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Das Alumni-Magazin der Universit채t St.Gallen 2 /2006

75 Jahre HSG Alumni Die Entstehung des Hochschulvereins Die unternehmerische HSG


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Editorial 2 /2006 75 Jahre Engagement der Ehemaligen für die HSG Am 17. Januar 1931 wurde der

St.Galler Hochschulverein: Eines der ersten Alumni-Netzwerke in Europa · Anlässlich des Jubiläums «75 Jahre HSG Alumni» zeigt der historische Abriss, wie der Hochschulverein – später HSG Alumni – gegründet wurde und sich in den ersten 25 Jahren seines Bestehens entwickelte. 05

12 «Entrepreneurship» als Phänomen und Wundermittel der Volkswirtschaft · Thierry Volery und Martina Jakl erklären, was es zusätzlich zu einer guten Geschäftsidee braucht, um als Unternehmer erfolgreich zu sein.

St.Galler Hochschulverein gegründet – 2006 kann die Organisation der ehemaligen Studie-

15 «Die HSG ist eine akademische Non-Business Organisation» · Rektor Ernst Mohr spricht über die Universität als «Entrepreneur».

renden der Handelshochschule (HHS), der HSG bzw. der Universität ihren 75. Geburtstag feiern. In all den Jahren stand

Unternehmerische Organisationen an der HSG · Viele Bereiche innerhalb der HSG sind unternehmerisch tätig. Hier werden zwei Beispiele herausgegriffen: Die «Dienste» und das St.Gallen Symposium (ISC).

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und steht das Engagement der ehemaligen Studentinnen und Studenten für ihre «Alma Mater» im Vordergrund.

21 Ehemalige im Porträt: Hans Werner ist St.Gallen ein Leben lang treu geblieben · Er ist einer der ältesten Alumni und hat 1941 sein Lizenziat erworben: Hans Werner erzählt über sein Leben als Wirtschaftslehrer und seinen Bezug zur HSG.

alma ist als offizielle Zeitschrift der Ehemaligen das richtige

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Aus dem Alumni Büro

Gefäss, um zum Jubiläum Rückschau auf 75 Jahre Wirken zugunsten der Universität zu halten und gleichzeitig einen

26 Unireport: Was das St.Galler Studium ausmacht · Sascha Spoun stellt das Konzept der Neukonzeption der Lehre an der HSG mitsamt allen derzeitigen Masterprogrammen vor.

Blick auf die Zukunft zu werfen. In den vier Nummern dieses

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Uni-Orchester: Wenn Studierende die erste Geige spielen

Jahres wird zum einen die Geschichte des St.Galler Hochschulvereins nachgezeichnet, zum anderen wird in verschie-

Der HSG Shop als studentisches Start up mit Perspektiven · Der HSG Shop bietet seit seiner Gründung 2002 vielfältige Artikel von T-Shirts bis zu Manschettenknöpfen an. 32

denen Beiträgen gezeigt, dass 34

EMBA Alumni

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Alumni Clubs

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Bücherseite

und beeinflusst hat.

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HSG Shop

Wir wünschen Ihnen im Jubi-

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Terminkalender zweites Quartal 2006

der Aspekt «Unternehmertum» nicht einfach ein Jubiläumsmotto ist, sondern tatsächlich den Weg der HSG, jenen von HSG Alumni und erst recht den Weg vieler Ehemaliger geprägt

läumsjahr viel Vergnügen bei der alma-Lektüre und freuen uns über Ihre Anregungen, Wünsche oder Kommentare zu unseren Beiträgen (Zuschriften bitte an alma @ freicom.ch).

Roger Tinner, Chefredaktor

alma 2/2006

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President’s Corner

Jubiläumsaktivitäten 75 Jahre HSG Alumni Samstag, 29. April 2006

UniBall «Traumtänzer» auf dem Campus der HSG mit Alumni-Lounge (Infos: www.uniball.ch, Tickets auf www.hsgshop.ch)

Freitag, 9. Juni 2006

Drittes HSG Alumni Forum mit Generalversammlung und Jubiläumsveranstaltung am Abend (Infos auf www.alumni.unisg.ch)

Samstag, 10. Juni 2006

Dies academicus mit Festrede von Dr. h.c. Wolfgang Schürer, Verwaltungsratspräsident MS Management Service AG

7.– 9. September 2006

Dritte internationale HSG Alumni Konferenz im Engadin/St.Moritz (www.alumnikonferenz.ch)

Liebe Alumnae, liebe Alumni HSG Alumni wird 75 Jahre alt und dies wollen wir angemessen feiern. Doch mit Feiern nicht genug – wir haben das Jubiläum zum Anlass genommen, das ganze Jahr unter das Leitthema «Unternehmertum» zu stellen. Die lange Tradition unternehmerischen Wirkens von HSG und HSG Alumni als Organisationen sowie von Studierenden, Dozierenden und Alumni der HSG sollen mit diesem Leitthema gewürdigt und in einen aktuellen Kontext gebettet werden. An unseren Anlässen HSG Alumni Forum und Konferenz werden Sie die Gelegenheit haben, mit erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern aus dem HSG-Umfeld zu diskutieren. Am UniBall mit AlumniLounge, am Abend des 9. Juni sowie am Dies academicus sind Sie herzlich eingeladen, mit uns zu feiern und 75 Jahre HSG Alumni Revue passieren zu lassen. Ich möchte mich herzlich bei allen Mitgliedern bedanken, die durch ihre Unterstützung, durch ihre Anregungen und ihr Engagement zu der Erfolgsgeschichte der letzten 75 Jahre beigetragen haben. Mögen die nächsten 75 Jahre mindestens ebenso erfolgreich werden!

Wir als Ehemalige gratulieren HSG Alumni herzlich zum 75-Jahr-Jubiläum! · Roger Tinner, Executive MBA HSG (Chefredaktor alma, Mitinhaber freicom) · Anina Fleischmann, lic. oec. HSG (Redaktion alma) · Reinhard Frei, Executive MBE HSG (Inhaber freicom)

freicom beziehungsmanagement und kommunikation ag · rorschacherstr. 304 · 9016 st.gallen tel. 0842 120 120 · fax 071 282 21 30 · info@freicom.ch · www.freicom.ch

Urs Landolf, Präsident HSG Alumni

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St.Galler Hochschulverein: Eines der ersten Alumni-Netzwerke in Europa Schon 1916 entstand die Idee einer Vereinigung aller ehemaligen Handelshochschüler. Die Vordenker von damals wollten eine langfristige Bindung der Ehemaligen an die Alma Mater schaffen. Bis der St.Galler Hochschulverein – heute HSG Alumni – offiziell gegründet wurde, dauerte es aber noch mehr als ein Jahrzehnt.

Zu Gründungszeiten des Hochschulvereins befand sich die Handelshochschule noch an der Notkerstrasse. Quelle: Staatsarchiv St.Gallen

Von Anina Fleischmann Die Gründung einer Vereinigung der Studierenden wurde erstmals 1916 ins Auge gefasst. Die damaligen Diskussionen können heute in den «Nachrichten-Blättern des Alt-Herren Verbandes der Mercuria San Gallensis (A.H.V. Mercuria)» verfolgt werden. An einer Sitzung des A.H.V. Mercuria sprachen zwei Vorstandsmitglieder, Stucki und Dr. Walder, über die «Frage einer allgemeinen Vereinigung aller ehemaligen Handelshochschüler». Sie schlugen vor, einmal jährlich einen «Dies academicus» zu veranstalten, an dem sich alle Absolventen wieder treffen sollten.

Alt-Herren entwickeln Visionen In den harten Zeiten des Ersten Weltkriegs wurde die Gründung eines ordentlichen Vereins aber immer wieder auf Eis gelegt. Erst 1919 bemühte sich eine Gruppe Ehemaliger, die vorwiegend den beiden Alt-Herren Verbänden Mercuria und Emporia angehörten, erneut um das Anliegen. Sie entwarfen die Statuten und gründeten den «Handelshochschulverein St.Gallen». Beitreten durften alle Absolventen und Freunde der Alma Mater. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass einige Pioniere damals bereits einen selbständigen Club ehemaliger Studierender in Warschau gründeten.

Obwohl die Idee eines AlumniNetzwerks auf grosses Interesse stiess, war die Bedeutung des Vereins noch gering. Arthur Schweizer schrieb in einem Brief an den Vorstand des A.H.V. Mercuria: «Der bereits bestehende Verein der Ehemaligen schläft, taugt also nichts. Nach meiner unmassgeblichen Meinung sollte aber nicht bloss ein Verband der Ehemaligen angestrebt werden, sondern eine Vereinigung der Ehemaligen und Gönner, eine Vereinigung auf möglichst breiter Grundlage, die mit Erfolg eventuell auch finanzielle Aktionen durchführen könnte.» Dieser Gedanke hatte in den frühen 20-er Jahren Pioniercharakter für

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Ehemalige erzählen:

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Wenn ich an die Handelshochschule zurückdenke, erinnere ich mich vor allem an die Vorlesungen über Finanzmathematik bei Professor Temperli. Der gute Professor verstand zwar sein Fach ausgezeichnet, war aber kein Pädagoge. Kaum im Vorlesungssaal, kehrte er sich zur Wandtafel und begann eine Formel zu schreiben. Von Erläuterungen keine Spur. Wir Kommilitonen verabredeten uns, damit bei jeder Vorlesung immer wenigstens einige von uns anwesend

waren. Aber das Problem blieb: Wie konnte man die Prüfung bestehen? Es sprach sich dann herum, dass der Professor immer bereit war, Privatstunden zu Hause zu erteilen. Ein guter Studienfreund und ich nutzten diese Möglichkeit. Professor Temperli führte uns mit grosser Geduld in die Geheimnisse der Finanzmathematik ein und wir bestanden die Prüfung mit der Note 1! Lic. oec. Otto Altschüler, Abschluss 1947, Unternehmer

Als ich an der Hochschule St.Gallen studierte, waren wir vierhundert Mann, im wahrsten Sinne des Wortes. Später gesellten sich zwei Mädchen dazu. Das war eine echte Sensation. Doch die noch lebenden Kommilitonen sind auf eine Handvoll zusammen geschrumpft. Jedoch: Bei unzähligen Besprechungen, die ich als Industrieller und Politiker (ich war Wirtschaftssprecher

meiner Partei) führen musste, traf ich immer wieder Absolventen der Universität St.Gallen. Das verband und half uns, ein gutes Ergebnis zu erzielen und war wie ein Gruss aus einer herrlichen und noch unverfälschten Studentenzeit. Lic. oec. Georg J.E. von Mautner Markhof, Abschluss 1949, Unternehmer und Abgeordneter zum Nationalrat der Republik Österreich a.D.

In den 50-er Jahren war die Handelshochschule eine kleine, in der Bevölkerung wenig bekannte Institution der Stadt St.Gallen. Deshalb setzte sich der damalige Hochschulverein intensiv für die Übernahme der Trägerschaft durch den Kanton ein, was eine entscheidende Voraussetzung für

die erfolgreiche Entwicklung zur heutigen Universität war. Etliche Alumni amteten schon damals als Präsidenten der Institute und förderten damit den Kontakt zur Wirtschaft. Prof. Dr. oec., Dr. rer. pol.h.c. Wilhelm Hill, Abschluss 1949, ehemaliger Professor an der Universität Basel

Ich habe mich damals nicht aktiv im Hochschulverein betätigt. Hingegen kannte in jenen Jahren des HSGKleinbetriebs ein jeder jeden, und es gehörte zum guten Ton, dass man als Professor an der Hauptversammlung des Hochschulvereins am Vorabend des Dies academicus auf der Terrasse des noblen Hotel Hechts am Marktplatz teilnahm. Auf dieser Terrasse pflegten die Herren und die wenigen

Damen des Hochschulvereins sowie die versammelte Professorenschaft die Huldigung der Studenten entgegen zu nehmen, die unten im Fackelzug vorbei marschierten. Prof. Dr. oec. Alfred Nydegger, Abschluss 1949, Professor und Direktor des Schweiz. Instituts für Aussenwirtschaft und angewandte Wirtschaftsforschung


ganz Kontinentaleuropa. Vielerorts beginnt man erst heute – fast 100 Jahre später – mit dem Aufbau einer lebenslangen Bindung der Ehemaligen an die Universität. «Den richtigen Moment abwarten» Auch in der Zwischenkriegszeit konnte sich die Gründung eines Alumni-Netzwerks nicht durchsetzen. 1924 war man der Meinung, dass eine Gründung im richtigen Zeitpunkt zu geschehen habe, sobald die Verhältnisse im St.Galler Wirtschaftsleben wieder günstiger geworden seien. Nach weiteren eineinhalb Jahren wurde die Idee erneut aufgegriffen. «Die guten Geister müssen wach gehalten werden», meinte Arthur Schweizer, damaliger Präsident des Alt-Herren Verbands Mercuria. Der Moment schien aber angesichts der schlechten Konjunktur immer noch nicht geeignet. Man beschloss, schon einmal mit den Vorarbeiten zu beginnen und die Adressen aller Absolventen zu sammeln. Eine Kommission, die sich für die eventuelle Gründung eines Hochschulvereins einsetzen sollte, wurde im Juni 1926 bestellt. Arthur Schweizer war der Meinung, dass die Etablierung von «Hochschulblättern» eine geeignete Möglichkeit biete, mit den Ehemaligen in Verbindung zu treten und sie an die Alma Mater zu binden. Diese Hochschulblätter waren die

Vorgänger der späteren «Hochschulnachrichten» und des heutigen «alma». Offizielle Gründung 1931 Nach den zaghaften Anläufen zur Gründung eines Hochschulvereins entschloss man sich 1931 endgültig, die Sache an die Hand zu nehmen. Vor allem der Tatkraft von Dr. Emil Duft war es zu verdanken, dass der Handelshochschulverein am 17. Januar 1931 in der Aula offiziell gegründet wurde. Er fand bei Behörden, Volk und besonders in der Kaufmannschaft erfreuliche Unterstützung und zählte am Ende des ersten Vereinsjahrs stolze 253 Mitglieder. Der A.H.V. Mercuria trat dem Handelshochschulverein als Kollektivmitglied bei. Curt Wild, v/o Ammon trat 1931 als Präsident des Alt-Herren Verbands zurück, um seine Kraft voll und ganz dem St.Galler Handelshochschulverein zur Verfügung zu stellen. Ab 1933 präsidierte er ihn und trat erst 1964 zurück. Ihm stand Friedrich Byland v/o Atlas als unermüdlicher und sehr geschickt werbender Mann zur Seite, sodass es der Verein in seinem ersten Vierteljahrhundert auf 2000 Mitglieder brachte. Der Hochschulverein hielt fortan jährlich eine Hauptversammlung am Hochschultag ab. Finanzielle Unterstützung für die Universität Curt Wild sah es als eine Aufgabe des Hochschulvereins an, in den schweren Zeiten Gelder für den neu geschaffenen Stiftungsfond zur Unterstützung der Handelshochschule zu sammeln. Dank seinem unermüdlichen Einsatz kamen rund 75’000 Franken zusammen, die der Hochschule übergeben werden konnten.

