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Italienische Post AG – Versand im Postabonnement– G.D. 353/2003 (konv. Ges. Nr. 46, 27.02.2004) Art. 1, Abs. 1, CNS BOZEN · Jahrgang LXI · 7-8/2013

hds magazin #7-8/13 Monatsmagazin des Handelsund Dienstleistungsverbandes Südtirol www.hds-bz.it

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Bestehende Werte in die Zukunft tragen

Die Hauptversammlung 2013 beschäftigt sich mit dem Thema „Menschlich handeln“


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handels- und dienstleistungsverband Südtirol


editorial

Der Mensch im Mittelpunkt Null-Wirtschaftswachstum (derzeit prognostizierter BIP für 2013 -1,4 Prozent), steigende Arbeitslosigkeit (über 12 Prozent), Konsumwandel in der Gesellschaft, allgemeiner Kaufkraftverlust (niederster Wert seit 2000), Vertrauensverlust in Märkte, Produkte und Personen, politische und wirtschaftliche Unsicherheiten (keine stabilen Verhältnisse und entsprechend ständige Ankündigungen neuer Wirtschafts- und Steuermaßnahmen), Liberalisierungen im Handel, ... Wir befinden uns in einer sehr bewegten Zeit in Italien, mit schwierigen Rahmenbedingungen und Entwicklungen sowohl für die Familien als auch für die Betriebe.

titelgeschichte Resümee Hauptversammlung 2013

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aktuelles Google begeistert Südtirol

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trends Ja zu Ein- und Zwei-Cent-Münzen

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Umso wichtiger wird es – auch in der Wirtschaft – verstärkt den Menschen in den Mittelpunkt zu rücken. Es geht um Werte wie Vertrauen, lokale Produkte und Dienstleistungen, garantierte Qualität, persönliche Beratung, kurze Transportwege und Nähe am Kunden. Es gibt gute Voraussetzungen in Südtirol: 93 Prozent aller Unternehmen sind Klein- und Familienbetriebe. Viele davon sind im Handel und im Dienstleistungsbereich tätig.

bezirke Abendshopping im Sommer 2013

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berufsgruppen 50+ auf Wanderschaft

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bildung hds-Weiterbildung läuft gut

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betriebe informieren Neue Bar im GEPA Schlanders

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arbeitssicherheit Arbeitsunfall, ein Fall aus dem Gericht

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Das Motto der diesjährigen hds-Hauptversammlung „Menschlich handeln“ (siehe dazu auch die Titelgeschichte) ist somit aktueller denn je. Die italienische Bezeichnung „Un’economia a misura d’uomo“ bringt es noch besser zum Ausdruck. Darauf kommt es an: Maß am Menschen nehmen. Und das tun unsere familiengeführten Unternehmen in Südtirol tagtäglich. Das schafft Vertrauen bei den Kunden und sorgt auch für Wettbewerbsvorteile gegenüber so manchen Großen.

steuerberatung Steuerbonus - für was und für wen?

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Der hds steht für eine Politik der lokalen Kreisläufe und der Familienbetriebe! Diesen Weg werden wir konsequent zum Wohle unserer Mitglieder weitergehen.

Redaktion, Verwaltung und Werbung: 39100 Bozen, Mitterweg 5, Bozner Boden, T 0471 310 308/309, F 0471 310 396, pr@hds-bz.it, www.hds-bz.it Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes und Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Mauro Stoffella (Bereichsleiter Kommunikation) Redaktion: Dr. Sergio Colombi, Dr. Martina Reinstadler Sekretariat: Manuela Seebacher Grafisches Konzept: Gruppe Gut – www.gruppegut.it titelbild: Stefano Hochkofler/SXC Grafik: Stefano Hochkofler Fotos: Helmuth Rier, Shutterstock, SXC, Vinschgau Marketing/Frieder Blickle Druckerei: Athesia Druck GmbH – Weinbergweg 7 – 39100 Bozen Aufgegeben am 26. Juni 2013 Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen zurückzuweisen. Die in Gastartikeln wiedergebene Meinung muss nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Herausgeber: Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol Genossenschaft – Bozen, Sped. im P.A. – 45% - Art. 2. Absatz 20/b, Gesetz 662/96, Filiale Bozen, Eintragung Landesgericht Bozen Nr. 50/51 – Rep. 27256. Angeschlossen der USPI Unione Stampa Periodica Italiana

Immer mehr Gesellschaftsschichten, Gruppierungen, Organisationen, Vereine und Verbände in Südtirol erkennen diesen Mehrwert, der letztendlich von lokalen Kreisläufen und den Menschen, den vielen Familienbetrieben, die dahinter stehen, generiert wird. Lokale Wirtschaftskreisläufe und Familienbetriebe sorgen mit ihrer flächendeckenden Präsenz für einen starken Wirtschaftsstandort, für Stabilität, für Wohlstand, Lebensqualität in Dörfern und Stadtvierteln und gesicherte sowie qualifizierte Arbeitsplätze vor Ort. Kaufkraft und Wertschöpfung werden in der Region gehalten.

Dr. Dieter Steger, hds-Direktor

bis 5. Juli Vom 1 st sind gu 23. Au Büros e uns re 13:00 Uhr :00 bis von 08 ie geöffnet. für S

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titelgeschichte

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Bestehende Werte

in die Zukunft tragen Die Hauptversammlung 2013 beschäftigt sich mit dem Thema „Menschlich handeln“

Die Nähe zum Kunden, Qualität und Regionalität werden im Handel und in den Dienstleistungen immer wichtiger. Für Südtirols Kleinbetriebe ist diese menschliche Komponente eine Selbstverständlichkeit, weshalb sie beste Voraussetzung haben, von der derzeitigen wirtschaftlichen Lage zu profitieren. Unter dem Motto „Menschlich handeln“ fand heuer die Hauptversammlung des hds im Schloss Maretsch in Bozen statt. Dabei wurde deutlich, dass der Mensch in allen Bereichen in den Mittelpunkt gestellt werden sollte.

Klein- und Mittelbetriebe wird auch in diesem Jahr Vorrang haben: „Bürokratieabbau und Steuerentlastung sind die beste Förderung für Unternehmen. Wir brauchen weniger Gesetze, dafür klarere Regeln, die für alle gleich gelten und konsequent umgesetzt werden müssen,“ stimmten Amort und Vizepräsident Dado Duzzi in ihren Reden überein. „Klein- und Mittelbetriebe sind die Säulen unserer Gesellschaft. Durch ihre Nähe zum Kunden, haben sie gute Chancen am Markt zu überleben.“

Vereinfachungen ... Mit 18.800 Handels- und Dienstleistungs- Das Motto des Abends war auch Thema des betrieben, davon hauptsächlich Klein- und Impulsreferates von Direktor Dieter Steger. Familienbetriebe, kann Südtirol eine große „Um ‚menschlich handeln‘ und wirtschaften Vielfalt dieses Sektors aufweisen. „Darauf zu können, braucht es eine erträgliche und können wir stolz sein“, mit diesen Worten verhältnismäßige Bürokratie. Es braucht eröffnete Präsident Walter Amort die Haupt- ein menschliches Antlitz für die Bürokraversammlung 2013. Die Unterstützung der tie. Und nicht ständig neue Bestimmungen,

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1 h  ds-Präsident Walter Amort machte deutlich, welche Chancen Südtirols Betriebe nutzen sollen. 2 h  ds-Vizepräsident Dado Duzzi: „Klein- und Mittelbetriebe sind die Säulen unserer Gesellschaft.“

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wo sich Klein- und Mittelbetriebe täglich imstande, rund um die Uhr offen zu halten.“ mit einer Reihe von Verpflichtungen und Der hds wird sich auch in Zukunft für das Zusatzkosten konfrontieren müssen.“ Mehr Prinzip der Sonntagsschließung einsetzen. Bürokratie führt zu Wettbewerbsvorteilen Südtirols Einzelhandel zählt 6835 Verkaufsvon großen Konzernen und drängt Klein- punkte, die für einen attraktiven, vielfältigen betriebe aus dem Markt. Es braucht auch in und lebendigen Handel sorgen. Die Liberalider Südtiroler Landesregierung ein Mitglied, sierung Monti gefährdet diese Vielfältigkeit. das zuständig ist für die Verwaltungsver- „Der Handel soll dort stattfinden, wo Meneinfachung. Nur dann kann das Thema die schen leben, ganz im Sinne der Prinzipien notwendige Bedeutung erhalten. In einem der Raumordnung, Stärkung der Ortskerne systematischen Prozess muss jede Gesetzes- und Stadtviertel, Entwicklung des ländliinitiative auf den Prüfstand gestellt werden, chen Raums und Unterbindung der Handels­ ob diese von Europa oder Rom vorgesehen tätigkeit auf der grünen Wiese und in den Geist oder nicht. Kein neues Gesetz darf ohne werbegebieten. den präventiven Durchlauf dieser Prozedur Dieses Angebot wird auch von den Südtiroin den Landtag gehen. lern geschätzt. „Eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes WIFO hat zeigt, dass über 60 Prozent täglich in der Nähe der eiNachhaltigkeit ... Die Einstellung der Konsumenten zu nach- genen Wohnung einkaufen, über 50 Prozent haltigen und fairen Angeboten steigt stetig ihren Einkauf zu Fuß oder mit dem Fahrrad an. Dazu eine aktuelle Umfrage in Deutsch- tätigen, 40 Prozent das kleine Fachgeschäft land: 62 Prozent der Befragten sind der Mei- aufsuchen und über 90 Prozent der Meinung nung, dass der Umsatz mit nachhaltigen sind, dass der Einzelhandel positiv zur LeProdukten in den nächsten Jahren wachsen bendigkeit der Dörfer beiträgt,“ sagt Steger. wird, 40 Prozent würden für entsprechende Dies spiegelt den internationalen Trend „zuGüter sogar deutlich mehr bezahlen. Schon rück in die Innenstädte und Ortskerne“ wijetzt gab jeder Zweite an, sich beim Einkauf der. Kleine Geschäfte feiern ein Comeback. bewusst für Handelsunternehmen zu ent- Es entstehen mehr kleinere, übersichtlichere scheiden, die unternehmerisch verantwor- Geschäfte und die Menschen schätzen wietungsvoll und sozial handeln. „Die vielen der eine persönliche Beratung. Familienbetriebe in Südtirol leben seit jeher Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Ver- Lebendige Orte ... antwortung – nicht nur in ihren Betrieben, Eng mit diesem Trend verbunden, ist das sondern auch in ihren Orten, wo sie sich für vom hds lancierte Projekt „Lebendige Orte“, Initiativen engagieren und lokale, kulturelle an dem sich derzeit 19 Südtiroler Gemeinden oder sportliche Organisationen/Vereine un- beteiligen. Südtirols Innenstädte, Stadtvierterstützen,“ so Steger. tel und Dörfer sind mit ihrem vielfältigen Handelsangebot ein Attraktionspunkt für Einheimische sowie Gäste und verdienen Sonntagsruhe und Handel ... Um dieses Ziel weiterhin verfolgen zu kön- daher eine besondere Aufmerksamkeit. Entnen, brauchen die Familien Zeit für sich, scheidend für den Erfolg dieses Projekts dazu gehört auch die Sonntagsruhe. „Klein- ist, nach der Analysephase, die Umsetzung. und familiengeführte Betriebe sind nicht Der hds erwartet sich und fordert daher ein

starkes Engagement der Gemeinden und des Landes, was die Finanzierung der ausgearbeiteten Verbesserungsmaßnahmen in den Orten anbelangt. „Wir müssen weiterhin massiv in die Attraktivität und Lebendigkeit unserer Orte investieren“, so Steger.

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Schnelles Internet ... Um „menschlich handeln“ zu können, braucht es auch gut erreichbare Orte und einen konkurrenzfähigen Wirtschaftsstandort durch schnelles Internet mittels Breitband. Grundsätzlich ist es entscheidend, dass nicht nur die Ballungszentren, sondern auch der ländliche Raum mit schnellem Glasfaser angebunden wird. Hier sind aber noch entscheidende Hausaufgaben zu erlegen: Es braucht nämlich die schnelle Verbindung nicht nur bis zu den Knotenpunkten (Rathäuser, Schulen, Bibliotheken) in den jeweiligen Gemeinden, sondern bis direkt in die Haushalte und Betriebe – die so genannte „letzte Meile“, deren Realisierung auf jeden Fall vom Land finanziell mitgetragen werden muss.

