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Versand im Postabonnement - 45 % - Art. 2, Absatz 20/b, Gesetz 662/96, Filiale Bozen · Jahrgang LVIII · 9/2010

hds magazin #9/10 Monatsmagazin des Handelsund Dienstleistungsverbandes Südtirol www.hds-bz.it

Verkäuferlehrlinge messen ihre Kräfte


sxc

Mitarbeiter gesucht?

www.hds-bz.it

Die Jobbörse für Berufe im Handel und im Dienstleistungsbereich. Geben Sie einfach Ihre Anzeige unter www.hds-bz.it ein. Gesucht werden derzeit: Augenoptiker, Handelsagenten, Verkäufer und Verkäuferlehrlinge, Mitarbeiter für Marketing und PR. Aktuelle Bewerbungen: Verkäufer und Verkäuferlehrlinge, Büroangestellte und Bürolehrlinge.

handels- und dienstleistungsverband Südtirol


editorial

Südtiroler Unternehmen zeigen sich investitionsfreudig – hds hilft Die Investitionsfreudigkeit von Südtirols Betrieben steigt. Diese Tendenz bestätigt auch das Wirtschaftsressort des Landes. Dieses hat vor kurzem bekannt gegeben, dass die Gesuche um Investitionsbeihilfen von Seiten der Unternehmen heuer im Vergleich zum vergangenen Jahr gestiegen sind - im ersten Halbjahr dieses Jahres sind 400 Gesuche um Investitionsbeihilfen mehr eingegangen, plus 27 Prozent im Vergleich zum Vorhalbjahr. Diese erfreuliche Dynamik in einer schwierigen Wirtschaftsphase beruht auf der besonderen Südtiroler Wirtschaftsstruktur, die sich wieder einmal als Vorteil beweist. Die vielen Klein- und Familienbetriebe würden auch in Krisenzeiten für relativ stabile Verhältnisse sowie für Wachstum sorgen und somit auch die Beschäftigung gerade in peripheren Gegenden sichern. Auch der hds verzeichnete in den vergangenen Monaten eine steigende Anfrage von Seiten der Betriebe, die Investitionen tätigen möchten. Der Verband bietet als Serviceleistung gerade im Bereich der Förderbeiträge eine spezielle Beratung sowie Hilfestellung bei der Gesuchsstellung durch entsprechend geschulte Mitarbeiter. Wir konnten im ersten Halbjahr regen Zulauf feststellen, wobei die Betriebe vor allem Informationen über betriebliche Investitionen, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen oder Beratungstätigkeiten eingeholt haben (siehe auch S. 27). Erfreulich sind auch die Daten des aktuellen Wirtschaftsbarometers des Wifo. Die von der Studie hervorgehobene Zuversicht bei den Unternehmern wird vom hds geteilt und bestätigt. Die Ergebnisse zeigen, dass die vielen Südtiroler Kleinbetriebe für Stabilität sorgen und somit eine wichtige gesellschaftliche Rolle innehaben und Verantwortung tragen. Positiv bewerten wir vor allem die erfreulichen Erwartungen des Einzelhandels: Viele Betriebe blicken optimistisch in die Zukunft. Der Handel hat sich in Südtirol zu einer vielfältigen und differenzierten Struktur entwickelt und sorgt somit für ein attraktives Angebot. Das ist eine gute Basis, um die wirtschaftlichen und konsumgebundenen Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Johann Unterthurner, hds-Bezirkspräsident Meran/Burggrafenamt

titelgeschichte Verkaufstalent 2010 gesucht

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aktuelles Lebendige Orte = Lebensqualität

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trends Nahversorgung liegt im Trend

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bezirke hds-Vertreter treffen Bürgermeister

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berufsgruppen Optiker vs. Augenärzte

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bildung Kursangebot Herst/Winter 2010 steht

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betriebe informieren Südtiroler kaufen „fair“

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betriebsberatung Das Bewerbungsgespräch

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steuerberatung Jagd auf Steuersünder

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Redaktion, Verwaltung und Werbung: 39100 Bozen, Mitterweg 5, Bozner Boden, T 0471 310 309, F 0471 310 396, pr@hds-bz.it, www.hds-bz.it Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes und Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Mauro Stoffella (Bereichsleiter Kommunikation) Redaktion: Dr. Sergio Colombi Sekretariat: Dr. Verena Andergassen Grafisches Konzept: Gruppe Gut – www.gruppegut.it Grafik: Stefano Hochkofler Titelbild: sxc Fotos: Reinhard Niederstättger genetica multimedia, Helmuth Rier/Suedtirolfoto.com, BLS, www.byou.it, sxc, Shutterstock, Druckerei: Athesia Druck GmbH – Weinbergweg 7 – 39100 Bozen Aufgegeben am 31. August 2010 Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen zurückzuweisen. Die in Gastartikeln wiedergebene Meinung muss nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Herausgeber: Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol Genossenschaft – Bozen, Sped. im P.A. – 45% - Art. 2. Absatz 20/b, Gesetz 662/96, Filiale Bozen, Eintragung Landesgericht Bozen Nr. 50/51 – Rep. 27256. Angeschlossen der USPI Unione Stampa Periodica Italiana

hdsmagazin #9/10


titelgeschichte

Wer ist Südtirols

Verkaufstalent 2010?

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14 Verkäuferlehrlinge messen ihre Kräfte

Der Berufswettbewerb für Verkäuferlehrlinge „Verkaufstalent Südtirol“ findet heuer zum zweiten Mal statt. Das Pilotprojekt, welches das Berufsbildungszentrum Bruneck gemeinsam mit dem hds 2009 ins Leben gerufen hat, war von Erfolg gekrönt. Südtirols Verkaufstalente haben aber auch im internationalen Vergleich die Nase vorn. Das Südtiroler Verkaufstalent 2009, Simon Senoner, hat im vergangenen Jahr beim internationalen Berufswettbewerb „Junior Sales Champion International“ in Salzburg die Jury überzeugt und den Titel erstmals nach Südtirol geholt. Auch beim diesjährigen Berufswettbewerb, der am 24. September in Bruneck stattfinden wird, stellen Südtirols beste 14 Berufsschüler aus dem Bereich Handel und Verwaltung aus allen Berufsschulen des

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Landes ihre Fähigkeiten unter Beweis. Unter den Anwärtern auf den Titel des talentiertesten Jungverkäufers sind heuer erstmals auch zwei Schüler der italienischen Landesberufsschulen. Soziale Kompetenzen im Vordergrund Vorbild für den Südtiroler Berufswettbewerb ist vor allem der seit vielen Jahren erfolgreiche Internationale Berufswettbewerb für Jungverkäufer „Junior Sales Champion International“, der jährlich in Salzburg stattfindet. Bereits in den letzten Jahren nahmen heimische Nachwuchstalente beim Wettbewerb in Salzburg teil und zeigten hervorragende Leistungen auf einem sehr hohen Niveau. In Südtirol hingegen ließ ein Wettbewerb im Handelssektor bis zum vorigen Jahr auf sich warten. Aufgrund des herausragenden Erfolges hat man entschieden, den Wettbewerb nun jährlich durchzuführen. Die Kandidaten werden dabei anhand genau festgelegter Kriterien bewertet. Des Festlegung der Kriterien für den Handel war um einiges schwieriger als beispielsweise im Handwerk; beim Verkaufsgespräch kommt es mehr auf die sozialen Kompetenzen des Verkäufers an und weniger auf technische bzw. handwerkliche Fertigkeiten.

Verkäufer als professionelle Berater Neben der Krönung des besten Jungverkäufers hat der Wettbewerb außerdem eine Aufwertung des Verkäuferberufes zum Ziel. In den letzten Jahren verlor dieses Berufsbild für Jugendliche zunehmend an Attraktivität. Oft wird vergessen, dass ein Verkäufer in erster Linie ein professioneller Berater ist. Dieser ist imstande, dem Kunden Vor- und Nachteile des Produktes bzw. der Dienstleistung aufzuzeigen. Der ausgebildete Verkaufsberater weiß über sämtliche Funktionalitäten seines Produktes Bescheid und erleichtert dem Kunden die Kaufentscheidung. Heutzutage besteht nach wie vor große Nachfrage nach guten Verkäufern, von denen es leider immer weniger gibt. Häufig werden die zur Verfügung stehenden Stellen mit „Laien“ besetzt, die zu einem großen Teil zur ansteigenden Unbeliebtheit der Branche beigetragen haben. Aufgabenstellung und Bewertung Die Herausforderung für die 14 jungen Verkaufstalente wird jene sein, ein möglichst perfektes, kundenorientiertes Verkaufsgespräch mit einem Testkunden zu führen und parallel dazu noch einen italienisch- bzw. deutschsprechenden Kunden


Die Teilnehmer

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Einige Teilnehmer des Berufswettbewerbs „Verkaufstalent 2010“

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zu betreuen. Die Fachjury, die sich aus Vertretern des hds und der Wirtschaft sowie aus Fachlehrpersonen der Berufsschulen zusammensetzt, legt vor allem Wert auf die Argumentationstechnik, die fachliche Kompetenz und auf professionelles Auftreten. Die gezeigten Leistungen sollen ein Ansporn sein, auch in Zukunft motiviert zu arbeiten und sich durch lebenslanges Lernen eine erfolgreiche Berufskarriere

zu sichern. Der Berufswettbewerb stellt außerdem eine ideale Plattform für den Informationsaustausch und die Förderung der Jugend im Handel dar. Das Verkaufsgespräch soll nicht länger als zehn Minuten dauern, sodass jeder Kandidat unter gleichen Bedingungen, unabhängig vom Produkt, antreten kann. Die Zeit kann durch die Testkunden gesteuert werden. Die Waren, die „verkauft“ werden

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Melanie Steidl aus Stephansdorf Andrea Reichegger aus Uttenheim, Arbeitsplatz: Bruneck, Sisley Daniel Oberleiter aus Stegen/Bruneck, Arbeitsplatz: Eisenware Grohe P. in Bruneck Florian Dariz aus Brixen Evi Pfeifer aus Felthurns, Arbeitsplatz: Hofer Fliesen & Böden in Barbian Tanja Gilberti aus Brixen Philipp Spögler aus Ritten, Arbeitsplatz: Tecnomag in Bozen Julian Zozin aus Kaltern, Arbeitsplatz: Möbel Planer in Eppan Magdalena Kofler aus Eppan, Arbeitsplatz: Bernard Haushaltswaren in Kaltern Daniel Niedrist aus Tisens, Arbeitsplatz: Firma Anton Weibl in Sinich Angelika Hofer Julia Buchschwenter aus St. Martin in Passeier Jessica Portogallo aus Meran, Arbeitsplatz: Oberrauch Zitt in Meran

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444 Millionen Kilometer zum Einkaufen Laut einer Studie des Berliner Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung hat sich die für Einkaufsfahrten zurückgelegte Wegstrecke der Deutschen allein von 1982 bis 2002 auf 444 Millionen Kilometer verdoppelt. Der Hauptgrund für das Einkaufen „fahren“ und nicht mehr „gehen“: Der Versorgungsgrad mit kleineren Lebensmittelfachgeschäften vor Ort ist defizitär. Bundesweit ist seit 1970 die Zahl der kleineren, inhabergeführten Geschäfte von 125.000 auf 25.000 zurückgegangen. Gewinner waren vor allem die Verbrauchermärkte und Discounter auf der grünen Wiese. Orte, die weniger als 5000 Einwohner haben, sind meist uninteressant. Erfreulich ist, dass Südtirols flächendeckende Handelsstruktur ein ökologisches Einkaufsverhalten

ermöglicht. Das belegt eine aktuelle Wifo-Studie. Die meisten Kunden tätigen ihre Einkäufe zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Bus oder mit der Bahn. Über 60 Prozent der Konsumenten kaufen täglich in der Nähe der eigenen Wohnung ein. Das ist europaweit einzigartig. Diese Struktur gilt es weiterhin zu stärken.

Ein sympathisches Musikvideo zum Thema Nahversorgung liefert das QR-Video (Benutzungsanweisung siehe S. 12)

Mauro Stoffella, verantwortlicher Schriftleiter hdsmagazin #9/10


titelgeschichte Berufswettbewerb am 24. September 2010

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sollen, werden von den Teilnehmern selbst mitgebracht und sollen auf deren Branche abgestimmt sein. Nach dem Testgespräch nimmt die Jury die Bewertung vor. Bewertet wird anhand von sieben Kriterien, in denen der Kandidat jeweils maximal zehn Punkte - also insgesamt 70 Punkte - erreichen kann. Die Bereiche umfassen die Eröffnung des Verkaufsgesprächs, die Warenpräsentation, die Argumentation, den Zusatz- bzw. Ergänzungsverkauf, die Einwandbehandlung, den Umgang mit dem intervenierenden italienischen bzw. deutschen Kunden sowie den Gesamteindruck in Sachen Sprache, Erscheinung und Kreativität. Im Anschluss an die Bewertung gehen die vier besten Kandidaten in eine zweite Gesprächsrunde mit neuen Testkunden. Die zwei erstplatzierten Verkäuferlehrlinge nehmen am 20. Oktober 2010 am 8. Internationalen Berufswettbewerb für Jungverkäufer „Junior Sales Champion International“ in Salzburg teil. Zusätzlich winken allen Teilnehmern attraktive Preise.

Eröffnet wird die Veranstaltung in der Aula Magna der „Alten Turnhalle“ am Rathausplatz um 8.30 Uhr durch Sigfried Steinmair, Direktor der Landesberufsschule Bruneck. Gleich danach startet der Berufswettbewerb, wobei die 14 Kandidaten hintereinander antreten. Nach einer anschließenden Beratungspause der Juroren geben diese ihre Bewertungen ab. Am Nachmittag treten die s: e In f o vier besten Teilnehmer im Näh e r , Mo ck Margit , 3 Finale gegeneinander an. 2 1 3 10 3 .it T 0 47 z b Um ca. 17 Uhr findet die k @ h ds mm o c Siegerehrung statt.

