungsantrag entscheidet die IHK.

Verteilung der Punkte

(3) Nach der Grundprüfung vermerkt die IHK auf der Teilnahmebescheinigung gemäß § 11 Abs. 6 die Teilnahme an der Prüfung und händigt sie dem Teilnehmer/der Teilnehmerin aus.

(8) Als Hilfsmittel sind ausschließlich die einschlägigen Vorschriftentexte in schriftlicher Form und ein netzunabhängiger, nicht kommunikationsfähiger Taschenrechner zugelassen.

(4) Die Grundprüfung darf einmal ohne nochmalige Schulung wiederholt werden.

(9) Für die Prüfung werden die Gemeinsamen Fragebögen der Industrie- und Handelskammern, herausgegeben von der DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung – Organisation zur Förderung der IHK-Weiterbildung mbH, verwendet. Die Fragen und Fallstudien berücksichtigen die in § 5 Abs. 1 genannten Sachgebiete.

(1) Die Tabelle enthält die Regelungen zur Prüfungsdauer, zum Bestehen der Prüfung, zur maximal erreichbaren Punktzahl und zur Verteilung der Punkte.

Prüfungsdauer in Minuten

Maximal erreichbare Punktzahl

Mindestpunktzahl zum Bestehen der Prüfung

(11) Bei den Fragen mit direkter Antwort sind je nach Schwierigkeitsgrad 1, 2, 3 oder 4 Punkte erreichbar. Bei jeder Fallstudie sind insgesamt 10 Punkte erreichbar.

Anzahl der Verkehrsträger

(10) Die Vervielfältigung, Verbreitung oder Veröffentlichung der Gemeinsamen Fragebögen der Industrie- und Handelskammern für Prüfungen nach der GbV oder von Teilen dieser Fragebögen außerhalb der unmittelbaren Prüfungsabwicklung ist untersagt.

§ 18 Ergänzungsprüfung

1

50

30

15

20 Punkte für Fragen (davon max. 5 Punkte für Multiple-Choice-Fragen), 10 Punkte für die Fallstudie

2

100

60

30

40 Punkte für Fragen (davon max. 10 Punkte für Multiple-Choice-Fragen), 20 Punkte für zwei Fallstudien

3

150

90

45

60 Punkte für Fragen (davon max. 15 Punkte für Multiple-Choice-Fragen), 30 Punkte für drei Fallstudien

(12) Bei Multiple-Choice-Fragen ist ein Punkt erreichbar. Die Fragen enthalten vier Antwortvorschläge, wovon nur eine Antwortvorgabe richtig ist. (13) Die Bewertung der Prüfungsleistung ist außer bei Multiple-Choice-Fragen in halben und ganzen Punkten zulässig. (14) Nach Abschluss der Prüfung sind die Unterlagen sechs Jahre, die Prüfungsbögen selbst ein Jahr aufzubewahren. § 16 Zulassung zur Prüfung (1) Der Teilnehmer/die Teilnehmerin wird zur Grundprüfung nur zugelassen, wenn der Teilnehmer/die Teilnehmerin das Original einer vom Veranstalter ausgestellten Teilnahmebescheinigung gemäß § 11 Abs. 6 über die Teilnahme an einer Schulung, für die die Prüfung abgenommen werden soll, vorlegt.

34 Südthüringische Wirtschaft 5/2018

(2) § 17 Abs. 1, 3 und 4 gelten entsprechend.

Verteilung der Punkte


BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN VI. Schulungsnachweis

§ 19 Verlängerungsprüfung (1) Die Prüfungsfragebögen für die Verlängerungsprüfung enthalten Fragen mit direkter Antwort und Multiple-Choice-Fragen.

Prüfungsdauer in Minuten

Maximal erreichbare Punktzahl

Mindestpunktzahl zum Bestehen der Prüfung

(1) Die IHK erteilt den Schulungsnachweis, wenn die Zulassungsvoraussetzungen gemäß § 16 Abs. 1 erfüllt sind und die entsprechende Prüfung unter Einhaltung der Vorgaben der §§ 15 und 17 bestanden wurde.

Anzahl der Verkehrsträger

(2) Die Tabelle enthält die Regelungen zur Prüfungsdauer, zum Bestehen der Prüfung, zur maximal erreichbaren Punktzahl und zur Verteilung der Punkte.

§ 24 Voraussetzungen für die Erteilung und Erweiterung

1

50

30

15

30 Punkte für Fragen (davon max. 7 Punkte für Multiple-Choice-Fragen)

2

75

45

22,5

45 Punkte für Fragen (davon max. 10 Punkte für Multiple-Choice-Fragen)

3

100

60

30

60 Punkte für Fragen (davon max. 13 Punkte für Multiple-Choice-Fragen)

Der Schulungsnachweis wird für fünf Jahre, beginnend mit dem Tag der bestandenen Grundprüfung erteilt. Bei Erweiterung des Schulungsnachweises ändert sich die Geltungsdauer des Schulungsnachweises nicht.

4

125

75

37,5

75 Punkte für Fragen (davon max. 16 Punkte für Multiple-Choice-Fragen)

§ 26 Verlängerung der Geltungsdauer

Verteilung der Punkte

(3) Die Verlängerungsprüfung darf unbegrenzt wiederholt werden. Die Prüfung muss innerhalb der Geltungsdauer des Schulungsnachweises abgelegt werden. § 20 Rücktritt von der Prüfung (1) Tritt ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin vor Beginn der Prüfung zurück, gilt die Prüfung als nicht abgelegt. Das gleiche gilt, wenn ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin zu einer Prüfung nicht erscheint. (2) Tritt ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin im Verlauf der Prüfung zurück, so gilt diese grundsätzlich als nicht bestanden. Der Rücktritt ist unverzüglich, unter Mitteilung der Rücktrittsgründe, zu erklären. (3) Tritt ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin aus einem wichtigen Grund zurück, entscheidet die IHK über das Vorliegen eines solchen Grundes. Macht der Teilnehmer/ die Teilnehmerin als wichtigen Grund geltend, dass er/sie wegen Krankheit die Prüfung nach Beginn abbrechen musste, so hat der Teilnehmer/die Teilnehmerin dies unverzüglich durch Vorlage eines ärztlichen Attests, das nicht später als am Prüfungstag ausgestellt wurde, nachzuweisen. Liegt ein wichtiger Grund vor, gilt die Prüfung als nicht abgelegt. § 21 Ausschluss von der Prüfung Unternimmt ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin Täuschungshandlungen oder stört er/sie den Prüfungsablauf erheblich, kann er/sie von der weiteren Teilnahme an der Prüfung ausgeschlossen werden. Über den Ausschluss entscheidet die IHK. Bei Ausschluss gilt die Prüfung als nicht bestanden.

