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tu info Juli 2019

Bock auf Wa(h)lErgebnisse? VOM 27. MAI BIS 29. MAI FANDEN DIE ÖH - WAHLEN STATT. ALLE ERGEBNISSE IN DIESER AUSGABE!


Inhalt

Bock auf Wahl - Ergebnisse? 4 Ergebnisse der Bundesvertretung 5 Ergebnisse der Hochschulvertretung Ergebnisse der Studienvertretungen 6-7 8-9 Vorstellung des neuen Vorsitzes 10-11 Rückblick des alten Vorsitzes

Update 3.0 Sport Nachhaltigkeit Erfahrungsbericht Das war los an der HTU... BaGru Physik - Semesterrückblick Wie entsteht ein Studienplan? Was passiert im Senat? Studienrechtliche Risiken Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der TU Graz Campus Alte Technik, EG htu.tugraz.at IMPRESSUM HerausgeberIn und VerlegerIn: Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der TU Graz; Verlags- und Herstellungsort: 8010 Graz, Rechbauerstraße 12, Tel. 0316/873-5111, redaktion@htu.tugraz.at, htu.tugraz.at; Chefredaktion: Carina Mazelle Layout & Grafik: Carina Mazelle, Johannes Kummer MitarbeiterInnen dieser Ausgabe: Simon Malacek, Lia Fink, David Schöggl, Robert Schwarzl, Michael Steger, Georg Rudelstorfer, Hanna Geisswinkler, Torben Hecht, Jasmin Artelsmair, Carina Mazelle, Andreas Dengg, Patrik Buchhaus, Patrick Lainer, Hannes Herrmann, Florian Payerl, Lektorat: Marion Hauer. Druck: HTU GmbH; Auflage: 15.200; Fotos: Titelfoto © Johannes Kummer, Rückblatt: © Johannes Kummer; Andere Bilder sind jeweils gekennzeichnet bzw. © HTU Graz oder AutorIn; Eine Haftung für die Richtigkeit der Veröffentlichungen kann trotz sorgfältiger Prüfung durch die Redaktion vom Herausgeber nicht übernommen werden. Namentlich gekennzeichnete Artikel müssen nicht in jedem Fall mit der Meinung des Redaktionsteams übereinstimmen. Kein Teil dieser Publikation darf ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des Herausgebers in irgendeiner Form reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Klangwerkstatt Theaterprojek

HTU Aktuell 12-13 14 15 16-17 18 19 Politik 20-21 22 23

Kunst und Technik 25 26-27


Vorwort des neuen HTU-Vorsitz-Teams Liebe Studierende!

D

ie Wahl ist vorüber und erstmals seit langem ist die Wahlbeteiligung wieder gestiegen – hierfür ein großes Dankeschön an alle die ihr Wahlrecht wahrgenommen haben. Weiters danken wir der Wahlkommission und allen Beteiligten, durch deren Einsatz diese Wahl erst ermöglicht wurde.

Nach dieser Wahl dürfen wir (Simon, David und Lia) uns bei euch als das neue Vorsitzteam der HTU vorstellen – mehr über uns persönlich erfahrt ihr auf der nächsten Seite. Wir blicken sowohl mit Respekt als auch vor allem mit Freude und Tatendrang auf unsere neuen Aufgaben, und werden in den nächsten beiden Jahren unser Bestes geben, um die bisherige gute Vertretungsarbeit fortzuführen und tolle Projekte für uns Studierende umzusetzen. Die HTU lebt vom Engagement der über 350 Ehrenamtlichen – den 18 Studienvertretungen und den 12 Referaten. Ohne ihren Einsatz wären viele Dinge, die für uns im Studienalltag fast selbstverständlich sind, nicht möglich. Beispiele dafür sind die Mitsprache der Studierenden bei der Erstellung der Curricula, das Erstsemestrigentutorium für einen besseren Einstieg in das Studium oder auch die Veranstaltung der vielen Studierendenfeste. Es ist uns ein großes Anliegen, diese ehrenamtliche Arbeit bestmöglich zu unterstützen und auch nach außen hin besser sichtbar zu machen.

Simon Malacek

Lia Fink

David Schöggl

Bei all diesen Aufgaben nehmen die Studienvertretungen eine Schlüsselrolle ein und wir werden uns in den nächsten zwei Jahren besonders intensiv für eine gute Zusammenarbeit zwischen Studienvertretungen und HTU einsetzen, denn gemeinsam können wir mehr erreichen. Ohne diese Teams gäbe es die HTU in dieser Form nicht. Hast du Lust selbst Teil eines Teams zu werden, um bei der Gestaltung deines Studiums und Unilebens aktiv mitzuwirken? Dann schau beim nächsten Stammtisch bzw. Sitzung deiner Studienvertretung vorbei, oder informiere dich unter htu.tugraz.at/mitmachen. Unser Ziel ist, an der TU Graz allen ein hochwertiges Studium mit besten Studienbedingungen zu ermöglichen und dabei auch noch ein angenehmes Campusleben zu bieten. Dafür setzen wir uns auch weiterhin ein. Wir danken euch für euer Vertrauen in uns – falls ihr Anliegen, Ideen oder Wünsche habt, kommt einfach bei uns im HTU Büro vorbei, wir haben jederzeit ein offenes Ohr für euch Schöne Ferien und alles Liebe Kontakt: htu.tugraz.at/deine-htu/unser-team Simon, David und Lia

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ÖH - Wahl Die Ergebnisse der Bundesvertretung VOM 27. MAI BIS 29. MAI HABEN DIE STUDIERENDEN IN ÖSTERREICH IHRE VERTRETUNGEN GEWÄHLT. HIER HAST DU ALLE ERGEBNISSE AUF EINEN BLICK.

TEXT: CARINA MAZELLE

ÖH - WAHL

E

rstmalig waren die ÖH-Wahlen am Wochenanfang angesetzt. Von Montag bis Mittwoch konnten Studienvertretung, Hochschulvertretung und Bundesvertretung gewählt werden – nicht wie sonst von Mittwoch bis Freitag. Diese Umstellung stieß auf viel Widerstand – die ÖH Wahlen zwischen der EU-Wahl und Christi Himmelfahrt eingequetscht ließ befürchten, dass die Wahlbeteiligung noch weiter sinken würde, nachdem bei der Wahl 2017 schon einen Tiefpunkt von 24,48 % erreicht wurde. Doch die gute Nachricht: Eine Wahlbeteiligung von 25,81 % lässt einen leichten Anstieg von 1,33 % erkennen.

Woran genau das liegt, können wir natürlich nicht so leicht erfahren, aber es gibt mehrere mögliche Gründe. Der Termin, direkt nach den EU-Wahlen, hat vielleicht für eine Sensibilisierung für politische Themen gesorgt und war eventuell gar nicht so schlecht gewählt wie gedacht, die „Fridays For Future“-Bewegung stößt vor allem bei jüngeren Menschen auf Zustimmung und die Briefwahl wurde sehr stark in Anspruch genommen. Auch dank der höheren Anzahl an Wahlkarten (ungefähr 6 % der Stimmen) hat sich die Wahlbeteiligung dieses Jahr an der Hochschulvertretung erhöht. Mandatsverteilung KSV-KJÖ

RFS

KSV lili FLÖ Gegenüberstellung der Ergebnisse

5

2019 2017

30%

JUNOS

25%

111

AG 15

6

20% 13

15%

13

VSStÖ

10%

GRAS

5%

QUELLE: wahl2019.oeh.ac.at

AG

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GRAS

VSStÖ JUNOS

FLÖ

KSV lili KSV-KJÖ RFS No Ma’am

WAHLWERBENDE GRUPPE (in absteigender Reihenfolge nach Stimmen)

ABSOLUTE IN PROZENT MANDATE STIMMEN

Aktionsgemeinschaft (AG)

22.905

26,90

15

Grüne & Alternative Student_innen (GRAS)

19.314

22,68

13

Verband Sozialistischer Student_innen in Österreich (VSStÖ)

19.110

22,44

13

Junge liberale Studierende (JUNOS)

8.731

10,25

6

Unabhängige Fachschaftslisten (FLÖ)

8.314

9,76

5

Kommunistischer Student_innenverband - Linke Liste (KSV - lili)

2.130

2,50

1

Kommunistischer StudentInnenverband (KSV - KJÖ)

1.765

2,07

1

Ring freiheitlicher Studenten (RFS)

1.698

1,99

1

No-Ma’am

1.183

1,39

0


ÖH - Wahl Die Ergebnisse der Hochschulvertretung AUCH DIE VERTRETUNG AN DER TECHNISCHEN UNIVERISTÄT GRAZ WURDE NEU GEWÄHLT. HIER HAST DU ALLE HV-ERGEBNISSE AUF EINEN BLICK.