Der hds präsentiert das Radio-Gewinnspiel „Südtirol 1 Einkaufszettel“ 24 hds-Mitglieder gesucht. Seit einigen Jahren organisiert der hds in Zusammenarbeit mit dem Radiosender „Südtirol 1“ das Gewinnspiel „Der Südtirol 1 Einkaufszettel“ - verbunden mit der Botschaft, wie vielfältig Südtirols Handel und wie wichtig die Nahversorgung für die Bevölkerung vor Ort ist. Das Spiel gehört zu den erfolgreichsten Gewinnaktionen des Senders und registriert die höchste Anzahl an Höreranrufen. Bei diesem Spiel ging es darum, die von Kindern umschriebenen und in Südtirols Geschäften erhältlichen Produkte zu erraten. Zu gewinnen gab es Einkaufsgutscheine, die der Konsument in seiner Heimatgemeinde in einem hds-Geschäft einlösen konnte. Für heuer plant der hds eine Neuauflage dieses erfolgreichen Spiels, allerdings in einem modifizierten Modus. Ziel ist es, die hds-Geschäfte stärker in die Aktion mit einzubinden. Daher sollen nicht mehr die Kinder, sondern die Mitglieder selbst zu Wort

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kommen: Sie stellen sich vor und müssen in sieben verschiedenen Tipps eines ihrer Produkte umschreiben. Kurz zum Spielablauf: Vom 25. Oktober bis 13. November werden täglich (außer Sonntag) die Tipps der verschiedenen Kaufleute ausgestrahlt. Nach jedem Tipp können die Hörer anrufen und müssen das umschriebene Produkt erraten. Zu gewinnen gibt es auch heuer Einkaufsgutscheine, welche die Gewinner in ihren Heimatgemeinden einlösen können. Der hds sucht nun 24 Mitglieder, die bei diesem Spiel mitmachen können. Anmeldetermin samt Anmeldeformular ist der 17. September 2010 (12 Uhr). Berücksichtigt werden die ersten fünf Anmeldungen pro Bezirk! Mehr Infos: Martin Stampfer, T 0471 310 511, mstampfer@hds-bz.it


Der Exekutivausschuss des hds.

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„Lebendige Orte konsequent erhalten und weiterentwickeln!“ Großverteilung in Südtirol: Die Stellungnahme des hds zu den jüngsten Entwicklungen und Polemiken

Der hds sucht Lösung gemeinsam mit Der Landesregierung

Der Exekutivausschuss des hds hat sich im August in einer außerordentlichen Sitzung mit den jüngsten Entwicklungen und Polemiken rund um die Großverteilung in Südtirol auseinandergesetzt. Der hds will keine Polemik und strebt ein baldiges Treffen mit dem Landeshauptmann und dem Handelslandesrat an. „Wir bieten der Landesregierung eine faire Zusammenarbeit an und ersuchen diese eindringlich, gemeinsam mit dem hds die Anliegen der Nahversorgung und somit von Tausenden von Kaufleuten konsequent zu verfolgen“,

erklärt Präsident Walter Amort. Das Gleichgewicht zwischen großen und kleinen Geschäften und die korrekte Anwendung des Gesetzes sind ein hohes Gut und fallen unter die Verantwortung der Politik, so der hds-Exekutivausschuss. Nahversorgung, lebendige Orte, historische Zentren und somit Lebensqualität werden im ganzen Land von den Familienbetrieben gewährleistest, die unweigerlich durch zu vielen Großflächen in ihrer Existenz bedroht werden. Die Einzelhandelsflächen sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Der hds warnt daher im Gesamtinteresse vor einem weiteren explosionsartigen Anwachsen. Besprochen wurde in der Sitzung die geplante starke Ausdehnung der Einzelhandelsflächen in der Bozner Galileistraße. Es handelt sich dabei um ein Gewerbegebiet, in dem das landesgesetzliche Prinzip des Einzelhandelverbots gilt. Der hds vertritt die Auffassung, dass in einem solchen Gewerbegebiet – abgesehen von den historischen Lizenzen – keine weiteren Handelser-

mächtigungen zu erteilen sind. Er ist darin durch das jüngste „Trony“-Urteil bestärkt. Nun sollen in aller Sachlichkeit die bereits für diesen Oktober vorgesehenen Entscheidungen des Verwaltungsgerichtes abgewartet werden. Der Exekutivausschuss sprach seinem Präsidenten und seinem Direktor die volle Unterstützung aus: „Die Rolle des früheren Landesrates und jetzigen hdsDirektors Werner Frick ist geklärt. Er hat auf Verbandslinie die Ablehnung der fraglichen neuen Lizenz verfochten und dann verwaltungsrechtlich korrekt die gegenteilige Entscheidung der Landesregierung ausgeführt.“ Abschließend hat sich das höchste Gremium im hds erneut mit dem Thema Einkaufszentrum beschäftigt. Der hds steht zum Beschluss des Landtages, ein neues und einziges, landesweites Einkaufszentrum in Bozen zu errichten. Allerdings braucht es dafür ein gutes Konzept und einen Standort im Zentrum von Bozen.

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aktuelles WIRTSCHAFT UND POLITIK

Gleiches Recht für alle Rechtssicherheit muss gewährleistet werden

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Die weitgehend intakte Nahversorgung in Südtirol gilt weithin als vorbildlich. Diesen Umstand verdankt Südtirol u.a. der restriktiven Raumordnung und dem darin enthaltenen Verbot von Handelsbetrieben auf der grünen Wiese und in Gewerbegebieten. Große Einkaufzentren am Rande der Ortschaften konnten so bisher verhindert und der Handel in den Zentren geschützt werden. Die Nahversorgung und damit lebendige Orte, belebte historische Zentren und somit Lebensqualität werden im ganzen Land vorwiegend von den Familienbetrieben gewährleistet. Durch zu viele großflächige Betriebe werden diese aber in ihrer Existenz bedroht. Der Druck zu Ausdehnung der Einzelhandelflächen auch außerhalb der Zentren hat in den letzten Jahren stark zugenommen, wie die Beispiele in Algund, Brenner, Vintl, Vahrn, Lana aber vor allem auch in Bozen zeigen. Die Politik muss das fragile Gleichgewicht zwischen großen und kleinen Geschäften bewahren und danach die Ausweisungen im Handelsplan richten. Die Praxis in anderen Ländern hat gezeigt, dass die Preise durch Großgeschäfte und Einkaufszentren nicht sinken. Im Gegenteil, Einkaufszentren zerstören den Kleinhandel in peripheren Gemeinden, Arbeitsplätze vor Ort gehen verloren und die Kunden müssen längere Anfahrtswege in Kauf nehmen. Langfristig wird dadurch die Lebensqualität in den Dörfern zerstört.

In diesem Licht ist auch die Debatte um das geplante Einkaufszentrum in Bozen zu sehen. Hier gilt es die bestehende Situation im Handel in der Stadt und den umliegenden Gemeinden zu berücksichtigen und den Bedarf zu klären. Mit dem Beschluss der Landesregierung zur Errichtung eines Einkaufszentrums, hat sich die Situation dahingehend verändert, dass in Bozen Süd zwei große Handelstrukturen entstanden sind. Eine funktionierende Nahversorgung und eine weitgehende Liberalität in der Geschäftsansiedlung sind nicht vereinbar. Gerade deshalb ist die Politik verpflichtet, klare und transparente Regeln aufzustellen. Weiters muss die Politik auch die Rechtsicherheit gewährleisten indem sie dafür sorgt, dass das bestehende Gesetz korrekt angewendet wird. Das Landesgesetz verbietet Einzelhandel in Gewerbegebieten. Gerade dieses Prinzip ist immer wieder Anlass von Polemiken. Das aktuellste Beispiel ist die starke Ausdehnung der Einzelhandelsflächen in der Bozner Galileistraße. Hier ist die Landesverwaltung aufgefordert keine weiteren Handelsermächtigungen mehr zu erteilen. Das erst jüngst gesprochene Urteil im Fall „Trony“, ein ähnlicher Fall in unmittelbarer Nähe, bestärkt diese Forderung. Es muss gleiches Recht für alle gelten. Es kann in einem gesunden Rechtsstaat nicht sein, dass einige Wenige bevorzugt behandelt werden. Es braucht klare Rahmenbedingungen, sonst entscheiden Gerichte in jahrelangen Prozessen über die Vergabe von Lizenzen und Öffnung oder Schließung von Geschäften. Der Bevölkerung ein gutes, ausgewogenes und modernes Angebot an Waren zu bieten, ist wichtig, aber dafür sollten wir nicht die noch intakte Nahversorgung und damit das intakte Dorfleben von vielen Dörfern aufs Spiel setzen. Andere Regionen haben diesen Fehler gemacht und versuchen nun wieder mit viel Mühe die Städte und Dorfzentren zu beleben. Wir sollten daraus lernen und diesen Fehler nicht machen.

Dieter Steger, Landtagspräsident

Trendwende in Sachen Einkaufszentrum Das alljährliche Sommertreffen der Wirtschaftskammern Österreichs fand heuer in Gröden statt. Zentrales Thema des Meetings war die Rolle des Handels bei der Standort- und Regionalentwicklung und in diesem Zusammenhang die Trendwende in Sachen Einkaufszentrum und Handelsstandort. Wirtschaftsexperte Hannes Embacher berief sich in seinem Referat auf Studien, die belegen, dass vom amerikanischen Modell der Einkaufszentren außerhalb der Städte und Ortschaften immer mehr abgerückt werde. „Die Folgen dieses Modells werden immer sichtbarer: zerstörte

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Urbanität, verminderte Einkaufsqualität, geschlossene Familienbetriebe sowie verarmte Innenstädte“, so Embacher. Große Aufmerksamkeit kam auch dem Vortrag von Universitätsprofessor Harald Pechlaner zuteil. Die Lebensqualität in einem Dorf hänge entscheidend vom Zusammenspiel der verschiedenen Ortsgruppen und Leistungsträger sowie der Schaffung von Nahversorgung ab. In St. Ulrich begrüßten der Vizebürgermeister Armin Lardschneider und Ortsobfrau Martina Vinatzer die Delegation und berichteten über den lokalen Handel und die Aktivitäten der Ortsgruppe.


aktuelles

Der ehemalige Präsident des Gemeindenverbandes, Arnold Schuler: „Der Handel gehört in die Orte!“

Innovationspreis Merkur Anmeldungen können noch bis 15. September eingereicht werden Innovation und Veränderung prägen die Zukunft, neue Geschäftsideen bringen einen langfristigen Vorsprung. Daher prämiert der hds in diesem Jahr gemeinsam mit dem TIS einen innovativen Mitgliedsbetrieb mit dem „Merkur“. Ausgezeichnet werden soll die originellste und innovativste Methode, mit der ein Handels- oder Dienstleistungsbetrieb mit seinen Kunden in Verbindung tritt. Der „Merkur-Innovationspreis“ ist mit einer Gewinnsumme von 3000 Euro dotiert. Beteiligen auch Sie sich an dieser Initiative und erzählen Sie uns von Ihrer Innovation. Alle Informationen zu den erforderlichen Unterlagen und das Reglement sind im Internet unter www.hds-bz.it • hds • Projekte • Merkur-Preis abrufbar. Interessierte Betriebe können ihr Projekt samt Unterlagen im hds-Sitz in Bozen, Mitterweg 5, Bozner Boden, noch innerhalb 15. September 2010, abgeben oder einfach per Post oder E-Mail (marketing@ hds-bz.it) schicken. Die Verleihung des Merkur-Preises findet am Freitag, 8. Oktober 2010, im Hauptsitz des hds in Bozen statt.

Die Gewinner der vergangenen Ausgaben 2008: Preis für das innovativste Projekt zur Steigerung der Lebensqualität 1. ahrntal natur GmbH aus Ahrntal 2. Apotheke Dr. Jörg Aichner aus Klausen 3. Kaufleute Deutschnofen 2007: Preis für das innovativste Kundenbindungssystem 1. Kaufhaus Rauch aus Nals 2. De Gust aus Vahrn 3. Verein Ahrntal Kaufen & Genießen! 2006: Preis für die innovativste Verkaufsidee 1. Konsumgenossenschaft aus Laas 2. Weger Universitätsbuchhandlung aus Brixen 3. T  iroler Goldschmied mit Sitz in Dorf Tirol

hds trifft Gemeindereferenten Südtirols

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„Die Menschen möchten dort wohnen, wo sie gut versorgt werden. Dazu gehört vor allem der Einzelhandel, der in den Orten und nicht außerhalb stattfinden soll. Nur lebendige Orte sind lebenswerte Orte für die Menschen“, betonte der Landtagsabgeordnete und ehemalige Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes, Arnold Schuler, beim ersten Treffen der Gemeindereferenten für Handel und Gemeinderäte, das vom hds Anfang Juli organisiert wurde. Weitere regelmäßige Treffen sollen nun folgen. „Nach den Neuwahlen im Mai gibt es in Südtirols Gemeinden viele neue Gesichter. Dem hds liegt die gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden sehr am Herzen und möchte deshalb mit dieser Auftaktveranstaltung die Verantwortlichen in den Gemeindestuben für wichtige, kommunale Angelegenheiten sensibilisieren und sich als Informationsplattform anbieten“, erklärt hds-Präsident Walter Amort. Luise Vieider, Trainerin und langjährige Gemeinderätin, Gemeindereferentin und Vizebürgermeisterin am Ritten, hielt im Rahmen der Veranstaltung einen Impulsvortrag u.a. zu Themen wie Netzwerkgedanke, Kooperation im Ehrenamt und Aufgaben der Gemeindepolitik. Die Veranstaltung wurde mit einer Diskussionsrunde und einem Meinungsaustausch abgeschlossen.