(2) Die IHK erweitert den Schulungsnachweis, wenn die Zulassungsvoraussetzungen gemäß § 16 Abs. 2 erfüllt sind und die entsprechende Prüfung unter Einhaltung der Vorgaben der §§ 15 und 18 bestanden wurde. (3) Schulungsnachweise nach § 7 Abs. 3 Gefahrgutbeauftragtenverordnung - GbV werden auf Antrag von der IHK in einen (regulären) Schulungsnachweis nach § 4 GbV umgeschrieben. § 25 Geltungsdauer

Die IHK verlängert den Schulungsnachweis für den/die darin bescheinigten Verkehrsträger, wenn der Inhaber/die Inhaberin die Zulassungsvoraussetzung nach § 16 Abs. 3 erfüllt und die entsprechende Prüfung unter Einhaltung der §§ 15 und 19 bestanden wurde. Hat der Teilnehmer/die Teilnehmerin innerhalb der letzten zwölf Monate vor Ablauf der Geltungsdauer des Schulungsnachweises die Verlängerungsprüfung bestanden, wird der Schulungsnachweis um fünf Jahre ab Ablauf seiner Geltungsdauer verlängert. Hat der Teilnehmer/die Teilnehmerin mehr als zwölf Monate vor Ablauf der Geltungsdauer des Schulungsnachweises die Verlängerungsprüfung bestanden, so ist für die Verlängerung des Schulungsnachweises dieses Prüfungsdatum maßgebend.

VII. Schlussvorschriften § 27 Inkrafttreten Diese Satzung tritt am 1. Juni 2018 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Satzung betreffend die besondere Schulung zum Erwerb der Sachkunde für Gefahrgutbeauftragte vom 26. November 1992 außer Kraft. Suhl, 19. April 2018 gez. gez. Dr. Peter Traut Dr. Ralf Pieterwas Präsident Hauptgeschäftsführer

§ 22 Niederschrift Für jeden Teilnehmer/jede Teilnehmerin ist eine Niederschrift anzufertigen. Diese enthält folgende Angaben: –– –– –– –– –– –– –– –– ––

Name, Vorname(n), ggf. Geburtsname, Geburtsdatum, Geburtsort, Geburtsland, Nationalität sowie Anschrift des Teilnehmers/der Teilnehmerin, Ort, Datum, Beginn und Ende der Prüfung, Name der aufsichtführenden Person, Art und Bestandteile der Prüfung, Feststellung der Identität des Teilnehmers/der Teilnehmerin sowie die Erklärung seiner/ihrer Prüfungsfähigkeit, die Belehrung des Teilnehmers/der Teilnehmerin über sein/ihr Recht, Prüfer/Prüferinnen wegen Besorgnis der Befangenheit abzulehnen, Bewertung der erbrachten Prüfungsleistung, Prüfungsergebnis, Erklärung über das Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung, Name und Unterschrift des Prüfers/der Prüferin.

§ 23 Bescheid bei Nichtbestehen der Prüfung Bei nicht bestandener Prüfung erhält der Teilnehmer/die Teilnehmerin einen schriftlichen Bescheid der IHK. Der Bescheid ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

Südthüringische Wirtschaft 5/2018 35


BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN

Satzung betreffend die Ausbildung der Gefahrgutfahrer/-innen Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Südthüringen hat am 19. April 2018 –– aufgrund von §§ 1 und 4 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern (IHKG) vom 18. Dezember 1956 (BGBl. I S. 920 ff.), zuletzt geändert durch Artikel 93 des Gesetzes zum Abbau verzichtbarer Anordnungen der Schriftform im Verwaltungsrecht des Bundes vom 29. März 2017 (BGBl. I S. 626), in der jeweils geltenden Fassung, –– in Verbindung mit § 14 Abs. 3 der Verordnung über die innerstaatliche und grenzüberschreitende Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße, mit Eisenbahnen und auf Binnengewässern in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. März 2017 (BGBl. I S. 711), zuletzt geändert durch die Berichtigung vom 20. April 2017 (BGBl. I S. 993), in der jeweils geltenden Fassung folgende Satzung beschlossen:

INHALTSÜBERSICHT

I. Zuständigkeit

I. Zuständigkeit

§ 1 Zuständigkeit

Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen – im folgenden IHK genannt – ist zuständig für

§ 1 Zuständigkeit

II. Schulungssystem

––

––

§ 2 Schulungssystem § 3 Kurspläne

––

III. Anerkennung der Schulungen

§ 4 § 5 § 6 § 7 § 8 § 9 § 10 § 11

Anerkennungsvoraussetzungen Lehrpläne Sachlicher und zeitlicher Umfang Lehrkräfte Schulungsmethoden Schulungsstätten und Schulungsmaterial Teilnehmerzahl Rechtswirkungen der Anerkennung

IV. Durchführung der Schulungen

§ 12 Pflichten des Veranstalters § 13 Befugnisse der IHK

V. Prüfungen

§ 14 § 15 § 16 § 17 § 18 § 19 § 20 § 21

Prüfungsarten, Prüfungsdauer und Bestehen der Prüfung Grundsätze für alle Prüfungen Zulassung zur Prüfung Rücktritt von der Prüfung Ausschluss von der Prüfung Niederschrift Bescheid bei Nichtbestehen Wiederholungsprüfung

VI. ADR-Schulungsbescheinigung

§ 22 Erteilung und Erweiterung § 23 Geltungsdauer § 24 Verlängerung der Geltungsdauer

VII. Schlussvorschriften

§ 25 Inkrafttreten

––

die Anerkennung und Überwachung von Schulungen, die Veranstalter in Schulungsstätten im Bezirk der IHK durchführen, die Durchführung von Prüfungen für Teilnehmer/Teilnehmerinnen an von der IHK anerkannten Schulungen, die Erteilung, Erweiterung und Verlängerung von ADR-Schulungsbescheinigungen für erfolgreiche Teilnehmer/Teilnehmerinnen an von der IHK durchgeführten Prüfungen und die Umschreibung der ADR-Schulungsbescheinigungen des Bundesministeriums der Verteidigung und des Bundesministeriums des Innern.