ÖH - WAHL

Mandatsverteilung VSSTÖ AG

JUNOS

1

1

FSL 9

2

2 BLATT-GRAS

Gegenüberstellung der Ergebnisse

2019

2017

60% 50% 40% 30% 20% 10%

QUELLE: wahl2019.oeh.ac.at

FSL

BLATT-GRAS

JUNOS

AG

VSStÖ

KSV-KJÖ

WAHLWERBENDE GRUPPE (in absteigender Reihenfolge nach Stimmen)

ABSOLUTE IN PROZENT MANDATE STIMMEN

Fachschaftsliste TU GRAZ (FSL)

1.799

51,68

9

BasisListe Alternativer Technikerinnen und Techniker (BLATT-GRAS)

404

11,61

2

Junge liberale Studierende (JUNOS)

401

11,52

2

Aktionsgemeinschaft (AG)

387

11,12

1

Verband Sozialistischer Student_innen in Graz (VSStÖ)

292

8,39

1

Kommunistischer StudentInnenverband (KSV - KJÖ)

198

5,69

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ÖH - Wahl Die Studienvertretungen der TU Graz NICHT NUR DIE BUNDES- UND HOCHSCHULVERTRETUNG WURDE GEWÄHLT AUCH DIE EIGENE STUDIENVERTRETUNG WIRD NEU AUFGESTELLT. HIER SIND DIE VERTRETER*INNEN, DIE EIN MANDAT ERGATTERN KONNTEN UND SICH DIE NÄCHSTEN ZWEI JAHRE FÜR DICH EINSETZEN. ÖH - WAHL

Architektur (387 gültige Stimmen)

Chemie (700 gültige Stimmen)

Erdwissenschaften (103 gültige Stimmen)

Bauingenieurwissenschaften Doktoratsstudien (491 gültige Stimmen) (510 gültige Stimmen) Feistritzer Tanja Hasenbichler Florian Lehmann Maximilian Hauser Martina

Hengge Elisabeth Jeindl Andreas Kräuter Marianne Kruschitz Andreas Ranftl Sascha

Geodäsie (132 gültige Stimmen)

Biomedical Enginneering (639 gültige Stimmen)

Elektrotechnik (724 gültige Stimmen)

Informatik und Softwareentwicklung (1.062 gültige Stimmen)

Dorfleitner Lisa Marie Kühn Lukas Drnda Ema Gwechenberger Josef Thek Katharina

Haubenhofer Michael Hofer Florian Horn Marcel Prader Julia Christina Riegler Gabriele

Dorn Tobias Ferdinand Forsthuber Eva Holzinger Ella Blessing Nittel Jakob Titton Lukas

Rossmanith Stefan Gritsch Valentin Fragner Daniel Leitgeb Tobias Schönfelder Julia

Elektrotechnik-Toningenieur (283 gültige Stimmen) Gruber Daniel Hartmann Nora Seddiki Nico

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Miesebner Lucia Taupe Daniel Wedenig Michael

Göschl Katharina Krieger Maximilian Matthias Theurl Fabian Martin

Grießbauer David Heider Martin Lederer Marcel Russmann Stefan Steinkasserer Mariella

Information and Computer Engineering (572 gültige Stimmen) Juri Sebastian Allam Manar Koczka Andre Krischan Kajetan Teuschl Bernhard


Lehramtsstudien (158 gültige Stimmen)

Physik (821 gültige Stimmen)

Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften (1.006 gültige Stimmen)

Umweltsystemwissenschaften/NaturwissenschaftenTechnologie (163 gültige Stimmen)

Uhl Belinda Brünner Benedikt Heinrich Eva Maria Hieß Andreas Vogel Doris

Kainersdorfer Raffael Hofmann Marie-Therese Kaulfersch Florian Wilhelm Raab Tobias Stenech Magdalena

Mathematik (298 gültige Stimmen) Lavia Erika Fixl Konstantin Führer Jakob Pichlbauer Gabriel Schwaiger Nina

Kogler Verena Bardel Franziska Forstenlechner Daniel Lipic Verena Michlmayer Sabrina

Auer Christina Maier Lukas Schweninger Thomas Kai

Verfahrenstechnik (641 gültige Stimmen) Dohr Sebastian Franz Genshofer Martin Hübner Maximilian Hutter Alexandra Kaser Marlene

Molekularbiologie (296 gültige Stimmen) Hölzl Katharina Kernmaier Claudia Mußbacher Lena Marie Sigot Martin Andreas Trauntschnig Nicole Jessica

Special Facts

_Am meisten Stimmen abgegeben in einer Studienvertretung: Informatik und Softwareentwicklung (1.152 Stimmen) _Am meisten ungültige Stimmen: Informatik und Softwareentwicklung (90 ungültige Stimmen) _Am wenigsten ungültige Stimmen: Lehramtsstudien (1 ungültige Stimme) _Größter Stimmenabstand eines Mandatars: Physik (62 Stimmen Vorsprung)

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Vorstellung des neuen Vorsitz-Teams... WER IST DER NEUE VORSITZ? WELCHE ERFAHRUNGEN BRING DAS TEAM MIT SICH UND KANN ES UNS GUT VERTRETEN? VIELE FRAGEN WERDEN HIER BEANTWORTET! VORSTELLUNG

Simon Malacek Hallo, ich heiße Simon Malacek und bin 22 Jahre alt. Ich komme ursprünglich aus einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Steyr in Oberösterreich. Dort habe ich die Hauptschule und später die HTL besucht. Da meine Leidenschaft schon immer den Naturwissenschaften und der Technik galt, stand für mich schon lange fest, dass es ein Studium an einer TU werden würde. Letztendlich ist meine Entscheidung auf die Studienrichtung Physik in Graz gefallen – eine Entscheidung, mit der ich bis heute sehr zufrieden bin. Bereits zu Beginn meines zweiten Semesters bin ich zur Studienvertretung Physik gekommen. Hier organisiere ich nach wie vor gerne Feste und bringe mich in verschiedene Themengebiete ein. Vor allem aber wurde meine Begeisterung für Vertretungsarbeit und die gemeinsame Arbeit im Team geweckt, welche mich letztendlich auch zur HTU geführt hat.

Simon Malacek Vorsitzender

Abseits der Uni koche ich gerne für mich und andere, lese am liebsten zeitgeschichtliches und gesellschaftskritisches. Wenn dann noch etwas Zeit übrigbleibt, gehe ich gerne laufen oder klettern. Auf die nächsten beiden Jahre blicke ich mit Freude aber auch mit Respekt. Ich bin dankbar, dass ich diese verantwortungsvolle Aufgabe wahrnehmen darf und werde mein Bestes geben, die gute Arbeit mit allen gemeinsam fortzusetzen. Ein besonderes Anliegen ist mir dabei immer das persönliche Gespräch, um bestehende Probleme zu erkennen, Erfahrungen auszutauschen oder um über neue Ideen zu diskutieren – so bin ich stets für ein spannendes Gespräch zu haben, gerne auch mal bei einem kühlen Getränk! ;-) “Erfolg ist die Fähigkeit, von Misserfolg zu Misserfolg zu gehen, ohne den Enthusiasmus zu verlieren.” - Winston Churchill

Lia Fink Hallo, Lia mein Name! Ich bin 22 Jahre alt und komme aus Südtirol, wo ich auch ein Sprachengymnasium mit Schwerpunkt Musik besucht hab. Meine Liebe zur Wissenschaft und Musik hat mich schlussendlich zur TU Graz bzw. Kunstuni Graz geführt, wo ich nun Toningenieur studiere. Als verwirrter Ersti war für mich – wie auch für viele andere – die Studienvertretung eine unheimlich wertvolle Anlaufstelle für jegliche Fragen und Wehwehchen rund um die Uni. Nach den anfänglichen Hürden war ich auch gut mit dabei im Unialltag und habe mich sowohl aus Dankbarkeit und Freude, als auch den Wunsch etwas zurückzugeben dort integriert. Im Laufe der Zeit brachten mich eben diese Kontakte weiter zur HTU. Mir sind Themen wie Nachhaltigkeit und Gleichberechtigung ein großes persönliches Anliegen und ich habe, genauso wie meine Kollegen, auch immer gerne ein offenes Ohr für jegliche Inputs und Wünsche. Die weitere Verbesserung der Lebensqualität durch Ausbau und Anpassung des Mensaangebotes (vegane Angebote und variable Größen), mehr Steckdosen in den Lernzentren sowie der Ausbau der Makerspaces sind nur einige der spannenden Projekte, die mir am Herzen liegen.

Lia Fink

2. stellvertretende Vorsitzende

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“Life would be tragic if it weren‘t funny.” – Stephen Hawking


...für die Studienjahre 2019-2021 WIE WIRD MAN EIGENTLICH VORSITZ? WELCHE VORAUSSETZUNGEN GIBT ES UND WAS PASSIERT HINTER DER BÜHNE? VORSTELLUNG

David F. Schöggl Servus ich heiße David und bin 24 Jahre alt. Schon von klein auf war ich immer ein Bastler und Tüftler – dieses Interesse für Technik und Wissenschaft hat mich dazu bewegt die Matura in der HTL Eisenstadt im Fachbereich Flugtechnik zu machen. Ursprünglich komme ich ja aus dem wunderschönen Mürzzuschlag, daher durfte ich 5 Jahre im Internat verbringen. Aus dieser Zeit konnte ich vieles in den Bereichen Gemeinschaft, Disziplin und Ehrgeiz mitnehmen.