Curt Wild hat für den Hochschulverein viel geleistet. Er präsidierte den Verein von der Gründung 1931 bis 1964 und trug wesentlich zur Finanzierung der Handelshochschule durch Spenden-Sammelaktionen bei. Quelle: Staatsarchiv St.Gallen

Dr. Emil Duft war es zu verdanken, dass der Hochschulverein 1931 nach unzähligen zaghaften Anläufen gegründet wurde. Quelle: Staatsarchiv St.Gallen

1935 wurde die Handelshochschule in eine Stiftung überführt. Der Hochschulverein beschäftigte sich weiterhin mit dem «Fundraising» und konnte dazu beitragen, die Handelshochschule von finanziellen Problemen zu entlasten. Mit Curt Wild erhielt der Hochschulverein bald auch Einsitz in den Hochschulrat und durfte über die Geschicke der Handelshochschule mitbestimmen. Suche nach Ehemaligen 1937 begann der Hochschulverein, «auf dem Korrespondenzwege unter den Ehemaligen im In- und Auslande, so genannte Vertrauensleute zu sammeln, welche sich zur Verfügung stellen, um Auskünfte über die Handelshochschule im allgemeinen und betreffs Vorlesungsverzeichnissen, Zulassungsbedingungen etc. im besonderen zu erteilen». Die Suche nach Ehemaligen gestaltete sich nicht einfach – man verfügte nur über bescheidene Möglichkeiten und musste sich auf die Arbeit der Leute vor Ort verlassen.

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Die Hochschulnachrichten wurden erstmals 1935/36 vom Hochschulverein herausgegeben.

Gleichzeitig hat sich der Hochschulverein verstärkt für die Anliegen der Ehemaligen eingesetzt. Beispielsweise wurde die Hörer-Kartengebühr von fünf auf drei Franken für Mitglieder reduziert, um so einen Anreiz zu schaffen, dem Hochschulverein beizutreten. St.Galler Hochschulnachrichten Der Ursprung des heutigen «alma» reicht ebenfalls in die dreissiger Jahre des 20. Jahrhunderts zurück: Im Jahr 1935 wurden die «St.Galler Hochschulnachrichten» erstmals herausgegeben. Darin veröffentlichte der Hochschulverein Informationen über das Geschehen an der Hochschule sowie die neusten Publikationen der Dozenten. Auch die Studentenschaft erhielt darin den nötigen Raum für

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ihre Kommunikation, da deren Zeitung «St.Galler Student» nicht mehr herausgegeben werden konnte. Die Halbjahrespublikation erschien in den ersten Nummern in Form loser Blätter mit vier bis acht Seiten. Später wurden daraus stattliche Hefte mit grünem Umschlag. Die Farbe Grün hat man bis heute bewahrt – trotz zahlreichen Veränderungen des Erscheinungsbildes. Starkes Wachstum im Zweiten Weltkrieg Im Zweiten Weltkrieg wuchs die Mitgliederzahl des Hochschulvereins stark an. Zählte er 1938 noch 240 Mitglieder, waren 1941 bereits gegen 900 Ehemalige und Freunde der Universität registriert. Die meisten wohnten in St.Gallen und Umgebung. Der Vorstand wollte den Mitgliederkreis mit

«regelmässig wiederkehrender Werbearbeit» auf die ganze Schweiz ausweiten. Schon lange waren nicht mehr nur Mercurianer im Hochschulverein dabei, ab 1942 traten sämtliche Verbindungen kollektiv bei. 1946 zählte der Verein bereits mehr als 1100 Mitglieder, darunter viele Firmen, öffentliche Körperschaften und juristische Personen. Kurz darauf wurde jeder neu immatrikulierte Studierende automatisch zum Vereinsmitglied, ohne Beiträge zahlen zu müssen.

Rechte Seite: Der Bericht über die Handelshochschule weckt nostalgische Gefühle (Zeitung zwischen 1938 und 1944, gefunden von Otto Altschüler)


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Der Cortège fand jährlich am Hochschultag statt. Dieses Bild entstand 1948. Foto: Heinz Allenspach

Wegen der steigenden Mitgliederzahl mussten die Statuten und die Zusammensetzung des Vorstands bald neu definiert werden. An der Generalversammlung im Jahre 1945 wurde der Vorstand auf 20 Mitglieder erweitert und wiederum unter dem Präsidium von Curt Wild neu bestellt. Zehn Vorstandsmitglieder gehörten zudem einem Arbeitsausschuss an. Hochschulverein prägt die Universität Das Vereinsvermögen belief sich 1941 erstmals auf 10’000 Franken. Der Hochschulverein erhielt immer mehr Mitspracherecht, wenn es um die Geschicke der Handelshochschule ging. Gemäss dem Wunsch des Hochschulvereins wurden schliesslich Zwischenprüfungen und die Pflicht, vor der Zulassung zur Diplomprüfung ein

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kaufmännisches Praktikum zu absolvieren, eingeführt. Der Verein befasste sich auch in den weiteren Jahren seiner Tätigkeit mit der Entwicklung der Alma Mater: Der Ausbau der Betriebswirtschaftslehre, die Gestaltung der Lehrpläne oder die Lösung der Raumfrage im viel zu klein gewordenen Gebäude an der Notkerstrasse waren gewich-

tige Projekte, die die Zukunft der Handelshochschule wesentlich mitprägten. Wie sich der Hochschulverein im zweiten Vierteljahrhundert seines Bestehens entwickelte (1957 bis 1982), erfahren Sie in der nächsten Ausgabe des «alma».

Danksagung

Quellen

Die Redaktion dankt allen Alumnae und

· Nachrichten Blätter des Alt-Herren

Alumni, die uns bei der Aufarbeitung der Geschichte des Hochschulvereins mit

Verbandes der Mercuria San Gallensis 1–29

Dokumenten aus ihren Privatarchiven

· Staatsarchiv St.Gallen

unterstützt haben. Ein besonderer Dank

· Archiv der Universität St.Gallen

gilt Paul Strasser (Lizenziat 1963, Dok-

· Hochschulnachrichten Nr. 1 bis Nr. 44

torat 1972), St.Gallen, der einen wesent-

· Georg Thürer, Hochschule St.Gallen für

lichen Teil der Quellen für diesen histo-

Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

rischen Abriss recherchiert hat.

1899–1974,Verlag Zollikofer, 1974 · Private Dokumente


Ehemalige erzählen: Damals kannte jeder jeden. Die Kontakte unter den Ehemaligen brachen auch nach Abschluss des Studiums meist nicht ab, denn wir trafen uns immer wieder beruflich oder privat. Der Hochschulverein musste die Kontakte nicht erst schaffen – sie waren vorhanden. Er konnte sich deshalb auf die Förderung der Handelshochschule fokussieren. In Zürich trafen wir uns jahrzehntelang zu einem inoffiziellen HSG-

Stamm, gewissermassen war dies der Vorläufer des Alumni-Clubs Zürich. Wir diskutierten unter anderem auch die ersten Ideen für einen «Wiederholungskurs» (WK) für Ehemalige. Daraus entwickelte sich dann die Weiterbildungsstufe der HSG.

1945 zog ich von Winterthur an die Handelshochschule in St.Gallen. In St.Georgen bezog ich eine sturmfreie Bude für 20 Franken mit einem Holzofen, aber ohne Bad und fliessend Wasser in der Wohnung. Für die damalige Zeit schockierend, feierten wir, meine Innerrhoderin und ich, im 5. Semester unsere Studentenhochzeit. Dem noch relativ bescheidenen Hochschulverein trat ich nach Studienabschluss selbstverständlich bei.

Bereits 1958 hatten wir, zwei Absolventen der damaligen Handelshochschule, im noblen Hotel Waldorf Astoria in New York einen lockeren Stamm gegründet. Ich schätze es auch im fortgeschrittenen Alter, über HSG Alumni am akademischen Zeitgeschehen zu bleiben.

Zu meiner Studienzeit war die Handelshochschule eine im Vergleich zu heute kleine verschworene Gemeinschaft von Dozierenden und Studierenden. Der Hochschulverein erschien uns als ideelle Fortsetzung dieser Gemeinschaft in einer weiteren Öffentlichkeit. Wir wussten von dessen Existenz, aber sie kümmerte uns damals nicht. Erst nach Verlassen der Hochschule stellte sich ein Bedürfnis

nach Kontaktaufnahme mit anderen Ehemaligen ein. Die jährliche Generalversammlung des Hochschulvereins war der freudige Auftakt eines jährlichen Wochenendes der nostalgischen Erinnerung, des freudigen Wiedersehens. Prof. Dr.oec., Dr. phil. André Zünd, Abschluss 1952, dipl.Wirtschaftsprüfer und a.o. Professor an der Universität St.Gallen

Wunderschön war es damals an der Handelshochschule. Geradezu familiär. Fräulein Kotschi vom Sekretariat und der Abwart Noger waren fast so wichtig wie die Professoren! Damals gab es rund 500 Studierende, davon waren (leider) nur ein paar weiblich. Ich erinnere mich, dass es damals noch fast keine ausländischen Studierenden gab. Und man trieb viel Sport bei Herrn Albonico.

Wir waren stolz auf die HSG und ihren guten Ruf in der Wirtschaft. Im Rahmen des Hochschulvereins konnten die Ehemaligen sich immer wieder freudig wiedersehen und mit den Jüngeren und auch den neuen Professoren Bekanntschaft machen.

Lic. oec. Heinz Allenspach, Abschluss 1950, alt Nationalrat und Präsident der Studentenschaft 1948/ 1949

Lic. oec. Georges Häusler, Abschluss 1951, ehem. VR-Delegierter Coca Cola Schweiz

Dr. oec. Frédéric Stutz, Abschluss 1957, ehemaliger Generaldirektor Nestlé Schweiz

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wissenschaft und praxis

«Entrepreneurship» als Phänomen und Wundermittel der Volkswirtschaft «Entrepreneurship» ist in aller Munde. Eine gute Geschäftsidee reicht aber noch nicht aus, um ein Unternehmen zu gründen und langfristig Erfolg zu haben. In der Schweiz gründen sechs Prozent der Bevölkerung aktiv ein Start up oder sind Inhaber und Geschäftsführer eines Unternehmens. Umsetzung der eigenen Kreativität verwirklichen zu können. Dass dies nicht immer mit der erstbesten Geschäftsidee geschieht, zeigen Beispiele wie die HSG-Gründer Rolf Dobelli und Thomas von Bergen, die mehrere Geschäftsideen prüften, bis ihnen ihre Erfahrung und ihr Bauchgefühl sagten, dass der Vertrieb von Buchzusammenfassungen über das Internet in Form dieses Geschäftsmodells grosse Chancen hat. Daraus entstand die Erfolgsgeschichte von GetAbstract, die für grosse Kunden wie Daimler Chrysler oder die beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse auch für die HSG ihre Zusammenfassungen als Intranetlösung anbieten. Im Vordergrund einer unternehmerischen Tätigkeit steht die Gelegenheit, eine konkret am Markt umsetzbare Geschäftschance wahrzunehmen. Genau hier setzen die Erklärungen zum Phänomen «Entrepreneurship» an.

Von Thierry Volery und Martina Jakl «Entrepreneurship» ist in letzter Zeit zum Modewort avanciert und wird vielfach in der Top-Ten-Liste in Regierungsprogrammen geführt. Nicht zuletzt verspricht man sich von einem vermehrten Unternehmergeist Wunderwirkung in Bezug auf die Belebung der Wirtschaft. «Gründer schaffen Arbeitsplätze, sind hochinnovativ und fördern damit auch den Standort Schweiz», wird dabei vielfach postuliert. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem Phänomen «Entrepreneurship» und verhält es sich mit der Wunderwirkung auch wirklich so? Umsetzbare Geschäftsidee als Basis Generell kann man festhalten, dass oftmals Menschen den Drang verspüren, Unternehmer werden zu wollen, um die eigenen Wünsche von Unabhängigkeit im Beruf oder die

«Entrepreneurship» als weiter Begriff Für das aus dem englischsprachigen Raum stammende «Entrepreneurship» gibt es kein eigentliches deutsches Äquivalent, sondern es wird im deutschsprachigen Raum vor allem der Begriff «Unternehmertum» verwendet, der mehr oder weniger den Kern von «Entrepreneurship» trifft. Fasst man den Begriff «Entrepreneurship» sehr weit, so entspricht der Begriff tatsächlich dem deutschen Wort «Unternehmertum» und geht von Selbständigen bis hin zu Vorständen in Familienunternehmen – umfasst damit die unternehmerische Tätigkeit als solche. Wenn man hingegen noch den Aspekt der Innovation mitberücksichtigt, so ergibt sich eine engere, prozessorientierte Sicht von «Entrepreneurship», welche den momentanen Schwerpunkten der Entrepreneurship-Forschung entspricht. Bei dieser Sichtweise wird mit «Entrepre-

Ein «Entrepreneur» erkennt und nutzt Gelegenheiten, die sich bieten.

Erkennen

Gelegenheit

Existenz von Gelegenheiten: ■

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wirtschaftliches Ungleichgewicht asymmetrische Informationen

Erkennen von Gelegenheiten: ■

kognitive Eigenschaften Vorkenntnisse

Evaluieren

Wesentliche Einflussfaktoren: ■

Eigenschaften von Gelegenheiten individuelle Unterschiede

Nutzen

Formen der Nutzung: ■ ■

Marktlösung institutionelle Lösung


Thierry Volery ist Professor für Unter-

Martina Jakl ist Projektleiterin am

nehmensführung mit Schwerpunkt

KMU-HSG.

Entrepreneurship und geschäftsführender Direktor am KMU-HSG.

neurship» ein Prozess bezeichnet, der von Individuen vorgenommen wird, welche neue, unternehmerische Gelegenheiten identifizieren, evaluieren und nutzen. Dies kann, muss aber nicht die Gründung eines neuen Unternehmens umfassen. Ebenso gut kann «Entrepreneurship» in bereits bestehenden Unternehmen stattfinden, beispielsweise als Spin-off oder auch im öffentlichen Sektor als «Public Entrepreneurship». Gelegenheiten wahrnehmen und umsetzen Gelegenheiten oder unternehmerische Chancen existieren in diesem Modell aufgrund eines wirtschaftlichen Ungleichgewichts und asymmetrisch verteilter Informationen, was einem neoklassischen Wirtschaftsmodell, das vom genauen Gegenteil ausgeht, widerspricht. Für den Ökonomen Baumol war die damit verbundene Vernachlässigung der Rolle des Unternehmers wie die Ausklammerung der Figur Hamlets in Shakespeares gleichnamigem Theaterstück bei der Diskussion über den Prinzen von Dänemark. «Entrepreneure» sind in diesem Modell Menschen, die durch eine bestimmte Denkhaltung oder Vorwissen eben diese Gelegenheiten vor den anderen oder überhaupt als solche wahrnehmen. Gelegenheiten verursachen bei diesen Menschen ein Kribbeln im Bauch, sie haben das bestimmte Gefühl, dass mit dieser Gelegenheit sehr gute Chan-

cen am Markt verbunden sind. Damit unterscheiden sie sich von Erfindern, welche zwar oftmals eine gute Idee haben, diese aber nicht am Markt umsetzen können. «Entrepreneure» hingegen sehen diese konkrete Chance am Markt und wissen die entsprechenden finanziellen oder personellen Ressourcen um sich zu sammeln, um diese Gelegenheit konkret am Markt umzusetzen. Und eben durch diese Umsetzung einer bis dato ungenutzten Gelegenheit am Markt bringen sie den Markt nach der Ansicht des Ökonomen Kirzner wieder ins Gleichgewicht und nehmen dadurch eine wichtige Funktion innerhalb einer Volkswirtschaft wahr. Marktgleichgewicht herstellen oder zerstören Eine gegenteilige Ansicht zu Kirzner vertritt der Österreichische Ökonom Schumpeter, welcher den Begriff der kreativen Zerstörung prägte. «Entrepreneure» sind für ihn Personen, welche durch neue Kombinationen von Ressourcen das Marktgleichgewicht stören und wenig innovative Unternehmen aus dem Markt werfen. Schumpeter sieht Entrepreneure als Agenten des Wandels in einer Volkswirtschaft, um wirtschaftliches Wachstum zu ermöglichen. Durch die kreative Zerstörung werden nach seiner Ansicht mehr und vor allem bessere Jobs geschaffen, als durch Unternehmensabbau verloren gehen. Beide Ansichten, sowohl diejenige von Kirzner als auch die von Schumpeter betonen eine überragende Rolle von