II. Schulungssystem § 2 Schulungssystem (1) Erstschulungen können aus folgenden Kursen bestehen: –– –– –– ––

Basiskurs, Aufbaukurs Tank, Aufbaukurs Klasse 1, Aufbaukurs Klasse 7.

(2) Auffrischungsschulungen bestehen aus einem Kurs für alle schulungspflichtigen Fahrzeugführer/Fahrzeugführerinnen. § 3 Kurspläne Zur Sicherstellung der Schulungsinhalte erlässt die IHK die DIHK-Kurspläne für die Ausbildung der Gefahrgutfahrer/Gefahrgutfahrerinnen als Verwaltungsvorschrift. Die Kurspläne beinhalten mindestens die Kenntnisbereiche aus Unterabschnitt 8.2.2.3 ADR. Die IHK gibt den Erlass der Verwaltungsvorschrift in ihrem Mitteilungsblatt bekannt. Sie stellt den Veranstaltern die Kurspläne als Grundlage für die Schulungen zur Verfügung.

III. Anerkennung der Schulungen § 4 Anerkennungsvoraussetzungen (1) Die Anerkennung wird auf schriftlichen Antrag des Veranstalters erteilt, wenn die vorgesehenen Schulungen den Anforderungen des ADR und den §§ 5 bis 10 dieser Satzung entsprechen. (2) Der Veranstalter muss in der Lage sein, die Schulungen ordnungsgemäß durchzuführen. Hierzu hat er auf Verlangen der IHK geeignete Nachweise vorzulegen. Insbesondere kann die IHK ein „Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde“, die Auskunft aus dem Gewerbezentralregister sowie die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts verlangen. Diese Nachweise sollen zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht älter als 3 Monate sein. § 5 Lehrpläne Der Veranstalter hat der IHK Lehrpläne vorzulegen. Die IHK prüft, ob diese den Anforderungen der DIHK-Kurspläne gemäß § 3 entsprechen.

36 Südthüringische Wirtschaft 5/2018


BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN § 6 Sachlicher und zeitlicher Umfang (1) Gegenstand der Schulungen sind die Lerninhalte der für die einzelnen Kurse gemäß § 3 erlassenen DIHK-Kurspläne.

(2) Die erstmalige Anerkennung wird längstens auf 3 Jahre befristet, die erneute Anerkennung auf längstens 5 Jahre.

(2) Der Veranstalter muss nachweisen, dass er seinen Schulungen mindestens folgende Zeitansätze zugrunde legt: a) Bei Erstschulungen: –– Basiskurs –– Aufbaukurs Tank –– Aufbaukurs Klasse 1 –– Aufbaukurs Klasse 7 b) Bei Auffrischungsschulungen:

18 Unterrichtseinheiten Theorie 1 Unterrichtseinheit praktische Übungen; 12 Unterrichtseinheiten Theorie 1 Unterrichtseinheit praktische Übungen; 8 Unterrichtseinheiten; 8 Unterrichtseinheiten; 8 Unterrichtseinheiten Theorie 4 Unterrichtseinheiten praktische Übungen.

(3) Eine Unterrichtseinheit beträgt 45 Minuten. Schulungen dürfen nicht mehr als acht Unterrichtseinheiten pro Tag umfassen. Nach längstens drei Unterrichtseinheiten ist eine Pause einzulegen. (4) Der Unterricht darf in der Zeit von 08:00 Uhr bis 22:00 Uhr stattfinden. (5) Die Durchführung von Schulungen an Sonn- und Feiertagen ist nicht zulässig. § 7 Lehrkräfte (1) Lehrkräfte müssen –– über allgemeine Kenntnisse der Zusammenhänge der Gefahrgutvorschriften verfügen und –– die zur Vermittlung des Lehrstoffs in ihrem Themensektor notwendigen besonderen Kenntnisse haben und –– zur erwachsenengerechten Vermittlung der erforderlichen Kenntnisse befähigt sein und –– eine gültige ADR-Schulungsbescheinigung für alle Klassen in Tanks und anders als in Tanks oder einen gültigen Schulungsnachweis für Gefahrgutbeauftragte (Straßenverkehr) besitzen. (2) Der Veranstalter hat der IHK aussagefähige Schulungs- und Tätigkeitsnachweise vorzulegen. Die IHK soll ein Beurteilungsgespräch führen; sie kann dazu Sachverständige hinzuziehen. § 8 Schulungsmethoden (1) Die Schulungen sind in Form von Präsenzunterricht mit praktischen Schulungsteilen durchzuführen. In die Vermittlung der Kenntnisse können elektronische Lernmedien unter Anleitung und bei durchgehender Anwesenheit einer Lehrkraft gemäß § 7 einbezogen werden. Die praktischen Schulungsteile sind gemäß Kursplan durchzuführen. (2) Die Schulungen sind in deutscher Sprache durchzuführen. § 9 Schulungsstätten und Schulungsmaterial (1) Der Veranstalter hat nachzuweisen, dass er über geeignete Räume und erforderliche Übungsplätze verfügt. Diese müssen so beschaffen und gelegen sein, dass die Schulungen sachgerecht, ohne Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und ohne Störung der Teilnehmer/Teilnehmerinnen durchgeführt werden können.