David F. Schöggl

1. stellvertretender Vorsitzender

Nach der Matura ging es mal zum Roten Kreuz für den Zivildienst. Dort ist mir dann endgültig klar geworden, dass ich etwas auf einer technischen Universität studieren möchte und da schau her, Graz ist eine schöne Stadt und nicht so weit weg von daheim. Neben dem Basteln habe ich auch schon früh angefangen, verschiedene Musikinstrument zu spielen. Da war es mir nur umso gelegener, dass in Graz ein Toningenieursstudium angeboten wird. Naja, gedacht getan! Seit 2015 studiere ich besagtes Studium an der TU Graz und Kunstuni Graz. Zu Beginn meines Studiums wurde ich von der Studienvertretung und den Veranstalter*innen des Erstsemestrigen-Tutoriums herzlichst willkommen geheißen. Diese Hingabe hat mich dazu motiviert auch ein bisschen was zurückzugeben. Von 2017 bis 2019 war ich als Vorsitz meiner Studienvertretung auf der TU tätig und obwohl das alles sehr viel Arbeit war, konnte ich meinen Aufgaben dem viel abgewinnen. In den Bereichen Teambuilding, Konfliktlösung und vor allem auf dem Gebiet des lösungsorientierten Arbeitens konnte ich vieles dazulernen. Es ist wichtig, stets ein offenes Ohr für die Probleme und Meinungen der Kolleg*innen zu haben. Dazu sei gesagt, dass ich für alles offen bin – mit mir kann man bei einem Gläschen Milch (gerne auch vegan) über alles reden. Da meine Zeit in der Studienvertretung dem Ende zuging habe ich mich dazu entschlossen, in die Hochschulvertretung einzusteigen. Viel Engagement und einen Wahlkampf später bin ich nun dabei! Ich freue mich schon darauf die nächsten zwei Jahre, gemeinsam mit diesem begeisterten Team, den Studierenden eine würdige Vertretung zu sein.

Der Vorsitz

„I reject your reality and substitute my own.“ - Adam Savage

Der/die Vorsitzende* und dessen Stellvertreter*innen werden von den gewählten Mandatar*innen der Hochschulvertretung bei der konstituierenden Sitzung aus ihrer Mitte gewählt. In der zweijährigen Amtsperiode vertritt das Vorsitzteam die Hochschülerinnen und Hochschülerschaft an der TU Graz nach außen und kümmert sich um deren laufende Geschäfte. Des Weiteren nimmt es koordinierende Funktion ein, setzt Projekte um und steht im engen Kontakt zur TU Graz.

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Ein Rückblick... EINE NEUE PERIODE BEGINNT - DOCH WAS IST MIT DEN LETZTEN ZWEI JAHREN? DER “ALTE” VORSITZ BLICKT ZURÜCK UND ZIEHT FAZIT. VIEL IST GESCHEHEN - HIER SEHT IHR EINMAL EINE ANDERE SICHT - DIE DES EHEMALIGEN VORSITZ-TEAMS. ES WAR EINMAL

Wir blicken nun auf zwei tatenreiche Jahre zurück, die sowohl von Höhen als auch von Tiefen durchzogen waren. Aufgrund der Tatsache, dass täglich neue Herausforderungen auf uns warteten, wurde uns definitiv nie langweilig. Durch ständigen Austausch und Kontakt zur TU Graz war es möglich, auch einige bauliche und räumliche Veränderungen umzusetzen. Am Anfang unserer Funktionsperiode haben wird das Lernzentrum in der Inffeldgasse 10 (3. OG) nach unseren Vorgaben renovieren lassen. Der HTU Makerspace konnte in der Inffeldgasse 11 errichtet werden und seit Mai 2018 können die Studierenden in diesen Räumlichkeiten ihre Fahrräder reparieren, T-Shirts besticken, den 3D-Drucker nutzen oder einfach die unzähligen bereitgestellten Handwerkzeuge verwenden. Ein besonderer Dank geht hierbei an Alexander Strobl, der die Leitung und den Aufbau des HTU Makerspaces übernommen hat. Weiters wurde der Lernraum in der Inffeldgasse 16 generalsaniert und mit fest installierten Bildschirmen ausgestattet. Und weil das noch nicht genug ist, ging im Sommersemester 2019 die Klangwerkstatt in Betrieb. Gemeinsam mit der TU Graz haben wir uns darum gekümmert, dass unsere Studierenden die bestmögliche Infrastruktur bekommen und das Leben am Campus attraktiver wird. 24/7-Lernbereiche sind ein essentieller Bestandteil der TU Graz und seit kurzem ist auch die Petersgasse 16 jederzeit für Studierende zugänglich. Ziemlich weit außerhalb der Uni trug uns das Anliegen, eine sichere Radverbindung in Petersgasse und Mandellstraße einzurichten. Wir stehen hinter dem Projekt, da Studierende auf einem Radweg sicherer zwischen Wohnung, den TU-Campus und weiter auf die KFU radeln könnten, ein riesiger Pluspunkt für 5000 NAWI Graz-Studierende.Zu Beginn wurden Gespräche mit Personen aus Verkehrsplanung und Politik der Stadt Graz und dem Land Steiermark geführt. Im

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Rahmen des Events “Fahrrad-Highway für Graz – der sichere Weg zur Bildung” konnten wir im November hunderte Teilnehmende über das Projekt informieren und trotz des ersten Schneefalls im Konvoi zur Uni Graz fahren, um unserem Anliegen Ausdruck zu verleihen. Ein besonderer Dank gilt hier den Vortragenden, den vertretenen Rektoraten von TU und Uni Graz sowie besonders dem Vorsitz der ÖH Uni Graz für die gemeinsame Umsetzung. Im vergangenen Mai fand unser größtes Event der letzten Jahre statt, der Monat der freien Bildung. Die Planungen im Organisationsteam begannen schon im Oktober 2017 mit dem Ziel, möglichst viele verschiedene Aspekte der einzelnen Hochschulen in Graz auf die Straße und Plätze zu transferieren. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Über 30 verschiedene Veranstaltungen, von Konzerten über Exkursionen bis hin zu ganz normalen Vorlesungen. Verschiedenste Vortragende haben uns dabei unterstützt, die unglaubliche Welt der Forschung und Wissenschaft einer breiten Bevölkerung näher zu bringen – nochmals Danke! an alle Vortragenden und das Organisationsteam! Im Rahmen des Forums zur Weiterentwicklung der nationalen Hochschulmobilitätsstrategie haben wir Input gegeben, welche Schwierigkeiten Studierende bei nicht-traditionellen Mobilitätsformen haben können. Dazu zählen unklare Regelungen bei der Anerkennung und finanzielle Probleme, da Programme wie Summer Schools, internationale Projektwochen und Konferenzen im Gegensatz zu ERASMUS+ nicht immer mit Stipendien versehen sind. Das Thema Internationalisierung bringt uns auch zu einem der wichtigsten Anliegen der Studierenden, die Lehre: Im Rahmen des Projekts Lehre 2020 besteht eine herausragende Zusammenarbeit zwischen HTU und


Georg Rudelstorfer

...der letzen beiden Jahre...

dem Vizerektorat für Lehre der TU Graz. In unzähligen Treffen wurden Maßnahmen zu Guided Start, LV-Evaluierungen oder studienrechtlichen Booklets ausgearbeitet und umgesetzt. So konnte auch erreicht werden, dass dieses Sommersemester alle Lehrveranstaltungen zur Evaluierung freigegeben wurden. Weiters haben Vizerektor Heck und sein Team erstmals Studienvertretungs-Besuche gemacht, um existierende Probleme im Lehrbetrieb erkennen und an ihrer Wurzel anpacken zu können.

Michael Steger

Wie schon in den letzten Jahren fand in Herbst 2017 und 2018 jeweils wieder das HTU-Seminar statt, wo alle ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen ihre Kenntnisse bei der Vertretungsarbeit vertiefen konnten. Die Veranstaltung ist die Gelegenheit, einen Einstieg in studienrechtliche Bestimmungen zu erhalten, in Gremien gut argumentieren zu können (was, steht in anderen Artikeln dieser Ausgabe) oder eine geordnete Übergabe zu vollziehen. Natürlich sind wir auch außerhalb der Seminare Ansprechpersonen, wenn Probleme bestehen oder Unklarheiten auftreten.