Abgerundet wurde das Veranstaltungsmotto mit einer Podiumsdiskussion (siehe Beitrag auf S. 6).

mreinstadler@hds-bz.it

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t er t o s un Alle Fo s-bz.it/ hd w w w. ltungen. ta s v e r an

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Das bewahren, was gut ist Einige Kernaussagen der Podiumsdiskussion „Der Katholische Familienverband unterstützt, was die Sonn- und Feiertagsöffnungen betrifft, voll und ganz die Position des hds. Wir müssen in erster Linie an die Familien denken und uns auf alte Werte besinnen. Finden wir am Sonntag keine andere Beschäftigung als Einkaufen?“ 1 Angelika Mitterrutzner, Präsidentin des Katholischen Familienverbandes

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„Damit in Südtirol auch Familienbetriebe weiterhin Zukunft haben und sich entfalten können, müssen die Gemeinden und das Land die Raumordnungspolitik und die Förderung der Gewerbegebiete so weiterführen, wie bisher. Sobald auf staatlicher oder europäischer Ebene etwas passiert, muss reagiert werden. Die Autonomie des Landes muss abgesichert und wiederhergestellt werden, damit Gesetze an die Bedürfnisse der Südtiroler angepasst werden können.“ 2 Arno Kompatscher, Präsident des Gemeindenverbandes

„Die Konkurrenz der großen Konzerne steigt rasant an. Deshalb muss die Nahversorgung auch in unseren Städten, nicht nur in den ländlichen Gebieten, gesichert werden. Um einen Weg aus der Krise zu finden, braucht es auch Hilfe von Seiten der Politik.“ 3 Maurizio Surian von der Gewerkschaft Cgil/Agb „Damit der ländliche Raum auch morgen für die Menschen und Betriebe attraktiv bleibt, müssen wir uns wieder auf bestehende Werte besinnen und das bewahren, was gut ist. Es hat keinen Sinn, neuen Entwicklungen hinterherzulaufen. Der Handel und die Landwirtschaft gehen Hand in Hand und sollten auch in Zukunft an gemeinsamen Projekten, wie z. B. Regiokorn, arbeiten.“ 4 Siegfried Rinner, Direktor des Südtiroler Bauernbundes „Beim diesjährigen Motto ‚Menschlich handeln‘ geht es um Werte, die in Südtirol bereits stark verwurzelt sind und auf die wir uns immer wieder besinnen müssen.“ 5 Walter Amort, Präsident des hds


titelgeschichte Helmuth Kerer will sich auch in Zukunft ehrenamtlich und politisch einsetzen.

Es geht immer nach vorne Goldene Ehrennadel für Helmuth Kerer. Einen Höhepunkt der

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Hauptversammlung bildete die Verleihung der Goldenen hds-Ehrennadel an eine bedeutende Unternehmerpersönlichkeit der Südtiroler Handelslandschaft: Helmuth Kerer. Der Kaufmann und Inhaber eines Familienbetriebes in Brixen wurde am 6. Mai 1940 in Bozen geboren. Nach Abschluss der Handelsschule in Brixen verbrachte er seine Lehrjahre von 1956 bis 1962 in Florenz, London, Hamburg und Berlin. Kerer ist jahrzehntelang ehrenamtlich und politisch in verschiedenen Vereinen, Körperschaften und Verbänden tätig und ist Mitorganisator vieler kultureller und sportlicher Großveranstaltungen. Seit 1975 ist er Mitglied im Ortsausschuss des hds, seit 1979 im Bezirksausschuss Eisacktal/Wipptal, 1994 bis 2006 im Exekutivausschuss in Vertretung des Einzelhandels und seit 2010 Präsident der Gruppe 50 plus. Für seine besonderen Verdienste um das Land Tirol wurde er 2009 mit dem Tiroler Verdienstkreuz ausgezeichnet. Er ist leidenschaftlicher Brixner und legt besonderen Wert auf eine lebendige Altstadt. Helmuth Kerer zeigte sich gerührt von der Auszeichnung. Seine Lebenserfahrung habe ihm gezeigt, dass es immer nach vorne geht, auch in Zeiten der Krise.

Handel goes www Nach wie vor wird der Großteil der Handelsumsätze im stationären Einzelhandel erwirtschaftet. In Österreich z. B. immerhin noch 95 Prozent. Der Online-Handel ist jedoch in aller Munde, die Umsätze dort entwickeln sich in einigen Branchen dynamischer als im stationären Einzelhandel: In unserem Nachbarland haben sich die jährlichen Ausgaben der Konsumenten im Internet-Einzelhandel bei einheimischen und internationalen Anbietern innerhalb von vier Jahren von 1,5 auf 4,5 Milliarden Euro verdreifacht. Die Zahl der Österreicher zwischen 16 und 74 Jahren, die bereits im Internet einkaufen, wuchs von 1,8 Millionen im Jahr 2006 auf 2,9 Millionen im Vorjahr: Bereits 46 Prozent der Konsumenten haben zumindest einmal im Internet Waren eingekauft. Um den Kaufkraftabfluss ins Ausland zu stoppen, hat nun die Wirtschaftskammer Österreich eine Online-Handelsoffensive gestartet, denn

von den Online-Umsatz-Milliarden fließen mehr als 50 Prozent zu OnlineAnbietern ins Ausland. Bei der Informations- und Service-Initiative „Handel goes www“ geht es vor allem darum, die stationären Händler internetfit zu machen und die Händler darüber zu informieren, wie man das Beste aus den beiden Welten – On- und Offline-Welt – verbinden kann. Also nicht Online- und stationärer Handel entweder – oder, sondern sinnvolle Ergänzung. Der hds wird sich auch verstärkt diesem wichtigen Thema widmen – mit entsprechenden Informationen, Initiativen und einem Serviceangebot für Mitgliedsbetriebe. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe des hdsmagazin.

Mauro Stoffella, Bereichsleiter Kommunikation hdsmagazin #7-8/13


aktuelles

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Einmalig: Google zu Gast im hds 1

Tag der Dienstleister ein voller Erfolg. Die Zukunft der digitalen Information war Hauptthema des Abends Ende Mai, der ganz im Zeichen von Google stand. Manuel Franceschini, Site Reliability Engineer bei Google Zürich und Hauptreferent Klaus-Peter Fett, Enterprise Industry Leader bei Google Deutschland, haben interessante Einblicke in die Welt des Unternehmens gegeben. Über 200 Dienstleister, IT-Interessierte und Gäste besuchten den hds-Hauptsitz in Bozen zum Tag der Dienstleister, der heuer erstmals in Zusammenarbeit mit der Firma RUN organisiert wurde.

Innovation ist nicht Perfektion Das Ziel von Google ist bereits seit 15 Jahren, die Informationen der Welt zu organisieren und für alle zu jeder Zeit zugänglich und nützlich zu machen. Innovation spielt dabei eine wesentliche Rolle. „Die Verbreitung von sozialen Medien und mobilen Technologien hat die Art und Weise der privaten Kommunikation grundlegend verändert und wirkt sich längst auch auf das Arbeitsleben aus“, betonte Fett zu Beginn seines Vortrages.

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Diese noch relativ jungen Technologien beschleunigen den Informationsaustausch und die gemeinsame Ideenfindung. „Innovation bedeutet spielen, ausprobieren, Fehler machen, dranbleiben, lernen und schließlich Erfolg haben. Innovation hat nichts mit Perfektion zu tun.“ Was Südtiroler Unternehmen lernen können Google steht für ein innovatives Unternehmen, von dem auch viele Südtiroler Unternehmen lernen können. „Um innovativ und produktiv sein zu können, besteht die Notwendigkeit der Zusammenarbeit. Webbasierte Technologien können dies unterstützen. Eingesetzt am Arbeitsplatz beeinflussen sie Arbeitsprozesse nachhaltig und sorgen letztendlich für noch leistungsfähigere Teams“, sagte Fett. Südtirol kann zum Tor für Dienstleistungen werden, die nach Deutschland angeboten werden. Voraussetzung dafür ist eine gut funktionierende Breitbandanbindung.


aktuelles

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Auch hds-Direktor Dieter Steger betonte, dass ein konkurrenzfähiger und attraktiver Wirtschaftsstandort schnelles Internet mittels Breitband brauche. „Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich keine neuen Betriebe mehr in schlecht erreichbaren Gemeinden ansiedeln, bestehende Unternehmen abwandern, Arbeitsplätze verloren gehen und die Wohnattraktivität der Gemeinde für junge Familien abnimmt“, so Steger. Kunden in den Mittelpunkt stellen Klaus-Peter Fett gab den Südtiroler Unternehmern mit auf den Weg, dass die Bedürfnisse der Mitarbeiter und Kunden stets im Blick sein sollen. Denn diejenigen Unternehmen, die OnlineZusammenarbeit und -Kommunikation zu nutzen verstehen und dem Wunsch ihrer Mitarbeiter und Kunden nachkommen, werden in Zukunft erfolgreich sein.

1 K  laus-Peter Fett begeisterte mit seinem Vortrag das Publikum. 2 M  anuel Franceschini, seit zwei Jahren bei Google Zürich tätig, ist der Ansicht, dass die neuen Technologien viel Positives mit sich bringen. 3 F  reute sich über die weitaus gelungene und begeisternde Veranstaltung: der Präsident der Dienstleister im hds, Christoph Rainer. 4 h  ds-Direktor Dieter Steger: „Ein attraktiver Wirtschaftsstandort braucht schnelles Internet.“

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r mit v. l. Die Gewinne hds-Direktor , Dieter Steger r Amor t alte Pr äsident W ent id und Vizepr äs Dado Duzzi.

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Fußballstar Messi live erleben myjobmylife.it

Strahlende Gesichter bei der my job, my life!-Preisverteilung. Im Rahmen der diesjähri-

gen hds-Hauptversammlung wurden die Gewinner des großen Gewinnspiels von my job, my life! prämiert. Der erste Platz ging an Julia Gruber aus Lana, die sich über ein Fußballspiel des FC Barcelona in Barcelona freut, Evi Niedermair aus Pfalzen darf ein Livekonzert von Robbie Williams besuchen und Barbara Mitterrigger aus Naturns fährt zum Formel1-Rennen nach Monza. Weitere Preise gingen an Caroline Oberrauch aus Unterinn (Heißluft-

ballonfahrt), Thomas Goldin aus Bozen (Hubschrauberfahrt), Elisa Golser aus Bruneck (Gleitschirmflug), Melanie Flunger aus Andrian (professionelles Fotoshooting), Sandra Kofler aus Bruneck (Hochseilgarten), Magdalena Althuber aus Pfalzen (Tickets für das „Rock im Ring Festival“) und Christian Zuech aus Lana (Tickets für das „Cron Music Festival“). Mit dem Internetprojekt my job, my life! will der hds Jugendlichen die Vielfalt der Berufe im Bereich des Handels und der Dienstleistungen näherbringen. Für all jene, die einen dieser Berufswege einschlagen möchten, gibt es Tipps, Tricks und wichtige Ratschläge. Welche Eigenschaften man für den jeweiligen Beruf mitbringen sollte und welche Möglichkeiten man nach der Ausbildung hat, wird auf der Seite ausführlich erklärt. Außerdem werden die Jugendlichen über aktuelle Ereignisse in lockerer und jugendlicher Sprache informiert. www.hds-bz.it/job: Die Jobbörse für Berufe im Handel und Dienstleistungsbereich.

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aktuelles

Meister des Handels

Direktor Dieter Steger im Gespräch mit den zukünftigen Meister des Handels.

Ein Grundstein für die berufliche Laufbahn

Der nächste Lehrgang startet Ende Jänner 2014. Anmeldung, Infos und Zulassung zur Meisterprüfung: Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung, Gertraud Aschbacher, T 0471 416 984, gertraud.aschbacher@provinz.bz.it. Vorteile für EbK-Mitglieder Die EbK vergütet nach dem positiven Abschluss der Prüfung zum Meister des Handels 80 Prozent der bezahlten Teilnahmegebühr. Mehr Infos: www.ebk-bz.it

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Neuigkeiten zum Meister des Handels. Der Bedarf an gut ausgebildeten und kompetenten Fachkräften steigt in Südtirol stetig an. Meister des Handels sind anerkannte Fachexperten und werden oft mit den Begriffen Qualität, Kompetenz und Vertrauen in Verbindung gebracht. hds-Direktor Dieter Steger beantwortete im Rahmen einer Kurseinheit zum Meister des Handels offene Fragen der Teilnehmer und machte deutlich, dass der Meisterbrief nicht umsonst der höchste Bildungsgrad für den Handel ist.

