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Jahresbericht 2017


Inhalt Vorwort

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Wirtschaftsentwicklung 2017

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Berichte der Geschäftsbereiche Standortpolitik Existenzgründung und Unternehmensförderung Aus- und Weiterbildung Innovation und Umwelt International Recht Kundenzufriedenheit | Zentrale Dienste Öffentlichkeitsarbeit | Mitgliederkommunikation | Marketing Niederlassung Arnstadt Niederlassung Sonneberg

8 9 16 18 38 48 52 56 62 72 78

Ehrenamt 82 Mitglieder des Präsidiums 83 Mitglieder der Vollversammlung 85 Fachausschüsse 96 Regionalausschüsse 100 Anhang Organigramm Leitbild

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Impressum

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Jahresbericht 2017

Vorwort

Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer, liebe Leserinnen und Leser, im vergangenen Jahr ist das Bruttoinlandsprodukt in Thüringens Süden real um 2,0 Prozent gewachsen. Die Bruttowertschöpfung konnte nominal betrachtet in allen Branchen im Vergleich zum Jahr 2016 gesteigert werden. Somit war das Jahr 2017 im IHK-Bezirk von einer insgesamt sehr guten wirtschaftlichen Lage geprägt. Trotzdem gibt es immer wieder Sorgen, bei denen Ihnen die IHK helfen kann. Neben dem Haus der Wirtschaft in Suhl sind wir auch in unseren Niederlassungen in Arnstadt und Sonneberg sowie im Bildungszentrum Suhl-Mäbendorf für Ihr Unternehmen vor Ort. In unserem Jahresbericht geben wir Ihnen einen anschaulichen Einblick in unsere tägliche Arbeit. Wir informieren Sie über Veranstaltungen, Aktivitäten und Projekte aus unseren Geschäftsbereichen. Anhand des Grades der Zielerfüllung können Sie ablesen, wie weit die Vorhaben im Einzelnen fortgeschritten sind. Wir heben in unserem Jahresbericht hervor, dass wir ein kompetenter und zuverlässiger Dienstleister und Partner für die Wirtschaft in Thüringens Süden sind. Wir hoffen, dass Sie durch unseren Jahresbericht weitere Anregungen erhalten, wie Sie in Zukunft noch mehr von unseren Dienstleistungen, Beratungsangeboten, Veranstaltungen, Weiterbildungen sowie von unserem IHK-Netzwerk profitieren können. Wir danken Ihnen für die konstruktive Zusammenarbeit und wünschen Ihnen eine informative Lektüre. Über Ihr Feedback zu unserem neuen IHK-Jahresbericht 2017 freuen wir uns.

Dr. Ralf Pieterwas Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen

Dr. Peter Traut Präsident der IHK Südthüringen 3


Wirtschaftsentwicklung 2017

Dr. Jan Pieter Schulz Volkswirtschaft Telefon: 03681 362-406 Telefax: 03681 362-220 E-Mail: schulz@suhl.ihk.de

Die deutsche Wirtschaft hat sich in 2017 kraftvoller als in den fünf vorangegangenen Jahren entwickelt. Im inzwischen achten Aufschwungsjahr wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,2 Prozent. Träger des Wachstums blieb in erster Linie die inländische Verwendung. Das Exportwachstum um beachtliche 4,7 Prozent wurde durch eine Zunahme des Imports um 5,1 Prozent praktisch ausgeglichen. Der Zuwachs der inländischen Verwendung wurde erneut vom Konsum der privaten Haushalte getragen. Nominal betrachtet nahm der Konsum um 3,6 Prozent und damit so stark wie zuletzt 1994 zu. Die privaten Haushalte gaben vor allem mehr Geld für Bekleidung, Kraftfahrzeuge und Kraftstoffe, Ernährung sowie Urlaub und andere Freizeitaktivitäten aus. Ausschlaggebend für den Anstieg des Konsums waren die erneute Expansion der Zahl der Erwerbstätigen um 1,5 Prozent und die Zunahme der Verdienste in der Privatwirtschaft um 1,7 Prozent. Auch die Investitionen der Unternehmen nahmen kräftig zu. Aufgrund einer hohen Kapazitätsauslastung – die umfragebasierten Wachstumsindikatoren des DIHK und des ifo-Instituts erreichten 2017 die höchsten Werte seit der Wiedervereinigung – wurden vielfach Erweiterungsinvestitionen durchgeführt. Die Ausrüstungsinvestitionen stiegen um 4,0 Prozent, die Bauinvestitionen um 2,7 Prozent. Das BIP-Wachstum in den neuen Bundesländern (ohne Berlin) fiel unterdurchschnittlich aus. Am stärksten wuchs das reale BIP in Mecklenburg-Vorpommern mit 1,8 Prozent gefolgt von Thüringen mit 1,6 Prozent. Am schwächsten fiel der Zuwachs in Sachsen-Anhalt mit 0,8 Prozent aus. Die Thüringer Bruttowertschöpfung nahm in allen Wirtschaftszweigen mit geringerer Rate zu als der Bundesdurchschnitt. Wachstumstreiber war in beiden Fällen die Industrie, deren Bruttowertschöpfung in Deutschland um 3,0 Prozent zunahm, in Thüringen jedoch nur ein Wachstum um 2,5 Prozent erreichte. Einmal mehr erscheint die Stellung der Unternehmen im Wertschöpfungsprozess ausschlaggebend für das geringere Wachstum.

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Jahresbericht 2017

Südthüringer Wirtschaft weiter auf Erfolgskurs Im IHK-Bezirk Südthüringen ist das reale BIP um 2,0 Prozent gewachsen. Dies ergibt sich aus den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage der IHK Südthüringen. Alle Branchen konnten nominal betrachtet ihre Bruttowertschöpfung steigern, ein überdurchschnittliches Wachstum ergab sich für die Industrie, deren Wertschöpfung um 5,6 Prozent bzw. preisbereinigt um 4,5 Prozent zunahm. Erste Zahlen der amtlichen Statistik bestätigen dies bislang nur teilweise. Aktuell veröffentlicht sind lediglich Daten für die großen Betriebe der Industrie und des Baugewerbes. In den vergangenen zehn Jahren wiesen jedoch häufig die kleinen und mittleren Betriebe ein erheblich höheres Umsatzwachstum auf. Die jetzt vorliegenden Daten für die Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten zeigen ein Umsatzwachstum um 3,4 Prozent. In Thüringen wurden 4,4 Prozent Zuwachs erreicht. Besonders kräftige Umsatzsteigerungen ergaben sich in der Stadt Suhl mit 23,8 Prozent, im Landkreis Hildburghausen mit 7,6 Prozent sowie im Landkreis Sonneberg mit 6,0 Prozent. Die Zuwächse wurden anders als in Thüringen vor allem im Inland erreicht. Die Auslandsumsätze stiegen in Südthüringen mit 2,2 Prozent schwächer als die Umsätze insgesamt. Thüringens Industrieabsatz wurde dagegen durch die mit 6,5 Prozent stärker gewachsenen Auslandsumsätze angetrieben. Die Südthüringer Exportquote betrug 34,0 Prozent, in Thüringen wurden 34,6 Prozent erreicht. Mit 42,5 Prozent wies die Industrie im Landkreis Sonneberg die höchste Exportquote des IHK-Bezirks auf, die niedrigste ergab sich mit 22,1 Prozent für die Industrie in der Stadt Suhl. Im Bauhauptgewerbe legte der Umsatz in den Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten um 7,3 Prozent zu. Für Thüringen wird ein Zuwachs um 5,6 Prozent ausgewiesen. Einhergehend mit der Fortsetzung des wirtschaftlichen Aufschwungs verbesserte sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote ging um 0,6 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent zurück. In Thüringen ging sie ebenfalls um 0,6 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent zurück. Zugleich stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sowohl in Südthüringen als auch in Thüringen um ein Prozent. Die weitere Expansion wurde vor allem möglich, weil es gelang, zunehmend im Ausland Mitarbeiter zu gewinnen. Während die Zahl der deutschen Mitarbeiter um 0,1 Prozent nur noch geringfügig zunahm, expandierte die Zahl der ausländischen Mitarbeiter um 25,2 Prozent. Die Entwicklung in Thüringen verlief analog mit Zuwächsen um 0,3 Prozent bzw. 24,2 Prozent. Die Verdienste stiegen in der Thüringer Privatwirtschaft im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent. Die Konjunkturumfrage der IHK Südthüringen zeigte in 2017 ganzjährig eine expandierende Wirtschaft. Der Konjunkturklimaindikator, ein geometrischer Mittelwert aus den Lage- und Erwartungseinschätzungen der Unternehmen, erreichte zu Jahresbeginn 2017 117,1 Punkte. Im Frühsommer 2017 wurden 121,7 Punkte erreicht und im Herbst 2017 125,6 Punkte. Auf einzelne Branchen bezogen fand der permanente Anstieg in der Industrie und der Dienstleistungswirtschaft als den beiden die Wertschöpfung der Region am meisten prägenden Branchen statt. In den anderen Branchen war im Jahresverlauf kein Trend erkennbar. Als Hauptrisiken für die wirtschaftliche Entwicklung identifizierten die Unternehmen die zunehmenden Fachkräfteengpässe, den Anstieg der Arbeitskosten und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen.

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Zum Jahreswechsel 2017/2018 zeichnete sich für die Südthüringer Wirtschaft eine Fortsetzung des Expansionspfads ab. Der Konjunkturklimaindikator erreichte mit 125,8 Punkten den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Mit einem Anteil von 91,7 Prozent der Unternehmen bewertete die Mehrheit die Lage als gut oder saisonüblich. Überdurchschnittlich fiel die Lageeinschätzung in der Industrie (97,4 Prozent), im Gastgewerbe (96,0 Prozent) und im Verkehrsgewerbe (94,1 Prozent) aus. Ebenfalls gute Lageeinschätzungen lieferten die Dienstleistungswirtschaft (90,9 Prozent) und der Handel (87,2 Prozent).

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Jahresbericht 2017

Konjunkturklimaindikator -IHK Südthüringen125,8

130 120

117,1

110 100 90 80

17,7

46,4

64,6 9,3

17,7

Lage

Erwartungen Jahresbeginn 2017

III/17

19,4 55,4

44,3

III/16

III/15

III/14

III/13

III/12

III/11

III/10

III/09

III/08

III/07

70

positiv (%) 68,8

negativ (%)

36,3 8,3 Lage

neutral (%)

11,8 Erwartungen Jahresbeginn 2018

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Berichte der Geschäftsbereiche

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Jahresbericht 2017

Standortpolitik Für eine leistungsstarke Wirtschaftsregion Jan Scheftlein Abteilungsleiter Telefon: 03681 362-210 Telefax: 03681 362-220 E-Mail: scheftlein@suhl.ihk.de

Die IHK Südthüringen sieht die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in Thüringens Süden und die Etablierung der Region als leistungsstarken Wirtschaftsstandort als vordergründige Aufgabe. Die in diesem Zusammenhang zu erfüllenden hoheitlichen Aufgaben und Dienstleistungen orientieren sich ausschließlich an den Interessen der Mitgliedsunternehmen, die durch geeignete Gremien wie Fach- und Regionalausschüsse zu eruieren sind. Als Interessenvertreter der Wirtschaft engagiert sich die IHK für optimale Standortbedingungen, wie moderne Verkehrswege und komfortable Infrastrukturbedingungen. Die IHK beteiligt sich an öffentlichen Planungsvorhaben, welche die Wirtschaft berühren, wie z. B. bei Raumordnungsverfahren und nimmt u. a. mit Stellungnahmen auf die Gestaltung einer wirtschaftsfreundlichen Politik Einfluss. Dem voran gestellt ist stets der Abwägungsprozess der differenzierten Unternehmensinteressen.

Ziele und Zielerfüllung Qualitätssicherung USC/Evaluation Mit dem Bezug der Hauptgeschäftsstelle in der Bahnhofstrasse wurde erstmals ein Unternehmerservicecenter (USC) errichtet. Nachdem im Jahr 2016 der Betrieb etabliert wurde, galt es für das Folgejahr die Qualität zu sichern und eine Evaluation der Inanspruchnahme dieser neuen Einheit vorzunehmen. Durch regelmäßige Dienstberatungen mit dem USC-Team wurden neu übertragene Aufgaben und Zuständigkeiten, wie auch bekannte Arbeitsabläufe und deren optimale Umsetzung thematisiert. Trotz angespannter personeller Situation durch Langzeiterkrankungen und Personalfluktuation konnte durchgehend die Verfügbarkeit dieser Einheit gewährleistet werden. 9


Die im Erfassungszeitraum (Mai 2016 bis Juni 2017) aggregierten Daten eines monatlichen Controllingberichts wurden im August 2017 zusammengefasst und bildeten die Zahlenbasis für die Evaluation des USC. Die Erkenntnisse der Evaluation wurden in der Geschäftsleitung diskutiert und die von der Fachabteilung vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt. Die dabei festgelegten Änderungen wurden in der „Dienstanweisung USC“ erfasst. Zum 1. Oktober 2017 wurden die Anpassungen aktiv. Zielerfüllung: 100 %

Erhöhung der Wirksamkeit des Fachkräftebüros Im Jahr 2016 wurde erstmals das Fachkräftebüro etabliert. Neben der Vernetzung mit relevanten Akteuren und Institutionen galt es die Bekanntheit dieses Beratungsangebotes und dessen Inanspruchnahme zu erhöhen. Die regelmäßige Teilnahme an Beratungen mit der Agentur für Arbeit und Jobcentern sicherte und intensivierte die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Durch Steigerung der Presseund Medienarbeit wurde das Beratungsangebot für Mitgliedsunternehmen sichtbarer. Im Rahmen der Fortführung der Veranstaltungsreiche des Forum F in Form einer Roadshow in den Städten Arnstadt, Schmalkalden, Sonneberg und Suhl wurde das Angebot einem weiten Bereich der Unternehmerschaft zugänglich. Die mit der Leitung des USC betraute Mitarbeiterin, Frau Sieber, ist als Referentin für Fachkräftesicherung für die operative Ausgestaltung des Fachkräftebüros zuständig. Folgende Themenbereiche standen im Rahmen der Beratung im Fokus: Personalplanung Personalrecruiting Rechtliche Rahmenbedingungen zur Einstellung von Flüchtlingen, EU-Bürgern, Drittstaatlern Rekrutierung von Mitarbeitern aus dem Ausland Vermittlung von regionalen Ansprechpartnern zur Personalsuche Beratung zu Ausbildungsfragen Einstiegsqualifizierungsberatung Beratung zur Durchführung von Praktika Durch Langzeiterkrankung und Priorisierung auf die USC-Funktionsfähigkeit bestehen Potentiale der Steigerung für das Folgejahr. Das im Jahr 2016 initiierte Pilotprojekt zur Gewinnung von vietnamesischen Jugendlichen für die duale Ausbildung in Südthüringen nahm 2017 großen Raum in Bezug auf zeitliche und personelle Ressourcen ein. Im September 2016 begannen 20 Jugendliche eine einjährige Sprachausbildung in Hanoi mit dem Ziel im August 2017, nach erfolgreichem Prüfungsabschluss mit dem B2 Sprachzertifikat, ihre Ausbildung in Südthüringen anzutreten. Im Rahmen des Visaverfahrens waren eine intensive Zusammenstellung 10


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von personenindividuellen Unterlagen sowie die Abstimmung mit Ausländerbehörden aus der Region und dem Herkunftsland notwendig. Die im Rahmen dieses Projektes gewonnenen Erkenntnisse und Netzwerkkontakte kommen nicht nur den unmittelbar am Projekt beteiligten Unternehmen zugute, sondern stellen einen Mehrwehrt für alle Mitgliedsunternehmen dar. Für am Projekt beteiligte bzw. interessierte Unternehmen wurde im Februar 2017 eine Delegationsreise nach Vietnam realisiert. An der Reise nahmen sechs Unternehmensvertreter teil, die sich über Landeskunde, Ausbildungsmöglichkeiten und Geschäftspotentiale in Vietnam informierten. Der IHK wurde in Vietnam die Gelegenheit gegeben, die Wirtschaftsregion Südthüringen und die vorhandenen Beschäftigungspotentiale vorzustellen. Zu Beginn des Ausbildungsjahres konnten 16 Jugendliche aus Vietnam ihre Ausbildung in Südthüringen beginnen. Im Rahmen der projektierten sozialpädagogischen Betreuung werden diese wöchentlich besucht und Betreuungsbedarfe individuell abgestimmt. Es erfolgten monatliche Beratungen mit den Ausbildungsbetrieben und quartalsweise Besuche in den Berufsschulen. Ziel dieser Betreuung ist die bestmögliche berufliche und soziale Integration der Auszubildenden. Durch regelmäßige gemeinsame Gruppenaktivitäten haben die Jugendlichen die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und die Region gemeinsam zu erkunden. Im Rahmen der vom Thüringer Wirtschaftsministerium veranlassten Initiative „Zukunft Thüringer Wald“ fand das Pilotprojekt Eingang und wurde auf drei weitere Ausbildungsdurchgänge à 40 Auszubildende erweitert. Durch intensiven Austausch mit den zuständigen Ministerien konnte eine finanzielle Beteiligung für die Kosten der Sprachausbildung sowie der sozialpädagogischen Betreuung erreicht werden. Im Juni 2017 konnten für die zweite Staffel 40 Ausbildungsplätze akquiriert werden. Bis August 2017 war der Matchingprozess größtenteils abgeschlossen, sodass die Sprachausbildung beginnen konnte. Das seit dem Jahr 2016 bestehende Projekt der Thüringer Wirtschaftskammern zur beruflichen Integration von Flüchtlingen (FIF) konnte durch Intensivierung der Medienarbeit ebenso der Unternehmerschaft zugänglicher gemacht werden. Regelmäßige Treffen der Projektmitarbeiter sicherten hierbei die Einhaltung der Qualitätsstandards der Organisation. Die Geflüchteten wurden in Kooperation mit Ausländerbehörden, Arbeitsagentur, Netzwerkpartnern und in Eigeninitiative angesprochen. Anfragen von Mitgliedsunternehmen zu rechtlichen Voraussetzungen für die Beschäftigung dieser Personengruppe wurden bearbeitet und Geflüchtete zu Vorstellungsgesprächen begleitet. Im Rahmen der Erfassung von Qualifikationen, dem Matchingprozess oder der Vermittlung von Praktika- und Ausbildungsplätzen erfolgte eine intensive Zusammenarbeit mit der Abteilung Aus- und Weiterbildung. Das bis zum 31. Dezember 2017 befristete FIF-Projekt soll aufgrund seiner im Gesamtkontext der bestehenden Angebote für geflüchtete Personen positiven Ergebnisse, für drei weitere Jahre fortgeführt werden. Hierfür wurde im letzten Quartal 2017 die Antragstellung für ein Folgeprojekt durchgeführt und letztendlich bewilligt. Zielerfüllung: 100 % 11


Fortführung des Projekts „Ausgezeichnete Ausbildungsqualität im HOGA Bereich“ Nachdem im Vorwettbewerb kein Ausbildungsbetrieb die notwendigen Punktzahl erreichte, konnte am 12. Juni 2017 erstmals im Rahmen des „Branchentags Tourismus“ das Siegel vergeben werden. Drei Ausbildungsbetriebe wurden ausgezeichnet. Vorangegangen waren eine Überarbeitung der Ansprache der Betriebe und Auszubildenden, sowie die Überarbeitung der Wettbewerbskriterien. Das Projekt wird in Kooperation mit der Abteilung Aus- und Weiterbildung durchgeführt. Zielerfüllung: 100 %

Mystery-Man-Aktion in Gaststätten und Hotels/Siegel „Beste Gaststätte“ Die vorhandenen Projektvorschläge waren nicht ausreichend, um ein entsprechendes Siegelverfahren zu starten. Zudem wurde die Projektpartnerschaft mit dem DHEOGA geprüft. Die Erkenntnisse daraus sind in die Umsetzung eines analogen Projektes der Initiative „Zukunft Thüringer Wald“ eingeflossen. Zielerfüllung: 50 %

Konzept „Fachkraft Willkommenspaket im Thüringer Wald“ Die für die Projektumsetzung notwendige Personalressource war nicht verfügbar. Zielerfüllung: 0 %

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Projektleitung „Unternehmerfreundliche Verwaltung im Thüringer Wald“ Im Januar 2017 wurde die Rezertifizierung der Stadt Schmalkalden abgeschlossen. Im Rahmen des Neujahrempfangs der Stadt Schmalkalden wurde die erneut positive Rezertifizierung der Stadtverwaltung verkündet.

Erfolgreich rezertifiziert: Seit dem Jahr 2008 trägt die Stadtverwaltung Suhl das Gütesiegel „Unternehmerfreundliche Verwaltung im Thüringer Wald“. Das Qualitätsprädikat ist nicht für immer gültig, sondern die Stadtverwaltung muss diesen Titel alle drei Jahre verteidigen. Dieser Herausforderung stellte sich die Stadtverwaltung Suhl im Mai 2017 und kann sich nach erfolgreicher Rezertifizierung weiterhin mit dem Gütesiegel schmücken. Mit der Stadtverwaltung Meiningen gab es einen intensiven Austausch bzgl. der angestrebten Erstzertifizierung. Im Dezember erfolgte die erste Stufe des Siegelprozesses, die Unternehmerbefragung. Im Jahr 2017 konnte mit Zella-Mehlis eine weitere Kommunalverwaltung für den Siegelprozess gewonnen werden. Mit dem Bürgermeister und der Wirtschaftsförderung gab es dazu einen intensiven Austausch. Zielerfüllung: 100 %

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Vorbereitung der Standortumfrage Verschiedene Vorbereitungen für die Umfrage wurden getroffen. Der Start der Umfrage wurde an die Schaffung neuer Gebietskörperschaften gekoppelt. Durch den Stopp der Gebietsreform 2017 wurde die Standortumfrage auf 2018 verschoben.

Business Improvement Districts (BID) Offensive – Schaffung gesetzlicher Grundlagen Die Abteilung Standortpolitik war für die Organisation der Veranstaltung „BID-Impuls Thüringen“ am 16. Januar 2017 zuständig. Die Vorstellung des Vorhabens sowie die Beratung mit der zuständigen Ministerin Birgit Keller fanden am folgenden Tag statt. Am 16. Mai 2017 wurde eine Exkursion nach Bamberg und Litzendorf organisiert, um den Vertretern des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) das Modell „Verfügungsfonds in Bayern“ vorzustellen. Die Nachbesprechung zur Reise mit der Leitung der Abteilung Städtebau des TMIL und die Auswertung der BID-Exkursion wurden ebenfalls organisiert. Das TMIL will ausgehend von Erfahrungen mit dem bestehenden Instrument Verfügungsfonds die Notwendigkeit eines BID-Gesetzes prüfen. Insgesamt steht die Fachabteilung des TMIL dem Thema BID nicht mehr völlig ablehnend gegenüber. Für ein BID-Gesetz ist weiterhin Druck bspw. über das Wirtschaftsministerium, den Branchendialog Einzelhandel sowie die Kommunen notwendig. Beides wurde adressiert. Mit dem Verfügungsfond steht Thüringer Kommunen ein in Teilen Vergleichbares Instrument zur Verfügung. Hinsichtlich Verwendung dieses Instrumentes erfolgte die Vorstellung von BID und Verfügungsfonds im Bau-, Vergabe- und Umweltausschuss der Stadt Arnstadt. Ebenso wurde deren Anwendung mit dem Citymanager Meiningen besprochen. Beide Kommunen planen den Verfügungsfond in ihren Kommunen einzusetzen. Es erfolgt eine Begleitung durch die IHK Südthüringen. Zielerfüllung: 100 %

Umsetzung „Gründerbindungsprojekt“ Die Leitung für das Projekt Gründerbindung wurde auf das Referat Beitrag bzw. die neu geschaffene Stelle des Projektmanagers übertragen. Nicht projektleitend, aber aktiv unterstützt wurden die Gestaltung des Flyers sowie die Durchführung des Vorhabens. Basierend auf dem Konzept der Abteilung Standortpolitik und Unternehmensförderung erfolgte der Versand der Gründerbäumchen im Frühjahr 2017 an die Unternehmen. Flankierend dazu wurde das Konzept der Veranstaltung NewKammer überarbeitet, welche erstmals in neuer Form im Mai 2018 stattfand. Zielerfüllung: 100 %

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Vorbereitung Jugendwirtschaftskonferenz Die Projektleitung wurde durch Weitergabe der Erfahrungen der ersten Jugendwirtschaftskonferenz (JUWIKO 2015) sowie aktive Beiträge in der Organisation und Ausgestaltung der JUWIKO 2018 intensiv unterstützt. Die Veranstaltung wurde erfolgreich im März 2018 durchgeführt. Zielerfüllung: 100 %

Prof. Dr. Arnold Weissman, Inhaber und Gründer von Weissmann & Cie., hielt die Keynote der Jugendwirtschaftskonferenz 2018 im Congress Centrum Suhl.

