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Italienische Post AG – Versand im Postabonnement– G.D. 353/2003 (konv. Ges. Nr. 46, 27.02.2004) Art. 1, Abs. 1, CNS BOZEN · Jahrgang LXII · 6/2014 · IP

hds magazin #6/14 Monatsmagazin des Handelsund Dienstleistungsverbandes Südtirol www.hds-bz.it

Denke klein statt groß: Die Rückkehr der Regionalisierung Die hds-Hauptversammlung 2014


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editorial

Nahversorgung aufrechterhalten Die gute Nachricht: Die Landesregierung hat in ihrer Sitzung vom 29. April 2014 beschlossen, die Nahversorgung vom allgemeinen Förderungsstopp (wir berichteten) auszuschließen. Damit zeigen Landesregierung und Landeshauptmann, dass die Erhaltung und Weiterentwicklung des Einzelhandels in unseren Orten eine Priorität für unser Land ist. Ein wichtiges Signal.

titelgeschichte Die hds-Hauptversammlung 2014

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aktuelles Wichtiges zum Meister des Handels

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Das Detail: Gefördert werden sollen jene Handelsbetriebe, die in einem bestimmten Umkreis die einzigen sind und die eventuell auch bereit sind, zusätzliche Dienste zu übernehmen. Es muss sich dabei um Extremfälle handeln, wo sich Nahversorgungsbetriebe in Schwierigkeiten befinden und das Weiterführen eines Geschäftes aufgrund mangelnder Rentabilität bedroht ist. Ziel der Förderung soll daher sein, diesen Betrieben unter die Arme zu greifen, um die Nahversorgung in diesen Situationen weiterhin aufrechtzuerhalten. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es der Zusammenarbeit mit den Gemeinden, die z. B. eventuelle Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, dem hds mit seinem Netzwerk und der Unterstützung des Landes. Die Förderung der Nahversorgungsengpässe in der Peripherie muss weiterhin eine prioritäre Stellung einnehmen.

trends Zurück zum Precycling

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bezirke Merans Mobilitätsprojekte 2015

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Nun gilt es, gemeinsam mit dem Land ein schlagkräftiges Paket zu schnüren, das die Lebensqualität und die Versorgung der Bevölkerung in der Peripherie mit Gütern des täglichen Gebrauchs gewährleistet. Garantiert wird die Nahversorgung und das Einkaufen im Ort in erster Linie dank der vielen Familienbetriebe. Gefordert sind wir alle: Wenn wir unsere familiengeführten Betriebe weiterentwickeln wollen, dann müssen wir auf unsere Einzigartigkeit bauen. Gemeinsam - und jeder in seinem persönlichen Umfeld - müssen wir uns im persönlichen Gespräch und im eigenen Handeln dafür einsetzen, dass die regionalen Gedanken, das Einkaufen vor Ort, die Vorteile der Nahversorgung im weitesten Sinn Oberhand gewinnen - dass es wieder wichtig wird, Wertschöpfung im Land zu schaffen und hier zu binden.

Walter Amort, hds-Präsident

berufsgruppen Tankstellenpächter mit neuem Vorstand

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bildung hds-Betriebsschulungen auf Erfolgskurs

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betriebe informieren Moser Speck bekommt Gold

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betriebsberatung SUAP ermöglicht bürgernahe Verwaltung

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steuerberatung UNICO 2014, die Neuerungen

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Redaktion, Verwaltung und Werbung: 39100 Bozen, Mitterweg 5, Bozner Boden, T 0471 310 308/309, F 0471 310 396, pr@hds-bz.it, www.hds-bz.it Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes und Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Mauro Stoffella (Bereichsleiter Kommunikation) Redaktion: Dr. Sergio Colombi, Dr. Martina Reinstadler, Manuela Seebacher Grafisches Konzept: Gruppe Gut – www.gruppegut.it titelbild: freeimages/Stefano Hochkofler Grafik: Stefano Hochkofler Fotos: freeimages, Christian Oberkofler, Helmuth Rier, Shutterstock Druckerei: Athesia Druck GmbH – Weinbergweg 7 – 39100 Bozen Aufgegeben am 3. Juni 2014 Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen zurückzuweisen. Die in Gastartikeln wiedergebene Meinung muss nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Herausgeber: Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol Genossenschaft – Bozen, Sped. im P.A. – 45% - Art. 2. Absatz 20/b, Gesetz 662/96, Filiale Bozen, Eintragung Landesgericht Bozen Nr. 50/51 – Rep. 27256. Angeschlossen der USPI Unione Stampa Periodica Italiana

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Denke klein statt groß: Rückkehr der Regionalisierung Die hds-Hauptversammlung 2014

ws er N e n i e n ei die Onlin 15. Mai Amor t v o m W al t e r i. n v on D uz z R e de nd D a do u

In Zeiten der weltweiten Vernetzung wird Regionalität immer wichtiger. Sie ist kein kurzfristiger Trend, sondern hat sich zu einem globalen Phänomen entwickelt. Unter dem Titel „Die Renaissance der Regionalität: Eine Chance für die Globalisierung Südtirols?“ fand heuer die Hauptversammlung des hds in Bozen statt. Dabei wurde einmal mehr auf die Stärken der vielen Klein- und Familienbetriebe in Südtirol hingewiesen. „Südtirols Handels- und Dienstleistungsbetriebe besitzen eine persönliche Beziehung zu ihren Kunden, Einfühlungsvermögen und Kompetenz. Sie sind unverwechselbar,

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einzigartig und besonders“, damit eröffnete hds-Präsident Walter Amort die diesjährige Hauptversammlung. Gleichzeitig präsentierte er auch die Ziele des Verbandes für die nächsten Jahre. Die Unterstützung der Familienbetriebe wird Vorrang haben. Dazu gehört auch die Förderung der Regionalisierung und somit die persönliche Note der Unternehmen. Zu Gast waren auch Landeshauptmann Arno Kompatscher und der ehemalige Direktor, Landtagsabgeordneter Dieter Steger. Er bedankte sich bei den Betrieben für die jahrelange Unterstützung und übernahm gleichzeitig die Moderation des Abends.


titelgeschichte

hds-Präsident Walter Amort sprach über die Ziele des Verbandes.

hds-Vizepräsident Dado Duzzi: „Die Entwicklung von Bozen soll in die richtige Richtung gehen.“

5 Bewusstsein stärken

„Wenn wir unsere familiengeführten Betriebe weiterentwickeln wollen, dann müssen Die besondere Beziehung zu lokalen Pro- wir auf unsere Einzigartigkeit bauen,“ so dukten ist Merkmal der vielen Klein- und der Präsident. Familienbetriebe Südtirols. „Jeder kann mit seinem Handeln das Bewusstsein von Regionalität nachhaltig stärken“, so Amort. Gemeinsamkeiten erkennen Regionalität war das zentrale Thema des Abends. „Regionalität bedeutet nicht nur Vom hds wird eine bessere und intensivere der Konsum von lokalen Produkten oder Zusammenarbeit aller Wirtschaftsverbändas Einkaufen vor Ort zur Stärkung der de angestrebt. Gemeinsame Stärken sollen lokalen Wertschöpfung. Regionalität be- vermehrt genutzt werden. „Nicht nur auf deutet auch, das Land Südtirol am Welt- technischer Ebene, um Synergieeffekte zur markt unverwechselbar zu positionieren.“ Einsparung zu nutzen, sondern auch auf Dazu gehört die Förderung der Nahversor- der Ebene der gegenseitigen Anerkennung“, gung, die vermehrt unterstützt werden soll. so Amort. Der hds schätzt den Tourismus

als Motor der Wirtschaft, das Handwerk, die Industrie und die Landwirtschaft. Der Handel ist von all diesen Wirtschaftszweigen abhängig und umgekehrt genauso. Nicht nur die Wirtschaft, sondern auch das Verbandswesen verändert sich. „Die Unterstützung der Mitglieder wird vielfältiger. Auch deshalb muss jeder Wirtschaftsverband seine Kompetenzen optimal nutzen und den Betrieben zur Verfügung stellen“, unterstreicht der Präsident.

Fortsetzung auf Seite 6

Auf das persönliche Gespräch vertrauen Wer denkt, dass der klassische Staubsaugervertreter im Onlinezeitalter längst ausgedient hat, der irrt sich. Im Gegenteil: Ein bekanntes deutsches und weltweit tätiges Traditionsunternehmen hat im 130. Jahr seines Bestehens den Umsatz steigern können und damit eine Rekordmarke erzielt. Das Erfolgsrezept: Das Unternehmen setzt beim Vertrieb von Reinigungsgeräten weiterhin auf das persönliche Gespräch mit dem Kunden. Auch angesichts der zunehmenden Konkurrenz von Onlineanbietern setzt das Familienunternehmen weiter auf ein Heer von weltweit mehr als 600.000 Vertretern. Online ist somit kein Schreckensszenario. Online setzt der Betrieb auch um, derzeit liegt der Anteil am Umsatz bei rund fünf Prozent. Übers Internet vertrieben wird vor allem Zubehör. Er-

klärungsbedürftige Produkte werden ausschließlich im direkten Kontakt mit dem Kunden angeboten. Dass die Onlineumsätze im Handel steigen, ist unumstritten. Doch die Qualität der persönlichen Beratung wird – wie dieses Beispiel zeigt – auch in Zukunft im Vordergrund stehen. Somit bleibt der traditionelle Handel mit seiner fachkundigen, persönlichen Beratung absolut zukunftsfähig.

Mauro Stoffella, Bereichsleiter Kommunikation

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Vereinfachungen für Betriebe

Klare Regeln im Einzelhandel

Um wirtschaften zu können, braucht es eine erträgliche und verhältnismäßige Bürokratie. Amort machte in seiner Rede deutlich, dass es Wege brauche, um Steuersenkungen zu erreichen und den bürokratischen Aufwand einzugrenzen. „Allerdings lässt sich die Formel weniger Beiträge, weniger Steuern hauptsächlich auf Großbetriebe anwenden. Für die vielen Familienbetriebe müssen vor allem die Rahmenbedingungen stabilisiert werden. Arbeitssicherheit, Vergabekriterien und einige Bereiche mehr sind in vereinfachter Form möglich.“ Die Landespolitik solle dazu europäische Richtlinien direkt für das Land anwenden.

Die Individualität zu bewahren gilt es nicht als vorrangige Entscheidungskriterien angenur in Bezug auf die Regionalität, sondern sehen werden. Die Entwicklung von Bozen auch auf die Landeshauptstadt. „Bozen ist soll in die richtige Richtung gehen“, so Duzzi Zentrum für das kulturelle und soziale abschließend. Geschehen Südtirols, vor allem aber für die Entwicklung des Handels. Projekte für Sanierungen und Erneuerungen be- Sonntag der Familien stehender Stadtgebiete bergen die Gefahr, dass Bewährtes und Bestehendes verloren Der hds wird sich weiterhin für die Sonngeht“, sagte Vizepräsident Dado Duzzi. Die tagsruhe im Handel einsetzen. Klein- und Gemeinde Bozen und das Land sollen bei familiengeführte Betriebe sind nicht in ihren Entscheidungen die Folgen für den der Lage, rund um die Uhr offen zu halten. Handel genauestens abwägen. Amort for- „In Rom gibt er zur Zeit parlamentarische derte daraufhin anwendbare Gesetze in Initiativen, die wir begrüßen. Ich bin dafür, allen Bereichen ohne Interpretationsspiel- Initiativen gemeinsam mit anderen Regioraum. „Finanzielle Chancen dürfen nicht nen und mit unseren Partnern der verschie-

Josef Buratti mit Familie freute sich über die Auszeichnung.