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aktuelles

Maßgeschneiderte Pakete für Unternehmer Emva-Präsident Herbert Weis im Gespräch

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Seit 32 Jahren steht Herbert Weis der Fürsorgegenossenschaft Emva als Präsident vor und ist vor kurzem auch für die nächsten drei Jahre in diesem Amt bestätigt worden. Als langjähriger Präsident des Kaufleuteverbandes – an dessen Gründung er maßgeblich beteiligt war – und heutiger hds-Ehrenpräsident, als Mitbegründer des Südtiroler Wirtschaftsringes und Inhaber von etlichen Positionen in der Südtiroler Wirtschaftswelt stand für Herbert Weis immer das Prinzip der Solidarität im Vordergrund. Auf diesem Leitmotiv basiert u.a. auch die Gründung der Emva. An wen im Besonderen wendet sich das Leistungsangebot der Emva? „Wir wenden uns in erster Linie an Unternehmer. Ein Unternehmer muss die Möglichkeit haben, selbst entscheiden zu können, wann und wo er im Krankheitsfall behandelt werden will. Dies ist bei der öffentlichen Kasse nicht möglich, die Termine werden zugewiesen. Ein Unternehmer ist nicht nur sich und seiner Familie gegenüber verantwortlich, sondern auch seinem Unternehmen, seinen Mitarbeitern. Nicht jeder Zeitpunkt oder jede Therapie sind daher ideal für eine Behandlung. 50 Prozent der Mitglieder stammen übrigens aus dem Bereich des Handels und der Dienstleistungen, gefolgt von den Gastwirten und den Handwerkern.“ Welche Vorteile bietet die Emva gegenüber anderen Kassen bzw. Fürsorgekörperschaften? „Unsere Basisbetreuung sieht vor, dass unsere Mitglieder von der Geburt bis zum Ableben betreut werden. Bei anderen Einrichtungen ist ab einem gewissen Alter und mit zunehmenden Risikofaktoren Schluss. Unsere Mitglieder können auf eine rasche, unbürokratische Abwicklung der Fälle zählen und werden bei Bedarf vor Ort und – sehr wichtig – in der eigenen Sprache betreut. Diese Form der ‚Nahversorgung’ schafft Vertrauen und Sicherheit, was eine grüne Nummer oder eine Ansprechperson in einem Büro irgendwo in Mailand nicht vermitteln kann.“ Welche besonderen Leistungen bieten Sie? „Wir bieten beispielsweise maßgeschneiderte, individuell geschnürte Pakete für Unternehmen; die Risiken von Verdienstausfällen oder Dauerinvalidität sind bei bestimmten Berufsgruppen höher. Andere Unternehmer wiederum möchten der gesundheitspolitischen Komponente mehr Bedeutung geben und entscheiden sich für ein Zusatzpaket.“

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Wie beurteilen sie die Entwicklung im Vorsorgebereich? „Der Patient ist anspruchsvoller geworden und selektiver in der Auswahl. Warum auch nicht, jeder soll selbst bei seiner Gesundheit mitsprechen können. Leider stelle ich aber auch fest, dass das Solidaritätsprinzip im Laufe der Zeit an Wert verliert. Der Vorteil des Einzelnen steht immer öfter im Vordergrund.“

Die EMVA - Leistungen entsprechen modernen Anforderungen und berücksichtigen die speziellen Wünsche der Kunden. Daraus resultieren maßgeschneiderte Lösungen, die Sicherheit in allen Lebenslagen bieten.

Die wichtigsten EMVA-Leistungen im Überblick:

Basisbetreuung + Visiten + Krankenhaus-Tagegeld + Brillen / Kontaktlinsen + Manuelle Physiotherapien + und Vieles mehr...

+ Krankenhausschutz + Krankenhausvollschutz + Große Risiken + Kinderschutz

+ Krankenhaus-Tagegeld + Genesungsgeld + Gipsgeld

+ Unfallvorsorge Vergütungen bei + Arbeitsunfähigkeit + Dauerinvalidität + Todesfall


aktuelles Sonntagsöffnungen: Gemeinden sollen strenger vorgehen Gemeinsame Stellungnahme des hds und der Gewerkschaften

Immer öfters sind auch in Südtirol die Geschäfte an Sonntagen geöffnet. Der hds und die Gewerkschaften stellen sich gemeinsam gegen diese Situation und fordern die Einhaltung des Sonntags als Ruhetag. Die Polemik ist heuer gerade im Zuge vieler geöffneter Geschäfte am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, wieder aufgeflammt. Sowohl unter der Bevölkerung als auch unter den Einzelhändlern sorgt die Polemik um die Sonntagsöffnungen einerseits für Unmut aber auch für Unsicherheit. Angesichts dessen möchten der hds und die Gewerkschaften gemeinsam an das Prinzip erinnern, das Sonntagsöffnungen nur in bestimmten Ausnahmefällen zulässt. Diese werden vom Landesgesetz vorgesehen und stellen sozusagen „Ausnahmen von der Regel“ dar. Leider sei heutzutage eher das Gegenteil der Fall: Ausnahme sei nicht mehr das geöffnete Geschäft am

Sonntag, sondern das geschlossene. Eine große Entscheidungsbefugnis hinsichtlich Sonntagsöffnungen obliegt den Gemeinden bzw. dem Bürgermeister. In seinem Ermessen liegen die Entscheidungen zu außerordentlichen Öffnungen, auch was drei aufeinanderfolgende Feiertage angeht. Viele Gemeinden beklagen, dass ihnen bei diesen Entscheidungen die Hände gebunden sind und sie die Erlaubnis zu außerordentlichen Öffnungen sozusagen nicht verwehren können. Dies stimmt jedoch nicht: Das Ermessen obliegt ausschließlich der Gemeinde, und das entsprechende Landesgesetz ist eindeutig. Eine Lösung wäre ein gemeinsam erstellter Kalender mit gemeinsam festgelegten, außerordentlichen Öffnungszeiten im Laufe eines Jahres. In vielen Städten in und außerhalb Italiens werde dies schon lange und erfolgreich praktiziert.

Basispostdienstleistungen auch im Sommer garantieren Jedes Jahr sorgen die verkürzten Sommeröffnungszeiten der Postämter für Unmut. Besonders betroffen sind kleine Ortschaften, in denen die Postämter teils auch mehrere Tage hintereinander geschlossen bleiben. Der hds versucht bereits seit einigen Jahren entsprechende Konventionen mit der Post zu vereinbaren, die es ermöglichen sollen, Basispostdienstleistungen auch in der Sommerzeit zu garantieren. Der hds ist flächendeckend in ganz Südtirol vertreten. Eine Konvention mit der Post könnte vorsehen, dass jeweils ein

ausgewähltes Unternehmen pro Gemeinde, bestimmte Postdienstleistungen anbietet. In anderen Ländern funktioniere dieses Modell bereits seit Jahren problemlos. Dies bestätigt auch Alois Schellhorn, Geschäftsführer der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Tirol (im Bild): „Gerade Südtirol mit seiner besonderen Handelsstruktur bietet beste Voraussetzungen für diese Art von Zusammenarbeit. Es wäre dies eine ideale Ergänzung zu den bereits bestehenden Nahversorgungsstrukturen“, so Schellhorn.

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Der hds trauert um Hubert Paulmichl Der Tod unseres Ortsobmannes der Gemeinde Stilfs und langjähriges Bezirksausschussmitglied hat nicht nur im Vinschgau Betroffenheit ausgelöst. Hubert Paulmichl war ein Mann der Öffentlichkeit, der sich zeitlebens für das Wohl seiner Gemeinde, seines Tales und für die Nahversorgung eingesetzt hat. Als langjähriger Feuerwehrkommandant in seinem Heimatort, als Gründungs- und Ehrenmitglied der Sektion Sulden des Weißen Kreuzes, als Mitglied des Gemeindeausschusses von Stilfs und nicht zuletzt als hds-Ortsobmann von Stilfs war Paulmichl sowohl auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Bühne im Einsatz.

hdsmagazin #9/10


Termine

Der Vera aktuell e ns kal taltung - - - e n d e r: s www - - - .hds -bz.i

t

03.09.

BOZEN STADT UND LAND

• „Fit For Business“ Südtiroler Firmenlauf, Neumarkt

• Sprechstunden St. Ulrich, montags von 14:30 bis 17:00 Uhr im Gemeindeamt.

03. - 04.09.

• Rechtsbeistand (nach Vereinbarung) Bozen, montags von 11:00 bis 12:30 Uhr und mittwochs von 15:00 bis 16:30 Uhr im Hauptsitz des hds (T 0471 310 558).

• Kinderfest mit buntem Programm, Bruneck 11. - 13.09. • Sachsenback – Fachmesse für das Bäcker- und Konditorenhandwerk, Dresden (D) 15.09. • Einschreibeschluss für den Innovationspreis „Merkur“

• Beratung in Kondominiumsangelegenheiten (nach Vereinbarung) Bozen, jeden 2. und 4. Dienstag im Monat im Hauptsitz des hds (T 0471 310 311). • Finanzberatung (nach Vereinbarung) Bozen, am 6. September sowie am 4. Oktober von 15:30 bis 17:00 Uhr im Hauptsitz des hds (T 0471 310 311). MERAN/BURGGRAFENAMT

08.10. • Verleihung des Innovationspreises „Merkur“ Bozen, hds-Hauptsitz

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Sprechstunden

16. - 19.10. • südback – Fachmesse für Bäckereien und Konditoreien Stuttgart (D) 23. - 27.10. • A.B. Tech Expo 2010 – Internationale Fachmesse für das Bäckerei- und Konditorengewerbe, Mailand September/Oktober • Einen Auszug der hds-Kurstermine finden Sie auf S. 23

NEU

QR:

Tür zur virtuellen Welt

Das gepunktete Quadrat (siehe S. 5) trägt die Bezeichnung QR. Es handelt sich um eine Art Eingang zur virtuellen Welt des Internets. QR steht für „Quick Response“ (schnelle Antwort). Hier handelt es sich um eine neue Variante eines zweidimensionalen Strichcodes. Über die QR-Codes erhält man Zugriff zu speziellen Inhalten des hds Magazins. Dazu müssen ein paar einfache Anweisungen befolgt werden. Der QR-Code funktioniert auf allen Handymarken und –modellen mit eingebauter Kamera und Internetverbindung. Man muss nur im Browser www.i-nigma.mobi eingeben und die angezeigten Anweisungen befolgen. Die Software installiert sich in wenigen Sekunden selbst. Nach der Programminstallation kann man den QR-Code mit der Handykamera anvisieren und abdrücken. Das Handy verbindet sich dann mit einem Link, über den ein Video abgespielt wird.

• Sprechstunden Lana, donnerstags von 09:30 bis 13:00 Uhr im Rathaus. St. Leonhard i. P., jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 08:00 bis 10:00 Uhr in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, Passeirerstraße 3. • Pensionsangelegenheiten Meran, am 8. und 22. September von 08:00 bis 11:30 Uhr im hds-Büro. • Rechtsbeistand (nach Vereinbarung) Meran, jeden 1. und 3. Montag im Monat von 14:30 bis 15:30 Uhr im hds-Büro (T 0473 272 511). • Arbeitssicherheit, Umwelt und Hygiene (nach Vereinbarung) Meran, am 29. September von 14:00 bis 16:30 Uhr im hds-Büro (T 0473 272 511). EISACKTAL • Sprechstunden Klausen, donnerstags von 08:30 bis 12:30 Uhr, Unterstadt 65. Mühlbach, dienstags von 08:00 bis 09:30 Uhr im Gasthof „Zur Linde“. • Pensionsangelegenheiten Sterzing, am 15. September sowie am 6. Oktober von 08:30 bis 09:30 Uhr im hds-Büro. Brixen, am 15. September sowie am 6. Oktober von 14:00 bis 16:00 Uhr im hds-Büro. • Rechtsbeistand (nach Vereinbarung) Brixen, jeden Dienstag von 14:00 bis 15:00 Uhr im hds-Büro (T 0472 271 411). Sterzing, jeden Donnerstag von 14:00 bis 15:00 Uhr im hds-Büro (T 0472 766 070). • Arbeitssicherheit, Umwelt und Hygiene (nach Vereinbarung) Sterzing, am 23. September von 08:15 bis 10:45 Uhr im hds-Büro (T 0472 766 070). Brixen, am 23. September von 11:30 bis 13:00 Uhr und von 14:00 bis 15:00 Uhr im hds-Büro (T 0472 271 411). PUSTERTAL • Pensionsangelegenheiten Bruneck, am 15. September sowie am 6. Oktober von 11:00 bis 12:30 Uhr im hds-Büro. • Rechtsbeistand (nach Vereinbarung) Brixen, jeden Dienstag von 14:00 bis 15:00 Uhr im hds-Büro (T 0472 271 411). • Arbeitssicherheit, Umwelt und Hygiene (nach Vereinbarung) Bruneck, am 23. September von 15:30 bis 17:30 Uhr im hds-Büro (T 0474 555 452). VINSCHGAU • Sprechstunden Mals, montags von 08:00 bis 10:00 Uhr im Gemeindehaus. Prad, montags von 10:30 bis 12:30 Uhr in der Raiffeisenkasse. Sulden, am 8. September sowie am 13. Oktober von 10:00 bis 12:00 Uhr in der Raiffeisenkasse. • Pensionsangelegenheiten Schlanders, am 8. und 22. September von 14:00 bis 15:30 Uhr im hds-Büro. • Rechtsbeistand (nach Vereinbarung) Schlanders, jeden Donnerstag um 14:00 Uhr im hds-Büro (T 0473 730 397). • Arbeitssicherheit, Umwelt und Hygiene (nach Vereinbarung) Schlanders, am 29. September von 09:30 bis 12:00 Uhr im hds-Büro (T 0473 730 397).

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trends

Renaissance der Läden um die Ecke Flexibilität, Vertrauen und Beratung sind die Stärken Angesichts des Erfolgs der großen Einkaufszentren schien das Aus der kleinen Läden vorprogrammiert. Wider Erwarten erleben die Nahversorgungsläden aber nun eine Renaissance, die Zahl der kleinen Geschäfte nimmt zu, vor allem in den mittleren und größeren Städten. In Bologna wurden z.B. innerhalb kurzer Zeit über 140 Geschäfte neu eröffnet. Die Unterschiede zwischen den neuen Betrie-

Barcodes sollen das Einkaufsverhalten verändern Barcodes, dem normalen Konsumenten zumeist nur durch das „Biep“ an der Supermarktkasse geläufig, sollen dank neuer mobiler Technologien Nutzen aufs Smartphone zaubern. Das können etwa bei einer Autowerbung technische Daten, aber auch das direkte Buchen einer Probefahrt sein, vielleicht sogar noch ein Werbefilm. Aber auch die Herkunft oder die exakten Inhaltsstoffe, was etwa für Allergiker von Bedeutung ist, könnten bei Lebensmitteln abgerufen werden. Derartige Anwendungen hat es schon bisher gegeben - allerdings gehen die Bemühungen in jene Richtung, all dies zu standardisieren und miteinander zu verknüpfen: Einerseits sind das Smartphones mit Kamera und Internetzugang, dann die entsprechende Software, die auf diesen vielen verschiedenen Geräten laufen soll, sowie die mobilen Anbieter. Nicht zuletzt sollen die Informationen nicht wie in sozialen Netzwerken von irgendwoher stammen, sondern von „vertrauenswürdigen Quellen“.