Leistungen 2017 im Überblick 3 Konjunkturumfragen 2 Saisonumfrage Tourismus 1 Weitere Unternehmensumfrage 138 Unbedenklichkeitsbescheinigungen ABM/AGH 114 Stellungnahmen zu standortpolitischen Themen 143 Ausstellungen von Ehrenurkunden 5 Standortberatungen 1 Beteiligung Fachkonzepte Stadtentwicklung 3 Überprüfungen von Lehrgängen für Gefahrgutfahrer 27 Prüfungen von Gefahrgutfahrern 10 Prüfungen Waffenhandelsfachkunde

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Existenzgründung und Unternehmensförderung Kompetente Beratung für Ihren Erfolg

Jan Scheftlein Abteilungsleiter Telefon: 03681 362-210 Telefax: 03681 362-220 E-Mail: scheftlein@suhl.ihk.de

Der Wohlstand unseres Landes resultiert in großem Maße aus unternehmerischer Selbständigkeit. Umso wichtiger ist es, beim Aufbau einer eigenen beruflichen Existenz professionell beraten und unterstützt zu werden. Die IHK steht Unternehmensgründern in jeder Entwicklungsphase mit Rat und Tat zur Seite. Beginnend bei der Existenzgründung, über die Expansion bis hin zur derzeit größten Herausforderung, der Unternehmensnachfolge, ist die IHK Partner der Unternehmen. Die IHK hilft aber auch, wenn es darum geht, neue Marktchancen zu eruieren oder Veränderungsprozesse Umstellung zu bewältigen.

Ziele und Zielerfüllung Hoheitliche Aufgaben Die einheitlichen Stellen sind Multikanalzugang für Informationen und als hoheitliche Aufgabe im Bereich Existenzgründung/Unternehmensförderung angesiedelt. Die elektronische Antragsplattform ThAVEL bzw. die Umsetzung der elektronischen Verfahrensabwicklung nach der EGDienstleistungsrichtlinie ThAVEL ist inhaltlich den einheitlichen Ansprechpartnern zuzurechnen. Die Inanspruchnahme korreliert mit den Anfragen auf der Plattform, deshalb werden die abgewickelten Verfahren im System den Einheitlichen Stellen zugerechnet. Für den einheitlichen Ansprechpartner der IHK Südthüringen werden außerdem alle Kontakte (telefonisch, per E-Mail, persönlich) erfasst. 880 EA-Kontakte im Beratungscenter der IHK Südthüringen 27 EA-Beratungen im EA Beratungscenter IHK Südthüringen 1407 Generierte Anträge in ThAVEL 269 Eingereichte Anträge in ThAVEL 34 Anträge in in ThAVel beschieden bzw. akzeptiert

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Thüringer Nachfolgelotse Die Institution „Thüringer Nachfolgelotse“ ist ein wichtiger Bestandteil der Angebote im ThEx-Verbund. Hierzu gehören nicht nur die Sensibilisierung und die Begleitung der Unternehmensnachfolgen, sondern auch Sondierungsgespräche, in denen die Beratungsbedarfe von Übergebern und Übernehmern ermittelt werden. Weitere wesentliche Aufgaben sind die Aufbereitung von Informationsmaterialien für die Kunden, die Arbeit mit der Unternehmensbörse „nexxt-change“ und mit den Börsen der jeweiligen Kammern (Kammerzeitung und Internet), die Vernetzung der Beratungsakteure aktiv mitzugestalten und ehemalige Inhaber sowie Nachfolger in den Sensibilisierungsprozess stärker einzubinden. Damit sollen die Nachfolgekultur in Thüringen weiter gestärkt und insbesondere die Chancen für Unternehmer auf eine erfolgreiche Übergabe erhöht werden. Wesentlicher Erfolgsfaktor der Nachfolgemoderation ist das Zusammenwirken mit den Nachfolgeberatern der einzelnen Kammern.‘ Veranstaltungen im Kammerbezirk Gründertreffen Ilmenau Gründertreffen Sonneberg Gründertreffen Arnstadt Gründertreffen im TGF Schmalkalden Roadshow Unternehmensnachfolge Ilmkreis Roadshow Unternehmensnachfolge Suhl Roadshow Unternehmensnachfolge Hildburghausen

Datum 18.05.2017 16.08.2017 27.10.2017 24.11.2017 05.04.2017 25.04.2017 23.05.2017

Teilnehmer 20 23 22 42 48 27 19

Leistungen 2017 im Überblick 297 Allgemeine Beratungen 87 Betriebswirtschaftliche Beratungen 303 Beratungen zu Förderungen 154 GfAW Existenzgründerpässe 283 Gründerberatungen 170 Vertiefende Gründerberatungen 64 Finanzierungsberatungen 36 Stellungnahmen Gründungszuschuss 10 Stellungnahmen Einstiegsgeld der ARGE 10 Bürgschaftsanträge 14 Stellungnahmen Thüringen-Invest

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Aus- und Weiterbildung

Qualifizierte Fachkräfte für Südthüringen Dr. Petra Kukuk Abteilungsleiterin Telefon: 03681 362-151 Telefax: 03681 362-440 E-Mail: kukuk@suhl.ihk.de

Die Aktivitäten der Abteilung Aus- und Weiterbildung haben sich 2017 verstärkt auf die Unterstützung und Festigung der dualen Berufsausbildung konzentriert. Es war und ist dabei das Ziel, die herausragende Bedeutung und die Möglichkeiten der dualen Ausbildung für die Fachkräftesicherung und -entwicklung wieder stärker in den Fokus der gesellschaftlichen Wahrnehmung zu rücken. Dabei wurden sowohl die Unternehmen als auch die Schüler und Auszubildenden der Region Südthüringen aktiv unterstützt und gefordert. Im Bereich der Weiterbildung ist der deutliche Trend zu Weiterbildung und Aufstiegsfortbildung erkennbar. Unternehmen nutzen diese Möglichkeiten zunehmend, um ihre Beschäftigten im Rahmen der Weiterbildung zu qualifizieren und Fachkräfte fortzubilden.

Ziele und Zielerfüllung Berufswahlpass Im Jahr 2017 hat die IHK Südthüringen die Wiedereinführung des Berufswahlpasses (BWP) umgesetzt. Hintergrund ist die große Bedeutung des Passes für die berufliche Orientierung von Schülern. „Die Schulen hoben den besonderen Wert des Berufswahlpasses für die Berufsorientierung (BO) mit den Schülern, Eltern und Unternehmen hervor. Es wurde sehr bedauert, dass diese Form der Arbeit nicht weiter unterstützt wird. Trotzdem arbeiten viele Schulen (14) weiter mit dem Berufswahlpass als wichtigem Instrument der BO. Eine zukünftige Unterstützung zu breiteren Nutzungsmöglichkeiten des BWP wurde durch die IHK Südthüringen und die HWK Südthüringen in Aussicht gestellt.“ (Auszug aus der „Ergebniszusammenfassung Workshop 1“ der ersten Fachkonferenz BO in Südthüringen 30.09.2016)

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Jahresbericht 2017

Umsetzungsschritte: 1. Die IHK und die Handwerkskammer (HWK) Südthüringen nehmen die Kosten für die Wiedereinführung der Berufswahlpässe in die Wirtschaftsplanung 2017 auf. Die Umsetzung des Projektes bestätigte die Kalkulation. 2. Die Agentur für Arbeit unterstützt die Wiedereinführung des Berufswahlpasses aktiv. 3. Workshop am 21.02.2017 im Haus der Wirtschaft mit Beratungslehrern, der Agentur für Arbeit, dem Schulamt, der HWK und der IHK Südthüringen zu den realen Anforderungen zur inhaltlichen Ausstattung des Berufswahlpasses; gemeinsame Entscheidung zur Auswahl der Mappen, Trennblätter und fachlichen Inhalten. 4. Abstimmung zwischen der IHK und der HWK Südthüringen zu den Entwürfen des Brandings der Trennblätter und des Begrüßungsschreibens sowie zur Umsetzung. Stand 2017: Bis zum 27.09.2017 wurden an insgesamt 3701 Schüler die BWP übergeben bzw. zur Übergabe an die Schulen ausgeliefert. Damit wurden in den LK Hildburghausen, Sonneberg, Schmalkalden-Meiningen, im Ilm-Kreis und in der kreisfreien Stadt Suhl an insgesamt 72 Schulen Berufswahlpässe ausgegeben. Das Projekt wurde für insgesamt drei Jahre geplant, genehmigt und wird 2018 fortgesetzt. Die Grundlage für die weitere Arbeit ist das Feedback der Schulen und Unternehmen zur Arbeit mit dem BWP. Fazit: Die Qualität der Umsetzung war für die erste Durchführung sehr hoch. Die Umsetzungsfristen sind vorausschauender zu planen, um zu hohen Arbeitsdruck zu vermeiden. Die intensive Öffentlichkeitsarbeit (Presse in den Regionen) hat sich bewährt und sollte so wiederholt werden (das Thema war von August bis Ende Oktober in der Presse). Die Kalkulationsgrundlagen haben sich bestätigt. Zielerfüllung: 100 %

Azubi-Speed-Dating Das Azubi-Speed-Dating (ASD) fand 2017 erstmalig im Haus der Wirtschaft (HDW) statt. Damit haben wir Neuland betreten! Dies gilt umso mehr, da das ASD 2017 erstmals an drei Standorten des Kammerbezirkes durchgeführt wurde, in Suhl, in Sonneberg sowie in Arnstadt. Die Überlegungen dazu basierten auf der erfolgreichen Durchführung des ASD in Suhl sowie und dessen Akzeptanz seitens der Unternehmen und Besucher. Die Auswertung der Azubi Speed Datings in Sonneberg und Arnstadt bestätigten diese Überlegungen nur teilweise.

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Das ASD hat sich mit seiner 7. Auflage als Premium-Event in Suhl weiter etabliert. Es beteiligten sich aktiv 40 Firmen. Damit war die Gesamtkapazität zur Durchführung im HDW schon fast erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen 21 Unternehmen weniger in Suhl teil. Diese Entwicklung erklärt sich durch die Regionalisierung des ASD. In der Summe nahmen in Suhl, Sonneberg und Arnstadt 2017 86 Unternehmen teil. Das waren 6 mehr als 2016 und 29 mehr als 2015. Das zeigt wiederholt, dass die Vielzahl an Möglichkeiten für die Jugendlichen der Region weiter steigt und die Chancen für eine sehr gute berufliche Perspektive in der Region vielfältig sind. So wurden seit 2015 insgesamt 913 Ausbildungsplätze angeboten.

Das ASD hat sich mit seiner 7. Auflage als Premium-Event in Suhl weiter etabliert. Es beteiligten sich aktiv 40 Firmen. Damit war die Gesamtkapazität zur Durchführung im HDW schon fast erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen 21 Unternehmen weniger in Suhl teil. Diese Entwicklung erklärt sich durch die Regionalisierung des ASD. In der Summe nahmen in Suhl, Sonneberg und Arnstadt 2017 86 Unternehmen teil. Das waren 6 mehr als 2016 und 29 mehr als 2015. Das zeigt wiederholt, dass die Vielzahl an Möglichkeiten für die Jugendlichen der Region weiter steigt und die Chancen für eine sehr gute berufliche Perspektive in der Region vielfältig sind. So wurden seit 2015 insgesamt 913 Ausbildungsplätze angeboten. Mit der Organisation des zweiten ASD in Sonneberg wurden alle Schlussfolgerungen aus der Auswertung 2016 berücksichtigt – früherer Termin, andere Durchführungszeit und die aktive Akquise in den Schulen direkt vor Ort. All diese Anstrengungen führten zu keiner signifikanten Erhöhung der Besucherzahlen. Die Steigerung der Besucher von 6 auf 12 entspricht noch nicht den Erwartungen und Erfordernissen, um den Aufwand zu rechtfertigen. In den Auswertungsgesprächen mit den Unternehmen bleibt aber der Wunsch nach einer weiteren Veranstaltung im Februar 2018 bestehen. Die Unternehmen haben wiederholt sehr deutlich ihr aktives Engagement im Rahmen des Ausbildungsmarketings unter Beweis gestellt (110 Ausbildungsplätze). Im Anschluss an die Veranstaltung waren alle Unter­nehmen zu einem ausführlichen Austausch bereit und ermutigten die IHK, diese Form der Ge­winnung von Auszubildende 20


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in der Region Sonneberg fortzuführen. Fazit: Die Attraktivität der Veranstaltung für die Zielgruppe der Jugendlichen ist weiter zu steigern. Das ist über die noch direktere Einbeziehung von t-wood zu ermöglichen, um den interaktiven Charakter des ASD zu entwickeln. Die Marktanalyse zu vergleichbaren Aktivitäten im ersten Quartal des Jahres in den Regionen gewinnt für perspektivische Entscheidungen große Bedeutung. Die Marketingaktivitäten sind deutlicher zu setzen und mit Unterstützung durch das Referat Öffentlichkeitsarbeit/Mitgliederkommunikation/Marketing (ÖMM) zielgerichteter an den Schulen zu platzieren. Die standardisierte Organisation im Netzwerk mit den Unternehmen, Schulen, ÖMM und der Arbeitsagentur ist zu sichern und auszubauen. Dem Grundprinzip der freiwilligen Teilnahme ist trotz der Problemlagen der letzten beiden Jahre zu folgen. Es bildet die Grundlage des Konzeptes. Zielerfüllung: 75 %

Berufserlebnismesse 2017 wurde die spezialisierte Berufsinformationsmesse zum zweiten Mal durchgeführt. Aus dem allgemeinen Anliegen, eine Messe für Kleinst- und Kleinunternehmen zu organisieren entstand Ende 2015 die Idee, diese besondere Berufsinformationsmesse für die Klein- und Kleinstunternehmen aus dem Bereich Hotel- und Gaststätten und Tourismus zu konzentrieren. Diese Entscheidung resultiert aus der Tatsache, dass es in dieser Branche viele Familienbetriebe gibt und es offensichtlich besonders schwer ist, Auszubildende in den branchentypischen Berufen zu finden. Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass es trotz der Problemlagen weniger gemeldete freie Ausbildungsplätze gibt. Es war das Ziel der Berufserlebnismesse (BEM) der um sich greifenden Resignation und der Haltung es „erst gar nicht mehr zu versuchen“ entgegen zu wirken und die Berufsbilder für die Schüler erlebbar und „zum Anfassen“ darzustellen. Die Ergebnisse der BEM 2016 konnten 2017 trotz der Umsetzung der Konsequenzen aus 2016 nicht verbessert werden. Die Unternehmen folgten der Zielstellung und den Möglichkeiten des Messekonzeptes nicht. So verringerte sich die Zahl der beteiligten Unternehmen von 29 im Jahr 2016 auf 11 im Jahr 2017. Das ist ein Rückgang von über 60 %. Leider war auch eine kurzfriste Akquise nicht möglich, da neun Unternehmen trotz Anmeldung kurzfristig abgesagt hatten oder nicht erschienen sind. Die Erhöhung der Besucherzahl von 70 im Jahr 2016 auf 110 im Jahr 2017 kann über die Gesamteischätzung nicht hinwegtäuschen. Die Organisation des Bustransfers und die intensive Zusammenarbeit mit den Schulen bedingten die Erhöhung der Besucherzahl. Besonders das Konzept, Berufe erlebbar zu machen, wurde von den Schülern angenommen. Aktionen wie Cocktails mixen, Schaukochen, Servietten falten, Tische eindecken, ein Regionalquiz, einen Tablett Parcours, Fitness Parcours, Fahrten mit dem Conference Bike wurden von den Schülern angenommen und verlängerten 21


die Zeit des Aufenthaltes auf der Messe. Dazu trug auch die Verlosung von fünf Erlebnisaktionen für Klassen bei, gesponsert von 5 teilnehmenden Unternehmen (Schokoladenkurs in der Viba NougatWelt, Cocktail-Kurs in der Wacholderschänke, Ausflug mit Conference Bikes mit dem Erlebnisanbieter outdoor inn, gemeinsamer Kochkurs mit André Radtke, Fitnesskurs mit Studio Fitnessfuchs). Hinzu kamen Verlosungsaktionen von t-wood (Bluetooth-Lautsprecher), die im Ergebnis einer Stempelrallye verlost wurden. Die Location in der Viba Nougatwelt war für diese Messe gut geeignet.

Fazit: Die BEM als besondere Messeform für Klein- und Kleinstunternehmen branchenbezogen zu organisieren sollte weiter hinterfragt werden. Das aktuelle Aufwand-Nutzen-Verhältnis ist dauerhaft nicht sinnvoll. Trotz guter Organisation und Unterstützung durch die VIBA Nougatwelt bleibt der Standort für eine Messe schwierig (Erreichbarkeit). Die Entscheidung zur Verlegung des Messestandortes nach Suhl ist Anfang 2018 zu treffen. Um die Unternehmen konkret zu erreichen, haben die Ausbildungsberater bis Ende Januar 2018 alle aktiven Ausbildungsunternehmen des Kammerbezirkes besucht oder direkt kontaktiert. Eine entsprechende Auswertung wird zu Beginn 2018 weitere Entscheidungen tragen müssen. Das betrifft auch die Analyse des Anteils neu eingetragener Ausbildungsverhältnisse der Branche im Verhältnis zur Gesamtzahl zum 31.12.2017. Zielerfüllung: 80 %

Berufsinformationsmessen Auch 2017 organisierte die IHK Südthüringen, in enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Ar­beit und Unterstützung der Handwerkskammer, die Berufsinformationsmessen an drei Standor­ten (drei Samstage im September). In Hildburghausen wurde die BIM zum zweiten Mal durchgeführt. Diese 22


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Standortentscheidung hat sich nachdrücklich bestätigt. Insgesamt konnten sowohl die Ausstellerzahl (von 219 auf 227), als auch die Besucherzahl gegenüber 2016 (von 1.638 auf 2.100) an allen drei Standorten erhöht werden. Damit sind die Kapazitätsgrenzen auch nahezu erreicht. Die aus dem Jahr 2016 gezogenen Schlussfolgerungen wurden konsequent umgesetzt (Terminveränderung Suhl). Die Unter­nehmen betonen auch, dass die Einzelgespräche im Rahmen der Messen eine hohe und sachbezogene Qualität haben. Die Effekte werden außerdem durch die Individualisierung größer.

Die Entscheidung, Hildburghausen als BIM-Standort zu wählen und Ilmenau zu stabilisieren, hat sich als komplett richtig er­wiesen. Das zeigen sowohl die Besucherzahlen (Steigerung von 543 auf 650 in Hildburghausen und in Ilmenau von 475 auf 650), als auch die Anzahl der beteiligten Unternehmen (Steigerung von 60 auf 65 in Hildburghausen bzw. von 61 auf 63 in Ilmenau). Auch der Standort an der Berufsschule in Hildburghausen war gut gewählt. Die Ergebnisse 2017 wurden erreicht, weil folgende Weiterentwicklungen umgesetzt wurden: Integration von Action Points (Mitmachaktionen) und eingebundene Verlosung Präsentation des Transportgewerbes auf dem Platz der Deutschen Einheit (Mitmachaktion Bus/LKW fahren) Optimierung der Terminabsprachen mit anderen Veranstaltern/Messen erfolgreiche und hochwertige Veranstaltungsdurchführung konsequentes Controlling und Feedbackanalyse langfristige und effiziente Vorbereitung und Durchführung (Anmeldeverfahren und Standplanung deutlich verbessert) weitere Vertiefung der Kooperation von IHK und -t-wood bei der Messedarstellung Das „Branding“ der Marke t-wood auf Format Berufsinformationsmesse war für die Außendarstellung auf Grund der Qualität und der Einheitlichkeit der Produkte (Plakate, Flyer, Infomaterialen zur Messe 23


selbst) gut. Die Zielgruppenkonformität ist weiter zu prüfen (mehr als 80 % der jugendlichen Teilnehmer kommen in Begleitung der Eltern oder Großeltern). Fazit: Neben dem ASD ist die BIM das wichtigste Instrument für Ausbildungsmarketing und Matching von Unternehmen mit Schülern. Standortentscheidungen haben sich stabilisiert und sollten beibehalten werden. Das Interesse der Unternehmen am Format ist wachsend. Die Einbeziehung digitaler „Helfer“ wie dem BOB zur Messeorientierung und als Instrument für die Schüler zur Vorabentscheidung der Unternehmenskontakte ist zukunftsweisend und sollte ausgebaut werden. Zielerfüllung: 100 %

BesteNeunte Insgesamt nahmen am Wettbewerb 17 (2016: 28) Klassen mit 349 (760 in 2016) Schülern aus 17 (22 in 2016) Regelschulen des IHK-Bezirkes Südthüringen teil und stellten sich der Herausforderung, den bestmöglichen No­tendurchschnitt zu erreichen. Dabei lag die Teilnahmequote der Schulen 23% unter der des Vorjahres. Die Hauptursache für die verringerte Teilnehmerzahl war die besondere Personalsituation in der unmittelbaren Akquisezeit für den Wettbewerb. Sowohl Ende 2016 als auch im zweiten Quartal 2017 gab es langfristige krankheitsbedingte Ausfälle in der Abteilung. Alle anderen Projekte konnten in der Qualität und im Umfang nicht nur gesichert, sondern auch weiterentwickelt werden. Das ist beim Schulwettbewerb bezogen auf die Teilnehmerzahl leider nicht gelungen.

