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Ausgabe März | 2017

Geburtshilfe: Guter Start ins Leben Seite 4

Das Gesundheitsmagazin für Unna und Werl

Im Trend: Fleischlos essen Seite 8

Ganz neu: Schule für Physiotherapie Seite 14


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Gospel begeistert Musik verbindet, Gospel begeistert. Bereits zum dritten Mal laden der Katholische Hospitalverbund Hellweg und die Pfarung Einladrkshop rei St. Katharina zu einem Goso zum W 5. bis pel-Workshop ein. vom i im 7. Ma entreff“ arin Ob jung oder alt, erfahrener Chor„Kath n Unna i

sänger oder Anfänger – von Freitag, 5. Mai bis Sonntag, 7. Mai sind alle Gospel-Fans ab zwölf Jahren eingeladen im Gemeindezentrum „Katharinentreff“ gleich neben der Unnaer Katharinenkirche mitzumachen. In die vierstimmigen Arrangements – von traditionell bis modern – kann jeder seine Talente einbringen. Die Leitung hat der Musicalund Gospel-Profi Wolfgang Wilger mit Band. Der dreitägige Workshop klingt am Sonntag mit einem Auftritt im Gottesdienst aus. Die Teilnahme kostet 30 Euro, für Mitarbeiter des Hospitalverbundes 20 Euro. Die Verpflegung ist inbegriffen. Wer dabei sein möchte, kann sich bis zum 28. April unter der E-MailAdresse gospel@hospitalverbund.de anmelden.

INHALT

Der Einsatz moderner Informationstechnologie erleichtert viele Abläufe.

Modernste Software in Krankenhäusern

IT im Dienste des Patienten Ein Krankenhaus ohne Informationstechnologie (IT) ist heute nicht mehr denkbar. Sie erleichtert den Informationsfluss rund um die Behandlung der Patienten und den Austausch von Fachleuten aus Medizin und Pflege untereinander. Dass hier die neueste Technik funktionieren muss, hat der Katholische Hospitalverbund Hellweg immer im Blick. Zum Jahresbeginn 2017 wurde jetzt zudem ein einheitliches Krankenhaus-Informations-System (KIS) in allen Standorten eingeführt. Dafür hatten die Mitarbeiter in einem Großprojekt zunächst

die passende Software ausgesucht. Das IT-Team sowie zahlreiche Kollegen aller Berufsgruppen bereiteten die Umsetzung intensiv vor und setzten sie zum Stichtag 2. Januar um. Bis auf einige „Kinderkrankheiten“, die jetzt behandelt werden, lautet das Ergebnis: bestens gelungen!

Mensch Mitarbeiter: Markus Feller Seite 3

Das Diabetische Fußsyndrom: So beugen Sie vor Seite 10 und 11

E-Mail: wir@hospitalverbund.de www.hospitalverbund.de

Ausgabe März | 2017

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Impressum

Herausgeber: Katholischer Hospitalverbund Hellweg gem. GmbH Obere Husemannstr. 2 59423 Unna www.hospitalverbund.de

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Redaktion: Unternehmenskommunikation Katholischer Hospitalverbund Hellweg Karin Riedel (V.i.S.d.P.), Johannes Valerius, Melanie Wilberg wir@hospitalverbund.de Horschler Kommunikation GmbH www.horschler.eu

Geburtshilfe: Willkommen im Leben Seite 4 und 5 Ehrenamtliche Arbeit im Hospiz Seite 6

Neue Schule für Physiotherapie Seite 14 und 15

Wenn sich die Finger nicht mehr strecken lassen Seite 7 Tipps zur vegetarischen Ernährung Seite 8 und 9 Realisation: Horschler Kommunikation GmbH www.horschler.eu Druck: Graphische Betriebe F. W. Rubens KG Ostring 2, 59423 Unna Ausgabe UNNA/WERL Gesamtauflage: 162.500

Behandlung von Darmkrebs: Bestnoten für das Katharinen-Hospital Seite 12 und 13

Termine und Aktionen Seite 16

Bildnachweise: Titelbild: iStock/ 1001nights Katholischen Hospitalverbund Hellweg iStock: etiennevoss/Hyrme/Andystjohn/ BraunS/CactuSoup/Dimitris66/enviromantic/ izusek/jeannehatch/knape/Magone/Pinkypills/ proksima/Sjale/theo/ZoneCreative/leonori/ mon5ter/Multiart/viafilms Fotolia: Photographee.eu/viperagp


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Markus Feller ist stets auf der Suche nach guten Motiven

Mit dem Auge des Fotografen Die Bilder verraten sein gutes Gespür für Motive. Sie fallen ihm ins Auge – manchmal ganz nebenbei. Und sie bleiben beim Betrachter hängen. Markus Fellers Fotografien schmücken einige Flure im Katharinen-Hospital, wo er selbst als Krankenpfleger im OP arbeitet. Sie zeigen Städte und Landschaften aus der Umgebung, aber auch ferne Reiseziele. Um zu wissen, welches Motiv ein interessantes Foto möglich macht, braucht man einen guten Blick für Details, und den hat Markus Feller zweifelsohne. Am liebsten mache er Städte- und Landschaftsaufnahmen, sagt der 47-jährige. „Man ist dabei immer auf der Suche nach einem Eyecatcher, immer beobachtend.“ Sieht er einen besonderen Hingucker, bleibt er stehen und hält sich die Hände wie einen Bilderrahmen vors Gesicht „So kann ich vorab ein Gefühl dafür bekommen, welche Motive als Bilder überzeugen und welche nicht.“ Als Hobby betreibt er die Fotografie seit 15 Jahren, anfänglich motiviert durch einen Freund, der damals eine FotografenAusbildung machte. Einen Blick wert Einige seiner Bilder zieren schon seit längerem den Flur der Handchirurgie im Katharinen-Hospital. Viele dieser Aufnahmen sind im Urlaub entstanden, bei deutschen Städtereisen zum Beispiel, in Amerika oder Dänemark. Die neuesten Werke jedoch haben lokalen Bezug und zeigen –

ITARBEITER M ENSCH

neben Essen und Dortmund – die Städte Unna, Soest und Werl. Diese Bilder hat der Hospitalverbund selbst in Auftrag gegeben. Zu sehen sind damit Impressionen von den Standorten, an denen das Katharinen-Hospital, das Marienkrankenhaus und das Mariannen-Hospital zuhause sind. Auffällig ist, dass auf den Bildern so gut wie keine Menschen erscheinen. „Dadurch strahlen sie eine besondere Ruhe aus“, erklärt Markus Feller, der aber an seinem Job gerade die Arbeit am und mit dem Menschen schätzt. Die Fotos „schießt“ er mit einer Spiegelreflexkamera und bearbeitet sie anschließend, bis sie stimmig sind. „Manchmal bearbeite ich auch alte Bilder noch einmal, weil die Technik mit der Zeit immer mehr Möglichkeiten bietet.“ Durch verschiedene Schärfeeinstellungen oder Einfärbungen auf schwarzweißem Hintergrund rücken Details in den Fokus, Farbaufnah- Krankenpfleger im men werden mit HDR-Technik zum Strahlen gebracht. „Hierbei OP: Markus Feller an werden drei Aufnahmen digital übereinandergelegt, um Kont- seinem Arbeitsplatz raste besonders hervorzuheben“, so Markus Feller. Seine strengste Kritikerin ist übrigens seine Frau, die am Ende aber meistens recht hat, wie der Hobby-Fotograf lächelnd zugibt: „Man selbst sieht eben doch nicht alles.“ Wer Interesse hat: Die Fotografien sind im Erdgeschoss des Katharinen-Hospitals, die Reisemotive in der geht vor: Als Markus Feller Handchirurgie und weitere Bilder demnächst jüngst beim Fotografieren des in der Cafeteria des Marienkrankenhauses Pilsumer Leuchtturms stolperSoest zu sehen.