Welchen Stellenwert hat der Meister in der Handelslandschaft? Um die Professionalisierung unserer Branchen voranzubringen, ist es wichtig, über hoch qualifizierte Personen zu verfügen. Vor allem junge Menschen haben durch diese Ausbildung mehr Möglichkeiten. Der Weg zur Selbstständigkeit steht ihnen jederzeit offen. Welche Vorteile ergeben sich für Betriebsinhaber und Mitarbeiter, die im Besitz des Meisterbriefes sind? Meister des Handels erhalten einen genauen Überblick über alle relevanten Geschäftsbereiche und Abläufe im Unternehmen und erwerben fachliche sowie persönliche Kompetenzen. Vor allem im Bereich des Handels und der Dienstleistungen spielen der Mensch und seine Kompetenzen eine entscheidende und immer größer werdende Rolle. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Teilnehmern bringt neue Inputs und man bekommt neuen Schwung für die Arbeit. Kürzlich entstand die Idee eines eigenes Logos für den Meister des Handels. Wie sieht der aktuelle Stand dazu aus? Wir haben eine offizielle Anfrage an das Land zur Verwendung des Meister-Emblems gestellt. Die Verwendung eines solchen Markenzeichens bringt diesem Ausbildungsweg eine größere Wertschätzung entgegen und führt zu einer Imagesteigerung des Berufsbildes und der Betriebe. Sobald die gesetzlichen Weichen gestellt sind, möchte der hds eine Plakette ausarbeiten, wodurch sich betroffene Handelsbetriebe hervorheben können.

hds-Direktor Dieter Steger: „Südtirols Unternehmen sind Schnittpunkt zwischen dem italienisch- und deutschsprachigen Markt“.

Über die Grenzen hinauswachsen Internationale Beziehungen im Fokus einer hds-Tagung. Die stetig steigende Bedeutung internationaler Märkte führt immer mehr Betriebe und Handelsagenten mit ausländischen Vertragspartnern zusammen. Um alle Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit ausländischen Unternehmen kennenzulernen, hat der hds vor Kurzem eine Tagung zum internationalen Agenturvertrag organisiert, an der über 60 Interessierte der Branche teilgenommen haben. Namhafte Referenten haben mögliche Problematiken anhand konkreter Fallbeispiele vertieft. Darunter Agostino Petriello, Rechtsberater des gesamtstaatlichen FNAARC-Verbandes, Paolo Lombardi, Fachmann für internationales Recht, und Raffaella Perino, Vizedirektorin der italienischen Vereinigung für den Außenhandel AICE (im Bild v. l.).

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aktuelles

Der Mut, Paradigmen zu wechseln

12 Der Kongress fand großen Anklang bei Promotoren und Gästen.

Großes Interesse an den Tagen der Nachhaltigkeit. 400 Teilnehmer beim Kongress und 200 bei den Seminaren der 3. Auflage der Tage der Nachhaltigkeit „think more about“ in Brixen. Reflektiert wurde über neue Ansätze für eine zukunftsfähige und innovative Unternehmensführung und ein nachhaltiges Wirtschaften. Die Vorträge wurden durch zahlreiche Rahmenaktionen begleitet, darunter eine Podiumsdiskussion an der auch hds-Präsident Walter Amort teilgenommen hat.

Von der Globalisierung zur Lokalisierung. Die Pionierin der New-Economy-Bewegung und Preisträgerin des Alternativen Nobelpreises Helena Norberg-Hodge plädierte für ein ökonomisches System, das sich nicht von der Natur trennt: „Die Lokalisierung respektiert die biologi-

Fünf hds-Betriebe unter den Prämierten

ds Der h r t! lie gratu hdsmagazin #7-8/13

sche Vielfalt, fördert die individuelle und kulturelle Freiheit der Menschen, schafft Gemeinschaft und unterstützt die regionale Wirtschaft“. Befreiung vom Überfluss. „Wir leben auf dreifache Weise über unsere Verhältnisse. Das wirtschaftliche Wachstum ist keine zukunftsfähige Option,“ sagte Niko Paech, Wirtschaftswissenschaftler der Postwachstumsökonomie. „Das Wachstum hat uns nicht glücklich gemacht. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel, einen Rückkehr zum menschlichen Maß. Uns hilft nur noch die Befreiung vom Überfluss“.

Organisiert wurde der Kongress vom Terra Institute, dem Kloster Neustift und den Universitäten von Bozen und Innsbruck. Eine Wiederholung ist für Mai 2014 geplant. Infos: www.thinkmoreabout.com.

Handelskammer Bozen würdigt Arbeitstreue. Heuer bereits zum 61. Mal prämierte die Handelskammer Bozen Unternehmen mit einer mehr als 50-jährigen Tätigkeit und Mitarbeiter mit 35 und mehr Dienstjahren. Die Leistungen von 27 Betrieben und 61 Mitarbeitern wurden besonders hervorgehoben, denn Eifer und Beständigkeit sind in unserer modernen und schnelllebigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr. Mit 170 Jahren war bei der diesjährigen Prämierung der Arbeitstreue die Metzgerei Josef Ploner aus Lajen das traditionsreichste Unternehmen Südtirols. Unter den prämierten Unternehmen sind auch fünf hds-Betriebe zu finden: Egarter GmbH (Sexten) für 75 Jahre (im Bild), Optic Rapid GmbH (Bruneck) für 64 Jahre, Brunner GmbH (Bozen) für 53 Jahre, Nadia Stefani (Branzoll) und Elektro Bachmann des I. Bachmann & Co. KG (Tramin) für 50 Tätigkeitsjahre.


t/ -bz.i .hds n w w w ngszeite nnu So n e ff l l e a o n s i e n u n ge n . e d n fi öff Hier tags Feier und

aktuelles

Sonntags- und Feiertagsöffnungen Die Empfehlungen der hds-Ortsgruppen für 2013

Wie berichtet, hatte der hds den Ortsausschüssen – aufgrund der gesetzlichen Liberalisierung der Öffnungszeiten – vorgeschlagen, in eigener Verantwortung und deutlich ausgerichtet den Interessen der Familienbetriebe, deren Mitarbeiter und der Konsumenten, kurzfristig einen neuen Plan der Sonntags- und Feiertagsöffnungen für das Jahr 2013 zu erarbeiten. Das allgemeine Prinzip dabei ist die Schließung; der Plan legt lediglich jene Sonn- und Feiertage fest, an denen – als Ausnahme – die Mehrheit der Kaufleute offen halten will. Aufrecht bleibt, dass jeder Unternehmer von Gesetzes wegen nunmehr frei ist, Schließungen und Öffnungen im Einzelfall selbst zu entscheiden. Die vom Ortsausschuss zu treffende Regelung sollte sich klar am Ruhebedürfnis der Kaufleute, deren Familien und der Mitarbeiter orientieren. In keinem Fall sollte es zu einer Ausweitung der Öffnung im Vergleich zur bisherigen Situation kommen. Auch aus Kostengründen ist es von Vorteil, nicht allzu viele Sonntagsöffnungen vorzusehen. Wenn gewünscht, hat der Ortsausschuss im Rahmen dieser Entscheidung auch eine Empfehlung für die allfällige Schließung in der Mittagszeit, für eine Schließung am Samstagnachmittag und für eine Schließung an einem anderen (halben) Werktag vornehmen können.

23 Ortsausschüsse. Kurz vor Redaktionsschluss lag die Entscheidung bzw. Empfehlung von 23 hds-Ortsausschüssen vor: Sechs Gemeinden (Feldthurns, Jenesien, Lüsen, Mühlwald, Rodeneck und Taufers i. M.) haben beschlossen, 2013 keine Sonntagsund Feiertagsöffnungen vorzusehen. 17 Gemeinden (Brixen, Corvara, Eppan, Gais, Kaltern, Kastelruth, Mölten, Moos in P., Olang, Sand in Taufers, St. Leonhard in P., St. Martin in P., St. Martin in Thurn, St. Ulrich, Sterzing, Vahrn und Wiesen) haben für 2013 einheitliche Sonn- und Feiertagsöffnungen beschlossen.

Der hds ersucht die Betriebe, sich möglichst an die getroffenen Empfehlungen zu halten. Ein abgestimmtes, gemeinsames Vorgehen möglichst vieler Einzelhandelsbetriebe in der eigenen Gemeinde gibt dem einzelnen Familienbetrieb Sicherheit und dem Konsumenten eine klare Orientierung. Unbenommen bleibt selbstverständlich die rechtliche Möglichkeit, im Einzelfall die Öffnung auch abweichend von der Empfehlung festzulegen.

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Weitere Informationen zum Thema geben gerne die hds-Bezirksleiter vor Ort.

Als Grundsatz gilt für uns die Sonntagsruhe. Di norma rispettiamo il riposo domenicale.

Sonn- und Feiertagsöffnungen 2013 Aperture domenicali e festivi 2013 Gemeinde/Comune: _________________ Januar gennaio

Februar Febbraio

märz marzo

April Aprile

mai maggio

Juni giugno

Juli Luglio

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september settembre

oktober ottobre

november novembre

dezember dicembre

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aktuelles Internet und neue medien

E-Commerce –

ein möglicher Ausweg aus der Krise

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2012 war ein Rekordjahr für den Onlinehandel in Italien. Wie kann man in Krisenzei-

ten wachsen? Mit dem Einstieg in den Onlinehandel. So argumentierte Roberto Liscia, Präsident des Konsortiums Netcomm, vor Kurzem beim Mailänder Forum, das sich zur Gänze mit dem Onlinehandel beschäftigte und die damit verbundenen Expansions- und Marktchancen für Unternehmen, vor allem im internationalen Handel, beleuchtete. „In diesem Bereich verzeichnet Italien Rekordzahlen, 14 Millionen Menschen haben im Februar 2013 online eingekauft, das entspricht einem Plus von 50 Prozent gegenüber demselben Monat im Vorjahr“, berichtete Liscia. Mit der Zunahme der Zahl der Nutzer steigt auch der Umsatz im E-Commerce: 2012 kauften die Italiener für zehn Milliarden Euro im Internet ein, das ergibt ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In ganz Europa wurden Umsatzzuwächse verzeichnet, weshalb sich der Onlinehandel als Ausweg aus der Krise anbietet: „Trotz der Rezession“, erklärt Liscia, „werden im Onlinegeschäft in Europa Erlöszuwächse von 17 Prozent erwartet.“ Die Zahlen über die 2012 im E-Commerce erzielten Erlöse bestätigen diese These: 300 Milliarden Umsatz mit einer jährlichen Zuwachsrate von 20 Prozent. Der Tourismus liegt an der Spitze der Wachstumsbranchen, gefolgt von Bekleidung, Informatik und Elektronik. „Der Trend“, stellt Liscia fest, „geht einerseits hin zu innovativen mobilen Angeboten, zur Multikanalität und zur Personalisierung der Produkte, anderseits könne man auch eine Erweiterung der Angebotsbreite und eine bessere Vergleichbarkeit der Produkte beobachten.“

hdsmagazin #7-8/13

Obst und Gemüse online kaufen Amazon testet die Zustellung von frischen Lebensmitteln. Amazon Fresh nennt sich das neue Serviceangebot des weltweit größten Online-Händlers, der damit auch frische Lebensmittel ausliefern will. Versuchsweise gibt es diesen Service bereits seit fünf Jahren in der Stadt Seattle, wo das Unternehmen Amazon seinen Sitz hat; innerhalb 2014 könnte der Dienst auf weitere zwanzig Ballungsräume in den USA und anschließend auch auf das Ausland und damit auch auf Italien ausgedehnt werden. Im Lebensmittel-Onlinehandel gibt es viele Schwierigkeiten, frische Lebensmittel sind leicht verderblich und müssen daher innerhalb kürzester Zeit zugestellt werden. Ein komplexes Problem, das bisher praktisch

noch nicht gelöst werden konnte und das auch der Grund für das Scheitern vieler Betriebe war; auch Großunternehmen hatten in den letzten Jahren versucht, diesen potenziell sehr einträglichen, aber auch sehr schwierigen Markt zu erobern. Mit Amazon Fresh werden vielleicht in Kürze die online bestellten frischen Lebensmittel noch am selben Tag zugestellt. Die Zustellung soll im Stadtgebiet sehr schnell und direkt nach Hause erfolgen.


Sprechstunden

Termine 01.07.

hds vor Ort

• Südtirol Jazzfestival 2013 mit der Gruppe Schmittmenge Meier Bozen, hds-Hauptsitz, 21:00 Uhr

St. Ulrich montags von 14:30 bis 17:00 Uhr im Gemeindeamt. Lana donnerstags von 11:00 bis 13:00 im Rathaus, Maria-Hilf-Straße 5. St. Leonhard i. P. jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 08:00 bis 10:00 Uhr in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, Passeirerstraße 3. Klausen donnerstags von 08:30 bis 12:30 Uhr, Kaffee Nussbaumer, Unterstadt 4, H 331 5714 456. Mühlbach dienstags von 08:00 bis 09:30 Uhr im Gasthof „Zur Linde“. Mals montags von 08:00 bis 10:00 Uhr im Gemeindehaus, Bahnhofstraße 19. Prad montags von 10:30 bis 12:30 Uhr in der Raiffeisenkasse. Sulden am 10. Juli, am 14. August sowie am 11. September von 10:00 bis 12:00 Uhr in der Raiffeisenkasse.