In der Kategorie „besteneunte“ schaffte es die ehemalige Klasse 9a der Staatlichen Gemeinschaftsschule Lautenbergschule in Suhl mit 19 Schülern und einem ausgezeichneten Klassendurchschnitt von 2,126 an die Spitze. 24


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Fazit: Als Premiumveranstaltung etabliert! Klar zielgruppenrelevant Hohe Akzeptanz bei Schülern und Lehrern Sehr gute öffentliche Wahrnehmung, Schirmherrschaft Sascha Benecken ist wichtig Die Akquise- und Anmeldemodalitäten sind früher und kontinuierlicher zu realisieren. Die entsprechenden Planungsschritte sind in den Arbeitsplan explizit zu integrieren. Zielerfüllung: 90 %

Digitales Schwarzes Brett Mit dem Digitalen Schwarzen Brett (DSB) steht ein direkter Weg für das Ausbildungsmarketing an Gymnasien zur Verfügung, der ge­paart mit einer APP und Schulinformationen (Vertretungspläne) effiziente Möglichkeiten zur In­formation schafft. Dieser Weg konnte auch 2017 konsequent weiter verfolgt werden. Folgende Schulen beteiligen sich aktiv am Projekt bzw. sind über die Schulverwaltungsämter bereits vertraglich in das Projekt eingebunden und die Umsetzung ist gesichert: Berufliche Gymnasien: SBBS Sonneberg SBBZ Hildburghausen (berufliches Gymnasium) BBZ-Staatliches Berufsbildungszentrum Meiningen BBZ-Staatliches Berufsbildungszentrum Schmalkalden SBSZ Staatliches Berufsbildungszentrum Ilmenau Staatliche Gymnasien: Staatliches Gymnasium „Georgianum“ Hildburghausen Staatliches Hennebergisches Gymnasium „Georg Ernst“ Schleusingen Staatliches Gymnasium „MELISSANTES“ Arnstadt (Vertrag geschlossen, Gerät geliefert) Gemeinschaftsschulen: Staatliche Gemeinschaftsschule Stadtilm (Vertrag geschlossen, Gerät geliefert) Mit dem Staatlichen Gymnasium „Hermann Pistor“ Sonneberg laufen aktuell die Verhandlungen. In 2017 waren die Hauptaufgaben die Verbesserung der Darstellung der Angebote der Firmen und die kontinuierliche Datenpflege, um Abwechslung und Aktualität der Informationen zu sichern und die Aufmerksamkeit der Schüler zu erhalten und zu verstetigen. Die Schnittstellenkonfiguration zwischen der Lehrstellenbörse, dem DSB und t-wood sind für den 25


nachhaltigen Erfolg des Projektes von besonderer Bedeutung. Die Verbesserung der Plattform IHK Lehrstellenbörse hinsichtlich Funktionalität und Datenübernahme ins DSB sowie auf t-wood.de konnte erreicht werden. Alle Grundfunktionen wurden umgesetzt. Das Ziel für 2018 ist die vollständige Umsetzung aller bestehenden Funktionen und der weitere Ausbau der Nutzerfreundlichkeit auf Seiten der Unternehmerschaft. Die Hauptaufgabe wird die deutliche Verbesserung der Darstellung und Nutzung der APP zum DSB sein. Fazit: Die Grundlagen für die Wirksamkeit des Projektes wurden ausgebaut. Die Zahl der teilnehmenden Schulen wurde auf neun erhöht. Hauptziel bleibt für 2018 die Verbesserung der Darstellung der Angebote der Firmen und die kontinuierliche Datenpflege, um Abwechslung und Aktualität der Infos zu sichern und die Aufmerksamkeit der Schüler zu erhalten und zu verstetigen. Weitere Applikationen sind öffentlichkeitswirksam und flächendeckend zu gestalten. Zielerfüllung: 90 %

Woche der Ausbildung Die Woche der Ausbildung entstand als Idee unmittelbar in Anlehnung an die Woche der Studieninformation der Agentur für Arbeit. Sie findet jährlich in den Winterferien statt und ist eine sehr gut besuchte Infoveranstaltung zu Studienmöglichkeiten. Mit dem Umzug in das Haus der Wirtschaft und der unmittelbaren Nähe zur Agentur für Arbeit Suhl gab es die Überlegung, parallel eine Woche der Ausbildung im HDW zu veranstalten. Gedacht war, dass die Besucher der Veranstaltung der Agentur für Arbeit die Nähe zum HDW nutzen würden und auch die IHK- Veranstaltungen besuchen. Damit sollte die duale Ausbildung Gymnasiasten und Eltern vorgestellt und erlebbar gemacht werden. Basierend auf diesen Annahmen wurden die neuen Veranstaltungsformate „Karrierewerkstatt mit Langschläferfrühstück“ und die Infoabende für Karrierewege für die Eltern entwickelt. Fazit: Beide Veranstaltungen waren sehr gut vorbereitet und konzeptionell stimmig. Die gesetzten Botschaften entsprachen den strategischen Zielen zur Stärkung der dualen Ausbildung. Der Zeitpunkt war nicht passend. Offensichtlich verbinden Eltern und Schüler zwei Veranstaltungen nicht miteinander – oder wollen das auch gar nicht. Die wenigen Teilnehmer, die die Angebote nutzten, waren sehr interessiert und bestätigten einen großen Mehrwert für die weitere berufliche Planung. Der Aufwand zur Organisation der fünf Infoabende für Eltern war sehr groß und hatte zu wenig Resonanz. Offensichtlich gibt es Überangebote zur beruflichen Information in den Regionen (Messen, Kontakte von Unternehmen in Schulen, Aktivitäten der Agenturen für Arbeit). Zielerfüllung: 40 % 26


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Umsetzungsstart flächendeckender Abschlussveranstaltungen dualer Ausbildung Die Idee und Umsetzungsstrategie zu flächendeckenden Zeugnisübergaben für Absolventen der dualen Ausbildung haben 2017 konkrete Formen erreicht. Nach intensiven Diskussionen und der Abwägung unterschiedlicher Möglichkeiten für solche Veranstaltungen hat sich folgende Strategie durchgesetzt und wurde auch vollständig realisiert: Um die zeitnahe Zeugnisübergabe an die Absolventen zu sichern und damit eine große Zahl an Teilnehmern zu erreichen, wurden drei Termine für die Zeugnisübergaben geplant – im März für die Metallberufe (3,5 jährige Berufe, die in der Regel im Winter ihre Ausbildung beenden), im Juni für die Dienstleitungsberufe und Teile der kaufmännischen Berufe (alle Absolventen, die vor den Sommerferien ihre Ausbildung beenden) und im September für den Großteil der kaufmännischen Berufe. Bis 2015 wurden die Zeugnisübergaben beispielhaft für Absolventen einzelner Berufe durchgeführt. Seit 2017 werden zu den drei zentralen Terminen alle zu diesem Zeitpunkt ausgebildeten Absolventen eingeladen. Um die Veranstaltungen repräsentativ zu gestalten und das Aufwand-Nutzen-Verhältnis zu wahren, wurden alle Zeugnisübergaben im Haus der Wirtschaft in Suhl durchgeführt. Das hat sich bewährt. Feierliche Zeugnisübergaben 2017: 24.02.2017 Zeugnisübergabe Land- und Baumaschinenmechatroniker (Walldorf) – 26 Teilnehmer 15.03.2017 Zeugnisübergabe Metall- und Elektroberufe – 59 Teilnehmer 29.06.2017 Zeugnisübergabe kaufmännische Berufe – 83 Teilnehmer 07.09.2017 Zeugnisübergabe restlliche kaufmännische Berufe, Kaufmann Büromanagement und Fortbildungsberufe – 47 Teilnehmer Gesamtteilnehmerzahl: 215 (eingeladen waren 377) Fazit: Die Zeugnisübergaben an Absolventen der dualen Ausbildung sind ein fester Bestandteil der Projektplanung und Durchführung geworden. Sie unterstreichen mit Nachdruck die Botschaft zur Stärkung der dualen Ausbildung. Die Veranstaltungen konnten gleichzeitig genutzt werden, um ehrenamtliches Engagement von Prüfern zu würdigen. Das hat sich bewährt und sollte fortgesetzt werden. Für 2018 ist ein zentrales Konzept zu erarbeiten und die Zeugnisübergaben sind in eine Hand bei der Organisation zu legen. Das sichert die Auswertung und Berücksichtigung der Erfahrungen, gewährleistet das Controlling und ermöglicht die Nutzung von Synergieeffekten. Zielerfüllung: 80 %

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Bildungsfuchs Zum 20. Mal überreichte die Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) am 21. Novem­ber 2017 im Haus der Wirtschaft den Auszubildenden mit dem besten Prüfungsergebnis den „Bildungsfuchs“. Erstmals konnten im Rahmen der Bestenehrung 4 „Aufstiegsfüchse“ an Absolventen der Höheren Beruflichen Bildung (Fachwirte, Meister, Betriebswirte) übergeben werden. Mit dieser neuen Kategorie der Ehrung wurde der Kreis der Möglichkeiten zum beruflichen Aufstieg anschaulich geschlossen. Die Top-Botschaft, dass die Höhere Berufliche Bildung zu Abschlüssen führt, die denen der akademischen Bildung gleichgestellt sind, wurde in diesem Rahmen besonders anschaulich und wurde auch öffentlichkeitswirksam verbreitet.

Ein Prüfling der IHK Südthüringen erreichte das Ergebnis als Bundesbeste und nahm am 5. Dezember 2017 an der Auszeichnungsveranstaltung in Berlin teil. Fazit: Etablierte Veranstaltung mit hoher Außenwirkung und Marketingeffekt für die duale Aus­bildung und die Höhere Berufliche Bildung Die Ablaufstruktur hat sich inzwischen bewährt und wird beibehalten. Die Interviewsequenzen des Präsidenten, die Festrede durch einen ehemaligen „Bildungsfuchs“ sowie die Vielfalt der Laudatoren führten zu einer abwechslungsreichen und hochwertigen Veranstaltung. Medieneinsatz und Personaleinsatz haben sich bestätigt. Zielerfüllung: 100 %

Schülerratgeber Der Relaunch des Schülerratgebers wurde 2017 konsequent fortgesetzt. Die Deckblattgestaltung wurde dem neuen Marketingauftritt von t-wood angepasst und aktualisiert. In der Innengestaltung wurde 28


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die einheitliche Gestaltung des Designs erstmals auch durch redaktionelle Beiträge (Interview zum Bildungsfuchs) ergänzt. Insgesamt hat sich die Marktsituation bezüglich der Journale, Zeitungen, Ratgeber, Magazine zur Berufsorientierung deutlich verändert. Verlage haben die Anzeigen der Unternehmen zur Akquise von Auszubildenden als lukratives Geschäftsfeld erschlossen. Das führt zu einer fast nicht mehr zu überschauenden Vielfalt an Infomaterialien. Alle drängen in die Schulen. Die Direktoren und Beratungslehrer können die Qualität der inhaltlichen Beiträge in den Anzeigenmagazinen ebenso wenig beurteilen wie Schüler und Eltern. Die IHK Südthüringen hat mit dem Schülerratgeber nach einem intensiven Vergleich mit anderen Produkten am Markt wesentliche Alleinstellungsmerkmale: Alle redaktionellen Artikel sind fachlich intensiv recherchiert und auf sachliche Richtigkeit geprüft. Die Inhalte des Ratgebers stehen im Mittelpunkt, nicht die Anzeigen. Die Gesamtübersicht aller anerkannten Ausbildungsbetriebe der IHK Südthüringen gegliedert nach Ausbildungsberufen und unabhängig davon, ab die Unternehmen Anzeigen schalten oder nicht. Fazit: Das Aufwand-Nutzen-Verhältnis ist weiter zu verbessern. Der Relaunch des Schülerratgebers ist 2018 mit der konsequenten Transformation auf t-wood fortzusetzen. Die kritische Marktanalyse muss die Entscheidung zur weiteren inhaltlichen Entwicklung des Ratgebers bedingen. Es stellt sich die Frage nach einer anderen Ausrichtung, z. B. als „Ratgeber berufliche Bildung“. Zielerfüllung: 100 %

Qualitäts- und Kompetenzsicherung in Prüfwesen und Ausbildungsberatung Die Gewinnung, Schulung und Betreuung der Prüfer für und in unseren Prüfungskommissionen gewinnt immer größere Bedeutung, was sich in steigenden Arbeitsaufwand widerspiegelt. Gleichzeitig sind die Prüfer und ihr ehrenamtliches Engagement die unverzichtbare Grundlage der Sicherung der Qualität in den Ausbildungs- und Fortbildungsprüfungen und damit der Wahrnehmung der hoheitlichen Auf­gaben der IHK Südthüringen im Bereich des Prüfwesens. 2017 wurden folgende Prüfungen durchgeführt: Prüfungen Ausbildung (lt. Prüfungsstatistik 10.01.2018) 2045 Prüfungsteilnehmer gesamt davon 1082 Teilnehmer Abschlussprüfung und Abschlussprüfung Teil 2 davon 84 nicht bestanden (Bestehensquote 86,0 %, Vorjahr 88,8 %) 29


davon 963 Teilnehmer Zwischenprüfung und Teil 1 der Abschlussprüfung (lt. Prüfungsstatistik) Prüfungen Fortbildung (lt. Fortbildungsprüfungsstatistik v. 10.01.2018) 600 Fortbildungsprüfungsteilnehmer gesamt davon Gesamtprüfung abgeschlossen 130 (lt. DIHK-Statistik) davon AEVO-Prüfungsteilnehmer (lt. DIHK) 290 davon abgeschlossene Teilfortbildungsprüfungen 180 97 nicht bestanden (Teil- und Gesamtprüfungen) Prüfungen Teilqualifikation 8 Teilnehmer im Berufsbild Fachlagerist Prüfungsausschusssitzungen: 109

Qualitätsoffensive betriebliche Ausbilder/Prüfer im Ehrenamt (modulare Fortbildung) Strategisch ist die Qualitätssicherung der Ausbildung, die die Prüfungen als Abschluss der Ausbildung einschließt, das zentrale Element zur Stärkung der dualen Ausbildung. Die intensiven Kontakte zu den Unternehmen im Rahmen der Ausbildungsberatung zeigen, dass sich in diesem Prozess Veränderungen vollziehen a) die Anforderungen verändern sich b) die Problemlagen erfordern die zunehmende Individualisierung der Arbeit der Ausbildungsberater c) durch den demographischen Wandel vollzieht sich sowohl bei den Ausbildern als auch den Prüfern ein Generationswechsel. Dadurch geht einerseits Erfahrungswissen in der Praxis verloren, andererseits entstehen neue Anforderungen an die Ausbilder, die sich auch aus der aktuellen Generation der Auszubildenden ergeben Mit dem Jahr 2017 haben wir begonnen, diese Veränderungen genauer zu analysieren und erste Schlussfolgerungen zu ziehen: Die Konzipierung einer Fortbildungsreihe für Ausbilder im Rahmen der Erarbeitung der Weiterbildungsbroschüre 2018. Das Angebot schließt sowohl die rechtlichen Grundlagen der Ausbildung als auch die Möglichkeit zum Austausch zu den Anforderungen der Kommunikation mit den Auszubildenden ein. Das Angebot setzt sich aus mehreren Seminaren zusammen und es ist der Erwerb eines IHK-Zertifikates möglich. Der Ausbildertag ist als Übersichtsveranstaltung Impulsgeber für strategischen inhaltlichen Input und bietet die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur Netzwerkbildung. Insofern ergänzt der Ausbildertag die Fortbildungsreihe und schafft gleichzeitig die Möglichkeit, aktuelle Themen aus der 30


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Praxis aufzugreifen und gemeinsam weiter zu verfolgen. Ab 2018 wird ein „Forum A – Ausbildung“ aktiv. In Auswertung der Erfahrungen unserer Arbeit in 2017 zeigte sich deutlich, dass der Kontakt der Ausbildungsberater zu den Ausbildern in den Unternehmen deutlich intensiviert und auch quantitativ ausgebaut werden muss. Gleichzeitig ist klar, dass die einzelnen Ausbildungsberater in ihren Regionen nicht jährlich alle Ausbildungsbetriebe besuchen können. Die Alternative sind die Ausbilderarbeitskreise, die ab 2018 regional durch die verantwortlichen Ausbildungsberater organisiert und umgesetzt werden. Damit wird die Kontaktbreite mit den Ausbildern vergrößert. Zugleich leiten sich die konkreten weiteren individuellen Unternehmensbesuche daraus ab. Strategisch ist es das Ziel zu agieren und die überwiegende Reaktion der vergangenen Jahre zu reduzieren. Der wachsende Aufwand zur Akquise und Betreuung der Prüfer schließt in entscheidendem Ma­ße die regelmäßige persönliche Kommunikation mit den Prüfern/-innen, den Prüfungskommissio­nen und das Konfliktmanagement innerhalb der Prüfungskommissionen ein. Das betrifft nicht sel­ten zusätzliche Kommunikationsrunden bei Nachbesetzungen in den Prüfungskommissionen, bei Konfliktsituationen im Zusammenhang mit Prüfungszulassungen oder bei Bewertungen von Prü­fungen. Damit nimmt die regelmäßige themenbezogene und auch differenzierte Prüferschulung deutlich an Bedeutung zu. So wurde 2017 der Tag des Prüfers/Prüferschulung zweimal durchgeführt und erhielt neben dem Erfahrungsaustausch vor allem Schulungscharakter. 2017 wurden die Prüferschulungen im Bereich der Fortbildungsprüfungen (AEVO) und Ausbildungsprü­ fungen (Gastro Köche und Hoga) verpflichtendfür die Prüfer angeboten. Dazu wurden zwei Termine mit gleicher Agenda angeboten (Frühjahr und Herbst), um den PrüferInnen die Möglichkeit der Teilnahme zu eröffnen. Die Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung, die über den weiteren Einsatz als Prüfer mit entscheidet. Diese Praxis hat sich bewährt und wurde auch konsequent umgesetzt. So soll zukünftig die aktuelle fachli­che und rechtliche Sicherheit der Prüfungen als dem wichtigsten Qualitätsmerkmal weiter ausgebaut und gesi­chert werden. 2018 werden die verbindlichen Prüferschulungen für weitere Berufsfelder/Berufe fortgesetzt. Es bleibt das Ziel, dass jede/r Prüfer/Prüferin in der aktuellen Berufungsperiode mindestens eine verbindliche Prüferschulung belegt. Fazit: Da die intensive Akquise neuer Prüfer erste Früchte trägt und es damit innerhalb der Prüfungskommissionen auch während der aktuellen Berufungsperiode immer Bewegung gibt, wird die Grundlagen­schulung auch zukünftig wiederholenden Charakter haben. Das hat sich seit 2016 bewährt. Inhaltlich hat sich bestätigt, dass die Konzentration vor allem auf Rechtsthemen dem konkreten Bedarf entspricht. Diese Konzentration wird in den nächsten Jahren weiter zu erhalten sein (Zulassungsfragen, Nachteilsausgleich, Fristwahrung, Bearbeitung von Widersprüchen). Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich auch die Themen in diesem Bereich verändern. Zu erwarten ist die Novellierung des BBiG. Neue Fragen der Zulassung, die Möglichkeiten der Nutzung des elektronischen Berichtsheftes seit 2017 und die Nutzung digitaler Möglichkeiten bei der Erstellung und Übersendung 31


von Prüfungsarbeiten bedingen nicht nur die intensive Schulung neuer Prüfer. Die langfristige Vorbereitung der neuen Berufungsperiode der Prüfer hat 2016 begonnen und wurde 2017 kontinuierlich fortgesetzt. Es ist das Ziel, langfristig Prüfer und Prüferinnen zu gewinnen, die noch nicht im Pensionsalter sind und aktiv im Arbeitsprozess stehen. Gleichzeitig ist eine klare Rege­lung vorzubereiten und mit der neuen Berufungsperiode 2020 umzusetzen, die zukünftig den Einsatz von Prüfern regelt, die nicht mehr im Arbeitsprozess stehen. Zielerfüllung: 95 %

BABV online Nach den Ergebnissen 2015/16 wurden 2017 die Akquisestrategie sowie die Zusammenarbeit mit den Ausbildungsunternehmen verändert. In den Einzelberatungsgesprächen aller Ausbildungsberater wurde die Argumentation zum Übergang auf die Berufsausbildungsverträge online geführt. Anfang 2017 wurde ein Flyer mit allen wesentlichen Inhalten, Zugangs- und Anmeldewegen und Kontaktdaten erarbeitet und im gesamten Jahr verteilt und erläutert (ASD, BIM´s, Post zu Prüfungsläufen, Prüferund Dozentenschulungen). Das Thema BABV online wurde intensiv in der Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Mit dieser Strategie, die konsequent weiter umgesetzt wird, konnte die Zahl der erteilten Zugänge zum BABV online auf 15 % der Ausbildungsbetriebe erhöht werden. Das ist eine Erhöhung der Zugangsberechtigungen um über 400 %. Dem konnte die Zahl der tatsächlich abgeschlossenen Verträge leider nicht folgen. Hier beträgt die Steigerungsrate nur 17 %. Eine intensive Analyse ergab folgende Ursachen für diese Diskrepanz: 1.

Die Ausbildungsunternehmen verfügen nicht immer über konstante Internetverbindungen. Das macht die Arbeit mühsam und führt schnell zu Resignation und der Verwendung der PDF-Version des Ausbildungsvertrages. 2. Die intensive Zusammenarbeit mit der GFI ergab, dass die ermittelten Fehlerquellen (z. B. Formulare sind nicht beschreibbar, Daten können nicht gespeichert oder an die IHK übermittelt werden) in den Einstellungsmodalitäten der Unternehmen zu suchen sind. Die Voraussetzungen in der IHK Südthüringen sind alle korrekt und funktionieren auch. 3. Die häufigsten Fehlermeldungen wurden erfasst und mit der GFI abgestimmt. Gleichzeitig sind die Ausbildungsberater nun in der Lage, die Unternehmen dazu zu beraten. Damit können die Ausbildungsunternehmen die Einstellungen in ihrem IT-System entsprechend anpassen oder ergänzen. Dieser Weg ist 2018 in der Breite fortzusetzen, um die vergebenen Zugänge zu aktivieren. Ein FAQ zum BABV online ist zu erarbeiten und den Ausbildungsunternehmen auch über die Internetseite der IHK Südthüringen zur Verfügung zu stellen. 4. In einen gesonderten JF Ausbildung wurde die Arbeit mit den Ausbildungsberatern intensiviert. Auch in diesem Kreis gibt es noch Vorurteile gegen den BABV online (z.B. die kleinen Unternehmen können das nicht nutzen, der PDF-Weg ist schneller und einfacher, wenn wir konsequenter auf den BABV online umstellen werden Unternehmen nicht mehr ausbilden). Diese Arbeit wird fortgesetzt. 32


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Fazit: Der BABV online konnte neben dem schriftlichen Ausbildungsvertrag 2017 in die Breite getragen werden. Das Interesse der Unternehmen am BABV online hat sich vergrößert, das zeigen die Zugangsdaten. Die Hauptaufgabe bleibt die konsequente Umstellung der IHK Südthüringen auf den BABV online. Das ist für 2018 die besondere Herausforderung nachdem alle technischen Fragen und Lösungsangebote in 2017 erarbeitet wurden. Zielerfüllung: 85 %

Evaluation Weiterbildungszentrum (Angebote, Kostenstruktur, Ressourcen) Im Rahmen der jährlichen Programmerstellung für 2018 wurden bestehende Angebote auf den Prüfstand gestellt. Die Lehrgänge der Höheren Berufsbildung (Aufstiegsfortbildung) müssen seit Jahren zunehmend mit einem gestiegenen Beratungsbedarf akquiriert werden. Diese Angebote bilden jedoch ein grundlegendes Argument in den Bemühungen die Attraktivität der dualen Ausbildung zu steigern. Die Perspektiven zum beruflichen Aufstieg mit den bundeseinheitlichen IHK-Weiterbildungsprofilen auf Bachelor- und Master-Ebene müssen immer wieder öffentlichkeitswirksam und insbesondere auch bei den (Mit-)Entscheidern im Berufswahlprozess (Eltern, Lehrer u.a.) deutlich dargestellt werden. Im Bereich der beruflichen Anpassungsqualifizierung wurden neben langjährig bewährten Veranstaltungen 30 neue in das Programm 2018 aufgenommen. Für Geschäftsführer und strategisch Verantwortliche stehen u. a. ein hochklassiges Leadership – Seminar (in Anlehnung an eine Veranstaltung der DIHK BildungsGmbH) und Veranstaltungen zur Kompetenzdiagnostik und Innovationen auf dem Programm. Im zweiten Quartal 2018 wird ein bundeseinheitlicher Zertifikatslehrgang zum „Logistikmanager (IHK)“ angeboten. Es wurde ein Kooperationsvertrag mit der Firma pruefungspaten.de aus Berlin abgeschlossen mit dem Ziel ab 2018 Webinar-Lehrgänge zusätzlich zu den Präsenzangeboten im Bildungszentrum vorzuhalten. Das Angebotsportfolio wurde so um Ausbilderlehrgänge als Webinar und die beiden WebinarLehrgänge zum „Online Marketing Manager (IHK)“ und „E-Commerce-Manager (IHK)“ (beide nach bundeseinheitlichem sog. schlanken Konzept der DIHK BildungsGmbH) erweitert. Seminare zu den Themen Rhetorik, Sekretariat, Social Media und Vertrieb sowie Veranstaltungen im Bereich Brandschutz wurden neu konzipiert. Die Kostenstruktur und in diesem Zusammenhang eine Vereinheitlichung von Aufwandsposten stand schon längere Zeit zur Diskussion. Wie in anderen Bereichen auch, sind allgemeine Kostensteigerungen der letzten Jahre aber auch Veränderungen bei Durchführungszahlen und entsprechenden Entwicklungen auf dem Weiterbildungsmarkt in die Überlegungen einbezogen worden. 33


In den Monaten Juni bis August 2017 wurden intensive Besprechungen geführt und mehrere aufwändige Neuberechnungsläufe (neue QM-Berechnungstabellen) unter Berücksichtigung der Besonderheiten der verschiedenen Veranstaltungskategorien erstellt. Mit dem Ziel auch zukünftig ein breites Weiterbildungsspektrum für die Mitgliedsunternehmen zu erhalten, jedoch Beitragsmittel für dieses Dienstleistungsangebot nicht zu verwenden, sind 2018 Anhebungen der Teilnehmerentgelte in vielen Bereichen unumgänglich gewesen. Ressourcen: Im Februar 2017 wurde die Verantwortung für die Durchführung der Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe von der Abteilung SU an die WB übergeben. In der Übernahmephase wurde eine Begrenzung der Prüfungsteilnehmerzahl von 50 auf 35 vorgenommen (eigene Ressourcen und Anzahl vorhandener Prüfungsausschüsse an den Prüfungsterminen). Zum Ende des Jahres 2017 lagen die Anmeldezahlen deutlich unter 35 pro Termin. Im Gesamtjahr 2017 (SU und WB) wurde die Prüfung jeden Monat durchgeführt. Dabei wurden 285 Prüfungsteilnehmer (Vgl. 2016 - 425 Prüfungsteilnehmer) geprüft, wovon 90 Prüfungen (Vgl. 2016 187 Prüfungen) insgesamt (schriftlich und mündlich) bestanden wurden. Die Anzahl der Abmeldungen/ Nichterscheinen lag bei 125 (Vgl. 2016 - 262 Abmeldungen). Aufgrund einer Regelungslücke wurde angeregt und in der Vollversammlung im Dezember 2017 auch beschlossen, verbindliche Abmeldekriterien mit Zugang der Einladung zur Prüfung zu schaffen. (Neu: Bei einem Rücktritt von der Prüfung nach Einladung, aber vor dem Prüfungstag, werden 50 % der Gebühr berechnet. Maßgeblich ist der Posteingang in der IHK. Erfolgt keine Rücktrittserklärung wird dem Prüfungsteilnehmer die volle Prüfungsgebühr in Rechnung gestellt.) Die Prozessbeschreibung zur Durchführung der Sachkundeprüfung wurde komplett überarbeitet. Mehrere Prüfungsausschusssitzungen und auch eine Grundlagenschulung Recht für die Sachkundeprüfer (integriert in die Prüferschulungen der AWB) wurden durchgeführt. Mit der Neustrukturierung des USC ab Oktober 2017 wurde auch im Bildungszentrum eine Neuverteilung von Aufgaben erforderlich. Aktuell sind die zwei langjährigen Weiterbildungsmitarbeiter gefordert, die drei 2017 neu ins Team des Bildungszentrums dazugekommenen Mitarbeiter (März, Oktober, Dezember 2017) einzuarbeiten und das breite Spektrum des Weiterbildungsmarktes einschließlich der Besonderheiten regionaler Kooperationen, der Struktur der Förderlandschaft u. v. m. zu vermitteln. Die Absicherung der EDV-technischen Betreuung im Bildungszentrum erfolgt durch den im März 2017 dazugekommenen Kollegen. Die Einbindung der feierlichen Zeugnisübergaben für die Aufstiegsfortbildung in die Veranstaltungen der Ausbildung ist sowohl aus Ressourcengründen als auch unter dem öffentlichkeitswirksamen Marketingaspekt für die duale Ausbildung und Höhere Berufsbildung zu begrüßen. 34