«Entrepreneurship», sei es als Wiederhersteller oder Störer eines Marktgleichgewichts für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Die Qualität von «Entrepreneurship» wird damit zu einem zentralen Stellhebel auch für die konjunkturelle Entwicklung. Doch als Phänomen mit vielen Facetten ist es schwierig, den richtigen Ansatzpunkt für die Förderung von «Entrepreneurship» zu finden, geschweige denn «Entrepreneurship» überhaupt messbar und international vergleichbar zu machen. Genau hier setzt ein internationales Forschungsprojekt an, an dem für die Schweiz neben dem IMD auch die HSG mitbeteiligt ist. Unternehmensgründung und Wirtschaftswachstum Das Projekt «Global Entrepreneurship Monitor» (GEM) ist ein internationales Forscherkonsortium, welches das Ausmass und den Einfluss unternehmerischer Aktivität systematisch mess- und international vergleichbar machen will. Die Schweiz nahm auch im Jahr 2005 neben 35 anderen Ländern an diesem Projekt teil. Im Rahmen dieses Projektes beschäftigen sich die Forscher auch mit der Frage, welcher Zusammenhang zwischen Gründungen und wirtschaftlichem Wachstum besteht. Zu diesem Zweck wird für jedes Land die Start up-Aktivität über den Anteil der erwachsenen Bevölkerung (18 bis 64 Jahre), die in Gründungsaktivitäten involviert sind, im Rahmen einer repräsentativen Bevölkerungserhebung gemessen. Die Ausbreitung junger Unternehmen, d.h. Unternehmen, die zum Zeitpunkt der Befragung nicht älter als 42 Monate sind, wird ebenfalls gemessen. Wichtig ist hier der direkte Einfluss der involvierten Individuen, die aber nicht notwendigerweise über die Mehrheit am Unternehmen verfügen müssen. Viele Gründungsaktivitäten in der Schweiz Wenn man die Resultate der aktuellen Untersuchung berücksichtigt, so versuchen zur Zeit etwa sechs Prozent

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der erwachsenen Schweizer Bevölkerung aktiv ein neues Unternehmen zu gründen oder sind Inhaber und Geschäftsführer eines Unternehmens, das noch nicht älter als dreieinhalb Jahre ist. Damit sind in konkreten Zahlen ausgedrückt etwa 290’000 Personen in der Schweiz direkt an Gründungsaktivitäten beteiligt. Die Gründungsaktivität ist damit im Vergleich zu den Vorjahren zwar leicht gesunken, jedoch noch nicht in Besorgnis erregendem Ausmass. Potenzial ausschöpfen Mit dieser Gründungsquote von sechs Prozent befindet sich die Schweiz im oberen Mittelfeld der beteiligten europäischen Länder. Relativ die meisten Unternehmen werden in Europa in Irland und Island gegründet. Im weltweiten Vergleich ist die Gründungsquote insbesondere in Ent-

wicklungsländern wie Venezuela, Thailand und Jamaika hoch. Dies lässt sich dadurch erklären, dass GEM die Motivation zur Gründung noch weiter unterscheidet und zwar nach Notwendigkeit und zur Nutzung einer unternehmerischen Chance. In Entwicklungsländern ist eine unternehmerische Tätigkeit oftmals die einzige Chance, Geld zu verdienen, wohingegen in Industrieländern eher eine Chance genutzt wird. Für Länder mit einem hohen Einkommensniveau wie der Schweiz konnte eine leicht positive Korrelation der Gründungsquote mit dem BIP ausgemacht werden. Die Schweiz hat aber eine im Vergleich zum BIP leicht geringere Gründungsaktivität verglichen mit einer auf dieser Korrelation basierenden Trendkurve und nutzt damit das unternehmerische Potenzial noch nicht voll aus.

«Entrepreneurship ist kein Wundermittel, aber eine Chance» Es besteht also tatsächlich noch Potenzial bei der Ausnutzung von «Entrepreneurship» in der Schweiz, aber ob die Förderung von «Entrepreneurship» tatsächlich das Wundermittel darstellt, für das es gehalten wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass Start up-Unternehmen einen beträchtlichen Anteil am Beschäftigungswachstum in den letzten Jahren hatten. Zudem ist der Anteil von «Entrepreneurship» an Innovation und wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit nicht zu unterschätzen. Ein Wunder- oder Allheilmittel ist die Förderung von «Entrepreneurship» sicher nicht, aber mit Sicherheit eine gute Chance, die es zu nutzen gilt.

Anteil der Bevölkerung 18–64 Jahre (95%-Konfidenzintervall)

Die Grafik zeigt, wieviel Prozent der Bevölkerung in Gründungsaktivitäten involviert sind.

30%

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Ungarn Japan Belgien Schweden Slowenien Niederlande Dänemark Italien Finnland Südafrika Österreich Frankreich Deutschland Spanien Mexiko Schweiz Kroatien Grossbritannien Griechenland Lettland Singapur Norwegen Kanada Argentinien Irland Island Australien Chile Brasilien USA China Jamaika Neuseeland Thailand Venezuela

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«Die HSG ist eine akademische Non-Business Organisation» Rektor Ernst Mohr hat die Universität bereits in seiner Zeit als Prorektor und Verantwortlicher für die Neukonzeption der Lehre wesentlich mitgeprägt. In einem Interview mit «alma» spricht er über die HSG als Unternehmerin, aktuelle Projekte und die Stellung der Universität als Dienstleisterin in der Wirtschaft. Interview: Roger Tinner Alma: Herr Mohr, die Universität St.Gallen ist einerseits eine Ausbildungsstätte, andererseits bieten vor allem die Institute Dienstleistungen für die Privatwirtschaft an. Sehen Sie die HSG als unternehmerische Organisation? Ernst Mohr: In jedem Fall. Ohne das Unternehmertum unter dem Dach der HSG könnten wir nicht über 50 Prozent unserer Erträge durch Marktleistungen erwirtschaften. Damit liegen wir als Universität in der Schweiz mit Abstand an der Spitze und in Europa im vorderen Feld. Inwiefern ist die HSG unternehmerisch tätig? In einer klassischen Universität spielt die Marktlogik keine Rolle. Selbst bei vielen amerikanischen Privatuniversitäten spielt sie eine untergeordnete Rolle, z.B. wenn sie ein riesiges Endowment im Rücken haben oder indirekt vom Staat alimentiert werden, z.B. über Rüstungsaufträge. Die HSG ist im Gegensatz zu einer klassischen Universität eine (akademische) Non-Business Organisation, d.h. der Markt hat einen Einfluss, aber der Markt ist nicht die Logik der Organisation. Unsere operativen Einheiten, an vorderster Front unsere Institute, sind deshalb unternehmerisch tätig, nicht um Gewinn per se zu erzielen, sondern um damit Forschung zu finanzieren und die Lehre zu verbessern, über das Mass hinaus, das mit der staatlichen Grundfinanzierung möglich wäre. Wir sind dankbar, dass der Kanton als Träger der Universität uns dies er-

möglicht, denn er könnte uns auch am Markt Fesseln anlegen. Im Grunde handelt der Kanton selbst wie ein Venture-Kapitalgeber. Er stellt Kapital, z.B. als Infrastruktur, zur Verfügung, übernimmt das Residualrisiko der HSG, stellt Portfolio-Richtlinien in Form des Leistungsauftrags auf und hofft, dass aus dem Anlageportfolio HSG vielfältige Erträge fliessen, jenseits der Erfüllung des universitären Grundauftrags, den man als Minimalrendite bezeichnen kann. Der Steuerrückfluss in die Region aus kantonalen Investitionen in den laufenden Betrieb der HSG ist derzeit rund 100 Prozent. Der durch die HSG ausgelöste Brain-Pull in die Region, anstatt eines Braindrains aus ihr heraus, die Spin-offs der HSG, das der Region erschlossene Netzwerk HSG, als Leuchtturm für das für Standortentscheidungen so wichtige Bildungswesen und als Transporteur des Namens St.Gallen – all das sind die Extraerträge des florierenden «Unternehmens» HSG. Was sind die Vorteile und Nachteile, wenn eine Universität beginnt, ihre Aktivitäten am Markt auszurichten und aktiv als Unternehmerin tätig wird? Wenn man alles, was man wollte oder für nötig hielte, geschenkt bekäme, hätte der Markt nur Nachteile. Aber in der Welt, in der wir leben, überwiegen die Vorteile des Marktes, auch für eine sich dem Markt aussetzende HSG. Der grösste Vorteil der Marktexponiertheit liegt allerdings nicht in der Generierung zusätzlicher Mittel, so wichtig das auch ist. Er liegt vielmehr darin, dass eine sich vom Markt fernhaltende Universität an Stimulation

Ernst Mohr möchte die HSG als Dienstleisterin noch besser positionieren.

verarmt, denn der Markt zwingt auch den Universitäten nichts auf, erhöht aber die Kadenz von wohl abzuwägenden Entscheidungen. Es ist also eine Frage der klugen Wahl, womit wir wieder bei der eigenständigen Logik einer Non-Business Organisation wären. Der Nachteil der Marktexponiertheit einer Universität ist, dass sie die Gewichte zwischen mehr oder weniger marktgängigen Themenschwerpunkten nicht mehr vollumfänglich selbst festlegen kann. Eine marktexponierte Universität wird immer einen höheren Anteil an marktgängigen Schwerpunkten haben. Wen das stört, der mag sich aber damit trösten, dass

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die nichtmarktgängigen Themen, absolut betrachtet, sicher nicht mehr Geld zur Verfügung hätten, wenn die an und für sich marktgängigen Themen auch mit öffentlichen Geldern finanziert werden müssten. Welches war in den letzten Jahren das erfolgreichste Projekt, das die HSG als Unternehmerin auszeichnet? Die HSG als Ganzes ist ebenso wenig Unternehmerin wie z.B. eine Bank. Als Unternehmen lässt sie sich aber am Erfolg ihrer Töchter messen. Ihr Projekt ist somit das Gesamtportfolio. Sehen Sie für die Zukunft die Gefahr, dass die HSG als unabhängige Ausbildungsstätte nicht mehr ernst genommen wird, weil sie von privaten Geldern abhängig ist?

Diese Gefahr darf man nicht verniedlichen, sie ist aber weniger gross als manche glauben. Wir stehen ja nicht auf einem Bein, das macht unabhängiger von Einzelinteressen. Und was heisst heute schon absolut unabhängig? Der jüngste Vorwurf von Science, immerhin eine der weltweit renommiertesten Wissenschaftszeitschriften, an die Adresse der US-Administration, sie setze Wissenschafter unter Druck, ihr unangenehme Ergebnisse der Klimaforschung zurückzuhalten, zeigt, dass Staatsgeld nicht automatisch Unabhängigkeit generiert. Selbst wenn gilt, «wes Brot ich ess, des Lied ich sing», bleibt das Liedgut vielfältig, wenn das Brot aus verschiedenen Händen kommt. In welche Richtung soll die HSG sich in den nächsten Jahren entwickeln? Wieweit kann die Strategie für eine Universität mit der Strategie eines Unternehmens verglichen werden?

Das HSG-Netzwerk, einschliesslich der Alumni, wird partizipativ und systematisch in die HSG-Entwicklung einbezogen, wir werden uns systematisch und nicht erratisch internationalisieren, die Internationalisierungsvorteile werden systematisch und nicht zufällig an die Region weitergegeben und wir werden über HSG-weite Projekte im Rahmen von Partnerschaften die Themenführerschaft zu gesellschaftlich relevanten Fragen gewinnen. Das sind Ziele, die so kein Unternehmen verfolgen würde. Was wünschen Sie sich von der HSG in Bezug auf Stellung als Dienstleistungsunternehmen auf dem Markt? Wir können noch viel besser werden! Herr Mohr, wir danken Ihnen herzlich für dieses Interview.

«Lernen von den Besten» Wissenstransfer für Führungskräfte

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Global Account Management Executive Program (GAMPRO) July 04-07, 2006 Horn/Switzerland

Research Institute for International Management

University of St.Gallen

A highly interactive four-day program for senior level sales executives with an interest in preparing and implementing the next step towards global sales excellence Speakers from: ■ Account Management Center ■ Coca-Cola ■ Columbia Business School ■ Deutsche Bank ■ DHL ■ Henkel ■ Hewlett-Packard ■ IBM ■ London Business School ■ Nike ■ Procter & Gamble ■ Siemens ■ University of St.Gallen ■ Wacker-Chemie

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For fur ther information please contact University of St.Gallen, FIM-HSG Isabelle Chemelli/Cécile Baumgartner Dufourstrasse 40a CH-9000 St.Gallen, Switzerland Phone: +41 71 224 24 48 Fax: +41 71 224 24 47 Email: isabelle.chemelli@unisg.ch cecile.baumgar tner@unisg.ch or visit www.fim.unisg.ch

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Der Bereich «Dienste» als Servicecenter für die HSG Nicht nur die HSG tritt gegen aussen als unternehmerische Organisation auf. Viele kleinere und grössere Räder halten den Betrieb am Laufen und sorgen für optimale Rahmenbedingungen. Wir stellen hier einen Bereich der Universität vor, der sich als Dienstleistungsunternehmen versteht. Von Anina Fleischmann Sie werden im Alltag kaum wahrgenommen, solange alles funktioniert. Doch ohne sie würde an der HSG nichts laufen. Der Bereich «Dienste» hat ein vielfältiges Aufgabengebiet und ist ein wichtiger Teil der HSGVerwaltung. Laut Hansjörg Baumann, Leiter Dienste, verstehen sie sich als Servicecenter der Universität. Eingeteilt in die Gruppen Liegenschaften, Büroservice, Infrastruktur und Hausdienst sind mehr als 25 Mitarbeitende beschäftigt. Das Liegenschaften-Team ist für den Gebäudeunterhalt, Reparaturen oder die Pflege der Kunstobjekte verantwortlich. Der Hausdienst kümmert sich um die Schulungsräume, betreut die Sportanlagen oder die Audiound Videosysteme der HSG. Der Büro-

service kommt überall dort zum Tragen, wo administrative Abläufe unterstützt werden müssen. Geht es um die Sicherheit, den Verkehr, den Umweltschutz oder Sonderprojekte, zeichnet das Infrastruktur-Team verantwortlich. Marktfähig «Wir sind die Handwerker der Uni und koordinieren vieles, was im Hintergrund abläuft», erklärt Baumann. «Wir verstehen uns als Unternehmen, das Dienstleistungen für die HSG erbringt. Ich sage immer zu meinen Mitarbeitenden: Wir arbeiten nicht in einer geschützten Werkstätte, verhaltet euch so, wie wenn die Uni euer eigenes Geschäft wäre. Baumanns Ziel ist und bleibt es deshalb, den Betrieb zu optimieren und den Kundennutzen zu steigern.

Der grosse Einsatz, der tagtäglich geleistet wird, bleibt leider allzu oft unbemerkt von HSG-Angehörigen. An dieser Stelle ein besonderer Dank an die guten Geister im Hintergrund!

Hansjörg Baumann leitet den Bereich «Dienste».