Robert Schwarzl

Die arbeitsintensive Zeit im Vorsitz der HTU Graz neigt sich dem Ende zu und unsere Nachfolger sind bereits mit vollster Motivation dabei, angefangene Projekte weiter zu führen und ihre eigenen Ideen einzubringen. Projekte wie oben angeführt sind nur möglich, wenn man als Team agiert und sich gegenseitig auf die Finger schaut, damit alles reibungslos über die Bühne gehen kann. Daher geht auch ein besonderer Dank an unsere Wirtschaftsreferentin Kati, die unzählige ehrenamtliche Stunden mit uns verbracht hat um die komplexen Finanzierungspläne bis ins letzte Detail zu optimieren. Abschließen möchten wir uns beim gesamten Team der HTU bedanken. Gemeinsam blicken wir Stolz auf die letzten beiden Jahre zurück und wünschen unseren Nachfolgern zwei erfolgreiche Jahre in der HTU Graz ;-)

Lustige Zahlen: Über 5500 Mails am Vorsitzverteiler von 01.07.2017-heute (~7,5 Mails/Tag) Über 700 Termine am Vorsitzkalender von 01.07.2017-heute ca 300 Events mit Raumansuchen seit 01.07.2017

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Auf geht‘s zum Update 3.0 Ja es kommt – das Update 3.0! Was dahinter steckt? Die zeitgleiche Einführung von TUGRAZonline 3.0 und TeachCenter 3.0, inklusive Optimierungen in User-Experience, Design und Technik. Die anstehenden Updates steigern Ihren Anwendungskomfort in der täglichen Arbeit mit der digitalen Studienadministration sowie dem digital gestützten Lernbetrieb. TUGONLINE

Neu ist der intuitive Einstieg über einen Desktop, der alle Applikationen des Student-Life-Cycles übersichtlich darstellt. Dabei bleibt Spielraum für Ihre individuellen Anpassungen – Applikationen können sortiert und als Favoriten gesetzt werden. Und das geht bei 3.0 auch Kontextbezogen. Das heißt: Sie können z.B. Lehrveranstaltungen eines Instituts direkt auf dem Desktop verlinken. Optimiert wird auch die Darstellung auf Smartphones und Tablets, die schrittweise, je nach Entwicklungsstand der Applikation, eingeführt wird. Das neue „look&feel“ wird von Studierenden der TU Graz, darunter auch NAWI Graz Studierende, mehrfach unter die Lupe genommen. Der Studierendentest Ende Mai hat gezeigt, dass das System für den Go-Live für Studierende am 28. August 2019 bereit ist. „Ich finde es toll, dass Studierende in die Testung von TUGRAZonline einbezogen werden und ihr Feedback auch

Aktueller Entwicklungsstand des TUGRAZonline 3.0-Desktops für Studierende.

TEXT: HANNA GEISSWINKLER

TUGRAZonline 3.0 für Studierende

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tatsächlich Einfluss auf die Weiterentwicklung von TUGRAZonline hat. […] Das neue Design ist ansprechend und der längst überfällige Schritt des Responsive Design wird die Nutzung von TUGRAZonline am Handy um einiges erleichtern“, sagt Robert Schwarzl, 2. stv. HTU-Vorsitzender und NAWI Physik Student. Stefan Schweighofer, Student von Biomedical Engineering, sagt: „Das Kachel-Design am neuen Studierendendesktop ist gut gelöst, zumal die Übersichtlichkeit noch optimiert werden kann“. Lia Fink, Elektrotechnik-Toningenieur Studentin, ergänzt: „Eine inhaltliche Abgrenzung der Applikationen, zum Beispiel durch Farben oder Gruppierungen, wäre für eine schnellere Orientierung hilfreich“. Mit diesem Feedback im Gepäck, läuft die Optimierung des Systems weiterhin auf Hochtouren. Im Rahmen eines GoLive-Checks im Juli 2019 wird TUGRAZonline 3.0 final getestet.


Infopoint zum Update 3.0 im TU4U: Weitere Informationen finden Sie im TU4U für Studierende https://tu4u.tugraz.at/go/update-30-studierende

TeachCenter 3.0 Auch die Downloadmöglichkeiten werden optimiert. Mehrere Beiträge lassen sich im TeachCenter 3.0 auf einmal gesammelt herunterladen. Bei Fragen in der Anwendung bieten Ihnen die neuen User-Tours eine erste schnelle Hilfe. “Die für mich auffälligste Neuerung dieser Version ist die KontextHilfe – in Form von durchgängig eingefügten kleinen Fragezeichen, über die man kurze, prägnante Erklärungen zu den einzelnen Funktionen erhält,” sagt Klaus Krischan (Institut für Elektrische Antriebstechnik und Maschinen), der am Usability-Test für Lehrende im Mai 2019 teilgenommen hat. Ab Juli 2019 testen Studierende das neue System auf seine Praxistauglichkeit.

Die neue übersichtliche Kursoberfläche im TeachCenter.

Ab 28. August 2019 steht die neue Version des TeachCenters allen Lehrenden und Studierenden der TU Graz zur Verfügung. Mit dem TeachCenter 3.0, einer Umsetzung im Rahmen des strategischen Projektes „Digitale TU Graz“, erfolgt ein Versionensprung der verwendeten Software. Damit einhergehend erhalten die Menüführung und das Dashboard eine klarere Gestaltung. Sie können künftig beim Hinzufügen von Aktivitäten aus einer übersichtlich dargestellten Liste der am meisten verwendeten Aktivitäten auswählen.

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Sport an der HTU

Die HTU bemüht sich laufend mehr Sport am Campus zu ermöglichen. Erste Schritte fanden bereits im Wintersemester 2018 statt, mit dem Kickboxkurs und Yoga. Im Sommersemester ging es weiter mit Salsa-Tanz, Yoga, Kickboxen und auch dem großen Fußballturnier

FOTOS: TORBEN HECHT

TEXT: TORBEN HECHT & CARINA MAZELLE

DAS FUSSBALLTURNIER

Das HTU Sportfest 2019 fand am 16. Mai am Fußballplatz am Campus Inffeldgasse statt und bestand aus einem Fußballturnier. Geplant wurde das ganze vom GIN Referat und dem Projekt Court Culture. Das Wetter hat wunderbar mitgespielt, es gab tolle Preise für die insgesamt 10 Teams mit 5 je Feldspielern und Reservisten. Das Highlight des Tages war das spannende Finale, mit dem auch die Sieger festgestellt wurden. Die Stimmung war super und das Fußballturnier kam so gut an, dass sogar nach einer Wiederholung gefragt wurde. Das zeigt uns sehr deutlich, dass Sport am Campus wichtig und erwünscht ist und deshalb eindeutig ausgebaut werden sollte. Studierende können mit sportlichen Veranstaltungen angesprochen werden. Das GIN Referat der HTU und Court Culture überlegen bereits eine Wiederholung für das Sommersemester 2020 zu planen – Mithilfe ist natürlich immer gerne gesehen! ;)Auch Turniere in anderen Sportarten sind möglich – Basketball und Volleyball beispielsweise sind unter Studierenden sehr beliebt.

Wenn ihr Lust habt mitzuplanen, meldet euch doch einfach unter: gin@htu.tugraz.at

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Nachhaltigkeits-Tag

Bereits im November starteten die Vorbereitungen für den Nachhaltigkeitstag 2019. Doch dieses Jahr sollte er größer werden als jemals zuvor, denn das Thema der Nachhaltigkeit wird immer wichtiger! Somit gab es sogar eine ganze Woche der Nachhaltigkeit an der TU Graz. NACHHALTIGKEIT

Auch die TU Graz merkt, dass an unserer Universität noch Verbesserungspotential im Bereich der Nachhaltigkeit vorhanden ist, und somit wurde vor einem Jahr der Nachhaltigkeitsbeirat der TU Graz eingerichtet. Da auch Studierende in diesem Beirat sitzen, war es möglich, den Nachhaltigkeitstag der HTU Graz mit finanzieller Unterstützung der TU Graz zu planen. Doch die Idee kam auf, gleich eine ganze Woche daraus zu machen. Und welche Woche würde sich da besser anbieten als rund um den Nachhaltigkeitstag der HTU? Und so wurden alle Lehrenden dazu aufgefordert, in ihren Lehrveranstaltungen in dieser Woche nachhaltige Themen zu bearbeiten. Ein Beispiel der Umsetzung: Die Architektur-Fakultät hat als Einstieg in die Woche eine Podiumsdiskussion mit dem Thema: “Nachhaltigkeit – tun wir genug” veranstaltet, bei der Studierende offen Rückmeldungen geben konnten, was ihnen in der Lehre fehlt.

TEXT: CARINA MAZELLE

Nachhaltigkeit - wer kann das Wort schon nicht mehr hören?