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Fazit: Die Evaluation des Bildungszentrums in Bezug auf Angebote und die Anpassung der Kostenstrukturen für 2018 sind erfolgt. Im Zuge der jährlichen Programmerstellung bleibt neben der Überprüfung der Angebote auch der Fokus auf der Überprüfung der Teilnehmerentgelte und Durchführungsmodalitäten. Zielerfüllung: 100 %

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Leistungen in Zahlen Ausbildung (inkl. Niederlassungen) Ausbildungsberatung: 3787 Ausbildungsberatungen 167 Eignungsfeststellungen 1454 Beratungen von Auszubildenden bzw. Ausbildungsinteressierten 75 Erstberatungen Einstiegsqualifizierung 22 Unternehmenskontakte 15 Bereitgestellte EQ-Plätze durch die Wirtschaft 13 Einstiegsqualifizierungsverträge Verzeichnisführung 1046 Eintragungen Ausbildungsverträge 81 Eintragungen Umschulungsverträge 18 Eintragungen erstausbildende Unternehmen 400 Lösungen 362 Vertragskorrekturen Widerrufliche Zuerkennung der fachlichen Eignung 21 bearbeitete Vorgange Ausbildungsverhältnisse Gesamt AV (inkl. Lösungen) 1.183 Netto AV (ohne Lösungen) 1.046 Betriebliche AV netto 919 Lösungen AV 137 Anteil der betrieblichen AV an Netto AV 88 % Anzahl der Betriebe mit Neueintragungen 474 Anzahl der erstausbildenden Betriebe 490 Anzahl der Umschulungsverträge (UV) - Netto 81 Anzahl der EQ-Verträge (incl. Lösungen) 13 Lösungen EQ-Verträge 2 Freie Ausbildungsplätze insgesamt 148 (ohne vollzeitschulische Ausbildung)

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Weiterbildung/Bildungszentrum der IHK Südthüringen 14 Aufstiegsfortbildungen 198 Teilnehmer 9 AEVO-Lehrgänge 121 Teilnehmer 2 Lehrgänge ab 50 Std. 17 Teilnehmer 97 Seminare + Lehrgänge bis 50 Std. 865 Teilnehmer 8 Lehrgänge für Azubis 126 Teilnehmer 13 Fachkraftlehrgänge in Kooperation 81 Teilnehmer Prüfwesen Prüfungen Ausbildung (lt. Prüfungsstatistik 10.01.2018) 2.045 Prüfungsteilnehmer gesamt davon 1.082 Teilnehmer Abschlussprüfung und AP Teil 2 davon 84 nicht bestanden (Bestehensquote 86,0 %, Vorjahr 88,8 %) davon 963 Teilnehmer Zwischenprüfung und Teil 1 der Abschlussprüfung (lt. Prüfungsstatistik) Prüfungen Fortbildung (lt. Fortbildungsprüfungsstatistik v. 10.01.2018) 600 Fortbildungsprüfungsteilnehmer gesamt davon Gesamtprüfung abgeschlossen 130 (lt. DIHK-Statistik) davon AEVO-Prüfungsteilnehmer (lt. DIHK) 290 davon abgeschlossene Teilfortbildungsprüfungen 180 97 nicht bestanden (Teil- und Gesamtprüfungen)

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Innovation und Umwelt Expertise rund um Zukunft und Nachhaltigkeit Tilo Werner Abteilungsleiter Telefon: 03681 362-203 Telefax: 03681 362-220 E-Mail: werner@suhl.ihk.de

Die Internationalisierung ist ein Schlüsselfaktor für Wachstum und Beschäftigung in Thüringen. Die Bedeutung des Außenhandels im Südthüringer Wirtschaftsraum gewann in den vergangenen Jahren an Bedeutung für die Thüringer Industrieentwicklung. Neben dem Absatzschwerpunkt in Europa, wachsen auch die Anteile in Nordamerika und Asien. Mit steigender Präsenz auf internationalen Märkten haben die Südthüringer Unternehmen die Chance von der dortigen Dynamik zu profitieren, ihre Absatzmärkte zu erweitern und ihre Wettbewerbsfähigkeit in Konkurrenz zu internationalen Anbietern zu stärken.

Ziele und Zielerfüllung Ausweitung Jugend-Unternehmenswerkstätten auf 10 Applikationen Fehlende technische Fachkräfte, wie bereits in der Gegenwart erkennbar, und die vorhandene Altersstruktur der technischen Fachkräfte drohen mittelfristig auch in Südthüringen zur Innovationsund Wachstumsbremse in der Wirtschaft zu werden. Seit Anfang 2016 wurde unter dem Namen Jugend-Unternehmenswerkstatt ein zweistufiges Projekt gestartet. Technikprojekttage und JugendUnternehmenswerkstätten besitzen ein enormes Innovationspotenzial und können dazu beitragen die Schüler, insbesondere auch Schülerinnen, frühzeitig, bereits ab der Grundschule, systematisch für zukunftsfähige, technische Berufe in Unternehmen in ihrem regionalen Umfeld zu interessieren und damit das Technikinteresse und ihre Entscheidung für technische Berufe in der Südthüringer Wirtschaft nachhaltig fördern. Das Projekt gehört zu den TOP 5 Projekten zur Stärkung der dualen Ausbildung und Fachkräftesicherung (SDAF).

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2017 war das Projekt Jugend-Unternehmenswerkstätten weiter auf der Erfolgsspur und es konnten sechs weitere Jugend-Unternehmenswerkstätten eröffnet werden. Darüber hinaus erweiterte die AUMATEC GmbH in Suhl ihre Werkstatt um zwei weitere Bereiche, um noch mehr Schülern die Teilnahme an diesem besonderen außerschulischen Technikunterricht zu ermöglichen. Begeisterte Schülerinnen und Schüler blickten auf ein spannendes Jahr 2017 in ihren Jugend-Unternehmenswerkstätten zurück und das Interesse in den inzwischen neun Einrichtungen der Unternehmen Südthüringens ist nicht ungebrochen groß, sondern weiterhin wachsend. Die Bandbreite der Angebote der beteiligten Werkstätten ist vielfältig und reicht von Holzbearbeitung, über Metall- und Elektroverarbeitung, Roboterprogrammierung bis hin zum 3D-Druck. Im Projekt ist die Eröffnung von insgesamt 10 Werkstätten vorgesehen. Der Eröffnung der zehnten Einrichtung in Eisfeld stand in 2017 die noch nicht beendete Findung einer geeigneten Örtlichkeit in den interessierten Unternehmen entgegen. Hier konnte in Abstimmung mit dem Fördermittelgeber des TMWWDG eine Verlängerung des Projekts bis Mitte 2018 vereinbart werden. Das thüringenweit einzigartige Gemeinschaftsprojekt der IHK Südthüringen, des Thüringer Wirtschaftsministeriums und regionaler Unternehmen soll frühzeitig technische Neugier und technisches Interesse von Kindern und Jugendlichen fördern. Die Erstausstattung der Werkstätten wurde vom Land Thüringen gefördert. Darüber hinaus werden Mobiliar, Baugruppen, Material, Modelle und Bausätze zum größten Teil durch die Betriebe selbst gestellt. Der laufende Betrieb wird je zur Hälfte von der IHK Südthüringen und den beteiligten Firmen finanziert. Die Jugend-Unternehmenswerkstätten 2017 in Zahlen: Projektstufe I: Technikprojekttage in Südthüringer Grundschulen 29 teilnehmende Grundschulen 83 Projekttage 1200 begeisterte Grundschüler Projektstufe II Jugend-Unternehmenswerkstätten in Unternehmen 9 Jugend-Unternehmenswerkstätten 139 TeilnehmerInnen 326 Mal öffneten die Werkstätten ihre Türen

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Übersicht Jugend-Unternehmenswerkstätten Unternehmen Ort Eröffnung AUMA-TEC Ausbau-, Umwelt- und Suhl 2014 Anlagen-Technik GmbH SolarWorld Industries Thüringen GmbH Arnstadt 31.08.2016 Rennsteig Werkzeuge GmbH Viernau 30.11.2016 Böhm Fertigungstechnik Suhl GmbH Zella-Mehlis 15.02.2017 Hehnke GmbH & Co. KG Steinbach-Hallenberg 24.02.2017 Elektronische Mess- und Gerätetechnik Ilmenau 16.03.2017 Thüringen (ELMUG) eG Robotics GmbH Schmalkalden 13.09.2017 IL Metronic Sensortechnik GmbH, Ilmenau 02.11.2017 Initiative „oben-auf“ Neuhaus 19.12.2017 Der Ansturm der Schülernachfrage in beiden Projektphasen hält weiterhin an, so dass die JugendUnternehmenswerkstätten auch für 2018 weiter auf Erfolgskurs sind. In diesem Jahr soll die zehnte Jugend-Unternehmenswerkstatt eröffnet werden. Zielerfüllung: 90 %

Ausrichtung der Konferenz: „Industriedialog Ost – Innovationen als Chance für die ostdeutsche Industrie“ Der Dialog zwischen der Parlamentarischen Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Beauftragten für die neuen Bundesländer, Iris Gleicke, und den ostdeutschen Industrieund Handelskammern, die sich im „Heringsdorfer Kreis“ organisiert haben, ging am 3. Juli 2017 in die dritte Runde. Der Industriedialog Ost ist eine Konferenzreihe, die die Perspektiven und die besonderen Herausforderungen der Industrie in den neuen Bundesländern thematisiert. Unter dem Motto „Innovation – Herausforderungen der nächsten Jahre“ diskutierten Vertreter von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die Chancen und Herausforderungen, die sich insbesondere durch die Digitalisierung für die ostdeutsche Industrie ergeben. Innovationen sind der Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit der ostdeutschen Industrie und ihrer zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen. Einen rasanten innovativen Schub erfahren die Unternehmen gerade durch die Digitalisierung, die künftig nahezu alle Bereiche der Wirtschaft und der Wertschöpfung erfasst. Schlagworte, wie „Industrie 4.0“ stehen hier für die Verzahnung der industriellen Produktion mit modernsten Informations- und Kommunikationstechniken und darauf basierenden neuen Geschäftsmodellen. Die ostdeutsche Industrie hat sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten gut entwickelt. Angesichts ihrer besonderen Strukturmerkmale – die ostdeutsche Industrie ist vorwiegend kleinteilig und 40


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mittelständisch geprägt – sind diese Herausforderungen allerdings nicht leicht zu bewältigen. Doch gerade hier liegen auch die größten Entwicklung- und Wachstumschancen für die ostdeutschen Industrieunternehmen. Die Industrie ist der Wachstumsmotor und treibende Kraft für den Aufschwung in Thüringens Süden. Der Landkreis Hildburghausen hat die höchste Beschäftigungsquote der Bundesrepublik, in Südthüringen herrscht nahezu Vollbeschäftigung und das regionale Bruttoinlandsprodukt ist in diesem Jahr um 3,5 Prozent gewachsen und damit doppelt so stark wie im deutschen Durchschnitt. In einer Podiumsdiskussion „Südthüringer Unternehmer im Gespräch“ wurden best-practice Beispiele vorgestellt, Erfahrungen ausgetauscht und auch auf Probleme und Risiken der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung geschaut. Durch die Nutzung digital-vernetzter Technologien kann die ostdeutsche Industrie ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und ihre Innovationsfähigkeit weiter ausbauen. Denn letztlich sind Innovationen eine wesentliche Grundlage für mehr Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sowie die Entwicklung unserer Volkswirtschaft als Ganzes. Allerdings sind Fachkräfteengpässe insbesondere im gewerblich-technischen Bereich gegenwärtig die größte Sorge der Unternehmer. Mit der Veranstaltung “3. Industriedialog Ost – Innovationen als Chance für die ostdeutsche Industrie” wurde insbesondere durch die IHK Südthüringen eine sehr erfolgreiche Veranstaltung organisiert und durchgeführt. Hochrangige Redner und Experten, ca. 50 Teilnehmer und davon eine große Anzahl von Unternehmensvertretern sprechen für sehr gute Veranstaltung. Zielerfüllung: 100 %

Regionale Themenmoderation: Breitbandausbau, Energiewende etc. Weiterführende Begleitung des Breitbandausbaus in Thüringen 2017 Die IHK Südthüringen hat auch im Jahr 2017 mit Workshops und Diskussionsforen die Initiative des Freistaates Thüringen zur Förderung des Ausbaus von hochleistungsfähigen Breitbandinfrastrukturen begleitet. So hat die Bundesregierung seit Herbst 2015 das Bundesförderprogramm Breitband im Umfang von inzwischen rund vier Milliarden Euro aufgelegt und am 1. November 2016 startete der vierte Förderaufruf zur Antragseinreichung für die Förderung von Infrastrukturprojekten im Rahmen des Bundesförderprogramms Breitband. Es galt, in den noch unterversorgten Projektgebieten der Landkreise Schmalkalden-Meiningen, Sonneberg, Hildburghausen und Ilm-Kreis die Aktivitäten voranzutreiben, in den Machbarkeitsstudien auch die Gewerbestandorte lückenlos zu erfassen, um das komplexe Antragsverfahren rechtzeitig vor Ablauf der vierten Förderperiode abzuschließen. Dabei konnten die Landkreise und Kommunen, die aktuell im Verfahren sind, aktive Hilfe und Unterstützung durch das Breitbandkompetenzzentrum Thüringen in Anspruch nehmen. 41


Ziel ist die Unterstützung des Ausbaus einer bedarfsgerechten, zuverlässigen, leistungsfähigen, erschwinglichen und nachhaltigen Breitbandinfrastruktur als Basis der Digitalen Gesellschaft und Voraussetzung der weiteren Digitalisierung der Wirtschaft. Insbesondere sollen Versorgungslücken geschlossen werden und der Ausbau des Glasfasernetzes dort vorangebracht werden, wo ein wirtschaftlicher Ausbau in den nächsten Jahren nicht möglich ist. Die Frist der vierten Förderperiode für die Einreichung von Anträgen endete am 28. Februar 2017. Nachdem bereits im Herbst 2016 ein Workshop stattfand, organisierte die IHK Südthüringen auch Anfang Januar 2017 einen Workshop für die Landräte, Wirtschaftsförderer, Breitbandpaten und Clusterführer, um in einem weiteren Gespräch den Breitbandausbau zu moderieren. Aus den Ergebnissen resultierten verschiedene Forderungen an die Landesregierung – insbesondere ein stärkerer Einsatz des Breitbandkompetenzzentrums Thüringen. Dieser Bedarf stellte sich auch im Rahmen der weiteren Entwicklungen der Antragsverfahren heraus. Hier war aus Gesprächen und Arbeitskreisen ersichtlich, dass die Landkreise und weitere kommunale Antragsteller bei der Bearbeitung und Umsetzung der Förderprojekte erhebliche Unterstützung insbesondere vom Breitbandzentrum, aber auch vom TMWWDG benötigten. Gleichzeitig bestätigte eine Umfrage unter der Südthüringer Unternehmerschaft in allen Landkreisen den großen Bedarf am Ausbau der Breitbandinfrastruktur. Soll die Wirtschaft im Kammerbezirk in den nächsten Jahren wettbewerbsfähig bleiben, sind erhebliche Investitionen in die vorhandenen Internetanschlüsse erforderlich. Die Studie zeigte, ein schneller Internetzugang ist für viele Firmen überlebenswichtig. Dies gilt insbesondere für die Industrie, die ihre Produktion immer weiter automatisiert und mit Kunden, Lieferanten und der Logistik vernetzt. Unternehmen mit mehreren Produktionsstätten verfügen häufig über eine zentrale Steuerung für die mitunter weltweit verteilten Standorte. Dafür braucht man Internetzugänge im Gigabit-Bereich. Heutige Angebote mit Übertragungsgeschwindigkeiten im unteren Mbit/s-Bereich sind für den vernetzten Haushalt vielleicht noch passend, aber für die Wirtschaft sind sie veraltet und existenzbedrohend. Die Landesregierung hat diesen Bedarf bislang nicht erkannt. Bis zum Jahr 2020 setzt das Land als Basisziel auf eine flächendeckende Versorgung von 30 Mbit/s. Neben der Grundversorgung soll es im Einzelfall auch Anschlüsse mit 100 Mbit/s geben. Die Bundesregierung strebte zwar an, innerhalb der nächsten acht Jahre ein Glasfasernetz im Gigabit-Bereich zu errichten. Allerdings rechnet sie mit Marktlösungen nur in den größeren Städten und Ballungsgebieten. Gebiete in unseren Landkreisen werden allenfalls im Rahmen von Förderprogrammen von den Plänen der Bundesregierung profitieren. Insoweit erfolgte durch die IHK Südthüringen eine weiterführende Begleitung des Breitbandausbaus in Thüringen im Rahmen der Aufgabenstellung im Jahr 2017, der jedoch den Bedarf der Südthüringer Wirtschaft langfristig nicht vollständig abdecken wird. Deshalb ist eine gezielte und nachhaltige Weiterverfolgung des Breitbandausbaus durch die IHK Südthüringen auch 2018 erforderlich.

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Projekt ThEx-StartInno „Innovations- und Strategieoffensive im Thüringer Wald“ gestartet Als ein sehr wichtiges Sensibilisierungs- und Vernetzungsprojekt und Modellprojekt der Beratungsrichtlinie zur Umsetzung der Ziele des Projekts „Zukunft Thüringer Wald“ wurde im Jahr 2017 das Projekt ThEx-StartInno „Innovations- und Strategieoffensive im Thüringer Wald“ gestartet. Hier wurden im Jahr 2017 alle Voraussetzungen geschaffen, um 2018 mit den Beratungen und Vernetzungsaktivitäten durchzustarten. Im Projekt ThEx-StartInno „Innovations- und Strategieoffensive im Thüringer Wald“ stehen Innovationsbotschafter der IHK Südthüringen bereit, um Südthüringer Unternehmen zu Innovationsund Strategiestrategien gezielt zu beraten. Ziel des Projekts ist es, innovationsinteressierte KMU bei der Erarbeitung von Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsstrategien zu unterstützen und mit den regionalen Akteuren zu vernetzen. Mit den beiden Innovationsbotschaftern Roland Weidner, Unternehmer und Vorstandsvorsitzender der Mittelstandsvereinigung pro Südthüringen e. V. und Wolfram König, langjähriger Wirtschaftsförderer der Stadt Steinbach-Hallenberg, konnten zwei gestandene Experten gewonnen werden, die über Erfahrungen in der Innovations- und Strategieentwicklung sowie der regionalen Wirtschaftsförderung verfügen. Die Innovationsbotschafter werden in Besuchen vor Ort Unternehmen für das Thema sensibilisieren und den Stand der Innovationsfähigkeit und -bereitschaft der Unternehmer ermitteln. Auf Basis detaillierter Analysen und Auswertungen sollen aus diesem Kreis KMU gewonnen und bei der Strategieentwicklung für Produkt-, Verfahrens- oder Marktinnovationen unterstützt werden. Zudem haben die Innovationsbotschafter die Kompetenzen und Möglichkeiten der Kooperationspartner des Projekts mit im Portfolio. Mit den Partnern des Innovationscampus smalcalda, der Hochschule Schmalkalden, der Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung e.V. (GFE), und des Technologie-, Gründer und Förderzentrums Schmalkalden (TGF) hat die IHK Südthüringen die bestehende Kooperation vertieft, um Kompetenzen zu bündeln, das Know-how der Akteure zielgerichtet einzusetzen sowie die regionalen Kooperationen, insbesondere im Technologietransfer zu verstärken. Im Projekt „Zukunft Thüringer Wald“ hat die IHK Südthüringen die Koordination der „Innovations- und Strategieoffensive im Thüringer Wald“ übernommen. Das Beratungs- und Vernetzungsprojekt wird im Rahmen des Thüringer Zentrums für Existenzgründungen und Unternehmertum, ThEx, eingebunden. Weitere wichtige Projektbeteiligte sind die Ellipsis GmbH und die RKW Thüringen GmbH, die auf Basis festgelegter Kriterien potenzielle Unternehmen zur Teilnahme an der Innovations- und Strategieoffensive ansprechen. Das Projekt ThEx-StartInno „Innovations- und Strategieoffensive im Thüringer Wald“ wird im Jahr 2018 einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt einnehmen.

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Innovationspreise als Leistungsschau Die IHK Südthüringen ist auch über den Wettbewerb zum Thüringer Innovationspreis bestrebt, mehr Unternehmen im Bereich Forschung und Innovation zu aktivieren. Manchmal erscheint es schwer, im Wettbewerb um die jährlichen Innovationspreise des Freistaates Thüringen gegen vermeintlich überlegene Regionen anzutreten. Die IHK Südthüringen ermuntert ihre Mitglieder immer von Neuem, sich dem Wettbewerb zu stellen und Belege ihrer schöpferischen Arbeit in der Öffentlichkeit zu platzieren. Im Jahr 2017 gingen zwei der fünf Preise, sowie der Ernst-Abbe Preis für innovatives Unternehmertum an Unternehmen aus Südthüringen. Im Einzelnen waren das in der Kategorie „Industrie & Material“ die Automotive Lighting Brotterode GmbH (Brotterode-Trusetal) mit dem Laser-Fernlicht und die WWS Keramik Neuhaus GmbH (Neuhaus-Schierschnitz) mit dem KERAKING® - Keramikgrillrost in der Kategorie „Tradition und Zukunft“. Mit dem Ernst-Abbe Preis 2017 für seine Verdienste um den Wissenschafts- und Technologiestandort Thüringen wurde der Unternehmer Dipl.-Ing. Peter Herwig geehrt. Energiepolitische Positionen IHK Südthüringen 2017 Im Februar 2017 wurden die Energiepolitische Grundpositionen zu aktuellen energiepolitischen Themen novelliert, im Energie- und Umweltausschuss diskutiert, ergänzt und anschließend auf der Frühjahrssitzung der Vollversammlung beschlossen. Energiepolitisch stehen für die Südthüringer Wirtschaft weiterhin die Versorgungssicherheit und die Bezahlbarkeit an höchster Stelle. Mit der Verabschiedung der Energiepolitischen Grundpositionen wurde die Legitimation für die hauptamtlichen IHK-Mitarbeiter geschaffen, ohne weitere Rücksprache mit dem Ehrenamt öffentliche Statements abzugeben. So hat die IHK mehrfach zu Themen wie Netzentgelte, Stromtrassen, Wasserentnahmeabgabe, Klimagesetz etc. Stellung genommen und Entlastungen für die Wirtschaft gefordert. Energiepolitische Rahmenbedingungen Im Bereich der Energiepolitischen Rahmenbedingungen waren im Jahr 2017 wieder eine Reihe von Aktivitäten und Stellungnahmen erforderlich, um politische und gesetzgeberische Prozesse zu begleiten. Vereinheitlichung der Übertragungsnetzentgelte: Ein sehr wichtiger Erfolg für die IHK Südthüringen war der Beschluss des Bundestages vom 30. Juni 2017, einheitliche Netzentgelte für Alle einzuführen. Mit dem Erfolg für die IHK Südthüringen und Ostdeutschland nach sechs Jahren beharrlichem Einsatz, ging aber Kritik die am vorgelegten Zeitplan bis 2022 einher. Die Entscheidung des Bundestages zu deutschlandweit einheitlichen Übertragungsnetzentgelten wird eine Entlastung für Unternehmen und Bürger in elf von 16 Bundesländern bringen. Die Übertragungsnetzentgelte sollen allerdings erst in mehreren Schritten ab 2019 bis 2022 angeglichen werden. Diesbezüglich hatte sich die IHK Südthüringen eine schnellere Umsetzung gewünscht und auf eine Übernahme des Bundesratsvotums aus dem März 2017 gehofft. Nach dem Vorschlag der Länderkammer wäre es schon im laufenden Jahr 2018 zur Angleichung 44


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gekommen. Die im Netzentgeltmodernisierungsgesetz enthaltene Verordnungsermächtigung kann erst jetzt nach der erfolgten Regierungsbildung umgesetzt werden. Herauszuheben ist die besondere Rolle der IHK Südthüringen in dem Verfahren. Bereits seit April 2012 hat die IHK Südthüringen als erste Organisation diesen Schritt gefordert, um die Wettbewerbsverzerrung zu Lasten besonders der ostdeutschen Unternehmen und Bürger zu beenden. Nach beharrlichem Einsatz und ungezählten Gesprächen in der eigenen Organisation, mit Politikern und Verbänden wurde das Ziel 2017 endlich erreicht. Gerade im Norden und Osten Deutschlands wurden viele Windkraftanlagen und Stromtrassen gebaut, wodurch die Netzentgelte in diesen Gebieten besonders hoch sind. So zahlen die Thüringer für eine Strom-Autobahn von Nord nach Süd, die zwar wichtig ist, aber im Freistaat selbst keine Bedarfe für die transportierten Energiemengen abbildet. Das Hauptargument der IHK Südthüringen war deshalb: Die Energiewende ist eine Aufgabe für ganz Deutschland, weshalb die von ihr verursachten Kosten auch fair auf alle Verbraucher zu verteilen sind. Derzeit sind die Netzentgelte in Ostdeutschland teilweise mehr als doppelt so hoch wie im Westen Deutschlands und driften weiter auseinander. Umso mehr ist es ein immenser Erfolg, dass die Vereinheitlichung der Übertragungsnetzentgelte endlich erfolgt. Die Umsetzung wird die IHK Südthüringen gezielt weiterfolgen und begleiten.

