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Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen

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Bachelor of Arts HSG – der Abschluss mit Anschluss S E I T E 10

Technologiemanagement: Unternehmerischer Umgang mit Technologie SEITE 28

Zweite internationale HSG Alumni Konferenz


E D I TO R I A L

Franziska Rohner Geschäftsführerin HSG Alumni

Liebe HSG-Alumnae, liebe HSG-Alumni In wenigen Wochen erhalten Absolventinnen und Absolventen am ersten «Graduation Day» ihre Bachelor-Diplome der Universität St.Gallen. Damit werden zum ersten Mal auch Bachelors vollwertige Mitglieder von HSG Alumni. Wir freuen uns darüber und heissen die Bachelor-Absolvent(inn)en herzlich willkommen. Wie die Wirtschaft auf den neuen Abschluss reagiert, thematisieren zwei Interviews in diesem Heft. Wir hoffen, dass Sie als Ehemalige der Universität St.Gallen alle mithelfen, die neuen Abschlüsse in der Wirtschaft richtig zu positionieren und damit die Chancen der Abgängerinnen und Abgänger auf dem Arbeitsmarkt zu sichern. Neu beginnt im kommenden Semester die Masterstufe – für all jene, die nicht mit dem Bachelor-Diplom ins Arbeitsleben treten, sondern weiterstudieren wollen. Und gleichzeitig fängt für mehrere hundert Studierende das HSGStudium mit dem ersten Semester an. Mit der Neukonzeption der Lehre wurde das Mentoring durch Ehemalige und andere Interessierte eingeführt – lesen Sie ebenfalls in diesem Heft, welche (Zwischen-)Bilanz am ersten Sommertreffen der Mentorinnen und Mentoren gezogen werden konnte. Wir freuen uns, wenn sich in den nächsten Monaten und Jahren noch viele weitere Ehemalige dazu entschliessen, als Mentor(in) eine(n) Studierende(n) durchs Studium (von Beginn an oder durch die Master-Stufe) zu begleiten. Wir sind überzeugt, dass der Lernprozess für beide Seiten bereichernd sein kann. Nach dem HSG Alumni Forum vor dem Dies academicus im Juni stand im September erneut ein grosser Event der HSG Alumni auf dem Programm: Die zweite internationale Alumni Konferenz wurde zu einem gelungenen Anlass. Auch darüber lesen Sie in diesem Heft mehr. Die Anzahl – und die Qualität – der Aktivitäten unserer Alumni-Organisation entwickeln sich sehr erfreulich. So wurden allein in den letzten vier Monaten wieder vier neue Alumni-Clubs

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ins Leben gerufen. Die regional und zum Teil fachlich ausgerichteten Clubs ermöglichen kleinere Anlässe, die für das Networking ebenso wichtig sind wie die Anlässe von HSG Alumni. HSG Alumni lädt deshalb am 19./20. November alle Clubchefs zu einem Erfahrungsaustausch nach St.Gallen ein. Neben dem Friendraising und dem Brainraising gehen aber auch unsere Anstrengungen im Bereich Fundraising weiter: Der Campus wird definitiv gebaut, die finanziellen Mittel für jenen Teil, den wir finanzieren wollen und dessen Finanzierung wir zugesichert haben, sind aber noch nicht ganz erreicht. Sie finden im Innern des Hefts – wie immer seit Beginn dieses Projekts – einen Talon, mit dem Sie sich als Spenderin oder Spender melden können. Sie tragen damit dazu bei, dass Sie und alle, die im Bereich der Weiterbildung Veranstaltungen und Studiengänge besuchen, noch bessere Bedingungen vorfinden als bisher – und erstmals auch auf dem Universitätsgelände einen Wohnbereich benützen können. Und daneben unterstützen wir aus den Einnahmen des Vereins immer wieder studentische Initiativen und Projekte, die ohne diese Unterstützung nicht zustande kommen würden. Allen, die uns in den genannten Projekten und allgemein unterstützen, möchte ich an dieser Stelle herzlich danken. Gleichzeitig darf ich Sie auffordern, uns zur Qualität unserer Dienstleistungen immer wieder Feedback zu geben. Lob und Kritik bringen uns weiter, denn die Verbesserung der Qualität unserer Anliegen ist uns ein grosses Anliegen. Danke für alle Ihre Beiträge an ein aktives Netzwerk von Alumnae und Alumni!

Franziska Rohner

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I N H A LT

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4 Unireport: Ein Semester mit Sonnen- und Schattenseiten Das Sommersemester 2004 hatte neben den Anlässen rund um den Dies academicus weitere Höhepunkte: Insbesondere der Bezug des neuen Zentralen Institutsgebäudes ist ein Meilenstein in der Geschichte der Universität. 8 Bachelor of Arts HSG – der Abschluss mit Anschluss Im Oktober werden die ersten Absolventinnen und Absolventen im Rahmen eines «Graduation Day» ihr Bachelor-Diplom entgegennehmen. Sind die Unternehmen bereit für die HSG-Bachelors? 10 Unternehmerischer Umgang mit Technologie In der Rubrik «Wissenschaft und Praxis» geht Professor Dr. Fritz Fahrni der Frage des unternehmerischen Umgangs mit Technologie nach. 15

Spenderliste «Campus» – sind Sie schon dabei?

17 Sommertreffen der Mentorinnen und Mentoren Ende Sommersemester trafen sich die Mentorinnen bzw. Mentoren und «ihre» Studierenden zu einem Gedankenaustausch. Im Zentrum standen Themen wie Phasen der Mentoring-Beziehung oder Kommunikation im Mentoring. 18 Studentische Initiativen im Porträt: die Studentenschaft Hochschulpolitik, Erstsemesteraktivitäten, Events, internationaler Austausch und vielseitige Dienstleistungen für Studierende sind die Kernaufgaben, die die Studentenschaft der Universität St.Gallen wahrnimmt. 20 St.Gallen als «Headquarter» des Universitätssports Seit über zehn Jahren werden die Geschicke des Schweizer Universitätssports wesentlich auch vom Sportbereich der Universität St.Gallen geprägt. 22 Ehemalige im Porträt: Unterwegs in süsser Mission Marc Heim ist seit Mai dieses Jahres Geschäftsführer der Halter Bonbons AG in Beinwil am See. Heim hat seit seinem Abschluss an der Universität St.Gallen stets süsse Herausforderungen gesucht. 25

EMBA Alumni

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Suche nach Ehemaligen: Black Thursday

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Zweite internationale Alumni Konferenz

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HSG Shop mit neuen Artikeln

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Aus dem Alumni Büro

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Terminkalender viertes Quartal 2004

Zum Titelbild Zur zweiten internationalen HSG Alumni Konferenz trafen sich Mitte September in Kitzbühel mehrere hundert Absolventinnen und Absolventen der Universität St.Gallen.

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U N I R E P O RT

Ein Semester mit Sonnen- und Schattenseiten Das Sommersemester 2004 hatte neben den Anlässen rund um den Dies academicus (vgl. alma 3/2004) weitere Höhepunkte: Insbesondere der Bezug des neuen Zentralen Institutsgebäudes ist ein Meilenstein in der Geschichte der Universität. Trauer dagegen herrschte bei den Todesfällen der ehemaligen Professoren ˇ und Manfred Timmermann, deren Lebenswerk weit über die HSG hinausreichte. Ota Sik Von Roger Tinner

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dass die HSG an einer international anerkannten um Semesterauftakt erhielten 60 Doktor(inn)en und Forschungsleistung noch mehr arbeiten müsse wie auch an 372 Diplomand(inn)en anlässlich der Promotionsfeier einer breiteren Absicherung der Finanzierung der Univerihre Urkunden. Rektor Prof. Dr. Peter Gomez nahm in seisität. ner Promotionsrede unter dem Titel «Elite ja – aber keine elitäre!» Stellung zur aktuellen Diskussion rund um Elite und Elite-Unis. Mit klaren Worten sagte er den AbsolvenAbschlüsse in Zahlen tinnen und Absolventen, was er unter Elite versteht. Wer sich für Elite halte, sei meist nur elitär. Es erstaune deshalb An der von Prof. Dr. Winfried Stier am Klavier musikaauch nicht, dass breite Kreise der Gesellschaft «Elite» mit lisch umrahmten Promotionsfeier wurden 51 Lizentiaten zu «elitärem Verhalten» gleich setzten und der Begriff zum Doktor(inn)en der Wirtschaftswissenschaften (Dr.oec.), Schimpfwort verkomme. «Und dies ist verhängnisvoll, denn 4 Lizentiaten zu Doktoren der Staatswissenschaften jede Gesellschaft braucht Eliten, ohne sie gibt es keine (Dr.rer.publ.) und 5 Lizentiaten zu Doktor(inn)en der nachhaltige Entwicklung.» Für Gomez ist klar, Elite beinhalRechtswissenschaft (Dr.iur.) promoviert. Von den insgesamt tet nicht nur Intellektuelle oder Spitzenforscher. Elite gebe 372 Lizentiaten sind 267 wirtschaftswissenschaftliche es in allen Lebensbereichen. «Es sind dies Menschen, die Diplome (189 Betriebswirtschaft, 52 Volkswirtschaft, 26 Inan sich höchste Ansprüche stellen und die gleichzeitig formations- und Technologiemanagement), 24 staatswishöchsten Ansprüchen Anderer gerecht werden.» Solche senschaftliche Diplome, 10 Handelslehrer-Diplome und 71 Ansprüche könnten sich auf Werte, Funktionen oder juristische Diplome. Die Promotionsfeier wurde in drei Führung im weitesten Sinne beziehen. Elite schaffe zudem Auflagen durchgeführt. nicht Vorrechte, sondern vor allem Pflichten. Weiter stellte der Rektor die Frage, was eine Elite-Universität auszeichne. Elite-Ausbildung sei nicht nur eine Frage der Mittel, weshalb sich Gomez den Vorschlägen von Bundeskanzler Schröder gegenüber skeptisch zeigte. «Heutige Elite-Universitäten verfügen über eine Bildungstradition, die durch Freiräume, Eigeninitiative und -verantwortung sowie Wettbewerb gekennzeichnet ist.» Die Chancen der HSG, dazu zu gehören, seien nicht schlecht – dank des auf Eigeninitiative basierenden Institutssystems und der neu ausgerichteten Studienarchitektur. Er wies aber auch darauf hin, Das neue zentrale Institutsgebäude der HSG.

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U N I R E P O RT Neues Institutsgebäude bezogen «Mehr Loft als Büro» titelte das HSG-Blatt zum Bezug des neuen Institutsgebäudes durch ingesamt neun HSG-Institute. Der von Herzog & de Meuron gestaltete, von der Helvetia Patria erbaute und nun an die HSG vermietete Bau wurde Ende Juni bezogen. So schrieb das HSG-Blatt: «Wer durch die Räume des ZIG (Zentrales Instituts-Gebäude, so der Name) geht, fühlt sich eher in grossräumigen Lofts mit Wohnambiente als in herkömmlichen Büros. Durch die raumhohen Verglasungen erhält man grosszügige Ausblicke, das Raumkonzept ist fliessend, da hauptsächlich Glaswände die Geschossfläche unterteilen. Alle – auch Profs und Direktoren – arbeiten hinter Glas. Kommt das gut?, fragten sich einige. Doch anfängliche Skepsis wich bald der Einschätzung, dass damit eine offenere, ungezwungenere und somit auch effizientere Kommunikation möglich wird. Möglichkeiten des Rückzugs in von zudringlichen Blicken abgeschirmte Ecken gibt’s aber dennoch.» Folgende neun Institute sind nun im neuen Gebäude vereint: ITEM (Institut für Technologiemanagement); KLOG (Kühne-Institut für Logistik); IMH (Institut für Marketing und Handel); IWP (Institut für Wirtschaftspädagogik); IFB (Institut für Betriebswirtschaft); I.FPM (Institut für Führung und Personalmanagement); IDT (Institut für öffentliche Dienstleistungen und Tourismus); KMU (Schweiz. Institut für Klein- und Mittelunternehmen); FIM (Forschungsstelle für Internationales Management). Das bisherige Institutsgebäude auf dem Campus (beim unteren Parkplatz) wird nun ab dem Wintersemester hauptsächlich für die Lehre und teilweise für die Verwaltung nutzbar. Das Gebäude wird technisch aufgerüstet, Seminarräume werden eingerichtet.

Neu gewählt Auf den 1. April ist PD Dr. Christoph Lechner zum Extraordinarius für Betriebswirtschaftslehre gewählt worden. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des Strategischen Managements, insbesondere bei Fragen der Strategischen Prozessforschung sowie der Strategischen Allianzen und Netzwerken. Seit 1999 hat Christoph Lechner als Nachwuchsdozent für Betriebswirtschaft an der HSG verschiedene Vorlesungen gehalten, u.a. zwei englischsprachige Veranstaltungen im Rahmen des MIMProgramms und ein mit Professor Günter Müller-Stewens durchgeführtes Doktorandenseminar. Auch in der HSGWeiterbildung unterrichtet er verschiedene Kurse. Sein Lehrstuhl wird durch den EMBA der HSG gesponsert. Dies ist ein neu geschaffener Lehrstuhl, der zur Unterstützung der Lehre im Bereich der Executive Education eingerichtet wurde. Deshalb wird Lechner zu 50 Prozent dem EMBA zur Verfügung stehen. Daneben ist er in der Erstausbildung und der Forschung tätig.

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Ebenfalls zum Extraordinarius (für Empirische Finance) ernannt wurde auf den 1. Oktober 2004 Professor Dr. Fabio Trojani. Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Privatdozent für Betriebswirtschaftslehre, ist zum 1. Oktober 2004 zum Präsidenten der Universität Oldenburg gewählt worden. Uwe Schneidewind hat sich 1998 an der HSG habilitiert und lehrt seit demselben Jahr als Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Oldenburg.