Leidenschaft zur Arbeit Goldene Ehrennadel für Josef Buratti. Einen Höhepunkt der Hauptversammlung bildete die Verleihung der Goldenen hdsEhrennadel an eine bedeutende Unternehmerpersönlichkeit der Südtiroler Handelslandschaft: Josef Buratti. Der Kaufmann wurde 1919 in Bozen geboren. Nach dem Abschluss der Handelsschule begann er im Lederwarengeschäft seiner Tante als Verkäufer zu arbeiten. 1945 gründete er mit seinem Bruder Rudy die Firma Buratti in der Bozener Weintraubengasse. Mitte der 70er-Jahre stieg Sohn Roland in die Firma ein. Josef Buratti vereint heute noch eine gute Geschäftsführung mit dem Respekt gegenüber Mitarbeitern und Kunden.

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Josef Buratti zeigte sich gerührt von der Auszeichnung. Nun wird bald sein Enkel Simone den Betrieb in dritter Generation weiterführen. Auf die Frage was er ihm mit auf den Weg geben möchte, antwortete Buratti entschieden: „Die Wünsche der Kunden erkennen und erfüllen, die Leidenschaft zur Arbeit nie verlieren und seinen Prinzipien treu bleiben.“ Den ausführlichen Lebenslauf finden Sie online in einer News vom 15. Mai.


titelgeschichte

„Denke klein statt groß“, diese Worte gab Roland Benedikter den Mitgliedern mit auf den Weg.

denen gesellschaftlichen Gruppierungen zu unterstützen. Eine Alternative ist auch den Weg über eine eigene Durchführungsbestimmung zum Autonomiestatut zu gehen“, erklärt Amort.

Vernetzte Einkaufswelt Online- und stationärer Handel verschmelzen immer mehr zu einem MultichannelVertrieb. Er bietet Händlern neue Chancen in beiden Welten. Die Akzeptanz und Nutzung des virtuellen Verkaufsinstrumentes soll in Zukunft gesteigert werden. „Es gibt bereits Beispiele in Südtirol für sehr gut funktionierende E-Commerce-Plattformen. Einige davon haben den Umsatz im eigenen Standort bereits überholt. Eine Verbindung zwischen attraktivem Standorthandel mit kompetenter Beratung und den Onlinemöglichkeiten soll das Ziel sein“, so Amort. Der hds bietet Beratungen an und begleitet seine Mitglieder auf diesem Weg.

Südtirols Wirtschaft stärken Zum ersten Mal in seiner Funktion als Landeshauptmann und Wirtschaftslandesrat besuchte Arno Kompatscher den hds. Er wies in seiner Ansprache darauf hin, dass die Landesregierung bereits viel zur Stärkung der Wirtschaft beigetragen hat: „Beispiele sind hier die Entlastung bei der neuen GIS, die Senkung der IRAP oder des IRPEF-Zuschlages. All diese Maßnahmen kommen auch den kleinen Betrieben zugute.“ Die Landesregierung wolle auch weiterhin die Kaufkraft stärken und die vielen Kleinund Familienbetriebe unterstützen. Für die Handelsurbanistik in Bozen forderte der Landeshauptmann die Gemeinde Bozen auf, alle Parteien anzuhören. „Die Zukunft des Areals Busbahnhof soll in einem wahren, ernsthaften Wettbewerb entschieden werden. Ich glaube, dass es hier noch nicht zu spät ist“, so Kompatscher. Der Landeshauptmann sprach sich auch für die Sonntagsruhe im Handel aus und verfolgt dabei die Linie des hds. „Der Sonntag gehört den Familien, das gilt auch für all jene, die im Handel arbeiten.“ Das Thema Einzelhandel sei für ihn ein großes Anliegen.

Dienstleistungssektor Die Dienstleister sind bereits seit 1993 im hds beheimatet. Der Berufszweig ist in diesen 20 Jahren stark gewachsen. Laufend kommen neue Berufsbilder und -gruppen in diesem dynamischen Sektor hinzu. „Wir glauben fest daran, dass die Dienstleister mit ihren höchst professionellen und kompetenten Betrieben einen wichtigen Teil der zukünftigen Entwicklung unseres Landes aktiv mitgestalten. Der hds wird sie dabei unterstützen“, unterstreicht Amort.

Landeshauptmann Arno Kompatscher: „Ich bin der Überzeugung, dass wir mit dem hds gut zusammenarbeiten werden.“

Fortsetzung auf Seite 8 hdsmagazin #6/14

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titelgeschichte

Bildung ist Zukunft Das wichtigste Zukunftsthema ist für den hds nach wie vor die Aus- und Weiterbildung. Dazu gehören auch Maßnahmen zur Nachwuchsförderung. Der Verband setzt sich für zeitgemäße und innovative Ausbildungsmodelle, sowie für neue Bildungswege und Berufsperspektiven der Jugend ein.

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Renaissance der Regionalität Roland Benedikter sprach in seinem Impulsreferat über den Aufstieg der Regionalität zu einem weltpolitischen und weltökonomischen Faktor: „In Zeiten zunehmender globaler Vernetzung wird Regionalität für alle großen Mächte immer wichtiger.“ Als Beispiel nannte er China und Amerika. „Die Großmächte sichern sich durch internationale Krisen ab, indem sie ihre inneren Kreisläufe stärken. Hier geht es vor allem um eine Relokalisierung der Ressourcen“, so Benedikter. Regionalisierung bietet einheimischen Unternehmen die Chance, sich von der international agierenden Konkurrenz zu unterscheiden. Eine große Stärke der Kleinbetriebe ist dabei, dass sie genau wissen, was ihre Kunden erwarten. Somit können auch menschliche Beziehungen besser gepflegt werden. „Denke klein statt groß – dies möchte ich allen Südtiroler Betrieben mit auf den Weg geben,“ sagte er abschließend. Ein ausführliches Interview mit dem Wissenschaftler zum Thema finden Sie online.

mreinstadler@hds-bz.it

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d er n t er o tos Die F mlung u m a t/ t v er s - b z .i Haup w w.hds ngen. w ltu ns t a v er a


aktuelles

Amort und Duzzi im Amt bestätigt

Große Erleichterung für Lebensmittelbetriebe

Vertrauen in bewährte Führung. Walter Amort (r. im Bild) aus Brixen und Dado Duzzi (l. im Bild) aus Bozen sind Anfang Mai als Präsident und Vizepräsident des hds für die nächsten vier Jahre bestätigt worden. Der neugewählte, 99-köpfige hds-Vorstand hat in seiner konstituierenden Sitzung Amort und Duzzi in ihren Funktionen bestätigt. Der Vorstand des hds setzt sich aus dem Präsidenten und Vizepräsidenten, den Präsidenten und Vizepräsidenten der Bezirksvereinigungen, aus den Präsidenten und Vizepräsidenten der angeschlossenen Landesfachverbände und organisierten Fachgruppen sowie aus 40 von der internen Hauptversammlung des hds gewählten Mitgliedern zusammen. Amort und Duzzi haben die Schwerpunkte der Verbandstätigkeit im Rahmen der hds-Hauptversammlung vorgestellt (siehe dazu die Titelgeschichte in dieser Ausgabe).

hds begrüßt jüngste Entscheidung der Landesregierung. Die Landesregierung hat am 13. Mai 2014 neue Regeln in der Ausbildung der Angestellten im Lebensmittelsektor beschlossen und setzt auf diesem Wege die EU-Verordnung 852/2011 um. Es gilt eine Übergangsregelung von 18 Monaten nach Inkrafttreten des Beschlusses.

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Ja zur Lebensmittelsicherheit Das römische Gesundheitsministerium hatte hingegen im Zuge der Umsetzung der EU-Verordnung für die Betriebe sehr belastende und unverhältnismäßige bürokratische Verfahren vorgeschlagen. „Für uns ist entscheidend, dass die Werte Lebensmittelsicherheit und Hygiene umgesetzt werden ohne gleichzeitig Unternehmern und Mitarbeitern eine unverhältnismäßige Bürokratie aufzulasten, wie dies bei der Arbeitssicherheit geschehen ist“, erklärt hds-Präsident Walter Amort und zeigt damit seine Genugtuung über die für Südtirol geltenden Neuerungen bei der Ausbildung. Angestellte selbst schulen Alle, die mit Lebensmitteln arbeiten, müssen entsprechend geschult werden. Der Unternehmer darf in der Regel seine Mitarbeiter selbst informieren bzw. schulen und muss sie über Neuigkeiten im Sektor auf dem Laufenden halten. Den Unternehmern wird dadurch mehr Eigenverantwortung übertragen und die duale Berufsausbildung Südtirols berücksichtigt. Eine Befreiung gilt für jene Personen, die über einen einschlägigen Bildungsabschluss verfügen.

Sie finden den Nachweis der Hygieneschulung unter www.hds-bz.it/ lebensmittelgewerbe im Verzeichnis Formulare und Modelle, den Beschluss der Landesregierung hingegen im Verzeichnis Normen und Gesetze.

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aktuelles Internet und neue medien

Amazon und Twitter verknüpfen ihre Dienste Mit einem Hashtag einkaufen? His-

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torische Vereinbarung zwischen Amazon und Twitter. Die beiden Unternehmen verbinden ihre Dienste, so dass ihre Nutzer nun mit einem einfachen Hashtag beim Onlinehändler Amazon einkaufen können. Wer seinen Amazon- und seinen TwitterAccount verknüpft, kann direkt von seinem Social-Media-Profil Produkte in den Amazon-Einkaufskorb legen; die Zahlung dafür erfolgt erst zu einem späteren Zeitpunkt. Dieser neue Dienst wurde erst vor Kurzem eingeführt, Twitter verspricht sich davon aber langfristig finanzielle Vorteile, zumal die Tweets von Sponsoren bisher die einzige Einnahmequelle des Unternehmens sind. Der Onlineriese Amazon will damit hingegen sein Hauptgeschäft ausbauen und seinen Kunden eine neue einfache Möglichkeit für einen schnellen Spontaneinkauf bieten. Aber wie funktioniert die Zusammenarbeit in der Praxis? Liest ein Kunde einen Tweet eines Künstlers, Experten oder einfach eines Freundes, in dem ein Link zu einem auf Amazon angebotenen Produkt aufscheint, kann er auf den Tweet mit dem Hashtag #Amazoncart oder #AmazonBasket antworten und damit die Ware automatisch in seinen Amazon-Einkaufskorb legen. Eine Bestätigung für den Einkauf wird an seine E-Mail-Adresse gesendet, die Bezahlung erfolgt auf der Amazon-Seite.