Die Kunst

te, galt seine größte Sorge nicht dem angeschlagenen Bein: „Hauptsache, das Objektiv bleibt ganz.“

Heimat-Motive: Die Bilder zeigen die Krämergasse in Werl, den Busbahnhof in Unna und den Großen Teich in Soest (v.l.). In allen drei Städten ist der Katholische Hospitalverbund Hellweg vertreten.


medTREND 4 Tag der offenen Tür am

4.März

von 10 bis 13 Uhr in der Elternschule FORUM MOZARTSTRASSE Mozartstraße 26 59423 Unna

Modern und nah – Geburtshilfe „wie neu geboren“

Willkommen im Leben „Wir können uns für das große Vertrauen nur bedanken.“ Dr. Kunibert Latos und das Team der Geburtshilfe am Katharinen-Hospital haben im vergangenen Jahr 487 Mädchen und 483 Jungen auf die Welt gebracht.

Chefarzt Dr. Kunibert Latos

Eine beeindruckende Zahl, war doch 2016 geprägt von umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten in der Abteilung. Dass trotzdem wieder knapp 1.000 neue Erdenbürger das Licht der Welt erblickten, ist eine deutliche Auszeichnung für die gesamte Arbeit des geburtshilflichen Teams. Der Chefarzt der Abteilung

„MAUSI“ – UNNAS ERSTE BABY-APP Alle wichtigen Informationen rund um Schwangerschaft und Geburt immer aktuell und schnell griffbereit: Das bietet „Mausi“ – die Baby-App des Katharinen-Hospitals Unna. Und das Beste: Nur mit wenigen Klicks ist die kostenlose Rundum-Information auf dem Handy installiert. Unter babyapp.hospitalverbund.de öffnet sich der Store, in dem sowohl die Android- als auch die iOs-Version abrufbar ist. Neben der Baby-Galerie, den Angeboten der Elternschule oder auch den wichtigsten Kontakten zu unseren Hebammen und der Mutter-Kind-Station bietet „Mausi“ sich als praktischer Begleiter durch eine spannende Zeit an.

sieht es als Auftrag, für die werdenden Eltern und jungen Familien da zu sein. In den hell und farbenfroh gestalteten Räumen soll das gelingen: Die drei Kreißsäle und die Mutter-Kind-Station sind „wie neu geboren“. Alles ist auf das Wohlergehen der Kleinsten und ihrer Eltern ausgerichtet. Das bestätigen auch die ersten Reaktionen: Die jungen Eltern wissen das zeitgemäße Ambiente zu schätzen. Und auch den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen die optimierten Abläufe auf der Station, sich ganz auf das Wesentliche zu konzentrieren: auf Mutter und Kind. So modern sich die Abteilung optisch präsentiert, ist sie jetzt auch in der „App-Welt“ zuhause. „Mausi“ bietet den werdenden Eltern den direkten Kontakt, informiert über Angebote und vermittelt manch Wissenswertes. „Wir verstehen uns als Partner der jungen Familien“, so Dr. Latos, „und sind so noch enger mit ihnen verbunden“. Wer sich von der hohen Qualität der Geburtshilfe im Katharinen-Hospital persönlich überzeugen möchte, kann das am 4. März. Dann nämlich lädt die Elternschule im „Forum Mozartstraße“ (Mozartstraße 26 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hospital) mit Second-Hand-Markt und frischen Waffeln zum „Tag der offenen Tür“ ein. Hier starten um 11 und 11.30 Uhr auch die Führungen in den Kreißsaal.


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Offen und freundlich gestaltet ist der Empfang im neuen Kreißsaalbereich. Er ist gleichzeitig die „Steuerzentrale“ der Hebammen.

Akzente in Farbe, klare Linien und ein sanft abgetöntes Weiß schaffen in den Kreißsälen eine ruhige Atmosphäre für Eltern und Kind.

KIRSTIN KETTRUP LEITET DIE ELTERNSCHULE Mehr als 700 Kurse im Jahr. Tausende von Teilnehmern – die jüngsten sind dabei erst wenige Wochen alt. Spiel, Bewegung, Bildung und ein gutes Miteinander. Alles das prägt die Arbeit in der Elternschule des Katharinen-Hospitals. Und damit nicht genug. Seit kurzer Zeit gibt es auch die neue Leiterin der Einrichtung: Kirstin Kettrup (Foto), Unnaerin und Diplom-Pädagogin. Sie kennt als Mutter zweier Töchter die Situation junger Familien bestens. „Die ersten Wochen in diesem lebendigen Haus der Elternschule haben mich schon mehr als begeistert“, sagt sie. Und sie plant zudem einige neue Angebote. „Die Zeiten für junge Eltern und Familien sind sehr schnelllebig. Da werden wir am Puls der Zeit bleiben.“ Die neue Baby-App passt als Baustein sehr gut in das Konzept. Eine weitere Entwicklung: In den kommenden Wochen werden einige Eltern-Kind-Kurse in Einrichtungen außerhalb der Stadt Unna angeboten.

Drei Kreißsäle hat die Geburtshilfe im Katharinen-Hospital. Alle bieten eine ruhige Umgebung bei gleichzeitig bester technischer Ausstattung.

Bäder und Zimmer wurden auf der Mutter-KindStation renoviert und den Bedürfnissen der Eltern angepasst – mit W-LAN-Empfang.

DAS ERSTE BABY

Yunus heißt das erste Baby, das nach dem umfangreichen Umbau der Geburtshilfe im neu gestalteten Kreißsaal des Katharinen-Hospitals zur Welt gekommen ist. Mutter Sabrin, Vater Deniz und Brüderchen Elyas Malm aus Unna-Billmerich nahmen gemeinsam mit dem neuen Erdenbürger die Glückwünsche von Oberärztin Marija Golka (r.), Hebamme Anne Eggenstein und dem Kaufmännischen Direktor Thorsten Roy (l.) entgegen.