IV. Durchführung der Schulungen § 12 Pflichten des Veranstalters (1) Die Schulungen müssen die Gewähr dafür bieten, dass die Teilnehmer/Teilnehmerinnen die vorgeschriebenen Kenntnisse erwerben können. Der Veranstalter hat bei jeder von ihm durchgeführten Schulung die Vorgaben des § 2 zum Schulungssystem und die Anforderungen der §§ 5 bis 10 einzuhalten. (2) Der Veranstalter hat nachzuweisen, dass dem aktuellen Stand der Entwicklungen auf dem Gebiet des Straßengefahrguttransports Rechnung getragen wird und dass sich die eingesetzten Lehrkräfte entsprechend der aktuellen Rechtsentwicklung in ihren Schulungsbereichen weiterbilden. (3) Der Veranstalter hat der IHK rechtzeitig vor Beginn der Schulung die Termine, den Unterrichtsplan mit der Schulungsstätte (Räume), den Namen der jeweiligen Lehrkräfte sowie die Anzahl der Teilnehmer/Teilnehmerinnen zu übermitteln. (4) Der Veranstalter hat die Identität der Teilnehmer/Teilnehmerinnen mittels amtlichen Lichtbildausweises festzustellen und durch Führung von Anwesenheitslisten eine jeweils lückenlose Teilnahme zu belegen. Die Originale der Anwesenheitslisten sind der IHK auszuhändigen. (5) Der Veranstalter hat der IHK die Teilnehmerdaten rechtzeitig zu übermitteln und dafür zu sorgen, dass spätestens am Tag der Prüfung für jeden Teilnehmer/jede Teilnehmerin ein Lichtbild in Passbildqualität gemäß Anlage 8 der Verordnung zur Durchführung des Passgesetzes (Passverordnung - PassV) vom 19. Oktober 2007, zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 15. Februar 2017 (BGBl. I S. 162), in der jeweils geltenden Fassung, vorliegt. (6) Will der Veranstalter nach Anerkennung einer Schulung Veränderungen hinsichtlich solcher Umstände vornehmen, die für die Anerkennung von Bedeutung waren, so hat er vorher die Zustimmung der IHK einzuholen; dies gilt insbesondere für die eingesetzten Lehrkräfte und die Schulungsstätten. § 13 Befugnisse der IHK (1) Um die Erfüllung der Anforderungen nach §§ 4 bis 10 und Pflichten nach § 12 sicherzustellen, kann die IHK dem Veranstalter Auflagen erteilen, die mit der Anerkennung verbunden oder aufgrund eines in der Anerkennung enthaltenen Vorbehalts nachträglich angeordnet werden. (2) Die IHK kann verlangen, dass der Veranstalter seine Schulungen nach Aufforderung entsprechend den jeweils geltenden Vorschriften modifiziert. (3) Die IHK ist befugt, die ordnungsgemäße Durchführung der Schulungen auch durch die Entsendung von Beauftragten zu überprüfen. (4) Die Anerkennung kann unbeschadet der Vorschriften des Thüringer Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 1. Dezember 2014 in der jeweils geltenden Fassung über die Rücknahme und den Widerruf von Verwaltungsakten entzogen werden, wenn der Veranstalter den in dieser Satzung festgelegten Anforderungen nicht genügt oder sie von vornherein nicht erfüllte oder den Pflichten oder den ihm erteilten Auflagen zuwiderhandelt.

(2) Der Veranstalter hat nachzuweisen, dass für jeden Teilnehmer/jede Teilnehmerin ein ausreichender Arbeitsplatz vorhanden ist. (3) Der Veranstalter hat nachzuweisen, dass geeignete visuelle Hilfsmittel vorhanden sind, die in den zu nutzenden Räumen sachgerecht einsetzbar sind. (4) Der Veranstalter hat nachzuweisen, dass er über geeignetes, aktuelles Schulungsmaterial verfügt. In dieser Hinsicht kommen insbesondere die einschlägigen Vorschriftenwerke sowie Fachbücher oder Skripten in Betracht. (5) Der Veranstalter hat nachzuweisen, dass er über geeignetes technisches Schulungsmaterial (Kraftfahrzeug, Ladungssicherungsmittel, Mittel zur Durchführung der Feuerlöschübung etc.) verfügt. § 10 Teilnehmerzahl Je Schulung sind höchstens 25 Teilnehmer/Teilnehmerinnen zulässig. Die IHK kann entsprechend der Beschaffenheit der für die Schulung genutzten Räume eine geringere Höchstzahl festsetzen. § 11 Rechtswirkungen der Anerkennung (1) Die schriftlich erteilte Anerkennung berechtigt den Veranstalter, die in ihr bezeichneten Kurse und deren Kombinationen im Rahmen von Schulungen durchzuführen.

V. Prüfungen § 14 Prüfungsarten, Prüfungsdauer und Bestehen der Prüfung. Die Tabelle enthält die Regelungen zu Prüfungsart, zur Prüfungsdauer, zur Anzahl der Prüfungsfragen und zum Bestehen der Prüfung Prüfungsdauer in Minuten

Anzahl der Prüfungsfragen

Mindestanzahl der richtig zu beantwortenden Fragen zum Bestehen der Prüfung

Basiskurs

45

30

25

Aufbaukurs Tank

45

24

20

Aufbaukurs Klasse 1

30

15

11

Aufbaukurs Klasse 7

30

15

11

Auffrischungsschulung

30

15

11

Prüfungsart

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BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN § 15 Grundsätze für alle Prüfungen

§ 20 Bescheid bei Nichtbestehen

(1) Die IHK setzt Ort und Zeitpunkt der Prüfung fest.