Drei Rücktritte Wie im Wintersemester traten auch auf Ende des Sommersemesters drei Dozenten in den Ruhestand: die Professoren Cuno Pümpin, Kurt Dopfer und Matthias Haller. Alle drei Zurücktretenden begleitet der herzliche Dank für ihr langjähriges und grosses Engagement zugunsten der HSG in ihren Ruhestand. Ausführliche Würdigungen von Cuno Pümpin, Kurt Dopfer und Matthias Haller sind im HSG-Blatt 4/2004 erschienen (Download über www.unisg.ch möglich). Cuno Pümpin hat als Pionier des strategischen Managements dieses Lehrgebiet an der Universität St.Gallen etabliert. Mit seiner Synthese von Theorie und Praxis hat er Grosses zum Ansehen unserer Universität, insbesondere in der Welt der internationalen Unternehmungen, beigetragen. Cuno Pümpin absolvierte zunächst eine kaufmännische Lehre. Nach der Matura folgten vier Semester volkswirtschaftlichen Studiums an der Universität Basel und ein betriebswirtschaftliches Studium an der HSG, mit Abschluss als Handelslehrer. Pümpin doktorierte zum Thema «Langfristige Marketingplanung» bei Heinz Weinhold. Nach Praxistätigkeiten 1966–1973 bei Geigy und bei der Schweizer Niederlassung eines Computerherstellers trat er seine akademische Laufbahn an. Er hatte sich bereits 1972 zum Thema «Information und Marketing» an der HSG habilitiert und wurde 1973 zum Extraordinarius für Betriebswirtschaftslehre gewählt. 1973 wurde das Management Zentrum St.Gallen gegründet, das Cuno Pümpin gemeinsam mit Professor Hans Ulrich führte. Er leitete dort die Geschäfte bis 1978. In der Folge war er, neben seinem 50%-Extraordinariat an unserer Universität, frei erwerbstätiger Strategieberater und Verwaltungsrat mehrerer Unternehmungen. 1982 erschien sein Buch «Management strategischer Erfolgspositionenen» – ein Meilenstein in der Theorie des strategischen Managements. Cuno Pümpin erkannte als erster die Bedeutung unternehmensweiter Strategien

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U N I R E P O RT und legte für deren Management ein schlüssiges Konzept vor. Diese Arbeit wurde im Folgewerk «Das Dynamik-Prinzip» weitergeführt und vertieft. Seit Ende der 90er Jahre hat er sich auf Fragen des Asset-Managements konzentriert. Er übt seither Verwaltungsrats- und Präsidialfunktionen vermehrt in Firmen des finanziellen Sektors aus. Cuno Pümpin hat bisher über 100 Publikationen vorgelegt, darunter acht Bücher, die in zehn Sprachen übersetzt wurden. Vor dem Hintergrund seiner zunehmenden nationalen und internationalen Engagements trat Cuno Pümpin 1993 von seinem Extraordiariat zurück und wirkte seither als Titularprofessor an unserer Universität. Kurt Dopfer, Extraordinarius für Aussenwirtschafts- und Entwicklungstheorie war insgesamt 24 Jahre an der HSG tätig. Seine Karriere zeichnet sich durch eine aussergewöhnlich vielfältige internationale Tätigkeit aus. Der vielseitig interessierte, scharfsinnige Ökonom studierte an der Université de Paris und dann an der HSG, wo er 1970 mit dem Doktorat der Wirtschaftswissenschaften abschloss. Von 1972–1975 war er in Tokio zuerst als Assistenz- und anschliessend als ausserordentlicher Professor tätig. 1978 habilitierte er sich an der HSG. Nachdem er 1980 an der HSG zum Extraordinarius gewählt wurde, widmete er sich voll der Evolutionsökonomie. Er war nicht nur Pionier auf diesem neuen Gebiet, sondern zählt bis heute zu dessen prominentesten Vertretern. Forschungsaufenthalte an der Stanford University, der Harvard University und anderen berühmten Universitäten erlaubten ihm eine Vertiefung seiner wissenschaftlichen Tätigkeit und führten zu einem reichen wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch. Neben der Unterrichtstätigkeit in Tokio hielt er Vorlesungen am Institut für höhere Studien in Wien, an der Delhi School of Economics, der University of Hyderabad, der University of Nepal in Kathmandu, der University of Sri Lanka, der Thammasat University in Bangkok, der University of Hawaii in Honolulu, der Queensland University in Australien, etc. Für sein wissenschaftliches Werk erhielt Kurt Dopfer internationale Ehrungen. Er wurde ins Editorial Board verschiedener Fachzeitschriften und in die Gremien internationaler wissenschaftlicher Vereinigungen aufgenommen. Besonders erwähnt seien der Vorsitz des Ausschusses für Evolutorische Ökonomik des Vereins für Socialpolitik, sowie die Mitgliedschaft im Vorstand der European Association of Evolutionary Political Economy und der International Joseph A. Schumpeter Society. Er gehört auch der European Academy of Arts and Sciences an und ist Jurymitglied für einige internationale Wissenschaftspreise in Ökonomie.

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Matthias Haller studierte ab 1961 Betriebswirtschaftslehre an der HSG, an der er 1973 bei Professor Jöhr auch promovierte. Im Jahre 1976 wurde er zum Direktor des Instituts für Versicherungswirtschaft, I.VW, gewählt. Vier Jahre später erfolgte seine Ernennung zum ausserordentlichen Professor für RisikoManagement unter besonderer Berücksichtigung der Versicherungswirtschaft. Seit 1987 ist er Präsident des Geschäftsleitenden Ausschusses des I.VWHSG. Insgesamt während mehr als 40 Jahren hat Matthias Haller die Entwicklung der HSG erlebt, mitgestaltet und geprägt – noch als Student war er am Umzug in die neuen Gebäude auf dem Rosenberg engagiert, als Organisator des Einweihungsballes durfte er sich über den gelungenen Neubau freuen, später als Dozent und Lehrstuhlinhaber den Aufbau der Vertiefungsrichtung «Risiko-Management und Versicherung» gestalten. Trotz seiner starken St.Galler Wurzeln waren ihm Öffnung und Internationalisierung stets ein wichtiges Anliegen: «Sein» Institut hat seit den 70er Jahren in Forschung und Weiterbildung den Weg über die Grenzen gezielt gesucht; in den Jahren 1994/95 organisierte er einen Nachdiplomkurs zum Thema Risiko und Sicherheit in Kooperation mit der ETH, und Ende der 90er Jahre war er stark beteiligt beim Aufbau eines MBA in Financial Services and Insurance in Zusammenarbeit mit der Vlerick Leuven Management School, Gent, und der Nijenrode University in den Niederlanden. Den roten Faden seiner Forschungstätigkeit bildete die permanente Auseinandersetzung mit Fragen von Sicherheit und Risiko. Matthias Haller gründete bereits 1989 die Stiftung Risiko-Dialog, die zum Ziel hat, den Dialog in Gesellschaft, Industrie und der Finanzdienstleistungsbranche zu verbessern. Schliesslich engagierte er sich in den Gremien der Universität immer wieder auch als kritsches Gewissen und Mahner, auch über die aktuellen Probleme hinaus zu blicken. Die Sicherung der unternehmerischen Freiheit der Institute als Basis für die Forschung der HSG war ihm ein Anliegen.

In memoriam In seinem 85. Lebensjahr verstarb im August Prof. Dr. ˇ der 1970 als Professor für soc.oec., Dr. h.c. mult. Ota Sik, Systemvergleiche nach St.Gallen berufen wurde. Zuvor war er als Wirtschaftsreformer und stellvertretender Ministerpräsident der Tschechoslowakei eine der wichtigsten Perˇ arbeitete an sönlichkeiten des «Prager Frühlings». Ota Sik der wirtschaftswissenschaftlichen Entwicklung und Begründung eines «Dritten Weges jenseits von Kapitalismus und Sozialismus». Auch nach seiner Emeritierung nach fast

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U N I R E P O RT 20 Jahren Forschungs- und Lehrtätigkeit an der HSG, konnte die HSG immer wieder von seinem persönlichen Engagement wie von seinem ausgezeichneten Ruf als Wissenschafter profitieren. Seine theoretische Arbeit und seine praktischen Erfahrungen in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft wurden unter anderem von den Universitäten Lancaster und Kassel mit Ehrendoktoraten honoriert. ˇ einen Die Universität St.Gallen verlor in Professor Ota Sik hervorragenden Vertreter seines Faches, aber auch einen beliebten Kollegen und motivierenden Lehrer. In seinem 68. Lebensjahr gestorben ist im Juni Professor Dr. Manfred Timmermann. Er war von 1982 bis 1984 Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre der öffentlichen Verwaltung. Von 1984 bis 1989 war er als Staatssekretär beim Bundesministerium der Verteidigung für Rüstung, Planung, Logistik, Datenverarbeitung und Fernmeldewesen verantwortlich. Zwischen 1989 und 1993 lehrte er wieder an der Hochschule St. Gallen und war auch Direktor des NDU HSG (heute EMBA HSG). In den Jahren 1992 und 1993 engagierte sich Timmermann als Mitglied des Vorstands der Bremer Vulkan Verbund AG, Bremen, und als Vorsitzender der Geschäftsführung der Hanse SchiffMaschinenbaugesellschaft, Rostock. Seit 1994 war er Mitglied des Konzernführungskreises und leitete den Stabsbereich Controlling der Deutschen Bank AG, Frankfurt am Main. Von 2002 bis 2003 leitete er als Rektor die European Business School (EBS) in Reichartshausen. Zuletzt wirkte er in verschiedenen Verwaltungsräten und als Vorsitzender des Universitätsrates der Universität Konstanz. Auch hier trauert die Universität um eine Persönlichkeit, die weit über die akademischen Grenzen hinaus geachtet und anerkannt war. Auch von zwei Ehrendoktoren musste die HSG-Gemeinschaft im ersten Halbjahr 2004 für immer Abschied nehmen: In seinem 89. Lebensjahr starb am Professor Dr. Dr. oec. h.c. Walter E. Masing, der 1995 von der HSG für seine Pionierrolle bei der Entwicklung des Qualitätsmanagements und seine herausragenden Verdienste um die Verbreitung und Anwendung von Qualitätsmanagement in der Wirtschaftspraxis zum Ehrendoktor ernannt wurde. In seinem 85. Lebensjahr starb Dr. oec. h.c. Ernst Keller. Der Verstorbene wurde 1971 von der HSG zum Ehrendoktor der Wirtschaftswissenschaften ernannt für seinen Einsatz zur Förderung des privaten Unternehmertums in Lateinamerika zu einer Zeit, in der vor allem der Staat in allen wirtschaftlichen Bereichen stark expandierte.

IMPRESSUM

Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen (bis 1997: «St.Galler Hochschulnachrichten») ISSN 1422-5980 5. Jahrgang, Nr. 4/2004 Auflage: 16 000 Exemplare Erscheinungsweise: alle 3 Monate Herausgeber: HSG Alumni und Rektorat der Universität St.Gallen Verlagsleitung: Franziska Rohner Chefredaktion: Roger Tinner Beiträge: Urs V. Arnold, Fritz Fahrni, Anina Fleischmann, Franziska Eberhard, Claudius Krucker, Susanne Müller-Zantop, Martina Urech, Reto Pfändler, Franziska Rohner, Roger Tinner Gestaltung: freicom AG, St.Gallen Druck: Zollikofer AG, St.Gallen Redaktion/Anzeigen: alma freicom, beziehungsmanagement und kommunikation ag Schlossstrasse 211, 9436 Balgach Telefon +41 71 726 10 40 Telefax +41 71 726 10 50 E-Mail alma@freicom.ch Adressänderungen: HSG Alumni Dufourstrasse 50 9000 St.Gallen Telefon +41 71 224 30 10 Telefax +41 71 224 30 11 E-Mail alumni@unisg.ch Anzeigenpreise: auf Anfrage Internet: www.alumni.unisg.ch/alma

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UNI AKTUELL

Bachelor of Arts HSG – der Abschluss mit Anschluss Im Oktober erhalten die ersten Absolventinnen und Absolventen im Rahmen eines «Graduation Day» ihre Bachelor-Diplome. Sind die Unternehmen aber bereit für die HSG-Bachelors? In einem Interview geben zwei Wirtschaftsvertreter Auskunft zu dieser Frage (vgl. auch die Broschüre, die dieser alma-Ausgabe beiliegt). Von Claudius Krucker

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or drei Jahren begann mit den ersten Studierenden, die an der Startwoche 2001 teilnahmen, eine neue Ära an der Universität St.Gallen. Rund 300 Studierende dieses Pionierjahrgangs werden nun am 30. Oktober im Rahmen eines «Graduation Day» ihr Bachelor-Diplom entgegennehmen und damit einen weiteren Meilenstein in der Umsetzung der Neukonzeption der Lehre setzen: Während einige der Bachelors direkt in eines der neun MasterProgramme an der HSG einsteigen, werden sich andere auf den freien Arbeitsmarkt begeben und damit sich selbst und das neue HSG-Studienkonzept auf die Praxisprobe stellen. Sind die Unternehmen aber bereit für unsere Bachelors? Im deutschsprachigen Raum ist der Bachelor-Abschluss bisher kaum bekannt, doch internationale Unternehmen kennen das zweistufige Modell bereits aus dem angelsächsischen Raum, und immer mehr Firmen bei uns begreifen den Bachelor als interessante Option. Nachfolgend und in der beiliegenden Broschüre «Bachelor of Arts HSG – Berufseinstieg der Zukunft?» stellen wir einige Unternehmen vor, die den Bachelor als berufsqualifizierenden Abschluss favo-

risieren, und zeigen Nutzen und Wert des Bachelors für die Praxis auf. Aktuelle Informationen zu Bachelor-Karrieren sind laufend auf der Website www.unisg.ch/bachelor zu finden.

Thomas Huwyler, dipl.Wirtschaftsprüfer, People Partner bei Ernst & Young AG.

Dr. Andreas Gocke, Manager und Recruiting Director bei The Boston Consulting Group (BCG).

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In den folgenden Interviews nehmen Dr. Andreas Gocke, Manager und Recruiting Director bei The Boston Consulting Group (BCG), und Thomas Huwyler, dipl. Wirtschaftsprüfer, People Partner bei Ernst & Young AG Stellung. Viele Unternehmen sind noch unsicher, wie sie den Bachelor-Abschluss einordnen sollen, und warten vorläufig ab. Wie kamen Sie zum Entscheid, jetzt Bachelors einzustellen? Dr. Andreas Gocke: Seit Jahren ist die Universität St.Gallen eine der Ziel-Universitäten für BCG, und wir haben die Umstellung des Studienprogramms intensiv verfolgt. Deshalb sind wir überzeugt, dass das Bachelor-Programm die hohe Ausbildungsqualität von HSG-Studenten fortführen wird.