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Regionale Suchfunktionen Der traditionelle Handel erhält Unterstützung von Google Now. Neue Handelsfor-

men ersetzen selten frühere Modelle, in den meisten Fällen handelt es sich um eine Ergänzung der bestehenden. Als Bestätigung für dieses Prinzip gelangt nun aus den USA eine von der digitalen Welt ausgehende Neuerung nach Europa, die den traditionellen Handel beleben wird. Hier handelt es sich um eine neue Funktion des Dienstes Google Now, der jeweils situationsangepasste Informationen liefert. Der Nutzer erhält eine Nachricht, wenn ein im Web gesuchtes Produkt in den Läden der näheren Umgebung erhältlich ist. Dieser Service ist vorläufig den Nutzern des Handy-Betriebssystems Android in den USA vorbehalten; wenn sich das System bewährt, soll es rasch nach Europa exportiert werden. In Zukunft, so der Koloss Mountain View, wird Google Now neben den SmartphoneNachrichten zu Verkehr, Wetter, Terminen, zu den Ergebnissen der Lieblingsmannschaft auch andere Informationen liefern. Wenn ein Nutzer zu einem bestimmten Produkt, z. B. zu Schuhen einer bestimmten Marke, im Internet recherchiert hat und

diese Schuhe in einem Geschäft in seiner Nähe angeboten werden, erhält der Nutzer eine entsprechende Nachricht. Google Now zeigt auf dem Handy des Nutzers ein Datenblatt mit den Merkmalen des Produkts samt Preis und dem Hinweis auf die vorhergehende Internetrecherche an. Im Rahmen von Shopping 2.0 hat Google seinen Testversuch für einen Express-Zustellservice von San Francisco nun auf die Städte New York und Los Angeles ausgedehnt. Eine Herausforderung für Amazon, den E-Commerce-Giganten, der seit einiger Zeit - auch finanziell - große Anstrengungen unternimmt, um die Zustellzeiten zu verkürzen; ins Auge gefasst werden unter anderem „ein vorausschauender Versand“ (anticipatory shipping - siehe Artikel hdsmagazin 5/14) und der Einsatz von Drohnen.


aktuelles

Meisterkurs immer beliebter Ausbildung im Handel mit langer Tradition Das Bildungsangebot im Handel hat sich lange Zeit auf die klassische Verkäuferlehre beschränkt. Im Jahr 1996 ist die Meisterausbildung für den Handel in die Handelsordnung eingeführt worden (Landesgesetz Nr. 15 vom 10. Juli 1996). Damit ist der „Meister des Handels“ der höchste Bildungsgang für diesen Sektor. Meister sind anerkannte Fachexperten und werden oft mit den Begriffen Qualität, Kompetenz und Vertrauen in Verbindung gebracht. „Der Meister des Handels hat sich in Südtirol schon seit langem etabliert. Insgesamt gibt es 70 Personen, die die Meisterprüfung im Handel abgelegt haben,“ sagt Marion Blaas (im Bild) vom Landesamt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung. „Die Anmeldungen zum Meisterkurs sind von Jahr zu Jahr gestiegen. Der aktuelle Kurs ist mit 16 Teilnehmern im Jänner gestartet.“

Teilnehmer erwerben fundiertes Wissen, um verantwortungsvolle Aufgaben innerhalb eines Handelsbetriebes übernehmen zu können. Besonders geeignet ist diese Ausbildung für all jene, die sich selbstständig machen wollen,“ sagt Blaas. Die Ausbildung zum Meister des Handels dauert rund zwei Jahre und umfasst 560 Unterrichtsstunden. „Das Prüfungsprogramm wird laufend überarbeitet und an aktuelle Trends angepasst. So sind dieses Jahr neue Inhalte wie visuelle Verkaufsförderung oder Onlinemarketing dazugekommen,“ erklärt Blaas. Der „Meister des Handels“ wird gemeinsam vom hds und dem Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung angeboten.

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Mehr Infos unter www.hds-bz.it/bildung.

Mit der Meisterausbildung erhalten die Kursteilnehmer einen Überblick über alle relevanten Geschäftsbereiche. „Diese Qualifikation gilt somit als Grundlage für eine Karriere im Handel. Die

Berufsmatura eröffnet neue Chancen hds begrüßt Aufwertung der Ausbildung im Handel. „Mit dem kommenden Schuljahr öffnen sich für unsere Jugend neue Bildungswege und neue Berufsperspektiven. Zu einer zeitgemäßen, marktorientierten und qualitativen Ausbildung für den Südtiroler Nachwuchs gehört auch die Berufsmatura. Vor allem für den Handels- und Dienstleistungsbereich bedeutet diese neue Abschlussmöglichkeit eine große Aufwertung“, meint hds-Präsident Walter Amort.

Maturaprüfung auch an Südtirols Berufsschulen Mit Schuljahr 2014/2015 besteht erstmals die Möglichkeit, das Vorbereitungsjahr auf die staatliche Abschlussprüfung (Matura) innerhalb der Berufsbildung zu absolvieren. Auch die Maturaprüfung selbst wird an bestimmten Berufsschulen abgenommen. Wer das vierte Jahr einer Fachschule für Handel und Verwaltung absolviert hat, kann sich in Meran an der Landesberufsschule für Handel, Handwerk und Industrie „Luis Zuegg“ oder im Berufsbildungszentrum Bruneck anmelden. In Bruneck sind auch die Absolventinnen im Bereich Nahrungsmittelgewerbe untergebracht, in Meran jene der Fachschule für Bekleidung und Mode.

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D Veraer aktu elle ns kale taltung n der s -www - - - - - : .hds ve

Termine

rans

-b taltu z.it/ ngen

Sprechstunden hds vor Ort

15 – 16.06. • Bäcker: Bundeslehrlingswettbewerb Österreich und Südtirol Wien (A)

St. Ulrich montags von 14:30 bis 17:00 Uhr im Gemeindeamt. Lana donnerstags von 11:00 bis 13:00 im Rathaus,

04.07.

Maria-Hilf-Straße 5.

• 50+: Besichtigung der Sternwarte Gummer/Steinegg

St. Leonhard i. P. jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 08:00 bis 10:00 Uhr in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, Passeirerstraße 3.

07.07.

Klausen donnerstags von 08:30 bis 12:30 Uhr, Kaffee

• Tag der Dienstleister Bozen, hds-Hauptsitz, 18:00 Uhr

Nussbaumer, Unterstadt 4, H 331 5714 456. Mühlbach dienstags von 08:00 bis 09:30 Uhr im Gasthof „Zur Linde“.

23.08.

Mals montags von 08:00 bis 10:00 Uhr im Gemeindehaus,

• 50+: Besuch des Altstadtfestes Brixen

Bahnhofstraße 19. Prad montags von 10:30 bis 12:30 Uhr in der Raiffeisenkasse. Sulden am 9. Juli von 10:00 bis 12:00 Uhr in der Raiffeisenkasse.

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Rentenberatung Meran jeden Mittwoch von 08:00 bis 12:00 Uhr im hds-Büro.

Kleinanzeiger

Sterzing am 5. und 19. Juni sowie am 3. Juli von 08:30 bis 09:30 Uhr im hds-Büro.

Wir verkaufen altersbedingt profitablen exportorientierten Produktions-Firmenzweig. Info: maria@mgmarketing.it

Brixen jeden Donnerstag von 14:30 bis 16:30 Uhr im hds-Büro. Bruneck am 5. und 19. Juni sowie am 3. Juli von 11:00 bis 12:30 Uhr im hds-Büro. Schlanders am 11. und 25. Juni sowie am 9. Juli von 14:00 bis 16:00 Uhr im hds-Büro. • PensPlan-Infopoints im hds (nach Vereinbarung) Kostenlose landesweite Vorsorgeberatung für Arbeitnehmer und Selbstständige. Vereinbaren Sie Ihren Gesprächstermin mit dem hds-Büro in Ihrer Nähe oder unter T 0471 978 032.

SpeSenrückvergütung von 75 % an ebk-Mitglieder Kinderbetreuung SoMMer: 16. Juni 2014 – 6. September 2014 Winter: 1. dezember 2014 – 28. Februar 2015 www.ebk.bz.it Maia Lena

Rechtsbeistand (nach Vereinbarung) Bozen am Montag von 11:00 bis 12:30 Uhr, am Mittwoch von 15:00 bis 16:30 Uhr im Hauptsitz des hds (T 0471 310 458). Meran jeden 1. und 3. Montag im Monat von 14:30 bis 15:30 Uhr im hds-Büro (T 0473 272 511). Brixen jeden Dienstag von 14:00 bis 15:00 Uhr im hds-Büro (T 0472 271 411).

Rückvergütung auf Kinderbetreuungsspesen

Sterzing hds-Büro (T 0472 766 070). Schlanders jeden Donnerstag um 14:00 Uhr im hds-Büro (T 0473 730 397). Arbeitssicherheit, Abfall und Hygiene (nach Vereinbarung)

Die Bilaterale Körperschaft für den Handel (EbK) bietet den Mitgliedern eine Reihe von Serviceleistungen an. Eine der wichtigsten ist die Rückvergütung der Kinderbetreuungsspesen im Ausmaß von 75 Prozent, die auch heuer wieder in zwei Zeiträumen gewährleistet wird: Sommer (16. Juni bis 6. September 2014) und Winter (1. Dezember 2014 bis 28. Februar 2015). Alle Details finden Sie auf dem Gutschein, der diesem hdsmagazin beigelegt ist. Er liegt auch in den konventionierten Einrichtungen sowie in den Büros des hds und der EbK auf und kann von www.ebk.bz.it heruntergeladen werden. Weitere Informationen: T 0471 310 503, info@ebk.bz.it.

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Die Beratungsgespräche finden in allen hds-Bezirksstellen statt. Vereinbaren Sie Ihren individuellen Gesprächstermin mit dem hds-Büro in Ihrer Nähe. Beratung in Kondominiumsangelegenheiten (nach Vereinbarung) Bozen jeden 3. Dienstag im Monat im Hauptsitz des hds (T 0471 310 505/508).


trends

Bald verpackungsfreie Geschäfte? Precycling im Anmarsch. Einige Vorkämpfer in Deutschland wollen Geschäfte für Waren ohne Verpackungen etablieren, berichtete vor Kurzem „Die Welt“ in ihrer Onlineausgabe. Weizen, Reis, Müsli, Studentenfutter oder Waschmittel werden offen verkauft. In selbst mitgebrachten Behältnissen oder kleinen Papiertüten können die Kunden ihre Einkäufe mit nach Hause nehmen. Verpackungen, die nur einmal verwendet werden, sind hier tabu. Precycling heißt diese Strömung: Verpackungsmüll reduzieren und auf umweltfreundliche Varianten umstellen. In sogenannten Bulk-Systemen werden Lebensmittel wie Nudeln, Kaffee oder Tee in großen Behältern angeboten. Der Kunde portioniert dann selbst in seine Glasgefäße, Stoffbeutel und Plastiktöpfe. Vorläufer der Geschäfte in Deutschland gibt es bereits in Frankreich, England und den USA. 456 Kilogramm an Haushaltsabfällen verursacht jeder deutsche

Bundesbürger im Jahr. 32 Kilogramm des ge- orientieren, aber mit einem Discounter köntrennten Mülls sind laut Statistischem Bun- nen sie nicht mithalten. Kosten, die im Handel desamt allein Verpackungen, 72 Kilo Papier für teils aufwendig designte Verpackungen und Pappe, 24 Kilo Glas. Und der Handel anfallen, gibt es in den „Unverpackt“-Läden mit Verpackungen ist längst ein Milliarden- nicht. Der Kunde bezahlt die reine Ware. geschäft: Insgesamt haben deutsche Verpackungshersteller im vergangenen Jahr einen Es gibt noch Bedenken. Es sei zu prüfen Umsatz von 32,1 Milliarden Euro erwirt- – so Experten -, ob es wirklich umweltverträglicher ist, wenn Schalen immer wieder schaftet, ein Plus von einem Prozent. ausgespült werden und Wasserressourcen Kunde bezahlt die reine Ware. Die Reso- verbraucht werden. Grundsätzlich gilt es nanz bei den Kunden ist positiv, aber viele abzuwägen, dass die Lebensmittel einerseits müssen sich erst auf das andere Kaufverhal- nicht verderben dürfen, andererseits sollten ten einstellen. Die Auswahl ist geringer als sie nicht zu aufwendig verpackt sein. Das in einem Supermarkt – das macht die Kauf- hat auch die Verpackungsindustrie erkannt. entscheidung einfacher. Aber auch über die Der Materialeinsatz bei vielen der industriell benötigte Menge macht man sich als Kunde hergestellten Verpackungen ist mittlerweile mehr Gedanken. deutlich geringer als noch vor einigen Jahren. Billiger als im „normalen“ Geschäft ist der So sind Getränkeflaschen wesentlich dünner Einkauf trotz des Verzichts auf die Verpa- geworden. PET-Flaschen (500 ml) wogen vor ckung allerdings nicht unbedingt. Die Ge- 25 Jahren 19 Gramm, heute ist es die Hälfte. schäftsinhaber versuchen sich am Markt zu

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Neues Siegel für Textilhandel in Deutschland Mithilfe eines neuen Textilsiegels will der deutsche Entwicklungsminister die Modebranche dazu bewegen, verstärkt auf soziale und ökologische Mindeststandards zu achten. Das Textilsiegel soll für nachhaltig produzierte Kleidung stehen und noch in diesem Jahr eingeführt werden. Deutschland wolle damit in Europa Vorreiter sein.