Chefarzt Dr. Kunibert Latos Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Tel. 02303 / 100-2842 E-Mail: geburtshilfe@hospitalverbund.de www.katharinen-hospital.de


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Der nächste Vorbereitungskurs beginnt am

17. März 2017 Mehr Informationen bei Klaus Koppenberg unter Tel.: 02303 / 255147

Stehen Sterbenden und ihren Angehörigen ab Winter im Heilig-Geist-Hospiz zur Seite: Pia Thomzig (l.), Hanna Kastner, Brigitte Pipke und Daniela Schultebraucks (von rechts). Uta Marx (2.v.l.) und Klaus Koppenberg haben die Gruppe darauf vorbereitet.

Ehrenamtliche bereiten sich auf ihre Arbeit im Hospiz vor

Sterbende begleiten lernen Sich einlassen. Zuhören. Schweigen können. Stille aushalten. Gesten verstehen. Mimik deuten. Die Welt aus fremden Blickwinkeln betrachten. Das eigene Handeln reflektieren. Pia Thomzig, Daniela Schultebraucks, Brigitte Pipke und Hanna Kastner haben das geübt im Vorbereitungskurs „Sterbende begleiten lernen“. Damit haben die Ehrenamtlichen das nötige Rüstzeug, um unheilbar kranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen auf dem letzten Weg im Leben zu begleiten. Erste Erfahrungen sammeln sie gerade auf der Palliativstation im Katharinen-Hospital oder beim ambulanten Hospizdienst in Unna und in Kamen. Wenn im Winter dieses Jahres im Heilig-Geist-Hospiz die ersten Gäste einziehen, stehen sie den Menschen dort zur Seite. „Ich möchte anderen Zeit schenken. Für sie da sein“, erzählt Pia Thomzig. Und Hanna Kastner ergänzt: „Ich habe Menschen gekannt, die alleine sterWenn Sie das ben mussten. Das bewegt mich sehr.“

„Das ist eher ein Kurs über das Leben als über das Sterben.“ Uta Marx, Ambulanter Hospizdienst

zu sein. Ziel ist es, eine Ahnung davon zu bekommen, welchen Prozess der Sterbende gerade durchläuft. Das ist die Zeit des Abschieds und der Bilanz. Gleichzeitig sind die Ehrenamtlichen Gesprächspartner für Angehörige. Sie erleben Situationen von Ohnmacht oder Hilflosigkeit, aber auch von Dankbarkeit und Freude. „Jede Begegnung ist anders“, so Brigitte Pipke und Daniela Schultebraucks. Gerade das macht Sterbebegleitung aus. Und wenn jemand mal nicht weiter weiß, können sich die Ehrenamtlichen bei regelmäßigen Treffen und Supervisionen austauschen. Dabei arbeitet der Hospizdienst eng mit der Palliativstation des Katharinen-Hospitals zusammen.

BÜRGER FÜR DAS HOSPIZ

Heilig-Geist-Hospiz unterstützen möchten:

Konto Heilig-Geist-Hospizstiftung Unna IBAN: DE85 4435 0060 0000 1339 91 Sparkasse UnnaKamen Der Bau des Heilig-Geist-Hospizes liegt den Bürgern am

Die Motivation, Sterbende zu begleiten hat immer mit der eigenen Lebensgeschichte zu tun. Mit Krankheit oder Tod. „Diese Erfahrungen sind eine gute Voraussetzung für Hospizarbeit“, sagen Klaus Koppenberg und Uta Marx vom ambulanten Hospizdienst. Gemeinsam mit Bernadett Stock vom Palliativzentrum des Katharinen-Hospitals sowie Mitarbeitern des Hospizdienstes Kamen leitet Klaus Koppenberg die Vorbereitungskurse. Darin geht es vor allem um gemeinsames Lernen und die Bereitschaft, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Gefühle zuzulassen. Offen

Herzen. Mit zahlreichen Aktionen und Spenden unterstützen sie die Einrichtung. Nur zwei Beispiele: Das Team des Psychologischen- und des Sozialdienstes, der Pflegeüberleitung, Seelsorge und Ethikberatung im Katharinen-Hospital hat für das Hospiz Plätzchen gebacken und mit großem Erfolg im Foyer des Krankenhauses verkauft. Die Pflegedirektion wiederum überraschte mit einem Bügelservice: Ralf Effmert (l.) und Martin Krampe plätteten Hemden und Blusen der Kollegen gegen eine kleine Gabe zugunsten des Hospizes (meist) perfekt.


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Die Dupuytren´sche Erkrankung

Wenn sich die Finger nicht mehr strecken lassen Die ersten Symptome sind kleine derbe Knoten in der Handinnenfläche oder im Fingerbereich. Dann können einzelne Finger nicht mehr frei gestreckt werden. Vor allem der kleine oder der Ringfinger sind betroffen. „Die Dupuytren´sche Erkrankung ist eine Veränderung des Bindegewebes der Hand“, so Olivia Dahlmann, Leitende Oberärztin der Handchirurgie im Katharinen-Hospital. Sie ist in der Regel nicht mit Schmerzen verbunden, behindert aber in fortgeschrittenem Stadium den Patienten erheblich im Alltag.

Mehr als

1,3 Mio.

„Die Krankheit verläuft in Schüben, wobei sich ein zeitlicher Ablauf der Verschlechterungen Menschen sind laut der nicht vorhersehen lässt“, erklärt Olivia DahlDeutschen Dupuytrenmann. „Oft ist zunächst nur die BindegewebsGesellschaft von der platte in der Hohlhand betroffen. Da die VeränErkrankung derungen häufig sehr langsam auftreten, kann Ganz wichtig für den Erfolg der Operation ist die richbetroffen. die Behinderung durch Gewöhnung lange Zeit als tige Nachsorge. Dafür muss der Patient allerdings ein nicht so schlimm empfunden werden.“ In fortgeschritgewisses Maß an Geduld und Disziplin mitbringen. In der tenen Stadien kommt es dann allerdings zu einer dauerhafRegel sind krankengymnastische Bewegungsübungen, eventuell ten Beugestellung eines oder mehrerer Finger, die auch zur Ver- zusätzlich Ergotherapie notwendig. Es gilt außerdem aufmerksam zu steifung der Gelenke führt. Die Funktionsfähigkeit der Hand ist bleiben: Auch nach erfolgreicher Therapie kann die Dupuytren´sche zunehmend eingeschränkt. Nur eine rechtzeitige Behandlung Erkrankung Jahre später erneut auftreten. kann diese Folgen verhindern. Auf rechtzeitige Behandlung kommt es an Je nach Ausprägung und Stadium der Erkrankung kommen unterschiedliche Verfahren in Betracht, wobei Olivia Dahlmann ganz klar die Operation empfiehlt. So kann die Funktionsfähigkeit der Hand meist nachhaltig gebessert, oft sogar vollständig wieder hergestellt werden. Sie erfolgt in regionaler Betäubung oder in Vollnarkose. „Um Blutungen zu verhindern und dem Operateur eine bessere Übersicht zu verschaffen, arbeiten wir in so genannter Blutleere. Dazu wird das Blut aus dem Arm mit einer Gummibinde herausgepresst“, so die Oberärztin. Es muss außerdem auf eine zickzackförmige Schnittführung geachtet werden, damit es nicht zu einer Narbeneinziehung oder -schrumpfung kommt. Das veränderte Gewebe wird bei der OP fast vollständig entfernt. Sehr kritisch betrachtet werden in aktuellen Studien zwei weitere Behandlungsmöglichkeiten: Bei der Nadelfasziotomie wird durch wiederholtes Sticheln mit Hilfe einer Injektionskanüle der einzelne Strang geschwächt, um ihn zum Zerreißen zu bringen. „Dabei können allerdings Verletzungen des Fingernervs entstehen“, warnt Olivia Dahlmann. Bei der Kollagenase-Injektion versucht man durch Einbringung eines Enzyms ebenfalls, den einzelnen Strang zu schwächen. Komplikationen drohen auch hier: „Schwere Wundheilungsstörungen können sogar dazu führen, dass die Haut regelrecht abstirbt“, sagt die Oberärztin, die diese Formen des Eingriffs ablehnt.