04.07. – 29.08. • Langer Donnerstag, Kaltern 06.07. • Langer Ausverkaufsabend, Geschäfte bis 23:00 Uhr geöffnet Bozen 18.07. • Tagung „Erfolgsfaktor Gesundheit“ Bozen, Eurac, von 09:00 bis 13:00 Uhr 23.07. • Kalterer Seespiele: Musical Night, Kaltern, 21:00 Uhr

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26.07.

Rentenberatung

• 50+: Tagesausflug nach Kufstein zur Besichtigung der Glasbläserei Riedel, Kufstein (A)

Meran jeden Mittwoch (außer im Monat August) von 08:00 bis 12:00 Uhr im hds-Büro. Sterzing am 4. Juli sowie am 5. September von 08:30 bis 09:30 Uhr im hds-Büro. Brixen am 4. und am 11. Juli, ab September wieder jeden Donnerstag von 14:30 bis 16:30 Uhr im hds-Büro. Bruneck am 4. Juli sowie am 5. September von 11:00 bis 12:30 Uhr im hds-Büro. Schlanders am 10. Juli sowie am 11. September von 14:00 bis 16:00 Uhr im hds-Büro. • PensPlan-Infopoints im hds (nach Vereinbarung) Kostenlose landesweite Vorsorgeberatung für Arbeitnehmer und Selbstständige. Vereinbaren Sie Ihren Gesprächstermin mit dem hds-Büro in Ihrer Nähe oder unter T 0471 978 032.

30.07. • Kalterer Seespiele: Musical „Das Phantom der Oper“ Kaltern, 21:00 Uhr 03. - 04.08. • Marmor & Marillen, Laas 06.08. • Kalterer Seespiele: Konzert der Rockgruppe „Uriah Heep“ Kaltern, 21:00 Uhr 09. - 11.08. • Wirtschaftsschau Sarntal 2013 Sarnthein, von 10:00 bis 19:00 Uhr

Rechtsbeistand (nach Vereinbarung)

26. - 30.08. • Galerien der Talente - Junge Pianisten musizieren in den Galerien der Stadt Bozen, von 17:00 bis 19:00 Uhr 06. - 08.09. • 50+: Mehrtagesfahrt in die Kulturstadt Regensburg (D)

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-b taltu z.it/ ngen

Bozen am Montag von 11:00 bis 12:30 Uhr, ab 15. Juli bis 23. August von 11:00 bis 12:00 Uhr, am Mittwoch von 15:00 bis 16:30 Uhr, ab 15. Juli bis 23. August von 11:00 bis 12:00 Uhr im Hauptsitz des hds (T 0471 310 458). Meran jeden 1. und 3. Montag im Monat von 14:30 bis 15:30 Uhr, ab 15. Juli bis 23. August von 12:00 bis 13:00 Uhr im hds-Büro (T 0473 272 511). Brixen jeden Dienstag von 14:00 bis 15:00 Uhr, ab 15. Juli bis 23. August jeden Montag von 09:00 bis 10:00 Uhr im hds-Büro (T 0472 271 411). Sterzing hds-Büro (T 0472 766 070). Schlanders jeden Donnerstag um 14:00 Uhr, ab 15. Juli bis 23. August um 12:00 Uhr im hds-Büro (T 0473 730 397). Arbeitssicherheit, Abfall und Hygiene (nach Vereinbarung) Die Beratungsgespräche finden in allen hds-Bezirksstellen statt. Vereinbaren Sie Ihren individuellen Gesprächstermin mit dem hds-Büro in Ihrer Nähe. Beratung in Kondominiumsangelegenheiten (nach Vereinbarung) Bozen jeden 3. Dienstag im Monat im Hauptsitz des hds (T 0471 310 505/508).

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trends

Kontaktloses Zahlen: erste NFC-Bankomatkarten 16

Jetzt wird’s ernst: Die Erste Bank und Sparkassen haben Anfang April als erste Bank in Österreich begonnen, Bankomatkarten mit der Technik zum kontaktlosen Bezahlen an ihre Kunden auszugeben. Neu ausgestellte Bankomatkarten sind mit „Near Field Communication“ (NFC) ausgestattet. Kunden könnten damit ohne Stecken der Karte und PIN-Code-Eingabe Kleinbeträge bis zu 25 Euro bezahlen. Die Volksbank folgt mit der Kartenauslieferung im Mai, auch die Raiffeisen-Banken-Gruppe startet im Laufe des zweiten Quartals und die Bank Austria im Juli. Die BAWAG P.S.K. bietet das Bezahlsystem auf Kundenwunsch ab dem vierten Quartal an.

Das kontaktlose Zahlen werde 2014 seinen Durchbruch in Österreich haben. Internationale Erfahrungen zeigen, dass die Sicherheit gewährleistet ist. Da auch spätestens nach jeder fünften kontaktlosen Zahlung eine Code-Eingabe und das Stecken der Karte wieder notwendig ist, ist der Betrag sehr überschaubar. Voraussetzung für das kontaktlose Bezahlen sind auch kompatible Kassensysteme. Hier hat etwa Billa Anfang März bekannt gegeben, in den folgenden Wochen alle Kassen mit NFC aufzurüsten.

Ja zu Ein- und Zwei-Cent-Münzen

zahlen. Eine Preisdifferenzierung auch in den Zwischenlagen zwischen null und fünf Cent würde im harten Wettbewerb der Anbieter fehlen. Die Nachteile der Abschaffung der Cent-Münzen würden nicht durch die Ersparnis beim Handling von Kleinmünzen wettgemacht. Der Einzelhandel beschafft in der Regel Ein- und Zwei-Cent-Münzrollen zur Ausgabe als Wechselgeld. Diese Beschaffung kostet Geld, ein Wegfall der Münzen könnte diese Kosten reduzieren.

Der deutsche Handelsverband lehnt die Abschaffung von Ein- und Zwei-CentMünzen ab. Die Kunden wollen diese Münzen behalten. Das Kleingeld leistet einen wichtigen Beitrag zur Preisdifferenzierung, so der Verband. Wenn die Kleinmünzen nicht mehr zur Verfügung stünden, müssten konsequenterweise alle Preise im Einzelhandel auf fünf Cent oder null Cent enden. Nur dann könne der Handel jederzeit auch im Endbetrag genau und transparent aus-

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Weniger offene Sonntage Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hat neue Ladenöffnungszeiten mit Einschränkungen vor allem an den Sonntagen beschlossen. SPD und Grüne stimmten für die Gesetzesnovelle der Landesregierung. CDU, FDP und Piraten lehnten sie ab. Pro Gemeinde gilt künftig eine Obergrenze von elf Sonn- und Feiertagen im Jahr, an denen Geschäften eine Öffnung erlaubt werden kann. Jeder einzelne Laden darf dabei aber – wie bisher – jährlich höchstens viermal sonntags verkaufen. Samstags ist für 22:00 Uhr das Ende der Öffnungszeit festgelegt, in maximal vier Ausnahmefällen pro Jahr und Geschäft ist Shoppen bis 24:00 Uhr erlaubt. Blumenläden und Bäcker dürfen an Ostern, Pfingsten und Weihnachten wieder am ersten Feiertag verkaufen. In den gestatteten höchstens elf Tagen sind zwei Adventsonntage enthalten, an denen die Geschäfte öffnen können – jede Verkaufsstelle aber nur einmal. Das Gesetz sieht auch vor, dass die Gemeinden vor Festlegung der verkaufsoffenen Sonntage betroffene Gruppen wie Kirchen, Einzelhandelsverbände oder Gewerkschaften anhören müssen.


bezirke

Abendshopping in Südtirols Städten und Dörfern Lange Einkaufsabende mit bunten Rahmenprogrammen beleben auch in diesem Sommer wieder zahlreiche Stadt- und Dorfkerne in allen Bezirken Südtirols. Dazu tragen die Kaufleute und Dienstleister in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen, Vereinen und anderen Wirtschaftstreibenden bei. Vinschgau Laas „Marmor & Marillen“, Samstag von 08:00 bis 20:00 Uhr und Sonntag von 11:00 bis 19:00 Uhr. Zeitraum: 3. und 4. August Schlanders Lange Freitage bis 22:00 Uhr mit Rahmenprogramm. Zeitraum: 19. Juli bis 23. August. Meran/Burggrafenamt Dorf Tirol Langer Montag bis 22:00 Uhr mit Rahmenprogramm. Zeitraum: 1. Juli bis 2. September Lana Langer Donnerstag bis 21:30 Uhr mit Live-Musik und Rahmenprogramm. Zeitraum: 27. Juni bis 22. August (auch am 15. August) Meran Langer Dienstag von 20:00 bis 22:00 Uhr mit Rahmenprogramm. Zeitraum: 16. Juli bis 20. August Naturns Langer Mittwoch bis 22:00 Uhr und „Nacht der Lichter“. Zeitraum: 10. Juni bis 31. Juli Schenna Langer Mittwoch bis 22:00 Uhr mit Livemusik in der Fußgängerzone. Zeitraum: 5. Juni bis 4. September St. Leonhard in P. „Psairer Fraitige“, langer Freitag von 20:00 bis 22:00 Uhr mit Rahmenprogramm. Zeitraum: 19. Juli bis 30. August. Bozen Stadt und Land Auer Langer Dienstag bis 23:00 Uhr. Zeitraum: 9. Juli bis 6. August Bozen Beginn Sommerschlussverkauf, langer Samstag bis 23:00 Uhr. Zeitraum: 6. Juli Deutschnofen „Sommernächte“, langer Donnerstag von 19:30 bis 24:00 Uhr. Zeitraum: 1. Juli und 22. August Eppan Langer Mittwoch bis 22:00 Uhr mit Rahmenprogramm. Zeitraum: 3. Juli bis 28. August Kaltern Langer Donnerstag bis 22:00 Uhr mit Rahmenprogramm. Zeitraum: 4. Juli bis 29. August Kastelruth „Hexennächte“, langer Dienstag von 20:30 bis 22:30 Uhr mit Unterhaltungsprogramm. Zeitraum: 16. Juli bis 20. August Leifers Langer Donnerstag von 20:00 bis 23:00 Uhr mit Rahmenprogramm. Zeitraum: 6. Juni, 4. Juli, 1. August und 5. September Leifers/Steinmannwald Langer Donnerstag von 20:00 bis 23:00 Uhr mit Rahmenprogramm. Zeitraum: 11. Juli und 8. August Leifers/St. Jakob Langer Donnerstag von 20:00 bis 23:00 Uhr mit Rahmenprogramm. Zeitraum: 18. Juli und 22. August Sarnthein „Virwitz-Mitte“, langer Mittwoch bis 22:00 Uhr mit Rahmenprogramm bis 23:00 Uhr Seis „Hexennächte“, langer Mittwoch mit Rahmenprogramm von 20:30 bis 22:30 Uhr.

Zeitraum: 17. Juli bis 21. August St. Christina Langer Dienstag und Donnerstag von 20:30 bis 22:00 Uhr. Zeitraum: 9. Juli bis 22. August St. Ulrich Langer Mittwoch und Freitag von 21:00 bis 22:30 Uhr; 10. Juli und 30. August bis 24:00 Uhr mit Rahmenprogramm. Zeitraum: 10. Juli bis 30. August Tramin s’Traminer Dorfleben, langer Mittwoch bis 22:00 Uhr mit Rahmenprogramm. Zeitraum: 24. Juli bis 4. September (außer am 14. August) Völs am Schlern Langer Donnerstag bis 22:00 Uhr. Zeitraum: 18. Juli bis 29. August Welschnofen „Laurin’s Nächte“, langer Mittwoch von 19:30 bis 24:00 Uhr mit Unterhaltungsprogramm. Zeitraum: 24. Juli, 7. und 21. August Wolkenstein Langer Dienstag und Freitag von 21:00 bis 22:30 Uhr. Zeitraum: 16. Juli bis 23. August.