Stromtrassen: Thüringen ist als Stromtransitland von den Plänen Übertragungsnetzbetreiber zum Ausbau der Stromnetze u. a. durch die SuedLink-Trasse und die Trasse von Altenfeld nach Grafenrheinfeld (P44)betroffen. So wurde im September 2017 die Thüringer Strombrücke, die von Bad Lauchstädt in SachsenAnhalt nach Redwitz in Bayern führt, nach mehr als zehn Jahren vollständig ans Netz genommen. Doch im zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) Strom 2030, der durch die Bundesnetzagentur konsultiert wurde, ist mit dem Projekt P44 bereits ein weiterer Netzausbau vorgesehen.

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Die P44 soll von Altenfeld in Thüringen nach Grafenrheinfeld in Bayern führen und zumindest teilweise an die Strommasten der Thüringer Strombrücke angekoppelt werden. Im Rahmen der begleitenden Stellungnahmen befürwortete die IHK Südthüringen die Netzverstärkung zwischen Altenfeld und der Landesgrenze, weil hier das NOVA-Prinzip (Netzoptimierung vor Netzverstärkung vor Netzausbau) angewendet wird. Ab der Landesgrenze Thüringen/Bayern werden mehrere Varianten diskutiert, wobei sich die IHK Südthüringen ausdrücklich gegen einen Verlauf durch Thüringen aussprach und daran auch weiter festhält. In einer Stellungnahme der IHK Südthüringen zum NEP 2030 wird ein Trassenverlauf durch Thüringen abgelehnt, weil dadurch die touristisch und kulturlandschaftlich sensible Region des Heldburger Landes tangiert würde. Bezüglich der SuedLink-Trasse hat die Vollversammlung der IHK Südthüringen mit den Energiepolitischen Grundpositionen 2017 beschlossen, dass aus Umwelt- und Kostengründen sowie aufgrund der sich ergebenden Planungsverzögerung durch den gesetzlich eingeführten Erdkabelvorrang ein Verlauf der SuedLink-Trasse durch Thüringen obsolet ist und daher abgelehnt wird. In der eingereichten Stellungnahme zum NEP 2030 wurde außerdem betont, dass dem Kriterium „Geradlinigkeit“ im bisherigen Verfahren zur Festlegung der Trassenkorridore zu geringe Bedeutung beigemessen wurde. Daher wurde der von der Thüringer Landesregierung vorgeschlagene Alternativkorridor ausdrücklich von der IHK Südthüringen unterstützt, den die Variante der Landesregierung bevorzugt gegenüber den vom Netzbetreiber TenneT vorgeschlagenen Korridoren eine kürzere Strecke durch Osthessen. Begünstigung bei der EEG-Umlage auf Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen: Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) sind zweifelsohne ein wichtiger Baustein der Energiewende und waren bislang bei der EEG-Umlage begünstigt. Ab Januar 2018 fällt diese Begünstigung weg und zwar mindestens so lange, bis die EU-Kommission grünes Licht für die beihilferechtliche Genehmigung gibt. Das kann die betroffenen Unternehmen Tausende bis Zehntausende Euro jährlich kosten, lässt sie Investitionsentscheidungen in Frage stellen und sorgt für Unmut. Mit den Energiepolitischen Grundpositionen setzt sich die IHK Südthüringen für die Förderung und den Ausbau von KWK-Anlagen ein. Die Nachricht des Wegfalls der Begünstigung aus Brüssel traf auch eine nicht unerhebliche Anzahl Südthüringer Unternehmen. Die hocheffizienten KWK-Anlagen dienen schließlich der Grundlastversorgung und tragen zur Stabilisierung der Stromnetze bei. Dass die KWKEigenversorgung mit der vollen EEG-Umlage belastet werden soll, war nicht nur ein herber Rückschlag für die Unternehmen, die bereits in KWK-Anlagen investiert haben. Auch diejenigen Unternehmen sind verunsichert, die gerade Investitionen in die energieeffiziente Technologie planen. Auch hier war das Statement der IHK Südthüringen wichtig, dass nachträglich bzw. rückwirkend geänderte Förderbedingungen und sich ständig ändernde gesetzliche Rahmenbedingungen Gift für ein gutes Investitionsklima sind. Die IHK Südthüringen forderte deshalb die Landes- und die Bundesregierung auf, kurzfristig die Verhandlungen mit der EU-Kommission zu verstärken, um eine rasche Genehmigung von Begünstigungen durch die EU-Kommission analog zu der beihilferechtlichen Genehmigung bei Photovoltaikanlagen wieder zu erreichen.

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Umweltpolitische Rahmenbedingungen Die Thüringer Landesregierung bzw. das Thüringer Umweltministerium haben auch 2017 zahlreiche Vorhaben gestartet oder fortgesetzt, die von der IHK Südthüringen kritisch begleitet wurden. Thüringer Klimagesetz: Im Herbst 2016 wurde ein erster Entwurf zum geplanten Thüringer Klimagesetz bekannt. Die IHK Südthüringen lehnt in einer gemeinsamen Stellungnahme mit der Thüringer Landesarbeitsgemeinschaft ein eigenes Klimagesetz für Thüringen zwar ab und hat sich dennoch an dem seit März 2017 laufenden Konsultationsprozess beteiligt. Hauptkritik: Verbraucher und Unternehmen im Freistaat sind ohnehin schon mit höheren Kosten für Energie, Wasser und Abfall als im Bundesdurchschnitt belastet. Nun auch noch ein Klimagesetz voranzubringen, das deutlich über die Vorhaben der EU und des Bundes hinausgeht, überspannt den Bogen staatlicher Vorschriften und bedeute eine weitere Verschlechterung der Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort Thüringen. Wenn die Landesregierung an ihrem Vorhaben eines eigenen Klimagesetzes festhält, dann sollten gewünschte Entwicklungen nicht durch Regulierung, sondern durch Anreizsetzung ausgelöst werden, die die Wirtschaft stärken und Innovationen als Beitrag zum Klimaschutz anregen. Die richtigen Werkzeuge sind steuerliche Vergünstigungen und Förderprogramme. Thüringer Wassergesetz: Auch das Thüringer Wassergesetz stand auf der Tagesordnung des Thüringer Gesetzgebers 2017. Mit der Novelle des Thüringer Wassergesetzes sollen wichtige Weichen für die Erhaltung bzw. Verbesserung der Gewässerqualität und für den Hochwasserschutz gestellt. Allerdings ist eine weitere Kostenbelastung für Bürger und Unternehmen zu befürchten. Die IHK Südthüringen forderte deshalb auch hier, keine landesbezogenen Regelungen zu erlassen, die über das von Bund und EU geforderte Maß hinausgehen. Andernfalls droht eine weitere Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit Thüringer Unternehmen. Schließlich sind die Kosten für Wasser bzw. Abwasser in vielen Städten Südthüringens bereits heute deutlich höher als im bundesweiten Durchschnitt. Zielerfüllung: 100 %

Leistungen 2017 im Überblick 17 Innovationsberatungen 31 Umweltberatungen 15 Energieberatungen 10 Hinterlegungen Vollständigkeitserklärung

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International

Weltweit erfolgreich Tilo Werner Abteilungsleiter Telefon: 03681 362-203 Telefax: 03681 362-220 E-Mail: werner@suhl.ihk.de

Die Internationalisierung ist ein Schlüsselfaktor für Wachstum und Beschäftigung in Thüringen. Die Bedeutung des Außenhandels im Südthüringer Wirtschaftsraum gewann in den vergangenen Jahren an Bedeutung für die Thüringer Industrieentwicklung. Neben dem Absatzschwerpunkt in Europa, wachsen auch die Anteile in Nordamerika und Asien. Mit steigender Präsenz auf internationalen Märkten haben die Südthüringer Unternehmen die Chance von der dortigen Dynamik zu profitieren, ihre Absatzmärkte zu erweitern und ihre Wettbewerbsfähigkeit in Konkurrenz zu internationalen Anbietern zu stärken. IHK Südthüringen unterstützt Exportaktivitäten der Mitgliedsunternehmen Die Globalisierung der Weltwirtschaft und die Möglichkeiten auf den internationalen Märkten bieten gerade den kleinen und mittelständischen Unternehmen Südthüringens neue Chancen. Dabei profitieren die exportorientierten Südthüringer Unternehmen trotz der großen Herausforderungen auf den Weltmärkten von den vielfältigen Möglichkeiten, um ihre Produkte und Dienstleistungen unter dem Label „Made in Germany“ abzusetzen. Mit den Beratungs- und Informationsleistungen, Veranstaltungen, Aktivitäten und Projekten im Bereich International unterstützt die IHK Südthüringen ihre Mitgliedsunternehmen beim Markteintritt im Ausland und hilft die Möglichkeiten auf den ausländischen Märkten gewinnbringend zu nutzen. Mit dem bundesweiten Verbund der IHKs, den Auslandshandelskammern, den regionalen Kooperationspartnern und Beratern verfügt die IHK Südthüringen über ein sehr gutes Netzwerk, um die Projekte mit internationaler Ausrichtung für ihre Mitgliedsunternehmen durchzuführen. Die Leistungspalette im Bereich International im Überblick: Auskünfte und Informationen zu Ländern und Märkten Beratungen zum Export / Import zum Zoll- und Außenwirtschaftsrecht Ausstellung von Ursprungszeugnissen, Carnets, Bescheinigungen und Zolldokumenten Elektronisches Ursprungszeugnis und Digitale Signatur Organisation und Durchführung von Außenwirtschaftsseminaren und -veranstaltungen 48


Jahresbericht 2017

Newsletter International Der wichtigste Potentialmarkt für die Südthüringer Unternehmen in 2018 wird dabei als Gesamtregion weiterhin Europa sein. Gleichzeitig hat sich 2017 erstmalig die USA als Einzelmarkt zum stärksten Handelspartner für Thüringer Unternehmen entwickelt, dicht gefolgt von Ungarn, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und China. Zum Ranking der Handelspartner: 1. USA (7,0 %) 2. Ungarn (6,8 %) 3. Frankreich (6,6 %) 4. Vereinigtes Königreich (6,5 %) 5. China (5,8 %) (Stand: November 2017) Gleichzeitig verstärkten sich im Jahr 2017 die internationalen Tendenzen zu Protektionismus und stellten die Südthüringer Unternehmen vor neue, teilweise unübersichtliche, Herausforderungen. Die internationalen Märkte wurden massiv von den verschiedenen widerstrebenden Interessen der Politik beeinflusst.

Ziele und Zielerfüllung Intensivierung des Projekts Englisch für Unternehmer Das Projekt zur Steigerung der interkulturellen und englischen Sprachkompetenz wurde 2017 mit dem Training in Thüringen und in Irlands Hauptstadt Dublin weitergeführt. Für eine erfolgreiche internationale Marktbearbeitung sind ein sicheres Auftreten im englischen Sprachgebrauch und ein feines Gespür für die interkulturellen Unterschiede unerlässlich. Plant ein Unternehmen den Schritt ins Ausland, ist es wichtig, sich auch personell darauf vorzubereiten. Zur Sensibilisierung für dieses Thema setzte die IHK Südthüringen gemeinsam mit Thüringen International ein sprachliches und interkulturelles Training in Thüringen und Irland 2017 fort. Das Training war an Thüringer Unternehmer und Unternehmerinnen sowie leitende Fach- und Führungskräfte, vorrangig kleiner und mittlerer Unternehmen, gerichtet. Die Teilnehmer konnten unternehmens- und praxisnah ihre interkulturellen sowie sprachlichen Kompetenzen in der Geschäftssprache Englisch verbessern und erhielten Marktinformationen zu Irland aus erster Hand. Der erste Teil wurde berufsbegleitend als interkulturelles Training, kombiniert mit einem intensiven anwendungsbezogenen Sprachtraining (Englisch) im Rahmen von vier Seminarveranstaltungen in 49


Erfurt bei Thüringen International durchgeführt. Der zweite Teil fand in Form einer Unternehmensreise nach Dublin, Irland vom 10. bis 15. September 2017 statt. Hier stand die Vermittlung kultur- und handlungsspezifischen Know-hows vor Ort und die Anwendung der Geschäftssprache Englisch im Fokus. Darauf aufbauend wurden für die Teilnehmer konkrete B2B-Gespräche zur Kontaktanbahnung organisiert und den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, potenzielle Geschäftspartner und Multiplikatoren vor Ort zu treffen, in Irland ansässige Unternehmen zu besichtigen und den lokalen Markt zu erkunden. Insgesamt nahmen sechs Teilnehmer am thüringenweiten Projekt teil, von denen die regionale Herkunft außerhalb Südthüringens lag. Insoweit sollten für die Zukunft bei einer Neuauflage die Ausrichtung und das Ziel des Projekts beibehalten werden, jedoch eine Anpassung des Projekts auf Wünsche unserer Südthüringer Unternehmen erfolgen. Das ist insbesondere dahingehend wichtig, dass zwar eine sehr gute Zusammenarbeit mit Thüringen International im Projekt erfolgte, jedoch 2018 das Projekt durch den Partner eigenverantwortlich auf den Part “interkulturell” und den Länderschwerpunkt China ausgerichtet wurde. Zielerfüllung: 100 %

Unternehmerreise nach Vietnam Die IHK Südthüringen hat vom 12. bis 18. Februar 2017 gemeinsam mit der Handwerkskammer Südthüringen eine branchenoffene Unternehmerreise nach Vietnam organisiert. Im Rahmen des im September 2016 begonnenen Projektes zur Gewinnung vietnamesischer Jugendlicher für die duale Berufsausbildung reiste eine Delegation Südthüringer Unternehmer nach Vietnam. In der Hauptstadt Hanoi kam es dabei zum ersten Kennenlernen der vietnamesischen Projektteilnehmer mit einigen ihrer zukünftigen Ausbildungsunternehmen. Ein weiteres Ziel der Reise war es, Südthüringer Unternehmen bei der Erschließung bzw. Erweiterung des vietnamesischen Marktes zu unterstützen. Hierzu wurden u. a. individuelle, begleitete Kooperationsgespräche mit potentiellen vietnamesischen Geschäftspartnern sowie Firmenbesuche in Hanoi und Ho Chi Minh City organisiert. Zielerfüllung: 100 %

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Leistungen 2017 im Überblick 239 Beratungen zu Außenwirtschaftsfragen 3.611 Außenwirtschaftsdokumente gesamt 68 Ausstellungen Carnet 2.886 Ausstellungen Ursprungszeugnisse 657 Ausstellungen Bescheinigungen 13 Digitale Signaturen Registrierstelle Top 5 Länder Carnet A.T.A 1. Schweiz 2. USA 3. Australien 4. Südkorea 5. China Top 5 Länder Ursprungszeugnis 1. Ukraine (317) 2. Indien (308) 3. Mexiko (185) 4. China (150) 5. Russische Föderation (127)

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Recht

Gut beraten in rechtlichen Fragen Christoph Beer Referatsleiter Telefon: 03681 362-321 Telefax: 03681 362-320 E-Mail: beer@suhl.ihk.de

Die Auskunftserteilung und kompetente Beratung der Unternehmer in allen rechtlichen Belangen war auch im Berichtsjahr 2017 Kern der Arbeit des Referats Recht. Anfragen auf den Gebieten des Arbeits-, Berufsausbildungs-, Firmen-, Gewerbe- und Wettbewerbsrecht bildeten hierbei den Schwerpunkt. Mit der Registrierung und zum Teil der IHK obliegenden Erlaubniserteilung in den Bereichen der Versicherungs-, Immobiliardarlehens- und Finanzanlagenvermittler sowie der Prüfung der Sachkunde in diesen Bereichen, betreute das Referat Recht diverse hoheitliche Aufgaben des Gewerberechts und beriet die Unternehmer hierzu im Hinblick auf eine effiziente und unkomplizierte Verfahrensgestaltung. Auch die Betreuung der öffentlichen Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen, die Durchführung entsprechender Sachkundeüberprüfungen und die Benennung von Sachverständigen gegenüber Gerichten sowie Unternehmern und Verbrauchern bei Anfragen wurden erfüllt. Insbesondere mit der juristischen und organisatorischen Begleitung der Wahl der Vollversammlung 2017 und der weiteren Systematisierung bestehender und neuer Rechtsgrundlagen der IHK Südthüringen wurden interne Dienstleistungsfunktionen erfüllt.

Ziele und Zielerfüllung Projektleitung der Vollversammlungswahl Die bereits im Jahr 2016 begonnene organisatorische Vorbereitung der Vollversammlungswahl wurde in 2017 weitergeführt. Schwerpunkt bildete hierbei die Begleitung und Beratung des für die Vollversammlungswahl berufenen Wahlausschusses. In diesem Zusammenhang erfolgten insbesondere die Umsetzung der durch den Wahlausschuss beschlossenen Leitlinien und die Vorbereitung der erforderlichen Bekanntmachungen und Wahlunterlagen auf Grundlage der Wahlordnung der IHK Südthüringen. Die durch den Wahlausschuss beschlossene Beauftragung eines externen Wahldienstleisters zum Druck 52


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und Versand der Briefwahlunterlagen wurde juristisch begleitet und die hierzu erforderliche weitere Abstimmung mit dem beauftragten Dienstleister vorgenommen. Weiter erfolgten die Rücklauferfassung der eingehenden Briefwahlunterlagen innerhalb der Wahlfrist vom 29. September 2017 bis 27. Oktober 2017 und die juristische Absicherung der Stimmausauszählung am 2. November 2017. Das Referat Recht hat den Wahlausschuss ebenfalls im Rahmen des Wahlprüfungsverfahrens infolge des Einspruchs gegen die Feststellung des Wahlergebnisses juristisch beraten und wird dieses Verfahren bis zum Abschluss weiter begleiten. Zielerfüllung: 100 %

Abschluss Projekt „Novellierung, Veröffentlichung und Ablage von Rechtsgrundlagen“ (Realisierung von Ablage und Veröffentlichung) Das Referat Recht hat in 2017 die bestehenden und neu hinzugetretenen Rechtsgrundlagen der IHK Südthüringen systematisiert, in einer Übersicht zusammengefasst und abschließend alle vorhandenen Rechtsgrundlagen zentral elektronisch erfasst. Ferner erfolgte eine Abgrenzung zwischen Rechtsvorschriften, welche einer Veröffentlichung bedürfen und Verwaltungsvorschriften, welche ausschließlich intern abgelegt werden. Um eine künftig einheitliche Herangehensweise an Veröffentlichung und Ablage der Rechtsgrundlagen sicherzustellen, wurde darüber hinaus eine erläuternde Prozessbeschreibung „Rechtsgrundlagen“ erstellt und die betroffenen Fachbereiche hierzu unterwiesen und beraten. Zur Ablage der Rechtsgrundlagen wurde ein neues System eingerichtet und für die Mitarbeiter über die QM-Startseite zugänglich gemacht. Die Pflege der eingestellten Dokumente erfolgt über das Referat Recht. Geplant war, alle Rechtsvorschriften der IHK Südthüringen in Zusammenarbeit mit dem Referat ÖMM zentral im Dateiformat PDF in der Fassung „gezeichnet“ auf der Homepage zu veröffentlichen. Dieser Vorgang konnte aufgrund von Personalengpässen nicht abgeschlossen werden. Zielerfüllung: 90 % Analyse und Entscheidungsvorschlag für elektronische Vergabeplattform für die IHK Südthüringen Hintergrund der Thematik elektronische Vergabeplattform ist das Gesetz zur Modernisierung des Vergaberechts (Vergaberechtsmodernisierungsgesetz - VergRModG) sowie die Verordnung zur Modernisierung des Vergaberechts (Vergaberechtsmodernisierungsverordnung - VergRModVO). Durch das VergRModG wurde auch das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) geändert. Ein Punkt dabei ist die Form des Vergabeverfahrens, geregelt in § 97 GWB. Dieser regelt sinngemäß, 53


dass Auftraggeber und Unternehmen grundsätzlich elektronische Mittel im Vergabeverfahren zu verwenden haben. Die elektronische Kommunikation im Vergabeverfahren wird zukünftig somit für Auftraggeber und Unternehmen zur Regel. Für die Umsetzung dieser gesetzlichen Vorgaben sieht die VergRModVO allerdings eine Übergangsregelung vor. Bis zum 18. Oktober 2018 ist die bisherige Verfahrensweise bei öffentlichen Ausschreibungen weiterhin zulässig. Für die IHK-Organisation wurde durch die IHK-GfI eine zentrale eVergabeplattform geschaffen. Hinsichtlich der Kosten gibt es aber noch Minimierungspotentiale, abhängig von der Anzahl der Nutzer aus der IHK-Organisation. Private Anbieter im Bereich öffentlicher Auftragsvergabe bieten diesen Service ebenfalls an, z. T. auch kostengünstiger. Diesbezüglich wurde ein enger Kontakt zur SDV Vergabe GmbH entwickelt. Dieses Unternehmen bietet die Leistungen kostengünstiger an. Entsprechende Seminare wurden wahrgenommen und auch Ansprechpartner eruiert. Letztendlich bleibt bei einem gleichwertigen Leistungsspektrum die Kostenanalyse ausschlaggebend. Eine Entscheidung diesbezüglich wird im ersten Halbjahr 2018 getroffen werden können. Danach ist eine zügige Umsetzung zeitnah realisierbar. Zielerfüllung: 100 %

Leistungen 2017 im Überblick 1918 Anfragen/Auskünfte zu Rechtsfragen 82 Firmenbesuche 0 Anträge auf öffentliche Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen 0 Öffentliche Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen 3 Anträge auf Erneuerung der öffentlich Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen 3 Erneuerung der öffentlichen Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen 64 Benennung von Sachverständigen 2 Sachkundeüberprüfung Erstbestellung - FG intern 1 Sachkundeüberprüfung Erstbestellung - FG extern 7 Sachkundeüberprüfung Erneuerung Bestellung - FG intern 3 Sachkundeüberprüfung Erneuerung Bestellung - FG extern 0 Beschwerden gegen öbuvS 139 Stellungnahmen zu Sonderveranstaltungen 268 Stellungnahmen zum Handelsregister und Firmenrecht 23 Stellungnahmen zum Gewerbeuntersagungsverfahren 27 Stellungnahmen zum erlaubnispflichtigen Gewerbe 3 Stellungnahmen zu Rechtsetzungsverfahren 2 Stellungnahmen zu § 21 AufenthG 10 Schlichtungsverfahren im Ausbildungsverhältnis - Schlichtungsanträge 11 Schlichtungsverfahren im Ausbildungsverhältnis - Schlichtungsverhandlungen 2 Einigungsstelle für Wettbewerbsstreitigkeiten - Anträge Einigungsstellenverfahren 3 Einigungsstelle für Wettbewerbsstreitigkeiten - Verhandlungen vor der Einigungsstelle 54


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5 Veranstaltungen im Sachverständigenwesen 1 Veranstaltungen zum Gewerberecht und anderen Rechtsthemen 9 Veranstaltungsarbeit - Erfinderberatungen 30 Anzahl der Mitglieder der Bieterdatenbank 16 Versicherungsvermittler Erlaubniserteilung/-befreiung 15 Versicherungsvermittler Registrierung 80 Versicherungsvermittler Änderungen/Löschungen 254 Versicherungsvermittler Überprüfung Gewerbemeldungen 28 Versicherungsvermittler Anschreiben bzgl. nicht mitgeteilter Änderungen Registerdaten 19 Versicherungsvermittler Anschreiben bzgl. Überprüfung Voraussetzungen 9 Versicherungsvermittler Anhörung zum Widerruf 0 Versicherungsvermittler Widerrufsbescheid 11 Finanzanlagenvermittler Registrierung 1 Finanzanlagenvermittler Registrierung Arbeitnehmer 23 Finanzanlagenvermittler Änderungen/Löschungen 0 Finanzanlagenvermittler Sachkundeprüfung 0 Honorar-Finanzanlagenberater Registereintragung/-änderung/-löschung 6 Ehrenamtliche Richter - Neubenennung 8 Ehrenamtliche Richter - Wiederbenennung 190 Immobiliardarlehensvermittler Registrierung 1 Immobiliardarlehensvermittler Registrierung Arbeitnehmer 6 Immobiliardarlehensvermittler Änderungen/Löschungen 25 Immobiliardarlehensvermittler Sachkundeprüfung

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Kundenzufriedenheit | Zentrale Dienste Effiziente und serviceorientierte Verwaltung

Matthias Endter Abteilungsleiter Telefon: 03681 362-110 Telefax: 03681 362-100 E-Mail: endter@suhl.ihk.de

Die Abteilung Zentrale Dienste versteht sich als interner Dienstleister. Im Jahr 2017 wurden die internen Prozesse und Arbeitsabläufe mit dem Ziel optimiert, die Servicequalität der IHK Südthüringen zu sichern und die Arbeitsabläufe an die neuen Funktionalitäten im Haus der Wirtschaft anzupassen und effizienter zu gestalten.