Bei nicht bestandener Prüfung erhält der Teilnehmer/die Teilnehmerin einen schriftlichen Bescheid der IHK. Der Bescheid ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

(2) Die Prüfung wird schriftlich durchgeführt. Die Prüfung kann entweder auf Papier oder in elektronischer Form durchgeführt werden. Die IHK bestimmt das Verfahren. Die Durchführung der Prüfung erfolgt gemäß 8.2.2.7 ADR. (3) Die Prüfungssprache ist deutsch. (4) Die Prüfung ist nicht öffentlich. (5) Hilfsmittel sind nicht zugelassen. (6) Vor Beginn der Prüfung wird die Identität der Teilnehmer/Teilnehmerinnen mittels amtlichen Lichtbildausweises festgestellt. Teilnehmer/Teilnehmerinnen, deren Identität nicht zweifelsfrei festgestellt werden kann, dürfen an der Prüfung nicht teilnehmen. (7) Vor Beginn der Prüfung werden die Teilnehmer/Teilnehmerinnen über den Ablauf der Prüfung belehrt. (8) Für die Prüfung werden die Gemeinsamen Fragebögen der Industrie- und Handelskammern, herausgegeben von der DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung – Organisation zur Förderung der IHK-Weiterbildung mbH, verwendet. Die Prüfungsfragen beziehen sich auf die in § 6 Abs. 1 benannten Lerninhalte. Es werden ausschließlich Multiple-Choice-Fragen gestellt. Jede Frage hat vier Antwortvorschläge, wovon nur eine Antwortvorgabe richtig ist. (9) Nach Abschluss der Prüfung sind die Schulungs- und Prüfungsunterlagen sechs Jahre aufzubewahren. § 16 Zulassung zur Prüfung (1) Der Teilnehmer/die Teilnehmerin wird zur jeweiligen Prüfung nur zugelassen, wenn der Teilnehmer/die Teilnehmerin ohne Fehlzeiten an der entsprechenden, von der IHK anerkannten Schulung, teilgenommen hat. (2) Die Zulassung zur Prüfung für einen Aufbaukurs kann nur erfolgen, wenn der Teilnehmer/die Teilnehmerin die Anforderungen des Abs. 1 erfüllt und die Prüfung für den Basiskurs bestanden hat bzw. eine gültige ADR-Schulungsbescheinigung vorlegt. (3) Der Teilnehmer/die Teilnehmerin wird zur Auffrischungsprüfung nur zugelassen, wenn der Teilnehmer/die Teilnehmerin die Anforderungen des Abs. 1 erfüllt und eine gültige ADR-Schulungsbescheinigung vorlegt. § 17 Rücktritt von der Prüfung (1) Tritt ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin vor Beginn der Prüfung zurück, gilt die Prüfung als nicht abgelegt. Das gleiche gilt, wenn ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin zu einer Prüfung nicht erscheint. (2) Tritt ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin im Verlauf der Prüfung zurück, so gilt diese grundsätzlich als nicht bestanden. Der Rücktritt ist unverzüglich, unter Mitteilung der Rücktrittsgründe, zu erklären.

§ 21 Wiederholungsprüfung Die IHK lässt bei nicht bestandener Prüfung auf schriftlichen Antrag nach einer angemessenen Frist eine einmalige Wiederholung der Prüfung im Bezirk der IHK ohne nochmalige Schulung zu. Der schriftliche Antrag ist auch in elektronischer Form möglich.

VI. ADR-Schulungsbescheinigung § 22 Erteilung und Erweiterung (1) Die IHK erteilt eine ADR-Schulungsbescheinigung, wenn die Zulassungsvoraussetzungen gemäß § 16 Abs. 1 erfüllt sind und die entsprechende Prüfung unter Einhaltung der Vorgaben der §§ 14 und 15 bestanden wurde. (2) Die IHK erweitert die ADR-Schulungsbescheinigung, wenn die Zulassungsvoraussetzungen gemäß § 16 Abs. 2 erfüllt sind und die entsprechende Prüfung unter Einhaltung der Vorgaben der §§ 14 und 15 bestanden wurde. (3) Die IHK schreibt die ADR-Schulungsbescheinigung gemäß § 1 um. § 23 Geltungsdauer Für die Geltungsdauer der ADR-Schulungsbescheinigung ist das Datum der Prüfung „Basiskurs“ maßgebend. § 24 Verlängerung der Geltungsdauer (1) Die IHK verlängert die ADR-Schulungsbescheinigung, wenn der Inhaber/die Inhaberin die Voraussetzungen gemäß § 16 Abs. 3 erfüllt. Hat der Inhaber/die Inhaberin innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten vor Ablauf der Geltungsdauer der ADR-Schulungsbescheinigung oder nach Ablauf (aufgrund einer Ausnahmegenehmigung) eine von der IHK anerkannte Auffrischungsschulung besucht sowie die entsprechende Prüfung unter Einhaltung der Vorgaben der §§ 14 und 15 bestanden, ist die ADR-Schulungsbescheinigung ab Ablauf ihrer Gültigkeit zu verlängern. Ansonsten ist das Datum der Prüfung „Auffrischungsschulung“ maßgebend. (2) Die ADR-Schulungsbescheinigung darf auch verlängert werden, wenn statt der Auffrischungsschulung und der Auffrischungsprüfung eine von der IHK anerkannte Erstschulung besucht und die entsprechende Prüfung/entsprechenden Prüfungen bestanden wurde/n. § 16 Abs. 1 und 2 sind anzuwenden. Hinsichtlich des Verlängerungsdatums gilt Abs. 1 entsprechend.

VII. Schlussvorschriften § 25 Inkrafttreten

(3) Tritt ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin aus einem wichtigen Grund zurück, entscheidet die IHK über das Vorliegen eines solchen Grundes. Macht der Teilnehmer/ die Teilnehmerin als wichtigen Grund geltend, dass er/sie wegen Krankheit die Prüfung nach Beginn abbrechen musste, so hat der Teilnehmer/die Teilnehmerin dies unverzüglich, durch Vorlage eines ärztlichen Attests, das nicht später als am Prüfungstag ausgestellt wurde, nachzuweisen. Liegt ein wichtiger Grund vor, gilt die Prüfung als nicht abgelegt.

Diese Satzung tritt am 1. Juni 2018 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Satzung betreffend die Schulung, die Prüfung und die Erteilung der ADR-Bescheinigung für Fahrzeugführer für die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße vom 4. Dezember 2012 außer Kraft.