FOTOS: TAISIYA PARKHOMENKO

Anlässlich des World Environment Days am 05.06 wurde der Inffeld-Campus der TU Graz zum Schaubild der Nachhaltigkeit. Bei strahlendem Sonnenschein startete das Fest um 10:00 mit einem kostenlosen Fahrradcheck für alle Besucher, durchgeführt von Culture Exchange. Gastreferentin Frau Prof. Winiwarter (BOKU) sprach ab 12:00 zum Thema „Nachhaltigkeit als Herausforderung: Innovationen, Vorsorgen und interdisziplinäres Denken“, welches bei einer anschließenden Podiumsdiskussion weiter erörtert wurde. Die Eröffnung der Informationsstände erfolgte um 14:00, mit dabei waren unter anderem das Mobility Lab, das Umweltamt, Foodsharing, die Radlobby Argus, Sea Shepherd, Campers Who Care, OIKOS und Wilde Genüsse. Nachhaltig in Graz bot zusätzlich die Möglichkeit im Rahmen eines Workshops flüssiges Waschmittel selbst herzustellen, der Carsharing Verein ProEdrive stellte E-Autos für Testfahrten zur Verfügung und das E-Lab wurde zum Repair Café umfunktioniert. Für Verköstigung durch köstliches vegetarisches Curry sorgte iGem, sowohl anti- als auch alkoholische Getränke konnten an der Bar der STV BME/ET konsumiert werden und die FahrBar lieferte den nötigen Koffeinnachschub. Um auch den sportbegeisterten Gästen ein adäquates Programm bieten zu können, wurden vor der Inffeldgasse 16 ein Boulderblock und ein Lastenrad-Parkour positioniert. Denn Nachhaltigkeit ist ein sehr dehnbarer Begriff und auch körperliche Gesundheit ein Teil davon. Der HS i2 wurde ab 17:00 Abhaltungsort weiterer spannender Vorträge zu Themen mit Nachhaltigkeitsbezug. Referiert wurde über Foodsharing in Graz, Klimaschutz/Klimapolitik durch die Students Association for Sustainability und „Die Zukunft der Energiegewinnung“ von Dr. Günter Getzinger. Beim Sommerfest der STV BME/ET und musikalischer Umrahmung fand der Nachhaltigkeitstag abschließend einen gemütlichen Ausklang. Geplant und durchgeführt wurde der Tag vom GIN-Referat (Gesellschaft, Innovation und Nachhaltigkeit).

TEXT: JASMIN ARTELSMAIR

HTU Nachhaltigkeitstag 2019

Wenn du also Lust hast nächstes Jahr mitzuhelfen, dann melde dich unter: gin@htu.tugraz.at

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Studentischer Mitarbeiter Erfahrungsbericht Spätestens im Master findet man auch als Maschinenbaustudent seine großen Interessensgebiete, in die man sich vertiefen möchte. Was liegt dann näher, als an einem Institut sein Wissen zu vertiefen und auch mal die Ärmel hochzukrempeln?

TEXT & FOTOS: ANDREAS DENGG

ERFAHRUNG

Für die Stelle als Studentischer Projektmitarbeiter am Institut für Hydraulische Strömungsmaschinen habe ich mich ursprünglich nicht beworben. Meine Suche nach einem Masterarbeitsthema, das mir interessante Inhalte und Problemstellungen bot, brachte mich jedoch zum Institut für Hydraulische Strömungsmaschinen, wo ich dann auch die erwähnte Masterarbeit startete. Zugleich nahm ich das Angebot an, zusätzlich im Labor tätig zu werden. Da ich (so gut wie) keine Lehrveranstaltungen mehr besuchen musste und auch meine Prüfungen auf eine überschaubare Anzahl gesunken waren, war diese Arbeit eine spannende Abwechslung zu meinem Studium. Doch diese Situation ist keine Grundvoraussetzung – die Tätigkeiten im Labor sind mit dem Studium genauso flexibel abstimmbar wie die Einteilung der vereinbarten Arbeitsstunden. Für mich endete das Abenteuer nach sechs Monaten, obwohl man natürlich

länger bleiben kann. Im Folgenden mein Erfahrungsbericht über den Rahmen, die Tätigkeiten und die besonderen Highlights meiner Laborzeit am Institut für Hydraulische Strömungsmaschinen. Im Großen und Ganzen ist die Projektmitarbeit nicht auf das Labor begrenzt. Bevorzugt man Berechnungen, CFD, Programmierung, Konstruktion, et cetera, dann wird man im vierten Stock der Kopernikusgasse 24 fündig, wo sich die eigentlichen Institutsräumlichkeiten befinden. Hier stehen neben der Institutsbibliothek mit den Büros auch ein Seminarraum des Instituts und der benachbarte PCRaum für Studenten, die dort ihre Bachelor- und Masterarbeiten verfassen, zur Verfügung. Bei der Neuen Technik, gleich neben dem Gebäude mit Rooftop-Mensa nach der großen Treppe, befindet sich das Institutslabor. Die Mitarbeit hier umfasst den Messbetrieb am großen 4-Quadranten-Prüfstand, der in Öster-

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reich nicht vielen vergleichbaren Setups gegenübersteht. Aktuell finden Messungen an einer sechsdüsigen Peltonturbine, Bohrlochpumpen, Ventilen, und vielen anderen Maschinen statt. Immer mit dabei: Kalibriervorgänge mit Eichbehältern und speziellen Druckmanometern, Messungen an “normalen” Pumpen, Auswertung der Ergebnisse und vieles mehr. Gemütliche Pausen mit Eis in den warmen und heißen Monaten fehlen nicht und Kaffee gibt’s auch. Natürlich wurde die Zeit für meine Masterarbeit vor Ort berücksichtigt. Man darf annähernd alle vorhandenen Ressourcen, angefangen von der Literatur bis hin zum Laborequipment nutzen. Zwar umfasste meine Masterarbeit keinen Versuchsaufbau, dennoch wurden im Rahmen von Abschlussarbeiten schon einige interessante Versuchsaufbauten von anderen Studenten errichtet. Und auch die PCs am Institut können genutzt werden und durften


Andreas Dengg 26 Jahre Master Maschinenbau Vertiefung Computational Engineering und Mechatronik, Energietechnik Semester: im letzten (14.) Thema der Masterarbeit: Analyse von PIV-Messdaten einer Modell-Pumpturbine Institut: Hydraulische Strömungsmaschinen Name: Alter: Studium:

für meine Auswertungen dann unbürokratisch einige Zeit lang rechnen. Besonderes Highlight meiner Zeit als studentischer Projektmitarbeiter waren Kraftwerksmessungen. Bei Bedarf finden Messungen an (Klein-)wasserkraftwerken statt, die spannende Einblicke in Kraftwerke bieten. Mittels Druck- und Volumenstrommessungen im Feld, mit allen sich stellenden Herausforderungen, wird (unter anderem) der Wirkungsgrad der Turbine ermittelt. Auch eine gewisse “Königsdisziplin” an Messung bietet das Institut für Hydraulische Strömungsmaschinen für gewisse Turbinentypen und -größen an: die “Thermodynamische Wirkungsgradmessung” mit Echtzeitaufnahme von

Temperaturen und Drücken in höchster Auflösung, Genauigkeit und Präzision. In meinem Fall war ich bei einer solchen Messung an einer Peltonmaschine in Tirol dabei und half auch bei den Vor- und Nachbereitungen. Wie bereits erwähnt dauerte meine Labortätigkeit ein halbes Jahr. Es zahlt sich aus, studentischer Mitarbeiter an einem Institut der TU zu werden, besonders, wenn man akademische und gleichzeitig praktische Erfahrung sammeln will (und auch etwas dazuverdienen möchte). Abschließend hoffe ich, dass mein Bericht über die Labortätigkeit am HFM manchen Studienkolleg*innen die Entscheidung leichter macht, eine studentische Tätigkeit auf dem Institut ihres Interesses anzugehen, vielleicht sogar am HFM.

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Das war los auf der HTU... Theaterprojekt HTU Graz und ÖH KUG führten gemeinsam „Krieg der Molche“ auf Urban Gardening Kaffee und Kuchen gab es am 13. Juni an der Neuen Technik Ersten Gehalt - was tun? Vortrag für alle Interessierte, die sich auf die Arbeitswelt vorbereiten möchten Nachhaltigkeitstag des GIN-Referats Das Referat für Gesellschaft, Innovation und Nachhaltigkeit plante zusammen mit der STV ET und BME einen informativen und lusitgen Tag

ÖH-Wahlfest am 29. Mai Als Ausklang der ÖH Wahl HTU-Frühstück auf jeden Campus gab es für alle die vorbei kamen gratis Frühstück Thermenfahrten der BaGru Physik Ob Arbeitsrechtsberatung Jeden ersten Mittwoch im Monat kann sich jede Studentin und jeder Student kostenlos beraten lassen

ÖH-WAHL 2019 Vom 27.-29. Mai wählten die Studierenden ihre Vertretungen Eröffnungsfeier der Klangwerkstatt Der neue HTU Makerspace für alle MusikInteressierten

Sportfest des GIN- Referats 10 Teams traten beim Fußballturnier in der Inffelgasse gegeneinander an

Gehaltsverhandlung Hilfreicher Vortag, um zu lernen, sich nicht unter seinem Wert verkaufen zu lassen

Kickbox-, Yoga, Schach- und Salsa-Kurse des GIN-Referats Innovation Festival am 6. Juni wurden bei LIVE-Musik interessante Projekte vorgestellt

Angelobung der neuen Vorsitzenden Deine Studienvertretung

wurde neue gewählt - schau doch mal nach, wer jetzt dabei ist

HTU Ski-Tag Im März

ging es noch einmal ab auf die Piste!

CSD-Parade Das queer Referat setzte auch dieses Jahr ein

Zeichen !

Lötworkshop im HTU Makerspace Aber nicht nur das - auch nähen, siebdrucken, Fahrrad reparieren und viel mehr ist möglich!

DU WILLST IN DER HTU AKTIV WERDEN? KOORDINATION@HTU.TUGRAZ.AT

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Semesterrückblick BaGru Physik AUCH IN DIESEM SEMESTER HABEN WIR, DIE BASISGRUPPE NAWI PHYSIK, UNS MIT ALL UNSEREN KRÄFTEN INS ZEUG GELEGT, DEN STUDIERENDEN DEN STUDIENALLTAG SO SCHÖN UND EINFACH WIE MÖGLICH ZU MACHEN.