Stress beim Einkauf mindert Umsatz Einen stressfreien Einkauf wünschen sich Kunden ebenso wie Händler. Das ist allerdings nicht immer der Fall, wie die Ergebnisse einer der GewinnerArbeiten des diesjährigen Wissenschaftspreises in Österreich ergaben. Dabei wurde Einkaufsstress gemessen. Immerhin 20 Prozent der Kunden fühlen sich beim Einkaufen gestresst. Die häufigsten Reaktionen auf Stress-Situationen im Geschäft sind Kaufabbruch und negative Mund-zuMund-Propaganda. Auch die Auslöser für Stress wurden identifiziert. Am häufigsten wurden Enge, Unübersichtlichkeit, Wartezeiten und Personalmangel genannt. Außerdem werden Kunden nervös, wenn Produkte nicht verfügbar sind oder ein Überangebot von Waren herrscht. Nicht zuletzt werden fachliche Inkompetenz, Unfreundlichkeit oder Aufdringlichkeit bemängelt. Mehr Infos unter: www.wissenschaftspreis.org

ben und ihren Vorgängermodellen sind beträchtlich: Statt der bisherigen Inhaber stehen nun freundlich lächelnde Inderinnen oder junge Frauen aus dem Mittleren Osten hinter der Ladentheke. Auch die Gewohnheiten haben sich geändert: Viele kleine Läden bieten bequeme lange Öffnungszeiten am Abend und auch am Wochenende an. Das öffentliche Interesse an der Nahversorgung wird durch eine Reihe von Initiativen, Sensibilisierungskampagnen und durch andere Aktionen untermauert. Die Region Sizilien hat soeben eine Ausschreibung mit 20 Millionen Euro Fördermitteln für die Eröffnung von kleinen Handelsbetrieben gestartet, die bestimmten Anforderungen entsprechen. Für den Erfolg dieser Kleinläden gibt es viele Gründe: In Zeiten knapper Kasse verzichten viele Familien auf den Großeinkauf und verteilen die Ausgaben auf mehrere kleinere Einkäufe. Immer mehr alte Menschen lassen ihr Auto gerne stehen und kaufen statt in den großen Einkaufszentren am Stadtrand lieber in den Läden in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnung ein. Ein weiterer Grund ist auch die Zunahme der Zahl der Ein- oder Zweipersonenhaushalte, für die keine Großeinkäufe im Großmarkt erforderlich sind. Nicht zu unterschätzen ist auch der persönliche Kontakt: Die kleinen Läden werden nicht nur ausschließlich anhand der Preise beurteilt, sondern finden vermehrt auch Zuspruch, weil der Kunde – im Unterschied zum anonymen Großmarkt – mit dem Eigentümer oder den Mitarbeitern ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann.

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bezirke Meran

Regionale Kreisläufe als Leitmotiv

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Bezirk, luden Präsident Walter Amort und Direktor Werner Frick den scheidenden Präsidenten zu einem Abendessen ins Restaurant Artemis im Hotel Tivoli. Mit dabei war auch der neue Bezirkspräsident Johann Unterthurner. Das Treffen wurde als Anlass für einen Erfahrungsaustausch sowie für Gespräche über zukünftige Herausforderungen genutzt. Dabei betonten sowohl Amort als auch Frick die Bedeutung eines intensiven und regelmäßigen Kommunikationsaustausches mit allen Meran Ortsobleuten im Bezirk. Ebenso wichtig sei aber auch der Austausch mit den Gemeinden, unterstreicht Unterthurner. „Was die Nahversorgung in den Orten angeht, so sind die Bürgermeister und Gemeindereferenten wichtige Partner und Acht Jahre lang bekleidete Rein- Kontaktpersonen. Deshalb ist es wichtig, hard Schölzhorn das Amt des Bezirksprä- sie auf die Bedeutung unserer Anliegen sidenten von Meran/Burggrafenamt. Als im Sinne lebenswerter und aktiver OrtDank für seinen aktiven, ehrenamtlichen schaften aufmerksam zu machen“, so UnEinsatz im Interesse der hds-Mitglieder im terthurner.

Danke, Reinhard Schölzhorn

Im Sommer besuchte eine hdsDelegation das im April 2010 eröffnete Geschäft von Pur Südtirol in der Freiheitsstraße. „Wir vermarkten ausschließlich Lebens- und Genussmittel von Südtiroler Produzenten. Dabei möchten wir auf die Vielfalt der einheimischen Produkte hinweisen und aufzeigen, dass der Konsument in vielen Bereichen auf ein mannigfaltiges Angebot zurückgreifen kann,“ erklären die Geschäftsführer Günther Hölzl und Ulrich Wallnöfer ihr Marketingkonzept. Auf einer Verkaufsfläche von 450 Quadratmetern findet der Kunde rund 1300 verschiedene Produkte. Rund 40 Prozent davon stammen aus biologischem Anbau, während ca. ein Viertel sogenannte „Roter Hahn“-Produkte sind. Auch bei der Einrichtung des Geschäftes wurde auf die Verwendung einheimischer Materialien Wert gelegt. „Der regionale Wirtschaftskreislauf ist unser wichtigstes Leitmotiv. In der globalisierten Welt hat eine Region wie Südtirol vor allem dann eine Entwicklungschance, wenn es für die eigenen, qualitativ hochwertigen Produkte alle Absatzmöglichkeiten hierzulande nutzt“, argumentiert Hölzl. Selbst die Hintergrundmusik stammt aus Südtirol und ertönt aus Lautsprechern, die in Bozen produziert wurden.

Meran

Interessante Idee für neu gestaltete Straße Die Einzelhändler der Sparkassen- lassen. Deshalb haben die Kaufleute die straße zeigen sich sehr zufrieden über die „Aktion sauberer Platz“ ins Leben gerufen. Neugestaltung der Strasse – nicht vollends Es handelt sich um einen handlichen Umjedoch: Obwohl bereits in der Planungs- welt-Aschenbecher aus Karton mit einer phase auf das Problem der weggewor- Innenschachtel aus Aluminiumbeschichfenen Zigarettenstummel aufmerksam tung. Mit dieser Aktion wollen die Kaufgemacht wurde, hat die Gemeinde keine leute, die Bürger und Besucher der Stadt Aschenbecher bei den neuen Mülleimern vorgesehen. Ein weiteres Problem stellen die auf den Boden geschmissenen Kaugummis dar. Diese hinterlassen schwarze Flecken, die sich sehr schwer entfernen

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dazu bewegen, Zigarettenstummel und Kaugummis nicht auf den Boden zu werfen, sondern im speziellen Umweltaschenbecher zu entsogen - und so mithelfen, die Stadt sauber zu halten. In den Geschäften der Sparkassenstraße ist der UmweltAschenbecher kostenlos erhältlich.


bezirke

1 V.l. (sitzend) Gemeinderat Roland Strimmer, Walburg Waldner, Karl Waldner, Handwerker-Ortsobmann Heiko Haller, hds-Ortsobmann Franz Inderst, (stehend) Andreas Langebner, Bürgermeister Walter Mairhofer, Handwerker-Obmann Walter Pichler, Wirtschaftsreferent Felix Lanpacher, Lorenz Waldner, Architekt Karl Bauer und Mathias Waldner (es fehlt Geometer Josef Mitterhofer).

Ulten und St. Pankraz

Nahversorgung wichtiger Beitrag zur Lebensqualität

Marling

Spatenstich in der neuen Handwerkerzone Zum sprichwörtlichen Spatenstich kam es im August in der neuen Handwerkerzone „Forum 1“ auf dem ehemaligen Kasernenareal von Marling. Nachdem Ortsobmann Franz Inderst die ihm zugewiesene Fläche bereits bezogen hat, hat die Spenglerfamilie Waldner mit dem Aushub für das neue Betriebsgebäude begonnen. Bis dahin war es ein weiter Weg, der großen Einsatz von allen Beteiligten verlangte. Doch es hat sich gelohnt - die erste Handwerkerzone in Marling ist Realität. Die Gesamtfläche des Militärareals beträgt 1,3 Hektar. Dazu kommen noch 3400 Quadratmeter Gewerbegrund südlich des Kreisverkehrs, die bereits zugewiesen sind. Zum Schutz von wertvollem Kulturgrund gilt für die Handwerkerzone die Pflicht, unterirdisch zu bauen.

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Innichen, Olang, Toblach

hds trifft neue Bürgermeister Zusammenarbeit mit Gemeindeverwaltung soll ver­stärkt werden. Im August traf sich eine hds-Delegation mit den neuen Bürgermeistern von Innichen, Werner Tschurtschenthaler 1 , von Olang, Reinhard Bachmann 2 sowie von Toblach, Guido Bocher 3 . Die Vertreter des hds erklärten, dass der Verband

Im Sommer besuchte die hds-Ortsobfrau von Ulten, Veruschka Pircher, die neugewählte Bürgermeisterin Beatrix Mairhofer 1 . Diese erklärte, dass die Nahversorger in Ulten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Lebensqualität liefern würden. Sowohl Einwohner als auch Gäste brauchen und schätzen hier den lokalen Einzelhandel. „Wer aufgrund seiner Lebenssituation oder im Rahmen seines Urlaubes den Großteil seiner Zeit im Tal verbringt, sollte möglichst alle Dinge des täglichen Gebrauchs in seiner Umgebung beziehen können. Damit vermeiden wir Verkehr und fördern die lokale Wirtschaft“, so Mairhofer. Sie werde sich auf jeden Fall für den Erhalt der Nahversorgung einsetzen. Ein Treffen gabe es auch zwischen dem Ortsobmann von St. Pankraz, Walter Schönthaler, und dem neuen Bürgermeister Thomas Holzner 2 . Dieser fand dabei lobende Worte für die Aktivitäten der Handelstreibenden. „Mit eurem Einsatz trägt ihr dazu bei, die Lebendigkeit und damit die Lebensqualität von St. Pankraz zu erhalten“, so der Bürgermeister. Er äußerte zugleich den Wunsch, den Austausch und den Dialog auch in Zukunft zu pflegen und gemeinsam an der wirtschaftlichen Entwicklung zu arbeiten.

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mit Rat und Tat die Gemeindeverwaltungen gerade in den Bereichen des Handels und der Raumordnung unterstützen und mit Experten beratend zur Seite stehen werde. Die Zusammenarbeit mit den Gemeindeverwaltungen ist ein wichtiges Anliegen des hds. Die Bürgermeister betonten ihrerseits, wie wichtig eine Zusammenarbeit mit allen Berufsgruppen vor Ort und ein lebendiges Dorfleben seien. Auch die Handelsreferenten wiesen auf die Wichtigkeit der Dörfer als attraktive Einkaufsorte für Einheimische und Touristen hin. Diese Position solle in jedem Fall gehalten bzw. ausgebaut werden. Bezirkspräsident Philipp Moser informierte die Bürgermeister über die Tätigkeiten und die Anliegen des Verbandes sowie über die Bedeutung der vom hds vertretenen Wirtschaftssektoren. Er zeigte sich über den ersten Austausch mit den Bürgermeistern und Handelsreferenten sehr erfreut und sicherte ihnen zu, als Ansprechpartner in Fragen des Handels und der Wirtschaft zur Verfügung zu stehen.

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Südtirol. Fruchtbarer Boden für die Nahversorgung.

Mit mehr als 280 Verkaufspunkten Conad und Market Conad ist DAO mit einem kapillaren Verkaufsnetz in der gesamten Region vertreten. Die Zahlen belegen den steigenden Erfolg von DAO in der Region. Mit einer Umsatzsteigerung von 12% im Jahr 2008 und 13% 2009 hat die Unternehmensgruppe ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt, das den Wachstumstrend der vergangenen Jahre bestätigt. Immer mehr Konsumenten setzen in Punkto Qualität, vorteilhafte Preise und Standortnähe auf DAO. Dies ist dank der Effizienz der Organisation und dem Bündnis mit Conad möglich. DAO, Dettaglianti alimentari organizzati, garantiert seinen Mitgliedern

ein umfassendes Sortiment inklusive einer eigenen hochwertigen Conad-Produktlinie sowie vorteilhafte Preise und die schnelle Versorgung aller Verkaufspunkte. Zudem bietet DAO eine Reihe von Zusatzleistungen für eine gewinnbringende Tätigkeit. DAO ist geschaffen für jene, die mit einem großen Namen sichere Ergebnisse erzielen wollen. Mit einem professionellen Unternehmen, das seit nahezu 50 Jahren in diesem Sektor zu Hause ist.

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DAO Società cooperativa - Centro Distributivo CONAD, via G. Di Vittorio, 43/3 - 38015 Lavis (TN) tel. 0461 248411 - fax 0461 241890 - e-mail: info@dao.it


berufsgruppen Handelsagenten und -vertreter

IRAP muss gezahlt werden Bis zur Klärung des Begriffs „eigene Organisationsstruktur“ empfiehlt es sich, den Antrag auf Rückerstattung einzureichen

Die Frage, ob Handelsagenten auf ihre Einkünfte die Wertschöpfungssteuer IRAP zahlen müssen, ist nach wie vor ungelöst. Mit dieser Frage befassen sich vier Urteile und ein Beschluss des Kassationsgerichts sowie ein Rundschreiben der Agentur für Einnahmen. Beide Quellen haben festgelegt, dass die Handelsagenten IRAPbefreit sind, wenn sie keine „eigene Organisationsstruktur“ („autonoma organizzazione“) haben, also nur die für die Ausübung ihrer Tätigkeit unbedingt erforderlichen Hilfsmittel benutzen. Eine genaue Definition des Begriffs fehlt bis heute. Daher muss die Steuerkommission Fall für Fall abwägen ob tatsächlich nur die absolut notwendigen Hilfsmittel verwendet werden. Bis zur endgültigen Klärung des Begriffs empfiehlt die Fnaarc den Mitgliedern, die IRAP zu zahlen und gleichzeitig einen Antrag auf Rückerstattung zu stellen. Die entsprechenden Formulare liegen in unseren Büros auf.