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UNI AKTUELL Thomas Huwyler: Mit der Einführung des BolognaModells in die schweizerische Ausbildungslandschaft haben wir uns in Zusammenarbeit mit anderen «Big4»Gesellschaften und der Schweizerischen Akademie für Wirtschaftsprüfung Gedanken über die Auswirkungen und Folgen auf die berufsbegleitende Ausbildung zum diplomierten Wirtschaftsprüfer gemacht. Diese ist nun auch mit einem Bachelor-Abschluss möglich, zumal die Ausbildung den aktuellen Bedürfnissen der Wirtschaft und des Berufsstandes angepasst wurde. Wie beurteilen Sie den Nutzen eines Bachelor-Abschlusses für die Praxis? Huwyler: Ein Bachelor bringt ein solides Grundwissen und Verständnis für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge mit. Eine Verkürzung der Studiendauer hat zur Folge, dass Berufseinsteiger in Zukunft tendenziell jünger sein werden und somit auch früher die höhere Fachprüfung als Wirtschaftsprüfer absolvieren können. Mit einem solchen Direkteinstieg in die Berufswelt stellt ein Bachelor die Weichen für eine praxisorientierte Laufbahn und Spezialisierung in der Wirtschaftsprüfung. Gocke: Für BCG machen drei Faktoren hervorragende Bewerber aus: Sie haben ausgezeichnete akademische Leistungen erbracht, ihre Fähigkeiten in Praktika unter Beweis gestellt und Auslandserfahrung gesammelt. Diese Anforderungen stellen wir unabhängig vom akademischen Abschluss. Der Wert eines Bachelor-Abschlusses bemisst sich also einzig daran, ob diese drei Anforderungen erfüllt werden können. Stellen Sie Bachelors in allen Geschäftsbereichen ein? Huwyler: Ernst & Young bietet den direkten Berufseinstieg vorerst nur in der Sparte Wirtschaftsprüfung an. In den anderen Geschäftseinheiten beschränkt sich der Einsatz von Bachelors im Moment auf Praktika. Wie sieht der Einstieg für Bachelors aus? Huwyler: Ein Bachelor hat grundsätzlich den gleichen Start bei uns wie bisher ein Absolvent mit Lizentiat, d.h. er durchläuft intern das Standardschulungsprogramm. Das erste Halbjahr ist jeder Mitarbeiter bei Kunden in Revisionsteams eingebunden. Die theoretischen Grundlagen für die fünf Modulprüfungen werden dann im Rahmen einer Vollzeitakademie während sechs Monaten vermittelt. Anschliessend folgt eine Phase der praktischen Erfahrung bis zur Diplomprüfung. Gocke: BCG Deutschland hat für HSG-Bachelors den eigenen Einstiegsweg des «Junior Associate» geschaffen. Junior Associates arbeiten zunächst für 18 bis 24 Monate bei BCG. Während dieser Zeit werden sie auf Kundenprojekten eingesetzt, nehmen wie Associates am BCG-Trainingsprogramm teil und erhalten so die Basis für eine Karriere als Top-Management-Berater.

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Welche Entwicklungsmöglichkeiten bieten sich einem Bachelor bei Ihnen? Gocke: Erfolgreiche Junior Associates erhalten das Angebot, nach Absolvierung eines Master-Studiengangs ihre Karriere bei BCG fortzusetzen – und zwar mit dem folgenden Karriereschritt des «Consultants». Auch bei BCG Schweiz ist für diejenigen Berater, die mit HSG-Bachelor einsteigen, für die Beförderung zum «Consultant» ein Master-Abschluss Voraussetzung. Huwyler: Ein Bachelor durchläuft bei uns die klassische Laufbahn eines Wirtschaftsprüfers, d.h. Einstieg als Revisionsassistent mit der berufsbegleitenden Ausbildung zum diplomierten Wirtschaftsprüfer und späterer Übernahme von Revisionsleiter- und Mandatsleiterfunktionen. Im Rahmen der Laufbahnplanung eröffnet sich den Mitarbeitenden je nach Eignung die ganze Palette von einer fachlichen Spezialisierung bis zur Übernahme einer Führungsfunktion in der Linie, wobei das Fernziel meist die Aufnahme in die Partnership ist. Werden Sie auch HSG-Masters rekrutieren, und wie steigen diese ein? Gocke: Selbstverständlich werden wir Master-Absolventen der HSG rekrutieren. Wie bisher die Lizentiaten steigen diese bei BCG direkt als Associates ein. Huwyler: Ernst & Young wird bestimmt Master-Absolventen rekrutieren, die das Studium mit einer zum entsprechenden Einsatzgebiet passenden Vertiefung abgeschlossen haben.

Hochschuldidaktisches Zentrum (HDZ-HSG) gegründet Mit Beschluss des Universitätsrates wird die HSG die Qualitätsentwicklung und -sicherung inhaltlich und strukturell verstärken, unter anderem mit der Einrichtung eines Hochschuldidaktischen Zentrums (HDZ). Aufgrund der inhaltlichen Nähe wird das neue HDZHSG am Institut für Wirtschaftspädagogik verankert, soll aber einen eigenständigen Auftritt und ein eigenes Erscheinungsbild erhalten. Die Angebote des HDZ richten sich an alle an der Lehre beteiligten Personen, sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen, so etwa Dozierende einer Lehrveranstaltung, eines Programms oder einer Abteilung oder auch die mit einer Prüfung betrauten Personen. In unterschiedlichen Seminaren, Weiterbildungsveranstaltungen, Diskussionsrunden, «brown-bag-meetings», aber auch über individuelle oder gruppenspezifische Beratung sollen die verschiedenen Zielgruppen wie Professoren, Nachwuchsdozierende, Lehrbeauftragte und Assistierende situationsund bedarfsgerecht angesprochen werden.

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WISSENSCHAFT UND PRAXIS

Technologiemanagement: Unternehmerischer Umgang mit Technologie Von Fritz Fahrni

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echnologie-basierte Entwicklungen erfassen in zunehmendem Mass unser ganzes Leben. Sie verändern Produkte, Dienstleistungen, die Umwelt, unsere Art zu leben, zu kommunizieren und sie verändern auch die Art zu denken. Wir beobachten in vielen Gebieten einen Paradigmawechsel, verursacht durch Technologien. Die Technologie der Dampfmaschinen (J. Watt, 1765), später der Dampfund Gasturbinen erschloss völlig neue Energieformen. Dank elektrischer Energie und Elektronik verändern sich praktisch sämtliche Aspekte unseres täglichen Lebens. Alte Sorgen, Risiken und Gefahren wurden gebannt oder eliminiert, neue unbekannte entstanden. Die Textiltechnologie ermöglicht nicht nur funktionalere und wesentlich sicherere Bekleidung, sondern führt auch zu erstaunlichen Fortschritten im Gesundheitswesen (z.B. künstliche Gewebe und Gefässe), im Bauwesen (z.B. Geotextilien, Isoliermaterialien), in der Informatik und

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Abb. 1:Technologien und ihre Anwendung verändern unsere Welt und die Unternehmen. Kommunikation (z.B. Glasfasergewebe für Printplatten), aber auch betreffend Mode- und Freizeitvergnügen. Verschiedene Technologien im Gesundheitswesen ermöglichen völlig neue Heilmethoden, Medikamente und Therapien für bisher als unheilbar geltende Krankheiten. Es wurde aber auch möglich, Implantate («menschliche Ersatzteile», z. B. künstliche Gelenke, Herzschrittmacher, Hörgeräte) zu entwickeln, welche dem Leben vieler eine wesentlich höhere Qualität gaben. Die Zement-, Armierungs- und Werkstofftechnologien erlauben in der Bauindustrie neue Formen und Dimensionen, welche vorher für unmöglich gehalten wurden. Die Landwirtschaft wurde in einem ersten Schritt revolutioniert durch Fortschritte in der Chemie, nämlich durch künstliche Düngemittelherstellung. Später waren es biotechnische Entwicklungen, welche die Produktivität erhöhten und die Qualität der Nahrungsmittel sicherstellten. Auch diese Entwicklung blieb nicht ohne Fragezeichen. Die Ungewissheit und Ängste um die Genomikentwicklung sind Zeichen davon. Moderne Mobilität und Kommunikation verändern den gesamten Bereich der Dienstleistungen dramatisch, sowohl bei Banken, bei Versicherungen, in der öffentlichen Verwaltung, im Erziehungswesen wie auch in der Industrie. Technologien verändern aber nicht nur Unternehmen, sondern auch die Abläufe und Prozesse um diese herum. So hat die Informationstechnologie Verkaufsprozesse und Logistik entscheidend gewandelt. Die moderne Praxis und Theorie des Customer Relationship Management (CRM) oder des Efficient Consumer Response (ECR) belegen dies

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WISSENSCHAFT UND PRAXIS eindrücklich. Gleiches trifft auch zu für die Produktion, die Forschung und Entwicklung, die Service- und Dienstleistungsaktivitäten, das Finanz- und Rechnungswesen, das Controlling, das Personalwesen und die Unternehmenskommunikation – kurz für jeden Schritt in der Wertschöpfung. Die Entwicklung ist bei weitem noch nicht abgeschlossen. Technologieentwicklung und neue Technologien führen aber nicht nur zu neuen Produkten, neuen Unternehmen und neuen Möglichkeiten, sondern werfen gleichzeitig neue Fragen, neue Ungewissheiten und neue Risiken auf. So ermöglicht zum Beispiel die Nukleartechnologie zwar eine saubere Art der Elektrizitätserzeugung bezüglich Schadstoffen in der Atmosphäre, stellt aber mit der Abfallproblematik, d.h. der langfristigen Strahlung von Brennelementen eine neue Herausforderung und vor allem eine Quelle der Unsicherheit und der Angst dar. Überdies zeigt die Nukleartechnologie eindrücklich die Gefahren eines Missbrauchs auf. Die militärische Anwendung in Form von Nuklearwaffen und deren möglicher Gebrauch als Terrorinstrumente sind Tatsachen oder reale Bedrohungen. Technologie-basierter Wandel und Unternehmensentwicklung sind eng miteinander verbunden. Jede technologische Neuerung stellt immer auch eine unternehmerische Chance dar. – Welcher Umgang mit Technologie führt zu unternehmerischem Erfolg? – Wie kann dieser Erfolg nachhaltig gestaltet werden? Dies sind die Kernfragen, mit denen sich das Institut für Technologiemanagement an der Universität St.Gallen (ITEM - HSG, vgl. Seite 13) – immer in Zusammenarbeit mit Unternehmen und Organisationen – befasst. Im Folgenden werden einige grundlegende Mechanismen und Erkenntnisse zum Umgang mit Technologie dargestellt.

Abb. 2: Quellen des Technologie-Fortschrittes sind entweder: – Marktbedürfnisse, welche mit geeigneten Technologien zu befriedigen sind (= Market Pull), oder – technisch-wissenschaftliche Erkenntnisse, welche neue Marktmöglichkeiten eröffnen (= Technology Push).

Wie kommen Unternehmen zu Technologien? Ursprung in der Wissenschaft oder im Markt? Als Quelle von Technologiefortschritt steht zu Recht in vielen Fällen die Wissenschaft. Das Erkennen von Zusammenhängen, das Wissen um Mechanismen führt oft dazu, dass praktische Anwendungen gefunden werden. So waren es Forschungsergebnisse aus der Festkörperphysik, welche die Halbleitereigenschaften von verschiedenen Elementen und Kristallen beschrieben und erklärten. Diese Erkenntnisse führten zur Entwicklung der Transistoren und der darauf aufbauenden Chiptechnologien. Dieser Prozess «von der Wissenschaft zur Technologie zum Produkt oder zur Dienstleistung» wird als «Technology-Push» bezeichnet.

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Daneben gibt es jedoch auch den Komplementär-Prozess des sogenannten «Market-Pull». Hier sind Bedürfnisse des Marktes dominant und mehr oder weniger explizit vorhanden. So etwa im Gesundheitswesen, wo verschiedene Krankheitsbilder beschrieben und bekannt sind. Was gesucht wird, ist die entsprechende Therapie. Also gilt es hier, auf wissenschaftlicher Basis alle möglichen Erkenntnisse zusammen zu tragen und daraus Lösungen oder Teillösungen zu entwickeln.

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WISSENSCHAFT UND PRAXIS

Die unternehmerische Nutzung: Technologiemanagement Die Phasen der Entwicklung erfordern entsprechende Strategien Der Einstieg und die Nutzung von Technologien durch Unternehmen hängt entscheidend vom Reifestadium der Technologien ab (Abb. 3). In der Frühphase einer Entwicklung sind es zunächst einzelne Pionierfirmen, häufig als «Ventures» oder «Start-ups» bezeichnet, welche die technologischen Fortschritte in erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen umwandeln. Werden die Potentiale sichtbar, erfolgt oft eine lawinenhafte Anzahl von Firmengründungen. Die Wachstumsphase ist eingeleitet. Mit fortschreitender Reife der Technologie wird der Konkurrenzkampf härter, viele Firmen fallen aus dem Rennen oder werden aufgekauft. Es zeichnet sich häufig ein sogenanntes «Dominant Design» ab. Ein typisches Beispiel unserer Zeit sind die PC (= Personal Computers). Zu Beginn der 80er Jahre waren Dutzende von Firmen in einer eigentlichen Boom-Economy auf dem Markt (Commodore, Wang, Prime, Olivetti, DEC, Apple, Philips, HP, IBM, etc.). Im Laufe des letzten Jahrzehnts setzte sich eine Designlinie (= Dominant Design) durch. Die Anzahl der Firmen schrumpfte dramatisch. Diese Konzentration ist heute noch im Gang (HP – Compaq). In wenigen Jahren dürften nur noch eine Handvoll von Anbietern auf dem Markt sein.

Abb.3: Entwicklungsphasen und Auswirkungen einer Technologie (häufiges Muster). (oben): Mit zunehmendem Erfolg im Markt entwickelt sich eine Technologie (und die darauf basierenden Produkte) aus einer ‹entstehenden› via einer exklusiven ‹schrittmachenden› zu einer ‹Schlüsseltechnologie› hin zu einer breitbekannten ‹Basistechnologie›. (mitte):Während dieser Entwicklung verändert sich die Innovationstätigkeit. Das Schwergewicht verschiebt sich von der Produkteinnovation (Frühphase) zur Prozessinnovation (Wachstumsphase) zur Markt- und Designinnovation (Reifephase). (unten): Die Entwicklung der Anzahl von konkurrierenden Firmen basierend auf einer Technologie: Zu Beginn leisten wenige Pionierfirmen «Eisbrecherarbeit». In der Wachstumsphase nimmt die Anzahl Anbieter oft lawinenartig zu, um sich nach Etablierung eines «Dominant Designs» auf wenige, meist grosse und globale Firmen zurückzubilden.

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Abb. 4: Die verschiedenen Entwicklungsphasen erfordern verschiedene Charakteristika, Erfolgsfaktoren und Unternehmenskultur. Häufig bedeutet das auch verschiedene Personen.