TEXT: FRANZISKA BARDEL

ÖH - WAHL

Um den Studierenden die Möglichkeit zu geben, zu jeder Tages und Nachtzeit einen Platz zum Lernen zu haben, hat sich vor allem Florian Kametriser dafür eingesetzt, dass es einen 24/7 Zugang in die Petersgasse 16 gibt, der online von den Studierenden selbst freigeschalten werden kann. Dafür nötig ist nur ein TU Studierendenausweis, welcher bei Erstausstellung gratis ist, und ein paar Minuten Zeit, um im Campus online den Zugang freizuschalten. Nach langer und gut durchdachter Planung von Alexander Gruber, ist das Evaluierungsessen im heurigen Semester leider mit weniger Erfolg als gehofft über die Bühne gegangen, da außer den Helfern der Basisgruppe keine Studierenden anwesend waren. Wir würden uns sehr über Feedback (E-Mail: bagru@physikgraz.at) und Vorschläge freuen, wie wir Evaluierungsessen besser gestalten könnten, um sie für Studierende attraktiver zu machen. Die Evaluierungsessen geben den Studierenden die Möglichkeit, persönlich mit den Professoren zu sprechen und Kritik bzw. Anregungen weiterzugeben. Es ist uns ein großes Anliegen, dass diese Chance in Zukunft mehr wahrgenommen wird und hoffen somit auf eure Unterstützung. Ein großer Erfolg in diesem Semester war der BaGru Tag der offenen Tür am 20. Mai mit der Hilfe von einigen fleißigen Helfern (Franziska Bardel,

Dominic Hirtler, Verena Kogler, Verena Lipic, Yannis Marx, Sabrina Michlmayer, Julia Neumeister, Robert Schwarzl, Thomas Seruga). Angelockt von gratis Kuchen und Kaffee hatten wir die Möglichkeit mit einigen Studierenden ins Gespräch zu kommen und über unsere Tätigkeiten zu informieren. Wir haben uns auch sehr über vernünftiges Feedback gefreut und hoffen, dass es auch im kommenden Wintersemester wieder reichlich Interesse der Studierenden für eine erfolgreiche Wiederholung gibt. Bei unserem heurigen Seminar haben wir unser neues Vorsitzteam, bestehend aus Sabrina Michlmayer (Vorsitz), Verena Lipic und Thomas Seruga (Finanzen), gewählt und haben hart daran gearbeitet unsere Pläne für das kommende Jahr zu starten. Auch die Feste, die wie jedes Jahr im Frühling und Sommer von ein paar tüchtigen Organisatoren der BaGru Physik (Daniele Corrias, Moritz Hackhofer, Florian Kametriser, Simon Malacek, Stefan Maier, Sebastian Riepl, Paul Schaffer, Thomas Seruga) mit viel Mühe geplant wurden, waren ein großer Erfolg und gut besucht. Wir wünschen allen Studierenden eine erfolgreiche Prüfungszeit, einen großartigen Sommer und wir freuen uns sehr uns in den Ferien und im neuen Semester wieder tatkräftig dafür einzusetzen euch den Studienalltag zu versüßen. Eure, BaGru Nawi Physik

Hast du Lust auch Teil unseres Teams zu werden? Dann komm doch bei der nächsten Sitzung vorbei! Infos unter: https://physik.htu.tugraz.at

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Wie entsteht eigentlich ein Studienplan?

Die Überarbeitung der Studienpläne ist eine der wichtigsten Aufgaben einer Studienvertretung – immerhin wirkt sie sich auf alle Studierenden ihres Fachbereichs aus und ermöglicht sehr direkt eine Verbesserung der Studienbedingungen. Im Gegensatz zu diversen Festen ist diese Arbeit nach außen hin wenig sichtbar, insofern stellt sich die Frage: Wie entsteht eigentlich so ein Studienplan?

TEXT: PATRICK LAINER

GOOD TO KNOW

Laut Universitätsgesetz ist der Senat – das höchste demokratische Organ einer Universität – für die Erlassung von Curricula zuständig. Dieser kann dafür Unterkommissionen einsetzen und an der TU Graz ist eine Curriculakommission („CuKo“) für alle Bachelor- und Masterstudienpläne eingerichtet. Diese wiederum setzt für die einzelnen Fachrichtungen Studienkommissionen („StuKos“) ein. Letztere sind drittelparitätisch besetzt, d.h. die jeweilige Studienvertretung entsendet ein Drittel der Mitglieder, während die ordentlichen ProfessorInnen und das wissenschaftliche Personal („Mittelbau“) je ein weiteres Drittel stellen. Die studentischen Mitglieder von CuKo und Senat werden von der Universitätsvetretung entsandt, wobei hier die Studierenden mit einem Viertel der Mitglieder den ordentlichen ProfessorInnen mit der Hälfte der Mitglieder gegenüberstehen. In den StuKos wird an der inhaltlichen Ausrichtung der Studien gearbeitet. Dazu wird über die im Studium zu behandelnden Lehrinhalte und deren Zuordnung zu Pflicht- und Wahlmodulen entschieden, wobei etwa auch die Verteilung der ECTS-Credits auf einzelne Lehrveranstaltungen eine Rolle spielt und die teils gegensätzlichen Interessen der Studierenden und Lehrenden navigiert werden müssen. Ein weiterer für uns wesentlicher Bestandteil sind die Äquivalenz- und Anerkennungslisten, die die Anerkennung von Prüfungen bei einem Studienplanwechsel festlegen, sofern es sich nicht um ein völlig neu eingerichtetes Studium handelt. Das mag sich nach reiner Bürokratie anhören, aber ein fehlender Eintrag in dieser Liste und einE StudiendekanIn mit mangelnder Kooperationsbereitschaft kann schnell für viele Studierende großes Kopfzerbrechen bedeuten.

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Diese und andere Dinge werden in den StuKoSitzungen besprochen, die etwa im Monatstakt einberufen werden und sich meist über ein Jahr erstrecken, wobei den StudienvertreterInnnen ihr zeitlicher Aufwand mit Toleranzsemestern abgegolten wird. Üblicherweise werden zwischen den Sitzungen in separaten Arbeitsgruppen einzelne Diskussionspunkte aufgegriffen, häufig mit Beteiligung der Studierenden. Wenn der entstandene Entwurf dann von der StuKo beschlossen worden ist, wird er an die nächsthöhere Instanz weitergegeben. In der CuKo werden zu Beginn des Studienjahres als erstes die großen Studienplanänderungen behandelt, darunter alle Studienpläne mit Änderungen an den Pflichtmodulen. Später folgen die kleinen Studienplanänderungen, die für alle betroffenen Studierenden automatisch wirksam werden, also ohne expliziten Studienplanwechsel. Außerdem werden die NAWI-Studienpläne mit entsprechender Vorlaufzeit diskutiert, damit im Februar noch die Koordination mit der KFU erfolgen kann. In den monatlich stattfindenden Sitzungen werden die eingegangen Entwürfe der StuKos auf die allgemeine Struktur, Studierbarkeit (Stichwort Voraussetzungsketten und Semesterzuordnung) und Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben überprüft, also das Universitätsgesetz, die vom Senat beschlossene Satzung und eigene Richtlinien der CuKo. Zu letzteren zählt das Mustercurriculum, das die Grundzüge der Studienpläne an der TU Graz einheitlich vorgibt. Manchmal sind dennoch kreative Lösungen gefragt und die CuKo gibt entsprechende Gestaltungsvorschläge ab. Die Änder-


STRUKTUR DER ÖH

BUNDESVERTRETUNG

ein Teil der

VORSITZENDENKOMMISSION

VORSITZ entsendet

weisungs gebunden

CURRICULAKOMMISSION

STUDIEN KOMMISSIONEN

SOZIALPOLITIK

BILDUNGSPOLITIK

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

ORGANISATION, VERANSTALTUNGEN & KULTUR

AUSLÄNDISCHE STUDIERENDE

WIRTSCHAFTLICHE ANGELEGENHEITEN

bipol@htu.tugraz.at

soziales@htu.tugraz.at

weisungs gebunden

SENAT

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entsendet

orgref@htu.tugraz.at

ausland@htu.tugraz.at

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STUDIENBERATUNG

QUEER-REFERAT

SEKRETERIAT

studienberatung@htu.tugraz.at

HTU GMBH

frauenref@htu.tugraz.at

international@htu.tugraz.at

EDV-REFERAT

INNOVATION, NACHHALTIGKEIT, GESELLSCHAFT

FRAUENPOLITIK

Copy Shop

INTERNATIONALES

edv-referat@htu.tugraz.at

1 2 R E F E R AT E entsendet

queer@htu.tugraz.at

gin@htu.tugraz.at

STUDIENVERTRETUNGEN ALLER FAKULTÄTEN Aufbau der Hochschulvertretung

ungsvorschläge werden den StuKos vorgelegt, die diese einarbeiten und die Anpassungen wieder einreichen, bis das Ergebnis vom Senat formal beschlossen und veröffentlicht werden kann, damit im Herbst der Studienplan in Kraft tritt. Insgesamt hat sich der beschriebene Ablauf bewährt und im Laufe der Jahre ließen sich einige positive Veränderungen vorweisen. So hat es beispielsweise im Studienjahr 2016/17 19 große und zwei kleine Studienplanänderungen sowie 14 Studienplanergänzungen und eine Anpassung des Mustercurriculums gegeben. Freilich gibt es noch Raum für Verbesserungen: Die unterschiedlichen ECTS-Bew-