PR

BLS:

kostenloser Service auch für Händler und Dienstleister

Seit Januar 2009 fungiert die neue Landesgesellschaft Business Location Südtirol – Alto Adige (BLS) als zentrale Kompetenzstelle für Standortfragen und Gewerbegebiete. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehört es, Unternehmen in jeder Hinsicht bei der Ansiedlung zu unterstützen, den Gemeinden Hilfestellung bei der Auslastung ihrer Gewerbegebiete zu bieten und Liegenschaftsverfügbarkeit in Südtirol zu garantieren. Wir haben den Direktor der BLS, Ulrich Stofner, gefragt, welchen Service seine Gesellschaft Händlern und Dienstleistern bieten kann.

Welche Unterstützung kann sich ein Betrieb aus dem Handels- und Dienstleistungssektor von Ihnen erwarten? „Die BLS ist die Landesgesellschaft für Standortvermarktung und Betriebsansiedlungen; als solche sind wir Anlauf- und Servicestelle für alle Unternehmen, die auf der Suche nach dem richtigen Unternehmensstandort oder nach einem geeigneten Areal für eine Betriebsvergrößerung in Südtirol sind, egal aus welcher Branche und woher sie auch kommen. Diesen Betrieben bieten wir eine Rundumbetreuung in allen Fragen, die sich in so einem Fall stellen könnten.“

www.hds-bz.it • berufsgruppen • Handelsagenten und -vertreter

Bedauerlicherweise müssen wir feststellen, dass sich der Gesetzgeber der Forderung unserer Berufsgruppe zwar annimmt, aber durch eine fehlende Begriffsdefinition von „eigene Organisationsstruktur“, nicht die notwendige Rechtssicherheit schafft. Laut dem Vorschlag der Fnaarc, soll als „organisationsfrei“ gelten, wer bis zu drei Mitarbeitende beschäftigt. Das Kriterium der Beschäftigtenanzahl galt nämlich seinerzeit für die Befreiung der Handelsagenten und -vertreter von der lokalen Einkommensteuer ILOR. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Fnaarc verstärkt Druck auf das Parlament, die Finanzkommissionen der Abgeordnetenkammer und des Senats ausüben.

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bebensperger@hds-bz.it

Wie kann man sich diese Unterstützung konkret vorstellen? „Die BLS verfügt über zwei Abteilungen, an die sich Unternehmer kostenlos wenden können, um Hilfestellung zu erhalten. Der Bereich Location Providing kümmert sich um die Bereitstellung von Gewerbeflächen; in seine Zuständigkeit fällt z.B. auch die neue Liegenschaftsdatenbank, in der verfügbare Gewerbeliegenschaften in ganz Südtirol online unter www.bls.info abrufbar sind. Die Abteilung Location Service hingegen sorgt für eine professionelle 360°-Betreuung der Unternehmen in allen Ansiedlungsfragen, unterstützt bei der Entwicklung von Geschäftsszenarien und gibt Beratung in vielen wichtigen Bereichen, wie z.B. Steuern, Recht oder Förderungen.“

hdsmagazin #9/10


berufsgruppen www.hds-bz.it • berufsgruppen • Lebensmittelgewerbe

Goldmedaillen gab es für die Bäckereien (v.l.) Profanter Backstube aus Brixen, Koblerbrot aus St. Leonhard in Passeier und Bäckerei Rabensteiner aus Villanders.

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Lebensmittelgewerbe

Bäcker

Die Zukunft der Lebensmittel

Drei Goldmedaillen und 19 Silbermedaillen!

Konsumenten müssen Lebensmitteln vertrauen können

Großer Erfolg für Südtirol beim 15. Internationalen Brotwettbewerb in Wels

Im Juni ging in Innsbruck das Impulsforum ibet über die Bühne. Im Mittelpunkt standen dabei die Trends im Lebensmittelsektor für Produzenten, Handel, Konsumenten und Tourismus. Der Konsument lege zunehmend Wert auf bewusste Ernährung und hege den Wunsch nach Gesundheit und Wohlbefinden, so Klaus Zimmermann, der Leiter der Entwicklungszentren von Nestlé. Dabei muss auch der Trend nach Luxusprodukten auf der einen und Billigware auf der anderen Seite berücksichtigt werden. Genauso sollen durch Forschung und Entwicklung Unterernährung und gravierender Überversorgung sowie daraus resultierenden Krankheitsbildern – Untergewicht, Übergewicht – entgegengewirkt werden. Das Konsumentenverhalten wird weiters immer mehr von den Faktoren Ethik und Ökologie beeinflusst. Die Produkte sollen möglichst wenig negative Einflüsse auf die Umwelt haben, so Zimmermann. In diesen Rahmen fällt auch der Faktor Regionalität, was gerade für Tirol (und demnach auch Südtirol) einen essentiellen Wettbewerbsvorteil bringe, meint der Trend- und Handelsforscher David Bosshart vom Schweizer Gottlieb Duttweiler Institut. „Dass lokale Produkte wieder einen hohen Stellenwert haben, liegt an ihrer Verständlichkeit. Und diese generiert das wichtigste überhaupt: Vertrauen“, so Bosshart. Der Konsument sehne sich nicht mehr nach dem Starkoch, sondern nach dem Bauern, nach Handwerksarbeit und Ursprung. Eine interessante Aussage des Trendforschers bezieht sich auf das Shoppingerlebnis. Obwohl mittlerweile auch immer mehr Männer das Shoppingerlebnis suchen, sind nach wie vor die Frauen zu 80 Prozent für den Einkauf verantwortlich. Deshalb sollten die Frauen in so manchen Handelskonzepten das Denken übernehmen. Weiterhin im Trend sei die Biobranche die sich innerhalb von 20 Jahren von einer belächelten Nische zu einer nicht mehr wegzudenkenden Bewegung in unserer Gesellschaft entwickelt hat. Weitere Themen des Forums waren die Lebensmittelsicherheit (HACCP, Qualitätsmanagement, Allergene), die Schaffung von Mehrwert eines Produktes durch einen steigenden Service, die Bedeutung von Verpackung und Etikettierung.

Drei Goldmedaillen und 19 Silbermedaillen haben vor kurzem neun Südtiroler Bäckereien beim 15. Internationalen Brotwettbewerb in Wels in Oberösterreich gewonnen. Erfreut von diesem Erfolg zeigt sich Landesinnungsmeister Benjamin Profanter: „Ziel dieses Wettbewerbes ist ein internationaler Qualitätsvergleich der handwerklich erzeugten Palette an Brot- und Backwaren. Für unsere Bäckereien war es eine gute Gelegenheit, die hohe Qualität ihrer erzeugten Produkte einem internationalen Publikum zu präsentieren.“ Am diesjährigen Produktwettbewerb teilgenommen haben 138 gewerbliche Backbetriebe aus ganz Europa. „Unsere Qualität hat gewonnen“, zeigt sich Profanter begeistert. Am Wettbewerb teilnahmeberechtigt waren alle Meisterbetriebe, die die zur Beurteilung eingesandten Exponate selbst im eigenen Betrieb herstellen. Zugelassen wurden folgende Exponate bzw. Kategorien: Normalbrot, Weißbrote, Kleingebäck aus Roggen- und Weizenmehlen, Schroten und Sämereien aller Art, Feinbackwaren, Brote besonderer Beschaffenheit, pflanzenfaserreiche Brote, eigene Brotkreationen, gebackene Snacks und Fingerfood, Brauchtums- und Partybrote sowie Schau- und Dekorstücke.

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Folgende Südtiroler Bäckereien haben am Brotwettbewerb teilgenommen:

- Bäckerei Rabensteiner aus Villanders, Koblerbrot aus St. Leonhard in Passeier und Profanter Backstube aus Brixen mit drei Gold- und etlichen Silbermedaillen; - Bäckerei Gatterer aus Kiens, Bäckerei Näckler aus Welschnofen, Bäckerei Trafoier aus St. Nikolaus, Bäckerei Trenker aus Toblach, Bäckerei Zöggeler aus Tisens sowie Bäckerei Tauber aus Algund mit Silbermedaillen und weiteren Podestplätzen.


berufsgruppen

Wanderhändler

Bäcker

Richard Schwienbacher wird Ehren-Landesinnungsmeister

Interessantes Urteil des Verfassungsgerichts

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Große Feier im Felsenkeller mit LH Luis Durnwalder Richard Schwienbacher, der langjährige Landesinnungsmeister der Bäcker im hds wurde im Rahmen einer großen Feier im Felsenkeller der Laimburg, in Anwesenheit von Landeshauptmann Luis Durnwalder, zum Ehren-Innungsmeister ernannt. Dabei erfolgte auch die symbolische Übergabe des Amtes von Schwienbacher an den neuen Innungsmeister Benjamin Profanter. Viele Freunde und Wegbegleiter von Schwien­bacher waren bei der Feier anwesend. Vor allem die Vertreter der Bäcker-Delegationen aus Bayern, Württemberg, Trient und Nordtirol, Heinrich Traublinger, Gerhard Sailer, Emanuele Bonafini und Max Wurm, haben Richard Schwienbacher gewürdigt. hdsPräsident Walter Amort dankte für seinen langjährigen Einsatz zum Wohle der Berufsgruppe in Südtirol. Die Laudatio und Beschreibung des Lebenswerkes erfolgte durch Landesinnungsmeister-Stellvertreter Peter Schuster. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden auch einige Bäcker für ihren Einsatz vor allem auf Bezirksebene gewürdigt. Es sind dies für den Vinschgau die langjährigen Bezirksinnungsmeister Otto Gander, Fritz Baumgärtner und Anton Fuchs sowie die langjährigen Ausschussmitglieder Josef Stecher und Hubert Fuchs; für das Burggrafenamt der langjährige Bezirksinnungsmeister Hans Schmidt;

für Bozen Stadt und Land der langjährige Bezirksinnungsmeister Heinrich Pfitscher, der langjährige Vize-Landesinnungsmeister Mauro Pellegrini sowie die langjährigen Ausschussmitglieder Helmuth Kasslatter, Max Grandi, Renzo Pancheri und Roland Robatscher; für das Eisacktal/Wipptal der langjährige Bezirksinnungsmeister Leo Profanter sowie die langjährigen Ausschussmitglieder Luis Piok, Meinrad Leitner, Gerold Häusler und Fritz Walcher; für das Pustertal der langjährige Bezirksinnungsmeister Karl Mutschlechner und Hans Frisch als langjähriges Ausschussmitglied. Besondere Verdienste für die Südtiroler Bäckerinnung erworben haben auch Gerti Schwienbacher, Hedwig Pfitscher und Karl Badstuber.

Der Verband der eingewanderten Wanderhändler mit einer Wanderhandels­ lizenz hat zusammen mit zwei Nicht-Eu-­ Bürgern vor Kurzem eine Verfügung des Bürgermeisters von Venedig wegen NichtZuständigkeit, Gesetzesverletzung und Befugnisüberschreitung angefochten. Mit dieser Verfügung war ohne berechtigten Grund der Transport von Waren in großen Kunststoffsäcken und -taschen im historischen Stadtzentrum von Venedig verboten worden. Mit derselben Verfügung hatte der Bürgermeister außerdem festgelegt, dass der Transport als eine Handlung zum Zwecke der Ausübung des Wanderhandels auf öffentlichem Grund und Boden anzusehen ist, wenn damit ein längerer Aufenthalt am selben Ort oder an Orten in unmittelbarer Nähe verbunden ist, weshalb dieser Transport sanktionsfähig ist. Vor kurzem hat das Verfassungsgericht den Antrag der Betroffenen abgelehnt und die volle Rechtmäßigkeit des Gesetzes der Region Venetien bestätigt, auf dessen Grundlage der Bürgermeister von Venedig die Verfügung erlassen hatte.

cwalzl@hds-bz.it

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berufsgruppen www.hds-bz.it • berufsgruppen • Junge - Frauen - 50+

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Aufgeschlossenheit für Veränderungen, ein sicheres Gespür, aber auch Entschlossenheit und Professionalität zeichnen die Unternehmerinnen von heute aus. Aber nicht nur: Gleichzeitig bleiben sie ihrer Rolle als tragende Säule in Familie und Gesellschaft treu. Von den Fähigkeiten der Frauen überzeugt hat der hds die „Frauen Werkstätte hds“ gegründet, eine Plattform für Frauen im hds (wir berichteten). Im Juni fand das erste Treffen der neuen Gruppe statt. Ziel war es, sich auszutauschen, zu diskutieren und v.a. konkrete Maßnahmen und Objektive für die Zukunft festzulegen. Unter den Teilnehmerinnen konnte die Südtiroler Fotografin und Regisseurin Monika Leitner Bonell begrüßt werden. Ihre Werke erlauben einen Einblick in das Leben und Schaffen einer Künstlerin, die sowohl bei sich selbst als auch bei ihren

frauen werkstätte hds

Erstes Treffen der neuen Gruppe Kunstobjekten auf weibliche Stärken setzt. „Ausgehend von diesem ersten Treffen haben wir einige Vorhaben für den Herbst gesammelt; Weiterbildung und Information stehen ganz oben auf unserem Plan“, erklärt Gabriella Boscheri, Koordinatorin der Frauengruppe. „Im Bereich Weiterbildung möchten wir speziell auf die Bedürfnisse der Frauen im Unternehmen eingehen“, führt Boscheri aus. „Bei der Planung der Kurse zählen wir auf die Teilnahme und Erfahrung von Frauen, die bereits in der

Unternehmenswelt tätig sind und somit wichtige Ratschläge weitergeben können.“ „Die Familie, der Haushalt, die Arbeit – es ist nicht einfach für die Frauen von heute alles unter ein Dach zu bringen. Gerade deshalb ist der Erfahrungsaustausch unter den Frauen wichtig. Unsere Stärken und Werte sind unser Kapital, darauf müssen wir setzen“, begründet Gabriella Boscheri die Gründung der neuen Frauengruppe. Weitere Informationen: Christine Walzl, T 0471 310 514, cwalzl@hds-bz.it

Der Wettbewerb zum Thema Umwelt. Machen Sie mit! Bewerben können sich Privatpersonen und juristische Personen (Unternehmen, Gemeinden, Vereine, Institutionen, Schulen,...) mit Wohnsitz bzw. Rechtssitz in Tirol-Südtirol-Trentino.