§ 18 Ausschluss von der Prüfung

gez. gez. Dr. Peter Traut Dr. Ralf Pieterwas Präsident Hauptgeschäftsführer

Unternimmt ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin Täuschungshandlungen oder stört er/sie den Prüfungsablauf erheblich, kann er/sie von der weiteren Teilnahme an der Prüfung ausgeschlossen werden. Über den Ausschluss entscheidet die IHK. Bei Ausschluss gilt die Prüfung als nicht bestanden. § 19 Niederschrift Für jeden Prüfungstermin ist eine Niederschrift anzufertigen. Diese enthält folgende Angaben: –– Art der Prüfung –– Anzahl der Teilnehmer/Teilnehmerinnen –– Ort, Datum, Beginn und Ende der Prüfung –– Name der aufsichtführenden Person –– Feststellung der Identität der Teilnehmer/Teilnehmerinnen –– Name und Unterschrift des Prüfers/der Prüferin –– Erklärung über die erfolgte Belehrung der Teilnehmer/Teilnehmerinnen über den Ablauf der Prüfung

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Suhl, 19. April 2018


BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN

Schiedsgerichtsordnung der Industrie- und Handelskammer Südthüringen (Beschluss des Präsidiums der IHK Südthüringen vom 27. März 2018)

Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen ist Mitglied der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e. V. (DIS), die eine Schiedsgerichtsordnung anbietet.

6.

Erklärungen der Parteien nach Artikel 15.2 der DIS-Schiedsgerichtsordnung sind unmittelbar an die DIS-Geschäftsstelle zu richten. Soweit sie an die Industrie- und Handelskammer Südthüringen gerichtet werden, werden sie durch die Industrie- und Handelskammer Südthüringen an die Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e. V. weitergeleitet.

Für die Fristwahrung ist der Zugang bei der Industrie- und Handelskammer Südthüringen ausreichend.

Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen beschränkt aus diesem Grunde ihre Schiedsgerichtsordnung auf folgende Regelungen: 1.

Haben Parteien eine Schiedsgerichtsvereinbarung getroffen, die die Mitwirkung der Industrie- und Handelskammer Südthüringen vorsieht bzw. auf die Schiedsgerichtsordnung der Industrie- und Handelskammer Süd­ thüringen verweist, so findet die Schiedsgerichtsordnung der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e. V., soweit die Parteien nichts anderes vereinbart haben, in der jeweils zum Zeitpunkt der Klageeinreichung gültigen Fassung Anwendung.

2.

Abweichend von Artikel 22.1 der DIS-Schiedsgerichtsordnung ist der Ort des schiedsrichterlichen Verfahrens Suhl, sofern die Parteien nichts anderes vereinbart haben.

3.

In Ergänzung des zu Artikel 5.1 der DIS-Schiedsgerichtsordnung kann der Kläger die Schiedsklage auch bei der Industrie- und Handelskammer Südthüringen einreichen. Das Schiedsgerichtsverfahren beginnt in diesem Fall mit dem Eingang der Schiedsklage bei der Industrie- und Handelskammer Südthüringen.

4.

Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen leitet die Schiedsklage an die Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e. V. weiter, die die Schiedsklage dem Beklagten zustellt und alle weiteren, in der DIS-Schiedsgerichtsordnung für sie vorgesehenen Aufgaben, wahrnimmt.

5.

Abweichend von Artikel 10 der DIS-Schiedsgerichtsordnung besteht das Schiedsgericht aus einem Einzelschiedsrichter, sofern die Parteien nichts anderes vereinbart haben. Ersatzbenennungen nach Artikel 11, 12, und 20 der DIS-Schiedsgerichtsordnung erfolgen durch den Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Südthüringen.

7.

Die Vorschriften über das beschleunigte Verfahren gemäß Anlage 4 der DIS-Schiedsgerichtsordnung sind auf ein nach dieser Schiedsgerichtsordnung durchgeführtes Schiedsverfahren anzuwenden, es sei denn die Parteien vereinbaren, dass das beschleunigte Verfahren nicht angewendet werden soll oder der Streitwert beträgt mehr als 1.000.000 Euro und der Schiedsrichter hält, in Anbetracht der Komplexität des Falles, die Anwendung des beschleunigten Verfahrens für unangebracht.

8.

Für ein gemäß dieser Schiedsgerichtsordnung im beschleunigten Verfahren durchgeführtes Verfahren wird die nach der Kostenordnung der DIS-Schiedsgerichtsordnung anfallende DIS-Bearbeitungsgebühr um 20 % reduziert und beträgt mindestens 350 Euro.

9.

Diese Schiedsgerichtsordnung tritt am 1. Juni 2018 in Kraft.

RECHT

Erfinderberatung in der IHK Südthüringen Die IHK Südthüringen führt monatlich eine Beratung zu Fragen des gewerblichen Rechtsschutzes durch. Hier erhalten interessierte IHK-Mitglieder eine kostenlose Erstberatung zu Fragen in Verbindung mit Marken, Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern, zum Verfahren und zu Kosten einschließlich Fördermöglichkeiten. Im IHK-Bezirk ansässige Patent- bzw. Rechtsanwälte stellen sich dankenswerterweise für diese Tätigkeit zur Verfügung.

Die Termine für 2018 sind wie folgt geplant: 17.05. 14.06. 16.08. 13.09. 18.10. 15.11. 13.12.

Patentanwalt Dr. Hans-Dieter Schmalz Rechtsanwalt Dr. Frank Weihrauch Patentanwalt Dr. Hans-Dieter Schmalz Rechtsanwalt Dr. Frank Weihrauch Patentanwalt Dr. Hans-Dieter Schmalz Rechtsanwalt Dr. Frank Weihrauch Patentanwalt Dr. Hans-Dieter Schmalz

Suhl, den 27. März 2018

gez. gez. Dr. Peter Traut Dr. Ralf Pieterwas Präsident Hauptgeschäftsführer

Die Anmeldung zu den einzelnen Beratungsterminen ist erforderlich. Ihr Ansprechpartner: Cindy Funk S 03681 362-202 Y funk@suhl.ihk.de

Südthüringische Wirtschaft 5/2018 39


RECHT

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung Teil VII Ab 25. Mai 2018 gilt auch in Deutschland die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) der Europäischen Union (EU). Durch das neue EU-Recht werden unmittelbar das bisherige Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und die EU-Datenschutzrichtlinie (Richtlinie 95/46/EG), auf der das BDSG basiert, abgelöst. Zeitgleich tritt ein dazu gehöriges deutsches Ergänzungsgesetz (Datenschutz-Anpassungs- und Umsetzungsgesetz – DSAnpUG) in Kraft, das die DS-GVO zum Teil modifiziert und konkretisiert. Die DS-GVO wird außerdem ergänzt durch die noch in Abstimmung befindliche EU-e-Privacy-Verordnung, die ebenfalls am 25. Mai 2018 in Kraft treten soll und Internetund Telemediendienste betrifft.