ES TRIFFT MEHR MÄNNER ALS FRAUEN

Die Dupuytren´sche Erkrankung oder Dupuytren-Kontraktur ist nach Baron Guillaume Dupuytren benannt worden. Der französische Arzt berichtete im Jahr 1831 erstmals seinen Studenten von der Krankheit: Einzelne Finger, meist der kleine oder Ringfinger, können nicht mehr frei gestreckt werden. Die zunächst leichten Beschwerden nehmen immer mehr zu (siehe Zeichnung). Betroffen sind vor allem Männer jenseits des 50. Lebensjahrs. Bei Frauen verläuft die Krankheit häufig milder.

Leitende Oberärztin Olivia Dahlmann Klinik für Handchirurgie Tel. 02303 / 100-1846 E-Mail: o.dahlmann@hospitalverbund.de www.katharinen-hospital.de

Oberärztin Annette Hopfstock Klinik für Handchirurgie Tel. 02303 / 100-1846 E-Mail: a.hopfstock@hospitalverbund.de www.katharinen-hospital.de


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Wichtig bei vegetarischer Ernährung: Vegetarisch essen – aber wie?

Fleischlos glücklich In Deutschland ernähren sich mehr als fünf Millionen Menschen vegetarisch. Tendenz steigend. Bei vielen ist der Fleischverzicht ethisch motiviert. Sie lehnen die Tötung von Tieren ab, kritisieren Massentierhaltung und die damit verbundene Umweltbelastung. Auch die Sorge, Antibiotika und Medikamente durch das Fleisch mit aufzunehmen, kann Argument für eine vegetarische Lebensweise sein. Wer fleischlos isst, lebt gesund, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. bestätigt. Nicht zuletzt, weil Pflanzenkost voller wichtiger Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe ist.

Gesund

Eine vegetarische Ernährung vermindert das Risiko, an Gicht oder Diabetes zu erkranken.

VEGETARIER ODER VEGANER? Beide ernähren sich auf pflanzlicher Basis, wobei die vegetarische Ernährung im Allgemeinen Produkte vom lebenden Tier, wie etwa Milch, Eier und Honig, beinhaltet. Veganer hingegen verzichten gänzlich auf Nahrung tierischen Ursprungs. Da das wichtige Vitamin B12 jedoch nur in tierischen Produkten vorkommt, ist bei dieser Ernährungsweise eine gezielte Zufuhr durch Nahrungsergänzungsmittel wichtig.

Vollkornprodukte, gefolgt von Obst und Gemüse sollten den Speiseplan dominieren.

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Der Ökotrophologe Christoph Brüggemann rät:

Experte in eigener Sache werden Herr Brüggemann, die Mariengarten Servicegesellschaft betreibt unter anderem Cafés in den Einrichtungen des Katholischen Hospitalverbundes. Als Ökotrophologe und Betriebsleiter setzen Sie auch vegetarische Gerichte auf den Speiseplan. Was halten Sie von der fleischlosen Küche? Es gibt viele gute Gründe für eine vegetarische Ernährung. Sie ist in der Regel ballaststoffreicher, fett- und kalorienärmer sowie sättigender. Ein weiterer Pluspunkt ist die höhere Vitamin- und Mineralstoffzufuhr. Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist aber natürlich auch eine ausgewogene Mischkost gesund – allerdings nur dann, wenn wir bei Fisch und Fleisch Maß halten. Je ein Fleisch- und Fischgericht die Woche ist in Ordnung.

wird die Entscheidung ja auch sehr bewusst gefällt – aus ethischen oder gesundheitlichen Gründen. Und wenn sich ein Mensch mit seinem Essverhalten auseinandersetzt, ist das immer zu begrüßen. Ausgesprochen gut ist die vegetarische Kost bei Übergewicht oder bei Krankheiten, die auf Fehlernährung zurückzuführen sind, zum Beispiel bei Diabetes oder Gicht. Umgekehrt gibt es Krankheiten, bei denen Vegetarier achtsam vorgehen sollten – etwa, wenn ballaststoffarm gegessen werden muss, um den Magen-DarmTrakt nicht zu sehr zu belasten.

Ist die vegetarische Ernährung für jeden Menschen geeignet? Grundsätzlich erst einmal ja. In der Regel

Und wie steht es um die vegane Ernährung? Wer sich dafür entscheidet, muss sehr gut informiert sein, um einen Ernährungsplan

NÄHRSTOFFE AUSGLEICHEN – SO GEHT´S

AM BESTEN SCHONEND ZUBEREITEN

Wer neben pflanzlichen Lebensmitteln noch Milchprodukte und Eier zu sich nimmt, führt seinem Körper bereits alle wichtigen Nährstoffe zu. Um das Eisen aus der Pflanzenkost jedoch besser aufnehmen zu können, sollten eisenhaltige Lebensmittel mit Vitamin-C-haltigen kombiniert werden. Unser Tipp: Zu Vollkornbrot, Hirse, grünem Blattgemüse und roter Beete einfach ein Glas O-Saft trinken.

Für eine vegetarische und gesunde Ernährung wird empfohlen, Gemüse, Kartoffeln & Co bei möglichst niedrigen Temperaturen mit wenig Wasser oder Öl zu garen. Bei dieser Zubereitungsweise bleiben die wichtigen Nährstoffe und der natürliche Geschmack der Speisen erhalten. Verwendet man frische Zutaten, isst man nicht nur gesünder, sondern vermeidet auch überflüssige Verpackungsabfälle.

zusammenstellen zu können, der nicht zu Nährstoffmangel führt. Grundsätzlich geht das. Nur das Vitamin B12 muss künstlich zugeführt werden. Man sollte auf jeden Fall den Rat von Fachleuten wie Ernährungsberatern einholen. Auch ein gelegentlicher Check beim Arzt ist sinnvoll. Was raten Sie Schwangeren? Sie gelten als Risikogruppe und sollten sich nur unter ärztlicher Aufsicht vegan ernähren. Das gilt auch für Kinder unter drei Jahren. Bei ihnen muss man sehr genau aufpassen, wenn es um die Lebesmittelzusammensetzung geht – etwa mit Blick auf Eisenzufuhr und Ballaststoffe.