HSG macht Studierende zu «Entrepreneurs» Das St.Gallen Symposium ist eines der erfolgreichsten Projekte in der Geschichte der HSG. Das eigenständige Unternehmen ist aus einer studentischen Initiative hervorgegangen. Eine Handvoll Studierender stellt jedes Jahr einen Event mit internationaler Ausstrahlung auf die Beine. Von Anina Fleischmann Vom 18. bis 20. Mai ist es wieder soweit: Das St.Gallen Symposium wird zum 36. Mal hunderte von hochkarätigen Unternehmern und Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft an die HSG locken. Seit 1970 wird die Veranstaltung vom International Students’ Committee (ISC) gestaltet und durchgeführt. Die unabhängige studentische Organisation umfasst rund 25 Studierende der Universität St.Gallen und setzt sich jedes Jahr neu zusammen.

Aushängeschild für die HSG Dass das Studium an der HSG nicht nur bildet, sondern die Studierenden auch zu echten «Entrepreneurs» macht, sieht man an Organisationen wie dem ISC. Als eine der ältesten studentischen Initiativen ist das Symposium sehr erfolgreich und nicht nur in der Schweiz ein Begriff. Neben seiner Bedeutung als erfolgreiches Unternehmen gilt es auch als wichtiges Aushängeschild der Universität. HSG macht Unternehmer Die bunt zusammen gewürfelte Gruppe, die fast wie ein Unternehmen

mit verschiedenen Geschäftsbereichen organisiert ist, sitzt jeden Tag bis spät in die Nacht in den Büros ihrer «Villa Kunterbunt» und brütet darüber, wie das Symposium noch attraktiver gestaltet werden kann. In den acht Monaten ihres Einsatzes bleibt kaum mehr Zeit für Studium und Freizeit. Es scheint, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt. Was die Alma Mater vorlebt, springt auch auf die Studierenden über: Das unermüdliche Feuer, das jeden guten Unternehmer auszeichnet. Weitere Informationen zum Symposium unter www.isc-symposium.org.

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UNIBALL ST. GALLEN

TRAUMTÄNZER - 75 JAHRE HSG ALUMNI -

SAMSTAG, 29. APRIL 2006 CAMPUS DER UNIVERSITÄT ST.GALLEN

Bestellung Ballkarten Anzahl

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Preis/Stück

Ballkarten ohne Bankett Ballkarten mit Bankett davon vegetarisch:

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Ballkarten Student * ohne Bankett

CHF 40.– / EUR 27.–

Ballkarten Student* mit Bankett

CHF 95.– / EUR 64.–

davon vegetarisch:

Betrag Total

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CHF 60.– / EUR 40.–

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Bitte an folgende Adresse senden: Studentenschaft der Universität St.Gallen, Ballkommission Guisanstrasse 9, CH-9000 St.Gallen Sie erhalten umgehend eine Rechnung, die Tickets werden Ihnen nach Bezahlung ab Ende März in einem neutralen Umschlag zugestellt. Die Bestellung ist ebenfalls online auf www.hsgshop.ch möglich (Zahlung per Kreditkarte). Mehr Informationen zum Ball unter www.uniball.ch. * Bitte gültige Legi am Eingang vorweisen


Hans Werner ist St.Gallen ein Leben lang treu geblieben Lediglich eine Handvoll waren sie, als Hans Werner im Jahr 1941 sein Studium der Wirtschaftspädagogik an der Handelshochschule abgeschlossen hat. Heute im Alter von 91 Jahren hat Hans Werner kaum noch Kontakt zur ehemaligen Alma Mater. Die Nähe ist jedoch räumlich geblieben. Von Reto Pfändler Das grosse Fenster in der Stube von Hans Werner gibt den Blick frei auf die ganze Innenstadt von St.Gallen. Am Horizont die Hügel des Appenzellerlandes und im Dunst nur knapp erkennbar die Alpsteinkette mit dem Säntis. Diese Aussicht geniesst der ehemalige Kantonsschulprofessor zusammen mit seiner Frau seit mehr als 60 Jahren. Das ehemalige Hochschulgebäude an der Notkerstrasse ist ebenso auszumachen wie seine langjährige Wirkungsstätte, die Kantonsschule am Burggraben. Die Universität selber ist nur ein Steinwurf weit von der Wohnung entfernt, wo Hans Werner seit Mitte der vierziger Jahre lebt.

Lose Kontakte Heute pflege er kaum noch Kontakte zur Universität, erzählt Hans Werner. Mit seinen 91 Jahren ist er geistig sehr fit und auch körperlich geht es ihm gut, doch manches, was vor Jahren selbstverständlich gewesen sei, werde heute zu anstrengend. Den Hochschultag besuche er früher regelmässig und mit Freude. Gerne wähle er auch gelegentlich die ihn interessierenden Themen im breiten Angebot der öffentlichen Vorlesungen aus. Ein Angebot der Universität habe ihm aber besonders gefallen: die Kinderuniversität. Franz Jaeger habe es geschafft, die jungen Menschen zu begeistern und ihnen auch komplexe Themen und Zusammenhänge sehr altersgerecht erklären können, erinnert sich Hans Werner.

Hans Werners Leben ist geprägt vom Kontakt mit dem akademischen Nachwuchs.

Dieses Lob ist ernst zu nehmen, denn Werner war selber ein Leben lang Lehrer und weiss, wie anspruchsvoll die Vermittlung von Wissen sein kann. Nach dem Abschluss des Studiums trat er seine erste Stelle am Institut auf dem Rosenberg an. Dies sei viel mehr als einfach eine Lehrerstelle gewesen. «Als Lehrer war man auch Aufsichtsperson und musste kontrollieren, ob sich die Schüler die Zähne putzten und auch auf die Einhaltung der guten Tischsitten galt es ein Auge zu haben.» Danach war er ein halbes Jahr lang am Töchterinstitut Buser in Teufen tätig. Für einen jungen Lehrer sei dies nicht immer ganz einfach gewesen, weiss er. Gelegentlich seien persönliche Brieflein in den eingesammelten Heften gewesen. An der Kantonsschule Wie ein guter Teil des Studiums war auch der Wechsel an die Kantonsschule geprägt von der Zeit und ihrer Verpflichtung, langen Militärdienst zu leisten. Von seinem ehemaligen Professor Emil Gsell unterstützt, ergaben sich 1942 Kontakte zur Kantonsschule St.Gallen. Er konnte sich vorstellen und musste eine Probelektion ablegen. An diese Lektion in Uniform erinnert er sich gut. «Ich wurde direkt aus dem Militärdienst zu dieser Lektion aufgeboten und absolvierte sie in Uniform.» Damit begann eine lange und vielseitige Karriere an der Kantonsschule St.Gallen. Ab 1944 war Hans Werner als Hauptlehrer tätig. Besonders viel Freude macht es ihm, dass noch heute jährlich ein Treffen mit seiner ersten Klasse an der Kantonsschule stattfindet. Bereits 1953 wurde der studierte Handelslehrer als Vorstand der Handelsabteilung mit ihrer Maturitäts- und ihrer Diplomabteilung gewählt. Dieses Amt bekleidete Hans Werner wäh-

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Intensives Studium an der Notkerstrasse, Hans Werner im Bild links vorne.

rend beinahe 30 Jahren. In diese Zeit fielen verschiedene Reformen wie beispielsweise die Umwandlung in das Wirtschaftsgymnasium. Diesen Schritt konnte Hans Werner zusammen mit seinem ehemaligen Schüler und späteren Professor an der Universität, Rolf Dubs, umsetzen. Neben seiner Tätigkeit an der Kantonsschule engagierte sich Hans Werner auch in der universitären Ausbildung in St.Gallen. Er war verantwortlich für die Vorkurse im Fach Buchhaltung, die von Studierenden mit einer technischen oder sprachlichen Matura belegt werden mussten. «Viele Studenten nahmen die Buchhaltung auf die leichte Schulter», sagt Hans Werner. Dies habe sich aber gerächt, denn oft fielen gegen 40 Prozent durch die Prüfungen. Am meisten Probleme hätten die transitorischen Konten gemacht, erinnert er sich. Exotisches Auslandsemester Hans Werner schloss sein Studium in Wirtschaftspädagogik im Jahr 1941

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ab. Damals hatte die Handelshochschule natürlich noch ein ganz anderes Gesicht als die Universität heute. Beheimatet war sie an der Notkerstrasse mitten im Museumsquartier. Dort wurde ab 1911 bis 1963 studiert, bevor die Hochschule dann an ihren heutigen Standort umzog. Hans Werner erinnert sich vor allem an charismatische Professoren wie Robert Debes, Emil Gsell, Arthur Lisowsky oder Hans Nawiasky. Den Studienalltag von damals beschreibt Hans Werner so: «Wir besuchten Vorlesungen, an denen eifrig mitgeschrieben werden musste. Ganz wichtig waren die eigens verfassten Zusammenfassungen, die wie im beschränkten Umfang die Lektüre von Fachbüchern als Grundlage dienten. Dominierende Themen waren die Währungspolitik, der Aussenhandel, das Verwaltungsrecht oder das Rechnungswesen. Seminare kannten wir nicht. Vielmehr wurden von den Studierenden Vorträge verlangt.» In den Jahren 1938 und 1939 hatte Hans

Quelle: Staatsarchiv St.Gallen

Werner die Möglichkeit, ein Auslandsemester an der London School of Economics zu absolvieren. Er erinnert sich gut, dass ein solcher Aufenthalt damals eher als exotisch betrachtet worden war. Der aus Winterthur stammende Werner hatte sich überhaupt für den Besuch der Handelshochschule entschlossen, nachdem er nach dem Abschluss einer kaufmännischen Lehre befürchten musste, zu wenige berufliche Perspektiven zu haben. Ein anderes prägendes Element war der Militärdienst, der immer wieder zu Studienunterbrüchen führte. So konnte er während mehreren Jahren lediglich die Wintersemester besuchen. So pendelte er lange Zeit zwischen Winterthur und St.Gallen. Damals sei es undenkbar gewesen, dass ein Student mit dem Auto vorgefahren wäre. Heute, sagt Hans Werner, bemerkten seine Frau und er sehr gut, wenn an der Universität Semesterferien seien. «Dann hat es viel weniger Verkehr auf der Dufourstrasse.»


projekt campus

Spenderliste «Campus» – sind Sie schon dabei? Neben zahlreichen verbindlichen Zusagen von Spendern, die sich noch nicht für ein spezielles Engagement entschieden haben, wurden bereits 2 Platin-, 7 Gold-, 31 Silber- und 99 Bronze-Spendern, die Bibliothek, die Sauna, der Fitness- und Spieleraum und 12 Gästezimmer übernommen. Insgesamt belaufen sich die schriftlichen Zusagen damit auf über 8 Millionen Franken. Die Spender sind (Stand: 27. Februar 2006): · ABB Schweiz AG

· Dr. Martin und Barbara Epple

· Paul und Ann-Kristin Achleitner

· Ernst Göhner Stiftung

· Dr. Josef Ackermann

· Manuel Etter

· Max Pfister Baubüro AG

· Universal Finanz Holding AG

· Dr. Kurt und Verena Alig

· Arthur Eugster

· McKinsey & Company Inc.

· Johannes von Heyl

· AFG Arbonia-Forster-Gruppe

· Maria & Fritz Fahrni

· Dr. Alfred Meili

· S.D. Fürst Hans-Adam II von

· Heinz Allenspach

· Christian Fischbacher

· Thomas D. Meyer

· Alumni Amici HSG

· Fishing Club

· Stefan Minder & Dr. Carmen Kobe

· Martin von Walterskirchen

· Appenzeller Kantonalbank

· forma vitrum ag

· Dr. Stephan und Martina Mohren

· VP Bank Vaduz

· AV Bodania

· Dr. Egmond Frommelt

· MS Management Service AG

· Matthias von Westphalen

· Altherrenverband der AV Mer-

· Frutiger AG

· Sylvie Mutschler-von Specht

· Arthur Wäger

· Oskar Gasser

· namics ag

· Wagner AG

· AVIA Osterwalder St.Gallen AG

· Geberit Verwaltungs AG

· nbd-consulting,

· Stefan Wäspi

· Bain & Company

· Daniela S. Geissbühler

· Bank Julius Bär & Co. AG

· Karl Gernandt

· Nestlé

· Bankenvereinigung der Stadt

· Peter Gmür

· N.N.

· Anette Weber

· Lucas Gnehm & Christine

· Jochen Nölke

· Jürgen Westphal

· Alexander C. Notter

· Madeleine Winterling-Roesle

curia San Gallensis

St.Gallen · Basler Versicherungen

Huschke Gnehm

· Wolfram Martel und Andrea Martel Fus

Christian Müntener

· Ungarische Flüchtlingsstudenten 1956

und zu Liechtenstein

· Dr. oec. Carla Wassmer, a. Präsidentin Hochschulverein

· Christoph Baumgartner

· Dr. Hans-Ulrich Gysi

· René B. Ott

· Bernd Wolff

· Dr. Markus Berni

· Harro Haberbeck

· Otto’s AG

· Dr. Heinz R. Wuffli

· Bibus Holding AG

· Beat Halter

· Dr. oec. Emilio Pagani

· Prof. Dr. Rolf Wunderer

· Felix Bibus

· Karl-Erivan W. Haub

· Pictet & Cie Banquiers

· XL Insurance Switzerland

· Rudolf Bindella Weinbau-Wein-

· Bénédict Hentsch

· PricewaterhouseCoopers AG

· Zehnder Group

· Helvetia Patria Versicherungen

· Hubertus Rechberg

· Dieter Zerndt

· Bischoff Textil AG St.Gallen

· Heugümper Club Zürich

· Peter Reland

· Brauerei Schützengarten AG

· Hilti Foundation

· Jon W. Ringvold

· Dr. oec. Max Bruggmann,

· Holcim Ltd

· Tore W. Ringvold

· Hotel Hof Weissbad

· Willy Roos

· C.Vanoli AG

· ISC Foundation

· Rösslitor Bücher AG

· Bruno Catella

· Peter Jansen

· Dr. oec. Wilfried Rutz

· Centrum Bank Vaduz

· Maximilian Kastka

· Salzmann AG

· Ciba Speciality Chemicals

· Keramik Laufen

· Thomas Schmidheiny

· Clariant International Led.