Was ist neu? Die Weiterverarbeitung von Daten ist auch weiterhin von der jeweiligen Zweckbestimmung abhängig. Die DS-GVO erweitert allerdings für Unternehmen die bereits bekannten Pflichten und erhöht die rechtlichen, betrieblichen und technisch-organisatorischen Anforderungen an den Datenschutz. Konkret in der neuen Verordnung geregelt werden vor allem die Rechtsgrundlagen der Datenverarbeitung, die Rechte der Betroffenen und die Pflichten der Verantwortlichen. Die Rechte der Nutzer werden durch neue Transparenz- und Informationspflichten der datenverarbeitenden Unternehmen gestärkt. Betroffene sollen leichter

© Martin Bergien/pixelio.de

Ziel der 99 Artikel ist zunächst ein weitestgehend einheitliches Datenschutzrecht innerhalb der EU. Darin sollen vor allem die Rechte und Kontrollmöglichkeiten derjenigen gestärkt werden, deren personenbezogenen Daten verarbeitet werden (Betroffene). Wesentliche Elemente des bisherigen BDSG werden zwar erhalten bleiben, es treten allerdings auch wesentliche Neuerungen hinzu. Zu den elementaren Bestandteilen, die grundlegend gleich bleiben, kann folgendes ausgeführt werden: Das maßgebliche Ziel der DS-GVO bleibt weiterhin der Schutz der Grundrechte und Grundfreiheiten jeder natürlichen Person, allen voran das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Als Grundsatz bleibt zudem bestehen, dass personenbezogene Daten in aller Regel nicht erhoben oder verarbeitet werden dürfen, sofern keine andere Rechtsvorschrift Abweichendes bestimmt. Ausnahmen müssen streng reguliert sein. Die Verarbeitung besonders sensibler personenbezogener Daten unterliegt auch nach der DS-GVO weiterhin strengen Voraussetzungen und bedarf zum Beispiel der vorherigen Einwilligung des Betroffenen. Weiterhin muss in Unternehmen, deren Hauptaktivität die Datenerhebung und Datenverarbeitung oder die dauerhafte Beobachtung von Personen ist, ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter installiert sein.

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Zugang zu ihren Daten und der Information über deren Nutzung haben. Außerdem wurde das bislang nur gerichtlich konstruierte „Recht auf Vergessenwerden“, also der Anspruch auf Löschung personenbezogener Daten, nun in Gesetzesform gegossen. Neu ist auch die Pflicht, elektronische Geräte und Anwendungen datenschutzfreundlich voreinzustellen. Neu sind insbesondere die umfassenden Informationspflichten und die Pflicht zur Datenschutz-Folgenabschätzung bei besonderen Risiken für die erhobenen Daten. Außerdem wird neu eingeführt, dass auch der Auftragsverarbeiter ein „Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten“ führen muss. Das deutsche Umsetzungsgesetz erweitert außerdem die Gründe für die Benennung eines Datenschutzbeauftragten. Schließlich müssen Unternehmen auch erweiterten Ansprüchen von Betroffenen gerecht werden. Außerdem gilt die DS-GVO auch für Unternehmen, die ihren Sitz außerhalb der EU haben, wenn sich ihre Angebote an EU-Bürger richten. Eine mangelhafte Umsetzung der DS-GVO birgt das Risiko von nicht unerheblichen Bußgeldern. Ihr Ansprechpartner: Holger Fischer S 03681 362-114  Y fischerh@suhl.ihk.de

Aushangpflichten beachten Vorschriften zum Jugendschutz Das Jugendschutzgesetz (JuSchG) wurde zuletzt durch Artikel 11 des Gesetzes zur Auflösung der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein und zur Änderung weiterer Gesetze (Branntweinmonopolverwaltung-Auflösungsgesetz – BfBAG) geändert. Die den Jugendschutz betreffende Änderung trat zum 1. Januar 2018 in Kraft. Aus diesem Grund ist in zunehmendem Maße mit verstärkten Kontrollen hinsichtlich der Einhaltung des Jugendschutzgesetzes in Diskotheken, Spielhallen, Gaststätten, Verkaufsstellen und bei Abendveranstaltungen zu rechnen. Bei den zu erwartenden Inspektionen dürfte neben Alkoholausschank und -verkauf, Rauchverboten und Verweildauer der Jugendlichen auch die Bekanntmachung von Vorschriften Prüfgegenstand sein. So sieht das Jugendschutzgesetz in § 3 Abs. 1 zwingend vor, dass Veranstalter und Gewerbetreibende die für ihre Betriebseinrichtungen und Veranstaltungen geltenden Vorschriften durch deutlich sichtbaren und gut lesbaren Aushang bekannt zu machen haben. Ein vorsätzlicher oder fahrlässiger Verstoß gegen diese Vorschrift kann als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Aktuelle Aushänge, die dem im Jahr 2017 geänderten Jugendschutzgesetz entsprechen, sind bei der IHK Südthüringen erhältlich und können unter S 03681 362-114 angefordert werden.

Arbeitszeitgesetz Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) regelt neben den grundsätzlichen Themen wie Arbeitszeit, Pausen, Nachtarbeit, etc. u. a. auch die Aushangpflicht. Dabei normiert § 16 Abs. 1 des Arbeitszeitgesetzes, dass der Arbeitgeber verpflichtet ist, einen Abdruck des Gesetzes, der aufgrund dieses Gesetzes erlassenen, für den Betrieb geltenden Rechtsverordnungen und der für den Betrieb geltenden Tarifverträge und Betriebs- und Dienstvereinbarungen an geeigneter Stelle im Betrieb zur Einsichtnahme auszulegen oder auszuhängen. Diese Aushangpflicht gilt für alle Arbeitgeber, unabhängig von der Anzahl der im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer. Allein die Beschäftigung einer Teilzeitkraft ist ausreichend, um die Aushangpflicht zu begründen. Ein vorsätzlicher oder fahrlässiger Verstoß gegen diese gesetzliche Verpflichtung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann gemäß § 22 Abs. 1 Ziffer 8 ArbZG mit einer Geldbuße von 2. 500 Euro geahndet werden. Aus diesem Grund kann nicht ausgeschlossen werden, dass das zuständige Landesamt für Verbraucherschutz verstärkt Kontrollen hinsichtlich der Einhaltung der Aushangpflicht durchführen wird.