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Eingereicht werden können Ideen, Verbesserungsvorschläge, Projekte sowie allgemein bisherige Umweltaktvitäten und –maßnahmen. Einreichtermin ist Freitag 5. November 2010 Preise im Gesamtwert von Euro 7.000 Informationen: www.transkom.it - Tel: 0471 28 90 87

Tirol · Südtirol/Alto Adige · Trentino

Hauptsponsor

Ein Gemeinschaftsprojekt der Abteilung Umweltschutz/Tirol, der Landesagentur für Umwelt/ Südtirol, Agenzia provinciale per la protezione dell‘ambiente/Trentino und der Transkom KG. Mit freundlicher Unterstützung von Ressort für Bauten, ladinische Schule und Kultur - Abteilung Landwirtschaft

AUTOGAS NORD

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V.l. Augenarzt Paolo Bernardi, der Präsident der Ärztekammer, Michele Comberlato, der Vizepräsident der OptikerOptometristen, Julius Simonazzi und Präsident Luca Guerra.

Dienstleister

Optiker-Optometristen

Trend zur Dienstleistungs- Für eine gesellschaft hält an bessere Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Der produzierende Bereich verliert, der Dienstleistungsbereich gewinnt an Firmen. Dieses Ergebnis zeigen die neuesten Firmenstatistiken von InfoCamere, der Informatikgesellschaft der italienischen Handelskammern. In Südtirol ist die Zahl der gewerblichen Unternehmen zwischen Mai 2009 und Mai 2010 von 39.459 auf 39.700 gestiegen (plus 0,6 Prozent). Betrachtet man die Entwicklung auf Sektorenebene so sieht man, dass die Firmenanzahl von der Grundtendenz her im Verarbeitenden Gewerbe abnimmt, während sie in den meisten Dienstleistungssektoren zunimmt. Am stärksten ist in Südtirol der Zuwachs in den Kategorien „Wissenschaftliche und technische Dienstleistungen“ (plus 4,8 Prozent), „Künstlerische, sportliche und unterhaltende Tätigkeiten“ (plus 4,2 Prozent), „Medien, Informatik und Kommunikation“ (plus vier Prozent) sowie „Immobilientätigkeiten“ (plus drei Prozent). Deutlich geringere Zuwächse verzeichnen die Sektoren „Verleih, Reisebüros, unternehmensorientierte Dienste“, „Beherbergung und Gastronomie“ sowie „Baugewerbe“. Rückläufig resultiert die Firmenanzahl im Verarbeitenden Gewerbe (minus 0,4 Prozent), im Groß- und Einzelhandel (minus 0,7 Prozent), im Transportwesen (minus 1,3 Prozent) und bei den „Finanz- und Versicherungsdiensten“ (minus 3,5 Prozent).

Wer mit Sehproblemen einen Optiker-Optometristen aufsucht, wird oftmals zur Behandlung der Augenkrankheit an einen Augenarzt weitergeleitet. Die Grenze zwischen den Kompetenzbereichen eines Augenarztes und des Optikers-Optometristen ist unklar; die Beziehung zwischen den beiden Berufsgruppen war deshalb nicht immer einfach. Die Optiker-Optometristen im hds streben daher eine bessere Zusammenarbeit mit der Ärztekammer an. Den Anfang bildete ein Treffen zwischen dem Präsidenten und Vizepräsidenten, Luca Guerra und Julius Simonazzi, mit dem Präsidenten der Südtiroler Ärztekammer, Michele Comberlato, und dem Vorstandsmitglied und Augenarzt Paolo Bernardi. Sowohl Comberlato als auch Bernardi zeigten großes Interesse an einer Verbesserung der Beziehungen. Als erstes Ziel sollen gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen für Augenärzte und Optiker-Optometristen angeboten werden.

hneuhauser@hds-bz.it

PERIODISCHE EICHUNG / FÄLL IGKEIT VERIFICA PERIODICA / SCADEN ZA Monat mese

Jahr anno

Monat mese

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2010

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Neuer Service vom Spezialisten für Wägetechnik

Eichung von Waagen bis zu 80 Tonnen! Ein außergewöhnliches Leistungsangebot: TopControl bietet nun alle Leistungen rund um Wägeeinrichtungen für Industrie, Handel und Handwerk: Verkauf, Wartung, Kalibrierung nach ISO und periodische Eichung.

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Fondo Est - es gibt keinen Besseren


bildung

hds weiterbildung

www.hds-bz.it • Weiterbildung • Weiterbildungskurse

hdsweiterbildung - HERBST-WINTER 10/11 / unioneformazione - AUTUNNO-INVERNO 10/11

HERBST-WINTER 10/11

EDITORE: ENTE BILATERALE DEL TERZIARIO (EbK) ASGB / CGIL-AGB / CISL-SGB / UIL TUCS-SGK UNIONE COMMERCIO TURISMO SERVIZI ALTO ADIGE

AUTUNNO-INVERNO 10/11

unione formazione

Neue hds-Weiterbildungsbroschüre Herbst und Winter sind Weiterbildungszeit. Der hds hat auch für diesen Herbst/Winter in Zusammenarbeit mit der Bilateralen Körperschaft für den Tertiärsektor (EbK) ein umfangreiches Weiterbildungsangebot zusammengestellt. Von den Pflichtseminaren bis hin zu Verkaufs- und EDV-Kursen können Unternehmer und Mitarbeiter aus den Bereichen Handel und Dienstleistungen aus mehr als 70 Veranstaltungen wählen. Der hds weist dabei besonders auf die Wichtigkeit der Pflichtseminare hin. Jeder Betrieb, der Mitarbeiter beschäftigt, hat die Pflicht, verschiedenste Verantwortliche im Unternehmen zu ernennen und diese dementsprechend zu schulen. Dazu gehören der Leiter der Dienststelle für Arbeitsschutz, der Brandschutzbeauftragte

Ausbildung für pharmazeutischkaufmännische Assistenten

HERAUSGEBER: BILATERALE KÖRPERSCHAFT FÜR DEN TERTIÄRSEKTOR (EbK) ASGB / AGB-CGIL / SGB-CISL / SGK-UIL TUCS HANDELS- UND DIENSTLEISTUNGSVERBAND SÜDTIROL (hds)

sowie der Erste-Hilfe-Beauftragte, der Sicherheitssprecher der Arbeitnehmer oder der HACCP-Verantwortliche. Außerdem führt der hds die Zusammenarbeit mit verschiedenen Südtiroler Weiterbildungseinrichtungen fort. Das Angebot umfasst Kurse in den Bereichen Verhandlung und Verkauf, Kreativität, Waren- und Raumpräsentation, Kommunikation und Rhetorik, Assistenz und Sekretariat sowie Sprachen und Computer. Für hds- und EbK-Mitglieder sind für alle Kurse reduzierte Teilnahmegebühren vorgesehen. Die neue Weiterbildungsbroschüre liegt in allen hds-Büros auf. Alle Kurse sowie weitere Informationen und Seminarempfehlungen sind im Internet abrufbar. Hier sind auch Online-Anmeldungen möglich.

Im September 2009 haben die ersten neun pharmazeutisch-kaufmännischen Assistenten ihre Ausbildung in Form einer höheren Lehre begonnen. Die Teilnehmer sind begeistert vom praxisorientierten Unterricht an der Fachschule und der Ausbildung im Betrieb. Der Lehrgang wurde auf Initiative des hds in Zusammenarbeit mit dem Verband der Apothekeninhaber ins Leben gerufen. Die neue Ausbildungsmöglichkeit für Mitarbeiter in Apotheken geht diesen Herbst nun in die zweite Runde. Die Ausbildung richtet sich an Interessierte mit abgeschlossener Erstausbildung und dauert in der Regel drei Jahre (mit Maturaabschluss zwei Jahre). Sie wird in Zusammenarbeit mit der Berufsschule in Innsbruck durchgeführt und ist dual ausgerichtet, d. h. Arbeit im Unternehmen in Kombination mit praxisorientierter Ausbildung in der Schule.

Ein Auszug aus dem aktuellen hds-Weiterbildungsprogramm

Für In fo r m a tion und A nmeld en ung M a rg T 047 it Mock, 1 310 3 2 3/ 3 mmo 24 ck@h d s- b z .it

BEGINN ENDE

T*

VERANSTALTUNG

BEREICH

S** ORT

REFERENT

27.09.

30 1

Sprachen Meran

Sprachkurse

dt

Meran

Urania Meran

28.09.

2 1

Hygieneschulung

Pflichtseminare

dt

Bozen

Daniel Demichiel, Gerd Locher

04.10.

30

Sprachen Bruneck

Sprachkurse

dt

Bruneck

KVW Bildungsreferat Bruneck KOOP2010-43

04.10.

30 1

Sprachen Bozen

Sprachkurse

dt

Bozen

alpha beta Piccadilly

05.10. 06.10. 2

Faszination Schaufenster - Grundkurs

Verkauf

dt

Bozen

Landesberufsschule Gutenberg

05.10.

Schulung für Erste-Hilfe-Beauftragte

Pflichtseminare

dt

Bruneck

Weißes Kreuz

1

1

23

KODEX KOOP2010-42 EbK2010-61

KOOP2010-41

EbK2010-63

* Anzahl Kurstage; 1 Kursstunden; ** Kurssprache

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Betriebe informieren Einkaufsvergnügen auf über drei Etagen

Kaufhaus Schäfer erstrahlt in neuem Glanz Innovation und Tradition gehören im Traditionskaufhaus in Innichen zusammen

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Mehrere Generationen der Schäfer’s haben den einstigen Tante-Emma-Laden in über 130 Jahren zum heutigen „Wahrzeichen“ Innichens gemacht. Grund zum Feiern gab es Mitte Juni: Nach monatelangen Umbauarbeiten wurde endlich das neue Kaufhaus eröffnet. Mit der Eingliederung des ehemaligen Hotels „Innichen“ konnte die Verkaufsfläche auf ca. 1700 Quadratmeter verdoppelt und das Sortiment erweitert werden. Seit jeher ist es ein Anliegen der Familie, Tradition und Moderne harmonisch miteinander zu verbinden: So findet sich neben der traditionellen „Knöpf-Abteilung“ heute auch ein Afrikashop mit handgefertigten Produkten

PR - Die Südtiroler Sparkasse informiert

PROVITAM – für mehr Schutz Das Versicherungspaket PROVITAM sorgt für einen umfassenden und flexiblen Schutz. Sie können sich gegen zahlreiche Risiken absichern und dabei die Höchstsummen und den Deckungsumfang Ihren individuellen Erfordernissen entsprechend wählen. Das Paket beihaltet: 1. Familienhaftpflicht: Kaum eine Versicherung ist so wichtig wie die Familienhaftpflicht. Denn wer einem anderen fahrlässig einen Schaden zufügt, ihn also verletzt oder sein Eigentum beschädigt, haftet dafür in unbegrenzter Höhe mit seinem gesamten Vermögen. Meist genügt schon ein Moment, um anderen durch Ungeschicklichkeit oder Versehen ungewollt Schaden zuzufügen. Gegen solches Unheil gibt es die private Haftpflichtversicherung, ein verlässlicher Schutz, der Schäden ersetzt, die Dritten durch Familienmitglieder zugefügt werden. 2. Tierhalterhaftpflicht: Wenn der eigene Hund oder das Pferd Schäden anrichten, müssen die Eigentümer dafür aufkommen

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aus Mali; in der Lebensmittelabteilung findet der Kunde neben dem traditionellen Sortiment auch eine Abteilung für Bio-Produkte sowie Produkte aus Südtirol oder solche aus dem Fairen Handel. Bürobedarf und Geschenkartikel, Haushalts- und Spielwaren, Textilien und Kurzware erstrecken sich auf über drei Etagen. Die Familie Schäfer (Vater und Mutter arbeiten ständig im Kaufhaus, die drei Töchter ebenso in ihrer studienfreien Zeit), die mittlerweile auf die Unterstützung von über 30 Mitarbeitern zählen kann, ist mit ihrem Kaufhaus sowohl für Einheimische als auch für Touristen sozusagen eine „Institution“ im Dorf, die nicht mehr wegzudenken ist.

- in voller Höhe. Das kann schnell teuer werden. Die Tierhalterhaftpflichtversicherung schützt Sie vor Ansprüchen Dritter bei Schäden im Zusammenhang mit dem Eigentum, der Nutzung und der Haltung von Haustieren und Reitpferden. 3. Unfall- und Krankenversicherung: Bei einem Unfall garantiert die Versicherung finanzielle Hilfe für eine Reihe von Leistungen wie Krankenhausaufenthalte, Facharztbesuche, Rehabilitationsmaßnahmen und Physiotherapie. Dem Versicherten werden jene Kosten erstattet, die vom Nationalen Gesundheitsdienst nicht übernommen werden. Im Todesfall wird die vereinbarte Entschädigungssumme an den in der Police angegebenen Begünstigten ausbezahlt. Im Krankheitsfall ist ein Tagegeld für jeden Krankenhaustag garantiert. Bei einem Krankenhausaufenthalt im Ausland verdoppelt sich der Tagessatz. 4. Rechtsschutz: Eine Auseinandersetzung im Alltag kann schnell in einem Rechtsstreit enden, der uns Ärger bereitet und Kosten verursacht. Mit einer Rechtsschutzversicherung sichern Sie sich in den festgelegten Fällen, dank Rechtsbeistand zur außergerichtlichen und gerichtlichen Wahrung ihrer Interessen, vor den finanziellen Risiken eines solchen ab. 5. Gesundheit: Wenn es um unsere Gesundheit oder die eines Familienmitgliedes geht, ist es wichtig, dass wir die Klinik oder den Arzt selbst wählen können. Die Police „Sichere Gesundheit“ ersetzt in den angegebenen Fällen, die Kosten für große chirurgische Eingriffe und schwere Krankheiten. Alle Informationen zur Produktpalette PROVITAM erhalten Sie in den Geschäftstellen der Sparkasse.