Unterschiedliche Führungsanforderungen Für jede Entwicklungsphase gelten andere Charakteristika, unterschiedliche Erfolgsfaktoren sowie eine entsprechende Unternehmenskultur (Abb. 4). Als Beispiel sei die Pharmaindustrie hier charakterisiert: das Screening einer grossen Menge von potentiellen Wirkstoffen ist in der Frühphase über eine längere Zeit notwendig. Das Ergründen und Nachweisen der Mechanismen ist eine echte Herausforderung für eine Forschergemeinschaft. Alternativen sind ständig gefragt. Erst nach umfangreichen Tests kann

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WISSENSCHAFT UND PRAXIS

die Auswahl mit guten Chancen auf Markterfolg getroffen werden. Die anschliessende Phase mit standardisierten Prozessen und Investitionen ermöglicht das Wachstum, hoffentlich zum «Blockbuster». Sie erfordert aber auch eine andere Art von Geschäftsverhalten: Fokussieren auf den gewählten Weg ist jetzt Devise. Und nochmals verschieden sind die Anforderungen in der Reifephase. Als eigentliche Knackpunkte und Stolpersteine erweisen sich die Phasenübergänge. Oftmals sind personelle Konsequenzen die äusseren Zeichen für den erforderlichen Mentalitätswechsel. Schutz, Technologiefolgen, Risiko und Nachhaltigkeit Technologisches Wissen im Unternehmen und daraus erarbeitete unternehmenseigene Kernfähigkeiten bilden die Basis für Konkurrenzvorteile im Markt. Der Schutz dieses geistigen Eigentums ist erfolgsentscheidend. Es gilt, situationsgerecht die richtigen Instrumente einzusetzen: Patente, Muster, Namen, Geheimhaltung und Lizenzen. Beispiele wie Kodak – Polaroid, Xerox – Canon oder Microsoft zeigen die Wichtigkeit. Jede technologie-basierte Entwicklung hat Folgen und birgt Risiken. Diese gilt es durch umfassende Beurteilung rechtzeitig zu identifizieren, zu beurteilen und entsprechende Massnahmen einzuleiten. Katastrophen wie Seveso (Givaudan), Bhopal (Union Carbide), Schweizerhalle (Sandoz), Silikon-Implantate (Cornings) oder Tschernobyl (staatl. Gesellschaft) zeigen deutlich auf, zu welchen Konsequenzen nicht vorhandene oder falsche Risikobeurteilung führen können. Nachhaltigkeit und Technologiefolgen sind oft Aspekte, welche weit über den engern Wirtschaftskreislauf hinausgehen. Gesellschaft und Politik sind mitgefordert. Technologie hilft bei der Problemlösung, ist jedoch nie die Lösung. Unternehmer-Mitverantwortung ist gefragt.

Business Excellence Die echte unternehmerische Herausforderung ist, das Geschäft gleichzeitig finanziell profitabel und langfristig tragfähig zu gestalten. Dazu gehören alle unternehmerischen Prozesse der Wertschöpfungskette wie auch die unterstützenden Aktivitäten Personal, Technologiemanagement, Finanz- und Kostenwesen, umfassendes Controlling, Kommunikation etc., kurz die gesamte Unternehmenskultur. Aus dem traditionellen Qualitätsmanagement herausgewachsen, stellen die Business Excellence Modelle (z.B. EFQM oder Balanced Scorecard) sehr nützliche Cockpits dar für jeden Unternehmer. Wie ist es zu solchen Modellen gekommen? Produktqualität und Prozessqualität sind heute in vielen Branchen

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Institut für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen, (ITEM-HSG)

Umfeld und unternehmerische Aufgabe: Der Erfolg jedes Unternehmens hängt ab von der Akzeptanz seiner Produkte und Leistungen durch seine Kunden. Die Kunden kaufen nicht Technologie(n), sondern Produkte und Dienstleistungen. Die Kriterien, welche zur Wahl durch den Kunden führen, sind sehr vielfältig und individuell: Immer sind es die materiellen, objektiven Eigenheiten des Angebotes im Vergleich zur Konkurrenz. Oft spielen aber auch psychologische, emotionale, geschmackliche, zeitliche, geographische und politische Gründe eine Rolle. Technologien bieten die Möglichkeit, die Eigenschaften der Produkte, Dienstleistungen und Prozesse zu prägen. Neben dem Einsatz von Technologien für die Entwicklung von Produkten und Prozessen ist es möglich und erfolgsversprechend, Technologien einzusetzen, um sämtliche Unternehmensaspekte zu verbessern. Dies alles sind Aufgaben des Technologiemanagementes: Es handelt sich um eine wichtige Teilaufgabe der gesamten Unternehmensführung, insbesondere um einen Brückenschlag zwischen Ergebnissen aus wissenschaftlicher Forschung, Betriebswirtschaft, Ingenieurentwicklung und Erkenntnissen aus vielen andern Wissensgebieten. Das ITEM-HSG umfasst vier Professuren (Innovationsmanagement (O. Gassmann), Operations Management (E. Fleisch), Business Excellence (F. Fahrni), Transferzentrum Tectem (Th. Friedli) mit insgesamt rund 60 meist wissenschaftlichen Mitarbeitenden.

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WISSENSCHAFT UND PRAXIS

und Märkten zum allgemein anerkannten Standard geworden: Hohe Funktionalität adaptiert auf Kundenwünsche, kostengünstige Herstellung, schnelles Ausliefern, enge Toleranzen, wenig oder keine Reparaturen werden vorausgesetzt. Bei Nichterfüllen solcher Minimalstandards wird der entsprechende Lieferant einfach nicht mehr angefragt. Ohne Korrekturmöglichkeit kommt es zum Ausschluss. Nur ständige Innovation kann – wenigstens temporär – Konkurrenzvorteile schaffen. Aber selbst ein ständiges Bemühen um höchste Standards bei Produkten, Prozessen und Innovation genügt heute nicht mehr, um ein Unternehmen wirklich erfolgreich zu halten. Es braucht «Unternehmensqualität». Unternehmensqualität bedeutet Brückenschlag zwischen Anforderungen der Kunden, der Mitarbeitenden, der Geldgeber und der Gesellschaft.

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Die Kundenzufriedenheit ist ein guter Indikator für die Akzeptanz der Leistungen im Markt. Die Mitarbeiterzufriedenheit wiederum ist ein gutes Mass für die Umsetzung von kreativem Wissen. Jedes «Business Excellence Modell» strukturiert die Einflüsse auf den Unternehmenserfolg in finanzieller, in ressourcenmässiger und in sozialethischer Hinsicht so, dass für den Unternehmer ein verständliches Cockpit entsteht, welches es ermöglicht, immer wieder bessere Unternehmensqualität zu erbringen. Dutzende von Beispielen belegen dies immer wieder.

* Fritz Fahrni ist Professor für Technologiemanagement an der HSG und Direktor des Instituts für Technologiemanagement (ITEM-HSG).

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P RO J E K T C A M P U S

Spenderliste «Campus» – sind Sie schon dabei? ABB Schweiz AG Paul und Ann-Kristin Achleitner AFG Arbonia-Forster-Gruppe Heinz Allenspach Alumni Amici HSG Appenzeller Kantonalbank AVIA Osterwalder St.Gallen AG Bain & Company Bank Julius Bär & Co. AG Bankenvereinigung der Stadt St.Gallen Christoph Baumgartner Dr. Markus Berni Bibus Holding AG Felix Bibus Rudolf Bindella Weinbau-Weinhandel AG Bischoff Textil AG St.Gallen Brauerei Schützengarten AG Dr.oec. Max Bruggmann, a. Präsident Hochschulverein C. Vanoli AG Bruno Catella Centrum Bank Vaduz Ciba Speciality Chemicals Clariant International Led. Competence Network AG St.Gallen CPH Chemie+Papier Holding Credit Suisse Group Danzas Holding Ltd, Basel Deutsche Bank AG Diethelm Keller Group Dr. Hans-Ulrich Doerig Dr. Bjorn Johansson Associates AG Dreyer & Hillmann Stiftung Dubler Hotel- und Tourismusberatung Ecoscientia Stiftung Rudolf E. Ehrbar Dr. Martin und Barbara Epple Ernst Gähner Stiftung Manuel Etter Arthur Eugster Maria & Fritz Fahrni Christian Fischbacher Fishing Club forma vitrum ag Dr. Egmond Frommelt Frutiger AG Oskar Gasser Geberit Verwaltungs AG Daniela S. Geissbühler Karl Gernandt Peter Gmür Lucas Gnehm & Christine Huschke Gnehm Dr. Hans-Ulrich Gysi Harro Haberbeck Beat Halter Karl-Erivan W. Haub Bénédict Hentsch Helvetia Patria Versicherungen Heugümper Club Zürich Hilti Foundation Holcim Ltd Hotel Hof Weissbad ISC Foundation Peter Jansen Keramik Laufen Kessler & Co AG Pascal Koller James Ladner & Thomas Ladner Johann Jakob La Roche

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Eckhard Marshing Martin Leber Dr. Silvio Leoni LGT Gruppe Vaduz Harald Link Dr. Max Link Lista Holding AG Armin Locher LxBxH Gauch AG Eckhard Marshing Martel AG St.Gallen Wolfram Martel McKinsey & Company Inc. Dr. Alfred Meili Thomas D. Meyer Dr. Stephan und Martina Mohren MS Management Service AG Sylvie Mutschler-von Specht N.N. nbd-consulting, Christian Müntener Nestlé Jochen Nälke René B. Ott Otto’s AG Dr.oec. Emilio Pagani Pictet & Cie Banquiers Plancon AG Hubertus Rechberg Peter Reland Jon W. Ringvold Tore W. Ringvold Rösslitor Bücher AG Dr.oec. Wilfried Rutz Salzmann AG Thomas Schmidheiny Dr. Ralph Schmitz-Dräger Drs. Albert R. Schuitemaker Schweizer Verband der Raiffeisenbanken Ursula R. Seifert Heinz und Anita Seiler Serono Andreas N. Somogyi St.Galler Kantonalbank St.Galler Tagblatt AG Dr. Andreas E. Steinmann Swiss Re Prof.Dr. Konstantin Theile Hans Thäni Thurgauer Kantonalbank Dr. Ulrich Tueshause UBS AG Dr.oec. Martin Ulmer Johannes von Heyl S.D. Fürst Hans-Adam II von und zu Liechtenstein Martin von Walterskirchen VP Bank Vaduz Arthur Wäger Wagner AG Stefan Wäspi Dr.oec. Carla Wassmer, a. Präsidentin Hochschulverein Jürgen Westphal Madeleine Winterling-Roesle Bernd Wolff Dr. Heinz R. Wuffli Prof.Dr. Rolf Wunderer XL Insurance Switzerland Zehnder Group

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MEIN SPENDERCOMMITMENT

Bitte ausfüllen und Kopie faxen an +41 71 224 30 11

Window of fame Anzahl 5 10 20 120

Spenderleistung CHF 200’000 (EUR 140’000) «Gold-Sponsor» je CHF 100’000 (EUR 70’000) «Silber-Sponsor» je CHF 20’000 (EUR 14’000) «Bronze-Sponsor» je CHF 5’000 (EUR 3’500) «Platin-Sponsor»

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Reservation (Anzahl)

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Raum-Benennung Total verfügbar 50

Objekt Gästezimmer

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Flur / Zone

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Fitnessraum

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Kegelbahn

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Spielraum

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Bibliothek

1

Garage

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Spenderleistung je CHF 50’000 (EUR 35’000) je CHF 500’000 (EUR 350’000) CHF 100’000 (EUR 70’000) CHF 100’000 (EUR 70’000) CHF 100’000 (EUR 70’000) CHF 100’000 (EUR 70’000) CHF 100’000 (EUR 70’000) CHF 100’000 (EUR 70’000)

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UNI AKTUELL

Sommertreffen der Mentorinnen und Mentoren an der Universität St.Gallen Ende Sommersemester trafen sich die Mentorinnen bzw. Mentoren und «ihre» Studierenden zu einem Gedankenaustausch an der Universität St.Gallen. Im Zentrum standen Themen wie Phasen der MentoringBeziehung, Kommunikation im Mentoring, Theorie des Mentorings oder Gender-Aspekte. Der folgende Bericht gibt einen Überblick über das Sommertreffen und möchte interessierte Alumnae und Alumni animieren, sich ebenfalls im Mentoring-Programm zu engagieren. Von Urs V. Arnold und Franziska Rohner

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esentlicher Teil des Mentoring-Programms ist es, den Kontakt zwischen den Mentorinnen und Mentoren zu fördern. Zu diesem Zweck organisierten die Universität St.Gallen und die HSG Alumni erstmalig am Samstag, 26. Juni 2004, das nun jährlich stattfindende Sommertreffen. Dieses Forum ist nicht nur eine ausgezeichnete Gelegenheit für die Mentor(inn)en, ihre Mentees zu sehen. Es soll im Rahmen von Workshops und Mittagessen auch den Mentor(inn)en untereinander die Gelegenheit bieten, bestehende Kontakte zu intensivieren, neue aufzubauen und gemeinsam die Philosophie und Ausgestaltung des Mentoring-Programms zu diskutieren und weiter zu entwickeln. Der Tagesablauf wurde thematisch auf die Wichtigkeit von Kommunikation und Sprache in der Mentoring-Beziehung und auf die Idee und Wirklichkeit der Zusammenarbeit von Mentor(inn)en und Mentees ausgerichtet. Bei strahlendem Sonnenschein standen Vorträge und Workshops zum Mentoring auf dem Programm. Professor Dr. Gert Ueding, Direktor des Seminars für Allgemeine Rhetorik an der Universität Tübingen und Lehrbeauftragter an der Universität St.Gallen, eröffnete den Tag mit seinem Vortrag zum Thema «Hören und Reden – Rhetorik als Lebenskunst». Dr. Sascha Spoun erläuterte im Anschluss das Grundverständnis des Mentoring-Programms an der Universität St.Gallen. Anschliessend befassten sich die Teilnehmenden in Workshops mit verschiedenen Aspekten der Mentoring-Beziehung: • Das Coaching-Gespräch, Dr. Antje Hellmann-Grobe • Theorie und Praxis des Mentoring/Coaching, Dr. Sascha Spoun • Gender-Aspekte der Mentoring-Beziehung, Dr. Julia Nentwich • Phasen und Verlauf der Mentoring-Beziehung, Dr. Martin Huser • Kommunikation in der Mentoring-Beziehung, Dr. Omid Aschari

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Nach der Präsentation der Workshop-Ergebnisse im Plenum beschloss Professor Dr. Werner Wunderlich, Professor für Medien sowie Deutsche Sprache und Literatur an der Universität St.Gallen, den inhaltlichen Teil des Sommertreffens mit dem Vortrag «Braucht Hans im Glück einen Coach?», einer märchenhaften Fallstudie. Eine ausführliche Dokumentation zum Sommertreffen findet sich unter www.mentoring.unisg.ch.

Mentoring-Programm 2004–2006 Der Kreis der aktiven Mentor(inn)en ist inzwischen auf gut 350 Personen angewachsen. Dies war vor allem möglich dank der Bereitschaft vieler Alumnae und Alumni, sich im Mentoring-Programm zu engagieren, denn die Mehrheit der Mentor(inn)en kommt aus dem Kreis der HSG Alumni. Im Herbst beginnt das neue Programm 2004–2006. Dafür suchen die Universität und die HSG Alumni wiederum ca. 200 neue Mentorinnen und Mentoren. Falls wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie auch zu der wachsenden Gruppe von Mentorinnen und Mentoren gehören möchten, können Sie sich direkt unter folgender Webseite anmelden: www.studium.unisg.ch/mentoringanmeldung. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei den Referenten, Workshopleitern und den teilnehmenden Mentor(inn)en und Mentees für Ihr Engagement bedanken. Wir hoffen, der Tag war für Sie ebenso spannend und erkenntnisreich wie für uns und freuen uns darauf, Sie bei nächster Gelegenheit an der Universität St.Gallen willkommen heissen zu dürfen. Die Auftaktveranstaltung des Mentoring-Programms 2004–2006 findet am Freitag, den 14. Januar 2005 an der Universität St.Gallen statt. Angehende sowie interessierte Mentorinnen und Mentoren sind herzlich eingeladen. Bei Fragen oder für weitere Informationen steht das Mentoring-Team telefonisch unter +41 (0)71 224 75 30 und per Mail mentoring@unisg.ch zur Verfügung.