Seine Kollegen in Frankreich und den Niederlanden hätten schon signalisiert, dass sie mitmachen wollen. Es brauche soziale Standards, was Arbeitsschutz und Mindestlöhne betreffen; aber auch ökologische Standards, etwa für Gerbereien, die mit aggressiven Chemikalien arbeiten. Wenn sich die Unternehmen dazu nicht auf freiwilliger Basis

verpflichteten, müsse ein gesetzlicher Rahmen geschaffen werden. Demnächst soll es auch ein Internetportal geben, auf dem sich die Verbraucher über die Einhaltung von Mindeststandards der Hersteller informieren können.

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trends

Onlinemietshops auf der Überholspur Shopify revolutioniert Onlineshops.

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Mietshops versprechen Händlern einen schnellen Einstieg in die E-Commerce-Welt: keine Installation, keine Wartung und eine einfache Handhabung. Die Softwarefirma Shopify hat sich auf Onlinehandel spezialisiert und hilft ihren Kunden gegen ein monatliches Abonnement beim Aufbau ihres Onlinegeschäfts. Flexible Gestaltungsmöglichkeiten, eine einfache Verwaltung, mo-

derne Funktionen wie Shopping auf dem Handy oder Tablet sowie die Verwaltung des eigenen Shopify-Stores auf dem Smartphone sind einige der vielen Features. Mehr als 100.000 Anwender in 150 Ländern nutzen Shopify, darunter auch große Unternehmen oder Organisationen wie General Electric, Google, Gatorade, Encyclopaedia Britannica oder Amnesty International. Die Abrechnung von Käufen, Registrierung von Zahlungseingängen und Buchhaltung können in die Software eingebunden werden.

Shopify wird laufend weiterentwickelt. Neueste Ergänzung ist ein System, das den stationären Verkauf und das Onlinegeschäft verbindet sowie der Facebook-Store, der Händlern erlaubt, ihre Waren direkt auf Facebook anzubieten. Mehr Infos dazu unter shopify.com.

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Verbrauch Rabatt nur Gaskunde ab 1. Oktober 2013

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trends

Zwei Millionen Euro für natürliche Einkaufszentren

Wartezeit an den Kassen

Natürliches Einkaufszentrum und Innovation: Das sind die Zielvorgaben einer Ausschreibung der Region Umbrien, die zur Belebung der historischen Altstädte von Perugia und Terni und der dort bestehenden Handelsbetriebe beitragen soll und für die ca. zwei Millionen Euro bereitgestellt werden. Um die Ausschreibung und die Projekte, die dank einer Finanzierung durch den Fonds für Entwicklung und Kohäsion umgesetzt werden können, optimal abzuwickeln, wurde eine Taskforce eingesetzt, in der Institutionen und Unternehmerverbände zusammenarbeiten und deren Mitglieder formell ein Vereinbarungsprotokoll

Umsatzeinbußen durch lange Schlangen. Dass Kunden nicht gerne lange an der Kasse warten, ist hinlänglich bekannt. Lange Schlangen an den Kassen sind aber auch für empfindliche Umsatzeinbußen im Einzelhandel verantwortlich. Dies geht aus einer vor Kurzem veröffentlichten Studie des britischen Mobilfunkbetreibers EE hervor. Danach kosten wartende Kunden den Einzelhandel in Großbritannien jedes Jahr über eine Milliarde Pfund. Der Grund: Vielbeschäftigte Kunden haben keine Zeit, lange an der Kasse zu stehen. Laut Studie würden viele Kunden ihre Ware eher liegen lassen und gehen, statt auch in ihrem Lieblingsgeschäft zu lange an der Kasse zu warten. Übrigens warten britische Kunden laut einer Umfrage des Kölner Beraterunternehmens Grass Roots Performance aus dem Jahr 2010 durchschnittlich knapp vier Minuten an der Kasse. In Deutschland sind es fast sieben Minuten. Für Italien gibt es keine Vergleichszahlen.

unterzeichnet haben. Dieses Dokument bildet die Grundlage für die Zusammenarbeit bei der konkreten Gestaltung der natürlich gewachsenen Einkaufszentren. Ein Teil der verfügbaren Mittel wird für innovative Investitionen im Handel verwendet, z. B. für Innovationen in betrieblichen Prozessen, für die Erbringung von innovativen Diensten, die zur Verbesserung des Einkaufserlebnisses beitragen. Mit einem anderen Teil werden gemeinsame Projekte und Maßnahmen für das natürliche Einkaufszentrum finanziert, die stets auf Innovation und auf die Entwicklung einer „Smart City“ abzielen: Dazu gehören kostenloses Wifi, ECommerce-Sicherheit, die Entwicklung von innovativen Zahlungssystemen, territoriale Marketingaktionen, Animations- und Kulturangebote, logistische Innovation bei Warenlieferungen im Altstadtbereich, bessere Nutzung von Serviceleistungen der Tourismuswirtschaft.

Ladenbau-Investitionen steigen Im Kampf mit dem Onlinehandel investieren die deutschen Einzelhändler immer mehr in ihre Läden. Im vergangenen Jahr haben die Händler dafür nach Angaben des Handelsinstituts EHI die Rekordsumme von rund 6,8 Milliarden Euro ausgegeben. Im Durchschnitt wird alle 7,8 Jahre umgebaut - mit zunehmender Tendenz. Gleichzei-

tig werden immer öfter Teilrenovierungen vorgenommen. Besonders deutlich sind die Einrichtungskosten im Lebensmittelhandel gestiegen sowie im Textil-, Schuh- und Sportfachhandel. Wesentlich verantwortlich für diesen Kostenanstieg sind unverändert hohe Investitionen in energieeffiziente Beleuchtungssysteme sowie im Lebensmittelhandel

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in energetisch deutlich verbesserte Kälteanlagen und Kühlmöbel. Neben Investitionen in eine energieeffiziente Store-Technik bestimmt branchenübergreifend ein verbessertes Leistungsangebot den Marktauftritt vieler Handelsgeschäfte. Als eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre sieht der Handel die Integration von Onlineund Stationärgeschäft zu einem funktionierenden Multi-Channel-Konzept, das dem Kunden ein einheitliches Markenerlebnis über alle Kanäle bietet.

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bezirke Trafen sich beim KaufleuteStammtisch: v. l. Daniel Schönhuber, Roland Griessmair, Klaus Neuhauser, Christian Gasser, Toni Mair unter der Eggen und Karl Grohe.

Sarnthein

Ungleicher Lohn für gleiche Arbeit Bruneck

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Sensibilisierungsaktion zum Equal Pay Day. Der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern liegt in Südtirol bei 17 Prozent. Dies entspricht dem europäischen Durchschnittswert. Um auf diese anhaltende Ungleichheit aufgrund des Geschlechts Stadtmarketing, Tourismus, Parkaufmerksam zu machen, wurde am 11. Ap- plätze. Viele Fragen und Anliegen kamen ril bereits zum vierten Mal der Equal Pay beim jüngsten Treffen der Kaufleute und Day begangen. Im Sarntal präsentierte sich Dienstleister von Bruneck auf den Tisch. dieser Aktionstag in einer besonderen Art „Die Zusammenarbeit mit dem Tourismusund Weise. Zahlreiche Schaufenster wur- verein und dem Stadtmarketing sollte verden mit dem Equal Pay Day-Symbol, den ro- stärkt werden, um die Stadt noch attraktiver ten Taschen geschmückt. Sie weisen auf die zu gestalten“, so der neue hds-Ortsobmann roten Zahlen auf den Konten der Frauen hin. Daniel Schönhuber. Für eine Stadt sei das Der hds beglückwünscht die Ortsgruppe zu Vorhandensein von genügend Parkplätzen dieser gelungenen Sensibilisierungsaktion, vor Ort wichtig. Somit standen auch die Erwelche die Debatte über Lohnunterschiede reichbarkeit und aktuelle Parkplatzsituazwischen Männern und Frauen angeregt tion in der Rienzstadt bzw. der Bau eines hat. Parkhauses zur Sprache.

Themen von A bis Z

Eisack- und Wipptal

Neue Chancen für das Tal

Wirtschaftsvertreter informieren sich. Um sich ein Bild über die aktuelle Situation nach der Fusion der beiden Liftgesellschaften von Gitschberg und Jochtal und der seit drei Jahren in Betrieb genommenen Verbindungsbahn zu machen, trafen sich vor Kurzem die SWR-Vertreter des Tales zu einem Lokalaugenschein in Mühlbach.

Die Bezirksvertreter des Südtiroler Wirtschaftsringes mit Bürgermeister Christoph Prugger und Karl Leitner.

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Mit Toni Mair unter der Eggen an seiner Seite wünschte sich Karl Grohe eine unternehmerfreundlichere Politik. „Die Steuern und Gebühren seien zu hoch und die Gemeinde sollte eine unternehmerfreundlichere Politik betreiben.“ Der Präsident der Bezirksgemeinschaft, Roland Griessmair, zeigte Verständnis für die aufgezeigten Probleme. Er will die Themen in naher Zukunft mit der neuen Stadtregierung angehen.

Der Grundstein zur Neuausrichtung des Skigebiets ist in den Jahren 1999-2000 erfolgt und die neue Verbindungsbahn in der heutigen Form im Jahr 2011 in Betrieb genommen worden. „In den ersten zwei Jahren sei bereits eine Steigerung von 30 Prozent der Besucherzahlen verzeichnet worden”, so Bürgermeister Christoph Prugger und der Präsident der Gitschberg-Jochtal AG, Karl Leitner. „Die Verbindungsbahn GitschbergJochtal ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie bereits vorhandene Strukturen durch einen Zusammenschluss optimiert werden können. Man bedenke, dass aus einem Euro Umsatz, die im Skigebiet getätigt werden, sieben Euro Umsatz in der Region entstehen“, betonte SWR-Bezirkspräsident Fritz Karl Messner anschließend an die Besichtigung.


bezirke Laas

Auf den Spuren des weißen Marmors Führungen zum bekannten weißen Gold werden ausgebaut.

Die Genossenschaft Marmor Plus bietet seit Kurzem wieder die beliebten Führungen zum Laaser Marmor. Neben den bereits bekannten Expeditionen zur Schrägbahn, kann mit der neuen Gästekarte “Vinschgau Card” auch ein personalisiertes Andenken aus dem edlen Stein mit nach Hause genommen werden. Bei der knapp zweistündigen Führung erfahren Gäste und Einheimische viel über die Geschichte und Gegenwart des Laaser Marmors. Neu ab Herbst: Über die alten, unterirdischen Brüchlerstiegen gelangt man in einen stillgelegten Teil des Marmorbruchs. Für all jene, die sich lieber in der frischen Luft und auf relativ sicherem Boden bewegen, gibt es die Marmor-Plus Expedition. Mehr Infos unter www.marmorplus.it und www.vinschgaucard.net.