Betriebe informieren Verkostung von Ahrntaler Graukäse am Hirnerhof im Ahrntal.

Fruma unterstützt Fair Play

Lokale Produkte im globalen Wettbewerb Internationale Studentengruppe zu Besuch in Südtirol. Studenten aus aller Welt der Università degli Studi di Scienze Gastronomiche in Pollenzo (Cuneo) lernten im Rahmen ihrer einwöchigen Bildungsreise die Besonderheiten der Südtiroler Landwirtschaft kennen. Vor Ort verfolgten die Studenten den Weg der lokalen Produkte, von der Produktion auf unseren Bauernhöfen bis hin zur Vermarktung auf globaler Ebene. Das Villnößer Brillenschaf beeindruckte die Gruppe ebenso wie die Ahrn-

taler Bäuerin bei der Graukäseproduktion. Michael Oberhollenzer und Martin Pircher von Ahrntal Natur erklärten den Studenten die Philosophie des Betriebes: die Zusammenarbeit von Bauern, Einzelhändlern und Gastronomen mit dem Ziel, die vielfältigen, lokalen Produkte in einem natürlichen Warenkorb anzubieten. Die Studenten kamen einstimmig zum Schluss, dass Qualitätsund Verantwortungsbewusstsein, Transparenz und Zuverlässigkeit die Basis von nachhaltiger Vermarktung sind.

Mehr als nur Brot Seit Kurzem präsentiert sich die Bäckerei Gasser in La Villa/Gadertal in neuem Erscheinungsbild. Die Räumlichkeiten beherbergen neben der Verkaufstheke jetzt auch eine gemütliche Bar. Das Sortiment der Bäckerei wurde dementsprechend erweitert und bietet neuerdings auch Konditoreiwaren an. Der hds wünscht dem Ehepaar Stefano und Marzia Gasser viel Erfolg mit dem neuen Bäckereiprojekt.

Rund 1.500 Kleinbauern beliefern Südtirol mit fair gehandelten Bio-Bananen. Seit fast zehn Jahren ist der Bozner Obstund Gemüsegroßhandel Fruma offizieller Zusteller von Fair-Trade-Bananen an die Weltläden in Südtirol. Die Banane zum fairen Preis wird in Europa seit 1996 angeboten und meist zu einem höheren Preis als die herkömmliche Supermarkt-Ware verkauft. Ein Muß, wenn die Produzenten am Erlös teilhaben und davon leben sollen. Mit dem Kauf fair gehandelter Bio-Bananen in Südtirol werden rund 1.500 Klein- und Kleinstbauern in Drittländern unterstützt. So viele sind es mittlerweile, von denen CTM (Cooperazione Terzo Mondo) die Ernte nach Bozen holt, von wo aus Fruma sie dann weiterverteilt. „Eine Entwicklung, die ohne entsprechende Nachfrage nicht denkbar wäre und einen Bewusstseinswandel bei den Konsumenten bescheinigt“, so Fruma-Chef Franz Innerhofer. „Anfangs schwebte bei Fruma rein wirtschaftlich betrachtet doch ein Hauch Skepsis in der Luft“, erinnert sich CTM-Mitbegründer Heini Grandi augenzwinkernd. „Es ging Fruma mehr um den guten Zweck, als um den Gewinn.“ „Aber“, fügt Innerhofer hinzu, „wir sind nicht nur fair, wir liefern auch Qualität.“ Neben den Weltläden werden 56 weitere Einzel- und Zwischenhändler beliefert. Hinzu kommen Schulen, Kindergärten und Mensen. „In der ersten Hälfte dieses Jahres machte die Fair-Trade-Ware 41% unseres gesamten Bananenumschlages aus“, resümiert Innerhofer erfreut.

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Einige der 1.500 Kleinbauern deren Ernte in Südtirol auf den Markt kommt.

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betriebsberatung www.hds-bz.it • dienstleistungen • Betriebsberatung

Einbau einer Klimaanlage in Mehrfamilien-Wohnhäusern Worauf man achten muss

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Immer mehr Leute schaffen sich Klimaanlagen gegen die Sommerhitze an. Während kleine bewegliche Klimageräte kein Problem sind, erweist sich der Einbau von Klimasystemen mit Montage von externen Geräten als wesentlich komplizierter. Für die Installation von externen Klimaanlagen müssen bestimmte Auflagen und Einschränkungen beachtet werden, um die Ästhetik der Fassade und die Sicherheit nicht zu beeinträchtigen. Maßgeblich ist Art. 1122 des Zivilgesetzbuchs, wonach „Kein Miteigentümer in dem in seinem Eigentum stehenden Stockwerk oder Stockwerksabschnitt Arbeiten durchführen darf, die den gemeinschaftlichen Teilen des Gebäudes Schaden zufügen“. Zulässig hingegen ist die Nutzung von gemeinschaftlichen Teilen durch den einzelnen Miteigentümer, wenn damit weder der Gebrauch noch die Nutzung der betreffenden Teile durch die anderen Miteigentümer beeinträchtigt wird und wenn keine Veränderung der Statik oder Sicherheit des Gebäudes eintritt und wenn der architektonische Charakter beibehalten wird (Art. 1120 Zivilgesetzbuch). Da durch die Installation des Motors der Klimaanlage auf den Außenwänden die Fassaden beeinträchtigt werden, empfiehlt es sich, das Projekt vorab vom Verwalter bei der Kondominiumsversammlung zur Genehmigung vorzulegen, auch wenn die Versammlung nicht mit einfacher Mehrheit beschließen kann. Das Recht auf die architektonische Gestaltung gebührt nämlich, so wie das Recht auf Nutzung der gemeinschaftlichen Sache, nicht der Versammlung der Miteigentümer, sondern dem einzelnen Miteigentümer: Die Entscheidungen der Versammlung sind daher nicht verbindlich. Ein einzelner Miteigentümer, der nicht einverstanden ist, kann also, trotz Genehmigung durch die Versammlung, sich an das Gericht wenden und die Entfernung der Anlage fordern. Wenn die Versammlung die Genehmigung nicht erteilt, kann man den Beschluss anfechten. Zu beachten ist auch die Lärmbelästigung durch das Gerät, die den normalen Grenzwert von drei Dezibel nicht überschreiten darf. In schwerwiegenden Fällen kann es zu nächtlicher Ruhestörung kommen, eine strafbare Handlung, die mit bis zu drei Monaten Haft oder einer Geldbuße von bis zu dreihundert Euro bestraft wird.

RA Umberto Musto

hdsmagazin #9/10

Die neue Straßenverkehrsordnung: die wichtigsten Neuerungen Mit 13. August 2010 ist die neue Straßenverkehrsordnung in Kraft getreten. Zahlreiche Neuerungen betreffen vor allem die Bereiche Alkohol und Drogen am Steuer, Ausschank und Verkauf von Alkohol, Berufsfahrer, die Strafausmaße, Führerscheinpunkte und –entzug, Kleinmotorräder und Fährräder.

31.07.2010: Aus der Sommerverordnung wird Gesetz Das Gesetzesdekret Nr. 78/2010 mit den dringenden Maßnahmen zur Stabilisierung der Haushaltslage und zur Verbesserung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit (sogenannte „manovra d’estate“), ist mit der Umwandlung in ein Gesetz am 31. Juli 2010 endgültig in Kraft getreten.

Im In t er n e • nü t , un t t z li c h er finde e D ok n Sie um e n a us f ü - n eu t e, h en St raßen rliche Info s zu v e r ke hr - S om s o r dn r me un g ( „m an r v e r o r dn u ng ovra d ’es tat e)


betriebsberatung

“Obiettivo 2010”

Kriterien zur Wirtschaftsförderung überarbeitet Kürzlich wurden die Kriterien zur Wirtschaftsförderung überarbeitet (Landes­gesetz 4/1997). Die wichtigsten Änderungen: • Der Ankauf und/oder Bau von Garagen ist in folgenden Fällen zu den Förderungen zugelassen: - im Rahmen des Ankaufs und/oder des Baues eines gesamten Betriebsgebäudes oder einer Erweiterung desselben, sofern sie kostenmäßig nicht die vorwiegende Investition darstellen, - f ür den Ankauf und/oder den Bau von Gemeinschaftsgaragen, vorgesehen von einem Entwicklungs- oder Aufwertungsprojekt urbaner Gebiete, - f ür den Ankauf und/oder den Bau von Garagen in unmittelbarer Nähe des Betriebssitzes, sofern sich der Wohnort der Betriesinhaber mindestens 10 km vom Betriebssitz entfernt befindet. • Die Erstellung bzw. Überarbeitung einer Web-Seite wird nur im Falle neuer Unternehmen gefördert.

• Ist man im Besitz einer Qualitätszertifizierung, so erhält man einen Zuschlag von 5% (früher 2%). • Die Richtlinien berücksichtigen nun auch den Transportsektor. • Im Bereich der Dienstleistungen wurden weitere Tätigkeitkodizes, die zu den Förderungen zugelassen werden, eingefügt. • Es sind Beihilfen zur Unterstützung der Gründung und Entwicklung von Einzelunternehmen und Gesellschaften vorgesehen, die von entlassenen Arbeitern oder Angestellten gegründet werden.

Liane Cittadini, Betriebsberatung, lcittadini@hds-bz.it

Interessante Projekte zur Gleichstellung von Mann und Frau. Das nationale Gleichstellungskomitee des Ministeriums für Arbeit und Soziales hat das Programm „Obiettivo“ ausgearbeitet mit dem Ziel, einerseits die Zahl der arbeitenden Frauen zu erhöhen und andererseits ihre beruflichen Qualifikationen zu verbessern, die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen zu überbrücken und dieselben Karrieremöglichkeiten für beide Geschlechter zu garantieren. Folgende Maßnahmen sollen u.a. unterstützt werden: - Die Förderung von Frauen in Führungspositionen durch ein entsprechendes Bildungsangebot; - eine Überarbeitung von Arbeitsorganisation und Leistungsbewertung sowie des Förder- und Prämiensystems; - Förderung von Initiativen für Teilzeitbeschäftigte oder arbeitslose Frauen; - Maßnahmen zur Verbesserung der privaten und beruflichen Lebensqualität von Immigrantinnen. Die Beitragsansuchen können zwischen 1. Oktober und 30. November eingereicht werden. Details zum Ansuchen finden Sie im Internet: www.hds-bz.it • Berufsgruppen • Junge – Frauen – 50+ • Frauen • Rundschreiben

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betriebsberatung

Artikelserie zum Thema Personal (3)

Ein Bewerbungsgespräch führen

Die Vorbereitung auf das Gespräch Ein Bewerbungsgespräch sollte nicht weniger als 45 Minuten und nicht mehr als eine Stunde dauern. Am Gespräch teilnehmen sollte unbedingt der zukünftige direkte Vorgesetzte des Kandidaten, er wird schließlich in erster Linie mit der Person zusammenarbeiten. Die Gespräche sollten idealerweise hintereinander bzw. mit wenig zeitlichem Abstand dazwischen geführt werden, damit eine bessere Vergleichbarkeit gegeben ist. Bereits im Vorfeld sollten Sie sich Fragen und Inhalte überlegen auf die Sie im Gespräch eingehen möchten. Eine aufmerksame Lektüre der Lebensläufe liefert – wie bereits berichtet – wichtige Informationen und Anhaltspunkte die im Gespräch vertieft werden können. Beispielsweise können Sie nach den Gründen für häufige Arbeitsplatzwechsel fragen.

einschätzen, ob er in ein Team passt und die notwendigen Kompetenzen mitbringt. Der Kandidat sollte sich wohlfühlen beim Gespräch, dann erzählt er auch mehr von sich. Natürlich können Sie aber auch bewusst Stress provozieren um die Stressresistenz des Kandidaten zu überprüfen. Informieren Sie ihn in diesem Falle jedoch im Nachhinein über diesen „Test“. Lassen Sie den Bewerber erzählen und fragen Sie häufig nach den Gründen, der Motivation und den Zielsetzungen, z.B. bei der Schulwahl, einschneidenden Änderungen, Lücken im Lebenslauf und Arbeitswechsel. So können Sie die Werte und Ziele des Bewerbers erkennen. Sprechen Sie den Kandidaten direkt auf Widersprüche an um zu sehen wie er reagiert und was der Wahrheit entspricht. Hilfreich können simulierte Situationen sein. Überlegen Sie sich bereits im Vorfeld worauf Sie den Kandidaten testen möchten: eine stressige Arbeitssituation, eine Problematik die eine rasche Entscheidung erfordert, ein aufgebrachter Kunde, eine Auseinandersetzung mit dem Vorgesetzten; aus den Reaktionen des Kandidaten können Sie gewisse Handlungsmuster erkennen. Kompetenzen können auch durch Arbeitsproben erfasst werden. Sprachliche Kompetenzen lassen sich im Gespräch in der Fremdsprache oder durch einen schriftlichen Test einfach überprüfen. Technische Kompetenzen können hingegen durch Ausarbeiten einer praktischen Fragestellung abgefragt werden.