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Eisacktal Klausen Langer Donnerstag bis 22:00 Uhr mit Rahmenprogramm. Zeitraum: 11. Juli bis 22. August (außer am 15. August) Lajen Langer Donnerstag bis 22:00 Uhr mit Rahmenprogramm. Zeitraum: 8. August. Pustertal Antholz/Mittertal Abendmarkt, freitags von 17:30 bis 22:00 Uhr. Zeitraum: 5. und 19. Juli, 9., 23. und 30. August Bruneck „Sommernachtstraum“, langer Freitag bis 22:30 Uhr mit Rahmenprogramm. Zeitraum: 2. bis 23. August Corvara Langer Donnerstag von 21:00 bis 22:30 Uhr. Zeitraum: 18. Juli bis 29. August Innichen „Dorfplatzfreuden“, langer Donnerstag von 20:30 bis 22:30 Uhr. Zeitraum: 11. Juli bis 29. August Niederdorf Langer Freitag bis 22:00 Uhr, „Dorfkuchl“ mit kulinarischen Köstlichkeiten. Zeitraum: 26. Juli, 9. und 23. August Sand in Taufers „Tauferer Straßenküche“, langer Dienstag von 20:00 bis 22:00 Uhr. Zeitraum: 9. Juli bis 20. August Toblach „Toblach unterm Sternenzelt“, langer Mittwoch bis 22:30 Uhr mit Rahmenprogramm und kulinarischen Köstlichkeiten. Zeitraum: 24. und 31. Juli, 21. August.

n t er is t e u uelle L z .i t / t k a D ie ds - b w w w.h lt un g e n. a t s n a ver hdsmagazin #7-8/13


Bruneck

Antrittsbesuch bei Konventionspartner BTB

Bozen

Frühlingsfest in der Freiheitsstraße

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Seit dem heurigen Jahr hat der hds einen neuen Konventionspartner an seiner Seite, die Bank für Trient und Bozen (BTB). Mit dem Ziel seinen Mitgliedern vorteilhafte Angebote für personalisierte Bankprodukte und -dienstleistungen zu bieten, wurde auf Landesebene ein diesbezügliches Abkommen abgeschlossen. Eine hds-Delegation hat vor Kurzem ihren Antrittsbesuch bei der BTB-Filiale in Bruneck gemacht. Sichtlich zufrieden über diese erste Zusammenkunft zeigten sich im Bild v. l. Bezirkspräsident Philipp Moser, Firmenkundenbetreuer Martin Seeber, Direktor Claudio Lorenz, Bezirksvizepräsident Luca Manzolli und Firmenkundenberater Franco Balzarini.

Das Frühlingsfest Ende Mai war der krönende Abschluss von zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen rund um die Freiheitsstraße, organisiert von der Vereinigung In Corso. „Dieses Stadtgebiet aufwerten und ihm einen neuen Stellenwert geben, haben wir uns zur Aufgabe gemacht“, so Luciano Giovanelli (r. im Bild), In Corso-Präsident und hds-Ortsobmann der Stadt Bozen.

Beim Frühlingsfest gab es viel zu erkunden und erleben: Blumen- und Flohmarkt, „Frühlingszug“, Kinderanimation, Musik, Break­dance-Einlagen, aber auch verlängerte Öffnungszeiten und verschiedene Werbeaktionen. Einige Momentaufnahmen der Feier unter www.hds-bz.it/ortsmarketing.

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chen, unabhängig von Unternehmensgröße und Anzahl der Mitarbeiter. Mit wenig Aufwand können Einsparungen realisiert werden. Speziell kleine und mittlere Unternehmen haben aber wenig Zeit, sich mit Energiebelangen zu beschäftigen. Nutzen Sie deshalb die Möglichkeit einer unverbindlichen persönlichen Beratung vor Ort. Sie können einen Vergleich verschiedener Anbieter in Anspruch nehmen und gleich die Einsparmöglichkeiten Ihres Betriebes erkennen. Dies gilt auch für Ihre Privatverträge sowie für Ihre Gaslieferung. Der Anbieterwechsel ist einfach. Wir übernehmen für Sie die gesamte bürokratische Abwicklung und gestalten den Wechsel so kundenfreundlich wie möglich. Für Sie entsteht kein Kosten- und Zeitaufwand! Und Sie erhalten Südtirols günstigsten Strom für Ihr Unternehmen.

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Steigende Energiekosten bestimmen in den meisten Unternehmen einen immer bedeutenderen Teil der Ausgaben. Die Möglichkeiten, Energie einzusparen werden noch unterschätzt. Dazu gehört in erster Linie ein bewusster und sparsamer Umgang mit Energieressourcen. Doch auch ein einfacher Wechsel Ihres Energielieferanten ist ein erster Schritt. Kostensenkungspotenziale gibt es in allen Bran-


bezirke 1

Pustertal und Vinschgau

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Genuss pur

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Begeisterte Sportler bei den hds-Radtagen. Es müssen

nicht immer unzählige Höhenmeter, steinige Wege oder konditionell anspruchsvolle Touren auf hohe Gipfel sein. In den Tälern Südtirols gibt es viele schöne Radwege, so auch im Pustertal und im Vinschgau. Obwohl das Wetter dieses Jahr nicht mitspielte, nahmen zahlreiche Fahrradfahrer an den Radtagen beider Täler teil.

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Pustertal

Das Pustertal einmal anders erleben Heuer zum ersten Mal ausgetragen, können die Organisatoren des Pustertaler Radtages eine positive Bilanz ziehen. Von Sexten bis Sand in Taufers führte die Fahrt, In vielen Ortschaften wurde den Teilnehmern eine kleine Stärkung geboten. Highlight und krönender Abschluss war das Fahrradfest in Bruneck. Auf dem Programm standen eine Fahrradweihe, Radausstatter informierten über Trends und Neuheiten, Kinder konnten ihre Gesichter bemalen lassen und an Spielen teilnehmen und Erwachsene die neuesten E-Bikes und Segways Probefahren. Auch für Musik und das leibliche Wohl war gesorgt.

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Entdeckungsreise durch den Vinschgau Der Vinschger Radweg schlängelt sich durch Apfelgärten, mittelalterliche Dörfer und vorbei an alten Burgen. Die Vinschger Ortschaften luden am 1. Juni die Radler ein, die Sehenswürdigkeiten und die traditionellen Gaststätten zu erkunden. Bei unterhaltsamen Fahrradfesten von Graun bis Rabland mit Livemusik, Genussmärkten und Gewinnspielen wurden die Fahrradfahrer willkommen geheißen. Ein besonderes Erlebnis, das es auch im nächsten Jahr wieder geben wird.

Treue, Zufriedenheit, Loyalität Ehrendiplom für 30 Jahre Mitgliedschaft beim hds. Langjährige hds-Mitglieder werden mit einem Ehrendiplom gewürdigt. Gar einige Mitglieder wurden vor Kurzem vom hds-Bezirkspräsidenten Philipp Moser und vom hds-Ortsobmann Bruneck, Andreas Mariner, persönlich besucht. Als Dank erhielten Josef Johann Oberstaller 1 (Welsberg/Taisten), Alois Schwingshackl 2 (Prags), Schäfer GmbH 3 (Innichen), Gloria Susat 4 (Toblach), Leopold Atzwanger 5 – Obstcenter (Bruneck) sowie Bernhard Mair 6 – F. Mair (Bruneck) die hds-Urkunde für 30 Jahre beständige Mitgliedschaft.

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bezirke

Vinschgau

Mit neuem Schwung an die Arbeit

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Motivationstrainerin begeistert bei impuls-Abenden. Kaufleute und Dienstleister werden täglich mit Fragen und Problemen konfrontiert. Sie müssen freundlich, zuvorkommend und präsent sein. Die Rolle des

Managers, Verkäufers, Buchhalters und Visionärs gilt es tagtäglich zu vereinbaren. Um all diesen Forderungen gerecht zu werden, braucht es einen „inneren Treibstoff“, den Management- und Kommunikationstrainerin Luise Vieider an drei Vinschger hds-impuls-Abenden, aufzutanken versuchte. Der erste Motivationsabend befasste sich mit dem Thema „Durch inneren Antrieb zu mehr Erfolg – im eigenen Betrieb und im Dorf“. Inhalte waren der Mythos Motivation, der innere Antreiber, Lust auf mehr Leistung sowie Einflussfaktoren von Motivation und Demotivation. Anschließend fand eine Diskussionsrunde statt. In den darauffolgen-

den Treffen wurden die Argumente „Es gibt nichts Gutes – außer man tut es!“ und „Lieber gemeinsam – statt einsam!“ behandelt. Luise Vieider konnte durch ihre Anregungen frischen Wind in den Arbeitsalltag der zahlreichen Teilnehmer bringen und hat ihnen gezeigt, dass ein gemeinsames Engagement für das Dorf Kunden und Kaufleute verbindet.

Schlanders

Ein Dorf im Girofieber

Die Fußgängerzone ganz in Rosa. Schon lange vor der Ankunft des größten nationalen Radrennens zeigte sich der Hauptort des Vinschgaus ganz im Zeichen des Giro d’Italia. Vor allem die Schaufenster der Geschäfte wurden in der Farbe des Siegertrikots dekoriert. Nachdem die Berg­ etappe über das Stilfserjoch mit Etappenziel Martell wegen der schlechten Witterung abgesagt werden musste, konzentrierte sich das ganze Geschehen auf Schlanders. Beim Start der 20. Etappe mit rund 7000 Zuschauern waren die Plätze und Straßen voll begeisterter Fans, die das Event aus nächster Nähe genießen konnten.

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berufsgruppen www.hds-bz.it/handelsagenten

Handelsagenten und -vertreter

Enasarco-Versicherungspolizze Wann besteht Anspruch auf ein Krankenhaus-Tagegeld und ein Genesungsgeld? Einige Informationen zur Versicherung für Handelsagenten

Das Krankenhaus-Tagegeld und das Genesungsgeld werden im Art. 9 der Versicherungspolizze Nr. 10000411580 geregelt, die mit der Versicherungsgesellschaft Ina Assitalia für Handelsagenten für den Zeitraum vom 1. November 2012 bis zum 31. Oktober 2013 abgeschlossen wurde. In den Versicherungsbedingungen werden auch die Fälle angeführt, in denen Anspruch auf diese TagegeldZahlungen besteht. Krankenhaus-Tagegeld

Die Versicherungsgesellschaft verpflichtet sich, für jeden Tag Krankenhausaufenthalt mit oder ohne chirurgischen Eingriff infolge von Unfall oder Krankheit bzw. für stationär durchgeführte diagnostische Untersuchungen wegen Krankheit oder Unfall ein Tagegeld zu zahlen. Unter Krankenhausaufenthalt versteht man den stationären Aufenthalt in einem öffentlichen Krankenhaus oder in einer Privatklinik mit mindestens einer Übernachtung. Der Aufnahme- und der Entlassungstag gelten für die Berechnung des Tagegelds als ein einziger Tag. Genesungsgeld

Die Versicherungsgesellschaft verpflichtet sich zur Zahlung eines Tagegelds für jeden Genesungstag. Unter häuslicher Genesungszeit versteht man einen häuslichen Aufenthalt infolge von Unfall oder Krankheit. In dieser Zeit kann der Versicherte wegen eines speziellen Pflege- und Behandlungsbedarfs nicht seiner normalen beruflichen oder nicht beruflichen Tätigkeit nachgehen. Das Genesungsgeld wird nur zugesprochen, wenn die behandelnden Ärzte für den Versicherten eine Genesungszeit verschreiben und zwar ausschließlich in folgenden Fällen: - bei einem unfall- oder krankheitsbedingten chirurgischen Eingriff, der stationär, tagesklinisch, ambulant oder in der Notaufnahme durchgeführt wurde, - bei Anbringung von Nähten an bestimmten Körperstellen oder in einer derart hohen Anzahl, dass der Versicherte seine beruflichen und außerberuflichen Tätigkeiten nicht ausüben kann. Dieses Tagegeld wird für längstens 7 Tage gezahlt, - bei einem Krankenhausaufenthalt auch ohne chirurgischen Eingriff nach einem Infarkt oder Schlaganfall, - nach einem an beliebiger Stelle durchgeführten chirurgischen Eingriff infolge eines Unfalls, der eine Ablösung der Netzhaut verursacht hat,

- bei Verbrennungen mindestens 2. Grades, wenn dafür ein Krankenhausaufenthalt von mindestens 5 Tagen erforderlich wurde, - bei einem Unfall mit einer entsprechend dokumentierten Fraktur oder in den Fällen, in denen ein Verband zur Fixation oder Ruhigstellung oder ein Gipsverband angebracht werden muss, für die Zeit bis zur Entfernung des Verbands, wobei auch das Anbringen eines immobilisierenden Tutors als Ersatz für den Gipsverband inbegriffen ist. Unter Gipsverband versteht man einen Verband zur Fixation und Ruhigstellung von Knochen oder Gelenken sowie elastische Bandagen, Metallschienen und andere gleichwertige medizinische Heilbehelfe (Voraussetzung: der Verband darf nur in einer medizinischen Einrichtung oder in einer ärztlichen Praxis angelegt und entfernt werden), - bei Anlegen einer steifen Halskrause, die vom Versicherten nicht abgenommen werden kann, begrenzt auf 15 Tage, - bei Tumorkrankheiten, für die eine Chemo- oder eine Strahlentherapie verschrieben wird, für längstens jeweils 8 Tage nach jeder Anwendung.