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Meran

Mobilität und Image im Einklang hds trifft sich mit Stadtrat Stefan Frötscher. Die Fußgänger-

zone Obere Freiheitsstraße wird ins Stadtgebilde eingegliedert, der Theaterplatz in die Innenstadt sowie die Matteottistraße in Untermais zeitgemäß gestaltet. Die Mobilitätsprojekte 2015 sehen eine neue Parkplatz- und Oberflächengestaltung in Meran vor. Jüngst gab es dazu ein Treffen zwischen Vertretern des hds und dem Mobilitätsstadtrat Stefan Frötscher. „Eine angemessene Anzahl von Parkräumen sowie öffentlichen Radabstellmöglichkeiten gehöre zu einer gut funktionierenden Innenstadtplanung dazu“, so der hds-Ortsausschuss. In der Fußgängerzone muss eine Synergie zwischen Fußgängern und Radfahrern geschaffen werden, die dem Image einer Kurstadt wie Meran entspreche. Den Verkehr steuern und die Kunden durch gute Konzepte binden. Viele Schritte, die in eine gemeinsame Richtung führen sollen. Hier im Bild v. l. Peter Wenter, Peter Premstaller, hds-Ortsobmann Gundolf Wegleiter, Georg Hager, Vize-Ortsobmann Fabio Rizzi, der hds-Projektverantwortliche, Peter Kirchlechner, und Klaus Raffeiner.

ÖFFENTLICHE BEKANNTMACHUNG für die Annahme von Interessensbekundungen für die Vergabe mittels Konzession des gemeindeeigenen gastgewerblichen Betriebes am Pfarrplatz 22 (BE 33 – m.A. 2 der Bp. 430/4 KG Bozen) Die Wirtschaftstreibenden, die interessiert sind, können die OnlineAmtstafel auf der Website der Stadtgemeinde Bozen – www.gemeinde. bozen.it befragen und die diesbezüglichen Dokumente herunterladen. Die Interessensbekundungen können im Sekretariat des Amtes für Vermögen - Lanciastraße 4/A (BZ), 2. Stock, Sektor A, Zimmer Nr. 201 - während der Öffnungszeit für das Publikum hinterlegt werden oder mittels PEC-Adresse bz@legalmail.it zugestellt werden; auf jeden Fall müssen besagte Interessensbekundungen innerhalb 20.06.2014 12.00 Uhr eingereicht werden. Die Durchführung dieser Interessensbekundung ist für die Gemeinde Bozen in keiner Hinsicht rechtlich verbindlich. Weitere Auskünfte können telefonisch unter der Nummer 0471/997276912 eingeholt werden. Der Direktor der Abteilung 8 – Vermögen und Wirtschaft Dr. Ulrike Pichler

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berufsgruppen www.hds-bz.it/handelsagenten

Handelsagenten und -vertreter

Klimakuren 2014

Handelsagenten und -vertreter

Beitragssatz: die neuen Mindestund Höchstbeträge

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Seit 1. Jänner 2014 gilt der neue Beitragssatz von 14,20 Prozent der Provisionsbezüge, davon trägt 7,10 Prozent das Unternehmen und 7,10 Prozent der Handelsagent. Die geltende Regelung der institutionellen Tätigkeit der Stiftung Enasarco sieht in den kommenden Jahren eine schrittweise Anhebung der Beitragssätze vor (siehe Tabelle). Nachstehend die seit 1. Jänner geltenden Mindestbeiträge und das beitragspflichtige Provisionsmaximum. Handelsagent mit Mehrfachauftrag: Beitragspflichtiges jährliches Provisionsmaximum für jede Auftraggeberfirma: 23.000

Euro (jährlicher Höchstbeitrag 3266 Euro); jährlicher Mindestbeitrag pro Auftraggeberfirma: 417 Euro (104,25 Euro je Quartal). Handelsagent mit einer einzigen Auftraggeberfirma: Beitragspflichtiges jährliches Provisionsmaximum: 35.000 Euro (jährlicher Höchstbeitrag 4970 Euro); jährlicher Mindestbeitrag: 834 Euro (208,50 Euro je Quartal).

lsala@hds-bz.it

Beginn und Beitragssatz Beitragssätze

2013

2014

Beitragssatz

13,75 % 14,20 % 14,65 % 15,10 % 15,55 % 16,00 % 16,50 % 17,00 %

Rentenbeitrag

12,50 % 12,50 % 12,50 % 12,50 % 12,55 % 13,00 % 13,50 % 14,00 %

Solidaritätsbeitrag

1,25 %

1,70 %

2015

2,15 %

2016

2017

2018

2019

2020

2,60 % 3,00 % 3,00 % 3,00 % 3,00 %

Handelsagenten und -vertreter

Steuerbescheinigungen über die Auszahlung von Abfertigungsbeträgen (FIRR) Kostenlose grüne Nummer. Über 56.000 Handelsagenten haben vor Kurzem die Steuerbestätigungen über die Abfertigung (FIRR) erhalten. Darin enthalten sind alle Details über die 2013 nach Auflösung des Agenturverhältnisses ausgezahlten Abfertigungsbeträge. Die Bescheinigung bekommen jene Handelsagenten zugesandt, die 2013 mindestens einen Abfertigungsbetrag

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bezogen haben. Wer das Schreiben von der Stiftung Enasarco noch nicht erhalten hat, kann sich unter der grünen Nummer 199 303 033 melden und ein Duplikat anfordern. Die kostenlose Nummer ist von Montag bis Freitag von 08:30 bis 19:00 Uhr aktiv.

lsala@hds-bz.it

Alle Infos zu Anfragen und Teilnahmebedingungen. Jeder Aufenthalt dauert 14 Tage. Dem Antrag müssen – bei sonstigem Ausschluss – alle geforderten Unterlagen beigelegt werden. Die Stiftung Ensarco berücksichtigt die Wünsche der Mitglieder hinsichtlich Termin und Hotel, soweit dies möglich ist. Bewerber müssen etwaige Terminänderungen und/oder Änderungen des Hotels vorab akzeptieren. Wer zum Klimaaufenthalt zugelassen ist, muss nach Erhalt der Zusage seitens der Stiftung seinen Aufenthalt unverzüglich bei der Hoteldirektion bestätigen. Falls ein Mitglied sich zu Beginn seines Kuraufenthalts und in den darauffolgenden zwei Tagen nicht im Hotel einfindet, fordert die Stiftung eine Geldbuße in Höhe von 50 Prozent des Preises für die zwei ausgefallenen Übernachtungen. Ausnahmen können nur geltend gemacht werden, wenn ein entsprechender Nachweis als Begründung für das Nichterscheinen vorgelegt wird: Krankenhausaufenthalt, Krankheit oder schwerwiegendes Ereignis innerhalb der Familie. Die Fahrtspesen sowie die Kosten für alle sonstigen nicht im Vertrag stehenden Leistungen müssen vom Teilnehmer selbst getragen werden.

Weitere Details, die Modalitäten der Antragstellung und die genaue Regelung der Kuraufenthalte unter www.enasarco.it im Dokument „Programma dei criteri e delle procedure relativi alle prestazioni integrative di previdenza anno 2014“ (Programm der Kriterien und Verfahren zu den ergänzenden Fürsorgeleistungen 2014). Auskünfte unter der gebührenfreien grünen Nummer 199 303 033.

lsala@hds-bz.it


berufsgruppen www.hds-bz.it/optiker

Handelsagenten und -vertreter

Überwachungstätigkeit und Unregelmäßigkeiten in den Betrieben Positive Bilanz der Enasarco-Inspektoren. Der vom Arbeitsministerium vorgelegte Jahresbericht über die Ergebnisse der 2013 durchgeführten Überwachungstätigkeit enthält eine Bestandsaufnahme der italienischen Wirtschaft: Aus den Daten des Ministeriums, der Sozialversicherungsanstalt INPS und der Unfallversicherungsanstalt INAIL geht eindeutig hervor, wie wichtig die von den Inspektoren der Stiftung Enasarco erzielten Ergebnisse sind. Anfang Februar fand das traditionelle Treffen der Zentralkommission für die Koordinierung der Überwachungstätigkeit statt, der alle Personen angehören, die arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Kontrollen durchführen. Dabei wurden die im Vorjahr durchgeführten Kontrollen besprochen und außerdem die Überwachungstätigkeit für 2014 geplant. 65 Prozent der über 235.000 überprüften Betriebe wiesen 2013 Unregelmäßigkeiten bei den Beitragszahlungen auf; im Jahr davor lag der Anteil der Unternehmen mit Unregelmäßigkeiten bei 63 Prozent. Die Höhe der hinterzogenen Sozialbeiträge lag 2013 bei ca. 1,4 Milliarden Euro und ist damit um 13 Prozent niedriger als im Vorjahr. Von diesem Betrag konnten kurzfristig nur 102 Millionen Euro, also nur knapp 7,17 Prozent der festgestellten Außenstände, eingetrieben werden. Jeder Inspektor führt im Schnitt 60 bis 70 Kontrollen durch, trotz einiger Unterschiede zwischen den einzelnen Organisationen und Branchen. Die Überwachungstätigkeit der Stiftung Enasarco basiert auf Nachforschungen und gezielten Kontrollen. 2013 wurden ca. 4000 Unternehmen überprüft und in über 3500 Betrieben konnten Unregelmäßigkeiten festgestellt werden. Diese Kontrollen ergaben eine Beitragshinterziehung in Höhe von 49,5 Millionen Euro.

Optiker - Optometristen

Fachleute für gutes Sehen zeigen Engagement Delegation trifft sich mit Gesundheitslandesrätin. Mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsbezirken und den Optikern - Optometristen zu verbessern, fand vor Kurzem ein Treffen zwischen Gesundheitslandesrätin Martha Stocker, dem Präsidenten der Optiker und Optometristen im hds, Luca Guerra, und Vizepräsident Julius Simonazzi statt. Bereits in der Vergangenheit habe es eine gute Zusammenarbeit gegeben, so z. B. bei den Vorsorgeuntersuchungen im Rahmen der Verkehrserziehung der Schüler oder bei den Sehtests für Erwachsene. Landesrätin Stocker zeigte sich an eine weitere enge Zusammenarbeit interessiert und versicherte, dass sie sich persönlich für gemeinsame Initiativen einsetzen und die Ärzte auf diese Thematik ansprechen wird.

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Die Vorstandsmitglieder freuten sich über die Zusammenkunft mit Martha Stocker: v. l. Alex Daldossi, Elke Dollinger, Carmen Flaim, Gottfried Wohlfarter, die Landesrätin, Präsident Luca Guerra, Vizepräsident Julius Simonazzi, Michael Brugger und Andreas Mariner. lsala@hds-bz.it

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berufsgruppen www.hds-bz.it/tankstellen www.hds-bz.it/eishersteller

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Bruno Giocomel verteilte über 7000 Kugeln antikes Eis.

Tankstellenpächter

Bürokratie und neuer Vorstand Hälfte des Treibstoffpreises geht an das Land. Heute gibt es noch 160 Tankstellen in Südtirol, aber die wirtschaftlichen Voraussetzungen haben sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Nicht nur die ständig steigenden Treibstoffpreise, verursacht durch Steuererhöhungen, sondern vornehmlich die wirtschaftliche Entwicklung lassen vor allem Touristen sparsam mit dem Spritkauf umgehen.

Präsident Wolfgang Angerer wies bei der jüngsten Generalversammlung auf das immer schwierigere Verhältnis mit den Erdölgesellschaften hin. Diese bescheren den Tankstellenpächtern weniger Einnahmen, weil sie sich immer stärker auch finanziell an den Werbe- und Rabattaktionen beteiligen müssen. „Mehr Bürokratie entsteht für uns auch durch die Treibstoff-Preiseingabe im Internet, bei der die Hoffnung bleibt, dass sich diese auch wirklich positiv auf die Konsumenten auswirkt“, so Angerer weiter. „Die Südtiroler Landesverwaltung darf die Funktion der Südtiroler Tankstellenpächter im Hinblick auf den Landeshaushalt nicht unterschätzen. Die Hälfte des Treibstoffpreises geht als Steuer an das Land.“ Das Wahlergebnis (im Bild) Wolfgang Angerer wurde für die nächsten vier Jahre als Präsident wiedergewählt, Walter Soppera ist Vizepräsident. Im Vorstand vertreten sind außerdem Stefan Angerer, Michel Gander, Christian Holzner, Daniel Raffeiner und Manuel Soppera.