Den Kandidaten „testen“ Häufig ist es der Fall, dass der Interviewführer selbst zuviel redet; wichtiger ist jedoch, dass der Kandidat spricht, wir müssen ihn ja schließlich kennenlernen und

Keine falschen Versprechungen Erst nachdem der Kandidat genug von sich erzählt hat, können Sie die Position im Unternehmen vorstellen, denn sonst kann sich der Kandidat darauf einstellen

28 In der letzten Ausgabe haben wir wichtige Tipps für eine erfolgreiche Auswahl der Kandidaten für das Bewerbungsgespräch gegeben. Wie dieses Gespräch am besten ablaufen soll, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

und gibt Antworten, um für die Stelle möglichst passend zu erscheinen. Bei der Vorstellung der Firma und der Stelle ist darauf zu achten, dass keine falschen Versprechungen gemacht werden. Wird eine Stelle beschrieben die es so nicht gibt, dann kann das in einem zweiten Moment dazu führen, dass die eingestellte Person enttäuscht ist und als Konsequenz davon kündigt. Lassen Sie auch Raum für Fragen des Kandidaten. Daraus erkennen Sie das Interesse der Person und seine analytischen Fähigkeiten. Außerdem können mögliche Missverständnisse ausgeräumt werden. Der beste Kandidat muss nicht der richtige sein Fragen Sie in einem Erstgespräch auch nach dem letzten Gehalt oder den Gehaltsvorstellungen, das kann für Sie richtungweisend sein, bzw. kann ein Kandidat dadurch auch ausscheiden, weil er zu hohe Forderungen hat. Sie selbst müssen in einem Erstgespräch aber nicht notwendigerweise schon das angebotene Gehalt für die Stelle sagen. Sollten Sie nach einem Erstgespräch noch das Bedürfnis haben Inhalte zu vertiefen, so zögern Sie nicht, laden Sie den Kandidaten zu einem Zweitgespräch ein! Lassen Sie sich in Ihrer Bewertung des Kandidaten nicht durch Sympathie und Antipathie leiten, sondern aufgrund der objektiven Fakten. Und erinnern Sie sich: nicht der beste Kandidat ist notwendigerweise der richtige!

voberrauch@hds-bz.it


steuerberatung  www.hds-bz.it • dienstleistungen • Buchhaltung und Steuerberatung

Neue Mehrwertsteuermeldungen Weitere Instrumente im Kampf gegen die Steuerhinterziehung In Art. 1 des Dekrets Nr. 40/2010 werden neue Vorschrif- - Monatliche Meldung: Subjekte, die die oben stehenden Voraussetten für den Kampf gegen die Steuerhinterziehung und vor allem zungen nicht erfüllen. gegen den nationalen und internationalen Steuerbetrug festge- Die erste Meldung betrifft die Subjekte mit monatlicher Meldelegt. In den letzten Jahren wurde die Bekämpfung des internati- pflicht, die ihre im Juli 2010 durchgeführten Geschäftsvorfälle bis onalen Steuerbetrugs verstärkt. Die EU-Mehrwertsteuerregelung zum 31.8.2010 melden müssen. Die vierteljährlichen Meldungen sieht vor, dass für innergemeinschaftliche Geschäftsvorfälle zwi- müssen innerhalb 31.10. eingereicht werden. Bis zum 31.10. könnschen EU-Steuersubjekten das Reverse-Charge-Prinzip (Umkehr te auch die Frist für die Abgabe der ersten monatlichen Meldung der Steuerschuld) gilt, wonach die Mehrwertsteuer nicht im Ur- verlängert werden. Die Meldung darf ausschließlich telematisch sprungsland, sondern im Bestimmungsland gezahlt werden muss. erfolgen und muss vor Ende des Folgemonats nach dem Zeitraum Der Betrug besteht darin, dass ein Zwischensubjekt einen nicht durchgeführt werden, auf den sich die Meldung bezieht. mehrwertsteuerpflichtigen innergemeinschaftlichen Erwerb tä- Die Meldung kann direkt vom Steuerzahler oder über einen ertigt und seinerseits die Güter mehrwertsteuerpflichtig an einen mächtigten Intermediär übermittelt werden. Dritten verkauft. Das dritte Subjekt setzt die Mehrwertsteuer ab, während der Zwischenhändler, der die Mehrwertsteuer zahlen SANKTIONEN müsste, verschwindet. Zur Überwachung dieser Betrugsfälle hat Bei Nichtmeldung der genannten Geschäftsvorfälle oder bei undas oben genannte Gesetzesdekret neue Meldepflichten für Ge- vollständigen oder nicht wahrheitsgemäßen Meldungen werden schäftsvorfälle mit Subjekten mit Wohnsitz in einem Land einge- Sanktionen in zweifacher Höhe von 516 bis 4.130 Euro angewendet. führt, das als Steuerparadies eingestuft und auf der schwarzen Liste geführt wird. Aufgrund dieser Bestimmung sind italienische SPARPAKET 2010: WIEDEREINFÜHRUNG DER mehrwertsteuerpflichtige Subjekte, die Geschäfte mit Wirtschafts- KUNDEN-/LIEFERANTENLISTEN treibenden in den genannten Ländern abwickeln, verpflichtet, der Neue Maßnahmen zur Bekämpfung des Mehrwertsteuerbetrugs Agentur für Einnahmen diese Geschäftsvorfälle zu melden. sind auch im Gesetzesdekret Nr. 78 vom 31.5.2010 enthalten. Wiedereinführung der Mehrwertsteuerverzeichnisse (Art. 21): Mehrwertsteuerrelevante Geschäftsvorfälle über Beträge von MELDEPFLICHTIGE GESCHÄFTSVORFÄLLE Die Mitteilungspflicht gilt für folgende aktive/passive Geschäfts- 3.000 Euro und höher müssen telematisch an die Agentur für vorfälle: Abtretung von Gütern; erbrachte Dienstleistungen (laut Einnahmen gemeldet werden. Mit einer eigenen Maßnahme der Art. 7-ter DPR 633/72); Erwerb von Gütern; bezogene Dienstleis- Agentur werden die Einreichmodalitäten und –fristen festgelegt. Innergemeinschaftliche Geschäftsvorfälle und Tätigkeitsbegintungen (laut Art. 7-ter DPR 633/72). In der Meldung müssen die Daten der eingetragenen oder für die nerklärung DIA (Art. 27): Wer innergemeinschaftliche Geschäfte Zwecke der Mehrwertsteuer eintragungspflichtigen Geschäftsvor- durchführen will, muss diese Absicht in der Tätigkeitsbeginnmelfälle, die mit Mehrwertsteuer oder ohne Mehrwertsteuer (laut Art. dung in den Vordrucken AA7/10 und AA9/10 mitteilen; die Nicht8, 9 u.ff. des DPR 633/72) durchgeführt werden, sowie die mehr- genehmigung kann vom Amt innerhalb von 30 Tagen ab der Zuwertsteuerbefreiten und die nicht mehrwertsteuerpflichtigen Ge- weisung der Mehrwertsteuernummer ausgestellt werden. schäftsvorfälle angeführt werden. Nicht meldepflichtig sind die Gleichzeitig ist die Einrichtung einer Datenbank der mehrwertsteuerpflichtigen Subjekte geplant, die innergemeinschaftliche mit Privatpersonen durchgeführten Geschäfte. Geschäfte tätigen.

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VERZEICHNIS DER STEUERBEGÜNSTIGTEN LÄNDER

Die Steuerparadiese werden in den Dekreten vom 4.5.1999 und vom 21.11.2001 genannt. Dazu gehören z.B. Gibraltar, Liechtenstein, Seychellen, Singapur oder die Schweiz. MELDEHÄUFIGKEIT UND -MODALITÄTEN

- Vierteljährliche Meldung: Subjekte, die in den letzten vier Quartalen für keine Art von Geschäftsvorfall (Güter oder Dienstleistungen) den vierteljährlichen Grenzwert von Euro 50.000 überschritten haben.

Virna Gatto, Bereich Steuerberatung, T 0471 310 490

hdsmagazin #9/10


info aktuelles www.hds-bz.it • dienstleistungen • Vorbeugung Umwelt und Arbeit

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Arbeitsbedingter Stress: Bewertungspflicht ab 31. Dezember

Register der Umweltfachbetriebe: eintragen oder nicht?

Zwei wichtige Neuigkeiten zum Thema Bewertung von arbeitsbedingtem Stress sind letztens veröffentlicht worden: Nicht ab 1. August, sondern ab 31. Dezember 2010 wird die Bewertung von arbeitsbedingtem Stress zur Pflicht. Die zweite wichtige Neuigkeit betrifft die eingeführte Unterscheidung zwischen arbeitsbedingtem Stress und Mobbing. Arbeitsbedingter Stress kann die Folge von verschiedenen Aspekten und Situationen sein und wird in der Regel unabsichtlich aufgebaut. Mobbing hingegen findet bewusst statt und äußert sich in regelmäßigen, gezielten Schikanen gegen Angestellte oder Mitarbeiter. Eine Stressbewertung am Arbeitsplatz hat das Ziel, das Arbeitsklima und damit die Produktivität zu verbessern. Bereits kleine Änderungen und Maßnahmen sowie die Beachtung und Vermeidung von Risikofaktoren können dem arbeitsbedingten Stress vorbeugen. Einige der bedeutendsten Stressfaktoren sind: zu lange oder anstrengende Arbeitszeiten, Unsicherheiten in Bezug auf das Arbeitsfeld, Arbeitsüberlastung aber auch Eintönigkeit bei der Arbeit, Folgeerscheinungen und Schäden von unzureichenden Bedingungen am Arbeitsplatz (Temperaturen, Sitzhaltung usw.).

Der Verfassungsgerichtshof hat zum zweiten Mal bestätigt, dass Südtirol keine primären Kompetenzen im Bereich Abfallwirtschaft hat. Folglich ist das Landesgesetz dank welchem Südtiroler Betriebe bis heute keine Eintragung in das nationale Register der Umweltfachbetriebe benötigen, verfassungswidrig. Laut staatlicher Gesetzgebung müssen sich alle Betriebe in das Register eintragen, die nicht gefährliche Abfälle bzw. gefährliche Abfälle bis zu 30 kg/l pro Tag transportieren. Unternehmen haben gemäß bisher gültigem Staatsgesetz die Möglichkeit, eine Konvention mit dem Recyclinghof einzugehen, dank welcher eine Eintragung nicht notwendig wäre. Allerdings sieht sich Italien infolge eines Urteils des Eu-Gerichtshofes nun gezwungen, das Gesetz so abzuändern, dass der Teil, der die Konvention ermöglicht, gestrichen wird. In Anbetracht dieser außerordentlich unsicheren Rechtslage, kämpft der hds sowie auf Staats- als auch auf Landesebene für eine schnelle und endgültige Klärung. Wir werden unsere Mitglieder über alle weiteren Entwicklungen umgehend informieren.

ddemichiel@hds-bz.it

ddemichiel@hds-bz.it

www.hds-bz.it/ dienstleistungen

Der direkte und exklusive Zugang zu Ihrer Dienstleistung handels- und dienstleistungsverband Südtirol

hdsmagazin #9/10


Im In t er n - Form et finden Sie ular G u t s ch r if H t a n - D ok um e n db u c h t a t ion U - B eg S leitsc heine B -Stick R A EE D ok u m en t + ation

Sistri: das Wichtigste zusammengefasst Aufschub: Dank des Einsatzes der Wirtschaftsverbände und der Confcommercio wurde der operative Beginn des Abfallerfassungssystems Sistri auf 1. Oktober aufgeschoben. Beitragsermäßigung für Kleinbetriebe: Betroffene Unternehmen, die den ursprünglichen Beitrag bezahlt haben, erhalten eine Gutschrift für den Jahresbeitrag 2011. Dafür müssen sie ein entsprechendes Formular ausfüllen und an die zuständigen Sistri-Stellen weiterleiten. Handbuch und Probephase: Anfang August wurde vom Umweltministerium ein Handbuch veröffentlicht, das die Hand-

habung des Online-Programms Sistri beschreibt. Gleichzeitig wurde eine Probephase des Programms gestartet, in welcher ausgesuchte Betriebe die Möglichkeit erhalten, das Programm vorab zu testen und Verbesserungsvorschläge vorzulegen. Verteilung USB-Sticks: Die Verteilung hat Mitte Juli begonnen. Sobald der Stick eines eingeschriebenen Betriebes in der Handelskammer oder beim hds eingetroffen ist, werden die Inhaber kontaktiert und zu einem Termin eingeladen.

info aktuelles www.hds-bz.it • dienstleistungen • Vorbeugung Umwelt und Arbeit

SOA-Beiträge noch bis 2010 Voraussetzung für die Zuteilung eines öffentlichen Auftrages sind neben der technischen auch die finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Italienweit wird diese Eignung durch das SOA-Zertifikat bescheinigt und ist für jeden Bauauftrag ab 150.000 Euro notwendig. Für die Zertifizierung waren bisher Beiträge bis zu 70% vorgesehen. Nun wurde von der Landesregierung beschlossen, dass die Förderung im Jahre 2011 auf maximal 50 Prozent herabgesenkt und 2012 schließlich gänzlich eingestellt wird. Informationen erteilt Liane Cittadini, lcittadini@hds-bz.it, T 0471 310 561

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ddemichiel@hds-bz.it

INFO

RAEE: eine Reihe von Neuigkeiten •

In Zusammenarbeit mit dem Amt für Abfallwirtschaft und der Handelskammer hat der hds eine Benützungsanweisung zu den Raee-Begleitscheinen ausgearbeitet. • Die Handelskammer hat mit dem Versand der zeitbegrenzten Einschreibebestätigung für die Übergangszeit begonnen. Bei Transport der Elektroaltgeräte - sei es vom Kunden zum Recyclinghof bzw. vom Geschäft zum Recyclinghof muss dieses Dokument (gültig bis Ende 2010) mitgeführt werden.

Nachdem es bei einigen Recyclinghöfen Probleme bei der Abgabe der Elektroaltgeräte gegeben hat, hat sich der hds mit den Gemeinden und dem Gemeindeverband in Kontakt gesetzt um diese aus dem Weg zu räumen. Sollten weitere Probleme auftauchen, können sich die Mitglieder an den hds wenden.

B Gesamtstaatlicher Istatwert betreffend die Verbraucherpreise für die Angleichung der Mieten (Gesetz 392/78). Die Veränderung auf Jahresbasis Juni 2009 – 2010 ist gleich 1,3 % (75 % = 0,975). Die zweijährige Veränderung beträgt 1,7 % (75 % = 1,275).Die Veränderung auf Jahresbasis Juli 2009 – 2010 hingegen ist gleich 1,7 % (75 % = 1,275). Die zweijährige Veränderung beträgt 1,6 % (75 % = 1,2).

B Die Indexzahl für die Abfindungen beträgt im Juni 1,467968 Prozent, im Juli hingegen 1,869109

hdsmagazin #9/10


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hds magazin 9/10 „Verkaufstalent Südtirol - Verkäuferlehrlinge messen ihre Kräfte“