Informationen unter mariengarten@hospitalverbund.de www.mariengarten.de

IMMER IN BEWEGUNG BLEIBEN Zu einem gesunden vegetarischen Lebensstil gehört auch ausreichend Bewegung. Viele Sportler befürchten jedoch, durch fleischloses Essen nicht die Energie zu bekommen, die sie für eine gute sportliche Leistung brauchen. Diese Angst ist jedoch unbegründet. Denn Kohlenhydrate in Kartoffeln und Vollkornprodukten liefern weitaus mehr Energie als Proteine im Fleisch. Also keine Sorge, Sportschuhe an und auf geht´s.


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Sieben bis acht Millionen Diabetes-Patienten gibt es in Deutschland. Für sie besteht das lebenslange Risiko, an einem „Diabetischen Fußsyndrom“ zu erkranken.

Das Diabetes-Team in Werl betreut viele Patienten bereits seit Jahren.

Das Diabetische Fußsyndrom – ein Fall für die Spezialisten in Werl

Gefürchtete Folgeerkrankung Es ist eine gefürchtete Komplikation des Diabetes mellitus – mit enormen Folgen: Rund 50.000 Amputationen werden jährlich bei Menschen in Deutschland mit der Diagnose „Diabetisches Fußsyndrom“ vorgenommen. „Ein nicht geringer Anteil dieser Eingriffe wäre bei besserer Prävention oder früh eingeleiteter Behandlung aber vermeidbar“, schildert Dr. Heinrich Reike. Der Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin im Mariannen-Hospital in Werl gilt als ausgewiesener Spezialist für das „Diabetische Fußsyndrom“. Das Grundproblem liegt sozusagen „auf der Hand“, wenngleich es gerade die Füße betrifft. Bei Diabetikern kommt es leicht zu Verletzungen an den Füßen. Zum einen beeinträchtigen Nervenstörungen die Schweißproduktion, was die Haut trocken, rissig und damit anfällig macht. Zum anderen führt eine geringere Empfindlichkeit der Nerven zu Fehlbelastungen des Fußes und damit zu Hornhautbildung und Druckstellen. Kleine Wunden, vielleicht verursacht durch einen Stein im Schuh, nehmen Betroffene bei geschädigten Nerven schlechter wahr. Sie versorgen sie deshalb oft zu spät. Es kommt zu Entzündungsherden, die für Diabetiker mit verminderter Wundheilung besonders kritisch sind. Gelingt es nicht, diesen Prozess aufzuhalten, können tiefe Geschwüre entstehen. Chefarzt Dr. Reike rät deshalb jedem Diabetiker: „Insbesondere wenn Sie bereits langjährig erkrankt sind, sollten täglich die Füße auf Veränderungen kontrolliert werden.“ Eine gründliche ärztliche Untersuchung sollte auch bei bisher unauffälligen Füßen mindestens einmal im Jahr erfolgen. Bekannte Nerven- oder Gefäßveränderungen sowie bereits vorhandene Wunden erfordern darüber hinaus engmaschige Untersuchungen beim Hausarzt, beim Diabetologen oder in einer so genannten Fuß-Ambulanz. Eine solche

Spezialeinrichtung ist im Mariannen-Hospital für die Patienten da. Sie ist – und das ist die Besonderheit – zertifiziert von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) als Einrichtung zur Behandlung des diabetischen Fußes. Hier arbeiten die zuständigen Spezialisten wie Diabetologen, Gefäßmediziner, Chirurgen, Orthopäden, Podologen, Pflegepersonal und Orthopädietechniker eng zusammen. „Wir haben sehr viele Patienten, die wir bereits seit Jahren begleiten“, berichtet Dr. Reike. Denn mit einem einmaligen Eingriff ist es beim „Diabetischen Fußsyndrom“ nicht getan. Nur eine kontinuierliche sorgfältige Behandlung mache es möglich, den Fuß und damit Mobilität und Lebensqualität des Betroffenen zu erhalten.

DIABETES-FUSS-AMBULANZ Das Mariannen-Hospital Werl ist spezialisiert auf die Diagnostik und Therapie des „Diabetischen Fußsyndroms“ und ist deshalb auch als spezielles Behandlungszentrum von der Deutschen Diabetes Gesellschaft zertifiziert. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen für Chirurgie und Innere Medizin führt zu einer extremen Verbesserung der Heilungschancen. Zudem erhielt die Innere Medizin / Diabetologie die Anerkennung als „Stationäre Behandlungseinrichtung für Patienten mit Typ 2 Diabetes – Zertifiziertes Diabeteszentrum“.

Chefarzt Dr. Heinrich Reike Diabetologie Tel. 02922/ 801-2103 E-Mail: innere.werl@hospitalverbund.de www.mariannen-hospital.de


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14 Prozent aller Diabetiker sind jährlich aufgrund von Fußkomplikationen in Behandlung.

Auf Warnzeichen achten – So beugen Sie vor Wer bei Diabetes auf gute Blutzuckerwerte achtet und seine Füße regelmäßig kontrolliert, hat gute Chancen, das Diabetische Fußsyndrom zu vermeiden.

Verwenden Sie

nur Nagelfeilen, keine Scheren.

Tragen Sie bequeme und ausreichend weite Schuhe. Nutzen Sie einen Spiegel, wenn Sie Ihre Füße möglichst täglich kontrollieren. Auch der behandelnde Arzt sollte regelmäßig die Füße inspizieren, um das diabetische Fußsyndrom rechtzeitig zu erkennen.

Laufen Sie nicht barfuß. Herumliegende Gegenstände, selbst kleinste Steinchen, bergen Verletzungsgefahr. Besonders in Schwimmbad, Sauna oder Hotelzimmer drohen zudem Fußpilzinfektionen.

Häufig sind Einlagen oder orthopädische Schuhe zur Entlastung der Füße sinnvoll, vor allem wenn bereits Fußdeformierungen vorliegen.

Rund

50.000

zum Beispiel durch Wärmflasche, Heizdecke oder auch Kaminofen. Es besteht Verbrennungsgefahr. Vermeiden Sie deshalb auch eine zu starke Sonnenbestrahlung Ihrer Füße.

Betreiben Sie regelmäßig Fußgymnastik. Sie kann dazu beitragen, die Beweglichkeit und Durchblutung der Füße zu verbessern.

Fragen Sie Ihren Arzt:

Setzen Sie Ihre Füße keiner großen Hitze aus,

Sie sollten aus gutem Material und ausreichend gepolstert sein. Und: Die Schuhe regelmäßig mit der Hand auf Unebenheiten kontrollieren.