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Speiseeishersteller

Eine Kunst mit langer Tradition Eiswelt begeistert die Besucher der Freizeitmesse. Ein besonderes Highlight boten die Speiseeishersteller den Gästen der diesjährigen Freizeitmesse. Sie präsentierten die Entwicklung des handwerklich hergestellten Speiseeises. Die Eiswelt im hds gewährte einzigartige Einblicke in die Anfänge der Eisherstellung. Anhand von historischen Aufnahmen und Objekten wurde die Geschichte des Eises von den antiken Anfängen, an denen Eis als Statussymbol dem Adel vorbehalten war, bis hin zu den edlen Eissalons des 17. Jahrhunderts und zum heutigen Produkt erzählt. Hauptattraktion war eine antike Eismaschine. Die Standbesucher konnten selbst mit anpacken und das Eis probieren. Ein Dank für das tolle Gelingen geht an die Eisdielen Brivido, Mario, Sabine und Zanolini sowie an die Speiseeismeister aus Cadore, Maurizio de Pellegrin und Bruno Giacomel. Die schönsten Fotos der Eiswelt sind online, das Video unter bit.ly/1iwSu54.


berufsgruppen www.hds-bz.it/dienstleister www.hds-bz.it/eventdienstleister

Der neue Vorstand Präsident (r. im Bild): Christoph Rainer (Beratung) Vizepräsident (l. im Bild): Renato Bonsignori (Wirtschaftsberater) Vorstand: Barbara Jäger (Unternehmensberater), Marco Lombardozzi (Immobilien- und Kondominiumsverwalter), Arnold Malfertheiner (Informatik), Philipp Moser (IT-Bereich), Martin Pichler (Reisebüros), Alex Ploner (Eventdienstleister), Mario Viganò (Werbung)

Eventdienstleister

Südtirols Kultur über Veranstaltungen vermitteln Landesrat Achammer – gesprächsbereit und offen. Qualität

Dienstleister

Neue Führung gewählt Großer Zusammenschluss unterschiedlichster Branchen. Im Rahmen der jüngsten Versammlung der Dienstleister wurde die neue Führung und der Dienstleisterausschuss neu gewählt, der für die nächsten vier Jahre im Amt bleiben wird. Als Präsident bestätigt wurde Christoph Rainer, neuer Vizepräsident ist Renato Bonsignori. Hervorgehoben wurde bei der Versammlung die Tatsache, dass für das Erreichen gemeinsamer Ziele die Dachorganisation der Dienstleister bereits einen hohen Stellenwert genieße. Zu den Zielen gehören u. a. die Anbindung aller Haushalte und Betriebe mit schnellem Internet sowie die Förderung der Prozessinnovation. Was die öffentlichen Förderungen anbelangt, so sollte demnach im Bereich der Innovation nicht nur die Produktinnovation, sondern auch die Prozessinnovation gefördert werden. Dafür brauche es entsprechende Durchführungsbestimmungen, die diesen Aspekt berücksichtigen würden, betont Rainer. Dieser unterstrich auch, dass unternehmensbezogene Dienstleister vermehrt auch den Weg über die Landesgrenzen suchen sollten. Der hds ist der südtirolweit größte Zusammenschluss an Firmen der unterschiedlichsten Branchen mit fast 700 Unternehmen. Dazu gehören die Versicherungsagenten, Makler, Reisebüros, Software-Unternehmen, Unternehmen der Werbe- und Kommunikationsbranche, Radio- und Fernsehsender, Übersetzer, Immobilienverwalter, Verleihfirmen, Personalvermittler, Eventdienstleister und Verleger. Laufend kommen neue Berufsbilder und Berufsgruppen dazu.

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und Professionalität sowie die Sicherheit der Veranstaltungen standen im Mittelpunkt einer kürzlich stattgefundenen Aussprache zwischen Kulturlandesrat Philipp Achammer und dem Vorstand der Eventdienstleister im hds. „Gerade die Großveranstaltungen sind für das Image unseres Landes wichtig“, präzisierten Präsident Alex Ploner und Vizepräsidentin Katrin Trafoier. Großevents in den Bereichen Musik, Traditionen, Kulinarik oder Berg seien somit auch Botschafter der Südtiroler Kultur. Landesrat Philipp Achammer zeigte sich erfreut über die Vielfalt der Südtiroler Veranstaltungen, die mit der Vielzahl der ehrenamtlich tätigen Vereine zusammenhänge. Auch er sehe bei den Großveranstaltungen eine wichtige Funktion für die Kultur in Südtirol und wünsche sich die größtmögliche Vernetzung dieser Großevents, um Synergien bestens zu nutzen. Und hier sei besonders wichtig, dass diese bei der öffentlichen Unterstützung auch im Sinne einer sicheren Finanzplanung auf mehrjährige Zusagen aufbauen können.

Ein konstruktives Gespräch: v. l. hds-Bereichsleiter Heinz Neuhauser, Katrin Trafoier, Landesrat Philipp Achammer, Marco Buraschi, Oskar Stricker und Alex Ploner.

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bildung www.hds-bz.it/bildung  www.hds-bz.it/kurse

Ein Erfolg für hds-Betriebsschulungen Sicherheit steht an erster Stelle. Bei den Arbeitssicherheitsschulungen für Arbeitnehmer war beim hds handeln angesagt. Eine Bedarfserhebung unter hds-Mitgliedern einzelner Berufsgruppen hatte ergeben, dass einige die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitssicherheitskurse für Arbeitnehmer noch nicht durchgeführt hatten. Der hds organisierte innerhalb kürzester Zeit 25 Betriebsschulungen – mit großem Erfolg: Über 400 Mitarbeiter haben daran teilgenommen. Wir erinnern daran, dass die Nichterfüllung der Schulungspflicht strafrechtlich verfolgt wird. Falls auch Sie eine Betriebsschulung planen, aber noch nicht genau wissen, wo, wie und wann, dann melden Sie sich einfach beim hds-Bereich Bildung in Bozen: Patrizia Anhof, T 0471 310 324, bildung@hds-bz.it.

Sommerzeit ist Schulungszeit Der hds bietet auch in den Sommermonaten Juni und Juli ein breitgefächertes Schulungsangebot an.

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Schauen Sie bei uns rein: www.hds-bz.it/kurse

www.hds-bz.it/ arbeitssicherheit

Der direkte und exklusive Zugang zu Ihrer Dienstleistung

Machen Sie sich schlau für mehr Sicherheit und Gesundheit in Ihrem Betrieb. Nähere Infos: Valerio Ursino, T 0471 310 504, vursino@hds-bz.it.

handels- und dienstleistungsverband Südtirol

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betriebe informieren Zwei Mal Gold für Moser Speck

Bäckerei Schmidt eröffnet mit neuem Outfit

Ethnoschmuck stilvoll in Szene gesetzt

Meran um eine weitere AttraktiGeschäftseröffnung in Meran sorgt on reicher. Die Geschichte der Bäckerei für Furore. Eine Woche vor Ostern war Schmidt reicht zurück ins Jahr 1890 und es endlich so weit. Margit Berger hat mit wird bereits in der sechsten Generation „Konplott“ in Italien den ersten Franchisinggeführt. Anfang April eröffnete die Traditi- Betrieb der international bekannten Modeonsbäckerei Schmidt seine Tore in neuem schmuck-Designerin Miranda KonstantiOutfit im Zentrum von Meran. Unter dem nidou geschaffen. Gelegen in der lebhaften Motto „Bäckerei-Frühstück-Coffee to go- Meraner Fußgängerzone wird im Geschäft Snack“ präsentiert sie sich nun mit einem Ethnoschmuck der ganz besonderen Art angeboten. Zeitlos, frei von Materialvorgaben, neuen Geschäftskonzept. Ab sofort kann man in der Bäckerei Schmidt von Vergänglichkeit, als Bekenntnis zur eiknuspriges Brot und feines Süßgebäck mit genen Person, so lässt sich das Geschmeide einheimischer Marmelade und Honig zum auch am besten beschreiben. Viele InteresFrühstück vor Ort oder zum Mitnehmen senten zog es bereits bei der Eröffnung in genießen. Verfeinert wird das Erlebnis mit den Laden, ebenso die beiden hds-Vertreter, frisch gepresstem Orangensaft und Coffee Ortsobmann Gundolf Wegleiter und Peter to go. Ganztägig werden frisch belegte Brote, Kirchlechner. Sie gratulierten im Namen sowie leichte Salate, Obstsalate, Joghurt des Verbandes Margit Berger und Mitgemit Obst bzw. Müsli angeboten. Neben stalter Michael Lösch zum Konzept und diesen Neuheiten gibt es nach wie vor das wünschten viel Erfolg für die Zukunft. bewährte täglich frische Sortiment an Brot und Gebäck. Die besten Glückwünsche für eine erfolg- pkirchlechner@hds-bz.it reiche Zukunft überbrachten bei der Eröffnungsfeier, hds-Ortsobmann Gundolf Wegleiter und Peter Kirchlechner. Hier im Bild v. l. Greta, Andrea und Tobias Schmidt, Gundolf Wegleiter sowie Hans und Johannes Schmidt.

Naturnser Speckproduzent punktet mit Qualität. Erneut hohe Auszeichnung für Moser Speck in Naturns bei der Qualitätsprüfung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG): Gold für den Alpino 80 g aus rein italienischem Schweineschinken und Gold für den Südtiroler Markenspeck 450 g. Bewertet wurden äußere Herrichtung und Beschaffenheit, Aussehen, Konsistenz, ebenso wie Geruch und der Geschmack. Zu den Prüfungskriterien zählen außerdem eine sorgfältige Rohstoffauswahl und eine optimale Verarbeitung und Zubereitung. Die DLG existiert seit 1885 und untersucht jedes Jahr über 30.000 Produkte aus Deutschland und anderen europäischen Ländern. Die Produkttests werden von wissenschaftlichen Experten auf Basis aktueller Qualitätsstandards und anerkannter Methoden durchgeführt, im Sinne des aktiven Verbraucherschutzes.

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Strahlten um die Wette: v. l. Peter Kirchlechner, Michael Lösch, Margit Berger und Gundolf Wegleiter.

pkirchlechner@hds-bz.it

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rechtsberatung www.hds-bz.it/recht

Was tun bei Schäden durch fehlerhafte Produkte?