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S T U D E N T I S C H E I N I T I AT I V E N I M P O RT R Ä T

Die Studentenschaft als DienstleistungsCenter Hochschulpolitik, Erstsemesteraktivitäten, Events, internationaler Austausch und vielseitige Dienstleistungen für Studierende sind die Kernaufgaben, die die Studentenschaft der Universität St. Gallen wahrnimmt. Durch die Studierenden getragen und vom Vorstand professionell geleitet, hat sich die Studentenschaft zu einer bedeutenden Organisation auf dem Campus entwickelt. Von Anina Fleischmann

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ie als öffentlich-rechtliche Teilkörperschaft der Universität organisierte Studentenschaft hat soeben ihr neues Geschäftsdomizil an der Guisanstrasse 9, 9010 St.Gallen bezogen. Mit dem Umzug wurde gleichzeitig die gesamte Hardware-Infrastruktur erneuert. Die nicht mehr benötigten Computer, die sich nach wie vor in einem guten Zustand befinden, werden in Zukunft in der rumänischen Stadt Galati in Krankenhäusern, Schulhäusern und Studentenverbindungen weiterhin eingesetzt. Doch nicht nur die Infrastruktur, sondern auch die Tätigkeiten der Studentenschaft erfährt laufend Neuerungen. Der Vorstand um Präsidentin Nicole Büttner wartet den Semesterbeginn mit unzähligen Ideen ab und ist voller Tatendrang. Die Vorbereitungen für den Empfang der Erstsemestrigen an der Universität laufen bereits auf Hochtouren. In ihrem ersten Amtsjahr als Präsidentin kann sich Nicole Büttner voll und ganz mit ihrer Tätigkeit identifizieren. Als ehemaliger Vorstand Universitäres bringt sie bereits einige

Der neue Sitz der Studentenschaft.

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Erfahrung in der Studentenschaft mit. Sie beschreibt ihre neue Aufgabe als Präsidentin des Vorstands als sehr abwechslungsreich und spannend. Ihr gefällt der grosse Spielraum für die Mitgestaltung und die hohe Einbindung der Studentenschaft in alle Gremien der Universität. Das gute Verhältnis mit dem Rektorat bedeutet ihr sehr viel, da es der Studentenschaft die Akzeptanz sichert, um Gewichtiges zu bewegen und sich für die Anliegen der Studierenden erfolgreich einzusetzen. Die professionelle Organisation ist streng nach der Gewaltentrennung organisiert. Die Studentenschaft besteht aus rund 180 Mitgliedern und vertritt in verschiedenen Funktionen die Interessen aller Studierenden gegenüber der Universität. Daneben bietet sie vielerlei Dienstleistungen in und um die Universität an, organisiert hochschulweite Veranstaltungen und unterstützt studentische Initiativen. Der Vorstand bildet die Exekutive und besteht aus einer Präsidentin sowie sechs Vorstandsmitgliedern, die sechs unterschiedliche Ressorts betreuen. Das Ressort «Universitäres» bildet vor allem in vielen Gremien die Schnittstelle zwischen der Universität und den Studierenden, das Ressort «Kultur» veranstaltet Konzerte, Lesungen, Kunstausstellungen und andere Events und das Ressort «International» bietet Studienreisen und Touren zu Partnerorganisationen ausländischer Universitäten an. Die Ressorts Finanzen, PR, IT stellen den Betrieb und die Kommunikation der Studentenschaft sicher.

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S T U D E N T I S C H E I N I T I AT I V E N I M P O RT R Ä T

Neben der Arbeit innerhalb der eigenen Universität ist die Studentenschaft Mitglied beim Verband Schweizerischer Hochschulstudierendenschaften, der sich noch in der Aufbauphase befindet und eine Kooperation der HSG, der ETH in Zürich und der EFPL in Lausanne ist. Der Verband wurde im Dezember 2003 gegründet und setzt sich auf nationaler Ebene für die Interessen der Studierenden ein. Der Vorstand der Studentenschaft ist ebenfalls mit zwei Mitgliedern im Verband vertreten. Das Studentenparlament (StuPa) bildet die Legislative. Durch das StuPa werden sämtliche Kommissionen wie z. B. die Geschäftsprüfungskommission (GPK) oder das Wahlbüro eingesetzt und studentische Vertreter in die wichtigsten Gremien der Universität entsandt. Auf diese Weise wird allen Studierenden die Der Vorstand der Studentenschaft 2004/2005. Möglichkeit geboten, bei Entscheidungen über die Studienreform, die VerwalDie Studentenschaft bietet den Studierenden zahlreiche tung der Mensa, Rekurse gegen Prüfungsentscheide oder Gelegenheiten, selber aktiv zu werden, Erfahrungen zu die Vergabe von Darlehen und Stipendien mitzuentscheisammeln, Verantwortung zu übernehmen und Einfluss auf den. die Entwicklung der Universität zu nehmen. Bei einem einDie Rekursstelle schliesslich bildet die Judikative und jährigen Engagement im Vorstand werden den Studierenentscheidet über Streitigkeiten zwischen Organen oder den sogar Campus Credits – zu erreichende Leistungsauszwischen Studierenden und Organen. weise – angerechnet. So sichert sich die Studentenschaft den Nachwuchs und bietet den Studierenden gleichzeitig die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen in einer gewichBreites Dienstleistungsangebot tigen Organisation der Universitätslandschaft zu sammeln. Im Haus der Studentenschaft wird jedoch nicht nur politisiert. Ein breites Dienstleistungsangebot steht den Studierenden zur Verfügung. Neben der Organisation von internationalen Studienreisen, Sprachprogrammen, des Uniballs und des Unifests unterhält die Studentenschaft spezielle Websites und Datenbanken und plant Erstsemesteraktivitäten und Jahrgangspartnerschaften mit renommierten Unternehmen. Ausserdem bietet die Studentenschaft Services wie einen Wohnungsmarkt, verbilligte PC Packages für Studierende, aktuelle Telefonnummern im StudentenStudentenschaft der Universität telefonbuch, Tipps zur Diplomarbeit usw. an. St. Gallen (HSG) Ein ganz neues Angebot der Studentenschaft ist UniSMS, ein Projekt, das von Studierenden für Studierende entGuisanstrasse 9 wickelt wurde. Beim UniSMS meldet man sich über ein PorCH-9010 St.Gallen tal an und erhält dann während des Semesters gratis alle Kontakt: Raum- und Zeitänderungen der Vorlesungen auf sein eigeNicole Büttner nes Handy geschickt. UniSMS funktioniert nun seit einem Tel. 071 224 25 10 Jahr und umfasst bereits eine Teilnehmerschaft von 1000 E-Mail: praesident@unisg.ch Studentinnen und Studenten. Das Projekt wird von der StuWeb: www.stud.unisg.ch dentenschaft in Zusammenarbeit mit Sponsoren finanziert.

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UNI AKTUELL

St.Gallen als «Headquarter» des schweizerischen Universitätssports Seit über zehn Jahren werden die Geschicke des Schweizer Universitätssports wesentlich auch vom Sportbereich der Universität St.Gallen geprägt. Wie es dazu kam und welche Funktion der Unisport wahrnimmt, erläutert Leonz Eder, Leiter Universitätssport der Universität St.Gallen, im folgenden Interview. Von Roger Tinner Alma: Leonz Eder, St.Gallen bzw. die HSG ist in den letzten Jahren zu einer Art «Headquarter» des Schweizerischen Unisport-Wesens geworden. Was sind die Gründe dafür? Leonz Eder: Der Schweizer Hochschulsport-Verband (SHSV), früher Schweizerischer Akademischer Sportverband (SASV), wurde bis anfangs Neunzigerjahre im Vorortssystem geführt, das heisst jeweils eine HochschulsportOrganisation hat den Vorstand für vier Jahre gestellt. 1991 haben wir in der erweiterten Region St.Gallen engagierte und ambitionierte Alumni gesucht, die bereit waren, in diesem ehrenamtlichen Vorstand mitzuwirken. So wurde der damalige SASV ab 1992 vom Thurgauer Sportamtchef Ernstpeter Huber als Präsident geführt, und das Sekretariat mit Marianne Schilling kam an die Universität St.Gallen. Weil in der bisherigen Geschichte des SASV/SHSV stets nur die «grossen» Unisport-Sektionen wie Zürich, Bern und Genf den Vorstand stellten, wollten wir St.Galler diese Phalanx durchbrechen und zeigen, dass durchaus auch kleinere Hochschulen in der Lage sind, einen nationalen Sportverband erfolgreich zu managen. Inzwischen ist der Vorstand nicht mehr nur regional, sondern national zusammengesetzt.

Welche Institutionen haben heute Ihren Sitz an der HSG bzw. in St.Gallen? Die Geschäftsstelle des SHSV mit mir als ehrenamtlichem Geschäftsführer und Cécile Baumgartner als Sekretärin ist seit 1992 an der HSG. Die Geschäftsführung der Swiss University Sports Foundation (SUSF) wird seit dem 1. Januar 2004 von Kurt Hartmeier-Stamm ebenfalls von St.Gallen aus wahrgenommen.

Was für Funktionen übernehmen Sportlehrer(innen) und Funktionäre des St.Galler Unisports gesamtschweizerisch und international? Daniela Erni ist Stellvertretende Delegationsleiterin Swiss Team an der Winteruniversiade und Event Director der

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Schweizerisch-Deutschen Hochschulmeisterschaft Snowboard, Daniel Studer ist TK-Präsident SHSV und Disziplinchef a.i. Tischtennis. Ich selbst bin Mitglied des ExekutivKomitee der Fédération Internationale du Sport Universitaire (FISU), Geschäftsführer SHSV, Chef Spitzensport SHSV und Stiftungsrat SUSF. Und als «Aussenstehender» ist EMBAAbsolvent Kurt Hartmeier-Stamm wie erwähnt Geschäftsführer Swiss University Sports Foundation (SUSF) und Delegationsleiter Swiss Team an der Winteruniversiade.

Die meisten studentischen Sportler(innen) starten ja auch in ihren «normalen» Klubs und Verbänden? Inwiefern hat der (Spitzen-)Unisport eine eigene Berechtigung? Der Studentensport war international und national in vielen Bereichen Trendsetter und Vorreiter. Vergleichswettkämpfe zwischen Universitäten, aber auch zwischen nationalen Studentensport-Auswahlteams haben europa- und weltweit eine lange Tradition. Die Beliebtheit solcher Wettkämpfe und das sportlich hochstehende Niveau zeigen, dass solche Wettkämpfe durchaus ihre Berechtigung haben. In vielen Sportsystemen, unter anderem auch in den USA, rekrutieren sich die besten Sportler vorwiegend über die Schulen und Universitäten. Aber auch Studentensportturniere im breitensportlichen Bereich sind sehr beliebt. Weil die Studierenden im Allgemeinen über gute Sprachkenntnisse verfügen, nehmen auch die Kontakte und Rahmenprogramme bei diesen Sportveranstaltungen eine wichtige Rolle ein.

Wie erfolgreich sind HSG-Sportlerinnen und -sportler an nationalen und internationalen Meisterschaften? Wo schneidet die HSG besonders gut ab? Erfreuliche Resultate erzielten HSG-Studierende im letzten Studienjahr insbesondere in den Mannschaftssportarten an Schweizer Hochschulmeisterschaften. Die Handballer und Hallenfussballer holten den Titel, die Eishockeyaner und die Tischtennisspieler gewannen die Silbermedaille, die Volleyballer und das Tischtennis-Doppel Wegmann/

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Rosenast sicherten sich die Bronzemedaille. Auch in den Einzeldiszplinen standen HSG-Studierende oft auf dem Podest, etwa der Langläufer und dreifache Olympiateilnehmer Stephan Kunz mit drei Titeln, darunter mit Mario Peng auch in der Staffel, oder Florian Steiner (Pistole 25 m, 1. Rang) und Claudia Inderbitzin (Golf, 2. Rang). International waren die Curler Christian Haller und Reto Herger an der letzten Winteruniversiade 2003 in Tarvisio mit dem Gewinn der Silbermedaille sehr erfolgreich. Auch HSG-Ruderer gewannen an Studenten-Weltmeisterschaften bereits Edelmetall. Immer wieder gibt es HSG-Studenten, die auch im Spitzensport Herausragendes leisten, so momentan der Ruderer André Vonarburg.

Mit der Bauvorlage zur Sanierung und Erweiterung der HSG sollen auch die Sporteinrichtungen verbessert werden. Was genau ist geplant? Eine neue Dreifachsporthalle soll den längst ausgewiesenen Nachholbedarf, insbesondere in den Spiel- und Konditionstrainings, decken. In diesem Komplex sind auch je ein Gymnastik-, Fitness- und Kraftraum vorgesehen. Allerdings verliert der Unisport zwei Aussenplätze, wobei vor allem der Verlust des HSG-eigenen Kunststoff-Tennisplatzes ins Gewicht fällt. Der Fussballplatz und das Beachvolleyballfeld werden in der bisherigen Form erhalten bleiben.

elle Trainings wie Kraftraumbenützung, Lauftrainings etc. inbegriffen – am Unisport teil.

Was ist der Sinn des Unisports an einer Universität, die keine Sportlehrer-Ausbildung anbietet? Gemäss unserem Verständnis – und diese Auffassung wird vom sportfreundlichen Rektorat mit Rektor Peter Gomez und Verwaltungsdirektor Markus Frank an der Spitze vollumfänglich geteilt – stellt der Unisport einen wichtigen Bestandteil im gesamtuniversitären Kontext dar. Sozialkompetenz und Teamfähigkeit werden heute stärker denn je gewichtet, und welcher Bereich ist besser dazu prädestiniert, einen Beitrag zur Förderung dieser zentralen Anliegen zu leisten als der (Uni-)Sport? Der Unisport leistet wesentliche Beiträge zur Integration der Erstsemestrigen in den universitären Alltag, zum Kennenlernen von andern Studierenden und ist überdies eine sehr kostengünstige und die wohl «letzte Gelegenheit», auf dem Ausbildungsweg, LifetimeSport kennen und schätzen zu lernen.