Amputationen müssen jährlich als Folge des „Diabetischen Fußsyndroms“ vorgenommen werden.

Vorsicht bei Turn- und Gummischuhen. Sie fördern die Schweißbildung und damit ebenfalls eine Pilzinfektion.

Waschen Sie die Füße nur mit lauwarmem Wasser – Strümpfe

sollten aus Baumwolle sein, keine drückende Naht haben und täglich gewechselt werden.

aber nicht länger als drei Minuten. Gut abtrocknen, auch zwischen den Zehen-Zwischenräumen. Harnstoffhaltige Pflegecreme verwenden und diese gut einziehen lassen.


medTREND 12

Der leitende Oberarzt Dr. Alexander Janzen im OP

Bestnoten für das Katharinen-Hospital in Unna

Behandlungsqualität bei Darmkrebs auf hohem Niveau Bei der Behandlung von Darmkrebs-Patienten gehört die Klinik für Chirurgie im Katharinen-Hospital zu den sehr guten in Deutschland. Im aktuellen Benchmarking-Bericht des Westdeutschen Darm-Centrums (WDC) weist es bei zahlreichen Qualitätsindikatoren überdurchschnittliche Ergebnisse im Vergleich mit rund 80 Kliniken bundesweit auf.

Ergebnisqualität sofort reagieren zu können. Das bedeutet auch mehr Sicherheit für unsere Patienten.“ Um die Überprüfung durch eine externe Institution möglich zu machen, übermittelt die Klinik für Chirurgie im Katharinen-Hospital anonymisierte Daten zu den erfolgten Darmkrebsbehandlungen zum WDC nach Düsseldorf. Anhand von ausgesuchten Qualitätsindikatoren werden die Ergebnisse dann in ein Verhältnis zum Durchschnitt der anderen beteiligten Darmzentren gesetzt. Ein Beispiel: Wichtiges Qualitätskriterium bei Krebs„Es ist kein Muss, sich diesem Prüfungsverfahren zu stellen“, operationen am Darm ist die Entfernung einer möglichst groChefarzt erklärt Chefarzt Prof. Dr. Ulrich Mittelkötter. Er ist mit Prof. Dr. ßen Zahl von Lymphknoten. Mindestens zwölf sollen es sein, Prof. Dr. Ulrich Klaus Schlottmann, Chefarzt der Inneren Klinik I/Gastum eine verlässliche Aussage zu Tumorstadium und HeiMittelkötter roenterologie, auch einer der beiden Leiter des lungsaussichten treffen zu können. Die Chirurgie Darmzentrums Unna und betont: „Wir lassen im Katharinen-Hospital weist hier eine Quote uns freiwillig in die Karten sehen. Das konvon 100 Prozent auf. Der Durchschnitt aller Jährlich sequente Analysieren, Bewerten und Dountersuchten Kliniken in Deutschland liegt werden mehr als kumentieren unserer Leistungen gewährbei 93 Prozent. leistet Transparenz und gibt uns zudem die Möglichkeit, auf Auffälligkeiten in der Interdisziplinäre Zusammenarbeit Neuerkrankungen Die WDC-Experten nehmen Kennzahlen zu in Deutschland registriert. Operationshäufigkeit, zielgenauer Indikation, Komplikationsraten, OP- und Dokumentationsqualität, langfristiger Überwachung des Ziel des Darmzentrums Unna ist die optimale Versorgung aller PatiPatienten sowie die interdisziplinäre Kooperation entinnen und Patienten mit Erkrankungen des Darms. Hier haben sich für mit anderen Fachbereichen genau unter die Lupe. „Geeine umfassende medizinische Versorgung Experten aus dem stationären Berade die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen ist für reich mit Hausärzten und Gastroenterologen vernetzt. Fachärzte verschiedener Darmkrebs-Patienten wesentlich“, betont Chefarzt Prof. UlDisziplinen sind im Darmzentrum Unna vertreten und sichern auf diese Weise rich Mittelkötter. „Bei den wöchentlichen Tumorkonferenzen eine qualitativ hochwertige Behandlung der Patienten auf Basis aktueller wisbündeln wir deshalb alle Kompetenzen und Erfahrungen. Wir senschaftlicher Erkenntnisse und Leitlinien. Die Patienten werden im Katharibesprechen im Haus jeden einzelnen Fall im Team der Spezianen-Hospital durch Fachärzte der Viszeralchirurgie und der Gastroenterologie listen und leiten dann möglichst passgenau die medizinischen gemeinsam betreut. Maßnahmen ein.“

62.000

DAS DARMZENTRUM UNNA


medTREND 13

Darmkrebs ist eine stille Gefahr

Auf Früherkennung kommt es an „Entscheidend für eine gute Prognose ist die frühzeitige Erkennung von Darmkrebs. Die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen sind manchmal schicksalsentscheidend“, betont Prof. Klaus Schlottmann, Chefarzt der Inneren Klinik I/Gastroenterologie im Katharinen-Hospital und einer der beiden Leiter des Darmzentrums Unna. Etwa 65.000 Menschen erkranken allein in Deutschland jährlich an Darmkrebs. Das tückische dabei ist: Meistens treten Beschwerden wie Darmblutungen, Schmerzen oder Verstopfung erst in einem sehr späten Stadium auf. Dabei entstehen die allermeisten dieser bösartigen Tumoren aus gutartigen Vorläuferläsionen (Adenomen). Die Krebsentstehung dauert dabei oft zehn Jahre und länger. Diese Tatsache erklärt, warum gerade bei Darmkrebs Vorsorgeuntersuchungen Sinn machen: In aller Regel kann man im Rahmen einer Darmspiegelung diese Adenome erkennen und in gleicher Sitzung gefahrlos entfernen. Ganz wichtig hierbei ist die Qualität der Untersuchung. Neben entsprechend erfahrenem Untersucher (Facharzt für Gastroenterologie), sollten neue hochauflösende Endoskope (HDTV) verwendet werden. Eine optimale Darmreinigung und eine ausreichend lange Untersuchungsdauer (acht Minuten reine Darmbeurteilung) sollen die Qualität hier vergleichbar hoch halten. Diese Voraussetzungen sind insbesondere wichtig, um ganz flache (unscheinbare)

Stadium – nicht mehr endoskopisch entfernbar sein. Auf der anderen Seite ist die Entwicklung eines Darmkrebses bei ordist bei Männern die nungsgemäßer Einhaldritthäufigste und bei tung der VorsorgeempFrauen die zweithäufigste fehlungen und qualitativ Tumorerkrankung. hochwertiger Durchführung der Vorsorgekoloskopie extrem unwahrscheinlich.

Darmkrebs

Leicht erhabener Polyp (Adenom) im Dickdarm, der gut zu erkennen ist und entfernt wurde.