24 Alle Rechte und Maßnahmen bei schadhafter oder fehlerhafter Ware.

Was versteht man unter fehlerhafter Ware? Ein Produkt ist fehlerhaft, wenn es nicht die Sicherheit bietet, die man sich unter Berücksichtigung aller Umstände berechtigterweise erwarten kann; berücksichtigt werden unter anderem folgende Umstände: -d  ie Art und Weise der Inverkehrbringung, die Darbietung des Produkts, seine offensichtlichen Merkmale, die mitgelieferten Anweisungen und Hinweise, - die Verwendung des Produkts, zu der es vernünftigerweise bestimmt sein kann, und die Umgangsweise mit dem Produkt, die vernünftigerweise erwartet werden kann, - Zeitpunkt, zu dem das Produkt in den Verkehr gebracht wurde. Fehlerhafte Produkte, die einen Schaden zur Folge hatten, dürfen nicht mit Gütern verwechselt werden, die nicht den Anforderungen des Verkaufsvertrags entsprechen; für diese Nichtentsprechung gilt eine andere Regelung. Wann besteht Anspruch auf Schadenersatz? Der Schadenersatzanspruch verjährt nach Ablauf einer Frist von drei Jahren ab dem Tag, an dem der Geschädigte vom Schaden, vom Fehler und von der Identität des Verantwortlichen Kenntnis erlangt hat oder

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Kenntnis erlangen hätte müssen; die Haftung erlischt jedenfalls nach Ablauf einer Frist von zehn Jahren nach dem Zeitpunkt, zu dem das Produkt in den Verkehr gebracht wurde. Die Beweislast liegt beim geschädigten Verbraucher, der den Zusammenhang zwischen dem fehlerhaften Produkt und dem Schaden nachweisen muss; darüber hinaus muss er den sachgemäßen Gebrauch des Produkts beweisen. Erwähnenswert ist auf jeden Fall, dass die Haftung des Herstellers vollständig auf den Lieferanten übergeht, wenn dieser innerhalb von drei Monaten es unterlässt oder nicht imstande ist, dem Geschädigten den Namen des Produktherstellers mitzuteilen. Welches Gericht ist zuständig? Für grenzüberschreitende Streitigkeiten hat der Europäische Gerichtshof in einem Urteil vom 14. Jänner 2014 festgelegt, dass ein Verbraucher, der ein fehlerhaftes Produkt in einem von seinem Wohnsitzland abweichenden EULand erworben hat, sich an das Gericht des Herstellerlandes wenden muss, wenn er eine Haftungsklage erheben will. Der Streitfall, mit dem sich der Europäische Gerichtshof befasste, betraf den Schaden eines österreichischen Bürgers, der in seinem Land ein Fahrrad erworben hatte, das aber von einem Unternehmen mit Sitz in Deutschland hergestellt worden war. Der Verbraucher hatte sich auf einer Fahrt mit

dem Fahrrad bei einem Sturz Verletzungen zugezogen. Daher hatte er in Österreich ein Verfahren gegen den Hersteller eingeleitet, da er den Sturz auf einen Produktionsfehler zurückführte und da in der Regel auf jeden Fall das Gericht am Domizil des Verbrauchers zuständig ist. Die beklagte Partei hatte allerdings die Unzuständigkeit des Gerichts eingewendet. Das österreichische Höchstgericht erachtete es daher als sinnvoll, den Europäischen Gerichtshof mit der Sache zu befassen. Dieser bestätigte laut EG-Verordnung 44/2001 die Zuständigkeit des Gerichts des Herstellerlandes, da die Richtlinie, die sich mit den besonderen Zuständigkeiten befasst, vorsieht, dass bei fahrlässigen oder vorsätzlichen Zivilvergehen das Gericht des Ortes zuständig ist, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist oder einzutreten droht. Daher gilt das Gericht am Herstellungsort des Produkts als zuständig. Auf diese Weise wird die „besonders enge Beziehung“ zwischen der Streitigkeit und dem Gericht des Orts, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist, gewahrt.

RA Chiara Pezzi, Bereichsleiterin Rechtsberatung, T 0471 310 558, cpezzi@hds-bz.it


rechtsberatung Ein weiteres nützliches Instrument ist das Informationssystem für das öffentliche Auftragswesen in Europa SIMAP (http://simap.europa.eu/index_it.htm). Dieses Portal ist für Auftraggeber und Lieferanten bestimmt und bietet Zugang zu den wichtigsten Informationen über die öffentlichen Ausschreibungen in Europa. Auf diesem Portal werden Formulare, einschlägige Gesetzesbestimmungen und weitere nützliche Links bereitgestellt. Auch die EU-Kommission, das Parlament und der Rat nutzen so wie andere öffentliche Körperschaften für den Erwerb von Gütern und Dienstleistungen die öffentlichen Ausschreibungsverfahren, die ebenfalls in den oben genannten Portalen veröffentlicht werden. Weitere Informationen: RA Sabine Mayr, Rechtsberatung, T 0471 310 559, smayr@hds-bz.it Carla Vedovelli, Europa Point, T 0471 310 322, cvedovelli@hds-bz.it

Wissenswertes über Ausschreibungen in der EU

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Transparenz und klare Regeln für die Auftragsvergabe Jedes Jahr geben über 250.000 öffentliche Verwaltungen in der EU ca. 18 Prozent des BIP für den Ankauf von Dienstleistungen, Arbeiten und Lieferungen aus. Der Zuschlag für die Lieferung von Waren und Dienstleistungen erfolgt über öffentliche Ausschreibungen. Alle in der EU eingetragenen Unternehmen sind berechtigt, an den Ausschreibungen zur Vergabe von öffentlichen Aufträgen teilzunehmen, auch wenn sie ihren Sitz in anderen EU-Ländern haben. Die öffentlichen Behörden der EU wenden harmonisierte und transparente Verfahren für die Auftragsvergabe an, die Ausschreibungen werden im Sinne der Transparenz für alle zugänglich gemacht. Onlineinstrumente. Eine wichtige Informationsquelle für interessierte Unternehmen ist der Anzeiger für das öffentliche Auftragswesen TED-Tenders Electronic Daily (http://ted.europa.eu/ TED/main/HomePage.do). Hier handelt es sich um die Onlineversion des Supplements zum Amtsblatt der Europäischen Union, in dem alle Ankündigungen von öffentlichen Ausschreibungen über dem EU-Schwellenbetrag verpflichtend veröffentlicht werden müssen. Mit diesem Instrument sollen alle bevorstehenden Ausschreibungen rechtzeitig bekannt gemacht werden. Mit der Registrierung auf der Internetseite kann man die Kriterien eingeben für die automatische Benachrichtigung mit der elektronischen Post und somit laufend über die geplanten Ausschreibungsverfahren in der eigenen Branche informiert werden.

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Das Ziel, komplexe Verwaltungswege zu verkürzen und in Südtirol ein einheitliches operatives System einzuführen, wurde in nur wenigen Monaten erreicht. Der Einheitsschalter unter www.impresainungiorno.gov.it und www.provinz.bz.it.

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werden alle Meldungen von Unternehmen aus dem Handelssektor telematisch über den Einheitsschalter für gewerbliche Tätigkeiten (SUAP) eingereicht. Alle Unterlagen, vom Beginn einer unternehmerischen Tätigkeit bis zur Auflösung

des Betriebes, können online ausgefüllt und versendet werden. Auch Meldungen über einen Werbe- oder Räumungsverkauf können über den Einheitsschalter an die jeweilige Gemeinde übermittelt werden. Den Antrag muss der Unternehmer selbst oder eine bevollmächtigte Person einreichen. Der hds bietet hier die notwendige Unterstützung.

Die Verwaltung ihrer MietVerträge bereitet ihnen Kopfzerbrechen? Kein problem: rum! der hds kümmert sich da

Wenden Sie sich einfach an unsere Betriebsberater im hds-Bezirksbüro in Ihrer Nähe. Bozen: beratung@hds-bz.it, Meran: meran@hds-bz.it, Brixen: brixen@hds-bz.it, Bruneck: bruneck@hds-bz.it, Schlanders: schlanders@hds-bz.it, Sterzing: sterzing@hds-bz.it. www.hds-bz.it/beratung handels- und dienstleistungsverband Südtirol

hdsmagazin #6/14


info arbeit www.hds-bz.it/arbeit

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Der Strafregisterauszug Arbeitnehmer in Kontakt mit Minderjährigen

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Vor Kurzem wurde im Amtsblatt das GvD Nr. 39/2014 veröffentlicht, mit dem EU-Richtlinien zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern und der Kinderpornographie umgesetzt werden. Laut diesem Dekret muss jeder, der im Rahmen eines unselbstständigen Arbeitsverhältnisses oder einer selbstständigen Tätigkeit eine Person für die Ausführung von beruflichen oder organisierten freiwilligen Leistungen beschäftigen will, die regelmäßig direkte Kontakte zu Minderjährigen erfordern, mit Zustimmung des betreffenden Arbeitnehmers einen Strafregisterauszug einholen. Daraus muss hervorgehen, dass für die betreffende Person keine Verurteilungen und auch keine Sanktionen vorliegen, die die Ausübung von Tätigkeiten verbieten, die mit regelmäßigen direkten Kontakten zu Minderjährigen verbunden sind. Die Sanktion für Arbeitgeber, die diese Auflagen nicht erfüllen, beträgt zwischen 10.000 und 15.000 Euro; wenn der Betrag innerhalb der in der Zustellung genannten Frist gezahlt wird, kann die Sanktion auf 5000 Euro herabgesetzt werden.

muss für im Haushalt tätige Personen (z. B. Babysitter) eingeholt werden. Leiharbeitsagenturen gehören zu den Arbeitgebern, für die diese Verpflichtung gilt.

Leitende Angestellte und Vorgesetzte sind befreit.

Die Pflicht betrifft nicht leitende Angestellte, Verantwortliche, Vorgesetzte und alle anderen Personen, die nur gelegentlich Kontakt mit Kindern haben und die die Arbeit der Beschäftigten überwachen, die direkt mit den Kindern Kontakt haben. Betroffen sind hingegen andere (nach dem 6. April eingestellte) Beschäftigte, die regelmäßig direkt Kontakt mit Kindern haben. Unter regelmäßigen Kontakten versteht man nicht Kontakte, die in einem mehr oder weniger langen Zeitraum erfolgen, es geht vielmehr um den wiederholten Umgang mit Kindern im Rahmen der ausgeführten Tätigkeit. Darunter fallen z. B. tägliche Kontakte zu einem bestimmten Zeitpunkt, auch nur für einige Minuten, oder wöchentliche Kontakte zu einem bestimmten Zeitpunkt, auch nur für einige Minuten, oder der Umgang mit den Kindern jeweils zum Monatsersten usw.

Alle Merkmale dieser Pflicht.

Sowohl das Justizministerium als auch das Arbeitsministerium haben mit verschiedenen Dokumenten Erklärungen zu dieser Pflicht für Arbeitgeber abgegeben. Die Pflicht betrifft ausschließlich neue Arbeitsverhältnisse, d. h. Verträge, die nach dem 6. April 2014 abgeschlossen werden; kein Handlungsbedarf besteht bei bereits laufenden Arbeitsverhältnissen. Die Pflicht gilt auch für die Beschäftigung von Selbstständigen; nicht betroffen sind hingegen ehrenamtliche Arbeitsverhältnisse, mit Ausnahme jener Fälle, in denen für die ehrenamtliche Tätigkeit ein abhängiges oder ein selbstständiges Arbeitsverhältnis begründet wird. Kein Strafregisterauszug

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Kontinuierliche und ausschlieSSliche Kontakte mit Minderjährigen.

Die Pflicht zur Einholung des Strafregisterauszugs besteht nur für jene Tätigkeiten, die einen ausschließlichen Kontakt mit einer Vielzahl von Kindern erfordern. Betroffen sind z. B. Personen, die für die Essensausgabe in Schulmensen zuständig sind, Animateure für die Kinder- und Jugendbetreuung, Lehrkräfte, Fahrer von Schülerbussen, Sporttrainer für Kinder und Jugendliche usw. Ausgeschlossen sind Tätigkeiten, die nicht jeweils für eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen bestimmt sind, sondern für nicht näher definierte Personengruppen, in denen auch Kinder vertreten sein können. Dieser zuletzt genannte Ausschluss ist wichtig für jene Betriebe, die auch Minderjährige unter ihren Kunden haben und nun befürchten, dass sie bei Neueinstellungen einen Strafregisterauszug einholen müssen.