Ziele und Zielerfüllung Qualitätsmanagement Im Jahr 2017 bestand die Hauptaufgabe in der Umstellung des Qualitätsmanagementsystems auf die neue Norm DIN ISO 9001:2015. Im Re-Zertifizierungsaudit, welches vom 21. bis 23. Juni 2017 nach der neuen ISO Norm durchgeführt wurde, bestätigte der Auditor, dass die Normative umgesetzt wurden und die Servicequalität gegenüber den Mitgliedsunternehmen auf einem hohen Niveau gewährleistet ist. In Vorbereitung wurden interne Audits in der Hauptgeschäftsstelle, dem Bildungszentrum und den Niederlassungen durchgeführt und die festgelegten Empfehlungen umgesetzt. Das Qualitätsmanagement als Kultur des Hauses wurde kontinuierlich fortgeführt. Schwerpunkt bildete in 2017 die Anpassung/ Aktualisierung und Neuerarbeitung von Prozessbeschreibungen und die Novellierung der Rechtsgrundlagen im Mitarbeiterportal. Zielerfüllung: 100 %

IT-Projekte Schwerpunkt der Arbeit 2017 bildete die Sicherung der Stabilität der vorhandenen IT-Technik in den 56


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Niederlassungen, welche auf Grund der vorhandenen Netzinfrastruktur nur teilweise umgesetzt werden konnte. Im Ergebnis einer System- und Strukturanalyse wurde ein IT-Konzept erstellt, welches im Jahr 2018 mit dem IT-Projekt „Restrukturierung der Serverinfrastruktur und Migration Windows 10“ realisiert wird. Mit der Umsetzung des Konzeptes im ersten Halbjahr 2018 wird eine stabile Netzwerkanbindung an die Niederlassungen und die IT-Stabilität des Gesamtsystems für die nächsten Jahre in der IHK Südthüringen gesichert. Darüber hinaus wurde der Mail-Server auf eine neue Version von Lotus Notes umgestellt und die Antiviren-Software neu implementiert. Im Bildungszentrum erfolgten der Ersatz der Servertechnik im Schulungsbereich und die Novellierung des gesamten Netzwerkes. Zielerfüllung: 80 %

Realisierung von Bauvorhaben Das Bauvorhaben „Haus der Wirtschaft“ wurde nach der baulichen Fertigstellung im Jahr 2017 kaufmännisch abgeschlossen. Trotz hoher Sorgfalt bei der Einhaltung des durch die Vollversammlung der IHK Südthüringen beschlossenen Eigenmittelbudgets trat gegenüber der Kostenberechnung zur Entwurfsplanung 2012 eine Erhöhung von 12 % ein. Hauptursachen der Kostenüberschreitung lagen begründet in entstanden Mengenmehrungen, in Nachträgen auf Grund nicht ausgeschriebener Leistungen und gleitender Planungen, einem zu niedrigen Planansatz der allgemeinen Baunebenkosten und der entstandenen Bauzeitverlängerung.

Der für die Umsetzung des Bauvorhabens notwendige Eigenmittelanteil der IHK Südthüringen war durch finanzielle Mittel gedeckt, so dass eine Kreditaufnahme nicht erforderlich war. Die Abteilung Zentrale Dienste hat alle Sachanlagen des Hauses der Wirtschaft inventarisiert und im Jahresabschluss 2016 dokumentiert. In 2017 wurden durch die Abteilungen Innere Verwaltung und Rechnungswesen organisatorische Dokumentationen aktualisiert und eingetretene 57


Gewährleistungsansprüche gegenüber den Baufirmen durchgesetzt. Für die Kostenrechnung wurden die Umlageschlüssel novelliert. Auf Basis der gefassten Beschlüsse der Thüringer Aufbaubank und der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaates Thüringen mbH bezogen die neuen Mieter Ende November 2017 die Räumlichkeiten im Haus der Wirtschaft. In 2017 erfolgte die Umsetzung des Bauvorhabens „Trockenlegung der Niederlassung Sonneberg“. Das Bauvorhaben verläuft planmäßig und wird Ende März 2018 abgeschlossen. Die Einhaltung des auf der Vollversammlung vom 6. Dezember 2016 beschlossenen Budgets wird aus heutiger Sicht eingehalten. Zielerfüllung: 100 %

Umsetzung des Projektes Arbeitszeiterfassung Das neue Arbeitszeiterfassungssystem wurde 2017 mit einer viermonatigen Projektphase implementiert. Die Freigabe für alle Mitarbeiter erfolgte zum 1. Januar 2018. Alle Mitarbeiter wurden mit dem Umgang der Arbeitszeiterfassung geschult. Aufgetretene Unstimmigkeiten am Jahresanfang 2018 wurden behoben. Hinweise der Mitarbeiter bezüglich der organisatorischen Abläufe führten nach der Einführungsphase zu einer Optimierung des Systems. Mit Einführung des Arbeitszeiterfassungssystems wurden Anträge für Dienstreisen, Urlaub und Gleitzeit digitalisiert und eine Urlaubsplanung eingeführt. Zielerfüllung: 100 %

Prüfungen Der Thüringer Landesrechnungshof führte in der IHK Südthüringen vom 10. Juli 2017 bis 11. September 2017 eine vollumfängliche Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung der IHK für die Jahre 2008 bis 2015 und auf Teilgebieten bis zum Prüfungszeitpunkt durch. Auf Grundlage eines sehr hohen Engagements der Mitarbeiter der Abteilung ZD konnte die Prüfung erfolgreich abgeschlossen werden. Ein Abschlussbericht des Thüringer Landesrechnungshofes liegt noch nicht vor. In einem Vorabgespräch mit der Prüfungsleiterin des Thüringer Landesrechnungshofes zum Prüfungsergebnis wurde der IHK Südthüringen eine sehr gute Organisation und eine korrekte Umsetzung der Haushalts- und Wirtschaftsführung der IHK Südthüringen bestätigt. Die Empfehlungen des Thüringer Landesrechnungshofes zu den Thematiken: Neukalkulation von Gebühren und Entgelten alle 3 bis 4 Jahre Ermittlung der tatsächlichen Höhe von Aufwandsentschädigungen des Ehrenamtes als Grundlage der Pauschalierung je Legislaturperiode Führung von Fahrtenbüchern Anpassung der Dokumentation im Beschaffungsprozess (Aufnahme eines Deckblattes) werden in 2018 ff. umgesetzt. 58


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Darüber hinaus erfolgte in 2017: eine Lohnsteueraußenprüfung für den Zeitraum von 2013 bis 2017 die Prüfung des Förderprogrammes „Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und Unternehmertum“ die Prüfung des Förderprogrammes „Arbeit für Thüringen“. Die Prüfungen ergaben keine Beanstandungen. Die Thematik „Aufwandsentschädigungen“ wird durch das Finanzamt Suhl geprüft.

Beitrag | Firmendaten Aufgrund der guten Wirtschaftslage konnte in 2017 das Beitragsniveau des Jahres 2015 gesichert werden. Gegenüber 2016 steigen im Geschäftsjahr 2017 die Erträge aus Beiträgen um ca. 280.000 Euro. Im Referat Beitrag | Firmendaten lagen die Schwerpunkte in der Novellierung der Beitragsschreiben und der Datenselektionen. Zusätzlich wurde das Gründerprojekt auf das Referat Beitrag | Firmendaten übertragen. Es gelang erstmalig, dass die Adressdaten für Datenselektionen tagaktuell abrufbar sind. Alle Mitarbeiter der IHK wurden über die Handhabung der Erstellung von Datenselektionen und die damit verbundenen Erstellung von Serienbriefen geschult. Die Textbausteine zur Erstellung von Beitragsschreiben wurden komplett überarbeitet und sind rechtlich korrekt und höflich formuliert. Das „Beamtendeutsch“ gehört der Vergangenheit an. Alle gestellten Aufgaben und Ziele wurden vollumfänglich realisiert. Zielerfüllung: 100 %

Regionalmarketing Der Verein „forum Thüringer Wald e.V.“ wurde verwaltungsseitig kontinuierlich wie folgt unterstützt: Erstellung der Monatsberichte Sicherung des Zahlungsverkehrs und Implementierung einer Kasse Beratung zu versicherungstechnischen Themenstellungen Mitwirkung bei der Vorbereitung von Veranstaltungen im Rahmen der Hausmeistertätigkeiten Mitwirkung bei der Lohnsteueraußenprüfung für den Prüfungszeitraum 2013 bis 2016 ohne Beanstandungen. Zielerfüllung 100 %

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Rechnungswesen Neben den laufenden Aufgabenstellungen ist positiv hervorzuheben, dass die Prüfung des Jahresabschlusses 2016 durch die Rechnungsprüfungsstelle für die IHKs zu keinen Einwendungen führte und der Bestätigungsvermerk uneingeschränkt erteilt wurde. Zielerfüllung: 100 %

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Leistungen im Überblick Anzahl IHK Mitglieder zum 31.12. davon im Handelsregister davon Kleingewerbetreibende Gewerbeanmeldungen Gewerbeabmeldungen Bemessungsgrundlage Beitragserhebung

2017 28.352 7.113 21.239 1.525 1.560 869 Mio. €

2016 28.364 7.146 21.218 1.568 1.496 794 Mio. €

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Öffentlichkeitsarbeit | Mitgliederkommunikation | Marketing Wirksame Kommunikation für unsere Mitglieder

Katja Hampe Referatsleiterin Telefon: 03681 362-212 Telefax: 03681 362-456 E-Mail: hampe@suhl.ihk.de

Die Mitarbeiter des Referates Öffentlichkeitsarbeit | Mitgliederkommunikation | Marketing informieren die Medien, Öffentlichkeit und Mitgliedsunternehmen über die Arbeit der IHK Südthüringen, ihre Dienstleistungen und politischen Positionen. Die Pressearbeit richtet sich in erster Linie an die regionalen Medien; Printmedien, Radio- und Fernsehanstalten sowie Onlinemedien. Darüber hinaus werden Presseanfragen beantwortet und auch Kontakte zwischen Medien und Mitgliedsunternehmen vermittelt. Das Team produziert die neun Mal jährlich erscheinende IHK-Zeitschrift „Südthüringische Wirtschaft“, den Newsletter für das Ehrenamt sowie den Ratgeber-Newsletter.

Ziele und Zielerfüllung Abschluss Leitbild-Prozess Nach der inhaltlichen Überarbeitung des Leitbildes der IHK Südthüringen im Jahr 2016 war 2017 eine interne Schulung aller Mitarbeiter vorgesehen. Dafür wurden vier Termine organisiert, an denen gestaffelt nach Abteilung ein Seminar stattfand, das vom Hauptgeschäftsführer, Herr Dr. Pieterwas, geleitet wurde. Inhalte dieser Schulung waren neben der Vorstellung des Leitbildes auch der Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes vom 12. Juli 2017 zur Legitimation der Organisation der Industrie- und Handelskammern sowie die Vorstellung der bundesweiten Akzeptanzstudie der IHKMitgliedsunternehmen. Zielerfüllung: 100 %

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Jahresbericht 2017

Qualitätssicherung Mitgliederkommunikation Ein wesentliches Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist die Information der Mitgliedsunternehmen über die Tätigkeiten und Aktivitäten der IHK Südthüringen. Dafür produziert das Team ÖMM die neun Mal jährlich erscheinende IHK-Zeitschrift „Südthüringische Wirtschaft“, die Newsletter für die Vollversammlung und die Mitglieder der IHK-Ausschüsse sowie den Ratgeber-Newsletter. Die Aktivitäten werden im Internet und den sozialen Netzwerken weiter ausgebaut; so ist die IHK Südthüringen zum Beispiel auf den Plattformen Twitter, XING und YouTube präsent. Darüber hinaus erhalten alle Mitglieder der Vollversammlung und der IHK-Ausschüsse tagesaktuell die Pressemitteilungen der IHK Südthüringen per E-Mail. Hinsichtlich aller Aktivitäten werden termin- und qualitätsgerechte Herausgabe sowie die Einhaltung der Corporate Design-Vorgaben beachtet. Zielerfüllung: 100 %

Qualitätssicherung IHK-Jahresempfang Nach der Festveranstaltung zum 150. Jubiläum ihrer Gründung im Jahr 2016 hat sich die IHK Südthüringen entschieden, 2017 den traditionellen Jahresempfang als Sommerfest im Haus der Wirtschaft in Suhl durchzuführen. Für das Team ÖMM war das eine neue Herausforderung.

Das Sommerfest am 31. August 2017 stand unter dem Motto „Wirtschaft trifft Sport“. So lag es nahe, das Programm nicht nur mit aktiven Spitzensportlern wie Erik Lesser, Dajana Eitberger oder Sascha Benecken zu gestalten, sondern auch den rund 300 Gästen selbst sportliche Aktivitäten zu bieten. Da durften die Damen und Herren schon mal beim Torwandschießen ans runde Leder treten oder mit Kraft und Schnelligkeit einen Bob anschieben. Natürlich ging es auch um Treffsicherheit beim BiathlonLaserschießen und dem Zuspielkorb der Suhler VfB-Volleyballerinnen. Ein Segway-Parcour lud ebenso ein. Interessante Einblicke in die Symbiose zwischen Wirtschaft und Sport prägten die Veranstaltung. 63


Den Auftakt gaben zunächst die Nachwuchssportler vom Karateclub Suhl e. V. Nach einer kurzen Begrüßung durch IHK-Präsident Dr. Peter Traut und Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee gab Björn Albrecht, der Marketing- und Vertriebsleiter der Bamberger Basketball GmbH, den Auftakt mit seinem Impulsvortrag. Er buchstabierte den Begriff Sponsoring in all seinen Facetten. Sport und Wirtschaft profitieren eben voneinander, gerade weil sie so viele Gemeinsamkeiten haben.

Das Moderatorenduo Kristin Lenk und der einstige Weltklasse-Biathlet Sven Fischer führten mit Charme und Fachkenntnis durch den Abend und die beiden spannenden Podiumsdiskussionen zu den Themen „Sponsoring der Wirtschaft im Breiten- und Spitzensport“ sowie „Förderung von Nachwuchstalenten durch die Wirtschaft“.

Auf der Zielgeraden des sportlichen Abends konstatierte IHK-Präsident Dr. Peter Traut, dass nicht wenige Unternehmer zum Schluss mit einer neuen Sicht aufs Sponsoring nach Hause gingen. 64


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Wenn die Wirtschaft den Sport unterstützt, dann geht es schließlich um viel mehr als die einfache Bandenwerbung. Mit Musik von Sunshine Brass, gutem Essen von den Grillstationen, vielen sportlichen Aktivitäten und interessanten Gesprächen ging ein gelungener Abend zu Ende. Zielerfüllung: 100 %

Qualitätssicherung Ehrenamtsveranstaltung Ehrensache – Ein Dankeschön an das IHK-Ehrenamt Was wäre eine IHK ohne Ehrenamt? Mehr als 200 Unternehmensvertreter engagieren sich in der Vollversammlung sowie den Fach- und Regionalausschüssen der IHK Südthüringen. In den etwa 150 Prüfungsausschüssen arbeiten nochmals rund 600 Personen im Ehrenamt. Das heißt, die IHK Südthüringen erhält somit Input von nahezu 800 ehrenamtlich tätigen Unternehmen und fachkundigen Persönlichkeiten. Deshalb nahm IHK-Hauptgeschäftsführer, Dr. Ralf Pieterwas, die zu Ende gehende Legislaturperiode zum Anlass, Danke zu sagen. Außergewöhnliches Engagement für die Wirtschaft und die Region, weit über das normale Geschäftsleben hinaus: Das hatten die Dutzenden von Unternehmerpersönlichkeiten gemeinsam, die im Rahmen der Festveranstaltung am 9. November 2017 im Haus der Wirtschaft in Suhl im Rampenlicht standen. Die Festrede hielt der Präsident des Thüringer Landtags, Christian Carius. Anschließend dankte Dr. Ralf Pieterwas den Unternehmerpersönlichkeiten nicht nur für ihre Mitarbeit in den Gremien und Ausschüssen, ohne die die IHK als Selbstverwaltungsorganisation von rund 29 000 Unternehmen in Südthüringen nicht denkbar wäre. Er vergab auch zahlreiche silberne und bronzene Ehrennadeln und vergaß dabei nicht, auf die Erfolgsbilanz, insbesondere der letzten fünf Jahre, zurückzublicken. Dabei nannte Dr. Pieterwas zahlreiche Themen, die mit Unterstützung der Ausschüsse erfolgreich platziert werden konnten und er blickte auf eine Vielzahl von Projekten, insbesondere zur Stärkung der dualen Ausbildung und Spitzenevents, wie z. B. das 150-jährige Jubiläum der IHK Südthüringen, zurück. In diesem Zusammenhang darf nicht unerwähnt bleiben, dass es ein großer Erfolg war, das Haus der Wirtschaft gemeinsam zu planen und zu bauen und am Tage seiner Eröffnung in 2016 die Grundbeiträge um 22 Prozent zu senken. Zielerfüllung: 100 %

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v. l. n. r.: Walter Hörmann (Freies Wort/STZ), Dr. Peter Traut (Präsident der IHK Südthüringen), Thomas Messerschmidt (Buchhandlung am Markt), Rainer Rauchmaul (Frischmann Kunststoffe GmbH), Peter Matthes (Autohaus Matthes GmbH), Christian Carius (Präsident des Thüringer Landtages), Manfred Scharfenberger (Präsident der Handwerkskammer Südthüringen)

Qualitätssicherung MuT-Preisverleihung Im Rahmen der Ehrenamtsgala am 9. November 2017 im Haus der Wirtschaft in Suhl fand die Verleihung der MuT-Preise statt. Mit dem Hauptpreis „Unternehmen des Jahres“ wurde die Frischmann Kunststoffe GmbH aus Eisfeld ausgezeichnet. Der Sonderpreis „Mitarbeiter sind Zukunft“ ging an die Autohaus Matthes GmbH und über den Sonderpreis „Aufstieg durch Innovation“ durfte sich die Inhaberin der Buchhandlung am Markt in Hildburghausen, Alexandra Messerschmidt, freuen. Der Thüringer Landtagspräsident, Christian Carius, übergab die Preise gemeinsam mit dem Chefredakteur der beteiligten Tageszeitungen, Walter Hörmann, sowie dem Präsidenten der IHK Südthüringen, Dr. Peter Traut, und dem Präsidenten der HWK Südthüringen, Manfred Scharfenberger. Während des abschließenden Get-Togethers feierten die Preisträger gemeinsam mit den anderen Gästen in entspannter Atmosphäre. Der MuT-Preis wurde zum 13. Mal verliehen. Zielerfüllung: 100 %

Herausgabe des Jahresberichts 2016 Im Jahresbericht dokumentiert die IHK Südthüringen, was 2016 erreicht wurde und an welchen Projekten noch gearbeitet wird. Das Referat ÖMM übernahm die Redaktion der Texte sowie die Recherche und Bearbeitung des Bildmaterials für den Jahresbericht 2016. Der Bericht wurde auf der Website der IHK Südthüringen veröffentlicht und war damit transparent und barrierefrei für alle Interessierten einsehbar. Aus Gründen der Kosteneffizienz wurde der Jahresbericht 2016 ausschließlich digital publiziert. Zielerfüllung: 90 %

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Vermarktung des „Zeitstrahls der Innovationen“ Der „Zeitstrahl der Innovationen“ wurde erstmals im Rahmen der Festveranstaltung zum 150-jährigen Jubiläum der IHK Südthüringen im Congress Centrum Suhl präsentiert und zog anschließend ins Foyer des Hauses der Wirtschaft. Die acht Meter lange Röhre zeigt Erfindungen aus dem gesamten IHK-Bezirk zwischen Arnstadt und Sonneberg. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Produkte der metallverarbeitenden und der Automotive-Industrie im Raum Schmalkalden. Die Exponate lassen nicht nur Erwachsene staunen, sondern begeistern auch Kinder – wie das Geschicklichkeitsspiel „Schiebefax“ aus Eisfeld und der schnittige Fun-Rodelschlitten „Snow-Quad“ aus Geschwenda. Ohne Südthüringer Erfindergeist gäbe es kein Tretkurbel-Fahrrad, keine Zeitung, keine Röntgenröhre und kein Fernsehen. Heute fährt kein Auto ohne Teile aus den Fabriken der Region und sogar im Weltall umkreist Satellitentechnik „Made in Südthüringen“ den Erdball. Zahlreiche Schulklassen und weitere Gäste bekundeten ihr Interesse am südthüringischen Erfindergeist und besuchten die Ausstellung im Haus der Wirtschaft. Um Interessierte auch in anderen Regionen des IHK-Bezirks zu erreichen, wurde der Zeitstrahl anschließend „auf Reisen“ geschickt. Eine Herausforderung dabei war, geeignete Orte zu finden, die eine Ausstellung in dieser Größe unterbringen können.