Endoskopisches Bild nach kompletter Entfernung des Adenoms

Benachbart zeigte sich dieses flache Ade-

Darmkrebsmonat März Der Darmkrebsmonat März, den die Felix Burda-Stiftung zusammen mit der Stiftung „LebensBlicke“ und dem Netzwerk gegen Darmkrebs seit dem Jahr 2002 initiiert, steht ganz im Zeichen der Vorsorge und soll möglichst viele Menschen auf die Möglichkeiten der Früherkennung aufmerksam machen. Dass die Vorsorge hier funktioniert, zeigt auch eine aktuelle Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums. Demnach ist die Zahl der Neuerkrankungen seit Aufnahme der Vorsorgedarmspiegelung in das gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramm zurückgegangen.

Chefarzt Prof. Dr. Klaus Schlottmann

nom, das nur durch Färbung (blau) und mit Hilfe des hochauflösenden Endoskopes (HDTV) komplett sichtbar wurde und entfernt werden konnte.

Adenome – wie auf den Bildern oben gezeigt –nachzuweisen und entfernen zu können. Geschieht dies nicht, könnte die nächste Koloskopie zu spät kommen und ein sogenanntes „Intervallkarzinom“ – möglicherweise im fortgeschrittenen

METHODEN DER FRÜHERKENNUNG Okkult-Bluttest Da Darmtumoren häufig kleinere Mengen Blut absondern, das man häufig mit bloßem Auge nicht erkennt (okkultes Blut), sollte jährlich ab dem 50. Lebensjahr ein Stuhlbluttest (FOBT) durchgeführt werden. Bei positivem Nachweis des roten Blutfarbstoffes führt dieser zur Empfehlung, eine Koloskopie durchführen zu lassen. Seit 2016 ist hierfür ein immunologischer Test (iFOBT) zugelassen und wird ebenfalls von der Krankenkasse erstattet. Dieser ist genauer, da er nur menschlichen Blutfarbstoff nachweist und falsch positive Ergebnisse, zum Beispiel durch Fleischkonsum, deutlich seltener auftreten.

Chefarzt Prof. Dr. Ulrich Mittelkötter Klinik für Chirurgie Tel. 02303 / 100-7010 chirurgie.unna@hospitalverbund.de www.katharinen-hospital.de

Chefarzt Prof. Dr. Klaus Schlottmann Innere Klinik I / Gastroenterologie Tel. 02303 / 100-1822 innere1.unna@hospitalverbund.de www.katharinen-hospital.de

Alle

Darmspiegelung DarmkrebsDie Darmspiegelung wird als Vorerkrankungen entwickeln sorgeuntersuchung ab dem 55. Lesich aus zunächst bensjahr von der gesetzlichen Krangutartigen Adenomen. kenkasse übernommen und stellt den Eckpfeiler zur Darmkrebsfrüherkennung dar. Sie ermöglicht es in aller Regel, gutartige Krebsvorläuferstufen zu erkennen und sicher zu entfernen. Bei bestimmten Risikokonstellationen (erhöhtes familiäres Darmkrebsrisiko) muss die erste Koloskopie (Indexkoloskopie) gegebenenfalls auch schon deutlich früher erfolgen.


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Neue Schule für Physiotherapie

Spaß an einem Beruf mit Schwung

189.000

Physiotherapeuten arbeiteten 2015 in Deutschland. Zehn Jahre zuvor waren es nur 95.000. Der Bedarf wächst weiter.


medTREND 15

Sportlich aktiv? Spaß an Bewegung? Interesse an „gesunden Themen“, dem menschlichen Körper und dem Kontakt mit Menschen? Wer hier immer mit „Ja“ antwortet, hat eine tolle Perspektive: den Beruf des Physiotherapeuten. Es ist ein Beruf mit Zukunft, denn Physiotherapeuten werden immer gefragter. Gründe dafür sind die zunehmenden Probleme und Schädigungen des Bewegungsapparats in unserer immer „unbeweglicheren“ und älter werdenden Gesellschaft. Gleichzeitig aber nimmt in der Mehrzahl: das Gesundheitsbewusstsein bei Frauen und MänSie machten bundesweit nern aller Altersgruppen zu. Der Katholische Hoszuletzt knapp 70 Prozent pitalverbund Hellweg reagiert jetzt auf die steigendes Abschlussjahrgangs aus. de Nachfrage von „Profis“ in diesem Spannungsfeld mit einem neuen Angebot: Ab Oktober bietet er unter dem Dach seiner Schule für Gesundheitsberufe die Ausbildung zum Staatlich geprüften Physiotherapeuten an. 25 Plätze stehen zur Verfügung. Die Freude am ganz direkten Umgang mit Menschen ist eine Grundvoraussetzung für den vielseitigen Beruf, der ein Arbeiten in Krankenhäusern und Praxen, aber auch in Reha-Einrichtungen sowie im Fitness- und Wellnessbereich ermöglicht. Im Mittelpunkt der dreijährigen Ausbildung steht der menschliche Körper, insbesondere die Vermittlung von Wissen rund um das Bewegungssystem. Der Unterricht findet in Räumen innerhalb des Berufsbildungszentrums in Soest statt. Die prakLust auf Arbeit mit Menschen und Spaß an Bewegung? tische Erfahrung sammeln die angehenden PhysiotherapeuBewerbungen für die dreijährige Ausbildung ten in den Krankenhäusern des Hospitalverbundes sowie bei zum Staatlich geprüften Physiotherapeuten weiteren Partnern. werden ab sofort entgegengenommen. „Die Physiotherapie ist ein relativ junger Teilbereich der Medizin, der sich mit Gründung einer ersten Schule vor gut 100 Jahren etabliert hat“, erklärt Christina Haake, leitende MitarbeiOnline: stellen.hospitalverbund.de terin der Physiotherapie am Marienkrankenhaus in Soest und Tel.: 02921 / 391-2310 auch künftige Fachleiterin des neuen Ausbildungsgangs. Sie E-Mail: schule@hospitalverbund.de betont: „Die wichtigste Aufgabe ist es, den Patienten in Bewegung zu bringen – im Kleinen wie im Großen.“ Eingesetzt werden dabei Gelenk- und Muskeltechniken, Wärme, Ultraschall, Mindestens Fachoberschulreife Massagen oder Wassergymnastik, um zum Beispiel Schmerzen zu lindern oder Funktionsstörungen zu beheben. Waren Physiotherapeuten ursprünglich vor allem im Bereich 1. Oktober 2017 der Rehabilitation tätig, sind sie heute oft von Beginn an in interdisziplinäre Behandlungsprogramme eingebunden und auch in der Prävention und Gesundheitserziehung tätig. Entsprechend sind kommunikative und pädagogische Ansätze sowie die Erstellung von konkreten Therapieplänen Teil der Ausbildung. Mit neuen Ideen, in neuen Räumen, mit viel Spaß und Engagement geht es zurzeit um die ganz praktische Vorbereitung des neuen Angebots ab Herbst. „Wir sind begeistert von dem Schwung, der hier gerade entsteht“, so Christian Larisch, Geschäftsführer des Hospitalverbundes Hellweg.