· Pascal Koller

· Dr. Ralph Schmitz-Dräger

· Competence Network AG,

· Dr. Lucy und Gebi Küng-

· Drs. Albert R. Schuitemaker

handel AG

a. Präsident Hochschulverein

St.Gallen

Shankleman

· Dr. André-Michael Schultz

· CPH Chemie+Papier Holding

· René Lemmenmeier

· Raiffeisen Gruppe

· CPMi AG Customer Perform-

· Kessler & Co AG

· Ursula R. Seifert

· James Ladner & Thomas Ladner

· Dr. Heinz und Anita Seiler

· Credit Suisse Group

· Johann Jakob La Roche

· Serono

· Danzas Holding Ltd, Basel

· Dr. Willi Leimer

· Dr. Gralf und Silvia Sieghold

· Deutsche Bank AG

· Eckhard Marshing

· Andreas N. Somogyi

· Diethelm Keller Group

· Martin Leber

· St.Galler Kantonalbank

· Dr. Hans-Ulrich Doerig

· Dr. Silvio Leoni

· St.Galler Tagblatt AG

· Jean-Evrard Dominicé

· LGT Gruppe Vaduz

· Dr. Andreas E. Steinmann

· Dr. Bjorn Johansson Associates AG

· Harald Link

· Swiss Re

· Dreyer & Hillmann Stiftung

· Dr. Max Link

· Prof. Dr. Konstantin Theile

· Dubler Hotel- und Tourismus-

· Lista Holding AG

· Hans Thöni

· Armin Locher

· Thurgauer Kantonalbank

· Ecoscientia Stiftung

· LxBxH Gauch AG

· Dr. Ulrich Tueshause

· Rudolf E. Ehrbar

· Eckhard Marshing

· UBS AG

· Stefan und Hajo Engelke

· Martel AG St.Gallen

· Dr. oec. Martin Ulmer

ance Management

beratung

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mein spender-commitment Bitte ausfüllen und Kopie faxen an +41 71 224 30 11

Window of fame Spenderleistung «Platin-Spender»

> CHF 200’000

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je CHF 100’000

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«Bronze-Spender»

je CHF

5’000

EUR

3’500

Reservation (Anzahl)

Unterschrift / Datum

Reservation (Anzahl)

Unterschrift / Datum

EUR 140’000 EUR 70’000 EUR 14’000

Raum-Benennung Objekt Gästezimmer

Spenderleistung je CHF 50’000 EUR 35’000

Aufenthalts- /Verbindungsbereich

je CHF 500’000

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Fitnessraum

je CHF 100’000

Kegelbahn

je CHF 100’000

Spiel- /Entspannungsraum

je CHF 100’000

Bibliothek

je CHF 100’000

Tiefgarage

je CHF 100’000

EUR 350’000 EUR 70’000 EUR 70’000

– bereits vergeben – – bereits vergeben –

EUR 70’000 EUR 70’000 EUR 70’000

– bereits vergeben – – bereits vergeben –

EUR 70’000

Gewünschte Benennung auf Window of fame oder Raum

Spender Firma Name Adresse E-Mail Telefon Fax


aus dem alumni büro

HSG Alumni Competence Network: das Alumni-Netzwerk neu entdecken Seit kurzem ist das «Competence Network» auf der Internetseite von HSG Alumni aufgeschalten. Bereits haben zahlreiche Ehemalige ihr Profil um die Bereiche «Vita» und «Kompetenzen» erweitert. Von Philipp Kotsopoulos Im Dezember stellte HSG Alumni das «Competence Network» als neuen Bestandteil des «alumniWebs» auf www.alumni.unisg.ch vor: Die bestehenden Adressdaten im Online who’s who werden mit dieser neuen Plattform um ausführliche Profil-Informationen erweitert. Die neuen Bereiche «Vita» und «Kompetenzen» erlauben es dem Benutzer, ein individuelles und detailliertes Profil aufzustellen; eine neue Suchfunktion ermöglicht das zielgerichtete und strukturierte Finden von Fach- oder Branchenkompetenzen, Ländern, Sprachkompetenzen und vielem mehr. Gute Nutzungszahlen In den ersten zwei Monaten dieses Jahres haben bereits mehr als 3000 Alumni – also fast ein Fünftel aller Mitglieder – Gebrauch vom alumniWeb gemacht, sei es zum Suchen von Kollegen und Kompetenzen oder zur Pflege des eigenen Profils. Diese Nutzungszahlen zeigen ein breit verankertes Interesse und Bedürfnis bei den HSG Alumni, untereinander Networking zu betreiben. In der ersten Phase des Competence Networks wurden die Möglichkeiten der Nutzung bewusst offen gehalten –

ein KMU-Unternehmer, der Fachkompetenzen in einem spezifischen Fachgebiet oder Land sucht, kann die Plattform ebenso nutzen wie jemand, der auf der Suche nach einem SquashPartner ist. Die Nutzungsraten sowie das Feedback der User wird in Zukunft zeigen, in welchen Gebieten sich Interessenschwerpunkte bilden. Netzwerk neu entdecken Beim jetzigen Durchsuchen der

Profile trifft man auf die verschiedensten Alters- und Berufsgruppen, manchmal in Bereichen, in denen man gar keine HSG-Absolventinnen und Absolventen erwartet hätte. In diesem Sinne bietet das Competence Network auch die Möglichkeit, das Alumni-Netzwerk «neu zu entdecken». Wir sind in jedem Fall weiterhin gespannt, in welche Richtung sich diese dynamische Plattform entwickeln wird!

Viva Italia Cucina tradizionale! Bei uns erleben Sie die wahre Italianità mit typischen Spezialitäten wie ausgezeichnete Pizzas, hausgemachte Teigwaren, erlesene Fleisch- und Fischgerichte sowie feine Dolci. Und das 7 Tage in der Woche! «Buon appetito!»

So finden Sie das Competence Network: Profil anlegen: • www.alumni.unisg.ch/adresskorrektur • Bereich «Vita» oder «Kompetenzen» wählen Profile suchen: • www.alumni.unisg.ch • >> who’s who • >> Suche Kompetenzen

SchülerInnen, StudentInnen und Lehrbeauftragte erhalten gegen Vorweisung ihrer Legi zudem eine Preisreduktion von 15 Prozent! Gilt auch für eine Begleitperson!

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www.molino.ch

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unireport

Was das St.Galler Studium ausmacht Sascha Spoun ist seit 1999 mit der Neukonzeption der Lehre befasst. An dieser Stelle gibt er einen Überblick, was der Wechsel auf das Bologna-System für die Studierenden bedeutet und welche Master-Programme zurzeit angeboten werden. Ferien im Jahr, die als Semester bekannt waren, die Erinnerungen.

Dr. Sascha Spoun ist Dozent für Betriebswirtschaftslehre und seit 1999 mit der Neukonzeption der Lehre befasst.

Von Sascha Spoun Vor dem Liz ist wie nach dem Liz, so denkt man zumindest heute als Alumna und Alumnus in Erinnerung an das eigene Studium. Für die Universität selbst ist es natürlich ganz anders, denn die Zeugnisvergabe ist das zentrale Recht der Universität, mit dem sie ein Signal ihrer Bildungsphilosophie und ihrer Qualitätsstandards, kurz ihrer Marke, setzt. Und wir haben nun zwei neue Marken, den B.A. HSG und den M.A. HSG. Von jeder Absolventin, von jedem Absolventen hängt das Bild der Universität ab, denn mit dem Zeugnis werden aus temporären Studierenden lebenslange Mitglieder der HSG-Community. Und das ist eine starke Gemeinschaft mit geteilten Erfahrungen, z.B. der 35 Studierendengenerationen des Lizentiats von 1966 bis 2000: Je zwei Jahre Grund- und Lizentiatsstufe mit den Lernsommern für die Zwischenprüfungen resp. Vordiplome sowie der erste und zweite Teil des Abschlusses. Vor allem aber prägen die neun Monate

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Umstellung des Systems Kaum jemand kannte dieses System besser als Peter Gomez: Student seit 1966 im damals ersten Jahrgang des vierjährigen Hochschulstudiums und von 1999 bis 2005 Rektor der Universität. Und er zeigte sich als Unternehmer, wie ihn die HSG gerne in ihren Reihen sieht: Die Zeichen der Zeit frühzeitig erkennen können, um daraus Kapital für die eigene Organisation zu schlagen. Dank seiner Initiative und Arbeit als Rektor für die Neukonzeption der Lehre (NKL) ist für die HSG vor dem Liz nichts mehr wie nach dem Liz, auch wenn aus den Studienerinnerungen der Absolvierenden mit den Jahren ähnlich nette Geschichten werden, wie man sie heute hören kann. Und aus was wird der Stoff der künftigen HSG Campus-Geschichten bestehen neben dem Partyleben? Spannender und kreativer Studienstart Einige werden bereits mit dem Informationstag für Studieninteressierte beginnen, der die Entscheidung für oder gegen die HSG besser informiert treffen lassen will. Manche nennen ihn schon den «Abschreckungstag», weil so viel über ernsthaftes Nachdenken und Studieren gesprochen wird. Indes belegen zwischen 800 und 1000 Erstsemester eher die Suche der Studierenden nach einem – nicht zuletzt aufgrund des Kontextstudiums – breiten und intensiven Studium, wie man es eben andernorts nicht finden kann, trotz der damit verbundenen und gerne beklagten Arbeit. Mehr als 20 Mal stellten wir uns schon den Fragen der Interessent(inn)en, im April 2005 auch denjenigen des ZDF heute Journals. Dann geht es mit der Startwoche los, einem fünftägigen Blockseminar

vor dem eigentlichen Studium. Im gemischten Team mit elf Kommilitonen gilt es eine Fallstudie zu lösen. 350 Startwochen-Teams aus fünf Jahren (d.h. alle!) haben es geschafft. In diesem Jahr ging es um «Futuropolis», ein Modell für die Stadt der Zukunft in der Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Gewiss ein Höhepunkt der letzten Jahre, wenn man die gemeinsame Arbeit von Stararchitekt Daniel Libeskind mit 1000 Studierenden erleben durfte. Erste Infos unter www.startwoche.unisg.ch, eine Buchpublikation folgt im Herbst und die Holzstruktur von «Futuropolis» bleibt dank einer Spende engagierter St.Galler Bürger der Stadt erhalten. Anstrengende AssessmentStufe Vor allem haben die Studierenden gleich gelernt, wie man das Studentenleben mit dem Studium bei gleichzeitig wenig Schlaf verbinden kann. Das braucht man nämlich für die Assessment-Stufe. Hier müssen die Lücken aus der Mittelschule im Schreiben, beim Lesen, im Rechnen, in Englisch und in der Allgemeinbildung behoben werden, um die sich bislang die Universität nicht gekümmert hat. Statt dass sich aber die Dozierenden in jedem Seminar ärgern, weil den Studierenden die Grundlagen für das erfolgreiche Studieren fehlen, wollen wir diese nun beheben. Wir sind zwar ein wesentliches Stück weiter gekommen, aber noch fallen 30 Prozent und mehr eines Jahrgangs im ersten Jahr durch; und viele Studierende in höheren Semestern fallen ziemlich «uncool» durch Wissenschaftsferne auf. Indes, fünf schriftliche Arbeiten, drei mündliche Prüfungen und zwei benotete Gruppenarbeiten helfen, bereits ein bisschen echtes Leben in den ersten beiden Semestern praktizieren zu können und nicht nur die nach wie vor


zu weit verbreiteten AuswendiglernStrategien zu optimieren. Wer nicht nach Noten und Credits strebt, sondern während fünf bis zehn Tagen an seiner Persönlichkeit arbeiten will, kann ausserdem im Coaching-Programm mitmachen. In ihrem bereits fünften Durchgang steht die Assessment-Stufe nun auf dem Prüfstand externer Experten. Einerseits lernen wir dadurch viel, weil implizit schon lange Beklagtes und Bedauertes explizit wird, andererseits freuen wir uns, als wie attraktiv und innovativ dieses HSG-Studium auch sieben Jahre nach seiner Konzeption von 1999 wahrgenommen wird. Erster Jahrgang schliesst ab Besondere Geschichten wird immer der Pioneer-Jahrgang zu erzählen haben. Diese Studierenden waren Wegbereiter eines neuen Studienmodells der HSG und im Zuge des BolognaProzesses auch für die Schweiz. 2001 fingen sie an und die ersten werden in wenigen Wochen – nach ihrem Bachelor im Jahr 2004 – nun den Master aus der Hand von Rektor Ernst Mohr, der, zuvor als Prorektor, ebenfalls seit sieben Jahren an der Neukonzeption mitgearbeitet hat, erhalten. Zusammen mit den Kommilitonen, die zum Master nach St.Gallen gekommen sind, stehen mehr als 200 Absolvierende aus neun Master-Programmen an der Spitze für die neue Marke M.A. HSG. Die ersten Erfahrungen der beiden vorgezogenen Programme MiQE/F und MIA sowie des früheren MIM sind viel versprechend. Den Unternehmergeist von Peter Gomez trugen diese und die nachfolgenden Studie-

Die HSG stellt auf Anfrage eine Bestätigung aus, dass das Lizentiat äquivalent zu einem Master-Abschluss ist. Weitere Informationen Universität St.Gallen, Studierenden-Sekretariat, Dufourstrasse 50, 9000 St.Gallen, Tel. +4171224 2111, Fax +4171224 2816, E-Mail info@unisg.ch

«Futuropolis» ist gross und bunt.

renden weiter. Die HSG erfährt dafür Anerkennung durch Akkreditierungen und Rankings. Auf der Master-Stufe entstehen bereits mehr als 1000 Studierenden-Geschichten, denn im Herbst 2005 sind weitere 600 Studierende in eines von zehn HSG-Programmen eingetreten. Ein Viertel dieser hatte zuvor nicht an der HSG studiert. Soweit international standardisierte Tests Zulassungsvoraussetzung sind, wie für Ausländer oder für den SIM (Master in Strategy and International Management), überzeugen die Resultate. Im Durchschnitt erreichen die SIM-Studierenden 680 Punkte im GMAT. Auslandsaufenthalte sind heiss begehrt und zwar sowohl für ein Semester an einer der inzwischen mehr als 100 Partneruniversitäten wie in den Doppelmasterprogrammen mit Sciences Po (acht bis zehn MIA-Studierende), Nanyang University in Singapur (drei SIM-Studierende) und HEC/ESADE/ERASMUS (zusammen etwa zwölf Studierende aus den betriebswirtschaftlichen Mastern). Die Option der «Praxis Credits» wird sehr häufig gewählt; bereits mehr als 100 Studierende haben entsprechende Anträge auf begleitete Projekte bis zu sechs ECTS-Punkten gestellt. «Campus Credit»-Projekte sind dagegen selten und das Kontextstudium wird eher von den extern zum Master kommenden Studierenden geschätzt als von denjenigen, die schon an der HSG studiert haben. Manchen

erscheint es zu anstrengend und zu wenig berufsorientiert, obwohl es gerade diese Ideen und Qualifikationen sind, die zu den guten Rankings und zur Attraktivität der Absolvierenden im Allgemeinen beitragen. Identität bildet sich aus Erfreulich ist, wie die einzelnen Programme ihre Identität entwickeln und wie die so viele HSG-Dozierende auszeichnende unternehmerische Initiative den Studierenden zugute kommt. Für den MLE, den Master in Law and Economics, wurde eine eigene Stiftung gegründet, in dessen Rat die bedeutenden weltweiten Fachvertreter zusammenkommen. Der MIA dient bereits ab nächstem Wintersemester als Pilot für die inhaltliche Profilierung der Ideen der Neukonzeption der Lehre, in dem die Kleinteiligkeit einzelner Module überwunden und das Selbststudium zentraler wird. Im MBF, im Master in Banking and Finance, fördern Fellowship-Programme verschiedener Banken besonders leistungsfähige Studierende. Im MiQE/F kann man bereits heute ein entsprechend abgestimmtes Ph.D.Programm, den PEF, anhängen. Im Sommersemester soll insgesamt die Reform der Doktoranden-Stufe vorangetrieben werden, idealerweise auch mit einem interdisziplinären Angebot, um so dem Anspruch ganzheitlicher Bildung auf allen Stufen Rechnung zu tragen.

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unireport

Startwoche mit Daniel Libeskind Vom 17. bis 21. Oktober 2005 erarbeiteten die 850 neu eingetretenen Studierenden unter der Leitung des Architekten Daniel Libeskind «ihre» Stadt der Zukunft, genannt «FuturoPolis». Die Studierenden formulierten in 70 Arbeitsgruppen zunächst Verfassungsentwürfe für eine Gesellschaft der Zukunft. Auf dieser Basis entwickelten die Teams Thesen zur Stadt, die sich auf jeweils einen der sieben Themenbereiche bezogen: Kultur & Bildung, Freizeit, Produktion, Governance, Natur & Ökologie, Identität & Spiritualität und Wohnen. Unterstützt von lokalen Künstlern und Architekten

entwickelten die Studierenden Gestaltungskonzepte, um ihren Thesen auf einer von Libeskind entworfenen

Birkenholzstruktur Ausdruck zu verleihen (siehe auch Artikel von Sascha Spoun)

Stararchitekt Daniel Libeskind (links) hat mit rund 850 Studierenden die visionäre Stadt «Futuropolis» gebaut.