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Im ärztlichen Zeugnis, in dem die Genesungszeit verschrieben wird, müssen folgende Angaben gemacht werden: 1) Erkrankung – für die laut Angaben in der Polizze Deckung besteht, 2) Prognose, 3) Notwendigkeit häuslicher Ruhe. Diese Angaben müssen auch deutlich auf dem vom behandelnden Arzt ausgestellten Schein bzw. auf den Entlassungspapieren bei einem Krankenhausaufenthalt aufscheinen. Sowohl bei einem Krankenhausaufenthalt als auch bei einer häuslichen Genesungszeit wird das Tagegeld unter Abzug einer festen Franchise von 5 Tagen ausgezahlt. Die Franchise wird nur einmal angewendet, wenn zwischen mehreren Krankenhausaufenthalten oder häuslichen Genesungsperioden 5 oder weniger Tage liegen.

lsala@hds-bz.it

hdsmagazin #7-8/13


berufsgruppen www.hds-bz.it/handelsagenten

Handelsagenten und -vertreter

Bernadette Unterfrauner im Exekutivausschuss des hds Die Anliegen der Berufsgruppe voranbringen. Im Rahmen der Vorstandssitzung

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des Landesverbandes der Handelsagenten und -vertreter vom 15. April wurde einstimmig die Kandidatur von Bernadette Unterfrauner für den Exekutivausschuss des hds beschlossen. Bernadette Unterfrauner – seit

2001 Mitglied des FNAARC und seit 2002 Vorstandsmitglied – tritt damit die Nachfolge des scheidenden Vizepräsidenten Norbert Klotz an. Nach der ersten Sitzung im Exekutivausschuss berichtet Unterfrauner über ihre ersten positiven Erfahrungen als Ausschuss-

mitglied: „Ich habe ein sehr konstruktives Klima erlebt. Wir haben uns konkret mit Fragen und Themen rund um den Handel auseinandergesetzt, die sowohl die Handelsagenten und -vertreter als auch andere Berufsgruppen in diesem Wirtschaftszweig betreffen. Als Vertreterin unserer Berufsgruppe im Exekutivausschuss des hds werde ich mich verstärkt für die Anliegen und Probleme unserer Sparte einsetzen. Dazu gehört zum Beispiel auch das Problem der Zufahrtsgenehmigungen für den Altstadtbereich in einigen Südtiroler Gemeinden; diese Genehmigungen sollten durch ein schnelleres Verfahren vereinheitlicht und vereinfacht werden, um jenen entgegenzukommen, die die Zufahrtsgenehmigung beruflich nutzen wollen.“

Der Vorstand im Portrait

Der Vorstand im Portrait

Name: Vito De Filippi

Name: Maurizio Degasperi

Seit 1978 Mitglied des Landesverbandes der Handelsagenten und -vertreter, Vorstandsmitglied seit 2010.

Seit 1991 Mitglied des Landesverbandes der Handelsagenten und -vertreter, Vorstandsmitglied seit 2006.

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berufsgruppen www.hds-bz.it/baecker

Bäcker

12 Medaillen für Südtirol Bäcker

Sonntagsbackverbot aufgehoben Massive Sonntagstätigkeit gefährdet Familienbetriebe. In ihrer letzten Sitzung hat die Landesregierung den Gesetzesentwurf zur Aufhebung des Sonntagsbackverbots beschlossen. Diese Entscheidung wurde ohne Absprache mit der Berufsgruppe der Bäcker getroffen. Zur Aufhebung des Verbots meint Bäcker-Landesinnungsmeister Benjamin Profanter (im Bild) in einer ersten Stellungnahme: „Rechtlich gesehen kann zwar zukünftig sieben Tage die Woche gebacken werden, es soll aber zu keiner generellen Nutzung dieser Möglichkeit kommen. Ausgehend von den kleingewerb­ lichen Betriebsstrukturen in Südtirol stellt die 7-Tage-Woche eine untragbare Belastung und in Folge eine Infragestellung der Fortführung der Betriebstätigkeit dar. Die Kleinbetrieblichkeit ermöglicht kaum eine Turnuseinteilung, und auch sind bei den Bäckern längere saisonale Schließungen – wie teilweise im Gastgewerbe üblich – nicht möglich. Schon jetzt sei der Nachwuchs im Bäckergewerbe knapp. Das würde sich dramatisch verschlechtern, wenn die Arbeitsbelastung massiv auf sieben Tage die Woche ausgedehnt würde.“

Erfolgreich beim Internationalen Brotwettbewerb. 12 Goldmedaillen, neun Silbermedaillen und sieben Bronzemedaillen haben Südtirols Bäckereien beim 16. Internationalen Brotwettbewerb gewonnen, der heuer in Wels in Oberösterreich über die Bühne gegangen ist. Am Produktwettbewerb teilgenommen haben über 110 gewerbliche Backbetriebe aus ganz Europa. Von den neun Südtiroler Teilnehmern haben gewonnen: Profanter Backstube aus Brixen mit fünf Goldmedaillen, Bäckerei Trenker aus Toblach und Bäckerei Amhof aus St. Martin in Gsies mit jeweils zwei Gold-, Silber- und Bronzemedaillen, Bäckerei Näckler aus Welschnofen mit einer Gold-, drei Silber- und einer Bronzemedaille, Bäckerei Tauber aus Algund mit einer Gold- und zwei Silbermedaillen, Bäckerei Rabanser aus Barbian mit einer Gold- und zwei Bronzemedaillen sowie Koblerbrot aus St. Leonhard in Passeier und Bäckerei Zöggeler aus Tisens.

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Der hds gratuliert seinen Bäckern.

Grundsätzlich treten die Bäcker einer unrealistischen Erwartung entgegen, dass jeden Sonntag das ganze Jahr hindurch produziert wird und auch die entsprechende Geschäfte offen sind. Was die Sonntagsöffnung der Geschäfte angeht liegt die Bäcker­ innung voll auf der Linie des Gesamtverbandes hds. „Deshalb werden wir Bäcker die rechtliche Möglichkeit der Öffnung unserer Geschäfte am Sonntag aus Respekt vor dem Ruhebedürfnis und auch aus betriebswirtschaftlichen Gründen weiterhin zurückhaltend und mit Augenmaß nutzen“, so Landesinnungsmeister Profanter abschließend.

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berufsgruppen www.hds-bz.it/lebensmittelgewerbe www.hds-bz.it/konditoren

Dieter Steger zog die Teilnehmer in seinen Bann. Hinten im Bild v. l. Christian Abfalterer, Franz Obkircher und Renzo Zanolini.

Holte sich in Innsbruck Gold und freute sich über den Bildband „Schokolade – Die Kochschule“: Deborah Federspiel mit Renzo Zanolini.

Konditoren

Lebensmittelgewerbe

24 Familienbetriebe nicht

weiter belasten hds interveniert in Rom. Der Normvorschlag der anstehenden Bildungs- und Weiterbildungsvorschriften für Lebensmittelberufe muss überarbeitet werden. Diese Forderung stellte der hds in einem Schreiben an die neue Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin in Rom. Dabei sollen auch die in diesem Bereich zuständigen Regionen miteinbezogen werden.

Die Ausgangslage Neue verpflichtende, mehrstündige Hygiene-Kurse auch für Personen mit regulärer Berufsausbildung – dies hatte der ehemalige Gesundheitsminister in seinem Dekretentwurf vorgesehen. Keine Regeln jedoch für saisonale Angestellte festgesetzt, die auch vom Arbeitgeber selbst die Basisbildung gemäß EU-Richtlinie erhalten könnten. In der Kritik steht auch die mit einer Verfallsfrist versehene Ausbildung selbst, die viel zu wenig praxisbezogen sei. Die Kursleiter und Ausbildner müssten zwar den Bildungsgrad eines Akademikers haben, eine berufliche oder praktische Erfahrung sei jedoch nicht erforderlich. Die Position des hds „Selbstverständlich sind öffentliche Gesundheit und Hygiene ein hohes Gut, aber es ist offensichtlich, dass diese Maßnahme im Hinblick auf die realen Risiken und die Schadensstatistik der letzten Jahre unverhältnismäßig und wirtschaftsfeindlich ist“, betont hds-Direktor Dieter Steger. „Gerade in diesen schwierigen Zeiten braucht es Entbürokratisierung und Vereinfachungen. Gerade für die vielen Kleinund Familienbetriebe im Südtiroler Lebensmittelgewerbe wäre dies eine zusätzliche organisatorische und finanzielle Belastung“, so Steger abschließend.

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Viel Zettelwirtschaft Bürokratische Auflagen und Lehrlingswesen im Mittelpunkt der Generalversammlung. „Ein Unternehmer opfert in Italien durchschnitt-

lich 36 Arbeitstage der Zettelwirtschaft. Das sind 76 Prozent mehr als im EU-Durchschnitt. Die aktuellen Daten des World Economic Forum und der Weltbank belegen, dass es hierzulande weniger Bürokratie brauche, dafür aber klarere Regeln“, so hds-Direktor Dieter Steger bei der diesjährigen Generalversammlung der Konditoren in Bozen. Sind stolz auf unseren Nachwuchs In den vergangenen 12 Jahren ist die Zahl der Lehrlinge im Konditoreiwesen um 40 Prozent gestiegen. „Dieser Trend beweist uns einmal mehr, dass unsere handwerkliche Tätigkeit bei der Bevölkerung große Wertschätzung genießt und von Jahr zu Jahr steigt“, betonten der Konditorenpräsident Renzo Zanolini und seine beiden Stellvertreter, Christian Abfalterer und Franz Obkircher. Stolz präsentierten sie ihren Berufskollegen die vier erfolgreichen Teilnehmer am Lehrlingswettbewerb in Innsbruck: Deborah Federspiel, Sarah Egger, Nathalie Trafoier und Manuel Überbacher. Als kleines Dankeschön erhielt der Nachwuchs ein tolles Buchgeschenk. Online die Fotos der Generalversammlung.

Konditoren auf sentres.com

Demetz Manuel von der Firma Geo Markting, hat die neue Internetplattform der Konditoren auf www.sentres.com/de/suedtirol/ konditoren-suedtirol vorgestellt. Durch die Nutzung neuer Marketingpotenziale wird die digitale Präsenz der Konditoren im hds gestärkt. Der Kostenpunkt ist hier, im Vergleich zu anderen Anbietern, sehr gering.


berufsgruppen www.hds-bz.it/eishersteller

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hds-Direktor Dieter Steger überreicht Antonio Munaretto die Qualitätsplakette.

Gelungene Aktion: Gratiseis im Rahmen der Genusswoche

Eishersteller

Garantiezeichen Eisdiele hds zeichnet Betriebe mit Qualitätsplakette aus. Stolze 47 Betriebe dürfen sich lan-

desweit laut Handwerksordnung (Beschluss Nr. 326 vom 25. Februar 2013) als „Eisdiele/ Gelateria“ bezeichnen. Der hds hat all diese Betriebe mit einer Qualitätsplakette ausgezeichnet. Dadurch soll für den Endverbraucher ersichtlich werden, dass die Eisdiele ihre Produkte gemäß den Kriterien der Südtiroler Handwerksordnung herstellt. „Zur Herstellung von handwerklichem Speiseeis dürfen nur mehr frische Zutaten wie Eier, Milch und Milchprodukte verwendet

werden. Der Fruchtgehalt bei Fruchteis muss mindestens 30 Prozent betragen,“ erklärt Antonio Munaretto, Präsident der Speiseeishersteller im hds. Durch die Qualitätsrichtlinien hebt sich handwerklich hergestelltes Speiseeis vom Industrie-Massenprodukt ab. Die Qualitätsplakette stärkt das Berufsbild der Speiseeishersteller und sichert die Qualität des Eises. Die Eisdiele in Südtirol wird somit zur Qualitätsmarke. Das Qualitätssiegel wurde in Zusammenarbeit mit dem Land Südtirol erstellt. Auch der LVH zeigt großes Interesse an der Aktion.

Den Bekanntheitsgrad des handwerklich hergestellten Speiseeises zu fördern und ein positives Image für die Eisdielen zu schaffen, war Ziel der „Eisgenusswoche“, die im Mai, in Zusammenarbeit mit der Tageszeitung „Dolomiten“, stattgefunden hat. Beim Kauf eines Eises in den teilnehmenden hds-Betrieben erhielten Eisgenießer eine kostenlose Kugel dazu. Die Speiseeishersteller wollen die Aktion auch im nächsten Jahr wiederholen und am Erfolg anknüpfen.