Wie wird die Zeit der Bauphase überbrückt? Das komplexe Sanierungs- und Bauvorhaben bringt es mit sich, dass während der Bauphase keine der bisherigen Sportanlagen – Fussballfeld und Beachvolleyballplatz ausgenommen – mehr benützt werden kann. Die jetzige Sporthalle wird zur Mensa umgebaut, die neue Sporthalle in einer Zwischennutzung für die Lehre beansprucht etc. Wir prüfen derzeit alle möglichen Ausweichvarianten und Überbrückungsmöglichkeiten, so etwa die Verschiebung des jetzigen Fitness-Pavillons an einen neuen Standort, die Einmietung in weitere städtische, kantonale und private Räumlichkeiten.

Wieviele Sportarten werden an der HSG angeboten, und wie viele Studierende nützen dieses Angebot? Im Wintersemester bieten wir 44 Sportarten an, mit 153 Trainingseinheiten pro Woche, geführt von 103 Trainingsleiterinnen und -leitern. Im Sommersemester sind es 41 Sportarten, mit wöchentlich 160 Unterrichtseinheiten und 102 Leiterinnen und Leitern. Zwischen 40 und 50 Prozent der Studierenden nehmen in irgendeiner Form – individu-

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Sie nehmen wichtige Funktionen auch im schweizerischen Universitätssport wahr (v.l.n.r.): Leonz Eder, Daniela Erni, Daniel Studer und Kurt Hartmeier-Stamm.

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E H E M A L I G E I M P O RT R Ä T

Marc Heim – unterwegs in süsser Mission Generationen von Schweizerinnen und Schweizern verbinden Kindheitserinnerungen mit den Caramel Bonbons von Halter. Sie gehörten zum Sonntagsausflug ebenso wie zur Schulreise. Marc Heim ist seit Mai dieses Jahres Geschäftsführer der Halter Bonbons AG in Beinwil am See. Heim hat seit seinem Abschluss an der Universität St.Gallen stets süsse Herausforderungen gesucht. Von Reto Pfändler

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ei der ersten Anfrage für ein Portrait im Alma im vergangenen Juni winkte Marc Heim ab. Die vorübergehende Absage kam nicht von ungefähr und war sehr begründet, denn der der 37-Jährige hatte erst einen Monat

zuvor die Geschäftsführung der Halter Bonbons AG im aargauischen Beinwil am See übernommen. Die neue Herausforderung für Marc Heim war gleichzeitig auch ein Novum für den Bonbonhersteller am Ufer des Hallwilersees. Seit ihrer Gründung war die Halter Bonbons AG stets unter der Führung eines Mitglieds der Gründerfamilie Halter gestanden.

Im Zentrum der Schweiz Gegründet wurde die Familien-Aktiengesellschaft im Jahr 1907, also vor bald 100 Jahren. Die Gründer waren Otto Halter und Albert Schilling. Während Schilling als Kaufmann und Vertreter die Produkte an den Mann und die Frau brachte, war Otto Halter als gelernter Bäcker und Confiseur für die Herstellung zuständig. Noch ganz ohne Maschinen und mit einer Kocherei auf offenem Feuer schuf er seine süssen Kreationen. Rund 30 Jahre später, im Jahr 1938, erfolgte der erste Fabrikneubau hinter dem Bahnhof von Beinwil am See. Dieser Standort mitten in der Schweiz wurde bis heute beibehalten und gepflegt. In den folgenden Jahren wurden die Fabrikgebäude rund alle zehn Jahre vergrössert. Mitte der siebziger Jahre übernahm bereits die dritte Generation die Unternehmensführung. Manfred und Hermann führten das Unternehmen bis in die Gegenwart. Ende der achtziger Jahre führten sie die vollautomatische Herstellung von Hartbonbons ein. Rechtzeitig erkannten sie den Trend hin zu zuckerfreien Produkten, die auf der Basis von Isomalt aufbauen. Fünf Jahre später begann das Unternehmen, seine Produkte zu exportieren. Wichtigste Absatzmärkte ausserhalb der Schweiz sind weiterhin die Länder der EU sowie die Länder der arabischen Welt und Südostasien.

Marc Heim, CEO Halter Bonbons AG.

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E H E M A L I G E I M P O RT R Ä T viermonatiges Praktikum in den USA. Die in diesem Grosskonzern gemachten Erfahrungen gaben den Ausschlag, sich auch nach dem Studium in einem grossen Unternehmen beruflich zu engagieren. Marc Heim dazu: «Der Einstieg sollte bei einem Grosskonzern stattfinden, wo ich die gelernten Theorien auch gleich in die Praxis umsetzen und noch viel praktisches Wissen dazulernen kann.» Dieses Ziel habe er bis heute auch erreicht, sagt Marc Heim. Bei Mars (Effems AG) und Kambly habe er sehr viel gelernt. Ab Ende 1992 bis Oktober 1999 arbeitete er bei der Effems AG in verschiedenen Funktionen und war unter anderem Produkt Manager für Bounty und Balisto.

Halter wächst Der neue Star im Sortiment von Halter.

Selbstständigkeit gesucht In der Zeit, als in Beinwil am See die vollautomatische Bonbonsherstellung ihren Einzug hielt, steckte Marc Heim mitten im Studium an der Universität St.Gallen. Nach dem Maturaabschluss am Wirtschaftsgymnasium Thun – wo er aufgewachsen ist – begann Heim im Jahr 1987 sein Wirtschaftsstudium in St.Gallen. Verschiedene Gründe gaben den Ausschlag, in St.Gallen zu studieren. Einerseits habe sicher der gute Ruf zu diesem Entschluss beigetragen, erinnert sich Marc Heim, und anderseits wollte er von zu Hause ausziehen. Diese beiden Gründe liessen ihn auf ein Studium an der nahe liegenden Universität Bern verzichten. Die Zeit in St.Gallen blieb Marc Heim weitgehend sehr gut in Erinnerung. Besonders gerne denkt er an die aus heutiger Sicht «unendlich vielen Freiheiten» zurück. Freizeit habe einen sehr hohen Stellenwert eingenommen. Diese Freizeit habe man sich manchmal mit Nachtschichten erarbeitet, um dann umso mehr Zeit für sportliche und kulturelle Aktivitäten zu haben. Vor diesem Hintergrund erstaunt es natürlich nicht, dass sich Marc Heim gerne an das Zusammensein mit Freunden zurück erinnert. Weniger gut fallen die Erinnerungen an die überfüllten Hörsäle aus.

Während sich Marc Heim on the job neue und erweiterte Kompetenzen aneignet, wächst auch die Halter Bonbons AG. Im Jahr 1998 wird die Produktionsfläche um rund 50 Prozent durch den Zukauf eines dritten Fabrikgebäudes in Beinwil am See ausgedehnt. Ein Jahr später wird das gesamte Unternehmen durch Manfred Halter übernommen. Im selben Jahr wechselt Marc Heim zu einem anderen bekannten Namen in der Schweizer Süsswaren-Branche. Er steigt bei der Kambly SA als verantwortlicher Direktor für Marketing und Verkauf ein und ist gleichzeitig Mitglied der Geschäftsleitung und Stellvertreter des CEO. Hier war er verantwortlich für den weltweiten Verkauf der Marke Kambly und für die gesamte Komunikation. Insgesamt trug Heim die Umsatzverantwortung für rund 100 Millionen Franken. Er war für insgesamt 50 Angestellte zuständig.

Berufsziele verwirklicht Bereits während des Studiums wählte Heim die Vertiefungsrichtung Marketing. Ganz gezielt schlug er so den Weg ein hin zum Berufsziel, Marketing für Konsumgüter zu betreiben. Diese eigentliche Berufung nahm ihren Anfang schon unmittelbar nach dem Abschluss des Wirtschaftsgymnasiums in Thun. Marc Heim konnte für zwei Monate als Trainee bei Unilever in Irland tätig sein. Während des Studiums in St.Gallen ermöglichte ihm wieder Unilever ein

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Die Produktion bei Halter im Jahr 1907.

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E H E M A L I G E I M P O RT R Ä T mit Fruchtaromen ist die Halter AG Marktführerin in der Schweiz. Übrigens: Auch wenn Marc Heim in seinem ganzen Berufsleben von süssen Produkten begleitet wird, so ist es relevant festzustellen, das 80 Prozent der Halterprodukte ohne Zucker produziert werden.

Mit Laufschuhen Ein Klassiker von Halter.

Inhaberwechsel bei Halter Mit der dritten Generation ging die Geschichte der Familie Halter im eigenen Unternehmen zu Ende. Das Traditionsunternehmen wurde Anfang 2004 von der Schweizer Dibona Holding AG mit Sitz in Zug übernommen, ebenfalls in Familienbesitz. Die Marke «Halter Bonbons» bleibt unter dem Dibona-Dach erhalten und kann gar gestärkt in die Zukunft antreten. Im Mai 2004 stiess Marc Heim als neuer Geschäftsführer zur Halter Bonbons AG: Er ist Gesamtleiter des Unternehmens mit seinen 50 Beschäftigten und einem jährlichen Umsatz von rund 20 Millionen Franken. Seine vordringlichste Aufgabe ist die Erarbeitung einer Strategie zur Erzielung eines profitablen Wachstums. Pünktlich zu seinem Einstieg bei der Halter Bonbons AG konnte Heim die Lancierung von zwei neuen Produkten – den «Sweet Fizz» und den «Sour Fizz» – begleiten. Die Halter-Bonbonwelt umfasst über 20 Sorten an Caramels und Hartbonbons. Darunter die Klassiker «Caramel original» und «Caramel extra weich». Bei den Hartbonbons

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Neben der langen Arbeit steht für Marc Heim viel Bewegung im Vordergrund: Zu seinen Hobbies zählt er Langstreckenläufe und Badminton. Schon während der Studienzeit frönte er dem schnellen Spiel mit dem Shuttle. Sein nächstes Ziel ist denn auch ein sportliches: Im Oktober will er seine persönliche Bestzeit am Hallwilersee-Lauf unterbieten. Neben dem Sport gehört die ganze leider nur kurze freie Zeit seiner Frau und seinen drei Söhnen. Ab und zu pflegt Heim auch heute noch Kontakte zu ehemaligen Studienkollegen innerhalb der Vereinigung Dalenades. Zwischendurch macht er auch bei Ehemaligenveranstaltungen in der Region Zug mit. Mit Denkmustern, Vorgehensweisen und Konzepten habe ihm die Universität St.Gallen wichtige Utensilien mit auf den beruflichen Weg gegeben. Allein, viel Gelerntes kann in der Praxis nicht einfach so angewendet werden, dringt nicht genug in die Tiefe eines Fachgebietes. Deshalb wünscht Marc Heim der Universität, dass sie sich – wie es teilweise Institute vorbildlich machen – in hohem Mass der Praxis verpflichtet fühle. Und allen Studenten gibt er den Wunsch auf den Weg: «Geniesst das Studium!»

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EMBA ALUMNI

Das Handy als Lifestyle-Statement Mobiltelefone für spezielle Einsatzbereiche sind auf dem Vormarsch – vor allem für den Sport, Musik und Spiele: Die Preisträgerin des EMBA 22 stellt Ihre Diplomarbeit vor. Susanne Müller-Zantop

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Aktivitäten, die ihre Besitzer ausüben. Eine as «Telefonieren aus der Gletscherspalte» sichtbare Ausdifferenzierung von Merkmalen dürfte auch in diesem Sommer so wirksieht man bei Mobiltelefonen für Spielefans sam wie auch medienwirksam sein wie letztes oder Musikliebhaber. Vermutlich ist diese EntJahr. Mehr als 56 Prozent aller Notrufe in den wicklung vergleichbar mit dem Automobilbau, Bergen werden inzwischen über ein Handy abwo das Cabrio, der Minivan, der Geländewagesetzt, das alpine Notrufsignal hat vielleicht gen, das Coupé zu eigenständigen Produktlibald ausgedient. Spektakuläre Notufsituationen nien geworden sind. Eine Orientierung der werden von den Boulevard-Zeitungen genüssHersteller, ihrer Marktforscher und Designlich ausgeschlachtet, wie diese Ausschnitte aus büros an den Aktivitäten künftigen Abnehmer dem Sommer 2003 belegen: «Deutsche Bergist Neuland. Die geradezu filigrane Vorgehenssteiger am Montblanc gerettet … über das Phoweise beim Aufspüren von Aktivitätsprofilen ne alarmierte der Mann die Bergwacht, das Paar steht am Anfang. Hier sind die Forschungswurde von einer Lawine verschüttet … auf der Susanne Müller-Zantop ansätze von Professor Peter Gross, Ordinarius Höhe von 2.600 m fiel ein Mann in eine Gletfür Soziologie der HSG, zukunftsweisend. scherspalte und blieb in rund 6 m Tiefe eingeklemmt und Die Soziologie weiss um die Befindlichkeit von Berggänan der Schulter verletzt liegen … mit viel Glück konnte er gern, ihre Leistungsbezogenheit, ihre Affinität zu riskanten das Handy in die Hand nehmen und aus der Spalte um HilManövern, über Lust und Angst in der Einsamkeit. Soziolofe rufen … fand die Bergwacht nach einem Suchflug den gen haben Erkenntnisse über die KommunikationsbedürfMann, hilflos um einen Baum gewickelt, nachdem er per nisse und die Struktur von Kommunikation mit den BergHandy um Hilfe gerufen hatte … sendete eine Bergsteigekameraden und den Daheimgebliebenen, über Kommunirin aus den Dolomiten per SMS einen Hilferuf an eine Münkationssituationen grosser Freude («Ich bin oben!») und chner Freundin …» und andere Geschichten mehr. grosser Tragik, bis hin zur telefonischen Sterbebegleitung. Es ist nicht nur der Notruf, der das Handy am Berg interTatsächlich schützt auch das raffinierteste Outdoor-Phone essant macht. Die eingebaute Kamera für das Gipfelfoto, die den Menschen nicht vor sich selbst. Das in der Soziologie Freisprechfunktion für die «hands-free» Kommunikation im verwendete «Elendserhaltungsgesetz» belegt, dass der SnowKlettersteig, ein aktiv leuchtendes Display für den nächtliboarder mit Lawinen-Pieps grössere Gefahren eingeht. Wer chen Gang aufs Örtchen sind Gegenwart. In naher Zukunft das Handy dabei hat, neigt dazu, grössere Risiken einzuwinken Funktionen wie GPS-Satellitenortung für die Routengehen, sich weiter in unbekanntes Terrain vorzuwagen. planung oder auch «Push-to-talk» für die Benutzung des Die Bergretter sind auch nicht immer begeistert über den Handy als Walkie-Talkie, zum Beispiel bei schlechter Sicht häufigen Einsatz des Handys, sie werden nun zu oft geruoder getrennt verlaufenden Routen. Berggänger gibt es fen. Das bestätigt Elisabeth Floh-Müller, Ausbildungsleischliesslich nicht nur im Alpenraum, sondern weltweit in anterin beim Schweizer Alpen Club SAC: «Da ist vielleicht spruchsvollen Landschaften, die wie die Alpen mit einer ausauch die Tendenz, dass das Handy ein-, zweimal zu oft begezeichneten Sendemasten-Abdeckung aufwarten können nutzt wird, wo man früher vielleicht gesagt hätte – da (in Südamerika zum Beispiel), womit sich dem Hersteller kommst du raus aus der Spalte.» Man nehme also diesen dieser Geräte ein attraktives Marktpotential für das ZweitSommer zusätzlich zum Outdoor-Phone den gesunden gerät eröffnet – zumal der Drang der ungeübten Städter in Menschenverstand mit in die Berge. die Berge ungebrochen ist, sogar weiter ansteigt (und nur jeder Zehnte kann zum Beispiel eine Karte lesen). Tatsächlich bietet ab dieser Saison erstmals Nokia mit dem 5140 und Siemens mit dem M65 ein Outdoor-Phone an, das sich in Hardware und Software deutlich von den feingliedrigen StanSusanne Müller-Zantop gewann mit ihrer Abschlussarbeit dard-Versionen für den Geschäftsmann unterscheidet. zum Thema Outdoor-Mobiltelefone an der Universität Der Trend zum Zweit- oder gar Drittgerät hat seinen AnSt.Gallen den Sonderpreis der NZZ für den Executive fang genommen, denn die Hardware- und SoftwarefunkMBA Jahrgang 2004. Sie ist bei Siemens mobile zuständig tionen des Handy unterscheiden sich erstmals nach den für Investor and Analyst Relations.