Wintersemester 2005/06 Im letzten Wintersemester gab es einige Neuernennungen und Abgänge bei den Dozierenden. Zum neuen Verwaltungsdirektor wurde Markus Brönnimann gewählt. Er löst Markus Frank ab, der einer von zwei Executive Directors an der School of Management, Technology and Law wird. Prof. Dr. Miriam Meckel ist seit dem 1. Oktober Ordinaria für Corporate Communications und Direktorin am MCM-HSG. Per 1. April 2006 wird Dr. Christoph Frei zum Titularprofessor für Politikwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung der Internationalen Beziehungen ernannt. Dr. Wolfgang Schürer wurde zum Ständigen Gastprofessor für Public Affairs gewählt. Als Nachwuchsdozenten für Betriebswirtschaftslehre werden per 1. April Dr. Erik Hofmann und Dr. Joerg Stefan Hofstetter beginnen. Dr. Lucy Küng-Shankleman ist seit Dezember Privatdozentin für Medien- und Kommunikationsmanagement. Dr. Sascha Spoun wurde vom Senat der Universität Lüneburg zum neuen Präsidenten dieser niedersächsischen Universität gewählt. Er ist damit der jüngste Rektor bzw. Präsident einer

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öffentlichen Universität in Deutschland (siehe auch Artikel auf Seite 26 in dieser Ausgabe) Auch Dr.-Ing. Wolfgang Maass hat die Universität verlassen, um sich als Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Furtwangen dem Fach «Medieninformatik und Medienwissenschaft» anzunehmen. Dr. Diana Ingenhoff wechselt als assoziierte Professorin für Medienund Kommunikationsmanagement an die Universität Fribourg. In memoriam Im letzten Herbst verstarb unerwartet Dr. Jost Gross in seinem 60. Lebensjahr. Er war seit 1980 an der HSG tätig, seit vier Jahren als Privatdozent für Staats- und Verwaltungsrecht. Prof. Dr. Gérard Gäfgen verstarb am 3. Oktober 2005 in seinem 81. Lebensjahr. Er wurde 1994 zum Ehrendoktor der Wirtschaftswissenschaften ernannt.

Am 11. November 2005 verstarb Dr. Peter Drucker. Er ist seit 1970 HSGEhrendoktor. Als unbestrittene weltweite Autorität entwickelte er neue Ansätze in der Managementlehre. Mit dem Hinscheiden von Dieter Wolf, dem früheren Präsident des deutschen Bundeskartellamts, verlor die HSG einen hervorragenden Dozenten, Referenten und Debatter. Markus Brönnimann neuer Verwaltungsdirektor Per 1. Februar 2006 hat der Universitätsrat Markus Brönnimann zum neuen Verwaltungsdirektor gewählt. Der 44 Jahre alte HSG-Absolvent war seit 2002 als stellvertretender Verwaltungsdirektor verantwortlich für die organisatorische Umsetzung der Neukonzeption der Lehre (NKL). Der scheidende Verwaltungsdirektor Dr. Markus Frank wird Director der Executive School of Management, Technology and Law.


Executive School of Management, Technology and Law Das lebenslange Lernen wird für die HSG immer mehr zum prägenden Element ihres Selbstverständnisses. Im Bereich der Weiterbildung hat die Universität nun eine neue Plattform erhalten. Die Executive School of Management, Technology and Law, kurz «ES-HSG», bündelt die Weiterbildungsaktivitäten der HSG. Bislang war die HSG-Weiterbildung stark dezentral organisiert. Die Weiter-

bildung ist eine gewichtige Einnahmequelle für die Universität. So steuert sie bereits heute rund zwanzig Prozent zum gesamten Budget bei. Auch künftig werden keine Steuergelder in die Weiterbildung fliessen. Die ESHSG soll selbsttragend sein und sogar Drittmittel für die HSG generieren. Geleitet wird die ES-HSG von Prof. Dr. Peter Gomez, Dr. Markus Frank und Dr. Matthias Straetling.

HSG-Studierende managen Kulturprojekte Kürzlich haben 20 Drittsemestrige des Bachelor-Studiums sich im Rahmen ihrer Seminararbeiten mit dem Thema «Kultur gestalten» beschäftigt. Sieben Aufgabenstellungen standen zur Auswahl, die in enger Zusammenarbeit mit den Kulturinstitutionen der Region St.Gallen formuliert wurden. Der Leiter des Kurses, Prof. Christoph Müller, verfolgte das Ziel, dass HSG-

Studierende Kulturinstitutionen von innen kennen lernen und danach ihr betriebswirtschaftliches Wissen einbringen. Laut Müller sei das Interesse an diesem Projekt sehr gross gewesen. Die Seminararbeiten, die daraus entstanden sind, werden nun den Kulturinstitutionen als Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen dienen.

St.Galler Hochschulmeisterschaften Golf 2006 Am 23. Mai 2006 finden die St.Galler Hochschulmeisterschaften in Golf für Studierende und Alumni statt. Das Turnier wird im Golfclub Erlen (www.erlengolf.ch) ausgetragen.

Die Organisation liegt beim Unisport St.Gallen. Weitere Informationen dazu gibt Leonz Eder (leonz.eder@unisg.ch).

Zentren zur institutsübergreifenden Zusammenarbeit Wichtige Themen sollen an der HSG in Zukunft institutsübergreifend bearbeitet werden. Das Rektorat hat beschlossen, an der HSG spezielle Zentren einzurichten, die dort interdisziplinär aktiv werden, wo sich Synergien zwischen den Instituten ergeben. Diese Zentren sind rein virtuell und nicht zu verwechseln mit institutsinternen Kompetenzzentren. Vorerst sollen nur zehn solcher Zentren geschaffen werden. Diese zeigen nach aussen die Kompetenzen, Kapazitäten und Aktivitäten ihrer Mitglieder werden einheitlich ihrem Thema entsprechend «Center for … HSG» benannt. Als erstes solches Netzwerk hat das «Center for Aviation Competence HSG» seine Tätigkeit aufgenommen. Es vereint vier HSG-Institute, die beim Thema Luftfahrt kooperieren, und konzentrier t sich auf Forschung, Lehre und Dienstleistungen.

Neues MasterProgramm in Law and Economics (MLE) Im Wintersemester star tete ein neues Master-Programm. Der Master of Arts in Rechtswissenschaft und Ökonomie verbindet das juristische Studium mit einer wir tschaftswissenschaftlichen Zusatzausbildung. Das Ziel ist, durch diese Kombination das Verständnis zwischen Juristen und Ökonomen zu verbessern und beide Kompetenzen unter einen Hut zu bringen. Der Master in Law and Economics ist der erste Vollzeit-Lehrgang dieser Art in der Schweizer Universitätslandschaft. Für das erste Semester haben sich 39 Studierende eingeschrieben. Die meisten von ihnen haben vorgängig den Bachelor in Rechtswissenschaft mit Wirtschaftswissenschaften absolviert. Der MLE bietet eine vollwertige juristische Ausbildung mit ökonomischem Zusatzgehalt. Der MLE hat einen prominent besetzten Stiftungsrat und einen «International Academic Council».

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uni aktuell initiativen studentische

Uni-Orchester: Wenn Studierende die erste Geige spielen Das «Orchester der Universität St.Gallen» ist ein studentischer Verein, der sich mit Haut und Haaren dem gemeinsamen Musizieren verschrieben hat. Seit 20 Jahren besteht das Orchester und versteht sich mehr denn je als Verbindungsglied zwischen der Universität und ihrem Umfeld. Von Reto Pfändler «Es ist gut gelaufen», erzählt der entspannte Vereinspräsident Julian Schneider nach dem Jubiläumskonzert in der voll besetzten St.Galler Tonhalle. Die Kritik nach dem Konzert war gut. Das freut Julian Schneider, denn das Jubiläumskonzert diente auch zur Stärkung des eigenen Zusammenhalts, was nach dem Erfolg natürlich sehr leicht fällt.

Nicht selbstverständlich Im Wintersemester 1985 wurde das Uni-Orchester auf Initiative des damaligen Rektors Alois Riklin vom Studenten Michael Berz gegründet. Mit rund 30 Mitgliedern konnte die Probenarbeit unter der Leitung von Domkappellmeister Roland Bruggmann aufgenommen werden. Das erste Konzert folgte bereits im Sommer 1986. Seither ist es zur schönen und guten Tradition geworden, dass das Orchester

Intensive Proben führen erst zum musikalischen Erfolg.

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jeweils im Winter und im Sommer Konzerte gibt. Noch heute sei man sich beim Orchester bewusst, dass eine solche Institution an einer Wirtschaftshochschule keine Selbstverständlichkeit sei, sagt Julian Schneider. Umso mehr freue er sich über die Unterstützung durch den Rektor Ernst Mohr, durch den Orchestervater Werner Wunderlich, durch die Studentenschaft, durch den eigenen Alumniverein und die HSG Alumni.


Höchste Konzentration ist unabdingbar. Quelle: Kommunikation HSG

Ausgleich zum Studium Der Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft habe ebenso einen festen Platz an der Universität St.Gallen wie das Orchester seit nunmehr 20 Jahren seinen Teil an das unverwechselbare Kulturleben beisteuert, sagt Schneider. Studentisches Musizieren sei eine Herausforderung und ein Erlebnis zugleich. Nicht unbescheiden verstehe sich das Orchester als Botschafter für die Universität im In- und Ausland und nicht zuletzt in Stadt und Region St.Gallen. Unterstrichen wird gerade dieser letzte Punkt durch die Besetzung des Orchesters. Hörbare Fortschritte «Es ist für uns nicht so leicht Studierende zu finden, die ein Orchesterinstrument beherrschen», stellt Julian Schneider fest. Doch man habe aus der «Not» eine Tugend gemacht und zähle heute viele Mitglieder aus der Stadt und der Region St.Gallen wie auch Dozierende. Sie alle stehen seit Herbst 2004 unter der Leitung von Guntram Simma. Er folgte auf Martin Lukas Meister, der von 1999 bis 2004 für die musikalische Leitung verantwortlich zeichnete. Julian Schneider schwärmt von der Arbeit unter der neuen musikalischen Leitung und spricht von hörbaren Fortschritten des gesamten Orchesters. Über die Grenzen geschaut Seit einiger Zeit hat sich das Universitäts-Orchester auch durch Projekte im Ausland hervorgetan. So nahm es im Mai 2004 am Festival Internationale de Musique Universitaire im französischen Belfort teil. Im April 2005 folgte das Orchester einer Einladung der Universität Saragossa und der Region Aragon für eine Konzerttournee in Spanien.

Ein eigener Alumniverein des Orchesters Was der Universität recht ist, ist dem Uni-Orchester billig: Im Dezember 2005 wurde der Alumniverein des Orchesters der Universität St.Gallen gegründet. Gründungsmitglied und Vereinspräsidentin Ariane Bauer hebt hervor, dass diese Alumniorganisation in erster Linie das aktive Orchester in seiner Tätigkeit unterstützen möchte. Gemäss Statuten sollen die jährlich eingehenden Mitgliederbeiträge zur Hälfte dem Orchester zur Verfügung gestellt werden. Neben der unterstützenden Tätigkeit ist der zweite wichtige Vereinszweck die Pflege und der Erhalt der Freundschaft von ehemaligen Orchestermitgliedern. Mittlerweile zähle der noch junge Verein bereits 15 Mitglieder – Tendenz stetig steigend, erzählt Ariane Bauer.

Für die Zukunft seien auch eigene Aktivitäten geplant, sagt sie weiter. So wird im März ein Skiwochenende mit dem Uniorchester stattfinden. Im kommenden Mai ist ein gemeinsames Probenwochenende mit dem Orchester geplant, das den Ehemaligen die Gelegenheit bietet, ihr Instrument wieder einmal zu spielen. Aus eigener Erfahrung und aus Gesprächen weiss Ariane Bauer um das grosse Bedauern darum, dass nach dem Studienabschluss kaum noch Zeit für die Musik bleibe. Der Alumniverein des Orchesters der Universität St.Gallen freut sich auf weiteren Zuwachs. Die Präsidentin Ariane Bauer ist am besten per Email (uniorchester.alumni@gmx.ch) erreichbar.

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start up

Der HSG Shop als studentisches Start up mit Perspektiven Merchandising ist allgegenwärtig – sei es für den neuesten Kinofilm, für das erfolgreiche Fussballteam oder sogar für den innovativen Dorfverein. Die Universität St.Gallen verkauft als eine der ersten Schweizer Universitäten ebenfalls Artikel, die klar machen, dass der Träger oder die Trägerin zur Universität steht. Von Reto Pfändler Philipp Kotsopoulos, Geschäftsführer von HSG Alumni, erinnert sich gut an die Ursprünge des HSG Shops. Kein Wunder, schliesslich war er der erste Shopleiter. Aus der Taufe gehoben wurde der Shop Ende 2002. Natürlich habe es schon früher immer wieder Bestrebungen gegeben, an der Universität St.Gallen das eigene Merchandising zu verankern, erzählt Kotsopoulos; allerdings stets mit eher wenig Erfolg. Auf eigenen Beinen Stark gefördert von Johannes Kiess, damaliger Geschäftsführer von HSG Alumni, und Malte Probst, Marketingverantwortlicher der HSG – die eigentlichen Gründerväter des heutigen Shops – entstand Ende 2002 der HSG Shop als gemeinsames Joint Venture der Universität und der Alumni-Organisation. Als Geschäftsführer sind jeweils der Alumni-Geschäftsführer und der Marketing-Verantwortliche der Universität tätig. Olivia Fraude, die den Shop derzeit leitet und Kotsopoulos abgelöst hat, bezeichnet den HSG Shop als veritables Start up-Unternehmen, das Studierenden ideale Voraussetzungen bietet, um wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Frisch in dieses Amt werden im April Philipp Estermann und Laurens Jansz starten. Neben der Möglichkeit, sich im überschaubaren Rahmen unternehmerisch zu betätigen, besteht die aus Marketing-Sicht spannende Herausforderung, das Merchandising für die HSG zu gestalten und weiterzuentwickeln. Spezielle Jubiläumsangebote Die Studierenden sind für sämtliche sichtbaren Arbeiten verantwortlich. Sie evaluieren neue Produkte, küm-

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Laurens Jansz, Philipp Kotsopoulos, Volker Bernhardt (oben v.l.n.r.) Philipp Estermann, Olivia Fraude (unten v.l.n.r.)

mern sich um den Einkauf und das Design, überlegen sich Marketingstrategien, organisieren Verkaufsstände an speziellen Anlässen der Universität und sind natürlich auch für den Versand der bestellten Waren zuständig. Einen permanenten, physischen Shop auf dem Campus gibt es leider noch nicht. Wer bestellen will, tut dies über Internet (www.hsgshop.ch), besucht einen der Verkaufsstände auf dem Campus oder geht in die Skriptenkommission.