Frauen

Wie:

Voraussetzung:

25 Plätze!

Ausbildungsstart:

SCHULE FÜR GESUNDHEITSBERUFE

Schule für Gesundheitsberufe Hellweg Tel. 02921 / 391-2310 schule@hospitalverbund.de www.hospitalverbund.de

Kontinuierlich wurde in den vergangenen Jahren die „Schule für Gesundheitsberufe Hellweg“ ausgebaut. Heute bietet sie 175 Ausbildungsplätze für junge Menschen, die den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers erlernen. Bereits im Oktober 2015 ist das Ausbildungsspektrum um das Altenpflege-Fachseminar am Standort Unna erweitert worden. Ab Herbst 2017 ist nun auch die Ausbildung zum Staatlich geprüften Physiotherapeuten unter dem Dach der Schule des Katholischen Hospitalverbundes in Soest möglich.


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März bis Juni 2017

Veranstaltungskalender Eintritt: 5 Euro. Der Erlös

Gesundes

Gesundes Frühstück

Pflege und Demenz

kommt dem Kranken-

Frühstück

Gesprächskreis

hausförderverein zugute

in der

in der Elternschule Mi., 10. 05., 10 bis 12 Uhr

MÄRZ

Mi., 01.03./05.04./03.05./ 07.06., 16 bis 18.30 Uhr

Elternschule Mi., 12. 04., 10 bis 12 Uhr

Anmeldung:

Forum Mozartstraße 26,

Tel. 02303 / 100-1136

Unna

llu n g Ausste bis A p r il Mitte

Forum Mozartstraße 26, Unna JUNI Demenzschulung

oder 100-2122

Do., 01./08./22. 06.,

Mail: familialepflege.

Gesundes Frühstück

Pflegekurs

unna@hospitalverbund.de

in der Elternschule Mi., 08. 03., 10 bis 12 Uhr

17 bis 20 Uhr

Anmeldung:

Second-Hand-Markt/

Forum Mozartstraße 26,

Anmeldung:

Tel. 02922 / 801-1701

Tag der offenen Tür

Unna

Tel. 02922 / 801-1701

Mail: familialepflege.werl

Mail: familialepflege.werl

@hospitalverbund.de

in der Elternschule Sa., 04. 03., 10 bis 13 Uhr Forum Mozartstraße 26,

Demenzschulung

Unna

17 bis 20 Uhr

Mi., 05./12./26. 04.,

@hospitalverbund.de

Do., 09./16./23. 03. Anmeldung:

Kreißsaalführung

Tel. 02922 / 801-1701

Mo., 06./20. 03., 18 Uhr Forum Mozartstraße 26,

Mail: familialepflege.werl @hospitalverbund.de

Unna

Kreißsaalführung MAI Kreißsaalführung Di., 02. 05. und

& Co.

Mi., 08./15./22. 03.,

Di., 06. 06. und Mo, 19.06., 18 Uhr Forum Mozartstraße 26,

Mo, 15.05., 18 Uhr Forum Mozartstraße 26,

Unna

Unna

Demenzschulung Mo., 12./19./26. 06.,

Elterngeld, Kindergeld Pflegekurs

17 bis 20 Uhr

Pflegekurs Mi., 03./10./17. 05.,

17 bis 20 Uhr Anmeldung:

17 bis 20 Uhr

Info-Veranstaltung Mo., 13.03. und Mo.,

17 bis 20 Uhr

Tel. 02303 / 100-1136

Anmeldung:

12.06., 18.30 Uhr

Anmeldung:

oder 100-2122

Tel. 02922 / 801-1701

Forum Mozartstraße 26,

Tel. 02922 / 801-1701

Mail: familialepflege.unna

Mail: familialepflege.

Unna

Mail: familialepflege.werl

@hospitalverbund.de

werl@hospitalverbund.de Mo., 27. 03./03./10.04., 17 bis 20 Uhr

Gesundes Frühstück Demenzschulung Do., 04./11./18. 05., 17 bis 20 Uhr

Forum Mozartstraße 26,

Tel. 02303 / 100-1136

Anmeldung:

Unna

oder 100-2122

Tel. 02922 / 801-1701

Mail: familialepflege.unna

Mail: familialepflege.werl

Adipositas – eine

@hospitalverbund.de

@hospitalverbund.de

Aktion Restcent Pflegekurs

Zivilisationskrankheit APRIL Kreißsaalführung Mo, 03.04. und

arzt Dr. Jan Aqua,

in der Elternschule Mi., 14. 06., 10 bis 12 Uhr

Anmeldung:

Übergewicht und

dem leitenden Ober-

An der Akademie der bildenden Künste in München lernte Maria Buschulte ihren Mann Wilhelm kennen. Sie heiratete 1951 den später bedeutenden deutschen Glasmaler, zog in dessen Heimatstadt Unna, gab die Kunst auf, wurde Hausfrau und Mutter. Erst in den 1970er-Jahren fand sie zur Malerei zurück. Es entstanden Portraits, Aktzeichnungen und Stillleben. Nun sind die Werke Maria Buschultes erstmals ausgestellt – im Katharinen-Hospital in Unna bis Mitte April.

@hospitalverbund.de Pflegekurs

Info-Veranstaltung mit

Maria Buschulte – Frau und Künstlerin

Gospelworkshop Katharinen-Treff Unna Fr., 05. 05. bis So. 07.05

Mi., 07./14./21. 06., 17 bis 20 Uhr Anmeldung:

Mariannen-Hospital Mi., 08.03., 16 Uhr

Di, 18.04., 18 Uhr Forum Mozartstraße 26,

Infos und Anmeldung:

Tel. 02922 / 801-1701

gospel@hospitalver-

Mail: familialepflege.werl

VHS Werl, Raum 01

Unna

bund.de

@hospitalverbund.de

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Ihr direkter Weg ins Netz www.hospitalverbund.de

Mit Cent-Beträgen Gutes tun: Die Mitarbeiter des Katharinen-Hospitals verzichteten 2016 auf ihre Lohnzahlungen hinter dem Komma und spendeten auf diese Weise eine stolze Summe für den guten Zweck. 3.000 Euro kommen dem Heilig-Geist-Hospiz in Unna und knapp 3.250 Euro einem Krankenhaus in Gambia zugute.

UNSERE EINRICHTUNGEN Katharinen-Hospital • www.katharinen-hospital.de Marienkrankenhaus Soest • www.mkh-soest.de Mariannen-Hospital • www.mariannen-hospital.de MVZ St. Damian Balve • www.st-damian-balve.de St. Bonifatius Wohn- und Pflegeheim • www.boni-unna.de St. Elisabeth Wohn- und Pflegeheim • www.elisabeth-körbecke.de Mariengarten Servicegesellschaft • www.mariengarten.de

medTrend-Magazin Unna und Werl - März 2017  
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