RECHT

Südthüringische Wirtschaft

Die Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie

© Tim Reckmann/pixelio.de

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Jedem Arbeitgeber ist bekannt, dass eine ärztlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit die Voraussetzung für den Anspruch auf Entgeltfortzahlung und für den Anspruch auf Krankengeld ist. Während das Krankengeld eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse und damit der Versichertengemeinschaft darstellt, gehen die Kosten der Entgeltfortzahlung (maximal sechs Wochen) zu Lasten des Unternehmens. Aus diesem Grund besteht durchaus ein berechtigtes Interesse des Arbeitgebers im Einzelfall zu hinterfragen, ob tatsächlich eine Arbeitsunfähigkeit vorliegt oder vorgelegen hat, die einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung begründet. Interessant ist dies insbesondere in den Fällen, bei denen durch den Arbeitnehmer eine rückwirkende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des Arztes vorgelegt wird. Hinsichtlich rückwirkender Krankschreibungen ist dabei auf die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit und die Maßnahmen zur stufenweisen Wiedereingliederung nach § 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 7 SGB V zu verweisen. Diese Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie in der Fassung vom 14. November 2013, zuletzt geändert am 20. Oktober 2016, wurde durch den Gemeinsamen Bundesausschuss erarbeitet und müsste auch den Vertragsärzten bekannt sein. In § 5 Absatz 3 der Richtlinie ist Folgendes geregelt: Die Arbeitsunfähigkeit soll für eine vor der ersten ärztlichen Inanspruchnahme liegende Zeit grundsätzlich nicht bescheinigt werden. Eine Rückdatierung des Beginns der

Druckauflage: 10 460 Exemplare (III. Quartal 2017 - IVW Geprüft) Erscheinungsweise: Neunmal jährlich Herausgabedatum: 07.05.2018 Redaktion: Dipl.-Medienwiss. Katja Hampe E-Mail: hampe@suhl.ihk.de

Arbeitsunfähigkeit auf einen vor dem Behandlungsbeginn liegenden Tag ist ebenso wie eine rückwirkende Bescheinigung über das Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit nur ausnahmsweise und nur nach gewissenhafter Prüfung und in der Regel nur bis zu drei Tagen zulässig. Erscheinen Versicherte entgegen ärztlicher Aufforderung ohne triftigen Grund nicht zum vereinbarten Folgetermin, kann eine rückwirkende Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit versagt werden. Da eine rückwirkende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Regelfall ausgeschlossen und nur in absoluten Ausnahmefällen möglich ist, sind an die ärztliche Bescheinigung erhöhte Anforderungen zu stellen. Diese bestehen insbesondere darin, dass der Arzt seine Entscheidung der rückwirkenden Krankschreibung begründen muss. Diese Begründung kann durch den Arbeitgeber angefordert werden. Kann eine angeforderte, nachvollziehbare Begründung durch den Arzt nicht erbracht werden, kann seitens des Arbeitgebers die Entgeltfortzahlung für den entsprechenden Zeitraum verweigert werden.

Dipl.-Ök.-Päd. Birgit Hartwig E-Mail: hartwig@suhl.ihk.de Titelbild: © IHK Südthüringen Anzeigen und Verlag: Prüfer Medienmarketing Endriß & Rosenberger GmbH Schlösserstr. 39, 99084 Erfurt Tel. 0361 5668194, Fax 5668196 Anzeigenverwaltung: Gudrun Wenske Anzeigenleiter: Achim Hartkopf medienmarketing.erfurt@pruefer.com www.pruefer.com Anzeigenschluss: Am 10. des Vormonats Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 5 ab Januar 2018.

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Mit Namen oder Signum gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der IHK Südthüringen wieder.

Bestellung von Sachverständigen für Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider Mit Inkrafttreten der Verordnung über Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider (42. BImSchV) am 20. August 2017 wurden u. a. die Anforderungen an die Überwachung dieser Anlagen erstmals rechtlich festgelegt. Nach § 14 der Verordnung müssen Anlagen alle fünf Jahre überprüft werden. Eine solche Überprüfung erfolgt u. a. durch öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige.

Industrie- und Handelskammer Südthüringen, Bahnhofstraße 4 – 8, 98527 Suhl Telefon: 03681 362-0 Telefax: 03681 362-100 Internet: www.suhl.ihk.de E-Mail: info@suhl.ihk.de

Interessenten an einer öffentlichen Bestellung und Vereidigung im Sachgebiet „Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider“ können sich gern für weitere Informationen zu Anforderungen und dem Verfahren zur öffentlichen Bestellungen an die IHK Südthüringen wenden.

Ihr Ansprechpartner: Christoph Beer  S 03681 362-321  Y beer@suhl.ihk.de

Zur sprachlichen Vereinfachung und besseren Lesbarkeit wird bei Formulierungen, die sich auf Personen beziehen, auf die ausdrückliche Nennung der weiblichen Form verzichtet. „Südthüringische Wirtschaft" ist das offizielle Mitteilungsblatt der IHK Südthüringen. Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der grundsätzlichen Beitragspflicht als Mitglied der IHK.

Haftung und Urheberrecht: Der Inhalt dieses Heftes wurde sorgfältig erarbeitet. Herausgeber, Redaktion, Autoren und Verlag übernehmen dennoch keine Haftung für die Richtigkeit von Angaben und Hinweisen sowie für mögliche Druckfehler. Nachdruck nur mit Genehmigung und Quellenangabe.

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Südthüringische Wirtschaft - Ausgabe 5/2018  
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