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EMBA ALUMNI

EMBA 22: Versteigerung für guten Zweck

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ngeregt durch Stefanie Rieger, Psychologin, und Bea Rodenstock, Soziologin, haben die Teilnehmer des EMBA Kurses 22 ein gemeinsames «Selbstbild in Öl» auf die Leinwand gebannt. Jeder sollte seinen Erlebnissen und Eindrücken im Zusammenhang mit der Ausbildungszeit in St.Gallen auf dem Bild kreativ Ausdruck verleihen. Unterschiedliche Nationen, Befürchtungen, Freuden und Ziele verfliessen im Bild zu einem Gesamtwerk und einem Gesamtausdruck des Kurses 22. Das entstandene Selbstbild und der Prozess der Entstehung wurden in der Gruppe gemeinschaftlich analysiert und interpretiert.

Das Bild wurde anschliessend innerhalb der Klasse «amerikanisch» für einen guten Zweck versteigert: Jeder, der möchte, kann solange die Musik spielt, Geld (Mindestbetrag CHF 10.–) in einen Topf geben. Jener, der mit dem letzten Ton der Musik Geld in den Topf wirft, gewinnt das Bild. Susanne Müller-Zantop, Gewinnerin des NZZ-Preises, spendete ihr gesamtes Preisgeld. Das Bild gewann Jürg Bölsterli. Insgesamt kamen so 4500 Franken innerhalb von 10 Minuten zusammen. Die Klasse hat das Geld einem guten Zweck gespendet. Tolle Tat. Wir gratulieren!

Das «Selbstbild in Öl» des EMBA-Kurses 22.

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AU F D E R S U C H E N AC H E H E M A L I G E N

Vor 75 Jahren: Black Thursday und Beginn der Weltwirtschaftskrise Von Martina Urech

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er 24. Oktober 1929 gilt als erster Tag der «Panik von 1929» und ging als «Black Thursday» in die Geschichte ein. Die Börsenkurse brachen um bis zu 90 Prozent ein. Die Nachricht von den New Yorker Kursstürzen drang erst einen Tag später nach Europa durch, weshalb hier vom «Black Friday» gesprochen wird. Was war geschehen? Die Weltwirtschaftskrise beendete die «Goldenen Zwanziger Jahre» abrupt. Vor allem Amerika hatte während der «Roaring Twenties» einen einmaligen Boom erlebt. Man sprach vom «ewigen Wohlstand». Dementsprechend sorglos wurden die gesparten Gelder angelegt. Wer selber nicht genug Geld hatte, um Aktien zu kaufen, lieh es sich bei seiner Bank aus. Die Kredite wurden mit kreditfinanzierten Aktien gedeckt. Die lange Börsenhausse begann im Sommer 1921. Die Notenbank versorgte die Wirtschaft grosszügig mit Geld – bis sie 1928 den Rediskontsatz anhob, weil ihr die Spekulationswelle nicht mehr geheuer war. Doch es war bereits zu spät. Gegen Ende 1928 wurden die Kurse labiler, und am 26. März 1929 folgte nach einem ersten massiven Kurseinbruch ein Jahrestief. Verbreiteter Optimismus konnte die Stimmung jedoch vorerst auffangen und am 3. September erreichte der Dow-Jones-Index seinen bis anhin höchsten Stand. Drei Tage später aber veröffentlichte die New York Times eine düstere Vorhersage des Wirtschaftswissenschaftlers und Hellsehers Roger Babson. Er sagte bereits zum dritten Mal einen Zusammenbruch der Börse voraus und beschrieb detailliert genau das, was sich in den folgenden Wochen auch tatsächlich ereignen sollte. Am 24. Oktober 1929 häuften sich an der Wallstreet die Verkaufsaufträge. Bis heute ist nicht bekannt, warum gerade an diesem Tag Kaufaufträge fast völlig ausblieben. Nach einem hektischen Wochenbeginn eröffnete der Markt an jenem Tag eher ruhig. Überarbeitete Wertpapierhändler hatten die Nacht durchgearbeitet, um den Rückstand des Vortages aufzuholen. In der ersten halben Stunde nach Börsenbeginn um 10 Uhr wechselten 1,6 Millionen Aktien ihren Besitzer, darunter befanden sich auch Zwangsverkäufe der auf Kredit gekauften Aktien. Der Tagestrend war noch ungewiss, als plötzlich eine hektische Verkaufswelle einsetzte. Ohne erkennbaren Auslöser geriet eine Gruppe von Händlern in Panik. Schon um 10.50 Uhr wurden die Verluste so deutlich, dass unzählige Anleger den Auftrag gaben, zu jedem Preis zu verkaufen. Die Stimmung wurde hysterisch, Broker boxten Kollegen gewalt-

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sam aus dem Weg, um im Chaos wenigstens noch einzelne Papiere an den Mann zu bringen. Der Handel brach mehrmals wegen Überbelastung zusammen, und um 13 Uhr hatten sich bereits 11,25 Milliarden Dollar in Luft aufgelöst. Vor der Börse an der Wallstreet bildete sich ein Menschenauflauf. Banken versuchten, den Zerfall der Börse mit organisierter Unterstützung zu stoppen, was aber nicht gelang. Am Abend war der Traum vom schnellen Reichtum zerstört. Bis Börsenschluss wurden 12 894 650 Aktien von 974 Firmen verkauft – Rekord und das Vierfache eines normalen Tagesvolumens. Am «Black Friday» nahmen die Verkäufe weiter zu, und der Tumult der Kleinanleger in der Wallstreet ebenfalls. Viele Banken erklärten sich für zahlungsunfähig. Die Selbstmordrate stieg an – die einzigen Profiteure der Verkaufswelle waren die Börsenhändler, die während der hektischen Tage Provisionen von mehreren Millionen Dollar verdienten. Dieses düstere Ereignis der Wirtschaftsgeschichte vor 75 Jahren nehmen wir zum Anlass, um in dieser Ausgabe nach allen vermissten Alumni und Alumnae zu suchen, welche die Monate Oktober und November mit ihrer Geburt «erhellten». Wir danken im Voraus für jeden Hinweis!

Wir sind in dieser Ausgabe auf der Suche nach folgenden Vermissten: Name und Titel Flavio Fischbacher, lic.oec.HSG Peter Laube, lic.oec.HSG Catrin Lehmann, lic.oec.HSG Krishnaraj Menon, MBA Markus Rieder, lic.rer.publ.HSG Viktor Schibli, lic.oec.HSG Michel Beutler, lic.oec.HSG Christoph Curtius, lic.oec.HSG Rebecca Grzesik, lic.oec.HSG Uta Jürissen-Wallace, lic.oec.HSG Jasna Madracevic, lic.oec.HSG Vincent Peña, lic.oec.HSG Roland Staub, lic.iur.HSG Dr.oec. Wolfgang Zettel

Abschluss Herbst 1998 Frühling 2000 Frühling 1995 Winter 2001 Herbst 2002 Frühling 1975 Herbst 1996 Frühling 1996 Herbst 1990 Herbst 1991 Herbst 1991 Herbst 1991 Herbst 1996 Herbst 1994

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Z W E I T E I N T E R N AT I O N A L E A L U M N I KO N F E R E N Z

«The Management of Transformation: Lessons for the next decade». Vom Donnerstag bis Samstag, 16. bis 18. September 2004, trafen sich ehemalige Absolventen der HSG, Referenten und Vertreter der Sponsoren, um sich gemeinsam mit aktuellen und zukunftsorientierten Themen zwischen Praxis und Theorie auseinanderzusetzen, alte Bekanntschaften zu pflegen und neue zu knüpfen. Die Konferenz stand unter dem Motto «The Management of Transformation: Lessons for the next decade». Von Dr. Hans-Peter Kleebinder, Co-Chairman Organisationskomitee Alumnikonferenz 2004

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ber 320 Teilnehmer aus 17 Ländern zwischen Abschlussjahrgang 1932 und 2004 fanden den Weg nach Going bei Kitzbühel. Konferenzzentrum war der legendäre Stanglwirt am Fusse des Wilden Kaisers, seit 250 Jahren im Besitz der Familie Balthasar Hauser. Der Konferenzablauf bot viele Gelegenheiten und das familiäre Ambiente den passenden Rahmen für Networking und persönliche Gespräche. Die Mischung von strukturiertem Überblick, faszinierenden «Old-Boys-Views» mit mutigen, oft provokanten Ideen und persönlichen Erfahrungen widmete sich drei Fragebereichen: - Wie begegnen wir, erleichtern wir den Umgang mit, wie ermöglichen und nützen wir «Wandel»? - Wie schafft man die Grundlagen für lebenslanges, generationenübergreifendes Lernen? - Was lernen wir aus wiederkehrenden Zyklen von Erfolg und Scheitern für die Zukunft? Diese Fragestellungen wurden aus den Blickwinkeln Märkte und Unternehmensführung, Bedürfnisse und Marken, Führungsverantwortung und persönlichen Prioritäten durch Impulsreferate, Panel-Diskussionen und Workshops bearbeitet. Die einzigartige Zusammensetzung der Teilnehmerschaft in Form mehrerer Generationen von Führungskräften ermöglichte eine breite Durchdringung dieser Fragestellungen aus mehreren Blickwinkeln und vor verschiedensten Erfahrungshintergründen. Die Mitglieder der Faculty – viele von ihnen haben einen «St.Galler Hintergrund» – präsentierten Fallsstudien und ganz persönliche Erfahrungen. Vertreter der Universität lieferten «state-of-the-art»-Feedback aus der aktuellen St.Galler Forschung. Inoffizieller Start der Konferenz war das zweite Alumni Golfturnier am Donnerstag. Über 50 Teilnehmer folgten trotz widrigster Wetterbedingungen der Einladung zum «We Love» Golfturnier im Golfclub Grünau, einem der attraktivsten und anspruchsvollsten Championship Golfanlagen Europas. Alternativprogramm waren zwei geführte Wanderungen am Wilden Kaiser.

Am Donnerstag Abend wurden das Wiedersehen auf der Stallenalm bei gemütlicher Hütten-Atmosphäre mit Spanferkel, Bier und alpenländischer Musik gefeiert und alte Erinnerungen an die gemeinsame Studienzeit aufgefrischt. Die offizielle Eröffnung am Freitag erfolgte durch den Präsidenten des Vereins HSG Alumni der Universität St.Gallen, Dr. Urs Landolf, und dem diesjährigen Chairman des Organsiationskomitees, Dr. Oliver Pabst. Dr. Alexander Dibelius, Managing Director, Goldmann & Sachs, eröffnete mit seinen Ausführungen über Kapitalmärkte als Agenten des Wandels die Diskussion über Wandel im Finanzsektor. Im Plenum diskutierten Carl-Peter Forster, President, General Motors Europe AG, Marco Illy, Head of Germany, Credit Suisse First Boston über konstruktive Gestaltung des Führungswechsels an der Unternehmensspitze – Erfolgsfaktor oder Illusion? Die Rolle der Aufsichtsräte und Verwaltungsräte, der Einfluss der Gewerkschaften vor dem Hintergrund der Unterschiede in angelsächsischen und deutschen Kulturkreisen standen im Vordergrund der Diskussion. Acht Workshops vertieften aus unterschiedlichsten Blickwinkeln und Erfahrungshintergründen die Fragestellungen der Konferenz. Vertreter aus Industrie, Agentur und Forschung stellten sich Rede und Antwort und gaben Impulse zur Diskussion in kleinerem Kreis.

Dr. Oliver Pabst eröffnet die Konferenz am Freitag Morgen.

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Z W E I T E I N T E R N AT I O N A L E A L U M N I KO N F E R E N Z

Impulsreferent Sebastian Turner, Vorstandsvorsitzender, Scholz & Friends AG, stellte auf humorvolle Art und Weise das Thema «Was Werbung bewirken kann» dar, im Panel diskutierten Franz Dillitzer, Managing Director, YAHOO, Rainer Wiedmann, Geschäftsführender Gesellschafter, Argonauten 360 Grad, Kai Blasberg, Leiter Marketing, Pro Sieben mit Christoph Berdi, Chefredaktor, Absatzwirtschaft über «Anforderungen an das Markenmanagement im Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit.» Kernaussage: Erfolgreiche Marken dienen mehr denn je als Navigationshilfen für Konsumenten im Informationsdschungel. Dafür müssen sie bekannt gemacht werden, um dann durch Dialogkompetenz ihre Glaubwürdigkeit zu beweisen. Den Höhepunkt der drei Tage bildeten der Apéro und das Gala-Dinner am Freitag Abend. Prof.Ph.D.Ernst Mohr, Prorektor der Universität St.Gallen begrüsste, Überraschungsredner war unser ehemaliger Rektor Prof.emer.Dr. Rolf Dubs. Martin Blessing, Mitglied des Vorstandes, Commerzbank AG, leitete den letzten Tag mit sehr persönlichen und humorvollen Ausführungen zu «Lektionen aus der Übernahme zunehmender Führungsverantwortung» ein. Im Panel diskutierten unter der Moderation von Bjørn Johansson Daniel Terberger, Vorstandsvorsitzender, KATAG AG, Florian Haller, Geschäftsführender Gesellschafter, Serviceplan, Georges Kern, CEO, IWC, Johannes Züll, Geschäftsführer, n-TV, und Karl-Erivan Haub, CEO Europa, Tengelmann-Gruppe, zum Thema «Lernen aus Erfahrungen versus lernen von Vorbildern.» Patentrezepte wurden nicht gefunden, der persönliche Hintergrund und Vorbilder liefern nur sehr begrenzt Orientierung, persönliche Kompetenzen stehen im Vordergrund. Den Abschluss bildete das Panel zum Thema «Führungslektionen aus der Perspektive der Lebensphase», moderiert von Prof.Dr. Dieter Thomä mit alt Bundesrat Prof.Dr. Arnold Koller und den ehemaligen Rektoren Prof.emer.Dr. Rolf Dubs und Prof.emer.Dr. Francesco Kneschaurek und

Gala-Dinner am Freitag Abend. Prof.emer.Dr. Rolf Wunderer. Das Plenum sprach sich insbesondere für die Förderung von Generalisten in Wirtschaft und Forschung und für eine gemeinsame Perspekktive von VWL und BWL aus. Im letzten Plenum, aber auch in allen Vorträgen, Diskussionen wurde immer wieder betont, dass Authenzität, die eigene Glaubwürdigkeit mit allen persönlichen Stärken und Schwächen der entscheidende Erfolgsfaktor für eine erfolgreiche Gestaltung des Wandels ist. Grundtenor nach drei Tagen bei zunehmend sonnigem Wetter war, dass ein weiterer Schritt in Richtung Aufbau einer Marke und Tradition HSG Alumni Konferenz gemacht wurde und dass ein solches Forum und Format dem Interesse und Bedürfnis der ehemaligen St.Galler entspricht. Dieser Mix erlaubt es jedem Teilnehmer, relevante Schlussfolgerungen für seine persönliche und berufliche Agenda zu entwickeln und persönliche Bekanntschaften zu pflegen. Von vielen Teilnehemern wurde betont, dass Ihre Freundschaften aus der Zeit in St.Gallen heute ihr Leben bereichern und begleiten. Die nächste Alumni Konferenz findet vom 7.9.2006 bis zum 9.9.2006 in der Schweiz statt. Information und Bilder des Events finden Sie auf www.alumni.unisg.ch/konferenz.