Zum Sortiment gehören verschiedene Shirts, Caps und weitere Textilien. Das T-Shirt mit Schriftzug für Männer und das Kapuzen-Sweatshirt seien die am besten verkauften Artikel. Bei den Accessoires laufen der Kugelschreiber «Basic» und der Ansteck-Pin am besten, sagt Olivia Fraude. Seit seinem Bestehen sind beim HSG Shop mehr als 12’000 Artikel über den Ladentisch gegangen. Im Jubiläumsjahr der HSG Alumni versprechen sich die Shop-Verantwortlichen


einiges von den speziellen Artikeln: Neu sind Manschettenknöpfe und ein Rugby-Shirt erhältlich. «Der Laden läuft» Rund die Hälfte des Shopumsatzes wird HSG-intern und in der Zusammenarbeit mit Instituten erwirtschaftet. Dabei nutzen gerade Institute gerne die Möglichkeit, Textilien mit dem eigenen Schriftzug zu bestellen. Die andere Hälfte des Umsatzes teilt sich in etwa zu gleichen Teilen auf Studierende und Alumni auf. Der rechtlich als GmbH firmierende Shop entwickle sich gut. «Der Laden läuft», bringt es Fraude auf den Punkt. Wobei sie mehrmals betont, dass die Möglichkeit der unternehmerischen Tätigkeit für Studierende ein zentrales Element darstelle. Die Studierenden seien wirklich gefordert, neue Vertriebskanäle ausfindig zu machen und sich genau zu überlegen, wie sie ihr Angebot gestalten. Zwar stehe das Grundsortiment, doch um längerfristig Erfolg zu haben, seien Innovationen notwendig, ist sie überzeugt. Vor allem müsse der Shop im Bewusstsein seiner potenziellen Kundschaft noch präsenter werden. Hilfreich dabei seien sicher Serviceleistungen wie das Ticketing für den Uniball oder die Möglichkeit, das Vorlesungsverzeichnis beim HSG Shop zu bestellen.

Speziell zum Jubiläum: Rugby-Shirt

Highlight zur Fussball-EM 2004: Köbi Kuhn erhält sein persönliches Fanshirt aus dem HSG Shop.

Die fünf Wege zu den beliebten Shop-Artikeln Artikel aus dem HSG Shopsortiment zu bestellen ist auf verschiedenen Wegen möglich. Postversand Ar tikel online (www.hsgshop.ch) für den Versand per Post bestellen, Bezahlung per Kreditkarte.

und Manschettenknöpfe.

Bestellformular Mit dem Formular auf Seite 40 lassen sich die Artikel auch per Post bestellen. Abholung in St.Gallen Ar tikel online bestellen und im HSG Shop-Büro an der Bodanstrasse (beim Restaurant «Wienerberg») zu Büro-

zeiten abholen, Bezahlung bar oder per Kreditkarte. Sobald die Artikel abholbereit sind, kommt eine E-Mail-Ankündigung. Skriptenkommission (SKK) Die SKK bietet einen Grossteil des HSG Shop-Sortiments in ihren Verkaufsräumen an der Varnbüelstrasse 19 an. Campus-Verkauf Ein bis zwei Mal pro Semester sowie an diversen HSG-Anlässen hat der HSG Shop einen Verkaufsstand auf dem UniGelände. Diese Verkäufe werden separat angekündigt.

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emba alumni

Das Innerschweizer EMBA-Alumni Netz Das Innerschweizer EMBA-Alumni Netz ist eine Plattform für Unternehmer in der Zentralschweiz. Diese treffen sich regelmässig, um sich auszutauschen oder sich bei Firmenbesuchen weiterzubilden. Im Interview mit Franziska Eberhard erklärt Herbert Smrcek, Leiter des EMBA-Alumni Netzes, wie diese Plattform genutzt wird.

Besuch bei der Collano AG Am 7. Februar traf sich das Innerschweizer EMBA-Alumni Netz in Sempach Station. Die Teilnehmenden bekamen einen Einblick in die Entwicklung, Produktion und Anwendungstechnik der Collano AG. Nach einem interessanten Rundgang durch den Betrieb erläuterte der Geschäftsführer Stefan Leumann den Weg der Collano AG vom einfachen Klebestoffhersteller zum Innovationsunternehmen. Um im globalen Wettbewerb zu bestehen, handelt Collano AG nach der Devise: Weg von der Produktorientierung hin zur Bedürfnisorientierung. So bietet die Collano nicht nur Klebestoffe, sondern vor allem Lösungen für knifflige Probleme wie etwa bei der Produktion Herbert Smrcek (li.) leitet das Innerschweizer EMBA-Alumni Netz und freut sich auf

von Snowboards und Airbags.

den nächsten Firmenbesuch bei CSEM in Alpnach (rechts: Philippe Steiert von CSEM).

Interview: Franziska Eberhard alma: Herr Smrcek, welches Ziel verfolgt das Innerschweizer Netzwerk? Herbert Smrcek: Wir wollen in der Innerschweiz ein Beziehungsnetz aufbauen. Dies setzt Vertrauen zwischen den Mitgliedern voraus. Durch die Häufigkeit der Treffen kann dies von einem Kern von Mitgliedern, die regelmässig teilnehmen, aufgebaut werden. Ich bekomme für die Veranstaltungen nicht nur Anmeldungen, sondern auch Abmeldungen. Dies zeigt, dass sich die Mitglieder des Stammes bereits als Teil der Gruppe verstehen. An jedem Treffen nehmen rund 25 bis 30 Personen teil. Wie sieht das Jahresprogramm 2006 aus? Der Neustart unserer Innerschweizer Treffen war am 10. Mai 2005. Wir

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treffen uns zwei Mal pro Jahr zum Nachtessen im Gasthof Tell in GisikonRoot und zwei Mal pro Jahr besuchen wir ein Unternehmen. Wir verbinden den Firmenbesuch jeweils mit einem aktuellen Thema. Im Herbst 2005 haben wir die Firma Schindler besucht. Thema war «How to do business in China». Anfangs 2006 folgte ein Firmenbesuch bei der Collano AG. Hier ging es um das Thema «Innovationen bei KMU». Am 9. Mai und am 8. August werden wir uns wieder im Gasthof Tell treffen. Für den 7. November ist ein Besuch bei der Firma CSEM in Alpnach geplant. Wer kann beim Innerschweizer Netzwerk mitmachen? Wir freuen uns über jeden Abgänger der EMBA-HSG, der sich dafür interessiert. Ich habe rund 120 Adressen, die ich anschreibe. Unsere Mitglieder stammen vor allem aus den

Kantonen Luzern, Zug, Aargau, Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden. Wie kommt es, dass Sie so erfolgreich seid? Es besteht ein echtes Bedürfnis, hier in der Innerschweiz über einen eigenen Treffpunkt zu verfügen. Man kann sich unter seinesgleichen austauschen. Im Job sind viele auf sich allein gestellt. Es ist vielen wichtig, von anderen EMBA-HSG Abgängern zu lernen, wie sie bestimmte Themen anpacken und mit Herausforderungen umgehen. Man fühlt sich verbunden. Wie schon im MBA-Kurs sind verschiedene Branchen bei uns vertreten. Der soziale Aspekt der Treffen darf auch nicht unterschätzt werden.

Mehr Informationen bei Herbert Smrcek (herbert.smrcek@bluewin.ch).


Erfolgreiche Lancierung des EMBA-WomensNet Den Absolventinnen des EMBA/NDU der HSG steht seit Oktober 2005 eine weitere Möglichkeit des Austauschs zur Verfügung: Das EMBA-WomensNet. Regelmässig finden Treffen statt, an denen sich die Teilnehmerinnen über Karriere, Beruf und Privatleben austauschen. Von Franziska Eberhard Gut 10 Prozent der Absolvierenden des EMBA sind Frauen. Im Sinne einer Ergänzung des Networking-Angebots entstand deshalb die Idee, eine weitere Plattform zu schaffen, damit Frauen sich untereinander austauschen können. So entstand das EMBA-WomensNet. Grosses Interesse bei den Absolventinnen Die Einladung zu einem ersten Treffen stiess auf ein grosses Echo: Über 40 Prozent der bisherigen Absolventinnen äusserten spontan ihr Interesse an einer aktiven Teilnahme am EMBA-WomensNet. Das erste Treffen im Oktober 2005 hatte zum Inhalt, die Ziele und Rahmenbedingungen des Projekts zu definieren. Die Stossrichtung wurde bald klar: Das EMBA-WomensNet soll als Plattform für ein aktives Beziehungsmanagement dienen, basierend auf der Eigeninitiative und Verantwortung jeder einzelnen Teilnehmerin. Hauptziele sind dabei der aktive Erfahrungs- und Informationsaustausch, sei es durch gegenseitiges Vorstellen der eigenen Tätigkeit, durch das Einladen von Referenten zu aktuellen Themen, durch Firmenbesuche oder

Weitere Informationen Für Fragen und Informationen steht Edith Stuber, Leiterin des EMBA-WomensNet gerne unter edith.stuber@bluewin.ch zur Verfügung. Ein Internetauftritt besteht leider noch nicht, doch die Idee eines internetbasier ten Forums wird derzeit geprüft.

die gegenseitige berufliche Unterstützung und Zusammenarbeit. Vierteljährliche Treffen geplant Aufgrund der Umfrage, welche bei den Interessentinnen im Vorfeld stattfand, kristallisierte sich ein Rhythmus von vierteljährlichen Treffen heraus. So haben alle die Möglichkeit, wenigstens an einigen Meetings dabei zu sein und sich in einem ungezwungenen Rahmen untereinander auszutauschen. Für den Informationsaustausch wird aktiv eine Möglichkeit über das Internet geprüft. Dort soll eine Art Forum etabliert werden, die von allen interessierten Frauen genutzt werden kann, um Know-how auszutauschen, Probleme zu diskutieren oder einfach in Kontakt zu bleiben. Vertrauensbasis als Grundlage Für die Teilnehmerinnen ist klar, dass ein Netzwerk unter Frauen nur dann funktioniert, wenn eine Vertrauensbasis besteht. Aus diesem Grund waren sich alle einig, die ersten Treffen unter das Motto «Gegenseitiges Kennen lernen» zu stellen. Am zweiten Treffen vom 11. Januar 2006 nahmen 25 Frauen teil. Unter der Leitung von Barbara Küchler tauschten die Teilnehmerinnen in kleinen Gruppen auf kreative Art Informationen aus ihrem Berufs- und Privatleben aus. Die Resultate wurden anschliessend dem Plenum präsentiert und auf einem Fotoprotokoll festgehalten, welches an alle Teilnehmerinnen verschickt wurde. Beim anschliessenden Abendessen wurden weitere Details ausgetauscht und bereits erste gemeinsame Projekte lanciert. Das Feedback der anwesenden Frauen war denn auch durchwegs po-

Edith Stuber leitet das EMBA-WomensNet, die neue Plattform für den ungezwungenen und regelmässigen Austausch unter EMBA-Absolventinnen.

sitiv und der Wunsch nach Fortsetzung gross. Nächstes Treffen im Kürze Das nächste Treffen findet am 3. April 2006 wiederum in Zürich statt. Das gegenseitige Kennen lernen wird weiterhin das Hauptthema sein. Myriam Mathys wird an dieser Veranstaltung die Teilnehmerinnen basierend auf ihrer beruflichen Erfahrung methodisch unterstützen. Es ist zu hoffen, dass das Netzwerk dazu beiträgt, die Absolventinnen der EMBA-Stufe näher zusammenzubringen und deren Weiterentwicklung in Beruf und Privatleben zu unterstützen.

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alumni clubs

Aktive Clubs in der Suisse Romande Die Alumni in der Westschweiz sind bekannt für ihr aktives Club-Leben und die spannenden Events. Nun haben sie es geschafft, Ehemalige von Top-Universitäten aus aller Welt zu einem gemeinsamen Lunch zu versammeln. Zum ersten Mal in der Geschichte haben die HSG Alumni der Suisse Romande die Ehemaligen von INSEAD, IMD, London Business School, University of Stanford und die Mitglieder des Harvard Club of Switzerland zu einem gemeinsamen Lunch eingeladen. Dabei stand nicht nur

das «Friendraising» und Networking im Vordergrund, sondern auch das Referat von Dr. Peter H. Wuffli, CEO der UBS AG. Dem Vortrag des Ehemaligen zum Thema «Transformational Corporate Development, the Example of UBS» lauschten rund 200 Personen.

Die HSG Alumni haben mit dem Erfolg dieses Anlasses nicht nur ihre viel unterschätzte Präsenz, sondern auch das Ansehen, das die Universität dank ihren prominenten und erfolgreichen Ehemaligen geniesst, bekräftigen können.

impressum

Erfolgreicher Jahresanlass im Dezember 2005 Seit 1998 veranstaltet Anciens de St.Gall einen Jahresanlass für die HSG Alumni und ihre Partner. Am 17. Dezember 2005 fanden mehr als 120 Ehemalige ins Genfer «Swissair Center». Eindrücklich sprachen Marc Burki, CEO von Swissquote, Philippe Vignon, Marketing Direktor Europa bei EasyJet und Dominique Descamps, Marketing Leiter der Firma Logan über ihre spezifischen Konzepte und deren höchst erfolgreiche Umsetzung in die Praxis.

Das Alumni-Magazin der Universität

Chefredaktion:

Adressänderungen:

St.Gallen (bis 1997: «St.Galler Hochschul-

Roger Tinner · Anina Fleischmann (Stv.)

HSG Alumni

nachrichten»)

Dufourstrasse 50 Beiträge:

CH-9000 St.Gallen

ISSN 1422-5980

Philipp Kotsopoulos · Urs Landolf · Sascha

Telefon +41 71 224 30 10

7. Jahrgang, Nr. 2/2006

Spoun · Thierry Volery · Martina Jakl ·

Telefax +41 71 224 30 11

Auflage: 18’500 Exemplare

Franziska Eberhard · Roger Tinner · Reto

alumni@unisg.ch

Erscheinungsweise: alle 3 Monate

Pfändler · Anina Fleischmann

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HSG Alumni Club Northern California Vor kurzem rauften sich einige Alumni in San Francisco zusammen und gründeten einen Ehemaligen-Club. Die Initialzündung dafür gab das Nachwuchsprogramm der «Swiss-California Foundation». Der neu gegründete Club veranstaltet regelmässige Treffen für die rund vierzehn Mitglieder. Von Anina Fleischmann San Francisco – eine der charmantesten Städte Amerikas. Kein Wunder, zieht es auch viele HSG Alumni in diese Stadt und rund um den San Francisco Bay. Die Anfänge des Alumni Clubs in San Francisco reichen Jahre zurück. Im Jahre 2001 etablierte der Alumnus Bruno Schurter ein Nachwuchsprogramm für junge HSGAbsolventinnen und -Absolventen. Jeweils ein Abgänger pro Jahr sollte die Gelegenheit bekommen, die kalifornische Business-Kultur kennen zu lernen. Er gründete zu diesem Zweck zusammen mit anderen Schweizern die Swiss-California Foundation und suchte Partner für das geplante achtmonatige Programm. Aus gelegentlichen Treffen entsteht ein Club Seit fünf Jahren verbringt nun jeweils ein Praktikant oder eine Praktikantin den Winter und den Frühling im eine Stunde nördlich von San Francisco gelegenen Santa Rosa. Zu deren Aufgaben gehören dabei Projekte der lokalen Wirtschaftsförderung, der Forschung und des täglichen Geschäfts

der Swiss-California Foundation. In den letzten Jahren haben die Absolventinnen und Absolventen jeweils auch den Kontakt zu den lokalen Alumni gepflegt. Es wurde beinahe schon zur Tradition, dass der jeweilige Praktikant der Swiss-California Foundation die ansässigen HSG Alumni zu gelegentlichen Treffen einlud. Diese fanden meist in San Francisco, einige Male auch in Santa Rosa statt. Man traf sich auf ein gemeinsames Nachtessen oder ein gemütliches Beisammensein bei ein paar Drinks. Neue Mitglieder gesucht Laut Raphael Zeller, dem aktuellen Praktikant der Swiss-California Foundation, war es schwierig, alle HSG Alumni in der Umgebung ausfindig zu machen. «Wir bekamen sehr positive Reaktionen auf die gelegentlichen informellen Alumni-Treffen und setzten uns daher zum Ziel, den Zusammenhalt und die Freundschaft untereinander noch zu verstärken. So wurde ein offizieller Alumni Club bald Realität», erzählt Zeller. Da Kalifornien sehr gross sei, hätte man den Club «HSG Alumni Club Northern California» genannt.