Die hds-Mitgliedervorteile Entdecken auch Sie die große Welt der hds-Mitgliedervorteile. Alle aktuellen Preisvorteile finden Sie unter www.hds-bz.it/mitgliedervorteile. Mehr Informationen: T 0471 310 311, mitgliedervorteile@hds-bz.it.

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berufsgruppen www.hds-bz.it/50plus www.hds-bz.it/werbefachleute

Werbefachleute

Wollen Kommunikation optimieren Fachgruppe trifft sich mit Gemeindenverbandspräsident Arno Kompatscher. Die

26 50+ im hds

Frühjahrstreffen im Pustertal Kultur und gemütliches Beisammensein. Das Erbe der Berge hautnah erleben konnte die Gruppe 50+ im hds kürzlich bei ihrem jährlichen Frühjahrstreffen. Rund 25 Teilnehmer zog es auf das Schloss Bruneck ins Messner Mountain Museum Ripa, wo die Kultur der Bergvölker aus der ganzen Welt vorgestellt wird. Der Bürgermeister von Bruneck, Christian Tschurtschenthaler, führte in Säle, die normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind, und machte den Ausflug somit zu einem einmaligen Erlebnis. Nach dem kulturellen Input wurde im Restaurant Issinger Weiher fein gespeist und in geselliger Runde Karten gespielt. Die Fotos zum Treffen sind online zu finden.

Notwendigkeit einer einwandfreien Kommunikation der öffentlichen Verwaltung zum Bürger und die Rolle der Kommunikationsfachleute zur Abwicklung der Aufgaben der öffentlichen Verwaltung standen vor Kurzem im Mittelpunkt eines Treffens zwischen dem Präsidenten des Gemeindenverbandes, Arno Kompatscher, 1 und dem Präsidenten der Werbefachleute Target, Mario Viganò 2 . Vom Vorteil einer solchen Zusammenarbeit zeigten sich beide Parteien überzeugt. Die Ziele, der Vorstand und die Mitglieder des Werbefachverbands sind in der Onlineversion der Verbandsbroschüre festgehalten.

Jahresprogramm 2013 •F  reitag, 26. Juli Tagesausflug nach Kufstein zur Besichtigung der Glasbläserei Riedel. •F  reitag bis Sonntag, 6. bis 8. September Mehrtagesfahrt in die Kulturstadt Regensburg. •S  amstag, 12. Oktober Törggelen im Eisacktal mit anschließendem Watten. •M  ontag bis Mittwoch, 21. bis 23. Oktober Großes Treffen in Rom mit Papstaudienz.

Für Informationen und Vormerkungen: T 0471 310 315.

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Gemeinsam die Umwelt schonen! Wir verzichten ab sofort auf Papier-Belege. Alle Dokumente erhalten Sie elektronisch. Helfen auch Sie - der Umwelt zuliebe.

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bildung www.hds-bz.it/kurse

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04.12.15

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Große Nachfrage, neue Ideen Positive Bilanz im ersten Halbjahr.

2700 Teilnehmer, 1500 Weiterbildungsstunden und 164 Veranstaltungen. Das ist das Ergebnis der Monate Jänner bis Juni 2013 der hds-Bildungsabteilung. Schwerpunkt waren die Schulungen zur Arbeitssicherheit. „Auch im nächsten Halbjahr werden wir unseren Fokus auf Kurse rund um das Thema Arbeitssicherheit legen, um der großen Nachfrage gerecht zu werden. Ebenso werden wir weiterhin Arbeitnehmer einer oder mehrerer Betriebe und Ortsgruppen schulen,“ sagt Margit Mock, Koordinatorin der Aus- und Weiterbildung im hds. Das Bildungsteam ist bereits dabei, das neue Kursprogramm zu gestalten, das wieder interessante Seminare beinhalten wird. Mehr darüber erfahren Sie in der Kursbroschüre Herbst/Winter 2013/2014, die im September erscheinen wird.

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Informationen verstehen und richtig anwenden Kurs Etikettieren von Lebensmitteln. Die neue Verbraucher-

Lebensmittelinformation regelt europaweit die einheitliche Lebensmittel- und Nährwertkennzeichnung. Die Regelungen treten ab 13. Dezember 2014, zur Nährwertkennzeichnung ab 13. Dezember 2016 in Kraft. Bis dahin müssen alle Verpackungen umgestellt und die restlichen Mengen aufgebraucht sein. In einem Seminar am 4. September in Bozen erklärt hds-Fachmann Stefan Kuhn den Aufbau einer Etikette und informiert über Haltbarkeitsangaben, Lagerhinweise und Claims. Weitere Themen sind Gesundheitswerbung, Mengenangaben, Allergene, Transfette, Herkunftsangabe und Kennzeichnung lokaler Spezialitäten sowie rechtliche Konsequenzen bei fehlerhafter Etikettierung. Anmelden können Sie sich unter www.hds-bz.it/kurse sowie bei der hds-Bildung in Bozen: Margit Mock und Patrizia Anhof, T 0471 310 323/324. Mehr Infos zum Thema selbst: Stefan Kuhn, T 0471 310 507, skuhn@hds-bz.it.


betriebe informieren

PR – Die Bank für Trient und Bozen informiert

SEPA-Verordnung ab 1. Februar in Kraft Sie wurde als wahre „Revolution“ be- Aber was ändert sich konkret für die Unzeichnet. In der Tat treten mit der neuen ternehmer bei Überweisungen? Im Prinzip europäischen SEPA-Verordnung, die ab 1. werden für eine SEPA-Überweisung die Februar 2014 den elektronischen Zahlungs- gleichen Daten benötigt, die auch jetzt erforverkehr (Überweisungs- und Lastschriftver- derlich sind, angefangen beim IBAN. Im Verfahren) regeln wird, wichtige Neuerungen in gleich zum alten Verfahren verschwindet mit Kraft, an die sich alle Unternehmer anpassen dem neuen SEPA-Verfahren das so genannte müssen. „Buchungsdatum“ (d. h. das Datum, zu dem Bis zum 1. Februar des kommenden Jahres der Zahlungspflichtige die Gutschrift des Bemüssen die 26 Länder der Europäischen Uni- trags zugunsten des Empfängers in Auftrag on gemeinsam mit Island, Lichtenstein, Nor- gibt). Das neue Verfahren sieht lediglich das wegen, der Schweiz und dem Fürstentum „Durchführungsdatum“ vor, für das eine geMonaco verpflichtend die Umstellung ihrer naue Regelung zur Anwendung kommt. Die nationalen Systeme des elektronischen Zah- Gutschrift erfolgt für den Empfänger innerlungsverkehrs auf das neue SEPA-Verfahren halb eines Werktags, wenn der Auftraggeber (Single Euro Payments Area) vornehmen. und der Empfänger Konten bei verschieFür Italien bedeutet das, dass die Überwei- denen Banken haben. Wenn Auftraggeber sungs- und Lastschriftverfahren von zwei und Zahlungsempfänger Kunden desselben komplett neuen Systemen abgelöst werden, Bankinstituts sind, erfolgt die Gutschrift auf dem SDD-Verfahren (Sepa Direct Debit) bzw. dem Konto des Empfängers am selben Tag. dem SCT-Verfahren (Sepa Credit Transfer). Sofern kein „Datum“ angegeben ist, erfolgt Diese Umstellung betrifft jedoch nicht ty- die Durchführung im Laufe des Tages, vorpisch „nationale“ Einzugs- und Überwei- ausgesetzt der Überweisungsauftrag geht bis sungsformen, wie RI.BA – Einhebung von 12:00 Uhr ein. Nach dieser Frist erfolgt die Forderungen auf elektronischem Weg, M.Av, Überweisung am darauffolgenden Tag. Zahlscheinüberweisungen und Wechsel –, Im Vergleich zu früher muss ein Unternehfür die weiterhin die in Kraft befindlichen men mit dem neuen Verfahren die Überweisungsaufträge (Flüsse) danach aufteilen, ob Verfahren gelten. der Empfänger Kunde derselben Bank oder aber einer anderen Bank ist, da die Durchführungszeit davon abhängt. Bei den Lastschriftverfahren werden die bereits erteilten Genehmigungen automatisch in das neue SEPA-Verfahren übergeleitet. Für den Kunden ändert sich daher gar nichts.

Für neu erteilte Abbuchungsaufträge muss der Zahlungsempfänger bei der Bank ein so genanntes „Mandat“ vorlegen, das auch der Zahlungspflichtige seiner Bank für die Genehmigung vorlegt. So wie beim derzeitigen Lastschriftverfahren gibt es auch beim SDDVerfahren für den Zahlungspflichtigen die Möglichkeit, der Abbuchung zu widersprechen (d. h. zu stornieren). Konsumenten (Private) und ein Großteil der Nichtkonsumenten (Unternehmen) haben acht Wochen Zeit, um eine Stornierung der Abbuchung vornehmen zu lassen. Bei der vormals als „Expressüberweisung“ bekannten Transaktion hat der Überweisende diese Möglichkeit nicht, allerdings lässt sich gegebenenfalls die Überweisung bis zum Vortag der Fälligkeit widerrufen. Die Berater der Südtiroler Filialen der Bank für Trient und Bozen stehen den hds-Mitgliedern ab sofort gerne zur Verfügung, um ihnen zu zeigen, was neu ist, und gemeinsam die notwendigen Schritte für die Umstellung der Lastschriften und Überweisungen auf das neue System zu erarbeiten.

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Ein Traum ist wahr geworden

Neuer Treffpunkt im GEPA. Feine Schmankerln und ein gutes Glas Wein – gar einige Spezialitäten lassen sich im neuen Bistro – Bar GEPA im Gewerbepark von Schlanders finden. Für Gerlinde Stecher ist damit ein Traum wahr geworden. Selbst aus einer Gastronomenfamilie aus dem oberen Vinschgau stammend, ist sie lange Zeit ihrem Mann im familiengeführten Großhandelsbetrieb für Schuhwaren zur Seite gestanden. Der hds wünscht der Neugründerin Gerlinde Stecher viel Erfolg und Freude. Hier im Bild mit Ehemann Erhard Spechtenhauser.

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arbeitssicherheit www.hds-bz.it/arbeitssicherheit

schine hängengeblieben. Für die Sehnenverletzung wurde eine Prognose von 81 Tagen gegeben. Zudem wurde eine dauernde Invalidität von 3 Prozent festgestellt.

Ausschluss der Haftung des Betriebsinhabers 30

Der Betriebsinhaber haftet nicht immer für einen Arbeitsunfall, wenn es im Betrieb einen Verantwortlichen gibt, der befugt ist, die Einhaltung der Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzbestimmungen am Arbeitsplatz zu kontrollieren und zu garantieren. Dies hat das Strafkassationsgericht, Abteilung IV mit Urteil Nr. 4106 vom 03.02.2011 festgelegt. Der Fall Im konkreten Fall war ein Arbeitgeber, der gesetzliche Vertreter eines Unternehmens, vom Gericht zu zwei Jahren Haft wegen fahrlässiger Körperverletzung infolge eines Arbeitsunfalls eines seiner Angestellten verurteilt worden. Der Beschäftigte hatte sich beim Überprüfen des Inneren einer Maschine an der rechten Hand verletzt. Durch das Fehlen der Stütze hatte er das Gleichgewicht verloren und war am scharfen Rand der Ma-

Das Urteil Nach Ansicht des Landesgerichts haftete der Arbeitgeber „ ... weil er unterlassen hatte, die Arbeitnehmer mit angemessener Ausrüstung auszustatten, vor allem fehlte ein Podest mit angemessenen Abmessungen, das als stabiler und sicherer Arbeitsplatz für die Ausführung der Wartungsarbeiten an der Injektionspresse hätte dienen können.“ Gegen das Urteil des Oberlandesgerichts, das das Urteil des Landesgerichts bestätigt hatte, hatte der Arbeitgeber Rekurs beim Kassationsgericht eingereicht. Darin erklärte der Arbeitgeber, dass im Betrieb, in dem sich der Unfall ereignet hatte, ein Direktor mit eigener Handlungs- und Ausgabenbefugnis bis 5000 Euro eingesetzt war, der keine Genehmigung vorab einholen musste und per Vollmacht beauftragt war, die nötigen Wartungsarbeiten anzuordnen. Die Maßnahme an der dem Arbeitnehmer bereitgestellten Leiter hätte einen Kostenaufwand von 500 Euro erfordert. In seiner Entscheidung hat das Kassationsgericht festgelegt, dass der Direktor des Betriebes, „aufgrund des ursprünglichen Rechtstitels in der Pflicht war, zumal die Absicherung der Leiter in seine Ausgaben- und Handlungsbefugnis fiel ...“ für die Kontrolle der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz haftet und diese sicherstellen muss. Arbeitssicherheit: ein Radiobeitrag zu den Bestimmungen unter www.hds-bz.it/audio.