Wenn du Verbesserungsvorschläge für deinen Studienplan hast, melde dich einfach bei deiner Studienvertretung. Willst du selbst an einer Verbesserung der Studienbedingungen für zukünftige Studiere-

ertungen identischer Lehrveranstaltungen in unterschiedlichen Studienplänen und die Gliederung in Module sind laufende Prozesse. Diskutabel wären auch grundlegende Änderungen: Anstatt inkrementelle Änderungen an bestehenden Lehrveranstaltungen vorzunehmen oder Lehrveranstaltungen aus anderen Studienplänen zu importieren („Recycling“), die nicht immer optimal abgestimmt sind, könnte das Studium gewissermaßen am Reißbrett geplant werden. Die gewünschten neuen Lehrinhalte werden festgelegt, entsprechende Professuren ausgeschrieben und die Struktur des Studiums danach ausgerichtet.

nde arbeiten und hast keine Angst vor Paragraphenzeichen? Dann melde dich bei uns unter bipol@htu.tugraz.at

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Was passiert gerade im Senat? Der Senat ist das höchste Gremium der Universität, in dem wir Studierendeninteressen mit Stimmrecht vertreten. Hier möchte ich euch einen Überblick geben, was dort gerade an wichtigen Themen behandelt wird.

TEXT: ROBERT SCHWARZL

GOOD TO KNOW

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Im TU Info vom März haben wir beschrieben, dass die Universitätsfinanzierung gesetzlich neu geregelt ist – die Auswirkungen davon sind im Senat Dauerthema: Die TU möchte die Anzahl prüfungsaktiver Studierender steigern, was Chancen hinsichtlich zusätzlicher Tutorien, höherer Abhaltungsfrequenz von Lehrveranstaltungen und besserer Studienbedingungen bedeutet. Diskutiert werden aber auch strengere Voraussetzungen sowohl was den Studieneinstieg als auch was Voraussetzungsketten innerhalb des Studiums angeht. Auch bei Vorschlägen, die unsere Curricula stärker verschulen (mehr VUs, intensivere Betreuung, weniger Eigenverantwortung) achten wir darauf, dass die Maßnahmen den Studierenden wirklich helfen und nicht vorallem nur die Rechte und Freiheiten einschränken. Letzteres kann auch nicht im Sinne höherer Prüfungsaktivität sein, denn gerade berufstätige Studierende sind auf ein freies und selbstverantwortlich eingeteiltes Studium angewiesen um überhaupt studieren zu können. Auch zum Erhalt des Charakters einer Universität wollen wir auf jeden Fall die Möglichkeit beibehalten, das Studium selbstständig planen und mit eigenen Methoden absolvieren zu können. Aspekt ist fast das falsche Wort für eine andere Konsequenz dieser Verordnung: Nach Jahren weniger Neubesetzungen schieben unsere Studienvertretungen derzeit Überstunden in Berufungskommissionen. Auf jeder Fakultät werden neue Professuren gegründet und in langen Verfahren, wo wissenschaftliche und didaktische Fähigkeiten geprüft und verglichen werden, mit Personen aus dem In- und Ausland besetzt. Der Senat hat einen Überblick über alle Stellen und ist auch verantwortlich für die Be-

setzung entsprechender Kommissionen. Die angewandten Verfahren sind aktuell ebenfalls Diskussionspunkt: Neben einer regulären, unbefristeten Professur (nach dem Paragraphen des Universitätsgesetzes 98er-Professur genannt) sieht der Gesetzgeber eine Reihe von verkürzten Verfahren (99er) vor. Im Gegensatz zu 98er-Professuren sind Studierende und das wissenschaftliche Personal nicht zwangsläufig per Gesetz in die Entscheidung eingebunden, sondern oft nur Professor*innen der Fakultät. Zum Glück gibt es hier die Möglichkeit, die Verfahrensdetails über die Satzung der Universität zu regeln und so auch die Sicht von Studierenden bei der Besetzung miteinzubeziehen. Weitere Fach-Arbeitsgruppen mit wichtigen Themenpunkten sind die zu Digitalisierung, wo Senatsmitglieder mit Stakeholdern aus Lehre, Forschung, Verwaltung und Gesellschaft diskutieren konnten (z.B.: Wie kann Lehre digital stattfinden? Wie können Forschungsdaten zukunftssicher aufbewahrt und nachfolgenden Forscher*innen zur Verfügung gestellt werden?) und die AG Studien, die sich mit Regeln zur Neueinführung und Auflassung von Studien beschäftigt. Im nicht-öffentlichen Teil beschäftigt sich der Senat auch mit Beschwerden von Studierenden, z.B. wegen fehlerhafter Anerkennungen, Zulassung zum Studium oder über Studienbeiträge. Nicht nur die Studierenden im Senat, sondern auch alle anderen Mitglieder werden in nächster Zeit neu gewählt. Im Herbst werden wir wahrscheinlich mit einigen neuen Gesichtern arbeiten; an dieser Stelle wünsche ich uns allen weiterhin gute Zusammenarbeit im Sinne einer erfolgreichen TU Graz.


Zu studienrechtlichen Risiken und Nebenwirkungen… Im März fand in Spital/Phyrn die BiPol-Schulung der ÖH-Bundesvertretung statt. Neben einer Einführung in verschiedene Themen in bildungspolitischen Referaten, Senaten und Vorsitz nutzten wir auch Enthusiasmus und Erfahrung der Teilnehmenden, um Wünsche und Risiken des türkis-blauen Regierungsprogramms durchzugehen und eigene Forderungen auszuformulieren. Hier sind einige der diskutierten Punkte und unsere Meinung dazu.

Die Habilitation stellt die Berechtigung dar, Lehre frei auszuüben und künstlerische und wissenschaftliche Arbeiten zu betreuen. § 103 Abs. 2 des Universitätsgesetzes schreibt dazu: Voraussetzung für die Erteilung der Lehrbefugnis ist der Nachweis einer hervorragenden wissenschaftlichen oder künstlerischen Qualifikation und der mehrmaligen Lehrtätigkeit an anerkannten postsekundären Bildungseinrichtungen zum Nachweis der didaktischen Fähigkeiten der Bewerberin oder des Bewerbers.

Personengruppen an den Universitäten und setzen uns entschieden gegen eine weitere Verschiebung des Ungleichgewichts ein. Auch die Regelungen von Prüfungen haben wir diskutiert: Immanente Lehrveranstaltungen sind, mitsamt einigen Rechten (z.B. Wiederholbarkeit von Teilleistungen) und Pflichten für Teilnehmer*innen, an der TU Graz im Satzungsteil Studienrecht verankert; andere Universitäten verfügen über keine derartige Regelung. Hier möchten wir eine klare gesetzliche Definition und Rechte für Studierende erreichen. Äußerst wichtig ist hier auch die Anzahl der Prüfungsantritte, wo wir auf Bundes- und speziell auf TU- und KFU-Ebene eine Reduktion verhindern wollen. Zu guter Letzt führten wir längere Gespräche über Evaluierungen. Einigkeit bestand in ihrer Wichtigkeit (regelmäßige Leser*innen des TU Info wissen, dass wir sehr hohen Wert sowohl auf die Möglichkeit als auch auf hohe Rücklaufquoten legen), explizit gewünscht wurde aber auch eine eindeutige gesetzliche Regelung, dass Evaluierungen für die Arbeit in Kommissionen zur Verfügung gestellt werden müssen. Sie sollen helfen, ECTS-Credits richtig auf Lehrveranstaltungen und Module zu verteilen und breitere Entscheidungsgrundlagen für Studienplanentwicklung, Habilitations- und Berufungsverfahren zu erhalten. Dir gefallen diese Themen? Das Referat für Bildungspolitik sucht immer nach Interessierten, die an einer Verbesserung der Rechte, an Schulungen und der Beratung von Studierenden mitwirken wollen.