Die Swiss-California Foundation wurde von einigen Alumni gegründet und ermöglicht jeweils einem HSGAbsolventen ein achtmonatiges Praktikum.

Momentan sind vierzehn HSG Alumni in der Region San Francisco als Mitglieder auf der Liste. Der engagierte Vorstand des Clubs ist aber auf der Suche nach weiteren Interessierten, die an den Treffen, die ungefähr alle zwei Monate an verschiedenen Orten stattfinden, teilnehmen möchten. Im März wird der Club seine Gründung mit den Mitgliedern feiern und eine Internetseite ausarbeiten. Weitere Informationen sind bei Raphael Zeller unter hsgalumni@swisscalifornia.com oder www.swisscalifornia.com erhältlich.

Der Gründer der Swiss-California Foundation Bruno Schurter hat in den letzten Jahren den HSG-Absolventen Stefanie Lustenberger und Silvan Bättig ein achtmonatiges Praktikum in Kalifornien ermöglicht (v.l.n.r.).

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Neuerscheinungen Ehemaliger

Catherine Müller, Gudrun Sander «Gleichstellungs-Controlling» Noch immer werden Männer und Frauen in der Arbeitswelt unterschiedlich behandelt. Das Handbuch der HSG-Absolventin Gudrun Sander und der Organisationsberaterin Catherine Müller setzt sich mit der Idee des «Gleichstellungs-Controllings» im Arbeitsleben, in der Wirtschaft, in der Öffentlichkeit und in der Politik auseinander. Dabei werden mit den Entscheidungsträgern in Unternehmen, Verwaltungen und Organisationen Gleichstellungsziele vereinbart und die notwendigen Massnahmen zu deren Erreichung definiert. Die Grundlage bilden betriebswirtschaftliche Führungsinstrumente wie MbO (Management by Objectives) und Controlling. Die relativ neue Thematik wird in diesem Buch sehr praxisnah behandelt. Die beiliegende CD-Rom enthält wertvolle Merkblätter, Formularvorlagen und Praxisbeispiele, die man in der Personalführung direkt einsetzen kann. Catherine Müller, Gudrun Sander: Gleichstellungs-Controlling. Vdf Hochschulverlag AG an der ETH Zürich, 231 Seiten, erschienen 2005. Im Fachbuchhandel erhältlich.

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Cuno Pümpin, Wolfgang Amann «SEP – Strategische Erfolgspositionen» Das praxisbezogene Buch des HSG-Professores Pümpin und des Alumnus Amann richtet sich an ambitionierte Führungskräfte und Manager, die ihr Unternehmen und dessen Teilbereiche zum Erfolg führen wollen. Die beiden Autoren stellen die Grundlagen einer modernen, dynamischen Strategielehre dar und zeigen, wie man ein Unternehmen anhand strategischer Erfolgspositionen (SEP) führen kann. Dabei steht die Erkenntnis im Zentrum, dass ein Unternehmen nur dann nachhaltige Erfolge erzielt, wenn es Kernkompetenzen im Sinne von SEP aufbaut und diese konsequent umsetzt. Das Buch vereint wirkungsvoll die theoretische und die praktische Sicht der Unternehmensführung über strategische Erfolgspositionen, wobei es sich auf das Wesentliche konzentriert. Cuno Pümpin, Wolfgang Amann: SEP – Strategische Erfolgspositionen. Haupt Verlag, 136 Seiten, erschienen 2005. Im Fachbuchhandel erhältlich.

Pius Bischofberger «Kirchliches Management – Grundlagen und Grenzen» Die Kirche im westlichen Europa sieht sich mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse werden zusehends komplexer, was sich zwangsläufig auf die Kirche – als Teil dieser Welt – auswirkt. Vor allem von theologischer Seite wird deshalb der Ruf nach betriebswirtschaftlicher Hilfestellung für die Kirchenleitung immer deutlicher vernehmbar. Gleichzeitig wird von der Theologenzunft Kritik an der Übernahme von Begriffen und Methoden aus dem betriebswirtschaftlichen Arsenal geübt. Diese Situation bot dem Ehemaligen Pius Bischofberger Anlass, an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern ein Pilotseminar zum Thema «Kirchliches Management» durchzuführen, das zugleich die Ausgangslage für sein Buch bildet. In seinem Werk vermittelt er einen vertieften Einblick in die Grundlagen einer pastoralen Unternehmungsführung. Pius Bischofberger: Kirchliches Management – Grundlagen und Grenzen. LIT-Verlag Münster, 135 Seiten, erschienen 2005. Im Buchhandel erhältlich.


Peter Schwarz, Robert Purtschert, Charles Giroud, Reinbert Schauer «Das Freiburger ManagementModell für Nonprofit-Organisationen» Für einmal ist nicht vom St.Galler Management-Modell die Rede. An der Universität Freiburg wurde in den letzten Jahren ein Modell entwickelt, das speziell bei Nonprofit-Organisationen eingesetzt werden kann. Das Buch der beiden Alumni Peter Schwarz und Robert Purtschert und ihrer Kollegen vermittelt durch seinen ganzheitlichen Ansatz die Grundlagen und einen Ordnungsraster für das Verständnis der NPO-Management-Probleme und ihrer Lösungen. Das Freiburger Management-Modell soll NPO Hilfe beim effizienten Management bieten und sie darin unterstützen, Business Excellence anzustreben. Peter Schwarz, Robert Purtschert, Charles Giroud, Reinbert Schauer: Das Freiburger Management-Modell für Nonprofit-Organisationen. Haupt Verlag, 298 Seiten, 5. Auflage erschienen 2005. Im Fachbuchhandel oder unter www.haupt.ch erhältlich.

Claus von Campenhausen «Risikomanagement – Was der Manager wissen muss» Der Enron-Skandal war die Folge mangelnden Risikomanagements. Mit «Basel II» wurden die Vorschriften zur Risikoverminderung in der Bankenund Versicherungswirtschaft verschärft. Heute steht das Risikomanagement immer häufiger auf der Agenda von Führungskräften aller Branchen. Mit welchen Instrumenten kann das Risiko, die Unternehmensziele zu verfehlen, verringert werden? Bisher gab es kaum praxisorientierte Literatur zu diesem Thema. Diese Lücke schliesst das Buch von Claus von Campenhausen. Er ist ausgewiesener Fachmann im Bereich Risikomanagement und erklärt die wesentlichen Begriffe und Zusammenhänge einfach und verständlich. Mit diesem Grundlagenwerk erhalten Führungskräfte den notwendigen Überblick, damit sie im Unternehmensalltag die richtigen Tools anwenden können. Der Ehemalige vereint dabei seine praktischen Erfahrungen von beiderseits des Atlantiks in einem überzeugenden Gesamtkonzept.

Harald Vergossen «Marketing-Kommunikation» Das Buch von Vergossen, der an der HSG promoviert hat, bietet einen praxisorientierten Einblick in die Marketing-Kommunikation. Es richtet sich an Studierende des Fachgebiets, aber auch an Praktiker, die die neusten Entwicklungen systematisch aufbereitet verfolgen möchten. Das Werk beinhaltet zahlreiche aktuelle Informationen und Hintergründe zu Fragestellungen des Themengebiets. Gleichzeitig werden immer wieder Kriterien zur Bewertung und Würdigung der verschiedenen Konzepte, Strategien und Kommunikationsinstrumente entwickelt. Zahlreiche Abbildungen und Grafiken veranschaulichen die Inhalte und tragen zum Verständnis des Stoffs bei. Harald Vergossen: MarketingKommunikation. Friedrich Kiehl Verlag GmbH, 379 Seiten, erschienen 2004. Im Fachbuchhandel erhältlich.

Claus von Campenhausen: Risikomanagement – Was der Manager wissen muss. Verlag Orell Füssli, 256 Seiten, erscheint im März 2006. Im Fachbuchhandel erhältlich.

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2. Quartal

April 1. April 2006 Dalenades: Ball (www.dalenades.com) hermann.stern@alumni.unisg.ch 3. April 2006 EMBA LadiesNet: Stamm (Details folgen) edith.stuber@alumni.unisg.ch 3. April 2006 HSG Alumni Club Boston: Stamm 19.00 Uhr, John Harvard’s Brewhouse 33 Dunster Street, Cambridge ines.mergel@alumni.unisg.ch 5. April 2006 HSG Alumni Club Rhein-Main: Abendveranstaltung 19.30 Uhr, Gaststätte Volkswirt Weinschänken, Kleine Hochstrasse 9–11, Frankfurt peter.jacubowsky@alumni.unisg.ch 10. April 2006 EMBA-Stamm Zürich: Stamm ab 19.00 Uhr, Restaurant Monte Primero josef.boesze@alumni.unisg.ch 14. April 2006 HSG Alumni Club Chicago/Midwest: Stamm ab 18.00 Uhr, Ort: TBD marius.ronge@alumni.unisg.ch 14. April 2006 HSG Alumni Club New York: HSG Studenten in NY Meeting mit HSG Studenten im Rahmen des «National Model United Nations» claus.von.campenhausen@alumni.unisg.ch 19. April 2006 HSG Alumni Club Basel: Stamm 12 Uhr, Hotel Victoria, Centralbahnplatz 3–4, Basel Es wird um Anmeldung gebeten! manuel.koch@alumni.unisg.ch 20. April 2006 HSG Alumni CLA (Club LatinoAmericano): Jubiläum in Buenos Aires christophe.stern@alumni.unisg.ch 25. April 2006 EMBA-Stamm Bern: Stamm 18.00–19.30 Uhr, Rest. Altes Tramdepot (beim Bärengraben) peter.matthys@alumni.unisg.ch 26. April 2006 HSG Alumni Club Vienna: Botschaftsempfang (Offizielle Einladung folgt) andreas.muther@alumni.unisg.ch 26. April 2006 HSG in Asia (Hong Kong): Dinner «Ole Restaurant» alexandre.tunik@alumni.unisg.ch 28. April 2006 Ostschweizer Stawi: Stamm 12.15 Uhr, Restaurant Traube («Trübli») Goliathgasse 37, 9000 St.Gallen linke.st.gallen@swissonline.ch

28. April 2006 Ressort International Alumni Club: Last Thursday 19.00 Uhr, Ort: tba www.rialumni.net, daniel.diemers@alumni.unisg.ch

Mai 1. Mai 2006 HSG Alumni Club Boston: Stamm (Details siehe 3. April) 2. Mai 2006 HSG Alumni Club New York: Vortrag, Prof. Senn, HSG, über sein Sabattical an der Columbia Business School (bitte anmelden) claus.von.campenhausen@alumni.unisg.ch 2. Mai 2006 HSG Alumni Club Zürich: 45. Alumni-Treff, «Welt der Düfte», Markus Gautschi, Givaudan sekretariat3@huvm.ch

26. Mai 2006 Ostschweizer Stawi: Stamm (Details siehe 30. April) 30. Mai 2006 EMBA-Stamm Bern: Stamm (Details siehe 25. April)

Juni 2. Juni 2006 Club der Grauen Panther: Family Event Grossarl/Österreich alexander.arnold@alumni.unisg.ch 2. Juni 2006 HSG Alumni Club Chicago/Midwest: Stamm (Details siehe 14. April) 5. Juni 2006 HSG Alumni Club Boston: Stamm (Details siehe 3. April)

3. Mai 2006 HSG Alumni Club Rhein-Main: HSG-Mittagstisch Kuffler & Bucher, Opernplatz 2, Frankfurt am Main Anmeldung: peter.jacubowsky@alumni.unisg.ch

6. Juni 2006 HSG Alumni Club New York: Sommer-Stamm claus.von.campenhausen@alumni.unisg.ch

8. Mai 2006 EMBA-Stamm Zürich: Stamm (Details siehe 10. April)

7. Juni 2006 HSG Alumni Club Rhein-Main: Abendveranstaltung (Details siehe 5. April)

9. Mai 2006 ASG – Anciens de Saint Gall: lunch-debate «Why low income consumers buy luxury goods» tibor.luka@alumni.unisg.ch

12. Juni 2006 EMBA-Stamm Zürich: Stamm (Details siehe 10. April)

15. Mai 2006 HSG Alumni Club Hamburg: «Outsourcing» 18.30 Uhr, bei der EDS, Barmbekerstrasse 2, 22303 Hamburg (Nähe Kampnagel) Anmeldung: nikolaus.peters@alumni.unisg.ch 15. Mai 2006 HSG Alumni Club Prag: Stamm 19.30 Uhr, Rest. Lvi Dvur, U Prasneho Mostu 6/51 joachim.schaefer@alumni.unisg.ch 17. Mai 2006 HSG Alumni Club Basel: Stamm (Details siehe 19. April) 18. Mai 2006 Ressort International Alumni Club: Last Thursday (Details siehe 28. April) 19. Mai 2006 Executive M.B.L-HSG: Jahrestreffen Anmeldeschluss: 31. März 2006, www.mbl.ch 23. Mai 2006 Heugümper-Club: Maibowle robert.lebrecht@alumni.unisg.ch 23. Mai 2006 Golf: St.Galler Hochschulmeisterschaft für Studierende und Alumni,Golfclub Erlen Unisport: leonz.eder@unisg.ch 25. Mai 2006 HSG Alumni Club Köln/Bonn: Familien-Treffen Schloss Adendorf (bei Meckenheim) www.hsginnrw.de, horst.herbstleb@alumni.unisg.ch

17. Juni 2006 true & fair view: Jahresausflug/Vereinsversammlung christine.csibi@alumni.unisg.ch 21. Juni 2006 HSG Alumni Club Basel: Stamm (Details siehe 19. April) 22. Juni 2006 HSG in Asia (Hong Kong): Dinner im «Kee Club» alexandre.tunik@alumni.unisg.ch 27. Juni 2006 EMBA-Stamm Bern: Stamm (Details siehe 25. April) 28. Juni 2006 EMBA-Stamm Bern: Mit der BLS unterwegs 17.25 Uhr, ab HB Bern peter.matthys@alumni.unisg.ch 28. Juni 2006 EMBA WomensNet: Stamm (Details folgen) edith.stuber@alumni.unisg.ch 29. Juni 2006 HSG Alumni Club Köln/Bonn: Stammtisch ab 19.00 Uhr, voraussichtlich im Brauhaus Sion www.hsginnrw.de, horst.herbstleb@alumni.unisg.ch 30. Juni 2006 Ostschweizer Stawi: Stamm (Details siehe 30. April)


* Es ist die Planung, Initialisierung, Evaluation und Durchführung von M&A-Transaktionen. * Es ist die Analyse bei Unternehmenskrisen und die Unterstützung bei deren Beseitigung. * Es ist die Prävention, Aufdeckung und Untersuchung von Wirtschaftsdelikten. * Es ist das Verbessern der Prozesse zur Steigerung der Profitabilität. * Es ist die Analyse und die Reduktion von Unternehmensrisiken. * Es ist das Steigern der IT-Effizienz und das Minimieren von IT-Risiken. * Es ist die Stärkung der Wirtschaftlichkeit im Finanz- und Treasury-Bereich. * Es ist wie Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung Teil unserer Kompetenz. * Es ist «Connected Thinking».

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