rennemoser@hds-bz.it

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rmen s s er No e unt r Beschlu n n li n e O e d etze rung zu d s e G und desregie erien. n it r a k der L derungs För

Beitragshilfe für Unternehmen Anwendungsrichtlinien überarbeitet. Zur Gewährung von Landesbeiträgen wurden die Anwendungsrichtlinien den aktuellen Erfordernissen der wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst (Beschluss Nr. 599 vom 16.04.2013). Nachfolgend zwei der wichtigsten Neuerungen: Unterbrechung der Rückzahlung von Kapitalraten und Verlängerung der Laufzeit der gewährten Finanzierungen

Bei einem begründeten Antrag kann ausnahmsweise eine Unterbrechung der Rückzahlung von Kapitalraten von geförderten Darlehen oder Leasingfinanzierungen ge­ nehmigt werden. Auch die Laufzeit von

bestehenden Darlehen oder Leasingfinanzierungen kann verlängert werden. Voraussetzung ist hierfür ein positives Gutachten des Kreditinstituts oder der Leasinggesellschaft. Beiträge bei Naturkatastrophen

Bei nicht fahrlässig verursachten Bränden oder Naturkatastrophen kann eine Beihilfe mit einem Ausmaß bis zu 30 Prozent gewährt werden. Berücksichtigt werden dabei Investitionen, die für die Wiederaufnahme des Betriebes notwendig sind: der Ankauf der zerstörten Einrichtung, Maschinen, Geräte und technischen Anlagen sowie der Neubau der beschädigten Betriebsräume. Sind die Schäden durch eine Versicherung gedeckt, muss der Schadenersatz von der zum Beitrag zugelassenen Kostensumme abgezogen werden.

betriebsberatung www.hds-bz.it/beratung

hds: erste Anlaufstelle für Betriebsgründer Gewerberechtliche Voraussetzungen, steuerliche Aspekte, Rechtsformen, Meldungen und Registrierungen, Sozialabgaben und Arbeitsunfallversicherung, Arbeitssicherheit sowie Mehrwertsteuernummer und Förderungen: Angehende Unternehmensgründer erhalten beim hds alle relevanten Infos für ihren Weg in die Selbstständigkeit. Der hds ist in ganz Südtirol vertreten. Vereinbaren Sie ein kostenloses Beratungsgespräch mit dem hds-Büro in Schlanders, Meran, Bozen, Brixen, Bruneck oder Sterzing.

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beratung@hds-bz.it

Mehr Informationen zu den Neuerungen erteilt hds-Mitarbeiterin Liane Cittadini, T 0471 310 561, lcittadini@hds-bz.it.

Schädlingsbekämpfung T 0472 832 327

Bekämpfung IPM-Monitoring HACCP - Konform info@insectokill.it

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steuerberatung www.hds-bz.it/steuern

- Isolierung der horizontalen und vertikalen Flächen der Gebäude, - Einbau von Sonnenkollektoren für die Warmwasserproduktion, - energetische Umgestaltung/Sanierung des Gesamtgebäudes. Laut den neuen Bestimmungen sind folgende Baumaßnahmen von den Steueranreizen ausgenommen: - Austausch der Heizanlage durch Wärmepumpen und geothermische Anlagen mit hohem Wirkungsgrad, - Austausch von traditionellen Warmwasserboilern durch Wärmepumpen. Steuerabsetzbetrag bei Umbauarbeiten

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Wir bauen um

Ebenfalls bis 31. Dezember 2013 verlängert wird der Steuerabsetzbetrag von 50 Prozent auf Umbauarbeiten. Werden die Ausgaben von mehreren Personen getragen, so muss in der Überweisung die Steuernummer von allen an den Kosten teilhabenden Personen angegeben werden. Bei Arbeiten in einem Kondominium genügt hingegen die Steuernummer des Kondominiums und des Verwalters. Die bedeutendste Neuerung betrifft die Einführung eines Steuerabsetzbetrages, ebenso in Höhe von 50 Prozent, auf den Ankauf von Einrichtungsgegenständen und Möbeln unter der Bedingung, dass diese im Zuge von Umbauarbeiten angeschafft werden. Der Auch höchstmögliche Ausgabensummen indirekt geändert Steuerabsetzbetrag ist: Die Erhöhung des Prozentsatzes von 55 auf 65 - auf eine Höchstsumme von 10.000 Euro anwendbar, Prozent hat eine Reduzierung der zulässigen Ausgabensumme zur Folge. So liegt z. B. der - auch im Zuge von kleineren Umbauarbeiten höchstmögliche Absetzbetrag für den Ein- zulässig, bau von Sonnenkollektoren zur Warmwas- -- auf zehn Jahre gleichmäßig aufzuteilen. serproduktion unverändert bei 60.000 Euro. Die Höchstgrenze der zulässigen Ausgaben Der hds weist darauf hin, dass das Dekret im reduziert sich jedoch von 109.090,91 Euro Zuge der Umwandlung in ein Gesetz, Ände(60.000/55 x 100) auf 92.307,69 Euro (60.000/65 rungen erfahren könnte. x 100). In der Praxis werden sich wohl nur in wenigen Fällen tatsächliche Nachteile ergeben, da die Ausgaben für die meisten Arbeiten unter den jeweiligen Ausgabengrenzen liegen. Moritz Schorn,

Umbauarbeiten und energetische Sanierungen Steuerbonus bis Jahresende verlängert. Mit 6. Juni wurde der Absetzbetrag auf die Einkommensteuer für natürliche Personen und die Körperschaftssteuer (Irpef/ Ires) von 55 auf 65 Prozent erhöht (Gesetzesdekret Nr. 63/2013). Der erhöhte Prozentsatz wird auf alle Bank- und Postüberweisungen angewandt und gilt auch für bereits begonnene Arbeiten. Absetzbetrag von 55 auf 65 Prozent erhöht

Der erhöhte Absetzbetrag von 65 Prozent wird auf alle bis zum 31. Dezember 2013 getätigten Ausgaben angewandt. Für Arbeiten in Kondominien gilt eine Verlängerung um 6 Monate bis 30. Juni 2014. Um in den Genuss der Steueranreize zu kommen, müssen die Aufteilung und Anwendung des Steuerbonus Bedingungen gemäß dem Dekret vom 11. Wie in der Vergangenheit muss der SteuerboMärz 2008, wie durch das Ministerialdekret nus auf 10 Jahre aufgeteilt werden und ist auf vom 26. Jänner 2010 abgeändert, erfüllt sein. folgende Arbeiten anwendbar: Die einschlägigen Bestimmungen sehen nur - Austausch der Heizanlage durch Brenneine Grenze für die maximal zulässigen Ab- wertkessel mit Nutzung der Abgaskondensetzbeträge vor, nicht aber eine Höchstgren- sationswärme, ze für die diesbezüglichen Ausgaben. - Austausch der Fenster,

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Steuer- und Betriebsberatung, T 0471 310 407, mschorn@hds-bz.it


info arbeit www.hds-bz.it/arbeit

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Neue Beschäftigungsanreize

Ersatzsteuer auf Produktivitätsprämien

Beiträge für die Einstellung von krisenbedingt entlassenen Arbeitnehmern. Anreize in Form eines festen Pro-KopfBeitrages für Arbeitgeber, die 2013 unbefristet oder befristet oder auch mit Teilzeitvertrag bzw. im Rahmen einer Arbeitskräfteüberlassung Arbeitnehmer einstellen, die in den 12 Monaten vor dieser Einstellung aus objektivem gerechtfertigtem Grund wegen Personalabbau, wegen Reorganisation, Einstellung der Tätigkeit oder der Arbeit von Unternehmen mit weniger als 15 Beschäftigten entlassen worden waren: Das sieht die Direktoralverordnung vom 19. April 2013 vor, die laut Arbeitsministerium bald im Amtsblatt veröffentlicht werden soll. Die Maßnahme wurde mit der Absicht verabschiedet, der bisher nicht erfolgten Verlängerung einer entsprechenden Fördermaßnahme entgegenzuwirken, die bereits für die Einstellung der hier genannten Arbeitnehmer galt. Für eine unbefristete Einstellung erhalten Arbeitgeber einen Beitrag von 190 Euro monatlich für die Dauer von 12 Monaten; dieser Beitrag wird für Teilzeitbeschäftigte entsprechend herabgesetzt. Für befristet aufgenommene Arbeitnehmer wird dieser Beitrag für die Dauer von höchstens 6 Monaten ausgezahlt.

Maßnahmen für die Produktivitätsförderung für 2013 verlängert. Mit dem Stabilitätsgesetz 2013 wurden auch für 2013 die Versuchsmaßnahmen für die Steigerung der Arbeitsproduktivität verlängert; die entsprechenden Durchführungsmodalitäten wurden im Dekret des Ministerpräsidenten vom 22. Jänner 2013 festgelegt. Dieses Dekret sieht für Produktivitätsprämien – anstelle der Einkommensteuer und der regionalen und kommunalen Zuschläge auf die Einkommensteuer – die Anwendung einer Ersatzsteuer in Höhe von 10 Prozent vor. Diese Besteuerung gilt bis maximal 2500 Euro brutto für Steuerzahler, die 2012 Einkünfte aus Arbeit bis maximal 40.000 Euro bezogen haben. Die Einnahmenagentur hat nun die wichtigsten Auslegungskriterien für die Anwendung dieser Ersatzsteuer zusammengefasst. Der Dachverband Confcommercio hat einen Entwurf für ein Rahmenabkommen ausgearbeitet, das die lokalen Verbände in ihrem Einzugsgebiet anwenden können. Mit diesem Abkommen können die Betriebe den Steuervorteil in Anspruch nehmen. In Kürze wird die Zustimmung der Gewerkschaften erwartet, zumal deren Änderungswünsche in der überarbeiteten Fassung des Rahmenabkommens berücksichtigt wurden.

Die Inanspruchnahme dieser Förderung wird vom Nisf/Inps automatisch und computergestützt bis zur Erschöpfung der dafür vorgesehenen Mittel in Höhe von 20 Millionen Euro geregelt. Interessierte Arbeitgeber müssen elektronisch einen entsprechenden Antrag stellen und darin die Daten der Einstellung angeben. Die Modalitäten des Antrags werden vom Nisf/Inps innerhalb 30 Tagen nach Inkrafttreten des Dekrets festgelegt.

apetrera@hds-bz.it

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Alberto Petrera, Bereichsleiter Arbeits- und Gewerkschaftsangelegenheiten, T 0471 310 501, apetrera@hds-bz.it


info aktuelles

Irreführende Zahlungsaufforderungen INFO Achtung aufgepasst vor Täuschungsangeboten. Die Handelskammer Bozen warnt vor Gesellschaften, die Südtiroler Unternehmen anbieten, deren Markennamen einzutragen oder die Eintragung zu verlängern. Zu diesem Zwecke senden solche Anbieter irreführende Vertragsangebote und Zahlungsaufforderungen über hohe Beträge zu. Dabei werden Firmennamen verwendet, die zu Verwechslungen mit der Handelskammer oder anderen öffentlichen Institutionen führen können und in keinerlei Zusammenhang mit der Handelskammer Bozen oder dem Italienischen Patent- und Markenamt (UIBM) stehen. Weitere Informationen unter T 0471 945 629/605, morelato@handelskammer.bz.it, thomas.wenter@handelskammer.bz.it bzw. auf der Homepage der Handelskammer Bozen (www.handelskammer.bz.it).

B Istatwert betreffend die KonsumINFO

preise für die Angleichung der Mieten (Gesetz 392/78). - Nationale Veränderung Mai 2012 – 2013 ist gleich 1,2 % (75 % = 0,9). - Veränderung in Bozen Mai 2012 – 2013 ist gleich 1,8 % (75 % = 1,35).

B Die Indexzahl für die Abfindungen beträgt im Mai 0,906690.

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GUTE JOBS GIBT’S NICHT NUR IM KINO:

Optikerin Kaufberaterin Drogistin Modeberaterin Mediengestalterin Webdesignerin Konditorin Baristin Biofachhändlerin Einrichtungsberaterin Betriebsbuchhalterin Programmiererin Immobilienmakler Pharm. kaufm. Assis in tentin uvm.

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hds magazin 7-8/13: "Bestehende Werte in die Zukunft tragen"