§

Im Gegensatz zur hervorragenden wissenschaftlichen Qualifikation sieht das Gesetz also nur die mehrmalige Lehrtätigkeit als Voraussetzung für die Habilitation. Im Hinblick auf den Studienalltag sehen wir es als wichtig an, dass gerade hier eine Formulierung gewählt werden sollte, die auch die Qualität der Lehre zukünftiger Professor*innen in das Verfahren einfließen lässt. Glücklicherweise sind die didaktischen Fähigkeiten an der TU Graz inzwischen auch ein wichtiger Entscheidungsfaktor. Vor langer Zeit waren Senat und andere Gremien auf den Universitäten drittelparitätisch besetzt, das heißt, Studierende und wissenschaftliches Personal hatten Stimmrecht im selben Ausmaß wie die Professor*innen. Mit dem Universitätsgesetz 2002 haben letztere stattdessen eine knappe Mehrheit in Senat, Berufungs- und Habilitationskommissionen erhalten. Das Regierungsprogramm hätte diese Situation noch verschärft, jeder Beschluss wäre gegen die vereinten Stimmen aller anderen Kurien möglich gewesen. Wir plädieren stark für die Einbeziehung aller

TEXT: ROBERT SCHWARZL

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Projekte an der TU mit kĂźnstlerischem Mehrwert 24 TU INFO 07/2019


Die Klangwerkstatt “Wir haben da ein paar Räumlichkeiten, die du für deine Ideen nutzen könntest.” – Diesen Satz kann man wohl als Geburtsstunde der Klangwerkstatt bezeichnen. Er war der Startschuss für ein Projekt, das zuvor immer mangels Räumlichkeiten aufgegeben wurde. Nach den ersten 3 Monaten ziehen wir ein Fazit und stellen die Klangwerkstatt vor.

Schon bei der ersten Besichtigung fiel uns auf, dass die Räumlichkeiten für unser Projekt ideal waren und der endgültige Raumplan nahm Gestalt an. Mit der Idee zogen wir durch die Grazer Hochschulvertretungen und stellten unseren Traum vor: einen multimedialen Makerspace für Studierende, ohne Kosten für Studierende, ohne Institutsinteressen und vor allem mit größtmöglicher zeitlicher Flexibilität für größere Projektarbeiten. Bereits in der Planungsphase war unser Team stetig gewachsen. Als die Umbauarbeiten im Februar begannen, standen auf einmal mehr helfende Hände bereit, als wir uns jemals erhofft hatten. Mit Zeitweise bis zu 20 Studierenden wurde an jedem(!) Februarwochenende (und auch unter der Woche) ausgemalt, geschraubt, gelötet und verkabelt. Durch dieses Engagement schlug die Klangwerkstatt solche Wellen, dass uns sogar ein Professor der KFU einen Teil seiner Synthesizersammlung anbot.

FOTO DER EINWEIHUNGSFEIER: FABIAN HUMMEL

Am Anfang war nichts. Leider ist das die traurige Realität, wenn man für ein Studentenprojekt an der TU Räumlichkeiten sucht. So endeten in den letzten Semestern alle Projektbesprechungen (vom studentischen Abhörplatz, über einen Seminarraum für Studierende, bis hin zum Übungszimmer für musikbegeisterte Studenten) immer mit: gute Idee, jetzt fehlt uns nur noch ein Raum. Jede einzelne. Ein Gutes hatte jedoch jedes dieser „gescheiterten Projekte”, denn als der Zeitpunkt kam und die Räumlichkeiten in der Mandellstraße 15 im 3.OG einer neuen Nutzung gewidmet werden sollten, hatten wir bereits unsere Hausaufgaben gemacht und waren bereit loszulegen.

TEXT: HANNES HERRMANN

DER NEUE MAKERSPACE DER HTU GRAZ

Nach einer Sanierungszeit von nur anderthalb Monaten konnten wir am 14.3. stolz zur Eröffnung einladen und erneut zeigte uns die schiere Masse der Besucher, dass die Klangwerkstatt eine Lücke geschlossen hatte, der wir uns vorher kaum bewusst waren. Seit der Eröffnung bieten wir allen Studierenden einen multimedialen Makerspace, der nur wenige Wünsche offen lässt. So könnt ihr euch nach dem bewährten Betreuer-Prinzip (bekannt und inspiriert vom ELab) in Kombination mit einem Buchungssystem bei uns musikalisch 24/7 austoben. Dabei stehen euch ein Aufnahme-/Übungsraum mit BösendorferFlügel und Schlagzeug, ein Abhörraum mit einer multiformat-Abhöre (von klassischem Stereo über 5.1, 7.1, bis hin zu 3D-Audio) sowie ein Seminarraum mit einigen raren Synthesizern (zum einfach mal ausprobieren) zur Verfügung. Zudem veranstalten wir regelmäßig Jam-, Listening- und Productionsessions, wie den digitalen Trommelkreis und geben unserem studentischen Radio ein Zuhause. Wenn ihr also Lust habt, Musik zu hören, zu produzieren oder eure Studi-Band ins Radio bringen wollt, schaut einfach vorbei. Die letzte Hochrechnung der Nutzungsdauern ergab, dass die Klangwerkstatt seit ihrer Eröffnung mehr als 7 Stunden TÄGLICH genutzt wird. Somit können wir uns stolz als das größte freie studentische Tonstudio Österreichs bezeichnen. Das Buchungssystem sowie weitere Infos und Fotos findet ihr auf unsere Homepage: klangwerkstatt-graz.at, oder kommt einfach in die Mandellstraße 15 vorbei ;)

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Ein, zugegeben etwas verrückter, Kapitän stößt beim Perlenfischen auf Tana Masa (oder dort irgendwo) auf intelligente Molche und löst eine Kettenreaktion aus, die ihresgleichen sucht. Diese unfassbare Geschichte erzählt Karel Ĉapek in seinem Roman „Der Krieg mit den Molchen“, den das Theaterprojekt der HTU Graz und ÖH KUG unter der Regie von Renate Pittroff auf die Bühne gebracht hat.

TEXT: FLORIAN PAYERL

Von einer kleinen, haifischverseuchten Bucht ausgehend verbreiten sich die Molche über die ganze Welt. Zunächst als billige Arbeitskräfte gehandelt, erkämpfen sie sich bald ihre Freiheit, bis es schlussendlich zum Unausweichlichen kommt: einem Krieg zwischen Menschen und Molchen.

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Was für die Molche Jahrzehnte dauerte, hat das Ensemble des Theaterprojekts mit Hilfe ihrer Regisseurin in eine 2,5 stündige Vorführung verpackt, in der gesellschaftskritische Aspekte, nackenhaarsträubende Spannung, aber auch Spaß und Komik nicht zu kurz kamen. Die selbst verfasste Stückfassung mit über 72 Rollen verlangte den 24 Schauspieler*innen in monatelanger Vorbereitung einiges ab. In Kombination mit dem aufwendigen Bühnenbild, gestaltet von Theresa Steiner und der tatkräftigen Unterstützung der Klangwerkstatt bei Sound- und Lichttechnik, entwickelte sich jedoch ein Ergebnis, das den Aufwand mehr als rechtfertigte.

Foto: Theresa Steiner

Theaterprojekt der HTU Graz und ÖH KUG


Der Krieg mit den Molchen Infos zum Theaterprojekt: „Der Krieg mit den Molchen“ war das fünfte Stück des HTU Theaterprojekts. Das Theaterprojekt wurde 2015 von einer engagierten Gruppe von Physiker*innen ins Leben gerufen und hat seither immer mehr an Beliebtheit gewonnen. So konnte das Projekt bisher mit insgesamt ca. 20 Aufführungen über 2000 Zuseher*innen begeistern. Aber nicht nur beim Publikum ist das Interesse groß, auch bei den Mitwirkenden, jährlich gibt es viele schauspielinteressierte Student*innen ver-

Foto: Theresa Steiner schiedener Studienrichtungen, die gerne mitmachen wollen. Dadurch konnte sich das Ensemble immer über stetigen Zuwachs freuen. Das Theaterprojekt hat dein Interesse geweckt, du möchtest mitmachen? Dann schreib eine unverbindliche Email an theater@htu.tugraz.at um auf dem Laufenden zu bleiben. Foto: Florian Payerl Kommentar einer Zuseherin (Lisa Jaklitsch): Besonders die schauspielerische Leistung der Darsteller erwies sich als beeindruckend. Auf raffinierte Weise gelang es den Akteuren ein spannendes Wechselspiel zwischen Humor und Gesellschaftskritik zu erschaffen. Satirisch, humorvoll, einfach genial!

Foto: Florian Payerl Zitate „So zubereitet haben wir einen Molch gegessen, dem wir den Namen Hans gegeben haben.“ „Gib mir mal die Schere Mutter, das will ich mir ausschneiden, damit ich später mal eine Erinnerung an mich hab.“

Foto: Florian Payerl

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Checkliste bevor es in den Sommer geht Prüfungstermine checken überschneidet sich vielleicht eine Prüfung mit dem Urlaub? Lehrveranstaltungen evaluieren jetzt erstmals für alle LVs möglich! Ferialjob vorbereiten irgendwie muss man dort ja auch hinkommen Urlaub planen für alle Kurzentschlossenen Lernunterlagen verbrennen das Semester ist vorbei, und gelernt wird erst im Winter wieder! Abschlussfeiern besuchen davon gibt es ein paar Fahrrad vom Campus entfernen zu viele Fahrradleichen kann man hier nicht brauchen Checken, ob noch genügend Toleranzsemester da sind wenn nicht, aber dafür Motivation, dann such dir ein Referat an der HTU aus Strandfigur schon vorhanden? wenn nicht, auch nicht tragisch, für die kurze Zeit zahlt es sich auch nicht aus!

Schöne Ferien wünscht dir deine HTU Graz

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