Ersatzerklärung gilt bis der Auszug ausgestellt ist.

Bis der Strafregisterauszug vorliegt, kann der Arbeitnehmer auch auf der Basis einer eidesstattlichen Ersatzerklärung eingestellt werden, die den Kontrollorganen vorzulegen ist. Nach Ablauf des Strafregisterauszugs nach sechs Monaten muss kein neuer Auszug eingeholt werden. Als Arbeitgeber gelten all jene Personen, die einen Arbeitnehmer beschäftigen, und zwar unabhängig von der Dauer des Arbeitsverhältnisses und der Dauer der Leistung, solange die Tätigkeit im Rahmen von beruflichen oder organisierten ehrenamtlichen Arbeiten erbracht wird, die einen regelmäßigen direkten Kontakt mit Kindern erfordern.

Die Kosten.

Für die Einholung des Strafregisterauszugs fallen folgende Kosten an: 1 Stempelmarke zu 16 Euro; Kanzleigebühren in Höhe von 7,08 Euro, wenn die Bescheinigung dringend angefordert wird bzw. Kanzleigebühren in Höhe von 3,54 Euro für die nicht dringende Ausstellung der Bescheinigung. Die von der Stempelsteuer befreiten Fälle werden im DPR Nr. 642/72, Tabelle Anhang B (Adoption, Aufnahme eines Pflegekinds, Bewilligung des Armenrechtes usw.) genannt.

Unsere Tiroler Bank.

Was wäre, wenn Sie Ihre Zukunft bereits heute in die Hand nehmen?

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IMPULSE FÜR DIE SÜDTIROLER WIRTSCHAFT Alberto Petrera, Bereichsleiter Arbeits- und Gewerkschaftsangelegenheiten, T 0471 310 501, apetrera@hds-bz.it

Wer vorne bleiben will, braucht auch Rückendeckung. Damit Südtirols Unternehmer Ideen für eine erfolgreiche Zukunft schon heute umsetzen können, unterstützt sie die Hypo Tirol Bank mit einer Finanzierungsoffensive – ganz ohne Kreditklemme. Ein finanzstarker Impuls, der etwas bewegt – von einem starken, regionalen Partner, der Menschen und Märkte kennt. Denn jede Veränderung braucht die Sicherheit der Herkunft und die Gestaltungsfreiheit der Zukunft.

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Die Finanzierungsoffensive der Hypo Tirol Bank für die Südtiroler Wirtschaft. Mehr zu flexiblen Finanzierungsmodellen und wie Sie mit uns Impulse für die Zukunft setzen unter:

B Istatwert betreffend die Konsumpreise für die Angleichung der Mieten (Gesetz 392/78). - Nationale Veränderung April 2013 – 2014 ist gleich 0,5 % (75 % = 0,375). - Veränderung in Bozen April 2013 – 2014 ist gleich 1,1 % (75 % = 0,825).

B Die Indexzahl für die Abfindungen beträgt im April 0,710084.

www.impulse-suedtirol.it

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steuerberatung

www.hds-bz.it/steuern

UNICO 2014 Die wichtigsten Neuerungen kurz und knapp erklärt. Über die Neuheiten für das Steuerjahr 2013 wurde bereits berichtet. Hier nun die wichtigsten Neuerungen für die Erstellung des Vordrucks Mod. UNICO 2014.

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Bestätigungsvermerk. Bei der Verrechnung von Steuerguthaben (aus Irpef, Ires, Irap, Quellen- und Ersatzsteuern) besteht die Pflicht zur Anbringung eines Bestätigungsvermerks durch einen ermächtigten Freiberufler. Diese Bestimmung wurde mit dem Haushaltsrahmengesetz 2014 für alle Verrechnungen über 15.000 Euro pro Jahr eingeführt. Im Vordruck Mod. UNICO 2014 wurde hierfür eine eigene Zeile eingefügt. Ausländisches Finanz- und Immobilienvermögen. Mit dem „Euro-

pagesetz 2013“ wurden einige wesentliche Änderungen im Hinblick auf die Überwachung der genannten Vermögenswerte vorgenommen: • d ie Überweisungen vom, ins und unter Umständen im Ausland sind nicht mehr anzugeben; • a lle während des Steuerjahres gehaltenen Vermögenswerte sind weiterhin zu melden und zwar unabhängig von deren Höhe. Lediglich für Sparbücher und Girokonten gilt eine Vereinfachung. Zu melden sind diese nur, wenn · deren Gesamtbetrag im Steuerjahr 10.000 Euro überschritten hat oder · deren durchschnittlicher Stand mehr als 5000 Euro betragen hat und folglich die Auslandsvermögenssteuer geschuldet ist; • auch nach Neuregelung der Strafen, die bei Verletzung der genannten Meldepflichten vorgesehen sind, belaufen sich diese immer noch auf · 3 bis maximal 15 Prozent der nicht erklärten Vermögenswerte, wenn diese in einem Staat gehalten werden, der nicht als Steuerparadies gilt, · 6 bis maximal 30 Prozent der nicht erklärten Vermögenswerte, wenn diese in einem Staat gehalten werden, der als Steuerparadies gilt. Aufwertung von betrieblichen Anlagegütern. Das Haushaltsrahmengesetz 2014 sieht die Möglichkeit vor, die genannten Güter aufzuwerten und die Aufwertungsrücklage freizustellen. Die Aufwertung • kann für die betrieblichen Güter, welche in der Bilanz zum 31.12.2012 aufscheinen und mit Ausnahme von Handelsware, angewandt werden,

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•k  ann von MwSt.-Subjekten mit unternehmerischen Einkünften (auch von jenen in einfacher Buchführung) in Anspruch genommen werden, • ist in der Bilanz für 2013 vorzunehmen, • muss alle Güter derselben homogenen Kategorie im Abschreibe-Register betreffen, • ist mit der Zahlung einer Ersatzsteuer innerhalb des Termins für die Saldozahlung der Einkommensteuern in Höhe von 16 Prozent auf abschreibbare und von 12 Prozent auf nicht abschreibbare Güter abgeschlossen. Im Vordruck Mod. UNICO 2014 ist für die Angabe der genannten Daten ein eigener Abschnitt vorgesehen. Aufwertung von Grundstücken/Gesellschaftsbeteiligungen. Bereits im Haushaltsrahmengesetz 2013 waren folgende Aufwertungsmöglichkeiten vorgesehen: • von Baugrundstücken und landwirtschaftlichen Gründen, die im Eigentum oder durch Fruchtgenuss besessen werden, • von Beteiligungen an nicht notierten Gesellschaften, die im Eigentum oder durch Fruchtgenuss besessen werden. Die begünstigte Aufwertung konnte von natürlichen Personen in Anspruch genommen werden, welche die Grundstücke und/ oder Beteiligungen zum 1. Jänner 2013 nicht im Rahmen ihrer betrieblichen Tätigkeit besessen bzw. gehalten haben sowie von einfachen Gesellschaften, Freiberuflervereinigungen und nicht gewerblichen Körperschaften. Die Abfassung der beeideten Schätzung und Einzahlung der Ersatzsteuer mussten bis 30. Juni 2013 erfolgen. Im Vordruck Mod. UNICO 2014 ist für die Angabe der genannten Daten ein eigener Abschnitt vorgesehen. Versendungsmodalitäten und Zahlungsfristen. Die erste Zahlungsfrist ist, vorbehaltlich Verlängerung, der 16. Juni 2014. Auch für das Jahr 2013 besteht die Möglichkeit, die Zahlung bis zum 16. Juli 2014 aufzuschieben. In diesem Fall ist ein Zinsaufschlag von 0,40 Prozent geschuldet. Der Abgabetermin für den Vordruck Mod. UNICO 2014 wurde mit 30. September 2014 festgelegt.

Moritz Schorn, Steuer- und Betriebsberatung, T 0471 310 407, mschorn@hds-bz.it


info aktuelles www.hds-bz.it/sistri-system www.hds-bz.it/abfallwirtschaft

NEWS VOM EUROPA POINT IM hds

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SSV

beginnt am 5. Juli Startschuss für das große Rennen. Der Sommerschlussverkauf

2014 beginnt in Südtirol am Samstag, 5. Juli und dauert sechs Wochen bis zum 16. August 2014. Dies hat der Kammerausschuss der Handelskammer Bozen nach Anhörung des hds und des Verbandes der Selbständigen festgelegt, in Anlehnung an den Beschluss der Regionenkonferenz. In den 14 Tourismusgemeinden Tiers, Kastelruth, St. Ulrich, St. Christina, Wolkenstein, Ritten, Sexten, Enneberg, St. Martin in Thurn, Wengen, Abtei, Corvara, Stilfs und Kurzras beginnt der Schlussverkauf erst am 16. August und endet am 27. September 2014. Sonderverkäufe und Preisauszeichnungen: Mehr Infos sind in einem Nützlichen Dokument unter www.hds-bz.it/recht zu finden.

Eine Projektidee erfolgreich umsetzen Wie nehme ich an einer europäischen Ausschreibung teil? Haben Sie eine für Sie interessante Ausschreibung in Ihrer Branche entdeckt? Haben Sie eine Projektidee? Eine EU-Finanzierung könnte sich als ideale Lösung für die konkrete Umsetzung Ihrer Idee erweisen. Wenn Sie diese Fragen positiv beantworten, dann sind Sie bereit für so ein Projektvorhaben. Für die Teilnahme an einer europäischen Ausschreibung braucht es in erster Linie eine gute Projektidee, die genau den festgelegten Kriterien der Ausschreibung entspricht und systematisch gegliedert ist. Das bedeutet, dass man quantitative und qualitative Ziele festlegen muss, die mit bestimmten Human- und Geldressourcen innerhalb einer genau festgelegten Frist erreicht werden müssen.

Auf der Suche nach internationalen Partnern. Europäische Projekte sehen üblicherweise die Zusammenarbeit mit Partnern anderer Länder vor und fördern diese Form der internationalen Kooperation. Die Partnersuche kann über bestehende Kontakte, über Branchenverbände, über spezifische Initiativen auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene oder über Internetportale erfolgen. Die meisten Internetseiten der EUProgramme beinhalten nämlich auch einen eigenen Abschnitt für die Partnersuche (Partner Search). Partner müssen sorgfältig gewählt werden, sie müssen über spezifische Kompetenzen im Projektbereich, über Finanzmittel in angemessenem Umfang und über ausreichend Zeit und Personal für das Projekt verfügen. Bei der Projektentwicklung muss man in erster Linie prüfen, ob es sich um eine neue Idee handelt, die noch nicht in anderen Projekten umgesetzt wurde. Höhe und Auszahlung der Finanzmittel. Die EU-Mittel werden in Form einer Co-Finanzierung ausgezahlt, das bedeutet praktisch, dass ein Teil der Projektkosten ersetzt wird. Der Anteil der ersetzten Kosten variiert von Ausschreibung zu Ausschreibung und beträgt zwischen 30 bis 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Das Projektbudget muss angemessen sein und den tatsächlichen Kosten möglichst nahekommen; des Weiteren müssen auch Geldmittel für die Verbreitung der Projektergebnisse vorgesehen werden. Die Projektideen müssen innovative Inhalte und eine europäische Dimension aufweisen, d. h. es müssen Partner aus mehreren Ländern daran beteiligt sein. Die Projekte müssen im weitesten Sinne der gesamten Europäischen Union, zumindest der Branche zugutekommen, in der das Projekt durchgeführt wird.

Für weitere Informationen: Carla Vedovelli, Verantwortliche Europa Point, T 0471 310 322, cvedovelli@hds-bz.it, www.hds-bz.it/europa.

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Südtirol • Alto Adige


hds magazin 6/14: "Denke klein statt groß: die Rückkehr der Regionalisierung"