Dadurch wanderte der „Zeitstrahl der Innovationen“ am 7. Juni 2017 vom Suhler Haus der Wirtschaft in die Cellarius Bibliothek der Hochschule Schmalkalden um und war ab dem 29. August 2017 im Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau zu sehen. Als letzter Standort wurde die Staatliche Berufsbildende Schule in Sonneberg gewählt, wo die Ausstellung vom 24. Oktober bis 13. Dezember zu sehen war. Zwischenzeitlich fand in der Berufsschule die Regionale Ausbildungsmesse (RAM) statt, bei der sich der Zeitstrahl als attraktives Ausstellungsstück für die Besucher herausstellte. Zielerfüllung: 80 %

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Marketing für die Projekte der IHK und forum Thüringer Wald Das Team des Referats ÖMM begleitete auch 2017 alle Events der IHK Südthüringen mit entsprechenden Marketingmaßnahmen. Ob Azubi-Speed-Dating, Berufserlebnismesse, Berufsinformationsmessen, der Schulwettbewerb besteneunte, die Bestenveranstaltung in der Aus- und Weiterbildung, die 5. Regionale Energiekonferenz Südwestthüringen oder die Projekte des forum Thüringer Wald e. V. wie z. B. der Thüringer Wald Firmenlauf, INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald, Unternehmerfreundliche Verwaltung im Thüringer Wald – stets war das Team ÖMM involviert und hat diese Projekte unterstützt. So wurden u. a. Filme und Radio-Spots erstellt sowie Plakate, Flyer und Urkunden gestaltet. Zielerfüllung: 100 %

Ehrenamtsordner Für das neu gewählte Ehrenamt der IHK Südthüringen hat das ÖMM-Team einen Ordner für die Legislaturperiode 2018 bis 2022 konzipiert und gestaltet. Der Ordner stellt eine Arbeitsgrundlage dar und enthält wichtige Basis-Informationen, wie z. B. das Leitbild der IHK Südthüringen und Rechtsgrundlagen der IHK sowie des DIHK. Damit sich die ehrenamtlich Tätigen besser vernetzen können, beinhaltet der Ordner die Kontaktdaten der Mitglieder des Präsidiums, der Vollversammlung sowie der Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden der Ausschüsse. Auch die Ansprechpartner und Kontaktdaten der hauptamtlichen Mitarbeiter sowie der Geschäftsstellen werden im Ehrenamtsordner vorgestellt. Zielerfüllung: 90 %

Marketing für das Unternehmer-Service-Center Das Referat ÖMM hat für das Unternehmer-Service-Center eine Landingpage auf der Website der IHK Südthüringen erstellt. Sie informiert über Aufgaben und Kontaktdaten der USC-Mitarbeiter aus den Geschäftsbereichen. Für die Bewerbung des Unternehmer-Service-Centers wurde ferner eine Grafik für die E-Mail-Signatur der IHK designt, die neben den Kontaktdaten des Unternehmer-Service-Centers auch die Öffnungszeiten beinhaltet. Zielerfüllung: 90 %

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Jahresbericht 2017

Begleitung der Vollversammlungswahl Für die Wahl der Vollversammlung im Jahr 2017 hat das Referat ÖMM ein neues Logo kreiert, welches das Unternehmerparlament als Plenum schematisch darstellt. Die Sitze sind in den sieben Farben analog zu den Wahlgruppen abgebildet. Darüber hinaus hat ÖMM zwei Beihefter für die IHK-Zeitschrift „Südthüringische Wirtschaft“ mit der Vorstellung der Kandidaten, sowie nach der Wahl, mit den gewählten Mitgliedern der neuen Vollversammlung gestaltet. In den Geschäftsstellen der IHK in Suhl, Suhl-Mäbendorf, Arnstadt und Sonneberg konnte sich Besucher zudem auf Roll-ups über die Kandidaten informieren. Innerhalb der IHK-Website hat ÖMM einen Bereich für die Wahl angelegt, in dem Wahlbekanntmachungen sowie weitere Informationen z. B. über den Wahlausschuss, wichtige Termine und die Kandidaten publiziert wurden. Zielerfüllung: 100 %

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Leistungen 2017 im Überblick Pressemitteilungen 2017 Standortpolitik 99 Existenzgründung und Unternehmensförderung 20 Ausbildung 43 Weiterbildung 29 Innovation und Umwelt 34 International 3 Recht 18 Regionalmarketing 31 Gesamt 277

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Pressegespräche/Pressekonferenzen der IHK Südthüringen 2017 30 Presseeinladungen: 25.01.2017 Konjunktur Jahresbeginn 2017 14.02.2017 Azubi-Speed-Dating im Haus der Wirtschaft, Suhl 15.02.2017 Jugend-Unternehmerwerkstatt Böhm Fertigungstechnik Suhl GmbH, Zella-Mehlis 22.02.2017 Jugend-Unternehmerwerkstatt Hehnke GmbH u. Co.KG, Steinbach-Hallenberg 15.03.2017 Feierliche Zeugnisübergabe der Zerspanungsmechaniker 16.03.2017 Jugend-Unternehmerwerkstatt Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau (ELMUG eG), Ilmenau 24.03.2017 INBETRIEBNAHME „Digitales Schwarzes Brett“, SBBS Sonneberg 03.04.2017 Startschuss Thüringer Wald Firmenlauf 04.04.2017 Unternehmerfreundliche Verwaltung im Thüringer Wald Suhl 24.04.2017 Berufserlebnismesse 27.04.2017 Zeugnisübergabe für Fachwirte und Meister 02.05.2017 INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald 19.05.2017 Konjunktur Frühsommer 2017 12.06.2017 Branchentag Tourismus 13.06.2017 Übergabe der EMAS-Urkunde an LAY Gewürze oHG 29.06.2017 Feierliche Zeugnisübergabe 03.07.2017 3. Industriedialog Ost 19.07.2017 Auftakt MuT-Preis 01.08.2017 Thüringer Wald Firmenlauf 09.08.2017 Berufsausbildung 01.09.2017 INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald 07.09.2017 Feierliche Zeugnisübergabe 12.09.2017 Zeitstrahl der Innovationen im Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau 13.10.2017 Abschluss Technik-Camp 13.10.2017 Konjunktur Herbst 2017 01.11.2017 INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald 02.11.2017 Jugend-Unternehmerwerkstatt IL Metronic Sensortechnik GmbH, Ilmenau 21.11.2017 Vietnam-Projekt 12.12.2017 Unternehmerfreundliche Verwaltung Thüringer Wald Meiningen 19.12.2017 Jugend-Unternehmerwerkstatt GB Neuhaus GmbH, HPT Hochwertige Pharmatechnik GmbH & Co. KG, Sparkasse Sonneberg, Lauscha Fiber International GmbH

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Niederlassung Arnstadt IHK-Service vor Ort

Carmen Klotz Niederlassungsleiterin Telefon: 03628 6130-516 Telefax: 03628 6130-512 E-Mail: klotz@suhl.ihk.de

Die Niederlassung Arnstadt stand mit insgesamt fünf Mitarbeitern den Unternehmen des IlmKreises mit umfassenden Dienstleistungen und Angeboten in den Bereichen der Existenzgründung, der Unternehmensbetreuung, der Aus- und Weiterbildung sowie der Außenwirtschaftsberatung zur Verfügung. Mit dieser bewährten Struktur und Aufgabenverteilung wurde wieder erreicht, dass die Niederlassung alle wesentlichen Tätigkeitsbereiche der IHK Südthüringen im Rahmen der Erfüllung der hoheitlichen Aufgaben und der Dienstleistungserbringung für die Mitgliedsunternehmen im Ilm-Kreis absicherte. Dabei waren und sind die Mitarbeiter der Niederlassung Arnstadt unverändert organisatorisch, fachlich und administrativ in die Fachabteilungen der Hauptgeschäftsstelle Suhl eingebunden. Auch in 2017 wurde Know-how zwischen der Niederlassung Arnstadt und der Hauptgeschäftsstelle in Suhl intensiv ausgetauscht. Dabei waren die Mitarbeiter der Niederlassung in unterschiedlicher Ausprägung für die Erfüllung einzelner Projekte des Gesamtarbeitsplanes der IHK Südthüringen verantwortlich (z. B. als Projektleiter) oder wirkten in der Umsetzung von entsprechenden Aufgabenstellungen mit. Unverändert ist dabei die Prozessverantwortlichkeit der Mitarbeiter für Prozesse des Qualitätsmanagementsystems und eine Einbeziehung in den ständigen Verbesserungsprozess sowie die jährliche Überarbeitung und Fortentwicklung des Systems gegeben. In diesem Zusammenhang wurde die Niederlassung Arnstadt sowohl beim externen als auch internen Audit des Qualitätsmanagementsystems der IHK Südthüringen im Jahr 2017 geprüft. Zudem wurde nachhaltig die Verantwortlichkeit der Mitarbeiter der Niederlassung Arnstadt für einzelne Prozesse mit einem starken Fokus einer direkten kammerweiten Beratung und Betreuung von Mitgliedsunternehmen bestätigt. Ebenfalls im Fokus der Arbeit stand die intensive Unterstützung der Unternehmeraktivitäten der Initiative Erfurter Kreuz im Rahmen der aktiven Mitgliedschaft der IHK Südthüringen. Hier beteiligte sich die Niederlassung Arnstadt an Beratungen und Gesprächen zu verschiedenen Themengebieten, an Arbeitskreisen und Mitgliederversammlungen und an Veranstaltungen. Traditionsgemäß war die IHK Südthüringen in die Berufsorientierungsmesse „Erfurter Kreuz“ am 28. Januar 2017 und in die 72


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Veranstaltung „Industrie erleben - ein Abend am Erfurter Kreuz“ am 12. Mai 2017 involviert. Ebenso stand die Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Ilmenau unter der Prämisse Wirtschaft trifft Wissenschaft im Fokus. Im Bereich der Gründungsberatungen wurde 2017 das Angebot für die Gründer weiter vorgehalten, da vor allem gründungs- und projektbezogene Einzelfragen der Gründung durch die zukünftigen Unternehmer nachgefragt wurden. Dadurch rückten die umfangreichen und intensiven Einzelberatungen für Existenzgründer verstärkt in den Fokus, um eine gezielte und erfolgreiche Gründung neuer Unternehmen zu erreichen. Das Dienstleistungsportfolio der Niederlassung sah zudem die erweiterten Beratungen zu betriebswirtschaftlichen Fragen, Förderung, Unternehmensnachfolge und die Fertigung von Stellungnahmen für die Unternehmen des Ilm-Kreises vor. Dazu erfolgten u. a. 13 Beratungen für Unternehmen im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows“ des BAFA. Zudem war zur Förderung von innovativen Gründungen in Thüringen die Betreuung des Projektes „Gründerprämie“ als Bestandteil der Gründerrichtlinie des Freistaats Thüringen durch die Niederlassung Arnstadt ein weiterer Arbeitsschwerpunkt im Bereich „Existenzgründung“. Hier erfolgte die Teilnahme an Arbeitskreisen sowie fünf Jurysitzungen zur Gründerprämie. Gründertreffen im Küchenhaus Arnstadt am 27.Oktober 2017

Darüber hinaus wurden drei UnternehmerInnen-Stammtische sowie zwei Gründertreffen durchgeführt. Im Segment der Ausbildung, ein wichtiger Schwerpunkt der Niederlassung Arnstadt, standen weiterhin die Feststellung der Ausbildungseignung der Unternehmen und die individuelle Beratung der Ausbilder und Auszubildenden im Mittelpunkt der Arbeit. Die Niederlassung ist erster Ansprechpartner für alle Fragen der betrieblichen Ausbildung. Charakteristisch ist hier, dass gerade in Schieflage befindliche Ausbildungsverhältnisse einen hohen Beratungsbedarf nach sich ziehen. So wurden u. a. 1793 Ausbildungsberatungen für Firmen und Auszubildende durchgeführt, davon 81 im Rahmen von 73


Unternehmensbesuchen. Kombiniert wurde dies mit Weiterbildungsberatungen, d. h. Beratungen zur Personalentwicklung von Fach- und Führungskräften. Gleichzeitig erhielten die Kunden Angebote für spezifische Lehrgänge im betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Bereich. Darüber hinaus wurde die Entwicklung, Durchführung und Betreuung von Fachkraft- und Zertifikatslehrgängen weiter ausgebaut. Auch bei diesen Angeboten waren spezifische Lehrgänge und Seminare zur dualen Berufsausbildung besonders nachgefragt. Im Bereich der Ausbildung unterstützte die Niederlassung Arnstadt insbesondere die Aktivitäten und Projekte der IHK Südthüringen zur Steigerung der Attraktivität der dualen Ausbildung. Ein wichtiger Baustein sind dabei die traditionellen Berufsinformationsmessen, die auf eine gezielte Berufsorientierung der Schüler abzielen. Hier bot die Berufsinformationsmesse am 9. September 2017 in der Festhalle Ilmenau den Besuchern wieder die beste Gelegenheit, sich bei den ca. 50 ausstellenden Unternehmen zur Berufswahl und der Suche nach einer Lehrstelle oder einem Praktikumsplatz beraten zu lassen oder um wichtige Kontakte zu knüpfen. Berufsinformationsmesse in der Festhalle Ilmenau am 9. September 2017

Unverändert wird in der Niederlassung Arnstadt das Büro des Thüringer Zentrums für Existenzgründungen und Unternehmertum (ThEx) vorgehalten. Das Projekt beinhaltet nach wie vor die Förderung der Zusammenarbeit der verschiedenen Beratungsakteure zur Unterstützung von Existenzgründern und Unternehmern. Im Rahmen des ThEx-Managements besetzt die IHK Südthüringen in der Niederlassung das Themenfeld der Unternehmensnachfolge als Thüringer Nachfolgelotse. Im Jahr 2017 bestätigte sich der Anstieg der Beratungsanfragen sowohl von Unternehmern (Übergabeinteressenten) als auch potenziellen Übernahmeinteressenten nachhaltig. Gerade in den Fällen, in denen die Unternehmen keine personelle Nachfolgelösung hatten, verstärkte sich die Nachfrage nach der Nutzung der angebotenen Nachfolgebörsen. Generell bildet die Sensibilisierung für die rechtzeitige Vorbereitung des unternehmerischen Generationswechsels die Hauptaufgabe. Hier besteht insbesondere die Herausforderung, die unterschiedlichen Interessenlagen zur Nachfolge über einen gezielten und langwierigen Prozess zu 74


Jahresbericht 2017

beseitigen und praxisorientierte Lösungen zu erarbeiten. Die etablierte Roadshow „Unternehmensnachfolge“ als Instrument zur Sensibilisierung, Information und Vernetzung von KMU und Übernahmeinteressenten wurde auch mit dieser Motivation erfolgreich an den drei Standorten in Südthüringen und dabei einmal im Ilm-Kreis durchgeführt. Roadshow „Unternehmensnachfolge“, Sparkasse Arnstadt-Ilmenau in Ilmenau am 5. April 2017

In der Verantwortung der Niederlassung Arnstadt liegt ebenfalls die Betreuung des Regionalausschusses Ilm-Kreis, der insgesamt 15 Mitglieder umfasst. Insgesamt fanden im Jahr 2017 drei Sitzungen sowie administrativ verschiedene Beratungen zu Themen der Ausschussarbeit statt. Weitergeführt wurde die Mitarbeit in verschiedenen Arbeitskreisen, Unternehmerstammtischen, Wirtschaftsförderkreisen, der Agentur für Arbeit etc. Fortgeführt wurden auch die Kooperationen und die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Gebietskörperschaften des Ilm-Kreises. Hier standen gemeinsame Projekte, Beratungen und Veranstaltungen mit den Städten und Gemeinden im Fokus. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt ist die aktive Mitarbeit in den Vorständen des Arnstädter Bildungswerkes und des Arbeitskreises Wirtschaft/Schule im Ilm-Kreis. Viele Projekte, z. B. „Ein Tag im Unternehmen“, werden durch die Niederlassung aktiv unterstützt. Dieser Projekttag verfolgt inhaltlich die Vorstellung von Ausbildungsberufen und akademischen Berufsfeldern für Schüler der Klassenstufen 9 und 10 der Regelschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien des Ilm-Kreises. Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt war die Organisation, Durchführung und Unterstützung von Veranstaltungen, Workshops und Events durch die Niederlassung Arnstadt. Diese beinhaltete grundsätzlich alle Themenbereiche der IHK-Arbeit von der Existenzgründung, Unternehmensbetreuung und -nachfolge bis hin zur Aus- und Weiterbildung.

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Zusammenfassend war die Tätigkeit der Niederlassung Arnstadt im Jahr 2017 geprägt von vielfältigen Aufgabenfeldern und Ausrichtungen. Dabei wurden in den verschiedenen Bereichen die Themen nachhaltig vertieft, Kooperationen fortgeführt, ein umfangreiches Dienstleistungsportfolio für die Unternehmen des Ilm-Kreises angeboten sowie auch neue Arbeitsaufgaben umgesetzt. Gleichzeitig waren die Organisation und Durchführung eigener aber auch die Beteiligung an kooperativen Veranstaltungen im Ilm-Kreis ein Schwerpunkt des Jahres 2017.

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Jahresbericht 2017

Leistungen 2017 im Überblick 49 Stellungnahmen gesamt davon 20 Gründerzuschuss 9 Einstiegsgeld ARGE 8 Thüringen Invest 6 Bürgschaftsbank Thüringen 6 Sonn- und Feiertagsarbeit Ausbildung/Weiterbildung 1483 Ausbildungsberatungen für Unternehmen 310 Ausbildungsberatungen für Auszubildende 48 Eignungsfeststellungen 13 Widerrufliche Zuerkennung der fachlichen Eignung Weiterbildung/Seminare 18 Weiterbildungsmaßnahmen 235 Teilnehmer Außenwirtschaft 128 Ursprungszeugnisse 29 Außenwirtschaftsbescheinigungen Existenzgründung 91 Existenzgründerpässe 13 Unternehmensberatung/BAFA

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Niederlassung Sonneberg IHK-Service vor Ort

Volker Hirsch Niederlassungsleiter Telefon: 03675 7506-252 Telefax: 03675 7506-250 E-Mail: hirsch@suhl.ihk.de

Einschätzung des Status Quo der Niederlassung und Schwerpunkte der Arbeit Die Niederlassung Sonneberg der IHK Südthüringen ist verantwortlich für die ortsnahe Betreuung der Mitgliedsunternehmen, insbesondere in den Landkreisen Sonneberg und Hildburghausen. Das Jahr 2017 war in beiden Kreisen durch einen Arbeitsmarkt charakterisiert, der de facto Vollbeschäftigung aufwies. Insbesondere in den Branchen Maschinenbau und Verpackungsmittelindustrie wurde ein hohes Wachstum registriert. Die Sicherung des Fachkräftebedarfs erwies sich als eine besonders große Herausforderung für die Region. Drei Mitarbeiter standen in der Niederlassung als engagierte Ansprechpartner in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, außenwirtschaftliches Bescheinigungswesen sowie Existenzgründung und Unternehmensbetreuung zur Verfügung. Die von der Niederlassung Sonneberg angebotene Innovationsberatung wird von Unternehmen aus dem gesamten Kammerbezirk wahrgenommen. Die Inanspruchnahme der Weiterbildungsveranstaltungen in der Niederlassung Sonneberg verblieb im Jahr 2017 auf hohem Niveau. Ergänzt wurden diese durch zum Teil kostenlose Informationsvorträge, wie zum Beispiel den Themenkreis „Unternehmen mit Zahlen führen“. Ein erwarteter Rückgang war bei den Lehrgängen „Unterrichtung für Bewachungspersonal“ gemäß § 34a Gewerbeordnung von elf im vorangegangen Jahr auf sechs zu verzeichnen. Spezielle Beratungsangebote werden regelmäßig gemeinsam mit den Mitarbeitern der Hauptgeschäftsstelle angeboten. Die Nachfrage nach Rechtsberatung konnte z. B. gut abgedeckt werden. Darüber hinaus stellt die Zusammenarbeit mit der Hauptgeschäftsstelle der IHK in Suhl eine hohe Qualität im Bereich der Stellungnahmen als Träger öffentlicher Belange sicher. Die Fachkräftesicherung blieb auch im Jahr 2017 das wichtigste Thema der Arbeit des Regionalausschusses unter Leitung der IHK-Vizepräsidentin Sabine Diez. Nachdem mit dem Schuljahr 78


Jahresbericht 2017

2016/17 einige positiv registrierte Veränderungen in Bezug auf die Einrichtung von Berufsschulklassen in Sonneberg (Industriekaufleute) in Kraft traten, bleibt das Thema Schulortnähe im Bereich der Landesgrenze ein aktueller Diskussionspunkt. Die Unzufriedenheit mit der Situation kam auch auf der Sitzung des Regionalausschusses am 26. September 2017 im Beisein der Landtagsabgeordneten Beate Meißner zur Sprache. In dieser Angelegenheit wird der Ausschuss auch weiterhin aktiv bleiben. Im Bemühen, die Versorgung mit einer schnellen Internetverbindung zügig zu verbessern, nahm auch die Niederlassung Sonneberg die Gelegenheit wahr, mit den Breitbandpaten die Ausnutzung der Förderprogramme anzuregen. Insbesondere ging es um ein spezielles Förderprogramm der Bundesregierung zum Gigabitanschluss für Gewerbegebiete. Aktuell wird damit gerechnet, dass sowohl im Landkreis Sonneberg als auch im Kreis Hildburghausen bis Ende des Jahres 2019 eine Versorgung der Unternehmen mit mindestens 50Mbit/s realisiert werden kann. Mit dem Erhalt des Thüringer Innovationspreises 2017 hat die Region einmal mehr ihre Innovationskraft unter Beweis gestellt. In der Kategorie „Tradition und Zukunft“ erhielt die WWS Keramik Neuhaus GmbH aus Neuhaus-Schierschnitz die begehrte Auszeichnung. Im zweiten Halbjahr begann die Beseitigung der Feuchteschäden im Bereich des Kellers des Dienstgebäudes der IHK Südthüringen in Sonneberg. Die Finanzierung der aufwändigen Arbeiten in Höhe von fast einer halben Million Euro hatte die Vollversammlung einstimmig beschlossen. In erster Linie profitieren von der Sanierung die Mitglieder der IHK Südthüringen, die Mitarbeiter der IHK sowie die Stadt Sonneberg, der ein Teil des städtebaulichen Ensembles in Zukunft erhalten bleiben wird. Nennung und Wertung wichtiger Veranstaltungen im Zuständigkeitsbereich der Niederlassung Als Knoten im Netzwerk der Wirtschaftsförderer organisierte die Niederlassung Sonneberg der IHK Südthüringen im Jahr 2017 gemeinsam mit dem Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und Unternehmertum (ThEx) neun Beratungssprechtage für Jungunternehmer und Existenzgründer (davon vier in Hildburghausen). Diese Sprechtage stellen den direkten Kontakt zu regionalen Wirtschaftsförderern, Finanzieren und Beratern her. Am 16. August 2017 wurde der Sprechtag in Sonneberg als Gründerfrühstück organisiert, was großen Zuspruch fand. Die Veranstaltung Mitarbeiterqualifizierung im April vermittelte neue Ideen, Fachkräftenachwuchs aus den eigenen Reihen zu rekrutieren. Durch die Niederlassung wurden in Zusammenarbeit mit dem Projekt t-wood des Forum Thüringer Wald e.V. die regionalen Fachkräftemessen unterstützt. Das waren die Regionalmesse Neuhaus am Rennweg im März, die Fachkräfte- und Ausbildungsmesse für Oberfranken und Südthüringen (FAMOS) in Sonneberg und die 2. Regionale Aus- und Fortbildungsmesse an der Staatliche Berufsbildende Schule Sonneberg. Das Azubi-Speed-Dating hat seine Strahlkraft noch nicht ganz entfalten können. Hier gilt es, mehr Jugendliche für das „erste Gespräch mit dem Chef“ zu motivieren. 79


Ehrenamtsarbeit (Ausschüsse) Der Regionalausschuss des Landkreises Sonneberg traf sich im Jahr 2017 drei Mal. Schwerpunkte waren die regionalen Akzente der wirtschaftspolitischen Positionen der IHK Südthüringen und die Bewertung der Halbzeitbilanz der Thüringer Landesregierung. Im Februar befasste sich der Ausschuss mit den Angeboten der Aus- und Weiterbildung der Industrie- und Handelskammer Südthüringen vor dem Hintergrund der Fachkräftesicherung. Das Treffen im September fand gemeinsam mit dem Förderverein der Staatlichen Berufsbildenden Schule Sonneberg statt. Der Verein stellte sich vor und warb um die Unterstützung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit. Im Gespräch ging es darüber hinaus um die sachliche Ausstattung der Berufsschule sowie um die Situation des Lehrkörpers.

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Jahresbericht 2017

Leistungen 2017 im Überblick Ausbildung 647 Ausbildungsberatungen für Unternehmen 189 Ausbildungsberatungen für Auszubildende 31 Eignungsfeststellungen Außenwirtschaft 243 Ursprungszeugnisse 49 Sonstige Bescheinigungen Weiterbildung/Seminare 32 Weiterbildungsmaßnahmen 336 Teilnehmer Existenzgründung 10/45 Orientierungsberatungen/Teilnehmerzahl 41 Einzelberatungen 20 Stellungnahmen für Existenzgründer gesamt Bestandsunternehmen 7 Stellungnamen für Bestandsunternehmen

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Ehrenamt

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Jahresbericht 2017

Mitglieder des Präsidiums Präsident Dr. Peter Traut Geschäftsführer E-Mail: dr.traut@omros.de Telefon: 03685 709969 OMROS Anlagen und Verfahrenstechnik GmbH Technikerweg 2 98646 Hildburghausen

Vizepräsidenten Marina Heller Vorstandsvorsitzende E-Mail: marina.heller@rhoenrennsteig-sparkasse.de Telefon: 03693 4681000

Klaus Grötenherdt Geschäftsführender Gesellschafter E-Mail: klaus@groetenherdt.de Telefon: 036874 79113

Zweckverbandssparkasse Rhön-Rennsteig

Grötenherdt Transporte GmbH Am Horn 6 - 9 98553 Nahetal-Waldau

Leipziger Straße 4 98617 Meiningen Susanne Riedel Geschäftsführerin E-Mail: s.riedel@auma-tec.com Telefon: 03681 391311 AUMA-TEC Ausbau-, Umweltund Anlagen-Technik GmbH Auenstraße 17 98529 Suhl

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Mitglieder des Präsidiums

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Rolf Hagelstange Geschäftsführer E-Mail: rolf.hagelstange@ stadtwerke-meiningen.de Telefon: 03693 484101

Christian Heller Geschäftsführer E-Mail: heller@arnstadt-kristall.com Telefon: 03628 66000

Stadtwerke Meiningen GmbH Utendorfer Straße 122 98617 Meiningen

ARNSTADT-KRISTALL GmbH Bierweg 27 99310 Arnstadt

Steffen Heyder Inhaber E-Mail: info@alte-lache.de Telefon: 036205 71876

Volker Huß Geschäftsführer E-Mail: info@sonbuch.de Telefon: 03675 702992

Steffen Heyder Biker- und Sportlerherberge „Alte Lache“ Alte Lache 1 99330 Gräfenroda

Sonneberger Buchhandlung GmbH Ernststraße 2 96515 Sonneberg


Jahresbericht 2017

Mitglieder der Vollversammlung Wahlgruppe I Industrie und Bau Landkreis Schmalkalden-Meiningen 5 Sitze

Horst Bauerschmidt Persönlich haftender Gesellschafter

Tobias Bonsack Geschäftsführer

Horst Bauerschmidt KG Tonäcker 4 98593 Floh-Seligenthal

Bonsack Präzisionstechnik GmbH Willi-Betz-Straße 8 98596 Brotterode-Trusetal

Torsten Herrmann Geschäftsführer

Andreas Oertel Geschäftsführer

Hehnke GmbH & Co. KG Am Schertzer 9 98587 Steinbach-Hallenberg

ABS electronic Meiningen GmbH Wolfsgrube 9 98617 Meiningen

Sabine Weiß Geschäftsführende Gesellschafterin

SZM Spannwerkzeuge GmbH Am Köhlersgehäu 18 98544 Zella-Mehlis

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Ilm-Kreis 6 Sitze

Ralf Groteloh Geschäftsführer

Christian Heller Geschäftsführer

KHW Kunststoff- und Holzverarbeitungswerk GmbH Alte Lage 1a 98716 Geschwenda

ARNSTADT-KRISTALL GmbH Bierweg 27 99310 Arnstadt

Michael Keitz Geschäftsführer

Larissa Pause Geschäftsführerin

QSIL GmbH Quarzschmelze Ilmenau Gewerbering 8 98704 Langewiesen

LLT Applikation GmbH Am Vogelherd 51 98693 Ilmenau

Martin Winter Geschäftsführer

Markus Zott Geschäftsführer

BorgWarner Transmission Systems Arnstadt GmbH August-Broemel-Straße 4 99310 Arnstadt

CFF GmbH & Co. KG Arnstädter Straße 2 98708 Gehren

Landkreis Hildburghausen 2 Sitze

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Thomas Braun Geschäftsführender Gesellschafter

Reinhard Jacob Geschäftsführer

Maier GmbH & Co. KG Langer Steg 9 98646 Hildburghausen

Noblex GmbH Seerasen 2 98673 Eisfeld


Jahresbericht 2017

Landkreis Sonneberg 3 Sitze

Sabine Diez Prokuristin

Holger Kuhna Geschäftsführer

Diez Fördertechnik und Systeme GmbH An der Müß 15 96515 Sonneberg

WWS Keramik Neuhaus GmbH Industriestraße 17a 98524 Neuhaus-Schierschnitz

Karl-Heinz Sladek Geschäftsführer

HPT Hochwertige Pharmatechnik GmbH & Co. KG Waldweg 16 98724 Neuhaus/Rwg.