Grosser Konferenzsaal in der umgebauten Reithalle des Biohotel Stanglwirt.

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Von der Nützlichkeit privater E-Mailadressen HSG Alumni ist nicht nur auf die aktuellen Postadressen der Mitglieder angewiesen, auch die E-Mailadressen werden für unsere Arbeit und die Kommunikation mit Ihnen immer wichtiger: Diverse Dienstleistungen von HSG Alumni sind nur mit Hinterlegung einer privaten Mailadresse möglich. Ein Wegweiser. Von Martina Urech und Franziska Rohner

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nsere Website www.alumni.unisg.ch bietet Ihnen diverse Möglichkeiten, Ihr persönliches Kontaktnetz zu ehemaligen Studienkolleginnen und -kollegen zu unterhalten. Neben der Verwendung Ihrer individuellen lebenslänglichen Mailadresse (vorname.nachname@ alumni.unisg.ch), können Sie durch spezielle Funktionen wie «Mein Alumninetz» sicherstellen, dass Sie weder Adressänderungen noch Geburtstage Ihrer ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen verpassen. Diese Dienste können jedoch nur genutzt werden, sofern in der Datenbank von HSG Alumni eine bereits bestehende Mailadresse von Ihnen hinterlegt ist, die für aktuelle Meldungen und die Weiterleitung von E-Mails benötigt wird. Nur wenn wir eine bestehende E-Mailadresse von Ihnen kennen, können wir für Sie Ihre persönliche AlumniAdresse aktivieren und die dort eingehenden E-Mails an Sie weiterleiten, so dass Sie keine zusätzliche Mailbox verwalten müssen. Die lebenslängliche Weiterleitungsadresse erhalten Sie mit Ihrer Mitgliedschaft bei HSG Alumni. Ihr Vorteil liegt auf der Hand: Will man ehemalige Mitstudentinnen und Mitstudenten ausfindig machen, braucht man deren Namen nur mit «@alumni.unisg.ch» zu ergänzen um eine Kontaktaufnahme per Mail zu starten – vorausgesetzt, das gesuchte Mitglied hat bei uns ebenfalls eine Mailadresse hinterlegt. Je mehr Mitglieder also ihre private Mailadresse in der HSG Alumni-Datenbank hinterlassen, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass man seine vermissten Kolleginnen und Kollegen auf diese Weise schnell und unkompliziert wiederfindet. Die Alumni-Mailadresse dient auch dazu, Sie über diverse Änderungen in der Alumni-Datenbank informieren zu können. Geht bei uns eine Adressänderung ein oder nimmt ein Mitglied diese selber über unsere Website vor, werden Sie unverzüglich per E-Mail darauf aufmerksam gemacht. Dieses Update erhalten Sie für alle Alumni, die Sie in Ihrem persönlichen Kontaktverzeichnis auf unserer Homepage eingetragen haben. Die «Mein Alumninetz»-Funktion hält Sie nicht nur über die Adress-Änderungen auf dem Laufenden, sie schickt Ihnen auch Reminder bezüglich Geburtstage. So vergessen Sie garantiert keinen Geburtstag von Personen, die in Ihrem Kontaktnetz eingetragen sind.

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Da auch unsere Weiterleitungsadressen von den bekannten Mail-Problemen wie Viren oder Spam nicht ausgeschlossen sind, haben wir in den vergangenen Monaten eine Lösung gesucht und unseren Virenschutz erhöht. Das System wird seit einigen Wochen von der Firma mhs@internet AG in St.Gallen professionell betreut. Damit erhöht sich die Sicherheit: mhs bietet für alle betreuten E-Mailadressen sowohl einen Anti-Virus- wie auch einen AntiSpam-Filter, die infizierte und unerwünschte Mails aussortieren. Um die Adressaten noch besser vor Massenmailsendungen und Rücklaufmails von Viren zu schützen, wurden kürzlich für alle gehosteten Adressen Spoof-Filter installiert. Unter «Spoofing» versteht man das Fälschen der E-Mail-Absenderadresse. Dieses Verfahren wird immer häufiger von Massenmail-Versendern («Spammern») und Viren angewendet, um falsche Absender vorzutäuschen. Diese oft geschäftlich und seriös wirkenden Geschäftsadressen im Absender sollen den Empfänger zum Öffnen der E-Mails veranlassen. Mit diesen Schutzfiltern versuchen wir also unser Bestes, Ihre Mail-Konten vor Attacken aus dem Internet zu schützen. Falls Sie Ihre Weiterleitungsadresse jetzt aktivieren oder ändern wollen, können Sie dies über den Link www.alumni.unisg.ch/adresskorrektur tun, oder per E-Mail bei uns im Alumni Büro (alumni@unisg.ch) melden. Um eine HSG Alumna oder einen HSG Alumnus Ihrem persönlichen Alumninetz hinzuzufügen, müssen Sie die OnlineSuche unter «who’s who» starten. Das jeweilige Personendokument enthält den Link «Max Mustermann in mein Alumninetz aufnehmen», mit dem Sie die jeweilige Person Ihrem Alumninetz hinzufügen und dann entscheiden, ob Sie über Adressänderungen und/oder den Geburtstag der entsprechenden Person informiert werden möchten. Die Übersicht «Wen habe ich in meinem Alumninetz» erlaubt Ihnen, diese Einstellungen wieder zu ändern und einen persönlichen Kontakt aus Ihrem Alumninetz zu entfernen.

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Kalender 4. Quartal 2004 OKTOBER 4. Oktober 2004 HSG Alumni Club Boston: Stamm «John Harvard’s Brew Pub», Cambridge, ab 20.00 Uhr ines_mergel@harvard.edu

21. Oktober 2004 HSG Alumni Club Frankfurt am Main: HSG-Abendveranstaltung Im Fichtekraenzi, Wallstrasse 5 Frankfurt Sachsenhausen 19.30 Uhr peter.jacubowsky@alumni.unisg.ch

5. Oktober 2004 HSG Alumni Club New York: Stamm Restaurant «Luxia» 315W 48th Street 19.30 Uhr

22. Oktober 2004 NDU/EMBA-Stamm Bern: Gourmetabend in der «Cinematte» Wasserwerkgasse 7, 3011 Bern 18.00 Uhr

claus.von.campenhausen@alumni.unisg.ch

11. Oktober 2004 NDU/EMBA-Stamm Zürich: Stamm im «Le Caveau» Seefeldstrasse 40, Zürich ab 19.00 Uhr josef.boesze@alumni.unisg.ch 13. Oktober 2004 HSG Alumni Club Paris: Stamm «Footsie» 10-12, rue Daunou, 75002 Paris ab 20.00 Uhr Telefon Clubchef: 06-68-87-60-85 18. Oktober 2004 HSG in Asia: Swiss alumni gathering in Hong Kong alexandre.tunik@alumni.unisg.ch 19. Oktober 2004 HSG Alumni Club Zürich: Treff Dr. Christian A. Meyer, Dinosaurierexperte, spricht über die Spuren der Vergangenheit. Restaurant «Blue Monkey Cocostin» Stüssihofstatt 3, 8001 Zürich 18.30 Uhr hsgz@huvm.ch 20. Oktober 2004 HSG Alumni Club Basel: Mittagsstamm Restaurant «Glogge» Brunngässlein 3, 4052 Basel 11:45 Apero, 12:00 Mittagessen manuel.koch@alumni.unisg.ch

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27. Oktober 2004 com,ma alumni: Galerie der CannesShortlist der Kategorie Direct Marketing «Miller’s Studio» Mühle Tiefenbrunnen (Zürich) 28. Oktober 2004 Ressort International Alumni Club: Last Thursday «Lady Hamiltons’s Pub», Zürich ab 19.30 Uhr www.rialumni.net 29. Oktober 2004 Ostschweizer Stawi: Stamm «Traube», Goliathgasse 37, 9000 St.Gallen 12.15 Uhr manfred.linke@alumni.unisg.ch 30. Oktober 2004 Club Latino Americano Alumni Zürich: Fondueessen auf dem Weinschiff martina.von-salis@alumni.unisg.ch 30. Oktober 2004 connexHR: Generalversammlung www.connexHr.ch

NOVEMBER 1. November 2004 HSG Alumni Club Boston: Stamm «John Harvard’s Brew Pub», Cambridge, ab 20.00 Uhr ines_mergel@harvard.edu

2. November 2004 HSG Alumni Club New York: Thema Kunst Handel Besuch der Galerie des Alumnus Achim Moeller (Termin noch nicht fix) claus.von.campenhausen@alumni.unisg.ch

3. November 2004 HSG Alumni Club Frankfurt am Main: HSG-Mittagstisch «Mövenpick» Opernplatz 2, Frankfurt am Main 12.00 bis 14.00 Uhr peter.jacubowsky@alumni.unisg.ch 4. November 2004 ASG – Anciens de Saint Gall: Event Jährlicher Event der ASG – Anciens de Saint Gall www.anciensdestgall.ch 5. November 2004 HSG Alumni Club Chicago/Midwest: Stamm Ort: TBD 18.00 bis 20.00 Uhr marius.ronge@alumni.unisg.ch 8. November 2004 NDU/EMBA-Stamm Zürich: Stamm im «Le Caveau» Seefeldstrasse 40, Zürich ab 19.00 Uhr josef.boesze@alumni.unisg.ch 9. November 2004 HSG Alumni Club Stuttgart: Stamm Restaurant «Burhan», Stuttgart-Ost ab 20.00 Uhr marc.opitz@alumni.unisg.ch 10. November 2004 HSG Alumni Club Paris: Stamm «Footsie» 10-12, rue Daunou, 75002 Paris ab 20.00 Uhr Telefon Clubchef: 06-68-87-60-85 11. November 2004 CEMS Alumni Association Switzerland: Generalversammlung in Zürich www.cems.ch

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Kalender 4. Quartal 2004 11. November 2004 HSG Alumni Club Hamburg: Vortrag «Verlag und Verlagswesen» Possmoorweg 5, 22301 Hamburg 19.00 Uhr nikolaus.peters@alumni.unisg.ch

25.November.2004 Ressort International Alumni Club: Last Thursday «Lady Hamiltons’s Pub», Zürich ab 19.30 Uhr www.rialumni.net

12. November 2004 HSG Alumni CLA (Club LatinoAmericano): Meeting christophe.stern@alumni.unisg.ch

26. November 2004 Oikos Alumni Meeting 26.11.2004 Oikos Alumni Dinner 27.11.2004 Oikos Brunch – Perspectives and Coffee www.oikos-alumni.org

7. Dezember 2004 HSG Alumni Club New York: Advents-Fondue Restaurant «Mont Blanc» 306 W 48th St, New York, NY 19.30 Uhr claus.von.campenhausen@alumni.unisg.ch

12. November 2004 Ressort International Alumni Club: Jährliche GV ab 19.00 Uhr www.rialumni.net 16. November 2004 HSG Alumni Club Helsinki ry: Stammtisch christian-nicolai.klaeusler@alumni.unisg.ch

17. November 2004 HSG Alumni Club Basel: Mittagsstamm Restaurant «Glogge» Brunngässlein 3, 4052 Basel 11:45 Apero, 12:00 Mittagessen manuel.koch@alumni.unisg.ch 19./20. November 2004 HSG Alumni Club Meeting - Erfahrungsaustausch organisiert durch HSG Alumni 23. November 2004 Ökumenischer Semestergottesdienst 20.15 Uhr Stadtkirche St.Laurenzen

26. November 2004 Ostschweizer Stawi: Stamm «Traube», Goliathgasse 37, 9000 St.Gallen 12.15 Uhr manfred.linke@alumni.unisg.ch 28. November 2004 AIESEC Alumni Association St.Gallen: Advents-Guetzle Raum Zürich gabriela.grisiger@alumni.unisg.ch

10. Dezember 2004 HSG Alumni Club Chicago/Midwest: Stamm Ort: TBD 18.00 bis 20.00 Uhr marius.ronge@alumni.unisg.ch 11. Dezember 2004 HSG in Asia: Dinner at the China Club Dinner at the «China Club» alexandre.tunik@alumni.unisg.ch 13. Dezember 2004 NDU/EMBA-Stamm Zürich: Stamm im «Le Caveau» Seefeldstrasse 40, Zürich ab 19.00 Uhr josef.boesze@alumni.unisg.ch

DEZEMBER 6. Dezember 2004 HSG Alumni Club Boston: Stamm «John Harvard’s Brew Pub», Cambridge, ab 20.00 Uhr ines_mergel@harvard.edu 7. Dezember 2004 Heugümper-Club: 25-Jahr-Jubiläum robert.lebrecht@alumni.unisg.ch

14. Dezember 2004 AIESEC Alumni Association St.Gallen: Weihnachtsessen des LCs in St.Gallen gabriela.grisiger@alumni.unisg.ch 17. Dezember 2004 HSG Alumni Club Paris: Special Event Weitere Informationen zu späterem Zeitpunkt 19. Dezember 2004 Club Latino Americano Alumni Zürich: Samichlaus martina.von-salis@alumni.unisg.ch

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