Kreisfreie Stadt Suhl 1 Sitz

Susanne Riedel Geschäftsführerin

AUMA-TEC Ausbau-, Umweltund Anlagen-Technik GmbH Auenstraße 17 98529 Suhl

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Wahlgruppe II Energie- und Wasserwirtschaft, Bergbau, Land- und Forstwirtschaft Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Ilm-Kreis, Landkreis Hildburghausen, Landkreis Sonneberg, Kreisfreie Stadt Suhl 2 Sitze

Rolf Hagelstange Geschäftsführer

Friedrich Reinhard Wilke Geschäftsführer

Stadtwerke Meiningen GmbH Utendorfer Straße 122 98617 Meiningen

Stadtwerke Arnstadt GmbH Elxlebener Weg 8 99310 Arnstadt

Wahlgruppe III Großhandel, Einzelhandel und Handelsvermittler Landkreis Schmalkalden-Meiningen 3 Sitze

Udo Heymann Inhaber

Matthias Kaspar Geschäftsführer

Meininger Gartenland Berliner Straße 9 98617 Meiningen

Autohaus Kaspar GmbH Oberhof Poststraße 19 98559 Oberhof

Ina Reißig Geschäftsführerin

Küchenstudio Reißig preiswert + gut GmbH Am Gries 7 98574 Schmalkalden

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Jahresbericht 2017

Wahlgruppe III Großhandel, Einzelhandel und Handelsvermittler Ilm-Kreis 3 Sitze

Raphael Brönner Geschäftsführer

Gerhard Brunner Inhaber

hagebau-centrum Brönner GmbH & Co. KG August-Broemel-Straße 9 99310 Arnstadt

Wald-Apotheke Inh.: Apotheker Gerhard Brunner e.K. Waldstraße 10 99330 Gräfenroda

Torsten Pietsch Inhaber

handyman, Torsten Pietsch e.Kfm. Rosenstraße 44 99310 Arnstadt

Landkreis Hildburghausen 1 Sitz

Mike Müller Geschäftsführer

Autohaus Häfner GmbH Themarer Straße 5 98553 Schleusingen

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Wahlgruppe III Großhandel, Einzelhandel und Handelsvermittler Landkreis Sonneberg 1 Sitz

Kreisfreie Stadt Suhl 1 Sitz

Volker Huß Geschäftsführer

Katja Fiedler Geschäftsführerin

Sonneberger Buchhandlung GmbH Ernststraße 2 96515 Sonneberg

REWE-Markt Glock GmbH & Co. OHG Ilmenauer Straße 12 98527 Suhl

Wahlgruppe IV Verkehr, Lagerei, Information und Kommunikation Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Ilm-Kreis, Landkreis Hildburghausen, Landkreis Sonneberg, Kreisfreie Stadt Suhl 2 Sitze

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Thoralf Eschrich Prokurist

Klaus Grötenherdt Geschäftsführender Gesellschafter

Eschrich Logistik GmbH Am Köhlersgehäu 6 98544 Zella-Mehlis

Grötenherdt Transporte GmbH Am Horn 6 - 9 98553 Nahetal-Waldau


Jahresbericht 2017

Wahlgruppe V Gastgewerbe, Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen Landkreis Schmalkalden-Meiningen 1 Sitz

Ilm-Kreis 1 Sitz

Marcel Gerber, geb. Schienemann Inhaber

Steffen Heyder Inhaber

Aktiv & Vital Hotel Thüringen Notstraße 33 98574 Schmalkalden

Steffen Heyder Biker- und Sportlerherberge „Alte Lache“ Alte Lache 1 99330 Gräfenroda

Landkreis Hildburghausen 1 Sitz

Landkreis Sonneberg 1 Sitz

Ulrike Hermes Geschäftsführerin

Axel Müller Geschäftsführender Gesellschafter

Hildburghäuser Bildungszentrum e.V. Breiter Rasen 4 98646 Hildburghausen

OUTDOOR-INN GmbH & Co. KG Sternwartestraße 18f 96515 Sonneberg

Kreisfreie Stadt Suhl 1 Sitz

Diana Schneider Geschäftsführerin

CCS - Congress Centrum Suhl Touristik und Congress GmbH Friedrich-König-Straße 7 98527 Suhl

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Wahlgruppe VI Banken, Versicherungen, sowie Grundstücks- und Wohnungswesen Landkreis Schmalkalden-Meiningen 1 Sitz

Ilm-Kreis 1 Sitz

Marina Heller Vorstandsvorsitzende

Marco Jacob Vorstandsvorsitzender

Zweckverbandssparkasse Rhön-Rennsteig

Sparkasse Arnstadt-Ilmenau An der Sparkasse 1-3 98693 Ilmenau

Leipziger Straße 4 98617 Meiningen

Landkreis Hildburghausen, Landkreis Sonneberg, kreisfreie Stadt Suhl 2 Sitze

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Frank Brösicke Vorstandsvorsitzender

Harald König Prokurist

AWG Wohnungsbaugenossenschaft „Rennsteig“ eG Friedrich-König-Straße 11 98527 Suhl

Bankhaus Max Flessa KG Zweigstelle Suhl Friedensstraße 8 98527 Suhl


Jahresbericht 2017

Wahlgruppe VII Sonstige Dienstleistungen Landkreis Schmalkalden-Meiningen 3 Sitze

Peter Eichhorn Geschäftsführer

Dr. Dirk Schramm Geschäftsführender Gesellschafter

Verkehrsausbildung Eichhorn GmbH Am Köhlersgehäu 6 98544 Zella-Mehlis

Ingenieurbüro für Energiewirtschaft Dr.-Ing. Dirk Schramm (VBI) GmbH Hallenburgstraße 32a 98587 Steinbach-Hallenberg

Matthias Kaiser Geschäftsführer

BONATUS UG (haftungsbeschränkt) Kleine Bahnhofstrasse 6 98544 Zella-Mehlis

Ilm-Kreis 3 Sitze

Heiko Langenhan Geschäftsführer

Dr. Thomas Rücker Geschäftsführer

Computer System GmbH Ilmenau Amtsstraße 3 98693 Ilmenau

IPOL - Institut für Produktionsorganisation und Logistik GmbH Ehrenbergstraße 11 98693 Ilmenau

Andreas Städtler Geschäftsführer

BTT Treuhand Steuerberatungsgesellschaft mbH Krohnestraße 6 98693 Ilmenau

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Wahlgruppe VII Sonstige Dienstleistungen Landkreis Hildburghausen 1 Sitz

1 Sitz

Dr. Peter Traut Geschäftsführer

Martin Backert Geschäftsführer

OMROS Anlagen und Verfahrenstechnik GmbH Technikerweg 2 98646 Hildburghausen

AMADEUS Verlag GmbH Köppelsdorfer Straße 202 96515 Sonneberg

Kreisfreie Stadt Suhl 1 Sitz

Heiko Rittweger Geschäftsführer

RITTWEGER und TEAM Werbeagentur GmbH Schleusinger Straße 33 98527 Suhl

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Landkreis Sonneberg


Jahresbericht 2017

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Fachausschüsse 7 Fachausschüsse unterstützen die Arbeit der IHK mit beratender Funktion. Zu den Aufgaben zählen unter anderem die Vorbereitung von Vollversammlungsbeschlüssen, die fachliche, branchenbezogene Beratungsfunktion und die Erarbeitung von branchenbezogenen Stellungnahmen und Konzepten.

Berufsbildungsausschuss Die Existenz des Berufsbildungsausschusses geht nicht auf die IHK-Satzung und einen Beschluss der Vollversammlung zurück, sondern ergibt sich aus dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), vgl. § 6 Abs. 4 der Satzung. Er wird von der IHK als „zuständige Stelle“ in der Berufsbildung eingerichtet. Ihm gehören sechs Beauftragte der Arbeitgeber, sechs Beauftragte der Arbeitnehmer und sechs Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen an, die Lehrkräfte mit beratender Stimme (§77 BBiG). Der Berufsbildungsausschuss ist in allen wichtigen Angelegenheiten der beruflichen Bildung zu unterrichten und zu hören (§79 BBiG). Vorsitz: Ralf-Peter Jander Thales Transportation Systems GmbH Stellvertreter: Jochen Weiß Staatliche Berufsbildende Schule

Handelsausschuss Im Handelsausschuss befassen sich Unternehmer und Unternehmensvertreter aus den Bereichen Großhandel, Einzelhandel und Handelsvermittlung mit handelsspezifischen Fragenstellungen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene. Der Handelsausschuss dient der Positionierung in sämtlichen Fragen, die für die Branche „Handel“ von Bedeutung sind. Die Themenpalette ist breit gefächert und reicht vom „Stadtmarketing“ bis zum Ladenöffnungsgesetz. Vorsitz: Raphael Brönner hagebau-centrum Brönner GmbH & Co. KG Stellvertreter: Tobias Feickert Meiningen GmbH

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Jahresbericht 2017

Industrie- und Außenwirtschaftsausschuss Im Industrie- und Außenhandelsausschuss finden sich Experten und Vertreter von Industrie- und exportorientierten Unternehmen zusammen. Der Erfahrungsaustausch, die Erarbeitung von Stellungnahmen und die Beratung der IHK Südthüringen in den Bereichen Industrie und Außenwirtschaft sind Schwerpunkte der Ausschussarbeit. Ein wichtiges Ziel ist die Förderung der Außenwirtschaftsaktivitäten der Mitgliedsunternehmen. Vorsitz: Reinhard Jacob NOBLEX GmbH Stellvertreter: Christian Heller ARNSTADT-KRISTALL GmbH

Sachverständigenausschuss Aufgaben des Sachverständigenausschusses sind unter anderem: Beratung der IHK Südthüringen zu Grundsatzfragen und zur Gestaltung des Sachverständigenwesens; Stellungnahme zu Anträgen auf öffentliche Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen, bei Rücknahmen und Verlängerungen, Überprüfung von Sachverständigengutachten, Stellungnahme zur Behandlung von Beschwerden gegen öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige, Einbringung von interessanten Themen für Seminare und Veranstaltungen zur Weiterbildung der öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen und Förderung des Erfahrungsaustausches, Interessenvertretung der öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen. Vorsitz: Dipl.-Ing. Jörn Kubowicz Stellvertreter: Dipl.-Ing. Jürgen Müller Planungs- und Sachverständigenbüro

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Tourismusausschuss Der Tourismus im Thüringer Wald ist ein wichtiger Standort- und Wirtschaftsfaktor mit Wachstumspotenzial. Aufgrund der heterogenen Anbieterstruktur ist ein wesentliches Ziel der Ausschussarbeit, die Interessen der touristischen Leistungsträger zu bündeln und innerhalb des Thüringer Waldes eine abgestimmte touristische Vermarktung bei hoher Servicequalität zu erzielen. Vorsitz: Marcel Gerber Aktiv & Vital Hotel Thüringen Stellvertreter: Steffen Heyder Biker- und Sportlerherberge „Alte Lache“

Verkehrsausschuss Aufgabe des Verkehrsausschusses ist es, Schwerpunkte für die verkehrspolitische Arbeit der IHK zu setzen, damit sich die IHK Südthüringen ihrerseits bei der Politik für die Interessen der Südthüringer Verkehrsunternehmer engagieren kann. In diesem Zusammenhang werden aus Sicht der Unternehmen notwendige Infrastrukturprojekte ebenso diskutiert, wie die Freigabe der Tunnelkette der Thüringer Wald-Autobahn für den Gefahrguttransport. Vorsitz: Peter Eichhorn VerkehrsAusbildungEichhorn GmbH Stellvertreter: Klaus Grötenherdt Grötenherdt Transporte GmbH

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Jahresbericht 2017

Energie- und Umweltausschuss Der in der aktuellen Legislaturperiode neu errichtete Fachausschuss soll der wachsenden Bedeutung der Energiewirtschaft und der zunehmenden Wichtigkeit von Umweltthemen Rechnung tragen. Der Ausschuss berät dabei die IHK Südthüringen bei der energie- und umweltpolitischen Interessenvertretung der Südthüringer Wirtschaft und unterstützt bei der Erarbeitung von Standpunkten und Positionspapieren und nimmt dadurch im Rahmen seiner Möglichkeiten Einfluss auf eine möglichst wirtschaftsverträgliche Umsetzung energie- und umweltpolitischer Vorgaben. Der Arbeitsplan des Ausschusses orientiert sich an den konkreten Erfordernissen der regionalen Wirtschaft und der aktuellen Umweltpolitik. Für die Bearbeitung spezieller Themen nutzt der Ausschuss neben dem Sachverstand der Ausschussmitglieder bei Bedarf auch externen Sachverstand. Vorsitz: Dr. Dirk Schramm Ingenieurbüro für Energiewirtschaft Dr.-Ing. Dirk Schramm (VBI) GmbH 1. Stellvertreter: Dr. Berthold Weiß Terra Montan Gesellschaft für angewandte Geologie mbH 2. Stellvertreter: Ralf Linsenbarth TÜV Thüringen Anlagentechnik GmbH & Co. KG

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Regionalausschüsse In den Landkreisen Hildburghausen, Ilm-Kreis, Schmalkalden-Meiningen, Sonneberg und der kreisfreien Stadt Suhl wurden auf Grundlage von § 8 der Satzung der IHK Südthüringen Regionalausschüsse errichtet, die die Bezeichnung des Landkreises führen. Die Regionalausschüsse sind branchenübergreifende Gremien der IHK für bestimmte territoriale Bereiche. Sie haben die Aufgabe, innerhalb und im Einvernehmen mit der IHK die wirtschaftlichen Interessen der Territorien wahrzunehmen und die IHK bei ihrer Arbeit, z. B. durch Empfehlungen, zu unterstützen. Sie bestehen aus maximal 20 Mitgliedern, die die Voraussetzung an die Wählbarkeit in die Vollversammlung erfüllen müssen. Sie werden auf Vorschlag der Vollversammlungsmitglieder der betreffenden Region vom Präsidium berufen. Die Erhaltung und Belebung der südthüringischen Innenstädte ist ein Thema der Regionalausschüsse. Voraussetzung hierfür sind funktionierende Stadtmarketingkonzepte und -strukturen.

Regionalausschuss Hildburghausen Vorsitz: Reinhard Jacob NOBLEX GmbH Stellvertreter: Thomas Braun Maier GmbH & Co. KG Präzisionstechnik

Regionalausschuss Ilm-Kreis Vorsitz: Olaf Mollenhauer Kompass GmbH 1. Stellvertreter: Andreas Kiermeier Goldbeck Ost GmbH 2. Stellvertreter: Claudia Schubert-Otto SCHUBERTPOWER Training und Coaching

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Jahresbericht 2017

Regionalausschuss Schmalkalden-Meiningen Vorsitz: Matthias Kaiser BONATUS UG Stellvertreter: Matthias Linser wfm Werkzeugbau und Feinwerktechnik Meiningen GmbH

Regionalausschuss Sonneberg Vorsitz: Sabine Diez Diez Fรถrdertechnik und Systeme GmbH Stellvertreter: Markus Bogoczek metalution GmbH Michael Petry Gbneuhaus GmbH

Regionalausschuss Suhl Vorsitz: Harald Kรถnig Bankhaus Max Flessa KG Stellvertreter: Markus Ritzmann Gastmahl des Meeres Suhl

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Organigramm

Industrie- und Handelskammer S

Stand: 1. Juni 2018 (Versio Industrie- und Handelskammer Südthüringen Bahnhofstraße 4 - 8 98527 Suhl Telefon: 03681 362-0 Fax: 03681 362-100 E-Mail: info@suhl.ihk.de Internet: www.suhl.ihk.de

ca. 28.000 kammerzugehörige Unter (davon ca. 7.000 im Handelsregis ca. 21.000 nicht im Handelsregister eingetrage

Vollversammlung 48 Mitglieder, von den Mitgliedsunternehmen al

Fachausschüsse Industrie und Außenwirtschaft, Energie und Umwelt, Handel, Verkehr, Tourismus, Sachverständige, Personalentwicklung

Präsident Dr.-Ing. Peter Traut

Regionalausschüsse Ilm-Kreis Kreisfreie Stadt Suhl Landkreis Hildburghausen Landkreis Schmalkalden-Meiningen Landkreis Sonneberg

Vizepräsidenten Marina Heller Susanne Riedel Klaus Grötenherdt

Berufsbildungsausschuss

Standortpolitik

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Existenzgründung und Unternehmensförderung

Präsidiumsmitglieder Rolf Hagelstange Christian Heller Steffen Heyder Volker Huß

Innovation und Umwelt

International

Niederlassung Arnstadt

Ha D

T F pi

Niederlas Sonneb

Abteilungsleiter Jan Scheftlein

Abteilungsleiter Tilo Werner

Niederlassungsleiterin Carmen Klotz

Niederlassu Volker H

Tel.: 03681 362-210 Fax: 03681 362-220 scheftlein@suhl.ihk.de

Tel.: 03681 362-203 Fax: 03681 362-220 werner@suhl.ihk.de

Tel.: 03628 6130-516 Fax: 03628 6130-512 klotz@suhl.ihk.de

Tel.: 03675 7 Fax: 03675 7 hirsch@suh


Jahresbericht 2017

Südthüringen

on 12) Datenschutzbeauftragter

-----------------------------------------------------------------------------------------Holger Fischer Tel.: 03681 362-114 Fax: 03681 362-320 E-Mail: fischerh@suhl.ihk.de

rnehmen ster, ene Unternehmen)

Marketing

-----------------------------------------------------------------------------------------Referatsleiterin Vanessa Jakob Tel.: 03681 362-661 Fax: 03681 362-150 jakob@suhl.ihk.de

lle 5 Jahre gewählt

Öffentlichkeitsarbeit | Mitgliederkommunikation

-----------------------------------------------------------------------------------------Referatsleiterin Katja Hampe Tel.: 03681 362-212 Fax: 03681 362-150 hampe@suhl.ihk.de

auptgeschäftsführer Dr.-Ing. Ralf Pieterwas

Tel.: 03681 362-301 Fax: 03681 362-300 ieterwas@suhl.ihk.de

Zentrale Dienste

------------------------------------------------------------------------------------------Abteilungsleiter Matthias Endter Tel.: 03681 362-110 Fax: 03681 362-100 endter@suhl.ihk.de

Innere Verwaltung Personalwesen Rechnungswesen

Beitrag | Firmendaten MMB EDV, Info-Dienste

Bildungszentrum Suhl-Mäbendorf

Aus- und Weiterbildung

Recht

Regionalmarketing

ungsleiter Hirsch

Niederlassungsleiterin Antje da Silva Santos

Abteilungsleiterin Dr. Petra Kukuk

Referatsleiter Christoph Beer

Regionalmanagerin Cornelia Grimm

7506-252 7506-250 hl.ihk.de

Tel.: 03681 362-425 Fax: 03681 362-400 santos@suhl.ihk.de

Tel.: 03681 362-151 Fax: 03681 362-440 kukuk@suhl.ihk.de

Tel.: 03681 362-321 Fax: 03681 362-320 beer@suhl.ihk.de

Tel.: 03681 362-231 Fax: 03681 362-444 grimm@forum-thueringerwald.de

ssung berg

nicht im Zertifizierungsumfang nach DIN EN ISO 9001:2015

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Leitbild IHK SÜDTHÜRINGEN STEHT FÜR...

EHRBARER KAUFMANN

WIRTSCHAFTSVERWALTUNG

GESAMTINTERESSENVERTRETUNG

FÖRDERUNG DER GEWERBLICHEN WIRTSCHAFT

REGIONALMARKETING SELBSTVERWALTUNG ... ERFOLGREICHES WIRTSCHAFTEN IN EINER STARKEN REGION.

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Jahresbericht 2017

WIR ARBEITEN DAFÜR, DASS UNSERE MITGLIEDSUNTERNEHMEN ... ... eine Kultur des fairen, ehrbaren Wirtschaftens leben. Wir stehen aktiv für ein verantwortungsvolles, von Anstand und Sitte geprägtes Miteinander unserer Mitglieder ein. Durch Hilfestellung und Vermittlung fördern wir Fairness, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit. ... durch einen starken Fürsprecher aus den eigenen Reihen vertreten werden. Wir bringen abgewogene und legitimierte Forderungen der Südthüringer Wirtschaft in die politischen Ebenen und die Öffentlichkeit ein und drängen beharrlich auf deren Umsetzung. ... eine pragmatische, unbürokratische Wirtschaftsverwaltung erleben. Wir bearbeiten die Anliegen unserer Mitglieder zügig. Die Unternehmen können sich auf kompetente, freundliche und zuverlässige IHK-Mitarbeiter verlassen. ... eine Betreuung erhalten, die Hürden beseitigt und Unternehmensentwicklung fördert. Wir stärken die duale Aus- und Weiterbildung, Kooperationen und Innovationen mit einem zeitgemäßen Dienstleistungsangebot und einem wirksamen Projektportfolio. ... von einer starken Region profitieren. Wir fördern die Ausprägung und Vermarktung der regionalen Stärken unter der Marke Thüringer Wald. Ein realitätskonformes Image der Region als attraktiver Wirtschafts- und Lebensraum ist uns wichtig. ... Selbstverwaltung gestalten. Wir ersetzen Staatsverwaltung durch Selbstverwaltung. Unsere Unternehmen entscheiden unabhängig und demokratisch über die Ausrichtung und Entwicklung der IHK Südthüringen.

... GELD VERDIENEN.

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Impressum Herausgeber: Industrie- und Handelskammer Südthüringen Bahnhofstraße 4 – 8 98527 Suhl Telefon: 03681 362-0 Telefax: 03681 362-100 E-Mail: info@suhl.ihk.de Internet: www.suhl.ihk.de Herausgabedatum: 08.06.2018 Verantwortlich: Dr. Ralf Pieterwas Bildnachweis: Seite 1: © Michael Reichel/arifoto.de Seite 3: © Michael Reichel/arifoto.de Seite 4 links: © ty/fotolia.com Seite 4 rechts: © IHK Südthüringen Seite 6: © IHK Südthüringen Seite 8: © alphaspirit/fotolia.com Seite 9 links: © Südthüringer Regionalfernsehen Seite 9 rechts: © IHK Südthüringen Seite 13: © IHK Südthüringen Seite 15: © Michael Reichel/arifoto.de Seite 16 links: © Benicce/fotolia.com Seite 16 rechts: © IHK Südthüringen Seite 18 links: © contrastwerkstatt/fotolia.com Seite 18 rechts: © IHK Südthüringen Seite 20: © IHK Südthüringen Seite 22: © IHK Südthüringen Seite 23: © IHK Südthüringen Seite 24: © IHK Südthüringen Seite 28: © IHK Südthüringen Seite 38 links: © Petair/fotolia.com Seite 38 rechts: © IHK Südthüringen Seite 45: © Romolo Tavani/fotolia.com Seite 48 links: © Kovalenko I/fotolia.com Seite 48 rechts: © IHK Südthüringen 106


Jahresbericht 2017

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Jahresbericht 2017 der IHK Südthüringen

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